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Bahnsport Ausgabe 6/2017

Hallo zusammen, ich begrüße Sie herzlich zu unserer Juni-Ausga- be. Man kann wohl sagen, dass ein turbulenter Sai- sonstart hinter uns liegt – wettertechnisch be- dingt! Anlaufschwierigkeiten sozusagen, denn der Regen brachte Rennabbrüche und Rennabsagen mit sich und so was kostet einen jeden Beteiligten immer Nerven, Zeit und Geld...

SPEEDWAY-WM

SPEEDWAY-WM Qualifikationsrunde 1 Esbjerg/DK Huckenbeck fährt aufs Podest Eine wirklich tolle Leistung zeigte Kai Huckenbeck bei der WM-Qualifikationsrunde am 6. Mai im dänischen Esbjerg. In einem von fast nur guten Fahrern gespickten Feld konnte er mit wirklich kämpferischen Leistungen bis zum Stechen um den 2. Platz vorfahren. Vorausfavorit Piotr Pawlicki gewann erwartungsgemäß mit 12 Punkten bei drei Laufsiegen. Doch zuerst gab er einen Punkt an Peter Ljung ab und gegen Timo Lahti war es in der ersten Ecke supereng. In Heat 18 musste sich der Grand-Prix-Fahrer den beiden Dänen Kenneth Bjerre und Rasmus Jensen beugen. Trotzdem war diese Hürde nach einer über 1200 Kilometer weiten Nachtfahrt aus Leszno nicht allzu schwer. Um Platz 2 gab es ein Stechen zwischen Kenneth Bjerre, dem Letten Kjastas Puodzuks und Kai Huckenbeck. Kai hatte mit einer 0-Punkte-Fahrt begonnen. „Der Start war nicht schlecht, doch ich bekam die Maschine nicht in den Drift“, erzählte der Werlter in der Pause. Danach erkämpfte er sich einen Laufsieg gegen Timo Lahti, Kenneth Bjerre und Danny King. In Heat 11 gab Kai dann einen Punkt an Puodzuks ab und besiegte Jacob Thorssell und Mikkel Michelsen. Im nächsten Lauf folgte ein weiterer Laufsieg mit tollem Kampf gegen Chris Harris, Andrej Kudrjaschow und Rasmus Jensen und im letzten Vorlauf gab es einen weiteren Sieg über Peter Ljung, Sam Masters und Tero Aarnio. So gelangte Kai ins Stechen, in dem er Zweiter hinter Bjerre wurde und damit Gesamtdritter war. Ein toller Erfolg. Den 4. Platz belegte somit Puodzuks. Harris konnte mit zwei Siegen und zwei 2. Plätzen den fünften Qualiplatz vor Ljung erkämpfen. Um die letzten beiden Qualiplätze wurde erneut ein Stechen gefahren. Der Australier Sam Masters, der Däne Mikkel Michelsen und Ex- GP-Fahrer Michael Jepsen-Jensen hatten je 9 Punkte. Dieses Rennen gewann Jepsen Jensen klar vor Michelsen und damit war einer der Favoriten, nämlich Masters, raus. Größter Pechvogel war wohl der Pole Janusz Kolodziej. Nach einer 0-Punkte-Fahrt und einer gerissenen Kette in Führung liegend, gab er entnervt auf. Reservist Rasmus Jensen erzielte im Anschluss einen Laufsieg und kam mit 5 Punkten auf Platz 10, noch vor dem Schweden Thorssell und dem Britischen Meister Danny King. Etwas überfordert waren der Russe Andrej Kudrjaschow, der Finne Tero Aarnio und der Norweger Glenn Moi. Insgesamt sahen die leider nur knapp 1000 Zuschauer gute und unfallfreie Rennen. Etwas konsterniert schauten Piotr Pawlicki, Kenneth Bjerre und Kai Huckenbeck auf die Pralinenschachteln, die es anstatt Pokalen gab. • Text u. Fotos: Wolfgang Radszuweit Top-3 in Esbjerg (v.l.): Kenneth Bjerre, Piotr Pawlicki und Kai Huckenbeck Qualifikationsrunde 1 - Esbjerg/DK - 6.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Semifinale 1 am 15.6. in Olching/D bzw. Semifinale 2 am 17.6. in Terenzano/I: 1. Piotr Pawlicki, PL, 12 Punkte; 2. Kenneth Bjerre, DK, 11+3; 3. Kai Huckenbeck, D, 11+2; 4. Kjastas Puodzuks, LV, 11+1; 5. Chris Harris, GB, 10; 6. Peter Ljung, S, 10; 7. Michael Jepsen Jensen, DK, 9+3; Reserve 8. Mikkel Michelsen, DK, 9+2. Ausgeschieden: 9. Sam Masters, AUS, 9+1; 10. Timo Lahti, FIN, 6; 11. Rasmus Jensen, DK, 5; 12. Jacob Thorssell, S, 5; 13. Daniel King, GB, 5; 14. Andrej Kudrjaschow, RUS, 3; 15. Tero Aarnio, FIN, 2; 16. Glenn Moi, N, 2; 17. Janusz Kolodziej, PL, 0. 14 BAHNSPORT AKTUELL Juni '17

Kai Huckenbeck (weiß) vor Jacob Thorssell (blau), Kjastas Puodzuks (rot) und Mikkel Michelsen (gelb) Qualifikationsrunde 2 - Zarnovica/SK Mark Riss raus Rund 4000 Zuschauer strömten ins einzige Speedwaystadion des Landes, um sich die WM-Qualifikationsrunde in Zarnovica anzusehen. Die meisten von ihnen wollten Martin Vaculik in Aktion sehen und unterstützen. Das 27-jährige Aushängeschild des slowakischen Speedway wusste die Treue seiner Fans zu schätzen und freute sich auf das Rennen. „Ich habe nicht allzu oft die Möglichkeit, vor eigenem Publikum zu fahren, darum freue ich mich, dass ich an der heutigen Qualifikation teilnehmen darf. Die GP-Serie ist sehr ausgeglichen. An einem Tag gewinnt man und an einem anderen kann man wieder Letzter werden. Darum ist es besser, vorsichtshalber an WM- Qualifikationen teilzunehmen“, sagte der Fahrer vor dem Turnier. Vaculik erfüllte die Erwartungen der Zuschauer. Auf der 400 Meter langen Bahn erzielte der Slowake 14 Zähler und holte den Tagessieg. Die einzige Niederlage erlitt er in Heat 18. Vaculik startete mäßig und war zunächst in den Kampf mit Batchelor um die 2. Position involviert. Nach zwei Runden konnte sich Vaculik zwar gegen den Australier durchsetzen, aber Leon Madsen war bereits enteilt und kam als Erster ins Ziel. Gesamtzweiter in der Slowakei wurde Matej Zagar, der auf 13 Punkte kam. Der Slowene beugte sich neben Vaculik auch Adrian Miedzinski. Die Performance des Polen war sicherlich eine große Überraschung. Er hatte am Ende zwei Siege zu verzeichnen, erkämpfte 11 Zähler und war nach 20 Heats mit zwei anderen Fahrern punktgleich. Im Stechen um Gesamtrang 3 setzte sich der 31-Jährige gegen seinen Landsmann Patryk Dudek und Andrej Karpov durch. Das Weiterkommen des Ukrainers muss man ebenfalls als eine Überraschung betrachten. Seitdem der 30-Jährige in Polen die Farben des Clubs aus Zielona Gora vertritt, konnte er seine sportliche Form auf hohem Niveau stabilisieren. Seit Jahren wird behauptet, Grigorij Laguta sei der beste Speedwayfahrer außerhalb des GP. In den vergangenen Jahren weigerte sich der Russe mit großer Sturheit, an den Qualis teilzunehmen. Er hätte dafür keine Zeit, behauptete Laguta, was nur Kopfschütteln und Unverständnis hervorrief. Er hatte immer gehofft, eine Wildcard vom GP-Rechteinhaber zu bekommen. In dieser Saison sollte es dann so weit sein. Man konnte im vergangenen Jahr in den Medien immer wieder lesen, dass der Russe seine Chance endlich bekommen wird. Daraus wurde jedoch nichts. Der mittlerweile 33-Jährige gelangte zu der Einsicht, dass jedes Warten sein Ende hat und wenn er sich wirklich mit der Speedwayelite messen will, muss er doch die Qualifikationen bestreiten. „Mein Ziel in diesem Jahr ist, mich für den GP zu qualifizieren. Der Challenge findet in Togliatti statt und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dort fehlen könnte“, sagte er. Laguta gab sein WM-Debüt in Zarnovica und erreichte letztendlich das Semifinale, aber nach zwei Durchgängen sah es für den Piloten nicht so rosig aus. Er hatte nämlich nur 2 Punkte auf dem Konto. In der Endphase konnte sich der Russe dann deutlich steigern und schloss das Rennen mit 10 Zählern ab. Er musste aber danach noch ein Stechen gegen Leon Madsen und Andzejs Lebedevs absolvieren. Laguta kam als Erster vor dem Dänen ins Ziel. Beide Fahrer zogen in die nächste Runde ein, während der junge Lette dort als Reservist fungieren wird. Eine weitere Überraschung war das Ausscheiden von Troy Batchelor. Der ehemalige GP-Teilnehmer konnte in Zarnovica keinen Laufsieg erringen und wurde mit nur 7 Punkten Zehnter. Mark Riss, der einzige Deutsche im Feld, erzielte in der Slowakei 3 Zähler, was lediglich für Rang 13 reichte. • Text: Georg Dobes; Foto: Ron MacNeill Qualifikationsrunde 2 - Zarnovica/SK - 6.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Semifinale 1 am 15.6. in Olching/D bzw. Semifinale 2 am 17.6. in Terenzano/I: 1. Martin Vaculik, SK, 14 Punkte; 2. Matej Zagar, SLO, 13; 3. Adrian Miedzinski, PL, 11+3; 4. Patryk Dudek, PL, 11+2; 5. Andrej Karpov, UKR, 11+1; 6. Grigorij Laguta, RUS, 10+3; 7. Leon Madsen, DK, 10+2; Reserve: 8. Andzejs Lebedevs, LV, 10+1. Ausgeschieden: 9. Tomas Suchanek, CZ, 7; 10. Troy Batchelor, AUS, 7; 11. Eduard Krcmar, CZ, 5; 12. Norbert Magosi, H, 4; 13. Mark Riss, D, 3; 14. Michele Paco Castagna, I, 2; 15. Nick Skorja, SLO, 1; 16. Patrik Buri, SK, 1. Aus für Mark Riss In die nächste Runde: Kevin Wölbert Qualifikationsrunde 3 - Lonigo/I Wölbert im Semi Zunächst war geplant, dass die Qualifikation in Lonigo am 6. Mai ausgetragen wird, aber Petrus hatte wohl etwas dagegen und das Rennen musste wegen Regenfällen um einen Tag verschoben werden. Überraschender Sieger des Rennens wurde Craig Cook. Der Engländer erkämpfte im Stadion in Via Santa Marina vor zirka 1400 Zuschauern 14 Punkte. „Heute war das Weiterkommen das Wichtigste. Die Platzierung war zweitrangig, aber ich freue mich natürlich über den Sieg. Ich möchte den Challenge erreichen und dann in den GP einziehen. Das ist seit Jahren mein Traum“, sagte der Triumphator. Der 29-Jährige unterlag in Italien nur in Lauf 6 Max Fricke. Der Juniorenweltmeister belegte in Lonigo den 2. Rang. Der Australier war nach vier Serien noch ungeschlagen, kam aber in Rennen 17 hinter den Schweden Pontus Aspgren und Linus Sundström ins Ziel. So erzwang Aspgren ein Stechen mit dem Australier, jedoch konnte Fricke sich am Skandinavier für die Niederlage revanchieren und als Erster ins Ziel kommen. Der Podestrang von Aspgren muss sicherlich auch als eine große Überraschung gesehen werden. Ebenfalls erreichte Sundström als Tagesfünfter die nächste Runde. Er war mit Maksims Bogdanovs punktgleich, beugte sich jedoch dem Letten im direkten Duell. Eine starke Leistung bot Kevin Wölbert. Der Deutsche hatte auf der 334 Meter langen Bahn zwei Siege vorzuweisen und wurde mit insgesamt 10 Zählern Sechster. „Ich bin ganz zufrieden, da ich heute das erste Mal einen neuen Motor getestet habe. Leider haben wir uns bei einem Lauf mit dem Set-up mäßig verzockt. Das Ziel, das wir uns gesteckt hatten, haben wir trotzdem erreicht und sind eine Runde weiter“, teilte der 27-Jährige mit. Den letzten Qualifikationsrang sicherte sich Vaclav Milik. Der Tscheche holte in seinem ersten Lauf Fricke vom Motorrad und wurde folgerichtig disqualifiziert. In den weiteren Heats schrieb der 23-Jährige 9 Punkte, was für Gesamtplatz 7 reichte. • Text: Georg Dobes; Foto: Ron MacNeill Qualifikationsrunde 3 - Lonigo/I - 6.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Semifinale 1 am 15.6. in Olching/D bzw. Semifinale 2 am 17.6. in Terenzano/I: 1. Craig Cook, GB, 14 Punkte; 2. Max Fricke, AUS, 13+3; 3. Pontus Aspgren, S, 13+2; 4. Maksims Bogdanovs, LV, 12; 5. Linus Sundström, S, 12; 6. Kevin Wölbert, D, 10; 7. Vaclav Milik, CZ, 9; Reserve 8. Jurica Pavlic, KRO, 7. Ausgeschieden: 9. Justin Sedgmen, AUS, 7; 10. Jozsef Tabaka, H, 6; 11. Guglielmo Franchetti, I, 5; 12. Daniele Tessari, I, 4; 13. Denis Stojs, SLO, 3; 14. John Bernard, F, 2; 15. Alessandro Milanese, I, 1; 16. Alexandre Dubrana, F, 1. Juni '17 BAHNSPORT AKTUELL 15

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