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2017-1-2 ÖBM Der Österreichische Fachmarkt - BAUDER macht Dächer sicher

g r e m i e n & V e r b

g r e m i e n & V e r b ä n d e Susanne Übellacker niederösterreich 1. 2017 wird sich aller Voraussicht nach nicht wesentlich gegenüber 2016 verändern. Die Politik – welche ständig von positiven Impulsen spricht setzt diese nicht um - ganz im Gegenteil: durch die ständige Neuwahldebatte wird die Unsicherheit im Konsumverhalten geschürt. Anstatt von Erleichterungen werden ständig neue Vorschriften und Verordnungen – welche das Bauen immer weniger leistbar machen – ins Leben gerufen. Die Förderrichtlinien können immer noch schwieriger erreicht bzw. umgesetzt werden. Da hilft dem privaten Konsum auch das anhaltende niedrige Zinsniveau nicht weiter. Eine zentrale Herausforderung für 2017 - aber auch vor allem für die kommenden Jahre kann man im Fachkräftemangel sehen. Insbesondere im Mittelstand mit Standorten außerhalb urbaner Ballungszentren kämpfen die Unternehmen damit, junge Talente zu rekrutieren. Aber auch die zukunftsorientierten Vertriebsmodelle darf man nicht außer Acht lassen – auch in unserer Branche gewinnt der Onlinehandel immer mehr an Bedeutung. 2. Mögliche Erfolgspotentiale für den Baustoffhandel und die Bauwirtschaft könnte beispielsweise der Trend hin zu qualitativ höherwertigen Baumaterialien sein und vor allem in der Energieeffizienz. Moderne Schlagwörter wie beispielsweise Digitalisierung in der Bauwirtschaft – da muss man erst die Auswirkungen – ob positiv oder negativ - abwarten. Große Erwartungen kann man in den Bereich des Smart-Home setzen – hierbei kann aber der Baustoffhandel leider sehr wenig beitragen. In diesem Bereich sehe ich eher die Haustechnik und die Unterhaltungselektronik als die Gewinner. 3. Mich persönlich wundert die immer noch steigende Wettbewerbsintensität und der Preisdruck – würde man meinen, der Horizont wäre erreicht – wird man immer wieder neu überrascht. Steigende Umsätze führen nicht zwangsläufig zu steigenden Gewinnen. y martina rauchbauer Burgenland 1. Erfreulich ist, dass seit 21.12.2016 das Bauprodukte- und Marktüberwachungsgesetz umgesetzt wurde und das Österreichische Institut für Bautechnik als Marktüberwachungsbehörde im Burgenland tätig sein kann. Dadurch erhoffen wir uns einen fairen Wettbewerb durch alle am Markt agierenden Unternehmen. 2. Die Herausforderungen des Baustoffhandels liegen in der strategischen Positionierung des Betriebes und der Umsetzung der Digitalisierung. Gefragt sind hier Kooperationen und eine gute Servicierung durch die Verbände, damit sich die Unternehmer auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sind im Handel seit geraumer Zeit ein „Dauerbrenner“ wenn es darum geht, ein Rezept für den Erfolg zu nennen. 3. Erste Schritte zu weniger Bürokratie wurden bereits gesetzt, es müsste hier aber viel rascher zu Änderungen und Erleichterungen für die Betriebe kommen. Jeder verwaltungstechnische Aufwand bedeutet die Bindung von Ressourcen im Unternehmen, die aber an anderer Stelle gebraucht werden. Wünschenswert ist eine merkbare Senkung der Lohnnebenkosten. y 18 | 1-2 . 2017

g r e m i e n & V e r b ä n d e heinrich wimmer Salzburg 1. Das Bauvolumen wird sich 2017 etwa auf dem Niveau vom Vorjahr bewegen. Der Fremdenverkehr ist im abgelaufenen Jahr überraschend gut gelaufen, sodass wieder mit verstärkten Investitionen gerechnet werden kann. Auch im Bereich Renovierung/Sanierung sollte vor allem im Privatbereich wieder einiges für den Baustoffhandel drinnen sein. Anhaltend schlecht wird sich der Tiefbau auch 2017 entwickeln. Eine Verbesserung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, zumal die Öffentliche Hand nach wie vor sehr zurückhaltend agiert. Im landwirtschaftlichen Bereich sind die dzt. tiefen Produktpreise (vor allem Milch) ein großer Hemmschuh für Investitionen. Hoffentlich zeichnet sich bald eine Stabilisierung ab. Somit ist in Summe kein Mengenwachstum zu erwarten.Wenn wir es schaffen, die Preiserhöhungen nur annähernd am Markt unterzubringen, ist das schon als Erfolg zu werten! 2. Erfolgspotential für den Baustoffhandel sehe ich in der (wieder) Wahrnehmung unserer Aufgaben: fachkompetente Beratung, gut sortiertes Lager, termingerechte Zustellung und marktgerechte Preise – nicht nur Verrechnungspartner sein.... das Kundenvertrauen in unsere Unternehmen ist wichtig. 3. Leider haben in einem stagnierenden Markt ziemlich alle Firmen den gleichen Kosten- und Ertragsdruck. Trotzdem sind viele Entscheidungen und Verhaltensweisen nicht nachvollziehbar. Nachhaltig werden sie aber nicht von Erfolg gekrönt sein. y Mach es einmal,... CERESIT. Zuverlässige Fliesenchemie für Profis.