AUTOINSIDE Ausgabe 10 – Oktober 2019

autoinside

AUSGABE 10 OKTOBER 2019

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Kompetenzzentrum Autobau

Erlebniswelt und Pilgerstätte

Seiten 8 12

Eidgenössische Wahlen 2019

Alles zu den Nationalund

Ständeratswahlen vom

20. Oktober.

Seiten 35 46

WorldSkills

Damian Schmid blickt

auf seine spannende Zeit

in Kazan zurück.

Seiten 52 54

Garagenbesuche

Auf Tour mit

AGVS-Kundendienstberater

René Schoch.

Seiten 76 78


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Eidgenössische Wahlen 2019

Alles zu den Nationalund

Ständeratswahlen vom

kommenden Herbst.

Seiten 35 46

WorldSkills

Damian Schmid blickt

auf seine spannende Zeit

in Kazan zurück.

Seiten 52 54

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

Garagenbesuche

Auf Tour mit

AGVS-Kundendienstberater

René Schoch.

Seiten 76 78

INHALT

Oktober 2019

5 Editorial

6 Kurz notiert

Fahrzeugwartung

8 Autobau das Kompetenzzentrum

am Bodensee

14 Markus Aegeter erklärt, weshalb

das Thema Occasionen so wichtig ist

16 Dieser AGVS-Kurs macht fit fürs

Occasionsgeschäft

20 Eine sinnvolle Spülung

22 Die Gefahr der Isocyanate

24 Standheizungen: Darum lohnt sich

das Nachrüsten

26 Verspiegeln leicht gemacht

28 Clearcarrep, das neue

Carrosserie-Konzept

30 Darum lohnt sich die digitale

Schadenabwicklung

32 Produktenews

Politik & Recht

35 Pierre Daniel Senn zu den

Eidgenössischen Wahlen

36 Diese Kandidaten unterstützt der

AGVS

44 Nationalrätin Magdalena

Martullo-Blocher im Gespräch

Bildung

48 Die neue Kolumne von

Olympiasieger Dario Cologna

52 So erlebte Damian Schmid die

WorldSkills in Kazan

56 Umfrage: den Lehrabgängern auf

den Zahn gefühlt

58 «Sway»: Der Umgang mit

gefährlichen Arbeiten

60 Business Academy

62 Regionale Weiterbildungskurse

Produkte & Dienstleistungen

64 So war die SAS 2019

70 KSU A-Technik feiert Jubiläum

Technik & Umwelt

72 Argumente für den Diesel

75 Zwischenbilanz Mobility-Projekt

Verband & Sektionen

76 Unterwegs mit

Kundendienstberater René Schoch

79 Thomas Jenni ist

«der Nachwuchsförderer»

82 So wird der «Tag der Schweizer

Garagisten» 2020

84 Auto Zürich Car Show mehr als

eine Messe

86 Gut besuchter AGVS-Stand

88 Berufsmeisterschaften in Basel

Nutzfahrzeuge

84 Ein Blick auf die Transport-CH

Handel & Aftersales

88 Werkstatt der Zukunft: Intelligente

IT-Lösungen

94 Am DeBeer-Innovation-Day

95 Jetzt Steuern sparen

95 Garagenwelt

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AUSGABE 10 OKTOBER 2019

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

98 Grafik des Monats,

Vorschau & Impressum

Kompetenzzentrum Autobau

Erlebniswelt und Pilgerstätte

Seiten 8 12

AUTOINSIDE | Oktober 2019

Titelseite:

Kompetenzzentrum

am Bodensee.

(Bild Autobau)

AWS Architekten AG

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EDITORIAL

Wahlen 2019: Jede Stimme zählt!

Wasserstoff oder CNG allerdings

unter der Voraussetzung, dass der dazu

erforderliche Strombedarf mittels erneuerbarer

Energie gedeckt wird. Eine

Herkulesaufgabe steht also an, damit die

Wirtschaft und wir alle künftig mit einer

gut funktionierenden und bezahlbaren

Mobilität rechnen können.

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Schweiz befindet sich im Wahlkampfmodus.

Am 20. Oktober wird

das eidgenössische Parlament neu

bestellt. Noch nie haben sich so viele

neue Kandidierende um einen Sitz

in Bundesbern beworben. Für den

AGVS ist es erfreulich, dass sich nebst

bisherigen auch neue Kandidatinnen

und Kandidaten für bessere Rahmenbedingungen

der Garagisten einsetzen

wollen. Die «Neuen» stellen sich in

dieser Ausgabe vor und wir hoffen,

dass sie positive Wahlresultate

erzielen werden.

Für die Wirtschaft und die Autobranche

ist es zentral, dass Politikerinnen und

Politiker gewählt werden, die sich für

gute Rahmenbedingungen einsetzen.

Dazu gehören vernünftige Massnahmen

in der Umwelt- und Sozialpolitik, der

Ausbau der Infrastruktur für einen

fliessenden motorisierten Verkehr und

die Förderung der dualen Bildung.

Insbesondere die Klimadiskussion

stellt unsere Branche vor eine grosse

Herausforderung. Der motorisierte

Verkehr wird a priori als schlimmster

Klimasünder dargestellt. Dabei wird

ausgeblendet, dass sich die Emissionen

im Verhältnis zum Verkehrsvolumen

vermindert haben.

Die schweizerische Politik läuft Gefahr,

überhastet Massnahmen zu beschliessen,

ohne zuvor umfassend zu analysieren,

welche Antriebstechnologien die besten

ökologischen und wirtschaftlichen

Investitionschancen bieten. Mit der

einseitigen Förderung der Elektromobi

lität sollen die CO 2

- Grenzwerte

drastisch gesenkt werden. Dies

obschon E-Fahrzeuge vor allem für

kurze Distanzen geeignet sind,

jedoch der meiste Verkehr über lange

Distanzen stattfindet.

Im Auge behalten werden muss daher

unbedingt die CO 2

-freie Herstellung

von synthetischen Treibstoffen wie

Jede und jeder von uns kann dazu

beitragen, dass sich die Politik im

Sinne von ganzheitlich durchdachten

Lösungen bewegt, indem er sich

für «seine» Kandidatinnen und

Kandidaten engagiert.

Jede Stimme zählt. Ich hoffe sehr,

dass alle Wählerinnen und Wähler

aus der Autobranche am 20. Oktober

an den Wahlen teilnehmen. Für Ihr

Engagement danke ich Ihnen.

Herzliche Grüsse

Urs Wernli

Zentralpräsident


KURZ NOTIERT

VW-Patriarch Ferdinand Piëch

ist tot

Ferdinand Piëch.

Ferdinand Piëch, der frühere

VW-Vorstands- und Aufsichtsratschef,

ist tot. Der einstige

Topmanager ist am 25. August

im Alter von 82 Jahren verstorben.

Dies teilte die Witwe

Piëchs, Ursula Piëch, mit. Er

sei bis zuletzt ein begeisterter

Ingenieur und Autoliebhaber

gewesen und hinterlasse eine

grosse Familie mit 13 Kindern

und über doppelt so vielen

Enkelkindern. Mit Ursula war

er in dritter Ehe seit 1984 verheiratet.

Piëch war von 1993 bis

2002 Vorstandsvorsitzender von

Volkswagen und führte danach

lange Zeit den Aufsichtsrat.

2015 kam es zum Bruch: Piëch

verlor den Machtkampf gegen

den damaligen Konzernchef

Martin Winterkorn, warf im

Zorn hin und verkaufte grosse

Teile seines milliardenschweren

Aktienpakets an andere

Familienmitglieder.

Schauspieler Stefan Gubser

fährt neu Volvo

Der weit über die Landesgrenze

hinaus bekannte Schweizer

Schauspieler Stefan Gubser ist

neuer Markenbotschafter von

Volvo Schweiz. Stefan Gubser

wird die sozialen Interessen und

Kernwerte des schwedischen

Premiumherstellers nach

aussen vertreten und Volvo

in den Bereichen Sicherheit

und Nachhaltigkeit unterstützen.

Gubser fährt neu den

Volvo Premium-Kombi V90 T8

Twin-Engine. «Als Familienmensch

und Philanthrop,

der sich nicht nur aktiv für

soziale Anliegen, sondern auch

für Umweltthemen einsetzt,

steht Stefan Gubser genau für

jene Werte, welche auch für

Volvo von grosser Bedeutung

sind», sagt Sascha Heiniger,

Director Corporate & Brand

Communication bei Volvo Car

Switzerland AG.

Stefan Gubser.

Garagenkonzept Le Garage

feiert 20-Jahr-Jubiläum

Le Garage feierte zum Jubiläum ein rauschendes Fest.

Über 300 geladene Gäste haben

Ende August in der Markthalle

Burgdorf das 20-Jahr-

Jubiläum von Le Garage, dem

unabhängigen Garagenkonzept

der ESA, gefeiert. Ein festliches

Gala-Dinner, ein Gruss- und

Gratulationswort der Burgdorfer

Gasthausbrauerei AG

sowie musikalische Auftritte

von Gustav mit Band umrahmten

den Anlass gebührend.

Giorgio Feitknecht, CEO der

ESA, gratulierte in seinem

Grusswort und dankte den

Le-Garage-Partnern für ihre

Treue in den letzten 20 Jahren.

In seinen Ausführungen betonte

Feitknecht, dass sich in

den letzten zwei Jahrzehnten

einiges verändert habe, vieles

aber auch gleich geblieben sei:

«Wir respektieren und fördern

die unternehmerische Freiheit

und wollen dies wie in den

letzten 20 Jahren auch zukünftig

als einen der Grundwerte bei

Le Garage leben».

Volkswagen zeigt neuen

Markenauftritt und Logo

Vorhang auf für «New Volkswagen»:

Die Marke hat an der

IAA in Frankfurt ihr neues Logo

und ihren neuen Markenauftritt

gezeigt. Die Weltpremiere

markiert den Start einer neuen

Ära für Volkswagen. Mit

dem neuen Erscheinungsbild

Der neue VW-Auftritt.

präsentiert sich Volkswagen

weltweit moderner und

authentischer. Das neue Logo in

flacher 2D-Optik ist klarer und

auf seine essentiellen Bestandteile

reduziert. Markenauftritt

und Logo zielen vor allem auf

hohe Flexibilität und digitale

Anwendungen. Die Neuausrichtung

des Volkswagen-

Auftritts ist eines der weltweit

grössten Marken-Rebrandings.

Die Umstellung soll bis Mitte

2020 abgeschlossen sein.

Coca-Cola fährt neu mit CNG

durch die Schweiz

Coca-Cola HBC Schweiz setzt

bei seinem Engagement für mehr

Nachhaltigkeit ein wichtiges

Zeichen: Der Schweizer Ableger

des US-Getränkeherstellers

nimmt die landesweit grösste

Fahrzeugflotte mit Erdgasund

Biogasantrieb in Betrieb.

52 von insgesamt 180 CNG-

Fahrzeugen durften die ersten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

von Coca-Cola Ende

August in Hinwil in Empfang

nehmen. Im Gegenzug verabschiedeten

sie sich von ihren

bisherigen Dieselfahrzeugen.

«Mit der Umstellung der Fahrzeugflotte

auf CNG werden wir

unseren CO 2

-Footprint erneut

signifikant senken», erklärt

Das partnerschaftliche

Garagenkonzept Ihrer ESA


KURZ NOTIERT

Coca-Cola stellt die Fahrzeugflotte auf CNG um.

Patrick Wittweiler, als Country

Sustainability Manager bei

Coca-Cola HBC Schweiz für das

Thema Nachhaltigkeit verantwortlich.

Spezialedition: Zirkus Knie

unter Strom

Mitsubishi-Schweiz-Chef Bernd Hoch (links) und Rolf Knie.

Zum 100. Geburtstag des

Schweizer Nationalcircus

brachte Künstler Rolf Knie (70)

mit dem «Circus Musical von

Rolf Knie» die Geschichte einer

Dynastie auf die Bühne. Hauptsponsor

Mitsubishi präsentiert

nun ein von Knie inspiriertes

Sondermodell des Outlander

PHEV. Der Outlander PHEV Rolf

Knie Edition wird mit einem von

Rolf Knie entworfenen Zirkusmotiv

foliert. Die Folierung ist

an den Aussenspiegeln und an

der Abdeckung des Getränkehalters

vorne angebracht. Die

Motorhaube ziert ein Zirkuszelt-Sticker

im gleichen Design.

Die Sonderausführung ist auf 70

Fahrzeuge limitiert.

AUTOINSIDE neu in

umweltfreundlicher Folie

Aufgrund der geltenden

Versandvorschriften der

Post müssen Printmagazine

zwingend verpackt werden.

In den allermeisten Fällen geschieht

dies mit Plastikfolien.

AUTOINSIDE wird hingegen

neu von einer umweltfreundlichen

Biofolie umhüllt. Diese

besteht aus rein biologischen

Abfallstoffen zum grössten

Teil Kartoffelschalen. Produziert

wird sie in Vicenza (Norditalien)

mit Sonnenenergie.

Die Herstellung aus einem

Abfallprodukt macht die Folie

noch nachhaltiger als vergleichbare

Biofolien aus Zuckerrohr,

Mais- oder Sojastärke. Diese

Rohstoffe konkurrenzieren

die Nahrungsmittelproduktion

und erhöhen den Druck auf

die Regenwälder in Asien oder

Südamerika. Die Folie ist zu 100

Prozent biologisch abbaubar

und kann der öffentlichen Grünabfuhr

mitgegeben werden. Sie

ist teurer als konventionelle

Folien. Auf den Abonnementspreis

von AUTOINSIDE hat dies

jedoch keinen Einfluss.

AUTOINSIDE

bleibt Leader

Die AGVS-Medien bestätigen

ihre Leaderstellung im Lesermarkt

des Schweizer Autogewerbes.

Sowohl im Print wie

auch online legen sie zu. Die

von der AG für Werbemittelforschung

(Wemf) beglaubigte

Auflage von AUTOSINDE beträgt

neu 12 760 Exemplare pro Monat.

Dies entspricht einer leichten

Steigerung von 0,27 Prozent

gegenüber dem Vorjahr und

bedeutet eine Konsolidierung des

Wachstums der letzten Jahre.

Von diesen beglaubigten 12 760

Exemplaren sind mehr als 85 Prozent

verkaufte Auflage. Seit 2013

konnte AUTOINSIDE in einem

rückläufigen Printmarkt seine

Auflage um 13,8 Prozent steigern.

Damit erreicht das elfmal im Jahr

erscheinende Magazin pro Ausgabe

rund 32 000 Leserinnen und

Leser zielgruppengenau in einem

klar definierten Marktsegment.

Nach wie vor stark steigend ist

auch die Zahl der Nutzerinnen

und Nutzer der AGVS-Websites:

agvs-upsa.ch, die 21 Sektionsseiten,

autoberufe.ch und

autoenergiecheck.ch erreichen

jeden Monat rund 73 000 Lese rinnen

und Leser. Folge des Wachs tums

im Lesermarkt ist eine Steigerung

der Werbeeinnahmen mit den

AGVS-Medien was wiederum

dem Verband zugutekommt.

AUTOINSIDE, AGVS-Online und

der AGVS-Newsletter erreichen

für die Werbekunden des

AGVS Monat für Monate knapp

200 000 crossmediale Werbekontakte.

MITGLIED

Neue AGVS-Mitglieder

Herzlich Willkommen!

Der AGVS konnte im Monat August

2019 12 neue Mitglieder begrüssen.

Die Betriebe beschäftigen

insgesamt 54 Mitarbeitende.

Wir heissen die neuen Mitgliederbetriebe

herzlich willkommen.

Sektion Aargau

> > Auto MPark GmbH, Buchs

> > Garage Steffen, Kleindöttingen

Sektion Solothurn

> > Garage Marti AG, Hägendorf

Sektion Thurgau

> > Autogarage Toni GmbH, Lengwil

Sektion Waadt

> > Garage Autosport-Bex Sàrl, Bex

Sektion Zentralschweiz

> > J. Windlin AG, Nutzfahrzeug-

Center, Kriens

Sektion Zürich

> > Evoluzionecar F. Manganelli & A.

Manganelli, Samstagern

> > Pacific Motors AG, Zürich

> > Spezialwerchstatt AG, Hittnau

Sektion Bern

> > Garage Widmer AG Wikartswil,

Walkringen

> > Jäggi Classics GmbH,

Hinterkappelen

Sektion Bern, UG EM/OAG

> > Garage Iljazi GmbH, Utzenstorf

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FAHRZEUGWARTUNG

Garagistenzmorge bei der

Autobau Factory, Romanshorn

Alles unter

einem Dach

Innovations- und Produktkreisläufe werden immer komplexer und

schneller. Der beste Weg mitzuhalten: ein enger Wissens- und

Arbeitsaustausch innerhalb eines Clusters. Ein Beispiel für ein

solches Kompetenzzentrum im Autogewerbe steht in Romanshorn

gleich neben der Autobau Erlebniswelt. Jürg A. Stettler

Fredy Alexander Lienhard baute mit Rent4Ring eine erfolgreiche Rennsport-Firma am Nürburgring auf, eher er vor fast zwei Jahren in der Schweiz zurückgekehrt ist. Hier hat er als

Die Geschwindigkeit bei der Verbreitung technologischer

Innovationen hat sich massiv erhöht.

Brauchte es noch 84 Jahre, bis die Hälfte

der US-Bevölkerung ein Auto besass, dauerte

es beim Internetzugang nur noch zehn Jahre.

Innovations- und Produktkreisläufe werden

nicht nur schneller, sondern auch immer komplexer.

Kenntnisse aus einem beschränkten

Wissensbereich reichen daher oft nicht aus,

um mit dem Fortschritt oder der Konkurrenz

mitzuhalten. Eine mögliche Lösung: ein Cluster.

In diesen Kompetenzzentren kennen sich

die Mitarbeitenden verschiedener Firmen. Das

ermöglicht den schnellen und direkten Austausch

von Wissen und Arbeiten. Im Silicon

Valley mit seinen zahlreichen Start-up-Unternehmen

bringen solche Cluster laufend Innovationen

hervor. Man muss aber gar nicht so

weit reisen für erfolgreiche Beispiele von Clustern

und Kompetenzzentren. Ein Beispiel aus

dem Autogewerbe steht in Romanshorn TG

gleich neben der Autobau Erlebniswelt, die

Autobau Factory.

Sie beheimatet diverse unabhängige Kleinunternehmer,

darunter auch einen Steinmetz,

der eigentlich gar nichts mit dem Autogewerbe

selbst am Hut hat. Die Mehrheit

ist jedoch eng mit der Branche verbunden.

Speziell am Kompetenzzentrum ist sicherlich

auch die Architektur mit einer breiten Rampe,

die den Weg frei macht zur rund 1900 Quadratmeter

grossen Werkstatthalle mit den elf

verschiedenen Werkstattboxen an drei Hallenseiten.

Die überdachte U-Form bietet im Zentrum

viel Platz zum Rangieren und dient bei

Bedarf sogar als Eventraum mit Werkstattflair.

Der erste gemischt genutzte Industriebau

des Kantons Thurgau mit Minergie-Zertifikat

glänzt auch mit einer 162 Quadratmeter

grosser Photovoltaikanlage auf dem Dach. Diese

speist die Stromtankstelle für die E-Mobile

der Autobau Erlebniswelt, versorgt aber auch

die Wärmepumpe des Factory-Gebäudes mit

Strom. So spart der Bau bis zu 47,4 Tonnen CO 2

pro Jahr ein.

Die hier eingemieteten Betriebe sind Spezialisten

für Fahrzeugrestaurierung und Carrosserie,

aber auch Unternehmen aus dem Smart-

Repair-Bereich. Die Autobau Factory hat sich

daher in der gesamten Ostschweiz zu einem

Kompetenzzentrum fürs Autogewerbe entwickelt.

Heiss begehrt sind ausserdem die 82

8

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

C3 aus den Jahren 1967 bis 1982 , aber auch

Aufbereiten, Kaufen und Verkaufen gehören

zum Geschäft des Corvette-Spezialisten.

«Wenn eine Corvette nach einer Mietfahrt

mal einen Steinschlag oder eine Delle hat,

kann ich einfach die Halle runter und es bei

unserem Carrosseriebetrieb richten lassen

echt praktisch, wie wir innerhalb der Autobau

Factory Synergien nutzen können.»

Diese Synergien weiss auch AGVS-Langzeitmitglied

Karl Tobler von der Erlen-Garage

zu schätzen: «Wie der Name verrät, war meine

Garage war ursprünglich in Erlen. Für uns

ist der neue Platz ideal. Es gibt eine Spenglerei,

einen Carrosseriebetrieb etc. und das alles

unter einem Dach.» Dies bringe den Vorteil

mit sich, dass man mit einem Kundenfahrzeug

nie das Gebäude verlassen müsse. Ein Auto

könne von der gemeinsam genutzten Waschanlage

sogar direkt hinunter in die Tiefgarage

gebracht werden und stehe für den Besitzer

oder Sammler so fixfertig aufbereitet und

sauber bereit. «Unsere Kunden sind vor allem

Sportwagen- und Oldtimer-Besitzer. Das

passt auch ideal zu den Besuchern der Autobau

Erlebniswelt», erklärt Tobler. Zusammen

mit seinem Sohn Marcel ist er der Spezialist

fürs Restaurieren, Reparieren und den Unterhalt

von Sportwagen aller Art.

Managing Director die Geschicke der Erlebniswelt Autobau und des Kompetenzclusters Autobau Factory (Bild) übernommen.

Einstellplätze unter dem Factory-Gebäude.

Seit fast zwei Jahren verantwortet Fredy Alexander

Lienhard, Sohn von Autobau-Gründer

und Rennfahrer Fredy A. Lienhard, als Managing

Director Autobau AG die Geschicke der

Erlebniswelt und des erfolgreichen Clusters

mit unabhängigen Kleinunternehmern. «Der

Autobau ist das Lebenswerk meines Vaters.

Er ist der Initiator und konnte so seine Leidenschaft

für Autos und seine Sammlung mit

Gleichgesinnten und Leuten teilen, die Benzin

im Blut haben», erläutert Fredy A. Lienhard.

«Zwei Jahre nach der Erlebniswelt ist

die Autobau Factory entstanden. Wir haben

2011 die Idee vom automobilen Kompetenzzentrum

umgesetzt und die Location gebaut.»

Und wie ging man bei der Suche nach Erstmietern

vor? Lienhard erklärt: «Wir haben

bewusst darauf geachtet, Unternehmen aufzunehmen,

die sich ergänzen und nicht gegenseitig

die Kunden streitig machen. Schon bei

der Eröffnung hatten wir eine 80-prozentige

Auslastung. Fünf der Mieter sind der Autobau

Factory seit 2011 treu.»

Die Reichweite des automobilen Clusters am

Bodensee steigt von Jahr zu Jahr. Das zeigt

auch das Beispiel des jüngsten Mieters, der

aus dem Raum Zürich nach Romanshorn kam:

Golden Classic Cars. «Wir haben etwa zwei

bis drei Jahre nach einem passenden Standort

gesucht. Als ich das Angebot für die freie

Box gesehen haben, musste ich nicht zweimal

überlegen», erklärt Inhaber Claude Stephan

Wüthrich. Sein Hauptgeschäft ist die

Vermietung von alten Corvettes vor allem

Das spiegelt sich auch beim Blick in die Doppelbox

der Erlen-Garage wieder: Auf dem Lift

steht ein alter BMW M3, daneben ein wunderschönes

Mercedes 300 SL Carbio und im

Hintergrund der normalerweise im Autobau

ausgestellte Sauber C3. Karl Tobler erklärt:

«Mein Sohn ist selbst im Motorsport aktiv

und diese Rennerfahrung hilft uns wiederum,

wenn wir es mit neueren Hochleistungsfahrzeugen

zu tun haben.» Fredy A. Lienhard ergänzt:

«Karl Tobler macht alle Zahnriemenwechsel

an unseren Ferraris. Er ist zudem

eine Koryphäe betreffend Vergaser. Bei vielen

ist es ja heute eher ‹try and error›, aber er hat

es einfach noch im Ohr und weiss, wie er drehen

muss.»

Ebenfalls eine Doppelbox in Anspruch nimmt

Vincenzo Bonifacio von der Carolac. Ob kleine

oder grosse Lackschäden oder spezielle Lacke,

Bonifacio und sein Team sind die richtige

Anlaufstelle im Romanshorner Auto-Cluster.

«Als wir vor achteinhalb Jahren unseren

Standort im Raum St. Gallen aufgaben, haben

wir uns zu Beginn schon etwas schwerge-

Fortsetzung Seite 10

AUTOINSIDE | Oktober 20199


FAHRZEUGWARTUNG

tan», gesteht der Carolac-Chef. «Wir mussten

einen neuen Kundenstamm aufbauen. Der riesige

Vorteil beim Autobau ist sein tolles Ambiente.

Kommt ein Kunde hier rein, hat man

zu 99 Prozent den Auftrag in der Tasche. Der

Ort strahlt Kompetenz aus, die wir aber danach

natürlich auch liefern müssen.» Bonifacio

arbeitet mit einem der besten Dellendrücker

der Welt zusammen, Hakan Kirgiz von

Delltech. Kein Widerspruch für den Carrossier,

der doch mit Neulackieren mehr verdienen

könnte? «Nein, es gibt Kunden, die bevorzugen

das Dellendrücken. Und wenn der

Kunde zufrieden ist, bin ich es am Ende auch.

Klar kann man nicht alles ohne Abschleifen

und Neulackieren machen, aber was machbar

ist, versuchen wir so zu lösen», ergänzt

Bonifacio, während er die Arbeit von Kirgiz

an einem BMW mit Speziallack begutachtet.

Kundenstamm für Youngtimer aufzubauen.

«Für mich funktioniert die Idee perfekt. Man

kann auf kleinstem Raum Synergien nutzen

und einem Kunden auch eine Komplettreparatur

anbieten, weil man den Wagen gleich weiter

zum Carrosseriefachmann bringen kann»,

erläutert Peterer. «Dank des Autobaus haben

wir nicht nur ‹normale› Autos hier, meist sind

es etwas speziellere Kunden beziehungsweise

Fahrzeuge. Das macht es umso reizvoller und

abwechslungsreicher.»

Den Schutz- oder Kosmetikbesuch für diese

speziellen Fahrzeuge gibt es gleich nebenan

bei Luka Filipo von ProXart. Der Folierungsund

Beschriftungsspezialist ist seit zwei Jahren

Mieter. Er legt Wert auf Qualität und lässt

daher die einzelnen Carrosserieteile auch schon

mal «inhouse» demontieren. So kann er diese

danach besser mit (Schutz)-Folie bespannen.

Dank der Events in der Erlebniswelt zählt er inzwischen

auch viele Sammler zu seinen Kunden,

die ihre Oldtimer vor Steinschlägen schützen

wollen. «Ich habe mich hier sehr gut eingelebt

und wir arbeiten auch untereinander sehr gut zusammen.

In Kürze darf ich sogar die Neuauflage

des Porsche 935, von dem weltweit nur 77 Stück

zum 70. Geburtstag der Sportwagenmarke gebaut

wurden, für die Autobau Erlebniswelt

folieren. Darauf freue ich mich jetzt schon.»

Auf dem Rundgang durch die Factory geht es

weiter zu Bernhard Ernst auch ein Erstmieter.

Fredy A. Lienhard verrät: «Er ist mehr im B2B-

Bereich unterwegs und restauriert Ausstattungen

von Privat- oder Linienflugzeugen. Autos

sind aber eine seiner Leidenschaften. Im Moment

bereitet er einen Lancia aus unserer Aus-

Ein Mieter, der ebenfalls seit Beginn vom Kompetenzcluster

profitiert, ist Stephan Peterer von

Zeus Automobiltechnik: «Ich wollte nicht einfach

eine neue Werkstatt irgendwo auf dem

Land eröffnen. Mich hat damals wie heute das

Gesamtpaket überzeugt.» Er hat sich auf den

Zubehörverkauf, Fahrwerks- und Felgenanpassungen

spezialisiert und versucht zudem, einen

Autobau Erlebniswelt und Factory in Romanshorn

Die Autobau Erlebniswelt ist eine Kombination

aus Autoausstellung und Eventlocation, die

keinen Fan mit Benzin im Blut kalt lässt. Auf

dem alten Industrieareal in Romanshorn TG ist

die Autosammlung von Fredy A. Lienhard, dem

Schweizer Rennfahrer und Ex-Lista-Besitzer, zu

bewundern. Legendäre Sportwagen, reinrassige

Boliden aus den spektakulärsten Rennserien,

weltberühmte Klassiker und wunderschöne

Oldtimer sind ausgestellt. Gleich daneben steht

das Kompetenzzentrum Autobau Factory. Alle

Infos zu den zwei faszinierenden Locations für

Autofans gibt es unter: www.autobau.ch

Carrossier-Experte Vincenzo Bonifacio von der Carolac (rechts) überprüft das Werk von

Hakan Kirgiz, einem der besten Dellendrücker der Welt.

Bei Golden Classic Cars werden als Hauptgeschäft alte Corvettes vermietet vor allem

C3. Die US-Muscle-Cars können aber auch restauriert werden.

Stephan Peterer von Zeus Automobiltechnik gehört zu den Erstmietern der Autobau

Factory. Er hat sich auf den Zubehörverkauf, Fahrwerks- und Felgenanpassungen

spezialisiert.

10

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

In der Doppelbox der Erlen-Garage von Karl und Marcel Tobler steht ein alter BMW M3 neben einem Mercedes 300 SL Carbio, während im Hintergrund am Sauber C3 aus

der Autobau Erlebniswelt gearbeitet wird.

stellung auf.» Und zum Abschluss zeigt der Managing

Director der Autobau AG noch auf eine

Box mit Ferrari-Logo: «Ganz spannend übrigens

auch Patrick Hagemann mit seiner Scuderia

69. Er hat sich gerade selbstständig gemacht

und noch nicht einmal die Schilder gewechselt.

Er ist ein absoluter Spezialist für rare Fahrzeuge.

Da kann es durchaus sein, dass ein Wagen

während einem ganzen Jahr in der Box

steht. Eine Restauration etwa eines Ferrari 275

Short Wheelbase ist extrem zeitintensiv und

braucht ein unglaubliches Know-how, das Patrick

mitbringt.»

Fortsetzung Seite 12

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FAHRZEUGWARTUNG

Sechs Fragen zur Autobau Factory an Fredy Alexander Lienhard, Managing Director Autobau AG

Fredy Lienhard, gibt es noch einen

Wunschmieter für Ihren Cluster?

Fredy Alexander Lienhard, Managing

Director Autobau AG, Romanshorn: Da

gibt es viele Ideen und Wünsche. Einen

Mieter im Bereich Handel etwa, das können

Alltagsautos oder auch exklusivere Autos

sein. Toll wäre eine Übergabeplattform eines

Händlers, der in der Region Bodensee zwar

viele Kunden hat, aber noch nicht vertreten

ist und hier Autos entgegennehmen

oder übergeben könnte. Auch eine Markenvertretung

von Koenigsegg, Pagani oder eines

Replica-Herstellers wäre durchaus denkbar.

Wie machen Sie Leute auf das Kompetenzzentrum

gleich neben der Erlebniswelt

aufmerksam?

Bei Führungen wir haben ja jährlich rund

15 000 Besucher in der Erlebniswelt weisen

wir stets auf die Factory hin und empfehlen

jedem noch einen kurzen Abstecher. Bei der

Vermarktung wollen wir noch eine bessere

Verlinkung machen. So ist ein 360-Grad-Video

wie bei der Erlebniswelt auch zur Factory

angedacht.

Sie bieten den Mietern viel Platz…

Wir haben damals sicher grosszügig geplant.

Die gemeinsame Nutzfläche im Zentrum der

Halle ist im Vergleich zur Mietfläche recht

gross. Wichtig ist auch die gemeinsam genützte

Waschanlage, die wird sehr geschätzt.

Noch beliebter sind aber die 82 Einstellplätze

in der Car Lounge einen Stock tiefer. Dafür

haben wir eine riesige Warteliste. Einstellplätze

sind begehrt und verwaltungstechnisch

ein einfaches Geschäft. Wir überlegen

uns, ob wir es ergänzen könnten.

Ist etwa ein weiterer Ausbau der Factory

geplant?

Wir haben den Bau einer zweiten Autobau

Factory mit Schwerpunkt auf Einstellplätze

angedacht und zu planen begonnen. Dort

könnte man dann auch Reinigungs- und Aufbereitungsbetriebe

unterbringen. Wir haben

beispielsweise im Inneren unseres Rundkurses

noch Bauland. Nur: Einmal gebaut

ist gebaut. Daher will so ein Projekt sehr gut

geplant und überlegt sein. Wir prüften auch

das Aufstocken der jetzigen Factory, was aus

baustatischen Gründen unmöglich ist. Wir

haben noch andere

Ideen.

Können Sie da schon

konkreter werden?

Ich hätte gerne etwas,

das ich für Events

nutzen könnte. Auch

ein Hotel könnte Sinn

machen. Denn ein

schönes Businesshotel

Fredy A.Lienhard,

Managing Director

Autobau AG

fehlt im Raum Romanshorn noch. Das spüren

wir als Eventlocation auch selbst. Zudem

würde es zusätzlichen Traffic bringen.

Gibt’s auch Herausforderungen?

Klar, die grösste ist sicherlich als Vermieter

eine gute Mischung an Betrieben zu finden.

Das sind alles Individualisten mit unterschiedlichen

Arbeitspraktiken. Da gibt es

zeitweise kleinere Reibereien. Wichtig ist,

dass die Betriebe untereinander Synergien

nutzen und das funktioniert sehr gut. Zudem

stehen wir bei Meinungsverschiedenheiten

als neutrale Anlaufstelle zur Verfügung. <

Hier sind Sie als

Profi richtig

Alles für die effiziente Fahrzeugaufwertung von

SONAX finden Sie bei Ihrer ESA.

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Der Reifen- und Räderratgeber powered by Pirelli

Wir machen den Winter

zum Sommer

Für AUTOINSIDE beantwortet Reifenspezialist Elio Rullo viermal pro Jahr Fragen zum Reifen- und Rädergeschäft. Die Beiträge

sind auf einen maximalen Nutzwert ausgerichtet und werden von AUTOINSIDE-Partner Pirelli zur Verfügung gestellt.

Die Innovation des neuen P ZERO Winter besteht aus der Lauffläche

mit drei verschiedenen Bereichen, die unterschiedliche Merkmale

aufweisen: Die Aussenschulter sorgt für Leistung auf trockener

Fahrbahn. Sie zeichnet sich durch eine Blocksequenz mit niedriger

Lamellendichte und hoher Steifigkeit aus, um Seitenkräfte bei der

Kurvenfahrt abzustützen. Die Innenschulter verfügt über eine hohe

Lamellendichte und multidirektionale Rillen für maximale Leistung

auf Schnee. Im Zentrum der Lauffläche garantieren zwei steifere

zentrale Blockanordnungen eine präzise Lenkreaktion, während

zwei Längsrillen eine exzellente Wasserverdrängung ermöglichen.

Die Idee hinter dem P ZERO Winter: Auch von Oktober bis April gibt

es trockene, sonnige Tage, an denen man die gewohnte Performance

des Fahrzeuges ausfahren möchte.

Quadratur des Kreises: Der Pirelli P ZERO Winter.

In unserem Ratgeber vom vergangenen Mai habe ich Ihnen erzählt,

woran Pirelli aktuell forscht und entwickelt. Ein Autoreifen ist

viel mehr als einfach rund und schwarz. Der Reifen ist die einzige

Verbindung zwischen Fahrzeug und Strasse für unsere Technologie-

und Forschungszentren in Mailand und Breuberg (D) geht es

daher primär stets um die optimale Harmonie der drei Kernthemen

Haftung, Treibstoffverbrauch und Rollwiderstand.

Hersteller von sportlichen Fahrzeugen fragen nach einem UHP-Produkt

wie dem P ZERO Winter. Der P ZERO Winter, der nun auf den Markt

kommt, wird in rund 30 Dimensionen ab 18 Zoll für Premium- und

Prestigemarken erhältlich sein. Ausserdem wurden auch schon erste

Homologationen erzielt, einige weitere sind in Vorbereitung. <

www.pirelli.ch / elio.rullo@pirelli.com

Dem Thema Haftung kommt insbesondere bei Winterreifen eine

ganz zentrale Rolle zu. Unsere Kunden mit Autos im Premium- und

Prestigebereich möchten ihre Performance auch in der kalten Jahreszeit

auf die Strasse bringen. Für unsere Entwickler ist das eine

spannende und herausfordernde Aufgabe. Entsprechend stolz sind

wir auf das Resultat, das wir im März am Auto-Salon in Genf vorgestellt

hatten und nun auf die Wintersaison in den Handel bringen:

Mit dem P ZERO Winter ist uns quasi die Quadratur des Kreises gelungen.

Der Reifen ist speziell für Fahrzeuge im UHP-Bereich designt

worden und verbindet sämtliche Merkmale eines Winterreifens

mit einer bislang unerreichten Performance, die der eines Sommerreifens

nahekommt.

Grundsätzlich werden Winterreifen mit weicheren Gummimischungen

konstruiert als Sommerreifen. Bei kühlen, aber trockenen Verhältnissen

bringen insbesondere schnelle Lastwechsel oder Kurvenfahrten

einen herkömmlichen Winterreifen an seine Leistungsgrenze. Durch

die weichere Mischung und wegen der spezifischen Lamellendichte

erfolgt durch die Eigenbewegung eine beschleunigte Erwärmung des

Reifens, was letztlich zu einem erhöhten Reifenabrieb führt.

Elio Rullo ist seit 30 Jahren in der

Reifenbranche tätig und einer der

profundesten Kenner des Reifengeschäfts

in der Schweiz. Bei der

Pirelli Tyre (Suisse) SA bekleidete

er in den letzten drei Jahrzehnten

verschiedene Positionen, unter

anderen jene des Leiters Motorsport.

Heute ist er verantwortlich

für Kundendienst und Technik.

AUTOINSIDE | Oktober 201913


FAHRZEUGWARTUNG

Interview mit Markus Aegerter, AGVS-Geschäftsleitung

Occasionen als rentable und

erfolgreiche Zweitmarke

Während in der Schweiz jedes Jahr rund 300 000 Neuwagen verkauft werden, wechseln gleichzeitig rund 860 000

Occasionen den Besitzer oder die Besitzerin. Allein diese Zahl belegt die Bedeutung des Handels mit Gebrauchten. Als

Bereichsleiter Branchenvertretung betreut Markus Aegerter das Thema Occasionen für den AGVS. Er rät den AGVS-

Mitgliedern keinen Unterschied zwischen dem Käufer eines Neuwagens und einer Occasion zu machen. Sandro Compagno

Herr Aegerter, warum ist das Thema Occasionen dem AGVS

so wichtig?

Markus Aegerter, AGVS-Geschäftsleitungsmitglied: Der Neuwagenmarkt

ist stark durch die Importeure und Hersteller geprägt. Die

Margen für die Garagisten sind gering und sie müssen sich an viele,

zum Teil einschränkende Standards halten. Zudem stellen wir

fest, dass auch im Gebrauchtwagengeschäft immer mehr Vorgaben

an die Markenhändler gestellt werden. Eine Entwicklung, die wir

ernst nehmen.

Der Garagist kann heutzutage mit Occasionen mehr Unternehmer

sein als mit Neuwagen und oft auch bessere Margen erwirtschaften.

Drohen angesichts der Vergleichbarkeit der Angebote

auf Online-Plattformen nicht auch hier, die Margen zu erodieren?

Es ist richtig, dass die Online-Plattformen bei der Entwicklung der

Preise für Gebrauchtwagen eine wichtige Rolle spielen. Diese Plattformen

bieten den Garagisten aber auch ein Fenster zur Präsentation

ihrer Produkte gegenüber einem markant grösseren Publikum.

Händler, die sich im Occasionsmarkt etabliert haben, wissen diese

Instrumente richtig einzusetzen.

Es gibt im Handel mit Gebrauchten einige Platzhirsche, die

sich ganz auf dieses Segment konzentrieren. Wie kann sich der

einzelne Garagist von diesen grossen Playern abheben?

Viele der schweizweit bekannten, grossen Gebrauchtwagenhändler

fallen vor allem durch eine aggressive Preispolitik und laute

Werbung auf. Damit zielen sie auf ein entsprechend preissensibles

Publikum. Natürlich ist der Preis ein wichtiges Argument beim Kauf

einer Occasion, aber nicht nur! Genauso wichtig sind Qualitätsversprechen,

Top-Serviceleistungen, überraschende Zusatzangebote

oder einfach eine Superbedienung. Der AGVS-Garagist kann sich

deutlich abheben, in dem er Interessenten für Occasionen mit der

gleichen Wertigkeit bedient wie Kunden, die bei ihm einen Neuwagen

konfigurieren.

«Auch im Geschäft mit Occasionen wächst der

Druck auf die Markenhändler»: Markus Aegerter.

Die AGVS Business Academy bietet einen eintägigen Kurs

zum Thema Occasionsmanagement. Welche Inhalte werden hier

vermittelt?

Im Fokus stehen Fragen zu betriebswirtschaftlichen Themen

wie beispielsweise einer Vorkalkulation sowie anderen Vollkostenbetrachtungen.

Wir versuchen auch die Wichtigkeit eines optimalen

Bestandsmanagements, der richtigen Präsentation der Fahrzeuge

sowie der idealen Promotionsaktivitäten durch das richtige Personal

14

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

aufzuzeigen. Die einzelnen Prozesse von der

Hereinnahme bis zum Wiederverkauf werden

im Detail durchleuchtet und mit den Kursteilnehmern

diskutiert. Unser Seminarleiter

ein langjähriger Profi aus dem Autogewerbe

mit betriebswirtschaftlichem Nachdiplom

zeigt das erhebliche Potenzial des Gebrauchtwagengeschäfts

deutlich auf.

Besteht denn Nachholbedarf bei den

AGVS-Mitgliedern?

Wenn ich mit Garagisten über ihr Occasionsmanagement

spreche, sind die meisten überzeugt

davon, sie würden einen guten Job

machen. Das ist sicher auch richtig. Trotzdem

bestätigt die Mehrheit unserer Kursbesucher,

dass sie Neues gelernt haben und noch

Optimierungspotenzial besteht. Man kann

immer noch etwas lernen und besser machen.

Viele Garagisten sagen, dass es einfacher

und angenehmer sei, Occasionen zu verkaufen,

statt mit Kunden stundenlang einen

Neuwagen zu konfigurieren. Deckt sich

das mit Ihrer Erfahrung?

Ja, das habe ich auch schon gehört. Diskussionen

über diese oder jene Zusatzoption, über die

verschiedenen Motorenleistungen und Antriebstechnologien,

CO 2

-Steuern und dergleichen

entfallen. Das Fahrzeug ist, wie es

ist, und der Garagist kann den Interessenten

von dessen Vorzügen überzeugen.

in aller Regel mehrjährige Garantie zu haben

und dass somit kein Reparaturrisiko für ihn

besteht. Dafür ist er auch bereit, einen Mehrpreis

zu bezahlen. Dagegen ist der Käufer

eines Gebrauchtwagens froh darüber, dass

ein Anderer schon Abschreibungen auf dem

Fahrzeug gemacht hat und er das Modell

seiner Wahl zu einem günstigeren Preis erhält.

Er nimmt in Kauf, dass das Fahrzeug

schon Vorbesitzer und Kilometer auf dem

Tacho hat.

Das A und O im Autoverkauf ist der

bestehende Kundenstamm und dessen

Pflege. Markenhändler haben oft treue

Stammkunden. Wie kann sich der

Occasionenhändler einen Kundenstamm

aufbauen?

Wie schon erwähnt, empfehle ich den

Garagisten, alle ihre Kunden gleichwertig zu

behandeln. Nur so entstehen Kundentreue

und damit auch ein Kundenstamm. Auch

der Käufer eines Gebrauchtwagens freut sich

darüber, wenn er ein paar Tage nach dem

Kauf seines Fahrzeugs kontaktiert und gefragt

wird, wie zufrieden er sei. Oder wenn er auch

später aktiv vom Garagisten Wertschätzung

spürt. Die Occasionen müssen wie eine erfolgreiche

und rentable Zweitmarke betrachtet

werden. Entsprechend sollte die Kundschaft

dieses Segmentes gepflegt werden.

Haben Sie eigentlich auch schon eine

Occasion gekauft?

Ja, ich habe schon viele Occasionen gekauft

und mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht,

wenn ich mich auch als Kunde nicht immer

gleich ernst genommen fühlte wie beim Kauf

eines Neuwagens. Im Grossen und Ganzen

bin ich aber immer gut gefahren. Nur einmal

lange vor meiner Zeit beim AGVS habe ich

von einem Kiesplatzhändler einen Geländewagen

gekauft und damit nur Scherereien gehabt.

Das war mir eine Lehre, ich habe danach

nur noch bei Garagisten Autos gekauft. <

Wie unterscheidet sich ein Neuwagenvon

einem Occasionskäufer?

Der Neuwagenkäufer legt Wert darauf, sich

sein Fahrzeug nach Wunsch konfigurieren

zu können. Er schätzt es, auf dem Auto eine

Eintauschfahrzeuge?

Langsteher?

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AUTOINSIDE | Oktober 201915


FAHRZEUGWARTUNG

AGVS Business Academy Kurs Occasionsmanagement

Das Occasionsgeschäft aus

dem Schatten holen

Die Zulassungszahlen bei Neuwagen sind meist das dominante Thema, dabei sind Occasionen ein nicht minder

wichtiges Thema auch aus wirtschaftlicher Sicht. Und Occasionen erfolgreich zu bewirtschaften ist lernbar zum

Beispiel im AGVS-Kurs. Sascha Rhyner

Anfang Juni in St. Gallen. Das Wetter weiss

nicht so recht, was es will. Entsprechend gekleidet

trudeln die Teilnehmer des AGVS-Kurses

Occasionsmanagement ins AGVS-Bildungszentrum

der Sektion St. Gallen: Von kurzen

Hosen bis zu Regenjacken war alles zu sehen.

Und etwas ähnlich verhält es sich auch mit

dem Occasionsgeschäft: Kaum jemand weiss

so richtig, wie es eigentlich erfolgreich betrieben

wird. Genau aus diesem Grund fanden Silvio

Forster, Alex Gerner, Murat Memeti, Georgios

Konyaris, Salvatore Spitaleri und Max

Schenkel den Weg nach St. Gallen.

Die Erwartungen waren schnell definiert: «Etwas

aufschnappen und umsetzen», «bessere

Verkaufszahlen», «Horizont öffnen», «wie

Kunden packen» oder «Präsentationen». Jürg

Dällenbach kennt die Bedürfnisse der Garagisten

und weiss um das riesige Potenzial im Occasionsgeschäft.

«Jährlich gibt es über 800 000

Handwechsel», erklärt der Kursleiter, der selber

«Benzin im Blut» hat, wie er selbst sagt.

Mehr als die Hälfte davon wird über Markenhändler

oder freie Garagisten abgewickelt. Der

ehemalige Autohändler mit Erfahrungen im

In- und Ausland liefert weitere beeindruckende

Fakten: «Das Durchschnittsalter der PW auf

Schweizer Strassen beträgt neun Jahre.» Je älter

die Occasion, desto mehr läuft der Handel

auf privater Basis.

Mit diesem Wissen ist auch klar, welches die

beliebtesten Occasionen in der Schweiz sind:

Auch hier führt VW die Liste an vor BMW,

Audi und Mercedes. Hingegen ist Skoda, das

bei den Neuwagen VW mittlerweile abgelöst

hat, noch leicht hinter der Spitzengruppe.

In seinen Seminaren legt Dällenbach grossen

Wert auf den gegenseitigen Austausch, der gerade

in kleineren Gruppen besonders fruchtbar

ist. Und im Seminarraum treffen verschiedene

Welten aufeinander: vom Kleingaragisten mit

einigen wenigen Occasionen auf dem Vorplatz

bis zum Grossimporteur mit fast 100 verfügbaren

Occasionen. «Die Autos müssen sofort und

jederzeit fahrbereit sein; es braucht einen Batterieladeplan»,

erklärt Dällenbach. Ebenso komme

der Präsentation der Fahrzeuge eine grosse

Bedeutung zu online und offline. Regelmässiges

Waschen und putzen gehört zu den Pflichten

eines guten Occasionshändlers.

Ein Kiesplatz mit einem Wohnwagen sei wenig

«anmächelig». Er gibt auch Hinweise zum Einsatz

von dekorativen Grünpflanzen: «Sie dürfen

nicht zu hoch sein, damit nichts auf die Autos

fällt weder Blätter noch Harz noch Exkremente

von Vögeln. Und sie dürfen auf keinen

Fall die Sicht auf die Occasionen beeinträchtigen.»

Als Inspiration zeigte Dällenbach Beispiele

aus seinen Coach-Mandaten im Ausland.

16

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

Vor allem aber lieferte der Dozent praktische

Erfolgsgeschichten aus der Schweiz. So erzählt

er, dass eine Garage seine Occasionsabteilung

am Sonntag geöffnet hatte. «Entsprechend

viele Verträge konnte dieser Betrieb am Montag

schreiben», so Dällenbach. Oder er berichtet

von einem Betrieb mit einem Drive-in-Konzept:

«Sie hatten bis zu 40 Prozent mehr Leute

auf dem Platz.»

Zum wichtigsten Marketing-Instrument für

den Occasionshandel ist fraglos das Internet

mit den entsprechenden Plattformen geworden.

Auf Autoscout24 oder Car4you suchen

die Kunden ihren gebrauchten Traumwagen.

«Wir nehmen das Smartphone pro Tag rund

120 Mal in die Finger», sagt Dällenbach. Entsprechend

wichtig ist Präsenz. Max Schenkel

weist auf weitere Möglichkeiten hin. «Ich

schalte auch noch Inserate in Zeitungen. Gerade

ältere Leute reagieren darauf», so der Winterthurer

Garagist. «Wenn nur einer als Kunde

hängen bleibt, hat es sich schon gelohnt.» Er

betreibt auch gezieltes Marketing über Whatsapp.

Jürg Dällenbach hat für die Teilnehmer

noch einen weiteren Gratistipp, wie mit einfachen

Mitteln Marketing betrieben werden

kann: «Fragen Sie die Kunden, weshalb sie gekommen

sind.»

Jürg Dällenbach erklärt den Teilnehmern die

Bedeutung einer dynamischen Preisstrategie.

«30 bis 40 Prozent der Occasionen sind mehr

als 100 Tage alt. Deshalb ist eine laufende

Preiskorrektur wichtig», sagt der Dozent und

demonstriert an einem konkreten Beispiel, wie

dies aussehen könnte. «Frischwaren sind beliebt:

Rund die Hälfte der Occasionen gehen

Jürg Dällenbach ist im Element: Er erarbeitet mit den Teilnehmern die Top 10 der gefragtesten Occasionen.

in den ersten 30 Tagen weg da hat eine dynamische

Preisstrategie noch wenig Einfluss.»,

so Dällenbach. Markant sei der Unterschied

aber bei Fahrzeugen, die länger auf Platz seien:

«Bei einer herkömmlichen Preissetzung bleiben

rund 30 Prozent der Fahrzeuge stehen; mit

einer dynamischen Preissetzung sind es nur

rund 10 Prozent.»

Der gegenseitige Austausch unter den Teilnehmern

ist Dällenbach wichtig und ein zentrales

Erfolgsgeheimnis: «Die Teilnehmer bauen

sich in den Kursen ihr eigenes Netzwerk auf

und profitieren so gegenseitig vom Know-how.

Wenn ein Kollege etwas Gutes in seinem Betrieb

macht, kann man das ja auch im eigenen

Geschäft implementieren.» Dies bestätigen

auch die Teilnehmer. «Ich bin seit 20 Jahren

im Verkauf tätig und wollte wieder etwas frischen

Wind und neue Inputs», erklärt Salvatore

Spitaleri. Silvio Forster ergänzt: «Es war

spannend, andere Fakten zu hören; ich kann

einige Punkte mitnehmen.»

Besonders gespannt lauschten die Teilnehmer

den Erläuterungen über die Präsentation

im Internet. «Wie man Fotos machen sollte»,

nimmt Murat Memeti mit. Und auch Silvio

Forster hat sich Tipps für gute Bilder gemerkt:

«Ich werde in Zukunft jeweils die Sommerfel-

Fortsetzung Seite 18


FAHRZEUGWARTUNG

In kleinen Gruppenarbeiten erarbeiten die Teilnehmer wichtige Merkpunkte ...

... für ein erfolgreiches Occasionsgeschäft.

gen für Fotos montieren.» Dabei stellte auch jeder Teilnehmer kurz vor,

wie sein Betrieb die Gebrauchtwagen im Internet abbildet. Einige Betriebe

haben hierfür gar eine spezielle Fotoecke eingerichtet. Jürg Dällenbach

zeigte noch einige Beispiele, wie nachbearbeitete Fotos eine

bessere Wirkung haben als jene, die nur «huschrasch» vor der Garage

geschossen werden.

Wichtig sei auch, dass das Auto isoliert abgebildet ist; der Hintergrund

dürfe nicht ablenken. «Ein Stativ ist sehr zu empfehlen», rät Dällenbach.

Ebenso sollten Ausstattungsmerkmale gezeigt werden. Immer wichtiger

und beliebter werden ausserdem Videos (Auch hierfür bietet die AGVS

Business Academy entsprechende Kurse an). Denn für Dällenbach ist

klar: Das Occasionsgeschäft lohnt sich. Dafür muss es aber aus dem

Schatten geholt werden. <

Seminar AGVS Business Academy

Occasionsmanagement

Der nächste Kurs findet am Mittwoch, 6. November 2019, in der Mobilcity

Bern statt.

Jürg Dällenbach erklärt die dynamische Preisstrategie.

Video-Impressionen vom letzten Kurs:

https://youtu.be/bsB9q4QuN6k


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FAHRZEUGWARTUNG

Fahrzeugwartung

Sinnvolle Spülung

Obwohl einige Fahrzeughersteller von einer lebenslangen Ölfüllung für ihre Automatikgetriebe ausgehen, ist es ratsam, das

System regelmässig zu spülen. Mit einem einfach zu bedienenden Gerät ist dieser Spülvorgang innert kürzester Zeit erledigt.

Harry Pfister, auto&wissen

Manometer eingestellt. Danach werden

die Adapterleitungen mit dem Gerät verbunden,

wobei die Ölflussrichtung beachtet

werden muss.

In den Behälter mit der Beschriftung «neues

Öl» wird das Frischöl eingefüllt (Bild 1/

Position 3). Die entsprechende Menge ATF bezieht

sich je nach Fahrzeug auf die Trockenfüllung

plus 10 bis 20 Prozent Zuschlag für

das Kühlsystem des Getriebes. Zudem hilft

die Mehrmenge, dass das ATF am Ölwannengrund

bei der Durchmischung des alten mit

dem neuen Öl herausgedrückt wird.

Bild 1: Das ATM-M-Automatikspülgerät hat die Herstellerfreigabe von Daimler, kostet 4800 Franken exkl. MwSt. und

kann bei www.ashuki.ch bestellt werden. Mit dem Kauf des Geräts verbunden ist jeweils eine intensive Einführung

vor Ort oder ein halbtägiger Kurs im Trainingscenter des Schulungspartners Autef. 1 Altölbehälter, 2 Markierung für

Ölstand, 3 Frischölbehälter, 4 Rücklaufmengenventil.

Die Wartungspläne vieler Fahrzeughersteller

schreiben keinen Wechsel der Automatikgetriebeflüssigkeit

(ATF = Automatic Transmission

Fluid) vor. Eine regelmässige, vorsorgliche

Wartung am Automatikgetriebe kann

allerdings sinnvoll sein. Fahrzeuge, die häufig

im Kurzstreckenverkehr, mit vollgepacktem

Koffer- oder Laderaum (Aussendienstmitarbeiter,

Servicemonteure, Polizei) oder mit

Anhänger unterwegs sind, weisen mehr Feststoffe

im Getriebeöl auf und werden dadurch

störungsanfälliger. Das ATF sollte daher

regelmässig (circa alle 60 000 km) ersetzt

werden. Jedoch ist ein vollständiger Wechsel

des Getriebeöls auch bei Fahrzeugen mit

einer Wandlerablassschraube fast unmöglich.

In diesem Fall hilft ein Spülgerät, wie es

von der amerikanischen Firma BG Products

entwickelt wurde.

In der Schweiz ist die Firma Ashuki Schweiz

GmbH der Exklusiv-Fachhändler. Urban

Stöckli ist deren Geschäftsführer und zugleich

Betriebsleiter der Garage Speer AG in Ebnat-

Kappel. Stöckli und sein Werkstattteam gewährten

uns über die Handhabung des Spülgeräts

ATM-M einen vertieften Einblick.

Zuerst werden die Adapterleitungen am Kühlsystem

des Automatikgetriebes angebracht. Mit

den in einem praktischen Aufbewahrungskoffer

gelieferten Adaptern können rund

95 Prozent der Fahrzeuge abgedeckt werden

(Bild 2). Am Gerät selbst werden zuerst

die Hebel links sowie rechts des Geräts auf

Position 1 gestellt und das Rücklaufmengenventil

geschlossen. Der Druckluftanschluss

wird angeschlossen und der Druck mit dem

Regulierventil auf 8 bar gemäss vorhandenem

Am Behälter kann nun die Markierung

(2) auf den Ölstand gesetzt werden. Diese

Markierung ist später noch sinnvoll, um einen

Vergleich mit der entnommenen Getriebeflüssigkeit

zu haben. Eine Mengendifferenz

würde hierbei auffallen. Im weiteren Verlauf

wird die Feststellbremse betätigt und der Fahrzeugmotor

gestartet. Danach wird der Wählhebel

auf Stellung «D» gebracht. Nun fliesst

bei korrekter Adaption das ATF des Getriebes

in den Behälter «altes Öl» (1) und wird wieder

zurückbefördert ins Automatikgetriebe.

Die Rücklaufmenge zum Getriebe kann mit

dem Rücklaufmengenventil (4) an der Vorderseite

des Spülgeräts circa mittig eingestellt

werden. Mit ein wenig Erfahrung kann anhand

der Rücklaufmenge eine Diagnose bezüglich

einer Verstopfung des Filters oder Siebs gemacht

werden.

Bild 2: Adapter gibt es für rund 95 Prozent aller Fahrzeuge.

20

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

Die BG-Reinigungsflüssigkeit «Quick Clean»

wird nun in den Behälter «altes Öl» eingefüllt

(Bild 3). Mithilfe dieses Zusatzes lösen sich

Ablagerungen, die in den Behälter «altes Öl»

gelangen und dort durch ein Sieb zurückgehalten

werden. Im Unterschied zu einem

normalen ATF-Wechsel besteht somit nicht

die Gefahr einer so genannten Quervermischung.

Hierbei könnte das neue ATF mit

seinen Reinigungseigenschaften mögliche

Ablagerungen lösen und das System oder

Ventile verstopfen.

Das Fahrzeug wird nun circa zehn Minuten

mit der Reinigungsflüssigkeit im Leerlauf und

leicht erhöhter Drehzahl in der Fahrstufe «D»

betrieben. Danach werden die verschiedenen

Gänge durchgeschaltet.

Im Anschluss an die Reinigung wird das

Rücklaufmengenventil geschlossen und das

Öl aus der Getriebeölwanne vom Gerät in den

Behälter zurückgepumpt. Sobald das Öl nicht

mehr gleichmässig fliesst, muss der Motor

abgestellt werden. Schon jetzt sieht man den

Farbunterschied (viel dunkler) des alten ATF

zum neuen Frischöl. Wäre es milchig braun

wie ein Café crème, könnte dies auf einen

undichten Wärmetauscher hindeuten. In

diesem eher seltenen Fall müsste zuerst der

Wärmetauscher ersetzt werden.

Ist ein ATF-Filter im Automatikgetriebe eingebaut,

sollte jetzt der Filtereinsatz erneuert

werden. Dazu muss die Automaten-Ölwanne

demontiert werden. Den Inhalt der

Ölwanne ebenfalls in den Behälter «altes

Öl» einfüllen. Sowohl den Magneten wie

auch die Ölwanne reinigen und diese mit

einer neuen Dichtung montieren.

In modernen Automatikgetrieben ist zum

Teil kein Filter, sondern ein Sieb eingebaut.

Dieses Sieb muss nicht zwingend ersetzt

werden, da es durch das «Quick Clean» ebenfalls

gereinigt wird. Falls das Getriebe nicht

mehr richtig schaltet, ist es jedoch sinnvoll,

das Sieb zu ersetzen.

Auf der linken Geräteseite wird der Hebel auf

Position 2 gestellt und das Rücklaufmengenventil

ein wenig geöffnet. So wird Frischöl

in die Ölwanne gepumpt, damit keine Luft

angesaugt wird. Im Anschluss daran wird

der Motor gestartet und die Gänge durchgeschaltet.

Nun sinkt der Pegel im Behälter

«neues Öl» und der Pegel bei «altes Öl» steigt

weiter an. Das neue Öl drückt das alte aus

Bild 3: Marcel Müller, Automobil-Mechatroniker in der Garage Speer AG, füllt den «Quick Clean» in den Behälter

«altes Öl» ein.

dem Getriebekreislauf zum Gerät zurück in

den Altölbehälter. Sobald beide Pegel in den

Behältern Gleichstand erreicht haben, wird

das Rücklaufmengenventil so eingestellt, das

der Vorlauf dem Rücklauf der Ölmenge entspricht.

Somit wird sichergestellt, dass der

Behälter «neues Öl» zum gleichen Zeitpunkt

leer ist, wenn das Altöl die vorgängig gesetzte

Markierung erreicht. Bevor dieser jedoch leer

ist, wird allmählich nicht mehr dunkles,

sondern helles ATF in den Behälter «altes Öl»

nachfliessen. Dies ist die Zugabe der Mehrmenge

von 10 bis 20 Prozent.

Sobald die Markierung mit dem Altöl erreicht

wird, muss der Hebel auf der rechten

Geräteseite auf Position 3 gestellt werden.

Somit ist der «Altölkreislauf» unterbrochen

und die Zirkulation findet nur noch über den

Behälter «neues Öl» statt. In diesen Behälter

wird der BG-Zusatz «ATC plus» gefüllt. Das

Additiv verbessert das jeweilige ATF durch

Oxidationsstabilität und Verschleissschutzeigenschaften.

Es ist ebenfalls ein Universaladditiv

für CVT sowie DSG erhältlich. Diese

Getriebearten können auch gespült werden

und die notwendigen Adapter sind ebenfalls

erhältlich. Nach circa zwei Minuten kann der

Motor abgestellt werden. Sobald der Frischölbehälter

leer ist, wird das Rücklaufmengenventil

geschlossen.

Zum Abschluss werden die Leitungen vom

Gerät zum Fahrzeug wieder demontiert und

der ATF-Stand kontrolliert. Während einer

Probefahrt wird das einwandfreie Schalten

des Automatikgetriebes überprüft.

Eine Reinigung dauert circa 15 bis 30

Minuten. Die Zeit für den allfälligen Filterwechsel

ist vom Fahrzeugtyp abhängig. Bei

der Fahrzeugrückgabe kann dem Kunden

das Altöl des Fahrzeugs und allfällige

zurückgebliebene Rückstände im Behälter

«altes Öl» gezeigt werden. <

In der Mitte ist die Reinigungsflüssigkeit und die beiden

äusseren Gefässe sind Additive für Automatikgetriebe

sowie CVT und DSG.

Möchten Sie noch mehr Lesestoff in dieser

Richtung? Dann sind Sie bei der Fachzeitschrift

«auto&wissen» an der richtigen Adresse.

AUTOINSIDE | Oktober 201921


FAHRZEUGWARTUNG

Isocyanate

Darum ist eine Körperschutzausrüstung

unerlässlich

Beim Spritzlackieren mit Lacksystemen auf Polyurethanbasis bilden sich Aerosole. Diese

beinhalten Isocyanate, die Gesundheitsprobleme verursachen können. Eine Studie hat

ermittelt, wie sich Carrosseriebetriebe vor diesen Stoffen schützen. Carla Stampfli

Braucht ein Auto eine Neulackierung, spritzt

der Garagist einen Decklack auf die Carrosserie.

Das Problem: Die meisten Decklacke

wie auch viele andere Lacksysteme

basieren auf Polyurethan und enthalten

gesundheitsgefährdende Isocyanate. Schützen

sich Mitarbeitende nicht gut genug, werden

diese Stoffe über die Haut aufgenommen oder

gelangen über die Atmung in die Lunge. Die

Folge: Die Haut wird gereizt, ebenso die Augen

und die Atemwege. Zudem können Isocyanate

Allergien auslösen, insbesondere Asthma.

Die Arbeitsinspektorate der Kantone Wallis,

Freiburg, Neuenburg und Jura wollten unter

anderem der Wirksamkeit von Schutzmassnahmen

im Falle einer Isocyanat-Exposition

auf den Grund gehen. In Zusammenarbeit

mit dem «Institut universitaire romand de

santé au travail» haben sie in den vier Kantonen

31 repräsentative Carrosseriebetriebe

überprüft und die Ergebnisse in einer Studie

veröffentlicht. Die Studie «Spritzlackieren

von isocyanathaltigen Farben und Lacken

in Carrosseriebetrieben eine Bestandsaufnahme

in vier Schweizer Kantonen» kommt

zum Schluss, dass der Grenzwert von Isocyanatkonzentrationen

in der Spritzkabine immer

überschritten wird. Und in vielen Fällen

massiv: 60 Prozent der Messresultate liegen

um das Zehnfache über dem Grenzwert von

0,02 mg/m 3 , wobei die höchsten Werte über

1 mg/m 3 betragen. Dabei zeigte sich, dass Mitarbeitende,

die mit einer Filter-Halbmaske

arbeiten, signifikant höher belastet werden,

als solche, die eine Gebläsefiltermaske tragen.

Verschiedene Gründe tragen dazu bei, dass

Mitarbeitende Isocyanate aufnehmen. Das

sei beispielsweise der Fall, wenn am Reinigungsplatz

eine Absaugvorrichtung fehle,

die Infrastruktur also ungeeignet sei, so die

Studie. Auch wenn kein geeigneter Atemschutz

verwendet werde und keine geeigneten

Hautschutzkonzepte vorhanden seien.

Nicht zuletzt kommen Mitarbeitende mit

den Stoffen in Kontakt, wenn sie zu wenig

aufgeklärt seien und sich deshalb zu wenig

schützten. Das passiert etwa, wenn sie den

Atemschutz direkt nach dem Spritzprozess

abnehmen und die Wartezeit nicht einhalten,

fügt die Studie als Beispiel an.

Die Ergebnisse wurden wie folgt ermittelt:

Zum einen wurden die Isocyanatwerte anhand

der Exposition in der Luft gemessen.

Zum anderen mittels Urinproben der Mitarbeitenden.

Darüber hinaus füllten die Carrosseriebetriebe

einen medizinischen Fragebogen

aus, der von Fachleuten ausgewertet

wurde. Diesbezüglich brachte die Studie

zutage, dass 28 Prozent der insgesamt 97

befragten Personen über Husten, Rhinitis,

Kribbeln im Hals oder in den Augen oder

über Hautreizungen klagten. Bei 68 Prozent

der Betroffenen zeigten sich die Symptome

während der Arbeitszeit.

Dass die Studie von den Arbeitsinspektoraten

der Kantone realisiert wurde, hat einen

guten Grund: Seit 2015 sind die Kantone

selber für die Kontrollen zuständig. Das

heisst, sie überprüfen, dass die geltenden

Gesetze im Bereich Arbeitssicherheit und

Gesundheitsschutz in der Branche umgesetzt

werden. Bei der Vorbeugung von Berufskrankheiten

ist aber weiterhin die Suva

verantwortlich.

22

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

Wie können sich Garagisten und deren Mitarbeitende

vor den gesundheitsgefährlichen

Isocyanaten schützen? Hier kommt die Branchenlösung

des Auto- und Zweiradgewerbes

ins Spiel. Die BAZ bietet ein umfassendes

Instrument, damit die Betriebe die Arbeitssicherheit

und den Gesundheitsschutz (EKAS-

Richtlinie 6508) systematisch umsetzen

können. Die Online-Lösung «asa-control»

ist dabei das wichtigste Hilfsmittel: In der

Datenbank finden die Garagisten nicht nur

sämtliche Dokumente, sondern können auch

Daten des Unternehmens erfassen sowie

Rapporte von Gefährdungsbeurteilungen,

Unterweisungen und Wartungen erstellen.

Die Inhalte der BAZ werden regelmässig aktualisiert

und ergänzt, auch in Bezug auf das

Spritzlackieren mit Polyurethanlacken. Weiter

informiert die Branchenlösung BAZ ihre

Mitglieder regelmässig mit Newslettern über

wichtige und neue Themen und Gesetzesänderungen.

<

Weitere Informationen unter:

www.safetyweb.ch

«Einwandfreie Funktionsweise der Spritzkabine sicherstellen»

Herr Baumann, die EKAS-Studie zeigt, dass

sich die befragten Arbeitnehmenden der Auswirkungen

von Isocyanaten auf ihre Gesundheit

zu wenig bewusst sind. Was rät die Branchenlösung

BAZ den Betrieben in dieser Hinsicht?

Karl Baumann, Geschäftsleiter Branchenlösung

BAZ: Im Newsletter vom 2. Quartal 2017 haben

wir unsere Mitglieder auf die Gefahr der gesundheitsgefährlichen

Isocyanate hingewiesen.

Wir zeigten ihnen auf, wo sie im «asa-control»

die notwendigen Massnahmen zum Schutz der

Gesundheit finden können. Nach der erwähnten

umfangreichen Studie haben wir unsere BAZ-

Mitglieder im August 2019 mit einem weiteren

Newsletter über Schutzmassnahmen informiert.

Was können Garagisten tun, damit sich

Mitarbeitende beim Spritzlackieren nicht

den gesundheitsgefährdenden Isocyanaten

aussetzen?

Die Studie hat gezeigt, dass Mitarbeitende nicht

nur in der Spritzkabine mit den gefährlichen Isocyanaten

in Berührung kommen, sondern auch

ausserhalb der Kabine. Zum Beispiel besteht

beim Grundieren von Teilen in der Werkstatt

oder dann im Mischraum eine Kontaktmöglichkeit.

Gerne nutze ich aber die Gelegenheit, um

einige Schutzmassnahmen zu erwähnen:

• Die Mitarbeiter schulen und instruieren.

• Einwandfreie Funktionsweise der Spritzkabine

sicherstellen.

• Konsequentes Tragen der PSA (inklusive

Vorbereitungs- und Reinigungsprozesse).

• Wo immer möglich Alternativen suchen und

isocyanatfreie Produkte einsetzen.

Welche Aufgabe hat die Branchenlösung BAZ

auf die Sensibilisierung im Umgang mit Lacksystemen

auf Polyurethanbasis?

Die Branchenlösung unterstützt ihre Mitglieder,

damit diese die EKAS-Richtlinie 6508 möglichst

einfach nebst ihrem Tagesgeschäft umsetzen

können. Wir machen die Betriebe auf solche

Gefahren aufmerksam und informieren sie über

mögliche Lösungsvorschläge. Somit empfehlen

wir jedem Betrieb, ob Garage, Carrosserie,

2-Rad oder Pneuhaus, sich unserer Branchenlösung

BAZ anzuschliessen. Wir stellen ihnen

die nötigen Hilfsmittel zu einer einfachen Umsetzung

zur Verfügung.

Karl Baumann, Geschäftsleiter

Branchenlösung BAZ.

febiTruck

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MADE IN GERMANY

febi Truck bietet passgenaue Ersatzteile für alle gängigen

Marken und Modelle von Nutzfahrzeugen, Anhängern und

Bussen. Im Nutzfahrzeugbereich haben wir eine führende

Marktposition in den Kernkompetenzen Lenkung &

Aufhängung, NVH und Motor- Thermomanagement.

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FAHRZEUGWARTUNG

Heizlösungen

Lohnt sich das Nachrüsten?

Standheizungen wärmen das Fahrzeug im Winter bereits vor dem Start auf Betriebstemperatur. Das ist nicht nur

angenehm für Autofahrer, auch Garagisten können einen Nutzen daraus ziehen. Bernd Jörg, Director Retail and Service

Business bei Webasto Europa, erklärt wie. Carla Stampfli

Neu- und Bestandskunden kann ausgebaut

und die Auslastung der Werkstatt nachhaltig

gesteigert werden.

Kann jeder Betrieb Verkauf, Einbau und

Wartung vornehmen?

Den Verkauf von Webasto-Standheizungen

kann prinzipiell jeder Betrieb vornehmen.

Einbau und Wartung stehen jedoch nur autorisierten

Betrieben frei.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt

sein, damit eine Garage Webasto-Standheizungen

einbauen kann?

Um offiziell Webasto-Standheizungen einbauen

und warten zu können, müssen Garagisten

bestimmte Bedingungen erfüllen. Diese beziehen

sich beispielsweise auf die Werkstattausstattung

oder die Teilnahme einer Anzahl an

Mitarbeitenden an regelmässigen technischen

Schulungen im Haus Webasto.

Für die meisten Fahrzeuge bietet Webasto fahrzeugspezifische Einbaukits.

Bernd Jörg,

Webasto Europa.

Eis von der Windschutzscheibe

kratzen,

sobald es kalt

wird? Wer in seinem

Fahrzeug eine

Standheizung eingebaut

hat, kennt dieses

Problem nicht.

Denn mit einer Heizlösung

werden der

Innenraum und der Motor des Autos bereits

vor dem Start auf Betriebstemperatur gebracht.

Das hat vielerlei Vorteile: Die Kaltstartphase

entfällt und der Motor verschleisst

weniger. Die Sicherheit im Strassenverkehr

wird dank eis- und beschlagsfreien Scheiben

verbessert. Nicht zuletzt kann bei einem

warmen Innenraum auf eine Jacke verzichtet

werden, womit es sich angenehmer und sicherer

fahren lässt. Und: Im Sommer leitet eine

Standheizung Aussenluft ins parkende Auto

und kühlt so den Innenraum. Die Standheizungen

bringen nicht nur Autofahrern einen

grossen Nutzen. Auch Garagisten können von

einem Heizsystem profitieren. AUTOINSIDE

hat mit Bernd Jörg gesprochen. Er ist Director

Retail and Service Business bei Webasto und

zuständig für den europäischen Markt.

Herr Jörg, lassen sich alle Fahrzeuge mit

einer Webasto-Standheizung nachrüsten?

Bernd Jörg: Für die meisten Fahrzeuge bietet

Webasto fahrzeugspezifische Einbaukits

an. Damit können in fast allen Fahrzeugen

Standheizungen nachgerüstet werden. Entsprechend

geschulte Betriebe sind auch in

der Lage, eine Standheizung nachzurüsten,

ohne dass es dafür ein fahrzeugspezifisches

Kit gibt.

Wie können Garagisten mit dem Einbau

von Webasto-Standheizungen ein Zusatzgeschäft

generieren?

Über 60 Prozent der PW-Besitzer sind offen

für den Kauf einer Standheizung. Die Nachrüstung

von Webasto-Standheizungen bietet

Garagisten also die Möglichkeit, neue Erträge

im Servicebereich sowie attraktive Gewinnspannen

zu generieren. Das Geschäft mit

Ist mit Investitionskosten zu rechnen,

wenn sich ein Betrieb für das Nachrüsten

entscheidet?

Zwei Mitarbeitende sind verpflichtet, sich durch

Webasto technisch für das Nachrüsten von

Standheizungen ausbilden zu lassen und diese

Schulung alle zwei Jahre aufzufrischen. Das

Training umfasst zwei Tage. Zusätzliche Kosten

entstehen lediglich durch das Einrichten der PC-

Diagnose-Möglichkeit. <

Weitere Infos unter:

www.lorch-gruppe.com

24

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


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Carrosserie und Lack

Mit SONAX PROFILINE Kosten und Zeit sparen

Das Werkstattprogramm der SONAX PROFILINE ist die spezielle Serie für professionelles Detailing für den

Fachmann.

pd. Die spezifisch für den Anwender entwickelte

PROFILINE-Linie ist seit Jahren

ein beliebtes Werkzeug für professionelle

Anwender in Schweizer Garagenbetrieben.

Gefragt ist das Produktsortiment, weil es

effizientes Arbeiten unterstützt und dabei

Kosten und Zeit spart. Das nun erweiterte

Sortiment umfasst nun noch mehr High-

Tech-Produkte für schnelles und effizientes

Arbeiten.

Komplett überarbeitete Werkstattpläne

sind ebenso verfügbar wie passende Anwendungsvideos.

Die richtige Anwendung,

übersichtlich und einfach erklärt, garantiert

einen möglichst geringen Verbrauch von

Chemie. Ein zweiter wesentlicher Vorteil

eines Vorgehens nach Plan ist die erhöhte

Effizienz: das richtige Produkt zur Lösung

der anstehenden Herausforderung.

Die Pläne sind einfach aufgebaut und reduzieren

sowohl Schulungszeit als auch Fehlerquote

für neue Mitarbeiter auf ein Minimum.

Einfach verständliche Bilder und Piktogramme

geben rasch und unmissverständlich Auskunft

über Anwendungsbereiche, Einwirkzeiten,

das richtige Mischverhältnis und das

optimale Zubehör.

Ab Lager bei der ESA verfügbar ist eine umfassende

Auswahl an Problemlösern aus den

Bereichen Detailing, das den ganzen Bereich

Polieren und Versiegeln abdeckt, bis hin zur

Reinigung. Es sind Artikel, die höchste Ansprüche

erfüllen. Auch für das Polieren von

Lackoberflächen professioneller Fahrzeugaufwerter

stehen Produkte bereit. Sie sind

optimal auf Lackzustand und Anwendung

abgestimmt und garantieren so ein perfektes,

hologrammfreies Polierergebnis.

Das Hauptziel der PROFILINE-Serie ist eine

vereinfachte Anwendung, die Kosten und

Zeit spart. Die technische Innovationskraft

und das Engagement für die Sicherheit und

den Fahrkomfort der Autofahrer machen

SONAX seit Jahrzehnten zu einem echten

Marktleader. Verlangen Sie die Werkstattpläne

bei Ihrer ESA. <

Professionelle Personalgewinnung

Sie suchen Kandidaten aus der Automobilbranche?

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FAHRZEUGWARTUNG

Der Traum jedes Lackierers

Verspiegelung aus der Pistole

Chromelemente zu lackieren und Teile zu verspiegeln, bedeutet im Normalfall viel Aufwand. Nun scheint für viele Lackierer

eine Lösung in Sicht, die aber richtig angewendet werden will wie ein Bespiel zeigt. Jürg A. Stettler

Was gibt es Schöneres, als in der Sonne glänzende

Autos mit perfekt polierten Chromelementen,

in denen sich alles spiegelt? Für

Kunden ein Traum, für Lackierer ein enormer

Aufwand ob mit der altbekannten Methode

des Galvanisierens, des Bedampfens mit

Chrom oder auch des Verspiegelns mit Silberlösungen.

Axalta Coating Systems hat nun

scheinbar des Rätsels Lösung gefunden: einen

Chromlack, der direkt aus der Lackierpistole

kommt und perfekte Verspiegelung verspricht.

Erfunden hat das Verfahren die deutsche

Firma CSM aus Obrigheim. Ob Teile für

einen Supersportwagen, eine E-Gitarre oder

gar ein Flugzeug, dank der Effektlackierung

direkt aus der Lackierpistole ergeben sich ganz

neue Möglichkeiten und somit auch neue Geschäftsfelder.

Eugen Wüest nutzt das neue Verfahren für Chromlack direkt aus der Pistole, um seine YAK-52, ein Schulflugzeug

der russischen Armee aus den frühen 1980er-Jahren, zu verspiegeln.

Axalta bietet interessierten Garagisten nicht

nur ein Starterset mit allen wichtigen Komponenten

an, sondern auch eine eintägige Schulung.

So wird sichergestellt, dass das spezielle

Lackierverfahren im eigenen Betrieb auch

reibungslos umgesetzt wird. «Der Run auf

die Schulungen ist sehr gross», erklärt Volker

Wistorf, Technischer Leiter der Axalta Coating

Systems Switzerland GmbH. «Die ersten

sechs Kurse mit je fünf Betrieben waren im

Nu ausgebucht.»

Das Verfahren schafft eine metallische Optik

und zwar auf nahezu allen Oberflächen (Metall,

Holz, Glas oder Kunststoff). Die Spritzmetallisierung

ist auch in verschiedenen

Buntmetallen sowie Gold, Bronze oder Kupfer

erhältlich. Das Verfahren beginnt mit dem

Auftragen eines Primers. Diese Grundierung

muss getrocknet werden und liefert die Basis

für den makellosen, glatten Untergrund der

verspiegelten Metallschicht. Eine Beflammung

der gesamten Oberfläche sorgt für die Aktivierung

beziehungsweise die Polarität des

Primers. Direkt nach dem Auftrag der Aktivierungslösung

beginnt der eigentliche Metallisierungsprozess.

Direkt aus der Zweikomponenten-Lackierpistole

wird ein Mix

aus Silbersalz- und Reduktionslösung aufgetragen.

Treffen die Komponenten aufeinander,

kommt es zur chemischen Reaktion und

es bildet sich ein gleichmässiger Metallfilm.

Nach einem gründlichen Nachspülen mit

Wasser wird die Chromoptik noch in zwei

Arbeitsgängen mit Klarlack beschichtet, um

sie besser und länger vor Umwelteinflüssen

zu schützen.

Klingt einfach und schnell, doch besticht die

Methode auch? AUTOINSIDE hat bei Eugen

Wüest nachgehakt, der das Verfahren nutzt.

Nicht etwa auf Kleinteilen, sondern einer

YAK-52, einem Schulflugzeug der russischen

Armee aus den frühen 1980er-Jahren! «Das

Verfahren ist sehr gut, aber man muss sehr genau

arbeiten», verrät der professionelle Mastferkelproduzent

und Aviatikfan mit Privatpilotenlizenz

aus dem luzernischen Wilihof.

«Trägt man die beiden Komponenten auf, ist

nach 60 Sekunden alles verspiegelt.» Heikel

sei jedoch, dass man selbst die kleinste Verunreinigung

auf der Unterlage sehe. «Schon ein

Haar sieht später aus wie ein riesiger Kanal.

Wenn nur etwas von der Salzwasserlösung zurückbleibt,

sieht man das später.»

Eine Herausforderung seien vor allem die grossen

Flächen oder Details, die man sauber mit

Beschriftungsfolie folie abdecken müsse. Wie

kommt man überhaupt auf die Idee, einen

ganzen Flieger zu verspiegeln? Der 55-Jährige

lacht: «Ich liebe Herausforderungen. Bei mir

müssen Dinge anders laufen als normal. Darum

habe ich auch schon Tausende von Stunden

in den Wiederaufbau des Zweisitzers mit

9-Zylinder-Motor und 360 PS investiert. Nun

mache ich die YAK-52 zum ersten verspiegelten

Flugzeug der Welt.» Dazu hat sich der Luzerner

extra eine Spritzkabine eingerichtet

und auch eine Anlage, um die bis zu 4000 Liter

destillierten Wassers aufzufangen. «Entscheidend

ist eine supersaubere Oberfläche.

Die muss man zuerst mit einem 360er- und

dann Schrittweise bis zum 1500er-Papier anschleifen.

Denn ist die microfeine Metallschicht

einmal aufgetragen, bringt man sie

kaum noch weg», erklärt Eugen Wüest. Ursprünglich

ging er von zwei bis drei Tagen

aus, bis die YAK verspiegelt sei, daraus dürften

eher 20 bis 30 Tage werden. «Dafür sieht

die Verspiegelung mit den ganzen Nieten im

Rumpf dann auch super aus! Ich gebe meine

Erfahrungen auch gerne weiter. Interessierte

können sich ruhig bei mir melden.» <

Weitere Infos unter:

www.chromlack24.ch

26

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


Das Original-Ersatzteil für Start-Stopp Fahrzeuge und Autos mit vielen Verbrauchern

In 8 von 10 neu hergestellten Start-Stopp Fahrzeugen mit AGM ist eine VARTA verbaut

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Alles startet mit


FAHRZEUGWARTUNG

Die Köpfe hinter dem Carrosserie-Konzept: Reto Neff (Leiter Fahrzeugexperten

bei der Helvetia Versicherung), Enzo Santarsiero (CEO André

Koch AG) und Heinz Bachmann (Vertriebsleiter Carrosserie bei der ESA

und Geschäftsführer von Clearcarrep).

Clearcarrep

Reparieren statt ersetzen

davon profitieren alle

Clearcarrep ist das neue Carrosserie-Konzept der ESA und der Betaginnovation AG. Gemeinsam haben sie die Firma

Clearcarrep AG gegründet. Im Zentrum des Konzepts steht die Maxime «Reparieren statt ersetzen». Unterstützt wird das

Konzept von der Helvetia-Versicherung und der André Koch AG für ihr Helvetia-Reparaturnetzwerk Sandro Compagno

«Clearcarrep ist ein Tool, um Carrosseriebetriebe

noch besser auszulasten.» Mit dieser

Ansage eröffnete Enzo Santarsiero, CEO

der André Koch AG und Gastgeber, den

Clearcarrep Information Day Ende August

in Urdorf ZH, an dem sich rund 50 Helvetia

Carrosserie-Partner aus der Deutschschweiz

über die Neuheit informierten. Reparieren

statt ersetzen entspreche dabei durchaus

dem Zeitgeist, so Santarsiero: «Einerseits

können Sie die Rentabilität in Ihrem Betrieb

erhöhen, auf der anderen Seite tun Sie etwas

für die Umwelt und können dies den

Kunden gegenüber auch mit gutem Gewissen

kommunizieren.»

Dass in der Schweiz mehr Carrosserieteile ersetzt

werden als im Ausland, sei ein «Luxusproblem»,

erklärte Reto Neff, Leiter Fahrzeugexperten

bei der Helvetia Versicherung. Doch

der Ersatz bringt den Carrossiers wenig. «Am

Ersatzteil verdient vor allem der Hersteller.

Bei einer Reparatur jedoch können Sie Ihre

Arbeitszeit verkaufen», ermunterte Neff die

anwesenden Carrossiers, sich dem Konzept

anzuschliessen.

Herzstück von Clearcarrep sind die angebotenen

Schulungen sowie eine Software, mit der

Reparaturaufträge erfasst und (anonymisiert)

in einer Cloud gespeichert werden. Mit den

Kursen soll erreicht werden, dass sich die Qualität

der Reparaturen stetig verbessert mit

dem Ziel, ein einheitliches Niveau zu gewährleisten.

Zudem soll sich die Zykluszeit verringern

und dadurch die Rentabilität verbessern.

Schnittstellen zu den Software-Lösungen namhafter

Firmen wie Auto-i-dat (Silverdat 3) und

Audatex sind vorhanden, weitere in Planung.

Die mitgelieferte Software erlaubt den Zugriff

der beteiligten Carrosserie-Partner auf die

Datensätze und damit Vergleiche mit den Mitbewerbern

im Netzwerk. Verglichen werden

beispielsweise die Durchlaufzeiten und die verrechneten

Stunden.

28

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

Heinz Bachmann, Vertriebsleiter Carrosserie

bei der ESA und Geschäftsführer von

Clearcarrep, präsentierte den anwesenden

Carrosserieprofis neben den Inhalten von

Clearcarrep eine Studie des «International

Bodyshop Industry Symposium», die sich mit

den Zukunftsaussichten der Carrosseriebranche

weltweit beschäftigt: Die Studie kommt

zum Schluss, dass die Zunahme von Fahrerassistenzsystemen

in modernen Fahrzeugen

namentlich die AEB-Notbremssysteme zu

einem deutlichen Rückgang der Carrosserieschäden

führt.

vielversprechendes Geschäft zumal Assistenzsysteme

nicht vor Steinschlag feien.

In Zeiten abnehmender Unfallzahlen und

folglich auch Aufträge für die Branche verspricht

das Konzept Clearcarrep Vorteile für

sämtliche Beteiligten: Die Kunden erhalten

eine qualitativ hochstehende Reparatur in

kurzer Zeit und zu fairen Preisen. Die Helvetia

Versicherung verspricht sich ebenfalls

niedrige Kosten, kurze Reparaturzeiten und

Kundenbindung dank der hohen Qualität.

Und die Carrosseriebetriebe können dank gesteigerter

Effizienz und verkauften Arbeitsstunden

ihre Rentabilität erhöhen. <

Weitere Infos unter:

clearcarrep.ch

Bis ins Jahr 2030 dürften diese Schäden um

rund 30 Prozent abnehmen. Spannend in diesem

Zusammenhang ist der Umstand, dass

die Zahl der Bagatellschäden in der Schweiz

weiter ansteigt. «Vor allem die Parkschäden

haben zugenommen», stellte Helvetia-Mann

Reto Neff fest. Das habe auch mit der Schweizer

Mentalität zu tun: «Niemand fährt gerne

mit einem beschädigten Auto herum.»

Neben der Behebung von Carrosserieschäden

betonte Heinz Bachmann auch die Bedeutung

der Scheibenreparatur: Fachmännisch und effizient

erledigt, ist die Scheibenreparatur ein

Grosses Interesse: Heinz Bachmann von der ESA informiert die Carrossiers über Clearcarrep.

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erfolgreich seit 2005

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AGVS Garantie

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FAHRZEUGWARTUNG

Solera-Audatex

Digitale Schadenabwicklung lohnt sich

Strukturierte Daten, passende Schnittstellen, das Vermeiden von Medienbrüchen. In der Schadenabwicklung liegt viel

Potenzial, um die Effizienz mit digitalen Tools zu verbessern.

Eines haben die Lösungen gemeinsam: Sie

basieren auf strukturieren Daten, die unternehmensübergreifend

ausgetauscht werden

können. Dadurch können Garagen schon

durch den Kundendienst-Mitarbeiter Schäden

aufnehmen und berechnen. Bei schwerwiegenderen

Schäden kann die Schadenaufnahme

unmittelbar an einen Spezialisten

weitergeleitet, dort finalisiert und wieder

zurückgesendet werden. Die B2B-Schnittstelle

zum Dealer-Management-System stellt

sicher, dass der eingespielte Prozess beibehalten

werden kann.

Die heute etwas umständliche Kommunikation

zur Versicherung kann nun elektronisch

erfolgen. Nach erfolgter Reparaturfreigabe

teils innert 30 bis 60 Sekunden kann der

Auftrag an den ausführenden K+L-Betrieb

versendet werden, sei dieser nun intern oder

ein externer Partner. Doppelerfassungen

entfallen auf jeden Fall. Medienbrüche gehören

der Vergangenheit an.

«Qapter» ist ein professionelles Schadenbearbeitungs-Toolset der Solera-Audatex.

sco/pd. In etwas mehr als 50 Jahren entwickelte

sich die Schadenerfassung und -berechnung

vom analogen Typenbogen bis hin

zur intelligenten und grafischen Erfassung

von Carrosserieschäden. Webbasierte Plattformen

sind heute Standard. «Den nächsten

evolutionären Schritt im Schadenmanagement

definieren Technologien wie die Fotoerkennung,

die Berücksichtigung von Telemetriedaten

und die künstliche Intelligenz»,

sagt Robert Hasler vom Schweizer Software-

Anbieter Audatex. Aktuell befinden sich

diese in einem Beta-Stadium.

Die Research-Abteilung des Audatex-Partners

Solera forscht und entwickelt an der

Fotoerkennung mit künstlicher Intelligenz

(KI). Die ersten Ergebnisse sind laut Hasler

vielversprechend: «Erste Produkte werden

bereits in produktiven Pilotprojekten

eingesetzt. Optimistisch bis realistisch betrachtet,

werden in zwei bis drei Jahren die

meisten kleinen bis mittleren Schäden an

der Fahrzeug-Aussenhülle automatisch berechnet.»

Die Solera-Lösung generiert dabei

automatisch eine Schadenkalkulation mit

strukturierten Daten, die nach Bedarf nahtlos

mittels «Qapter», dem professionellen

Schadenbearbeitungs-Toolset der Solera-Audatex,

weiterbearbeitet werden kann. Aktuell

bietet Solera-Audatex verschiedene

Verfahren für die Schaden-Erstaufnahme an:

1. Qapter Online, eine webbasierte

Anwendung für die Schadenerfassung

und -kalkulation.

2. Qapter Go, eine Tablet-basierte App,

die im 3D-Modus den Mitarbeiter

der Kundenannahme einer Garage

befähigt, einfache Schäden selbstständig

zu erfassen und zu bewerten.

3. Qapter Sync, eine Smartphone-

App, die grössere Schäden fotografisch

dokumentiert.

4. Audasmart, ein Weblink für das

Smartphone, der den Fahrzeughalter

ermächtigt, den Schaden fotografisch

zu dokumentieren, ohne dass er das

Fahrzeug der Garage vorführen muss.

Einer der ersten Schritte im Reparaturprozess

ist die Teilebestellung. Da die Schadenkalkulation

von Solera-Audatex auf den Daten

der Hersteller basiert, sind die zu ersetzenden

Teile weitgehendst komplett aufgelistet.

Voraussetzung ist die korrekte Definition

der Ausführungsvarianten. Die Geschäftsbeziehungen

zwischen dem Lieferanten, der

Garage und dem K+L-Betrieb werden einmal

gespeichert und können pro Auftrag abgerufen

werden. Robert Hasler: «Unsere bisherigen

Erfahrungen und Aufzeichnungen

zeigen Zeitgewinne von 15 bis 20 Minuten je

Schadenfall bei der Nutzung der Bestellplattform

Global InPart und zwar für Lieferant

und K+L-Betrieb.»

Die Digitalisierung bringt nebst dem monetären

Nutzen durch Zeitgewinn, Aufwandreduktion

und geringe Fehlerraten

auch einen immateriellen Nutzen, nämlich

Kundenzufriedenheit durch raschere Reaktionen

auf Anfragen,

In den nächsten Jahren werden zwei ganz

wichtige Fortschritte im Bereich Schadenabwicklung

erwartet: Internationale Gremien

(unter anderen die EU) werden gegen

die Widerstände der Hersteller dafür sorgen,

dass die im Betrieb eines Fahrzeuges gewonnenen

Daten viel breiter gefächert genutzt

werden dürfen. Und der technologische

Fortschritt (insbesondere KI) wird die Schadenregulierung

nochmals verändern, indem

die Mehrheit der Schäden automatisiert berechnet

werden können. <

30

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


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Alles OPTIMAL

Neue ESA-Eigenmarke!

Die ESA lanciert mit OPTIMAL eine neue Marke. Die Eigenmarke ist im mittleren Preissegment beheimatet, bietet

hochwertige, anspruchsvolle Qualität zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Ideal für eine Kundschaft, die zwar auf

den Preis schaut, aber dafür Qualität nahe dem Premiumniveau erwartet.

pd. Die ESA startet zunächst mit einem

Bremsenprogramm in den Markt, mit teilweise

technisch sehr anspruchsvollen Lösungen.

Seit September 2019 liegen in allen acht ESA-

Lagern die OPTIMAL-Bremsenteile an Lager.

Das OPTIMAL-Sortiment wird sukzessive

erweitert durch weitere Produktgruppen. Um

das überaus erfreuliche Wachstum im Service-

und Verschleissteile-Bereich weiter zu

treiben, hat sich die ESA für den Schritt zu

einer Eigenmarke entschieden.

Weiter nimmt die Bedeutung an der zeitwertgerechten

Reparatur zu. Mit der Marke

OPTIMAL erweitert die ESA ihre riesige

Auswahl an Preis- und Markenkategorien

und bietet den Mitinhabern und Kunden

eine weitere Lösung an. Neben der angebotenen

Produktvielfalt stellt die ESA

auch das vorhandene Marketingwissen zur

Verfügung und versucht den Kunden auch

aufzuzeigen, wie sie die zeitwertgerechte

Reparatur gezielt einsetzen und vermarkten

können. Die Garagisten beraten ihre

Kunden entsprechend, was die ESA mit

massgeschneiderten Marketingaktivitäten

unterstützt. Zur Lancierung der neuen

Eigenmarke OPTIMAL gewährt die ESA

bis Ende 2019 einen Zusatzrabatt von 10

Prozent. <

Weitere Infos unter:

www.esa.ch

esa.ch

Ich will alles.

Zusammen sind wir stark


FAHRZEUGWARTUNG

KW Automotive AG

kwsuspensions.ch

> Erster Anbieter im Aftermarket für eine stufenlose Tieferlegung des Toyota GR Supra

pd. Mit einer Gewichtsverteilung

von nahezu 50:50,

Heckantrieb und einem 340 PS

starken Dreiliter-Turbo-Reihensechszylinder

ist der neue

Toyota GR Supra (JTSC) ein

würdiger Nachfolger des

legendären Toyota Supra

Mk4. Kaum ist er erhältlich,

kann der Fahrwerkhersteller

KW Automotive bereits ein

Gewindefahrwerk mit Gutachten

anbieten. «Trotz des

tiefen Schwerpunkts des

GR Supra erlaubt unser KW

Gewindefahrwerk Variante

3 im Rahmen des Teilegutachtens

an der Vorderachse

eine stufenlose Tieferlegung

von 15 bis 35 Millimetern und

Der Toyota GR Supra tiefergelegt mit dem KW Gewindefahrwerk Variante 3.

an der Antriebsachse von 20

bis 40 Millimetern», sagt Peter

Banz, Geschäftsführer der KW

Automotive.

Mit der KW Variante 3 wird

die Fahrdynamik sportlicher

ohne Einbussen beim Fahrkomfort

im Alltag. Auf welligen

Asphaltoberflächen dämpft

das KW Fahrwerk harmonisch

und verhindert ein unruhiges

Fahrverhalten. Auftretende

Nick- und Wankbewegungen

des Karosserieaufbaus sind

merklich verringert.

Durch die einstellbaren

Dämpfer ist es möglich, die

für den Toyota GR Supra voreingestellte

und empfohlene

Fahrwerkabstimmung für den

Alltag selbst auf das persönliche

Fahrempfinden weiter

einzustellen. Der Querschnitt im

Lowspeed-Zugstufenventil kann

verkleinert oder vergrössert

werden, um die Dämpfung

exakt einzustellen. Wird die

Zugstufe geöffnet, steigert

sich der Fahrkomfort. Wird sie

geschlossen, reduzieren sich

die Nick- und Rollbewegungen

des Karosserieaufbaus deutlich

und das Handling wird

noch dynamischer. «Es ist

die Aufgabe der Zugstufe,

die Karosserie an die Strasse

anzubinden, während dagegen

die Druckstufe das Einfedern

beeinflusst und das Chassis

abstützt», erklärt Peter Banz.

Erhältlich ist das KW Gewindefahrwerk

Variante 3 für den

neuen Toyota GR Supra (JTSC)

ab 2520 Franken. <

Autef GmbH

autef.ch

> Fit für ADAS im Occasionsgeschäft

pd. ADAS (Advanced Driver

Assistance Systems) sind

immer häufiger anzutreffen.

Schon heute verfügen auch

Kleinwagen über Radar- und

Kamerasysteme, die vor

kurzem noch gehobenen

Klassen vorenthalten waren.

Die Zahl der verbauten

Fahrassistenten wird weiter

zunehmen, denn ab 2022

verpflichten Gesetze der

EU die Hersteller, in Neuwagen

diverse Systeme

zu integrieren. Auch bei

Leasingrückläufern oder eingetauschten

Fahrzeugen wird

entsprechende Technik immer

öfter anzutreffen sein.

Der Umgang mit ADAS ist für

Werkstätten und Karosseriebetriebe

herausfordernd.

Bei der Reparatur von Frontscheiben

oder Stossfängern

müssen die Fahrerassistenzsysteme

sprich Kamera und

Radar neu kalibriert werden.

Eine kleine Abweichung um

ein paar Grad hat grosse

Auswirkungen auf Funktionsfähigkeit

und Genauigkeit

der Assistenten. Das beeinträchtigt

die Sicherheit. Ein

richtig funktionierendes

System gibt Kunden Vertrauen

und erhöht den Fahrspass.

Ein geschulter Fachmann

erledigt Reparaturarbeiten

mithilfe eines geeigneten

Kalibrierungssystems. Die

Autef GmbH, Kurszentrum für

Autotechnik, aus Reiden LU

bietet laufend Kurse für den

Umgang mit ADAS an. Erfahrene

Schulungsexperten

zeigen, worauf zu achten

ist, damit die Sicherheitsassistenten

einwandfrei und

zur vollen Zufriedenheit der

Kunden funktionieren.

Infos über die nächsten Kurse

Autef bietet laufend Kurse für den Umgang mit ADAS an.

gibt es unter autef.ch/index.

php/kurse/kurse-sicherheitsund-komfortsysteme.

<

32

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


FAHRZEUGWARTUNG

Würth AG

wuerth-ag.ch

> Professionelle Fahrzeugaufbereitung lernen

pd. Occasionen verkaufen sich

besser und schneller, wenn

sie innen und aussen einen

guten Eindruck machen. Daher

lohnt es sich, die Fahrzeuge

professionell aufzubereiten. Im

Kundenseminar «Professionelle

Fahrzeugaufbereitung» lernen

Garagisten, wie man den Wert

eines Fahrzeuges gewinnbringend

steigern kann.

Am Seminar «Professionelle Fahrzeugaufbereitung» lernen die Teilnehmer an einem Tag

die wichtigsten Techniken und Methoden zur professionellen Fahrzeugaufbereitung.

Das Seminar «Professionelle

Fahrzeugaufbereitung» vermittelt

einen Einblick in die

wichtigsten Techniken und

Methoden zur professionellen

Fahrzeugaufbereitung. Die

Teilnehmer lernen an einem Tag

die Reihenfolge der Arbeitsschritte

sowie den korrekten

Einsatz der wichtigsten Werkzeuge

und Arbeitsmaterialien

kennen. Darüber hinaus gibt

das Seminar einen Überblick

über die Aufgaben und Tätigkeiten

des relativ neuen Berufs

professioneller Fahrzeugaufbereiter

und zeigt dessen

Stellenwert im Geschäftsablauf

einer Garage oder eines

Autohauses auf. So kann

dieses Seminar auch eine Entscheidungshilfe

für die persönliche

berufliche Entwicklung

und/oder Entwicklung des Betriebes

darstellen. Das Seminar

ist ein Einführungskurs und wird

von qualifizierten Fachtrainern

durchgeführt.

Das nächste Seminar findet

am 13. November 2019 von 9

bis 16 Uhr in Rorschach statt.

Die Seminargebühr beträgt

90 Franken. Weitere Informationen

und Anmeldung unter

wuerth-ag.ch/kundenseminare.

Das Seminar kann auch als Inhouse-Seminar

in einem Betrieb

oder exklusiv für eine Gruppe

in einem Würth Handwerkerzentrum

durchgeführt werden. <

Desa Autoglass AG

desa-autoglass.ch

> Desa Autoglass AG der kompetente Partner für den Garagenbetrieb

pd. Seit über 20 Jahren bietet

Desa Autoglass AG ausschliesslich

Dienstleistungen rund um

Fahrzeugglas an und etablierte

sich im Markt durch Kompetenz

und Kundenorientierung.

Mit 30 Desa-eigenen Filialen

und den mobilen Werkstätten

sind rasche und unkomplizierte

Interventionen keine leeren Versprechungen

egal, wo in der

Schweiz und für welche Fahrzeugtypen

wir sind für unsere

Kunden da.

Der Vor-Ort-Service sowie

effiziente Prozesse verbunden

mit dem Erfahrungsschatz von

Desa minimieren den Aufwand

bei der Glasschadenabwicklung

für den Garagisten auf ein absolutes

Minimum.

Die Kalibrierung der Fahrer-

Assistenzsysteme gehört

selbstverständlich ebenso zu

unseren Kompetenzen und ist im

Dienstleistungspaket integriert.

Die Garagenbetriebe können

sich auf ihre Werkstattarbeiten

konzentrieren und so mit der

gewonnenen Zeit zusätzlichen

Deckungsbeitrag erwirtschaften.

Ruhig schlafen ist auch

garantiert, denn die ansehnlichen

Garantieleistungen

runden das professionelle Desa-

Angebot ab.

Unsere Garagenpartner bestätigen

uns: Wer die Glasschäden

von Desa beheben

lässt, gewinnt Zeit und Geld. <

Desa Autoglass AG betreibt 30 Filialen sowie mobile Werkstätten und bietet ihren

Kunden höchste Fachkompetenz.

AUTOINSIDE | Oktober 201933


FAHRZEUGWARTUNG

Tunap Group

tunap.com

Das Tunap-System bietet eine

sehr schnelle und einfache

Anwendung ohne Zylinderkopfausbau.

Mit dem Microflex

933 Ventilreinigungsgranulat

werden die Ventile mithilfe

von Druckluft rückstands- und

beschädigungsfrei abgestrahlt.

Gleichzeitig werden das verbrauchte

Material und die

abgelösten Verunreinigungen

abgesaugt. Danach werden

eventuell verbleibende Rück-

> Zeitwertgerechte Reparatur: Schnellreinigung verschmutzter Ventile mit Tunap Valve Clean Technologie

pd. Schnelle Reinigung statt in Verbindung mit zunehmenden stände mit der Microflex 936

stundenlanger Demontage: Bioanteilen im Kraftstoff zur Neutralisationslösung rückstandslos

Mit diesem Versprechen wirbt Verschärfung der Probleme bei.

aufgelöst. Dies sorgt

Tunap für das neuentwickelte

für ein effizientes Reinigungsergebnis

Valve Clean System zur Beseitigung

ohne die Gefahr von

von Ablagerungen im

Motorschäden.

Ventilbereich.

Leistungsverlust, Zündaussetzer,

erhöhter Kraftstoffverbrauch

und unrunder

Leerlauf sind Symptome

für Ablagerungen und Verschmutzungen

an Ventilen und

Einlasskanälen. Sie entstehen

durch die Kombination von

Abgasrückführung und Kurbelgehäuseentlüftung

sowie durch

die fehlende physikalische

Spülwirkung des Kraftstoffs bei

Direkteinspritzern.

Ungünstige Fahrprofile wie zum

Beispiel häufige Kurzstrecken

oder Stopp & Go-Verkehr tragen

Die entsprechenden Fehlercodes,

zum Beispiel «fehlerhaftes

Kraftstoff/Luftgemisch»

oder «Kompressionsverlust»

sorgen für die richtige Identifizierung

der Ursache durch die

Fachwerkstatt.

Abgesehen davon, dass

das System etwa 70 % Zeit

einspart, ist das Verfahren

für den Endkunden um bis zu

2200 Franken günstiger als die

bisher übliche Demontagevariante.

Das Tunap Valve Clean System.

Dies kommt preissensiblen

Kunden, die auf eine zeitwertgerechte

Reparatur Wert legen,

entgegen. Imageverluste durch

unerwartet hohe Reparaturrechnungen

werden vermieden.

Das materialschonende

Granulat ist darüber hinaus

umweltfreundlich und kennzeichnungsfrei,

das heisst ohne

Gesundheitsgefährdung für den

Anwender und ohne Allergie

auslösende Inhaltsstoffe. <

Texa

texadeutschland.com

> Gute Gespräche und grosses Interesse an der SAS in Fribourg

pd. Anfang September öffnete

die Swiss Automotive Show

ihre Türen für die zahlreichen

Schweizer Besucher. Ob

Garagisten, Carrosseriebauer

oder Glasfachbetriebe, sie alle

fanden den Weg ins schöne

Freiburg.

Texa zeigte an der SAS unter anderem das RCCS.

Texa ist stolz, nun schon zum

dritten Mal bei diesem Ereignis

vertreten gewesen zu sein.

Es wurden wieder zahlreiche

Produkte präsentiert und

man erfreute sich am regen

Interesse. Ein Highlight war

natürlich das RCCS, das mit der

momentan grössten Abdeckung

an Kalibriertafeln am Markt

zahlreiche Besucher anlockte

und zu guten Gesprächen einlud.

Beim RCCS kann der Glaser

oder Garagist momentan 42

Hersteller bearbeiten und aus

einem über 30 Positionen umfassenden

Pool aus Kalibriertafeln

und Zubehör wählen.

Erstmals live wurde dem

Schweizer Publikum auch der ab

sofort verfügbare Doppler mitsamt

passendem Gestell für die

Radarkalibrierung bei VAG und

Mazda gezeigt.

Durch diese sehr grosse Vielfalt

an Einsatzmöglichkeiten und

seine kompakte Bauweise ist

das RCCS die beste Lösung

für alle Kalibrierneulinge oder

bereits erfahrenen Kalibrierhasen.

Gegenüber den Geräten

vom Mitbewerber ist Texa

hier einen Schritt voraus und

produziert zukunftssicher, beispielsweise

durch verstellbaren

Neigungswinkel des Radar-

Spiegels.

Natürlich kamen auch die

Klimaservicegeräte nicht zu

kurz. Präsentiert wurden unter

anderem die Modelle 705R,

707R, 712R (welches erst seit

Kurzem zur Familie der Konfort

gehört), 760R und das Topmodell

780R Bi-Gas, welches über zahlreiche

Freigaben unter anderem

von Mercedes-Benz verfügt. Die

SAS hat wieder einmal gezeigt,

dass der italienischen Garant für

Innovation und Qualität zurecht

seine Führungsrolle innehält. <

34

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Eidgenössische Wahlen 2019

Darum sollen die AGVS-

Mitglieder wählen gehen

Pierre Daniel Senn ist AGVS-Vizepräsident und Garagist in Neuenburg. Er beobachtet die Politik aus nächster Nähe und

ordnet ein. Für AUTOINSIDE blickt er auf die Eidgenössischen Wahlen im Herbst und ruft die AGVS-Mitglieder auf, an der

Wahl teilzunehmen. André Bissegger

Herr Senn, Sie verfolgen die Politik auch als Vorstandsmitglied

des Schweizerischen Gewerbeverbandes SGV genau und ordnen das

Geschehen für den AGVS ein. Was denken Sie, wer wird als Gewinner

aus den Eidgenössischen Wahlen im Herbst hervorgehen?

Pierre Daniel Senn: Ich bin Vorstandsmitglied des SGV, aber deswegen

noch kein Hellseher. Erste Umfragen deuten auf eine politische Neuausrichtung

hin. Man darf nicht vergessen, dass jeder Kanton separat wählt

und dass bei den Wählern die Person im Vordergrund steht. Es ist nicht

sicher, dass die zurzeit diskutierten Themen auch am Wahltag von Bedeutung

sein werden. Überraschungen sind also nicht ausgeschlossen.

Die Klimadiskussion wird heiss geführt und kühlt nicht ab.

Mit welchem Wahlausgang wären Sie daher zufrieden?

Es ist wichtig, dass diese Debatte objektiv geführt wird und das Thema

als solches behandelt und nicht mit dem ebenso wichtigen Thema der

Umweltverschmutzung vermischt wird. Die beiden Probleme haben verschiedene

Ursachen und verlangen unterschiedliche Lösungen. Wichtig ist,

dass eine Steuererhöhung nicht zur systematischen Problemlösung wird.

Wie können die AGVS-Mitglieder die Wahl beeinflussen?

Wie schon Gandhi sagte, müssen wir die

Veränderung sein, die wir in der Welt sehen

wollen. Man muss also zuerst selbst

wählen gehen und dann das eigene Umfeld

und die Bekannten dazu bringen.

Nur wer seine Meinung ausdrückt

und dafür einsteht, ist glaubwürdig.

Pierre Daniel Senn.

Der motorisierte Individualverkehr

wird von der Politik mit immer

neuen Abgaben und Auflagen

ausgebremst. Fühlt sich der

AGVS das Autogewerbe ist

immerhin ein sehr grosser

Arbeitgeber und trägt

massgeblich zur Volkswirtschaft

bei von der Politik

im Stich gelassen?

Jeder Wirtschaftszweig

spielt eine wichtige Rolle

und ergänzt die anderen. In

jüngster Zeit verzeichnete

die Verkehrspolitik jedoch

grosse Erfolge, zum Beispiel

Gotthard oder Strassenfonds.

Die Besteuerung der Verkehrsmittel darf aber nicht das Ziel sein,

sondern muss mit einer Leistung des Staates einhergehen.

Der AGVS unterstützt verschiedene Kandidaten. Abgesehen

davon, wie nimmt der Verband sonst politisch Einfluss?

Um politischen Einfluss zu haben, muss man eine Mehrheit bilden. Deshalb

muss sich der AGVS zuerst mit den anderen Akteuren der Automobilbranche

abstimmen, dann die anderen Akteure der Arbeitswelt, die

im SGV vertreten sind, überzeugen und schliesslich mit der Unterstützung

der Wirtschaft auf die Ebene der politischen Parteien gelangen.

Der AGVS ist in Sachen Verkehrspolitik eine «Stimme der Vernunft».

Hört die Politik in Zeiten der zunehmenden Polarisierung diese

Stimme noch?

Mit Vernunft allein kann man politisch nicht überzeugen. Wie ich schon

gesagt habe, braucht man Bündnisse, denn je grösser die Unterstützung

ist, desto weniger polarisierend ist die Debatte. Das ist unsere Herausforderung,

Vernunft allein bringt nichts.

Welche Aufgaben drängen sich Ihrer Meinung nach in der kommenden

Legislatur auf sowohl verkehrs- als auch gewerbepolitisch?

Die Themen sind schon bekannt: CO 2

-Emissionen und Fair-Preis-Initiative.

Und ich denke, dass wir eine Rückkehr von Themen der obligatorischen

Vorsorge mit den Themen AHV-Reform, 2. Säule, Elternurlaub, Krankenversicherung,

Familienbesteuerung, Mietwert und so weiter haben werden. <

Die AGVS-Kandidaten

Der AGVS unterstützt zahlreiche National- und Ständeratskandidaten

auf dem Weg nach Bundesbern oder bei ihrer

Wiederwahl. Sie alle setzen sich für das Autogewerbe ein und

haben ein Interesse an Verkehrs politik. Auf den kommenden

Seiten porträtiert AUTOINSIDE eine Auswahl an Kandidatinnen

und Kandidaten, die erstmals kandidieren oder vom National- in

den Ständerat wechseln wollen.

MIDLAND.CH

AUTOINSIDE | Oktober 201935


POLITIK & RECHT

POLITIK & RECHT

Eidgenössische Wahlen

Wahlvorschlag für AGVS-Mitglieder

Der AGVS unterstützt bei den Eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober 2019 folgende Kandidatinnen und Kandidaten

bei ihrer Neu- oder Wiederwahl:

KANTON AARGAU KANTON GRAUBÜNDEN KANTON TESSIN

Thierry Burkart, FDP, National- (bisher) und Ständeratskandidat Marin Schmid, FDP, Ständeratskandidat (bisher) Marco Chiesa, SVP, Nationalrats- (bisher) und Ständeratskandidat

Roland Frauchiger, EVP, National- und Ständeratskandidat

Benjamin Giezendanner, SVP, Nationalratskandidat

KANTON BASELLAND

Jean-Daniel Chardonnens, SVP, Nationalratskandidat Kanton Freiburg

Für den Ausbau der Autobahnen

jas. Der Fuhrhalter, Taxi- und Reisebusunternehmer

Jean-Daniel Chardonnens will für die

SVP des Kantons Freiburg einen Nationalratssitz

erobern. Der Präsident des Wirtschaftsclubs

des Grossrates sitzt in der interparlamentarischen

Kommission des Gymnasiums Payerne,

der beratenden Kommission für Raumplanung

und seit kurzem auch in der Baukommission für

die Umfahrungsstrasse Pré-vers-Noréaz.

KANTON LUZERN

Peter Schilliger, FDP, Nationalratskandidat, (bisher)

Der SVP-Politiker und gelernte Carrossier ist zudem

der Meinung, dass stark befahrene Autobahnabschnitte

auf sechs Spuren ausgebaut

werden sollten und er lehnt «Road Pricing» ab.

Und wofür krempelt er im Bereich Autogewerbe

noch seine Ärmel hoch? «Ich bin gegen zusätzliche

Treibstoffsteuern und stufe als Busunternehmer

natürlich die immer günstigeren Flugpreise

kritisch ein.»

Fabio Regazzi, CVP, Nationalratskandidat (bisher)

KANTON WAADT

John Desmeules, FDP, Nationalratskandidat

Christoph Buser, FDP, Nationalratskandidat KANTON SCHAFFHAUSEN Français Olivier, FDP, Ständeratskandidat (bisher)

Daniela Schneeberger, FDP, Nationalratskandidatin (bisher) Hannes Germann, SVP, Ständeratskandidat (bisher) Jean-Pierre Grin, SVP, Nationalratskandidat (bisher)

KANTON BERN

Thomas Hurter, SVP, Nationalratskandidat (bisher)

KANTON WALLIS

Thomas Knutti, SVP, Nationalratskandidat KANTON SCHWYZ Jean-Luc Addor, SVP, Nationalratskandidat (bisher)

Nadja Pieren, SVP, Nationalratskandidatin (bisher)

Petra Gössi, FDP, Nationalratskandidatin (bisher)

Albert Rösti, SVP, Nationalratskandidat (bisher) Heinz Theiler, FDP, Nationalratskandidat KANTON ZUG

Christian Wasserfallen, FDP, Nationalratskandidat (bisher)

KANTON SOLOTHURN

KANTON FREIBURG Christian Imark, SVP, Nationalratskandidat (bisher) KANTON ZÜRICH

Gerhard Pfister, CVP, Nationalratskandidat (bisher)

Jacques Bourgeois, FDP, Nationalratskandidat (bisher) Walter Wobmann, SVP, Nationalratskandidat (bisher) Hans-Ulrich Bigler, FDP, Nationalratskandidat (bisher)

Jean-Daniel Chardonnens, SVP, Nationalratskandidat

Johanna Gapany, FDP, Ständeratskandidatin

Jean-François Rime-Blanchar, SVP, Nationalratskandidat (bisher)

Emanuel Waeber, SVP, Nationalratskandidat

Doris Fiala, FDP, Nationalratskandidatin (bisher)

Jacqueline Hofer, SVP, Nationalratskandidatin

Christian Müller, FDP, Nationalratskandidat

René Truninger, SVP, Nationalratskandidat

Albert Vitali, FDP, Nationalratskandidat (bisher)

John Desmeules, FDP, Nationalratskandidat Kanton Waadt

Engagierter Garagist für Bundesbern

John Desmeules.

jas. Mit John Desmeules, dem FDP-Präsidenten

der Kreisverwaltung Morges, kandidiert

ein ausgewiesener Branchenkenner für

Digital fit

für morgen.

den Nationalrat. Der 41-Jährige ist Inhaber

der Garage Desmeules Sàrl in Montricher

und hat sich schon immer für die Autobranche

interessiert und engagiert. Der gelernte

Automechaniker setzt sich seit 2013

als Vorstandsmitglied der Waadtländer Sektion

für den AGVS ein. Der Oberleutnant des

mechanisierten Bataillon 18/4 ist sehr aktiv

im Bildungsbereich und erachtet Zuhören

als eines der Kernelemente der Politik. «Es

ist wichtig, sich auch in der Politik Zeit zu

nehmen und die Erwartungen der Menschen

zu kennen, die sich auf uns verlassen.»

Der Gemeinderats-Präsident will sich in Bern

für zwei Hauptanliegen starkmachen: die Förderung

der dualen Ausbildung und die Mobilität.

«Die Schweizer Bevölkerung muss schnell

und sicher reisen können dazu muss ein

zuverlässiges und nachhaltiges Verkehrsnetz

geschaffen werden.» Dem aktiven Mitglied

des Kiwanis-Club von Cossonay ist es zudem

wichtig, seine Erfahrungen und sein Wissen

weiterzugeben. Daher ist er seit 2013 Mitglied

der AGVS-Ausbildungskommission und

arbeitet auch als Experte im AGVS-Center in

Yverdon-les-Bains. John Desmeules erklärt:

«Meine Nationalratswahl wäre ein grosser

Schritt, der genau wie der Sieg bei einem

Autorennen nicht durch den Piloten selbst,

sondern nur durch ein starkes Team eingefahren

werden kann.»

Fürs Autogewerbe will der FDP-Kandidat

klar Position beziehen: «Ich möchte mich

vor allem bezüglich CO 2

-Gesetzgebung einbringen.

Zudem will ich mich für Hybridund

Elektrofahrzeuge einsetzen, aber gleichzeitig

dafür sorgen, dass Verbrenner und

Antriebsvariaten wie CNG-Autos nicht vergessen

werden.» In seiner Freizeit geht Garagist

John Desmeules gerne Skifahren, ist

im Turnverein von Montricher und auch in

mehreren Schützenvereinen in Morges und

Montricher sowie bei den Pistolenschützen

von Lausanne aktiv. <

brainsnhands.ch

Der 54-jährige Grossrat will sich in Bern für

KMU und eine bessere Kaufkraft der Schweizer

Steuerzahler einsetzen: «Ich kämpfe für

eine lokale Wirtschaft mit KMU, da diese

mehr als 95 Prozent unserer Arbeitsplätze

ausmachen.» Der Direktor des von seinem

Vater 1972 gegründeten bekannten Transportunternehmens

Jean-Louis Voyages sowie

von Taxi Etoile in Bulle ergänzt: «Ich kämpfe

für den Schutz unserer Landwirtschaft angesichts

des globalen Drucks. Ich möchte, dass

sie für die Umwelt verantwortlich und doch

finanziell unabhängig ist.»

Für Chardonnens wird zudem die Rolle von

Bussen, um möglichst ökologisch von A nach

B zu gelangen, viel zu oft ausser Acht gelassen.

«Man könnte beispielsweise über einen

tieferen Mehrwertsteuersatz für Busreisen

nachdenken, um so Anreize für eine bessere

Auslastung zu schaffen.»

In seiner Freizeit ist der zweifache Familienvater

gerne mit dem Motorrad oder im Winter auf

den Skiern unterwegs. Zudem ist er ein passionierter

Schütze und Mitglied des Schützenvereins

im freiburgischen Fétigny. <

Jean-Daniel Chardonnens.

36 Oktober 2019 | AUTOINSIDE

Für viele Schweizer Garagisten ist die Digitalisierung das Top-Thema.

Bei Ihnen auch? Dann nutzen Sie mit Stieger Software wichtige Chancen,

die Ihnen die betriebliche Zukunft sichern. Dank vollintegrierter Tools

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POLITIK & RECHT

POLITIK & RECHT

Roland Frauchiger, EVP, National- und Ständeratskandidat Kanton Aargau

«KMU sind die wichtigste Stütze»

Benjamin Giezendanner, SVP, Nationalratskandidat Kanton Aargau

Infrastruktur ausbauen ohne Grabenkämpfe

Roland Frauchiger.

cst. Seit 2010 ist Roland Frauchiger Gemeindeammann

von Thalheim AG. Seit 2014 vertritt er

die EVP Aargau im Grossen Rat. Nun kandidiert

Roland Frauchiger wie bereits 2015 für den

National- sowie neu für den Ständerat.

Zu den Schwerpunktthemen des früheren Verwaltungsrates

und CEO der Amag-Gruppe zählen

Umwelt, Verkehr, Raumordnung, Bau, Energie,

Finanzen und Sicherheit. Roland Frauchiger

will sich in Bern auch für KMU und faires, nachhaltiges

Wirtschaften einsetzen: «KMU sind die

wichtigste Stütze unserer Wirtschaft. Sehr viele

Betriebe im Automobilgewerbe sind Familienbetriebe,

die mit grossem Einsatz ihre Kunden

betreuen und den Mitarbeitenden interessante

Arbeitsplätze bieten. Ich selber war in kleinen

und grossen Familienbetrieben tätig und setze

mich mit Überzeugung für diese ein.»

In Sachen Verkehrsfragen strebt der 59-Jährige

einen moderaten und gezielten Ausbau der

Strassenkapazitäten an wie etwa eine sechsspurige

A1. Roland Frauchiger setzt sich gegen

mehr Regelungen als notwendig ein, beispielsweise

gegen ein Dieselverbot in Städten. Er

kämpft für politische Ziele in einem technisch

umsetzbaren Umfang, wobei er die Senkung

von CO 2

erwähnt. Nicht zuletzt unterstützt er

die Förderung alternativer Antriebe und Energiespeicher.

Roland Frauchiger ist verheiratet und hat drei

erwachsene Kinder. Der diplomierte Maschineningenieur

war während seiner Zeit als Assistent

an der ETH wie auch danach im Familienbetrieb

Frauchiger Technik AG tätig. Später

zog es ihn zur Amag, für die er über zehn Jahre

tätig war. 2008 gründete er seine eigene Firma

für Managementservices. Seit 2010 führt der

selbstständige Unternehmer als aufwendiges

Hobby zusammen mit seiner Frau das Gasthaus

Thalner Bär.

In seiner Freizeit geht Roland Frauchiger

gerne wandern und auf Reisen. Auch hat er

eine Faszination für Bücher, Mineralien und

Modelleisenbahnen. <

Benjamin Giezendanner.

sco. Der Kanton Aargau wächst kontinuierlich.

Mit mehr als 650 000 Einwohnerinnen

und Einwohnern steht der Aargau auf Platz

4 der bevölkerungsreichsten Kantone. «Mit

dem schnellen Bevölkerungswachstum und

dem steigenden Mobilitätsbedürfnis kann die

Verkehrsinfrastruktur nicht mithalten», stellt

Benjamin Giezendanner fest. Der 37-Jährige

weiss, wovon er spricht. Als CEO und Mitinhaber

der Giezendanner Transport AG sind

er und seine 230 Mitarbeitenden täglich mit

den zunehmenden Staustunden auf Schweizer

Strassen konfrontiert. Auch deshalb kandidiert

er für die SVP Aargau für den Nationalrat.

Giezendanner fordert einen Ausbau der Strasseninfrastruktur

namentlich der A1 auf

sechs Spuren sowie die Befreiung der Agglomerationen

von Flaschenhälsen durch den

Bau von Umfahrungsstrassen. Zwischen ÖV

und MIV dürfe es keine Grabenkämpfe geben,

sagt der SVP-Politiker, der schon mit 18 Jahren

in den Aargauer Grossrat gewählt wurde:

«Die Verlagerungspolitik von der Strasse auf

die Schiene muss auch weiterhin ein zentrales

Anliegen der Politik sein.»

Als Kompaniekommandant a.D. setzt sich Giezendanner

für eine glaubwürdige und starke

Armee ein. In der Wirtschaftspolitik vertritt er

eine moderate Steuerpolitik für Familien, den

Mittelstand und KMU.

Benjamin Giezendanner ist verheiratet und

Vater von zwei Kindern. Als Hobbys nennt er

die Familie, Mountainbiken, Wandern und die

Geschichte. <

Johanna Gapany, FDP, Ständeratskandidatin Kanton Freiburg

«Die Weichen für die Zukunft stellen»

Jacqueline Hofer, SVP, Nationalratskandidatin Kanton Zürich

Eine Gewerbepolitikerin für Bundesbern

jas. Johanna Gapany fordert für die FDP bei den

Ständeratswahlen im Kanton Freiburg die beiden

Amtierenden heraus SP-Präsident Christian

Levrat und Beat Vonlanthen von der CVP.

Sie will sich in Bern nicht nur für die sichere

Finanzierung von Altersrenten und Krankenkassen

einsetzen, sondern auch die Schweizer

Kaufkraft durch weniger Abgaben und Steuern

verteidigen. Und auch neue Technologien

fördern, um Arbeitsplätze zu schaffen. «In den

kommenden Jahren stehen auf parlamentarischer

Ebene grosse Themen wie Rentenfinanzierung,

Gesundheitsreform und Infrastruktur

auf dem Spiel. Wir müssen heute die Weichen

für die Zukunft stellen und die Jungen müssen

dabei ein Mitspracherecht haben», so Gapany.

Die 31-jährige Betriebsökonomin FH, die als

Projektleiterin in einem Privatspital arbeitet,

blickt bereits auf eine reiche politische Erfahrung

zurück. Sie gehört dem Freiburger Grossrat

an, war von 2012 bis 2016 Vize-Präsidentin

der Jungfreisinngen Schweiz und zudem 2013

Kampagnenleiterin bei den Nationalratswahlen

für die FDP Freiburg. Gapany sitzt in der

Stadtregierung von Bulle, der zweitgrössten

Stadt des Kantons. In ihrer Heimatstadt ist sie

als Gemeinderätin seit 2016 zuständig für die

Forstwirtschaft, Abfall, Entsorgung, Sport und

Strassenunterhalt. Durch ihre politischen Mandate

ist sie Mitglied von verschiedenen Verwaltungsräten

und Komitees.

Die FDP-Kandidatin ist für die Förderung der

erneuerbaren Energien und setzt sich gleichzeitig

für den Ausbau der stark befahrenen Autobahnabschnitte

ein: «Mein wichtigstes Anliegen

ist, die Infrastruktur für Verkehr, Energie

und Telekommunikation entsprechend den

Bedürfnissen jeder Region und jeder Branche

so anzupassen, damit optimale Arbeits- und

Lebensbedingungen sichergestellt werden.»

In ihrer Freizeit ist Gapany gerne in den Bergen

unterwegs, unternimmt Reisen und geniesst

die Zeit mit Familie und Freunden. <

Johanna Gapany.

abi. «Meh KMU für Züri»: Mit Jacqueline Hofer

aus Dübendorf ZH bewirbt sich eine ausgewiesene,

engagierte und äusserst erfahrene

Gewerbepolitikerin für den Nationalrat. Die

49-jährige selbstständige Immobilientreuhänderin

setzt sich erfolgreich für die heimische

Wirtschaft ein und ist unter anderem seit 2015

Präsidentin der KMU-Frauen Zürich. Ausserdem

engagiert sich der begeisterte Patrouille-

Suisse-Fan beispielsweise in verschiedenen

Gewerbe- und Handelsvereinen sowie bei den

KMU-Frauen Schweiz.

Für sie ist denn auch klar: «Ich engagiere mich

für eine Schweiz, in der Freiheit und Eigenverantwortung

gestärkt werden. Dazu braucht

es eine starke Wirtschaft, gesunde Finanzen,

gezieltes Fördern von KMU, qualifizierte Bildungsstätten

und Lehrstellen, sichere Arbeitsplätze

und Sicherheit in jeder Lebensphase.»

Ausserdem setzt sie sich für eine starke und

glaubwürdige Landesverteidigung ein. Bezüglich

Verkehrspolitik will sie unter anderem

gute Rahmenbedingungen für das Autogewerbe

schaffen, die Infrastrukturen verbessern

und sich für flüssigen Verkehr einsetzen. «Wir

dürfen nicht ständig neue Gebühren erlassen

und sämtliche Kosten auf das Auto umwälzen»,

sagt sie.

Jacqueline Hofer kennt die Politik auf allen

Ebenen: Seit 2011 ist sie Zürcher Kantonsrätin,

seit 2018 Stadträtin von Dübendorf. Davor war

sie ab 2008 Mitglied des Grossen Gemeinderats

von Dübendorf und stand diesem in der Legislatur

2015/2016 als Präsidentin vor. Ausserdem

gehörte sie dem Zentralvorstand der SVP

Schweiz an, war Präsidentin der SVP-Frauen

Kanton Zürich und Mitglied der Parteileitung

der Zürcher Kantonalpartei. Daneben kandidierte

sie bereits zweimal für den Nationalrat,

wobei sie jeweils nur äusserst knapp nicht gewählt

wurde. Nun soll es im dritten Anlauf für

die Pistolenschützin klappen. <

Jacqueline Hofer.

38 Oktober 2019 | AUTOINSIDE AUTOINSIDE | Oktober 201939


POLITIK & RECHT

POLITIK & RECHT

Thomas Knutti, SVP, Nationalratskandidat Kanton Bern

Ein Bergbauer und Berufsfahrer

René Truninger, SVP, Nationalratskandidat Kanton Zürich

Gegen Diskriminierung des Autoverkehrs

Thomas Knutti.

abi. Nachdem es vor vier Jahren knapp nicht

gereicht hat, nimmt der Berner Thomas Knutti

einen neuen Anlauf und kandidiert für den

Nationalrat.

Der erfahrene und bekannte Politiker aus

Weissenburg, der seit 2010 als Grossrat im Berner

Kantonsparlament sitzt, gilt als volksnah,

bodenständig, aktiv und engagiert: So hat der

45-Jährige, der auch als Därstetter Gemeindepräsident

amtet, im Kantonsparlament beispielsweise

über 100 Vorstösse eingereicht und

mitunterschrieben darunter finden sich unter

anderem Motionen für eine Neuorganisation

von Schwertransporten oder zur Verhinderung

von «sinnlosen und verkehrsbehindernden

Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen».

Ausserdem nahm und nimmt er in verschiedenen

Vereinen und Gremien Einsitz er ist beispielsweise

Gründungsmitglied und Präsident

der Vereinigung zum Schutz von Wild- und

Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern.

Knutti kennt die Herausforderungen der Ver-

kehrspolitik aus nächster Nähe. Denn nach

der landwirtschaftlichen Ausbildung war der

SVP-Politiker während einiger Zeit mit einem

eigenen Lastwagen im In- und Ausland unterwegs,

bevor er den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb

übernahm. Noch heute sitzt er in seinem

Nebenerwerb als Berufsfahrer regelmässig

am Steuer eines Lastwagens. Seine Forderung

ist denn auch klar: «Das Nationalstrassennetz

muss ausgebaut werden, um die gravierendsten

Engpässe zu beseitigen.»

Weitere politische Schwerpunkte setzt der Bergbauer,

der laut eigenen Aussagen immer Joghurt

und Minipic im Kühlschrank hat, in der Landwirtschaft

sowie der Asylpolitik. So sollen

beispielsweise abgewiesene Asylbewerber mit

einem negativen Asylentscheid konsequent

ausgeschafft werden.

Knutti ist Vater eines Sohnes. In seiner Freizeit

fährt er gerne Ski, geht wandern oder

spielt Tennis. <

cst. Gleich beim ersten Versuch wurde René

Truninger im Jahr 2015 in den Kantonsrat des

Kantons Zürich gewählt. Im März dieses Jahres

wurde er in seinem Amt bestätigt mit dem

besten Resultat im Bezirk Pfäffikon. Nun möchte

der 52-Jährige, der auch Fraktionspräsident

im Grossen Gemeinderat von Illnau-Effretikon

ist, den Sprung in den Nationalrat schaffen.

In Bern will sich das Mitglied des kantonalen

Gewerbeverbands Zürich unter anderem

für folgende Punkte starkmachen: für eine

freie Marktwirtschaft und gegen höhere Abgaben

und Steuern, für Freiheit und Eigenverantwortung

sowie für die Unabhängigkeit

der Schweiz und gegen den schleichenden

EU-Beitritt. Nicht zuletzt engagiert sich René

Truninger für den Föderalismus und gegen die

massive Staatsaufblähung.

Was das Thema Verkehr betrifft, setzt sich René

Truninger für ein Miteinander von öffentlichem

Verkehr und Privatverkehr ein. «Der öffentliche

Verkehr ist wichtig. Doch das steigende Mobilitätsbedürfnis

unserer Gesellschaft kann nur

gedeckt werden, wenn auch Raum für das Autogewerbe

beziehungsweise für den motorisierten

Individualverkehr geschaffen wird», sagt er. «In

meinen Augen wird der Privatverkehr heutzutage

stark benachteiligt, wie beispielsweise der

Abbau von Kurzzeit-Parkplätzen oder die vermehrte

Einführung von Tempo-30-Zonen auf

Hauptstrassen zeigen. Der Diskriminierung des

Autoverkehrs will ich entgegenwirken.»

René Truninger ist verheiratet und hat zwei

Töchter. Der Familienvater hat eine KV-Lehre

beim Autoimporteur Suzuki Automobile AG absolviert

und ist seit über 20 Jahren Mitinhaber

des Familienunternehmens Autoverwertung

Truninger AG.

In seiner Freizeit erholt sich René Truninger

am liebsten mit sportlichen Aktivitäten in

der Natur. Ebenso gehört das Reisen zu seiner

Leidenschaft. <

René Truninger.

Heinz Theiler, FDP, Nationalratskandidat Kanton Schwyz

Autogewerbler von Hause aus

Emanuel Waeber, SVP, Nationalratskandidat Kanton Freiburg

Mehr Unternehmertum, weniger Bürokratie

abi. Heinz Theiler sitzt seit 2012 im Schwyzer

Kantonsrat, nun möchte er den Sprung

in den Nationalrat wagen. Für ihn ist klar:

«Im Zentrum meiner politischen Arbeit steht

Sachpolitik.» Dazu gehört auch eine gesunde

Wirtschaftspolitik. «Mehr Augenmass bei

Regulierungen sind das Gebot der Stunde:

Wenn die Gewerbetreibenden mehr Zeit für

das Ausfüllen von Papieren als für die Ausführung

ihres Handwerks benötigen, muss

gehandelt werden!»

Der 49-jährige Goldauer und Vater von zwei

erwachsenen Söhnen weiss genau, wo beim

Gewerbe der Schuh drückt: Einerseits ist der

gelernte Carrosseriespengler seit 2001 Inhaber

und Geschäftsführer der Carrosserie H. Theiler

GmbH in Goldau, andererseits übernimmt

er als aktueller Vize-Präsident im kommenden

Jahr das Präsidium des Kantonal Schwyzerischen

Gewerbeverbands. Aufgrund seines

Berufes liegt ihm das Autogewerbe besonders

am Herzen. «Ich bin von Hause aus ein Auto-

gewerbler und stehe den Garagisten nahe»,

betont er denn auch.

Weiter stehen eine solide Bildungs- sowie

eine vernünftige Klimapolitik auf der Agenda

des Vize-Präsidenten der kantonalen FDP.

Der passionierte Musiker, Wanderer und

Segler vertritt gerade bezüglich Klimapolitik

eine klare Meinung: «Nicht Verbote, sondern

Eigenverantwortung zählen in einer mündigen

Gesellschaft: Der Beitrag an eine vernünftige

Klimapolitik beginnt beim eigenen

Handeln als Familienmitglied, Konsument,

Bürger und Gewerbler.»

Für seinen Wahlkampf auf dem Weg nach

Bundesbern hat sich Theiler etwas Spezielles

einfallen lassen: Er importierte einen Citroen

HY Fourgon aus dem Elsass und baute ihn zu

einem Coffee-Truck um. Mit seinem «Theiler-

Express» tourt er seit dem Frühling durch den

Kanton und tauscht sich beispielsweise an

Wochenmärkten mit der Bevölkerung aus. <

Heinz Theiler.

Emanuel Waeber.

sco. Seit einem Jahr ist Emanuel Waeber Generalsekretär

der SVP Schweiz. Nun nimmt

der 61-Jährige einen erneuten Anlauf aus der

Legislative des Kantons Freiburg nach Bern.

Im Nationalrat will der perfekt zweisprachige

Politiker gegen den zunehmenden Zentralismus

und Sozialismus ankämpfen. Sein Credo:

«In Zeiten von Wandel und Unsicherheit sind

Werte und Identität wichtige Tugenden.»

Waebers Programm umfasst vier Punkte. Er

will sich für den bilateralen Weg und gegen

das institutionelle Rahmenabkommen mit

der EU, für mehr unternehmerischen Freiraum

statt Bürokratie, für ausgeglichene

Staatsfinanzen, moderate Steuern und für

den Mittelstand sowie für die Angleichung

des Rentenalters von Mann und Frau bei der

Altersvorsorge einsetzen.

In Verkehrsfragen strebt der Cousin von Garagist

und ESA-Verwaltungsrat Hubert Waeber

eine Gleichbehandlung des motorisierten

Individualverkehrs mit dem subventionierten

öffentlichen Verkehr an: «Das Autogewerbe

ist eine dynamische Branche, die wichtige

Arbeitsplätze anbietet und innovativ ist, von

den Zulieferern bis zum Verkauf. Ich kämpfe

gegen weitere Abgaben und höhere Steuern

und setze mich für die Kapazitätserweiterung

des Strassennetzes ein.» Erst kürzlich hat der

Grosse Rat des Kantons Freiburg ein Postulat

Waebers für den Strassennetz-Ausbau im Sensebezirk

angenommen.

Emanuel Waeber ist verheiratet und hat zwei

erwachsene Kinder. Der Betriebsökonom

blickt auf verschiedene berufliche Stationen in

der Privatwirtschaft zurück unter anderem

als Vizedirektor bei EY und der BDO AG sowie

als Partner in einer Unternehmensberatung

für Kaderselektion und Coaching. Im Militär

bekleidete er den Grad des Oberstleutnants.

Waeber ist sportbegeistert sei es als Bergwanderer

und Wintersportler, sei es als Präsident

des Freiburger Unihockeyverbands

oder OK-Präsident des Freiburger Kantonalschwingfests

2019 in Heitenried. <

40 Oktober 2019 | AUTOINSIDE AUTOINSIDE | Oktober 201941


POLITIK & RECHT

Christian Müller, FDP, Nationalratskandidat Kanton Zürich

Gewerbe braucht gute Infrastruktur

den Sprung in die Bundespolitik wagen. Er

wäre der erste Garagist, der seit dem Rücktritt

seines Zürcher Parteikollegen Markus

Hutter im Jahr 2014 im Nationalrat Einsitz

nimmt.

Christian Müller ist Besitzer der F. + Ch. Müller AG Ford Garage Wehntal in Steinmaur ZH.

sco. Wer die Website von Christian Müller

besucht, der erkennt auf den ersten Blick, wo

der Zürcher FDP-Kantonsrat seine politischen

Schwerpunkte setzt. Sämtliche Vorstösse des

Garagisten und Präsidenten der AGVS-Sektion

Zürich drehen sich um Verkehrsfragen:

Verkehrsplanung im Zürcher Unterland, Leerfahrten

der Nachtbusse im Kanton Zürich,

Engpassbeseitigung auf der A4 bei Kleinandelfingen,

Verlängerung des Ökobonus für Lieferwagen…

Der gelernte Automechaniker und Besitzer

der F. + Ch. Müller AG Ford Garage Wehntal

in Steinmaur ZH, politisiert seit 2015

in der Zürcher Legislative. Jetzt will er

Politisch setzt sich Christian Müller dafür

ein, dass die Infrastrukturplanung der

ständig wachsenden Einwohnerzahl gerecht

werden muss. Explizit eingeschlossen

ist die Verkehrsinfrastruktur, die der

Freisinnige zügig ausbauen will: «Die heutige

Verkehrssituation mit den Dauerstaus

schadet dem Wirtschaftsstandort.» Dass er

auch neuen Mobilitätsformen offen gegenübersteht,

zeigt seine Beteiligung am Projekt

des AGVS mit Mobility. Seit Juni steht

ein Ford Focus der Garage Wehntal am

Bahnhof Dielsdorf den Mobility-Mitgliedern

zur Verfügung.

Christian Müller ist verheiratet und zweifacher

Vater. Er geniesst den Winter gerne auf

den Skis oder dem Snowboard. Weiter zählen

Tennis, Biken, Wandern und Schiessen zu

den Hobbys des sportlichen 54-Jährigen. <

> Nachgefragt bei Christian Müller

sco. Dass sich Christian Müller als Garagist

für Verkehrsthemen einsetzt, ist naheliegend.

Doch wo steht der Zürcher FDP-Kantonsrat

in anderen Themen? AUTOINSIDE

hat nachgefragt.

Christian Müller über...

das Verhältnis Schweiz-EU: «Die bilateralen

Verträge sind wichtig. Dass wir keine

technischen Handelshemmnisse haben,

trägt viel zum Wohlstand in unserem Land

bei. Davon profitieren wir letztlich alle.»

Rentenalter: «Wir werden in absehbarer

Zeit nicht um eine Erhöhung des Rentenalters

herumkommen. Wenn wir die AHV

langfristig sichern wollen, dann müssen

wir länger arbeiten. Meiner Meinung nach

soll das Rentenalter gestaffelt angepasst

werden, verbunden mit neuen Arbeitsmodellen,

damit ältere Arbeitnehmer länger

im Arbeitsprozess bleiben können.»

Umweltpolitik: «Wir müssen unserer Umwelt

Sorge tragen. Für mich geht es darum,

Ressourcen zu schonen und nicht einseitig

auf die CO 2

-Emissionen zu zielen. Lenkungsabgaben,

die einzig der Umverteilung

dienen, lehne ich ab.»

Schülerstreik: «Wie wichtig diese Demonstrationen

am Freitag waren, konnte man

während der Sommerferien sehen da

ging niemand auf die Strasse… Ich kann

mich des Eindrucks nicht erwehren, dass

es viele Schüler einfach cool fanden, an

eine Demo zu gehen statt in die Schule,

und dass die Kinder teilweise instrumentalisiert

wurden.»

Tempo 30 innerorts: «Nur dort, wo es der

Verkehrssicherheit dient. Tempo 30 zur

Lärmreduktion ist nicht zielführend. Dafür

gibt es lärmarme Strassenbeläge und

Reifen.»

Migration: «Wir brauchen sie nur schon

aus wirtschaftlichen Gründen, um unsere

Jobs zu besetzen. Allerdings müssen wir

steuern können, woher diese Migration

stammt. Mit der Personenfreizügigkeit mit

der EU haben wir das Problem, dass wir

nur noch geringe Kontingente aus sogenannten

Drittstaaten in die Schweiz holen

können. Wichtig ist die Integration dieser

Migranten. Auch aus diesem Grund biete

ich in meinem Betrieb die Integrationsvorlehre

an.»

GC oder FCZ? «GC! Und daneben der EHC

Kloten, den ich als Fahrzeugsponsor unterstütze.»

<

42

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Thierry Burkart, FDP, Ständeratskandidat Kanton Aargau

Verlässlicher Partner der

Schweizer Garagisten

Seit vier Jahren prägt Thierry Burkart mit seinen Vorstössen die einflussreiche Verkehrskommission im Nationalrat. So

setzte er sich erfolgreich fürs Rechtsvorbeifahren auf Autobahnen ein und erreichte den vorgezogenen Ausbau der A1 im

Aargau auf sechs Spuren. Nun will der erfahrene Verkehrspolitiker ins «Stöckli». Sandro Compagno

Der wachsenden Mobilität müsse Rechnung

getragen werden, sagt Burkart. «Dabei

sind öffentlicher Verkehr, Individualund

Langsamverkehr einzubeziehen und

nicht gegeneinander auszuspielen.» Seine

Offenheit verschiedenen Verkehrsträgern

gegenüber belegen Engagements als Vizepräsident

des Touring Clubs der Schweiz

(TCS) und als Vorstand beim Informationsdienst

für den öffentlichen Verkehr (Litra).

Entsprechend zahlreich sind Thierry Burkarts

Vorstösse mit verkehrspolitischem

Hintergrund: Erst im Juni dieses Jahres

fragte er den Bundesrat in einer Interpellation,

welche Möglichkeit er sieht, lärmarme

Reifen zu fördern. Und im Mai reichte er

eine Motion ein, wonach eine langfristige

Bundesfinanzierung der Strassenlärmsanierung

einzurichten sei. Apropos Lärm: Sein

liebstes Fortbewegungsmittel ist weder der

PW noch der öffentliche Verkehr, sondern

eine mintgrüne Vespa mit Baujahr 1963.

Thierry Burkart setzt sich für einen attraktiven

Wohn- und Werkplatz Schweiz ein. Basis

ist eine Steuerpolitik mit tiefen Steuern

für die Familien, für den Mittelstand und

für KMU. «Sie prägen unsere Wirtschaft und

bringen sie mit ihrem unternehmerischen

Elan voran.» In diesem Zusammenhang engagiert

er sich auch für einen Abbau von Bürokratie

und Vorschriften und wehrt sich gegen

neue administrative und fiskalische Belastungen

für Bürger und Betriebe.

Nach vier Jahren in der Grossen Kammer

strebt der 44-Jährige nun eine Wahl in den

Ständerat an. Dort soll er die Nachfolge des

früheren FDP-Präsidenten Philipp Müller

antreten. Seine Chancen stehen gut. Thierry

Burkart verfolgt in Bern eine «gradlinige,

überzeugte und bürgerliche Politik». Er

habe einen starken liberalen Kompass, sagt

er über sich: «Dieser Kompass hindert mich

aber nicht daran, dass ich auch über Parteigrenzen

hinweg im Sinne der Sache Mehrheiten

bilde.»

Einem EU-Beitritt steht Thierry Burkart klar

ablehnend gegenüber. «Ich trete für die bilateralen

Verträge und für ein selbstbewusstes

Auftreten unseres Landes in allen Verhandlungen

mit Brüssel ein.» Neben seinem Amt

als Nationalrat arbeitet er als Rechtsanwalt

mit einem 40-Prozent-Pensum in einer Kanzlei

in Baden. Seine knapp bemessene Freizeit

widmet er dem Wandern, dem Reisen,

der (Rock-)Musik und er begeistert sich für

Schwingen und Handball.

Am «Tag der Schweizer Garagisten» 2020

wird Thierry Burkart als Diskussionsteilnehmer

seine Ansichten an einem Panel

mit Jürg Röthlisberger (Direktor Bundesamt

für Strassen) und Empa-Forscher Christian

Bach vertreten offen ist, ob als Nationaloder

als Ständerat. <

Nahverkehrsmittel und Hingucker: Thierry

Burkarts Vespa ist zwölf Jahre älter als der

Aargauer Ständeratskandidat.

(Foto Kurt Reichenbach, Schweizer Illustrierte)

AUTOINSIDE | Oktober 2019 43


POLITIK & RECHT

Interview mit Nationalrätin und Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher

«Politiker verstehen viel zu

wenig von Technik»

CO 2

: -85 Prozent. Energie: -50 Prozent. Wasser: -40 Prozent. Als Chefin der Ems-Chemie setzt sich Magdalena Martullo-

Blocher seit Jahren für mehr Umweltschutz ein. Warum sie staatliche Eingriffe für unnötig bis schädlich hält und was sie in

der kommenden Legislatur in Bern erreichen will, erklärt die SVP-Nationalrätin im Interview. Sandro Compagno

Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher will sich auch in der kommenden Legislatur fürs Autogewerbe einsetzen.

Frau Martullo, Entwicklungszyklen in der

Industrie sind sehr lang. Sie forschen heute

an Produkten für morgen und übermorgen.

Womit verdient die Ems-Chemie im Jahr

2029 ihr Geld?

Magdalena Martullo-Blocher: Wir entwickeln

weltweit und direkt mit den Autoherstellern

und ihren Zulieferern neue Teile

und Systemlösungen. Im Vordergrund

steht für uns nach wie vor der Metallersatz,

das heisst, wir ersetzen Metallteile

mit leistungsfähigen Kunststoffen. Mit

unseren Lösungen sparen die Autohersteller

Geld bei der Fertigung. Zudem werden

die Teile mit unseren Spezialkunststoffen

viel leichter, im Durchschnitt wiegt das

Kunststoffteil nur noch etwa halb so viel.

Ein leichteres Fahrzeug braucht weniger

Gewicht und hat deshalb auch einen tieferen

CO 2

-Ausstoss. Gerade in Europa sehen

sich Hersteller mit harten CO 2

-Vorgaben

konfrontiert. Wir bieten dafür Lösungen

an.

Neben benzin- und dieselbetriebenen

Fahrzeugen stehen alternative Antriebstechnologien

in den Startpflöcken oder

haben diese bereits verlassen ich denke an

Elektro, CNG oder auch die Brennstoffzelle.

Spielt es für die Ems-Chemie wirtschaftlich

eine Rolle, welche Technologie sich letztlich

durchsetzen wird?

Wir arbeiten bereits seit Jahren an konkreten

Entwicklungen im Bereich der alternativen

Antriebe. Auch für diese neuen

Antriebstechnologien werden Ems-Hochleistungskunststoffe

benötigt. Teilweise gibt

es aber neue Anforderungen an unsere Spezialkunststoffe.

Neu werden zum Beispiel

speziell flammhemmende oder besonders

kühlmittelbeständige Kunststoffe benötigt.

Gerade jetzt, wo die Autohersteller so

stark in der Entwicklung herausgefordert

sind, brauchen sie auch Kosten- und Gewichtsreduktionen.

Das können wir bieten.

Im aggressiven Konkurrenzkampf setzen sie

aber gerade auch auf ein attraktives Design.

In diesem Bereich bieten wir robuste Kunststoffe

mit attraktiven Oberflächen für den

Innenraum.

Die Krise zwischen den USA und China, der

anstehende Brexit, der Aufwertungsdruck

auf den Schweizer Franken und die absurde

Zinssituation belasten die Wirtschaft.

Wie gehen Sie als Unternehmerin mit

diesen Entwicklungen um?

Die Automobilbranche ist ein Vorreiter bezüglich

Konjunktur. Der Kauf eines Autos

ist eine beträchtliche Investition. Sobald die

Leute unsicher sind über die wirtschaftliche

Entwicklung, zögern sie den Autokauf etwas

hinaus. Das stellen wir zurzeit auch fest,

vor allem in China und in Europa. Alle sind

wegen des Handelsstreits verunsichert, die

Weltkonjunktur geht zurück. Dazu kommt

in Europa, vor allem in Deutschland, eine grosse

Verunsicherung über die Politik, die immer

wieder neue Vorschriften erlässt ich

denke da an Stichworte wie Dieselverbot,

44

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Elektroförderung, Mautgebühren, etc. Aber

auch die links/grüne Klimapolitik eine

typische Erscheinung der Hochkonjunktur

mit ihrer Verteufelung des Verkehrs und den

neuen Abgaben und Regulierungen verunsichert.

Wir haben uns bei Ems bereits Anfang

2018 mit weltweiten Effizienzprogrammen

auf ein schwierigeres Umfeld eingestellt.

Die Ems-Chemie investiert jedes Jahr

viel in die Forschung und Entwicklung.

Die Ergebnisse hängen stark von qualifizierten

Mitarbeitenden ab. Bereitet Ihnen

die Rekrutierung von geeignetem Personal

eigentlich keine Schwierigkeiten? Domat/

Ems ist ja nicht gerade der Nabel der Welt.

Im Kunststoffbereich sind wir sehr innovativ

und deshalb ein interessanter Arbeitgeber

auf höchstem Niveau. Bezüglich Fachkräften

in allen Bereichen ist Ems sehr

aktiv. So wecken wir bereits bei Kindern

die Faszination für Naturwissenschaft und

Technik. Rund 450 Kinder besuchen unsere

Ferienkurse und wir betreiben mit dem

«Emsorama» auch ein öffentlich zugängliches

Experimentier-Center an unserem

Standort in Domat/Ems. Seit September gehen

wir mit dem «Emsorama Mobil» auch

noch in abgelegene Gemeinden und lassen

Klein und Gross in den Turnhallen experimentieren.

Das macht uns allen viel Spass!

Mit 140 eigenen Lernenden in 13 Berufen

und nochmals 100 Lernenden, die wir für

Drittbetriebe ausbilden, sind wir der grösste

Lehrlingsausbildner in Graubünden. Dieses

Jahr haben wir zwei nationale Ausbildungspreise

für unser Lehrlingswesen erhalten.

Aber auch mit Hochschulen pflegen wir eine

intensive Zusammenarbeit, um Ingenieure

heranzubilden. Dank diesem Nachwuchs

können wir so innovativ sein und dadurch

wiederum neue Fachleute anziehen.

Die Automobilindustrie und mit ihr die

Ems-Chemie zeichnet sich seit jeher

durch eine grosse Innovationskraft aus.

Ihre Polymerwerkstoffe als Beispiel sparen

Gewicht, Treibstoff und CO 2

. Hand aufs Herz:

Wäre die Industrie gleich innovativ ohne

den permanenten Druck des Gesetzgebers?

Ja, der Markt funktioniert, die Hersteller

stehen unter hohem Konkurrenzdruck. Die

Konsumenten wollen auch einen tieferen

Treibstoffverbrauch, weil sie so Fahrkosten

sparen. Wir hatten mit unserer Strategie

auch schon Erfolg vor den staatlichen Vorgaben.

Leider verstehen Politiker von den

technischen Themen und von innovativen

Chancen, aber auch von den praktischen

Anwendungen einfach viel zu wenig. Es

wird gefährlich, wenn sie meinen, Detailregelungen

oder losgelöste Teilziele treffen

zu müssen. Das sieht man gut bei den jetzigen

Antrieben. Eigentlich wären die neuen

Dieselantriebe am klimafreundlichsten.

Aufgrund des Dieselskandals, an dem die

Politik mit ihren Zulassungsbetrieben auch

eine Verantwortung trägt, will man den Dieselantrieb

aber nun «abstrafen». Weil das

von den Politikern viel gelobte Elektromobil

aber noch viele Mängel hat und in Europa

oft mit Kohle- und Atomstrom betrieben

werden muss, werden nun mehr Benzinfahrzeuge

gekauft. Damit steigt der CO 2

-Anstieg

aber! Die bisherigen Klimaschutz-Errungenschaften

wurden nicht durch den Gesetzgeber

erzielt, sondern durch innovative technische

Entwicklungen der Unternehmen.

Das Geld, das die links/grüne Politik dem

Bürger aus der Tasche zieht, wird meist in

marktuntaugliche Subventionen gesteckt

oder umverteilt. Mit den 12 Rappen Benzinpreisverteuerung

und weiteren Zuschlägen

können sich bald nur noch Reiche Autofahrten

leisten. Was ist aber mit den Randregionen,

die vom öffentlichen Verkehr nicht so

gut erschlossen sind? Was passiert dann mit

unserem Tourismus in den Berggebieten?

Stichwort CO 2

. Ihre Partei SVP steht in der

aktuellen Klimadebatte allein auf weiter

Flur: Haben Sie den Zug verpasst?

Im Gegenteil: Im Unterschied zu Links/

Grün setzen wir von der SVP auf Fortschritt

und nicht auf Rückschritt. Wenn wir nicht

auf unser modernes Leben verzichten wollen,

müssen wir innovative technische Entwicklungen

haben. Diese kommen aber nie

vom Staat. Wir müssen tragfähige Lösungen

entwickeln! Bei Ems beispielsweise wenden

wir für Umwelt und Sicherheit jedes Jahr 15

Millionen Franken auf. Wir haben unseren

CO 2

-Ausstoss um über 85 Prozent reduziert

damit liegen wir in der Schweiz an der

Spitze , seit 2001 haben wir den Wasserverbrauch

um 40 Prozent und den Energieverbrauch

dank Hunderten von Massnahmen

und speziellen Energiejägern sogar um

mehr als die Hälfte reduziert. In der Praxis

Fortsetzung auf Seite 46

Uns bewegt

VIELFALT

Teile von Bosch Qualität und

Vielfalt, auf die sich Garagen

verlassen können.

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POLITIK & RECHT

laufen in der Schweiz bereits sehr viele

Massnahmen überall.

Im Nationalrat haben SVP und FDP aktuell

eine hauchdünne Mehrheit. Trotzdem wurde

in Bern in der nun ablaufenden Legislatur

nicht wirklich bürgerliche Politik betrieben.

Was lief schief?

Die hauchdünne Mehrheit erfordert enorme

Geschlossenheit bei den Parteien. Leider

hat die FDP bei vielen Regulierungen zum

Beispiel bei der Frauenquote oder bei Arbeitsmarktregulierungen

immer wieder Abweichler.

Nun sind sie gar und ganz auf die

links/grüne Schiene gewechselt und haben

für die Benzinpreiserhöhungen gestimmt …

Im privaten Verkehr kann man nur noch auf

die SVP zählen. Wir sind noch die Einzigen,

die auch zum Auto stehen und uns rigoros

gegen Verteuerung und Regulierungen wehren!

Welches persönliche Fazit ziehen Sie nach

vier Jahren als Nationalrätin für den Kanton

Graubünden in Bern?

Ich habe in den letzten vier Jahren viel für

die Schweiz und den Kanton Graubünden erreichen

können. So wurde der EU-Rahmenvertrag

(noch) nicht unterschrieben, welcher

vorsieht, die Verkehrspolitik zukünftig an

die EU zu übertragen. Bei den Freihandelsabkommen

sind wir stark vorangekommen.

Mit der Unternehmenssteuerreform behalten

wir den Standort Schweiz für internationale

Firmen attraktiv und sichern Steuereinnahmen

und Arbeitsplätze. Viele neue

Regulierungen für kleine und mittlere Betriebe

konnten wir verhindern. Für meinen

Kanton Graubünden haben wir Fortschritte

im Bereich Tourismus erzielt und die Wasserzinsen

sichern können. Unsere Landwirtschaft

bleibt erhalten. Es gibt also viel Positives

zu berichten. Die Herausforderungen

sind aber gross. Ich bleibe dran!

Welche Ziele haben Sie für die kommende

Legislatur?

Am wichtigsten und am kritischsten für die

Schweiz ist der EU-Rahmenvertrag, gegen

den wir uns auch nach den Wahlen weiter

wehren müssen. Die anderen Parteien warten

leider nur die Wahlen ab und werden

den Vertrag dann vorantreiben. Das haben

sie auch immer wieder so gesagt. Leider ist

die SVP die einzige Partei, die noch für die

Volksrechte und die Demokratie kämpft.

Wenn wir den Rahmenvertrag haben, müs-

sen wir das EU-Recht übernehmen. Unser

Stimmrecht wird wertlos. Das ist auch wirtschaftlich

schlecht, weil wir dann viele Regulierungen

und Kosten übernehmen müssen.

Weiter wird es um Arbeitsplätze gehen.

Mit Links/Grün wird das sehr schwierig.

Deshalb braucht es uns erst recht!

Wieso sollen die Bündner Garagisten am

20. Oktober Ihnen die Stimme geben?

Weil ich mich in Bern bewährt habe und mich

auch mutig für sie einsetze. Für eine starke

Schweiz und ein starkes Graubünden. <

Persönlich

Die Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher

wurde vor vier Jahren überraschend für die

Bündner SVP in den Nationalrat gewählt. Die

erfolgreiche Unternehmerin setzt sich als

Mitglied der einflussreichen Wirtschaftskommission

für eine offene, aber unabhängige

und starke Schweiz mit weniger

Regulierung, tiefen Steuern und Abgaben

sowie gegen die links/grüne Klimapolitik

mit höheren Abgaben auf Benzin und Erdöl,

steigenden CO 2

-Abgaben und staatlichen

Eingriffen ein.

46

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


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Pensionskasse Mobil

Die neue Onlineplattform ist da!

Mit dem neuen Onlineportal «connect» können Kunden der AK und PK Mobil einfach und effizient mit ihrer

Ausgleichskasse und Pensionskasse kommunizieren.

pd. Die Bedeutung der elektronischen Kommunikation

sowie die Kundenbedürfnisse in

diesem Bereich nehmen kontinuierlich zu.

Die beiden Kassen freuen sich, dass die bisherige

Internetlösung «Partnerweb» abgelöst

wurde und mit «connect» den Kunden eine

umfangreichere und benutzerfreundlichere

Onlineplattform zur Verfügung gestellt werden

kann. Die Abwicklung bestimmter administrativer

Aufgaben wird so noch einfacher

und effizienter.

Die Vorzüge des neuen Onlineportals

«connect» kurz zusammengefasst:

• Einfach: Im Vordergrund steht

die intuitive Bedienung.

• Effizient: Die Anwender gewinnen

schnell einen Überblick. Diverse

Meldungen können online einfach

und effizient erfasst werden.

• Praktisch: Informationen, Rückmeldungen

sowie neue Dokumente

werden rasch bereitgestellt

und übersichtlich präsentiert.

Durch «connect» kann mehrheitlich auf

Papier verzichtet werden, falls dies die Kunden

wünschen.

Überzeugen Sie sich selbst: Auf den Webseiten

akmobil.ch und pkmobil.ch steht ein

erklärendes Video zur Verfügung. Wenn Sie

noch keinen Zugriff auf das Onlineportal

haben oder Ihnen das zweistufige Login (zusätzlicher

SMS-Code) fehlt, kontaktieren Sie

das Team der AK oder PK Mobil. Dieses steht

Ihnen gerne zur Verfügung! <

Weitere Infos und Erklärvideo:

akmobil.ch | pkmobil.ch

Für erfolgreiche Geschäfte

Lackiereinrichtungen von Ihrer ESA

Die Lackierkabinen und Vorbereitungsplätze der Firma TRICON, welche die ESA seit knapp 20 Jahren vertreibt, werden

exakt nach den Bedürfnissen der Lackierer entwickelt und gebaut. Die Anlagen sind nicht nur intuitiv und praxisgerecht zu

bedienen, sondern auch wirtschaftlich und effizient im Betrieb.

Die Steuerung erfolgt mithilfe eines Touch-

Screen-Bildschirms. Über mehrfarbige Piktogramme

wird jede Funktion, inklusive den

Temperaturen, individuell gesteuert und überwacht.

Auf dem Display werden die momentanen

Verbräuche und die Wartungsintervalle

angezeigt. Die ganze Anlage kann via Internet-Anbindung

fernüberwacht werden.

Die Drehzahl der Turbinen wird, angepasst

an die jeweilige Lackierphase, elektronisch

geregelt, was beträchtliche Energieersparnisse

garantiert. Zusätzliche Ersparnisse werden

durch das System «Save Heat» erreicht, welches

die Aktivierung der Turbinen durch die

in der Kabine benutzte Druckluft steuert.

Das Herzstück einer Lackierkabine ist der

Gasbrenner. Hier werden ausschliesslich Premix-Vormischbrenner

von RIELLO eingesetzt.

Luft und Brennstoff werden im Ansaugtrakt

perfekt vermischt. Dadurch resultiert eine

effiziente Verbrennung bei höchstem Wirkungsgrad

und niedrigsten Geräusch- und

Abgasemissionen. Die gewonnene

Hitze wird zudem

durch einen Wärmetauscher

optimal verwertet.

Ein grosser Vorteil bei den

Einrichtungen von TRICON

sind die tiefen Wartungskosten

und das damit verbundene

Sparpotenzial im

Betrieb. Die Spezialisten

der ESA beraten interessierte

Kunden sowohl bei

Neu- als auch bei Umbauten.

Bei der Planung steht das eigene Architekturbüro

zur Verfügung und der technische

Kundenservice ist zuständig für die Montage

und die Wartung der Einrichtungen. <

Weitere Infos unter:

esa.ch

AUTOINSIDE | Oktober 201947


BILDUNG

Kolumne

Mit Leidenschaft zum Erfolg

Dario Cologna ist vierfacher Olympiasieger, Weltmeister, viermaliger Sieger des Gesamtweltcups

und einer der besten Langläufer aller Zeiten. Für den AGVS amtet der 33-jährige

Bündner als «Botschafter für Effizienz und Spitzenleistungen». In einer vierteiligen

Serie erklärt Cologna, was es braucht, um ganz an die Spitze zu kommen, und wie er es

schafft, sein Niveau während eines Sportlerlebens zu wahren. Heute: Motivation.

48

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

«Wie jeder Mensch habe auch ich Tage, an denen ich am Morgen am

liebsten im Bett bleiben würde: Weil ich noch müde bin, das Wetter

schlecht ist oder weil ich schlicht keine Lust habe. Schwierig ist es

manchmal auch im Herbst, wenn es bei meiner zweiten Trainingseinheit

des Tages bereits dunkel ist. Trotzdem streiche ich nur sehr

selten eine Einheit. Denn wenn ich einen Plan habe, dann halte ich

ihn ein. Gestrichen wird nur, wenn es absolut Sinn macht. Für mich

gilt: Ich muss raus und meinen Job erledigen. Denn das ist das Langlaufen

für mich: mein Beruf, den ich mit Leidenschaft ausübe und der

mir viel Freude bereitet. Diese Passion für den Beruf ist wichtig egal

ob Spitzensportler, Automobil-Fachmann, Automobil-Mechatroniker

oder Fahrzeugrestaurator.

Bisher hatte ich keine Schwierigkeiten, mich zu motivieren auch

nicht nach der Saisonpause. Deshalb habe ich beispielsweise auch nie

mit einem Motivationstrainer zusammengearbeitet oder entsprechende

Ratgeber gelesen. Ich glaube, das hat mit meinem Ehrgeiz zu tun:

Ich will zeigen, was ich kann und dass man mich auf der Rechnung

haben muss.

Ich motiviere mich über langfristige Ziele, die ich erreichen möchte.

Das sind bei mir vor allem grosse Anlässe respektive Rennen wie bei

den Olympischen Spielen. Das hilft mir auch, mich für Zwischenziele

zu motivieren. Meine Vorbereitung dauert sieben Monate und

fühlt sich lange an. Da braucht es unbedingt Zwischenziele. Denn

einerseits will ich mir selbst beweisen, dass ich bereit bin. Andererseits

will ich auch im Training den anderen nicht hinterherlaufen.

Ich kann mir vorstellen, dass die Situation für die jungen Berufsleute

ähnlich ist, wenn nicht gerade grosse Prüfungen anstehen.

Stehen in einer Saison keine grossen Wettkämpfe an, fokussiere ich

mich auf andere spannende Rennen, die sonst eher eine Zwischenstation

auf dem Weg an die grossen Anlässe sind beispielsweise

das Weltcuprennen in Davos. Mein Antrieb ist die Goldmedaille und

nicht der Anlass. Siegen ist das Schönste für einen Spitzensportler

und immer mein Ziel. Ich will nicht einfach nur dabei sein, sondern

probiere stets, das Maximum herauszuholen. Das ist zwar nicht so

einfach, aber ich weiss: Wenn ich das schaffe, laufe ich vorne mit!

Natürlich gibt es auch Rückschläge. Dann analysiere ich das Geschehene

und schaue vorwärts. Allenfalls braucht es punktuelle Anpassungen

oder neue Impulse ich stelle aber nicht gleich alles auf den

Kopf. Es ist auch nicht falsch, andere um Rat zu fragen egal welchen

Status man im Team hat. Mir ist wichtig, dass ich flexibel bleibe, aber

trotzdem den langen Plan nicht aus den Augen verliere.»

AUTOINSIDE | Oktober 201949


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wenigen Klicks und übersichtlich auf

einer Seite erhält der Händler einen

Überblick über Angebot und Nachfrage

sowie alle für ihn relevanten Parameter

für sein Verkaufsangebot. Konkret ist

unter anderem ersichtlich, wie viel nach

einem bestimmten Fahrzeug gesucht

wird, wie viele Suchaufträge zu einem

Auto aufgegeben werden oder wie oft

eigene oder vergleichbare Angebote

angeschaut werden. Weicht ein Preis

über 10 % von den durchschnittlichen

Preisen vergleichbarer Angeboten ab,

benachrichtigt AutoScout24 den Anbieter

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Dass AutoScout24 seinen Kunden

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bietet, ist nicht neu. Bereits mit dem

bestehenden Produkt Optimizer liessen

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50

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


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AUTOINSIDE | Oktober 201951


BILDUNG

BILDUNG

Kurz nach dem letzten Wettkampf hatte Damian

Schmid «ein gutes Gefühl», wie er in

einem Interview sagte. Allerdings verspürte

er auch etwas Wehmut, weil er wusste, dass

er nie wieder an einem solchen Wettkampf

teilnehmen kann. Direkt nach der Rangverkündigung

war der 20-Jährige «etwas

enttäuscht», wie er damals sagte. «Nach der

intensiven Vorbereitung hatte ich eine Medaille

erwartet. Schade, dass es nicht gereicht

hat.» Auch mit etwas Abstand zu Kazan ist

die Enttäuschung nicht abgeklungen. «Ich

bin schon nicht ganz zufrieden auch wenn

die Leistung und der Rang gut sind», sagt er.

«Es bleibt eine leichte Enttäuschung. Flavio

und ich haben etwas mehr erwartet.» Mit

Flavio Helfenstein, dem Garagisten aus Hildisrieden

LU, der 2011 an den WorldSkills

die Goldmedaille gewonnen hatte, bereitete

sich Schmid im Vorfeld intensiv auf die

Wettkämpfe vor.

Schmid fehlten mit der Gesamtpunktzahl

von 746 lediglich sieben Zähler auf den

dritten Rang. Das reichte für einen starken

fünften Platz und ein Diplom. Entsprechend

zufrieden ist der AGVS-Bildungsverantwortliche

Olivier Maeder mit dem Abschneiden

des Automobil-Mechatronikers NFZ. «Damians

Leistung war ausgezeichnet», lobte

Maeder, der Schmid in Kazan vor Ort unterstützte.

«In der Endabrechnung lag er nur

hauchdünn hinter den starken Asiaten. Das

zeigt, dass wir mit unserer Berufsbildung an

der Weltspitze mithalten können.»

Besonders bemerkenswert ist der Umstand,

dass sich der junge Toggenburger als Automobil-Mechatroniker

der Fachrichtung Nutzfahrzeuge

in seinem Berufsalltag nicht mit

Personenwagen beschäftigt im Gegensatz

zum Wettkampf in Kazan. «Das war kein

Nachteil», betont Schmid. «Ich war gut auf

Personenwagen vorbereitet.» Auch habe

er keinen Posten «verhauen», sagt er. «Ich

konnte einfach nicht überall das Maximum

abrufen.»

Einerseits sei er nervös gewesen, andererseits

abgelenkt durch seine Konkurrenten.

Schmid aus Nesslau SG war mit dem Kandidaten

aus Indien und aus China in einer

Gruppe eingeteilt. Sie absolvierten während

der vier Wettkampftage jeweils gleichzeitig

den gleichen Posten. «Natürlich ist man auf

sich fokussiert. Trotzdem bekommt man

mit, was die anderen machen und wie weit

sie bereits sind.»

Der 20-Jährige fand vor allem die «elektrischen

Posten» am herausforderndsten, absolvierte

sie aber auch am liebsten. «Am

schwierigsten fand ich eigentlich die Motortechnik,

da man an diesem Posten sehr

unter Zeitdruck steht.» Insgesamt musste

Schmid acht Posten absolvieren von Fahrwerksvermessung

über Fahrzeugstörungen

bis zu Bremsen.

Insgesamt verbrachte der Toggenburger 14

Tage in Russland und zeigt sich begeistert

vom Gastgeber. «Das Land hat sich wirklich

von seiner besten Seite gezeigt.» Die Schweizer

Delegation 41 Teilnehmende, 42 Expertinnen

und Experten sowie drei Teamleader

bekam die Gelegenheit, Land und Leute

kennenzulernen. Es gab Führungen und das

Team besuchte beispielsweise ein tatarisches

Dorf und eine historische Pferderennen-Arena.

«Ich habe mir Russland anders vorgestellt

und war sehr positiv überrascht.»

Es sind bleibende Eindrücke und Erinnerungen,

die Schmid mit nach Hause nimmt.

Dazu zählt sicher auch der Einzug in die mit

über 40 000 Zuschauern gefüllten Arena an

Fortsetzung Seite 54

WorldSkills

Damian Schmids einmaliges

Abenteuer in Kazan

Knapp hat es für Automobil-Mechatroniker Damian Schmid an den WorldSkills nicht für eine Medaille gereicht. Dafür aber

nimmt der Toggenburger viele Eindrücke, Erfahrungen und Freundschaften aus Russland mit nach Hause. André Bissegger

Damian Schmid (unten links) erlebte eine pompöse Eröffnungsfeier in Kazan. Über 40 000 Zuschauer wohnten der Zermemonie im Stadion bei.

52 Oktober 2019 | AUTOINSIDE

AUTOINSIDE | Oktober 2019 53


BILDUNG

der pompösen Eröffnungsfeier oder der grosse

Support, den er an seinen Wettkämpfen von

der Familie, Freunden und Fans erhielt. «Das

war sehr wichtig und mir eine grosse Ehre.»

Besonders schwärmt Schmid aber vom

Team: «Das war eine einmalige Sache. Die

Stimmung war sehr gut und wir hatten es

immer lustig.» Durch die regelmässigen

Treffen bereits vor Kazan entstand eine eingeschworene

Gemeinschaft, in der sich alle

gegenseitig unterstützten und sich über die

Erfolge der anderen freuten. «Ich habe nun

viele neue Freunde. Ein paar von ihnen werde

ich auch in Zukunft regelmässig sehen.»

Generell werden sich die Wege der Teilnehmer

wieder kreuzen vielleicht ja als mögliche

Experten bei den SwissSkills …

Erst geht es für Schmid aber zurück in den

Alltag und zwar mit Nutzfahrzeugen. «Ich

konnte im Training und im Wettkampf viel

lernen und will das nun in meinen Arbeitsalltag

integrieren», sagt er. «Ich bin gespannt,

wie sich dieser verändern wird.»

Als Nächstes steht für ihn dann die Rekrutenschule

auf dem Programm, bevor er in

Biel das Bachelor-Studium der Automobil-

Technik aufnehmen wird. <

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Willst auch du zeigen, was du auf dem Kasten

hast und dein Können mit Berufskolleginnen und

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vom 9. bis 13. September 2020 auf dem Gelände

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junge Berufsleute in den unterschiedlichsten

Berufen messen und um die Schweizer Meistertitel

kämpfen. Als Automobil-Mechatroniker/-

innen mit Jahrgang 1999 oder jünger kannst du

mitmachen, wenn du das Qualifikationsverfahren

(Lehrabschlussprüfung) spätestens im Sommer

2020 abgeschlossen und dabei in den Berufskenntnissen

(BK) und den praktischen Arbeiten (PA)

mindestens die Note 4,8 erreicht hast. Du kannst

dich bereits jetzt auf der Interessentenliste für die

Vorausscheidung der SwissSkills 2020 eintragen.

www.agvs-upsa.ch/de/interessentenlistelehrabgaenger

Damian Schmid zusammen mit Flavio Helfenstein (Bildmitte). Neben den Wettkämpfen lernten die WM-Fahrer Land und Leute kennen und hatten auch Zeit für eine Runde Golf.

54

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


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BILDUNG

Umfrage Lehrabgänger 2019

Die Leidenschaft zum Beruf machen

Die Lehrabgänger-Umfrage 2019 zeigt es: Viele haben ihre Leidenschaft für Autos und Motoren zum Beruf gemacht.

Die Schnupperlehre bleibt dabei für Garagisten das wichtigste Instrument, um geeigneten Nachwuchs zu finden. Die

Lehrabgänger bemängeln den zu grossen Druck respektive Stress.

lh/abi. Jeweils im Mai kurz vor den Lehrabschlussprüfungen

befragt der AGVS die Lehrabgänger

über ihre Lehrzeit und ihre berufliche

Zukunft. In diesem Jahr haben 1354

Personen teilgenommen 74 davon Frauen.

Die Automobil-Fachfrauen und -männer stellen

knapp die Hälfte der Befragten.

Wo beachten Sie selbst Berufsbildung am ehesten?

Abbildung 1

Berufsmessen

Radio

TV

Kino

Social Media

Internet

Zeitungen/Zeitschriften

Plakate

Werbebriefe/Flyer

Die wichtigsten Erkenntnisse:

• Auf die Frage, wo die Lehrabgänger die

Berufswerbung am ehesten betrachten,

schwingt das Internet mit 57,4 Prozent

vor Social Media (42,3 Prozent)

und Berufsmessen (37,8 Prozent) deutlich

obenaus. Die Jugendlichen nutzten

vor allem Lena Lehrstellennachweis /

berufsberatung.ch / myBerufswahl.ch

/ lehrstellenbörse.ch. Auch die Websites

der Sektionen und autoberufe.ch

trugen ihren Teil bei. (Abbildung 1)

• Wie bereits im Vorjahr ist für Lehrstellensuchende

die Schnupperlehre

die wichtigste Entscheidungsgrundlage

für oder gegen den Beruf. So geben fast

drei Viertel der Befragten an, dass die

Schnupperlehre ihre Berufswahl besonders

beeinflusst. Mit 22,7 Prozent ebenfalls

wichtig ist das Gespräch mit den

Eltern und mit Freunden (17,6 Prozent).

Ausserdem waren viele der Lehrabgänger

bereits von Klein auf fasziniert von

Autos und ein Beruf im Autogewerbe

ein «Bubentraum». (Abbildung 2)

• Wenn es darum ging, sich für einen Lehrbetrieb

zu entscheiden, dann waren das

Betriebs- respektive Lernklima und die

Nähe zum Wohnort zentral. Als weniger

wichtig wurden die Möglichkeit der Berufsmatura

oder die Marke beurteilt.

Andere

Wer oder was hat Ihre Berufswahl besonders beeinflusst?

Abbildung 2

Schnupperlehre

Berufsmesse

Eignungstest/Interessentest/Berufswahltest

Gespräche mit Eltern

Gespräche mit anderen Familienmitgliedern

Gespräche mit Freunden

Gespräche mit Berufsberatern oder anderen Fachpersonen

Gespräche mit Lehrpersonen /Berufsvorbereitung in...

Besuch im BIZ (ohne Beratungsgespräche)

Informationsplattformen im Internet

Andere

56

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

• Das damals vermittelte Berufsbild

entsprach für viele der Befragten der

Realität. Von 751 Teilnehmern gaben

jedoch auch 44,2 Prozent an, dass der

Druck respektive Stress zu gross sei. 39

Prozent bemängelten zudem die fehlende

Abwechslung. Mehr als die Hälfte befand

die Lernziele in der Berufsfachschule und

ÜK als anspruchsvoll, wobei die Stoffmenge

als genau richtig empfunden wurde.

Allerdings kann so falsch nicht alles

sein: 82 Prozent der Befragten empfehlen

die Ausbildung weiter. (Abbildung 4)

• Über ein Drittel der Befragten will sich

nach dem Abschluss gleich weiterbilden

respektive eine Zusatzausbildung

anhängen. Besonders gefragt sind die

Zusatzausbildungen zum Automobil-Mechatroniker

(26,4 Prozent) oder Automobil-Fachmann/-frau

(14,6 Prozent).

Ebenfalls erfreulich: 33,7 Prozent kann

im Lehrbetrieb bleiben, weitere 8,2 Prozent

haben eine neue Stelle im erlernten

Beruf gefunden. Allerdings denkt jeder

Fünfte auch über einen Wechsel in eine

andere Branche nach. (Abbildung 5). <

Wie sieht Ihre berufliche Zukunft aus?

Abbildung 5

Zuerst Militärdienst, danach

Weiterbildung/Zusatzausbildung

Bleibe im Lehrbetrieb

Ich habe eine neue Stelle im erlernten Beruf

Ich suche eine Stelle

Wechsle in eine andere Branche

Weshalb entspricht das damals vermittelte Berufsbild nicht der Realität?

Abbildung 4

zu wenig Abwechslung

Druck zu gross/Stress

Zu anspruchsvoll

Zu wenig anspruchsvoll

körperlich zu anstrengend

Andere

Nachgefragt bei Olivier Maeder, AGVS-Bildungsverantwortlicher

«Lernen, mit Stress umzugehen»

Olivier Maeder, wie bewertet der AGVS

die Ergebnisse der Umfrage?

Olivier Maeder: Die Ergebnisse sind vergleichbar

mit den Vorjahren. Erfreulich ist, wie viele

Lehrabgänger sich für eine unserer Weiterbildungen

interessieren. Auch sieht man, dass

dank der Durchlässigkeit des Systems die Beliebtheit

der Zusatzausbildungen zum Automobil-Fachmann/-frau

und zum Automobil-

Mechatroniker/in gross ist. Auffallend ist, dass

Themen wie «Druck und Stress» und «fehlende

Abwechslung» häufig genannt werden.

Was empfiehlt der AGVS diesbezüglich?

Das Thema «Druck und Stress» gehört heute

zum Berufsleben. Es ist somit auch richtig,

dass man dies in der Grundausbildung erlebt

und damit umzugehen lernt. Hilfreich wäre

diesbezüglich, wenn der Berufsbildner dieses

Thema mit dem Auszubildenden entsprechend

thematisiert und ihn beispielsweise

auch auf den Stellenwert des saisonalen Geschäfts

beziehungsweise auf die Wichtigkeit

der Reifensaison aufmerksam macht.

Genügt das?

Dem Thema «Abwechslung» sollte mehr

Beachtung geschenkt werden. Durch die vielfältigen

im Bildungsplan und im Ausbildungsprogramm

vorgegebenen betrieblichen Ausbildungszielen

müsste die «Abwechslung»

aber eigentlich gewährleistet sein. Das neue

Thema im eintägigen Didaktikmodul «Junge

Erwachsene führen und Krisen überwinden»

ist diesbezüglich auch empfehlenswert.

Die Schnupperlehre ist enorm wichtig und

beeinflusst die Schulabgänger nicht nur

bei der Berufswahl, sondern auch bei der

Wahl des Lehrbetriebes. Was rät der AGVS

den Garagisten?

Für die Schüler ist für die Wahl des Lehrbetriebs

das Betriebs- und Lernklima der

wichtigste Punkt. Das muss den Betrieben

bewusst sein. Wir empfehlen allen Betrieben,

unser Schnuppertagebuch zu nutzen. Dieses

ist übrigens neu auch elektronisch ausfüllbar.

Damit ist gewährleistet, dass der Lernende

ein abwechslungsreiches Praktikum erlebt

und die Arbeiten auch dokumentiert hat. Die

Vielseitigkeit des Praktikums lässt zudem

eine gute Beurteilung des Schülers durch den

Betrieb zu. Wir bieten hierzu für die Berufsbildner

auch das eintägige Didaktikmodul

«Lernende selektieren» an. <

AUTOINSIDE | Oktober 201957


BILDUNG

Gefährliche Arbeiten

«Sway» schafft Überblick

Lernende dürfen in der Grundbildung bereits ab dem 15. Lebensjahr gefährliche Arbeiten ausführen. Allerdings müssen

Lehrbetriebe dafür verschiedene Massnahmen einhalten. Mit der neuen elektronischen Gebrauchsanweisung «Sway» haben

Garagisten alle wichtigen Informationen und Dokumente schnell und einfach zur Hand. Carla Stampfli

Daumen hoch: Die elektronische Gebrauchsanweisung «Sway» lotst die Betriebe durch die Massnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Sei es, wenn Lernende schwere Lasten tragen,

in Chemieräumen arbeiten oder Starterbatterien

warten: Werden Auszubildende ab

dem 15. Lebensjahr für gefährliche Arbeiten

herangezogen, müssen Lehrbetriebe verschiedene

Massnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

einhalten. Diese Massnahmen

sind in den Bildungsplänen als

Anhang 2 aufgeführt und betreffen die automobiltechnischen

Berufe Automobil-Mechatroniker/in,

Automobil-Fachmann/-frau und

Automobil-Assistent/-in.

Damit die Garagisten beim Lesen des Papierbergs

nicht den Überblick verlieren, wurde

mit der Applikation «Sway Arbeitssicherheit»

eine elektronische Gebrauchsanweisung

erarbeitet.

Und so funktioniert «Sway Arbeitssicherheit»:

Die elektronische Gebrauchsanweisung

lotst den Garagisten Schritt für Schritt durch

den Anhang 2. So wird zuerst erklärt, welche

gefährlichen Arbeiten während der beruflichen

Grundbildung in einer Autoreparaturwerkstatt

vorkommen können. Es folgen die

Tätigkeiten, die durch die gefährlichen Arbeiten

betroffen sind, und die Beschreibung der

Gefahren. Nicht zuletzt sind die begleitenden

Massnahmen im Zusammenhang mit den

Präventionsthemen für die Schulung und Ausbildung

aufgeführt. Dabei wird erläutert, wie

diese umzusetzen und wie oft sie durch die

Fachkraft im Betrieb zu überwachen sind.

Als Interpretationsbeispiel dienen bei «Sway

Arbeitssicherheit» die gefährlichen Arbeiten

«Manuelles Heben, Tragen und Bewegen

von schweren Lasten» sowie «Arbeiten in gebeugter

oder kniender Haltung, in oder über

Schulterhöhe». Die elektronische Gebrauchsanweisung

schliesst mit der Auflistung der Merkblätter

der Schweizerischen Unfallversicherung

(Suva) und der Eidgenössischen Koordinationskommission

für Arbeitssicherheit (Ekas).

58

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Es ist nicht lange her, da durften nur Jugendliche

ab 16 Jahren für gefährliche Arbeiten

während der beruflichen Grundbildung

herangezogen werden. Waren sie jünger,

musste der Ausbildungsbetrieb eine Sonderbewilligung

beantragen. Was ist unter «gefährliche

Arbeiten» zu verstehen? Es sind

Arbeiten, die ihrer Natur nach oder aufgrund

der Umstände, unter denen sie verrichten

werden, die Gesundheit, die Ausbildung und

die Sicherheit der Jugendlichen sowie deren

psychische und physische Entwicklung beeinträchtigen

können.

Mit der neuen Jugendschutzverordnung,

die per 1. August 2014 in Kraft getreten ist,

wurde das Mindestalter für das Ausüben

von gefährlichen Arbeiten auf 15 Jahre gesenkt.

Die begleitenden Massnahmen zu

den Bildungsplänen der automobiltechnischen

Berufe Automobil-Mechatroniker/in,

Automobil-Fachmann/-frau und Automobil-

Assistent/-in sind seit 1. Mai 2017 in Kraft.

Bei gewissenhafter Instruktion der Lernenden

sorgen die Massnahmen dafür, dass die

Arbeitssicherheit massgeblich erhöht wird.

Für die nicht technischen Grundbildungen

des Automobilgewerbes wie beispielsweise

Kaufmann/-frau EFZ, Detailhandelsfachmann/-frau

EFZ und Detailhandelsassistent/-in

EBA wurden keine besonderen

gefährlichen Arbeiten definiert. Deren Bildungsverordnungen

und -bewilligungen beduften

somit keiner Anpassung.

Die elektronische Anleitung zum Anhang

«Sway Arbeitssicherheit» ist nun

auf www.autoberufe.ch unter «Berufliche

Grundbildung» bei den automobiltechnischen

Berufen Automobil-Mechatroniker/in,

Automobil-Fachmann/-frau und Automobil-

Assistent/-in einsehbar. Auch ist sie unter

der Rubrik «Für Ausbildner» aufgeführt. <

Jugendarbeitsschutz: «Sway» erleichtert die Handhabung

Thomas Jäggi, Projektleiter für Grundbildung &

höhere Berufsbildung beim AGVS, erklärt, was es

mit der elektronischen Gebrauchsanweisung für

den Anhang 2 zu den Bildungsplänen auf sich hat.

Thomas Jäggi, wie ist die Idee einer

elektronischen Gebrauchsanleitung für den

Anhang 2 entstanden?

Die Idee entstand eines Abends bei mir zu Hause,

als ich nach dem Auspacken des neuen Laptops

die vielen neuen Applikationen der Office-365-

Palette getestet habe. «Sway» begeisterte mich

von Beginn weg mit der einfachen Handhabung.

Beruflich war ich zu dieser Zeit gerade dabei,

den Anhang 2 auszuarbeiten, weshalb ich diesen

im ersten Schritt als mögliche Testumgebung

benutzt habe. Daraus entstand dann die Idee der

elektronischen Gebrauchsanleitung.

Weshalb war es dem AGVS ein Anliegen,

eine solche zu erarbeiten?

Der AGVS stellt dauernd Überlegungen an, wie

er seine Mitglieder und deren Mitarbeiter unterstützen

und entlasten kann. «Sway» erleichtert die

Handhabung «Jugendarbeitsschutz» wesentlich.

Welches sind die Vorteile für die Garagisten,

wenn sie die Applikation «Sway» nutzen?

Aus der Sicht des Garagisten gelangt man über

die Gebrauchsanleitung direkt und unkompliziert

auf alle dazugehörenden Dokumente, wie den

Anhang 2 sowie die Suva- und Ekas-Merkblätter,

da in der Applikation «Sway» alle Unterlagen

verlinkt wurden. «Sway» formatiert sich zudem

selbst, womit das App auch Handy- oder Tabletfähig

ist. Aus der Sicht des AGVS können wir die

Applikation «Sway» dauernd aktuell halten und

allfällige Ergänzungen fortlaufend einpflegen, ohne

die Verlinkung verändern zu müssen.

Was passiert, wenn sich ein Betrieb nicht an die

im Anhang 2 aufgeführten Massnahmen hält?

Im «Worst Case» verliert der Betrieb die Ausbildungsbewilligung.

Dazu müsste sich der

Garagist aber wirklich quer gegen alle und

alles stellen. Ich bin mir aber sicher mit unseren

Garagisten einig, dass die Sicherheit der Mitarbeitenden

und ganz speziell die Sicherheit der

neueintretenden Lernenden ein spezielles Anliegen

ist. Mit «Sway» bieten wir jetzt eine einfache

Handhabung für das Einhalten des Anhang 2

zur Bildungsverordung an. Dem neu eintretenden

Lernenden können somit auf einfache Weise die

Tücken unseres Berufes aufgezeigt werden.

Thomas Jäggi, Verantwortlich für Grundbildung &

höhere Berufsbildung beim AGVS.

Die begleitenden Massnahmen der neuen

Jugendschutzverordnung sind seit Frühjahr 2017

in Kraft. Was sind die Erfahrungen des AGVS in

dieser Hinsicht?

Nach in Krafttreten des Anhangs 2 hatten die

Kantone nun zwei Jahre Zeit, die Bildungsbewilligungen

diesbezüglich zu überprüfen, zu

ergänzen und zu erneuern. Es kann somit davon

ausgegangen werden, dass mittlerweile alle

Bildungsbewilligungen der Ausbildungsbetriebe

aktualisiert wurden. Rückmeldungen von Seiten

der Arbeitssicherheits-Verantwortlichen sowie

von den Kantonen waren sehr verhalten. Es liegt

jedoch auf der Hand, dass mit dem Anhang 2 ein

gewisser Mehraufwand, jedoch zu Gunsten der

Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes,

geschaffen wurde.

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BILDUNG

AGVS Business Academy

OKTOBER

Lehrgang DAB+

In Zusammenarbeit mit der Schweizer-Radiobranche,

DAB+-Experten der SRG sowie

Fahrzeug-Spezialisten wurde ein DAB+

Lehrgang mit AGVS Kompetenz ausweis

entwickelt.

> > 3. Dezember 2019, Bern

Berufs- und Praxisbildnerschulung

Kaufmann/-frau EFZ (BiVo 2012)

Einführung in die Umsetzung der kaufmännischen

Grundbildung im Automobil-

Gewerbe.

> > 10. Oktober 2019, Bern

> > 22. Oktober 2019, Winterthur

Facebook, Xing, Twitter et WhatsApp

dans la vente automobil

> > 4 octobre 2019, Yverdon

> > 6 juillet 2020, Yverdon

Elektro-Instruktion für Hochvolt-Systeme

in Elektro- und Hybridfahrzeugen

> > 03./04. Oktober 2019, Horw

> > 25./26. Oktober 2019, TBZ Zürich

> > 21./22. November 2019, STFW Winterthur

> > 17./18. Dezember 2019, St. Gallen

> > 09./11. Januar 2020, BBZ Goldau

> > 21./22. Januar 2020, Bildungszentrum Bern

Weitere Ausbildungspartner unter:

agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/hochvoltzertifizierung

NOVEMBER

Finanzielle Führung in Garagenbetrieben

Kennen Sie die Finanzzahlen in Ihrem

Unternehmen und wissen Sie, wie Sie

diese beurteilen müssen? Dieser Kurs

richtet sich an Inhaber, Geschäftsführer

und Finanzverantwortliche von Garagenbetrieben,

die ihre Kompetenz in Finanzund

Controlling-Fragen auffrischen oder

vertiefen wollen. Sie lernen wichtige

Finanzentscheide im Betrieb zu beurteilen,

vorzubereiten und durchzuführen.

> > 5. November 2019, Bern

> > 6. November 2019, St. Gallen

AK TU ELL

Occasionsmanagement

Die Teilnehmer lernen, wie sie ihre

Occasionsfahrzeuge richtig bewirtschaften.

Dazu gehören unter anderem die

Präsentation, der Eintauschprozess und die

dynamische Preisstrategie.

> > 6. November 2019, Bern

AK TU ELL

Séminaire de gestion des occasions

Les participants apprennent comment

bien gérer leurs véhicules d’occasion. La

présentation, le processus de reprise et la

stratégie dynamique de prix en font partie.

> > 7 novembre 2019 à Paudex

Das Google Basics Training für den Autohandel

Der Google Basics Einsteigerkurs gibt einen

Einblick in die wichtigsten Werkzeuge und

Massnahmen für eine verbesserte Sichtbarkeit

in Google. Sie lernen, wie Sie ihr

Unternehmen dort optimal präsentieren und

mögliche Marketingangebote wie Google

Adwords selbst steuern können.

> > 11. November 2020, Bern

> > 10. Februar 2020, St. Gallen

> > 27. April 2020, Horw

> > 7. September 2020, Winterthur

60

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Fit für Elektromobilität Wie begegne

ich E-Fahrzeug-Kunden auf Augenhöhe?

Ein Angebot der Sanu Future Learning AG

Die Teilnehmer (Führungskräfte und

Verkaufspersonal im Fahrzeughandel)

verstehen, was die Popularität von

elektrischen Fahrzeugen antreibt,

erhalten gutes Grundlagenwissen zur

E-Mobilität und dem dahinterliegenden

System (Infrastruktur, Energie, Batterie)

und kennen konkrete Schritte, um sich

besser auf diese neue Marktchance einzustellen.

Anmeldung unter www.sanu.

ch/19SMEM.

> > 15. November 2019, Biel

Direction financière de garages ce qu’il

faut savoir

> > 19 novembre 2019, Paudex

AGVS DIDAKTIKMODULE

Der Besuch dieser Weiterbildung ist für

alle Berufsbildner der technischen Grundbildungen

in den Betrieben, die über keinen

tertiären Abschluss verfügen, bis Ende 2020

obligatorisch.

«Die Instrumente der BiVo 2018 kompetent

einsetzen»

> > 8. Oktober 2019, Mülenen

> > 4. Dezember 2019, Horw

> > 10. Dezember 2019, Goldau

> > 12. Dezember 2019, Bern

«Lernende selektieren»

> > 19. November 2019, Bern

> > 10. Dezember 2019 St. Gallen

> > 9. Januar 2020, Goldau

> > 21. Januar 2020, Winterthur

> > 29. Januar 2020, Bern

«Junge Erwachsene führen NEU

und Krisen überwinden»

> > 27. November 2019, Bern

> > 11. Februar 2020, Goldau

Weitere Daten und Orte jeweils online.

MODULES DIDACTIQUES DE L’UPSA

Les formateurs professionnels doivent être

toujours à jour ce que prouve la nouvelle

ordonnance de formation récemment

entrée en vigueur. La participation à cette

formation continue est obligatoire pour

tous les formateurs professionnels des

formations initiales techniques dans les

entreprises ne disposant pas d’un diplôme

tertiaire et ce jusqu’en 2020. Les formateurs

professionnels peuvent librement choisir

le module d’une journée qu’ils souhaitent

suivre :

«Utiliser avec compétence les

instruments des nouvelles ordonnances

de formation» ou «Sélectionner les

personnes en formation»

Veuillez consulter notre site web pour les

prochains cours.

JANUAR 2020

Meine Wirkung als

Führungsverantwortliche/r

Von den Grundregeln der Kommunikation über

Ihre Rolle als Führungsperson. Wie gehen Sie

mit aktuellen Herausforderungen um? Aktuelle

Führungssituationen werden im Seminar besprochen

und Sie erhalten so die Gelegenheit,

gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

> > 9. Januar 2020, Bern

Die Kurse sind in der Kurssprache ausgeschrieben.

Les cours sont proposés dans la langue

correspondante. D’autres cours seront proposés

ultérieurement. Mise à jour sur agvs-upsa.ch.

Formation turbo pour vendeur auto 2020

La communication avec l’autre, la conquête et

la fidélisation de la clintèle ainsi que la technique

de vente constituent l’essentiel de cette

formation intensive. Il s’agit d’une formation

moderne, vivante, animée par des intervenants

qui sont tous professionnels de leur branche.

> > 20. 31. janvier 2020 à Paudex

Basisseminar für Automobil-

Verkaufsberater

Während zehn Tagen werden die jungen

oder angehenden Automobil-Verkaufsberater/innen

im Detail mit den eigentlichen

Verkaufsbelangen (Verkaufspsychologie,

Kommunikation, Verkaufsmethodik) auf ihre

tägliche Arbeit vorbereitet.

> > Januar 2020, Bern

Facebook, Xing, Twitter und

WhatsApp im Autoverkauf

Der Workshop zeigt neuartige Möglichkeiten

auf, wie Sie die verschiedenen Plattformen

für sich selber einsetzen können,

um noch erfolgreicher zu verkaufen. Dieser

Workshop ist speziell für die Automobilbranche

konzipiert.

> > 11. November 2019, Horw

> > 28. Januar 2020, Bern

> > 6. April 2020, St. Gallen

Diese und weitere interessante Themen

finden Sie online in der Business Academy.

Retrouvez ces thèmes, et bien d’autres, dans

la Business Academy en ligne.

agvs-upsa.ch, Rubrik :

Berufsbildung/AGVS Business Academy

GEFRAGTE

ALLROUNDER !

KundendienstberaterIn im Automobilgewerbe

mit eidg. Fachausweis

Lehrgangsstart: Januar 2020

www.stfw.ch | Tel. 052 260 28 01

INFO-VERANSTALTUNG

Mo, 21.10.2019, 19.00 Uhr

Anmelden: stfw.ch/info

AUTOINSIDE | Oktober 201961


BILDUNG

Aktuelle regionale Veranstaltungen zur Aus- und

Weiterbildung im Automobilgewerbe

AARGAU

Automobildiagnostiker

Informationsabend:

Dienstag, 19. November 2019, 18 Uhr

Ort : Weiterbildungszentrum, Lenzburg

> > wbzlenzburg.ch

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Ort: Handelsschule KV Aarau

> > hkvaarau.ch

BERN

Automobil-Verkaufsberater/in

Ort: Mobilcity, Bern

> > agvs-upsa.ch

Automobildiagnostiker/in BP

Nächster Studienbeginn:

Mittwoch, 12. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe HFP

Nächster Studienbeginn:

Im August 2021

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Werkstattkoordinator/in im

Automobilgewerbe

Nächster Studienbeginn:

Freitag, 14. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

CHUR / ZIEGELBRÜCKE

Automobildiagnostiker/in

Informationsabende:

Donnerstag, 7. November 2019,

Berufsschulareal 1, Ziegelbrücke

Donnerstag, 14. November 2019,

Bahnhofpark 2a, Sargans

Donnerstag, 21. November 2019,

Gürtelstrasse 48, Chur

jeweils ab 19 Uhr

Start Lehrgang: August 2020

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur

> > ibw.ch

HORW

Automobildiagnostiker/in und

Automobil-Werkstattkoordinator

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, Horw

> > agvs-zs.ch

ST. GALLEN

Automobildiagnostiker/in

Neu mit Einführungstagen

Informationsabend: 22. Januar 2020, 19 Uhr

Start Lehrgang: August 2020

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, St. Gallen

> > agvs-abz.ch

Die Pensionskasse der Berufsverbände AGVS ASTAG 2rad Schweiz carrosserie suisse

Wir sind nicht nah

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62

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

THURGAU

Automobildiagnostiker/in

Ort : Gewerbliches Bildungszentrum,

Weinfelden

> > gbw.ch

PAUDEX

Brevet fédéral de conseiller de vente en

automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

WINTERTHUR

Kundendienstberater im Automobilgewerbe

Informationsabend:

Montag, 21. Oktober 2019, 19 Uhr.

Start Lehrgang: Januar 2020

Ort: STFW

> > stfw.ch/akb

Automobil-Verkaufsberater

Ort: STFW

> > stfw.ch/aavb

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Ort: STFW

> > stfw.ch/abwa

Automobildiagnostiker

Automobil-Werkstattkoordinator

Ort: STFW

> > stfw.ch/ad und stfw.ch/adwo

ZÜRICH

Betriebswirt im Automobilgewerbe

berufsbegleitend,

jeweils freitags

Ort: TBZ

> > tbz.ch

Automobil-Werkstattkoordinator/in BP

und mit Zertifikat AGVS

berufsbegleitend,

jeweils am Donnerstagabend

Ort: TBZ, Zürich

> > tbz.ch

Diplôme fédéral de gestionnaire

d’entreprise de la branche automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

SION

Diagnosticien d’automobiles

Lieu : Ecole Professionnelle Technique et

des Métiers (EPTM), Sion

> > formationcontinuevalais.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : EPTM, Sion

> > formationcontinuevalais.ch

GENÈVE

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : novembre 2019

Lieu : Centre de formation UPSA Genève

> > formation-upsa-ge.ch/web/

formations-4-2/

YVERDON

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : janvier 2020

Cours du jour, le mercredi (dernier

semestre le mardi)

Lieu : Centre de formation UPSA-VAUD,

Yverdon-les-Bains

> > formation.upsa-vd.ch

Aufbaukurs Automobiltechnik

Grundlagen

Die Teilnehmenden erlangen fehlende,

theoretische Grundlagen nach einer

dreijährigen EFZ-Ausbildung oder einer

vierjährigen Ausbildung EFZ im Autogewerbe,

die bereits ein paar Jahre

zurückliegt. Sie können danach den Z- und

P-Kompetenzbereichen während des

Vorbereitsungskurses auf die Berufsprüfung

folgen. Der Kurs startet am

16. November 2019 und dauert bis am

9. Mai 2020 und findet an neun Samstagen

in Präsenzunterricht statt. Weitere

Informationen gibt es unter gibb.ch/weiterbildung/fahrzeugtechnik/aufbaukurs-automobiltechnik-grundlagen.

Aus den Sektionen

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melden Sie uns bitte Ihre Daten zu den

aktuellen Infoveranstaltungen und

Lehrgängen im Automobilgewerbe an

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PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

Sandro Piffaretti (l.), Delegierter des SAG-Verwaltungsrats, und Verwaltungsratspräsident

Olivier Métraux.

Swiss Automotive Show 2019

In eine neue Dimension

katapultiert

Mit dem Umzug von Niederbipp BE nach Freiburg ist die Swiss Automotive Show zur neuen Referenz der Schweizer

Zuliefererbranche geworden. Fast 7000 Besucherinnen und Besucher bescherten der SAS einen Teilnehmerrekord.

Carla Stampfli, Sandro Compagno und Reinhard Kronenberg

«Ich wage zu behaupten, dass die Swiss

Automotive Show die neue Referenz für

die Zuliefererbranche in der Schweiz ist»,

stellte Olivier Métraux, VR-Präsident der

Swiss Automotive Group (SAG), nach zwei

erfolgreichen Messetagen fest. In der Tat:

Was 2016 als bescheidene «Hausmesse» im

SAG-Landeslager in Niederbipp begonnen

hatte, entwickelte sich in nur drei Jahren

zur grössten und bedeutendsten Fachmesse

für die Schweizer Automobilbranche. Wie

gross, belegte das elektronische Zugangssystem

im Forum Fribourg. Die Organisatoren

verzeichneten an den zwei Messetagen

6780 Besucherinnen und Besucher.

Das ist eine Steigerung um 29 Prozent im

Vergleich zum Vorjahr.

Entscheidend für den Erfolg einer Messe

sind aber nicht die nackten Zahlen, sondern

was den Fachleuten im Forum Fribourg geboten

wurde. Und das war ein Programm,

wie es für die Schweiz einmalig ist: 148

Aussteller zahlreiche aus dem OEM-

Bereich präsentierten ihre Produkte und

Dienstleistungen. Für die Profis der Autobranche

eine ideale Gelegenheit, für einmal

persönlich mit den Herstellern in Kontakt

zu treten, Informationen abzuholen, aber

auch Feedback zu geben. «Diesen direkten

Draht zu den Herstellern der Produkte, die

sie im täglichen Leben brauchen, finden sie

sonst nirgends», sagt René Wasem, Marketingleiter

der SAG-Marke Matik.

Der Matik-Stand bildete das Zentrum des

Nutzfahrzeugbereichs, der deutlich ausgebaut

wurde und Aussteller wie Continental,

Hengst Filter oder Optibelt eine Plattform

bot, sich mit ihren Kunden auszutauschen.

Einen zweiten neuen Schwerpunkt setzte

die SAS im Bereich Carrosserie. Dazu holten

die SAG-Verantwortlichen um Marketingdirektor

und Messechef Sébastien Moix die

André Koch AG als Co-Host an Bord. Somit

deckt die Swiss Automotive Show die gesamte

Schweizer Autobranche ab Garagisten

und Carrossiers. Ein Aspekt, den Enzo

Santarsiero, CEO der André Koch AG, ins

Zentrum seiner Networking-Lounge stellte:

«Es gibt heute und in Zukunft zahlreche Herausforderungen,

die Carrossiers und Garagisten

gleichermassen betreffen. Wir wollen

die Betriebe dazu animieren, zusammenzuarbeiten.

Wir müssen die Chance nutzen,

um uns miteinander auf die in Zukunft

anfallenden Reparaturen vorzubereiten.»

Schliesslich überschneiden sich mit der

technologischen Entwicklung der Fahrzeuge

namentlich im Bereich der Elektronik

und der Fahrerassistenzsysteme die Anforderungen

an die Carrosserie- und Garagenbetriebe

mehr und mehr.

64

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


Joël Souchon, CEO SAG Schweiz

Das komplette Marder-

abwehrprogramm

aus einer Hand!

Autorennen mit Virtual-Reality-Brillen war an der SAS

ein heiss begehrtes Unterhaltungsangebot.

Vorbehandlung

Duftabwehr

Knapp 7000 Besucherinnen und Besucher liessen sich

an den zwei Messetagen von Neuigkeiten sowie bewährten

Produkten und Dienstleistungen inspirieren.

Die kleinen Besucher kamen an der SAS auch auf

ihre Kosten.

Wer sich an den zwei Messetagen bei Besuchern

und Ausstellern umhörte, der erfuhr

nur positive Rückmeldungen. «Die SAS ist

die grösste Fachmesse für uns Zulieferer in

der Schweiz und ein herausragender Event.

Nirgendwo sonst erreichen wir so viele

Garagisten», sagt Christian Filomeno, Vertriebsleiter

Automotive bei Osram, stellvertretend

für seine Aussteller-Kollegen.

Moto2-Pilot Tom Lüthi gab an der SAS Autogramme und

erfreute die Fans.

Ultraschallabwehr

Mechanischer

Schutz

Hochspannungsabwehr

Zubehör

Während 2018 in Niederbipp noch 108 Aussteller

ihre Produkte und Dienstleistungen

präsentiert hatten, waren es dieses Jahr 148.

Vom Reifenhersteller über Anbieter von

Schmierstoffen, Spezialisten für Lackierwerkzeuge

und Diagnosegeräte bis hin zum

Software-Entwickler boten sie auf 9000

Quadratmetern alles, was das Herz der Garagisten

und Carrosseriebetriebe begehrt.

Fortsetzung Seite 66

Zwar standen Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund,

doch Kontakte knüpfen und sich austauschen

waren genauso wichtig.

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AUTOINSIDE | Oktober 2019

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PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

André Rösler, Senior-Category Manager Schmierstoffe

SAG Schweiz AG: «Aufgrund der Forderungen der Fahrzeughersteller

werden künftig immer mehr verschiedene

Öle nötig sein. Mit unseren Castrol-Kleingebinden

können wir Werkstätten hierbei unterstützen. Neben

der Produktepalette, die wir ausgestellt haben, geht es

uns an der SAS auch darum, den Kunden zu zeigen, dass

wir Mitarbeitende mit Know-how haben. Die Gespräche

verlaufen sehr positiv und unser Sonderangebot kommt

ebenfalls gut an: das 20-Liter-Dispenser-Sortiment für

Motoren- und Getriebeöle.»

Armend Tunaj und Michele Cianni (l.), technische Verkaufsberater

Sika: «Unser Produkt-Highlight hier an der

SAS ist der Sika Fast 2590, ein Universalklebstoff für

kleine Reparaturen. Sika Fast 2590 ist für Garagisten

und Carrossiers gleichermassen geeignet. Ausserdem

zeigen wir Produkte für Kunststoff- und Scheinwerferreparaturen.

Reparieren ist lohnender als ersetzen die

Wertschöpfung bleibt durch die verrechneten Stunden im

Betrieb.»

Zahlreiche Hersteller, viele aus Deutschland, machten keinen Hehl

aus ihren durchaus kommerziellen Absichten im Forum Fribourg.

«Wir wollen hier möglichst viele Lackierbetriebe erreichen und

unseren Marktanteil in der Schweiz erhöhen», sagte Sven Hommel,

Verkaufsleiter EMM, der mit einem effizienten und kostengünstigen

Bechersystem Colad Snaplid um Kunden im K&L-Bereich warb.

Seine Nachbarin Marta Kizewska vom polnischen Lackfabrikanten

Novol bewarb ihren Klarlack 565-00 mit Eigenschaften, die ganz

speziell für die Schweiz interessant seien: «Er trocknet in nur fünf

Minuten und ist genau das richtige für die Schweiz, wo jede Minute

Geld kostet.»

Die Kontaktpflege stand im Zentrum der verschiedenen Lounge-Bereiche

der SAG-Marken Derendinger, Technomag und Matik. «Wir

haben uns entschieden, eine geräumige Erholungszone zu schaffen.

Hier können sich die Besucherinnen und Besucher ausruhen, sich

mit Fachpersonen aus der Branche austauschen und ihre Geschäftsbeziehungen

stärken. Der soziale Aspekt ist ein grosses Bedürfnis

in unserer schnelllebigen Zeit», sagte Claudio Binder, Head of Key

Account Management und Markenchef Derendinger ad interim.

Fortsetzung Seite 68

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Shana Pearson.

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Oktober 2019 | AUTOINSIDE


PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

(v.l.): Alessio Savoldell, Andreas Stocker und Xavier

Keysener, Jasa: «Unser Highlight ist die Lackierpistole

Satajet X 550, die erste Lackierpistole, die individuell

auf jeden Carrosserie-Lackierer und jedes Lackprodukt

eingestellt werden kann. Bislang musste sich der

Lackierer der Pistole anpassen, jetzt hat er die Möglichkeit,

die Pistole mit seinen persönlichen Einstellungen

zu programmieren. Die SAS nutzen wir auch, um unser

Netzwerk auszubauen und für Gespräche von Fachmann

zu Fachmann.»

David Vahlkamp und Goswin de Rouw (r.), Sr. Director

Sales & Marketing EMEA Arnott Air Suspension Products:

«Wir sind zum ersten Mal hier und stellen unsere Luftfederungsprodukte

vor. Mit dem Messeauftritt wollen wir

die Kunden darauf aufmerksam machen, dass unsere Teile

in der Schweiz neu auch bei der SAG verfügbar sind. Die

Organisation der SAS ist super, auch die Unterstützung

und Hilfsbereitschaft lässt nichts zu wünschen übrig.»

Daniel Frank, Category Manager, und Roland Netzer (r.),

Leiter Kundendienst, E. Klaus AG: «Da wir unsere Wurzeln

in der Ostschweiz haben, bietet uns die SAS in Freiburg

die Chance, uns mit Garagisten aus der ganzen Schweiz

zu treffen. Wir präsentieren hier unsere Kompetenz in der

Revision von Einspritzdüsen und Common-Rail-Injektoren.

Diese Teile sind sehr teuer, da lohnt sich eine Reparatur.»

«Die direkten Rückmeldungen, die wir hier von den

Garagisten erhalten, helfen uns, unsere Produkte stetig zu

verbessern.» Hans-Peter Müller (l.), Mann-Filter.

«Hier herrscht ein tolle Messefeeling, das zu Fachgesprächen

inspiriert. Die Swiss Automotive Show zeigt

eindrücklich den Reiz, den eine solche Hausmesse hat.»

Andreas Henkelmann (M.), ZF Aftermarket.

Samira Karaga, Sales Manager Lemania Energy: «Wir

sind zum ersten Mal an der SAS. Hier bietet sich uns die

Gelegenheit, den Kunden direkt technische Auskunft über

unser Batteriezubehör wie beispielsweise Starthilfegeräte

oder Batterietester zu geben. Die Messe ist perfekt

organisiert. Man spürt, dass das Team viel Aufwand

betrieben hat.»

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PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

Die Derendinger-Lounge war an beiden

Tagen rege besucht wie auch jene

von Technomag gleich gegenüber. «Ich bin

überwältigt. Die Messe hat unsere hohen

Erwartungen übertroffen», schwärmte Markenchef

Kurt Wyssbrod, der an der SAS auch

den 70. Geburtstag von Technomag feiern

durfte. «Ich bin stolz, dass wir hier in Freiburg

die Erfolgsgeschichte der SAS so eindrücklich

weiterschreiben dürfen.»

Natürlich standen an den zwei Messetagen

in Fribourg die Produkte und Dienstleistungen

sowie die direkten Kontakte

zwischen den Herstellern und den Fachleuten

im Vordergrund. Doch auch neben dem

Fachlichen wurde den 6780 Besucherinnen

und Besuchern viel geboten. So liess

das Restaurant mit 800 Plätzen und seinen

kostenlosen Menüs wie Thaicurry oder

Teigwaren inklusive Salatbuffet und Dessert

keine Wünsche offen. Es gab eine Schminkecke

für die Kleinsten, eine Hüpfburg und

einen Video-Game-Bereich. Interessierte

konnten sich digital in virtuellen Autorennen

duellieren oder nur wenige Meter daneben

sehr analog am «Töggeli-Kasten».

Die SAG liess auch bei der Abendunterhaltung

nichts unbedacht: An der Aftershow-

Party am Freitagabend sorgte die Singer/

Songwriterin Shana Pearson mit pop-souligen

Klängen und Cover-Songs für einen stimmungsvollen

Abschluss des ersten Messetages.

Am Tag danach zog unter anderem Tom

Lüthi die Aufmerksamkeit auf sich. Klein

und Gross nutzte die Gelegenheit für Autogramme

und Selfies mit dem Moto2-Piloten.

Der Sonntag gehörte dann den Mitarbeitenden

der SAG-Unternehmen. Sie hatten

die Gelegenheit, sich bei den rund 150 Ausstellern

aus erster Hand zu informieren. Ein

Anlass, den die Hersteller sehr zu schätzen

wussten. «Wir nutzen diese Gelegenheit gerne,

um unsere Produkte auch innerhalb der

SAG zu propagieren», stellte Lukas Thöni,

Managing Director von Optibel, fest.

Dabei wurde auch für die Kleinsten Unterhaltung

geboten. Bei den Angehörigen kam

der Anlass gut an. «Meine Tochter und ich

sind zum zweiten Mal an einem SAG-Mitarbeitertag.

Es ist spannend zu sehen, mit

welchen Marken und Firmen sich mein

Mann Tag für Tag beschäftigt», sagte eine

Angehörige. «Zudem finde ich es toll, dass

es einen Bereich gibt, an denen sich die Kinder

vergnügen können.»

Das Schlusswort gehört Sébastien Moix.

Der Marketingdirektor der Swiss Automotive

Group (SAG) und Messechef hatte allen

Grund, ein positives Fazit der Swiss Automotive

Show zu ziehen. «Es hat alles reibungslos

funktioniert. Das ist nicht selbstverständlich,

zumal die SAS an einem neuen

Standort durchgeführt wurde und mit fast

150 Ausstellern mehr Angebote als je präsent

waren», sagte er erfreut und fügte an:

«Auch mit den Besucherzahlen sind wir

sehr zufrieden!» Der Wechsel vom SAG-Landeslager

in Niederbipp BE nach Freiburg ins

moderne, zweckmässige Forum hat sich

auf alle Fälle gelohnt.

Nach der SAS ist vor der SAS. Die fünfte

Ausgabe der Fachmesse der Swiss Automotive

Group wird am 28./29. August 2020 wieder

im Forum Fribourg stattfinden. Sébastien

Moix peilt einen weiteren Ausbau an:

180 Aussteller und 8000 Besucherinnen und

Besucher: «Es gibt immer Luft nach oben.»


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Auto-i-dat

Zeit sparen und Ergebnis verbessern

Die Digitalisierung hat auch im Auto- und Carrosseriegewerbe einzig zum Ziel, Prozesse zu vereinfachen, Zeit einzusparen, die

Effizienz zu erhöhen und das Betriebsergebnis zu verbessern. Eine Anwendung, die diese Kriterien erfüllt, hat die DAT-Gruppe

in Deutschland im Angebot und ist bei auto-i-dat im Feldtest.

pd. Im Kern optimiert die Applikation «YouCit»

(«you see it») einen Prozess, der Garagisten und

Carrossier regelmässig (zu) viel Zeit kostet: die

Schadensannahme und die Kommunikation

mit dem Sachverständigen der Versicherung.

In mindestens der Hälfte aller Fälle muss der

Schadensexperte nach wie vor Ort erscheinen,

um den Schaden zu begutachten. Dabei muss er

Rücksicht nehmen auf die Öffnungszeiten des

Reparaturbetriebs. Dazu kommt: Der Besichtigungszustand

des Fahrzeugs ist oft nicht optimal.

Erst nach der Besichtigung beginnt dann

der eigentliche Freigabeprozess.

Hier setzt «YouCit» ein: Die Schadensbegutachtung

findet online statt. Dabei können verschiedene

Varianten zur Anwendung kommen:

Option 1: Der Callcenter Experte ruft den Reparateur

bzw. die Garage an und schickt ihm per

SMS einen Weblink auf sein Handy, über den

die «YouCit»-Website aufgerufen wird. Dadurch

wird eine Video-Verbindung aufgebaut, über die

kommuniziert wird. Der Reparateur folgt dann

den Anweisungen des Experten und macht die

Bilder vom Schaden.

Option 2: Via ein optionales App kann der Reparateur

bzw. die Garage das Call Center der

Versicherung anrufen und sozusagen ferngesteuert

die Bilder des Schadens aufnehmen

lassen.

Option 3: Der Versicherungsexperte schickt

den «YouCit»-Link via SMS an den Versicherungsnehmer,

ist über die Applikation mit ihm

verbunden, weist ihn dann via Sprach- und Videoverbindung

an, den Schaden zu beschreiben

und Fotos zu erstellen.

Das «YouCit»-System kann individuell angepasst

und ohne Vorbereitung und technischen

Voraussetzungen eingesetzt werden. Die Vorteile

liegen auf der Hand: Es braucht nur ein

Smartphone und eine stabile Internetverbindung,

die Applikation ist schnell in Betrieb und

einfach zu handhaben, alle Beteiligten sparen

Zeit und das Bildmaterial kann beliebig in weitere

Systeme integriert werden.

Die auto-i-dat ag ist zurzeit dran, das System

mit Pilot-Kunden und Versicherung zu

testen. Interessierte können sich gerne beim Geschäftsführer

Wolfgang Schinagl oder dem Produktverantwortlichen

René Mitteregger melden

(044 497 40 40, w.schinagl@auto-i-dat.ch). <

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PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

Robert Stäuber und Ferdinand Smolders im Gespräch

Der Kunde als Wegweiser

KSU A-Technik feiert dieses Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum. In dieser Zeit hat sich die Familien-AG zu einem führenden

Komplettanbieter für Werkstattbetriebe in der Schweiz entwickelt. Verwaltungsrat Robert Stäuber und Geschäftsführer

Ferdinand Smolders blicken den nächsten vier Dekaden zuversichtlich entgegen. Sandro Compagno

Ein eingespieltes Team: Geschäftsführer Ferdinand Smolders (links) und Verwaltungsrat Robert Stäuber von KSU A-Technik.

Herr Stäuber, KSU A-Technik ist seit der

Gründung 1979 kontinuierlich gewachsen.

Wo steht KSU A-Technik in zehn Jahren?

Robert Stäuber, Verwaltungsrat KSU

A-Technik: Seit jeher haben wir uns an den

Bedürfnissen unserer Kunden orientiert.

Unser Wachstum, sei es organisch oder durch

Akquisitionen, hat dies immer als Richtungsweiser

benutzt. Wir möchten unseren Kunden

auch in Zukunft effizienzsteigernde Lösungen

bieten können, wie auch immer diese

aussehen werden. Vieles wird in zehn Jahren

anders sein als heute. Aber wir sind überzeugt,

dass Fahrzeuge nach wie vor gewartet,

repariert, geprüft und gewaschen werden

müssen. Daher glauben wir, dass unser heutiges

Credo «Gesamtanbieter für den Unterhalt

von Verkehrsmitteln» auch in zehn Jahren

noch Gültigkeit haben wird.

Herr Smolders, wo sehen Sie als operativer

Leiter für Ihr Unternehmen das grösste

Potenzial, um weiter zu wachsen?

Ferdinand Smolders, Geschäftsführer KSU

A-Technik: Historisch betrachtet hatte die

KSU ihre Kundschaft primär in den Automobilwerkstätten.

Dies ist nach wie vor unser

Kerngeschäft. Ebenso haben verwandte

Industrien wie Nutzfahrzeuge, der öffentliche

Verkehr oder auch die Luftfahrt

ähnliche Bedürfnisse wie die Garagisten.

Verkehrsmittel gibt es vielerlei und sie alle

müssen auf die eine oder andere Art gewartet

werden. Hier möchten wir unsere

Kernkompetenzen weiter ausbauen und den

Ansatz vom Lösungsanbieter für die Wartungsbetriebe

von sämtlichen Verkehrsmitteln

replizieren.

Sie haben es erwähnt: Neben dem Bereich

Automotive ist KSU A-Technik AG auch ein

wichtiger Zulieferer für die Aviatik. Wie wird

sich dieser Bereich entwickeln?

Smolders: Mit unserer Vertretung von Werkzeugen

der Marke Snap-on, einem Hersteller,

der im Segment der Aviatik sehr stark

etabliert ist und heute in Themen wie Sicherheit

und Prozessoptimierung Pionierarbeit

leistet unter anderem mit vollautomatischen

Kontrollsystemen. Diese Technologie wird

zukünftig auch für andere Branchen wichtig

und uns dort zu zusätzlichem Wachstum verhelfen.

Der Anspruch auf Effizienzsteigerung

wird in allen Branchen zunehmen.

Die Antriebssysteme verändern sich die

Elektromobilität wird stark gefördert

und wächst entsprechend. Welche Auswirkungen

hat diese Veränderung auf KSU?

Smolders: Wir sind der Meinung, dass

Fahrzeuge auch in Zukunft und unabhängig

vom Antriebssystem Wartung, Reparatur

und Reinigung benötigen und auch periodisch

geprüft werden müssen.

Stäuber: Um ein Beispiel zu machen: Wir

glauben nicht, dass wir in naher Zukunft

nur noch fliegende Fahrzeuge um uns haben

werden. Reifen werden demnach sicher noch

eine Weile benötigt werden. Hebetechnik,

Reifenmontiermaschinen, Auswuchtmaschinen

und insbesondere Achsvermessungsanlagen

werden auch in absehbarer Zukunft noch

gebraucht.

KSU A-Technik ist neu zertifiziert nach ISO

9001.2015. Welche Bedeutung hat diese

Zertifizierung für das Unternehmen?

Stäuber: Zum einen haben wir vermehrt

festgestellt, dass bei einem Teil unserer

Kundschaft Vorgaben für eine Zertifizierung

aufgekommen sind. Zum anderen hatten

wir auch intern nach 40-jähriger Ge-

70

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

schichte und einem Generationenwechsel

das Bedürfnis, uns die Frage zu stellen, ob

die Art und Weise unseres Vorgehens noch

zeitgerecht ist oder ob wir Veränderungen

vornehmen müssen. Mit dieser Zertifizierung

mussten wir uns stark mit sämtlichen

Prozessen auseinandersetzen und diese auch

teils neu definieren.

Und wie profitiert der Garagist als Ihr

Kunde davon?

Smolders: Kern einer Zertifizierung ist die

Chancen-/Risikoanalyse und die daraus abgeleitete

Strategie. Das Definieren von Zuständigkeiten,

die Messbarkeit von Fehlleistungen

und die daraus abgeleiteten Massnahmen

sind zentrale Themen, wenn es darum geht,

einen exzellenten Kundendienst zu gewährleisten.

Heute haben wir den technischen

Kundendienst in die jeweiligen Verkaufsabteilungen

eingebunden. Der Kunde wird

dadurch vollumfänglich betreut und die Anzahl

Ansprechpartner reduziert. Reklamationen

werden systematisch erfasst, bearbeitet

und gemessen. Die Qualität unserer Leistung

wird quantifiziert, woraus der konkrete

Handlungsbedarf ersichtlich wird. Von den

daraus resultierenden Prozessverbesserungen

profitiert jeder Kunde.

KSU A-Technik AG war Stammgast in

Halle 7 am Auto-Salon. Wie sehen Ihre

Pläne für 2020 aus?

Stäuber: Mit dem Wegfall der Halle 7 geht

eine Ära zu Ende. Bereits seit längerer Zeit

orientieren wir uns neu im Markt und entwickeln

interessante Aktivitäten mit dem

Fokus, unsere Kunden noch besser zu bedienen.

Als Gesamtanbieter für Unterhaltsbetriebe

von sämtlichen Verkehrsmitteln

wollen wir uns gezielt auf Plattformen und

Messen präsentieren und unsere vielfältige

Kundschaft begrüssen. So sind wir beispielsweise

im November an der Transport-

CH vor Ort.

Trotzdem fehlt die Halle 7 als Branchentreffpunkt.

Wie werden Sie in Zukunft

den persönlichen Kontakt zum Kunden

aufrechterhalten?

Smolders: Obschon sich heute vieles im digitalen

Bereich abspielt, glauben wir weiterhin,

dass eine direkte Beziehung zum Kunden

äusserst wichtig ist speziell wenn es

um Investitionsgüter geht. Der Kunde möchte

sich verstanden fühlen und Lösungen

angeboten bekommen, die ihn überzeugen.

Dies kann man nur im persönlichen Kontakt

sicherstellen. Seit geraumer Zeit haben wir

bei uns in Wohlen Ausstellungsräumlichkeiten

geschaffen, die auch als Schulungszentrum

genutzt werden können. Diesen Herbst

bereits haben wir zahlreiche Kunden bei uns

vor Ort, die Produkte im Einsatz erleben

wollen und sich im direkten Gespräch mit

unseren Spezialisten die Vorteile aufzeigen

lassen. Weiter werden wir auch themenspezifische

«Roadshows» in Angriff nehmen.

Mit der Hunter Roadshow fangen wir im November

an. Die Anmeldungen für die Live-

Demos beim Kunden sind in vollem Gange. <

Weitere Infos unter:

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TECHNIK & UMWELT

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Diesel

«Es braucht Zeit, bis sich das

Image des Diesels erholt hat»

Eine aktuelle von AutoScout24.de europaweit durchgeführte Umfrage kommt zum Schluss: Für 63 Prozent der Automobilisten

kommt ein Diesel nicht infrage. Fachleute hingegen glauben weiterhin an die bewährte Antriebstechnologie allerdings

reduziert auf ihre Spezialdisziplin, den Langstreckenbetrieb. Dem Händler kann das in seiner Argumentation helfen.

Reinhard Kronenberg

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Ein Teil der

Gesellschaft und mit ihr im Schlepptau die

Politik fordert mit zunehmender Vehemenz

klimafreundlichere Fahrzeuge. Das zwingt

die Hersteller zu Milliardeninvestitionen in

Antriebskonzepte, für die der Markt noch zu

klein ist, um die Investitionen zu refinanzieren.

Das für die Investitionen in alternative

Antriebe notwendige Geld verdienen die

Hersteller nach wie vor mit SUV und Premiumautos.

Diese sind aufgrund ihres Gewichts

idealerweise mit einem Diesel motorisiert, allenfalls

einem Benziner, jedenfalls mit einem

Verbrennungsmotor. Die aber sollen von der

Strasse, vor allem der Diesel. Dabei galt gerade

er lange Zeit als die beste Antriebsoption,

wenn es darum ging, den CO 2

-Ausstoss im

Verkehr zu drosseln.

technologie ist für die Hersteller in der

Zwischenzeit so aufwändig, dass sie

sich in vielen Modellen schlicht nicht

mehr rechnet. Die Automobilisten verlieren

damit einen Antrieb, der weniger

verbraucht und weniger Kosten verursacht.

Und ihr Fahrzeug hat parallel

dazu immer weniger Wert.

• Hersteller verlieren, weil sie parallel

in die alternativen Antriebe weiter in

die Entwicklung des Diesels investieren

müssen, um den immer schärferen

Abgaswerten zu entsprechen. Diese

Entwicklungsarbeit lohnt sich aber nur

dann, wenn die Fahrzeuge auch gekauft

werden, was nicht der Fall ist, wie die

Zahlen zeigen.

• Importeure verlieren, weil ihnen der

Umstieg auf Benziner die CO 2

-Bilanz über

die gesamte Flotte versalzt und ihnen deswegen

höhere Bussen drohen. Diese überwälzen

sie an die Käufer von Neuwagen,

die ihrerseits kaum bereit sind, höhere

Verkaufspreise zu zahlen.

• Am Schluss dieser verhängnisvollen

Kette steht der Handel: Er verliert, weil

mit der geringeren Nachfrage nach

Diesel fahrzeugen die Standzeiten steigen

und die Preise und damit die Margen

sinken. Und weil die Automobilisten

immer weniger zugänglich sind für gute

Argumente pro Diesel.

In einer solchen Situation kann es hilfreich

sein, neutrale Experten nach deren Meinung

zu befragen wie beispielsweise Christian

Bach, Leiter der Abteilung Fahrzeugantriebssysteme

an der Empa.

Herr Bach, ist der Diesel noch zu retten?

Christian Bach: Ja, ich denke schon. Dieselfahrzeuge

werden aber ziemlich sicher in

Zukunft nicht mehr ein Standard-Fahrzeug

darstellen, sondern wohl vermehrt in ihrer

Spezialdisziplin, dem Langstreckenbetrieb,

eingesetzt werden. Im gemischten Einsatz

und im Kurzstreckenbetrieb gibt es mit den

Hybrid-, Gas- und Elektroautos geeignetere

und kostengünstigere Konzepte.

Welche Argumentation empfehlen Sie einem

Händler heute, wenn es um den Diesel geht?

Generell sollten Automobilverkäufer den geplanten

Einsatzbereich beim Kunden besser

kennen als früher. Soll ein neues Fahrzeug

vorwiegend für Langstrecken eingesetzt

werden, würde ich nach wie vor ein Dieselfahrzeug

empfehlen. Bei anderen Einsätzen

eher nicht. Ein weiteres Einsatzkriterium

ist das Umfeld des Fahrzeugs: Soll dieses

in einem städtischen Umfeld eingesetzt

werden, ist der Diesel auch eher weniger

geeignet und wenn, sollten dort nur noch

Euro 6d-temp- oder Euro 6d-Fahrzeuge eingesetzt

werden, weil die städtische Luft teilweise

immer noch mit hohen NOx-Werten

zu kämpfen hat. In ländlichen Regionen ist

die NOx-Belastung der Aussenluft geringer.

Fortsetzung Seite 74

Am Beispiel des Diesels zeigt sich, wie schnell

eine bewährte Technologie den Weg von ganz

oben nach ganz unten nehmen kann. Bei den

Neuzulassungen hat der Diesel zwischen

2015 und 2018 knapp 30 Prozent Marktanteil

verloren. Im laufenden Jahr sind es per Ende

August weitere 13 Prozent. «Die Käufer trauen

dem Diesel nicht mehr», konstatiert René

Mitteregger, Datenspezialist bei auto-i-dat ag.

Was im ganzen Protestlärm untergeht: Die

neueste Dieselgeneration auf Basis von 6d-

Temp oder Euro 6d ist sauberer denn je. Aber

ob sie den Abstieg noch zu bremsen vermag,

ist fraglich. Momentan wird das Kind mit

dem Bad ausgeschüttet. Mit diesem Abstieg

verlieren nämlich alle: Umwelt, Autobesitzer,

Hersteller, Importeure und auch der Handel.

• Die Umwelt verliert, weil Dieselfahrzeuge

immer öfter durch Benziner ersetzt werden,

was den CO 2

-Ausstoss vergrössert.

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• Autobesitzer verlieren, weil sie eine

zunehmend eingeschränkte Auswahl an

Dieselfahrzeugen haben; die Reinigungs-

Christian Bach.

72

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIK & UMWELT

Deshalb können dort auch noch Euro 5- bis Euro 6b-Fahrzeuge eingesetzt

werden. Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter hingegen gehören

auf den Schrottplatz!

Moderne Dieselmotoren ab Euro-6d sind bezogen auf die Stickoxid-

Emissionen deutlich sauberer und vergleichbar mit einem Benziner.

Wird das von der Industrie und vom Handel zu wenig kommuniziert?

Nein, das glaube ich nicht. Aber es braucht Zeit, bis sich das Image

des Diesels erholt hat. Nur niedrige NOx-Emissionen alleine genügen

dazu aber nicht. Es muss auch aufgezeigt werden, wie und zu welchen

Kosten die CO 2

-Emissionen reduziert werden können, beispielsweise

mittels synthetischem Diesel. In diesem Bereich läuft meines Erachtens

zu wenig.

Für wen eignet sich ein Diesel heute?

Dieselfahrzeuge eignen sich primär und vorwiegend für Langstreckenfahrten.

Bei Kurzstrecken oder in Niedriglast-Anwendungen, also

Stadtfahrten, können die Partikelfilter teilweise nicht ausreichend regeneriert

werden, was zu Problemen führen kann. Zudem gibt es für

Kurstreckenanwendungen besser geeignete Antriebskonzepte.

Die 30 Prozent längsten Fahrten aller Autos machen 70 Prozent der

gesamten Fahrleistung aus. Ideal für den Diesel, sagen Sie aber

warum eigentlich?

Diesel hat eine hohe Energiedichte, was mit geringem Tankvolumen

hohe Reichweiten ermöglicht, und er ist sehr einfach handhabbar. Eine

Betankung dauert nur sehr kurz und es gibt überall Dieseltankstellen.

Sie plädieren dafür, dass auch Dieselkraftstoff erneuerbar werden

soll, um die CO 2

-Emissionen zu senken. Wie stellt man erneuerbaren

Diesel her?

Aufgrund der hohen Relevanz der Langstreckenanwendungen haben

wir keine andere Wahl, wenn wir die CO 2

-Emissionen signifikant reduzieren

wollen. Das kann nur in Form eines synthetischen Diesels sein,

also eines künstlich aus einem Synthesegas (Wasserstoff und CO) und

CO 2

erzeugten Kohlenwasserstoffs. Zur Herstellung des Synthesegases

benötigt man allerdings viel erneuerbare Elektrizität. Diese muss von

irgendwoher kommen, wo sie niemandem weggenommen wird, wie

beispielsweise aus Photovoltaik-Anlagen in Wüstenregionen.

Je grösser die Verschärfung der Abgasnormen, desto komplexer und

aufwändiger wird die Abgasreinigung beim Dieselmotor. Besteht

die Gefahr, dass sich das für Hersteller irgendwann nicht mehr lohnt

oder die Automobilisten nicht mehr bereit sind, die höheren Kosten

zu bezahlen?

Ja, davon gehe ich aus. In kostensensiblen Segmenten wie Kleinwagen,

der Kompaktklasse und der unteren Mittelklasse wird der Diesel

wohl verschwinden. Dies hängt aber auch mit dem Reifegrad der Konkurrenztechnologien

zusammen. Bis vor kurzem war der Dieselmotor

hinsichtlich Lebensdauer, Alltagstauglichkeit, Leistungsfähigkeit und

Unterhalt Hybrid-, Elektro- und Gasmotoren gegenüber teilweise deutlich

überlegen. Dies hat sich aber in letzter Zeit geändert. In Kurz- und

Mittelstreckenanwendungen sind diese Technologien heute gegenüber

dem Diesel klar im Vorteil.

Bedeutet das, dass der Diesel früher oder später ohnehin

verschwindet? Wo sehen Sie da den Horizont?

Das hängt davon ab, ob der Diesel zu einem CO 2

-armen Fahrzeugkonzept

weiterentwickelt werden kann. Das gilt gleichermassen für alle

anderen Antriebskonzepte. Und das wiederum hängt davon ab, wie

umfassend und zu welchen Kosten die Herstellung und der Betrieb

auf erneuerbare Energie umgestellt werden kann. Auch auf die Gefahr

hin, mich zu wiederholen: Da sehe ich bei Kurz- und Mittelstreckenanwendungen

beim Diesel kein Potential mehr. <

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74 Oktober 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIQUE & ENVIRONNEMENT

Projet pilote UPSA et Mobility

Un bilan intermédiaire positif

Le projet pilote de l’UPSA et de Mobility, dans le cadre duquel Mobility utilise des véhicules de garage, se poursuivra

jusqu’à la fin du mois de janvier 2020. Bilan et perspectives possibles pour la coopération. Sandro Compagno

sera transformé en collaboration permanente

ou non.

Ils vont dans le même sens : Urs Wernli, président central de l’UPSA (à g.), et Roland Lötscher, CEO de Mobility

(photo Karl Baumann).

Cela se déroule « à merveille », se réjouit

Karl Baumann, qui coordonne la coopération

pour le compte de l’UPSA en tant que chef de

projet. Pour justifier son assertion, il évoque

la longue liste d’attente de garagistes intéressés.

Il a dû en faire patienter beaucoup

ces derniers mois : « Nous nous contenterons

des quelque 60 garages UPSA actuellement

impliqués d’ici fin janvier 2020. » Au début,

M. Baumann visait 30 à 50 établissements

pilotes. Mais la demande fut tellement forte

que ce chiffre a été rapidement atteint, et

même dépassé.

L’UPSA et Mobility sont des partenaires différents

aux objectifs divergents, mais avec

un point commun : leur volonté d’utiliser de

manière aussi efficace que possible le parc de

voitures. La coopérative Mobility, comptant

près de 200 000 membres, peut étoffer la

flotte qu’elle propose et densifier son réseau

d’emplacements avec le concours des garagistes

UPSA. Les garagistes peuvent quant à

eux toucher un nouveau groupe de clients

avec leurs véhicules existants, proposer des

prestations de mobilité plus complètes et

faire enfin circuler les véhicules jusqu’à présent

pas ou peu utilisés.

En décembre, l’UPSA et Mobility souhaitent

faire une analyse approfondie de l’utilisation

et étudier notamment la rentabilité des

différents garages. Sur cette base, le comité

de pilotage, dirigé par le président central

de l’UPSA Urs Wernli et le CEO de Mobility

Roland Lötscher, décidera si le projet pilote

En août, les deux chefs de projet Brigitte

Buchmann (Mobility) et Karl Baumann

(UPSA) ont fait un premier point de la situation

: les 60 établissements pilotes ont pu

communiquer leurs retours à l’aide d’un questionnaire

et d’un séminaire. Le chef de projet

UPSA se réjouit non seulement d’un taux de

réponse de 78 % à son enquête, mais aussi de

chiffres positifs. Les voitures avaient en effet

parcouru plus de 100 000 kilomètres à la

fin juin. Karl Baumann : « Nous avons donc

atteint le premier objectif du projet pilote :

faire circuler des véhicules immobilisés. » <

La liste d’attente reste ouverte

Les résultats de l’analyse détermineront

si la coopération entre l’UPSA et Mobility

se poursuivra après janvier 2020 et sous

quelle forme. Karl Baumann, chef de projet

UPSA : « Au final, l’opération doit valoir le

coup financièrement pour les garages. »

L’Uranais est optimiste. Il estime en effet

que la collaboration sera maintenue. Les

garagistes intéressés sont priés de le

contacter (karl.baumann@agvs-upsa.ch) :

« Nous serions ravis d’ajouter d’autres

entreprises à notre liste d’attente. Si le

projet se pérennise, Mobility et l’UPSA

décideront s’il est intéressant d’ouvrir de

nouveaux emplacements et en détermineront

la localisation. Nous informerons les

garages de nos conclusions. »

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AUTOINSIDE | Octobre 201975


VERBAND & SEKTIONEN

Die AGVS-Kundendienstberater

«Der persönliche Kontakt

ist und bleibt wichtig»

Sie fahren quer durch die Schweiz und legen pro Jahr zehntausende Kilometer zurück: die Kundendienstberater des

AGVS. AUTOINSIDE hat René Schoch einen Tag begleitet. Eine Reportage über konstruktive Gespräche, das Laden

von Elektroautos und nicht zurückgebrachte Fahrzeuge. Carla Stampfli

Kundendienstberater René Schoch (l.) begrüsst das Team der VF Autotechnik AG aus Staad SG als Neumitglied im AGVS.

Nach einer Betriebskontrolle und vier Garagenbesuchen

in der Ostschweiz geht der

Arbeitstag von René Schoch zu Ende. «Das

war ein durchwegs guter und erfolgreicher

Tag», zieht der Kundenberater Bilanz

und steigt aus dem AGVS-Dienstfahrzeug,

einem weissen Ford Mondeo Kombi. «Es ist

immer schön, wenn man ein Neumitglied

willkommen heissen kann.» Doch dazu

später.

René Schoch ist neben Gaetano Gentile, Robert

Mühlheim, Kurt Pfeuti und Fabrice Prieto

einer von fünf Kundenberatern des Schweizer

Garagistenverbands. Sie fühlen den AGVS-Garagisten

den Puls, liefern ihnen branchenrele-

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VERBAND & SEKTIONEN

Martin Egger (r.), Geschäftsführer der AGVS-Garage Kaufmann AG in Wittenbach SG, im Gespräch mit René Schoch.

vante Informationen und nehmen Anregungen

auf. Auch klären sie Nicht-AGVS-Betriebe

über die Vorteile einer Mitgliedschaft auf. Für

die Betriebsbesuche müssen sich die Kundendienstberater

intensiv vorbereiten. Denn ein

seriöser Auftritt ist Basis für den Erfolg. Zu

den Zielen zählt die Akquisition von Neumitgliedern.

«Doch ebenso wichtig ist es,

herauszufinden, wie es den Garagisten geht,

wie sie sich am Markt behaupten und welche

Probleme sie haben», sagt René Schoch. Diese

Erkenntnisse helfen dem Verband, damit dieser

noch gezielter auf die Bedürfnisse der Mitglieder

eingehen und seine Dienstleistungen

weiterentwickeln kann.

«In den meisten Fällen verlaufen unsere Tage

reibungslos», sagt René Schoch, bevor es losgeht.

Trotzdem laufe immer eine gewisse Unbekannte

mit. Das zeigt sich, als er seinen

ersten Auftrag erfüllen will. Er muss eine

Garage kontrollieren, die als Berufsbildungsfonds-Betrieb

gelistet ist, aber keine Beiträge

einzahlt. «Eine solche Überprüfung kommt

selten vor», betont René Schoch, während er

bei einem Fabrikgelände vorfährt. Wie ein

Detektiv sucht er die verwinkelten Gassen

ab. Von der gesuchten Garage fehlt aber jede

Spur. «Es sieht danach aus, als wäre der Betrieb

eingestellt.» Nachfragen auf dem Areal

bestätigen dies. Er macht sich eine Notiz und

kehrt zum Auto zurück.

Bevor es zu einem Neumitglied geht, hält

René Schoch ausserplanmässig bei der Allemann-Team

AG in Amriswil TG. «In der Regel

sind unsere Termine angekündigt», sagt er.

Doch wenn die Zeit reicht, statten die Kundenberater

auch mal spontan einen Besuch ab.

Diese AGVS-Garage bietet unter anderem den

AutoEnergieCheck als kundennahe Dienstleistung

an. René Schoch erkundigt sich, ob

diesbezüglich offene Fragen bestehen und genug

AEC-Informationsmaterial vorhanden ist.

Fazit: «Alles in Ordnung, der Betrieb läuft gut,

man ist zufrieden.»

René Schoch ist verantwortlich für die Sektionen

St. Gallen, Appenzell, Fürstentum

Liechtenstein, Glarus, Thurgau, Schaffhausen

sowie einen Teil der Sektion Zürich. Das sind

rund 900 AGVS-Garagen, für deren Besuche

er jährlich rund 35 000 Kilometer zurücklegt.

«Unser Ziel ist, jedes Mitglied alle zwei Jahre

einmal zu besuchen», sagt René Schoch, der

seit über drei Jahren als Kundenberater tätig

ist. Viele würden den persönlichen Kontakt

begrüssen obwohl es kein Muss ist. «Abgesehen

von den Besuchen sind wir auch jederzeit

für die Garagisten da», sagt René Schoch.

So erhalten die Kundenberater häufig Telefonate

von Mitgliedern, die in einer Angelegenheit

um Rat bitten. Dazu gehören etwa die

Fragen, was zu tun sei, wenn Lernende Probleme

bereiten oder wenn Kunden offene Rechnungen

nicht begleichen. «Vom Rechtsdienst

über die Aus- und Weiterbildung bis hin zu

den Finanzen: In solchen Fällen schalten wir

unsere Experten ein. Sie nehmen sich der Sache

an und helfen wo möglich.»

René Schoch ist mittlerweile in Staad SG bei

der VF Autotechnik AG angelangt. Die Begrüssung

des Neumitglieds ist der Höhepunkt

des Tages. Der Betrieb hat sich unter anderem

wegen der Branchenlösung Arbeitssicherheit

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VERBAND & SEKTIONEN

und Gesundheitsschutz für eine Mitgliedschaft

beim AGVS entschieden. So hat die Garage mit

der BAZ einen Partner für die richtige Umsetzung

der Ekas-Richtlinie 6508. René Schoch

übergibt Inhaber Vigan Isufi die AGVS-Plakette

sowie einen Ordner mit Informationen zu

Partnerangeboten und Dienstleistungen. Beim

Gespräch werden offene Fragen geklärt und es

wird über Themen wie die Probefahrt geredet.

Dabei erzählt Vigan Isufi, dass einmal ein Kunde

mit einem Fahrzeug abgetaucht sei: «Das war

ärgerlich. Seither begleite ich Kunden bei jeder

Probefahrt.» Als zusätzliche Absicherung legt

ihm René Schoch den AGVS-Benutzungsvertrag

für Probefahrten ans Herz. Angesprochen

werden die Auslastung der Garage während

der Sommerferien und der Fachkräftemangel

in der Branche. «In dieser Hinsicht muss etwas

geschehen», sagt der Inhaber, dem auf ein

Stelleninserat in drei Monaten gerade mal eine

Bewerbung einging. René Schoch macht sich

Notizen und verabschiedet sich.

Es geht nach Wittenbach SG zu einem weiteren

AGVS-Mitglied. Martin Egger, Geschäftsführer

der Garage Kaufmann AG, empfängt

den Kundendienstberater. Erst informiert ihn

René Schoch über die Schwerpunktthemen des

AGVS, Dienstleistungen und Partnerangebote.

Später tauschen sie sich über CO 2

-Abgaben,

Händlerverträge, Auslastung und Elektromobilität

aus. Martin Egger erwähnt diesbezüglich

die Erwartung des Kunden, dass dieser das

Elektrofahrzeug nach dem Service vom Garagisten

vollgeladen zurückerhält. Der AGVS

möge doch prüfen, bittet der Geschäftsführer,

ob der Verband in dieser Hinsicht etwas tun

könne, zumal manche Betriebe für das Laden

einen Betrag verrechnen und manche nicht:

«Ich denke, eine Pauschale wäre die ideale Lösung.»

René Schoch notiert sich den Input.

Alles dabei: Der Kundendienstberater und sein Auto sind ein unzertrennliches Gespann.

Die Kundenberater des AGVS halten jeden Besuch

fest und erstellen einen Rapport, in dem

auch die Anregungen der Garagisten festgehalten

werden. Ende jeder Woche verfassen

die Kundendienstberater eine Wochenbilanz,

die den Mitgliedern der AGVS-Geschäftsleitung

und des AGVS-Kaders zugestellt wird. In

regelmässigen Sitzungen wertet der Verband

die Rapporte aus und prüft, ob, was und wie

etwas verbessert werden kann.

AGVS-Mitgliedschaft: Vorteile und Kosten

Im Fokus der Tätigkeit der Dachorganisation

der Schweizer Garagisten stehen die

Bereiche Bildung, Branchenvertretung und

Kommunikation. Neben der Aus- und Weiterbildung

bietet der AGVS auch marktgerechte

Dienstleistungen an. Ob im Bereich Altersvorsorge,

Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeugnis,

Büromaterial, Finanzen, Recht, Sicherheit,

Stellenbörse, Taggeld/Pflegeversicherung,

Telefonie, Umwelt, Verkauf, Versand oder

Versicherungslösungen für die Kunden:

AGVS-Garagisten können von attraktiven

Dienstleistungen profitieren. Zudem werden

die unternehmerischen Interessen und Anliegen

der Garagisten gegenüber Behörden,

Politik und Wirtschaftsträgern vertreten. Die

AGVS-Medien berichten in Print und Online

kompetent und aktuell über Wissenswertes

In René Schochs Notizen kommen bis zum

Ende des Tages noch zwei weitere Bemerkungen

hinzu: Zum einen, dass eine Garage gar

kein Interesse an einer Mitgliedschaft hat.

Zum anderen, dass ein Betrieb mit einem Beitritt

liebäugelt. «Die Besuche zeigen, wie wichtig

es ist, dass wir nah dran sind», sagt er.

Man könne sich austauschen, über Themen

diskutieren und Unklarheiten bereinigen.

«Der persönliche Kontakt ist und bleibt auch

in der digitalisierten Welt wichtig.» <

Weitere Infos unter:

agvs-upsa.ch

aus der Branche. Um Mitglied im AGVS zu

werden, müssen Mindestkriterien erfüllt sein

wie etwa das Vorliegen einer Unternehmensnummer,

ein positives Gesamterscheinungsbild

und ein Eintrag im Handelsregister. Über eine

definitive Aufnahme entscheidet der jeweilige

Sektionsvorstand, nachdem die Sektion den

interessierten Betrieb besichtigt und beurteilt

hat. Für eine AGVS-Mitgliedschaft wird ein

Grundbeitrag von 350 Franken pro Firma und

Jahr erhoben. Hinzu kommt ein abgestufter

Kopfbeitrag, der sich nach der Zahl der im Betrieb

tätigen Personen richtet. So werden für die

1. bis 20. im Betrieb beschäftigte Person je 60

Franken erhoben. Dazu kommen für die 21. bis

30. beschäftigte Person je 42 Franken, für die

31. bis 40. beschäftigte Person je 37 Franken

und so weiter.

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Oktober 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Porträt

Der Nachwuchsförderer

Von Lehrstellenbörsen über Schulbesuche bis hin zu fiktiven Bewerbungsgesprächen: Thomas Jenni, Geschäftsführer der

AGVS-Sektion Solothurn, engagiert sich seit vielen Jahren für den Berufsnachwuchs. Was treibt ihn an? Carla Stampfli

Der Geschäftsführer der AGVS-Sektion Solothurn, Thomas Jenni, simuliert mit einer Schülerin der 9. Klasse ein Bewerbungsgespräch.

«Leistung und Motivation», sagt Thomas

Jenni vor den Schülerinnen und Schülern

der Kreisoberstufe Gerlafingen SO, «sind die

wichtigsten Grundlagen, die vorhanden sein

müssen, wenn ihr euch bewerbt. Die Betriebe

müssen spüren, dass ihr die Richtigen für

die Lehrstelle seid.»

Es ist ein Donnerstagmorgen, als Thomas Jenni

die 9. Klasse besucht. Sein Ziel: die Jugendlichen

mit theoretischen und praktischen Beispielen

an den Bewerbungsprozess heranführen.

Der 56-Jährige tritt dabei als Projektleiter

Berufsbildungsmarketing beim kantonal-solothurnischen

Gewerbeverband auf, gleichzeitig

als Geschäftsführer der AGVS-Sektion Solothurn.

So merkt er zu Beginn an: «Wer sich für

eine Lehrstelle im Autogewerbe interessiert,

dem gebe ich nach der ‹Bewerbungswerkstatt›

gerne weitere Informationen.»

Die «Bewerbungswerkstatt» ist Teil von «Rent

a Boss», einem Projekt, das die Solothurner

Wirtschaftsverbände zur Bekämpfung des

Fachkräftemangels initiiert haben. Wie der

Name verrät, können Betriebsverantwortliche

für einen Besuch in der Schule gebucht werden.

«Die Aktion ist eine Win-win-Situation:

Die Schüler bekommen einen realen Einblick

in den Berufsalltag und die Betriebe erhalten

einen direkten Kontakt zu den Jugendlichen.»

Ob als kantonaler Lehrstellenförderer oder

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AUTOINSIDE | Oktober 201979


VERBAND & SEKTIONEN

als Geschäftsführer der AGVS-Sektion Solothurn:

Die Jugendlichen zu den Betrieben

und umgekehrt führen, dafür macht sich

Thomas Jenni seit vielen Jahren stark. Zwei

Sachen liegen ihm in Sachen Nachwuchsförderung

am Herzen: Zum einen, dass das

Autogewerbe wie auch die anderen Branchen

genügend Auszubildende haben. Zum

anderen, dass die Schüler zu einem Lehrvertrag

kommen. «Meine Aufgabe ist es, den Jugendlichen

zu helfen, eine Anschlusslösung

zu finden», erklärt er. Denn nur so könne

verhindert werden, dass diese durch die Maschen

fallen und früher oder später Sozialhilfe

in Anspruch nehmen müssen. «Ich bin

überzeugt, dass alle Schüler eine Anschlusslösung

haben können.» Die Erfolge, die er

mit Projekten wie «Rent a Boss» verbuchen

kann, geben ihm recht und sind Grund,

weshalb er sich mit Leib und Seele für den

Berufsnachwuchs engagiert.

«Ich bin überzeugt, dass alle

Schüler eine Anschlusslösung

finden können»

Thomas Jenni

Thomas Jenni kümmert sich fast genauso

lange um den Berufsnachwuchs, wie er in

der Autobranche tätig ist. Der Betriebsökonom

arbeitete 30 Jahre bei der Amag, davon

20 Jahre als technischer Betriebsleiter. «In

dieser Funktion habe ich mich bereits für die

Berufsbildung engagiert. Ich konnte wertvolle

Kontakte knüpfen, auf die ich heute noch

zurückgreifen kann», sagt er. Überhaupt seien

Kontakte das A und O bei der Nachwuchsförderung:

Nur ein gutes Netzwerk erlaube

es, Brücken zwischen Lehrbetrieben und

Schulen zu schlagen. So waren die Kontakte

mit ein Grund, weshalb sich Thomas Jenni

seit fünf Jahren im kantonal-solothurnischen

Gewerbeverband in der Berufsbildung engagiert.

In dieser Funktion steht er in Kontakt

mit den rund 4000 Gewerbeverbandsmitgliedern,

kann Generalversammlungen von

Berufsverbänden besuchen und an Fortbildungstagen

von Lehrpersonen teilnehmen.

Zudem hat er ab und an die Gelegenheit, sich

mit dem kantonalen Bildungsdirektor auszutauschen.

«Das alles trägt dazu bei, wichtige

Beziehungen aufzubauen und unsere Ideen

und Projekte bekannt zu machen.»

Um seinen eigenen Nachwuchs muss sich

Thomas Jenni keine Gedanken mehr machen.

Während die eine Tochter Fuss in der

Gesundheitsbranche gefasst hat, beginnt die

andere Tochter ein Studium für Kunst und

Vermittlung im Haus der Künste in Bern.

«Was die Berufsauswahl betrifft, konnte ich

sie zwar nicht fürs Autogewerbe gewinnen.

Doch was ich ihnen und auch meiner Frau

mitgegeben habe, ist die Leidenschaft fürs

Autofahren», sagt er mit einem Schmunzeln.

So ist beispielsweise die Familie in der Freizeit

gerne mit dem Wohnmobil unterwegs.

Neben der Integrationslehre und «Rent a

Boss» ist Thomas Jenni unter anderem auch

verantwortlich für Lehrstellenbörsen, unterstützt

die Schulen an den Elternabenden,

organisiert die Erlebnistageberuf-so.ch, an

denen Lehrbetriebe aus dem ganzen Kanton

Solothurn Schnuppertage anbieten. Dabei ist

er stets bemüht, dass das Autogewerbe prominent

vertreten ist. So war beispielsweise

bei den Schnuppertagen im Juni jeder zehnte

Betrieb eine AGVS-Garage. «Die Aktionen

kommen bei den Betrieben gut an», sagt er.

Aber nicht nur dort: Es kommt auch schon

mal vor, dass sein Team Dankesbriefe er-

Apropos Anschlusslösung: Was die AGVS Sektion

Solothurn betrifft, konnten heuer mehr

Lehrverträge abgeschlossen werden als 2018.

«Trotz angespannter Fachkräftesituation sind

wir mit einem feinen blauen Auge davongekommen»,

bilanziert Thomas Jenni, der seit

2012 deren Geschäftsführer ist. Das habe unter

anderem damit zu tun, dass das Autogewerbe

attraktive Grundbildungen und Berufe bietet.

«Unsere Ausbildungen schaffen eine gute Basis

und öffnen die Türen sowohl für Weiterbildungen

als auch für andere Branchen.»

Eine der Aufgaben von Thomas Jenni ist, die Schülerinnen und Schüler an den Bewerbungsprozess heranzuführen.

80

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

hält, selbstgemachte Holzofenbrote inklusive.

«Die positiven Feedbacks sind Lohn und

Motivation zugleich, sich für den Berufsnachwuchs

einzusetzen», sagt er.

Auf die Frage, auf welches Projekt er besonders

stolz sei, nennt Thomas Jenni die

Integrationsvorlehre (Invol). Diese erlaubt

Geflüchteten mit F- oder B-Bewilligung,

bei AGVS-Garagisten in den Sektionen Solothurn,

Zürich, Wallis und Zentralschweiz

eine einjährige Vorlehre zu absolvieren.

Die erste Klasse war ein Erfolg. «Die Teilnehmer

waren engagiert und hinterliessen

einen super Eindruck», freut er sich. Neun

von zwölf haben gar einen Lehrvertrag erhalten.

Für die zweite Klasse, die in Kürze

beginnt, sind erneut zwölf Teilnehmer am

Start.

an der Kreisoberstufe Gerlafingen neigt sich

dem Ende zu. Thomas Jenni lobt den Einsatz

der Schülerinnen und Schüler. Einzig in

Bezug auf die Rollenspiele, bei denen Bewerbungsgespräche

nachgestellt wurden, sagt

er: «Sie haben sich zwar gut geschlagen,

jedoch waren sie teilweise nicht genügend

vorbereitet.» Gut gibt es Menschen wie Thomas

Jenni, die sich mit Engagement

dem Berufsnachwuchs annehmen

und an den Bewerbungsprozess

heranführen. <

Wie blickt Thomas Jenni in die Zukunft? Er

ist von der Stärke des Autogewerbes und

vom Potenzial des Berufsnachwuchses überzeugt.

Denn: Trotz technologischem Wandel

verfügt das Autogewerbe über die nötigen

Strukturen und Grundlagen, um sich weiterzuentwickeln.

«Viele Branchen wissen nicht

einmal, was eine webbasierte Lerndokumentation

ist. Der AGVS bietet seit einigen Jahren

eine solche an», fügt er als Beispiel an.

«Nur wenn wir die Zeichen der Zeit erkennen

und moderne Ausbildungsmethoden und

-plätze bieten, gelingt es uns, Jugendliche zu

rekrutieren.»

Die «Bewerbungswerkstatt» der 9. Klasse

Thomas Jenni bemüht sich darum, dass das Autogewerbe an Anlässen für Schulabgänger prominent vertreten ist.


VERBAND & SEKTIONEN

«Tag der Schweizer Garagisten» 2020

Der Beziehung Automobilist-

Garagist auf der Spur

Im Zentrum des nächsten «Tag der Schweizer Garagisten» stehen das Verhältnis zwischen Garagist und

Automobilist, die Aus- und Weiterbildung sowie die Umweltdiskussion und ihre Auswirkungen, weil die in

den vergangenen Monaten verschärft geführte Debatte die Autobranche und mit ihr die AGVS-Mitglieder

direkt betrifft. Reinhard Kronenberg

Am 14. Januar 2020 im Kursaal in Bern wird

das Thema Umwelt aus Sicht des Autogewerbes

beleuchtet: Der AGVS hat Claude

Longchamp, den bekanntesten Schweizer

Politologen, eingeladen, am Beispiel der

Umweltdiskussion aufzuzeigen, wie gesellschaftliche

Trends entstehen und welche

Faktoren dazu führen, dass sie schliesslich

politische Folgen haben. Das dominierende

Thema im Rahmen dieser Diskussion ist

CO 2

. Die Grenzwerte sollen in den nächsten

Jahrzehnten sukzessive reduziert werden,

der Bundesrat hat soeben das Ziel verkündet,

die CO 2

-Emissionen bis 2050 auf null zu

senken. Pascal Previdoli, stellvertretender

Direktor des Bundesamts für Energie (BFE),

wird darlegen, wie der Fahrplan des Bundes

aussieht. Vornehmen wird er auch eine Einschätzung

über die Entwicklung des motorisierten

Individualverkehrs (MIV) aus Sicht

des Bundes und er skizziert dabei auch die

Rolle des Garagisten als wichtigste Schnittstelle

zu den Automobilisten.

Im Anschluss an das Referat von Pascal

Previdoli diskutieren Jürg Röthlisberger, Direktor

des Bundesamts für Strassen (Astra),

82

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

FDP-Nationalrat Thierry Burkart und Motorenforscher

Christian Bach von der Empa

unter anderem über die Rolle des Garagisten

im Rahmen der Mobilität der Zukunft.

Dem Verhältnis zwischen Kunde und Garagist

widmet der AGVS am 14. Januar ein

ganz besonderes Augenmerk und zwar mit

einer repräsentativen Marktforschung. Diese

wird im Herbst 2019 schweizweit durchgeführt.

Präsentiert werden die Resultate im

Kursaal vom Link Institut. Anschliessend

diskutiert Moderator Röbi Koller zusammen

mit dem Garagisten Markus Hutter und

AGVS-Geschäftsleitungsmitglied Markus Aegerter

über die Erkenntnisse für das einzelne

Mitglied und den Verband. Ziel dieses

Programmpunkts ist es, Mitgliedern und

Branchenpartnern konkrete Hinweise zu liefern,

wie sie ihr Verhältnis zu ihren Kunden

weiter stärken können.

Ein besonderes Wiedersehen wird es gegen

Mittag geben, wenn die drei Erstplatzierten

der SwissSkills 2019 auf der Bühne Platz

nehmen: Florent Lacilla (Gold), Damian

Schmid (Silber) und Steve Rolle (Bronze) bilden

die Spitze im Nachwuchs der Schweizer

Automobil-Mechatroniker. Zusammen mit

Olivier Maeder, in der AGVS-Geschäftsleitung

verantwortlich für den Bereich Bildung,

diskutieren die jungen Berufsleute über ihre

Eindrücke aus der Berufslehre und die Herausforderungen,

mit denen sie sich aktuell

konfrontiert sehen.

Einmalig dürfte die Gelegenheit sein, vom

Leiter Strategie des Volkswagenkonzerns

aus erster Hand zu erfahren, wie sich einer

der grössten Autohersteller der Welt und der

grösste in Europa auf die Zukunft ausrichtet.

Dabei geht es nicht nur darum, welche

Antriebsformen in Zukunft noch angeboten

werden, sondern auch darum, welche Rolle

der Handel in den Zukunftsplänen von VW

spielt. Das zu erfahren, wird nicht nur für

Händler von Marken aus dem Volkswagenkonzern

interessant sein.

Und weil es am «Tag der Schweizer Garagisten»

auch immer um Inspiration geht, hat

der AGVS zwei ganz besondere Referenten

eingeladen: Mireille Jaton und Philip Keil.

Jaton gewann im Frühling 2019 den internationalen

Speaker-Slam in München und

gilt seither als «beste Rednerin Europas».

Sie wird auf eine unterhaltsame Art aufzeigen,

wie man seine eigene Stimme findet

und erfolgreich auftritt. Ebenfalls zu den

erfolgreichsten Referenten im deutschsprachigen

Raum gehört Philip Keil. Er wird das

Programm im Rahmen des traditionellen

«Dîner des garagistes» bestreiten. Seine persönliche

Grenzerfahrung erlebte der Flugkapitän

im Jahr 2009, als aus einem Routineflug

mit 190 Passagieren an Bord plötzlich

ein akuter Notfall wird. In buchstäblich letzter

Sekunde gelang es Keil, eine Katastrophe

zu verhindern. In der Folge erforschte Keil

die Ursachen von Flugunfällen und überträgt

seine Erkenntnisse auf die Herausforderungen

in der Unternehmenswelt.

Für den «Tag der Schweizer Garagisten»

2020 kann man sich schon jetzt anmelden. <

Weitere Infos und Anmeldung unter:

agvs-upsa.ch/tagung2020

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Bringing light to life

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Arbeitsscheinwerfern** haben Sie auch an Orten den vollen Durchblick,

an denen andere Scheinwerfer nicht mehr genug Licht ins Dunkel

bringen. Drei Serien stehen zur Auswahl: Multifunktional, Funktional

und Slim.

Ihr Fahrzeug verdient OSRAM die Nr. 1 in der Automobilindustrie

* Müssen paarweise verbaut werden bei 12-V-/24-V-Fahrzeugen

** Die OSRAM LEDriving ® Arbeitsscheinwerfer haben keine ECE-Zulassung.

Das bedeutet, dass sie während der Fahrt nicht auf öffentlichen Straßen

verwendet werden dürfen.

Licht ist OSRAM


VERBAND & SEKTIONEN

Unter dem Label «Auto Zürich Classic» widmet sich in der Halle 6 eine Austellung historischen Fahrzeugen bis hin zu Youngtimern.

Auto Zürich Car Show vom 31. Oktober bis 3. November 2019

Von der Messe zum Event

Die 33. Auto Zürich Car Show zeigt dieses Jahr nicht nur die aktuellen Autoneuheiten, sondern zollt mit einer Ausstellung

auch der grossen Schweizer Oldtimer-Gemeinschaft Tribut. Mit dem neuen Format in der Halle 6, der «autotecnica.ch» und

dem «Brain-Village» entwickelt sich die traditionelle Automesse immer mehr zu einem Branchenevent. Jürg A. Stettler

Wie viele Messen muss sich auch die Auto Zürich Car Show wandeln,

will sie im immer härter werdenden Messegeschäft bestehen.

Die Organisatoren um Verwaltungsratspräsident Karl Bieri haben daher

letztes Jahr unter anderem mit Marco Parroni, Projektleiter der

Formel E und Marketing-Verantwortlicher der Bank Julius Bär, einen

neuen Verwaltungsrat an Bord geholt. «Wir gehen weg von einer

klassischen Ausstellung und verwandeln die Auto Zürich in einen

Event», erklärt Parroni zu seinen Ideen.


VERBAND & SEKTIONEN

Den ersten Schritt auf diesem Weg macht die Ausgabe vom 31. Oktober

bis 3. November 2019 nun mit einem zusätzlichen Messe-Format.

In den Zürcher Messehallen werden zwar weiterhin die wichtigsten

automobilen Neuheiten der verschiedenen Marken zu bewundern

sein, 20 Schweizer Premieren und alle wichtigen Neuheiten der

Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt, aber eben

auch noch mehr. Seit einigen Jahren hat auch die Zukunft mit der

kommenden vernetzten und autonomen Mobilität oder mit den aktuellsten

Trends der Unterhaltungselektronik im Rahmen der «CE

Trend-Tour» einen festen Platz in den Zürcher Messehallen. Neu

widmet sich nun unter dem Label «Auto Zürich Classic» eine Ausstellung

in der Halle 6 den historischen Fahrzeugen bis hin zu

Youngtimern. «Oldtimer erfreuen sich immer grösserer Popularität.

Das hat schon die kleine Auswahl an der letztjährigen Auto

Zürich gezeigt. Für dieses Jahr wollen wir die Klassikausstellung

ausbauen und einheitlicher machen», kündigt Karl Bieri dazu an.

Deshalb macht es die Auto Zürich Car Show den Ausstellern einfach.

Sie müssen nur ihren Old- oder Youngtimer bereitstellen: Die

gesamte Organisation des Standes inklusive Aufbau übernimmt

das Team der Auto Zürich.

die optimalen Voraussetzungen für Kontaktpflege und Networking

im B2B-Bereich.

Sicherlich einen Abstecher wert ist an den vier Messetagen auch

das «Brain-Village», die Informationsplattform der Berufs- und

Fachhochschulen des Kantons Zürich. Auf rund 300 Quadratmetern

finden interessante Fachvorträge statt. In den letzten Jahren

strömten jeweils rund 250 bis 300 Schülerinnen und Schüler der

zweiten Sekundarstufe durchs «Brain-Village», um sich über die

aktuellen Autoberufe zu informieren. Sie können zudem bei den

Zürcher Berufsmeisterschaften gleich «live» an top ausgestatteten

Arbeitsplätzen miterleben, welchen Herausforderungen sich

Lernende im heutigen Berufsalltag stellen müssen. Bei diesen

Meisterschaften sucht die AGVS-Sektion Zürich zusammen mit

Carrosserie Suisse sowie den technischen Berufsschulen TBZ,

STFW, GBW und BBW die besten Automobil-Mechatroniker/-innen,

-Fachleute und -Assistenten Zürichs. Diese Fülle an Kontaktund

Informationsmöglichkeiten, aber auch Neuheiten aus der Garagen-

und Autobranche sollte man sich vom 31. Oktober bis 3.

November 2019 auf keinen Fall entgehen lassen. <

Keine raren Klassiker und wunderschönen Preziösen, aber viele

spannende Neuheiten aus den Bereichen Autoteile, Werkstatt- und

Tankstellenausrüstung, Fahrzeugwäsche, Software, Zubehör und

Tuning entdecken die Messebesucherinnen und -besucher dagegen

an der «autotecnica.ch». Sie bietet im Rahmen der Auto Zürich Car

Show allen Garagisten, Garagen-Zulieferdiensten, Dienstleistern

der Automobilwirtschaft, Werkhöfen und Werkstätten wiederum

Wichtigste Details zur Auto Zürich Car Show

Datum/Öffnungszeiten: Donnerstag, 31. Oktober 2019, bis Sonntag, 3.

November 2019, 10 bis 21 Uhr (Samstag/Sonntag 10 bis 19 Uhr); Ort: Messe

Zürich; Eintrittspreise: Erwachsene Fr. 19., AHV/IV-Bezüger Fr. 12.,

Schüler/ Studenten/Lehrlinge Fr. 10., Abendtickets (Do/Fr ab 18 Uhr) Fr.

12., Familientickets (2 Erwachsene, 14 Kids bis 16 Jahre) Fr. 39., Dauerkarte

Fr. 30.; Weitere Infos unter: www.auto-zuerich.ch

Das Classic Center Schweiz in Safenwil ist ein Kompetenzzentrum für Classic Cars, das

sämtliche Dienstleistungen für Liebhaber und Sammler klassischer Fahrzeuge aus einer

Hand anbietet und ausserdem ein Event-Center mit stilvollem Clubraum und Eventhalle

für alle Arten von Veranstaltungen sowie ein Museum für Classic Cars unterhält.

Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir nach Vereinbarung eine/n

Leiter/in Werkstatt Classic Cars

der Emil Frey Classics AG

Ihre Aufgaben

Direkt dem Abteilungsleiter Technik & Teile unterstellt übernehmen Sie die Verantwortung

für den operativen Betrieb in der Service- und Restaurationswerkstatt sowie in der

Carrosseriewerkstatt. Neben der personellen Führung von zehn Mitarbeitenden und der

Koordination vom operativen Tagesgeschäft liegen unsere Hauptmerkmale in der hohen

qualitativen Dienstleistung für den Kunden und die Qualitätsarbeit am Classic Car.

Sie haben den Kontakt zu unseren Kunden, übernehmen eine professionelle Beratung

und Kommunikation während dem ganzen Arbeitsprozess.

Ihr Profil

Die Arbeit an klassischen Automobilen und der Kontakt mit ihren autoaffinen Besitzern

bereitet Ihnen Freude. Sie sind ausgebildeter Automechaniker oder verfügen über eine

fundierte technische Ausbildung im Bereich der Fahrzeugtechnik. Darüber hinaus haben

Sie nachweislich tiefgehende theoretische Kenntnisse von sowie praktische Erfahrungen

mit der Technik klassischer Automobile insbesondere englischer Provenienz und sind

sattelfest in der Betriebswirtschaft. Fundierte Führungserfahrung und sehr gute

Englischkenntnisse setzen wir voraus, Französischkenntnisse sind von Vorteil.

Sie überzeugen durch Ihr freundliches, kompetentes Auftreten, arbeiten auch bei erhöhtem

Arbeitsaufkommen zielorientiert und schätzen die Teamarbeit. Sie verstehen es, auch

auf besondere Kundenwünsche zuvorkommend einzugehen, sind aufgeschlossen und

kommunizieren lösungsorientiert.

Es erwartet Sie eine vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe in einer Klassik-Werkstatt

mit moderner Infrastruktur sowie die Vorteile einer starken Firmengruppe. Sie profitieren

von sehr guten Sozialleistungen und einer langfristigen Perspektive in einem Unternehmen

der Emil Frey Gruppe.

Für weitere Informationen steht Ihnen Lucas Flückiger, Abteilungsleiter Technik & Teile,

gerne zur Verfügung (079 882 93 92).

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Emil Frey Classics AG,

Personalabteilung, Bahnhofplatz 2, 5745 Safenwil.

www.emilfreyclassics.ch

Das Classic Center Schweiz in Safenwil ist ein Kompetenzzentrum für Classic Cars, das

sämtliche Dienstleistungen für Liebhaber und Sammler klassischer Fahrzeuge aus einer

Hand anbietet und ausserdem ein Event-Center mit stilvollem Clubraum und Eventhalle

für alle Arten von Veranstaltungen sowie ein Museum für Classic Cars unterhält.

Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir nach Vereinbarung eine/n

Fachspezialist/in Motorenwerkstatt Classic Cars

der Emil Frey Classics AG

Ihre Aufgaben

Die Emil Frey Classics AG verfügt über eine renommierte Motorenwerkstatt mit einem

modernen Maschinenpark zur Herstellung und Bearbeitung von mechanischen Teilen

sowie einen Motorenprüfstand mit Abgasmesstechnik. Als Fachspezialist führen Sie

hauptsächlich Motoren- und Getrieberevisionen sowie Motorenabnahmetests aus.

Ihr Profil

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung als Maschinen-/Polymechaniker

und mehrjährige Berufserfahrung sowie über ein ausgewiesenes Know-how auf dem

Gebiet der Motorenrevision von Vorteil im Bereich klassischer Automobile. Technische

Herausforderungen bereiten Ihnen Freude und Sie besitzen ein gutes Vorstellungsvermögen.

Instruktionen setzen Sie folgerichtig in die Praxis um, und Sie arbeiten selbstständig,

effizient und sorgfältig. Dabei gehen Sie organisiert und strukturiert vor.

Wir wünschen uns eine teamfähige, zielorientierte Persönlichkeit.

Sie überzeugen durch Ihr freundliches, kompetentes Auftreten, arbeiten auch bei

erhöhtem Arbeitsaufkommen zielorientiert und schätzen die Teamarbeit. Sie verstehen

es, auch auf besondere Kundenwünsche zuvorkommend einzugehen, sind aufgeschlossen

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Werkstatt mit moderner Infrastruktur sowie die Vorteile einer starken Firmengruppe.

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einem Unternehmen der Emil Frey Gruppe.

Für weitere Informationen steht Ihnen Lucas Flückiger, Abteilungsleiter Technik & Teile,

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Beurteilungsfehler bei der

Einstellung von neuem Personal

Beim Einstellen von neuem Personal können Bewertungsfehler in jedem einzelnen Prozessschritt auftreten und zu einem

Stolperstein beim Entscheiden werden. Finden Sie hier die wichtigsten Wahrnehmungsfehler und Tipps, wie diese vermieden

werden können.

Der Primacy-Effekt

pd. Eine Bewerberin hat sehr gute Bewerbungsgunterlagen

zugeschickt. Sie tritt bereits

in den ersten Minuten des Bewerbungsgesprächs

sympathisch und positiv oder auch

negativ auf? Dann neigen die Entscheider

automatisch dazu, den ersten Eindruck im

Laufe des gesamten Bewerbungsgesprächs

nicht nur beizubehalten, sondern auch für sich

selbst ständig zu bestätigen.

Der Abfolge-Effekt

Kennen Sie die unsichtbare Messlatte, die

plötzlich besteht, wenn gerade der erste Bewerber

überzeugend und ansprechend war?

Alle folgenden Bewerber werden an seiner

Person gemessen. Und anstatt ganz neutral

jeden Bewerber einzeln wahrzunehmen, passiert

es uns, dass wir vergleichen. Das ist weder

fair noch neutral.

Der Kleber-Effekt

Tatsächlich gibt es Bewerber, die keine grossen

Bewegungen in ihrem Lebenslauf zeigen.

Sie sind treu, loyal und sehr vorsichtig bei

der Stellensuche. Wer länger nicht befördert

wurde, wird leider immer wieder unterschätzt

und muss besonders in einem Gespräch überzeugen.

Also: Achten Sie auf den Wahrnehmungsfehler,

der hier passieren kann.

Der «Similar-to-Me-Effekt»

Der Bewerber ist ein Abklatsch des Vorgesetzten?

Gleicher Werdegang, gleiche Hobbys oder

sogar der gleiche Vorname? Wir alle neigen

dazu, Parallelen zu anderen Menschen zu suchen

und freuen uns, wenn wir diese finden.

Sie wirken auf uns sympathisch und geben

eine zusätzliche Sicherheit bei der Entscheidungsfindung.

Damit passiert ein häufiger

Fehler: Bewerber werden aufgrund ähnlicher

Eigenschaften besser beurteilt als andere, die

vielleicht noch besser auf das gesuchte Profil

passen.

Diese Beurteilungsfehler können Ihre Entscheidungen

wesentlich beeinflussen und

in der Folge dazu führen, dass nicht immer

die passendsten Personen angestellt werden.

Aber wie gelingt es nun, diese Beurteilungsfehler

zu vermeiden?

Tipp 1: Objektivität ist Trumpf, und diese erreichen

Sie nur, indem Sie Beobachtung und

Bewertung strikt trennen. Halten Sie die Antworten

der Bewerber und Ihre Beobachtungen

dazu genau fest. Die eigentliche Bewertung

machen Sie erst zum Schluss. Nehmen Sie

stets das Anforderungsprofil mit zur Hand

und besinnen Sie sich immer wieder, wie die

Idealperson sein sollte.

Tipp 2: Jeder Interviewer sollte das gleiche

standardisierte Bewerbungsgesprächsformular

vor sich haben. In diesem Formular ist

genau festgehalten, wer welche Rolle in dem

Gespräch hat. Das Formular basiert auf dem

Anforderungsprofil, welches die Vorgesetzten

gemeinsam mit dem Line Manager erstellt

haben. Hier ist eine genaue Gewichtung vermerkt.

Dieses wird einzeln ausgefüllt. Die

Erstbeurteilung erfolgt immer allein. Erst zum

Schluss kommen Sie mit den Entscheidern zusammen

und tauschen sich aus.

JobCloud ist das führende Unternehmen

im digitalen Stellenmarkt der Schweiz mit

mehr als 20 Jahren Erfahrung und betreibt

unter anderem jobs.ch sowie jobup.ch, die

beliebtesten Jobportale der Deutsch- beziehungsweise

der Westschweiz. Weitere Informationen

auf www.jobcloud.ch/blog, wo regelmässig

Ratgeber, Checklisten und Beiträge

zum Thema Rekrutierung und Personalpolitik

erscheinen. Unsere Tipps: die kostenlosen

Whitepaper «Recruiting Talent Management

und Talent Acquisition» und «Knackpunkte

im Arbeitsrecht rechtliche Grundlagen

und nützliche Tipps für Arbeitgeber». <

86

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Starke Frequenz am AGVS-Stand

> Schüler informierten sich an der ab’19 über die Berufe im Autogewerbe.

crc. Unzählige Schülerinnen und Schüler haben

sich beim Besuch an der ab’19 (Aargauische

Berufsschau) über die attraktiven Berufe

im Autogewerbe informiert. Die AGVS-Sektion

Aargau präsentierte vom 3. bis 8. September

2019 die vielen Vorzüge einer Ausbildung

in diesem dynamischen Gewerbe.

Die Mobilität ist allgegenwärtig und Autos

faszinieren Menschen jeder Altersklasse.

Gerade jetzt, wo auch das Thema Elektromobilität

in allen Medien präsent ist. Deshalb

überrascht es nicht, dass viele Schülerinnen,

Schüler und Lehrpersonen den

AGVS-Stand besuchten. Unter Anleitung

der Berufsbildungsexperten sowie weiterer

junger Fachleute, die selbst eine Ausbildung

in der Autobranche absolviert hatten, konnten

sie ein Modellauto zusammenbauen, am

Modellgetriebe arbeiten und am Lichttableau

eine Lichtanlage simulieren. An

einem Opel-Neuwagen bestand zudem die

Möglichkeit, mittels Diagnosegerät den

Fehlerspeicher auszulesen. Zur Erinnerung

an den AGVS-Stand durften die Schüler das

selbst zusammengebaute Modellauto mit

nach Hause nehmen.

ÜK-Leiter und Standchef Ralph Jung freute

sich über die sehr hohe Besucherfrequenz

und die unzähligen Fragen der Schüler,

Lehrpersonen und Eltern. Viele wollten wissen,

welche schulischen und handwerklichen

Voraussetzungen notwendig sind,

um eine Ausbildung als Automobil-Mechatroniker/in,

als Automobil-Fachmann/-frau

oder als Automobil-Assistent/-in erfolgreich

absolvieren zu können.

Gemäss Ralph Jung war die ab’19 erneut eine

erstklassige Plattform, um das Autogewerbe

näher vorzustellen. <

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der neusten

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ÜK-Leiter und Standchef Ralph Jung (Mitte) ist zufrieden mit der Resonanz an der ab’19.

AUTOINSIDE | Oktober 201987


VERBAND & SEKTIONEN

Berufsmeisterschaften beider Basel

Sieg für Automobil-Mechatronikerin

Bereits zum dritten Mal führte die AGVS-Sektion beider Basel anlässlich der Auto/Mobil Basel vom 12. bis 15. September

2019 die Berufsmeisterschaften der Automobil-Mechatronikerinnen und -Mechatroniker durch.

Die 16 Teilnehmenden der Berufsmeisterschaften beider Basel überzeugten die Organisatoren und Experte mit ihrer Motivation und ihrem Elan.

mb. Zum ersten Mal in diesem Jahr war die Auto/Mobil Basel weit

mehr als nur einer Ausstellung von Neuwagen. Da die Mobilität in

ihren verschiedensten Formen im Zentrum der dreitägigen Expo

stand, nannte man die Ausstellung auch nicht mehr nur AutoBasel,

sondern neu Auto/Mobil Basel.

Anlässlich der Ausstellertage stellten 16 Kandidaten der Berufsmeisterschaften

direkt beim Haupteingang in der Halle 2.0 ihr

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Ihr Unternehmensbewerter

bewertet mobile Anlagen und

fahrzeuggewerbliche Liegenschaften


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unterstützt Nachfolgeprozesse und


vermittelt Garagengesellschaften in der

ganzen Schweiz!

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Fachwissen unter Beweis. Los ging es anlässlich des Preview-Abends

am Donnerstag mit der offiziellen Auslosung der Startnummern, bei

der die Kandidaten in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die Zuschauer

hatten stets die Möglichkeit, live auf den Monitoren zu sehen, welche

Kandidaten mit den Meisterschaftsaufgaben beschäftigt waren

und wie der Punktezwischenstand aussah.

Ab Freitag galt es dann ernst für die Kandidaten: Ab 12 Uhr stellten

die 16 jungen Fachkräfte ihr Können an acht Posten unter Beweis.

Unter anderem mussten sie ein Getriebe zerlegen, Motorpannen beheben

und an modernsten Elektrobaukästen Diagnosen erstellen,

Fehlersuche an einer Licht- und Signalanlage, Ausmessen der Motormechanik

sowie einer Lenkgeometrie ausführen. An einer mündlichen

und schriftlichen Prüfung konnten die Kandidaten neben dem

praktischen Wissen auch das theoretische Fachwissen unter Beweis

stellen. Dies alles stets unter der strengen Aufsicht von neun Experten,

die jeden Arbeitsschritt der Kandidaten wachsam beobachteten.

Nach drei anspruchsvollen, spannenden und auch sehr lehrreichen

Wettbewerbstagen wurden am Sonntag die Sieger erkoren: Der erste

Rang ging an Vera Häner, gefolgt von Dario Paolo und Serafin Botta.

Für die Organisatoren waren aber eigentlich alle Sieger, denn die 16

jungen, motivierten und voller Elan steckenden jungen Automobil-Mechatroniker

bewiesen viel Mut, Enthusiasmus und Ehrgeiz

bereits mit dem Antreten zu dieser Herausforderung. «Dank dem

grossen Einsatz der Kandidaten und Experten können wir diesen

Anlass als unvergessliches Ereignis in Erinnerung behalten», sagte

Mitorganisator Ruedi Blaser, Instruktor am AGVS-Bildungszentrum

Sissach. Besonders freuen sich die Organisatoren, dass der Sieg an

eine motivierte und engagierte Frau ging. <

FIGAS Autogewerbe-Treuhand der Schweiz AG

Mühlestrasse 20 | 3173 Oberwangen

Telefon +41 31 980 40 50 | www.figas.ch

Ein Unternehmen der OBT Gruppe

Die Teilnehmer der Berufsmeisterschaften

Vera Häner, Dario Paolo, Serafin Botta, Lukas Turnsek, Miljan Dedic,

Dean Kunz, Alessio Dietrich, David Metthez, Deniz Yüksel, Joey Abt,

Diren Teke, Louis Schulz, Prince Pulikottil, Davide Ruggieri, Fabian

Kym und Benjamin Scheurer

88

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

10. Transport-CH vom 14. bis 17. November in Bern

Leitmesse feiert Jubiläum

Unter dem Motto «eVolution» startet am 14. November 2019 die 10. Transport-CH. Alle zwei Jahre wird

das Gelände der Bernexpo dabei zum Mekka der Nutzfahrzeug-Branche. Messeleiter Jean-Daniel Goetschi

verrät im Interview, was die Besucher an der Leitmesse der Schweizer Nutzfahrzeugbranche alles

erwarten dürfen. Jürg A. Stettler

Der neue Mercedes-Benz Actros in

der auf 400 Stück limitierten Version

«Edition 1» gehört sicher zu einem der

Höhepunkte der Transport-CH.

AUTOINSIDE | Oktober 2019 89


NUTZFAHRZEUGE

NUTZFAHRZEUGE

Alle zwei Jahre trifft sich die Schweizer Nutzfahrzeugbranche

in Bern zur Transport-CH,

auch vom 14. bis 17. November 2019 wieder.

Die Messe hat sich als Branchentreffpunkt,

Leitmesse und Plattform für Innovationen

etabliert. Alternative Antriebstechnologien

sind auch im Nutzfahrzeugbereich auf dem

Vormarsch, die Transport-CH untermauert

dies bei ihrer 10. Austragung nicht nur

durch das Motto «eVolution». In Bern wird

den Besuchern sogar die Möglichkeit geboten,

Fahrzeuge verschiedenster Kategorien

mit Gas- oder Elektroantrieb selbst Probe

zu fahren. Hierzu wurde extra eine rund 600

Meter lange Teststrecke eingerichtet.

Zu den Höhepunkten der Transport-CH zählen

auch die neusten Produkte der wichtigsten

Hersteller. So kann in Bern der F-Max des

türkisch-amerikanischen Joint Ventures Ford

Trucks, der mit der höchsten Auszeichnung

der Nutzfahrzeugbranche prämiert wurde

und den Titel «Truck of the Year 2019» trägt,

unter die Lupe genommen werden. Ebenfalls

zu bewundern, der neue Actros als «Edition

1» von Mercedes-Benz. Die «Edition 1» ist

auf 400 Stück limitiert und besticht mit

ihrer Motorenleistung, nochmals gesteigerter

Effizienz sowie einem zusätzlichen Sicherheitspaket

mit Abstandshalte-Assistent, Fahrerairbag

und Active Brake Assist der fünften

Generation. Dieses Paket kann sogar mit Active

Drive Assist oder einem Abbiege-Assistenten

ergänzt werden.

Iveco wartet an der Transport-CH mit der

Premiere des S-Way auf, der in der Schweiz

bisher noch nicht zu sehen war. Der Truck

verfügt über eine brandneue Kabine, hervorragende

Kraftstoffeffizienz, fortschrittliche

Technologie und Konnektivität, die eine

neue Ära im Flottenmanagement und dem

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Renaults Sonderedition des T-Modells zu Ehren des

legendären französischen Lastwagenbauers Berliet.

Leben an Bord einläuten. Bei Renault wird

die Sonderedition des T-Modells zu Ehren

des legendären französischen Lastwagenbauers

Berliet gezeigt. Äusserlich ist sie erkennbar

durch den Original-Berliet-Schriftzug

in Schwarzgold, dem Filet «125 Years of

Greatness» auf der Sonnenblende sowie dem

an eine Dampflok erinnerndes Emblem an

Kabinenrückseite und -flanken.

Volvo Trucks unterstreicht seine Kompetenz

im Bereich alternative Antriebstechnologien

und stellt ein reines Elektrofahrzeug und

einen gasbetriebenen Lastwagen (LNG) für

Das wichtigste in Kürze

Der Schweizer Nutzfahrzeugsalon Transport-CH

ist die Leitmesse und der Treffpunkt

der Nutzfahrzeugbranche. Auf dem Gelände

der Bernexpo werden vom Donnerstag,

14. November, bis Sonntag, 17. November

2019, mehr als 30 000 Besucherinnen und

Besucher erwartet. In 8 Hallen und auf dem

Freigelände werden rund 250 Aussteller auf

rund 50 000 Quadratmetern mehr als 600

Marken präsentieren.

Weniger Sorgen

für Selbstständige.

Testfahrten zur Verfügung. Neben diesen

beiden Alternativantrieben stellt der Migros-

Genossenschafts-Bund auf dem Freigelände

mit einem Brennstoffzellen-LKW sogar eine

dritte Variante zur Schau. Ebenfalls auf dem

Freigelände zu bewundern sind die Swissint-

Spezialfahrzeuge, die von der Schweizer Armee

im Friedensförderungsdienst eingesetzt

werden.

An der Transport-CH vom 14. bis 17. November

2019 gibt es bei den rund 250 Ausstellern

und 600 präsenten Marken also sicherlich für

jeden Geschmack etwas zu entdecken! <

Weitere Infos unter:

transport-ch.com

Die Transport-CH ist täglich von 9 bis 18 Uhr

geöffnet (sonntags bis 16 Uhr). Damit Aussteller

und Kunden die Messetage gemütlich

ausklingen lassen können, bleiben die

Restaurants im sogenannten Village sowie das

Blick-Café (Halle 2.1) nach Messeschluss bis

23 Uhr geöffnet und ab 18 Uhr ist der Eintritt zu

diesen Bereichen der Transport-CH frei.

Eintrittspreise: Erwachsene CHF 22.; AHV,

Lehrlinge, Studenten, Soldaten in Uniform CHF

15.; Geschlossene Gruppen ab 12 Personen,

pro Person über 16 Jahre CHF 15.; Kinder bis

16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen

gratis.

Die Unternehmerversicherung der Suva bietet Selbstständigerwerbenden

einzigartigen finanziellen Schutz bei Unfällen in Beruf

und Freizeit sowie bei Berufskrankheiten. Übrigens: Auch

mitarbeitende Familienmitglieder, die keinen AHV-pflichtigen Lohn

beziehen, können sich versichern lassen. Weitere Informationen

erhalten Sie unter www.suva.ch/unternehmerversicherung.

Interview mit Jean-Daniel Goetschi, CEO der Messeveranstalterin Expotrans AG

Von Profis für Profis

Herr Goetschi, viele Messen bekunden

aktuell Mühe, wichtige Aussteller fehlen,

gewisse Messen müssen gar ganz abgesagt

werden. Was macht die Transport-CH

anders, um erfolgreich zu bleiben?

Jean-Daniel Goetschi: Wahrscheinlich liegt

das in unserer DNA. Hinter dem Schweizer

Nutzfahrzeugsalon Transport-CH standen

von Anfang an nicht professionelle Messeveranstalter,

sondern Nutzfahrzeugprofis.

Die Transport-CH ist eine Messe von Profis

für Profis. Von diesem Leitsatz sind wir seit

nunmehr bald 20 Jahren nicht abgewichen.

Mehr noch: Wir haben uns stets hinterfragt

und die Feedbacks der Aussteller sehr ernst

genommen. Mit unseren Patronatspartnern,

den Fach- und Branchenverbänden, pflegen

wir einen sehr intensiven und offenen Austausch.

Nur so können wir die Bedürfnisse der

Nutzfahrzeugbranche in ihrer ganzen Breite

immer wieder von Neuem aufnehmen. Als

Nutzfahrzeugprofis wissen wir vor allem, dass

wir uns nie zurücklehnen und auf unseren

Erfolgen ausruhen dürfen. Die Entwicklung

nimmt sonst ihren Lauf sehr rasch ohne uns.

seit

1964

CORTELLINI &

MARCHAND AG

Der umfassendste

Auto-Steuergeräte-Reparatur-

Service

von Cortellini & Marchand AG.

www.auto-steuergeraete.ch

Haben Sie sich auch schon einmal überlegt

vom Zwei- auf einen Ein-Jahres-Rhythmus

zu wechseln?

Das war immer wieder ein Thema. Das gehört

zum Sich-Hinterfragen dazu. Letztlich waren

aber die Signale aus der Branche klar: Der

Zwei-Jahres-Rhythmus im Zwischenjahr zur

IAA Nutzfahrzeuge in Hannover entspricht

dem Bedürfnis der meisten unserer Partner

und Kunden. Dem gegenüber steht, dass wir

unsererseits die Kundenbindung alle zwei

Jahre wieder neu aufbauen müssen, die ganze

Werbemaschinerie quasi alle zwei Jahren von

Neuem hochfahren müssen. Das ist mit deutlichem

Mehraufwand und Risiken verbunden.

Daher haben wir im Vorfeld zur 10. Austragung

entschieden, dass wir unsere Kommunikationsaktivitäten

auch in den Zwischenjahren

hochhalten wollen. Die Transport-CH ist

in den letzten Monaten zu einer Plattform für

die Nutzfahrzeugbranche ausgebaut worden,

welche die «Community» kontinuierlich begleitet:

als virtueller Branchentreffpunkt im

Web und auf Social Media auf der einen Seite.

Und als realer Branchentreffpunkt alle zwei

Jahre an der Messe selbst.

Welche Neuerungen können die Besucher

ab dem 14. November erwarten?

Unser Motto für die Jubiläumsausgabe lautet

«eVolution». Das ist kein Zufall: Wir wollen

die Transport-CH weiterentwickeln, ohne

gleich eine «Re-Volution» zu machen. Will

heissen: An Bewährtem halten wir fest. Neues

integrieren wir sanft ins Messekonzept.

So werden beispielsweise die alternativen

Antriebstechnologien noch mehr Platz bekommen.

Dem Anspruch als Wissensplattform

tragen wir mit einer Fachveranstaltung

im Rahmen des mobility-forum.org am Eröffnungstag

Rechnung. Und wir wollen noch

professioneller, noch besser werden.

Haben Sie sich fürs Jubiläum etwas

besonders ausgedacht?

Im Zentrum stehen nicht wir, sondern die

Aussteller und Messebesucher: Deshalb laden

wir auch alle Partner am 13. November

2019 zu einem Jubiläumsabend nach Bern

ein, um mit ihnen das Jubiläum zu feiern und

die 10. Austragung der Transport-CH zu lancieren.

Die eigentlichen Highlights werden

die Aussteller selbst liefern. Es sind die Ausstellungsobjekte

und Angebote, die diesen

Anlass prägen werden.

Was sind die wichtigsten Trends, die sich

hinter dem Motto «eVolution» verbergen

und an der Transport-CH zu sehen sind?

Das Motto «eVolution» verbindet die Vergangenheit

mit der Gegenwart, schaut aber auch

in die Zukunft. All dies werden die Aussteller

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Sie suchen, wir finden

Ihr Suchservice für

Auto-Occasionsteile

www.gebrauchte-fahrzeugteile.ch

Jean-Daniel Goetschi, CEO der Messeveranstalterin

Expotrans AG.

mit ihren Ausstellungsobjekten leisten: Es

gibt Premieren, aber auch «Schmuckstücke

aus vergangenen Tagen» zu sehen. Und was

die Antriebstechnologien anbelangt, wird

alles vertreten sein: Elektro-, Erdgas-Fahrzeuge,

Brennstoffzellen-LKW und natürlich modernste

Diesel-Nutzfahrzeuge. Aber auch in all

den anderen Bereichen, insbesondere im Aftermarket,

wird dem Publikum viel geboten.

Auch die Digitalisierung und Themen wie die

Blockchain-Technologie halten Einzug.

Auf was freuen Sie sich persönlich

am meisten?

Auf zwei Sachen: Die ersten Messebesucher,

die am Donnerstag in die Hallen strömen.

Und das letzte Fondue in unserem «Chalet

Fribourgeois» am späten Sonntagnachmittag,

wenn wir hoffentlich sagen können.

«Wow, das waren vier super Tage!» <

SuvaRisk_Gips_187x63_d_coa_0001 1 22.01.18 19:45

90 Oktober 2019 | AUTOINSIDE AUTOINSIDE | Oktober 201991


HANDEL & AFTERSALES

Serie Werkstatt der Zukunft, Teil 3

Mehr Effizienz dank

intelligenten IT-Lösungen

Softwarelösungen sind heute im modernen Garagenbetrieb so selbstverständlich wie der Schraubenschlüssel.

Bei der Auftragserstellung kann auch das Internet of Things zu Effizienzsteigerungen führen. Sandro Compagno

Der Prozess ist so logisch wie altbewährt.

Auf die Kundenannahme (AI 09/19) folgt die

Auftragserstellung. Auch in diesem Prozessschritt

können das Tempo erhöht und die

Effizienz gesteigert werden. Dies ist eines der

Resultate einer Projektarbeit der Universität

St. Gallen (siehe Box).

Verschiedene Hersteller bieten einheitliche

Softwarelösungen für den gesamten Werkstattprozess.

Bestandteile sind unter anderem:

• Administration

(Kundendaten, Buchhaltung)

• Werkstattplaner (Kapazitätsplanung,

Ersatzwagenverwaltung)

• Annahme-App (mobile Fahrzeugannahme,

Checklisten)

• Online-Planer (Terminvereinbarung,

Buchungsservice)

• Zeiterfassung (Arbeitszeit pro

Auftrag, Ferienplanung)

• Lohnbuchhaltung

• Schnittstellen zum Hersteller/Importeur

Diese Bestandteile lassen sich in einer ganzheitlichen

Softwarelösung zusammenfassen.

Medienbrüche und das mehrfache Erfassen

von Daten entfallen. Auf die Daten kann von

verschiedenen Endgeräten zugegriffen werden,

Prozesse werden schlanker, schneller

und effizienter. Geeignet sind diese Softwarelösungen

für jede Betriebsgrösse.

92

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

Neue Möglichkeiten bietet das Internet of

Things (IoT): In modernen Fahrzeugen eingebettete

Systeme liefern den Technikern die

Fahrzeugdaten zu (Fern-)Diagnosezwecken.

Die dadurch mögliche vorausschauende Wartung

hat sowohl für den Automobilisten wie

für den Garagisten Vorteile.

Der Automobilist gewinnt an Sicherheit: Defekte,

die sich ankündigen, können diagnostiziert

und behoben werden, ehe eine Panne auftritt.

Der Garagist kann sich einerseits als Partner

des Autobesitzers positionieren indem er

ihm hilft, pannenfrei zu bleiben. Andererseits

bieten Ferndiagnosen die Möglichkeit, die

Auslastung in der Werkstatt zu steuern. Nicht

dringende Reparaturen werden in Zeiten gelegt,

in denen die Kapazitäten vorhanden sind.

Bei vorausschauender Wartung werden zwei

Ansätze unterschieden: Beim Pull-Ansatz rufen

Werkstattmitarbeitende regelmässig die

Daten des Kundenfahrzeugs ab, um bei Bedarf

Servicetermine zu vereinbaren. Beim Push-

Ansatz werden Daten respektive Warnsignale

vom Fahrzeug direkt an die Werkstatt

übermittelt. Das geschieht entweder direkt

über das bereits ab Werk vernetzte Fahrzeug

oder via Dongle, der nachträglich vom Autobesitzer

am OBD-Anschluss platziert wird.

Autosense, ein Joint Venture von Swisscom

und Amag ist ein aktuelles Beispiel einer solchen

Vernetzung. Dabei geht es den Anbietern

darum, Daten aus dem Auto zu sammeln,

zu verarbeiten und den Autofahrern respektive

Organisationen wie Versicherern über

eine App zugänglich zu machen. Allerdings

haben sämtliche dieser Nachrüstlösungen

einen entscheidenden Nachteil. Sie können

lediglich Daten vom Fahrzeug empfangen und

nicht ins Auto senden. Die Kommunikation

ist daher eingeschränkt. Werkstätten, die via

Dongle und Smartphone-App des Kunden

Informationen über den Fahrzeugzustand erhalten,

können Warnungen oder Fehlermeldungen

nicht direkt ins Auto senden, sondern

müssen «klassisch» via Handy mit dem Kunden

kommunizieren. Damit sind diese Adapterlösungen

den inzwischen immer häufiger

werkseitig eingebauten Systemen unterlegen.

Aufgrund der Umsetzungskosten und der

Komplexität eignen sich diese Tools vor allem

für mittlere und grosse Unternehmen. <

Serie: Autowerkstatt

der Zukunft

Von der Terminvereinbarung über die

Reparatur des Fahrzeugs bis zum Versand

der Rechnung: Werkstattprozesse

laufen überall in etwa gleich ab. Doch

neue Technologien haben das Potenzial,

diese Prozesse zu vereinfachen und zu

beschleunigen. Fabienne Rudolf, Michèle

Odermatt, Pascal Inauen und Sophie Stopp

haben sich im Rahmen einer Projektarbeit

der Uni St. Gallen mit den Prozessen in einer

Autowerkstatt und mit digitalen Technologien

beschäftigt und konkrete Ideen für

eine Autowerkstatt der Zukunft entworfen.

Federführend beim AGVS war der Bereich

Branchenvertretung, die Leitung seitens

HSG hatte Professor Andrea Back vom Institut

für Wirtschaftsinformatik.

AUTOINSIDE berichtet in einer sechsteiligen

Serie über die Resultate der Arbeit.

Nächste Folge

AI 11/19: Ersatzteile

Digtal Werkstatt 4.0

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AUTOINSIDE | Oktober 201993


HANDEL & AFTERSALES

DeBeer-Innovation-Days 2019

Viele Vorteile dank

Zusammenarbeit

Ende August führte Carbesa den zweiten von insgesamt vier DeBeer-Innovation-Days in der Mobilcity in Bern durch.

Der DeBeer-Innovation-Day stiess auf grosses Interesse.

esc/pd. Carbesa-Geschäftsführer Urs May

begrüsste die zahlreichen Fachbesucher und

stellte das Unternehmen Glas Trösch AG

sowie Carbesa vor. Carbesa, ein Unternehmen

der Glas Trösch AG, ist der führende

Schweizer Anbieter von Marken-Verbrauchsprodukten

für den Automobilfachbetrieb.

Langjährige Partnerschaften mit Herstellern

bekannter Marken sowie auf Vertrauen und

persönlichen Kontakten basierende Kundenbeziehungen

sind die Eckpfeiler für ein

kompetentes Dienstleistungsunternehmen.

Das Carbesa-Sortiment umfasst mehr als

7000 Lagerartikel an Investitions- und Gebrauchsgütern

für Carrosserien, Garagen,

Autolackierereien sowie für Industrie und

Gewerbe. In seinen Ausführungen betonte

May, dass er und das ganze Unternehmen

trotz der aktuellen «Umwelthysterie» an die

Zukunft des Automobilgewerbes glauben

würden. Mit dem Einstieg in den Paint-Bereich

sei man nun in der Lage, den Kunden

alles aus einer Hand anbieten zu können.

«Die Produkte von DeBeer haben eine hohe

Verfügbarkeit und ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis»,

sagte May.

DeBeer Refinish gehört als Marke zur Valspar

Corporation der amerikanischen Sherwin-

Williams Company, dem weltweit grössten

Farben- und Lackanbieter. Das DeBeer-Sortiment

wird in der Schweiz exklusiv von

Carbesa vertrieben. Carbesa hat für diese

neu im Sortiment geführten Produkte bereits

über 100 Kunden, denen dazu im neuen

Ausbildungscenter in Oensingen auch umfassende

Schulungen angeboten werden.

Giuseppe Ciappa, Geschäftsleitungsmitglied

André Koch AG, sprach im Anschluss über

die Zusammenarbeit mit der Glas Trösch

AG und die Vorteile, die Carbesa für den

Vertrieb der DeBeer-Produkte bietet. Diese

investiere in Kundenbeziehungen sowie in

die Schulung und Weiterbildung und biete

auch einen hervorragenden Support für

ihre Kunden. Anschliessend wies Ciappa auf

die aktuellen und stets grösser werdenden

Herausforderungen der Carrosserie- und Lackierbranche

hin: die allgemeinen Kosten,

die zunehmende Komplexität der Fahrzeuge,

die von den Herstellern gegenüber den Versicherungen

tief gehaltenen Zeitvorgaben,

die Schadenssteuerungsprozesse, die stetig

zunehmende OEM-Farbtonpalette und die

Digitalisierung. Dabei gelte es, den Farbfindungsprozess

mittels Spektrophotometer

möglichst effizient zu gestalten.

Bei der anschliessenden Produktedemo, bei

der die Besucher die Produkte selber testen

konnten, wurde unter anderem auf das

neue Valspar-Spektrophotometer hingewiesen.

Durch die neuen Hard- und Software-Upgrades

ist es intuitiv sowie benutzerfreundlich

und damit eines der fortschrittlichsten

auf dem Markt. Im Gegensatz zu dem vorherigen

Spektrophotometer, das Spektralmessungen

aus drei verschiedenen Winkeln

durchführte, nimmt das neue Messungen

aus fünf verschiedenen Winkeln vor. Damit

kann der Farbfindungsprozess schneller und

viel genauer durchgeführt werden.

Der nächste DeBeer-Innovation-Day findet

am 22. Oktober 2019 im neuen Schulungscenter

in Oensingen statt. <

Weitere Infos unter:

carbesa/innovation-day.html

94

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


Figas Garagisten-Apéro 2019

STAF letzte

Chance zur

Steueroptimierung

pd. In der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 hat das Volk das Bundesgesetz

über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF)

angenommen. Es wird bereits per 1. Januar 2020 in Kraft treten.

#futureproofed

Für KMU-Betriebe und deren Inhaber sind insbesondere zwei

Aspekte wichtig:

• Die Reduktion der Gewinnsteuer für juristische Personen

• Die Erhöhung der Teilbesteuerung von Dividenden

Wir erläutern die wichtigsten Veränderungen und zeigen Möglichkeiten

auf, wie man seine Steuersituation optimieren kann. Aber Vorsicht:

Die Zeit drängt. Dividenden können nur noch bis Ende Jahr zum

tieferen Teilbesteuerungssatz bezogen werden. Damit die mit einem

ausserordentlichen Dividendenbezug verbundene Steuerbelastung

erträglich bleibt, können beispielsweise über die berufliche Vorsorge

Massnahmen ergriffen werden. Unsere Gastreferenten der

PK-Mobil zeigen hierzu verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf. <

Weitere Infos und Anmeldung unter:

figas.ch/garagistenapero

Jetzt anmelden

Die Anlässe finden wie folgt statt:

Heute mit

morgen

verbinden.

Seit über 100 Jahren steht ZF an der Spitze

des technologischen Fortschritts. Mit

bewährten Marken, digitalen Innovationen

und maßgeschneiderten Lösungen unterstützt

ZF Aftermarket seine Kunden bereits heute

und begleitet sie auf dem Weg zum Aftermarket

der Zukunft. Besuchen Sie aftermarket.zf.com

• Dienstag, 29. Oktober 2019, AGVS-Ausbildungszentrum, Mülenen BE

• Donnerstag, 7. November 2019, Mobilcity, Wölflistrasse 5, Bern

• Montag, 11. November 2019, Marina Lachen, Hafenstrasse 4, Lachen SZ

• Dienstag, 26. November 2019, Hotel Säntispark, Wiesenbachstrasse

5, Abtwil

• Dienstag, 3. Dezember 2019, Amag Winterthur, Zürcherstrasse 240,

Winterthur

• Mittwoch, 4. Dezember 2019, Gasthof zum Schützen, Schachenallee

39, Aarau

AUTOINSIDE | Oktober 2019


GARAGENWELT

Panolin

panolin.com/de_ch

> Vom Zürcher Oberland auf den Weltmarkt

sco. Wie kann ein Familienunternehmen

aus Madetswil im

Zürcher Oberland zum globalen

Player im Bereich Öl und

Schmiermittel werden? Mit viel

Innovation, mit Risikobereitschaft,

mit technologischem

Know-how und mit dem Gespür

für Trends. Die Familie Lämmle

feiert 70 Jahre Panolin.

Seien es die Aufzüge im Eiffelturm,

die Hydraulik des Riesenrads

«London Eye» oder die

Schleusen des Panama-Kanals.

Sie alle erfüllen ihre Funktion

mit und dank Schmierstoffen

aus Madetswil. Für den Familienbetrieb

der Lämmles sind

diese drei Beispiele allesamt

Leuchtturm-Aufträge mit enormer

Strahlkraft.

Zum Jubiläum präsentierte

Panolin gleich drei neue Innovationen,

darunter eine Ergänzung

zum HLP Synth. Mit Panolin

Sprint bringen die Lämmles ein

neues biologisch abbaubares

Hydrauliköl auf den Markt. «Dieses

umweltschonende Hochleistungsöl

ist 20 bis 30 Prozent

günstiger als unser Panolin

HLP Synth, aber mit Panolin-

Technologie und mit dem HLP

Synth kompatibel», erklärte Tim

Lämmle, Vice President Panolin

International Inc.

Als zweite Innovation präsentierte

Silvan Lämmle, der die

Schweizer Vertriebsgesellschaft

Panolin AG verantwortet,

ein «Second-Life-Konzept». Per

1. September stellte Panolin

einen Grossteil der klassischen

Mineralöle auf Second-Life-Basisöle

um. «Damit schliessen wir

den Materialkreislauf», sagte

Silvan Lämmle. Das Prinzip ist

einfach: Gebrauchte Öle werden

am Ende ihrer Nutzungsdauer

nicht entsorgt, sondern reraffiniert.

«Diese Second-Life-

Basisöle sind technisch besser

als herkömmliche Mineralöle»,

so Silvan Lämmle. «Dank reineren

Molekülketten erzeugen

Second-Life-Schmierstoffe

weniger Ablagerungen, sind

alterungsstabiler und ressourcenschonend.»

Rund 35 Prozent

der Panolin-Produkte sollen

aus solchen Second-Life-Ölen

bestehen.

Die dritte Neuheit stellte Patrick

Lämmle vor, VR-Präsident der

Panolin International Inc. Das

Panolin eCool HP ist ein synthetisches

Fluid für Komponenten

in der Elektromobilität. Es wird

zur Kühlung von Batterien, Elektromotoren

und Kabeln genutzt.

Panolin arbeitet seit 18 Monaten

mit einem führenden Hersteller

von Ladestationen zusammen

und kühlt dort die Ladekabel. <

Panolin feiert 70 Jahre.

Hostettler Autotechnik AG

autotechnik.ch

> Der neue PKW-Premium-Winterreifen Winguard Snow G3 von Nexen Tire ist jetzt verfügbar

pd. Der koreanische Reifenhersteller

Nexen Tire, eines der

weltweit führenden Unternehmen

in der Reifenindustrie, hat

sein Winterreifenportfolio mit

dem neuen Winguard Snow G3

erweitert. Die dritte Generation

des erfolgreichen Winterreifens

Winguard Snow G3 bietet

mehr Leistung auf Schnee und

stärkere Performance auf trockenen

und nassen Strassen.

Der Winguard Snow G3 zeichnet

sich durch hohen Fahrkomfort,

erhöhte Fahrsicherheit und

Langlebigkeit aus. Eine neue Silica-Mischung

sorgt für hervorragende

Fahrstabilität auch bei

hohen Geschwindigkeiten auf

Schnee und nassen Fahrbahnen.

Das aussergewöhnliche, diagonal

aufgebaute Reifendesign mit

vielen Lamellen maximiert die

Wasserableitung und zeigt maximale

Stabilität und Sicherheit

auf verschneiten Strassen.

Mit dem Winguard Snow G3

bietet Nexen Tire seinen

Kunden einen exzellenten

Winterreifen für alle winterlichen

Fahrverhältnisse. «Durch

die Ergänzung unseres Winterreifenprogramms

mit dem

Winguard Snow G3 setzen wir

weiter auf Wachstum und erhöhte

Marktpräsenz, besonders

auf dem europäischen Markt»,

betont John Bosco Kim, Chief of

Sales & Marketing Nexen Tire

Europe s.r.o. «Wir haben bei

der Entwicklung dieses neuen

High-Performance-Winterreifens

unsere ganze Erfahrung

und technische Kompetenz

eingesetzt. Mit konsequenten

Investitionen in unsere Forschungs-

und Entwicklungszentren

im PKW-Segment können

wir unseren Kunden qualitativ

hochwertige Produkte anbieten,

zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis.»

Der Winguard Snow G3 ist

bereits für diese Wintersaison

in 25 Dimensionen verfügbar.

Dieser Reifen ist eine perfekte

Ergänzung der Nexen Tire Winterreifen

Range und rundet das

Portfolio ab. <

Der neue Winguard Snow G3.

96

Oktober 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

3M

3mschweiz.ch

> Glänzende Aussichten für die Carrosserie mit der 3M Wrap Folie 2080

pd. Einfach in der Anwendung, Folie vor Kratzern und Rakelspuren

hochglänzend in der Optik sowie

schützt. Der Protective Film

langlebig und robust im täglichen

Layer (PFL) sorgt speziell bei

Gebrauch: Die neue 3M den glänzenden Farben für ein

Wrap Folie 2080 bietet zahlreiche

bislang kaum erreichtes Finish.

Vorteile für die individuelle Dabei handelt es sich um den

Fahrzeuggestaltung. Die aktuelle

bislang einzigen Schutzfilm, der

Folien-Generation für das beim Verkleben, selbst in Ver-

immer beliebtere Car Wrapping tiefungen und Sicken, auf der

ersetzt die bisherigen Serien Folie verbleibt. Erst nach dem

1080 und 1380.

Abschluss der Applikation wird

der Schutzfilm entfernt. Dies

stellt glänzende Oberflächen

sicher ganz ohne Kratzer oder

Rakelspuren.

Mit insgesamt über 100 Farben

bietet die 3M Wrap Folie 2080

für die Fahrzeugvollverklebung

umfassende Möglichkeiten.

Die neue Produktgeneration

weist zahlreiche technologische

Verbesserungen auf. Sie vereint

eine hohe Verformbarkeit mit

einfacher Anwendung sowie

umfassenden Garantieleistungen.

Eine branchenweite

Neuheit ist der Schutzfilm auf

Glanzfolien, der die eigentliche

Zusätzlich verfügt die Serie über

die bewährten 3M Controltac

und Comply Klebstofftechnologien

für eine leichte und

sichere Verarbeitung. Die Wrap

Folie 2080 ist somit vielseitig für

nahezu alle Carrosserieformen

geeignet und passt sich sehr

gut verschiedensten Fahrzeugdesigns,

bis hin zu gängigen

Sicken und Verformungen, an.

Die hohe Leistungsfähigkeit der

neuen Foliengeneration spiegelt

sich auch in deutlich erweiterten

Garantieleistungen wider:

3M bietet für die Produktneuheit

eine Garantie von bis zu acht

Jahren (für vertikale Anwendungen)

und bis zu drei Jahren (für

horizontale Anwendungen). <

Die neue 3M Wrap Folie 2080 ersetzt die bisherigen Serien 1080 und 1380.

Glas Trösch AG

glastroesch.com

> Mit wenigen Handgriffen zum perfekten ersten Eindruck

pd. Chrom, Lack und Leder

haben eines gemeinsam: Mit der

Zeit werden sie matt. Mit einer

gründlichen Autopflege und

einer professionellen Fahrzeugaufbereitung

wirkt man dem

entgegen, erhöht den Verkaufswert

von Occasionen und kann

den Stammkunden ergänzende

Dienstleistungen anbieten.

Bereits seit über 50 Jahren

steht Ma-Fra für schnell

und einfach anwendbare

Reinigungsprodukte, die der

Umwelt nicht schaden. Unverzichtbar

für eine professionelle

Fahrzeugreinigung sind der

Flugrostentferner P-Ray, gefolgt

von einer gründlichen Autowäsche

mit dem selbsttrocknenden

Flux Shampoo. Danach kann

der gereinigte Lack mit den

Schleif- und Polierpasten von

Scholl schnell und insbesondere

hologrammfrei wieder zum

Glänzen gebracht werden. Eine

anschliessende Versiegelung

mit dem Premium Vintage Wax

schützt den Lack über viele Monate

vor Witterungseinflüssen.

Nicht zu vernachlässigen ist die

Pflege des Innenraums. Denn

nebst den Fahrzeugbesitzern

nehmen auch Kaufinteressenten

zumindest einmal auf dem Fahrersitz

Platz. Mit dem Universal-

Reinigungsmittel Pulimax lassen

sich Fahrzeughimmel, Sitze und

Plastikelemente in einem Wisch

reinigen. Für die besondere

Pflege von Lederausstattungen

bietet Ma-Fra das Lederpflegekit

Charme Care. Zu guter Letzt

folgt die beidseitige Reinigung

der Autoscheiben.

Die Kombination von Ma-Fra

und Scholl bietet alles für eine

schnelle und professionelle

Fahrzeugaufbereitung. Die passenden

Autopflegemittel findet

man bei der Glas Trösch AG,

Zweigniederlassungen Carbesa

und Autoglas. <

Eine zufriedene Kundin erfreut sich an ihrem glänzendem Auto.

AUTOINSIDE | Oktober 201997


UMFRAGE DES MONATS

WAS HAT IHNEN AN DER

SAS IM FORUM FRIBOURG

BESONDERS GEFALLEN?

Die Swiss Automotive Show fand 2019 erstmals

im Forum Fribourg statt. Die SAS war ein voller

Erfolg! Dem schliessen sich auch die Teilnehmer der

AUTOINSIDE-Umfrage an: 53 Prozent sind begeistert

und fanden alles toll. 17 Prozent lobten besonders den

direkten Kontakt zu den Ausrüstern und 7 Prozent die

Fachvorträge. Weitere 13 Prozent waren leider nicht

dabei wollen sich die SAS im kommenden Jahr

aber nicht entgehen lassen. Lediglich 10 Prozent waren

nicht so zufrieden mit der SAS.

(Stand 13. September 2019)

53%

17%

7%

13%

10%

Ich fand alles toll und bin begeistert

Der direkte Kontakt zu den Ausrüstern

Ganz klar die Fachvorträge

Leider war ich nicht dabei aber 2020 ganz sicher!

Nichts, ich bin enttäuscht

VORSCHAU AUTOINSIDE-AUSGABE 11 NOVEMBER 2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 4. November 2019 mit folgenden Schwerpunktthemen:

Vom Transporter bis zum LKW: Alles

rund um Nutzfahrzeuge

Ob Assistenzsysteme, Nachrüstlösungen,

AdBlue oder präventive Reparaturen:

AUTOINSIDE zeigt brennende Themen und

Lösungen für Nutzfahrzeuge.

CNG als Option für

Flottenkunden

Schärfere CO 2

-Werte sorgen dafür, dass sich

immer mehr Flottenverantwortliche Gedanken

über alternative Antriebsvarianten machen.

Der Trend geht hin zu CNG.

So wird die Transport-CH in

der Bernexpo

Die wichtigste Leitmesse von Profis für Profis

im Nutzfahrzeugbereich zeigt die aktuellen

Trends der Branche. AUTOINSIDE kennt sie

bereits.

Das auflagenstärkste Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

91. Jahrgang, 11 Ausgaben in deutscher und französischer Sprache

WEMF-beglaubigte Auflage per September 2018: 12 725 Exemplare davon 9548 in Deutsch, 3117 in Französisch

Herausgeber

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Oktober 2019 | AUTOINSIDE


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