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Ramana Maharshi_Die Perlen Bhagavans

Alle Wesen wünschen sich stets Glück, ein Glück ohne jeden Schatten einer Sorge, Gleichzeitig liebt sich jeder selbst am meisten. Die Ursache für Liebe ist nur das Glück. Daher liegt das Glück nur in uns selbst . . .

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Die drei Zustände des Wachens, Träumens und Schlafens Es gibt keinen Unterschied zwischen Traum und Wachzustand außer dass der Traum kurz ist und das Wachen lang. Beide sind das Ergebnis des Gemüts. Unser wahrer Zustand ist turiya, der jenseits der Zustände von Wachen, Träumen und Schlaf ist. Das Selbst allein existiert und verbleibt stets als das, was Es ist. Die drei Zustände verdanken ihre Existenz avichara (Nicht-Ergründung) – Ergründung setzt ihnen ein Ende. Wie viel man aber auch immer erklären vermag – verstanden wird dies erst, wenn man die Selbst-Verwirklichung erlangt und sich darüber wundert, weshalb man so lange so blind für das Offensichtliche und allein Existierende war. Alles was wir wahrnehmen, ist ein Traum – ob wir es nun im Traum oder im Wachzustand sehen. Aufgrund gewisser willkürlich gesetzter Kriterien bezüglich der Dauer der Erfahrung usw. nennen wir dann die eine dieser Erfahrungen „Traum“ und die andere „Wacherfahrung“. Unter Bezug auf die Wirklichkeit sind jedoch beide Erfahrungen unwirklich. Ein Mann hat vielleicht in seinem Traum die Erfahrung des Erlangens von anugraha (Gnade), und die Wirkungen und der Einfluss dessen auf sein gesamtes nachfolgendes Leben sind so tief und nachhaltig, dass man dies nur schwerlich unwirklich nennen kann, während andererseits die Erinnerungen an beiläufige Vorfälle im wachen Leben vorüberfliegen, ohne jede Wirkung bleiben und bald vergessen werden, wie dies so oft geschieht. Ich hatte einmal eine Erfahrung, eine Vision oder einen Traum – wie auch immer man es nennen möchte. Ich und einige andere einschließlich von Chadwick gingen auf dem Berg spazieren. Bei der Rückkehr gingen wir durch eine ungeheuere Straße mit riesigen Gebilden auf beiden 33