Cruiser im Winter 2012/2013

cruisermagazin

CRUISER Edition Winter 12/13

Dieses Magazin ist schwul

Suddenly Last Summer

Photographer Slava Mogutin

T&M – Anfang und Ende, Welt-Aids-Tag, Barack Obama, Roger Brändlin, Christian Spuck,

Willi Spiess, Luxus Dossier, Hollywood Costume, Lifestyle, Madonna, We Will Rock You!


Photography - STEFAN HEINRICHS

JACK

JACK No o 20

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08.12.12

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CRUISER Edition Winter 12/13

Inhalt

Editorial Winter Edition

Mit 72 Seiten verabschieden wir uns vom Jahr 2012. Unsere Winter-Edition hat es in sich. Die Titelstory

widmet sich dem Anfang und Ende vom T&M. Unser Beitrag zum Welt-Aids-Tag wird berühren.

Illustre Persönlichkeiten wie Ballettdirektor Christian Spuck, Designer Willi Spiess und Tagesschau-

Moderator Roger Brändlin lassen im Interview tief blicken. Wir beleuchten zudem die Wahl Barack

Obamas aus schwuler Sicht. Daneben verfallen wir dem Luxus, frönen Winterstunden und bieten

vier Seiten an Party-Tipps. Besonderes Augenmerk gilt der Fotostrecke: Mit Slava Mogutin dürfen wir

Bilder eines international renommierten Künstlers präsentieren. Wir wünschen unseren Lesern eine

spannende Lektüre, schöne Weihnachten und ein frohes neues Jahr! Martin Ender, Verleger

6

T&M – Anfang und Ende

Ein Rückblick auf 25 Jahre einer Institution

12

Obamas «Change»

Neue Hoffnung für Amerikas Gay-Community

18

Zum Welt-Aids-Tag

Interview mit Christina Grube, Unispital zürich

50

«Ballett soll die Leute berühren»

Interview mit Ballettdirektor Christian Spuck

52

Und ewig lockt der Luxus

Das Winter Dossier

56

Winterstunden

10 unterhaltsame Tipps für lange, dunkle Winterstunden

News 4 • Prominent 10 • Roger Brändlin 16 • Fotostrecke 21 • lifestyle 32 • Szene 38

Kolumne 43 • Hollywood in london 45 • news Schweiz 47 • Kultur 48 • Willi Spiess 58

london James 61 • Pia 62 • Dr. Gay 63 • Agenda 64

3


News CRUISER Edition Winter 12/13

Internationale

News

4

Berlin

Auf Kreuzzug gegen kreuz.net

Nach den Hetzartikeln zum Tod von Dirk Bach

in dem extremistischen katholischen Forum

kreuz.net hatte der Bruno Gmünder Verlag die

Initiative «Stoppt kreuz.net» zur Ergreifung der

Macher gestartet. Inzwischen haben die Leiter

der Initiative, David Berger und Sissy Kraus bei

einem Treffen mit der Berliner Staatsanwaltschaft

eine Liste von fünf Namen von mutmasslichen

Mitarbeitern von kreuz.net übergeben.

Der Priester Hendrick Jolie aus dem Bistum

Mainz, der auch Sprecher eines erzkonservativen

Netzwerks katholischer Priester ist, hat

jedoch über die Diözese dementieren lassen,

mit kreuz.net in Verbindung zu stehen. Im Verdacht,

einer der Hintermänner des Hassportals

zu sein, steht nach Meldungen des Spiegel auch

ein deutscher Bischof.

Brüssel

Schwuler Kronprinz in Belgien?

Der belgische Kronprinz Philippe soll ein Liebesverhältnis

mit dem Grafen Thomas de Marchant et

d’Ansembourg haben. Das deutete der TV-Journalist

Fréderic Deborsu in seinem Buch «Question(s)

Royale(s)» an. Deborsu sagt nicht klar heraus: der

Kronprinz ist schwul. Aber eine Reihe von Andeutungen

lassen sich so interpretieren. Die Ehe des

52-jährigen Kronprinzen mit Mathilde d’Udekem

d’Acoz sei arrangiert worden und die vier Kinder

des royalen Paars das Ergebnis künstlicher Befruchtung.

Der Kronprinz und der Graf dementierten

umgehend und versicherten hoch und heilig,

ihre jeweiligen Gattinnen treu zu lieben. Die Belgier

haben seit einem Jahr einen offen schwulen

Premierminister. Ein schwuler Kronprinz würde

ihnen sicher auch nichts ausmachen.

Köln

Rotstift streicht rosa Projekt

Die Stadt Köln will mit einem radikalen Kahlschlag

die drohende Pleite abwenden. 100 Millionen

Euro will Oberbürgermeister Jürgen Roters

(SPD) im Etat 2013 einsparen. Unter anderem

will Roters die 750 000 Euro für das Referat für

Lesben, Schwule und Transgender streichen. Das

erst 2010 geschaffene Referat koordiniert die Homo-Politik

der Domstadt, dient als Ansprechpartner

für lesbisch-schwule Organisationen, leistet

Öffentlichkeitsarbeit und vernetzt die internationale

Zusammenarbeit der Kölner Gruppen. Der

Rotstift soll auch beim Schul-Essen, der Seniorenarbeit

und Bürgerhäusern angesetzt werden. Das

letzte Wort beim Streichkonzert hat der Stadtrat

mit seiner knappen rot-grünen Mehrheit.

London

Niederlage für Kirche

Eine katholische Adoptionsagentur in Grossbritannien

musste im Herbst eine weitere juristische

Niederlage einstecken. «Catholic Care»

kämpft seit vielen Jahren dafür, Kinder nur an

Heterosexuelle vermitteln zu dürfen. Das verstösst

aber gegen das Antidiskriminierungsgesetz,

beschied ein Gericht bereits 2009 der

Agentur. Jetzt lehnte ein Gericht auch eine Ausnahmegenehmigung

für die «Catholic Care»

ab. Die Katholiken hatten argumentiert, der

Zwang, auch homosexuelle Adoptiveltern akzeptieren

zu müssen, führe zu einem Spendeneinbruch

und gefährde die Existenz der Agentur.

Um die Arbeit fortsetzen zu können, müsse

die Diskriminierung von Schwulen und Lesben

beibehalten werden. Das Gericht lehnte die Darlegungen

als «nicht stichhaltig» ab.

Paris

Homo-Ehe kommt in

Frankreich

Die französische Regierung hat Anfang November

einen Gesetzentwurf zur Einführung der

Ehe sowie ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht

für schwule und lesbische Paare beschlossen.

Der Gesetzentwurf soll Anfang des nächsten

Jahres ins Parlament eingebracht werden.

Die Reform sei ein «Fortschritt für die gesamte

Gesellschaft», sagte der sozialistische Präsident

François Hollande. Wichtige Punkte der

Gleichberechtigung fehlen jedoch in dem Gesetzentwurf.

Entgegen den Wahlversprechen

von Hollande bleiben lesbische Frauen von der

künstlichen Befruchtung ausgeschlossen. Eine

Reihe von Abgeordneten aus Hollandes sozialistischer

Partei haben bereits Änderungsanträge

zum Regierungsentwurf angekündigt.


CRUISER Edition Winter 12/13

News

Madrid

Verfassungsgericht bestätigt

Homo-Ehe

Spaniens schwul-lesbische Paare dürfen auch

weiterhin Si sagen. Acht von elf Richtern erklärten

die Homo-Ehe in einem historischen Urteil

als verfassungsgemäss. Spaniens seinerzeit sozialistische

Regierung hat gegen den massiven

Widerstand der katholischen Kirche 2005 die

Ehe für Schwule und Lesben eingeführt. Gegen

die Homo-Ehe hatte die mittlerweile regierende

konservative Partei geklagt. Ministerpräsident

Mariano Rajoy hatte vor dem Urteilsspruch jedoch

versichert, seine Regierung werde jedes

Urteil akzeptieren. Im Wahlkampf hatte der Politiker

noch angekündigt, die Homo-Ehe durch

eine Eingetragene Partnerschaft mit eng begrenzten

Rechten ersetzen zu wollen.

Washington

Präsident dank der

Community

Wenige Monate ging Präsident Barack Obama

mit seinem Bekenntnis zur Homo-Ehe ein politisches

Wagnis ein. Der wohl kühl kalkulierte

Schachzug hat sich ausgezahlt. Es waren die Stimmen

der Gay Community, die Obama eine zweite

Amtszeit bescherten, rechnete das renommierte

Politmagazin The Economist seinen Lesern vor.

Fünf Prozent der Wähler sagte nach ihrer Stimmabgabe

in Exit Polls, sie seien schwul oder lesbisch.

Davon, so der Economist, hätten 76 Prozent

Obama gewählt. Die Zahl der schwul-lesbischen

Stimmen, so das Magazin weiter, entspreche genau

dem Stimmenvorsprung Obamas vor seinem

republikanischen Herausforderer Mitt Romney.

Auch in anderen Abstimmungen war die Gay

Community erfolgreich. Tammy Baldwin wird

das erste offen homosexuelle Mitglied des Senats

sein und in drei Bundesstaaten sprachen sich die

Wähler für die Homo-Ehe aus.

Washington

Feindbild Starbucks

Die homofeindliche National Organization for

Marriage (NOM) hat ein neues Feindbild: den

Kaffeeröster Starbucks. Amerikas Homo-Feinde

mussten bei den Wahlen in den USA eine herbe

Niederlage einstecken, nachdem eine Reihe von

Volksentscheiden gegen die Homo-Ehe gescheitert

war. Starbucks ist eine der Firmen, die mit grosszügigen

Spenden die Pro-Homo-Ehe-Kampagne unterstützten.

Nun will die NOM ihren Kampf gegen

die Homo-Ehe in den USA in Länder mit ausgeprägten

Ressentiments gegen Homosexuelle verlagern.

In einem ersten Streich hat die NOM Starbucks im

arabischen Katar als homofreundlich «geoutet».

Die Kampagne soll auf andere Länder im Nahen Osten

und auf Indien ausgedehnt werden. NOM-Chef

Brian Brown verspricht sich davon wirtschaftlichen

Schaden für Starbucks.

Hollywood

Toleranz durch Glee

Fernsehserien mit schwulen oder lesbischen

Charakteren machen tolerant. Das Magazin

«Hollywood Reporter» befragte zusammen mit

dem Meinungsforschungsinstitut Penn Schoen

Berland die Zuschauer, ob Sendungen wie

«Glee», «Modern Family» oder «The New Normal»

ihre Einstellung zur Gleichstellung von Schwulen

und Lesben im Eherecht geändert hätten.

27 Prozent sagten ja, sechs Prozent gaben an,

weniger tolerant geworden zu sein. Allerdings

haben diese Sendungen nicht die Fronten zwischen

fortschrittlichen und konservativen

Amerikanern aufgebrochen. Die Serien hätten

eher linksliberale Demokraten als konservative

Republikaner beeinflusst, hiess es. Wähler des

republikanischen Präsidentschaftskandidaten

Mitt Romney hätten gesagt: «Je mehr ich davon

sehe, desto mehr bin ich dagegen.»

Bangkok

Transen-Airline am Boden

Mit viel Furore hat die thailändische Fluggesellschaft

P.C. Air im vergangenen Jahr ausschliesslich

Transsexuelle als Flugbegleiterinnen eingestellt.

Nun sitzen Fluggesellschaft und Ladyboys

am Boden. Die zivile Luftfahrtbehörde Thailands

hat P.C. Air wegen finanzieller Turbulenzen Startverbot

erteilt. Die Fluggesellschaft bot Flüge von

Bangkok nach Hongkong und anderen asiatischen

Zielen an. Mitte Oktober durfte jedoch die

einzige Maschine der Airline den südkoreanischen

Flughafen Incheon nicht verlassen, weil die

Firma die Tankrechnung nicht bezahlen konnte.

Unter den Flugbegleiterinnen war auch Thanyarat

«Film» Jiraphatpakorn, die 2007 den internationalen

Schönheitswettbewerb für Transsexuelle

«Miss Tiffany» gewonnen hatte.

Hanoi

Kuss-Skandal in Vietnam

Ein Kuss zwischen zwei Männern sorgte in Vietnam

für Furore. Bei einer Benefizveranstaltung

für Tumorpatienten in einem Club in Hanoi

hatte DaVinh Hung, der populärste Popstar

Vietnams, dem Sieger bei der Versteigerung

einer Flasche Wein einen Kuss versprochen.

Ein buddhistischer Mönch ersteigerte die Flasche

letztlich für 55 Millionen Dong, gut 2000

Euro und bekam dafür von Dam einen dicken

Schmatzer auf den Mund. Als ein Bild der Kussszene

im Internet auftauchte, kam es zum Skandal.

«Es ist ungehörig, einen buddhistischen

Mönch auf den Mund zu küssen. Unsere Gesellschaft

ist nicht bereit für homosexuelle Küsse»,

donnerte das Kulturministerium. Der Mönch

erhielt zur Strafe einen dreimonatigen Hausarrest

in seinem Kloster.

Cebu

Diskriminierungsschutz

Cebu ist die erste Provinz der Philippinen mit

einer Antidiskriminierungrichtlinie, die auch

Schwule und Lesben schützt. Niemand darf aufgrund

seiner sexuellen Orientierung, seiner Geschlechtsidentität,

seines Alters, seines Gesundheitszustandes,

seiner Ethnie, seiner Religion

oder wegen einer Behinderung beim Zugang

zu öffentlichen Dienstleistungen benachteiligt

werden, heisst es in der Richtlinie. Schwullesbische

Organisationen wie die Gruppe LGBT Cebu

begrüssten die Reform. Auf den mehrheitlich

katholischen Philippinen ist Homosexualität

zwar legal, aber gesellschaftlich tabuisiert. Die

Kirche geniesst auf den Philippinen eine Machtstellung

wie sonst ausserhalb des Vatikans in

keinem Land der Welt mehr.

Lilongwe

Kehrtwende in Malawi

Malawi bleibt bei seiner schwulenfeindlichen

Gesetzgebung. Nachdem es Anfang November

zunächst so aussah, als mache die Regierung

einen Rückzieher, will Justizminister Ralph

Kasambara nun doch weiter die Strafgesetze

gegen Schwule durchsetzen. Die Polizei solle

weiterhin schwule Männer verhaften, so der

Minister. Schwule müssen mit 14 Jahren Haft

rechnen. Das Verbot der männlichen Homosexualität

geht auf die britische Kolonialzeit zurück.

Weibliche Homosexualität ist juristisch

nicht verboten. Durch die Sperrung von Entwicklungshilfe

wollen europäische Geberländer

Malawi zur Abschaffung der homophoben

Gesetzgebung bewegen.

5


Community CRUISER Edition Winter 12/13

T&M – Anfang und Ende

Von Daniel Diriwaechter

6 Thomas Kraus und Frank Bruse alias Tamara und Marisa © by Hans Hirschi


CRUISER Edition Winter 12/13

Community

Das «T&M» mitten im Zürcher

Niederdorf leuchtet

wie eine Disco-Kugel über

der Schweizer Gay-Community.

Und über der persönlichen

Geschichte eines

jeden Besuchers. Wir sind

mit dem T&M gewachsen

– und der Club mit uns. Ein

Rückblick auf 25 Jahre

einer Institution, die das

hiesige schwule Leben wesentlich

mitgestaltet hat.

Die Legende vom T&M lebt

– und wird überleben.

T&M – nur zwei Buchstaben. Und doch so viel mehr. Dahinter steht die älteste

Gay-Disco der Schweiz. 25 Jahre sind es nun. Wir Schwulen wurden

mit dem T&M erwachsen – und das T&M mit uns. Gelebte Emanzipation,

denn auch heute noch ist das T&M die aufregende Realität vieler Schwulen.

Und auch einiger Lesben, Künstler, Frohnaturen und vieler anderer.

Wir verbinden mit dem T&M unsere eigene Geschichte. Es sind Erinnerungen,

Träume und Wünsche. Ein Sammelsurium an Originalität mit

einer Zeitspanne von 25 Jahren. Dieses Kapitel soll bald sein Ende finden.

Das T&M wird in seiner jetzigen Form die Tore schliessen. Noch können

sich viele nicht vorstellen, ohne das T&M zu leben, oder vielleicht: zu

überleben?

Das T&M bewegte – und veränderte sich im Laufe der Jahre, ohne je seine

Seele zu verkaufen. Natürlich spielte der Profit immer eine wichtige

Rolle, doch es war immer ein Anliegen, einen hohen Standard zu bewahren.

Der Club bot Besuchern jeglicher Couleur Stunden einer heilen wie

homosexuellen Welt.

Egal, ob vor 25 Jahren, vor zehn Jahren oder heute: Das T&M blieb sich

selbst. Berühmt für sein junges Publikum. Beliebt für seine Shows und

in jüngeren Jahren auch ein wenig berüchtigt für seine, sagen wir mal,

«Erotik». Lassen wir aber nun die Vergangenheit Revue passieren.

Wie alles begann

Das T&M war damals ein sogenanntes Dancing, oder früher, in den

1940er- 50er-Jahren, ein Variété. Der schlichte Name: Perroquet (Papagai).

Die Marktgasse 14 war also schon früh eine beliebte Adresse im Niederdorf,

das zu dieser Zeit als Vergnügungsmeile schlechthin galt, noch vor

der Langstrasse.

Einst brillierte im Perroquet Vico Torriani als singender Kellner mit

Bauchladen. Er legte dort den Grundstein für seine grosse Karriere. Für

das Auge waren damals auch «Schönheitstänzerinnen» zuständig. Heute

wie damals auch Burlesque genannt.

Zu Beginn der 1980er Jahre verwandelte sich das Dancing in ein «Swiss

Chalet». Der Mann der Stunde: Roger Pfändler (er ist es bis heute). Unter

seiner Leitung bot er den Besuchern, meist Touristen, das Klischee einer

heilen Schweiz mit entsprechender Musik. Nicht von ungefähr, Roger

Pfändler stammt aus einer musizierenden Familie.

Im «Swiss Chalet» gab es damals nur eine Tanzfläche – Heuwagen inklusive.

Nicht die Gay-Community wurde damals anvisiert, sondern der

japanische Tourist. In Scharen besuchten sie das «Swiss Chalet», um zu

erfahren, wie ein «echter» Schweizer lebt.

Ein voller Erfolg, nicht zuletzt dank heute noch berühmten Künstlern

wie Stefanie Glaser, Walter Andreas Müller, Ursula Schäppi, Elisabeth

Schnell, Ines Torelli und vielen mehr; zum Beispiel auch Maja Brunner,

die dem Haus mit ihren Auftritten bis zuletzt die Treue hält.

Die Katastrophe von Tschernobyl 1986 setzte der vermeintlichen Idylle

jäh ein Ende. Die Japaner fürchteten Europa und blieben aus. Zur gleichen

Zeit öffnete an der Langstrasse der «Mata Hari Club», der Travestie-Shows

nach Zürich brachte. Eine Marktlücke für das Niederdorf, wie gerufen für

Roger Pfändler.

Tamara & Marisa

Schnell war Schluss mit Jodeln und Holzfassade, das «T&M» wurde geboren.

1987 liefen in mörderischen High-Heels die ersten Travestie-Stars über

die kleine Bühne. Mit dabei Thomas Kraus und Frank Bruse alias Tamara

und Marisa. Sie waren die Galionsfiguren eines neuen Flaggschiffes, das

die schwule Welt der Zürcher – und der Schweizer – zu erobern vermochte.

Deren Shows, die unglaublichen Kostüme und die Detail-Verliebtheit zogen

schnell die Schwulen an. Aber niemals gab es einen Businessplan, der

die Gay-Community als Zielpublikum festnagelte. Es «passierte» einfach

– mit etwas Hoffnung und Weitblick.

Tamara und Marisa, die eine gesegnet mit Gesang, die andere mit umwerfendem

Selbstbewusstsein, standen Pate für den neuen Namen des

Clubs: «T&M». Schnell war auch der Spitzname salonfähig: «Tüll». Böse

Zungen sprachen auch vom «Tüll & Müll». Egal, so wurde der Club, der

zu Beginn nur auf wenige Monate angelegt war, auch im Volksmund

bekannt.

Jeden Abend um 22 Uhr und nach Mitternacht war Showtime. Nicht, dass

Tamara und Marisa jeden Abend selbst auf der Bühne standen. Weitere

Künstler folgten. Waren es zunächst talentierte Amateure, steigerte sich

die Wucht der Darbietungen in wahres Format.

France Delon, noch heute ein sicherer Wert für das T&M, eroberte zu dieser

Zeit erstmals das Publikum. Weitere Profis wie Marc & Charles, Mike

Hitz oder Miki Tanaka sorgten für erfolgreiche Unterhaltung. Die dargebotenen

Songs stammten meist aus der Feder von Roger Pfändler. Das

Allroundtalent überliess nichts dem Zufall.

Roger Pfändler wusste, um der Community nah zu bleiben, war es ab

und an erwünscht, dass auch weiterhin Amateure, meist Angestellte

des Clubs, noch zu Wort und Gesang kamen. Petra, Carla, Simon und Co.

avancierten zu festen Szenegrössen.

Die Treue der Künstler und Mitarbeiter zum T&M konnte auch die HIV-

Epidemie Ende der 1980er, Anfang 1990er nicht beeinträchtigen. Aber

einige liebgewonnene Personen verliessen die Bühne abrupt. Darunter

auch Marisa, das «M» des Clubs. Aber ihr Name lebt bis heute weiter.

Wie eine Jungfrau

Tamara ging den Weg von da an (fast) alleine. Eine Walküre des Niederdorfs,

ausgesetzt – wie jede Diva – himmelhoher Verehrung oder dem

7


Community CRUISER Edition Winter 12/13

Spott einiger Unverbesserlicher. In einem Interview sagte sie einst, sie

wäre zum T&M gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Am Ende wohl

eher wie Maria Magdalena zum Mann. Denn niemand hat sich so sehr öffentlich

für das T&M ins Zeug gelegt – und in Szene gesetzt – wie Tamara.

Tamara, oder eben Thomas Kraus (denn hinter jeder Queen steckt ein starker

King), hatte jahrelang ein volles Programm. Er beschrieb das in einem Interview

wie folgt: Nachmittags aufräumen, proben, Termin beim Schneider,

Tonstudio, Abendessen, schminken, Bestellungen, Türöffnung, Bar-Dienst,

umziehen, Show, umziehen, weiterhin die Bar bedienen, und, und, und.

Unvorhergesehene Zwischenfälle etablierten sich zu beliebten Anekdoten.

So trat Tamara einmal in einem Reifenrock voller elektrischer Birnen

auf. Als versehentlich der Trockeneisnebel einsetzte, vermutete das

Publikum, Tamara würde bald in Flammen aufgehen.

Tamara drückte dem T&M ihren Stempel auf. Und das hat dem Club gutgetan.

Heute macht sie sich rar, ist selten auf der Bühne zu sehen, oft aber

plaudernd an der Bar. Tamara ist die Seele des T&M, egal wo sie ist.

Coming-out mit dem T&M

Für die Zürcher Gay-Community war das T&M ein Geschenk. Doch wer in

anderen Städten lebte und schwul war, der kannte – in Zeiten ohne Internet

– das T&M nur vom Hörensagen. Besonders junge Schwule der ganzen

Schweiz wurden auf diesen einen Club in Zürich aufmerksam gemacht,

der als sehr «exklusiv» galt und eine Spielwiese für Schwule darstellte.

Dort durfte man so sein, wie man war: in erster Linie schwul, egal in welchem

Outfit, ob dick oder dünn. Kurz: das gelobte Land.

Ganz einfach jeder Schwule wollte dorthin. In schwul-lesbischen Jugendgruppen

anderer Städte, sofern es die gab, war das T&M schnell bekannt.

Und irgendwann fasste sich jeder ein Herz und begab sich nach Zürich.

Zitternd und voll freudiger Erwartungen standen sie alle einmal am Eingang

an der Marktgasse 14. Sie wurden nicht enttäuscht. Das T&M galt

immer als «Einstieg» in das schwule Leben.

Mitte der 1990er wurde im Club umgebaut. Nun warteten zwei Bars auf

trinkfreudige Gäste. Ein Teil der Räumlichkeiten, der einst Speisesaal des

Hotels «Goldenes Schwert» gewesen war, wurde für die Gäste geopfert.

Denn es galt, den Zeitgeist nicht zu verpassen. Andere Clubs versuchten

es ebenso, konnten aber nie den Stellenwert – und die Notwendigkeit –

eines T&M erreichen.

Und als das Jahrtausend sich verabschiedete, brachte eine Frau frischen Wind

an die Marktgasse 14: Sieglinde Gübeli, oder kurz Sigi. Der Kurzform wegen

dachten viele, es handle sich dabei um einen Mann. Unter Sigi Gübelis Leitung

gewann das T&M an Tempo. Noch immer waren Roger Pfändler und Tamara

die Herren des Hauses, aber ein weiblicher Touch war mehr als erwünscht.

So wechselte das T&M regelmässig seinen «Look». Mal wähnte man sich

in der Bronx, später auf einem Kreuzfahrtschiff oder in einem Vampir-

Schloss. Oft streifte man durch fremdes und doch vertrautes Land.

Das T&M wird erwachsen

Ende der 1990er wurde der zweite Stock des Hauses für die Besucher geöffnet.

Wo sich einst Touristen im Hotelzimmer zurückzogen, wurde der

erste hauseigene Darkroom eröffnet. Noch gab es aber kein AAAH! Damals

handelte es sich nur um ein dunkles (Hotel-)Zimmer. Zappenduster

und irgendwie unheimlich. Ein zaghafter Schritt in Richtung «Skandal».

Erfolgreicher war ein anderes Zimmer, in dem die «Golden Girls», damals

noch auf VHS, rauf und runter liefen. Denn: Vergiss niemals die Gay-Ikonen

deiner Gäste, so lautet ein Motto des Clubs bis heute. «Haus-DJ» Marc

ist beispielsweise bekannt für seine bedingungslose Liebe zu Madonna,

einer Gay-Ikone sondergleichen. Sie dürfte auch diejenige Sängerin sein,

deren Songs am meisten im T&M gespielt wurden.

Mit der Jahrtausendwende stieg das schwule Angebot in Zürich. Die Travestie-Shows

hatten ihre goldenen Jahre hinter sich (es sei denn, France

Delon trat auf). Aber noch war der geneigte Schwule nicht oft in Chats

anzutreffen. Noch war es aufregender, in die Nachtwelt einzutauchen.

Im T&M wurde dies registriert. Golden Girls und Dunkelkammer wichen

dem bereits erwähnten «AAAH!».

Unkomplizierter Sex ohne Geld in Saunas oder Darkrooms (für viele Heteros

noch heute unglaublich), stillte das Bedürfnis eines grossen Teils der

Gay-Community. Erfolgreich war daher die Eröffnung des ersten Clubs

in der Schweiz, der jeden Tag über Techno-Musik, Drinks und ein dunkles

Labyrinth mit noch dunkleren Kabinen verfügte. Der Titel AAAH! hat

daher am Ende zwei Bedeutungen: die ultimative Befriedigung oder der

Schock über die Tatsache, dass der schnöde Sex Einzug ins T&M hielt.

Zu Beginn wurde das AAAH! vom T&M abgegrenzt. So kam es, dass im ersten

Stock das Publikum dem Fummel sowie der Hitparade huldigte, während

es nur einen Stock darüber wesentlich härter zur Sache ging. Für

eine kurze Zeit hielt sich die Fluktuation in Grenzen. Entweder man(n)

blieb im T&M oder entschied sich für das AAAH! Bald war aber beides

möglich für jedermann.

So wie überhaupt vieles an der Marktgasse 14 möglich war: das bunte

T&M mit seiner Unbeschwertheit, das verrucht-spannende AAAH!, die

feuchtfröhliche Schlager-Bar Pigalle und das Hotel «Goldenes Schwert».

Thomas Kraus und Frank Bruse ganz ohne Glamour © by Hans Hirschi

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CRUISER Edition Winter 12/13

Community

Nicht nur Touristen waren an gewissen Tagen oft im gesamten Hause unterwegs

– in etwa exakt dieser Reihenfolge.

Eine neue Ära bricht an

Gayromeo und heute GrindR übernahmen in jüngeren Jahren die Leaderfunktion

im schwulen Leben. Man(n) musste nicht mehr zwingend aus

dem Hause gehen, um Spass jeder Art zu haben. An der Marktgasse blieb

man jedoch standhaft. Die Geschäftsleitung wusste, dass kein anderer

Club eine Geschichte wie das T&M vorweisen konnte.

Diverse Clubs, die noch vor zehn Jahren als Nachfolger des T&M gehandelt

wurden, gingen sang- und klanglos unter. Oft wurde das Haus an der

Marktgasse gar von der Konkurrenz belächelt. Es war halt nicht mehr so

chic, ins T&M zu gehen. Trotzdem war die Tanzfläche am Wochenende

voll. Von der Marktgasse lächelte man daher gelassen zurück.

Schliesslich verfügte man über einen Schmelztiegel an schwulem Entertainment.

Die Symbiose aus T&M, AAAH!, Pigalle-Bar sowie Hotel «Goldenes

Schwert» machten einen Abend an der Marktgasse für jedermann spannend.

Die Zeiten ändern sich nun. Eine neue Ära bricht heran. Im Februar 2013

14 wird zu einem gediegenen Wohnhaus. Doch das soll der Gay-Community

keinen Kummer machen. Die Leitung ist der Überzeugung, dass das Zepter

nun an eine jüngere Generation übergeben werden muss. Nur so sind weitere

25 Jahre machbar.

Aber das T&M wird weiterleben, mit neuem Gesicht, unter neuer Führung.

Dennoch ein schweres Erbe. Das «Tüll» wird in den Köpfen vieler

Menschen noch lange bestehen bleiben. In Gedanken unzähliger Besucher

leuchtet das T&M wie eine Disco-Kugel über der eigenen, ganz individuellen

Geschichte.

Und wenn in Zukunft die Menschheit nur noch virtuell zu ihrem Spass

kommt, wenn das Nachtleben nur noch ein riesiger Bildschirm darstellen

sollte, dann werden Geschichten vom T&M erzählt werden. Ein Mythos

wird geboren...

In gewisser Hinsicht fördern die neuen Welten der Kommunikation ein

reges Miteinander. Eine neue Generation entfaltet sich so ohne Angst vor

Homophobie. Die aufregende Realität von 1987 bis heute, die Zeiten, in

denen das T&M an der Marktgasse 14 war, werden Internet und Apps aber

nie ersetzen können.

Das Rätselraten hat ein Ende

Das neue T&M!

Die Clubs T&M und AAAH! an der Marktgasse 14 in Zürich wird es ab März

2013 nicht mehr geben. Die ganze Liegenschaft wird zu Wohnungen und

Büros umgebaut. Damit die Gays aus Zürich und der ganzen Schweiz auch

in Zukunft nicht auf einen fixen Club zu verzichten müssen, entsteht was

Neues im Niederdorf.

Lange wurde gemunkelt, vermutet, gewettet, wo das neue T&M denn

hinkommen könnte? Eines war schon länger sicher, dass die Clubs T&M

und AAAH! ihre Türen an der Marktgasse 14 in Zürich per Ende Februar

schliessen werden. Und klar war auch, dass die neue Location sich wieder

im Niederdorf befindet. Die alte und auch die neue Crew hielten aber

dermassen dicht, wie es in der Szene kaum für möglich gehalten wurde.

Stadtbekannte Plaudertaschen rauften sich die Haare, weil es nichts, aber

auch gar nichts, über den neuen Ort zu tratschen gab...

«Heaven of T&M»

Jetzt ist es bekannt: der neue Zürcher Gay Club heisst «Heaven of T&M».

Der Name ist eine Hommage an den Club T&M, der für über 25 Jahre das

schwule Nachleben in Zürich prägte. Gleichzeitig symbolisiert er aber

auch einen Neubeginn. Der neue Club wird kleiner werden und musikalisch

vielfältiger. Hierzu die Betreiber Marco Uhlig und Alain Mehmann:

«Das Heaven of T&M soll ein Club sein, wo die verschiedensten musikalischen

Bedürfnisse abgedeckt werden. Als einziger Gay Club der Stadt Zürich

ist es uns wichtig, ein Angebot zu bieten, wo sich die verschiedensten

Szenen wohlfühlen.» So wird es Abende geben, die unter dem Motto Open

Format stehen, wo von Charts über R&B bis House ein breites Spektrum

an populärer Musik geboten wird. Aber auch Anhänger von eher undergroundiger

oder alternativer Musik wie Deep House und Tech-House sollen

auf ihre Kosten kommen.

Neue Location

An der Spitalgasse 5, noch als Zodiac bekannt, konnten die neuen Betreiber

einen Ort finden, der sich wiederum mitten im Zürcher Niederdorf

befindet. «Dies ist ein klares Bekenntnis zum Niederdorf als Gay-Ausgehmeile

von Zürich», so Marco Uhlig. Bevor aber Anfang März aus dem

bisherigen Zodiac das neue «Heaven of T&M» entsteht, wird noch kräftig

umgebaut. Hierzu konnte ein Architekturbüro verpflichtet werden, das

nicht nur in Zürich sondern auch in Berlin bereits Clubs gebaut hat. So

wird nach über 25 Jahren Schluss sein. Die Liegenschaft an der Marktgasse wird ein Club entstehen, der den Besuchern einen Dancefloor mit modernster

Technik bietet, und zu langen Nächten einlädt.

9


Prominent CRUISER Edition Winter 12/13

Thore

Schölermann

«The Voice of Germany» ist in aller Munde – und

Ohren. Neben der Jury und wunderbaren Gesangstalenten

fällt auch der Moderator Thore

Schölermann auf. Dezent hält er sich im Hintergrund,

scheint sich aber über jede An- und Absage

zu freuen. Der charmante Deutsche wird

hoffentlich als Vorbild für seinen Schweizer Kollegen

Sven Epiney dienen, der ab 2012 «The Voice

of Switzerland» moderieren wird. Bei Thore

Schölermann steht auch die Frage im Raum, ob

er vielleicht schwul sei? War da nicht mal was?

Genau, vielen Zuschauern ist Thore Schölermann

auch als Schauspieler ein Begriff. Als

Elton John

Madonna

Was wird Madonna wohl in einigen Jahren über

das Jahr 2012 denken? Immerhin schaffte sie es,

einige bittere Misserfolge durch eine erfolgreiche

Tournee auszugleichen. Doch ihre Feinde

sind so zahlreich wie schreibwütig. Hier einige

Äusserungen: Madonna kann nicht singen.

Madonna ist peinlich. Madonna benimmt sich

schwuler Landwirt begeisterte er in der ARD-Serie

«Verbotenje Liebe». Seine TV-Beziehung mit

Schauspieler Jo Weil vermochte einige Schlagzeilen

zu erzeugen. Das Highlight war dann

die Hochzeit, bei der Dirk Bach als Priester fungierte.

Vor einem Jahr erhielten beide, quasi als

Krönung ihrer Verdienste, den «German Soap

Award» als bestes Liebespaar. Das darf schon als

tolle Leistung angesehen werden, bedenkt man

die unzähligen Affären im Seifenoper-Himmel.

Doch Verehrer des smarten Männerschwarms

müssen wir an dieser Stelle enttäuschen. Seine

Rolle in «Verbotene Liebe» wurde vorerst rausgeschrieben

– und Thore selbst ist alles andere als

schwul. Der 28-Jährige ist glücklich liiert mit

Schauspielerin Julie Kilka, welche ebenfalls in

«Verbotene Liebe» zu sehen ist. In einem Interview

mit BILD gestand Thore, dass er mit seiner

Aufgabe bei «The Voice of Germany» endlich

sein wahres «Ich» zeigen dürfe. Viel Spielraum

hat er dabei jedoch nicht. Die Rolle des schwulen

Christian Mann in der Vorabendserie hatte

wesentlich mehr Tiefgang. (dd)

10

Eine gute (?) Nachricht zum Jahresende: Elton

John und sein Partner David Furnish werden

zum zweiten Mal Eltern. Das englische Paar

hat bereits den Sohn Zachary, welcher von einer

Leihmutter zu Welt gebracht wurde. Diese

Methode scheint sich bewährt zu haben, denn

die gleiche Frau ist erneut schwanger und Elton

John liess verlauten, dass er überglücklich sei,

dass Zachary ein Geschwisterchen bekommt.

Die wohl weltweit prominenteste Regenbogenfamilie

(ohne Frau) vergrössert sich also. Elton

und David könnten ein wunderbares Vorbild für

weitere Schwule sein, mit Betonung auf «könnten».

Ein fragwürdiger Aspekt gibt es allerdings

schon. Immerhin ist Elton John schon 65. Doch

davon abgesehen, Elton John machte jüngst immer

mal wieder die eine oder andere abfällige

Bemerkung gegen dies und das. Und er bediente

sich dabei ausgiebig der Fäkalsprache. Ob Sir Elton

John als Papa das gleiche Lästermaul pflegt?

Wenn ja, dürften Zachary und sein baldiges

Geschwisterchen ziemlich unangenehme Zeitgenossen

werden. Im Klartext: Eine neue Generation

von verzogenen Gören. Deswegen macht

sich der Sänger, der mehr als 570 Millionen Platten

verkauft haben soll (behauptet jedenfalls

Wikipedia), nicht gerade als Vorzeige-Figur für

angehende homosexuelle Eltern. (dd)

wie eine Schlampe. Madonna sollte sich anziehen.

Madonna ist egoistisch. Madonna ist karrieregeil.

Madonna ist hässlich... Diese Aussagen

erscheinen neu, sind aber bereits 25 Jahre

alt. Sie haben bis heute «Bestand». Nur hängen

heute ihre Kritiker überall noch «... für eine

Frau von 54» an. Gegenüber einer Meisterin der

Neuerfindung sind solche Sprüche Lichtjahre

hinterher. Ihr Engagement in sozialen Fragen

wurde damals und wird heute oftmals totgeschwiegen.

Wir erinnern an dieser Stelle – und

passend zum Welt-Aids-Tag – an ein wichtiges

Anliegen Madonnas: Als eine der ersten Künstler

überhaupt machte sich Madonna in der HIV-

Prävention stark. Als 1989 ihr Album «Like a

Prayer» erschien, fand der Käufer einen Flyer

beigelegt, welcher die HIV-Risiken beschrieb:

«Aids is no Party!» stand gross geschrieben. Eine

Janet Jackson engagierte sich erst acht Jahre

später mit dem Song «Together Again» für die

Sache (übrigens fünf Jahre nachdem Madonna

den Song «In this Life» veröffentlichte, eine leise

Hymne an verstorbene Freunde). Bis heute setzt

sich Madonna für die HIV-Prävention ein. Berührungsangst

kannte sie nie. Die breite Masse

scheint davon aber kaum Notiz zu nehmen. Das

mag auch daran liegen, dass Madonna, anders

als etwa Angelina Jolie, ihre Wohltätigkeit weniger

an die grosse Glocke hängt. (dd)


CRUISER Edition Winter 12/13

Prominent

Prominent 2012

Verstecken ist vielleicht das älteste Spiel der

Welt. Jedes Kind kennt es, die Celebrities treiben

es zur Perfektion. Sie verbergen Geheimnisse,

suchen gleichzeitig das Rampenlicht, den Kick,

das Glück. Mal Gegner, mal Komplize, sucht

das Team Papparazzi den perfekten Schnappschuss.

In Südfrankreich wurde ein findiger

Fotograf fündig, lichtete ab, was unter schicken

Blusen versteckt bleiben sollte: Kates Brüste.

Kurz darauf gingen Bilder von Prinz Harry um

die Welt, der in Las Vegas beim Strip-Billard

ein bisschen Spass gesucht hatte. Deutschland

hat den Superstar gesucht und Luca gefunden,

«Wetten, dass…» einen neuen Moderator und

eine bezaubernde Assistentin, die Bauern eine

Frau oder auch mal einen Mann, die Desperate

Housewives ein Ende. Im Kino entdeckte Bond

seine homoerotische Seite, der Hobbit machte

sich auf zur epischen Suche nach dem Ring.

Ringe getauscht haben Rufus Wainwright und

Justin Timberlake, während andernorts Sucht

und Eifersucht herrschten. Um Charlie Sheen

Rosa von

Praunheim

Als «schwuler Filmemacher, Schriftsteller,

Journalist und Maler» beschreibt sich Holger

Mischwitzky, besser bekannt als Rosa von

Praunheim, auf seiner Website. Weit untertrieben.

«Manche bezeichnen mich als den beliebtesten

und manche als den unbeliebtesten

schwulen Filmregisseur Deutschlands. Und

dafür habe ich eine ganze Menge getan.» Das

kommt der Wahrheit schon näher. Nach etlichen

Experimentalfilmen sorgte er 1971 mit seiner

Doku «Nicht der Homosexuelle ist pervers,

sondern die Situation, in der er lebt» für grosses

Aufsehen. Zahlreiche Schwulengruppen wurden

als Folge gegründet. Mit «Die Bettwurst»

One Direction

wurde es nicht ruhig, Heidi Klum trennte sich

von Seal und fand Trost in den starken Armen

ihres Bodyguards, möglicherweise auch in umgekehrter

Reihenfolge. Keine weitere Lust auf

Versteckspiele hatten Mika und Leo Ritzmann,

sie wagten ein Coming-out, im Gegensatz zum

weiterhin anonymen schwulen Fussballer. An

der Olympiade in London tauchte Turmspringer

Matthew Mitcham umso selbstbewusster auf

und ein. Madonna und Lady Gaga zeigten sich in

Zürich, Paris Hilton und Xavier Naidoo versuchten

homophobe Äusserungen unter den roten

Teppich zu kehren. Pussy Riot liessen sich glücklicherweise

nicht so leicht im Straflager verstecken.

Traurig, dass wir im Dschungel für immer

vergeblich nach Dirk Bach suchen werden, in

der Disco nach Donna Summer und Whitney

Houston. 2012 war ein aufregendes Promi-Jahr,

finden wir, und machen uns bereits auf die Suche

nach den heissesten Stories für 2013. (rg)

kam bald darauf sein erster grosser Spielfilm,

heute längst Kult. Es folgten Streifen über Underground-Sängerinnen

und Stricher, über HIV

und Hirschfeld. An seinem 70. Geburtstag am

25. November konnte er auf 70 Filme zurückblicken,

auf eine Regie-Professur in Potsdam, zahlreiche

Auszeichnungen und unzählige umstrittene

Auftritte in Talkshows. 1991 in «Explosiv»

etwa, als er Alfred Biolek und Hape Kerkeling

öffentlich als schwul bezeichnete und damit

eine grosse Outing-Debatte ins Rollen brachte.

Viel getan hat er ohne Zweifel, wich der knallharten

Realität nie mit einer rosa Brille aus,

sondern richtete das das Objektiv stets auf wichtige

Brennpunkte. Im Buch «Ein Penis stirbt

immer zuletzt» hat er zum runden Geburtstag

70 Gedichte, 70 Zeichnungen und 7 Kurzgeschichten

gesammelt. Ein Muss auf jedem gut

sortierten Gay-Bücherregal. Happy Birthday,

lieber Rosa! Wir stecken 70 Kerzen auf den Kuchen

und sehen, dass noch viele mehr Platz haben.

Du warst ein Pionier, bist ein flammendes

Beispiel für jemanden, der sich immer wieder

provozierend in den Queer-Diskurs einmischt,

und der wird 2013 genauso wenig ausgeblasen

sein wie 1971. (rg)

Wer gedacht hat, dass es sich bei Boyroups um

eine alternde Spezies aus den 1990ern handelt,

kennt One Direction noch nicht. Als Einzelkandidaten

der britischen X-Factor-Ausgabe wurden

die fünf knackigen Jungs auf Anraten der

Gastjurorin Nicole Scherzinger kurzerhand fusioniert,

erreichten prompt den dritten Platz,

ergatterten sich einen Plattenvertrag über

zwei Millionen Pfund und erobern seither die

Charts. Und wer aus der Geschichte gelernt hat,

weiss, dass mit der Gründung einer Boyroup sofort

auch erste Gay-Gerüchte ins Leben gerufen

werden. Über kurz oder lang erweisen sie sich

in etwa 50 Prozent der Fälle als wahr, was bei

einem Verdachtsfall pro Band nichts anderes

ist als Statistik. Bei One Direction munkelte

man nun sogar über eine bandinterne Affäre

zwischen Fan-Darling Harry und seinem besten

Freund Louis, später auch zwischen Harry

und Niall. Doch was auf Fotos wie ein Beinahe-

Kuss aussieht, soll nur ein aus verhängnisvollem

Winkel aufgenommenes Flüstern gewesen sein,

und das regelmässige heisse Po-Gegrapsche auf

der Bühne dient angeblich nur dazu, die weiblichen

Fans zum Kreischen zu bringen. Ziemlich

entnervt versuchte Harry schliesslich, mit

sämtlichen Gerüchten um ihn aufzuräumen.

Ja, er habe tatsächlich vier Brustwarzen, ja, er

trage gern Tangas mit Leopardenmuster und

nein, schwul sei er definitiv nicht. Er habe aber

natürlich kein Problem mit Homosexuellen, das

musste dann auch noch gesagt sein. So machen

es die fünf Boys letztlich allen irgendwie Recht

und sind damit auch in der Schweiz an der Spitze

der Hitparade gelandet. (rg)

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Politik CRUISER Edition Winter 12/13

Obamas «Change»

Neue Hoffnung für Amerikas Gay-Community

Von Martin Ender

Triumph für Barack Obama © pd

12


CRUISER Edition Winter 12/13

Politik

Barack Obamas «Wende»

kam erst nur langsam voran.

Es musste Mai 2012 werden,

bis der Präsident sich

offiziell über die Anerkennung

der «Civil Union» hinaus

auch für die «Same-Sex

Marriage» ausgesprochen

hat. Er ist dennoch der erste

amerikanische Präsident,

der klar Stellung bezog und

unter dem sich nun einige

Staaten per Volksentscheid

für die Homo-Ehe entschieden

haben.

Lange Zeit war Amerika für Schwule alles andere als das «Land der Freiheit».

Die US-amerikanische Schriftstellerin Marion Zimmer Bradley, vielen

bekannt als Autorin von Fantasy-Romanen wie der Avalon-Saga, malt

treffend ein Bild von den Schwierigkeiten und Gefahren, die homosexuelle

Jungs und Männer – vor der Zeit eines öffentlich möglichen Comingouts

in Amerika – zu bestehen hatten. In ihrem Roman «Trapez» (The Catch

Trap), der 1979 erschien, beschreibt sie das kaum auszuhaltende Versteckspiel

eines homosexuellen Paares anfangs der 1950-er Jahre.

«Trapez»

Der Roman – bei dieser Autorin ungewohnt – ist voll in der Realität angesiedelt.

In einer bitteren Realität sogar. Die Geschichte spielt im Zirkus.

Mitte der 1940-er Jahre entdeckt der 14-jährige Tommy, Sohn eines Dompteurs,

seine Liebe zum Fliegen, zum Trapez. Die «Flying Santellis», die sein

Talent erkennen, nehmen ihn unter ihre Fittiche. Früh verlässt Tommy

seine Eltern, um Teil der berühmten Artistenfamilie zu werden. Der sieben

Jahre ältere Mario Santelli, der ihn erstmals mit aufs Trapez nimmt

und mit ihm arbeitet, kann sehr fürsorglich sein, im Training aber ist er

streng. Es dauert eine Weile, bis Tommy bemerkt, dass sie ausser der Leidenschaft

für das Fliegen noch etwas miteinander teilen. Das Schwulsein.

Er beobachtet Mario, wie er heimlich einen Mann zu sich nimmt. Und er

merkt, dass er eifersüchtig wird. Beide sind hin und her gerissen. Marios

Familie weiss, dass ihr Sohn schwul ist, weil er als Jugendlicher wegen

unsittlichen Betragens im Gefängnis gelandet ist. Das macht alles noch

schwieriger. Thematisiert wird es aber nie. Erst, als seine Beziehung zu

Tommy auffliegt, zeigen sich die Reaktionen der Familie – und sie sind

bitter mitanzusehen.

Marion Zimmer Bradley hat die Problematik, vor der homosexuelle Männer

in der betreffenden Zeit standen, sehr gut herausgearbeitet. Schwule

wurden als abartig, pervers und als Kinderschänder hingestellt und hatten

– ausser in ihren eigenen Kreisen – kaum Chance auf gesellschaftliche

Akzeptanz.

Geldbussen bis Haft

Jahrzehnte hat sich in der amerikanischen Gesellschaft in dieser Frage

kaum etwas geändert. Homosexuelle Sexualpraktiken wie analer und oraler

Sex, die in der englischen Gesetzessprache traditionell als «sodomy»

bezeichnet wurden, waren bis 1962 in allen amerikanischen Bundesstaaten

strafbar und wurden mit Geldbussen und oftmals mit langen

Haftstrafen geahndet. Die Entkriminalisierung homosexueller Handlungen

in den USA vollzog sich in Einzelschritten. Illinois war 1962 der

erste Bundesstaat, der sein Gesetz gegen sexuelle Perversionen, zu denen

auch Homosexualität gezählt wurde, abschaffte. Mitte der 1980-er Jahre

waren homosexuelle Handlungen in der Hälfte der Bundesstaaten immer

noch strafbar. Die Anpassung der Gesetzeslage war der gesellschaftlichen

Entwicklung weit hinterher. Bis 1990 konnte die amerikanische Immigrationsbehörde

homosexuellen Ausländern auch die Einreise in die USA

verweigern. Noch 1997 gab es einen Riesenskandal, als Entertainerin Ellen

DeGeneres sich als Lesbe outete. In einzelnen Bundesstaaten konnten

homosexuelle Handlungen bis ins Jahr 2003 – also noch vor neun Jahren

– bestraft werden.

Die staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren ist heute in den

USA ein besonders umstrittenes Thema und «Homo-Ehe» ist ein absolutes

Reizwort.

Seit 1998 sind Volksabstimmungen zu gleichgeschlechtlichen Ehen in 32

US-Staaten gescheitert. Im Mai 2012 haben die Bürger in North Carolina

das Verbot gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der Verfassung verankert.

Insgesamt 30 der 50 Bundesstaaten haben in ihren Verfassungen

festgeschrieben, dass die Ehe ausschliesslich eine Sache zwischen Mann

und Frau sei.

Obamas Zögern

Bei dieser konservativen Haltung vieler US-Staaten ist Obamas Zurückhaltung

verständlich. Doch mitten im Wahlkampf nahm er dennoch

Stellung. Manch einer glaubte, Barack Obama habe sich nur deshalb zu

einem «Ja zur Homo-Ehe» durchgerungen, weil er sich in letzter Minute

die Stimmen der LGBT-Community sichern wollte. Inzwischen wissen

wir, dass er durch Aussagen des US-Vizepräsidenten Joe Biden unter Druck

kam, eine klare Position einzunehmen, und dass ihm u.a. seine Frau und

die Töchter in dieser Sache gut zugeredet haben. Ob er damit die Wahl

gewinnen würde, war damals alles andere als gewiss. Dennoch wagte er

diesen Schritt aus Überzeugung. Die Republikaner rieben sich schon die

Hände und witterten eine Steilvorlage zur Mobilisierung der konservativen

Basis. Mitt Romney reagierte prompt und sprach sich deutlich gegen

die Homo-Ehe aus.

Obama selbst begründete seinen Sinneswandel mit den Worten – und in

einem für ihn typischen, ellenlangen Satz:

«Ich muss Ihnen sagen, dass im Laufe von mehreren Jahren, als ich mit

FreundInnen, Familie und NachbarInnen gesprochen habe, wenn ich an

die Mitglieder meiner MitarbeiterInnen denke, die in unglaublich engagierten,

monogamen Beziehungen, gleichgeschlechtlichen Beziehungen

leben, die gemeinsam Kinder grossziehen, wenn ich an jene SoldatInnen,

Marines oder Seeleute denke, die da draussen in meinem Namen im Kampf

sind und dennoch, auch nach dem Ende von ‹Don’t Ask Don’t Tell› nicht in

der Lage sind, Verantwortung in einer Ehe zu übernehmen, dann habe ich

an einem Punkt festgestellt, dass es für mich persönlich wichtig ist, voranzugehen

– und zu erklären, dass ich denke, dass gleichgeschlechtliche Paare

die Möglichkeit haben sollten, zu heiraten.»

Obamas Verdienste

Obama betonte, dass seine Äusserungen eine persönliche Meinung seien.

Aus Kreisen des Weissen Hauses verlautete denn auch, dass die Erklärung

des Präsidenten keine unmittelbare Auswirkung auf die aktuelle Politik

13


CRUISER Edition Winter 12/13

Politik

haben werde. Denn beim Thema Homo-Ehe können die jeweiligen Staaten

entscheiden.

Dennoch, seine Meinung hat Gewicht und jetzt steht die Homo-Ehe im

demokratischen Parteiprogramm. Bereits in der ersten Amtszeit Obamas

gibt es einige positive Errungenschaften für die LGBT-Community zu

verzeichnen. Hier einige der grössten Siege für die amerikanische Community

in den letzten vier Jahren: Schwule und Lesben können jetzt offen

in den Streitkräften dienen. Das Justizministerium wehrt sich nicht

mehr gegen Versuche, das Verbot der Homo-Ehe auf juristischem Wege zu

beseitigen. HIV-Positive können nach 25 Jahren wieder ohne Einschränkungen

in die USA einreisen. Ausländische Lebenspartner von Schwulen

und Lesben sind nicht mehr von Abschiebung bedroht. Und – international

wichtig – das Aussen ministerium bekämpft unter Hillary Clinton

mit Nachdruck die Unterdrückung und Verfolgung von LGBT in anderen

Ländern auf der ganzen Welt.

Homo-Ehe neu in neun Staaten

Die jüngsten Aussagen Obamas sind jedenfalls sehr erfreulich und widerspiegeln

auch den Wandel in der US-Gesellschaft. Vor zehn Jahren befürwortete

nur jeder dritte US-Bürger die Ehe für Lesben und Schwule. Inzwischen

hat sich dies – trotz oder gerade wegen der massiven und haltlosen

Angriffe der religiösen Rechten – massiv geändert. Jüngste Umfragen

zeigen, dass mittlerweile eine knappe Mehrheit der US-Amerikaner und

Amerikanerinnen die Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule unterstützt

(dies entspricht aber nicht der Mehrheit der Staaten).

Am 7. November, dem Tag der Präsidentschaftswahl, fanden in etlichen

US-Staaten zusätzliche Abstimmungen statt. Auch über die Homo-

Ehe. Seitdem ist die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in drei weiteren

– nun also insgesamt neun – US-Bundesstaaten möglich. Das sind

Washington, Maryland, Maine, Vermont, New York, New Hampshire,

Massachusetts, Iowa und Connecticut. Auch die Hauptstadt Washington

D.C. erlaubt die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Neun weitere

US-Staaten kennen eine staatlich anerkannte Partnerschaft. Interessant

dabei ist, dass auch bei der Partnerschaft in Amerika die Adoption

möglich ist.

Staaten mit rigorosen Verboten

Diesen vorwiegend an der Ostküste liegenden, fortschrittlich Staaten steht

eine grosse Anzahl von US-Staaten gegenüber, welche teils erst neuerdings

rigorose Verbote eingeführt haben, teils in der Verfassung, teils per Gesetz.

In der Verfassung verankert sind zweifache Verbote – Verbot der gleichgeschlechtlichen

Ehe und das Verbot der eingetragenen Partnerschaft in

20 US-Staaten. Zehn US-Staaten kennen ein in der Verfassung stehendes

Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe, und sechs US-Staaten verbieten

die gleichgeschlechtliche Ehe per Gesetz.

Ein vergleichender Blick auf Europa

Die Niederlande waren 2001 das erste Land weltweit, das standesamtliche

Eheschliessungen von Homosexuellen zuliess. Dem Beispiel folgten sechs

weitere Staaten. In Europa kennen also sieben Staaten die Homo-Ehe, nämlich

Belgien, Island, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden.

Die Eingetragene Partnerschaft gibt es in 14 Ländern Europas: Andorra, Dänemark,

Deutschland Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Liechtenstein,

Luxemburg, Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien, Ungarn.

Freude herrscht bei der LGBT-Community

Auch wenn beim Thema Homo-Ehe die jeweiligen Staaten entscheiden

können, ist die Wirkung von Barack Obamas Aussage nicht zu unterschätzen.

Bei der 57. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von

Amerika haben sich die Amerikaner erneut für den homo freundlichen

Amtsinhaber Barack Obama ausgesprochen.

Nun können viele Organisationen die eingeschlagene Schwulenpolitik

in Amerika weiterführen. Anders wäre die Situation unter Romney.

Die Republikanische Partei würde erneut den Versuch unternehmen,

die Homo-Ehe auf Bundesebene zu verbieten. Jeder Versuch, mehr Gesetze

zum Schutz von LGBT zu schaffen, wäre so gut wie unmöglich.

Noch bedrohlicher für schwule und lesbische Amerikaner: Romney

hätte ohne jeden Zweifel versucht, die schon bestehenden Gesetze abzuschaffen.

Die Wiederwahl Obamas wird die Republikaner in den nächsten vier

Jahren zwingen, ihre Positionen zu überdenken, sich der Zeit anzupassen.

Vier weitere Jahre «konservare» – des Nein-Sagens zu Neuerungen

— würde die Republikanische Partei vollends ins Abseits

drängen. Denn 2016 wird der Wähler-Anteil von Jungen, von Latinos

und Schwarzen noch grösser, der Anteil der älteren, konservativen

Weissen kleiner sein. Somit können Obamas «Four more years»

wirklich eine Wende herbeiführen. Sei es, dass die Republikaner weltoffener

werden und somit wieder eine Chance haben, an die Macht zu

kommen, sei es, dass die offeneren Demokraten wiederum den Präsidenten

stellen und ihren politischen Kurs weiterführen.

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CRUISER Edition Winter 12/13

Interview

Ein neuer

Mr. Tagesschau

– aus der Familie

Roger Brändlin wird neuer

Moderator der «Tagesschau».

Von Daniel Diriwächter

Roger Brändlin wird ab Dezember

die «Tagesschau»

am Mittag, abends um 18.00

Uhr sowie in der Nacht

moderieren. Das Tolle (und im

Prinzip auch das Unwichtige

daran): noch mehr Gay-Community

im SRF. Wir wollten

mehr wissen und stellten

Roger Brändlin per Mail einige

Fragen.

CR: Ab Dezember bist du Tagesschau-Moderator

– wird ein Traum von dir wahr?

Roger Brändlin: Ich hatte eigentlich andere Träume.

Ich wollte Schauspieler oder Sänger werden,

als ich ein Kind war. Heute glaube ich allerdings

doch, dass ich besser in die Tagesschau passe als

an die Oscar-Verleihung oder in die Hitparade.

CR: Gibt es Ausgaben der Tagesschau, die du

nie vergessen wirst?

Roger Brändlin: Eine spezifische Sendung kommt

mir nicht in den Sinn – dafür ein Lied der Schweizer

Band Subzonic: «Titelgschicht, die ändert sich

vo Tag zu Tag nur üsserlich. S'einzig, wo in Erinnrig

bliibt, sind Gschichte, wo's Lebe schriibt.»

CR: Du wirst mit heftigen Themen konfrontiert

werden. Wie kannst du dich nach Sendeschluss

davon abgrenzen?

Roger Brändlin: Diese Problematik kannte ich natürlich

schon als Nachrichtensprecher bei Schweizer

Radio DRS. Die einzelnen Ereignisse gehen einem

erst nahe, wenn man vor Ort von ihnen berichtet.

Als jener, der die Nachrichten präsentiert, erfährt

man von alledem – wie der Zuschauer auch – erst

aus zweiter oder gar dritter Hand. Zudem ist die

Aufbereitung von Nachrichten ein Handwerk wie

jedes andere auch, wobei die Inhalte zum Beispiel

dem Holz eines Schreiners entsprechen. Verarbeiten

tu ich die Inhalte oft erst zuhause. Und da

berühren sie mich mehr oder weniger – wie jeden

andern gut informierten Bürger auch.

CR: Du bist ein Radio-Mensch. Nun musst du

dein Gesicht zeigen. Ein logischer Karriereschritt?

Roger Brändlin: Wenn man sich nach 13 Jahren

Radio-Tätigkeit als Nachrichten-Moderator weiterentwickeln

möchte, ist die Tagesschau beim

Fernsehen eine gute Möglichkeit. Diese Chance

hat sich mir nun geboten, was mich sehr freut.

Dass dabei mein Gesicht zu sehen sein wird, daran

muss ich mich erst noch gewöhnen.

CR: Liebäugelt man in deinem Metier bewusst

mit dem SF?

Roger Brändlin: Die Art von Fernsehjournalismus,

die ich gut und wichtig finde, gibt es in der

Schweiz nur beim SF – insofern ja.

CR: Was ist an dem Gerücht dran, dass die Moderatoren

unten rum bequeme Kleidung und

Schuhwerk bevorzugen?

Roger Brändlin: Bevorzugen würden es bestimmt

die meisten. Was unten rum läuft, weiss ich

allerdings auch noch nicht so genau. Ich bin

gespannt, wie gross der Handlungsspielraum

diesbezüglich sein wird...

CR: Du wirst eine Person des öffentlichen Lebens

sein. Dürfen wir eine Homestory inklusive

Badewannen-Foto erwarten?

Roger Brändlin: Ich würde besser nicht darauf

warten. Ich möchte nämlich so privat wie möglich

bleiben...

CR: Wir erleben beim SF eine neue «schwule»

Welle: Patrick Hässig, Mario Grossniklaus

und nun du. Ist die sexuelle Orientierung ein

Thema hinter den Kulissen?

Roger Brändlin: Ich frage mich eher, warum sie

für die Öffentlichkeit noch immer ein Thema

ist...

CR: Wie wirst du reagieren, wenn dich Zuschauer

aufgrund deiner sexuellen Orientierung

attackieren?

Roger Brändlin © SRF

Roger Brändlin: Wahrscheinlich ähnlich wie ich

auf eine Attacke wegen meiner Krawattenwahl

reagieren werde: mit Verständnis für den anderen

Geschmack.

Roger Brändlin

Seit 2007 arbeitet Roger Brändlin für SRF, zuerst

als Nachrichtenredaktor und -moderator bei

Schweizer Radio DRS, seit diesem Jahr als Produzent

und Redaktor für das Tagesprogramm von

DRS 3. Zuvor hat Brändlin Journalismus und

Organisationskommunikation an der Zürcher

Hochschule Winterthur studiert und für verschiedene

Schweizer Lokalradios (unter anderen

Radio Munot, Radio Argovia, Radio Energy /

Hitradio Z) gearbeitet.

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Welt-Aids-Tag CRUISER Edition Winter 12/13

Heute werde ich mit

meinen HIV-Patienten alt!

Interview mit Christina Grube

Von Branko B. Gabriel & Daniel Diriwächter

Blieb immer standhaft: Christina Grube © Stefan Büchi

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CRUISER Edition Winter 12/13

Welt-Aids-Tag

Im Zürcher Unispital, hinter

einem Berg von rosaroten

Schweinchen, haben wir

Christina Grube entdeckt.

Die Pflegefachfrau in der

Klinik für Infektionskrankheiten,

insbesondere im Bereich

HIV und Aids, verwandelt

die Blutentnahme

zu einer fast schon amüsanten

Angelegenheit. Wir

sprachen mit Christina

Grube über ihre Aufgabe,

Gedanken und Wünsche.

CR-MagazIN: Christina Grube, seit mehr als 17 Jahren bist Du im Unispital

Zürich in der Infektiologie tätig. Wie hat sich das Krankheitsbild

bei den HIV-Patienten verändert?

CHRISTINA GRUBE: Es hat sich insofern verändert, dass unsere Patienten jetzt

viel früher und viel besser behandelt werden können und dass heute das

«typische» Bild eines sogenannten Aids-Kranken kaum mehr vorhanden

ist. Es gibt aber Patienten, welche ohne Behandlung an Aids erkranken,

die mich an meine Anfangszeiten hier in der Sprechstunde erinnern.

Aber im Normalfall ist es heute so, dass dies durch die neuen HIV-Therapien

nicht mehr so weit kommen muss.

CR-MagazIN: Du sprichst von deinen Anfangszeiten in der Sprechstunde.

Wie war das damals?

Das war eine sehr heftige Zeit, die mich fast dazu gebracht hat, mir eine

andere Arbeit zu suchen. Es war so frustrierend und tat so weh, junge

Menschen, besonders Männer, so wegsterben zu sehen, ohne was tun zu

können. Oft bin ich heulend nach Hause und habe mich gefragt, was ich

dort eigentlich mache.

CR-MagazIN: Du bist aber standhaft geblieben.

Als frühere Leiterin in einer Drogenentzugs-Klinik war ich «geschult»

betreffend einer sogenannten Sisyphusarbeit. Ich habe nicht kapituliert

und bin heute heilfroh, dass ich weitergemacht habe. Mit vielen Patienten

aus dieser Zeit bin ich nun zusammen alt geworden. Das ist wunderbar

und macht zufrieden.

CR-MagazIN: Ärgert es dich, wenn heute Leute jeglicher Couleur unbekümmert

mit HIV umgehen?

Das ärgert mich nicht, aber es stimmt mich nachdenklich. Was ist da falsch

gelaufen in der Prävention? Es gibt die Generation – zu der gehöre ich auch

noch – die ist mit dem Thema HIV sozusagen erwachsen geworden. Für

mich war der Slogan «Im Minimum ein Gummi drum» so präsent. Ich sehe

heute noch Charles Clerc mit der Banane und dem Gummi in der Tagesschau.

In dieser Zeit war das eine Revolution! Mir fehlt heute die wirklich

plakative Aussage zu HIV. Ich weiss, die Gelder in der Prävention werden

gestrichen, aber es gibt doch so viele kreative Köpfe!

CR-MagazIN: Denkst du, heute fehlt ein «Charles Clerc»?

Ja, besonders die Jugend muss wieder auf HIV sensibilisiert werden. Man

mag nicht mehr verhüten, es ist uncool und überhaupt, die ganzen Sprüche

wie «ich sehe es ihm ja an, ob er Aids hat oder nicht», oder schlimmer,

«wenn ich HIV-positiv bin, kann ich mit jedem rumpoppen, weil’s dann

egal ist», sind heute noch Realität.

CR-MagazIN: Hat die Prävention in der Schweiz versagt?

Nein, das würde ich nicht sagen. Aber aus meiner Sicht müssten, wie erwähnt,

eindrücklichere Kampagnen kreiert werden. Es muss den Menschen

wieder bewusst werden, dass HIV eine lebenslange Krankheit ist.

Dank der heutigen Medizin können wir den Ausbruch von Aids verhindern.

Aber es erfordert geradezu eiserne Disziplin, sich an die regelmässige

Therapie bzw. die Einnahme der Tabletten zu halten. Und wir haben

diesbezüglich noch keine Langzeit-Erfahrung. Was passiert mit dem

Körper in zehn Jahren?

CR-MagazIN: Du bist die gute Seele der Infektionsabteilung. Kümmerst

dich liebevoll um deine Patienten. Wie schaffst du dir Distanz?

Ehrlich gesagt, jedes Schicksal geht mir nahe, ich bin zu sehr involviert

in diese ganze Sache. Berührungsängste sind mir fremd, und ich konnte

noch nie akzeptieren, dass jemand stirbt oder schwer erkrankt. Meine

Patienten betrachte ich meist nicht als solche, sondern als mittlerweile

sehr gute Freunde. Ich bin nun mal ein gefühlsbetonter Mensch.

CR-MagazIN: Was macht Frau Grube, wenn sie nicht arbeitet?

Nun, was macht sie dann? Sie beantwortet Interviews... (lacht!). Glücklicherweise

verfüge ich über ein Gen, das mir wenig Schlaf erlaubt, ich

mache daher ziemlich viel! Ich bekoche gerne meine Freunde, bin eine

Leseratte und liebe einen gemütlichen Film-Abend auf dem Sofa. Eine grosse

Schwäche von mir ist der Zürich-See. Ich sitze gerne am Ufer, schaue

aufs Wasser und lasse meinen Gedanken freien Lauf...

CR-MagazIN: Was wünschst du dir für die Zukunft?

Dass es den Leuten wieder Bewusster wird, sich einerseits vor HIV zu schützen

und andererseits, dass es mehr Solidarität unter den Betroffenen gibt,

genauso wie ich mir wünsche, dass HIV keine Ausgrenzung jeglicher Art

mit sich bringt. Wenn du sagst, du hättest Krebs, sage alle: «Oh, du Armer!».

Wenn du sagst, du seist positiv, machen die meissten eine Schritt zurück…

Intoleranz und Diskriminierung sind für mich die zwei schlimmsten

Sachen.

CR-MagazIN: Zu guter Letzt, was sollen diese vielen Schweine?

Einer meiner allerersten Patienten, ein unglaublich kreativer, humorvoller

und sehr herzlicher Mensch, der leider an den Folgen seiner HIV-

Infektion starb, stellte mir damals ein kleines Gummischwein auf den

Schreibtisch. Es sollte mir Glück für die neue Arbeit bringen. Das war der

Startschuss für meinen «Saustall». Seitdem werde ich von vielen Patienten

mit diesen Glücksschweinchen beschenkt. An dieser Stelle ein herzliches

Dankeschön an meine lieben Patienten!

Christina Grube

Christina Grube wurde 1957 in Deutschland geboren. Nach ihrer Ausbildung

in Saarbrücken als Kinderkrankenschwester und diversen Zusatzausbildungen

hat sie in Heidelberg, Bremen, München und Aarau

als Krankenschwester gearbeitet, bevor sie nach sechs Jahren Drogenentzugstation

in Frankental am Universitätsspital zu arbeiten begann. Seit

über 17 Jahren ist sie dort als sogenannte Studynurse tätig.

19


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06.09.2012 8:15:18 Uhr


CRUISER Edition Winter 12/13

Fotostrecke

Slava Mogutin

Photographer

Slava Mogutin ist ein in New York lebender russischer

Künstler, der sich durch Fotografie, Video,

Literatur, Performance, Skulpturen als auch in

Gemälden auszudrücken vermag. Geboren in

Sibirien, zog es ihn bereits mit 11 Jahren nach

Moskau. Dort machte er sich später als Journalist

und Redaktor einen Namen.

Slava Mogutins politisches Engagement für Homo-Rechte

machten ihn zum Ziel homophober

Justiz. 1995 sah er sich gezwungen, Russland

zu verlassen. Politisches Asyl bekam er in den

Vereinigten Staaten, u.a. mit Hilfe von Amnesty

International.

In New York begann er, sein Leben der Kunst

zu widmen. Dies, in Zusammenhang mit seiner

Erfahrung, gibt den Werken von Slava Mogutin

eine Dimension, welche die Zerrissenheit zwischen

Zusammenhalt und Einsamkeit, aber auch

Gewalt und Liebe, zu vermitteln weiss. Heute ist

Slava Mogutin US-Bürger und arbeitet derzeit an

seinem dritten Fotobuch.

«Suddenly Last Summer»

Die CR-Redaktion ist stolz, mit Slava Mogutin einen

Künstler in der Winter-Edition zu präsentieren,

dessen Werk international gewürdigt wird.

Nicht nur, dass er Ausstellungen im MoMA sowie

dem Museum of Arts and Design in New York

vorzuweisen vermag, sondern auch im Haifa

Museum of Art in Israel, im Australian Centre for

Photography in Sydney oder auch – glücklicherweise

– nun im Museum of Modern Art in Moskau

gewürdigt wurde. Seine Bilder wurden zudem

in renommierten Magazinen wie L’Uomo Vogue,

Stern oder The New York Times veröffentlicht.

In dieser CR-Fotostrecke, als auch auf dem Titel,

finden wir Slava Mogutins aktuellste Fotoarbeit

«Suddenly Last Summer» – Plötzlich, im letzten

Sommer. Die Arbeit beschreibt die zarte, aber oft

auch brutale Erinnerung an Vergangenes. Wenn

vieles, was wir im letzten Sommer erlebt haben,

plötzlich klar wird.

www.slavamogutin.squarespace.com

Cover: Grasshopper / Suddenly Last Summer

Bild rechts: Selbstportrait Slava Mogutin

21


Kapitel Titel CRUISER Edition Winter 12/13

Sunny Side / Suddenly Last Summer

22


CRUISER Edition Winter 12/13

Kapitel Titel

Gio Green Man / Suddenly Last Summer

23


Kapitel Titel CRUISER Edition Winter 12/13

Josh Horny Skull / Suddenly Last Summer

24


CRUISER Edition Winter 12/13

Kapitel Titel

Brian Skull / Suddenly Last Summer

25


Kapitel Titel CRUISER Edition Winter 12/13

Phantom of Liberty / Suddenly Last Summer

26


CRUISER Edition Winter 12/13

Kapitel Titel

Sky High / Suddenly Last Summer

27


Kapitel Titel CRUISER Edition Winter 12/13

Gio Mask / Suddenly Last Summer

28


CRUISER Edition Winter 12/13

Kapitel Titel

Swim No More / Suddenly Last Summer

29


Kapitel Titel CRUISER Edition Winter 12/13

Dominic and Leo / Suddenly Last Summer

30


CRUISER Edition Winter 12/13

Kapitel Titel

Fading Sky / Suddenly Last Summer

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Lifestyle CRUISER Edition Winter 12/13

ID12

Noch bis zum 16. März 2013 ist der Shop ID12 – ganz nach dem Motto «Chalet Chic» – mit neuem

Interior-Design in Zürich geöffnet. Die Besucher erwartet eine breite Palette von einzigartigen Designerstücken:

Von exklusiven Kerzenständern aus abgeworfenen Hirschgeweihen über, in aufwändiger Handarbeit in der

Schweiz gefertigte Fellkissen, bis hin zu Rehtrophäen un Accessoires.

Besonderes Highlight: iPad-Cover aus hochwertigem Kuhfell, für CHF 189.–.

CR verlost zusammen mit ID12 ein iPad-Cover Mitmachen unter: info@cruiser.ch, Stichwort «ID12»!

ID12, Kreuzstrasse 15, Ecke Dufourstrasse, im Zürcher Seefeld. www.id12.ch

«The Britain»

Seit kurzem erstrahlt Burberry an der Zürcher Bahnhofstrasse

in neuem Glanz. Die Räumlichkeiten wurden

ausgeweitet wie auch das Sortiment. Neben feiner und eleganter

Mode im Brit-Style findet man auch Accessoires wie

Brillen und Uhren. Ein cooler und auch noch bezahlbarer

Ticker ist „The Britain“, das Modell hat ein kratzfestes Saphirglas,

ist aus gebürstetem Edelstahl und verfügt über

ein Schweizer Automatikwerk.

Ab CHF 1995.–, www.burberry.com

Panorama-Knife

Ein scharfes Küchen-Gadget ist das neue Brotmesser von der

Thurgauer Firma Panorama-Knife mit toller Bergpanorama- Optik.

Wahlweise mit «Berner Oberland»- oder «Bodensee/Säntis»-

Motiv. Das Messer ist aus rostfreiem Klingenstahl und der Griff

besteht aus Abfällen indischen Palisander-Holzes oder aus Polypropylen-Kunststoff.

Die Nieten sind aus Aluminium. So hat

man doch gleich bessere Laune am Frühstücks-Tisch! Erhältlich

ab CHF 69.–, weitere kultige Panoramen sind in Planung.

Bestellen unter: www.panoramaknife.ch.

Shadow Society

Back to the 80ties! Puma bringt in Kollaboration mit der Shadow Society wieder neue

Modelle von klassischen Sneakers auf den Markt. Wer hinter diesem Pseudonym steht, wird

hier nicht verraten. Nur so viel: Die fünf bekannten, aber namentlich nicht genannten

Köpfe hinter der Shadow Society haben wieder in den Archiven gestöbert und zwei

neue Running Sneakers aus den 80ern frisch aufgelegt – 2012 setzt man auf

Wildleder und Colorblocking. Neu wird das Society Pack erstmals mit Accessoires

und Bekleidung im typisch-schlichten Retro-Design ergänzt.

Ab CHF 70.–

www.puma.com

32


CRUISER Edition Winter 12/13

Lifestyle

G-Star

G-Star Zürich bieten in der City das grösste Sortiment an Jeans, Jacken, Hemden

und T-Shirts der Marke G-Star an. Auf einer Fläche von 200 m 2 präsentiert der G-

Star Store Zürich seine neue Winter-Kollektion 2012/13. Überzeuge dich selbst

und verpasse dir jetzt den coolen G-Star Style!

• Grösste Auswahl, grösstes Jeans Sortiment

• Kompetente Beratung, Best Styles

Am 5. Dezember 2012, Gay Shooting & Shopping,

mit DJ, Drinks, Shooting und Wettbewerb

G-Star, Uraniastrasse 4, 8001 Zürich

www.facebook.com/gstarstorezh

Moncler

Endlich hat auch Zürich ihre eigene

Moncler Boutique, an bester

Lage, hinter dem Hotel Storchen.

Bekannt wurde das Label vor

allem durch ihre Daunenjacken,

die gibt es mittlerweile in unzähligen

Ausführungen, Farben

und Designs. Frisch eingetroffen

ist die aktuelle Winterkollektion

2012/13, mit viel cooler Wolle und

Strick sowie warmen Jacken!

Chez Goose

Einer der besten Wodkas überhaupt stammt vom französischen

Hersteller Grey Goose. Wie jedes Jahr kreiert der traditionelle

Spirituosenproduzent leckere Cocktailrezepte, auch

geeignet für die private Hausbar. Besonders raffiniert ist der

Chez Goose; er zelebriert die hohe Kunst einer perfekten Zusammensetzung.

Man nehme Grey Goose L’Orange und Baron

Otard XO Cognac, füge Mandarinenpüree hinzu und schon

hat man einen herrlichen, spritzigen winterlichen Zitrusfruchtcocktail!

Weitere Rezepte unter: www.greygoose.com

Moncler Boutique

Storchengasse 8

8001 Zürich

Timetunnel

Einer der schönsten Vintage-Stores der Stadt ist der Timetunnel im Züricher Niederdorf.

Die Brüder Seitz, schon selber beinahe Kult, führen das kleine Möbeluniversum mit viel

Liebe und geschultem Auge für Designerstücke und Kultobjekte. Hier findet man 2nd-

Hand-Möbelraritäten, die Geschichte geschrieben haben. Neben Einrichtungsgegenständen

führen sie aber auch ein grosses Sortiment an gebrauchten Brillen und Accessoires.

Neu gibt es auch das deutsche Taschenlabel Canvasco zu kaufen. Die praktischen Taschen,

mit extra breitem Tragegurt werden aus gebrauchten Segeltüchern hergestellt und sind

in zwei Grössen ab CHF 198.– erhältlich.

Timetunnel, Stüssihofstatt 7, 8001 Zürich, www.timetunnel.ch

33


Lifestyle CRUISER Edition Winter 12/13

Panthera

Kein anständiger DJ kommt am Panthera Records Vinyl & CD Shop vorbei – und das

schon seit 1984! Der kleine Shop an der Johannesgasse 6 ist spezialisiert auf House,

Techhouse, Techno, Jazzyhouse, Progressiv und Breakbeats. Neben den neusten

und geilsten Underground- und Clubbing-Platten finden Musik-Liebhaber hier

auch Disco- und House-Raritäten von 1984 bis 2000. DJ Marc Fuhrmann, den Besitzer,

kann man auch buchen, diverse Licht- und Technikanlagen werden auch

vermietet. Unser Favorit!

Johannesgasse 6, 8005 Zürich, www.panthera-records.ch

Adidas by Jeremy Scott

Das muss Man(n) haben! Immer wieder präsentiert

das Lifestyle-Label Adidas spannende

und bisweilen verrückte Schuhobjekte.

Der Adidas Originals Graffiti Slim

by Jeremy Scott ist ein Vollleder-Schuh

für Männer mit einem positiven Lebensgefühl.

Die auffallenden Grafittis sorgen

bestimmt für den Hingucker der Saison!

Ab CHF 200.–, www.adidas.com

Design-Partners

Der unscheinbare Laden mit grossen Ideen am Idaplatz überrascht mit

einzigartigem Design, gewagten Möbeln und Einrichtungsgegenständen.

Design-Partners ist allerdings viel mehr als nur ein gewöhnlicher

Laden, es ist eine Plattform für Künstler und Designer, die neben ihrem

Schaffen hier zusammenfinden, sich ergänzen oder

neue Projekte aufgreifen. Das innovative Netzwerk

rund um das Künstler-Ehepaar Malfatti-Woods bietet

verschiedenen nationalen wie internationalen

Künstlern – Schwerpunkt London und Berlin – die

Möglichkeit, sich hier einem grösseren Publikum

zu zeigen und auch ihre Objekte zu verkaufen. Passend

zu Weihnachten sind z.B. die Gugelhupf-Lämpchen

von Cornelia Wurster, Porzellan und Spitze, in

versch. Grössen und Formen, ab CHF 280.–.

Bertastrasse 26, 8003 Zürich,

www.design-partners.ch

Street-Files

Street-Files goes Frau Gerolds Garten! Neben dem Laden im Kreis 4 an der Badenerstrasse

129 eröffnete Street-Files Mitte September seinen zweiten Shop in Frau

Gerolds Garten, den Street-Files Mini Mart II. Hier findet der moderne Individualist

sein modisches Glück fernab von Alltagsbrei und Schnickschnack, d.h seine bevorzugten

Labels. Kreativität, Liebe zum Detail und ein ehrliches Preis-Leistungsverhältnis

sind wichtige Merkmale für die Sortimentsgestaltung. Die gemütliche und

ungezwungene Location macht den Besuch zu einem tollen Shopping-Erlebnis.

www.street-files.com, Street-Files Flagship, Badenerstrasse 129, 8004 Zürich

Street-Files Mini Mart II, Geroldstrasse 23, 8005 Zürich

Menssecret

Menssecret.ch bietet seit über sechs Jahren schweizweit das grösste Sortiment von

Underwear, Sports- und Swimwear, Jeans und Accessoires zu günstigen Preisen an.

Besonders trendig sind die Labels Rufskin, ES, Andrew Christian, N2N, Pistol Pete,

Sauvage und Candyman. Spektakulär cool und sexy sind die neuen Modelle des

spanischen Labels Addicted! Man kann im grossen Onlineshop einkaufen oder jeden

Samstag von 11.00 bis 15.00 Uhr im Warenlager in Zürich vorbeikommen und

sämtliche Modelle gleich selber anprobieren.

Menssecret, Bremgartnerstrasse 51, 8003 Zürich, www.menssecret.ch

34


EIN HAUS - 3 CLUBS (T&M, AAAH!, GOLDENES SCHWERT)

6 DJS AUF 3 DANCEFLOORS

CRUISING FLOOR & CHILL OUT AREA

MITTERNACHTSGARTEN MIT FEUERZAUBER & KONFETTIREGEN

LINE UP:

GROOVEMASTER (T&M)

LOYCE (T&M)

MADHOUSE (GOLDENES SCHWERT)

Q-BASS (AAAH!)

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JUKEBOX (PIGALLE)

EIN EINTRITT! - ONE ENTRY

Welcome Drink von 21.30 – 22.30

gratis Gulaschsuppe, Pizza und Snacks ab 02.00 Uhr

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DIE LETZTEN 100 TAGE IM T&M

JETZT NOCH 55 PARTYS!

XIII

Feiertage – Feiernächte!

In der Zeit vom 29.

Dezember bis 2. Januar

sind die Clubs T&M, AAAH!

und Goldenes Schwert

jeden Abend offen!

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knallen die Korken im ganzen Haus

ert und dem Hofgarten. Eine Nacht

rraschend wie die letzten 25 Jahre!

try im T&M und Pigalle!!!

Club Goldenes Schwert – der neue Pop-Up Club! Immer am Samstag

bis Ende Februar wird das Hotel Goldenes Schwert zum Nachtclub.

Mit Zugang zu T&M und AAAH!

2 Eingänge – 3 Dancefloors – 1 Eintritt!

Programm auf www.facebook.com/GoldenesSchwert

Visit us on www.facebook.com/tundm.club for more information!

Das T&M Haus ist noch bis Ende Februar 2013 jeden Tag geöffnet!

www.tundm.ch - Marktgasse 14 - 8001 Zürich

CLUB

GOLDENES

SCHWERT


Szene CRUISER Edition Winter 12/13

Parties und

Events

38

Boyahkasha!

Neu im Zürcher Kreis 2

Lange mussten die Partygänger auf eine Fortsetzung

der Boyahkasha-Partyreihe warten. Nun ist

sie zurück und zieht weiter in den Kreis 2 in den

Bahnhof Enge.

Der direkt an den Gleisen gelegene Station Club

ist sozusagen noch jungfräulich was Gay-Parties

betrifft und öffnet am 1. Dezember das erste

Mal für das schwule Publikum seine Tore.

Im Club werden u.a. DJ Josè Parra und DJ Loyce

mit dem allerneuesten Sound die Partycrowd

begeistern. Erstgenannter wird dazu beitragen,

dass im frühwinterlichen Zürich jede Menge

Ibiza flair einkehrt. Josè Parra startete seine DJ-

Karriere auf Ibiza in den ortsansässigen Clubs Pascha

und Space und er spielte auch schon in Zürcher

Clubs wie dem Kaufleuten und dem Club Q.

Auf dem kleineren Floor gibt es ein Wiedersehen

mit zwei stadtbekannten DJs. Ptites Boules (ehem.

Pitbull) und Déesse sind nach einer Schaffenspause

wieder zurück. Sie sorgen mit ihrem an Kater

Holzig und Bar 25 orientierten Sound für das musikalische

Kontrastprogramm zum Main Floor.

Boyahkasha! – Fortuna la Grace

Samstag, 1. Dezember, ab 22.00 Uhr

Station Club Zürich, Bahnhof Enge,

Gutenbergstrasse 1, 8002 Zürich

www.station-club.ch, www.boyahkasha.ch

Familienausflug

Family Affair im Club

Goldenes Schwert

Nachdem Ende November der Club Goldenes

Schwert bereits von Boyahkasha, Behave und

Cityboy eingeweiht wurde, kündigen sich, wie

es sich für ein Hotel gehört, bereits weitere Gäste

an. Das kultige Label Family Affair aus dem

696Club in Altstetten macht am 1. Dezember

einen Ausflug in die Innenstadt. Und bringt die

FA-DJs Willi P. und Jesse Jay mit. Wer das kreative

Label kennt, der weiss, dass sie nicht nur den

Dancefloor und die Bar, die sich in umfunktionierten

Hotelsuiten befinden, nutzen werden.

Auch die weiteren Hotelzimmer werden voller

Überraschungen sein und laden somit zum Verweilen,

zum Flanieren und zum Staunen.

Da die frivole und sexy Celestial Party auch ein

wenig zu Verwandtschaft gehört, findet diese

gleichzeitig im Club AAAH! statt. Hier verführen

die DJs Thomi B. und ein Surprise Guest das

Publikum zum Tanzen und vielleicht noch mehr.

Family Affair

Samstag, 1. Dezember, ab 22.00 Uhr

Club Goldenes Schwert

Marktgasse 14, 8001 Zürich

facebook.com/GoldenesSchwert

G-Star

Gay Shooting & Shopping

Am 5. Dezember findet erstmals bei G-Star Zürich,

an der Uraniastrasse 4, das «Gay Shooting

& Shopping» statt. Neben dem Genuss harter

Drinks kann man sich in der Box fotografieren

lassen, denn G-Star sucht für 2013 einen neuen

Botschafter für die Gay-Community. Ab 18.00

Uhr stehen DJ, Drinks, Stylist Branko B. Gabriel

und Fotograf bereit um ordentlich den Winter

einzuläuten! Natürlich hängt dann auch schon

die brandneue Winter-Kollektion im Laden, anschliessend

wird in der Heldenbar gefeiert, den

Getränkebon gibt es exklusiv bei G-Star.

G-Star Gay Shooting & Shopping

Mittwoch, 5. Dezember

ab 18.00 Uhr

Uraniastrasse 4, 8001 Zürich

Seite 69 – homosexuell,

heterofreundlich

Neue Partyreihe in Bern

Auf Seite 69 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte

der Berner Party Szene. Die neue Partyreihe

findet jeden 1. Donnerstag im Monat im

neuen Club Kapitel, am Bollwerk 41, statt. Hinter

der neuen Partyreihe Seite 69 stehen die Organisatoren

Terry Loosli und Bruno Frey, die drei Jahre

lang die Exzess-Parties im Sous Soul veranstaltet

haben. Nach dessen Schliessung musste ein

neuer Ort gesucht werden. Der wurde gefunden

im neu eröffneten Lokal Kapitel Bollwerk.

Angekündigt wurde die offizelle Eröffnungsparty

für Januar 2013. Nun ist aber bereits im

Dezember Basel zu Besuch an der Seite 69. Diskomurder

und Mehmet Aslan gehören zu den innovativen

Jungen der Basler DJ Szene. Beide

sind Teil des DJ-und Partykollektives «Family

Affairs», welches auch unter dem Namen Zaber

Riders durch Auftritte und ihren Blog mit den

wöchentlichen «Monday Mixes» Bekanntheit

erlangt hat. Als Resident DJ's des Hinterhofs in

Basel sind sie ein wichtiger Bestandteil dieses

übergreifenden und spannenden Kulturprojekts

in der Stadt am Rhein.

Seite 69, Basel in Bern

Donnerstag, 6. Dezember, ab 21.00 Uhr

Seite 69, Startparty 2013

Donnerstag, 5. Januar 1213, ab 20. 00 Uhr

Kapitel, Bollwerk 41, 3011 Bern

www.hinterhof.ch,

www.familyaffairsmusic.com


CRUISER Edition Winter 12/13

Szene

JACK

The Passionate Issue

Mitten in die besinnliche Vorweihnachtszeit

kommt Jack mit einer riesigen Sause und will

den Advent versüssen. Treibenden Beats und natürlich

eine Prise Sexyness werden die JACK-Gäste

bis früh morgens bei Laune zu halten – fern

des üblichen Bling Bling und der Hektik, welche

der Dezember sonst für sich gepachtet hat.

Extra für die Passionate Issue lässt JACK Leonardo

Glovibes und Gloria Viagra nach Zürich

einfliegt.

Während Ministry of Sound-Hottie Leonardo

Glovibes heisses italienisches Temperament,

Londoner Coolness und kalifornisches Easy-Going

auf sich vereint, ist die Berliner Drag-DJane

Gloria Viagra mit ihren 2 Meter 10 schon alleine

deshalb eine beeindruckende Erscheinung. Gloria

tanzt auf vielen Hochzeiten – und das mit

riesigem Erfolg. So pilgern ihre Fans jeweils in

Scharen in das SchwuZ oder ins GMF in Berlin,

wenn sie dort wieder mal an den Plattentellern

steht. Die beiden, internationalen Headliner

werden in dieser Nacht zudem vom Zürcher

Local hero Juiceppe flankiert.

JACK – The Passionate Issue

Samstag, 8. Dezember

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich.

www.jackcompany.com

Family Affair

Die Party zum ersten

Geburtstag

Die Family Affair (FA) Partyreihe hat es geschafft,

sich innerhalb eines Jahres in Zürich

zu etablieren. Das muss nun gefeiert werden.

Unter dem Motto Gays & Friends findet sich immer

wieder eine gut durchmischte Gästeschar

zum fröhlichen Feiern zusammen. Zum ersten

Geburtstag offerieren die Macher der Family

Affair-Parties ein paar veritable Perlen in musikalischer

Hinsicht.

Ingo Vogelmann aus Deutschland ist Host des

bekannten Internetradios FriskyRadio und ein

Garant für treibende Sets im Progressiv-Bereich.

Mike Kelly ist in Zürich kein Unbekannter, spielt

er doch regelmässig an den grössten Gay-Parties

weltweit und weiss mit seiner einzigartigen Mischung

aus Trible, Progressive und Tec-House

die Tanzmeute zu begeistern. Um dem ganzen

den letzten Schliff zu geben werden Jesse Jay

und Willi P das Line-Up vervollständigen und

ihren Heimvorteil geschickt einsetzen. Und der

Club wird sehr festlich herausgeputzt sein!

Family Affair, Samstag, 15. Dezember, 22.00 Uhr

Club 696, Badenerstrasse 696 , 8048 Zürich,

www.696club.ch

Paradise Garage

Gay-Zurich meets New York

Die Züricher Regenbogenwelt kriegt eine nigelnagelneue

Partyreihe: Am Freitag, den 14.

Dezember startet im «Supermarket» das Label

«Paradise Garage» – benannt nach dem weltberühmten

Club in New York. Zwischen Ende

der Siebzigerjahre und 1987 setzte die schwule

Kult-Location im Greenwich Village Massstäbe

in der Club-Kultur, gilt als Gründungsstätte des

Garage House. Jetzt feiert Paradise Garage in Zürich

ein Revival – unter dem Motto: «Adam und

Adam bzw. Eva und Eva- oder beides».

Star-DJ Gabriele Carasco (I) welcher zusammen

mit DJ Peeza die Turntables rockt, sowie die

Lokalmatadoren DJ Juiceppe, DJ Angel O, und

DJ Ajaxx, sorgen dafür, dass der Sound an der

Geroldstrasse 5 genauso in die Beine fährt, wie

damals an der King Street 84.

Paradise Garage

Freitag 14. Dezember, ab 22.30 Uhr

Supermarket, Geroldstrasse 5, 8005 Zürich

Cityboy

Weihnachtsparty

Cityboy hat sich über den Erfolg seiner ersten

Party gefreut. Und woran er auch Freude hat,

ist gute Musik zu kleinem Preis. Getreu diesem

Motto, beträgt der Eintritt auch weiterhin nur

10 Franken. Schliesslich ist der junge Mann heute

lieber arm und sexy als reich und einsam.

Dass die Musik nicht darunter leidet, dafür sorgen

Gleichschritt und svenskj&talib. Gleichschritt

gehören musikalisch zum heissesten,

was Zürich im Moment zu bieten hat. Auch die

Clubs im Ausland haben schon gemerkt, dass,

da wo die beiden Jungs von Gleichschritt auflegen,

die Post abgeht. Umso glücklicher ist Cityboy,

dass er sie für diesen Abend für den Revier

Club buchen konnte. Daneben brauchen sich

aber svenskj&talib nicht zu verstecken. Weder

musikalisch noch optisch! Die beiden Jungs

legen mit so viel Freude und Liebe auf, das der

Funken selbst dann noch überspringen würde,

wenn sie DJ Antoine spielen würden. Tun sie

aber nicht. Versprochen!

4 Jungs am DJ-Pult, rund 300 Jungs im Club – ja,

diese Party wird schwul!

Cityboy, Freitag, 21. Dezember, ab 23 Uhr

Revier Club, Hohlstrasse 18.

8004 Zürich

Jingle Bells oder

Weltuntergang?

Letzte Weihnachten an der

Marktgasse 14

Zum letzten Mal finden im T&M die rosaroten

Weihnachten statt. Wie immer zu diesem Anlass

ist das T&M festlich dekoriert und Glitzer,

Mandarinen und Guetzli verbreiten weihnachtliche

Stimmung. Beschenkt werden die Gäste

nicht nur von den 5 DJs, die an diesem Abend

auflegen, sondern auch vom Club selber: es warten

über 100 Geschenke auf die Besucher – also

auspacken und nach Hause nehmen. Gemäss

39


Szene CRUISER Edition Winter 12/13

Maya-Kalender soll ja am 21.12.12 die Welt untergehen.

Sollte dem tatsächlich so sein, dann

wenigstens mit einer fetten Party! Das T&M und

der Club AAAH! sorgen vor und präsentieren an

diesem Abend ein ganzes Bouquet an DJs. Sie

alle haben in den letzten 25 Jahren im T&M und

im AAAH! aufgelegt und verabschieden sich an

diesem Abend so von den beiden Clubs.

DJs T&M: DJs Marc S, Mad House, Loyce, Q-Bass,

Groovemaster. DJs AAAH!: DJ Nick Harvey, +1,

Upspace, Garcon Sauvage, Ajaxx

Jingle Bells, Freitag, 21. Dezember

ab 21.30 Uhr, Club T&M und Club AAAH

Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

Panthera Christmas

Party

Panthera goes Büxe!

Wem am 24. Dezember die Decke auf den Kopf

fällt, wem die Verwandten auf dem Sack gehen

und wer vor lauter Rülpsen keine Luft kriegt,

der schiebt sein «Tanzfüdli» einfach in Friedas

Büxe rüber. Dort serviert der bekannte Zürcher

Plattenladen Panthera eine Christmas-Sause

der härteren Art. An den Plattentellern haut

den Gästen die Ukraine-Crew May’s & Suhar die

fettesten Beats um die Ohren und die DJ-Lokalmatador

Marc Fuhrmann, Mik Maroo und Mas

Ricardo bescheren eine Christmasparty, die

sich gewaschen hat!

Panthera Christmas Party

Montag, 24. Dezember, ab 23.00 Uhr

Friedas Büxe, Friedaustrasse 23

8003 Zürich

www.friedasbuexe.ch

40

3 Jahre Beefcake

Im Plaza Klub am

Weihnachtstag

In den Fünfzigerjahren waren sie so populär

wie nie. Magazine voller Bilder von gutgeöltglänzenden

Muskelmännern. Beefcake greift

mit seinem Konzept auf diese Ära der Schwulenwelt

zurück. Mit der diesjährigen Party am

Weihnachtstag wollen die Veranstalter die Idole

der 50er-Jahre-Schwulenszene neu interpretieren.

Die Räumlichkeiten des Plaza lassen keine Wünsche

offen und passen genau zu Beefcake. Mit

insgesamt drei Stockwerken und vier verschiedenen

Räumen bietet der Plaza Klub seinen Gästen

viel Freiraum und Abwechslung.

Musikalisch setzt Beefcake dieses Jahr auf einen

der ganz Grossen aus Wien. Kevin Richi ein

junger Komet am DJ-Himmel. Seine Musik lässt

es nicht zu, sich nicht zu bewegen. Auch mit an

Bord für das 3-Jährige ist der Spanier Miguel

Angel. Er bringt die Sonne mit, egal, wie kalt

und verschneit es draussen ist. Seine Wurzeln

bestimmen die Musik, feurig, temperamentvoll

und rhythmisch.

Last, but not least eröffnet DJ Small Paul den

Discofloor. Ein junger Mann, ungebändigt und

voller Tatendrang.

Beefcake, Dienstag. 25. Dezember

Ab 23.00 Uhr, Plaza Klub, Badenerstrasse 109

8004 Zürich

WinterWonder-

World

Im Zürcher X-tra Club

Wer erinnert sich nicht an die erste Wonder-

World diesen Sommer? An den Starviolinisten

Dylan. Die ganze Nacht lang wurde eine der

wohl magischsten aller Parties rund um das

Zürich Pride Festival 2012 gefeiert. Diese Reise

wollen die WonderWorld-Macher fortsetzen:

Am Weihnachtsdienstag im Züricher X-TRA-

Club. Auf dem Hauptfloor werden Dikky Vendetta,

Alan Joe und Ajaxx das Cockpit übernehmen.

Live auf der Bühne wird Trisha mit ihrer

Stimme und die Profi-Tänzer Jasmin, Guisi und

Dimi von Sup Mission die Gäste tief in den Bann

ziehen

Dikky ist seit 2004 weit über die Grenzen seiner

Heimat, den Niederlanden, angesagter DJ bei

Top-Events. Seinen Sound bezeichnet er selbst

als «sexy vocalicous groovin magic»

Alan Joe begeisterte sich für Progressive-House

und bringt bis heute mit entsprechenden Vocaleinlagen

die Dancefloors zum Kochen. Der in

Zürich lebende DJ startete seine mittlerweile internationale

Karriere bei den Selection-Parties

in Zürich und Stuttgart und ist Resident bei den

Flexx-Parties in Zürich und Lausanne. Im Popkessel

wird dann DJ Wollana mit einem bunten

Mix aus 70s, Schlagern, Pop und Disco die Gäste

vollends auf Wolke 7 in der WonderWorld heben.

Geht dann die WinterWonderWorld doch

mal zu Ende, geht’s weiter an der Afterhour im

Bagatelle93.

Der limitierte Vorverkauf für Einzeltickets zur

WinterWonderWorld und Kombitickets für

die WinterWonderWorld und Afterhour Party

im @Bagatelle93 startet in Kürze online über

www.ticketcorner.ch.

WinterWonderWorld

Dienstag, 25. Dezember, ab 22.00 Uhr

X-TRA-Club

Limmatstrasse 118, 8005 Zürich

Jungle

Silvester-Jungle-Party in

Lausanne

Das MAD In Lausanne hat sich dieses Jahr für

die Silvester-Jungle-Party das Motto «Sweet New

Year» ausgesucht. Sie ist nach wie vor die unerreicht

grösste Silvester Gay Party der Schweiz.

Das Party Vergnügen erstreckt sich über vier Etagen

mit drei Dance Floors, einer grossen Bühne

und mit 40 000 LEDs.

Für den Sound sorgen Kenny Carpenter / USA

(Studio54 Legend, New York), Tom Stephan / UK

(Black&Blue, Orange) Antoine909 / UK (Circuit

Festival) Ajaxx / CH (Flexx, Angels)

Silvester-Jungle-Party

Montag, 31. Dezember, ab 22.00 Uhr

Club MAD, Rue de Genève 23, 1103 Lausanne

www.gay-party.net


CRUISER Edition Winter 12/13

Szene

Die grosse «Gay

New Year Party»

in Zürich

Der letzte Silvester an der

Marktgasse 14

Zur letzten Neujahrsnacht des T&M knallen die

Korken im ganzen Haus inklusive im Hotel Goldenes

Schwert und dem Hofgarten. Eine Nacht,

genauso abwechslungsreich und überraschend

wie die letzten 25 Jahre an der Marktgasse 14!

Mit nur einem Zutritt haben die Gäste Zugang

zu 3 Dancefloors, einem Cruising-Floor und einer

Chill-Out-Area. Und zum feierlichen oder

romantischen Zuprosten bietet sich der Hinterhof

mit Feuerstelle und Konfetti-Regen an. Im

Eintritt ist nicht nur der Welcome Drink inbegriffen

sondern auch Gulaschsuppe, Pizza und

Snacks ab 2.00 Uhr.

DJs Groovemaster, Loyce, Madhouse, Q-Bass, Upspace.

Vorverkauf für Fast Entry im T&M und Pigalle

Silvesterparty, Montag, 31.Dezember,

T&M, AAAH!, Goldenes Schwert, Pigalle Bar

ab 21.30 Uhr, Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

Silvestergenuss

im PlatzHirsch

Apéro, Fondue Chinoise,

Champagner und Party

z’mitzt in Züri

Am besten schnappt man sich ein paar Freunde

oder seinen Schatz und verbringt einen vergnügten

Silvesterabend im PlatzHirsch am Hirschenplatz.

Los geht’s am Silvesterabend um 19.30 Uhr. Für

nur CHF 155.– pro Person werden der Apéro, die

begleitenden Weine, Fondue Chinoise à discrétion

(… mit Hirschfleisch!), der traditionelle

Mitternachts-Champagner sowie ein feiner

Neujahrs-Snack serviert. Neben diesem Rundum-Paket

steht wie gewohnt natürlich auch die

ganze Bandbreite von fancy Cocktails, Stadtzürcher

Bier, Spirits, Weine etc. für einen fröhlichen

Jahreswechsel im Angebot. Der Platz-

Hirsch lässt selbstverständlich seine Pforten

auch für alle anderen Gäste offen. Das neue Jahr

wird also auf jeden Fall mit guter Laune und

stimmungsvoller Musik begrüsst…

Achtung: limitierte Platzzahl – Reservation

nötig (first come - first served)

Reservationen: table@meinplatzhirsch.ch

PlatzHirsch am Hirschenplatz

Silvestergenuss, Montag, 31.Dezember,

19.30 Uhr, Spitalgasse 3, 8001 Zürich

www.meinplatzhirsch.ch

Schloss-Silvester

Gay Silvester Party im Schloss

Sihlberg

Das Schloss Sihlberg, hoch oben in Zürich-Enge

– mit grandioser Aussicht über Zürich und

auf das Feuerwerk – steht am Silvester für die

Gay Community offen. «Die einzigartige Location,

das Schloss Sihlberg, verlangt nach einem

nicht weniger eindrücklichen Programm», verrät

Michael Rosewich (Heldenbar), einer der drei

Macher. Neben einer rauschenden Party gibt es

deshalb auch ein genussvolles 5-Gang-Silvester-Dinner,

wahlweise an der Tafel serviert, in

einem der herrschaftlichen Säle oder als unkompliziertes

Flying-Dinner, laufend serviert

in kleinen feinen Portionen. Auf die Dinner-

Gäste wartet ein Welcome Drink, ein Apéro

Riche und Mineralwasser.

An diesem Abend trifft Electro auf den Swing

der 20er-Jahre, populär geworden unter anderem

durch die DJs des bekannten Berliner

Labels Kallias. Swingotopia aus Tel Aviv bringen

die «Main Hall» im Erdgeschoss zum Tanzen.

Wer es etwas härter mag, steigt hinab in

das Schlossgewölbe in die «Downstairs Club

Area» mit Indy Deep und Tech House, Headliner:

Strewson aus Barcelona.

Mit Apéro Riche und Dinner, ab CHF 118.–.

Party-Tickets ab CHF 58.–.

New Year’s Eve by «Ferdinand the Faithful

and Ferdinand the Unfaithful»

Montag, 31.Dezember,

ab 19 Uhr Apéro Riche und Dinner

ab 22.30 Party

Schloss Sihlberg, Sihlberg 10, 8002 Zürich

www.theferdinands.ch

Gewinne einen

der 15 Gratis-

Party-Eintritte

Geheimnisumwitterte neue

Party

Aus üblicherweise verlässlicher Quelle ist uns

ein Geheimtipp zu Ohren gekommen: Im Januar

2013 wird ein neues Gay-Partylabel für Furore

sorgen, scheint auf jeden Fall vielversprechend

zu sein. Hier die uns zugestellten Infos:

«Zelebriere mit uns den Anbruch einer neuen

Zeit nach dem von den Mayas prophezeiten

Weltuntergang. Sei dabei, wenn es zum ersten

Mal in der Geschichte der Gay-Parties heisst:

Fuck Positive. Lass dich von heissen Acts aus

Berlin, bare Sexiness, besten Drinks und einer

Prise Bling Bling verführen und läute mit uns

ein neues Zeitalter ein.

WIN: Schick uns eine Nachricht mit deinem

Vor- und Nachnamen an fuck@positive.ch –

die ersten 15 Schreiber setzen wir inkl. einer

Begleitperson auf die Gästeliste!»

Fuck-Positive-Party

19. Januar 2013, ab 23.00 Uhr

Apartment 22, Neufrankengasse 22

8004 Zürich

www.apartment22.ch

Kiki

Mit Host BlackCat

Das schwule Nachtleben in Zürich ist derzeit im

Umbruch. Und das ist gut so. Zu viele Rihanna-

Remixes wurden dem Party-Volk in den letzten

Jahren schon um die Ohren geschlagen, so dass

sich viele Gays die Zeiten zurückwünschen, an

welchen unsere Community den Trend in Sachen

Clubmusic massgeblich geprägt hatte.

Egal, ob Bär, Muscle Boy, Twink, Drag oder Fag

Hag – der Host BlackCat heisst sie alle willkommen.

Denn schliesslich besteht eine Kiki darin,

den Stress der Woche abzuschütteln und

mit guten Freunden bei sophisticated Elektronika

ins Wochenende zu starten. Nach der

ersten Ausgabe mit lokalen Matadoren wie

Nicola Kazimir, Andreas Ramos und Marco

De Rosa stehen an der zweiten Ausgabe die DJs

Regional Liga und Sayan Sobuth hinter den

Plattentellern.

Kiki

Freitag, 25. Januar 2013, ab 22.00 Uhr

Pfingstweide

Pfingstweidstrasse 12, 8005 Zürich

www.yourKIKI.ch

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41


strassenphantasie? bei uns zum anfassen.

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Oh Tannenbaum,

wie ich dich beneide !

DIE FESTTAGS-TERMINE IM ÜBERBLICK:

SONNTAG 9. DEZEMBER 2012

Weihnachtseinkäufe im Shop

Kaffee und Kuchen im Café

Aron

SONNTAG 23. DEZEMBER 2012

Weihnachtseinkäufe im Shop

Glühwein- und Guetsli-Bar im

Garten des Café Aron

MONTAG 24. DEZEMBER 2012

HEILIGABEND

Shop und Bar geschlossen

DIENSTAG 25. DEZEMBER 2012

WEIHNACHTEN

Shop und Bar geschlossen

MITTWOCH 26. DEZEMBER 2012

STEFANSTAG

Shop und Bar geschlossen

MONTAG 31. DEZEMBER 2012

SILVERSTER

Shop und Bar geschlossen

1. – 7. JANUAR 2013

Shop und Bar geschlossen

(Betriebsferien)

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CRUISER Edition Winter 12/13

Kolumne

Willkommen bei

uns neuen Bünzlis

Von Michi Rüegg

Die Werbespalte auf Facebook schlägt mir aktuell

nicht etwa «Heisse Gay Dates» vor. Nein, man

will mir «Homosexuelle Kontakte» schmackhaft

machen. Vielleicht müsste ich einen solchen

Kontakt herstellen. Das klingt so herrlich altmodisch.

Ich sollte da mitmachen. Dann könnte

ich mit einem homosexuellen Kontakt ein

bisschen Oral- und Analverkehr praktizieren,

gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen

eben. Ich meine, hey, ficken und blasen sind so

1999. Schwul war gestern, heute sind wir wieder

Sodomiten.

Denn, blicken wir den Tatsachen ins Auge: Wir

sind nicht mehr die Ausgestossenen von einst,

die sich ohne Hosen in dunklen Büschen verstecken

mussten, sondern hocken in Reiheneinfamilienhäusern

und fläzen uns auf Rolf-Benz-

Sofas. Mit anderen Worten, wir haben es uns im

gesellschaftlichen Bünzlitum bequem gemacht.

Das hat Folgen: In Österreich war es die ÖVP,

welche die registrierte Partnerschaft aufs politische

Tapet gebracht hatte. Ausgerechnet

die ÖVP, die sich bis in die Neunzigerjahre für

das Verbot schwuler Organisationen stark gemacht

hatte. In England will Premierminister

David Cameron die Ehe für Schwule und

Lesben einführen. Der konservative Premierminister,

wohlgemerkt. Das katholische Spanien

hat nicht einmal bei progressiven Ideen

gespart. Und eine ländliche Zeitung vermeldet

heute völlig neutral, das kantonale Amt für Soundso

habe neu eine Leiterin – es handle sich

um den ehemaligen Leiter, der während der

Sommerferien eine Geschlechtsumwandlung

gemacht habe.

Nur die CVP biedert sich uns (zumindest) nicht

(konsequent) an. Nachdem sie etliche Expeditionen

ins Reich des gesellschaftlichen Fortschritts

unternommen hat, ist sie nun sicher

wieder in den vatikanischen Katakomben gelandet.

Die Ehe, so doziert die Partei, sei eben

eine Verbindung zwischen Frau und Mann, und

darum müsse man dieses so fortschrittliche

Steuersplitting machen. Das dazu passende Seminar

könnte man «Steuern sparen mit Benedikt

XVI» nennen. Das ist so erfrischend toll,

dass man es laut CVP gleich in die Verfassung

schreiben soll. Keine Sodomitenfummeleien

unter den Augen des Herrn, sondern Adam und

Eva, wie früher, aber mit mehr Fränkli im Portemonnaie.

Es ist schön, dass wir wenigstens ab und zu noch

wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.

Man pflegt eben gern alte Gewohnheiten. Auch

das eine Eigenschaft von Bünzlis.

PS: Schöne Festtage all meinen treuen Lesern.

Ich werde leider nicht hier sein, weil ich mit

meinen Schwiegereltern vor dem knisternden

Kamin sitzen und die Weihnachts-CD der Zillertaler

Sombreros hören werde. Falls sich derweil

jemand an der XXXmas-Party von drei ukrainischen

Kugelstössern doppelfisten lässt, gönne

ich ihm das von Herzen.

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CRUISER Edition Winter 12/13

London

Hollywood in

London

Bis Ende Januar sind in

London weltbekannte Filmkostüme

zu sehen.

Von Sebastian Hasler

Eine Reise nach London lohnt

sich immer. Besonders diesen

Dezember. Nicht nur des

Christmas-Shoppings oder

der grossen Gay-Szene wegen.

Filmfans erleben noch

bis Ende Januar im «Victoria

& Albert Museum» mehr als

130 berühmte Garderoben aus

Filmklassikern.

Für einen tollen Film braucht es viele Zutaten.

Sehr wichtig sind dabei die Kostüme. Was wäre

Audrey Hepburn in «Frühstück bei Tiffany»

ohne das kleine Schwarze? Marlene Dietrich

ohne Herrenanzug? Uma Thurman ohne ihren

gelben «Kill Bill»-Anzug? Oder John Travolta

ohne seinen legendären weissen Anzug? Kostüme

formen massgeblich den Charakter und

tragen zur Geschichte bei.

der Welt beherbergt, sind noch bis Ende Januar

mehr als 130 Originalkostüme der Filmgeschichte

zu sehen. «Hollywood Costume» nennt

sich die grandiose Ausstellung. Besonders die

Kleidungsstücke aus Kostümfilmen sind in der

Ausstellung zu sehen. Zum Beispiel das Kleid

von Kate Winslet in «Titanic» oder die Roben von

Cate Blanchett in «Elizabeth».

Uma Thurman © pd

Audrey Hepburn © pd

Kostüme für einen Film zu gestalten, ist schwieriger

als das übliche Modedesign. Es ist ein krea tiver

Prozess. Und so steckt am Ende praktisch hinter

jeder Unterhose, welche wir in einem Film zu sehen

bekommen, eine ganz eigene Geschichte. Designerin

Ann Roth erklärte gegenüber spiegel.de:

«Ich ziehe keine Filmstars an. Ich ziehe Schauspieler

an, die Charaktere spielen.» Ihre Zunft mit

Nadel und Faden wird nun in London gewürdigt.

Hollywood Costume

Im «Victoria und Albert Museum», das die grösste

Sammlung von Kunstgewerbe und Design

Aber auch neuere Kostüme wie etwa das Batman-

Kostüm oder die legendäre Lederjacke von Indiana

Jones sind zu bewundern. Es ist ferner eine

Kunst, Kleider aus dem Hier und Heute zu kreieren.

Die Designer müssen daran denken, was

in einem Jahr – beim Kinostart – für ein Modetrend

herrschen wird.

So oder so, ein Designer muss sich beim Film zuerst

mit dem Drehbuch vertraut machen. Denn

neben der Optik «helfen» die Kostüme schlussendlich

den Schauspielern, sich in ihren Charakter

einzuleben. Sie sind also ein wichtiges

Werkzeug zur Rollenbildung, was auch Oscar-

Preisträgerin Meryl Streep in einem Interview

zu der Ausstellung gestand: «In jedem Film sind

die Kostüme die halbe Miete, um einen Charakter

zu schaffen.»

Hollywood Costume

– noch bis 27. Januar 2013

Victoria and Albert Museum

The world’s greatest museum of art and

design, London

wwww.vam.ac.uk

45


ZURICH PLACES // gaycity.ch

15

11

4

13

PLATZSPITZ

SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

12

BÄCKERANLAGE

ENGELSTRASSE

13

BADENERSTRASSE

HOHLSTRASSE

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

14

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

1

Münsterbrücke

4

15

LIMMATQUAI

4

15

2

10

4

15

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

9

5 7

6

8

SEILERGRABEN

4 3

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

12 Moustache

DIE SAUnA FÜR MÄnnER

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

1 Rathaus caFÉ

BAR – CAFé

Limmatquai 61

www.rathauscafe.ch

7 the dynasty club

3 BARS – 1 EnTRAnCE

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

13 huusMaa

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

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RUNTERLADEN

2 cRanbeRRy

BAR

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

8 Macho

CITY SHoP

Häringstrasse 16

www.macho.ch

14 Renos Relax

CLUB SAUnA

Kernstrasse 57

www.renosrelax.ch

3 tIPtoP baR

SCHLAGER – DRInK – TREFF

Seilergraben13

www.tiptopbar.ch

9 johannIteR

RAUCHER LoUnGE

Zähringerstrasse 33

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15 Route 39

B&B AnD APARTMEnTS

Winzerstrasse 39

www.route39.ch

4 baRFüsseR

CAFé – BAR – SUSHI

Spitalgasse 14

www.barfuesser.ch

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CRUISER Edition Winter 12/13

News Schweiz

Boykott gegen die

Heilsarmee?

Display-Magazin und loS sind mit der Teilnahme

der Heilsarmee am Vorentscheid des

eSC nicht zufrieden.

Die Heilsarmee, bzw. eine Formation der christlichen Freikirche, wird am

15. Dezember an der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit

dem Song «You and Me» teilnehmen. Deren Chance auf einen Sieg ist laut

Umfragen gross. Nun beanspruchen

aber auch Schwule und Lesben den

Wettbewerb für sich.

Im Artikel von 20Minuten mit dem

Titel «Schwule fordern Heilsarmee-

Boykott» meint der Chefredaktor

vom Display-Magazin, Beat Stephan,

der ESC sei nicht das richtige

Umfeld für die Heilsarmee. Eveline

Mugier, Geschäftsführerin von

LOS (Lesbenorganisation Schweiz),

wünscht sich ebenfalls, die Heilsarmee

würde dem ESC fernbleiben.

Die Webseite queer.ch hingegen hält nichts von einem Boykott. Schliesslich

stehe der Musik-Wettbewerb für alle offen. Zum Fall der lesbischen

Frau, die angeblich wegen ihrer Sexualität ihre Arbeit bei der Heilsarmee

verloren hat, sind nicht alle Fakten bekannt. Eine Glaubensgemeinschaft

auf diesen Fall zu reduzieren, sei schlicht zu einfach.

Erfreuliches Resultat für

Verein Zurich Pride

Der diesjährige Zurich Pride war ein erfolg.

Drei Personen schieden dennoch aus dem

Vorstand aus.

Wie aus der Medienmitteilung zur Generalversammlung des Vereins Zurich

Pride vom 2. November hervorging, konnte die finanzielle Lage des Vereins

stark verbessert werden. Nach den konstruktiven Roundtables im Anschluss

an das letztjährige Festival wurden viele dieser Inputs umgesetzt.

Leider haben an der Generalversammlung drei kompetente Personen den

Vorstand verlassen. Die Präsidentin Nathalie Schaltegger hat den Verein

in stürmischen Zeiten geführt, was sie mit Bravour gemeistert habe. Sie

wird erfreulicherweise weiterhin einige Aufgaben für den Verein übernehmen.

Weiter haben sich Karin Steiner und Chriss Kling von ihren

Posten verabschiedet.

Die Aufgaben des Präsidiums übernimmt vorübergehend David Reichlin.

Als Vorstandsmitglied für das Ressort Finanzen wurde Natascia Tuttobene

von der Generalversammlung gewählt. Die langjährigen Vorstandsmitglieder

Werner Neth und Patrik Maget wurden von der Generalversammlung

mit Applaus wiedergewählt.

Das ist Dr. Gay!

Dr. Gay erhält dank «Blick am Abend» ein

menschliches Gesicht: Bastian Baumann von

der Aids-Hilfe Schweiz ist der Mann der Stunde.

Dr. Gay, das Beratungsportal für Schwule und Lesben der Aids-Hilfe

Schweiz, besteht seit mehr als zehn Jahren. Das Credo lautete bis anhin,

dass die Redaktoren der Webseite anonym bleiben. Damit ist nun Schluss:

Bastian Baumann, Leiter des Programms MSM bei der Aids-Hilfe Schweiz,

veröffentlicht ab sofort im 2-Wochen-Rhythmus jeweils am Donnerstag

im «Blick am Abend» die Kolumne «Dr. Gay». Damit sollen wichtige und

neue Zielgruppen aus dem Kreis der 650 000 Leserinnen und Leser der

Pendlerzeitung erreicht werden.

Die Kolumne «Dr. Gay», welche bisher vom CR-Magazin publiziert wurde,

verbreitet mit einer zielgruppenorientierten und gut verständlichen Sprache

wichtige Präventionsbotschaften über HIV und andere Geschlechtskrankheiten

– nicht nur für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM),

sondern auch für eine breite, interessierte Leserschaft. Dies stellt einen

wichtigen Beitrag zum Abbau von Diskriminierung und zur Förderung

der Solidarität über die Grenzen der sexuellen Orientierung hinweg dar.

www.drgay.ch

Korrigenda:

Im CR-Magazin November stand unter dem Titel «tribute2life 2012 abgesagt»

zu lesen, dass Sascha Plecic mit der Organisation des Anlasses

betreut wurde. Das ist falsch, Sascha Plecic wurde lediglich mit der

Analyse für eine weitere Durchführung des Events beauftragt.

47


Kultur CRUISER Edition Winter 12/13

Anna Karenina

Neue Verfilmung des Klassikers

von Leo Tolstoi. Ein

Kostümdrama mit Keira

Knightley und Jude Law.

Der 1877 erschienene Roman von Leo Tolstoi beleuchtet

Ehe und Moral der adligen russischen

Gesellschaft. In der Epoche des russischen Realismus

entstanden, gilt er als eines der besten

Werke von Tolstoi. Bis in die Abgründe durchleuchtet

der Schriftsteller die Werte jener Zeit.

Bereits der erste Satz ist bezeichnend für «Anna

Karenina»: «Alle glücklichen Familien gleichen

einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre

eigene Weise unglücklich.»

Grossartiger Stoff für ein Kostümdrama. Bislang

scheiterten jedoch alle Verfilmungen an

dem achtteiligen Epos. Regisseur Joe Wright

versucht es trotzdem. Im Zentrum steht die unglücklich

verheiratete Anna Karenina, welche

sich in eine leidenschaftliche Affäre mit dem

Grafen Wronskij stürzt und schliesslich von

ihm schwanger wird. Die wahrheitsliebende

Anna Karenina kann diesen Betrug nicht ertragen

und beichtet alles ihrem Ehemann, der ihr

noch eine Chance einräumt. Weiter gefangen

Teorema

Italienische Klassiker von Pier

Paolo Pasolini aus dem Jahr

1968 mit Terence Stamp in

der Hauptrolle. Nun als Limited

Collectors Edition für das

Heimkino.

Pier Paolo Pasolinis «Teorema» aus dem Jahre

1968 sucht nach Antworten auf gesellschaftspolitische

und religiöse Fragen. An Aktualität

haben sie nichts eingebüsst. Ein attraktiver junger

Mann (Terence Stamp) tritt in das Leben einer

Unternehmerfamilie und hat nacheinander

mit allen Mitgliedern des Hauses eine sexuelle

Beziehung. Mit dem tiefreligiösen Dienstmädchen,

dem sensiblen Sohn, der sexuell frustrierten

Mutter, der verängstigten Tochter und dem

innerlich zerrissenen Vater.

KKL

Die Piraten entern das KKL:

Die Original-Filmmusik von

«Pirates of the Caribbean»

wird live aufgeführt, der Film

auf Grossleinwand gezeigt.

Aus einer etwas unscheinbaren, wenn auch beliebten

Attraktion im Disney-Land, wurde «Pirates

of the Carribean» dank Johnny Depp und

vier Verfilmungen ein weltweites Ereignis. Die

Filmmusik von Klaus Badelt und Hans Zimmer

vermochte zudem Liebhaber der E- wie U-Musik

zu begeistern.

Im Konzertsaal des KKL Luzern präsentiert das

«21st Century Symphony Orchestra» die Filmmusik

der ersten zwei Teile auf Grossleinwand.

Während der Film in der Originalfassung erstrahlt,

begeistert das Orchester gleichzeitig

mit der beeindruckenden Filmmusik.

in der für sie ekelerregenden Gesellschaft ihres

Mannes, sieht Anna nur noch die Rettung

im eigenen Tod.

In der Hauptrolle der Anna Karenina ist Keira

Knightley zu sehen. Damit reiht sie sich in eine

illustre Reihe anderer Schauspielerinnen ein.

Vor den Zug stürzten sich bereits Greta Garbo,

Vivien Leigh, Jacqueline Bisset oder Sophie

Marceau.

Universal Pictures

Ab 6. Dezember im Kino

48

© pd

© pd

Für jeden ist es die Offenbarung, und als er das

Haus verlässt – so plötzlich und mysteriös wie

er kam – hat er alle(s) verändert und hinterlässt

eine grosse Leere. Die Mutter flüchtet in sexuelle

Abenteuer mit jungen Männern, der Sohn

verlässt die Familie, um Künstler zu werden, die

Tochter versinkt in schwere Depression und der

Vater befreit sich von allen materiellen Dingen,

reisst sich die Kleider vom Leib und wandert

nackt in die Wildnis. Das Dienstmädchen kehrt

in ihr Heimatdorf zurück – und vollbringt dort

ein Wunder.

Pasolinis Sicht auf die Welt, in der Marxismus,

Christentum und Homosexualität in skandalöser

Konfrontation aufeinandertreffen ist poetisch

wie mysteriös, von tiefen Gefühlen durchdrungen

und absolut berührend.

CMV Laservision

Auf DVD ab 21. Dezember

© pd

Bei «Pirates of the Caribbean: The Curse of the

Black Pearl» (nur am 12./13./28. Dezember) begleiten

90 Musiker und ein veritabler Piratenchor

Captain Jack Sparrow und seine Crew auf

deren Abenteuern auf hoher See und in dunklen

Schatzhöhlen. Eine musikalische Tour-de-Force

mit dem Soundtrack von Klaus Badelt.

Die Musik des zweiten Teils «Pirates of the Caribbean:

Dead Man’s Chest» wurde von Hollywood-

Schwergewicht Hans Zimmer komponiert.

Sein Werk wird ebenfalls zum Film aufgeführt

(2./3./9./20./21./29./31. Dezember).

Dezember, KKL Luzern

www.kkl-luzern.ch


CRUISER Edition Winter 12/13

Kultur

We Will Rock You!

Das erfolgreiche Musical von

Queen und Ben Elton kommt

ins Musical Theater Basel.

Freddy Mercury – ein Name, eine Legende. Wohl

kein schwuler Mann vermochte die heterosexuellen

Rockfans so sehr zu begeistern wie Freddy.

Mit seiner Band Queen verkaufte er zu Lebzeiten

über 300 Millionen Platten. Die 21 grössten Hits

wurden in ein Musical transportiert: «We Will

Rock You».

Über dreizehn Millionen Zuschauer weltweit,

davon fast fünf Millionen allein im Dominion

Theater, einer der grössten Bühnen im Londoner

West End, machen «We Will Rock You» zu

einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.

Die Londoner Urfassung des Rock-Musicals

stammt aus der Feder des Erfolgsautors Ben Elton.

Die musikalische Supervision liegt in den

Händen der Rock-Ikonen Brian May und Roger

Taylor höchstpersönlich, denn schliesslich garantieren

die legendären Queen-Songs diesen

absolut sensationellen, extravaganten Rock-

Sound.

Viva Verdi

Die eindrucksvolle Klassik-

Show VIVA VERDI feiert in

Zürich ihre Welt-Uraufführung.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Giuseppe

Verdi im kommenden Jahr wird vom 13. bis 15.

Dezember mit VIVA VERDI das Jubiläumsjahr

im Hallenstadion eingeläutet. Mit dabei als Stargäste:

Noëmi Nadelmann, eine der erfolgreichsten

Solistinnen der Schweiz, und die weltbekannte

Amerikanerin Mardi Byers.

Verdis Musik besticht in einer fast unheimlich

direkten und zeitlosen Art durch menschliche

Leidenschaften, durch überschäumende Lebensfreude,

Hoffnung, Glück und Liebe, Verzweiflung,

Angst und Hass. Für VIVA VERDI

wurden die bekanntesten und leidenschaftlichsten

Stücke aus Verdis Opern ausgewählt.

Dynasty

Des Schwulen liebste Seifenoper

geht per DVD in die

9. Runde. Krystle verabschiedet

sich und Alexis fällt vom

Balkon ...

Das mag idiotisch klingen, ist aber so: Im Finale

der 9. und letzten Staffel von Dynasty (Der

Denver-Clan) liessen die Produzenten beinahe

alle Hauptdarsteller über die Klinge springen.

Sinkende Einschaltquoten waren die Ursache.

© pd

Die Story ist eine Art Parodie: In ferner Zukunft

nennt sich die Erde e.bay und wird von einer

«Killer Queen» regiert. Gespielt wird nur noch

«Ga-Ga-Musik»(!), doch jugendliche Rebellen erfahren,

dass irgendwo noch richtige Instrumente

existieren...

Wir verlosen 2x2 Karten für die Vorpremiere

am 13. Dezember!

Bitte E-mail bis 7. Dezember mit Stichwort

«Killer Queen» an info@cruiser.ch!

Ab 14. Dezember, Musical Theater Basel

www.wewillrockyou.ch

© pd

Gigantische bewegliche Spiegel, mehrere Projektionsflächen

und ein aufwändiges Lichtdesign

kreieren die Räume und Stimmungen, in

denen Verdis Figuren lieben und leiden. Videoprojektionen

erzählen die Geschichte von Verdis

eigener bewegter Zeit und führen entlang

des Siegeszuges seiner Musik durch 200 Jahre

Weltgeschichte bis in die heutige Zeit.

13. bis 15. Dezember, Hallenstadion Zürich

www.viva-verdi.ch

© pd

Einige Jahre später sollten sich aber alle fit und

munter für einen TV-Zweitteiler wiederfinden.

Passend zur Weihnachtszeit erscheinen nun

die letzten regulären Folgen der einst so erfolgreichen

Seifenoper. Wie schön, dass auch

die vorangegangenen Staffeln erhältlich sind,

denn Runde 9 ist mit Ausnahme eines ziemlich

dreckigen Catfights zwischen Heather Locklear

und Emma Samms sowie dem morbiden Finale

ein ziemliches Trauerspiel. Langweiliges Gerede

vor etwas seltsam anmutenden Kulissen.

Aber Dynasty war punkto Handlung und Spannung

nie besonders stark. Dafür waren die

Schulterpolster enorm, der Schmuck bombastisch

(heute gilt das auch als Russen-Chic) und

die Hauptdarstellerinnen Joan Collins und Linda

Evans wahre Vorbilder ihrer Zeit. Heute sind

sie «nur» noch Gay-Ikonen. Ein bisschen Wehmut

ist also angebracht, wenn Alexis Dexter-

Colby-Carrington im Finale vom Balkon fällt...

Paramount Home Entertainment

Ab 6. Dezember auf DVD

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Bühne CRUISER Edition Winter 12/13

«Ballett soll die

Leute berühren»

Interview mit Ballett direktor

Christian Spuck

Von Daniel Diriwächter

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Sein Start als neuer Ballettdirektor

am Opernhaus Zürich

hätte erfolgreicher nicht sein

können: Christian Spuck eroberte

mit «Romeo & Julia» das

Zürcher Publikum im Sturm.

Im CR-Interview erzählt er von

dieser gefeierten Inszenierung,

seinem neuen Leben in Zürich

und gesteht, dass auch

ein umjubelter Choreograf mit

dem Leben hadern kann.

Christian Spuck © Die Arge Lola

CR-MagazIN: Herr Spuck, «Romeo & Julia»,

Ihre erste Inszenierung für das Opernhaus

Zürich, ist ein voller Erfolg, alle Vorstellungen

sind ausverkauft, die Kritiker entzückt.

Wie fühlen Sie sich?

ChriSTian SPUCK: Das ist grossartig, wir haben

nicht damit gerechnet, dass die Inszenierung

vom Zürcher Publikum so gut aufgenommen

wird. Aber ich kam schnell wieder auf den Boden

der Tatsachen zurück. Hinter «Romeo &

Julia» steckt ein Berg von Arbeit und neue Produktionen

stehen bereits an.

CR-MagazIN: Wie gross war die Anspannung

vor der Premiere?

CHRistian SPUCK: Eine Anspannung, die sich über

zwei Jahre aufgebaut hat. Seitdem ich wusste,

dass ich hier in Zürich arbeiten und diese Neu-

Produktion inszenieren werde, hat sich beinahe

alles auf diesen Tag der Premiere hin fokussiert.

«Romeo & Julia» sollte für mich und das neue

Team eine Art Visitenkarte sein. Der Druck war

entsprechend hoch. Bei den Endproben haben wir

jedoch viel Rückhalt aus dem Hause bekommen,

so sind wir mit viel Vertrauen in die Premiere rein.

Aber keine Frage, nervös war ich trotzdem!

CR-MagazIN: Wurden oder werden Sie oft an ihrem

Vorgänger Heinz Spoerli gemessen?

ChriSTian SPUCK: Heinz Spoerli war während 16

Jahren Ballett direktor am Opernhaus und seine

Werke waren sehr beliebt. Das sind grosse

Fussstapfen, in die ich hier reinwachsen soll.

Natürlich war es anfangs ein grosser Druck aber

in Zürich hat man mich mit sehr viel Offenheit

empfangen.

CR-MagazIN: Ist «Romeo & Julia» beispielhaft

für die Art Ihrer Inszenierung?

CHRistian SPUCK: Nein, normalerweise sehen meine

Stücke ein bisschen anders aus. Insofern war

«Romeo & Julia» auch für mich ein Neuanfang.

Normalerweise suche ich mir bei abendfüllenden

Stücken die Musik selbst aus. Hier war sie

mit Sergej Prokofjew und dessen detaillierten

Vorgaben schon gesetzt.

CR-MagazIN: Die Inszenierung wirkt sehr düster,

was fasziniert Sie an der «Dunkelheit»?

ChriSTian SPUCK: Im Stück herrscht Krieg zwischen

zwei Familien. Die Liebe zwischen Romeo

und Julia erhellt darin die Dunkelheit wie

ein Streichholz, das angezündet wird. Diese

Liebe symbolisiert Hoffnung und Aufbruch in

einer unschönen Zeit, bis sie jäh wieder erstickt

wird. Ich habe viele Produktionen von «Romeo &

Julia» gesehen und viele waren in Pastell-Tönen

gehalten. Das konnte ich gerade bei dieser Geschichte

nicht nachvollziehen. Aber zugegeben,

ich habe ein Faible für dunklere Themen. Denn

nur durch diese kann auch Humor entstehen,

was bei meiner nächsten Produktion «Leonce &

Lena» deutlich wird.

CR-MagazIN: Ihre Inszenierungen sind zudem

sehr theatralisch. Beispielsweise schreit Romeo

im letzten Akt, was doch eher selten ist.

CHRistian SPUCK: Mir ist wichtig, dass die Geschichte

auf der Bühne für Zuschauer klar verständlich

ist. Ein Schrei auf der Bühne ist kein Tabu.

Es gibt seit dem 20. Jahrhundert unheimlich viele

Ballettproduktionen, in denen auch gesprochen

wird. Wenn nun ganz am Ende bei «Romeo

& Julia» dieser Schrei erklingt, ist das durchaus

überlegt. Es ist der eine Moment, wenn alles

Elend auf Romeo hereinbricht. Mit Tanzschritten

hätte ich dieses Gefühl der Verzweiflung

nicht intensiver erzählen können.

CR-MagazIN: Die Kostüme von Emma Ryott sind

zudem sehr opulent. Können da nicht einzelne

Schritte «verloren» gehen?

ChriSTian SPUCK: Das nahm ich gerne in Kauf.

Emma Ryott hat das grosse Talent, historische

Kostüme so zu kreieren, dass darin auch das

Tanzen möglich ist. Da wollte ich natürlich aus

dem Vollen schöpfen. Besonders auch im Hinblick

darauf, dass bei meinem nächsten Ballettabend

der Körper an sich ganz im Vordergrund

steht. Ballett kann mit tollen Kostümen getanzt

werden, ebenso kann es aber auch spartanisch

und einfach sein.


CRUISER Edition Winter 12/13

Bühne

CR-MagazIN: Woher stammt Ihre Liebe zum

Ballett?

CHRistian SPUCK: Ich war noch ein kleiner Junge,

als ich das erste Ballett sah. Es war eine TV-Aufzeichnung

von «Romeo und Julia», die in mir

den Wunsch geweckt hat, Ballett zu tanzen. Die

kraftvolle Musik von Prokofjew hat mich jahrelang

begleitet. Anfangs dachte ich aber noch,

dass das eher etwas für Mädchen ist. Erst als ich

morgens zeitig aufzustehen. Ich habe damals

Zukunftsängste gekriegt und mich gefragt, was

ich machen würde, wenn das mit der Choreografie

nicht klappt. Es war ein innerer Kampf.

Am Ende habe ich aber aus dieser Zeit gelernt,

wie man sich selbst Disziplin auferlegt.

CR-MagazIN: Sie haben international viele Erfolge

gefeiert – und sind nun in Zürich. Was

verbindet Sie mit dieser Stadt?

CHRistian SPUCK: In erster Linie suche ich mir Geschichten

aus, die funktionieren. Sie müssen

eine Berechtigung für die Bühne haben. Ob

das nun eine schwule oder heterosexuelle Geschichte

ist, spielt für mich keine Rolle. Ballett

soll die Leute berühren, das ist das Wichtigste.

CR-MagazIN: Wäre ein homosexuelles Liebespaar

im Opernhaus Zürich überhaupt möglich?

Szene aus Christian Spucks «Romeo und Julia» im Opernhaus Zürich © Monika Rittershaus

moderne Produktionen gesehen habe, wusste

ich: das ist es!

CR-MagazIN: Wie endete Ihre Karriere als Tänzer,

wo begann die Arbeit als Choreograf?

CHRistian SPUCK: Beim Stuttgarter Ballett war ich

zeitweise parallel als Tänzer und Choreograf tätig.

Ich hatte zahlreiche Engagements auch im

Ausland und bald war mir klar, dass ich mich

entscheiden muss. Ich liebe es, wenn Menschen

meine Vision tänzerisch umsetzen. Die Entscheidung

war einfach, obwohl der Berufswechsel

schwer war.

CR-MagazIN: Inwiefern?

CHRistian SPUCK: Tänzer haben einen sehr strukturierten

Arbeitstag mit intensiven Probeplänen.

Man muss sehr diszipliniert sein und steht an

sechs Tagen pro Woche im Ballettstudio. Plötzlich

war diese Struktur weg! Ich musste mich

in meinem neuen Arbeitsalltag zuerst zurechtfinden.

CR-MagazIN: Sie sind in ein Loch gefallen?

CHRistian SPUCK: Ja, am Anfang schon. Plötzlich

sass ich zuhause und hatte keinen Grund mehr,

CHRistian SPUCK: Ich fand Zürich schon immer super.

Als 17-Jähriger habe ich meinen Zivildienst

in Frankfurt geleistet und meine Schwester

hat damals in Freiburg studiert. Wir sind oft

zusammen nach Zürich gefahren. Als mir angeboten

wurde, in Zürich zu arbeiten, habe ich

mich total gefreut. Wenn ich die Wahl gehabt

hätte zwischen New York, London, Paris und

Zürich, hätte ich mich für Zürich entschieden.

Die Stadt ist klein und doch eine Weltstadt. Hier

in Zürich fahre ich sogar gerne mit dem Tram,

was ich überall sonst schrecklich finde. Aber

hier liebe ich es.

CR-MagazIN: Sie haben Glück, auch Ihr Partner

lebt nun in Zürich.

CHRistian SPUCK: Ich habe ihn damals, als die Anfrage

vom Opernhaus Zürich kam, gefragt, ob er

mit mir nach Zürich ziehen würde. Glücklicherweise

sagte er ja! Dank einer Umschulung konnte

er sich hier ein eigenes Berufsleben aufbauen.

CR-MagazIN: Würden Sie, wie von einem anderen

Magazin angedeutet, ein «schwules» Ballett

inszenieren?

CHRistian SPUCK: So wie ich Zürich erlebe, und weil

es bislang überhaupt kein Thema war, welche

sexuelle Orientierung ich habe, gehe ich davon

aus, dass eine solche Produktion durchaus möglich

wäre. Wenn ich eine schöne Liebesgeschichte

zwischen zwei Jungs finde und ich mir sicher

bin, dass sie die Menschen berührt, wieso nicht?

Christian Spuck

Der 1969 in Magdeburg geborene Christian

Spuck liess sich in Stuttgart an der John-Cranko-

Schule zum klassischen Tänzer ausbilden. 1995

begann sein Engagement im Stuttgarter Ballet

als Tänzer sowie als Choreograf. 2001 wurde er

dort zum Haus-Choreografen ernannt. Sein erstes

abendfüllendes Ballett war das hochgelobte

«Lulu». Auch für international renommierte

Häuser war Christian Spuck tätig. Seit August

2012 ist er Ballettdirektor im Opernhaus Zürich.

Seine erste Inszenierung «Romeo & Julia» gilt

auch mit den Zusatzvorstellungen als ausverkauft.

Seine nächste abendfüllende Produktion

«Leonce & Lena» feiert im April 2013 Premiere.

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Dossier CRUISER Edition Winter 12/13

Und ewig lockt der Luxus

Das Winter-Dossier

von Lola Sara Arnold-Korf

Symbol für Luxus: Rolls-Royce-Kühlerfigur © pd

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CRUISER Edition Winter 12/13

Dossier

Schweizer Schwule sind

europaweit Vorreiter an der

Luxusfront: überdurchschnittlicher

Verdienst, keine

Kinder und nicht selten

in Partnerschaften, also

doppelter Verdienst. Die

Zahl derer, die sich Luxus

leisten, steigt in den letzten

Jahren ständig.

Wie sagte einst Oskar Wilde? «Man versehe mich mit Luxus. Auf alles Notwendige

kann ich verzichten.» So lässt sich der derzeitige Trend zur Luxus-

Schwullette beschreiben. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Luxus als

Schickimicki abgetan wurde. Heutzutage ist er die natürlichste Sache der

Welt. Luxus ist schön und Luxus ist gut. Sofern man ihn sich leisten kann.

Die einen träumen lebenslang vom ausschweifenden, üppigen Leben, für

die anderen ist es Alltag. Eine österreichische Studie der Pink Management

GmbH und marketagent.com hat das Thema unlängst genauer

durchleuchtet. Für die Einrichtung geben laut Studie Schwule etwa 75 %

mehr aus als ihre heterosexuellen Zeitgenossen, 55,4 % gehen öfter als

dreimal pro Woche aus und lassen sich ihre Schlemmerreisen um die

Welt durchschnittlich 45 % mehr kosten.

Besonders begehrt: Der sorgsam gepflegte

Schweizer Schwule

Einen Grund für den neuen schwulen Traumkunden im Luxus-Segment

sieht Geschäftsführer Stephan Oehen von grayling.com darin, dass «karriereorientierte

schwule Paare fast immer in Double-Income-No-Kids-Verhältnissen

mit hohem verfügbaren Einkommen leben». Seine PR-Agentur

hat sich frühzeitig «auf lustbetonte Marken spezialisiert». Werbetreibende

Unternehmen sind über den neuen Traumkunden «Luxusschwuler» hellauf

entzückt: Nobelkarossen, Immobilien, Schmuck, Reisen um die Welt,

Kosmetik, Schönheits-OPs, teure Markenuhren oder Designerwaren – es

gibt kaum etwas, was sich auch in wirtschaftlich instabilen Zeiten dieser

finanzpotenten Zielgruppe nicht andrehen lässt.

Vor allem auch Schweizer Schwule stehen im Fokus der Werbebranche. «Nach

wie vor ist das eine ganz besondere Gruppe, die in sich selbst auch einen besonderen

Lebensstil pflegt. Schweizer Schwule haben Freude am Schönen, zelebrieren

das Schöne und haben dafür eben auch das entsprechende Budget», so

Stephan Oehen. Genauso sieht das auch Andreas Mossner von Partime Advision

AG im Technopark. Der Geschäftsführer der Uhren-Edel-Marke «PARTIME»

findet: «So wie es die durchschnittliche Telefonnummer von Zürich nicht gibt,

ist auch das Individuum: einzigartig. Luxus in einer anderen Dimension sind

rare Güter, mit denen man sich individualisieren kann. Das wenig Verfügbare

und nicht Globalisierte, hat mindestens so einen Prestigewert wie das sündhaft

Teuere. Die Devise lautet: Mach Dich selten, so wirst Du gelten.»

Heteros und Schwule 2012/2013 im Luxusrausch

vereint

Der Werbe-Hype um Luxus-Schwule begann wohl in den 2000er-Jahren

mit der Modeerscheinung Metrosexualität. Dass sich hier auch die heterosexuellen

Männer wie David Beckham etwas weiblicher geben und

ganz nach schwulem Vorbild nun vermehrt Zeit für die Körperpflege

verwenden und sich z.B. den Körper rasieren, ist heute pure Normalität.

Stephan Oehen: «Jetzt findet eine starke Vermischung zwischen schwulen

und heterosexuellen Lebensformen statt. Und diese reflektiert sich vor

allem im Konsumverhalten. Wenn heute ein heterosexueller Mann mit

einer Louis-Vuitton-Tasche rumläuft, heisst es nicht automatisch, dass er

schwul ist, sondern einfach, dass er Freude am Konsum hat.»

Die Luxus-Schwuppe nun als neue Stil-Ikone für den gemeinen Busengrabscher,

oder wie? «In gewisser Weise schon. Luxus-Schwule werden

in der Zukunft wirtschaftlich eine immer grössere Rolle spielen», ist

Oehen sich sicher. «Das jahrelang im Verborgenen stattgefundene Leben

hat dazu geführt, dass Schwule nun erst recht extrovertierter sind und

diese Besonderheit auch gerne ausleben. Sie sprechen über Luxus. Das tut

man im heterosexuellen Umfeld nicht in dieser Form.»

Ganz ähnlich gestalten sich auch die Beobachtungen des Zürcher Plattenladen-Besitzers

Marc Fuhrmann. In seinem Laden «Panthera Records» im

Zürcher Langstrassenviertel (Johannesgasse 6) gehen auch die Schwulen

ein und aus. «Die Schwulen kaufen sich bei mir, was sie wollen. Gerne

darf es auch mal kitschig sein – alte Platten und so. Wir hatten im Laden

riesengrosse, nicht ganz billige rote Boxen. So ein roter Würfel, wo man

sein iPhone einstecken kann. Das hat sich natürlich prompt ein Schwulenpärchen

gekauft.» Was Luxus-Schwule aber vor allem interessiert in

seinem Laden, sind Tipps für Parties. «Gute Musik mit VIP-Lounge ist gefragt

– da darf es auch mal etwas teurer sein. Vergessen wir nicht, dass

Schwule ja auch so ein bisschen die Erfinder der House-Parties waren.»

Für den Tourismus kommen jetzt die fetten Jahre

Auch in der Schweizer Tourismusbranche leckt man sich angesichts der

neu entdeckten Zielgruppe die Finger. Geschäftsführer Ray Fuhrer von

Pink Cloud schwärmt über die Luxus-Schwulen: «Geflogen wird bei denen

ja seit einigen Jahren nur noch Business oder First, wobei der Transfer

zum Flughafen mit Limo oder Helikopter fast schon Standard ist.»

In Hong Kong lässt Mann sich dann beispielsweise mit dem Rolls Royce

durch das Stadtgewirr kutschieren. Bei Pink Cloud gibt es wahren Schwulen-Luxus

schon ab 5 000 Franken (beispielsweise in Mallorca). «Reisen ab

30 000 Franken sind aber eher der Trend im Luxusbereich», so Intimus

Fuhrer. Bevorzugte Ziele seien die Seychellen und asiatische Destinationen.

Neben Mauritius und den Malediven fliegt der Schweizer Schwule

heutzutage aber vor allem in kulturell interessante Länder – vorzugsweise

in Begleitung eines Fahrers und eines ortskundigen Guides.

«Die müssen nicht zwingend schwul sein. Klar ist aber, dass sie von uns

gut geschult sind.» Massgeschneidert heisst das Zauberwort, und Grenzen

im Luxus-Segment gibt es keine. Dazu gehört beispielsweise auch, dass

man in der Königsstadt in Marokko nicht mit den öden Touristen in einer

Schlange stehen muss, sondern direkt vor den Eingang chauffiert wird.

Und auch am Ausgang steht die Limo schon bereit. Nach Fuhrer legen 10

Prozent Schweizer Schwule Wert auf Top-Top-Luxus-Reisen. Hinzu kommen

weitere 25 Prozent im «normalen» Luxusbereich.

Das macht also eine stolze Zahl von rund 35 Prozent Schweizer Schwulen,

die auf Reisen im Luxus schwelgen. Besonders beliebt unter den finanzkräftigen

Reise-Gourmets sind vor allem auch die V.I.P.-Lounges an den

Flughäfen mit Champagner-Bar. «Die kleinen Séparées sind todschick

und haben einen eigenen Duty-free Shop. Besonders schön fand ich den

in Doha in Katar.» Einen ganz exklusiven Service bis zum eigenen Shuttlebus

am Airport bieten die Singapore Airlines, Emirates und Swiss. Und

was ist der ultimative Geheimtipp für schwule Luxusreisende? «Das Royal

Mansour in Marakesch ist ein Traum aus tausend und einer Nacht und

eignet sich besonders für den Honeymoon. Man sieht kein Personal, denn

das ist unterirdisch untergebracht.» Das lässt das gepeinigte schwule

Herz höher schlagen. Denn wer lässt sich schon gerne auf seiner wohlverdienten

Erholungsreise mit dem einfachen heterosexuellen Volk ein.

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Dossier CRUISER Edition Winter 12/13

Luxus ist austauschbar!

Qualität und Nachhaltigkeit

sind der zukünftige Luxus.

Zum Thema Luxus plauderte CR mit Stephan

Oehen, dem Chef der Schweizer Niederlassung

von Grayling, dem weltweit zweitgrössten

PR-Unternehmen.

CR: Lieber Stephan, welche Rolle spielt Luxus

im PR-Bereich und welche Rolle spielen

schwule Männer?

StePHAn: Luxusleben allein ist austauschbar und

irgendwann langweilig. Wenn heute Studenten

genau dieselbe Louis-Vuitton-Tasche tragen

wie die Luxuslady oder der schwule Nachbar

von nebenan, hat dies nicht viel mit Luxus

zu tun. Nach den 80ern, wo man provozieren

musste, ist die Gesellschaft nun aneinander

gerückt und das macht die Sache viel interessanter,

aber auch komplizierter als jemals zuvor.

Heute braucht es andere Kriterien. Es geht

um Persönlichkeit. Ich weiss nicht, ob ich den

Espresso kaufe, nur weil George Clooney dafür

Werbung macht. Menschen mit Sinn für Lust

und Individualität brauchen heute mehr. Zumal

sich «Luxus» heute viel mehr Menschen leisten

Stephan Oehen

können als in den 80er- oder 90er-Jahren. Umso

mehr geht es um Qualität und Nachhaltigkeit.

CR: Bekommen Männer heutzutage ein eigenes

Gesicht, wenn es um Produkte und PR

geht?

StePHAn: Ja! Beispielsweise in der Gesichts- und

Haarkosmetik geht der Trend seit wenigen Jahren

ganz klar in Richtung Spezialisierung. Wobei

die Palette der Angebote für Männer der von

Frauen ähnelt. Ein wesentlicher Unterschied ist

allerdings der Preis. Viele Männerprodukte sind

teurer. Allein im hochpreisigen Segment ab

500 Franken für Pflegeprodukte gibt es für Männer

bisher kaum vergleichbare Produkte. Hier

bedienen sich Männer lieber in der Frauenabteilung.

In der Zukunft wird es nicht mehr so sein.

Daran glaube ich fest. Egal, ob schwul oder hetero.

Auch Heteromänner haben gemerkt, dass

man sich pflegen muss. Es geht um Vitaminprodukte

bis hin zu den Muskelaufbau fördernden

Lifestyleprodukten.

CR: Welche Richtung nimmt der Luxus von

heute und morgen?

StePHAn: Heutzutage ist es nicht mehr wichtig, ob

jemand hetero oder schwul ist. Die Mischung,

das Aufbrechen in der Gesellschaft, ist in vollem

Gange. Es fing an mit der sogenannten Metrosexualität.

Das ist heute ein alter Hut. Ich

wiederhole mich gerne. Qualität und Nachhaltigkeit

sind die Überschriften für Luxus in der

Zukunft. Alle Produkte müssen wieder Qualität

besitzen, um den Begriff Luxus zu verdienen.

Lebensstil und Niveau sieht man nicht nur anhand

schöner Kleider, sondern anhand einer

Lebenshaltung und einem Identifikationsfeld.

CR: Vielen Dank für das Interview!

Luxus als Rundumpaket

Neben edlen Reisen, teuren Immobilien, und vielem mehr gibt es heutzutage

aber auch andere Formen des Luxus für Schwule. «Luxus ist vor allem, dass

es uns gibt», sagt Christoph Bucher von der Gay Spitex Goldbrunnen, einem

ausschliesslich auf schwule Kundschaft spezialisierten Pflegedienst. Woran

erkennt man hier den Luxus-Schwulen? «Luxus-Schwule sind anspruchsvoll

wie alle Schwulen. Sie haben dennoch höhere Erwartungshaltungen und wollen

auch etwas für den Preis. Das heisst, sie geben sich nicht so schnell zufrieden

und sind auch schnell beleidigt, wenn sie nicht das bekommen, was sie

erwarten. Dennoch sind sie sehr anpassungsfähig.» Christoph Bucher erlebt

den Luxus-Schwulen-Trend vor allem in den letzten Jahren. «Luxus-Schwule

erwarten von uns jetzt vor allem auch organisatorischen Service. Schwule mit

Geld wünschen sich am liebsten eine 24-stündige Pflege.» Obwohl dies nicht

zum Angebot und zur Aufgabe der beiden Gay Nurses Christoph Bucher und

François Fauchs gehört, versuchen sie «so gut es geht, sämtliche Wünsche

zu berücksichtigen».

Design ist das Markenzeichen eines jeden

Schwulen

Ein Blick in die Designer-Landschaft genügt: Schwule Designer sind

überproportional vertreten und stehen heutzutage zu ihrem Schwulsein.

Und während sich die meisten heterosexuellen Männer nur angewidert

auf Shopping-Tour begeben, ist für die meisten Schwulen das Einkaufen

ein Erlebnis. Nach der Studie von Pink Management GmbH und

marketagent.com ist für 37,7 Prozent der Schwulen das Aussehen «sehr

wichtig». Demgegenüber gilt dies nur für 18,7 Prozent der heterosexuellen

Männer. 42,5 Prozent aller Schwulen, aber nur 23,5 Prozent der heterosexuellen

Männer geben mehr als 2800 Franken pro Jahr für Mode und

Kleidung aus. Und dennoch mahnt Stephan Oehen von Grayling: «Luxus

ist allgegenwärtig und austauschbar geworden. Luxus alleine hilft nicht

mehr, sich zu differenzieren, weil sich viel mehr Menschen diesen leisten

können. Dies bedeutet auch für uns in der Kommunikation eine neue Herausforderung.

Luxus alleine in der Hülle reicht nicht mehr aus, sondern

es braucht neue Inhalte. Der Trend 2013 wird ganz klar weiter in Richtung

Rückkehr zu Qualität und Nachhaltigkeit gehen. Wenn ich heute

an der Zürcher Bahnhofstrasse eine Tasche kaufe, weiss ich bei 60 bis 80

Prozent nicht mehr, ob sie echt ist oder ein Plagiat aus Fernost. Insofern

kann sich Luxus heute fast jeder leisten. Aber Qualität – und bei vielen

wahren Luxusmenschen auch ein gewisses Mass an Nachhaltigkeit – wird

in der Zukunft den Unterschied zwischen Möchtegern-Luxus-Menschen

und wahren Geniessern ausmachen. Denn ein Luxusleben alleine ist austauschbar

und irgendwann langweilig.»

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CRUISER Edition Winter 12/13

Wettbewerb

Gewinne ein

Stück Luxus!

CR-Leser können immer wieder attraktive

Preise gewinnen. Seien dies Karten für Filmfestivals,

Karten für Kinofilme, Gratis-Eintritte

für Parties oder sogar Skiferien. Wer also

in Zukunft keine CR-Verlosung mehr verpassen

will, sollte auch keine CR-Ausgabe verpassen.

Das geht am einfachsten, wenn man sich

das CR-Magazin nach Hause senden lässt. Bestellt

werden kann so ein Jahres-Abonnement

ganz einfach per E-Mail an info@cruiser.ch.

Das kostet Fr. 50.– im Jahr.

Sparsame können erst mal für drei Monate ein

Gratis-Abo bestellen.

Bereits gewonnen hat Stephan

Guggisberg aus Biel

Stephan hat im Oktober im CR beim Wettbewerb

«Arosa Gay Ski Week» mitgemacht und

nun gewonnen! Er erhält einen Gutschein für

eine Woche Winterferien während der Arosa

Gay Ski Week. Dies beinhaltet den Aufenthalt

im 4-Sterne-Hotel The Excelsior und zwei Eventpässe

im Gesamtwert von Fr. 2115.–. CR gratuliert

zum Gewinn.

Die 9. Arosa Gay Ski Week findet vom 6. bis 13.

Januar 2013 statt. Wer «Stephan im Glück» begegnen

oder einfach im Schnee unter Gays sein

will, fährt am besten im Januar nach Arosa.

Alles über die Angebote der 10 Gay-Hotels und die

Events in Arosa erfährt man unter www.gayskiweek.ch

oder unter der Infoline 021 566 70 20.

Neue Verlosungen im Dezember

- eine Designer-Uhr von Partime

- zwei komplette Haarpflegesets für Männer von

Salon Professional

- 15 Gratis-Eintritte für die neue Party im Januar

2013 im Apartment 22

1

Uhr

2Haar

Die Design-Uhr Partime aus Zürich zeigt die Stunden und Minuten bildlich. Die

Skala zeigt links die Stunden und unten die Minuten. Gehäuse aus rostfreiem

Stahl, 45 mm. LCD-Display mit kratzfestem Mineralglas. Stossfest und wasserdicht

bis 30 m. Zwei Jahre Garantie. Swiss made. Wert: CHF 498.–

Verlosungsteilnahme: E-mail mit Adresse und Stichwort Partime

an info@cruiser.ch

bis spätestens Donnerstag, 15. Dezember 2012

Salon Professional Haarpflegeset für den Mann.

Verlosungsteilnahme: E-mail mit Adresse und

Stichwort Salon Professional

an info@cruiser.ch bis spätestens

Donnerstag, 15. Dezember 2012

3Nacht

Party-Eintritt 19. Januar 2013 im

Apartment 22

Verlosungsteilnahme: E-mail mit Vor- und

Nachname und Stichwort Apartment 22

an fuck@positive.ch – die ersten 15 Schreiber

werden inkl. einer Begleitperson auf die

Gästeliste gesetzt.

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Unterhaltung CRUISER Edition Winter 12/13

Winterstunden

10 unterhaltsame Tipps für

lange, dunkle Winterstunden.

Von René Gerber

und Daniel Diriwächter

Dies schon vorweg, wir präsentieren

hier keine Geschenktipps.

Aber zehn unterhaltsame

Ideen, um sich durch die

lange Winterzeit zu retten. Wir

finden, es ist Zeit, sich an Weihnachten

um sich selbst zu kümmern,

nur für ein paar Stunden.

Nichts ist befriedigender als

ein spannendes Buch im warmen

Bett oder im Schaumbad.

Nichts ist so schön wie ein Filmklassiker

in der unschuldigen

Zeit vor Sylvester. Und immer

wieder Musik...

Mademoiselle chante Piaf

Nein, es gibt nichts zu bereuen, auch wenn sich

das Leben nicht immer en rose zeigt. Davon

konnte Edith Piaf ein Lied singen, und Patricia

Kaas kann es ebenso. Sie verleiht den grossen

Hits und weniger bekannten Perlen des Spatz‘

von Paris neue Flügel. Kein seelenloser Abklatsch,

sondern eine von Hollywood-Komponist

Adel Korzeniowski (A Single Man) grandios

orchestrierte Hommage. Kaas‘ unwiderstehliche

Stimme jubelt und klagt, fängt das Leben in

allen Facetten ein. Genau wie ihre faszinierende

Autobiografie. Hören! Lesen! Und sich dabei

schon auf die grossartig inszenierten Konzerte

2013 freuen…

Patricia Kaas: Kaas chante Piaf, H’ART.

Doris Heinemann: Mademoiselle singt den

Blues, Bertelsmann.

15.2. KKL Luzern, 16.2. Volkshaus Zürich.

Friends – Blu-ray-Box

Es soll Menschen geben, die igeln sich zwischen

Weihnachten und Neujahr gerne ein und schauen

nonstop Serien. Für Liebhaber von Sitcoms

gibt’s nun «Friends», die komplette Staffel auf

21 Blu-rays. Die modernen Grossstadthelden

Rachel, Monica, Phoebe, Joe, Chandler und Ross

kehren zurück mit allen 236 Episoden, jede davon

komplett von 35 mm-Film auf strahlendes

High-Defintion-Widescreen-Bild mit brillantem

Ton gebracht.

Friends, Die komplette Staffel

Warner Home Video

Durch die Nacht mit Cunningham

«The Hours» wurde in 22 Sprachen übersetzt,

mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und, verfilmt

mit Meryl Streep, Julianne Moore und

Nicole Kidman, mit einem Oscar nach neun Nominierungen.

Kein Blockbuster, aber genauso

sehenswert: Die Leinwand-Adaption von «Ein

Zuhause am Ende der Welt». Die tragische Romanze

zwischen Bobby (Colin Farrell) und Jonathan

geht tief unter die Haut. Neu als deutsches

Taschenbuch erhältlich ist Cunninghams

ebenso ergreifender Roman darüber, was bleibt,

wenn in der Mitte des Lebens plötzlich alles in

Frage gestellt wird und sich neue Möglichkeiten

auftun.

Michael Cunningham: In die Nacht hinein, btb.

Auf DVD:

The Hours/A Home at the End oft the World.

Fady Maalouf – City of Gold

Ok, er ist ein Casting-Sternchen, aber immerhin!

Und Fady Maalouf wurde ja «nur» Zweiter.

Der in Libanon geborene Sänger mit der

Samtstimme ist noch im Rennen und veröffentlichte

gerade sein drittes Album «City of

Gold». Seine jüngste musikalische Märchenreise

ist farbenfroh: Steel Guitar, Flöte, Percussion

oder orientalische Klänge, dezent eingesetzt,

geben dem Album ein besonderes Flair. Ein

durch und durch perfektes Album, nicht nur

für Liebende!

Fady Maalouf – City of Gold

Fuego / TImezone

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CRUISER Edition Winter 12/13

Unterhaltung

Winterpoesie

Wer kennt sie nicht, die kleinen gelben Büchlein,

die Weltliteratur auf Hosentaschenformat

Vielen Dank auch

Weihnachtsnostalgie

Drei Musiker mit Elvis-Tolle treffen sich zufällig

in der Teeküche eines versifften Berliner Probekellers,

stimmen spontan a capella «Blue Suede

Shoes» an. Eine erfolgreiche Band ist geboren und

eine neue Stilrichtung mit dazu: der Voc’n’Roll.

Klingt wie ein Weihnachtsmärchen, ist aber die

wahre Gründungsgeschichte der «Baseballs», die

seither mit ihren ganz eigenen Versionen von

reduzieren? Draussen die Kälte und der Nebel,

drinnen die neue Kollektion von Wintergedichten:

Der düstere Abend ist gerettet. Hesse, Mayröcker,

Ringelnatz, Bachmann und viele andere

machen aus grauen Stunden und weissen

Flocken poetische Worte, wandern im Schnee

und zwischen den Zeilen. Ein kompakter bunter

Streifzug durch 50 grosse Momente der Literaturgeschichte,

durch Puderzucker-Landschaften

und dunkle eisige Nächte. Passend hat

bereits das Cover mehr zu bieten als das charakteristische

Gelb.

Polt-Heinzel, E., Schmidejell, Ch. (Hg.):

Wintergedichte, Reclam.

Das Lied von Feuer und Eis

Nichts ist schöner, als vor dem Schlafengehen

in eine Fantasiewelt einzutauchen. George R.R.

Martin erzählt in seiner fünfteiligen Fantasy-

Saga «Das Lied von Feuer und Eis» von politischen

Intrigen, romantischen Liebesgeschichten

und geheimnisvollen Abenteuern in einer

Welt, die unserem Mittelalter ähnelt, deren

Winter aber oft Jahre dauern. Die vielen Charaktere

und Perspektivenwechsel beleuchten

den fiktiven Kontinent Westeros auf eindringliche

Art und Weise. Mittlerweile wurden die

ersten beiden Bücher auch als Serie unter dem

Titel «Game of Thrones» verfilmt.

George R.R. Martin: Das Lied von Feuer und Eis

Blanvalet Verlag

Toto ist anders, von Anfang an. Ein Waise ohne

klares Geschlecht. Zu dick, zu gross, aber ein

Mensch, der durch diese schlechteste aller Welten

geht, als gäbe es noch das Gute, die Unschuld,

die Liebe. Durch nichts und niemanden

lässt er sich verletzen. Er wandert von der

DDR in den Kapitalismus, von Mann zu Frau,

von Grausamkeit zu Selbstverwirklichung.

Mitten aus der Hoffnungslosigkeit wächst die

Zukunft, und fast könnte man den Titel «Vielen

Dank für das Leben» der grossen Zynikerin

Berg ernst nehmen. Ein herzergreifender

Roman, beissend schrill, stechend komisch,

streichelnd tröstlich.

Sibylle Berg: Vielen Dank für das Leben,

Hanser.

Auch als Hörbuch erhältlich.

Sissi-Trilogie

Weihnachtszeit – und somit auch Zeit für die

österreichische Kaiserin in der Version von

Romy Schneider. Sie läuft dem Christkind

langsam den Rang ab. Im Fernsehen werden

die drei Teile ganz sicher wieder gezeigt. Wer

sich aber darüber hinaus mit Kitsch und Tragik

die Kante geben will, sollte sich die Sissi-Trilogie

als DVD zulegen. Mit dabei sind

interessante Dokus über Sissi, sowie Romy

Schneider.

Sissi, Sissi – Die junge Kaiserin,

Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin

Impuls Home Entertainement

«Umbrella» und «Poker Face» dick im Geschäft

sind. Was würde zu so viel gekonnter Nostalgie

und ironischem Kitsch besser passen als die guten

alten Weihnachtslieder? Definitiv DIE «Silent

Night»-Interpretation 2012.

The Baseballs: Good Ol‘ Christmas, Warner.

Die Schallplatte

MP3 & Co. sind out. Vinyl ist wieder angesagt! Und

wir schreiben hier nicht von schnödem DJ-Material,

sondern von «echter» Musik aller Art. Es ist ein

Erlebnis sondergleichen, wenn eine LP vorsichtig

auf die Drehschreibe gelegt wird und die Nadel

setzt an zum Klang. Das hat Klasse. Viele Künstler

der E- und U-Musik bringen ihre Alben wieder als

Vinyl auf den Markt. Von dem reichhaltigen «Back-

Katalog» gar nicht zu reden! Denn mit dem richtigen

Plattenspieler ist die Tonqualität einwandfrei.

So wird der Neujahrsempfang stillvoll gefeiert.

In Flohmärkten oder angesagten Musikshops.

57


Nachgefragt CRUISER Edition Winter 12/13

Branko B. Gabriel

trifft...

...Willi Spiess

58

Soeben gingen die Merzedes-

Benz-Fashion Days in Zürich

über die Bühne. Immer wieder

entdeckt man dabei neue

und vielversprechende Gesichter.

Ein Gesicht in der

Schweizer Modewelt hat seit

Jahren bestand – Willi Spiess.

Der Designer weiss nicht nur

einer Frau zu schmeicheln, er

zaubert auch Männer-Kreationen,

die punkto Exklusivität

und Schnitt besonders auffallen.

Willi Spiess plauderte

exklusiv für den CR aus dem

Nähkästchen...

BRANKO: Lieber Willi Spiess, was bedeutet für

dich Mode?

Willi: Mode ist vor allem ein Ausdruck der, oder

besser gesagt, seiner Individualität. Da wir alle

von Natur aus nackt sind, müssen wir ja irgendwas

tragen. Mich hat das Thema schon sehr früh

interessiert, Leute einzukleiden und sie schön

zu machen.

BRANKO: Was trägt man(n) jetzt für die

aktuelle Saison. Was ist das absolute Must

Have?

Willi: Das weiss ich nicht, ich habe mich noch

nie an irgendwelchen Modetrends orientiert...

BRANKO: ...oder besser gefragt, was trägt Willi

Spiess im kommenden Winter?

Willi: (lacht) ...sicher einen tollen und warmen

Kashmir-Mantel und natürlich einen schönen

Hut.

BRANKO: Und was ist dann das absolute No Go!

Willi: Tja, eigentlich alles, was schlecht aussieht!

Es kommt natürlich darauf an, wer was und wie

trägt. Es können nicht alle alles tragen. Runde

Frauen in Leggins finde ich nicht besonders ästhetisch.

Mann muss auch nicht immer alle Modetrends

mitmachen. Meine Kleider kann man

auch noch in fünf Jahren tragen und sieht auch

dann noch elegant aus.

BRANKO: In deinem Laden sieht man sehr schöne

und exklusive Kleider. Das sind alles Einzelanfertigungen.

Du arbeitest demnach nur

auf Auftrag?

Willi: Das ist so. Ich bevorzuge diese Arbeit schon

lange. Mich langweilte es, für die Masse zu produzieren,

auch widme ich mich keinen Kollektionen.

Ich bin nicht so der Typ dafür. Die Einzelstücke

sind exklusiv und es ist natürlich schön,

wenn man was hat, das sonst niemand trägt. Es

ist wie ein Schmuckstück.

BRANKO: Was für eine Klientel bedienst du.

Gibt es da prominente Namen?

Willi: Die gibt es natürlich auch. Aber mein Kundenstamm

besteht aus vielen Sparten; vom

Künstler bis zum Anwalt oder Arzt, von der

Prinzessin bis zur Domina (schmunzelt).

BRANKO: Viele Modelabels setzen heute auf

prominente Botschafter, bei dir sehe ich immer

wieder Nubya und Michael von der Heide.

Bist Du das tapfere Schneiderlein der

Schweizer Showszene?

Willi: (lacht) ...Unter anderem, wie gesagt, es sind

nicht nur schillernde Promis, die ich einkleide.

Natürlich ist es schön, wenn der eine oder andere

VIP Willi Spiess trägt, wie auch internationale

Stars wie Ricky Martin, Nina Hagen, Patrizia

Kaas oder Kim Wilde. Ich stelle eigentlich nicht

so gerne Kleider zur Verfügung, das mache ich

nur für ganz gute und enge Freunde. Man kann

sich ja auch mal was kaufen, das nötige Kleingeld

ist bei den meisten vorhanden. Liz Taylor

hat sich für den roten Teppich sicher keine Kleider

ausgelehnt...

BRANKO: ...Das ist klar, die hat sie sicher auch

geschenkt bekommen. Vor einigen Jahren

hast du das Bühnenoutfit von Michael von

der Heide für den ESC kreiert. Unser Michi

trug einen spektakulären Goldanzug. Die einen

fanden den grandios, die anderen den

blanken Horror. War das deine oder Michaels

Idee?

Willi: Die Idee hatten wir gemeinsam. Es war

übrigens ein Satinfrack in einem Goldton, was

sehr gut zum Lied passte (a.d.R. Der Titel hiess «Il

pleut de l’or»). Das ist schon so, so etwas polarisiert,

das muss aber auch sein, schlimmer wäre

es doch, wenn alle den Anzug zum Gähnen gefunden

hätten. Auf der Bühne darf man oder

sollte man schon eher extravagant daherkommen,

sonst interessiert es doch keinen.

BRANKO: Kann man überhaupt für den Red

Carpet ein Kleid zweimal tragen?

Willi: Man macht es nicht. Allerdings finde ich,

wenn ein Kleid toll aussieht, kann man es doch

mehrmals tragen. Ich finde eher die Wegwerf-

Mentalität nicht so sexy.

BRANKO: Aber du trägst doch schon gerne dick

auf...

Willi: Inwiefern meinst du das?

BRANKO: Natürlich mit den Stoffen und Schnitten.

08/15 liegt dir ja sicher nicht, wie ich hier

sehe!

Willi: Ja, da hast du recht. Ich finde es ehrlich gesagt,

auch viel spannender mit schönen und auffälligen

Stoffen zu arbeiten. Ich kreiere Mode

für Leute, die es gerne etwas extravaganter mögen.

Aber ich designe auch Feinmass-Anzüge, da

sieht man nicht auf Anhieb, dass es Willi Spiess

ist. Allerdings ist für mich auch der Aspekt der

Verarbeitung wichtig, die muss bei mir immer

top sein. Das ist der Anspruch, den ich an meine

Kleider habe.

BRANKO: Schneiderst du deine Kreationen

nicht selber?

Willi: Ich mache den Entwurf und den Schnitt,

danach geht es zu meinen verschiedenen

Schneidern, je nach Material und Kleidungsstück.

Für Anzüge habe ich einen der besten

Herrenschneider, für Leder einen Spezialis-


CRUISER Edition Winter 12/13

Nachgefragt

Plaudert aus dem Nähkästchen: Willy Spiess © Stefan Büchi

von den Modeschulen, für diese ist dieses Format

sicher interessant, um auch mal ihre Ideen

und Kreationen einem breiteren Publikum zu

zeigen. Schade an diesen Plattformen ist nur,

dass es eher wie ein Event oder eine Show daherkommt,

und dass Leute den Link nicht schaffen,

die Kleider dann auch zu kaufen. Das funktioniert

hier in der Schweiz leider nicht so ganz.

BRANKO: Aber bringen z. B die Fashion Days

den Designern was, oder ist das nur ein Stelldich-ein

der Schweizer Modefuzzis und der

Moderedakteure? Hier feiert sich die Szene

doch am liebsten selbst.

Willi: Als Designer ist jede Möglichkeit, seine Arbeiten

zu zeigen, gut. Feiern gehört auch dazu.

BRANKO: Ich habe einen tollen Anzug in einem

Modemagazin gesehen. Kann ich mit dem

Bild zu dir kommen und du schneiderst mir

diesen Anzug?

Willi: (zögerlich) …Ja, das würde gehen, es kommt

natürlich darauf an, wie er geschnitten ist, und

überhaupt, ich kopiere ja nicht, es soll schon immer

noch meine Handschrift erkennbar sein.

Als Idee, Anregung, why not, allerdings kann

man dann auch zu einem gewöhnlichen Schneider

gehen, ich achte mehr auf die Person und

den Look, den sie trägt und ob es dann auch

wirklich passt.

BRANKO: Seit über 20 Jahren bist du in diesem

Business tätig. Gib es noch Wünsche, die du

dir gerne erfüllen möchtest, modetechnisch

gesehen?

Willi: Ich bin zufrieden mit mir und wie es läuft.

Neben den Auftragsarbeiten arbeite ich auch

für das Theater als Kostümbildner und bin für

Galas und Show Events zuständig, wie z.B. gerade

eben in Monte Carlo. Das fasziniert und reizt

mich sehr, auch weil es nur begrenzt mit meiner

Arbeit als Designer zu tun hat.

BRANKO: Und welche Accessoires muss unsereins

2013 haben...

Willi: Einen anständigen Gürtel

BRANKO: ...und wo gibt es für Männer coole

Gürtel?

Willi: …Demnächst bei mir. Ich bin jetzt gerade

mit einer Freundin an einem neuen Projekt.

Wir versuchen, aus Aluminium verschiedene

Tierköpfe zu giessen, die dann als

Gürtelschnalle dienen.

ten. Alles bis auf Basic-Masshemden wird in der

Schweiz produziert.

BRANKO: Swiss Made ist dir demnach sehr

wichtig?

Willi: Das ist so, ich möchte nicht in Asien produzieren.

Gerade in Asien lassen oftmals die Qualität

und die Arbeitsbedingungen zu wünschen

übrig. Lieber etwas teurer produzieren, dafür

mit einem nachhaltigen Wert.

Ich setze bewusst auf Exklusivität – Qualität

statt Quantität. Und Willi Spiess kriegt man

auch nur bei Willi Spiess.

BRANKO: Mitte der 90er-Jahre gab es einen Aufschwung

in der Schweizer Mode szene. Es

wurde die GWAND ins Leben gerufen, nach

einem jähen Absturz folgte der Stella Award,

Bolero Night u.s.w. Nach einer längeren

Durststrecke wurde letztes Jahr die Mode Suisse

von Yannick Aellen ins Leben gerufen

und eben waren die Fashion Days. Wie beobachtest

du diese Entwicklung?

Willi: Naja, das ist doch gut so. Ich klinke mich da

aber bewusst aus. Ich bin nicht mehr der Newcomer.

Es kommen ja jedes Jahr neue Gesichter

Willi Spiess

Willi Spiess wurde in Winterthur geboren

und ist aufgewachsen in Uerikon am Zürichsee.

Nach der Matura absolvierte er ein Modestudium

in Zürich. Verschiedene Stages.

Kollektionen für Cashmere Queen Elisabeth

Bossard. Seit 1992 kreiert er unter seinem eigenen

Namen. Seit sechs Jahren an der Schipfe 53

in Zürich. Mit seinem Partner Michael von der

Heide lebt er seit 18 Jahren in Zürich.

www.willispiess.ch

59


MONTAG 31. DEZEMBER

SWEET NEW YEAR

MAD>LAUSANNE

START 22:00

KENNY CARPENTER>USA

(Studio54 Legend, New York)

TOM STEPHAN>UK

(Black&Blue, Orange)

ANTOINE909>UK

(Circuit Festival)

AJAXX>CH

(Flexx, Angels)

Die mit Abstand erfolgreichste

und grösste Sylvester Gayparty

auf 4 Etagen & 3 Dancefloors

Ab 20:00 Sylvester-Menü im

Restaurant « Le Bedroom »

Reservation erforderlich

Tel: 078 736 05 02

40.000 LED gigantische Bühne

Mitternacht Opening-Show

Sugar candy Drag-Queens

Anonymous Creatures

Sweet & sexy Gogo-Gods

Wild & sticky Strippers

Club MAD

Rue de Genève 23

LAUSANNE

Info:021-340 69 69

www.gay-party.net

© photo: Aaron Cobbett


CRUISER Edition Winter 12/13

Kolumne

LONDON JAMES

«Wir brauchen den Seitensprung!»

London James macht sich

zum Jahresende Gedanken

über die Liebe. Oder auch darüber,

ob ein Seitensprung

wieder etwas Würze in eine

Beziehung bringen kann. Besonders

bei Schwulen....

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten,

um eine Beziehung zu führen. Es gibt die monogame,

polygame oder eben die beliebteste unter

den Schwulen: Den Seitensprung.

Fremdgehen ist derzeit wieder in aller Munde.

Besonders in der Klatschspalte. Weibliche Stars

geraten dabei arg in die Schusslinie. Eine Welle

der Entrüstung rauschte durch den Blätterwald,

als Twilight-Ikone Kristen Stewart ihren Robert

Pattinson vor Paparazzi-Kameras betrog (war ja

auch irgendwie dämlich, so öffentlich...). Und

Heidi Klum wird neuerdings von Amerikas Konservativen

als Ehebrecherin dargestellt.

Das Leben und Lieben ist eben ein grosses Experimentierfeld.

Auch dann, wenn wir nicht

berühmt sind. Wir sind eifersüchtig, haben Verlustängste

und rasten gerne mal aus, wenn wir

unsere Liebsten mit einem Jüngling in unserem

Liebesnest erwischen. Noch schlimmer kann es

sein, vor den Augen anderer betrogen zu werden.

Einige sind blind vor Liebe, sehen nicht

(oder wollen es nicht sehen...), dass ihr Partner

sich in fremden Betten heimischer fühlt als

zuhause.

ABER: Fremdgehen ist oft ein Erfolgsrezept für

eine lange anhaltende Beziehung. Für monogame

Seelen werde ich bei diesen Worten für immer

im Fegefeuer brennen. Und für die nächsten

Worte geht’s dann einen Stock tiefer (in die

Hölle): Treue kann auch einsam und traurig

machen.

Natürlich gibt es sehr unterschiedliche Gründe

für den schwulen Seitensprung. Das können

Langeweile oder unerfüllte sexuelle Wünsche

sein, die Sehnsucht nach Romantik oder Ekstase,

aber auch krankhafte Selbstbestätigung. Wir

haben doch alle die Erfahrung gemacht, dass

die sexuellen Interessen sich kaum für längere

Zeit ausschliesslich auf ein und denselben Menschen

fixieren lassen – oder?

Jeder ist frei, mit anderen zu schlafen, vorausgesetzt,

man belügt den Partner nicht und achtet

beim auswärtigen Sex auf die Ansteckungsgefahr

mit sexuell übertragbaren Krankheiten.

Wer «offen» fremd geht, kann jedoch etwas für

sich, seine Persönlichkeitsentwicklung und

seine Partnerschaft tun. Wer die dazugehörigen

Gefühle wie Freude, Nähe, Lust und Leidenschaft,

aber auch Eifersucht, Verlustangst

und Trauer zulässt und sich mit dem Partner

austauscht, lebt besser und zufriedener und

entwickelt darüber hinaus eine Intimität und

Streitkultur, die später über ernsthafte Krisen

hinweghelfen kann.

Nicht zu vergessen: Dem einen oder anderen

Paar bringt ein Seitensprung auch einen neuen

sexuellen Kick. Liebe und Sex trennen zu können,

ist dabei der kleinste gemeinsame Nenner

schwuler Beziehungsmodelle.

Einige bauen quasi auf dem «Seitensprung» auf,

müssen jedoch dabei nicht stehenbleiben. Die

Fähigkeit, seine Wünsche und Bedürfnisse

in die eigene Beziehung «einzubauen», ist anspruchsvoll

– aber machbar. Eine leidenschaftliche

Affäre kann dafür der lustvolle Anfang sein.

So, das waren sozusagen meine «Worte» zum

Jahresende. Ich wünsche den Lesern eine (be)

sinnliche Weihnachtszeit und ein frohes 2013!

London James © Stefan Büchi

61


Gesundheit CRUISER Edition Winter 12/13

Pia

Schinken im Teig

oder doch Fondue

Chinoise?

Ich möchte WIRKLICH nicht, dass hier einer den

Christstollen anschneidet oder den Grittibänz

buttert, bevor wir eine anständige Jahresbilanz

realisiert haben, verstanden?!!

Es ist wieder so weit. Auf dem Weg zum Tram

friert dir zum ersten Mal die Kopfhaut ein und

sobald du festgestellt hast, dass du keine Papiertaschentücher

dabei hast, fängt die Nase zuverlässig

an zu laufen. Man kann aus Gründen der

Gesellschaftsfähigkeit nicht mehr als 2x pro

Tramfahrt den Rotz geräuschvoll hochziehen,

weshalb die Zeit dazwischen ein peinigender

Wechsel zwischen Luftanhalten und Kopf unauffällig

in den Nacken legen ist. Ein immer

gleiches, obermühsames Martyrium, bei welchem

ich schon einige Male verdammt nahe

an der Ohnmacht war, zumal wenn man weiss,

dass meine Nase kein Fingerhut ist. Dabei könnte

man natürlich problemlos in eine Seite dieser

Gratiszeitungen rotzen und sie so sinnvoll rezyklieren.

– Allein mir fehlte bisher der Mut für

eine solche Pionier-Tat.

Es ist wieder so weit. Das Kerzli brennt, die

Heilsarmee singt. Zeit der Besinnung: Was machen

wir dieses Jahr? Einen Schinken im Mailänderliteig

oder doch wieder das Fondue Chinoise

mit 300 verschiedenen Saucen?

Dabei wäre Gelassenheit jetzt die allerbeste

Strategie. Ein kurzes Innehalten und Zurückschauen

gehört zum Dezember wie das Magenbrennen

zur Speckpflaume. Zwischen all dem

vorweihnachtlichen Gehetze darf man sich endlich

den Luxus gönnen, das vergangene Jahr zu

rekapitulieren und sich dabei nochmals in aller

Ruhe an Schönes und Grauenhaftes zu erinnern.

Und wenn auf der Soll-Seite eine Differenz erscheint,

dann ist jetzt in jeder Hinsicht der perfekte

Moment, um die Jahresziele für 2013 zu

definieren. VORSÄTZE!!

Wenn der Kater mühsamer ist, als der Rausch

gut war, wenn die Depro nach dem Ecstasy oder

nach dem Coci tiefer ist, als der Flug davor hoch

war, dann wär’s unter Umständen eine irrsinnig

gute Idee, das neue Jahr mit einem Kuss zu

beginnen. Queer-KISS ist ein Kurs für schwule

Männer, die selber bestimmen wollen, wann

und wie sie Drogen konsumieren.

Drogen – ob illegale oder legale – sind in der

Schwulen-Szene allgegenwärtig. Ob in Bars,

Saunas, auf Sexparties oder in Diskotheken –

Alkohol gibt es überall. Drogen sind in vielen

Situationen und für einige Männer selbstverständlicher

Bestandteil einer gelungen Party,

eines entspannten Abends oder eines geilen

Sex Dates. Ob Poppers auf dem Nachttisch, die

Ecstasy-Pille an der Party, Speed, Kokain, GHB

oder Chrystal beim Sex oder Alkohol im Ausgang.

Einige haben mit dem Konsum keine Probleme,

bei anderen kann der Konsum zu schweren

sozialen, psychischen, körperlichen oder

finanziellen Schwierigkeiten führen.

Queer-KISS besteht aus einem Vorgespräch und

acht Kursabenden und bietet dir die Möglichkeit,

deinen Konsum zu überdenken – ihn zu

halten – oder gar zu reduzieren. Du setzt dir deine

Ziele selbst. Das detaillierte Programm des

Kurses findest du auf www.checkpoint-zh.ch.

Er fängt Mitte Januar an und kann über die

Krankenkasse abgerechnet werden.

Oder lieber wieder mal mit dem Rauchen auf hören?

Queer Quit verzehnfacht die Wahrscheinlichkeit

eines erfolgreichen Rauchstopps. Nicht

nur sieht deine Haut danach besser aus – du

lernst ausserdem gratis ein paar nette Junx kennen,

deren Haut sich nach dem Kurs auch besser

anfühlt. Wer braucht da noch einen Schinken

im Chräbeliteig? Anmelden jetzt unter

www.checkpoint-zh.ch!

Man möge mir an dieser Stelle bitte Weisheiten

ersparen wie: «Vorsätze sind eh für die Füchse!»

Diese Defizit-Orientierung geht mir so auf

den Sack. Das ist, wie wenn man keine Blumen

kauft, weil sie dann verwelken. Vorsätze zu machen,

ist gut. Und zwar immer.

Was soll falsch daran sein, sich vorzunehmen,

etwas in Zukunft anders zu machen? Was ist

besser daran, sich nichts vorzunehmen, nur

weil man allenfalls scheitern könnte? Allen Vorsatz-Bashern

sage ich: «fuck-you-so-very-much!»

und alle anderen lade ich ein, das neue Jahr mit

Zielen, Energie und Vorfreude zu begrüssen.

In diesem Sinne ein frohes Fest und einen guten

Rutsch ins 2013 – wir sehen uns drüben.

Eure Pia

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62

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CRUISER Edition Winter 12/13

Gesundheit

Unsaubere Spritze

Hallo Dr. Gay

Ich war kürzlich in Tunesien und musste dort zum Hotelarzt, der mir eine

Spritze gab. Ich sah zwar, dass er etwas ausgepackt hat, konnte aber nicht genau

erkennen, ob Nadel und Spritze neu waren. Ich sah kein offensichtlich

erkennbar fremdes Blut. Als er mit der Spritze und der Nadel das Antibiotika

– oder was es war – aufgezogen hat, konnte ich auch kein offensichtlich

fremdes Blut erkennen. Ich bitte sie um Hilfe, da ich mir nicht 3 Monate lang

Sorgen machen möchte, ob ich mich infiziert habe, bis ich den Test machen

kann. Wäre aus Ihrer Sicht in dem Fall eine Infektion mit HIV oder Hepatitis

C überhaupt möglich oder nicht? Vielen Dank für die Beantwortung.

Valentin, 32 Jahre

Hallo Valentin

Ich kann nicht beurteilen, ob und wie die Hygienevorschriften vom

Hotelarzt in Tunesien eingehalten wurden. Wenn die Spritze neu war, bestand

kein Risiko. Sollte sie aber bereits benutzt worden sein, wäre eine Infektion

mit HIV oder Hepatitis C möglich. Du solltest dich aber nicht verrückt

machen. Aus welchem Grund hätte der Arzt keine neue Spritze nehmen sollen?

Dies gehört zu den absoluten Hygiene-Basics, die sehr einfach einzuhalten

sind. Es sei denn, der Arzt wollte dich vorsätzlich Infizieren. Hältst du das

für wahrscheinlich? Ich denke nicht, dass du dir allzu grosse Sorgen machen

musst. Absolute Sicherheit kann dir aber nur ein Test nach 3 Monaten geben.

Alles Gute, Dr Gay

Lusttropfen

Hallo Dr. Gay

Ich habe am Samstag einen Mann getroffen, den ich im Internet kennengelernt

habe. Wir haben uns sehr intensiv geküsst und vor allem unsere

Körper berührt und zusammengepresst. Danach habe ich seinen Penis

in den Mund genommen. Jetzt meine Frage: Ich glaube, seine Eichel war

noch ziemlich trocken, später aber etwas feucht. Dann spürte ich im

Mund ein wenig salzartige Flüssigkeit, allerdings wirklich nur wenig.

Abgespritzt hat er nicht in meinem Mund. Analverkehr hatten wir keinen.

Ich bin unsicher, ob es möglich ist, dass ich mich so mit HIV infiziert

habe. Danke für deine Antwort.

Giuseppe, 19 Jahre

Hallo Giuseppe

Bei der Flüssigkeit handelte es sich wahrscheinlich um den Lusttropfen.

Eine HIV-Infektion beim Oralverkehr durch den Lusttropfen ist bei gesunder

Mundschleimhaut nicht möglich. Im Lusttropfen einer HIV-positiven

Person befinden sich zwar HI-Viren, die Menge der Viren ist aber so

gering, dass es nicht zu einer Ansteckung kommen kann, egal, wie viele

Lusttropfen fliessen. Wenn allerdings offene Wunden oder Entzündungen

(z.B. durch eine sexuell übertragbare Infektion) im Mund vorhanden sind,

kann dies das Risiko einer HIV-Übertragung erhöhen. An diesen Stellen

hat es das HI-Virus leichter, in den Körper einzudringen.

Alles Gute!

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Hämorrhoiden

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behandeln

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Biomed AG, Überlandstrasse 199, 8600 Dübendorf

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In Apotheken und Drogerien.

63


Agenda CRUISER Edition Winter 12/13

Grosse Auswahl an Partnerringen.

Wir beraten Sie gerne.

www.twogether.com

SA 01. Dez.

Basel

19.00 Ein Abend zum Weltaidstag: mit

Georgette Dee & Terry Truck und ihrem

Programm «Guten Abend, wir sinken.

Darf ich mich setzen?» - Schöne Lieder,

Gesang & Flügel. 19h Apéro und Benefiz-

Suppe. Konzert 20h. Nach dem Konzert

DJs Angelo & Retrogressive. Im Schauspielhaus

Basel, Steinentorstrasse 7.

Infos & Tickets www.theater-basel.ch

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-

Strasse 91. Lange Nacht. Oriental Night

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT,

Wilerstrasse 5, 9545 Wängi Racletteplausch.

Ab 18h Apéro mit Glühwein. Essen ab 19h.

Fr. 25.–, Nichtmitglieder Fr. 30.–.

Anmeldung bei anmeldung@hot-tg.ch

oder 077 401 31 76, Roger

Zürich

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h. Aktion «Dein

T&M – Alles muss weg!» Es werden gleich

5 Wertmarken beim Kauf des Eintrittes

abgegeben. Im AAAH! findet die Celestial

Party statt. DJs Thomi B. & Surprise Guest

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!

Marktgasse 14. DJ Infos www.facebook.

com/goldenesschwert Familienausflug von

Family Affair. DJs Willi P & Jesse Jay

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Cum, cruise & enjoy

22.00 Boyahkasha!: Fortuna la Grace Mainfloor:

DJs Josè Parra, Loyce & Zör Gollin. 2nd

Floor: DJs Ptites Boules & Déesse. Station

Club, Bahnhof Enge, Gutenbergstrasse 1.

Infos www.boyahkasha.ch

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco Party

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Gangbang

SO 02. Dez.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Superhomo

– Oldschool Electro, Pop, Rock

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday

DJ David Armada

Zürich

19.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für

Frauen. Ab 19h Standard, ab 21h

DJ Madame Léa (Deluxe-Pop), ab 23h

DJ Heldin im Chaos (Elektrotrash)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 03. Dez.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 04. Dez.

Zürich

18.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Glühwein mit Santa.

Genaue Infos www.zundh.uzh.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 05. Dez.

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party.

Masken können für Fr. 5.– gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ Alex Brand playing oldschool techno

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 06. Dez.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

19.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise+explore Santa Claus Cruising

19.00 Samichlaus meets Schlager: Feine

Grittibänze, Lebkuchenherzen und die

Gastgeberin Petra. Pigalle, Marktgasse 14

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 07. Dez.

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. HIV- und Syphilis-Test

20.00 SuperGay Bar: Linsebühlstr. 56.

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ.

Infos www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Bad boyz Friday

22.00 Lollipop Party Auf 4 Ebenen: Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Sportsgear only

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SA 08. Dez.

Basel

23.00 QueerPlanet Party: The hot house &

electro house party for gays, lesbians and

friends. DJs Taylor Cruz & Tonträger.

Im Singerhaus, Marktplatz 34.

Infos www.queerplanet.ch

Winterthur

17.00 WilSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend für

die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Festliches Buffet präsentiert von

Roger & Nico. Anmeldung bis 6.12. unter

www.badgasse8.ch

Zürich

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJ Maja-Tjane - Best mix of hits & DJ Miles

– Funkybeats. Marquee Club, Weinbergstrasse

68 Infos www.party4lesandgay.ch

21.30 AAAH! und T&M Club:

Marktgasse 14. 2 Dancefloors. Live DJs. Im

AAAH! men only. Infos auf www.facebook.

com/tundm.club. Gratiseintritt bis 22.30h

21.30 Club Goldenes Schwert:

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M

und AAAH! Marktgasse 14. DJ

Infos www.facebook.com/goldenesschwert

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

70er & 80er Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass X-treme Leather & Rubber

23.00 Jack Party: The Passionate Issue. DJs Lenoardo

Glovibes, Gloria Viagra & Juiceppe.

Im Festsaal (Kaufleuten), Pelikanplatz.

Infos www.jackcompany.com

SO 09. Dez.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ JuneTunes

Ganze Schweiz

09.15 Les lacets roses: Von Schloss zu Schloss. Wanderung

von Köniz über Ulmiz und Lisiberg.

Treffpunkt um 09.15h Bahnhof Köniz. Essen in

Restaurant. Infos bei Rudi 079 291 78 33

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday

DJ Mario Roque

Zürich

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance

Treff für tanzbegeisterte Lesben und

Schwule zu Standard- und lateinamerikanischen

Tänzen oder einfach zum

64


CRUISER Edition Winter 12/13

plaudern. Club Silbando (Swisscom

Gebäude), Förrlibuckstr. 62

14.00 Männerzone: Weihnachtseinkäufe im

Shop. Kaffee und Kuchen im Café Aron

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 10. Dez.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 11. Dez.

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. »Mixed Kebab», Belgien/

Türkei 2012, Digital 98 Min. OV Flämisch,

Französisch, Türkisch. UT d. Bar ab 20h,

Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 12. Dez.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Mask Party Maskenpflicht,

Maske kann gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 Truth. DJ Toast-Terry

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 13. Dez.

Zürich

19.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

GV & anschliessendes Nachtessen im HAZ-

Centro, Sihlquai 67

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 14. Dez.

Basel

19.30 We will rock you: Original-Musical von

Queen & Ben Elton kommt zurück in die

Schweiz. Vom 14.12.2012 bis 24.3.2013

im Musical Theater Basel. Aufführungen:

Dienstag 19.30h, Mittwoch 18.30h, Donnerstag

und Freitag 19.30h, Samstag, sowie

31.12. 14.30h und 19.30h, Sonntag 14.30h.

(ohne 2.1. und 28.1. bis 11.2.).

Tickets www.ticketcorner.ch & Vorverkaufsstellen.

Infos www.wewillrockyou.ch

St. Gallen

23.30 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. u30 trifft sich

Zürich

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Franz

20.00 gay: my way: Schwule Männer im Comingout

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67.

Coming-out Gespräche in Kleingruppen

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13,

Schlieren Cruising unlimmited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club

22.30 Paradise Garage: Für Adam und Adam

sowie Eva und Eva – oder beides. Main DJs

Gabriele Carasco & Peeza sowie DJs Juiceppe,

Angel O & Ajaxx. Supermarket, Geroldstrasse

5. Infos www.housefashion.ch

23.00 Sector c; Fetish Club:

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Full fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

Sportswear & Sneakers

SA 15. Dez.

Basel

22.00 Pokerface: LesBiSchwule Party mit DJs Peeza

& Mary. Welcomedrink und kostenloser

Eintritt ins Spielcasino & Fr. 5.– Tito-Spielgutschein.

The Flower by Grand Casino

Basel, Flughafenstrasse 225.

Infos www.housefashion.ch

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht. M. Jackson

Zürich

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

21.30 Club: Goldenes Schwert der Hotel-Pop-

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!

Marktgasse 14.

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss!

Sports & Sneaks

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Freistoss! Sports & Sneaks only

23.00 Offstream: The alternative Gay Party

Indierock, Electro, Dancepop etc. mit dem

Offstream DJ Kollektiv. Im Abart, Manessestrasse

170. Fr. 10.-. Bus 33, Tram 13 bis

Sihlcity Nord. Nachtbus & Zug.

Infos www.offstream.ch. Die letzte Gelegenheit

eine Offstream-Party im Abart zu

erleben, der Club schliesst Ende Jahr!

SO 16. Dez.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ D! - 7» inch

Single Party. Danach Weihnachtspause.

Party wieder ab 13.1.2013

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday

DJ Gaetan Leroy

Zürich

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 70er & 80er Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 17. Dez.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

Agenda

DI 18. Dez.

Aarau

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff Guetzle.

Details erfolgen nach Anmeldung bis 4.12.

bei bvonarx@gmx.ch

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. »El sexo de Los Angeles»,

Spanien 2011, Digital 90 Min, OV Spanisch,

UT d. Bar ab 20h, Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Weihnachtsfilm, Uni Zentrum, Karl-Schmid-Strasse

4, KO2 D54.

Genaue Infos www.zundh.uzh.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 19. Dez.

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJs

Steve & Tobi. Indie Fizz, Rape Gaze, Chill

Wave, Ghost Drone

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 20. Dez.

Zürich

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.

Info www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,

fischer.b1@bluewin.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

70er & 80er Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 21. Dez.

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Grosser Stutenmarkt mit Nachtsauna

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h Jingle Bells.

Rosarote Weihnachten. DJs Marc S,

Mad House, Loyce, Q-Bass, Groovemaster

22.00 Rage: Wagistr. 13,

Schlieren Cum, cruise & enjoy

22.00 Lollipop Party: Weihnachtsparty mit Konzert

von Jürgen Drews (Ein Bett im Kornfeld

etc.). Show um 23.30h. Danach Party auf 4

Ebenen. Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits,

Mallorca, Klassiker & Canzoni mit DJs

Rolly & Wollana; Wannabe Floor: 80er/90er

Party Hits mit DJs Adrinardi & Timon;

Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler

und Hitparaden Knaller mit DJ

Schneekönig, Badi & Freunde. Plus Karaoke

Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118. Vorverkauf

Fr. 33.–, Abendkasse Fr. 35.–. Nur Party ab

00.30h Fr. 20.–. Infos www.lollipopparty.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club DJs Nick

Harvey, +1, Upspace, Garçon Sauvage, Ajaxx

65


Agenda CRUISER Edition Winter 12/13

23.00 Sector c; Fetish Club:

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Friday naked

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

23.00 City Boy feiert Weihnachten: Gay & geil.

DJs Gleichschritt, svenskj&talib. Revier

Club, Hohlstrasse 18. Fr. 10.–

SA 22. Dez.

Zürich

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!

Marktgasse 14.

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Erection. Full fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SO 23. Dez.

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

Rue de Genève 23. Zapoff Gallery. Friendly

Gay Sunday DJ dK miKe

Zürich

14.00 Männerzone:

Weihnachtseinkäufe im Shop. Glühweinund

Guetsli-Bar im Garten des Café Aron

17.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

i-cruise@sunday. Fr. 8.– & Mindestkonsumation

Fr. 5.– Cruise before X-mas

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Weihnachtsparty

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 24. Dez.

Zürich

22.00 X-Mas Party: presented by Palace & Purplemoon

DJs Pink Lady Deejay, Ambient P. &

Double G. Fr. 10.–, bei Voranmeldung über

www.purplemoon.ch/party oder

info@swisslesbians.ch Gratiseintritt.

Alte Kaserne, Zeughaus 5, Kanonengasse 16

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 25. Dez.

Basel

22.00 23. Tuntenball: präsentiert von

Frl. Rottenmeier. Show mit Rosa Famosa,

Franziska-Beatrix, Leisa Kriminelli u.a.

DJs High Heels on Speed & Hell Hede.

Dresscode: Mann als Frau, Frau als Mann!

Im Hirscheneck, Lindenberg 23

Thurgau

19.00 G o !:GayOstschweiz! Weihnachten im GO!

Lokal, Frauenfelderstr. 100, Matzingen.

5-Gang Menu. Alle Teilnehmer wichteln

zwischen Fr. 15.– und Fr. 20.–. Die mitgebrachten

Präsente werden nach dem Essen

ausgelost. Essen: Mitglieder Fr. 39.–, Gäste

Fr. 44.–. Reservationen bis 23.12. unter

anmeldung@go-club.ch oder 052 366 00 17

19.30 HOT: Treff mit Nachtessen im HOT, Wilerstrasse

5, 9545 Wängi TG (hinter Bahnhof).

Anmeldung für Nachtessen & Infos bei

anmeldung@hot-tg.ch,

Tel. 077 401 31 76 (Roger) Heute geschlossen.

Frohe Weihnachten.

Zürich

22.00 Winter Wonderworld:

Mainfloor: DJs Dikky Vendetta, Alan Joe &

Ajaxx. Liveperformance von Trisha.

Profitänzer Jasmin, Guisi und Dimi von Sup

Mission. Popfloor: DJ Wollana. Afterparty

im Bagatelle93, Langstr. 93. Club X-Tra, Limmatstrasse

118. Infos www.flexx-party.ch &

www.selectionparty.ch. Fr. 35.–, Afterhour

Fr. 15.–, Tickets bei Cranberry, Männerzone,

Kink, Daniel H. oder Ticketcorner

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance,

Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 26. Dez.

Thurgau

18.00 Abendessen am Stephanstag: von HOT,

WILSCH & Queerdom im HOT-Lokal, Wilerstrasse

5, 9545 Wängi. Mehrgängiges Menu

inklusive Dessert. Mitglieder Fr. 30.– / Gäste

Fr. 35.–. Anmeldung bis 20.12.

über info@badgasse8.ch

Zürich

05.00 Winter Wonderworld:

Afterparty DJane Artemiss & DJ Vasco.

Bagatelle93, Langstr. 93.

Infos www.flexx-party.ch &

www.selectionparty.ch. Fr. 15.-

15.00 HAz Outdoor: Weihnachts-Abendwanderung

in der Albisregion mit anschlies-

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66


CRUISER Edition Winter 12/13

Agenda

sendem Nachtessen. Genaue Infos und

Anmeldung www.haz.ch/outdooraktuell

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Deluxe Sauna Woche bis 30.12. mit

täglicher Table Dance Show. Deluxe Pass

(Wochenticket) nur Fr. 65.–

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ Lässig aka Wollana – 80ies & wild TNT

mix. DJ Dommy Dean – Miami & Ibiza

Techno Tunes

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

DO 27. Dez.

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42. Elektronischer

Musikabend mit DJ ELfERich

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 28. Dez.

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13,

Schlieren Cum, cruise & enjoy

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, naked

SA 29. Dez.

Zürich

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes

Schwert: Marktgasse 14.

Feiertage = Feiernächte.

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

22.00 Männerzone: Kernstr. 57. Hier treffen sich

Männer und Kerle! Danach Shop und Bar

Betriebsferien bis 7.1.2013

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Schweinebucht, Full fetish (Yellow)

23.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 70er & 80er Party

SO 30. Dez.

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

Rue de Genève 23. Zapoff Gallery. Friendly

Gay Sunday LuLuxpo

Zürich

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes

Schwert:

Marktgasse 14. Feiertage = Feiernächte.

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Schlagerparty

MO 31. Dez.

Basel

22.30 Cosmic Bang: The Queer New Years Eve

DJs Mary & Taylor Cruz. Cosmic Dancers.

Volkshaus Basel, Rebgasse 12. Fr. 25.– inkl.

Silvestershot. Vorverkauf: Fotopresto, Rebgasse

13 & www.ticketcorner.ch.

Infos www.twilo.ch

Thurgau

19.30 G o !:GayOstschweiz! Silversterparty im

GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, Matzingen.

Dia-Show der GO!-Veranstaltungen,

Fondue Chinoise inkl. Vorspeise und

Dessert, Mitternachtscüpli und Überraschung

um Mitternacht. Mitglieder Fr. 33.–,

Gäste Fr. 38.–. Anmeldung bis 29.12. unter

anmeldung@go-club.ch oder 052 366 00 17

Zürich

19.00 New Years Eve@Schloss Sihlberg:

Sihlberg 10. Ab 19h 1920ies inspired French

Moroccan Fusion Dinner by Jovan Schneider.

Ab 22.30h Party auf 2 Dancefloors.

Mainhall Electro Swing Floor: Swingotopia

DJ Gang from Tel Aviv. Helden Lounge.

Downstair Club Aera: Deep/Tech House

Floor. DJs Strewson from Barcelona, Mental

X & Zwillingmann. Diverse Tickets: 5-Gang

Dinner mit Sitzplatz an weissgedeckter

Tafel inkl. Apéro Riche, Welcome Drink &

Cüpli um Mitternacht sowie Mineralwasser

Fr. 198.– (Sponsoren Fr. 300.–). Dasselbe

als Flying-Dinner ohne Sitzplatz Fr. 118.–.

Nur Party ab 22.30h Fr. 58.–. Alle Infos und

Tickets unter www.theferdinands.ch

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67


Agenda CRUISER Edition Winter 12/13

21.30 The biggest Gay new Year Party

ever: Ein Haus – 3 Clubs: T&M, AAAH! &

Goldenes Schwert. 3 Dancefloors. Cruising

Floor, Chill Out Area. Mitternachtsgarten

mit Feuerzauber & Konfettiregen. T&M: DJs

Groovemaster & Loyce. AAAH!: DJs Q-Bass &

Upspace. Goldenes Schwert: DJ Madhouse.

Welcome Drink von 21.30h - 22.30h.

Gratis Gulaschsuppe, Pizza und Snacks ab

02h. Vorverkauf im T&M und Pigalle

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren. Silvesterfick

22.00 lollipop Party: zum Silvester im Uto Kulm

auf dem Uetliberg. Essen, feiern, Party.

Mitternachtsfeuerwerk. Zwei Dancefloors.

DJs Rolly & Wollana und DJ Adrinardi.

Alle Infos auf www.lollipopparty.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Full fetish & Sportswear

DI 01. Januar

Zürich

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes

Schwert: Marktgasse 14.

Feiertage = Feiernächte.

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club

22.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29. Neujahrsparty

MI 02. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party.

Masken können für Fr. 5.– gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

Showact Jony J. M. & DJ Chris

21.30 T&M, AAAH! und Club Goldenes

Schwert: Marktgasse 14.

Feiertage = Feiernächte.

DJ Infos www.facebook.co/tundm.club

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

Underwear (obligatorisch), naked (freiwillig)

DO 03. Januar

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends

Treff im Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Sklavenmarkt

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

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20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 04. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Grosser Stutenmarkt

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren

Bad boyz Friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Sportsgear only!

SA 05. Januar

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht.

DJ Elkaphone

Zürich

19.00 GayAqua:

Hertistrasse 24, Wallisellen. Jocks Party

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!

Marktgasse 14. DJ Infos www.facebook.com/

goldenesschwert

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Ultraleather – Leather only

23.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 70er & 80er Party

SO 06. Januar

Arosa

13.00 Arosa Gay Skiweek: vom 6. bis 13. Januar

2013. Skifahren & Snowboarden, Sport,

Relaxen, Fun, Party, klassisches Konzert,

gutes Essen, Sauna etc. erwarten dich auch

dieses Jahr. Welcome Cocktailparty mit

Josey Greenwell live on Stage (Schwuler

Countrysinger Superstar aus den USA). Alle

Infos und Anmeldung www.gayskiweek.ch

Zürich

17.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. i-cruise@

sunday. Fr. 8.- & Mindestkonsumation

Fr. 5.– Cruise@3-Kings-Day

19.00 GayAqua:

Hertistrasse 24, Wallisellen. Old & Young

19.00 Tanzleila@exil Party:

von Frauen für Frauen

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end. Gratiseintritt

MO 07. Januar

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,

Gratiseintritt

DI 08. Januar

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 09. Januar

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Bukkake Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJane

Ena Lind (previously known as DJ Metzgerei)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

DO 10. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Xtra Jerk Off

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 11. Januar

St. Gallen

23.30 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. u30 trifft sich

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. GangBang, Stutenmarkt

19.30 HAz-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

Dr. med. dent.

Martin Lehner

Limmattalstrasse 25

8049 Zürich

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www.zahnaerztehoengg.ch

68


CRUISER Edition Winter 12/13

Agenda

20.00 gay: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67.

Coming-out Gespräche in Kleingruppen

20.00 l M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub

Stamm im Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising4men

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

Sportwear & Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Woof! Bears & Friends

SA 12. Januar

Basel

23.00 QueerPlanet Party: The hot house &

electro house party for gays, lesbians and

friends. DJs Taylor Cruz & Miss Delicious

(Köln). Im Singerhaus, Marktplatz 34. Infos

www.queerplanet.ch

Biel/Bienne

22.30 Sitges Summer Night: Gay, Lesbian &

Friends Party presented by Fiore Galati.

DJ Mr. Chi from Barcelona & Sitges. Animation

by Tekemaya from Roma. Duo Club,

Zentralstrasse 54. Fr. 20.–. Vorverkauf bei

Cromwell Clothes, Rue due Marche-Neuf 14.

Infos www.2uo.ch

Anzeige

Winterthur

17.00 WilSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im

Lokal Badgasse 8 Aus Grossmutters Küche.

Barbetrieb ab 17h, Essen ab 19h. Fr. 19.– für

Menue. Anmeldung bis 10.1.

unter www.badgasse8.ch

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Taschenlampen Party

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJ Maja-Tjane - Best mix of hits & Gast

DJ. Marquee Club, Weinbergstrasse 68

(Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

21.30 Club Goldenes Schwert: der Hotel-Pop-

Up-Club mit Zugang zu T&M und AAAH!

Marktgasse 14.

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14.

2 Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Sexfabrik - notgeil

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Gangbang

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

SO 13. Januar

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Koostella

– We still survive disco

Ganze Schweiz

11.07 les lacets roses: Winterwanderung

Sylvesterkläuse Urnäsch. Urnäsch Dorf

- Osteregg (Essen z.B. Fondue im Bergrestaurant)

- Blattendürren - Urnäsch. Treffpunkt

um 11.07h Bahnhof Urnäsch. Anmeldung

bis 9.1. über lacetsroses.schweiz@yahoo.de

oder bei Kurt Tel. 079 756 60 59

Zürich

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance Treff für

tanzbegeisterte Lesben und Schwule zu

Standard- und lateinamerikanischen Tänzen

oder einfach zum plaudern.

Club Silbando (Swisscom Gebäude),

Förrlibuckstr. 62

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Schlager Boom Party

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13,

Schlieren. SportsCODE. Sportswear only

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

70er & 80er Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 14. Januar

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

69


Agenda CRUISER Edition Winter 12/13

DI 15. Januar

Aarau

20.00 Aarglos: Lesbengruppe: Treff Fondueplausch.

Details folgen nach Anmeldung

bis 2.1. bei chuchitiger@gmx.ch

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 16. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJane Heldin im Chaos

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 17. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Mega Sklavenmarkt

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

70er & 80er Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 18. Januar

Anzeige

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off!

Powerplayer. Sports & Sneaks

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Kick-off! Powerplayer. Sports &

Sneaks only!

SA 19. Januar

Lausanne

21.00 Naked: Bastards Nackte Sexparty im

Trafick Sex Club, Avenue de Tivoli 22 (gegenüber

Pink Beach). Strikter Dresscode: Nackt!

Nur die Schuhe kannst du anbehalten. Fr.

20.– (inkl. 1 Getränk). Einlass nur bis 23h.

Ab 01h ist auch die Sauna Pink Beach offen.

Fr. 15.– mit Quittung der Naked Bastards.

Infos www.gayromeo.com/naked_bastards

St. Gallen

21.00 Badehaus: Mann-o-Mann St. Jakob-Strasse 91.

Lange Nacht. Lounge

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Retro Sportswear Party

21.30 Club Goldenes Schwert:

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M

und AAAH! Marktgasse 14. DJ

Infos www.facebook.com/goldenesschwert

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Erection. Full fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SO 20. Januar

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Sroootch

- Tuten & Blasen

Zürich

08.00 HAz Outdoor Schneeschuh Tour:

Region Regelstein. Genaue Details und Anmeldung

siehe www.haz.ch/outdooraktuell

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Kaffee & Kuchen

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Pyjama-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 21. Januar

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 22. Januar

Zürich

presents

Ingo Vogelmann

Frisky Radio - DE

Mike Kelly

Sorry Shoes Rec. - AUS/DE

Jesse Jay

TAD / Laby

willi P

Family Affair / Mono.Ton

-Spezial Dekoration

-Surprising Performance on stage

-Doors open @ 22°°Uhr - 12°°Uhr

www.696club.ch

Badenerstrasse 696

8048 Zürich

70


CRUISER Edition Winter 12/13

Agenda

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 23. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Bukkake Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Tropical

Cosmic by Miajica & Chi Caraçao – Funk,

Disco, Psychadelic

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 24. Januar

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42.

Elektronischer Musikabend mit

DJ ELfERich

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Afterwork Bring your Dildo Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Gratiseintritt

FR 25. Januar

St. Gallen

18.00 Badehaus: Mann-o-Mann

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends

Anzeige

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. FF & Stutenmarkt

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13,

Schlieren Cum, cruise & enjoy

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.

Strikter Dresscode Friday naked

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

SA 26. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. U30-Sauna

21.30 Club Goldenes Schwert:

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M

und AAAH! Marktgasse 14.

DJ Infos www.facebook.com/goldenesschwert

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14.

2 Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Ultrarubber. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29

70er & 80er Party

SO 27. Januar

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ High Heels

on Speed – Pop stories

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,

Wallisellen. Threesome Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 28. Januar

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 29. Januar

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 30. Januar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ The Dramaqueens –

Partytunes, Disco & Indiedance

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

Brunch Weihnachten /

Neujahr

25. und 26.12.2012

Brunch 10.00 - 15.00 Uhr

01. und 02.01.2013

Brunch 10.00 - 15.00 Uhr

www.gnuesserei.ch

Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

71


SAMSTAG 2.FEBRUAR 2013

Doors: 20.00 Uhr - Show: 21 Uhr

Petrak‘s

GROSSE PIGALLE PARTY

IM T&M

DIE 100 LETZTEN TAGE IM T&M

JETZT NOCH 22 PARTYS!

&

MAJA BRUNNER

mit ihren Schlagerhits als Stargast

MIKE HITZ

mit Erinnerungen von damals..

Beim letzten Dörfli z´Nacht gibts Stimmung im

ganzen Haus inklusive dem Hotel Goldenes

Schwert. In der Hotel Küche darf man sich seinen

Z´nacht abholen Vegetarisch oder mit Fleisch.

Eine Nacht, genauso abwechslungsreich und

überraschend wie die letzten 25 Jahre an der

Marktgasse 14!

Mit nur einem Zutritt haben die Gäste Zugang zu

den Dancefloors, einem Crusing Floor und einer

Chill-Out Area. Im Eintritt ist nicht nur der

Welcome Drink eingeschlossen sondern auch das

Abendessen. Es hät solangs hät.

T&M (Djs):

Q-BASS, MARC S

AAAH (Djs):

UPSPACE &THOMI B

GOLDENES SCHWERT (Djs):

THOMI B

Jetzt Vorverkauf benutzen und Sparen!

Tickets im Vorverkauf im Pigalle CHF 20

(Abendkasse 25 CHF)

Im Preis inbegriffen ist Gehacktes mit Hörnli

oder Spaghetti Napoli.

CLUB

GOLDENES

SCHWERT

DAS T&M HAUS IST BIS ENDE FEBRUAR 2013 JEDEN TAG GEÖFFNET!

Line UP´s: www.facebook.com/tundm.club - www.facebook.com/GoldenesSchwert

T&M - Marktgasse 14 - 8001 Zürich

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