SPORTaktiv Juni 2019

Sportaktiv.Magazin

JUNI/JULI 2019

ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN

FIT MIT BEAT

SPORT & MUSIK

RUNNING WILD

LIVE IM LAUFCAMP

RENNRAD-SOMMER

DIE NISCHE BOOMT

MISSION

LUKAS WEISSHAIDINGER

70

€ 4,-

€ 4,-

FIT

RUN

BIKE OUTDOOR

PRO

FOTO: ÖOC/KERNMAYER, ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 03Z034992M, RETOUREN AN POSTFACH 100, 1350 WIEN

TOP TIMES MEDIEN GMBH, GADOLLAPLATZ 1, 8010 GRAZ


EINE ERFOLGSSTORY

AUS ÖSTERREICH

GESCHMACK, QUALITÄT UND LEISTUNG

STEHEN SEIT 25 JAHREN IM VORDERGRUND.

www.peeroton.com

Prof. Wolfgang Peer

† 2011

DER GRÜNDER UND VISIONÄR

Prof. Wolfgang Peer war 1994 ein Vordenker seiner Zeit. Als noch

niemand an Nahrungsergänzung dachte, setzte er bereits auf

diese gezielte Unterstützung im Sport und Alltag.

Als Spitzensportler und Koch standen für ihn von Start weg

Geschmack, Qualität und Leistung im Vordergrund. Sein

erster Vertriebsweg waren die Apotheken, die die Qualität

von Peeroton zu schätzen wussten.

Wolfgang Peers Devise war immer: „Vorbeugen ist besser

als Heilen”, womit er auch als Visionär der Prävention gelten

kann. Für seinen Verdienst um die Volksgesundheit Österreichs

wurde er 2003 mit dem Professoren-Titel ausgezeichnet.

Peers Prinzipien sind fix im genetischen Code der Marke Peeroton

verankert und dienen stets als Basis für alle Neuentwicklungen.

DAS PEEROTON’SCHE SYSTEM

Das Besondere an Peeroton ist die breite Produktpalette, die

sich in kombinierter Anwendung auf die persönlichen Bedürfnisse

abstimmen lässt. Das einzigartige Farbleitsystem unterteilt das

Sortiment in vier Segmente:

GELB für die tägliche Immunsystem-

Stärkung

BLAU für ein gesundes Gewichts management –

nach unten und oben;

ORANGE für die Leistungs steigerung

durch den optimalen Treibstoff zur

richtigen Zeit, in fester (Riegel) und

flüssiger Form (Gels, Getränkepulver);

GRÜN für die schnelle und gezielte

Regeneration nach anstrengenden

Sporteinheiten.

Dieses Farbleitsystem zieht sich von den

Produkt-Verpackungen über Info folder bis zu den Regaletiketten

durch, und ermöglicht allen Peeroton-Nutzern die schnelle

Orientierung.

DER GOLDENE CODE

„Mach aus Wasser Energie“ ist unser Leitspruch für den Peeroton

MVD-Mineral Vitamin Drink. Frisch gemischt und am besten täglich,

ist der Drink ein Herzstück in der Peeroton-Produktpalette.

Aus jeder 300g Getränkepulver-Dose lassen sich 30 Liter hochwertigstes

Elektrolytgetränk mixen. Das Wasser dafür kommt einfach

aus der Leitung – das kommt der Umwelt zugute, und erspart unseren

Kunden mit jeder Dose das Schleppen von 30 Kilogramm.

Früher sagten wir: „7 Tage, 7 Sorten”. Einprägsam, aber überholt:

Aufgrund der großen Beliebtheit gibt es den MVD bereits in 12

Stamm-Geschmacksrichtungen. Die neusten Hits sind die Sorten

Cola-Zitrone und Eistee-Pfirsich für den Sommer 2019.

Übrigens: Haben Sie sich schon gefragt, warum sich Peeroton-Produkte

in Gold präsentieren? Weil Gold die Farbe ist, die Sieger tragen. Und

Peeroton ein entscheidender Baustein auf dem Weg zu einer Goldmedaille

sein kann. Für „Winner’s Stuff” ist der goldene Code ein Must.

Der Powerpack Riegel erinnert an einen kleinen Goldbarren, und er hat das

Potenzial zum weltweit hochwertigsten Sportriegel. Im österreichischen

Sporthandel ist er auch nach Zahlen bereits die Nummer 1.

*Sportfachhandel Intersport

*Sportfachhandel Intersport

NEU

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM

NEU

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM

SCHMECKT. SÄTTIGT. SCHMECKT. STÄRKT. SÄTTIGT. STÄRKT.

DIE IKONISCHE FLASCHE

Die Trinkflasche in Gelb-Schwarz ist schon eine Ikone. Gelb-Schwarz ist

unser sportlicher Farbcode, im Wettkampf genauso wie im Marken-Logo –

neben dem edlen hochwertigen Gold für das Produkt.

Die Trinkszenen mit dieser Flasche sind legendär, die besten Sportlerinnen

und Sportler trinken aus ihr. Ob bei Fernseh-Interviews, im Fitnesscenter

oder auf der Straße am Rad: Die Peeroton-Flasche prägt das Bild im Profigenauso

wie im Freizeitsport.

Inzwischen ist sie zu einem begehrtes Sammlerstück geworden – und sie

wird zu Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zusätzlich auch

immer wieder in Gold angeboten. Die Materialien der Flasche werden

übrigens ständig an die neuesten Erkenntnisse angepasst.

POWERPACK – ÖSTERREICHS SPORTRIEGEL POWERPACK NR.1* – ÖSTERREICHS SPORTRIEGEL NR.1*

1994

www.peeroton.com

www.peeroton.com


DAS ERFOLGSTEAM

Im Wettbewerb gegen internationale Großkonzerne können sich

die drei Obersteirer, zugleich Geschäftspartner und beste Freunde,

aufgrund ihrer ergänzenden Stärken erfolgreich behaupten.

Reinhard Möseneder, Andreas Trippl und Sepp Trippl sind in

Schörgendorf aufgewachsen, 2000 in das Unternehmen

Peeroton eingestiegen und haben es stetig weiterentwickelt.

Die Mischung aus internationalem Marken-Know-how (erworben

in weltweit erfolgreichen Konzernen) und aus Sportkompetenz –

das Ganze abgerundet mit einer soliden Finanzstrategie:

Das ist es, was das Peeroton-Team zu Höchstleistungen

treibt.

Innovationskraft, Kontinuität, Kundenähe und Markenpflege

sind die Erfolgsfaktoren, stets basierend auf

dem genetischen Code der Marke Peeroton.

Reinhard Möseneder,

Andreas und Sepp

Trippl (v. l. n. r.)

DIE SPORTLER-FAMILIE

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die persönliche

Betreuung von Sport lern und Teams.

Ob im individuellen Coaching, bei Seminaren

für Nachwuchssportler oder als Partner für

den Kader der Olympischen Jugendspiele.

Die SPORTordination Wien mit Dr. Robert

Fritz und seinem Team unterstützt unsere

Sportler außerdem mit hoch professionellen

Leistungen, von der Leistungsdiagnostik bis

zur Ernährungsanalyse.

Zahlreiche Individual- und Teamsportler auf

Weltklasseniveau vertrauen den

Produkten von Peeroton. Alle

neuen Produkte werden daher

unter extremsten Bedingungen

von Spitzenathleten

getestet, bevor sie auf den

Markt kommen.

Peeroton setzt auch

auf die Zusammenarbeit

mit den besten

Forschungseinrichtungen:

Bereits 2001

wurde mit dem

Forschungszentrum

Seibersdorf gemeinsam

an der Produktqualität gefeilt.

Heute werden jährlich unsere

Produkte von der Sportuniversität

Köln gestestet.

• Füllt die Elektrolytspeicher

wieder auf

• Unterstützt das Immunsystem

• Ideal für Sport bis 60 Minuten

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM -

ÖSTERREICHS NUMMER 1

+33%

GRATIS

www.peeroton.com


PETER SCHRÖCKSNADEL,

ÖSV-PRÄSIDENT:

„Im Sport entscheiden oft

Kleinigkeiten über Sieg oder

Niederlage, deshalb benötigt

es in allen Bereichen die

besten Partner. Mit Peeroton

steht unseren Aktiven seit

vielen Jahren im Bereich

der Nahrungsergänzung

ein Unternehmen zur Seite,

deren hochwertige, garantiert

sichere Produktpalette,

ein wichtiger Mosaikstein der

ÖSV-Erfolgsgeschichte ist.“


ANDREAS & WOLFGANG LINGER, DOPPEL-OLYMPIASIEGER

„EGAL OB ZWISCHEN DEN DURCH -

GÄNGEN ODER BEIM TRAINING,

PEEROTON RIEGEL GEBEN MIR

DIE ENERGIE, DIE ICH BRAUCHE.“

Marcel Hirscher

„Als Spitzensportler geht man täglich bis an seine

Grenzen. Peeroton Produkte haben uns geholfen

diese Grenzen nach oben zu verschieben.“

„Peeroton ist das Fundament einer jeden

senkrechten Herausforderung! Mit Peeroton

wird eine steile Wand flacher. Wir, die

Huberbuam san zusammen mit Peeroton

eine leistungsfreudige Seilschaft.“

THOMAS HUBER – HUBER BUAM

Fotos: GEPA-pictures.com, OÖC, Huber Thomas

„WIR HABEN BIS ZU 70 SPIELE INNER-

HALB VON ACHT MONATEN, MEIS-

TENS IM DREI- TAGES-RHYTHMUS UND

TRAINIEREN JEDEN TAG. DAS IST EINE

INTENSIVE BEANSPRUCHUNG DES

KÖRPERS. OHNE DIE PRODUKTE VON

PEEROTON WÜRDE ES MIR DABEI

SICHER NICHT SO GUT GEHEN. DIESE

SIND NÄHRSTOFF FÜR DIE MUSKEL.“

Rafael Rotter, Vienna Capitals

„Das Österreichische Olympische Comité vertraut in

Sachen Sporternährung seit 2012 auf die hochwertigen

Produkte und die umfangreiche Unterstützung

von Peeroton für das Olympic Team Austria und die

olympischen Nachwuchs-Mannschaften.“

ÖOC-PRÄSIDENT KARL STOSS

„Vertraue seit Beginn

Peeroton, das ist es,

was mich täglich fit hält.“

HR DR. WERNER SCHWARZ,

VORSTAND PEEROTON EXPERTENBEIRAT


FEIERN SIE MIT!

25 JAHRE SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM

7 Sorten

4 Sorten

4 Sorten

3 Sorten

2 Sorten

7 Sorten

NEU

NEU

2 Sorten

*Sportfachhandel Intersport

4 Sorten

3 Sorten

SCHMECKT. SÄTTIGT. SÄTTIGT.

4 Sorten

STÄRKT. STÄRKT.

2 Sorten

PACK – POWERPACK ÖSTERREICHS – ÖSTERREICHS SPORTRIEGEL SPORTRIEGEL NR.1* NR.1*

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM

12 Sorten

10 Sorten

www.peeroton.com www.peeroton.com


OFFEN. FÜR ALLE

ASPHALTREBELLEN.

GARANTIERT ATHLETISCH AUFTRETEN MIT

DEM MINI JOHN COOPER WORKS CABRIO

IN MIDNIGHT BLACK.

MINI Cabrio: von 75 kW (102 PS) bis 170 kW (231 PS), Kraftstoffverbrauch

von 5,4l/100 km bis 7,3l/100 km, CO2-Emissionen von 121 g/km bis 166 g/km

Weitere Informationen auf www.mini.at


EDITORIAL

KLAUS MOLIDOR

SPORTaktiv-Chefredakteur

klaus.molidor@styria.com

WIR HABEN

VIEL ARBEIT

Es gibt eine legendäre Rede von Ex-US-Präsident Barack Obama, in der

er seine Unterstützer auf die heiße Phase des Wahlkampfs einschwört.

„We have a lot of work to do“, ist seine Botschaft. „Wir haben noch viel

Arbeit“, aber wenn wir alle zusammenhelfen, alle von der Mission beseelt

sind, etwas zum Besseren zu verändern, dann können wir es schaffen.

Wir haben noch viel Arbeit. Das gilt auch für uns und unseren Dienst an

der Gesellschaft. Was wir sehen: Kinder, die sich immer weniger bewegen.

Die lieber vor dem Smartphone sitzen, als mit dem Radl durchs Gelände

zu reiten. Pädagogen – ob in Schule oder Kindergarten – die sich nicht

mehr trauen, mit Kindern Sport im Freien zu machen. Erwachsene, die

ihr Leben lieber auf dem Sofa verbringen und sich dem „binge watching“

– dem exzessiven Fernsehkonsum – hingeben, statt ihren Körper zu spüren,

bei sportlicher Belastung.

Ich weiß, das gilt nicht für SPORTaktiv-Leser, denn wer unser Magazin

liest, der treibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Sport.

Aber: „Wir“ umfasst uns Schreiber und euch Leser. Wenn wir gemeinsam

versuchen, unser Umfeld zu mehr Bewegung anzuregen, mitzureißen,

dann können wir es schaffen. Also rafft euch nicht nur selbst auf zum

Sport, zieht jemanden mit, wie unser Pacemaker Klaus „Fruchtkonzentrat“

Höfler. Zeigt ihr oder ihm, was Sport bewirken kann, was für eine

Superdroge das ist für Körper, Geist und Seele. Und bleibt hartnäckig und

verweist gern auf unsere neue Ausgabe: Wie wichtig Bewegung für unser

Gehirn ist, steht da (ab Seite 108), dass der Körper der Träger unserer

Identität ist (ab Seite 16) und dass wir mehr schaffen, als man oft denkt

(ab Seite 120). Als Überzeugungsspruch mag euch auch das Motto dienen,

das auf meinem Büro-Blechhäferl steht: Großartige Dinge kommen

niemals aus der Komfortzone. Beherzigt das und wir fahren dorthin, wo

wir alle letztlich hinwollen: eini ins Leben.

Foto: Thomas Polzer

Bleibt fit,

Euer Klaus

DEELUXE SPORTARTIKEL HANDELS GMBH

EUROPASTRASSE 8 / I . 6322 KIRCHBICHL . AUSTRIA

TEL 00 43 5332 930 81 . E-MAIL: INFO@DEELUXE.COM


INHALT

TOP-STORY

16 „DER ERFOLGSWAHN VERSAUT UNS“

Sportphilosoph Toni Innauer im Interview

FIT

24 ZWISCHEN WANDA UND ROCKY IV

Studien bestätigen: Musik macht uns beim Sport stärker

32 NA DANN PROST!

Warum alkoholfreies Bier entzündungshemmend ist

38 KAMPF DEM KRAMPF

Tipps zur Vorbeugung der schmerzhaften Muskelkontraktion

44 AUSPROBIERT

Diesmal: Balance-Board, trinken mit System, Holz-Shirt

RUN

50 ZWISCHEN GLASWAND UND TARTANBAHN

Besuch in zwei unterschiedlichen Laufcamps

56 IMMER DEN GANG ENTLANG

TÜV-geprüft: ein Marathon in einem Bürogebäude

60 LAUFEN NACH FRUCHTKONZENTRAT

Aus dem Leben eines Marathon-Pacemakers

68 AUSPROBIERT

Diesmal: Schuh mit Loch, Einlegesohle, Kompressionshose

BIKE

74 EIN TAL GEHT AUF DEN BERG

Auch in den Kitzbühel Alpen ist jetzt Biken angesagt

82 DIE WICHTIGKEIT DER RICHTIGKEIT

Beim E-Bike kommt es besonders auf die Frequenz an

90 IN DER ROSAROTEN WELT

SPORTaktiv fuhr drei Giro-Etappen mit. Elektrisch.

96 DIE NISCHE BOOMT

Die wichtigsten News für den Rennrad-Sommer

108 MIT HERZ FÜRS HIRN

Wie wichtig Bewegung für unser Gehirn ist

114 AUSPROBIERT

Reh-Rucksack, Sportwagen-Helm, Regenanzug im Post-Style

120 ADIÓS, HORIZONT

Mit mentaler Hilfe zu Ironman-Finish und erweiterten Grenzen

PRO

16

130 „DAS BESTE LIEGT NOCH VOR MIR“

Cover: Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger hat noch viel vor

136 „WIEN UND KITZBÜHEL SIND BESONDERS“

Dominic Thiem verrät seine Lieblingsturniere auf der ATP-Tour

138 HIER SCHREIBEN DIE SPORTLER

Patrick Konrad über drei Wochen Tour de France

142 WIR GEGEN DIE STARS

Markus Geisler im Sand-Einsatz gegen Doppler/Horst

90

Fotos: Thomas Polzer, Jennifer Lorenzini


NEU

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM

MAXIMALE AUSDAUER

SUPER PLUS TREIBSTOFF FÜR BIKER

SPORT

COLA

mit Koffein

www.peeroton.com


WILLKOMMEN

AUF TOP-NIVEAU

WELCOME HOME!

Wandern bedeutet Natur erleben – den Duft frischer

Gräser, die reine Bergluft, das Rauschen glasklarer

Gebirgsbäche und dazu Top-Service bei Falkensteiner.

Erleben Sie die Berge auf neuem Niveau.

welcomehome.holiday/hike


MIT DEM WIFI

ZUM TRAUMJOB

Das WIFI Süd macht fit für sportliche

Jobs. Hier eine Auswahl der Angebote:

Foto: E-MTB-Woman-Camp Bad Aussee

DIE SPORTAKTIV

LESERCAMPS

EINE TEILNAHME AN EINEM SPORTAKTIV-CAMP ZAHLT

SICH AUS: EUCH ERWARTEN SPORTLICHE TAGE UNTER

PROFIANLEITUNG IN TOLLEN HOTELS ZU FAIREN PREISEN.

WANDERN, KLETTERSTEIGGEHEN, BIKEN: SUCHT EUCH

AUS VIER CAMPS EUREN FAVORITEN AUS. DA SOLLTE FÜR

JEDEN DAS PASSENDE DABEI SEIN.

ALSO: ANMELDEN – WIR SEHEN UNS!

NATIONALPARK-

HOHE-TAUERN-CAMP

19.–22. SEPTEMBER

in Tristach bei Lienz in Osttirol.

Mehr dazu im Outdoorguide: Seiten 70/71

KLETTERSTEIG-

SCHNUPPERCAMP

9.–11. AUGUST

in Göstling an der Ybbs im Mostviertel.

Mehr dazu im Outdoorguide: Seiten152/153

BIKE-FLOW-CAMP

20.–23. SEPTEMBER

in Feld am See in Kärnten

Mehr dazu in SPORTaktiv: Seiten 88/89

E-MTB-WOMEN-CAMP

20.–23. JUNI

im Hotel Schwarzer Adler in St. Anton.

Mehr dazu: www.sportaktiv.com

Das erste E-MTB-Woman-Trainingscamp

in Bad Aussee war ein voller Erfolg.

Topmoderne E-Bikes, tolle Fahrtrainings

und gute Stimmung.

ALLE INFOS UNTER WWW.SPORTAKTIV.COM

ANZEIGE / Foto: Fotolia

LEHRGÄNGE:

Grundlehrgang Mentales Training

28. 6. bis 11. 8. 2019; Fr., Sa., So. 9 bis 17

Uhr; 100 Std., € 1800,–; WIFI Süd

Diplomlehrgang Wirbelsäulen- und

Beckenbodentrainer/in

23. 8. bis 11. 10. 2019, Fr. 16 bis 20 Uhr, Sa.,

So. 9 bis 17 Uhr; 74 Std., € 1200,–; WIFI Süd

Diplomlehrgang Fitnesstrainer/in

19. 9. 2019 bis 1. 2. 2020; Di., Do. 17 bis 21

Uhr, Fr. 13 bis 21 Uhr; 222 Std., € 3250,–;

WIFI Süd

Grundlehrgang Gesundheit und Sport

27. 9. bis 20. 10. 2019, Fr. 14. bis 17.30 Uhr;

Sa., So. 9 bis 17Uhr; 60 Std., € 860,–;

WIFI Süd

Anatomie in Bewegung

5. 10. 2019; Sa 9 bis 17 Uhr

8 Std. € 130,-- ; WIFI Süd

Ausbildung zum/zur qualifizierten

Saunameister/in

11.11. bis 13.11.2019, Mo. bis Mi. 9 bis 17 Uhr;

24 Std. € 399,-- ; WIFI Süd

Informationen unter

T. 0316/602-333

Anmeldungen unter

T. 0316/602-1234

www.stmk.wifi.at/gesundheit

KOSTENLOSE

INFORMATIONS- ABENDE:

MENTALES TRAINING

12. 6. 2019; MI. 18 UHR; WIFI SÜD

DIPLOMLEHRGANG FITNESSTRAINER/IN

9. 9. 2019; MO. 18 UHR; WIFI SÜD

DIPLOMAUSBILDUNGEN

GESUNDHEIT UND SPORT

12. 9. 2019; DO. 18 UHR; WIFI SÜD

WIFI Steiermark


PERFEKT ZUM

RADELN, LAUFEN,

SCHWIMMEN

Den Mythos Triathlon spürt

man rund um den Wörthersee

das ganze Jahr, aber am

7. Juli ist es wieder so weit:

Der mittlerweile legendäre

IRONMAN Austria-Kärnten

findet bereits zum 21. Mal in

Klagenfurt am Wörthersee

statt.Wer dabei gut abschneiden

will, findet in der

Umgebung von Klagenfurt

optimale Trainingsmöglichkeiten.

Abwechslungsreiche

Lauf- und Radstrecken

sowie große Gewässer mit

bester Wasserqualität sind

die Voraussetzungen für die

Ausrichtung eines Triathlons.

Das alles hat die Kärntner

Landeshauptstadt Klagenfurt

am Wörthersee reichlich zu

bieten, und viel Erfahrung

als Veranstaltungsort großer

Events obendrein.

www.visitklagenfurt.at/

sportstadt

Foto: Franz Gerdl

10 SPORTaktiv


SPORTaktiv

11


12 SPORTaktiv


EIN HALBES

JAHRHUNDERT

HOCH HINAUS

50 Jahre Dachstein-Gletscherbahn:

Am höchsten Berg der

Steiermark ist heuer dieses Jubiläum

zu feiern. Man darf sich

schon auf viele Veranstaltungen

sowie Ausstellungen zum runden

Geburtstag der Bahn freuen.

Für Hochgefühle sorgen bereits

die Auffahrt mit Traumaussicht

aus der rundum verglasten Panoramagondel,

oder noch luftiger:

das „Cabrio-Feeling“ auf dem

Gondeldach. An der Bergstation

warten Attraktionen wie die

Hängebrücke (Bild) mit „Treppe

ins Nichts“, der Sky Walk

oder der Eispalast. Sportliche

kommen auf den Klettersteigen,

Genießer auf den Wanderrouten

voll auf ihre Kosten.

www.derdachstein.at

Foto: Herbert Raffalt

SPORTaktiv

13


29. JUNI–6. JULI

OUTDAYS MÜNCHEN

Parallel zur neuen Fachmesse

Outdoor by ISPO veranstaltet die

Messe München die OutDays: In

ganz München wie auch im Umland

können alle Outdoorsportler

bei trendigen Aktivitäten dabei sein

und den Outdoor-Lifestyle erleben.

Das komplette Programm:

www.ispo.com/outdays

3. AUGUST

HOLZSTRASSENLAUF

Der „ORF Steiermark Holzstraßenlauf“

in der Region Murau (St)

hält Laufdistanzen nach jedem

Geschmack – bis zum Halbmarathon

– bereit. Die Naturkulisse wie

auch die Organisation begründen

den hervorragenden Ruf des Events.

www.holzstrassenlauf.at

TOP

EVENTS

JUNI | JULI | AUGUST

26.–28. JULI

GROSSGLOCKNER ULTRA-TRAIL

Der „GGUT“ ist ein episches

Abenteuer rund um den

höchsten Berg Österreichs,

110 Kilometer lang und

durch die Hochgebirgslandschaft

der Hohen Tauern führend.

Zum „Herantasten“ gibt

es auch eine 75-mk, 50-km

und 30-km-Distanz.

www.ultratrail.at

20.–21. JULI

ERZBERG DIRTRUN

Beim „Rock@Man|Woman

Dirtrun“ verwandelt sich Mitteleuropas

größter aktiver Bergbau

am steirischen Erzberg wieder

in ein Laufgelände mit bis zu 60

einzigartigen, großteils natürlichen

Hindernissen. 8, 16 oder 24

Kilometer stehen zur Auswahl.

www.erzbergsport.at

2.–4. AUGUST

PITZ ALPINE GLACIER TRAIL

Ein atemberaubendes Panorama,

Höhen bis über 3000 m und der

Sonnenaufgang am Tiroler Pitztaler

Gletscher: diesen Event muss man

als Trailrunner erlebt haben. Neben

den bekannten sechs Distanzen von

15 bis 105 Kilometer steht heuer

neu der P60 am Programm.

www.pitz-alpine.at

14 SPORTaktiv


4. AUGUST

ARLBERG GIRO

St. Anton am Arlberg (T)

steht wieder im Zeichen des

Radsports. Beim „Arlberg

Giro“ gehen rund 1500 Teilnehmer

auf eine imposante

Strecke mit 150 Kilometern,

2500 Höhenmetern und dem

Arlbergpass als Highlight.

www.arlberg-giro.com

Fotos: August Zöbl, Patrick Säly, anidfrank.com, Stefan Haiden, wisthaler.com, Achim Meurer, Markus Frühmann, Veranstalter

13. JULI|

KITZALP24

Auf 130 Startplätze ist die

24-Stunden-Wanderung limitiert,

die von den Tiroler Regionen

Wildschönau und

Alpbachtal-Seenland veranstaltet

wird. Start ist um 9 Uhr,

begleitet wird die 24-stündige

(Tor-)Tour von Bergführern.

www.kitzalp.at

13. JULI|

SALZKAMMERGUT-TROPHY|

Der „210er“ mit Start um 5 Uhr

früh ist eine Legende und die

Salzkammergut-Trophy insgesamt

Kult. 5000 Mountainbiker aus 40

Nationen können in Bad Goisern

(OÖ) zwischen sechs Distanzen

wählen: 22, 37, 53, 74, 119 km –

oder die „infernalischen 210“.

www.trophy.at

26. BIS 28. JULI

STUBAI ULTRATRAIL

7. JULI |

RADMARATHON TANNHEIMER TAL|

2500 Rennradbegeisterte machen

sich im Tiroler Tannheimer Tal

auf Strecken zwischen 58 und

220 Kilometer – wobei die längste

mit 3500 Höhenmetern auch die

bekannteste ist. Der landschaftlich

extrareizvolle Radmarathon

führt durchs deutsche Allgäu und

über mehrere Pässe.

www.rad-marathon.at

Länger, härter, noch schöner – und

um eine vierte Distanz, den „Stubai

19K“, erweitert: Der 3. Stubai Ultratrail

mit bis zu 66 km/6000 Bergauf-Hm

wartet also mit einigen Neuerungen

auf. Bestens bewährt ist der

Start in der City Innsbruck und der

Zieleinlauf am Stubaier Gletscher.

www.stubai-ultratrail.at

SPORTaktiv

15


16 SPORTaktiv


DER ERFOLGSWAHN

VERSAUT UNS

TONI INNAUER HAT IMMER ETWAS ZU SAGEN. DER OLYMPIASIEGER

UND SPORTPHILOSOPH MACHT SICH GEDANKEN ÜBER DEN ZUSTAND

DES SPORTS UND DER GESELLSCHAFT, SIEHT IM DOPINGSKANDAL DAS

POSITIVE UND HAT DIE WELT VOR SCHLIMMEREM BEWAHRT.

VON KLAUS MOLIDOR UND CHRISTOPH HEIGL

Fotos: Thomas Polzer (3), GEPA pictures

err Innauer, was ist

schwieriger: Singen

oder Skispringen?

Alles was man nicht

als Kind gelernt hat,

ist immer schwierig. Also singen. Aber

wie man so schön sagt: Beides kann man

nicht erzwingen, springen und singen.

Sie singen und spielen ja selbst.

Jaja, mehr spielen als singen zwar, aber

ja. Meine Frau und ich machen jeden

Sommer einen Workshop mit ein paar

Freunden, wo wir spielen und singen.

Das gemeinsame Singen ist was sehr,

sehr Gesundes, wie man weiß. Emotional

und auch körperlich.

Sie haben sich mit Ex-Sportminister

Strache getroffen. Ist die Initiative

„Mach den ersten Schritt“ einfach ein

Mäntelchen, das sich die Regierung

umhängt, oder ist da Substanz dahinter,

die etwas in Bewegung bringt?

Also mich hat sie noch nicht erreicht.

Man wird sehen. Ich weiß nicht, ob es

nicht österreichgemäßere Testimonials

gegeben hätte für so eine Initiative als

Gernot Schweizer, den Fitnesstrainer

von Marcel Hirscher. Den Felix Gottwald

zum Beispiel oder Leute, die emotional

näher beim Österreicher sind und

vielleicht mehr bewegen könnten.

Grundsätzlich ist das eine wichtige Geschichte,

vor allem, was auch die Schulen

betrifft. So wie wir aufgewachsen

und motorisch sozialisiert worden sind,

musste kein Lehrer nachschauen, ob wir

genug Bewegung machen. Es war eher

das Gegenteil das Problem, dass man nix

anderes tun wollte. Heute musst du das

oft wie etwas Verlorengegangenes den

Kindern in der Schule beibringen, damit

dieser Teil des genetischen Erbguts nicht

komplett verschlampt und vernachlässigt

wird.

Wir leben in einer sitzenden Welt. Ist

der Schaden denn noch umkehrbar?

Du musst absolut dagegensteuern. Der

Sog der Gesellschaft geht in die andere

Richtung, dass Bewegung immer mehr

wegfällt aus dem normalen Ablauf des

Menschen und man immer mehr auch

DER TRÄGER

UNSERES ICHS,

UNSERER IDENTITÄT

IST JA DOCH DER

KÖRPER, VIELE

VERGESSEN DAS.

in virtuellen Welten, natürlich sitzend,

auch das Gefühl hat, man ist eh sehr beweglich

und führt ein abenteuerliches

Leben. Aber der Träger unseres Ichs, unserer

Identität ist ja doch der Körper, viele

vergessen das und es rächt sich im

Lauf des Lebens in einer Gesellschaft,

wenn man das vernachlässigt. Eine Zeit

lang hat man gesagt, Sportstunden in der

Schule kann man streichen, weil Kinder

bewegen sich eh genug. Es gibt einen

Zusammenhang von Bewegung mit der

Durchblutung von Gehirnregionen, die

zum Abspeichern von geistigen Inhalten

wichtig sind. Wenn ich glaub, ich kann

bei Bewegung sparen, damit ich besser

lerne, schneide ich mir ins eigene Fleisch.

Also ist es, wie Felix Gottwald gesagt

hat, dass wir keine sportliche Gesellschaft

sind?

Ja, sicher. Es gibt interessante Statistiken

aus dem Spitzensport. Der internationale

Skiverband hat über Jahrzehnte in

Garmisch Kinderveranstaltungen gemacht.

Die sind nicht nur Ski gesprungen

sondern haben auch sportmotorische

Tests gemacht. Da hat sich vor zehn

Jahren rausgestellt, dass Österreich und

Slowenien Vorteile gegenüber Deutschland

hatten, weil die Kinder noch natürlicher

waren. Mittlerweile haben wir da

SPORTaktiv

17


An vorderster Front:

Toni Innauer (rechts) in seiner

Zeit als ÖSV-Funktionär mit

Österreichs Vorzeigesportler

Felix Gottwald.

aufgeholt – im negativen Sinn. Auch

unsere Kinder sind motorisch nicht

mehr auffälliger. Wir haben mit der zivilisatorischen

Schwächung mitgezogen.

Das sieht man auch an den Aufnahmetests

in Stams, dass die Kinder vor 20,

30 Jahren die besseren Leistungen erbracht

haben.

Ist der Schaden noch gut zumachen?

Was kann man dagegen tun?

Es ist wie mit der Arche Noah, dass man

schaut, dass man Restbestände aufs Boot

bringt (lacht). Es gibt natürlich Familien,

Sportvereine, die da gegensteuern,

und bis sich die Genetik verändert, dauert

es schon sehr lange. Das ist vielleicht

die beruhigende Sichtweise. Aber durch

die Lebensgewohnheit sorgen wir dafür,

dass sich die Genetik nicht so entfaltet

im Leben des Einzelnen, wie es sein

könnte, wie es angelegt wäre im Menschen.

Die Konsequenzen haben wir ja

mit vielen zivilisatorischen Erscheinungen.

Zuckerkrankheit ist da nur eine von

vielen.

Taugt der Spitzensport als Vorbild, um

Leute zur Bewegung zu bringen?

Ja und nein. Man weiß, dass er anregt,

dass er inspirierend sein kann. Wenn

Dominic Thiem großartig spielt zum

Beispiel. Wenn Spitzensportler erfolgreich

sind, gibt es eine nächste Generation,

die sich dann für diesen Sport entscheidet.

Grundsätzlich denke ich, man

soll den Einfluss auf Breiten- und Gesundheitssport

nicht überschätzen. Indirekt

ja. Weil Modeströmungen daraus

transportiert werden, weil die Industrie

viel mehr Kraft einsetzt, wenn der Spitzensport

floriert, und wenn mehr berichtet

wird. Radfahren ist ein Beispiel,

wo es ganz gut wirkt. Ich denke schon,

wenn es auch von der Politik gut gemacht

wird wie bei der WM in Tirol,

auch beim Klettern und Langlaufen,

dass die Leute das ästhetisch, schön und

anregend finden und Lust kriegen, selbst

wieder Rad zu fahren und es als positiv

erleben, dass man mit der Familie was

macht.

WENN EIN

AUTOHÄNDLER

GEWERBSMÄSSIG

TACHOS FRISIERT, HAT

JEDER VERSTÄNDNIS,

DASS ER EINE STRAFE

BEKOMMT ODER IN

DEN HÄFN MUSS.

Wie groß ist der Schaden, wenn solche

Dinge wie der Dopingskandal in

Seefeld passieren?

Schaden und Nutzen muss man da abwägen.

Nutzen für die Sportler, die sich

abmühen und einen sauberen Sport wollen

und hoffen, dass man die schwarzen

Schafe erwischt. Für die ist das das Zeichen,

es passiert was, das sind keine

Schlaftabletten. Dass auch klar wird: Es

gibt investigative Methoden, es fliegen

Leute auf, die damit nicht rechnen. Das

finde ich für den Sport prinzipiell gut.

Ist natürlich schade für die momentane

Situation. Es wird eine Party gecrasht

dadurch, aber man darf den anderen Effekt

nicht unterschätzen. Für den Breitensport

glaube ich nicht, dass es wahnsinnig

abtörnend ist. Es gibt ja auch im

Hobbysport Leute, die dopen.

Dazu kommt der gesellschaftliche

Effekt, dass man sieht: Es gibt Regeln

und über die kann man sich nicht

ungestraft hinwegsetzen.

Genau. In der Anti-Doping-Ethikkommission

in Österreich machen wir uns

Gedanken über solche Dinge und das ist

genau ein Thema. Was helfen Regeln,

wenn sie fahrlässig oder nachlässig oder

gar nicht kontrolliert werden? Wir haben

ein Anti-Doping-Gesetz, das den

Sportbetrug inkludiert und dann wird es

echt unangenehm für die Leute. Es geht

ein bisschen vom Kavaliersdelikt weg.

Wo es auch weggehört. Es wird im Sport

ja sehr viel Geld bewegt und da ist das

wirklich Betrug. Wenn ein Autohändler

gewerbsmäßig Tachos frisiert, hat jeder

Verständnis, dass er eine Strafe bekommt

oder in den Häfn muss. Im

Sport nimmt der Sportler den anderen

Preisgeld, Förderungen, einen Platz in

der HSNS weg, da geht es um Existenzen.

Das führt dann zu dem Druck, der

andere dazu treibt zu sagen: Entweder

muss ich aufhören oder ich muss auch

was nehmen.

18 SPORTaktiv


Ist das ein Spiegel der Gesellschaft,

der Leistungsgesellschaft oder des

Narzissmus, der durch die sozialen

Medien befeuert wird?

Da kann man philosophisch wieder unterscheiden

zwischen der Leistungsgesellschaft

und der Erfolgsgesellschaft.

Die Leistungsgesellschaft würde so was

nicht brauchen. Leistung ist genau messbar.

Und da geht es um Eigenleistung

und nicht um Vergleich zur Leistung

mit dem anderen, dass ich mehr haben

muss oder besser sein muss, sondern

dass die persönliche Entwicklung Leistung

ist und Eigenleistung sehr befriedigen

kann. Da kann einer mit einem Marathon

in 3:30 Stunden total glücklich

sein, wenn er mit 4:40 angefangen hat.

Wenn er sich nur an dem misst, der

ganz vorne ist, wird er immer leiden.

Dann ist er eine arme Sau und wird

wahrscheinlich dopen müssen, weil er

sonst nicht glücklich wird. Aber wenn

ich das Leistungsprinzip sehe, geht es

darum: Was hab ich für Ausgangsvoraussetzungen,

was hab ich für Trainingsmöglichkeiten

und wie gehe ich damit

um? Wenn es nur um Erfolg geht – und

wir leben in einer Erfolgsgesellschaft –

dann wird vielfach nicht mehr nachgeschaut,

wenn einer Erfolg hat. Dann will

man es einfach nicht mehr wissen. Dann

sagen wir, das ist ein total reicher

Mensch, fragen wir nimmer, wie er dazu

gekommen ist. Es genügt, wenn der Erfolg

nachgewiesen ist. Das ist der große

Unterschied. Das Leistungsprinzip versaut

uns nicht, es ist eher dieser Erfolgswahn.

Dadurch blockieren sich viele Leute

und sagen: Bevor ich mich für meine

Leistung geniere, mache ich gleich

gar keinen Sport.

Wenn am Anfang nur die Neugier steht

und man sich einlässt auf das Spiel,

ohne dass man Angst hat, seinen Status

zu verlieren, und das erste Schamgefühl

WENN ES NUR UM

ERFOLG GEHT – UND

WIR LEBEN IN EINER

ERFOLGSGESELLSCHAFT

– DANN WIRD VIELFACH

NICHT MEHR NACHGE-

SCHAUT, WENN

EINER ERFOLG HAT.

überwindet, dann ist es erstaunlich, für

was sich der Mensch alles begeistern

kann, gerade der Bewegungsbereich ist

besonders gut geeignet. Man kann mit

seinem Körper so viel Freude und Begeisterung

haben. Ich war gerade bei der

Diskussion um das Drama mit den beiden

Bergsteigern Hansjörg Auer und

David Lama. Da haben wir danach noch

weitergeredet und irgendjemand hat gesagt:

Man kann sich seine Leidenschaft

ja nicht aussuchen. Ich bin da anderer

Meinung. Ich glaube, man kann sie sich

wirklich aussuchen. Unser Gehirn ist so

flexibel und plastisch, dass man sich seine

Leidenschaft sehr wohl aussuchen

kann. Ich bin selbst auch das Beispiel

Entspannter

Interviewtermin

von SPORTaktiv

mit Toni Innauer im

Sportresort Hohe

Salve in Hopfgarten,

wo Innauer

auch das Move- &

Relax-Konzept

mitentwickelt hat.

dafür. Ich hab mir nie vorstellen können,

dass ich es einmal so ohne Weiteres

verkraften werde können, dass ich nicht

mehr Ski springe. Ich war leidenschaftlicher

Skispringer und dann war ich eigentlich

froh, dass es vorbei war. Mir

wollte man auch mit 16 eine Mitgliedschaft

im Golfclub in Lindau am Bodensee

schenken. Nichts hat mich damals

weniger interessiert. So was Fades

hab ich mir gedacht. Heute bin ich ein

leidenschaftlicher Golfer. Meine Eltern

hatten eine Ziehharmonika –aber unmöglich

damals: ich und Musik. Und

jetzt spiele ich Gitarre und denke mir:

Schade, dass ich nicht Musiker geworden

bin. Wobei – der Welt hab ich einiges

erspart.

Noch einmal zurück zur Musik. Sie

sind ein Fan des deutschen Liedermachers

Reinhard Mey. Welches

Lied charakterisiert den Toni Innauer

am besten?

Hahaha. „Schon wieder ein Jahr“ vielleicht.

Oder „Alleinflug“, das ist ein

nettes. „Über den Wolken“ spiele ich ab

und zu. Da gibt’s vieles. Fallt mir jetzt

natürlich nicht ein. Da bräuchte ich

mein Songbook, dann würden wir ein

wirklich gutes finden. Kann ich das

nachreichen? (lacht).

SPORTaktiv

19


VITALABO

HANDELS GMBH

Gratis-Hotline:

0800/55 66 40 500

Mail: office@vitalabo.com

www.vitalabo.at

„BEING NICE“ ALS

ERFOLGSFAKTOR

VOM NICESHOPS-

HEADQUARTER IM

STEIRISCHEN ÖRTCHEN

SAAZ GEHEN TÄGLICH

TAUSENDE PAKETE IN

DIE GANZE WELT.

MIT DABEI: NAHRUNGS-

ERGÄNZUNGSMITTEL

UND SPORTNAHRUNG

DES ONLINESHOPS

VITALABO.

Was im VitalAbo-Lager sofort

auffällt, ist der familiäre Umgang.

Und dieser kommt nicht nur

von großen Glasflächen, sondern vor

allem vom freundschaftlichen Umgang

innerhalb des Logistik-Teams. Dieses besteht

zurzeit aus 61 festen Mitarbeitern,

die Tag für Tag mit Enthusiasmus unter

anderem die zahlreichen VitalAbo-Päckchen

fertig machen und verschicken.

Dass dabei Musik und ausgelassenes

Lachen zu hören sind, ist typisch für die

niceshops-Unternehmenskultur.

„Die Arbeit im Team ist einfach super.

Für mich war der Job anfangs nur als

Überbrückung gedacht. Mittlerweile bin

ich acht Jahre hier und komme nach wie

vor jeden Tag gerne her“, erzählt zum

Beispiel Mitarbeiterin Laura Pint. Der

größte Vorteil sei der familiäre Charakter

des Teams, betont Logistik-Leiterin

Conny Lukas. Flexible Arbeitszeiten,

Gratis-Mittagessen und freundliche Ruhebereiche

mit Kaffeeküche runden das

Wohlfühlklima im Unternehmen ab.

Bei so zufriedenen Mitarbeitern

verwundert es nicht, dass trotz Stress

Tag für Tag Höchstleistungen erbracht

werden. Ab 5 Uhr morgens werden

täglich rund 300 Päckchen für den Versand

fertig gemacht. Für jede Bestellung

werden die Produkte herausgesucht,

eingepackt, vom Lagerausgang abgeholt

und schließlich versendet. In fünf Zielländern

kommen die VitalAbo-Päckchen

bereits am nächsten Tag an.

Da Nachhaltigkeit eine der tragenden

Säulen der niceshops-Unternehmensphilosophie

ist, spielt diese auch beim

Verpacken der Pakete eine wichtige

Rolle. Bei den Paketen handelt es sich

um sogenannten Blitzkarton, der ohne

Klebeband geschlossen werden kann.

Plastikfolie steht bei VitalAbo schon

längst auf dem Abstell gleis, stattdessen

wird umweltfreundliches Wrap-Papier

verwendet. Durch diese und weitere

Maßnahmen wird die Umwelt möglichst

geschont – und auch so die Welt

ein kleines bisschen nicer.

ANZEIGE / Foto: VitalAbo

20 SPORTaktiv


Der neue Ford Ranger.

Österreichs meistverkaufter Pick-up. *

Jetzt ab € 25.790,– 1) bei Leasing.

Energisch. Beeindruckend. Kraftvoll. Performance – gepaart mit unübertroffener

Geländetauglichkeit und modernsten Technologien – sorgt für perfekte

Fahrdynamik. Für alle Offroad-Enthusiasten ist der Ford Ranger nun auch in seiner

leistungsstärksten und robustesten Version als Ford Ranger Raptor verfügbar.

Weitere Infos auf ford.at

MOBILITÄTS-APP VON FORD

Ford Ranger (Prüfverfahren: WLTP **): Kraftstoffverbrauch innerorts 7,5 – 10,6 l /außerorts 6,3 – 8,0 l / kombiniert 6,9 – 8,9 l / CO 2-Emission kombiniert 178 – 233 g / km

Symbolfoto. 1) Unverbindlich empfohlener nicht kartellierter Aktionspreis (beinhaltet Importeurs- und Händlerbeteiligung sowie Ford Bank Bonus) inkl. USt., inkl. 2 Jahre Ford-Neuwagengarantie

(ohne Kilometerbegrenzung) und zusätzlich 1 Jahr Ford Extra Garantie für das 3. Jahr (begrenzt bis 100.000 km), gültig bei Ford Bank Leasing. Leasingrate € 129 zzgl. € 200 Bearbeitungsgebühr und

1,17 % gesetzlicher Vertragsgebühr, Laufzeit 36 Monate, 30 % Anzahlung, 30.000 km Gesamtfahrleistung, Fixzinssatz 5,4 %. Gesamtbelastung € 29.954,47, gültig bis auf Widerruf, vorbehaltlich

Bonitätsprüfung der Ford Bank Austria. Aktion gültig bei Ihrem teilnehmenden Ford-Händler, so lange der Vorrat reicht. Nähere Informationen auf www.ford.at. Freibleibendes Angebot. * Ford

Ranger, meistverkaufter Pick-up in Österreich in den Jahren 2017 und 2018 (Quelle: Statistik Austria) ** Werte nach dem Prüfverfahren WLTP ermittelt und zurückgerechnet auf NEFZ. Weitere

Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und

den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Ford Vertragspartnern unentgeltlich erhältlich ist und unter http://www.autoverbrauch.at/ heruntergeladen

werden kann.


UNSERE LESERAKTION

BIEGT IN DEN SOMMER:

GRAZYNA BRAND­

STÄTTER, KARIN ALEXA

UND MARCO RUTZ

ERZÄHLEN VON IHREM

SPORTLICHEN FRÜHJAHR.

MEIN

2019WIRD

JAHR

GRAZYNA BRANDSTÄTTER

„Megastolz“ schickte die 36-jährige Linzerin als erste

Message nach dem Linz-Marathon am 14. April durch,

den sie in 3:49:37 beendete, acht Minuten schneller als

2018. „Als mich der 3:45-Pacemaker vier Kilometer vorm

Ziel überholt hat, war das kurz kein so prickelndes Gefühl

– aber das war gleich wieder vorbei. Es war windig,

kalt, man war richtig gefordert. Also: passt super.“

Nach eineinhalb Wochen Pause stellte sie aufs Trail-

Training um, ab Mitte Mai lief sie kaum einen Trainingslauf

mit weniger als 1200 Höhenmetern. Alles im Plan

für den „Mozart 100“-Trail-Marathon mit 42 km, 1700

Bergauf- und 1800 Bergab-Höhenmetern. Die Ziel heißt

„durchkommen“ – Grazyna rechnet mit sechs Stunden.

MARCO RUTZ

Im Schwimmen, hatte der Schweizer gemeint, sei er eine Niete. Nun hat Marco Rutz auf dem

Weg zum Ironman 70.3 Anfang Juni in Rapperswil aber Unterstützung von uns bekommen:

einen Neoprenanzug von Aquasphere. „Ich bin ihn schon gut eingeschwommen, ein Top-

Teil“, freut sich Rutz über den Anzug mit Auftrieb. Seine Schwimmperformance hat dadurch

einen ordentlichen Schub bekommen. „Die Pace liegt auf 100 Metern damit 12 Sekunden

unter derjenigen ohne Neo. Wahnsinn“, freut sich der 36-Jährige. Was ihm ebenfalls gefällt:

Ein- und Ausstieg gestalten sich einfach. „Das ist auch nicht selbstverständlich.“

KARIN ALEXA

Karin Alexa aus Kapfenberg (St) ist auf dem besten

Weg, sich ihren großen sportlichen Wunsch zu erfüllen.

Nach einem Lungeninfarkt will die 48-Jährige zurück

in die gerade erst neu entdeckte Bergwelt, und da vor

allem auf den Hochschwab (2277 m), der es ihr sehr

angetan hat. Nach dem grünen Licht der Ärzte, vielen

Skitouren im Winter und regelmäßigen Laufeinheiten

ist Karin gut drauf. In Bruck hat sie beim beliebten Businesslauf

mitgemacht und in Salzburg hat sie im Rahmen

des Marathons mit Freunden (am Bild rechts ist Karin

die Zweite von rechts) die Variante über zehn Kilometer

absolviert. „Es ist mir beide Male sehr gut gegangen“,

berichtet sie. Der Bergsommer kann kommen.

Fotos: privat

22 SPORTaktiv


FIT

Training – Gesundheit – Ernährung

10 KILO WENIGER

Laut einer Umfrage wollen zwei

Drittel der Österreicherinnen und

Österreicher gerne abnehmen –

und zwar im Idealfall 10 Kilogramm.

Frei nach dem Motto: Der Speck

muss weg.

www.marktagent.com

4000 TRAINIERER

Der bereits 4. Bodyweight-Day hat

Mitte Mai wieder 4000 Sportbegeisterte

in die Marx-Halle nach Wien

gelockt. Neben Gruppen-Workouts

gab es auch Challenges und

Workshops.

www.bodyweightday.com

BEWEGUNG BRINGT’S

Dank einer Studie der MedUni Wien

mit 3308 Probanden haben wir es

jetzt schwarz auf weiß: Wer sich bis

ins höhere Alter regelmäßig bewegt,

bewältigt seinen Alltag besser,

länger und selbstständiger.

www.eupha.org

Fotos: iStock


24 SPORTaktiv


ZWISCHEN

WANDA &

ROCKY IV

MUSIK MACHT UNS BEIM SPORT STÄRKER UND MOTIVIERTER,

BESTÄTIGEN STUDIEN. HOBBYLÄUFER BRAUCHEN

160 SCHLÄGE PRO MINUTE. WARUM ABER NUR 4 BPM ZWISCHEN

DEM RADETZKY MARSCH UND BURNING HEART LIEGEN UND

„HAPPY“ VON PHARRELL WILLIAMS DER PERFEKTE LAUFSONG IST.

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: iStock

ivaldi im Starthaus der Streif? Megadeth bei

der Schach-Landesliga? Tschaikowsky vor dem

Cagefight? Untersuchungen zum Zusammenwirken

von Musik und Sport in diesen doch

sehr speziellen Fällen und Sportarten gibt es leider

noch nicht. Sehr wohl aber gibt es exzellente Studien

über die Effekte von Musik beim Laufsport. Keep on

Running und bitte weiterlesen.

DIE STUDIEN

1Zwölf Läufer (darunter fünf Frauen) sind am Laufband

bei schneller Musik schneller gelaufen und

mit höherer Herzfrequenz – haben sich laut Eigeneinschätzung

aber subjektiv weniger angestrengt. Danach

half langsamere Musik bei der Erholung, die Herzfrequenz

und sogar das Laktat sanken rascher ab.

Studie: Influence of music on maximal self-paced running

performance and passive post-exercise recovery rate.

Lee S., Kimmerly DS., 2016.

2

Fünfzehn gut trainierte, männliche Langdistanz-Läufer

absolvierten einen Fünf-Kilometer-Lauf

mit unterschiedlichen Musikstilen (motivierend,

schnell, langsam, keine Musik). Es wurde nachgewiesen,

dass gewisse Gehirnareale (präfrontaler Cortex) durch

Musik positiv beeinflusst werden. Die Läufer waren auf

den fünf Kilometern schneller, bewerteten den Lauf mit

schneller Musik als subjektiv weniger anstrengend. Mit

langsamer Musik verbesserte sich der Erholungsstatus

nachweislich schneller.

Studie: How does music aid 5 km of running?

Bigliassi M., León-Domínguez U., Buzzachera CF., Barreto-Silva V.,

Altimari LR., 2015.

3Neunzehn Läufer rannten am Laufband bis zur

völligen Erschöpfung: ohne Musik, mit Piepstönen

eines Metronoms in ihrer Lauffrequenz, mit Motivationsmusik.

Interessant: Die Läufer waren mit Musik

und den Piepstönen des Metronoms gleich schnell, mit

SPORTaktiv

25


Sodbrennen?

Infos auf

www.longlife.at

der motivierenden Musik fühlten sie sich aber weniger

angestrengt. Das Metronom verhalf zu besonders ökonomischer

und gleichmäßiger Laufleistung.

Studie: The power of auditory-motor synchronization in sports: enhancing

running performance by coupling cadence with the right

beats. Bood RJ., Nijssen M., van der Kamp J., Roerdink M., 2013.

Wetten,

dass mein

Mineral wasser

mehr natürliches

Magnesium und

Calcium enthält

als Ihres?

4Dreißig Teilnehmer liefen am Laufband 5 x 10-minütige

Sessions zu unterschiedlich lauter Musik.

Die Musik war entweder schnell und laut, schnell

und leise, langsam und laut bzw. langsam und leise. Das

hat Lauftempo und Herzfrequenz signifikant beeinflusst,

der subjektive Erschöpfungszustand änderte sich bei den

Probanden jedoch nicht. Ergebnis: Nicht nur das Tempo

der Musik beeinflusst die Laufperformance, sondern

auch die Lautstärke. Lauter = schneller.

Studie: The effects of music tempo and loudness level on

treadmill exercise. Edworthy J., Waring H., 2006.

Alle Studien kommen also zur selben Conclusio: Man

läuft schneller mit Musik, bei subjektiv weniger Anstrengung.

Wobei eine Studie zum Schluss kommt, dass bereits

die Rhythmik eines Metronoms ausreicht, um denselben

Effekt zu erzielen, die Musik, der Musikstil also

gar nicht relevant wären. Langsame Musik fördert die Erholung.

Wichtig ist dabei zu betonen: Musik selbst ist

NICHT leistungssteigernd, wie Doping etwa. Die tatsächliche

Leistungsfähigkeit (z. B. die eigene Bestleistung

auf 1000 Meter) ist auch mit Musik gleich, aber man ist

motivierter, trainiert womöglich härter und länger – und

wird als Folge dieser Faktoren besser und schneller laufen.

Für andere Sportarten gibt es weniger aussagekräftige

Untersuchungen. Für das Radfahren hat kürzlich der be-

Magnesium

Calcium

Long Life 201,00 270,00

Radenska 95,00 220,00

Römerquelle 63,00 132,00

Vöslauer 40,90 114,40

Peterquelle 35,90 148,00

Waldquelle 13,60 77,50

Angaben von jeweiligen Herstellern übernommen.

Hier geht‘s zum unabhängigen

Vergleichstest: longlife.at

Österreichweit erhältlich bei Billa, Spar, Eurospar, Interspar, Merkur,

Unimarkt und im gut sortierten Lebensmittelhandel.


liebte YouTube-Kanal von Global Cycling Network

(GCN) einen Versuch unternommen. Ergebnis: Auf einer

Sieben-Kilometer-Strecke war der Radfahrer wenig

überraschend mit schneller Musik am schnellsten, hatte

den höchsten Durchschnittspuls, die höchsten Wattwerte

und die höchste Trittfrequenz. Die Testfahrt ohne

Musik ergab in allen Bereichen die zweitbesten Werte,

die Fahrt mit langsamer Musik hatte die schlechtesten

Werte zur Folge.

Neuro-Signale an das Hirn

Obige Studien und die meisten persönlichen Erfahrungen

beziehen sich auf herkömmliche Musiktitel, vorwiegend

aus den Bereichen der Pop-, Elektro- und Rockmusik.

Es gibt aber auch eigens für den Sportgebrauch produzierte

Musik. Im Vorjahr haben Oliver Kerschner,

Karl Edy und Andreas Sachs in Wien „eine neue Generation

von Sportmusik“ vorgestellt, eine laut Eigendefinition

„next level neuro music“ für den Leistungs- und Breitensport.

Deren CD „Neuropower“ ist die erste sportspezifische

CD-Reihe, die leistungsfördernde Musik und

Neuro-Soundeffekte verknüpft und dadurch erhöhte

Motivation, Entspannung und Leistung ermöglicht. Die

Soundeffekte sind spezielle akustische Signale, die beide

Gehirnhälften synchronisieren. Diese Sportmusik unterstützt

auch den Prozess der Entspannung und Regeneration.

Testerin Conny Köpper (Vizestaaatsmeisterin im

Marathon) berichtete bei der Präsentation vom Effekt:

„Es hat echt Spaß gemacht und ich war mit dieser Musik

im Grundlagentempo um acht Sekunden schneller pro

Kilometer.“ Die CD „cool running 160“ bietet speziell

komponierte Laufmusik mit dem Beat von 160 Schlägen

pro Minute, was den idealen Laufrhythmus von 160

Schritten pro Minute fördern soll.

Voll im

Takt.

Mit MSM und

Kurkumaextrakt

Die Frequenz

Was hat nun die Musik mit der Schrittfrequenz zu tun

und wie hoch ist die eigentlich? Lange Zeit galt die Zahl

180 als Maßstab bei der Schrittfrequenz. Das sei die

durchschnittliche Anzahl der Bodenberührungen pro

Minute von Topathleten, hieß es. Doch eine finnische

Studie hat herausgefunden, dass in der Weltspitze die

Zahlen stark variieren. In der Marathon-Weltklasse (Läufer

mit Bestzeiten unter 2:08 Stunden) reicht das Spekt-

Alpinamed ® MSM Arthro

Nährstoffquelle mit MSM-Schwefel, Kurkuma,

Vitamin C und Mineralstoffen für Knochen,

Knorpel und Bindegewebe.

Zur Gesunderhaltung geforderter Gelenke

(durch z. B. Beruf oder Übergewicht)

Tipp für Sportler

NEU

GCB.ALP 190503

Erhältlich in Ihrer Apotheke.

Nahrungsergänzungsmittel

Gebro Pharma GmbH, Österreich

www.alpinamed.at


EIN NEUES WASSER-

PARADIES ENTSTEHT

ROBINSON eröffnet einen Club auf

den Kapverden, dem Paradies für

Wassersportler und Sonnenanbeter.

Kilometerlange Sandstrände, vulkanische

Landschaften und 350 Sonnentage

im Jahr: Die Kapverden laden

ganzjährig zu einem entspannenden

Badeurlaub ein und bieten ideale

Bedingungen zum Windsurfen und

Kiten. Auf der kapverdischen Insel

Sal eröffnet ROBINSON im Winter

2019 für sportlich aktive Alleinreisende

und Paare ab 18 Jahren

den neuen ROBINSON CLUB

CABO VERDE.

Das 48.000 m² große Grundstück

liegt direkt am 8 km langen und 200

m breiten, feinen Sandstrand mit

Blick auf den türkisblauen Atlantik.

Ganz in der Nähe des charmanten

Ortes Santa Maria wird eine bereits

bestehende Anlage komplett erneuert

und erweitert. Aufgrund der sommerlichen

Luft- und Wassertemperaturen

sowie guten Windverhältnissen

eignet sich die Insel besonders im

Winter als ideales Kite- und Windsurfziel.

Aber auch Sonnenanbeter,

Fitness- und Wellness-Fans finden

hier ihren perfekten Ausgleich. Das

Verpflegungskonzept all-inclusive

made by ROBINSON lässt

Träume wahr werden.

ROBINSON CLUB CABO VERDE

Sal, Kapverden

www.robinson.com

28 SPORTaktiv

Foto: Getty Images

rum von 156 bis 187 Schritten pro Minute. Bestätigt wurde, dass

für Freizeitathleten 160 bis 170 Berührungen pro Minute optimal

sind. „Natürlich ist die ideale Schrittfrequenz auch abhängig von

der Körpergröße und interessanterweise auch vom Alter“, berichtet

Eeli Paunonen, der die Studie über zwei Jahre begleitete, auf

www.runnersworld.com. Für unsere Playlist: Die Bandbreite

reicht von 160 Beats per Minute (exakt: Rolling Stones, „Paint it

black“) bis zu 180 bpm (wie Kate Perrys „Roar“). Findige Tüftler

stellen sich ihre Playlists fürs Laufen nach ihrem idealen Rhythmus

zusammen. Das geht beispielsweise ganz easy bei Spotify und

YouTube. Viele Songs sind elektronisch komponierte (und im

Normalfall schwer verdauliche) Tracks, doch es gibt Ausnahmen.

BEISPIELE FÜR EXAKT 160 BEATS PER MINUTE (BPM):

The Monkeys – I’m a believer

Pharrell Williams – Happy

Cage the elephant – Ain‘t no rest for the wicked

Rolling Stones – Paint it black

Jack White – I‘m shaking

Judas Priest – Breaking the Law

Und dann gibt es noch klassische Motivationssongs, die sich auf

vielen Playlists, Handys und iPods finden, unabhängig von Beats

per Minute, sondern einfach weil sie Lust machen wie z. b der

legendäre Soundtrack

von Rocky IV oder die

zehn motivierendsten

Songs von der Auswahl

auf unserer Website

www.sportaktiv.com.

Beliebte Sportsongs wie

Burning Heart und Eye

of the Tiger sind von

den Beats her kaum

schneller als der Radetzkymarsch.

Perfekt

zum Laufen: Ostbahn

Kurtis Radl nach Rio,

We will rock you oder

Alkbottles Fliesenlegen.

Spezialtipp: Lieder im

Sechsachteltakt betonen

abwechselnd den linken

und rechten Fuß (Beispiel:

Bed of Roses,

Bon Jovi, 165 bpm).

Musik ab!

DER RHYTHMUS, WO MAN

IMMER MIT MUSS

EINE STICHPROBENARTIGE AUSWAHL VON

ALKBOTTLE BIS WANDA, GEREIHT NACH BEATS

PER MINUTE, VON LANGSAM ZU SCHNELL:

BEATS PER MINUTE

1. Queen – We are the champions 64

2. Rainhard Fendrich – I am from Austria 82

3. Johann Strauss – Der Radetzkymarsch 94

4. Survivor – Burning Heart 98

5. Chumbawumba – Tubthumping 104

6. Survivor – Eye of the Tiger 109

7. Wanda – Columbo 116

8. Europe – The final Countdown 119

9. Irena Cara – Flashdance/What a Feeling 123

10. Andreas Gabalier – Hulapalu 126

11. Helene Fischer – Atemlos 129

12. Blur – Song 2 („Wu-huuu“) 130

13. Robert Tepper – There‘s no easy way out 133

14. Macklemore & Ryan Lewis – Can’t hold us down 147

15. Seiler und Speer – Herr Inspektor 80 bzw. 160

16. Ostbahn Kurti – Radl noch Rio 161

17. Queen – We will rock you 165

18. Panic at the disco – High Hopes 165

19. Alkbottle – Fliesenlegen 167

20. Bilderbuch – Maschin 90 bzw. 180


Gaudenzdorfer Gürtel, 1050 Wien

Bezahlte Anzeige

Die wichtigste

Spielregel? Respekt.

Noah ist Wiener. Keine Frage. Und wenn er etwas hasst, sind es die Blicke, die

ihn am liebsten in irgendwelchen Schubladen sehen würden. Nein, das ist nicht

leiwand. Respekt ist schließlich keine Einbahnstraße. Sondern der einzige Weg,

um gut miteinander auszukommen. Er isst nicht mehr in der U-Bahn. Ist heilfroh

über das Sackerl fürs Gackerl. Und seit er vom Frühjahrsputz gehört hat,

bemüht er sich, seinen Mist in den Kübel zu werfen. Es braucht eben Regeln,

weiß Noah. Nicht nur beim Sport.

Miteinander leben.

#einfachleiwand

Mehr Infos: wien.gv.at


FÜR MUSKELKRAFT

UND AMINOSÄUREN

Du suchst nach der schnellen Energiequelle für deine

Muskeln? Versuche es einmal mit Magnesium Sport ®

plus Aminosäuren von Dr. Böhm ® . Die optimale

Kombination aus Aminosäuren, Magnesium, Kalium,

Vitaminen und Spurenelementen.

www.magnesium-sport.at

FIT

MEHR

SPEED

BEIM

SKATEN

NEWS

Der VO2-S 90 PRO kombiniert den beliebten,

stabilisierenden VO2 Schaft mit der innovativen,

einseitig laufenden VO2-S Schiene für komfortable

Dämpfung. Die 90mm Rollen gewährleisten leichte

Manövrierbarkeit und ein ruhiges Fahrverhalten. Das

Vortech-Ventilationssystem sorgt bei ausdauernden

Einheiten für ein angenehmes Fußklima.

www.k2skates.com

ANZEIGE / Fotos: Hersteller

Burgerstein Mikronährstoffe

Laut WVZ pro Packung € 27,50 – Einnahme-

Empfehlung: Täglich 2 Tabletten mit etwas

Flüssigkeit einnehmen, Inhalt: 90 Tabletten.

Mehr Information zu dem Produkt sowie die Fachberatung

erhalten Sie exklusiv in Ihrer Apotheke.

Burgerstein Magnesiumvital PHZNR 4069684

Entspannung pur.

• Zum Ausgleich von Magnesiumverlusten bei erhöhter körperlicher,

emotionaler Belastung

• Hohe Bioverfügbarkeit gewährleistet durch organisches Magnesium

• 2 Tabletten pro Tag für eine optimale Grundversorgung

Frei von Gluten, Lactose, Fructose, Hefe, Gelatine, Kristallzucker, Farb-, Aroma- und

Konservierungsstoffen, Erdnussöl sowie Sojalezithin- und Sojaprotein-frei

Für Vegetarier geeignet.

Exklusiv in ihrer Apotheke. Mehr Informationen auf burgerstein.at

Bleiben Sie gesund! www.burgerstein.at


FLÜSSIGE KRAFTQUELLE

Mit seinem einzigartigen Magnesium- und Calciumgehalt ist

LONG LIFE-Mineralwasser eine wahre Kraftquelle, denn in LONG

LIFE sind natürliches Magnesium (201 mg/l) und Calcium (270

mg/l) in hoher Konzentration und idealem Verhältnis enthalten.

www.longlife.at

DESINFIZIERT & HEILT

Bei oberflächlichen Wunden mit

Infektionsgefahr, wie z.B. Schürf- oder

Schnittwunden schützt BEPANTHEN ®

Plus Creme wirksam vor Infektionen. Sie

desinfiziert effizient und unterstützt die

Wundheilung mit Dexpanthenol.

Bepanthen ® Plus ist auch als handlicher

Spray erhältlich, ideal für unterwegs.

www.bepanthen.at

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen

informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

Entgeltliche Einschaltung. L.AT.MKT.07.2018.8257

Jetzt bis zu € 3.104,– 1)

sparen!

€ 500,– Leasing- oder Kreditbonus

oder zinsfreie 1/3 Finanzierung 2)

€ 500,– Versicherungsbonus 3)

€ 175,– Anmeldekosten geschenkt

5 Monate kostenlose Vollkaskoversicherung 3)

Gratis 1. Service

Rahofer.

Verbrauch „kombiniert“: 5,3-6,2 l/100 km, CO 2-Emission: 120-141 g/km4)

1) Am Beispiel SX4 S-CROSS 1.4 DITC ALLGRIP AT „flash“: Gesamtersparnis von € 3.104,– ergibt sich aus € 1.314,– Zinsersparnis bei 1/3 Finanzierung,

€ 500,– Versicherungsbonus, € 175,– Anmeldekosten, 5 Monaten gratis Vollkaskoversicherung im Wert von bis zu € 727,95 und erstem Service im Wert von € 387,75.

2) Die Abwicklung der Finanzierungsmöglichkeiten erfolgt über die Santander Consumer Bank GmbH. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt. 3) Gültig bei

Abschluss einer Versicherung im Vorteilsset (Haftpflicht-, Kasko-, Insassen-Unfallversicherung und/oder Rechtsschutz) bei der GARANTA Versicherungs-AG Österreich.

Die Mindestlaufzeit beträgt 36 Monate. Aktion gültig bei Kauf eines Neu- oder Vorführfahrzeugs bis 30.06.2019. Erstzulassung bis 31.08.2019 erforderlich.

4) WLTP-geprüft, auf NEFZ zurückgerechnet. Irrtümer, Druckfehler und Änderungen vorbehalten. Symbolfoto. Abbildung zeigt Modell in Sonderausstattung.

Mehr Informationen auf www.suzuki.at oder bei allen teilnehmenden Suzuki Händlern.


Der Sommer steht vor der Tür und damit

spielt das Trinken beim Sport auch eine

noch größere Rolle, weil wir mehr

schwitzen, also mehr Flüssigkeit, Mineralstoffe,

Energie verlieren, wenn wir

nicht gezielt gegensteuern. Während des

Sports eignen sich Wasser oder ein Sportgetränk als

Durstlöscher. Aber danach – darf es da nicht auch

einmal ein Bier sein? Landläufig gilt Bier als guter

Durstlöscher. Also isotonisches Elektrolytgetränk wird

es im Volksmund gepriesen. Aber stimmt das überhaupt?

Und kann uns Bier vor, beim oder nach dem

Sport tatsächlich nützen? Vorweg: wenn, dann überhaupt

in der alkoholfreien Variante. Alkohol hemmt

nämlich die Regeneration – ein Effekt, den wir tunlichst

vermeiden wollen. Dass es direkt vor oder während

des Sports schlecht ist, versteht sich von selbst.

„Nach einer intensiven Belastung wie einem langen

Lauf oder einer ausgedehnten Radausfahrt, bei der

wir an unsere Grenzen gegangen sind und die Speicher

richtig ausgeleert haben, kann man durchaus ein

alkoholfreies Bier trinken“, sagt Sport- und Ernährungsmediziner

Dr. Robert Fritz. „Weil es viele Kohlenhydrate

enthält und wir mit dem alkoholfreien

Bier die entleerten Speicher wieder auffüllen können.“

War die Belastung aber nur moderat, würde

man zu viele Kalorien zu sich nehmen.

Bier enthält zudem B-Vitamine und Mineralstoffe.

„Aber sicher nicht in ausreichender Form, dass wir

damit einen positiven Effekt erzielen könnten“, erteilt

Fritz diesem Grund eventuell zum Bier zu greifen

gleich eine Absage.

Alkoholfreies Bier hat aber tatsächlich einen positiven

Effekt, der auch in einer klinischen Studie nachgewiesen

wurde: Es hemmt Entzündungen und verringert

das Auftreten von Atemwegsproblemen. Das

Institut für Prävention und Sportmedizin vom Klinikum

rechts der Isar und die Technische Universität

München haben Läufer in den letzten drei Wochen

vor dem München-Marathon untersucht. Eine Grup-

GERADE IM SOMMER IST TRINKEN BEIM UND

NACH DEM SPORT SEHR WICHTIG. WASSER

UND SPORTGETRÄNKE SIND ERSTE WAHL.

ABER WIE SIEHT ES MIT ALKOHOLFREIEM BIER

AUS? IST DAS TATSÄCHLICH GESUND?

TEXT: KLAUS MOLIDOR

NA DANN

PROST!

32 SPORTaktiv


pe dieser groß angelegten Studie trank täglich einen

bis eineinhalb Liter alkoholfreies Bier, die Kontrollgruppe

bekam ein Testgetränk, das in Form, Farbe,

Schaumverhalten und Geschmack nahezu gleich war.

Das Ergebnis: Bei der Bier-Gruppe sank die Infekt-Wahrscheinlichkeit

im Vergleich zur Kontrollgruppe

tatsächlich signifikant. Grund dafür: die Polyphenole

im Bier.

Polyphenole sind aromatische Verbindungen und

zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Wie andere

Antioxidantien wirken manche Polyphenole entzündungshemmend.

Sie kommen beispielsweise in

Apfelbeeren, der echten Walnuss, dem Saft des Granatapfels

vor und – im Hopfen.

Was das Studienergebnis begünstigt haben könnte,

ist der Trainingszeitpunkt, an dem sie durchgeführt

wurde. „Drei Wochen vor einem Marathon hast du

normal noch eine richtig harte Woche, da ist das Immunsystem

am Limit. Danach, in den letzten beiden

Wochen folgt das Tapering, in dem Umfänge und In-

MIT ALKOHOL FREIEM

BIER KÖNNEN WIR DIE

ENTLEERTEN SPEICHER

WIEDER AUFFÜLLEN

Foto: Getty Images

SPORTaktiv

33


ES KANN EINE NETTE

ABWECHSLUNG SEIN.

SPASS UND GENUSS

SOLLEN JA AUCH NICHT

ZU KURZ KOMMEN.

SONNENGRUSS UND YOGAFRÜHSTÜCK

Auf der Schmittenhöhe kann man im Sommer jeden

Mittwoch mit einer Yoga-Lektion in den Tag starten.

ZELL AM SEE. Vor der Kulisse von 30 Dreitausendern den

Tag mit einer gemeinsamen Yoga-Session begrüßen. Klingt

gut? Auf der Schmitten in Zell am See ist dies jeden Mittwoch

zwischen 3. Juli und 28. August möglich. Um 8.30

Uhr ist Treffpunkt bei der Talstation Schmittenhöhebahn,

nach der Auffahrt starten die „Yoga am Berg“-Lektionen um

9 Uhr. Die Teilnahme ist im Bergbahn-Ticket inkludiert.

Nach rund zwei Stunden steht optional noch ein gemeinsames

Yoga-Frühstück im FRANZL auf dem Programm.

www.schmitten.at

Foto: Schmittenhöhebahn AG

tensität deutlich reduziert werden“, erklärt

Fritz. In der Phase werden viele Leute

krank, weil sie zu wenig Kohlenhydrate zu

sich nehmen. Die wiederum sind im alkoholfreien

Bier ja auch enthalten. „Es wird

also vielleicht ein Zusammenspiel der Polyphenole

mit den Kohlenhydraten sein, der

diesen Effekt erzielt“, glaubt Fritz. Der Effekt

auf die verringerten Atemwegsprobleme

geht mit der entzündungshemmenden

Wirkung einher. „Läufer haben nun einmal

meistens Probleme mit Schnupfen, Halsund

Rachenerkrankungen.“

Angeblich soll Xanthohumol, jenes Polyphenol,

das via Hopfen im Bier enthalten

ist, auch Leberkrebszellen abtöten und sogar

die Gewichtszunahme bei Überernährung

verhindern. Davon will Experte Robert

Fritz nichts wissen. Erstens weil es

nicht wissenschaftlich belegt sei, zweitens

„weil das ein sehr sehr heikles Thema ist,

mit dem nicht zu spaßen ist“.

Bleibt noch die Frage der Zusammensetzung

des beliebten Gerstensafts. Also, ob

Bier tatsächlich isotonisch ist. Bei isotonischen

Getränken ist das Verhältnis von

Nähr- und Mineralstoffen zu Flüssigkeit

gleich dem des menschlichen Blutes. „Viele

Biere sind aber eher hyperton, haben also

mehr gelöste Teilchen als das Blutplasma“,

erklärt Fritz. Sie werden also nicht so gut

und schnell aufgenommen. Ein Blick auf

das Etikett kann helfen. Bei bis zu 5

Gramm Kohlenhydrate (in Form von Glucose)

pro 100 Milliliter spricht man von einem

isotonischen Getränk. Unser alkoholfreies

Testbier kommt auf 5,3 Gramm. „Das

ist okay“, sagt Fritz.

Natürlich empfiehlt der Mediziner kein

Bier als Sportlergetränk. „Mit einem guten

Sportgetränk ist man immer noch besser

dran.“ Aber: „Es kann eine nette Abwechslung

sein. Schließlich sollen im Leben ja

auch der Genuss und der Spaß nicht zu

kurz kommen.“ Was das alkoholfreie Bier

aber bewirken kann: dass man weniger Bier

mit Alkohol trinkt, weil der erste Gusto

schon gestillt ist. „Und auch das ist ja ein

positiver Effekt.“ In diesem Sinne: Prost!

Foto: Getty Images

34 SPORTaktiv


FIT MIT SUMI

NIKKI

UND MEIN SONG

for winners

SPORTBRILLEN

SCHWIMMBRILLEN

TRIATHLON

SPORTBEKLEIDUNG

NAHRUNGS

ERGÄNZUNG

CHRISTOPH

SUMANN

war als Biathlet

viele Jahre

Weltklasse

und ist jetzt

leidenschaftlicher

Freizeitsportler.

Na, da haben die Biathleten Augen gemacht!

Bei den Langläufern war es ja

üblich, aber sogar beim Einschießen vor

den Biathlonbewerben Musik zu hören – da war

ich damals der Einzige. So konnte ich das ganze

Rundherum am besten ausblenden.

Sport und Musik haben für mich schon immer

zusammengehört. Im Training und beim

Aufwärmen, im Wettkampf natürlich nie – da

brauchst du auch die Atmosphäre und die Lautstärke

der Zuseher. Aber bei mir gab es praktisch

kein Training ohne Musik.

Und meine Güte, was habe ich alles ausprobiert

beim Laufen, Skirollern, Langlaufen und

am Rad! Noch vor Handy und iPod, wohlgemerkt.

Am Anfang mit Walkman, dann war es

mir nicht zu blöd, selbst einen Discman hinten

in die mittlere Trikottasche zu stecken, links ein

Riegel, rechts eine Reserve-CD. In Skandinavien

habe ich so meine Runden gedreht. Bei der

Kälte sind manchmal halt die Batterien schneller

zu Ende gegangen als meine Runde. MiniDisc?

Auch das habe ich ausprobiert. Mittlerweile natürlich

nur noch mit dem Handy.

Spezielle Lieblingslieder habe ich eigentlich

nie gehabt, es war immer ein bunter Musikmix,

eher poppig als rockig. Aber Rocky IV war natürlich

auch dabei, Eye of the Tiger und Burning

Heart. Moment! An einen speziellen Song kann

ich mich doch besonders erinnern: Vor meinem

ersten Bewerb bei den Olympischen Spielen in

Vancouver 2010 habe ich mir beim Aufwärmen

den offiziellen Olympiasong reingezogen:

„I believe“ von Nikki Yanofsky. Dann habe ich

die erste Silbermedaille geholt und dieser Song

ist mir geblieben. Bis heute.

Foto: Thomas Polzer


FÜR DEIN TRAINING

NUR DAS BESTE

DR. GOERG PREMIUM BIO-PROTEIN- & BALLASTSTOFFPULVER

ve

l e

Ve

it

mit r

oteinpulv

v

i beste

V rfügbar

Proteinpulver mit bester

Verfügbarkeit!

Ve

biologischer

NEU

100 % vegan – ideal

für körperbewusste

Fitness-Fans

hoher Proteingehalt

Ballaststoffquelle

zuckerarm

mit Bio-Kokosblütenzucker

gesüßt, unraffiniert

von Natur aus glutenund

laktosefrei

ohne:

Soja

Molkenprotein

Industriezucker

künstliche Süßstoffe

Emulgatoren

drgoerg.com

SPORTaktiv

37


er Überfall passiert meistens in

der Nacht. Kalcium strömt

durch die offene Zell-Tür ein

und kontrahiert die Muskeln.

Mit einem Schlag bist

du wach, sitzt im Bett und

bringst ein „Aaaaaah“, „Aua“

oder Ähnliches hervor. Ein

Krampf hat dich aus den Träumen gerissen.

Wie es dazu kommt, warum er meistens

in der Nacht auftritt und was man

sowohl vorbeugend als auch akut tun

kann, dieser Frage sind wir nachgegangen.

„Die vollständige Pathogenese, also

wie genau ein Krampf entsteht, ist zwar

nicht zu 100 Prozent geklärt“, sagt Dr.

Christian Matthai, Sport- und Ernährungsmediziner

in Wien. „Es kommt

beim Krampf zu einer Überstimulation

der Muskulatur. Durch einen Nervenimpuls

kommt es zum Kalzium-Einstrom

in die Zelle, das wiederum führt

zur Kontraktion der Muskelfasern“, erklärt

Matthai. Fertig ist der Krampf.

An der Entstehung wesentlich beteiligt

sind zwei Faktoren: Überbelastung

der Muskulatur und ein Mangel an Magnesium

und/oder Kalium. Oft ist es ein

Zusammenspiel beider Faktoren, die das

äußerst schmerzhafte Zusammenziehen

der Muskelfasern auslöst. Wenn man

schon während des Sports einen Krampf

bekommt, gibt es zwei Möglichkeiten.

„Entweder war die Belastung zu hoch

oder der Trainingszustand zu schlecht“,

sagt Matthai. Vor allem in Wettbewerben

tendieren viele in der Anfangseu-

„DEN KRAMPF IMMER

AUSDEHNEN. DENN AUCH

DIE KONTRAKTION KANN

ZU MUSKELVERLETZUNGEN

FÜHREN.“

38 SPORTaktiv


KAMPF DEM

KRAMPF

BIS HIERHER UND NICHT WEITER. DAS SAGT UNS

DER KÖRPER MIT EINEM KRAMPF. WARUM GERADE

SPORTLER GEFÄHRDET SIND UND WIE MAN DEM

KRAMPF GEZIELT VORBEUGEN KANN.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: iStock/PeopleImages, istock/BraunS

phorie zu einem zu schnellen Start.

„Auch neigt eine kalte Muskulatur eher

zum Krampf als eine aufgewärmte.“ Auf

jeden Fall sagt uns der Körper damit:

runter vom Gas, Belastung reduzieren.

Jetzt Magnesium in den bekannten

Sport-Sticks zuzuführen, kann bei einem

Mangel zu wenig sein. „Die Bio-Verfügbarkeit

ist nicht so schnell. Am ehesten

Magnesium-Citrat.“

Wenn der Krampf zuschlägt, hilft vor

allem eines: dehnen. Erstens weil es den

Schmerz lindert, zweitens, weil es größeren

Schaden abwendet. „Denn durch die

starke Kontraktion können Verletzungen

entstehen.“

Wie überhaupt gilt aber auch hier: Vorbeugen

ist besser als Heilen. Das geht

schon über die Ernährung, die magnesium-

und kaliumreich sein sollte. „Denn

Kalium ist der Türöffner, damit wir Magnesium

überhaupt in die Zelle bekommen“,

erklärt Dr. Bernd Zirm, Primar im

VitaMed-Gesundheitszentrum in Bad

Radkersburg und Koryphäe auf dem Gebiet

der Magnesium-Forschung.

Magnesium nehmen wir über Vollkornprodukte,

Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte

auf. Kalium findet sich etwa in

SPORTaktiv

39


Obst, Gemüse und Trockenfrüchten.

„Wenn man die Empfehlung der Österreichischen

Gesellschaft für Ernährung

befolgt und sich gesund und ausgewogen

ernährt, hat man als Normalverbraucher

schon viel getan“, sagt Christian

Matthai. Leistungssportler hingegen

könnten durch die große sportliche Belastung

und den damit einhergehenden

Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen ihren

erhöhten Bedarf an Magnesium und Kalium

kaum noch allein mit der Nahrung

ausgleichen.

Magnesiumpräparate könnte man theoretisch

vorbeugend nehmen, eine

Überdosierung ist hier kaum möglich.

Anders sieht das beim Kalium aus, von

dem man sehr wohl zu viel erwischen

kann. „Und das kann dann zu Herzrhythmusstörungen

führen“, warnt Matthai.

Daher ist eine Blutabnahme gerade

für Sportler zwischendurch sinnvoll. Allerdings

sind die oft nicht durch die

Krankenkassen gedeckt und damit extra

zu bezahlen. Die Kosten sind aber überschaubar

und zweimal pro Jahr für

Sportler locker drin.

Beim Magnesium verhält sich die Sache

aber ohnehin besonders schwierig,

wie Experte Bernd Zirm erklärt. „Gemessen

wird im Blut das gebundene

Magnesium, das aber nur 40 Prozent

ausmacht. Die restlichen 60 Prozent

sind ionisiertes Magnesium, das nicht so

einfach zu messen ist.“ Er hat das vor

Jahren in einer groß angelegten Studie

mithilfe spezieller Geräte gemessen und

festgestellt, dass von mehr als 3000 Probanden

jeder Fünfte einen Magnesiummangel

hatte. Bei Sportlern, die zumindest

dreimal pro Woche trainieren, trat

der Mangel sogar bei 37 Prozent von

881 Untersuchten auf.

Was die Sache mit der Messung zusätzlich

erschwert: körperliche Betätigung.

„Eigentlich sollte man das im Ruhezustand

messen“, sagt Zirm. „Wenn

man drei Stockwerke zum Arzt in die

Ordination raufsteigt, ist der Wert schon

ganz anders. Und zwar besser. Dann hast

du vielleicht einen Magnesiummangel,

erkennst ihn aber nicht, weil der Wert

40 SPORTaktiv

„WENN MAN DREI STOCKWERKE ZU FUSS GEHT,

IST DER MAGNESIUMWERT SCHON GANZ

ANDERS. UND ZWAR BESSER. DANN HAST

DU VIELLEICHT EINEN MANGEL,

ERKENNST IHN ABER NICHT.“

nach dem Stiegensteigen im Normbereich

liegt.“

Verdacht auf einen Mangel kann man

aber auch selbst schöpfen, Nervosität,

Fahrigkeit, Leistungsverminderung – all

das kann auf einen Magnesiummangel

hindeuten. Und natürlich die Krämpfe.

Die übrigens deswegen so oft in der

Nacht auftreten, weil die Speicher dann

leer sind und das Kalzium in die Zelle

einströmen kann.

Langsam trinken

Entgegenwirken kann man dem Magnesiummangel

neben der Ernährung mit

Präparaten in Tabletten- oder Granulatform.

„Generell zeigt sich, dass es besser

aufgenommen wird, wenn wir Magnesium

über den Tag verteilt zuführen“, weiß

Zirm. „Also das Getränk mit aufgelöstem

Granulat nicht in einem Zug hinuntertrinken,

sondern in kleinen Schlucken

über den Tag verteilt.“ Dann bleibt auch

die abführende Wirkung aus, die dem

Nährstoff seinen schlechten Ruf beschert

hat. „Besonders schlecht ist es, wenn man

es gleichzeitig mit fettem Essen wie etwa

einer Leberkässemmel zu sich nimmt.

Dann kommt es zur sogenannten Seifenbildung

im Darm“, erklärt Zirm. Den

Rest können wir uns vorstellen …

Spaßen sollten man mit einem dauerhaften

Magnesiummangel bei gleichzeitig

großer Belastung übrigens nicht,

denn das kann bis zum Herzinfarkt führen.

Also: Auf die Symptome achten,

ausgewogen ernähren und hin und wieder

beim Arzt eine Vollblutanalyse machen

lassen. So kann man Leistungsverlust

und Krämpfen vorbeugen. Wer Magnesium

prophylaktisch nehmen will –

kein Problem, da man es kaum

überdosieren kann. Bei den Präparaten

darauf achten, dass auch Kalium dabei

ist, sonst bleibt die Zelltür für das Magnesium

verschlossen. Wer einen Kalium-Mangel

hat, braucht übrigens extra

Präparate. „In Elektrolytgetränken und

Magnesium-Präparaten sind die zur Sicherheit

vor Überdosierung nur sehr gering

vorhanden. Einen echten Mangel

kannst du damit nicht mehr ausgleichen“,

sagt Christian Matthai.

SPORTaktiv-Service

Wer zum Thema Magnesium spezielle,

vertiefendere Fragen hat, kann sich unter

der Email-Adresse bernd.zirm@gmx.at gerne

an unseren Experten Dr. Zirm wenden.


„SPORTAKTIV IST DEIN RATGEBER, COACH UND MOTIVATOR, WENN

DU DURCH REGELMÄSSIGE BEWEGUNG UND HOBBYSPORT IN EIN

GESÜNDERES UND SPORTLICHERES LEBEN STARTEN WILLST.“

WWW.SPORTAKTIV.COM

OFFICE.SPORTAKTIV@STYRIA.COM

DAS SCHAFFST DU!

Diese Übungen sind kinderleicht

und sollen dich im Alltag fit

machen. Ohne großen Aufwand oder

Fitnessgeräte. Versuche es heute, die

ganze Woche oder einen Monat lang,

entscheide du. Die nächsten Ideen

sammeln wir für die August-Ausgabe.

Hast du Vorschläge? Schreib mit

#dasschaffstdu an die SPORTaktiv-

Redaktion via E-Mail, Facebook

oder Instagram.

Foto: Thomas Polzer

BEWEGUNG

AM MORGEN,

7.40 UHR:

Morgenmuffel und keine Lust auf

Sport, die Sit-ups und die Laufrunde

vor dem Frühstück? Kein Problem,

wir sind wie du! Aber wir haben

die Idee, wie wir auch ohne

echten Sport ein wenig für unsere

Muckis und den Kreislauf tun können.

Wir verzichten heute auf die

bequemen Helferlein der Moderne

und fahren nicht mit dem Lift, sondern

nehmen die Treppe. Statt der

zwei Stationen im Bus gehen wir

zu Fuß oder nehmen Rad/Roller.

Keine Rolltreppen benutzen! In der

Mittagspause eine Runde spazieren,

zurück über die Stufen. Du

wirst staunen, wie viele Meter und

Treppen du an einem Tag zusammenbringst.

Challenge?

BEWEGUNG ZU MITTAG, 12.15 UHR:

Schnell noch zu Mittag was einkaufen? Oder Essen besorgen, bevor die Kids

von der Schule nach Hause stürmen? Ja, selbst beim Shoppen im Supermarkt

kann man – wenn einem komische Blicke an der Wursttheke egal sind – für

ein paar kurze Augenblicke trainieren. Während du auf 20 dag Extra und

15 dag Prosciutto wartest, kannst du beim Einkaufswagen Arm- und Brustmuskulatur

kräftigen. Fasse den Wagen links und rechts seitlich beim Griff und

drücke und ziehe abwechselnd mit ganzer Kraft für 20 Sekunden. Dreimal

wiederholen. Funktioniert für Vegetarier auch bei der Käsevitrine.

BEWEGUNG AM ABEND, 19.30 UHR:

Tipp von unserer Leserin Birgit für einen entspannten Feierabend:

Anstatt sich mit einem Freund/einer Freundin in einem Lokal zu treffen

und Kaffee oder Aperol zu trinken, einfach die Laufschuhe schnappen

und statt zu sitzen einen flotten Spaziergang machen. Dabei kann man

nämlich genauso gut reden und „quatschen“ und außerdem tankt man frische

Luft, bewegt sich und fühlt sich somit umso besser!

SPORTaktiv

41


LEBE DEIN

OPTIMUM

Einzigartiges Gesundheitsangebot:

sechs Monate individuelle und tagesaktuelle

Sport- und Gesundheitsbetreuung

via Trainer und Apps. Das

Quellenhotel Heiltherme Bad Waltersdorf

geht mit OPTIMUM neue Wege.

Zwei SPORTaktiv-Leser können

das OPTIMUM-Schnupperpaket

gratis testen.

Eine sympathische Idee, und richtungsweisend.

„Hinter dieser Tür verbirgt sich unser größter

Schatz“, steht im Saunabereich der Hoteltherme

in Bad Waltersdorf auf einer alten Holztür. Neugierig

öffnet man sie und findet dahinter – sich selbst im

Spiegelbild.

Der Gast als größter Schatz steht auch im Zentrum

der neuesten Aktion, so intensiv betreut wie wohl noch

nie zuvor. OPTIMUM heißt das innovative Programm,

das im Quellenhotel Heiltherme Bad Waltersdorf entwickelt

wurde. „Wir bieten ein Angebot, das ganz bewusst

über die klassische dreiwöchige Kur hinausgeht,

weil die oft zu kurz greift und keine bleibenden Erfolge

bringt“, sagt Veronika Schöngrundner, die als Diätologin

federführend bei OPTIMUM ist.

Der Ansatz: 30 Tage dauert es, um neue Gewohnheiten

bei Essen und Bewegung einzuführen, bis zur Automatisierung

braucht es oft ein halbes Jahr. Mit OPTI-

MUM wird man deshalb volle sechs Monate betreut.

Inkludiert sind im großen Package auch 14 Nächtigungen

(flexibel nach individuellen Wünschen gewählt) im

dazugehörigen Quellenhotel Bad Waltersdorf. „Das gibt

es in dieser Form und mit dieser Vielfalt nirgendwo in

Österreich“, ist Bernd Haas überzeugt. Als Sportwissenschafter

leitet er die TSM ® -Gesundheitsoase im Quellenhotel

Heiltherme Bad Waltersdorf und ist für das

Sportprogramm bei OPTIMUM zuständig.

Vorweg: Bei OPTIMUM geht es nicht um Perfektion.

Vielmehr ist es das Ziel, der für jeden optimalen Lebens-

weise näherzukommen. Es richtet sich nicht an Leistungssportler,

sondern an Gesundheitsbewusste, Hobbysportler

und Menschen, die lästige Gewohnheiten ändern

wollen, unter Stress leiden oder sich nicht wohl in

ihrem Körper fühlen.

Das Programm startet mit einem Check auf Herz

und Nieren. Dabei werden nicht nur eine Bioimpedanzanalyse

für die Körperzusammensetzung (Muskelmasse,

Körper- und Viszeralfett, Körperwasser, Phasenwinkel)

und ein Körperstabilitätstest (Sensomotorik,

Symmetrie) durchgeführt, sondern per Anamnese auch

Fitnessverhalten, Krankheitsgeschichte und Ess- und

Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe genommen.

Danach werden Ziele erstellt und ein individueller

Trainingsplan angefertigt.

Bei OPTIMUM gibt es drei unterschiedliche

Module:

1. Sport und Bewegung

2. Entspannung

3. Ernährung

Herzstück sind neben der persönlichen Begleitung

durch die OPTIMUM-Coaches über einen Zeitraum

von 6 Monaten digitale Gesundheitstools. Zu diesen

Tools gehört unter anderem der Vitalmonitor ® (ein

Vitalsensor mit EKG-Funktion) eine Waage, die eine

Bioimpedanzanalyse ermöglicht und eine individualisierte

Trainings- und Ernährungs-App. Den Vitalmoni-

ANZEIGE / Fotos: Heiltherme Bad Waltersdorf

42 SPORTaktiv


WAS IST

OPTIMUM?

OPTIMUM ist das neue Programm des

Quellenhotel Heiltherme Bad Waltersdorf:

+ sechs Monate lang völlig individuelle und

tagesaktuelle Betreuung mit

persönlichem Coach

+ umfassender Gesundheits- und Fitcheck

mit Ernährungsberatung zum Start

+ Vitalmonitor ® für Aufzeichnung der Herzfrequenz,

Herzratenvariabilität, Analyse

der Schlafqualität, des Stresslevels und

Steuerung der Trainingsprogramme

+ Trainings- und Ernährungs-App

+ Package: 14 Nächtigungen

(flexibel nach individuellen Wünschen

gewählt) im 4-Sterne-Quellenhotel-

Bad Waltersdorf € 2.599,–

Gehe deinen Weg! Wir

begleiten dich! Unter diesen

Slogans läuft in Bad Waltersdorf

das individuelle Gesundheitsprogramm

OPTIMUM.

EARLY-BIRD-ANGEBOT 3 Nächte zum

Kennenlernen, buchbar bis 31. 08.2019.

Deine Investition € 589,–.

www.heiltherme.at/optimum

OPTIMUM GEWINNEN

Zwei SPORTaktiv-Leser können ein

OPTIMUM-Schnupperpaket gewinnen.

Bewirb dich mit einem sportlichen

Lebenslauf bis zum 12. Juli 2019 mit

dem Kennwort „OPTIMUM“ unter der

E-Mail-Adresse office@quellenhotel.at.

Die beiden Gewinner werden in der

August-Ausgabe präsentiert.

tor ® bekommen Kunden mit nach Hause, messen den

Puls in Ruhe am Morgen und können auch jederzeit

eine Statusmessung hinzufügen, z. B. vor oder nach

dem Training oder nach Entspannungsübungen. Mit

dem Herzschlag werden u. a. Herzratenvariabilität

(Indiz für Erschöpfung bzw. Erholungsfähigkeit), das

biologische Alter (Bio-Age) und der Stresslevel gemessen.

„Durch die Aufzeichnung der Kurven haben wir

bei ersten Tests damit sogar frühzeitig erkennen können,

ob jemand krank wird“, berichtet Sportwissenschafter

Haas. Via App kann jeder seine Entwicklung

bei Fitness, Schlaf, Befindlichkeit und Gewicht mitverfolgen,

zusätzlich bietet das Programm eine Chatfunktion.

„Wir wollen täglich mit dem Kunden in

Kontakt treten. Damit können wir auf Krankheiten,

Stress oder Trainingsbelastung reagieren und das Programm

individuell anpassen“, erklärt Haas die Vorzüge.

Im Rahmen der 14 Nächtigungen im Quellenhotel

Heiltherme Bad Waltersdorf kann natürlich auch das

umfangreiche und vielfältige Sport- und Gesundheitsangebot,

das täglich geboten wird, konsumiert werden,

von Sauna und Massagen bis hin zu MFT-Trainings,

Krafteinheiten, Nordic Walking und Laufausflügen.

Im Kombination mit dem quellfrischen und heilkräftigen

Thermalwasser garantiert ein optimales

Paket für sein persönliches OPTIMUM.

SPORTaktiv

43


AUS

PRO

BIERT

FIT

GESCHMACKVOLL AUFTANKEN

Entgegen der landläufigen Meinung kann man auch zu viel

trinken. Beim Boston-Marathon 2015 starb eine Läuferin, weil

sie es aus Sorge vor Dehydrierung übertrieben hat. Hyponatriämie

heißt die Diagnose fachsprachlich.

Mir kann das eher nicht passieren, denn ich trinke viel zu wenig.

Zumindest tagsüber am Schreibtisch. Wider besseres

Wissen und das dafür täglich. Ausnahme ist Kaffee, von dem

trinke ich zu viel. Tricks mit Wasserkrug und Co. haben nie

nachhaltig geholfen.

Seit eine NUAPUA-Flasche auf meinem Tisch steht, hat sich

das Wasserdefizit aber deutlich reduziert – beobachtet auch

der Chef, der neben mir sitzt. Die bunten „Flavorkapseln“ geben

dem Wasser einen Hauch von Geschmack – nach Limette-Osmanthus-Himbeere,

Ingwer-Zitronenmelisse oder Gurke-Lemongras

(insgesamt 9 Sorten). Echt: nur einen Hauch.

Dabei bin ich kein Feinspitz, aber bei mir wirkt der Trick.

Das „Wasser mit Geschmack“ ist kalorien-, jedoch leider nicht

ganz kostenfrei: Das Starterset mit der 0,5-l-„STYLE“-Flasche

und sechs Flavorkapseln kostet 42,90 (UVP). Eine Kapsel reicht

laut Nuapua für 0,75 Liter, ich verwende sie länger. Sechs

Kapseln kosten einzeln € 4,40. Dank „made in Austria“ bleibt

aber die Wertschöpfung im Land.

ES IST ECHT NICHTS MEHR,

WIE ES MAL WAR: WASSER HAT

JETZT GESCHMACK, SHIRTS

SIND AUS HOLZ UND BALANCE­

TRAINING MACHT SPASS.

VON CHRISTOF DOMENIG UND KLAUS MOLIDOR

Fotos: Thomas Polzer

44 SPORTaktiv


CHALLENGE ACCEPTED

ICH UND MEIN HOLZ

Suchbild: Wo vermuten Sie überall Holz im obigen Bild?

Auflösung: WIJLD ist ein Start-up aus Deutschland, das

Bekleidung – und ganz neu: auch Sport-Funktionsbekleidung

– aus Holzfasern herstellt. Das WIJLD SPORTSHIRT (UVP:

€ 49,90) besteht aus 62 Prozent holzbasierter Faser aus nachhaltiger

europäischer Forstwirtschaft und 38 Prozent recycelter

Polyesterfaser. Die Firmen-History besagt, dass Timo

Beelow, einem der Wijld-Gründer, die Wegwerfgesellschaft

ein Dorn im Auge war und er so auf Holz als nachwachsendem

und nachhaltigem Bekleidungsrohstoff stieß.

Der Stoff des Wijld-Shirts fühlt sich etwas weicher an als

solcher aus Polyesterfasern (die bekanntlich auf Erdöl basieren)

und der Holzstoff verhält sich nicht viel anders als gewohnte

Funktionsfasern. Die Innenseite transportiert

Schweiß vom Körper weg, die Außenseite trocknet schnell.

Das Material ist „natürlich antibakteriell“. Man kann also wie

bei Merinoshirts reinschwitzen und es ohne Waschen noch

einmal tragen (meine Frau rümpft hier die Nase, aber da steh

ich drüber). Bloß etwas schwerer als normale Shirts fühlt

sich das Holz-Shirt an – die Küchenwaage bestätigt: 180 g,

während ein vergleichbares Erdöl-Shirt 140 g wiegt.

Völlig egal: Ich finde Holz super. Schwarz und der Relaxed Fit

kommen mir auch entgegen.

Gleichgewicht soll man ja immer trainieren. Sagen alle. Ärzte,

Sportwissenschafter, Hochseilartisten. Wegen der Sturzgefahr

im Alter und überhaupt. Kann man beim Zähneputzen machen

oder im Büro gegen die Kollegen. Mit der CHALLENGE DISC

von TOGU (UVP € 279,–) geht das wunderbar. Die lässt sich via

Bluetooth mit einer App verbinden, die dir im Zielscheiben-Layout

zeigt, wie schle... äh, gut du bist, beidbeinig und einbeinig.

Nach 20 Sekunden Test gibt es einen Wert. Es hat keine 20 Minuten

gedauert und unser Büro wurde gestürmt, eine Liste

schnell aufgehängt und die tägliche Balance-Challenge ein

Renner. In zwei Wochen haben alle ihre Werte extrem verbessert.

Der Test bestimmt übrigens nur den Schwierigkeitsgrad,

auf dem man danach trainieren soll. Fazit: So lustig war Balance

noch nie, so regelmäßig haben wir das noch nie trainiert.

Fels in der Balancebrandung war übrigens Claudschi. Bravo.

SPORTaktiv

45


MACH FITNESS

ZU DEINEM BERUF

Als diplomierter Fitnesstrainer machst du

Sport zu deinem Job. Und bist in einer sich

wandelnden Gesellschaft sicher „zukunftsfit“.

Holen wir kurz aus: Als „ersten Gesundheitsmarkt“

bezeichnet man die klassische

Gesundheitsversorgung mit dem

Schwerpunkt, Gesundheit wiederherzustellen.

Die klassische „Reperaturmedizin“.

Der „zweite Gesundheitsmarkt“ umfasst alle

Produkte und Angebote zum Erhalten der Gesundheit.

Und was die Bedeutung angeht, ist

der zweite hier der erste. Denn wie alle Experten

bestätigen, kommt Prävention statt Reparatur

in einer älter, aber nicht zwingend gesünder

werdenden Gesellschaft eine immer wichtigere

Rolle zu. Viele erkennen das schon heute. „Gesundheitsberufen

gehört die Zukunft. Immer

mehr Menschen sind bereit, in ihre Gesundheit

zu investieren“, weiß Gregor Rossmann, der

ANZEIGE / Fotos: Thomas Polzer

46 SPORTaktiv


DIPLOMLEHRGANG

FITNESSTRAINER

Der nächste kostenlose Infoabend

findet am 9 .9., 18–20 Uhr im WIFI Süd

(8141 Oberpremstätten, Seering 8) statt.

Der Lehrgang startet am 19. 9. und

kostet € 3250,– für 222 Stunden.

www.stmk-wifi.at

Fitnessinteressierte können

sich mit dem Lehrgang zum

Diplomierten Fitnesstrainer ein

Standbein in einem zukunftsorientierten

Berufsfeld schaffen.

„Immer mehr Menschen sind

bereit, in ihre Gesundheit zu investieren“,

weiß Lehrgangsleiter

Gregor Rossmann (oben).

WIFI Steiermark

den Lehrgang zum „Diplomierten Fitnesstrainer“

in der WIFI Gesundheitsakademie leitet.

Wer in diese Ausbildung investiert, kann also

sicher sein: Das Berufsfeld hat Zukunft. Gesundheitsorientiertes

Fitnesstraining wächst

und wird noch stärker wachsen. Gleichzeitig ist

Zeit nicht im Übermaß vorhanden: Wer in sein

Training investiert, will das nicht nach dem

Prinzip „trial and error“ tun, sondern kompetent

angeleitet. Noch ein Grund, dass gut ausgebildete

Fitnesstrainer heute schon sehr gefragt

sind – und der Beruf noch stark an Bedeutung

gewinnen wird.

Die drei Säulen der Gesundheit

Diese WIFI-Ausbildung genießt in der Branche

einen ausgezeichneten Ruf und bietet gleichzeitig

auch Quereinsteigern alle Möglichkeiten.

Die Ausbildung dauert 222 Stunden und lässt

sich nebenberuflich absolvieren. „Eine Besonderheit

der Ausbildung ist eindeutig der hohe

Praxisanteil. Dadurch kann man das erworbene

Wissen sofort und ohne Vorlaufzeit umsetzen“,

sagt Rossmann.

Zu den gelehrten Inhalten gehören neben

Training auch Ernährung sowie mentale Strategien.

Bewegung, Entspannung und Ernährung

sind die wichtigsten drei Säulen der Gesundheit

– und nur wer auch die Zusammenhänge beachtet,

kann als Fitnesstrainer auf seine Kunden

eingehen und sie nachhaltig motivieren.

Wer aber kann und soll sich berufen fühlen,

sich als Diplomierter Fitnesstrainer ein neues

(oder zusätzliches) berufliches Standbein aufzubauen?

„Alle, die an Sport und Gesundheit interessiert

sind und die gewillt sind, das Thema

Gesundheit verantwortungsvoll weiterzuvermitteln“,

erklärt Gregor Rossmann.

Ein Tipp noch, der für viele angebotenen

Ausbildungen der WIFI Gesunheitsakademie

(z. B. auch den neuen Lehrgang zum Diplomierten

Yogatrainer) gilt: Bei kostenlosen Informationsabenden

kann man im Vorfeld alle

Fragen genauestens abklären, ehe man sich für

eine Ausbildung entscheidet.

SPORTaktiv

47


FREIE SICHT

Mit einem Wisch sind die Selene-

Swipe-Schwimmbrillen von VIEW

wieder ganz klar. Kleinstteilchen,

die sonst kleine Kratzer auf der

Linsenoberfläche verursachen,

können sich erst gar nicht festsetzen.

shop.triathlon.one

VOLLE ENERGIE

Das erste richtige Sportmüsli.

Schnelle einfache Energieversorgung

am Morgen

sorgt für den kraftvollen Start

in den Tag. Erstmals mit

Isomaltulose und

dem Panmol-Vitamin-Komplex

für gesunde lang anhaltende

Energie. Teste selbst unter:

www.peeroton.com

FETTET NICHT,

KLEBT NICHT

Das SPF-50 Sonnenschutz-

Spray von Ultrasun wird schnell

absorbiert, fettet nicht, klebt nicht

und ist transparent. Mit UVA- und

UVB-Schutzfaktor 50 ist es ideal für

aktive Sportlerinnen und Sportler.

www.ultrasun.com

FIT

NEWS

SCHÜTZT HERZ

UND GEFÄSSE

Mit einer herausragenden Vitalstoffkombination

schützt Alpinamed ® Schwarzer Knoblauch Herz

und Gefäße. Geruchlos und gut verträglich in

kleinen Kapseln. Tipp: Vitamin B2 trägt zum

Schutz vor oxidativem

Stress bei.

www.alpinamed.at

BIO-MANDELMUS

Ganz neu von Dr. GOERG ist

das Premium Bio-Mandelmus.

Ballaststoffreiche Proteinquelle

& cremiger Genuss aus

ganzen, weißen, süßen

Bio-Mandeln. 100 % echte

Rohkost, naturbelassen und

vegan. Ohne Zuckerzusatz!

(Enthält von Natur aus Zucker)

drgoerg.com

Fotos: Hersteller

48 SPORTaktiv


RUN

Training – Menschen – Material

Fotos: istcck, Glockner Ultra Trail, BMW Berlinmarathon, Stronmanrun

STRONGMAN

Am 13. Juli macht der Fisherman’s

Friends StrongmanRun wieder halt

in Österreich. Der Event steigt in

Flachau für alle, die mehr als eine

„normale“ Laufchallenge suchen.

www.strongmanrun.at

GLOCKNER ULTRA

3 Bundesländer, 7 Täler, 6 Orte –

das ist der Großglockner Ultra-Trail

am 26. Juli. Vier Distanzen stehen

zur Wahl: 30, 50, 75 und 110 Kilometer

(auch als 2er-Team). Infos unter:

www.ultratrail.at

KIPCHOGE WILL’S WISSEN

Marathon-Weltrekordler Eliud Kipchoge

will heuer in London erneut

versuchen, einen Marathon unter

2 Stunden zu laufen. Wie 2017 in

Monza in einem irregulären Rennen.

www.ineos.com


ZWISCHEN

GLASWAND UND

TARTANBAHN

IMMER NUR HAUSRUNDE IST AUCH NICHTS. UM

ABWECHSLUNG, TRAININGSREIZE UND URLAUB ZU

VERBINDEN, HABEN WIR UNS IN ZWEI LAUFCAMPS

BEGEBEN UND GESCHAUT: WAS GESCHIEHT DORT

EIGENTLICH ALLES? ANTWORT: AUF ALLE FÄLLE MEHR

ALS NUR EINEN FUSS VOR DEN ANDEREN ZU SETZEN.

VON KLAUS MOLIDOR

50 SPORTaktiv


Fotos: Brooks Running/Getty Images, Hikimus/Achim Wippel, Bertram Taferner

aufen allein ist zu wenig. Wissen wir ja eh. Allein

– wir tun es nicht. Stabilitätstraining, Krafttraining,

Balanceübung, Lauf-ABC, ja, was denn

noch alles? Stattdessen: meistens Komfortzone.

Black Hole nennen das Leistungsdiagnostiker gerne.

Schwarzes Loch, weil du für eine ordentliche

Grundlagenausdauereinheit zu schnell läufst und

für echtes Tempotraining zu langsam. Wer also

nicht nur aus Spaß an der Freude läuft und weil es

ihm nachher besser geht als vorher, der muss die

Komfortzone verlassen. Eine gute Möglichkeit dabei

ist: sich bei einem Laufcamp rausstupsen lassen

aus dem Schwarzen Loch. Trainieren mit Gleichgesinnten

unter Anleitung, in einer anderen als der

gewohnten Umgebung. Run, eat, sleep – repeat.

Kann man machen. Haben wir gemacht. In zwei

Varianten. Einer De-Luxe-Wochenend-Version

an der portugiesischen Atlantikküste und in einer

Trainingslagerversion mit neun Einheiten an der

oberen Adriaküste.

Der Portugal-Ausflug, den Schuhhersteller

Brooks organisiert hat, nennt sich „Superhuman

Academy“ und ist eine rundum perfekt inszenierte

Veranstaltung. Klar, in der ersten Version sind nur

Journalisten in den Genuss gekommen. Brooks

möchte die Academy aber auch für Hobbyläufer

veranstalten. Die Laufeinheiten sind beim Vorab-Test

dabei gar nicht im Vordergrund gestanden,

sondern das, was es eben sonst noch braucht:

Balance, Stabilität, mentale Stärke.

Mehr Raum hat da das Trainingslager in Porec,

im kroatischen Teil der Halbinsel Istrien. Neun

Trainingseinheiten haben die Campleiter Achim

und Toni Wippel in der Karwoche organisiert. Die

120 Teilnehmer sind so bunt gemischt wie nur

möglich. Von kompletten Laufeinsteigern über

Genussläufer, ambitionierte Hobbyläufer bis zu

hoffnungsvollen Nachwuchsathleten. Annähernd

gleich viele Frauen wie Männer in allen Altersstufen

sind vertreten.

Beiden Camps gemein ist, dass es nicht nur

um Kilometerfresserei geht. In Portugal stehen

an den zwei Tagen drei Workshops auf dem Plan.

Los geht es mit Balance. Die ist beim Laufen

wichtig, um einseitige Belastungen und in der

Folge Schmerzen zu vermeiden. Das Thema bringt

uns ein norwegischer Hochseilartist näher. Eskil

Ronningsbakken – das klingt nach einem direkten

Nachfahren von Erik dem Wikinger, nach einem

Mann wie ein Baum. Der Herr stützt sich schon

einmal minutenlang auf einem Arm ab – ausgesetzt,

Hunderte Meter über einem Fjord. Wo der

Verlust der Balance mit dem Verlust des Lebens

Hand in Hand gehen würde. Dafür spricht er

sanft, während wir den Sitzgurt anlegen, und

erklärt, wie wir hinter ihm über das Seil gehen

sollen. „Atme tief und spann deine Mitte an.“ Die

Hände auf seinen Schultern tasten wir uns vorwärts

und tatsächlich schaffen alle die zehn Meter

hinter Erik oder seiner Assistentin auf dem Seil.

Perfekter Morgenlauf: rechts das Meer, links die Altstadt von Porec.

Oben: Koordinationsübungen auf der Laufbahn.

Weiter geht es mit der Kraft. Als „Superhumans“

machen wir da auch Planks. „Aber ohne

Boden“, erklärt Grace Sellwood. Die Britin ist

Vertical Dancerin, sprich, sie hängt beruflich am

Seil und vollführt Akrobatik an so ungewöhnlichen

Dingen wie Hauswänden. Eine solche gehen

wir jetzt also hoch. Über ein Seil vom Hoteldach

werden wir in fünf Meter Höhe gezogen. Dabei

sollte man waagrecht und im 90-Grad-Winkel

elegant von der Wand schreiten. Gelingt mäßig.

Danach folgen Sit-ups, Crunches, Drehungen zur

SPORTaktiv

51


Von

erfolgreichen

Sportlern wie

Michael Weiss

empfohlen

© Daniela Kaiser

steigert

stärkt

wirkt

Härter trainieren

und dabei

gesund bleiben!

Linderung von Magen-Darm-

Beschwerden beim Sport.

Unterstützung der Regenerationsund

Leistungsfähigkeit.

Positiver Einfluss auf das

Immunsystem.

Medizinprodukt: Bitte beachten Sie die

Gebrauchsanweisung (Etikett) genau.

Seite, waagrecht im Seil liegen. Da

sind Bauch- und Rumpfmuskeln

gleich auf Brenntemperatur. Wie

gut, dass darauf der Workshop

beim „Iceman“ folgt. Hinter dem

Spitznamen verbirgt sich der Niederländer

Wim Hof. Er ist unter

anderem einen Halbmarathon

nördlich des Polarkreises gelaufen.

Barfuß. Und einmal knapp

zwei Stunden in einem Container

voller Eiswürfel gestanden. Mit

Atem- und Konzentrationsübungen

bereitet er auch uns auf ein

Eisbad vor. Drei Minuten bei zwei

Grad kaltem Wasser. Geht. Am

Ende steht die Erkenntnis, dass der

Geist den Körper kontrolliert. Eine

prägende Erfahrung.

In Porec beginnt der Tag mit

einem Morgenlauf am Strand,

auf einen kurzen Abstecher in die

Altstadt und wieder retour. Fünf

Kilometer, danach sind Körper

und Geist munter und freuen sich

auf das Frühstück. Wem um 6.45

Uhr nicht nach Laufen ist, der

kann bei Harald Hoffelner mit

Balanceübungen starten. Einbeiniges

Mobilisieren von Sprung- und

Kniegelenken, Gleichgewicht

halten mit geschlossenen Augen,

sanftes Training für Ad- und Abduktoren.

Danach fühlt man sich

gut geschmiert, gelenkig, mobil

und bereit für das eigentliche

Lauftraining.

Balance ist alles. Alle

schaffen die zehn Meter am

Hochseil hinter den Artisten.

Vormittags und nachmittags geht

es zur Sache. Mit einem Plan, den

die sechs Trainer für die jeweiligen

Gruppen abgestimmt haben

– und auch zu adaptieren bereit

sind, wenn sich Soll- und Istzustand

nicht decken. „Wir haben

ihn auch so abgestimmt, dass du

dich nicht schon am zweiten Tag

abschießt, wie das oft der Fall ist“,

sagt Hoffelner, der die gemütliche

Gruppe anführt. „Alle sollen auch

die letzte Einheit am Freitag noch

mit Freude und ordentlich machen

können. Dann haben wir unser

Ziel erreicht.“ Der Erfolg gibt ihm

recht. Viele sind Stammgäste und

zum dritten, vierten, fünften Mal

dabei.

Stabi, Plank, Hopserlauf

Wir in der mittleren Gruppe starten

mit einem Fünf-Kilometer-Lauf

im etwas schnellerem Tempo,

danach wird gedehnt, am Nachmittag

wartet ein Regenerationslauf

und davor: Stabi-Training in der

Wiese. Bauch, Rumpf, Rücken mit

Plank-Versionen. In der Gruppe

geht es leichter und man hofft, das

gemeinsame Erlebnis so positiv abzuspeichern,

dass man die Übungen

zu Hause in den Laufalltag integriert.

Am zweiten Tag dann: Lauf-

www.panaceo-sport.com


ABC auf der Bahn. Trippelschritte, Hopserlauf, anfersen.

Immer 50 Meter, danach locker zum Start gehen.

„Du merkst da keinen direkten Erfolg“, sagt Trainer

und Triathlet Philipp. „Aber wenn du das regelmäßig

machst, verbessert sich dein Laufstil und alles geht

besser.“ Wiederholung ist die Mutter des Lernens.

Memo an mich: unbedingt beibehalten. Lieber zehn

Minuten weniger laufen, als auf regelmäßiges Lauf-

ABC verzichten. Und weil wir gerade auf der Bahn

sind: Noch etwas, dass man alleine und vor allem

ohne Ziel vor Augen kaum macht: Intervalltraining.

Fünf Mal 400 Meter mit zwei Minuten Pause stehen

auf dem Plan. Balance und Koordination kann man

auch ohne Kletterseil und Hauswand trainieren. Mit

der aus dem Fußball bekannten „Koordinationsleiter“

zum Beispiel, die auf dem Boden ausgelegt wird und

über die es dann in schnellen Trippelschritten geht.

Oder mit der guten alten Springschnur.

Dazwischen ist immer genug Zeit für Regeneration

– ein wesentlicher Bestandteil für sportliche

Leistung, der aber gerade im Hobbybereich oft viel

zu kurz kommt. In einem Laufcamp ist bewusst Zeit

dafür. Mittagsschläfchen? Unbedingt. Oder einfach

am Strand sitzen, auf das Meer schauen und die Seele

baumeln lassen. Auch der Geist braucht eine Auszeit

vom Alltag und ohne mentale Stärke lassen sich auch

Laufbewerbe nur schwer bewältigen. Dazu kommt in

beiden Camp-Versionen der Austausch mit Gleichgesinnten,

das Gefühl, mit fremden Menschen eine

Verbindung zu haben, einen kleinsten gemeinsamen

Nenner quasi – auch etwas, das die Moral fördert und

die Überwindung zu härteren Einheiten erleichtert.

Egal, ob De-luxe-Variante oder trainingslastiges

Camp – beides macht Spaß und ist Aktivurlaub mit

nicht zu unterschätzendem Erholungsfaktor samt

Leistungssteigerung. Und so nebenbei rücken auch

die Rundum-Aspekte des Lauftrainings wieder ins Bewusstsein.

Hoffentlich denke ich wirklich jede Woche

an Stabi, Kraft, Balance und Lauf-ABC – und nicht

erst wieder in der Karwoche beim Laufcamp.

Sinne schärfen und Körper regenerieren im Eisbad. Drei Minuten

bei zwei Grad? Mit der richtigen Vorbereitung schaffbar. Echt.

präsentiert von

Wiener Städtische

City Run 5.0

Die perfekte Möglichkeit gemeinsam mit Freunden

oder Kollegen die Grazer Innenstadt zu erkunden.

Datum: Samstag, 12. Oktober 2019

Beginn: 17.30 Uhr

Start/Ziel: Oper Graz

Distanz: 5,0 km

Kombiwertung

mit Grazer

Businesslauf

Foto: GEPA/Hans Oberlaender

Alle Infos unter: www.grazmarathon.at

vom 11. bis 13. Oktober 2019


FÜNF EVENTS,

EIN BERG,

EIN ZIEL

Über 10.000 Besucher

stürmen jährlich im Rahmen

der „Krone“-Erzberg-

Adventure-Days das Gelände

des größten aktiven Bergbaus

in Mitteleuropa – und haben

dabei ein gemeinsames Ziel:

Den Erzberg, auch „steirische

Pyramide“ genannt, bei

einem von fünf einzigartigen

Sportevents zu „rocken“.

Bewerbe im Berglauf und

Nordic Walking, im Hindernislaufen,

Mountainbiken,

Klettern und Paragleiten

stehen bei Österreichs größtem

Outdoor-Sport-Festival

zur Auswahl. Da finden fast

alle Sportbegeisterten ihre

persönliche Herausforderung.

Wann? Von 21. bis 27. Juli!

www.erzbergsport.at

Fotos: Erzberg Adventure Days,

emotioninpictures.at, augustzoebl.com

54 SPORTaktiv


SPORTaktiv

55


EIN MARATHON IN

EINEM BÜROGEBÄUDE.

DAS BEDEUTET VIELE

RUNDEN DURCH EIN

GANG-LABYRINTH, ZWEI

STIEGENHÄUSER INKLU-

SIVE. EIN LAUFERLEBNIS

DER ANDEREN ART.

VON KLAUS HÖFLER

Fotos: Klaus Höfler

Während du das hier liest,

verrät dein Blick, was du

dir gerade denkst: „Ist das

nicht langweilig?“

Stimmt’s? Dein zweifelnder Unterton

überrascht nicht. Die Antwort möglicherweise

schon: „Nein, überhaupt nicht!“

42,195 Kilometer durch Bürogänge und

Stiegenhäuser zu laufen, ist nicht fad. Zumindest

nicht, wenn man es 1) in einem

fremden Gebäude, 2) in seiner Freizeit, 3)

freiwillig und 4) im Rahmen eines offiziellen

Wettkampfs macht.

Damit sind nämlich nicht unwesentliche

Parameter automatisch erfüllt: Es

gibt Gleichgesinnte, die mit einem bei

diesem Vorhaben unterwegs sind. Geteiltes

Leid durch gemeinsame Leidenschaft.

Es gibt eine ausgemessene Strecke.

Und somit einen offiziellen Rahmen.

Für Verpflegung ist gesorgt. Im

besten Fall auch für anregende Musik

und anfeuernde Zuschauer.

In Nürnberg gibt es seit 14 Jahren so

einen „besten Fall“: den Indoormarathon

in der Zentrale des Technischen

Überwachungsvereins (TÜV) Rheinland.

42 Kilometer durch ein Bürogebäude,

gleichmäßig verteilt auf insgesamt

55 Runden im Keller- und Erdgeschoss,

die mit zwei Stiegenhäusern miteinander

verbunden sind. Das ergänzt

die Marathondistanz noch einmal um

rund 450 Höhenmeter. Klingt verrückt.

Ist verrückt. Herrlich verrückt.

Nürnberg West, zwischen den beschränkt

glamourösen Ortsteilen Sündersbühl,

Schweinau und Großreuth.

Eine Mischung aus Wohnblockidyll

und Gewerbehallenwüste, das benachbarte

öffentlich-rechtliche Medienzentrum

wirkt wie ein implantierter Fremdkörper.

Besser fügt sich der TÜV Rheinland

mit seiner Produktprüfstelle und

Akademie in die Szenerie ein. Ein Mosaik

aus niederen, anonymen Backsteingebäuden.

Hier wird geprüft, geprüft, geprüft.

Funktionalität, Gebrauchstauglichkeit,

Ergonomie und Sicherheit von

Produkten stehen ebenso im Fokus wie

die Zertifizierung für Marktzulassungen.

An diesem feuchtkalten Novembersonntag

geben die Labors, Testanlagen

und Prüfstände aber nur die Kulisse für

eine der seltsamsten Laufveranstaltungen

des Jahres. Die Teilnehmer

können zwischen Halbmarathon,

Marathon oder

Staffelmarathon wählen

– so weit, so normal.

Zu absolvieren ist

die gewählte Distanz

allerdings

auf

56 SPORTaktiv


BEIM LAUFEN

RECHTS HALTEN,

LINKS ÜBERHOLEN.

IM STIEGENHAUS

ÜBERHOLVERBOT.

SPORTaktiv

57


Kleine Zeitung

Graz Marathon

Der Herbstklassiker durch die Grazer

Innenstadt! Sei vom 11. bis 13. Oktober 2019

mit dabei, es warten:

Distanzen von 5 bis 42 km

Kinder- und Jugendläufe

Lauf-Urlaub-Packages für die ganze Familie

Knapp 10.000 Teilnehmer und tausende Zuschauer

Streckenführung durch die Grazer Innenstadt

Unvergessliches Laufverlebnis durch die unzähligen

„Hot-Spots“ mit Musik, Tanz, u. v. m.

Infos und Anmeldung: www.grazmarathon.at

WO DER SPORT DIE NR. 1 IST

präsentiert von

einem nur 765 Meter langen Rundkurs. Und das nicht

im Freien oder in einer Sporthalle, sondern durch Bürogänge.

Je Distanz gibt es in diesem Flurlabyrinth einen

Starttreffpunkt. Gleich neben dem Grundbauinstitut

im Erdgeschoss geht es für die Marathonläufer los. Der

Pulk ist kleiner als bei anderen Veranstaltungen, die

Stimmung dieselbe wie bei großen Stadtmarathons:

aufgekratzt, nervös, neugierig. Noch eine letzte Einweisung

über den Gangfunk: „Beim Laufen rechts halten,

links überholen. Im Stiegenhaus Überholverbot.“

Um Punkt 11:11 Uhr erfolgt am 11. 11. (auch Spaß

muss sein) der Startschuss. Relativ schnell zieht sich

das Teilnehmerfeld auseinander. So findet es sich leicht

in ein eigenes Tempo. Es ist ein Rhythmus, der unrhythmisch

bleibt. Schuld daran ist das Streckenprofil.

Nach den beeindruckend langen geraden Gängen wird

es im zum Wende- und Zielbereich umgestalteten Eingangsfoyer

verwinkelter. Eine scharfe 90-Grad-Kurve

leitet diesen Sektor ein, dann geht es wie bei einem

Formel-1-Grand-Prix durch eine sanfte Schikane

durch die Zeitnehmung, ehe ein enger 180- Grad-

Turn rund um einen Liftschacht einem einen radikalen

Tempowechsel aufzwingt. Dann wieder beschleunigen.

Hinein in den nächsten Langgang. Hinein in die

nächste Runde. Immer wieder überholen einen hurtige

Halbmarathonis, immer wieder überholt man selbst

gemütlichere Marathonläufer. Bis zum ersten Stiegenhaus.

Dort herrscht der von der Rennleitung ausgegebene

Nichtangriffspakt: kein Überholen! Durch eine enge

Tür biegen die Läufer im Gänsemarsch in diese technisch

herausfordernde Schlüsselstelle ein, trippeln elf

Treppen hinunter, schleudern ihre Körper an einer als

„Wandairbag“ aufgestellten Matratze um die Kurve.

Noch einmal elf Treppen hinunter, wieder raus durch

eine enge Tür. Weiter geht’s im Kellergeschoss. Statt

büroüblicher Teppichziegel wie in der Etage darüber

läuft man jetzt über ein Linoleum-Gemisch. Ein Vorteil

angesichts der hier aufgebauten Verpflegungsstation,

denn nicht alle Tropfen des ausgeschenkten Isogetränks

finden den Weg in den durstigen Läuferkörper.

Der Beweis für die Verschüttungsorgie: das Schmatzen

EINEN STOCK TIEFER SCHMÜCKEN DIE

WÄNDE DIVERSE GESTEINSPROBEN UND

EINE SCHAUTAFEL ÜBER „NUMERISCHE

SIMULATIONEN UND DEPONIETECHNIK“.

ZEIT, SIE ZU BEWUNDERN, NIMMT

SICH FREILICH KEINER.


JETZT

Heuer

wieder mit

hochwertigem

Craft-Funktionsshirt

als Läuferbenefit!

der Laufschuhsohlen über den klebrigen Boden. Unablässig

wischt einer der freiwilligen Helfer die angerichtete

Verwüstung wieder weg. Dafür ist es hier deutlich

kühler als oben. Es bleibt aber nur ein kurzes Vergnügen.

Gleich nach dem DJ, der von seinem Mischpult

unablässig schnelle Beats von AC/DC bis ZZ Top in

die Gänge spült, wartet wieder ein Stiegenhaus. Dieses

Mal geht es allerdings bergauf. Über 22 Stufen – die

im Laufe der 55 Runden höher zu werden scheinen –

keucht die Meute wieder nach oben ins Erdgeschoss.

Mit Fortdauer des Rennens wird es in dieser Passage

schwieriger, nach dem Treppensprint wieder in den

normalen Laufrhythmus zu finden.

Immer wieder geht es durch diesen Parcours. Vorbei

an den kleinen Schaukästen mit geprüften Exponaten:

jede Menge Kinderspielzeug – ein Bobbycar, ein Plastikskelett

eines Dinosauriers, Teddybären –, daneben

auch Bratpfannen, ein Haarfön und der Briefkasten

für Beschwerden nach Paragraf 17, Arbeitsschutzgesetz.

Einen Stock tiefer schmücken die Wände diverse

Gesteinsproben und eine Schautafel über „numerische

Simulationen und Deponietechnik“. Zeit, sie zu bewundern,

nimmt sich freilich keiner. Stattdessen hetzen

die Läufer unablässig durch die Gänge. Mit fortschreitender

Dauer des Rennen werden die Beine freilich

kollektiv schwerer, die Bewegungen eckiger, das

Schnaufen lauter. Nach 3:08 Stunden ist es in diesem

Jahr für den Sieger vorbei (ein Jahr davor war der Gewinner

gut eine Viertelstunde schneller). Für den Autor

dieser Zeilen reicht es am Ende mit 3:33 Stunden

für den sechsten Platz unter 56 Finishern. Langweilig

war es all die 55 Runden nie.

ANMELDEN

23. – 25. August 2019

10 Bewerbe

von 400 m bis 21 km

Anmeldung unter

www.kaerntenlaeuft.at

Meine Kleine.

Meine Kleine.

M

Wörthersee


60 SPORTaktiv

LAUFEN NACH

FRUCHT­

KONZENTRAT


PACEMAKER HELFEN, EINE PERSÖNLICHE BESTZEIT INS ZIEL ZU BRINGEN.

UNSER AUTOR HAT DAS BEI DIVERSEN MARATHONS SCHON GUT 20 MAL

GEMACHT. SEIT KURZEM HILFT IHM DABEI EINE ASSISTENTIN.

VON KLAUS HÖFLER

Fotos: Sportograf/Laufen hilft, Helmuth Weichselbraun, Kränten läuft, Graz Marathon

Eine neue Bestzeit wolle er laufen.

Den Halbmarathon endlich

unter 1:45 finishen. Ob ich

ihn „pacen“, also als Schrittmacher

begleiten könne, hat er gefragt.

Ein „Fünfer-Schnitt“ ist dafür notwendig

– wäre nicht das erste Mal, dass ich

diese Zeit als „Hase“ ins Ziel bringen

soll. „Mach’ ich, schaffen wir!“

Am Tag davor drehe ich noch

schnell eine Trainingsrunde, um mich

auf das gewünschte Renntempo einzuschwingen.

Und da ist es dann: dieses

Lied, das sich aus dem Radio direkt in

mein Ohr geschlichen hat und einfach

nicht mehr raus will.

Sie hieß Cordula Grün

Ich hab sie tanzen gesehen

Dann hab‘ ich sie noch gefragt

Ob sie morgen mit mir

Einen Tee trinken mag

Oder ein Fruchtkonzentrat

Just diese letzte Textzeile kreist fortan

auf einer Umlaufbahn zwischen linkem

und rechtem Innenohr. „... oder

ein Fruchtkonzentrat“. Bäng. Bäng.

Bäng. Die nachgeschobenen Klavierbässe

stampfen bis direkt in die Füße

und synchronisieren sich mit dem

Schritttempo. „... oder ein Fruchtkonzentrat“.

Ein Blick auf die Uhr: 4:59,

5:01, 5:00. Passt. Dass das Lied in der

Originalversion eigentlich einen Tick

langsamer gesungen, wird als die Stimme

in meinem Ohr es dahinsummt, ist

egal. Ich habe meinen Rhythmus –

Bäng. Bäng. Bäng. – und der Kollege

einen Pacemaker, der ab dem zweiten

Kilometer nur zu kurzen Kontrollzwecken

auf die Uhr schauen muss.

Es mag Begabung, Erfahrung oder

Übung (oder eine Mischung aus allem)

sein, uhrwerkartig und auf die

Sekunde die immer selben Durchgangszeiten

auf den Asphalt trommeln

zu können. Jedenfalls macht es Spaß,

jenseits des eigenen Rekords andere

dabei zu unterstützen, eine persönliche

Bestzeit oder ein selbst gestecktes Ziel

zu erreichen. Sie zu pushen wenn’s

schwer wird, aber das Ziel noch weit

ist, sie zu bremsen, wenn der eigene

Übermut den gesunden

Respekt vor der

Distanz zu verschlucken

droht. Sie mit

Wasser oder guten

Ratschlägen zu versorgen,

mit Anekdoten

oder Fragen nach dem

Training von der Anstrengung

abzulenken.

Am ersten Kilometer

ist das noch wenig

sinnvoll. Da herrscht

Stop-and-go-Verkehr.

Ausweichen, gehen,

schieben, trippeln. Ein

Ausnahmezustand. Für

jede(n). Besonders für

Pacemaker. Es gilt,

möglichst schnell

durch das nervöse

Startgewurrl und in

den gewünschten Rhythmus zu finden.

Das war früher einfacher. Früher,

das war die Zeit, als noch nicht jede(r)

eine dieser alles messenden und alles

wissenden, dauerpiepsenden Sportuhren

mit Schrittzähler und GPS-Ortung,

Stop- und Intervallfunktion, Kalorien-

und Herzschlagmessung am

Handgelenk hatte. Damals galt scheinbar

ein unausgesprochener Vertrauens-

grundsatz nach dem Motto: „Ich folge

ihm einfach, er wird hoffentlich wissen,

was er tut.“

Heute hört man schon 400 Meter

nach dem Start besorgte Fragen, ob

sich das „eh noch ausgeht“, weil man

ja – die Uhr hat hektisch Alarm geschlagen

– schon drei Sekunden hinter

der Sollzeit liegt. Echt jetzt? Beruhigen

ist angesagt. Fraglich bleibt, ob in der

Aufregung der Tipp ankommt, sich

Immer der Fahne nach: Viele größere Lauf-Events wie hier „Kärnten

Läuft“ setzen auf Pacemaker für alle möglichen „Schallmauern“.

doch lieber auf die Landschaft, die Zuschauer

oder das eigene Gefühl zu

konzentrieren, statt sich von seiner

Uhr in Geiselhaft nehmen zu lassen.

Das mit dem Tempo – keine Panik.

Dafür gibt’s ja Pacemaker, die einen

mit einer vorab festgelegten Zeit ins

Ziel bringen. „... oder ein Fruchtkonzentrat“.

Was sagt die Uhr? 4:58 am

Kilometer. Passt.

SPORTaktiv

61


FÜR PROFIS,

FÜR EINSTEIGER

UND ALLE

DAZWISCHEN

FORERUNNER® FOR RUNNERS

HOL DIR JETZT DEINE NEUE FORERUNNER!

62 SPORTaktiv

#BeatYesterday

MIT DEINER GARMIN

Seit Jahren Nein, Geld gibt es dafür keines. Meist

fixer Bestand

teil von

spendiert der Organisator neben dem

Startgeld ein T-Shirt, selten ein Veranstaltungssponsor

Laufschuhe. Was man

Graz­ Marathon

und „Kärnten

Läuft“: unsere immer bekommt, sind Fragen kurz vor

SPORTaktiv- dem Start. Ob man gleichmäßig laufen

Pacemaker. werde – ja. Ob man bei den Verpflegungsstationen

warten werde – nein. Ob

es bei jeder ein Gel gibt – keine Ahnung. Ob es

regnen werde – vielleicht. Ob man die Durchgangszeiten

alle im Kopf habe – nur die wichtigsten.

Und selbst das ist gelogen. Laufen und

gleichzeitig rechnen funktioniert bei mir nämlich

unabhängig vom Tempo nicht. Aber dafür

gibt es ja diese alles messenden Uhren. Früher

war das anders, das Vertrauen in die Kleincomputer

eingeschränkt. Als Backup klebte bei den

ersten Pacemaker-Einsätzen vom Handgelenk

bis zum Ellenbogen noch ein ewig langes Tape

auf meinem Unterarm, sämtliche Durchgangsund

Kilometerzeiten waren darauf mit Kugelschreiber

vermerkt. Sicher ist sicher. Heute hilft

als Assistentin Cordula Grün. „... oder ein

Fruchtkonzentrat.“ Bäng. Bäng. Bäng.

So läuft es sich ungefährdet Richtung gewünschter

Endzeit, die für alle sichtbar auf einen

Luftballon gemalt ist, der über einem an

einer leinenartigen Schnur im Himmel zappelt.

Oder auf einer kleinen Beachflag steht, die in

einer Art Rucksack steckt. Diese Zeiten folgen

einer unter Läufern mehrheitsfähigen „Schallmauer-Systematik“:

Für 1:30, 1:45, 2:00 usw.

Stunden am Halbmarathon, 3:00, 3:30, 4:00,


4:30 usw. Stunden am Marathon – gibt es bei

vielen Veranstaltungen Pacemaker.

Um diese Fahnen schart sich zu Beginn meist

eine größere, im Laufe des Rennens abschmelzende

Gruppe, mit der man deren „Expedition

Bestzeit“ in Angriff nimmt. Manche arbeiten

sich dabei auf der ersten Rennhälfte einen kleinen

Polster von ein, maximal zwei Minuten heraus,

damit gegen Ende hin, wenn auf die an

ihren persönlichen Leistungsgrenzen dahinlaufende

Teilnehmer der „Mann mit dem Hammer“

lauert, noch Zeitreserven da sind. Ist man

als persönlicher Tempomacher im Einsatz, kann

man sich vorab einen individuellen Schlachtplan

zurechtlegen. Sehr viel anders wird der

nicht aussehen. Konstanz ist – egal, wie schnell

man ist – ein Erfolgsgeheimnis bei Langstreckenläufern.

Dabei hilft ein Ohrwurm à la

„Fruchtkonzentrat“ – im Original mit 110

Schlägen pro Minute aber nicht unbedingt mit

Raketenschubkraft. Wer es schneller will, kann

seine Playlist mit einer bunten Palette von AC/

DC – „You shook me all night long“ und

„Highway to Hell“ pumpen mit jeweils 126

Schlägen/Minute, ebenso wie Gabaliers „Hulapalu“

– aufrüsten. Wem das immer noch zu

langsam ist, kann es wie Langstreckenkönig

Haile Gebrselassie machen: Bei seinem Weltrekord

über die 10.000 Meter hatte er als virtuellen

Pacemaker das Takttrommelfeuer von

„Scatman“ im Ohr: 138 Schläge pro Minute.

Dagegen schaut ein Fruchtkonzentrat

ziemlich alt aus.

Das erste Mal mit

Fruchtkonzentrat:

Halbmarathon in Graz

2018 als privater

1:45-Schrittmacher.

LAUFGENUSS

DIREKT AM

WÖRTHERSEE

Erlebe am 25. August 2019

beim einzigartigen Halb- und

Viertelmarathon entlang des

Wörthersees pure Lauffreude.

Tausende Läufer, zahlreiche Fans und unzählige

Erlebnismeilen warten auf der idyllischen

Laufstrecke.

Die belohnende Erfrischung holst du

dir mit einem Sprung in den

Wörthersee . . .

www.kaerntenlaeuft.at

Meine Kleine.

Meine Kleine.

Me

WO DER SPORT DIE NR. 1 IST


RUN

NEWS

SCHNELLE HILFE

Gezerrt, geprellt, verstaucht? Dann hilft die PASTA COOL-Umschlagspaste.

Die Wirkstoffe Heparin, Salicylsäure und ätherische Öle sorgen in

Kombination mit kühlender Tonerde dafür, dass die Schmerzen nachlassen

und sich Butergüsse und Schwellungen rasch zurückbilden.

www.apomedica.com

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

LOOSE FIT

Wer lockere Schnitte

bevorzugt, findet bei CEP

diese Laufhose für viele,

viele Kilometer. Die „Loose

Fit Shorts“ überzeugen beim

Klimamanagement genauso

wie beim Tragekomfort.

Und durch die dynamische

Schnittführung schaut die

Hose einfach cool aus.

www.cepsports.at

Fotos: Hersteller

KAPTIVA

BUSHIDO II

IN DIE BERGE

MIT LA SPORTIVA

Mit einem umfassenden Update

der Kollektion geht der Mountain-

Running-Spezialist aus Ziano di

Fiemme in die Saison 2019.

Mit dem Kaptiva bietet La Sportiva

einen neuen Trailrunningschuh für

kurze und mittlere Distanzen. Der

Schaft legt sich wie eine Socke

an den Fuß und ermöglicht

ein schnelles, leichtes Anziehen.

Die langlebige FriXion-White-Sohle

eignet sich

für jedes Terrain am Berg, sie

gewährt die perfekte Symbiose

aus Stabilität und Flexibilität.

Ein wenig schmaler geschnitten ist der

Bushido II, ein aggessiver Wettkampfschuh

für kurze bis mittlere Distanzen.

Das Impact-Brake-System unterstützt

durch die spezielle Noppenanordnung

das Bremsen, außerdem werden Stöße

besser absorbiert. Die FriXion- Red-

Sohle kombiniert Grip, Langlebigkeit

und Dämpfung.

Im Bekleidungsbereich deckt La

Sportiva die gesamte Bandbreite

ab, von der Laufhose über Shirts und

Tank Tops bis hin zur wasserdichten

Regenjacke. Ein Highlight ist das

Xcelerator-T-Shirt (Bild) mit seinem

unverwechselbaren Print.

MEHR INFOS

www.lasportiva.com/de

ANZEIGE/Fotos: La Sportiva

64 SPORTaktiv


ERFRISCHEND

Die SOURCE-Widepac-

Trinkblasen sind der

Konkurrenz einen Schritt

voraus: Die 2000 Prozent

glattere Glasslike TM -

Oberfläche erleichtert die

Reinigung und verhindert, dass

sich Bakterien und ein Biofilm

bilden. Da schmeckt das

Wasser immer frisch!

www.sourceoutdoor.com

DEIN BEGLEITER AUF

LANGEN TRAILS

Die „Pro Run Cap“ von BUFF ®

überzeugt nicht nur mit ihrem

Design, sondern auch durch ihre

Atmungsaktivität sowie ihren

effektiven UPF50+ Sonnenschutz.

Durch die eingebaute Brillenhalterung

sitzt die Laufbrille perfekt, ohne

Verrutschen.

www.buff.com

2019

Strecken: Kinderläufe ab 580 m,

Genusslauf 5.000 m, Hauptlauf 8.300 m

29.06.

2019

NEU

NEU

NEU

Höheres Preisgeld für die Schnellsten!

Super schnelle & flache Strecke!

FUN RUN für Genussläufer!

Gratis Nutzung der Sonnentherme!

Startsackerl & Gratis-Verpflegung

Mehr Infos auf www.sonnentherme.at

SPORTaktiv

65


BERGSCHUTZ*

Für jeden

die passende

Versicherung!

KOPFSACHE

MACHT

DER GEWOHNHEIT

Mit dem Bergschutz sind Sie im Falle

eines Unfalls bestens versichert:

Schon ab

€ 4,98

Jederzeit online abschließbar:

bergwelt.nuernberger.at/

versicherungen

PETER

GURMANN

Sport- und Gesundheitspsychologe

sowie

Beratungs lehrer in

Klagenfurt. Kontakt:

peter.gurmann@aon.at

Gewohnheiten sind zuerst Spinnweben,

dann Drähte“, lautet eine fernöstliche

Weisheit. Schlechte Gewohnheiten wie

z. B. stundenlanges Computerspielen oder

Rauchen sind in der Regel schwer loszuwerden.

Niemandem hat die erste Zigarette geschmeckt.

Erst nach einer gewissen Anzahl von Zigaretten

schaltet das Gehirn um und bewertet das Rauchen

positiv: Im Gefühlshirn hat sich eine neue

Spur gebildet. Jede weitere Zigarette beschleunigt

dann den Ausbau zur Autobahn. Will man ein

Laster löschen, gilt es neue Spuren zu ziehen. Die

Frage ist nur, wie?

Zuerst muss tief im Inneren eine klare Entscheidung

getroffen werden: Sehe ich für mich

einen Sinn darin, diese Gewohnheit abzustreifen?

Wenn ja, sollte für das Übel eine attraktive und

gesündere Alternative gefunden werden. Es ist

leichter Gewohnheiten zu ersetzen, als damit

aufzuhören. Am Anfang ist es am schwierigsten.

Nach einem Zeitraum von ca. zwölf Wochen

werden neue Verhaltensmuster als Gewohnheit

akzeptiert. Leichter gesagt als getan. Sei nicht zu

streng mit dir, wenn du einen Rückfall erleidest.

Selbstabwertung bringt dich nicht weiter. Veränderungen

erfordern einen liebevollen Umgang

mit sich selbst und Menschen, die Mut machen.

Dazu eine kleine Geschichte: Eine liebe Bekannte

von mir rauchte zwischen 20 und 40

Zigaretten am Tag. Vor zehn Jahren hörte sie

zu Neumond auf, da zu diesem Zeitpunkt mit

weniger Entzugserscheinungen zu rechnen ist.

Sie wollte ganz einfach nicht mehr nach Rauch

stinken. Seit damals geht sie jeden Tag mit ihrem

Hund walken. Inzwischen leitet sie eine eigene

Nordic-Walking-Gruppe.

*Versicherer ist die

GARANTA 66 SPORTaktiv Versicherungs-AG Österreich


SPORTAKTIV SUCHT

JUNIOR

KEY ACCOUNT

MANAGER/-IN

M/W, VOLLZEIT – GRAZ

Bist du ready? Zur Verstärkung unseres SPORTaktiv-Teams suchen wir derzeit eine/n

Junior Key Account Manager/-in. Wenn du sportbegeistert und verkaufsbegabt bist,

dann freuen wir uns über deine Bewerbung!

DEINE AUFGABEN

• Du betreust bestehende Werbekunden (im Print-, Online- und Crossmedia-Bereich) und gewinnst

Neukunden, vor allem im Bereich Sportindustrie, Sportmarken, Tourismus und Events

• Du konzipierst mit dem Kunden neue, ganzheitliche Media-Lösungen und kümmerst dich auch um deren

Abstimmung und Abwicklung

• Du entwickelst crossmediale Angebote für Digital und Print sowie kreative Ideen für neue Geschäftsfelder

WAS WIR VON DIR ERWARTEN

• Du möchtest dich im Verkauf beweisen und hast eine sehr hohe Affinität zu Sport

• Dich zeichnen ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten und ein überzeugendes, professionelles Auftreten aus

• Zu deinen Stärken gehören lösungsorientiertes Denken, abschlussorientiertes und sicheres Verhandeln

• Für dich sind zeitliche Flexibilität, Reisebereitschaft, Verlässlichkeit, überdurchschnittliche

Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und effiziente Selbstorganisation selbstverständlich

• Du kannst ausgezeichnet mit gängigen Softwareprogrammen (MS Office) umgehen und

besitzt gute Englischkenntnisse

WAS WIR DIR BIETEN

• Mitarbeit in einem jungen, professionellen Team mit offener Kommunikationskultur in einem sportlichen

und flexiblen Arbeitsumfeld

• Abwechslungsreicher und verantwortungsvoller Tätigkeitsbereich in einem dynamischen Marktumfeld

• Pool-Auto für Dienstreisen

• Für die ausgeschriebene Stelle ist ein Bruttogehalt von monatlich EUR 1.500,00 vorgesehen; aufgrund des

Prämiensystems ist bei entsprechender Umsatzperformance ein Jahresentgelt von bis zu EUR 40.000,00 möglich

INTERESSIERT?

Dann freuen wir uns auf deine Online-Bewerbung bis 30.06.2019

https://karriere.styria.com/Register/99342

ÖSTERREICHS GRÖSSTES

AKTIVSPORT-MAGAZIN

SPORTaktiv, Österreichs größtes Aktivsport-Magazin und eine innovative

Marke der Styria Media Group AG, einer der führenden Medienkonzerne

in Österreich (Kleine Zeitung, Die Presse, willhaben.at).

www.sportaktiv.com


AUS

PRO

BIERT

RUN

WENIGER ANSTRENGUNG,

DAFÜR MEHR SPASS: DAS

VERSPRECHEN DIE DREI

PRODUKTE, DIE WIR DIESMAL

UNTER DIE LUPE

GENOMMEN HABEN.

WUCHTIG IN JEDER HINSICHT

Anders, ganz anders als alle anderen aktuellen Laufschuhe.

Das blitzt durchs Gehirn beim Erstkontakt mit dem ASICS

METARIDE, dem neuen Top-Modell der Japaner. Zwei Jahre

lang hat sich die Entwicklungsabteilung im Labor in Kobe die

Köpfe darüber zerbrochen, wie man das Laufen weniger anstrengend

machen kann und wie man mit einem Schuh die

Verletzungsgefahr senken kann. Herausgekommen ist dieses

schwarz-rote Gerät, das es nur in dieser einen Farbvariante

gibt, das wuchtig aussieht, sich wuchtig anfühlt und wuchtig in

der Anschaffung ist – 250 Euro werden für den MetaRide fällig.

„Schlupf einmal rein“, war die erste gesprochene Reaktion auf

den Schuh. Weil sich die Sohle mit Vorfuß-Rocker-Form echt

arg anfühlt. Du rollst automatisch nach vorne. Gleichzeitig hat

man ein bisschen das Gefühl, mit dem Großzehengrundgelenk

auf einer Rolle zu stehen. Alle im Büro bestätigen das Gefühl.

Auf der Laufrunde treibt dich der MetaRide an. Ich lande gefühlt

weiter am Vorfuß, die Haltung verändert sich dadurch, ich

fühle mich schneller. Asics empfiehlt den Schuh auch für eine

Pace ab 6 Minuten pro Kilometer und schneller. Läuft man

langsamer, wird der Schuh unangenehm. Auf jeden Fall wird

der Bewegungsapparat anders belastet als bei „herkömmlichen“

Schuhen. Das merkt man in Waden, Oberschenkel, Fuß.

Damit ist der MetaRide die perfekte Wahl für das Vielläufer-Schuhportfolio

– weil er wirklich Abwechslung in den

Körper bringt und der Einseitigkeit vorbeugt.

VON KLAUS MOLIDOR UND KEVIN LAIMER

68 SPORTaktiv

Fotos: Thomas Polzer


OH SOHLE MIO

RUMPF IST TRUMPF

Als Läufer betrachtet man eine 28-Panel-Konstruktions-Short

mit einem 200-Gramm-Nylon/Spandex-Material und einer hohen

Taille doch sehr skeptisch, da gerade Seamless-und-Lightweight-Shorts

für ein angenehmes Laufgefühl sorgen. Doch ich

wagte den Versuch mit der CORE-TEC-2.0-Hose von OPEDIX um

stolze 145 Euro, weil sie Rumpfunterstützung verspricht.

Beim Anziehen schrumpft der Bauchumfang, da der obere

Bund über der Hüfte sitzen muss, um die volle Wirkung der aufwendigen

Konstruktion zu spüren. Das Material fühlt sich trotz

seiner Stärke sehr gut an und auch die Nähte spürt man nicht.

Nach den ersten Schritten merkt man die Wirkung rund um den

Rumpf, man verspürt leichten Druck auf die Schwachstellen im

Bereich des unteren Rückens, die Po- und Oberschenkelmuskulatur.

Durch die enge Passform wird die Muskulatur gut gestützt,

die Ermüdung hinausgezögert und bei längeren Läufen

auf Asphalt werden die Gelenksprobleme minimiert.

Die Shorts ersetzen zwar kein Rumpftraining, aber gerade bei

längeren Läufen über einer Stunde merkt man die positive

Wirkung, da der Körper in seiner korrekten Ausrichtung

gut unterstützt wird.

Fazit: Auch nach 17 km war meine Muskulatur noch nicht ermüdet,

ich hätte das Training noch fortsetzen können.

Lieber Marco, ich gebe es zu: Ich mach die Fußgewölbeübungen

viel zu selten. Zu meinem Leidwesen und zu jenem meines

oben genannten Physiotherapeuten, der mich dann vor Laufbewerben

oft last minute wieder herrichten muss. Zusätzlich

hab ich zwar – wie der Durchschnittsläufer auch – fleißig in

Laufschuhe und -gewand investiert, die Einlegesohle aber völlig

vernachlässigt. Wär mir nie eingefallen am Hightech-Produkt

Laufschuh was zu ändern. Bis die 3D-SENSE von SIDAS

(UVP € 24,96) für einen Test in die Redaktion geflattert sind.

Dass sie ein Haucherl zu groß sind, hat die Schere schnell

korrigiert.

Also rein damit in die Laufschuhe und raus auf die Laufrunde.

Der Aha-Effekt stellt sich schon auf den ersten Metern ein. Das

Fußgewölbe ist angenehm gestützt. Weil die SIDAS-Sohle deutlich

robuster ist, als die Seriensohlen fühlt sich die Kraftübertragung

auch direkter an, ohne dass das Gefühl hart wäre.

Mehrere Tests auf verschiedenen Längen und in unterschiedlichen

Geschwindigkeiten zeigen: Der Fuß ermüdet weniger

schnell und fühlt sich – wie soll ich sagen? – nach 13 Kilometern

noch frischer an als sonst. Ich werde künftig vielleicht wieder

nicht mehr Fußgewölbeübungen machen, dafür aber sicher

in ordentliche Sohlen investieren. Vielleicht erspart mir

das die Probleme. Sonst: Marco, wann kann ich kommen?

SPORTaktiv

69


Die Anmeldung für den 22.

Internationalen Wachaumarathon

läuft bereits unter:

www.wachaumarathon.com

LAUFEN IM

WELTKULTURERBE

DER WACHAUMARATHON

FÄLLT HEUER AUF DEN

29. SEPTEMBER. NEU:

NOCH WENIGER PLASTIK.

ALTBEWÄHRT: DAS LAUFER-

LEBNIS IN DER LANDSCHAFT

DES WELTKULTURERBES.

E

ine Woche später als sonst, aber genauso

eindrucksvoll wie immer steigt heuer

der 22. Internationale Wachaumarathon

am 29. September. Am ersten Sonntag

nach Herbstbeginn bietet er die perfekte

Möglichkeit, Genuss und sportliche

Leistung in der wunderschönen Weltkulturerbelandschaft

zu verbinden.

Auch in diesem Jahr werden wieder

rund 10.000 Läuferinnen und Läufer

aus fast 60 Nationen erwartet. Dass die

Strecke nicht nur schön, sondern auch

schnell ist, haben die Damen im vergangenen

Jahr mit einem neuen Streckenrekord

einmal mehr unter Beweis gestellt.

Von Achleiten, Spitz und Emmersdorf

aus bieten alle Distanzen auch für

Hobbyläufer eine perfekte Topografie.

Angeboten werden Marathon (+flexi-

ble Staffel), Halbmarathon (+Nordic

Walking), Viertelmarathon (+Teambewerb)

und Kinderläufe (28.9.). Startnummernausgaben

in Krems und Wien

sowie direkte Sonderzüge vom Wiener

Hauptbahnhof direkt in die Startbereiche

in der Wachau bleiben auch heuer

bequeme Serviceleistungen für die TeilnehmerInnen

aus Wien, die rund die

Hälfte des Starterfeldes ausmachen.

2019 setzen die Veranstalter einen

wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit:

Alle Start- und gleichzeitig

Kleidersackerl sowie alle Regenponchos

bestehen aus Produkten, die 100 %

organisch sind! Erstmals gibt es auch

eine Event-Pauschalversicherung, die

Storno-, Ausfalls- sowie eine 1-Tages-

Sportunfallversicherung abdeckt.

Fotos: Bernd Gruber, Benjamin Butschell

70 SPORTaktiv


COOLVENT

Luftdurchlässig und

atmungsaktiv.

HYPERMOTION 2

Ergonomie in ihrer

schönsten Form: Nahtlos.

T-HEXAGON

Kühlt und wärmt

gleichzeitig.

META RIBS

Stabilisierende

Mikrostruktur.

WIR ACHTEN AUF

IHR AUSSEHEN.

UND IHRE

PERFORMANCE.

RUN AND UYN.


ZURÜCK ZU

DEN WURZELN

Die Schuhe von On kommen aus

den Schweizer Bergen. Genau dorthin

hat die Firma jetzt eine Berghütte

gestellt, die nachhaltig ist, die

Umwelt nicht belastet und ein

einzigartiges Erlebnis garantiert.

Geboren in den Schweizer Bergen ist die

Laufschuhmarke On. Dorthin kehren

die Eidgenossen jetzt auch zurück.

Genauer gesagt an den Piz Lunghin

im Oberengadin. Hoch über Maloja

hat On eine Berghütte aufgestellt, die

„Mountain Hut“. Die minimalistische

Berghütte verursacht keinen Abfall

und ist auch nur zu Fuß erreichbar –

ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, die

auch für On ein starkes und wichtiges

Thema ist. Für diesen Sommer soll die

Hütte Wanderern und Bergläufern ein

einzigartiges Bergerlebnis bescheren. Die

Liebe zu den Bergen, zum Design und

zu Innovationen hat die Designer zu der

einzigartigen Hütte inspiriert, die an

einem ganz besonderen Ort stehen wird.

Denn am Piz Lunghin entspringen drei

bedeutende europäische Flüsse: Donau,

Rhein und Po.

ALLE INFOS

www.on-running.com

ANZEIGE/Foto: On Running

HIGHWAY TO BELL

Mit dem neuen Sixer MIPS stellen die Experten von Bell einen

innovativen Mountainbike-Helm vor, der alle Sicherheitsfeatures

trägt und auch beim progressiven Style voll punkten kann.

Bei Bell haben sie die Ärmel ganz

schön hochgekrempelt und an

jedes Detail am neuen Helmmodell

Sixer gedacht, damit du dich

da draußen ganz auf den Trail

konzentrieren kannst. Denn das

Letzte, worüber du beim Biken

nachdenken willst, ist dein Helm.

Der Idealfall: Du solltest das

Gefühl haben, als wäre der Helm

gar nicht da.

Damit sich dieses Gefühl

einstellt, setzt der Sixer auf die

bewährte und in diesem Fall

integrierte MIPS-Technologie,

was zu einer schlankeren und

passgenaueren Form führt, die

zusammen mit dem Float-Fit-

System und eigenem Sweat Guide

einen nie dagewesenen Komfort

für Biker bietet. Deine Radbrille

wird mithilfe des Strap Grippers

auf der Rückseite des Helms

gehalten. Dazu: Dual-Flow-Ventilation,

höhenverstellbarer Visor,

Kamera- und Lichthalterung, 26

Lufteinlässe. Also aufsetzen und

vergessen, wie gut und angenehm

der Sixer sitzt.

MEHR INFOS

www.bellhelmets.com

ANZEIGE/Fotos: Bell

72 SPORTaktiv


Fotos: istock, Christoph Malin, Salzkammergut-Trophy/Marc Schwarz, Christoph Strasser

BIKE

Technik – Menschen – Material

SCHUBKRAFT

Im Jahr 2018 wurden in Österreich

457.000 Fahrräder neu gekauft

(+10,4 Prozent), dabei wurden 580

Mio. Euro ausgegeben. 33 Prozent

waren mit einem Elektromotor ausgestattet

– Tendenz stark steigend.

www.sport-fachhandel.com

DIE TROPHY RUFT

Die Salzkammergut-Trophy ruft am

13. Juli wieder nach Bad Goisern.

Der Gradmesser: die legendäre

A-Strecke mit 210 km und 7119 hm.

SPORTaktiv hat natürlich wieder

ein großes Team am Start.

salzkammergut-trophy.at

REKORDJAGD

Am 11. Juni startet das Race

Across America. Das Ziel von

Christoph Strasser: dritter Sieg in

Folge und sechster ingesamt – das

wäre Rekord. Nach Unfall 2018

auch dabei: Thomas Mauerhofer.

www.raceacrossamerica.org

SPORTaktiv

73


Halt, Stopp, ein paar Minuten

warten bitte! Auf der Vorderwindau-Straße

von Straubing

rauf nach Westendorf sperren

Arbeiter die kurvige Straße. In der Felswand

über dem Asphalt hängen Kletterer,

die die vom Winter losen Steine abklopfen

und so für Sicherheit für die Sommermonate

sorgen. Ein symbolisches Bild

für die Region im Frühling.

Ein ganz normaler Tag also in diesem

Mai. Überall werden Hauseinfahrten,

Garagen und Parkplätze mit Kärchern bearbeitet,

Pferde dürfen erstmals wieder

auf die Koppel, überall schießen E-Biker

um die Kurven (noch im Tal, oben liegt

noch Schnee), Golf- statt Eishockeyschläger

ist wieder die Devise. Das ganze Brixental

scheint sich gerade zu wandeln,

schuppt die Haut des Winters ab, lässt

den Skisport für ein paar Monate hinter

sich und begrüßt mit offenen Armen den

Sommer und die Sommersportler.

Unsere Gier auf Mountainbike-Trails

muss bei diesem frühsommerlichen Besuch

von den Locals noch gebremst werden.

Zu viel Schnee am bekannten Fleckalm-Trail,

deshalb starten wir zum Lisi-

EIN TAL

GEHT AUF

DEN BERG

VON WEGEN NUR SKISPORT: DIE KITZBÜHELER ALPEN UND DAS

BRIXENTAL SETZEN AM BERG AUCH IM SOMMER UND BEIM RADSPORT

MASSSTÄBE. UND ERSTMALS KANN MAN HEUER MIT DEM

MOUNTAINBIKE VOM HAHNENKAMM KURVEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Osl-Trail in Kirchberg. Auch der ist

noch offiziell gesperrt, für das Fotoshooting

rollen wir ein paar Meter. Unser Fotograf

Thomas drückt ab und der Arbeiter

vom Straßendienst im orangen Unimog

ein Auge zu.

Doch jetzt ist der Sommer endgültig

da, die Highlights der Monate Juni, Juli

und August machen das Brixental zu einer

der vielfältigsten Radregionen Österreichs.

Bevor wieder der nächste Winter

kommt …

E-Bike-Festival in

Westendorf 21. bis 23. Juni

Das E-Bike-Festival Kitzbüheler Alpen

gilt als Auftakt zum KitzAlpBike-Festival,

ist das größte E-Bike-Festival Österreichs

und eröffnet die Radsaison. Ge-

Fotos: Kitzbüheler Alpen-Brixental©eye5carlosblanchard, Thomas Polzer

74 SPORTaktiv


startet wird am 21. Juni (Freitag) mit

dem internationalen E-Bike-Fachkongress,

gefolgt von den zwei Besuchertagen

am Samstag und Sonntag, die

ganz im Zeichen von Genuss und

Testen stehen. Am Samstagnachmittag

startet mit der Windautaler Radlrallye

auch das KitzAlpBike-Festival,

am Abend ist die ElektroRad-Nachtschwärmer

Tour bei anschließender

Lagerfeuerromantik unterm Sternenhimmel

geplant. Sonntags findet die

AK-Tirol-Radltour in Westendorf

statt. Die Tour führt zur Gamskogelhütte

im Windautal. Im Rahmenprogramm:

Testparcours, Genusstouren,

Fahrtechniktrainings, Live-Musik.

Der Eintritt zum Festival ist gratis.

www.ebikefestival.at

KitzAlpBike in Kirchberg,

Brixen, Westendorf

22. bis 29. Juni

Beim achttägigen Bike-Spektakel machen

Tausende Hobbybiker und namhafte

Profis die Tiroler Region zum

Bike-Mekka der Alpen – zum bereits

24. Mal übrigens. Los geht es mit der

Windautaler Radlrallye am Samstag

(siehe oben), die Rennaction erlebt

dann beim traditionellen und zwölften

Hillclimb in Brixen im Thale am

Mittwochabend (26. Juni, ab 18.30

Uhr) einen ersten Höhepunkt, 500

Höhenmeter sind auf der knapp sechs

Kilometer langen Strecke zu absolvieren.

Zuckerl: Ab 17.30 Uhr transportiert

die Bergbahn Fans kostenlos vom

Tal zur Bergstation Hochbrixen, wo

sportbrille

commander / BSG-61

High end Sportbrille

mit ihrem exklusiven Stil passt die Brille ideal

zu jedem radfahrer. Sie zeichnet sich durch

Komfort und perfekte Passform aus

• 3 Längen einstellbares Bügelendensystem

• Wasserabweisende Beschichtung der Gläser

• Hochwertiger Grilamid-rahmen mit einstellbarem

nasenbügel & 3 Wechselgläsern


mc-switzerland.com/fourstroke

sich das Ziel befindet. Ab Freitag ist

die Expo-Area in Brixen geöffnet, am

Samstag folgen dort als Abschluss die

legendären Kitzalpbike-Marathons in

den Distanzen Light (29 km), Medium

(38 km), Medium Plus (55 km),

Extreme (67 km) und Ultra (100

km). Ein Highlight im österreichischen

Rennkalender.

www.kitzalpbike.at

Österreich-Rundfahrt

6. bis 12. Juli

Das Brixental kann auch Rennrad. Ab

11. Juli radeln die Profis der Ö-Tour

in Tirol: Von Bruck (Salzburg) geht es

über den Gerlos und durch Zillertal

und Inntal Richtung Hopfgarten und

nach 161,9 km (2619 hm) in den

Zielort Kitzbühel. Die sechste und

letzte Etappe (12. Juli) steht im Zeichen

der Entscheidung über den

Toursieg. Dieser fällt nach einer

Rundtour über St. Johann und Kössen

wohl hinauf zum Kitzbüheler

Horn. (116,7 km, 2215 hm).

www.oesterreich-rundfahrt.at

Bike-Attack Kitzbüheler

Horn 12. Juli

Du willst „den steilsten Radberg Österreichs

im Rennmodus“ vor den

Profis der Österreich-Rundfahrt befahren?

Dann musst du einen Startplatz

für die „Kitzbüheler Horn Bike

Attack“ ergattern. Dann hast du die

Chance auf einen Zieleinlauf und die

Siegerehrung wie ein Profi. Davor

müssen allerdings 920 Höhenmeter

auf 7,5 Kilometern auf der Panoramastraße

bezwungen werden. Bis zu

22 Prozent steil ist der Anstieg, diese

Challenge wirst du noch ein paar

Tage später spüren.

Vielfalt an

Mountain bike-Touren

Die besondere Topografie mit den

Seitentälern und den vielen Almen

macht das Brixental wie geschaffen

für das Mountainbiken. Die exakt

812,35 km ausgewiesene Bikerouten

(32.296 Höhenmeter) in den Kitzbüheler

Alpen sind eine Herausforderung

für jeden Mountainbiker. 87

Radrouten stehen im Tourenportal

auf www.kitzbueheler-alpen.com

zum Download bereit.

KAT-Bike

Ein spezielles Tourenangebot ist der

fixfertig zusammengestellte KAT-Bike:

Je nach Zeitbudget stehen drei oder

vier Tagesetappen zur Wahl, wobei

sich die erste Etappe mit nur 25 Kilometern

und 700 Höhenmetern als lockere

Einrollpartie eignet. Für die drei

Etappen von Hopfgarten nach Brixen

im Thale, von Brixen nach Oberndorf

in Tirol und von Oberndorf nach Fieberbrunn

stehen dann jeweils unterschiedliche

Streckenprofile zur Wahl.

Insgesamt lassen sich so bis zu 170

km und 6000 Höhenmeter kombinieren.

Das Beste: Es gibt fertige

Packages zu buchen, mit ausgesuchten

3- bzw. 4-Sterne-Hotels, Gepäcktransport

von Unterkunft zu Unterkunft

(somit nur kleiner Tourenrucksack am

Rücken) und dank Gästecard inkludierte

Rückreise mit der Bahn zum

Ausgangspunkt nach Hopfgarten.

www.kitzbueheler-alpen.com/de/

kat-bike/

Lisi-Osl-Trail

Dieser Bike-Trail am Gaisberg in

Kirchberg wurde nach Local Hero

Lisi Osl (33) benannt, Bike-Profi,

76 SPORTaktiv


Good times

on 2 wheels

www.bikehotels.it

Weltcup- und Olympia-Starterin, Gesamtweltcupsiegerin

2009 und neunfache

Staatsmeisterin aus dem Ort.

Gestartet wird direkt bei der Bergstation

der Gaisbergbahn auf 1270 Meter

Seehöhe. Die größtenteils naturbelassene

Strecke bietet auf rund 450

Höhenmetern und 3,2 km Länge bis

zurück zur Talstation flowige Passagen

und eine Vielzahl an feinsten Serpentinen,

Anliegerkurven, Stufen und

Wurzelpassagen. Fahrzeit: 10 bis 15

Minuten

Fleckalm-Trail und

Hahnenkamm-Trail

Eigentlich ein Bike-Highlight der Region:

Der Fleckalm-Trail mit seiner

Länge von 7,1 km (1100 hm bergab)

ist heuer aufgrund der Bauarbeiten an

der Fleckalmbahn aus Sicherheitsgründen

die meiste Zeit gesperrt. Bis

Ende Juli wird er noch zumindest an

den Wochenenden befahrbar sein.

Dafür gibt es (geplant ab Mitte Juni)

den neuen Hahnenkamm-Trail in

Kitzbühel. Direkt von der Bergstation

der Hahnenkammbahn geht es auf einer

Länge von 8 km und 900 zu

überwindenden Höhenmetern ins Tal

zurück. Streif auf zwei Rädern.

NEU

Bike-Academy und

das Urgestein

Mit Lisi Osl hat die Region ein

Mountainbike-Aushängeschild, mit

Kurt Exenberger ein zweites. Der

44-jährige Trainer und Fahrtechnikexperte

(auch von Osl) hat bereits 1999

seine Bike-Academy ins Leben gerufen

und damit die erste Bike-Schule

Österreichs etabliert. „Fahrtechnik ist

einfach unsere Leidenschaft“, sagt

Exenberger. Mit Camps, Schulungen

und geführten Touren haben sich er

und die Academy über die Grenzen

hinaus einen guten Namen gemacht.

„Bei uns ist es halt echt herrlich zum

Biken. Für Anfänger haben wir links

und rechts in den Tälern viele Forststraßen,

viele Lifte zum Kombinieren

der ganzen Tourenangebote und für

unseren kleinen Raum mit sechs offiziellen

Bike-Trails schon ein ganz gutes

Angebot für All-Mountain- und

Endurofahrer“, meint Exenberger.

www.bikeacademy.at

So, die Straße nach Westendorf

hinauf ist wieder freigegeben, die

Sperre vorbei. Alles ist auf Hochglanz,

die Almen sind wieder grün. Dem

Bike-Sommer steht nichts mehr

im Wege.

Foto: Nathan Hughes

Es gibt Leute, die gehen zum Lachen

in den Keller und zum Urlauben

auf Instagram. Und es gibt die

BikeHotels Südtirol, die zum Lachen

lieber nach draußen gehen und den

Couchpotatoes Inspiration liefern.

#BikenistChefsache

„Für einen gelungenen Bikeurlaub

ist Mittelmäßigkeit zu wenig. Deswegen

bemühen wir uns sehr, damit

er für dich außerordentlich wird

und in guter Erinnerung bleibt!”

Luis Brunner

Wellnesshotel Erica -

SPORTaktiv

mountain & active **** s

www.erica.it

77


PRO HELM

Kompromisslos für den

Radrennsport wurde der

ABUS-AirBreaker entwickelt.

Alle Details von der

Wabenstruktur des „Multi

Speed Designs“ bis zu den

flatterfreien Flowstraps ist er

auf Aerodynamik gebürstet.

Ohne Abstriche bei Belüftung

und Sicherheit.

www.abus.com

BEFLÜGELT

EIn innovativer Heckträger

ist der ATERA-„Genio Pro“.

Seine „Flügelfalttechnik“

ist nach dem Vorbild der

Natur konstruiert, damit

lässt er sich besonders klein

verstauen. Entfaltet nimmt

er drei Bikes mit bis zu 66 kg

Gesamtgewicht auf.

www.atera.de

BIKE

NEWS

X-TRACK-PEDAL FÜR

ENDURO UND TRAIL

Die LOOK-X-Track-Pedale überzeugen

durch einen einfachen Ein- und Ausstieg

und ihre extra große Kontaktfläche. Und

sie sind kompatibel mit Shimanos SPD-

System. Mit dem X-Track-En-Rage+ gibt‘s

einen Neuzugang in der Serie –

speziell für Trail-/Enduro-

Einsatz entwickelt.

www.lookcycle.com

KLEINER RIEGEL,

GROSSE LEISTUNG

Sporternährungsspezialist

XENOFIT hat seinen neuen

„energy bar“ auf den Markt

gebracht: Der Kohlenhydrat-

Riegel ist mit 50 g zwar

etwas kleiner, aber dafür

im Inhalt optimiert. Perfekt

für Ausdauersportler in vier

Geschmacksrichtungen.

www.xenofit.de

HIGH END

Die BBB Commander BSG-61 ist eine High-

End-Sportbrille mit einstellbarem Rahmen

(Länge der Bügelenden, Nasenbügel),

wasserabweisender Beschichtung und drei

Wechselgläsern. Sie ist 32 Gramm leicht

und in fünf Farben erhältlich.

www.bbbcycling.com

Fotos: Hersteller

78 SPORTaktiv


SONNENSCHUTZ

IM HÄRTETEST

Wer könnte Sonnencremes besser auf Herz

und Nieren testen als der zweifache Ironman-

Hawaii-Sieger Patrick Lange?

Erst schwimmen, dann stundenlang Rad fahren

und am Ende einen Marathon laufen.

Meist noch in großer Hitze – da ist die Haut

extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Bei

einem Ironman gut und gerne einmal zehn, elf,

zwölf Stunden lang. Patrick Lange kann davon

ein Lied singen. Der Deutsche ist zweifacher

Sieger des Ironman auf Hawaii – in der Rekordzeit

von 7:52,39 Stunden. „Da sollte die

Sonnencreme natürlich wasser- und schweißresistent

sein. Andernfalls würde sie sich bei mir

nicht lange halten“, sagt der 32-Jährige aus Bad

Wildungen in Hessen. „Von Vorteil ist auch,

wenn sie nicht fettet und schnell einzieht, da

sich dadurch das Auftragen leichter gestaltet.“

Bei einem Triathleten spielt Zeit also einfach

immer eine Rolle.

Schwitzen verstärkt übrigens die Wirkung

der UV-Strahlung durch die Wasserschicht,

die sich auf der Haut bildet. „Wichtig ist, sich

gleich nach dem Aufstehen gut einzucremen.

Im Training sollte man dann auch regelmäßig

nachcremen“, rät Lange. „Und im Wettkampf

empfiehlt es sich natürlich auch zwischen den

Disziplinen.“ Damit kein Sonnenbrand die

Freude über den Sieg trübt.

MEHR INFOS UNTER:

www.ultrasun.com

ANZEIGE / Fotos: Ultrasun

SPORTaktiv

79


BOSCH UND GOISERN

Bosch, SPORTaktiv

und die Salzkammergut-Trophy

machen es

möglich: Wir verlosen

fünf Startplätze für

die Trophy im neuen

eMTB-Format. Dazu

gibt es geführte

Touren und

Testfahrten.

VOLL UNTER STROM

Die Salzkammergut-Trophy in Bad Goisern

muss man nicht mehr näher vorstellen.

Der härteste und beliebteste

Mountainbike-Marathon Österreichs, weit

über die Grenzen hinaus bekannt und berüchtigt,

hat seit drei Jahren auch einen ganz jungen

Ableger, die Bosch eMTB-Challenge supported

by Trek.

Bosch führt diese Wettkampfserie mit maximalem

Spaßfaktor heuer bereits in die dritte

Saison. Es gibt Rennen in sechs europäischen

Ländern, darunter den Auftakt am Gardasee,

und die Serie führt bis England und Frankreich.

Bad Goisern ist am 13. Juli die österreichische

Station. Wegen der hohen Nachfrage

sind die Startplätze in diesem Jahr erstmals auf

Fotos: Daniel Hug

80 SPORTaktiv


BOSCH E-MTB-CHALLENGE

SUPPORTED BY TREK

Alle Infos zum E-Rennen in Bad

Goisern, zur Ausschreibung und

zu den Touren auf

www.trophy.at

www.trophy.at/MTB-Touren

#emtbchallenge

150 Teilnehmer pro Veranstaltung limitiert.

Wie bei allen eMTB-Rennen von

Bosch, ist nicht nur pure Muskelkraft

gefragt, Fahrtechnik und Orientierung

spielen genauso eine Rolle wie Kondition

und cleveres Akku-Management.

Der Bewerb im Detail

Die Bosch eMTB-Challenge punktet

vor allem mit Vielseitigkeit. Rund 35

Kilometer und etwa 1000 Höhenmeter

sind zu absolvieren. Die sogenannten

Stages, eine Mischung aus Bergauf- und

Bergabstrecken, werden ohne vorheriges

Training auf Zeit gefahren. Auf den

Transferstrecken dazwischen geht es weniger

um Geschwindigkeit als vielmehr

DAS GEWINNSPIEL

Bosch und SPORTaktiv verlosen

fünf Startplätze für die Bosch

eMTB-Challenge in Bad Goisern

am 13. Juli! Bewirb dich bis

28. Juni per E-Mail an

office.sportaktiv@styria.com

und du bist Teil der großen

Trophy-Familie.

um die Orientierungsfähigkeit. Diverse

Punkte müssen im Gelände gefunden

werden, wird einer ausgelassen, gibt es

eine 10-Sekunden-Strafe. Der Fahrer

mit der schnellsten Gesamtzeit gewinnt.

Uphill-Flow und Touren

Dazu bietet Bosch Fahrtechniktrainings

und geführte Touren mit Uphill-Flow

an. Mit Ex-Worldcup-Fahrerin Greta

Weithaler starten die Events in Bad

Goisern am 12. Juli um 11 Uhr, 14.30

Uhr und als „Sunset-Fahrt“ um 17.30

Uhr. Zusätzlich gibt es von 12. bis 14.

Juli geführte eMTB-Testfahrten, alle

Abfahrtszeiten findest du unter www.

trophy.at/MTB-Touren, Anmeldungen

unter emtb-touren@trophy.at. Und als

Draufgabe gibt es individuelle Testmöglichkeiten

während der Expo-Öffnungszeiten

in Bad Goisern.

SPORTaktiv

81


DIE WICHTIGKEIT

DER RICHTIGKEIT

VON DER SCHWIERIGKEIT, DAS THEMA TRITTFREQUENZ BEIM E-BIKE VERSTÄND-

LICH ZU VERMITTELN. DA HILFT WOHL NUR DER VERGLEICH ZUM AUTO. UNSERE

FAHRTECHNIKSERIE, PART III: DIE RICHTIGE TRITTFREQUENZ BEIM E-BIKE.

VON CHRISTOPH HEIGL

Ja, auch im Mekka der Mountainbiker

am nördlichen

Gardasee gehört das E-Mountainbike

zum normalen Ortsbild

von Riva und Torbole.

Und auch hier sieht man das moderne

E-Bike-Phänomen: Elektrisch unterstützte

Radfahrer erkennt man meist von Weitem,

weil sie eine ganz andere, meistens

viel niedrigere Trittfrequenz haben und

zu schwere Gänge treten. Und damit –

und so wird es zum Problem – die Kraft

ihres Motors gar nicht zur vollen Entfaltung

bringen oder im schlimmsten Fall

Kette und Ritzel ruinieren. Denn mit 60

bis 90 Newtonmeter (Nm), im Fall des

TQ-Motors sogar bis 120 Nm, ist Power

masse vorhanden. Wir haben das 25. Bike-Festival

am Lago genutzt, uns in der

Szene der Motorenhersteller nach den

besten Tipps erkundigt – und sind dabei

offene Türen eingerannt.

„Ja, die richtige Trittfrequenz wird leider

nicht gut genug kommuniziert“, sagt

Andreas Böxler. Der Experte am Panasonic-Stand

blättert in einem zig Seiten

starken Katalog eines renommierten

Herstellers. „Darin finde ich alle Daten,

aber nix zum Thema Trittfrequenz, schade.“

Seine Empfehlung zu Panasonic-Motoren:

„Unser Antrieb arbeitet

am effizientesten bei 80 bis 90 Kurbelumdrehungen

pro Minute, 80 sind als

Richtwert ideal.“ Das ist für den normalen

Radfahrer ein hoher Wert.

Am Stand von Shimano treffen wir

Marketingchef Michael Wild, der selbst

seine Beobachtungen macht: „Man sieht

es auch in der Stadt bei den E-Bikes. Vor

der roten Ampel wird nicht geschaltet

und dann treten die Leute mit den dicken

Gängen los. Die meisten E-Biker

schalten zu wenig und zu spät.“ Dabei

hat das direkte Auswirkungen auf den

optimalen Wirkungsgrad, das Drehmoment

und auf das dominierende Thema,

die Reichweite. „Die Leute, die nicht die

richtigen Gänge fahren, beschweren sich

dann, dass zu wenig Kraft da ist und der

Akku nicht lange hält. Da ist noch viel

Aufklärungsbedarf.“

Schaltfaulheit?

Ins selbe Horn stößt man bei Specialized,

wo auf die Kombination von neuem

Brose-Motor und hauseigener Specialized-Software

gesetzt wird. „Unser

Fotos: Christoph Heigl

82 SPORTaktiv


Motor funktioniert optimal bei 80 Umdrehungen

pro Minute“, sagt Instruktor

Christoph Joch. Dass nicht alle optimale

Zahlen fahren, erklärt er sich mit der

„Schaltfaulheit“ der E-Biker, weil ja der

Motor eh so wahnsinnig stark ist. „Die

Kräfte sind aber so groß, dass die Ketten

oft zu tauschen sind. Das kleinste Ritzel

am Zahnkranz hinten ist abgefahren,

und die größeren haben die Kette noch

gar nie gesehen“, schmunzelt er. Tests

zur Reichweite hat er selbst gemacht:

„Mit dem richtigen, leichteren Gang

und höherer Kadenz kamen wir bis zu

zehn Prozent weiter.“ Bei Händlerschulungen

ist das ein zentrales Thema. „Am

besten verstehen es die Leute beim Vergleich

mit dem Auto. Ungeachtet der PS

muss man auch beim Auto schalten, um

den idealen Wirkungsgrad zu haben.

Man kann nicht im sechsten Gang den

Berg hochfahren.“ Eine Frequenzanzeige

im Display (wie bei anderen Herstellern

auch) sollte helfen.

Es ist Physik

Bosch hat sogar einen Reichweitenrechner

auf der Website, wo man die Zusammenhänge

zwischen Gewicht, Rad (z. B.

richtiger Reifendruck), Unterstützungsstufe,

Geschwindigkeit, Umwelt (Gelände,

Wind) und Trittfrequenz sehr anschaulich

als Grafik bekommt. Wer die

Physik des Bikens mit Motor versteht,

fährt wohl anders.

Einen anderen Weg beschreiten die

Münchener von Fazua. Ihr Konzept beinhaltet

einen kleineren Motor, einen

kleineren Akku und etwas weniger Power.

„Bei uns sind schon 60, 65 Umdrehungen

der Idealwert“, sagen Fazua-Mitgründer

Fabian Reuter und Entwicklungsingenieur

Stephan Happ.

Deutlich niedriger als die Konkurrenz.

Damit kommen viele auf Anhieb klar.

Nur Rennradfahrer, die 100 bis 110

Umdrehungen gewohnt sind, müssen

sich anpassen.

Anpassungsbedarf haben auch noch

die Schaltungshersteller, denn bei vielen

Bikes ist es gar nicht möglich, richtig

steile Passagen mit hoher Frequenz zu

fahren, weil der leichteste Gang das

nicht packt. Selbstversuch auf einem

steilen Trail: Im leichtesten Gang

schafft man trotz Motorpower gerade

45, 50 Umdrehungen. Größere Kassetten

bzw. kleinere Kettenblätter würden

helfen. Oder die Antriebshersteller senken

die Drehmomentkurve noch weiter

nach unten. Bis dahin: fleißig kurbeln.

DIE

GRUNDREGELN:

UM MOTOR UND AKKU MÖGLICHST EFFIZIENT ZU NUTZEN, SOLLTE MIT

BESTIMMTEN TRITTFREQUENZEN GEKURBELT WERDEN. ALLGEMEINER

RICHTWERT: ZWISCHEN 70 UND 90 UMDREHUNGEN PRO MINUTE. DAS IST FÜR VIELE RADFAHRER HÖHER ALS

GEWOHNT. NUR DIE MOTORUNTERSTÜTZUNG HOCHZUDREHEN, IST DER FALSCHE ANSATZ.

SPORTAKTIV-TIPP: LEICHTERE GÄNGE FAHREN, MEHR FREQUENZ TRETEN, AUCH WENN SICH DAS FÜR UNGEÜBTE

RADFAHRER MERKWÜRDIG ANFÜHLT. MIT DISPLAY, UHR ODER RADCOMPUTER GEGENCHECKEN.

SPORTaktiv

83


SCHWEIZER

POWER MIT

ZAUBERHAFTER

DIE SCHWEIZER E-BIKE- MARIA

PIONIERE VON FLYER SCHICKTEN IHREN

ENDURO-BOLIDEN UPROC 7 IN DEN

SPORTAKTIV-HÄRTETEST.

URTEIL: MIT BRAVOUR BESTANDEN.

Ein gutes E-Bike allein reicht nicht, um uns zu überzeugen,

das schicken wir voraus. Es muss auch ein gutes,

stimmiges Mountainbike-Konzept sein. Und das „Flyer

Uproc 7 6.30“ punktet gleich in mehreren Kategorien. Aus

MTB-Sicht hat es herausragende Laufräder: Die breiten Felgen

von DT Swiss bieten den idealen Halt für Schwalbes

Brutalo-Klassiker namens Magic Mary. In der weichen Addix-Soft-Version

und mit 2,6er-Dimension haben die grobstolligen

Pneus immensen Grip, egal auf welchem Untergrund.

Das gibt enormes Vertrauen in das Bike.

Restlos überzeugt haben uns auch das angepasste Rahmenkonzept

(steilerer Sitzwinkel, flacherer Lenkwinkel, aufrechte

Sitzposition) sowie Sensibilität und Schluckfreudigkeit

des Hinterbaus mit seinen 16 Zentimetern Federweg.

Dazu bissige Shimano-Bremsen, fertig ist ein Mountainbike,

das mit einer beachtlichen Länge von 1,96 Metern bergab

kein Halten kennt und so manches KOM-Krönchen einfuhr.

Ohne Motor-Unterstützung, wohlgemerkt.

Doch das Flyer-Geschoss punktet klarerweise auch in den

E-Bike-Kategorien. Die Power ist im High-Modus enorm,

im Auto-Modus perfekt für den Traileinsatz dosierbar. Mit

den von Flyer selbst entwickelten und hintergrundbeleuchteten

Controllern lassen sich nicht nur Modi und Display

ansteuern, sondern auch das niteride-taugliche und gut integrierte

Supernova-M99-Licht. „Flaggschiff für die Alpen“

betiteln die Schweizer ihr Bike. Zu Recht: Mit diesem Bike

ist in unseren Breiten wohl keine Challenge zu schwer. FLYER UPROC 7 6.30

RAHMEN: Alu, FIT-Technologie

ANTRIEB: Panasonic GX0, 90 Nm, 630 WH-Akku

FEDERUNG: 4-Link-Suspension mit 160 mm

und RockShox-Dämpfer Super Deluxe RC3

GABEL: RockShox Lyrik RC, 160 mm

LAUFRÄDER: DT Swiss H1900 Spline 35 mit

Schwalbe Magic Mary Addix Soft 27,5 x 2,60

SCHALTUNG: Shimano XT/SLX 1x11 (11-46)

BREMSEN: Shimano Zee 203/180

GEWICHT: 24 kg

UVP: € 4999,–

www.flyer-bikes.com

ANZEIGE / Fotos: Thomas Polzer

84 SPORTaktiv


WE Want you

Premiumpartner

Kollektion/Teamwear

LANGSTRECKE

DOWE ULTRA SERIES FUNKTIONSUNTERHEMD

GRATIS BEIM KAUF VON TRIKOT+HOSE

Europaweit setzen Vereine, Unternehmen

und Teams auf das KnowHow und das breite

Teamwear-Produktsortiment von DOWE

- egal ob für Bike, Tria oder Running.

DOWE gilt als Geheimtipp unter Ultra-Langstreckenfahrern,

in der MTB-Rennszene sowie bei Berufsbikern.

Hier bekommt man mit der 2019er

Kollektion ein Bikewear-System, welches für

Höchstleistungen & Profieinsatz entwickelt wurde.

Profitiere von innovativen HighTech-Materialien

mit maximalen Tragekomfort - MADE IN EU.

MIT CARBON

„Für UltraCyclist‘s entwickelt - jetzt

erhätlich auch für die Abendrunde“

NEU

Outlast ® -Ultra II Pad:

Reguliert Wärme

Transportiert Feuchtigkeit

Verringert Reibung

Sitzbeschwerden?

Im Outlast ® Ultra II Polster steckt High-Tech

- mehrere Premium-Materialschichten

machen das Profi-Pad zu einem echten

Komfortwunder, speziell auf langen Touren.

DOWE Road Ultimate Jersey

Aerodynamischer Rennschnitt

Leistungserhaltend, wärmeregulierend

und leicht durch Carbonfasern

Antibakteriell & antistatisch

Hochfunktionelles Profi-Trikot, MADE IN EU

139,90

DOWE Ultra II Trägerhose

Outlast ® Ultra II Pad mit 3D-Polsterung

ein Maximum an Komfort

Power Lycra: sorgt für den perfekten Sitz

Spitzenqualität - MADE IN EU

Antibakteriell & antistatisch

199,90

Highlight ist neben der 3D-Polsterung die Outlast ®

Technologie, welche die Wärmebildung reduziert

und Feuchtigkeit, welche Reibung verursachen kann.

Es ist auf der Ultrastrecke getestet & eignet sich

deshalb umsobesser für jeden ambitionierten

Radsportlern. Test it, feel it, love it!

1 FÜR ALLES - DAS GANZJAHRES-UNTERHEMD

FÜR HÖCHSTEN KOMFORT BEIM SPORT

„Die DOWE UltraSeries trage

ich bei all meinen Adventures.

Biken, Alpinsport und Running

- sensationell!“

Franz Preihs, Ultra Cyclist

5x RACE ACROSS

AMERICA

1x RACE ACROSS

AUSTRIA

AKTION d

ULTRA-

DOWE-UltraSeries-

Funktionsunterhemd

Premium-Qualität für Hobbyund

Ausdauersportler

Antibakteriell ausgestattet

Für eine trockenes und

natürliches Tragegefühl

3D-Seamless Passform

mit Mikrokompression

„KÜHLT BEI HITZE - WÄRMT BEI KÄLTE“

AKTION:

TRIKOT + HOSE auf

www.dowe-shop.com kaufen und

mit Gutscheincode [ Ultra ] das DOWE-

UltraSeries Funktionsunterhemd in ärmellos

oder kurzarm geschenkt bekommen.

im Wert von 79.-

Finde deine Sports- oder Teamwear auf:

Kollektion: www.dowe-shop.com | Teamwear: www.dowe-sportswear.com

DOWE GmbH | Erzgebirgstr. 4 | 73466 Lauchheim - Germany | Tel. +49 (0)7363 952900

*Aktion verlängert bis 31.07.2019


„RUSSLAND LIEGT SCHON

HINTER UNS“

ELIAS LANG UND FABIO

TRENN SIND AM 10. MÄRZ

IN GRAZ AUFGEBROCHEN.

BIS ZUM HERBST WOLLEN

SIE IN TOKIO SEIN.

EIN ZWISCHENBERICHT

AUS KASACHSTAN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Was für ein Abenteuer! Zelten mitten

im Irgendwo und ein Leben auf dem

Fahrrad für viele Monate.

14.000

Kilometer, 12

Länder, von

Graz bis Tokio. Mit dem Fahrrad. Als

Fabio und Elias im März aufgebrochen

sind, standen sehr viele Fragezeichen im

Raum. Raus aus Österreich, rein nach

Ungarn, schon stellten sich erste Beschwerden

durch das ungewohnte und

stundenlange Radfahren ein. Aufgeben?

Sicher nicht! Zweifel? Sicher nicht.

Und auch wenn es wohl übertrieben

wäre, zu behaupten, dass das Ziel der

jungen Abenteurer bereits am Horizont

auftaucht, haben sie dennoch Tokio vor

Augen und erstaunlich viele Kilometer

(knapp 3800 km Ende Mai) und Erlebnisse

gesammelt. „Das Geilste war auf

jeden Fall der Grenzübertritt nach Russland“,

berichtet Fabio. „Einfach zu wissen,

dass man es mit dem Rad von Graz

nach Russland geschafft hat.“ Dabei darf

angemerkt werden, dass die beiden Jungs

keine Sportler sind und vor dem Antritt

der Reise auch kein Training irgendeiner

Art gemacht haben. Außer, sich voll auf

die Challenge einzulassen. Wohl mehr

wert als trockene Kilometer am Ergo

und ein paar Kniebeugen.

„Was auch sehr beeindruckend war,

war der Landschaftswechsel“, erzählt Fabio.

„Ab Wolgograd wurde es immer

steppenartiger, der Sommer erreichte

uns früh mit heißen 30 Grad.“ Über

Achtubinsk ging es östlich der Wolga

Richtung Astrachan und rein nach Kasachstan.

Die endlosen Weiten waren

eine gute Vorbereitung auf die kommenden

Monate in Kasachstan, Usbekistan

und Tadschikistan. Die Zeiteinteilung?

„Bis 6.September müssen wir in China

einreisen.“

Die beiden Grazer reisen nur mit ihren

Rädern, übernachtet wird im Zelt. Ab

und zu werden sie aber eingeladen oder

genehmigen sich eine Unterkunft. Elias

schmunzelt: „Immer öfter, wenn wir in

einem Hostel sind oder eingeladen werden,

merke ich, wie mir das Zelt und das

abenteuerliche Leben abgeht. Für mich

ist unser alltägliches Fahrradleben jetzt

schon das normalste der Welt. Jeden

Abend neue Zeltplätze zu finden, jeden

Tag zu hundert Prozent ausnützen. Das

bedeutet für mich, wirklich zu leben.“

Folgen kann man Elias und Fabio auf

Instagram und auf ihrer Website:

Instagram: „graz.tokyo“

http://graztokyo.blogspot.com/

Fotos: Elias Lang, Fabio Trenn

86 SPORTaktiv


NEVER STOP

EXPLORING.

PROWLER

SONIC 12

KTM-BIKES.AT


BAD KLEINKIRCHHEIM & SPORTaktiv LADEN EIN

DAS SPORTAKTIV-

BIKE-FLOW-CAMP

19. bis 22. September 2019

in Feld am See, Kärnten

• 3 Nächte mit Verwöhnpension im Doppelzimmer; nach

Wahl im Vier-Sterne- Superior-Hotel „Brennseehof“

in Feld am See; oder als noch günstigere Variante in

der nebenan gelegenen Sportpension „Seehof“

• Frühstück, Mittag- und Abendessen auch für

die Sportpensionsgäste im „Brennseehof“

• Begleitung und Betreuung durch Profi-Guides

der Sportschule Krainer

• als Geschenk: ein BUFF-SPORTaktiv- Headband,

ein Sportnahrungspaket von PEEROTON und

ein „Ultrasun SPF 30 Sports Gel“

• optional SPORTaktiv-Bergschutz powered by

Nürnberger-Versicherung für die Dauer des Camps

CAMPLEITUNG

Sportschule Krainer (www.sportschule.at)

PROGRAMM

• 3 geführte Mountainbike-Tages touren

mit hohem Singletrail-Anteil in den

Nockbergen (in drei Leistungsgruppen)

• NEU: Tour auf Europas längstem Flow-Country-Trail

• Aufwärmprogramm mit Fahrtechniktipps von Profi-Guides

am neuen nock/bike-Übungsparcours in Feld/See

• Testmöglichkeit von Hardtails und Fullys

ZIELGRUPPE

aktive Mountainbiker

(Hobbyfahrer & ambitionierte Biker)

TEILNEHMER

maximal 25

ANMELDUNG

Direkt beim Hotel „Brennseehof“ buchen –

die ersten 25 kommen zum Zug!

• Hotel „Brennseehof“

Seestraße 19, 9544 Feld am See

T. +43 (0) 42 46/24 95

E-Mail: hotel@brennseehof.com

Web: www.brennseehof.com

Der Mit Bau Unterstützung von Europas von längstem Bund, Land Flow-Country-Trail und Europäischer erfolgte Union mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union

DEINE GESCHENKE

Ein BUFF-SPORT aktiv-Headband,

ein Top-Sportnahrungspaket von

PEEROTON und das „Ultrasun SPF 30

Sports Gel“.

88 SPORTaktiv


BIKE-FLOW CAMP

www.sportaktiv.com

DAS ANGEBOT:|

4 TAGE/3 NÄCHTE|

MIT 3 GEFÜHRTEN|

MOUNTAINBIKE-TOUREN |

AB € 385,–|

DIE UNTERKUNFT

Hotel „Brennseehof“ und Sportpension „Seehof“

in Feld am See. Von dort starten wir in die Region

Bad Kleinkirchheim.

Spezialpreise fürs exklusive Camp:

€ 415,– (**** S Hotel Brennseehof) oder

€ 385,– (Sportpension Seehof)

Aufpreis für Einzelzimmer: jew. € 45,–.

Es gelten die allg. Geschäftsbedingungen der

Hotellerie (AGBH 2006).

Foto: Region Bad Kleinkirchheim (c) Mathias Prägant

Der Countdown läuft: Nach knapp einem

Jahr Bauzeit wird Mitte Juli Europas längster

Flow-Country-Trail in der Region Bad

Kleinkirchheim eröffnet. Doch dem nicht genug:

die nock/bike-Region begeistert mit 750 Kilometern

legalen Bikestrecken für Mountainbike-Freaks und

E-Bike-Genießer.

Alles fiebert freilich schon dem neuen Trail

entgegen, der 15,9 Kilometer Glückshormon-Ausschüttung

verspricht. Zuerst geht es gemütlich mit

der Kaiserburgbahn auf den Berg – direkt bei der

Bergstation befindet sich der Einstieg in Europas

längsten Flow-Country-Trail. Jetzt heißt es die

knapp 1000 Höhenmeter auf der 15,9 Kilometer

langen Strecke mit einem durchschnittlichen Gefälle

von rund 8 Prozent zu bewältigen. Diverse

Steilkurven, Drops, Bumps und Roller auf der mit

Schotter befestigten Strecke erfreuen das Mountainbiker-Herz.

Rast- und Entspannungsplätze entlang

des Trails laden zu Pausen mit Panoramablicken in

die südliche Alpenwelt ein.

Vielseitige Bike-Möglichkeiten

Absolutes Highlight der nock/bike-Region Bad

Kleinkirchheim ist aber, dass alle Routen und Trails

des 750 Kilometer langen, legalen Radstreckennetzes

miteinander kombinierbar sind! Auch der neue

Flow-Country-Trail lässt sich an bestimmten Stellen

bestens mit den Natur-Single-Trails oder Biketouren

der Region verbinden. Insgesamt gibt es fünf dieser

natürlichen Trails, drei davon, die Nock-Lake-Trails,

führen direkt zur Bikers Lounge am malerischen

Brennsee im Familiensportdorf Feld am See, wo die

Campteilnehmer logieren.

Nutze die Chance und entdecke mit den Profi-

Guides der Sportschule Krainer Europas längsten

Flow-Country-Trail – beim SPORTaktiv -Flow-

Camp in der Region Bad Kleinkirchheim von

19. bis 22. September!

Mehr Infos zur Region:

www.badkleinkirchheim.at

www.nockbike.com

SPORTaktiv

89


SPORTAKTIV WAR AUF

EINLADUNG VON ITALIENS

TOURISMUSAGENTUR ENIT

BEIM GIRO D’ITALIA UND

DURFTE DREI ETAPPEN MIT

DEM E-RENNRAD

MITFAHREN. BEIM „GIRO E“

TRAFEN WIR NICHT NUR DIE

WELTMEISTER LUCA TONI

UND PAOLO BETTINI,

SONDERN MACHTEN AUCH

BEKANNTSCHAFT MIT

LAMBRUSCO UND

PARMIGIANO.

VON CHRISTOPH HEIGL

Nach dem Kreisverkehr eintauchen

in die enge Ortseinfahrt

von Pinerolo und

dort stehen sie: Hunderte

Volksschulkinder mit rosaroten

Luftballons und Fähnchen, sie

schreien sich die Seele aus dem Leib.

Von den Balkonen winken Omas, aus

den Häusern laufen Apothekerinnen,

Zahnärzte, Verkäuferinnen, Mechaniker,

alle zücken die Handys. Hunde bellen

aufgeregt und die Beamten auf den Polizeimotorrädern

hupen sich die Finger

wund. „Ciao, Ciao, Ciao“ schallt es von

allen Seiten und „Braaavi“! Der Giro

d’Italia rauscht durch? Nein. 60 normalsterbliche

Frauen und Männer auf

Elektrorennrädern kurbeln durch den

Ort und fühlen sich für ein paar Sekündchen

selbst wie große Radstars.

Wie das?

Zum einen ist Italien ein radsportverrücktes

Land. Rennräder haben es den

Landsleuten von Coppi, Pantani und

Nibali besonders angetan. Die traditionelle

Italienrundfahrt zeigt das in den

schönsten Blüten. Jedes Haus, jeder

Zaun, jedes Dorf ist rosa geschmückt, in

den Start- und Zielorten ist die Hölle

los, das muss man einmal erlebt haben.

Zum anderen haben die Veranstalter

heuer zum zweiten Mal den „Giro E“ im

Rahmenprogramm, eine Art Promotion

mit Renncharakter, mit 18 Etappen auf

E-Rennrädern auf der Originalstrecke.

Partner und Sponsoren des echten Giro

wie Castelli oder Toyota stellen zehn

Teams zu je sechs Fahrern. Für das italienische

Team ENIT der Tourismusagentur

in Rom darf SPORTaktiv drei Tage

lang mitfahren, mit Journalistenkollegen

aus Deutschland, Brasilien und Südkorea.

Als unser „Capitano“ fungiert

Ex-Profi Max Lelli, der im Peloton aus

Hobbyfahrern, Semi-Pros, Journalisten

und Promis das Tempo gemeinsam mit

dem ehemaligen Paris-Roubaix-Sieger

Andrea Tafi im Auge behält. „Calma,

calma“, ruft Lelli vor, wenn die Hinte-

Fotos: Giro E/Jennifer Lorenzini, Christoph Heigl

90 SPORTaktiv


Giro E ist ein Promotion-Rennen im

Rahmenprogramm des Giro d’Italia

über 18 Etappen. SPORTaktiv war

im Sattel, im Bild unten beim Start

im eleganten Parma.

IN DER

ROSAROTEN

ren abgehängt werden. Es gibt Sonderprüfungen

mit Geschwindigkeitsvorgaben

(z.B. im Team exakt 31,7 km/h für

8 km halten – ohne GPS oder Radcomputer),

am Ende des Tages eine Punktewertung

sowie farbige Wertungs- und

Führungstrikots. Der Spaß steht aber im

Vordergrund. Das fitteste Team ist übrigens

Kilocal SMP, eine Damenmann-

WELT

SPORTaktiv

91


ENDURO

KNEE

GUARD 2

BESTER SCHUTZ,

SCHNELLSTES

FAHREN

Auf dem Gelände der Enduro

World Series zählt jede Sekunde.

Pro-Armor ist von Fraktalen

inspiriert und 50 % breiter als die

vorhergehende Version.

Es bietet zusätzlichen Schutz

bei Frontalzusammenstößen am

Schienbein und eine seitliche

Stoßdämpfung am Knie.

Starre Frontplatten aus ABS

schützen die Kniescheibe

und das obere Schienbein bei

heftigen Kollisionen.

dainese.com

schaft mit drei Ex-Weltmeisterinnen

und ehemaligen Jungprofis.

Nach den vier- bis fünfstündigen

Etappen fehlt es uns an nichts. Wir

werden von ENIT-Geschäftsführer

Giovanni Bastianelli und unseren

ENIT-Betreuern wie Giro-Sieger behandelt,

die Räder stehen jeden Tag

ready da, am Abend wird gefeiert mit

den Köstlichkeiten der Region: Lambrusco,

gebackener Parmigiano, Salami.

Dolce Vita, Mammamia! Wenn

nur der Muskelkater nicht wäre …

SPORTaktiv-Redakteur Christoph Heigl mit

Weltmeister Paolo Bettini, Roubaix-Sieger

Andrea Tafi und „il capitano“ Max Lelli (von links).

Überall Weltmeister

Aber hoppla! Ist das nicht Luca Toni?

Der ehemalige Bayern-Star und Weltmeister

taucht bei der Etappe von Lugo

nach Modena auf. „Ich sitze zum ersten

Mal auf einem Rennrad“, grinst der

Fußballer, der im Promi-Team Werbung

für die Olympia-Kandidatur von

Mailand-Cortina 2026 macht. Ob er

noch oft in München ist? „Immer

wenn mich Frank einlädt, drei, vier

Mal im Jahr“, erzählt der ehemals beste

Buddy des scheidenden Bayernstars

Frank Ribery. „Schade, dass er aufhört.“

Luca Toni bekommt am Rennrad

schnell Schmerzen am Rücken und

Hintern und fährt meistens freihändig

und mit seitlich weit abgestreckten Armen,

wie bei der Titanic-Haltung. Aber

er hat Spaß. Im Ziel treffen wir einen

anderen italienischen Weltmeister, Paolo

Bettini. Selfie? Certo. Auch Mario

Cipollini ist da, Langlauf-Olympiasiegerin

Stefania Belmondo fährt die erste

bergige Etappe über den Montoso sogar

mit. Der Montoso bringt unsere

Akkus erstmals zum Glühen (siehe Erfahrungsbericht),

die Huldigungen der

Fans an ihre Legenden können wir im

Schweiße unseres Angesichts gerade

noch lesen. „Sempre il Pirata“, kritzeln

sie auf den Asphalt. Und N-I-B-A-L-I.

Wen’s interessiert: Die Profis sind den

Montoso ohne Motor wesentlich

schneller hinaufgerast als wir mit Motor,

z.B fünf Minuten schneller als ich

im Full-Power-Modus. Incredibile,

watt-tastisch!

Unsere Etappen sind natürlich nicht

so lang wie die des Original-Giros,

etwa 120 km pro Tag, und enden genau

drei Stunden vor dem Profirennen

im selben Ziel. Auch wir haben einen

wild wachelnden Rennleiter im Auto

vor uns, einen ganzen Tross von Begleitfahrzeugen,

Fotografen und 20 Polizisten

und Ordner auf Motorrädern

um uns herum. Das fühlt sich sehr geil

und profimäßig an. Typisch für Italien

wird ohne Unterlass gehupt, gedeutet

und gepfiffen. Vielleicht glauben deshalb

viele, der echte Giro rauscht heran.

In einem kleinen Örtchen lässt der

Pfarrer sogar die Kirchenglocken für

uns läuten. Grazie mille!

Fotos: Giro E/Jennifer Lorenzini, ENIT Italia, Christoph Heigl


Der Geschäftsführer

von

ENIT Italia,

Giovanni

Bastianelli

(Mitte), mit

dem Team aus

Journalisten

und Racern.

SPORTAKTIV-TEST

SO FÄHRT SICH EIN

ELEKTRO-RENNRAD

E-Rennräder dürfen wie alle E-Bikes laut Gesetz bis 25 km/h unterstützen,

darüber schaltet der Antrieb automatisch ab. Beim Rennradfahren,

vor allem in der Ebene, fährt man aber meistens im Bereich von 30

km/h, in Gruppen auch darüber. Man kurbelt also im Normalfall nur mit

Muskelkraft.

Meine ersten beiden Etappen des Giro E waren sehr schnell, fast immer

bei 33 bis 35 km/h. Der Motor meines Pinarello Nytro hat nur für

wenige Sekunden eingesetzt, bei kleinen Hügeln oder beim Rausbeschleunigen

nach Kreisverkehren. So würde der Akku wohl Tage und

Wochen halten. Das Nytro hat 13 kg, was nur beim Losfahren negativ

auffällt. Einmal auf Geschwindigkeit merkt man keinen Unterschied zu

einem echten Rennrad mit sechs oder sieben Kilogramm.

Pinarello setzt auf den sehr leichten Fazua-Antrieb, den man völlig entkoppelt

fahren oder in drei Stufen zuschalten kann: mit 125 Watt, 250

Watt und 400 Watt Maximalpower. Der Fazua-Antrieb ist im Gegensatz

zu normalen Rad- und E-Bike-Motoren fast lautlos. Beim Aufstieg zum

Montoso (8,8 km Steigung mit 838 Höhenmetern) war volle Unterstützung

angesagt. Oben angekommen war der Akku fast leer.

Resümee zum Pinarello Nytro: sehr überzeugendes Fahrgefühl,

Konzept stimmiger als bei E-Mountainbikes, Antrieb nur dann, wenn

man ihn wirklich braucht, perfetto.

NUMINIS TRAIL E

Ob auf ausgedehnten Touren oder auf

knackigen Trails, das Numinis Trail E ist

der perfekte Allrounder! Mit exzellenten

Klettereigenschaften weiß der Trailräuber

bergab mit viel Laufruhe und

spielerischem Handling zu punkten

und meistert auch ruppiges Terrain

problemlos. Die ausgewogene Geometrie

sowie eine fein abgestimmte

Ausstattung runden das Gesamt paket

perfekt ab. Neben den vielfach im Test

gelobten herausragenden Fahreigenschaften,

wusste das Numinis Trail E

auch die Tester des Design & Innovation

Award zu überzeugen und gewann 2019

die prestigeträchtige Auszeichnung.

CENTURION – FORGE AHEAD.

WWW.CENTURION.DE

BIKES SEIT 1976


GRENZGÄNGER

MIT ODER

OHNE STROM

Die Watzmann-Hochkönig-

Runde ist mit 8000

Höhenmetern und fünf

Tagen auf der Südschleife

eine echte Herausforderung.

Aber auch die Umrundung

der beiden Alpengipfel auf

der sanfteren Nordschleife

hat fünf Tagesetappen, konditionsstarke

Biker packen sie

in drei Tagen! E-Biker haben

es sportlich gesehen leichter.

Motorunterstützt und durch

ein gut ausgebautes Netz

an Ladestationen können

sie sorgenfrei die Etappentour

starten.

Die Etappen beider Runden

bieten auch einige Trailvarianten

wie den Trail durch die

Wildenbachschlucht

bei St. Martin bei Lofer

oder den Flow Trail One bei

Maria Alm.

www.watzmannhochkoenig-runde.com

Foto: Salzburger Land, Gideon Heede

94 SPORTaktiv


Auf der Wastlhöhe,

1737 m. Rechts im

Hintergrund der

Hochkönig, 2941 m.

SPORTaktiv

95


DIE NISCHE

BOOMT

WAS SIND DIE RENNRAD-

TRENDS 2019? WAS

STECKT HINTER AERO UND

GRAVEL UND E-RENNRAD?

UND WARUM HAT EX-PRO

BERNHARD KOHL NICHT

MIT ALLEN INNOVATIONEN

EINE FREUDE?

VON CHRISTOPH HEIGL

Ein Angebot, liebe Leser: Wir

können es jetzt ganz kompliziert

machen und eine Fachsimpelei

der dogmatischsten

Sorte vom Zaun brechen darüber,

welche News am wichtigsten

sind: Aero-Trend? Elektro-Rennrad?

Gravel? Funk? Verwirrung, eventuell

Verärgerung wären die Folge.

Oder aber: Wir lassen unseren diesjährigen

Rennradexperten zu Wort

kommen, der eine klare Sprache

spricht. Angebot angenommen? Also

sprach Bernhard Kohl: „Es geht immer

um die Fahrradgeometrie. Alles

andere sind Begrifflichkeiten.“

Früher gab es eine Sorte Rennrad.

Schlanker Rahmen, gebogener Lenker,

schmale Reifen, basta. Heute hat

sich der Markt in viele Gattungen

aufgesplittet. Und auch wenn die

Marktzahlen nach wie vor nur ein

Nischenprodukt sehen: Der Rennradboom

auf den heimischen Straßen

ist ungebrochen. Auch wenn die

schnellen Flitzer wegen ihrer spitzen

96 SPORTaktiv


BERNHARD KOHL

Geboren am 4. Jänner 1982 in Wien,

ehemaliger Profi, 2009 nach einem

Dopingskandal zurückgetreten, seit

2010 Geschäftsführer seines

eigenen Radgeschäfts in Wien.

www.bernhardkohl.at

Fotos: Setvens Bikes, Simplon Bikes, Christoph Heigl

Zielgruppe bei den Absatzzahlen am

Massenmarkt gegen E-Bike, Stadtrad

und Co. immer chancenlos bleiben

werden.

Der Experte am Wort

Zurück zu Bernhard Kohl. Wir sitzen

gemütlich am Stadtrand von Wien in

seinem Radgeschäft, dem mit 3000

Quadratmetern größten Fachgeschäft

Österreichs. Über uns hängen die Räder

seiner spektakulären und spektakulär

zu Ende gegangenen Profikarriere.

Wir diskutieren, ob pfiffige Aero-Rennräder,

klassische Racer oder

komfortable Marathon-Rennräder

die besten sind, und der Ex-Pro sagt

obigen Satz. Egal, wie das Rad schubladisiert

wird, es kommt immer auf

die Geometrie an, also auf die Länge

und Winkel der – früher hätte man

Rahmenrohre gesagt –Konstruktion

aus vornehmlich Carbon oder Alu,

selten auch Stahl oder Titan. „Ich

habe Leute im Shop, die ganz gemütlich

auf einem aggressiven Racebike

sitzen, und andere sind ganz gestreckt

auf einem an sich komfortablen Marathon-Rennrad“,

spricht Kohl aus

seiner Erfahrung. „Es kommt eben

immer auf die Länge des Oberkörpers

und der Beine an.“

DAS RAD

Das moderne 2019er-Rennrad schaut

in etwa so aus: komfortable Geometrie

für alle Einsatzzwecke, strömungsoptimierte

Aero-Elemente bei Rahmen,

Gabel, Sattelstütze und Laufrädern,

25 oder 28 mm breite Reifen

und Scheibenbremsen. „Die letzten

Jahre war noch oft die Diskussion, ob

Scheibe oder Felgenbremse“, holt

HEROES

INSPIRE

HEROES

Erinnerst du dich an deine Kinderhelden? Ihre

grossen Heldentaten, die dich träumen liessen?

Helden von heute inspirieren die Helden von

morgen. SCOTT begleitet junge Helden auf

ihrem Weg, Grosses zu erreichen. Genau wie ihre

Mütter, Väter oder ihre anderen Idole Grosses

erreicht haben.


C I R E X 1 2 0

M T B

AUS LEIDENSCHAFT

WIRD ANTRIEBSKRAFT

98 SPORTaktiv

Kohl aus. „2019 ist das erste Jahr, wo

nicht mehr diskutiert wird. Die

Scheibe hat sich durchgesetzt. Sie

funktioniert ja auch viel besser.“ Zur

Felgenbremse greifen nur noch Gewichtsfetischisten

und echte Traditionalisten.

„Das sind wenige.“ Den Aero-Trend

sieht der 37-Jährige grundsätzlich

skeptisch: „Das ist eben auch

eine Frage von Design und Optik,

weil Aero einfach geiler ausschaut.

Aber von den Tests früher im Windtunnel

weiß ich noch, wie viel Watt

man zunichtemacht, wenn man nur

den Kopf schief hält.“ Sein Fazit:

überbewertet.

DAS GEWICHT

„Rennräder für den Einsteiger sollten

maximal 8 bis 8,5 kg haben, Topgeräte

kommen an die 6,5 kg heran, das

ist von der Fahrstabilität noch akzeptabel“,

meint Kohl. „Ich bin schon

mit fünf Komma irgendwas gefahren,

das war schon sehr instabil.“ Für offizielle

Rennen dürfen Räder nach wie

vor nicht leichter als das UCI-Limit

von 6,8 kg sein. Kohls Tipp: Bei der

Ausstattung sparen, zu einem günstigeren

Modell greifen und das gesparte

Geld in hochwertige Laufräder (Naben,

Felgen, Reifen) stecken. „Die

Frage ist immer, wo ist das Gewicht?

Leichte Laufräder bringen sehr viel.“

DIE BREMSE

Bereits geklärt, Scheibenbremsen.

Kohl: „Shimanos Scheiben funktionieren

am besten.“

„AERO SIEHT HALT

GEILER AUS. ABER VON

DEN TESTS FRÜHER IM

WINDKANAL WEISS ICH

NOCH, WIE VIEL WATT

MAN ZUNICHTEMACHT,

WENN MAN NUR DEN

KOPF SCHIEF HÄLT.“

DIE SCHALTUNG

Schaltseil? Elektronik? Funk? „Das

klärt das Budget“, meint Kohl pragmatisch.

Bei Einstiegsrädern bleibt das

herkömmliche Schaltseil als Günstiglösung

konkurrenzlos. Ab 3500 bis

4000 Euro werden elektronische

Schaltungen wie Shimanos Di2 ein

Thema, Funksysteme wie Srams abartig

teuren 12-fach-AXS-Gruppen erst

weit darüber. Kohl selbst fährt Di2 am

modernen BMC-Renner und „für

Sonntagsausfahrten“ im Italien-Stil Bianchi

und Campagnolo. Japan-Riese

Shimano dominiert beim Rennrad

„wohl zu 98 Prozent“ den Schaltungssektor,

schätzt Kohl. Die 105er- und

darüber Ultegra- und Dura-Ace-Gruppen

sind Shimanos Messlatten.

DIE REIFENBREITE

25 mm breite Reifen sind Standard,

Komfortrenner gehen auf 28 mm und

bis 32 mm. „Entscheidend ist der richtige

Reifendruck.“ Je nach Felgen und

Reifenbreite gibt es Empfehlungen,

Faustregel aber keine. Kohl: „Die

Wahrheit liegt meist irgendwo zwischen

sieben und acht Bar.“


„WEGEN DER

GEWICHTSVERTEILUNG

AM RENNRAD IST DER

NABENMOTOR AM

HINTERRAD SICHER DIE

BESSERE LÖSUNG ALS

DER MITTELMOTOR.“

Thema. Im bergigeren Teil Österreichs

wird das E-Rennrad sicher gut

funktionieren.“ Leichte Konzepte wie

z. B. von Fazua und ebikemotion erlauben

E-Rennräder ab 13 kg. „Vor

allem der Nabenmotor am Hinterrad

funktioniert echt gut“, urteilt Kohl.

„Wegen der Gewichtsverteilung am

Rennrad sicher die bessere Lösung als

der Mittelmotor.“

DAMEN-

RENNRÄDER?

„Sehr viele Mädels und Frauen sind

zum Rennrad gekommen, das ist

ganz klar eine weibliche Trendsportart“,

so Kohl. „Viele wollen aber bewusst

kein Damendesign und die

gleichen Räder wie die Herren, die

Geometrie ist ja auch sehr ähnlich.“

GRAVELTREND?

„Bei uns in Ostösterreich ist das ein

echtes Thema, mehr als im Westen.

Ich würde aber gerne noch ein größeres

und breiteres Portfolio sehen, im

Vergleich zu Rennrädern gibt es viel

weniger Auswahl.“ Kohls Kunden

fahren mit Gravelbikes auch auf Feldwegen,

in den Hügeln, auf Radwegen

oder zur Arbeit.

E-RENNRAD?

Kohl ist selbst schon E-Rennrad gefahren

und hat sich damit „am Berg

so stark wie früher“ gefühlt. Die

Nachfrage ist schon da, aber nicht so

stark wie bei den E-Mountainbikes.

„Durch die 25-km/h-Regelung ist das

bei uns im Flachen kein so großes

FEDERUNG?

Marktriesen wie Trek und Specialized

experimentieren mit Federungen und

Dämpfungssystemen. Dem kann

Kohl wenig abgewinnen. „Dämpfung

hole ich mir über die Rahmenkonstruktion

oder den Luftdruck in den

Reifen. Mehr braucht es nicht.“

Am Ausrüstungssektor geht der

Aero- bzw. Graveltrend auch bei den

Helmen, Schuhen und bei der Bekleidung

weiter, die Auswahl ist riesig.

Kohls Tipp am Schluss: „Wer viel

Geld in teure Radschuhe investiert,

sollte ein paar Euros für hochwertige

Einlegesohlen reservieren. In vielen

Modellen sind billigste Produkte.

Steifere Sohlen schützen und stärken

das Fußgewölbe, sorgen für mehr

Druck am Pedal und für weniger

Schmerzen.“

Wie viel unser Experte selbst noch

Rad fährt? „Mal eine Woche viel,

dann zwei Wochen gar nicht. Im

Vorjahr waren’s 2000 km, heuer sollten

es 5000 werden“, erzählt er.

„Beim Rennradfahren kann ich jedenfalls

am besten abschalten und

komme so zu frischen Ideen.“

alpina-sports.com

SPORTaktiv 99


STREETSTYLE

STRASSENKÜNSTLER EINMAL ANDERS:

VIER EINSTEIGER UND VIER TOP-BOLIDEN.

NEUER CARBON-RAHMEN UND -GABEL

HOHE SPURTREUE UND DOCH QUIRLIG

SHIMANO-“ULTEGRA 2 X 11“-ANTRIEB

STEVENS IZOARD PRO DISC

RAHMEN: Carbon SL Fiber

GABEL: Stevens Full Carbon SL

SCHALTUNG: Shimano Ultegra

BREMSEN: Shimano Ultegra,

160 mm/160 mm

BEREIFUNG: Continental Grand Prix 25 mm

GEWICHT: 8 kg

PREIS (UVP): € 2299,–

www.stevensbikes.de

PERFORMANCE CARBON

OVALES SITZROHR

INTEGRIERTE KABELFÜHRUNG

RAHMEN AUS E5-PREMIUM-ALUMINIUM

LEICHTE SPECIALIZED-S-WORKS CARBON-GABEL

SHIMANO-105-SCHALTKOMPONENTEN

KTM REVELATOR 3300

RAHMEN: Revelator TK-Performance

Carbon

GABEL: Carbon-Fork Disc Apro R981X

SCHALTUNG: Shimano 105

BREMSEN: Felgenbremse Shimano 105

R7000 Caliper

BEREIFUNG: Continenal Grand Prix

SL, 23 mm

GEWICHT: 8,48 kg

PREIS (UVP): € 1799,–

www.ktm-bikes.at

SPECIALIZED ALLEZ SPRINT COMP

RAHMEN: Specialized E5 Premium Aluminum

GABEL: S-Works FACT full carbon

SCHALTUNG: Shimano 105

BREMSEN: Shimano 105

BEREIFUNG: Turbo Pro, 60 TPI, folding bead,

BlackBelt protection, 26 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 1849,–

www.specialized.com/de

RAHMENGEWICHT 1350 GRAMM

RITCHEY-COCKPIT

VOLLCARBON-GABEL

ROSE PRO SL DISC ULTEGRA

RAHMEN: 7005 T6 Ultralight Aluminium

GABEL: PRO SL Modulus Vollcarbon

SCHALTUNG: Shimano Ultegra

BREMSEN: Shimano Ultegra

160 mm/160 mm

BEREIFUNG: Zaffiro Pro IV Graphene

schwarz, 28 mm

GEWICHT: ca. 8,4 kg

PREIS (UVP): € 1799,–

www.rosebikes.de

Fotos: Hersteller

100 SPORTaktiv


AERODYNAMIK-PAKET

SYNCROS-LAUFRADSATZ

SYNCROS-KOMPONENTEN AUS CARBON

SCOTT FOIL RC DISC

RAHMEN: Foil Disc HMX/IMP, Carbon

GABEL: Foil Disc HMX, Carbon

SCHALTUNG: Shimano Dura-Ace

BREMSEN: Shimano BR-R9170 Hyd Disc

160 mm/160 mm

BEREIFUNG: Schwalbe ONE V-Guard Fold

28 mm

GEWICHT: 7,42 kg

PREIS (UVP): € 6999,–

www.scott-sports.com/at

FÜR TRAILS

ENTWICKELT.

FÜR DICH

GEMACHT.

SIMPLON PRIDE E-TAP

RAHMEN: Carbon

GABEL: Simplon Pride, Hpmc Hot Melt

Carbon

SCHALTUNG: Sram RED eTAP

BREMSEN: Sram RED eTAP HRD Disc,

160 mm/160 mm

BEREIFUNG: Schwalbe One Evo, 25 mm

GEWICHT: 7,21 kg

PREIS (UVP): € 7199,–

www.simplon.com/de

TOP-INNOVATIVES KONZEPT

SMARTE COCKPIT-INTEGRATION

FUNKSCHALTUNG

VIBRATIONSDÄMPFENDES ISOSPEED

TOP-FAHRKOMFORT

LEICHTES 700-SERIES-OCLV-CARBON

TREK MADONE SLR 6 DISC

RAHMEN: 700 Series OCLV Carbon

GABEL: 700 Series OCLV Carbon

SCHALTUNG: Shimano Ultegra

BREMSEN: hydraulische Flat-Mount-

Scheibenbremsen Shimano Ultegra

BEREIFUNG: Bontrager R3 Hard-Case Lite,

120 TPI, Aramidwulstkern, 25 mm

GEWICHT: 8,38 kg

PREIS (UVP): von € 5999,– bis 6599,–

www.trekbikes.com/at/de_at

DIE

eWME

PLATTFORM.

04/19

TIPP

Preis-

Leistung

2019

KAUFTIPP

BMC TEAMMASCHINE SLR02

DISC (MODELLJAHR 2020)

RAHMEN: Teammachine SLR02, Carbon

GABEL: Teammachine SLR 02 Carbon

Disc, TCC Race, Flat Mount, 12 x 100 mm

SCHALTUNG: Shimano Ultegra Di2

BREMSEN: Shimano Ultegra Di2,

160 mm/140 mm

BEREIFUNG: Vittoria Rubino Pro, 25 mm

GEWICHT: ca. 8 kg

PREIS (UVP): € 4999,–

www.bmc-switzerland.com

DUAL TRANSMISSION INTEGRATION

TUNED COMPLIANCE CONCEPT

ELEKTRONISCHE SCHALTUNG

SHIMANO STEPS 8000

27.5”/ 29”/ MX VERSIONEN

140-160MM FEDERWEG

AB 3699,95 €

w w w . c o n w a y - b i k e s . d e


PEARL IZUMI ELITE PURSUIT

SPEED JERSEY M

• Silikongripper am Rücken

verhindert Verrutschen

• Direct-Vent-Einsätze für hervorragende

Ventilation

• patentiertes anatomisches

Speed-Sleeve-Design für

optimalen Sitz

PREIS (UVP): € 99,95

www.paul-lange.de

UYN ALPHA BIKING SHIRT SHORT SLEEVES M

• aus eigens entwickeltem Polyamid-Garn;

100 Prozent pflanzenbasiert

• 25 Prozent leichter, trocknet um bis zu 50

Prozent schneller als vergleichbare Fasern

• antibakteriell

• Hypermotion-Konstruktion ermöglicht maximale

Bewegungsfreiheit und unterstützt eine

optimale Körperhaltung

PREIS (UVP): € 149,–

UYN ALPHA BIKING BIB TIGHT SHORT M

• gebogene Form der Ultramotion-Konstruktion

im Hüftberech stabilisiert unteren Rücken

• anatomisch geformtes

Sitzpolster

PREIS (UVP): € 199,–

www.uynsports.com

PEARL IZUMI INTERVAL BIB SHORT M

• Elite-Transfer-In-R-Cool®-Gewebe

mit coldblack® sorgt für

ausgezeichnete Kühlung

• lasergeschnittene Träger für

hautfreundlichen Komfort

• Sitzpolster mit schwimmender

Oberfläche reduziert Reibung

PREIS (UVP): € 149,95

SCHNELLER

STYLE

EINE ÜBERSICHT ÜBER DIE AKTUELLEN

RENNRAD-SHORTS UND -SHIRTS.

DOWE E ROAD ULTIMATE

JERSEY M

• hochfunktionell dank

Carbon

• leistungserhaltend und

wärmeregulierend

• aerodynamischer

Rennschnitt

PREIS (UVP): € 139,90

www.dowe-shop.com

Fotos: Hersteller

VAUDE WOMEN‘S ADVANCED TRICOT IV W

• moderne Optik mit kurzem Steh kragen

und Reißverschluss

• voller Komfort durch leichtes und atmungsaktives

Funktionsmaterial und Mesh-Einsätze unterm Arm

• leicht, atmungsaktiv und schnelltrocknend

PREIS (UVP): € 60,–

102 SPORTaktiv

VAUDE WOMEN‘S

ADVANCED SHORTS III W

• ergonomischer 6-Bahnen-Schnitt mit flacher

Nahtverarbeitung und flachem Bund

• Cycling-Eco-Sitzpolster für gute Passform

und hohen Sitzkomfort im Sattel

• aus recyceltem Polyamid

• atmungsaktiv, elastisch und schnelltrocknend

PREIS (UVP): € 70,–

www.vaude.com

DOWE ULTRA II BIBSHORT M

• ultimative Langstreckenqualität

• Power-Lycra – sorgt für den

perfekten Sitz

und Komfort

• Outlast-Ultra-II-Pad:

reduziert Wärme,

transportiert Feuchtigkeit,

verringert Reibung

PREIS (UVP): € 199,90

Fotos: Hersteller


MEHR ALS

NUR EIN

RAD-

RENNEN

EIN TAG AUF DER WORLD-TOUR IST LANGE.

SEHR LANGE. UND NEBEN DEN FAHRERN

MÜSSEN AUCH DIE BETREUER HÖCHST-

LEISTUNGEN VOLLBRINGEN.

VON GEORG MICHL

Michele Devoti

dirigiert vom

Lenkrad aus

das Gazprom-

Rusvelo-Team.

Fotos: Mattia Ragni

104 SPORTaktiv


Der ungeübte Beifahrer kann

den ganzen Informationen,

die da aus dem Funkgerät

kommen, nicht folgen, während

sich der Wagen durch

den Konvoi schlängelt. Michele Devoti

versteht und analysiert sie alle. Auf Englisch,

Italienisch und Französisch kommen

über „Radio Tour“ die Informationen

über den Rennverlauf vom Wagen

des Tourdirektors zu den Betreuerfahrzeugen.

Zwischenzeiten, Fluchtgruppen,

Defekte werden ebenso gemeldet wie

Aufforderungen an Teamfahrzeuge, zum

Beginn des Konvois zu kommen, um die

Fahrer mit Flaschen oder Essen zu versorgen.

Devoti ist „Direktor Sportiv“ der

russischen Mannschaft Gazprom-Rusvelo

und pilotiert selbst das erste von

zwei Betreuerfahrzeugen. Im Kofferraum

des Kombis sind Kühlboxen mit Trinkflaschen,

Gels, Riegel, sowie Taschen mit

Reserveausrüstungen der Fahrer. Auf der

Rückbank hinter Devoti stapeln sich

SPORTaktiv

105


ALLES PASSIERT SEHR

SCHNELL UND NICHT

SELTEN ERWISCHT MAN

SICH DABEI, WENN

MAN „MITBREMST“.

Laufräder und daneben sitzt Mechaniker

Aleksandr. Der Beifahrersitz bleibt meist

leer, außer Gäste nehmen Platz und die

werden gleich zum Halten von Unterlagen

oder dem Reichen von Flaschen eingeteilt.

Alles passiert sehr schnell und

nicht selten erwischt man sich dabei,

wenn man „mitbremst“, denn es ist

nicht viel Platz zwischen den einzelnen

Fahrzeugen von Betreuern, Organisation,

Exekutive, Medien und Rettungskräften.

Und da werden die rund 40

Kilometer pro Stunde schnell.

Vorne verrichten die Fahrer ihre Arbeit

und versuchen, Devotis Plan für

das Rennen umzusetzen. Wer in die

Fluchtgruppe gehen soll, wer wann und

wo attackiert. Das alles hat er seinen

Schützlingen lange vor dem Rennen im

Hotel und bei der finalen Besprechung

im Bus auf dem Weg zum Start erklärt.

Das Team versucht, in der Weltspitze

Fuß zu fassen, doch dieser Weg ist

mit einer rein russischen Equipe nicht

einfach. Die Konkurrenz ist hart und

das bekommt Gazprom-Rusvelo auch

bei Tirreno–Adriatico zu spüren. Auch

diese Etappe machen sich die „Großen“

untereinander aus. Nach der Ziellinie

warten der Bus und der Service-Lkw.

Die Fahrer steigen ein. So schnell wie

möglich geht es zum Hotel, während

die Räder noch schnell gewaschen und

verstaut werden.

Russland sei nicht gerade das Rad-Paradies,

sagt Pressemann Yuriy Belezeko.

„Zu viele Autos, zu schlechte Straßen.“

Daher hat Rusvelo das Hauptquartier

auch an den Gardasee verlegt. Viele

Fahrer bleiben das gesamte Jahr über in

der Lombardei und reisen von da aus

zu den Rennen. Wenn es um den Radsport

geht, waren und sind die Russen

italophil. Die Räder von Colnago und

die Ausrüstung von UYN unterstreichen

die Liebe zur Apenninen-Halbinsel.

Dennoch soll der Radsport in Russland

unter dem Schirm von Rusvelo vorangetrieben

werden. Mit Kinderrennen und

Projekten, erzählt Belezeko beim Abendessen

am Tisch der Betreuer. Die Fahrer

sitzen separat. Sie haben ihre eigene Box

mit Gewürzen, Müsli oder auch Ölen

neben dem Tisch stehen, essen und

scherzen.

Der Tisch der Betreuer gleicht einer

Tafel, denn neben der sportlichen

Leitung, Mechanikern, dem Busfahrer

und den Physiotherapeuten ist auch

ein Arzt mit – der Koch ist beschäftigt.

Nichts wird dem Zufall überlassen

und nach dem Essen ist der Tag lange

nicht vorbei. Die Räder müssen für die

nächste Etappe gerichtet und eingestellt

werden, Autos, Service-Lkw und Bus

werden gewaschen und die Fahrer massiert,

während Devoti den Plan für die

nächste Etappe ausheckt. Jeder im Team

hat mehrere Aufgaben. So bereiten die

Physios die Reiskuchen und die Rennverpflegung

vor und richten Häppchen

für alle Betreuer. Die Mechaniker waschen

und trocknen im Service-Lkw die

„Panier“, räumen die Fahrzeuge ein und

schleppen das Equipment. Es ist ein fein

abgestimmtes Team, doch bevor all diese

Aufgaben erledigt werden, gibt es noch

ein Gläschen Rotwein. Italienischen versteht

sich, aber nicht für die Fahrer. In

diesem Sinne „Wasche sdorowje“

und „Salute“!

106 SPORTaktiv


The

Global

Platform

Die Zukunft

startet hier

& jetzt!

Entdecke

Fahrradund

Mikromobilitäts-

Lösungen von morgen

4. – 7. Sept. 2019

Friedrichshafen,Deutschland

open to public

FESTIVAL DAY

7. Sept.

eurobike-show.de

#EUROBIKESHOW


DASS RADREISEN BALSAM FÜR DIE SEELE SIND UND ZUGLEICH

FUTTER FÜRS HIRN: DAS WEISS WOHL NIEMAND BESSER ALS

MANUELA MACEDONIA. DIE NEUROWISSENSCHAFTERIN FORSCHT

ZU DEN AUSWIRKUNGEN VON BEWEGUNG AUFS

GEHIRN UND IST BEGEISTERTE SPORTLERIN MIT

LEIDENSCHAFT FÜRS TOURENRADFAHREN.

MIT HERZ

FÜRS HIRN

VON CHRISTOF DOMENIG

Sport und Bewegung helfen dem

Geist auf die Sprünge. Aber wie

und warum eigentlich genau? Es

war Zeit, dass jemand den aktuellen

Stand der Wissenschaft fundiert,

für Laien verständlich und mit Charme

und Witz zusammenfasst. Die an der Universität

Linz tätige Neurowissenschafterin

Dr. Manuela Macedonia hat das getan und

2018 das Buch „Beweg dich – und dein Gehirn

sagt Danke“ herausgebracht.

Zum Erscheinen schwang sich die Wissenschafterin

aufs Bike und radelte von Oberösterreich

in ihre alte Heimat, das italienische

Aostatal. Wir haben mit ihr übers Tourenradeln

gesprochen – und natürlich, warum

man gerade mit Ausdauersport im moderaten

Pulsbereich seinem Gehirn Gutes tut.

Unmittelbar nach dem Erscheinen Ihres

Buches sind Sie über 1000 Kilometer weit

ins Aostatal, Ihre ursprüngliche Heimat,

geradelt. Was war der Gedanke hinter der

„#Heimradeln“-Tour?

Im Buch steckt viel Fachwissen, aber auch

viel Autobiografisches. Während des Schreibens

habe ich intensiv über meine Kindheit

und Jugend nachgedacht, über Menschen,

die mich begleitet und inspiriert haben. Der

Einfluss meiner Großmutter als Identifikationsfigur

– obwohl beruflich als Bäuerin ganz

woanders angesiedelt – auf meinen Werdegang

war mir bis dahin gar nicht bewusst.

Als ich das „entdeckt“ hatte, ist in mir viel

Dankbarkeit aufgekommen. Und vielschichtige

Gefühle sind hochgekommen, die durch

die Jahre im Ausland, während meiner Beschäftigung

in der Forschung, irgendwo verschüttet

waren. Das Schreiben hat in mir

eine Art tektonische Gefühlsbewegung ausgelöst

und große Sehnsucht nach Orten und

Menschen, die es nicht mehr gibt. Es war

also ein Heimkommen in der Vergangenheit,

ein Eintauchen in die Kindheit und Jugend,

gedanklich und sportlich.

Welche Route sind Sie gefahren? Und wie

ist es Ihnen auf dem Weg ergangen?

Ich bin von Wels zum Attersee, nach Unken,

Schwaz, Südtirol und weiter zum Gardasee

gefahren. Dann habe ich alle norditalienischen

Seen an ihrer südlichen Spitze berührt,

danach ging es durch die Reisfelder der Poebene

und zuletzt in den Nordwesten, in die

Berge hinein, nach Saint Vincent, den Heimatort

meiner Kindheit. Ich habe davor den

ganzen Sommer trainiert, nicht verbissen,

aber konstant. Die Fahrt war wunderschön,

immer um die 100 Kilometer pro Tag und

ohne Druck. Insgesamt waren es 1165 Kilometer

und 12.000 Höhenmeter an 11 Tagen,

mit einem Tag Pause am Gardasee.

Was bedeutet Ihnen generell das Tourenradfahren?

Eignet sich das weite Radfahren

durch eine schöne Landschaft besonders

gut zum Nachdenken?

Das Tourenfahren ist für mich Freiheit und

Glück. Ich fahre am liebsten allein. Dann

bestimme ich mein eigenes Tempo, radle

meditativ dahin, allein mit meinen Gedanken,

die Natur genießend. Tourenfahren

ist für mich eine herrliche Möglichkeit

meinen Kopf freizukriegen: Es gilt nur zu

fahren, nicht an das Experiment X zu

denken, an den Gutachter Y oder an die

Deadline. Das funktioniert nur, wenn

man lange am Rad sitzt. Eine Stunde

bringt nichts, 10 Stunden machen frei.

Sie schreiben über das Laufen, dass

es Ihnen nicht von vornherein Freude

bereitet, sondern eher das Gefühl danach

– und vor allem das Wissen, Ihrem

Gehirn Gutes getan zu haben.

Wie ist das beim Radfahren?

Im Gegensatz zum Laufen macht mir

das Radfahren tatsächlich ab der ersten

Minute immer Spaß, dazu muss

ich mich nie überwinden. Mit dem

Rad erweitert sich mein Bewegungsradius,

ich sehe viel mehr und viel

Neues, erlebe Landschaften, Gerüche,

die Stimme des Waldes mit

108 SPORTaktiv


1165 Kilometer und

12.000 Höhenmeter als

Abschluss zum Buchprojekt:

„Tourenfahren

ist für mich Freiheit und

Glück“, sagt Manuela

Macedonia.

Fotos: Kübra Soyuk

SPORTaktiv

109


den Vögeln und dem Rauschen der Blätter.

Mein Mountainbike – kein E-Bike – ermöglicht

mir, mit eigener Kraft große Distanzen zu

überwinden, über die Alpen zu fahren, durch

Wald und Wiese, mit Sack und Pack. Alles, was

ich brauche, habe ich dabei. Da denke ich zunächst

an den Spaß, danach an das Gehirn!

Wie aus dem Buch hervorgeht, hat es in der

Gehirnforschung in den letzten Jahren sehr

bedeutende Fortschritte gegeben?

Im Gegensatz zur Neurologie ist die Neurowissenschaft

eine junge Wissenschaft, die es seit

etwa 30 Jahren gibt. Sie untersucht Funktionen

des lebenden Gehirns gesunder Menschen und

ist durch die Entwicklung von Geräten möglich

geworden, die in das Gehirn „schauen“

können, wie die funktionelle Magnetresonanztomografie.

In der Neurowissenschaft

herrscht immer noch Goldgräberstimmung:

Ständig werden neue Funktionen des Gehirns

entdeckt, neue Zusammenhänge und erst jetzt

wird auch klar, dass das Thema uns noch lange

beschäftigen wird: Je mehr man weiß, desto

klarer wird es, dass man ganz wenig weiß!

Die beschriebenen Effekte von Bewegung,

vor allem von aerobem Ausdauersport

auf die Leistungsfähigkeit des

Gehirns sind erstaunlich. Aber auch

vielfältig und komplex. Wie könnte

man sie Menschen ohne Vorwissen

möglichst einfach näherbringen?

Bewegung wirkt sich systemisch aus, sie

regt eine ganze Reihe von biologischen

Prozessen an, die unser Gehirn fit halten.

Regelmäßige Bewegung – manchmal

ein bisschen außerhalb der Komfortzone

– macht Körper und Geist,

also das Gehirn leistungsfähiger. Bewegung

ist wie eine Art „Service“ für das

Gehirn und die beste Pflege, die wir

unserer Kommandozentrale zukommen

lassen können. Intellektuelle Beschäftigung

kommt erst danach.

Welche Erkenntnis finden Sie

selbst am erstaunlichsten?

Vielleicht die Neurogenese, die Entstehung

neuer Gehirnzellen, die unser

ganzes Leben lang stattfindet.

Uproc7

Es geht um die

Freiheit, Gipfel zu

erklimmen.

-----

Erfahre mehr unter

www.flyer-bikes.com/mountain

110 SPORTaktiv

www.facebook.com/flyerbikes


Früher dachte man, dass wir mit einer gewissen

Anzahl von Gehirnzellen auf die

Welt kommen, die dann progressiv abgebaut

werden, mitunter durch ein Glas

Wein zu viel – was auch stimmt. Allerdings

werden neue Nervenzellen immer

nachgeliefert und damit Reparaturen

vorgenommen. Die Produktion neuer

Zellen wird durch Bewegung angeregt.

Das fasziniert mich und nicht selten laufe

ich, wenn ich Motivation brauche, für

meine Neurogenese.

Am besten scheint also aerober Ausdauersport

zu wirken. Was ist mit Koordinationsübungen,

die zum Beispiel das

Zusammenspiel zwischen rechter und

linker Gehirnhälfte fördern sollen?

Es gibt jede Menge kommerzielle Produkte,

die mit Bewegung und dem Gehirn

zu tun haben, Trainingskonzepte,

Bewegungspläne, usw. Ich erlaube mir zu

sagen, dass die meisten nicht von Wissenschaftern

erstellt sind, auch nicht unter

wissenschaftlicher Beratung. Die Geschichte

mit der linken und der rechten

Hälfte ist Unfug, ein Neuromythos.

Lässt sich sagen, welches Pensum an

Ausdauersport optimal wirkt?

Nein, denn jeder Mensch ist anders. Es

gibt nicht das Einmaleins der gesunden

Bewegung, sondern nur eine Regel: Bewegung

soll so oft wie möglich und

manchmal außerhalb der Komfortzone

stattfinden. Jeden Tag wäre eine Stunde

zusammenhängende Bewegung, zum Beispiel

Spazierengehen mit etwas schnellerem

Schritt, schon einmal sehr gut. Für

alle, vom Schulkind bis zum 80 Jährigen.

Ganz kurz: der Kern der Botschaft, die

Sie den Menschen vermitteln möchten?

Ich habe das Buch geschrieben, um Einblick

in die Forschung zu gewähren und

um zu zeigen, wie wichtig Bewegung für

das Gehirn ist. Bewegung ist keine Option,

sondern unentbehrlich, um fit im

Kopf zu sein und auch im Alter noch

selbstständig und zufrieden zu leben.

DR. MANUELA

MACEDONIA

ist Neurowissenschafterin,

lehrt und forscht derzeit an

der Universität Linz.

Buch: „Beweg dich – und

dein Gehirn sagt Danke“,

Brandstätter 2018, € 22,–

www.macedonia.at

Für Downhill-

Fahrten und

Rennen

Thule Rail Hydration Pack

Speziell auf aggressive Abfahrten und Enduro-

Rennen abgestimmt, vereint der Thule Rail das

ReTrakt Trinkschlauchsystem mit einer sicheren

Passform und einfachsten Zugriffsmöglichkeiten.

Der Thule Rail ist in zwei verschiedenen Größen,

12L Pro, 12L sowie 8L erhältlich.


STARKER

BRUDER

DIE GEBRÜDER BEISTEGUI AUS DEM BASKENLAND SIND

DIE URVÄTER VON BH BIKES UND DES BRANDNEUEN

ATOMX E-BIKES. OB SIE GEAHNT HABEN, DASS ES

2019 RÄDER MIT SUPER-MOTOREN, SMART-ARMBÄN-

DERN UND APP-STEUERUNG GEBEN WIRD?

ATOMX CARBON LYNX 6 PRO-SE

RAHMEN: Full Suspension Carbon 27,5+

DÄMPFER: Fox Float DPS Performance, 160 mm

FEDERGABEL: Fox 36 Float Factory, 160 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle 1 x 12 (11–50)

MOTOR: Brose S Mag

AKKU: 720 Wh

BREMSEN: Shimano XT 200/200 mm

LAUFRÄDER: DT Swiss H1900

REIFEN: Schwalbe Nobby Nic 27,5 x 2,8

PREIS: UVP € 7799,90

www.bhbikes.com/de_AT

ANZEIGE / Fotos: Stephane Cande

112 SPORTaktiv


DOMINIK

RUIZ-MORALES

ist Brand Manager beim baskischen

Bike-Hersteller BH Bikes.

NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

Der Akku wird

ganz easy oben

am Knick des

Oberrohres herausgenommen.

Der Hinterbau hat

16 cm Federweg.

Innovation schreibt sich die Bike-Manufaktur BH Bikes

auf ihre (baskische) Fahne. Völlig neu ist bei der Modellreihe

AtomX der Carbonrahmen, bei dem das patentierte

und zusammen mit Design Works entworfene „X-System“

für eine maximale Steifigkeit sorgt. Die Akkuentnahme aus

dem Oberrohr erfolgt ohne Schlüssel: Die AtomX e-Bikes

verfügen über ein Smart-Key-Armband (wasserdicht, staubdicht)

und eine exklusive App, die mehr als 40 parametrierbare

Daten erfasst, sowie eine BT-Smart-Verbindung

und Strava-Integration.

Der neue Brose-Drive-S-Mag-Motor ist 17 %

kleiner, nur noch 2,9 kg schwer und verfügt über

einen Dreifachsensor und vier Unterstützungsgrade:

Eco (75 %), Eco+ (150 %), Sport (250

%) und Boost (410 %). Die optimale Power

bringt er zwischen 90 und 120 Umdrehungen

pro Minute. Clou auf Spanisch: Der sehr große

720-Wh-Akku verspricht eine theoretische

Reichweite von 155 km und benötigt keinen

Schlüssel, um vom Bike genommen zu werden.

Stattdessen verwenden AtomX-Biker das Smart-

Key-Armband. Ebenfalls top: BH Bikes garantieren

jedem Erstkäufer 10 Jahre Garantie auf Material- und

Herstellungsfehler.

Wer steckt hinter BH Bikes

und wofür steht euer Kürzel

eigentlich?

Wir sind eine spanische oder besser

gesagt baskische Radfirma, die

bereits seit etwa 100 Jahren Räder

baut. Gegründet wurden wir

1909 von den Beistegui Hermanos

(Deutsch: Gebrüder Beistegui),

daher das Kürzel BH.

Was ist das Besondere an der

neuen Modellserie AtomX?

Das Highlight ist sicher der Carbonrahmen,

den wir auf Basis des

2018 vorgestellten Alumodells

entwickelt haben. Neben dem

Hauptrahmen sind auch der Umlenkhebel

und der Hinterbau aus

Carbon, was zwei Kilogramm

einspart. Bestückt wurde das Bike

dann mit dem neuen Brose Drive S

Mag und unserem 720-Wh-Akku,

der durch das Oberrohr in den

Rahmen geschoben wird. Technisch

sind wir so ganz vorne dabei. Und

wie es auf den Trails abgeht, muss

man einfach selber testen!

Wo geht die Reise bei euch hin?

Natürlich werden wir unsere

Produkte immer weiter auf die

Bedürfnisse unserer Kunden hin

entwickeln, was sich in den nächsten

Jahren in größeren Akkus zeigen

dürfte. Ansonsten sind wir mit unserem

aktuellen Angebot schon sehr

zufrieden.

SPORTaktiv

113


AUS

PRO

BIERT

BIKE

AUCH REH-RÜCKEN ENTZÜCKEN

Stupsi ist ein Reh, kein Känguru. Bemerkenswert, dass einem

Kindergehirn die zoologische Bestimmung instinktiv gelingt,

während man mit fast vier Jahrzehnten mehr Lebenserfahrung

scheitert. Seit Johanna den STUPSI von VAUDE (UVP: € 40,–)

ausprobieren darf, trägt sie nicht nur Jause, Motivationskekse

und Trinkflasche selbst, sondern ist auf Radausflügen viel motivierter.

Zugleich freut sich das Ökoherz der Eltern, weil der

Reh-Rucksack zu großen Teilen aus Hanf und recycelten Materialien

gemacht ist und Vaudes Green-Shape-Label trägt.

Die Reißverschlüsse sind kinderleicht zu bedienen. Das Hauptfach

fasst sechs Liter, was für die Jausenbox und Regenschutz

locker reicht; Platz bieten auch die Netzaußentaschen. Die

Rehnase lässt sich nach oben klappen und dann mittels Klett

ein Kleidungsstück befestigen. Also: genug Platz für alles, was

man einer knapp Fünfjährigen auf die Schultern hängen würde,

selbst mit den anatomisch geformten Trägern.

Stupsi kommt auch im Kindergarten sehr gut an. Ob aber die

sportliche Motivation per Reh am Rücken auch über einen

längeren Zeitraum anhält, lässt sich noch nicht abschätzen.

EIN BIKERUCKSACK

FÜR DIE JÜNGSTEN,

EIN HELM IM

SPORTWAGEN-DESIGN UND

EIN REGEN-KLASSIKER

AUS HOLLAND.

VON CHRISTOF DOMENIG UND CHRISTOPH HEIGL

Fotos: Christof Domenig, Christoph Heigl, ENIT Italia

114

SPORTaktiv


VOOR ECHT

REGENACHTIG WEER

„Für echtes Regenwetter“, sagen die Holländer. Denn der Regenanzug

THE ORIGINAL der niederländischen Firma AGU ist

ein Experte für Schlechtwetter. 1977 kam er auf den Markt,

wurde in Europa mehr als eine Million Mal verkauft und mit

Auszeichnungen dekoriert. Im coolen Retro-Look, aber mit modernster

Technik und mit einem supergünstigen Preis (UVP

€ 99,99 für das Set) ist er wieder am Markt. „Oh, die Post ist

da!“, rufen die Kollegen beim Trockentest in der Redaktion

über den Gang. Richtig erkannt, liebe Leute! Tatsächlich fahren

in Holland Tausende Postboten bei Schlechtwetter in den gelben

AGU-Anzügen am Rad ihre Post aus.

CABRIO-EFFEKT AM KOPF

Davon hat Seraphin Bollé nur träumen können, als er im Jahr

1888 in Frankreich die Marke Bollé angemeldet hat. Nämlich

dass es im Jahr 2019 einen Helm geben wird, der im Design

von Sportwagen inspiriert ist. Der Rennradhelm BOLLÉ FURO

(UVP € 199,–) soll mit besonderer Aerodynamik, geringem

Gewicht und guter Kühlung punkten.

Die Jacke hat eine abnehmbare Kapuze, vorne einen doppelten

Reißverschluss und setzt wie die Hose auf die Membran

Poray 5000 Active. 5000 mm Wassersäule ist zwar kein extrem

hoher Wert, gilt aber als anständig wasserdicht. Auf Atmungsaktivität

hat man auch Wert gelegt. Die Jacke ist weit und hinten

lang geschnitten (eher MTB als Rennrad), und ideal für den

Gebrauch beim Radfahren auf Touren und in der City. Weil sie

dünn und leicht ist, kann man die Jacke easy einpacken. Auch

die Hose (in Grau) ist weit geschnitten. Die unteren Abschlüsse

am Bein lassen sich mit Druckknöpfen eng anlegen, vorne sind

die Abschlüsse über den Schuh hin verlängert. Perfekt.

Das Beste: Der Regenanzug von AGU ist kein spezifisches

Bikeprodukt, er lässt sich für viele Sportarten nutzen und

macht auch beim Wandern oder in der Stadt beste Figur.

Gut, aerodynamisch schaut er aus, vor allem an der Rückseite,

die anders als die eher unspektakuläre Front mit dem orangen

Spoiler sehr futuristisch aussieht. Geringes Gewicht? Am

Etikett verspricht der Furo 315 Gramm, auf der Küchenwaage

stehen aber 409 (Größe Medium) – und dementsprechend

schwer fühlt er sich auch an, in der Hand und am Kopf. Das

kann die Konkurrenz um Giro, Specialized und Kask besser, wo

die Helme ab 215 Gramm starten.

Doch der Bollé hat einen Trick auf Lager, bei einem Sportwagen

würde man vom Cabrio-Effekt sprechen. Im Helm stecken

drei abnehmbare Aero-Schalen, die den Furo um 62 Gramm

leichter, wesentlich besser belüftet (aber weniger aerodynamisch

...) machen. In der Praxis sitzt der Furo damit angenehm

am Kopf und lässt sich per Drehverschluss gut anpassen, es

gibt aber Helme, die mit leichterem Feeling punkten können.

Fazit: 3 von 5 SPORTaktiv-Helmi-Empfehlungspunkten.

SPORTaktiv

115


E-BIKE-TAGE IM TAUERNHOF IN FLACHAU

Im Sommer 2019 lädt das Flachauer Bikehotel Tauernhof

zum All-inclusive-E-Bike-Erlebnis. Ab 92 Euro pro Nacht.

SALZBURG. Dieses Angebot ist heiß. Die im Sommer

angenehm kühle Bergwelt können (E-)Biker im Bikehotel

Tauernhof schon ab 92 Euro pro Nacht im Doppelzimmer

genießen. Als Testschläfer in den neuen „Designzimmern

plus“ gibt es nämlich 20 Prozent Ermäßigung für alle, die

zumindest vier Nächte „all inclusive“ buchen. Inkludiert ist

hier nicht nur die kulinarische, sondern auch die Biketechnische

Vollverpflegung – in Form von täglich geführten

Touren sowie Leihbikes aus dem Focus-Testcenter.

www.tauernhof.at

RÜCKENWIND VOM KAISERGEBIRGE

Dreimal übernachten, zwei Tage mit dem Leih-E-Bike:

Das kann man in der Region Kaiserwinkl ab € 99,– erleben.

TIROL. Unterm Kaisergebirge in der Region Kaiserwinkl

bist du Urlaubskaiser – was man auch an diesem Angebot

merkt: Das Package „Radfahren mit Rückenwind“ beinhaltet

drei oder sieben Übernachtungen, ein Leih-E-Bike für

zwei Tage und eine Radkarte mit den besten Touren der

Region. Ein Kaiserwinkl Cap sowie die Kaiserwinkl Card

mit einer Menge an Gratis- und Vorteilsleistungen ist auch

mit dabei. Und das schon ab € 99,– pro Person.

#hierbinich_urlaubskaiser

www.kaiserwinkl.com

Fotos: Tourismus, Veranstalter

UNTERWEGS

E-BIKES LADEN

E-Biken liegt voll im Trend.

Doch was tun, wenn sich

unterwegs die Ladung des

Akkus dem Ende zuneigt?

E-Biken ohne Sorgen, dass der Akku nicht

ausreicht? Das macht das intelligente Ladekabel

von bike-energy möglich, das auch bei

jeder Witterung im Freien verwendet werden

kann. E-Biker können ihren Akku auch

ohne Heimladegerät aufladen – in Tourismusregionen,

bei Gaststätten und Cafés.

Das Kabel erkennt den jeweiligen Akku sofort

und lädt ihn mit optimaler Leistung bis

zu zweimal schneller auf. Das erfreut nicht

nur die E-Biker selbst, die sich sorgenfrei auf

ihre Lieblingstour machen können. Für den

Betreiber ist die Ladestation ein willkommener

Gästemagnet.

Weitere Infos zur bike-energy-Ladestation

findest du unter:

verkauf@bike-energy.com

www.bike-energy.com

#weareenergy

ANZEIGE/Fotos: bike energy

116 SPORTaktiv


FÜR DICH UND DEIN

RENNRAD ENTWICKELT

SQLAB STEHT FÜR BESTE ERGONOMIE BEI

DEN KONTAKTPUNKTEN ZWISCHEN RAD-

FAHRER UND RAD. DIESMAL IM FOKUS:

RENNRADSATTEL UND RENNRADHOSE.

ANZEIGE/ Fotos: SQlab

Vor allem auf dem Rennrad muss die

Breite des Sattels passen. Denn diese

führt zu mehr Komfort, weniger

Druck und einer besseren Effizienz, die

bei oftmals kilometerintensiven Ausfahrten

essenziell ist. Ist ein Sattel zu schmal,

drückt er und zwar genau dort, wo er

nicht drücken soll.

Als erster Sattelhersteller haben wir

bereits 2002 ein System vorgestellt,

um den Abstand der Sitzknochen zu

messen und die optimale Sattelbreite

zu errechnen. Alle SQlab-Sattelmodelle

gibt es in bis zu vier unterschiedlichen

Breiten. So ist garantiert, dass die Sitzknochen

vollflächig auf dem Sattel

aufliegen. Denn nur so können der

empfindliche Dammbereich beim Mann

und der meist tieferliegende Schambeinbogen

der Frau entlastet werden. Alle

SQlab-Händler sind geschult und haben

viel Erfahrung in Sachen Ergonomie.

Auf der SQlab-Homepage kann auch

ein kostenloses „Vermiss-mich-Set“ bestellt

werden.

Perfekt für das Rennrad

Der gewichtsoptimierte Sattel namens

612 Ergowave Carbon wurde speziell

auf die Bedürfnisse am Rennrad und

MTB entwickelt. Mit federleichten 147

Gramm ist er das leichteste Modell aus

der 612er-Serie. Der Sattel sorgt durch

seine wellenartige Form und das hochgezogene

Heck für den perfekten Halt

nach hinten und eine optimale Druckverteilung

bis in die tiefen Strukturen,

wodurch die Kraftübertragung auf das

Pedal verbessert wird. Die tieferliegende

Nase schafft in Kombination mit der

Vertiefung in der Mitte mehr Platz und

Freiraum für den Dammbereich.

Aber warum fahren wir straffe Sättel

und dämpfen sie dann mit weichen Sitzpölstern

ab? Eben nicht bei SQlab. Dort

hat man ein Hosenpolster entwickelt,

das hart und dünn ist. Das SQ-Pad 12

ist nur maximal 4 mm dick und fühlt

sich zunächst außergewöhnlich straff

und hochwertig an. Gerade auf längeren

Strecken behält das SQ-Pad 12 die

Form. Es wird dadurch nicht während

der Tretbewegung unangenehm nach

innen geschoben. Für perfekten Komfort

auf längeren Strecken und für Racer,

die keinen Bock auf Windeln haben.

Das Polster findet man in der SQ-Short

ONE12, der Bib-Short, die für den Einsatz

am Rennrad und sportlichen MTB

optimiert ist.

Die Experten

in Ergonometrie

www.sq-lab.com

SPORTaktiv

117


ABENTEUER

24-STUNDEN-

SCHWIMMEN

9. & 10. NOVEMBER 2019

Herausfinden, wie weit man

in 24 Stunden eigentlich

schwimmen kann. Und

mit jeder zurückgelegten

Länge Licht ins Dunkel

unterstützen: Beides ermöglicht

das Parktherme

24-Stunden-Schwimmen im

steirischen Bad Radkersburg

jährlich im November. Am

heurigen 9. und 10. November

findet der Benefizevent

bereits zum 14. Mal statt.

Geschwommen wird im

50-m-Sportbecken bei 25

Grad Wassertemperatur.

Neben Profis und Promis

bilden jährlich die Hobbyschwimmer

den Großteil

des Starterfeldes. Denn die

Regeln sind so gestaltet, dass

jeder sich an das Abenteuer

24-Stunden-Schwimmen

wagen kann. Schwimmzeiten

und Pausenzeiten sind frei

wählbar und Staffeln können

bis zu fünf Personen umfassen.

Wer dabei sein will,

meldet sich einfach an unter:

www.parktherme.at/

24-stunden-schwimmen

Fotos: Parktherme Bad Radkersburg,

Vitalhotel der Parktherme Bad Radkersburg,

Aqua Sphere


SCHWIMM MIT IN

UNSEREM TEAM!

Auch sie ist schon Tradition: Die SPORTaktiv-

Staffel mit Leserinnen und Lesern beim Parktherme-24-Stunden-Schwimmen.

Gute und

ehrgeizige Hobbyschwimmer(-innen), die dabei

sein wollen, melden sich einfach. Die fünf

Ausgelosten bekommen neben dem ganz unten

gezeigten Geschenkpaket

jede Menge: Ein

Schwimmtraining mit

Extremsportler Marco

Henrichs von 13.-15.

September inklusive

zwei Übernachtungen

im 4*-Vitalhotel der

Parktherme Bad Radkersburg, dazu das Startpaket

beim Event von 9. bis 10. November.

Zum Testen gibt es beim Event eine Suunto

Ambit3 Peak, mit der alle geschwommenen

Längen dokumentiert werden.

Bewerbungen: Per E-Mail bis spätestens

20. August, mit dem Kennwort „SPORT aktiv-

Staffel“ an: gewinnspiel@parktherme.at.

Die fünf Teilnehmer/-innen werden dann

ausgelost und gleich verständigt.

DIE GESCHENKE

Unsere SPORTaktiv-Team-Mitglieder werden mit

einer exklusiven Schwimmausrüstung von MP

(Michael Phelps) ausgestattet –

mit Badehose/Badeanzug,

Schwimmbrille

und einem Schwimmschnorchel

fürs Training.

Dazu gibt es

ein Top-Sportnahrungspaket

von

Peeroton.


ADIÓS,

HORIZONT!

BEIM IRONMAN LANZAROTE IST SPORTAKTIV-AUTOR AXEL

RABENSTEIN AN SEIN LIMIT GEGANGEN. UND SOGAR DARÜBER

HINAUS: DENN DORT, WO ER SEINE GRENZEN WÄHNTE,

ERÖFFNETE SICH PLÖTZLICH EIN NEUER HORIZONT.

VON AXEL RABENSTEIN

Fotos: FinisherPix

120 SPORTaktiv


The toughest Ironman in the world“ – so

wird der Wettkampf vom Veranstalter

bezeichnet. Auf 3,9 km Schwimmen folgen

eine Radstrecke mit 2508 Höhenmetern

und ein Marathon unter afrikanisch

intensiver Sonne.

Um mich darauf vorzubereiten, habe ich nicht

nur meine Physis, sondern auch meinen Geist trainiert,

gemeinsam mit Mentalcoach Wolfgang Seidl,

der u. a. Österreichs erfolgreichsten Triathleten Michi

Weiß betreut.

In fünf Einheiten beschäftigten wir uns mit meinen

Gedanken, entwickelten motivierende sowie beruhigende

Bilder und formulierten konkrete Ziele:

Mein Leistungsziel für den Ironman Lanzarote war

eine Zeit von unter 12 Stunden; mein Ergebnisziel

das beste Drittel der Altersklasse M40–44. Ich habe

meine Ziele allesamt verfehlt. Und dennoch mehr

erreicht, als ich zu träumen gewagt hätte.

Vor dem Start

Im Dunkeln geht’s zum Start in Puerto del Carmen.

Ich denke daran, dass ich heute nicht einen

extrem harten Wettkampf bestreiten muss – sondern

tun darf, worauf ich mich monatelang vorbereitet

habe. Heute ist mein Tag!

Allerdings weiß ich bereits, dass es ein langer Tag

werden wird. Der Passat hat aufgefrischt, vorhergesagt

sind 5 bis 6 Beaufort. Das sind Killerbedingungen

für die Radstrecke. Der spätere Sieger Frederik

van Lierde, Ironman-Weltmeister von 2013,

wird 8:51 h benötigen. Ich werde nach 13:42 h ins

Ziel kommen, als 174. von 317 Teilnehmern meiner

Altersklasse. Aber alles der Reihe nach. Denn

bis dahin sollte viel geschehen. Auf der Strecke.

Und in meinem Kopf.

Massenstart ins Meer

7.00 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang. Ich habe mich

weiter hinten postiert, um nicht in Bedrängnis zu

geraten und entspannt losschwimmen zu können.

Von wegen: Der Swell schiebt gegen die Menge, die

sich staut. Meine Brille beschlägt, ich kriege eine

Pulsuhr an den Kopf und nehme einen Schluck

Salzwasser. Panik steigt auf, aber darauf bin ich vorbereitet:

Ich denke an den Delfin, den mein Coach

mit mir als beruhigendes Bild entwickelt hat.

Es hilft sofort. Nach ein paar Metern Brustschwimmen

mit tiefen Atemzügen komme ich

wieder in meinen Kraulrhythmus, schwimme die

erste Runde sauber zu Ende. In Lanzarote führt ein

30-Meter-Landgang über den Strand in die zweite

Runde, die ich sogar genieße. Ich steige nach 1:11h

aus dem Wasser.

MEINE BRILLE

BESCHLÄGT,

ICH KRIEGE

EINE PULSUHR

AN DEN KOPF

UND NEHME

EINEN SCHLUCK

SALZWASSER.

Gnadenloser Gegenwind

Auf der Radstrecke wird schnell klar, was heute zu

erwarten ist: ein Kampf gegen den Wind. Rund 100

der 180 km langen Strecke bläst der Nordostpassat

mit 35–45 km/h von vorne. Die Straße durch die

Feuerberge von Timanfaya scheint nicht enden zu

wollen. Gerade einmal 60 km sind absolviert.

Einige Fahrer sammeln sich in einer Gruppe.

Das ist nicht erlaubt. Aber es tut so gut! Wir nutzen

den gegenseitigen Windschatten, schweigend

und einvernehmlich, ehe sich das Feld nach fünf

Minuten wieder zu Einzelkämpfern in der Lavalandschaft

zerstreut.

Es ist der Anfang einer zermürbenden Reise: Der

Anstieg zum Krater von Los Helechos zehrt an der

Substanz. Der Wind pfeift gnadenlos. Ich fahre am

Anschlag. Aber es gelingt mir, das Gefühl der Anstrengung

in positives Empfinden zu verwandeln:

Ich bin so nahe bei mir wie lange nicht mehr! Diesen

Stimmungswandel habe ich mit meinem

Coach geübt. Und es funktioniert.

Beinahe scheine ich das Brennen in den Beinen

zu genießen, ich visualisiere in der Sonne glänzende

Muskelfasern, bleibe für einige Minuten in diesem

Flow – bis ein Ire, an den ich mich herangekämpft

habe, eine Salamisemmel aus dem Trikot

fummelt und genüsslich hineinbeißt. Das Bild

meiner Muskelfasern zerplatzt. Stattdessen schwöre

SPORTaktiv

121


DER AUSBLICK

IST FANTASTISCH.

NOCH SCHÖNER

IST DIE AUSSICHT

AUF RÜCKENWIND

BEI DER FOLGENDEN

ABFAHRT.

ich mir: Sollte ich noch einmal so einen

Wettkampf bestreiten, habe auch ich

eine Salamisemmel im Gepäck.

Der Anstieg zum Mirador del Rio gilt

als Höhepunkt der Radstrecke. Ich konzentriere

mich auf die Natur, unter uns

liegt die Insel La Graciosa, umgeben

vom türkisblauen Atlantik. Der Ausblick

ist fantastisch. Noch schöner ist die Aussicht

auf Rückenwind bei der folgenden

Abfahrt.

Es liegen weitere 70 km vor uns. Beim

nächsten Anstieg spüre ich ein Stechen

im linken Knöchel. Plötzlich ein erstaunlicher

Gedanken: „Vielleicht habe

ich Glück, bin verletzt und kann den

Marathon nicht mehr laufen?“

Ich ziehe eine Verletzung als begrüßenswerten

Umstand in Betracht. Der

Gedanke ans Aufgeben steigt in mir auf,

versucht sich in meinem Kopf einzunisten.

Dann endlich geht es bergab nach

Puerto del Carmen. Ich bin so erschöpft

wie selten zuvor. Nach 7:37 h steige ich

aus dem Sattel, wanke durch die Wechselzone.

Als ich die Laufschuhe schnüre,

spüre ich den zaghaften Willen, das

Ding hier zu Ende zu bringen. Ich hole

mir einen Trainingslauf über 30 km ins

Gedächtnis. „Der war ein Kinderspiel“,

sage ich mir, „also los! Das läufst du jetzt

nach Hause.“

Der Weg ins Ziel

Auf der Laufstrecke ist zunächst ein Halbmarathon

zu absolvieren, dann folgen

zwei kürzere Turns. Das macht es einfach,

weil der Marathon mental in Teilstrecken

zerfällt. Die ersten 21 km bringe ich in

2:04 h hinter mich, in Anbetracht der extremen

Radstrecke für mich in Ordnung.

Dann folgt ein psychischer Hänger. Immer

mehr Athleten beginnen zu gehen.

Als ich an einer Labestation selbst ins Gehen

verfalle, dauert es Minuten, bis ich

wieder zu traben beginne.

GRAZER BIKE-

FESTIVAL STATTEGG

TERMINE

15. 8.: Austria Youngsters

Cup, Junior MTB Challenge

17. 8.: Cross Country UCI C1

mit vielen Stars, UCI Junior

World Series, Schöckl-

Gipfelsturm, Mountainbike

Challenge

18. 8.: Österreichische

Meisterschaft MTB Enduro

Von 15. bis 18. August

geht das große

Festival in der

bikeCULTure Region

Graz über die Bühne.

Gipfelsturm ohne schwierige Trails rund um

und auf den Schöckl, die österreichische

MTB-Enduro-Meisterschaften auf den

Schöckl-Trails und die Cross-Country-Rennen

für Kids und Profis. Die bike CULTure

Region Graz entwickelt wieder eine magische

Anziehungskraft auf die Bike-Community.

Vom Bergauf-Biker über gemütliche

Genussradler bis hin zu den Trail-Typen der

Enduro-Szene und den Profis bei den UCI-

Rennen findet praktisch jeder Mountainbiker

das Spiegelbild seines Bike-Profils in den

Höhenprofilen der bikeCULTure-Strecken

und -Rennen wieder!

ALLE INFOS

www.bike09.at

www.bikeCULTure.at

www.schoeckl-trail.area.at

www.regiongraz.at

ANZEIGE/Foto: bikeCULTure / grubernd

122 SPORTaktiv


Ich stelle mir meine Beine in zwei Zementeimern

vor. Augenblicklich bleibe

ich erneut stehen. Es ist, wie mein

Coach es mir erklärt hat: Aus Gedanken

werden Gefühle. Und aus Gefühlen werden

Taten. Also denke ich an meinen

Zieleinlauf, an den Moment, in dem alles

zu mir kommen wird. Ich presse mir

zwei Gels in den Hals, muss würgen,

rede aber auf mich ein, dass diese Gels

wie Medizin für mich sind. Plötzlich

fühle ich mich besser. Und werde auf

dem Weg ins Ziel immer schneller.

Ich hatte mir in meiner Vorbereitung

ein Tor ausgemalt, auf das ich über eine

Allee unter Palmen zulaufen wollte, um

dahinter einen neuen Raum zu betreten,

wenn’s beim Laufen so richtig wehtut. Es

ist mir nicht gelungen, dieses Tor auf der

Strecke zu öffnen. Stattdessen bin ich auf

der Ziellinie über eine Schwelle getreten.

Es war, als hätte ich mir eine Maske vom

Kopf gerissen, um zu erkennen, dass es

dort, wo ich den Horizont meiner Fähigkeiten

wähnte, noch weiter geht.

Ziel war es, beim Ironman Lanzarote

an mein Limit zu gehen. Es scheint aber

mehr passiert zu sein: Ich trage das Gefühl

in mir, meine Leistungsgrenze nicht

nur erreicht, sondern dauerhaft verschoben

zu haben; als hätte ich eine Anhöhe

erklommen, von der ich auf eine weite

Ebene blicke, in der sich neue Möglichkeiten

eröffnen – vor einem neuen

Horizont.


WASSERGAUDI

IM CHIEMSEE-

ALPENLAND

SEESTRAND TRIFFT ALPEN­

PANORAMA, KARIBIKFEELING

TRIFFT NATURPARADIES UND

WASSERSPORTLER FINDEN AM

UND RUND UM DEN CHIEMSEE

BIS INS INNTAL NAHEZU UNBE­

GRENZTE MÖGLICHKEITEN VOR.

VON STAND-UP-PADDELN ÜBER

WASSERSKIFAHREN, WAKE­

BOARDEN, KAJAK, SURFEN BIS

ZUM ENTSPANNTEN BADEN. DA­

NEBEN FREUEN SICH ABER AUCH

WANDERER UND RADFAHRER

ÜBER EIN GROSSES WEGENETZ!

CHIEMSEE-ALPENLAND

TOURISMUS

T. +49 80 51/96 555 0

info@chiemsee-alpenland.de

www.chiemsee-alpenland.de

SEENSUCHT NACH WASSERSPASS

Die Region Chiemsee-Alpenland

zwischen München, Salzburg und

Kufstein ist geprägt von einer

Naturkulisse aus See- und Alpenpanorama.

Der Chiemsee, das

„bayerische Meer“, bestimmt das

Bild der Region. Doch auch abseits

davon machen rund 30 größere und

kleinere Seen die Region zu einem

Paradies für Wassersportler und

Naturgeniesßer. Der Wasserskilift

am Hödenauer See in Kiefersfelden

sorgt für Wasserspaß. Beim Wakeboarden

oder Mono- bzw. Wasserskifahren

können Adrena lien-

Junkies sich bei stetigem Blick aufs

Kaisergebierge austoben. Auch die

Wakebase in Bad Aibling verspricht

actionreiche Stunden im Wasser für

die ganze Familie.

ANZEIGE / Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus, Tourist Information Bernau am Chiemsee, Günter Standl

124 SPORTaktiv


ZWISCHEN CHIEMSEESTRAND

UND KAMPENWAND

In Bernau am Chiemsee kommt jeder

Wassersporttyp auf seine Kosten –

und das mit herrlichem Ausblick auf

die Chiemgauer Alpen! Beim SUP

ist Spaß garantiert, denn das Paddeln

ist schnell erlernt und es trainiert auf

spielerische Art und Weise die Ausdauer

sowie zahlreiche Muskelpartien.

Wer den Chiemsee lieber von außen

betrachtet, kann ihn auf dem knapp

60 km langen Rundweg mit dem

Fahrrad umrunden. Das passende

Gefährt gibt es bei den Bernauer

Radverleihen. Tipp: Mit der Chiemseeringlinie

können auch Teilstrecken

mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt

werden. Den Rest der Strecke

fahren Sie mit der Bernauer Gästekarte

kostenlos mit dem Bus.

TOURIST-INFO

BERNAU AM CHIEMSEE

T. +49 80 51/98 68-0

tourismus@bernau-amchiemsee.de

www.bernau-amchiemsee.de

KARIBIKFEELING

UND CHIEMSEE PUR

Unter dem Motto „Chiemsee pur“ verbindet

sich der Reiz einmaliger Naturstimmungen

mit Wasseraktivitäten und Ausflügen. Wasserratten

können sich beim Baden, Wind- und

Kite-Surfen, Segeln oder Kajak-, Kanu- und

Bootfahren austoben. Erholung bieten Spaziergänge

auf der langen Uferpromenade mit

Spielplätzen, Aussichtsplattformen und Cafés.

Viel Neues zu entdecken gibt es für Familien

und Naturfreunde im Naturschutzgebiet des

Hochmoors „Kendlmühlfilzen“ auf spannenden

Rundwegen und Themenwanderungen

sowie im Salz- & Moor-Museum Klaushäusl

in Grassau.

Das rund 1250 Hektar große Naturschutzgebiet

„Grabenstätter Moos“ mit Auwäldern,

Streuwiesen und dem naturbelassenen Mündungsdelta

der Tiroler Achen ist ein Paradies

mit Heilpflanzen und Orchideen. Zu den

besonderen Schätzen gehört die reichhaltige

Vogelwelt. 80 zum Teil sehr seltene Vogelarten

brüten im Achendelta, bis zu 30.000

gefiederte Gäste schlagen dort ihr Winterquartier

auf.

Mit den Strandbädern, chilligen Lounges

mit Karibikflair und entspannter Musik, Restaurants,

Biergarten und traumhaften Sonnenuntergängen

werden laue Sommerabende

und -urlaube am Chiemsee zum Erlebnis.

6 AM CHIEMSEE

T. +49 80 67/71 39

www.chiemseechiemgau.com

SPORTaktiv

125


FREISCHWIMMER

WIE TRAILRUNNING,

Der Vergleich mit dem Trailrunning

trifft die Sache gut, bestätigt

Gottfried Eisenberger.

„Open Water hat viel mit Freiheit

zu tun, mit der Nähe zur Natur.

Wie Trailrunning ist Freiwasserschwimmen

Ausdauer- und Abenteuersport zugleich“,

sagt Eisenberger. Der 25-jährige

Grazer war bis 2017 Schwimmprofi mit

Spezialdistanz 50 und 100 m. Davon

hat er sich verabschiedet. Umso mehr

fasziniert ihn Freiwasserschwimmen. Beruflich

ist er IT-Unternehmer, „als Hobby“

schwimmt er bei Freiwasserbewerben

mit und betreibt das Fachportal

OpenWaterSchwimmen.com.

Das Schwimmen im See oder Meer

hat natürlich etwas andere Anforderungen

als im Becken: Das betrifft die Orientierung

oder den Umgang mit Strömungen,

Wellen, Wind. Oder auch mit

unterschiedlichen Wassertemperaturen.

Beim Massenstart einschießendes Adrenalin

gibt bei den Bewerben einen besonderen

Kick, erzählt Eisenberger.

Auch die größeren Distanzen der Bewerbe

spielen eine Rolle: Bei Weltmeisterschaften

wird über 5, 10 und 25 Kilometer

geschwommen, bei Olympischen

Spielen (Open Water ist seit 2008 olympisch)

über 10 Kilometer. Eine Handvoll

Österreicher – etwa der Oberösterreicher

David Brandl – betreibt die

Sportart auf Hochleistungsniveau. „98

Prozent der Szene sind jedoch Hobbyschwimmer“,

weiß Eisenberger.

NUR IM WASSER:

OPEN-WATER-

SCHWIMMEN IST

AUSDAUER- UND

ABENTEUERSPORT MIT

RIESEN-LANDSCHAFTS-

FAKTOR. KEIN WUNDER,

DASS DIE SZENE

WÄCHST.

VON CHRISTOF DOMENIG

Fotos: Gottfried Eisenberger

126 SPORTaktiv


EVENT-HIGHLIGHTS

An die Masse richten sich vor allem

die kürzeren Distanzen: Weil viele Triathleten

die Open-Water-Bewerbe als

Vorbereitung mitnehmen, sind 1,9 und

3,8 Kilometer bei vielen Events im Angebot,

aber auch noch kürzere Distanzen,

etwa 500 oder 750 Meter. Alles

meist ohne Zeitlimit. Die Einstiegshürde

ist also gering, manche Teilnehmer

schwimmen sogar im Bruststil.

„Die Szene in Österreich ist klein,

aber wächst deutlich“, erzählt Eisenberger

auch. Im Vergleich zu den Ausübendenzahlen

ist die Eventdichte sogar erstaunlich

groß, im Vorjahr listete sein

Portal 35 Events in Österreich auf, heuer

sind es 40 und im gesamten deutschsprachigen

Raum sogar 170. Der seit

11. Juni: Vienna Swim Open Neue Donau (W)

21. Juni: Kitzbühel Swim Open, Schwarzsee (T)

30. Juni: Klopeiner-See-Überquerung (K)

6. Juli: Backwaterman Ottensteiner Stausee (NÖ)

6. Juli: Seequerung Lochau–Bregenz (V)

20. Juli: Lake Bled Open Water (SLO)

3. August: Hallstättersee-Schwimm-Marathon (OÖ)

3. August: Atterseeüberquerung, Attersee (OÖ)

3. August: Zell am See Swim Open (S)

14. August: Vollmondschwimmen, Neue Donau (W)

24. August: Fuschlsee-Crossing, Fuschl am See (S)

15. September: X-Waters Wörthersee (K)

Alle Termine im deutschsprachigen Raum:

www.openwaterschwimmen.com

1933 ausgetragene heimische Klassiker

ist die „Atterseeüberquerung“ (2019 am

3. August): 2,5 Kilometer lang, auf 400

Teilnehmer limitiert – und binnen eines

Tages ausgebucht. 350 bis 400 Starter

zieht – heuer sogar am selben Tag – der

Hallstättersee-Schwimm-Marathon an,

rund 50 Prozent davon aus dem Ausland.

Verglichen mit der „Stadtzürcher

Seequerung“ sind die heimischen Topevents

aber „kleine Fische“: In Zürich

stürzen sich jährlich 9000 in die Fluten.

Neben einer besonders schönen Landschaft

stechen manche Events auch

durch Originalität hervor: Am Chiemsee

in Bayern und heuer erstmals auch auf

der Neuen Donau (14. August) wird bei

Vollmond geschwommen.

Einen Freiwasserbewerb einmal zu

versuchen, empfiehlt sich auch, weil der

Materialaufwand klein ist. Neben Badehose

und Schwimmbrille ist ein Neoprenanzug

empfehlenswert, der unter 18

Grad Wassertemperatur meist vorgeschrieben

und bis 24,9 Grad erlaubt ist.

Der „Apfelland Schwimm Marathon“

am steirischen Stubenbergsee ging heuer

Anfang Mai übrigens bei 13,8 Grad

Wassertemperatur über die Bühne.

Bloß zur Verwendung einer Boje oder

eines „Restube“-Rettungssystems rät

Gottfried Eisenberger, im Training wie

in Bewerben, dringend, „weil sie tragische

Unfälle einfach verhindern können“.

Bojen werden im Wasser mitgezogen,

das „Restube“ als Gürtel getragen

und ähnlich wie ein Lawinenairbag für

Skitourengeher im Notfall per Gaskartusche

aufgeblasen. Fern des Ufers kann

man sich daran festhalten, sich dank Signalfarbe

bemerkbar machen und wird

leicht gefunden.

Worin sich Open-Water-Schwimmen

und Trailrunning auch gleichen: Der

Abenteuercharakter gewinnt mit der

Länge der Distanz. Als „Urvater“ gilt der

Engländer Matthew Webb, der 1875 als

erster den Ärmelkanal (34 km) durchquerte.

„Crossings“, Durchquerungen

von großen Seen oder Meerespassagen,

gelten überhaupt als Königsdisziplin.

Analog zu den Bergsteiger-Seven Summits

gibt’s die „Ocean’s Seven“ als weltweite

Herausforderung, mit sieben Kanaldurchquerungen

zwischen 14 und 44

km Länge auf fünf Kontinenten.

Nicht von schlechten Eltern ist aber

auch, was die Steirerin Claudia Müller

am 15. August vorhat: Sie will den

Wörthersee schwimmend umrunden.

Das sind rund 40 Kilometer, sechs mehr

als durch den Ärmelkanal, und es ist

noch nie versucht worden. Das alles zu

Gunsten der Krebshilfe.

SPORTaktiv

127


VOLLDAMPF

Das CONWAY eMF 527 Plus ist ein E-Fully mit Bosch-

Performance-CX-Motor, 140-mm-Federelementen und

„Schwalbe Hans Dampf“-Bereifung im Plus-Format – um

€ 3999,95 (UVP). Ob in Matt-Schwarz/Grau oder mit

orangen Akzenten: Der Auftritt ist damit ein Statement.

www.conway-bikes.de

DIE SITZT!

Ideal für lange Ausfahrten sind

die „GORE C7 Bib Shorts“ –

die auf einem komplett neuen

Konzept basieren. „Central

Torso Architecture“ nennt

Gore die Konstruktion, die das

Sitzpolster stets in der richtigen

Position hält und so für

höchsten Sitzkomfort sorgt.

www.gorewear.com/de/at

BIKE

NEWS

KLASSESHIRTS

FÜR SIE UND IHN

VON DOWN-

HILLERN

DESIGNT

Das „DAINESE

HG Jersey 1“ hat

die Meshzonen

genau dort, wo

man sie braucht.

Die Innenseite

des Doppelstrick-

Materials transportiert

Schweiß schnell ab, die

Außenseite weist Wasser

ab. Schnitt und Elastizität

ermöglichen problemlos das

Tragen von Protektoren.

www.dainese.com

128 SPORTaktiv

Abgesehen vom geschlechterspezifischen Schnitt und Design,

sind die NORTHLAND-Shirts Martina und Martin Zwillinge: Die

Bike-Shirts bestehen aus hochelastischem schnell trocknenden

Material, ein Netzeinsatz erhöht die Atmungsaktivität und der

hochwertige Elastikbund ist anti-rutschbeschichtet.

www.northland-pro.com

ENERGIE TANKEN

Energy-Gels von BAAM sind gut verträglich und geben viel Energie. Zudem

bestechen sie mit ihrem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem

Gutscheincode „sportaktiv“ erhalten unsere Leser bis 31. Juli noch einmal

20 Prozent Rabatt beim Kauf im BAAM-Onlineshop.

www.baamsports.net/shop


Beim Klagenfurter

Ironman (7. Juli)

ist Triathlet

Michael Weiss

Titelverteidiger.

PRO

Fotos: Ironman Klagenfurt, Österreich-Radrundfahrt, ÖHBAgentur DIENER/Eva Manhart, redbullcontentpool

ÖSTERREICH-RUNDFAHRT

Die Tour durch die Alpenrepublik

startet heuer am 6. Juli mit einem

Prolog in Wels und endet sechs

Tage später am Kitzbüheler Horn.

www.oesterreich-rundfahrt.at

EM-AUSLOSUNG

Die Heim-EURO der Handballer

wirft ihre Schatten voraus.

Am 28. Juni findet in Wien die

Auslosung der Gruppen statt.

www.ehf-euro.com

GP VON ÖSTERREICH

In Spielberg findet am letzten Juni-

Wochenende der Grand Prix von

Österreich statt, bei dem auch an

Legende Niki Lauda erinnert wird.

www.projekt-spielberg.com


130 SPORTaktiv

SPORTTALK


LUKAS WEISSHAIDINGER HAT SICH

ZUM HEISSESTEN EISEN IN DER

SCHMIEDE DER ÖSTERREICHISCHEN

LEICHTATHLETIK ENTWICKELT.

WAS ÖL-SCHMIEREREIEN, GEHEIME

TRAININGSGERÄTE, GEPFLANZTE

BÄUMCHEN UND SEIN TRAINER

GREGOR HÖGLER DAMIT ZU TUN

HABEN, VERRÄT ER HIER.

VON MARKUS GEISLER

DAS BESTE

LIEGT NOCH

VOR MIR

Fotos: GEPA pictures (4), Getty Images, KK

Wer es gut meint mit Lukas Weißhaidinger,

der wünscht ihm in den

kommenden Wochen und Monaten

„Petri Heil“. Denn eins hat der begeisterte

Hobbyfischer im Laufe der

Zeit festgestellt: „Wenn ich einen dicken Fisch aus

dem Wasser ziehe, folgt meistens auch ein guter Wettkampf.“

Demzufolge müssen es ein paar ganz schöne

Brocken gewesen sein, die der 27-Jährige zuletzt an der

Angel hatte. 2018, dem bisher besten Jahr seiner Karriere,

warf er mit 68,98 Metern österreichischen Rekord

und gewann bei den Europameisterschaften in Berlin

die Bronzemedaille. Und beim heurigen Saisonstart

legte er in Schwechat mit einer Topweite von 66,22

Metern los, ehe er sich beim Diamond-League-Meeting

in Doha steigerte und Rang zwei sicherte, nur geschlagen

vom schwedischen Top-Werfer Daniel Stahl.

SPORTaktiv

131


LUKAS

WEISSHAIDINGER

(Spitzname: Lucky Luki) wurde

am 20. Februar 1992 im oberösterreichischen

Schärding geboren.

Nach seiner Lehre als Maschinenbaukonstrukteur

und dem

Entschluss, das Diskuswerfen zu

seinem Beruf zu machen, zog er

nach Wien, um mit seinem Trainer

Gregor Högler in der Südstadt

unter besten Bedingungen trainieren

zu können. Der Inhaber

des österreichischen Rekords

(68,98 Meter) wurde bei den Europameisterschaften

2018 in Berlin

Dritter (Foto), sein größter internationaler

Erfolg bisher. Mit

Blick auf die WM 2019 in Doha

und die Olympischen Spiele 2020

in Tokio sagt der Hobbyfotograf:

„Ich will die absolut besten Werfer

der Welt jagen. Und eines Tages

selbst der Gejagte sein.“

„Ich bin fit, verletzungsfrei, die Zusammenarbeit

mit meinem Trainer Gregor

Högler fruchtet immer mehr“, sagt der

in Wien trainierende Oberösterreicher

im Gespräch mit SPORT aktiv. „Ich hoffe,

dass die letzte Saison nur die vorläufig

beste ist und die ultimativ beste noch

vor mir liegt.“ Und zwar im Idealfall jedes

Jahr aufs Neue.

Lukas Weißhaidinger hat sich den Status

erarbeitet, zusammen mit Mehrkämpferin

Ivona Dadic als heißestes Eisen

der österreichischen Leichtathletik-Schmiede

zu gelten. Wobei die Betonung

auf „erarbeitet“ liegt, denn nur auf

sein Talent wollte und auf körperliche

Vorteile konnte er sich beim Weg in die

Weltspitze nicht verlassen. „Harte Arbeit

und Leidenschaft schlagen Talent“, lautet

einer der Leitsprüche des Mannes,

der manchmal zu hören bekommt, dass

er für einen Diskuswerfer etwas klein

wäre. Wer schon mal im Schatten des

1,97 Meter großen und 147 Kilogramm

schweren Athleten stand, muss da womöglich

etwas schmunzeln. Doch zu

manchem seiner Konkurrenten fehlen

eben doch ein paar Zentimeter und somit

bei der für Diskuswerfer wichtigen

Spannweite, weswegen dieser Nachteil

mit einer ausgefeilten Technik wettgemacht

werden muss. Und genau das ist

die große Stärke des Duos Weißhaidinger/Högler,

das seit Anfang 2015 zusammenarbeitet.

Wenn sich der studierte Maschinenbauer

Högler und der Maschinenbaukonstrukteur

Weißhaidinger über technische

Details austauschen, „ist das für

andere so, als würden sie endlich das Finale

von Game of Thrones sehen können“,

sagt Weißhaidinger. Pure Leidenschaft.

Man könnte auch von Detailverliebtheit

am Rande der Besessenheit

sprechen, ohne den beiden zu nahe zu

treten. Greifbares, aber streng geheimes

Ergebnis dieser Obsession ist das sogenannte

„KTG“. Ein KraftTrainingsGerät,

das weder gefilmt noch fotografiert

werden darf, „schließlich hängen Toyota

oder BMW ihre kreativsten Ideen auch

nicht ans schwarze Brett“, wie Lukas

vergleicht. Vereinfacht gesagt handelt es

sich dabei um einen exklusiven Wurfsimulator,

mit dem man bis zu 300 Mal

in einer Stunde den Diskus in die Welt

hinausschießen kann. Oder zumindest

so tun als ob. „Draußen bräuchte ich dafür

einen ganzen Trainingstag“, erklärt

Weißhaidinger. „Dazu kommt, dass ich

sehr spezielle Muskelgruppen trainieren

kann und durch die Stärkung von Sehnen

und Bändern auch Verletzungsprophylaxe

betreibe. Wenn man so will, haben

wir damit die eierlegende Wollmilchsau

erschaffen.“

Als bei dieser kürzlich der Zylinder

kaputtging, nahm Gregor Högler, der

mit 84,03 Metern übrigens den österreichischen

Rekord im Speerwerfen hält

und auch als Sportdirektor beim

Leichtathletik-Verband (ÖLV) fungiert,

kurzerhand einen Pinsel und schrieb mit

dem ausgetretenen Öl „70 Meter“ an die

Wand. Das ist die magische Weite, das

große Ziel und wohl auch das Ergebnis,

das es braucht, um bei den Olympischen

Spielen 2020 beim Kampf um die Me-

132


IN LUKIS KOPF MUSS

REIN, DASS ER ZU DEN

BESTEN WERFERN DER

WELT GEHÖRT, JEDEN

SCHLAGEN KANN.

daillen mittendrin statt nur dabei zu

sein. „Solche Symboliken sind ganz

wichtig, um zu verinnerlichen, dass ich

diese Weite unbedingt schaffen will.“

Eine andere: Am Trainingsgelände in der

Südstadt wurde genau bei dieser Marke

ein kleines Bäumchen gepflanzt, das Lukas

bei jedem Wurf zeigt, wohin die Reise

des Diskus’ gehen soll. „Man kann es

mit einem Fußballer vergleichen. Wenn

es keinen Elfmeterpunkt gibt, weiß er

auch nicht, von wo aus er den Ball

schießen soll.“

Anekdoten, die zeigen, wie ernst es

Lukas Weißhaidinger ist, bei der WM

im September in Doha und bei den

Spielen in Tokio auf das Treppchen zu

kommen. „In Lukis Kopf muss rein,

dass er zu den Besten der Welt gehört,

jeden schlagen kann. Bei einer WM

oder Olympia gibt es keine Wunder“,

sagt Högler. Beim Diamond-League-

Auftakt in der Hauptstadt von Katar

Anfang Mai hat sich das Duo mit den

speziellen Bedingungen vor Ort vertraut

gemacht und wichtige Erkenntnisse gewonnen.

„Bei unserem Meeting wurde

die Klimaanlage beim Wettkampf

Lukas Weißhaidinger und Ivona

Dadic präsentieren die neuen

ÖLV-Prämien für Olympia

und Weltmeisterschaften.

ausgeschaltet, bei den asiatischen Meisterschaften

wenige Wochen zuvor blieb

sie an. Ein Athlet hat mir verraten, dass

die Disken dann ein ganz anderes Flugverhalten

haben. Darauf muss ich vorbereitet

sein.“ Vermeintliche Kleinigkeiten,

die am Ende den Unterschied zwischen

Gold und Blech, zwischen Sieg und

Enttäuschung ausmachen können. Und

bei denen es sich Lukas nur schwer verzeihen

könnte, wenn er sie im Vorfeld

übersehen würde.

Denn mit den Aussagen eines Christoph

Harting, die der deutsche Olympiasieger

vor wenigen Wochen in der

Sport Bild tätigte, kann er überhaupt

nichts anfangen. Auszüge: „Richtig Spaß

am Werfen hatte ich zuletzt mit 14.“

Oder: „Ich war ein Vollidiot, dass ich

mich mit zwölf für die Sportschule und

gegen das Mathe-Gymnasium

entschieden

Der Schwede Daniel Stahl warf heuer

bereits über 70 Meter. „Ihn gilt es zu

schlagen“, sagt Weißhaidinger.

habe.“ Oder: „Die Leute denken: Man

muss doch eine gewisse Freude oder Leidenschaft

dafür empfinden, wenn man

das macht. Nein! Muss man nicht.“

Weißhaidinger wählt die Worte mit Bedacht.

„Ich respektiere Christoph Harting

als Werfer, er hat in Rio einen fantastischen

Wettkampf abgeliefert. Aber

so, wie er sich in den letzten zwei Jahren

präsentiert hat, passt es zu seinen Aussagen.

Wenn Gregor und ich keine Beispiele

dafür sind, was im Sport mit Leidenschaft

alles möglich ist – wer dann?“

Dazu passt, dass Högler mehr als einmal

Angebote aus Sportpolitik und

Wirtschaft hatte, die deutlich lukrativer

wären als Trainer von Lukas Weißhaidinger

zu sein. „Aber er meinte zu

mir: Lukas, wir haben noch Ziele

und Träume, die wir erreichen

wollen. Unser Weg ist noch lange

nicht zu Ende“, erzählt

Weißhaidinger, der sich mit

Anfang 20 selbst die Frage gestellt

hat, ob er dem Geldver-

SPORTaktiv

133


WENN SIE BEI DER WM IN DOHA

DIE KLIMAANLAGE EINSCHALTEN,

FLIEGEN DIE DISKEN ANDERS.

dienen oder dem Sport die höhere Priorität

einräumt. „Ich hatte als Geselle ein

höheres Einkommen als beim Heeressport,

musste Kredite aufnehmen, um

mir eine Trainingshütte zu bauen oder

zu den Spielen nach Rio zu reisen. Das

war ein hohes Risiko. Ich fürchte, dass

dem österreichischen Sommersport viele

Leute verloren gehen, wenn man es

nicht schafft, zumindest für die

Top-Athleten auch finanzielle Anreize

zu schaffen.“ Denn Sogwirkung auf

junge Nachwuchstalente übe es nicht

gerade aus, wenn ein Spitzensportler

mit einem kaputten 2er-Golf am Parkplatz

vorfahren würde.

Ein erster Schritt in diese Richtung

wurde bereits getan, dank des Sponsors

Helvetia schüttet der ÖLV neuerdings

205.000 Euro für den Olympiasieg,

100.000 für Silber und 50.000 für

Bronze aus, bei der WM ist der Schlüssel

75.000, 50.000 und 25.000 Euro.

„Vielleicht sind das genau die ein, zwei

Prozent, die es an Motivation braucht,

um wirklich ganz oben auf dem Stockerl

zu stehen“, spekuliert Weißhaidinger.

„Wobei kein Athlet an die Prämien

denkt, wenn er in den Wettkampf geht.

Dann geht es nur ums Gewinnen, die

Medaille.“ Für Högler ist das Prämiensystem

sogar ein „Meilenstein, ein ganz

entscheidender Schritt. Top-Leistungen

auf diesem Niveau gehören einfach entlohnt“.

Erst recht, da Weltklasseathleten

wie Lukas Weißhaidinger in der Disziplin

des Verzichts ganz vorne mit dabei

sind. Nicht beim Essen, da geht es darum,

mit einer Unmenge an Fleisch dem

Körper die benötigten 4500 Kilokalorien

zuzuführen. Aber im sozialen Leben.

„Ich war noch nie beim Geburtstag meiner

Nichte, als mein Opa gestorben ist,

war ich auf Trainingslager. Das soll keine

Beschwerde sein: Aber um es ganz nach

oben zu schaffen, muss man eben auch

viel von seinem wichtigsten Gut investieren:

Zeit.“ Nebenbei einen großen

Freundeskreis aufzubauen, mit dem man

sich regelmäßig trifft, ist dabei ähnlich

schwer, wie die 70-Meter-Marke zu

knacken.

Vier weitere Diamond-League-

Meetings plus das Finale in Brüssel

(6. September) gibt es für Lukas Weißhaidinger

noch an Wettkämpfen auf

Top-Level, bis der Saisonhöhepunkt mit

der WM in Doha (28. September bis

6. Oktober) auf dem Plan steht. Die

große Standortbestimmung. Dann wäre

zu hoffen, dass Lukas dazwischen beim

Fischen noch den einen oder anderen

richtig dicken Fisch an der Angel hat.

Als gutes Omen für einen goldenen

Saisonabschluss wäre das schließlich

unbezahlbar. Petri Heil!

Beim Diamond-

League-Meeting

konnte sich

Weißhaidinger die

WM-Arena genau

anschauen. „Ein

tolles Stadion“.

Die Energie AG unterstützt seit 19 Jahren

Spitzensportler aus Oberösterreich und formt

damit ein Team, in dem Leistungswille,

Zusammengehörigkeitsgefühl und Authentizität

für eine besondere Atmosphäre sorgen.

Hier die Heldinnen und Helden dieser

einzigartigen Sportfamilie:

Hannes Trinkl (Kapitän), Vincent Kriechmayr,

Lukas Weißhaidinger, Michael Hayböck, Andrea

Limbacher, Victoria Schwarz, Barbara Haas,

Max Lahnsteiner, Johnny Rohrweck, Mendy

Swoboda, Ana Roxana Lehaci, Thomas Mayrpeter,

Stefan Spiessberger, David Brandl

134 SPORTaktiv


Lukas Weißhaidinger

Diskus

© ÖOC/Kernmayer

Teamgeist

Die Energie AG unterstützt und fördert in ihrer Sportfamilie 15 Sportler aus Oberösterreich, die sich mit

Topleistungen revanchieren. Kapitän ist der Abfahrtsweltmeister von 2001, Hannes Trinkl.

Leistungswille, Zusammengehörigkeit und Authentizität zeichnen die Sportfamilie der Energie AG aus.

www.sportfamilie.at

Entgeltliche Einschaltung

Leistungswille, Zusammengehörigkeit und

Authentizität zeichnen die Sportfamilie der

Energie AG aus. www.sportfamilie.at


1WIEN

Das Heimturnier ist und

bleibt das Highlight des

Jahres für den Lichtenwörther.

„Allein, dass ich

zwischen den Matches daheim

in meinem eigenen

Bett schlafen kann, empfinde

ich als sehr speziell.“

Wien war auch das Turnier,

das er als Fan als erstes

besucht und wo er den

Stars live auf die Schläger

geschaut hat. „So gesehen

bin ich seit 22 Jahren in

Wien dabei, heuer zum

zehnten Mal als aktiver

Spieler. Die Vorfreude

darauf ist riesig.“

DOMINIC THIEM

„WIEN UND KITZBÜHEL

SIND EXTREM BESONDERS“

Eigentlich“, sagt Dominic Thiem,

„mag ich alle Turniere sehr gerne.

Aber gut, wenn ich mich für fünf

entscheiden muss ...“ Es gehört zu

den unabdingbaren Fähigkeiten eines

Spielers auf Weltklasseniveau, sich den

unterschiedlichsten Bedingungen anpassen,

den verschiedensten Eigenheiten

trotzen zu können. Jetlag hin, fremde

Sprachen her – sobald die Filzkugel im

Spiel ist, muss die Leistung stimmen.

Doch eine Erkenntnis überkommt den

EXKLUSIV FÜR SPORTAKTIV

ERKLÄRT TENNIS-TOPSTAR

DOMINIC THIEM, WELCHES

SEINE FÜNF LIEBLINGS-TUR-

NIERE AUF DER TOUR SIND.

WO ER FAST UND WIRKLICH

WIE DAHEIM IST, WELCHE

STÄDTE ER SCHÄTZT, WO

IHM DIE ERFOLGE BESON-

DERS SÜSS SCHMECKEN.

VON MARKUS GEISLER

25-jährigen Niederösterreicher trotzdem,

als er über seine Lieblings-Locations auf

der Tour sinniert: Zu Hause ist es doch

am schönsten. Das gilt natürlich auch für

die Generali Open in Kitzbühel (27. Juli

bis 3. August), die in voller Länge live auf

Servus TV übertragen werden.

Hier die fünf Lieblings-Turniere des

Mannes, der seit drei Jahren ununterbrochen

in den Top Ten der Weltrangliste

steht:

Fotos: GEPA pictures

136 SPORTaktiv


2KITZBÜHEL

Der Ort, an dem für Dominic Thiem

vieles begann. „Hier habe ich schon gespielt,

als es noch ein Challenger-Turnier

war. Und ich habe 2011 in Kitzbühel

mein erstes Match auf der ATP-Tour absolviert“,

erinnert er sich an die Begegnung

mit dem Spanier Daniel Gimeno

Traver. „Das war für mich eine große

Sache, da Kitzbühel kurz nach Wien

das zweite Turnier war, das ich als Kind

live besucht habe.“ Auch in Tirol schlägt

Thiem heuer bereits zum zehnten Mal

auf. „Deswegen steht es für mich fast auf

einer Stufe mit Wien, das nur deswegen

vorne liegt, weil ich daheim schlafen

kann. Diese zwei Turniere sind für mich

jedenfalls extrem besonders.“

US OPEN

„New York ist für mich eine sehr besondere

Stadt, übt eine totale Faszination auf

mich aus“, sagt Thiem. „Deswegen sind

die US Open für mich das geilste Grand-

Slam-Turnier.“ Und, das gibt er unumwunden

zu: „Ich habe dort auch immer

ganz gut gespielt, das spielt sicher auch

eine Rolle.“ Kann man wohl sagen: 3Ver-

gangenes Jahr erreichte er dort erstmals

das Viertelfinale und lieferte Titelverteidiger

Rafael Nadal einen unglaublichen

Fünfsatz-Thriller, bei dem er den ersten

Durchgang sogar mit 6:0 gewann. Für

viele das beste Match seiner Karriere.

4FRENCH OPEN

„Das Turnier in Paris ist wie ein zweites Zuhause für mich“, sagt Thiem und

lacht. Klar, da Freundin Kristina Mladenovic in der französischen Metropole

ihre Homebase hat und er auch dort nicht auf ein Hotel zurückgreifen muss.

Selten war der abgedroschene Begriff „Stadt der Liebe“ passender. Aber auch

abgesehen davon findet er die City an der Seine „total faszinierend. Dazu

kommt, dass es von den Erfolgen her mein bestes Grand-Slam-Turnier ist“.

Dreimal stand er dort bereits im Halbfinale und vergangenes Jahr sogar im

Endspiel, wo er erneut an Dauerrivale Nadal scheiterte.

5MADRID

„Dort stand ich 2017 und 2018 im Endspiel, es

herrschen richtig gute Bedingungen in Madrid,

ich fühle mich dort total wohl“, kommt Thiem

bei der spanischen Hauptstadt regelrecht ins

Schwärmen. Was allerdings noch einen weiteren

Grund hat, wie er mit einem Schmunzeln erzählt.

„Do & Co bietet bei dem Turnier ein fantastisches

österreichisches Essen an, auf das ich mich

jedes Mal freue. Das spielt für mich auch eine

Rolle.“ Heimatliche Gefühle auf der iberischen

Halbinsel.

SPORTaktiv

137


ATHLETE’S CORNER

PATRICK KONRAD

„ICH LERNE EXTREM

VIEL ÜBER MICH!“

HIER SCHREIBEN DIE ATHLETEN: ÖSTERREICHS RAD-ASS PATRICK KONRAD

VOM BORA-HANSGROHE-TEAM ÜBER DIE FASZINATION TOUR DE FRANCE.

WARUM DIE RUNDFAHRT EIN GEFÄHRLICHER STRESSTEST UND DIE LETZTE

ETAPPE DOCH KEIN GEMÜTLICHES SCHAULAUFEN IST.

Ich habe dieses Bild noch genau in

meinem Kopf: Der 10-jährige Patrick

liegt zu Hause auf dem Sofa, im Fernsehen

läuft die Tour de France und

ich starre total fasziniert auf den Bildschirm.

Okay, zugegeben: Am meisten

haben mich damals diese türkisen Trikots

vom Team Bianchi fasziniert, mit dem

Rest konnte ich noch nicht so viel anfangen.

Was ich aber schon immer richtig

cool fand, waren die Bergankünfte.

Wenn die Fahrer sich die Steigung hinaufquälen

und rechts und links unzählige

Fans stehen und manchmal erst in letzter

Sekunde vor dem Rad wegspringen.

Heute, wo ich es selbst als Profi erlebe,

weiß ich, dass das auch ziemlich gefährlich

sein kann. Und trotzdem ist es ein

geiles Erlebnis, du bist voller Adrenalin

und wirst durch die Massen noch einmal

zusätzlich gepusht. Toll!

Fotos: Getty Images (3)

138 SPORTaktiv


Ich nehme heuer meine zweite Tour

de France in Angriff und das gleich in

einer sehr verantwortungsvollen Position.

Mit meinem Kollegen und Freund

Emanuel Buchmann teile ich mir bei

unserem Team Bora-hansgrohe die Kapitänsrolle,

wir sollen auf die Gesamtwertung

fahren. Dabei ist mein persönliches

Ziel, am Ende der drei Wochen unter

den zehn besten Fahrern zu sein.

Manchmal höre ich: Patrick, du warst

beim Giro letztes Jahr Siebenter, willst

du das bei der Tour nicht toppen? Ich

sage dann: Nein! Man muss sich realistische

Ziele setzen und wenn ich den Erfolg

vom Vorjahr wiederholen könnte,

wäre das eine riesige Sache. Zumal es ja

auch immer darauf ankommt, unter

welchen Bedingungen die Platzierung

zustande kommt. Wenn ich zweimal

stürze, eine Woche lang gegen das Aufgeben

kämpfe und am Ende 15. werde,

ist es trotzdem ein tolles Resultat – auch

wenn ich mein Ziel damit verpasst habe.

Bei der Tour kommen außerdem

Komponenten dazu, die es bei anderen

Rennen nicht gibt. Der Druck, die höhere

Anspannung, vor allem aber: der

Stress im Fahrerfeld. Weil der Druck so

hoch ist, nimmt auch die Risikobereitschaft

zu, was zu mehr Stürzen führt.

Aus Sicht der Veranstalter muss ja immer

auch alles noch spannender und

noch spektakulärer werden, da werden

zum Teil ganz bewusst Sachen eingebaut,

die es gefährlich machen. Ein Beispiel:

Beim Giro 2018 sind wir fünf Kilometer

vor dem Ziel mit 80 km/h eine

Abfahrt runtergefahren und plötzlich

rasen wir von strahlendem Sonnenschein

in einen unbeleuchteten Tunnel. Von einer

Sekunde auf die andere ist es rabenschwarz.

Da braucht nur ein kleines

Steinderl rumliegen und es kommt zu

einem Massensturz.

Als ich vor meiner ersten Tour 2016 –

es war meine erste Grand Tour überhaupt

– unseren sportlichen Leiter

Christian Pömer gefragt habe, wie ich

diese Strapazen jetzt drei Wochen lang

durchhalten soll, meinte er zu mir: Patrick,

dafür hast du schließlich elf Jahre

trainiert! Das trifft es ganz gut. Man beginnt

im Nachwuchs mit Rennen, die

eine halbe Stunde dauern, und kein

Kind denkt jemals daran, eines Tages

eine dreiwöchige Tour zu fahren. Man

wächst da hinein, hat das nötige Talent

und muss meiner Meinung nach auch

dafür geboren sein, sich über einen so

langen Zeitraum jeden Tag aufs Neue

quälen zu können. Wobei es unmöglich

ist, drei Wochen zu überstehen, ohne

auch mal einen schlechten Tag zu haben.

Da kommt es auch auf das Glück an,

dass dieser Tag auf eine Etappe fällt, bei

der es nicht so entscheidend ist. Beim

Giro 2018 hatte ich meinen schlechten

Tag beim Zeitfahren, da bin ich sogar

aus den Top 10 gefallen. Mein sportlicher

Leiter meinte nur: Gut so! Mit der

Form hättest du bei einer schweren

Berg etappe zehn Minuten Rückstand

aufgerissen. Kurz darauf bin ich auf

Platz sieben gefahren ...

Es ist unglaublich, wie viel ich bei

dreiwöchigen Rundfahrten über mich

als Sportler lerne. Man muss sich ja permanent

mit sich selbst beschäftigen, da

merkt man plötzlich: Okay, diese Etappe

war jetzt extrem schwer, aber nicht nur

für mich selbst, sondern auch für alle

anderen. Oder: Ich bin nicht der Einzige,

der am Ende des Tages extrem ausgepowert

ist. Ich mache dann mein eigenes

Mental-Coaching, ziehe aus diesen Erkenntnissen

Kraft und Motivation. Dieses

Wissen hilft mir dann auch bei anderen

Rennen. Und eines ist klar: Wenn

man nicht krank wird oder sich mit gebrochenen

Wirbeln ins Ziel schleppt,

geht man brutal gestärkt – körperlich

und mental – aus so einer Tour heraus.

Wir Radfahrer nennen das „den Motor

vergrößern“.

Wenn mich jemand fragt, was die

Frankreich-Rundfahrt noch einmal von

den beiden anderen Grand Tours Vuelta

und Giro unterscheidet, antworte ich

gern mit einem Beispiel. Wenn du in

Frankreich vom Bus zum Start fährst,

siehst du niemanden mehr ohne Akkreditierung.

In Italien kann es sein, dass

MEIN PERSÖNLICHES ZIEL

BEI DER TOUR DE FRANCE

2019: ICH WILL ES IN DER

GESAMTWERTUNG UNTER

DIE TOP TEN SCHAFFEN!

dir dort der eine oder andere Fan über

den Weg geht, dort läuft alles viel familiärer

ab. Und bei der Vuelta kommt es

vor, dass man minutenlang im Kreis

fährt und den Startplatz gar nicht findet.

Was ich damit sagen will: Die Tour ist

extrem gut organisiert, nichts wird dem

Zufall überlassen, es ist immer wieder

ein Wahnsinn, was für eine professionelle

Logistik dahintersteckt.

Sehnsuchtsort der Tour ist natürlich

Paris. Wenn ich jemandem, der zum

ersten Mal dabei ist, einen Tipp geben

Patrick Konrad

(27, hier bei der

Polen-Rundfahrt)

fährt seit

2015 für das

Team von Bora-hansgrohe,

für das er heuer

zum zweiten

Mal bei der

Tour de France

(6. bis 28. Juli)

starten wird.

SPORTaktiv

139


www.tagdesrades.at

Jetzt für das

Hobbyrennen

anmelden.

Wir sehen uns

am Salzburg

Ring!

DURCH DEN HOHEN

DRUCK BEI DER

TOUR NEHMEN DER

STRESS UND DIE RI-

SIKOBEREITSCHAFT

IM FAHRERFELD

ZU, ES KOMMT ZU

MEHR STÜRZEN.

müsste, würde ich sagen:

Nimm dir nichts weiter

vor, außer, es bis nach Paris

zu schaffen. Ein tolles Gefühl.

Aber auch ein großer

Irrtum, dem ich beim ersten

Mal erlegen bin. Man

kennt ja die Bilder bei der

Fahrt auf den Champs-

Élysées: Alle Fahrer wirken

relaxt, es wird Champagner

getrunken, das Gelbe Trikot

wird nicht mehr angegriffen. Aber so leicht, wie

es im Fernsehen ausschaut, ist es weiß Gott nicht.

Es wird nochmal richtig Rennen gefahren, es geht

mächtig bergauf zum Ziel und das Kopfsteinpflaster

hat riesige Löcher. Da schüttelt es dich nochmal

komplett durch, und das, nachdem du drei Wochen

Radfahren in den Knochen hast. Hände, Hintern,

Rücken – alles tut dir weh! Aber wenn du dann im

Ziel bist und etwas zu feiern hast, ist alles vergessen.

Die Schmerzen, die Strapazen, der physische und

der mentale Stress.

Mein Trainer meinte im März in der Sierra Nevada

zu mir: Patrick, du hast mir beim Giro gesagt, dass

du nie wieder bei einer Grand Tour auf die Top 10

fahren willst. Ganz ehrlich: Ich kann mich nicht daran

erinnern. Gut so, denn die Vorfreude, im Juli in

Brüssel die Tour anzugehen, ist jetzt schon riesig.

AUSTRIAN

HANSGROHE RADCUP

Am 18. August findet auf dem Salzburgring im Rahmen des „Tag des

Rades“ der Austrian hansgrohe Radcup statt. Beim Eliterennen geht

es über 25 Runden mit 106 Kilometern, es wird ein Starterfeld auf

Weltklasse-Niveau erwartet. Der Austrian hansgrohe Radcup

ist ein Event für die ganze Familie und bietet ein abwechslungsreiches

und spannendes Programm.


31. JULI - 4. AUG

2019

DONAUINSEL

#VIENNA

VIENNAMAJOR


BRENNENDE BEINE, GLÜHENDE ARME UND BÄLLE,

DIE IM ICE-TEMPO AUF EINEN ZURAUSCHEN. EIN MATCH

GEGEN DIE BEACHVOLLEYBALL-VIZEWELTMEISTER

CLEMENS DOPPLER & ALEX HORST GERÄT ZUR

ULTIMATIVEN GANZKÖRPER-CHALLENGE.

TEXT: MARKUS GEISLER FOTOS: THOMAS POLZER

VÖLLIG

VERSANDET

Unser Ziel ist, dass du nach dieser

Challenge komplett am Boden

zerstört bist. So leicht wie beim

Boxen kommst du uns nicht davon“,

sagt Clemens Doppler und lacht sich

dabei ins Fäustchen. Na gut, denke ich, wie

soll er auch wissen, dass ich meine Frau

beim Pritschen und Baggern am Strand

kennengelernt habe und gelegentlich mit

meinen Kindern im Garten spiele. Da wird

mich das Training in der Sandkiste ja wohl

nicht umhauen. Was ich zu diesem Zeitpunkt

wiederum nicht wusste: Bälle, die im

ICE-Tempo auf einen zugerast kommen,

Unterarme, die vor Schmerz glühen und

Oberschenkelmuskeln, die bei jedem einzelnen

Spielzug beansprucht werden, haben

mit dem Beachvolleyball, wie ich es bis

dato kannte, rein gar nichts zu tun.

Immerhin lassen es Alexander Horst und

Clemens Doppler, die seit 2012 das mit

Abstand erfolgreichste österreichische Duo

bilden und vor knapp zwei Jahren in Wien

Vize-Weltmeister wurden, zum Start gemächlich

angehen. Okay, auf einem Bein

stehen und mit einem Ball in der Hand

versuchen, Clemens aus dem Gleichgewicht

zu bringen, ist jetzt nicht so einfach.

Aber beim Werfen und Fangen kommen

ein paar Ballwechsel zusammen, sogar einarmig

und über das Netz. Nächster Punkt:

das Pritschen. „Dabei kommt es vor allem

auf deine Position an“, erklärt Alex. „Du

musst unter den Ball kommen, so, dass er

dir auf den Kopf fallen würde, wenn du ihn

nicht triffst.“ Klingt logisch, einzig die

Kunst, sich im Sand genauso geschmeidig

zu bewegen wie auf hartem Untergrund,

will erst erlernt werden. Kein gewöhnlicher

Sand übrigens: Um sich optimal auf die

Olympischen Spiele 2016 in Rio vorzubereiten,

haben die beiden die Körner von der

Copa Cabana genau analysieren und in ihrem

Trainingszentrum in Wien-Floridsdorf

nachbauen lassen. Denn beim Untergrund

ist der gemeine Beachvolleyballer mindestens

so heikel wie der Skifahrer beim

Schnee.

Doch zurück zum Training, bei dem jetzt

das Baggern auf dem Programm steht. Offene

Hand links, rechte Hand zur Faust, ineinander

führen, Daumen zusammen. So

weit, so bekannt. „Die Oberarme nicht zu

nah am Körper“, sagt Alex. „Den Ball oberhalb

vom Handgelenk treffen“, sagt Clemens.

„In die Knie gehen, bevor du den

Ball spielst“, sagt Alex. Ganz schön viel Input,

wenn man für die Annahme gefühlt

Der Profi und

der Amateur:

Beim Major in

Wien zeigt Alex

Horst, wie der

spektakuläre

Hechtbagger

wirklich

funktioniert.

Foto: Beach Majors/Mitter

142 SPORTaktiv


UNSER ZIEL IST, DASS

DU AM ENDE DER

CHALLENGE AM BODEN

ZERSTÖRT BIST!

SPORTaktiv

143


CLEMENS DOPPLER

und ALEX HORST

sind die Urgesteine des österreichischen

Beachvolleyballs. Bereits mit

anderen Partnern sehr erfolgreich,

taten sich die beiden 2012 zusammen

und bilden seitdem das mit Abstand

erfolgreichste Duo Österreichs. Zu

den größten Erfolgen des Teams gehören

die Vize-Weltmeisterschaft

2017, Platz neun bei Olympia in Rio

2016 sowie Rang drei bei der EM

2014. „Das Einzige, das uns noch

fehlt, ist eine Medaille bei Olympia“,

sagt Alexander Horst. Das soll sich

2020 in Tokio ändern, wenn die zwei

ihre insgesamt vierten Spiele in Angriff

nehmen, Qualifikation vorausgesetzt.

Ihr Ritual: So lange sie bei

einem Turnier gewinnen, wird das

Gewand weder gewaschen noch

gewechselt. „Das kann bei einem

langen Event schon mal unangenehm

werden“, verrät Alex.

weniger als eine Sekunde Zeit hat. Aber

auch hier gilt wie so oft im Sport: alles

eine Frage der Automatisation. Nach der

fünften gelungenen Annahme schlägt

Clemens vor, die erste Spielform zu machen.

Drei Sprünge über Hindernisse,

zur Mitte des Feldes laufen und einen

von Clemens geworfenen Ball für Alex,

der am Netz steht, aufspielen. Ein Desaster.

Zu tief, zu weit hinten, im Netz. Da

hilft auch der Halbkreis, den Alex zur

Orientierung in den Sand zeichnet, nur

wenig. „Nimm dir mehr Zeit, achte auf

dein Positionsspiel“, beruhigt Clemens.

Und siehe da: Der letzte von 20 Bällen

hat sein Ziel nur ganz knapp verfehlt.

„Jetzt ist Zeit für ein kleines Match“,

meint Alex. Da man bekanntlich zu

viert sein muss, haben die beiden

U22-Nationalspieler Moritz Kindl, der

Österreich demnächst bei der Europameisterschaft

vertritt, mitgebracht. Clemens

und Moritz gegen Alex und mich.

Und schlagartig wird mir klar, warum

Doppler/Horst den Ruf haben, Aufschlag-Monster

zu sein. Wir stellen uns

auf, um das 64 Quadratmeter große

Feld, das es zu verteidigen gilt, möglichst

gerecht aufzuteilen. „Achtung,

Sprungangabe“, warnt mich Alex vor.

Am Ende meines „Aha“ schlägt der Ball

auch schon ein. „Das wäre deiner gewesen.“

Ja, klar.

Dankenswerterweise lässt es Clemens

danach etwas sanfter angehen, ich erwische

den Ball, Alex pritscht ihn zum

Netz, wohin ich mich derweil durch den

Sand geschleppt habe – und dresche ihn

kläglich ins Netz. „Wird schwierig,

wenn deine Hände unterhalb der Netz-

SCHMET-

TERN WIRD

SCHWIERIG

MIT DEN

HÄNDEN

UNTER DER

NETZKANTE.

Fotos: Thomas Polzer (5x), GEPA Pictures

144 SPORTaktiv


Schwitzen im Sand, der dem auf der Copa

Cabana nachempfunden ist. Erkenntnis

unseres Reporters Markus Geisler nach

einer anstrengenden Trainingseinheit:

Größe und Kraft sind beim Beachvolleyball

sicherlich nicht alles, aber ganz bestimmt

kein Nachteil.

kante sind“, analysiert Alex. „Okay,

lass uns das Netz ein paar Zentimeter

hinunterkurbeln“, schlägt Clemens

vor. Gute Idee, denn bei der Originalhöhe

von 2,43 Metern (bei Frauen

2,24 Meter) habe ich mit meinen 1,83

Metern Körpergröße ohne Trittleiter

kaum eine Chance, einen Schmetterball

hinzubekommen. „Alles eine Frage

des Timings“, sagt Clemens. Und

Alex spielt mir zu Übungszwecken ein

paar Bälle am Netz auf, die ich so

kraftvoll wie möglich im gegnerischen

Feld unterbringen soll. Die Schwierigkeit

dabei ist bei all den Gedanken,

die mir durch den Kopf rasen, zu wissen,

wann der ideale Zeitpunkt zum

Abspringen ist. „Ich sage ‚jetzt‘, dann

nimmst du Anlauf und springst mit

beiden Beinen ab“, hilft Alex. Hat geklappt,

wenn auch mehr in der Theorie

als in der Praxis.

Aufschlagwechsel, jetzt darf ich den

Ball ins Spiel bringen. Hochwerfen,

mit dem linken Zeigefinger auf den

Ball zeigen und mit der möglichst vollen

rechten Hand und gespreizten

Fingern die Kugel erwischen. „Im Idealfall

klappst du die Finger ab, wenn

du den Ball triffst, dann bekommt er

den nötigen Drall“, gibt Clemens einen

Tipp. Endlich etwas, das auch

beim ersten Mal halbwegs funktioniert,

denke ich, ehe der Ball schon

wieder zurückgeschossen kommt und

von meinen ausgestreckten Armen ins

Feld katapultiert wird, allerdings in

das nebenan. „Du darfst nicht versuchen,

dem Ball Schwung zu geben,

musst ihn eher dämpfen“, sagt Alex.

„Aber immerhin hast du keine Angst

vor dem Ball, das ist gut.“ Wenn das

Spiel an einem vorbeirauscht, ist man

schon für das kleinste Lob dankbar.

Zum Schluss möchte ich noch unbedingt

wissen, was es mit den ominösen

Handzeichen auf sich hat, die

sich die Spieler hinter dem verlängerten

Rücken geben. Ein Finger mit der

linken, zwei mit der rechten Hand

oder umgekehrt. „Ach, das ist total

unspektakulär“, wiegelt Alex ab. „Das

zeigt nur an, ob man den Spieler auf

seiner Linie oder in der Diagonalen

blockt. Dementsprechend muss der

Aufschläger die andere Seite des Feldes

abdecken.“ Wäre auch das geklärt.

Clemens Doppler und Alex Horst packen

ihre Taschen, am nächsten Tag

geht es für sie zu einem Turnier nach

Brasilien. Und für mich unter die Dusche,

die ich mir nach diesen eineinhalb

Stunden redlich verdient habe.

Foto: Beach Majors/Mitter

WELTKLASSE

IN WIEN

AUF DER DONAUINSEL FINDEN

AUCH HEUER WIEDER 160

BEACHVOLLEYBALL-MATCHES

AUF TOP-NIVEAU STATT.

Im Rahmen der Beach Volleyball

Major Series findet vom 31. Juli

bis 4. August das A1 Major Vienna

presented by Swatch statt. Auf der

Donauinsel (zwischen Floridsdorfer

und Brigittenauer Brücke) matchen

sich 64 Teams um das Gesamt-Preisgeld

von 600.000

US-Dollar, allein für die Sieger-Duos

der Frauen- und Herren-Competition

springen je 60.000 US-Dollar heraus.

Und das bei gigantischer

Stimmung auf dem 8000 Sitzplätze

fassenden Court. Genau an dieser

Stelle feierten Clemens Doppler

und Alexander Horst 2017 ihren

größten Triumph, als sie bei der

Heim-WM die Silbermedaille ergatterten.

Aber nicht nur deshalb gehört

das Heimspiel in Wien zu den

Lieblingsevents der beiden. „Wir

sind so viel unterwegs und genießen

es in vollen Zügen, uns unserem

Stammpublikum zu präsentieren.“

Für das Turnier auf der insgesamt

49.000 Quadratmeter großen

Veranstaltungsfläche werden übrigens

100 Lkw-Ladungen mit 2500

Tonnen Sand verarbeitet. Und wer

mag, kann im Sinne der Nachhaltigkeit

nachher einen Teil des Sandes

für 10 Euro pro Tonne erwerben,

allerdings mit Selbstabholung.

SPORTaktiv

145


Kapitän der

U21 ist Philipp

Lienhart vom SC

Freiburg.

Fotos: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

146 SPORTaktiv


MÄRCHEN3.0?

SOMMER-

IM JUNI KÄMPFT ERSTMALS IN DER GESCHICHTE EINE ÖSTERREICHISCHE

U21 UM DEN EUROPAMEISTER-TITEL UND DIE QUALIFIKATION FÜR

OLYMPIA 2020. DABEI KANN TEAMCHEF WERNER GREGORITSCH AUF

EINE MANNSCHAFT ZURÜCKGREIFEN, DIE BEREITS ÜBER MÄCHTIG

VIEL INTERNATIONALE ROUTINE VERFÜGT. VON MARKUS GEISLER

war es die U20 von Teamchef

Paul Gludovatz, die Österreich

bei der WM in Kanada einen

Sommer lang in Atem hielt.

Zehn Jahre später war das Frauen- Nationalteam

von Dominik Thalhammer bei der EURO in den

Niederlanden dafür verantwortlich, dass zwischen

Bregenz und Eisenstadt vor den TV-Geräten mitgefiebert

wurde. Und 2019 will U21-Teamchef

Werner Gregoritsch dafür sorgen, dass es bei der

EM in Italien zur dritten Auflage eines österreichischen

Sommermärchens kommt. Dabei meinte

es die Losfee in Person von Altstar Andrea Pirlo

insofern gut mit den Österreichern, als es beim

Finale der Gruppe B zum Duell mit dem ewigen

Rivalen Deutschland kommt (23. Juni, 20.45

Uhr, Udine). „Dann kann die Mannschaft zeigen,

dass sie selbst solch einer Herausforderung gewachsen

ist“, sagt Gregoritsch, seit 2012 Nachwuchstrainer

beim ÖFB. „Unser Team ist in den

letzten ein, zwei Jahren noch mal gereift.“

Die weiteren Gegner sind Serbien (17. Juni,

18 Uhr, Triest) und Dänemark (20. Juni, 18 Uhr,

Udine), um ins Halbfinale einzuziehen, muss

man die Gruppe gewinnen oder der Beste der

drei Gruppenzweiten sein. Schafft man dieses

Kunststück, winkt neben der Chance auf eine

Medaille auch die Teilnahme an den Olympischen

Spielen 2020. „Mit dieser Mannschaft nach

Japan zu fahren, wäre ein Traum“, sagt Gregoritsch,

der sich bei der Kaderzusammenstellung so

vorkommen muss, als würde er das Alexandermosaik

neu zusammensetzen. Eine Abstellungspflicht

der FIFA besteht nicht, die A-Nationalmannschaft

bestreitet Anfang Juni ihre EM-Qualifikationsspiele

gegen Slowenien und Nordmazedonien. Und so

mancher internationale Klub scheut sich davor,

seine Spieler für beide Events abzustellen.

Doch egal, wer letztendlich in das ÖFB-Quartier

Albergo Felcaro in Cormons im östlichen Friaul

einziehen wird: Es wird eine namhafte und mit

erstaunlich viel Erfahrung ausgestattete Mannschaft

sein, die Österreich in Ekstase versetzen

möchte. SPORTaktiv gibt einen Überblick über

die Spieler, mit denen mitgefiebert werden darf:

Tor Mit LASK-Keeper Alexander Schlager verfügt

Gregoritsch über eine klare Nummer 1. Der

23-Jährige (Stichtag für das Turnier ist der 1. Jänner

1996) ist beim Sensationsteam der österreichischen

Bundesliga unumstrittener Stammkeeper

und hat bereits 15 U21-Länderspiele in den Händen.

„Wir haben ihm nach dem Abgang von Pavao

Pervan das Vertrauen geschenkt – und er hat

es zu 100 Prozent zurückgezahlt“, lobt der scheidende

LASK-Trainer Oliver Glasner. Als Backups

stehen Patrick Pentz (Austria) oder Johannes

Kreidl (SV Rapid) bereit.

SPORTaktiv

147


Abwehr Dieses Bollwerk hat es

in sich: Stefan Posch (TSG Hoffenheim)

und Kapitän Philipp Lienhart (SC Freiburg)

könnten das Innenverteidiger-

Duo bei der EURO bilden. Allein der

Verletzungsteufel verhinderte, dass mit

Maximilian Wöber vom FC Sevilla ein

weiterer Kapazunder zur Verfügung

steht. „Es ist beeindruckend, wie wir in

der Quali von Spiel zu Spiel immer

mehr zueinandergefunden und mehr

Selbstvertrauen bekommen haben“, sagt

Lienhart. „Ganz Österreich ist stolz auf

uns.“ Mit Kevin Danso (Augsburg) gibt

es sogar noch einen weiteren in

Deutschland gestählten Kandidaten, der

allerdings auch im defensiven Mittelfeld

eingesetzt werden könnte. Auf den Außenverteidiger-Positionen

werden wohl

die heimischen Liga-Profis Maximilian

Ullmann (LASK) und Sandro Ingolitsch

(St. Pölten) agieren.

Mittelfeld Wohl das Prunkstück

dieser Mannschaft, auch wenn es

nicht gelang, Konrad Laimer von RB

Leipzig, der seine Top-Saison mit dem

DFB-Pokal-Finale krönte, loszueisen.

Dafür ist der ebenfalls nach Ostdeutschland

wechselnde Hannes Wolf dabei, erwurde

in den letzten zwei Saisonen in

Salzburg international auf ein Top-Level

gehievt. Mit Xaver Schlager (RB Salzburg)

gibt es einen polyvalenten Spieler,

So könnte Werner Gregoritschs

Startelf in seinem bevorzugten

4-2-3-1-System aussehen, wenn

all seine Kader-Wünsche in

Erfüllung gingen.

der bereits im A-Team für Furore gesorgt

hat, aber dennoch unbedingt in

Italien dabei sein wollte: „Das war mein

unbedingter Wunsch, ich bin sehr froh,

dass es am Ende geklappt hat. So etwas

erlebst du als Profi nicht oft.“ Auch

Innsbrucks Sascha Horvath, mit 18

U21-Einsätzen eine der Säulen der Gregoritsch-Elf,

hat bereits in Dresden Legionärs-Luft

geschnuppert. Ein Coup

wäre es, den spielberechtigten Valentino

Lazaro von Hertha BSC an Land zu

ziehen (Entscheidung erst nach Redaktionsschluss).

Angriff Ein Tor von Altach-Angreifer

Adrian Grbic (wechselt im Sommer

zu Clermont in die 2. französische

Ingolitsch

(St. Pölten)

GREGORITSCHS

WUNSCH-ELF

Lazaro

(Hertha BSC)

Lienhart

(Freiburg)

Danso

(Augsburg)

Schlager

(LASK)

Lovric

(Sturm)

Kvasina

(Mattersburg)

Posch

(Hoffenheim)

Schlager

(Salzburg)

Ullman

(LASK)

Wolf

(Salzburg)

Liga) war es, das in den Play-offs gegen

Griechenland das Tor zur EURO aufstieß.

Zuletzt kam er bei den Vorarlbergern

aber nur zu Kurzeinsätzen. Über

diese wäre der vom FC Empoli an

Sturm Graz verliehene Arnel Jakupovic

schon froh gewesen, weswegen Gregoritsch

auf den Youngster in Italien verzichtet.

Deutlich besser in Form ist Marko

Kvasina, der in Mattersburg Stammspieler

und mit 24 Einsätzen der Rekordspieler

im Kader von Werner

Gregoritsch ist. Als Geheimwaffe steht

der im In- und Ausland (und auch vom

serbischen Verband) umworbene Admira-Shootingstar

Sasa Kalajdzic zur Verfügung,

der allerdings erst drei Kurzeinsätze

in der U21 vorzuweisen hat.

Fotos: GEPA Pictures, Getty Images

WETTEn

WiE siE WollEn!

Online. Mobile. Filiale.

148 SPORTaktiv


DER NEUE ÖFB CORNER!

Jetzt

am

Kiosk!

Foto: ©Jorge Antonio / iStockphoto

DER ÖFB CORNER IM ABO!

4 Ausgaben um nur € 10

Bestellung unter: www.magazin-abo.com


it Olympia hat Lisa Perterer noch eine

Rechnung offen. 2016 war sie für die

Spiele in Rio qualifiziert und die Vorzeichen

standen mehr als gut. Anspruchsvolle

Strecke, hammerhartes Klima – genau

die richtigen Bedingungen für die

Triathletin, die erst dann so richtig in

Fahrt kommt, wenn andere nach einem

Schattenplatz lechzen. Zudem war die

Form top, das Ranking wies nur sechs

bessere Athletinnen aus, eine Medaille

war im Rahmen des gut Möglichen. Und

dann das! „Sieben Wochen vor den Spielen

fuhr mir beim Laufen plötzlich ein

Schmerz ins Schienbein“, erzählt die

Kärntnerin im Gespräch mit SPORTaktiv.

Diagnose: Ermüdungsbruch. „Hätte

ich weitertrainiert, hätte ich im

schlimmsten Fall mein Bein verlieren

können, ich war total am Limit. Von einem

Tag auf den anderen ist mein Olympiatraum

geplatzt.“ Statt ihr fuhr Julia

Hauser nach Brasilien, Perterer schaute

sich den Bewerb im Fernsehen an. „Das

hat brutal weh getan, aber ich habe daraus

gelernt. Ich weiß seitdem, dass ich

besser auf meinen Körper hören muss.“

Die Folge: Perterer wird dieses Jahr

weniger Wettkämpfe als sonst bestreiten

und den Fokus frühzeitig auf die Spiele

2020 in Tokio legen. Die Qualifikation

hat sie dank der stärksten Saison ihrer

Laufbahn 2018 so gut wie in der Tasche,

im Sommer wird sie eine kleine Wettkampfpause

einlegen, um die Vorbereitung

auf Olympia ein Jahr später zu simulieren.

„Wenn die Form passt, weiß

ich, dass ich immer für eine Top-Ten-

Platzierung gut bin“, sagt die Villacherin.

„Aber bei Olympia zählt nur das Podium

– deswegen ist das mein Ziel.“ Klare Ansage

einer Frau, die gelernt hat, sich trotz

Widerständen durchzubeißen. Dazu gehören

Verletzungen genauso wie der

jüngste Verlust von Fördermitteln, da sie

aus dem Olympiakader der BSO gefallen

ist. Bedeutet: Es wird noch schwieriger

als ohnehin schon, bei Reisen zu den

Rennen einen Betreuer, Coach, Physio

oder gar einen Mechaniker mitzuneh-

AGAINST

ALL ODDS

LISA PERTERER IST ÖSTERREICHS BESTE TRIATHLETIN. WIE SIE IHRE OFFENE

RECHNUNG MIT OLYMPIA BEGLEICHEN WILL, WELCHE WIDERSTÄNDE SIE ZU

BEKÄMPFEN HAT UND WARUM IHR IN CHINA BESSER KEIN RAD UMFALLEN SOLLTE.

VON MARKUS GEISLER

Foto: GEPA pictures

150 SPORTaktiv


Lisa Perterer hatte oft mit

Widerständen zu kämpfen,

setzte sich am Ende aber

immer wieder durch.

men. „Oft versuchen wir, über Sponsoring

einen Betreuer abzudecken. Einen

Großteil ihrer Trips macht Lisa ohnehin

allein“, sagt Manuela Freidl, Mutter, Managerin

und Schwimmtrainerin in Personalunion.

Das ist natürlich ein klarer

Nachteil gegenüber anderen Nationen,

bei denen die Athleten sich voll auf den

Sport konzentrieren können. Im konkreten

Fall wäre es also wirklich blöd, wenn

in China ihr Rad umfällt. „Ich hoffe

aber, dass sich durch ein paar gute Ergebnisse

die Fördersituation wieder verbessert

– ich habe gut trainiert und fühle

mich stark genug, um ganz vorne mitzumischen.“

Erst recht nach dem tollen

vierten Platz bei der WM-Serie in Bermuda

Ende April.

Lisa Perterer ist ohnehin keine, die sich

in der Opferrolle suhlt. Sie packt lieber

an, denkt positiv und sucht nach Lösungen.

Against all odds, gegen alle Widerstände.

Das musste sie schon in der

Kindheit, als die damals ambitionierte

Schwimmerin mit elf Jahren bei einem

Reitunfall vom Pferd fiel und sich in ihrem

rechten Arm so ziemlich alles zer-

SPORTaktiv

151


An sechs von sieben Tagen in der Woche trainiert Lisa

Perterer alle drei Disziplinen, die zum Triathlon gehören.

Bei der olympischen Distanz geht es beim Schwimmen

über 1,5 Kilometer, beim Radfahren über 40 Kilometer

und beim Laufen über 10 Kilometer.

ICH HATTE

WETTKÄMPFE,

WO MEINE LAUF-

ZEIT ZU DEN DREI

BESTEN GEHÖRTE,

ICH ABER TROTZ-

DEM NUR 40.

WURDE.

störte, was kaputt gehen kann. „Ich war

ein Jahr außer Gefecht, konnte meine

Hand nicht bewegen. Bis heute habe ich

kein Gefühl im rechten Daumen“, erzählt

sie. Der Vorteil, und das soll nicht

makaber klingen: Da es beim Schwimmen

nicht mehr weiterging, entdeckte

sie 2004 mit 15 Jahren den Triathlon für

sich, als sie Kate Allen als Olympiasiegerin

in Athen über die Ziellinie laufen

sah. Der Nachteil: Das Schwimmen, eigentlich

ihr Steckenpferd, ist dabei die

Disziplin, bei der sie sich am wenigsten

wohlfühlt. „Ich habe letztes Jahr trotzdem

einen großen Sprung gemacht, an

meiner Technik getüftelt, bei der ich

auch ohne Gefühl im Daumen gescheit

vorwärtskomme.“

Das ist auch nötig, denn im Wasser

werden die Weichen gestellt, ob es am

Ende eine Top-Platzierung oder ein Ranking

unter ferner liefen wird. „Man muss

sich das so vorstellen: 70 Schwimmerinnen,

die alle ein ähnliches Niveau haben,

steuern auf die erste Boje zu, jede will sie

möglichst eng umschwimmen. Da wird

getreten, mit Ellbogen gearbeitet. Wenn

du da untergetaucht wirst, hast du das

Gefühl zu ertrinken. Zerrissene Anzüge

und Blutergüsse sind keine Seltenheit.

Und ob du zehn Sekunden früher oder

später aus dem Wasser kommst, kann der

Unterschied zwischen Sieg und Platz 40

sein“, erklärt Perterer. Denn es kommt

darauf an, ob man beim Radfahren in

der Spitzengruppe dabei ist, mit der man

sich einen Vorsprung erarbeiten kann.

Hinterherfahrer haben keine Chance

mehr. Perterer: „Ich hatte Wettkämpfe,

wo meine Laufzeit zu den drei besten ge-

Fotos: Lisi Perterer

152 SPORTaktiv


PlusClub-App im

1. Jahr kostenlos!

|

Mit der PlusClub-App wird Kärntens größter Vorteilsclub

noch attraktiver. Über 200 Angebote, 365 Tage im Jahr –

worauf warten Sie noch?

Mehr erleben, weniger zahlen.

50 %

Ersparnis

© YogaMeHome

YogaMeHome

50 %

Ersparnis auf jede Art von Mitgliedschaft

|

1 Joker für 1 Person gültig. Über 600 professionelle Yoga-Videos

für Ihr Zuhause und volle Flexibilität. Infos zur Vergünstigung

und Anmeldung unter bit.ly/joker-yogamehome

,,The Highlander“

Wanderevent im Süden Österreichs

15 %

Ersparnis auf die Startgebühr

|

15. Juni 2019. Seetaler Alpen. 27 km (ca. 1.000 hm) oder 52,2 km (ca. 2.000 hm). 1 Joker für max. 2

Personen gültig; Einlösung vor Ort. Anmeldung unter office@alpin-sued.at mit Angabe von Adresse,

Geburtsjahr und Hinweis auf PlusClub-Mitgliedschaft. Infos unter alpin-sued.at/highlander

© Zirbenland Steiermark I Wolfgang Spekner

© Grant Gunderson

Gigasport

€ 20,-

Ersparnis ab einem Einkauf von € 100,-

|

Ausgenommen bereits reduzierte Artikel, Serviceleistungen, Set- und Werbeangebote,

Wanderkarten/Bücher, GPS- & LVS-Geräte/Sets, Actionkameras, Sportuhren,

Aktivitätstracker, SUP-Boards und -Zubehör, E-Bikes, E-Scooter und Artikel

der Marke Cube. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.


20,-

sparen

Jetzt PlusClub-App 1 Jahr gratis testen!

1.

Unter plusclub.at/app

als Kelag-Kunde für

die PlusClub-App

anmelden.

2.

Persönliche Zugangsdaten

automatisch und

binnen weniger Minuten

per E-Mail erhalten.

3.

PlusClub-App downloaden,

einloggen

und mehr erleben!

T: 0463 525 8000

plusclub.at/app

/PlusClub


ENTWEDER / ODER

MIT LISA PERTERER

Abu Dhabi oder Gold Coast?

Gold Coast, eindeutig. Ich liebe Australien!

Morgenmuffel oder Frühaufsteher?

Frühaufsteher. Ich habe kein Problem,

um 5 Uhr aufzustehen, nur ein großes

Frühstück ist dann wichtig.

Techno oder Pop?

Pop – ich bin ein Alleshörer, je nach

Stimmung. Beim Training brauche ich

allerdings keine Musik.

Eishockey oder Fußball?

Eishockey! Früher bin ich öfter zum VSV

gegangen, jetzt fehlt mir oft die Zeit.

Schweinsbraten oder gemischter Salat?

Salat. Wobei ich immer das esse, was der

Körper gerade braucht. Das kann auch Schokolade

oder eben ein Schweinsbraten sein.

Facebook oder Instagram?

Insta. Wird immer mehr, dort mache

ich auch alles selber. Bei Facebook

hilft mir die Mama.

Buch oder Tablet?

Tablet, ich bin keine große Leseratte.

Vettel oder Hamilton?

Eher Hamilton, der taugt mir als Typ

eindeutig mehr.

Spielkonsole oder Waldspaziergang?

Waldspaziergang, ich bin überhaupt

kein Gamer.

hörte, ich aber trotzdem nur 40.

wurde.“

Um das zu verhindern, absolviert

Perterer, die vor einem Jahr in Cagliari

als erste Österreicherin überhaupt

ein ITU-World-Cup-Rennen

gewann, ein ultrahartes Trainingspensum.

Freie Tage kennt sie dabei

nur vom Hörensagen, an sechs von

sieben Wochentagen hat sie alle drei

Disziplinen auf dem Programm stehen.

„Sonntags verzichte ich meistens

aufs Schwimmen, dafür stehen

längere Ausfahrten oder Läufe an.

Das klingt hart, ist es manchmal

auch, aber ich habe mich daran gewöhnt.“

Ihr Trainer, der frühere

deutsche Meister und damalige Trainer

des Olympiasiegers Jan Frodeno,

Roland Knoll, betreut sie dabei

aus der Ferne, entwirft Pläne und

erkundigt sich meist telefonisch

nach dem Befinden. Für die Nahbetreuung

ist ihre Mutter als

Schwimmcoach und Norbert Domnik,

Olympia-Teilnehmer 2004 in

Athen, zuständig. „Ich hab auch

mal probiert, mich internationalen

Trainingsgruppen anzuschließen,

aber da war selbst mir das viele Reisen

zu stressig. Nur aus dem Koffer

Beim zur WM-Serie gehörenden

Triathlon in Bermuda eroberte

Perterer den starken vierten Platz.

DA WIRD GETRETEN,

MIT ELLBOGEN

GEARBEITET. WENN

DU DA UNTERGEHST,

HAST DU DAS GEFÜHL

ZU ERTRINKEN.

leben, das bin nicht ich“, sagt Perterer,

die das aktuelle Modell zwar als

nicht optimal, aber das derzeit bestmögliche

ansieht.

Ein weiteres Problem: Es gibt in

Österreich nicht sehr viele Athleten,

die diesen Sport auf diesem

hohen Niveau betreiben, bei den

WTS-Rennen oder bei Worldcups

starten. Gerade bei Olympia ein

klarer Nachteil. „Ich hab das in Rio

genau beobachtet“, sagt Perterer.

„Wenn bei solch einem großen

Wettkampf zum Beispiel eine Nation

eine Siegchance hat und drei

der gleichen Nation am Start sind,

dann helfen die beiden anderen der

Favoritin. Das ist bei uns nicht

möglich, zumal wir uns wahrscheinlich

auch nur zwei Startplätze

sichern werden.“

Dafür kann die 27-jährige Heeressportlerin

darauf zurückgreifen, bereits

olympische Erfahrungen gesammelt

zu haben. 2012 qualifizierte

sie sich als jüngste Triathletin überraschend

für die Spiele in London

und staubte dort einen respektablen

48. Platz ab. Und dennoch war die

Zeit vor den Spielen mit einer veritablen

Krise verbunden. „Ich habe

gemerkt, wie ich mit dem ganzen

Rummel nicht klarkam. Medien,

Erwartungshaltung, das wurde mir

zu viel. Ich hab damals sogar kurz

überlegt, alles hinzuschmeißen“, erzählt

sie. Was sie Gott sei Dank

nicht getan hat. Against all odds.

Und mit Olympia hat sie ja ohnehin

noch eine Rechnung offen.

Foto: Lisi Perterer

154 SPORTaktiv


VON DIESEM

TARIF PROFITIERT

NUR RAPID!

- supergünstige Handytarife

- alle Einnahmen für den

Rapid Nachwuchs

- ab € 9,90*

* für 30 Tage, keine Vertragsbindung

Jetzt

nach

Hütteldorf

wechseln!

www.rapid-mobil.at


SPORTUHREN

NEWS

ES GRÜNT

SO GRÜN …

Nein, der Frühling war heuer

nicht so gnädig mit uns. Wenn

der schneidige Wind den Regen

ins Gesicht peitscht, dann begibt

man sich prinzipiell eher ungern

an die frische Luft, geschweige

denn auf einen Golfplatz. Doch

für wahre Helden gibt es kein

schlechtes Wetter, bloß würdiges

oder unwürdiges Equipment. Dazu

zählen mittlerweile auch beim

gepflegten Rasensport immer mehr

technische Helferlein, die über

die Klassiker wie Schläger, Schuhe

und Wagerl hinausgehen. Sensoren

am Schlägerschaft scannen den

Schwung und senden die Daten an

besonders gescheite Geräte, deren

Analysen selbst den erfahrensten

Pro verblüffen. Diese Aufgaben

werden mittlerweile bereits von

manchen Uhren übernommen.

Denn ob das Gerät am Schläger

oder am Handgelenk montiert ist,

macht wohl kaum einen Unterschied.

Dank entsprechender

Speichergröße kennen die technischen

Wunderwuzzis so ziemlich

jeden Platz mitsamt seinen Tücken,

und das weltweit. Das eingebaute

GPS vermag über die Entfernung

zum Loch zu berichten, und, und,

und … Was kommt als Nächstes?

Vermutlich ein computerisiertes

Exoskelett, welches auf Zuruf den

Ball ins Loch befördert. Wir bitten

dann Siri, Alexa oder Kitt lediglich

um die Einhaltung des gewünschten

Scores.

PHILIPP PELZ

Seit bald 25 Jahren professionell

mit der Welt der Luxusuhren

verbunden, widmet er sich hier

schreibend dem Thema Zeitmesser.

TAG HEUER

CONNECTED MODULAR

GOLF EDITION

Auch der Schweizer Branchenriese widmet sich den ballsuchenden

Naturliebhabern und modifiziert seine beliebte

Smartwatch. Diese ist aus Titan und Keramik luxuriös und

höchstwertig gefertigt. Durch Android Wear sind die

Funktionen fast endlos erweiterbar, das Besondere jedoch

ist die von Haus aus installierte Golf-Software.

Auch hier sind 10-Tausende Plätze weltweit am hochauflösenden

Bildschirm darstellbar. Dank GPS kennt der

Spieler seine Position am Fairway und folglich den Abstand

zum Loch. Ball-Rettungsaktionen im Wasserhindernis

übersteht die Uhr bis 50 m Tiefe souverän. In Österreich

exklusiv bei Wempe erhältlich. Preis: 1850,– Euro

www.tagheuer.com

GARMIN

APPROACH S60

Mit der Approach S60 widmet sich Sport-Spezialist Garmin

dem Golfsport und verbaut mächtig viel Technologie zum

Wohle des Schlägerschwingers. So sind etwa die Daten von

mehr als 40.000 Plätzen am Handgelenk verfügbar. Gekoppelt

mit Sensoren für GPS, Kompass, Gyroskop und Beschleunigung

lassen sich eine Vielzahl an nützlichen Informationen

abrufen. Dabei hilft es zu wissen, wie weit man

von fiesen Hindernissen entfernt ist oder in welche Richtung

das Fairway sich neigt. Mit spezifischen Apps auf Android

bzw. Apple-Handys wird ebenfalls fleißig kommuniziert.

Wichtig! Dank der Verwendung von Titan und Polymer wiegt

das schlaue Teil bloß 52 g. Preis: 449,99 Euro

www.garmin.com

JAERMANN & STÜBI

TRANS ATLANTIC TA1

Dass man elektronisch so einige Funktionen in einer Uhr

unterbringt, ist ja durchaus vorstellbar. Doch auch mechanisch

lässt sich so manches bewerkstelligen, denken sich

die Spezialisten von Jaermann & Stübi. Über Drücker addiert

man die Schläge pro Loch und die Gesamtzahl der

Runde. Eine Retrograde-Anzeige bei 6 Uhr zeigt das aktuelle

Loch an. Auf der Lünette sind die gängigsten Entfernungen

zum Loch angegeben sowie eine Skala zum Vergleich

der gespielten Schläge mit dem Handicap. Selbstverständlich

kann der Zähler auch am 19. Loch weiterverwendet

werden. Im Edelstahlgehäuse schlägt ein

chronometergeprüftes Werk mit automatischem Aufzug.

Preis auf Anfrage

jaermann-stuebi.com

Fotos: Hersteller

156 SPORTaktiv


ALEX HORST

Vize-Weltmeister 2017

31. JULI - 4. AUGUST

2019

JOANA HEIDRICH

Schweizer Meisterin 2017

DONAUINSEL

#VIENNA

VIENNAMAJOR

SICHERE DIR JETZT DEINE

TICKETS

BEACH VOLLEYBALL

Online erhältlich unter: TICKETS.BEACHMAJORS.COM

Online erhältlich unter:

TICKETS.BEACHMAJORS.COM

SPORTaktiv

157


RO

HAT SICH DER NEUE BUNDES­

LIGA-MODUS BEWÄHRT?

„OBEN UND UNTEN

IST SPANNUNG

GARANTIERT“

Mein Eindruck war: Die Zehnerliga in ihrer alten Form war

etwas festgefahren, jeder hat etwas Neues herbeigesehnt.

Mir gefällt dieser Modus mit Teilung in Meister- und Abstiegsrunde

und Halbierung der Punkte nach 22 Spieltagen

jedenfalls richtig gut. Und das sage ich nicht nur, weil wir

mit dem WAC eine überragende Saison gespielt haben. Bei

dieser Konstellation hast du von der ersten Runde an den

Druck, Ergebnisse liefern zu müssen. Das sorgt natürlich

auch für Stress bei Vereinen, Spielern und Trainern, aber

es erhöht die Spannung ungemein. Und mit Druck

musst du in diesem Geschäft ohnehin umgehen können.

Was bei dieser Konstellation Gott sei Dank wegfällt:

Kein Verein kann sich irgendwie in die Winterpause

retten und die Transferperiode dazu nutzen, neue Spieler

zu holen und zu sagen: „So, und jetzt starten wir

die große Aufholjagd!“ Dafür ist die Zeit einfach zu

knapp, heuer waren es nur vier Runden. Und auch

wenn wir mit dem WAC natürlich froh sind, in der

Meisterrunde zu sein. Aber ich finde richtig gut, dass

der Beste von unten noch um einen Europacupplatz

spielen kann. So ist überall Spannung garantiert.

Einzig, dass der Achte auch noch eine Chance hat,

wenn der Sechste fix durch die Finger schaut,

halte ich aus Fairnessgründen für fragwürdig.

„ICH BIN FÜR EINE

GESCHLOSSENE

LIGA“

Es mag paradox klingen: Aber auch, wenn wir als

SV Mattersburg davon profitiert haben, finde ich

es sportlich nicht fair, dass der Achtplatzierte noch

die Chance hat, sich für den Europacup zu qualifizieren.

Aber das ist nicht das Einzige, worin ich die

Schwächen der Reform sehe: Die Halbierung der

Punkte ist aus sportlicher Sicht ungerecht, da jeder

Zähler hart erarbeitet wurde und nicht einzusehen

ist, warum diese zu einem bestimmten Zeitpunkt

entwertet werden. Das Ziel, die Zuschauerzahlen

um zehn Prozent zu steigern, wurde nicht nur nicht

erreicht, sondern meiner Meinung nach auch falsch gesetzt.

Um das zu erreichen, muss viel mehr passieren, als

nur eine Reform auf den Weg zu bringen. Dazu kommt,

dass sich durch die Verengung die Vereine in der Qualifikationsrunde

schwertun, frühzeitig für die neue Saison

zu planen, da niemand weiß, in welcher Liga er spielt.

Daher mein Vorschlag: Lasst uns doch über eine geschlossene

Liga ohne Abstieg nachdenken, damit sich die Vereine

– vielleicht in einer Profiliga mit 18 Klubs – wirtschaftlich

und sportlich konsolidieren können. Als Unterbau könnte

ich mir eine Liga mit den U21-Mannschaften der Bundesligisten

vorstellen, um dem Nachwuchs eine Plattform zu bieten,

auf der er auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln kann.

MICHAEL LIENDL

Mittelfeldspieler beim Wolfsberger AC

PATRICK SALOMON

Mittelfeldspieler beim SV Mattersburg

Fotos: ÖFB

158 SPORTaktiv


Wir besuchen Deine Schule.

Anmeldung unter fak.at/klasse

SPORTaktiv

159


AUTO

AKTIV

EIN TANZ IN

DEN DÜNEN

DAS ERSCHEINUNGSBILD DES

FORD RANGER RAPTOR LÄSST

NUR EINEN SCHLUSS ZU: DIESEM

„DINO“ WEICHT MAN BESSER

AUS. AUCH IN DER WÜSTE.

VON SIGI PALZ

FORD RANGER RAPTOR

Der Pick-up ist ab sofort bestellbar und

kommt im Juli auf den Markt. 213 PS leistet

der 2,0-Liter-Bi- Turbodiesel. Er entwickelt

ein Drehmoment-Maximum von 500 Nm. Den

Ranger Raptor gibt es nur als Doppelkabine

(vier Türen, fünf Sitze) und mit 10-Gang-

Automatik. PREIS: Ab 60.810 Euro (brutto).

Sapperlot, das nennt man Wüstenschiff!

Ford ließ den neuen Ranger

Raptor durch Marokkos Dünen

driften. Was beim Pick-up sofort ins

Auge sticht: sein brachiales Erscheinungsbild.

Inklusive serienmäßiger Anhängerkupplung

ist der Raptor 5,54

Meter lang, satte 2,18 Meter breit (mit

Außenspiegeln) und unbeladen stolze

1,87 Meter hoch. Dazu verbreiterte

Radhäuser, massive Aluminium-Trittbretter

und eine aggressive Frontpartie

mit gewaltigen FORD-Lettern im Grill

– ja, da weicht jeder Kamel-Bulle freiwillig

zurück. Und die speziell für den

Ranger Raptor erzeugen All-Terrain-BF-

Goodrich-Reifen (285/70 R17) sagen

nur eines: „Mich kann nichts so leicht

stoppen.“ Dafür sorgen auch eine Wattiefe

von 85 cm, die Bodenfreiheit von

28,3 cm und ein Unterfahrschutz aus

2,3 Millimeter starkem Stahl.

Angetrieben wird der von „Ford Per-

formance“ entwickelte Ranger Raptor

von einem 2,0-Liter-Bi-Turbo-Dieselaggregat.

Mit 213 PS ist der „Dino“ mit

kleinerem Hochdruckturbolader und

größerem Niederdruckturbolader vielleicht

nicht übermotorisiert, aber die

Kraft ist wirklich ausreichend. Der Ranger

Raptor musste sich aber nicht nur in

den Dünen beweisen, mit sechs Fahrmodi

(von Normal über Fels bis Baja/

High-Speed-Off-Road-Performance)

wurde jede einzelne Prüfung anstandslos

gemeistert. Gerade im Baja-Modus wird

klar, warum Ford ein verstärktes Chassis

und Hochleistungsstoßdämpfer von

„Fox“ zum Einsatz bringt.

Und was macht man, wenn man in den

Dünen einmal stecken bleibt? Von „Allrad

high“ auf „Allrad low“ schalten. Mit

Schaukelbewegungen und starkem Einschlag

probieren, eine kleine „Startrampe“

zu schaffen – und dann Gas, Gas, Gas!

Es hat tatsächlich funktioniert ...

Fotos: Hersteller

160 SPORTaktiv

IN KOOPERATION MIT DER AUTO-REDAKTION DER KLEINEN ZEITUNG


SAISONABO

2019/20

Ab 17. Mai 2019 im Fancorner

& unter rapidshop.at

• Vorkaufsrecht für bestehende Abonnenten:

Freitag, 17. Mai 2019 - Donnerstag, 6. Juni 2019

• Vorkaufsrecht für Mitglieder auf alle nicht verlängerten Plätze:

Freitag, 7. Juni 2019 – Donnerstag, 13. Juni 2019

161

• Freier Verkauf: ab Freitag, 14. Juni 2019


NACHSPIEL

LAUFEN MIT

BERNHARD

EGYD GSTÄTTNER

Der Klagenfurter ist

freier Schriftsteller

und Hobbysportler.

Frühling wird’s und das Fitnessgebot der

Stunde lautet: Laufen gehen! Seltsame

Formulierung! Schon in Deutschland versteht

sie vermutlich niemand mehr. In Deutschland

sagt man ja „laufen“, wenn man „gehen“

meint. Was man in Deutschland sagt, wenn

man „laufen“ meint, weiß ich gar nicht. Vielleicht

„sprinten.“ Vielleicht sind die Deutschen

schon deswegen in allen möglichen Disziplinen

so stark, weil ihr Sprachverständnis

Schnelligkeit suggeriert. Thomas Bernhard hat

einmal eine Erzählung mit dem Titel Gehen

geschrieben. Darin geht es aber weniger ums

Gehen als um das, was beim Gehen in einem

vorgeht. Gehen, immer weiter gehen ist ganz

einfach notwendig, damit man nicht verrückt

wird. Da sie bei Suhrkamp, einem deutschen

Verlag erschienen ist, müsste die Erzählung

eigentlich Laufen heißen, aber dadurch ginge

das Existenzialistische und Österreichische

verloren. Ich sollte wieder einmal in den Text

hineinschauen und ein paar Zeilen lesen,

denke ich. Sobald ich vom Laufen zurückgekommen

bin, werde ich das tun, nehme ich

mir vor.

Beim Laufen geht tatsächlich etwas in

einem vor: Von Kilometer zu Kilometer

geht mehr vor. Die Muskeln werden warm,

die Poren der Haut öffnen sich, das Gehirn

weitet sich: Vielleicht eine positive Folge der

Einsamkeit des Langstreckenläufers – auch

ein Buchtitel, nämlich der eines Romans

von Alan Sillitoe, der eigentlich nicht vom

Laufen im strengen Sinn handelt, sondern im

übertragenen: Es geht ums Leben, also um

den Lebenslauf.

Muss ein Langstreckenläufer einsam sein?

Mir kommen alle Augenblicke Joggerpärchen

entgegengejoggt, Weibchenmännchen, aber

auch Männchenmännchen oder Weibchenweibchen.

Die denken nicht, sondern reden,

plaudern. Es ist eine Art Telefonieren ohne

Telefon. Sechzig Freiminuten sozusagen.

Freilich spricht Kleist von der „allmählichen

Verfertigung der Gedanken beim Reden“.

Alles ist möglich. Von der allmählichen Verfertigung

der Gedanken beim Smalltalken beim

Joggen spricht Kleist allerdings nicht, jedenfalls

nicht explizit. Bei der Zweisamkeit der

Langstreckenläufer kommt es darauf an, das

Tempo aufeinander abzustimmen, das gleiche

Tempo zu halten. Das ist mir mein Leben lang

nie wirklich gelungen. Es war mir aber auch

nie ein ernstes Anliegen. Wenn ich mit einem

anderen Menschen laufen gegangen bin, war

er mir immer entweder zu schnell oder zu

langsam, sodass entweder ich ständig um ihn

oder er ständig um mich rundherum laufen

musste, um zusammenzubleiben. Überfordert

oder unterfordert zu werden, hetzen oder

warten müssen: Das verabscheue ich.

IMPRESSUM

sportaktiv.com

EIGENTÜMER/VERLEGER

TOP TIMES Medien GmbH, 8010 Graz, Gadollaplatz 1

Tel.: 0 316/80 63-25 80

SPORTaktiv ist ein Titel der Styria Media Group.

Offenlegung gem. § 25 MedienG mit der Url: sportaktiv.com/de/offenlegung

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Mag. Alfred Brunner, MBA, E-Mail: alfred.brunner@styria.com

Ronald Tomandl, Tel.: 0 316/80 63-25 82, E-Mail: ronald.tomandl@styria.com

Assistenz: Elisabeth Rechling (-25 86)

CHEFREDAKTION

Klaus Molidor (-25 93), E-Mail: klaus.molidor@styria.com

REDAKTION

Christoph Heigl (-25 88), Christof Domenig (-25 89), Thomas Polzer (-25 87)

STÄNDIGE MITARBEITER

Linda Freutel, Markus Geisler, Klaus Höfler, Wolfgang Kühnelt, Wolfgang Kuhn,

Oliver Pichler, Axel Rabenstein, Herwig Reupichler

FOTOREDAKTION

Thomas Polzer (-25 87)

162 SPORTaktiv

SPORTaktiv

04/2019

erscheint am

1. August

ANZEIGENLEITUNG

Arnold Pauly (-25 83), E-Mail: arnold.pauly@styria.com

ANZEIGEN

Bertram Taferner (-25 85), Kevin Laimer (-25 95),

Elisabeth Rechling (25 86)

SEKRETARIAT

Petra Ofner, Tel.: 0 316/80 63-25 80, E-Mail: office.sportaktiv@styria.com

ONLINE-REDAKTION

Claudia Riedl (-25 94), Nicole Thüringer (-25 90)

DESIGN, LAYOUT & PRODUKTION

Christoph Geretschlaeger

HERSTELLER

Leykam Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl

Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen werden in Kooperation mit der

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.

ABO-HOTLINE

Styria Marketing Services GmbH & Co KG, „Abo SPORTaktiv“,

Hainburger Straße 33, 1030 Wien

Tel.: 01/51414-800, Fax: 01/51414-810, E-Mail: abo@sportaktiv.com

Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.


www.kia.com

Design und Technologie

im Doppelpack.

Bei Finanzierung ab

€ 14.990,- 1)

Die neue Kia Ceed-Generation. Einfach ein guter Plan.

Der neue Kia Ceed wird Sie garantiert begeistern. Mit einem Feuerwerk an

innovativen Technologien, atem beraubenden Design und durchdachten Features

ist er der ideale Begleiter für alles, was Sie vorhaben. Und während Sie der

Stauassistent ganz entspannt in der Spur hält, genießen Sie und Ihre Mitfahrer

höchsten Komfort und sportliche Fahrdynamik. So Ceed Fahrspaß der nächsten

Generation aus!

CO 2 -Emission: 155-99 g/km, Verbrauch: 3,8-6,8 l/100km

Symbolfoto. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. 1) Listenpreis Kia Ceed Titan € 14.990,00 inkl. Preisvorteil bestehend aus € 1.000,00 Österreich Bonus, € 500,00 Frühlingsbonus und

€ 1.000,00 Leasingbonus bei Finanzierung über Kia Finance: Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über die Santander Consumer Bank GmbH. Stand 04|2019. Erfüllung banküblicher Bonitätskriterien

vorausgesetzt. *) 7 Jahre/150.000km Werksgarantie.


Mehr Fitness

PRO Gramm

low

carb

ohne

zucker

zusatz

fett

arm

Weitere Magazine dieses Users