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Foreign Rights Catalogue Obelisk 2018

Foreign Right Catalogue Obelisk Verlag Children´s book publishing house Renate Welsh Kaethe Recheis Saskia Hula Michaela Holzinger Jutta Treiber

Is it aunty Edda or

Is it aunty Edda or Agent Ice? Why is there a note in aunt Edda’s house which has secret codes on it? Why is she talking to a pen? And what is written in the letter the guy in the grey coat just put in her mailbox? Ludwig and Luise are convinced: Aunt Edda is a secret agent! But does she even realise what great danger she got herself into? Fortunately, the two kids are living nearby which means they can always watch their aunt and all suspicious events. They also manage to follow the stranger with the grey coat. These summer days will get hot for the two detectives! A funny detective story, fraught with tension and speed. Autn Edda In Danger Illustrations: Lorenz Wilhelm 64 pages, size: 13,2 x 20,5 cm 8 years on Published: 2018 All rights available 2.000 copies - children are better secret agents - fun to read during the holidays - never change a winning team Kai Aline Hula: Born 1990 in Vienna. She is winner of the DIXI talendeted young writer award. „Windgirl“ (also publisjed by Obelisk Verlag) was her first book for adoloscence. She lives in Vienna and works as grammarschool teacher. Lorenz Wilhelm, born 1997 in Vienna. He started painting already in grammar-school, during high school he focused on game-design, which he finished in 2015. Since then he works as designer and illustrator.

„Was siehst du?“, fragte Ludwig von unten. Ich versuchte, nicht umzufallen und gleichzeitig über die Hecke in Tante Eddas Haus zu schauen. Das war nicht leicht. Auf einmal tauchte Tante Eddas rot-weißer Hut im Wohnzimmer auf. „Sie geht auf und ab“, sagte ich nach unten. „Im Wohnzimmer. Und sie hat etwas in der Hand. Einen Stift.“ „Schreibt sie etwas auf?“, fragte Ludwig. „Geheimschrift?“ „Nein“, sagte ich. „Aber sie redet. Mit dem Stift.“ Die Räuberleiter wackelte ein bisschen. Ludwig ächzte. „Sie redet mit dem Stift? Ist sie verrückt geworden? Luise, wackle doch nicht so viel!“ Dann kippte Ludwig unter mir um und ich fiel Tante Edda lächelte. „Sehr nett“. Sie konnte ja nicht wissen, dass Ludwig keinen Freund namens Pepe hatte. Vielleicht hatte sie auch nicht zugehört. Erwachsene machen das manchmal. „Na dann“, sagte Tante Edda. „Ich muss los, ich bekomme noch Besuch. Da fragte Ludwig schnell: „Können wir dir die Einkäufe nach Hause tragen?“ „Oh, wie nett“, sagte Tante Edda. „Aber wegen mir müsst ihr euren Freund nicht warten lassen!“ „Na toll“, sagte ich, sobald Tante Edda weg war. „Jetzt sind wir ganz umsonst hier!“ „Wie wäre es mit einem Quiz?“, fragte Onkel Emil nach dem Abendessen und da konnten wir nicht einfach aufstehen und gehen. Als wir fertig gespielt hatten, war es schon nach zehn. „Na gut“, sagte Ludwig beim Zähneputzen. „Um den Proviant kümmern wir uns morgen.“ In dieser Nacht war ich so aufgeregt, dass ich kaum einschlafen konnte. Und als ich endlich einschlief, träumte ich von drei grauen Männern, die Tante Edda mit Regenschirmen jagten, während sie mit dem winzigen weißen Hund im Arm davonrannte. Ludwig sah sich das Sparbuch ganz genau an. Drinnen standen jede Menge Zahlen. „Das reicht“, sagte Ludwig. Wir legten das Sparbuch zurück in die Küchenschublade, damit Mama nicht misstrauisch wurde. Und dann brauchten wir einen Plan. Einen Plan für das Treffen mit dem grauen Mann!