FW_Juni2018

rfwdaten

Ausgabe 3/Juni 2018

Informationszeitung

Freiheitliche Wirtschaft Kärnten

P.b.b. Verlagspostamt - 9020

GZ 02z032674M

Vielversprechende Vorsaison für Tourismus:

Optimistische Aussichten

auf die Sommersaison 2018!

Touristiker sind vorsichtig optimistisch

Nach einer vielversprechenden Vorsaison sind die Kärntner Tourismusbetriebe

für die bevorstehenden Sommermonate vorsichtig optimistisch.

Aus der Sicht der freiheitlichen Wirtschaftsforderung bleibt die Forderung

nach einer Übertragung der Landesanteile an der Kärnten Werbung

an die Tourismusregionen aufrecht. Hoffnung verspricht die

bevorstehende Privatisierung des Klagenfurter Flughafens. Der Investor

hat eine Belebung des Airports und 400.000 Ankünfte versprochen.

NEU: Flexible Arbeitszeiten

FPÖ und ÖVP haben im Nationalrat

eine Flexibilisierung der

Arbeitszeit durchgesetzt. Ziel ist

die Anpassung an die modernen

Lebensverhältnisse aber auch

die Auftragssicherung durch Abdeckung

von Spitzenzeiten.


Der Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft Kärnten und Vizepräsident der Kärntner Wirtschaftskammer

Günter Burger ist mit dem Unternehmern ständig vor Ort in Kontakt.Hier ein Schnappschuss vom

Betriebsbesuch bei der Firma SSB GmbH in Spittal/drau, die ihr 15-jähriges Betriebsjubiläum feierte.

FW fordert mehr Unterstützung und Fairness für Kärntner Unternehmer

Burger: „Kärntner Betriebe

nehmen lebenswichtige Rolle ein!

„Die rund 34.000 Kärntner Betriebe haben einen wesentlichen Anteil am Erfolg unseres Bundeslandes und nehmen eine lebenswichtige

Rolle in Kärnten ein. Sie schaffen Arbeit und Einkommen für rund 190.000 Kärntner.“

Daran erinnerte kürzlich WKK-Vizepräsident

KommR Günter Burger im Rahmen

einer Pressekonferenz die

Öffentlichkeit. Ob Firmenchef oder

Mitarbeiter, die vielen engagierten

und fleißigen Kärntner hätten es jedenfalls

verdient unbürokratische und

gerechte Rahmenbedingungen vorzufinden.

„Und dafür ist die Politik zuständig!“,

wandte sich Burger an die

rot-schwarze Kärntner Landesregierung.

Laut Burger habe Kärnten auf Grund

der verfehlten Wirtschaftspolitik von

SPÖ und ÖVP einiges an Boden verloren,

viele Wirtschaftsdaten zeigen

leider weiterhin nach unten. Kärnten

habe den höchsten Schuldenstand

aller Bundesländer. Im Bereich der

Wirtschaftsförderung seien laut Darmann

2016 auf Grund unternehmerfeindlicher

Richtlinien rund 12

Millionen Euro nicht an die Kärntner

Wirtschaft ausgezahlt worden.

Ebenso seien für die Kärntner Bauwirtschaft

wichtige Wohnbauförderungsgelder

in der Höhe von rund 25

Millionen Euro nicht zur Verfügung gestellt

worden. Vor dem Hintergrund

dieser schlechten Rahmenbedingungen

stellt der gf. Landesobmann der

Freien Wirtschaft fest: „Umso bemerkenswerter

ist es, dass die Kärntner

Unternehmer trotz der tatenlosen

Wirtschaftspolitik von SPÖ und ÖVP

erfolgreich gearbeitet haben. Rot und

Schwarz sind in den letzten Jahren

nur durch „Verhinderungspolitik“ negativ

aufgefallen und haben mit neuen

gesetzlichen Bestimmungen und

komplizierten Richtlinien für eine

Vielzahl von Unternehmerschikanen

gesorgt.“

Faktum ist laut Darmann,

dass die Bürokratie in der

SPÖ-geführten Landesregierung

ausgeufert ist

und noch weiter ausufern

wird. So weise zum Beispiel

das wirtschaftsfeindliche

Naturschutzgesetz

sage und schreibe 92

Einzelbestimmungen

auf.

„Gerade die Freie

Wirtschaft hat sich

immer auch verstärkt

um die kleineren Kärntner Unternehmen

gekümmert und diese tatkräftig

unterstützt. Das werden wir

auch weiterhin im Rahmen unserer

Möglichkeiten tun. Auch die SPÖ-

ÖVP-Landesregierung muss endlich

erkennen, wie lebenswichtig die

selbstständigen Unternehmer für

Kärnten sind. SPÖ und ÖVP müssen

den Betrieben auch demenentsprechend

Anerkennung, maßgeschneiderte

Förderungen sowie das

bestmögliche Service zukommen

lassen. Kärntner Unternehmer

brauchen dringend

wieder mehr Unterstützung

und Fairness, denn

nur die Wirtschaft schafft

die für Kärnten so dringend

notwendigen Arbeitsplätze“,

so KommR

Günter Burger im Gespräch

mit Wirtschaft

aktiv..


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

3

Landestag der Freiheitlichen Wirtschaft:

98 Prozent für Landesobmann

Matthias Krenn

In harmonischer Atmosphäre fand der Landestag der Freiheitlichen Wirtschaft statt. Als

Gastredner war extra aus OÖ der LH Stv. Manfred Haimbuchner angereist und begeisterte

mit seiner Gastrede die Delegierten und Gäste.

Mit 98 % wurde der neue und alte

Obmann Vizepräsident der WKO

KommR Matthias Krenn in seiner

Funktion eindrucksvoll bestätigt. Alle

neu zu wählenden Funktionen die

der Vorstand vorschlug, wurden einstimmig

vom Landestag

bestätigt.

Das Konzept, einen geschäftsführenden

Obmann einzusetzen, hat sich in

Kärnten die letzten Jahre bewährt.

Gleich im Anschluss an den Landestag

fand die konstituierenden Sitzung

statt, bei der Vizepräsident KommR

Günter Burger zum geschäftsführenden

Obmann einstimmig vom Vorstand

für die neue Periode bestellt

wurde.

Um auch die gute Zusammenarbeit

mit der Partei weiterhin zu forcieren

wurde der Parteiobmann Klubobmann

Mag. Gernot Darmann in den

Vorstand der Freiheitlichen Wirtschaft

kooptiert.

Paradewirtin feierte

runden Geburtstag

Zum 60. Geburtstag der Annenheimer

Paradewirtin Bernadette Burger

gratulierten Klubobmann Mag. Gernot

Darmann und Präsident Jürgen

Mandl. Gernot Darmann trug eine

Laudatio in gereimter Form vor. Jürgen

Mandl überreichte dem Unternehmerpaar

eine Urkunde für 30

Jahre unermüdlichen Einsatz für die

Wirtschaft. Die Bürgermeister NR

Max Linder und Klaus Glanznig fanden

sich mit Grußworten ein. Auch

NR Wendelin Mölzer ließ es sich

nicht nehmen der Jubilarin zu gratulieren.

Rundgang in der WKK mit KO Gernot Darmann

Präsident Jürgen Mandl lud Klubobmann Mag. Gernot Darmann in die WKK ein um ihn vor Ort die Aufgaben und

Leistungen der WKK Organisation gemeinsam mit Direktor Michael Stattmann zu präsentieren. Auch der GF Herwig

Druml und die Funktionäre Georg Amlacher und Markus Schoas der Freiheitlichen Wirtschaft waren in Vertretung

des Vizepräsidenten KommR Günter Burger und des Fraktionssprechers KommR Friedrich Reinbold, die Termine in

Wien und Burgenland wahrnahmen, beim Rundgang dabei.


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Ausgabe 3/2018

Pflichtversicherte profitieren durch Struktur- und Verwaltungseinsparungen

Freiheitliche Wirtschaft begrüßt

die Sozialversicherungsreform

„Es ist erfreulich, dass sich die türkis-blaue Regierung vom alten Funktionärsdenken, vor allem aber vom rot-schwarzen Parteiproporz

verabschiedet und mit der Reform der Sozialversicherung nun den Weg der Erneuerung geht.“ – So kommentiert der Bundesobmann

der Freiheitlichen Wirtschaft und WKÖ-Vizepräsident Matthias Krenn die Einigung der Regierungsparteien auf eine Zusammenlegung

der Sozialversicherungsanstalten.

Der angekündigte Widerstand von

ÖGB und AK ist dabei zu vernachlässigen,

schließlich kommt der Aufschrei

nicht von den Versicherten, die diesen

bürokratischen Irrsinn bezahlen, sondern

- typisch für Österreich - von den

Funktionären der SV-Träger, die um

Jobs und Einfluss fürchten. Hat doch

ausgerechnet der vormalige SPÖ-Sozialminister

Stöger eine Studie bei der

London School of Economics in Auftrag

gegeben, die zum Ergebnis der

dringenden Verschlankung der Strukturen

gekommen ist. Verwunderlich ist

daher, dass gerade die SPÖ und ihre

angeblichen Arbeitnehmervertretungen

die Reform als „Staatsstreich“

sehen!“, so

Das bisherige Sozialversicherungssystem

ist für Krenn unfair. Viele Krankenkassen

hätten unterschiedliche

Leistungen.

Österreichweit müsse man gleiche

Leistungen für gleiche Beiträge sicherstellen.

Zusätzlich zur Fairness im

Sozialsystem müsse das Gesundheitswesen

auch langfristig finanzierbar

werden, um nicht weiterhin

verschuldete Kassen mit Zuschüssen

des Bundes zu sanieren. Krenn: „ Niemand

braucht 21 Sozialversicherungsträger,

schon gar nicht die

Versicherten. Es wird niemand auf die

hervorragende ärztliche Versorgung

in Österreich verzichten müssen, nur

weil ein paar Tintenburgen verschwinden

werden, da keine einzige Spitalsschließung

am Programm steht.“

Der Schritt der Regierung sei daher

wichtig, weil es nicht länger um das

Wohl der Funktionäre gehen dürfe,

sondern richtigerweise um das Wohl

derer, die das Ganze mit enorm hohen

Sozialabgaben bezahlen würden.

„Die Freiheitliche Wirtschaft unterstützt

das und steht hinter der angekündigten

Reform der Sozialversicherung,

schließlich ist das auch

eine langjährige Forderung der Freiheitlichen

Wirtschaft!“, so FW-Bundesobmann

Matthias Krenn im Gespräch

mit „Wirtschaft Aktiv“.


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

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Interview mit dem Klagenfurter Stadtrat Wolfgang Germ:

„Die SPÖ-Bürgermeisterin hat Handlungsbedarf!“

Wirtschaft aktiv: Die Stadt verlauf

ihre Anteile am Klagenfurter Flughafen.

Wie stehen Sie dazu?

StR Wolfgang Germ: Stadt und Land

haben als Flughafenbetreiber versagt.

Die Beteiligung eines Investors

ist die letzte Chance für den Flughafen.

Der Beteiligungsvertrag an der

Kärntner Flughafen GmbH darf dennoch

keine Nachteile für die Stadt

Klagenfurt bedeuten.

WA: Immer wieder diskutiert werden

Pläne zur Belebung der Wörthersee-Ostbucht.

Zuletzt gab es

auch Diskussionen um das ehemalige

Hotel Wörthersee.

Germ: Mit großer Freude haben wir

im letzten Jahr die Umbaupläne für

das Hotel Wörthersee wahrgenommen,

passiert ist bis jetzt leider noch

nichts. Nach Rückfrage in der zuständigen

Abteilung wurden aber bis dato

keine Baupläne eingereicht. Warum

treten hier Verzögerungen auf? Hat

es sich der Investor anders überlegt?

Bürgermeisterin Mathiaschitz sollte

sich dringend nach dem Stand der

Dinge erkundigen.

WA: In Kürze startet das Kunstprojekt

„Wald im Stadion“.

Germ: Nach dem Aufstieg

der Austria Klagenfurt in

die Bundesliga brauchen

wir ein bespielbares

Stadion über

die ganze Saison.

Aufgrund des Kunstprojektes

‚Wald im Stadion‘ wird man

sich aber auf die Suche nach einer Ersatzspielstätte

machen müssen. Dies

könnte womöglich das Stadion in

Fischl sein. Jetzt ist der Zeitpunkt den

Vertrag dieses absurden

Projektes zurückzuziehen.

Dem

Aufschwung der

Austria sollte man

keine Steine oder

in diesem Fall

Bäume in den

Weg stellen.

WA: Danke

für das Gespräch.


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Ausgabe 3/2018

Foto: Infineon

Top-Konzerne vertrauen auf neue Bundesregierung:

Infineon investiert 1,6 Millionen

Euro in neue Chipfabrik in Villach

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon wird am österreichischen Standort in Villach eine neue Fabrik für Leistungshalbleiter errichten.

Über einen Zeitraum von sechs Jahren sind Investitionen von rund 1,6 Mrd. Euro geplant. 400 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Der

Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2019 geplant, die Fertigung soll Anfang 2021 starten und 1,8 Mrd. Euro Umsatz generieren.

Infineon-Chef Reinhard Ploss verkündete

gemeinsam mit Bundeskanzler

Sebastian Kurz, Innovationsminister

Norbert Hofer und Wirtschaftsministerin

Margarethe Schramböck die Investition

am Österreich-Standort Villach .

Dass Österreich von Infineon als

Standort für diese Großinvestition ausgewählt

wurde, hänge sicher mit vielen

Faktoren zusammen, „einer, so

hoffe ich, ist die stabile Bundesregierung,

die entschlossen ist, als verlässlicher

Partner eng mit der Wirtschaft

zusammenzuarbeiten“, so Infrastrukturminister

Norbert Hofer (FPÖ).

In welchem Ausmaß Österreich die

Bundesregierung das Projekt in

Summe gefördert habe, wollte man

nicht preisgeben. Bundesminister Norbert

Hofer sagte, die Höhe der vergebenen

Subventionen spiele sicher

eine gewisse Rolle bei der Standortauswahl,

sei aber letztlich nicht bestimmend.

Er, Hofer, denke, dass vor

allem eine stabile Bundesregierung

wie die jetzt amtierende, ausschlaggebend

dafür sei, dass die Auswahl auf

einen österreichischen Standort gefallen

ist.

Peinliche Vereinnahmung

durch SPÖ

Der gf. Landesobmann der Freien

Wirtschaft KommR Günter Burger verwehrte

sich gemeinsam mit KO Mag.

Gernot Darmann gegen den Versuch

der parteipolitischen Vereinnahmung

des Infineon-Investments durch die

SPÖ. Empörend sei vor allem der

plumpe Versuch von SPÖ-Landeshauptmann

Peter Kaiser, die Infineon-

Entscheidung als „Erfolg“ der

rot-schwarzen Koalition und als „Anerkennung“

für die Politik der SPÖ darzustellen.

„Dafür fehlt jegliche

Berechtigung, aber vor allem jegliches

Wissen über die Hintergründe des

künftigen Infineon-Kurses“, so Burger,

der empfahl, in guter Tradition die Wirtschafts-

und Betriebsansiedlungspolitik

aus der Tagespolitik fernzuhalten.

Stromversorgung sichern

Klubobmann Gernot Darmann erinnerte

Kern und die SPÖ allerdings an

die jahrelange Unfähigkeit der SPÖ-

Landesrätin Prettner, gemeinsam mit

der Kelag, der Stadt Villach, den Anrainergemeinden

und der Bevölkerung

eine praktikable Lösung der

Stromversorgung für Infineon und das

Villacher Industrieviertel sicherzustellen.

„Hier hätte die SPÖ zeigen können,

ob sie Politik beherrscht. Wir

konstatieren allerdings, dass das nicht

der Fall ist.!“, so Darmann wörtlich.

Seit Angelobung der

neuen Bundesregierung:

„Top-Konzerne investieren über

zwei Milliarden Euro und schaffen

4.400 neue Arbeitsplätze. Der

Wirtschaftsstandort Österreich

hat deutlich an internationaler Attraktivität

gewonnen.“


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

7

„Kärntens Unternehmer zeichnet

Mut & Innovationsgeist aus“

Wie viel Wirtschaft steckt eigentlich im neuen Regierungsprogramm, was macht Kärntner Unternehmer so erfolgreich und auf welche

Entlastungen dürfen sie hoffen? Antworten auf diese Fragen hat Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl.

Was macht die Kärntner Unternehmen

so erfolgreich?

Jürgen Mandl: Für mich sind das

Durchhaltevermögen und die Kreativität

die großen Besonderheiten der

Kärntner Unternehmer; die Fähigkeit,

sich in schwierigen Situationen mit

noch ein bisschen mehr Arbeit, noch

einem Eitzerl mehr Einfallsreichtum

durchzusetzen.

Welche Vorteile hat Kärnten als

Wirtschaftsstandort?

Mut, Willenskraft, Innovationsgeist

und die gute Lage. Ein Beispiel dafür

ist etwa die Errichtung des ersten Makerspace

im Süden Österreichs. Der

von der Wirtschaftskammer Kärnten

initiierte MAKERSPACE Carinthia wird

ein Dreh- und Angelpunkt für kreative

Unternehmer. Wir haben eine gute

Förderstruktur und durch unsere

guten Beziehungen zu Norditalien,

Südtirol und Slowenien können Betriebe

relativ leicht über Grenzen

gehen.

Seit etwa zwei Monaten ist die neue

Landesregierung am Zug. Wie beurteilen

Sie die Koalitionsvereinbarung?

Es ist uns gelungen, zahlreiche für die

Weiterentwicklung der Unternehmen

und des Arbeitsmarktes notwendige

Maßnahmen und Vorhaben im aktuellen

Regierungsprogramm zu verankern.

Wortwörtlich wird die

„konsequente Umsetzung des Standortprogramms

der Kärntner Wirtschaft“

dort angeführt.

Was genau beinhaltet das Standortprogramm?

Foto: WKK/Helge Bauer

In unserem Konzept geht es um Investitionen,

Arbeitsplätze und Wohlstand.

Da sind so wichtige Themen

wie etwa Impulse für Investitionen, finanzielle

Entlastung für Unternehmen,

Bürokratieabbau, mehr

Fachkräfte für die Wirtschaft und

Standortentwicklung dabei. Ein essentieller

Punkt ist die Schaffung

eines Kärntner Infrastrukturkatasters,

um die wichtigsten Investitionen der

kommenden Jahre festzulegen und

abzusichern.

In welchen Punkt setzen Sie aktuell

besonders hohe Erwartungen?

Auf jeden Fall in den „Entbürokratisierungsmasterplan“.

Wir wissen von unseren

Mitgliedsbetrieben, dass die

gesetzliche Überregulierung und der

wenig verständnisvolle Vollzug durch

die Landesbediensteten das größte

Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung

ist. So konkret wie mit dem

Masterplan war das Versprechen der

Politik noch nie, den Unternehmern

das Leben etwas leichter zu machen

und damit selbstverständlich auch

den Arbeitsmarkt zu beleben. Dieser

Eindruck wird durch die geplante Einrichtung

einer „Wirtschaftsombudsstelle“

zur Verfahrensbeschleunigung

unterstrichen. Landesrat Ulrich Zafoschnig

hat uns hier seine volle Unterstützung

zugesagt.

Wie werden sich die für die Wirtschaft

wichtigen Themen Infrastruktur

und Bildung entwickeln?

Der Fokus liegt auf Förderungen für

klein- und mittelständische Betriebe,

wir forcieren die Weiterentwicklung

der Exportoffensive und den Infrastrukturkataster.

Im Bereich der Bildung

wollen wir weiter modernisieren

und neue Modelle für die duale Ausbildung

schaffen. Der Erfolg des Wirtschaftsstandortes

im Wettbewerb der

Regionen wird zu einem großen Teil

davon abhängen, auf welche infrastrukturellen

Rahmenbedingungen

und auf welche Fachkräfte die Unternehmen

sich stützen können. Wie die

enorme 1,6-Milliarden-Investition von

Infineon zeigt, sind wir auf dem richtigen

Weg.


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Ausgabe 3/2018

Kärntner Rechnungsabschluss mit Einmaleffekten

Selbst nach dem unerwarteten „Geldregen“ in Form von zusätzlichen Ertragsanteilen des Bundes braucht die rot-schwarze Koalition

unter LH Kaiser zusätzliche 44 Millionen Euro für das Budget. Diese Summe wird fremdfinanziert, also als neuen Kredit aufgenommen.

Auch die präsentierten Zahlen könnten

nicht darüber hinwegtäuschen,

dass Fremdfinanzierungen von 44

Millionen Euro für den Haushaltsausgleich

nötig gewesen seien.

Nicht nachvollziehen kann FPÖ-Landesparteichef

Klubobmann Mag. Gernot

Darmann den Jubel der

SPÖ-ÖVP-Regierung über den Rechnungsabschluss

2017.

„Nur eine Reihe von günstigen Einmaleffekten

macht das vorgelegte Ergebnis

möglich. Eine nachhaltige

Budgetsanierung ist nicht zu erkennen.

Finanzreferentin LHStv Gabriele

Schaunig-Kandut agiere wie ein Familienpatron,

der nach einem Lottogewinn,

einer Erbschaft und dem

Verkauf des Familiensilbers frohlockt

und dabei übersieht, dass er seine Finanzen

trotzdem in Ordnung bringen

muss“, erklärt Darmann.

Darmann listet folgende unerwartete

Einnahmen für Kärnten auf: „Mehrerlöse

durch die Auflösung des Zukunftsfonds,

vom Bund gab es 34

Millionen Euro mehr Ertragsanteile

und Transferzahlungen; 22 Millionen

Euro kamen von der Heta-Abbaubank

im Zusammenhang mit der

Pfandbriefbank.

In der Pflege, im Behindertenwesen,

der Jugendwohlfahrt und den Sozialen

Diensten wurden Millionen eingespart.

Tausende Kärntner bekamen

weniger oder gar keine Mietbeihilfe.“

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Ausgabe 3/2018


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

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Interview mit FW-Fraktionssprecher KommR Friedrich Reinbold

„Die Verwaltungsdiktatur schlägt unbarmherzig zu!“

Wirtschaft Aktiv: Herr Kommerzialrat,

seit gut einem halben Jahr ist

die türkis-blaue Bundesregierung

im Amt. Merken Sie einen Unterschied?

Reinbold: Ja, ich glaube schon, dass

sich viele Unternehmerkollegen über

die Reformkraft und die Initiativen der

neuen Bundesregierung freuen. Aber

wird haben ja auch eine rot-schwarze

Landesregierung, die uns große Sorgen

bereitet. Etwa wenn ich daran

denke, dass die Mittel für die Wirtschaftsförderung

gekürzt werden

oder die neue Wohnbauförderung

fast alle Impulse für die heimische

Bauwirtschaft im Keim erstickt.

WA: Die Zusammenlegung der Sozialversicherungen

oder die Flexibilisierung

der Arbeitszeiten sind

allerdings historische Erfolge.

Reinbold: Da gebe ich Ihnen Recht.

Durch die Senkung der unnötigen

Verwaltungskosten bei den Sozialversicherungen

wird sich auch das Leistungsspektrum

für die Versicherten

positiv verändern. Gleichzeitig werden

die Unternehmer entlastet. Zum

neuen Arbeitszeitgesetz ist zu sagen,

dass dieses auch ein Schritt in Richtung

mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz

ist. Wenn ich an Branchen wie

die Gastronomie denke, ist es für die

Mitarbeiter dort schon immer eine

Selbstverständlichkeit, länger als acht

Stunden oder auch am Wochenende

zu arbeiten. Die Rechte der Mitarbeiter

werden nicht eingeschränkt, die

Unternehmer werden entlastet. Also

eine richtige Entscheidung der Politik.

WA: Das Thema Entbürokratisierung

beschäftigt weiterhin die Politik.

Aus dem Justizministerium

kommen Ideen, wie man den Gesetzesdschungel

entflechten könnte.

Reinbold: Die Verwaltungsdiktatur

schlägt unbarmherzig zu. Der Mittelstand

wird mit immer mehr Auflagen,

Bürokratie und durch gesetzlichen

Schikanen in ein Korsett gezwungen

bei dem ein positives Wirtschaften

nur mehr schwer möglich ist.

Unsere Innung hat uns Spenglern

und Dachdeckern eine Zusammenstellung

von Richtlinien in einer Kurzfassung

zukommen lassen. Allein die

Kurzfassung hat über 120 Seiten. So

kann es sicher nicht weitergehen.

Daher können wir nur alle Bestrebungen

unterstützen, die diesen Regelungswahnsinn

beenden helfen.

WA: Danke für das Gespräch


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