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SPORTaktiv August 2023

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ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

FIT | RUN | BIKE | OUTDOOR<br />

€ 6<br />

AUGUST<br />

SEPTEMBER<br />

<strong>2023</strong><br />

www.sportaktiv.com<br />

Wegbereiter<br />

Neue Trends in der Bike- und Outdoor-Branche.<br />

Und unser Übergang in eine grünere Zukunft.<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 03Z034992M, RETOUREN AN POSTFACH 100, 1350 WIEN, TOP TIMES MEDIEN GMBH,<br />

GADOLLAPLATZ 1, 8010 GRAZ, FOTO: SAALBACH.COM/DANIEL ROOS<br />

FIT STARKE MUSKELN RUN SCHNELLE BEINE BIKE GÜNSTIGES LEASING


MEIN HAFERRIEGEL<br />

-ZERTIFIZIERT<br />

MIT HONIG<br />

OHNE ZUSATZSTOFFE VEGETARISCH LAKTOSEFREI


EDITORIAL<br />

Alfred Brunner<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Geschäftsführer<br />

alfred.brunner@styria.com<br />

Nicht träumen, tun!<br />

Die Sommer- und Herbstmonate mit den langen Tagen und warmen<br />

Temperaturen bieten uns Aktivsportlern optimale Bedingungen<br />

für die Verwirklichung all jener Abenteuer, die schon lange in uns auf<br />

die Umsetzung warten. „Nicht träumen, tun!“ lautet daher nicht nur<br />

der Bildtext auf Seite 84, sondern ist Auftrag an uns alle! Egal ob<br />

kurzes Mikroabenteuer vor der Haustür, anspruchsvolles Alpenabenteuer<br />

oder das „Once-in-a-lifetime-Projekt“ in einer entfernten<br />

Ecke der Erde: Der Erfolg jedes Abenteuers beginnt mit den drei<br />

Buchstaben TUN.<br />

Der Erfolg<br />

jedes Abenteuers<br />

beginnt mit<br />

den drei Buchstaben<br />

TUN.<br />

Diese <strong>SPORTaktiv</strong>-Ausgabe motiviert auf<br />

vielfältige Art und Weise zum aktiven Tun. Wir<br />

zeigen, dass Kraftsport speziell für uns Ausdauersportler<br />

mit zunehmendem Alter absolut<br />

notwendig ist. Wir präsentieren faszinierende<br />

Produkttrends nach unseren Besuchen auf der<br />

EUROBIKE in Frankfurt sowie auf der OUT-<br />

DOOR by ISPO in München. Unsere Top 20<br />

Herbstläufe, Top 20 MTB-Hüttentouren sowie<br />

Top 20 Familienwanderungen bieten konkrete Event- und Tourentipps.<br />

Und wir laden dich ein zum gemeinsamen Tun beim Gravelbikecamp<br />

am Wörthersee oder beim Wandercamp am Nassfeld.<br />

THE RUN<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

Unsere Personality-Storys zeigen ganz besondere Sportler, die faszinieren.<br />

Viel Spaß und wachsende Motivation mit dem neuen Trailrunning-Weltmeister<br />

Benjamin Roubiol, der Bikerin Steffi Marth, dem<br />

Gravelbiker Max Riese sowie dem Spitzenalpinisten Simon Gietl.<br />

Für Anregungen zum Besserwerden an alfred.brunner@styria.com<br />

sag ich wie immer „Danke“.<br />

Bleib fit,<br />

P.S.: Das echte Leben ist analog – geh raus und spür es!<br />

FOTO: Thomas Polzer<br />

Hol dir dein <strong>SPORTaktiv</strong> bequem per Post nach Hause!<br />

Sechs Stammausgaben inkl. vier Guides pro Jahr um € 36,–<br />

Abobestellung: 01-51414-800, abo@sportaktiv.com<br />

Vertrieb Österreich<br />

Deeluxe Sportartikel Handels GmbH<br />

Europastraße 8 / I . A-6322 Kirchbichl<br />

T + 43 (0) 5332 930 81<br />

e-mail: info@deeluxe.com<br />

www.deeluxe-sportartikel.com


GREEN<br />

SPECIAL<br />

Schlauchlos 82<br />

Wie man am Mountainbike<br />

schlauchlos, sprich „Tubeless“<br />

glücklich wird<br />

+Top 6 Tubless-Zubehör<br />

Orientieren im<br />

„Grünen“ 14<br />

Wie man als Sportler die<br />

Natur mit seinen Kaufentscheidungen<br />

schützt<br />

Nächster Halt<br />

Natur 22<br />

Über den möglichst<br />

kleinen ökologischen<br />

Fußabdruck im Urlaub<br />

FIT<br />

Einfach stark 26<br />

„<strong>SPORTaktiv</strong>-Doc“ Robert<br />

Fritz motiviert zu mehr<br />

Krafttraining<br />

Stabile Sache 30<br />

So gelingt die Ganzkörperkräftigung<br />

daheim und<br />

unterwegs<br />

+Top 6 Übungen<br />

Versuchs mal mit<br />

Proteinen 32<br />

Was man nach dem Sport<br />

am besten isst, und welche<br />

Rolle Proteine dabei haben<br />

+Top 6 Recovery-Produkte<br />

6 10 Fragen<br />

9 Fit mit Sumi<br />

36 Kelag Sport-Talk<br />

42 Rezept-Tipp<br />

146 Impressum<br />

146 Nachspiel<br />

CAMPS<br />

106 Gravelbike-Camp<br />

138 Herbstwander-Camp<br />

14<br />

RUN<br />

Eins mit der<br />

Landschaft 46<br />

Der frischgebackene<br />

„Trail Long“-Weltmeister<br />

Benjamin Roubiol im Talk<br />

Schnelle Beine 50<br />

Intervall, Fahrtenspiel<br />

und Tempoläufe – alles für<br />

mehr Speed beim Laufen<br />

+ Laufen wie Sebastian Frey<br />

Agile Klassiker 54<br />

Warum leichtes Schuhwerk<br />

für schnelle Einheiten<br />

immer Saison hat<br />

+Top 6 Lightweight-Trainer<br />

Herbstzeit ist<br />

Erntezeit 56<br />

Warum Laufevents im<br />

Herbst besonders viel<br />

Spaß machen<br />

+Top 20 Herbstläufe<br />

Straße & Trail<br />

BIKE<br />

Motoren am<br />

Vormarsch 64<br />

Bike-Trends und -Neuheiten,<br />

eingesammelt auf der<br />

Eurobike in Frankfurt<br />

+Top 12 Eurobike-Neuheiten<br />

Fokus Fahrwerk 74<br />

Worauf es beim Setup von<br />

Gabel und Dämpfer am<br />

Trailbike ankommt<br />

+Top 6 Trailbikes<br />

84<br />

FOTO: Marco Fischer FOTO: Martini Sportswear/Andre Schönherr<br />

Weit gereist 84<br />

Bike-Multitalent Steffi<br />

Marth erzählt, wie sich ihr<br />

Lebenstraum so lebt<br />

Zünftige<br />

Hüttengaudi 94<br />

Mit dem Bike hoch auf die<br />

Almen und zu den Hütten?<br />

Unbedingt!<br />

+Top 20 Hüttentouren<br />

Ohne Support,<br />

mit Spaß 104<br />

Max Riese über lange<br />

Solo-Distanzen und die<br />

Lust am Gravelbiken<br />

Ein Top-Bike<br />

als Job-Bike 110<br />

Alles rund um das aktuell<br />

boomende Thema „JobRad“<br />

OUTDOOR<br />

Der „Kreis“<br />

in die Zukunft 120<br />

Auf der "Outdoor by ISPO"­<br />

Messe stand Kreislaufwirtschaft<br />

im Mittelpunkt<br />

+Top 6 Messe-Neuheiten<br />

Gratwanderer 124<br />

Simon Gietl, ein Alpinist<br />

der neuen Generation und<br />

seine Sicht der Berge<br />

Mit kleinen<br />

Schritten 132<br />

Wie man samt Nachwuchs<br />

erfolgreich durch den<br />

Herbst wandert<br />

+Top 20 Tourentipps<br />

004


Den Sommer<br />

hochleben lassen.<br />

Hoch hinaus auf Sommerfrische: In den Falkensteiner<br />

Hotels & Residences haben Sie unzählige Möglichkeiten,<br />

Ihren Sommerurlaub aktiv in den Bergen zu verbringen.<br />

Jetzt buchen auf falkensteiner.com


10 FRAGEN<br />

Alban Lakata<br />

„Macht viel Training mit<br />

geringer Intensität!“<br />

Was magst<br />

1 du an dir?<br />

Meine Zielstrebigkeit.<br />

Was fehlt<br />

2 unserer<br />

Gesellschaft?<br />

Eine Menge an<br />

Hausverstand.<br />

Wann hattest du<br />

3 zuletzt Angst?<br />

Und wie hast du sie<br />

be wältigt?<br />

Als ich vor ein paar<br />

Wochen bei einem<br />

starken Gewitter<br />

mit dem Bike in den<br />

Bergen unterwegs<br />

war und Blitze nur<br />

so neben mir reinkrachten.<br />

Ich hab<br />

mich am Glauben<br />

festgehalten, dass<br />

die Blitze sich zuerst<br />

die hohen Bäume<br />

aussuchen.<br />

Was gibt dir<br />

4 Hoffnung?<br />

Der Nachwuchs.<br />

Deine Lieblingsserie?<br />

Warum? 5<br />

Sherlock Holmes.<br />

Ich liebe es, knifflige Aufgaben<br />

zu lösen.<br />

Was würdest du noch gerne<br />

6 lernen wollen?<br />

Paragleiten, denn das würde mir<br />

jedes Mal den schmerzhaften<br />

ZUR PERSON<br />

Alban Lakata (44) aus Lienz (Osttirol)<br />

finishte den Ötztaler Radmarathon<br />

<strong>2023</strong> als Zweiter. Der 3-fache UCI-<br />

MTB- Marathon-Weltmeister feierte<br />

überdies Erfolge bei der Bike Transalp<br />

sowie beim Leadville 100.<br />

FOTO: Team Bulls<br />

Muskelkater vom Abwärtslaufen<br />

ersparen ;-).<br />

Was bereust du?<br />

7 Und warum?<br />

Dass ich keine weitere<br />

Fremdsprache als Englisch<br />

in der Schule gelernt<br />

habe. Die Sprache<br />

des jeweiligen Landes<br />

zu beherrschen öffnet<br />

dir meist viele Türen.<br />

Dein Trainingstipp<br />

8 für unsere Leser?<br />

Macht viel Training mit<br />

geringer Intensität,<br />

sprich im Fettstoffwechsel.<br />

Nur dieser Trainingsbereich<br />

bringt die<br />

vielen positiven Effekte<br />

des Ausdauersports.<br />

Was wäre dein<br />

9 Regenerationstipp?<br />

Ich liebe es, an Ruhetagen<br />

zu wellnessen. Mehrere<br />

Saunagänge helfen<br />

zu entschlacken und<br />

Muskeln zu lockern.<br />

Das Kneippen im Anschluss<br />

machen müde<br />

Beine wieder frisch.<br />

Bitte noch<br />

10 um deinen<br />

Ernährungstipp?<br />

Speziell bei längeren Trainingseinheiten<br />

viel leicht verdauliche<br />

Kohlehydrate essen. Das verhindert<br />

Heißhungerattacken danach und<br />

steigert die Effizienz der Trainingseinheit.<br />

006


GLÜCK IST<br />

25 JAHRE<br />

GUTE<br />

PARTNER-<br />

Fotos © ÖPC / GEPA pictures<br />

SCHAFT.<br />

„Playsponsible – Gemeinsam Verantwortung leben“ ist Leitgedanke für alle unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Die gesellschaftliche Verantwortung<br />

der Österreichischen Lotterien geht daher weit über den Spielerschutz hinaus. So sind wir seit der Gründung des Österreichischen Paralympischen<br />

Committees im Jahre 1998 stolzer Partner und Sponsor. Ohne unsere langjährige Unterstützung wären dem Behindertensport in Österreich<br />

viel engere Grenzen gesetzt. Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und wünschen weiterhin viel Erfolg!<br />

sponsoring.lotterien.at, playsponsible.at


ZITAT<br />

Wer viel Geld hat,<br />

kann sich teure Sachen<br />

kaufen. Wer kein Geld<br />

hat, kann singen,<br />

tanzen und lachen.<br />

Haile Gebrselassie, Lauflegende<br />

zitiert aus dem Buch HELDENSTOFF<br />

(Autor Axel Rabenstein, Meyer & Meyer Verlag)<br />

008


FIT MIT SUMI<br />

Christoph Sumann<br />

Als Biathlet viele Jahre Weltklasse, jetzt<br />

FOTO: Christoph Sumann<br />

leidenschaftlicher Freizeitsportler.<br />

Wir<br />

Timmelsjocher<br />

230 km, 5500 hm und 4 Pässe: Kühtaisattel, Brennerpass, Jaufenpass<br />

und Timmelsjoch. Das sind die Eckdaten des Ötztaler Radmarathons.<br />

Als ehemaliger Finisher und einstiger Leistungssportler bin ich<br />

heuer gefragt worden, ob ich als rasender Reporter für den Livestream<br />

bei diesem Radmarathon-Klassiker unterwegs sein möchte.<br />

Natürlich sind da Erinnerungen an mein eigenes Antreten beim Ötztaler<br />

2015 wach geworden: Eineinhalb Jahre nach meinem letzten Olympiaauftritt<br />

im Biathlon bin ich als nunmehriger Freizeitsportler (und<br />

geschwächt durch eine vorangegangene Magengrippe) den Jaufenpass<br />

hinauf fürchterlich eingegangen – und dann ist erst das Timmelsjoch<br />

gekommen. Das war zweifellos der längste Anstieg meines<br />

Lebens. Die 32 km, 1750 hm und ca. 30 Kehren haben sich endlos vor<br />

mir aufgetürmt. Von den 9:05 Stunden bin ich gefühlte 4 Stunden im<br />

ersten Gang gefahren.<br />

Entsprechend konnte ich mich in<br />

Viele schieben,<br />

bleiben immer<br />

wieder stehen, sind<br />

völlig abgekämpft.<br />

Salzkrusten überall<br />

auf Trikots und<br />

Hosen.<br />

sehr viele hineinversetzen, die wir mit<br />

Kamera und Mikrofon heuer ab 6.30<br />

Uhr früh begleitet haben. Damals bei<br />

meinem Antreten war es auch ähnlich<br />

heiß wie heuer. Nach dem Jaufenpass<br />

war es schon sehr warm, aber ab St.<br />

Leonhard war dann brütende Hitze, und<br />

viele, viele von den 4000 Startern haben<br />

mit dem Anstieg und den Temperaturen<br />

extrem zu kämpfen gehabt.<br />

Die Dramen, die sich dort abspielen:<br />

ein Strom von Fahrern und Fahrerinnen,<br />

die sich das Timmelsjoch raufquälen.<br />

Viele schieben, bleiben immer wieder stehen, sind völlig abgekämpft.<br />

Die Emotionen, die dabei entstehen. Salzkrusten überall auf<br />

den Trikots und Hosen. Aber alle irgendwie immer gut gelaunt.<br />

Unbeschreiblich, wenn sie dann nach endlosen Stunden wirklich<br />

durch sind bei der Mautstation, die Faust ballen und wissen: Jetzt haben<br />

sie es gleich geschafft. Um 19.30 Uhr ist Schluss am Timmelsjoch.<br />

Den Letzten dort haben wir bis ins Ziel begleitet, ein Fahrer aus dem<br />

Waldviertel mit langer Hose. Auf meine Frage – „Wieso fährst du mit<br />

langer Hose?“ – hat er gemeint, er habe eh kurz überlegt, ob er sie ausziehen<br />

soll, aber dann hätte er es wahrscheinlich nicht bis 19.30 Uhr<br />

aufs Timmelsjoch rauf geschafft. Großartige Antwort. Er war einfach<br />

megahappy – wie alle, die an dem Tag die Ziellinie gesehen haben.<br />

Lauftraining<br />

mit dem Profi<br />

Haben Sie Interesse, gemeinsam mit<br />

einem Trainer von Olympiaformat<br />

zu trainieren? Dann seien Sie dabei<br />

beim Lauf-Retreat im Hotel GUT<br />

Trattlerhof & Chalets**** in<br />

Bad Kleinkirchheim!<br />

Vom 12. bis 15. Oktober <strong>2023</strong> bereitet<br />

RunAustria Headcoach Johannes<br />

Langer für Sie ein konzeptionelles<br />

und abwechslungsreiches Trainingsprogramm<br />

über vier Tage vor, das<br />

Sie beim Laufen weiterbringt.<br />

Laufen & Urlaub lässt sich in der<br />

malerischen Landschaft der Kärntner<br />

Nockberge harmonisch verbinden.<br />

Daher steht das Sich-Wohlfühlen<br />

bei den Trainingseinheiten wie<br />

in der Freizeitgestaltung im<br />

Vordergrund.<br />

Lassen Sie sich im Hotel GUT<br />

Trattlerhof & Chalets**** verwöhnen,<br />

genießen Sie das familiäre Flair und<br />

die nachhaltige Ausrichtung des<br />

geschichtsträchtigen Hauses.<br />

Kosten für Aufenthalt und Lauf-<br />

Retreat: ab € 650,– pro Person<br />

Alle Details zum Programm:<br />

www.trattlerhof.at<br />

Als Trainer von<br />

Olympioniken wie<br />

Marathon-Rekordhalter<br />

Peter Herzog<br />

betreut Johannes<br />

Langer unter anderem<br />

die Kärntner Top-<br />

Athletin Eva Wutti.<br />

Hotel GUT Trattlerhof & Chalets****<br />

Gegendtalerweg 1, A-9546 Bad Kleinkirchheim<br />

Tel: +43 (0) 4240 8172 E-Mail: hotel@trattlerhof.at


010<br />

Rad fahren, sanft & wild<br />

Klagenfurt liegt am Wörthersee, die schroffen<br />

Karawanken bilden das Panorama. Für Radfahrer<br />

ergeben sich rund um die Kärntner Landeshauptstadt<br />

ideale Bedingungen für jeden Anspruch.<br />

Es gibt sanft kupiertes Gelände genauso<br />

wie knackige Anstiege, man rollt durch die Natur<br />

und genießt herrliche Ausblicke – wie auf<br />

dem Bild vom Radsberg aus. Die mediterrane<br />

Klagenfurter Innenstadt steht dazu im Kontrast<br />

zur südalpinen Landschaft.<br />

Genau das<br />

zeichnet Klagenfurt am<br />

Wörthersee für genussvolle<br />

Rennradtage aus.<br />

www.visitklagenfurt.at<br />

FOTO:Franz Gerdl


011


ROSSIGNOL<br />

Nachhaltig carven<br />

Der aus recycelten Materialien hergestellte<br />

ESSENTIAL-Ski ist die umweltbewusste<br />

Wahl für die Piste.<br />

Die ESSENTIAL-Ski von Rossignol sind ein fester<br />

Bestandteil der kommenden Rossignol-Kollektion<br />

und das Aushängeschild für Nachhaltigkeit<br />

im Skisport. Für den Traditionshersteller Rossignol repräsentieren<br />

die ESSENTIAL-Ski das angestrebte Ziel<br />

einer Kreislaufwirtschaft. Rossignol ist bemüht, alle<br />

Produktlinien so nachhaltig wie möglich zu gestalten,<br />

und das ist speziell bei den ESSENTIAL-Ski gelungen.<br />

Denn die ökologisch konzipierten Ski bestehen zu 62 %<br />

aus recycelten, zertifizierten<br />

natürlichen und biologisch<br />

erzeugten Materialien<br />

und für das Dekor sind<br />

weder Lösungsmittel noch<br />

Wasser notwendig.<br />

Alte ESSENTIAL-Ski<br />

können später bei einer<br />

Sammelstelle abgegeben<br />

werden, dort werden sie zu<br />

77 % recycelt und liefern<br />

im Sinne der Kreislaufwirtschaft<br />

neue Materialien<br />

(35 % Aluminium, 7 % Stahl und 35 % Holz) für die<br />

Gartenbau-, Bau- und Automobilindustrie. Teilweise finden<br />

sich die Materialien auch in neuen Rossignol-Ski<br />

wieder. Intakte Ski hingegen werden fachmännisch repariert<br />

und über Second-Life-Lösungen wiederverwendet.<br />

Die Ski werden in Sallanches, Frankreich, hergestellt,<br />

wobei der benötigte Strom aus erneuerbaren<br />

Energiequellen stammt. Die ESSENTIAL-Ski werden<br />

durch ausgewählte Händler oder über rossignol.com<br />

verkauft.<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.rossignol.com<br />

EW<br />

CHANGE OUR TOMORROW!<br />

ANZEIGE / FOTOS: Rossignol<br />

FOTO: La Sportiva<br />

Seit vielen Jahren beschäftigt sich SALOMON intensiv<br />

mit den gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen<br />

seiner Aktivitäten. Dies gipfelte nun im ersten Impact-<br />

Report des Unternehmens, der den aktuellen Stand der<br />

Nachhaltigkeitsbestrebungen und den weiteren Fahrplan<br />

bis 2030 umfasst. Mit innovativen Neuerscheinungen in<br />

verschiedenen Produktbereichen hat Salomon schon jetzt<br />

die Basis für eine klimaneutrale Zukunft gelegt – das Programm<br />

dazu heißt „Change our tomorrow“. Damit möchte<br />

Salomon auch dem ausgeprägten Nachhaltigkeitsbewusstsein<br />

der Outdoor-Sportler:innen mit entsprechenden<br />

Angeboten begegnen.www.salomon.com<br />

Lauf in die Zukunft<br />

Der Triumph RFG von SAUCONY vereint alle technischen<br />

Details, die Laufbegeisterte am Triumph lieben, mit Materialien,<br />

die zukunftsweisend und umweltfreundlich sind.<br />

Bei dem Laufschuh werden pflanzliche Farbstoffe im<br />

Obermaterial mit einer 55-%-PWRRUN BIO+ Schaumstoffdämpfung<br />

auf<br />

Maisbasis kombiniert.<br />

Der nächste Wohlfühl_<br />

lauf kann kommen. Ab<br />

Mitte September ist er<br />

im Handel erhältlich.<br />

www.saucony.com<br />

FOTO: Salomon<br />

Funktional und nachhaltig<br />

Nachhaltigkeit spielt auch in der Bekleidungs-Kollektion<br />

von LA SPORTIVA<br />

eine immer größere Rolle. Das Pacer<br />

T-Shirt aus der Mountain Running®-Linie<br />

besteht zu 100 % aus recyceltem Polyester<br />

und lässt sich dank der bluesign®-zertifizierten<br />

Polygiene®-Technologie länger<br />

tragen, ohne dass es zu unangenehmer<br />

Geruchsbildung kommt. Es muss damit<br />

weniger oft gewaschen werden.<br />

UVP: € 60,– <br />

www.lasportiva.com<br />

012<br />

FOTO: Saucony


FOTO: Patagonia<br />

Patagonia feiert 50 Jahre<br />

„Business unusual“<br />

Aus diesem Anlass schaut das Outdoor-<br />

Bekleidungs- Unternehmen in die Zukunft.<br />

„Aus Sicht von PATAGONIA setzt jede<br />

Hoffnung auf einen gesunden Planeten –<br />

sowie auf ein gesundes Unternehmen – voraus,<br />

dass alle Menschen mit den ihnen zur<br />

Verfügung stehenden Ressourcen alles dafür<br />

tun, was möglich ist“, heißt es von dem<br />

Unternehmen. „Für Patagonia bedeutet<br />

dies, im Geschäft zu sein, um den Heimatplaneten<br />

zu retten und gleichzeitig auch<br />

noch Spaß zu haben.“ Konkret wolle man<br />

sich auch in den nächsten 50 Jahren unermüdlich<br />

auf Qualitätsprodukte und eine<br />

qualitativ hochwertige Beziehung zur Natur<br />

konzentrieren.eu.patagonia.com<br />

FOTO: Chillaz<br />

S<br />

€ 69,99. www.loeffler.at<br />

NACHHALTIGKEIT<br />

News | Events | Produkte<br />

Upcycling-Radtrikot aus Stoffresten<br />

Aus dem Wunsch heraus, möglichst<br />

wenig Abfall zu produzieren, hat der<br />

österreichische Sportbekleidungshersteller<br />

LÖFFLER<br />

das Trikot „Lefty“ entwickelt.<br />

Es besteht aus Stoffresten<br />

der Löffler-Strickerei – sogenannten<br />

„Leftovers“. 1092 m 2<br />

Stoff konnten vor der Entsorgung<br />

gerettet werden – ein starkes<br />

Statement für nachhaltigen<br />

Umgang mit Ressourcen. UVP:<br />

Für Strand und Berg<br />

Die „Wilder Kaiser Hose“ von CHILLAZ bleibt, wo sie hingehört,<br />

ohne Druckstellen unter dem Klettergurt. Die Oberschenkeltasche<br />

ist trotz Gurt gut erreichbar, der Stoff ordentlich<br />

robust, dehnt sich hervorragend und ist laut Chillaz „saubequem“.<br />

Chillaz steht für Produkte und Materialien made<br />

in Europe und für faire Arbeits bedingungen. www.chillaz.com<br />

FOTO: Löffler<br />

> KFZ-Versicherung<br />

> www.hdi.at/kfz<br />

FAHR FREUDE<br />

Nachhaltig unterwegs mit<br />

starken Versicherungspaketen


NACHHALTIGKEIT<br />

Industrie<br />

SCHÜTZEN, WAS WIR<br />

LIEBEN. Outdoorsportler<br />

können das auch durch ihre<br />

Kaufentscheidungen tun.<br />

FOTO: Martini Sportswear/Andre Schönherr<br />

014


Orientieren<br />

im „Grünen“<br />

Nicht vom Draußen-Sein ist hier die Rede, sondern<br />

vom Ausrüsten fürs Draußen. Denn vielen ist heute<br />

der Fußabdruck ihres Sportequipments nicht egal.<br />

Aber woran orientiert man sich beim Kauf?<br />

von Christof Domenig<br />

015


NACHHALTIGKEIT<br />

Industrie<br />

I<br />

mmer mehr outdoor- und<br />

sportaffine Menschen machen<br />

sich Gedanken und<br />

wollen sich nicht mit „bloß“<br />

funktionalen, sondern auch<br />

mit möglichst nachhaltigen<br />

Produkten ausstatten. Solchen, die<br />

einen kleinen Impact auf Natur und<br />

Klima haben, aber auch unter fairen<br />

Bedingungen gefertigt werden.<br />

Gehen wir das Thema dieses Mal<br />

mit ganz konkreten Fragestellungen<br />

an. Wie kann ich mich möglichst<br />

bewusst und verantwortungsvoll<br />

ausrüsten, worauf kann und<br />

soll ich beim Kaufen achten? Welche<br />

Rolle spielen etwa der Produktionsstandort<br />

und die verwendeten<br />

Materialien für ein nachhaltiges<br />

Produkt – und welche falschen Mythen<br />

kursieren hier vielleicht?<br />

Wir haben uns mit den Verantwortlichen<br />

von drei Unternehmen<br />

unterhalten, die in der Outdoorbranche<br />

den Ruf haben, mit dem<br />

Thema Nachhaltigkeit sehr verantwortungsbewusst<br />

umzugehen: dem<br />

deutschen Unternehmen Ortovox<br />

als großer Outdoor-Ausstatter im<br />

Alpenraum; dem Salzburger Hersteller<br />

Martini Sportswear als bekannter<br />

rot-weiß-roter Marke im<br />

Bereich Outdoor-Textilien; und<br />

dem Tiroler Unternehmen Chillaz<br />

als vergleichsweise kleiner österreichischer<br />

Marke, die vorrangig<br />

Textilien für den Klettersport herstellt.<br />

Die Essenz der Gespräche<br />

fassen wir hier zusammen – und<br />

Achtung, Spoiler: Nicht alles ist so<br />

eindeutig schwarz-weiß, wie man<br />

manchmal glauben will.<br />

Für David Wilhelm von Chillaz<br />

ist ein erster Indikator, der anzeigt,<br />

ob ein Produkt nachhaltig und verantwortungsvoll<br />

hergestellt worden<br />

sein kann oder nicht, der Preis:<br />

„Wenn man ein Shirt um wenige<br />

Euro sieht, muss man sich im Klaren<br />

sein, dass niemand dafür ordentlich<br />

bezahlt werden kann.“ Natürlich<br />

lässt sich nicht umgekehrt<br />

schließen, dass preisintensive Produkte<br />

zwingend nachhaltiger sind,<br />

„aber es gibt eine gewisse Grenze,<br />

wo jeder vom Bauchgefühl her sagen<br />

kann: Das geht sich nicht aus.“<br />

„Es gibt nicht das eine nachhaltige<br />

Produkt, das die Welt rettet –<br />

aber was viele Produkte können, ist,<br />

in dem Bereich besonders gut zu<br />

sein, der dir am meisten am Herzen<br />

liegt“, rät Lisa Pfeiffer von Ortovox<br />

Konsumenten als Erstes, sich zu<br />

überlegen, welcher Bereich Nachhaltigkeit<br />

einem persönlich wichtig<br />

ist. Aus Ortovox-Sicht lasse sich das<br />

Thema grob auf auf vier große Säulen<br />

stellen: Eine soziale Säule, „die<br />

soziale Verantwortung in der Lieferkette<br />

betreffend, dass etwa Beschäftigte<br />

in der Schneiderei res-<br />

Nachhaltig<br />

verpackt<br />

Outdoor-Spezialist Chillaz<br />

setzt auch bei der Verpackung<br />

auf Nachhaltigkeit.<br />

Chillaz hat sich entschieden,<br />

für seine Outdoorbekleidung<br />

von Plastik auf Papierverpackungen<br />

umzusteigen. Dünne Teile<br />

werden in einer Banderole verpackt,<br />

während dickere Kleidungsstücke<br />

und Hosen in einer stabilen<br />

Papiertüte verschickt werden. Die<br />

Klettermarke verwendet außerdem<br />

Papierklebeband, um eine einfache<br />

Entsorgung zu ermöglichen. Nur<br />

bei der Lieferung aus den europäischen<br />

Produktionsstätten schützt<br />

ein großer Plastiksack pro Karton<br />

die Bekleidung vor Nässe.<br />

Um einen Beitrag zu nachhaltigem<br />

Wirtschaften zu leisten, scheut<br />

Chillaz keine Mühen und zeigt, was<br />

mit dem nötigen Willen möglich ist.<br />

Im Vergleich zu Plastikverpackungen<br />

sind solche aus Papier biologisch<br />

abbaubar, recycelbar und somit<br />

umweltfreundlicher. Diese Bemühungen<br />

zur Nachhaltigkeit sind<br />

nicht nur wichtig für Chillaz selbst,<br />

sondern auch für Kunden, denen an<br />

umweltschonenden Optionen für<br />

ihre Outdoor- und Kletterbekleidung<br />

gelegen ist. Überzeug dich<br />

selbst, wenn du dich für ein Chillaz<br />

Teil entscheidest!<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.chillaz.com<br />

ANZEIGE /Chillaz; David Wilhelm<br />

016


FOTO: Ortovox/Jan Enc Euler<br />

„Swisswool“ spielt bei Ortovox eine wichtig Rolle. Die Wolle stammt von Schweizer Schafen.<br />

pektvoll entlohnt werden“. Zweitens<br />

den Klimaschutz, drittens den weiter<br />

gefassten Umweltschutz, wo es<br />

etwa um Chemikalienmanagement<br />

geht. Und viertens die Säule Tierwohl,<br />

etwa Daune oder – Ortovox-spezifisch<br />

– Wolle betreffend.<br />

Der Produktionsort<br />

Viele Konsumenten blicken als Erstes<br />

auf den Produktions standort, um<br />

den Fußabdruck eines Produkts einzuschätzen.<br />

„Sofern es möglich ist,<br />

fertigen wir immer schon in Europa,<br />

heute ca. 98 % unserer Produkte“,<br />

erklärt Ludwig Moz für Martini<br />

Sportswear. In Annaberg in Salzburg<br />

gibt es 53 Mitarbeiter, ein neues<br />

Lager wird einen Kilometer entfernt<br />

gebaut. Die Fertigung selbst<br />

erfolgt bei Martini hauptsächlich in<br />

Bulgarien, Portugal, Litauen und<br />

Italien. „Unser Produktionsleiter ist<br />

zu jeder Saison in den Fabriken,<br />

schaut sich die Arbeitsbedingungen<br />

dort an, wir haben Agenten, die vor<br />

Ort alles kontrollieren.“<br />

Chillaz arbeitet ebenfalls mit<br />

mehreren Fertigungen in Europa<br />

zusammen, am längsten mit einem<br />

Familienunternehmen in Istanbul:<br />

„Hier ist schon eine freundschaftliche<br />

Basis da“, erzählt David Wilhelm.<br />

„Zur Frage, ob Europa<br />

zwangsläufig besser als Asien ist,<br />

muss man sagen: leider nein. Es<br />

geht vielmehr um Handschlagbasis,<br />

einen Umgang auf Augenhöhe.<br />

Dass man hinfährt und sich anschaut,<br />

wie dort gearbeitet wird.“<br />

Ortovox’ CSR-Managerin Lisa<br />

Pfeiffer bestätigt klar die Aussage<br />

Wilhelms: Es kommt nicht ausschließlich<br />

auf „Europa oder Asien“<br />

an – sondern darauf, mit welchen<br />

Partnern konkret zusammengearbeitet<br />

werde. „Bei uns sind die Arbeitsbedingungen<br />

vor Ort sehr<br />

wichtig, wir achten sehr darauf,<br />

langfristig mit Produzenten zusammenzuarbeiten,<br />

die sich diesem<br />

Thema stellen. Wenn es ein schlechtes<br />

Management gibt, ist es egal, wo<br />

das ist: Das kann in Deutschland<br />

Recycled<br />

to Ride<br />

Perfekt für Bikepark und<br />

Trail: VAUDEs Moab Pro<br />

Pants und Longsleeve.<br />

A<br />

bfahrtsorientiert präsentiert<br />

sich die VAUDE Moab Pro<br />

Enduro-Hose. Der Bund ist<br />

hinten höher geschnitten und elastisch,<br />

damit die Hose sitzt wo sie<br />

hingehört und der bike-spezifische<br />

Schnitt mit vorgeformten Knien erlaubt<br />

das Fahren mit Protektore.<br />

Zwei Reißverschluss-Eingriffstaschen<br />

ermöglicht den Zugriff<br />

auf den Inhalt auch beim Biken.<br />

Echt abgefahren ist das hoch abriebfeste,<br />

leichte und sehr elastische<br />

Material der Hose. Aus Altreifen<br />

wird Pyrolyse-Öl gewonnen,<br />

das der herkömmlichen Polyamid-Herstellung<br />

zugeführt wird.<br />

Durch das chemische Recycling<br />

werden bis zu 60 % CO 2<br />

eingespart.<br />

Die Moab Pro Pants ist zudem mit<br />

Eco Finish PFC-frei wasser- und<br />

schmutzabweisend ausgerüstet.<br />

Komplettiert wird das Outfit<br />

durch das passende Langarmshirt:<br />

Das stylishe Moab LS Pro Shirt<br />

macht jede Action im Downhill, im<br />

Flow oder im Bikepark mit. Es<br />

kommt in Camouflage-Optik in sehr<br />

attraktiven Farben und auch im<br />

Material des Shirts stecken aus<br />

Altreifen gewonnenes Pyrolyse Öl.<br />

UVPs: € 140,– (Moab Pro Pants);<br />

€ 90,– (Moab LS Pro Shirt).<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.vaude.com<br />

ANZEIGE / FOTOS: VAUDE/ Moritz Attenberger<br />

017


NACHHALTIGKEIT<br />

Industrie<br />

oder in Vietnam sein“, so die Ortovox<br />

CSR-Managerin.<br />

Und zum Thema „kürzere<br />

Wege“ für weniger CO 2<br />

-Ausstoß?<br />

Auch da komme es nicht ausschließlich<br />

auf den Standort, sondern<br />

auf die Art des Transports an.<br />

Per Frachtschiff etwa lasse sich<br />

der Fußabdruck im Vergleich zur<br />

Luftfracht stark verringern, erklärt<br />

Pfeiffer. David Wilhelm führt auch<br />

an, dass man sich bei Chillaz auch<br />

deshalb für die Türkei entschieden<br />

habe, weil sehr viele Rohstoffe dort<br />

vor Ort vorhanden sind.<br />

FOTO: Chillaz/David Williams<br />

Kletterhose einen kleinen Schönheitsfehler,<br />

ist mir das egal.“<br />

Ähnliches gibt es bei Ortovox:<br />

einen „2nd-Life Shop“ für B-Ware<br />

oder Retourware wie auch einen<br />

Reparaturdienst. Nicht alles kann<br />

repariert werden, aber vieles. Oft<br />

fehle es noch am Bewusstsein für<br />

Reparierbarkeit und dafür, was alles<br />

machbar ist, dass ein Wegwerfen<br />

noch gar nicht nötig wäre: „Es<br />

ist unsere Verantwortung, das noch<br />

publiker zu machen. Aber generell<br />

wächst das Bewusstsein dafür“,<br />

sagt die Ortovox-Managerin.<br />

Materialien – ist Natur besser?<br />

Das Verwenden von Naturmaterialien<br />

und recycelten Kunststoffen –<br />

zwei Dinge, auf die bewusst Konsumierende<br />

in Sachen Material achten<br />

können, so zumindest die spontane<br />

Assoziation. Ortovox hat sich<br />

als Woll-Spezialist etabliert, verwendet<br />

für viele Produkte sogenannte<br />

„Swisswool“, spezielle<br />

Schweizer Schafwolle. Gerade bei<br />

der beliebten Merinowolle komme<br />

es aber auch darauf an, dass sie<br />

ohne für die Tiere schmerzhaftes<br />

Mulesing hergestellt werde, so Lisa<br />

Pfeiffer.<br />

Bei Martini Sportswear spielt<br />

Tencel, eine Funktionsfaser auf<br />

Holzbasis, die noch dazu aus Österreich<br />

stammt, eine wichtige Rolle.<br />

Auf selbige Faser setzt auch Chillaz<br />

in vielen Textilien. Je nach Einsatzbereich<br />

sehen unsere Expert:innen<br />

beim Naturmaterial aber auch<br />

Grenzen, an gewissen Kunststoffen<br />

(oder -anteilen) komme man im<br />

Sinn der Funktion nicht vorbei.<br />

Beim Thema Recycling-Material<br />

habe man bei Martini schon vieles<br />

ausprobiert, so Moz, „etwa recyceltes<br />

Polyester aus alten Fischernetzen<br />

oder Primaloft-Füllungen<br />

aus recycelten PET-Flaschen. Wichtig<br />

ist aber auch, dass der Recycling-Prozess<br />

einfach und der Energiewaufwand<br />

dafür nicht zu hoch<br />

ist, damit sich der CO 2<br />

-Fußabdruck<br />

nicht wieder stark verschlechtert“.<br />

Textilfabrik von Chillaz, ein Familienbetrieb in<br />

Istanbul: „eine Beziehung auf Augenhöhe“.<br />

Bei Ortovox hat man sich zu einer<br />

Abkehr vom recycelten<br />

PET-Material entschieden – wie im<br />

aktuellen Nachhaltigkeitsreport des<br />

Unternehmens, dem Planetreport<br />

<strong>2023</strong>, im Detail nachzulesen ist. Die<br />

Begründung in Kurzform: „Wir wollen<br />

unseren eigenen Kreislauf fördern<br />

und in keinen Fremdkreislauf<br />

eingreifen: Ein Textil kann nie wieder<br />

eine Flasche werden“, erklärt<br />

Lisa Pfeiffer.<br />

Langlebigkeit & Reparierbarkeit<br />

Was ein Produkt sicher nachhaltiger<br />

macht, ist, wenn es möglichst<br />

lange hält und verwendet wird.<br />

Selbstverständlich könne man als<br />

Hersteller die Langlebigkeit seiner<br />

Produkte beeinflussen, so Ludwig<br />

Moz: „Da kommt es nicht nur aufs<br />

Hauptmaterial an, sondern auch auf<br />

die Fäden, mit denen genäht wird,<br />

es gibt Komponenten wie Reißverschlüsse<br />

in stark unterschiedlichen<br />

Qualitäten mit entsprechend unterschiedlichen<br />

Kosten.“<br />

Wie Martini bietet auch Chillaz<br />

einen Reparaturdienst an. Bei dem<br />

kleinen Tiroler Unternehmen setzt<br />

man auch besonders auf direkte<br />

Kommunikation mit den Kunden, so<br />

David Wilhelm. „Ware mit kleinem<br />

Defekt verkaufen wir zu reduziertem<br />

Preis. Viele sagen: Hat meine<br />

Jacke bleibt Jacke<br />

Die nahe Zukunft sollen geschlossene<br />

Kreisläufe sein: dass alte Textilien<br />

zu neuen Textilien, alte Jacken<br />

zu neuen Jacken, alte Rucksäcke zu<br />

neuen Rucksäcken werden. Eine<br />

Kreislaufwirtschaft möglichst ohne<br />

neuen Ressourceneinsatz (siehe<br />

dazu auch die Outdoor by ISPO-Story<br />

in dieser Ausgabe). Ansätze dafür<br />

gibt es schon viele, etwa einzelne<br />

voll recycelbare und damit<br />

kreislauffähige Produkte aus „Monomaterialien“.<br />

Jetzt gehe es darum,<br />

alles möglichst flächendeckend<br />

auszurollen, es wird Sammelstellen<br />

für ausgediente Produkte brauchen,<br />

um sie im Kreislauf zu halten, etwa<br />

über Händler. An allem wird im<br />

Hintergrund gearbeitet.<br />

Welches Fazit man ziehen<br />

kann? Es gibt Indikatoren für nachhaltigere<br />

Produkte, aber eine einfache<br />

Einteilung in Schwarz und Weiß<br />

ist nicht möglich. Es geht auch um<br />

Vertrauen, das Unternehmen durch<br />

vielfältige Initiativen, offene Kommunikation<br />

darüber, aber etwa auch<br />

das Benennen von Grenzen der<br />

Nachhaltigkeit schaffen können.<br />

Und es gehe, so Lisa Pfeiffer, bei<br />

jedem Einkauf um eine reflektierte<br />

Entscheidung: „Wenn wir etwas<br />

kaufen, dann sollte es unser Lieblingsprodukt<br />

werden – und nicht,<br />

weil mir die Farbe gerade gefällt.<br />

Das nachhaltigste Produkt ist das,<br />

das wir auch wirklich anziehen.“<br />

018


OSPREY<br />

ANZEIGE / FOTOS: Osprey<br />

Auf ein langes Rucksackleben<br />

Osprey bietet einen kostenlosen Reparaturservice für mehr Nachhaltigkeit.<br />

O<br />

sprey stellt seit 1974<br />

hochwertige Rucksäcke<br />

her und ist<br />

nicht nur für seine<br />

technischen und<br />

langlebigen Produkte bekannt,<br />

sondern macht außerdem große<br />

Schritte in Richtung Nachhaltigkeit.<br />

Von Waldwegen bis zu Berggipfeln<br />

ist Osprey bestrebt, die Welt<br />

besser zu hinterlassen, als sie vorgefunden<br />

wurde. Die Marke entwickelt<br />

ihre Prozesse ständig weiter und<br />

stellt sicher, dass sie so wenig Spuren<br />

wie möglich hinterlassen. Dazu<br />

gehören die Herstellung langlebiger<br />

Produkte, die Verwendung hochwertiger<br />

recycelter Materialien, die Verwendung<br />

besserer Chemikalien und<br />

die Bereitstellung einer umfassenden<br />

Produktgarantie.<br />

Diese umfassende Produktgarantie<br />

von Osprey ist ein Service für<br />

Osprey-Kunden, die einen Rucksack<br />

reparieren lassen möchten. Nachhaltig<br />

hergestellte Rucksäcke sind ein<br />

großer Fortschritt für die Umwelt,<br />

aber es sollte auch das Ziel sein, dass<br />

Rucksäcke so lange wie möglich im<br />

Einsatz bleiben. Das bedeutet maximales<br />

Abenteuer und weniger Verschmutzung<br />

für den Planeten.<br />

Solltest du Mängel an der Verarbeitung<br />

deines Rucksacks feststellen,<br />

repariert oder ersetzt<br />

Osprey ihn innerhalb seiner angemessenen<br />

Lebensdauer kostenlos.<br />

Mit der umfassenden Produktgarantie<br />

macht Osprey große<br />

Fortschritte, damit dein Rucksack<br />

nicht schnell auf der Mülldeponie<br />

landet. Aber auch wenn dein aktueller<br />

Rucksack seine letzte Reise hinter<br />

sich hat, hat Osprey dafür gesorgt,<br />

dass dein nächster Rucksack<br />

die Umwelt weniger belastet.<br />

Als bluesign®-Systempartner<br />

verwendet Osprey bluesign®-zugelassene<br />

und recycelte Materialien,<br />

die zur Prüfung an unabhängige<br />

Labore gesendet werden, und hält<br />

sich an die bluesign® Restricted<br />

Substances List (RSZ), um schädliche<br />

Chemikalien von der Umwelt<br />

fernzuhalten. Außerdem ist das<br />

Papier recycelt und FSC-zertifiziert<br />

und alle Polyester-Taschen bestehen<br />

zu 100 % aus recyceltem und<br />

recycelbarem Inhalt.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

ospreyeurope.com<br />

019


Nachhaltig familiär<br />

Bei Martini Sportswear, dem österreichischen Outdoor-Familienunternehmen,<br />

setzt man auch in Zukunft voll auf nachhaltige Materialien und Initiativen.<br />

die österreichische Skispringer-Nationalmannschaft<br />

sowie die Produktion<br />

für diverse Sportmarken, bis<br />

Hornegger mit einer eigenen kleinen<br />

Sportkollektion startete.<br />

Sprung in die Gegenwart: Tochter<br />

Lisa Moser-Hornegger steht an<br />

der Spitze des Familienunternehmens,<br />

dessen Sportkollektion heute<br />

rund 300 verschiedene Kleidungs-<br />

A<br />

lles begann mit einer<br />

Hose. Und zwar im<br />

Jahr 1958, als Martin<br />

Hornegger senior im<br />

Salzburger Annaberg<br />

eine Hosen-Maßschneiderei eröffnete.<br />

Das Produkt: klassische Herrenkonfektion.<br />

Das Werkzeug: eine<br />

einzige Nähmaschine. Es folgte die<br />

Herstellung von Sprunganzügen für<br />

stücke umfasst. Für Bergsportler<br />

und Läufer, für Biker und Wintersportler.<br />

Bei Letzterem ist vor allem<br />

der Skitourenbereich und dort<br />

die Erfindung der Powerstretch-<br />

Hose für Tourengeher als wohl<br />

größter Glücksgriff in der Geschichte<br />

des Annaberger Unternehmens<br />

hervorzustreichen. Das Material<br />

eröffnete ganz neue Komfort-<br />

020


MARTINI SPORTSWEAR<br />

Erfahrung in den Bergen? Bei Martini blickt<br />

man bereits auf mehrere Jahrzehnte im<br />

Bergsport sowie in der Ausrüstung von<br />

Bergsportlern zurück.<br />

ANZEIGE / FOTOS: Martini Sportswear / Mathäus Gartner<br />

möglichkeiten auf Touren und auch<br />

das Timing war perfekt: Als die<br />

Hose kreiert wurde, erwachte das<br />

sportliche Skitourengehen gerade<br />

zum Leben. Von der „Stunde null“<br />

der Sportart an leistete Martini<br />

Sportswear also einen essenziellen<br />

Beitrag zur Skitouren-Bekleidung –<br />

und das ist bis heute so geblieben.<br />

Um das enorme Wachstum über die<br />

Jahrzehnte zu stemmen, wurde die<br />

Produktion nach und nach größtenteils<br />

auf Standorte in Europa ausgelagert.<br />

Der Sportbekleidungs-<br />

Hersteller ist mittlerweile ein international<br />

agierendes, innovatives<br />

Familienunternehmen mit über 50<br />

Mitarbeitern in Österreich. Service<br />

und Qualität stehen ganz oben auf<br />

der Prioritätenliste, das Ergebnis<br />

ist Outdoor-Bekleidung, die durch<br />

Top-Funktionalität, lässiges Design<br />

und höchste Qualität begeistert.<br />

Der allgemeinen Überzeugung<br />

nach ist Martini Sportswear zugleich<br />

mehr als eine Marke und<br />

ihre Produkte. Es geht um ein Lebensgefühl<br />

und Leidenschaft für<br />

Sport, die Kunden wie Mitarbeiter<br />

spüren und teilen: die „Martini-Experience“!<br />

Heute sind die Materialien<br />

leichter denn je, verarbeitet werden<br />

solche, die wärmen oder kühlen,<br />

dazu hochelastisch und dabei<br />

überaus atmungsaktiv sind. Eines<br />

der großen Steckenpferde der Marke<br />

ist aber seit eh und je auch das<br />

Thema Nachhaltigkeit. Das bedeutet<br />

zum Beispiel: Produktion in Europa,<br />

kurze Lieferketten, faire Arbeitsbedingungen<br />

und gerechte<br />

Entlohnung als wichtige Anliegen.<br />

Das Unternehmen legt Wert auf<br />

transparente Partnerschaften und<br />

engagiert sich seit einigen Jahren<br />

verstärkt für den Einsatz von nachhaltigen<br />

Rohstoffen. Die Umstellung<br />

auf recycelte Fasern und PFCfreie<br />

Bekleidung sind weitere Meilensteine<br />

der jüngsten Unternehmensgeschichte,<br />

hinzu rücken die<br />

Themen Kreislaufwirtschaft und<br />

Schadstoff-Minimierung zusehends<br />

in den Fokus und auch die Verpackungen<br />

sind großteils recycelt<br />

oder recycelbar. Ebenfalls voll im<br />

Sinne der Nachhaltigkeit: der hauseigene<br />

Reparatur-Service im Annaberger<br />

Stammhaus.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.martini-sportswear.com<br />

021


NACHHALTIGKEIT Tourismus<br />

022


Nächster<br />

Halt Natur<br />

FOTO: Zell am See Kaprun Tourismus<br />

Ein kleiner Fußabdruck wird auch Urlaubern wichtiger.<br />

60 Prozent CO 2<br />

lässt sich oft schon mit einer öffentlichen<br />

Anreise einsparen.<br />

von Christof Domenig<br />

ie Alpen, die Natur<br />

D<br />

sind unser Lebensraum<br />

und Arbeitgeber.<br />

Deshalb ist<br />

es uns so wichtig,<br />

dieses besondere<br />

Naturgut so gut wie möglich zu<br />

schützen“, begründet Christina<br />

Schaireiter von Zell am Zee-Kaprun<br />

Tourismus, warum dem Thema<br />

Nachhaltigkeit in der Salzburger<br />

Region ein hoher Stellenwert eingeräumt<br />

wird. Worin sich dieser zum<br />

Beispiel äußert: in kostenlosen Mobilitätsangeboten<br />

für Urlauber. Oder<br />

in etlichen Gastgebern, die nach<br />

dem Österreichischen Umweltzeichen<br />

zertifiziert sind. Zell am See-<br />

Kaprun ist auch Klima- und Energie-Tourismus-Modellregion<br />

(KEM)<br />

und bekam – als Folge der Initiativen<br />

– von der UNWTO, der Weltorganisation<br />

für Tourismus, als eine<br />

von zwei österreichischen Orten<br />

(und 32 weltweit) das Nachhaltigkeitssiegel<br />

„Best Tourism Villages<br />

by UNWTO“ verliehen.<br />

Wie groß oder klein der Fußabdruck<br />

eines Urlaubs ist, hängt zu einem<br />

beträchtlichen Teil an der Anreise<br />

ab, im Schnitt zu 60 Prozent,<br />

weiß Schaireiter. In Zell am See-<br />

Kaprun liegt der Bahnhof sehr zentral,<br />

es gibt Direktverbindungen aus<br />

allen größeren österreichischen<br />

Städten sowie aus Deutschland, der<br />

Schweiz, Holland oder Skandinavien.<br />

„Vor Ort bieten wir allen Gästen<br />

ab der ersten Nacht die Gratis-Mobilitätskarte<br />

an. Mit allen öffentlichen<br />

Bussen und auch der Lokalbahn<br />

im Pinzgau kann man damit öffentlich<br />

fahren – es braucht somit<br />

wirklich kein Auto mehr“, sagt<br />

Schaireiter. „Es ist auch schon ein<br />

hohes Bewusstsein vorhanden. Wir<br />

haben diese Gäste schon und schätzen<br />

uns glücklich, sie bei uns in der<br />

Region begrüßen zu dürfen.“<br />

Touristische Mobilitätszentrale<br />

Für die Kärntner Region Villach –<br />

Faaker See – Ossiacher See erklärt<br />

Geschäftsführer Georg Overs: „Wir<br />

bewerben die öffentliche Anreise<br />

stark und versuchen gleichzeitig,<br />

die Mobilität vor Ort zu unterstützen.“<br />

So ist etwa in ganz Kärnten die<br />

Fahrt mit der S-Bahn für Übernachtungsgäste<br />

kostenlos. Alle neun<br />

Kärntner Tourismusregionen haben<br />

Es gibt offensichtlich<br />

stark den<br />

Wunsch, dass das<br />

Auto im Urlaub<br />

stehen bleibt.<br />

sich unter Führung der Region Villach<br />

zusammengetan und eine touristische<br />

Mobilitätszentrale gegründet,<br />

die sich um Shuttles vom Bahnhof<br />

in Hotels kümmert und darum,<br />

dass auch die Ausflugsmobilität<br />

funktioniert, so Overs. „Kärnten ist<br />

ein klassische Familiendestination –<br />

gerade für Familien ist es schwierig,<br />

öffentlich in einen Urlaub anzureisen.<br />

Aber es gibt offensichtlich auch<br />

stark den Wunsch, dass das Auto im<br />

Urlaub stehen bleibt.“<br />

In der Erlebnisregion Graz weiß<br />

man ebenso, dass Nachhaltigkeit immer<br />

mehr Urlaubern ein Anliegen<br />

ist – was sich etwa in ganz konkreten<br />

Anfragen äußere, erklärt Heinz<br />

Kaltschmidt für die Region: „Wie<br />

kann ich mich von A nach B mit öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln bewegen?<br />

Ist das ein zertifiziertes Green<br />

Hotel?“ Oder im Seminarbereich:<br />

„Ist das Catering regional und saisonal?“<br />

Es gebe viele Einzelinitiativen,<br />

erklärt Kaltschmidt, man beginne<br />

gerade damit, die Kräfte im Bereich<br />

nachhaltiger Tourismus zu bündeln.<br />

Am wichtigsten bei dem Thema,<br />

sagt Christina Schaireiter, ist, dass<br />

alle in einer Region an einem Strang<br />

ziehen und das gleiche Ziel forcieren.<br />

Und das sei in Zell am See-<br />

Kaprun der Fall. Federführend sind<br />

dort auch die beiden Bergbahnen in<br />

der Region, die Schmittenhöhebahn<br />

AG und die Gletscherbahnen<br />

Kaprun AG. Letztere kooperieren<br />

etwa mit dem Nationalpark Hohe<br />

Tauern oder finanzieren das Open<br />

Air Lab Kitzsteinhorn, ein Freiluftlabor<br />

für Permafrost, Steinschlagmonitoring<br />

und Klima. Und die eigene<br />

Energieproduktion wird permanent<br />

ausgebaut, 400.000 kWh davon<br />

werden übers Jahr <strong>2023</strong> aus<br />

Sonnenernergie erzeugt worden<br />

sein. „Für uns ist es wichtig und<br />

essenziell unsere Natur, unsere Region<br />

zu schützen und damit auch<br />

die einzigartige Landschaftskombination<br />

zu bewahren, deretwegen<br />

die Gäste kommen“, resümiert<br />

Christina Schaireiter.<br />

023


Fiat 500 E<br />

FOTO: spermidineLIFE®<br />

Der Energieschub für<br />

deine Zellen<br />

Im Leben braucht man oft<br />

Unterstützung, um genug<br />

Energie zu finden. Sei es beim<br />

Sport, der Arbeit oder im<br />

stressigen Alltag, spermidine-<br />

LIFE ® Boost+ gibt den Zellen,<br />

was sie brauchen, und unterstützt<br />

aktiv die Zellerneuerung.<br />

Aus natürlichem Weizenkeimextrakt<br />

mit hohem<br />

Spermidingehalt, mit Thiamin<br />

und Zink. UVP: € 89,–<br />

www.spermidineLIFE.com<br />

STAND-UP-PADDLE<br />

BEGINNER WORKSHOPS<br />

In Graz veranstaltet GIGA-<br />

SPORT noch bis Ende <strong>August</strong><br />

Stand-up-Paddle Beginner<br />

Workshops. Inhalte: vom Material-Aufbau<br />

über die Paddeltechniken<br />

bis zu Trainingsmöglichkeiten.<br />

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das Stand-up-Paddeln erlernen<br />

möchten. Alle Infos unter:<br />

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fettarm und laktosefrei und bieten so die<br />

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essenzielle Aminosäuren, darunter 7690<br />

mg BCAAs pro Flasche. Mit<br />

den Vitaminen B1, B6 und B12 bieten<br />

sie außerdem die optimale Unterstützung<br />

für das Immunsystem und sind<br />

damit perfekte Powerdrinks für einen<br />

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FOTO: FitletixEW<br />

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Gleichgesinnten? Dann komm am 30. September<br />

zur 2. FITLETIX im SCS Westfield in Wien.<br />

Über 150 Teams werden erwartet, um gemeinsam<br />

an diesem Open-Air-Event teilzunehmen.<br />

Alles, was du für die Teilnahme brauchst, ist<br />

ein(e) Teampartner:in, eine gute Grundfitness und Durchhaltevermögen, um die<br />

acht Workout-Stationen und acht kurzen Laufeinheiten in möglichst kurzer Zeit bei<br />

sauberer Ausführung zu absolvieren. Mehr Infos und Anmeldung: www.fitletix.at/wien<br />

FOTO: NÖM<br />

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FOTO: istock<br />

DIE STEIRISCHE BEWEGUNGSREVOLUTION IST GESTARTET<br />

Gesundheitsfördernde Bewegung soll im Alltag einen höheren Stellenwert<br />

bekommen – daher initiiert der Gesundheitsfonds Steiermark die Bewegungsrevolution,<br />

die in Kooperation mit den drei Dachverbänden ASKÖ, ASVÖ und<br />

SPORTUNION umgesetzt und mit der Auftaktveranstaltung am 29. Juni <strong>2023</strong><br />

offiziell gestartet wurde. Die Bewegungsrevolution soll vorerst einmal ein Jahr<br />

lang möglichst viele Steirer:innen bewegen. Das langfristige Ziel: mehr gesunde<br />

Lebensjahre! Alle Infos unter: wwww.diebewegungsrevolution.at<br />

Bei erhöhtem Magnesiumbedarf<br />

Magnesium brauchen wir für Leistungsfähigkeit<br />

und Ausdauer. Besonders<br />

wichtig ist die Kombination mit Kalium,<br />

da die Muskeln beide Mineralstoffe benötigen,<br />

um optimal zu funktionieren.<br />

Speziell für Sportler, die Unterstützung<br />

für die Muskeln und bei der Regeneration<br />

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FOTO: Apomedico<br />

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FOTO: Agentur „Zweibaum“<br />

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Alltag, in der Urlaubsplanung<br />

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Sport-Equipments. So individuell die Trainingspläne<br />

sind, so vielfältig ist auch die<br />

Auswahl im Sportschuhregal. Die Kunst<br />

der Hersteller ist es, ein breites Portfolio<br />

zu bieten und dennoch in jedem Segment<br />

eine Top-Performance hinzulegen.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport<br />

in deinem Leben?<br />

Sport ist seit ich denken kann ein zentrales<br />

Element in meinem Leben: Sei es in<br />

der Jugend im Tennis und Fußball, privat<br />

als Ausgleich zum Arbeitsalltag oder beruflich<br />

als Fokus in der Zusammenarbeit<br />

mit internationalen Brands und Athleten.<br />

Ich verbinde so viele Erinnerungen, Emotionen<br />

und Highlights mit Sport.<br />

Dein vergangenes oder künftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Der Trumer Triathlon vor wenigen Wochen<br />

hat mich motiviert, über meine<br />

Schwimm-Skills nachzudenken, um im<br />

kommenden Jahr vielleicht daheim im<br />

Salzburger Land an den Start zu gehen.<br />

WIE EINE WELT<br />

ZUSAMMENBRICHT<br />

Unser großartiger, langjähriger<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-<br />

Kolumnist („Nachspiel“)<br />

und Autor Egyd Gstättner<br />

erzählt in seinem neuen Buch „Der<br />

große Gogo“ eindringlich und berührend<br />

aus der Welt des Profifußballs<br />

die Geschichte des Pechvogels<br />

Gustav „Gogo“ Goggerwenig.<br />

Ab 23. September im Buchhandel!<br />

FOTO: Picus Verlag Wien<br />

025


TRAINING Krafttraining<br />

Einfach stark<br />

Der Wert von regelmäßigem Ausdauertraining ist unbestritten, jener eines<br />

Krafttrainings wird jedoch immer stärker erkannt: Auch die WHO rät dazu.<br />

„<strong>SPORTaktiv</strong>-Doc“ Robert Fritz motiviert zur Muskelarbeit. von Christof Domenig<br />

D<br />

anke nein, meine rare<br />

Freizeit nutze ich<br />

doch lieber für die<br />

Ausdauer – ein oft gehörtes<br />

Argument für<br />

einen weiten Bogen um Hanteln<br />

und Kraftmaschinen. Der Herzmuskel<br />

wird fleißig trainiert, auf die<br />

restliche Muskulatur des Körpers<br />

leider oft vergessen. Was aber absolut<br />

ein Fehler ist, betont Sportmediziner<br />

Robert Fritz. Die Weltgesundheitsorganisation<br />

WHO definiert<br />

bekanntlich ein „Mindestmaß<br />

zum Gesundbleiben“, die dort genannten<br />

150 Minuten Bewegung in<br />

der Woche sind den meisten auch<br />

bekannt. Dass in den WHO-Leitlinien<br />

zugleich „zweimal in der Woche<br />

kräftigende Übungen der großen<br />

Muskelgruppen“ stehen, das haben<br />

dagegen nur wenige am Radar.<br />

Die Argumente fürs Krafttraining<br />

sind überzeugend: „Krafttraining<br />

ist ein Stoffwechselmotor.<br />

Mehr Muskulatur bedeutet mehr<br />

Grundumsatz und mehr Kalorienverbauch<br />

24 Stunden am Tag.“<br />

Oder: „Ab dem 27. bis 30. Lebensjahr<br />

verlieren wir 1 Prozent Muskelmasse<br />

pro Jahr – was zu Beginn<br />

nicht auffällt, aber mit fortschreitendem<br />

Alter sehr erheblich wird:<br />

20 Prozent Verlust mit 50 Jahren,<br />

30 Prozent mit 60 Jahren“, so die<br />

simple Rechnung. Dem Abwärtstrend<br />

könnte man mit regelmäßigem<br />

Training leicht gegensteuern<br />

und es ist auch nie zu spät zum Einsteigen,<br />

betont der Mediziner. Ein<br />

starkes Muskelkorsett ist auch die<br />

ZUR PERSON<br />

Dr. Robert Fritz<br />

Der Sport- und Ernährungsmediziner<br />

ist einer der Gründer und medizinischer<br />

Leiter einer Unit der „Sportordination“<br />

in Wien und einer der bekanntesten<br />

Sportärzte in Österreich. Als „<strong>SPORTaktiv</strong>-Doc“<br />

beleuchtet er kompetent<br />

in jeder Ausgabe ein Sport- oder<br />

Ernährungsthema.<br />

www.sportordination.at<br />

beste Verletzungsprophylaxe – und<br />

beugt sogar Krankheiten wie Diabetes<br />

in gewissem Maße vor. Und<br />

die Ausdauerleistung steigt durch<br />

Krafttraining ebenfalls an.<br />

Neue Erkenntnisse könnten<br />

auch dazu beitragen, den Zugang<br />

zum Krafttraining für alle zu vereinfachen.<br />

Lange wurde die Einteilung<br />

in Kraftausdauertraining (mit<br />

20, 25 oder mehr Wiederholungen),<br />

Hypertrophietraining (8 bis 12 Wiederholungen)<br />

sowie Maximalkrafttraining<br />

(1 bis 5 Wiederholungen)<br />

gelehrt. „Diese starre Einteilung<br />

schwindet – heute sagt man einfach:<br />

Der Muskel muss ausbelastet<br />

werden“, weiß Fritz.<br />

Der Sportmediziner hat noch<br />

eine weitere sehr gute Nachricht:<br />

Schon ein einzelnes Krafttraining<br />

pro Woche zeigt, anders als im Ausdauerbereich,<br />

starke Wirkung: „Mit<br />

einem wöchentlichen Training kann<br />

man 80 Prozent seines Muskelkraftpotenzials<br />

ausschöpfen“. Optimal<br />

wäre natürlich eine zweite wöchentliche<br />

Einheit – aber im Sinne<br />

der Zeitökonomie ist einmal besser<br />

als keinmal.<br />

Weniger gut mag für manche<br />

diese Nachricht klingen: Lockeres<br />

Krafttraining funktioniert nicht.<br />

Kraftübungen sollen konzentriert<br />

ausgeführt werden (oft im Studio<br />

gesehen: In der Beinpresse nebenbei<br />

mit dem Handy herumspielen –<br />

so bitte nicht), die trainierte Muskulatur<br />

muss ausbelastet – heißt:<br />

bis zur letzten oder allenfalls vorletzten<br />

denkbaren Wiederholung<br />

belastet – werden.<br />

Auch wenn die Wiederholungszahl<br />

letztlich nicht entscheidend ist,<br />

es „nur“ um die endgültige Ermüdung<br />

des Muskels geht: Fritz rät<br />

dazu, Gewichte so zu wählen, dass<br />

schon 6 bis 8 Wiederholungen zur<br />

Ausbelastung führen. Warum?<br />

„Weil sonst die Übungsausführung<br />

am Ende nicht mehr sauber ist.<br />

Über sechs bis acht Wiederholungen<br />

lässt sich die Konzentration immer<br />

aufrechterhalten.“ Jede Übung<br />

sollte in Sätzen 3- bis 4-mal wiederholt<br />

werden, die Pause dazwischen<br />

2 Minuten dauern.<br />

Start unbedingt mit Trainer<br />

Wer keine Erfahrung mit Krafttraining<br />

hat, dem rät unser SPORT-<br />

FOTOS: istock, Thomas Polzer<br />

026


FIT<br />

QUALITÄT ZÄHLT.<br />

Krafttraining immer mit kompetentem<br />

Trainer starten. Die<br />

Qualität der Betreuung in der<br />

Lernphase ist entscheidend.<br />

027


TRAINING Krafttraining<br />

aktiv-Doc dringend zum Start mit<br />

professioneller Unterstützung durch<br />

einen guten Trainer. Mit der Qualität<br />

der Betreuung in der Lernphase<br />

steht und fällt dann auch die Qualität<br />

des Trainings insgesamt. „Es<br />

braucht eine Anleitung in der Form,<br />

dass Übungen sauber gemacht werden<br />

und dass die Grundhaltung dabei<br />

passen muss. Denn stimmen Haltung<br />

und Beweglichkeit nicht, kann<br />

das Krafttraining nicht langfristig<br />

erfolgreich sein – es wird immer<br />

wieder zu Überlastungen führen.“<br />

Ein kompetenter Trainer, wie<br />

man ihn etwa in hochwertigen Fitnessstudios<br />

findet, oder auch ein<br />

Physiotherapeut erkennt Potenziale<br />

und Schwachstellen seiner Schützlinge<br />

und rät nicht nur zu den individuell<br />

passenden Übungen, er hilft<br />

auch die Grundlagen etwa mit einem<br />

Haltungstraining aufzubauen,<br />

um ein richtiges Krafttraining dann<br />

überhaupt zu verkraften. Das heißt<br />

natürlich nicht, dass man permanent<br />

einen Personal-Trainer braucht –<br />

aber ein paar Trainerstunden und<br />

gelegentliche Kontrolle sollten einem<br />

die Sache wert sein.<br />

Rücken- und Schulterbereich zu stärken ist gerade allen am Schreibtisch Arbeitenden empfohlen:<br />

„Um die Muskeln kümmern, die wir im Alltag am wenigsten brauchen.“<br />

klärt Fritz. Auch die Gesäßmuskulatur<br />

sei meist zu schwach und gehöre<br />

gekräftigt, ebenso die Oberschenkelrückseite.<br />

„Und generell<br />

die gesamte Beinachse für einen<br />

sauberen Laufschritt.“<br />

Maschine oder freie Gewichte?<br />

Krafttraining an Maschinen, mit<br />

freien Gewichten oder dem eigenen<br />

Körpergewicht? Eine oft gestellte<br />

Frage. Robert Fritz: „Kraftmaschinen<br />

sind so konstruiert, dass man<br />

nicht viel falsch machen kann, weil<br />

damit nur eine bestimmte Bewegung<br />

möglich ist. Die Ausführung<br />

ist damit einerseits korrekt, andererseits<br />

aber auch limitiert. Man<br />

trainiert einen isolierten Muskel,<br />

was im Alltag so gar nicht vorkommt.<br />

Funktioneller und sinnvoller<br />

ist es daher, mit mehrgelenkigen<br />

Übungen zu arbeiten.“ Der<br />

Sportmediziner verweist im Zweifel<br />

auf einen goldenen Mittelweg<br />

zwischen starren Kraftmaschinen<br />

und freien Gewichten: etwa Langhanteln<br />

in einer Führung für Kniebeugen<br />

oder das Bankdrücken oder<br />

auch Geräte mit Seilzugsystemen.<br />

Nicht jedem gefällt die Atmosphäre<br />

in einem Fitnessstudio. Aber<br />

Welche Muskelgruppen?<br />

Um welche Körperpartien man sich<br />

vorzugsweise kümmert, ist ebenfalls<br />

individuell – prinzipiell wird<br />

jedoch zum Training der großen<br />

Muskelgruppen geraten. Heißt:<br />

Körpermitte mit Bauch und unterem<br />

Rücken, oberer Rücken und<br />

Schultergürtel, dazu Beine und Gesäß.<br />

„Wir sollten uns mehr um die<br />

Muskeln kümmern, die wir im Alltag<br />

weniger brauchen“, sagt Robert<br />

Fritz, „der Brustmuskel etwa ist<br />

meist relativ gut trainiert. Besser<br />

ist es, sich um die Rückenmuskulatur<br />

zu kümmern, die in Wahrheit<br />

meist zu schwach ist.“ Den oberen<br />

Rücken zu kräftigen hilft zu einer<br />

aufrechteren Körperhaltung, zieht<br />

die Schultern nach hinten – das<br />

Dehnen des Brustmuskels, das zu<br />

dem Zweck oft gemacht wird,<br />

bringt im Vergleich dazu wenig, erauch<br />

das ist keine Ausrede: „Hanteln<br />

können und dürfen gern im<br />

Wohnzimmer liegen – auch optisch<br />

geben die Geräte vieler Hersteller<br />

heute etwas her. Bewegung, Training<br />

und Gesundheit sind generell<br />

heutzutage Werte, die man nach außen<br />

tragen darf.“ Alle daheim Trainierenden<br />

sollten sich trotzdem die<br />

für sie passenden Übungen von einem<br />

Trainer oder Phyiotherapeuten<br />

des Vertrauens „verordnen“ und<br />

beibringen lassen und von Zeit zu<br />

Zeit auch den Profi nachkontrollieren<br />

lassen, ob noch alles passt.<br />

Erfreulich: dass auch viele<br />

Frauen die Arbeit mit Gewichten<br />

entdecken. Krafttraining ist auch<br />

eine sehr gute Osteoporose-Prophylaxe<br />

und die wiederum für<br />

Frauen besonders wichtig. Frauen<br />

können auch „zyklusbasiert“ trainieren:<br />

„Östrogen ist ein stark anaboles<br />

Hormon“, weiß Robert Fritz.<br />

In der ersten Zyklushälfte zwischen<br />

Regelblutung und Eisprung, der sogenannten<br />

Follikelphase, ist somit<br />

der ideale Zeitpunkt für ein intensives<br />

Kraft- und Ausdauertraining. In<br />

der darauf folgenden Lutealphase<br />

ist ein lockeres Ausdauertraining<br />

optimal.<br />

FOTO: Getty Images<br />

028


PANACEO<br />

Macht deinen Darm<br />

zum Kraftwerk.<br />

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*Medizinprodukt. Bitte<br />

Gebrauchsanweisung beachten.<br />

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Darmgesundheit als Schlüssel<br />

für mehr Belastbarkeit.<br />

Körperliche Fitness wird oft durch einen nicht optimal funktionierenden<br />

Magen-Darm-Trakt gebremst. PANACEO wirkt dem gezielt entgegen.<br />

D<br />

urch intensives Training<br />

und zusätzliche<br />

Stressfaktoren werden<br />

gewollte, aber<br />

auch ungewollte Reize<br />

im Körper ausgelöst. Das Immunsystem<br />

wird auf Sparflamme<br />

gesetzt und die Darmwand wird<br />

durchlässiger. Dadurch können diverse<br />

Allergene, Krankheitserreger<br />

und andere Giftstoffe die Darmschleimhaut<br />

passieren. Sie<br />

gelangen in den Blutkreislauf und<br />

lösen Entzündungen aus, die man so<br />

nicht wirklich merkt.<br />

Diese vermehrte Durchlässigkeit<br />

der Darmwand, als Leaky- Gut<br />

bezeichnet, ist für sportlich Aktive<br />

fatal. Er kann die Anfälligkeit für<br />

Infektionskrankheiten und Autoimmunerkrankungen<br />

erhöhen und für<br />

verminderte Leistung, schnellere<br />

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Ermüdung und langsamere Regeneration<br />

verantwortlich sein.<br />

Wie kann ich meine Darmgesundheit<br />

unterstützen?<br />

Abgesehen von gesunder Ernährung<br />

und entsprechend angepassten<br />

Regenerationsphasen kann hier<br />

auch ein Natur-Mineral sehr gut<br />

helfen: Dabei handelt es sich um<br />

den PMA-Zeolithen, ein natürliches<br />

Vulkanmineral. Mithilfe der Einnahme<br />

kann die Darmwandfunktion<br />

und damit die Schutzbarriere des<br />

Körpers gestärkt werden. Studien<br />

haben auch gezeigt, dass mit dem<br />

PMA-Zeolithen Entzündungen gemildert<br />

und die Wirkung von Probiotika<br />

(Darmbakterien) verstärkt<br />

werden kann.<br />

Kurz gesagt – der PMA-Zeolith<br />

im PANACEO SPORT PRO-SUP-<br />

PORT sorgt für eine Entlastung und<br />

Stärkung des Darms und damit unterstützt<br />

er die Belastungs- sowie<br />

die Regenerationsfähigkeit bei<br />

sportlichen Aktivitäten.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

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029


TRAINING Kräftigung mit Eigengewicht<br />

FOTOS: Thomas Polzer<br />

Stabile Sache<br />

Effizienter durch den Sportalltag: sechs kurzweilige Kräftigungsübungen<br />

für die eigenen vier Wände oder unterwegs. von Lukas Schnitzer<br />

Egal ob Läufer, Radfahrer,<br />

begeisterter Bergsportler<br />

oder genussbetonter<br />

Allroundsportler, egal ob<br />

penibel nach Plan oder<br />

flexibel nach Lust und Laune: Regelmäßiges<br />

Krafttraining sollte in<br />

keiner Aktiv-Woche fehlen. Gezieltes<br />

Krafttraining hilft Dysbalancen<br />

auszugleichen, beugt somit<br />

Fehlhaltungen und Verletzungen<br />

vor, stärkt neben der Muskulatur<br />

auch die Bänder, Sehnen und vor<br />

allem Knochenstrukturen und verbessert<br />

die Körperhaltung. Dazu<br />

wirkt sich schon ein kleines Plus<br />

an aufgebauter Muskelmasse positiv<br />

auf den Stoffwechsel sowie im<br />

Zusammenwirken mit besagter<br />

Muskulatur,<br />

Bänder, Sehnen und<br />

Knochenstrukturen<br />

werden gestärkt,<br />

die Körperhaltung<br />

wird verbessert.<br />

Körperhaltung auch auf das allgemeine<br />

Wohlbefinden aus. „Stabile“<br />

Gelenke und ausreichend Kraft<br />

sind zudem auch nötig, um etwa einen<br />

sauberen und effizienten Laufstil<br />

über lange Strecken aufrechtzuerhalten,<br />

die Kraft beim Radfahren<br />

effizient aufs Pedal zu übertragen,<br />

am Klettersteig Reserven<br />

oder beim Wandern einen allzeit sicheren<br />

Tritt zu haben.<br />

Wer sich dazu aber nicht extra<br />

ins Fitnessstudio bewegen möchte:<br />

Der „Einstieg“ gelingt auch, wie<br />

exemplarisch rechts gezeigt, in<br />

den eigenen vier Wänden. Wir haben<br />

euch je zwei Übungen für<br />

Ober- und Unterkörper sowie eine<br />

starke Mitte zusammengestellt, die<br />

sich nach einem kurzen Warm-up<br />

jeweils als Supersatz (immer beide<br />

Übungen einer Zeile direkt aufeinanderfolgend,<br />

danach 60 bis 90<br />

Sek. Pause) zu drei Runden regelmäßig<br />

in den Alltag integrieren<br />

lassen.<br />

030


FIT<br />

Ruderzüge am Tisch – 10 bis 15 Wiederholungen (Wh)<br />

1 Ausgangsposition auf dem Boden, Beine ausgestreckt. Greife die<br />

Tischkante mit beiden Händen. Rumpf anspannen, Schulterblätter<br />

aktivieren und Brust mit den Ellbogen eng am Körper bis zum Tisch<br />

ziehen, anschließend kontrolliert wieder absenken und die Bewegung<br />

wiederholen.<br />

Liegestütz schräg – 10 bis 15 Wh<br />

2 Schräg vor einem Tisch positionieren, Hände schulterbreit<br />

aufstellen, Rumpf anspannen. Arme beugen, Brust zur Tischkante<br />

absenken, dabei Ellbogen möglichst nah am Körper führen, dann<br />

wieder nach oben drücken. Anpassbarer Widerstand durch unterschiedliche<br />

„Schräglagen“ bis hin zur klassischen Liegestütz.<br />

Ausfallschritt rückwärts (L/R) – 10 bis 15 Wh<br />

3 Aufrecht stehen, ein Bein einen Schritt zurücksetzen,<br />

Knie senken, vorderes Knie im rechten Winkel<br />

halten. Anschließend langsam über die Ferse des<br />

vorderen Beines nach oben drücken und<br />

mit anderem Bein wiederholen.<br />

Variationen in der Schrittlänge<br />

für unterschiedliche Intensitäten<br />

möglich.<br />

Hip-Thrusts – 10 bis 15 Wh<br />

4 Beginne in Rückenlage mit angewinkelten Beinen, Fußsohlen am<br />

Boden und Knie hüftbreit parallel. Drücke die Fußsohlen gegen<br />

den Boden und hebe das Becken an. Spanne das Gesäß an, führe<br />

es in eine Linie mie Schultern und Knien und senke es anschließend<br />

wieder kontrolliert ab.<br />

Hollow Hold – 10 bis 30 Sek.<br />

5 Ausgangsposition in Rückenlage, Arme über dem Kopf ausgestreckt,<br />

Beine gestreckt anheben. Bauchnabel zur Wirbelsäule<br />

ziehen, unteren Rücken flach halten. Kopf, Schultern und Beine<br />

vom Boden heben. Hollow-Position 10–30 Sekunden halten, dabei<br />

Bauchmuskeln maximal anspannen.<br />

Arch Hold – 10 bis 30 Sek.<br />

6 Beginne in Bauchlage mit ausgestreckten Armen über dem Kopf<br />

und hebe gleichzeitig die Beine und den Oberkörper an. Krümme<br />

dabei leicht den Rücken und spanne die Rückenmuskulatur an.<br />

Halte diese Position für 10–30 Sekunden, während du die Rückenmuskeln<br />

aktiv hältst.<br />

031


ERNÄHRUNG Nach dem Sport<br />

Versuch’s mal<br />

mit Proteinen<br />

Was man nach welchem Sport am besten isst – und<br />

welche Rolle die Proteine in der Regeneration nach<br />

dem Sport einnehmen.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

E<br />

h egal, was ich jetzt<br />

esse, ich war ja ohnehin<br />

gerade im Training“, ist<br />

eine Devise, die gerade<br />

im Hobbybereich<br />

fälschlicherweise gerne gelebt<br />

wird. Denn gerade (auch) die Minuten<br />

und Stunden direkt nach dem<br />

Training haben enormen Einfluss<br />

auf die Regeneration und Erholung<br />

und auch auf Muskelauf- oder vielleicht<br />

sogar -abbau. Wer hier unmittelbar<br />

nach dem Training mit Köpfchen<br />

isst, Speicher wieder auffüllt<br />

und gezielt Nährstoffe zuführt,<br />

kann den Trainingsnutzen mit wenig<br />

Zusatzaufwand optimieren.<br />

Training ist nicht gleich Training<br />

Ob der komplexen Energiebreitstellungsmechanismen<br />

im menschlichen<br />

Körper unterscheiden sich<br />

Kraft- und Ausdauereinheiten nicht<br />

nur im jeweiligen Tun, sondern<br />

auch in der ernährungstechnischen<br />

„Nachbereitung“. Um den Körper<br />

nach dem Training optimal mit<br />

Nährstoffen zu versorgen und so<br />

die Leistungsfähigkeit und Regeneration<br />

zu maximieren, gilt es hier<br />

auch die Belastung im Training zu<br />

beachten. Isabella Grabner-Wollek,<br />

ihres Zeichens Leiterin der Abteilung<br />

für Ernährungswissenschaft<br />

bei Leistungssport Austria, hat für<br />

uns die feinen Unterschiede zwischen<br />

Kraft- und Ausdauereinheiten<br />

aufgeschlüsselt.<br />

Krafttraining<br />

„Unmittelbar nach dem Krafttraining<br />

ist für eine optimale Muskelproteinsynthese<br />

vor allem die Versorgung<br />

mit Eiweiß wichtig“, weiß<br />

Isabella Grabner-Wollek. Ihre wissenschaftsbasierte<br />

Empfehlung wären<br />

hier 0,3 Gramm hochwertiges<br />

Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht,<br />

respektive eine Menge von<br />

etwa 20 bis 25 Gramm. Besonders<br />

wichtig sei hier auch, dass das zugeführte<br />

Protein 2 bis 3 Gramm der<br />

Aminosäure Leucin beinhaltet. Der<br />

jeweilige Kohlenhydratbedarf nach<br />

dem Krafttraining hängt, so Isabella<br />

Grabner-Wollek, von Faktoren<br />

wie Trainingsdauer und -intensität<br />

Gerade nach Ausdauereinheiten<br />

unterstützt hochwertiges<br />

Eiweiß die<br />

Muskulatur in ihrer<br />

Regeneration.<br />

sowie von persönlichen Zielen ab.<br />

Wer Masse aufbauen möchte, der<br />

braucht beispielsweise mehr Kohlenhydrate<br />

als jemand, der an seiner<br />

Muskeldefinition arbeiten oder<br />

Körperfett reduzieren möchte.<br />

Wie man sich diese Empfehlung<br />

in Lebensmittelform vorstellen<br />

darf? Als perfekten ersten „Recovery-Snack“<br />

nach dem Training eignet<br />

sich für Isabella Grabner-Wollek<br />

beispielsweise Skyr-Joghurt,<br />

Cottagecheese, Topfencreme, griechisches<br />

Joghurt oder Riegel mit<br />

mindestens 20 bis 25 Gramm Eiweiß.<br />

Ausdauertraining<br />

Anders sieht es nach dem Ausdauertraining<br />

aus. Hier, so Isabella<br />

Grabner-Wollek, geht es primär um<br />

die Wiederauffüllung der körpereigenen<br />

Glykogenspeicher mit leicht<br />

verdaulichen Kohlenhydraten.<br />

Fälschlich wird aber oft Eiweiß nur<br />

mit Krafttraining assoziiert – ein<br />

Trugschluss, denn gerade auch<br />

nach Ausdauereinheiten unterstützt<br />

hochwertiges Eiweiß die Muskulatur<br />

in ihrer Regeneration. Pro Kilogramm<br />

Körpergewicht empfiehlt<br />

die erfahrene Ernährungs-Expertin<br />

entsprechend 0,8 bis 1,2 Gramm<br />

Kohlenhydrate und je nach muskulärer<br />

Beanspruchung 0,2 bis 0,4<br />

Gramm Eiweiß zu sich zu nehmen.<br />

Auch hier, sozusagen zur besseren<br />

Veranschaulichung, einige<br />

„Snack-Empfehlungen“ aus Expertinnen-Sicht:<br />

Fertige Recovery-Getränke<br />

(mehr dazu weiter unten im<br />

Text) bieten hier einen ausgewo-<br />

FOTO: istock<br />

032


FIT<br />

033


ERNÄHRUNG Nach dem Sport<br />

genen Mix, aber auch die klassische<br />

Kakaomilch oder ein Bananenshake<br />

bieten sich zur ersten Nährstoff-<br />

Versorgung nach der Ausdauereinheit<br />

an.<br />

Egal ob Ausdauer- oder Krafttraining,<br />

oftmals greifen Hobbysportler<br />

zusätzlich zu speziellen<br />

Amino-Präparaten. Isabella Grabner-Wollek<br />

rät hierbei allerdings<br />

stets die Einnahme aller essenziellen<br />

Aminosäuren gegenüber einzelner<br />

Aminosäuren (etwa nur<br />

BCAAs) vorzuziehen.<br />

Die Sache mit dem Shake<br />

Ein Klassiker unter den direkt nach<br />

dem Training schnell und einfach<br />

zuführbaren Energielieferanten<br />

sind sogenannte Eiweiß-Shakes. Natürlich<br />

lässt sich der Energiebedarf<br />

im Hobbysport in der Regel auch<br />

über reguläre Lebensmittel – siehe<br />

die Tipps weiter oben im Text – decken.<br />

Isabella Grabner-Wollek empfiehlt<br />

hier sogar die „Food<br />

First“-Strategie, rät also dazu, so<br />

weit wie möglich „echten“ Lebensmitteln<br />

gegenüber Shakes und Präparaten<br />

den Vorzug zu geben.<br />

Shakes sind aber oftmals in der<br />

Handhabe einfach praktisch und<br />

daher sehr beliebt. Doch hier ist<br />

Shake nicht gleich Shake. Wir empfehlen<br />

in der Dosierung und Auswahl<br />

immer eine Absprache mit<br />

dem Hausarzt oder qualifizierten<br />

Ernährungsspezialisten. Außerdem<br />

sollte man hier nicht am falschen<br />

Ende sparen, lieber ein paar Euro<br />

Nicht am falschen<br />

Ende sparen – lieber<br />

ein paar Euro mehr<br />

ausgeben und ein<br />

Produkt aus geprüfter<br />

Qualität kaufen.<br />

FOTO: Isabella Grabner-Wollek<br />

ZUR PERSON<br />

Mag.a Isabella Grabner-Wollek<br />

Die Ernährungswissenschafterin leitet seit<br />

2019 die Abteilung „Ernährungwissenschaft<br />

im „Leistungssport Austria“-Bundesinstitut<br />

für Leistungs- und Spitzensport, agiert im<br />

Vorstand der ÖGSE, lehrt an zahlreichen<br />

Institutionen und Hochschulen und betreut<br />

seit Jahren heimische Spitzensportler.<br />

www.leistungssport.at<br />

mehr investieren und dafür ein Produkt<br />

aus geprüfter Qualität kaufen.<br />

Nicht nur Wettkampfathleten mit<br />

regelmäßigen Dopingtests seien zudem<br />

Produkte mit Listung auf der<br />

„Kölner Liste“ ans Herz gelegt –<br />

hier darf man davon ausgehen, keine<br />

verunreinigten Präparate zu sich<br />

zu nehmen. Neben diversen Eiweißanteilen<br />

(70, 80, 90 %) gibt es diese<br />

auch mit unterschiedlichen Eiweißquellen<br />

und -zusammensetzungen.<br />

Folgend haben wir versucht, hier<br />

etwas Licht ins Dunkel zu bringen.<br />

Proteinpulver im Detail<br />

Grob überschlagen finden sich am<br />

Markt Eiweißpräparate auf Whey-,<br />

Casein- oder pflanzlicher Basis. Sowohl<br />

Casein als auch Whey, um<br />

hiermit zu beginnen, werden in der<br />

Regel aus Milcherzeugnissen und<br />

somit Kuhmilch gewonnen.<br />

Die Molke, ein Nebenprodukt in<br />

der Käseherstellung, wird für die<br />

Gewinnung von Eiweißpulver entweder<br />

durch Mikrofiltration („Kon-<br />

zentrat“, rund 80 % Eiweißgehalt),<br />

aufwendigere Ultrafiltration („Isolat“,<br />

rund 90 % Eiweißgehalt) oder<br />

Hydrolyse („Hydrolysat“, rund 98<br />

% Eiweißgehalt) weiterverarbeitet.<br />

Whey, so geht Ernährungs-Expertin<br />

Isabella Grabner-Wollek tiefer ins<br />

Detail, überzeugt insgesamt mit einer<br />

raschen Aufnahme im Körper,<br />

ist reich an Leucin und insgesamt<br />

ihre Empfehlung für „direkt nach<br />

dem Training“.<br />

Casein verfügt gegenüber der<br />

Molke oder dem Whey über eine<br />

niedrigere biologische Wertigkeit,<br />

enthält außerdem einen großen Anteil<br />

an Milchzucker, was für Personen<br />

mit Laktoseintoleranz zu Komplikationen<br />

führen kann. Ob der<br />

langsamen Aufnahme im Körper<br />

sieht Isabella Grabner-Wollek Casein<br />

unmittelbar nach dem Sport<br />

eher ungeeignet. Durch die gute<br />

Protein-Versorgung über mehrere<br />

Stunden empfiehlt sie Casein eher<br />

vor dem Zubettgehen.<br />

Für pflanzliche Eiweißshakes<br />

empfiehlt die Expertin die geschickte<br />

Kombination verschiedener Quellen,<br />

um so die biologische Wertigkeit<br />

insgesamt zu erhöhen. Außerdem,<br />

so ihr Rat, sollte man dabei<br />

auf die enthaltene Gesamteiweißmenge<br />

achten, da mitunter Präparate<br />

eine geringe Gesamt-Eiweißmenge<br />

und wenig Leucin-Gehalt aufweisen.<br />

Beispielsweise auf Soja, Hanf<br />

oder Erbsen basieren aktuell erhältliche<br />

pflanzliche Eiweißpräparate.<br />

Eine weitere „Shake-Form“ sind<br />

Eiweiß-Kohlenhydrat-Mix-Shakes,<br />

gemeinhin auch als bereits angesprochene<br />

Recovery-Shakes vermarktet.<br />

Diese, klärt Isabella Grabner-Wollek<br />

auf, liefern vor allem<br />

nach einem Ausdauertraining<br />

schnell verfügbare Kohlenhydrate<br />

und Eiweiß. Für den Einsatz nach<br />

einem Krafttraining, so der abschließende<br />

Rat, gilt es ein strenges<br />

Auge auf den Eiweißanteil zu haben,<br />

da hier eventuell absolut gesehen<br />

zu wenig davon enthalten ist.<br />

034


FIT<br />

Top 6<br />

Recovery<br />

NÖM PRO Proteindrink<br />

Peanut-Choc<br />

• 35 g Protein pro Flasche<br />

• ohne Zuckerzusatz<br />

• fettarm und laktosefrei<br />

• von Natur aus mit 9 essenziellen<br />

Aminosäuren und BCAAs<br />

• Peanut­ Choc-Geschmack<br />

(schokoladiger Kakao mit Erdnüssen)<br />

PREIS (UVP): € 2,31<br />

www.noem.at<br />

PEEROTON Recovery Shake<br />

600 g Vanille<br />

• ideal nach intensiven Trainingseinheiten<br />

und Wettkämpfen<br />

• schnelle Regeneration fördert<br />

die Leistungssteigerung<br />

• optimierte Mischung an<br />

Proteinen, hochwertigen<br />

Kohlenhydraten, Vitaminen und<br />

Mineralstoffen<br />

• Geschmacksrichtungen:<br />

Vanille und Banane<br />

PREIS (UVP): € 35,90<br />

www.peeroton.com<br />

PANACEO Energy Amino8<br />

vegane Eiweißquelle<br />

8 essenzielle Aminosäuren im optimalen<br />

Verhältnis sind die Basis für<br />

Aufbau und Stabilität von Muskeln,<br />

Sehnen und Bändern<br />

für einen gesunden Muskelaufbau<br />

und -erhalt sowie für eine schnellere<br />

Regeneration nach demTraining<br />

hohe Bioverfügbarkeit<br />

rein pflanzliche Herkunft<br />

PREIS (UVP): € 39,90<br />

www.panaceo.com<br />

POWERBAR Protein + Vegan<br />

Immune Support<br />

• 100 % vegan<br />

• pflanzliches Protein ohne<br />

Kompromisse im Geschmack<br />

• 20 g Protein pro Portion<br />

• enthält auch die Vitamine C und<br />

B12 sowie das Spurenelement<br />

Zink, die zur normalen Funktion<br />

des Immun systems beitragen<br />

• Geschmacksrichtungen:<br />

Vanilla, Chocolate, Coffee Latte<br />

PREIS (UVP): € 11,99<br />

www.powerbar.eu<br />

MELASAN Protein Snack 32 Riegel<br />

24 g Protein pro Riegel – ergibt 32 % reines Protein<br />

Zuckergehalt: 0,8 g glutenfrei, laktosefrei sowie frei von<br />

Konservierungsmitteln für Vegetarier geeignet<br />

zwei Sorten erhältich: Pistazie und Haselnuss<br />

PREIS (UVP): € 3,90 | www.melasan-sport.at<br />

SPONSER Protein 50 Chocolate Riegel<br />

Multiproteinriegel basierend auf fünf Proteinkomponenten<br />

ersetzt dank hohem Eiweißanteil von 50 % einen Proteinshake<br />

mit Vitaminen, die zu einem normalen Protein- und Glycogenstoffwechsel<br />

beitragen Chrom zur Aufrechterhaltung eines normalen<br />

Blutzuckerspiegels enthält nur 3,3 g Fett sowie 0,5 g Zucker<br />

PREIS (UVP): € 2,99 | sponser.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

035


SPORT TALK Lara Vadlau & Rosa Donner<br />

Welle, Wind, Wasser<br />

Lara Vadlau (29) und Rosa Donner (19) wollen jeweils im 470er-Segeln in Paris 2024<br />

dabei sein. Im „Sport Talk“ erklären sie ihre Leidenschaft für den Segelsport.<br />

I<br />

hr segelt beide in derselben<br />

Bootsklasse, habt beide Olympia<br />

2024 als Ziel. Seht ihr euch<br />

als Konkurrentinnen oder hält<br />

man in der Seglerszene zusammen?<br />

ROSA DONNER: Von Laras Erfahrungen<br />

kann ich viel lernen. Fakt ist,<br />

dass Lara 29 Jahre ist, unter anderem<br />

zweifache Weltmeisterin und<br />

sie war zweimal bei Olympia. Ich<br />

bin 19 Jahre jung.<br />

LARA VADLAU: Rosa ist sehr jung, aber<br />

hat viel Potenzial. Natürlich hält<br />

man in der Segelszene zusammen,<br />

Rosa und ihr Partner versuchen uns<br />

Routinierteren auch Arbeit abzunehmen,<br />

bringen zum Beispiel unsere<br />

Fuhre mit den Booten nach Den<br />

Haag, wo die Weltmeisterschaft<br />

stattfinden wird. Im Gegenzug können<br />

sie mit unserer Trainingsgruppe<br />

mittrainieren. Ein Geben und<br />

Nehmen auf allen Ebenen.<br />

Lara Vadlau (oben): die zweifache Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin segelt mit Lukas Mähr;<br />

Rosa Donner (unten): Die U21-Weltmeisterin bildet mit Niklas Haberl ein Team.<br />

Segeln ist die erfolgreichste Sommer-Olympiasportart,<br />

trotzdem<br />

haben wohl nur wenige wirklich<br />

Einblick in die Sportart. Worauf<br />

kommt es sportlich an?<br />

LARA: Segeln ist eine der komplexesten<br />

Sportarten überhaupt – Technik,<br />

Taktik, Material, Wetterkunde,<br />

Strömungskunde ... Aber am wichtigsten<br />

ist mentale Stärke.<br />

ROSA: Neben der körperlichen Fitness<br />

bedarf es auch großer Erfahrung<br />

mit Welle, Wind und Wasser.<br />

Das Faszinierendste am Segeln ist?<br />

ROSA: Das Gefühl von Freiheit, wenn<br />

weit und breit kein Ufer zu sehen<br />

ist, das Gefühl von Adrenalin,<br />

das dir durch den Körper schießt,<br />

wenn der Startschuss für eine Wettfahrt<br />

fällt, und das Gefühl von<br />

Unbeschwertheit, wenn man über<br />

das Wasser gleitet – das alles hat<br />

ZU DEN PERSONEN<br />

Name Lara Vadlau Geb. 29. März 1994<br />

Sportart Segeln (470er Mixed mit Lukas<br />

Mähr) Top-Erfolge 2 x WM-Gold<br />

(2014, 2015), 2 x EM-Gold (2014, 2016),<br />

2 x Olympiateilnahme (2012, 2016),<br />

2 x Gold Gesamtweltcup (2014, 2016)<br />

Name Rosa Donner Geb. 5. <strong>August</strong><br />

2003 Sportart Segeln (470er Mixed<br />

mit Niklas Haberl) Top-Erfolge U21<br />

Weltmeisterin und U24-WM Bronze<br />

(2022), U21-Vize-Europameisterin<br />

(2022), U21-EM Bronze (2021)<br />

das Segeln zu meiner brennenden<br />

Leidenschaft gemacht.<br />

LARA: Es gibt nichts auf der Welt,<br />

das mir so ein Freiheitsgefühl vermittelt<br />

wie Segeln, es ist so abwechslungsreich,<br />

man kann sich nie<br />

aufs Gleiche einstellen. Und es ist<br />

unbeschreiblich, bei 5 Meter hohen<br />

Wellen übers Wasser zu fliegen.<br />

Hättet ihr jeweils einen kurzen Trainingstipp<br />

für unsere Leser, der für<br />

möglichst viele Sportarten passt?<br />

LARA: Einfach täglich in Bewegung<br />

bleiben – wer rastet, der rostet.<br />

ROSA: Täglich fit halten – mobilisieren,<br />

dehnen, kräftigen und natürlich<br />

auf die Ausdauer nicht vergessen.<br />

FOTOS: Kelag<br />

036


© Richard Pichler Photography<br />

NACHHALTIG<br />

KRAFTVOLL<br />

Die Kelag, Kärntens regionaler<br />

Energieversorger, ist stolz darauf,<br />

das erfolgreiche Ruderinnen-Duo,<br />

Magdalena und Katharina Lobnig,<br />

mit voller Energie zu unterstützen.<br />

Wir wünschen als Sponsor und Fans<br />

viel Erfolg für die kommende Saison!


BACKGROUND Energie AG-Sportfamilie<br />

SCHON OBEN<br />

ANGELANGT.<br />

Lukas Weißhaidinger, Vincent<br />

Kriechmayr und Bettina Plank<br />

gehören zu den Arrivierten in<br />

der Energie AG-Sportfamilie.<br />

038


FIT<br />

FOTOS: Gepa-Pictures, Frank Wimmer/Red Bull Content Pool<br />

Sportlicher<br />

Familienzuwachs<br />

Seit fast 25 Jahren unterstützt die Energie AG<br />

junge oberösterreichische Sportlerinnen und<br />

Sportler auf dem Weg an die Weltspitze. Die<br />

„Energie AG-Sportfamilie“ bekommt Zuwachs.<br />

D<br />

iskus-Ass Lukas<br />

Weißhaidinger,<br />

Ski-Weltmeister Vincent<br />

Kriechmayr und<br />

Karate-Powerfrau<br />

Bettina Plank, alle links in voller<br />

Action zu sehen: Sie sind nur drei<br />

aus der „Energie AG-Sportfamilie“.<br />

Vor knapp 25 Jahren wurde in<br />

der oberösterreichischen Energie<br />

AG begonnen, gezielt Einzelsportlerinnen<br />

und -sportler aus Oberösterreich<br />

zu fördern. Daraus entwickelte<br />

sich eine Gruppe, die nicht<br />

nur gut miteinander auskam (trotz<br />

sehr unterschiedlichen Sportarten),<br />

sondern auch extrem erfolgreich<br />

wurde. Sechs Olympiamedaillen,<br />

33 Medaillen bei Weltmeisterschaften,<br />

davon 15 WM-Titel<br />

sowie 22 Europameisterschaftsmedaillen<br />

– so beeindruckend liest<br />

sich die Erfolgsbilanz der Energie<br />

AG-Sportfamilie.<br />

So schön diese Erfolge sind –<br />

aber der Schwerpunkt der Sportförderung<br />

lag stets und liegt nach<br />

wie vor in der nachhaltigen Unterstützung<br />

aufstrebender Talente mit<br />

Lebensmittelpunkt Oberösterreich.<br />

Sie sollen sich sportlich und<br />

menschlich in einem geeigneten<br />

Umfeld weiterentwickeln können,<br />

um so, im Idealfall, ihren Weg an<br />

die Weltspitze zu finden. Und auch<br />

jenen, die bereits ganz oben angekommen<br />

sind, will die Energie AG<br />

Mit unseren vier<br />

neuen Athletinnen<br />

unterstützen wir<br />

auch Sportarten, die<br />

nicht im Mittelpunkt<br />

des öffentlichen<br />

Interesses stehen.<br />

Dr. Leonhard Schitter<br />

CEO Energie AG<br />

ein Umfeld für die weitere individuelle<br />

sportliche und menschliche<br />

Entwicklung bieten.<br />

Dazu gehört etwa, dass sich<br />

alle Sportfamilien-Mitglieder – aktuell<br />

16 an der Zahl – zumindest<br />

einmal jährlich zum Erfahrungsaustausch<br />

treffen. Als Teamkapitän<br />

fungiert der Abfahrtsweltmeister<br />

von 2001 Hannes Trinkl. Nicht nur<br />

von seiner Erfahrung und seinem<br />

Wissensschatz können die jüngeren<br />

Teammitglieder profitieren, sondern<br />

auch von dem der anderen erfahrenen<br />

Sportfamilien-Mitglieder<br />

– neben den eingangs Erwähnten<br />

sind dies etwa Kanutin Viktoria<br />

Schwarz oder Skispringer Michael<br />

Hayböck. Der regelmäßige Austausch<br />

quer durch die Sportarten<br />

wird großgeschrieben – nicht umsonst<br />

zeichnen Schlagworte wie Zusammengehörigkeit,<br />

Authentizität,<br />

Lernen voneinander und Spaß miteinander<br />

das Team aus. „Mit der<br />

gezielten Förderung können wir die<br />

Entwicklung unserer Sportlerinnen<br />

und Sportler unterstützen, ihnen<br />

Stabilität und Sicherheit bieten.<br />

Wenn sie dann Erfolge erzielen,<br />

macht uns das besonders stolz und<br />

bestätigt unseren Weg“, erklärt<br />

Leonhard Schitter, CEO der<br />

Energie AG.<br />

Jugendliche Frauenpower<br />

Weil mit Andrea Limbacher und<br />

Maximilian Lahnsteiner heuer zwei<br />

aus der Energie AG-Sportfamilie<br />

ihre Karriere beendet haben, wurden<br />

soeben vier junge Sportlerinnen<br />

aufgenommen. Nach einem<br />

mehrstufigen Auswahlverfahren<br />

hieß es: Welcome Christina Födermayr,<br />

Franziska Sterrer, Blanca<br />

Rodrigues und Elisabeth Egger!<br />

Christina Födermayr Skicross<br />

Geb.: 28.06.2001; Wohnort: Utzenaich<br />

Diese Persönlichkeit fasziniert<br />

mich Mikaela Shiffrin Energie tanke<br />

ich Im Urlaub am Meer mit Freunden<br />

Ich liebe an meinem Leben Dass<br />

ich jeden Tag über mich hinauswachsen<br />

kann Bei diesem Essen kann ich<br />

nicht Nein sagen Weißwurst mit<br />

Brezn Mein Lebensmotto Just do it<br />

039


BACKGROUND Energie AG-Sportfamilie<br />

Skicrosserin Christina Födermayr<br />

zählt mit 22 bereits zu den<br />

besten Freestyle-Skicrosserinnen<br />

Österreichs, sie wurde 2021 Junioren-Weltmeisterin<br />

und ist Olympiateilnehmerin<br />

2022. Als Nachfolgerin<br />

von Weltmeisterin Andrea<br />

Limbacher hat sie Chancen, im<br />

Skicross Weltcup vorne mitzumischen.<br />

Kletterin Franziska Sterrer<br />

ist 24, stammt aus einer Bergsportund<br />

Kletterfamilie in Vöcklabruck.<br />

Sie ist im Boulder und Lead erfolgreich<br />

und belegte im IFSC World<br />

Ranking und IFSC Climbing World<br />

Cup 2022 Rang 11.<br />

Das „Küken“ unter den Neuen<br />

ist die 18 Jahre junge Blanca<br />

Rodrigues. Auch ihre Sportart<br />

Breaking steckt in Österreich noch<br />

im Aufbau – zugleich feiert die<br />

vom Streetdance abgeleitete Tanzsportart<br />

2024 in Paris olympische<br />

Premiere. Neu in der Energie<br />

Elisabeth Egger Handbike<br />

Geb.: 07.06.1996; Wohnort: Linz<br />

Diese Persönlichkeit fasziniert<br />

mich Heinz Frei Energie tanke ich<br />

In der Natur Bei dieser Musik fühle<br />

ich mich wohl Coldplay Ich liebe an<br />

meinem Leben Unabhängigkeit Bei<br />

diesem Essen kann ich nicht Nein<br />

sagen Mamas Küche Mein Lebensmotto<br />

Gehe deinen Weg<br />

Blanca Rodrigues Breaking<br />

Geb.: 05.12.2004; Wohnort:<br />

Gallneu kirchen<br />

Diese Persönlichkeit fasziniert<br />

mich B-Girl Jilou und meine<br />

Mama Energie tanke ich Wenn<br />

ich tanze Bei dieser Musik fühle<br />

ich mich wohl Hip-Hop und Latino<br />

Ich liebe an meinem Leben Dass mir so viele Möglichkeiten<br />

offenstehen Bei diesem Essen kann ich nicht Nein sagen Sushi<br />

Mein Lebensmotto Lebe dein Leben in vollen Zügen<br />

AG-Sportfamilie ist<br />

auch Handbikerin<br />

Elisabeth Egger. Neben<br />

Mendy Swoboda<br />

(Para-Kanu) ist die<br />

junge Mühlviertlerin<br />

die zweite Para-<br />

Athletin im Team,<br />

sie konnte international<br />

bereits bei den<br />

Weltmeisterschaften<br />

sowie bei den Paralympics<br />

2021 Erfahrungen<br />

sammeln.<br />

Mit den Steckbriefen<br />

und Word raps stellen wir die<br />

vier Neuen hier vor. Übrigens: Mit<br />

den vier jungen neuen Sportlerinnen<br />

im Team sind jetzt neun der 16<br />

Teammitglieder weiblich, die Frauen<br />

also in der Überzahl.<br />

Energie AG-CEO Leonhard<br />

Schitter, Nachfolger von Leo<br />

Windtner, dem Gründer der Energie<br />

AG-Sportfamilie, sowie Werner<br />

Steinecker, verspricht, den erfolgreichen<br />

Weg des Sportförderprogramms<br />

weiter zu beschreiten:<br />

„Wir werden die Philosophie der<br />

Sportfamilie weiterverfolgen, junge,<br />

aufstrebende oberösterreichische<br />

Sporttalente zu fördern und<br />

auf ihrem Weg zu begleiten. Mit<br />

unseren vier neuen Athletinnen unterstützen<br />

wir auch Sportarten, die<br />

nicht im Mittelpunkt des öffentlichen<br />

Interesses stehen und leisten<br />

damit einen wichtigen Beitrag für<br />

unseren Sportnachwuchs.“<br />

Franziska Sterrer Klettern<br />

Geb.: 18.11.1998; Wohnort: Pollingberg<br />

Diese Persönlichkeit fasziniert<br />

mich Anna Stöhr Energie tanke ich<br />

An einem sonnigen Tag in den Bergen<br />

Ich liebe an meinem Leben Meine<br />

Leidenschaft, den Sport zum Beruf<br />

gemacht zu haben Bei diesem Essen<br />

kann ich nicht Nein sagen Frisches<br />

Obst und Gemüse aus meinem Garten<br />

Mein Lebensmotto Keep growing<br />

DIE SPORTFAMILIE<br />

Die Mitglieder<br />

Hannes Trinkl (Kapitän, Ski alpin)<br />

Elisabeth Egger (Handbike)<br />

Christina Födermayr (Skicross)<br />

Barbara Haas (Tennis)<br />

Michael Hayböck (Skisprung)<br />

Vincent Kriechmayr (Ski alpin)<br />

Ana Roxana Lehaci (Flachwasser-Kanu)<br />

Elisa Mörzinger (Ski alpin)<br />

Bettina Plank (Karate)<br />

Blanca Rodrigues (Breaking)<br />

Johnny Rohrweck (Skicross)<br />

Viktoria Schwarz (Flachwasser-Kanu)<br />

Franziska Sterrer (Klettern)<br />

Mendy Swoboda (Para-Kanu)<br />

Alexander Trampitsch (Schwimmen)<br />

Lukas Weißhaidinger (Diskus)<br />

www.sportfamilie.at<br />

040


Entgeltliche Einschaltung<br />

Lukas Weißhaidinger<br />

Diskus<br />

© ÖOC/Florian Rogner<br />

SI GESWILLE<br />

Die Energie AG unterstützt seit dem Jahr 2000 Sportlerinnen und Sportler aus Oberösterreich, die sich mit Topleistungen<br />

revanchieren. Leistungswille, Zusammengehörigkeit und Authentizität zeichnen die Energie AG – Sportfamilie aus. Diese Art<br />

der Sportförderung ist einzigartig, nachhaltig und erfolgreich.<br />

www.sportfamilie.at


REZEPT<br />

FOTO: Der Steirerhof | www.dersteierhof.at<br />

Hühnerbrust mit<br />

gefüllten Tomaten<br />

Zubereitung<br />

1 Die Hühnerbrüste der Länge<br />

nach einschneiden. Lauch in feine<br />

Streifen schneiden und mit Obers<br />

zu einer cremigen Konsistenz kochen.<br />

Das Fleisch salzen, pfeffern<br />

und mit etwas Rosmarin aromatisieren.<br />

Erkalten lassen.<br />

2 Nun die Masse in die Hühnerbrüste<br />

füllen und mit langen Speckscheiben<br />

umwickeln. Eventuell mit<br />

einem Küchengarn fixieren.<br />

3 Inzwischen 4 Tomaten aushöhlen.<br />

Von den restlichen 2 Tomaten die<br />

Haut abziehen, entkernen und in<br />

kleine Würfel schneiden.<br />

4 Zwiebeln und Knoblauch schneiden<br />

und in Olivenöl anschwitzen.<br />

Oliven und Spinat kurz mitrösten<br />

und von der Flamme ziehen. Mozzarella<br />

würfelig schneiden und gemeinsam<br />

mit den Tomaten beigeben.<br />

Mit Salz und Pfeffer würzen.<br />

5 Die ausgehöhlten Tomaten mit<br />

der Masse füllen und mit Weißbrotbröseln<br />

und gehackter Petersilie<br />

bestreuen. Tomaten mit etwas<br />

Olivenöl beträufeln und im vorgeheizten<br />

Rohr bei 160° C backen.<br />

Bratzeit: ca. 12 Minuten.<br />

6 Inzwischen die Hühnerbrüste in<br />

der Pfanne garen und gemeinsam<br />

mit den gefüllten Tomaten auf den<br />

Tellern anrichten.<br />

Unser Dank für dieses Rezept gilt<br />

Hotel & Spa Der Steirerhof Bad<br />

Waltersdorf (www.dersteirerhof.at)<br />

ZUTATEN für 4 Personen<br />

• 4 Hühnerbrüste<br />

• 80 g geräucherter Schinkenspeck<br />

• 40 g Lauch<br />

• frische Rosmarinzweige<br />

• 6 Fleischtomaten<br />

• 200 g junger Spinat, gewaschen<br />

• 80 g Zwiebeln<br />

• 2 cl Olivenöl<br />

• 2 Knoblauchzehen<br />

• 100 g Mozzarella<br />

• Salz und Pfeffer<br />

• 3 EL Obers (Sahne)<br />

• etwas Olivenöl<br />

• 40 g Weißbrotbrösel<br />

• 10 schwarze Oliven, entkernt<br />

042


Eine starke Kombi:<br />

Protein+ Vegan<br />

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Muskelaufbau und -erhalt ging noch nie so pflanzlich<br />

Nach dem Training muss der Körper regenerieren, um Kraft und Leistungsfähigkeit für<br />

kommende Belastungen wiederherzustellen. Die Protein+ Vegan Riegel von Powerbar<br />

kommen in 3 Geschmacksrichtungen und liefern reichlich pflanzliches Protein für den<br />

Muskelaufbau und -erhalt. Das Powerbar Protein+ Vegan Immune Support Powder enthält<br />

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Wir behalten uns das Recht vor, den Code zu löschen, wenn es Anzeichen von Missbrauch gibt.


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Gerade bei langfristigen Gelenksproblemen braucht es neben<br />

schonender Bewegung (Radfahren, Schwimmen) auch die richtige<br />

Nährstoff- Versorgung. Genau dafür wurde in Zusammenarbeit<br />

mit führenden Orthopäden „Dr. Böhm® Gelenks<br />

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Visor“, ein faltbares und ultraleichtes Visor aus recycelten<br />

Kunststofffasern, das sich zusammenfalten lässt, ohne seine<br />

Form zu verlieren. Der perfekte Begleiter für sportliche<br />

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FOTO: Buff<br />

EW<br />

Laufgenuss und Urlaubsspaß<br />

Zum 22. Mal bietet Kärnten Läuft Laufgenuss und<br />

Urlaubsspaß für Groß und Klein. Und das wieder<br />

in der Running City am Ufer des Wörthersees.<br />

Die Pforten zu Kärnten Läuft werden am Freitag,<br />

dem 25. <strong>August</strong> mit einem Gratis–Kabarett der<br />

Extraklasse geöffnet: Gernot Kulis wird den stimmigen<br />

Einstieg geben und für die bevorstehenden<br />

Läufe motivieren. Also: Pack die Laufschuhe und<br />

die Badehose ein!<br />

www.kaerntenlaeuft.at<br />

LAUFEN UND MEHR BEIM GRAZMARATHON<br />

Der Herbstklassiker im Süden von Österreich für die ganze<br />

Familie naht wieder – der Graz Marathon (6.–8. Oktober) mit<br />

ultimativem Marathon-Feeling beim Lauf durch die Grazer<br />

Innenstadt, Tausenden Zusehern<br />

und einzigartigem Flair. Perfekt<br />

ist er auch für ein entspanntes<br />

verlängertes Wochenende mit<br />

Sight seeing und Shopping in der<br />

Grazer Altstadt oder einem<br />

Ausflug ins herbstliche (Wein-)<br />

Umland.<br />

www.grazmarathon.at<br />

FOTO: Apomedica<br />

FOTO: Graz Marathon/GEPA Pictures<br />

FOTO: Kärnten Läuft/ Markus Traussnig<br />

FOTO: XBIONIC TWYCE RACE<br />

REDLER SPORT<br />

ÜBERNIMMT<br />

VERTRIEB VON<br />

X-BIONIC<br />

Die Redler Sport GmbH mit Sitz in Lauterach<br />

(Vorarlberg) nimmt ab sofort die Marke X-Bionic<br />

in ihr Portfolio auf. Der Schweizer Spezialist für<br />

Performance-Sportbekleidung steht für hochwertige<br />

Materialien und patentierte Technologien,<br />

die zu Höchstleistungen beflügeln und im<br />

Performance-Sport den Unterschied zwischen<br />

gut und herausragend ausmachen. Von Runningüber<br />

Cycling- bis hin zu Wintersportbekleidung<br />

stehen für den österreichischen Markt künftig<br />

alle X-Bionic-Produkte unter dem Vertriebsdach<br />

von Redler Sport.<br />

www.x-bionic.com<br />

Ein Klassiker in Perfektion!<br />

Der Gel-Kayano, der Stabilschuh-Klassiker<br />

von ASICS, feiert seine 30. Auflage<br />

und das ASCIS Europa Team hat dieses<br />

Jubiläum in Berlin vor versammelter<br />

Medienwelt entsprechend zelebriert.<br />

Mit dem GEL-KAYANO 30<br />

(UVP: € 200,–) hat das Team rund um<br />

Chefentwickler Andreas Moll den Stabilitätsschuh<br />

mit brandneuen Technologien<br />

ausgestattet, was für zusätzlichen<br />

beispiellosen Komfort sorgt. Dank<br />

Einführung des 4D-Gudiance-System<br />

und der PureGEL-Technologie<br />

bietet er noch wesentlich mehr<br />

Stabilität und Komfort als seine<br />

Vorgängermodelle. www.ascis.com<br />

FOTO: Asics<br />

Schau rein in den <strong>SPORTaktiv</strong>-Laufkalender!<br />

Die Laufsaison ist voll im Gange. Wenn du noch einen Lauf für den Sommer<br />

oder den Herbst suchst: Alle heimischen Laufevents findest du ständig in<br />

unserem <strong>SPORTaktiv</strong>-Eventkalender – zur Verfügung gestellt vom<br />

Österreichischen Leicht athletik-Verband. Direktlink: bit.ly/laufevents-<strong>2023</strong><br />

044


„Rambo“ runs around Austria<br />

Dieser Mann ist dabei, die Gesamtstrecke der<br />

österreichischen Landesgrenze mit 2706 km und<br />

mehr als 100.000 Höhenmeter in nur 100 Tagen<br />

abzulaufen: Andreas Ropin, alias „Rambo“, stellt<br />

sich seiner sportlichen Österreich-Challenge in<br />

Trailrunningschuhen seit 1. Juni. Die bisherigen<br />

Etappen durch Salzburg, Ober- und Niederösterreich,<br />

das Burgenland, die Steiermark und Kärnten<br />

stellten ihn mit Wetterkapriolen, Stechmücken,<br />

aufgebrauchten Vorräten, abgerissenen<br />

Schnürsenkeln etc. schon vor etliche Herausforderungen,<br />

doch er ist unverdrossen auf dem<br />

Weg. Via Echtzeit-Tracker kann man Ropins<br />

Abenteuer mitverfolgen (t1p.de/echtzeittracker),<br />

ebenso auf Facebook (t1p.de/facebook-<br />

rambo) – und<br />

sehr gern auch<br />

„Rambo“<br />

anfeuern und<br />

unterstützen.<br />

www.ropin- andreas.at<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

DIE SPORTAKTIV-PACEMAKER SIND WIEDER IM EINSATZ<br />

Auch heuer bekommst du für deine Traumzielzeit bei einigen Top-Lauf-Events das<br />

Service der <strong>SPORTaktiv</strong>-Pacemaker geboten. Bei Kärnten Läuft am 27. <strong>August</strong><br />

kannst du dich über die 21,1 km an jemanden anhängen, der deine Wunschzeit (1:30,<br />

1:40, 1:50, 2:00, 2:10, 2:20) läuft. Auch beim Wachaumarathon am 16. September<br />

findest du im Halbmarathon (1:30, 1:45, 2:00, 2:15, 2:30 h) und Marathon (3:30, 4:00,<br />

4:30 h) erfahrene Schrittmacher. Der Graz Marathon am 8. Oktober bietet den beliebten<br />

Service für die Zeiten 3:15, 3:30, 3:45, 4:00, 4:15 und 4:30 Stunden auf der<br />

vollen Marathondistanz an. www.kaerntenlaeuft.at, www.wachaumarathon.com, www.grazmarathon.at<br />

FOTO: Rambo Runs Austria<br />

FOTO: Kärnten Läuft/Helmuth Weichselbraun<br />

Die leichte<br />

Kompressionssocke<br />

für<br />

den Sommer<br />

Hohe Leistung,<br />

geringes<br />

Gewicht: Mit<br />

den „CEP<br />

Ultralight<br />

Socks“ (UVP<br />

€ 54,95)<br />

kommst du<br />

deinen Zielen auf einen Schlag gleich zwei<br />

Schritte näher. Zum einen profitierst du<br />

von der leistungssteigernden Kompression,<br />

zum anderen genießt du das angenehme<br />

Tragegefühl des ultraleichten und<br />

extrem atmungsaktiven Materials. Eine<br />

perfekte Passform mit asymmetrischen<br />

Zehenboxen rundet das Gesamtpaket ab.<br />

www.cepsports.at<br />

FOTO: Eisbär<br />

S<br />

3 FRAGEN AN<br />

RUN<br />

FOTO:CEP<br />

RONALD MÜHLBÖCK,<br />

CEO EISBÄR SPORTMODEN<br />

Was bewegt dich<br />

aktuell im<br />

Business?<br />

Am meisten begeistert<br />

mich aktuell<br />

die Möglichkeit,<br />

mit Eisbär einen<br />

Beitrag zur Nachhaltigkeit im Bereich<br />

Sportmode leisten zu können.<br />

Als eines der wenigen unabhängigen<br />

und noch in Österreich<br />

produzierenden Textilunternehmen<br />

hat Eisbär dafür die besten<br />

Voraussetzungen und übernimmt<br />

soziale und ökologische Verantwortung.<br />

Ein persönliches Highlight<br />

dabei sind unsere hochfunktionellen,<br />

gestrickten STRIVE<br />

Sportbeanies, -Stirnbänder und<br />

-Tubes – aus 100 % Naturgarnen.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport<br />

in deinem Leben?<br />

Sport ist seit Kindheitstagen ein<br />

wichtiger Bestandteil meines Lebens.<br />

Besonders interessiert hat<br />

mich stets alles draußen in der<br />

Natur, meine Leidenschaft galt<br />

immer schon dem Radsport – egal<br />

ob auf der Straße oder am Trail.<br />

Im Vordergrund stehen immer<br />

Spaß und Erlebnis.<br />

Dein vergangenes oder künftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Für mich ist jedes Sporterlebnis<br />

draußen ein Highlight. Daher ist<br />

es schwer, etwas hervorzuheben.<br />

Aber viele Sommerurlaube und<br />

Wochenendtrips zu superschönen<br />

Bike-Regionen in Europa wie<br />

Morzine & Le Gets in Frankreich,<br />

Saalbach-Hinterglemm & Leogang<br />

oder dem Gardasee zählen zu<br />

meinen Favoriten. Ein künftiges<br />

Highlight soll ein Trip auf die<br />

Lofoten zum Wandern und Seekayaken<br />

werden.<br />

045


PERSONALITY Benjamin Roubiol<br />

046


RUN<br />

AM ZIEL DER<br />

TRÄUME.<br />

Benjamin Roubiol<br />

überquerte nach<br />

9:52:59 Stunden als<br />

Erster die Ziellinie bei<br />

der Trailrunning-WM<br />

in Innsbruck-Stubai.<br />

„Eins mit der<br />

Landschaft“<br />

Benjamin Roubiol hat bei der Trailrunning-WM, der<br />

WMTRC <strong>2023</strong>, in Innsbruck-Stubai in der Königsdisziplin<br />

„Trail Long“ alle anderen hinter sich gelassen.<br />

Wir baten den 23-jährigen Weltmeister aus dem<br />

Team ODLO X- Alp zum Interview. von Christof Domenig<br />

FOTO: © WMTRC <strong>2023</strong> /roast media/Alanis Duc<br />

R<br />

adsportfans können<br />

die Spannung eines<br />

vielstündigen, für<br />

Außenstehende monoton<br />

erscheinenden<br />

Ausdauerbewerbs<br />

gut nachvollziehen – Freunde vieler<br />

anderer, actionreicherer Sportarten<br />

wohl eher nicht. Man musste aber<br />

kein Radsportfan sein, um von den<br />

Livestreams der Trailrunning-WM<br />

(WMTRC <strong>2023</strong>) in Innsbruck-Stubai<br />

– mit ausdauernden Kameraläufern,<br />

Drohnenaufnahmen und tollen<br />

Fachkommentatoren wie Markus<br />

Kröll – begeistert gewesen zu sein.<br />

Ein Moment, der besonders im Gedächtnis<br />

blieb: Als Benjamin Roubiol<br />

in der Königsdisziplin, dem<br />

„Trail Long“, auf dem letzten langen<br />

Aufstieg hinauf auf die Nordkette<br />

den lange Zeit führenden Südtiroler<br />

Andreas Reiterer einholte<br />

und stehen ließ. Da waren die Augen<br />

gebannt auf den Bildschirm gerichtet<br />

und blieben dort haften, bis<br />

der Franzose nach 86,9 km, 6500 hm<br />

und 9:52:59 Stunden in Innsbruck<br />

die Ziellinie überquerte.<br />

Wer ist Benjamin Roubiol, der<br />

in der Königsdisziplin der Trailrunning-WM<br />

alle hinter sich gelassen<br />

hat? 23 Jahre jung, Athlet im Team<br />

ODLO X-Alp, in der Nähe von<br />

Annecy beheimatet. Er trainiert 20<br />

bis 25 Stunden pro Woche, ist kein<br />

Profi, sondern beruflich im Umweltbereich<br />

tätig. Im Heimatort seiner<br />

Kindheit, Cruet am Fuß des Col du<br />

Marocaz, startet der Trail Grand<br />

Raid 73, ein traditionsreicher Ultratrailrun,<br />

der ihn schon früh fasziniert<br />

hat. Und sonst? Lassen wir ihn<br />

einfach selbst schildern.<br />

Benjamin, kannst du deinen Werdegang<br />

kurz beschreiben? Und ist es<br />

eher die Leidenschaft für die Natur<br />

oder fürs Laufen, die dich antreibt?<br />

Diese beiden Leidenschaften sind<br />

bei mir eng miteinander verbunden.<br />

Ursprünglich habe ich Ber g-<br />

sport betrieben, weil ich es mochte,<br />

mich in der Natur zu bewegen. Als<br />

ich älter wurde, etwa mit 15 Jahren,<br />

entwickelte ich ein großes Interesse<br />

an Ökologie und dem Wissen<br />

Ich liebe die Gefühle,<br />

die mir der Sport<br />

vermittelt. Beim<br />

Ausüben und genauso<br />

beim Zuschauen.<br />

047


PERSONALITY Benjamin Roubiol<br />

über natürliche Lebensräume. Tatsächlich<br />

habe ich eine berufliche<br />

Laufbahn im Bereich Umweltmanagement<br />

und Naturschutz eingeschlagen.<br />

Ich liebe auch die Gefühle,<br />

die der Sport mir vermittelt, sowohl<br />

beim Ausüben als auch beim<br />

Zuschauen. Ohne diese beiden Leidenschaften<br />

wäre ich nicht die Person,<br />

die ich heute bin. Sie sind eine<br />

Kraftquelle und ein Ausgleich für<br />

mich. Ich habe schon in jungen Jahren<br />

an Wettkämpfen teilgenommen<br />

und mich 2021 entschieden, in den<br />

Hochleistungssport einzusteigen<br />

und bin dem Team ODLO X-Alp beigetreten.<br />

Du bist nun mit 23 Jahren Weltmeister<br />

im Trail Long, hast auch schon<br />

Rennen mit 160 km/10.000 Höhenmeter<br />

bestritten. Wie erklärst du<br />

deine Stärke in deinem – für diese<br />

langen Distanzen – jungen Alter?<br />

Und wo siehst du deine Stärken?<br />

Es ist das Ergebnis intensiven Trainings.<br />

Ich denke, dass ich mich von<br />

anderen Sportlern und Sportlerinnen<br />

in meiner mentalen Herangehensweise<br />

unterscheide, sei es bei<br />

einem Training oder einem wichtigen<br />

Rennen. Ich versuche herauszufinden,<br />

welche Leistungsfaktoren<br />

ich nutzen muss, um möglichst effektiv<br />

zu sein. Neben dem Training<br />

weiß ich, dass Ruhephasen ebenfalls<br />

wichtig sind, um Fortschritte<br />

zu erzielen. Aber vor allem ist es<br />

die Leidenschaft, die es mir ermöglicht,<br />

solche Leistungen zu erbringen.<br />

Ich brauche die Motivation<br />

meiner Projekte durch Freude und<br />

Begeisterung.<br />

ZUR PERSON<br />

Benjamin Roubiol<br />

Geb. am 6.11.1999 in Moûtiers (F), lebt in Thones in der Nähe von Annecy, läuft im Team<br />

ODLO X-Alp. Im Juni holte er sich mit nur 23 Jahren den Titel am Trail Long (86,9 km/<br />

6500 hm) bei den WMTRC (World Running and Trail Running Championships) in Innsbruck-Stubai.<br />

Weitere Highlights: 1. Platz High Trail Vanoises 2022 (61,5 km/4620 hm), 2.<br />

Platz Grand Raid 73 2022 (74,4 km/5140 hm), 13. Platz Le Grand Raid de la Reunion 2022<br />

(168 km/10250 hm), 14. Platz UTMB Mont Blanc 2022 – CCC (99,1 km/5990 hm).<br />

Instagram: @benjaminroubiol<br />

In welcher Phase beim WM-Rennen<br />

hast du gewusst oder gespürt, dass<br />

heute dein Tag wird?<br />

Ich glaube, das ist mir schon in der<br />

ersten Stunde des Rennens klar geworden.<br />

Ich habe ein paar Minuten<br />

gebraucht, um abzuchecken, wie<br />

stark ich drauf bin, und um meinen<br />

Atemrhythmus zu finden. Und noch<br />

ein bisschen mehr, um richtig fo-<br />

FOTO: Team ODLO X-Alp<br />

kussiert ins Rennen reinzufinden.<br />

Und dann bin ich nur noch meinem<br />

Gefühl gefolgt und hab mich eins<br />

mit der Landschaft gefühlt.<br />

Du bist kein Profi, ändert sich das<br />

mit dem WM-Titel?<br />

Hochleistungssport ist eine aufwendige<br />

Sache. Man braucht viel Zeit<br />

und ist in den Haupttrainingsphasen<br />

ständig müde. Ich habe Jahre<br />

der Aufbauarbeit hineingesteckt,<br />

viel Leidenschaft, aber auch Anstrengung.<br />

Ich hoffe schon auf<br />

mehr Stabilität in Zukunft. Ein Profileben<br />

führen zu können, wäre<br />

zweifellos eine tolle Möglichkeit<br />

für mich.<br />

Trailrunning genießt in Frankreich<br />

einen hohen Stellenwert und mit<br />

dem Ultratrail du Mont Blanc<br />

(UTMB) ist es so etwas wie ein Sehnsuchtsort<br />

für Trailrunner. Wie würdest<br />

du den Stellenwert des Sports in<br />

deiner Heimat beschreiben?<br />

Das Trailrunning ist in der Tat eine<br />

ziemlich neue Sportart, deren Beliebtheit<br />

rasant zunimmt. Und ich<br />

denke auch, dass Trailrunning auch<br />

048


FOTO: Marco Fischer<br />

Mit dem Gravelrad ist die 37-jährige<br />

Profi-Mountainbikerin heute ebenso<br />

gern unterwegs.<br />

FOTO: Cyrille Quintard<br />

bei Nicht-Ausübenden gut angesehen wird.<br />

Wahrscheinlich spielen die zugrunde liegende<br />

Einfachheit und die Verbindung zur Natur dabei<br />

eine große Rolle.<br />

Hättest du ein, zwei Tipps für Freizeit sportler,<br />

die ins Trailrunning einsteigen möchten?<br />

Nehmt euch genügend Zeit für eure Grundlagen.<br />

Es macht im Training einen ziemlichen<br />

Unterschied, ob man die Sportart auf Basis<br />

von Naturgenuss oder von Leistung und Wettkämpfen<br />

ausüben möchte. Ein weiterer Tipp<br />

wäre, eure Vorlieben zu erkennen und zu analysieren.<br />

Die Basis der Entwicklung sollten<br />

Genussläufe sein, damit die richtige Leidenschaft<br />

entstehen kann.<br />

Gibt es ein bestimmtes Rennen, das du unbedingt<br />

einmal gewinnen möchtest? Und welche<br />

nahen und ferneren Ziele hast du dir gesetzt?<br />

Ich möchte gerne prestigeträchtige Rennen<br />

gewinnen oder zumindest gute Ergebnisse erzielen.<br />

Insbesondere bei Rennen wie dem<br />

UTMB oder den Europameisterschaften im<br />

Trailrunning nächstes Jahr. Außerdem möchte<br />

ich meine Fähigkeiten in verschiedenen<br />

Bereichen weiterentwickeln, zum Beispiel<br />

beim Trailmarathon: Schon nächstes Jahr<br />

möchte ich meine Saison rund um schnellere<br />

und kürzere Rennen aufbauen als bisher.


TRAINING Mehr Tempo<br />

Schnelle<br />

Beine<br />

050


RUN<br />

Warum etwas Tempo im Training nie schadet<br />

und wie man Intervalle, Fahrtenspiel und<br />

Tempoläufe „richtig“ anlegt. von Lukas Schnitzer<br />

ZUR PERSON<br />

Sebastian Frey<br />

Der österreichische Rekordhalter<br />

über 5000 m und 10.000 m ist<br />

seit Oktober 2022 Teil des On<br />

Athletics Clubs (OAC)<br />

www.sebastianfrey.at<br />

FOTOS On Running<br />

H<br />

auptsache schnell?<br />

Tempolauf, Fahrtenspiel<br />

und Intervall<br />

werden im Volksmund<br />

allzu oft synonym verwendet,<br />

haben aber in ihrer Natur<br />

nur eines gemein – man läuft dabei<br />

schneller, als man es von seiner<br />

klassischen Feierabendrunde gewohnt<br />

ist. Warum man diesen Ausbruch<br />

aus dem immergleichen Trott<br />

auch als Hobbyläufer wagen sollte<br />

und was nun tatsächlich Nutzen und<br />

Unterschiede zwischen den drei genannten<br />

Trainingsmethoden sind?<br />

Wir haben uns durch die aktuell<br />

gängige Lehrmeinung der Sportwissenschaft<br />

gewühlt und für euch<br />

beim heimischen On-Athleten, erfolgreichen<br />

Mittelstreckenläufer<br />

und österreichischen U23-Rekordhalter<br />

über 10.000 Meter, Sebastian<br />

Frey nachgefragt, wie er Geschwindigkeit<br />

in sein Training bringt.<br />

Intervall, Fahrtenspiel und<br />

Tempodauerläufe<br />

Klassiker im Training sind sicherlich<br />

die sogenannten Intervalle.<br />

Dabei wechseln sich gezielte Belastungsintervalle<br />

mit vorgegebener<br />

Distanz und Dauer oder Zeit und<br />

Intensität mit klar definierten Erholungsintervallen<br />

planmäßig ab.<br />

Typischerweise bewegt man sich<br />

dabei in den Belastungsintervallen<br />

leicht unter oder über der aerob-anaeroben<br />

Schwelle (synonym<br />

zu anaerobe Schwelle, Laktatschwelle),<br />

also jenem Leistungsbereich,<br />

an dem sich Sauerstoffverbrauch<br />

und -angebot sowie Laktatabbau<br />

und -bildung gerade noch die<br />

Waage halten. Die Wissenschaft<br />

ordnet diese in etwa um die 85 bis<br />

88 % der HFmax ein. Wo genau diese<br />

Schwelle und auch andere Berei-<br />

che liegen, das testet man im Idealfall<br />

gemeinsam mit erfahrenen<br />

Sportmedizinern oder -wissenschaftern.<br />

Bei einer solchen Leistungsdiagnostik<br />

erhält man auch wertvolle<br />

Trainingsempfehlungen und Pulsbereiche<br />

mit auf den Weg, die dabei<br />

helfen, das gesamte Training effizienter<br />

zu steuern.<br />

Je nachdem, ob man seine Intervalle<br />

in der Intensität nun über<br />

oder unter dieser Schwelle ansetzt,<br />

spricht man von extensiven (leichte<br />

bis mittlere Intensität, 70–80 % der<br />

HFmax, u. a. zur Verbesserung der<br />

aeroben Energiebereitstellung,<br />

Kraft- und Grundlagenausdauer)<br />

oder intensiven (hohe Intensität,<br />

80–100 %, u. a. Optimierung der<br />

anaeroben Energiebereitstellung,<br />

Verbesserung der anaeroben Kapazität,<br />

Schnelligkeitsausdauerfähigkeit)<br />

Intervallen. Belastungszeit/<br />

Distanz, Tempo, Pausenlänge und<br />

Anzahl der Wiederholungen steuern<br />

bei Intervallen je nach Trainingsziel<br />

die Intensität.<br />

Typisch für extensive Intervalle<br />

sind Streckenlängen zwischen 400<br />

und 1600 Metern, wobei mit steigender<br />

Wettkampfdistanz in der Regel<br />

auch die Intervalldistanz wächst.<br />

Als typische Erholungszeit (Trabpausen)<br />

gelten je nach Trainingsziel<br />

50 bis 100 % der Belastungszeit (1:1,<br />

2:1, 1:2) als Faustformel.<br />

Bei intensiven Intervallen fallen<br />

die Belastungsintervalle kürzer<br />

(etwa 15 bis 90 Sekunden), dafür<br />

das Tempo entsprechend höher aus.<br />

Die Erholungszeiten variieren auch<br />

hier je nach Trainingsziel, sind tendenziell<br />

aber etwas länger.<br />

Im Allgemeinen verbessern Intervalle<br />

unter anderem den Laufstil<br />

und die -ökonomie, halten die Motivation<br />

hoch, sind effiziente Fat-<br />

051


TRAINING Mehr Tempo<br />

Burner, erhöhen die Kapilarisierung<br />

und Vaskularisierung (bringen<br />

also eine bessere Blut- und damit<br />

Sauerstoffversorgung des Gewebes),<br />

wirken sich insgesamt positiv<br />

auf die Herzmuskulatur und das<br />

Herz-Kreislauf-System aus und<br />

verbessern die VO2max.<br />

Deutlich monotoner, aber nicht<br />

minder fordernd läuft ein Tempolauf<br />

oder Tempodauerlauf ab. Hier<br />

läuft man – am besten ebenfalls in<br />

Rücksprache mit einem Trainer<br />

oder Sportmediziner respektive basierend<br />

auf einer Leistungsdiagnostik<br />

– nach einem gründlichen<br />

Warm-up für längere Zeit möglichst<br />

gleichmäßig knapp unter der<br />

anaeroben Schwelle. Wie lange diese<br />

Zeit ist, hängt von der eigenen<br />

Leistungsfähigkeit ab. Zu Beginn<br />

sind wohl schon 10 Minuten sehr<br />

fordernd, sehr gut trainierte Marathonläufer<br />

schaffen auch bis zu 1,5<br />

Tipp: Wer eine Bahn in der Nähe hat,<br />

der kann seine schnellen Einheiten wie<br />

Sebastian Frey auch dort absolvieren.<br />

Stunden. Als sehr intensive Methode<br />

sollte man sie sparsam einsetzen,<br />

die Zeit nur in kleinen Schritten<br />

steigern. Wie auch mit Intervallen<br />

lässt sich durch dieses Training<br />

nahe der anaeroben Schwelle einerseits<br />

die Leistungsfähigkeit und<br />

Ökonomie in diesem Bereich verbessern<br />

(man kann längere Zeit an<br />

der Schwelle laufen), andererseits<br />

aber auch die Schwelle selbst auf<br />

lange Sicht verschieben. 20 Minuten<br />

gelten dabei schon als gute Balance<br />

aus Belastung und Nutzen.<br />

Wichtig ist dabei wirklich an der<br />

Schwelle zu laufen – zu langsam ist<br />

genauso kontraproduktiv wie zu<br />

schnell.<br />

FOTO: On Running<br />

Ab auf<br />

die Trails<br />

Mit dem Thundercross baut<br />

Salomon seine Trail Running-<br />

Kollektion weiter aus.<br />

Die Trail Running-Fangemeinde<br />

hat sich in den letzten<br />

Jahren stark erweitert. Als<br />

Vorreiter im Offroadlaufen hat<br />

Salomon diesen Trend mitgeprägt –<br />

und erweitert mit seiner Herbst-/<br />

Winter-Kollektion <strong>2023</strong> sein Sortiment<br />

um innovative neue Schuhe,<br />

Laufjacken für sämtliche Wetterlagen<br />

und praktisches Zubehör.<br />

Aushängeschild der Kollektion<br />

ist der neue Thundercross. Die<br />

Schuh-Innovation kombiniert eine<br />

Contagrip-Außensohle mit 5 mm<br />

tiefen Stollen, Salomons Sensifit TM -<br />

Konstruktion sowie Energy-Foam-<br />

Dämpfung in der Zwischensohle.<br />

Salomon formt daraus einen komfortablen<br />

Begleiter für vielfältige<br />

Streckenprofile und -längen. Optimaler<br />

Halt, ausgezeichnete Trakti-<br />

on und flüssiges Abrollverhalten<br />

auf felsigen Hängen und steinigen<br />

Singletracks genauso wie im sanften<br />

Hügelland, das alles zeichnet<br />

den Thundercross aus. Und seine<br />

Eckdaten? 4 mm Sprengung, 290 g<br />

Gewicht, UVP € 140,–.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.salomon.com<br />

ANZEIGE / FOTOS: Salomon<br />

052


Das Fahrtenspiel, international auch gerne<br />

nach dem schwedischen „fartlek“ (was so viel wie<br />

„Geschwindigkeits-Spiel“ bedeutet) benannt, versteht<br />

sich als Mix aus kontinuierlichem Training<br />

und Intervallmethoden. Anders als bei einem Tempolauf<br />

variiert hier das Tempo ständig, anders als<br />

beim Intervall fallen diese Variationen aber unregelmäßig<br />

und in mehr als nur zwei Tempovariationen<br />

aus. Beispiel: Nach einem kurzen Warm-up<br />

von etwa 10, 15 Minuten wird für 30 bis 45 Minuten<br />

unregelmäßig das Tempo variiert. Bis zum Baum<br />

Tempo anziehen, danach etwas nachlassen, über<br />

den Hügel auf ein mittleres Tempo erhöhen, anschließend<br />

bis zur nächsten Kurve in zweihundert<br />

Metern nochmals erhöhen … So oder so ähnlich<br />

könnte man seine Tempovariationen anlegen.<br />

Wer es lieber strukturiert hat, kann sich aber<br />

auch vorab fixe Belastungszeiten und Strukturen,<br />

etwa 4, 3, 2, 1 Minute(n) flotte Pace mit 1, 2, 1, 2<br />

Minute(n) lockerer Erholung, zurechtlegen. Zeit,<br />

Tempo und somit auch Intensität lassen sich dabei<br />

perfekt an individuelle Anforderungen adaptieren,<br />

wodurch sich das Training für sämtliche Fitnesslevel<br />

eignet.<br />

Laufen wie Sebastian Frey<br />

Trainieren wie ein Profi? Sebastian Frey, unter anderem<br />

österreichischer U23-Rekordhalter über 10.000 Meter, hat<br />

uns seine Favoriten unter den schnellen Einheiten für mehr<br />

Geschwindigkeit bei Wettkämpfen um die 10 Kilometer<br />

verraten.<br />

Vor allen Einheiten gilt: Nicht ohne gründliches Warm-up<br />

– zumindest 10 Minuten locker einlaufen, kurze Schwunggymnastik<br />

und Lauf-ABC zur Aktivierung, danach eventuell<br />

noch 2 bis 3 lockere Steigerungsläufe über 50 bis 80 Meter.<br />

1000-Meter-Intervalle: Um den Körper „gemächlich“ an<br />

das erhoffte Renntempo zu gewöhnen, läuft Sebastian 8 bis<br />

10 mal 1000 Meter in 10 km Rennpace, gönnt seinem Körper<br />

dazwischen eine Minute Pause, ehe es ans nächste Intervall<br />

geht.<br />

2000-Meter-Intervalle: Ebenfalls perfekt – um den Körper<br />

auf das hohe Renntempo vorzubereiten – sind Intervalle über<br />

längere Distanzen. Sebastian bevorzugt hier 4- bis 5-mal 2<br />

Kilometer im individuellen 10-km-Renntempo. Die Pausenzeit<br />

verlängert sich hier mit der Distanz auf zwei Minuten.<br />

Wettkampfaktivierung: Am Tag vor dem Wettkampf<br />

signalisiert Sebastian seinem Körper gerne nochmals: „Bald<br />

ist es so weit“. Dazu läuft er nochmals 3- bis 4-mal 400 Meter<br />

im für den nächsten Tag geplanten Renntempo.<br />

Hermann Sobe<br />

25. bis 27. <strong>August</strong><br />

Kleine Zeitung<br />

Wörthersee<br />

Halbmarathon<br />

Pure Lauffreude<br />

Erlebe am 27. <strong>August</strong> beim einzigartigen<br />

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Wörthersees Lauffreude pur.<br />

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dem Lauf holst du dir mit einem<br />

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PRODUKT Lightweight-Trainer<br />

Agile Klassiker<br />

Leicht und dynamisch: Lightweight-Trainer waren<br />

lange das Rezept für schnelle Läufe. Ja, die Kategorie<br />

hat auch heute noch ihre Berechtigung. von Lukas Schnitzer<br />

L<br />

aufschuhe im Jahr <strong>2023</strong> in<br />

starre Kategorien zu pressen,<br />

ist kein leichtes Spiel.<br />

Zu vielseitig zeigen sich<br />

moderne Schuhe, zu unterschiedlich<br />

ordnen Hersteller ihre Modelle ein.<br />

Und dennoch gibt es sie – wenn<br />

auch mit vielerlei Gesichtern – nach<br />

wie vor, die leichten und schnellen<br />

Lightweight-Trainer. „Ein leichterer<br />

und gleichzeitig etwas direkterer<br />

Schuh gibt bei schnellen Laufeinheiten<br />

oder Wettkämpfen mehr Rückmeldung<br />

und fühlt sich einfach dynamischer<br />

an“, erklärt Footwear-<br />

Experte Sven Konkart von Brooks<br />

Running. „Bei einem normalen<br />

Dämpfungsschuh hat man hingegen<br />

im Vergleich eher das Gefühl, dass<br />

Energie beim Laufen verloren<br />

geht“, grenzt er das Thema Lightweight-Trainer<br />

vorsichtig ab und erklärt<br />

weiter: „Je schneller ich laufe,<br />

desto kürzer wird die Bodenkontaktzeit<br />

des Fußes. Umso kürzer<br />

diese ausfällt, desto weniger Dämpfung<br />

und Material benötige ich unter<br />

dem Fuß.“ Einsetzbar ist ein<br />

klassischer Lightweight-Trainer<br />

sehr vielseitig. Tempo-Dauerläufe<br />

oder Intervalle, aber genauso auch<br />

Wettkämpfe oder als Zweitschuh,<br />

sollte man auch mal bei gemäßigtem<br />

Tempo einfach Lust auf ein<br />

leichteres Gefühl am Fuß haben,<br />

stehen in den Talenten. Für die breite<br />

Masse sind derlei Schuhe wohl<br />

auch die sichere Alternative zu den<br />

anderen aktuell boomenden „schnellen“<br />

Schuhen mit Plattentechnologie<br />

in Carbon oder anderen Materialzusammensetzungen.<br />

FOTO: Brooks Running<br />

Leicht und direkt<br />

Technisch zeichnen sich diese Schuhe<br />

für den Brooks-Experten durch<br />

ein flacheres, leichteres Dämpfungsmaterial<br />

aus, als es beispielsweise<br />

in Daily-Trainern zum Einsatz<br />

kommt. Tobias Bogner, Sports-Marketing-Manager<br />

Running bei Salomon,<br />

ergänzt die Dämpfungscharakteristik<br />

der Schuhe noch um die<br />

für ein schnelles Laufgefühl wichtigen<br />

Attribute „direkt“ und „responsiv“.<br />

„Lightweight-Trainer zeichnen<br />

sich durch, wie der Name schon<br />

sagt, geringes Gewicht aus, dieses<br />

liegt meist deutlich unter 300, oft<br />

zwischen 200 und 250 Gramm. Weiter<br />

darunter liegen eigentlich nur<br />

noch Wettkampfschuhe“, so Bogner<br />

weiter. Außerdem, so der Tenor der<br />

Experten, wird bei derlei Schuhen<br />

das Obermaterial auf das Nötigste<br />

reduziert, stehen Atmungsaktivität<br />

und eine eng anliegende Passform<br />

im Vordergrund.<br />

Zieht man einen Lightweight-<br />

Trainer in Betracht, gilt es beim<br />

Kauf wie bei allen Schuhen auf eine<br />

gute Passform ohne Druckstellen zu<br />

achten. Bewegt man sich im Triathlon-Universum<br />

und möchte den<br />

schnellen Schuh auch ohne Socken<br />

laufen, ist gegebenenfalls auf nahtloses<br />

Obermaterial zu achten, rät<br />

Sven Konkart. Obendrein, so Tobias<br />

Bogner, gilt es bei klassischen<br />

Lightweight-Trainern darauf zu achten,<br />

dass in der Mittelsohle möglichst<br />

keine Platten oder Stützen<br />

bzw. Brücken verbaut sind, welche<br />

das direkte Laufgefühl in irgendeiner<br />

Form mindern. Auch das Obermaterial<br />

und die Fersenkappe sollten<br />

mit wenig Stabilisatoren arbeiten.<br />

Grundsätzlich rät Sven Konkart<br />

aber auch hier, dass der Schuh<br />

funktionell zum Läufer passen sollte,<br />

also je nach Fuß neutral oder<br />

leicht gestützt ausfallen darf.<br />

054


Top 6 Lightweight-Trainer<br />

HOKA Mach X<br />

leichter Straßenlaufschuh (Frauen: 227 g/Männer: 266 g)<br />

Hochleistungs-Temposchuh mit hervorragendem Rebound<br />

seine Schlüsselkomponente ist der PEBA-Schaumstoff in der<br />

Zwischensohle – er sorgt für mehr Sprungkraft, während die etwas<br />

festere untere Zwischensohle für mehr Stabilität sorgt<br />

PREIS (UVP): € 180,– | www.hoka.com<br />

SALOMON Aero Volt<br />

superleichter (213 g), äußerst atmungsaktiver City-Laufschuh im<br />

außergewöhnlichen Design das Mesh-Gewebe sorgt für kontinuierliche<br />

Luftzirkulation und kühle Füße weiche Materialien sorgen<br />

für einen bequemen Sitz mit seiner hohen Energierückführung und<br />

Dämpfung ist er für viele Arten des Laufens geeignet<br />

PREIS (UVP): € 150,– | www.salomon.com<br />

6RUN<br />

ASICS Superblast<br />

der Schuh zeichnet sich durch ein leichtes und reaktives Laufgefühl<br />

für Langstrecken, Tempoläufe und alles dazwischen aus<br />

Ober konstruktion mit asymmetrischem Mesh-Design<br />

Kombination von FF Blast Plus und FF Blast Turbo Dämpfung<br />

bietet ein leichtes Lauferlebnis mit Extrabounce 240 g leicht<br />

PREIS (UVP): € 220,– | www.asics.com<br />

BROOKS Hyperion GTS<br />

die DNA Flash Dämpfung und die pfeilförmige Außensohle<br />

sorgen für schnelle Übergänge und kraftvolle Beschleunigung<br />

der Hyperion GTS ist genauso schnell wie der Hyperion, bietet<br />

aber zusätzlichen Support leichtester Brooks-Trainingsschuh<br />

(Frauen: 207 g/Männer: 230 g)<br />

PREIS (UVP): € 150,– | brooksrunning.eu<br />

ON Cloudsurfer<br />

mit Ons neuester CloudTec-Phase-Technologie ausgestattet,<br />

die für ein besonders weiches Laufgefühl und eine gedämpfte<br />

Landung sorgt On verwendet bei der Färbung des Obermaterials<br />

die Dope-Dyeing-Methode und spart damit 95 % Wasser ein<br />

11 mm Sprengung<br />

PREIS (UVP): € 169,95 | www.on-running.com<br />

MIZUNO Wave Rebellion Sonic<br />

Mizuno Enerzy Foam in der Zwischensohle sorgt für eine hohe<br />

Energierückgabe kombiniert mit dem Mizuno Enerzy Fersenkeil<br />

gibt er beim Laufen hervorragenden Komfort die Mizuno Wave<br />

Plate für optimale Stabilität mandelförmiges Laufsohlendesign<br />

verleiht noch mehr Grip und Leichtigkeit<br />

PREIS (UVP): € 140,– | emea.mizuno.com/de<br />

FOTOS: Hersteller<br />

055


EVENTS Herbstläufe<br />

Laufveranstaltungen im<br />

Herbst? Machen nicht<br />

nur ob der angenehmen<br />

Temperaturen, sondern<br />

auch ob der über die Saison<br />

aufgebauten Form gleich<br />

doppelt Spaß. von Lukas Schnitzer<br />

aucht der goldene Herbst die<br />

T<br />

Natur von Himmel über Wälder<br />

und Felder in satte Farben,<br />

ist Erntezeit. Nicht nur<br />

in der Landwirtschaft ist<br />

dann, am gerne wetterstabilen<br />

Übergang zwischen dem heißen und<br />

schwülen Sommer und dem frostig-feuchten<br />

Winter, die Zeit reif, die Früchte der<br />

harten Arbeit zu ernten. Auch uns Läufern<br />

ist der Herbst oft wohlgesonnen – schließlich<br />

hat man über die Ausläufer des Winters,<br />

die ersten warmen Frühlingstage und<br />

die entspannten langen Sommertage meist<br />

genügend Kilometer gesammelt, befindet<br />

sich mit September oder Oktober gut vom<br />

Sommerurlaub erholt sozusagen in<br />

laufsportlicher Höchstform. Wäre doch<br />

schade, besagte Form nicht mit dem traditionell<br />

besten Laufwetter des Jahres zum einen<br />

oder anderen unvergesslichen Lauferlebnis<br />

zu verknüpfen?<br />

Von entspannt familiärer Atmosphäre<br />

beim einen oder anderen Volkslauf über die<br />

Herausforderungen diverser Halbmarathons<br />

und Marathons bis hin zu den einstigen<br />

Bergläufen, die jetzt als Trailruns erfahrene<br />

Bergfexe wie neugierige Auf- und<br />

Umsteiger in unterschiedlichsten Distanzen<br />

in, um und über die Berge locken, weiß<br />

der heimisch- herbstliche Veranstaltungskalender<br />

einen gut gedeckten Tisch zu bieten.<br />

Das alles vielleicht mit einem genussreichen<br />

Wochenendtrip zur sportlich aktiven<br />

Mini- Auszeit verknüpft, wäre doch die perfekte<br />

Alltagsflucht im immer noch warmen<br />

Schein der täglich tiefer stehenden Sonne<br />

... Etwas Inpiration gefällig? Auf den nächsten<br />

Seiten haben wir 20 Lauftipps für euch<br />

zusammengetragen.<br />

FOTO: Achensee Tourismus<br />

Herbstzeit<br />

ist<br />

Erntezeit<br />

056


RUN<br />

057


EVENTS Herbstläufe<br />

Herbstläufe Straße & Trail<br />

TIROL<br />

Achenseelauf<br />

02.09.<strong>2023</strong>: Der 23,3 km lange<br />

Landschaftslauf lockt mit seinem<br />

einzigartigen Panorama jedes Jahr<br />

zahlreiche Läufer an. Die Strecke<br />

verläuft direkt am See auf Schotter,<br />

Asphalt und Waldwegen und ist<br />

somit abwechslungsreich und anspruchsvoll<br />

zugleich. Alternativen:<br />

10 km Fitnesslauf, 14+9,2 km Staffel,<br />

400 m–2,6 km Kinderläufe.<br />

23,2 km 171 hm<br />

www.achenseelauf.at<br />

Schlickeralmlauf<br />

09.09.<strong>2023</strong>: Mit dem 34. Int. Schlickeralmlauf<br />

in Telfes im Stubaital<br />

wird gleichzeitig die Tiroler Berglaufmeisterschaft<br />

ausgetragen.<br />

Zusätzlich zu dem Berglauf auf<br />

langer und kurzer Strecke finden<br />

Kinderläufe, der Benefizlauf und<br />

der Telfer Wiesen Run statt.<br />

11,5 km 1177 hm<br />

7,2 km 749 hm<br />

www.schlickeralmlauf.com<br />

Kaiserwinkl-Halbmarathon<br />

24.09.<strong>2023</strong>: Walken, laufen, rennen<br />

ist das Motto im schönen Tiroler<br />

Kaiserwinkl. Neben dem Halbmarathon<br />

werden ein Viertelmarathon<br />

FOTO: adidasTERREX INFINITE TRAILS/Marktl Photography<br />

(10,6 km), Achtelmarathon, Firmenund<br />

Vereinslauf und Nordic Walking<br />

(jew. 5,3 km) sowie Kinderläufe<br />

(300 m bis 1,4 km) angeboten.<br />

21,5 km 30 hm<br />

www.halbmarathon.org<br />

Kaisermarathon Söll<br />

07.10.<strong>2023</strong>: Der Kaisermarathon ist<br />

das Highlight der „Tour de Tirol“,<br />

des dreitägigen Laufevents (06.–<br />

08.10.) in und hoch über Söll. Der<br />

42,195 km lange Lauf startet im<br />

Dorfzentrum von Söll und führt<br />

über Scheffau, Ellmau, die Skiwelt<br />

Wilder Kaiser Brixental zum Ziel<br />

auf die Hohe Salve (1829 m).<br />

42 km 2345 hm<br />

www.tourdetirol.com<br />

SALZBURG<br />

Saalbach Trail & Skyrace<br />

19.–20.08.<strong>2023</strong>: Sechs Trail-Bewerbe<br />

warten in Saalbach. Die Königsdisziplin<br />

ist der 13 Summits Sky Marathon<br />

(47 km, 3500 hm), doch auch<br />

das 6 Summits Skyrace, 6 Summits<br />

Speed, Triple X, Vertical Extreme<br />

(1100 hm auf 3 km!) und die 6h<br />

Erlebnis in einer großartigen<br />

Umgebung: die adidas Terrex<br />

Infinite-Trails in Gastein.<br />

Challenge haben es ordentlich in<br />

sich. Am entspanntesten: der Soultrail<br />

mit (9 km/450 hm)<br />

9 bis 47 km 450 bis 3500 hm.<br />

www.saalbach.com<br />

adidas TERREX<br />

INFINITE TRAILS<br />

08.–10.09.<strong>2023</strong>: Eine einzigartige<br />

Trailrunning-Team-Challenge sind<br />

die adidas TERREX INFINITE<br />

TRAILS. Profis laufen auf den Bergen<br />

der Region Gastein um den<br />

Sieg, Einsteiger können puren Trailspaß<br />

erfahren. Jedes Staffelteam<br />

wird gemeinsam 100 Kilometer und<br />

7600 Höhenmeter bewältigen.<br />

100 km 7600 hm (als Staffel)<br />

www.gastein.com; infinite-trails.com<br />

Alpin Team Trailrun<br />

30.09.<strong>2023</strong>: Der „kleine“ ATT (23<br />

km, 1523 hm) in Werfenweng ist der<br />

perfekte Einstieg ins Trailrunning,<br />

die Strecke ist dennoch eine Challenge.<br />

Der „große“ ATT (52 km,<br />

3450 hm) ist für Profis gemacht. Ein<br />

Trailrun für den guten Zweck: Alle<br />

Einnahmen werden gespendet!<br />

52 km 3450 hm<br />

23 km 1523 hm<br />

www.alpinteamtrail.at<br />

KÄRNTEN<br />

Kärnten Läuft<br />

25.–27.08.<strong>2023</strong>: Der Klassiker im<br />

Süden Österreichs. Kärnten Läuft<br />

bietet ein 3-Tages-Programm für die<br />

gesamte Familie. Los gehts mit<br />

dem Night Run und viel Kabarett-Spaß<br />

am Freitag, es folgen der<br />

Frauenlauf am Samstag und der<br />

Viertelmarathon und der schönste<br />

Halbmarathon Österreichs am<br />

Sonntag.<br />

4 bis 21 km<br />

www.kaerntenlaeuft.at<br />

Cocoon Lauf<br />

17.09.<strong>2023</strong>: Bereits zum 5. Mal gehts<br />

in Maria Saal – zwischen Klagenfurt<br />

und St. Veit gelegen – auf die Strecke.<br />

Unterschiedliche Distanzen für<br />

Läufer und Nordic Walker von 5<br />

bis 10 km werden geboten, eine<br />

3-er Teamwertung sorgt für<br />

Gruppenspaß.<br />

5 und 10 km<br />

www.cocoonlauf.com<br />

Rosentaler Abstimmungslauf<br />

08.10.<strong>2023</strong>: Im kleinen Rahmen, aber<br />

umso authentischer präsentiert sich<br />

der Abstimmungslauf in Ferlach im<br />

Süden Kärntens. Die Karawanken<br />

dienen als Kulisse unterschiedlicherr<br />

Distanzen von 6 bis 21 km. Tipp: unbedingt<br />

einen Ausflug ins malerische<br />

Bodental miteinplanen!<br />

6 bis 21 km<br />

klc.at/abstimmungslauf<br />

Int. Kärnten Marathon<br />

22.10.<strong>2023</strong>: Mittelkärnten, konkret<br />

Feldkirchen ist das Basecamp des<br />

„Kärnten Marathons“ mit unterschiedlichen<br />

Strecken von 5 bis 42<br />

km. Landschaftliche Highlights sind<br />

das Bleistätter Moor und der<br />

Ossiacher See. Leicht wellig mit<br />

190 hm auf der Marathon distanz.<br />

5 bis 42 km<br />

www.internationaler-kaerntenmarathon.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

12. Linzer City Night Run<br />

28.09.<strong>2023</strong>: Mit Start und Ziel vor<br />

der Promenade der Linzer Sparkasse<br />

geht es ab 20.30 Uhr wieder auf<br />

die nächtliche Laufrunde durch die<br />

Linzer Innenstadt – mit großer<br />

After­ Run-Party für alle.<br />

5 km<br />

www.linzercitynightrun.com<br />

058


Laufübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: GEPA Pictures/Graz Marathon<br />

Und los gehts!<br />

Am 8. Oktober<br />

startet der Graz<br />

Marathon in seine<br />

30-Jahre-Jubiläums-Auflage.<br />

51. Int. Wolfgangseelauf<br />

14.–15.10.<strong>2023</strong>: Der Auftakt erfolgt<br />

am Samstag mit dem „Walk the<br />

Lake“ und Junior-Marathon. Am<br />

Sonntag finden die vier Hauptläufe<br />

über 5 und 10 km, der Klassiker<br />

über die 27-km-Distanz und der<br />

Marahton vor der malerischen<br />

Kulisse der Berglandschaft um<br />

St. Wolfgang statt.<br />

5 bis 42 km<br />

www.wolfgangseelauf.at<br />

STEIERMARK<br />

Torlauf Dachstein Ramsau<br />

02.09.<strong>2023</strong>: Am Ramsau-Beach-<br />

Eventgelände stehen für ambitionierte<br />

Trailläufer 3 Bewerbe zur<br />

Auswahl: der Marathon entlang der<br />

Südseite des Dachsteinmassivs mit<br />

2500 hm, der 24-km-Lauf mit 500<br />

hm oder die 10 km-Strecke. Neu ist<br />

der Staffel-Lauf in 4er-Teams mit<br />

4 x 10 km.<br />

10 km bis 42 km<br />

2500 hm (42 km)<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

30. Graz Marathon<br />

06.–08.10.<strong>2023</strong>: Heuer gib es das<br />

30-Jahre-Jubiläum des steirischen<br />

Herbstklassikers für die ganze<br />

Familie mit ultimativem Marathon-Feeling.<br />

Start und Ziel vor<br />

der Grazer Oper sorgen für einzigartiges<br />

Flair und Top-Stimmung.<br />

5 km bis 42 km<br />

www.grazmarathon.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

21. Zwentendorfer Donaulauf<br />

09.09.<strong>2023</strong>: Der flache Rundkurs<br />

führt am gesperrten Radweg entlang<br />

der Donau und durch den<br />

Ortskern von Zwentendorf, gestartet<br />

wird beim Donauhof in Zwentendorf.<br />

Es gibt wieder die Möglichkeit<br />

zur Staffelwertung beim<br />

Hauptlauf.<br />

5,3 km oder 10,6 km<br />

www.volkslaufcup.net<br />

24. Int. Wachaumarathon<br />

17.09.<strong>2023</strong>: Nach einer sehr gelungenen<br />

Comeback-Veranstaltung im<br />

letzten Jahr startet der Int. Wachaumarathon<br />

in seine 24. Runde. Auch<br />

in diesem Jahr gehört die Wachau<br />

zwischen Emmerdorf und Krems<br />

entlang der Donau wieder den<br />

Läufern – auf Strecken, auf denen<br />

traditionell schnelle Zeiten über<br />

alle Distanzen zu feiern sind.<br />

11 bis 42 km<br />

www.wachaumarathon.com<br />

ITALIEN<br />

Südtirol Ultrarace<br />

25.-27.08.<strong>2023</strong>: Bei dem Extremberg<br />

lauf entlang der Hufeisentour<br />

in den Sarntaler Alpen werden allen<br />

interessierten Bergläuferinnen und<br />

-läufern vier einzigartige Strecken in<br />

einer atemberaubenden Kulisse angeboten.<br />

Bei der längsten Distanz<br />

von 119 km sind 7850 hm zu überwinden.<br />

28 bis 119 km 1880 bis 7850 hm<br />

www.suedtirol-ultrarace.it<br />

Südtirol Drei Zinnen<br />

Alpine Run<br />

09.09.<strong>2023</strong>: Mit der bekanntesten<br />

Bergkulisse der Dolomiten, den<br />

Drei Zinnen, im Hintergrund findet<br />

die 26. Ausgabe des beliebten Lauf-<br />

Events in Sexten statt. Auf einer<br />

Strecke von 17 Kilometern mit 1333<br />

Höhenmetern geht es durch die<br />

beeindruckende Bergwelt der<br />

Sextner Dolomiten.<br />

17 km 1333 hm<br />

www.dreizinnenlauf.com<br />

BAYERN<br />

ARBERLAND Ultra Trail<br />

23.09.<strong>2023</strong>: Lockere Waldwege,<br />

steinige Pfade und wieder die ein<br />

oder andere Forststraße zur Erholung;<br />

heiße Downhills, nicht zu unterschätzende<br />

Anstiege und ganz<br />

besondere Gipfelmomente: Das<br />

alles erwartet dich auf der anspruchsvollen<br />

Strecke des<br />

ARBERLAND Ultra Trails.<br />

68 km 2778 hm<br />

www.arberland.de/trailrunning<br />

www.woidlaeufer.de<br />

059


KOMOOT<br />

Maplibre | © Komoot | Map data © OpenStreetMap Mitwirkende<br />

TOUR DES MONATS<br />

Dachstein<br />

Panoramarunde<br />

Schöne Bike-Tour mit mächtigem Panorama<br />

rund um den Dachstein.<br />

Der Name ist Programm, kann man doch auf der<br />

gesamten Tour das wundervolle Panorama der<br />

Region genießen. Ausgangspunkt der Runde ist<br />

der Planet Planai in Schladming. Die Strecke führt<br />

entlang des R7 in die Untere Klaus, von wo es via<br />

Birnberg vorbei am Parkplatz der Silberkarklamm<br />

zur Jausenstation Fliegenpilz und weiter auf den<br />

Kulmberg geht. Weiter geht es auf einem herrlichen<br />

Waldweg hinab nach Ramsau-Schildlehen, wo Richtung<br />

Gasthaus Edelbrunn auf der Auffahrt zur Dachstein-Talstation<br />

der nächste Anstieg wartet. Ab der<br />

Brandalm folgt der landschaftlich schönste Teil der<br />

Tour – die Strecke führt über Alm- und Wiesenwege<br />

am Fuße der markanten Südwände des Dachsteinmassivs<br />

in Richtung Bachlalm. Von dort schlängelt sich<br />

eine asphaltierte Almstraße hinab bis zur Filzmooser<br />

Landesstraße, Schotterstraßen führen weiter hinab zu<br />

einem herrlich türkisen Stausee. Nun beginnt der letzte,<br />

zu Beginn kurz sehr steile Anstieg, welcher durch<br />

einen Wald bergauf führt. Vorbei am Mandlberggut<br />

bringt einen ein Almweg abwärts nach Mandling,<br />

von wo man gemütlich auf dem Ennsradweg R7 zurück<br />

nach Schladming radelt. Die Eckdaten: 57,2 km,<br />

5 Std. 1469 hm.<br />

Lust diese Tour selbst zu entdecken?<br />

Du findest die Tour und mehr auf unserem<br />

komoot-Profil komoot.de/user/sportaktiv<br />

AKTION Mit dem Code SPORTAKTIV23 erhältst du ein komoot-<br />

Regionenpaket im Wert von € 8,99. Einfach unter komoot.de/g<br />

anmelden und den Code eingeben (nur für neue Nutzer).<br />

EW<br />

Speedmaschine S-Works Epic World Cup<br />

Das „Specialized Epic World Cup“ ist dank seiner unübertroffenen<br />

Kombination aus Effizienz, Kontrolle<br />

und Gewicht auf leichten bis mittelschweren Strecken<br />

das schnellste Cross-Country-Racebike der Welt. Weltmeister<br />

Christopher Blevins hat es so ausgedrückt:<br />

„Dieses Bike bietet mir alles, was ich an Hardtails liebe,<br />

plus die Kontrolle und die Möglichkeiten eines Fullys.“<br />

Was brauchte es, um diese Speed-Maschine zu<br />

bauen? Einen absolut ganzheitlichen Entwicklungsansatz,<br />

die Erfindung eines radikal neuen Dämpfers und<br />

vier Jahrzehnte Erfahrung im Offroad-Bereich, gekrönt<br />

von unzähligen Siegen, heißt es von Specialized.<br />

www.specialized.com<br />

FOTO: KTM Fahrrad GmbH<br />

KTM Fahrrad unterstützt Berufsschule Mattighofen<br />

Schon von Beginn an konnte die KTM Fahrrad GmbH den<br />

Lehrberuf Fahrradmechatroniker/in mitgestalten. Dabei<br />

spielte von Anfang an die enge Zusammenarbeit mit der<br />

Berufsschule Mattighofen eine wichtige Rolle. Der Austausch<br />

von Expertise, Know-how und Material für die Lehrwerkstätten<br />

wurde über die letzten Jahre weiter ausgebaut.<br />

Aktuell finden in Mattighofen wieder wichtige Prüfungstage<br />

für den noch immer neuen Lehrberuf Fahrrad-Mechatroniker/in<br />

statt. Dafür stockt KTM den Bestand an Testrädern<br />

auf und stellt neue Modelle zur Verfügung. www.ktm-bikes.at<br />

FOTO: Specialized<br />

060


FOTO: <strong>SPORTaktiv</strong>/Alfred Brunner<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

GRAVEL-TRAUMRUNDE IN DEN JULISCHEN ALPEN<br />

Unser <strong>SPORTaktiv</strong> Geschäftsführer Alfred Brunner hat sich im Juli mit dem Gravelbike<br />

in „seiner“ Region „Friaul-Julisch Venezien“ erstmals auf die neue Traum-Radrunde<br />

„DOGNATAL“ im nördlichen Friaul begeben. Die Tour über 50 km und 1100 hm mit<br />

drei unterschiedlichen Gesichtern, „gemütliches Einrollen, spektakuläre Bergstraße<br />

und coole Abfahrt“, die ein großes Ganzes ergeben, ist für unseren Chef jetzt definitiv<br />

eine neue Traumroute in den Julischen Alpen. Neugierig? Dann schau/lies rein:<br />

DIREKTLINK: t1p.de/gravelbike-dognatal<br />

NEUER CEO<br />

BEI WOOM<br />

Personelle Veränderung an der<br />

Unternehmensspitze des österreichischen<br />

Kinder- und Jugendfahrradherstellers<br />

woom: Seit 1.<br />

Juni ist Paul Fattinger CEO. Die<br />

Umstellung sei ein weiterer logischer<br />

Entwicklungsschritt bei der<br />

Transformation vom Garagen-<br />

Start-up zur erfolgreichen internationalen<br />

Marke, heißt es vonseiten<br />

des Unternehmens.<br />

www.woom.com<br />

FOTO: Woom/Vratny<br />

Zanier trifft Zanier<br />

Ein Familienname, eine Branche, ein Herkunftsland<br />

– jedoch zwei völlig eigenständige Unternehmen.<br />

Was wiederholt für Verwirrung sorgte, ordnen<br />

die Fitstore24 Zanier GmbH und die Zanier<br />

Sport GmbH jetzt gemeinsam: Die Unternehmen<br />

gehen eine BtB-Vertriebskooperation für die<br />

E- Bikes der Marke Franz Kneissl Design ein. Die<br />

Eigenmarke der Fitstore24 Zanier GmbH für<br />

E-Bikes wurde im ersten Quartal 2022 gelauncht.<br />

Alle drei Marken sind familiengeführte Traditionsbetriebe<br />

aus Tirol.<br />

S<br />

BIKE<br />

FOTO: azett kommunikation<br />

wwww.fitstore24.com, kneisslbikes.com<br />

FOTO: Grofa Action Sport GmbH<br />

3 FRAGEN AN<br />

JAN FELDHAUS, SENIOR-<br />

MARKETING MANAGER BEI DER<br />

GROFA ACTION SPORT GMBH<br />

Was bewegt dich<br />

aktuell im Business?<br />

Persönlich und natürlich<br />

auch beruflich<br />

freut es mich, dass<br />

immer mehr Menschen<br />

den Weg aufs<br />

Rad finden. Sei es im Alltag, in der<br />

Freizeit oder um damit den Weg zur<br />

Arbeit zu bewältigen. Das kann für<br />

unsere Zukunft nur positiv sein.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport in<br />

deinem Leben?<br />

Sport und Bewegung im Alltag haben<br />

für mich – neben der Familie<br />

und dem Beruf – einen sehr großen<br />

Stellenwert. Ich finde es wichtig,<br />

mich zu bewegen, sportliche Ziele<br />

zu erreichen und vielleicht auch mal<br />

über „Grenzen hinauszuwachsen“.<br />

Dein vergangenes oder zukünftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Mein sportliches Highlight im<br />

letzten Jahr war das Finishen des<br />

Ironman Frankfurt. Das mit meiner<br />

Familie und Freunden zusammen zu<br />

erleben und damit vielleicht ein<br />

kleines Stück für die vielen Trainingsstunden<br />

zurückzugeben, war<br />

einfach großartig. Zukünftige Highlights<br />

gibt es viele (#bucketlist),<br />

aber aktuell nichts Konkretes.<br />

Der <strong>SPORTaktiv</strong>-<br />

Online-Bike kalender<br />

Auf www.sport aktiv.com findest du die<br />

Rennrad- und MTB-Termine aus<br />

Österreich für jedermann und -frau fürs<br />

ganze Jahr <strong>2023</strong> – zur Verfügung gestellt<br />

von www.radmarathon.at.<br />

Direktlink: bit.ly/bikeevents-<strong>2023</strong><br />

061


EW<br />

So bleibt dein Wasser frei von Plastik!<br />

Die Trinkflaschen von KEEGO haben viele Vorteile:<br />

Reines Titan sorgt dafür, dass das Getränk unverfälscht<br />

und erfrischend bleibt – kein Plastikgeschmack<br />

mehr trübt den Trinkgenuss.<br />

Sie verhindern, dass Flüssigkeiten durch Mikroplastik<br />

verunreinigt werden, gewährleisten antibakteriellen<br />

Trinkgenuss ohne Weichmacher, BPA, BPS oder Schimmel.<br />

Titan ist extrem beständig und lässt sich einfach reinigen. Dadurch sind die<br />

Flaschen im Durchschnitt fünfmal länger im Einsatz als vergleichbare<br />

Trinkflaschen. Durch das elastische Titan sind sie auch quetschbar und ermöglichen<br />

müheloses, schnelles und einhändiges Trinken. Mit nur 86 g<br />

vereinen sie die Leichtigkeit von Sportflaschen mit der Beständigkeit von<br />

Metall flaschen. UVP: € 34,99 (0,5 l), UVP: € 39,99 (0,75 l) keego.at<br />

FOTO: Simplon GmbH<br />

AirSteel | BFP-27<br />

Frisches Design für<br />

maximalen Fahrspaß<br />

Mit frischem Design startet<br />

der RADON-Bestseller<br />

RENDER 8.0 625 in die neue<br />

Saison. Bei der Ausstattung<br />

macht Radon keine Abstriche<br />

und liefert ein vollwertiges<br />

E-Enduro zum Kampfpreis.<br />

Der elegant schnittige Carbon-Hauptrahmen<br />

ist mit<br />

einem Alu-Hinterbau kombiniert,<br />

dem Bike wurden<br />

160 mm Federweg vorn und<br />

140 mm am Heck spendiert.<br />

SHORTLINK:<br />

t1p.de/radon-bikes-render<br />

NEUER<br />

GESCHÄFTS-<br />

FÜHRER<br />

BEI SIMPLON<br />

Nach dem erfolgreichen<br />

Interim von<br />

Stephan Wabnegger<br />

ist seit 12. Juni<br />

Jakob Luksch neuer<br />

Geschäftsführer der SIMPLON Fahrrad GmbH.<br />

Der 50-Jährige vom bayerischen Ammersee gilt<br />

als ausgewiesener Kenner der Fahrradbranche<br />

und bringt wertvolle Erfahrungen aus dem Automotive-<br />

Bereich mit – er soll die Traditionsmarke<br />

in eine neue Ära führen. www.simplon.com<br />

Die Airsteel von BBB Cycling überragt<br />

mit ihren 67 cm jede handelsübliche<br />

Standpumpe und ermöglicht<br />

dadurch ein sehr komfortables,<br />

kraftsparendes Pumpen. Der<br />

Stahlfuß mit integriertem Manometer<br />

sorgt nicht nur für hohe Stabilität<br />

sondern sieht auch gut aus.<br />

Und wussten Sie, dass sich der<br />

Pumpenkopf mit nur einer Hand<br />

bedienen lässt?<br />

-<br />

BBBCYCLING.COM/BFP-27-AIRSTEEL<br />

FOTO: Radon Bikes


Auf zu<br />

neuen Höhen!<br />

FOTO: Rocky Mountain<br />

ROCKY MOUNTAIN stellt das neue SLAYER vor, eine Legende, die so<br />

gebaut wurde, dass sie sich von der Menge abhebt und jedem Trail die<br />

Stirn bieten kann. Das Slayer stand ganz am Anfang der Freeride-Bewegung<br />

und sein Erbe lebt weiter. In seiner Geometrie länger und flacher<br />

als je zuvor und jetzt mit gemischter Laufradausstattung erhältlich, erwartet<br />

dich eine ungezügelte Menge an Selbstvertrauen, wenn du hohe<br />

Bergtrails shreddest oder den Park unsicher machst.intl.bikes.com<br />

S<br />

BERGSCHUTZ<br />

Für jeden<br />

die passende<br />

Versicherung!<br />

Mit dem Bergschutz der GARANTA<br />

sind Sie im Falle eines Unfalls bestens<br />

versichert:<br />

Schon ab € 4,98<br />

Jederzeit online abschließbar:<br />

garanta.at/bergschutz<br />

Werde King & Queen of Murtal!<br />

Die Erlebnisregion Murtal sucht noch bis 31. <strong>August</strong> unter allen<br />

ambitionierten Rennradfahrer:innen und Mountainbiker:innen den<br />

King und die Queen of Murtal. So geht’s: Wer auf Strava registriert<br />

ist, tritt dem Club „Murtal KOM | QOM“ bei. Dort wartet eine feine<br />

Auswahl an Strecken für Rennrad und Mountainbike, die sich zum<br />

Vergleichen wie für Trainingszwecke perfekt eignen. Um King/<br />

Queen zu werden, sind mindestens 3 Segmente einer Kategorie<br />

(also Rennrad oder MTB) zu absolvieren – und am 3. September<br />

heißt es dann, bei der „Krönung“ am Red Bull Ring persönlich vor<br />

Ort zu sein, um seine Runden zu drehen. Noch ein Tipp für alle, die<br />

am liebsten genussvoll radeln: Es gibt im Murtal auch das Radknotensystem.<br />

Das aus Holland übernommene System spannt sich<br />

über die gesamte Region und verbindet die Orte und touristischen<br />

Highlights miteinander.<br />

www.murtal.at/kom, www.murtal.at/radfahren<br />

FOTO: TVB Murtal/Michael Jurtin<br />

Versicherer ist die<br />

GARANTA Versicherungs-AG Österreich


PRODUKT Eurobike-Messe<br />

FOTOS: EUROBIKE/Silke Magino, Frank Baumhammel, Felix , Nicolas Det, Jean-Luc Valentin<br />

NEUHEITEN­<br />

SCHAU.<br />

Die Eurobike in Frankfurt<br />

machte sich mit<br />

vielen Neuheiten und<br />

Trends einmal mehr<br />

zum Dreh- und Angelpunkt<br />

der internationalen<br />

Fahrradbranche.<br />

064


BIKE<br />

Nach der erfolgreichen<br />

Premiere im<br />

Vorjahr drängte sich<br />

die Eurobike mit<br />

neuem Standort<br />

Frankfurt am Main<br />

von 21. bis 25. Juni zum bereits<br />

zweiten Mal ins Zentrum der internationalen<br />

Fahrradbranche. Am<br />

Frankfurter Messegelände präsentierten<br />

mehr als 1900 Aussteller aus<br />

62 Ländern „ihre“ Trends und Neuheiten<br />

rund um das Thema Fahrrad<br />

und Future-Mobility – und wir waren<br />

für euch mittendrin.<br />

Motoren am<br />

Vormarsch<br />

Mit vielen neuen Antriebslösungen stehen E-Bikes<br />

auch 2024 hoch im Kurs. Auf der Eurobike gab es<br />

zugleich mehr als nur „E“ zu sehen. von Lukas Schnitzer<br />

Natürlich mit „Vitamin E“<br />

Das Thema E-Mobility ist inzwischen<br />

derart tief in der Fahrradbranche<br />

verankert, dass hier von einem<br />

„Trend“ zu sprechen wohl ein<br />

falsches Signal senden würde. Quer<br />

durch alle Segmente, von urban bis<br />

hochsportlich, sind E-Bikes mittlerweile<br />

gekommen, um nicht wieder<br />

zu gehen. Das bestätigt auch ein<br />

Rundgang über die diesjährige Messe.<br />

Gleich drei große Antriebs-Hersteller<br />

nutzten die Messe, um hier<br />

ihre neuen Technologien zu präsentieren.<br />

Bereits heiß erwartet und<br />

beim Bike-Festival in Riva angeteasert,<br />

rückte Bosch zur Eurobike<br />

endlich mit sämtlichen Infos zum<br />

neuen Performance Line SX-Antriebspaket<br />

heraus.<br />

Der Neuezugang bei Bosch versteht<br />

sich als Antriebseinheit für<br />

Minimal-Assist E-MTBs, E-Gravel<br />

und leichte, wendige E- Urban-Bikes.<br />

Optisch fügt sich die SX äußerst<br />

schlank in moderne Rahmenformen.<br />

Die leichteste Drive-Unit im Bosch-<br />

Sortiment bringt knappe 2 Kilogramm<br />

auf die Waage und bietet ein<br />

Drehmoment von maximal 55 Newtonmeter,<br />

der 400 Wh starke Compact-Tube-Akku<br />

soll ebenfalls um<br />

die 2 Kilogramm wiegen. Natürlich<br />

ist die Performance Line SX auch an<br />

„Bosch Smart System“ angeschlossen.<br />

Hersteller KTM hat rund um<br />

den neuen Antriebsstrang ein ganzes<br />

Feuerwerk an insgesamt 22<br />

065


Harald Wisthaler<br />

FOTO: Eurobike/ Fairnamic Frank Baumhamm<br />

AUS<br />

GANZEM<br />

HERZEN<br />

TRAIL-<br />

VERLIEBT.<br />

Seit 25 Jahren.<br />

BikeHotels Südtirol.<br />

DESIGN HOTEL<br />

TYROL ****<br />

Design. Natur. Lebensfreude.<br />

tyrol-hotel.it<br />

Von Gravel bis Lastenrad konnte man in Frankfurt auch viele Konzepte Probe fahren.<br />

neuen Modellen, von Gravel bis<br />

MTB, vorgestellt. Der Clou ist dabei<br />

(auch) das Gewicht. KTMs 140 mm<br />

Trailbike Macina Scarp SX soll in<br />

der Topversion „Exonic“ nur 16,5 kg<br />

wiegen! Auch Conway zeigt mit dem<br />

Ryvon ST (150 mm) und LT (170<br />

mm), stets als Mullet, leichte Bikes<br />

rund um die Performance Line SX.<br />

Bei Flyer hält der Antrieb im flotten<br />

Urban-Modell Upstreet SL Einzug –<br />

um nur einige Hersteller zu nennen.<br />

Einen neuen Motor gibt es auch<br />

im Hause Brose, wo man auf der<br />

Messe mit dem Drive³ Peak den<br />

Nachfolger des erfolgreichen S Mag<br />

Motors zeigte. Der Drive³ Peak<br />

wechselt dabei von einem 36-V-System<br />

auf 48 V. In den Abmessungen<br />

kompakter und damit wohl künftig<br />

auch eleganter in den Rahmen integrierbar,<br />

beim Gewicht aber unverändert<br />

bei 2,9 kg angesiedelt, soll das<br />

neue Kraftpaket bis zu 95 Nm<br />

Drehmoment stemmen und dem<br />

Fahrer bis zu 410 % Unterstützung<br />

bieten. Rund um die neue 48-V-Architektur<br />

wird es auch ins System<br />

integrierte Komponenten, das sogenannte<br />

„Brose Drive System“ geben.<br />

Teil dieses Systems wird ein neuer<br />

Akku mit 800 Wh Kapazität sowie<br />

eine Bedieneinheit samt ins Oberrohr<br />

integriertem Display sein.<br />

Kaufbare Räder mit der neuen Antriebseinheit<br />

wurden zur Messe<br />

noch keine vorgestellt.<br />

Mit Pinion betritt ein neuer<br />

„Player“ das Feld der E-Antriebe.<br />

Der Hersteller ist als Vorreiter am<br />

Sektor der Getriebe-Bikes (einer<br />

Fahrradschaltung, die anstelle von<br />

Kassette und Schaltwerk auf ein<br />

zentrales Getriebe zwischen den<br />

beiden Kurbelarmen setzt) bekannt<br />

und wagt mit der „Pinion Motor.<br />

Gearbox.Unit“ nun den Vorstoß als<br />

Motoren-Anbieter. Bei den Bike-Herstellern<br />

dürfte das Konzept<br />

gut angekommen sein, denn neben<br />

den E-MTBs Simplon Rapcon Pmax<br />

Pinion und dem Rotwild R.X 1000<br />

kommt unter anderem auch das<br />

neue Crossover Flyer Goroc TR:X<br />

sowie Simplons Trekkingrad Kagu<br />

Pinion mit der neuen Antriebseinheit.<br />

Das System vereint Mittelmotor<br />

und Getriebeschaltung zu einer<br />

Einheit und ist sowohl in Deutschland<br />

entwickelt als auch hergestellt.<br />

Es bietet 12 (Pinion E1.12; 4,1 kg)<br />

oder 9 (Pinion E1.9; 4,0 kg) Gangstufen<br />

mit bis zu 600 % Bandbreite und<br />

erlaubt – Getriebe sei Dank – Gangwechsel<br />

im Stand. Das System mit<br />

Riemenantrieb verspricht weitgehende<br />

Wartungsfreiheit, ein Getriebe-Ölwechsel<br />

soll nur alle 10.000 km<br />

nötig sein. Das Drehmoment wird<br />

bei 1:1-Übersetzung mit 85 Nm angegeben.<br />

Akku und sonstige Elektronik<br />

steuert der Schweizer Partner<br />

FIT bei, Akkuvarianten mit 480 bis<br />

960 Wh inklusive 535 Wh Range-Extender<br />

sollen möglich sein.<br />

Einen Eurobike-Award im<br />

E-Umfeld bekam auch Shimano verliehen.<br />

Deren neue Technologie Auto<br />

Shift in Kombination mit Free Shift<br />

ergibt neuartige Schaltmöglichkeiten<br />

für E-Bikes. Auto Shift erkennt<br />

dabei anhand von Veränderungen<br />

des Geländes und der Fahrbedingungen<br />

automatisch, wann welcher


BIKE<br />

Gang eingelegt werden muss. Free<br />

Shift bietet dazu die Möglichkeit, die<br />

Gänge manuell oder automatisch zu<br />

wechseln, ohne in die Pedale treten<br />

zu müssen. Die Technologie funktioniert<br />

aktuell ausschließlich in Kombination<br />

mit der EP801- oder EP6-<br />

Antriebseinheit und Shimano XT<br />

Di2 Schaltung.<br />

Welt der Rennräder & Gravels<br />

Rar machten sich die Neuheiten am<br />

Rennrad- und Gravel-Markt. So<br />

zeigte etwa Simplon das lange erwartete<br />

Update der legendären Modellreihe<br />

Pavo. Der Clou: Simplon<br />

lässt den neuen Rahmen des Pavo IV<br />

in Portugal fertigen. Das klassischvielseitige<br />

Rennrad für Feierabendtour,<br />

Langstrecke und Radmarathon<br />

soll dabei je nach Ausstattung auf<br />

bis zu 6,5 kg zu bringen sein. Merida<br />

erweitert seine Gravel-Linie um das<br />

auf dem Scultura Endurance basierende<br />

Race-Gravel Scultura Endurance<br />

GR, der für seine im Seitenprofil<br />

hauchdünnen Oberrohre bekannte<br />

italienische Kleinserienfertiger<br />

Titici zeigt mit dem Alta ein<br />

neues Aero-Bike im außergewöhnlichen<br />

Look. Noch mit wenigen Details,<br />

aber dafür in auffälligem Erlkönig-Design<br />

geschickt in Szene gesetzt,<br />

zeigte Felt, wohin die Reise<br />

mit seinen beiden Rennrädern FR<br />

und VR 2024 gehen wird. Nähere<br />

Details dazu folgen im Laufe des<br />

Jahres. Bei BH wird das neue Gravel<br />

X trotz raciger Auslegung durch<br />

einen „entkoppelten“ Hinterbau für<br />

mehr Komfort sorgen. Bergamont<br />

zeigt rund um den TQ-Mittelmotor<br />

eine neue Version seines E-Gravels<br />

E-Grandurance in Carbon und Aluminium<br />

und ersetzt damit die alte<br />

Fazua-Variante. Auch Rotwild zeigt<br />

mit dem R.R275 X ein optisch spektakuläres<br />

E-Gravel auf TQ-Basis.<br />

Mit groben Stollen<br />

In der Welt der Mountainbikes zeigt<br />

Reifen-Gigant Schwalbe – nebst flächendeckend<br />

neuem Markenauftritt<br />

in zartem Hellblau und neuem Logo<br />

– mit dem Tacky Chan einen neuen<br />

Reifen für schwierige Einsätze auf<br />

technischen Downhill- und Bikepark-Strecken.<br />

Bei den Bikes setzen<br />

viele Hersteller auf bewährte Rahmen<br />

und frische Farben. Neues gibt<br />

es beispielsweise von Liteville, die<br />

mit dem Trailbike 301CL MK1<br />

(130/150 mm; 12,1 kg) jetzt auch in<br />

Carbon bauen. Und auch BH zeigt<br />

mit dem Lynx Race ein neues Carbon-Fully,<br />

hier aber mit auf 120 mm<br />

Federweg optimierter Geometrie als<br />

echter Racer ausgelegt. Deutlich<br />

mehr Federweg bietet Rocky Mountains<br />

neuer Freerider Slayer. Mehr<br />

zu unseren Messehighlights lest ihr<br />

in den Messe Top12 auf den kommenden<br />

Seiten.<br />

Mehr zum Slayer<br />

DESIGNED TO SHRED HARD.<br />

THE NEW SLAYER<br />

Ein Bikepark taugliches Freeride-Bike, das die größten Schläge<br />

einsteckt und dich an die Spitze jedes Anstiegs bringt.<br />

Jetzt noch ruhigeres Fahrverhalten, Geometrie Update, Mullet<br />

und weitere starke Details!<br />

bikes.com/slayer


PRODUKT Eurobike<br />

Top 12<br />

SQLab 3 Kids Lenker<br />

angepasst auf den kleineren Oberkörper und die Hände von<br />

Kindern Lenker Klemmung 31,8, Verjüngung auf 19 mm<br />

basieren auf bereits bestehenden Ergonomie Konzepten<br />

für Erwachsene 12° Backsweep 45 mm Rise<br />

PREIS (UVP): € 39,95 | www.sq-lab.com<br />

VAUDE Moab Control 20<br />

Tages-Rucksack zum Mountainbiken<br />

durch Aeroflex Control Tragesystem<br />

schnell zwischen Kontakt- und Netzrücken<br />

wechselbar Belüftung und<br />

Tragekomfort kombiniert verstellbare<br />

Trägerlänge umfangreiche Ausstattung<br />

mit Helmhalter, Regenhülle,<br />

Werkzeugfach etc. umweltfreundlich<br />

aus überwiegend recyceltem<br />

Polyester neu ab Sommer 2024<br />

PREIS (UVP): € 170,–<br />

www.vaude.com<br />

KTM Macina Scarp SX PrimeExonic<br />

den Carbon-Spitzensportler KTM Scarp gibt es nun, dank leichter<br />

„Bosch Performance SX Drive Unit“, auch mit Motor in den drei<br />

verschiedenen Scarp SX Modellen wurden die besten Eigenschaften<br />

aus zwei Welten vereint 140 mm Federweg sorgen für extra Trailspaß<br />

und einen Funken Enduro-Feeling<br />

PREIS (UVP): € 11.099,–<br />

www.ktm-bikes.at<br />

SKS Explorer Pro<br />

Minitool mit Tubeless Repair Kit Pannenset<br />

und Tool in einem für Einstellarbeiten<br />

am Fahrrad oder bei einem Plattfuß neben<br />

23 nützlichen Funktionen verfügt es auch<br />

über eine abnehmbare Aufbewahrungsbox<br />

mit einem Tubeless Repair Kit alle Multitools<br />

sind aus hochwertigem Chrom-Vanadium-Stahl<br />

gefertigt, das Gehäuse<br />

aus Aluminium mit<br />

abgerundeten Kanten gewährleistet<br />

eine gute Haptik<br />

PREIS (UVP): € 39,99<br />

sks-germany.com<br />

CAMELBAK Bikepacking-Linie „M.U.L.E.“<br />

wasserdichte Bikpacking-Taschen umfasst fünf Produkte und besteht<br />

aus dem Handlebar-Pack, dem Stem-Pack, zwei verschiedenen<br />

Saddle-Packs mit wahlweise 9 oder 1 Liter und der Frame-Pack sowie<br />

der dazugehörigen Trinkblase („Quick Stow Bike Reservoir“) aus recycelten<br />

EPLX400-Stoffen REpurpose-Label für Nachhaltigkeit<br />

www.camelbak.eu<br />

FLYER Upstreet SL<br />

ist mit 18 kg ein Leichtgewicht und damit ein flexibles E-Bike, das im<br />

Alltag keine Wünsche offenlässt das neue smarte Antriebssystem Bosch<br />

Performance Line SX mit 400-Wattstunden-Akku ist gewichtsoptimiert<br />

und bietet mehr als genug Kraft und Reichweite in der Stadt der besonders<br />

leise Motor unterstützt mit bis zu 55 Nm Drehmoment<br />

PREIS (UVP): ab € 4799,–<br />

www.flyer-bikes.com<br />

068


12<br />

außergewöhnliches Fahrgefühl<br />

Eurobike<br />

SIMPLON Kagu Pinion<br />

wartungsarm, komfortabel, extrem hohe Kapazität der innovative<br />

Pinion-Antrieb kombiniert enorme Motorpower mit einem integrierten,<br />

hocheffizienten 12-Gang-Getriebe. Das bedeutet weniger<br />

Wartung, mehr Fahren und bei Bedarf automatisches Schalten<br />

hochwertiger Carbon-Rahmen hohe Zuladung bewährte<br />

Balloon-Reifen erhältlich ab Ende <strong>2023</strong><br />

PREIS (UVP): ab € 7999,–<br />

www.simplon.com/de<br />

BROSE Drive3 Peak<br />

bis zu 95 Nm Drehmoment<br />

optimiertes Design und Integration optimiertes Geräuschverhalten<br />

Nachfolger für den erfolgreichen S Mag Motor<br />

48-Volt Technik Gewicht: 2,9 kg ab Sommer 2024 erhältlich<br />

www.brose-ebike.com<br />

CONWAY Ryvon<br />

gibt es in 4 Modellen, je 2x Ryvon LT (LT=Long Travel, 170 mm<br />

Federweg) und 2x Ryvon ST (ST=Short Travel, 150 mm) Vollcarbonrahmen<br />

rund um den neuen Bosch SX Antrieb Wechselakkukonzept<br />

mit 400 Wh Compacttube leichtgewichtig und dennoch<br />

für die Trails gemacht (ab 17,6 kg) Tool Mount auf der Oberseite<br />

vom Unterrohr<br />

PREIS (UVP): ab € 6499,–<br />

www.conway-bikes.com<br />

SHIMANO Auto-Shift- und Free-Shift-Technologie<br />

ein neuartiger Schaltmodus für E-Bikes durch den Einsatz intelligenter<br />

Sensoren und Algorithmen kann Auto Shift auf der Grundlage<br />

von Veränderungen des Geländes und der Fahrbedingungen erkennen,<br />

wann der optimale Gang eingelegt werden muss. Die Gänge<br />

können gewechselt werden, ohne einen Hebel zu betätigen<br />

Free Shift wechselt die Gänge, ohne in die Pedale zu treten<br />

bike.shimano.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

ABUS Granit Super Extreme<br />

2500 Schloss<br />

für die extremsten Situationen geschaffen<br />

das Flaggschiff im ABUS<br />

Bügelschloss-Segment verfügt über einen<br />

XPlus-Zylinder, ein Scheibenzylinder,<br />

der durch intelligentes Picking nicht<br />

zu öffnen ist damit ist das Schloss<br />

außerdem One Key-Ready, um weitere<br />

Schlösser für das Fahrrad zu synchronisieren<br />

oder ein individuelles Schließsystem<br />

für die Familie, das Unternehmen<br />

oder den Verleihservice zu erstellen,<br />

um alle zugehörigen Schlösser mit nur<br />

einem Schlüssel zu bedienen<br />

PREIS (UVP): € 299,95 | www.abus.at<br />

BH iLynx+ Trail Pro 8.9<br />

Antrieb: Shimano EP801 | 85 Nm | 600 W Max. Akku: 540 Wh<br />

+ 180 Wh XPRO-Zusatzakku (im UVP inklusive) über das Oberrohr<br />

herausnehmbarer Akku Split-Pivot Hinterbau agiles, wendiges und<br />

kraftvolles Trailbike Gewicht: 19,8 kg<br />

PREIS (UVP): € 9799,99<br />

www.bhbikes.com<br />

069


Leicht und<br />

kraftvoll<br />

Mit dem iLYNX+ vereint<br />

BH das Beste aus Light-<br />

E-MTB und Performance-E-MTB:<br />

geringes Gewicht,<br />

natürliches Handling<br />

und volle<br />

Motorpower.<br />

M<br />

it dem neuen iLynx+<br />

Trail Carbon Pro 8.9<br />

zeigt BH fortschrittliche<br />

E-MTBs, die<br />

den Spagat zwischen<br />

natürlichem Handling samt geringem<br />

Gewicht und leistungsstarkem<br />

Shimano EP801 Motor mit 720 Wh<br />

(540 + 180 Wh) Akkukapazität<br />

schaffen.<br />

Mit dem leicht gewölbten Unterrohr<br />

bietet das iLynx+ hervorragende<br />

Steifigkeit und macht das Einführen<br />

und Herausnehmen des Akkus<br />

dank seiner speziell angepassten<br />

Form zum Kinderspiel. Der bei dem<br />

Top-Modell bereits mitgelieferte<br />

XPRO-Zusatzakku wird ohne lästige<br />

Kabel dezent am Sattelrohr befestigt<br />

und kann bei kürzeren Runden<br />

ANZEIGE / FOTOS: Björn Merz<br />

070


BH BIKES<br />

BH iLYNX+ Trail Carbon Pro 8.9<br />

ANTRIEB: Shimano EP801; X-SYSTEM 540 + 180 Wh<br />

RAHMEN: Carbon, 140 mm Federweg I FEDERGABEL:<br />

Fox 36 Float Factory, 140 mm | DÄMPFER: Fox Float<br />

X Factory I SCHALTUNG: Shimano XT I BREMSEN:<br />

Shimano XT; 4-Kolben; 203 mm I LAUFRÄDER: Race<br />

Face Turbine 30 TR I GEWICHT: 19,8 kg (ohne serienmäßigen<br />

180 Wh Range Extender)<br />

PREIS (UVP): ab € 9799,–<br />

3 FRAGEN AN<br />

JULIAN PFEIFFER,<br />

BRANDMANAGER DACH<br />

BH BIKES<br />

1. Worauf wurde in<br />

der Entwicklung dieses<br />

Bikes besonders<br />

Wert gelegt?<br />

Das Beste aus zwei<br />

E-MTB-Welten in<br />

einem Bike zu kombinieren,<br />

Performance-E-MTB<br />

und LIGHT-E-MTB.<br />

Daraus entstand mit dem iLynx+<br />

ein sehr leichtes E-MTB ab unter<br />

20 kg mit großer Akkuoption bis<br />

zu 720 Wh, einem der besten und<br />

leistungsstärksten Motoren auf dem<br />

Markt (Shimano EP801/85 Nm)<br />

sowie der Möglichkeit, den Akku zu<br />

entnehmen.<br />

einfach abgenommen werden.<br />

Der neue Shimano EP801 Motor<br />

bietet 85 Nm maximales Drehmoment<br />

und viele spürbare Verbesserungen<br />

wie mehr Power, eine feinere<br />

Abstimmung und höhere Effizienz.<br />

Die neue Bedieneinheit ist elegant<br />

am Lenker integriert und<br />

ermöglicht es, zwischen verschiedenen<br />

Unterstützungsmodi zu wechseln,<br />

vorkonfigurierte Profile auszuwählen<br />

und den Batteriestand über<br />

ein LED-System zu überprüfen.<br />

Auf der Grundlage desselben<br />

Rahmens wurden zwei Varianten<br />

des iLynx+ entwickelt. Die Trail-Reihe<br />

mit 140 mm und die Enduro-Reihe<br />

mit 160 mm Federweg. Beide<br />

verwenden den Split Pivot-Hinterbau,<br />

welcher einerseits auch beim<br />

Bremsen aktiv bleibt, andererseits<br />

beim Pedalieren mit Effizienz<br />

überzeugt.<br />

Die BH iLynx+ Reihe umfasst<br />

insgesamt sechs Ausstattungsvarianten.<br />

Drei für Enduro-Fans und<br />

drei für die Trail-Liebhaber. Alle<br />

Modelle können mit dem BH<br />

Unique Programm individuell gestaltet<br />

werden. Die Preise der<br />

iLynx+ beginnen bei € 7699,–.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.bhbikes.com<br />

2. Wie definiert ihr die Zielgruppe<br />

dafür?<br />

Das iLynx+ richtet sich klar an jene<br />

Zielgruppe, die nicht auf hohe<br />

Motorleistung mit 600 W und großen<br />

Federweg verzichten will, sich<br />

dabei aber ein möglichst natürliches<br />

und agiles Bike-Handling wünscht,<br />

was durch die moderne Geometrie<br />

und das sehr geringe Gewicht<br />

erreicht wird.<br />

3. Was ist bei euch in nächster<br />

Zeit an spannenden Entwicklungen<br />

zu erwarten?<br />

Durch die immer kompakter und<br />

leistungsstärker werdenden Akkus<br />

und Motoren werden die Grenzen<br />

zwischen Full-Power E-Bike und<br />

Light E-Bike mehr und mehr<br />

verschwimmen. Die Integration<br />

aller elektronischen Teile und deren<br />

Leistung werden kontinuierlich<br />

verbessert. Dabei wird bei uns nicht<br />

nur das E-MTB Segment bedient,<br />

sondern auch Bereiche wie E-Gravel,<br />

E-Rennrad und E-Citybikes.<br />

071


BOSCH<br />

ANZEIGE / FOTOS: Heiko Mandl; Lukas Schnitzer<br />

In der Seitenansicht schmiegt sich die<br />

Bosch Performance Line SX formschön ins<br />

KTM-Testbike „Macina Scarp SX Exonic“.<br />

Frischer (Rücken-)Wind<br />

Bosch springt mit einem neuen Antriebssystem auf den Trend zum schlanken<br />

E-MTB auf. Wir haben die Performance Line SX bereits über die Trails gescheucht.<br />

P<br />

ünktlich zur Eurobike<br />

zeigte Bosch seine neue<br />

Performance Line SX<br />

Antriebseinheit. Der<br />

Neuzugang bei Bosch<br />

will sich als Antriebseinheit für Minimal-Assist<br />

E-MTBs, E-Gravel und<br />

leichte, wendige E-Urban-Bikes verstanden<br />

wissen. Optisch fügt sich<br />

die SX dabei äußerst schlank in modern<br />

gezeichnete Rahmen wie etwa<br />

jenen des Macina Scarp SX Exonic<br />

von KTM, auf welchem wir die Ehre<br />

hatten, ein paar erste Kilometer mit<br />

dem neuen Antrieb zu sammeln.<br />

Knappe 2 kg bringt der SX-Motor<br />

auf die Waage, ist damit die aktuell<br />

leichteste Variante bei Bosch und<br />

bietet dennoch ein sattes Drehmoment<br />

von 55 Newtonmetern sowie<br />

volle Integration in das smarte System<br />

von Bosch. Der im Rahmen in-<br />

tegrierte 400 Wh starke Compact-Tube<br />

Akku soll ebenfalls um<br />

die 2 kg wiegen, kann auf Wunsch<br />

mittels an der Trinkflaschenhalterung<br />

montierbarem PowerMore<br />

Range-Extender (1,6 kg, 250 Wh) erweitert<br />

oder, um auf kurzen Touren<br />

Gewicht zu sparen, auch ganz ersetzt<br />

werden.<br />

Erster Fahreindruck<br />

Was hervorsticht: Mit der Performance<br />

Line SX sind unglaublich<br />

leichte Bike-Gewichte möglich. Unser<br />

KTM-Testbike bringt es so auf<br />

beeindruckende 16,5 kg! Die erste<br />

der vier Unterstützungsstufen<br />

(Eco-Modus) entspricht voll und<br />

ganz dem Minimal-Assist-Gedanken,<br />

fühlt sich äußerst natürlich an<br />

– gerade so, als hätte man sich des<br />

Weltmeisters Beine umgeschnallt.<br />

Die Modi Tour, Sprint und Turbo<br />

gehen entsprechend kräftiger ans<br />

Werk. Interessantes Feature: Je<br />

schneller du im neu entwickelten<br />

progressiven Sprint-Modus in die<br />

Pedale trittst, umso stärker unterstützt<br />

dich der Antrieb – ideal für<br />

Sprints oder steile Anstiege. Merklich<br />

leiser als die Performance Line<br />

CX, aber in höheren Trittfrequenzen<br />

immer noch hörbar, begeistert<br />

die SX auch ohne zugeschaltete<br />

Unterstützung mit reibungslosem<br />

(50 % weniger Widerstand als bei<br />

der CX) Pedalieren. Insgesamt ein<br />

vielseitiges Paket für moderne<br />

E-MTBs.<br />

Mehr Details unter:<br />

www.bosch-ebike.at<br />

072


ENDURA<br />

ANZEIGE / FOTOS: Endura<br />

Für immer und ewig<br />

Mit den Humvee-Shorts legte Endura den Grundstein des eigenen Erfolgs.<br />

Jetzt kommt die Ikone unter den Baggy-Shorts mit neuem Schwung.<br />

Z<br />

uerst kamen die<br />

Hummvee Shorts,<br />

dann die Hummvee<br />

Shorts II. Jetzt, im<br />

Jahr <strong>2023</strong>, präsentiert<br />

Endura die Hummvee Short. Ein<br />

Beweis dafür, dass man nicht allzu<br />

viel daran zu ändern braucht, wenn<br />

man sein Produkt auf Anhieb richtig<br />

hinbekommt – dies ist erst die<br />

zweite Überarbeitung, die man den<br />

Hummvees in zwei Jahrzehnten ihrer<br />

erfolgreichen Präsenz verpasst.<br />

Die Hummvee ist seit Jahrzehnten<br />

die maßgebliche Baggy-Short im<br />

Radsport – viel bewundert, oft kopiert,<br />

aber nie übertroffen. Es ist<br />

die Baggy-Short, die immer und<br />

ewig hält.<br />

Endura war einer der Pioniere<br />

auf dem Markt der Baggy Shorts,<br />

als man den lässigen Look, den<br />

Mountainbiker in den späten<br />

1990er-Jahren bevorzugten, aufgriff,<br />

und Boardshorts zu Radhosen<br />

umfunktionierte. Nach der Snapper<br />

und der Voyager wurden die ersten<br />

Hummvees mit Hilfe einer Gruppe<br />

von Londoner Fahrradkurieren entwickelt,<br />

die dazu beitrugen, eine<br />

Reihe von Merkmalen zu integrieren,<br />

die die Shorts prägten und dabei<br />

halfen, eine globale Radbekleidungsmarke<br />

aufzubauen.<br />

Seitdem werden die Hummvee<br />

Shorts von allen möglichen Bikern<br />

für alle möglichen Zwecke eingesetzt.<br />

Ob auf Trails, auf dem Weg<br />

zur Arbeit, einfach nur so zum Spaß<br />

oder auf dem Weg in die Bar:<br />

Hummvee ist immer die richtige<br />

Wahl.<br />

Endura hat den Hummvees<br />

zwar ein Update in Bezug auf<br />

Styling, Farben und Passform verpasst,<br />

aber die Langlebigkeit frühe-<br />

rer Versionen ist geblieben. Sie<br />

sind aus robustem Nylon gefertigt<br />

und an kritischen Stellen doppelt<br />

genäht, was sie nahezu unzerstörbar<br />

macht.<br />

Die beliebte Ikone der<br />

MTB-Szene wird im Jahr <strong>2023</strong> noch<br />

besser, mit aktualisiertem Styling,<br />

neuen Farben, optimierter Passform<br />

und einem neuen Gürtel. Sie<br />

wird mit einer herausnehmbaren<br />

Endura Clickfast-Innenhose geliefert.<br />

Und sie ist auch in ¾-Länge<br />

erhältlich. Einfach anziehen und<br />

los geht’s!<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.endurasport.com<br />

073


SERVICE Fahrwerks-Setup<br />

Die teuerste Federgabel und der beste Dämpfer<br />

haben abseits vom Eissalon wenig Nutzen, sind<br />

sie nicht richtig auf den Biker oder die Bikerin<br />

eingestellt. Wir zeigen euch, wie ihr mehr aus<br />

eurem MTB holt.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

DREI BAUSTEINE.<br />

Der passende Luftdruck ist<br />

der Ausgangspunkt. Mit<br />

Zug- und Druckstufe geht es<br />

dann an die Feinheiten.<br />

D<br />

as edle Trailfully versinkt<br />

bergauf im Federweg<br />

und saugt dir<br />

in den Uphills lästig<br />

wippend die Kraft<br />

aus den Beinen? Das Fahrwerk<br />

rumpelt und poltert trotz massiven<br />

Federwegs holzig über Wurzeln und<br />

Geröll, so als hättet ihr euer 90er-<br />

Jahre-Hardtail mit Elastomergabel<br />

wiederbelebt? Am Trail findet ihr<br />

nicht so richtig die Balance zwischen<br />

den Rädern, habt in steilen<br />

Passagen ständig das Gefühl über<br />

den Lenker zu gehen? Die Unterarme<br />

pumpen wie nach einem Abend<br />

in der Kletterhalle? Und das, obwohl<br />

ihr gerade Tausende eurer<br />

hart verdienten Euros in ein neues<br />

Bike, vielleicht sogar in ein Topmodell<br />

mit schimmerndem High-End-<br />

Fahrwerk, investiert habt?<br />

Keine Sorge, wirklich schlechte<br />

Bikes gibt es heute kaum mehr. Die<br />

Chance hier einen Griff in den Lokus<br />

gemacht zu haben, ist wahrlich<br />

gering. Viel wahrscheinlicher:<br />

Dämpfer und Gabel des Bikes, das<br />

sogenannte Fahrwerk, sind<br />

schlichtweg falsch eingestellt. Ein<br />

Faktor, welcher vielfach übersehen<br />

wird. Doch Fakt ist: Ein günstiges<br />

Einsteiger-Fahrwerk performt gut<br />

eingestellt tausendmal besser als<br />

das noble, aber vom Nutzer komplett<br />

ignorierte High-End-Teil – und<br />

der „richtige“ Druck in der Luftkammer<br />

ist hier nur ein Teil des<br />

Problems … Das Glück: Für ein gutes<br />

Setup von Luftfederelementen<br />

(auf Modelle mit Stahlfeder gehen<br />

wir hier aus Gründen der Komplexität<br />

bewusst nicht ein) ist kaum<br />

handwerkliches Geschick erforderlich,<br />

nur etwas Zeit und der Wille,<br />

sich damit zu beschäftigen. Den<br />

Unterschied, so viel sei versprochen,<br />

spürt auch der Laie.<br />

Die Puzzleteile des Fahrwerks<br />

Im ersten Schritt, so empfiehlt es<br />

auch Christoph Joch von Hersteller<br />

Specialized, sollte man sich beim<br />

Setup „auf Luftdruck bzw. Federhärte<br />

(also den Sag, Anm.) und Zugstufe<br />

konzentrieren. Hat man hier<br />

ein gutes Setup gefunden, kann<br />

man sich an die Konfiguration der<br />

Druckstufe machen“. Im Folgenden<br />

wollen wir euch diese drei Komponenten<br />

näher erklären.<br />

Der Sag<br />

Basis zum optimalen Setup bildet<br />

der sogenannte Negativ-Federweg<br />

oder Sag. Dieser beschreibt die<br />

Veränderung des Federwegs eines<br />

Federelementes von komplett ausgefedert<br />

und unbelastet hin zu unter<br />

dem Gewicht des Fahrers in<br />

Fahrposition komprimiert. Er beeinflusst<br />

sowohl die Traktion als<br />

auch maßgeblich das Federverhalten<br />

eines Bikes. Besagter Sag wird<br />

meist in Prozent oder Millimetern<br />

angegeben und durch die Federhärte,<br />

sprich bei Luftfederelementen<br />

durch den Luftdruck bestimmt.<br />

Je schwerer der Fahrer, desto<br />

höher der erforderliche Druck.<br />

FOTO: Arnold Pauly<br />

074


BIKE<br />

Fokus<br />

Fahrwerk<br />

075


SERVICE Fahrwerks-Setup<br />

An Federgabeln finden sich meist<br />

am Fahrergewicht angelehnte Empfehlungen<br />

für den passenden Luftdruck,<br />

für den Hinterbau geben<br />

Hersteller (oft versteckt in Manuals)<br />

Empfehlungen für den idealen<br />

Sag-Wert (meist irgendwo zwischen<br />

20 und 40 %). Teils finden<br />

sich dazu Tabellen, Hersteller wie<br />

beispielsweise Specialized bieten<br />

aber auch komplette Fahrwerks-Guides,<br />

in denen man sein<br />

Fahrradmodell plus das fahrfertige<br />

Gewicht eingibt und so Luftdruckwerte<br />

zur Basiseinstellung erhält.<br />

Wie auch immer: Kennt man<br />

den gewünschten Sag, stellt man<br />

sich in voller Fahrmontour (inklusive<br />

Rucksack, voller Trinkblase oder<br />

Wasserflasche am Rahmen) parallel<br />

zu einer stabilen Mauer. Aufsteigen,<br />

Gabel und Dämpfer einmal<br />

durchfedern, den kleinen Gummiring<br />

ganz zur Gummidichtung<br />

schieben und vorsichtig (ohne zu<br />

Bremsen) mit dem Ellenbogen an<br />

der Wand abstützen und Fahrposition<br />

einnehmen. Nun Bremsen ziehen<br />

und vorsichtig, ohne die Federelemente<br />

zu belasten, absteigen.<br />

Bei RockShox-Federgabeln und<br />

Dämpfern lässt sich durch eine<br />

Skalierung der Sag direkt in Prozent<br />

ablesen, andere Fabrikate verlangen<br />

ein Nachmessen per Maßband.<br />

Sowohl an Gabel als auch<br />

-Dämpfer gilt dabei nicht der angegebene<br />

Federweg, sondern der<br />

selbst gemessene Hub, also der tatsächliche<br />

Weg, den sich der Dämpfer<br />

oder die Gabel (bei zuvor entleerter<br />

Luftkammer) bewegt. Ein<br />

140-mm-Hinterbau erhält schließlich<br />

seinen Federweg über die Umlenkung,<br />

tatsächlich misst der Hub<br />

nur beispielsweise 55 mm. An der<br />

Gabel kann man sich im Grunde an<br />

den offiziellen Angaben orientieren,<br />

hier sind die Abweichungen meist<br />

nur im Millimeterbereich anzusiedeln.Diesen<br />

Vorgang wiederholt<br />

man für Gabel und Dämpfer getrennt<br />

so lange, bis der gewünschte<br />

Wert erreicht ist.<br />

Die Dämpfung<br />

Gegenstück zum Sag und seiner bestimmenden<br />

Luftfederhärte ist die<br />

ölbasierte Dämpfung. Ohne sie<br />

würde das Bike im Gelände wie ein<br />

Pogo-Stick springen. Die Dämpfung<br />

„steuert“ somit einerseits die Geschwindigkeit,<br />

mit der das Fahrwerk<br />

komprimiert wird und andererseits<br />

wieder aus besagter Kompression<br />

ausfedert. Hierbei wird<br />

zwischen Druckstufen- (Compression<br />

oder Kompressions-Dämpfung)<br />

sowie Zugstufen-Dämpfung (Rebound)<br />

unterschieden. Fährt man<br />

über ein Hindernis, reguliert die<br />

Druckstufe die Geschwindigkeit,<br />

mit der das Federelement komprimiert<br />

wird. Die sogenannte Highund<br />

Low-Speed-Druckstufe reguliert<br />

das jeweilige Kompressionsverhalten<br />

bei schneller (etwa über<br />

grobe Kanten) und langsamer (etwa<br />

auf Schotter) Kompressionsgeschwindigkeit.<br />

Vielfach verfügen Federelemente<br />

nur über eine Low-Speed-<br />

Einstellbarkeit oder eine Mischung<br />

aus Low- und High-Speed. Bei hochwertigen<br />

Modellen mit getrennten<br />

Einstellmöglichkeiten arbeiten hingegen<br />

auch die jeweiligen Kreisläufe<br />

getrennt voneinander. Derlei<br />

ZUR PERSON<br />

Christoph Joch<br />

Der leidenschaftliche Mountainbiker<br />

bewegt sich bereits seit 2016 auch<br />

beruflich in der Bike-Branche und verantwortet<br />

seit diesem Jahr als Category<br />

Lead Mountain (D.A.LUX) die Geschicke<br />

des Themas Mountainbike beim<br />

US-Branchenprimus Specialized.<br />

www.specialized.com<br />

FOTOS: Specialized<br />

High-End-Fahrwerke, räumt auch<br />

Christoph Joch ein, lassen aber vorrangig<br />

Rider mit Rennerfahrung<br />

und tiefgehenden Kenntnissen profitieren:<br />

„Diese können so ihr Fahrwerk<br />

exakt auf die jeweilige Strecke<br />

und die Verhältnisse abstimmen<br />

und bringen auch die nötige<br />

Grundgeschwindigkeit mit.“ Übrigens:<br />

Plattform-Hebel an Dämpfer<br />

und Gabel für härtere Federelemente<br />

im Uphill manipulieren in<br />

der Regel ebenfalls die Low-Speed-<br />

Druckstufe.<br />

Andererseits reguliert die Zugstufen-Dämpfung<br />

oder der Rebound<br />

die Ausfedergeschwindigkeit.<br />

Diese hängt eng mit dem Luftdruck<br />

(der „Federrate“) zusammen.<br />

Wer also hohen Druck im Federelement<br />

fährt, muss auch eine entsprechend<br />

langsame Zugstufe fahren,<br />

um ein „Springen“ zu unterbinden.<br />

Auch hier gibt es getrennte Low-<br />

Speed- und High-Speed-Einstellungen,<br />

allerdings ist dies eher selten<br />

der Fall. In der Regel kommen Federelemente<br />

mit einer einzelnen<br />

Zugstufen-Regulierung aus. Nur<br />

der Vollständigkeit halber: Bei starker<br />

Kompression, also sehr großen<br />

Schlägen wirkt die High-Speed-Zugstufe,<br />

im oberen Bereich des Federwegs,<br />

also dann, wenn die Rückstellkräfte<br />

nicht mehr so hoch sind,<br />

wirkt die Low-Speed-Zugstufe.<br />

Fehler beheben<br />

Häufig scheitert es laut Joch an besagter<br />

Zugstufe: „Fühlt sich das<br />

Bike wie ein bockiges Pferd an, deutet<br />

dies auf eine zu schnelle Zugstufe<br />

hin. Ist sie zu langsam, verhärtet<br />

das Fahrwerk bei schnell aufeinanderfolgenden<br />

Schlägen und fühlt<br />

sich sehr harsch an.“ Um ein Gefühl<br />

zu entwickeln, rät Christoph Joch<br />

hier nach dem Finden des passenden<br />

Sags die gleiche Teststrecke einmal<br />

mit komplett offener und einmal mit<br />

komplett geschlossener Zugstufe zu<br />

fahren, um die Unterschiede herauszuspüren<br />

– und sich dann von dort<br />

ans Setup anzunähern.<br />

076


BIKE<br />

Bike belasten<br />

1 Für das Finden des korrekten Sag-Wertes lehnt ihr euch mit dem<br />

Ellenbogen in voller Fahr-Montur an eine Wand, federt einmal<br />

durch und schiebt dann bei offener Bremse die kleinen Gummiringe<br />

an Dämpfer oder Gabel ganz zur Dichtung. Bremse ziehen und<br />

vorsichtig absteigen.<br />

Sag am Dämpfer<br />

2 Noch einmal im Detail: Erst das Rad einmal durchfedern, dann<br />

den Gummiring am Dämpfer ganz zur Dichtung schieben und<br />

das Rad in Fahrposition an der Wand abgestützt belasten. Bremse<br />

ziehen, absteigen und den Sag (in mm) mit einem Maßband<br />

nachmessen.<br />

Luftdruck anpassen<br />

3 Zum Anpassen des Luftdrucks eine Dämpferpumpe an das Ventil<br />

des Dämpfers anschließen und den Luftdruck erhöhen (für weniger<br />

Sag) oder senken (für mehr Sag). Den Prozess so lang wiederholen,<br />

bis der vom Hersteller empfohlene Sag erreicht ist. Dabei auf den<br />

zulässigen Maximaldruck des Dämpfers achten!<br />

Sag an der Gabel<br />

4 Wie am Dämpfer wird nun auch die Gabel durchgefedert, der<br />

kleine Gummiring ganz zur Dichtung geschoben und das Rad in<br />

Fahrposition wie auf Bild 1 belastet. Erneut Bremse ziehen, vorsichtig<br />

absteigen, den Sag nachmessen und den Luftdruck wie am<br />

Dämpfer anpassen. 25 bis 30 % Sag gelten als guter Ausgangswert.<br />

FOTOS: Arnold Pauly<br />

Zugstufe<br />

5 Mit den roten Drehknöpfen reguliert man sowohl an Gabel als<br />

auch Dämpfer die Zugstufe. Ein guter Ausgangspunkt: Belastet<br />

man das Rad neben dem Bike stehend über den Lenker (Gabel)<br />

oder den Sattel (Dämpfer) mit voller Kraft und lässt es anschließend<br />

wieder los, soll der Reifen gerade noch Bodenkontakt halten.<br />

Druckstufe<br />

6 Diffiziler wird es bei der Druckstufe (blaue Drehknöpfe). Wenn<br />

ihr das Gefühl habt zu wenig „Gegenhalt“ vom Fahrwerk zu bekommen<br />

oder zu leicht durch den Federweg zu rauschen, braucht<br />

es mehr Druckstufe; ist die Druckstufe hingegen zu hoch, neigen<br />

die Unterarme zu vorzeitiger Ermüdung.<br />

077


SCHWALBE<br />

ANZEIGE / FOTOS: Ralf Bohle GmbH<br />

Für den Weltcup geschaffen<br />

Schwalbe baut mit dem Tacky Chan den schnellsten MTB-Reifen der Welt.<br />

V<br />

on der Rennstrecke<br />

auf den Hometrail:<br />

Schwalbes neuer<br />

MTB-Reifen Tacky<br />

Chan schreibt eine<br />

ganz besondere Geschichte. Gestartet<br />

wurde das Projekt im Jahr 2020.<br />

Das Ziel: Der Reifen soll schnell<br />

sein bei voller Kontrolle und Präzision.<br />

Mit dabei: Das Team Commencal/Muc-Off<br />

um die französischen<br />

Downhill-Pros Myriam Nicole, Thibaut<br />

Daprela und Amaury Pierron.<br />

Für Geschwindigkeit gemacht<br />

Schwalbe entwickelt schnell die<br />

ersten Prototypen. Das Profil<br />

nimmt Form an: Kleine Rampen an<br />

den Stollen sollen die Rolleigenschaften<br />

verbessern, zu 20 % stabilere<br />

Schulterstollen als bei Magic<br />

Mary sollen den Seitenhalt erhöhen.<br />

Der Reifen bekommt L-förmige<br />

Stollen, minimal längere Bremskanten.<br />

10 % größere Abstände zwischen<br />

den Mittelstollen reduzieren<br />

das Gewicht.<br />

Detailverliebte Entwicklung<br />

Außergewöhnlich ist die Vorgehensweise<br />

bei der Erstellung der<br />

ersten Prototypen: Zunächst führen<br />

Schwalbes Entwickler insgesamt<br />

zwölf verschiedene Cuts am Modell<br />

Big Betty durch, um die perfekte<br />

Balance zwischen Gegenhalt und<br />

Nachgiebigkeit der Schulterstollen<br />

zu ermitteln. Und tatsächlich: Der<br />

Tacky Chan erreicht schnellere<br />

Geschwindigkeiten, die Bremstraktion<br />

ist trotzdem höher.<br />

Der nächste Schritt ist leidenschaftliche<br />

Detailarbeit auf Millimeterebene:<br />

Die Schulterstollen<br />

werden etwas kleiner, die Bremskanten<br />

einen Millimeter länger.<br />

Doppelte Stollenvertiefungen bringen<br />

eine engere Verzahnung.<br />

Sieg um Sieg<br />

Es ist der Durchbruch: Der Tacky<br />

Chan feiert Sieg um Sieg, insgesamt<br />

elf im Weltcup 2022. Amaury<br />

Pierron gewinnt mit ihm die Weltcup-Gesamtwertung<br />

2022. „Ich<br />

habe mich wie ein kleines Kind zu<br />

Weihnachten gefühlt, als ich den<br />

Reifen in den Händen hatte. Unglaublichen<br />

Grip und volle Kontrolle<br />

zu haben, ohne dass man irgendeinen<br />

Kompromiss bei der Geschwindigkeit<br />

hat, ist unfassbar.<br />

Wir haben die Grenzen verschoben“,<br />

ist Pierron überzeugt.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.schwalbe.com<br />

078


Top 6 Trail-Bikes<br />

SCOTT Spark ST 910<br />

RAHMEN: Carbon | SCHALTUNG: Sram GX Eagle AXS<br />

BREMSEN: Shimano SLX M7120, 180 mm/180 mm<br />

GABEL: Fox 34 Float Performance Elite Grip 2 Air, 140 mm<br />

DÄMPFER: Fox Float X Nude | LAUFRÄDER: Syncros Silverton;<br />

Maxxis Dissector WT/ 29 x 2,4“ | GEWICHT: 12,7 kg<br />

PREIS (UVP): € 6999,–<br />

www.scott-sports.com<br />

6<br />

SIMPLON Rapcon<br />

RAHMEN: Carbon | SCHALTUNG, BREMSEN,<br />

GABEL, DÄMPFER und LAUFRÄDER: im Konfigurator<br />

individualisierbar | GEWICHT: ab 14,5 kg<br />

PREIS (UVP): ab € 5799,–<br />

www.simplon.com<br />

BIKE<br />

KTM Prowler Master<br />

RAHMEN: Carbon | SCHALTUNG: Shimano Deore XT<br />

BREMSEN: Shimano Deore M6100, 203 mm/180 mm<br />

GABEL: Fox 36 Float 29 Rhythm, 160 mm | DÄMPFER: Fox<br />

Float X Performance Elite | LAUFRÄDER: DT Swiss M1900 29<br />

CL; Maxxis Minion DHR II/ 29 x 2,4“ | GEWICHT: 14,3 kg<br />

PREIS (UVP): € 5199,–<br />

www.ktm-bikes.at<br />

SPECIALIZED Stumpjumper Pro<br />

RAHMEN: Carbon | SCHALTUNG: Sram X0 Eagle Transmission<br />

BREMSEN: Sram Code Silver Stealth, 180 mm/200 mm | GABEL:<br />

Fox Float 34 Factory, 140 mm | DÄMPFER: Fox Float DPS Factory<br />

LAUFRÄDER: Roval Traverse Carbon; Specialized Butcher/ Purgatory/<br />

29 x 2,3“ | GEWICHT: k. A.<br />

PREIS (UVP): € 9000,–<br />

www.specialized.com<br />

ROCKY MOUNTAIN C50<br />

RAHMEN: Carbon | SCHALTUNG: Shimano XT | BREMSEN:<br />

Shimano SLX Trail, 180 mm/180 mm | GABEL: Fox 36 Float Evol<br />

Grip Performance Series, 150 mm | DÄMPFER: Fox Float DPS<br />

Performance | | LAUFRÄDER: WTB ST Light i30 TCS 2.0 Tubeless;<br />

Maxxis Minion DHF WT/ Minion DHF 29 x 2,5“ + 29 x 2,4“<br />

GEWICHT: k. A.<br />

PREIS (UVP): € 4800,–<br />

intl.bikes.com<br />

CONWAY WMR 5.9 Full Suspension<br />

RAHMEN: Carbon | SCHALTUNG: Shimano Deore XT<br />

BREMSEN: TRP Slate EVO HD-M807, 203 mm/180 mm<br />

GABEL: RockShox Lyrik Select, 150 mm | DÄMPFER: RockShox<br />

Deluxe Select + | LAUFRÄDER: Rodi Ready 30; Schwalbe Magic<br />

Mary/Big Betty EVO/ 29 x 2,4“ | GEWICHT: 15,3 kg<br />

PREIS (UVP): € 3899,95<br />

www.conway-bikes.de<br />

FOTOS: Hersteller<br />

079


Für E-Enduro<br />

gemacht<br />

Das neue FLYER Uproc<br />

EVO:X wurde für<br />

einen Zweck entwickelt:<br />

maximalen<br />

Fahrspaß auf anspruchsvollen<br />

Upund<br />

Downhills im<br />

E-Enduro-Einsatz.<br />

M<br />

it dem Uproc EVO:X<br />

präsentiert FLYER<br />

ein neues E-Enduro<br />

für ambitionierte<br />

E-Bikerinnen und<br />

-Biker. Das neue Flaggschiff im<br />

Segment „Mountain“ der Schweizer<br />

zeichnet sich durch ein für extreme<br />

Einsätze im Gelände optimiertes<br />

Fahrwerk mit viel Federweg und<br />

einen extrasteifen Rahmen aus.<br />

Darüber hinaus besticht es mit<br />

Leistungsstärke und geradlinigem<br />

Design.<br />

Maximaler Fahrspaß<br />

Kompromisslos für den E-Enduro-<br />

Einsatz entwickelt und spezifiziert,<br />

ist dieses Bike dafür gemacht, einfach<br />

nur grenzenlosen Spasß zu bie-<br />

ANZEIGE / FOTOS: Mathieu Ruffray<br />

080


FLYER<br />

Flyer Uproc EVO:X<br />

ANTRIEB: Bosch Performance CX; 750 Wh<br />

Power Tube Akku I RAHMEN: Carbon, 165<br />

mm I FEDERGABEL: 170 mm | LAUFRÄDER:<br />

29“/27,5“ Mixed-Wheel-Konzept I MODELL-<br />

VARIANTEN: 4 I GEWICHT: ab 26 kg<br />

PREIS (UVP): ab € 7399,–<br />

3 FRAGEN AN<br />

SILIAS FURRER, PRODUKT-<br />

MANAGER FLYER<br />

1. Worauf wurde in<br />

der Entwicklung des<br />

neuen Flyer EVO:<br />

X besonders Wert<br />

gelegt?<br />

Bei der Entwicklung<br />

wurde der Fokus auf<br />

die Balance zwischen<br />

Uphill-Qualität und bester Downhill-Performance<br />

und die damit<br />

einhergehende kompromisslose<br />

E-Enduro-Tauglichkeit gelegt. Geometrie,<br />

Kinematik, Rahmendesign<br />

und Ausstattung haben wir ganz<br />

auf den Einsatz in grobem Terrain<br />

ausgerichtet. Herausgekommen ist<br />

ein kompromissloses Bike, welches<br />

mit einem niedrigen Schwerpunkt<br />

für bestes Handling und enormen<br />

Speed sorgt.<br />

ten. Besonders viel Wert wurde in<br />

der Entwicklung auf Fahrdynamik<br />

und Fahrspaß gelegt. Ein tiefer<br />

Schwerpunkt und eine progressive<br />

Dämpferkennlinie waren wichtige<br />

Punkte im Lastenheft. Zusammen<br />

mit dem üppigen Federweg mit 170<br />

mm vorne und 165 mm hinten bietet<br />

das Uproc EVO:X viel Sicherheit<br />

– auch in extremen Situationen.<br />

Das Mixed-Wheel-Konzept mit<br />

29-Zoll-Vorderrad und 27,5-Zoll-<br />

Hinterrad unterstützt die Stabilität<br />

in der Abfahrt, ohne Abstriche bei<br />

Dynamik und Agilität zu machen.<br />

Der Rahmen besteht aus hochfesten<br />

Carbon-Fasern, welche zu einem<br />

formschönen, cleanen und<br />

extrasteifen Rahmen laminiert<br />

wurden.<br />

Wer spielerisch steilste Trails<br />

erklimmen will, bekommt mit dem<br />

85 Newtonmeter Performance Line<br />

CX Motor von Bosch die Power, die<br />

es dafür braucht. Das Top-Modell<br />

ist mit dem Race-Motor von Bosch<br />

ausgestattet. Der 750 Wattstunden<br />

Akku bietet genug Reichweite auch<br />

für längere Touren. Der Akku sitzt<br />

sicher verschraubt im Unterrohr<br />

und kann axial nach unten entnommen<br />

werden. Dank Monkey- Link-<br />

Schnittstelle ist das Bike im Handumdrehen<br />

mit Scheinwerfern ausgestattet.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.flyer-bikes.com<br />

2. Wie definiert ihr die Zielgruppe<br />

für euer FLYER Uproc<br />

EVO: X?<br />

Abfahrtsorientierte Biker, welche<br />

gerne auch Mal etwas härtere Trails<br />

fahren. Das Uproc EVO:X fühlt<br />

sich vor allem im groben Gelände<br />

wohl und schafft die Balance, sowohl<br />

in technischen Downhill-Trails als<br />

auch in anspruchsvollen Uphills zu<br />

überzeugen. Beschränkung auf eine<br />

Alterskategorie sehen wir dabei<br />

keine!<br />

3. Was ist bei euch in nächster<br />

Zeit an spannenden Entwicklungen<br />

zu erwarten?<br />

Zu viel kann ich über die aktuellen<br />

Entwicklungen leider noch nicht<br />

verraten. Im FLYER E-MTB Segment<br />

arbeiten wir zurzeit allerdings<br />

an diversen Neuentwicklungen. Seit<br />

also gespannt, es werden einige<br />

interessante Neuigkeiten folgen.<br />

081


PRODUKT Tubeless-Setup<br />

wären TPU-Schläuche wie Schwalbes<br />

Aerothan oder die heimischen<br />

Tubolitos, welche einem Butyl-<br />

Schlauch in vielerlei Hinsicht überlegen<br />

sind.<br />

Schlauchlos<br />

Glücklich ohne Schlauch? Gerade Vielfahrer im<br />

Gelände können von Tubeless-Setups in vielerlei<br />

Hinsicht profitieren. So klappt es ohne! von Lukas Schnitzer<br />

E<br />

ine Empfehlung, die wir<br />

nach jahrelanger Erfahrung<br />

gerne aussprechen<br />

können: Wer oft und viel im<br />

Gelände unterwegs ist, bekommt<br />

mit einem durchdachten Tubeless-<br />

Setup einen wenig pannenanfälligen<br />

Begleiter mit bestmöglicher Performance<br />

unter allen Bedingungen zur<br />

Seite. Oder, wie es Schwalbes MTB<br />

Produktmanager Robert Mennen<br />

präzisiert: „Ein Tubeless-Setup mit<br />

Dichtmilch eignet sich vor allem<br />

für Fahrerinnen und Fahrer, die die<br />

maximale Performance aus ihren<br />

Reifen holen wollen. Tubeless-Reifen<br />

können mit geringerem Luftdruck<br />

gefahren werden als ein Setup<br />

mit Schlauch, da bei den Konstruktionen<br />

ohne Schlauch die Gefahr<br />

eines Durchschlags beziehungsweise<br />

Snakebites reduziert wird. Und<br />

ein geringerer Luftdruck bedeutet<br />

zwei entscheidende Vorteile: höherer<br />

Grip und höhere Geschmeidigkeit.<br />

Gleichzeitig sorgen die Dichtmilch<br />

und deren verschließende<br />

Partikel dafür, dass kleine Beschädigungen<br />

direkt abgedichtet werden.<br />

Die Walkarbeit des Schlauchs<br />

fällt weg, der Rollwiderstand ist<br />

also noch geringer – und leichter ist<br />

das Setup obendrein“, so der Profi.<br />

Wir wollen es am Mountainbike<br />

jedenfalls nicht mehr missen. Allerdings:<br />

Haben unkomplizierte Montage<br />

und wenig Wartungsaufwand<br />

oberste Priorität, empfiehlt Mennen<br />

beim Schlauch zu bleiben, denn<br />

Dichtmilch will regelmäßig nachgefüllt<br />

und ersetzt werden. Die moderne<br />

„Performance-Alternative“<br />

FOTO: Schwalbe/Ralf Bohle GmbH<br />

Tubeless mit Erfolg<br />

Doch zurück zum Kern des Ratgebers,<br />

dem Tubeless-Setup. Für eine<br />

erfolgreiche Montage und zufriedenstellende<br />

Ergebnisse braucht es<br />

gutes und passendes Material, weiß<br />

auch Robert Mennen. Essenziell:<br />

tubeless-fähige Felgen und Reifen<br />

(beispielsweise bei Schwalbe mit<br />

TLE oder TLR gekennzeichnet):<br />

dazu kommen Tubeless-Ventile in<br />

passender Länge und Dichtmilch sowie<br />

je nach Felgenvariante Tubeless-Felgenband.<br />

„Wie gut die Montage<br />

klappt, hängt letztlich oftmals<br />

auch von der Felgen-/Reifenkombination<br />

ab, wobei Problemfälle immer<br />

seltener auftreten“, so Mennen.<br />

Die große Herausforderung<br />

liegt häufig im Aufpumpen. Damit<br />

sich die Reifenwulst dabei schnell<br />

luftdicht in die Felgenflanke setzt,<br />

ist mitunter ein kräftiger Luftstoß<br />

nötig. Der Tipp vom Profi: Entfernt<br />

man zum initialen Aufpumpen den<br />

Ventileinsatz, kann dies dabei helfen,<br />

schneller mehr Luft in den Reifen<br />

zu bekommen, sodass er sich<br />

setzt. Danach setzt man den Kern<br />

wieder ein und pumpt erneut auf.<br />

Bringt all das mit der Standpumpe<br />

keinen Erfolg, so helfen Kompressor<br />

oder sogenannte Tirebooster.<br />

Im Fahrbetrieb gilt es den für<br />

sich passenden Luftdruck zu finden,<br />

um die Vorteile des Systems voll<br />

auszunutzen. Verglichen zum<br />

Schlauchsetup lässt sich der Druck<br />

deutlich reduzieren, die kostenlosen<br />

Onlinetools Schwalbe Pressure Prof<br />

oder Silca Tire Pressure Calculator<br />

helfen hier in Abhängigkeit von Reifen-<br />

und Felgenbreite sowie Systemgewicht<br />

und Untergrund, einen<br />

guten Ausgangswert zu finden.<br />

082


Top 6 Tubeless-Produkte<br />

CONTINENTAL Kryptotal Reifen<br />

verschiedene Reifen für Vorder- und Hinterrad gleichmäßiger<br />

Grip und Traktion ideal für anspruchsvolles Gelände im Trail-,<br />

Enduro- und Downhill-Bereich harmonischer, leichter Lauf<br />

und Kraftübertragung Spezialist für gemischtes Terrain<br />

3 verschiedene Casings: Downhill, Enduro,<br />

Trail 3 verschiedene Compounds:<br />

supersoft, soft, endurance<br />

Größen: 27,5“ x 2,4,<br />

29“ x 2,4<br />

PREIS (UVP):<br />

ab € 59,99<br />

www.continentalreifen.de<br />

SCHWALBE Tacky Chan Reifen<br />

entwickelt über zwei Jahre im Weltcup,<br />

u. a. mit DH-Gesamtweltcupsieger Amaury<br />

Pierron zu 100 % auf Präzision optimiert<br />

10 % stabilere Schulterstollen im Vergleich<br />

zum Magic Mary für noch aggressivere<br />

Kurvenlagen lange Bremskanten<br />

ermöglichen späteren Bremspunkt<br />

offener Schulterbereich vermittelt<br />

direktes Feedback und verbessert<br />

Selbstreinigung mit fair gehandeltem<br />

Kautschuk produziert<br />

PREIS (UVP): ab € 68,90<br />

www.schwalbe.com<br />

6BIKE<br />

PRO Standpumpe<br />

Team Tubeless<br />

bis zu 2,3 bar bei 29 Zoll<br />

integrierter Tubeless-Tank<br />

Oversized-Zylinder mit präzisem<br />

Manometer leicht und stabil<br />

AH Head-Pumpenkopf für<br />

Auto- und französisches Ventil<br />

PREIS (UVP): € 159,95<br />

www.pro-bikegear.com<br />

CONTEC Flickzeug-Set Stinger TL Pro<br />

Komplettset für die Reparatur von Tubeless-Reifen<br />

CNC-gefrästes, gedichtetes Aluminiumgehäuse mit Reinigungsund<br />

Einführwerkzeug Gehäuse dient zugleich als Griff für die<br />

Werkzeuge inklusive 10 Reparaturgummis „Rubber Strips“ in<br />

verschiedenen Durchmessern Länge: 87 mm Gewicht: 69 g<br />

PREIS (UVP): € 24,95 | www.contec-parts.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

CONTEC Felgenband<br />

Tubeless Seal Tape TL<br />

selbstklebend, zur Montage<br />

von schlauchlosen Reifen<br />

ermöglicht das Abdichten von<br />

tubelessfähigen Felgen und<br />

Laufrädern ausreichend für<br />

vier (29“/28“) bis fünf (27,5“/<br />

26“) Felgen Dicke: 0,12 mm<br />

Länge: 10 m verfügbare<br />

Breiten: 19, 21, 23, 25, 27,<br />

29, 30 mm<br />

PREIS (UVP): ab € 9,95<br />

www.contec-parts.com<br />

PANCHOWHEELS SEALANT<br />

One Shot Plus Dichtmilch<br />

das weltweit erste ECO-offroad-spezifische<br />

Tubeless Sealant entwickelt um größere<br />

Löcher oder Einschnitte abzudichten<br />

die neue DuPont-Kevlar-Aramid Formel<br />

eignet sich bestens für breite Bereifung mit<br />

wenig Luftdruck ammoniakund<br />

schadstofffrei frostsicher<br />

langlebig<br />

PREIS (UVP): € 17,– (150 ml),<br />

€ 41 (1000 ml)<br />

www.bike-sports.at<br />

083


PERSONALITY Steffi Marth<br />

ZUR PERSON<br />

Steffi Marth<br />

geb. 19. <strong>August</strong> 1985, Profi-Mountainbikerin<br />

und mehrmalige deutsche<br />

Meisterin, nennt den Süden<br />

Brandenburgs (D) ihre Heimat.<br />

Nachdem sie ca. 20 Jahre Rennen<br />

im BMX und diversen MTB-Disziplinen<br />

bestritten hat, fokussiert<br />

sie sich inzwischen auf Bike-Reisegeschichten<br />

und Produkttests<br />

sowie darauf, ihr Radsport-Wissen<br />

an die Bike-Industrie und an<br />

Teilnehmende ihrer Bike-Camps<br />

weiterzugeben. Zusätzlich ist sie<br />

im Vertrieb von Pumptracks und<br />

Bikeparks tätig.<br />

www.steffimarth.com<br />

084


BIKE<br />

Weit gereist<br />

Steffi Marth hat ihre MTB-Rennkarriere 2018<br />

zurückgestellt und bereist heute beruflich mit dem<br />

Mountain- und Gravelbike die Welt. Und wie lebt<br />

sich so ein Traum? Wir fragen nach. von Nicole Hofstetter<br />

NICHT TRÄUMEN, TUN!<br />

Steffi Marth lebt vom und fürs<br />

Biken, hier in Kappadokien.<br />

FOTO: Marco Fischer<br />

teffi, du hast ja quasi<br />

S<br />

bereits mit 12 Jahren<br />

am BMX-Bike deine<br />

Bike-Karriere gestartet.<br />

War für dich schon<br />

immer klar, dass du<br />

das Biken mal zu deinem Beruf machen<br />

möchtest?<br />

Ehrlich gesagt habe ich nie so weit<br />

nach vorne geschaut, sondern mich<br />

immer auf die aktuellen Aufgaben<br />

konzentriert. Insgeheim wurden die<br />

Weichen für eine Zukunft als Profi-Sportlerin<br />

gestellt, als ich mit 17<br />

Jahren von meinem Kleinstadt-Gymnasium<br />

an die Sportschule<br />

und das Internat in Cottbus gewechselt<br />

bin. Obwohl ich nach dem<br />

Abi noch ein Masterstudium in Architektur<br />

absolviert habe, richtete<br />

sich mein ganzes Leben nach dem<br />

Sport und das ist bis heute so.<br />

Wie sieht eine Arbeitswoche<br />

bei dir aus?<br />

Je nachdem welche Jahreszeit gerade<br />

ist, besteht mein Alltag aus mehr<br />

oder weniger Reisen. Manchmal<br />

geht es mit dem Flugzeug ganz weit<br />

weg, aber meist bewege ich mich in<br />

Deutschland und dem Alpenraum.<br />

Wenn ich gerade nicht mit den<br />

Bikes auf Reisen bin, arbeite ich<br />

sehr viel im Büro. Es gehört schon<br />

eine mächtige Portion Planung<br />

dazu, von dem Sport leben zu können.<br />

Da geht es von der Kommunikation<br />

mit meinen Kooperationspartnern<br />

über das Erstellen, Bear-<br />

beiten und Posten von Inhalten bis<br />

hin zu normaler Buchhaltung. Nebenbei<br />

müssen natürlich noch die<br />

Bikes und das Equipment in Ordnung<br />

gehalten werden.<br />

Ein Berufswechsel würde dich wohl<br />

eher nicht reizen, vermute ich mal.<br />

Aber grundsätzlich hättest du in<br />

Architektur auch einen Master<br />

vorzuweisen ...<br />

Das Leben ist verdammt kurz, deswegen<br />

möchte ich natürlich nichts<br />

ausschließen. Na klar reizt es mich<br />

auch noch mal andere Aufgaben zu<br />

übernehmen oder etwas ganz anderes<br />

zu machen. Aber mein Job<br />

macht mir auch einfach zu viel<br />

Spaß, als dass ich ihn wechseln würde.<br />

Und wegen meiner Liebe zur Architektur:<br />

Ich durfte neulich unser<br />

eigenes Haus entwerfen und habe<br />

so auch nicht umsonst studiert. ;-)<br />

Oder ist der Plan, dein Geld für dich<br />

arbeiten zu lassen? Zumindest<br />

kommt einem der Gedanke, wenn<br />

man deinem Podcast „Schotterwege“,<br />

den du zusammen mit deinem<br />

Mann und Finanzanalysten Julian<br />

betreibst, lauscht.<br />

Haha, ja es wäre schön, wenn man<br />

von den Anlagen leben könnte. Wer<br />

genau zuhört, weiß aber auch, dass<br />

ich noch reichlich „Humankapital“<br />

ausschöpfen muss, bevor ich in den<br />

Ruhestand gehen kann. Als Selbstständige<br />

ist das wirklich nicht<br />

leicht. Aber ich genieße es immer<br />

085


PERSONALITY Steffi Marth<br />

Hin und wieder trifft man dich auch<br />

am E-Bike an. Was hältst du vom<br />

Vorurteil, dass es sich beim E-Biken<br />

um keine sportliche Betätigung mehr<br />

handelt?<br />

Das ist totaler Quatsch – zumindest<br />

kommt es drauf an, wie man E-Biken<br />

betreibt. Ich finde es klasse,<br />

dass mit Motor-Unterstützung jeder<br />

zusammen in einer Gruppe denselben<br />

Speed fahren kann. Außerdem<br />

kommen so auch unfittere Menschen<br />

auf das Rad, gerade in höherem<br />

Alter oder wenn sie einfach wenig<br />

Zeit oder gesundheitliche Einsehr,<br />

eben auch im Rahmen des Podcasts,<br />

mal über andere Themen als<br />

das Biken nachzudenken und zu<br />

sprechen.<br />

Doch zurück zum Biken: Auf komoot<br />

trackst du ja ziemlich aktiv deine<br />

Touren. Was war dein Highlight der<br />

letzten Monate?<br />

Puh, das ist schwer zu sagen, aber<br />

sicherlich waren meine Reisen nach<br />

Atlantic Canada und Indien sowie<br />

Kappadokien am beeindruckendsten.<br />

Ich liebe aber auch die vielen<br />

kleinen tollen Gravel-Routen, die<br />

ich mit Hilfe von komoot immer<br />

wieder in der Heimat entdecke.<br />

Und überhaupt: Welches Bike-Erlebnis<br />

hat dich besonders geprägt?<br />

Alle meine Reisen prägen mich aufs<br />

Neue. Überall, egal ob es vor der<br />

Haustür oder im hinterletzten Kaff<br />

von China ist – überall kann man<br />

was erleben und mit dem Bike noch<br />

Alle meine Reisen<br />

prägen mich aufs<br />

Neue. Überall,<br />

egal ob es vor der<br />

Haustür oder im<br />

hinterletzten Kaff<br />

von China ist.<br />

viel mehr als ohne. Unvergesslich<br />

sind tatsächlich meine zwei Reisen<br />

nach China, die nach Japan und die<br />

nach Indien – irgendwie hat es mir<br />

Asien angetan.<br />

Du bist ja eine ziemliche Bike-Allrounderin.<br />

Wenn du dich für eine Art<br />

des Radfahrens entscheiden müsstest,<br />

welche wäre das und warum?<br />

Im Moment genieße ich das Graveln<br />

sehr. Einfach weil ich wieder nach<br />

Hause in die flache Lausitz gezogen<br />

bin und in alle Richtungen von der<br />

Haustüre wegfahren kann. In den<br />

Bergen liebe ich natürlich Mountainbiken<br />

und bin immer noch verrückt<br />

nach tollen Trails und Abenteuern.<br />

Ich liebe aber auch unsere<br />

BMX-Strecke zu Hause, weil da<br />

Jung und Alt zusammenkommen<br />

und wir eine rege Vereinstätigkeit<br />

haben.<br />

Trophy in<br />

Bestform<br />

Sonne pur bei der Salzkammergut<br />

Trophy – <strong>SPORTaktiv</strong> war dabei!<br />

Von 14.–16.07.<strong>2023</strong> ging die<br />

Salzkammergut Trophy ein<br />

weiteres Mal erfolgreich<br />

über die Bühne. Dank Rekordzeiten<br />

und Rekordtemperaturen hat sich<br />

die heurige Ausgabe einen Sonderplatz<br />

in der 26-jährigen Geschichte<br />

der Veranstaltung verdient.<br />

Die Welterberegion Dachstein-Hallstatt-Salzkammergut<br />

präsentierte<br />

sich den über 3500 Teilnehmenden<br />

aus 32 Ländern und<br />

weit über 10.000 Zuschauern in<br />

Bestform. Mittendrin im Geschehen:<br />

unser <strong>SPORTaktiv</strong> Slow Motion<br />

Team. 34 Starter hatten sich dafür<br />

gemeldet, 24 schafften es in die<br />

Wertung,<br />

fuhren dabei<br />

gesamt<br />

2183,9 km<br />

und verbrachten 163:56:49,53 Std.<br />

im Sattel. Das bedeutete Platz 2 in<br />

der Slow Motion Wertung. Unser<br />

Team auf der Strecke C um Günter<br />

Hipfl, Thomas Lintschinger und Lukas<br />

Lüftenegger sicherte sich zudem<br />

Platz 1 in der Teamwertung!<br />

Wir sowie die Ausrüstungspartner<br />

Chiba, Dowe, Syncros und der Performance<br />

Nutrition Partner Power-<br />

Bar gratulieren – und freuen uns<br />

aufs nächste Jahr.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.salzkammergut-trophy.com<br />

FOTOS: Arnold Pauly<br />

086


BIKE<br />

schränkungen haben. Im Profi-Sport<br />

sind die E-Biker genauso krass unterwegs<br />

wie die Enduro-Fahrer –<br />

meist sind sie ja auch Enduro-Fahrer.<br />

Die einzigen Vorurteile, die ich<br />

unterschreibe, sind die, dass es immer<br />

wieder Leute gibt, die auf die<br />

Mit dem Gravelrad ist die 37-jährige<br />

Profi-Mountainbikerin heute ebenso<br />

gern unterwegs.<br />

Regeln beim Biken und den Respekt<br />

vor anderen Wegbenutzern und der<br />

Natur keinen Wert legen. Die gibt<br />

es aber auch unmotorisiert.<br />

FOTO: Marco Fischer<br />

And last but not least: Welche Bike-<br />

Projekte stehen in nächster Zeit an<br />

bzw. welchen großen Traum willst du<br />

dir mit dem Rad noch erfüllen?<br />

Mir fallen wöchentlich neue Sachen<br />

ein, auf die ich mich sehr freue. Als<br />

nächstes steht eine Wohnmobil-Reise<br />

nach Schweden an. Ich war noch<br />

nie selbst mit einem Wohnmobil unterwegs<br />

und schon gar nicht in<br />

Skandinavien. Mit meinen Eltern<br />

bin ich früher mit dem Wohnwagen<br />

durch ganz Europa getingelt, um die<br />

BMX-Rennen abzufahren. Aber das<br />

wird jetzt ein ganz anderes Erlebnis<br />

– denke ich. Natürlich sind auch die<br />

Bikes dabei. Das wird klasse.<br />

Allgemein möchte ich erstmal<br />

näher an meiner Heimat bleiben<br />

und die langen Flugreisen reduzieren.<br />

Es gibt so viel bei uns zu entdecken,<br />

was auch für jeden gut nachzumachen<br />

ist. Immerhin teile ich<br />

meine Erlebnisse und fände es toll,<br />

wenn meine Rezipienten das auch<br />

nachmachen können.<br />

Sportliche<br />

Spurensuche<br />

Wir luden ein – zwei<br />

Firmenteams zur Bosch<br />

(e)MTB-Schnitzeljagd.<br />

Lust, mit den lieben Kollegen<br />

und Kolleginnen in ein gemeinsames<br />

Radabenteuer<br />

aufzubrechen?“ So lautete unser<br />

Aufruf im Frühling, sich mit einem<br />

Firmenteam für die kostenlose<br />

Teilnahme an der Bosch (e)MTB-<br />

Schnitzeljagd im Rahmen der Salzkammergut<br />

Trophy am 16. Juli <strong>2023</strong><br />

in Bad Goisern zu bewerben. „Sieger“<br />

der Aktion waren diesmal<br />

gleich zwei Teams – der IAG (Industrie<br />

Automatisierungsgesellschaft<br />

m.b.h.) sowie der METAGRO<br />

Edelstahltechnik AG. Sie bekamen<br />

jeweils kostenlose Startplätze zur<br />

Bosch (e)MTB Schnitzeljagd, ein<br />

Goodie-Bag und Leihräder, zur Verfügung<br />

gestellt vom KTM-Testcenter<br />

im 4*-Hotel „Das Hintersee“, mit<br />

auf den Weg. Obendrauf ging es für<br />

die Teilnehmer am 6. Juli zu KTM<br />

Fahrrad nach Mattighofen – Werksbesichtigung,<br />

E-Bike-Testfahrt und<br />

gemütliche Einkehr inklusive.<br />

Wer es dieses Jahr nicht in<br />

die Endauswahl geschafft hat,<br />

der sei getröstet, denn: Die<br />

nächste Salzkammergut Trophy<br />

kommt ganz bestimmt, nämlich<br />

von 12.07 bis 14.07.2024.<br />

Sonntägliche Schnitzeljagd<br />

inklusive!<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.trophy.at/schnitzeljagd<br />

ANZEIGE / FOTOS: Arnold Pauly & Kurt Prügger<br />

PARTNER


ANZEIGE / FOTOS: Abus<br />

Ausprobieren ist besser als nur davon erzählt zu bekommen: Im malerischen<br />

Hinterland von Bassano del Grappa boten sich tolle Bedingungen,<br />

um den neuen GameChanger 2.0 auf Herz und Nieren zu testen.<br />

Aero-Helm made in Italy<br />

ABUS fertigt auch seinen neuen Aero-Helm GameChanger 2.0 in Italien –<br />

wir waren zur Präsentation des Top-Helms auf Werksbesuch.<br />

E<br />

nde April präsentierte<br />

ABUS mit dem Game­<br />

Changer 2.0 die Neuauflage<br />

seines beliebten Aero-Helm-Kassenschlagers<br />

und lud dazu zu unseren südlichen<br />

Nachbarn nach Italien. Einerseits<br />

sicherlich wegen der einmaligen<br />

Landschaft und der lieblichen<br />

Straßen und Sträßchen, bestimmt<br />

auch ob der italienischen Küche –<br />

aber auf jeden Fall um die Tatsache<br />

zu unterstreichen, dass der Game­<br />

Changer 2.0 wie auch seine hochwertigen<br />

ABUS-Brüder made in<br />

Italy sind. Somit startete die Tour<br />

mit einer Werksbesichtigung der<br />

ABUS-Fabrik Maxi Studio bei Vanzo<br />

Nuovo nahe Vicenza. Abends<br />

folgte dann die offizielle Vorstel­<br />

lung des neuen GameChanger 2.0 –<br />

umrahmt vom Ambiente der Grapperia<br />

Nardini.<br />

Tags darauf ging es ans Ausprobieren.<br />

Im malerischen Hinterland<br />

von Bassano del Grappa boten<br />

sich unter der Führung des immer<br />

noch flotten Ex-Weltmeisters Alessandro<br />

Ballan über 40 Kilometer<br />

und rund 700 Höhenmeter entlang<br />

088


ABUS<br />

Zu Besuch im ABUS-Werk in Italien. Bei ABUS ist man auf das „made in<br />

Italy“ seiner hochwertigen Helme besonders stolz. Entsprechend herzlich<br />

wurden wir auch in den heiligen Hallen der Produktion empfangen.<br />

bezaubernder Dörfer und ruhiger<br />

Sträßchen tolle Testbedingungen,<br />

um der fein einstellbaren Passform,<br />

der guten Belüftung und dem<br />

hohen Tragekomfort des aerodynamisch<br />

bis ins kleinste Detail optimierten<br />

Helmes auf den Zahn zu<br />

fühlen. Zum Ende der Tour lud<br />

ABUS schließlich auch noch in sein<br />

zweites Werk Poliend.<br />

Radsport-DNA<br />

Dass Radsport bei ABUS nicht nur<br />

Geschäft, sondern auch Leidenschaft<br />

bedeutet, das sieht man einerseits<br />

am Engagement im<br />

Rennsport. So stattet man bereits<br />

seit 2017 auch Teams der Pro Tour<br />

aus. Bekannteste Sportler und<br />

Facts<br />

zum neuen ABUS<br />

GameChanger 2.0<br />

+ ultimativer Aero-Helm mit nur 260 g<br />

+ Aero Blade: optimiert die<br />

Aerodynamik unabhängig von<br />

Geschwindigkeit, Seitenwinkel und<br />

Helmneigung<br />

+ Ausgeklügeltes Ventilationssystem:<br />

mit AirBoost-Lufteinlass und Forced<br />

Air Cooling Technology für<br />

optimales Kopfklima<br />

+ ActiCage: im EPS integrierte<br />

Strukturverstärkung zur Optimierung<br />

der Stabilität<br />

+ Zoom Pro: feinjustierbares<br />

Verstellsystem für passgenauen und<br />

komfortablen Sitz<br />

+ Eyewear Port: aerodynamische<br />

Brillenhalterung mit Bügelführung<br />

auch am Heck des Helmes<br />

+ Ponytail-Kompatibilität: Helm für<br />

Zopf-TrägerInnen gut geeignet<br />

+ made in Italy<br />

Teams sind dabei sicherlich MOVI-<br />

STAR sowie Superstar Mathieu van<br />

der Poel und sein Team Alpecin-<br />

Deceuninck. Doch auch in den Führungsriegen<br />

wird Radsport gelebt.<br />

Geschäftsführer Daniel Bremicker<br />

leitet den Familienbetrieb in bereits<br />

fünfter Generation und ist selbst begeisterter<br />

Rennradfahrer. Eine Leidenschaft<br />

für Produkt und Thema,<br />

die man auch am neuen GameChanger<br />

2.0 spürt.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.abus.com<br />

089


Leserreise ins<br />

Biker-Paradies<br />

Gesucht und gefunden: Drei Tage erkundeten die beiden Gewinner unserer<br />

Leserreise nach Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn das Home of Lässig.<br />

In unserem jährlichen Bike<br />

Guide hatten wir dieses Mal<br />

nach zwei trailhungrigen<br />

Bikern mit Lust auf drei Tage<br />

Flow auf den und um die<br />

Trails von Saalbach Hinterglemm<br />

Leogang Fieberbrunn gesucht. Gefunden<br />

hatten wir diese in unseren<br />

Lesern Bernhard und Arnold. Die<br />

beiden machten für uns von 9. bis<br />

11. Juni das Home of Lässig unsicher.<br />

Der „Clou“ an der Sache:<br />

Bernhards Kumpel Arnold wusste<br />

The Challenge<br />

The Challenge – Bike your limit.<br />

So heißt die neue Herausforderung<br />

in Österreichs größter Bike-Region.<br />

Wer schafft es, das ganze<br />

Gebiet rund um Saalbach Hinterglemm<br />

Leogang Fieberbrunn an<br />

einem Tag abzufahren? Dank<br />

moderner Bergbahnen ist das<br />

an einem Tag machbar!<br />

www.saalbach.com<br />

gar nichts von „seiner“ Bewerbung<br />

um die Leserreise. Entsprechend<br />

groß war dann die – positive –<br />

Überraschung, als es plötzlich hieß:<br />

„Wir fahren zum Biken nach Saalbach<br />

Hinterglemm!“<br />

Los ging das perfekte lange<br />

Biker-Wochenende für die beiden<br />

Freunde bereits freitags um 9 Uhr.<br />

Die Hotelzimmer waren bereits<br />

früh fertig, warteten darauf bezogen<br />

zu werden. Nichts wie los also<br />

zum Radverleih, um für die drei<br />

090


SAALBACH HINTERGLEMM LEOGANG FIEBERBRUNN<br />

FOTOS: Bernhard Hofer, Arnold Pacher<br />

Tage Endurobikes zu checken.<br />

Schon mit Radmechaniker Justin<br />

begann der Schmäh zu laufen, Lena,<br />

unser Kontakt zum örtlichen TVB,<br />

zauberte den beiden dann ein noch<br />

breites Grinsen ins Gesicht – denn<br />

aus ursprünglich geplanten zwei<br />

Tagen Biken und einem Tag Wandern<br />

oder Yoga zauberte sie auf<br />

Wunsch der beiden Vollblutbiker<br />

drei Tage auf den Trails und Lines<br />

der Region.<br />

Keine Zeit verlieren<br />

Für eine ausgedehnte Pause war<br />

jetzt keine Zeit mehr. Das eingespielte<br />

Duo war hungrig auf die<br />

Trails und Lines, Erholung gab es<br />

zwischen 12 und 16.15 Uhr nur während<br />

der Gondelfahrten. Mit knappen<br />

6000 Tiefenmetern und glatten<br />

zehn Abfahrten eröffneten Bernhard<br />

und Arnold somit ihr Wochenende.<br />

„Es war richtig lässig, wir kamen<br />

aus dem Flow gar nicht her-<br />

Drei Tage<br />

Bike-Action im<br />

Home of Lässig:<br />

für Bernhard und<br />

Arnold auf jeden<br />

Fall Grund genug,<br />

um möglichst<br />

bald wieder in die<br />

Region zu reisen.<br />

aus. Besonders der Hacklberg-Trail<br />

hat es uns so richtig angetan. Nicht<br />

nur, dass er eine wahre Legende unter<br />

den Trails verkörpert, mit<br />

schnellen Passagen, Sprüngen und<br />

perfekten Anliegern sowie grandiosem<br />

Panorama hat er für uns Enduro-Fahrer<br />

alles, wonach unser Herz<br />

verlangt“, schwärmt Bernhard.<br />

Samstag ist Challenge-Tag<br />

Samstags brachen die beiden Kumpels<br />

gemeinsam mit Guide Miriam<br />

von der Westgipfelbahn zur großen<br />

Regionsrunde „The Challenge“ auf.<br />

Erst den tags zuvor liebgewonnenen<br />

Hacklberg, danach Z-Line und<br />

die auf der anderen Talseite liegende<br />

Blue-Line – und schon hatten sie<br />

Saalbach Hinterglemm in der Tasche.<br />

Durch Miriams kundige Hand<br />

geführt, ging es schließlich mit der<br />

Kohlmaisbahn neuerlich hoch zur<br />

Panorama-Line, ab der Mittelstation<br />

weiter via Spielbergweg gen<br />

Fieberbrunn und so zur Streuböden<br />

Bahn, um den dortigen Schweinestberg<br />

Trail zu bezwingen. Ab hier<br />

hieß es für das Duo in Damenbegleitung<br />

kräftig treten, denn der<br />

Weg über Pfaffenschwendt und<br />

Hochfilzen nach Leogang will auch<br />

mit Enduro Bikes am Radweg bezwungen<br />

werden. Mit der Asitzbahn<br />

ein letztes Mal bergwärts und via<br />

Wurzel-Trail zurück nach Saalbach,<br />

schaffte unser Gewinnerteam an<br />

diesem Samstag die mögliche<br />

„abgespeckte“ Variante. Immerhin,<br />

auch hier standen zum Ende des<br />

Tages satte 86 Kilometer und 4500<br />

Höhenmeter am Tacho.<br />

Entspannte Atmosphäre<br />

Zum sonntäglichen Abreisetag<br />

schwangen sich die beiden ein weiteres<br />

Mal in den Sattel. Mit dem in<br />

den vergangenen Tagen gewonnenen<br />

Wissen über die Region shreddeten<br />

die beiden Biker ein weiteres<br />

Mal die Trails und Lines im Glemmtal.<br />

„Wir hatten zwei Pannen und<br />

leider kein passendes Werkzeug<br />

und Ersatzmaterial mit dabei.<br />

Trotzdem waren wir nach 15 Minuten<br />

wieder auf den Trails unterwegs,<br />

das war supercool! Danke<br />

vielmals an die unbekannten Helfer“,<br />

erzählen die beiden begeistert<br />

von der entspannten und hilfsbereiten<br />

Atmosphäre am Berg – und<br />

sprechen dabei gleichzeitig auch<br />

dem stets freundlich lächelnden<br />

Liftpersonal ein Lob aus. „Hier<br />

fühlt man sich als Biker tatsächlich<br />

überall willkommen“, so das gemeinsame<br />

Fazit zum Home of Lässig.<br />

Ob die beiden wiederkommen?<br />

Der nächste Urlaub wird bereits<br />

geplant!<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.saalbach.com<br />

091


Biken, testen, feiern<br />

Das „GlemmRide Bike Festival“ in Saalbach Hinterglemm lockt jährlich mit entspannter<br />

Atmosphäre, Expo, Musik und feinen Trails – wir sind dem Ruf gefolgt!<br />

In meinen vielen Jahren als<br />

Medienvertreter im Herzen<br />

der Bikebranche, vom Reisezum<br />

Testredakteur bis hin<br />

zum Contentmanagement,<br />

war eines stets geblieben: der Neid<br />

der Außenstehenden, wenn es mal<br />

wieder zum Biken, Shooten und Räder<br />

testen in sommerlich warme<br />

Bergtäler ging. Das neueste Material<br />

unterm Hintern, die schönsten<br />

Trails unter den Reifen, vereint in<br />

den wohl schönsten Bergpanoramen<br />

unter der Sonne – ja, das Leben<br />

kann auch bei der Arbeit gut zu<br />

dir sein. Ebenfalls neidisch geworden?<br />

All das, den Faktor der beruflichen<br />

Verpflichtungen mal außen<br />

vor, weiß auch das GlemmRide<br />

Bike Festival in Saalbach Hinterglemm<br />

zu bieten. Denn das traditionelle<br />

Freeride-Festival im Herzen<br />

von Österreichs größter<br />

Bike-Region lockt Mountainbiker<br />

nicht nur mit entspannter Atmosphäre,<br />

Expo-Area, Masters of Dirt<br />

Big Air Show und Rennaction beim<br />

Propain Rookies Cup presented by<br />

iXS und Pumptrack-Sessions – zahlreiche<br />

Hersteller bringen hier auch<br />

ihre Testflotten an Mountain- und<br />

E-Mountainbikes mit ins Glemmtal.<br />

Die neuesten Bike-Trends auf Herz<br />

und Nieren prüfen, damit direkt auf<br />

eine der zahlreichen Trails oder<br />

Lines im Tal abbiegen oder auf Tour<br />

gehen, oben am Berg die Aussicht<br />

auf die umliegenden Gipfel genießen,<br />

gemeinsam mit Freunden talwärts<br />

surfen, unterwegs vielleicht<br />

ein entspanntes Glas Hopfensaft<br />

vor der Sonnenterrasse einer der<br />

zahlreichen Berghütten der Region<br />

genießen – und mit den Bergbahnen<br />

den ganzen Tag über zu immer neu-<br />

092


SAALBACH HINTERGLEMM<br />

Expo, jede Menge Testbikes<br />

und Trails und feine Live-<br />

Acts – das GlemmRide Bike<br />

Festival in Hochform.<br />

FOTOS: Arnold Pualy; Saalbach/ www.klauslistl.com; Yvonne Hörl<br />

en Höhen schweben. Und Abends<br />

dann bei einem der Side-Events entspannen<br />

oder beflügelt von einem<br />

der zahlreichen Live-Acts abfeiern.<br />

Bike-Party im Home of Lässig<br />

Natürlich gab es am Expo-Gelände<br />

allerhand Neues zu entdecken –<br />

Anfassen ausdrücklich erwünscht.<br />

Doch Marlene Krug, für den TVB<br />

der Region 365 Tage im Jahr maßgeblich<br />

um die Geschicke des<br />

Mountainbikens bemüht, will die in<br />

den Hinterglemmer Ortskern integrierte<br />

Event-Area eher als Home-<br />

Base im Home of Lässig verstanden<br />

sehen: „Wir wollen die Biker an den<br />

vier Event-Tagen so viel wie möglich<br />

oben am Berg, draußen auf den<br />

Home of Lässig<br />

Über 90 km Lines & Trails und 9<br />

Bergbahnen auf 7 Bergen warten in<br />

Österreichs größter Bike-Region<br />

Saalbach Hinterglemm Leogang<br />

Fieberbrunn. Ein enormes Wegenetz,<br />

das allein in Saalbach Hinterglemm<br />

über 400 km Bikestrecken<br />

aller Schwierigkeitsstufen umfasst,<br />

lässt, eingerahmt von den Pinzgauer<br />

Grasbergen und den Kitzbüheler<br />

Alpen, keine Wünsche offen.<br />

Trails und Lines sehen, die Leute<br />

sollen testen, biken und Spaß haben“,<br />

so ihr Aufruf, dem unsere Redaktion<br />

wie auch unglaublich viele<br />

leidenschaftliche Biker zwischen<br />

6. und 9. Juli gerne Folge leisteten.<br />

Perfekt geshapte Abfahrten,<br />

unkomplizierte Abwicklung der kostenlosen<br />

Bike-Tests, dazu die Möglichkeit<br />

sich einem der zahlreichen<br />

Pro-Rider anzuschließen und von<br />

den Besten ihrer Zunft zu lernen,<br />

und unaufdringliche Festival-Atmosphäre<br />

mit musikalischer Umrahmung<br />

– auch wenn das genaue Datum<br />

erst folgt, wir haben uns das<br />

GlemmRide Bike Festival für 2024<br />

bereits im Kalender reserviert.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.saalbach.com<br />

093


TOURISMUS<br />

MTB Hüttentouren<br />

Zünftige<br />

Hüttengaudi<br />

Mit dem Rad hoch zur Alm, die Seele baumeln und den<br />

Gaumen mit regionalen Schmankerln verwöhnen lassen?<br />

Klappt auch im Sattel des (E-)Mountainbikes von Lukas Schnitzer<br />

FOTO: Schladming Dachstein/Georg Knaus<br />

094


BIKE<br />

SEHNSUCHT ALM.<br />

Die Oxenalm bei<br />

Schladming ist auch unter<br />

Mountainbikern beliebt.<br />

095


TOURISMUS<br />

MTB Hüttentouren<br />

Weiden, wie hier nahe Flachau, haben<br />

immer auch etwas Beruhigendes an sich.<br />

FOTO: Flachau Tourismus<br />

I<br />

ch kann mich noch erinnern,<br />

als wäre es gestern<br />

gewesen. Mountainbiken<br />

war für mich – etwaige<br />

Zwangspausen durch allerhand<br />

Defekte von gerissenen<br />

Ketten (wo sind in den Jahren<br />

meine juvenilen Kräfte bloß verebbt?)<br />

bis platte Reifen (dank dem<br />

Heilsbringer „Tubeless“ endlich Geschichte)<br />

– eigentlich ein Non-Stop-<br />

Sport. Planmäßige Zwischenstopps<br />

vor Almhütten? Während des Trainings,<br />

was eine Tour ja durchaus<br />

darstellt, hinhocken, Ausblick und<br />

Sonne genießen, dazu vielleicht noch<br />

mit Radler, Käsebrot oder Kaiserschmarrn<br />

den Magen strapazieren?<br />

Kannte ich aus Erzählungen und<br />

vom Vorbeifahren, konnte ich aber<br />

nie verstehen. Erst Jahre später, ich<br />

war bestimmt schon zwei, vielleicht<br />

drei Sommer als Reiseredakteur bikend<br />

durch die Alpen unterwegs gewesen,<br />

machte es dann aber plötz-<br />

lich „klick“. Wie schon so oft saßen<br />

wir am Sonnenbankerl einer urigen<br />

Hütte hoch über dem Tal, bekamen,<br />

wohl wissend gerade Teil eines Fotoshootings<br />

zu sein, durch die Hand<br />

der gemütlichen Seniorchefin in<br />

leicht speckiger Schürze allerhand<br />

regionale Schmankerl auf den Tisch<br />

DIE EXPERT:INNEN<br />

Markus Pekoll<br />

war früher selbst erfolgreicher<br />

Downhiller und ist heute Mountainbike-<br />

Koordinator des Landes Steiermark.<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

Rupert Pichler<br />

ist Inhaber der Fun & Pro Sport- und<br />

Bikeacademy Flachau (S).<br />

www.flachau.com<br />

Angelika Hronek<br />

verantwortet im Tiroler PillerseeTal die<br />

Bereiche Bike und Mountainbike<br />

www.kitzbueheler-alpen.com<br />

geladen und übten uns vor der Kamera<br />

in möglichst natürlichem Essverhalten.<br />

Rundum weideten trotz<br />

der Seehöhe mächtige Noriker, weit<br />

entfernt war das Glockenläuten<br />

weitaus traditionellerer Almtiere zu<br />

vernehmen. Im Kontrast zum saftigen<br />

Grün der Alm ritterten kahle,<br />

teils von Gletscherfeldern vereinnahmte<br />

Felswände mit mächtigen<br />

Gipfeln, weiten Wäldern und einer<br />

tief unten im Tal funkelnden Seenlandschaft<br />

um Aufmerksamkeit.<br />

Mittendrin im Idyll ich, Zeit<br />

meines Lebens von Sekunden getrieben,<br />

einmal im Sportmodus eher<br />

rastlos denn rastend – und plötzlich<br />

tiefenentspannt, einfach nur zufrieden<br />

mit dem Moment. Die zelebrierte<br />

Einkehr auf Tour? Sie gehört seither<br />

zu meinen liebsten „Helferlein“<br />

im Kampf gegen die Stressoren des<br />

Alltags. Denn oben auf der Alm,<br />

dort gibt’s nicht nur „ka Sünd‘“, dort<br />

oben zwischen kulinarischen Ergüs-<br />

096


sen, dem Almvieh und herrlichen<br />

Weit- und Tiefblicken gibt’s auch<br />

weder Hektik noch Stress.<br />

Almtour ist nicht gleich Almtour<br />

Rupert Pichler, Inhaber der Fun &<br />

Pro Sport- und Bikeacademy<br />

Flachau kennt aber noch weitere<br />

Gründe, hoch zu den Almen und<br />

Hütten zu fahren. Nebst körperlicher<br />

Fitness (respektive dem Vorantreiben<br />

selbiger) sowie dem obligaten<br />

kulinarischen Genuss spielt auf<br />

Alm- und Hüttentouren für ihn auch<br />

die soziale Komponente eine gewichtige<br />

Rolle. Denn unterwegs und<br />

auf den Sonnenterrassen „trifft man<br />

oftmals Gleichgesinnte, kommt<br />

schnell ins Gespräch“, weiß der erfahrene<br />

Guide. Doch so unterschiedlich<br />

die interessanten Charaktere,<br />

die man trifft, so vielfältig zeigt sich<br />

auch das Spektrum der „idealen“<br />

Hütten- oder Almentour. Denn solch<br />

Kulinarische Genüsse<br />

sind längst<br />

nicht alles, was eine<br />

Einkehr oben auf<br />

der Alm mit sich zu<br />

bringen weiß.<br />

eine Tour mit gemütlicher Hüttenrast<br />

kann 400 entspannte Höhenmeter<br />

auf sanft angelegten Forststraßen<br />

umfassen, kann aber genauso<br />

1500 Höhenmeter, 50 Kilometer und<br />

knackige Trails bedeuten. Wichtig<br />

ist hier die geplante Strecke mit<br />

dem eigenen Leistungsvermögen realistisch<br />

in Einklang zu bringen.<br />

Ganz allgemein gesehen rückt<br />

Angelika Hronek, im PillerseeTal inmitten<br />

der Kitzbüheler Alpen als<br />

Themenmanagerin für Rad und<br />

Mountainbike zuständig, für derlei<br />

Touren das Panorama auf den Almen,<br />

die Natur während der Fahrt<br />

und das Kennenlernen von Land und<br />

Leuten in den Fokus. Genussvolle<br />

Hüttentouren – egal wie sportlich<br />

man den Weg dorthin auch anlegen<br />

mag – stehen und fallen für sie immer<br />

auch mit der Bewirtung der<br />

Hütten und Almen, mit der gelebten<br />

Regionalität und Tradition.<br />

„Must-haves“, egal auf welchem<br />

Leistungsniveau, sind hier für Rupert<br />

Pichler Strecken oder Zufahrten,<br />

die möglichst nicht für Autos<br />

freigegeben sind: „Schön sind für<br />

mich abwechslungsreiche Anstiege<br />

– nicht zu steil und nicht der prallen<br />

Sonne ausgesetzt“, erklärt der<br />

Flachauer. Die erwählte Hütte, so<br />

seine Empfehlung, sollte dazu am<br />

höchsten Punkt oder gegen Ende der<br />

Tour liegen.<br />

Divergent wie die Geschmäcker<br />

der Biker selbst gehen die Meinun-<br />

MORE TRAILS.<br />

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BOSCH PERFORMANCE CX 625 Wh| ROCKSHOX/<br />

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ist für Millionen von Menschen der Schlüssel zu<br />

Erlebnissen in der Natur geworden, sowohl für<br />

Radfahrer, Mountainbiker, Wanderer<br />

als auch Trailrunner, wo auch<br />

immer sie in der Welt unterwegs<br />

sind. Es gibt allerdings auch jene<br />

Abenteuerlustigen, die bei ihren<br />

Erlebnissen immer einen Schritt<br />

weiter gehen und noch mehr entdecken<br />

wollen. Genau auf diese Entdecker<br />

in der Community ist komoot<br />

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Funktion, eigene Collections, spezielle<br />

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Mountainbiker und Radfahrer,<br />

ein Mehrtagesplaner für längere<br />

Reisen sowie eine 3D-Kartenansicht;<br />

dazu Live-Tracking, Vorteilspreise<br />

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der Philosophie, großartige Outdoor-Erlebnisse<br />

zu ermöglichen, ist<br />

man bei komoot stets darum bemüht,<br />

die bestehenden Produkte weiterzuentwickeln<br />

und dabei auch auf Wünsche der Community<br />

einzugehen. Wer ein komoot Premium Jahresabo im Wert<br />

von € 59,99 abgeschlossen hat, erhält neue Funktionen<br />

auch in Zukunft immer automatisch dazu.<br />

ANZEIGE / FOTOS: komoot<br />

gen von Rupert Pichler und Angelika Hronek hingegen<br />

in Sachen Trails auseinander – während Pichler<br />

gerne Touren mit Trailanteil wählt, sieht Hronek<br />

den Trail auf solchen Touren eher als Bonus: „Wenn<br />

sich ,Tour & Trail‘ anbietet, dann ja. Ansonsten verfolgen<br />

wir eher die Devise, das Trail- bzw. Downhill-Angebot<br />

zu kanalisieren. Wir schaffen zentralisierte<br />

Angebote – etwa die Bike Area Fieberbrunn<br />

im Bereich Streuböden –, um bewusst anderen, sensiblen<br />

Gegenden die nötige Ruhe zu geben“, so ihre<br />

durchaus auch berechtigte Denkweise.<br />

Der Schladminger Markus Pekoll, selbst lange<br />

Jahre aktiv im Downhill-Zirkus unterwegs und heute<br />

Mountainbike-Koordinator für das Land Steiermark,<br />

differenziert weiter: „Einsteiger in den Sport,<br />

die das Mountainbiken neu für sich entdeckt haben,<br />

werden am Anfang mit dem normalen Weg zur Hütte<br />

mehr als ihr Auslangen finden. Ebenso werden die<br />

vielen Nutzerinnen und Nutzer eines E-Bikes mit einer<br />

legalen Zufahrt zu einer Hütte ein attraktives<br />

Angebot haben. Gibt es dann aber einen Trail runter,<br />

ist das natürlich wunderbar und macht die Tour<br />

auch für die erfahreneren Könnerstufen interessant“,<br />

so der Mitbegründer und Namesgeber der<br />

Bike School Pekoll.<br />

Touren finden und planen<br />

Touren zu finden, das ist in Zeiten von Internet, Tourenportalen<br />

und touristisch vermarkteten Routen<br />

keine große Herausforderung. Sehr wohl, so Markus<br />

FOTO: Pillerseetal, Kitzbüheler Alpen/ defrancesco<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.komoot.de<br />

Kulinarische Umrahmung des Alm-Genusses: die zünftige „Jausn“<br />

098


Pekoll, sollte man sich vor der Abfahrt aber gut darüber<br />

informieren, wo das erwählte Ziel genau liegt<br />

und wie lange man dorthin vermutlich brauchen<br />

wird. Hier gilt es auch die Einkehr, den Rückweg<br />

und Pausen (geplante wie auch ungeplante, Stichwort<br />

Defekte) einzurechnen. „Auf Basis der Öffnungszeiten<br />

der Tour plane ich dann meinen Tag“, so<br />

der Steirer. Denn offizielle Touren haben in der Regel<br />

auch offizielle Öffnungszeiten, um dem entlang<br />

der Route lebenden Wild in den Morgen- und Abendstunden<br />

ihren Freiraum zu gewährleisten.<br />

Öffnungszeiten haben aber auch Almhütten, wie<br />

Angelika Hronek hervorstreicht. Hier sollte man<br />

sich vorab unbedingt informieren, um am Ende<br />

beim Tourenhighlight nicht vor verschlossenen Türen<br />

zu stehen. Im Herbst, so Hronek, finden vielerorts<br />

auch Almabtriebe statt. Eine durchaus sehenswerte<br />

Tradition, ein Befahren der Touren ist an diesen<br />

Tagen aber oft schwierig. Außerdem endet damit<br />

an so manch bewirtschafteter Alm die<br />

Ausschank.<br />

Mit zur Planung gehört natürlich auch der obligate<br />

Wetter-Check. In den Bergen wechselt das Wetter<br />

oft schnell, entsprechend muss auch eine Regenjacke<br />

in den Bike-Rucksack. Dazu gehören für Rupert<br />

Pichler immer auch ein Reparaturset (Ersatzschlauch,<br />

Pumpe, Multitool), Riegel, Erste-Hilfe-Paket<br />

und ein Mobiltelefon zur Grundausstattung.<br />

Aber: „Ein Handy-Akku ist schneller leer, als man<br />

denkt, und für Netzabdeckung gibt es in den Bergen<br />

keine Garantie“, warnt Pekoll und rät Ortsunkundigen<br />

gleichzeitig zur klassisch gedruckten Karte.<br />

Und auch wenn man eine Hüttenrast plant – „für<br />

Touren zu einer Alm ist es trotzdem empfehlenswert,<br />

genügend Wasser oder Sportgetränke mitzunehmen“,<br />

so der Hinweis von Hronek.<br />

Weiden und ihr Vieh<br />

Sehr häufig führen Alm- und Hüttentouren über und<br />

durch Weidegebiet. „Gatter“, so Hroneks Appell,<br />

kann man zur Durchfahrt natürlich öffnen, sie müssen<br />

aber auch unbedingt wieder geschlossen werden.“<br />

Bei einem Aufeinandertreffen mit Weidetieren<br />

ist es empfehlenswert, das Bike zu schieben und<br />

diesen kurzen Abschnitt der Tour zu Fuß zu gehen,<br />

„da man sonst vielleicht die Tiere verunsichert und<br />

diese aufscheucht“, empfiehlt die Pillerseetalerin.<br />

Geht man mit dem Vieh respektvoll um, muss man<br />

aber auch keine Furcht vor Kuh, Schaf, Pferd und<br />

Co. haben. „Es gilt, mit offenen Augen und Ohren<br />

durch die Landschaft zu fahren. Das Weidevieh sollte<br />

man Weidevieh sein lassen und es nicht als Selfie-Objekt<br />

zweckentfremden“, schließt Markus Pekoll<br />

augenzwinkernd.<br />

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TOURISMUS<br />

MTB Hüttentouren<br />

MTB-Hüttentouren<br />

TIROL<br />

Hochhörndler Hütte (1809 m)<br />

Ausgangspunkt: die Talstation der<br />

TirolS-Gondelbahn in Fieberbrunn<br />

im Pillerseetal. Vorbei an den sehenswerten<br />

Wasserfällen „Schreiende<br />

Brunnen“ geht es über eine<br />

Schotterstraße hinauf zur Hochhörndler<br />

Hütte. Diese mittelschwere<br />

Tour ist kulinarisch sowie landschaftlich<br />

ein Highlight.<br />

744 hm 6,6 km<br />

www.pillerseetal.at<br />

Wiegalm (1507 m)<br />

Start beim Tourismusbüro in Brixen<br />

im Thale und weiter zum Ortsteil<br />

Winkl und entlang des Brixenbaches<br />

zur Wiegalm. Stärkung in der Jausenstation<br />

Wiegalm, dann über den<br />

anspruchsvollen Wiegalm-Singletrail<br />

hinunter nach Kirchberg. Zurück<br />

am Brixentaler Radweg.<br />

724 hm 23,1 km<br />

www.brixental.tirol<br />

Geolsalm (1733 m)<br />

Von Fügen im Zillertal aus geht es<br />

vorbei an der Talstation der Spieljochbahn<br />

über Pankrazberg hinauf<br />

FOTO: TVB Pyhrn-Priel/Österreich Werbung/Charly Schwarz<br />

zur Geols alm mit einladender Sonnenterrasse.<br />

Die verdiente Rast genießt<br />

man entweder hier oder auf<br />

der höher gelegenen Gartalm.<br />

1503 hm 34,9 km<br />

www.zillertal.at<br />

Ganatschalm (1863 m)<br />

Diese Almtour führt auf abwechslungsreichen<br />

Wegen von St. Anton<br />

am Arlberg über Schnann bis an<br />

den Fuß des Hohen Rifflers. Oben<br />

wird man mit lokalen Schmankerln<br />

sowie einem herrlichen Ausblick<br />

über den Talkessel Landeck und die<br />

Parseiergruppe belohnt.<br />

800 hm 32 km<br />

www.stantonamarlberg.com<br />

Traumausblick auf der „Rohrauerhaus Mountainbike-Tour“ – MTB9.<br />

SALZBURG<br />

Rossbrand-Runde (SW01)<br />

Die Tour startet in Filzmoos und<br />

führt über einen Forstweg mit lohnenden<br />

Ausblicken zur Bischofsmütze<br />

und dem Dachstein zur<br />

Schörgi Alm. Weiter geht es entlang<br />

der Nordseite des Bergrückens<br />

Richtung Westen bis zum Gipfelkreuz<br />

am Rossbrand, wo die Karhütte<br />

und Radstädter Hütte zur<br />

Stärkung einladen.<br />

818 hm 25,82 km<br />

www.filzmoos.at<br />

Sattelbauer–Lackenalmen<br />

Eine knackige (E-)Mountainbike-Tour<br />

mit Start in Flachau auf die<br />

Lackenalm mit atemberaubendem<br />

Panorama und grandiosen Einkehrmöglichkeiten.<br />

Die Sennleute auf<br />

der Lackenalm bieten hausgemachte<br />

Produkte wie Butter, Käse, Speck,<br />

und Brot. Retour geht es über eine<br />

Passage des Sattelbauer-Trails.<br />

755 hm 16,19 km<br />

www.flachau.com<br />

Panorama-Alm- Runde<br />

Start beim Schattberg X-Press in<br />

Saalbach. Zuerst auf Asphalt, später<br />

auf Schotter führt die Strecke in<br />

gleichbleibender Steilheit kurvenreich<br />

bergan. Man passiert die Bergeralm<br />

und die Thurneralm bis zur<br />

Panorama Alm. Von hier startet<br />

eine zügige Schotterabfahrt zum<br />

Spielberghaus.<br />

670 hm 14,9 km<br />

www.saalbach.com<br />

Saukaralm<br />

Anspruchsvolle Mountainbiketour<br />

auf die höchstgelegene Alm im<br />

Großarltal, auf die Saukaralm auf<br />

1850 m. Man genießt einen tollen<br />

Ausblick und wird mit Köstlichkeiten<br />

aus der Region verwöhnt.<br />

1013 hm 16,8 km<br />

touren.grossarltal.info<br />

KÄRNTEN<br />

Eisenkappler Hütte (1533 m)<br />

Traumtour in Südkärnten. Von<br />

Eisenkappel geht es leicht wellig bis<br />

nach Ebriach. Von dort erklimmt<br />

man auf der für Radfahrer kostenlosen<br />

Mautstraße die bekannte<br />

Eisenkappler Hütte auf 1533 m.<br />

Tipp: Per Bike & Hike geht es dann<br />

nur noch 1,5 h auf den Hochobir.<br />

1050 hm 42 km<br />

www.suedkaernten.at<br />

Poludnig Alm (1728 m)<br />

Von Hermagor mitten im Gailtal<br />

geht es zuerst auf die Egger Alm,<br />

dann noch aspahltiert zur Dellacher<br />

Alm. Final folgt der Schotterweg<br />

Richtung Poludnig Alm. Herrliche<br />

Aussicht und kulinarische Einkehrmöglichkeiten<br />

mit vielen Käsespezialitäten.<br />

1212 hm 23 km<br />

www.nassfeld.at<br />

Schwarzsee hütte am Verditz<br />

(1798m)<br />

Vom See zur Hütte. Ausgangspunkt<br />

ist Feld am See, konkret der Brennsee.<br />

Zuerst zum Afritzersee, dann<br />

zur legendären Schwarzseehütte am<br />

Verditz auf 1798 m Seehöhe.<br />

1138 hm 34 km<br />

www.visitvillach.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Rohrauerhaus<br />

Mountainbike- Tour – MTB9<br />

Von Spital am Phyrn geht es als<br />

Teilstrecke der Spitaler Panoramatour<br />

über die Bosruckhütte zum<br />

Rohrauerhaus auf 1308 m, wo man<br />

klimaschonend Nachhaltigkeit mit<br />

Kulinarik verbindet. Geheimtipp ist<br />

das Kichererbsencurry.<br />

1000 hm 19,8 km<br />

www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at/<br />

Plassen-Runde<br />

Die Tour führt von Gosau entlang<br />

des Hallstätter See Ostufers rund<br />

100


Hüttentouren online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Naturnser Alm/Bikeboard/Erwin Haiden<br />

Eine schöne<br />

Hütten-Tour ist die<br />

„Naturnser-Alm-<br />

Tour Light“ im<br />

unteren Vintschgau<br />

in Südtirol.<br />

um den Plassen. Die Schäferalm,<br />

die Vordere Grubenalm und die im<br />

Sommer bewirtschaftete Roßalm<br />

mit Einkehrmöglichkeit sind erste<br />

Highlights – es folgt eine Abfahrt<br />

ins romantische Hallstatt, bevor es<br />

wieder hinauf nach Gosau geht.<br />

1440 hm 55,7 km<br />

www.oberoesterreich.at<br />

STEIERMARK<br />

Blaa-Alm-Runde<br />

Einfache Rundtour von Bad Goisern<br />

über Altaussee. Höhepunkte<br />

sind Abstecher zum Altausseer See,<br />

der Ausblick von der Ruine Pflindsberg<br />

oder die Durchquerung der<br />

wildromantischen Rettenbachklamm.<br />

Kulinarische Highlight warten<br />

auf der in Naturschutz-Ruhelage<br />

gelegenen Blaa-Alm-Hütte.<br />

820 hm 45,6 km<br />

www.ausseerland.at<br />

Mörsbachrunde zur Oxenalm<br />

Von Donnersbachwald über die<br />

Forststraße hinauf auf die Vordere<br />

und weiter zur Hinteren<br />

Mörsbachalm mit Lademöglichkeiten<br />

für E-Bikes. Zurück geht es über<br />

die bewirtschaftete Oxenalm und<br />

danach wieder bergabwärts zum<br />

Ausgangspunkt.<br />

742 hm 15 km<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Haller-Route<br />

Den Mönichkirchen Trail #17 von<br />

Mönichkirchner Ortskern bergauf<br />

folgend und weiter über die Haller-<br />

Route bis zum Hallerhaus. Ab da<br />

geht’s in den flowigen Haller Trail<br />

#15a. Zwischen Haller-Trail und Mönichkirchen-Trail,<br />

auf der Mönichkirchner<br />

Schwaig, finden sich zwei<br />

weitere Einkehrmöglichkeiten.<br />

480 hm 13,3 km<br />

www.wieneralpen.at<br />

Siebenhütten Alm (1297 m)<br />

Sonnbrand-Almtour<br />

Ein MTB-Erlebnis der Extraklasse:<br />

Langer, zum Teil steiler Schotteranstieg,<br />

traumhafter Panoramablick<br />

vom höchsten Punkt, zwei urige<br />

Almhütten mit besten regionalen<br />

Produkten, ein schmaler Singletrail<br />

und zum Schluss ein rasanter<br />

Downhill mit Abschnitten im<br />

Bikepark.<br />

1130 hm 38 km<br />

www.ybbstaler-alpen.at<br />

ITALIEN<br />

Naturnser-Alm-Tour Light<br />

(1922 m)<br />

Start ist in Naturns Richtung<br />

Rabland. Hinauf geht es über eine<br />

Forststraße zur Naturnser Alm. Wir<br />

empfehlen noch einen recht steilen<br />

Abstecher auf eine kleine Lichtung<br />

mit dem wohl genialsten Panoramablick<br />

Südtirols. Hinunter geht es<br />

zum Teil über den Stuanbruch-Trail.<br />

Kulinarische Empfehlung: das<br />

Knödeltris.<br />

650 hm 31,9 km<br />

www.oetzi-bike-academy.com<br />

Tour zur Grego-Hütte (1395 m)<br />

Die Tour startet in Dogna Richtung<br />

Westen. Einigen steilen Rampen<br />

folgt ein leichterer Mittelteil, ehe es<br />

dann wieder steiler wird. Der Ausblick<br />

in die Julischen Alpen ist<br />

atemberaubend. Am Schluss geht<br />

es durch den Wald zum Rifugio<br />

Grego. Tipp: Die Pasta schmeckt<br />

herrlich! Eine Rundtour (1100 hm/<br />

50 km) ist ebenfalls möglich.<br />

970 hm 18 km<br />

www.turismofvg.it/de<br />

BAYERN<br />

Berghütte Schareben (1019 m)<br />

– Schachten-Tour<br />

Eine herrliche Aussicht über den<br />

Bayerischen Wald sowie zum Großen<br />

und Kleinen Arber entlohnen<br />

den konditionsstarken Biker. Die<br />

Berghütte Schareben oder das<br />

Schutzhaus Chamer Hütte laden<br />

zur Rast mit bayerischer Brotzeit.<br />

1185 hm 54 km<br />

www.arberland.de<br />

101


KTM meets Schnitzel<br />

Entspanntes Salzkammgut-Trophy-Finale: Ein kleines Team von<br />

KTM Fahrrad war dem Aufruf zur Bosch (e)MTB-Schnitzeljagd gefolgt.<br />

M<br />

itte Juli, genauer gesagt<br />

am 16. des Monats,<br />

ging im Rahmen<br />

der Salzkammergut-Trophy<br />

auch<br />

die im Vorjahr erfolgreich eingeführte<br />

Bosch (e)MTB-Schnitzeljagd<br />

in eine neue Auflage. 200 Starter<br />

und Starterinnen stellten sich dem<br />

launigen und abwechslungsreichen<br />

Fun-Format am Tag nach dem<br />

sams tägigen Marathon-Klassiker.<br />

Gut gelaunt, markentypisch tiefenentspannt<br />

und mittendrin im Geschehen<br />

war auch ein kleines Team<br />

von neun Mitarbeitern aus den Reihen<br />

von KTM Fahrrad. Marketing,<br />

Entwicklung, IT und Vertrieb machten<br />

sich so gemeinsam auf die Reise<br />

rund um Bad Goisern.<br />

Die Bosch (e)MTB-Schnitzeljagd<br />

Das Format der Schnitzeljagd ist<br />

gleichermaßen stressfrei wie simpel<br />

erklärt: Gestartet werden kann<br />

alleine, aber natürlich auch gemeinsam<br />

mit Freunden, dem Partner<br />

oder – wie das Team von KTM – in<br />

einer Gruppe. Ob mit oder ohne Motorunterstützung,<br />

das bleibt jedem<br />

selbst überlassen. Zur Wahl stehen<br />

dann drei fahrtechnisch einfache<br />

Routen mit rund 21, 37 oder 46 Kilometern<br />

Länge. Stressige Zeitmessung<br />

gibt es dabei keine, dafür gilt<br />

es unterwegs mehrere Checkpoints<br />

und Stationen mit unterschiedlichen<br />

Geschicklichkeits-Bewerben zu absolvieren.<br />

Dort werden dann fleißig<br />

Zusatzpunkte gesammelt. Den Streckenplan<br />

– es gilt die „Schnitzel“<br />

selbst zu finden – händigt Bosch vor<br />

dem Start aus, losrollen darf man<br />

nach eigenem Ermessen zwischen<br />

9 und 11 Uhr.<br />

102


KTM FIRMEN INCENTIVE<br />

Die Bikes rollen, der Schmäh<br />

rennt und die Pfeile fliegen:<br />

KTM meets Bosch<br />

(e)MTB-Schnitzeljagd.<br />

ANZEIGE / FOTOS: Heiko Mandl/KTM<br />

Gemütliche Fun-Runde<br />

Bei KTM Fahrrad ließ man es ganz<br />

entspannt angehen und rollte gegen<br />

10 Uhr zum Start. Ein kurzer Blick<br />

auf die Karte und die Kontrollpunkte<br />

und man war sich sicher: Die<br />

mittlere Distanz sollte es werden –<br />

schließlich galt es ob der sommerlichen<br />

Hitze zwischen den Punkten<br />

auch noch Zeit für die eine oder andere<br />

Erfrischung zu finden. Nach<br />

rund 15 Minuten bremste sich das<br />

Team zur Eröffnung der Jagd beim<br />

ersten „Schnitzel“, dem Armbrustschießen,<br />

ein. Ein Probeschuss und<br />

acht Wertungsschüsse für jeden<br />

und etwas „Zielwasser“, um auch<br />

bei der zweiten Station, dem Bogenschießen<br />

oben an der Halleralm,<br />

noch ins Schwarze zu treffen, hielten<br />

den Schmäh am Laufen.<br />

Zwischen dem ersten Checkpoint<br />

nähe Raschberg und dem<br />

zweiten streuten die Navigatoren einen<br />

kleinen Umweg ein, bis 13 Uhr<br />

schaffte man es dann aber doch zur<br />

eindrucksvollen Ewigen Wand und<br />

ihrer charakteristischen Tunneldurchfahrt.<br />

Flott surften die KTMler<br />

schließlich wieder talwärts gen<br />

nächsten Checkpoint inklusive<br />

Glücksrad. Als letzte Station stand<br />

bei der Rückfahrt nach Bad Goisern<br />

ein Geschicklichkeits-Parcours auf<br />

dem Programm. Am Heimweg noch<br />

eine schnelle Abkühlung im Bachbett<br />

und das Team KTM war breit<br />

grinsend zurück im Ziel.<br />

Ob die KTM-Männer und -Frauen<br />

2024 wieder am Start stehen<br />

werden, steht außer Frage. Nur eines<br />

würden sich die Mattighofener<br />

dafür wünschen: eine kleine fahrtechnische<br />

Uphill-Herausforderung,<br />

um die mitgebrachten<br />

E-MTBs des Herstellers unterwegs<br />

auch mal ein klein wenig „herauszufordern“.<br />

Und vielleicht schafft<br />

man es im kommenden Jahr auch,<br />

etwas mehr „Fahrzeit“ in den Tag<br />

zu quetschen.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.ktm-bikes.at<br />

103


PERSONALITY Max Riese<br />

ZUR PERSON<br />

Max Riese<br />

Geb. am 01.06.1990 in Dresden<br />

(D), wohnt in Salzburg. Gründer<br />

der Plattform gravgrav.cc und<br />

Ultradistanz-Bikepacking-Athlet.<br />

Sportliche Highlights: 2 x Silk<br />

Road Mountain Race Kirgistan,<br />

Hellenic Mountainrace, Rhino<br />

Run in Südafrika und Namibia,<br />

Transcontinental Race,<br />

Further Pyrenees.<br />

Web: gravgrav.cc<br />

Instagram: @kleinerriese<br />

104


BIKE<br />

FOTO: Danil-Usmanov-Silkroad-Mountainrace<br />

Ohne Support,<br />

mit Spaß<br />

Ultradistanzen „unsupported“ zurückzulegen:<br />

Das ist das eine Metier von Max Riese. Die Lust am<br />

Gravelbike zu vermitteln, das zweite. von Christof Domenig<br />

Die Bilder vom Silk<br />

Road Mountain Race<br />

haben einen starken<br />

Reiz bei mir ausgelöst,<br />

das auch einmal<br />

zu versuchen.<br />

Zum ausführlichen Interview<br />

mit Max Riese<br />

und mehr Bildern auf<br />

www.sportaktiv.com<br />

L<br />

ust aufs und am Gravelbike<br />

zu vermitteln – Max<br />

Riese versteht das, wie<br />

nur wenige andere. Davon<br />

können sich alle, die<br />

an unserem Gravelcamp in der<br />

Kärntner Region Wörthersee-Rosental<br />

im September teilnehmen,<br />

überzeugen – der 33-Jährige ist<br />

dort als Guide mit dabei (alles zum<br />

Camp: siehe Folgeseiten).<br />

Neben Gravelbiken sind Ultradistanz-Bikepacking-Rennen<br />

das<br />

Metier des Wahl-Salzburgers. Dieses<br />

Rennformat hat in jüngster Zeit<br />

einen starken Aufschwung erlebt,<br />

der indirekt mit dem Gravelbike<br />

verwoben ist. In diesem auch<br />

„Unsupported“ oder „Self-Supported“<br />

genannten Teil der Ultracycling-Szene<br />

sind die Athleten auf<br />

mehrtägigen Distanzen ganz auf<br />

sich allein gestellt, transportieren<br />

auch ihr Gepäck und ihre Verpflegung<br />

selbst. Betreuer(stäbe) wie im<br />

traditionellen Ultracycling à la<br />

Race Across America sind weder<br />

erlaubt noch erwünscht. Das Aufsich-selbst-gestellt-Sein<br />

macht einen<br />

bedeutenden Teil des Reizes<br />

aus, erklärt Max.<br />

Die fürs Bikepacking in den<br />

letzten Jahren stark weiterentwickelten<br />

Gepäcksysteme kommen<br />

hier auch ins Spiel: In den Rennen<br />

werden die Taschen quasi unter Extrembedingungen<br />

eingesetzt. Und<br />

das Gravelbike hat auch seinen<br />

Platz: Während manche Unsupported-Rennen<br />

überwiegend auf Asphalt<br />

gefahren werden (etwa das<br />

Transcontinental Race, das über<br />

4000 Kilometer quer durch Europa<br />

führt und als kommerzieller „Ur-<br />

Event“ in der Szene gilt), sind andere<br />

wiederum sehr offroadlastig, wie<br />

etwa das Silk Road Mountain Race<br />

in Kirgistan.<br />

„Das ist sozusagen mein Lieblingsrennen“,<br />

erklärt Max Riese,<br />

„Kirgistan wird auch die<br />

Schweiz Zentralasiens genannt,<br />

über 80 Prozent der<br />

Landfläche sind hochalpines<br />

Gebirge. Die Kultur ist völlig<br />

anders für uns. Das erste<br />

Rennen ist viral gegangen,<br />

von knapp 200 Startern<br />

sind nur 24 ins Ziel gekommen.<br />

Vor allem waren die<br />

Bilder extrem: endlose Landschaften,<br />

Straßen mit so vielen Kehren,<br />

wie wir sie bei uns nicht kennen;<br />

Schneestürme, Hochgebirge über<br />

4000 Meter; die Jurten, die Menschen<br />

mit ihrer nomadischen Lebensweise.<br />

Diese Bilder zu sehen,<br />

hat bei mir einen starken Reiz ausgelöst:<br />

einerseits zu probieren, ob<br />

ich das schaffen kann, und andererseits<br />

die Kultur und die Landschaft<br />

unbedingt zu erleben.“<br />

Ein Gravelbike ist bei all dem<br />

für ihn der perfekte Untersatz: „Ein<br />

Fahrrad, das mich über multiple<br />

Untergründe schnell und zuverlässig<br />

transportiert. Mit dem ich andere<br />

Möglichkeiten habe, extrem lange<br />

Distanzen oder auch ein breiteres<br />

Spektrum an Untergründen fahren<br />

– und dabei Spaß haben kann.“<br />

Bis zum Alter von 22 fuhr der<br />

gebürtige Deutsche (der übrigens<br />

klingt wie ein geborener Österreicher)<br />

Straßenradrennen, die eher<br />

verbissene Szene war jedoch nicht<br />

seins. Übers private Fahren extrem<br />

langer Distanzen einerseits und<br />

über das Mountainbike andererseits<br />

kam er schließlich aufs Gravelrad<br />

als für ihn ideale Symbiose<br />

zwischen Beidem. Die Pandemiezeit<br />

brachte ihn dazu, seine berufliche<br />

Situation zu reflektieren<br />

– und schließlich<br />

zum Absprung in die<br />

Selbstständigkeit. Er gründete<br />

das Unternehmen sowie<br />

die Plattform „Gravgrav.cc“.<br />

Die ist nicht nur<br />

Treffpunkt für eine inklusive<br />

Radfahrer-Community,<br />

Max berät auch Regionen in Sachen<br />

Gravelbiken.<br />

Wie eine Gravelstrecke beschaffen<br />

sein soll? Sie solle Abwechslung<br />

aus Offroad und „Allroad“,<br />

also kleinen Straßen im nicht<br />

perfekten Zustand bieten und Untergründe<br />

bis hin zu leichten, flowigen<br />

Singletrails für Experten einschließen.<br />

Das alles in einer außergewöhnlichen<br />

Landschaft plus mit<br />

einem gewissen „Mehr-Erlebnis“.<br />

Am Wörthersee sind das „Lost Places“,<br />

die für Schauwerte, Fotomotive<br />

sowie für spannende Hintergrund-Storys<br />

sorgen. Max Riese ist<br />

überzeugt, dass die Strecken den<br />

Nerv der Gravelbiker treffen. Am<br />

besten beim Camp anmelden und<br />

sich selbst davon überzeugen.<br />

105


AMP<br />

Das Angebot:<br />

4 Tage/3 Nächte im<br />

4*-Hotel, Verpflegung<br />

mit hochwertiger Halbpension,<br />

Guiding,<br />

SPA-Wellness angebot<br />

€ 840,– im DZ*<br />

€ 990,– im EZ*<br />

UNTERKUNFT<br />

Das Seehotel Hubertushof,<br />

4-Sterne-Hotel in Velden<br />

am Wörthersee.<br />

Infos: www.seehotelhubertushof.com<br />

FOTOS: Region Wörthersee-Rosental Tourismus GmbH,<br />

Seehotel Hubertushof<br />

106


Die Region Wörthersee-Rosental, der Hubertushof und <strong>SPORTaktiv</strong> laden ein<br />

Gravelcamp am<br />

Wörthersee<br />

Hier geht’s zur<br />

Anmeldung<br />

ZUM TESTEN<br />

Specialized Diverge STR<br />

Intensive (Natur-)Erlebnisse auf<br />

zwei Rädern, packende Geschichten<br />

zu vergessenen „Lost<br />

Places“, spektakuläre Fotomotive,<br />

erstklassige Kulinarik und viel<br />

Gemütlichkeit auf drei Etappen<br />

zwischen der Region Wörthersee-<br />

Rosental und den südlichen Nachbarn<br />

Italien und Slowenien – gemeinsam<br />

mit der Tourismusregion<br />

Wörthersee-Rosental und dem Seeund<br />

Radhotel Hubertushof organisiert<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> Mitte September<br />

ein einmaliges Premium- Gravelbikecamp<br />

mit Genussfaktor. Herzlich<br />

willkommen sind dabei nicht<br />

nur bereits aktive Gravelbiker, sondern<br />

auch all jene, die den Trendsport<br />

auf zwei Rädern einmal ausprobieren<br />

möchten. Specialized<br />

stellt 6 vollgefederte Gravelbikes<br />

Diverge STR zum Testen zur<br />

Verfügung. Gegen Aufpreis<br />

stehen weitere Leih-Gravelbikes<br />

für alle 3 Tage bereit.<br />

Los geht’s am Donnerstag,<br />

dem 14. September, mit<br />

einer Begrüßung durch<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> und die Guides<br />

für die kommenden Tage samt gemütlichem<br />

Kennenlernen. Gastgeber<br />

ist das 4* Seehotel Hubertushof<br />

in Velden direkt am Wörthersee.<br />

Das edle Boutiquehotel glänzt mit<br />

hochwertiger Kulinarik, einem radaffinen<br />

Chef sowie Radfreundlichkeit<br />

in allen Facetten. Entlang der<br />

drei Gravel- Etappen mit je rund 50<br />

bis 60 km im Zentralraum Kärnten<br />

entdecken wir atemberaubende Panoramen,<br />

zahlreiche „Lost Places“<br />

sowie landschaftliche und kulinarische<br />

Geheimtipps der Region. Konkret<br />

sind folgende Touren inklusive<br />

dem Entdecken von Lost Places geplant:<br />

Der Drauradweg im Süden,<br />

der Ossiacher Kammritt im Norden<br />

sowie eine grenzüberschreitende<br />

Tour nach Tarvis/Italien und Kranjska<br />

Gora/Slowenien. Für einen<br />

köstlichen Espresso und eine<br />

Cremeschnitte ist also gesorgt!<br />

Auch ein legendäres Fotoshooting<br />

bei einem der Lost Places<br />

durch einen Profifotografen<br />

steht auf der Agenda.<br />

Das Guiding übernehmen<br />

der „Local“ Jörg Moser,<br />

der jeden Gravelstein kennt,<br />

und der international bekannte<br />

Ultradistanz- Cyclist<br />

Max Riese, der an einem Abend<br />

auch einen Multimediavortrag zum<br />

Thema Bikepacking hält.<br />

Lust auf Gravel-Genuss? Sichere<br />

dir jetzt einen der nur 25 Plätze<br />

für unser Gravelcamp!<br />

ANMELDUNG<br />

Seehotel Hubertushof<br />

Kennwort „<strong>SPORTaktiv</strong> Gravelbikecamp“<br />

Europaplatz 1<br />

9220 Velden am Wörthersee/Österreich<br />

E-Mail: office@seehotelhubertushof.com<br />

T. +43-4274-2676<br />

www.seehotelhubertushof.com<br />

Premium Genuss<br />

Gravelbike-Camp<br />

TERMIN<br />

14. bis 17. September <strong>2023</strong><br />

PROGRAMM<br />

Donnerstag, 14. September<br />

• 17.00: Begrüßung durch <strong>SPORTaktiv</strong><br />

und die Guides<br />

• 19.00: 5-Gänge-Abendessen<br />

Freitag, 15. September<br />

• 09.00: Etappe 1: Drauradweg<br />

• 19.00: 5-Gänge-Abendessen<br />

• Multimediavortrag „Bikepacking“<br />

durch Guide Max Riese<br />

Samstag, 16. September<br />

• 09.00: Zugtransfer nach Tarvis/Italien<br />

• 10.00: Etappe 2: Alpen Adria von ITA<br />

über SLO nach Velden<br />

• 19.00: 5-Gänge-Abendessen<br />

Sonntag, 17. September<br />

• 09.00: Etappe 3: Ossiacher Tauern<br />

Kammritt<br />

TEILNEHMER UND ZIELGRUPPE<br />

• aktive Gravelbiker mit eigenem Bike und<br />

auch Interessierte mit guter Kondition<br />

• auf maximal 25 Personen beschränkt<br />

OPTIONAL<br />

• gegen Aufpreis stehen 10 Leih-<br />

Gravelbikes zur Verfügung<br />

GOODIES<br />

• ABUS Powerdome ACE inkl. Race Cap<br />

im Wert von € 120,–<br />

• hochwertiges Radtrikot von RH77<br />

im Wert von € 139,–<br />

• 6 Specialized Diverge STR Testräder<br />

für eine 1-Tages-Testfahrt<br />

• Peeroton-Sportnahrungspaket<br />

LEISTUNGEN UND PREIS<br />

• 3 ÜN mit Halbpension<br />

• 3 Gravelbiketouren inkl. Guiding<br />

• Preis p. P im DZ: € 840,–*<br />

• Preis p. P im EZ: € 990,–*<br />

Symbolbild<br />

*exkl. Ortstaxe € 2,70 p.P/Nacht<br />

PARTNER


MITTELKÄRNTEN<br />

Roadbiken mit Sightseeing<br />

Radfahren in Mittelkärnten – das kann sich sehen lassen! Das historische Zentrum<br />

Kärntens ist ein absoluter Geheimtipp für Rennrad-Begeisterte.<br />

FOTOS: Region Mittelkärnten/ Marvin Walder, Michael Stabentheiner, Franz Gerdl<br />

Genussabfahrt<br />

von der Simonhöhe<br />

(l.), das<br />

Gipfelhaus am<br />

Magdalens berg<br />

(oben) und die<br />

Burg Hochosterwitz<br />

(unten).<br />

U<br />

berragende Aussichten<br />

und geschichtsträchtige<br />

Sehenswürdigkeiten,<br />

kombiniert<br />

mit kulinarischen<br />

Schmankerln – so lässt sich Radfahren<br />

in Mittelkärnten beschreiben.<br />

Die Routen sind perfekt für Rennradfahrer:<br />

wenig befahren, aber<br />

mit zahlreichen Höhenmetern gesegnet.<br />

Egal ob die Königsetappe<br />

auf den Magdalensberg oder die<br />

klassische Bergetappe auf die Flattnitz:<br />

Die Möglichkeiten reichen von<br />

der fordernden Tour bis zur abendlichen<br />

Spritztour.<br />

Rennradeln in Mittelkärnten<br />

Egal, wo man genussvoll durch die<br />

Erlebnisräume zwischen Glantal<br />

und Görtschitztal radelt: In Mittelkärnten<br />

kommt man stets an Sehenswürdigkeiten<br />

ersten Ranges<br />

vorbei und wird von Gaumenfreuden<br />

auf höchstem Niveau verwöhnt.<br />

Die Burgenstadt Friesach lädt zum<br />

Verweilen und Genießen ein. Die<br />

historische Bergsiedlung Althofen<br />

wartet mit einem traumhaften Blick<br />

über das Krappfeld auf. Im Herzen<br />

des nahen Gurktals wartet mit dem<br />

Gurker Dom eines der bedeutendsten<br />

romanischen Baudenkmäler Österreichs.<br />

Die Bezirkshauptstadt St.<br />

Veit an der Glan lädt mit ihrer historischen<br />

Altstadt zum Flanieren ein.<br />

Und wer nach der Rennradtour Abkühlung<br />

sucht, wird am weitgehend<br />

naturbelassenen Längsee mit zwei<br />

feinen Strandbädern glücklich. Ein<br />

Sundowner am Fuße der Burg Taggenbrunn,<br />

inmitten von Kärntens<br />

größtem Rebenmeer, macht den<br />

sportlichen Tag perfekt.<br />

Auch Kärntens Skikaiser Franz<br />

Klammer weiß die Region Mittelkärnten<br />

rennradtechnisch zu<br />

schätzen: Die jährlich stattfindende<br />

Charity-Ausfahrt „Tour de Franz“<br />

führt nämlich auch heuer wieder<br />

durch Mittelkärnten und hat ihren<br />

Zieleinlauf im mystischen Freilichtmuseum<br />

in der Heft, einem aufgelassenen<br />

Hochofen.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.mittelkaernten.at<br />

108


FIRMENRADL.AT<br />

Marc<br />

Gerhardinger,<br />

Geschäftsleiter<br />

von Firmenradl.<br />

ANZEIGE / FOTOS: Intersport Austria<br />

Umsatteln auf ein Dienstrad<br />

Diensträder statt Firmenautos werden immer beliebter. Kein Wunder, denn das Umsatteln auf<br />

zwei Räder lohnt sich. Beim Bikeleasing über Firmenradl sparen Arbeitnehmer bis zu 40 %.<br />

A<br />

ls der Bikeleasing-<br />

Anbieter „Firmenradl“<br />

im März 2021<br />

von INTERSPORT initiiert<br />

wurde, war von<br />

Beginn an klar, dass das Konzept<br />

dem gesamten österreichischen<br />

Markt zur Verfügung gestellt werden<br />

soll. Mittlerweile sind über 700<br />

Radhändler und 1500 Arbeitgeber<br />

Teil des Netzwerks. Über 10.000<br />

Fahrräder konnten bereits finanziert<br />

werden, Tendenz weiter stark steigend.<br />

Vorteile für Arbeitnehmer<br />

Dienstnehmer können sich dank Gehaltsumwandlung<br />

ein Fahrrad leisten,<br />

das sie sich privat vielleicht<br />

nicht geleistet hätten – weil sie es in<br />

monatlichen Raten über eine Steuerreduktion<br />

bezahlen. Die werden bequem<br />

vom Bruttolohn abgezogen.<br />

Dabei ist eine Ersparnis von 20 bis<br />

40 % möglich, wie viel sie im Einzelfall<br />

ausmacht, kann bequem über<br />

den Ersparnisrechner auf firmenradl.at<br />

ermittelt werden. Außerdem<br />

ist man während der gesamten Laufzeit<br />

versichert, kann und soll das<br />

Rad auch privat verwenden.<br />

Freie Wahl bei Marke und Modell<br />

Beim Bikeleasing haben Mitarbeiter<br />

die freie Wahl zwischen Fahrrädern,<br />

E-Bikes oder sogar Lastenrädern.<br />

Auch Anhänger, Kindersitze, Körbe<br />

und Taschen können in das Leasing<br />

aufgenommen werden. Ein weiterer<br />

Vorteil ist, dass Firmenradl-Nutzer<br />

durch die Öko-Steuerreform auch<br />

die Pendlerpauschale weiterhin in<br />

Anspruch nehmen können. Die Vision<br />

von Firmenradl ist ganz klar:<br />

„Unser Ziel ist es, dass jedes vierte<br />

in Österreich gekaufte Fahrrad über<br />

ein Leasingmodell finanziert wird“,<br />

sagt Marc Gerhardinger, Geschäftsleiter<br />

von Firmenradl.<br />

Firmenradl.at: so funktioniert’s<br />

Damit man als Arbeitnehmer von einem<br />

vergünstigten Rad profitieren<br />

kann, muss sich die Firma zunächst<br />

auf www.firmenradl.at anmelden. Sobald<br />

die Formalitäten erledigt sind,<br />

können sich die Mitarbeiter ebenso<br />

auf der Website registrieren und erhalten<br />

eine eigene ID-Nummer. Damit<br />

geht man zum Fahrradhändler<br />

seiner Wahl und sucht das Bike aus.<br />

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 24<br />

bis 48 Monaten. Bei Vertragsende<br />

entscheidet der Mitarbeiter, ob er<br />

das Fahrrad zum Restwert erwerben<br />

oder ein neues Bike leasen möchte.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.firmenradl.at<br />

109


SERVICE JobRad & Bikeleasing<br />

RAD AUSSER DIENST.<br />

Aktuelle „JobRäder“ sind<br />

auch für die Freizeitnutzung<br />

vorgesehen.<br />

110


BIKE<br />

Ein Top-Bike<br />

als Job-Bike<br />

Das mit der Steuerreform 2020 in Österreich eingeführte<br />

„JobRad“-Modell nimmt so richtig Fahrt<br />

auf. Wer sich sein Traumbike über den Arbeitgeber<br />

besorgen darf, kann ordentlich sparen. von Christof Domenig<br />

FOTO: Firmenradl<br />

S<br />

tatt den vollen Betrag<br />

für sein neues Traumbike<br />

auf einmal auf den<br />

Tisch zu legen, zahlt<br />

man Monat für Monat<br />

eine kleine Rate oder Gebühr – und<br />

hat am Ende in Summe deutlich weniger<br />

bezahlt. Das klingt fast zu<br />

schön, um wahr zu sein – doch das<br />

„JobRad“-Modell des Klimaschutzministeriums,<br />

eingeführt mit der<br />

Steuerreform 2020 und rechtlich<br />

nachgeschärft mit Beginn <strong>2023</strong>,<br />

macht genau das möglich.<br />

Mit Anfang <strong>2023</strong> wurde klargestellt,<br />

dass neben der Lohnsteuer<br />

auch die Bemessungsgrundlage der<br />

Sozialversicherung entsprechend<br />

verringert werden kann, wenn sich<br />

Dienstgeber und Dienstnehmer darauf<br />

einigen, ein Fahrrad übers Unternehmen<br />

anzuschaffen und dem<br />

Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen,<br />

erklärt Marc Gerhardinger, Geschäftsleiter<br />

von „Firmenradl“.<br />

Mittels „Gehaltsumwandlung“ wird<br />

dann während der vereinbarten<br />

Laufzeit (meist 24, 36 oder 48 Monate)<br />

ein Teil vom Bruttogehalt monatlich<br />

abgezogen und fürs Rad<br />

verwendet. Wodurch sich eben die<br />

Abgabenlast verringert. Das bringt<br />

je nach individueller Situation dann<br />

Einsparungspotenziale von 20, 30<br />

oder gar noch mehr Prozent vom<br />

aktuell gültigen Fahrrad-Verkaufspreis<br />

(das kann auch ein reduzierter<br />

Preis sein) im Vergleich zum gewöhnlichen<br />

Barkauf.<br />

Warum diese Möglichkeit vom<br />

Gesetzgeber geschaffen wurde?<br />

Sanfte Mobilität, egal ob mit E-Bike<br />

oder herkömmlichem Fahrrad, zu<br />

forcieren, liegt im Interesse von<br />

Klima und Umwelt und damit letztlich<br />

von uns allen. Aber auch alle<br />

anderen beteiligten Seiten profitieren:<br />

Als Arbeitgeber muss man<br />

zwar die Lohnverrechnung anpassen<br />

– dafür macht man sich mit einem<br />

Dienstfahrrad attraktiv und<br />

schafft zusätzlich einen Anreiz für<br />

mehr Bewegung, was die Zufriedenheit<br />

wie die Gesundheit der Mitarbeitenden<br />

steigert. Eben jene<br />

Mitarbeiter können sich über ein<br />

neues hochwertiges Bike deutlich<br />

unterm Ladenpreis freuen, das sie<br />

sich selbst aussuchen können: Egal<br />

ob Mountain-, Trekking-, Cargobike<br />

oder ein anderes, ob mit oder ohne<br />

E-Antrieb. So werden dann auch<br />

hochpreisige (E-)Bikes für viele attraktiver.<br />

Auch der Handel sowie die<br />

Fahrradbranche profitieren letztlich<br />

entsprechend vom steuerlichen<br />

Anreiz, Bikes für die sanfte Mobilität<br />

unter die Menschen zu bringen.<br />

In Deutschland übrigens gibt es<br />

111


SERVICE JobRad & Bikeleasing<br />

eine ähnliche Regelung schon seit<br />

2012, „jedes zweite dort verkaufte<br />

Rad ist ein Firmenrad“, weiß Christian<br />

Mussnig von „JOBike“.<br />

Das Einsparungspotenzial<br />

lässt sich<br />

mittels bereitgestellter<br />

Rechner auf den<br />

Webseiten der Anbieter<br />

einschätzen.<br />

Leasing- oder Kaufmodelle<br />

Um interessierten Unternehmen<br />

wie Arbeitnehmern die Sache mit<br />

einem JobRad (so die offizielle<br />

Schreibweise vom Ministerium)<br />

aber so einfach wie möglich zu machen,<br />

nehmen sich zunehmend<br />

mehr spezialisierte und mit der<br />

rechtlichen Lage bestens vertraute<br />

Dienstleister und Vermittler der<br />

Sache an – wie etwa JOBike, Lease­<br />

MyBike oder Firmenradl. „Wir sind<br />

am 15. März 2021 gestartet und halten<br />

aktuell bei rund 11.000 aktiven<br />

Verträgen, Tendenz stark steigend“,<br />

verweist Firmenradl-Chef Gerhardinger<br />

auf riesiges Potenzial. Gerhard<br />

Mayrhofer von LeaseMyBike<br />

erklärt den Ablauf: „Der Arbeitgeber<br />

least ein Fahrrad oder E-Bike,<br />

das sich der Arbeitnehmer vorher<br />

bei einem Händler-Partner ausgesucht<br />

hat. Das Dienstrad wird dem<br />

Arbeitnehmer zur Privatnutzung<br />

überlassen.“ Durch den Abzug der<br />

Leasingrate vom Bruttogehalt reduziert<br />

sich die Lohnsteuer und Sozialversicherung<br />

und es kommt zu einer<br />

deutlichen Ersparnis, heißt es<br />

von LeaseMyBike. Bei Firmenradl<br />

rechnet man mit „bis zu 40 Prozent“.<br />

Das Sparpotenzial hängt neben<br />

dem Radpreis und der Einkommenshöhe<br />

von einigen weiteren<br />

Faktoren ab – eine Einschätzung<br />

kann man sich mittels bereitgestellten<br />

Rechnern auf den Webseiten<br />

der Anbieter sehr einfach holen.<br />

Es muss aber keineswegs geleast<br />

werden – darauf weist Christian<br />

Mussnig von JOBike dezidiert<br />

hin: „Die Gehaltsumwandlung kann<br />

man genauso bei Kaufmodellen in<br />

Anspruch nehmen.“ JOBike bietet<br />

als seit 2017 tätiger Pionier in der<br />

Dienstrad-Branche Kauf-, Leasingund<br />

Mietvarianten an, derzeit seien<br />

aufgrund der hohen Zinsen Kaufvarianten<br />

deutlich beliebter bei den<br />

JOBike-Kunden als Leasing.<br />

Versicherung und Service<br />

Stets in den Paketen enthalten ist<br />

eine Versicherung – schließlich gehören<br />

die Räder für die vereinbarte<br />

Vertragslaufzeit entweder dem<br />

Leasinganbieter oder dem Dienstgeber.<br />

Für Fälle von Diebstahl oder<br />

Beschädigung durch Unfälle oder<br />

Jobbike<br />

für alle<br />

Mit individuellen Lösungen<br />

macht JOBike Diensträder<br />

noch attraktiver.<br />

Mit jahrelanger Expertise<br />

und Erfahrung unterstützt<br />

JOBike Unternehmen in<br />

der Umsetzung unterschiedlichster<br />

Dienstfahrrad-Konzepte. Entscheidet<br />

man sich bei der Anschaffung<br />

der JOBikes für eine Finanzierung,<br />

arbeitet JOBike mit drei unterschiedlichen<br />

Partnern projektbezogen<br />

zusammen, um immer das beste<br />

Angebot zu bieten. Selbiges gilt<br />

auch für die zugehörige JOBike-<br />

Versicherung, die gemeinsam mit<br />

GrECo und ALLIANZ Partners entwickelt<br />

wurde.<br />

Mittlerweile werden rund 80 %<br />

der JOBikes von den Firmenkunden<br />

direkt gekauft; einige stellen<br />

auch von Leasing auf Kauf um.<br />

Der Grund dafür liegt in der aktuell<br />

herrschenden Zinslage. Steigende<br />

Zinsen machen das Angebot<br />

sonst letztlich für die Mitarbeitenden<br />

teurer. Auch hier bietet<br />

JOBike mit individueller Beratung<br />

maßgeschneiderte Lösungen für<br />

alle Dienstgeber, damit künftig<br />

noch mehr Mitarbeitende<br />

#zurArbeit radln!<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.JOBike.at<br />

ANZEIGE / FOTOS: JOBike<br />

112


BIKE<br />

FOTO: istock<br />

Natürlich darf mit einem JobRad auch gern in die Arbeit geradelt werden – ein Muss ist es nicht.<br />

Vandalismus wird so vorgesorgt,<br />

auch Defekte sind manchmal schon<br />

abgedeckt. Das Versichertsein ist<br />

jedenfalls ein weiterer Vorteil zum<br />

herkömmlichen Radkauf und -besitz.<br />

In der Regel muss ein JobRad<br />

einmal jährlich zum Service gebracht<br />

werden, auch da sind die<br />

Kosten oft schon in den monatlichen<br />

Raten inkludiert.<br />

Bei JOBike versteht man sich<br />

überdies nicht als Vermittler, sondern<br />

als Mobilitäts-Dienstleister,<br />

betont Mussnig: Man biete etwa<br />

auch eine App an, mit der die Radnutzer<br />

ihre Fahrten aufzeichnen<br />

können. Bei den Klagenfurter<br />

Stadtwerken, einem JOBike-Kunden,<br />

zahlt der Arbeitgeber einen<br />

Teil zu den Raten dazu, wenn sich<br />

die Mitarbeitenden verpflichten,<br />

mit ihrem Dienstrad mindestens 30-<br />

mal pro Jahr in die Arbeit zu radeln.<br />

Ob sich Dienstgeber und<br />

Dienstnehmer die Kosten teilen<br />

oder der Dienstnehmer sie zur Gänze<br />

übernimmt, ist grundsätzlich reine<br />

Vereinbarungssache.<br />

Am Ende: Restwert-Kauf<br />

Läuft ein Vertrag aus, ist die Möglichkeit<br />

vorgesehen „sein“ Bike<br />

zum Restwert käuflich zu erwerben<br />

– auch das ist in den Rechnern übrigens<br />

schon eingepreist. Oder man<br />

schließt einen neuen Vertrag ab.<br />

Marc Gerhardinger und Gerhard<br />

Mayrhofer wünschen sich unisono<br />

eine nochmalige rechtliche<br />

Nachschärfung vor allem in einem<br />

Punkt: Derzeit darf der Bruttolohn<br />

nach Anwendung der Gehaltsumwandlung<br />

nicht unter den Kollektivvertrag-Mindestlohn<br />

fallen – was<br />

zwar Sinn machen mag. Leider sind<br />

dadurch jedoch auch nach fixem<br />

Gehaltsschema entlohnte Bundesoder<br />

Landesbedienstete von der<br />

Möglichkeit eines JobRads derzeit<br />

noch ausgeschlossen. Doch sehr<br />

viele Dienstnehmer in der Privatwirtschaft<br />

könnten sich ihr auch in<br />

Alltag und Freizeit nutzbares Job-<br />

Rad, sobald ihr Dienstgeber mit an<br />

Bord ist, jederzeit sichern.<br />

MEHR INFOS<br />

https://www.klimaaktiv.at/mobilitaet/<br />

radfahren/job-rad.html<br />

www.firmenradl.at<br />

www.jobike.at<br />

www.leasemybike.at<br />

DIENSTRADLEASING<br />

einfach | modern | österreichisch


FOTO: Moving Mountains/HIWU Hinterramskogle<br />

Moving Mountains<br />

„Die Berge sind weiblich“: So lautet noch bis 30. September<br />

<strong>2023</strong> das Motto in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel.<br />

Mitten in den oberösterreichischen Kalkalpen gelegen,<br />

stehen hier über den Sommer verteilt rund 100 Veranstaltungen<br />

für outdoorbegeisterte Frauen auf dem Programm.<br />

Zu den Highlight gehören neben Achtsamkeitsund<br />

Abenteuertagen auch Wassersporterlebnisse wie<br />

Canyoning oder SUP- Yoga auf dem See.<br />

www.movingmountains.at; www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at<br />

EW<br />

Gipfelglück tut auch der Seele gut<br />

Aller Anfang ist schwer. Oder doch nicht?<br />

„Gipfelglück“ aus dem Styria-Buchverlag vereint<br />

wertvolle Tipps für all jene, die mit dem<br />

Bergsteigen beginnen möchten, mit einer<br />

großen Portion Motivation, sich den Höhen<br />

und Tiefen der Bergwelt und der eigenen<br />

Seele zu stellen. Eine Anleitung für den Weg<br />

von der Couch zum ersten Dreitausender –<br />

und zu sich selbst! Reisejournalistin und<br />

Wahl-Osttirolerin<br />

Monika Hoeksema<br />

hat ihre Berg liebe<br />

zu Papier gebracht<br />

und zeigt, dass das<br />

Erklimmen von<br />

Gipfeln nicht nur<br />

dem Körper, sondern<br />

auch der Seele<br />

Gutes tut.<br />

Um € 24,– ist im<br />

Buchhandel.<br />

www.styriabooks.at<br />

FOTO: Styria Verlag<br />

Mein erster<br />

Dreitausender<br />

Geführte Tour zum ersten<br />

3000er-Gipfelerlebnis im<br />

Nationalpark Hohe Tauern.<br />

In der Nationalpark-Region Hohe<br />

Tauern in Kärnten kann man diesen<br />

Herbst ein besonderes Bergerlebnis<br />

buchen – „Mein erster<br />

3000er“. Sicher geleitet von einem<br />

staatlich geprüften Bergführer<br />

geht es hinauf aufs Säuleck auf<br />

3086 m Höhe – eine unvergessliche<br />

Erfahrung. Von Mallnitz aus erfolgt<br />

der selbstständige Zustieg<br />

zum Arthur-von-Schmid-Haus auf<br />

2281 Metern Höhe, wo man auch<br />

die Nacht verbringt. Tags darauf<br />

geht es geführt zum Anstieg auf<br />

das 3086 Meter hohe Säuleck. Der<br />

Weg über den Südgrat zählt nicht<br />

zu den schwierigsten, erfordert<br />

aber doch Aufmerksamkeit und<br />

Trittsicherheit. Nach rund drei<br />

Stunden ist der Gipfel erreicht und<br />

belohnt die Ankömmlinge mit einem<br />

wunderschönen Ausblick auf den<br />

Ankogel und die Hochalmspitze.<br />

Termine: 7./8. und 21./22. September<br />

<strong>2023</strong>. Um € 199,– sind Übernachtung,<br />

Abendessen, Frühstücksbuffet<br />

und Bergführer inkludiert.<br />

Info/Buchung: T. +43 4824 2700 od.<br />

www.nationalpark-hohetauern.at/<br />

nationalpark-erlebnisse<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.nationalpark-hohetauern.at<br />

Foto: Franz Gerdl<br />

114


FOTO: Climbhow/Matte Knaus<br />

S<br />

TechOUTDOOR<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

DER RICHTIGE START IN DIE VERTIKALE<br />

Viele Bergsportfans machen in Klettersteigen die ersten Schritte am Felsen –<br />

oft nach dem Motto: Ausrüstung ausleihen und los. Allerdings können solche<br />

„Kaltstarts“ ins Auge gehen. Die Initiative XHOW mit den Projekten<br />

SNOWHOW, CLIMBHOW, BIKE HOW macht sich daher nicht nur im Winter<br />

Gedanken um die Sicherheit von Bergsportlern, sondern hat sich das Thema<br />

alpine Risiken auch im Sommer auf die Agenda geschrieben. Neben den<br />

kostenlosen CLIMBHOW Ferrata Workshops veranstaltet der Verein heuer<br />

am 2. September bereits zum 4. Mal das Klettersteig-Testival Innsbruck. Dort<br />

werden die Hersteller spezifischer Ausrüstung mit staatlich geprüften Bergführern,<br />

Bergrettern und Alpinärzten zusammengebracht, um an einem Tag<br />

alle Aspekte des Sportes in diversen Kurz-Workshops zu vermitteln.<br />

Alle Infos und Anmeldung unter: www.klettersteig-testival.info<br />

FOTO: 3 Zinnen AG<br />

3 FRAGEN AN<br />

STEFANIE PFEIFHOFER, MARKETING-<br />

COMMUNICATION BEI DER 3 ZINNEN AG<br />

Was bewegt dich aktuell im Business?<br />

Nach dem sehr erfolgreichen Winter<br />

sind wir mitten in der Sommersaison,<br />

wo wir einige neue Events, vor allem<br />

im gastronomischen Bereich, lanciert<br />

haben und stark an der Weiterentwicklung<br />

unseres Herbstproduktes arbeiten.<br />

Langfristiges Ziel ist es, die Nebensaisonen<br />

zu stärken und uns so zur Ganzjahresdestination für<br />

Bergbegeisterte und Naturliebhaber zu entwickeln.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport in deinem Leben?<br />

Seitdem ich mit 2 Jahren das erste Mal auf Skiern<br />

gestanden bin, spielt Sport eine sehr große Rolle in<br />

meinem Leben. Er ist der perfekte Ausgleich zum<br />

stressigen Alltag und hilft, nach der Arbeit den Kopf<br />

frei zu kriegen. Im Winter bin ich am liebsten auf<br />

Skiern unterwegs. Den Sommer erlebe ich am liebsten<br />

beim Wandern in den Dolomiten vor meiner<br />

Haustür oder mit meinem Gravel auf den vielen<br />

Schotterstraßen und Dolomitenpässen.<br />

Dein vergangenes oder zukünftiges<br />

Aktivsport- Highlight?<br />

Mein Lieblingsevent ist die Eroica Dolomiti, eines<br />

der beliebtesten Vintage-Radsport-Events der Welt.<br />

Es geht hier vor allem darum, dieses besondere Lebensgefühl<br />

in einer spektakulären Landschaft zu genießen.<br />

Mit Freunden auf zwei Rädern über Schotterstraßen<br />

durch die Dolomiten fahren, mit unglaublich<br />

gutem Essen – und Prosecco – entlang der Strecke.<br />

11.–12.<br />

NOV. ’23<br />

MESSE INNSBRUCK


FOTO: Crazy<br />

REIN INS ABENTEUER<br />

Das „CRAZY Pull Wonder Magic“ (UVP<br />

€ 130,–) ist eine fröhliche, bunte Sweatjacke,<br />

hinter deren fantasievollem Look sich<br />

die Berufung für das Outdoor- Abenteuer<br />

verbirgt. Sie eignet sich ideal für alle Trekking-Unternehmungen<br />

und Wanderungen,<br />

aber auch für Schneeschuhtouren etc.<br />

Sie wird mit HP-Gewebe hergestellt, ist<br />

weich und warm. Zu den Features zählen<br />

ein hoher, anliegender Kragen, Hüft- und<br />

Ärmelabschluss mit Stretchbund sowie<br />

Reiß verschlusstaschen.<br />

www.crazy.it<br />

Wandern mit der<br />

ROTHER APP<br />

Auf diese Touren<br />

kannst du dich verlassen:<br />

Alle Einträge<br />

stammen nämlich<br />

nur von professionellen<br />

Autoren<br />

und sind mit den<br />

besten Karten hinterlegt.<br />

Im Gold-<br />

Abo hast du uneingeschränkten<br />

Zugriff<br />

auf über<br />

13.000 Touren in<br />

Deutschland, den Alpen und weltweit. Hol dir als<br />

Leser von SPORT aktiv jetzt das Gold-Abo ein<br />

Jahr lang mit 40 % Rabatt: Gleich einlösen auf<br />

rother.de/sportaktiv23 (bis 31.10.<strong>2023</strong>).<br />

So einfach geht Wanderglück!<br />

FOTO: Rother<br />

EW<br />

Auf zur Alpinmesse!<br />

Vom 11. und 12. November steht die Leidenschaft für den<br />

Berg wieder im Zentrum der Alpinmesse <strong>2023</strong>. Zusammen<br />

mit dem parallel stattfindenden Alpinforum ist sie<br />

Österreichs größte Bergsportmesse mit Fachtagung und<br />

im deutschen Sprachraum der Anlaufpunkt für Neuheiten<br />

im Alpinsportsektor. Themenschwerpunkte sind:<br />

Sicherheit im alpinen Raum, Skitouren, Klettern und<br />

Bouldern, Trailrunning. Nähere Infos: www.alpinmesse.info<br />

Kleines optisches Meisterwerk<br />

Das CL Curio 7x21 von SWAROVSKI OPTIK ist das leichteste und kompakteste<br />

Fernglas seiner Klasse – klein, handlich und faltbar. Es ist intuitiv in der Anwendung und<br />

bietet großen Sehkomfort gepaart mit einzigartiger optischer Leistung. Es wurde vom<br />

preisgekrönten Designer Marc Newson entworfen und besticht durch seine klare Formensprache.<br />

Erhältlich ist es in schwarz und burnt-orange<br />

im Fachhandel oder auf www.swarovskioptik.com.<br />

Übrigens: Das komplette Sortiment<br />

der hochwertigen Fern- und<br />

Beobachtungsoptik kann man in<br />

dem kürzlich eröffnetten Store<br />

am Gelände der Kristallwelten in<br />

Wattens erleben.<br />

UND AB GEHT DIE POST!<br />

Der Fast Hiking-Schuh TECNICA Agate S GTX<br />

(UVP € 199,95) ist von Frauen speziell für Frauen<br />

designt und auf die weibliche Fußform und<br />

Bedürfnisse von Frauen abgestimmt. Die<br />

leichte Konstruktion wird mit Stabilität<br />

und Komfort kombiniert, damit<br />

schnellen Wanderungen<br />

nichts im Weg steht.<br />

www.blizzard-tecnica.com<br />

FOTO: Swarovski Optik<br />

FOTO: CMI<br />

FOTO: Tecnica<br />

116


FOTO: Climbers Paradise Tirol<br />

Climbing with Respect<br />

Die Initiative „Climbing with Respect“ von<br />

Climbers Paradise Tirol, Naturpark Karwendel<br />

und SAAC zielt auf die Bewusstseinsschaffung<br />

für die so wertvolle Ressource<br />

Natur und einen nachhaltigen &<br />

schonenden Umgang damit, ab.<br />

Sportler:innen sollen möglichst<br />

wenig Spuren am Felsen, in dessen<br />

Umgebung und generell in der<br />

Natur hinterlassen.<br />

www.climbers-paradise.com/<br />

climbing-with-respect<br />

FOTO: Nikwax<br />

OUTDOOR<br />

News | Events | Camps | Szene | Tech<br />

FOTO: Bayer<br />

Desinfiziert und heilt<br />

Bei oberflächlichen Wunden mit<br />

Infektionsgefahr wie zum Beispiel<br />

Schürf- oder Schnittwunden<br />

schützt BEPANTHEN<br />

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen<br />

informieren Gebrauchs information, Arzt oder Apotheker.<br />

Entgeltliche Einschaltung. CH-20220726-10S<br />

® Plus<br />

Creme wirksam vor Infektionen.<br />

Sie desinfiziert effizient und unterstützt<br />

die Wundheilung mit<br />

Dexpanthenol. Bepanthen ® Plus<br />

ist auch als handlicher Spray<br />

erhältlich, ideal für unterwegs.<br />

www.bepanthen.at<br />

NEUE NIKWAX-HANDELSVERTRETUNG IN ÖSTERREICH<br />

Nikwax wird seit 1. Juli in Österreich von der Agentur Uhl Exclusive<br />

Sportartikel GmbH (Foto: Matthias Uhl) vertreten. Diese<br />

ist seit 25 Jahren Distributor in Österreich für Scarpa, Ski Trab,<br />

Smartwool und Gregory sowie Exped (Agentur). www.nikwax.com


118


Herbst 3 Zeit<br />

Wenn die Luft immer klarer, die Tage kürzer<br />

und die Nadeln und Blätter in gelb-goldene Farben<br />

gehüllt werden, beginnt in der Dolomitenregion<br />

3 Zinnen die schönste Zeit im Jahr. Ist die<br />

Region im Hochsommer noch kühlender Zufluchtsort<br />

der Outdoor- und Natur-Fans, verwandelt<br />

sie sich im Herbst in das ideale Gebiet, um<br />

Erholung und Entspannung zu finden – fernab<br />

der trubeligen Gegenden und umgeben von<br />

imposanten Bergen mit den wohl berühmtesten<br />

Gipfeln Südtirols und<br />

mit einer breiten Vielfalt<br />

an kulinarischen<br />

Highlights.<br />

www.dreizinnen.com<br />

FOTO: Harald Wisthaler<br />

119


PRODUKT Outdoor by ISPO<br />

OUTDOOR<br />

BOOMT WEITER.<br />

Die Outdoor by<br />

ISPO <strong>2023</strong> brachte<br />

661 Aussteller und<br />

9000 Fachbesucher in<br />

München zusammen<br />

– zum Vorstellen von<br />

Produktneuheiten wie<br />

auch zum Austausch.<br />

120


OUTDOOR<br />

Der „Kreis“ in<br />

die Zukunft<br />

Die „Outdoor by ISPO“-Messe <strong>2023</strong> brachte Anfang<br />

Juni mehr als doppelt so viele Aussteller wie<br />

im Jahr davor nach München. Im Mittelpunkt der<br />

Über legungen vieler Hersteller: der Weg hin zu einer<br />

echten Kreislaufwirtschaft.<br />

von Christof Domenig<br />

FOTOS: Outdoor by ISPO<br />

V<br />

erglichen mit der<br />

„Comeback-Messe“<br />

nach Corona, der<br />

letztjährigen Outdoor<br />

by ISPO, hat<br />

sich das heurige große Treffen der<br />

weltweiten Outdoorbranche und<br />

-community Anfang Juni deutlich<br />

vergrößert. 661 statt 310 Aussteller<br />

füllten die Hallen- und Freiflächen<br />

im „MOC“ in München bis auf den<br />

letzten von 35.000 Quadratmetern,<br />

und präsentierten ihre Produkt-<br />

Neuheiten für die Sommersaison<br />

2024 rund 9000 Fachbesuchern aus<br />

88 Ländern. Wobei das Wachstum<br />

an Ausstellern zu einem großen Teil<br />

auf Hersteller aus den USA und<br />

China entfiel, aber auch die eine<br />

oder andere prominente Marke aus<br />

dem deutschsprachigen Raum neu<br />

vertreten war, beispielsweise<br />

adidas TERREX oder On.<br />

Wenn wir schon bei Zahlen<br />

sind: die präsentierte auch wieder<br />

die European Outdoor Group, der<br />

Zusammenschluss der europäischen<br />

Outdoorbranche. Demnach<br />

wurde 2022 europaweit ein Umsatz<br />

von 6,1 Milliarden Euro mit Outdoor-Ausrüstung<br />

erwirtschaftet, ein<br />

Plus von 11,5 % im Vergleich zu<br />

2021. Outdoor boomt also unverändert.<br />

Das größte Wachstum entfiel<br />

auf Schuhe (20,4 %) und Zubehör<br />

(19,1 %), während etwa die Bereiche<br />

Kletterausrüstung und Zelte<br />

vergleichsweise moderat wuchsen.<br />

Beim Schlendern durch die<br />

Hallen und über die Freiflächen sowie<br />

bei Gesprächen mit Ausstellern<br />

und Gästen wurde klar: Nachhaltigkeit,<br />

Klimaschutz und heuer insbesondere<br />

das Thema Kreislaufwirtschaft<br />

stehen im Fokus der Branche.<br />

Auch der auf der Messe vorgestellte<br />

„Consumer Insight Report“<br />

der ISPO zeigte, wie wichtig Nachhaltigkeit<br />

und Klimaschutz den<br />

Outdoorsportlerinnen und -sportlern<br />

sind. So gaben etwa 38 Prozent<br />

der für den Report Befragten an,<br />

zu einer anderen Marke als ihrer<br />

gewohnten wechseln zu wollen,<br />

sofern diese andere Marke klimafreundlicher<br />

ist.<br />

6,1 Milliarden Euro<br />

wurden 2022 mit<br />

Outdoor-Ausrüstung<br />

europaweit erwirtschaftet,<br />

11,5 %<br />

mehr als 2021.<br />

121


PRODUKT Outdoor by ISPO<br />

Ohne Kreislaufwirtschaft, so<br />

der allgemein vernehmbare Tenor,<br />

werden die angestrebten CO 2<br />

-Einsparungsziele<br />

nicht erreicht werden<br />

können. Statt ständig neuem<br />

Ressourceneinsatz geht es also darum,<br />

bestehende Ressourcen wieder<br />

und wieder einzusetzen – im Idealfall<br />

in einem geschlossenen Kreis.<br />

Es geht aber eben auch darum, einmal<br />

Produziertes so lange wie möglich<br />

zu nutzen – und erst nach diesem<br />

möglichst langem Zeitraum im<br />

Einsatz zu recyceln.<br />

Vaude und Nemo Equipment<br />

sind beispielhaft zwei Marken, die<br />

dieses Prinzip anhand konkreter<br />

neuer Produktgruppen in den Mittelpunkt<br />

stellten. Letztere mit der<br />

„Endless Promise“-Serie, wo jedes<br />

Produkt so konzipiert ist, dass es<br />

„reparierbar, wiederverkaufbar<br />

und am Ende recycelbar“ ist, so die<br />

Auskunft von Nemo Equipment.<br />

Den Startpunkt der Serie stellt der<br />

Schlafsack Forte dar. Vaude spricht<br />

von „ReThink!“. Sortenreinheit ist<br />

eine wichtige Voraussetzung für<br />

Recyclebarkeit und je komplexer<br />

ein Produkt, desto schwieriger ist<br />

diese herzustellen, erklärte man<br />

uns am dortigen Stand. Vaude hat<br />

auf der Messe etwa seinen ersten<br />

vollständig recycelbaren Rucksack<br />

aus einheitlichem Material vorgestellt,<br />

bei dem zudem Reparierbarkeit<br />

neu gedacht wird, mit „Verschleißteilen“,<br />

die ganz einfach entfernt<br />

und ersetzt werden können.<br />

Bei mehreren Ausstellern zu<br />

sehen waren Lagenjacken, die nicht<br />

wie gewohnt aus unterschiedlichen<br />

Kunststoffen, sondern aus einem<br />

Monomaterial bestehen und damit<br />

recycelt werden können. Etwa bei<br />

den Briten Montane und dem österreichischen<br />

Hersteller Martini<br />

Sportswear. Der verwendete Funktionsstoff<br />

heißt Pertex Shield Revolve:<br />

Bei diesem sind das Obermaterial<br />

wie die Membran und das<br />

Trägermaterial nicht nur aus (einheitlichem)<br />

recyceltem Polyester<br />

gefertigt, sondern können am Ende<br />

FOTO: Julian Rohn<br />

Devold lud zum Merino-Talk mit neuseeländischen<br />

Schafzüchtern, um den<br />

Prozess „vom Schaf zum Kleidungsstück“<br />

offen darzulegen.<br />

des Lebenszyklus komplett wiederverwertet<br />

werden.<br />

Eine andere österreichische<br />

Marke, Löffler, fiel durch die erste<br />

Kollektion mit vollständig transparenter<br />

Lieferkette auf. Und zwar<br />

nachvollziehbar auch für den Endverbraucher.<br />

Möglich wird das<br />

durch eine Zusammenarbeit mit<br />

„retraced“, einer Plattform für<br />

Nachhaltigkeit und Traceability.<br />

Mittels Scan eines QR-Codes werden<br />

alle Stationen des Herstellungswegs<br />

des jeweiligen Produkts aufgeschlüsselt.<br />

Einblicke zu geben und Transparenz<br />

zu schaffen bei der Herstel-<br />

Sortenreinheit ist<br />

eine wichtige Voraussetzung<br />

für die<br />

Recycelbarkeit eines<br />

Produkts.<br />

lung von Merino-Rohwolle, war ein<br />

Anliegen bei Devold of Norway –<br />

der Woll-Pionier lud zum Medien-<br />

Gespräch mit neuseeländischen<br />

Schafzüchern. Für ein anderes Naturprodukt<br />

warb Thomas Heinen<br />

von „Heinen Leder“ leidenschaftlich<br />

an seinem Stand: Der Lieferant<br />

für Bergschuh-Produzenten wie<br />

etwa Hanwag oder Mammut gab<br />

beispielsweise zu bedenken, dass<br />

Leder durch die Fleischindustrie<br />

ohnehin anfalle und viele Häute<br />

mittlerweile vernichtet statt verwertet<br />

würden. Oder dass hochwertige<br />

Lederschuhe, sofern sie wiederbesohlbar<br />

sind, 15 Jahre in Verwendung<br />

sein könnten. Das Thema<br />

„Wiederbesohlbarkeit“ wurde ebenfalls<br />

erneut bei vielen Schuhherstellern<br />

bei ihren neuen Produkten<br />

aufgegriffen, etwa bei La Sportiva.<br />

Auf Zirkularität setzt auch Hosenspezialist<br />

Maier Sports und<br />

nutzt dabei NFC-Chips, um die Materialien<br />

nachverfolgen und am<br />

Ende des Produktlebens dem Recycling<br />

zuführen zu können. Das Thema<br />

zog sich nicht zuletzt auch<br />

durch die mit einem ISPO Award<br />

prämierten Produkte – und es steht<br />

auch bei unseren subjektiven<br />

„Messe Top 6“ im Mittelpunkt.<br />

122


6OUTDOOR<br />

Top 6 Messe-Neuheiten<br />

ADIDAS TERREX Xploric Wind Jacket<br />

Funktionsjacke aus 98 % Baumwolle<br />

robustes Gewebe mit wasserabweisender<br />

Ausrüstung (PFC-frei)<br />

windschützend<br />

2 % Elasthan für Bewegungsfreiheit<br />

UPF-Schutz 50+<br />

Teil von adidas terrex<br />

„Made with Nature“-<br />

Kollektion<br />

ISPO Award-prämiert<br />

PREIS (UVP): € 150,–<br />

adidas.com<br />

DEVOLD Standal Merino<br />

Zip Neck Tee<br />

gehört zur ersten Devold<br />

Bike- Kollektion<br />

aus feinem Merino-Tencel-<br />

Mischgewebe<br />

für Gravel & Mountainbike –<br />

aufgrund geruchsneutralisierender<br />

Eigenschaften der Merinowolle<br />

auch auf mehrtägigen<br />

Touren (Bikepacking) perfekt<br />

in Europa gefertigt<br />

ISPO Award-prämiert<br />

PREIS (UVP): € 140,–<br />

www.devold.com<br />

LÖFFLER Hooded Jacket<br />

Aquavent WPM Pocket<br />

superleichte 2,5-Lagen Speed<br />

Hiking-Jacke mit 100 %<br />

recycelter Oberware<br />

wasserdicht, winddicht,<br />

besonders atmungsaktiv<br />

Teil von Löfflers erster Kollektion<br />

mit vollständig transparenter<br />

Lieferkette – per QR-Code<br />

auf der Plattform „retraced“<br />

nachvollziehbar<br />

PREIS (UVP): € 219,99<br />

www.loeffler.com<br />

VAUDE Elope 18+4<br />

multifunktionaler Rucksack, der<br />

zu Vaudes neuem „Rethink!“-<br />

Kreislaufkonzept gehört<br />

leicht reparierbar und am Ende<br />

des Produktlebens vollständig<br />

recycelbar<br />

wasserdicht durch innovative<br />

Beschichtung aus Recycling-<br />

PET<br />

komfortables, luftig<br />

gepolstertes Tragesystem<br />

PREIS (UVP): € 170,–<br />

www.vaude.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

GARMONT Dragontail Tech Geo<br />

überarbeitete, nachhaltigere Version des Klassikers Dragontail<br />

Tech 28 % weniger CO 2<br />

-Ausstoß (10,4 kg gegenüber 14,6 kg<br />

beim Vorgänger) – ohne Kompromisse bei der Leistung<br />

Zusammenarbeit mit „ACBC“ zur wissenschaftlichen<br />

Berechnung des CO 2<br />

-Fußabdrucks ISPO Award-prämiert<br />

PREIS (UVP): € 180,– | garmont.com<br />

LEKI Hemp One Vario<br />

der erste verstellbare<br />

Trekkingstock aus Hanffasern<br />

der Hanf wird nur 6 km vom<br />

Leki-Firmensitz entfernt angebaut<br />

Herstellung komplett in Europa<br />

mit dem Deutschen Institut für<br />

Textil- und Faserforschung entwickelt<br />

vorerst als handgefertigte limitierte<br />

Sonderedition geplant<br />

ISPO Award-prämiert<br />

PREIS (UVP): € 240,– | leki.com<br />

123


PERSONALITY Simon Gietl<br />

S<br />

imon, wie ging das los …<br />

mit dir und den Bergen?<br />

Ich bin auf 1400 Meter<br />

Höhe in einem kleinen<br />

Bergbauerndorf aufgewachsen.<br />

Mein Vater war leidenschaftlicher<br />

Skitourengeher. Als ich<br />

13 war, hat er mich erstmals mitgenommen<br />

und ab diesem Zeitpunkt<br />

ging es dann jeden zweiten Sonntag<br />

hoch in die Berge.<br />

Warum nur jeden zweiten?<br />

So konnte mein Vater im Wechsel<br />

seine Touren gehen und andere auf<br />

mein Tempo anpassen. Außerdem<br />

wollte er vermeiden, dass er mich<br />

in jungen Jahren verheizt, mir vielleicht<br />

die Lust am Tourengehen<br />

nimmt. Generell war das sicher gut<br />

so. Aber ich habe immer zwei<br />

Wochen gezappelt, bis es endlich<br />

wieder soweit war.<br />

Wie kam es zum Wechsel vom<br />

Schnee in die Felswand?<br />

Das kann man Zufall oder Schicksal<br />

nennen. Ich war gerade volljährig,<br />

als mich beim Trampen ein Kletterer<br />

mitnahm, der von einer Tour an<br />

der Großen Zinne kam. Er erzählte<br />

mir so anschaulich, was er dort erlebt<br />

hatte, dass ich etwas Ähnliches<br />

erleben wollte.<br />

Und dann bist du zur Großen Zinne<br />

gefahren?<br />

Nicht ganz. Wir haben uns mit ein<br />

paar Jungs zusammengetan, die<br />

auch etwas Neues entdecken wollten,<br />

und sind in unsere ersten Wände<br />

gestiegen. Anfangs habe ich<br />

mich in der Höhe unwohl gefühlt.<br />

Die ersten Touren im 5. oder 6.<br />

Grad war ich unsicher, musste<br />

zwischen den Bohrhaken öfter mal<br />

einen zusätzlichen Keil legen, weil<br />

ich mich nicht hochgetraut habe.<br />

Warum hast du dir das auferlegt,<br />

wenn du dich unwohl gefühlt hast?<br />

Ich wollte mich durchkämpfen.<br />

Über meinen Schatten springen.<br />

Das ist es, was mich bis heute am<br />

FOTO: Frank Kretschmann<br />

124


OUTDOOR<br />

GRENZEN VERSCHIEBEN.<br />

Simon Gietl – hier beim North6-Projekt<br />

in der Große Zinnen-Nordwand.<br />

Gratwanderer<br />

Salewa-Athlet Simon Gietl zählt zu den Alpinisten einer neuen<br />

Generation. Im Interview spricht er über den Klimawandel in den<br />

Dolomiten, über spannungsgeladene Momente in Patagonien und<br />

schwere Entscheidungen in Pakistan.<br />

von Axel Rabenstein<br />

125


PERSONALITY Simon Gietl<br />

Bergsteigen fasziniert. Du tastest<br />

dich an eine neue Herausforderung<br />

heran und bewältigst sie. Natürlich<br />

solltest du dabei nicht mit einem<br />

Fuß im Grab stehen. Du musst dich<br />

gefordert, aber nicht überfordert<br />

fühlen. Ich hatte häufig das Gefühl,<br />

dass es gefährlich ist, was ich mache,<br />

und habe mir Stück für Stück<br />

erarbeitet zu verstehen, dass es<br />

nicht gefährlich ist – dass es kein<br />

Problem ist, in senkrechtem oder<br />

überhängendem Gelände zwei Meter<br />

tief in einen Bohrhaken zu fallen.<br />

Hat sich mit der Geburt deiner Söhne<br />

deine Art zu klettern verändert?<br />

Ich schlage nicht einen Haken<br />

mehr, weil ich zwei Kinder zu Hause<br />

habe. Den Haken habe ich früher<br />

auch geschlagen. Alt werden wollte<br />

ich schon immer. Was sich verändert<br />

hat, ist die Auswahl der Expeditionen.<br />

Ich sehe zu, nicht länger<br />

Über meinen Schatten<br />

springen. Das ist es,<br />

was mich bis heute<br />

am Bergsteigen fasziniert.<br />

Du tastest dich<br />

an eine neue Herausforderung<br />

heran und<br />

bewältigst sie.<br />

als vier bis fünf Wochen unterwegs<br />

zu sein. Meine Familie würde mir<br />

sonst fehlen.<br />

Werden deine Kinder in einer<br />

anderen Welt groß als du?<br />

Definitiv. Ich war 14 Jahre alt, als<br />

wir ein Festnetztelefon bekamen. An<br />

freien Tagen waren wir den ganzen<br />

Tag alleine im Dorf unterwegs, niemand<br />

wusste, wo wir sind. Mit dreieinhalb<br />

Jahren stand ich auf Ski, wir<br />

haben uns die Pisten jahrelang<br />

selbst getreten. Ich war schon 15,<br />

als ich das erste Mal mit einem Lift<br />

gefahren bin. Meine Söhne steigen<br />

heute in den Skibus, in die Gondel<br />

und fahren in erschlossene Skigebiete.<br />

Die Natur, wie ich sie erleben<br />

durfte, war ein großes Geschenk.<br />

Wie erlebst du den Klimawandel<br />

bei deiner täglichen Arbeit als<br />

Bergführer?<br />

Die Temperaturen schwanken extremer,<br />

entweder es ist kalt oder warm.<br />

Unverkennbar ist, dass sich der Permafrost<br />

zurückentwickelt, in den<br />

Dolomiten häufen sich die Felsstürze,<br />

man hört es immer mehr und sie<br />

werden immer größer. Die Gefahrensituationen<br />

verändern sich.<br />

Eine besondere Gefahrensituation<br />

hast du in Patagonien erlebt, als du<br />

in der Wand plötzlich Stromschläge<br />

kassiert hast. Was war da los?<br />

VARIO PS<br />

THE BIKE-BAG-<br />

BACKPACK<br />

RADTASCHE & RUCKSACK 2 IN 1<br />

In Sekundenschnelle vom Rücken ans Rad – der innovative und wasserdichte Vario PS ist Rucksack<br />

und Radtasche in einem. Jetzt auch in einer kleineren 20 L Version erhältlich.


OUTDOOR<br />

Das war 2009 mit Roger Schäli am<br />

Aguja de l’S. Wir waren fast oben,<br />

als ein Gewitter aufzog. Die Luft<br />

war so aufgeladen, dass wir alle<br />

paar Sekunden eine gewischt bekamen,<br />

wie von einem Elektrozaun.<br />

Die Schläge haben uns am Hinterkopf<br />

getroffen, wahrscheinlich weil<br />

der Drehverschluss am Helm aus<br />

Metall ist. Heute kann ich darüber<br />

lachen, aber damals dachten wir,<br />

jetzt geht’s zu Ende …<br />

Wie habt ihr reagiert?<br />

Eine Option war, alles runterzuschmeißen,<br />

was Metall enthält,<br />

Pickel, Steigeisen, Haken. Die zweite<br />

Option war, so schnell wie möglich<br />

abzuseilen. Das haben wir dann<br />

auch getan, nach zwei Seillängen<br />

haben die Stromschläge glücklicherweise<br />

aufgehört und das<br />

Gewitter ist vorübergezogen.<br />

FOTO: Kaletsch Medien GmbH<br />

Wie wär’s bei Option eins ohne<br />

Haken weitergegangen?<br />

Gute Frage. Das war wohl der<br />

Grund dafür, dass wir uns für<br />

Option zwei entschieden haben.<br />

Ebenso mit Roger Schäli hast du<br />

2021 ein besonderes Projekt mit dem<br />

Namen „North6“ realisiert. Kannst<br />

du uns das noch einmal umreißen?<br />

Die Idee war, die sechs großen<br />

Nordwände der Alpen nonstop mit<br />

eigener Muskelkraft zu bezwingen.<br />

Petit Dru, Grand Jorasses, Matterhorn,<br />

Eiger, Piz Badile und Große<br />

Zinne. Insgesamt rund 1000 Kilometer<br />

zwischen den Wänden und<br />

mehr als 30.000 Höhenmeter im<br />

Aufstieg.<br />

Was sind deine prägenden Erinnerungen<br />

daran?<br />

Zwei Monate vor unserem geplanten<br />

Start habe ich mir beim Klettern<br />

das Knie verdreht. Schaden an<br />

Meniskus und Knorpel, ich musste<br />

operiert werden. Ich hatte Tage zuvor<br />

noch Radtouren mit 300 Kilometer<br />

und 5000 Höhenmeter absolviert<br />

und problemlos weggesteckt.<br />

Plötzlich liege ich im Krankenhaus<br />

und kann kaum laufen. So am Boden<br />

war ich nie zuvor.<br />

Warum habt ihr das Projekt nicht<br />

verschoben?<br />

Wir hatten ein Filmteam, Sponso-


PERSONALITY Simon Gietl<br />

ren, die ganzen Vorbereitungen, das<br />

kannst du nicht mal eben für ein<br />

paar Wochen nach hinten schieben.<br />

Ich wollte stark sein. Nun war ich<br />

das schwächste Glied der Unternehmung.<br />

Das war hart für mich.<br />

Ich habe auf den Kalender geschaut,<br />

die Tage gezählt und mit<br />

meinem Knie noch nicht einmal<br />

eine Umdrehung auf dem Ergometer<br />

hingekriegt.<br />

Wie hast du es dann doch geschafft?<br />

Mein Physiotherapeut hat mir Mut<br />

gemacht und gesagt, ich solle es<br />

einfach probieren. Abbrechen könne<br />

ich immer noch. Nach zwei Wänden<br />

habe ich gespürt, dass mein<br />

Knie hält, und habe ihm versprochen<br />

mich nach dem Projekt voll<br />

und ganz seiner Genesung zu widmen<br />

und die Schiene abgenommen.<br />

Das Knie war einverstanden?<br />

Ja, das war es. Und inzwischen ist<br />

alles wieder gut.<br />

Im Februar <strong>2023</strong> hast du alleine die<br />

12 Gipfel der Geislerspitzen überschritten.<br />

Zuletzt warst du am Meru<br />

in Indien. Was sind die nächsten Projekte?<br />

Ich spreche ungern über Pläne. Lieber<br />

erzähle ich die Geschichten danach.<br />

Was ich sagen kann, ist: Wenn<br />

ich mal 60 oder 70 bin, dann möchte<br />

ich durch ein prall gefülltes Abenteuer-<br />

und Erlebnisbuch blättern.<br />

Das wird mir mehr Spaß machen,<br />

als in ein Kontobuch zu gucken.<br />

Vor fünf Jahren warst du mit Thomas<br />

Huber in Pakistan, um die Nordseite<br />

des Latok 1 zu begehen. Ihr habt<br />

wegen Lawinengefahr abgebrochen.<br />

Wie schwer ist es, so eine Entscheidung<br />

zu treffen?<br />

Einerseits schwer, weil man einen<br />

Traum nicht verwirklichen kann.<br />

Andererseits leicht, weil es einfach<br />

zu gefährlich gewesen wäre. Und<br />

der Traum lebt ja weiter.<br />

ZUR PERSON<br />

Simon Gietl<br />

wurde 1984 geboren. Er hat bereits<br />

zahlreiche Begehungen in der ganzen<br />

Welt realisiert. Zuletzt gelangen ihm<br />

zwei viel beachtete Solo-Winterüberschreitungen<br />

– von allen Hauptgipfeln<br />

der Rosengarten-Gruppe (2022) sowie<br />

allen 12 Geislerspitzen (<strong>2023</strong>). Simon ist<br />

verheiratet, hat zwei Söhne und arbeitet<br />

in seiner Heimat Südtirol als Bergführer.<br />

www.simongietl.it<br />

Wird’s ein Wiedersehen mit dem<br />

Latok geben?<br />

Na ja, jetzt muss ich ja doch über<br />

Pläne reden. Ich würde mal so viel<br />

dazu sagen, dass ich mit dem<br />

Thomas demnächst mal ein Bier<br />

trinken gehen muss.<br />

Und wenn’s am Ende wieder losgeht,<br />

was ist schöner: aufzubrechen oder<br />

zurückzukommen?<br />

Das eine braucht das andere.<br />

FOTO: Matteo Mocellin Storyteller Labs<br />

128


SCHLADMING DACHSTEIN<br />

FOTOS: Christine Höflehner; Christoph Huber; Christoph Lukas<br />

Mal einfach raus in die Natur<br />

In der Region Schladming-Dachstein in der Steiermark kommen alle Naturliebhaber auf ihre Kosten.<br />

I<br />

m Spätsommer, wenn das<br />

goldene Licht die Landschaft<br />

färbt, die Luft schon etwas<br />

kühler wird und sich eine<br />

grenzenlose Sicht auf die<br />

umliegende Bergwelt öffnet, lässt<br />

man die Sorgen des Alltags in der<br />

Region Schladming-Dachstein in<br />

der Steiermark einfach hinter sich.<br />

Egal ob Aktivurlauber oder Genießer,<br />

hier muss man sich nicht entscheiden.<br />

Von Schladming im Westen<br />

bis nach Grimming-Donnersbachtal<br />

im Osten hat man die Qual<br />

der Wahl: ob bei einer gemütlichen<br />

Wanderung, bei einer alpinen<br />

Bergtour, auf zwei Rädern entlang<br />

von Biketrails oder auf einem Klettersteig.<br />

Des Wanderers Lust<br />

Zwei beliebte Touren in dieser Jahreszeit<br />

sind der Roseggersteig und<br />

für ambitioniertere Wanderer der<br />

Jungfernsteig in Ramsau am Dachstein.<br />

Beide Routen führen entlang<br />

von leuchtend goldenen Lärchen<br />

hinauf auf das Plateau am Fuße des<br />

Dachsteins, den Brandriedel. Der<br />

Ausblick auf das beeindruckende<br />

Dachstein-Massiv ist dort oben einzigartig.<br />

Klettersteig-Paradies<br />

Für alle die mehr Adrenalinkick<br />

wollen, eignet sich einer der 30<br />

Klettersteige in der Region, egal ob<br />

in Ramsau am Dachstein, der Wiege<br />

des Klettersteigens, oder am weiter<br />

östlich liegenden Stoderzinken, für<br />

jeden Schwierigkeitsgrad lässt sich<br />

das Richtige finden. Klettersteigtipp:<br />

Der Franz-Klettersteig am<br />

Stoder zinken führt hoch hinauf<br />

über eine Hängebrücke bis kurz<br />

vor dem Gipfel des Stoderzinkens.<br />

Für Biker<br />

Für Biker bietet auch der Spätsommer<br />

noch unzählige Touren. Eine<br />

einfache, aber dennoch beeindruckende<br />

Mountainbikeroute ist die<br />

Spechtensee-Runde. Über asphaltierte<br />

Nebenstraßen und einige<br />

steile Rampen, die etwas Kondition<br />

erfordern, führt die Tour zum Rastplatz<br />

am malerischen, zwischen<br />

Almwiesen und Wäldern eingebetteten<br />

Spechtensee. Und am Rückweg<br />

durch die „alte Klachau“ können<br />

müde Beine im kalten Wasser des<br />

Grimming-Bachs belebt werden.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

129


Freiheit spüren, Natur<br />

erleben, Neues entdecken<br />

Stadt(er)leben, Kulturgenuss und kulinarische Highlights sowie Aktivitäten<br />

in der Natur liegen in der Erlebnisregion Graz ganz nah beisammen.<br />

Z<br />

u Recht kann man die<br />

Erlebnisregion Graz<br />

als Wanderparadies<br />

bezeichnen. Kaum<br />

eine Region bietet so<br />

eine Vielfalt an unterschiedlichsten<br />

Landschaftstypen und attraktiven<br />

Naturerlebnissen in unmittelbarer<br />

Nähe zu einer internationalen Kultur-,<br />

Genuss- und Landeshauptstadt.<br />

Wunderbar wanderbar<br />

Von der Landeshauptstadt Graz aus<br />

geht es direkt in das Wanderparadies<br />

der Region. Von der Hebalm<br />

über die Gleinalm bis zum Schöckl<br />

erstrecken sich herrliche Touren,<br />

die das Herz jedes Naturliebhabers<br />

höherschlagen lassen. Egal ob ein<br />

gemütlicher Stadtspaziergang, eine<br />

romantische Almtour, eine Wanderung<br />

mit Kind und Kegel, ein Erlebnis<br />

für Genießer und Feinschmecker,<br />

eine Tour entlang an Fluss und<br />

130


REGION GRAZ<br />

genüberliegenden Berge. Der<br />

Uferweg – oder besser Pfad – ist<br />

wunderschön im Wald angelegt und<br />

führt meist direkt am Wasser entlang.<br />

Immer wieder laden einsame<br />

Plätze zum Rasten oder zu einem erfrischenden<br />

Bad im See ein. Der<br />

Pfad führt manchmal über Felsen,<br />

gutes Schuhwerk und Wanderstöcke<br />

sind daher empfehlenswert. Auch<br />

ein paar Leitern und Stege sind zu<br />

überqueren, was diese abwechslungsreiche<br />

Wanderung für die ganze<br />

Familie noch attraktiver macht.<br />

Rund um den Hirzmannstausee<br />

– Bild<br />

oben – führt eine<br />

wunderbare Tour,<br />

für Naturliebhaber.<br />

TOUREN-INFO: Weglänge: 8 km, Gehzeit:<br />

ca. 2,5 Stunden, Aufstieg: ca. 30 hm, höchster<br />

Punkt: 725 m.<br />

Der Folder „Wandern rund um<br />

Graz“ mit 35 Touren-Tipps kann<br />

hier bestellt werden:<br />

regiongraz.at/wandern<br />

Der Schloßberg mit<br />

seinem Uhrturm ist<br />

eine Erholungsoase<br />

für Aktive mitten in<br />

der Stadt.<br />

Dem Himmel so nah –<br />

Bergluft macht hungrig<br />

Was wäre eine Wanderung ohne<br />

Pausen? Am liebsten in einer urigen<br />

Berghütte oder in einer zünftigen<br />

Buschenschank, gerne darf es auch<br />

mal ein gepflegter Gasthof nach der<br />

Anstrengung sein. Verkoste die<br />

Erlebnisregion Graz!<br />

FOTOS: Mias Photoart, Harry Schiffer, Graz Tourismus - Tom Lamm<br />

See oder ein imposanter Gipfelsieg.<br />

Die Belohnung mit herrlichen Panoramablicken<br />

ist garantiert. In der<br />

Erlebnisregion Graz ist es zu schön,<br />

um zuhause zu bleiben!<br />

Touren-Tipp:<br />

rund um den Hirzmannstausee<br />

Der See mit seinem frischen Bergwasser<br />

inmitten grüner Wälder, seinem<br />

wildromantischen Uferweg, ist<br />

vor allem an heißen Sommertagen<br />

ein beliebtes Ziel für Naturbegeisterte<br />

– zum Baden, Wandern, Paddeln,<br />

Entspannen. Die besondere Attraktion<br />

für Rundwanderer ist der<br />

knapp 60 Meter hohe Steg über die<br />

Staumauer der Hirzmann Talsperre.<br />

Damit wird der Rundweg wesentlich<br />

abgekürzt und man genießt<br />

spektakuläre Blicke in die Tiefe,<br />

aber auch auf den See und die ge-<br />

Wander-<br />

Highlights in der<br />

Region Graz<br />

1. September:<br />

Geführte Wanderung<br />

mit „dieWanderguides“:<br />

Reinischkogel-Rundtour<br />

2. September:<br />

Musikwandertag Lipizzanerheimat<br />

3. September:<br />

A Steirische Roas in St. Radegund<br />

9. September:<br />

Lipizzaner Almabtrieb in<br />

Maria Lankowitz und Köflach<br />

30. September:<br />

Schmankerlwandertag in<br />

Laßnitzhöhe<br />

Entdecke die<br />

schönsten Ausflugsziele<br />

Einige der Top-Ausflugsziele der<br />

Steiermark liegen in der Erlebnisregion<br />

Graz – wie das Österreichische<br />

Freilichtmuseum Stübing, die<br />

Lurgrotte als größte wasserdurchströmte<br />

Tropfsteinhöhle Österreichs<br />

oder die majestätischen<br />

Pferde in der Lipizzanerheimat.<br />

Hier kommt alles von Herzen und<br />

die Kombination von Stadt auf Land<br />

bringt Abenteuer, Spaß und Gaumenfreude<br />

in den Urlaub. Denn<br />

genau das hast du dir verdient:<br />

Kopf aus, Urlaub an!<br />

Weitere Infos unter:<br />

regiongraz.at<br />

131


TOURISMUS<br />

Familienwandern<br />

132


OUTDOOR<br />

Mit kleinen<br />

Schritten<br />

Gemeinsam mit Kindern durch den Herbst wandern?<br />

Richtig geplant lässt sich gerade die ruhige Zeit des<br />

Jahres perfekt für Ausflüge in die Natur nutzen.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

KLEINE ENTDECKER.<br />

Kinderaugen sehen oft viel<br />

mehr, als wir Erwachsenen auf<br />

den ersten Blick entdecken.<br />

FOTO: TVB Wildschönau/Dabernig<br />

133


TOURISMUS<br />

Familienwandern<br />

W<br />

andernd<br />

Neues entdecken,<br />

die<br />

Kraft der<br />

Berge, der<br />

Natur und ihrer<br />

Gewalten hautnah spüren, über<br />

sanfte Almwiesen wandeln, tief in<br />

die Wälder eintauchen und oben<br />

vom schroffen Gipfel mit der Jause<br />

am Schoß die einsame Stille genießend<br />

hinunter ins Tal blicken. Als<br />

begeisterter Bergmensch steht es<br />

eigentlich außer Frage, diese Erlebnisse<br />

nicht auch an seine Kinder,<br />

Enkel, Nichten und Neffen weiterzugeben.<br />

Zugegeben, für besagte<br />

einsame Stille ist die Zeit dann wohl<br />

abgelaufen. Aber dafür kann man<br />

von den kleinen Entdeckern auf<br />

Tour so viel anderes lernen. Die<br />

längst vergessene Begeisterung für<br />

die Käfer am Wegesrand, die Neugier,<br />

was hinter der nächsten Ecke<br />

wartet, und die Ruhe und Gelassenheit<br />

auch einfach mal zu trödeln.<br />

Gerade Spätsommer und Herbst<br />

sind ob ihrer gemäßigten Temperaturen<br />

und der oft stabilen Wetterlage<br />

nahezu prädestiniert für die eine<br />

oder andere Familienwanderung.<br />

Wie, wo, was, wann?<br />

Wandern mit Kindern und der ganzen<br />

Familie, das gelingt wohl überall<br />

im Land. Wichtig dabei ist, die<br />

eigenen Kinder nicht zu über-, aber<br />

natürlich auch nicht zu unterschätzen.<br />

„Unsere speziellen Familienwanderungen<br />

gehen über ca. 5 bis<br />

7 Kilometer mit maximal 300 hm“,<br />

gibt Susanne Wohlfarter, Wanderführerin<br />

in der Wildschönau, eine<br />

grobe Orientierung, betont aber<br />

auch die Individualität jedes einzelnen<br />

Kindes. Wie viel tatsächlich zumutbar<br />

ist, ist ob des enormen Alters-<br />

und Leistungsbereichs schwer<br />

in einen groben Rahmen zu fassen.<br />

Wandern kann man mit seinen Kindern<br />

dank Tragetuch und Kraxe ja<br />

schon sehr früh im jungen Leben.<br />

Sind die Kinder dann gut zu Fuß, beginnt<br />

man mit kurzen Wegen und<br />

FOTO: NLW Tourismus Marketing GmgH<br />

Stabiles Wetter,<br />

satte Farben, gute<br />

Laune – so geht<br />

Familien-Wandern!<br />

DIE EXPERTEN<br />

Susanne Wohlfarter<br />

arbeitet als Wanderführerin in der Tiroler<br />

Region Wildschönau und ist dort<br />

auch gerne mit Kindern unterwegs.<br />

www.wildschoenau.at<br />

Christopher Gruber<br />

ist Geschäftsführer im Kärntner<br />

Tourismusverbund Nassfeld Pressegger<br />

See Lesachtaal Weissensee.<br />

www.nlw.at<br />

Christian Tschurtschenthaler<br />

geht mit seinen Söhnen gerne in die<br />

Berge und ist in der Südtiroler Region<br />

Drei Zinnen für PR zuständig.<br />

www.dreizinnen.com<br />

plant viel Spielzeit im Wald, am<br />

Wasser oder an kleinen Felsen ein.<br />

Wird der Nachwuchs älter, können<br />

auch die Touren länger und anspruchsvoller<br />

gestaltet werden.<br />

Egal wie alt: Besonders wichtig,<br />

so streicht Susanne Wohlfarter hervor,<br />

ist es, genügend Pausen zum<br />

Rasten oder Trinken, vielleicht auch<br />

mal eine kleine süße Belohnung zwischendurch<br />

einzuplanen. Ihr Tipp:<br />

„Spaß zuerst … und kein Druck,<br />

dann geht vieles!“<br />

Auch wenn der Herbst mit seinen<br />

nicht mehr so hohen Temperaturen<br />

und seinen einzigartigen Farbenspielen<br />

eine tolle Wanderzeit ist,<br />

es gilt hier als Erwachsene doch etwas<br />

„vorauszudenken“. Sind es im<br />

Sommer mögliche Wärmegewitter,<br />

die es zu beachten gilt, kann es zum<br />

Finale der Wandersaison oben in<br />

den Bergen durchaus schon den ersten<br />

Schnee geben. Und, wie Christian<br />

Tschurtschenthaler, in der Region<br />

3 Zinnen für PR zuständig, zu bedenken<br />

gibt: Anfang Oktober schließen<br />

so manche hochgelegenen<br />

134


OUTDOOR<br />

Schutzhütten, hier darf man auch<br />

auf Proviant nicht vergessen. „Auf<br />

jeden Fall gehören Mütze, Handschuhe<br />

und warme Bekleidung mit<br />

in den Rucksack, denn auch wenn es<br />

im Tal noch warm ist, kann es oben<br />

ganz schön ungemütlich werden“,<br />

warnt Susanne Wohlfarter und ergänzt:<br />

„Die Wege sind dann oft auch<br />

nass, speziell die Wurzeln glitschig<br />

und die Sonne trocknet die Wege<br />

nur noch schlecht auf. Hier sind<br />

Schuhe mit sehr guten, rutschfesten<br />

Sohlen ein Muss.“<br />

Auch Christopher Gruber,<br />

Geschäftsführer im Tourismusverbund<br />

Nassfeld Pressegger See<br />

Lesachtal Weissensee, betont die<br />

Wichtigkeit von gutem Schuhwerk.<br />

Turnschuhe gehören da nicht dazu.<br />

Was sonst für ihn noch in den (Erwachsenen-)Rucksack<br />

gehört: viel<br />

zu trinken, Obst, Müsliriegel, Regenkleidung,<br />

Wäsche zum Umziehen,<br />

Blasenpflaster, Erste-Hilfe-Set,<br />

Jause (gerne regional gekauft) und<br />

auch im Herbst eine Tube Sonnencreme.<br />

Beim Trinken, so der Ratschlag<br />

von Christian Tschurtschenthaler,<br />

der dabei aus Erfahrung mit<br />

seinen eigenen Jungs spricht, „sollte<br />

man allzu süße Getränke vermeiden<br />

– frisches Quellwasser ist der<br />

beste Durstlöscher“.<br />

Kinder zum Wandern motivieren<br />

Spielend wandern mit Kindern, Kinder<br />

unterwegs bei Laune zu halten,<br />

ihnen ein positives Naturerlebnis zu<br />

bieten und sie langfristig für das<br />

Draußensein, die Natur und das<br />

Wandern zu begeistern, das haben<br />

auch die „Österreichischen Wanderdörfer“,<br />

ein Zusammenschluss<br />

von über 40 hochkarätigen heimischen<br />

Wanderregionen, zu einem<br />

ihrer Steckenpferde erklärt. Christopher<br />

Grubers Lektüre-Tipp für<br />

wandernde Familien: der Online-Ratgeber<br />

„Spielend Wandern“<br />

(www.wanderdoerfer.at/outdoor-spiele).<br />

Dort findet sich nicht<br />

nur eine große Zahl an wanderbaren<br />

Tipps aus den einzelnen Regionen,<br />

sondern auch viele Inputs rund um<br />

FOTO: Manuel Kottersteger/Drei Zinnen<br />

das Thema des spielerischen Wanderns<br />

und Draußenseins an 365 Tagen<br />

im Jahr – und natürlich ein<br />

Sammelsurium an Themenwegen<br />

für Familien und Kinder, eigens<br />

angelegte Spielmeilen entlang familienfreundlicher<br />

Wanderwege, spezielle<br />

Natur- und Abenteuerspielplätze,<br />

ganze Erlebnisberge und Erlebnisparks<br />

und „magische Orte“.<br />

Doch mit etwas Inspiration,<br />

Fantasie und Geschick lässt sich so<br />

gut wie jede Wanderung zum<br />

kurzweiligen Abenteuer formen.<br />

Hilfreich dabei: gemeinsam mit anderen<br />

Kindern gehen, dadurch motivieren<br />

sich die Kleinen gegenseitig.<br />

„Kinder lieben Kinder“, unterstreicht<br />

Wohlfarter. Nörgelnde oder<br />

vorsichtige Kinder nimmt sie gerne<br />

an der Hand, sie dürfen dann ihre<br />

„Helfer“ sein und vor allen anderen<br />

gehen. Wälder, vor allem solche mit<br />

Laubbäumen, bieten oft großartige<br />

Klettermöglichkeiten, genauso wie<br />

kleine Felsen zur Mutprobe herausfordern.<br />

All die unterschiedlichen<br />

Blätter, Zapfen, Äste, Gräser, Blumen<br />

und Steine laden zum Sammeln,<br />

aber auch zum Ertasten, Begreifen<br />

und Erfühlen ein. Oder man<br />

dreht das Radio der Natur auf volle<br />

Lautstärke, „hört“ bewusst in den<br />

Wald. Dort klopft ein Specht eifrig<br />

gegen die Baumrinde und sucht<br />

nach Käfern, da sammelt eine eifrige<br />

Biene summend Nektar und Pollen<br />

– und wer ganz genau hinhört,<br />

der kann vielleicht sogar die Geschichten<br />

der Waldzwerge hören.<br />

Ebenfalls spannend, auch für<br />

Größere – einmal für einige Hundert<br />

Meter die Schuhe Schuhe sein<br />

lassen und ein Stück des Weges barfuß<br />

durch den Wald wandern. Weite<br />

Wiesen laden zum Herumtoben, eiskalte<br />

Gebirgsbäche zum Durchwaten<br />

– bei passendem Wetter auch<br />

noch im Herbst eine Mutprobe für<br />

Groß und Klein. Und manchmal<br />

darf man sich auch einfach in die<br />

sanften Almwiesen legen und die<br />

Wolkentiere beobachten. Das Wolkenhäschen,<br />

das über den Himmel<br />

hoppelt, den kleinen Hund, der mit<br />

seinem Ball spielt – für Kinder<br />

muss das Erlebnis beim Wandern<br />

im Vordergrund stehen, nicht das<br />

Gehen, weiß Susanne Wohlfarter<br />

aus Erfahrung. Barfuß durchs<br />

Moor, rein in den „Gatsch“. Warum<br />

nicht? Und, wie Christian Tschurtschenthaler<br />

richtig sagt: Eine<br />

Bergtour – insbesondere mit Kindern<br />

– sollte nie unter Zeitdruck ablaufen.<br />

Also nehmt euch Zeit und<br />

geht mit eurem Nachwuchs nach<br />

draußen. Für die passenden Wege<br />

dazu bieten wir auf den folgenden<br />

Seiten ein wenig Inspiration.<br />

Spielerische Orte, wie hier nahe der Drei Zinnen, sorgen für kurzweilige Wanderungen.<br />

135


TOURISMUS<br />

Familienwandern<br />

im Herbst<br />

Familienwandertouren<br />

TIROL<br />

Kugelwand– Harauspitze<br />

Die Route des Wanderwegs Nr. 49,<br />

47 führt von Walchsee über die Kugelwand<br />

bis zur Harauspitze. Ein<br />

Abstecher zur Aussichtsbank und<br />

zum Klettersteig Ottenalm lohnen<br />

sich. Danach gehts wieder zum<br />

Ausgangpunkt, dem Parkplatz<br />

beim Fußballplatz in Walchsee.<br />

475 hm 6,5 km<br />

www.kaiserwinkl.com<br />

Koglweg Thierbach<br />

Am Wald-Familienweg in Thierbach<br />

in Wildschönau gibt es immer<br />

etwas zu entdecken. Hinter den<br />

Bäumen verstecken sich Holztiere,<br />

ein Stopp beim großen Waldspielplatz<br />

mit Sand kiste, Schaukel und<br />

kleinem Flying Fox ist Pflicht! Tipp:<br />

die Alpaka-Wanderung – beim GH<br />

Sollererwirt buchbar.<br />

177 hm 5,5 km<br />

www.wildschoenau.com<br />

Gipfelrunde Kleine Salve<br />

Ausgangspunkt der kurzen, aber<br />

bezaubernden Familien-Tour ist die<br />

Bergstation der Salvistabahn auf<br />

dem Gipfel der Kleinen Salve. Von<br />

FOTO: Filzmoos/ Coen Weesjes<br />

dort aus gehts zum nicht übersehbaren<br />

Speichersee – dem Highlight<br />

am Weg. Tipp: ein lohnender Abstecher<br />

ist der Alpengasthof Rigi.<br />

75 hm 2 km<br />

www.hohe-salve.com<br />

Sunny Mountain Erlebnispark<br />

Zu Fuß gehts von der Bergstation<br />

der Diasbahn in Kappl gemütlich<br />

hinauf zum großzügig angelegten<br />

Kinderspielplatz mit Rutschturm,<br />

Schaukeln, Niederseilgarten,<br />

Trampolin, Kneipp-Anlage, Almmuseum,<br />

Angelteich mit Grillstation<br />

und vielem mehr. Spiel und Spaß für<br />

Groß und Klein sind garantiert.<br />

180 hm 4,9 km<br />

www.kappl.com<br />

SALZBURG<br />

Rettenebenalm–Hochglocker<br />

Eine aussichtsreiche Tour von der<br />

Retten ebenalm hoch über St.<br />

Johann im Pongau. Oben am<br />

Hochglocker findet man Liegen und<br />

Bänke, die zum Verweilen einladen.<br />

Auf der Rettenebenalm gibt es<br />

einen Kinderspielplatz.<br />

494 hm 5,04 km<br />

www.josalzburg.com<br />

Die Hofalmtour<br />

in Filzmoos<br />

bietet<br />

vom Almsee<br />

aus diesen<br />

Blick auf die<br />

Bischofsmütze.<br />

Wildkogelbahn: von der<br />

Bergstation zur Mittelstation<br />

Von der Bergstation der Wildkogelbahn<br />

in Neukirchen führt der Weg<br />

zum Speicherteich und weiter zum<br />

Wildkogelhaus bis hinunter zur Mittelstation.<br />

Tipp: Direkt bei der<br />

Bergstation befindet sich die Abenteuer-Arena<br />

Kogel-Mogel, ein<br />

Holz-Spielpark für kleine Entdecker<br />

und große Abenteurer!<br />

39 hm 4,1 km<br />

www.wildkogel-arena.at<br />

Natur- und Wandererlebnis<br />

Hofalm<br />

Die abwechslungsreiche Tour beginnt<br />

am Erlebnisportal Filzmoos<br />

und führt auf dem Wanderweg Nr.<br />

13 auf die Hofalm und zum Almsee<br />

am Fuß der Bischofsmütze. Am<br />

Ende gabelt sich der Weg und führt<br />

entweder zur Ober- oder Unterhofalm,<br />

die beide bewirtschaftet sind.<br />

300 hm 8 km<br />

www.filzmoos.at<br />

KÄRNTEN<br />

Gertrusk- Ladinger-Spitz-Runde<br />

Top-Wandertour für die gesamte<br />

Familie mitten auf der Saualm mit<br />

grandiosem Ausblick. Start und<br />

Basecamp ist die Weißbergerhütte<br />

auf 1610 m, von dort geht es zuerst<br />

zum Gertrusk auf 2044 m und weiter<br />

zum Ladinger Spitz auf 2079 m.<br />

Herrliches Hochplateau!<br />

490 hm 9 km<br />

www.mittelkaernten.at<br />

Alm-hinterm-Brunn-Runde<br />

Gemütliche und leichte Wanderung<br />

vom Weißensee zur Alm hinterm<br />

Brunn. Von der Umkehrschleife<br />

direkt auf die Alm. Tipp: Nimm den<br />

Naturparkbus und lass das Auto<br />

stehen. Nach der Wanderung rein in<br />

den See!<br />

340 hm 5,3 km<br />

www.weissensee.com<br />

Gerlitzen 5-Hütten Tour<br />

Die mittellange Familientour startet<br />

von der Bergstation der Kanzelbahn.<br />

Zuerst zur Steinwenderhütte,<br />

dann zur Schlossbaueralm und zur<br />

Kammerhütte mit dem schönsten<br />

Ausblick Kärntens. Das Seengebiet,<br />

die Karawanken sowie die Julische<br />

Alpen bieten ein Panorama zum<br />

Staunen.<br />

350 hm 9 km<br />

www.visitvillach.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Dr.-Vogelgesang-Klamm<br />

Oberösterreichs längste begehbare<br />

Klamm in Spital am Pyhrn lässt das<br />

Naturschauspiel stürzenden Wassers<br />

auf 2,7 km Länge (ab dem Parkplatz<br />

2) sowie 500 Holz- und Steinstufen<br />

erleben. Und sie ist Ausgangspunkt<br />

für die rund fünfstündige<br />

3-Hütten-Tour über Bosruckhütte,<br />

Rohrauerhaus und Hofalm.<br />

346 hm 2,7 km<br />

www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at<br />

Kaltenbachwildnis- Runde<br />

Leichte Familienwanderung an den<br />

Nordwestabstürzen des Traunsteins<br />

in Gmunden. Namensgebend ist<br />

der Kaltenbach, der im Osten über<br />

einen Wasserfall in die Kaltenbachwildnis<br />

stürzt. Tief eingeschnittene<br />

Gräben und Felstürme prägen das<br />

Landschaftsbild.<br />

230 hm 2,9 km<br />

www.ebensee.com<br />

136


Wandertouren online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: TVB Pyhrn-Priel / Sarah Kreutzhuber<br />

Die Dr. Vogelgesang-Klamm<br />

in der<br />

Region Pyhrn-Priel<br />

weiß Groß und Klein<br />

zu fesseln.<br />

STEIERMARK<br />

Rundweg Tauplitz<br />

Start ist am Dorfplatz in Tauplitz bei<br />

der Infotafel. Der Rundweg bietet<br />

10 mittels Infotafeln gut beschilderte<br />

Stationen. Entlang von Bachläufen<br />

und vorbei an Wasserfällen geht<br />

es durch den Erholungsort Wald mit<br />

aussichtsreichen Fotospots und beieindruckenden<br />

Ausblicken auf den<br />

Grimming<br />

154 hm 7,4 km<br />

www.ausseerland.at<br />

Rund um den Hirzmann-Stausee<br />

Ausgangspunkt ist entweder der<br />

Parkplatz in der Nähe der<br />

Hirzmann- Staumauer oder die<br />

Ströhberne Brücke. Immer geht es<br />

entlang des wildromantischen Stausee-Ufers<br />

und ständig laden Plätze<br />

zum Verweilen ein. Top-Attraktion<br />

ist der neue knapp 60 m hohe Steg<br />

über der Staumauer mit spektakulären<br />

Ausblicken auf den See.<br />

30 hm 8 km<br />

www.steiermark.com/de/Region-Graz<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Spielplatzweg<br />

Mit Start am Kirchenplatz Lichtenegg<br />

laden 4 Spielplätze entlang<br />

der Route und ein kleiner Bach zum<br />

Spiel in freier Natur. Stationen zu<br />

den Themen Erde, Energie, Wasser<br />

vermitteln Wissen. Ein Highlight ist<br />

das Windrad Lichtenegg mit Aussichtsplattform.<br />

259 hm 8,62 km<br />

www.buckligewelt.info<br />

VIA.SILENTIUM.<br />

Die VIA.SILENTIUM. ist eine von<br />

5 familienfreundlichen Rundtouren<br />

entlang der VIA.CARNUNTUM –<br />

der Wege auf historischen (Römer-)<br />

Pfaden. Rund um das Kloster St.<br />

Anna gibt es eine Kinder-Erlebniswelt<br />

mit Streichelzoo & Naturspielplatz.<br />

Hörstationen mit Geschichten<br />

warten aufs Entdecktwerden.<br />

183 hm 9,3 km<br />

www.via-carnuntum.at<br />

SLOWENIEN<br />

Lehrpfad des Zwerges in Rogla<br />

Ausgangspunkt ist beim Hotel<br />

Planja in Zreče, Slowenien. Mit der<br />

mobilen App „Pohorski Škrat“<br />

(„Pohorje Zwerg“) wird man auf diesem<br />

Lehrpfad von einem sprechenden<br />

Zwerg begleitet. Highlights:<br />

Lehrtafeln über Klima, Flora und<br />

Fauna, der Aussichtsturm, die<br />

Zwergen- Hütte etc.<br />

ca. 180 hm 4,2 km<br />

www.rogla-pohorje.si/de<br />

BAYERN<br />

Rabensteig<br />

Ein leichter, familienfreundlicher<br />

Rundwanderweg ab Parkplatz<br />

Kaisersteig in Rabenstein bei Zwiesel.<br />

Hier informiert eine Infotafel<br />

über die Tier- und Pflanzenwelt der<br />

Region. Durch eine vielfältige<br />

Waldlandschaft geht es vorbei an<br />

Biberbauten, Baumriesen und<br />

einem Aussichtsfelsen.<br />

98 hm 3,5 km<br />

www.arberland.de<br />

ITALIEN<br />

Rundweg Olperls Bergwelt<br />

Ein alpiner, erlebnisreicher Rundwanderweg<br />

für die ganze Familie.<br />

Von der Bergstation der Helm-Seilbahn<br />

führt der Weg ins Reich der alpinen<br />

Tierwelt. Einen tollen Ausblick<br />

auf die Bergwelt der Sextner<br />

Dolomiten gibt es obendrauf!<br />

242 hm 3,2 km<br />

www.dreizinnen.com<br />

Wanderung zum Flanerjöchl<br />

Ausgangspunkt ist die Bergstation<br />

der Rosskopf-Seilbahn bei Sterzing.<br />

Ein schöner Familien-Rundweg<br />

führt übers Flaner Jöchl zur einladenden<br />

Furlhütte und zum Rossy<br />

Park. Highlights am Weg: ein Streichelzoo,<br />

das Biotop Kastellacke und<br />

die neue Sommerrodelbahn „Panorama<br />

Mountain Coaster“.<br />

175 hm 5,3 km<br />

www.rosskopf.com<br />

137


AMP<br />

Das Angebot:<br />

4 Tage/3 Nächte im<br />

4*S-Hotel, inklusive<br />

geführte Wandertouren<br />

in unterschiedlichen<br />

Schwierigkeitsgraden<br />

€ 559,–<br />

Hier geht’s zur<br />

Anmeldung<br />

UNTERKUNFT<br />

Das Falkensteiner Hotel<br />

& Spa Carinzia wird im<br />

Sommer <strong>2023</strong> zum 4*-Superior-Hotel<br />

umgebaut.<br />

www.falkensteiner.com/<br />

hotel-spa-carinzia<br />

138


Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia, NLW Tourismus und <strong>SPORTaktiv</strong> laden ein ins Herbstwandercamp<br />

Herrlicher<br />

Herbst!<br />

E<br />

ANMELDUNG<br />

Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia 4S<br />

Tröpolach 156, 9631 Hermagor/Nassfeld<br />

Kennwort: <strong>SPORTaktiv</strong>-Herbstwandercamp<br />

Mail: reservations.carinzia@falkensteiner.com<br />

T. +43 5099 1180 18<br />

LEISTUNGEN<br />

• 3 Übernachtungen inkl. Halbpension Plus<br />

mit Aktiv-Mittags-/Nachmittags-Tisch im<br />

4S Falkensteiner Hotel & Spa<br />

• 3 geführte Wandertouren in<br />

unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden<br />

(Touren abhängig vom Wetter)<br />

• uneingeschränkte Nutzung aller Angebote<br />

des Falkensteiner Hotels & Spa Carinzia<br />

inklusive 2400 m 2 großem Acquapura<br />

SPA, Aktiv- und Sport Programm sowie<br />

Aktiv-Kulinarik<br />

• Preis pro Person (zzgl. Ortstaxe):<br />

im DZ: € 559,–<br />

ntspannt durch den goldenen<br />

Herbst wandern, professionell<br />

geführt die Bergwelt<br />

rund um das Kärntner<br />

Nassfeld genießen und abends im<br />

frisch eröffneten 4*-Superior-Falkensteiner<br />

Hotel & Spa Carinzia relaxen.<br />

Klingt fein? Dann bist du<br />

hier genau richtig: Falkensteiner,<br />

die zur World of Mountain and<br />

Lakes vereinte Region Nassfeld/<br />

Lesachtal/Weissensee und <strong>SPORTaktiv</strong><br />

laden alle Wanderhungrigen<br />

zum Herbstwandercamp von 21. bis<br />

24. September <strong>2023</strong> ein. Die Kärntner<br />

Region mit ihrer Bilderbuchlandschaft<br />

und Nachbarschaft zu<br />

Italien ist ein wahres Naturparadies<br />

zwischen den mächtigen Gipfeln<br />

der Karnischen und Gailtaler<br />

Alpen. Dazwischen verstecken sich<br />

charmante Dörfer und idyllische<br />

Badeseen wie Pressegger See oder<br />

Weißensee. Fügt man dem noch unzählige<br />

Sonnenstunden, unberührte<br />

Fauna und Flora sowie frische Bergluft<br />

hinzu, erhält man die perfekten<br />

Zutaten für einen relaxten<br />

Aktivurlaub.<br />

Das Falkensteiner Hotel & Resort<br />

Carinzia (wieder)eröffnet kurz<br />

vor Campbeginn seine Pforten als<br />

4*-Superior-Betrieb, weiß mit 2400<br />

m 2 großem SPA, umfassendem Aktiv-<br />

und Sport-Programm sowie<br />

Aktiv-Kulinarik zu begeistern. Die<br />

ortskundigen Guides suchen je<br />

nach Gruppen und Wetter drei<br />

leichte bis durchaus anspruchsvolle,<br />

stets jedoch eindrucksvolle Touren<br />

aus und begleiten euch unterwegs.<br />

So geht sorglos wandern!<br />

Neugierig? Dann sichere dir<br />

jetzt einen der 25 Campplätze!<br />

FOTOS: Nassfeld/Martin Lugger, Falkensteiner Carinzia Hotel<br />

Herbstwandercamp<br />

im Falkensteiner<br />

Hotel & Spa Carinzia<br />

TERMIN<br />

21. bis 24. September <strong>2023</strong><br />

PROGRAMM<br />

Donnerstag<br />

Anreise, Zeit zum Nutzen von SPA und<br />

Hotelangebot im Falkensteiner Hotel & Spa<br />

Carinzia, gemeinsames Abendessen und<br />

Kennenlernen; Übernachtung<br />

Freitag<br />

Gruppeneinteilung; leichte bis mittelschwere<br />

Tour (5–10 km/400–600 hm); Abendessen<br />

und Übernachtung<br />

Samstag<br />

leichte bis schwere Tour je nach Wetter und<br />

Gruppe (5–13 km/400–700 hm);<br />

gemeinsamer Ausklang inkl. Abendessen<br />

und Übernachtung<br />

Sonntag<br />

leichte bis mittelschwere Tour je nach Wetter<br />

und Gruppe (5–10 km/400–600 hm);<br />

individuelle Abfahrt ab ca. 14.00 Uhr<br />

ZIELGRUPPE<br />

Wanderer mit sicherem Tritt und ausreichend<br />

Kondition für Touren mit 400 bis 700<br />

Höhenmeter<br />

TEILNEHMER<br />

max. 25 Personen<br />

GOODIES<br />

• 1 x FJÄLLRÄVEN Abisko Midsummer Belt<br />

• 1 x VAUDE First Aid Kit S<br />

• 1 x Peeroton-Nahrungs ergänzungs paket*<br />

* Symbolfoto, tatsächliche Produkte können variieren<br />

PARTNER


Mediterranes Flair<br />

zwischen Bergen und Seen<br />

In der Region Villach – Faaker See – Ossiacher See wird das Draußensein<br />

zum Genuss und der Urlaub im Herzen Kärntens unvergesslich.<br />

D<br />

ie Natur erleben,<br />

sich wieder spüren<br />

oder auch einmal an<br />

seine persönlichen<br />

Grenzen gehen: Dafür<br />

bietet die Region Villach – Faaker<br />

See – Ossiacher See unzählige<br />

Möglichkeiten. Beim Schwimmen,<br />

Radeln und Biken, Nordic Walking,<br />

Laufen, Golfen, Wandern, Bouldern<br />

und Klettern ...<br />

Apropos Wandern: In und um<br />

die Region ist die Auswahl an Bergen<br />

groß. Die sanften Nockberge,<br />

die abwechslungsreichen Karawanken,<br />

der Naturpark Dobratsch als<br />

Hausberg der Villacher, das Dreiländereck<br />

an der Grenze zu Slowenien<br />

und Italien oder der markanteste<br />

Berg der Region, der Mittagskogel:<br />

Wer gerne hoch oben unterwegs<br />

ist, kommt hier überall auf<br />

seine Kosten. Wer lieber im Tal<br />

bleibt, auch: Die Slow Trails Bleistätter<br />

Moor, Afritzer See,<br />

Drauschleife und Faaker See begeistern<br />

durch ihre traumhafte<br />

Umgebung. Entschleunigung statt<br />

Höhenmetern ist hier das Motto.<br />

Zum Klettern sind der Klettergarten<br />

Kanzianiberg bei Finkenstein<br />

am Faaker See sowie der<br />

Klettergarten Peterlewand in Bo-<br />

140


REGION VILLACH – FAAKER SEE – OSSIACHER SEE<br />

Ob Slowtrail, Flowtrail oder Gipfelbesteigung, ob<br />

in der Vertikalen oder am Ufer: Die Berge- Seen-<br />

Kombination bietet geniale Möglichkeiten.<br />

FOTOS: Region Villach – Faaker See – Ossiacher See<br />

Offenheit im Dreiländereck von<br />

Italien, Slowenien und Österreich<br />

wider und bindet die herrliche<br />

Seenlandschaft mit ein.<br />

Im Herbst 2022 wurden über<br />

zehn neue Trails allein in den Ossiacher<br />

Tauern eröffnet, nun zieht<br />

der Süden der Region mit knapp<br />

sechs neuen Trailkilometern wieder<br />

nach. Der Flowgartnertrail ist<br />

als flowiges Angebot für alle Könnerstufen<br />

schon bekannt und mit<br />

einer sportlichen Jumpline werden<br />

nun auch diejenigen bedient, die<br />

Sprünge lieben. Weitere Singletrails<br />

erweitern das Repertoire im<br />

Trail Center Faaker See. Das<br />

Non-Plus-Ultra für Bike-Profis ist<br />

der PROlitzen-Trail – mit 950 Tiefenmetern<br />

auf 4 km Länge.<br />

Die Erlebnis CARD macht in<br />

der ganzen Urlaubsregion Villach –<br />

Faaker See – Ossiacher See zahlreidensdorf<br />

mit herrlichem Ausblick<br />

auf den Ossiacher See erste Wahl.<br />

Außerdem bringen die zahlreichen<br />

Hochseil- und Waldseilgärten sowie<br />

der Natur-Aktiv-Park am Faaker<br />

See Abenteuer-Spaß in den Urlaub.<br />

Fürs vertikale Indoorerlebnis gibt<br />

es in Villach gleich zwei Adressen –<br />

die Kletterhalle mit 2000 m 2 Kletter-<br />

und Boulderfläche sowie die<br />

„Volume Bouldern“-Halle.<br />

Ride the South of the Alps<br />

„lake.bike – Ride the South of the<br />

Alps“ heißt das Angebot für Mountainbiker.<br />

Dank der vielseitigen<br />

Möglichkeiten, Berg und Tal auf<br />

zwei Rädern zu erobern, hat sich in<br />

der Region eine spannende Biker-<br />

Szene entwickelt und mithilfe dieser<br />

wurde das Bike-Angebot konzipiert.<br />

Mit grenzüberschreitenden<br />

Touren und Trails spiegelt es die<br />

che unvergessliche Urlaubsmomente<br />

möglich: auf den Wanderwegen<br />

und bei Radtouren, mit Workshops<br />

und Schnupperkursen und<br />

vielem mehr. Die Karte bietet zugleich<br />

die Möglichkeit, das Auto<br />

einfach stehen zu lassen und entspannt<br />

mit S-Bahnen, Linien- oder<br />

Radbussen die Region zu erkunden.<br />

Die Erlebnis CARD erhalten Gäste<br />

kostenlos bei den teilnehmenden<br />

Gastgebern in der Region.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.visitvillach.at<br />

www.lake.bike<br />

141


INTERVIEW ADMIRAL-Geschäftsführer Jürgen Irsigler<br />

Im Herbst treten die<br />

ÖFB-Frauen erstmals in<br />

der Nations League an.<br />

142


„Frauen-Fußball liegt<br />

uns am Herzen“<br />

ANZEIGE/FOTOS: Gepa-Pictures<br />

A<br />

DMIRAL ist aus<br />

dem heimischen<br />

Sport nicht mehr<br />

wegzudenken.<br />

Nicht nur als klassischer<br />

Wettanbieter,<br />

sondern auch als Sponsor zahlreicher<br />

Vereine und Events hat sich<br />

das Unternehmen aus Gumpoldskirchen<br />

in der heimischen Sportszene<br />

etabliert. „Wir haben aktuell<br />

rund 300 Sponsor- und Kooperationsverträge<br />

in Österreich, das<br />

meiste davon im Amateurbereich“,<br />

sagt der 60-Jährige nicht ohne<br />

Stolz. Über das und vieles mehr<br />

spricht er im großen Interview mit<br />

SPORT aktiv.<br />

Die neue Saison wurde vor Kurzem<br />

angepfiffen. Wir blicken auf eine der<br />

spannendsten Titelentscheidungen<br />

der vergangenen Jahre zurück. Rechnen<br />

Sie damit, dass es im Kampf um<br />

den Teller auch in der aktuellen<br />

Saison spannend bleiben wird?<br />

Ja, ich rechne auch heuer wieder<br />

mit einer spannenden Meisterschaft<br />

in der ADMIRAL Bundesliga.<br />

Mit Sturm Graz als erstem starken<br />

Herausforder für Salzburg.<br />

Den Fans in den Stadien und uns<br />

allen wäre eine sportlich spannende<br />

Saison natürlich zu wünschen.<br />

Mit Blau-Weiß Linz kehrt ein sogenannter<br />

„Kultklub“ in die ADMIRAL<br />

Bundesliga zurück. Freuen Sie sich<br />

auf spannende Oberösterreich-<br />

Derbys?<br />

Natürlich ist der Aufstieg eine tolle<br />

Aufwertung für die gesamte Liga.<br />

Ein Verein wie BW Linz mit seinem<br />

Jürgen Irsigler, Geschäftsführer von ADMIRAL, über<br />

das Namenssponsoring in der Männer- und Frauen-<br />

Bundesliga, den auch weiterhin spannenden Titelkampf,<br />

die neue Nations League der Frauen und warum er von<br />

einer EURO-Qualifikation des ÖFB-Teams überzeugt ist.<br />

neuen Stadion und seinen Fans<br />

trägt mit Sicherheit zur weiteren<br />

positiven Entwicklung im heimischen<br />

Fussball bei. Und mit den<br />

Linzer Stadtderbys kommen noch<br />

echte Saisonhighlights mit viel<br />

Brisanz dazu.<br />

Wir sehen unsere<br />

Engagements als eine<br />

Art gesellschaftlichen<br />

Auftrag. Wir wollen<br />

helfen, den Sport in<br />

Österreich weiterzuentwickeln.<br />

Das Namenssponsoring der Bundesliga<br />

läuft seit Sommer 2021. Wie fällt<br />

das Fazit nach den ersten beiden<br />

Saisonen aus?<br />

Absolut zufriedenstellend! Wir<br />

konnten unsere Markenbekanntheit<br />

deutlich steigern, haben in der<br />

Neukundenakquise unsere Ziele<br />

erreicht und spüren das auch in den<br />

Auswertungen der Markenwerte.<br />

Bei der Sponsorbilanz von Focus<br />

schaffte es ADMIRAL als drittgrößter<br />

Werbepartner des Sports aufs<br />

Stockerl. Mit wie viel Stolz erfüllt<br />

Sie das?<br />

Es fühlt sich wie ein Ritterschlag<br />

an. Es ist für uns eine großartige<br />

Bestätigung für den Weg, den wir<br />

bei ADMIRAL vor einigen Jahren<br />

eingeschlagen haben. Alle Analysen<br />

bestätigen, dass wir unsere Marke<br />

durch unsere Engagements positiv<br />

aufgeladen haben und in der österreichischen<br />

Sportwelt als sehr<br />

wertvoller Partner wahrgenommen<br />

und anerkannt werden.<br />

Die Saison mündet in eine Im EURO, österreichischen<br />

Sport am<br />

noch dazu in unserem Nachbarland<br />

Deutschland. Aus ADMIRAL-Sicht<br />

Ball: ein echtes Highlight, oder? Geschäftsführer<br />

Mit Sicherheit ein absolutes Jürgen High- Irsigler.<br />

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INTERVIEW ADMIRAL-Geschäftsführer Jürgen Irsigler<br />

Michael Gregoritsch & Co. sind auf bestem Wege, sich für<br />

die EURO 2024 in Deutschland zu qualifizieren.<br />

light! Wir sind davon überzeugt,<br />

dass sich Österreich für die EURO<br />

in Deutschland qualifizieren wird<br />

und auch im Turnier eine positive<br />

Rolle spielen wird. Eine erfolgreiche<br />

Europameisterschaft wäre eine<br />

riesige Chance, dass sich Österreich<br />

noch stärker in der Welt des<br />

Fussballs positiv etablieren kann.<br />

Für ADMIRAL, als langjähriger<br />

Partner des ÖFB, würde sich natürlich<br />

auch ein Mehrwert ergeben.<br />

Wir evaluieren intern bereits, welche<br />

Aktivierungsmaßnahmen als<br />

Sponsor möglich wären.<br />

Das ÖFB-Team ist auf einem sehr<br />

guten Weg, führt mit zehn Punkten<br />

aus vier Spielen die Qualifikations-Gruppe<br />

an. Ist die entstandene<br />

Euphorie auch auf dem Wettmarkt<br />

zu spüren?<br />

Man hat zum Beispiel beim letzten<br />

Match in Wien gegen Schweden ein<br />

stark gestiegenes Vertrauen in unsere<br />