gab März 2021

blumediengruppe

03.2021 І MÄRZ І HEFT 276

FRANKFURT | MANNHEIM | MAINZ | STUTTGART

WOHLFÜHLEN

Specials: Wohnen

und Gesundheit

KUNST

Gilbert & George

in der Schirn

WAHLTAG 14. MÄRZ

Specials: Frankfurt,

Baden-Württemberg

und Rheinland-Pfalz

COMEBACK

Rag'n'Bone

Man

im exklusiven Gespräch

03

4 193289 401906

1,90 €

INTERVIEWS: BONNIE TYLER, DAVID ZIMMERSCHIED, BIRDY, LONDON GRAMMAR,

MADISON BEER, JOSCHUA THUIR (VELSPOL HESSEN), FRAUEN MUSIK BÜRO


Horst-Schulmann-Straße 3, 60314 Frankfurt am Main

www.kuechenplan.com


INTRO 3

Inhalt

epaper.männer.media

Alle Magazine

online und als App!

SZENE

SZENE

BÜHNE

SZENE

4 Frankfurt

10 Kommunalwahl Frankfurt

16 Rhein-Main-Neckar

19 Mannheim

22 Stuttgart

24 Bühne

31 Essen & Trinken

32 Wohnen

36 Gesundheit

44 Pink Pages

50 Homoskop

LEBEN

Musik

Kunst

Buch

Kostenlos

Liebe GAB-Leser*innen

mit Zukunftsprognosen ist es ja gerade so eine Sache, aber

wir wünschen uns jetzt einfach mal, dass wir irgendwann keine

Lockdown-Ausgabe mehr produzieren müssen. Bis dahin

gibt’s natürlich trotzdem regelmäßig queere News aus Community

und Kultur im GAB Magazin und online – wir bringen

was geht! Als Corona-Maßnahme gibt’s das GAB Magazin ab

März übrigens auch zusätzlich als Kauftitel an Kiosken.

Der März wird außerdem zum Superwahlmonat mit Kommunalwahlen

in Hessen sowie Landtagswahlen in Baden-Württemberg

und Rheinland-Pfalz – alles am 14. März! Checkt dazu

unsere Wahlspecials mit Fokus auf die Queerpolitik.

Dazu gibt’s erste Einblicke in die grandiose Gilbert & George

Retrospektive in der Schirn Frankfurt – verschiedene Online-

Features vermitteln vorab schon Eindrücke der Schau des

britischen schwulen Künstlerpaars; unter anderem wird es ein

Online-Video-Interview mit mir zur Homosexualität im Werk

von Gilbert & George geben, gefolgt von einer Führung durch

die Ausstellung.

Last but not least bringen unsere Specials zu Wohnen und

Gesundheit wertvolle Tipps zum Pflegen und Wohlfühlen. Auf

geht’s!

Achtet auf euch und die anderen – und bleibt gesund!

Björn Berndt

IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

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Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

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Chefredaktion Frankfurt:

Björn Berndt (bjö)

Mitarbeiter: Benjamin Hofmann (Horoskop),

Dagmar Leischow, Leander

Milbrecht, Jessica Purkhardt (jp), Dirk

Rueder (dr), Steffen Rüth, Marcel Schilling

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Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

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4 FRANKFURT

Kolumne

ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS

FOTO: SALZGEBER, CHRISTOPHER WILDE

Der Überlieferung nach soll der

wahnsinnige Kaiser Nero Rom

angezündet und danach mit

seiner Lyra vom Palast-Balkon

auf seine brennende

Stadt herab gesungen haben.

In Teilen scheint dieses Bild

auf üble Nachrede einiger

Geschichtsschreiber zurückzugehen.

Dagegen ist

gesichert, dass der scheidende

US-Präsident Trump

nachts vor den laufenden

ABC-Nachrichten saß und

per Twitter Öl ins Feuer goss,

während draußen die Vereinigten

Staaten seelisch und

oft genug auch tatsächlich

brannten. Nachdem mit der

US-Präsidentschaftswahl der

Spuk nun vorüber ist, atmen

nicht nur wir in Europa auf.

Besonders die LGBTIQ*-Community

in den USA hatte sich

vor einer erneuten Amtszeit

Donald Trumps gefürchtet.

Schon in der ersten war damit

begonnen worden, Transgender

zu gängeln und unsichtbar

zu machen. In der zweiten

wäre wohl versucht worden,

das Recht auf gleichgeschlechtliche

Ehe rückgängig

zu machen. Nun ist

der Ausgang der US-Wahl

also ein Hoffnungsschimmer

am Ende eines Jahres,

das ganz im Zeichen einer

weltweiten Pandemie stand,

die unseren bislang schrankenlosen

Horizont sehr klein

werden ließ. Eine gute Nachricht

nach Monaten des Lockdowns,

in denen uns zuletzt

mörderische Terroranschläge

in Deutschland und seinen

Nachbarländern bewusst

machten, dass weder eine

globalisierte Welt noch eine

offene Gesellschaft selbstverständlich

sind und immer auch

einen Preis haben ...

... weiterlesen auf www.männer.media/regional/gab

Das Café Karussell, der Treff für Schwule ab 60 Jahren, wird im März gendertheoretisch.

Organisator Michael Holy hat einen Ausflug in die Queer-Theorien

geplant, der unterhaltsam gestaltet wird – mit Filmen, die queere Themen behandeln

und als Anregung zur Diskussion dienen sollen.

Den Start macht am 3. März die Kurzfilm-

Sammlung „Lieb mich! Schwule Kurzfilme“

von Pro-Fun Media. Pro-Fun vertreibt seit

25 Jahren „Queer Cinema“ und bietet damit

eine gute Grundlage für eine Diskussion über

queere Themen; insbesondere die gezeigte

dritte Folge der Kurzfilmsammlungsserie

„Lieb mich!“ vereint acht internationale Filme,

die nicht nur einen guten Überblick über

Erzählweisen und filmische Umsetzung

schwuler Themen in

verschiedenen Teilen der Welt

ermöglicht, sondern auch

eine erstaunliche thematische

Bandbreite liefert

– von hetero-schwulen

Freundschaften über die

Szene aus dem Kurzfilm „We once were tide“ von Jason Bradbury

FOTO: PRO-FUN MEDIA

COMMUNITY

Szene aus „Queercore – How to punk a Revolution“

SCHWUL UND QUEER

– IST DAS NICHT DAS GLEICHE?

erste Liebe bis zur unterdrückten Sexualität.

Die Filme werden einzeln besprochen.

Am 16 März steht eine interessante Dokumentation

des queeren Filmverleihs Salzgeber

auf dem Spielplan: „Queercore“ von Regisseur

Yony Leyser erzählt die Geschichte der

gleichnamigen amerikanischen Jugendbewegung

Anfang der 1980er. Damals machten

Lesben, Schwule, Trans*-Leute und andere

Nonkonformisten ihrem Unmut Luft über

gesellschaftliche Engstirnigkeit und fehlende

Akzeptanz – selbst in der liberalen Punk-

Szene fanden non-Mainstream-Menschen

keinen Rückhalt. Hinter „Queercore“ steckte

eine Gruppe Künstler und Kulturschaffende

wie Bruce LaBruce und G.B. Jones, die ihre

queeren Identitäten in den Mittelpunkt ihres

Schaffens legten. Die Ironie: „Queercore“ war

zu Beginn eine reine Erfindung – eine entsprechende

Jugendbewegung gab es damals

noch gar nicht. Trotzdem trafen die von

LaBruce und G.B. Jones in selbstkopierten

Fanzines veröffentlichten markanten

Meinungen den Nerv vieler, die sich bis dahin

allein fühlten. Aus über 100 Stunden Filmmaterial

hat Yony Leyser ein explosives Kaleidoskop

zusammengeschnitten, das auch

Statements heutiger queere Künstler wie

Beth Ditto („Gossip“) oder Peaches einbindet,

die den Einfluss der Queercore-Bewegung

auf ihre eigene Emanzipation verdeutlicht.

Das Café Karussell findet derzeit als virtuelle

Veranstaltung statt. *bjö

2. und 16.3., Café Karussell „Schwul und

Queer“, 14:30 Uhr, Anmeldungen über

cafekarussell@gmx.de


COMMUNITY

„SAVE THE QUEER* BARS OF FFM“

geht weiter!

Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt hat seine zweite Spendenaktion

verlängert, mit deren Hilfe das Switchboard, der Club La Gata und das Comeback

unterstützt wurden und werden.

Bereits im Frühjahr startete das Bündnis

Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt einen

ersten, virtuellen Spendentopf, dessen

Inhalt monatlich auf alle Bars aufgeteilt

wurde, die um Unterstützung gebeten

hatten – die Autographs Bar, Blue Bar (jetzt

Pink Frankfurt), das Comeback, Na und?,

La Gata und das Switchboard.

Der erneute Shutdown im November

veranlasste das Bündnis dazu, wieder um

Spenden für die queeren Bars zu bitten

– diesmal explizit für das La Gata, das

Switchboard und das Comeback.

Die Notwendigkeit einer zweiten Spendenaktion

ist für die Bündnismitglieder

Josefine Liebing, Christian Gaa und Saskia

Moldenhauer offensichtlich: „Ein umsatzschwacher

Sommer 2020 und die erneute

Schließung bedrohten die Existenz der

weltweit ältesten und Frankfurts einzigen

Bar für lesbische* Frauen* Club La Gata

und ebenso der Frankfurter queeren Institution

Switchboard”. Auch dass Comeback

meldete sich Ende Januar erneut mit

einem Spendenaufruf.

Unterstützt wird die Aktion durch die

Crowdfunding-Plattform Startnext, die im

Rahmen ihres Programms „Support your

local bar“ jeden Spendenbetrag um einen

Aufschlag von 25 Prozent ergänzt. Anders

als beim ersten Spendenaufruf wandern

die hoffentlich zahlreichen Euro nicht in

einen einzigen Spendentopf. Stattdessen

können Spender*innen gezielt „ihre“ bevorzugte

Bar unterstützen.

Die Startnext-Aktion des Comeback

läuft noch bis Anfang April.

Für den Club La Gata konnte die erfreuliche

Summe in Höhe von 9.018 Euro plus

1.804 Euro requiriert werden. Die Bar

La Gata startete inzwischen eine zweite

Aktion, die noch bis zum 1. April läuft.

Auch das Switchboard konnte mit

seiner Startnext-Aktion über 11.000

Euro generieren. „Damit konnten wir die

Fixkosten für die Monate Dezember und

Januar deckeln“, erklärt Roland Marzinowski,

Koordinator im Switchboard. Für

das Switchboard startet nun eine weitere

Startnext-Runde, die noch bis zum

21. April läuft. „Es klingt abgedroschen,

doch stimmt der Satz ‚Jeder Euro zählt’

einmal mehr – wir sind für jede noch so

kleine Geste dankbar“, so Marzinowski;

er ergänzt: „Wir danken dem Bündnis von

Herzen für diese großartige Aktion.

Dass die Aktion in die offene Verlängerung

geht, war abzusehen. Für Gastronomiebetreibende

ist das Bangen weiterhin

so groß, wie die Hoffnung auf baldige

Lockerungen klein ist. Die Zuversicht

wenigstens bleibt bestehen, denn die

Aktion zeigt, dass sich die Frankfurter

queere Szene auf ihre Unterstützer*innen

verlassen kann! *ms, bjö

FOTO: BÜNDNIS AKZEPTANZ UND VIELFALT FRANKFURT

Mehr Infos zu den Aktionen über www.vielfalt-frankfurt.de

Links zu den aktuellen Spendenaktionen:

www.startnext.com/comeback-bar-retten

www.startnext.com/la-gata-retten-bin-dabei

www.startnext.com/switchboard-retten-bin-dabei

Josefine Liebing und Chris Gaa vom Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt

1)

Alle 11 Minuten

verliebt sich ein

Single über

Jetzt parshippen

1) Hochrechnung aus Nutzerbefragung 2016, Deutschland


6 FRANKFURT

COMMUNITY

FOTO: PRESSESTELLE DER POLIZEI FRANKFURT

NEUE ANSPRECH-

PARTNERIN

BEI DER POLIZEI FRANKFURT

Seit 2010 hat die Polizei Frankfurt offizielle

Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche

Lebensweisen (AgL), die sowohl

polizeiintern als auch für die Bürger*innen

erreichbar sind. Die Besetzung des Teams

wechselte mehrmals: Horst Heinemann

kümmerte sich bereits seit den 90ern um die

Belange queerer Polizeibeamter und -beamtinnen

sowie um den Kontakt zur Community.

2015 wurde Matthias Block-Löwer der

offizielle AgL, im Team mit Silke Nowakowsky

als Ansprechpartnerin, die 2016 von Julia

Reichel abgelöst wurde.

Nun gibt es erneut einen Wechsel: Matthias

Block-Löwer musste wegen beruflicher

Veränderungen im Januar 2021 sein Amt in

Frankfurt aufgeben; seine Kollegin Felicia

Krapp, die seit November 2020 als weibliche

AgL im Team ist, ist derzeit noch allein. Wir

stellen die engagierte Polizistin vor. *bjö

Frau Krapp, was war Ihre

Motivation, sich für die

Stelle als AgL zu engagieren?

Haben Sie bereits

Erfahrungen in der Frankfurter

Community gesammelt?

Grundsätzlich war und ist seit

Einrichtung dieser Stelle das

Amt als Ansprechperson für

gleichgeschlechtliche Lebensweisen

eine wichtige Institution

inner- und außerhalb der hessischen

Polizei. Nachdem sich

die Zuständigkeit lediglich auf

gleichgeschlechtliche Lebensweisen

bezog, fand aufgrund der

unterschiedlichen sexuellen und

geschlechtlichen Identitäten

auch hier ein Wandel und eine

Weiterentwicklung statt.

Meinen Vorgängern und allen

Engagierten der hessischen

Polizei ist es daher zu verdanken,

dass auch ich so leben kann, wie

ich es aktuell tue.

Damit sich diese Entwicklung

weiter steigert, habe ich mich für

das Amt beworben und setze

mich seitdem mit vollem Engagement

ein. Ich bin der Meinung,

dass ich meine Erfahrung und

Motivation zur Weiterentwicklung,

zur Prävention gegen

Diskriminierung und für mehr

Sichtbarkeit einsetzen kann.

Kurz gesagt: Ich habe den Beruf

„Polizistin“ für mich gewählt, da

es schon immer meine Intention

war Menschen zu helfen. Diesem

Grundsatz gehe ich tagtäglich

nach.


FRANKFURT 7

In letzter Zeit wurden leider wieder

mehr homophob motivierte Übergriffe

gemeldet; nehmen Ihrer

Einschätzung nach diese Übergriffe

im Vergleich zur allgemeinen Kriminalitätsrate

wieder zu?

Eine kurze Vorbemerkung zur Erklärung:

Wenn das Tatmotiv aufgrund von Homophobie

zur Ausführung kam, bekommen

die AgLs der Polizeipräsidien Kenntnis

dieser Sachverhalte und werden sie in die

Polizeiliche Kriminalstatistik PKS des Polizeipräsidiums

Frankfurt einfließen lassen.

Bis die nächste PKS veröffentlicht wird

kann demnach leider keine Aussage bezüglich

einer Zu- oder Abnahme getroffen

werden.

Dennoch sind die bekanntgewordenen

Straftaten, wie in den vergangenen Jahren

vermehrt geprägt von Beleidigungen.

Auch Körperverletzungen mit homophobem

Hintergrund fanden 2020 statt.


Die Statistiken können immer nur

das wiedergeben, was auch gemeldet

wurde; ein Anstieg kann also

auch bedeuten, dass mehr Fälle zur

Anzeige kommen. Gibt es Schätzungen

zur Dunkelziffer?

Genauso ist es. Die Aussagekraft der PKS

wird besonders dadurch eingeschränkt,

dass der Polizei ein Teil der begangenen

Straftaten nicht bekannt wird. Der

Umfang des Dunkelfeldes hängt von der

Art des Deliktes ab und kann sich unter

Einfluss variabler Faktoren verändern. Wir

können daher nur eine Anlehnung an die

Realität liefern.

In welchen Fällen kann – oder

sollte – ich mich als Bürger*in an Sie

wenden?

In allen Belangen, wie beispielsweise

allgemeine Fragen und Information zum

Thema, Problem- und Konfliktberatung,

bei Straftaten oder sonstigen Vorkommnissen,

die homo- oder transphobe bzw.

diskriminierende Motive erkennen lassen.

Ich möchte allerdings deutlich machen,

dass jede Polizeibeamtin und jeder

Polizeibeamte in Frankfurt geschult

ist, Straftaten mit sensiblen Inhalten

aufzunehmen. Das bedeutet: Wenn ein

Meinen Vorgängern und allen Engagierten

der hessischen Polizei ist es daher zu

verdanken, dass auch ich so leben kann,

wie ich es aktuell tue.


akutes Problem vorliegt, wenden Sie

sich an das nächstgelegene Revier, um

schnellstmöglich Unterstützung zu

bekommen.

Ihre Arbeit als AgL leisten sie

zusätzlich zu Ihrem eigentlichen

Job als Polizistin; wäre es für eine

umfangreiche Arbeit nicht

wünschenswert, wenn die AGLs

eigene Stellen wären?

Besonders wichtig und auch so umgesetzt

ist die flächendeckende Bestellung

der Ansprechpersonen für LSBTIQ*

Lebensweisen in Hessen.

Die AgL üben ihre Tätigkeit während ihrer

Dienstzeit im Nebenamt aus.

Wie in vielen Bereichen der Polizei wird

das Arbeitsaufkommen nicht weniger, so

auch bei uns. Jedoch war das vergangene

Jahr nicht zuletzt wegen der Corona-

Pandemie und den Wegfall der Veranstaltungen

etwas ruhiger als die Vorjahre.

Da wir auch, unterstützt durch unsere

Vorgesetze, entsprechend in unserer

hauptamtlichen Tätigkeit entlastet werden,

ist das momentane Konzept ohne

Qualitätsverlust möglich.

Wie schaut es in diesem Zusammenhang

mit einem Nachfolger für

Herrn Block-Löwer aus? Im Team

arbeitet es sich doch bestimmt

besser?

Definitiv! Aktuell läuft eine Interessensabfrage

für den männlichen Part der AgL,

der als Nachfolger fungieren soll. Eine

endgültige Entscheidung ist derzeit noch

nicht getroffen. Ich freue mich allerdings

sehr über die Resonanz und das große

Interesse.

Sobald der Kollege sein Amt übernommen

hat, ist er unter der Rufnummer

069/755 66777 erreichbar

Kontakt:

Ansprechpartnerin für gleichgeschlechtliche

Lebensweisen AgL bei der

Polizei Frankfurt, Felicia Krapp,

069 75566777 und 069 75566999,

www.polizei.hessen.de/rainbow

STRAIGHT FORWARD:

QUEER AS FUCK.

CDU und FDP nutzen die Corona-Kosten als

Vorwand, Einrichtungen der LSBTI-Community

in Zukunft nicht unterstützen zu wollen.

Nicht mit uns!


8 FRANKFURT

KELLY HEELTON

„Rassismus ist eine heimtückische Kulturkrankheit“

Sie zierte schon das

Cover des GAB Magazins,

war und ist erfolgreich

in TV-Shows

und gehört fest zur queeren

Community Deutschlands.

Höchste Zeit, Kelly Heelton

mal wieder im Chat zu

haben!

FOTO: SELFIE

Wie erlebst du als Geschäftsfrau

die Corona-Zeit?

Die aktuelle Situation ist für niemanden

einfach. Kein Theater, keine Klubs,

Partys, Veranstaltungen ohne Bühne

oder Publikum. Als Künstler war es

schon vor Corona immer ein Kampf.

Und ich kämpfe weiter! Glücklicherweise

kann ich an einer Musicalschule, an

der ich seit 13 Jahren arbeite, immer

noch Online-Unterricht (Schauspiel und

Tanz) geben.

Hat sich dein Privatleben sehr

verändert?

Ich bin sehr gerne zu Hause, koche,

erstelle Outfits und erarbeite Performance-Ideen.

Im Lockdown bemerkte

ich, dass es mir manchmal an Kreativität

mangelte. Natürlich fehlen mir soziale

Kontakte. Ich mag meine Rolle als

„Hausfrau“, aber ich hasse Routine. Ich

vermisse die Bühne sehr, doch ich habe

gelernt, das Beste aus meiner Zeit zu

machen und mich um meine körperliche

und geistige Gesundheit zu kümmern.

Was macht dir Hoffnung?

Täglich und jede Stunde erhalten oder

lesen wir neue Nachrichten. Es ist

schwer zu wissen, was man glauben soll.

Aber ich habe immer noch das gute Gefühl,

dass bald alles gut wird, wenn alle

Maßnahmen richtig getroffen wurden.

Für mich ist der positive Teil dieser ganzen

Situation, dass die Menschen gelernt

haben, Freundschaften, den Menschen

viel mehr Wert zu geben. Wir alle dürsten

nach Freiheit, um zu feiern! Und genau

dieses Gefühl erhöht meine Hoffnung.

Thema Rassismus: Wie begegnet er

dir im Alltag?

Leider erlebe ich immer noch Vorurteile

wegen meiner Hautfarbe. Es scheint

surreal, dass dies noch diskutiert werden

muss. Black, gay und Dragqueen ist für

viele Menschen immer noch ein Tabu.

Das Problem ist, dass „nicht schwarze“

Menschen Rassismus als bewussten Hass

betrachten, obwohl Rassismus viel größer

ist. Ja, Rassismus sieht aus wie Hass, aber

Hass ist nur eine Manifestation. Privilegien,

Apathie und Ignoranz sind auch Manifestationen

von Rassismus. Dinge wie der

verblüffte Blick einer Supermarktkassiererin,

wenn sie sieht, dass ich eine (einfache)

EC-Karte besitze. Oder ohne Grund von

der Polizei auf der Straße angehalten oder

immer ohne Grund kontrolliert werde, nur

wegen meines Hautfarbtons. Und es geht

noch schlimmer, wie zum Beispiel, dass ich

nicht für Theater- oder Fernsehproduktionen

zugelassen wurde, nur weil ich sehr

„dunkel“ bin (und mir wurde das in mein

Gesicht gesagt). Wir haben 2021 erreicht,

wir haben bisher viel erreicht. Aber es liegt

noch viel Arbeit vor uns.

Wie gehst du mit Menschen um, die

„eigentlich“ nett sind, aber dann

doch Vorurteile haben, die sie an der

Hautfarbe festmachen?

Das ist genau das Problem: Ich muss

mich darum kümmern (!?). Rassismus ist

eine heimtückische Kulturkrankheit. So

heimtückisch, dass es mir schon egal ist,

ob weiße Personen schwarze Menschen

mögen. Sie werden immer einen Weg

finden, Beziehungen zu Menschen zu infizieren,

die nicht wie sie aussehen. Und die

Frage kommt zurück: Muss ich da wirklich

mitgehen? All dies zu erklären, wurde seit

der Zeit der Sklaverei versucht. Viele wollen

nicht verstehen, um ihre „Macht“ und ihre

„Privilegien“ nicht zu verlieren. Ich entwickle

mich weiter und siebe Menschen

aus, von denen ich weiß, dass sie mich

niemals akzeptieren/respektieren werden

als der, der ich bin, unabhängig von meiner

Hautfarbe.

Und wie gehst du mit Hetze im

Internet um?

Seitdem die Menschen gelernt haben, das

Internet zu nutzen, ist es für viele Feiglinge,

die sich „Herren der Weisheit“ oder

„Wissenschaftler der Wahrheit“ nennen, zu

einer Rüstung geworden. Natürlich denke

ich, dass es fair ist, wenn Menschen ihre

eigenen Meinungen haben, und ich denke

auch, dass es fair ist, wenn Menschen frei

sind zu denken und zu fühlen, was sie

wollen. Ich denke, dass das Streiten im

Internet dasselbe ist wie das Kämpfen im

Dunkeln, aber mit der Tastatur als Waffe.

Es führt nirgendwohin. Ich streite nicht,

ich rede und erkläre. Es ist nicht mein

Problem, was die Leute über mich denken.

Am Ende ist es wichtig, wie ich mich fühle,

und mein innerer Frieden, mein Stolz, so zu

sein, wie ich bin.

*Interview: Michael Rädel


COMMUNITY

NACHRUF:

Herbert Gschwind

FRANKFURT 9

Anfang Januar verstarb der in Frankfurt tätige Arzt und

Psychoanalytiker Herbert Gschwind. Zusammen mit

seinem Mann, dem Psychiater Ulrich Goos, leitete er

eine Praxisgemeinschaft in Frankfurt.

Herbert Gschwind gehörte zur ersten Welle der Frankfurter

schwulen Emanzipationsbewegung und war neben seiner

Tätigkeit als Psychoanalytiker auch in der Community engagiert

– unter anderem als Mitinitiator des Frankfurter Engels,

dem Denkmal Homosexuellenverfolgung am Klaus-Mann-

Platz, sowie zuletzt als Berater für das maincheck-Zentrum

der AIDS-Hilfe Frankfurt. Für die Trans*-Community wie für

LGBTIQ*-Geflüchtete war seine Praxisgemeinschaft eine

wichtige Anlaufstelle in Frankfurt. Herbert Gschwind war

außerdem engagiert in der Bundesarbeitsgemeinschaft

Schwule im Gesundheitswesen BASG sowie im ehemaligen

Frankfurter Institut für Sexualwissenschaft und dessen

„Zeitschrift für Sexualforschung“. Für schwule Männer veröffentlichte

er einfach verständliche medizinische Ratgeber

und Sachbücher, die über STIs informierten, lange bevor der

Begriff salonfähig wurde.

FOTO: ELHIT

Herbert Gschwind beim Gedenk- und Diskussionsabend zum

Welt-AIDS-Tag 2014 in der Frankfurter Paulskirche.

Für die AIDS-Hilfe Frankfurt sprach er zudem öfters als

Redner der Gedenkveranstaltung zum Welt-AIDS-Tag; der

Titel seines Vortrags 2014 hieß „Rückkehr der Scham?“ mit

kritischen Gedanken über Schamgefühle homosexueller

Männer zu ihrer sexuellen Orientierung und die mehr oder

weniger versteckte Homophobie in der Gesellschaft. *bjö


10 FRANKFURT

KOMMUNALWAHL

FRANKFURT

COMMUNITY

FOTO: ANDREAS N, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

Am 14. März entscheiden die

Frankfurter*innen über die politische

Zukunft der Stadt; kann sich die momentan

regierende Kenia-Koalition aus CDU,

SPD und Grünen weiterhin behaupten?

Die Frankfurter*innen wählen aber nicht

nur eine neue Stadtverordnetenversammlung,

sondern auch die Ortsbeiträte

der 16 Ortsbezirke sowie die Kommunale

Ausländer- und Ausländerinnenvertretung

KAV.

Das geht so: Die Wähler*innen haben viele

Kreuzchen zu setzen: 93 Stimmen für

die Stadtverordnetenversammlung, für

die Ortsbeiräte 19 Stimmen (beziehungsweise

neun Stimmen in den Ortsbeiräten

13 und 14 wegen geringer Einwohnerzahl)

sowie 37 Stimmen für die KAV. Die

Stimmen für die drei Gremien können

entweder mit einem einzelnen Kreuz

per Liste (Partei) vergeben werden; die

zu vergebenden Stimmen werden dann

bei der Auszählung in der Reihenfolge

der Listenplätze auf die Kandidat*innen

verteilt. Man kann auch panaschieren –

die Stimmen gezielt auf bestimmte (zum

Beispiel queere) Kandidat*innen verteilen;

eine Person kann dabei bis zu drei Stimmen

bekommen (kumulieren).

Wegen der Corona-Pandemie wird die

Briefwahl diesmal verstärkt genutzt werden

– aber auch die Wahllokale sind unter

Einhaltung der bestehenden Hygieneund

Abstandsvorschriften am 14. März

geöffnet.

Wir haben queere Kandidat*innen von

CDU, SPD, den FRANKFURTER GRÜNEN,

der FDP und der LINKEN zu den queerpolitischen

Zielsetzungen befragt. *bjö

Die kompletten Interviews gibt es auf

www.männer.media/regional/gab

FOTO: CDU FRANKFURT

CDU:

Verena David

Die CDU möchte „Frankfurt sicher in eine gute Zukunft führen!“.

Auf den Listen finden sich dafür auch einige queere

Kandidat*innen wie Eduard Dobler (Platz 14 im Ortsbeirat 9),

Timo List (Platz 12 im Ortsbeirat 9) und Verena David (Platz 18

für die Stadtverordnetenversammlung). Die Juristin ist seit 2006

CDU-Stadtverordnete im Römer. Die 44-jährige ist nicht nur

die queerpolitische und gesundheitspolitische Sprecherin der

CDU Frankfurt, sie engagiert sich außerdem in Ausschüssen für

Soziales und Gesundheit sowie Kultur und Freizeit. Verena David

arbeitet seit vielen Jahren im Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt

und ist stellvertretende Vorsitzende im Landesvorstand der LSU,

der Lesben und Schwulen in der Union. *bjö


Im Wahlprogramm der CDU findet

man kaum LSBTIQ*-Themen. Wie

kommt das?

LSBTIQ*-Themen kommen sogar an vielen

Stellen in unserem fast 100- seitigen

Wahlprogramm mit dem Titel „Frankfurt

sicher in eine gute Zukunft führen!“ vor.

Dieses ist in einem über ein Jahr andauernden

Programmprozess unter Beteiligung

der Untergliederungen und Partei

Vereinigungen entstanden, an dem wir

uns auch aktiv als LSU beteiligt haben.

So stehen wir in unserem Programm

dafür ein, dass wir jeglicher Form von

Diskriminierung politisch den Kampf

ansagen. Dies soll insbesondere durch

Bildung und Aufklärung erfolgen. Unsere

freiheitlich demokratische Grundordnung,

das Gewaltmonopol unseres

Staates und die Gleichberechtigung von

Frauen und Männern gehören für uns

genauso zu den Grundlagen unserer freiheitlichen

Gesellschaft wie das Verbot

von der Diskriminierung von Menschen

aufgrund ihrer sexuellen Orientierung,

geschlechtlichen Identität und anderer

Merkmale. Diese Rechte sind für die CDU

unverzichtbare Voraussetzungen eines

funktionierenden Zusammenlebens. Wir

fordern dieses von jedem ein und auf

dieser Grundlage bekämpfen wir jede

Form von Radikalismus gleich welcher

Spielart. Ebenso unterstützen wir das

Projekt des LSBTIQ* Safe House „La

Villa“ für Menschen, die aufgrund ihrer

sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen

Identität in ihren Heimatländern

verfolgt werden. Wir treten entschieden

ein für die Sichtbarkeit der LSBTIQ*-

Community, Respekt, Toleranz und das

gleichberechtigte diskriminierungsfreie

und offene Miteinander aller.

Welche dringenden „Baustellen“ im

Bereich LSBTIQ*-Rechte sieht die

CDU in Frankfurt?

Die „Baustellen“ werden gut im CDU-

Programm benannt. Die queere Sichtbarkeit

gerade in Zeiten von Corona sehe ich

als sehr dringende Herausforderung und

werde mich in der kommenden Wahlperiode

für die Verleihung eines „Frankfurter

Preises für queere Sichtbarkeit“

im Rahmen des alljährlichen Empfanges

anlässlich des CSDs im Römer einsetzen.

Welche konkreten Maßnahmen

müssten in Frankfurt gegen Gewalt

gegenüber queeren Menschen

ergriffen werden?

FRANKFURT 11

Die wichtigste Maßnahme ist es, die

betroffene Person zu ermutigen, Anzeige

zu erstatten. Eine Anzeigenerstattung

ist der wichtigste Schutz, weil nur dann

ermittelt werden kann und die Täter mit

Strafverfolgung rechnen müssen. Auch

präventiv haben Polizeistreifen dann Veranlassung

diese als gefährlich lokalisierten

Orte öfter zu bestreifen.

Wie beurteilen Sie die bisherige

Zusammenarbeit mit den beiden

anderen Frankfurter Koalitionspartnern

im Bereich der LSBTIQ*-

Rechte?

Na da würde ich sagen, das ist wie im

privaten Bereich. Eine Beziehung zu dritt

ist kompliziert. Mit nur einem Partner

geht vieles schneller und einfacher.

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12 FRANKFURT

FOTO: SPD FRANKFURT

SPD:

Jürgen Gasper

Die SPD möchte „Mehr Frankfurt wagen“ – so das Motto für die Kommunalwahlen

2021. Auf der Liste der Stadtverordneten finden sich

einige queere Kandidaten wie Roland Frischkorn (Platz 21), Thomas

Bäppler-Wolf (Platz 29) und Jan Klingelhöfer (Platz 35). Jürgen Gasper

rangiert auf Platz 13. Der 60-järhige ist Vorsitzender Richter am

Verwaltungsgericht Frankfurt. Gasper ist außerdem Mitglied im LSVD.

Privat ist er mit einem Krankenpfleger verheiratet, hält sich als Boxsportler

fit und ist Mitglied in Frankfurts Sportverein FVV. *bjö

Wo sieht die SPD dringende „Baustellen“

im Bereich LSBTIQ*-Rechte

in Frankfurt?

Wir setzen uns für eine Stärkung der Koordinierungsstelle

für LSBTIQ*-Rechte sowie

für ein Förderbudget für LSBTIQ*-Belange

ein. Wichtig ist für uns die Sichtbarmachung

von Angeboten für unsere Zielgruppe.

Neben der Unterstützung bestehender

Einrichtungen wie dem KUSS 41, dem

LSKH und dem Switchboard streben wir die

Schaffung eines queeren Safe Houses, vor

allem für Geflüchtete aus dem LSBTIQ*-

Spektrum, an.

Darüber hinaus wollen wir, dass die Universität

Frankfurt – mit finanzieller Unterstützung

der Stadt durch Beteiligung an einer

Stiftungsprofessur – wieder ein Leuchtturm

in der Sexualforschung wird.

Auf unserer Website finden sich unsere

„Kommunalpolitische Leitlinien“. Im

Kapitel „Gesellschaft und Soziales“ und

dort im Unterkapitel „Frankfurt – Queer für

Alle“ werden unsere wesentlichen Ziele für

unsere LSBTIQ*-Politik dargestellt. Auch

im folgenden Kapitel „Unser#Frauenleben“

findet sich eine queerpolitische Positionierung.

Politik für Lesben, Schwule, Transgender,

Bisexuelle etc. gehört seit langem

zur Programmatik der SPD – nicht nur in

Frankfurt.

Welche konkreten Maßnahmen

müssten in Frankfurt gegen Gewalt

gegenüber queeren Menschen ergriffen

werden?

Eine Maßnahme wäre schon einmal das

oben genannte „Safe House“. Ein wichtiger

Beitrag zur Gewaltprävention wäre es, wenn

die Stadt vor allem Kinder und Jugendliche

gezielt anspricht. „Schwule Sau“ oder

dergleichen sollte kein Ausdruck sein, der

in unseren Schulen, Jugendeinrichtungen

aber auch an keinem anderen Ort toleriert

wird. Für Gewaltopfer aus dem LSBTIQ*-

Spektrum wird es mit uns eine zentrale

Anlaufstelle geben. Und noch eines: Die

Diskriminierung queerer Sportler*innen

muss endlich aufhören. Gewaltpräventionstrainingsangebote

gehören ebenfalls dazu.

Wie beurteilen Sie die bisherige

Zusammenarbeit mit den beiden

Frankfurter Koalitionspartnern im

Bereich der LSBTIQ*-Rechte?

Für die CDU sind diese Themen keine Herzensangelegenheit.

Mit den GRÜNEN besteht

gerade in diesem Bereich eine große

inhaltliche Schnittmenge. Allerdings leiden

die GRÜNEN gelegentlich unter der Hybris,

sie hätten einen Alleinvertretungsanspruch

für die Community. Das ist natürlich nicht

so. LSBTIQ*- Belange wurden auch bisher

schon durch unsere Integrationsdezernentin

Sylvia Weber (SPD) ebenso aufgegriffen

wie durch die offen schwulen Stadtverordneten

der SPD, Thomas Bäppler-Wolff,

Roland Frischkorn, Jan Klingelhöfer und

Eugen Emmerling.

www.spd-frankfurt.de

„Toll, dass ich so einfach

kulturelle Projekte in unserer

Stadt unterstützen kann.“

Hendrik

www.mainFrankfurt.org

Eine Initiative der

Frankfurter Sparkasse.


FOTO: KATHARINA DUBNO

DIE GRÜNEN:

Julia Eberz

FRANKFURT 13

Mit dem Motto „Frankfurt neu denken“ starten Die GRÜNEN Frankfurt in den

Wahlkampf. Sie haben mit Natascha Kauder, Dimi Bakakis und Julia Eberz

gleich drei queere Kandidat*innen unter den Top 10 der Stadtverordneten-

Liste; auf der Liste des Ortsbeirats 1 stellen sich außerdem Alexander Mitsch,

Andreas Laeuen und Sebastian Hakan Nitz als queere Kandidat*innen zur

Wahl.

Julia Eberz (Listenplatz 7) ist Jahrgang 1970 und hat als studierte Geographin

in verschiedenen Projekten für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit

GTZ und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ im Ausland

gearbeitet. Seit 2016 ist sie Mitglied der GRÜNEN Frankfurt. Im Sommer

2019 hat sie sich als trans*-Frau geoutet und leitet seit September 2020 die

AG Queer der Frankfurter GRÜNEN. *bjö

Welche dringlichen „Baustellen“

sehen DIE GRÜNEN im Bereich

LSBTIQ*-Rechte in Frankfurt?

Insbesondere in der Gewaltprävention

ist noch viel zu tun. Darüber hinaus

werden wir für bestehende Beratungs-,

Bildungs- und Antidiskriminierungsstellen

eine bedarfsgerechte personelle und

finanzielle Ausstattung sicherstellen. Im

Bereich lesbische Sichtbarkeit wollen

wir analog den Kriterien des Land Hessen

den von uns schon lange geforderten

Preis ausloben.

Eine zentrale Baustelle ist das gesellschaftliche

Klima gegenüber LSBTIQ*.

Hier gilt es, mit geeigneten Maßnahmen

Akzeptanz zu fördern und so Diskriminierung

abzubauen. Daneben müssen

wir die bestehenden Beratungsangebote

sowie Schutz- und Begegnungsräume

finanziell absichern und weiter

ausbauen.

Welche konkreten Maßnahmen

müssten in Frankfurt gegen Gewalt

gegenüber queeren Menschen ergriffen

werden?

Es darf kein Klima des „Wegschauens“

geben. Bisher gibt es in der Polizeistatistik

keine separate Erfassung von Gewalttaten

gegen queere Menschen, die Zahl der

tatsächlichen Angriffe gegen LSBTIQ* ist

völlig unbekannt. Bei den Sicherheitsbehörden

ist zudem der Schulungsbedarf

groß. Viele queere Menschen, die Opfer von

psychischer und physischer Gewalt werden,

trauen sich oft nicht, Straftaten bei der

Polizei anzuzeigen, entweder aus Scham

oder weil sie befürchten, bei der Polizei entweder

nicht ernst genommen zu werden

oder dort an Beamt*innen zu geraten, die

queerfeindlich eingestellt sind. Außerdem

fordern wir mehr sicht- und ansprechbare

Polizeibeamt*innen an den Orten, an denen

es oft zu Übergriffen kommt.

Wie beurteilen Sie die bisherige

Zusammenarbeit mit den beiden

anderen Frankfurter Koalitionspartner

im Bereich der LSBTIQ*-

Rechte?

Die Zusammenarbeit war bisher gut

und wir haben keinen Grund zur Klage.

LSBTIQ*-Themen scheinen zwar bei

unseren Koalitionspartner*innen nicht

die Priorität zu genießen, die sie bei uns

haben, was sich daran ablesen lässt, dass

in der letzten Wahlperiode nahezu alle

Initiativen von uns GRÜNEN stammen.

Doch wir stießen mit unseren Anliegen

regelmäßig auf offene Ohren und

konnten unsere Ideen mit CDU und SPD

gemeinsam umsetzen.

www.gruene-frankfurt.de


14 FRANKFURT

DIE LINKE:

Pearl Hahn

FOTO: TUNCAY AKBAŞ

DIE LINKE überschreibt ihr Wahlprogramm mit dem Motto „Das solidarische

Frankfurt von morgen erkämpfen“. Unter den Kandidat*innen für die

Stadtverordnetenversammlung sind gleich fünf queere Kandidat*innen in

den Top 14: Michael Müller, Monika Christann, Franziska Haug, Christian

Gaa und Pearl Hahn. Pearl Hahn (34) ist in Nairobi (Kenia) geboren und

aufgewachsen. Sie lebt seit 12 Jahren in Frankfurt und sitzt seit 2016 für

DIE LINKE im Frankfurter Stadtparlament. Die Soziologie-, Anglistik- und

Geographie-Studentin spricht vier Sprachen; in ihrer Freizeit beteiligt sie

sich an Demos, geht gerne in Kneipen, liest mehrere Bücher gleichzeitig,

klettert an der Kletterwand, radelt mit ihrem Fixie und spielt Schach. *bjö

Welche dringenden „Baustellen“ sieht

DIE LINKE im Bereich LSBTIQ* in

Frankfurt?

DIE LINKE setzt sich für eine solidarische

Gesellschaft ein, in der wir alle ein gleichberechtigtes,

selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies

Leben führen können.

Wir brauchen Förderung und Ausbau von

Schutz-und Beratungsangeboten für queere

Kinder und Jugendliche, Sexarbeiter*innen,

Inter* und Trans*Personen, queere People

of Color sowie für Senior*innen, die auch

psychosoziale und gesundheitliche Aspekte

umfassen. Wir brauchen Aufklärung und

eine progressive Antidiskriminierungsarbeit

in unseren Bildungsstätten, am Arbeitsplatz

und in den Behörden.

Welche konkreten Maßnahmen

müssten in Frankfurt gegen Gewalt

gegenüber queeren Menschen ergriffen

werden?

DIE LINKE fordert eine Kampagne spezifisch

gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und

Gewalt gegenüber queeren Menschen. Wir

brauchen Ausweitung und langfristige Finanzierung

für Bildungsprojekte, Schutz-und

Präventionsstrukturen sowie angemessene

unbürokratische psychosoziale Betreuung

von Gewaltopfern. Wir müssen dafür sorgen,

dass auch unsere Ämter, inklusive Polizei

und Strafverfolgungsbehörden, bestens

durch verbindliche und qualifizierte Aus- und

Weiterbildungen sensibilisiert werden.

Die Linke sieht die Sicherung von

Subkulturorten wie queere Bars

und Clubs ebenso wichtig wie zum

Beispiel den Erhalt, Förderung und

Ausbau von Beratungsangeboten;

welche spezielle Funktion haben diese

Subkulturorte?

Queere Communities brauchen Begegnungsorte

wie Bars. Wo wäre die queere

Bewegung und unser Kampf für Gleichberechtigung

ohne Stonewall Inn? Wir brauchen

Orte, wo wir uns politisch austauschen

und organisieren können. An sicheren Orten

– sogenannten ‚Safer Spaces’ – können wir

uns wohl fühlen, entfalten, Gleichgesinnte

finden und unsere Vielfalt solidarisch, laut

und bunt feiern.

Welche Themen sind außerdem

zentral für die Frankfurter LINKE?

DIE LINKE setzt sich ein für ein sozial-ökologisches

Umdenken. Wir fordern bezahlbaren

Wohnraum für ALLE und eine ökologische

Verkehrswende einhergehend mit weniger

Flugverkehr und einen Umstieg auf Rad, Bus

und Bahn. Wir wollen mehr Geld in Bildung

investieren, unsere maroden Schulen sanieren

und gebührenfreie Kitaplätze schaffen,

damit Kinder und Jugendliche wirkliche

Chancengleichheit erhalten. Wir fordern den

Kohleausstieg und mehr Investitionen in

erneuerbare Energien sowie die Erhaltung

von städtischen Grünflächen.

.

www.die-linke-frankfurt.de

FOTO: FDP-FRANKFURT

FDP:

Rolf Würz

Die FDP zieht mit dem Motto „Frankfurt gestalten. Was wirklich

zählt.“ in die Kommunalwahl. Als queere FDPler sind dabei: Falk Thore

Gebhardt (Platz 4 im Ortsbeirat 2), Frank Maiwald (Platz 82 der Stadtverordnetenliste

und Platz 3 im Ortsbeirat 9), Felix Meixner (Stadtverordnetenliste

Platz 72 und Ortsbeirat 8 Platz 3) sowie Rolf Würz

(Stadtverordnetenliste Platz 17, Ortsbeirat 7 Platz 2). Der 57-jährige

Rolf Würz ist Bezirksleiter einer Versicherung und Bausparkasse und

aktiv in verschiedenen Vereinen, Initiativen und Dachorganisationen

tätig, unter anderem auch der Yogyakarta-Allianz und dem Bündnis

für Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt. Würz ist außerdem Mitglied

des Bundesvorstands und Landesvorsitzender der LiSL, der liberalen

Schwulen und Lesben in der FDP. *bjö


Im Wahlprogramm der FDP Frankfurt

kommen LGBTIQ*-Themen nicht vor.

Wie kommt das?

Anders als in Europa, im Bund und im

Land wird kommunal nicht über rechtliche

Veränderungen entschieden – es geht um

praktische Umsetzungen einer Politik, die

Diversität als Chance und unterschiedliche

Lebensentwürfe als etwas Normales ansieht.

LSBTI-Themen werden von der Stadtverordnetenfraktion

auch bisher mitgedacht, wenn

es um Diskriminierung, Gewalt – oder positiv

– um Chancen und geschützte Räume geht.

Sieht die FDP vielleicht trotzdem

dringende „Baustellen“ im Bereich

LGBTIQ*-Rechte in Frankfurt?

Rechtlich ist die Stadt die falsche Ebene –

aber wie diskriminierungsfrei zum Beispiel

Arbeitsplätze in der Verwaltung oder städtischen

Unternehmen sind, welche Initiativen

für Diversity-Management gestartet werden

können, wie Gewaltprävention verbessert

und wo schnell geholfen werden kann,

welche geschützten Räume auch außerhalb

des kommerziellen Bereichs und auch Beratungsleistungen

unterstützt werden können,

wird für mich ein wichtiges Thema sein.

Welche konkreten Maßnahmen

müssten in Frankfurt gegen Gewalt

gegenüber queeren Menschen ergriffen

werden?

Gewaltprävention ist generell ein wichtiges

Thema – egal ob LSBTI, Menschen mit

Migrationshintergrund, sichtbare religiöse

Minderheiten, Behinderte etc. – dies muss

mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten für

Opfer ergänzt werden. Sichtbare Präsenz

von Sicherheitskräften und deren Sensibilisierung

auf besondere Gefährdungssituationen

gehört dazu.

Welche Themen sind außerdem zentral

für die Frankfurter FDP?

Frankfurt soll eine Stadt der Chancen

sein – also Modernisierung und Ausbau

der Bildungseinrichtungen (die auch mehr

LSBTI-Sensibilität brauchen), Wohnungsbau

verstärken und wo verträglich ermöglichen,

Unterstützung für Vereine und Initiativen,

die Wichtiges für das Gemeinwohl leisten,

zukunftsfähige Mobilitätslösungen für alle

Verkehrsteilnehmer, diskriminierungsfreie

Politik für eine offene Gesellschaft – und

damit auch gegen Parallelgesellschaften,

Chancen auch für Gewerbe und Eigeninitiative

schaffen.

.

www.fdp-frankfurt.de

AfD

FRANKFURT 15

Die AfD sieht finanzielle „Einsparpotentiale

im Bereich der links-grünen

Zeitgeistprojekte“; darunter werden

unter anderem auch „Genderismus und

überzogene Minderheitenbevorzugung“

gezählt. Bestehende Projektunterstützungen

sollen einer Prüfung unterzogen

werden um „in Zeiten knapper

Mittel“ eine „finanzielle Fokussierung

auf sog. Pflichtleistungen“ zu erreichen.

Beispielhaft nennt die AfD hier die städtische

Koordinierungsstelle für Lesben,

Schwule und Transgender, die wie sie

sagt „eingerichtet wurde, ohne deren

Aufgabenstellung zu konkretisieren und

zugehörige Kosten und Kennzahlen für

die Erfolgskontrolle festzulegen“. Die AfD

vertritt ein traditionelles Familienbild:

„Versuche, Ehe und Familie durch das

sogenannte ‚Gender Mainstreaming’

oder durch andere ideologisch motivierte

Eingriffe in volkserzieherischer und damit

bevormundender Absicht zu schwächen,

lehnt die AfD ab“. Stattdessen setzt

man auf die „gezielte gesellschaftliche

Aufwertung des Erfolgsmodells Familie

und der Rolle der Mutter“. *bjö

www.ffm.afd-hessen.org

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16 RHEIN-MAIN-NECKAR

BEWEGUNG

BEI DER

POLIZEI

COMMUNITY

FOTO: ANN-KATRIN BRITZE

Joschua Thuir ist der neue Vorsitzende

von VelsPol Hessen, ein Netzwerk

von Polizeibediensteten, Juristen und

Interessierten, die sich mit queeren

Angelegenheiten im polizeilichen

Kontext auseinandersetzen und sich für

die Interessen der queeren Bevölkerung

sowie für LSBTIQ*-Gleichstellung im

Polizeidienst engagieren. Der 30-jährige

Polizeikommissar war vor seinem im

vergangenen Jahr absolvierten Studium

einige Jahre als Kontroll- und Streifenbeamter

am Frankfurter Flughafen tätig

und bildet nun als Lehrgruppenleiter und

zugleich Lehrkraft im Bereich Recht und

Verwaltung, Polizeianwärter*innen aus.

VelsPol fordert seit Jahren Fortbildung

für einen handlungssicheren Umgang in

Verbindung mit dem queeren Teil der Bevölkerung,

aber auch für ein verbessertes

Arbeitsklima für queere Polizeibedienstete.

Im Interview berichtet Joschua

Thuir wie schwierig es ist, innerbehördlich

Veränderungen herbeizuführen und

welche Erfolge es dennoch zu verzeichnen

gibt.

Joschua, bei unserem letzten

Gespräch vor drei Jahren stand die

Polizeidienstvorschrift 300 auf eurer

Agenda; eine Vorschrift die insbesondere

dir als trans* Mann enorme

Probleme bereitet hat. Um was geht

es dabei?

Die Polizeidienstvorschrift 300 (PDV

300) beinhaltet die gesundheitlichen

Einstellungsvoraussetzungen, an denen

sich die Polizeiärztlichen Dienste bei allen

deutschen Polizeibehörden beim Auswahlverfahren

orientieren müssen.

Diese PDV 300 wurde in den vergangenen

Jahren überarbeitet und die neue Version

wurde im Dezember 2020 endlich bei

der Innenministerkonferenz einheitlich

beschlossen.

Das Problem lag zum einen darin, dass

diese PDV sich lediglich auf männliche und

weibliche Einstellungsvoraussetzungen

bezog und zudem geschlechterbezogene

Körperlichkeiten voraussetzte. Diese

Kriterien konnten von trans* und inter*

Personen schlicht weg nicht erfüllt werden.

Als Beispiel: Männer brauchen zumindest

einen funktionierenden Hoden, was bei

trans* Männern nicht gegeben ist.

Die PDV 300 schloss folglich trans*, inter*

und nicht-binäre Menschen von der Einstellung

bei der Polizei aus – selbst wenn sie

nachweislich kerngesund waren.

Auch bei der Verbeamtung auf Lebzeiten

trägt die PDV 300 eine entscheidende Rolle.

Ich hatte mein inneres Coming-out als

trans* noch während der Ausbildung und

wollte damals nicht riskieren, wegen der

PDV 300 aus dem Dienst entfernt zu

werden. Also blieb mir bis zur Beendigung

meiner Probezeit quasi nichts anderes

übrig, als in der Rolle einer Frau zum Dienst

zu gehen. Fünf Jahre lang bin ich als Lesbe

zum Dienst gegangen, obwohl ich wusste,

dass ich keine bin. Ich fühlte mich genötigt

alle anzulügen, um diese Legende aufrecht

zu erhalten. Im privaten Bereich war es genau

umgekehrt. Diese zwei Leben zu leben

verlangte einiges von mir ab und stellte

bisher meine größte berufliche Herausforderung

dar.

Wir verzeichnen mit den neuen Einstellungsvoraussetzungen

einen großartigen

Erfolg. Der Neuzugang von inter* und trans*

Menschen sowie das Sichtbarwerden derer

die sich bislang in ihrer Uniform versteckt

haben, wird die Polizeikultur intern und das

Verhältnis zwischen Polizei und queerer

Bevölkerung in Zukunft positiv verändern.


Zudem haben sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und

die Möglichkeiten Zugang zum Beamtentum zu erhalten

insbesondere für trans* Arbeitssuchende verbessert. Wir

haben letztlich federführend dazu beigetragen, dass bei

der Überarbeitung der PDV 300 wirklich alle Aspekte die für

trans* und inter* Personen eine unfaire Barriere darstellten,

restlos gestrichen wurden. Ich persönlich verfolgte diese

Vision ganze 10 Jahre lang und bin unfassbar glücklich, dass

sie nun endlich in die Tat umgesetzt wurde!

Ein weiterer wichtiger Punkt sind queere Bezüge, die

in der allgemeinen Ausbildung bei der Polizei nicht

vorkommen. Nun bist du selbst Lehrkraft – hast du

diesbezüglich Spielraum?

Ja habe ich, denn die Lehre ist frei. Ich versuche die Inhalte,

die mir damals in meiner Ausbildung gefehlt haben, in

meinen Unterricht einzubauen. Dazu gehören insbesondere

LSBTIQ*-Inhalte, aber auch Themen die allgemein mit

Minderheiten, Sprachsensibilisierung und Vorurteilen zu tun

haben. Nur ein kleines Beispiel: Die Lehrunterlagen die wir bei

der Bundespolizei zur Verfügung gestellt bekommen, sind in

der Regel ausschließlich männlich gegendert. Es ist also fast

immer von „dem Täter“ und „dem Zeugen“ die Rede. Wenn ich

Zeit finde selber ein Arbeitsblatt zu erstellen, dann formuliere

ich das grundsätzlich mit gemischten Geschlechterrollen und

lasse die Sachverhalte zum Beispiel bei einem CSD stattfinden

anstatt bei einem erneuten rivalisierenden Fußballspiel.

Dies mache ich mit der Zielsetzung, die Bilder im Kopf zu

verändern. Und natürlich, um ein Stück weit das Aufbrechen

von Vorurteilen zu provozieren.

Wie reagieren die Schüler*innen darauf?

Die sind super interessiert. Und ich war erstaunt, was sie

schon alles wissen, auch was Begrifflichkeiten angeht. Das

fand ich schön. Die Aufmerksamkeit ist deutlich höher wenn

es um LGBTIQ* geht und die mündliche Mitarbeit steigt

ebenfalls. Ich freue mich, dass die meisten frei und offen

darüber diskutieren und sprechen. So sollte es sein.

Du bringst also LSBTIQ*-Inhalte in den Unterricht

bei der Polizei?

Ja, das stimmt wohl, aber ich unterrichte lediglich meine

Lehrgruppe mit 22 Polizeianwärter*innen. Ein kleiner Tropfen

auf den heißen Stein. Jedoch kann man beobachten, dass

unsere Ideen nach und nach in der Aus- und Fortbildung

sowohl bei der Bundespolizei als auch beim BKA Beachtung

finden.

In Bezug zur VelsPol Vereinsarbeit möchte ich noch erwähnen,

dass wir auch Fragen von heterosexuellen Kolleg*innen

beantworten. Manche denken, wir wären nur für LSBTIQ*

Personen zugänglich. Wir freuen uns jedoch über Anregungen

sowohl aus den Behörden als auch von der Community. Zudem

begrüßen wir neue Gesichter, die sich uns anschließen

möchten – ganz unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung

oder geschlechtlichen Identität.

Interview: Björn Berndt

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BILD: VELSPOL HESSEN

Kontakt über

www.velspol-hessen.de,

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und www.facebook.com/

VelsPolHessen

Das komplette Interview

gibt es auf www.männer.media/

regional/gab


18 RHEIN-MAIN-NECKAR

LANDTAGSWAHL

Rheinland-Pfalz

FOTO: LUFTAUFNAHME K BENZ

Am 14. März wählt Rheinland-Pfalz

einen neuen Landtag. QueerNet RLP, das

Netzwerk queerer Vereine und Initiativen

in Rheinland-Pfalz, hat den Parteien

Wahlprüfsteine zu verschiedenen queeren

Themen vorgelegt – ein kurzer Überblick zu den

Standpunkten von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN,

CDU, SPD, FDP und der LINKEN.

Ein Schwerpunkt der Wahlprüfsteine

ist die Schaffung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes,

das analog zum

bundesweiten Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

dafür sorgen soll, dass das

staatliche Handeln der Länderaufgaben

wie Polizei oder Bildung dem Diskriminierungsschutz

unterliegt. Des Weiteren

sollen Unterrichts-Module zu LSBTIQ*-

Themen verpflichtend für alle Ausbildungen

werden. Das Projekt SCHLAU RLP, das

Netzwerk der ehrenamtlichen Projekte

für Bildungs- und Aufklärungsveranstaltungen,

soll unterstützt werden. LSBTIQ*-

Zentren sollen in den Länder-Metropolen

entstehen und die historische Forschung

zu LSBTIQ*-Themen fortgeführt und mit

einer Professur an einer Uni verankert

werden.

Alle angefragten Parteien wollen auch

weiterhin die Aktionspläne wie „Rheinland-

Pfalz unterm Regenbogen“, den „Landesaktionsplan

gegen Rassismus und

gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“

oder den „Richtlinien zur Sexualerziehung“

unterstützen. BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

fordert darüber hinaus eine Überarbeitung

der „Richtlinien zum Sexualkundeunterricht“,

da sie ohne Beteiligung queerer

Verbände entstanden sind und Themen

wie Trans*- und Intergeschlechtlichkeit

vermissen lassen.

Zu einem Landesantidiskriminierungsgesetz

stehen die Parteien unterschiedlich:

Die SPD verweist auf die bereits bestehenden

Aktionspläne, auch die CDU sieht

ein solches Gesetz als nicht notwendig, da

mit den bundesrechtlich weitreichenden

Diskriminierungsverboten und Gleichbehandlungsgeboten

sowie der landesweit

agierenden Gleichstellungsbeauftragten

dieser Bereich abgedeckt ist. Die FDP sieht

diesen Punkt „neutral“; es komme auf

die konkrete Ausgestaltung an. Lediglich

BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN sieht in einem

starken Landesantidiskriminierungsgesetz

die Chance eines Ausbaus der bereits

bestehenden Möglichkeiten, ebenso DIE

Landtag Rheinland-Pfalz in Mainz

LINKE, die ein solches Gesetz nach Berliner

Vorbild befürwortet.

In allen Antworten der Parteien spiegelt

sich eine klare Haltung gegenüber den

Ansichten der AfD wieder: Die AfD RLP

lehnt unter anderem die von der „Genderideologie

betriebene Auflösung der

natürlichen Geschlechter und bewusste

Dekonstruktion der traditionellen Familie“

ab. Geschlechterquotierungen und Genderlehrstühle

an Hochschulen muss laut

AfD RLP ein Ende gesetzt werden. Die

Partei hat darüber hinaus in der vergangenen

Legislaturperiode unter anderem

den Aktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm

Regenbogen“ sowie das Aufklärungsprojekt

SCHLAU in Frage gestellt. QueerNet

RLP hat die Wahlprüfsteine nicht an die

AfD versandt. *bjö

Die ausführlichen Stellungnahmen zu

den QueerNet-Wahlprüfsteinen gibt’s

unter www.queernet-rlp.de

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COMMUNITY

ICH BIN ANDERS

Ein wichtiger Prozess in der Emanzipationsentwicklung

jedes Menschen ist die wie auch immer

geartete Erkenntnis der eigenen Person. Solange man

feststellt, bestehenden gesellschaftlichen Vorgaben zu

entsprechen, bewegt man sich – zumindest gefühlt – in

„sicherem Fahrwasser“. Was nicht bedeutet, den eigenen

Horizont nicht erweitern zu können.

MANNHEIM 19

Mal was Geiles

aufgabeln

Queere Menschen erkennen hingegen oft ein negatives

Gefühl des „Andersseins“ – zum Beispiel anders als das, was

man bisher erlebt und vorgelebt bekommen hat. Im besten

Fall gelingt ein stolzes Coming-out, im unglücklichen Fall

versucht man trotz des eigenen Andersseins der vermeintlich

vorherrschenden Norm zu entsprechen. Was wäre, wenn

die „Norm“ offen und divers ist? Die LSBTIQ*-Community

könnte so ein Ort sein – aber ist sie es wirklich? Ein Ort, an

dem alle so sein können wie sie sind?

FOTO: ANNA SHVETS, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Biss dann:

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Binding Leib & Seele, das Restaurant -

Kornmarkt 11 - 60311 Frankfurt - Tel: 069 281529

Mit dieser Frage hat sich PLUS, die psychologische Lesben-

und Schwulenberatung Rhein-Neckar beschäftigt

und Interviews mit sechs ausgewählten Personen geführt,

die nicht nur zur LSBTIQ*-Community gehören, sondern

das Gefühl des „Andersseins“ auch auf anderen Ebenen

erfahren haben. Die interessanten Interviews sind auf der

PLUS-Website unter dem Titel „LSBTIQ & noch viel mehr“

zu sehen. *bjö

www.plus-mannheim.de


20 RHEIN-MAIN-NECKAR

FOTO: LANDTAG VON BADEN-WÜRTTEMBERG

LANDTAGSWAHL

Baden-Württemberg

Landtag Baden-Württemberg in Stuttgart

Am 14. März wählt Baden-Württemberg einen neuen

Landtag. Queere Themen spielen dabei eine wichtige

Rolle, denn sie waren zum Beispiel im Fall der Schulunterricht-Leitlinie

„Bildung für Toleranz und Akzeptanz

von Vielfalt“ Grund für lautstarke Proteste in der Bevölkerung.

Ein Blick in die Wahlprogramme der regierenden Parteien zeigt

in Bezug auf queere Rechte entsprechende Unterschiede.

Als Erfolg im Bereich der queeren Rechte kann die regierende

Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und CDU auf die finanzielle

Absicherung des umfangreichen Aktionsplans „Für Akzeptanz

& gleiche Rechte Baden-Württemberg“ verweisen; die Haushaltsmittel

von 400.000 Euro für die Jahre 2018 und 2019

wurden für 20/21 sogar verdoppelt. Kritik gab es allerdings an der

mangelnden Umsetzung, insbesondere im Bereich der Bildung;

der LSVD Baden-Württemberg bemängelt zum Beispiel, dass es

bislang nicht geschafft wurde, die Lebensrealität der LSBTIQ*-

Community an den Schulen sichtbar zu machen. Im Sommer

leistete sich der grüne Ministerpräsident Kretschmann zudem

einen faux-pas, als er die Bestrebungen zur Einführung einer

gendergerechten Sprache kritisch als „Tugendterror“ bezeichnete;

Gegenkritik kam da sogar aus den eigenen Reihen, Applaus

hingegen von der AfD.

Ristorante

Im Wahlprogramm von Kretschmanns Partei BÜNDNIS90/DIE GRÜ-

NEN möchte man sich weiterhin dafür einsetzen, die politischen Bedingungen

für eine „offene und vielfältige Gesellschaft, in der jede*r

selbstgestimmt und diskriminierungsfrei leben kann“ zu verbessern.

Die Sichtbarkeit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in den

Lehrplänen ist dabei nur ein Punkt des umfangreichen Maßnahmenkatalogs,

der Beratung, Hilfe und Unterstützung in allen Bereichen

des Lebens umfasst. Bündnis90/Die Grünen will außerdem eine*n

Landesbeauftrage*n für Gleichstellung und Diversity etablieren sowie

Initiativen im Bundesrat starten – zur Aufnahme des Begriffs der

sexuellen Identität in Artikel 3 Grundgesetz und zur Überarbeitung

des Blutspendeverbots für homo- und bisexuelle Männer.

Obwohl man im Wahlprogramm des aktuellen Koalitionspartners

CDU kaum queere Themen findet, versichert die Partei, dass Toleranz

und Akzeptanz für sie keine Schlagworte, sondern politischer Auftrag

sind; Diskriminierungen aller Art müssen der Vergangenheit angehören,

sagt die CDU.

Die SPD weist darauf hin, dass sie den Aktionsplan für Akzeptanz

und gleiche Rechte von LSBTIQ* „von 2013 bis 2015 federführend

erstellt“ hat. Er soll intensiviert und mit mehr finanziellen Mitteln

ausgestattet werden. Gleiches gilt für die landesweit „konsequent

MEDITERRANE KÜCHE

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Eschersheimer Landstraße 142, 60322 Frankfurt

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RHEIN-MAIN-NECKAR 21

unterfinanzierten“ Beratungsstellen.

Die volle rechtliche Gleichstellung soll als Ziel in die Landesverfassung

aufgenommen, außerdem ein Antidiskriminierungsund

Gleichstellungsartikel eingeführt werden, „der sexuelle

Orientierung, Transidentität und geschlechtliche Vielfalt

ausdrücklich benennt“. In den Schulen soll der Bildungsplan

entsprechend umgesetzt werden und damit sichtbar für Diversität

und gegen Homo- und Transphobie gearbeitet werden.

„Baden Württemberg ist das Land der Regenbogen-Löw*innen.

Es wird ein Siegel für Schulen, Vereine und andere Einrichtungen

geben, die dieses Selbstverständnis durch Leuchtturmprojekte

mit Leben füllen“, heißt es im Wahlprogramm.

DIE LINKE möchte queere Rechte im Land weiter ausbauen

– die Vielfalt der Geschlechter, sexuellen Orientierungen und

Lebensweisen sieht sie als gelebte Realität und fordert einen

umfassenden Schutz sowie Förderung in allen gesellschaftlichen

Bereichen. Landesweite Aufklärungskampagnen zu

queeren Lebensweisen sollen kommen, an den Schulen

soll die Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz

von Vielfalt“ umgesetzt werden und selbstverwaltete

Community-Zentren sollen in allen Regionen entstehen.

Mehr noch: „Aufträge und Fördermittel des Landes sollen nur

an Betriebe vergeben werden, die einen wertschätzenden

Umgang mit Vielfalt praktizieren“. Baden-Württemberg soll

ein „Anti-Diskriminierungsgesetz nach Berliner Vorbild“ erhalten.

Auf Bundesebene soll das Land sich für die Anpassung

des Familien- und Abstammungsrechts einsetzen sowie um

die Abschaffung des Transsexuellengesetzes bemühen – zu

Gunsten einer „unbürokratischen Personenstands- und Vornamensänderung“

im Personenstandsgesetz.

Umfangreich setzt sich auch die FDP mit queeren Rechten

auseinander: „Familie gibt es heute in vielfältiger Ausprägung“

liest man da – die Unterstützung gelte auch für Regenbogenfamilien.

Der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche

Rechte Baden-Württemberg“ soll weiter ausgebaut werden,

insbesondere sollen Mitarbeitende bei Polizei, in der Landesverwaltung,

im Jugend- und Seniorenbereich für queere

Themen sensibilisiert werden. Homophobe Gewalt soll konsequent

verfolgt und statistisch als eigenständiger Aspekt

erfasst werden. Auf Bundesebene möchte man sich für eine

Erweiterung des Artikel 3 Grundgesetz stark machen, das

Blutspendeverbot für homo-, bi- und trans*-Menschen soll

aufgehoben werden und das bestehende Transsexuellengesetz

abgeschafft und gegen ein Selbststimmung stärkendes

Gesetz ersetzt werden.

Die aktuell viertstärkste Kraft im Baden-Württembergischen

Landtag, die AFD, macht in ihrem Wahlprogramm klar: „Jedweder

Einfluss von LSBTTIQ-Lobbygruppen auf die Familien- und

Geschlechtserziehung muss unterbunden werden“, man lehnt

eine „auf linken Ideologien basierende Pseudowissenschaft wie

‚Gender Studies’ sowie die Politik des ‚Gender Mainstreaming’“

ab: „Wir wollen die traditionelle Ehe und Familie schützen.“

Staatlich verordnete Quoten, aber auch „Gleichstellungspropaganda“

und Minderheitenförderung unter der Fahne des

„Gender Mainstreaming“ sprechen dem Gebot der Gleichberechtigung

„in unserem Grundgesetz Hohn“. Gefordert wird

auch die Streichung der Schulunterricht-Leitlinie „Bildung

für Akzeptanz von Toleranz und Vielfalt“, außerdem sei die

Finanzierung jeglicher ideologischer Projekte ohne konkreten

Nutzennachweis einzustellen; dazu gehören unter anderem

auch Gender Studies. *bjö

"

Wir stehen für ein buntes Stuttgart –

und für eine vielfältige CDU. Respekt,

Toleranz und Akzeptanz sind für uns

keine Schlagworte, sondern

politischer Auftrag:

Diskriminierungen aller Art müssen

der Vergangenheit angehören.

Dafür stehen wir!

AM 14. MÄRZ 2021:

RUTH SCHAGEMANN, ROLAND SCHMID

DR. SUSANNE EISENMANN

Checkt die Website des LSVD Baden-Württemberg für die

queeren Wahlprüfsteine https://ba-wue.lsvd.de/


22 STUTTGART

gratuliert

COMMUNITY

25 JAHRE

Weissenburg

FOTOS: ZENTRUM WEISSENBURG

Das Zentrum Weissenburg

ist die queere Anlaufstelle in

Stuttgart – ein Kommunikations-

Emanzipations- und Kulturzentrum

mit Café-Betrieb. Am 3. Februar

feierte die Weissenburg ihr 25-jähriges

Vereinsjubiläum. Im Interview

erinnert sich Vorstandsmitglied

Joachim Stein an die Anfangstage

und kommentiert die aktuellen

Entwicklungen. *bjö

Blumen – aber keine Geburtstagsfeier: Ein Blumengruß aus der städtischen Gleichstellungsstelle zum 25. Vereinsjubiläum steht stellvertretend für

die pandemiebedingt ausgefallene rauschende Geburtstagsfeier.

Die Mitteilung zum Jubiläum des

Zentrum Weissenburg ist überschrieben

mit „Vom Schmuddelkind

zum social player“ – wie sah die

Situation der Stuttgarter LGBTIQ*-

Community 1996 aus und warum

wurde das Zentrum für queere

Menschen damals als „schmuddelig“

empfunden?

Die Stuttgarter Community war 1996 klein

aber fein. Es gab und gibt immer noch

ein reges Vereinsleben, aber kommunalpolitisch

und landespolitisch waren wir

noch weitgehend ausgegrenzt. So war

es zum Beispiel ein politischer Skandal,

dass einer unserer Mitgliedsvereine als

Träger der freien Jugendarbeit anerkannt

werden sollte. Dazu war das Gutachten

eines Psychologen nötig, der insbesondere

zur Verführungstheorie Aussagen treffen

musste. Eine Brauerei, von der wir einen

Kleinkredit zur Einrichtung unseres Cafés

wollten, ließ uns wissen, dass sie ihren

Start in Stuttgart nicht im „Rotlichtmilieu“

machen wollte.

Was zeichnet das Zentrum nach 25

Jahren für die Community aus?

Unsere ursprüngliche Idee, daraus ein

Kommunikations-, Emanzipations- und

Kulturzentrum zu machen, ist in wesentlichen

Teilen umgesetzt. Unser Café mit

kleinen Preisen ist Treffpunkt für viele

Menschen von jung bis alt. Hier ist ein

Transmissionsplatz für Informationen, aber

auch ein Platz für Lesungen, Ausstellungen

und Auftritte junger Dragqueens.

Inzwischen haben auch die umliegenden

Behörden und Organisationen unsere

Räume als gut erreichbare und geeignete

Tagungsräume entdeckt. Seit fünf Jahren

haben wir mit Hilfe der Stadt und des

Kooperationspartners Fetz e.V. unsere

Beratungsarbeit professionalisiert und beschäftigen

dort insgesamt fünf Personen

hauptberuflich.

Gibt es eigentlich immer noch die

schöne Idee, dass der Service im

Café an bestimmten Tagen von

Stuttgarts queeren Gruppen geleistet

wird? Wie kam es zu dieser Idee?

Wie so oft, gab eigentlich der Mangel den

Anlass. Nach mehr als 10 Jahren engagier-

Eindrücke der letzten Geburtstagsfeier


ten Einsatzes von ehrenamtlichen Thekenkräften

war die Luft ein bisschen raus.

Wir haben deshalb eine Idee aus München

aufgegriffen und unsere Mitgliedsorganisationen

gebeten, sich mit zu engagieren

und so auch neue und andere Kontakte

zu ihren Vereinsmitgliedern zu entwickeln.

Das hat auch sehr gut funktioniert, bröselt

inzwischen aber auch wieder ab, weil auch

das ehrenamtliche Potenzial bei den Mitgliedsorganisationen

nicht mehr so leicht

zu finden ist. Jeder Verein muss schauen,

wie er seine Arbeit aufrecht erhält und

so ist eben auch in unserem Kontext das

Hemd näher als der Rock. Aktuell sind

noch zwei Mitgliedsorganisationen an unserer

Theke im Einsatz. Die dritte hat uns

Mitte letzten Jahres verlassen, nachdem

es in der Mitgliedschaft einen erheblichen

Aderlass gab.

Das Zentrum Weissenburg bietet

nicht nur Raum für Gruppentreffen,

Kultur und queere Caféhausatmosphäre

sondern engagiert sich aktiv

in der queeren Stadtgeschichtsforschung.

In welche Projekte ist die

Weissenburg involviert?

Wir sind hier an der Initiative Lern- und

Gedenkort Hotel Silber beteiligt, einer

Einrichtung, die in einem Täterort (das

ehemalige Gestapo-Zentrum BaWü, Anm.

d. Red.) die Verfolgungsgeschichte der

Opfer deutlich zu machen versucht. In der

Initiative stellen wir ein Vorstandsmandat.

Wir haben ein Gedenkprojekt für die

Opfer des Nationalsozialismus aus der

Taufe gehoben, www.der-liebe-wegen.org,

und in diesem Kontext auch eine weitere

Webseite zu wichtigen Geschichtsorten

in Stuttgart online gestellt: www.

derliebewege.de. Zum diesjährigen

Opfergendenktag für die NS-Opfer

haben wir mit zwei Autor*innen ein neu

herausgekommenes Buch zu LSBTIQ*-

Opfern im KZ Auschwitz besprochen

und eine Historikerin arbeitet in unserem

Auftrag an einem Projekt zur Auffindung

lesbischer Frauen in Psychiatrien während

der NS-Zeit.

In Stuttgart gibt es derzeit

Planungen für ein „Regenbogenhaus“,

ein Kulturzentrum für

LSBTIQ*; wie steht das Projekt zum

Zentrum Weissenburg?

Die Anregung zu diesem Projekt kam

von uns, weil wir bedingt durch unsere

Beratungsarbeit inzwischen unsere

Arbeit an drei Standorten in Stuttgart

durchführen. Außerdem wollen wir dem

Umstand Rechnung tragen, dass nach 25

Jahren die Sichtbarkeit des Regenbogens

in der Stadtgesellschaft etwas präsenter

sein darf. Die Weissenburg befindet sich

in einem Hinterhof, der von der Straße

nicht einsehbar ist. Für unsere Gründung

war das sehr gut, denn dadurch konnten

wir unseren Besuchenden mehr Schutz

bieten. Inzwischen hat sich unsere Situation

aber stadtgesellschaftlich wesentlich

verändert. Wir sind in Gremien der Stadt

vertreten, wir haben unmittelbaren Einfluss

auf die Stadtpolitik in Stuttgart. Da

darf es auch ein bisschen sichtbarer zugehen.

Außerdem kommen wir während

des laufenden Betriebs immer deutlicher

an die Grenzen unserer räumlichen

Möglichkeiten. Im Moment ist unsere

Onlinebefragung dazu angelaufen, an der

sich möglichst viele Menschen beteiligen

sollten. Mehr gibt es dazu auf unserer

Projektwebseite www.regenbogenhausstuttgart.de

Was bedeutet der Shutdown für das

Zentrum Weissenburg?

Die Einrichtung befindet sich im zwangsverordneten

Dornröschenschlaf und

bewegt sich widerstrebend aber stetig auf

die wirtschaftliche Insolvenz zu.

www.zentrum-weissenburg.de

STUTTGART 23

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24 BÜHNE

DAS PRALLE

AUSSTELLUNG

FOTO: TOM OLDHAM

Gilbert (rechts) und George, 2015

Das skurrile britische schwule

Künstler-Duo Gilbert & George ist

in der Schirn Frankfurt zu Gast –

mit „The Great Exhibition“, einer

riesigen Ausstellung, die ebenso

riesige Werke der beiden von 1971

bis 2019 zeigt.

Gilbert & George, BEARDARY, 2016, Courtesy of Gilbert & George and Galerie Thaddaeus Ropac, London. Paris. Salzburg.

In ihren etwas steif wirkenden Anzügen, immer geschniegelt mit

Hemd und Krawatte, wirken Gilbert & George wie skurrile Exoten

in einer sich ansonsten gerne lässig gebenden Kunstwelt.

Gar nicht steif sind hingegen ihre großformatigen, meist

knallbunten Foto- und Bildcollagen: Da strecken sie den

Betrachter*innen schon mal ihre nackten Hintern entgegen,

titulieren sich selbst als „George, the Cunt and Gilbert, the

Shit“, sie zeigen sich als manisch starrende Avatare mit

magisch ineinander verzwirbelten Rauschebärten, thematisieren

Anal- und Oralverkehr, Krankheit, Tod, Gewalt, Religion

und Moral. Ein ganzes Kaleidoskop des menschlichen Lebens

wird mit einer nahezu spirituellen Sicht verwurstet. Glück

und Leid sind hier gleichberechtigte Sensationen des prallen

Lebens mit all seinen Widersprüchen. Und die gilt es allesamt

zu akzeptieren.

Ihre gerasterten Bildwelten erinnern an eine Mischung aus

Kirchenfenstern und Werbeplakaten; das passt gut, wollen

Gilbert & George doch ihre Message an die Betrachter bringen.

Kunst für alle, mit einfach verständlichen Codes. Und das

funktioniert!

Gilbert & George, QUEER, 1977, Courtesy of Gilbert & George

Der Südtiorler Gilbert Prousch und der britische George

Passmore hatten sich in den späten 60ern als Studenten

der Londoner Hochschule für Kunst und Design Central St.

Martins kennen gelernt. Sie wurden ein Paar und beschlossen,

als Künstler fortan in Personalunion als „Living Sculptures“

aufzutreten. Gemeinsam bezogen sie Anfang der 1970er ein

Haus samt Atelier im multikulturellen Ost-Londoner Viertel


BÜHNE 25

LEBEN!

präsentiert

be unique. be heroic. just be!

Spitalfields. Die damals heruntergekommene Ecke Londons

ist heute ein Hipster-Pflaster, aber genau hier fanden und finden

Gilbert & George die Themen für ihre Kunst – Spitalfields

ist für sie der Mikrokosmos, der die ganze Welt beinhaltet.

Die Ausstellung „The Great Exhibition“ ist eine Kooperation

der Luma Foundation, des Moderna Museet in Stockholm und

der Schirn Frankfurt und wurde bereits in Arles, Stockholm,

Olso, Reykajvik und Zürich gezeigt. *bjö

Noch bis 16.5., Schirn, Römerberg, www.schirn.de

Zur Ausstellung wird ein großer Ausstellungskatalog

erscheinen, dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm,

das auch online zur Verfügung steht.

Themenführungen

Ein Special sind die Videoclips und Führungen mit sechs

Frankfurter Persönlichkeiten zu den Themen Religion,

Rassismus, Sexualität, Urbanität und Obdachlosigkeit im

Werk von Gilbert & George; mit dabei sind Björn Berndt

(GAB Magazin, Frankfurt), Thomas Kober (Weißfrauen

Diakoniekirche, Frankfurt), Prof. Dr. Michel Müller (Studio

MC Collaborative network for art and spatial Design,

Darmstadt), Dr. Stefan Scholz (Haus am Dom, Frankfurt)

Ismahan Wayah (Migration und Diversitymanagement

im Historischen Museum, Frankfurt) ind Siraad Wiedenroth

(Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und

Bildungsstätte Anne Frank). Termine und Interviews gibt’s

über die Website.

Hasengasse 9 • 60311 Frankfurt

(neben der Kleinmarkthalle)

Tel. 069 - 283519 • www.goldpavillon.de


26 BÜHNE

MUSIK

35 JAHRE

FRAUEN

MUSIK BÜRO

FRANKFURT

FOTO: FRAUEN MACHEN MUSIK E.V.

gratuliert

Seit 35 Jahren bringt das Frauen Musik Büro

Frankfurt Musikerinnen* an den Start und sorgt

für Sichtbarkeit – und vor allem Hörbarkeit.

Anlässlich des Jubiläums konnte zwar kein

Jubiläums-Partykonzert steigen, aber es gab eine interessante

online-Podiumsdiskussion unter dem Titel „Von

lila Latzhose bis Keychange – 35 Jahre Female Music

Networking“. Im Interview kommentieren Hilde, Maria

und Mane vom Frauen Musik Büro die Entwicklung der

Situation von Musikerinnen*. *bjö

von oben links im Uhrzeigersinn: Marie Koppel, Maria Bätzing, Hildegard Bernasconi

und Mane Stelzer vom Frauen Musik Büro.

Erklärt kurz die verschiedenen Institutionen

Frauen Musik Büro Frankfurt,

MELODIVA und Frauen machen Musik

e.V. und was sie machen und anbieten.

Hilde: Ja, das ist vielleicht alles etwas verwirrend,

aber ganz einfach. „Frauen machen

Musik e.V.“ ist unser offizieller Vereinsname.

Der Verein wurde 1984 in Lüneburg von acht

Musikerinnen gegründet, um die Situation

von Musikerinnen* zu verbessern und deren

Präsenz zu stärken. 1990 übernahmen neue

1994: Die Jubiläumsausgabe des „Frauen machen MusiK“-Rundbriefs

zum 10-jährigen Bestehen ziert das Foto der Gründerinnen

FOTO: FRAUEN MACHEN MUSIK E.V.

Frauen den Verein, darunter die Perkussionistin

Anne Breick, die mit dem Verein

nach Frankfurt am Main umzog. Das Büro in

Frankfurt erhielt dann den Namen „Frauen

Musik Büro“ und befand sich in Bornheim

in der Heidestraße; seit 1997 sind wir in der

Roßdorfer Straße ansässig.

Von Anfang an gab der Verein eine Mitgliederzeitschrift,

den „Rundbrief Frauen

machen Musik“ heraus. 1996 erhielt die

Zeitschrift mit 4 Ausgaben pro Jahr einen

neuen Namen und ein neues Layout: „ME-

LODIVA“. Um Kosten zu sparen wurde im

Jahr 2000 die Printausgabe eingestellt und

das Musikjournal „MELODIVA – female music

networking“ nur noch als Website herausgegeben:

www.melodiva.de.

Eines der größten Probleme weiblicher

Musikschaffender scheint zu

sein, dass man sie nicht ernst nimmt.

Hat sich das seit euren Anfangszeiten

in den 80ern geändert?

Mane: Die Frage ist hier ja, was muss ich tun,

um „ernst“ genommen zu werden? Und wer

bestimmt das? Das wurde und wird nach wie

vor fast immer an Maßstäben gemessen, die

von Männern festgelegt werden. Was macht

eine*n gute*n oder interessante*n Musiker*in

überhaupt aus? Welche Messlatte leg ich

an: Geht es um ein vermarktbares Produkt,

darum, ein Handwerk möglichst perfekt zu

beherrschen oder um Gefühl und Inspiration,

Bandzusammenspiel und immer wieder die

Möglichkeit, sich neu zu erfinden? Vielleicht

orientiert sich diese unsichtbare Messlatte

auch immer noch viel zu sehr am „schnellerlauter“-Wettbewerb

und der Art, wie man ein

Instrument zu spielen hat.

Klar, es hat sich vieles verändert. Inzwischen

kann frau – im Gegensatz zu den

80ern – Jazz und Popularmusik studieren,

was vielen Frauen* erst den Zugang

zur Popularmusik und eine Profikarriere

ermöglicht hat, weil sie sich weniger in

informellen Bandzusammenhängen

bewegen als die Männer. Als Instrumentalistinnen*

sind sie aber meist die einzigen

weiblichen* Studierenden in Settings, die

von männlichen Dozenten und Studienkollegen

dominiert werden. Es kommt

nicht von ungefähr, dass sich so wenige

junge Instrumentalistinnen* für ein Studium

der Jazz- und Popularmusik bewerben.

Irgendwie scheinen Angebot und Nachfrage

nicht zusammenzupassen.

Auch auf dem Musikmarkt hat sich viel

getan: Musiker*innen haben heute viel

mehr Möglichkeiten, sich auch ohne Major

Label zu etablieren, als Künstler*in zu


entwickeln und selbst zu vermarkten, CDs zu produzieren

und eine Fangemeinde zu erspielen. Die Musikszene ist mit

vielen kleinen Labels und Nischen diverser geworden, es gibt

die Möglichkeit des Crowdfundings, um die eigenen Alben

zu finanzieren, es gibt mehr weibliche und diverse Vorbilder,

viel mehr Förderprogramme, Stipendien und vieles mehr. Das

betrifft vor allem den Jazz, aber auch den Pop-, Indie-, Folk-,

Electro- oder Singer-/Songwriterbereich. Eine E-Gitarristin im

Metalbereich wird aber auch heute noch als etwas Besonderes

angesehen und äußerst kritisch beäugt. Aus unseren

zahlreichen Umfragen in unserem Musikerinnen*-Netzwerk

und Interviews mit Popularmusikstudentinnen* wissen wir,

dass viele Instrumentalistinnen* im Lauf ihrer Karriere häufig

die Erfahrung gemacht haben, immer 150% zu geben und

in hohem Maße beweisen zu müssen, dass sie es drauf

haben und den Männern ebenbürtig sind. Wenn sie dann erst

mal ein gewisses Niveau erreicht und sich ein Standing als

Jazzmusikerin erarbeitet haben, interessiert es nicht mehr

so sehr, ob sie eine Frau* oder ein Mann sind. Aber da muss

frau erst mal hinkommen! Und es gibt leider nach wie vor

Festivalveranstalter, die gar nicht auf die Idee kommen, über

ihren Tellerrand zu schauen und mal eine all female Band zu

buchen.

„Ab jetzt endet Design

nicht mehr an der Decke.“

Für März habt ihr ein Konzert mit der Band Elda

angekündigt; stell’ die Band kurz vor. Falls das Konzert

live nicht stattfinden kann, wird es zumindest

einen Stream geben?

Maria: ELDA ist eine junge Band, die von Alessa Stupka und

Leila Antary gegründet wurde, die seit ihrer Schulzeit zusammen

Musik machen. Das gefällt uns besonders, weil es

für Mädchen* immer noch weniger üblich ist als für Jungen

diesen Weg zu gehen – von der als Jugendliche selbstgegründeten

Band in die Profikarriere. Seit 2018 sind Annelie

Schwarz an den Drums und Daniel Hertel an der Gitarre

dabei. Die Band geht ihren ganz eigenen Weg und hält sich

nicht an etwaige Klischees, die im Musikbusiness auf Musikerinnen*

warten. Die vier versuchen gar nicht erst mit einer

glitzernden Show zu beeindrucken oder die Ecken abzurunden,

die das Songwriting der Band so besonders machen. So

schaffen sie Platz für intuitiven und abwechslungsreichen

Indie Pop. Ein Stream ist zurzeit nicht geplant.

FOTO: KATHARINA DUBNO

ELDA planen ein Konzert im März

9.3., Melodiva Club Concert: Elda, Fabrik, Mittlerer Hasenpfad

5 (Innenhof), Frankfurt, 20 Uhr, mehr Infos über

www.frauenmusikbuero.de und www.melodiva.de

Das komplette Interview gibt’s auf

www.männer.media/regional/gab

WWW.CEELINGS.COM


28 BÜHNE

FOTO: STÄDEL MUSEUM

MUSEEN

KUNST

im digitalen Dialog

Wer kunstbegeistert ist und

sich nach Monaten des Entzugs

bereits dabei ertappt,

wehmütig in alten Ausstellungskatalogen

zu blättern,

der sollte einen Blick auf die

digitalen Angebote werfen,

die inzwischen von fast

allen Kultureinrichtungen

aufwändig gepflegt werden.

Besonders spannende Formate

haben das Städel Museum

und das Liebieghaus

in Frankfurt entwickelt;

der Fokus liegt auf dem

gemeinsamen Austausch.

Städel Museum, Blick vom Städel Garten

„Museum für zu Hause – Live“ heißt

das Programm, das aus drei regelmäßigen

Veranstaltungsreihen in Form von

Zoom-Konferenzen besteht. In den

klassischen „Online-Touren“ stellen

Kunstvermittler*innen ausgewählte

Werke der Kernsammlungen und aktueller

Sonderausstellungen vor; zur Wahl

stehen die Retrospektive zu Max Beckmann

und „Schaulust. Niederländische

Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts“ des

Städels und die viel beachtete Ausstellung

„Bunte Götter“ des Liebieghauses.

Wer sich zu angeregten Gesprächen

animiert fühlt, ist bei der „Online-

Session“-Reihe goldrichtig, die besonders

spannend in Verbindung mit einer

vorherigen Führung sein dürfte. Neben

der wechselvollen Wirkungsgeschichte

Max Beckmanns und der

„Streitfrage Farbe“ wird hier

auch das brisante Thema

„Macht der Bilder“ aufgegriffen,

das sich mit Manipulation

etwa durch soziale Netzwerke

und Propaganda auseinandersetzt.

Die ewigen Themen Liebe, Lust und

Macht stehen im Zentrum des neuen

Städel-Formats „Online-Dialog“, in dem

zwei Kunstexpert*innen miteinander

und mit dem Publikum in garantiert

heiße Diskussionen geraten.

Bei der Auswahl eines Favoriten mag

also das eigene Temperament durchaus

eine Rolle spielen; die Veranstaltungen

bieten sich zudem prima für gemeinsame

„Besuche“ an. Die Teilnehmerzahl ist

allerdings begrenzt, es empfiehlt sich

FOTO: LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG – NORBERT MIGULETZ

Ausstellung „Bunte Götter“:

Experimentelle Farbrekonstruktionen

Variante C eines Bogenschützen,

sogenannter Paris, im Gewand der Reiter der nördlichen und

östlichen Nachbarvölker, aus dem Westgiebel des Tempels

der Aphaia, 2019, Liebieghaus Skulpturensammlung (Liebieghaus

Polychromy Research Project), Frankfurt am Main, Inv. St.P 947

also ein vorzeitiger Blick in den Online-

Shops der beiden Museen. *ms

Infos, Termine und Tickets gibt’s

auf www.staedelmuseum.de und

www.liebieghaus.de

FOTO: DE-DA PRODUCTIONS

THEATER

Licht ins Dunkle

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden setzt vom 13.2. bis 13.3. mit der

Kunstinstallation „Licht ins Dunkle – wir kommen wieder!“ ein theatrales

Hoffnungszeichen.

Gezeigt wird der Teil eines Bühnenbildes zur Produktion der Strauß-Operette

„Der Zigeunerbaron“, deren Premiere aufgrund des zweiten Lockdowns kurzfristig

ausfallen musste. Zur stimmungsvollen Lichtchoreographie erklingen Auszüge

aus der Operette und zwei anderen Werken, deren Realisierung verschoben wurde,

nämlich „Einstein on the Beach“ des Minimalisten Philip Glass und Wagners

„Ring ohne Worte“. Ein Hauch Bühnenmagie, vermischt mit einer stummen

Anklage, der bis zum 13. März in den Abendstunden erlebt werden kann. *ms

13.2. – 13.3., Warmer Damm, Paulinenstr. 15, Wiesbaden, 19 bis ca. 22 Uhr,

www.staatstheater-wiesbaden.de


AUSSTELLUNG

Verlängert bis September:

Die Gianni Versace

Retrospektive in Singen

BÜHNE

29

Die sehenswerte Ausstellung der Designs des italienischen

Modemachers Gianni Versace wurde bis September

2021 verlängert – eine gute Chance für alle, die es

vor dem Shutdown nicht geschafft haben.

An den Designs von Gianni Versace scheiden sich die Geister:

Für die einen war sein Modelabel der Gipfel des überkandidelten

schlechten Geschmacks der 80er-Jahre, für andere

eine Offenbarung, die die Grenzenlosigkeit von Hoffnung und

Lebensfreude feiert. So oder so: Gianni Versace fiel auf! In

seinen Entwürfen steckte immer auch eine gehörige Portion

Selbstironie, ein Augenzwinkern und bewusste Überinterpretation.

„Ihr findet mich in meinem Werk“, hat er selbst einmal

gesagt – und genau diese persönliche Note macht die Mode

von Versace bemerkenswert – auch jenseits von Geschmacksfragen.

Erst zwei Jahre vor seinem gewaltsamen Tod im Jahr 1997

outete sich Gianni Versace öffentlich als schwul und sprach

damit ein offenes Geheimnis aus. Seine Mode zeigte es schon

viel früher – gilt Versace doch als einer der Katalysatoren der

Erotisierung des männlichen Körpers.

Die Ausstellung im MAC Museum Art&Cars in Singen zeigt

FOTO: DREAMREALIZER

nicht nur ikonische Kollektionen sondern dokumentiert darüber

hinaus auch das gesellschaftliche Engagement des Designers,

zum Beispiel im Bereich HIV und Aids. Die Ausstellung

wurde verlängert und ist nun bis September zu sehen. *bjö

Gianni Versace Retrospective, MAC Museum Art&Cars,

Parkstr. 1, Singen, Öffnungszeiten und Infos über

www.gianniversaceretrospective.com, www.museum-art-cars.com

Benzstraße 3 • 64546 Mörfelden-Walldorf • Tel. 06105 / 330 67

Öffnungszeiten: Mo.–Fr 9 – 12.30 Uhr und 14-18 Uhr, Sa 9 – 12.30 Uhr

www.fliesen-kny.de


30 BÜHNE

FOTO: ASHUTOSH SONWANI, PEXELS.COM, GEMEINFREI

DIGITALRADIO

Am 6. Februar startete EOS, die neue Frankfurter

Plattform für zeitgenössische elektronische Musik.

Zum Auftakt gibt’s zwei Tage lang DJ-Mixe und

Live-Sets satt.

EOS – zeitgenössische

elektronische Musik

EOS soll die erste Frankfurter Online-Plattform für zeitgenössische

elektronische Musik werden. Kernstück von EOS wird

sein Webradio sein, das zum Start am 6. und 7. Februar zwei

Tage lang DJ-Mixe und Live-Streams sendete, die extra für den

Kick-off produziert wurden und als Stream nachzuhören sind.

Mit dabei waren unter anderem internationale wie lokale DJs und

Künstler*innen wie Francesco Del Garda, Paramida, Jasmine Infiniti

oder Zoë McPherson. Eine zweite Session soll im April starten.

In Zukunft soll EOS natürlich auch dazu dienen, die verschiedenen

Künstler*innen als Expert*innen aus dem weiten Feld

der elektronischen Musik besser zu vernetzen, neue Projekte

zu schüren und die Community zu stärken. In Planung steht

außerdem ein physischer Standort für EOS in Frankfurt – doch

das ist, vor allem unter den momentanen Umständen, noch

Zukunftsmusik.

Aktuell ist, dass neben dem Webradio auch ein Musik-Label

mit eigenen Veröffentlichungen entstehen soll; ganz stilvoll

werden dafür die Eröffnungs-Mixe von Aurora Halal, DJ Slyngshot

und Francesco Del Garda exklusiv als Kassette herausgebracht.

Da sollte man also besser schnell noch die lokalen

(online-) Flohmärkte auf entsprechende Player durchforsten.

Der Connaisseur* liegt nicht verkehrt, wenn er in all dem die

Handschrift des Robert Johnson vermutet. Und in der Tat

kommen die Macher aus dem direkten Umfeld des international

bekannten Offenbacher Klubs: Oliver Bauer, bekannt als

Oliver Hafenbauer, ist Musiker und Schlüsselfigur der Frankfurter

Klubszene und fungierte lange Zeit als künstlerischer Leiter

des Robert Johnson. Der zweite im Bunde ist Pascal Mungioli,

der ebenfalls seit Jahren im elektronischen Klubland engagiert

unterwegs ist, unter anderem für den Zoom Club und das

Robert Johnson sowie mit seiner eigenen Agentur „Stay

Service“, die zum Beispiel die queere Robert-Johnson-

Partyreihe „Fries before Guys“ bescherte. *bjö

www.eosradio.de


ESSEN & TRINKEN 31

FOTO: TERJE SOLLIE, PEXELS.COM, GEMEINFREI

FOTO: KOSMIDIS

Mediterrane Feinkost

bei KOSMIDIS

Auch wenn Reisen derzeit nicht möglich ist, kann man

zumindest in der eigenen Küche mediterranes Flair zaubern.

Kosmidis Feinkost im Frankfurter Westen bietet alle Zutaten

für den kulinarischen Ausflug!

Mit mediterranen Spezialitäten, insbesondere

mit Leckereien aus Italien, kennt

sich Thomas Kosmidis bestens aus – sein

Lebensmittelhandel ist nicht umsonst

Lieferant für die Restaurants in Frankfurt.

Doch auch für den privaten Haushalt

gibt’s im neu renovierten Ladengeschäft

viel zu entdecken: Das fängt schon beim

frischen Obst und Gemüse, das zum Teil

direkt aus Verona kommt, und setzt sich

fort an den Fleisch- und Fischtheken, die

speziell Lamm, Rind, Geflügel und Wild,

eine Auswahl leckerer Iberico-Schinken

und natürlich frische Meeresfrüchte

anbieten – um nur einige Beispiele zu

nennen. Insbesondere die Meeresfrüchte

gilt es allerdings für private Köche noch

zu entdecken, weiß Thomas Kosmidis. Die

große Auswahl, die sich übrigens auch in

Tiefkühltheken mit wilden Scampi oder

Tintenfisch fortsetzt, bietet jede Menge

Inspiration, um den eigenen Küchenhorizont

zu erweitern.

Die passenden Weine finden sich bei

Kosmidis natürlich auch – über 300

Sorten bietet die Weinabteilung mit ihrem

Schwerpunkt auf Italien. Nicht verpassen

sollte man die Feinkostabteilung mit

Wurst und Käse. Hier warten zum Beispiel

verschiedene, bis zu 40 Monate gereifte

Parmesan-Sorten oder leckere Salami-

Variationen und die breite Auswahl an

Balsamico-Essig, edlen Ölen, marinierten

Meeresfrüchten, frischer Pasta und vielen

Spezialitäten aus anderen mediterranen

Ländern, wie eingelegte Oliven oder Thymianhonig

aus Kreta oder die französischen

Trüffel-Produkte. Ein vielfältiges

Angebot zum schwelgen, schlemmen und

entdecken! *bjö

Kosmidis Feinkost, Morsestr. 36 – 42,

Frankfurt, www.facebook.com/

KosmidisFeinkost/


32 WOHNEN

Schön zu

Hause zu sein

Zurzeit verbringen alle mehr Zeit zu Hause –

Grund genug, sich schön einzurichten, ein gemütliches

Ambiente zu schaffen oder gar lange vernachlässige

Projekte in den eigenen vier Wänden voranzubringen.

Unser Wohnen-Spezial gibt Tipps

und Inspiration. *bjö

FOTO: EKATERINA BOLOVTSOVA, PEXELS.COM, GEMEINFREI

FOTO: 58PRODUCTS.COM

ACCESSOIRES

Die Faust hängt an der Decke

Das eiskalte Händchen der Addams Family? Ein Sextoy? Weder noch: Die kräftige

Faust ist eine Hängelampenbefestigung, die an der Decke den Lampenanschluss samt

Kabelsalat versteckt. Als Alternative zu den schmucklosen Baldachin-Dosen hat das

Frankfurter Unternehmen FIFTYEIGHT PRODUCTS mit den „Ceelings“ echte Hingucker

für die Zimmerdecke gestaltet, die gekonnt zwischen Gimmick, unauffälligem Design

und verspielter Funktionalität balancieren. Neben der „Hand des Lichts“ gehört auch das

lustige Gespenst „Happy Hermann“ zur Ceelings-Familie – wir finden die Faust allerdings

unschlagbar! Nachhaltigkeit ist bei FIFTYEIGHT übrigens ein Grundprinzip: Die Ceelings-

Produkte sind aus hochwertigem ABS-Kunststoff gefertigt, der nicht wegbröselt, die

Farbe behält und zu 100 Prozent recycelt werden kann. Hergestellt werden sie in einer

Behindertenwerkstatt im Rhein-Main-Gebiet.*bjö

Mehr Infos, Bestellmöglichkeiten sowie lustige Videoclips zum Herstellungsprozess

und zur Installation gibt’s über www.ceelings.com

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WOHNEN 33

BETTEN ZELLEKENS

Traumlandschaften fürs Schlafzimmer

Es gehört schon einiges an

Courage aber vor allem langjährige

Geschäftserfahrung

dazu, um in Coronazeiten ein

neues Geschäft zu eröffnen. Betten

Zellekens hat im April 2020 den Schritt

gewagt und auf der Hanauer Landstraße

seinen neuen Flagship Store eröffnet.

FOTO: BJÖ

Der neue, zweistöckige Showroom ist

freundlich und lichtdurchflutet dank der

großen Fensterfronten, die das Gebäude

in der Hanauer Landstraße 174 von drei

Seiten umrahmen. Das Ostend-Viertel hat

sich in den vergangenen Jahren zu einer

echten Erlebnismeile für Möbel- und

Autofans entwickelt und ist nun der perfekte

Ort, um die Schlafwelten von Betten

Zellezens optimal zu präsentieren und

jede Menge Inspiration für das heimische

Schlafzimmer zu liefern. Das Vorzeigeprojekt

wurde nicht nur seitens der

Kunden positiv aufgenommen, sondern

kürzlich auch mit dem brancheninternen

Preis „Haustex Star 2021“ in der

Kategorie „Vorbildlicher Flagship Store“

ausgezeichnet.

Neben der Kernkompetenz in Bettgestellen

und Matratzen – letztere können

sogar in einer speziellen Schlafkabine

getestet werden – wurde das Angebot um

den Aspekt Schlafraumeinrichtung erweitert;

so finden sich jetzt auch Schlafsofas

und Relax-Sessel in der Ausstellung.

„Boxspring, Lifestyle oder Ergonomie –

wir haben alles da“, lautet die Maxime von

Betten Zellekens.

Auch der Textilbereich erfreut sich großer

Beliebtheit: Neben Bettenwaren, die

mit der US-Marke Lexington und dem

britischen Sleepeezee zwei neue internationale

Labels präsentieren, kann man

sich im Frottierbereich im ersten Stock

mit kuschlig-weichen Handtüchern und

Bademänteln eindecken.

In Shutdown-Zeiten kann man das Angebot

gut im neuen Online-Shop begutachten,

Beratungen durch Physiotherapeuten

erfolgen telefonisch, online aus der Filiale

oder sogar bei einem persönlichen Termin

zu Hause – oder man bummelt an den

Schaufenstern der drei Betten Zellekens

Filialen vorbei, wählt aus und holt das

Wunschprodukt in der Filiale ab oder lässt

es sich nach Hause liefern. *bjö

Betten Zellekens Flagship Store,

Hanauer Landstr. 174, Frankfurt,

weitere Filialen: Sandgasse 6, Frankfurt

und Waisenhausstr. 2, Bad Homburg,

www.betten-zellekens.de

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34 WOHNEN

FOTO: KÜCHENHAUS SÜD

KÜCHENHAUS SÜD

WOHNLICHE

KÜCHENWELTEN

gestalten

Schon lange ist die Küche kein reiner Zweckort

mehr – in der Küche wird nicht nur gekocht, sondern

auch gesessen und vor allem wieder gelebt!

Das Küchenhaus Süd widmet

diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit:

Unter dem Motto

„Räume gestalten“ verschmelzen

hier funktionale Küchendesigns

mit ansprechenden Wohnkonzepten.

Das traditionsreiche

Frankfurter Küchenhaus ist seit

1957 familiengeführt und hat mit

Tina Müller seine aktuelle Chefin

in zweiter Generation.

Technisch und designorientiert

ist man hier immer am Puls der

Zeit: Küchen von renommierten

Marken wie SieMatic, Leicht oder

Allmilmö aus Zeil am Main bieten

die perfekte Kombination aus

Funktionalität und Design. Die

passenden Elektrogeräte stammen

von Marken wie Gaggenau,

Miele, V-ZUG, BORA oder Bosch.

Das Besondere im Küchenhaus

Süd: Hier werden über die reine

Küchenausstattung hinaus übergreifende

Einrichtungskonzepte

entworfen: Tische und Stühle,

aber auch Vitrinen, Regale, Schiebetürsysteme

und begehbare

Kleiderschränke von Raumplus

verbinden sich im Küchenhaus

Süd zur Gesamt-Wohnidee.

Ein professionelles Team aus Architekten,

Innenarchitekten, erfahrenen

Küchenplanern, Experten

und Möbelschreinern findet

mit viel Know-How individuelle

Lösungen für jede Küchen- und

Wohnsituation. Festangestellte

Monteure kümmern sich um

die planmäßige Umsetzung im

eigenen Heim.

Und wenn alles steht kann man

sich auch in Folge des super

Services des Küchenhaus Süd

sicher sein! *dr

Küchenhaus Süd, Mörfelder

Landstr. 77, Frankfurt,

www.kuechenhaus-sued.de

HER MIT DEN SCHÄTZCHEN!

Wir reparieren, vergolden, versilbern Ihre Schätze und lassen sie in neuem

Glanz erstrahlen!! Auch nicht metallene Erinnerungen können metallisiert

und versilbert/vergoldet werden. Besprechen Sie mit uns Ihre Ideen!

TROTZ

LOCKDOWN

FÜR SIE DA!

Telefonisch und auch

vor Ort (Öffnungszeiten

siehe

Homepage)

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Eigene Schleiferei

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WOHNEN 35

FOTO: HOESCH UND PARTNER

WOHNRAUMMODERNISIERUNG

MIT KREATIVITÄT

GEGEN DEN BLUES

Architekten und Bauunternehmer können

sich derzeit vor Aufträgen privater Häuslebauer

kaum retten. Denn viele Eigentümer

nutzen den Lockdown und wandeln die ihnen

zur Verfügung stehende Zeit in geldwerte

Eigenleistungen um.

Eric Jung von Hoesch & Partner

Doch warum eigentlich nur Eigentümer?

Immer mehr Mieter entdecken das Thema

Wohnraummodernisierung in der Pandemie

ebenfalls für sich. Sei es aus purer Notwendigkeit,

zum Beispiel wenn im neuen Homeoffice

ein Arbeitsplatz eingerichtet werden

muss. Oder auch, weil nach Monaten des

Lockdowns die Wände immer näher rücken.

Dieses haben Eigentümer und Mieter

aber gemeinsam: Für die Realisierung ihrer

Träume werden finanzielle Mittel benötigt.

Gerade in unsicheren Zeiten schätzt man

daher die Qualität einer guten Finanzberatung

umso mehr.

Als geprüfter Baufinanzierungsexperte

beim Traditions-Versicherungsmakler

Hoesch & Partner GmbH, berät und

begleitet Eric Jung in „normalen“ Zeiten

ausschließlich Eigentümer auf dem

Weg der Erfüllung ihres Traums. Mit

dem Service für Kleinstfinanzierungen

– zum Beispiel schon ab 5.000 Euro –

hilft Eric Jung nun auch Mietern dabei,

den Badezimmer-Traum im stylischen

Schwarz-Gold oder die neue Luxusküche

als perfekte Kulisse für experimentierfreudige

Hobby-Köche und -Gourmets

oder das minimalistische Büro in klarem

Design zu finanzieren.

Die geplante Innenausstattung nach Maß

verlangt nach einer Darlehensberatung mit

professionellem Blick auf die Bedürfnisse

aber auch Möglichkeiten des Kreditnehmers;

„Kosteneffizienz und Sicherheit stehen auf

der Wunschliste meiner Kund*innen ganz

oben“, weiß Eric Jung. Egal also, ob es sich

um eine Modernisierung oder Sanierung

einer eigenen oder gemieteten Wohnimmobilie

handelt: Bei Fragen zur Finanzierung der

Träume lohnt immer der Gang zum Profi! *dr

www.hoesch-partner.de

interiors

stimpert fotografie


36 GESUNDHEIT

NEUSTART IN

DEN FRÜHLING

FOTO: EKATERINA BOLOVTSOVA, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Gesundheit ist nicht nur in der momentanen

Pandemie-Situation das Thema der Stunde.

Auch der zarte Start in den Frühling animiert

zu mehr Achtsamkeit. Unser Gesundheits-

Special gibt ganzheitliche Tipps und Anregungen

für Körper, Geist und Seele. *bjö

GRÜNEBURGER BIOLADEN

BIO AT IT’S BEST

Frische Biolebensmittel

und -produkte rücken

immer mehr ins Bewusstsein der

aufgeklärten Konsumenten. Die

Brüder Sebastian und Matthias

Paust haben diesen Trend schon

früh erkannt und so feierte ihr

Grüneburger Bioladen im vergangenen

Dezember sein 11-jähriges

Bestehen.

Matthias stammt aus der Reformhaus-

Bewegung und war bereits viele Jahre in

Biomärkten tätig bevor er sich mit seinem

Bruder Sebastian, dem Banker des Teams,

zusammentat um das gemeinsame

Geschäft im Grüneburgweg zu eröffnen:

„Ich hab’s quasi von der Pike auf gelernt

und schon mit 15 Jahren Äpfel poliert“, erinnert

sich Matthias. Die Erfahrung merkt

man dem Angebot im Bioladen an: Gleich

am Eingang begrüßen einen die Stände

mit knackig-frischem Obst und Gemüse,

alles vorwiegend aus regionalen Betrieben.

Beliebt ist die große Käsetheke mit allein

über 60 Sorten Ziegen- und Schafskäse

ebenso wie die Salatbar und das Bistro-

Café, an dessen Theke täglich frische,

in der Küche des Bioladens zubereitete

Suppen, Quiches, Gemüsepuffer oder

Pizzastücke angeboten werden; natürlich

gibt’s hier auch die herzhaft belegte

Vollkornstulle und süße Teilchen, die mit

Kaffee- oder Tee-to-go ihre Fans haben.

Laut Matthias ist die Nachfrage nach

Biofleisch in den vergangenen Jahren

stetig gestiegen während der Vegan-Hype

„sich auf einer soliden Basis eingependelt

hat und wir hier die außergewöhnlichen

und vor allem wohlschmeckenden Produkte

anbieten“, so der Bio-Lebensmittelexperte.

Im Laden kann man die veganen

Produkte anhand einer grünen Markierung

erkennen, laktosefreie Lebensmittel sind

mit blau gekennzeichnet und glutenfreie

mit rot. Einen aktuellen Trend zu selbstgemachtem

Sushi hat Matthias erkannt; die

notwendigen Zutaten wie Noriblätter oder

verschiedene Tamari- und Shoyo-Soßen

zum Maki-Selbstrollen zuhause sind im

Laden erhältlich – natürlich alles bio! *bjö

Grüneburger Bioladen, Grüneburgweg 6,

Frankfurt, Mo bis Fr 7 – 20 Uhr,

Sa 7 – 19 Uhr

FOTOS: BJÖ


COACHING

Was macht Corona mit dem einzelnen Menschen?

GESUNDHEIT 37

Michael Wingert ist Gesprächstherapeut, Lebensberater

und Coach für private wie geschäftliche

Angelegenheiten. Für GAB erklärt er die psychischen

Folgen des Corona-Ausnahmezustands.

FOTO: BJÖ

Corona bestimmt unser aktuelles Leben. Unsere gewohnten

Alltagsabläufe haben keine Gültigkeit mehr. Unsere sozialen Kontakte

sind virtuelle Beziehungen geworden. Die bisher weitgehend

gesicherte Basis der wirtschaftlichen Existenz des einzelnen ist in

Frage gestellt. Diese unruhigen und unsicheren Zeiten verstärken

die in jedem Menschen vorhandenen Katastrophenmechanismen.

Die einen ziehen sich ängstlich oder depressiv oder gleichgültig

zurück. Die anderen erleben einen Schub ihres Drangs zu

handeln, sei es im medizinischen Bereich, sei es im beruflichen

oder geschäftlichen Bereich, sei es im familiären Bereich. Das

sind diejenigen, die „den Laden am Laufen“ halten. In der dritten

Gruppe sind diejenigen Personen, die Corona nicht wahrhaben

wollen.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Befürchtung, die Folgen von

Corona psychisch nicht verkraften zu können und sich in der

ersten Gruppe – der Ängstlichen oder Depressiven – wiederzufinden;

Enttäuschung darüber, dass die eigenen Lebensregeln

und Lebensziele, mit denen man sich sehr wohl gefühlt hat,

plötzlich in Frage gestellt sind; Opposition gegen alles und jeden,

diesmal gegen Corona.

Corona bringt die in einem Menschen angelegten Handlungsmöglichkeiten

an die Oberfläche. Wer befürchtet, nicht die

Kraft zu haben. die Corona-Zeiten zu überstehen, sollte sich

therapeutische Hilfe holen. *dr

Michael Wingert, Kontakt über 0170 8901700 oder

MICHAELWINGERT100@GOOGLEMAIL.COM


38 GESUNDHEIT

FRÜHJAHRSPUTZ

IM KÖRPER

Wenn im Frühjahr die Natur neu startet, ist das ein

guter Anlass, auch dem eigenen Körper einen Neustart

zu gönnen. Fasten, Detox, Trinkkuren … Simone Hepp

vom Frankfurter Reformhaus Boermel-Ernst erklärt die

verschiedenen Möglichkeiten.

FOTO: KAROLINA GRABOWSKA, PEXELS.COM, GEMEINFREI

FOTO: MOHAMED HASSAN, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

Detox oder Fasten – was ist der

Unterschied und welche Gemeinsamkeiten

gibt es?

Unter dem Fasten kann man vieles

verstehen. Zum Beispiel eine Zeit lang

keinen Kaffee zu trinken oder auf Zigaretten

verzichten, auf Zucker oder auch

komplett auf feste Nahrung. Beim Fasten

werden die Speisen reduziert oder ganz

weggelassen und der Körper derweil mit

Wasser, Tees, Säften oder Gemüsebrühen

entlastet.

Bei modernen Begriff Detox liegt der

Fokus darauf, den Körper zu reinigen und

Ablagerungen auszuscheiden. Das kann

mit Malzeiten passieren oder intensiver

auch im Zuge des Fastens. Von daher

passen die Begriffe zusammen,

weil man beim Fasten natürlich

auch immer „detoxt“, aber nicht

unbedingt beim Detoxen fastet.

Das Abnehmen wird mit dem Fasten

natürlich immer auch in Verbindung

gebracht, das ist aber eigentlich ein

Nebeneffekt. Die Reinigung des Körpers

steht im Vordergrund. Aber klar, man wird

auch einige Pfunde dabei verlieren.

Fasten ohne Nahrungsaufnahme

bedeutet nicht, dass man gar nichts

mehr zu sich nimmt!

Ja, da ist es ganz wichtig, viel Flüssigkeit

zu sich zu nehmen und zusätzlich den

Darm mit zum Beispiel Glaubersalz oder

Einläufen reinigen.

In der kalten Jahreszeit bieten sich zum

Trinken Tees oder andere warme Getränke

an, Gemüsebrühe zum Beispiel. Zusätzlich

empfehle ich Gemüsesäfte, um

viele Mineralien zu bekommen und den

Basenhaushalt des Körpers schön hoch

zu pushen, damit der Körper viel Schlacken

ausscheiden kann. Außerdem nimmt

man beim Gemüse auch die kräftigen

Farbstoffe auf, die ebenfalls eine hervorragende

gesundheitliche Wirkung haben.

Mit nur zwei Gläsern Gemüsesaft pro Tag

hat man eine tolle Unterstützung und

regt gleichzeitig alle Organe zur weiteren

Entgiftung und Entschlackung an. Heilpflanzensäfte

wie Artischocke Brennnessel

und Löwenzahn unterstützen den Prozess

optimal. Fruchtsäfte hingegen sollte

man eher in kleinen Mengen verzehren.

Sollte man vor dem Fasten einen

Arzt konsultieren und wie lange

darf man fasten?

Bei Krankheiten wie Diabetes oder ähnlichem

ist es ratsam einen Arzt zu konsultieren.

Generell gilt außerdem: Wenn man

unsicher ist, sollte man sich vorher bei

einem Arzt rückversichern.

Die Fastenkur ohne Nahrungsaufnahme

sollte eine Dauer 10 Tagen nicht überschreiten.

Dann lieber mehrmals im Jahr

kurze Fastenkuren machen, da hat man

einen besseren Effekt für den Körper.

Gibt es auch andere Arten des

Fastens, die nicht so radikal sind

und trotzdem was für den Körper

bringen?

Es ist auch möglich, mit Lebensmitteln zu

fasten. Das Fasten ohne Nahrungsmittel

bedeutet nämlich für den Körper durchaus

eine gewisse Anstrengung, daher


würde ich es einem Berufstätigen nicht

empfehlen, insbesondere bei körperlich

anstrengenden Berufen.

Da wäre als Fastenprogramm geeigneter,

sich die Speisen bewusster auszusuchen

und darauf zu achten, was zum Detoxen

des Körpers geeignet ist. Also viel Salat

und Gemüse essen und zum Beispiel

auf Kaffee, Rauchen, Zucker, Fleisch und

Milchprodukte zu verzichten. Unter dem

Begriff Basenfasten ist da viel Literatur

zu finden.

Wir empfehlen gerne fertige Kuren, zum

Beispiel von Schoenenberger. Die bieten

10-tägige Fastenkuren mit einer gut

zusammengestellten Anleitung, inklusive

Kochrezepten und ganz tollen Saftmischungen:

Artischockensaft, der die Leber

anregt, die als Entgiftungsorgan wichtig

ist. Oder Brennnesselsaft um das Blut

zu reinigen und die Ausscheidungen zu

verstärken; in Saftform sind die Heilpflanzen

sehr viel stärker als ein Tee. Dann ist

noch Kartoffelsaft dabei, der mit seinen

vielen Mineralien den Stoffwechsel sehr

basisch macht; das erleichtert insbesondere

den Nieren, die Abfallprodukte

und alles was bei Frühjahrsputz raus soll,

auszuscheiden. Die Kombination aus den

Rezepten und den Säften, die zwei Mal

am Tag getrunken werden, ergeben auch

fürs Abnehmen sehr gute Effekte.

Ansonsten bieten wir auch Anleitungen

für dreitägige Fastenkuren an, und die

begleitenden Säfte und Tees haben wir

auch alle hier.

Es gibt auch Heilpflanzen-Mixturen, die

man mit Wasser mischt und dann über

den Tag verteilt trinkt. Da bekommt man

die Wirkstoffe und hat auch noch genügend

getrunken. Das wäre eine weitere

Light-Variante.

Was versteht man unter

Intervallfasten?

Das Intervallfasten ist gerade sehr populär,

vor allem weil man es täglich praktizieren

kann. Es geht darum, dem Körper

für 10, 12 oder 16 Stunden keine Nahrung

zuzuführen. Da gibt es verschiedene Modelle,

zum Beispiel abends um 18 Uhr die

letzte Mahlzeit einzunehmen und dann

erst am nächsten Tag um 10 Uhr wieder

etwas zu essen. Zwischendurch nimmt

man nur Wasser oder Tee zu sich.

Gerade in der Nacht arbeiten die Organe

ja an den wichtigen Stoffwechselprozessen,

und da ist es gut, wenn der Magen

nicht voll ist. Trinken sollte man am

besten Tee oder Wasser, aber keine Säfte,

weil man dann ja wieder Zucker zu sich

nimmt.

GESUNDHEIT 39

Das

Intervallfasten

ist

quasi ein

Kurzfasten,

das aber auch

sehr effektiv ist.

Und es wirkt sich

zum Beispiel auch

positiv auf die Cholesterinwerte

aus.

Für unseren Körper

sind der Überfluss

an Lebensmitteln

und die großen Essensmengen, die wir

konsumieren eine große Belastung. Über

Jahrtausende ist er darauf ausgerichtet

worden, eher mit einem Mangel an Nahrung

umgehen als mit dem Überfluss der

jetzt zur Verfügung steht. Deswegen tut

das Fasten sehr gut. Und es ist außerdem

ein guter Einstieg, um sich anschließend

bewusster zu ernähren.

Interview: Björn Berndt

Reformhaus Boermel-Ernst,

Schillerstr. 30 – 40, Frankfurt

Das komplette Interview gibt es auf

www.männer.media/regional/gab

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40 GESUNDHEIT

Nachgefragt in der

NATURHEILPRAXIS

ALEXANDER WURSTER

FOTO: ALEXANDER WURSTER

Die notwendigen Maßnahmen

zur Bekämpfung der Corona-

Pandemie sorgen bei dem

einen für Unmut, bei anderen

lassen all die Sorgen und Ängste

Krankheitsbilder entstehen. Wir

sprachen darüber mit dem Heilpraktiker

und Therapeuten Alexander

Wurster.

Wie hat sich dein Patientenstamm

verändert, weswegen kommt man

zu dir?

Tatsächlich hat sich die Struktur der

Menschen, die kommen, verändert. Fast

komplett weggefallen ist die Begleittherapie

bei Chemotherapien wie Gespräche

und Akupunktur. Trotzdem habe ich mehr

zu tun als vor der Pandemie, denn die

Angstprozesse schlagen sich im Körper

nieder. Der Schulter- und Nackenbereich

ist verspannt, viele haben Magen-Darm-

Symptome entwickelt, Reizdarm etwa ist

ein großes Thema.

Wie entsteht dieser Stress? Eigentlich

kann man doch mehr zu Hause

bleiben.

Für viele ist der notwendige Puffer in der

Freizeit weggefallen, manch einer ging

dreimal die Woche zum Sport oder singen,

das ist jetzt nicht mehr möglich, auch kann

man sich nicht mehr im Freundeskreis oder

mit der Familie treffen. Konflikte, die vorher

geschwelt haben, brechen nun auf und erzeugen

Stress. Schmerztherapie und Coachings

sind gerade meine Haupttätigkeit.

Hat sich dein Leben denn stark verändert?

Nein, kaum. Ich lebe hier mit meinem Mann,

umgeben von Wald, in der Nähe vor Saarbrücken.

Wir gehen täglich mit unserem Hund

raus und sind viel an der frischen Luft und im

Wald. Mein Freiraum ist mir nicht genommen.

Natürlich erreicht es mich auf anderen

Ebenen, man kann sich nicht einfach treffen,

auch ist Corona mal Thema im Austausch

mit Freunden.

Wie ist es, wenn du merkst, dass

jemand in Sachen Corona komplett

andere Ansichten hat als du? Diskutiert

man dann?

Privat ist es so, dass es dort glücklicherweise

wenig Extremmeinungen gibt. Es gibt schon

Ansichten, die sehr von meiner abweichen,

das wird aber nicht dauernd thematisiert.

Beruflich bin ich behandlerneutral, ich diskutiere

nicht mit meinen Patienten.

Gehst du mit den Maßnahmen zur

Bekämpfung der Corona-Pandemie

als Fachmann entspannter um?

Ich bin auch nur ein Mensch, allerdings achte

ich auf mich und meine Gefühle.

Welchen Rat kannst du uns geben?

Raus in die Natur. Ein Spaziergang und

Bewegung tun gut und sind besser, als sich

unter der Decke zu verkriechen, wenn einen

die Sorgen übermannen.

*Interview: Michael Rädel

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WELLNESS

Neu in Frankfurt:

Mister Cannabis

GESUNDHEIT 41

Beim Namen „Mister Cannabis“ denkt man vielleicht

als erstes an einen Ableger der berühmten

Amsterdamer Coffeeshops. Stimmt aber nicht: Bei

Mister Cannabis werden Produkte angeboten, die

lediglich den Cannabis-Wirkstoff Cannabidiol (CBD)

enthalten.

CBD hat einen entspannenden und beruhigenden Effekt –

ohne die berauschende und abhängig machende Wirkung

des Hanf-Inhaltsstoffs THC. Aus diesem Grund wird CBD

von der Weltgesundheitsorganisation WHO als gesundheitlich

unbedenklich eingestuft und gilt als legal.

FOTO: MISTER CANNABIS FRANKFURT

Frauen*gruppe HIV+

Eine HIV-Diagnose erscheint vielen Menschen im ersten Moment

ausweglos. Mischt sich dieses Gefühl mit Scham, kann das bis zur

Isolation und einem negativen Selbstbild führen. Deshalb bieten

wir eine offene Gruppe für Frauen* mit HIV an, die sich alle zwei

Wochen in einem geschützten Raum trifft.

Kontakt:

@

Pola Klobucki, * pola.klobucki@ah-frankfurt.de, ( 0 69/40 58 68 0.

Die beruhigende Wirkung des CBD kann sich als Bestandteil

von Cremes oder Salben auch entzündungshemmend und

feuchtigkeitsspendend zeigen: „Das kann zum Beispiel bei

Sonnenbrand oder bei einem frischgestochenen Tattoo den

Heilungsprozess fördern. Ferner können CBD haltige Produkte

diverse (Haut-) Erkrankungen unterstützend behandeln.

Somit sind diese Produkte eine natürliche Alternative

für herkömmliche Arzneimittel“, erklären die Betreiber vom

Frankfurter „Mister Cannabis“-Shop, der im Juli vergangenen

Jahres auf der Berger Straße eröffnete. Hier konzentriert

man sich vorrangig auf gesundheitsfördernde Produkte

sowie Pflege- und Kosmetik-Produkte für Körper, Haare und

Bart sowie auf Körper- und Massage-Öle.

2018 eröffnete Deutschlands erstes Mister Cannabis-Geschäft

in Hamburg. In den folgenden Jahren entstanden per

Franchise-Modell weitere Mister Cannabis Läden – und nun

auch in Frankfurt. *dr

Mister Cannabis CBD Shop, Berger Str. 87, Frankfurt,

checkt MisterCannabis Frankfurt bei Facebook

und Instagram


42 GESUNDHEIT

DIE PATIENTENVERFÜGUNG

Es gibt Dinge, die schiebt man gerne vor sich

her. Die Patientenverfügung zum Beispiel. Die

Rechtsanwältin Christiane Brzoska erklärt,

warum es trotzdem wichtig ist, sich mit dem

Thema auseinanderzusetzen.

FOTO: GUSTAVO FRING, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Zugegeben: Mit den Themen Krankheit

oder Tod beschäftigt man sich nur ungern.

Trotzdem macht es Sinn, rechtzeitig eine

Patientenverfügung zu verfassen. „Die Patientenverfügung

empfiehlt sich für jede

und jeden, der oder die vorsorgen möchte

für den Fall einer schweren Krankheit wie

zum Beispiel Demenz“, weiß die Rechtsanwältin

Christiane Brzoska, die sich auf das

Thema spezialisiert hat, berät und Vorträge

hält.

„Alle haben eine Haftpflichtversicherung,

viele eine Rechtsschutzversicherung oder

eine Hausratsversicherung“, meint Brzoska

„Aber die Patientenverfügung oder ein

Testament sind gerade für queere Paare

ebenfalls sehr wichtig, egal ob sie verheiratet

sind oder nicht. Der Gesetzgeber hat

uns die Möglichkeit der Patientenverfügung

an die Hand gegeben, und die sollten

wir nutzen“.

Zwei Begriffe sind wichtig, wenn man

sich für den Fall einer schweren Krankheit

absichern möchte: Die Vorsorgevollmacht

(oder Betreuungsvollmacht) und die Patientenverfügung.

Mit der ersten regelt man,

wer im Fall, dass man es nicht mehr selbst

tun kann, rechtlich für einen handeln

kann; sie hebt auch die ärztliche Schweigepflicht

gegenüber dieser handelnden

Person auf. In der Wahl dieser Person des

Vertrauens ist man frei. „Wenn man keinen

Vertreter oder Vertreterin genannt hat,

wird der Betreuer oder die Betreuerin vom

Amtsgericht bestimmt“, weiß Christiane

Brzoska. Obwohl diese Person in der Regel

aus dem familiären Kreis stammen sollte,

werde meistens aber ein familienfremder

Berufsbetreuer bestimmt, den man dann

auch noch bezahlen muss. Eine vorherige

Klärung lohnt also!

Mit der Patientenverfügung bestimmt

man, welche lebenserhaltenden Maßnahmen

man in Anspruch nehmen möchte

und welche nicht. Formelle Anforderungen

an die Patientenverfügung gibt es

nicht; trotzdem empfiehlt es sich, vorab

Informationen einzuholen, um ganz

sicher zu gehen, dass man das, was man

an ärztlicher Behandlung möchte – oder

nicht möchte – entsprechend eindeutig

und klar formuliert. „In meinen Beratungsgesprächen

weise ich ausführlich

auf alle Besonderheiten und Eventualitäten

hin“, erklärt Christiane Brzoska;

denn der Bereich der lebenserhaltenden

Maßnahmen ist groß und Laien fällt der

Durchblick schwer. „Viele informieren

sich zusätzlich bei einem Arzt, was auch

ich empfehle“, meint Christiane Brzoska;

„in der Regel kann so eine Patientenverfügung

mit zwei Terminen bei mir

erledigt werden – und dann hat man gut

vorgesorgt“. Und falls einem nachträglich

noch etwas einfällt, kann man die Verfügung

natürlich jederzeit ändern oder

vervollständigen. Wichtig ist, dass man

sich den unangenehmen aber wichtigen

Themen stellt und die Patientenverfügung

in Angriff nimmt. *bjö

Christiane Brzoska, Niedergärtenstr. 23,

Mainhausen, www.kanzlei-brzoska.de


COMMUNITY

LIBS: Thema Kinderwunsch

Die Lesben Informations- und Beratungsstelle in Frankfurt

LIBS lädt am 5. März per Zoom-Konferenz zu einer Veranstaltung

zum Thema Kinderwunsch. Als Orientierungshilfe

werden Fragen wie „Wie werde ich schwanger?“, „Wie sieht

es mit Adoption aus?“ oder „Wie kann ich ein Kind in Pflege

nehmen?“ erörtert.

Im Shutdown können die LIBS-Gruppenangebote derzeit

nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden; Beratungsangebote

finden telefonisch oder online statt, nach Absprache

auch vor Ort unter den nötigen Hygiene-Regelungen.

Checkt auch den LIBS-Newsletter mit Links zu Filmen, Kolumnen,

Buch- und Musikempfehlungen, Podcasts. *bjö

GESUNDHEIT 43

5.3., Infoveranstaltung zum Thema Kinderwunsch,

via Zoom, 19:30 Uhr – 21 Uhr, Anmeldung über

info@libs.w4w.net, www.libs.w4w.net

FOTO: FELIPE BALDUINO, PEXELS.COM, GEMEINFREI

AKTION

Ist Syphilis eine Blume?

Unter dem Titel „Syphilis

ist keine Frühlingsblume“

möchte die AIDS-Hilfe

Frankfurt die Aufmerksamkeit

auf die bakterielle

Infektion Syphilis

richten. 2020 erreichten

die Infektionszahlen der

Geschlechtskrankheit

einen neuen Höchststand

– was unter anderem auch

an den Möglichkeiten die

die PrEP bietet liegen kann;

zwar kann man sich mit

der PrEP vor HIV schützen,

ohne Kondom können aber

andere STIs wie eben die

Syphilis übertragen werden.

Im Rahmen des Testangebots

„maincheck_up“ bietet

die AIDS-Hilfe Frankfurt

daher im März kostenlose

Syphilistests an – einfach

um sicher zu gehen! Zu den

normalen maincheck_up-

Konditionen kann man

sich natürlich auch auf HIV

(Schnell- und Labortest) und

Hepatitis testen lassen. Der

FOTO: MARLON SCHMEISKI, PEXELS.COM, GEMEINFREI

maincheck_up ist anonym,

vertraulich und kompetent

und bietet neben den Tests

immer auch eine kostenlose

Beratung zu STIs. Eine

Voranmeldung ist nicht

notwendig, die Hygieneund

Abstandregeln werden

gewährleistet. *bjö

maincheck_up, montags

und donnerstags im

Maincheck, Friedberger

Anlage 24, Frankfurt,

www.maincheck.de


44 PINK PAGES

FRANKFURT

U

U

Große Eschenheimer Straße

S

FRANKFURT

SZENE

BARS

CENTRAL 9

Elefantengasse 11,

(069) 292926,

Mo-Do 20 – 2 Uhr,

Fr+Sa 20 – 3 Uhr,

bei Messen bis 4 Uhr.

Moderne, schlichte Bar:

blau und dunkel. Junges,

urbanes Publikum, beliebt.

Do 20 Uhr Mädelsabend

COMEBACK 1

Alte Gasse 33,

tägl. ab 17 Uhr, modernes,

gemütliches Ambiente,

regelmäßige Getränkespecials.

Geburtstags- und

Privatpartys mögl., Musikwünsche

EAST GRAPE

www.eastgrape.de

Louis-Appia-Passage 12,

(069) 17526232, Di-Do

15-24 Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr,

moderne, gesellige Weinbar

im Ostend: echt, ehrlich

und entschleunigt, 150

Weinsorten, Snacks, Wine-

Tasting-Abende

KRAWALLSCHACHTEL 13

Alte Gasse 24,, Mo: 19-1,

Di-Fr 19-6, Sa 17-6, So

19-1, urig gemütliche Kneipe

für jung und alt in einem

der historischsten Gebäude

Frankfurts.

LUCKY´S 3

www.luckys-frankfurt.com

Große Friedberger Str. 26

(Arabella Passage),

(069) 284919, tägl. ab

15 Uhr, Kaffee, Kuchen,

Di + 2.Sa Karaoke, Mi

Longdrinktag, Do Cocktailspecial,

1.Sa Bearlounge

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

NA UND? 43

Klapperfeldstr. 16, täglich

ab 15 Uhr bis open end,

gemütliche Bar, nettes

Stammpublikum aller

Altersklassen, Raucherlokal

PINK 8

Alte Gasse 34, Di-Sa

20-5 Uhr, junge Szenebar

im Herzen Des Bermudadreiecks

mit Gästen jeden

Alters

SCHWEJK 40

www.schwejk-frankfurt.de

Schäfergasse 20, (069)

293166, Di-Do 16 – 1,

Fr+Sa 16 – 3, So + Mo

Ruhetag, wechselnde Deko,

buntes, kontaktfreudiges

Publikum jeden Alters, Mi

20-22 Uhr After-Work mit

halben Preisen

STALL 33

www.facebook.com/

StallFrankfurt

Stiftstr. 22, (069) 291880,

Di-So ab 22 Uhr, So, Di, Mi

+ Do bis 4 Uhr, Fr, Sa + vor

Feiertagen bis 6 Uhr,

Mo Ruhetag, Frankfurts

Cruising-Kneipe in rustikalem

Gewölbe, wlan,

ec-Zahlung, Men only

TANGERINE 11

Bleichstraße

Elefantengasse 11, tägl. ab

16 Uhr, gesellige, gemütliche

Bar mit gemischtem

Publikum

SWITCHBOARD 7

www.switchboard-ffm.de

Alte Gasse 36, (069)

283535, Di-Do 19-24

Uhr, Fr 19-1 Uhr, Sa 20-24

Uhr, So 14-23 Uhr. Cafe

der AHF, Treffpunkt vieler

Gruppen. Gelegentlich Veranstaltungen.

Die Barleute

arbeiten ehrenamtlich!

Wechselnde Aktionen; So

Stephanstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

Berliner Straße

14 Uhr Cream-Team (nicht

im Sommer). 1.+3. Di 15-18

Uhr Café Karussell für

Schwule ab 60.

WEISSGOLD

www.weissgold-bar.de

Berger Str. 251, (069)

24742766, Mo-Do 17-0

Uhr, Fr+Sa 17-1 Uhr, So

17-23 Uhr, moderne, gesellige

Weinbar mit Küche

im Alt-Bornheimer Kiez,

im Sommer mit Terrasse,

große Auswahl an Weinen,

variantenreiche Speisekarte

mit Tapas, POKÉ und mehr

LESBEN-BARS

LA GATA

Facebook: Club-La-Gata

Seehofstr. 3, (069) 614581,

Mo, Mi+Do ab 20 Uhr,

Fr+Sa 21 – open end,

So+Di geschlossen, Ricky

leitet Frankfurts legendäre

Lesben-Kneipe, in der auch

Schwule herzlich willkommen

sind

PARTYLOCATIONS

CLUB 78

www.club78.de

Europas langjährigste

schwul-lesbische 70er,

80er, 90er Party findet 5

bis 7 mal im Jahr statt

DELICIOUS

www.delicious-party.de

Neue, opulente House-

Party mit DJs und Show-

Acts, mehrmals im Jahr im

chicen Gibson Club, Zeil 77,

mitten in der City.

PURE GAY CLUBBING

www.facebook.com/

PUREgayclubbing

Zeil

Monatliche House-Party im

Klub On, Karlstr. 17, urbaner,

cooler Szenetreff

Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

U

U

Große Eschenheimer Straße

S

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

33

32

Hasengasse

Bleichstraße

33

Schäfergasse

Alte Gasse

Große Friedberger Straße

Elefantengasse

Stephanstraße

40

Brönnerstraße

45

Töngesgasse

3

Berliner Straße

Battonnstraße

RESTAURANTS/

CAFÉS

BEI FRAU NANNA

www.beifraunanna.de

Ernst-Achilles-Platz 3, (069)

48000335, Tapas, Mezze,

Drinks and more, modernes

Ambiente, cooler Hang-out

ESTRAGON

www.estragon-frankfurt.de

Jahnstr. 49, (069) 5978038,

Mo-Sa 17-24 Uhr, So Ruhetag,

kreative, französische

Küche mit mediterranem Einschlag,

stilvolles Ambiente.

GRÖSSENWAHN

www.cafe-groessenwahn.de

Lenaustr. 97, (069) 599356,

So-Do 16-2 Uhr, Fr+Sa 16-1

Uhr, populäres Restaurant

im Nordend mit entspanntem

Publikum und familiärer

Atmosphäre,

Reservierung empfohlen.

HUÉ

www.restaurant-hue.de

Schopenhauerstr. 5, (069)

432500, täglich 12-14:30

und 17:30-24 Uhr. Hervorragendes

vietnamesisches

und thailändisches Restaurant,

Sommergarten

GLUTENFREIE KAFEE-

BAR BY ALEX

www.glutenfrei-byalex.de

Hanauer Landstr. 50

(069) 76025728, Mi-So

ab 9 Uhr, Alles glutenfrei:

Gemütliches Szenecafé mit

selbstgebackenen Kuchen,

leckerem Kaffee, außergewöhnlichen

Teesorten und

Weinen eines jungen Winzers

aus Rheinhessen.

THAI ART

www.thaiart.de

51

Konrad-Adenauer-Straße

U

Kurt-Schumacher -Straße

Oeder Weg 61, (069)

90554820, tägl. ab 11:30

S

Seilerstraße

Konstablerwache

Klingerstraße

Zeil

44

58

Uhr, frische, aromatische

und leckere Thai-Küche,

Gerichte auch zum Mitnehmen.

Klapperfeldstraße

TAVERNE AMSTERDAM

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23,

So 13:30-22 Uhr, schwules

Restaurant mit gutbürgerlicher

Küche, reichhaltiger

Auswahl und sep. Raucherraum.

Men only!.

ZUR SCHÖNEN MÜLLERIN

www.schoene-muellerin.de

Baumweg 12, (069)

432069, tägl. 16-24 Uhr,

Traditionelles Apfelweinlokal

mit hessischen Spezialitäten

SAUNEN

GAYSAUNA AMSTERDAM

www.gaysaunaamsterdam.com

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23

Uhr, So 13:30-22 Uhr.

Schwule Sauna für Männer

aller Altersgruppen mit

Restaurant, Whirlpool, Turbobräuner

und Sommergarten.

Di-Fr ab 15 Uhr

Massagen, letzter Freitag

Gratis-Buffet.

43

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Konrad-Adenauer-Str. 15,

Zugang über Schwedenkronenplatz,

Nahe Konstablerwache,

(069) 17509115,

Tgl. 12-7 Uhr, am WE

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auf über 1000qm, Großer

Fitness- und Saunabereich,

Mietkabinen, tgl. Massage

(tel. Anmeldung), Wellness,

Raucherlounge.

47

Friedberger

Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

32

Hasengasse

Schäfergasse

Alte Gasse

Schäferg.

40

Große Friedberger Straße

45

Elefantengasse

37

3

51

Anlage

Konrad-Adenauer-Straße

U

SAUNAWERK

www.saunawerk.com

Eschersheimer Landstr. 88,

(069) 90500970, Mo-Do

12-3 Uhr, WE durchgehend

Fr 12-Mo 3 Uhr. Geräumige

moderne Sauna mit

Hamam, Tepidarium und

großem Wellnessangebot.

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Kurt-Schumacher -Straße

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8-24 Uhr, So 12-24 Uhr.

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med. Alexander Botländer,

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Medizin, Infektiologie

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Zentrum für Infektionsmedizin,

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Mann, Workshops in Hatha

Yoga, Nackt Yoga, Tantra

Massage, ayurvedischer

Küche und vieles mehr

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Arbeitsrecht, Immobilienrecht,

Verkehrsrecht etc.

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Lebenspartnerschaftsrecht,

Erbrecht, Arbeitsrecht,

Strafrecht

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Körberstr. 15, (069)

95140170, Wirtschaftsund

Steuerberatung.

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CHÖRE

DONNACAPPELLA

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Lesbischer Chor,

(069) 554005

LIEDERLICHE LESBEN

www.liederliche-lesbenffm.de

(069) 76752877,

Lesbischer Chor

MAINSIRENEN

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Schwuler Chor mit über

30jähriger Geschichte und

tollen Programmen. Chorprobe:

Dienstag 20 Uhr in

der Friedensgemeinde

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FRANKFURTER ENGEL 4

www.frankfurter-engel.de

Schäfergasse 27, Mahnmal

der Homosexuellenverfolgung

auf dem Klaus-

Mann-Platz

VERLETZTE LIEBE 32

Bleichstraße, Aids-Memorial

von Tom Fecht auf dem

Peterskirchhof.

RADIO

RADIO SUB

www.radiosub.de

(069) 95678004, queere

Radiosendung auf Radio X,

Mo 20-22, Wdhlg: Di, 11-13,

FM 91,8, Livestream auf

radiosub.de und in der

Mediathek radiox+7

RAT & TAT

HIV / STI

MAINCHECK 49

www.maincheck.de

Friedberger Anlage 24, (069)

4058680, Infos und Beratung

rund um die Themen Sexualität,

Identität und Gesundheit,

Mo+Do 9-16 Uhr, Di+Mi 9-17

Uhr, Fr 9-14 Uhr, maincheck_

up (anonymes Testangebot):

Mo+Do 17-19 Uhr

AHF AIDS-HILFE

FRANKFURT 49

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage

24, (069) 4058680,

Geschäftsstelle, Betreutes

Wohnen, ChemSex-

Gruppe, Queeres Jugendwohnen,

TRANS*ID, Mo+Do

9-16 Uhr, Di+Mi 9-17 Uhr,

Fr 9-14 Uhr, Anonyme

Telefonberatung: Mo-Fr

9-21 Uhr, Sa+So 12-14 Uhr

0180/33 19 41 1

CHECKPOINT 47

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Breite Gasse 28, Diagnose,

psychosoziale Beratung

und medizinische Betreuung

zu HIV, STI, Hepatitis,

PEP, PrEP, in der Impfberatung

(Erdgeschoss im

Gesundheitsamt), Di+Mi

15-18 ohne Anmeldung,

an Feiertagen geschlossen,

Kooperation von Gesundheitsamt,

AIDS-Hilfe, Stadt

Frankfurt und dagnä

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GRUPPE

Kontakt: posffm@yahoo.de

Offene Gruppe ohne Altersbeschränkung,

Treff: 4. Mi,

20 Uhr, Switchboard, Infound

Erfahrungsaustausch

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Info- und Erfahrungsaustausch

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Treff: 2.+4. Mo im maincheck

AIDSBERATUNG

www.gesundheitsamt.

stadt-frankfurt.de

Breite Gasse 28, (069)

21243270, Beratung und

Durchführung anonymer

Tests (2. OG, Zi. 204).

AIDS-HILFE

OFFENBACH

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Mo-Fr 10-12:30, Di 16-10,

MO+Do 13:30-16, Tests:

DI 11-12 + 14-18 mit Tel.-

Terminvereinbarung

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Lenaustr. 38 HH, (069)

40586865, Tagestreff

der AIDS-Hilfe Frankfurt

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Theodor-Stern-Kai 7,(069)

63017478, Forschungsund

Behandlungszentrum

für HIV am Universitätsklinikum.

ARBEIT & BERUF

VK FRANKFURT

www.vk-online.de

Verband schwuler

Führungskräfte

GAYFARMER

www.gayfarmer.de

bundesweite Organisation

der Schwulen und Lesben in

grünen Berufen

REGENBOGEN RÖMER

Lesben und Schwule in der

Stadtverwaltung,

Treff: 1.Mittwoch im Monat,

17 Uhr, Naiv, Fahrgasse 4

BERATUNG

ANSPRECHPARTNER

BEI DER POLIZEI

www.polizei.hessen.de/

rainbow

Adickesallee 70, bei Diskriminierung

oder Gewalt

gegen LSBTIQ: Felicia

Krapp: (069) 75566-777,

(069) 75566-999, rainbow.

ppffm@polizei.hessen.de

GEWALTFREILEBEN

www.gewaltfreileben.org

Kasseler Str. 1A,

(069) 43005233,

psychosoziale Beratung

für lesbische, schwule,

genderqueere und trans*-

Personen sowie Beratung

zu Gewalt in der Beziehung

RAINBOW REFUGEES

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(0179) 6033396, Projekt

der AIDS-Hilfe Frankfurt

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www.bauer-kollegen.de

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Fax 069 / 951401-55

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293671, Krisen-interventionsstelle

für Stricher,

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Beratung Mo+Di 12-16,

Mi nach Vereinbarung, Do

16-20, Fr 14-18, Tagesruhebetten

Mo+Di 8-15, Mi

8-14, Do 8-19, Fr 8-17

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Am Webergarten 4,

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des CSD Frankfurt

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Klingerstr. 6, (069) 2977296,

Lesbisch-schwules Kulturhaus.

Raum für Veranstaltungen,

Gruppen, Events,

Partys, Theater, Musik,

Spieleabende, Gespräche

TRANSMAIN

www.transmain.de

Klingerstr. 6, Gruppe für

Transmänner. Treff 1. Mi

19:30 Uhr im LSKH

ERMIS

www.ermis.de

Griechische Lesben und

Schwule

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FORUM

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www.frankfurt.gay-web.de/

40plus

Alte Gasse 36, (069)

13387930, Offener Treff

für Schwule ab 60, 1.+3. Di

15-18 Uhr im Switchboard.

ROSA PATEN

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 40586835, Ehrenamtlicher

Besuchsdienst

der AIDS-Hilfe Frankfurt

für ältere Homosexuelle

QUB – QUEER &

BEHINDERT

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Gesprächsgruppe für

Lesben, Bisexuelle und

Trans* mit Behinderung,

Treff: 3. So, 13:30 Uhr,

LSKH, Klingerstr. 6

SPES

Selbsthilfegruppe für

Schwule mit Depressionen

und Ängsten,

spes_ffm@web.de,

Treff: 1. Do, 19:30 Uhr,

Switchboard, Alte Gasse

36

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FrauenLesben Referat. Do

18-20, im Frauenraum des

StudentInnenhauses

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

FrauenLesben-Sportverein.

Mehr Infos unter SPORT

BROKEN RAINBOW

www.broken-rainbow.de

Kasseler Str. 1a,

(069) 70794300,

Lesbische Anti-Gewalt-

Arbeit, Opferberatung,

Selbsthilfegruppen,

Vernetzung und Politik.

FRAUEN IN BEWEGUNG

www.fraueninbewegung.com

Baumweg 8 HH, (069)

4950710, Selbstverteidigung

und Gewaltprävention

von Frauen für Frauen und

Mädchen.

FRAUEN MUSIK BÜRO /

MELODIVA

www.melodiva.de

Roßdorfer Str. 24, (069)

4960848, Vernetzung von

musikmachenden Frauen

FRAUENVEREIN FÜR

SELBSTVERTEIDIGUNG

www.wendo.de

Baumweg 10, (069) 7411419,

Selbstbehauptungs- und

-verteidungskurse

LIBS 5

www.libs.w4w.net

Alte Gasse 38, (069)

282883, Lesben Informations-

und Beratungsstelle,

mehrere Gruppen für Lesben

verschiedenen Alters,

Mi, Do, Fr 14-19 Uhr: JuLe

- offener Treff für Mädchen

zw. 14 und 20 Jahren, Do

19-21 Uhr: Gruppe für junge

Frauen zw. 14 und 25 Jahren

LLL - LESBENARCHIV 44

www.lll-frankfurt.de

Klingerstr. 6, (069)

293044, Lebendiges

Lesben Leben im LSKH (2.

OG), Mo 16-19, Di 11-13, Mi

17-20 Lesbische Literatur

und Filme in entspannter

Atmosphäre. So ab 16 Uhr

Frauentreffpunkt LesCafé

(Spiele, Infos, Gespräche)

NAHAL

libs.w4w.net

Hohenstaufenstr. 8, (069)

282883, Für Frauen liebende

Migrantinnen und

Flüchtlingsfrauen. 4. So

16-19 Uhr, Frauenschule

WIRTSCHAFTSWEIBER

www.wirtschaftsweiber.de

Netzwerk lesbischer Fachund

Führungskräfte

JUGEND &

FAMILIE

ILSE HESSEN

www.ilse.lsvd.de

(069) 94549616, Initiative

lesbischer & schwuler Eltern

KUSS41 55

www.kuss41.de

Kurt-Schumacher-Str. 41,

(069) 29723656, Queeres

Jugendzentrum. Café

(Di 18-22 Uhr, Fr 17-22

Uhr) und Beratung für

queere Jugendliche bis 27.

Ansprechpartner: Oliver

König + Alisa Weidinger, Trägerverein:

our generation e.V.

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeterfrankfurt.de

Alte Gasse 36, (0172)

9602103, Treff 1.+3. Fr,

20 Uhr imSwitchboard

SCHLAU HESSEN 55

www.schlau-hessen.de

c/o our generation e. V.,

Kurt-Schumacher-Str. 41,

Bildungs- u. Antidiskriminierungsprojekt

zu

geschlechtlichen Identitäten

und sexuellen Orientierungen

für Schulklassen.

KIRCHE & GLAUBE

HUK FRANKFURT

www.huk.org

Frankenallee 150, (069)

5974376, Homosexuelle

und Kirche, Treff: 1. + 3. So

16 in der Friedensgemeinde

PROJEKT: SCHWUL UND

KATHOLISCH

www.psk-ffm.de

Rebstöcker Str. 70, Gottesdienst:

1. So 18:30 Uhr in

der Pfarrkirche Maria Hilf

PROJEKTGEMEINDE (MCC)

www.projektgemeindefrankfurt.de

Eckenheimer Landstr.

90, Gottesdienste 1. + 3.

Sa 18 Uhr, Gethsemane-

Gemeinde

YACHAD

Treff für jüdische Lesben

und Schwule, Infos:

Yachad-Frankfurt bei

Facebook oder

joan-aaron@gmx.de

SPORT

FVV

www.fvv.org

Gartenstr. 145, (069)

21995890, Schwuler

Sportverein mit gut 30

Sportarten im Angebot

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

Spohrstraße 3, (069)

289060, FrauenLesben-

Sportverein mit vielen

Sportarten

GOC GAY OUTDOOR CLUB

www.gocrheinmain.jimdo.com

(069) 563456, Schwule

Wander- und Freizeitgruppe.

PINK TIGERS

www.schwarzgold.de

Wittelsbacherallee 6-12,

(0177) 3253690, Schwule

Showtanzgruppe. Training

Mo 20-22 Uhr in der Turnhalle

der Herderschule.

REGENBOGENADLER

www.regenbogenadler.de

Lesbisch-schwuler Eintracht

Frankfurt Fußball-Fanclub

VOLLESROHR

www.vollesrohr.de

Alte Gasse 36, (0173)

3225108, Freundeskreis

schwuler Motorradfahrer.

1. Di, 20h, Switchboard.

Touren und Trainings siehe

Homepage

POLITIK

AG QUEER

www.gruene-frankfurt.de

LGBTIQ*-Arbeitsgruppe

des Kreisverbands der

Frankfurter Grünen, Kontakt:

kreisverband@gruenefrankfurt.de

LSU HESSEN

www.lsuhessen.de

Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,

Lesben und Schwule

in der Union, Kontakt:

Landesvorsitzender.

Hessen@lsu-online.de.

LISL HESSEN

www.lisl-hessen.de

Liberale Schwulen und Lesben

(FDP), Landesverband

Hessen

DIE LINKE.QUEER HESSEN

www.die-linke-hessen.de/

lagqueer3

Große Seestr. 29, LAG der

Schwulen, Lesben, Trans-,

Bi- und Intersexuellen in

der Linken Hessen. Treff

3. Di 19:30 im Switchboard.


48 PINK PAGES

MANNHEIM

Kurpfalzstraße

P1

SPD QUEER

www.spd-hessen.de

Hessen-Süd: (069)

299888140, Hessen-Nord:

Hessen-Nord@schwusos.de,

Arbeitsgemeinschaft der SPD

für Akzeptanz & Gleichstellung

LSVD HESSEN

www.hessen.lsvd.de

(069) 94549616,

Lesben- und Schwulenverband,

2. Fr 19:15 Uhr im

LSKH

STUDENTEN / UNI

FRANKFURTER SCHWULE

www.fs-gu.de

Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus

Raum B102,

autonomes queerfeministisches

Schwulenreferat

VORLIEBEN &

FETISCH

FLC – DER FETISCHCLUB

IM RHEIN-MAIN GEBIET

www-flc-frankfurt.de

Treff: 1.Mi, 20-22 im Stall

WIESBADEN

SZENE

12

P2

BARS

BADHAUS.BAR

www.facebook.com/

christian.badhaus

Häfnergasse 3, Szene-Bar,

Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3

TREND

www.trend-wi.de

Am Römertor 7, (0611)

373040, Bistro-Bar für Gays,

Lesbians und aufgeschlossene

Leute, tägl. ab 15 Uhr

BUSINESS

3

P3

SEXSHOPS UND

-KINOS

EROTIKSHOP ADAM + EVA

www.sex-sinne.de

Rheinstr. 27, (0611) 5806766,

Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit

Kino und Darkroom

2

P4

Cahn-Garnier-Ufer

Friedrichsring

P5

Bismarckstraße

5

P6

Planken

Kunststraße

RAT & TAT

HIV / STI

Collinistraße

6

AIDS-HILFE WIESBADEN

www.aidshilfe-wiesbaden.de

Karl-Glässing-Str. 8, (0611)

302436, Beratung: (0611)

19411, Mo, Di, Do + Fr

10-14, Mo auch 19-21, Prävention,

HIV-Testangebote,

Rechtsberatung, Coming-

Out, TransAlive, Frauen,

Betreutes Wohnen, Rosa

Paten

COMMUNITY

WARMES WIESBADEN

www.warmeswiesbaden.de

Stammtische, Jugend- und

Beratungsangebote, Partyreihe

„Let’s Go Queer!“,

Veranstalter des CSD,

Wanderungen, gesellschaftspolitische

Arbeit uvm.

Aktuelle queere Infos im

Telegram-Kanal: https://t.me/

WaWiPublic

LSBT*IQ-KOORDINIE-

RUNGSSTELLE

www.wiesbaden.de

Schlossplatz 6, (0611)

314048, Schnittstelle

zwischen Politik, Stadtverwaltung

und Community.

Beratung und Akzeptanzförderung

von LSBT*IQ

im Wiesbadener Rathaus,

Mo-Do 9:30-16:30, Termine

nach Vereinbarung.

BERATUNG

DIE BUNTE NUMMER

P7

(0611) 309211, Beratung bei

Fragen zum Coming-Out;

jeden Di+Do 19-21 Uhr

JUGEND & FAMILIE

BIRDS OF PRIDE

www.warmeswiesbaden.de/

jugendgruppe/

Offene Treffen für

LSBT*IQ-Jugendliche im

Alter von 14 bis 27 Jahren

jeden zweiten Do von

18-20 Uhr, Jungbrunnen

- Haus der Jugendorganisationen,

Saalgasse 11.

SPORT

WAWI SPORTS

www.warmeswiesbaden.de/

sportangebote/

4

Hebelstraße

20

Kaiserring

Lauftreff: Di 19 Uhr, Kurpark

Wiesbaden, weitere

Fitness-Angebote für

LGBTIQ* & Friends

POLITIK

REFERAT FÜR GLEICH-

GESCHLECHTLICHE

LEBENSWEISEN

www.hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium

für Soziales und Integration,

Dostojewskistraße 4,

(0611) 817-0

MAINZ

SZENE

BARS

8

Goethestraße

Reichs

CHAPEAU

www.chapeau-mainz.de

Kleine Langgasse 4, (06131)

223111, tgl. 18 Uhr-open

end, Stimmung bis tief in

die Nacht. Fr + Sa Schnäpschenabend.

Raucherkneipe

SAUNEN

Friedrichsplatz

BLUEPOINTSAUNA

www.bluepointsauna.de

Frauenlobstr. 14, (06131)

9724800, Di – So 12 – 22

Uhr, Mo Ruhetag. Schön

gestaltete, höhlenartige

Gay-Sauna.

SEXSHOPS UND

-KINOS

CITY SEXSHOP

www.sexshop-mainz.de

Große Langgasse, (06131)

220479, Mo-Fr 10-21, Sa

9-21, großes schwules

Sortiment

CRAZY VIDEO SHOW

Dominikanerstr. 5, (06131)

214750, Mo-Sa 9-23,

So 13-23. Gay-Erlebniskino,

8 Programme.

FUNTOY

www.funtoy.de

Frauenlobstr. 14a, (06131)

3276883, Mo-Sa 10-22

Uhr, Erotikshop, Kino/

Gloryhole

Seckenheimer Straße

Schwetzinger Straße

25

kanzler-Müller-Straße

Bassermannstraße

Kolpingstraße

Augustaanlage

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSBERATUNG LAND-

KREIS MZ-BINGEN

Große Langgasse 29,

(06131) 693334258, Beratung,

Aufklärung, kostenloser

HIV-Test.

AIDS-HILFE MZ

www.aidshilfemainz.de

Mönchstr. 17, (06131)

222275, Tel. Beratung

Mo 12-17, Di-Do 10-17

und Fr 10-15. Außerdem

betreutes Wohnen und

Präventionsarbeit

COMMUNITY

BAR JEDER SICHT

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29, (06131)

5540165, Di-Sa 18-o.e.,

So 16-22.Kulturzentrum,

anonyme Beratung nach

tel. Vereinbarung (0174)

4985286 oder per Mail

beratung@sichtbar-mainz.de,

Gruppentreff und Kneipe

50 PLUS

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29, schwule

Männer und lesbische Frauen

ab 50, Treffen in der Bar jeder

Sicht, Termine online

MAINZ TS

Selbsthilfegruppe für transidente

Menschen, Stammtisch:

4. So, 19 Uhr, Bar

Jeder Sicht, Kontakt über

info@sichtbar-mainz.de.

MEENZELMÄNNER

www.meenzelmaenner.de

Heinrich-Wothe-Str. 2,

(0171) 6840826, Schwullesbischer

Mainz-05-Fanclub

SCHWUGUNTIA

www.schwuguntia.de

PF 3643, Verein für Vielfalt

und Akzeptanz in Mainz,

Veranstalter der Sommerschwüle,

Tanzkurse, Wanderungen,

Treff: 1.Di, 19:30

Uhr in der Bar jeder Sicht

FRAUEN

ALLEFRAUENREFERAT

frauenreferat-mainz.de

Jacob-Welder-Weg 18,

(06131) 3924713, Plenum:

Mo 18:30. Ausleihe Mo,

Mi, Do 12-16h, Di 12-19h.

6.000 Bücher und Zeitschriften,

großer Bestand

an Lesbenliteratur

FRAUENZENTRUM

www.frauenzentrummainz.de

Kaiserstr. 59 – 61, (06131)

221263, Feministisches

Zentrum, Beratung, Frauennotruf.

Frauencafé Mi

18-23h. Do 19h Junglesbengruppe,

20h Lesbengruppe.

Lesbische Mütter:

1. Sa 14 Uhr.

NKAL

www.netzwerkkatholischer-lesben.de

PF 2844, Netzwerk

katholischer Lesben

JUGEND & FAMILIE

ILSE MZ

www.ilse.lsvd.de

(06131) 3367075, Initiative

lesbischer und schwuler

Eltern. Treff 3. So.

J.I.M.

www.jugendinmainz.jimdo.com

Jugend in Mainz, Treff für

Jugendliche in der Bar jeder

Sicht, 2.Di 19 Uhr 18-27

Jahre, 4.Mo 18-22 Uhr bis

21 Jahre

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeter.org/

mainz

(06130) 207261, Treff 4. Di,

18 Uhr in der Bar jeder Sicht

ELTERNGRUPPE

Treff für Eltern von homo-,

bi- und transsexuellen Kindern

in der Bar jeder Sicht,

in ungeraden Monaten am

3.Di 19:30 Uhr

KULTUR

DIE UFERLOSEN

www.uferlose.de

(06131) 235671,

Schwullesbischer Chor.

SPORT

KDO KINDER DES OLYMP

www.kinder-des-olymp.org

Hintere Bleiche 29,

Schwullesbische Sportgruppe:

Badminton, Fußball,

Laufen, Nordic Walking,

Radfahren, Schwimmen,

Volleyball. Stammtisch in

der Bar jeder Sicht.

STUDENTEN / UNI

SCHWULENREFERAT MZ

schwulenreferat-mainz.de

Staudinger Weg 21, (06131)

3926851, Treff und Beratung:

Mi 18 Uhr

MANNHEIM

SZENE

BARS / CAFÈS

BAR2 6

www.facebook.com/

bar2mannheim

T6 19, (0621) 3974270,

Mo-Do 17-0, Fr 17-3,

Sa 18-3, So 14-23, stylishe

Szene-Bar, Kaffee, Cocktails,

gute Drinks, Nichtraucher

CAFÉ LEGENDÄR 21

www.facebook.com/

cafeLegendaer

N7 9, Mo-Do 16-24, Fr+Sa

und vor Feiertagen 16-5,

So + Feiertag geschlossen,

Stimmungsvolle Raucherbar

mit gemischtem Publikum

jeden Alters, direkt am

Wasserturm

CAFÉ SOLO 3

www.facebook.com/

SoloMannheim

U4 15-16, Café-Bar,

So-Do 18-23, Fr+Sa 18-1,

Mo Ruhetag, Terrasse mit

Blick auf den Neckar

CAFÉ KLATSCH 4

www.facebook.com/

CafeKlatschMA

Hebelstr. 3, (0621) 76049737,

Mo-Do 18-4, Fr + Sa 18-5,

So 16-4 So + Feiertag

geschlossen, gemütliches

Theater-Café und legendäre

Party-Location, Live-Events,

Sonntags Kaffeeklatsch

LELLO 8

www.cafe-lello.de

Berliner Str. 17, (0621)

3709000, Di-Do 18-1,

Fr+Sa 18-3, So+Mo Ruhetage.

Italienisches Dolce

Vita in abgefahren-gemütlichem

Ambiente. Exzellente

Weinkarte, mittwochs

hausgemachte Pizza.

FETISCH-BARS

JAILS

www.jails-mannheim.de

Angelstr. 33, (0621),

8544146, Bar- und Cruising-Area

im MS Connexion-Komplex,

wechselnde

Fetisch-Partys, Do ab 17,

Fr+Sa ab 21, So ab 18 Uhr

PARTYLOCATIONS

DISCOTHEK ZWEI 5

www.ponyclub-mannheim.de

T6, 14, (0621) 3974270,

Sa 22-o.e. Neuer Club (ex-

T6/Hans), Sa „Ponyclub“-

Party für Gays and Friends.

MIXED CLUB ACTION 2

www.club-action-disco.de

U5, 13, (0621) 153435,

So-Do 22-5 Uhr, Fr+Sa

22-12 Uhr. tgl. mixed Music

mit wechselnden DJs, am

Wochenende After Hour.

GAYWERK

www.gaywerk.de

Angelstr. 33, Regelmäßige

Mega-Gay-Party im Club

MS Connexion

SAUNEN

ATLANTIS SAUNA

www.atlantis-sauna.de

Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,

(0621) 54590137,

Di-Do 15-24 Uhr, Fr 15-1

Uhr, Sa-So 13-1 Uhr. Gay-

Sauna-Park mit Schwimmbad

u. Garten. Do+Fr FKK-

Tag, Sa Partnertag, 2.+4.

So Bärensauna

GALILEO CITY SAUNA 20

www.galileo-sauna.com

O7, 20, (0621) 1786409,

Mo-Do 13-1, Fr 13 durchgehend

bis Mo früh 1 Uhr „60h

Nonstop“, Spezialtarif für

Youngsters (U26). Nachtsauna

am WE. Massagen:

Mo, Mi, Do 16-21 Uhr

SEXSHOPS &

-KINOS

CRUISING POINT

www.cruisingpointmannheim.de

Mittelstr. 15, (0621) 36407,

Mo-Fr 12-24, Sa 12-3,

So 15-24. Sexshop, Videoverleih,

Kino und Kabinen.

Kostenloser Kino-Eintritt

für alle unter 25.

STUDIO 7 25

Heinrich-Lanz-Str. 32,

(0621) 449306,

Mo-Fr 11-23, Sa 11-1

(Nachtkino mit gratis

Kaffee und Snacks),

So + Feiertags 14-23 Uhr.

Ältestes Gaykino


PINK PAGES

49

BUSINESS

ÄRZTE

ANDREA LANG

www.lang-praxis.de

Diplom-Psychologin. O6,9,

(0621) 43655721,Di+Do

8-9 und 14:30-15 Uhr

BÜCHER

FRAUENBUCHLADEN

XANTHIPPE 12

www.frauenbuchladenxanthippe.de

T3, 4, (0621) 21633, Große

Auswahl lesbischer Bücher,

auch Versand

FINANZEN &

RECHT

RECHTSANWALT

JÜRGEN E. WOLF

www.anwalt-mannheim.de

Deutsche Gasse 20, (0621)

7773670, Fachanwalt für

Arbeits- und Familienrecht

RAT & TAT

HIV / STI

KOSI.MA

www.kosima-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

33939478, Beratung zu

sexuell übertragbaren Infektionen,

Schnelltest kostenlos

und anonym, Gruppe

HIV+NewGeneration,

Präventionsteam

AIDSBERATUNG IM

GESUNDHEITSAMT

R1, 12, (0621) 2932249,

Di 8-12h, Do 14-18h, HIV-,

Hepatitis- und Syphilis-

Tests anonym und kostenlos

AIDSBERATUNG,

GESUNDHEITSAMT HD

Kurfürstenanlage 38-40,

Heidelberg, (06221)

5221820, Beratung zu Aids

und sexuell übertragbaren

Infektionen, HIV-Test

kostenlos und anonym

AIDSHILFE AK LU

www.checkpointludwigshafen.com

Frankenthaler Str. 71,

Ludwigshafen, (0621)

68567521, Anonyme

Beratung unter (0621)

68567514.

AIDSHILFE HD

www.aidshilfe-heidelberg.de

Rohrbacher Str. 22, Heidelberg,

(06221) 19411,

Telefonberatung: Mo 10-14

Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18

Uhr, Checkpoint: Anmeldung

über Aids-Beratung

Gesundheitsamt HD

ARBEIT & BERUF

VK RHEIN-NECKAR

www.vk-online.de

Netzwerk schwuler Führungskräfte

und Selbstän-

diger, Regionalgruppe

Rhein-Neckar, regelmäßiger

Stammtisch in Mannheim,

rhein-neckar@vk-online.de

BERATUNG

PLUS BERATUNG

www.plus-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

3362110, Psycholog. Lesben-

u. Schwulenberatung,

kostenl. Jugendberatung,

Gipfelstürmer (schwule

Jugendgruppe) Mo 18 Uhr,),

JuLe (junge Lesben,

Do 18 Uhr). Weitere Angebote

und Selbsthilfegruppen

siehe Homepage

COMMUNITY

CSD RHEIN NECKAR E.V.

www.csd-rhein-neckar.de

M2, 1, (0621) 21755,

CSD-Parade- und CSD-

Fest-Organisation

OFFENES NETZWERK

LSBTTIQ

www.schlimm-online.de

Überparteiliche Plattform

von Vertreter*innen der

LSBTTIQ-Community

Mannheim (ehemals

SchLIMm)

ROSA KEHLCHEN

www.rosakehlchen.de

PF 12 05 11, 69067 Heidelberg,

Schwuler Chor, Probe:

Mo, 19:30, Kulturzentrum

Mannheim-Käfertal

FRAUEN

LESBENRING

www.lesbenring.de

Postfach 11 02 14, Heidelberg,

(0441) 2097137,

Dachverband für lesbische

Frauen, Lesbengruppen

und Organisationen.

JUGEND & FAMILIE

ILSE RHEIN-NECKAR

www.ilserheinneckar.

wordpress.com

Initiative lesbisch-schwuler

Eltern

KIRCHE & GLAUBE

HUK KURPFALZ

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche,

Regionalgruppe Kurpfalz

POLITIK

LADS

www.antidiskriminierungsstelle-bw.de

| www.lads-bw.de

Antidiskriminierungsstelle

Baden-Württemberg im

Ministerium für Soziales

und Integration, Else-

Josenhans-Str. 6, (0711)

123-3990, beratung@

lads-bw.de

SPORT

MVD

www.mvd-mannheim.de

gegründet als „Mannemer

Volley Dolls“ bietet der

Verein Menschen der

LSBTT*IQ-Community in

der Rhein-Neckar Region

eine sportliche Heimat.

Abteilungen: Asian Sports,

Badminton, Fitness, Fußball,

Schwimmen, Volleyball

STUDENTEN / UNI

QUEER IM SCHLOSS

www.queerimschloss.

uni-mannheim.de

L9, 7, (0621) 1813380,

SchwuLesBische und

transidente AStA-Gruppe

VORLIEBEN &

FETISCH

LUG MANNHEIM

www.lugman.de

Postfach 102117, (0621)

1221765, Leder-Uniform-

Gummi-Club

RUBCLUB

www.rubclub.de

Gustav-Seitz-Str. 4, (0172)

7334444, Fetischgruppe,

Schwerpunkt Gummi.

Regelmäßige Fetischpartys

in Karlsruhe und Berlin

DARMSTADT

BUSINESS

BEAUTY

HAIRLOUNGE BY EDDY

Bismarckstr. 21, Lengfeld,

(06162) 72339,

Di, Mi, Fr 9-18 Uhr,

Do 10-16 Uhr, Sa 9-13 Uhr,

Dein Friseurstudio in Lengfeld

bei Darmstadt

HAIRLOUNGE

Bismarckstraße 21

64853 Lengfeld

Tel. 06162 – 72339

Di, Mi, Fr 9 - 18 Uhr

Do 10 - 16 Uhr

Sa 9 - 13 Uhr

und nach Vereinbarung

BÜCHER

LESEZEICHEN

www.lesezeichendarmstadt.de

Liebfrauenstr. 69

by EDDY

SZENE

BARS

3KLANG

www.3klang-bar.de

Riegerplatz 3, (06151)

6698847, Mo 18-24, Di-Sa

10-1, So 10-24. Szene-Bar,

bunt gemischtes Publikum.

Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.

So 10-15 Frühstücksbüffet

(Reservierung erbeten).

KULTUR

RADIO

GANZ SCHÖN QUEER

www.radiodarmstadt.de

(06151) 87000, Schwullesbisches

Radiomagazin,

1. Mo 18-20 Uhr auf Radio

Darmstadt, UKW 103,4

(Antenne) oder 99,85

(Kabel)

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSHILFE

DARMSTADT E.V.

Elisabethenstr. 45, (06151)

28073, Beratung: Mo, Di,

Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr,

Fr 9-15 Uhr

COMMUNITY

QUEERES ZENTRUM

www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt

In der Oetinger Villa,

Kranichsteiner Str. 81,

zwangloses Beisammensein

für queere Jugendliche

von 14 bis 27 Jahren, Di,

Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:

jugend@vielbunt.org

VIELBUNT

www.vielbunt.org

Kranichsteiner Str. 81,

Queeres Zentrum Darmstadt,

Veranstalter des CSD,

der Party „Schrill & Laut“,

Jugend- und Beratungsangebote

u.v.m.

FRAUEN

FRAUENKULTURZEN-

TRUM

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(06151) 714952,

2. So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;

letzter Sa 21 Uhr

Frauendisco „tanzbar“

KIRCHE & GLAUBE

HUK DARMSTADT

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Homosexuelle und Kirche

Regionalgruppe Darmstadt,

Treff: Das Offene Haus,

Rheinstr. 31

STUTTGART

SZENE

BARS / CAFÉS

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Di 22 Karaoke

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neue Bar der Stuttgarter

Szene-Legende Laura

Halding-Hoppenheit

FETISCH-BARS

EAGLE

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Fr+Sa 21-3. Lederbar,

Clublokal des LC Stuttgart

K29

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(0711) 2333323,

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mit zahlreichen

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KC KINGS CLUB

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(0711) 2264558, King’s

Club im Exil: Während der

Renovierung der Original-

Location befindet sich Lauras

Club übergangsweise in

der Torstr. 15

SAUNEN

SAUNA CLUB POUR LUI

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Sa bis 3 Uhr. Gaysauna in

Cannstatt

VIVA SAUNA

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Fr+Sa 14-2, Gaysauna am

Olgaeck

SEXSHOPS &

-KINOS

BLUEBOX

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Steinstr. 15, (0711)

4704841, Mo-Do 9-24,

Fr+Sa 9-4, So 14-24. Gayund

Heterokino auf zwei

Ebenen, mit Cruising Area,

Darkroom und Glory Hole

CRAZY VIDEO SHOW

Rotebühlplatz 1, (0711)

3514200, Mo-Do 9-24,

Fr+Sa 9-1, So 11-24. Moderne

Videokabinen, Kino, Gayzone,

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NEW MAN

Alte Poststr. 2, (0711)

295561, Gay-Kino und

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Dr. Müller

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Sa 10-20, Video Lounge,

Samstag Gay-Day

BUSINESS

BÜCHER

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Buchladen. Mo-Fr 10-19,

Sa 10-18

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Beratungs- und Hilfeangebot,

Mo-Fr 10-12 und

Mo-Do 14–17 Uhr

POLITIK

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www.lads-bw.de

Antidiskriminierungsstelle

Baden-Württemberg im

Ministerium für Soziales und

Integration, Else-Josenhans-

Str. 6, (0711) 123-3990,

beratung@lads-bw.de

SPORT

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50 HOROSKOP

HOMOSKOP

März 2021

VON BENJAMIN HOFMANN

FOTO: GEORGES BIAD

Geburtstagskind des Monats: XAVIER DOLAN, 20.3.1989

Der kanadische Regisseur gilt als „Wunderkind“ und überrascht immer wieder

mit seinen detailverliebten Gesellschaftsbeobachtungen. Dolans Lieblingsthemen

sind vertrackte Mutter-Sohn-Beziehungen, aber gerne auch Homos, die sich in

unglücklich in Heteros verlieben – und umgekehrt. Sein letzter Film „Matthias &

Maxime“ ist ein solches Bromance-Drama. *bjö

FISCHE

20. FEBRUAR – 20. MÄRZ

Die gute Laune lässt du dir so

schnell nicht nehmen, das rüstet dich

prima für die letzte Winterphase und

gegen die schlechte Stimmung deines

Umfelds. Sei nachsichtig mit anderen und

dir selbst, dann bleibt´s auch so.

WIDDER

21. MÄRZ – 20. APRIL

Für Widder bietet sich im März

die beste Chance im Saturnjahr, Veränderungen

im Job einzuleiten, denn Mars gibt

den nötigen Push, um gefestigte Strukturen

weiter auszubauen oder eine völlige

Neuausrichtung endlich anzugehen.

STIER

21. APRIL – 20. MAI

Manchmal findet man den Topf

voll Gold am Ende des Regenbogens,

ohne überhaupt danach gesucht zu

haben. Denke nicht groß über das Wie

und Warum nach, sondern genieße es,

einfach mal Glück zu haben.

ZWILLINGE

21. MAI – 21. JUNI

Launisch das Wetter, launisch

das Herz: Dieses emotionale Hin und Her

kann ganz schön anstrengend sein – für

dich und deine Lieben. Bevor Konflikte

eskalieren, könnte eine ehrliche Entschuldigung

sehr befreiend sein.

KREBS

22. JUNI – 22. JULI

Mit der richtigen Work-Life-

Balance hast du genug Power, um überfällige

Projekte im Haushalt endlich anzupacken.

Selbst banale Aktionen wie ein

vorgezogener Frühjahrsputz halten fit, leeren

den Geist und schaffen Abwechslung.

LÖWE

23. JULI – 23. AUGUST

Schon Kierkegaard mahnte:

„Vergleichen ist das Ende vom Glück und

der Beginn der Unzufriedenheit“. Schätze

deine hart erarbeiteten Erfolge nicht zu gering

ein und bleibe kritisch vor allem beim

Blick in die Sozialen Netzwerke.

JUNGFRAU

24. AUGUST – 23. SEPTEMBER

In deinem Kopf überschlagen sich

tolle neue Ideen. Das ist super, solange

du nicht planlos von einem Projekt zum

nächsten springst und keines zu Ende

bringst. Notiere dir Einfälle für später, dann

hast du sie erst mal aus dem Kopf.

WAAGE

24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER

Mars versetzt dir einen gehörigen

Schub, was besonders deinem Liebesleben

zugutekommt. Als Single überzeugst

du mit unwiderstehlicher Vitalität, während

es dir in einer Partnerschaft gelingt, schwelende

Gluten neu zu entfachen.

SKORPION

24. OKTOBER – 22. NOVEMBER

Unbeirrt und mit nötiger

Gelassenheit setzt der Skorpion seinen

Weg fort. Gegen die lauernde Monotonie

könnte ein neues, ausgefallenes Hobby

helfen – das erweitert den geistigen Horizont

und setzt positive Energie frei.

SCHÜTZE

23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER

Dein März startet im Kuschelmodus,

du fokussierst dich auf die

schönen, harmonischen Seiten des Lebens.

Dieser mentale Kurzurlaub wirkt Wunder

im sonst spröden Alltag, also hängst du

besser noch ein, zwei Wochen dran.

STEINBOCK

22. DEZEMBER – 20. JANUAR

Saturn hält dich in den kommenden

Monaten mit seinem wandelnden

Einfluss in Atem. Bis dahin bleibt dir aber

Zeit und Muße, endlich mal dem unproduktiven

Nichtstun zu frönen und mit gutem

Gewissen zu entspannen.

WASSERMANN

21. JANUAR – 19. FEBRUAR

Der Alltag scheint dir über

den Kopf zu wachsen, was zu geistiger

Blockade führt. Versuche, in deiner Tagesstruktur

feste Zeitfenster zur Entspannung

freizuhalten und schaffe dir realistische

und motivierende Wochenziele.

MICHAEL WINGERT

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MUSIK

COMEBACK

RAG'N'BONE MAN:

Kaum Raum für Selbstmitleid

Wer an Rag 'n' Bone Man denkt, der hat sofort

„Human“ im Ohr. Diesen phänomenalen Monsterhit

aus dem Herbst 2016, mit dem der Engländer –

wie auch mit dem Debütalbum gleichen Namens

– auf der ganzen Welt unbeschreiblich

abräumte und zu einem Weltstar wurde.

Wenn auch zu einem, der dem Rummel

skeptisch gegenübersteht. „Ich bin

ein normaler Typ, der gerne singt

und ein ruhiges Leben hatte“, sagt

er. „Ich liebe die Bühne, aber es

gibt selbstbewusstere Künstler

als mich.“ Nach einigen

Jahren der privaten Zurückgezogenheit

heißt es jetzt

allerdings: Willkommen

zurück im Rampenlicht.


Eine Sache möchte Rory Graham, wie

der Rag 'n' Bone Man bürgerlich heißt,

gleich klarstellen: „Für mich ist ‚Life by

Misadventure‘ nicht wirklich ein Trennungsalbum.

Ich habe mich sehr darum

bemüht, den Anteil an Herzschmerz in

Grenzen zu halten. Okay, vielleicht gibt

es den einen oder anderen Song, an dem

der Liebeskummer so ein wenig emporkriecht,

aber insgesamt sind die Stücke

nicht sehr weinerlich.“ Was auch damit

zusammenhängt, dass der Rag 'n' Bone

Man den überwiegenden Anteil der neuen

Lieder schon geschrieben hatte, als sich

der Liebesmist in seinem Leben Bahn

brach. „Die meisten Songs sind entstanden,

als es mir richtig, richtig gut ging. Ich

war angekommen im Leben, Vater geworden,

frisch verheiratet. Alles war gut.“ Rory

und seine langjährige Partnerin begrüßten

im September 2017 ihren Sohnemann

Reuben, sie zogen in ein stattliches

Anwesen in seiner Heimatstadt Brighton,

heirateten im Mai 2019 – und trennten

sich am Ende desselben Jahres. „Ich

fühlte mich verdammt traurig und allein“,

so der Sänger mit der beeindruckenden

Statur und der noch beeindruckenderen

Stimme. „Zu allem Überfluss ging es dann

auch noch mit der Pandemie los. Ich war

und bin der festen Überzeugung, dass

die Welt gerade nichts weniger dringend

braucht als weitere deprimierende Lieder

über eine kaputtgegangene Liebe. Ich

finde, die Menschen müssen gerade nicht

noch weiter runtergezogen, sondern aufgerichtet

werden.“ Freilich badet der im

Januar 36 Jahre alt gewordene Graham

im Album auch schon mal im Selbstmitleid,

im intensiv-traurigen „Talking to

Myself“ zum Beispiel. Einmal mussten

diese Gefühle einfach raus. „Oh yeah, was

für ein selbstsüchtiger Song. Was für ein

‚Ich-armer-Kerl‘-Song. Wenn ich den jetzt

höre, denke ich ‚Was für ein pathetisches

Geheule‘. Aber der Song ist gut. Und

er ist wahr. Ein Schnappschuss meines

Lebens.“ Er habe kein selbstmitleidiges,

sondern ein geradezu schmerzhaft ehrliches

Album machen wollen, sagt Rory.

Sehr freundlich und aufgeräumt guckt

Rory Graham beim Gespräch in die

Computerkamera. Es ist

Montagvormittag,

Sohn Reuben hat er gerade im Kindergarten

abgeliefert („Er geht da drei

Mal die Woche hin. Es ist gut für ihn,

eine Struktur zu haben“). Jetzt noch

ein paar Zoom-Interviews und „danach

werde ich zu einem kleinen Spaziergang

antreten.“ Das Leben hat sich wieder

beruhigt in Brighton. Nach einer ersten

fehlgeschlagenen Romanze, die Rory im

Lied „Fall in Love Again“ thematisiert,

ist er seit mehreren Monaten wieder

liiert, und zwar mit einer Mitarbeiterin

jenes Cafés um die Ecke, in dem er

morgens gerne seinen Latte trinkt. Die

Erleichterung und Freude, dass „Life by

Misadventure“ endlich das Licht der Welt

erblickt, steht dem Sänger, der einst in

der Kneipenszene von Brighton seine

ersten scheuen und zaghaften, vom

jovial-kommunikativen Vater sowie ein

paar Pints Lager forcierten, gesanglichen

Gehversuche machte,

ins Gesicht geschrieben.

Intensiv genug daran

gearbeitet hat er.

Aufgenommen

hat Rory das

Album

MUSIK

in Nashville, im Studio des Top-

Produzenten Mike Elizondo (Eminem,

Alanis Morissette). Dabei zeichnete

sich mehr und mehr ab, „dass wir die

Kurve in Richtung eines Gitarrenalbums

nehmen“. Der auf dem Debüt „Human“

noch prägende Blues-Anteil fällt jetzt

deutlich geringer aus. Dafür gesellen sich

Funk, ein wenig Gospel („Somewhere

Along the Way“) und eine gute Ladung

Pop (wie im hinreißenden Piano-Song

„Anywhere Away from Here“) stilistisch

hinzu. „Mit den extrem großartigen Musikern

in Nashville haben wir das Album

schließlich komplett live eingespielt“,

erzählt der Rag'n'Bone Man stolz. „Ich

wollte, dass es so roh und so ehrlich,

notfalls auch so unbequem ist wie nur

möglich.“ Roter Faden der Songs, so Rory,

seien seine „Sorgen und Zukunftsängste,

insbesondere jetzt als Vater“. Dass „Life

by Misadventure“ trotzdem insgesamt

fröhlicher und heiterer klingt als das

„Human“-Album, hat sogar schon

Grahams Mum festgestellt. „Sie hat mich

gelobt und gesagt, dass sie beim neuen

Album weniger geweint hat als beim

ersten.“

*Steffen Rüth

FOTOS: COLUMBIA RECORDS/SONY MUSIC


MUSIK

FOTO: EARMUSIC/TINA KORHONEN

COMEBACK

BONNIE TYLER:

Definitiv Bonnie

Die Waliserin mit der rauchigen

Mordsröhre, die jetzt ihr starkes

neues Album „The Best Is Yet to Come“

veröffentlicht, hat auch kurz vor ihrem

70. Geburtstag so rein gar nichts von ihrer

Lebensfreude eingebüßt. Im Gegenteil.

Dass sie nicht auf TikTok tanzen oder sich

auf Instagram im Bikini räkeln musste, um

ihre Popkarriere in den späten Siebzigern

anzuschieben, bereut Bonnie Tyler

nicht im Geringsten. „Wäre ich heute 19

und nicht 69, dann würde ich das Spiel

wahrscheinlich mitspielen, aber ich bin

froh, dass es bei mir damals noch auf die

althergebrachte Art funktionierte.“ Tyler,

die aus einer Kleinstadt in Wales stammt

und nach der Schule zunächst Make-up

und Klamotten verkaufte, bewarb sich

ganz klassisch und erfolgreich auf eine

Zeitungsannonce, in der eine junge Frau

als Harmoniesängerin gesucht wurde. An

sechs Abenden pro Woche sang sie, „oft

in Klubs für hart arbeitende Männer in

den Bingo-Pausen oder neben der Dartscheibe“,

so ziemlich alles – von Blues über

Rock bis zu Tanzmusik. Lange blieb ihre

Stimme nicht im „Verborgenen“, mit „Lost

in France“ gelang Bonnie in den späten

Siebzigern ihr erster Hit, der vor allem in

Deutschland zündete („Auf deutschen

Bühnen habe ich den letzten Rest meiner

Schüchternheit eingebüßt“). Was folgte,

war eine Weltkarriere mit unvergessenen

Hits wie „Total Eclipse of the Heart“ oder

„Holding Out for a Hero“. Bonnie Tyler war

im Grunde nie weg, dennoch erlebt die

kesse Britin in den letzten Jahren eine Art

Renaissance. Das Album „Between the

Earth and the Stars“ überzeugte 2019

unter anderem mit Duett-Partnern wie

Rod Stewart und Cliff Richard, auf ihrem

neuen Werk „The Best Is Yet to Come“

begeistert Bonnies kraftvolle Stimme ganz

im Alleingang. „Als ich den Titelsong hörte“,

so Tyler, „wusste ich sofort: ‚Das bin ich‘.

Überhaupt ist dieses gesamte Album total

und definitiv Bonnie. Ich habe es ganz kurz

vor Corona mit dem Produzenten David

Mackay aufgenommen. Der gute alte David.

Wir hatten schon 1978 ‚It’s a Heartache‘

zusammen gemacht. Und ich dachte die

ganze Zeit so: ‚Wahnsinn, ich fühle mich

wieder wie damals, wie mit 26‘. So frisch

und voller Enthusiasmus.“

Bonnies Lebenslust ist in den neuen Songs

nicht zu überhören und auch ihre Texte

kommen mitunter jugendlich ungestüm,

geradezu frivol daher. „Nicht wahr? Es geht

ganz schön zur Sache, in ‚Call Me Thunder‘

zum Beispiel. Ich hatte erst Bedenken,

ob die Nummer für eine fast 70-Jährige

nicht etwas zu wild und explizit sei. Mein

Produzent David meinte nur: ‚Quatsch, du

kannst das machen‘. Also singe ich über

das, was mein Mann und ich einst so am

Strand getrieben haben … und vielleicht

immer noch treiben (lacht). Wir sind noch

sehr lebendig, Darling.“ Das glaubt man

gern, zumal das Paar – Bonnie Tyler und

der Immobilienentwickler Robert Sullivan

sind seit 1973 verheiratet – immer noch

gerne Neues ausprobiert. „Im goldenen

Alter von 69 Jahren hat mein Mann mir

im vergangenen Sommer tatsächlich das

Schwimmen beigebracht“, prustet Bonnie.

Die beiden halten sich seit März 2020 ohne

Unterbrechung in ihrer Villa an der Algarve

auf, gehen viel spazieren oder kochen

gemeinsam, was man halt so macht in

Pandemiezeiten. „Aber irgendwann kam

der Punkt, an dem ich entschied: Ich will

das jetzt endlich lernen.“ Ins tiefe Wasser

traue sie sich noch nicht, gibt Bonnie zu,

und auch ins Meer wage sie sich nur so

weit vor, solange sie noch stehen kann:

„Es ist noch Luft nach oben. Ich habe jetzt

richtig Blut geleckt.“ *Steffen Rüth


MUSIK

POP

100 % Sia

Was für ein Cover! Sängerin

Sia veröffentlichte gerade ihr

achtes Studioalbum „Music

– Songs from and Inspired

by the Motion Picture“. Die

Albumankündigung der

neunfach Grammy-nominierten Multiplatin-Künstlerin wird

begleitet von der neuen Single „Hey Boy“, die Sia gemeinsam

mit Jesse Shatkin und KAMILLE schrieb und von Jesse

Shatkin produzieren ließ. Das Album umfasst insgesamt 14

Songs, die sowohl speziell für ihren kommenden Film als

auch inspiriert von dem Projekt geschrieben wurden.

CALIFORNIAN

SOIL

SOUL

Celeste „Not Your Muse“

Sie ist DIE Newcomerin

und ein Liebling der Kritiker,

Celeste. UK-Soul der

allerhöchsten Güteklasse!

Unsere Anspieltipps auf

dem grandiosen Album

„Not Your Muse“ sind „Ideal

Woman“ und „Some Goodbyes

Come with Hellos“. *rä

DAS NEUE ALBUM | AB 9. APRIL 2021

ALS CD, VINYL ODER DELUXE-SET

IM HARDCOVER-BOOK

POP

Wieder da: Zara Larsson

„Poster Girl“ lautet der

Name des neuen Albums

der stimmstarken Schwedin,

die auch schon unser Cover

zierte und zusammen mit

der queeren Band Clean

Bandit einen Welthit landete:

„Symphony“. Jetzt meldet

sie sich endlich zurück

und begeistert mit großer

Stimme und eingängigen Melodien. Ein grooviger Beweis,

dass Schweden Popmusik im Blut haben. Unser Anspieltipp

ist „Talk About Love“. *rä

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TIPP

SG Lewis und Nile Rodgers

Der Künstler hinter Klassikern

wie „Good Times“, „Like

a Virgin“ und „Get Lucky“,

Nile Rodgers, räumt gerade

mit einem eigenen Klassiker

als Remix in den Charts ab

(„Everybody Dance“ mit

Cedric Gervais x Franklin),

hatte aber auch Lust auf

NEUES. Also tat er sich

mit Newcomer SG LEWIS zusammen. „One More“ ist eine

gelungene Zusammenarbeit mit dem Ausnahmetalent,

dessen Album „times“ gerade erschienen ist. Das Werk, auf

dem auch Robyn zu hören ist, wurde mit einem Streaming-

Event präsentiert. *rä

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MUSIK

NACHGEFRAGT

BIRDY: BITTERSÜSS

Die Engländerin mit den

schönen Piano-Popsongs wie

„People Help The People“ ist nach

fünf Jahren und einer kleinen Lebensund

Liebeskrise zurück – mit dem

an Melancholie wie Melodie reichen

vierten Album „Young Heart“.

Jasmine Lucilla Elizabeth Jennifer van den

Bogaerde, kurz Birdy, bibbert. Am Vortag

erst ist die Pop-Singer/Songwriterin von

einem ausgedehnten Aufenthalt in ihrem

Elternhaus im südenglischen New Forest

bei Southampton in ihre Wohnung im

Stadtteil Notting Hill zurückgekehrt, und

schon gibt es Ärger: In London flockt

ausnahmsweise ein wenig Schnee und in

Birdys Butze ist die Heizung ausgefallen:

„Eigentlich sollte der Techniker schon vor

einer Stunde gekommen sein. Ich muss

wohl noch mal dort anrufen“, echauffiert

sich die 24-Jährige, angesichts der

Umstände durchaus noch recht mild.

„Dann gehe ich so lange einkaufen, denn

der Kühlschrank funktioniert zwar, ist aber

leer.“ Birdy hat die Pandemie weitgehend

bei der Familie ausgesessen, mitten in der

Natur und nicht weit entfernt vom Meer.

Das neue Album „Young Heart“ ist schon

seit geraumer Zeit fertig und so widmete

sich die Künstlerin zuletzt vorwiegend der

Malerei und dem Müßiggang. Die Kontemplation

hat sich die überwiegend am Piano

komponierende Künstlerin auch verdient:

Im zarten Alter von 14 Jahren gelang Birdy

mit einer sehr hübschen Version von Bon

Ivers „Skinny Love“ der internationale

Erfolgsdurchbruch – „und in all den Jahren

danach hatte ich kaum je eine wirkliche

Pause vom Musikgeschäft“. Auch gab

es da vor einigen Jahren diese nicht so

schöne Trennung,

die Birdy nicht nur

ziemlich mitgenommen,

sondern ihr auch

den Stoff für „Young

Heart“ geliefert hat:

„Wenn ich in sehr

starken emotionalen

Turbulenzen stecke,

dann kann ich

mich nicht sofort

hinsetzen und darüber

schreiben. Ich brauche

immer einen gewissen

Abstand, um alles zu verarbeiten und

mich dann ans Piano zu setzen und die

Schleusen zu öffnen.“

Das Ende der bisher größten Liebe ihres

noch jungen Lebens verarbeitete Birdy in

aller Intensität. In der aktuellen, melodisch

mitreißenden Single „Surrender“ versucht

sie zu verstehen, was schiefgelaufen ist,

und im Titelsong, Birdys Lieblingsstück

der Platte, räumt sie ein, ihren Ex-Freund

trotzdem noch zu lieben. „Der Song ist

sehr bittersüß. Eigentlich ist das ganze

Album sehr bittersüß. Man kann den

anderen bewusst zurücklassen und ihn

dennoch furchtbar vermissen. Nicht jeder

Konflikt lässt sich einfach so auflösen.“

Zum Schreiben der neuen Lieder, die im

Vergleich zu den Songs ihres letzten, recht

knallig und plakativ-poppigen Albums

„Beautiful Lies“ deutlich zurückhaltender,

roher und intimer klingen (und in ihrer

melancholischen

Verletzlichkeit ein wenig

an die zwei jüngsten

Taylor-Swift-Alben

erinnern), begab sich

Birdy mehrmals nach

Los Angeles. In ihrem

Quartier – einem alten

Haus in der etwas abgelegenen,

aber doch nur

zwanzig Autominuten

vom Meer entfernten

Hippie-Enklave Topanga

Canyon – hörte Birdy

sehr viel Joni Mitchell, was auf „Young

Heart“ einen ebenso unüberhörbaren wie

angenehmen Einfluss ausgeübt hat.

Dass mit „Loneliness“ und „Deepest

Lonely“ auf dem neuen Album gleich zwei

Songs über die Einsamkeit zu finden sind,

könnte Anlass zur Sorge um dieses junge

Herz geben, muss es aber nicht: „Das sind

eher Liebeslieder an die Einsamkeit. Ich bin

gerne allein und genieße es, in fremden,

exotischen Städten umher zu driften

und manchmal ein bisschen verloren zu

gehen.“ *Steffen Rüth


HOUSE/DISCO

Horse Meat Disco & Dua Lipa

Vor einigen Wochen erschien

„Future Nostalgia / Club

Future Nostalgia“ von Dua

Lipa. Darauf findet sich auch

ein Remix der queeren Disco-

Größen von „Horse Meat

Disco“ und natürlich der Hit

mit Madonna.

Lohnt es sich denn? Ja! Denn

die 2CD-Version des Albums

„Future Nostalgia / Club Future

Nostalgia“ / das Vinyl-Remix-

Album „Club Future Nostalgia“

bringt dir alle aktuellen Hits

(„Hallucinate“ ...) der Sängerin

und zudem ausgefallene und

genreübergreifende Remixe

angesagter DJs und Producer.

Unsere Anspieltipps sind

„Love Again (Horse Meat Disco

Remix)“, „Boys Will Be Boys

(Zach Witness Remix“, „Levitating

(The Blessed Madonna

Remix) [feat. Madonna & Missy

Elliott]“ sowie „Physical (Mark

Ronson Remix) [feat. Gwen

Stefani]“. Ein klasse DJ-Mix,

der dein Zuhause zum Studio

54 macht. Hui!

ÜBER HORSE MEAT DISCO

Seit 2009 bereicherte die

Disco- und High-Energy-Party

Horse Meat Disco das Partyleben

Berlins. Ursprünglich

gestartet ist die queere Party

mit dem Fokus auf Klubmusik

der 1970er- und 1980er-

Jahre (also eher kein ABBA,

dafür Patrick Cowley) im Jahr

2003 in London. Während der

noch andauernden Corona-

Pandemie erschien unlängst

auch eine eigene Platte („Love

And Dancing“) der queeren

Bartjungs. *rä

AB DEM 26. FEBRUAR

ERHÄLTLICH ALS CD JEWELCASE UND DIGITAL

MUSIK

CHILL-OUT

„Let’s get happy and let’s be gay“

Endlich kann man mal den Refrain

dieser Eurovision-Song-Contest-

Perle aus dem Jahr 2003 verbraten.

Und so platt er auch ist, dieser Pop-

Schlager von Lou und Ralph Siegel

trägt eine kleine Weisheit in sich.

Sei glücklich.

Immerzu darüber nachzudenken, dass man auf Kurzarbeit

ist, dass die Kosten steigen, dass Freunde um ihre Existenzen

bangen, dass man seine Liebsten nicht sehen kann, das

macht Angst. Und Angst lähmt. Stattdessen sollte man es

zulassen, sich bewusst dazu motivieren, das Schöne im kleinen

Normalen zu sehen. Das kleine Glück im Alltag eben. Das kann

ein Spaziergang im Park sein (Enten dabei bitte nicht füttern,

Brot ist nicht gut für sie und die angelockten Ratten fressen die

Reste am Ufer und vermehren sich ...), ein gutes Buch, Yoga, ein

Treffen unter freiem Himmel mit einem lieben Menschen oder

auch eine Pizza mit dem/der Liebsten.

Und Musik. Ganz egal ob Pop, Dancefloor, Rock oder auch Chillout,

Hauptsache du schaltest mal ab vom Stress. Wer entspannt

ist, hat weniger Angst, sieht die Perspektiven im Dickicht der

Anforderungen und Erwartungen, entdeckt das versteckte

Gute im Dschungel der Corona-Pandemie-Regeln. Der Musiker

Liam Thomas veröffentlichte unlängst sein aktuelles Stück

„Goodbye“ beim Schwarzwälder Label SINE MUSIC. Ein sehr, sehr

gechilltes Musikstück mit entspannten Pianoklängen und einem

unaufdringlichen Dance-Beat. Weniger hämmernd als damals bei

Robert Miles, aber nicht weniger antreibend. Und ein bisschen

Antrieb in der Corona-Angststarre tut doch gut, oder? *rä

www.sine-music.com


MUSIK

FOTO: ALEX WAESPI

NACHGEFRAGT

LONDON GRAMMAR:

„Ich lege nicht allein den künstlerischen Kurs fest“

Die Sängerin Hannah Reid ist

erfreulich unprätentiös. Für das

Video-Interview hat sie sich

nicht großartig gestylt. Sie sitzt

ganz lässig in Jeans und Sweatshirt bei

sich zu Hause in London und redet völlig

unaufgeregt über das neue Album ihrer

Band London Grammar, das „Californian

Soil“ heißt.

Alle Songs seien bereits vor der Pandemie

entstanden, erklärt sie. Somit greifen sie

keine Themen wie Isolation in Zeiten von

Corona auf, sondern rücken Feminismus

in den Mittelpunkt. Das kommt nicht von

ungefähr – Hannah Reid will als Frau im

Musikgeschäft endlich ernst genommen

werden. Deswegen hat sie sich zur

Bandleaderin erklärt. Wie haben der Gitarrist

Dan Rothmann und der Keyboarder Dominic

„Dot“ Major darauf reagiert? „Sie verstanden

sofort, worum es mir geht“, sagt die Britin.

„Ich möchte mehr Respekt von außen

bekommen.“ Das habe an den internen

Strukturen allerdings nichts geändert: „Ich

lege nicht allein den künstlerischen Kurs

fest. Als Gruppe setzen wir nach wie vor auf

Demokratie.“

Das zeigt sich zum Beispiel an dem Stück

„Talking“, das ursprünglich für die letzte

Platte „Truth Is a Beautiful Thing“ vorgesehen

war. Es machte damals nicht das

Rennen, weil es zu wenig Single-Potenzial

hatte. Damit konnte sich Hannah Reid aber

nicht abfinden. Sie kramte die Demoversion

wieder hervor und entschied einvernehmlich

mit ihren beiden Mitstreitern, diese Nummer

zu vollenden. „Den Klavierpart hat Dot

tatsächlich binnen weniger Sekunden

komponiert“, schwärmt

Hannah Reid. „Er ist wirklich

ein unglaublicher Pianist.“

Das Ergebnis kann sich

durchaus hören lassen:

„Talking“ verzaubert als

hinreißende Ballade. „Als

ich den Text schrieb“, führt

Hannah Reid aus, „war ich

irgendwie paranoid. Ich

brauchte nach zahlreichen

Auftritten jemanden, der mich erdete.“

So entstand ein Liebeslied, in dem die

31-Jährige ihre Bedürfnisse auf den Punkt

bringt. Bei ihr kommt Feminismus eben eher

auf Samtpfoten daher. Mal offenbart sie

ihre Sehnsüchte, mal sagt sie emotionalem

Missbrauch in einer Beziehung den Kampf

an, der Titelsong „Californian Soil“ wiederum

handelt davon, die Kontrolle über das eigene

Leben zu gewinnen. Wenn sich Hannah

Reids glasklarer Gesang bei diesem Lied

über sphärischen Trip-Hop legt, klingt das

traumhaft schön.

So pendeln London Grammar immer wieder

zwischen handgemachter Musik und elektronischen

Passagen. Bei „Missing“ vereinigen

sich pluckernde Beats mit Streichern.

Inhaltlich tanzt diese Nummer jedoch ein

bisschen aus der Reihe. Sie erzählt davon,

wie sich einige Musiker*innen im Sumpf aus

Drogen und Alkohol verlieren. „Als ich mir

Dokumentationen über Amy Winehouse,

Whitney Houston oder Avicii

ansah, habe ich geweint“,

offenbart Hannah Reid. „Ihre

Schicksale sind absolute

Tragödien.“ Sie selbst

scheint zum Glück nicht

Gefahr zu laufen, aus der

Spur zu geraten: „Während

einer Tournee würde ich

mich niemals betrinken.

Ich hätte Angst davor, dass

ich verkatert gar nicht meine volle Leistung

abrufen könnte.“

Apropos touren: Vermisst Hannah Reid

im Moment das Unterwegssein? Jein –

einerseits hat sie sich daheim ziemlich gut

eingerichtet, andererseits fehlen ihr die Fans:

„Ich sehne mich danach, mich emotional

mit Menschen zu verbinden, denen unsere

Musik wichtig ist.“ Dabei leidet sie vor

einem Konzert stets unter furchtbarem

Lampenfieber: „Ich habe zumindest die

leise Hoffnung, dass es mir vor zukünftigen

Gigs etwas besser gehen wird. Einfach weil

ich mit unserem neuen Album so glücklich

bin, dass das mein Selbstvertrauen stärkt.“

*Dagmar Leischow


NACHGEFRAGT

MUSIK

CHRISTOPHER Lund Nissen –

„die Welt zu einem besseren Ort machen“

Es dürfte schwerfallen,

Christopher Lund Nissen,

der sich als Sänger einfach Christopher

nennt, nicht zu mögen.

Souverän eröffnet er beim Video-

Interview das Gespräch, während

er sein Auto einparkt. Der Däne

ist wegen seines Umzugs gerade

ziemlich im Stress, zudem erwartet

seine Frau, das Model Cecilie

Haugaard, in wenigen Wochen ihr

erstes gemeinsames Kind.

Doch der 29-Jährige verliert trotzdem

nicht die Fassung, das ist wohl seiner

skandinavischen Gelassenheit geschuldet.

Hochkonzentriert redet er über sein

neues Album „My Blood“, dessen Namen

er mit Bedacht gewählt hat. Nach den

beiden Vorgänger-Alben „Closer“ und

„Under the Surface“ machte es für ihn

einfach Sinn, seine Fans noch näher an

sich heranzulassen: „Meine Stücke sind

jetzt persönlicher als jemals zuvor.“ Den

Titelsong hat er zum Beispiel seinem

Bruder gewidmet, um ihm zu zeigen, dass

Wasser dicker ist als Blut: „Was auch passiert,

ich werde immer für meinen Bruder

da sein“, verspricht Christopher. „Für ihn

bin ich überall lediglich einen Telefonanruf

entfernt.“

Solche Aussagen verpackt Christopher

in extrem eingängigen Pop mit elektronischen

Akzenten. Die Medien haben ihm

längst den Stempel „dänischer Justin

Biber“ aufgedrückt, ebenso suggeriert

seine äußere Erscheinung – blond,

schlank, gutaussehend – eine Verwandtschaft

mit dem US-Teenie-Star. Wie

Biber hat auch Christopher überwiegend

weibliche Fans, zumindest in Dänemark:

„In meiner Heimat kommen zu 80 Prozent

Mädchen zu meinen Auftritten.“ In

Peking dagegen vergöttert ihn die Gay-

Community: „Als ich dort ein Konzert gab,

war die Hälfte des Publikums männlich.

Meine chinesische Promoterin erklärte

mir daraufhin, ich sei bei Schwulen halt

beliebt.“ Solche Momente genießt der

gebürtige Kopenhagener, klar. Trotzdem

hat er nie den Bezug zur Realität verloren.

Er beobachtet kritisch, was um ihn herum

passiert. Mit der Ballade „Aiming“, die

er teilweise im Falsett singt, plädiert er

dafür, sich höhere Ziele zu stecken. Es

nervt ihn, wenn sich die Menschen vom

scheinbar perfekten Leben anderer auf

Instagram blenden lassen. „Es stimmt

nicht, dass das Gras auf der anderen Seite

immer grüner ist“, ereifert er sich. „Gras

grünt dort, wo man es wässert.“ Was er

damit meint: „Jeder sollte sich selbst im

Spiegel anschauen und sich fragen, wie er

die Welt zu einem besseren Ort machen

kann.“ Als Botschafter für die World Child

Cancer Foundation geht Christopher mit

gutem Beispiel voran. Mit dem Roten

Kreuz reiste er nach Syrien, um sich ein

Bild von der Situation vor Ort zu machen.

„Abgesehen davon versuche ich, ein guter

Sohn, Freund und Ehemann zu sein. Ich

will positive Energie ausstrahlen.“ Auch

der Klimawandel liegt ihm sehr am Herzen:

„Bereits in der neunten Klasse habe

ich eine längere Hausarbeit über die

globale Erwärmung geschrieben.“

Doch der

Klimaschutz

sollte nicht sein einziges Steckenpferd

bleiben. Als Christopfer zwölf war,

schenkte ihm seine Großmutter eine

Gitarre. Wie ein Besessener spielte er von

da an das Instrument bei sich zu Hause

in einem Kopenhagener Vorort, wo er sich

vor Kurzem ein eigenes Haus gekauft hat.

Den Talentwettbewerb in seiner Schule

gewann er gleich dreimal in Folge. Mit 15

begann er, eigene Songs zu schreiben. Mit

17 bekam er seinen ersten Plattenvertrag:

„Das war für mich ein Paradigmenwechsel.

Zum ersten Mal glaubte ich ernsthaft

daran, mit meiner großen Leidenschaft

Musik wirklich Geld verdienen zu können.“

*Dagmar Leischow


MUSIK

TIPP

FOTOS: JULIAN BURGUENO

MADISON BEER:

Autoaggression und Kunst

Die sozialen Medien sind für

Madison Beer wohl gleichermaßen

Fluch und Segen. Einerseits

entdeckte Justin Bieber ihre Version

von Etta James‘ „At Last“ bei You-

Tube und teilte sie auf Twitter. Das

bracht der Amerikanerin nicht nur

ungeheure Aufmerksamkeit, mit

Biebers Hilfe ergatterte sie gleich

ihren ersten Plattenvertrag.

Andererseits wird die Sängerin bei

Instagram oder TikTok – das Videoportal

hat sie inzwischen von ihrem Mobiltelefon

gelöscht, aus Selbstschutz – immer

wieder gemobbt. Sie sei zu schön, heißt

es zum Beispiel. Da habe sie wohl ein

bisschen nachgeholfen... Dabei sollte

man die volle Aufmerksamkeit lieber

auf ihre Musik richten, die 22-Jährige ist

nämlich ausgesprochen talentiert. Den

Beweis dafür liefert ihr Debütalbum.

Nicht ohne Grund nannte sie es „Life

Support“: Die kreative Arbeit am Album

war quasi der Rettungsanker, als Madison

Beer durch eine ziemlich dunkle Zeit ging.

Ihre Beziehung zerbrach, bei ihr wurde

eine Borderline-Persönlichkeitsstörung

inklusive Stimmungsschwankungen und

Autoaggressionen diagnostiziert, zeitweilig

hatte sie sogar Selbstmordgedanken, wie

sie in einem Interview mit dem Magazin

„The Face“ offenbarte.

Um dieses Tief zu überwinden, entschied

sich die auf Long Island geborene

Musikerin, die heute in Los Angeles lebt,

für eine Psychoanalyse. Dreimal pro

Woche ging sie zur Therapie und setzte

sich mit ihren tiefsten Empfindungen

auseinander, das half ihr, sich selbst besser

zu verstehen. Davon profitierte sie nicht

nur als Mensch, sondern auch

als Künstlerin. Madison Beer

begann, gnadenlos ehrliche

Lieder zu schreiben. In

der melancholischen

Ballade „Selfish“

bereut sie, sich auf

ihren egoistischen Ex

eingelassen zu haben.

„I bet you thought you

gave me real love“, singt

sie. „But we spent it all in

nightclubs.“ Im sphärischen

„Stained Glass“ offenbart sie ihre

Dünnhäutigkeit, der Satz „My skin is

made of glass“ spricht Bände. „Effortless“

pirscht sich ebenfalls auf Samtpfoten an.

In diesem Titel zieht Madison Beer die

Option in Betracht, den fiesen Schmerz

mit Tabletten zu betäuben. Wen diese

Stücke nicht berühren, der muss aus Stein

gemeißelt sein.

Offenheit ist das Charakteristikum, das

Madison Beer so unverwechselbar macht.

Sie setzt sich mit ihrem (Welt-)Schmerz

von der Konkurrenz im Mainstream-

Pop ab, hat aber ganz offensichtlich

auch nichts gegen ein bisschen Spaß

einzuwenden. „Baby“ – eine Harfe liefert

das Intro, kein Witz! – lockt mit groovigen

R'n'B-Beats auf den Dancefloor. „I look too

good to be in this bedroom without someone

to touch me like you do“, flötet die

Sängerin, die in diesem Song ausnahmsweise

die laszive Verführerin gibt.

Sie fühlt sich attraktiv und

selbstbewusst, das hört

man.

Das basslastige

„Follow the White

Rabbit“ wirkt

dagegen dunkel

und beängstigend,

fast schon

gespenstisch. So

nimmt Madison Beer

ihre Hörerschaft mit

auf eine Achterbahnfahrt

der Gefühle. Düsternis statt

Party. Längst hat sie weit mehr zu

bieten als ihr 13-jähriges Alter Ego, das

Coversongs bei YouTube einstellte. Wer

weltweit mehr als drei Milliarden Streams

verzeichnen kann – ein Drittel davon für

die EP „As She Pleases“ (2018) –, der

ist auf dem Weg nach ganz oben. 2019

übernahm Madison Beer die komplette

Kontrolle über ihr kreatives Umfeld.

Sie schreibt und produziert ihre Lieder

selbst. Mit diesem Konzept dürfte diese

unglaublich talentierte Künstlerin künftig

für Furore sorgen. *Dagmar Leischow


COMEBACK

Amanda Lear „More“

Amanda Lear kündigt für den

Frühling ein neues Album an:

„More“. Es ist das erste Studioalbum der

queeren Sängerin seit „Let Me Entertain

You“ 2016.

In ihrer seit Jahrzehnten andauernden

Karriere hat Amanda Lear musikalisch

schon so ziemlich alles ausprobiert:

Disco, Eurodance, Balladen, Pop-Rock

und auch House. Und nicht nur in der

Musikwelt war die ewige Schönheit

vielseitig interessiert.

Amandas Karriere startete in den

1960ern als Model (sie lief während

ihrer aktiven Zeit unter anderem für Karl

Lagerfeld und Jean Paul Gaultier), etwa

in der selben Zeit traf Amanda Lear auf

den Maler Salvador Dalí und wurde seine

Muse. Bis heute malt sie hoch gehandelte

Werke. Ihren großen Durchbruch

hatte Amanda dann als Sängerin von Hits

wie „Queen of China-Town“ (Platz 2 in

Deutschland), „Tomorrow“ (Platz 1 in ihrer

Wahlheimat Italien), „Love Your Body“

(Top 30 Belgien) und natürlich „Follow

Me“ (ein europaweiter Top-10-Hit). Seit

den 1980ern konzentrierte sie sich vor

allem auf ihre TV-Karriere, veröffentlichte

aber sporadisch Musik, die auch immer

irgendwo auf der Welt chartete. Wir

sind gespannt, wie das neue Album

klingen wird, vorab zu hören gab es bei

Redaktionsschluss noch nichts. *rä

www.amandalear.com

ROCK

Die Könige sind zurück

Lange mussten wir auf ein neues Album der

Kings of Leon warten, im März ist es soweit:

„When You See Yourself“ erblickt das Licht der

Welt. Einmal mehr beweist das Quartett dabei,

dass es sich weder scheut, Genres zu mischen,

noch große Melodien mit harten Texten zu paaren.

Unsere Anspieltipps sind „100,000 People“

und „The Bandit“. *rä

POP

„Anders als geplant“ von

Marcella Rockefeller

Deutschlands musikalischste Dragqueen,

veröffentlicht im März ihr erstes

Album „Anders als geplant“.

Für Marcella waren Peter Plate und Ulf

Sommers Kompositionen (Rosenstolz)

der Soundtrack ihrer Jugend und für

Peter Plate war Marcellas Stimme und

ihre zutiefst menschliche Haltung so

bewegend, dass aus einem geplanten

Abenteuer für ein Lied nun ein ganzes

Album entstand.

Aufgenommen zwischen wiederkehrendem

Lockdown in Köln, Hannover

und Berlin, eingespielt von fantastischen

Musikern voller Spielfreude, entstand

ein Klang zwischen Rio Reiser,

Carole King und dem Augenzwinkern

einer Lady Gaga. Marcella singt nicht

nur – sie bettelt, fleht, seufzt, schreit

und immer geht es um alles.


KUNST

NACHGEFRAGT

Marcus Günthers „Muster“

Im Frühling stellt der Düsseldorfer

Künstler seine Linolschnitte in der

Ausstellung „Muster“ aus. Wie der Name

der Ausstellung schon verrät, setzt sich

der 1967 Geborene darin mit „der Begrifflichkeit

des Musters im weitesten Sinne“

auseinander. Wir fragten nach.

Was schätzt du am Linolschnitt?

Ich schätze die expressive Intensität, die

durch unterschiedliche Bearbeitungsmethoden

in der Linolplatte entstehen kann.

Durch die scharf kontrastierenden Flächen

kann ich mithilfe des Linolschnitts einen

comichaften gesteigerten scheinbaren

Realismus schaffen, der meine Bild-

Behauptung unterstreicht, und das macht

den Linolschnitt für mich als Ausdrucksform

attraktiv.

Ist er dir gerade als Ausdrucksform

sogar lieber als die Malerei?

Der Linolschnitt ist nur einer meiner

künstlerischen Formulierungen; es ist eben

nur eine andere, aber beide Ausdrucksformen

beeinflussen sich immer auch

gegenseitig.

Du machst auch mitunter recht

explizite Kunst, geht das immer

problemlos?

Das geht nicht immer problemlos, aber

meine Aufgabe als Künstler ist es eben,

den Betrachter mit meinen Darstellungen

zu konfrontieren, Fragen aufzuwerfen und

zum Nachdenken anzuregen.

Wie betrifft dich als Künstler die

Pandemie gerade?

Außer einer geplatzten Ausstellung infolge

des Lockdowns und den damit weggebrochenen

Verkaufseinnahmen betrifft mich

diese Pandemie nicht – ich arbeite weiter

wie bisher. Ich mache mir aber ernsthafte

Sorgen um die Vielfalt von Kunst und Kultur.

Mitzuerleben, wie ein systemrelevanter

Bereich von der Politik vernachlässigt wird,

ist in unserer sogenannten Kulturnation

beschämend.

*Interview: Michael Rädel

5. – 20.3., Marcus Günther „Muster“,

Atelier MG, Prinz-Georgen-Str. 40,

Düsseldorf


BILDBAND

WOLFGANG TILLMANS –

30 Jahre in einem Band

„Das erste Buch entstand aus einer

wissenden Unschuld heraus. Ich betrachtete

das Leben um mich herum mit der

Leidenschaft, unabhängig zu sein.“

Die Zeit der Jahrtausendwende ist uns

immer noch sehr präsent, etwa durch

weiterhin im Radio laufende, inzwischen

zu Evergreens gewordene Elektro-Pop-

Nummern, durch beständig populäre

Serien wie „Sex and the City“ oder damals

extremst populäre Stars wie Britney

Spears. Und in der TV-Landschaft gehört

nun das fest dazu, was damals Neuland

war: Trash-TV mit leidlich bekannten

Menschen. Eine spannende Zeit, die auch

von der Kunstwelt begleitet wurde. Bei

Wolfgang Tillmans war es die Kamera, die

ihm half, diese Phase als Kunst festzuhalten,

aber auch zu inszenieren, denn nicht

immer, wenn ein Bild aussieht wie ein

Schnappschuss, ist es einer.

Beim TASCHEN Verlag erschien anlässlich

des 40. Geburtstags des Verlags gerade

der Band „Wolfgang Tillmans. four

books – 40th Anniversary Edition“, der

seine bisherigen Bücher im ursprünglichen

Layout, aber ergänzt zusammenfasst.

„Mein Anspruch ist es, Bücher zu

machen, die von den unterschiedlichsten

Menschen in verschiedenen Ländern

mit ihren eigenen Augen gelesen und

aufgenommen werden und die es ihnen

ermöglichen, Bezüge zu ihrem eigenen

Leben herzustellen. Diese Bezüge finden

sich vielleicht nicht in jedem einzelnen

Bild, aber wenn ein Betrachter nachvollziehen

kann, wie etwas riecht, oder eine

Vorstellung davon bekommt, wie sich

etwas anfühlt, dann bin ich glücklich. Das

ist es, was letztlich Kunst ausmacht: unter

den Menschen ein Gefühl von Solidarität

zu erzeugen“, so der Künstler in einem

schriftlichen Interview mit dem Verlag.

Warum eine Art Remix seiner Bücher?

„An manchen Stellen habe ich Bilder

von damals eingefügt, und manchmal

konfrontiere ich ein neues Foto mit einem

20 Jahre alten, wie das Porträt von Neneh

Cherry aus dem Jahr 2018, deren Musik

ich wiederum 1993 viel gehört habe. Auch

die letzten Jahre bis 2020 sind vertreten,

sodass das Buch auch einen klaren Bezug

zur Gegenwart aufweist“, erklärt Tillmans.

Eine fotografische Zeitreise von den

1990ern bis in die Corona-Twenties.

Porträts von Freunden und Stars,

Alltagssituationen und Momente, die jetzt

vor allem mit ihrem Retro-Touch berühren,

einfach wunderbar. *rä

„Wolfgang Tillmans. four books –

40th Anniversary Edition“,

www.taschen.com


BUCH

RATGEBER

Freude trotz Sorgen

und Homeoffice

Die queeren Safe Spaces, die Klubs, die Bars, die Fitnessstudios

sind geschlossen, das Community-Leben ist runtergefahren,

jetzt zählen private Kontakte, Freundschaften und auch die Familie,

um nicht den Lebensmut zu verlieren.

FOTO: M. RÄDEL

Auch die Arbeitswelt

hat sich verändert: Statt

früherer relativer Sicherheit

geht nun die Angst um, den

Job zu verlieren. Und auch

wer eine sichere Arbeit hat,

muss im Homeoffice oder in der

Quarantäne auf lieb gewonnene

Bekannt- und Freundschaften im

Büroalltag verzichten. Man tippt und

telefoniert zu Hause vor sich hin, statt

zwischendurch mal einen kleinen Schwatz

mit dem Kollegen als Hirnentspannung

genießen zu können. Zumindest kann

man dann aber hoffen, dass es bald wieder

ein „neues Normal“ geben wird, dass man

wieder zusammen arbeiten und auch Spaß

und Austausch haben kann. Live, nicht nur

digital oder mit Abstand.

Was aber, wenn der Vorruhestand in greifbare

Nähe gerückt ist? Oder wenn man

das Arbeitsleben beendet hat? Wer keine

Haustiere hat, die neben all den kommenden

Arztbesuchen für einen geregelten

Tagesablauf sorgen, der hat vor allem

eines: Zeit. Viel Zeit. Keine Verpflichtungen,

aber auch weniger bis keine Kontakte.

Und immer ausschlafen ist auch keine

Lösung! Genau dieser Thematik nahm sich

Prof. Axel Beyer, Jahrgang 1950, in seinem

neuen Buch „Immer ausschlafen ist auch

keine Lösung“ an. Es sei ein „herzlich

gelassener Ratgeber über das Leben im

Ruhestand“, so der veröffentlichende

Verlag. Der Autor verrät augenzwinkernd:

„Seien Sie heiter, haben Sie Freude. Und

lassen Sie sich nicht ärgern, sondern ärgern

Sie zurück.“ In 28 Betrachtungen bereitet

uns der Autor auf den unausweichlichen

letzten Lebensabschnitt vor. Mit einer

Prise Witz, viel Wissen und viel Erfahrung.

„Der Kindergarten bereitet uns auf die

Schule vor, die Schule auf die Ausbildung,

die Ausbildung auf den Beruf. Und wer

bereitet uns auf die dritte Lebenshälfte

vor, auf den Ruhestand?“

Axel Beyer begann als Schauspieler und

Regisseur, 1983 wechselte er zum Fernsehen

und blieb diesem Medium in leitenden

Positionen beim SFB, dem WDR und dem

ZDF bis 2009 treu. Als Programmdirektor

der Endemol Deutschland Holding

und als Chefproducer bei Kirch Media

Entertainment prägte er auch den privaten

Fernsehsektor. Der Buchautor ist Leiter

der Media School Köln an der Hochschule

Fresenius. Sein Buch „Immer ausschlafen

ist auch keine Lösung – Aufheiterungen

für die dritte Lebenshälfte von A bis Z“ von

Prof. Axel Beyer ist über 130 Seiten stark

und beim Verlag tredition erschienen. *rä

BILDBAND

Das Buch zum Tom

Der bekannte Fotograf Henning von Berg

ist einer der Männer, die an dem neuen

Buch über DEN „Leder-Fetisch-Zeichner“

überhaupt beteiligt sind.

Das Buch „Made in Germany – Tom of

Finland“ konzentriert sich auf die besondere

Beziehung von Tom of Finlands beispielloser

Karriere in einer damals noch extrem

homophoben Welt und Deutschland.

Zudem ist es eine Art Richtigstellung, wie

Henning von Berg verrät: „Frühere Bücher

hatten einfach immer falsche Informationen

aus früheren Veröffentlichungen kopiert

und eingefügt. Aber falsche Behauptungen

und falsche Schlussfolgerungen werden

durch wiederholte Wiederholungen nicht

wahrer“, so der Künstler. „Für diesen

brandneuen Band forschten die Kuratoren

Juerg Judin und Pay Matthis Karstens und

ihr hoch motiviertes Team in verschiedenen

Städten. In Privatsammlungen fanden sie

verschiedene Kunstwerke, von denen angenommen

wurde, dass sie verloren gingen.

Bisher unbekannte Fakten über Toms frühe

Werke und seine allererste Ausstellung im

Revolt Shop wurden korrigiert. Gerüchte und

Wahrheiten über das, was 1976 in Hamburg

geschah, können nun endlich plausibel

erklärt werden.“ Ein wichtiges Buch, ein

erotisches Kunstbuch und zudem ein ganz

wunderbares Geschenk. *rä

Das Buch „Tom of Finland – Made in

Germany“ ist 200 Seiten stark und

25 x 30 x 26 cm groß.

www.galeriejudin.com


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BUCH

BILDBAND

Glieder, Schwänze, Dödel. Kunst!

Rund 100 erigierte Glieder sind in dem außergewöhnlichen

Bildband „Human Behind the

Penis“ äußerst kunstvoll und nicht pornografisch

versammelt.

Jonas Norén nährte sich dem „besten Stück“

des Mannes mit Raffinesse und ohne falsche

Scham, herausgekommen ist ein Buch, für das

man sich nicht schämen muss. „Indem das

Buch eine Vielfalt von Penissen zusammen mit

ihrer eigenen, sehr persönlichen Geschichte

zeigt, schafft es ein sehr intimes Gefühl und

trägt dazu bei, das Selbstwertgefühl bei denen

zu stärken, die sich in Bezug auf ihre eigenen

Penisse unsicher fühlen“, verrät der Künstler

über den Band. „Human Behind the Penis“ sei

„ein wunderschönes und verschwenderisches

Fotobuch, das als Vorbild für diejenigen

dienen soll, die in Körperkunstfotografien

im Allgemeinen nicht dargestellt werden“.

Denn außerhalb der Welt der Vollerotik ist der

steife Schwanz selten zu sehen. Meist soft,

im Schatten oder verdeckt – das männliche

Geschlechtsteil ist nicht gerade im Fokus der

Kunstwelt, ganz anders als die weibliche Brust,

ganz anders, als es etwa in der Antike üblich

war. „Mit dem Buch wollte ich viele verschiedene

Arten von erigierten Penissen zeigen, die

alle auf ihre Weise schön sind“, so Jonas Norén.

Es geht aber nicht nur um das Glied!

Der Schwede arbeitete seit 2015 an dem

Buch, reiste nach Spanien, Dänemark,

Deutschland und auch in die USA. Sein Buch

erzählt Geschichten von Männern, die auch

Schweres erlebt haben. Sie bleiben aber

anonym. Fast. *rä

www.humanbehindthepenis.com

ROMAN

Paolo, der Empath

Ein packendes und auch sexuell aufgeladenes

Buch, das sich nur an Erwachsene

richtet. Science-Fiction-Krimi mit starker

Erotik, die durch Worte, nicht durch Bilder

erzeugt wird.

„Meine Geschichten enthalten Elemente aus

(Hard) Science Fiction, Krimi, Thriller, Wissenschaft

und klassischem Liebesroman“, so

Mike Gorden über seine Kunst und sein Buch

„EMPATH“. Erzählt wird von Paolo Costa (19),

der einst von Martin aus einer psychiatrischen

Klinik befreit wurde und seitdem für seinen

Befreier als Escort arbeitet. Was Paolo besonders

macht, ist seine Fähigkeit, die Gefühle

anderer zu spüren, ohne mit ihnen zu sprechen.

Und von Kommissar Torsten Jäger, der

nach Vermissten sucht und auf Paolo stößt.

„Die Geschehnisse in dieser Geschichte sind

fiktiv; die handelnden Personen sind frei

erfunden. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen

Geschehnissen oder Personen wäre rein

zufällig. Die Geheimgruppen ‚Moíra‘ und das

‚Konsortium‘ existieren ebenfalls nicht, auch

wenn da einige Verschwörungstheoretiker

insbesondere beim Konsortium anderer

Meinung sein mögen“, so der Bremer Autor.

„Meine Protagonisten Mark und Stefan,

Andreas, Torsten und vor allem Paolo habe

ich so liebgewonnen, dass ich mir wünsche,

sie würden wirklich existieren und ich könnte

gelegentlich etwas Zeit mit ihnen verbringen.

Mit den Jungs um die Häuser ziehen oder mit

Paolo ... nein, das führt jetzt zu weit.“ *rä

www.mikegorden.de

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ROMAN

Schwudenten, Coming-out und Big Jim

FOTO: LAURA WESTERMANN PHOTOGRAPHY

Der neue Roman von Rainer Vollath hat das

Zeug dazu, den Leser gut zu unterhalten und

bestens durch den Frühling zu bringen.

Wenn der Alltag zu belastend wird, dann hilft

Lesen. Und besonders Romane, die so ungewöhnlich

und queer sind wie dieser aktuelle

des Autors aus Bayern. In der autobiografischen

(!) Coming-of-Age-Geschichte „Erinnerung an

eine Unsichtbare“ erzählt der auch malende

Autor von Matthias, der sein Coming-out auf

dem Land hat, später in München und auch in

Paris lebt. An seiner Seite: die magersüchtige

Sandrine, die ihm wichtig ist, die er aber, im

Gegensatz zu der Puppe Big Jim, unsexy findet.

Er ist ja auch schwul – und zudem steckt

Matthias durchweg in verkorksten Beziehungen

und politischen Debatten, immerhin

ist er in der schwulen Hochschulgruppe „Die

Schwudenten“.

Das 400 Seiten starke Taschenbuch

„Erinnerung an eine Unsichtbare“ ist eine

queere Zeitreise von den 1970ern bis zur

Jahrtausendwende. Besonders interessant wird

es, wenn man den autobiografischen Aspekt im

Hinterkopf hat. Ein schönes Geschenk! *rä


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gilt bei Anfrage und Genehmigung bis zum 31.03.2021. Individuelle Preise und Finanzangebote erhalten Sie bei uns. Unser Autohaus vermittelt Darlehensverträge mehrerer

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