ETF-Magazin: "Tickende Bombe" (Q2 2013) - Börse Frankfurt

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ETF-Magazin: "Tickende Bombe" (Q2 2013) - Börse Frankfurt

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© 23.5.2013; www.boerse-frankfurt.de

Facts & Figures

Rekordstände an den Aktienmärkten waren im ETF-Handel die

Dauerbrenner des Frühlings. Die weiterhin expansive Geldpolitik

wichtiger Notenbanken wie der EZB und der Fed sowie der radikale

Kurswechsel der Bank of Japan sorgten dafür, dass auch

die Umsätze überdurchschnittlich hoch blieben. Das Geld bahnt

sich seinen Weg – allerdings nicht in alle Märkte gleichermaßen.

Die immer wieder aufflackernde Euro-Krise und das Abtauchen

des Euro unter 1,30 US-Dollar brachten Anleger dazu, ETFs auf

europäische Indizes wie Dax und Euro-Stoxx-50 gegen Tracker

des S&P-500 oder des MSCI USA auszutauschen. Ungebrochen

hoch bleibt allerdings die Nachfrage nach ETFs mit japanischen

Aktien, mit und ohne Währungsabsicherung. Die Kosten für die

währungsgesicherten Varianten liegen zwar etwas höher, werden

angesichts des Yen-Verfalls aber offensichtlich gern in Kauf

genommen. Der Yen verlor, von der Spitze im Juli 2012 aus gesehen,

gegenüber dem Euro 40 Prozent. Auch auf dem Gipfel der

entflammten Märkte Ende Mai zeigen ETF-Anleger keine Anzeichen

von Höhenangst und nehmen kaum Gewinne mit. Einzig bei

den eher spekulativ eingesetzten Indexfonds wie ShortDax-ETFs

und LevDax-ETFs beobachteten Händler Gewinnmitnahmen und

Rückkäufe. Rohstoff-ETFs und ETCs leiden unter Abgaben. Angesichts

des massiven Preisverfalls auf allen zentralen Märkten

und zahlreichen Nebenschauplätzen überrascht dies wenig. Auch

das überwiegende Desinteresse an Renten-ETFs scheint bei einem

Blick auf die Aktienmärkte naheliegend, allenfalls riskantere

Bonds-Indizes finden ihre Käufer.

Edda Vogt

Aktuelle Marktberichte ständig auf boerse-frankfurt.de/etf

Hilfreiche Kennzahl XLM

Liquidität ist eines der zentralen Kriterien

zur Beurteilung der Marktqualität im Wertpapierhandel.

Investoren profitieren von liquiden

Märkten, weil sie dadurch Wertpapiere

sofort und zu geringen Kosten handeln

können. Das Xetra-Liquiditätsmaß XLM zeigt

in einer einzigen Kennzahl die Liquidität im

elektronischen Orderbuchhandel auf Basis

impliziter Transaktionskosten. Je niedriger

das XLM, desto geringer die Handelskosten

und desto höher Liquidität und Handelseffizienz

des ETF. Die von der Börse berechnete

Kennzahl zeigt, dass ETFs zu den liquidesten

Papieren am Markt gehören. Das XLM wird

in Basispunkten angegeben (100 Basispunkte

= ein Prozent). Es entspricht den relativen

Market-Impact-Kosten für den zeitgleichen

Kauf und Verkauf einer Position bei einer gegebenen

Auftragsgröße. So bedeutet etwa

ein XLM von zehn Basispunkten bei einem

Auftragsvolumen von 25 000 Euro, dass die

Kosten für Kauf und Verkauf dieses Fonds

insgesamt 25 Euro betragen.

In der ETF-Datenbank auf den folgenden Seiten

wird das XLM für jeden ETF sowie für

ETCs und ETNs angegeben.

Exchange Traded Funds

Die zehn größten ETFs

Fondsvolumen*

in Millionen Euro

Umsatzspitzenreiter

durchschnittlicher Monatsumsatz*

in Millionen Euro

iShares DAX (DE) 13787

iShares S&P 500 9018

db x-trackers Dax 7018

iShares MSCI Emerging Markets 5184

iShares MSCI World 4476

iShares Euro Stoxx 50 4315

Lyxor Euro Stoxx 50 4099

iShares Euro Stoxx 50 (DE) 3827

iShares Markit iBoxx Euro Unternehmensanleihen 3311

db x-trackers MSCI Emerging Markets 2715

iShares DAX (DE) 1023

iShares Euro Stoxx 50 (DE) 600

iShares Euro Stoxx 50 439

ETFlab Dax 288

db x-trackers Dax 257

db x-trackers ShortDAX 222

iShares MDAX (DE) 205

iShares Stoxx Europe 600 (DE) 167

ETFlab Euro Stoxx 50 161

iShares MSCI Japan Monthly Euro Hedged 159

*in der Zeit vom 1.2.2013–30.4.2013

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