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E_1934_Zeitung_Nr.055

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 55 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. St. Fiden-St. Gallen, Hotel Bahnhof ST. GALLEN - Hotel Hirschen Gutgeiührtes Haus. Ia. Küche und Keller. Grosses Restaurant. Schöne Vereinssäle, für Hochzeiten und Vereine. Zimmer von Fr. 2.50—3.50. Garage in nächster Nähe. Tel. 2592. Der neue Bes.: K. Urfer. RA€ AZ Gutbürgerliches Haus mit prächtigem Garten, direkt am Bahnhof. Zimmer mit fliessendem Wasser. Vorzüglich in Kücne und Keller. Bescheidene Preise. Einzelboxen. Tel. 5. Der neue Besitzer: M. Braun. Küchenchef. in prachtvoller Lage, direkt am Autosarage. Telephon 1000 m ü. M. Das ideale Ausflugsziel der Automobilisten inmitten grossartiger Gebirgswelt. s. B. B. -Bahnhof-Büffet Hotel Rosengarten T.C.S. 80 Betten UCHSERBERG T. C S. Am Marktplatz Renoviert. Sämtliche Zimmer mit Messendem Wasser. Gross Restaurant. Bündner Spezialitäten. 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Oktober 1932 bestimmt in Art. 14 dienalrat mit der Vorlage zu befassen haben, neuen Ortsbezeichnungssignale, die bekanntlich in einem blauen Rechteckschild bestegehen dürfte wie anlässlich den Beratun- wobei es allerdings kaum so glimpflich abhen. Dasselbe trägt auf der dem Ort zugegen im Ständerat. Einerseits sind es vor wandten Seite im obern Feld den Na-al'emen der nächsten Ortschaft und unter einem nehmlich aus verfassungsrechtlichen Grün* westschweizerische Kreise, die vor- weissen Querbalken den Namen des nächsten den gegen die vorgeschlagene Regelung wichtigen Verkehrszentrums, sowie dessen sind, anderseits beginnen sich auch in der Entfernung in Kilometern, alles in weisser deutschen Schweiz, wie z. B. bereits schon Schrift. Man will dadurch dem den Ort verlassenden Strassenbenützer einerseits die zentren zu bilden. Zusammen mit den im Kanton Baselland, gewisse Oppositions- aus nächste Ortschaft weisen und mit dem nächsten Verkehrszentrum die nötige Orientierung für seine weitere Fahrt geben. Es scheint nun aber, dass diese planmässige Wegweisung nicht überall begriffen worden ist und befolgt wird. Wer z. B. von Zürich nach Sargans fährt, kann beobachten, dass auf dem Gebiet des Kantons Schwyz diese neuen Tafeln aufgestellt worden sind, dass aber deren Ausführung, was die Ortsangaben anbetrifft, nicht befriedigen kann. Die Tafeln verzeigen oben den Namen der nächstgelegenen Ortschaft, aber die unten stehende Richtungsangabe durch Angabe des Namens des nächstgelegenen Verkehrszentrums ist teilweise eine völlig unrichtige und, was besonders zu beanstanden ist, für Ortsfremde ausserordentlich irreführende. Diese Richtungsführung sollte doch an dieser Strasse überall mit dem Namen Sargans klargestellt sein, damit der Fahrer immer weiss, dass er sich auf der wichtigen Hauptverkehrsstrasse Zürich - Sargans befindet. Aber weit gefehlt, von Richterswil an wechseln die Angaben fortwährend. Man findet hiebei nicht nur Chur und Glarus, sondern auch Mollis, Wäggital (!) und Weesen (!), also sogar Namen von Orten, die überhaupt nicht an diesem Strassenzuge liegen. Und das gleiche Bild zeigt sich auch auf der Rückfahrt von Niederurnen her. wo die Namen Zürich und Luzern miteinander wechseln und sogar noch Pfäffikon auftaucht. Diese neuen Strassenorientierungstafeln sind in den meisten Kantonen erst in Aufstellung begriffen. Es ist daher heute noch Zeit, einer irrtümlichen Auffassung entgegenzutreten und die Aufstellung unrichtiger Tafeln zu vermeiden. Eine nochmalige Orientierung der Kantone dürfte daher heute sehr am Platze sein, wenn man vermeiden will, dass eine solch sinnwidrige und, irreführende Strassenorientierung Einkehr hält, wie dies von Seiten der zuständigen schwyzerischen Behörden für gutes Geld leider schon geschehen ist. ^ Güterbeförderung mit Motorfahrzeugen. In der letzten Nummer haben wir auf die bundesrätliche Botschaft betreffend dem Erlass eines Bundesgesetzes über die Regelung der Beförderung von Gütern mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen hingewiesen. Gesetzesentwurf wie Botschaft sind ausführlich bereits schon in Nr. 7 und 8 der «A.R.» behandelt worden. Was jedoch die ständerätlichen Abänderungsvorschläge anbetrifft, die anlässlich der Beratungen in der letzten Session am bundesrätlichen Entwurf angebracht worden sind, so tangieren diese in keinem Artikel materielle Grundlagen, sondern bewegen sich ausschliesslich mehr oder weniger auf redaktionellem Gebiet. So wird im Art. 1 ausdrücklich der Geltungsbereich des Verkehrsteilungsgesetzes nur auf Motorfahrzeuge beschränkt, und Motorräder von der Regelung ausgenommen, wie auch neben der Beförderung innerhalb der Gemeindegrenzen diejenige von zum Verkauf durch den Produzenten bestimmten Erzeugnissen der einheimischen Landwirtschaft nach und von Märkten. In Abweichung der in Art. 15 der Wirtschaft laut werdenden Bedenken ist somit anlässlich der Septemberberatungen mit verschiedenen parlamentarischen Auseinandersetzungen über das Verkehrsteilungsgesetz zu rechnen, die dem Entwurf sogar noch ein anderes Gesicht verleihen könnten. Das Zürcher Gesetz über die Verwendung der Motorfahrzeugsteuern. Die Volksabstimmung über das am 8. Juli dem Zürcher Volk zur Vorlage gelangende Gesetzlein über die Verteilung und 1 Verwendung der Motorfahrzeugsteuern dürfte ohne Kampf vorübergehen. Anderseits haben die Zürcher Verkehrsinteressentenverbände ihre Opposition gegen die Gesetzesvorlage aufgegeben, nachdem die seinerzeitige Eingabe an den Kantonsrat bewirkte, dass Polizeidirektor Pfister und Baudirektor Maurer vor dem Plenum die beruhigende Zusicherung abgegeben hatten, dass sowohl Kanton wie die Städte Zürich und Winterthur ihre Anteile aus dem Erträgnis des Motorfahrzeugverkehrs ausschliesslich für den Bau und die Korrektion der Strassen 1. Klasse verwenden müssen. V Zürcherisches Verkehrsgesetz. Anlässlich der Emtretensdebatte zum kantonalen Verkehrsgesetz haben eine Reihe von Kantonsratsmitgliedern die Gelegenheit wahrgenommen, verschiedene Wünsche der Verkehrsinteressenten anzubringen. Mit aller Deutlichkeit wurde darauf hingewiesen, dass das Automobil nicht mehr mit weitern Abgaben belastet werden dürfe. Auch wurde der Rat auf die Bestrebungen des benachbarten Auslandes hinsichtlich Ausbaus des Strassennetzes aufmerksam gemacht, die darauf hinauslaufen, möglichst viele Automobilisten ins Land zu ziehen und die Hotellerie und die gesamte Volkswirtschaft zu befruchten. Mit Recht wurde auch darauf hingewiesen, dass die Einfuhrzölle für Fahrzeuge und Benzin, die Steuern und Gebühren, mit denen die Automobilisten belastet werden, derart gestiegen sind, dass weitere Belastungen nicht mehr verantwortet werden können. Polizeidirektor Pfister bestritt irgendwelche autofeindlichen Einstellungen. Von gleicher Seite vernahm man aber auch, dass eine Ermässigung der Gebühren nicht in Frage kommen könne, da bei Einwilligung von Reduktionen dem Kanton ein Verlust von 3,5 Millionen Fr. erwachsen würde. Die Detailberatung der Vorlage wird im Laufe dieser Woche aufgenommen. Amerikas Automobilproduktion. Nach den bereinigten statistischen Erhebungen der amerikanischen Automobilkammer wurden in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres 223,727 Lastwagen gegenüber 185,350 in der vorjährigen Parallelperiode hergestellt, was einer Zunahme um 16,2 Prozent entspricht. Eine noch bessere Entwicklung verzeichnet die Fabrikation von Personenwagen. Aufgeteilt nach den verschiedenen Preisklassen verzeichnen die Wagen mit einem lit d stipulierten Bestimmung für die Kon-Preizession N setzte der Ständerat folgende Fas- den ersten vier Monaten 1933 im Vergleich von 500 und weniger Dollar während sung fest: Der Güterfernverkehr kann für zur diesjährigen Parallelperiode eine Zunahme von 372,260 auf 599,834 Einheiten Konzession N nur in Betracht fallen: * 1. auf Verkehrsstrecken, für die keine Eisenbahnverbindung besteht, oder Totalproduktion ist diese Kategorie mit 65,5 oder eine solche um 60,8 Prozent. An der 2. auf Verkehrsstrecken, für die eine Abtretung gegen 79,1 Prozent im Vorjahre beteiligt. an das Motorfahrzeug aus betriebswirtschaftlichen Prozentual stärker entwickelte sich die Erzeugung von Wagen der Preisklasse 501 bis Gründen der Eisenbahn angezeigt ist, oder 3. wo sich dies im Interesse einer zweckmassigen Verkehrsteilung als notwendig erweist. 750 Dollar, und zwar mit einem Mehr von Im weitern wurde diesem Art. 15 noch 272 Prozent oder von 70,606 auf 263,337 Autos. An der Gesamtproduktion ist diese unter lit. g nachstehender Passus angehängt: Die Einnahmen aus den Strassentraneporten, Klasse hingegen nur mit 28,7 gegen 17,0 Prozent beteiligt. Von der Wagenklasse 751 bis •die nicht an Stelle von Eisenbahnen oder in Verbindung mit ihnen ausgeführt werden, können auf 1000 Dollar wurden 32,990 gegen 12,278 Einheiten auf den Markt gebracht, was einer Wunsch des Konzessionärs direkt und ohne Vermittlung der Genossenschaft dem Konzessionär zufallen. Zunahme um 169 Prozent entspricht. An der In Art. 16 wurde die bundesrätliche Fas- Gesamtproduktionsquote ist diese Kategorie >ung in Abs. 2 durch folgende Bestimmung mit 3,6 gegen 2,6 Prozent beteiligt. Auch die Wagen der Preiskategorie von 1001 bis 1500 ersetzt: Dollar haben eine bemerkenswerte Produktionsentwicklung zu verzeichnen, indem in Die Kommission besteht aus 12 (Entwurf 9 oder 12) Mitgliedern und ©bensovielen Ersatzmännern. Je vier Mitglieder und vier Ersatzmänner werden den ersten vier Monaten des laufenden Jahres 13.147 gegenüber 8599 in der von den Eisenbahnverwaltungen und den Verbän- vorjährigen den, deren Mitglieder den Gütertransport mit Motorlastwagen betreiben, beetinunt. Ber schweizerische Handels- und Industrieverein, der Schweiz. Gewerbeverband und der Schweiz. Bauernverband bezeichnen je ein weiteres Mitglied und einen Ersatzmann. Der vierte Vertreter der Verfrachter wird vom Bundesrat bezeichnet. Der Bundesrat wählt überdies einen Präsidenten als Verhandluassleiter Parallelperiode auf den Markt gebracht wurden (+ 53 Prozent). Bedeutend bescheidener wirkt sich die Besserung der Wirtschaftslage bei den teureren Wagenklassen aus, indem von dieser Kategorie nur 8058 (7140) Einheiten auf den Markt gebracht wurden, a

N« 55 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 13 Motorfahrzeug und Alkohol. Eine Stimme vom Land. Nachdem in Gerichtsurteilen, medizinischen Gutachten und Abhandlungen in Fachschriften gegen den Genuss von Alkohol durch Motorfahrzeuglenker gewettert wird, was das Zeug hält, ist es interessant, über diesen Punkt die Ansicht eines ländlichen Bezirksgerichtes des Kantons Zürich zu vernehmen. Ein Rosshändler unternahm als Soziusfahrer eines Motorradfahrers mittags 12 Uhr eine Tour nach Rapperswil und den See hinunter bis Zürich, dann wieder Richtung Uster. Die beiden kehrten während dieser Zeit zwölfmal in Wirtschaften ein. Nachts 11 Uhr wurde nun der Soziusfahrer auf der Heimfahrt abgeworfen und erlitt Verletzungen. Im Prozess wurde geltend gemacht, den Soziusfahrer treffe ein Mitverschulden von mindestens einem Drittel. (Der Unfall passierte noch unter dem Konkordat.) In der Begründung seines Urteils führte nun das ländliche Bezirksgericht, welches die Angelegenheit zu beurteilen hatte, unter anderm folgendes aus: « Naoh den Akten ist nicht erwi«een, dass es sich bei der kritischen Fahrt lediglich um eine Weinreise, eine Lustfahrt, gehandelt habe. Gegenteils muss davon ausgegangen werden, dass der Kläger die Fahrt unternahm, um eine Reihe von Geschäften zu erledigen, bzw. Geschäftsfreunde zu besuchen, und wenn dabei jeweilen in Wirtschaften angekehrt und Alkohol konsumiert wurde, so liegt das in der Natur der Sache, da sich diese Art Handel in der Regel nicht bei Eglisana abwickelt. Aber auch wenn es sich teilweise um eine Vergnügungsfahrt gehandelt hätte, so würde das einen Schadenersatzanspruch nicht ausschüessen, weil auch der Teilnehmer an einer solchen Anspruch darauf erheben kann, von dem verantwortlichen Führer mit gesunden Knochen nach Hause gebracht zu werden. Es wäre auch weltfremd und tendenziös, wollte man den Schadenersatzanspruch eines Verunfallten schon deshalb ausschüessen, weil er sich einem Führer anvertraut hat, der (im Verlaufe der Fahrt) eines oder mehrere Gläser Wein oder Bier getrunken hat und vielleicht auch die naturgemässen Zeichen von Angeregtsein aufweist. Solange kein Alkoholverbot für den Führer besteht, hat sich auch die Rechtspflege bei Bemessung der Anforderungen an die diesbezügliche Diligenzpflicht nach den tatsächlichen Verhältnissen und der bestehenden Uebung zu richton. Diese ist nun einmal so, dass auch dem Führer ein massiger Alkoholgenuss, bemessen an seinem individuellen Mass, gestattet ist. Hieraus ergibt sich ohne weiteres, dass es für den einzelnen Teilnehmer einer Fahrt sehr schwer ist, festzustellen, ob der Führer über dieses Mass hinaus getrunken hat oder nicht, eolange er nicht ausgesprochene Zeichen von Angeheitertsein aufweist. Man wird daher einem Mitfahrer auch niemals Selbstverschulden oder überwiegendes Mitverschulden vorwerfen dürfen, wenn er sich einem durch die Blutprobe nachträglich als erheblich alkoholisiert erwiesenen Führer anvertraut hat, solange nicht erwiesen ist, dass dieser Führer ausgesprochene Anzeichen seines Zustandes aufgewiesen hat. Das Mass des genossenen Alkohols bzw. der Ausfall der Alkoholprobe ist dafür nicht ohne weiteres beweisend, weil die individuelle Reaktion darauf völlig verschieden ist. Im übrigen schliesst im vorwürfigen Fall auch das Gerichtlich-Medizinische Institut aus dem Alkoholgehalt beim Beklagten lediglich auf einen «leichten bis mittelschweren Rausch », ohne dass deswegen schon Gleichgewichtsstörungen und dgl. auftreten müssten. » Medizinisch war festgestellt, dass der Motorradfahrer 1,5 Promille Alkohol im Blut hatte; vom Verletzten erklärte der Arzt, es seien auch bei diesem Anzeichen eines gewissen Alkoholgenusses konstatiert, und das Gericht sagt nun, es gehe nicht an, lediglich aus dem Katalog der besuchten Wirtschaften zu schliessen, dass der Unfall des Rosshändlers darauf zurückzuführen sei, dass dieser wegen seines alkoholisierten Zustandes wie ein Sack heruntergefallen sei; der Rosshändler sei ein robuster Mann, der deshalb und auch wegen der Natur seiner beruflichen Betätigung den Alkohol über das Normalmass hinaus vertrage. Das Gericht hat denn auf Grund dieser seiner Feststellungen ein Selbstverschulden des Klägers deswegen, weil er mit dem angeheiterten Beklagten weitergefahren ist, nicht angenommen. Im übrigen sei die Begründung des Urteils ohne jeden Kommentar begleitet. F.-Z. Stvassen Klöntalerstrasse. Wer mit dem Wagen einmal versuchte, an den Klöntalersee zu fahren, der musste die Beobachtung machen, dass die bestehende Klöntalerstrasse dem Automobilverkehr etwelche Schwierigkeiten bietet. Vor allem ist die Strecke stellenweise recht schmal und auf grösserer Distanz weist sie zu starke Steigung auf. Man hat sich dadurch zu helfen versucht, dass bis anhin diese Strecke zur Bergfahrt freigegeben wurde, während für die Rückfahrt vorschriftsgemäss die Route über den Sackberg einzuschlagen war. Nach Beschluss des glarnerischen Landrates soll nun das Teilstück zwischen dem Staldengarten am Eingang des Klöntals bis zur « gelben Runs» verbessert und ausgebaut werden. Voraussichtlich wird mit dem Umbau bereits noch im Verlaufe der Herbstmonate als Notstandsarbeit begonnen. Das weitere Teilstück, d. h. der Abschnitt von der gelben Runs bis zum Klöntalersee kann noch nicht in Angriff genommen werden, weil diese Strecke auf Korporationsgebiet liegt und die Korporationsgemeinde eine Uebernahme durch den Kanton verlangt, was einen Landsgemeindebeschluss notwendig macht. Der Ausbau der Klöntalerzum Teilstück einer durchgehenden Pragelstrasse wird 1 aller Wahrscheinlichkeit nach noch lange auf sich warten lassen, denn nirgends in unsern Kantonen steckt der Strassenbau in derart argen Verhältnissen wie im Kanton Schwyz. Einzig die kurzen Teilsrücke Brunnen-Schwyz, SchindeHegi-Biberbrücke und in der March sind bis heute gut ausgebaut, während 1 es z. B. auf schwyzerischem, Zuger- wie Vierwaldstätterseegebiet noch im Argen liegt. Vor einigen Jahren war in der Schwyzer Presse vielfach von der Anlage eines Qütersträsschens nach dem Pragel die Rede, seither ist es aber wieder recht ruhig geworden um dieses Projekt. Vielleicht trägt der Vorstoss der Jungliberalen mit ihrer Strassenbauinitiative etwas Leben in die schlafende schwyzerische Strassenbaupolitik hinein. a Um die Stoserbrücke. Der Zuger Kantonsrat hat in seiner letzten Sitzung auf Antrag des Regierungsrates mit 36 gegen 24 Stimmen beschlossen, an Stelle der reparaturbedürftigen hölzernen Reussbrücke bei Sins auf eigene Kosten und ohne Beteiligung des Kantons Aargau, eine Betonbrücke zu erstellen. Bekanntlich hatte sich die aargauische Baudirektion seinerzeit auf den Standpunkt gestellt, nur dann einen Beitrag an diese Brückenbaute entrichten zu können, wenn der Standort der neuen Brücke verschoben würde, wodurch grössere Unkosten für Erstellung neuer Pfeiler, von Widerlagern und Zufahrtsstrassen erwachsen wären. Italienische Strassenbauten. Der von der Strassenverwaltung Bozen ausgearbeitete Bauplan für die Erneuerung der gesamten Strecke durch das Pustertal ist bei einem Kostenaufwand von 12 Millionen Lire vom Ministerium für öffentliche Arbeiten genehmigt worden. Zusammen mit den bereits ausgebauten Strassen über den Brenner, durchs Vintschgau tmd über den Passo di Mendola wird die neue Pustertalerroute stark zur Belebung des Automobilverkehrs im nördlichen Teil der Dolomiten beitragen, stellt sie doch eine der Zufahrtslinieti zum Passo di Campohmgo dar. Diese Nachricht illustriert weiterhin den Unterschied zwischen dem eidgenössischen Raten und den italienischen Taten. Oesterreich. — Die Befahrongsmögiichkeiten der Grossglockner-Hochalpenstrasse. Die im Bau befindliche Grossglockner-Hochalpenstrasse kann gegenwärtig auf der Südseite von Heiligenblut bjs zur Franz-Josefs- Höhe (2366 m) und auf der Nordseite von Dorf Fusch bis Hochmais (1660 m) befahren werden. Die Bauarbeiten an der Scheitelstrecke sind in vollem Gange und man hofft, die Strasse im September 1936 dem Verkehr übergeben zu können. ET Kein erhöhter Strassenverschleiss durch Anhänger. Von seiten der Wegunterhaltungspflichtigen wird oftmals ein Kampf gegen die Anhänger der Lastwagen geführt, mit der Begründung, dass von dem Hin- und Herpendeln dieser Anhänger die Fahrbahnen mehr angegriffen werden als vom Wagen selbst. Um einwandfreies Material zur Beurteilung dieser Streitfrage zu erhalten, sind nun im Auftrage des deutschen Verkehrsministeriums bei Braunschweig auf einer Versuchsstrasse kürzlich Versuche auf einer geraden Strecke gemacht worden. Um vollkommen vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, wurden auf vier nebeneinanderliegenden Fahrspuren fabrikneue Wagen, und zwar alle dreiachsig und von gleichschwerem Typ verwendet. Drei dieser Wagen fuhren mit Luftreifen, davon einer ohne Anhänger, einer mit einem zweiachsigen und einer mit •inem dreiachsigen dagegen der vierte Lastwagen und sein zweiachsiger Anhänger waren elastikbereift. Die ersten 3 Lastautos fuhren mit einer Geschwindigkeit von 40 km, der vierte wegen der Bereifung mit 25 Kilometer in der Stunde, wobei die tägliche mittlere Belastung auf jeder Fahrspur 2160 Tonnen betrug. Das Ergebnis fiel in jeder Hinsicht für die Anhänger günstig aus. Man fasste die gesamten Betriebskosten der Fahrzeuge und die Aufwendungen zur Unterhaltung, Tilgung und Verzinsung für die Fahrbahn für jedes Fahrzeug und jede Fahrbahn zusammen. Das Ergebnis war ein erheblich billigerer Transport für die Gruppen mit Anhänger gegenüber dem alleinfahrenden Wagen, und zwar für den dreiachsigen Anhänger um 29,7%, für den zweiachsigen Anhänger mit Luftbereifung um 28,3% und für den elastikbereiften um 30,3%. Die Unterschiede erklären sich in der Hauptsache aus den Unterhaltungskosten der Bahnen die bei dem zweiachsigen luftbereiften Anhänger nur um 0,5% und bei dem dreiachsigen Anhänger um 2,1% höher waren als bei dem alleinfahrenden Wagen. Lediglich bei dem elastikbereiften Anhänger waren die Unterhaltungskosten 13,2% höher. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass die Strassenkosten lediglich t>tn/9 1fl92 Hör fiftcatntirnctan h*»trn tr«n. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Langenthai A.C.S. Hotel Bären T. Landgasthof mit allem neuzeitlichen Komfort. Zeitgemässe Preise. - Garage. w. Neuen chwander-Schatrer Te . Nr. 10. A.C.S. GASTHOF ZUR KALTENHERBERGE T.C.S. bei LANGENTHAL Altbekannter Landgasthof. Schattige Gartenanlagen. Vorzügliche Küche und Keller. Lebende Benzin-u. Oel-Station, Garage u. Reparaturwerkstätte. Tel. 51.19, Roggwil. R. Grütter, Forellen. 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