fehlt ir was! - Diakonie Leipzig

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38 Jahresbericht 2010 Bericht Verwaltungsrat

Rückblick und zukünftige

Entwicklung

Bericht des Verwaltungsrates

Im Berichtszeitraum von September 2009 bis August 2010 hat

der Verwaltungsrat sechsmal getagt. Der Hauptausschuss

des Verwaltungsrates tagte viermal.

Themen, die im Verwaltungsrat besprochen wurden, waren

vor allem:

- die wirtschaftliche Entwicklung des Werkes,

- die Fachkraftsituation im Bereich der Erzieherinnen,

- die Schwerpunktsetzung inhaltlicher Arbeit in Bezug

auf die Verwendung der Eigenmittel des Werkes,

- der Beginn einer Diskussion hinsichtlich des Um-

gangs mit möglichen Missbrauchsfällen,

- Informationen über konkrete Arbeitsbereiche,

- im Hauptausschuss: Vorbereitung der Sitzungen des

Verwaltungsrates sowie Diskussion der Geschäfts-

und Zuständigkeitsordnung zur Vorbereitung der

Inkraftsetzung.

Aktivitäten und Projekte, die für die weitere Entwicklung des

Werkes bedeutsam sind:

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass gleich mehrere Bauvorhaben

abgeschlossen wurden und es möglich war, neue bzw.

erweiterte Einrichtungen in Dienst zu stellen:

Am 26. März 2010 konnten wir eine Erweiterung der Werkstatt

für Menschen mit Behinderungen, Lindenwerkstätten, Werkstatt

II in Panitzsch in Dienst stellen.

Am 26. September 2010 wurde die Kindertagesstätte „Nathanael“

im Rahmen eines Familiengottesdienstes gemeinsam

mit der Nathanael-Kirchgemeinde in Leipzig-Lindenau

eröffnet.

Am 1. Oktober 2010 haben wir den Erweiterungsbau der

Förderschule „Werner Vogel“ seiner Bestimmung übergeben.

Damit können in dieser Schule jetzt über 80 Kinder unter

weitgehend optimalen Bedingungen lernen.

Am 6. Oktober 2010 wurde die Einrichtung des Wohnens für

Kinder, Jugendliche und junge Eltern, „Haus Lebensweg“, in

der Martinstraße 17 eingeweiht. Das Haus gehört seit 2003

zur Gruppe des Berufsbildungswerkes Leipzig und wurde von

diesem grundlegend saniert. Wir sind nun in der Lage, die

Räume für die Einrichtung der Jugendhilfe zu mieten und an

diesem geschichtsträchtigen Ort diakonische Arbeit fortzuführen.

Weitere Details zu einigen der genannten Einrichtungen

sind an anderer Stelle in diesem Jahresbericht zu lesen.

Auf dem Gelände des Diakonissenhauses in Borsdorf konnten

wir am 8. Mai 2010 den Grundstein für den 2. Ersatzneubau,

das „Haus am Viadukt“, legen. Dieses Haus soll im Jahr 2011

seiner Bestimmung übergeben werden.

Der Verwaltungsrat befasste sich im Rahmen der Finanzplanung

für das Jahr 2010 mit Schwerpunktsetzungen diakonischer

Arbeit. Zusätzlich zu den Mitteln der öffentlichen Hand

brachte das Diakonische Werk Innere Mission Leipzig e.V.

etwa 470.000 € an Eigenmitteln und 270.800 € aus Mitteln der

Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens dafür auf. Damit ergänzen

wir als Diakonie die im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips

eingesetzten öffentlichen Mittel um fast ¾ Millionen Euro.

Ehrenamtlich erbrachte Leistungen sind hierbei nicht hinzugerechnet.

Im Wesentlichen werden diese Mittel eingesetzt in den

Bereichen: Seelsorge und Verkündigung in Pflegeheimen, im

Fachbereich Behindertenhilfe und für Mitarbeitende, Kirchbezirkssozialarbeit

und Müttergenesung, Ev. Lebensberatungsstelle,

Psychosoziales Gemeindezentrum „Blickwechsel“,

Arbeit mit wohnungslosen Menschen in der Ökumenischen

Kontaktstube „Leipziger Oase“ und im Gemeinschaftsprojekt

mit der Michaelis-Friedenskirchgemeinde „Teekeller Quelle“,

Unterstützung der Bahnhofsmission (Betriebsträger: Caritas-

Verband Leipzig e.V.), Besuchs- und Begleitdienst, ambulante

Hilfen für Menschen mit Behinderungenk, Unterstützung der

Schulsozialarbeit und der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle

„Blaues Kreuz“, Unterstützung der Betreuung der

Diakonissenschwestern im Diakonissenmutterhaus Borsdorf.

Die Arbeit der Ökumenischen Telefonseelsorge wird in

besonders hohem Maße aus diesen Eigenmitteln finanziert.

Durch die zu erwartenden Kürzungen der öffentlichen Kostenträger

müssen die Schwerpunktsetzungen für den Einsatz

dieser Mittel im kommenden Jahr überprüft werden.

Schutz vor Missbrauch Schutzbefohlener: In der ersten Hälfte

des Jahres 2010 bestimmten Fälle des Missbrauchs von

Schutzbefohlenen - auch in kirchlichen Einrichtungen - die

öffentliche Diskussion. Obwohl in unserem Werk dazu grundlegende

Verfahrensweisen geregelt sind, wurde im Verwaltungsrat

eine Diskussion über eine Präzisierung dieser

Verfahrensweisen begonnen. Der Vorstand hat - abgeleitet

von entsprechenden Regelungen der Landeskirche - die

Erstellung eines Entwurfes für eine weitergehende Regelung

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