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E_1931_Zeitung_Nr.067

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20 AUTOMOBIL-REVUE —

20 AUTOMOBIL-REVUE — REVUE AUTOMOBILE 1931 - N°67 seren Fahrtberichten darauf hingewiesen, wie das Fahrtempo durch solche Schwierigkeiten manchmal halbestundenlang, wenn nicht länger, auf ein jämmerlich bescheidenes Niveau hinuntergedrückt wurde. Die wirklich »schnellen Strecken, auf denen man den Wagen seine volle Geschwindigkeit entfalten lassen konnte, waren daneben nur sehr sparsam vertreten. Der zweite Haken war der, dasis die täglichen Kilometer-Rationen innert ganz bestimmter Stunden erledigt werden mussten. Jede beim gewöhnlichen Tourenfahren noch so unbedeutende Panne konnte so zum Verhängnis werden, besonders wenn sie kurz vor einer Kontrollstelle eintraf. Weiter hatten die Konkurrenten den ganzen Unterhalt des Wagens und ihre eigenen Ansprüche innerhalb dieser Fahrzeit selbst zu erledigen, Tanken, Essen, Radwechseln, Bremsen-Nachstellen usw., alles inbegriffen. Und schliesslich ging die Fahrt ja auch für jeden Konkurrenten über einen grossen Teil unbekannten Gebietes, so dass er sich auch noch dauernd anhand der Karte zu orientieren hatte. Die Unkenrufe, die die Alpenfahrt als eine. viel zu leichte Aufgabe darstellen zu müssen glaubten, wurden jedenfalls durch die Tatsachen mit aller Deutlichkeit ad absurdum geführt. Wir alle, die die Strecke abgefahren haben, sind uns bewusst, dass grössere Leistungen als die geforderten von Menschen' und Maschinen vernünftigerweise nicht mehr verlangt werden können. Von einigen Fahrern, die es wissen müssen, wurde die Regelmässigkeits- und Ausdauerprüfung über die Alpen sogar als schwieriger bezeichnet als die vor einigen Wochen durchgeführte, als «monströs» bezeichnete 10,000- Kilometer-Fahrt. Das Endresultat der Alpenfahrt spricht übrigens deutlich genug. Von den gestarteten 62 Konkurrenten haben 44 das Ziel erreicht, rund 29 Prozent sind ausgefallen. Auf die einzelnen Gruppen bezogen, betragen die Ausfälle 30 Prozent bei den grossen Wagen, 30,5 Prozent bei den mittlern, und 25 Prozent bei den kleinen Wagen. Besonders das Resultat der dritten Gruppe stellt den Fahrern und Wagen ein hervorragendes Zeugnis aus. Allgemein hatte man erwartet, dass der verlangte Durchschnitt Harmonisch, vibrierend und deutlich wird du elektrische Tenor hier weit mehr Opfer fordern würde, lag er doch mit 33 Stundenkilometern nur um zwei Kilometer unter demjenigen der ersten 'Gruppe. Man hatte also den Kleinwägelchen von 500 bis 1100 ccm-Zyiinderinhalt zugemutet, dass sie bis an 2 km das Tempo der teilweise ausgesprochenen « grossen Kanonen » über 3000 ccm Inhalt erreichten und hatte s5ch darin nicht geirrt. Das Verhalten der ganz Kleinen verdient noch über das prozentuale Endergebnis hinaus ein Lob : Da ja die Kleinwagen viel weniger, wenn überhaupt, innerhalb der Kontrollpunkte eine Zeitreserve herausfahren und sich so vor den Folgen einer eventuellen Panne schützen konnten wie die Grossen, blieb ihnen nichts übrig als eben um so grössere Zuverlässigkeit an den Tag zu legen, was sie denn auch taten. Zwar figuriert auf der Rangliste unter den Einzelfahrern der Gruppe IM niemand ohne Strafpunkte, während in Gruppe I volle 8 Konkurrenten strafpunktlos davon kamen. Die Hochachtung vor den Kleinen nimmt aber nur noch zu, wenn man erfährt, dass die Hanomagfahrer Buthenuth und Pollich sich drei von ihren vier Strafpunkten künstlich und mit voller Absicht ergatterten, um ihrer tapferen Markenkollegin Frau Rohrs, die etwas weniger vom Glück begünstigt gewesen war, nicht die besten Preise wegzuschnappen. Ritterlichkeit besteht auch noch unter Automobilisten) ! Während in den ersten Tagen der (Fahrt die meisten Pannen und Störungen auf das Konto Zufall zu buchen, waren, machte sich gegen Schluss ein immer deutlicherer Zusammenhang zwischen ihnen und der Allgemeinermüdung der Wagen geltend. Besonders die harte Etappe Nizza-Genf ergab eine ganz ansehnliche Liste von Defekten, an deren Entstehung der Zufall kaum mehr beteiligt sein konnte. So brachen da gleich bei zwei Wagen Ventilfedern, brach eine Tragfeder und ein Getriebekugeilager, und die Zündkerzen verschiedener Wagen fingen an launisch zu werden. Die zwei Zusammenstösse auf derselben Etappe sind wohl nicht auf die Ermüdung der Maschine, aber auf die Ermüdung ihres Lenkers zurückzuführen, aber auch als solche gehören sie in unsere technische Betrachtung hinein. Gegenüber der letzten Alpenfahrt verschwinden übrigens die Unfälle fast ganz. Damals, im Jahr 1929, waren von' den total 27 Ausgeschiedenen nicht weniger als 12 durch Zusammenstösse und UnfäUe aus dem Rennen geworfen worden. Der diesjährige Erfolg in dieser Hinsicht ist wohl in erster Linie der allgemeinen Herabsetzung der Geschwindigkeiten zu verdanken, die damals noch 42—48 Stundenkilometer betrugen. T«dh. : »«§»*» Not m. Neue Vorschläge zur Losung des AHwagenproblems. Mit dem Altwagenproblem befasst sich seit langem auch sehr intensiv die amerikanische Nationale Handelskammer. Ihr neuester Versuch geht nun dahin, dem Problem beizukommen, indem sie unter dem Gesichtspunkt der Landstrassensicherheit eine Ausscheidung unbrauchbarer Wagen erzwingen will. Nach dem Highway Safety Plan, den diese Zentralstelle für das Automobilgeschäft ausgearbeitet hat, würden die Fabrikanten den Händlern nach Massgabe ihrer neu herausgebrachten Wagen einen Fonds bilden, aus dem den Händlern zwecks Ankauf von Altwagen ein bestimmter Betrag pro Einheit zur Verfügung gestellt wird. Der Plan sieht vor, dass in Gegenwart eines Vertreters der Fabriken wesentliche Teile des Wagens zerstört werden, so dass ein Wiederverkauf des Wagens selbst bzw. von wichtigen Einzelteilen ausgeschlossen wäre. Nach Erledigung dieser Prozedur würde der Händler den Rest nach Belieben verwerten können. Bei etwa zwölf Grossproduzenten sind Pläne in Kraft, die nach diesen Bestimmungen arbeiten; sie lassen aber fast durchwegs die Frage der endgültigen Verschrottung offen. Mit der Schrottindustrie sind indessen schon seit einiger Zeit in verschiedenen Städten Verhandlungen im Gange, um wenigstens in regionaler Hinsicht ein gemeinsames Vorgehen zu erzielen. Von grossen Erfolgen in dieser Richtung hat man allerdings noch nichts gehört. Wohl den grosszügigsten Plan hat die Händlerorganisation von Cleveland aufzuweisen. Die Händler dieser Stadt haben ein Ab- « So ist's recht, Kinder, dass ihr tüchtig Geographie studiert! » « Aber Mama, wir stecken doch die «Alpenfahrt » ab ! » kommen auf Gewinnbeteiligungsbasis mit einem örtlichen Verschrottungsunternehmen getroffen. Das Kapital wurde von der Verschrottungsgesellschaft bereitgestellt; die Verwaltung setzt sich aus Vertretern der Produktion, der Händlerschaft und der Gesellschaft selbst zusammen. Die Händler sind verpflichtet, die Altwagen nur dieser Gesellschaft anzubieten, die jeden Monat in einen Sonderfonds der Händlerorganisation 1 Dollar pro Wagen einzahlt. Ausserdem kommen in diesen Fonds 25 Prozent der Reineinnahmen nach Abzug einer 6prozentigen Kapitalverzinsung. Dieser Spezialfonds wird an die angeschlossenen Händler einmal im Jahr nach Massgabe ihrer Anlieferungen aufgeteilt. Dieser Organisafion ist es gelungen, den Tätigkeitskreis schon etwa 100 Meilen über den Stadtbezirk auszudehnen und dabei finanziell recht befriedigend zu arbeiten. + Reinigung der Ininenzewinde. Um Schmutz aus einem Innengewinde herauszubekommen, braucht man nur einen in das Gewindeloch hineinpassenden Gewindebolzen mit zwei bis drei Längsnuten! zu versehen und dann mehrmals in das Loch hinein- und herauszuschrauben. Der Schmutz sammelt sich dann in den Nuten des Gewindebolzens an und kann so leicht abgestreift werden. -at- Ihrem Wagen vorauseilen und dl* •trat*« fr*lm«*h*n, b*var •!• vorO,b*rfa.hr*n. 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N° 67 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE — REVUE AUTOMOBILE 21 Auto und Verkehr im Ausland! Photozelle zur Regulierung der Straßenbeleuchtung. Die aus dem Tonfilm bekannte Photozelle findet heute bereits für die verschiedensten Zwecke Verwendung. Es sind Ideen aufgetaucht, um beispielsweise eine Tür selbsttätig öffnen zu können, wenn die der Tür sich nähernde Person in ein Lichtstrahlenbündel tritt und dadurch eine Anzahl der auf die Zelle treffenden Strahlen abdrosselt. Bekannt ist auch das selbsttätige Ein- und Ausschalten einer Schaufensterbeleuchtung beim Passieren des Schaufensters durch das Publikum. Auf einen sehr guten Gedanken ist nun die slowakische Stadt Banska Bystrica gekommen. Die städtische Strassenbeleuchtung wird heute bekanntlich durch elektrische Schaltuhren ein- und ausgeschaltet. Solche Schaltuhren versieht man meist mit einer astronomischen Einstellung der Schaltzeiten, um die Schaltungen je nach der Jahreszeit früher oder später erfolgen zu lassen. Immerhin ist diese Einrichtung nicht vollkommen. Das Licht wird zwar kalendermässig ein- und ausgeschaltet, aber ohne Rücksicht darauf, ob es hell oder dunkel ist. Man hat nun dafür die Photozelle zu Hilfe genommen, die die Beleuchtung nach dem wirklichen Helligkeitsbedürfnis einschaltet. So wird z. B. das Licht an hellen Tagen später, bei früherem Eintritt der Dunkelheit jedoch früher eingeschaltet, und zwar selbst im Laufe des Tages, wenn es z. B. bei Gewittern oder anderer Verdunklung des Himmels notwendig ist. Eine eigentliche Schaltuhr wird dadurch überflüssig, und es tritt an ihre Stelle ein gewöhnlicher automatischer Schalter, dessen Relais durch die Photozelle betätigt wird. K. T. Die Unzuverlässigkeit der Zeugenaussage. Die deutsche AutoJiga hat kürzlich einen von der Ufa hergestellten Verkehrsfilm an verschiedenen Orten vorführen lassen', in welchem ein einfacher Verkehrsunfall von verschiedenen Beobachtungsstellen aus festgehalten wird. Die Aufführungen wurden zu praktischen (Versuchen über die Zuverlässigkeit der Zeuigenausgaben benutzt, indem sorgfältig ausgewählten Zeugengrupipen ein kurzer Filmalbschnitt voltgeführt wurde. Es galt nachträglich, den gezeigten Vorfall aus dem Gedächtnis zu beschreiben. Wiederholte Versuche zeigten, dass kein einziger Zeuge den Vorgang richtig wiederzugeben in der Lage war. Besonders bemerkenswert ist der Umstand, das sich in einer dieser Versuchsgruppen ein Landgerichtsdirektor befand, der sich hauptsächlich mit Verkehrsunfällen' zu befassen hat. Auch seine Darstellung entsprach nicht annähernd den gefilmten Tatsachen. Die Autolfea iglaubt damit wohl mit Recht den Beweis erbracht zu halben, dass der Zeugeneid in Verkehrsprozessen vielfach missbraucht wird und es unbedingt unzulässig ist, Verkehrsunfälle nur nach Zeugenaussagen zu beurteilen. B. Ausländische Motorfahrzeuge bei der deutschen Reichswehr verboten. Der Reichswehrminister hat bezüglich der Verwendung ausländischer Motorfahrzeuge eine Verordnung erlassen, wonach die 'Benutzung ausländischer Automobile und Motorräder für dienstliche Zwecke, deren Unterstellung in Kasernen und Reparatur durch die Truppe verboten' wird; auch wird dem Militär nahegelegt, in Uniform möglichst keine fremdstaatlichen Motorfahrzeuge zu führen, ß Zur Beseitigung der Niveaufibergänge in England. Dem Beispiel Frankreichs, das letztes Jahr einen mehrfachen Millionenkredit zur Beseitigung von über 1000 Niveauübergängen zur Verfügung stellte, scheint nun auch England folgen zu wollen. Obwohl dort die Zahl der verkehrsgefährlichen Niveau-Kreuzungen zwischen Bahn und Strasse weniger gross ist, so bemüht sich doch das Transportministerium, dieser Gefahrenquelle systematisch auf den Leib zu rücken. Das Ministerium hat nämlich entschieden, dass die Kosten des Umbaues von Niveau-Uebergängen in Ueber- oder Unterführungen bis zu 75 Prozent vom Strassenfonds übernommen werden können, während der restliche Viertel zwischen der in Frage stehenden Eisenbahngesellschaft und den das Gesuch stellenden Lokalbehörden zu teilen ist. Da die Beseitigung der Eisenbahn- Kreuzungen mit Rücksicht auf die erheblichen Kosten Jahre in Anspruch nehmen wird, soll auf alle Fälle für eine genügende und vorab einheitliche Signalilierung der Niveau - Kreuzungen gesorgt werden. Zu diesem Zwecke ist vom Ministerium ein besonderes Komi' tee eingesetzt worden, in welchem alle am- Strassenverkehr interessierten Verbände und Behörden vertreten sein werden. B. Londons Verkehr ist neuerdings durch Verkehrzählungen zahlenmässig festgehalten worden. Dieselben wurden an 98 der verkehrsreichsten Strassenkreuzungen Londons in einem Zeitraum von 12 Stunden von morgens 8 Uhr an durchgeführt. Die Verarbeitung des gesammelten Materials wird natürlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Orientierungshalber sei nur daran erinnert, dass im vergangenen Jahf bei Hyde Park Corner, dem verkehrsreichsten Platz ganz Londons in der Zählzeit 72,700 Fahrzeuge passierten, wovon 8500 Omnibusse,, 50,800 Personenwagen, 4200 Lastwagen und 1900 Pferdefuhrwerke. Im Range der Verkehrsintensität folgten Trafalgar Square, -Marbel Arch und Piccadilly Circus, alles Verkehrszentren, die jedem bekannt sind, der auch nur einmal London besucht hat. ß Technische Mängel sind eine unbedeutende Unfallsursache. Diese Feststellung ergibt sich aus einer sorgfältigen Arbeit d'es Verkehrslaboratoriums an der Harvard^Universität in Amerika. Es wurden über eine Million Verkehrsunfälle nach ihren technischen Ursachen untersucht und dabei festgestellt, dass 11,1 Prozent der Unfälle durch technische Unzulänglichkeiten der Fahrzeuge veranlasst wurden. Hievon entfallen 3,4 Prozent auf mangelhafte Bremsen, 1,3 Prozent auf schlechte Beleuchtung, 1,2 Prozent auf Pneudefekte. 1,4 Prozent zufolge der Schneeketten und 3,8 Prozent auf alle übrigen technischen Fehler und Mängel. Dieser Prozentsatz, welcher sich nur auf Unfälle mit Personenverletzungen bezieht, stellt sich noch bedeutend günstiger bei 'Kollisionen mit ausschliesslichem Sachschaden, wovon 5 Prozent auf Defekte der Maschinerie zurückzuführen sind. b. Verschärfte Verkehrsvorschriften In Frankreich. Nach Meldungen aus Paris ist von einem Deputierten ein Gesetzesentwurf ausgearbeitet worden, welcher sich mit den Verkehrsunfällen befasst. Zweck des Gesetzes ist der Schutz von Dritten bei Verkehrsunfällen, welche von nicht versicherten oder solchen Personen verursacht werden, die nicht in der 'Lage sind, die ihnen über den Versicherungsbetrag hinaus zugemuteten Entschädigungen aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Im weiteren soll die Vorsicht der Fahrzeugführer dadurch gesteigert werden, dass die Verkehrsunfälle, welche einem Fahrer zur Last gelegt werden können, in der Verkehrsbewilligung einzutragen sind. Hat ein Führer vier Unfälle verschuldet, so soll ihm die Bewilligung definitiv entzogen werden. Anderseits ist eine Auszeichnung für jene Automobilisten und Chauffeure vorgesehen, die wenigstens fünf unfallfreie Jahre nachweisen können. Das Abzeichen muss bei einem später verursachten Unfall wieder abgegeben werden. Widerrechtliches Tragen der Auszeichnung würde Gefängnisstrafe von 6 Monaten bis zu 2 Jahren nach sich ziehen. B. Zum neuen französischen Strassenkodex. Zu Beginn des Jahres wurde die dem Unterstaatssekretariat für öffentliche Arbeiten und Tourismus unterstellte Zentralkommission für das Automobilwesen beauftragt, den Text des Code de la Route den neuen Bedürfnissen anzupasen. Eine mit den Redaktionsarbeiten bestellte Sonderkommission, in welcher die Automobilverbände vertreten waren, hat diesen Monat ihren Entwurf vorgelegt, der von der Zentralkommission gutgeheissen worden ist und beim massgebenden (Ministerium nunmehr zur Genehmigung vorliegt. Die hauptsächlichsten Aenr derungen beziehen sich auf die Vorschriften für Lastfahrzeuge, für welche je nach 'Gewicht die maximalen Geschwindigkeiten von 8—35 km bei Vollgummibereifung und von 16—40 km bei Pneumatikbereifung abgestuft waren. Ueber die neu festzulegenden Geschwindigkeiten ist noch kein endgültiger ßeschluss gefasst worden, dagegen sollen die Geschwindigkeitsvorschriften für sämtliche Fahrzeuge mit einem Totalgewicht von mehr als 3000 kg vereinheitlicht und die bisherigen Abstufungen aufgehoben werden. Allerdings verbleibt den Departementspräfekten das Recht, auf Antrag von Lokalbehörden die maximalen Geschwindigkeiten innerorts zu reduzieren, sofern dies die baulichen Verhältnisse der Strassen und 'Brücken als notwendig erscheinen lassen. z. V or uns steht ein Chevrolet, ein Wagen, der der Kritik des Laien, des Fachmannes und des Kenners gleich gewachsen ist, der sich zur Höhe der technischen Errungenschaften der heutigen Zeit aus jahrelangen Erfahrungen hinaufentwickelt hat, und der frei von Prunk und Modelaunen 6einen Besitzer immer wieder von neuem mit Genugtuung erfüllt. Das verwöhnteste Auge ruht mit Wohlgefallen auf der durch Farben- Harmonieen unterstrichenen rassigen Linienführung. Und die äussere Schönheit des Convertible Coupe's umschliesst eine prächtige 6 Zylinder Maschine von fabelhaftem Anzugsvermögen and wunderbaren Fahreigenschaften. Verabreden Sie mit dem nächsten Händler eine Probefahrt um sich selbst von diesen Vorzügen zu überzeugen. 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Elsener, Central-Garage. Teleph. 4.41. ZÜRICH: Uto-Garage Automobil-A.-G., Seefeldquai 1. Tel. 26.060.