der-Bergische-Unternehmer_0119

weinheimer

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR BERGISCHES LAND UND KREIS METTMANN

01

2019

Heimat:

Comeback einer Sehnsucht

26 Wirtschaft

Startup mit sozialer

Verantwortung

38 Im Fokus

Wie sag ich`s meinem

Mitarbeiter?

50 Reise

Trentino - ein Dorado für

Wintersportler


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DAS RECHT AUF IHRER SEITE – unter diesem Titel starten wir mit

unserer ersten Ausgabe in 2019 eine neue Serie. Anwalts- und Steuerberatungskanzleien

in unserem Verbreitungsgebiet erzählen von ihrer Tätigkeit,

ihren Schwerpunkten und beleuchten und bewerten neueste gesetzliche

Entwicklungen. Wollen Sie dabei sein? Dann sprechen Sie uns bitte an.

Gerne vereinbaren wir einen Interviewtermin mit Ihnen.

„Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen

Mensch und Raum.“ Was im Online-Lexikon Wikipedia ziemlich nüchtern

daherkommt, hat uns in den letzten Jahren zunehmend beschäftigt. In

Zeiten der Globalisierung kommt den Heimatgefühlen offenkundig mehr

Beachtung zu, als wir uns das vor Jahren noch vorstellen konnten. Dass

sich aus dieser Entwicklung auch wirtschaftlich etwas machen lässt, zeigt

die erfolgreiche Vermarktung von stark regional angebundenen Produkten.

Verlage punkten mit Heimatgeschichten, Souvenirs mit Motiven der Heimatstadt

verzeichnen gute Verkaufszahlen und Events mit heimatlichem

Flair sind mehr denn je gefragt. Grund genug, dass wir das Phänomen Heimat

in unserer Titelgeschichte einmal näher betrachten.

Die interne Kommunikation im Unternehmen ist ein entscheidender Faktor

für den wirtschaftlichen Erfolg. Fehler sind hier schnell gemacht, aber nicht

schnell wieder gut zu machen. „Wie sag ich`s meinem Mitarbeiter?“,

heißt deshalb unser Fokusthema, das aufzeigt, wie eine zielführende, wertschätzende

Kommunikation im Unternehmen sein sollte.

Daneben erwarten Sie natürlich auch im neuen Jahr spannende Unternehmensporträts,

jede Menge Nachrichten und unsere obligatorischen Reiseund

Gastrotipps.

In diesem Sinne auf ein fröhliches, gesundes und glückliches 2019.

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der Bergische Unternehmer 01|19 3


INHALT

16 Titel

Comeback einer Sehnsucht

Heimat als Geschäftsidee

26

Startup mit

sozialer

Verantwortung

34

Neue Serie: Das Recht auf

Ihrer Seite

4 www.bvg-menzel.de


50

Trentino - paradiesische Zustände für

Wintersportler

Namen & Nachrichten

o 6 Weniger Arbeitsstellen

06 Förderprogramm für Innovationen

07 Robuste Binnenkonjunktur

08 Nur maßvolle Lohnabschlüsse

sichern Arbeitsplätze

0 8 Mehr Sicherheit für Jobcenter

0 9 Unternehmen fördern Naturschutz

1 0 Club der Besten

10 BSW hat neue Vorsitzende

11 Kein Job ohne Ausbildung

12 Handelsstreit schwächt deutsche

Wirtschaft

12 Neues Register, mehr Fairness

13 Spitzen-Azubi kommt aus Solingen

14 Hickhack um 5G kostet

wertvolle Zeit

Titel

16 Heimat als Geschäftsidee

20 Interview: Wir denken bergisch

Erfolgreich bergisch Startup

26 Startup mit sozialer Verantwortung

Aus der Region

28 Gastkommentar: Mehr Mut und Elan

für unsere Stadt

Aus der Praxis

30 Recht / Finanzen / Steuern

Das Recht auf Ihrer Seite Serie

34 Dienstleistung muss persönlich sein

Total Digital Serie

36 Was ist neu im neuen Jahr?

Im Fokus

38 Wie sag ich`s meinem Mitarbeiter?

44 Unter uns: Das wichtigste Führungsinstrument

Erfolgreich Bergisch Porträt

46 Felix Solingen GmbH:

Tradition hat Zukunft

Bergisches Land geht aus

48 Tortenatelier Radevormwald

Für Sie entdeckt

50 Trentino in Höchstform

Rubriken

54 Handelsregister

58 Vorschau / Impressum

der Bergische Unternehmer 01|19 5


NAMEN & NACHRICHTEN

Sinkende Arbeitslosigkeit,

weniger Arbeitsstellen

Foto: Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal

24.288 Menschen im Städtedreieck waren im Dezember

arbeitslos, das sind 289 weniger als im November und

2.561 weniger als vor einem Jahr. Damit sank die Arbeitslosenquote

auf 7,4 Prozent im Bergischen Städtedreieck.

Aktuell werden 4.802 Arbeitskräfte gesucht. „Zum Jahresende

hat sich die Arbeitslosigkeit insgesamt erneut reduziert.

Im Rechtskreis des SGB III ist sie allerdings im Vergleich

zum Vorjahr gestiegen.

Saisonbedingt ist im Januar mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit

zu rechnen, da zum Jahresende üblicherweise

viele befristete Arbeitsverträge auslaufen. Der Arbeitsmarkt

im Bergischen Städtedreieck hat in den

vergangenen drei Monaten an Schwung verloren, das wird

insbesondere durch die Rückgänge der Stellenmeldungen

deutlich“, resümiert Katja Heck, Geschäftsführerin Operativ

der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Verglichen mit den jeweiligen Werten aus Dezember 2017

haben sich die Stellenzugänge in Remscheid, Solingen und

Wuppertal verringert. Am stärksten zeigt sich diese Entwicklung

in Wuppertal. Die Arbeitslosenquoten verringerten

sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk

der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Die

Spanne der Quoten reichte im Dezember von 6,9 Prozent

in Remscheid bis 7,7 Prozent in Wuppertal.

Katja Heck ist Geschäftsführerin

Operativ

der Arbeitsagentur

Solingen-Wuppertal

Förderprogramm hilft

bei Innovationen

Beim jährlichen Symposium der NRW.

Bank präsentierte sich das bergische

Städtedreieck mit acht weiteren Partnerverbänden

aus Nordrhein-Westfalen. Dabei

wurden neue Projekte vorgestellt, die

kleinen und mittleren Unternehmen helfen,

Innovationen finden und umzusetzen.

Ein gutes Praxisbeispiel lieferte das

Remscheider Werkzeugunternehmen

Bauer & Böcker, das unter anderem mit

der FGW Forschungsgemeinschaft Werkzeuge

und Werkstoffe e. V. eine intelligente

Arbeitslampe entwickelt hat. Innovative

Unternehmen zu unterstützen, ist

Ziel des NRW-Wirtschaftsministeriums.

Entsprechende Förderprogramme werden

durch die NRW.Bank abgewickelt. Eins

der Programme heißt „NRW.Innovationspartner“,

für das auch die Bergische

Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

zusammen mit Partnern den

Zuschlag bekommen hat. Unter der Moderation

der BSW ist dazu ein Projekt

auf die Beine gestellt worden, das kleineren

und mittleren Unternehmen aus der

Region Unterstützung für Weiterentwicklungen

bietet. Die wichtigsten Fakten,

Anlaufstellen, Beratungsmöglichkeiten

sowie die Ansprechpartner in der

Region sind auf einer Plattform zusammengestellt

worden: www.bergischinnovativ.de.

Auf einer Matching-Plattform

wird außerdem die Möglichkeit gegeben,

vor Ort Geschäfts- und Kooperationspartner

zu finden. Weiterhin gibt ein

Veranstaltungskalender Überblick über

alle Aktionen zum Thema Innovation

und Innovationsmanagement. Für das

Bergische Städtedreieck haben sich die

Gründerschmiede Remscheid, die FGW

Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und

Werkstoffe e. V., die Wirtschaftsförderung

Solingen und die Bergische Struktur-

und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

in dem Projekt zu einem

Partnerverbund zusammengeschlossen.

6 www.bvg-menzel.de


Bauwirtschaft und Gastronomie profitieren

von robuster Binnenkonjunktur

Foto: Shutterstock

Die deutsche Wirtschaft schaut verhalten optimistisch

auf das Jahr 2019. Das ist das Ergebnis

der Verbandsumfrage, für die das Institut der

deutschen Wirtschaft jedes Jahr große Branchenverbände

befragt. Demnach rechnen 28 der

48 Verbände für 2019 mit besseren Geschäften

als 2018, zehn schätzen die Umsatzerwartungen

ihrer Mitglieder schlechter ein. Zum Jahreswechsel

2017 auf 2018 hatten noch 26

Verbände von einer besseren Stimmung

gesprochen. Aktuell sind es lediglich sieben.

Verantwortlich dafür ist vor allem

die gedämpfte Weltkonjunktur, aber auch

der planlose Brexit und der ähnlich agierende

US-Präsident bereiten den Verbänden

Kopfschmerzen. Hinzu kommen die

Diesel-Probleme der Automobilindustrie.

Auch Banken und Leasingunternehmen

bewerten die Lage schlechter. Die IW-

Forscher haben außerdem erstmals den

Deutschen Bauernverband befragt, der die

aktuelle Situation seiner Branche nach

dem Hitze-Sommer problematisch einschätzt.

Ganz anders sieht es bei der Bauwirtschaft

und den konsumnahen Branchen

wie dem Gastgewerbe aus, die nach

eigener Einschätzung weiterhin von der

robusten Binnenkonjunktur profitieren

werden. Vor einem Jahr erwarteten 33

Verbände eine höhere Produktion als im

Vorjahr. Jetzt sind nur noch 28 Verbände

dieser Ansicht – immerhin noch die Mehrheit

der Unternehmen. Wobei aber nur

zwei Branchen, die Bauindustrie und das

Handwerk, eine wesentlich höhere Geschäftstätigkeit

erwarten.

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der Bergische Unternehmer 01|19 7


NAMEN & NACHRICHTEN

Nur maßvolle Lohnforderungen sichern

Arbeitsplätze

Mehr Sicherheit für

Solinger Jobcenter

„Wir sehen in der Mitarbeiterbeteiligung eine wichtige, demokratische

Errungenschaft. Und die Zusammenarbeit mit

unserem Betriebsrat ist gelebte Praxis. Das geht in einem

mittelständischen Unternehmen auch gar nicht anders“, sagt

der geschäftsführende Gesellschafter der Wuppertaler

Wach- und Schließgesellschaft (WSG) Bernd Herkströter

mit Blick auf die von ver.di an verschiedenen Standorten im

Bundesgebiet durchgeführten Streiks im Bereich der Geldund

Wertdienstleisterbranche. Zur demokratischen Streitkultur

gehöre es aber auch, die Verhältnismäßigkeit im

Blick zu haben, mahnt Herkströter. Und bei ver.di-Forderungen,

die seit dem 25. Oktober 2018 über vier Verhandlungsrunden

zwischen 16 und 20 Prozent liegen, dürfe man

die Verhältnismäßigkeit zumindest in Frage stellen. „Angesichts

des vorliegenden Arbeitgeberangebotes von bis zu 9,4

Prozent sollten sich die ver.di Funktionäre ihrer gesamtgesellschaftlichen

Verantwortung bewusst werden und zu einem

vernünftigen sowie zielorientierten Verhandlungsverhalten

zurückkehren“, appelliert der Geschäftsführer als

Vorsitzender des Bundesverbandes Mittelständischer Werte-Logistiker

(BMWL). Die Wertschätzung der Mitarbeiter

im Bereich Geld- und Wertdienstleistungen für die volkswirtschaftlich

relevante Bargeldlogistik zeige sich bereits in

den aktuell existierenden Brutto-Stunden-Grundlöhnen. In

NRW erhalten Mitarbeiter für eine ungelernte Tätigkeit im

Bereich der Bargeldbearbeitung 13,56 Euro und im Transport

16,53 Euro. Arbeitsplätze könnten nur gesichert werden,

wenn Lohnforderungen maßvoll seien und Diskussionen

auf Augenhöhe geführt würden.

Bernd Herkströter ist

geschäftsführender Gesellschafter

der Wuppertaler

Wach- und

Schließgesellschaft

und Vorsitzender des

Bundesverbands Mittelständischer

Werte-

Logistiker (BMWL).

Das vorbeugende Sicherheitskonzept im

Solinger Jobcenter greift. Die Zahl der

Vorkommnisse ist sehr gering, der

Trend rückläufig. Nach Erkenntnissen,

die sich aus dem Austausch der Beauftragten

für Arbeitssicherheit in kommunalen

Jobcentern ergeben haben, sind

Solingen und Aachen die einzigen Städte,

die eine rückläufige Tendenz vorweisen

können. Als Übergriffe definiert

sind Beleidigung und Beschimpfung,

Verleumdung, Körperverletzung und

Hausfriedensbruch. Insgesamt betreut

das Jobcenter 15.000 Personen. Dabei

verläuft der Kontakt mit der ganz überwiegenden

Zahl der Kundschaft in geordneten

Bahnen. Das gilt auch bei

durchaus schwierigen Themen, die Konfliktpotenzial

besitzen. Das Jobcenter

legt großen Wert auf Vorbeugung, damit

es im Alltag möglichst erst gar nicht zu

schwereren Konflikten kommt. Deshalb

werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

mit Schulungen und Trainings

vorbereitet. Auf diese Weise erhalten sie

weitere Kompetenzen in der Gesprächsführung,

in der Konfliktvermeidung

und Deeskalation sowie notfalls in der

Konfliktbewältigung. Diese Schulungen

finden seit 2013 regelmäßig statt. Es

handelt sich um einen vierteiligen Zyklus,

den jeder Mitarbeitende absolvieren

muss. Das Programm enthält In-House-

Schulungen mit externen Trainern. Das

Ziel lautet: Möglichst reibungsfreie Abläufe

gewährleisten sowie Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern ein gutes Sicherheitsgefühl

zu vermitteln. Überdies

wird Sicherheitspersonal eingesetzt,

dass zu schwierigen Terminen hinzu gerufen

werden kann.

8 www.bvg-menzel.de


Bergische Unternehmen fördern die Gewässerentwicklung:

Ein wichtiger Beitrag für das Ökosystem Wupper

Foto: Wupperverband

Die Wupper in Sonnborn ist

ein gutes Beispiel für eine naturnahe

Gewässerstruktur, für

die in den letzten Jahren viel

getan wurde.

Wenn im Winter die Temperaturen sinken, kehren

zum Beispiel Lachse und Meerforellen über

den Rhein in die Nebenflüsse zum Laichen zurück,

dorthin, wo sie selbst als Jungfische groß

geworden sind. Auch die Bachforellen sind wieder

aktiv und laichen. Wupper und Dhünn gehören

zu den Flüssen, in die die Fische wieder zurückkehren.

Bislang wurden an verschiedenen

Stellen, etwa an der Kluse in Elberfeld, Laichgruben

und laichende Meer- und Bachforellen

gesichtet. An der Kontrollstation Auermühlen-

wehr an der Dhünn hat der Wupperverband

bisher 14 Lachse gesichtet, ein Zeichen,

dass die Rückkehr der Fische begonnen hat.

Da sich Wasserqualität und Flussstruktur in

den letzten Jahren deutlich verbessert haben,

finden die Tiere gute Lebensbedingungen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat

der Wupperverband in Kooperation mit seinen

Mitgliedern, den Städten, Kreisen und

Unternehmen, sowie den Fischereigenossenschaften

und Fischereivereinen viel dafür

getan, dass sich Wupper und Dhünn

wieder positiv entwickeln konnten: vom

Ausbau der Kläranlagen und der Verbesserung

der Wasserqualität bis hin zu naturnahen

Flussstrukturen und der Durchgängigkeit

an Wehren. Dadurch werden die

Voraussetzungen geschaffen, dass sich die

empfindlichen Fischarten wieder in den

Flusssystemen Wupper und Dhünn heimisch

fühlen.

„Wir freuen uns, dass sich auch immer mehr

ortsansässige Unternehmen mit viel Engagement

in die Gewässerentwicklung einbringen,

wie zum Beispiel die Firma Vorwerk

bei der Flussgestaltung in Laaken“,

sagt Dr. Marlene Liebeskind, Bereichsleiterin

für Gewässerentwicklung beim Wupperverband.

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der Bergische Unternehmer 01|19 9


NAMEN & NACHRICHTEN

50. Erfahrungsaustausch des

„Club der Besten“

Foto: TAW

Auf fast 17 Jahre und 50 Zusammentreffen mit Vorträgen

und Diskussionen zum Thema Qualitätswesen und Managementsysteme

kann der „Club der Besten“ der Technischen

Akademie Wuppertal e.V. zurückblicken. Ende

November fand in Altdorf bei Nürnberg der 50. Erfahrungsaustausch

statt. 24 Teilnehmer aus verschiedenen

Branchen und Arbeitsgebieten, darunter sowohl Gründungsmitglieder

und „Neulinge“, zeigten, dass dieses

Format aktuell ist wie nie zuvor und nichts an Attraktivität

verloren hat.

Die Teilnahme von Dr. Manfred Jahn, dem Gründer des

Clubs, war eine besondere Freude. So kamen noch einmal

Mitglieder der ersten Stunde zusammen und erzählten

lebhaft über Themen und Ereignisse aus der Historie

vergangener 49 Treffen. Neben verschiedenen Möglichkeiten

der Begegnung standen Fachvorträge und -gespräche

im Mittelpunkt der Zusammenkunft. Technologische,

administrative und wirtschaftliche Entwicklungen

in Gegenwart und Zukunft auf dem Gebiet des Qualitätswesens

und der Managementsysteme sollen auch weiterhin

der Hauptfokus des „Club der Besten“ sein. Begleitet

wird dies immer vom regen Erfahrungsaustausch der

Clubmitglieder aus verschiedenen Generationen und

Branchen.

Auch beim 50. Treffen

des „Club der Besten“

lag der Hauptfokus auf

dem Gebiet des Qualitätswesens

und der

Managementsysteme.

Professorin Anke

Kahl ist Prorektorin

der Bergischen

Universität Wuppertal

und neue

Vorsitzende des

BSW-Beirates.

Wechsel an der

Spitze von BSW-

Beirat, Aufsichtsräten

und Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung der

Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

(BSW) hat Professorin

Dr.-Ing. Anke Kahl, Prorektorin

der Bergischen Universität

Wuppertal, zur neuen Vorsitzenden des

BSW-Beirates ernannt. Sie löst Uni-

Rektor Professor Dr. Lambert Koch in

diesem Amt ab.

Anke Kahl hat bereits in unterschiedlichen

Zusammenhängen mit der Bergischen

Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

kooperiert. Sie ist

Prorektorin für Planung, Finanzen und

Transfer an der Uni Wuppertal und hat

insbesondere wichtige Impulse in die

Arbeit der Bergischen Transferrunde,

einem Zusammenschluss aus Uni, Technologienzentren

und der BSW, eingebracht.

Zudem wurde turnusgemäß der Vorsitz

des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung

der BSW für 2019 beschlossen.

Mit Beginn des Jahres hat

Remscheids Oberbürgermeister Burkhard

Mast-Weisz das Amt von Wuppertals

Oberbürgermeister Andreas Mucke

übernommen.

Foto: BSW

10 www.bvg-menzel.de


Ohne Ausbildung

kein Job

Der Arbeitsmarkt im Bergischen Land

bietet Ende 2018 ein gemischtes Bild.

Positiv lässt sich feststellen, dass die

Beschäftigung weiterhin zugenommen

und die Zahl der arbeitslosen Menschen

abgenommen hat. Besonders erfreulich

ist, dass junge Menschen und Langzeitarbeitslose

in besonderem Maße vom

Beschäftigungsboom profitieren konnten.

Der hohe Anteil von ungelernten

Arbeitslosen bleibt aber problematisch.

Sechs von zehn Arbeitslosen haben keine

abgeschlossene Berufsausbildung.

„Wir stellen zum Jahresende einen Anstieg

bei der Arbeitslosigkeit im SGB III

fest und die Meldung von Arbeitsstellen

ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Der

Arbeitsmarkt im Bergischen Städtedreieck

hat in den letzten drei Monaten an

Schwung verloren“, resümiert Martin

Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Ausblick: Der Agenturchef geht davon

aus, dass sich der Abbau der Arbeitslosigkeit

und der Aufbau der Beschäftigung

verlangsamen werden, auch wenn

der Arbeitsmarkt noch in einer robusten

Verfassung ist. Die Qualifizierung von

Arbeitslosen und beschäftigten Geringqualifizierten

werde ein immer

wichtiger werdendes Handlungsfeld. Die

Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal

wird im nächsten Jahr ihre Investitionen

noch einmal erhöhen. „Im letzten Jahr

haben wir die Ausgaben für Weiterbildung

auf über 10 Millionen Euro gesteigert.

In Jahr 2019 werden wir das Budget

noch einmal um 1 Million Euro

erhöhen. Bildung ist Zukunftssicherung“,

unterstreicht Martin Klebe.

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der Bergische Unternehmer 01|19 11


NAMEN & NACHRICHTEN

Handelsstreit schwächt

deutsche Wirtschaft

Neues Register,

mehr Fairness

Foto: Shutterstock

Der Handelskonflikt

zwischen den USA

und China hält die

gesamte Weltwirtschaft

in Atem.

Seit Anfang Januar gilt das neue Verpackungsgesetz,

das Verpackungsmüll vermeiden

und für mehr Recycling sorgen

soll. Ein wesentlicher Bestandteil ist das

Verpackungsregister LUCID. Die Ziele

des Registers sind sinnvoll und sollen

frühere Fehler korrigieren, sagt das Institut

der deutschen Wirtschaft (IW).

Privathaushalte haben im Jahr 2016 mehr

als zwei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen

verbraucht, so das Umweltbundesamt.

Jeder private Verbraucher

kommt insgesamt auf knapp 25

Kilogramm im Jahr, Tendenz steigend.

Der Anstieg des Plastikverpackungsmülls

sei vor allem ein Indikator für den

zunehmenden Wohlstand, so die Einschätzung

des IW. Das neue Verpackungsgesetz

soll jetzt die Müllberge begrenzen

und Recycling ankurbeln. Es

verpflichtet alle Unternehmen, die Verpackungen

herstellen oder verkaufen,

sich bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister

(ZSVR) über das neue

Verpackungsregister LUCID zu registrieren.

Dort müssen die Unternehmen genau

angeben, welche Verpackungsmengen sie

herstellen oder in Umlauf bringen. Die

Unternehmen müssen für diese Mengen

Lizenzgebühren zahlen, die wiederum

das Recycling finanzieren. Bislang fehlte

eine funktionierende Kontrollinstanz, die

überprüft, wer wie viel Müll auf welchem

Weg entsorgt. Dadurch landeten

viele Verpackungen in der gelben Tonne

oder dem gelben Sack, ohne dass jemand

für ihre Wiederaufbereitung gezahlt hatte.

Das ist jetzt anders: Wer sich nicht registriert

und für seine Verpackungen

zahlt, wird sanktioniert. Die ZSVR überwacht

nicht nur die Daten der Hersteller,

sondern vereinfacht auch den Abgleich

mit den Recycling-Organisationen. Somit

soll das neue Register Wettbewerbsverzerrungen

durch Trittbrettfahrer reduzieren.

Ziel ist, dass alle Hersteller ihrer

Produktverantwortung nachkommen und

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet

auch die deutsche Wirtschaft. Jede weitere Eskalation des

Konflikts gefährdet internationale Wertschöpfungsketten

und somit das deutsche Geschäftsmodell. Schlimmstenfalls

könnte das Bruttoinlandsprodukt in den kommenden fünf

Jahren um 3,8 Prozent zurückgehen, wenn der Zwist weiter

eskaliert, zeigt eine Studie des Instituts der Deutschen

Wirtschaft (IW). Mehr als 40 Prozent der befragten 1.111

deutschen Unternehmen erwarten einen Rückgang der Beschäftigung

und Produktion in Deutschland, wenn es zu einer

weiteren Verschärfung des Handelskonflikts kommt.

Dazu könnte es kommen, wenn Zusatzzölle in Höhe von 25

Prozent und entsprechende Vergeltungsmaßnahmen zwischen

den USA auf der einen Seite und China, der EU und

den anderen vier wichtigsten US-Handelspartnern auf der

anderen Seite folgen. „Die deutsche Wirtschaft ist sehr anfällig

für die handelspolitischen Entscheidungen weltweit“,

sagt IW-Ökonomin Galina Kolev. Eine verlässliche regelbasierte

Weltwirtschaftsordnung sei für das deutsche Exportmodell

unentbehrlich. Hintergrund: Trotz der verhängten

Zusatzzölle in Höhe von zehn Prozent auf Waren im Wert

von 250 Milliarden US-Dollar erreichte das US-Handelsdefizit

mit China mit 43 Milliarden US-Dollar im Oktober

vergangenen Jahres einen neuen Rekordwert. US-Firmen

importieren derweil fast unbeeindruckt von Zusatzzöllen

weiter chinesische Waren. Denn ab März könnten die Zusatzzölle

von zehn sogar auf 25 Prozent steigen, sollten sich

die Parteien nicht einigen. Auf der anderen Seite sind die

US-Exporte nach China seit Juni in der Tendenz rückläufig.

sich die Kosten gerechter verteilen.

12 www.bvg-menzel.de


Solingens Oberbürgermeister Kurzbach

gratuliert jahrgangsbestem Azubi

Foto: Stadt Solingen

Solingens OB Tim

Kurzbach gratulierte

Lennart Palkovits

(l.) und Böker-Geschäftsführerin

Kirsten Schulz-Dalichow

zu einem außerordentlich

erfolgreichen

Ausbildungsabschluss.

Lennart Palkovits aus Solingen hat seine Ausbildung

als „Fachkraft für Metalltechnik,

Fachrichtung Zerspanungstechnik“ im Sommer

deutschlandweit als Jahrgangsbester beendet

und wurde dafür im Dezember von

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gewürdigt.

In der Solinger Messermanufaktur

Böker besuchte Solingens Oberbürgermeister

Tim Kurzbach den 21-Jährigen, um ihm zu

seinem hervorragenden Ausbildungs-Abschluss

zu gratulieren. Im Anschluss an seine

Spitzenleistung strebt Palkovits die Weiterbildung

zum Meister an. Bereits heute unterstützt

er mit seinem Know-How und Weitblick

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der Bergische Unternehmer 01|19 13


NAMEN & NACHRICHTEN

Hickhack um 5G kostet wertvolle Zeit:

Schnelle Vergabe von Lizenzen ist vonnöten

...............

Foto: Shutterstock

In Sachen Netzausbau

hinkt Deutschland

anderen, vermeintlich

wirtschaftsschwächeren

Ländern

deutlich hinterher.

5G ist vor allem für die Industrie ein Hoffnungsträger:

Die Technologie ermöglicht es unter anderem,

Maschinen miteinander zu vernetzen. Neue

Frequenzen sollen im Frühjahr versteigert werden,

so lautet zumindest der Plan. Erfolgreiche

Bieter müssen bei der Auktion viele Auflagen erfüllen,

die zum Teil sehr teuer sind. Die Bundesnetzagentur

hatte im September einen Entwurf

für diese sogenannten Versorgungsauflagen veröffentlicht,

den sie selbst als die Grenze des wirtschaftlich

Machbaren ansah. Im November hat

die Bundesnetzagentur diese Auflagen dann noch

einmal verschärft: Seitdem fordert sie beispielsweise

vom erfolgreichen Bieter, bis Ende 2022

rund 1.000 zusätzliche Sendemasten zu installieren.

Ursprünglich war noch von 500 Stationen die

Rede. Nun klagen alle drei großen Mobilfunknetzbetreiber.

Das hat vor allem zwei Gründe:

Zum einen befürchten Telekom, Vodafone und

Telefonica, dass die Auflagen nicht verhältnismäßig

sind, weil zur Umsetzung bereits vergebene

Frequenzen eingesetzt werden müssen – und die

wären dadurch weniger wert als jetzt. Das gilt vor

allem, wenn durch die wahrscheinlich niedrigen

Gebote in der Auktion ein vierter Netzbetreiber

es sich leisten kann, mitzubieten. Dieser Neueinsteiger

hat geringere Auflagen zu erfüllen, weil er

sein Netz erst aufbauen muss – bis das geschafft

ist, dürfte er sich unter Umständen „sein“ Netz

von den drei bisherigen Betreibern „mieten“

(Roaming). Das führt zum zweiten Klagegrund:

Die Betreiber wollen ihr Netz nicht zu ungünstigen

Konditionen für Konkurrenten öffnen müssen.

Die Politik wiederum würde den Einstieg begrüßen:

Union und SPD fordern in einem Brief

sogar eine Gesetzesänderung, die eine zwangsweise

Öffnung der Netze ermöglicht. Gerichte

müssten jetzt entscheiden, wann und unter welchen

Bedingungen die Netze geöffnet werden

müssen, heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts

der deutschen Wirtschaft (IW). Die rechtlichen

Unklarheiten seien unnötig und kosteten

wichtige Zeit. Die Politik sollte eine schnelle und

rechtssichere Vergabe der Frequenzen ermöglichen

und gleichzeitig leistungsfähige Infrastruktur

fördern, vor allem in ländlichen Regionen, in

denen der Ausbau für Netzbetreiber oft betriebswirtschaftlich

nicht sinnvoll ist“, fordern die Experten

des IW.

14 www.bvg-menzel.de


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TITEL HEIMAT ALS GESCHÄFTSIDEE

Comeback

einer Sehnsucht

16 www.bvg-menzel.de


„Je schneller die Welt sich um uns dreht, desto größer wird die Sehnsucht nach

Heimat“, erklärte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den neuen Trend in

seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit. In der Tat schlägt das Pendel zurück.

Ein Grund für die Rückbesinnung auf den eigenen, heilen Mikrokosmos ist

sicherlich die Globalisierung, die viele Menschen umtreibt. Aber nicht nur die

Einflüsse aus aller Welt, die den Alltag prägen, machen uns zu schaffen.

der Bergische Unternehmer 01|19 17


TITEL HEIMAT ALS GESCHÄFTSIDEE

Der Anblick der

Müngstener Brücke

als eines der Wahrzeichen

des Bergischen

Landes löst

bei vielen Menschen

in der Region Heimatgefühle

aus.

Die Sehnsucht nach Tradition und

Zugehörigkeit hat zahlreiche,

vielschichtige Ursachen. In Zeiten

wie diesen, die durch politische

Unwägbarkeiten, Massenproduktion

und immer neue

Trends und Innovationen bestimmt werden,

wächst das Bedürfnis nach Orientierung, Sicherheit

und Geborgenheit. Damit gewinnen die Dinge

aus der eigenen Umgebung erheblich an Bedeutung.

Denn der Rückzug auf das Lokale, Bewährte

und Altbekannte stärkt das Empfinden, dazuzugehören

und mitgestalten zu können. Das

Wir-sind-Wir-Gefühl gibt Rückhalt und bildet ein

Bollwerk gegen Beeinflussungen von außen, die

für viele Menschen nicht mehr kontrollierbar sind.

Gleichzeitig steigt die Befürchtung, dass regionale

Besonderheiten und kulturelle Vielfalt angesichts

der zunehmenden Globalisierung verloren

gehen. Die Vernetzung der Dinge, die um sich

greifende Aufgabe der deutschen Sprache durch

Heimat ist für mich die Nähe zu meinen Kunden, aber auch

zu meinen Mitarbeitern. Genauso möchte ich Verbundenheit

mit den Herstellern und Erzeugern der Region.

Anglizismen, Piktogramme und Abkürzungen in

der digitalen Kommunikation und nicht zuletzt

der Zustrom von Menschen aus fremden Kulturkreisen

schüren die Angst vor einem Identitätsverlust.

Hinzu kommt, dass immer mehr Gasthäuser

schließen, Bus- und Bahnlinien eingestellt werden,

Geschäfte leer stehen, ganze Dörfer verwaisen.

Dies alles führt dazu, dass der Begriff Heimat

wieder in das Bewusstsein rückt. Auch

deshalb, weil das Wort Heimat der political correctness

genügt und nicht so belastet ist wie die

Ausdrücke Vaterland, Nation oder Volk, die an die

Nazi-Zeit erinnern.

Tradition ist groß in Mode

Das Comeback der Heimat in einer unsicher gewordenen,

schwer überschaubaren Außenwelt lässt

Traditionen wieder aufleben. Traditionen, die vom

spießigen Image entstaubt, gerade auch junge Leute

begeistern. Urbane Hipster präsentieren sich selbstbewusst

im angesagten Dirndl-Chic, rockige

Volksmusik klettert auf den Charts ganz weit nach

oben, Mundart-Schulen melden bemerkenswerte

Teilnehmerzahlen. Die Gastronomie punktet mit

Omas Rezepten aus der heimischen Küche, Heimatläden

mit Spezialitäten aus der Region entwi-

18 www.bvg-menzel.de


ckeln sich zu Top-Shops in der Szene. Dirk Polick

aus Wuppertal kann dies bestätigen. Der bergische

Traditionsbäcker betreibt mit 150 Mitarbeitern

mittlerweile mehrere Filialen und Cafés im

Stadtgebiet, die sich zu beliebten Treffpunkten in

den Quartieren entwickelt haben. Auch Haan,

Mettmann und Velbert gehören zu Policks Standorten.

Mit der Eröffnung einer weiteren Niederlassung

im ‚Dorp‘ hat der gebürtige Cronenberger

2018 einen neuen Markenauftritt inszeniert:

„Policks Heimat“, ein Name, der gleichermaßen

Verpflichtung und Programm ist.

Heimat frisch gebacken

Wir wollten wissen: Wofür steht der Heimatbegriff

in seiner Firmenbezeichnung? Dirk Polick

beschreibt seine Intention so: „Heimat ist für mich

die Nähe zu meinen Kunden, aber auch zu meinen

Mitarbeitern. Ich möchte, dass wir uns alle gegenseitig

kennen und ein gutes Miteinander haben.

Das gilt auch für die Produkte, die wir einkaufen.

Ich möchte Verbundenheit mit den Herstellern

oder Erzeugern in der Region.“

Für die Konzentration auf regionale Anbieter

sprechen auch ökologische Argumente, wie der

Obermeister der Bäckerinnung in Wuppertal berichtet:

„Grundsätzlich kommen die Rohstoffe für

unsere Bäckereien aus ganz Europa. Wir versuchen

allerdings, so viel wie nur möglich aus der

Region zu beziehen. Das gelingt uns immer besser

Beispielsweise kaufen wir unser Dinkelmehl von

einem Bauer an Rande der Stadt ein. Denn man

muss nicht alles von weither als Rohstoff verarbeiten.

Hier bei uns gibt es genug Vielfalt. Mit dem

Vorteil der kurze Wege. Das ist wirtschaftlich

sinnvoll, unter Umweltaspekten vernünftig und

unterstützt zudem die Erzeuger hier vor Ort.“

Das Handwerk aus der

guten alten Zeit

Für die Konzentration

auf regionale

Anbieter sprechen

auch ökologische

Argumente. Man

muss nicht alles

von weit her als

Rohstoff verarbeiten.

Die Region

bietet genügend

Vielfalt.

Nun muss es einen triftigen Grund geben, weshalb

Spezialitäten gerade aus einer bergischen

Backstube so beliebt beim Kunden sind. Hat diese

Nachfrage etwas mit der Backtradition zu tun, die

in seinem Hause gepflegt wird?

„Davon bin ich überzeugt“, entgegnet der engagierte

Bäckermeister. „Das klassische Handwerk

ist für mich der Schlüssel zum Geschäftserfolg.

Meine Mitarbeiter in der Backstube sollen riechen,

fühlen und auch die Teige per Hand aufarbeiten.

Sicherlich brauchen wir auch teilweise

neue Technik, die uns hilft, tolle Backwaren herzustellen.

Aber das traditionelle Backhandwerk

bleibt die Grundlage unseres Schaffens. Bei uns

wird jeder Teig in irgendeiner Weise per Hand geformt,

gefüllt, geschnitten oder auch dekoriert.

Wir müssen die alte Backkunst am Leben erhalten,

damit dieses Stück Tradition nicht verloren

geht. Wir haben die Aufgabe, unsere jungen Menschen

für das Backhandwerk zu begeistern. Dann

wird es nicht aussterben. Aktuell bilden wir in unserem

Betrieb zehn junge Leute aus, die die kreativen

Beruf des Bäckers lernen wollen.“

Das kleine Glück im Bäckerladen

Aber es liegt nicht am Handwerk allein, dass immer

mehr Verbraucher Appetit auf bergische

Das Oktoberfest kommt wieder ins Bergische.

Das ‚Traditionsfest‘ wird wie bereits auch in den vergangenen 4 Jahren im

gigantischen Festzelt an der Klingenhalle in Solingen fortgeführt. Veranstalter

Ralf Derkum hat nach dem erfolgreichen Jahr 2018 mit über 5000 Besuchern

einen weiteren Kracher ins Bergische geholt.

Bürgermeisterin Wuppertal Marie Schürmann, Bürgermeister Solingen

Ernst Lauterjung, Veranstalter Ralf Derkum und Bürgermeister Remscheid

David Schichel (von links).

Immer mehr Firmen nutzen diese Gelegenheit, um mit Angestellten oder Kunden

einfach mal aus dem Arbeits-Alltag auszubrechen und im VIP-Bereich einen

unvergesslichen Abend mit Fullservice zu genießen. Für Firmen haben wir spezielle

Marketingkonzepte, die Vergnügen und Firmenrepräsentation verknüpfen.

Veranstaltungstage:

• 27.09.2019 17-24 Uhr

• 28.09.2019 16-24 Uhr

• 02.10.2019 17-24 Uhr

Acts:

• Die Höhner 27.09.2019 (ab 21 Uhr)

• Die Blechsauga 27.09 & 02.10.2019

• Die Schollbrunner 28.09.2019

Zögern Sie nicht und sprechen Sie uns einfach an unter :

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oder 0202 / 28 39 2-21

der Bergische Unternehmer 01|19 19


TITEL HEIMAT ALS GESCHÄFTSIDEE

Wir denken bergisch

„Mir fällt spontan keine Region ein, die es verdient hätte, dass man sie so hochleben lässt wie das

Bergische Land“, sagt Christoph Imber. Der Remscheider hat mit der Gründung seiner Agentur

„378 Meter“ ein einzigartiges Geschäftsmodell geschaffen, das auf Tradition und Heimat setzt. Im

folgenden Gespräch verrät er, warum gerade dieses Thema im Markt so gut ankommt.

Herr Imber, Heimat ist Ihre Geschäftsidee, mit

der Sie erfolgreich unterwegs sind. Wie sind

Sie auf diesen Einfall gekommen?

Nach meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften

an der Uni Wuppertal bin ich auf den

Gedanken gekommen, dass die Menschen einfach

viel zu wenig über ihre Stadt wissen. Warum

steht da eigentlich ein Löwe auf dem Rathausplatz?

Welche Bedeutung haben Straßennamen?

Wie haben Menschen hier früher gelebt? Aus diesen

Überlegungen heraus habe ich 2013 die

Agentur gegründet und zunächst einen Online-

Stadtführer durch Remscheid entwickelt. An 68

Bushaltestellen hängt eine Infotafel mit einer Frage

zu dem Ort. Mittels QR Code kommt man mit

dem Smartphone noch heute auf eine Website, auf

der man etwas über den Ort erfährt, an dem man

gerade auf den Bus wartet.

Ihre Erlebnisführungen durch das Bergische

Land haben sich inzwischen zu einem Bestseller

in Ihrem Programm entwickelt?

Aktuell besteht unser Team aus 10 Stadtführerinnen

und Stadtführern, die gemeinsam Jahr für

Jahr ca. 300 Erlebnisführungen in Remscheid mit

ihrer Leidenschaft durchführen. Die Leidenschaften

sind dabei so unterschiedlich wie unsere Angebote.

Während der eine mörderische und blutige

Geschichten liebt, kann die andere nicht ohne

Geocoaching oder ist begeistert vom Mittelalter.

Es ist total bereichernd mit diesem kreativen

Team aus „Heimatexperten“ zu arbeiten und es

vergeht kein Tag ohne eine neue kreative Idee.

Zu den kreativen Ideen gehörte auch, das Angebot

zielgruppengerecht auszubauen.

Stimmt, Heute bieten wir mit 378 Meter drei Geschäftsbereiche:

1) Erlebnisführungen

Wir organisieren jährlich ca. 300 Erlebnisführungen.

20-30 davon sind öffentliche Führungen,

zu denen sich jeder anmelden kann. Der

Großteil sind aber Erlebnisführungen, die wir

für Unternehmen, Vereine und Gruppen aus

ganz NRW organisieren. Gerade Unternehmen

schätzen, dass wir die gesamte Organisation

des Events mit Transfers, Übernachtungen, Tagungsräumen

und Catering übernehmen und

die Mitarbeiter bei einem unserer Mordfälle

auch als Team zusammen gebracht werden.

Ideal, um das Teambuilding zu fördern.

2) Souvenirs und Heimatprodukte

Ohne groß darüber nachzudenken, habe ich

mir vor ein paar Jahren ein T-Shirt bedrucken

lassen mit der Aufschrift „Bergescher Jong“

und bin abends durch die Kneipen Remscheids

gezogen. Noch nie wurde ich an einem Abend

so oft gefragt, wo man dieses Shirt kaufen

kann.

Aus dieser „Schnapsidee“ ist heute ein großes

Angebot aus über 150 Souvenirs und bergischen

Heimatprodukten geworden, das man sowohl

online unter www.378meter.de als auch

bei uns in der ErlebBar in Remscheid findet.

3) ErlebBar

Die Agentur ist in den ersten Jahren so stark

gewachsen, dass wir uns 2015 entschieden haben,

eine Gastronomie in Remscheid zu eröffnen,

die alle unsere Angebote vereint und einen

Treffpunkt für alle Remscheider bietet.

Seitdem bieten wir in der Hindenburgstraße

besondere, regionale Getränke und Snacks sowie

eine große Auswahl von bergischen Souvenirs

und Heimatprodukten.

Bleiben wir einen Moment bei den bergischen

Präsent-Ideen. Geben Sie uns bitte ein paar

Beispiele.

20 www.bvg-menzel.de


Schlemmertour durch die Restaurants der Innenstadt

die bergische Küche kennenlernen, bei der

Schnapsjagd die goldene Schnapsflasche der

Remscheider Destille Frantzen jagen, Segway

fahren oder einen Streifzug durch Remscheids

Kneipen machen.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Ihrem

Angebot an?

Unsere Angebote richten sich an Remscheider

und Auswärtige jeden Alters, die Lust auf ein

spannendes Erlebnis haben. Wir setzen dabei

Kindergeburtstage genauso gerne um wie Firmenfeiern,

private Geburtstage oder auch Junggesellenabschiede.

Durch jahrelange Erfahrung mit

Betriebsausflügen für Unternehmen verschiedenster

Größen und Branchen bieten wir gerade

Teamevents für jeden Bedarf. Besonders beliebt

sind unsere interaktiven Rätselkrimis, bei denen

man gemeinsam durch Ermittlungsarbeit einen

Mordfall aufklärt. Dieses Format bieten wir in

Remscheid-Lennep, der Remscheider Innenstadt

und in Wermelskirchen an.

Mit der Gründung seiner

Erlebnisagentur

378 meter im Jahre

2013 hat Christoph

Imber den Heimattrend

in ein erfolgreiches

Geschäftsmodell

umgesetzt.

Gern. Wir bieten sowohl Heimatprodukte als

auch Souvenirs. Zu den Heimatprodukten zählen

unser in Remscheid gerösteter Kaffee, Remscheider

Schnaps sowie zahlreiche Werkzeuge und Geschenkideen,

die hier produziert werden.

Als Souvenir und Geschenk bieten wir darüber

hinaus bergische Kleidung, die vor Ort individuell

nach Kundenwunsch bedruckt wird, Kalender

und Literatur, die beliebten Knösterkisten und

vieles mehr. 2016 habe ich zudem mit unserem

Team das Buch „378 Dinge die man über Remscheid

wissen muss“ herausgebracht mit Anekdoten

und Geschichten über unsere Heimatstadt.

Welche Erlebnisse stehen 2019 auf dem Programm?

Wir setzen 2019 einen Schwerpunkt auf unsere

spannenden Mittelalter-Erlebnisse in der historischen

Lenneper Altstadt. Darüber hinaus kann

man mit uns hoch auf den Rathausturm, bei der

Zuletzt eine Frage, die Sie sicher immer wieder

beantworten müssen: Was bedeutet 378

Meter in Ihrem Firmennamen?

Wir wollen mit unserer Erlebnisagentur besondere

Einblicke in unsere Heimatstadt Remscheid

präsentieren. So kam die Idee auf, die Agentur

nach dem höchsten Punkt Remscheids am Brodtberg

/ Hohenhagen zu benennen – der auf 378

Metern Höhe liegt. Dort oben am Fernsehturm

bekommt man tolle Einblicke, eben genau wie bei

unseren Erlebnisführungen.

Das Gespräch führte Brigitte Waldens

Fotos: 378meter.de

378meter.de – Erlebnisführungen &

Souvenirs

Hindenburgstraße 8

42853 Remscheid

Fon 02191 4610670

Fax 02191 4610671

Mail info@378meter.de

Net www.378meter.de

der Bergische Unternehmer 01|19 21


TITEL HEIMAT ALS GESCHÄFTSIDEE

Dirk Polick aus

Wuppertal setzt in

seiner Traditionsbäckerei

erfolgreich

auf Regionalität.

Backwaren bekommen. Dirk Polick kennt den

Grund: „Alles sollte im Einklang sein. Die Rezeptur,

der Geschmack und die Optik müssen unsere

Kunden emotional berühren. Auch die Aufmerksamkeit

einer freundlichen, kompetenten Bedienung

hinter der Ladentheke spielt eine entscheidende

Rolle. Früher mussten die Bäcker die

Kunden satt machen. Das ist heute anders. Heute

müssen wir die Kunden hungrig auf unsere Produkte

machen.“ Als Obermeister der Bäckerinnung

setzt sich Dirk Polick konsequent dafür ein,

den Unterschied zwischen Handwerk und Industrieproduktion

deutlich zu machen. Denn die Qualität

von Hand gilt als Gütezeichen, auf das anspruchsvolle

Kunden verstärkt Wert legen. Und:

Heute suchen viele Menschen die Vertrautheit und

das kleine Glück im eigenen Dunstkreis. Der Bäckermeister

aus Cronenberg weiß diesen Trend für

sein Geschäft zu nutzen: „Der Bäcker im Stadtteil

ist die Adresse, wo unsere Stammkunden fast täglich

mal vorbeischauen. Nicht nur um frische

Brötchen und leckeren Kuchen zu kaufen, sondern

auch um netten Kontakt untereinander zu finden

und neueste Nachrichten aus dem Viertel auszutauschen.

Dies alles bietet „Policks Heimat.“

Auf den Bestseller-Listen bergischer Verlagshäuser steht

Literatur aus der Region ganz oben. Sogar die Romanfans

finden sich wieder in Fachwerkcharme und regionalen

Sehenswürdigkeiten.

Gute Geschäfte mit einem Gefühl

Aber nicht nur der Bäcker um die Ecke profitiert

vom Megatrend Heimat. Auch große Handelsketten,

wie beispielsweise die regionale Supermarktkette

akzenta im REWE-Verbund segeln

erfolgreich unter der Heimatflagge. So wurde

unter dem Label „Heimat NRW“ ein Schwerpunkt

auf regionale Waren gesetzt, die von Erzeugern

aus der ansässigen Landwirtschaft

stammen. Aber auch heimische Brennereien und

Bierbrauer sind in das Programm mit eingebunden.

Heimat hat Hochkonjunktur – in der Politik, in

der Wirtschaft, im Marketing. Guido Zurstiege,

Medienforscher an der Universität Tübingen,

bringt es auf den Punkt: „Menschen haben niemals

genug Heimat. Genau wie bei Glück und

Liebe.“ Logischerweise eine ideale Voraussetzung,

um mit Heimat hervorragende Geschäfte

zu machen. Nicht nur mit heimattreuen Bewohnern

der entsprechenden Region. Deutsche Spezialitäten

aller Art kommen auch im Ausland

gut an und sorgen für eine deutliche Steigerung

der Touristenzahlen. Vor allem Asiaten zählen

zu den Gästen, die good old Germany besuchen

wollen. Beispielsweise tanzen alljährlich hundertausende

Nicht-Bayern, Japaner, Australier

und Chinesen in Dirndl und Lederhosen beim

Oktoberfest in den Bierzelten.

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Heimat macht Auflage und Theater

Auch in den Medien findet Heimat ihren Niederschlag.

Zwischen Landlust, MUH und Bauer sucht

Frau tummeln sich etliche Idyll-Formate, die mit

Heimat als Lifestyle tüchtig Auflage machen.

In den Bestseller-Listen bergischer Verlagshäuser

steht Literatur aus der Region ebenfalls ganz

oben. Hier findet man Dokumentationen über die

Gerichtsbarkeit in Lennep, über die bergische Eisenstraße

und über die Tanzikone Pina Bausch,

ebenso wie über die Talsperren im Bergischen

Land. Und wer es spannend mag, kommt mit dem

Titel „Mörderisch bergisch“ sicherlich auf seine

Kosten. Im Papiertheater in Remscheid setzen die

Intendanten ebenfalls auf bergische Inszenierungen.

Zu den beliebtesten Aufführungen gehört das

Stück „Bitte einsteigen“, das zu einer vergnüglichen

Reise durch die Umgebung einlädt.

Handwerk, Industrie,

Handel und

Dienstleister haben

genau wie die

Kommunen mit Erfolg

das Heimat-

Marketing für sich

entdeckt.

Stadtmarketing im Schweben

Nicht nur Handwerk, Industrie und Handel haben

das Heimat-Marketing für sich entdeckt, auch die

Städte in der Region fahren mit Erfolg darauf ab.

Ein Paradebeispiel liefert Wuppertal mit seiner

Schwebebahn. Der Tausendfüßler aus Stahl, wie

das Gefährt liebevoll genannt wird, ist nicht nur

das Wahrzeichen der Stadt, sondern auch ein

wichtiges Nahverkehrsmittel. Wie wichtig merkt

man dann, wenn die Schwebebahn wie jetzt wegen

eines Defekts über lange Zeit ausfällt.

Rund 75.000 Menschen schweben täglich mit den

an einem Stahlgerüst hängenden Gelenkwagen auf

einer Strecke von 13,3 Kilometern zwischen den

Haltestellen Vohwinkel und Oberbarmen. Der Weg

führt durchs Tal zumeist über die Wupper. 1901

eingeweiht, hat sich der falsch herum aufgehängte

Zug zu einer wahren Touristenattraktion entwi-

Herzliche willkommen auf der Bundeshöhe!

In der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe empfängt Sie

eine freundliche und offene Atmosphäre. Hier können

Sie sowohl entspannen, als auch an vielfältigen Aktivitäten

teilnehmen.

Seien Sie aktiv! Dazu bieten wir Ihnen ein weitläufiges

Außengelände für Bewegung und Entspannung, eine Fußballwiese

mit Toren, eine Sporthalle mit Kletterwand, ein

Sportseminargebäude mit Doppelkegelbahn und in der

Nachbachschaft ein Tennisanlage. Für Sie stehen Billard,

Kicker, „Air-Hockey“, „Jakolo“ oder „Tam Tam“ bereit.

In unmittelbarer Nähe befindet sich ein

Sportstudio mit Squash- und Badmitonfeldern

sowie das Freizeitbad „Bergische

Sonne“ mit Fitness- und Saunabereich.

... genug Platz für alle...

Insgesamt bietet unser Haus 128 Betten in Einzel-,

Doppel- und Dreibettzimmern. Davon sind 39 Zimmer

mit Dusche und WC ausgestattet. Zusätzlich haben wir

einen „Selbstversorger-Trakt“ mit 20 Betten.

Räume

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Als Rau

Andach

der Bergische Unternehmer 01|19 23


TITEL HEIMAT ALS GESCHÄFTSIDEE

Bergisches Potpourri

Die Palette bergischer Spezialitäten ist reich

bestückt. Eine kleine Auswahl mit Aha-Effekt

haben wir hier zusammengestellt:

Lecker macht glücklich

Kulinarische Highlights, die man unbedingt

probieren sollte:

Die Druckerei Busemeyer

in Remscheid

hat sich das Heimatgefühl

auf die Fahnen

geschrieben und bietet

ein großes Portfolio

an heimatlichen

Souvenirs an. Ein „typisch

bergischer“

Shopper gehört genauso

dazu wie die

mit Zwieback gefüllten

Tassen „Heimatliebe“.

• Koffiedrenken mit allem Dröm un Dran

Die opulente bergische Kaffeetafel mit Rosinenstuten,

Milchreis mit Zimt und Zucker.

Honig, Marmelade, Wurst und Käse, Quark,

Waffeln und natürlich Kaffee aus der Dröppelmina.

Als Krönung zum Schluss ein zünftiger

bergischer Korn.

• Pillekuchen

Eine deftige Mahlzeit aus Kartoffelstreifen,

die mit Speck und Zwiebeln angebraten und

dann mit einem Pfannkuchenteig in der

Pfanne fertig gebacken werden.

ckelt. Wer nach Wuppertal kommt, muss mit der

Schwebebahn fahren. Übrigens findet jeweils im

September unter der Schwebeahn, wo sie ausnahmsweise

in acht Metern Höhe über die Straße

gleitet, der größte Eintagsflohmarkt der Welt statt.

Ein Trödelvergnügen, das es sogar bis ins Guinessbuch

der Rekorde geschafft hat.

Treppauf, treppab durch

die Heimatstadt

Fast ebenso wie das Schweben liebt man in Wuppertal

das Treppensteigen. Nicht ungewöhnlich

für eine Stadt mit so zahlreichen Höhen und Tiefen.

Mehr als 8.500 Stufen soll es allein in den

Stadtteilen Elberfeld und Barmen geben, darunter

das berühmte Tippen-Tappen-Tönchen im Elberfelder

Luisenviertel. Wer es historisch mag, wird

auch von den malerischen Gründerzeit-Fassaden

auf dem Ölberg und den prachtvollen Villen im

Briller Viertel und am Zoo angetan sein. Übrigens

werden diese nostalgischen Ensembles oft vom

Film als Kulisse genutzt. Etwa in „Manta Manta“,

als Regisseur Wolfang Büld seine Akteure im

schnittigen Ferrari durch die Straßen jagen ließ.

• Panhas

Eine typisches Arme-Leute-Gericht von damals.

Zutaten sind eine Brühe aus gekochten

Schweineinnereinen, mit Blut versetzt

und mit Buchweizenmehl angerührt. Nach

dem Erkalten wird das Ganze in Scheiben

geschnitten.

• Kottenbutter

Das Butterbrot der ehemaligen Arbeiter aus

den bergischen Schleifkotten. Dazu Schwarzbrot

mit Butter und Senf, bestreichen, mit

Kottenwurst und Zwiebeln belegen, zusammenklappen

und mit einem frisch gezapften

Bier genießen.

• Burger Brezeln

Eine Spezialität aus süßem Teig, die bereits

vor über 200 Jahren im Solinger Stadtteil

Burg produziert wurde. Typisches Merkmal

ist der bis zu 5mal von Hand geschlungene

Knoten. Da das Gebäck ziemlich trocken ist,

wird es gern vor dem Verzehr in Kaffee gestippt.

24 www.bvg-menzel.de


Vom Regen ins Dorp

Böse Zungen sagen Wuppertal nach, es müsse die

regenreichste Stadt Europas sein. Zugegeben, hier

regnet es wirklich oft und viel. Nicht umsonst kursiert

der Spruch, dass in Wuppertal geborene Kinder

mit einem Regenschirm zur Welt kommen.

Sei’s drum. Das viele Wasser hat auch seine Vorteile.

Denn Wuppertal ist eine überaus grüne

Kommune. Rund 65 Prozent des Stadtgebiets bestehen

aus Wäldern, Parks und Grünflächen. Eine

weitere Besonderheit ist Cronenberg, das Dorf in

der Stadt. Hoch oben auf den Südhöhen gelegen,

bietet das „Dorp“ Idylle pur mit Fachwerk, urigen

Gaststätten und Fachgeschäften mit individuellem

Charme. Überall stößt der Besucher in Cronenberg

auf die frühindustrielle Vergangenheit, denn

hier begann seinerzeit die Werkzeugproduktion in

den wassergetriebenen Schmiedehämmern. Wuppertal

schminkt sich nicht, hat Heinrich Böll einmal

festgestellt. Aber auch ohne Makeup kann

sich die bergische Metropole sehen lassen.

Zeit für Visionen in Richtung Zukunft

Doch reicht es aus, Heimat auf liebgewonnenen

Traditionen aufzubauen? Sicher nicht. Um zukunftsfähig

zu bleiben, sollte das Heimatgefühl

neu erfunden und mit mutigen Visionen in allen

Bereichen der Gesellschaft verankert werden.

Um zukunftsfähig

zu bleiben, sollte

das Heimatgefühl

neu erfunden

und mit mutigen

Visionen in allen

Teilen der Gesellschaft

verankert

werden.

Denn Heimat trägt sich nicht von allein. Gefragt

ist ein Netzwerk engagierter Bürger, Unternehmer,

Institutionen und Vereine, die diese gemeinsame

Idee aktiv weiterbringen. Selbstverständlich

müssen auch Stadtverwaltung und Behörden mit

ins Boot genommen werden.

Bei der Umsetzung des Heimatgedankens sollten

auch Erwägungen eine Rolle spielen, die nicht auf

Nostalgie und Retro basieren. Zum Beispiel Nachhaltigkeit,

eine bessere Umweltbilanz durch den

Kauf regionaler Produkte, Stützung des lokalen

Einzelhandels, Förderung von Startups junger

Leute, Stolz und Identifikation mit der Stadt. Ehrgeizige

Ziele, die das Bergische Heimatland erfolgreich

nach vorn bringen werden.

Aus der Sicht des Fachmanns

Auf der Agenda von Martin Bang, Geschäftsführer

der Wuppertal Marketing GmbH, stehen folglich

auch klare Vorgaben, die mit Verve und Motivation

angegangen werden: „Wir arbeiten auf

vielen Baustellen, um den Heimatbegriff mit Inhalten

zu füllen. Hier kommt uns das wachsende

Interesse der Bürger entgegen, ihre Stadt kennenzulernen

und zu gestalten. Ein guter Ansatzpunkt

für uns, das Engagement der Bürger zu fördern.

Unter anderem schreiben wir mit unseren stark

nachgefragten Stadtführungen zum Thema „Wir

schließen auf“ Erfolgsstories, aber auch Wuppertal-Produkte

werden gern gekauft und verschenkt.

Dabei erfahren Interessenten oftmals Ungewöhnliches.

Zum Beispiel, dass der weltweit größte

Hersteller von Laubsägen aus Ronsdorf stammt.

All das und vieles mehr trägt dazu bei, das Alltägliche

für die Wuppertaler Bürger wieder zu etwas

Besonderem zu machen.

Unterstützt werden wir in unserem Bemühen

durch die Aktivitäten zahlreicher ansässiger Unternehmen,

die immer mehr zu einem Teil der Gesellschaft

werden und zudem das Thema Heimat

auch zur Mitarbeiterbindung nutzen wollen. Abgesehen

davon. Heimat lässt sich ja auch gut verkaufen.

Ob im inhabergeführten Einzelhandel

oder bei einem Großunternehmen: Heimat ist als

Marketingfaktor in der Firmenstrategie nicht

mehr wegzudenken.“

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Druckerei Busemeyer, 378meter.de,

BSW, Policks Backstube

der Bergische Unternehmer 01|19 25


ERFOLGREICH BERGISCH STARTUP

Startup mit Verantwortung

Ein besonderes soziales Startup mit Vorreiterfunktion ist in der beschaulichen Schlossstadt

Hückeswagen herangereift: Mit „Sports for Charity“ betreibt Familie Voß – Vater Roland und die

beiden Töchter Laura (22) und Alena (18) – seit Mai vergangenen Jahres ein wachsendes Geschäftsmodell,

das mittels professioneller Sportveranstaltungen Geld für Elternvereine krebskranker

Kinder generiert. Ein persönlicher Schicksalsschlag bestärkte die Familie darin, das außergewöhnliche

Start-Up mit Herzblut voranzutreiben.

26 www.bvg-menzel.de


Roland Voß und

seine Töchter

Laura (l.) und

Alena haben ein

Unternehmen gegründet,

das mit

professionellen

Veranstaltungen

Geld für soziale

Zwecke generiert.

Ein Unternehmen, das sportliche Veranstaltungen

professionell plant, organisiert und

durchführt, dabei – über Sponsoren, Spenden

und Startgebühren – genügend Geld erwirtschaftet,

um einen Großteil in wohltätige Zwecke

zu investieren, zeitgleich aber auch, um das

Unternehmen finanziell zu tragen. Das klingt nach

Utopie, fast zu schön, um wahr zu sein. Es ist aber

möglich, wie Familie Voß mit ihrem Startup unter

Beweis stellt. „In Deutschland sind wir der Zeit vielleicht

ein wenig voraus. In anderen Ländern ist man

diesbezüglich aber viel weiter“, sagt Familienvater

und Geschäftsführer Roland Voß. Als Berater und

Designer von Geschäftsmodellen kennt er sich mit

der Gründung und Ausrichtung von Unternehmen

bestens aus. „London, Paris, New York oder Toronto

gelten derzeit als Hotspots sozialer Unternehmen.“

Ziel: gesellschaftliche Verbesserung

Im Gegensatz zu einem Verein oder einer Non-Profit-

Organisation zielt ein Social Startup nicht primär auf

Gemeinnützigkeit ab, sondern – wie jedes Unternehmen

– auf Wachstum und Gewinne. Der feine Unterschied

zwischen einem gewöhnlichen und einem Social-Startup:

ein Großteil der Gewinne fließt in soziale

Projekte und hat nicht vorrangig den eigenen Vorteil,

sondern eine gesellschaftliche Verbesserung zum Ziel.

Vom Cycling-Event über ein Golf-Turnier bis hin zum

Kicker- oder Fußball-Match plant die Familie Sportveranstaltungen

in ganz Deutschland. „Theoretisch

können wir jedes Event planen“, sagt Laura Voß. Ihren

Firmensitz haben sie in ihrer Heimatstadt Hückeswagen,

als Büro nutzen sie das Angebot des „coworkit –

Coworking Space“ in Solingen. Bei verschiedenen

Gründer-Wettbewerben konnten sie mit ihrer Idee

überzeugen. Der Antrieb der Familie, für krebskranke

Kinder und ihre Familien einzustehen, ist in ihrer eigenen

Biografie zu finden.

Kunsttherapie und Fruchtalarm

ganisierten Elternvereine für betroffene Familien ist,

haben die Voß` am eigenen Leib erlebt. „Die Kinder

und Jugendlichen verbringen viele Monate auf Station“,

berichtet Laura Voß. Diese Zeit – trotz gesundheitlicher

Einschränkungen – mit Aktivitäten zu füllen,

sei unendlich wertvoll für die Patienten. Es sind

Angebote, wie die Kunsttherapie, für die die Elternvereine

Mittel zur Verfügung stellen, die sich das

Krankenhaus selbst nicht leisten könnte und von

Krankenkassen kaum finanziert werden. „Aber es

geht auch um andere gute Projekte, die mehr Unterstützung

bräuchten. Zum Beispiel das Kinderkrebsprojekt

‚Fruchtalarm‘, das mit einer mobilen

Cocktailbar die Kinder der Krebsstationen besucht

und ihnen frische Fruchtcocktails bringt.“

Zukunft mit eigenen Eventmanagern

Diese Hilfe will die Familie den Elternvereinen und

Projekten durch ihr Startup professionell zukommen

lassen. Die ersten Veranstaltungen stießen auf sehr

gute Resonanz. „Natürlich steht uns noch jede Menge

Arbeit bevor“, sagt Geschäftsführer Roland Voß. Aber

die Ideen sind klar, die kommenden Projekte zu Papier

gebracht, die Kontakte geknüpft und das gestrickte

Netzwerk arbeitet auf Hochtouren. Die nächsten Veranstaltungen

stehen auch schon fest: Im März findet

in Kooperation mit dem Deutschen Sport- und Olympia-Museum

ein Event statt, im Juli ist eine große

Gala in der Solinger Klingenhalle geplant. In der

zweiten Jahreshälfte sollen Veranstaltungen für den

Verein „Kinderglück“ in Dortmund folgen, sowie für

das Projekt Fruchtalarm in Bielefeld. Als nächstes

möchte das Startup weiterwachsen, selbst eigene

Eventmanager ausbilden, die den Herausforderungen

ihrer Veranstaltungen gewachsen sind.

Text: Cristina Segovia-Buendía

Foto: Sports for Charity

Die Idee zum Start-Up gedeiht nämlich schon seit

2011: Damals erkrankte eine Freundin der Voß-

Schwestern an Krebs. Dadurch bewogen, trat die Familie

dem Förderverein krebskranker Kinder in Köln

bei, erzählt Roland Voß. „Damals wussten wir noch

nicht, dass wir bald selbst die Hilfe des Vereins in Anspruch

nehmen würden.“ Bei seiner jüngsten Tochter

Alena wurde 2017 ein inoperabler Gehirntumor diagnostiziert.

Wie wichtig die Unterstützung solcher or-

Roland, Laura und Alena Voß

coworkit – Coworking Space Solingen

Grünewaldstraße 29-31, 42657 Solingen

Tel 0212 5967509-0

Mail info@sportsforcharity.eu

Net www.sportsforcharity.eu

der Bergische Unternehmer 01|19 27


AUS DER REGION GASTKOMMENTAR

Der Bergische Unternehmer:

Mehr Mut und Elan für unsere Stadt

Beim Städteranking 2018 der „Wirtschaftswoche“ hat sich

Wuppertal gegenüber der Vorgängerstudie in puncto Dynamik

um 13 Plätze verbessern können. Und bei einer vergleichenden

Untersuchung der Ansiedlung großer Familienunternehmen

liegt die Bergische Metropole auf einem starken

Rang 14 unter 100 Städten. Auch das sollte für die Verantwortlichen

in Politik, Verwaltung und Unternehmen Anlass

sein für mehr Selbstvertrauen und Zuversicht. Wuppertal

profitiert von seiner industriegeschichtlichen Entwicklung,

dem bodenständigen Menschenschlag, den international bekannten

Unternehmen, der anerkannten Universität, der kreativen

Junior-Uni, der hohen Lebensqualität sowie den vielfältigen

Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten. Lokale

Wettbewerbsnachteile bestehen dagegen aktuell vor allem in

der unzureichenden Verfügbarkeit qualifizierter Bewerber,

im mittlerweile geschäftsschädigenden Stau-Chaos auf der

A46 und dem Mangel an Kita-Plätzen. Auf Sicht gehört auch

die hohe Gewerbesteuer auf den Prüfstand. Zum Jahresende

2018 sind mit dem angekündigten Abbau von Bayer-Arbeitsplätzen

und dem drohenden Diesel-Fahrverbot zwei völlig

neue Großbaustellen am ohnehin bewölkten Horizont aufgetaucht.

Zentrale Bedeutung haben mehr denn je die Ansiedlung

neuer Unternehmen und die Förderung innovativer

Startups. Das Technologiezentrum W-tec leistet im letztgenannten

Bereich gute Arbeit. Höchster Stellenwert kommt

dem Ausbau der digitalen Netze zu. Der Bekanntheitsgrad

und das Image Wuppertals sind vor allem im internationalen

Maßstab verbesserungsbedürftig. Die renommierte Universität

St. Gallen hat 2018 fünf Wuppertaler Unternehmen offiziell

im exklusiven Kreis der „Deutschen Weltmarktführer“

bestätigt. Hier stehen also interessante Leuchtturmprojekte

zur Verfügung, die sich als Image- und Sympathieträger für

die Stadt nutzen lassen. Vielleicht wird man später mit Blick

auf den schwierigen Standortwettbewerb sagen: Wuppertal

hatte zwar keine Chance, hat sie aber gut genutzt.

Foto: Privat

Dietrich W. Thielenhaus ist geschäftsführender

Gesellschafter der Thielenhaus

Holding GmbH und Geschäftsführer

der Thielenhaus & Partner GmbH in

Wuppertal.

28 www.bvg-menzel.de


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der Bergische trifft Unternehmer der Anleger 01|19 alle wich- Profil und dem aktuellen Marktumfeld:

29


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Grundstückseigentümer stritt

mit Fiskus über Leitungsprovision

Wenn ein Grundstückseigentümer einmalig

eine Entschädigung dafür erhält,

dass er einem Energieversorger die Überspannung

seines Anwesens mit einer

Hochspannungsleitung gestattet, dann

handelt es sich dabei um keine steuerpflichtigen

Einnahmen. So entschied es

nach Auskunft des Infodienstes Recht

und Steuern der LBS die höchstrichterliche

Rechtsprechung*.

Das Urteil im Detail: Der Eigentümer eines

von ihm selbst bewohnten Grundstücks

ließ es zu, dass eine Stromtrasse

direkt über seinem Anwesen verlegt wurde.

Dafür erhielt er knapp 18.000 Euro

Entschädigung. Das Finanzamt wollte

diesen Betrag als sogenannte Einkünfte

aus sonstigen Leistungen versteuern. Der

Grundstückseigentümer wehrte sich dagegen.

Er wies darauf hin, dass die Leitung

den Wert seines Anwesens erheblich

mindere – und zwar in einer Art und

Weise, wie das durch die Zahlung nicht

ausgeglichen werde. Er selbst habe kaum

etwas gegen die Verlegung der Stromterrasse

unternehmen können, weil ihm

sonst die Enteignung gedroht hätte. Das

Urteil: Der Steuerzahler habe nicht – wie

bei einer normalen Vermietung und Verpachtung

– eine zeitlich befristete Nutzungsmöglichkeit

seines Grundstücks

zugelassen, stellten die BGH-Richter

fest. Es handle sich um eine dingliche

Belastung und damit um die komplette

Aufgabe eines Eigentumsbestandteils.

Auch Einkünfte aus sonstigen Leistungen

lägen nicht vor, weswegen hier die

Steuerpflicht tatsächlich entfalle.

(*Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R

31/16)

Selbstbehalt ohne

Therapieeffekt

Fotos: MEV

Der Bundesfinanzhof hat jüngst entschieden,

dass eine vereinbarte und gezahlte

Selbstbeteiligung an eine private Krankenkasse

keinen Krankenversicherungsbeitrag

darstellt. Das bedeutet, dass der

Beitrag steuerlich nur als außergewöhnliche

Belastung zu berücksichtigen ist, was

allerdings häufig ins Leere geht. Daher

kann es steuerlich günstiger sein, auf einen

Selbstbehalt zu verzichten und einen

höheren Krankenversicherungsbeitrag zu

zahlen. Zudem mindern Bonuszahlungen

der Krankenkasse für privat gezahlte Gesundheitsmaßnahmen

nicht die steuerlich

abziehbaren Krankenversicherungsbeiträge.

Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt & Partner

KG

Umsatzsteuer-Vorauszahlungen

als regelmäßig

wiederkehrende Ausgaben

Einnahmen und Ausgaben werden bei

Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung

(§ 4 Abs. 3 EStG)

sowie bei Überschusseinkunftsarten (z.

B. Vermietung und Verpachtung) grundsätzlich

in dem Kalenderjahr berücksichtigt,

in dem sie zu- bzw. abgeflossen sind

(vgl. § 11 EStG). Eine Besonderheit gilt

für regelmäßig wiederkehrende Ausgaben

(z. B. Darlehenszinsen oder Versicherungsbeiträge),

die um den Jahreswechsel

herum abfließen: Werden diese

innerhalb von 10 Tagen vor oder nach

Beendigung des Kalenderjahres gezahlt,

sind die Ausgaben dem Kalenderjahr zuzurechnen,

zu dem sie wirtschaftlich gehören,

vorausgesetzt, die Zahlungen werden

auch innerhalb dieses Zeitraums

fällig. Da auch Umsatzsteuer-Vorauszahlungen

bei Nichtbilanzierenden zu den

regelmäßig wiederkehrenden Ausgaben

gehören, ist die Frage aufgetreten, ob die

10-Tage-Regelung auch dann gilt, wenn

sich die Fälligkeit der Umsatzsteuerzahlung

infolge eines Wochenendes auf den

nächsten Werktag verschiebt. Beispiel:

Die Umsatzsteuer-Vorauszahlung für Dezember

01 wird fristgemäß am 8. Januar

02 geleistet. Die Fälligkeit der Steuerzahlung

wäre eigentlich am 10. Januar 02.

Da dies ein Sonntag ist, verschiebt sich

die Fälligkeit auf den nächsten Werktag

(11.Januar 02), der aber damit außerhalb

des 10-Tage-Zeitraums liegt. Der Bundesfinanzhof

hat jetzt – entgegen der bisherigen

Verwaltungspraxis – entschieden,

dass bei der Ermittlung der

Fälligkeit allein auf die gesetzliche Frist

abzustellen ist, nicht hingegen auf eine

mögliche Verlängerung der Frist wegen

30 www.bvg-menzel.de


der Wochenendregelung. Die Verlängerung

der Zahlungsfrist sei im Zusammenhang

mit der „Abflussfiktion“ in

§ 11 Abs. 2 EStG nicht anwendbar; entscheidend

ist aber hier die Zahlung bis

zum 10. Januar. Im Beispielsfall könnte

daher die Umsatzsteuer-Vorauszahlung

entsprechend der wirtschaftlichen Zugehörigkeit

im Kalenderjahr 01 als Ausgabe

berücksichtigt werden.

Quelle: Rinke Treuhand

Prämienzahlungen der gesetzlichen

Krankenkassen mindern

Sonderausgabenabzug

Prämienzahlungen durch eine gesetzliche

Krankenkasse mindern die als Sonderausgaben

abziehbaren Krankenversicherungsbeiträge.

Dies gilt jedenfalls dann,

wenn solche Prämien ihre Grundlagen in

einem Wahltarif haben. In dem vom

Bundesfinanzhof entschiedenen Fall hatte

der Versicherte einen Tarif mit Selbstbehalt

gewählt. Die Versicherung zahlte

eine Prämie von 450 Euro. Eine solche

Prämienzahlung ist eine Beitragsrückerstattung,

die die Vorsorgeaufwendungen

mindert. Diese Prämie mindert die wirtschaftliche

Belastung des Versicherten

Auch wenn ein Grundstück umsatzsteuerpflichtig

vermietet wurde, sind Gebäuund

hat damit Einfluss auf den Sonderausgabenabzug.

Anders sind Bonusleistungen

zu beurteilen, die die gesetzlichen

Krankenkassen ihren Mitgliedern für ein

gesundheitsbewusstes Verhalten gewähren.

Diese mindern die als Sonderausgaben

abziehbaren Krankenversicherungsbeiträge

nicht.

Quelle: Seidel u.a.

Finanz-Achterbahn ohne Fiskus-

Freikarte

Wenn es ihrer AG oder GmbH wirtschaftlich

schlecht geht, sind Gesellschafter

häufig gezwungen, der Gesellschaft Darlehen

zu gewähren oder sich für deren

Kredite zu verbürgen. Nachfolgend kann

es dazu kommen, dass Gesellschafter mit

ihren Darlehensforderungen ausfallen

oder aus den Bürgschaften in Anspruch

genommen werden. Dieser Ausfall bzw.

diese Inanspruchnahme konnte regelmäßig

steuerlich geltend gemacht werden.

Aufgrund neuester Rechtsprechung ist die

steuerliche Berücksichtigung nur noch unter

bestimmten Voraussetzungen möglich.

Hier gilt es richtig und rechtzeitig zu gestalten,

damit der Fiskus die Verluste steuerlich

weiterhin anerkennt.

Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt & Partner

KG

Kein Vorsteuerabzug aus

Gebäudeabrisskosten bei unklarer

künftiger Verwendung

des Grundstücks

Beratungskompetenz aus Erfahrung

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Steuerberater

RMB Rosenfeld & Bachtig GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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der Bergische Unternehmer 01|19 31


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

deabriss- und Entsorgungskosten nicht

(mehr) Bestandteil der umsatzsteuerpflichtigen

Vermietung. Die im Zusammenhang

mit den Gebäudeabriss- und

Entsorgungskosten in Rechnung gestellte

Umsatzsteuer ist deshalb nur dann als

Vorsteuer abzugsfähig, wenn im Zeitpunkt

des Gebäudeabrisses aufgrund objektiver

Anhaltspunkte feststeht, dass das

Grundstück auch zukünftig umsatzsteuerpflichtig

genutzt werden soll. Diese Absicht

muss der Unternehmer nachweisen.

Dies kann z. B. durch Vermietungsinserate

für eine umsatzsteuerpflichtige Vermietung,

Verkaufsangebote mit Umsatzsteuer

oder entsprechend konkretisierte

Maklerbeauftragungen geschehen.

(Quelle: Urteil des Schleswig-Holsteinischen

Finanzgerichts)

Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens

bei

Betriebsaufgabe

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs

ist bei einer Betriebsaufgabe der Ertrag

aus der Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens

dem Betriebsaufgabegewinn

zuzurechnen, wenn er in

einem Veranlassungszusammenhang zur

Betriebsaufgabe als dem auslösenden

Moment steht. In diesem Fall erhöht der

Ertrag nicht den laufenden Gewinn des

letzten Geschäftsjahrs.

Quelle: Seidel u.a.

„Unverbaubar“ zählt nicht

Ein Anwohner in einer Ortsrandlage

wehrte sich gegen einen Bebauungsplan

seiner Kommune, der in seiner unmittelbaren

Nachbarschaft sowohl Flächen für

Pflegeeinrichtungen als auch ein allgemeines

Wohngebiet auswies. Er verwies

darauf, dass die vor einer zwischenzeitlich

erfolgten Eingemeindung rechtlich

zuständige Kommune in ihrem Bebauungsplan

die Blickbeziehungen zur umgebenden

Natur und das Vermeiden einer

Beeinträchtigung des Landschaftsbildes

stets betont habe. Nachdem er sich nicht

durchsetzen konnte, richtete der Anwohner

einen Normenkontrollantrag gegen

den neuen Bebauungsplan. Doch das half

ihm nach Information des Infodienstes

Recht und Steuern der LBS nichts, denn

das zuständige Oberverwaltungsgericht

erkannte keine schutzwürdigen Interessen.

Mit Ausnahme der eingeschränkten

Aussicht gingen von den Neubauten „keine

weiteren erheblichen Auswirkungen“

auf das Grundstück des Klägers aus. Das

Interesse am Erhalt eines unverbauten

Blicks stelle keinen Aspekt dar, der für

die Abwägung erheblich sei. Jeder

Grundstückseigentümer müsse damit

rechnen, dass seine Aussicht durch Bautätigkeiten

auf dem Nachbargrundstück

beeinträchtigt werde. Hier liege auch

kein Ausnahmefall mit städtebaulich relevantem

Bezug vor.

(Sächsisches Oberverwaltungsgericht,

Aktenzeichen 1 C 13/17)

Einkünfte aus selbständiger

Tätigkeit bei angestelltem Anwalt

als Insolvenzverwalter

Wird ein Anwalt, der bei einer aus

Rechtsanwälten bestehenden Personengesellschaft

angestellt ist, selbst zum Insolvenzverwalter

bestellt, kann dies Einfluss

auf die Qualifizierung der

Einkünfte der Gesellschaft haben. Dies

ist jedenfalls dann der Fall, wenn sich die

Tätigkeit des angestellten Anwalts im

Wesentlichen auf einfach gelagerte Regel-

oder Verbraucherinsolvenzen beschränkt

und die Gesellschafter selbst

bei diesen Fällen keine eigenverantwortlichen

Tätigkeiten übernehmen. Da die

Gesellschafter im entschiedenen Fall

nicht eigenverantwortlich tätig wurden,

fehlte es an einer wesentlichen Voraussetzung

für eine freiberufliche Tätigkeit

der Gesellschaft. Erbringen die Gesellschafter

ihre Leistungen nur teilweise

freiberuflich und damit - mangels Eigenverantwortlichkeit

- gewerblich, ist die

Tätigkeit der Gesellschaft insgesamt als

gewerblich zu qualifizieren. (Quelle: Urteil

des Finanzgerichts Hamburg)

Überprüfung der Gesellschafter-Geschäftsführerbezüge

einer GmbH

Bezüge der Gesellschafter-Geschäftsführer

müssen regelmäßig auf ihre Angemessenheit

hin überprüft werden. Bei

dieser Prüfung werden folgende Gehalts-

32 www.bvg-menzel.de


estandteile berücksichtigt: Festgehalt

(einschließlich Überstundenvergütung),

Zusatzvergütungen (z. B. Urlaubsgeld,

Tantiemen, Gratifikationen), Pensionszusagen

und Sachbezüge. Die Vergütungsbestandteile

dürfen sowohl dem Grunde

nach, als auch der Höhe nach nicht durch

das Gesellschaftsverhältnis veranlasst

sein. Zudem müssen die einzelnen Gehaltsbestandteile

sowie die Gesamtvergütung

angemessen sein. Danach ist zu prüfen,

ob auch ein fremder Geschäftsführer,

der keine Beteiligung an der GmbH hält,

diese Entlohnung für seine Tätigkeit erhalten

hätte. Es kann auch notwendig

sein, die Tantieme und die Gesamtbezüge

- z. B. wegen weiterer Bezüge aus anderen

Tätigkeiten - auf einen bestimmten

Höchstbetrag zu begrenzen. Beschäftigt

eine GmbH mehrere Geschäftsführer,

müssen insbesondere bei kleinen Unternehmen

ggf. Vergütungsabschläge vorgenommen

werden. Damit die Vergütungen

des Gesellschafter-Geschäftsführers als

Betriebsausgaben berücksichtigt werden

können, muss zuvor ein Anstellungsvertrag

abgeschlossen werden. In diesem

muss klar und eindeutig formuliert werden,

welche Vergütungen der Gesellschafter-Geschäftsführer

erhält. Fehlen

diese Vereinbarungen, liegt eine verdeckte

Gewinnausschüttung vor. Sowohl

die Neufestsetzung als auch sämtliche

Änderungen der Bezüge sind grundsätzlich

im Voraus durch die Gesellschafterversammlung

festzustellen. Hinweis:

Aufgrund der Vielzahl der Urteile zu

diesem Themengebiet ist es sinnvoll, die

Bezüge insgesamt mit dem Steuerberater

abzustimmen. Quelle: Seidel u.a.

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der Bergische Unternehmer 01|19 33


SERIE DAS RECHT AUF IHRER SEITE

„Dienstleistung muss

persönlich sein“

„Das Recht auf Ihrer Seite“ heißt unsere neue Serie, die wir mit Beginn des neuen Jahres starten. In jeder

Ausgabe unseres regionalen Wirtschaftsmagazins „der Bergischer Unternehmer“ werden wir Ihnen

Beratungsdienstleister vorstellen, die sich mit Kompetenz und Seriosität seit vielen Jahren am Markt

behaupten und mit innovativen Ideen die Herausforderungen der Zukunft meistern. Den Anfang macht

die Rinke Treuhand GmbH – eine feste Größe bei Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

- in der Region und weit darüber hinaus.

RINKE Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

– Steuerberatungsgesellschaft

Wall 36

42103 Wuppertal

Telefon 0202/2496-0

www.rinke.eu

Gerade hat die RINKE Treuhand GmbH

40 Jahre Geschäftstätigkeit hinter sich

gebracht. 40 Jahre Leistung, Know-how

und Weitblick haben die Gesellschaft

stetig wachsen lassen, so dass sich heute rund 150

Mitarbeitende um die steuerrechtlichen Fragen eines

großen Kundenstamms aus unterschiedlichen

Branchen kümmern. Diese Größe lässt das Unternehmen

auch vor schwierigen Fragen nicht zurückschrecken.

„Wir haben genügend Mandanten, um

auch mit Spezialwissen beraten zu können“, betont

Geschäftsführer Andreas Niemeyer. Gleichwohl

wird am Credo der Gesellschaft bewusst festgehalten:

„Dienstleistung muss am Ende des Tages persönlich

sein“, sagt Peter Temmert, der wie Andreas

Niemeyer einer von 12 Partnern der Gesellschaft

ist. Soll heißen: Jeder Mandant hat kontinuierlich

einen eigenen Ansprechpartner, der sich um seine

Belange kümmert und ihn dauerhaft in Steuerangelegenheiten

begleitet. Diese Kontinuität schafft

Vertrauen. „Da ist es mit dem Steuerberater ähnlich

wie mit dem Hausarzt. Man macht sich in gewisser

Weise frei, präsentiert Unternehmenszahlen, persönliche

Einkünfte und auch Schulden. Eine Beratung

muss vertrauensvoll und lösungsorientiert

sein, damit sie gut ist“, ist Andreas Niemeyer überzeugt.

Breite Palette an Dienstleistungen

Zur Mandantschaft der RINKE Treuhand GmbH

gehören insbesondere mittelständische Unternehmen,

genauso wie Vertreter der freien Berufe und

Dienstleister. Wobei der Begriff Mittelstand, so betonen

die Steuerexperten, ein weit gefasster Begriff

sei. Dazu gehöre der Handwerker mit zehn Beschäftigten

ebenso wie das Industrieunternehmen

mit über tausend Mitarbeitern. Auch vermögende

Privatleute bedienen sich gerne der Kompetenz der

RINKE-Fachleute. „Es gibt in Deutschland sieben

Einkunftsarten. Wenn ich davon fünf habe, wird

das so kompliziert für den Steuerpflichtigen, dass

er ohne Steuerberater nicht mehr auskommt“, erklärt

Andreas Niemeyer. Peter Temmert beschreibt

das Beratungskonzept der Gesellschaft gerne als

„ganzheitlich“: „Wir bieten unseren Kunden bei

Bedarf die komplette Dienstleistung an – von der

Beratung über die Finanz- und Lohnbuchhaltung

bis zur Steuergestaltung und Vorbereitung sowie

Begleitung von Prüfungen. Bei anderen Dienstleistern

vergleichbarer Größen ist dies häufig nicht

mehr gegeben, sie verlegen sich oft nur noch auf die

Beratung.“

Ganzheitliche Beratung

Durch die Maxime der ganzheitlichen Beratung kennen

die jeweiligen Experten ihre Mandanten und ihre

Geschäfte sehr gut. So kann man auf jedwede Entwicklung

des Geschäftsbetriebs frühzeitig eingehen,

was auch die wichtige Frage der Nachfolgeplanung

einschließt. Die RINKE-Experten agieren und reagieren

nicht nur. Das gibt dem Kunden Zeit- und

Spielraum, um Entscheidungen gut überlegt zu treffen.

„Sie können keinen Unternehmer seriös beraten,

wenn Sie sein Unternehmen nicht kennen. Nur dann

34 www.bvg-menzel.de


der Steuerberatungslandschaft in Deutschland, anzuschließen

und sie als 13 Partner in die RINKE Treuhand

GmbH aufzunehmen. „Dieser Verbund hilft uns

zu wachsen und versetzt uns in die Lage, im Sinne

unserer Mandanten noch leistungsfähiger zu werden“,

ergänzt Andreas Niemeyer.

Digitale Steuererklärung mit felix1.de

kann ich seine Zahlen verstehen“, so die Erfahrung

von Andreas Niemeyer. Daher seien Vor-Ort-Termine

beim Mandanten keine Seltenheit, sondern die Regel.

Wachstum durch Kooperation

Doch darf auch eine Dienstleistungsgesellschaft

nicht stehenbleiben. Aus Verantwortung für das eigene

Unternehmen und gegenüber ihren Mitarbeitern

hat sich die RINKE-Geschäftsleitung in 2017

zusammengesetzt und Visionen für die Zukunft entwickelt.

Berufsrechtliche Maßstäbe, die der Gesetzgeber

immer höher anlegt, Überregionalität, die

Konzentration der Branche und ganz entscheidend

die Herausforderungen der Digitalisierung warfen

die Frage auf: Bleiben wir allein oder sichern wir die

Zukunft durch eine Kooperation? Bei Abwägung aller

Vor- und Nachteile entschieden sich die Partner

für Letzteres. „Wir sind regional-bergisch verwurzelt.

Aber in unserer Branche ist der Blick einzig

durch die regionale Brille nicht weit genug“, sagt Peter

Temmert. Klare Vorgabe bei den Überlegungen:

Das eigene Profil nicht zu verwässern und die Autonomie

der Gesellschaft zu erhalten. So entschied

man sich, sich der ETL-Gruppe, dem Marktführer

Andreas Niemeyer

(rechts), Geschäftsführer

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

und Peter Temmert,

Geschäftsführer

Wirtschaftsprüfer/

Steuerberater der

RINKE Treuhand

GmbH.

RINKE IN KÜRZE

150 Mitarbeitende verschiedener

Berufsgruppen,

darunter Wirtschaftsprüfer,

Steuerberater, Juristen,

Steuerfachwirte, Steuerfachangestellte,

Bilanzbuchhalter,

Versicherungsmathematiker.

Um die Steuerberatung

und Wirtschaftsprüfung

kümmern sich 40 Mandatsverantwortliche.

12

Partnerinnen und Partner.

Standorte in Wuppertal,

Düsseldorf und Riesa.

Im Zuge des neuen Verbunds hat die RINKE Geschäftsführung

zahlreiche zukunftsweisende Neuerungen

eingeführt. Durch Aufnahme des neuen Gesellschafters

ETL habe man die Möglichkeit, auf

regelrechte „Denkfabriken“ zurückzugreifen. Komplexe

steuerrechtliche Fragen können so in kurzer

Zeit versiert und zielführend geklärt werden. Außerdem

knüpfe man durch die Kooperation deutschlandweit

neue Kontakte. Mit der Gründung der

Tochtergesellschaft RINKE ADVIMED nimmt

man die Ärzte und Heilberufe in den Blick. Dabei

kümmert man sich nicht nur um deren Steuererklärung,

sondern generell um die betriebswirtschaftliche

Entwicklung der Praxen. Gleiches gilt für die

Hotellerie und Gastronomie, wo man unter dem Namen

ETL ADHOGA Wuppertal einen neuen Beratungsschwerpunkt

setzt. Bleibt die Digitalisierung:

Hier bietet RINKE mit felix1.de eine Möglichkeit

für die digitale Steuererklärung. Soll heißen: Der

Kunde schickt alle Belege online, die RINKE-Experten

kümmern sich um die Steuererklärung. Und

auch hier muss der Mandant nicht auf „seinen“ festen

Ansprechpartner verzichten. „Gerade für junge

Unternehmen ist diese Variante attraktiv“, stellt Peter

Temmert fest.

Weichen auf Zukunft gestellt

Alles in allem hat die RINKE Treuhand GmbH ausgehend

von einem stabilen, gewachsenen Fundament

die Weichen auf Zukunft gestellt. „Wir haben

unser Profil geschärft und durch die Kooperation in

kurzer Zeit neue Herausforderungen gemeistert.

Trotzdem halten wir an dem fest, was uns erfolgreich

gemacht hat: Wir haben Spaß und Freude am

Miteinander mit anderen Menschen, die Steuerberatung

brauchen“, fasst Andreas Niemeyer zusammen.

Text: Stefanie Bona

Foto: BVG

der Bergische Unternehmer 01|19 35


TOTAL DIGITAL WAS KOMMT – WAS GEHT

Das ist neu im neuen Jahr

In 2019 ändert sich so einiges, was beachtet werden sollte. Denn nichts bleibt

so, wie es ist. Das gilt auch für die digitale Welt. Die wichtigsten Neuigkeiten

gibt es hier im Überblick.

Limit beim Roaming

Wer per Handy oder über das Festnetz aus dem

Heimatland in ein anderes Land der Europäischen

Union telefoniert, wird künftig pro Gesprächsminute

mit maximal 19 Cent zur Kasse gebeten. Eine

SMS kostet dann nur noch 6 Cent. Die neuen

Obergrenzen gelten ab dem 15. Mai 2019 – vorausgesetzt,

der EU-Rat stimmt diesem Limit zu.

Mit diesem Beschluss ergänzt Brüssel die einheitlichen

Roaming-Tarife für den mobilen Datenverbrauch

im Internet sowie für Telefonate und SMS

im EU-Ausland, die bereits 2017 festgesetzt wurden.

User von Online-Shops automatisch auf die entsprechende

nationale Homepage umzuleiten,

wenn diese den Shop über eine ausländische EU-

Adresse aufrufen. Allerdings braucht der jeweilige

Betreiber nur den EU-weiten Verkauf anzubieten.

Jedoch nicht die Lieferung. Das heißt: Im

Zweifelsfall muss der betreffende Kunde die

Ware selbst abholen oder aber den Versand in Eigenregie

organisieren.

Steuerfallen auf dem

Online-Marktplatz

Aus fürs Geoblocking

Ebenfalls aus Brüssel kommt eine neue Verordnung,

die allerdings bereits seit Anfang Dezember

2018 in Kraft ist. Ziel dieser Vorschrift ist es, den

Verbrauchern den Kauf von Waren und Dienstleistungen

im EU-Ausland zu erleichtern. Als Folge

muss sich der Internet-Handel auf strengere

Vorgaben einstellen.

Unter anderem dürfen Web-Sites für Kunden aus

anderen EU-Ländern nicht mehr gesperrt werden.

Darüber hinaus ist es auch nicht mehr gestattet,

Händler schätzen die Vorteile von Internetportalen

und nutzen diese Möglichkeit zum Verkauf

ihrer Waren gern und oft. Betreiber dieser Online-Marktplätze

müssen aber in Zukunft genau-

36 www.bvg-menzel.de


er hinschauen. Denn ab dem 1. Januar 2019 gelten

für sie neue Haftungspflichten. Denn konkret

kann diese Änderung Ärger bedeuten. Und zwar

dann, wenn Händler ihre Steuern nicht zahlen. In

diesem Fall müssen Betreiber unter bestimmten

Voraussetzungen für eine entstandene und nicht

abgeführte Umsatzsteuer die Haftung übernehmen.

Aber: Es gibt ein Schlupfloch. Betreiber von Online-Markt-Plattformen

brauchen nicht für die

Steuerschulden anderer zu haften, wenn sie einen

entsprechenden Nachweis vorlegen können. Mit

diesem Dokument wird belegt, dass die Händler

in Deutschland umsatzsteuerlich registriert sind.

Abschied von der iTan-Liste

Lange Zeit war es beim Online-Banking gewohnte

Übung, auf Papierlisten zuvor generierte Nummern

durchzustreichen. Mit diesem Authentifizierungs-Verfahren

ist ab dem 14. September 2019

Schluss. Denn ab diesem Datum dürfen Bankkunden

die iTan-Listen nicht mehr nutzen. So will es

die zweite Europäische Zahlungsdienste-Richtli-

Sicherheit für IT-Produkte mit

Zertifikat

Europa nimmt zunehmend

Einfluss auf

den Datenschutz - sicherheitsrelevante

Fragen sollen auf einen

Blick beantwortet

werden.

nie PSD2. Diese Verordnung sieht vor, dass sich

Kunden im Online-Banking ab Herbst über zwei

Faktoren ausweisen müssen, um am elektronischen

Zahlungsverkehr teilnehmen zu können.

Bei Online-Zahlungen per Kreditkarte wird dann

die sogenannte 3-D-Secure-Authentifizierung

vorgeschrieben. Ohne das neue, verschärfte Sicherheitsprotokoll

sind Kreditkartengesellschaften

verpflichtet, Zahlungen abzulehnen.

Aus diesem Grund sollten sich europäische Online-Händler

schnellstens mit ihren Payment-Service-Providern

in Verbindung setzen und ihre

Systeme auf die neue Authentifizierungslösung

umstellen.

Wie vertrauenswürdig ist die neue Software?

Bietet das Anti-Virenprogramm wirklich den erhofften

Schutz? Geht es nach den Experten der

EU, sollen sicherheitsrelevante Fragen zu IT-Produkten

künftig auf einen Blick beantwortet werden.

Um dies zu errerichen, planen die Verantwortlichen,

bereits zu Beginn des neuen Jahres

auf europäischer Ebene den „Cybersecurity Act“

zu verabschieden.

Diese Vereinbarung nimmt Hersteller von IT-

Produkten in die Pflicht, ihre Waren zertifizieren

zu lassen. Allerdings vorerst auf freiwilliger Basis.

Um mehr Transparenz über den jeweiligen

Sicherheitsstandard herzustellen, sollen diese

Produkteigenschaften in den Stufen „niedrig“,

„mittel“ oder „hoch“ angegeben werden. Geplant

ist, die Käufer in Form eines Beipackzettels zu

informieren, der den Verpackungen beigelegt

wird.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: shutterstock

der Bergische Unternehmer 01|19 37


IM FOKUS WIE SAG ICH`S MEINEM MITARBEITER?

Wie sag ich`s

meinen Mitarbeitern?

Das Mitarbeitergespräch gilt als wichtiges, für manchen Kommunikationsexperten und Unternehmensberater

gar als das wichtigste Führungsinstrument. Mit einer gezielten, individuellen Ansprache

signalisiert man Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. Gleichzeitig lassen sich durch

einen gut strukturierten, zielführenden Dialog Arbeitsaufträge und die gewünschte Arbeitsweise

plausibel vermitteln. Klare Sache: Nur wer redet, dem kann geholfen werden.

38 www.bvg-menzel.de


Wenn Chef oder Chefin X

mit dem Mitarbeiter Y

oder der Kollegin Z das

Gespräch sucht, kann das

motivierend, leistungssteigernd

und beflügelnd

sein. Vorausgesetzt, die Führungskraft ist gut vorbereitet,

konzentriert, zugewandt und setzt überdies

auf das richtige Timing und die passenden

Worte. Soll heißen: Kommunikation spielt bei der

Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

eine zentrale Rolle, sei es, wenn Aufgaben delegiert,

Absprachen getroffen oder Arbeitsweisen

festgelegt oder korrigiert werden müssen. Gelegenheiten

zum Gespräch gibt es im Arbeitsalltag

reichlich. Das Argument „keine Zeit“ kann und

darf keine Ausrede sein, um in den Dialog mit der

eigenen Mannschaft zu treten.

Standardisierte Abläufe

Der Alltag in den Firmen sieht aber nicht immer

so aus wie aus dem Handbuch zur Internen Kommunikation.

Während es in großen Unternehmen

zumeist standardisierte Abläufe gibt, in denen zumindest

das dokumentierte Mitarbeiterjahres-,

Zielvereinbarungs- oder Rückkehrgespräch obligatorisch

sind, nimmt man es in manchen kleineren

Betrieben mit der Kommunikation nicht ganz

so genau. Das hat zur Folge, dass Arbeitsaufträge

nicht zur Zufriedenheit ausgeführt werden, einfach

weil es keine klare und verständliche Anweisung

dafür gibt. Eine fehlende oder mangelhafte

Kommunikation führt jedoch dazu, dass sich die

Beschäftigten nicht wertgeschätzt und nicht ausreichend

wahrgenommen fühlen. Folglich werden

individuelle Arbeitseigenschaften, die möglicherweise

die Zusammenarbeit erschweren oder den

Arbeitserfolg sogar gefährden, nicht oder nur unzureichend

abgelegt. Einfach, weil die Führungskraft

sich scheut, unangenehme Wahrheiten unmissverständlich

anzusprechen. Doch auch für

schwierige Situationen gibt es Tools, die sich eine

Führungskraft zu eigen machen sollte.

der Bergische Unternehmer 01|19 39


IM FOKUS WIE SAG ICH`S MEINEM MITARBEITER?

Austausch via Video

In einer wachsenden Zahl von Unternehmenn wird

das informelle Gespräch als Chance und nicht mehr

als Gefahr oder Zeitkiller gesehen.

Im Arbeitsalltag gibt es mannigfaltige Anlässe

und Arten von Mitarbeitergesprächen. Im digitalen

Zeitalter kommt es dabei zunehmend vor, dass

persönlicher Austausch via Video- oder Telefonkonferenz

erfolgt. Doch egal ob vis-à-vis oder aus

der Ferne: Das schnelle und vor allem regelmäßige

Feedback, in dem durchaus auch einmal ein

persönliches Wort fallen darf, ist genauso wesentlich

wie ein fest terminiertes Vier-Augen-Gespräch.

Hier können beide Seiten von ihrer Erwartungshaltung

erzählen, Perspektiven ausloten und

Lob und Kritik äußern. Unabdingbar dabei: Immer

auf die Sache konzentriert sein, eine klare Sprache

finden, aber nie persönlich werden – besonders

dann nicht, wenn es etwas zu tadeln gibt. Schwierige

Situationen wie Fehlverhalten, mangelnde

Teamfähigkeit oder Unzuverlässigkeit müssen angesprochen

werden, wobei sich die Führungskraft

davor hüten sollte, den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin

pauschal anzugreifen. „Sie machen immer

alles falsch“ oder „Das haben Sie noch nie verstanden“,

werden zu keiner Verbesserung führen. „In

letzter Zeit stelle ich fest, dass Sie Schwierigkeiten

haben, Ihre Arbeit in entsprechender Zeit zu erledi-

40 www.bvg-menzel.de


gen. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, woran

das liegen könnte und wie ich Ihnen dabei helfen

kann, wieder effizienter zu arbeiten.“ In einer solchen

freundlichen, aber auch klaren Ansprache

könnte der Schlüssel zu einer verbesserten Zusammenarbeit

liegen. Vor dem Hintergrund des

wachsenden Fachkräftemangels kann es sich unbedingt

lohnen, in das bestehende Team auf diese

Weise Zeit zu investieren.

Plaudertisch und Redelaunch

So wird in einer wachsenden Zahl von Unternehmen

auch das informelle Gespräch als Chance und

nicht mehr als Gefahr oder Zeitkiller gesehen, wie

die Kommunikationsexperten Ulrike Führmann

und Klaus Schmidbauer in ihrem Praxiswegweiser

„Wie kommt System in die interne Kommunikation?“

festhalten. Ja, manche Betriebe richteten

sogar bewusst innerbetriebliche Treffpunkte ein,

um einen regen Austausch zu beflügeln. Und noch

etwas halten Führmann und Schmidbauer fest:

„Wer dagegen seinen Mitarbeitern das letzte

Quäntchen Effizienz abfordert und informelle Gespräche

als ´unproduktiv` sanktioniert, der mag

zwar kurzfristig mehr Leistung erzielen, er wird

aber auf lange Sicht an Leistungsbereitschaft und

Leistungsqualität verlieren.“

Reden kann man lernen

Nicht jeder Führungsmitarbeiter ist jedoch in Sachen

Kommunikation ein Naturtalent. Kann man

gute Mitarbeiterkommunikation lernen? Klares

Ja, sagt Marc Wiesemann, geschäftsführender

Gesellschafter des Weiterbildungs- und Beratungsinstituts

educate in Wuppertal. „Wir bieten

seit Jahren professionelle Coachings für Führungskräfte

in den Top-Unternehmen an und

schulen intensiv die Durchführung von Mitarbeitergesprächen,

so dass wir auf ein umfangreiches

Portfolio in Theorie und Praxis zurückgreifen

können“, erläutert der Diplom-Ökonom. Dabei

weiß der Weiterbildungsexperte, dass Mitarbeitergespräche

noch lange keine Selbstverständlichkeit

sind. „Viele Führungskräfte verzichten darauf, angeblich

aus Zeitmangel oder mangels Einsehen

über die Notwendigkeit solcher Gespräche.“ Hier

müssten die Teilnehmer derlei Coachings zunächst

von den positiven Aspekten und von der

Notwendigkeit von monatlichen oder quartalsweisen

Mitarbeitergesprächen überzeugt werden.

Obligatorische Führungsaufgabe

„Sie müssen als obligatorische Führungsaufgabe

festgestellt werden“, betont Wiesemann. Hat man

„Wir leben von besonderen Fähig keiten.

Genau wie unser Steuerberater.

Darauf kann ich mich verlassen.“

Rainer Hussels, Geschäftsführer PDBerg GmbH

REMSCHEID

HILDEN

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Auch wir sind Dienstleister

Sie produzieren keine Waren. Sie dienen und

leisten? Wir sorgen dafür, dass alle steuerlichen

Besonderheiten für Dienstleister optimal ausgeschöpft

werden. Sprechen Sie mit uns.

der Bergische Unternehmer 01|19 41


IM FOKUS WIE SAG ICH`S MEINEM MITARBEITER?

diese Maxime nachhaltig vermittelt, werden im

Anschluss Art, Inhalt und Merkmale von Mitarbeitergesprächen

vorgestellt und deren praktische

Umsetzung erläutert und diskutiert. Beispielsweise

sollen Mitarbeitergespräche regelmäßig und anlassbezogen

mit dem direktem Vorgesetzten im

Vier-Augen-Gespräch geführt werden. „Der Gesprächsinhalt

sollte nach Sachinhalt und Zielsetzung

vordefiniert sein. Mitarbeitergespräche werden

im Übrigen nicht delegiert“, erklärt er. In

einem optimalen Coaching werden im Rahmen

von Einzeltrainings oder in kleinen Gruppen wissenschaftstheoretische

Erkenntnisse sowie verbale,

nonverbale und paraverbale Kommunikationsgrundlagen

vermittelt. Anschließend werden

exemplarische Gesprächsabläufe vorgegeben, welche

die Teilnehmer anhand verschiedener Rollentrainings

mit steigendem Schwierigkeitsgrad trainieren

und an ihre Persönlichkeit, Fähigkeit und

Arbeitsanforderung kontinuierlich anpassen. „Die

Effektivität kann deutlich gesteigert werden, wenn

die Rollentrainings mittels Videoaufzeichnung für

spätere Analysen zur Verfügung stehen.“

Am besten mit Profis trainieren

Für die Trainings sollten professionell geschulte

Schauspieler respektive Dozenten den Part des

Gesprächspartners übernehmen und Art, Inhalt

und Schwierigkeitsgrad entsprechend variieren,

empfiehlt Marc Wiesemann. Erst durch eine Vielzahl

von Rollentrainings und regelmäßiges, fachliches

Feed-Back werde der Lernerfolg optimiert

und die Selbstwirksamkeitserwartung beim Schulungsteilnehmer

erhöht, was wiederum zur Steigerung

des Lerntransfers führe. Effektivität und

Effizienz werden begleitend durch Bildungscontrolling-Komponenten

erfasst. Hierbei sind speziell

die Module Outputcontrolling (Erfassung des

Lernerfolges beim Teilnehmer) und Transfercontrolling

(Umsetzung und Anwendung des Gelernten

am Arbeitsplatz) zu nennen. „Diese Komponenten

sind neben einer detaillierten Planung

eines Coachings die maßgeblichen pädagogischen

und ökonomischen Werttreiber, um den Erfolg eines

optimalen Coachings zu beziffern“, skizziert

der educate-Geschäftsführer.

Substanzielle Schulungsplanung

Diplom-Ökonom

Marc Wiesemann

ist geschäftsführender

Gesellschafter

des

Weiterbildungsund

Beratungsinstitutes

educate

in Wuppertal.

Bei der Auswahl eines zielführenden Trainings in

Sachen Mitarbeitergesprächsführung sei ferner zu

beachten, dass nicht „irgendwas“ gelernt werde,

sondern ein gezieltes Coaching erfolgt, das zum

einen die fachlichen Vorkenntnisse und individuellen

Kompetenzen des Teilnehmers und zum anderen

die konkreten Aufgaben am Arbeitsplatz

berücksichtigt, damit eine substanzielle Schulungsplanung

teilnehmerspezifisch erfolgen

könne. Weiterhin müssen Dozenten eingesetzt

werden, die praktische Erfahrung in der Führungsarbeit

und mit Mitarbeitergesprächen haben,

die sich selber regelmäßig über neue wissenschaftliche

Erkenntnisse informieren und die über die

pädagogischen und sozialen Fähigkeiten verfügen,

den Teilnehmern das Fachwissen und ihre

Erfahrung effektiv zu vermitteln. Ist es da sinnvoller,

an ein Einzelcoaching zu denken oder sind

42 www.bvg-menzel.de


Gruppentrainings genauso zielführend? „Einzelcoachings

sind intensiver und die Vermittlung von

Fachwissen ist oftmals effizienter. Andere Faktoren,

wie Gruppenkohäsion, 360°-Feedback, Stressinduktion,

etc. finden allerdings in Gruppenschulungen

bessere Anwendung“, skizziert Marc

Wiesemann. Die Entscheidung darüber, welches

Training angestrebt werden sollte, sei abhängig

von den primären und sekundären Schulungszielen,

welche vor einem Coaching klar definiert werden

sollten.

Gefahr fehlender

Leistungsbereitschaft

Und welche Attribute sind aus Sicht des Bildungsexperten

am wichtigsten, um ein konstruktives

Mitarbeitergespräch zu führen? „Persönliche und

fachliche Eignung der Führungskraft sind die entscheidenden

Merkmale erfolgreicher Mitarbeitergespräche.

Nur, wenn Führungskräfte aufgrund

dieser Eigenschaften von ihren Mitarbeitern respektiert

werden, können Mitarbeitergespräche zu

konstruktiven Ergebnissen führen“, ist er überzeugt

und ergänzt: „Leider zeigen wissenschaftliche

Untersuchungen sowie unsere tägliche Beratungspraxis,

dass ein erhebliches Defizit in der

Kompetenz vieler Führungskräfte besteht, was zu

fehlender Leistungsbereitschaft, unzureichender

Zusammenarbeit, unangepasstem Sozialverhalten

sowie höheren Fehlzeiten und Fluktuation führt.“

Die Folgen können sich erheblich auf den Unternehmenserfolg

auswirken, warnt Marc Wiesemann:

„Hieraus entstehen Produktivitäts- und

Persönliche und fachliche

Eignung der Führungskraft

sind die entscheidenden

Eigenschaften erfolgreicher

Mitarbeitergespräche.

Nur wenn der Chef oder

die Chefin aufgrund dieser

Attribute von den

Mitarbeitenden akzeptiert

werden, können Mitarbeitergespräche

zu konstruktiven

Ergebnissen

führen.

Qualitätseinbußen, die sich gewinnmindernd auswirken,

was regelmäßige Fachschulungen sowie

Beratungen für Mitarbeiter und Führungskräfte

unabdingbar macht.“

Üben, üben, üben

Alles in allem wird deutlich, dass ein enger, vertrauensvoller

und regelmäßiger Dialog zwischen

Chef und Mitarbeitern ein entscheidendes Instrument

ist, um den eigenen Arbeitsbereich nach vorne

zu bringen und damit wesentlich zur positiven

Gesamtentwicklung des Unternehmens beizutragen.

Dabei spielt die Betriebsgröße keine Rolle.

Wer fünf Mitarbeitende beschäftigt, sollte auf den

lösungsorientierten Austausch genauso setzen wie

das Unternehmen mit 500 Kolleginnen und Kollegen.

Also gilt auch für Führungskräfte: Üben,

üben, üben – in der täglichen Arbeit und möglichst

auch durch ein qualitätvolles Coaching, in

dem die entsprechenden Methoden der Gesprächsführung

vermittelt und trainiert werden. Der Erfolg

eines wertschätzenden, respektvollen Austausches

mit den Mitarbeitern wird nicht lange auf

sich warten lassen. Das motiviert nicht zuletzt die

Führungskraft selbst, die die Wirksamkeit des

Mitarbeiterdialogs schnell wahrnehmen wird. So

verliert man die Scheu, auch einmal unangenehme

Situationen anzusprechen und erlebt die eigene

Führungsstärke als konstruktiv und zielführend.

So sollte es sein.

Text: Stefanie Bona

Fotos: Shutterstock, BVG

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der Bergische Unternehmer 01|19 43


IM FOKUS UNTER UNS

Das wichtigste

Führungsinstrument

Professor Dr. Stefan Diestel ist Inhaber des Lehrstuhls

für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

an der Bergischen Universität Wuppertal. In punkto Mitarbeitergespräche

plädiert er vor allem für einen regelmäßigen

Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter

bzw. Mitarbeiterin. Wer sich auf das übliche Jahresgespräch

beschränkt, vergibt Chancen – auch hinsichtlich des

Unternehmenserfolgs, sagt der Wirtschaftspsychologe.

Herr Professor Diestel, wie häufig sollte eine Führungskraft

Mitarbeitergespräche durchführen?

Es gibt ja unterschiedliche Möglichkeiten und

Wege der Mitarbeiterkommunikation. Eine Zahl

lässt sich daher nicht unbedingt benennen. Was

es braucht, sind regelmäßige Rückmeldungen im

Koordinations- und Kommunikationsprozess bei

beispielsweise aufwendigen Projekten. Im Team

haben wir es häufig mit komplexen Aufgaben zu

tun, da sollten Führungskräfte kontinuierlich

Feedback in einem kurzen Austausch mehrmals

im Monat geben. Die Mitarbeiter sollten hierdurch

Erreichbarkeit und Verbindlichkeit erfahren,

damit sie wissen, ob sie mit ihrer Arbeitsweise

auf dem richtigen Weg sind. Es geht für eine

Führungskraft darum, gemeinsam mit den Teams

einen Wertbeitrag zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung

zu leisten. Andererseits erwartet

das Personal, dass ihm Perspektiven aufgezeigt

werden – sei es zur persönlichen

Entwicklung, zu Beförderungen und natürlich

auch zur Gehaltsentwicklung. Es ist zu kurz gegriffen,

wenn man sich auf das übliche Jahresgespräch

beschränkt. Halbjährlich oder besser vierteljährlich

sollten Mitarbeiter und Führungskraft

detailliert über den individuellen Entwicklungsstand

reflektieren. Auch ein Audit kann Sinn machen,

in dem ein Berater mit diagnostischer Expertise

die Kompetenzentwicklung beurteilt.

Sollten die Gespräche dokumentiert werden?

Auch hier kommt es auf die Art des Gesprächs an.

Geht es darin um die individuelle Entwicklung

des Mitarbeiters, sollten die Ergebnisse in Form

eines „psychologischen“ Vertrages festgehalten

werden. Denn auch die Führungskraft verpflichtet

sich, gewisse Vereinbarungen einzuhalten.

Zum Beispiel Fortbildungen zu ermöglichen oder

auch bei Vorliegen der besprochenen Voraussetzungen

das Gehalt zu erhöhen. Ein solcher Vertrag

schafft Verbindlichkeit.

In großen Unternehmen sind Mitarbeitergespräche

zumeist obligatorisch. Können kleine

Unternehmen, wie zum Beispiel ein Handwerksbetrieb,

auch davon profitieren?

Ja, allerdings nicht in der komplexen Weise wie

in großen Unternehmen, deren Fokus primär auf

Management- oder Führungsebene liegt. Hier

geht es oft um abstrakte Kompetenzen, die häufig

im Zusammenhang strategischen sowie unternehmerischen

Aufgaben stehen. Bei kleineren

Unternehmen oder eben beim angesprochenen

Handwerksbetrieb ist eher der Blick auf konkrete

Handlungen sowie erfahrbare Aufgaben wichtig,

die Tätigkeit des Mitarbeitenden auszeichnen.

Es gilt eine verständliche und auf die

Tätigkeit angepasste Sprache zu finden, die

Schwerpunkte der Aufgaben des betreffenden

Mitarbeiters hervorhebt und spezifische Ziele

betont. Er muss wissen, was von ihm erwartet

wird. Wichtig ist hierbei, auf den Punkt zu kommen,

im Gespräch stets motivierend zu sein und

Spielräume in der Tätigkeit aufzuzeigen (Was

sind deine Möglichkeiten? Welche Entscheidungen

kannst du treffen, um deine Arbeitsziele in

der für Dich richtigen Weise zu erreichen?).

Gehören Zielvereinbarungen zum Mitarbeitergespräch?

Über vereinbarte Ziele wird der konstruktive

Charakter eines Mitarbeitergesprächs deutlich.

Ein solches Gespräch darf kein Selbstzweck sein.

Das kann man tatsächlich am besten über Zielvereinbarungen

erreichen. Daher sind Ziele fast

immer obligatorisch und können sich auf unter-

44 www.bvg-menzel.de


Professor Dr.

Stefan Diestel

sagt: Es wird zu

wenig gesprochen

im Unternehmen.

schiedliche Sachverhalte beziehen. Es muss klar

sein, warum gewisse Ziele für die Gesprächspartner,

aber auch für die Organisation bedeutsam

sind. Wenn möglich, sollten solche Vereinbarungen

partizipiert durchgeführt werden. Der Mitarbeiter

muss wissen, wie seine Arbeit dazu beiträgt,

das Unternehmensziel zu erreichen. Wenn

die Führungskraft also Zielvereinbarungen festhält,

müssen sie verständlich, spezifisch und herausfordernd

formuliert werden. Außerdem sollte

der Chef oder die Chefin ebenso festhalten, wie

er oder sie die Mitarbeiter beim Erreichen der besprochenen

Ziele unterstützen kann.

Wie geht man damit um, wenn Zielvereinbarungen

nicht eingehalten werden?

Man sollte gemeinsam reflektieren, warum etwas

nicht geklappt hat. Darüber entwickelt man am

besten Wege, um seine Arbeit in Zukunft besser

als vorher verrichten zu können.

Und wie geht man mit unangenehmen Themen

im Mitarbeitergespräch um? Stichwort

Schlechte Arbeitsleistung, Abmahnung, Differenzen

mit Kollegen etc.

Grundsätzlich sollte ein negatives Feedback immer

verhaltensspezifisch gegeben werden (in der

Situation X war dein Verhalten aus meiner Sicht

nicht zielführend, weil …, besser wäre es, wenn

du – wie du es bereits in Situation Y gezeigt hast

– es wie folgt machst) und sich nie auf die Person

oder Persönlichkeit beziehen. Wird man persönlich,

neigen Mitarbeiter zu einer Blockadehaltung.

Daher sollte möglichst konkret beleuchtet werden,

was Gegenstand der Kritik ist. Negative Kritik

sollte wirksam sein. Gleichzeitig sollten Perspektiven

eröffnet werden – sowohl für eine Verbesserung

der Leistung als für ein ´Weiter so` und auch

eine Verschlechterung. Es gibt ja verschiedene Eskalationsstufen

– vom mahnenden Gespräch bis

zur Abmahnung, Versetzung oder Kündigung. Allerdings

lässt sich eine Eskalation vermeiden, in

dem die Führungskraft vorher die Weichen richtig

stellt. Bleibt man regelmäßig im Gespräch und

gibt ein Feedback, so fällt es dem Mitarbeiter

leichter, seine Aufgaben erfolgreich zu erledigen.

Welche Fehler werden beim Mitarbeitergespräch

häufig gemacht?

Es wird zu wenig gesprochen, es gibt zu wenig

Reflektionskompetenz, Mitarbeitergespräche verlaufen

unorganisiert und unstrukturiert. Auch fehlende

Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeiter,

ein wenig respektvoller Umgang und persönliche

Kritik, in die auch Emotionen einfließen, sind übliche

Stolperfallen, die eine Führungskraft vermeiden

sollte. Auch Vertraulichkeit und Vertrauen

sind essentiell.

Wie kann eine Führungskraft aus einem Mitarbeitergespräch

dann also ein gutes Führungsinstrument

machen?

Das Mitarbeitergespräch ist vielleicht das wichtigste

Führungsinstrument, weil es der zentrale

Prozess ist, in dem die Führungskraft die Leistung

ihrer Mitarbeiter sicherstellen kann. Kann er

seine Aufgaben wie von ihm erwartet erfüllen,

trägt das zur Wertschöpfung des Unternehmens

nachhaltig bei. Also muss die Führungskraft die

bestmöglichen Voraussetzungen hierfür herstellen.

Die Mitarbeiterentwicklung ist etwas, das entscheidend

zur Unternehmensentwicklung beiträgt.

das Gespräch führte Stefanie Bona

Foto: Bergische Universität

der Bergische Unternehmer 01|19 45


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Tradition hat Zukunft

Der Blick zurück in die Vergangenheit zeigt: Qualität und Perfektion überdauern

die Zeit. In Solingen findet sich dafür ein überzeugender Beweis. Seit 1790 leistet

hier eine der ältesten Messer-Manufakturen der Welt erstklassige Arbeit. Bis heute

zählen Premium-Produkte der Marke FELIX zu den besten Schneidwaren weltweit.

Für Geschäftsführer Rosario Catalano

steht fest: „Ein lebendiges Handwerk garantiert

einen nachhaltigen Geschäftserfolg.

Aus diesem Grund ist das komplexe

Wissen um die handwerkliche Fertigung anspruchsvoller

Kochmesser, das sich unser Unternehmen

in über zwei Jahrhunderten erworben hat,

unser wichtigstes Kapital. So, wie seinerzeit Firmengründer

Karl Gustav Felix setzen wir auf die

Kunst des Messerschmiedens im Gesenk sowie

auf altbewährte Techniken in der Weiterverarbeitung.

Wie das Fettpliesten und Mattschleifen der

Klingen, das Anpassen und schrittweise Ausmachen

der Griffe und das abschließende Abziehen

von Hand auf dem Stein. Bevor ein fertiges Messer

unsere Manufaktur verlässt, kann es bis zu 80

Arbeitsgänge durchlaufen haben.“

Wie ein Teil der Hand

Das Bewahren traditioneller Fertigkeiten bedeutet

aber nicht, dass bei FELIX in Solingen die Zeit

still steht. Im Gegenteil. In dem renommierten

Fachbetrieb hat die Zukunft mit zahlreichen Innovationen,

kreativem Design und patenten Erfindungen

schon längst Einzug gehalten. Ein entscheidender

Punkt, der gerade bei Profi- und

ambitionierten Hobby-Köchen große Beachtung

findet, ist die Handhabung eines Messers im täglichen

Gebrauch. „Für Menschen, die beruflich

acht und mehr Stunden in der Küche verbringen,

ist das Messer ein Werkzeug, das über außerordentliche

Eigenschaften verfügen muss“, erklärt

Rosario Catalano. „Ein ergonomisch ideal geformtes

Messer sollte beispielsweise im Gleichgewicht

bleiben, wenn es auf einem Finger balanciert

wird. Um dies zu erreichen, haben wir den

sogenannten Doppelkropf entwickelt – ein zusätzliches

Element zur Stabilisierung am oberen und

unteren Ende des Griffs.“

220mal gefaltet in rostfreier

Qualität

Auch sonst gehen die Solinger Experten ungewöhnliche

Wege, um qualitativ das Beste vom

Möglichen zu erzielen. So kommen in der Manufaktur

heute noch Materialien zum Einsatz, die

anderswo bereits vergessen sind. Unter anderem

Rasierklingenstahl, der schärfste Werkstoff seiner

Art überhaupt. Besonders stolz ist das 35-köpfige

FELIX-Team auf das Top-Produkt des Hauses:

Ein Kochmesser aus rostfreiem Damast-Stahl, in

220 Lagen handgeschmiedet. Jedes Exemplar der

100-Stück-Edition ein Unikat.

Übrigens hält die Aussage, was sie verspricht. Der

rostfreie Damast-Stahl hat sich als extrem korrosionsbeständig

erwiesen. Lediglich in einem Praxistest

mit Ameisensäure, der stärksten biologischen

Substanz in dieser chemischen Verbindung,

waren kleine Rostpartikel auf der Oberfläche erkennbar,

die sich jedoch leicht ohne Rückstände

abwischen ließen.

Ein Kopierschutz der Extraklasse

Seit 2012 Mitglied in der Schweizer Firmengruppe

ZEPTER, konnten die bergischen Messerhersteller

ihre Leistungsstärke und ihre internationale

Marktpräsenz weiter ausbauen. Die Nachfrage

nach Profi-Messern made by FELIX steigt kontinuierlich,

so dass mittlerweile etwa 60 Prozent der

Produktion in den Export gehen. Neben dem europäischen

Ausland und Osteuropa zählen vor allem

asiatische Länder zu den Hauptabnehmern. Vor

diesem Hintergrund ergibt sich zwangsläufig die

Frage nach dem Fälschungsrisiko.

Rosario Catalano muss schmunzeln: „Wir wären

vermutlich sogar ein wenig geschmeichelt, wenn

unsere Messer nachgeahmt würden. Aber die aufwendige

Herstellung, die ausgewählten Materiali-

46 www.bvg-menzel.de


Perfektion im Gleichgewicht.

Der eigens entwickelte

Doppelkropf am

unteren und oberen

Griffende des Messers

sorgt für eine optimale

Ergonomie. Nicht der

einzige Vorteil, den Premium-Messer

aus der

Solinger Traditions-Manufaktur

FELIX zu bieten

haben. Geschäftsführer

Rosario Catalano

ist überzeugt: „Tradition

hat Zukunft. Deshalb

setzen wir seit der

Firmengründung anno

1790 auf klassische

Handwerkskunst. Profi-

Köche in aller Welt

wissen das zu schätzen.“

Felix Solingen GmbH

An den Eichen 6

42599 Solingen

Fon 0212 2314 0-300

Fax 0212 23140-399

Mail info@felix-solingen.com

Net www.felix-solingen.com

en, die außerordentlichen Anforderungen an Design,

Qualität und Gebrauchstüchtigkeit scheinen

bislang unüberwindbare Hürden fürs Kopieren zu

sein.“

An jedem Finger eins

Brotmesser, Kochmesser, Santokumesser. Messer

mit Wellenschliff und Sägen oder ohne. Messer

mit Hammerschlag-Finish und Messer für Damen.

Griffe aus Olivenholz, Raffir® oder Kunststoff.

In Rot, Schwarz, Blau und Natur. Messer als Luxus

und Messer aus Profession. Angesichts der

umfangreichen Kollektion mit unterschiedlichen

Produktlinien wenden sich angehende Freizeitköche

hilfesuchend an den Fachmann: Wie viele

Messer braucht der Mensch in seiner Küche?

„Fünf“, lautet die spontane Antwort. „Ein Spickmesser

zwischen 8 und 10 cm lang, dazu ein Zubereitungsmesser

in 15 cm Länge, unbedingt ein

Kochmesser mit einer 21 cm langen Klinge, natürlich

ein 22 cm-Brotmesser und schließlich ein

Spezialmesser für individuelle Bedürfnisse. Zum

Beispiel zum Schneiden von Tomaten oder Käse,

zum Tranchieren, zum Hacken von frischen Kräutern,

zum Ausbeinen oder vielleicht auch zum

Knacken von Austern.“

Text: Brigitte Waldens

Foto: Günter Lintl

der Bergische Unternehmer 01|19 47


BERGISCHES LAND GEHT AUS

Wiener Luft

bei Zimt-Milchreis-Sahne

Den Traum eines Cafés hat sich der

Remscheider Konditormeister Stefano

Gallus vor sechs Jahren im beschaulichen

Radevormwald erfüllt.

Von seiner Back- und Kunststube in

der Kaiserstraße aus erfüllt er

Tortenträume von Jubilaren, Hochzeitspaaren

und Genussmenschen im

Bergischen Land. Aufgrund der hohen

Resonanz und Nachfrage eröffnete

Gallus 2014 ein zweites Café in

Halver. Doch sein Handwerk, sagt

der 50-jährige Deutsch-Italiener, sei

ein aussterbender Beruf.

Es ist ein kleines Café aus den 1970er Jahren

mit 36 Sitzplätzen und einem unvergleichbaren

Charme: Gemütlich, urig

und bereits lange vor dem allgemeinen

Trend im wohligen Vintage-Stil eingerichtet.

Ein Hauch Wiener-Luft weht zwischen der üppig

und vielseitig gefüllten Tortentheke – mit Zimt-

Milchreis-Sahne, Schoko-Trio mit Browniebohnen,

Erdnuss-Karamell, spanische Mandel- oder

Bananen-Pralinen-Creme-Torte – und dem barockromantisch-verspielten

Mobiliar des kleinen Stadtcafés,

zentral gelegen in der Radevormwalder Innenstadt.

Hier scheint die Zeit – zur Freude des

nostalgischen und Ruhe suchenden Kunden – stehen

geblieben zu sein: Keine Hektik, nur Genuss ist

während des Aufenthaltes im Tortenatelier angesagt.

Und es tut gut, dem Alltagsstress die Handbremse

anzulegen und sich bei einem Stück fluffig

und cremiger Torte und einer Tasse wohlduftender

Kaffeevariation zurückzulehnen, aus dem Schaufenster

zu blicken und die Passanten draußen flanieren

zu sehen.

Ort des Verweilens und Genießens

Etwas, das in der heutigen Zeit viel zu selten genutzt

wird, sagt Stefano Gallus: „Ein Café ist

nicht altmodisch. Es ist ein Ort des Verweilens

und des Genießens. Leider sind wir Deutsche so,

dass wir das vernachlässigen. Wir vergessen, dass

wir eigentlich keine Coffee-to-Go-Menschen sind.

Wir setzen uns hin in ein Café und nutzen den Augenblick.“

Es sei ein Stück tolle Kultur, die uns

leider verloren ginge. „Und davon sind dann auch

die Cafés betroffen, die schließen müssen, wenn

sie an ihren Orten nicht gepflegt, geschätzt und

besucht werden.“ Sein Tortenatelier, sowohl in

Radevormwald als auch in Halver mit insgesamt

60 Plätzen, das von seiner Frau Edith Gallus geführt

wird, seien „Kommunikationstreffpunkte

für Jung und Alt. Ein netter Ruhepol, um runterzukommen.“

Sein Geschäftsmodell ruht auf zwei Standbeinen:

Zum einen der Café-Betrieb, zum anderen das

Hochzeitsgeschäft. „Wir können nur bestehen,

48 www.bvg-menzel.de


Als Zuckerbäcker und Dienstleister berät er Brautpaare:

„Ich sitze mit meinen Brautleuten eine Stunde

und entwerfe mit ihnen ihre Torte. Das geht

übers Probeessen, Design und Farbkonzept. Dadurch

wird es sehr individuell. Das schätzen die

Leute, vor allem unsere jungen Kunden.“ Auch geschmacklich

haben sich neue Entwicklungen ergeben,

berichtet Gallus, der in den 80er Jahren seine

Ausbildung im Remscheider Café Noll absolvierte

und die Meisterschule in Heidelberg besuchte:

„Heute braucht es nicht nur Schwarzwälder-Kirsch

oder Frankfurter Kranz sein, im Gegenteil. Es ist

sehr innovativ geworden: Frischkäse-Limette mit

Minze, Erdbeer-Mascarpone- oder Mango-Maracuja-Creme

sind sehr beliebt.“ Die Klassiker aus

Buttercreme dürften aber nicht abgeschrieben werden.

„Wenn sie gut kombiniert werden, etwa Salted-Caramel

mit Buttercreme und Meersalz, sind

auch diese sehr beliebt. Dann muss man sie nur in

einem frischen Design verpacken, so spricht man

damit auch die jungen Leute an.“

....................

Konditormeister Stefano

Gallus hat Sinn für Geschmack,

Ästhetik und

Humor.

wenn wir individuell gestalten. Wir wollen kein

Mainstream sein“, betont Gallus. „Wir fertigen

Hochzeits- und Thementorten zu sämtlichen Anlässen,

speziell auf Kundenwunsch.“ Um keine

Trends zu verpassen, besucht der Konditormeister

regelmäßig Hochzeitsmessen, bildet sein insgesamt

16-köpfiges Team weiter. „Die ganze Backstube

fliegt regelmäßig für zwei, drei Tage nach

Rimini, zur größten Konditormesse. Zudem sind

wir Mitglied in einem Bergischen Hochzeitsnetzwerk

und sind da sehr aktiv, um den Kunden diese

spezielle, besondere Torte zu liefern.“ Das ganze

Paket des Heiratens sei ein Riesenthema „und riesiger

wirtschaftlicher Faktor.“

Hochzeits- und Thementorten zu

jedem Anlass

Aussterbender Beruf

Dennoch: Das Handwerk des Konditormeisters sei

ein aussterbender Beruf, sagt Gallus: „Als ich in

den 80ern gelernt habe, gab es Bäcker und Konditoren.

Die Bäcker haben Brot, Brötchen und Feingebäck

gemacht, wir Konditoren haben uns um

Torten und Desserts, das Filigrane gekümmert.

Heutzutage hat sich das gewandelt: Die Konditoren

geben auf. Das Überleben wird sehr hart und

die Bäcker haben erkannt, dass man mit Torten

und ein paar Schnittchen zusätzlich noch ein bisschen

Geld machen kann, kapitulieren aber dann

vor Themen- und Hochzeitstorten. Und deshalb

kann sich die ein oder andere Mutti mittlerweile

als Cake-Designer selbstständig machen. Sie lässt

die Torten backen und veredelt selber. Deswegen

werden wir Konditoren auf lange Sicht aussterben.“

Text: Cristina Segovia-Buendía

Fotos: Tortenatelier

Tortenatelier

Kaiserstraße 80

42477 Radevormwald

Fon 021851 93 96670

Mail info@tortenatelier.com

Net www.tortenatelier.com

der Bergische Unternehmer 01|19 49


FÜR SIE ENTDECKT TRENTINO

Ein Dorado für

Wintersportler

Foto: Luca Catalano Gonzaga

50 www.bvg-menzel.de


Im Winter ist das Trentino in Hochform: Die Skikarusselle Dolomiti Superski

und Skirama Dolomiti Adamello Brenta machen die Region zu einer der führenden

Wintersport-Destinationen der Welt. Verzauberte Schnee-Landschaften

und die unberührten Gebiete der Trentiner Bergwelt laden zu Skitouren

und Schneeschuhwanderungen, zu Wellness und Après-Ski ein.

Der Prinz Heinrich

Wagen ist

ein nobler Rennwagen

aus dem

Baujahr 1910. Im

Jahre 1911 fuhr

er einen Ge-

schwindigkeits-

Weltrekord von

172 km/h (links)

Der Lohner Porsche

Mixed aus

dem Jahre 1901.

der Bergische Unternehmer 01|19 51


FÜR SIE ENTDECKT TRENTINO

Foto: Alessandro Gruzza

Foto: Federico Modica

Die verschiedenen,

weit verzweigten Skigebiete

des Trentino

bieten optimale Bedingungen

für Wintersportler.

Anfänger und

geübte Skihasen, die

auf den Pisten die Herausforderung

suchen,

kommen hier gleichermaßen

auf ihre Kosten.

Die Urlaubsregion Trentino erstreckt sich

vom Weltkulturerbe Dolomiten bis zum

beliebten Gardasee. Das Trentino liegt

im mittleren Nordosten Italiens und bildet

von der Salurner Klause im Norden bis etwa 15

Kilometer vor der Veroneser Klause im Süden einen

Teil der Brennerachse. Wer die Skigebiete ausgiebig

entdecken will, muss hoch hinaus, liegen sie

doch inmitten einer beeindruckenden Gipfellandschaft.

Hier finden anspruchsvolle trainierte Skifahrer

oder Freerider in atemberaubend schöner

Natur die passenden Herausforderungen auf perfekt

präparierten Pisten. Genauso gibt es für Kinder,

Senioren und Anfänger die entsprechenden

Hänge. Die meisten Berghütten sind auch im Winter

in Betrieb und öffnen sogar für Übernachtungsgäste,

die dann im morgendlichen Sonnenschein

die Pisten erobern. Der Verbund „Dolomiti Superski“

vereint rund 1.200 Pistenkilometer in zwölf

Skigebieten, die mit einem Skipass befahren werden

können. Bergbahnen der neuesten Generation

befördern die Wintersportler bergauf.

Unesco Weltnaturerbe

Am Fuße der Marmolata, der Königin der Dolomiten,

liegt das Fassatal im Trentino mit seiner

prachtvollen Naturkulisse. Dieses Tal ist nicht nur

ein Paradies für Wintersportler, sondern birgt auch

zahlreiche Naturschätze, jahrhundertealte Traditionen

und kleine märchenhafte Ortschaften. Das Val

di Fassa ist eines der beliebtesten Reiseziele des

Trentino, dank der herrlichen Dolomiten und der

Gastfreundschaft mit Hotels und Ferienwohnungen

für jeden Geschmack. Mehrere der Berggruppen

sind in der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes eingetragen:

die Rosengartengruppe mit den Vajolet-

Türmen, der Latemar, die Marmolata. Auf keinen

Fall darf man sich den Sonnenuntergang auf den

Dolomiten entgehen lassen, wenn die letzten Sonnenstrahlen

die Felswände rosa färben. Mit seinen

über 200 Kilometer Skipisten gilt das Val di Fassa

als eine der Hauptstädte des internationalen Skisports.

Überdies ist dieses Skigebiet ein sehr fortschrittliches

mit modernen Anlagen, die optimale

Bedingungen zum Skifahren garantieren. Auch an

Snowboard, Nachtskifahren, Freeride und Skibergsteigen,

sowie Langlaufen und Schneeschuhwanderungen

können sich Wintersportfreunde versuchen.

Lebhafte Ortschaften, wie Moena und Canazei, regionstypische

Gastronomie, Wine Bars und Après-

Ski für die abendliche Unterhaltung: Das Val di

Fassa lässt mit seinem Freizeitangebot keine Wünsche

offen.

Auf flotten Kufen ins Tal

Auch zum Schlittenfahren und Winterwandern bietet

die Region viel: Ein Tipp ist zum Beispiel die

fünfeinhalb Kilometer lange Rodelbahn von der

Geisleralm talabwärts durch die herrlich tiefverschneite

Villnösser Winterlandschaft. Die Rodel

52 www.bvg-menzel.de


Foto: Paolo Bisi

Foto: Pio Geminiani

können auf der Alm ausgeliehen werden, so dass

der Anstieg bequem und ohne zusätzliches Gewicht

erfolgt. Nach gemütlichen Stunden mit Blick

auf die Kulisse der Geislerspitzen geht es dann auf

flotten Kufen hinunter ins Tal.

Das Val di Sole Tal ist eine der größten Abzweigungen

des Nonstales im Trentino und auch ein beliebtes

Skigebiet. Das Tal grenzt im Norden an das

Ortlergebiet, im Westen an den Tonalepass (Lombardei),

im Osten an die Adamello-Gruppe und im

Süden an die Brenta Dolomiten. Die Zuglinie aus

dem Nonstal führt bis nach Malè, dem Hauptort

der Region, und auch bis zum Skigebiet Marilleva.

Die Höhenlage reicht von 700 Metern in Malè bis

1.200 Meter in Vermiglio. Wintersportler finden im

Val di Sole Tal Liftanlagen, die hoch hinauf in die

Skigebiete Folgarida-Marilleva, Pejo und Tonale

führen. Durch die Pistenverbindung zwischen Folgarida

Marilleva, Madonna di Campiglio und Pinzolo

verfügt das Großraumskigebiet „SkiArea

Campiglio Dolomiti Di Brenta Val di Sole Val Rendena“

über insgesamt 150 Pistenkilometer und 62

Aufstiegsanlagen inmitten der Brenta-Dolomiten.

Schneeschuhe, Skilanglauf und ganz

viel Wellness

Wer es weniger atemberaubend und mehr gemächlich

mag, ist beim Schneeschuhwandern gut aufgehoben.

Dabei bewegt man sich mit Leichtigkeit

durch die verschneiten Landschaften. Die modernen

Schneeschuhe, die nichts mehr mit den schweren

Holzplatten früherer Tage zu tun haben, können

bei vielen Skiverleihern ausgeliehen werden.

Ideale Wege für Schneeschuhwanderungen gibt es

im gesamten Trentino. Skilangläufer können auf

den „SuperNordicSkipass“ als Zusammenschluss

italienischer Langlaufzentren zurückgreifen. Der

Pass umfasst elf Gebiete im Trentino und fünf im

benachbarten Venetien. 1.000 Kilometer täglich

präparierter Loipen kommen da zusammen. Alle

teilnehmenden Langlaufzentren haben einen Langlaufski-

und -schuhe-Verleih, Anfänger finden bei

einer der zahlreichen Langlaufschulen das entsprechende

Training.

Nach aller sportlicher Herausforderung, dem Genießen

kulinarischer Köstlichkeiten und vielen

neuen Eindrücken wird auch Wellness in den Tälern

und auf den Pisten groß geschrieben. Da findet

sich mal ein Whirlpool mitten im Schnee und

durchs Panoramafenster blickt man von der Sauna

hinaus in eine atemberaubende Bergkulisse.

Text: BVG

Fotos: Trentino Sviluppo S.p.A

der Bergische Unternehmer 01|19 53


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BERGISCHE

VERLAGSGESELLSCHAFT MENZEL

GMBH & CO. KG

Neueintragungen

19.12.2018 HRB 29473: Bau & Wohn

NRW GmbH, Wuppertal, Friedrich-

Engels-Allee 294, 42285 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

03.12.2018. Geschäftsanschrift:

Friedrich-Engels-Allee 294, 42285

Wuppertal. Gegenstand: Die Erstellung,

der Bau sowie der An- und

Verkauf von Immobilien. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Tchobanov, Dimitri,

Wuppertal, *31.05.1979, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

19.12.2018 HRB 29469: Wurm Holding

GmbH, Remscheid, Morsbachtalstraße

30, 42857 Remscheid.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

08.11.2018. Geschäftsanschrift:

Morsbachtalstraße 30, 42857 Remscheid.

Gegenstand: Die Beteiligung

und Erbringung von Dienstleistungen

an Unternehmen im Bereich der

Herstellung, des Vertriebs und der

Montage von elektronischen Regelgeräten,

elektrotechnischen Anlagen

sowie an Unternehmen, welche

Grundbesitz verwalten. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Große-Kracht,

Rainer, Sindelfingen, *01.03.1970;

Parlanti, Gianbattista, Stuttgart,

*10.04.1968; Perthel, Diana Alexandra

Louise, Wuppertal, *15.11.1968;

Dr. Wurm, Horst Peter, Remscheid,

*04.01.1952.

20.12.2018 HRB 29474: Siegfried

Matthes Verwaltungsgesellschaft

mbH, Mettmann, Bollenhöhe 5,

40822 Mettmann. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 17.12.2018.

Geschäftsanschrift: Bollenhöhe 5,

40822 Mettmann. Gegenstand: Der

Erwerb und die Verwaltung von

Beteiligungen sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung und

der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die

Beteiligung als persönlich haftende

Gesellschafterin an der Siegfried

Matthes Verwaltungsgesellschaft

GmbH & Co. KG. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird

die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Matthes, Siegfried, Velbert,

*07.07.1940, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

20.12.2018 HRA 24811: Mohr Markt

GmbH & Co. KG, Velbert, c/o REWE

MOHR, Bonsfelder Straße 71, 42555

Velbert. (Gegenstand des Unternehmens

ist der Handel mit Lebensmitteln

und non-food-Artikeln.).

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

c/o REWE MOHR, Bonsfelder

Straße 71, 42555 Velbert. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: Mohr Verwaltungs

GmbH, Velbert (Amtsgericht

Wuppertal HRB 29468), mit der Befugnis

-auch für jeden Geschäftsführer-,

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29488: Ek Verwaltungs

GmbH, Wuppertal, Viehhofstr.

119, 42117 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 28.11.2018. Geschäftsanschrift:

Viehhofstr. 119,

42117 Wuppertal. Gegenstand: Die

Beteiligung an anderen Unternehmen,

insbesondere die Beteiligung

als persönlich haftender Gesellschafter

bei Gesellschaften mit

gleichem oder ähnlichem Geschäftszweck.

Stammkapital: 25.200,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Linge,

Jan Philipp Sebastian, Willich,

*10.12.1977, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29478: Jutger Verwaltungs

GmbH, Remscheid, Industriehof

Trecknase 10, 42897

54 www.bvg-menzel.de


Für die Aktualität, Korrektheit und

Vollständigkeit der Anlage kann vom

Verlag keine Gewähr übernommen

werden.

Remscheid. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 29.11.2018. Geschäftsanschrift:

Industriehof Trecknase

10, 42897 Remscheid. Gegenstand:

Die Verwaltung von Beteiligungen

aller Art sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung und der

Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung

als persönlich haftende geschäftsführende

Gesellschafterin an

der Jutger GmbH & Co. KG. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Klein, André, Nümbrecht,

*26.12.1970, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29483: PH Immobilien

Verwaltungs GmbH, Solingen,

Piepersberg 25, 42653 Solingen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

10.12.2018. Geschäftsanschrift: Piepersberg

25, 42653 Solingen. Gegenstand:

Die Beteiligung als persönlich

haftender Gesellschafter an

der Gesellschaft unter der Firma „PH

Immobilien KG“ mit dem Sitz in Solingen,

mit der Übernahme der Haftung

und der Vertretung in Bezug

auf die vorgenannte Gesellschaft.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Hafeneger, Philipp,

Solingen, *22.06.1983, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29487: Dryceage

GmbH, Erkrath, Millrather Weg 3,

40699 Erkrath. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 12.12.2018. Geschäftsanschrift:

Millrather Weg 3, 40699

Erkrath. Gegenstand: Dienstleistungen

mit Trockeneisstrahlgeräten.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Aßmann, Thomas,

Erkrath, *10.12.1978, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29490: Immo Meile

Projekt Bergisch Gladbach GmbH,

Wuppertal, Steinbecker Meile

1, 42103 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 13.12.2018. Geschäftsanschrift:

Steinbecker Meile

1, 42103 Wuppertal. Gegenstand:

Der An- und Verkauf von Grundbesitz,

die Errichtung von Hoch- und

Tiefbauten, die Erbringung von

damit zusammenhängenden Beratungs-

und Projektierungsleistungen

sowie von sonstigen Dienstleistungen

jedweder Art, die im

unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang

damit stehen, insbesondere

für das Objekt Hauptstraße

133, 135 / Poststraße / Stationsstraße,

ausgeschlossen sind die Tätigkeiten

nach § 34 c Gewerbeordnung.

Stammkapital: 30.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Bovenkamp, Jochen,

Gmund, *13.02.1953; Fortmann,

Hans-Peter, Wuppertal, *19.04.1954;

Krämer, Herbert, Bergisch Gladbach,

*09.06.1952, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29485: UNITED GAR-

MENTS GMBH, Wuppertal, Teschensudberger

Str. 18 B, 42349 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

09.11.2018. Geschäftsanschrift: Teschensudberger

Str. 18 B, 42349

Wuppertal. Gegenstand: Der Handel

mit Textilien, Schuhen, Accessoires

und Pflegeprodukten. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Harms, Jens Olaf, Wuppertal,

*28.08.1970, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

21.12.2018 HRB 29479: WNI West-

Nord Immo GmbH, Remscheid, Im

Loh 8, 42859 Remscheid. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 16.11.2018.

Geschäftsanschrift: Im Loh 8, 42859

Remscheid. Gegenstand: Die Verwaltung

eigenen Vermögens, insbesondere

von Immobilien. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird

die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Alsdorf, Martin, Remscheid,

*20.07.1962, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

27.12.2018 HRB 29493: PVH FUTURE

LAB GmbH, Wuppertal, EDE Platz

1, 42389 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 09.11.2018. Geschäftsanschrift:

EDE Platz 1, 42389

Wuppertal. Gegenstand: Entwicklung,

Vertrieb und Lizensierung von

technologischen Dienstleistungen

wie 3D-Druck-Plattformen, Big Data-

Analysen und darauf aufbauenden

Anwendungen, digitale Prozessoptimierungen

durch sprachbasierte

Kommunikationssysteme in Verbindung

mit Chatbots, insbesondere

für Unternehmen des europäischen

Produktionsverbindungshandels,

einschließlich der Beratung und

dem Anbieten von ergänzenden

Serviceleistungen. Stammkapi-

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Wuppertal

Deutscher Ring 88

42327 Wuppertal

Tel. (02 02) 2 74 57-0

Fax (02 02) 2 74 57-47

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Niederlassung

Remscheid

Lenneper Str. 47 -49

42855 Remscheid

Tel. (0 21 91) 93 12 91

Fax (0 21 91) 3 10 59

der Bergische Unternehmer 01|19 55


HANDELSREGISTER

tal: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Brocksch, Thilo, Ludwigsburg,

*10.09.1963; Diergarten, Frederik

Sebastian, Sprockhövel, *16.01.1987,

jeweils mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

27.12.2018 HRB 29501: Two Brothers

Code GmbH, Erkrath, Haus

Brück, 40699 Erkrath. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 13.12.2018. Geschäftsanschrift:

Haus Brück, 40699

Erkrath. Gegenstand: Die Entwicklung

von Software und IT-Dienstleistungen.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Deuerlein,

Timo Maximilian, Erkrath,

*23.08.1991; Deuerlein, Marius Dominik,

Erkrath, *16.02.1993, jeweils

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

27.12.2018 HRB 29498: AREALCON

GmbH, Wuppertal, Küllenhahner

Straße 9a, 42349 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 11.03.2002,

mehrfach geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 13.09.2018 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. (2) (Firma und

Sitz der Gesellschaft) und mit ihr

die Sitzverlegung von Düsseldorf

(bisher Amtsgericht Düsseldorf HRB

54556) nach Wuppertal beschlossen.

Geschäftsanschrift: Küllenhahner

Straße 9a, 42349 Wuppertal. Gegenstand:

An- und Verkauf von Immobilien,

Grundstücken und deren

Teile. Geschäfte nach § 34c Gewerbeordnung

sind Gegenstand des

Unternehmens. Ferner die Unternehmensberatung,

die Verwaltung

eigenen und fremden Vermögens

sowie die Hausverwaltung. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Gülich, Matthias, Wuppertal,

*28.02.1962, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura mit der Ermächtigung

zur Veräußerung und Belastung von

Grundstücken: Schreiner, Christian,

Witten, *05.05.1966.

02.01.2019 HRB 29505: Egropa

Marketing für Groß- und Einzelhandel

GmbH, Haan, Siemensstraße 7,

42781 Haan. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 04.10.1984, mehrfach

geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 07.11.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Ziffer I., § 1 (Firma und Sitz

der Gesellschaft) und mit ihr die

Sitzverlegung von Abstatt (bisher

Amtsgericht Stuttgart HRB 103504)

nach Haan beschlossen. Geschäftsanschrift:

Siemensstraße 7, 42781

Haan. Gegenstand: Die Vorbereitung

und Durchführung von Dienstleistungen

auf dem Marketingsektor für

Groß- und Einzelhandelsunternehmen,

insbesondere - die mittelbare

und unmittelbare Unterstützung des

mittelständischen Groß- und Einzelhandels

in PBS-Waren bei der Werbung

und Imagebildung, - der Entwurf

und Vertrieb von Werbemitteln

und Katalogen, - die Schaffung von

Eigenmarken und die Vermittlung

von Bezugsquellen, sowie Sonderangeboten,

- Vertrieb von Waren im

PBS-Bereich - die Erledigung aller

Aufgaben des Marketings im PBS-

Bereich wie z.B. Übernahme von

Bürgschaften für Bonuszusagen des

Großhändlers an den Einzelhändler.

Stammkapital: 50.000,00 DEM. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Kilgus, Manfred

Eugen, Gäufelden, *06.03.1961.

03.01.2019 HRA 24818: Erich Weiss

Logistik GmbH & Co. KG, Heiligenhaus,

Humboldtstraße 1-3, 42579

Heiligenhaus. (Gegenstand ist der

Betrieb einer Spedition.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Humboldtstraße 1-3, 42579

Heiligenhaus. Jeder persönlich

haftenden Gesellschafter vertritt

einzeln. Jeder persönlich haftenden

Gesellschafter sowie seine organschaftlichen

Vertreter sind befugt,

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Persönlich haftender

Gesellschafter: Erich Weiss Logistik

Verwaltungsgesellschaft mbH, Heiligenhaus

(Amtsgericht Wuppertal

HRB 29494).

03.01.2019 HRB 29507: Tischlerei

Niederprüm GmbH, Wuppertal, Rödiger

Straße 92, 42283 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

05.12.2018. Geschäftsanschrift: Rödiger

Straße 92, 42283 Wuppertal.

Gegenstand: Der Betrieb einer Tischlerei.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

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und Energie-Effizienz:

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Geschäftsführer: Harguth-Böhme,

Patrick, Remscheid, *13.03.1981,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

03.01.2019 HRB 29508: BrickCollection

GmbH, Haan, Alter Kirchplatz

9a, 42781 Haan. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 05.12.2018. Geschäftsanschrift:

Alter Kirchplatz

9a, 42781 Haan. Gegenstand: Der

Erwerb, die Bewirtschaftung, die

Verwaltung und ggf. die Verwertung

von eigenen Immobilien. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Preuß, Jörg, Haan,

*25.04.1973, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

03.01.2019 HRB 29512: DANSTEP

GmbH, Wülfrath, Liegnitzer Straße

5, 42489 Wülfrath. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 05.10.2018. Geschäftsanschrift:

Liegnitzer Straße

5, 42489 Wülfrath. Gegenstand: Die

Vermietung und der Verkauf von

Gastronomiefahrzeugen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Hamke, Stephan,

Wülfrath, *22.11.1983, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

04.01.2019 HRB 29514: Perfekt Automobile

GmbH, Wuppertal, Weinberg

99, 42109 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 14.12.2018.

Geschäftsanschrift: Weinberg 99,

42109 Wuppertal. Gegenstand:

Der An- und Verkauf von PKW´s,

LKW´s und Motorrädern. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Kurzynoga, Kamil Piotr,

Erkrath, *17.09.1985, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

07.01.2019 HRB 29516: BBS Lutz

Pooch GmbH, Wuppertal, Oberbergische

Straße 61, 42285 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

Wuppertal

Maschinentransporte

Betriebsumzüge

Hallenmobilkrane 12–60 t

Gabelstaplermietflotte 1–27 t

Gabelstaplerservice

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Neuendorf, Tanja,

Remscheid, *18.08.1968, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

07.01.2019 HRB 29517: LOEWENWERK

GmbH, Solingen, Broßhauser Straße

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06.12.2018. Geschäftsanschrift:

Oberbergische Straße 61, 42285

Wuppertal. Gegenstand: Der Betrieb

einer Buchbinderei. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Pooch, Lutz, Wuppertal,

*01.05.1966, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

07.01.2019 HRB 29519: Neuendorf

Personaldienste GmbH, Remscheid,

Schützenstraße 51, 42853 Remscheid.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 04.12.2018. Geschäftsanschrift:

Schützenstraße 51, 42853 Remscheid.

Gegenstand: Personaldienstleistungen,

Arbeitsvermittlung,

sowie die gewerbsmäßige

Überlassung von Arbeitnehmer i.S.d.

AÜG. Stammkapital: 25.000,00 EUR.

22, 42697 Solingen. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 11.12.2018. Geschäftsanschrift:

Broßhauser Straße 22, 42697

Solingen. Gegenstand: Fliesen-,

Platten- und Mosaiklegearbeiten,

Estrich-, Parkett- und Bodenlegearbeiten,

Raumausstattung, Gebäudereinigung,

Eisenflechterarbeiten,

Fugenarbeiten und Kabelverlegung

im Hochbau, Holz- und Bautenschutz,

Einbau genormter Fertigbauteile,

Garten- und Landschaftsbau, Akustik

und Trockenbau, Abbrucharbeiten,

Asphaltieren, Betonbohrer

und -schneiden, Metallschleifer und

-polieren, Rohr- und Kanalreinigung,

Hausmeisterservice, Teppichreinigungen,

Vermittlung von Handwerkertätigkeiten,

Im-/Export und Handel

mit Waren aller Art, insbesondere

Baubedarf, Verleih von Baumaschinen.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

die Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Lukasiak,

Adam, Solingen, *09.08.1986, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

08.01.2019 HRB 29520: GS Schleiftechnik

GmbH, Heiligenhaus, Grubenstraße

6 - 8, 42579 Heiligenhaus.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

01.09.2016 Die Gesellschafterversammlung

vom 06.11.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § I Ziffer 2. (Firma, Sitz)

und mit ihr die Sitzverlegung von

Essen (bisher Amtsgericht Essen

HRB 27703) nach Heiligenhaus

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Grubenstraße 6 - 8, 42579 Heiligenhaus.

Gegenstand: Die Bearbeitung

von Metallen jeglicher Art. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Binici, Gamze, Heiligenhaus,

*26.06.1991, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

09.01.2019 HRB 29522: Lenders Akademie

GmbH, Mettmann, Johannes-

Flintrop-Straße 8 - 10, 40822 Mettmann.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

07.12.2018. Geschäftsanschrift:

Johannes-Flintrop-Straße 8 - 10,

40822 Mettmann. Gegenstand: Die

Durchführung und Organisation

von Veranstaltungen, Seminaren,

Schulungen, Trainings sowie deren

Vermarktung im Bereich Vertrieb,

Verkauf, Kommunikation und Persönlichkeitsbildung.

Des Weiteren

die Entwicklung, Produktion, Vermittlung

und Vermarktung von Werbekonzepten

im Printbereich und

von digitalen Online-Informationsprodukten

und damit zusammenhängenden

Dienstleistungen sowie

Unternehmensberatungstätigkeiten.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Lenders, Thomas,

Mettmann, *12.07.1967, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

der Bergische Unternehmer 01|19 57


VORSCHAU

Im Februar 2019

Foto: Shutterstock Foto: Shutterstock

Titel: Autos: Oldies, but Goldies!

Und was ist mit dem Diesel?

Porträt:

Paperdoc: Alte Schätze bewahren

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Für Sie unterwegs:

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IMPRESSUM

Herausgeber und Eigentümer:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Simonsstraße 80

42117 Wuppertal

Fon 0202 451654

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Marketing, Konzeption/Layout:

Eduardo Rahmani

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Preisliste Nr. 01, ab 1. Januar 2017

Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

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Der Inhalt dieses Magazins wurde sorgfältig erarbeitet.

Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag

übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe

gestattet. Mit Namen oder Initialen gezeichnete

Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber

nicht unbedingt die des Verlags wieder. Bezugspreis

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