Taxi Times DACH - Februar/März 2019

taxitimes

Taxi Times – DACH ist ein unabhängiges Fachmagazin speziell für die Taxibranche aus dem deutschsprachigem Raum.

Taxi Times – DACH erscheint 6 x pro Jahr und greift die aktuellen Taxitrends und Neuigkeiten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie punktuell auch aus der ganzen restlichen Taxiwelt auf. Den Schwerpunkt bilden Berichte über gewerbepolitische Aktivitäten der Branchenverbände sowie über Trends und Neuigkeiten zu branchenrelevanten Produkten und Rechtsprechungen.

PERSONEN

VERKEHRSMINISTER

DEMENTIERT

PLÄDOYER FÜR UBER

Mit einer vierköpfigen Delegation traf sich der Vorstand des BZP mit

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zum Gedankenaustausch. Dabei lag

Scheuers Priorität weniger auf Uber, sondern auf der Elektromobilität.

Sie treffen uns heute gut gelaunt an.“

Mit diesen Worten begannen die

Funktionäre des Deutschen Taxiund

Mietwagenverbands BZP ihr Gespräch

mit Andreas Scheuer, zu dem der Bundesverkehrsminister

eingeladen hatte. Grund

der guten Laune: Wenige Minuten zuvor

hatten an jenem 13. Dezember 2018 der

Präsident Michael Müller, seine beiden

Vizes Peter Zander und Hermann Waldner

sowie Geschäftsführer Thomas Grätz erfahren,

dass der Bundesgerichtshof BGH das

Verbot der App UberBLACK (siehe Seite 13)

bestätigt hatte.

Scheuer jedoch hatte seine Prioritätenliste

anders aufgestellt. Er wollte mit dem

Taxigewerbe zunächst über die Elektromobilität

sprechen und formulierte dazu auch

gleich seine Erwartungen: „Das Gewerbe

sollte dringend die Chance ergreifen, eine

Leuchtturmfunktion bei den alternativen

Antrieben einzunehmen.“ Das Taxigewerbe

sei bei der Gewährleistung der Mobilität

von sehr wichtiger Bedeutung.

FINGER IN DIE WUNDE

Von Präsident Müller auf die damit verbundenen

Probleme hingewiesen, versprach

Scheuer, sich dafür einsetzen, dass im

Taxibereich einzelne Fahrzeuge gefördert

werden können. Der Verkehrsminister forderte

den Verband auf, den Finger in die

offene Wunde zu legen und die Probleme

bei der Antragstellung auch mit Belegen

vorzutragen. „Zudem sprach sich Scheuer

dafür aus“, berichtet der BZP, „dass im kommenden

Recht den Kommunen die Option

gegeben wird, den Taxiunternehmen in den

belasteten Städten technische Vorschriften

für die Antriebsart vorschreiben zu können.

Ebenfalls sagte er die Prüfung zu, ob

nicht die Förderquote im öffentlichen Verkehr,

also unter Einbeziehung der Taxiunternehmen,

einheitlich festgesetzt wird.

Im Moment erhalten Busse 80 Prozent

der Mehrkosten zu den bisher eingesetzten

Fahrzeugmodellen, Taxis erhalten aber

vergleichsweise nur geringe 40 Prozent.“

Erst nach diesen Erörterungen kam das

Gespräch auf Uber – angesprochen von

BZP-Seite. Dabei betonte Scheuer, dass er

EIN NEUES JAHR MIT VIEL MUSIK

EIN NEUER MANN MIT MEHR AUSDAUER?

Mit ihrer traditionellen Neujahrsgala hat

sich die Wiener Taxizentrale 40100 bei

ihren Stammkunden für deren Kundentreue

revanchiert. Beim Konzert am

4. Januar waren auch Gäste der österreichischen

Bundes- und Landespolitik

anwesend – ebenso wie Taxivertreter aus

Deutschland. Christian Holzhauser (links),

Geschäftsführer von Taxi 40100, begrüßte

als Ehrengast Karoline Edtstadler, ÖVP-

Staatssekretärin des Innenministeriums.

Unter den 1.700 Gästen waren neben zahlreichen weiteren

politischen Vertretern auch Taxifunktionäre wie Gökhan

Keskin (Fachgruppenobmann für Taxi und Fiaker in Wien)

und Bundes-Taxiobmann Erwin Leitner. Matthias Maedqe,

Generaldelegierter der IRU aus Brüssel, vertrat die internationale

Sparte der Personenbeförderungsbranche. Aus

Deutschland waren der BZP-Präsident Michael Müller

und der Geschäftsführer Thomas Grätz sowie zahlreiche

Zentralenchefs deutscher Taxizentralen (HansaFunk, Taxi

Hamburg, IsarFunk, Taxi Berlin, Taxi München eG, Taxi

Frankfurt) angereist.

jh

Jung, lächelnd, leger im Polohemd, ohne Krawatte und mit

dem Mercedes-Benz-Schlüsselanhänger um den Hals präsentiert

sich Tim Podszus auf dem Foto seinen neuen Kunden –

all jenen Taxi- und Mietwagenunternehmern in Deutschland,

die einen Stern auf der Kühlerhaube tragen. Der gebürtige

Sachse (verheiratet, zwei Kinder) ist seit 2006 für den

Daimler-Konzern tätig und wird die Leitung des Taxi-

Branchenmanage ments übernehmen. Er tritt damit in die

Fußstapfen von Jan Thomas, der nach nicht einmal 18 Monaten

im Amt innerhalb des Konzerns eine andere Aufgabe übernommen

hat. Parallel zum Personalwechsel ändern sich auch

die betriebsinternen Zuständigkeiten. Die Betreuung der Taxiund

Mietwagenkunden wird ab sofort direkt vom Flottenmanagement

Mercedes-Benz Cars Vertrieb aus erfolgen.

Es wäre schön, wenn mit Podszus, der sein Büro in Berlin hat,

nun auch wieder eine längere Verweildauer auf dieser Position

vorherrscht. Die „Laufzeit“ seiner Vorgänger war zuletzt

immer kürzer geworden.

jh

FOTOS: Taxi 40100, Daimler AG

FEBRUAR / MÄRZ / 2019 TAXI

Weitere Magazine dieses Users