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PressEnte 2014

Magazin des Presseclubs Regensburg

PRESSECLUB ÖFFENTLICH-

PRESSECLUB ÖFFENTLICH- KEITSWIRKSAM »Es ist nicht dasselbe, ob Sie mit dem Bus durch die Altstadt fahren und am Haidplatz aussteigen oder 16 Meter unter der Erde die Station ausgerufen bekommen und dann 16 Meter mit dem Aufzug nach oben fahren – wir sind nicht Moskau.« Der scheidende OB Hans Schaidinger hat seinem »Ziehsohn« und OB-Kandidat der CSU, Christian Schlegl, bei seinem Auftritt im Club während des Wahlkampfs keinen Gefallen getan. Hans Schaidinger Eine weitere kleine oder mittlere Sensation – vermutlich nicht ganz ohne Folgen – war der Auftritt des scheidenden Regensburger Oberbürgermeisters Hans Schaidinger Anfang Februar diesen Jahres. Wieder war die Erwartungshaltung im überfüllten Saal eine ähnliche wie bei Gegenfurtner: Man fürchtete in gewisser Weise einen ermüdenden Monolog, eine Art Narkotikum, dessen Ingredienzien aus Eitelkeit, süffisanter Rückschau und berechtigtem Stolz auf die vollbrachte Leistung im Dienst der zweifellos geliebten Stadt Regensburg bestehen würden. Stattdessen blitzte von Anfang an ein angriffslustiger, quicklebendiger und – o Wunder – in manchen Teilen sogar selbstkritischer OB auf. Und in dem Moment – die Zuschauer im Zustand höchster Gespanntheit – der Dolchstoß: Schaidinger demontiert seinen angeblichen »Wunschkronprinzen« Christian Schlegl nach allen Regeln der Kunst. Und behält auch noch sein vieldeutiges Lächeln im Gesicht, als der kurz vor Ende der Veranstaltung den Raum betritt. Alle halten die Luft an – das Ende ist bekannt: Christian Schlegl verliert die Wahl zum Oberbürgermeister von Regensburg. Die Veranstaltung im PresseClub war zweifellos einer der Sargnägel für die- ses politische Begräbnis. Was der Alt-OB allerdings bis jetzt meines Wissens noch keinem Journalisten verraten hat: Hat ihn tatsächlich die – wie manche Medien anschließend berichteten, »raffinierte Fragetechnik« der Moderatorin zu seinen Bekenntnissen verleitet, oder hatte Schaidinger von Anfang an vor, Schlegl im PresseClub den Rest zu geben? Egal – die Veranstaltung war ein Fanal. 18

»Es ist schwer, sich als Künstler in der überregionalen Kunstszene nicht zu prostituieren.« Lad mich Lies mich Alexander Stern (sinngemäßes Zitat) Das dritte Beispiel mag im Vergleich unspektakulärer wirken – die Wirkung in den Köpfen der Presseclubbesucher wird dafür umso nachhaltiger sein. Die Rede ist vom Abend des Straubinger Künstlers Alexander Stern. Der PresseClub präsentiert ja immer wieder Künstler aus der Region nicht nur durch wechselnde Schauen in den Clubräumen, sondern auch bei den Donnerstag-Veranstaltungen. Alexander Stern war in diesem September 2014 ganz im Fokus der Regensburger Kunst-Szene, da er tags zuvor im Rahmen der Jahresschau des Berufsverbands Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz mit einem besonderen Preis ausgezeichnet worden war. Der Abend aber zeigte beispielhaft, wie oft so ein Künstler im Lauf des Lebens nicht im Scheinwerferlicht, sondern vielmehr im Schatten steht. Der nach außen hin ganz bescheiden auftretende, mit leiser Stimme sprechende Sterner verhieß – oberflächlich betrachtet – zunächst keinen besonders aufregenden Abend, aber, von Moderator Klaus Caspers ebenso unaufgeregt wie innerlich leidenschaftlich engagiert und auf erfrischende Weise tendenziös befragt, entfesselte der Maler einen aufregenden Dialog über das Grenzgängertum des zeitgenössischen bildenden Künstlers, den schwierigen Balanceakt, sich im schwindelerregenden überregionalen Kunstbetrieb zu positionieren, ohne sich zu prostituieren. Aus dem Dialog wurde schließlich eine teils wirklich kontroverse Diskussion, auch über die verantwortungsvolle Rolle des Kulturjournalismus, aus der sich jeder seinen guten Teil mit nach Hause in den Alltag nehmen konnte – wenn er denn nur wollte. So sollen die Donnerstag-Abende im PresseClub auch künftig ein abwechslungsreiches Menü aus regional und überregional relevanten Persönlichkeiten und Themen darstellen, einzelne Gänge aus diesem Menü dürfen dabei ruhig auch mal schwerer verdaulich ausfallen – für die bessere Bekömmlichkeit ist ja anschließend an der Club-Bar immer bestens gesorgt. [] APP tauchen mit Ihrer Heimatzeitung Digital-Abo FÜR NEUKUNDEN 21. 00 Euro pro Monat + 1 Akku to relax (Mindestvertragslaufzeit 24 Monate) Wer auch unterwegs auf sein Smartphone nicht verzichten möchte, bekommt von uns ein Solarladegerät geschenkt. FÜR ZEITUNGSABONNENTEN ab 5. 30 zusätzlich Euro pro Monat Information und Bestellung unter Telefon 09421/940-6400 oder 0871/850-2410 e

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