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E_1930_Zeitung_Nr.080

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ersten Ford-Fabrik in

ersten Ford-Fabrik in Deutschland, die in acht bis zehn Monaten in Köln eröffnet werden wird. (Wie in unserm Hauptblatt zu lesen war beabsichtigt Ford auch einen Besuch in der Schweiz. Die Red.) Die Arbeiter sollen dort denselben Lohn erhalten wie in Amerika — der Kaufkraft des deutschen Geldes angepasst. Hat ja Ford vor einigen Monaten bei dem Internationalen Arbeitsamt in Genf eine Feststellung der Lebenskosten in den wichtigsten Grossstadten •erlangt — unter lebhaftem Protest Von Afbeitgeberseite. «Stossen Sie nicht auf den Widerstand der anderen Arbeitgeber im Amerika?» — «Nein, meine Arbeiter kaufen ja ihre Wagen.» Ford ist, begreiflicherweise, ein Gegner der hohen Schutzzölle, mit welchen Amerika sich jetzt gepanzert hat. Ei glaubt nicht, dass sie von Dauer sein werden. «Auf Wiedersehen in Europa!» Fords Riesenwerk. Wie ein witziges Epigramm wirkt der Kontrast zwischen der ländlichen Stille Inmitten der altertümlichen Häuser von Greenfield Village und dem Höllenlärm, der uns Vor einigen Stunden in den modernsten Fabriken umgab, als wir den bekannten ArbeitsproZess am laufenden Bande abschritten, zwischen den intelligenten Maschinen, die fast zu Menschen, und den Menschen, die in dieser tausendfachen Zerlegung des einfachen Produktionsvorgangfea fast zu Maschinen geworden sind! Draussen vor den Hochöfenanlagen warten Massen alter Automobile* die hier abgeliefert und den Besitzern mit 20 Dollars angerechnet werden, um dann anlaufenden Bande, Wie die Schweine im Schlachthaus, zerlegt und, nachdem alles, was nicht Eisen ist, entfernt wurde, in den Ofen zur neuen Schmelze hineingestössen zu" werden. Ein Arbeiter, der seinen Wagen ünvorsichtigerweise in der Nähe dieses Autofriödhofs stehen Hess, fand ihn bei seiner Rückkunft nicht mehr vor und konnte nur noch der systematischen Zerlegung seines Wagens zusehen. In ähnlicher Weise, werden jetzt gerade die hunderte Transportschiffe der amerikanischen Kriegsflotte, die Ford angekauft hat, zerlegt und zu friedlicheren Transportzwecken umgeschmolzen. Von den Hochöfen, von der Stahlfabrik zur Montagefabrik, wo sich die Zusammensetzung des Wagens in vierzig Minuten vollzieht, rollen alle zwei Minuten drei Wagen aus dieser einen Halle; die frühere Gesamtproduktion Detroits, 9000 Autos am Tag, Wird jetzt nicht mehr voll erreicht. Die Zahl de? Arbeiter, von 103.000 auf 100.000 gesenkt, dürfte, so erzählt man mir, schon in den nächsten Wochen auf 90.000 herabgesetzt werden. Montagewerkstätten (Assembly plants) hat Ford jetzt 35 in den Vereinigten Städten, 13 in Südamerika, 18 in BtlfOpa. 19 Millionen Autoa hat er bis jetzt gebaut Während ich dies am späten Abend schreibe, sehe ich von meinem Hotelzimmer im 24. Stock auf die unruhige, unregelmässige Stadt, den breiten, immer von Schiffen belebten Detroit-Fluss, Kanada affi andern Ufer. Unten jagen sich die Autos zu vielen Tausenden, die meisten vermutlich noch nicht abbezahlt. Ein Licht nach dem andern entzündet Sich hüben und drüben. Der Vollmond schüttet über das dankls Wasser seinen Glanz. Im Hintergrund Spännt sich die grosse Brücke über den Fluss, die das amerikanische mit dem britischen Reich verbindet. Die Hochbauten der Zeitungen, der Hotels, der Versicherungsgesellschaften heben die bunte amerikanische Lichtreklame in den HimmeL Und gerade vor diesem grandiosen Bild einer gesteigerten Technik wird man daran erinnert, dass auch dem Zeitalter der Maschine nichts so stark daa Gepräge gibt wie — die Persönlichkeit. Der Bart spart zwei Lebensjahre. Wieder einmal hat sich jemand, und zwar ein Franzose, der Mühe unterzogen, auszurechnen, wie vief Zeit ein 70jähriger auf die verschiedenen Tätigkeiten innerhalb seines langen Lebens verwendet, und er hat unter anderm herausbekommen, dass der Betreffende 23 Jahre im Bett, 19 Jahre bei der Arbeit, 9 Jahre beim Vergnügen, 1 Jahr in der Kirche und 2 Jahre — beim Rasieren verbringt. Es erscheint als eine Ironie, dass ein Mensch doppelt so lange mit der Entfernung seiner Barthaare als mit der Rettung seiner Seele beschäftigt ist. Der Franzose schlägt denn auch vor, dass man sich doch lieber seinen Bart solle wachsen lassen, als zwei ganze Lebensjahr© mit dieser überflüssigen Beschäftigung auszufüllen. Aber es ist ja fraglich, ob jeder Bärtige die gesparten zwei Jahre besser anwendet. Aus der Schule. Die Lehrerin erklärt ihren Schülerinnen die Bedeutung verschiedener Fremdwörter. « Monogamie» ist die Ehe mit einer Frau, < Polygamie > die Ehe mit mehreren Frauen usw. Am folgenden Tage die Repetition. « Wie nehnt man die Einehe ? » — Antwort Lieschens : « Monotonie » ... Wohnungssuche. Ein Junger Herr besichtigt ein Zimmer. Es gefällt ihm sehr, nur findet er, die Tapeten sähen so tot aus... — « Warten Sie nur bis zur Nacht», sagte der bisherige Mieter, der mit dem Koffer eben das Zimmer verlässt, «. dann werden sie lebendig ! » Aerzte, die vor der Badewanne warnten. In der ganzen Welt hat man sich sehr über die polnischen Bemühungen lustig gemacht, die Bevölkerung Warschaus zum regelmässigen Baden zu zwingen. Aber der Drang nach Reinlichkeit ist auch bei den saubersten Nationen nicht zu allen Zeiten zu finden gewesen. Die Amerikaner sind heute zweifellos die fanatischsten Anhänger des regelnlässigen Badens. Dieser Sieg der Sauberkeit über die Feinde des Badens ist jedoch, noch recht jungen Datums. Das erste Badezimmer in einem amerikanischen Privathaus wurde im Jahre 1842 von einem gewissen Thompson in Cincinnati eingerichtet. Das gab den Aerzten Anlass zu einer heftigen Polemik gegen eine Reinlich- Steuer von 30 Dollar belegte. Den Vogel schoss aber Boston, die geistige Hauptstadt der Vereinigten Staaten, mit der Verordnung ab, dass niemand ein Bad nehmen dürfe, es sei denn auf ausdrückliche ärztliche Verordnung. Blaue, weisse, feuerrote Katzen. In der diesjährigen Herbstausstellung des Klubs der Katzenliebhaber in London erregt eine Katze mit blauem Fell Aufsehen, die ein Geschenk des Clubs an die Königin von Italien ist. Ein berühmter Katzenzüchter stellt eine weisse Zwergkatze « Fata Morgana » aus, für die er für weitere Züchtungszwecke den Preis von 50 Pfund ansetzt. Der höchste Preis wird genannt für eine persische Zwei ausgezeichnete Grotesken def BerühntöieiteH Chafflje Chaplin und Bonzo, der vielbelachte Sund. Die Gestalten wurden für die Reklame geschaffen und ziehen zweifellos das Interesse an. keitsmanie, die nach ihrer Ansicht nur dazu dienen konnte, « Lungenschwindsucht, rheumatische Leiden, Lungenentzündung und Has ganze Heer der Infektionskrankheiten» bei den Reinigungsfanatikern hervorzurufen. Ein Jahr später erliess die Polizei von Philadelphia eine Verordnung, die das Baden zwischen dem 1. November und dem 15. Mäfz verbot, und nur mit einer Mehrheit von zwei Stimmen konnte die Zurücknahme der Verfügung schliesslich im Stadtrat durchgesetzt werden. Wie der Staat Virginia über die Badewanne dachte, geht zur Genüge daraus hervor, dass man jede Badewanne mit einer J. KASTL AUTOMOBIL'REVUE 1930 — N° 80 Das Gackloch Zwei Berühmtheiten Netzanschlussgeräte Widerstände Transformatoren Kondensatoren Radio-Lötkolben etc. Katze, deren Felle langhaarig und feuerrot ist, und für die nicht weniger als 100 Pfund gefordert werden. Von den 300 ausgestellt ten Katzen waren nur wenige, für die nicht ein langer und ein berühmter Stammbaum angegeben ist. Das älteste Fussballspiel der Welt. ;. Die Italiener haben von jeher eine grosse Vorliebe für alte Bräuche gehabt. Das gegenwärtige Regime kommt diesem Geschmack nicht nur entgegen, sondern unterstützt durch Bereitstellung grösserer Mittel die volkstümlichen Veranstaltungen Orion Radio Kremenezky-Werke Radioröhren In höchster Vollendung Netzempfänger GENERALVERTRETER: - DIETIKON bei ZÜRICH Telephon Nr. 97 in Stadt und Land, um den Glanz der Volksfeste zu erhöhen. Eine der bemerkenswertesten Veranstaltungen dieser Art ist der Fussballkampf, der kürzlich in Florenz auf der Piazza della Signorina in Kostümen des Cinquecento stattfand. Das Fussballspiel gehörte schon im Mittelalter zu den beliebtesten Sportübungen der Florentiner. Die Pracht der Gewänder der Teilnehmer, die nur den obersten Gesellschafsschichten angehörten, die Feierlichkeit des Umzuges durch die Strassen machten dieses Sportfest zu einem Höhepunkt des Florentiner Volkslebens. Bei dem Kampf, der kürzlich in der Stadt am Arno stattfand, wurden die historischen Ueberlieferungen treu gewahrt. Auf der Piazza della Signorina, die mit historischen Fahnen geschmückt war, fand das Wettspiel statt. An der Spitze des Zuges marschierten in mittelalterlichen Kostümen Trommelschläger und Trompeter, denen die Träger der vielfarbigen Fahnen und Standarten folgten. Umgeben von eleganten Pagen kamen gepanzerte Ritter zu 'Fusa und zu Pferd. Den Abschluss bildeten, geleitet von Heroiden, die beiden Parteien der Spieler in grünen und weissen Gewändern. Unter Trompetenschall verlas dann ein Herold auf der Piazza folgende Botschaft: cErlauchte Herren! Leute von beiden Ufern des Arno, die berufen sind, im allerältesten Spiel von Florenz um Sieg und Preis zu ringen, wir begrüssen euch! Unsere Erlauchten haben den Kämpfern von beiden Ufern des Arno die Aufgabe zugewiesen, Kraft, Geschicklichkeit und ritterliche Ehre unserer Leute zu beweisen. Abteilungen aus beiden Bezirken, Angehörige der ältesten Geschlechter unserer Stadt werden ein Spiel nach den alten Regeln auetragen, 27 Grüne gegen 27 Weisse.» — Es ist schwer zu sagen, ob Kenner des modernen Fus»- ballspiels mit dem Verlauf des Kampfes zufrieden waren; für den, der schöne Schauspiele liebt, war dieser Kampf sicher reizvoll. Und Florenz hatte einen grossen Festtag. Das Ultimatum des Dramatikers. Einem Wiener Theaterdirektor, der dafür bekannt war, dass er bei allen Stücken grosse Umänderungen vornahm, hatte Qeorg Kaiser ein Theaterstück eingereicht. Der Direktor erkjärte sich zur Annahme für seine Bühne bereit, setzte dem Dichter aber in einem, viele Seiten langen Briefe auseinander, warum er gewisse Szenen in der Originalfassung nicht bringen könne, sondern Umgestaltungen vornehmen müsse. Kaiser erklärte sich zu einigen Aenderungen bereit und so ging ein Briefwechsel hin und her, bei dem der Direktor Immer mit neuen Wünschen auftrat. Schliesslich bat er um die generelle Zustimmung des Autors zu einer Bearbeitung, worauf der Dichter nur zurücktelegraphierte : < Bestehe in jedem Fall auf Titel.» Ein Wasserkoster. Wir trinken und verwenden jeden Tag viel Wasser, so dass wir uns gar keine Gedanken darüber machen, wieviel Mühe und Arbeit notwendig ist, um uns diese Gabe der Natur in reiner und hygienisch einwandfreier Form zu liefern. Die Wasserwerke aller zivilisierter Städte sorgen mit verschiedenen Methoden für die Befreiung des Wassers von Krankheitskeimen. Die Schmackhaftigkeit Ist neben der Reinheit ein wichtiges Erfordernis, und so ist bei den Londoner Wasserwerken ein Mann angestellt, der nichts anderes zu tun hat, als tagtäglich Wasser zu trinken. Aus den verschiedenen Werken werden ihm Proben in Flaschen vorgesetzt; er trinkt aus jeder einige Schlucke und vergewissert sich, dass das Wasser einen guten Geschmack hat. Prosit I Autos als Anzahlung auf Flugzeuge. In London besteht eine Flugzeugfirma, die sich mit dem Vertrieb von Flugzeugen befasst. Sie hat jetzt die originelle Bekanntmachung veröffentlicht, dass, wer das Autofahren aufgeben will, seinen Wagen als Teilzahlung bei Ankauf eines Flugzeuges anbringen kann«. AROMATISCH, MILD mQUE.SAVOUREUX

N" 80 — 1930 EDEEP HDaae Lange genug haben die Frauen es verstanden, jedes Zeichen von Individualität aus ihren Zügen zu entfernen! Jetzt revoltieren sie von se'bst, wenigstens scheint dies aus einem Artikel einer Frau in der «B. Z.» hervorzugehen. Das Gesicht, das 1929 allgemein getragen wurde, war ein Gemisch von Greta Garbo und Marlene Dietrich. Es gab dafür unerschütterlich feststehende Gesetze. Das langgezogene, etwas zugekniffene Auge.., Die dünnen, erstaunten Augenbrauen ... Der kleine, etwas verbissene Mund mit einem Stich Sinnlichkeit in der oberen Kurve. Selbst die Nase durfte eine gewisse Länge nicht überschreiten, hatte einen vorgeschriebenen Durchmesser! Und die Frauen hatten ihre Freude daran! Und die Männer hatten ihre Freude daran. Weil sich alle Frauen nun so ähnlich sahen ... und sie, die Männer, nicht in Verlegenheit kamen durch Fragen, wie etwa: «Wer war die blonde Person mit Stupsnäschen, mit der Sie...» Alle «Personen» hatten dasselbe Naschen, dasselbe Haar, und die Herren konnten für alle Fälle eine Standard-Antwort parat haben, wie etwa: «Meine Frau» oder «meine Schwester» oder «die Ly», natürlich!» Tausend Komplikationen des täglichen Lebens waren mit einem Schlage beseitigt. Keine Dame brauchte sich von ihrer Modistin sagen zu lassen: «Gnädigste haben ein zu rundes Gesicht für diese Kappe» oder «Die Glocke ist nicht günstig für Sie». Was für die eine recht war, war für die andere, wenn nicht gerade billig, so immerhin doch kleidsam. Ruhe und Frieden herrschte auf unserem Planeten. •. SIEBTT EPER/IX IE Man trägt wieder das eigene Gesicht Da geschah was Ungeheuerliches! Mitten am hellen Tage wagte es eine phantasiereiche Pariserin, im Bois mit ihrem eigenen Gesicht zu erscheinen! Sie trug ein kleines, leicht gekrümmtes Naschen, buschige Augenbrauen, einen breiten Mund und dunkelbraunes Haar, wie es seit vielen, vielen Monaten an keiner Frau mehr gesehen war! Sämtliche, von eleganten Insassinnen gesteuerte Wagen gerieten ins Schleudern ... Kavalkaden schöner Reiterinnen verlangsamten ihr Tempo. Eine Sekunde stockte der gesamte Verkehr von der Avenue du Bois bis zum Grabmal des unbekannten Soldaten. Man wusste nicht recht, sollte man sich über die extravagante Moderevolutionärin lustig machen oder sie bewundern. Da sie aber jung, hübsch und tadellos gekleidet war, entschloss man sich zum letzteren. Und schon am nächsten Morgen wimmelte es im Bois von feschen Erscheinungen mit vollkommen unähnlichen Gesichtern. Erstaunt und erschüttert stellten die Frauen fest, dass sie auch ganz «verschieden» aussehen konnten... Die Schönheitssalons werden aber trotzdem weiterblühen. An einer individuellen Schönheit ist nämlich, wenn man will — genau so viel herumzudoktern wie an einer stereotypen... Ein eigenes Gesicht verpflichtet! Anja Trivas. Nein, das schickt sich wirklich nicht. . . Eine Leserin schreibt uns: Wie oft hört man den Ausspruch: «Nein, das schickt sich wirklich nicht! » —, und zwar meistens von Frauen, den Hüterinnen der Tugend und Moral, Ganze Bände könnte man da füllen, was sich alles nicht schickt für die verheiratete Frau, den Mann, das junge Mädchen, das Kind, und man würde nie fertig. AUTOMOBIL-REVUE serinnen werden daraufhin antworten. Wenn Ganz abgesehen von Fällen, wo der Aus-Sie etwas beschönigt, wenn Sie über etwas spruch wirklich seine Berechtigung hat, gehen aber die meisten der strengen Sittenrichterinnen entschieden zu weit. Der kleinste Verstoss gegen die Etikette wird scharf getadelt und löst einen Sturm der Entrüstung aus. Es braucht nur an einem heissen Sommertag ein besserer Herr den Einfall zu haben, mal ohne Kragen im Hotel zum Essen zu erscheinen oder ein Mädel ohne Strümpfe spazieren zu gehen, so finden das viele empörend. Alles, was sich nicht im engen Rahmen der altgewohnten, strengen Wohlerzogenheit bewegt, wird streng kritisiert. Solche Frauen verbreiten stets eine Atmosphäre von einer Korrektheit und Steifheit, die sich in einer grauen, tödlichen' Langeweile auslöst. In ihren Augen sitzt ein ewiger Tadel und die Angst, um Gotteswillen nie etwas zu tun, was sich eventuell nicht schicken würde und das Gerede der Leute heraufbeschwören könnte. Nur das nicht. Sie sind die Sklaven ihrer engherzigen und kleinlichen Lebensauffassung. «Was werden auch die Leute dazu sagen » ist immer der erste Gedanke und der wirkt lähmend und hemmend auf die ganze Lebensweise und macht innerlich unfrei. In einer solch ängstlichen Atmosphäre können keine Talente aufkommen. Es ist wie Gottfried Keller sagt: «Solche Gerechte werfen keine Laternen ein, aber sie zünden auch keine an und kein Licht geht von ihnen aus.» Pflicht der modernen Frau ist es, gegen solche engherzigen, starren und kleinlichen Ansichten zu kämpfen. Seien wir doch in erster Linie Menschen, geben wir uns offen, natürlich und ungezwungen. Die gute Erziehung wird sicher nicht darunter leiden. Wirklich tugendhafte Frauen sind doch gütig und verstehend und machen die Taktik des Heruntermachens anderer, um sich selber in ein besseres Licht zu setzen, schon aus Prinzip nicht mit. Hedy Schmid. «Wie denken Sie in dieser Sache?» Die « Seite der Frau » soll Austausch von Ideen und Meinungen unserer Frauen werden. Es gibt so viele ungemein aktuelle Fragen ! Legen Sie uns dieselben vor, unsere Le- Frauen von heute Die französische Fliegerin Maryse Bastie hat zweimal den Dauerrekord der Frauen im Fliegen geschlagen. Sia hielt sich während 39 Stunden in der Luft. Unser Brld zeigt die mit Blumengeschenken überhäufte Fliegerin kurz nach ihrer Landung. im Unklaren sind, wenn Sie etwas kritisieren oder loben möchten, die Oeffentlichkeit auf Dinge aufmerksam machen wollen, die Sie interessieren, « wie denken Sie in dieser Sache », so veröffentlichen wir diese gerne in der « Seite der Frau ». Wir erwarten Ihren Beitrag ! Die Redaktion. HERBSTFAHRT NACH DEM SCHÖNEN-HEIME LIGEN BERN Besuchen Sie bei Ihren Ausflügen das Strand-Hotel in Ueberllngen, beim Ostbahnhof, direkt am See. Sie finden dort den schönsten Wirtschafts, garten am ganzen Bodensee. Badegelegenheit. Jeden Sonntag Konzert Der Besitzen L. Kees, Tel. 302. INSTITUT MACHEN SIE EINE PROSPEKTE- BEJM-VERKEHRSBUREAU LEMAN1A, LAUSANNE Moderne Sprach- und Handelsfaehschule mit abMtalie88endem Diplom. Gründliche Erlernung dei Französischen sowie rationelle Vorbereitung traf den kaofmänn. Beruf. Französische Ferienkurse in den Bergen: Sport. Internat and Extemat für Schüler von 15 Jahren an. 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