Schwarzbuch der Natursünden in Niederösterreich, 1999 - PRB

prb.at

Schwarzbuch der Natursünden in Niederösterreich, 1999 - PRB

Schwarzbuch - Naturschutz in Niederösterreich

Zerstörung des letzten Augebietes

DONAUBRÜCKE / Traismauer

Der geplante Ausbau der B3 und deren Verbindung mit der S 33 machen die

Errichtung einer Donaubrücke bai Traismauer notwendig. Die geplante Trasse

zerschneidet großflächig die letzte Aulandschaft in dieser Region, entsprechende

Schädigungen von Flora und Fauna sind zu erwarten.

Dr. Wenger von der „Lanius Forschungsgemeinschaft“ dokumentiert in seiner Studie

akribisch die durch das Projekt vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten, er kritisiert

ebens wie die Bürgerinitiative, daß für die Beurteilung des Großprojektes kein

biologisches Gutachten vorgesehen ist.

Für die Grünen ist das Projekt Donaubrücke Traismauer aus naturschutzrechtlicher

Sicht abzulehnen, aber auch die verkehrspolitische Dimension erscheint den

GegnerInnen höchst bedenklich: Zwar wird die Errichtung der Donaubrücke mit der

besseren Erreichbarkeit der Landeshauptstadt argumentiert, die 10 Minuten

Zeitersaprnis rechtfertigen aber keineswegs die Investition von mehr als 400

Millionen Schilling in eine weitere Verstärkung des hochrangigen Straßennetzes.

Ganz im Gegenteil fordern die Grünen im Zentralraum eine rasche Verwirklichung

des seit langem versprochenen Ausbaus des Öffentlichen Verkehrs in dieser Region.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine