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Cruiser im Winter 2012/2013

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CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Dieses Magazin ist schwul<br />

Suddenly Last Summer<br />

Photographer Slava Mogutin<br />

T&M – Anfang und Ende, Welt-Aids-Tag, Barack Obama, Roger Brändlin, Christian Spuck,<br />

Willi Spiess, Luxus Dossier, Hollywood Costume, Lifestyle, Madonna, We Will Rock You!


Photography - STEFAN HEINRICHS<br />

JACK<br />

JACK No o 20<br />

SAturdAY<br />

08.12.12<br />

t he PASSioNAte i SSue<br />

LeoNArdo<br />

GLoViBeS<br />

L o S ANGe L e S<br />

GLoriA ViAGrA<br />

B erL i N<br />

JuiCePPe<br />

Z uriC h<br />

eNtertAiNmeNt<br />

for meN<br />

W i L d ANd Cr AZY<br />

Get uP!<br />

Get hAPPY!<br />

d oorS o P e N<br />

23:00<br />

f e S t SAAL<br />

PeL i KANP LAt Z<br />

ZuriC h<br />

SWitZ erLANd<br />

WWW<br />

.JACK<br />

ComPANY<br />

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CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Inhalt<br />

Editorial <strong>Winter</strong> Edition<br />

Mit 72 Seiten verabschieden wir uns vom Jahr <strong>2012</strong>. Unsere <strong>Winter</strong>-Edition hat es in sich. Die Titelstory<br />

widmet sich dem Anfang und Ende vom T&M. Unser Beitrag zum Welt-Aids-Tag wird berühren.<br />

Illustre Persönlichkeiten wie Ballettdirektor Christian Spuck, Designer Willi Spiess und Tagesschau-<br />

Moderator Roger Brändlin lassen <strong>im</strong> Interview tief blicken. Wir beleuchten zudem die Wahl Barack<br />

Obamas aus schwuler Sicht. Daneben verfallen wir dem Luxus, frönen <strong>Winter</strong>stunden und bieten<br />

vier Seiten an Party-Tipps. Besonderes Augenmerk gilt der Fotostrecke: Mit Slava Mogutin dürfen wir<br />

Bilder eines international renommierten Künstlers präsentieren. Wir wünschen unseren Lesern eine<br />

spannende Lektüre, schöne Weihnachten und ein frohes neues Jahr! Martin Ender, Verleger<br />

6<br />

T&M – Anfang und Ende<br />

Ein Rückblick auf 25 Jahre einer Institution<br />

12<br />

Obamas «Change»<br />

Neue Hoffnung für Amerikas Gay-Community<br />

18<br />

Zum Welt-Aids-Tag<br />

Interview mit Christina Grube, Unispital zürich<br />

50<br />

«Ballett soll die Leute berühren»<br />

Interview mit Ballettdirektor Christian Spuck<br />

52<br />

Und ewig lockt der Luxus<br />

Das <strong>Winter</strong> Dossier<br />

56<br />

<strong>Winter</strong>stunden<br />

10 unterhaltsame Tipps für lange, dunkle <strong>Winter</strong>stunden<br />

News 4 • Prominent 10 • Roger Brändlin 16 • Fotostrecke 21 • lifestyle 32 • Szene 38<br />

Kolumne 43 • Hollywood in london 45 • news Schweiz 47 • Kultur 48 • Willi Spiess 58<br />

london James 61 • Pia 62 • Dr. Gay 63 • Agenda 64<br />

3


News CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Internationale<br />

News<br />

4<br />

Berlin<br />

Auf Kreuzzug gegen kreuz.net<br />

Nach den Hetzartikeln zum Tod von Dirk Bach<br />

in dem extremistischen katholischen Forum<br />

kreuz.net hatte der Bruno Gmünder Verlag die<br />

Initiative «Stoppt kreuz.net» zur Ergreifung der<br />

Macher gestartet. Inzwischen haben die Leiter<br />

der Initiative, David Berger und Sissy Kraus bei<br />

einem Treffen mit der Berliner Staatsanwaltschaft<br />

eine Liste von fünf Namen von mutmasslichen<br />

Mitarbeitern von kreuz.net übergeben.<br />

Der Priester Hendrick Jolie aus dem Bistum<br />

Mainz, der auch Sprecher eines erzkonservativen<br />

Netzwerks katholischer Priester ist, hat<br />

jedoch über die Diözese dementieren lassen,<br />

mit kreuz.net in Verbindung zu stehen. Im Verdacht,<br />

einer der Hintermänner des Hassportals<br />

zu sein, steht nach Meldungen des Spiegel auch<br />

ein deutscher Bischof.<br />

Brüssel<br />

Schwuler Kronprinz in Belgien?<br />

Der belgische Kronprinz Philippe soll ein Liebesverhältnis<br />

mit dem Grafen Thomas de Marchant et<br />

d’Ansembourg haben. Das deutete der TV-Journalist<br />

Fréderic Deborsu in seinem Buch «Question(s)<br />

Royale(s)» an. Deborsu sagt nicht klar heraus: der<br />

Kronprinz ist schwul. Aber eine Reihe von Andeutungen<br />

lassen sich so interpretieren. Die Ehe des<br />

52-jährigen Kronprinzen mit Mathilde d’Udekem<br />

d’Acoz sei arrangiert worden und die vier Kinder<br />

des royalen Paars das Ergebnis künstlicher Befruchtung.<br />

Der Kronprinz und der Graf dementierten<br />

umgehend und versicherten hoch und heilig,<br />

ihre jeweiligen Gattinnen treu zu lieben. Die Belgier<br />

haben seit einem Jahr einen offen schwulen<br />

Premierminister. Ein schwuler Kronprinz würde<br />

ihnen sicher auch nichts ausmachen.<br />

Köln<br />

Rotstift streicht rosa Projekt<br />

Die Stadt Köln will mit einem radikalen Kahlschlag<br />

die drohende Pleite abwenden. 100 Millionen<br />

Euro will Oberbürgermeister Jürgen Roters<br />

(SPD) <strong>im</strong> Etat <strong>2013</strong> einsparen. Unter anderem<br />

will Roters die 750 000 Euro für das Referat für<br />

Lesben, Schwule und Transgender streichen. Das<br />

erst 2010 geschaffene Referat koordiniert die Homo-Politik<br />

der Domstadt, dient als Ansprechpartner<br />

für lesbisch-schwule Organisationen, leistet<br />

Öffentlichkeitsarbeit und vernetzt die internationale<br />

Zusammenarbeit der Kölner Gruppen. Der<br />

Rotstift soll auch be<strong>im</strong> Schul-Essen, der Seniorenarbeit<br />

und Bürgerhäusern angesetzt werden. Das<br />

letzte Wort be<strong>im</strong> Streichkonzert hat der Stadtrat<br />

mit seiner knappen rot-grünen Mehrheit.<br />

London<br />

Niederlage für Kirche<br />

Eine katholische Adoptionsagentur in Grossbritannien<br />

musste <strong>im</strong> Herbst eine weitere juristische<br />

Niederlage einstecken. «Catholic Care»<br />

kämpft seit vielen Jahren dafür, Kinder nur an<br />

Heterosexuelle vermitteln zu dürfen. Das verstösst<br />

aber gegen das Antidiskr<strong>im</strong>inierungsgesetz,<br />

beschied ein Gericht bereits 2009 der<br />

Agentur. Jetzt lehnte ein Gericht auch eine Ausnahmegenehmigung<br />

für die «Catholic Care»<br />

ab. Die Katholiken hatten argumentiert, der<br />

Zwang, auch homosexuelle Adoptiveltern akzeptieren<br />

zu müssen, führe zu einem Spendeneinbruch<br />

und gefährde die Existenz der Agentur.<br />

Um die Arbeit fortsetzen zu können, müsse<br />

die Diskr<strong>im</strong>inierung von Schwulen und Lesben<br />

beibehalten werden. Das Gericht lehnte die Darlegungen<br />

als «nicht stichhaltig» ab.<br />

Paris<br />

Homo-Ehe kommt in<br />

Frankreich<br />

Die französische Regierung hat Anfang November<br />

einen Gesetzentwurf zur Einführung der<br />

Ehe sowie ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht<br />

für schwule und lesbische Paare beschlossen.<br />

Der Gesetzentwurf soll Anfang des nächsten<br />

Jahres ins Parlament eingebracht werden.<br />

Die Reform sei ein «Fortschritt für die gesamte<br />

Gesellschaft», sagte der sozialistische Präsident<br />

François Hollande. Wichtige Punkte der<br />

Gleichberechtigung fehlen jedoch in dem Gesetzentwurf.<br />

Entgegen den Wahlversprechen<br />

von Hollande bleiben lesbische Frauen von der<br />

künstlichen Befruchtung ausgeschlossen. Eine<br />

Reihe von Abgeordneten aus Hollandes sozialistischer<br />

Partei haben bereits Änderungsanträge<br />

zum Regierungsentwurf angekündigt.


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

News<br />

Madrid<br />

Verfassungsgericht bestätigt<br />

Homo-Ehe<br />

Spaniens schwul-lesbische Paare dürfen auch<br />

weiterhin Si sagen. Acht von elf Richtern erklärten<br />

die Homo-Ehe in einem historischen Urteil<br />

als verfassungsgemäss. Spaniens seinerzeit sozialistische<br />

Regierung hat gegen den massiven<br />

Widerstand der katholischen Kirche 2005 die<br />

Ehe für Schwule und Lesben eingeführt. Gegen<br />

die Homo-Ehe hatte die mittlerweile regierende<br />

konservative Partei geklagt. Ministerpräsident<br />

Mariano Rajoy hatte vor dem Urteilsspruch jedoch<br />

versichert, seine Regierung werde jedes<br />

Urteil akzeptieren. Im Wahlkampf hatte der Politiker<br />

noch angekündigt, die Homo-Ehe durch<br />

eine Eingetragene Partnerschaft mit eng begrenzten<br />

Rechten ersetzen zu wollen.<br />

Washington<br />

Präsident dank der<br />

Community<br />

Wenige Monate ging Präsident Barack Obama<br />

mit seinem Bekenntnis zur Homo-Ehe ein politisches<br />

Wagnis ein. Der wohl kühl kalkulierte<br />

Schachzug hat sich ausgezahlt. Es waren die St<strong>im</strong>men<br />

der Gay Community, die Obama eine zweite<br />

Amtszeit bescherten, rechnete das renommierte<br />

Politmagazin The Economist seinen Lesern vor.<br />

Fünf Prozent der Wähler sagte nach ihrer St<strong>im</strong>mabgabe<br />

in Exit Polls, sie seien schwul oder lesbisch.<br />

Davon, so der Economist, hätten 76 Prozent<br />

Obama gewählt. Die Zahl der schwul-lesbischen<br />

St<strong>im</strong>men, so das Magazin weiter, entspreche genau<br />

dem St<strong>im</strong>menvorsprung Obamas vor seinem<br />

republikanischen Herausforderer Mitt Romney.<br />

Auch in anderen Abst<strong>im</strong>mungen war die Gay<br />

Community erfolgreich. Tammy Baldwin wird<br />

das erste offen homosexuelle Mitglied des Senats<br />

sein und in drei Bundesstaaten sprachen sich die<br />

Wähler für die Homo-Ehe aus.<br />

Washington<br />

Feindbild Starbucks<br />

Die homofeindliche National Organization for<br />

Marriage (NOM) hat ein neues Feindbild: den<br />

Kaffeeröster Starbucks. Amerikas Homo-Feinde<br />

mussten bei den Wahlen in den USA eine herbe<br />

Niederlage einstecken, nachdem eine Reihe von<br />

Volksentscheiden gegen die Homo-Ehe gescheitert<br />

war. Starbucks ist eine der Firmen, die mit grosszügigen<br />

Spenden die Pro-Homo-Ehe-Kampagne unterstützten.<br />

Nun will die NOM ihren Kampf gegen<br />

die Homo-Ehe in den USA in Länder mit ausgeprägten<br />

Ressent<strong>im</strong>ents gegen Homosexuelle verlagern.<br />

In einem ersten Streich hat die NOM Starbucks <strong>im</strong><br />

arabischen Katar als homofreundlich «geoutet».<br />

Die Kampagne soll auf andere Länder <strong>im</strong> Nahen Osten<br />

und auf Indien ausgedehnt werden. NOM-Chef<br />

Brian Brown verspricht sich davon wirtschaftlichen<br />

Schaden für Starbucks.<br />

Hollywood<br />

Toleranz durch Glee<br />

Fernsehserien mit schwulen oder lesbischen<br />

Charakteren machen tolerant. Das Magazin<br />

«Hollywood Reporter» befragte zusammen mit<br />

dem Meinungsforschungsinstitut Penn Schoen<br />

Berland die Zuschauer, ob Sendungen wie<br />

«Glee», «Modern Family» oder «The New Normal»<br />

ihre Einstellung zur Gleichstellung von Schwulen<br />

und Lesben <strong>im</strong> Eherecht geändert hätten.<br />

27 Prozent sagten ja, sechs Prozent gaben an,<br />

weniger tolerant geworden zu sein. Allerdings<br />

haben diese Sendungen nicht die Fronten zwischen<br />

fortschrittlichen und konservativen<br />

Amerikanern aufgebrochen. Die Serien hätten<br />

eher linksliberale Demokraten als konservative<br />

Republikaner beeinflusst, hiess es. Wähler des<br />

republikanischen Präsidentschaftskandidaten<br />

Mitt Romney hätten gesagt: «Je mehr ich davon<br />

sehe, desto mehr bin ich dagegen.»<br />

Bangkok<br />

Transen-Airline am Boden<br />

Mit viel Furore hat die thailändische Fluggesellschaft<br />

P.C. Air <strong>im</strong> vergangenen Jahr ausschliesslich<br />

Transsexuelle als Flugbegleiterinnen eingestellt.<br />

Nun sitzen Fluggesellschaft und Ladyboys<br />

am Boden. Die zivile Luftfahrtbehörde Thailands<br />

hat P.C. Air wegen finanzieller Turbulenzen Startverbot<br />

erteilt. Die Fluggesellschaft bot Flüge von<br />

Bangkok nach Hongkong und anderen asiatischen<br />

Zielen an. Mitte Oktober durfte jedoch die<br />

einzige Maschine der Airline den südkoreanischen<br />

Flughafen Incheon nicht verlassen, weil die<br />

Firma die Tankrechnung nicht bezahlen konnte.<br />

Unter den Flugbegleiterinnen war auch Thanyarat<br />

«Film» Jiraphatpakorn, die 2007 den internationalen<br />

Schönheitswettbewerb für Transsexuelle<br />

«Miss Tiffany» gewonnen hatte.<br />

Hanoi<br />

Kuss-Skandal in Vietnam<br />

Ein Kuss zwischen zwei Männern sorgte in Vietnam<br />

für Furore. Bei einer Benefizveranstaltung<br />

für Tumorpatienten in einem Club in Hanoi<br />

hatte DaVinh Hung, der populärste Popstar<br />

Vietnams, dem Sieger bei der Versteigerung<br />

einer Flasche Wein einen Kuss versprochen.<br />

Ein buddhistischer Mönch ersteigerte die Flasche<br />

letztlich für 55 Millionen Dong, gut 2000<br />

Euro und bekam dafür von Dam einen dicken<br />

Schmatzer auf den Mund. Als ein Bild der Kussszene<br />

<strong>im</strong> Internet auftauchte, kam es zum Skandal.<br />

«Es ist ungehörig, einen buddhistischen<br />

Mönch auf den Mund zu küssen. Unsere Gesellschaft<br />

ist nicht bereit für homosexuelle Küsse»,<br />

donnerte das Kulturministerium. Der Mönch<br />

erhielt zur Strafe einen dre<strong>im</strong>onatigen Hausarrest<br />

in seinem Kloster.<br />

Cebu<br />

Diskr<strong>im</strong>inierungsschutz<br />

Cebu ist die erste Provinz der Philippinen mit<br />

einer Antidiskr<strong>im</strong>inierungrichtlinie, die auch<br />

Schwule und Lesben schützt. Niemand darf aufgrund<br />

seiner sexuellen Orientierung, seiner Geschlechtsidentität,<br />

seines Alters, seines Gesundheitszustandes,<br />

seiner Ethnie, seiner Religion<br />

oder wegen einer Behinderung be<strong>im</strong> Zugang<br />

zu öffentlichen Dienstleistungen benachteiligt<br />

werden, heisst es in der Richtlinie. Schwullesbische<br />

Organisationen wie die Gruppe LGBT Cebu<br />

begrüssten die Reform. Auf den mehrheitlich<br />

katholischen Philippinen ist Homosexualität<br />

zwar legal, aber gesellschaftlich tabuisiert. Die<br />

Kirche geniesst auf den Philippinen eine Machtstellung<br />

wie sonst ausserhalb des Vatikans in<br />

keinem Land der Welt mehr.<br />

Lilongwe<br />

Kehrtwende in Malawi<br />

Malawi bleibt bei seiner schwulenfeindlichen<br />

Gesetzgebung. Nachdem es Anfang November<br />

zunächst so aussah, als mache die Regierung<br />

einen Rückzieher, will Justizminister Ralph<br />

Kasambara nun doch weiter die Strafgesetze<br />

gegen Schwule durchsetzen. Die Polizei solle<br />

weiterhin schwule Männer verhaften, so der<br />

Minister. Schwule müssen mit 14 Jahren Haft<br />

rechnen. Das Verbot der männlichen Homosexualität<br />

geht auf die britische Kolonialzeit zurück.<br />

Weibliche Homosexualität ist juristisch<br />

nicht verboten. Durch die Sperrung von Entwicklungshilfe<br />

wollen europäische Geberländer<br />

Malawi zur Abschaffung der homophoben<br />

Gesetzgebung bewegen.<br />

5


Community CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

T&M – Anfang und Ende<br />

Von Daniel Diriwaechter<br />

6 Thomas Kraus und Frank Bruse alias Tamara und Marisa © by Hans Hirschi


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Community<br />

Das «T&M» mitten <strong>im</strong> Zürcher<br />

Niederdorf leuchtet<br />

wie eine Disco-Kugel über<br />

der Schweizer Gay-Community.<br />

Und über der persönlichen<br />

Geschichte eines<br />

jeden Besuchers. Wir sind<br />

mit dem T&M gewachsen<br />

– und der Club mit uns. Ein<br />

Rückblick auf 25 Jahre<br />

einer Institution, die das<br />

hiesige schwule Leben wesentlich<br />

mitgestaltet hat.<br />

Die Legende vom T&M lebt<br />

– und wird überleben.<br />

T&M – nur zwei Buchstaben. Und doch so viel mehr. Dahinter steht die älteste<br />

Gay-Disco der Schweiz. 25 Jahre sind es nun. Wir Schwulen wurden<br />

mit dem T&M erwachsen – und das T&M mit uns. Gelebte Emanzipation,<br />

denn auch heute noch ist das T&M die aufregende Realität vieler Schwulen.<br />

Und auch einiger Lesben, Künstler, Frohnaturen und vieler anderer.<br />

Wir verbinden mit dem T&M unsere eigene Geschichte. Es sind Erinnerungen,<br />

Träume und Wünsche. Ein Sammelsurium an Originalität mit<br />

einer Zeitspanne von 25 Jahren. Dieses Kapitel soll bald sein Ende finden.<br />

Das T&M wird in seiner jetzigen Form die Tore schliessen. Noch können<br />

sich viele nicht vorstellen, ohne das T&M zu leben, oder vielleicht: zu<br />

überleben?<br />

Das T&M bewegte – und veränderte sich <strong>im</strong> Laufe der Jahre, ohne je seine<br />

Seele zu verkaufen. Natürlich spielte der Profit <strong>im</strong>mer eine wichtige<br />

Rolle, doch es war <strong>im</strong>mer ein Anliegen, einen hohen Standard zu bewahren.<br />

Der Club bot Besuchern jeglicher Couleur Stunden einer heilen wie<br />

homosexuellen Welt.<br />

Egal, ob vor 25 Jahren, vor zehn Jahren oder heute: Das T&M blieb sich<br />

selbst. Berühmt für sein junges Publikum. Beliebt für seine Shows und<br />

in jüngeren Jahren auch ein wenig berüchtigt für seine, sagen wir mal,<br />

«Erotik». Lassen wir aber nun die Vergangenheit Revue passieren.<br />

Wie alles begann<br />

Das T&M war damals ein sogenanntes Dancing, oder früher, in den<br />

1940er- 50er-Jahren, ein Variété. Der schlichte Name: Perroquet (Papagai).<br />

Die Marktgasse 14 war also schon früh eine beliebte Adresse <strong>im</strong> Niederdorf,<br />

das zu dieser Zeit als Vergnügungsmeile schlechthin galt, noch vor<br />

der Langstrasse.<br />

Einst brillierte <strong>im</strong> Perroquet Vico Torriani als singender Kellner mit<br />

Bauchladen. Er legte dort den Grundstein für seine grosse Karriere. Für<br />

das Auge waren damals auch «Schönheitstänzerinnen» zuständig. Heute<br />

wie damals auch Burlesque genannt.<br />

Zu Beginn der 1980er Jahre verwandelte sich das Dancing in ein «Swiss<br />

Chalet». Der Mann der Stunde: Roger Pfändler (er ist es bis heute). Unter<br />

seiner Leitung bot er den Besuchern, meist Touristen, das Klischee einer<br />

heilen Schweiz mit entsprechender Musik. Nicht von ungefähr, Roger<br />

Pfändler stammt aus einer musizierenden Familie.<br />

Im «Swiss Chalet» gab es damals nur eine Tanzfläche – Heuwagen inklusive.<br />

Nicht die Gay-Community wurde damals anvisiert, sondern der<br />

japanische Tourist. In Scharen besuchten sie das «Swiss Chalet», um zu<br />

erfahren, wie ein «echter» Schweizer lebt.<br />

Ein voller Erfolg, nicht zuletzt dank heute noch berühmten Künstlern<br />

wie Stefanie Glaser, Walter Andreas Müller, Ursula Schäppi, Elisabeth<br />

Schnell, Ines Torelli und vielen mehr; zum Beispiel auch Maja Brunner,<br />

die dem Haus mit ihren Auftritten bis zuletzt die Treue hält.<br />

Die Katastrophe von Tschernobyl 1986 setzte der vermeintlichen Idylle<br />

jäh ein Ende. Die Japaner fürchteten Europa und blieben aus. Zur gleichen<br />

Zeit öffnete an der Langstrasse der «Mata Hari Club», der Travestie-Shows<br />

nach Zürich brachte. Eine Marktlücke für das Niederdorf, wie gerufen für<br />

Roger Pfändler.<br />

Tamara & Marisa<br />

Schnell war Schluss mit Jodeln und Holzfassade, das «T&M» wurde geboren.<br />

1987 liefen in mörderischen High-Heels die ersten Travestie-Stars über<br />

die kleine Bühne. Mit dabei Thomas Kraus und Frank Bruse alias Tamara<br />

und Marisa. Sie waren die Galionsfiguren eines neuen Flaggschiffes, das<br />

die schwule Welt der Zürcher – und der Schweizer – zu erobern vermochte.<br />

Deren Shows, die unglaublichen Kostüme und die Detail-Verliebtheit zogen<br />

schnell die Schwulen an. Aber niemals gab es einen Businessplan, der<br />

die Gay-Community als Zielpublikum festnagelte. Es «passierte» einfach<br />

– mit etwas Hoffnung und Weitblick.<br />

Tamara und Marisa, die eine gesegnet mit Gesang, die andere mit umwerfendem<br />

Selbstbewusstsein, standen Pate für den neuen Namen des<br />

Clubs: «T&M». Schnell war auch der Spitzname salonfähig: «Tüll». Böse<br />

Zungen sprachen auch vom «Tüll & Müll». Egal, so wurde der Club, der<br />

zu Beginn nur auf wenige Monate angelegt war, auch <strong>im</strong> Volksmund<br />

bekannt.<br />

Jeden Abend um 22 Uhr und nach Mitternacht war Showt<strong>im</strong>e. Nicht, dass<br />

Tamara und Marisa jeden Abend selbst auf der Bühne standen. Weitere<br />

Künstler folgten. Waren es zunächst talentierte Amateure, steigerte sich<br />

die Wucht der Darbietungen in wahres Format.<br />

France Delon, noch heute ein sicherer Wert für das T&M, eroberte zu dieser<br />

Zeit erstmals das Publikum. Weitere Profis wie Marc & Charles, Mike<br />

Hitz oder Miki Tanaka sorgten für erfolgreiche Unterhaltung. Die dargebotenen<br />

Songs stammten meist aus der Feder von Roger Pfändler. Das<br />

Allroundtalent überliess nichts dem Zufall.<br />

Roger Pfändler wusste, um der Community nah zu bleiben, war es ab<br />

und an erwünscht, dass auch weiterhin Amateure, meist Angestellte<br />

des Clubs, noch zu Wort und Gesang kamen. Petra, Carla, S<strong>im</strong>on und Co.<br />

avancierten zu festen Szenegrössen.<br />

Die Treue der Künstler und Mitarbeiter zum T&M konnte auch die HIV-<br />

Epidemie Ende der 1980er, Anfang 1990er nicht beeinträchtigen. Aber<br />

einige liebgewonnene Personen verliessen die Bühne abrupt. Darunter<br />

auch Marisa, das «M» des Clubs. Aber ihr Name lebt bis heute weiter.<br />

Wie eine Jungfrau<br />

Tamara ging den Weg von da an (fast) alleine. Eine Walküre des Niederdorfs,<br />

ausgesetzt – wie jede Diva – h<strong>im</strong>melhoher Verehrung oder dem<br />

7


Community CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Spott einiger Unverbesserlicher. In einem Interview sagte sie einst, sie<br />

wäre zum T&M gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Am Ende wohl<br />

eher wie Maria Magdalena zum Mann. Denn niemand hat sich so sehr öffentlich<br />

für das T&M ins Zeug gelegt – und in Szene gesetzt – wie Tamara.<br />

Tamara, oder eben Thomas Kraus (denn hinter jeder Queen steckt ein starker<br />

King), hatte jahrelang ein volles Programm. Er beschrieb das in einem Interview<br />

wie folgt: Nachmittags aufräumen, proben, Termin be<strong>im</strong> Schneider,<br />

Tonstudio, Abendessen, schminken, Bestellungen, Türöffnung, Bar-Dienst,<br />

umziehen, Show, umziehen, weiterhin die Bar bedienen, und, und, und.<br />

Unvorhergesehene Zwischenfälle etablierten sich zu beliebten Anekdoten.<br />

So trat Tamara einmal in einem Reifenrock voller elektrischer Birnen<br />

auf. Als versehentlich der Trockeneisnebel einsetzte, vermutete das<br />

Publikum, Tamara würde bald in Flammen aufgehen.<br />

Tamara drückte dem T&M ihren Stempel auf. Und das hat dem Club gutgetan.<br />

Heute macht sie sich rar, ist selten auf der Bühne zu sehen, oft aber<br />

plaudernd an der Bar. Tamara ist die Seele des T&M, egal wo sie ist.<br />

Coming-out mit dem T&M<br />

Für die Zürcher Gay-Community war das T&M ein Geschenk. Doch wer in<br />

anderen Städten lebte und schwul war, der kannte – in Zeiten ohne Internet<br />

– das T&M nur vom Hörensagen. Besonders junge Schwule der ganzen<br />

Schweiz wurden auf diesen einen Club in Zürich aufmerksam gemacht,<br />

der als sehr «exklusiv» galt und eine Spielwiese für Schwule darstellte.<br />

Dort durfte man so sein, wie man war: in erster Linie schwul, egal in welchem<br />

Outfit, ob dick oder dünn. Kurz: das gelobte Land.<br />

Ganz einfach jeder Schwule wollte dorthin. In schwul-lesbischen Jugendgruppen<br />

anderer Städte, sofern es die gab, war das T&M schnell bekannt.<br />

Und irgendwann fasste sich jeder ein Herz und begab sich nach Zürich.<br />

Zitternd und voll freudiger Erwartungen standen sie alle einmal am Eingang<br />

an der Marktgasse 14. Sie wurden nicht enttäuscht. Das T&M galt<br />

<strong>im</strong>mer als «Einstieg» in das schwule Leben.<br />

Mitte der 1990er wurde <strong>im</strong> Club umgebaut. Nun warteten zwei Bars auf<br />

trinkfreudige Gäste. Ein Teil der Räumlichkeiten, der einst Speisesaal des<br />

Hotels «Goldenes Schwert» gewesen war, wurde für die Gäste geopfert.<br />

Denn es galt, den Zeitgeist nicht zu verpassen. Andere Clubs versuchten<br />

es ebenso, konnten aber nie den Stellenwert – und die Notwendigkeit –<br />

eines T&M erreichen.<br />

Und als das Jahrtausend sich verabschiedete, brachte eine Frau frischen Wind<br />

an die Marktgasse 14: Sieglinde Gübeli, oder kurz Sigi. Der Kurzform wegen<br />

dachten viele, es handle sich dabei um einen Mann. Unter Sigi Gübelis Leitung<br />

gewann das T&M an Tempo. Noch <strong>im</strong>mer waren Roger Pfändler und Tamara<br />

die Herren des Hauses, aber ein weiblicher Touch war mehr als erwünscht.<br />

So wechselte das T&M regelmässig seinen «Look». Mal wähnte man sich<br />

in der Bronx, später auf einem Kreuzfahrtschiff oder in einem Vampir-<br />

Schloss. Oft streifte man durch fremdes und doch vertrautes Land.<br />

Das T&M wird erwachsen<br />

Ende der 1990er wurde der zweite Stock des Hauses für die Besucher geöffnet.<br />

Wo sich einst Touristen <strong>im</strong> Hotelz<strong>im</strong>mer zurückzogen, wurde der<br />

erste hauseigene Darkroom eröffnet. Noch gab es aber kein AAAH! Damals<br />

handelte es sich nur um ein dunkles (Hotel-)Z<strong>im</strong>mer. Zappenduster<br />

und irgendwie unhe<strong>im</strong>lich. Ein zaghafter Schritt in Richtung «Skandal».<br />

Erfolgreicher war ein anderes Z<strong>im</strong>mer, in dem die «Golden Girls», damals<br />

noch auf VHS, rauf und runter liefen. Denn: Vergiss niemals die Gay-Ikonen<br />

deiner Gäste, so lautet ein Motto des Clubs bis heute. «Haus-DJ» Marc<br />

ist beispielsweise bekannt für seine bedingungslose Liebe zu Madonna,<br />

einer Gay-Ikone sondergleichen. Sie dürfte auch diejenige Sängerin sein,<br />

deren Songs am meisten <strong>im</strong> T&M gespielt wurden.<br />

Mit der Jahrtausendwende stieg das schwule Angebot in Zürich. Die Travestie-Shows<br />

hatten ihre goldenen Jahre hinter sich (es sei denn, France<br />

Delon trat auf). Aber noch war der geneigte Schwule nicht oft in Chats<br />

anzutreffen. Noch war es aufregender, in die Nachtwelt einzutauchen.<br />

Im T&M wurde dies registriert. Golden Girls und Dunkelkammer wichen<br />

dem bereits erwähnten «AAAH!».<br />

Unkomplizierter Sex ohne Geld in Saunas oder Darkrooms (für viele Heteros<br />

noch heute unglaublich), stillte das Bedürfnis eines grossen Teils der<br />

Gay-Community. Erfolgreich war daher die Eröffnung des ersten Clubs<br />

in der Schweiz, der jeden Tag über Techno-Musik, Drinks und ein dunkles<br />

Labyrinth mit noch dunkleren Kabinen verfügte. Der Titel AAAH! hat<br />

daher am Ende zwei Bedeutungen: die ult<strong>im</strong>ative Befriedigung oder der<br />

Schock über die Tatsache, dass der schnöde Sex Einzug ins T&M hielt.<br />

Zu Beginn wurde das AAAH! vom T&M abgegrenzt. So kam es, dass <strong>im</strong> ersten<br />

Stock das Publikum dem Fummel sowie der Hitparade huldigte, während<br />

es nur einen Stock darüber wesentlich härter zur Sache ging. Für<br />

eine kurze Zeit hielt sich die Fluktuation in Grenzen. Entweder man(n)<br />

blieb <strong>im</strong> T&M oder entschied sich für das AAAH! Bald war aber beides<br />

möglich für jedermann.<br />

So wie überhaupt vieles an der Marktgasse 14 möglich war: das bunte<br />

T&M mit seiner Unbeschwertheit, das verrucht-spannende AAAH!, die<br />

feuchtfröhliche Schlager-Bar Pigalle und das Hotel «Goldenes Schwert».<br />

Thomas Kraus und Frank Bruse ganz ohne Glamour © by Hans Hirschi<br />

8


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Community<br />

Nicht nur Touristen waren an gewissen Tagen oft <strong>im</strong> gesamten Hause unterwegs<br />

– in etwa exakt dieser Reihenfolge.<br />

Eine neue Ära bricht an<br />

Gayromeo und heute GrindR übernahmen in jüngeren Jahren die Leaderfunktion<br />

<strong>im</strong> schwulen Leben. Man(n) musste nicht mehr zwingend aus<br />

dem Hause gehen, um Spass jeder Art zu haben. An der Marktgasse blieb<br />

man jedoch standhaft. Die Geschäftsleitung wusste, dass kein anderer<br />

Club eine Geschichte wie das T&M vorweisen konnte.<br />

Diverse Clubs, die noch vor zehn Jahren als Nachfolger des T&M gehandelt<br />

wurden, gingen sang- und klanglos unter. Oft wurde das Haus an der<br />

Marktgasse gar von der Konkurrenz belächelt. Es war halt nicht mehr so<br />

chic, ins T&M zu gehen. Trotzdem war die Tanzfläche am Wochenende<br />

voll. Von der Marktgasse lächelte man daher gelassen zurück.<br />

Schliesslich verfügte man über einen Schmelztiegel an schwulem Entertainment.<br />

Die Symbiose aus T&M, AAAH!, Pigalle-Bar sowie Hotel «Goldenes<br />

Schwert» machten einen Abend an der Marktgasse für jedermann spannend.<br />

Die Zeiten ändern sich nun. Eine neue Ära bricht heran. Im Februar <strong>2013</strong><br />

14 wird zu einem gediegenen Wohnhaus. Doch das soll der Gay-Community<br />

keinen Kummer machen. Die Leitung ist der Überzeugung, dass das Zepter<br />

nun an eine jüngere Generation übergeben werden muss. Nur so sind weitere<br />

25 Jahre machbar.<br />

Aber das T&M wird weiterleben, mit neuem Gesicht, unter neuer Führung.<br />

Dennoch ein schweres Erbe. Das «Tüll» wird in den Köpfen vieler<br />

Menschen noch lange bestehen bleiben. In Gedanken unzähliger Besucher<br />

leuchtet das T&M wie eine Disco-Kugel über der eigenen, ganz individuellen<br />

Geschichte.<br />

Und wenn in Zukunft die Menschheit nur noch virtuell zu ihrem Spass<br />

kommt, wenn das Nachtleben nur noch ein riesiger Bildschirm darstellen<br />

sollte, dann werden Geschichten vom T&M erzählt werden. Ein Mythos<br />

wird geboren...<br />

In gewisser Hinsicht fördern die neuen Welten der Kommunikation ein<br />

reges Miteinander. Eine neue Generation entfaltet sich so ohne Angst vor<br />

Homophobie. Die aufregende Realität von 1987 bis heute, die Zeiten, in<br />

denen das T&M an der Marktgasse 14 war, werden Internet und Apps aber<br />

nie ersetzen können.<br />

Das Rätselraten hat ein Ende<br />

Das neue T&M!<br />

Die Clubs T&M und AAAH! an der Marktgasse 14 in Zürich wird es ab März<br />

<strong>2013</strong> nicht mehr geben. Die ganze Liegenschaft wird zu Wohnungen und<br />

Büros umgebaut. Damit die Gays aus Zürich und der ganzen Schweiz auch<br />

in Zukunft nicht auf einen fixen Club zu verzichten müssen, entsteht was<br />

Neues <strong>im</strong> Niederdorf.<br />

Lange wurde gemunkelt, vermutet, gewettet, wo das neue T&M denn<br />

hinkommen könnte? Eines war schon länger sicher, dass die Clubs T&M<br />

und AAAH! ihre Türen an der Marktgasse 14 in Zürich per Ende Februar<br />

schliessen werden. Und klar war auch, dass die neue Location sich wieder<br />

<strong>im</strong> Niederdorf befindet. Die alte und auch die neue Crew hielten aber<br />

dermassen dicht, wie es in der Szene kaum für möglich gehalten wurde.<br />

Stadtbekannte Plaudertaschen rauften sich die Haare, weil es nichts, aber<br />

auch gar nichts, über den neuen Ort zu tratschen gab...<br />

«Heaven of T&M»<br />

Jetzt ist es bekannt: der neue Zürcher Gay Club heisst «Heaven of T&M».<br />

Der Name ist eine Hommage an den Club T&M, der für über 25 Jahre das<br />

schwule Nachleben in Zürich prägte. Gleichzeitig symbolisiert er aber<br />

auch einen Neubeginn. Der neue Club wird kleiner werden und musikalisch<br />

vielfältiger. Hierzu die Betreiber Marco Uhlig und Alain Mehmann:<br />

«Das Heaven of T&M soll ein Club sein, wo die verschiedensten musikalischen<br />

Bedürfnisse abgedeckt werden. Als einziger Gay Club der Stadt Zürich<br />

ist es uns wichtig, ein Angebot zu bieten, wo sich die verschiedensten<br />

Szenen wohlfühlen.» So wird es Abende geben, die unter dem Motto Open<br />

Format stehen, wo von Charts über R&B bis House ein breites Spektrum<br />

an populärer Musik geboten wird. Aber auch Anhänger von eher undergroundiger<br />

oder alternativer Musik wie Deep House und Tech-House sollen<br />

auf ihre Kosten kommen.<br />

Neue Location<br />

An der Spitalgasse 5, noch als Zodiac bekannt, konnten die neuen Betreiber<br />

einen Ort finden, der sich wiederum mitten <strong>im</strong> Zürcher Niederdorf<br />

befindet. «Dies ist ein klares Bekenntnis zum Niederdorf als Gay-Ausgehmeile<br />

von Zürich», so Marco Uhlig. Bevor aber Anfang März aus dem<br />

bisherigen Zodiac das neue «Heaven of T&M» entsteht, wird noch kräftig<br />

umgebaut. Hierzu konnte ein Architekturbüro verpflichtet werden, das<br />

nicht nur in Zürich sondern auch in Berlin bereits Clubs gebaut hat. So<br />

wird nach über 25 Jahren Schluss sein. Die Liegenschaft an der Marktgasse wird ein Club entstehen, der den Besuchern einen Dancefloor mit modernster<br />

Technik bietet, und zu langen Nächten einlädt.<br />

9


Prominent CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Thore<br />

Schölermann<br />

«The Voice of Germany» ist in aller Munde – und<br />

Ohren. Neben der Jury und wunderbaren Gesangstalenten<br />

fällt auch der Moderator Thore<br />

Schölermann auf. Dezent hält er sich <strong>im</strong> Hintergrund,<br />

scheint sich aber über jede An- und Absage<br />

zu freuen. Der charmante Deutsche wird<br />

hoffentlich als Vorbild für seinen Schweizer Kollegen<br />

Sven Epiney dienen, der ab <strong>2012</strong> «The Voice<br />

of Switzerland» moderieren wird. Bei Thore<br />

Schölermann steht auch die Frage <strong>im</strong> Raum, ob<br />

er vielleicht schwul sei? War da nicht mal was?<br />

Genau, vielen Zuschauern ist Thore Schölermann<br />

auch als Schauspieler ein Begriff. Als<br />

Elton John<br />

Madonna<br />

Was wird Madonna wohl in einigen Jahren über<br />

das Jahr <strong>2012</strong> denken? Immerhin schaffte sie es,<br />

einige bittere Misserfolge durch eine erfolgreiche<br />

Tournee auszugleichen. Doch ihre Feinde<br />

sind so zahlreich wie schreibwütig. Hier einige<br />

Äusserungen: Madonna kann nicht singen.<br />

Madonna ist peinlich. Madonna ben<strong>im</strong>mt sich<br />

schwuler Landwirt begeisterte er in der ARD-Serie<br />

«Verbotenje Liebe». Seine TV-Beziehung mit<br />

Schauspieler Jo Weil vermochte einige Schlagzeilen<br />

zu erzeugen. Das Highlight war dann<br />

die Hochzeit, bei der Dirk Bach als Priester fungierte.<br />

Vor einem Jahr erhielten beide, quasi als<br />

Krönung ihrer Verdienste, den «German Soap<br />

Award» als bestes Liebespaar. Das darf schon als<br />

tolle Leistung angesehen werden, bedenkt man<br />

die unzähligen Affären <strong>im</strong> Seifenoper-H<strong>im</strong>mel.<br />

Doch Verehrer des smarten Männerschwarms<br />

müssen wir an dieser Stelle enttäuschen. Seine<br />

Rolle in «Verbotene Liebe» wurde vorerst rausgeschrieben<br />

– und Thore selbst ist alles andere als<br />

schwul. Der 28-Jährige ist glücklich liiert mit<br />

Schauspielerin Julie Kilka, welche ebenfalls in<br />

«Verbotene Liebe» zu sehen ist. In einem Interview<br />

mit BILD gestand Thore, dass er mit seiner<br />

Aufgabe bei «The Voice of Germany» endlich<br />

sein wahres «Ich» zeigen dürfe. Viel Spielraum<br />

hat er dabei jedoch nicht. Die Rolle des schwulen<br />

Christian Mann in der Vorabendserie hatte<br />

wesentlich mehr Tiefgang. (dd)<br />

10<br />

Eine gute (?) Nachricht zum Jahresende: Elton<br />

John und sein Partner David Furnish werden<br />

zum zweiten Mal Eltern. Das englische Paar<br />

hat bereits den Sohn Zachary, welcher von einer<br />

Leihmutter zu Welt gebracht wurde. Diese<br />

Methode scheint sich bewährt zu haben, denn<br />

die gleiche Frau ist erneut schwanger und Elton<br />

John liess verlauten, dass er überglücklich sei,<br />

dass Zachary ein Geschwisterchen bekommt.<br />

Die wohl weltweit prominenteste Regenbogenfamilie<br />

(ohne Frau) vergrössert sich also. Elton<br />

und David könnten ein wunderbares Vorbild für<br />

weitere Schwule sein, mit Betonung auf «könnten».<br />

Ein fragwürdiger Aspekt gibt es allerdings<br />

schon. Immerhin ist Elton John schon 65. Doch<br />

davon abgesehen, Elton John machte jüngst <strong>im</strong>mer<br />

mal wieder die eine oder andere abfällige<br />

Bemerkung gegen dies und das. Und er bediente<br />

sich dabei ausgiebig der Fäkalsprache. Ob Sir Elton<br />

John als Papa das gleiche Lästermaul pflegt?<br />

Wenn ja, dürften Zachary und sein baldiges<br />

Geschwisterchen ziemlich unangenehme Zeitgenossen<br />

werden. Im Klartext: Eine neue Generation<br />

von verzogenen Gören. Deswegen macht<br />

sich der Sänger, der mehr als 570 Millionen Platten<br />

verkauft haben soll (behauptet jedenfalls<br />

Wikipedia), nicht gerade als Vorzeige-Figur für<br />

angehende homosexuelle Eltern. (dd)<br />

wie eine Schlampe. Madonna sollte sich anziehen.<br />

Madonna ist egoistisch. Madonna ist karrieregeil.<br />

Madonna ist hässlich... Diese Aussagen<br />

erscheinen neu, sind aber bereits 25 Jahre<br />

alt. Sie haben bis heute «Bestand». Nur hängen<br />

heute ihre Kritiker überall noch «... für eine<br />

Frau von 54» an. Gegenüber einer Meisterin der<br />

Neuerfindung sind solche Sprüche Lichtjahre<br />

hinterher. Ihr Engagement in sozialen Fragen<br />

wurde damals und wird heute oftmals totgeschwiegen.<br />

Wir erinnern an dieser Stelle – und<br />

passend zum Welt-Aids-Tag – an ein wichtiges<br />

Anliegen Madonnas: Als eine der ersten Künstler<br />

überhaupt machte sich Madonna in der HIV-<br />

Prävention stark. Als 1989 ihr Album «Like a<br />

Prayer» erschien, fand der Käufer einen Flyer<br />

beigelegt, welcher die HIV-Risiken beschrieb:<br />

«Aids is no Party!» stand gross geschrieben. Eine<br />

Janet Jackson engagierte sich erst acht Jahre<br />

später mit dem Song «Together Again» für die<br />

Sache (übrigens fünf Jahre nachdem Madonna<br />

den Song «In this Life» veröffentlichte, eine leise<br />

Hymne an verstorbene Freunde). Bis heute setzt<br />

sich Madonna für die HIV-Prävention ein. Berührungsangst<br />

kannte sie nie. Die breite Masse<br />

scheint davon aber kaum Notiz zu nehmen. Das<br />

mag auch daran liegen, dass Madonna, anders<br />

als etwa Angelina Jolie, ihre Wohltätigkeit weniger<br />

an die grosse Glocke hängt. (dd)


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Prominent<br />

Prominent <strong>2012</strong><br />

Verstecken ist vielleicht das älteste Spiel der<br />

Welt. Jedes Kind kennt es, die Celebrities treiben<br />

es zur Perfektion. Sie verbergen Gehe<strong>im</strong>nisse,<br />

suchen gleichzeitig das Rampenlicht, den Kick,<br />

das Glück. Mal Gegner, mal Komplize, sucht<br />

das Team Papparazzi den perfekten Schnappschuss.<br />

In Südfrankreich wurde ein findiger<br />

Fotograf fündig, lichtete ab, was unter schicken<br />

Blusen versteckt bleiben sollte: Kates Brüste.<br />

Kurz darauf gingen Bilder von Prinz Harry um<br />

die Welt, der in Las Vegas be<strong>im</strong> Strip-Billard<br />

ein bisschen Spass gesucht hatte. Deutschland<br />

hat den Superstar gesucht und Luca gefunden,<br />

«Wetten, dass…» einen neuen Moderator und<br />

eine bezaubernde Assistentin, die Bauern eine<br />

Frau oder auch mal einen Mann, die Desperate<br />

Housewives ein Ende. Im Kino entdeckte Bond<br />

seine homoerotische Seite, der Hobbit machte<br />

sich auf zur epischen Suche nach dem Ring.<br />

Ringe getauscht haben Rufus Wainwright und<br />

Justin T<strong>im</strong>berlake, während andernorts Sucht<br />

und Eifersucht herrschten. Um Charlie Sheen<br />

Rosa von<br />

Praunhe<strong>im</strong><br />

Als «schwuler Filmemacher, Schriftsteller,<br />

Journalist und Maler» beschreibt sich Holger<br />

Mischwitzky, besser bekannt als Rosa von<br />

Praunhe<strong>im</strong>, auf seiner Website. Weit untertrieben.<br />

«Manche bezeichnen mich als den beliebtesten<br />

und manche als den unbeliebtesten<br />

schwulen Filmregisseur Deutschlands. Und<br />

dafür habe ich eine ganze Menge getan.» Das<br />

kommt der Wahrheit schon näher. Nach etlichen<br />

Exper<strong>im</strong>entalfilmen sorgte er 1971 mit seiner<br />

Doku «Nicht der Homosexuelle ist pervers,<br />

sondern die Situation, in der er lebt» für grosses<br />

Aufsehen. Zahlreiche Schwulengruppen wurden<br />

als Folge gegründet. Mit «Die Bettwurst»<br />

One Direction<br />

wurde es nicht ruhig, Heidi Klum trennte sich<br />

von Seal und fand Trost in den starken Armen<br />

ihres Bodyguards, möglicherweise auch in umgekehrter<br />

Reihenfolge. Keine weitere Lust auf<br />

Versteckspiele hatten Mika und Leo Ritzmann,<br />

sie wagten ein Coming-out, <strong>im</strong> Gegensatz zum<br />

weiterhin anonymen schwulen Fussballer. An<br />

der Olympiade in London tauchte Turmspringer<br />

Matthew Mitcham umso selbstbewusster auf<br />

und ein. Madonna und Lady Gaga zeigten sich in<br />

Zürich, Paris Hilton und Xavier Naidoo versuchten<br />

homophobe Äusserungen unter den roten<br />

Teppich zu kehren. Pussy Riot liessen sich glücklicherweise<br />

nicht so leicht <strong>im</strong> Straflager verstecken.<br />

Traurig, dass wir <strong>im</strong> Dschungel für <strong>im</strong>mer<br />

vergeblich nach Dirk Bach suchen werden, in<br />

der Disco nach Donna Summer und Whitney<br />

Houston. <strong>2012</strong> war ein aufregendes Promi-Jahr,<br />

finden wir, und machen uns bereits auf die Suche<br />

nach den heissesten Stories für <strong>2013</strong>. (rg)<br />

kam bald darauf sein erster grosser Spielfilm,<br />

heute längst Kult. Es folgten Streifen über Underground-Sängerinnen<br />

und Stricher, über HIV<br />

und Hirschfeld. An seinem 70. Geburtstag am<br />

25. November konnte er auf 70 Filme zurückblicken,<br />

auf eine Regie-Professur in Potsdam, zahlreiche<br />

Auszeichnungen und unzählige umstrittene<br />

Auftritte in Talkshows. 1991 in «Explosiv»<br />

etwa, als er Alfred Biolek und Hape Kerkeling<br />

öffentlich als schwul bezeichnete und damit<br />

eine grosse Outing-Debatte ins Rollen brachte.<br />

Viel getan hat er ohne Zweifel, wich der knallharten<br />

Realität nie mit einer rosa Brille aus,<br />

sondern richtete das das Objektiv stets auf wichtige<br />

Brennpunkte. Im Buch «Ein Penis stirbt<br />

<strong>im</strong>mer zuletzt» hat er zum runden Geburtstag<br />

70 Gedichte, 70 Zeichnungen und 7 Kurzgeschichten<br />

gesammelt. Ein Muss auf jedem gut<br />

sortierten Gay-Bücherregal. Happy Birthday,<br />

lieber Rosa! Wir stecken 70 Kerzen auf den Kuchen<br />

und sehen, dass noch viele mehr Platz haben.<br />

Du warst ein Pionier, bist ein flammendes<br />

Beispiel für jemanden, der sich <strong>im</strong>mer wieder<br />

provozierend in den Queer-Diskurs einmischt,<br />

und der wird <strong>2013</strong> genauso wenig ausgeblasen<br />

sein wie 1971. (rg)<br />

Wer gedacht hat, dass es sich bei Boyroups um<br />

eine alternde Spezies aus den 1990ern handelt,<br />

kennt One Direction noch nicht. Als Einzelkandidaten<br />

der britischen X-Factor-Ausgabe wurden<br />

die fünf knackigen Jungs auf Anraten der<br />

Gastjurorin Nicole Scherzinger kurzerhand fusioniert,<br />

erreichten prompt den dritten Platz,<br />

ergatterten sich einen Plattenvertrag über<br />

zwei Millionen Pfund und erobern seither die<br />

Charts. Und wer aus der Geschichte gelernt hat,<br />

weiss, dass mit der Gründung einer Boyroup sofort<br />

auch erste Gay-Gerüchte ins Leben gerufen<br />

werden. Über kurz oder lang erweisen sie sich<br />

in etwa 50 Prozent der Fälle als wahr, was bei<br />

einem Verdachtsfall pro Band nichts anderes<br />

ist als Statistik. Bei One Direction munkelte<br />

man nun sogar über eine bandinterne Affäre<br />

zwischen Fan-Darling Harry und seinem besten<br />

Freund Louis, später auch zwischen Harry<br />

und Niall. Doch was auf Fotos wie ein Beinahe-<br />

Kuss aussieht, soll nur ein aus verhängnisvollem<br />

Winkel aufgenommenes Flüstern gewesen sein,<br />

und das regelmässige heisse Po-Gegrapsche auf<br />

der Bühne dient angeblich nur dazu, die weiblichen<br />

Fans zum Kreischen zu bringen. Ziemlich<br />

entnervt versuchte Harry schliesslich, mit<br />

sämtlichen Gerüchten um ihn aufzuräumen.<br />

Ja, er habe tatsächlich vier Brustwarzen, ja, er<br />

trage gern Tangas mit Leopardenmuster und<br />

nein, schwul sei er definitiv nicht. Er habe aber<br />

natürlich kein Problem mit Homosexuellen, das<br />

musste dann auch noch gesagt sein. So machen<br />

es die fünf Boys letztlich allen irgendwie Recht<br />

und sind damit auch in der Schweiz an der Spitze<br />

der Hitparade gelandet. (rg)<br />

11


Politik CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Obamas «Change»<br />

Neue Hoffnung für Amerikas Gay-Community<br />

Von Martin Ender<br />

Triumph für Barack Obama © pd<br />

12


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Politik<br />

Barack Obamas «Wende»<br />

kam erst nur langsam voran.<br />

Es musste Mai <strong>2012</strong> werden,<br />

bis der Präsident sich<br />

offiziell über die Anerkennung<br />

der «Civil Union» hinaus<br />

auch für die «Same-Sex<br />

Marriage» ausgesprochen<br />

hat. Er ist dennoch der erste<br />

amerikanische Präsident,<br />

der klar Stellung bezog und<br />

unter dem sich nun einige<br />

Staaten per Volksentscheid<br />

für die Homo-Ehe entschieden<br />

haben.<br />

Lange Zeit war Amerika für Schwule alles andere als das «Land der Freiheit».<br />

Die US-amerikanische Schriftstellerin Marion Z<strong>im</strong>mer Bradley, vielen<br />

bekannt als Autorin von Fantasy-Romanen wie der Avalon-Saga, malt<br />

treffend ein Bild von den Schwierigkeiten und Gefahren, die homosexuelle<br />

Jungs und Männer – vor der Zeit eines öffentlich möglichen Comingouts<br />

in Amerika – zu bestehen hatten. In ihrem Roman «Trapez» (The Catch<br />

Trap), der 1979 erschien, beschreibt sie das kaum auszuhaltende Versteckspiel<br />

eines homosexuellen Paares anfangs der 1950-er Jahre.<br />

«Trapez»<br />

Der Roman – bei dieser Autorin ungewohnt – ist voll in der Realität angesiedelt.<br />

In einer bitteren Realität sogar. Die Geschichte spielt <strong>im</strong> Zirkus.<br />

Mitte der 1940-er Jahre entdeckt der 14-jährige Tommy, Sohn eines Dompteurs,<br />

seine Liebe zum Fliegen, zum Trapez. Die «Flying Santellis», die sein<br />

Talent erkennen, nehmen ihn unter ihre Fittiche. Früh verlässt Tommy<br />

seine Eltern, um Teil der berühmten Artistenfamilie zu werden. Der sieben<br />

Jahre ältere Mario Santelli, der ihn erstmals mit aufs Trapez n<strong>im</strong>mt<br />

und mit ihm arbeitet, kann sehr fürsorglich sein, <strong>im</strong> Training aber ist er<br />

streng. Es dauert eine Weile, bis Tommy bemerkt, dass sie ausser der Leidenschaft<br />

für das Fliegen noch etwas miteinander teilen. Das Schwulsein.<br />

Er beobachtet Mario, wie er he<strong>im</strong>lich einen Mann zu sich n<strong>im</strong>mt. Und er<br />

merkt, dass er eifersüchtig wird. Beide sind hin und her gerissen. Marios<br />

Familie weiss, dass ihr Sohn schwul ist, weil er als Jugendlicher wegen<br />

unsittlichen Betragens <strong>im</strong> Gefängnis gelandet ist. Das macht alles noch<br />

schwieriger. Thematisiert wird es aber nie. Erst, als seine Beziehung zu<br />

Tommy auffliegt, zeigen sich die Reaktionen der Familie – und sie sind<br />

bitter mitanzusehen.<br />

Marion Z<strong>im</strong>mer Bradley hat die Problematik, vor der homosexuelle Männer<br />

in der betreffenden Zeit standen, sehr gut herausgearbeitet. Schwule<br />

wurden als abartig, pervers und als Kinderschänder hingestellt und hatten<br />

– ausser in ihren eigenen Kreisen – kaum Chance auf gesellschaftliche<br />

Akzeptanz.<br />

Geldbussen bis Haft<br />

Jahrzehnte hat sich in der amerikanischen Gesellschaft in dieser Frage<br />

kaum etwas geändert. Homosexuelle Sexualpraktiken wie analer und oraler<br />

Sex, die in der englischen Gesetzessprache traditionell als «sodomy»<br />

bezeichnet wurden, waren bis 1962 in allen amerikanischen Bundesstaaten<br />

strafbar und wurden mit Geldbussen und oftmals mit langen<br />

Haftstrafen geahndet. Die Entkr<strong>im</strong>inalisierung homosexueller Handlungen<br />

in den USA vollzog sich in Einzelschritten. Illinois war 1962 der<br />

erste Bundesstaat, der sein Gesetz gegen sexuelle Perversionen, zu denen<br />

auch Homosexualität gezählt wurde, abschaffte. Mitte der 1980-er Jahre<br />

waren homosexuelle Handlungen in der Hälfte der Bundesstaaten <strong>im</strong>mer<br />

noch strafbar. Die Anpassung der Gesetzeslage war der gesellschaftlichen<br />

Entwicklung weit hinterher. Bis 1990 konnte die amerikanische Immigrationsbehörde<br />

homosexuellen Ausländern auch die Einreise in die USA<br />

verweigern. Noch 1997 gab es einen Riesenskandal, als Entertainerin Ellen<br />

DeGeneres sich als Lesbe outete. In einzelnen Bundesstaaten konnten<br />

homosexuelle Handlungen bis ins Jahr 2003 – also noch vor neun Jahren<br />

– bestraft werden.<br />

Die staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren ist heute in den<br />

USA ein besonders umstrittenes Thema und «Homo-Ehe» ist ein absolutes<br />

Reizwort.<br />

Seit 1998 sind Volksabst<strong>im</strong>mungen zu gleichgeschlechtlichen Ehen in 32<br />

US-Staaten gescheitert. Im Mai <strong>2012</strong> haben die Bürger in North Carolina<br />

das Verbot gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der Verfassung verankert.<br />

Insgesamt 30 der 50 Bundesstaaten haben in ihren Verfassungen<br />

festgeschrieben, dass die Ehe ausschliesslich eine Sache zwischen Mann<br />

und Frau sei.<br />

Obamas Zögern<br />

Bei dieser konservativen Haltung vieler US-Staaten ist Obamas Zurückhaltung<br />

verständlich. Doch mitten <strong>im</strong> Wahlkampf nahm er dennoch<br />

Stellung. Manch einer glaubte, Barack Obama habe sich nur deshalb zu<br />

einem «Ja zur Homo-Ehe» durchgerungen, weil er sich in letzter Minute<br />

die St<strong>im</strong>men der LGBT-Community sichern wollte. Inzwischen wissen<br />

wir, dass er durch Aussagen des US-Vizepräsidenten Joe Biden unter Druck<br />

kam, eine klare Position einzunehmen, und dass ihm u.a. seine Frau und<br />

die Töchter in dieser Sache gut zugeredet haben. Ob er damit die Wahl<br />

gewinnen würde, war damals alles andere als gewiss. Dennoch wagte er<br />

diesen Schritt aus Überzeugung. Die Republikaner rieben sich schon die<br />

Hände und witterten eine Steilvorlage zur Mobilisierung der konservativen<br />

Basis. Mitt Romney reagierte prompt und sprach sich deutlich gegen<br />

die Homo-Ehe aus.<br />

Obama selbst begründete seinen Sinneswandel mit den Worten – und in<br />

einem für ihn typischen, ellenlangen Satz:<br />

«Ich muss Ihnen sagen, dass <strong>im</strong> Laufe von mehreren Jahren, als ich mit<br />

FreundInnen, Familie und NachbarInnen gesprochen habe, wenn ich an<br />

die Mitglieder meiner MitarbeiterInnen denke, die in unglaublich engagierten,<br />

monogamen Beziehungen, gleichgeschlechtlichen Beziehungen<br />

leben, die gemeinsam Kinder grossziehen, wenn ich an jene SoldatInnen,<br />

Marines oder Seeleute denke, die da draussen in meinem Namen <strong>im</strong> Kampf<br />

sind und dennoch, auch nach dem Ende von ‹Don’t Ask Don’t Tell› nicht in<br />

der Lage sind, Verantwortung in einer Ehe zu übernehmen, dann habe ich<br />

an einem Punkt festgestellt, dass es für mich persönlich wichtig ist, voranzugehen<br />

– und zu erklären, dass ich denke, dass gleichgeschlechtliche Paare<br />

die Möglichkeit haben sollten, zu heiraten.»<br />

Obamas Verdienste<br />

Obama betonte, dass seine Äusserungen eine persönliche Meinung seien.<br />

Aus Kreisen des Weissen Hauses verlautete denn auch, dass die Erklärung<br />

des Präsidenten keine unmittelbare Auswirkung auf die aktuelle Politik<br />

13


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Politik<br />

haben werde. Denn be<strong>im</strong> Thema Homo-Ehe können die jeweiligen Staaten<br />

entscheiden.<br />

Dennoch, seine Meinung hat Gewicht und jetzt steht die Homo-Ehe <strong>im</strong><br />

demokratischen Parteiprogramm. Bereits in der ersten Amtszeit Obamas<br />

gibt es einige positive Errungenschaften für die LGBT-Community zu<br />

verzeichnen. Hier einige der grössten Siege für die amerikanische Community<br />

in den letzten vier Jahren: Schwule und Lesben können jetzt offen<br />

in den Streitkräften dienen. Das Justizministerium wehrt sich nicht<br />

mehr gegen Versuche, das Verbot der Homo-Ehe auf juristischem Wege zu<br />

beseitigen. HIV-Positive können nach 25 Jahren wieder ohne Einschränkungen<br />

in die USA einreisen. Ausländische Lebenspartner von Schwulen<br />

und Lesben sind nicht mehr von Abschiebung bedroht. Und – international<br />

wichtig – das Aussen ministerium bekämpft unter Hillary Clinton<br />

mit Nachdruck die Unterdrückung und Verfolgung von LGBT in anderen<br />

Ländern auf der ganzen Welt.<br />

Homo-Ehe neu in neun Staaten<br />

Die jüngsten Aussagen Obamas sind jedenfalls sehr erfreulich und widerspiegeln<br />

auch den Wandel in der US-Gesellschaft. Vor zehn Jahren befürwortete<br />

nur jeder dritte US-Bürger die Ehe für Lesben und Schwule. Inzwischen<br />

hat sich dies – trotz oder gerade wegen der massiven und haltlosen<br />

Angriffe der religiösen Rechten – massiv geändert. Jüngste Umfragen<br />

zeigen, dass mittlerweile eine knappe Mehrheit der US-Amerikaner und<br />

Amerikanerinnen die Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule unterstützt<br />

(dies entspricht aber nicht der Mehrheit der Staaten).<br />

Am 7. November, dem Tag der Präsidentschaftswahl, fanden in etlichen<br />

US-Staaten zusätzliche Abst<strong>im</strong>mungen statt. Auch über die Homo-<br />

Ehe. Seitdem ist die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in drei weiteren<br />

– nun also insgesamt neun – US-Bundesstaaten möglich. Das sind<br />

Washington, Maryland, Maine, Vermont, New York, New Hampshire,<br />

Massachusetts, Iowa und Connecticut. Auch die Hauptstadt Washington<br />

D.C. erlaubt die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Neun weitere<br />

US-Staaten kennen eine staatlich anerkannte Partnerschaft. Interessant<br />

dabei ist, dass auch bei der Partnerschaft in Amerika die Adoption<br />

möglich ist.<br />

Staaten mit rigorosen Verboten<br />

Diesen vorwiegend an der Ostküste liegenden, fortschrittlich Staaten steht<br />

eine grosse Anzahl von US-Staaten gegenüber, welche teils erst neuerdings<br />

rigorose Verbote eingeführt haben, teils in der Verfassung, teils per Gesetz.<br />

In der Verfassung verankert sind zweifache Verbote – Verbot der gleichgeschlechtlichen<br />

Ehe und das Verbot der eingetragenen Partnerschaft in<br />

20 US-Staaten. Zehn US-Staaten kennen ein in der Verfassung stehendes<br />

Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe, und sechs US-Staaten verbieten<br />

die gleichgeschlechtliche Ehe per Gesetz.<br />

Ein vergleichender Blick auf Europa<br />

Die Niederlande waren 2001 das erste Land weltweit, das standesamtliche<br />

Eheschliessungen von Homosexuellen zuliess. Dem Beispiel folgten sechs<br />

weitere Staaten. In Europa kennen also sieben Staaten die Homo-Ehe, nämlich<br />

Belgien, Island, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden.<br />

Die Eingetragene Partnerschaft gibt es in 14 Ländern Europas: Andorra, Dänemark,<br />

Deutschland Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Liechtenstein,<br />

Luxemburg, Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien, Ungarn.<br />

Freude herrscht bei der LGBT-Community<br />

Auch wenn be<strong>im</strong> Thema Homo-Ehe die jeweiligen Staaten entscheiden<br />

können, ist die Wirkung von Barack Obamas Aussage nicht zu unterschätzen.<br />

Bei der 57. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von<br />

Amerika haben sich die Amerikaner erneut für den homo freundlichen<br />

Amtsinhaber Barack Obama ausgesprochen.<br />

Nun können viele Organisationen die eingeschlagene Schwulenpolitik<br />

in Amerika weiterführen. Anders wäre die Situation unter Romney.<br />

Die Republikanische Partei würde erneut den Versuch unternehmen,<br />

die Homo-Ehe auf Bundesebene zu verbieten. Jeder Versuch, mehr Gesetze<br />

zum Schutz von LGBT zu schaffen, wäre so gut wie unmöglich.<br />

Noch bedrohlicher für schwule und lesbische Amerikaner: Romney<br />

hätte ohne jeden Zweifel versucht, die schon bestehenden Gesetze abzuschaffen.<br />

Die Wiederwahl Obamas wird die Republikaner in den nächsten vier<br />

Jahren zwingen, ihre Positionen zu überdenken, sich der Zeit anzupassen.<br />

Vier weitere Jahre «konservare» – des Nein-Sagens zu Neuerungen<br />

— würde die Republikanische Partei vollends ins Abseits<br />

drängen. Denn 2016 wird der Wähler-Anteil von Jungen, von Latinos<br />

und Schwarzen noch grösser, der Anteil der älteren, konservativen<br />

Weissen kleiner sein. Somit können Obamas «Four more years»<br />

wirklich eine Wende herbeiführen. Sei es, dass die Republikaner weltoffener<br />

werden und somit wieder eine Chance haben, an die Macht zu<br />

kommen, sei es, dass die offeneren Demokraten wiederum den Präsidenten<br />

stellen und ihren politischen Kurs weiterführen.<br />

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15


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Dezember <strong>2012</strong> – Februar <strong>2013</strong><br />

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CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Interview<br />

Ein neuer<br />

Mr. Tagesschau<br />

– aus der Familie<br />

Roger Brändlin wird neuer<br />

Moderator der «Tagesschau».<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

Roger Brändlin wird ab Dezember<br />

die «Tagesschau»<br />

am Mittag, abends um 18.00<br />

Uhr sowie in der Nacht<br />

moderieren. Das Tolle (und <strong>im</strong><br />

Prinzip auch das Unwichtige<br />

daran): noch mehr Gay-Community<br />

<strong>im</strong> SRF. Wir wollten<br />

mehr wissen und stellten<br />

Roger Brändlin per Mail einige<br />

Fragen.<br />

CR: Ab Dezember bist du Tagesschau-Moderator<br />

– wird ein Traum von dir wahr?<br />

Roger Brändlin: Ich hatte eigentlich andere Träume.<br />

Ich wollte Schauspieler oder Sänger werden,<br />

als ich ein Kind war. Heute glaube ich allerdings<br />

doch, dass ich besser in die Tagesschau passe als<br />

an die Oscar-Verleihung oder in die Hitparade.<br />

CR: Gibt es Ausgaben der Tagesschau, die du<br />

nie vergessen wirst?<br />

Roger Brändlin: Eine spezifische Sendung kommt<br />

mir nicht in den Sinn – dafür ein Lied der Schweizer<br />

Band Subzonic: «Titelgschicht, die ändert sich<br />

vo Tag zu Tag nur üsserlich. S'einzig, wo in Erinnrig<br />

bliibt, sind Gschichte, wo's Lebe schriibt.»<br />

CR: Du wirst mit heftigen Themen konfrontiert<br />

werden. Wie kannst du dich nach Sendeschluss<br />

davon abgrenzen?<br />

Roger Brändlin: Diese Problematik kannte ich natürlich<br />

schon als Nachrichtensprecher bei Schweizer<br />

Radio DRS. Die einzelnen Ereignisse gehen einem<br />

erst nahe, wenn man vor Ort von ihnen berichtet.<br />

Als jener, der die Nachrichten präsentiert, erfährt<br />

man von alledem – wie der Zuschauer auch – erst<br />

aus zweiter oder gar dritter Hand. Zudem ist die<br />

Aufbereitung von Nachrichten ein Handwerk wie<br />

jedes andere auch, wobei die Inhalte zum Beispiel<br />

dem Holz eines Schreiners entsprechen. Verarbeiten<br />

tu ich die Inhalte oft erst zuhause. Und da<br />

berühren sie mich mehr oder weniger – wie jeden<br />

andern gut informierten Bürger auch.<br />

CR: Du bist ein Radio-Mensch. Nun musst du<br />

dein Gesicht zeigen. Ein logischer Karriereschritt?<br />

Roger Brändlin: Wenn man sich nach 13 Jahren<br />

Radio-Tätigkeit als Nachrichten-Moderator weiterentwickeln<br />

möchte, ist die Tagesschau be<strong>im</strong><br />

Fernsehen eine gute Möglichkeit. Diese Chance<br />

hat sich mir nun geboten, was mich sehr freut.<br />

Dass dabei mein Gesicht zu sehen sein wird, daran<br />

muss ich mich erst noch gewöhnen.<br />

CR: Liebäugelt man in deinem Metier bewusst<br />

mit dem SF?<br />

Roger Brändlin: Die Art von Fernsehjournalismus,<br />

die ich gut und wichtig finde, gibt es in der<br />

Schweiz nur be<strong>im</strong> SF – insofern ja.<br />

CR: Was ist an dem Gerücht dran, dass die Moderatoren<br />

unten rum bequeme Kleidung und<br />

Schuhwerk bevorzugen?<br />

Roger Brändlin: Bevorzugen würden es best<strong>im</strong>mt<br />

die meisten. Was unten rum läuft, weiss ich<br />

allerdings auch noch nicht so genau. Ich bin<br />

gespannt, wie gross der Handlungsspielraum<br />

diesbezüglich sein wird...<br />

CR: Du wirst eine Person des öffentlichen Lebens<br />

sein. Dürfen wir eine Homestory inklusive<br />

Badewannen-Foto erwarten?<br />

Roger Brändlin: Ich würde besser nicht darauf<br />

warten. Ich möchte nämlich so privat wie möglich<br />

bleiben...<br />

CR: Wir erleben be<strong>im</strong> SF eine neue «schwule»<br />

Welle: Patrick Hässig, Mario Grossniklaus<br />

und nun du. Ist die sexuelle Orientierung ein<br />

Thema hinter den Kulissen?<br />

Roger Brändlin: Ich frage mich eher, warum sie<br />

für die Öffentlichkeit noch <strong>im</strong>mer ein Thema<br />

ist...<br />

CR: Wie wirst du reagieren, wenn dich Zuschauer<br />

aufgrund deiner sexuellen Orientierung<br />

attackieren?<br />

Roger Brändlin © SRF<br />

Roger Brändlin: Wahrscheinlich ähnlich wie ich<br />

auf eine Attacke wegen meiner Krawattenwahl<br />

reagieren werde: mit Verständnis für den anderen<br />

Geschmack.<br />

Roger Brändlin<br />

Seit 2007 arbeitet Roger Brändlin für SRF, zuerst<br />

als Nachrichtenredaktor und -moderator bei<br />

Schweizer Radio DRS, seit diesem Jahr als Produzent<br />

und Redaktor für das Tagesprogramm von<br />

DRS 3. Zuvor hat Brändlin Journalismus und<br />

Organisationskommunikation an der Zürcher<br />

Hochschule <strong>Winter</strong>thur studiert und für verschiedene<br />

Schweizer Lokalradios (unter anderen<br />

Radio Munot, Radio Argovia, Radio Energy /<br />

Hitradio Z) gearbeitet.<br />

17


Welt-Aids-Tag CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Heute werde ich mit<br />

meinen HIV-Patienten alt!<br />

Interview mit Christina Grube<br />

Von Branko B. Gabriel & Daniel Diriwächter<br />

Blieb <strong>im</strong>mer standhaft: Christina Grube © Stefan Büchi<br />

18


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Welt-Aids-Tag<br />

Im Zürcher Unispital, hinter<br />

einem Berg von rosaroten<br />

Schweinchen, haben wir<br />

Christina Grube entdeckt.<br />

Die Pflegefachfrau in der<br />

Klinik für Infektionskrankheiten,<br />

insbesondere <strong>im</strong> Bereich<br />

HIV und Aids, verwandelt<br />

die Blutentnahme<br />

zu einer fast schon amüsanten<br />

Angelegenheit. Wir<br />

sprachen mit Christina<br />

Grube über ihre Aufgabe,<br />

Gedanken und Wünsche.<br />

CR-MagazIN: Christina Grube, seit mehr als 17 Jahren bist Du <strong>im</strong> Unispital<br />

Zürich in der Infektiologie tätig. Wie hat sich das Krankheitsbild<br />

bei den HIV-Patienten verändert?<br />

CHRISTINA GRUBE: Es hat sich insofern verändert, dass unsere Patienten jetzt<br />

viel früher und viel besser behandelt werden können und dass heute das<br />

«typische» Bild eines sogenannten Aids-Kranken kaum mehr vorhanden<br />

ist. Es gibt aber Patienten, welche ohne Behandlung an Aids erkranken,<br />

die mich an meine Anfangszeiten hier in der Sprechstunde erinnern.<br />

Aber <strong>im</strong> Normalfall ist es heute so, dass dies durch die neuen HIV-Therapien<br />

nicht mehr so weit kommen muss.<br />

CR-MagazIN: Du sprichst von deinen Anfangszeiten in der Sprechstunde.<br />

Wie war das damals?<br />

Das war eine sehr heftige Zeit, die mich fast dazu gebracht hat, mir eine<br />

andere Arbeit zu suchen. Es war so frustrierend und tat so weh, junge<br />

Menschen, besonders Männer, so wegsterben zu sehen, ohne was tun zu<br />

können. Oft bin ich heulend nach Hause und habe mich gefragt, was ich<br />

dort eigentlich mache.<br />

CR-MagazIN: Du bist aber standhaft geblieben.<br />

Als frühere Leiterin in einer Drogenentzugs-Klinik war ich «geschult»<br />

betreffend einer sogenannten Sisyphusarbeit. Ich habe nicht kapituliert<br />

und bin heute heilfroh, dass ich weitergemacht habe. Mit vielen Patienten<br />

aus dieser Zeit bin ich nun zusammen alt geworden. Das ist wunderbar<br />

und macht zufrieden.<br />

CR-MagazIN: Ärgert es dich, wenn heute Leute jeglicher Couleur unbekümmert<br />

mit HIV umgehen?<br />

Das ärgert mich nicht, aber es st<strong>im</strong>mt mich nachdenklich. Was ist da falsch<br />

gelaufen in der Prävention? Es gibt die Generation – zu der gehöre ich auch<br />

noch – die ist mit dem Thema HIV sozusagen erwachsen geworden. Für<br />

mich war der Slogan «Im Min<strong>im</strong>um ein Gummi drum» so präsent. Ich sehe<br />

heute noch Charles Clerc mit der Banane und dem Gummi in der Tagesschau.<br />

In dieser Zeit war das eine Revolution! Mir fehlt heute die wirklich<br />

plakative Aussage zu HIV. Ich weiss, die Gelder in der Prävention werden<br />

gestrichen, aber es gibt doch so viele kreative Köpfe!<br />

CR-MagazIN: Denkst du, heute fehlt ein «Charles Clerc»?<br />

Ja, besonders die Jugend muss wieder auf HIV sensibilisiert werden. Man<br />

mag nicht mehr verhüten, es ist uncool und überhaupt, die ganzen Sprüche<br />

wie «ich sehe es ihm ja an, ob er Aids hat oder nicht», oder schl<strong>im</strong>mer,<br />

«wenn ich HIV-positiv bin, kann ich mit jedem rumpoppen, weil’s dann<br />

egal ist», sind heute noch Realität.<br />

CR-MagazIN: Hat die Prävention in der Schweiz versagt?<br />

Nein, das würde ich nicht sagen. Aber aus meiner Sicht müssten, wie erwähnt,<br />

eindrücklichere Kampagnen kreiert werden. Es muss den Menschen<br />

wieder bewusst werden, dass HIV eine lebenslange Krankheit ist.<br />

Dank der heutigen Medizin können wir den Ausbruch von Aids verhindern.<br />

Aber es erfordert geradezu eiserne Disziplin, sich an die regelmässige<br />

Therapie bzw. die Einnahme der Tabletten zu halten. Und wir haben<br />

diesbezüglich noch keine Langzeit-Erfahrung. Was passiert mit dem<br />

Körper in zehn Jahren?<br />

CR-MagazIN: Du bist die gute Seele der Infektionsabteilung. Kümmerst<br />

dich liebevoll um deine Patienten. Wie schaffst du dir Distanz?<br />

Ehrlich gesagt, jedes Schicksal geht mir nahe, ich bin zu sehr involviert<br />

in diese ganze Sache. Berührungsängste sind mir fremd, und ich konnte<br />

noch nie akzeptieren, dass jemand stirbt oder schwer erkrankt. Meine<br />

Patienten betrachte ich meist nicht als solche, sondern als mittlerweile<br />

sehr gute Freunde. Ich bin nun mal ein gefühlsbetonter Mensch.<br />

CR-MagazIN: Was macht Frau Grube, wenn sie nicht arbeitet?<br />

Nun, was macht sie dann? Sie beantwortet Interviews... (lacht!). Glücklicherweise<br />

verfüge ich über ein Gen, das mir wenig Schlaf erlaubt, ich<br />

mache daher ziemlich viel! Ich bekoche gerne meine Freunde, bin eine<br />

Leseratte und liebe einen gemütlichen Film-Abend auf dem Sofa. Eine grosse<br />

Schwäche von mir ist der Zürich-See. Ich sitze gerne am Ufer, schaue<br />

aufs Wasser und lasse meinen Gedanken freien Lauf...<br />

CR-MagazIN: Was wünschst du dir für die Zukunft?<br />

Dass es den Leuten wieder Bewusster wird, sich einerseits vor HIV zu schützen<br />

und andererseits, dass es mehr Solidarität unter den Betroffenen gibt,<br />

genauso wie ich mir wünsche, dass HIV keine Ausgrenzung jeglicher Art<br />

mit sich bringt. Wenn du sagst, du hättest Krebs, sage alle: «Oh, du Armer!».<br />

Wenn du sagst, du seist positiv, machen die meissten eine Schritt zurück…<br />

Intoleranz und Diskr<strong>im</strong>inierung sind für mich die zwei schl<strong>im</strong>msten<br />

Sachen.<br />

CR-MagazIN: Zu guter Letzt, was sollen diese vielen Schweine?<br />

Einer meiner allerersten Patienten, ein unglaublich kreativer, humorvoller<br />

und sehr herzlicher Mensch, der leider an den Folgen seiner HIV-<br />

Infektion starb, stellte mir damals ein kleines Gummischwein auf den<br />

Schreibtisch. Es sollte mir Glück für die neue Arbeit bringen. Das war der<br />

Startschuss für meinen «Saustall». Seitdem werde ich von vielen Patienten<br />

mit diesen Glücksschweinchen beschenkt. An dieser Stelle ein herzliches<br />

Dankeschön an meine lieben Patienten!<br />

Christina Grube<br />

Christina Grube wurde 1957 in Deutschland geboren. Nach ihrer Ausbildung<br />

in Saarbrücken als Kinderkrankenschwester und diversen Zusatzausbildungen<br />

hat sie in Heidelberg, Bremen, München und Aarau<br />

als Krankenschwester gearbeitet, bevor sie nach sechs Jahren Drogenentzugstation<br />

in Frankental am Universitätsspital zu arbeiten begann. Seit<br />

über 17 Jahren ist sie dort als sogenannte Studynurse tätig.<br />

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06.09.<strong>2012</strong> 8:15:18 Uhr


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Fotostrecke<br />

Slava Mogutin<br />

Photographer<br />

Slava Mogutin ist ein in New York lebender russischer<br />

Künstler, der sich durch Fotografie, Video,<br />

Literatur, Performance, Skulpturen als auch in<br />

Gemälden auszudrücken vermag. Geboren in<br />

Sibirien, zog es ihn bereits mit 11 Jahren nach<br />

Moskau. Dort machte er sich später als Journalist<br />

und Redaktor einen Namen.<br />

Slava Mogutins politisches Engagement für Homo-Rechte<br />

machten ihn zum Ziel homophober<br />

Justiz. 1995 sah er sich gezwungen, Russland<br />

zu verlassen. Politisches Asyl bekam er in den<br />

Vereinigten Staaten, u.a. mit Hilfe von Amnesty<br />

International.<br />

In New York begann er, sein Leben der Kunst<br />

zu widmen. Dies, in Zusammenhang mit seiner<br />

Erfahrung, gibt den Werken von Slava Mogutin<br />

eine D<strong>im</strong>ension, welche die Zerrissenheit zwischen<br />

Zusammenhalt und Einsamkeit, aber auch<br />

Gewalt und Liebe, zu vermitteln weiss. Heute ist<br />

Slava Mogutin US-Bürger und arbeitet derzeit an<br />

seinem dritten Fotobuch.<br />

«Suddenly Last Summer»<br />

Die CR-Redaktion ist stolz, mit Slava Mogutin einen<br />

Künstler in der <strong>Winter</strong>-Edition zu präsentieren,<br />

dessen Werk international gewürdigt wird.<br />

Nicht nur, dass er Ausstellungen <strong>im</strong> MoMA sowie<br />

dem Museum of Arts and Design in New York<br />

vorzuweisen vermag, sondern auch <strong>im</strong> Haifa<br />

Museum of Art in Israel, <strong>im</strong> Australian Centre for<br />

Photography in Sydney oder auch – glücklicherweise<br />

– nun <strong>im</strong> Museum of Modern Art in Moskau<br />

gewürdigt wurde. Seine Bilder wurden zudem<br />

in renommierten Magazinen wie L’Uomo Vogue,<br />

Stern oder The New York T<strong>im</strong>es veröffentlicht.<br />

In dieser CR-Fotostrecke, als auch auf dem Titel,<br />

finden wir Slava Mogutins aktuellste Fotoarbeit<br />

«Suddenly Last Summer» – Plötzlich, <strong>im</strong> letzten<br />

Sommer. Die Arbeit beschreibt die zarte, aber oft<br />

auch brutale Erinnerung an Vergangenes. Wenn<br />

vieles, was wir <strong>im</strong> letzten Sommer erlebt haben,<br />

plötzlich klar wird.<br />

www.slavamogutin.squarespace.com<br />

Cover: Grasshopper / Suddenly Last Summer<br />

Bild rechts: Selbstportrait Slava Mogutin<br />

21


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Sunny Side / Suddenly Last Summer<br />

22


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kapitel Titel<br />

Gio Green Man / Suddenly Last Summer<br />

23


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Josh Horny Skull / Suddenly Last Summer<br />

24


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kapitel Titel<br />

Brian Skull / Suddenly Last Summer<br />

25


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Phantom of Liberty / Suddenly Last Summer<br />

26


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kapitel Titel<br />

Sky High / Suddenly Last Summer<br />

27


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Gio Mask / Suddenly Last Summer<br />

28


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kapitel Titel<br />

Sw<strong>im</strong> No More / Suddenly Last Summer<br />

29


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Dominic and Leo / Suddenly Last Summer<br />

30


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kapitel Titel<br />

Fading Sky / Suddenly Last Summer<br />

31


Lifestyle CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

ID12<br />

Noch bis zum 16. März <strong>2013</strong> ist der Shop ID12 – ganz nach dem Motto «Chalet Chic» – mit neuem<br />

Interior-Design in Zürich geöffnet. Die Besucher erwartet eine breite Palette von einzigartigen Designerstücken:<br />

Von exklusiven Kerzenständern aus abgeworfenen Hirschgeweihen über, in aufwändiger Handarbeit in der<br />

Schweiz gefertigte Fellkissen, bis hin zu Rehtrophäen un Accessoires.<br />

Besonderes Highlight: iPad-Cover aus hochwertigem Kuhfell, für CHF 189.–.<br />

CR verlost zusammen mit ID12 ein iPad-Cover Mitmachen unter: info@cruiser.ch, Stichwort «ID12»!<br />

ID12, Kreuzstrasse 15, Ecke Dufourstrasse, <strong>im</strong> Zürcher Seefeld. www.id12.ch<br />

«The Britain»<br />

Seit kurzem erstrahlt Burberry an der Zürcher Bahnhofstrasse<br />

in neuem Glanz. Die Räumlichkeiten wurden<br />

ausgeweitet wie auch das Sort<strong>im</strong>ent. Neben feiner und eleganter<br />

Mode <strong>im</strong> Brit-Style findet man auch Accessoires wie<br />

Brillen und Uhren. Ein cooler und auch noch bezahlbarer<br />

Ticker ist „The Britain“, das Modell hat ein kratzfestes Saphirglas,<br />

ist aus gebürstetem Edelstahl und verfügt über<br />

ein Schweizer Automatikwerk. <br />

Ab CHF 1995.–, www.burberry.com<br />

Panorama-Knife<br />

Ein scharfes Küchen-Gadget ist das neue Brotmesser von der<br />

Thurgauer Firma Panorama-Knife mit toller Bergpanorama- Optik.<br />

Wahlweise mit «Berner Oberland»- oder «Bodensee/Säntis»-<br />

Motiv. Das Messer ist aus rostfreiem Klingenstahl und der Griff<br />

besteht aus Abfällen indischen Palisander-Holzes oder aus Polypropylen-Kunststoff.<br />

Die Nieten sind aus Aluminium. So hat<br />

man doch gleich bessere Laune am Frühstücks-Tisch! Erhältlich<br />

ab CHF 69.–, weitere kultige Panoramen sind in Planung. <br />

Bestellen unter: www.panoramaknife.ch.<br />

Shadow Society<br />

Back to the 80ties! Puma bringt in Kollaboration mit der Shadow Society wieder neue<br />

Modelle von klassischen Sneakers auf den Markt. Wer hinter diesem Pseudonym steht, wird<br />

hier nicht verraten. Nur so viel: Die fünf bekannten, aber namentlich nicht genannten<br />

Köpfe hinter der Shadow Society haben wieder in den Archiven gestöbert und zwei<br />

neue Running Sneakers aus den 80ern frisch aufgelegt – <strong>2012</strong> setzt man auf<br />

Wildleder und Colorblocking. Neu wird das Society Pack erstmals mit Accessoires<br />

und Bekleidung <strong>im</strong> typisch-schlichten Retro-Design ergänzt.<br />

Ab CHF 70.–<br />

www.puma.com<br />

32


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Lifestyle<br />

G-Star<br />

G-Star Zürich bieten in der City das grösste Sort<strong>im</strong>ent an Jeans, Jacken, Hemden<br />

und T-Shirts der Marke G-Star an. Auf einer Fläche von 200 m 2 präsentiert der G-<br />

Star Store Zürich seine neue <strong>Winter</strong>-Kollektion <strong>2012</strong>/13. Überzeuge dich selbst<br />

und verpasse dir jetzt den coolen G-Star Style!<br />

• Grösste Auswahl, grösstes Jeans Sort<strong>im</strong>ent<br />

• Kompetente Beratung, Best Styles<br />

Am 5. Dezember <strong>2012</strong>, Gay Shooting & Shopping,<br />

mit DJ, Drinks, Shooting und Wettbewerb<br />

G-Star, Uraniastrasse 4, 8001 Zürich<br />

www.facebook.com/gstarstorezh<br />

Moncler<br />

Endlich hat auch Zürich ihre eigene<br />

Moncler Boutique, an bester<br />

Lage, hinter dem Hotel Storchen.<br />

Bekannt wurde das Label vor<br />

allem durch ihre Daunenjacken,<br />

die gibt es mittlerweile in unzähligen<br />

Ausführungen, Farben<br />

und Designs. Frisch eingetroffen<br />

ist die aktuelle <strong>Winter</strong>kollektion<br />

<strong>2012</strong>/13, mit viel cooler Wolle und<br />

Strick sowie warmen Jacken!<br />

Chez Goose<br />

Einer der besten Wodkas überhaupt stammt vom französischen<br />

Hersteller Grey Goose. Wie jedes Jahr kreiert der traditionelle<br />

Spirituosenproduzent leckere Cocktailrezepte, auch<br />

geeignet für die private Hausbar. Besonders raffiniert ist der<br />

Chez Goose; er zelebriert die hohe Kunst einer perfekten Zusammensetzung.<br />

Man nehme Grey Goose L’Orange und Baron<br />

Otard XO Cognac, füge Mandarinenpüree hinzu und schon<br />

hat man einen herrlichen, spritzigen winterlichen Zitrusfruchtcocktail!<br />

Weitere Rezepte unter: www.greygoose.com<br />

Moncler Boutique<br />

Storchengasse 8<br />

8001 Zürich<br />

T<strong>im</strong>etunnel<br />

Einer der schönsten Vintage-Stores der Stadt ist der T<strong>im</strong>etunnel <strong>im</strong> Züricher Niederdorf.<br />

Die Brüder Seitz, schon selber beinahe Kult, führen das kleine Möbeluniversum mit viel<br />

Liebe und geschultem Auge für Designerstücke und Kultobjekte. Hier findet man 2nd-<br />

Hand-Möbelraritäten, die Geschichte geschrieben haben. Neben Einrichtungsgegenständen<br />

führen sie aber auch ein grosses Sort<strong>im</strong>ent an gebrauchten Brillen und Accessoires.<br />

Neu gibt es auch das deutsche Taschenlabel Canvasco zu kaufen. Die praktischen Taschen,<br />

mit extra breitem Tragegurt werden aus gebrauchten Segeltüchern hergestellt und sind<br />

in zwei Grössen ab CHF 198.– erhältlich.<br />

T<strong>im</strong>etunnel, Stüssihofstatt 7, 8001 Zürich, www.t<strong>im</strong>etunnel.ch<br />

33


Lifestyle CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Panthera<br />

Kein anständiger DJ kommt am Panthera Records Vinyl & CD Shop vorbei – und das<br />

schon seit 1984! Der kleine Shop an der Johannesgasse 6 ist spezialisiert auf House,<br />

Techhouse, Techno, Jazzyhouse, Progressiv und Breakbeats. Neben den neusten<br />

und geilsten Underground- und Clubbing-Platten finden Musik-Liebhaber hier<br />

auch Disco- und House-Raritäten von 1984 bis 2000. DJ Marc Fuhrmann, den Besitzer,<br />

kann man auch buchen, diverse Licht- und Technikanlagen werden auch<br />

vermietet. Unser Favorit!<br />

Johannesgasse 6, 8005 Zürich, www.panthera-records.ch<br />

Adidas by Jeremy Scott<br />

Das muss Man(n) haben! Immer wieder präsentiert<br />

das Lifestyle-Label Adidas spannende<br />

und bisweilen verrückte Schuhobjekte.<br />

Der Adidas Originals Graffiti Sl<strong>im</strong><br />

by Jeremy Scott ist ein Vollleder-Schuh<br />

für Männer mit einem positiven Lebensgefühl.<br />

Die auffallenden Grafittis sorgen<br />

best<strong>im</strong>mt für den Hingucker der Saison!<br />

Ab CHF 200.–, www.adidas.com<br />

Design-Partners<br />

Der unscheinbare Laden mit grossen Ideen am Idaplatz überrascht mit<br />

einzigartigem Design, gewagten Möbeln und Einrichtungsgegenständen.<br />

Design-Partners ist allerdings viel mehr als nur ein gewöhnlicher<br />

Laden, es ist eine Plattform für Künstler und Designer, die neben ihrem<br />

Schaffen hier zusammenfinden, sich ergänzen oder<br />

neue Projekte aufgreifen. Das innovative Netzwerk<br />

rund um das Künstler-Ehepaar Malfatti-Woods bietet<br />

verschiedenen nationalen wie internationalen<br />

Künstlern – Schwerpunkt London und Berlin – die<br />

Möglichkeit, sich hier einem grösseren Publikum<br />

zu zeigen und auch ihre Objekte zu verkaufen. Passend<br />

zu Weihnachten sind z.B. die Gugelhupf-Lämpchen<br />

von Cornelia Wurster, Porzellan und Spitze, in<br />

versch. Grössen und Formen, ab CHF 280.–.<br />

Bertastrasse 26, 8003 Zürich,<br />

www.design-partners.ch<br />

Street-Files<br />

Street-Files goes Frau Gerolds Garten! Neben dem Laden <strong>im</strong> Kreis 4 an der Badenerstrasse<br />

129 eröffnete Street-Files Mitte September seinen zweiten Shop in Frau<br />

Gerolds Garten, den Street-Files Mini Mart II. Hier findet der moderne Individualist<br />

sein modisches Glück fernab von Alltagsbrei und Schnickschnack, d.h seine bevorzugten<br />

Labels. Kreativität, Liebe zum Detail und ein ehrliches Preis-Leistungsverhältnis<br />

sind wichtige Merkmale für die Sort<strong>im</strong>entsgestaltung. Die gemütliche und<br />

ungezwungene Location macht den Besuch zu einem tollen Shopping-Erlebnis.<br />

www.street-files.com, Street-Files Flagship, Badenerstrasse 129, 8004 Zürich<br />

Street-Files Mini Mart II, Geroldstrasse 23, 8005 Zürich<br />

Menssecret<br />

Menssecret.ch bietet seit über sechs Jahren schweizweit das grösste Sort<strong>im</strong>ent von<br />

Underwear, Sports- und Sw<strong>im</strong>wear, Jeans und Accessoires zu günstigen Preisen an.<br />

Besonders trendig sind die Labels Rufskin, ES, Andrew Christian, N2N, Pistol Pete,<br />

Sauvage und Candyman. Spektakulär cool und sexy sind die neuen Modelle des<br />

spanischen Labels Addicted! Man kann <strong>im</strong> grossen Onlineshop einkaufen oder jeden<br />

Samstag von 11.00 bis 15.00 Uhr <strong>im</strong> Warenlager in Zürich vorbeikommen und<br />

sämtliche Modelle gleich selber anprobieren.<br />

Menssecret, Bremgartnerstrasse 51, 8003 Zürich, www.menssecret.ch<br />

34


EIN HAUS - 3 CLUBS (T&M, AAAH!, GOLDENES SCHWERT)<br />

6 DJS AUF 3 DANCEFLOORS<br />

CRUISING FLOOR & CHILL OUT AREA<br />

MITTERNACHTSGARTEN MIT FEUERZAUBER & KONFETTIREGEN<br />

LINE UP:<br />

GROOVEMASTER (T&M)<br />

LOYCE (T&M)<br />

MADHOUSE (GOLDENES SCHWERT)<br />

Q-BASS (AAAH!)<br />

UPSPACE (AAAH)<br />

JUKEBOX (PIGALLE)<br />

EIN EINTRITT! - ONE ENTRY<br />

Welcome Drink von 21.30 – 22.30<br />

gratis Gulaschsuppe, Pizza und Snacks ab 02.00 Uhr<br />

MM<br />

THE BIGG<br />

NEW YEAR P<br />

MO - 31.D<br />

Zur letzten Neujahrsnacht des T&M<br />

inklusive dem Hotel Goldenes Schw<br />

genauso abwechslungsreich und übe<br />

!!! Vorverkauf für Fast En


DIE LETZTEN 100 TAGE IM T&M<br />

JETZT NOCH 55 PARTYS!<br />

XIII<br />

Feiertage – Feiernächte!<br />

In der Zeit vom 29.<br />

Dezember bis 2. Januar<br />

sind die Clubs T&M, AAAH!<br />

und Goldenes Schwert<br />

jeden Abend offen!<br />

EST GAY<br />

ARTY EVER!<br />

EZ.<strong>2012</strong><br />

knallen die Korken <strong>im</strong> ganzen Haus<br />

ert und dem Hofgarten. Eine Nacht<br />

rraschend wie die letzten 25 Jahre!<br />

try <strong>im</strong> T&M und Pigalle!!!<br />

Club Goldenes Schwert – der neue Pop-Up Club! Immer am Samstag<br />

bis Ende Februar wird das Hotel Goldenes Schwert zum Nachtclub.<br />

Mit Zugang zu T&M und AAAH!<br />

2 Eingänge – 3 Dancefloors – 1 Eintritt!<br />

Programm auf www.facebook.com/GoldenesSchwert<br />

Visit us on www.facebook.com/tundm.club for more information!<br />

Das T&M Haus ist noch bis Ende Februar <strong>2013</strong> jeden Tag geöffnet!<br />

www.tundm.ch - Marktgasse 14 - 8001 Zürich<br />

CLUB<br />

GOLDENES<br />

SCHWERT


Szene CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Parties und<br />

Events<br />

38<br />

Boyahkasha!<br />

Neu <strong>im</strong> Zürcher Kreis 2<br />

Lange mussten die Partygänger auf eine Fortsetzung<br />

der Boyahkasha-Partyreihe warten. Nun ist<br />

sie zurück und zieht weiter in den Kreis 2 in den<br />

Bahnhof Enge.<br />

Der direkt an den Gleisen gelegene Station Club<br />

ist sozusagen noch jungfräulich was Gay-Parties<br />

betrifft und öffnet am 1. Dezember das erste<br />

Mal für das schwule Publikum seine Tore.<br />

Im Club werden u.a. DJ Josè Parra und DJ Loyce<br />

mit dem allerneuesten Sound die Partycrowd<br />

begeistern. Erstgenannter wird dazu beitragen,<br />

dass <strong>im</strong> frühwinterlichen Zürich jede Menge<br />

Ibiza flair einkehrt. Josè Parra startete seine DJ-<br />

Karriere auf Ibiza in den ortsansässigen Clubs Pascha<br />

und Space und er spielte auch schon in Zürcher<br />

Clubs wie dem Kaufleuten und dem Club Q.<br />

Auf dem kleineren Floor gibt es ein Wiedersehen<br />

mit zwei stadtbekannten DJs. Ptites Boules (ehem.<br />

Pitbull) und Déesse sind nach einer Schaffenspause<br />

wieder zurück. Sie sorgen mit ihrem an Kater<br />

Holzig und Bar 25 orientierten Sound für das musikalische<br />

Kontrastprogramm zum Main Floor.<br />

Boyahkasha! – Fortuna la Grace<br />

Samstag, 1. Dezember, ab 22.00 Uhr<br />

Station Club Zürich, Bahnhof Enge,<br />

Gutenbergstrasse 1, 8002 Zürich<br />

www.station-club.ch, www.boyahkasha.ch<br />

Familienausflug<br />

Family Affair <strong>im</strong> Club<br />

Goldenes Schwert<br />

Nachdem Ende November der Club Goldenes<br />

Schwert bereits von Boyahkasha, Behave und<br />

Cityboy eingeweiht wurde, kündigen sich, wie<br />

es sich für ein Hotel gehört, bereits weitere Gäste<br />

an. Das kultige Label Family Affair aus dem<br />

696Club in Altstetten macht am 1. Dezember<br />

einen Ausflug in die Innenstadt. Und bringt die<br />

FA-DJs Willi P. und Jesse Jay mit. Wer das kreative<br />

Label kennt, der weiss, dass sie nicht nur den<br />

Dancefloor und die Bar, die sich in umfunktionierten<br />

Hotelsuiten befinden, nutzen werden.<br />

Auch die weiteren Hotelz<strong>im</strong>mer werden voller<br />

Überraschungen sein und laden somit zum Verweilen,<br />

zum Flanieren und zum Staunen.<br />

Da die frivole und sexy Celestial Party auch ein<br />

wenig zu Verwandtschaft gehört, findet diese<br />

gleichzeitig <strong>im</strong> Club AAAH! statt. Hier verführen<br />

die DJs Thomi B. und ein Surprise Guest das<br />

Publikum zum Tanzen und vielleicht noch mehr.<br />

Family Affair<br />

Samstag, 1. Dezember, ab 22.00 Uhr<br />

Club Goldenes Schwert<br />

Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

facebook.com/GoldenesSchwert<br />

G-Star<br />

Gay Shooting & Shopping<br />

Am 5. Dezember findet erstmals bei G-Star Zürich,<br />

an der Uraniastrasse 4, das «Gay Shooting<br />

& Shopping» statt. Neben dem Genuss harter<br />

Drinks kann man sich in der Box fotografieren<br />

lassen, denn G-Star sucht für <strong>2013</strong> einen neuen<br />

Botschafter für die Gay-Community. Ab 18.00<br />

Uhr stehen DJ, Drinks, Stylist Branko B. Gabriel<br />

und Fotograf bereit um ordentlich den <strong>Winter</strong><br />

einzuläuten! Natürlich hängt dann auch schon<br />

die brandneue <strong>Winter</strong>-Kollektion <strong>im</strong> Laden, anschliessend<br />

wird in der Heldenbar gefeiert, den<br />

Getränkebon gibt es exklusiv bei G-Star.<br />

G-Star Gay Shooting & Shopping<br />

Mittwoch, 5. Dezember<br />

ab 18.00 Uhr<br />

Uraniastrasse 4, 8001 Zürich<br />

Seite 69 – homosexuell,<br />

heterofreundlich<br />

Neue Partyreihe in Bern<br />

Auf Seite 69 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte<br />

der Berner Party Szene. Die neue Partyreihe<br />

findet jeden 1. Donnerstag <strong>im</strong> Monat <strong>im</strong><br />

neuen Club Kapitel, am Bollwerk 41, statt. Hinter<br />

der neuen Partyreihe Seite 69 stehen die Organisatoren<br />

Terry Loosli und Bruno Frey, die drei Jahre<br />

lang die Exzess-Parties <strong>im</strong> Sous Soul veranstaltet<br />

haben. Nach dessen Schliessung musste ein<br />

neuer Ort gesucht werden. Der wurde gefunden<br />

<strong>im</strong> neu eröffneten Lokal Kapitel Bollwerk.<br />

Angekündigt wurde die offizelle Eröffnungsparty<br />

für Januar <strong>2013</strong>. Nun ist aber bereits <strong>im</strong><br />

Dezember Basel zu Besuch an der Seite 69. Diskomurder<br />

und Mehmet Aslan gehören zu den innovativen<br />

Jungen der Basler DJ Szene. Beide<br />

sind Teil des DJ-und Partykollektives «Family<br />

Affairs», welches auch unter dem Namen Zaber<br />

Riders durch Auftritte und ihren Blog mit den<br />

wöchentlichen «Monday Mixes» Bekanntheit<br />

erlangt hat. Als Resident DJ's des Hinterhofs in<br />

Basel sind sie ein wichtiger Bestandteil dieses<br />

übergreifenden und spannenden Kulturprojekts<br />

in der Stadt am Rhein.<br />

Seite 69, Basel in Bern<br />

Donnerstag, 6. Dezember, ab 21.00 Uhr<br />

Seite 69, Startparty <strong>2013</strong><br />

Donnerstag, 5. Januar 1213, ab 20. 00 Uhr<br />

Kapitel, Bollwerk 41, 3011 Bern<br />

www.hinterhof.ch,<br />

www.familyaffairsmusic.com


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Szene<br />

JACK<br />

The Passionate Issue<br />

Mitten in die besinnliche Vorweihnachtszeit<br />

kommt Jack mit einer riesigen Sause und will<br />

den Advent versüssen. Treibenden Beats und natürlich<br />

eine Prise Sexyness werden die JACK-Gäste<br />

bis früh morgens bei Laune zu halten – fern<br />

des üblichen Bling Bling und der Hektik, welche<br />

der Dezember sonst für sich gepachtet hat.<br />

Extra für die Passionate Issue lässt JACK Leonardo<br />

Glovibes und Gloria Viagra nach Zürich<br />

einfliegt.<br />

Während Ministry of Sound-Hottie Leonardo<br />

Glovibes heisses italienisches Temperament,<br />

Londoner Coolness und kalifornisches Easy-Going<br />

auf sich vereint, ist die Berliner Drag-DJane<br />

Gloria Viagra mit ihren 2 Meter 10 schon alleine<br />

deshalb eine beeindruckende Erscheinung. Gloria<br />

tanzt auf vielen Hochzeiten – und das mit<br />

riesigem Erfolg. So pilgern ihre Fans jeweils in<br />

Scharen in das SchwuZ oder ins GMF in Berlin,<br />

wenn sie dort wieder mal an den Plattentellern<br />

steht. Die beiden, internationalen Headliner<br />

werden in dieser Nacht zudem vom Zürcher<br />

Local hero Juiceppe flankiert.<br />

JACK – The Passionate Issue<br />

Samstag, 8. Dezember<br />

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich.<br />

www.jackcompany.com<br />

Family Affair<br />

Die Party zum ersten<br />

Geburtstag<br />

Die Family Affair (FA) Partyreihe hat es geschafft,<br />

sich innerhalb eines Jahres in Zürich<br />

zu etablieren. Das muss nun gefeiert werden.<br />

Unter dem Motto Gays & Friends findet sich <strong>im</strong>mer<br />

wieder eine gut durchmischte Gästeschar<br />

zum fröhlichen Feiern zusammen. Zum ersten<br />

Geburtstag offerieren die Macher der Family<br />

Affair-Parties ein paar veritable Perlen in musikalischer<br />

Hinsicht.<br />

Ingo Vogelmann aus Deutschland ist Host des<br />

bekannten Internetradios FriskyRadio und ein<br />

Garant für treibende Sets <strong>im</strong> Progressiv-Bereich.<br />

Mike Kelly ist in Zürich kein Unbekannter, spielt<br />

er doch regelmässig an den grössten Gay-Parties<br />

weltweit und weiss mit seiner einzigartigen Mischung<br />

aus Trible, Progressive und Tec-House<br />

die Tanzmeute zu begeistern. Um dem ganzen<br />

den letzten Schliff zu geben werden Jesse Jay<br />

und Willi P das Line-Up vervollständigen und<br />

ihren He<strong>im</strong>vorteil geschickt einsetzen. Und der<br />

Club wird sehr festlich herausgeputzt sein!<br />

Family Affair, Samstag, 15. Dezember, 22.00 Uhr<br />

Club 696, Badenerstrasse 696 , 8048 Zürich,<br />

www.696club.ch<br />

Paradise Garage<br />

Gay-Zurich meets New York<br />

Die Züricher Regenbogenwelt kriegt eine nigelnagelneue<br />

Partyreihe: Am Freitag, den 14.<br />

Dezember startet <strong>im</strong> «Supermarket» das Label<br />

«Paradise Garage» – benannt nach dem weltberühmten<br />

Club in New York. Zwischen Ende<br />

der Siebzigerjahre und 1987 setzte die schwule<br />

Kult-Location <strong>im</strong> Greenwich Village Massstäbe<br />

in der Club-Kultur, gilt als Gründungsstätte des<br />

Garage House. Jetzt feiert Paradise Garage in Zürich<br />

ein Revival – unter dem Motto: «Adam und<br />

Adam bzw. Eva und Eva- oder beides».<br />

Star-DJ Gabriele Carasco (I) welcher zusammen<br />

mit DJ Peeza die Turntables rockt, sowie die<br />

Lokalmatadoren DJ Juiceppe, DJ Angel O, und<br />

DJ Ajaxx, sorgen dafür, dass der Sound an der<br />

Geroldstrasse 5 genauso in die Beine fährt, wie<br />

damals an der King Street 84.<br />

Paradise Garage<br />

Freitag 14. Dezember, ab 22.30 Uhr<br />

Supermarket, Geroldstrasse 5, 8005 Zürich<br />

Cityboy<br />

Weihnachtsparty<br />

Cityboy hat sich über den Erfolg seiner ersten<br />

Party gefreut. Und woran er auch Freude hat,<br />

ist gute Musik zu kleinem Preis. Getreu diesem<br />

Motto, beträgt der Eintritt auch weiterhin nur<br />

10 Franken. Schliesslich ist der junge Mann heute<br />

lieber arm und sexy als reich und einsam.<br />

Dass die Musik nicht darunter leidet, dafür sorgen<br />

Gleichschritt und svenskj&talib. Gleichschritt<br />

gehören musikalisch zum heissesten,<br />

was Zürich <strong>im</strong> Moment zu bieten hat. Auch die<br />

Clubs <strong>im</strong> Ausland haben schon gemerkt, dass,<br />

da wo die beiden Jungs von Gleichschritt auflegen,<br />

die Post abgeht. Umso glücklicher ist Cityboy,<br />

dass er sie für diesen Abend für den Revier<br />

Club buchen konnte. Daneben brauchen sich<br />

aber svenskj&talib nicht zu verstecken. Weder<br />

musikalisch noch optisch! Die beiden Jungs<br />

legen mit so viel Freude und Liebe auf, das der<br />

Funken selbst dann noch überspringen würde,<br />

wenn sie DJ Antoine spielen würden. Tun sie<br />

aber nicht. Versprochen!<br />

4 Jungs am DJ-Pult, rund 300 Jungs <strong>im</strong> Club – ja,<br />

diese Party wird schwul!<br />

Cityboy, Freitag, 21. Dezember, ab 23 Uhr<br />

Revier Club, Hohlstrasse 18.<br />

8004 Zürich<br />

Jingle Bells oder<br />

Weltuntergang?<br />

Letzte Weihnachten an der<br />

Marktgasse 14<br />

Zum letzten Mal finden <strong>im</strong> T&M die rosaroten<br />

Weihnachten statt. Wie <strong>im</strong>mer zu diesem Anlass<br />

ist das T&M festlich dekoriert und Glitzer,<br />

Mandarinen und Guetzli verbreiten weihnachtliche<br />

St<strong>im</strong>mung. Beschenkt werden die Gäste<br />

nicht nur von den 5 DJs, die an diesem Abend<br />

auflegen, sondern auch vom Club selber: es warten<br />

über 100 Geschenke auf die Besucher – also<br />

auspacken und nach Hause nehmen. Gemäss<br />

39


Szene CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Maya-Kalender soll ja am 21.12.12 die Welt untergehen.<br />

Sollte dem tatsächlich so sein, dann<br />

wenigstens mit einer fetten Party! Das T&M und<br />

der Club AAAH! sorgen vor und präsentieren an<br />

diesem Abend ein ganzes Bouquet an DJs. Sie<br />

alle haben in den letzten 25 Jahren <strong>im</strong> T&M und<br />

<strong>im</strong> AAAH! aufgelegt und verabschieden sich an<br />

diesem Abend so von den beiden Clubs.<br />

DJs T&M: DJs Marc S, Mad House, Loyce, Q-Bass,<br />

Groovemaster. DJs AAAH!: DJ Nick Harvey, +1,<br />

Upspace, Garcon Sauvage, Ajaxx<br />

Jingle Bells, Freitag, 21. Dezember<br />

ab 21.30 Uhr, Club T&M und Club AAAH<br />

Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

www.tundm.ch<br />

Panthera Christmas<br />

Party<br />

Panthera goes Büxe!<br />

Wem am 24. Dezember die Decke auf den Kopf<br />

fällt, wem die Verwandten auf dem Sack gehen<br />

und wer vor lauter Rülpsen keine Luft kriegt,<br />

der schiebt sein «Tanzfüdli» einfach in Friedas<br />

Büxe rüber. Dort serviert der bekannte Zürcher<br />

Plattenladen Panthera eine Christmas-Sause<br />

der härteren Art. An den Plattentellern haut<br />

den Gästen die Ukraine-Crew May’s & Suhar die<br />

fettesten Beats um die Ohren und die DJ-Lokalmatador<br />

Marc Fuhrmann, Mik Maroo und Mas<br />

Ricardo bescheren eine Christmasparty, die<br />

sich gewaschen hat!<br />

Panthera Christmas Party<br />

Montag, 24. Dezember, ab 23.00 Uhr<br />

Friedas Büxe, Friedaustrasse 23<br />

8003 Zürich<br />

www.friedasbuexe.ch<br />

40<br />

3 Jahre Beefcake<br />

Im Plaza Klub am<br />

Weihnachtstag<br />

In den Fünfzigerjahren waren sie so populär<br />

wie nie. Magazine voller Bilder von gutgeöltglänzenden<br />

Muskelmännern. Beefcake greift<br />

mit seinem Konzept auf diese Ära der Schwulenwelt<br />

zurück. Mit der diesjährigen Party am<br />

Weihnachtstag wollen die Veranstalter die Idole<br />

der 50er-Jahre-Schwulenszene neu interpretieren.<br />

Die Räumlichkeiten des Plaza lassen keine Wünsche<br />

offen und passen genau zu Beefcake. Mit<br />

insgesamt drei Stockwerken und vier verschiedenen<br />

Räumen bietet der Plaza Klub seinen Gästen<br />

viel Freiraum und Abwechslung.<br />

Musikalisch setzt Beefcake dieses Jahr auf einen<br />

der ganz Grossen aus Wien. Kevin Richi ein<br />

junger Komet am DJ-H<strong>im</strong>mel. Seine Musik lässt<br />

es nicht zu, sich nicht zu bewegen. Auch mit an<br />

Bord für das 3-Jährige ist der Spanier Miguel<br />

Angel. Er bringt die Sonne mit, egal, wie kalt<br />

und verschneit es draussen ist. Seine Wurzeln<br />

best<strong>im</strong>men die Musik, feurig, temperamentvoll<br />

und rhythmisch.<br />

Last, but not least eröffnet DJ Small Paul den<br />

Discofloor. Ein junger Mann, ungebändigt und<br />

voller Tatendrang.<br />

Beefcake, Dienstag. 25. Dezember<br />

Ab 23.00 Uhr, Plaza Klub, Badenerstrasse 109<br />

8004 Zürich<br />

<strong>Winter</strong>Wonder-<br />

World<br />

Im Zürcher X-tra Club<br />

Wer erinnert sich nicht an die erste Wonder-<br />

World diesen Sommer? An den Starviolinisten<br />

Dylan. Die ganze Nacht lang wurde eine der<br />

wohl magischsten aller Parties rund um das<br />

Zürich Pride Festival <strong>2012</strong> gefeiert. Diese Reise<br />

wollen die WonderWorld-Macher fortsetzen:<br />

Am Weihnachtsdienstag <strong>im</strong> Züricher X-TRA-<br />

Club. Auf dem Hauptfloor werden Dikky Vendetta,<br />

Alan Joe und Ajaxx das Cockpit übernehmen.<br />

Live auf der Bühne wird Trisha mit ihrer<br />

St<strong>im</strong>me und die Profi-Tänzer Jasmin, Guisi und<br />

D<strong>im</strong>i von Sup Mission die Gäste tief in den Bann<br />

ziehen<br />

Dikky ist seit 2004 weit über die Grenzen seiner<br />

He<strong>im</strong>at, den Niederlanden, angesagter DJ bei<br />

Top-Events. Seinen Sound bezeichnet er selbst<br />

als «sexy vocalicous groovin magic»<br />

Alan Joe begeisterte sich für Progressive-House<br />

und bringt bis heute mit entsprechenden Vocaleinlagen<br />

die Dancefloors zum Kochen. Der in<br />

Zürich lebende DJ startete seine mittlerweile internationale<br />

Karriere bei den Selection-Parties<br />

in Zürich und Stuttgart und ist Resident bei den<br />

Flexx-Parties in Zürich und Lausanne. Im Popkessel<br />

wird dann DJ Wollana mit einem bunten<br />

Mix aus 70s, Schlagern, Pop und Disco die Gäste<br />

vollends auf Wolke 7 in der WonderWorld heben.<br />

Geht dann die <strong>Winter</strong>WonderWorld doch<br />

mal zu Ende, geht’s weiter an der Afterhour <strong>im</strong><br />

Bagatelle93.<br />

Der l<strong>im</strong>itierte Vorverkauf für Einzeltickets zur<br />

<strong>Winter</strong>WonderWorld und Kombitickets für<br />

die <strong>Winter</strong>WonderWorld und Afterhour Party<br />

<strong>im</strong> @Bagatelle93 startet in Kürze online über<br />

www.ticketcorner.ch.<br />

<strong>Winter</strong>WonderWorld<br />

Dienstag, 25. Dezember, ab 22.00 Uhr<br />

X-TRA-Club<br />

L<strong>im</strong>matstrasse 118, 8005 Zürich<br />

Jungle<br />

Silvester-Jungle-Party in<br />

Lausanne<br />

Das MAD In Lausanne hat sich dieses Jahr für<br />

die Silvester-Jungle-Party das Motto «Sweet New<br />

Year» ausgesucht. Sie ist nach wie vor die unerreicht<br />

grösste Silvester Gay Party der Schweiz.<br />

Das Party Vergnügen erstreckt sich über vier Etagen<br />

mit drei Dance Floors, einer grossen Bühne<br />

und mit 40 000 LEDs.<br />

Für den Sound sorgen Kenny Carpenter / USA<br />

(Studio54 Legend, New York), Tom Stephan / UK<br />

(Black&Blue, Orange) Antoine909 / UK (Circuit<br />

Festival) Ajaxx / CH (Flexx, Angels)<br />

Silvester-Jungle-Party<br />

Montag, 31. Dezember, ab 22.00 Uhr<br />

Club MAD, Rue de Genève 23, 1103 Lausanne<br />

www.gay-party.net


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Szene<br />

Die grosse «Gay<br />

New Year Party»<br />

in Zürich<br />

Der letzte Silvester an der<br />

Marktgasse 14<br />

Zur letzten Neujahrsnacht des T&M knallen die<br />

Korken <strong>im</strong> ganzen Haus inklusive <strong>im</strong> Hotel Goldenes<br />

Schwert und dem Hofgarten. Eine Nacht,<br />

genauso abwechslungsreich und überraschend<br />

wie die letzten 25 Jahre an der Marktgasse 14!<br />

Mit nur einem Zutritt haben die Gäste Zugang<br />

zu 3 Dancefloors, einem Cruising-Floor und einer<br />

Chill-Out-Area. Und zum feierlichen oder<br />

romantischen Zuprosten bietet sich der Hinterhof<br />

mit Feuerstelle und Konfetti-Regen an. Im<br />

Eintritt ist nicht nur der Welcome Drink inbegriffen<br />

sondern auch Gulaschsuppe, Pizza und<br />

Snacks ab 2.00 Uhr.<br />

DJs Groovemaster, Loyce, Madhouse, Q-Bass, Upspace.<br />

Vorverkauf für Fast Entry <strong>im</strong> T&M und Pigalle<br />

Silvesterparty, Montag, 31.Dezember,<br />

T&M, AAAH!, Goldenes Schwert, Pigalle Bar<br />

ab 21.30 Uhr, Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

www.tundm.ch<br />

Silvestergenuss<br />

<strong>im</strong> PlatzHirsch<br />

Apéro, Fondue Chinoise,<br />

Champagner und Party<br />

z’mitzt in Züri<br />

Am besten schnappt man sich ein paar Freunde<br />

oder seinen Schatz und verbringt einen vergnügten<br />

Silvesterabend <strong>im</strong> PlatzHirsch am Hirschenplatz.<br />

Los geht’s am Silvesterabend um 19.30 Uhr. Für<br />

nur CHF 155.– pro Person werden der Apéro, die<br />

begleitenden Weine, Fondue Chinoise à discrétion<br />

(… mit Hirschfleisch!), der traditionelle<br />

Mitternachts-Champagner sowie ein feiner<br />

Neujahrs-Snack serviert. Neben diesem Rundum-Paket<br />

steht wie gewohnt natürlich auch die<br />

ganze Bandbreite von fancy Cocktails, Stadtzürcher<br />

Bier, Spirits, Weine etc. für einen fröhlichen<br />

Jahreswechsel <strong>im</strong> Angebot. Der Platz-<br />

Hirsch lässt selbstverständlich seine Pforten<br />

auch für alle anderen Gäste offen. Das neue Jahr<br />

wird also auf jeden Fall mit guter Laune und<br />

st<strong>im</strong>mungsvoller Musik begrüsst…<br />

Achtung: l<strong>im</strong>itierte Platzzahl – Reservation<br />

nötig (first come - first served)<br />

Reservationen: table@meinplatzhirsch.ch<br />

PlatzHirsch am Hirschenplatz<br />

Silvestergenuss, Montag, 31.Dezember,<br />

19.30 Uhr, Spitalgasse 3, 8001 Zürich<br />

www.meinplatzhirsch.ch<br />

Schloss-Silvester<br />

Gay Silvester Party <strong>im</strong> Schloss<br />

Sihlberg<br />

Das Schloss Sihlberg, hoch oben in Zürich-Enge<br />

– mit grandioser Aussicht über Zürich und<br />

auf das Feuerwerk – steht am Silvester für die<br />

Gay Community offen. «Die einzigartige Location,<br />

das Schloss Sihlberg, verlangt nach einem<br />

nicht weniger eindrücklichen Programm», verrät<br />

Michael Rosewich (Heldenbar), einer der drei<br />

Macher. Neben einer rauschenden Party gibt es<br />

deshalb auch ein genussvolles 5-Gang-Silvester-Dinner,<br />

wahlweise an der Tafel serviert, in<br />

einem der herrschaftlichen Säle oder als unkompliziertes<br />

Flying-Dinner, laufend serviert<br />

in kleinen feinen Portionen. Auf die Dinner-<br />

Gäste wartet ein Welcome Drink, ein Apéro<br />

Riche und Mineralwasser.<br />

An diesem Abend trifft Electro auf den Swing<br />

der 20er-Jahre, populär geworden unter anderem<br />

durch die DJs des bekannten Berliner<br />

Labels Kallias. Swingotopia aus Tel Aviv bringen<br />

die «Main Hall» <strong>im</strong> Erdgeschoss zum Tanzen.<br />

Wer es etwas härter mag, steigt hinab in<br />

das Schlossgewölbe in die «Downstairs Club<br />

Area» mit Indy Deep und Tech House, Headliner:<br />

Strewson aus Barcelona.<br />

Mit Apéro Riche und Dinner, ab CHF 118.–.<br />

Party-Tickets ab CHF 58.–.<br />

New Year’s Eve by «Ferdinand the Faithful<br />

and Ferdinand the Unfaithful»<br />

Montag, 31.Dezember,<br />

ab 19 Uhr Apéro Riche und Dinner<br />

ab 22.30 Party<br />

Schloss Sihlberg, Sihlberg 10, 8002 Zürich<br />

www.theferdinands.ch<br />

Gewinne einen<br />

der 15 Gratis-<br />

Party-Eintritte<br />

Gehe<strong>im</strong>nisumwitterte neue<br />

Party<br />

Aus üblicherweise verlässlicher Quelle ist uns<br />

ein Gehe<strong>im</strong>tipp zu Ohren gekommen: Im Januar<br />

<strong>2013</strong> wird ein neues Gay-Partylabel für Furore<br />

sorgen, scheint auf jeden Fall vielversprechend<br />

zu sein. Hier die uns zugestellten Infos:<br />

«Zelebriere mit uns den Anbruch einer neuen<br />

Zeit nach dem von den Mayas prophezeiten<br />

Weltuntergang. Sei dabei, wenn es zum ersten<br />

Mal in der Geschichte der Gay-Parties heisst:<br />

Fuck Positive. Lass dich von heissen Acts aus<br />

Berlin, bare Sexiness, besten Drinks und einer<br />

Prise Bling Bling verführen und läute mit uns<br />

ein neues Zeitalter ein.<br />

WIN: Schick uns eine Nachricht mit deinem<br />

Vor- und Nachnamen an fuck@positive.ch –<br />

die ersten 15 Schreiber setzen wir inkl. einer<br />

Begleitperson auf die Gästeliste!»<br />

Fuck-Positive-Party<br />

19. Januar <strong>2013</strong>, ab 23.00 Uhr<br />

Apartment 22, Neufrankengasse 22<br />

8004 Zürich<br />

www.apartment22.ch<br />

Kiki<br />

Mit Host BlackCat<br />

Das schwule Nachtleben in Zürich ist derzeit <strong>im</strong><br />

Umbruch. Und das ist gut so. Zu viele Rihanna-<br />

Remixes wurden dem Party-Volk in den letzten<br />

Jahren schon um die Ohren geschlagen, so dass<br />

sich viele Gays die Zeiten zurückwünschen, an<br />

welchen unsere Community den Trend in Sachen<br />

Clubmusic massgeblich geprägt hatte.<br />

Egal, ob Bär, Muscle Boy, Twink, Drag oder Fag<br />

Hag – der Host BlackCat heisst sie alle willkommen.<br />

Denn schliesslich besteht eine Kiki darin,<br />

den Stress der Woche abzuschütteln und<br />

mit guten Freunden bei sophisticated Elektronika<br />

ins Wochenende zu starten. Nach der<br />

ersten Ausgabe mit lokalen Matadoren wie<br />

Nicola Kaz<strong>im</strong>ir, Andreas Ramos und Marco<br />

De Rosa stehen an der zweiten Ausgabe die DJs<br />

Regional Liga und Sayan Sobuth hinter den<br />

Plattentellern.<br />

Kiki<br />

Freitag, 25. Januar <strong>2013</strong>, ab 22.00 Uhr<br />

Pfingstweide<br />

Pfingstweidstrasse 12, 8005 Zürich<br />

www.yourKIKI.ch<br />

www.pfingstweide.ch<br />

41


strassenphantasie? bei uns zum anfassen.<br />

finnische sauna | videodampfbad | sprudelbad | regenbad | schaum | relaxbereich<br />

darkbereich | videokabinen | bar | snacks | raucherlounge | leseraum | gratis internet/wifi<br />

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Oh Tannenbaum,<br />

wie ich dich beneide !<br />

DIE FESTTAGS-TERMINE IM ÜBERBLICK:<br />

SONNTAG 9. DEZEMBER <strong>2012</strong><br />

Weihnachtseinkäufe <strong>im</strong> Shop<br />

Kaffee und Kuchen <strong>im</strong> Café<br />

Aron<br />

SONNTAG 23. DEZEMBER <strong>2012</strong><br />

Weihnachtseinkäufe <strong>im</strong> Shop<br />

Glühwein- und Guetsli-Bar <strong>im</strong><br />

Garten des Café Aron<br />

MONTAG 24. DEZEMBER <strong>2012</strong><br />

HEILIGABEND<br />

Shop und Bar geschlossen<br />

DIENSTAG 25. DEZEMBER <strong>2012</strong><br />

WEIHNACHTEN<br />

Shop und Bar geschlossen<br />

MITTWOCH 26. DEZEMBER <strong>2012</strong><br />

STEFANSTAG<br />

Shop und Bar geschlossen<br />

MONTAG 31. DEZEMBER <strong>2012</strong><br />

SILVERSTER<br />

Shop und Bar geschlossen<br />

1. – 7. JANUAR <strong>2013</strong><br />

Shop und Bar geschlossen<br />

(Betriebsferien)<br />

WWW.MAENNERZONE.COM


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kolumne<br />

Willkommen bei<br />

uns neuen Bünzlis<br />

Von Michi Rüegg<br />

Die Werbespalte auf Facebook schlägt mir aktuell<br />

nicht etwa «Heisse Gay Dates» vor. Nein, man<br />

will mir «Homosexuelle Kontakte» schmackhaft<br />

machen. Vielleicht müsste ich einen solchen<br />

Kontakt herstellen. Das klingt so herrlich altmodisch.<br />

Ich sollte da mitmachen. Dann könnte<br />

ich mit einem homosexuellen Kontakt ein<br />

bisschen Oral- und Analverkehr praktizieren,<br />

gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen<br />

eben. Ich meine, hey, ficken und blasen sind so<br />

1999. Schwul war gestern, heute sind wir wieder<br />

Sodomiten.<br />

Denn, blicken wir den Tatsachen ins Auge: Wir<br />

sind nicht mehr die Ausgestossenen von einst,<br />

die sich ohne Hosen in dunklen Büschen verstecken<br />

mussten, sondern hocken in Reiheneinfamilienhäusern<br />

und fläzen uns auf Rolf-Benz-<br />

Sofas. Mit anderen Worten, wir haben es uns <strong>im</strong><br />

gesellschaftlichen Bünzlitum bequem gemacht.<br />

Das hat Folgen: In Österreich war es die ÖVP,<br />

welche die registrierte Partnerschaft aufs politische<br />

Tapet gebracht hatte. Ausgerechnet<br />

die ÖVP, die sich bis in die Neunzigerjahre für<br />

das Verbot schwuler Organisationen stark gemacht<br />

hatte. In England will Premierminister<br />

David Cameron die Ehe für Schwule und<br />

Lesben einführen. Der konservative Premierminister,<br />

wohlgemerkt. Das katholische Spanien<br />

hat nicht einmal bei progressiven Ideen<br />

gespart. Und eine ländliche Zeitung vermeldet<br />

heute völlig neutral, das kantonale Amt für Soundso<br />

habe neu eine Leiterin – es handle sich<br />

um den ehemaligen Leiter, der während der<br />

Sommerferien eine Geschlechtsumwandlung<br />

gemacht habe.<br />

Nur die CVP biedert sich uns (zumindest) nicht<br />

(konsequent) an. Nachdem sie etliche Expeditionen<br />

ins Reich des gesellschaftlichen Fortschritts<br />

unternommen hat, ist sie nun sicher<br />

wieder in den vatikanischen Katakomben gelandet.<br />

Die Ehe, so doziert die Partei, sei eben<br />

eine Verbindung zwischen Frau und Mann, und<br />

darum müsse man dieses so fortschrittliche<br />

Steuersplitting machen. Das dazu passende Seminar<br />

könnte man «Steuern sparen mit Benedikt<br />

XVI» nennen. Das ist so erfrischend toll,<br />

dass man es laut CVP gleich in die Verfassung<br />

schreiben soll. Keine Sodomitenfummeleien<br />

unter den Augen des Herrn, sondern Adam und<br />

Eva, wie früher, aber mit mehr Fränkli <strong>im</strong> Portemonnaie.<br />

Es ist schön, dass wir wenigstens ab und zu noch<br />

wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.<br />

Man pflegt eben gern alte Gewohnheiten. Auch<br />

das eine Eigenschaft von Bünzlis.<br />

PS: Schöne Festtage all meinen treuen Lesern.<br />

Ich werde leider nicht hier sein, weil ich mit<br />

meinen Schwiegereltern vor dem knisternden<br />

Kamin sitzen und die Weihnachts-CD der Zillertaler<br />

Sombreros hören werde. Falls sich derweil<br />

jemand an der XXXmas-Party von drei ukrainischen<br />

Kugelstössern doppelfisten lässt, gönne<br />

ich ihm das von Herzen.<br />

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43


Nacht<br />

sauNa<br />

Immer von Freitag auf Samstag<br />

und von Samstag auf Sonntag<br />

Nachtsauna bis 7 Uhr in der Früh.<br />

Chill-Out Lounge Music. Men only.<br />

NachtsauNa über<br />

die Feiertage<br />

Freitag, 21. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Samstag, 22. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Montag, 24. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Dienstag, 25. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Freitag, 28. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Samstag, 29. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Montag, 31. Dez. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Dienstag, 1. Jan. 11.30 bis 7 Uhr früh<br />

Engelstrasse 4, 8004 Zürich<br />

Tel. +41 44 241 10 80, www.moustache.ch


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

London<br />

Hollywood in<br />

London<br />

Bis Ende Januar sind in<br />

London weltbekannte Filmkostüme<br />

zu sehen.<br />

Von Sebastian Hasler<br />

Eine Reise nach London lohnt<br />

sich <strong>im</strong>mer. Besonders diesen<br />

Dezember. Nicht nur des<br />

Christmas-Shoppings oder<br />

der grossen Gay-Szene wegen.<br />

Filmfans erleben noch<br />

bis Ende Januar <strong>im</strong> «Victoria<br />

& Albert Museum» mehr als<br />

130 berühmte Garderoben aus<br />

Filmklassikern.<br />

Für einen tollen Film braucht es viele Zutaten.<br />

Sehr wichtig sind dabei die Kostüme. Was wäre<br />

Audrey Hepburn in «Frühstück bei Tiffany»<br />

ohne das kleine Schwarze? Marlene Dietrich<br />

ohne Herrenanzug? Uma Thurman ohne ihren<br />

gelben «Kill Bill»-Anzug? Oder John Travolta<br />

ohne seinen legendären weissen Anzug? Kostüme<br />

formen massgeblich den Charakter und<br />

tragen zur Geschichte bei.<br />

der Welt beherbergt, sind noch bis Ende Januar<br />

mehr als 130 Originalkostüme der Filmgeschichte<br />

zu sehen. «Hollywood Costume» nennt<br />

sich die grandiose Ausstellung. Besonders die<br />

Kleidungsstücke aus Kostümfilmen sind in der<br />

Ausstellung zu sehen. Zum Beispiel das Kleid<br />

von Kate Winslet in «Titanic» oder die Roben von<br />

Cate Blanchett in «Elizabeth».<br />

Uma Thurman © pd<br />

Audrey Hepburn © pd<br />

Kostüme für einen Film zu gestalten, ist schwieriger<br />

als das übliche Modedesign. Es ist ein krea tiver<br />

Prozess. Und so steckt am Ende praktisch hinter<br />

jeder Unterhose, welche wir in einem Film zu sehen<br />

bekommen, eine ganz eigene Geschichte. Designerin<br />

Ann Roth erklärte gegenüber spiegel.de:<br />

«Ich ziehe keine Filmstars an. Ich ziehe Schauspieler<br />

an, die Charaktere spielen.» Ihre Zunft mit<br />

Nadel und Faden wird nun in London gewürdigt.<br />

Hollywood Costume<br />

Im «Victoria und Albert Museum», das die grösste<br />

Sammlung von Kunstgewerbe und Design<br />

Aber auch neuere Kostüme wie etwa das Batman-<br />

Kostüm oder die legendäre Lederjacke von Indiana<br />

Jones sind zu bewundern. Es ist ferner eine<br />

Kunst, Kleider aus dem Hier und Heute zu kreieren.<br />

Die Designer müssen daran denken, was<br />

in einem Jahr – be<strong>im</strong> Kinostart – für ein Modetrend<br />

herrschen wird.<br />

So oder so, ein Designer muss sich be<strong>im</strong> Film zuerst<br />

mit dem Drehbuch vertraut machen. Denn<br />

neben der Optik «helfen» die Kostüme schlussendlich<br />

den Schauspielern, sich in ihren Charakter<br />

einzuleben. Sie sind also ein wichtiges<br />

Werkzeug zur Rollenbildung, was auch Oscar-<br />

Preisträgerin Meryl Streep in einem Interview<br />

zu der Ausstellung gestand: «In jedem Film sind<br />

die Kostüme die halbe Miete, um einen Charakter<br />

zu schaffen.»<br />

Hollywood Costume<br />

– noch bis 27. Januar <strong>2013</strong><br />

Victoria and Albert Museum<br />

The world’s greatest museum of art and<br />

design, London<br />

wwww.vam.ac.uk<br />

45


ZURICH PLACES // gaycity.ch<br />

15<br />

11<br />

4<br />

13<br />

PLATZSPITZ<br />

SEEBAHNSTRASSE<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

KALKBREITENSTRASSE<br />

12<br />

BÄCKERANLAGE<br />

ENGELSTRASSE<br />

13<br />

BADENERSTRASSE<br />

HOHLSTRASSE<br />

LANGSTRASSE<br />

BIRMENSDORFERSTRASSE<br />

14<br />

LANGSTRASSE<br />

HELVETIAPLATZ<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

MILITÄRSTRASSE<br />

KASERNENAREAL<br />

Rudolf-Brun-<br />

Brücke<br />

Stauffacherbrücke<br />

LAGERSTRASSE<br />

KASERNENSTR.<br />

Sihlbrücke<br />

Sihl<br />

GESSNERALLEE<br />

MUSEUMSSTRASSE<br />

15<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

STAUFFACHER<br />

2 3 9 14<br />

8<br />

8<br />

3 14 3 14<br />

2 9<br />

HAUPTBAHNHOF<br />

13<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

PARADEPLATZ<br />

2 9 6 7<br />

8 13 11<br />

3 14<br />

13<br />

LINDENHOF<br />

Walche-Brücke<br />

4<br />

13<br />

Bahnhofbrücke<br />

Rathausbrücke<br />

1<br />

Münsterbrücke<br />

4<br />

15<br />

LIMMATQUAI<br />

4<br />

15<br />

2<br />

10<br />

4<br />

15<br />

CENTRAL<br />

4 3 5 6<br />

15 7 10<br />

NIEDERDORFSTRASSE<br />

9<br />

5 7<br />

6<br />

8<br />

SEILERGRABEN<br />

4 3<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

L<strong>im</strong>mat<br />

8 13<br />

BELLEVUE<br />

4 15 5<br />

2 9 8 11<br />

A1<br />

2 9 8<br />

Quaibrücke<br />

12 Moustache<br />

DIE SAUnA FÜR MÄnnER<br />

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1 Rathaus caFÉ<br />

BAR – CAFé<br />

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7 the dynasty club<br />

3 BARS – 1 EnTRAnCE<br />

Zähringerstrasse 11<br />

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13 huusMaa<br />

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR<br />

Badenerstrasse 138<br />

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3 tIPtoP baR<br />

SCHLAGER – DRInK – TREFF<br />

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9 johannIteR<br />

RAUCHER LoUnGE<br />

Zähringerstrasse 33<br />

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Winzerstrasse 39<br />

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CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

News Schweiz<br />

Boykott gegen die<br />

Heilsarmee?<br />

Display-Magazin und loS sind mit der Teilnahme<br />

der Heilsarmee am Vorentscheid des<br />

eSC nicht zufrieden.<br />

Die Heilsarmee, bzw. eine Formation der christlichen Freikirche, wird am<br />

15. Dezember an der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit<br />

dem Song «You and Me» teilnehmen. Deren Chance auf einen Sieg ist laut<br />

Umfragen gross. Nun beanspruchen<br />

aber auch Schwule und Lesben den<br />

Wettbewerb für sich.<br />

Im Artikel von 20Minuten mit dem<br />

Titel «Schwule fordern Heilsarmee-<br />

Boykott» meint der Chefredaktor<br />

vom Display-Magazin, Beat Stephan,<br />

der ESC sei nicht das richtige<br />

Umfeld für die Heilsarmee. Eveline<br />

Mugier, Geschäftsführerin von<br />

LOS (Lesbenorganisation Schweiz),<br />

wünscht sich ebenfalls, die Heilsarmee<br />

würde dem ESC fernbleiben.<br />

Die Webseite queer.ch hingegen hält nichts von einem Boykott. Schliesslich<br />

stehe der Musik-Wettbewerb für alle offen. Zum Fall der lesbischen<br />

Frau, die angeblich wegen ihrer Sexualität ihre Arbeit bei der Heilsarmee<br />

verloren hat, sind nicht alle Fakten bekannt. Eine Glaubensgemeinschaft<br />

auf diesen Fall zu reduzieren, sei schlicht zu einfach.<br />

Erfreuliches Resultat für<br />

Verein Zurich Pride<br />

Der diesjährige Zurich Pride war ein erfolg.<br />

Drei Personen schieden dennoch aus dem<br />

Vorstand aus.<br />

Wie aus der Medienmitteilung zur Generalversammlung des Vereins Zurich<br />

Pride vom 2. November hervorging, konnte die finanzielle Lage des Vereins<br />

stark verbessert werden. Nach den konstruktiven Roundtables <strong>im</strong> Anschluss<br />

an das letztjährige Festival wurden viele dieser Inputs umgesetzt.<br />

Leider haben an der Generalversammlung drei kompetente Personen den<br />

Vorstand verlassen. Die Präsidentin Nathalie Schaltegger hat den Verein<br />

in stürmischen Zeiten geführt, was sie mit Bravour gemeistert habe. Sie<br />

wird erfreulicherweise weiterhin einige Aufgaben für den Verein übernehmen.<br />

Weiter haben sich Karin Steiner und Chriss Kling von ihren<br />

Posten verabschiedet.<br />

Die Aufgaben des Präsidiums übern<strong>im</strong>mt vorübergehend David Reichlin.<br />

Als Vorstandsmitglied für das Ressort Finanzen wurde Natascia Tuttobene<br />

von der Generalversammlung gewählt. Die langjährigen Vorstandsmitglieder<br />

Werner Neth und Patrik Maget wurden von der Generalversammlung<br />

mit Applaus wiedergewählt.<br />

Das ist Dr. Gay!<br />

Dr. Gay erhält dank «Blick am Abend» ein<br />

menschliches Gesicht: Bastian Baumann von<br />

der Aids-Hilfe Schweiz ist der Mann der Stunde.<br />

Dr. Gay, das Beratungsportal für Schwule und Lesben der Aids-Hilfe<br />

Schweiz, besteht seit mehr als zehn Jahren. Das Credo lautete bis anhin,<br />

dass die Redaktoren der Webseite anonym bleiben. Damit ist nun Schluss:<br />

Bastian Baumann, Leiter des Programms MSM bei der Aids-Hilfe Schweiz,<br />

veröffentlicht ab sofort <strong>im</strong> 2-Wochen-Rhythmus jeweils am Donnerstag<br />

<strong>im</strong> «Blick am Abend» die Kolumne «Dr. Gay». Damit sollen wichtige und<br />

neue Zielgruppen aus dem Kreis der 650 000 Leserinnen und Leser der<br />

Pendlerzeitung erreicht werden.<br />

Die Kolumne «Dr. Gay», welche bisher vom CR-Magazin publiziert wurde,<br />

verbreitet mit einer zielgruppenorientierten und gut verständlichen Sprache<br />

wichtige Präventionsbotschaften über HIV und andere Geschlechtskrankheiten<br />

– nicht nur für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM),<br />

sondern auch für eine breite, interessierte Leserschaft. Dies stellt einen<br />

wichtigen Beitrag zum Abbau von Diskr<strong>im</strong>inierung und zur Förderung<br />

der Solidarität über die Grenzen der sexuellen Orientierung hinweg dar.<br />

www.drgay.ch<br />

Korrigenda:<br />

Im CR-Magazin November stand unter dem Titel «tribute2life <strong>2012</strong> abgesagt»<br />

zu lesen, dass Sascha Plecic mit der Organisation des Anlasses<br />

betreut wurde. Das ist falsch, Sascha Plecic wurde lediglich mit der<br />

Analyse für eine weitere Durchführung des Events beauftragt.<br />

47


Kultur CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Anna Karenina<br />

Neue Verfilmung des Klassikers<br />

von Leo Tolstoi. Ein<br />

Kostümdrama mit Keira<br />

Knightley und Jude Law.<br />

Der 1877 erschienene Roman von Leo Tolstoi beleuchtet<br />

Ehe und Moral der adligen russischen<br />

Gesellschaft. In der Epoche des russischen Realismus<br />

entstanden, gilt er als eines der besten<br />

Werke von Tolstoi. Bis in die Abgründe durchleuchtet<br />

der Schriftsteller die Werte jener Zeit.<br />

Bereits der erste Satz ist bezeichnend für «Anna<br />

Karenina»: «Alle glücklichen Familien gleichen<br />

einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre<br />

eigene Weise unglücklich.»<br />

Grossartiger Stoff für ein Kostümdrama. Bislang<br />

scheiterten jedoch alle Verfilmungen an<br />

dem achtteiligen Epos. Regisseur Joe Wright<br />

versucht es trotzdem. Im Zentrum steht die unglücklich<br />

verheiratete Anna Karenina, welche<br />

sich in eine leidenschaftliche Affäre mit dem<br />

Grafen Wronskij stürzt und schliesslich von<br />

ihm schwanger wird. Die wahrheitsliebende<br />

Anna Karenina kann diesen Betrug nicht ertragen<br />

und beichtet alles ihrem Ehemann, der ihr<br />

noch eine Chance einräumt. Weiter gefangen<br />

Teorema<br />

Italienische Klassiker von Pier<br />

Paolo Pasolini aus dem Jahr<br />

1968 mit Terence Stamp in<br />

der Hauptrolle. Nun als L<strong>im</strong>ited<br />

Collectors Edition für das<br />

He<strong>im</strong>kino.<br />

Pier Paolo Pasolinis «Teorema» aus dem Jahre<br />

1968 sucht nach Antworten auf gesellschaftspolitische<br />

und religiöse Fragen. An Aktualität<br />

haben sie nichts eingebüsst. Ein attraktiver junger<br />

Mann (Terence Stamp) tritt in das Leben einer<br />

Unternehmerfamilie und hat nacheinander<br />

mit allen Mitgliedern des Hauses eine sexuelle<br />

Beziehung. Mit dem tiefreligiösen Dienstmädchen,<br />

dem sensiblen Sohn, der sexuell frustrierten<br />

Mutter, der verängstigten Tochter und dem<br />

innerlich zerrissenen Vater.<br />

KKL<br />

Die Piraten entern das KKL:<br />

Die Original-Filmmusik von<br />

«Pirates of the Caribbean»<br />

wird live aufgeführt, der Film<br />

auf Grossleinwand gezeigt.<br />

Aus einer etwas unscheinbaren, wenn auch beliebten<br />

Attraktion <strong>im</strong> Disney-Land, wurde «Pirates<br />

of the Carribean» dank Johnny Depp und<br />

vier Verfilmungen ein weltweites Ereignis. Die<br />

Filmmusik von Klaus Badelt und Hans Z<strong>im</strong>mer<br />

vermochte zudem Liebhaber der E- wie U-Musik<br />

zu begeistern.<br />

Im Konzertsaal des KKL Luzern präsentiert das<br />

«21st Century Symphony Orchestra» die Filmmusik<br />

der ersten zwei Teile auf Grossleinwand.<br />

Während der Film in der Originalfassung erstrahlt,<br />

begeistert das Orchester gleichzeitig<br />

mit der beeindruckenden Filmmusik.<br />

in der für sie ekelerregenden Gesellschaft ihres<br />

Mannes, sieht Anna nur noch die Rettung<br />

<strong>im</strong> eigenen Tod.<br />

In der Hauptrolle der Anna Karenina ist Keira<br />

Knightley zu sehen. Damit reiht sie sich in eine<br />

illustre Reihe anderer Schauspielerinnen ein.<br />

Vor den Zug stürzten sich bereits Greta Garbo,<br />

Vivien Leigh, Jacqueline Bisset oder Sophie<br />

Marceau.<br />

Universal Pictures<br />

Ab 6. Dezember <strong>im</strong> Kino<br />

48<br />

© pd<br />

© pd<br />

Für jeden ist es die Offenbarung, und als er das<br />

Haus verlässt – so plötzlich und mysteriös wie<br />

er kam – hat er alle(s) verändert und hinterlässt<br />

eine grosse Leere. Die Mutter flüchtet in sexuelle<br />

Abenteuer mit jungen Männern, der Sohn<br />

verlässt die Familie, um Künstler zu werden, die<br />

Tochter versinkt in schwere Depression und der<br />

Vater befreit sich von allen materiellen Dingen,<br />

reisst sich die Kleider vom Leib und wandert<br />

nackt in die Wildnis. Das Dienstmädchen kehrt<br />

in ihr He<strong>im</strong>atdorf zurück – und vollbringt dort<br />

ein Wunder.<br />

Pasolinis Sicht auf die Welt, in der Marxismus,<br />

Christentum und Homosexualität in skandalöser<br />

Konfrontation aufeinandertreffen ist poetisch<br />

wie mysteriös, von tiefen Gefühlen durchdrungen<br />

und absolut berührend.<br />

CMV Laservision<br />

Auf DVD ab 21. Dezember<br />

© pd<br />

Bei «Pirates of the Caribbean: The Curse of the<br />

Black Pearl» (nur am 12./13./28. Dezember) begleiten<br />

90 Musiker und ein veritabler Piratenchor<br />

Captain Jack Sparrow und seine Crew auf<br />

deren Abenteuern auf hoher See und in dunklen<br />

Schatzhöhlen. Eine musikalische Tour-de-Force<br />

mit dem Soundtrack von Klaus Badelt.<br />

Die Musik des zweiten Teils «Pirates of the Caribbean:<br />

Dead Man’s Chest» wurde von Hollywood-<br />

Schwergewicht Hans Z<strong>im</strong>mer komponiert.<br />

Sein Werk wird ebenfalls zum Film aufgeführt<br />

(2./3./9./20./21./29./31. Dezember).<br />

Dezember, KKL Luzern<br />

www.kkl-luzern.ch


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kultur<br />

We Will Rock You!<br />

Das erfolgreiche Musical von<br />

Queen und Ben Elton kommt<br />

ins Musical Theater Basel.<br />

Freddy Mercury – ein Name, eine Legende. Wohl<br />

kein schwuler Mann vermochte die heterosexuellen<br />

Rockfans so sehr zu begeistern wie Freddy.<br />

Mit seiner Band Queen verkaufte er zu Lebzeiten<br />

über 300 Millionen Platten. Die 21 grössten Hits<br />

wurden in ein Musical transportiert: «We Will<br />

Rock You».<br />

Über dreizehn Millionen Zuschauer weltweit,<br />

davon fast fünf Millionen allein <strong>im</strong> Dominion<br />

Theater, einer der grössten Bühnen <strong>im</strong> Londoner<br />

West End, machen «We Will Rock You» zu<br />

einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.<br />

Die Londoner Urfassung des Rock-Musicals<br />

stammt aus der Feder des Erfolgsautors Ben Elton.<br />

Die musikalische Supervision liegt in den<br />

Händen der Rock-Ikonen Brian May und Roger<br />

Taylor höchstpersönlich, denn schliesslich garantieren<br />

die legendären Queen-Songs diesen<br />

absolut sensationellen, extravaganten Rock-<br />

Sound.<br />

Viva Verdi<br />

Die eindrucksvolle Klassik-<br />

Show VIVA VERDI feiert in<br />

Zürich ihre Welt-Uraufführung.<br />

Anlässlich des 200. Geburtstages von Giuseppe<br />

Verdi <strong>im</strong> kommenden Jahr wird vom 13. bis 15.<br />

Dezember mit VIVA VERDI das Jubiläumsjahr<br />

<strong>im</strong> Hallenstadion eingeläutet. Mit dabei als Stargäste:<br />

Noëmi Nadelmann, eine der erfolgreichsten<br />

Solistinnen der Schweiz, und die weltbekannte<br />

Amerikanerin Mardi Byers.<br />

Verdis Musik besticht in einer fast unhe<strong>im</strong>lich<br />

direkten und zeitlosen Art durch menschliche<br />

Leidenschaften, durch überschäumende Lebensfreude,<br />

Hoffnung, Glück und Liebe, Verzweiflung,<br />

Angst und Hass. Für VIVA VERDI<br />

wurden die bekanntesten und leidenschaftlichsten<br />

Stücke aus Verdis Opern ausgewählt.<br />

Dynasty<br />

Des Schwulen liebste Seifenoper<br />

geht per DVD in die<br />

9. Runde. Krystle verabschiedet<br />

sich und Alexis fällt vom<br />

Balkon ...<br />

Das mag idiotisch klingen, ist aber so: Im Finale<br />

der 9. und letzten Staffel von Dynasty (Der<br />

Denver-Clan) liessen die Produzenten beinahe<br />

alle Hauptdarsteller über die Klinge springen.<br />

Sinkende Einschaltquoten waren die Ursache.<br />

© pd<br />

Die Story ist eine Art Parodie: In ferner Zukunft<br />

nennt sich die Erde e.bay und wird von einer<br />

«Killer Queen» regiert. Gespielt wird nur noch<br />

«Ga-Ga-Musik»(!), doch jugendliche Rebellen erfahren,<br />

dass irgendwo noch richtige Instrumente<br />

existieren...<br />

Wir verlosen 2x2 Karten für die Vorpremiere<br />

am 13. Dezember!<br />

Bitte E-mail bis 7. Dezember mit Stichwort<br />

«Killer Queen» an info@cruiser.ch!<br />

Ab 14. Dezember, Musical Theater Basel<br />

www.wewillrockyou.ch<br />

© pd<br />

Gigantische bewegliche Spiegel, mehrere Projektionsflächen<br />

und ein aufwändiges Lichtdesign<br />

kreieren die Räume und St<strong>im</strong>mungen, in<br />

denen Verdis Figuren lieben und leiden. Videoprojektionen<br />

erzählen die Geschichte von Verdis<br />

eigener bewegter Zeit und führen entlang<br />

des Siegeszuges seiner Musik durch 200 Jahre<br />

Weltgeschichte bis in die heutige Zeit. <br />

13. bis 15. Dezember, Hallenstadion Zürich<br />

www.viva-verdi.ch<br />

© pd<br />

Einige Jahre später sollten sich aber alle fit und<br />

munter für einen TV-Zweitteiler wiederfinden.<br />

Passend zur Weihnachtszeit erscheinen nun<br />

die letzten regulären Folgen der einst so erfolgreichen<br />

Seifenoper. Wie schön, dass auch<br />

die vorangegangenen Staffeln erhältlich sind,<br />

denn Runde 9 ist mit Ausnahme eines ziemlich<br />

dreckigen Catfights zwischen Heather Locklear<br />

und Emma Samms sowie dem morbiden Finale<br />

ein ziemliches Trauerspiel. Langweiliges Gerede<br />

vor etwas seltsam anmutenden Kulissen.<br />

Aber Dynasty war punkto Handlung und Spannung<br />

nie besonders stark. Dafür waren die<br />

Schulterpolster enorm, der Schmuck bombastisch<br />

(heute gilt das auch als Russen-Chic) und<br />

die Hauptdarstellerinnen Joan Collins und Linda<br />

Evans wahre Vorbilder ihrer Zeit. Heute sind<br />

sie «nur» noch Gay-Ikonen. Ein bisschen Wehmut<br />

ist also angebracht, wenn Alexis Dexter-<br />

Colby-Carrington <strong>im</strong> Finale vom Balkon fällt...<br />

Paramount Home Entertainment<br />

Ab 6. Dezember auf DVD<br />

49


Bühne CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

«Ballett soll die<br />

Leute berühren»<br />

Interview mit Ballett direktor<br />

Christian Spuck<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

50<br />

Sein Start als neuer Ballettdirektor<br />

am Opernhaus Zürich<br />

hätte erfolgreicher nicht sein<br />

können: Christian Spuck eroberte<br />

mit «Romeo & Julia» das<br />

Zürcher Publikum <strong>im</strong> Sturm.<br />

Im CR-Interview erzählt er von<br />

dieser gefeierten Inszenierung,<br />

seinem neuen Leben in Zürich<br />

und gesteht, dass auch<br />

ein umjubelter Choreograf mit<br />

dem Leben hadern kann.<br />

Christian Spuck © Die Arge Lola<br />

CR-MagazIN: Herr Spuck, «Romeo & Julia»,<br />

Ihre erste Inszenierung für das Opernhaus<br />

Zürich, ist ein voller Erfolg, alle Vorstellungen<br />

sind ausverkauft, die Kritiker entzückt.<br />

Wie fühlen Sie sich?<br />

ChriSTian SPUCK: Das ist grossartig, wir haben<br />

nicht damit gerechnet, dass die Inszenierung<br />

vom Zürcher Publikum so gut aufgenommen<br />

wird. Aber ich kam schnell wieder auf den Boden<br />

der Tatsachen zurück. Hinter «Romeo &<br />

Julia» steckt ein Berg von Arbeit und neue Produktionen<br />

stehen bereits an.<br />

CR-MagazIN: Wie gross war die Anspannung<br />

vor der Premiere?<br />

CHRistian SPUCK: Eine Anspannung, die sich über<br />

zwei Jahre aufgebaut hat. Seitdem ich wusste,<br />

dass ich hier in Zürich arbeiten und diese Neu-<br />

Produktion inszenieren werde, hat sich beinahe<br />

alles auf diesen Tag der Premiere hin fokussiert.<br />

«Romeo & Julia» sollte für mich und das neue<br />

Team eine Art Visitenkarte sein. Der Druck war<br />

entsprechend hoch. Bei den Endproben haben wir<br />

jedoch viel Rückhalt aus dem Hause bekommen,<br />

so sind wir mit viel Vertrauen in die Premiere rein.<br />

Aber keine Frage, nervös war ich trotzdem!<br />

CR-MagazIN: Wurden oder werden Sie oft an ihrem<br />

Vorgänger Heinz Spoerli gemessen?<br />

ChriSTian SPUCK: Heinz Spoerli war während 16<br />

Jahren Ballett direktor am Opernhaus und seine<br />

Werke waren sehr beliebt. Das sind grosse<br />

Fussstapfen, in die ich hier reinwachsen soll.<br />

Natürlich war es anfangs ein grosser Druck aber<br />

in Zürich hat man mich mit sehr viel Offenheit<br />

empfangen.<br />

CR-MagazIN: Ist «Romeo & Julia» beispielhaft<br />

für die Art Ihrer Inszenierung?<br />

CHRistian SPUCK: Nein, normalerweise sehen meine<br />

Stücke ein bisschen anders aus. Insofern war<br />

«Romeo & Julia» auch für mich ein Neuanfang.<br />

Normalerweise suche ich mir bei abendfüllenden<br />

Stücken die Musik selbst aus. Hier war sie<br />

mit Sergej Prokofjew und dessen detaillierten<br />

Vorgaben schon gesetzt.<br />

CR-MagazIN: Die Inszenierung wirkt sehr düster,<br />

was fasziniert Sie an der «Dunkelheit»?<br />

ChriSTian SPUCK: Im Stück herrscht Krieg zwischen<br />

zwei Familien. Die Liebe zwischen Romeo<br />

und Julia erhellt darin die Dunkelheit wie<br />

ein Streichholz, das angezündet wird. Diese<br />

Liebe symbolisiert Hoffnung und Aufbruch in<br />

einer unschönen Zeit, bis sie jäh wieder erstickt<br />

wird. Ich habe viele Produktionen von «Romeo &<br />

Julia» gesehen und viele waren in Pastell-Tönen<br />

gehalten. Das konnte ich gerade bei dieser Geschichte<br />

nicht nachvollziehen. Aber zugegeben,<br />

ich habe ein Faible für dunklere Themen. Denn<br />

nur durch diese kann auch Humor entstehen,<br />

was bei meiner nächsten Produktion «Leonce &<br />

Lena» deutlich wird.<br />

CR-MagazIN: Ihre Inszenierungen sind zudem<br />

sehr theatralisch. Beispielsweise schreit Romeo<br />

<strong>im</strong> letzten Akt, was doch eher selten ist.<br />

CHRistian SPUCK: Mir ist wichtig, dass die Geschichte<br />

auf der Bühne für Zuschauer klar verständlich<br />

ist. Ein Schrei auf der Bühne ist kein Tabu.<br />

Es gibt seit dem 20. Jahrhundert unhe<strong>im</strong>lich viele<br />

Ballettproduktionen, in denen auch gesprochen<br />

wird. Wenn nun ganz am Ende bei «Romeo<br />

& Julia» dieser Schrei erklingt, ist das durchaus<br />

überlegt. Es ist der eine Moment, wenn alles<br />

Elend auf Romeo hereinbricht. Mit Tanzschritten<br />

hätte ich dieses Gefühl der Verzweiflung<br />

nicht intensiver erzählen können.<br />

CR-MagazIN: Die Kostüme von Emma Ryott sind<br />

zudem sehr opulent. Können da nicht einzelne<br />

Schritte «verloren» gehen?<br />

ChriSTian SPUCK: Das nahm ich gerne in Kauf.<br />

Emma Ryott hat das grosse Talent, historische<br />

Kostüme so zu kreieren, dass darin auch das<br />

Tanzen möglich ist. Da wollte ich natürlich aus<br />

dem Vollen schöpfen. Besonders auch <strong>im</strong> Hinblick<br />

darauf, dass bei meinem nächsten Ballettabend<br />

der Körper an sich ganz <strong>im</strong> Vordergrund<br />

steht. Ballett kann mit tollen Kostümen getanzt<br />

werden, ebenso kann es aber auch spartanisch<br />

und einfach sein.


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Bühne<br />

CR-MagazIN: Woher stammt Ihre Liebe zum<br />

Ballett?<br />

CHRistian SPUCK: Ich war noch ein kleiner Junge,<br />

als ich das erste Ballett sah. Es war eine TV-Aufzeichnung<br />

von «Romeo und Julia», die in mir<br />

den Wunsch geweckt hat, Ballett zu tanzen. Die<br />

kraftvolle Musik von Prokofjew hat mich jahrelang<br />

begleitet. Anfangs dachte ich aber noch,<br />

dass das eher etwas für Mädchen ist. Erst als ich<br />

morgens zeitig aufzustehen. Ich habe damals<br />

Zukunftsängste gekriegt und mich gefragt, was<br />

ich machen würde, wenn das mit der Choreografie<br />

nicht klappt. Es war ein innerer Kampf.<br />

Am Ende habe ich aber aus dieser Zeit gelernt,<br />

wie man sich selbst Disziplin auferlegt.<br />

CR-MagazIN: Sie haben international viele Erfolge<br />

gefeiert – und sind nun in Zürich. Was<br />

verbindet Sie mit dieser Stadt?<br />

CHRistian SPUCK: In erster Linie suche ich mir Geschichten<br />

aus, die funktionieren. Sie müssen<br />

eine Berechtigung für die Bühne haben. Ob<br />

das nun eine schwule oder heterosexuelle Geschichte<br />

ist, spielt für mich keine Rolle. Ballett<br />

soll die Leute berühren, das ist das Wichtigste.<br />

CR-MagazIN: Wäre ein homosexuelles Liebespaar<br />

<strong>im</strong> Opernhaus Zürich überhaupt möglich?<br />

Szene aus Christian Spucks «Romeo und Julia» <strong>im</strong> Opernhaus Zürich © Monika Rittershaus<br />

moderne Produktionen gesehen habe, wusste<br />

ich: das ist es!<br />

CR-MagazIN: Wie endete Ihre Karriere als Tänzer,<br />

wo begann die Arbeit als Choreograf?<br />

CHRistian SPUCK: Be<strong>im</strong> Stuttgarter Ballett war ich<br />

zeitweise parallel als Tänzer und Choreograf tätig.<br />

Ich hatte zahlreiche Engagements auch <strong>im</strong><br />

Ausland und bald war mir klar, dass ich mich<br />

entscheiden muss. Ich liebe es, wenn Menschen<br />

meine Vision tänzerisch umsetzen. Die Entscheidung<br />

war einfach, obwohl der Berufswechsel<br />

schwer war.<br />

CR-MagazIN: Inwiefern?<br />

CHRistian SPUCK: Tänzer haben einen sehr strukturierten<br />

Arbeitstag mit intensiven Probeplänen.<br />

Man muss sehr diszipliniert sein und steht an<br />

sechs Tagen pro Woche <strong>im</strong> Ballettstudio. Plötzlich<br />

war diese Struktur weg! Ich musste mich<br />

in meinem neuen Arbeitsalltag zuerst zurechtfinden.<br />

CR-MagazIN: Sie sind in ein Loch gefallen?<br />

CHRistian SPUCK: Ja, am Anfang schon. Plötzlich<br />

sass ich zuhause und hatte keinen Grund mehr,<br />

CHRistian SPUCK: Ich fand Zürich schon <strong>im</strong>mer super.<br />

Als 17-Jähriger habe ich meinen Zivildienst<br />

in Frankfurt geleistet und meine Schwester<br />

hat damals in Freiburg studiert. Wir sind oft<br />

zusammen nach Zürich gefahren. Als mir angeboten<br />

wurde, in Zürich zu arbeiten, habe ich<br />

mich total gefreut. Wenn ich die Wahl gehabt<br />

hätte zwischen New York, London, Paris und<br />

Zürich, hätte ich mich für Zürich entschieden.<br />

Die Stadt ist klein und doch eine Weltstadt. Hier<br />

in Zürich fahre ich sogar gerne mit dem Tram,<br />

was ich überall sonst schrecklich finde. Aber<br />

hier liebe ich es.<br />

CR-MagazIN: Sie haben Glück, auch Ihr Partner<br />

lebt nun in Zürich.<br />

CHRistian SPUCK: Ich habe ihn damals, als die Anfrage<br />

vom Opernhaus Zürich kam, gefragt, ob er<br />

mit mir nach Zürich ziehen würde. Glücklicherweise<br />

sagte er ja! Dank einer Umschulung konnte<br />

er sich hier ein eigenes Berufsleben aufbauen.<br />

CR-MagazIN: Würden Sie, wie von einem anderen<br />

Magazin angedeutet, ein «schwules» Ballett<br />

inszenieren?<br />

CHRistian SPUCK: So wie ich Zürich erlebe, und weil<br />

es bislang überhaupt kein Thema war, welche<br />

sexuelle Orientierung ich habe, gehe ich davon<br />

aus, dass eine solche Produktion durchaus möglich<br />

wäre. Wenn ich eine schöne Liebesgeschichte<br />

zwischen zwei Jungs finde und ich mir sicher<br />

bin, dass sie die Menschen berührt, wieso nicht?<br />

Christian Spuck<br />

Der 1969 in Magdeburg geborene Christian<br />

Spuck liess sich in Stuttgart an der John-Cranko-<br />

Schule zum klassischen Tänzer ausbilden. 1995<br />

begann sein Engagement <strong>im</strong> Stuttgarter Ballet<br />

als Tänzer sowie als Choreograf. 2001 wurde er<br />

dort zum Haus-Choreografen ernannt. Sein erstes<br />

abendfüllendes Ballett war das hochgelobte<br />

«Lulu». Auch für international renommierte<br />

Häuser war Christian Spuck tätig. Seit August<br />

<strong>2012</strong> ist er Ballettdirektor <strong>im</strong> Opernhaus Zürich.<br />

Seine erste Inszenierung «Romeo & Julia» gilt<br />

auch mit den Zusatzvorstellungen als ausverkauft.<br />

Seine nächste abendfüllende Produktion<br />

«Leonce & Lena» feiert <strong>im</strong> April <strong>2013</strong> Premiere.<br />

51


Dossier CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Und ewig lockt der Luxus<br />

Das <strong>Winter</strong>-Dossier<br />

von Lola Sara Arnold-Korf<br />

Symbol für Luxus: Rolls-Royce-Kühlerfigur © pd<br />

52


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Dossier<br />

Schweizer Schwule sind<br />

europaweit Vorreiter an der<br />

Luxusfront: überdurchschnittlicher<br />

Verdienst, keine<br />

Kinder und nicht selten<br />

in Partnerschaften, also<br />

doppelter Verdienst. Die<br />

Zahl derer, die sich Luxus<br />

leisten, steigt in den letzten<br />

Jahren ständig.<br />

Wie sagte einst Oskar Wilde? «Man versehe mich mit Luxus. Auf alles Notwendige<br />

kann ich verzichten.» So lässt sich der derzeitige Trend zur Luxus-<br />

Schwullette beschreiben. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Luxus als<br />

Schick<strong>im</strong>icki abgetan wurde. Heutzutage ist er die natürlichste Sache der<br />

Welt. Luxus ist schön und Luxus ist gut. Sofern man ihn sich leisten kann.<br />

Die einen träumen lebenslang vom ausschweifenden, üppigen Leben, für<br />

die anderen ist es Alltag. Eine österreichische Studie der Pink Management<br />

GmbH und marketagent.com hat das Thema unlängst genauer<br />

durchleuchtet. Für die Einrichtung geben laut Studie Schwule etwa 75 %<br />

mehr aus als ihre heterosexuellen Zeitgenossen, 55,4 % gehen öfter als<br />

dre<strong>im</strong>al pro Woche aus und lassen sich ihre Schlemmerreisen um die<br />

Welt durchschnittlich 45 % mehr kosten.<br />

Besonders begehrt: Der sorgsam gepflegte<br />

Schweizer Schwule<br />

Einen Grund für den neuen schwulen Traumkunden <strong>im</strong> Luxus-Segment<br />

sieht Geschäftsführer Stephan Oehen von grayling.com darin, dass «karriereorientierte<br />

schwule Paare fast <strong>im</strong>mer in Double-Income-No-Kids-Verhältnissen<br />

mit hohem verfügbaren Einkommen leben». Seine PR-Agentur<br />

hat sich frühzeitig «auf lustbetonte Marken spezialisiert». Werbetreibende<br />

Unternehmen sind über den neuen Traumkunden «Luxusschwuler» hellauf<br />

entzückt: Nobelkarossen, Immobilien, Schmuck, Reisen um die Welt,<br />

Kosmetik, Schönheits-OPs, teure Markenuhren oder Designerwaren – es<br />

gibt kaum etwas, was sich auch in wirtschaftlich instabilen Zeiten dieser<br />

finanzpotenten Zielgruppe nicht andrehen lässt.<br />

Vor allem auch Schweizer Schwule stehen <strong>im</strong> Fokus der Werbebranche. «Nach<br />

wie vor ist das eine ganz besondere Gruppe, die in sich selbst auch einen besonderen<br />

Lebensstil pflegt. Schweizer Schwule haben Freude am Schönen, zelebrieren<br />

das Schöne und haben dafür eben auch das entsprechende Budget», so<br />

Stephan Oehen. Genauso sieht das auch Andreas Mossner von Part<strong>im</strong>e Advision<br />

AG <strong>im</strong> Technopark. Der Geschäftsführer der Uhren-Edel-Marke «PARTIME»<br />

findet: «So wie es die durchschnittliche Telefonnummer von Zürich nicht gibt,<br />

ist auch das Individuum: einzigartig. Luxus in einer anderen D<strong>im</strong>ension sind<br />

rare Güter, mit denen man sich individualisieren kann. Das wenig Verfügbare<br />

und nicht Globalisierte, hat mindestens so einen Prestigewert wie das sündhaft<br />

Teuere. Die Devise lautet: Mach Dich selten, so wirst Du gelten.»<br />

Heteros und Schwule <strong>2012</strong>/<strong>2013</strong> <strong>im</strong> Luxusrausch<br />

vereint<br />

Der Werbe-Hype um Luxus-Schwule begann wohl in den 2000er-Jahren<br />

mit der Modeerscheinung Metrosexualität. Dass sich hier auch die heterosexuellen<br />

Männer wie David Beckham etwas weiblicher geben und<br />

ganz nach schwulem Vorbild nun vermehrt Zeit für die Körperpflege<br />

verwenden und sich z.B. den Körper rasieren, ist heute pure Normalität.<br />

Stephan Oehen: «Jetzt findet eine starke Vermischung zwischen schwulen<br />

und heterosexuellen Lebensformen statt. Und diese reflektiert sich vor<br />

allem <strong>im</strong> Konsumverhalten. Wenn heute ein heterosexueller Mann mit<br />

einer Louis-Vuitton-Tasche rumläuft, heisst es nicht automatisch, dass er<br />

schwul ist, sondern einfach, dass er Freude am Konsum hat.»<br />

Die Luxus-Schwuppe nun als neue Stil-Ikone für den gemeinen Busengrabscher,<br />

oder wie? «In gewisser Weise schon. Luxus-Schwule werden<br />

in der Zukunft wirtschaftlich eine <strong>im</strong>mer grössere Rolle spielen», ist<br />

Oehen sich sicher. «Das jahrelang <strong>im</strong> Verborgenen stattgefundene Leben<br />

hat dazu geführt, dass Schwule nun erst recht extrovertierter sind und<br />

diese Besonderheit auch gerne ausleben. Sie sprechen über Luxus. Das tut<br />

man <strong>im</strong> heterosexuellen Umfeld nicht in dieser Form.»<br />

Ganz ähnlich gestalten sich auch die Beobachtungen des Zürcher Plattenladen-Besitzers<br />

Marc Fuhrmann. In seinem Laden «Panthera Records» <strong>im</strong><br />

Zürcher Langstrassenviertel (Johannesgasse 6) gehen auch die Schwulen<br />

ein und aus. «Die Schwulen kaufen sich bei mir, was sie wollen. Gerne<br />

darf es auch mal kitschig sein – alte Platten und so. Wir hatten <strong>im</strong> Laden<br />

riesengrosse, nicht ganz billige rote Boxen. So ein roter Würfel, wo man<br />

sein iPhone einstecken kann. Das hat sich natürlich prompt ein Schwulenpärchen<br />

gekauft.» Was Luxus-Schwule aber vor allem interessiert in<br />

seinem Laden, sind Tipps für Parties. «Gute Musik mit VIP-Lounge ist gefragt<br />

– da darf es auch mal etwas teurer sein. Vergessen wir nicht, dass<br />

Schwule ja auch so ein bisschen die Erfinder der House-Parties waren.»<br />

Für den Tourismus kommen jetzt die fetten Jahre<br />

Auch in der Schweizer Tourismusbranche leckt man sich angesichts der<br />

neu entdeckten Zielgruppe die Finger. Geschäftsführer Ray Fuhrer von<br />

Pink Cloud schwärmt über die Luxus-Schwulen: «Geflogen wird bei denen<br />

ja seit einigen Jahren nur noch Business oder First, wobei der Transfer<br />

zum Flughafen mit L<strong>im</strong>o oder Helikopter fast schon Standard ist.»<br />

In Hong Kong lässt Mann sich dann beispielsweise mit dem Rolls Royce<br />

durch das Stadtgewirr kutschieren. Bei Pink Cloud gibt es wahren Schwulen-Luxus<br />

schon ab 5 000 Franken (beispielsweise in Mallorca). «Reisen ab<br />

30 000 Franken sind aber eher der Trend <strong>im</strong> Luxusbereich», so Int<strong>im</strong>us<br />

Fuhrer. Bevorzugte Ziele seien die Seychellen und asiatische Destinationen.<br />

Neben Mauritius und den Malediven fliegt der Schweizer Schwule<br />

heutzutage aber vor allem in kulturell interessante Länder – vorzugsweise<br />

in Begleitung eines Fahrers und eines ortskundigen Guides.<br />

«Die müssen nicht zwingend schwul sein. Klar ist aber, dass sie von uns<br />

gut geschult sind.» Massgeschneidert heisst das Zauberwort, und Grenzen<br />

<strong>im</strong> Luxus-Segment gibt es keine. Dazu gehört beispielsweise auch, dass<br />

man in der Königsstadt in Marokko nicht mit den öden Touristen in einer<br />

Schlange stehen muss, sondern direkt vor den Eingang chauffiert wird.<br />

Und auch am Ausgang steht die L<strong>im</strong>o schon bereit. Nach Fuhrer legen 10<br />

Prozent Schweizer Schwule Wert auf Top-Top-Luxus-Reisen. Hinzu kommen<br />

weitere 25 Prozent <strong>im</strong> «normalen» Luxusbereich.<br />

Das macht also eine stolze Zahl von rund 35 Prozent Schweizer Schwulen,<br />

die auf Reisen <strong>im</strong> Luxus schwelgen. Besonders beliebt unter den finanzkräftigen<br />

Reise-Gourmets sind vor allem auch die V.I.P.-Lounges an den<br />

Flughäfen mit Champagner-Bar. «Die kleinen Séparées sind todschick<br />

und haben einen eigenen Duty-free Shop. Besonders schön fand ich den<br />

in Doha in Katar.» Einen ganz exklusiven Service bis zum eigenen Shuttlebus<br />

am Airport bieten die Singapore Airlines, Emirates und Swiss. Und<br />

was ist der ult<strong>im</strong>ative Gehe<strong>im</strong>tipp für schwule Luxusreisende? «Das Royal<br />

Mansour in Marakesch ist ein Traum aus tausend und einer Nacht und<br />

eignet sich besonders für den Honeymoon. Man sieht kein Personal, denn<br />

das ist unterirdisch untergebracht.» Das lässt das gepeinigte schwule<br />

Herz höher schlagen. Denn wer lässt sich schon gerne auf seiner wohlverdienten<br />

Erholungsreise mit dem einfachen heterosexuellen Volk ein.<br />

53


Dossier CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Luxus ist austauschbar!<br />

Qualität und Nachhaltigkeit<br />

sind der zukünftige Luxus.<br />

Zum Thema Luxus plauderte CR mit Stephan<br />

Oehen, dem Chef der Schweizer Niederlassung<br />

von Grayling, dem weltweit zweitgrössten<br />

PR-Unternehmen.<br />

CR: Lieber Stephan, welche Rolle spielt Luxus<br />

<strong>im</strong> PR-Bereich und welche Rolle spielen<br />

schwule Männer?<br />

StePHAn: Luxusleben allein ist austauschbar und<br />

irgendwann langweilig. Wenn heute Studenten<br />

genau dieselbe Louis-Vuitton-Tasche tragen<br />

wie die Luxuslady oder der schwule Nachbar<br />

von nebenan, hat dies nicht viel mit Luxus<br />

zu tun. Nach den 80ern, wo man provozieren<br />

musste, ist die Gesellschaft nun aneinander<br />

gerückt und das macht die Sache viel interessanter,<br />

aber auch komplizierter als jemals zuvor.<br />

Heute braucht es andere Kriterien. Es geht<br />

um Persönlichkeit. Ich weiss nicht, ob ich den<br />

Espresso kaufe, nur weil George Clooney dafür<br />

Werbung macht. Menschen mit Sinn für Lust<br />

und Individualität brauchen heute mehr. Zumal<br />

sich «Luxus» heute viel mehr Menschen leisten<br />

Stephan Oehen<br />

können als in den 80er- oder 90er-Jahren. Umso<br />

mehr geht es um Qualität und Nachhaltigkeit.<br />

CR: Bekommen Männer heutzutage ein eigenes<br />

Gesicht, wenn es um Produkte und PR<br />

geht?<br />

StePHAn: Ja! Beispielsweise in der Gesichts- und<br />

Haarkosmetik geht der Trend seit wenigen Jahren<br />

ganz klar in Richtung Spezialisierung. Wobei<br />

die Palette der Angebote für Männer der von<br />

Frauen ähnelt. Ein wesentlicher Unterschied ist<br />

allerdings der Preis. Viele Männerprodukte sind<br />

teurer. Allein <strong>im</strong> hochpreisigen Segment ab<br />

500 Franken für Pflegeprodukte gibt es für Männer<br />

bisher kaum vergleichbare Produkte. Hier<br />

bedienen sich Männer lieber in der Frauenabteilung.<br />

In der Zukunft wird es nicht mehr so sein.<br />

Daran glaube ich fest. Egal, ob schwul oder hetero.<br />

Auch Heteromänner haben gemerkt, dass<br />

man sich pflegen muss. Es geht um Vitaminprodukte<br />

bis hin zu den Muskelaufbau fördernden<br />

Lifestyleprodukten.<br />

CR: Welche Richtung n<strong>im</strong>mt der Luxus von<br />

heute und morgen?<br />

StePHAn: Heutzutage ist es nicht mehr wichtig, ob<br />

jemand hetero oder schwul ist. Die Mischung,<br />

das Aufbrechen in der Gesellschaft, ist in vollem<br />

Gange. Es fing an mit der sogenannten Metrosexualität.<br />

Das ist heute ein alter Hut. Ich<br />

wiederhole mich gerne. Qualität und Nachhaltigkeit<br />

sind die Überschriften für Luxus in der<br />

Zukunft. Alle Produkte müssen wieder Qualität<br />

besitzen, um den Begriff Luxus zu verdienen.<br />

Lebensstil und Niveau sieht man nicht nur anhand<br />

schöner Kleider, sondern anhand einer<br />

Lebenshaltung und einem Identifikationsfeld.<br />

CR: Vielen Dank für das Interview!<br />

Luxus als Rundumpaket<br />

Neben edlen Reisen, teuren Immobilien, und vielem mehr gibt es heutzutage<br />

aber auch andere Formen des Luxus für Schwule. «Luxus ist vor allem, dass<br />

es uns gibt», sagt Christoph Bucher von der Gay Spitex Goldbrunnen, einem<br />

ausschliesslich auf schwule Kundschaft spezialisierten Pflegedienst. Woran<br />

erkennt man hier den Luxus-Schwulen? «Luxus-Schwule sind anspruchsvoll<br />

wie alle Schwulen. Sie haben dennoch höhere Erwartungshaltungen und wollen<br />

auch etwas für den Preis. Das heisst, sie geben sich nicht so schnell zufrieden<br />

und sind auch schnell beleidigt, wenn sie nicht das bekommen, was sie<br />

erwarten. Dennoch sind sie sehr anpassungsfähig.» Christoph Bucher erlebt<br />

den Luxus-Schwulen-Trend vor allem in den letzten Jahren. «Luxus-Schwule<br />

erwarten von uns jetzt vor allem auch organisatorischen Service. Schwule mit<br />

Geld wünschen sich am liebsten eine 24-stündige Pflege.» Obwohl dies nicht<br />

zum Angebot und zur Aufgabe der beiden Gay Nurses Christoph Bucher und<br />

François Fauchs gehört, versuchen sie «so gut es geht, sämtliche Wünsche<br />

zu berücksichtigen».<br />

Design ist das Markenzeichen eines jeden<br />

Schwulen<br />

Ein Blick in die Designer-Landschaft genügt: Schwule Designer sind<br />

überproportional vertreten und stehen heutzutage zu ihrem Schwulsein.<br />

Und während sich die meisten heterosexuellen Männer nur angewidert<br />

auf Shopping-Tour begeben, ist für die meisten Schwulen das Einkaufen<br />

ein Erlebnis. Nach der Studie von Pink Management GmbH und<br />

marketagent.com ist für 37,7 Prozent der Schwulen das Aussehen «sehr<br />

wichtig». Demgegenüber gilt dies nur für 18,7 Prozent der heterosexuellen<br />

Männer. 42,5 Prozent aller Schwulen, aber nur 23,5 Prozent der heterosexuellen<br />

Männer geben mehr als 2800 Franken pro Jahr für Mode und<br />

Kleidung aus. Und dennoch mahnt Stephan Oehen von Grayling: «Luxus<br />

ist allgegenwärtig und austauschbar geworden. Luxus alleine hilft nicht<br />

mehr, sich zu differenzieren, weil sich viel mehr Menschen diesen leisten<br />

können. Dies bedeutet auch für uns in der Kommunikation eine neue Herausforderung.<br />

Luxus alleine in der Hülle reicht nicht mehr aus, sondern<br />

es braucht neue Inhalte. Der Trend <strong>2013</strong> wird ganz klar weiter in Richtung<br />

Rückkehr zu Qualität und Nachhaltigkeit gehen. Wenn ich heute<br />

an der Zürcher Bahnhofstrasse eine Tasche kaufe, weiss ich bei 60 bis 80<br />

Prozent nicht mehr, ob sie echt ist oder ein Plagiat aus Fernost. Insofern<br />

kann sich Luxus heute fast jeder leisten. Aber Qualität – und bei vielen<br />

wahren Luxusmenschen auch ein gewisses Mass an Nachhaltigkeit – wird<br />

in der Zukunft den Unterschied zwischen Möchtegern-Luxus-Menschen<br />

und wahren Geniessern ausmachen. Denn ein Luxusleben alleine ist austauschbar<br />

und irgendwann langweilig.»<br />

54


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Wettbewerb<br />

Gewinne ein<br />

Stück Luxus!<br />

CR-Leser können <strong>im</strong>mer wieder attraktive<br />

Preise gewinnen. Seien dies Karten für Filmfestivals,<br />

Karten für Kinofilme, Gratis-Eintritte<br />

für Parties oder sogar Skiferien. Wer also<br />

in Zukunft keine CR-Verlosung mehr verpassen<br />

will, sollte auch keine CR-Ausgabe verpassen.<br />

Das geht am einfachsten, wenn man sich<br />

das CR-Magazin nach Hause senden lässt. Bestellt<br />

werden kann so ein Jahres-Abonnement<br />

ganz einfach per E-Mail an info@cruiser.ch.<br />

Das kostet Fr. 50.– <strong>im</strong> Jahr.<br />

Sparsame können erst mal für drei Monate ein<br />

Gratis-Abo bestellen.<br />

Bereits gewonnen hat Stephan<br />

Guggisberg aus Biel<br />

Stephan hat <strong>im</strong> Oktober <strong>im</strong> CR be<strong>im</strong> Wettbewerb<br />

«Arosa Gay Ski Week» mitgemacht und<br />

nun gewonnen! Er erhält einen Gutschein für<br />

eine Woche <strong>Winter</strong>ferien während der Arosa<br />

Gay Ski Week. Dies beinhaltet den Aufenthalt<br />

<strong>im</strong> 4-Sterne-Hotel The Excelsior und zwei Eventpässe<br />

<strong>im</strong> Gesamtwert von Fr. 2115.–. CR gratuliert<br />

zum Gewinn.<br />

Die 9. Arosa Gay Ski Week findet vom 6. bis 13.<br />

Januar <strong>2013</strong> statt. Wer «Stephan <strong>im</strong> Glück» begegnen<br />

oder einfach <strong>im</strong> Schnee unter Gays sein<br />

will, fährt am besten <strong>im</strong> Januar nach Arosa.<br />

Alles über die Angebote der 10 Gay-Hotels und die<br />

Events in Arosa erfährt man unter www.gayskiweek.ch<br />

oder unter der Infoline 021 566 70 20.<br />

Neue Verlosungen <strong>im</strong> Dezember<br />

- eine Designer-Uhr von Part<strong>im</strong>e<br />

- zwei komplette Haarpflegesets für Männer von<br />

Salon Professional<br />

- 15 Gratis-Eintritte für die neue Party <strong>im</strong> Januar<br />

<strong>2013</strong> <strong>im</strong> Apartment 22<br />

1<br />

Uhr<br />

2Haar<br />

Die Design-Uhr Part<strong>im</strong>e aus Zürich zeigt die Stunden und Minuten bildlich. Die<br />

Skala zeigt links die Stunden und unten die Minuten. Gehäuse aus rostfreiem<br />

Stahl, 45 mm. LCD-Display mit kratzfestem Mineralglas. Stossfest und wasserdicht<br />

bis 30 m. Zwei Jahre Garantie. Swiss made. Wert: CHF 498.–<br />

Verlosungsteilnahme: E-mail mit Adresse und Stichwort Part<strong>im</strong>e<br />

an info@cruiser.ch<br />

bis spätestens Donnerstag, 15. Dezember <strong>2012</strong><br />

Salon Professional Haarpflegeset für den Mann.<br />

Verlosungsteilnahme: E-mail mit Adresse und<br />

Stichwort Salon Professional<br />

an info@cruiser.ch bis spätestens<br />

Donnerstag, 15. Dezember <strong>2012</strong><br />

3Nacht<br />

Party-Eintritt 19. Januar <strong>2013</strong> <strong>im</strong><br />

Apartment 22<br />

Verlosungsteilnahme: E-mail mit Vor- und<br />

Nachname und Stichwort Apartment 22<br />

an fuck@positive.ch – die ersten 15 Schreiber<br />

werden inkl. einer Begleitperson auf die<br />

Gästeliste gesetzt.<br />

55


Unterhaltung CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

<strong>Winter</strong>stunden<br />

10 unterhaltsame Tipps für<br />

lange, dunkle <strong>Winter</strong>stunden.<br />

Von René Gerber<br />

und Daniel Diriwächter<br />

Dies schon vorweg, wir präsentieren<br />

hier keine Geschenktipps.<br />

Aber zehn unterhaltsame<br />

Ideen, um sich durch die<br />

lange <strong>Winter</strong>zeit zu retten. Wir<br />

finden, es ist Zeit, sich an Weihnachten<br />

um sich selbst zu kümmern,<br />

nur für ein paar Stunden.<br />

Nichts ist befriedigender als<br />

ein spannendes Buch <strong>im</strong> warmen<br />

Bett oder <strong>im</strong> Schaumbad.<br />

Nichts ist so schön wie ein Filmklassiker<br />

in der unschuldigen<br />

Zeit vor Sylvester. Und <strong>im</strong>mer<br />

wieder Musik...<br />

Mademoiselle chante Piaf<br />

Nein, es gibt nichts zu bereuen, auch wenn sich<br />

das Leben nicht <strong>im</strong>mer en rose zeigt. Davon<br />

konnte Edith Piaf ein Lied singen, und Patricia<br />

Kaas kann es ebenso. Sie verleiht den grossen<br />

Hits und weniger bekannten Perlen des Spatz‘<br />

von Paris neue Flügel. Kein seelenloser Abklatsch,<br />

sondern eine von Hollywood-Komponist<br />

Adel Korzeniowski (A Single Man) grandios<br />

orchestrierte Hommage. Kaas‘ unwiderstehliche<br />

St<strong>im</strong>me jubelt und klagt, fängt das Leben in<br />

allen Facetten ein. Genau wie ihre faszinierende<br />

Autobiografie. Hören! Lesen! Und sich dabei<br />

schon auf die grossartig inszenierten Konzerte<br />

<strong>2013</strong> freuen…<br />

Patricia Kaas: Kaas chante Piaf, H’ART.<br />

Doris Heinemann: Mademoiselle singt den<br />

Blues, Bertelsmann.<br />

15.2. KKL Luzern, 16.2. Volkshaus Zürich.<br />

Friends – Blu-ray-Box<br />

Es soll Menschen geben, die igeln sich zwischen<br />

Weihnachten und Neujahr gerne ein und schauen<br />

nonstop Serien. Für Liebhaber von Sitcoms<br />

gibt’s nun «Friends», die komplette Staffel auf<br />

21 Blu-rays. Die modernen Grossstadthelden<br />

Rachel, Monica, Phoebe, Joe, Chandler und Ross<br />

kehren zurück mit allen 236 Episoden, jede davon<br />

komplett von 35 mm-Film auf strahlendes<br />

High-Defintion-Widescreen-Bild mit brillantem<br />

Ton gebracht.<br />

Friends, Die komplette Staffel<br />

Warner Home Video<br />

Durch die Nacht mit Cunningham<br />

«The Hours» wurde in 22 Sprachen übersetzt,<br />

mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und, verfilmt<br />

mit Meryl Streep, Julianne Moore und<br />

Nicole Kidman, mit einem Oscar nach neun Nominierungen.<br />

Kein Blockbuster, aber genauso<br />

sehenswert: Die Leinwand-Adaption von «Ein<br />

Zuhause am Ende der Welt». Die tragische Romanze<br />

zwischen Bobby (Colin Farrell) und Jonathan<br />

geht tief unter die Haut. Neu als deutsches<br />

Taschenbuch erhältlich ist Cunninghams<br />

ebenso ergreifender Roman darüber, was bleibt,<br />

wenn in der Mitte des Lebens plötzlich alles in<br />

Frage gestellt wird und sich neue Möglichkeiten<br />

auftun.<br />

Michael Cunningham: In die Nacht hinein, btb.<br />

Auf DVD:<br />

The Hours/A Home at the End oft the World.<br />

Fady Maalouf – City of Gold<br />

Ok, er ist ein Casting-Sternchen, aber <strong>im</strong>merhin!<br />

Und Fady Maalouf wurde ja «nur» Zweiter.<br />

Der in Libanon geborene Sänger mit der<br />

Samtst<strong>im</strong>me ist noch <strong>im</strong> Rennen und veröffentlichte<br />

gerade sein drittes Album «City of<br />

Gold». Seine jüngste musikalische Märchenreise<br />

ist farbenfroh: Steel Guitar, Flöte, Percussion<br />

oder orientalische Klänge, dezent eingesetzt,<br />

geben dem Album ein besonderes Flair. Ein<br />

durch und durch perfektes Album, nicht nur<br />

für Liebende!<br />

Fady Maalouf – City of Gold<br />

Fuego / TImezone<br />

56


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Unterhaltung<br />

<strong>Winter</strong>poesie<br />

Wer kennt sie nicht, die kleinen gelben Büchlein,<br />

die Weltliteratur auf Hosentaschenformat<br />

Vielen Dank auch<br />

Weihnachtsnostalgie<br />

Drei Musiker mit Elvis-Tolle treffen sich zufällig<br />

in der Teeküche eines versifften Berliner Probekellers,<br />

st<strong>im</strong>men spontan a capella «Blue Suede<br />

Shoes» an. Eine erfolgreiche Band ist geboren und<br />

eine neue Stilrichtung mit dazu: der Voc’n’Roll.<br />

Klingt wie ein Weihnachtsmärchen, ist aber die<br />

wahre Gründungsgeschichte der «Baseballs», die<br />

seither mit ihren ganz eigenen Versionen von<br />

reduzieren? Draussen die Kälte und der Nebel,<br />

drinnen die neue Kollektion von <strong>Winter</strong>gedichten:<br />

Der düstere Abend ist gerettet. Hesse, Mayröcker,<br />

Ringelnatz, Bachmann und viele andere<br />

machen aus grauen Stunden und weissen<br />

Flocken poetische Worte, wandern <strong>im</strong> Schnee<br />

und zwischen den Zeilen. Ein kompakter bunter<br />

Streifzug durch 50 grosse Momente der Literaturgeschichte,<br />

durch Puderzucker-Landschaften<br />

und dunkle eisige Nächte. Passend hat<br />

bereits das Cover mehr zu bieten als das charakteristische<br />

Gelb.<br />

Polt-Heinzel, E., Schmidejell, Ch. (Hg.):<br />

<strong>Winter</strong>gedichte, Reclam.<br />

Das Lied von Feuer und Eis<br />

Nichts ist schöner, als vor dem Schlafengehen<br />

in eine Fantasiewelt einzutauchen. George R.R.<br />

Martin erzählt in seiner fünfteiligen Fantasy-<br />

Saga «Das Lied von Feuer und Eis» von politischen<br />

Intrigen, romantischen Liebesgeschichten<br />

und gehe<strong>im</strong>nisvollen Abenteuern in einer<br />

Welt, die unserem Mittelalter ähnelt, deren<br />

<strong>Winter</strong> aber oft Jahre dauern. Die vielen Charaktere<br />

und Perspektivenwechsel beleuchten<br />

den fiktiven Kontinent Westeros auf eindringliche<br />

Art und Weise. Mittlerweile wurden die<br />

ersten beiden Bücher auch als Serie unter dem<br />

Titel «Game of Thrones» verfilmt.<br />

George R.R. Martin: Das Lied von Feuer und Eis<br />

Blanvalet Verlag<br />

Toto ist anders, von Anfang an. Ein Waise ohne<br />

klares Geschlecht. Zu dick, zu gross, aber ein<br />

Mensch, der durch diese schlechteste aller Welten<br />

geht, als gäbe es noch das Gute, die Unschuld,<br />

die Liebe. Durch nichts und niemanden<br />

lässt er sich verletzen. Er wandert von der<br />

DDR in den Kapitalismus, von Mann zu Frau,<br />

von Grausamkeit zu Selbstverwirklichung.<br />

Mitten aus der Hoffnungslosigkeit wächst die<br />

Zukunft, und fast könnte man den Titel «Vielen<br />

Dank für das Leben» der grossen Zynikerin<br />

Berg ernst nehmen. Ein herzergreifender<br />

Roman, beissend schrill, stechend komisch,<br />

streichelnd tröstlich.<br />

Sibylle Berg: Vielen Dank für das Leben,<br />

Hanser.<br />

Auch als Hörbuch erhältlich.<br />

Sissi-Trilogie<br />

Weihnachtszeit – und somit auch Zeit für die<br />

österreichische Kaiserin in der Version von<br />

Romy Schneider. Sie läuft dem Christkind<br />

langsam den Rang ab. Im Fernsehen werden<br />

die drei Teile ganz sicher wieder gezeigt. Wer<br />

sich aber darüber hinaus mit Kitsch und Tragik<br />

die Kante geben will, sollte sich die Sissi-Trilogie<br />

als DVD zulegen. Mit dabei sind<br />

interessante Dokus über Sissi, sowie Romy<br />

Schneider.<br />

Sissi, Sissi – Die junge Kaiserin,<br />

Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin<br />

Impuls Home Entertainement<br />

«Umbrella» und «Poker Face» dick <strong>im</strong> Geschäft<br />

sind. Was würde zu so viel gekonnter Nostalgie<br />

und ironischem Kitsch besser passen als die guten<br />

alten Weihnachtslieder? Definitiv DIE «Silent<br />

Night»-Interpretation <strong>2012</strong>.<br />

The Baseballs: Good Ol‘ Christmas, Warner.<br />

Die Schallplatte<br />

MP3 & Co. sind out. Vinyl ist wieder angesagt! Und<br />

wir schreiben hier nicht von schnödem DJ-Material,<br />

sondern von «echter» Musik aller Art. Es ist ein<br />

Erlebnis sondergleichen, wenn eine LP vorsichtig<br />

auf die Drehschreibe gelegt wird und die Nadel<br />

setzt an zum Klang. Das hat Klasse. Viele Künstler<br />

der E- und U-Musik bringen ihre Alben wieder als<br />

Vinyl auf den Markt. Von dem reichhaltigen «Back-<br />

Katalog» gar nicht zu reden! Denn mit dem richtigen<br />

Plattenspieler ist die Tonqualität einwandfrei.<br />

So wird der Neujahrsempfang stillvoll gefeiert.<br />

In Flohmärkten oder angesagten Musikshops.<br />

57


Nachgefragt CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Branko B. Gabriel<br />

trifft...<br />

...Willi Spiess<br />

58<br />

Soeben gingen die Merzedes-<br />

Benz-Fashion Days in Zürich<br />

über die Bühne. Immer wieder<br />

entdeckt man dabei neue<br />

und vielversprechende Gesichter.<br />

Ein Gesicht in der<br />

Schweizer Modewelt hat seit<br />

Jahren bestand – Willi Spiess.<br />

Der Designer weiss nicht nur<br />

einer Frau zu schmeicheln, er<br />

zaubert auch Männer-Kreationen,<br />

die punkto Exklusivität<br />

und Schnitt besonders auffallen.<br />

Willi Spiess plauderte<br />

exklusiv für den CR aus dem<br />

Nähkästchen...<br />

BRANKO: Lieber Willi Spiess, was bedeutet für<br />

dich Mode?<br />

Willi: Mode ist vor allem ein Ausdruck der, oder<br />

besser gesagt, seiner Individualität. Da wir alle<br />

von Natur aus nackt sind, müssen wir ja irgendwas<br />

tragen. Mich hat das Thema schon sehr früh<br />

interessiert, Leute einzukleiden und sie schön<br />

zu machen.<br />

BRANKO: Was trägt man(n) jetzt für die<br />

aktuelle Saison. Was ist das absolute Must<br />

Have?<br />

Willi: Das weiss ich nicht, ich habe mich noch<br />

nie an irgendwelchen Modetrends orientiert...<br />

BRANKO: ...oder besser gefragt, was trägt Willi<br />

Spiess <strong>im</strong> kommenden <strong>Winter</strong>?<br />

Willi: (lacht) ...sicher einen tollen und warmen<br />

Kashmir-Mantel und natürlich einen schönen<br />

Hut.<br />

BRANKO: Und was ist dann das absolute No Go!<br />

Willi: Tja, eigentlich alles, was schlecht aussieht!<br />

Es kommt natürlich darauf an, wer was und wie<br />

trägt. Es können nicht alle alles tragen. Runde<br />

Frauen in Leggins finde ich nicht besonders ästhetisch.<br />

Mann muss auch nicht <strong>im</strong>mer alle Modetrends<br />

mitmachen. Meine Kleider kann man<br />

auch noch in fünf Jahren tragen und sieht auch<br />

dann noch elegant aus.<br />

BRANKO: In deinem Laden sieht man sehr schöne<br />

und exklusive Kleider. Das sind alles Einzelanfertigungen.<br />

Du arbeitest demnach nur<br />

auf Auftrag?<br />

Willi: Das ist so. Ich bevorzuge diese Arbeit schon<br />

lange. Mich langweilte es, für die Masse zu produzieren,<br />

auch widme ich mich keinen Kollektionen.<br />

Ich bin nicht so der Typ dafür. Die Einzelstücke<br />

sind exklusiv und es ist natürlich schön,<br />

wenn man was hat, das sonst niemand trägt. Es<br />

ist wie ein Schmuckstück.<br />

BRANKO: Was für eine Klientel bedienst du.<br />

Gibt es da prominente Namen?<br />

Willi: Die gibt es natürlich auch. Aber mein Kundenstamm<br />

besteht aus vielen Sparten; vom<br />

Künstler bis zum Anwalt oder Arzt, von der<br />

Prinzessin bis zur Domina (schmunzelt).<br />

BRANKO: Viele Modelabels setzen heute auf<br />

prominente Botschafter, bei dir sehe ich <strong>im</strong>mer<br />

wieder Nubya und Michael von der Heide.<br />

Bist Du das tapfere Schneiderlein der<br />

Schweizer Showszene?<br />

Willi: (lacht) ...Unter anderem, wie gesagt, es sind<br />

nicht nur schillernde Promis, die ich einkleide.<br />

Natürlich ist es schön, wenn der eine oder andere<br />

VIP Willi Spiess trägt, wie auch internationale<br />

Stars wie Ricky Martin, Nina Hagen, Patrizia<br />

Kaas oder K<strong>im</strong> Wilde. Ich stelle eigentlich nicht<br />

so gerne Kleider zur Verfügung, das mache ich<br />

nur für ganz gute und enge Freunde. Man kann<br />

sich ja auch mal was kaufen, das nötige Kleingeld<br />

ist bei den meisten vorhanden. Liz Taylor<br />

hat sich für den roten Teppich sicher keine Kleider<br />

ausgelehnt...<br />

BRANKO: ...Das ist klar, die hat sie sicher auch<br />

geschenkt bekommen. Vor einigen Jahren<br />

hast du das Bühnenoutfit von Michael von<br />

der Heide für den ESC kreiert. Unser Michi<br />

trug einen spektakulären Goldanzug. Die einen<br />

fanden den grandios, die anderen den<br />

blanken Horror. War das deine oder Michaels<br />

Idee?<br />

Willi: Die Idee hatten wir gemeinsam. Es war<br />

übrigens ein Satinfrack in einem Goldton, was<br />

sehr gut zum Lied passte (a.d.R. Der Titel hiess «Il<br />

pleut de l’or»). Das ist schon so, so etwas polarisiert,<br />

das muss aber auch sein, schl<strong>im</strong>mer wäre<br />

es doch, wenn alle den Anzug zum Gähnen gefunden<br />

hätten. Auf der Bühne darf man oder<br />

sollte man schon eher extravagant daherkommen,<br />

sonst interessiert es doch keinen.<br />

BRANKO: Kann man überhaupt für den Red<br />

Carpet ein Kleid zwe<strong>im</strong>al tragen?<br />

Willi: Man macht es nicht. Allerdings finde ich,<br />

wenn ein Kleid toll aussieht, kann man es doch<br />

mehrmals tragen. Ich finde eher die Wegwerf-<br />

Mentalität nicht so sexy.<br />

BRANKO: Aber du trägst doch schon gerne dick<br />

auf...<br />

Willi: Inwiefern meinst du das?<br />

BRANKO: Natürlich mit den Stoffen und Schnitten.<br />

08/15 liegt dir ja sicher nicht, wie ich hier<br />

sehe!<br />

Willi: Ja, da hast du recht. Ich finde es ehrlich gesagt,<br />

auch viel spannender mit schönen und auffälligen<br />

Stoffen zu arbeiten. Ich kreiere Mode<br />

für Leute, die es gerne etwas extravaganter mögen.<br />

Aber ich designe auch Feinmass-Anzüge, da<br />

sieht man nicht auf Anhieb, dass es Willi Spiess<br />

ist. Allerdings ist für mich auch der Aspekt der<br />

Verarbeitung wichtig, die muss bei mir <strong>im</strong>mer<br />

top sein. Das ist der Anspruch, den ich an meine<br />

Kleider habe.<br />

BRANKO: Schneiderst du deine Kreationen<br />

nicht selber?<br />

Willi: Ich mache den Entwurf und den Schnitt,<br />

danach geht es zu meinen verschiedenen<br />

Schneidern, je nach Material und Kleidungsstück.<br />

Für Anzüge habe ich einen der besten<br />

Herrenschneider, für Leder einen Spezialis-


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Nachgefragt<br />

Plaudert aus dem Nähkästchen: Willy Spiess © Stefan Büchi<br />

von den Modeschulen, für diese ist dieses Format<br />

sicher interessant, um auch mal ihre Ideen<br />

und Kreationen einem breiteren Publikum zu<br />

zeigen. Schade an diesen Plattformen ist nur,<br />

dass es eher wie ein Event oder eine Show daherkommt,<br />

und dass Leute den Link nicht schaffen,<br />

die Kleider dann auch zu kaufen. Das funktioniert<br />

hier in der Schweiz leider nicht so ganz.<br />

BRANKO: Aber bringen z. B die Fashion Days<br />

den Designern was, oder ist das nur ein Stelldich-ein<br />

der Schweizer Modefuzzis und der<br />

Moderedakteure? Hier feiert sich die Szene<br />

doch am liebsten selbst.<br />

Willi: Als Designer ist jede Möglichkeit, seine Arbeiten<br />

zu zeigen, gut. Feiern gehört auch dazu.<br />

BRANKO: Ich habe einen tollen Anzug in einem<br />

Modemagazin gesehen. Kann ich mit dem<br />

Bild zu dir kommen und du schneiderst mir<br />

diesen Anzug?<br />

Willi: (zögerlich) …Ja, das würde gehen, es kommt<br />

natürlich darauf an, wie er geschnitten ist, und<br />

überhaupt, ich kopiere ja nicht, es soll schon <strong>im</strong>mer<br />

noch meine Handschrift erkennbar sein.<br />

Als Idee, Anregung, why not, allerdings kann<br />

man dann auch zu einem gewöhnlichen Schneider<br />

gehen, ich achte mehr auf die Person und<br />

den Look, den sie trägt und ob es dann auch<br />

wirklich passt.<br />

BRANKO: Seit über 20 Jahren bist du in diesem<br />

Business tätig. Gib es noch Wünsche, die du<br />

dir gerne erfüllen möchtest, modetechnisch<br />

gesehen?<br />

Willi: Ich bin zufrieden mit mir und wie es läuft.<br />

Neben den Auftragsarbeiten arbeite ich auch<br />

für das Theater als Kostümbildner und bin für<br />

Galas und Show Events zuständig, wie z.B. gerade<br />

eben in Monte Carlo. Das fasziniert und reizt<br />

mich sehr, auch weil es nur begrenzt mit meiner<br />

Arbeit als Designer zu tun hat.<br />

BRANKO: Und welche Accessoires muss unsereins<br />

<strong>2013</strong> haben...<br />

Willi: Einen anständigen Gürtel<br />

BRANKO: ...und wo gibt es für Männer coole<br />

Gürtel?<br />

Willi: …Demnächst bei mir. Ich bin jetzt gerade<br />

mit einer Freundin an einem neuen Projekt.<br />

Wir versuchen, aus Aluminium verschiedene<br />

Tierköpfe zu giessen, die dann als<br />

Gürtelschnalle dienen.<br />

ten. Alles bis auf Basic-Masshemden wird in der<br />

Schweiz produziert.<br />

BRANKO: Swiss Made ist dir demnach sehr<br />

wichtig?<br />

Willi: Das ist so, ich möchte nicht in Asien produzieren.<br />

Gerade in Asien lassen oftmals die Qualität<br />

und die Arbeitsbedingungen zu wünschen<br />

übrig. Lieber etwas teurer produzieren, dafür<br />

mit einem nachhaltigen Wert.<br />

Ich setze bewusst auf Exklusivität – Qualität<br />

statt Quantität. Und Willi Spiess kriegt man<br />

auch nur bei Willi Spiess.<br />

BRANKO: Mitte der 90er-Jahre gab es einen Aufschwung<br />

in der Schweizer Mode szene. Es<br />

wurde die GWAND ins Leben gerufen, nach<br />

einem jähen Absturz folgte der Stella Award,<br />

Bolero Night u.s.w. Nach einer längeren<br />

Durststrecke wurde letztes Jahr die Mode Suisse<br />

von Yannick Aellen ins Leben gerufen<br />

und eben waren die Fashion Days. Wie beobachtest<br />

du diese Entwicklung?<br />

Willi: Naja, das ist doch gut so. Ich klinke mich da<br />

aber bewusst aus. Ich bin nicht mehr der Newcomer.<br />

Es kommen ja jedes Jahr neue Gesichter<br />

Willi Spiess<br />

Willi Spiess wurde in <strong>Winter</strong>thur geboren<br />

und ist aufgewachsen in Uerikon am Zürichsee.<br />

Nach der Matura absolvierte er ein Modestudium<br />

in Zürich. Verschiedene Stages.<br />

Kollektionen für Cashmere Queen Elisabeth<br />

Bossard. Seit 1992 kreiert er unter seinem eigenen<br />

Namen. Seit sechs Jahren an der Schipfe 53<br />

in Zürich. Mit seinem Partner Michael von der<br />

Heide lebt er seit 18 Jahren in Zürich.<br />

www.willispiess.ch<br />

59


MONTAG 31. DEZEMBER<br />

SWEET NEW YEAR<br />

MAD>LAUSANNE<br />

START 22:00<br />

KENNY CARPENTER>USA<br />

(Studio54 Legend, New York)<br />

TOM STEPHAN>UK<br />

(Black&Blue, Orange)<br />

ANTOINE909>UK<br />

(Circuit Festival)<br />

AJAXX>CH<br />

(Flexx, Angels)<br />

Die mit Abstand erfolgreichste<br />

und grösste Sylvester Gayparty<br />

auf 4 Etagen & 3 Dancefloors<br />

Ab 20:00 Sylvester-Menü <strong>im</strong><br />

Restaurant « Le Bedroom »<br />

Reservation erforderlich<br />

Tel: 078 736 05 02<br />

40.000 LED gigantische Bühne<br />

Mitternacht Opening-Show<br />

Sugar candy Drag-Queens<br />

Anonymous Creatures<br />

Sweet & sexy Gogo-Gods<br />

Wild & sticky Strippers<br />

Club MAD<br />

Rue de Genève 23<br />

LAUSANNE<br />

Info:021-340 69 69<br />

www.gay-party.net<br />

© photo: Aaron Cobbett


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Kolumne<br />

LONDON JAMES<br />

«Wir brauchen den Seitensprung!»<br />

London James macht sich<br />

zum Jahresende Gedanken<br />

über die Liebe. Oder auch darüber,<br />

ob ein Seitensprung<br />

wieder etwas Würze in eine<br />

Beziehung bringen kann. Besonders<br />

bei Schwulen....<br />

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten,<br />

um eine Beziehung zu führen. Es gibt die monogame,<br />

polygame oder eben die beliebteste unter<br />

den Schwulen: Den Seitensprung.<br />

Fremdgehen ist derzeit wieder in aller Munde.<br />

Besonders in der Klatschspalte. Weibliche Stars<br />

geraten dabei arg in die Schusslinie. Eine Welle<br />

der Entrüstung rauschte durch den Blätterwald,<br />

als Twilight-Ikone Kristen Stewart ihren Robert<br />

Pattinson vor Paparazzi-Kameras betrog (war ja<br />

auch irgendwie dämlich, so öffentlich...). Und<br />

Heidi Klum wird neuerdings von Amerikas Konservativen<br />

als Ehebrecherin dargestellt.<br />

Das Leben und Lieben ist eben ein grosses Exper<strong>im</strong>entierfeld.<br />

Auch dann, wenn wir nicht<br />

berühmt sind. Wir sind eifersüchtig, haben Verlustängste<br />

und rasten gerne mal aus, wenn wir<br />

unsere Liebsten mit einem Jüngling in unserem<br />

Liebesnest erwischen. Noch schl<strong>im</strong>mer kann es<br />

sein, vor den Augen anderer betrogen zu werden.<br />

Einige sind blind vor Liebe, sehen nicht<br />

(oder wollen es nicht sehen...), dass ihr Partner<br />

sich in fremden Betten he<strong>im</strong>ischer fühlt als<br />

zuhause.<br />

ABER: Fremdgehen ist oft ein Erfolgsrezept für<br />

eine lange anhaltende Beziehung. Für monogame<br />

Seelen werde ich bei diesen Worten für <strong>im</strong>mer<br />

<strong>im</strong> Fegefeuer brennen. Und für die nächsten<br />

Worte geht’s dann einen Stock tiefer (in die<br />

Hölle): Treue kann auch einsam und traurig<br />

machen.<br />

Natürlich gibt es sehr unterschiedliche Gründe<br />

für den schwulen Seitensprung. Das können<br />

Langeweile oder unerfüllte sexuelle Wünsche<br />

sein, die Sehnsucht nach Romantik oder Ekstase,<br />

aber auch krankhafte Selbstbestätigung. Wir<br />

haben doch alle die Erfahrung gemacht, dass<br />

die sexuellen Interessen sich kaum für längere<br />

Zeit ausschliesslich auf ein und denselben Menschen<br />

fixieren lassen – oder?<br />

Jeder ist frei, mit anderen zu schlafen, vorausgesetzt,<br />

man belügt den Partner nicht und achtet<br />

be<strong>im</strong> auswärtigen Sex auf die Ansteckungsgefahr<br />

mit sexuell übertragbaren Krankheiten.<br />

Wer «offen» fremd geht, kann jedoch etwas für<br />

sich, seine Persönlichkeitsentwicklung und<br />

seine Partnerschaft tun. Wer die dazugehörigen<br />

Gefühle wie Freude, Nähe, Lust und Leidenschaft,<br />

aber auch Eifersucht, Verlustangst<br />

und Trauer zulässt und sich mit dem Partner<br />

austauscht, lebt besser und zufriedener und<br />

entwickelt darüber hinaus eine Int<strong>im</strong>ität und<br />

Streitkultur, die später über ernsthafte Krisen<br />

hinweghelfen kann.<br />

Nicht zu vergessen: Dem einen oder anderen<br />

Paar bringt ein Seitensprung auch einen neuen<br />

sexuellen Kick. Liebe und Sex trennen zu können,<br />

ist dabei der kleinste gemeinsame Nenner<br />

schwuler Beziehungsmodelle.<br />

Einige bauen quasi auf dem «Seitensprung» auf,<br />

müssen jedoch dabei nicht stehenbleiben. Die<br />

Fähigkeit, seine Wünsche und Bedürfnisse<br />

in die eigene Beziehung «einzubauen», ist anspruchsvoll<br />

– aber machbar. Eine leidenschaftliche<br />

Affäre kann dafür der lustvolle Anfang sein.<br />

So, das waren sozusagen meine «Worte» zum<br />

Jahresende. Ich wünsche den Lesern eine (be)<br />

sinnliche Weihnachtszeit und ein frohes <strong>2013</strong>!<br />

London James © Stefan Büchi<br />

61


Gesundheit CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Pia<br />

Schinken <strong>im</strong> Teig<br />

oder doch Fondue<br />

Chinoise?<br />

Ich möchte WIRKLICH nicht, dass hier einer den<br />

Christstollen anschneidet oder den Grittibänz<br />

buttert, bevor wir eine anständige Jahresbilanz<br />

realisiert haben, verstanden?!!<br />

Es ist wieder so weit. Auf dem Weg zum Tram<br />

friert dir zum ersten Mal die Kopfhaut ein und<br />

sobald du festgestellt hast, dass du keine Papiertaschentücher<br />

dabei hast, fängt die Nase zuverlässig<br />

an zu laufen. Man kann aus Gründen der<br />

Gesellschaftsfähigkeit nicht mehr als 2x pro<br />

Tramfahrt den Rotz geräuschvoll hochziehen,<br />

weshalb die Zeit dazwischen ein peinigender<br />

Wechsel zwischen Luftanhalten und Kopf unauffällig<br />

in den Nacken legen ist. Ein <strong>im</strong>mer<br />

gleiches, obermühsames Martyrium, bei welchem<br />

ich schon einige Male verdammt nahe<br />

an der Ohnmacht war, zumal wenn man weiss,<br />

dass meine Nase kein Fingerhut ist. Dabei könnte<br />

man natürlich problemlos in eine Seite dieser<br />

Gratiszeitungen rotzen und sie so sinnvoll rezyklieren.<br />

– Allein mir fehlte bisher der Mut für<br />

eine solche Pionier-Tat.<br />

Es ist wieder so weit. Das Kerzli brennt, die<br />

Heilsarmee singt. Zeit der Besinnung: Was machen<br />

wir dieses Jahr? Einen Schinken <strong>im</strong> Mailänderliteig<br />

oder doch wieder das Fondue Chinoise<br />

mit 300 verschiedenen Saucen?<br />

Dabei wäre Gelassenheit jetzt die allerbeste<br />

Strategie. Ein kurzes Innehalten und Zurückschauen<br />

gehört zum Dezember wie das Magenbrennen<br />

zur Speckpflaume. Zwischen all dem<br />

vorweihnachtlichen Gehetze darf man sich endlich<br />

den Luxus gönnen, das vergangene Jahr zu<br />

rekapitulieren und sich dabei nochmals in aller<br />

Ruhe an Schönes und Grauenhaftes zu erinnern.<br />

Und wenn auf der Soll-Seite eine Differenz erscheint,<br />

dann ist jetzt in jeder Hinsicht der perfekte<br />

Moment, um die Jahresziele für <strong>2013</strong> zu<br />

definieren. VORSÄTZE!!<br />

Wenn der Kater mühsamer ist, als der Rausch<br />

gut war, wenn die Depro nach dem Ecstasy oder<br />

nach dem Coci tiefer ist, als der Flug davor hoch<br />

war, dann wär’s unter Umständen eine irrsinnig<br />

gute Idee, das neue Jahr mit einem Kuss zu<br />

beginnen. Queer-KISS ist ein Kurs für schwule<br />

Männer, die selber best<strong>im</strong>men wollen, wann<br />

und wie sie Drogen konsumieren.<br />

Drogen – ob illegale oder legale – sind in der<br />

Schwulen-Szene allgegenwärtig. Ob in Bars,<br />

Saunas, auf Sexparties oder in Diskotheken –<br />

Alkohol gibt es überall. Drogen sind in vielen<br />

Situationen und für einige Männer selbstverständlicher<br />

Bestandteil einer gelungen Party,<br />

eines entspannten Abends oder eines geilen<br />

Sex Dates. Ob Poppers auf dem Nachttisch, die<br />

Ecstasy-Pille an der Party, Speed, Kokain, GHB<br />

oder Chrystal be<strong>im</strong> Sex oder Alkohol <strong>im</strong> Ausgang.<br />

Einige haben mit dem Konsum keine Probleme,<br />

bei anderen kann der Konsum zu schweren<br />

sozialen, psychischen, körperlichen oder<br />

finanziellen Schwierigkeiten führen.<br />

Queer-KISS besteht aus einem Vorgespräch und<br />

acht Kursabenden und bietet dir die Möglichkeit,<br />

deinen Konsum zu überdenken – ihn zu<br />

halten – oder gar zu reduzieren. Du setzt dir deine<br />

Ziele selbst. Das detaillierte Programm des<br />

Kurses findest du auf www.checkpoint-zh.ch.<br />

Er fängt Mitte Januar an und kann über die<br />

Krankenkasse abgerechnet werden.<br />

Oder lieber wieder mal mit dem Rauchen auf hören?<br />

Queer Quit verzehnfacht die Wahrscheinlichkeit<br />

eines erfolgreichen Rauchstopps. Nicht<br />

nur sieht deine Haut danach besser aus – du<br />

lernst ausserdem gratis ein paar nette Junx kennen,<br />

deren Haut sich nach dem Kurs auch besser<br />

anfühlt. Wer braucht da noch einen Schinken<br />

<strong>im</strong> Chräbeliteig? Anmelden jetzt unter<br />

www.checkpoint-zh.ch!<br />

Man möge mir an dieser Stelle bitte Weisheiten<br />

ersparen wie: «Vorsätze sind eh für die Füchse!»<br />

Diese Defizit-Orientierung geht mir so auf<br />

den Sack. Das ist, wie wenn man keine Blumen<br />

kauft, weil sie dann verwelken. Vorsätze zu machen,<br />

ist gut. Und zwar <strong>im</strong>mer.<br />

Was soll falsch daran sein, sich vorzunehmen,<br />

etwas in Zukunft anders zu machen? Was ist<br />

besser daran, sich nichts vorzunehmen, nur<br />

weil man allenfalls scheitern könnte? Allen Vorsatz-Bashern<br />

sage ich: «fuck-you-so-very-much!»<br />

und alle anderen lade ich ein, das neue Jahr mit<br />

Zielen, Energie und Vorfreude zu begrüssen.<br />

In diesem Sinne ein frohes Fest und einen guten<br />

Rutsch ins <strong>2013</strong> – wir sehen uns drüben.<br />

Eure Pia<br />

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62<br />

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CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Gesundheit<br />

Unsaubere Spritze<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich war kürzlich in Tunesien und musste dort zum Hotelarzt, der mir eine<br />

Spritze gab. Ich sah zwar, dass er etwas ausgepackt hat, konnte aber nicht genau<br />

erkennen, ob Nadel und Spritze neu waren. Ich sah kein offensichtlich<br />

erkennbar fremdes Blut. Als er mit der Spritze und der Nadel das Antibiotika<br />

– oder was es war – aufgezogen hat, konnte ich auch kein offensichtlich<br />

fremdes Blut erkennen. Ich bitte sie um Hilfe, da ich mir nicht 3 Monate lang<br />

Sorgen machen möchte, ob ich mich infiziert habe, bis ich den Test machen<br />

kann. Wäre aus Ihrer Sicht in dem Fall eine Infektion mit HIV oder Hepatitis<br />

C überhaupt möglich oder nicht? Vielen Dank für die Beantwortung.<br />

Valentin, 32 Jahre<br />

Hallo Valentin<br />

Ich kann nicht beurteilen, ob und wie die Hygienevorschriften vom<br />

Hotelarzt in Tunesien eingehalten wurden. Wenn die Spritze neu war, bestand<br />

kein Risiko. Sollte sie aber bereits benutzt worden sein, wäre eine Infektion<br />

mit HIV oder Hepatitis C möglich. Du solltest dich aber nicht verrückt<br />

machen. Aus welchem Grund hätte der Arzt keine neue Spritze nehmen sollen?<br />

Dies gehört zu den absoluten Hygiene-Basics, die sehr einfach einzuhalten<br />

sind. Es sei denn, der Arzt wollte dich vorsätzlich Infizieren. Hältst du das<br />

für wahrscheinlich? Ich denke nicht, dass du dir allzu grosse Sorgen machen<br />

musst. Absolute Sicherheit kann dir aber nur ein Test nach 3 Monaten geben.<br />

Alles Gute, Dr Gay<br />

Lusttropfen<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich habe am Samstag einen Mann getroffen, den ich <strong>im</strong> Internet kennengelernt<br />

habe. Wir haben uns sehr intensiv geküsst und vor allem unsere<br />

Körper berührt und zusammengepresst. Danach habe ich seinen Penis<br />

in den Mund genommen. Jetzt meine Frage: Ich glaube, seine Eichel war<br />

noch ziemlich trocken, später aber etwas feucht. Dann spürte ich <strong>im</strong><br />

Mund ein wenig salzartige Flüssigkeit, allerdings wirklich nur wenig.<br />

Abgespritzt hat er nicht in meinem Mund. Analverkehr hatten wir keinen.<br />

Ich bin unsicher, ob es möglich ist, dass ich mich so mit HIV infiziert<br />

habe. Danke für deine Antwort.<br />

Giuseppe, 19 Jahre<br />

Hallo Giuseppe<br />

Bei der Flüssigkeit handelte es sich wahrscheinlich um den Lusttropfen.<br />

Eine HIV-Infektion be<strong>im</strong> Oralverkehr durch den Lusttropfen ist bei gesunder<br />

Mundschle<strong>im</strong>haut nicht möglich. Im Lusttropfen einer HIV-positiven<br />

Person befinden sich zwar HI-Viren, die Menge der Viren ist aber so<br />

gering, dass es nicht zu einer Ansteckung kommen kann, egal, wie viele<br />

Lusttropfen fliessen. Wenn allerdings offene Wunden oder Entzündungen<br />

(z.B. durch eine sexuell übertragbare Infektion) <strong>im</strong> Mund vorhanden sind,<br />

kann dies das Risiko einer HIV-Übertragung erhöhen. An diesen Stellen<br />

hat es das HI-Virus leichter, in den Körper einzudringen.<br />

Alles Gute!<br />

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Symptome<br />

Hämorrhoiden<br />

Jetzt pflanzlich<br />

behandeln<br />

www.hemoclin.ch<br />

Biomed AG, Überlandstrasse 199, 8600 Dübendorf<br />

Zur Vorbeugung und Behandlung von Hämorrhoidalleiden.<br />

In Apotheken und Drogerien.<br />

63


Agenda CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Grosse Auswahl an Partnerringen.<br />

Wir beraten Sie gerne.<br />

www.twogether.com<br />

SA 01. Dez.<br />

Basel<br />

19.00 Ein Abend zum Weltaidstag: mit<br />

Georgette Dee & Terry Truck und ihrem<br />

Programm «Guten Abend, wir sinken.<br />

Darf ich mich setzen?» - Schöne Lieder,<br />

Gesang & Flügel. 19h Apéro und Benefiz-<br />

Suppe. Konzert 20h. Nach dem Konzert<br />

DJs Angelo & Retrogressive. Im Schauspielhaus<br />

Basel, Steinentorstrasse 7.<br />

Infos & Tickets www.theater-basel.ch<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-<br />

Strasse 91. Lange Nacht. Oriental Night<br />

Thurgau<br />

19.30 HOT: Spezialanlass <strong>im</strong> HOT,<br />

Wilerstrasse 5, 9545 Wängi Racletteplausch.<br />

Ab 18h Apéro mit Glühwein. Essen ab 19h.<br />

Fr. 25.–, Nichtmitglieder Fr. 30.–.<br />

Anmeldung bei anmeldung@hot-tg.ch<br />

oder 077 401 31 76, Roger<br />

Zürich<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h. Aktion «Dein<br />

T&M – Alles muss weg!» Es werden gleich<br />

5 Wertmarken be<strong>im</strong> Kauf des Eintrittes<br />

abgegeben. Im AAAH! findet die Celestial<br />

Party statt. DJs Thomi B. & Surprise Guest<br />

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-<br />

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!<br />

Marktgasse 14. DJ Infos www.facebook.<br />

com/goldenesschwert Familienausflug von<br />

Family Affair. DJs Willi P & Jesse Jay<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />

Cum, cruise & enjoy<br />

22.00 Boyahkasha!: Fortuna la Grace Mainfloor:<br />

DJs Josè Parra, Loyce & Zör Gollin. 2nd<br />

Floor: DJs Ptites Boules & Déesse. Station<br />

Club, Bahnhof Enge, Gutenbergstrasse 1.<br />

Infos www.boyahkasha.ch<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Gangbang<br />

SO 02. Dez.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Superhomo<br />

– Oldschool Electro, Pop, Rock<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève<br />

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday<br />

DJ David Armada<br />

Zürich<br />

19.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für<br />

Frauen. Ab 19h Standard, ab 21h<br />

DJ Madame Léa (Deluxe-Pop), ab 23h<br />

DJ Heldin <strong>im</strong> Chaos (Elektrotrash)<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 03. Dez.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 04. Dez.<br />

Zürich<br />

18.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

Glühwein mit Santa.<br />

Genaue Infos www.zundh.uzh.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 05. Dez.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Naked (Mask) Party.<br />

Masken können für Fr. 5.– gemietet werden<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

DJ Alex Brand playing oldschool techno<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 06. Dez.<br />

<strong>Winter</strong>thur<br />

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8<br />

Zürich<br />

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle<br />

Männer und Frauen 19h Treff <strong>im</strong> Café Rathaus,<br />

L<strong>im</strong>matquai 61 zum Apéro, dann ab<br />

20.15h <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten<br />

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität<br />

und Polyamory<br />

19.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.<br />

Cruise+explore Santa Claus Cruising<br />

19.00 Samichlaus meets Schlager: Feine<br />

Grittibänze, Lebkuchenherzen und die<br />

Gastgeberin Petra. Pigalle, Marktgasse 14<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. Mega Nackt-Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 07. Dez.<br />

St. Gallen<br />

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. HIV- und Syphilis-Test<br />

20.00 SuperGay Bar: Linsebühlstr. 56.<br />

Zürich<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Bad boyz Friday<br />

22.00 Lollipop Party Auf 4 Ebenen: Lollipop<br />

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,<br />

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:<br />

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:<br />

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden<br />

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,<br />

L<strong>im</strong>matstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode sportsLAB. Sportsgear only<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

SA 08. Dez.<br />

Basel<br />

23.00 QueerPlanet Party: The hot house &<br />

electro house party for gays, lesbians and<br />

friends. DJs Taylor Cruz & Tonträger.<br />

Im Singerhaus, Marktplatz 34.<br />

Infos www.queerplanet.ch<br />

<strong>Winter</strong>thur<br />

17.00 WilSCH: <strong>Winter</strong>thurer Lesben und Schwule<br />

We are family! Essen, Geniesserabend für<br />

die LesBiSchwule Community <strong>im</strong> Lokal<br />

Badgasse 8 Festliches Buffet präsentiert von<br />

Roger & Nico. Anmeldung bis 6.12. unter<br />

www.badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.<br />

DJ Maja-Tjane - Best mix of hits & DJ Miles<br />

– Funkybeats. Marquee Club, Weinbergstrasse<br />

68 Infos www.party4lesandgay.ch<br />

21.30 AAAH! und T&M Club:<br />

Marktgasse 14. 2 Dancefloors. Live DJs. Im<br />

AAAH! men only. Infos auf www.facebook.<br />

com/tundm.club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

21.30 Club Goldenes Schwert:<br />

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M<br />

und AAAH! Marktgasse 14. DJ<br />

Infos www.facebook.com/goldenesschwert<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

70er & 80er Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter<br />

Dresscode-Anlass X-treme Leather & Rubber<br />

23.00 Jack Party: The Passionate Issue. DJs Lenoardo<br />

Glovibes, Gloria Viagra & Juiceppe.<br />

Im Festsaal (Kaufleuten), Pelikanplatz.<br />

Infos www.jackcompany.com<br />

SO 09. Dez.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ JuneTunes<br />

Ganze Schweiz<br />

09.15 Les lacets roses: Von Schloss zu Schloss. Wanderung<br />

von Köniz über Ulmiz und Lisiberg.<br />

Treffpunkt um 09.15h Bahnhof Köniz. Essen in<br />

Restaurant. Infos bei Rudi 079 291 78 33<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève<br />

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday<br />

DJ Mario Roque<br />

Zürich<br />

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance<br />

Treff für tanzbegeisterte Lesben und<br />

Schwule zu Standard- und lateinamerikanischen<br />

Tänzen oder einfach zum<br />

64


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

plaudern. Club Silbando (Swisscom<br />

Gebäude), Förrlibuckstr. 62<br />

14.00 Männerzone: Weihnachtseinkäufe <strong>im</strong><br />

Shop. Kaffee und Kuchen <strong>im</strong> Café Aron<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 10. Dez.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 11. Dez.<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. »Mixed Kebab», Belgien/<br />

Türkei <strong>2012</strong>, Digital 98 Min. OV Flämisch,<br />

Französisch, Türkisch. UT d. Bar ab 20h,<br />

Film um 20.30h.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 12. Dez.<br />

<strong>Winter</strong>thur<br />

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bukkake Mask Party Maskenpflicht,<br />

Maske kann gemietet werden<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 Truth. DJ Toast-Terry<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 13. Dez.<br />

Zürich<br />

19.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

GV & anschliessendes Nachtessen <strong>im</strong> HAZ-<br />

Centro, Sihlquai 67<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 14. Dez.<br />

Basel<br />

19.30 We will rock you: Original-Musical von<br />

Queen & Ben Elton kommt zurück in die<br />

Schweiz. Vom 14.12.<strong>2012</strong> bis 24.3.<strong>2013</strong><br />

<strong>im</strong> Musical Theater Basel. Aufführungen:<br />

Dienstag 19.30h, Mittwoch 18.30h, Donnerstag<br />

und Freitag 19.30h, Samstag, sowie<br />

31.12. 14.30h und 19.30h, Sonntag 14.30h.<br />

(ohne 2.1. und 28.1. bis 11.2.).<br />

Tickets www.ticketcorner.ch & Vorverkaufsstellen.<br />

Infos www.wewillrockyou.ch<br />

St. Gallen<br />

23.30 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. u30 trifft sich<br />

Zürich<br />

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot<br />

präsentiert von Franz<br />

20.00 gay: my way: Schwule Männer <strong>im</strong> Comingout<br />

Treff <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67.<br />

Coming-out Gespräche in Kleingruppen<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13,<br />

Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>mited<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

22.30 Paradise Garage: Für Adam und Adam<br />

sowie Eva und Eva – oder beides. Main DJs<br />

Gabriele Carasco & Peeza sowie DJs Juiceppe,<br />

Angel O & Ajaxx. Supermarket, Geroldstrasse<br />

5. Infos www.housefashion.ch<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Full fetish<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

Sportswear & Sneakers<br />

SA 15. Dez.<br />

Basel<br />

22.00 Pokerface: LesBiSchwule Party mit DJs Peeza<br />

& Mary. Welcomedrink und kostenloser<br />

Eintritt ins Spielcasino & Fr. 5.– Tito-Spielgutschein.<br />

The Flower by Grand Casino<br />

Basel, Flughafenstrasse 225.<br />

Infos www.housefashion.ch<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht. M. Jackson<br />

Zürich<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

21.30 Club: Goldenes Schwert der Hotel-Pop-<br />

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!<br />

Marktgasse 14.<br />

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss!<br />

Sports & Sneaks<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Freistoss! Sports & Sneaks only<br />

23.00 Offstream: The alternative Gay Party<br />

Indierock, Electro, Dancepop etc. mit dem<br />

Offstream DJ Kollektiv. Im Abart, Manessestrasse<br />

170. Fr. 10.-. Bus 33, Tram 13 bis<br />

Sihlcity Nord. Nachtbus & Zug.<br />

Infos www.offstream.ch. Die letzte Gelegenheit<br />

eine Offstream-Party <strong>im</strong> Abart zu<br />

erleben, der Club schliesst Ende Jahr!<br />

SO 16. Dez.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ D! - 7» inch<br />

Single Party. Danach Weihnachtspause.<br />

Party wieder ab 13.1.<strong>2013</strong><br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève<br />

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday<br />

DJ Gaetan Leroy<br />

Zürich<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 70er & 80er Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 17. Dez.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

Agenda<br />

DI 18. Dez.<br />

Aarau<br />

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff Guetzle.<br />

Details erfolgen nach Anmeldung bis 4.12.<br />

bei bvonarx@gmx.ch<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. »El sexo de Los Angeles»,<br />

Spanien 2011, Digital 90 Min, OV Spanisch,<br />

UT d. Bar ab 20h, Film um 20.30h.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

Weihnachtsfilm, Uni Zentrum, Karl-Schmid-Strasse<br />

4, KO2 D54.<br />

Genaue Infos www.zundh.uzh.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 19. Dez.<br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJs<br />

Steve & Tobi. Indie Fizz, Rape Gaze, Chill<br />

Wave, Ghost Drone<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 20. Dez.<br />

Zürich<br />

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,<br />

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.<br />

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für<br />

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist<br />

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.<br />

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas<br />

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in<br />

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum<br />

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.<br />

Info www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,<br />

fischer.b1@bluewin.ch<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

70er & 80er Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 21. Dez.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Grosser Stutenmarkt mit Nachtsauna<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h Jingle Bells.<br />

Rosarote Weihnachten. DJs Marc S,<br />

Mad House, Loyce, Q-Bass, Groovemaster<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13,<br />

Schlieren Cum, cruise & enjoy<br />

22.00 Lollipop Party: Weihnachtsparty mit Konzert<br />

von Jürgen Drews (Ein Bett <strong>im</strong> Kornfeld<br />

etc.). Show um 23.30h. Danach Party auf 4<br />

Ebenen. Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits,<br />

Mallorca, Klassiker & Canzoni mit DJs<br />

Rolly & Wollana; Wannabe Floor: 80er/90er<br />

Party Hits mit DJs Adrinardi & T<strong>im</strong>on;<br />

Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler<br />

und Hitparaden Knaller mit DJ<br />

Schneekönig, Badi & Freunde. Plus Karaoke<br />

Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr. 118. Vorverkauf<br />

Fr. 33.–, Abendkasse Fr. 35.–. Nur Party ab<br />

00.30h Fr. 20.–. Infos www.lollipopparty.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club DJs Nick<br />

Harvey, +1, Upspace, Garçon Sauvage, Ajaxx<br />

65


Agenda CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Friday naked<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

23.00 City Boy feiert Weihnachten: Gay & geil.<br />

DJs Gleichschritt, svenskj&talib. Revier<br />

Club, Hohlstrasse 18. Fr. 10.–<br />

SA 22. Dez.<br />

Zürich<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-<br />

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!<br />

Marktgasse 14.<br />

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Erection. Full fetish<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

SO 23. Dez.<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

Rue de Genève 23. Zapoff Gallery. Friendly<br />

Gay Sunday DJ dK miKe<br />

Zürich<br />

14.00 Männerzone:<br />

Weihnachtseinkäufe <strong>im</strong> Shop. Glühweinund<br />

Guetsli-Bar <strong>im</strong> Garten des Café Aron<br />

17.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.<br />

i-cruise@sunday. Fr. 8.– & Mindestkonsumation<br />

Fr. 5.– Cruise before X-mas<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Weihnachtsparty<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 24. Dez.<br />

Zürich<br />

22.00 X-Mas Party: presented by Palace & Purplemoon<br />

DJs Pink Lady Deejay, Ambient P. &<br />

Double G. Fr. 10.–, bei Voranmeldung über<br />

www.purplemoon.ch/party oder<br />

info@swisslesbians.ch Gratiseintritt.<br />

Alte Kaserne, Zeughaus 5, Kanonengasse 16<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 25. Dez.<br />

Basel<br />

22.00 23. Tuntenball: präsentiert von<br />

Frl. Rottenmeier. Show mit Rosa Famosa,<br />

Franziska-Beatrix, Leisa Kr<strong>im</strong>inelli u.a.<br />

DJs High Heels on Speed & Hell Hede.<br />

Dresscode: Mann als Frau, Frau als Mann!<br />

Im Hirscheneck, Lindenberg 23<br />

Thurgau<br />

19.00 G o !:GayOstschweiz! Weihnachten <strong>im</strong> GO!<br />

Lokal, Frauenfelderstr. 100, Matzingen.<br />

5-Gang Menu. Alle Teilnehmer wichteln<br />

zwischen Fr. 15.– und Fr. 20.–. Die mitgebrachten<br />

Präsente werden nach dem Essen<br />

ausgelost. Essen: Mitglieder Fr. 39.–, Gäste<br />

Fr. 44.–. Reservationen bis 23.12. unter<br />

anmeldung@go-club.ch oder 052 366 00 17<br />

19.30 HOT: Treff mit Nachtessen <strong>im</strong> HOT, Wilerstrasse<br />

5, 9545 Wängi TG (hinter Bahnhof).<br />

Anmeldung für Nachtessen & Infos bei<br />

anmeldung@hot-tg.ch,<br />

Tel. 077 401 31 76 (Roger) Heute geschlossen.<br />

Frohe Weihnachten.<br />

Zürich<br />

22.00 <strong>Winter</strong> Wonderworld:<br />

Mainfloor: DJs Dikky Vendetta, Alan Joe &<br />

Ajaxx. Liveperformance von Trisha.<br />

Profitänzer Jasmin, Guisi und D<strong>im</strong>i von Sup<br />

Mission. Popfloor: DJ Wollana. Afterparty<br />

<strong>im</strong> Bagatelle93, Langstr. 93. Club X-Tra, L<strong>im</strong>matstrasse<br />

118. Infos www.flexx-party.ch &<br />

www.selectionparty.ch. Fr. 35.–, Afterhour<br />

Fr. 15.–, Tickets bei Cranberry, Männerzone,<br />

Kink, Daniel H. oder Ticketcorner<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance,<br />

Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 26. Dez.<br />

Thurgau<br />

18.00 Abendessen am Stephanstag: von HOT,<br />

WILSCH & Queerdom <strong>im</strong> HOT-Lokal, Wilerstrasse<br />

5, 9545 Wängi. Mehrgängiges Menu<br />

inklusive Dessert. Mitglieder Fr. 30.– / Gäste<br />

Fr. 35.–. Anmeldung bis 20.12.<br />

über info@badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

05.00 <strong>Winter</strong> Wonderworld:<br />

Afterparty DJane Artemiss & DJ Vasco.<br />

Bagatelle93, Langstr. 93.<br />

Infos www.flexx-party.ch &<br />

www.selectionparty.ch. Fr. 15.-<br />

15.00 HAz Outdoor: Weihnachts-Abendwanderung<br />

in der Albisregion mit anschlies-<br />

Anzeige<br />

66


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Agenda<br />

sendem Nachtessen. Genaue Infos und<br />

Anmeldung www.haz.ch/outdooraktuell<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Deluxe Sauna Woche bis 30.12. mit<br />

täglicher Table Dance Show. Deluxe Pass<br />

(Wochenticket) nur Fr. 65.–<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

DJ Lässig aka Wollana – 80ies & wild TNT<br />

mix. DJ Dommy Dean – Miami & Ibiza<br />

Techno Tunes<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 27. Dez.<br />

Bern<br />

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42. Elektronischer<br />

Musikabend mit DJ ELfERich<br />

Zürich<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 28. Dez.<br />

St. Gallen<br />

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends<br />

Zürich<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13,<br />

Schlieren Cum, cruise & enjoy<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Underwear, Jocks, naked<br />

SA 29. Dez.<br />

Zürich<br />

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes<br />

Schwert: Marktgasse 14.<br />

Feiertage = Feiernächte.<br />

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

22.00 Männerzone: Kernstr. 57. Hier treffen sich<br />

Männer und Kerle! Danach Shop und Bar<br />

Betriebsferien bis 7.1.<strong>2013</strong><br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Schweinebucht, Full fetish (Yellow)<br />

23.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 70er & 80er Party<br />

SO 30. Dez.<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

Rue de Genève 23. Zapoff Gallery. Friendly<br />

Gay Sunday LuLuxpo<br />

Zürich<br />

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes<br />

Schwert:<br />

Marktgasse 14. Feiertage = Feiernächte.<br />

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

MO 31. Dez.<br />

Basel<br />

22.30 Cosmic Bang: The Queer New Years Eve<br />

DJs Mary & Taylor Cruz. Cosmic Dancers.<br />

Volkshaus Basel, Rebgasse 12. Fr. 25.– inkl.<br />

Silvestershot. Vorverkauf: Fotopresto, Rebgasse<br />

13 & www.ticketcorner.ch.<br />

Infos www.twilo.ch<br />

Thurgau<br />

19.30 G o !:GayOstschweiz! Silversterparty <strong>im</strong><br />

GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, Matzingen.<br />

Dia-Show der GO!-Veranstaltungen,<br />

Fondue Chinoise inkl. Vorspeise und<br />

Dessert, Mitternachtscüpli und Überraschung<br />

um Mitternacht. Mitglieder Fr. 33.–,<br />

Gäste Fr. 38.–. Anmeldung bis 29.12. unter<br />

anmeldung@go-club.ch oder 052 366 00 17<br />

Zürich<br />

19.00 New Years Eve@Schloss Sihlberg:<br />

Sihlberg 10. Ab 19h 1920ies inspired French<br />

Moroccan Fusion Dinner by Jovan Schneider.<br />

Ab 22.30h Party auf 2 Dancefloors.<br />

Mainhall Electro Swing Floor: Swingotopia<br />

DJ Gang from Tel Aviv. Helden Lounge.<br />

Downstair Club Aera: Deep/Tech House<br />

Floor. DJs Strewson from Barcelona, Mental<br />

X & Zwillingmann. Diverse Tickets: 5-Gang<br />

Dinner mit Sitzplatz an weissgedeckter<br />

Tafel inkl. Apéro Riche, Welcome Drink &<br />

Cüpli um Mitternacht sowie Mineralwasser<br />

Fr. 198.– (Sponsoren Fr. 300.–). Dasselbe<br />

als Flying-Dinner ohne Sitzplatz Fr. 118.–.<br />

Nur Party ab 22.30h Fr. 58.–. Alle Infos und<br />

Tickets unter www.theferdinands.ch<br />

Anzeige<br />

67


Agenda CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

21.30 The biggest Gay new Year Party<br />

ever: Ein Haus – 3 Clubs: T&M, AAAH! &<br />

Goldenes Schwert. 3 Dancefloors. Cruising<br />

Floor, Chill Out Area. Mitternachtsgarten<br />

mit Feuerzauber & Konfettiregen. T&M: DJs<br />

Groovemaster & Loyce. AAAH!: DJs Q-Bass &<br />

Upspace. Goldenes Schwert: DJ Madhouse.<br />

Welcome Drink von 21.30h - 22.30h.<br />

Gratis Gulaschsuppe, Pizza und Snacks ab<br />

02h. Vorverkauf <strong>im</strong> T&M und Pigalle<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistrasse 13, Schlieren. Silvesterfick<br />

22.00 lollipop Party: zum Silvester <strong>im</strong> Uto Kulm<br />

auf dem Uetliberg. Essen, feiern, Party.<br />

Mitternachtsfeuerwerk. Zwei Dancefloors.<br />

DJs Rolly & Wollana und DJ Adrinardi.<br />

Alle Infos auf www.lollipopparty.ch<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. Full fetish & Sportswear<br />

DI 01. Januar<br />

Zürich<br />

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes<br />

Schwert: Marktgasse 14.<br />

Feiertage = Feiernächte.<br />

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstrasse 29. Neujahrsparty<br />

MI 02. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Naked (Mask) Party.<br />

Masken können für Fr. 5.– gemietet werden<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

Showact Jony J. M. & DJ Chris<br />

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes<br />

Schwert: Marktgasse 14.<br />

Feiertage = Feiernächte.<br />

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

Underwear (obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

DO 03. Januar<br />

<strong>Winter</strong>thur<br />

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends<br />

Treff <strong>im</strong> Lokal Badgasse 8<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Mega Sklavenmarkt<br />

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle<br />

Männer und Frauen 19h Treff <strong>im</strong> Café Rathaus,<br />

L<strong>im</strong>matquai 61 zum Apéro, dann ab<br />

20.15h <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten<br />

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität<br />

und Polyamory<br />

Anzeige<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. Mega Nackt-Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 04. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Grosser Stutenmarkt<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren<br />

Bad boyz Friday<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode sportsLAB. Sportsgear only!<br />

SA 05. Januar<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht.<br />

DJ Elkaphone<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Jocks Party<br />

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-<br />

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!<br />

Marktgasse 14. DJ Infos www.facebook.com/<br />

goldenesschwert<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Ultraleather – Leather only<br />

23.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 70er & 80er Party<br />

SO 06. Januar<br />

Arosa<br />

13.00 Arosa Gay Skiweek: vom 6. bis 13. Januar<br />

<strong>2013</strong>. Skifahren & Snowboarden, Sport,<br />

Relaxen, Fun, Party, klassisches Konzert,<br />

gutes Essen, Sauna etc. erwarten dich auch<br />

dieses Jahr. Welcome Cocktailparty mit<br />

Josey Greenwell live on Stage (Schwuler<br />

Countrysinger Superstar aus den USA). Alle<br />

Infos und Anmeldung www.gayskiweek.ch<br />

Zürich<br />

17.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. i-cruise@<br />

sunday. Fr. 8.- & Mindestkonsumation<br />

Fr. 5.– Cruise@3-Kings-Day<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Old & Young<br />

19.00 Tanzleila@exil Party:<br />

von Frauen für Frauen<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 07. Januar<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,<br />

Gratiseintritt<br />

DI 08. Januar<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &<br />

Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 09. Januar<br />

<strong>Winter</strong>thur<br />

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Bukkake Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJane<br />

Ena Lind (previously known as DJ Metzgerei)<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 10. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Xtra Jerk Off<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 11. Januar<br />

St. Gallen<br />

23.30 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. u30 trifft sich<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. GangBang, Stutenmarkt<br />

19.30 HAz-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot<br />

Dr. med. dent.<br />

Martin Lehner<br />

L<strong>im</strong>mattalstrasse 25<br />

8049 Zürich<br />

044 342 19 30<br />

Ästhetische Zahnmedizin - Bleaching - Composite-Füllungen - Dentalhygiene - Implantate<br />

Inlays - Knirscherschienen - Kronen/Brücken - Prothesen - Veneers - Versiegelungen<br />

Weisheitszahnentfernungen - Wurzelbehandlungen - Zahnschmuck - Zahnsteinentfernung<br />

www.zahnaerztehoengg.ch<br />

68


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Agenda<br />

20.00 gay: my way: Schwule Männer <strong>im</strong><br />

Coming-out Treff <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67.<br />

Coming-out Gespräche in Kleingruppen<br />

20.00 l M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub<br />

Stamm <strong>im</strong> Restaurant Moléson,<br />

Grüngasse 7, 8004 Zürich<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising4men<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

Sportwear & Sneakers<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Woof! Bears & Friends<br />

SA 12. Januar<br />

Basel<br />

23.00 QueerPlanet Party: The hot house &<br />

electro house party for gays, lesbians and<br />

friends. DJs Taylor Cruz & Miss Delicious<br />

(Köln). Im Singerhaus, Marktplatz 34. Infos<br />

www.queerplanet.ch<br />

Biel/Bienne<br />

22.30 Sitges Summer Night: Gay, Lesbian &<br />

Friends Party presented by Fiore Galati.<br />

DJ Mr. Chi from Barcelona & Sitges. An<strong>im</strong>ation<br />

by Tekemaya from Roma. Duo Club,<br />

Zentralstrasse 54. Fr. 20.–. Vorverkauf bei<br />

Cromwell Clothes, Rue due Marche-Neuf 14.<br />

Infos www.2uo.ch<br />

Anzeige<br />

<strong>Winter</strong>thur<br />

17.00 WilSCH: <strong>Winter</strong>thurer Lesben und<br />

Schwule We are family! Essen, Geniesserabend<br />

für die LesBiSchwule Community <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8 Aus Grossmutters Küche.<br />

Barbetrieb ab 17h, Essen ab 19h. Fr. 19.– für<br />

Menue. Anmeldung bis 10.1.<br />

unter www.badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Taschenlampen Party<br />

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.<br />

DJ Maja-Tjane - Best mix of hits & Gast<br />

DJ. Marquee Club, Weinbergstrasse 68<br />

(Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).<br />

Infos www.party4lesandgay.ch<br />

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-<br />

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!<br />

Marktgasse 14.<br />

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14.<br />

2 Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />

Sexfabrik - notgeil<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Gangbang<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

SO 13. Januar<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Koostella<br />

– We still survive disco<br />

Ganze Schweiz<br />

11.07 les lacets roses: <strong>Winter</strong>wanderung<br />

Sylvesterkläuse Urnäsch. Urnäsch Dorf<br />

- Osteregg (Essen z.B. Fondue <strong>im</strong> Bergrestaurant)<br />

- Blattendürren - Urnäsch. Treffpunkt<br />

um 11.07h Bahnhof Urnäsch. Anmeldung<br />

bis 9.1. über lacetsroses.schweiz@yahoo.de<br />

oder bei Kurt Tel. 079 756 60 59<br />

Zürich<br />

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance Treff für<br />

tanzbegeisterte Lesben und Schwule zu<br />

Standard- und lateinamerikanischen Tänzen<br />

oder einfach zum plaudern.<br />

Club Silbando (Swisscom Gebäude),<br />

Förrlibuckstr. 62<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Schlager Boom Party<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13,<br />

Schlieren. SportsCODE. Sportswear only<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

70er & 80er Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 14. Januar<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

C<br />

M<br />

Y<br />

CM<br />

MY<br />

CY<br />

CMY<br />

K<br />

69


Agenda CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

DI 15. Januar<br />

Aarau<br />

20.00 Aarglos: Lesbengruppe: Treff Fondueplausch.<br />

Details folgen nach Anmeldung<br />

bis 2.1. bei chuchitiger@gmx.ch<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 16. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

DJane Heldin <strong>im</strong> Chaos<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 17. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Mega Sklavenmarkt<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

70er & 80er Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 18. Januar<br />

Anzeige<br />

Zürich<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off!<br />

Powerplayer. Sports & Sneaks<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Kick-off! Powerplayer. Sports &<br />

Sneaks only!<br />

SA 19. Januar<br />

Lausanne<br />

21.00 Naked: Bastards Nackte Sexparty <strong>im</strong><br />

Trafick Sex Club, Avenue de Tivoli 22 (gegenüber<br />

Pink Beach). Strikter Dresscode: Nackt!<br />

Nur die Schuhe kannst du anbehalten. Fr.<br />

20.– (inkl. 1 Getränk). Einlass nur bis 23h.<br />

Ab 01h ist auch die Sauna Pink Beach offen.<br />

Fr. 15.– mit Quittung der Naked Bastards.<br />

Infos www.gayromeo.com/naked_bastards<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus: Mann-o-Mann St. Jakob-Strasse 91.<br />

Lange Nacht. Lounge<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Retro Sportswear Party<br />

21.30 Club Goldenes Schwert:<br />

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M<br />

und AAAH! Marktgasse 14. DJ<br />

Infos www.facebook.com/goldenesschwert<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter<br />

Dresscode-Anlass Erection. Full fetish<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

SO 20. Januar<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Sroootch<br />

- Tuten & Blasen<br />

Zürich<br />

08.00 HAz Outdoor Schneeschuh Tour:<br />

Region Regelstein. Genaue Details und Anmeldung<br />

siehe www.haz.ch/outdooraktuell<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Kaffee & Kuchen<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Pyjama-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 21. Januar<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 22. Januar<br />

Zürich<br />

presents<br />

Ingo Vogelmann<br />

Frisky Radio - DE<br />

Mike Kelly<br />

Sorry Shoes Rec. - AUS/DE<br />

Jesse Jay<br />

TAD / Laby<br />

willi P<br />

Family Affair / Mono.Ton<br />

-Spezial Dekoration<br />

-Surprising Performance on stage<br />

-Doors open @ 22°°Uhr - 12°°Uhr<br />

www.696club.ch<br />

Badenerstrasse 696<br />

8048 Zürich<br />

70


CRUISER Edition <strong>Winter</strong> 12/13<br />

Agenda<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 23. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Bukkake Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Tropical<br />

Cosmic by Miajica & Chi Caraçao – Funk,<br />

Disco, Psychadelic<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 24. Januar<br />

Bern<br />

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42.<br />

Elektronischer Musikabend mit<br />

DJ ELfERich<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Afterwork Bring your Dildo Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Gratiseintritt<br />

FR 25. Januar<br />

St. Gallen<br />

18.00 Badehaus: Mann-o-Mann<br />

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends<br />

Anzeige<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. FF & Stutenmarkt<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13,<br />

Schlieren Cum, cruise & enjoy<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />

Strikter Dresscode Friday naked<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

SA 26. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. U30-Sauna<br />

21.30 Club Goldenes Schwert:<br />

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M<br />

und AAAH! Marktgasse 14.<br />

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14.<br />

2 Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Ultrarubber. Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

70er & 80er Party<br />

SO 27. Januar<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ High Heels<br />

on Speed – Pop stories<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. Threesome Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 28. Januar<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 29. Januar<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 30. Januar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bukkake Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ The Dramaqueens –<br />

Partytunes, Disco & Indiedance<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

Brunch Weihnachten /<br />

Neujahr<br />

25. und 26.12.<strong>2012</strong><br />

Brunch 10.00 - 15.00 Uhr<br />

01. und 02.01.<strong>2013</strong><br />

Brunch 10.00 - 15.00 Uhr<br />

www.gnuesserei.ch<br />

Impressum<br />

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch<br />

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,<br />

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf<br />

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch<br />

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch<br />

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich<br />

71


SAMSTAG 2.FEBRUAR <strong>2013</strong><br />

Doors: 20.00 Uhr - Show: 21 Uhr<br />

Petrak‘s<br />

GROSSE PIGALLE PARTY<br />

IM T&M<br />

DIE 100 LETZTEN TAGE IM T&M<br />

JETZT NOCH 22 PARTYS!<br />

&<br />

MAJA BRUNNER<br />

mit ihren Schlagerhits als Stargast<br />

MIKE HITZ<br />

mit Erinnerungen von damals..<br />

Be<strong>im</strong> letzten Dörfli z´Nacht gibts St<strong>im</strong>mung <strong>im</strong><br />

ganzen Haus inklusive dem Hotel Goldenes<br />

Schwert. In der Hotel Küche darf man sich seinen<br />

Z´nacht abholen Vegetarisch oder mit Fleisch.<br />

Eine Nacht, genauso abwechslungsreich und<br />

überraschend wie die letzten 25 Jahre an der<br />

Marktgasse 14!<br />

Mit nur einem Zutritt haben die Gäste Zugang zu<br />

den Dancefloors, einem Crusing Floor und einer<br />

Chill-Out Area. Im Eintritt ist nicht nur der<br />

Welcome Drink eingeschlossen sondern auch das<br />

Abendessen. Es hät solangs hät.<br />

T&M (Djs):<br />

Q-BASS, MARC S<br />

AAAH (Djs):<br />

UPSPACE &THOMI B<br />

GOLDENES SCHWERT (Djs):<br />

THOMI B<br />

Jetzt Vorverkauf benutzen und Sparen!<br />

Tickets <strong>im</strong> Vorverkauf <strong>im</strong> Pigalle CHF 20<br />

(Abendkasse 25 CHF)<br />

Im Preis inbegriffen ist Gehacktes mit Hörnli<br />

oder Spaghetti Napoli.<br />

CLUB<br />

GOLDENES<br />

SCHWERT<br />

DAS T&M HAUS IST BIS ENDE FEBRUAR <strong>2013</strong> JEDEN TAG GEÖFFNET!<br />

Line UP´s: www.facebook.com/tundm.club - www.facebook.com/GoldenesSchwert<br />

T&M - Marktgasse 14 - 8001 Zürich

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