AUTOINSIDE Ausgabe 11 – November 2019

autoinside

AUSGABE 11 NOVEMBER 2019

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Transport-CH

Alternative Antriebe im Fokus

Seiten 8 12

Nutzfahrzeuge

Elektronische Schutzengel:

Fahrerassistenzsysteme sind

Lebensretter.

Seiten 22 24

Flottenmanagement

Zu Besuch in der

Innovationsschmiede

Kyburz Switzerland AG.

Seiten 38 41

«Tag der Schweizer Garagisten»

Referent Michael Jost

kennt die Strategie des

Volkswagen-Konzerns.

Seiten 54 55


AUSGABE 11 NOVEMBER 2019

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Nutzfahrzeuge

Flottenmanagement

Elektronische Schutzengel: Zu Besuch in der

Fahrerassistenzsysteme sind Innovationsschmiede

Lebensretter.

Kyburz Switzerland AG.

Seiten 22 24

Seiten 38 40

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

«Tag der Schweizer Garagisten»

Referent Michael Jost

kennt die Strategie des

Volkswagen-Konzerns.

Seiten 54 55

INHALT

November 2019

5 Editorial

6 Kurz notiert

Nutzfahrzeuge

8 Transport-CH: Alternative

Antriebskonzepte im Fokus

12 Am Mobility-Forum diskutieren

Experten die Mobilität von morgen

14 Darauf freuen sich die Aussteller an

der Transport-CH

18 Yokohama ist erstmals an der

Transport-CH

19 Nutzfahrzeuge sind beliebt

20 Antti-Jussi Tähtinen von Nokian

Tyres im Gespräch

22 Elektronische Schutzengel an Bord

26 Den Umbauspezialisten auf die

Finger geschaut

28 Mahle macht aus Abgaswärme

Energie

30 Transporter nachrüsten und

Emissionen verringern

32 Coop setzt auf Aquarama

34 Produktpräsentationen

Flottenmanagement

36 Vorausschauende Wartung hält die

Flotte in Bewegung

38 Kyburz ist von Innovation getrieben

42 CNG als Alternative für Flotten

Bildung

44 Dario Cologna über Veränderungen

46 Besser und moderner: der neue

Safety Bag

48 Autef-Reise: Viel gelernt in Montreal

50 Business Academy

52 Regionale Weiterbildungskurse

Verband & Sektionen

54 Michael Jost erklärt VW-Strategie

56 Alpine Garage ist neu AGVS-Mitglied

57 Händlerschilder im Ausland

Lösung in Sicht

58 Im Herz des Zürcher Strassennetzes

59 Neues aus der Sektion Waadt

60 Vera Härer gewinnt

Berufsmeisterschaften

Technik & Umwelt

62 AEC wird verlängert

64 Mobilität im Gespräch

Auto-Salon

66 Die ESA zieht in Halle 1

Handel & Aftersales

68 Osram erleuchtet die Welt

71 Werkstatt der Zukunft: Ersatzteile

aus der Wolke

72 BAK rechnet mit Rückgang

74 So war das Eurotax-Branchentreffen

2019 in Baden

Politik & Recht

76 Alles zum neuen Datenschutzgesetz

77 Bilanz zu den Wahlen

79 Garagenwelt

82 Grafik des Monats,

Vorschau & Impressum

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AUTO

INSIDE

Transport-CH

Alternative Antriebe im Fokus

Seiten 8 12

Titelseite: Der

eActros von

Mercedes-Benz.

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AUTOINSIDE | November 2019

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EDITORIAL

Transport-CH: Branchentreffpunkt und Leistungsshow

Liebe Leserin, lieber Leser

Bereits zum zehnten Mal wird sich

vom 14. bis 17. November 2019 die Nutzfahrzeugbranche

zum Schweize rischen

Nutzfahrzeugsalon Transport-CH in

Bern treffen. Sie trifft sich zu ihrer Leitmesse,

die sowohl Branchentreffpunkt

als auch Leis tungs show ist. Und die,

nachdem sie einst als regionale Messe

von Frei burger AGVS-Mitgliedern und

dem Carrosseriegewerbe ins Leben

gerufen worden ist, mittlerweile

weit über die Landesgrenzen und die

«Trucker»-Gruppe hinaus Strahlkraft

entwickelt hat.

Über 30 000 Besucherinnen und

Besucher werden zum Jubiläum erwartet,

wobei internationale Hersteller nicht

nur ihre Premieren und weitere Highlights

in Bern präsentieren werden,

sondern selbst mit Delegationen den

Weg in die Schweiz antreten wollen.

Dies aus gutem Grund: Unter dem

Motto «eVolution» bietet die Messe

einen Überblick über Marktentwicklungen

in den Bereichen Nutzfahrzeuge,

im Zubehör-, Komponentenund

Betriebs stoffe-Markt sowie bei

Werkstatteinrichtungen («Aftermarket»).

Im Rahmen des Mobility-

Forum.org werden am 14. November

von hochrangigen Fachexperten Einschätzungen

aus erster Hand über

die laufenden Entwicklungen und

Perspektiven bei den alternativen

Antriebstechnologien vermittelt.

Zahlreiche Attraktionen, eine

Teststrecke für alternative Antriebstechnologien,

aber auch neuste

Entwicklungen bei bewährten Technologien

wie den immer sauberer

werdenden Verbrennungsmotoren

sorgen schon im Vorfeld für Aufsehen.

Selbstverständlich ist das Treffen der

Nutzfahrzeugbranche auch ein Stelldichein

für das Segment der leichten

Nutzfahrzeuge: Vom kleinsten 3-Rad-

Nutzfahrzeug (inklusive Staplerfahrzeugen)

bis zum 5-achsigen 40-Tonnen-

Lkw werden über 600 Marken auf mehr

als 260 Ständen vertreten sein.

Unter diesem Aspekt wird die Transport-CH,

die vom AGVS als Patronatspartner

führend getragen wird, gerade

auch den Garagisten viel bieten. Denn

sie ist mehr als eine «Lastwagen-

Ausstellung». Der Schweizer Nutzfahrzeugsalon

Transport-CH ist auch

bei seiner 10. Austragung ein Muss für

den gesamten, stolzen Berufsstand

der Garagisten, die an ihre Zukunft

(an eine «eVolution») glauben.

Als Präsident der Nutzfahrzeugkommission

des AGVS Schweiz und

Mitglied des Zentralvorstandes AGVS

würde ich mich sehr freuen, eine

grosse Anzahl der 4000 Garagenbesitzer

aus unserem Verband in Bern

begrüssen zu dürfen.

Dominique Kolly,

OK-Präsident Transport-CH und

Mitglied des AGVS-Zentralvorstands

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KURZ NOTIERT

Neue Mitarbeiterin für den

AGVS: Jole Ballinari

Jole Ballinari.

Am 16. September 2019 hat

Jole Ballinari ihre Stelle als

Rezeptionistin begonnen. Sie

betreut den Empfang der Mobilcity

und bedient die AGVS-

Telefonzentrale. Der AGVS

heisst Jole Ballinari herzlich

willkommen und wünscht ihr

viel Erfolg und Freude in ihrem

neuen Tätigkeitsgebiet.

ESA feiert 50 Jahre

Geschäftsstelle Giubiasco

Im Rahmen eines Kunden-

Events feierten die Gäste

zusammen mit dem ESA-Team

Ende September das 50-Jahr-

Jubiläum der ESA Tessin/

Engadin. Nebst den Kundinnen

und Kunden begrüssten Giorgio

Feitknecht, CEO der ESA, und

Massimo Vicedomini, Ge-

Die ESA feierte in Giubiasco 50 Jahre ESA Tessin/Engadin.

schäftsführer der ESA Tessin/

Engadin, mit seinem Team auch

Branchenverbandsvertreter

und politische Persönlichkeiten

wie den Tessiner Regierungsrat

Norman Gobbi. Mit einem

Nachtessen und bei geselligem

Beisammensein wurde das

50-Jahr-Jubiläum in einem

würdigen Rahmen ausgiebig

gefeiert.

Spatenstich für Amag

Carrosserie Center Wettswil

Mitte September erfolgte der

Spatenstich für das Amag

Carrosserie Center in Wettswil

ZH. Die Amag realisiert ein

neues Kompetenzzentrum

im Bereich Carrosserie und

Lackiererei für die Marken

Volkswagen, Audi, Seat, Skoda

und VW Nutzfahrzeuge. Durch

modernste Technik und Infrastruktur

werden künftig pro

Woche rund 100 Reparaturen

an der Carrosserie und bis zu 50

Aufbereitungen durchgeführt.

Die Inbetriebnahme ist für das

2. Quartal 2021 geplant und

das Investitionsvolumen beträgt

23 Millionen Franken. Am

neuen Standort werden rund

45 Mitarbeitende, davon acht

Lernende, arbeiten.

LKQ Europe: John S. Quinn geht,

Arndt Franz kommt

Arndt Franz.

Wie LKQ Corporation, zu der

auch Rhiag Switzerland gehört,

mitteilte, wird der Executive

Vice President und CEO von LKQ

Europe, John S. Quinn, in den

Ruhestand gehen. Der aktuelle

Chief Operating Officer von LKQ

Europe, Arndt Franz, wird sein

Nachfolger. Franz hat seine

Stellung am 1. Oktober angetreten.

Er kam im April dieses

Jahres zu LKQ, nachdem er den

grössten Teil seiner beruflichen

Laufbahn bei der Mahle-Gruppe

verbracht hatte, wo er zuletzt

als Corporate Executive Vice

President tätig war.

Schweizerin de Silvestro

steigt bei Porsche ein

Mit Simona de Silvestro und

Thomas Preining verzeichnet

Simona de Silvestro.

das TAG Heuer Porsche Formel-

E-Team zwei Neuzugänge. De

Silvestro und Preining werden

das Werksteam in seiner

Debütsaison als Test- und Entwicklungsfahrer

unterstützen.

Sie sind an der Simulatorarbeit

in Weissach beteiligt

und werden bei ausgewählten

Formel-E-Rennen vor Ort sein.

Ausserdem stehen die beiden

zusätzlichen Fahrer dem Team

für In-Season-Testfahrten zur

Verfügung. De Silvestro ist

keine Unbekannte in der ABB

FIA Formel-E-Meisterschaft.

Die 31-jährige Schweizerin

sammelte bereits Erfahrungen

in der weltweit ersten vollelektrischen

Strassenrennserie.

Pirelli zeichnet die besten

Zulieferer aus

Qualität, Innovationsfähigkeit,

Schnelligkeit und globale

Versorgungssicherheit waren

Pirelli zeichnete neun Zulieferer mit

den Supplier Awards aus.

die Schlüsselkategorien bei

der Auswahl der Supplier

Awards 2019. Pirelli vergab die

Auszeichnung an neun seiner

weltweit mehr als 10 000 Zulieferer.

Die Supplier Awards

würdigen jene Unternehmen,

die sich dadurch auszeichnen,

die Lieferkette von Pirelli

nachhaltiger, innovativer und

qualitativ exzellenter gestaltet

zu haben. So trugen sie dazu

bei, die Produkte von Pirelli im

Einklang mit der Strategie des

Das partnerschaftliche

Garagenkonzept Ihrer ESA


KURZ NOTIERT

Unternehmens immer hochwertiger

zu machen. Andrea

Casaluci, General Manager

Operations Pirelli, und Pierluigi

de Cancellis, Chief Procurement

Officer Pirelli, überreichten

die Auszeichnungen an die

neun Lieferanten von Rohstoffen,

Dienstleistungen und

Maschinen während einer Feier

am Hauptsitz des Unternehmens

in Mailand.

Kylie Raymund ist die neue

Miss Yokohama

Kylie Raymund aus Horgen

ist Miss Yokohama 2019/2020.

Die 20-Jährige, zu deren Hobbys

Miss Yokohama Kylie Raymund (Mitte).

Fussball, Singen und Autofahren

gehören, durfte sich an der Wahl

von Ende September in Thun das

Krönchen aufsetzen lassen. Als

eine von neun Kandidatinnen

stellte sie sich dem Publikum

und der fünfköpfigen Jury, in

der unter anderen Yokohama-

Schweiz-CEO Reto Wandfluh

sass, vor. Als Preis erhielt sie

unter anderem einen Suzuki

Swift Sport. Den Titel als Vize

Miss Yokohama 2019/2020 ging

an die 22-jährige Narges aus

Lengnau. Rund 120 Gäste folgten

der Einladung von Yokohama

(Suisse) SA in die Konzepthalle

6.

Matthias Holzammer wird

neuer CEO von Autoneum

Matthias Holzammer.

Der Verwaltungsrat der Autoneum

Holding AG hat mit sofortiger

Wirkung Matthias Holzammer,

den langjährigen, ehemaligen

Leiter der Business Group Europe,

zum CEO bestellt. Er folgt auf

Martin Hirzel, der im Einvernehmen

mit dem Verwaltungsrat

das Unternehmen verlassen wird.

Holzammer hat seine operative

Expertise bereits als Leiter der

Business Group Europe unter

Beweis gestellt, die er ab 2012

erfolgreich restrukturierte und zu

einer hochprofitablen Business

Group transformierte. Anfang des

Jahres verliess er Autoneum, um

sich nach den erreichten Erfolgen

mit der Business Group Europe

neuen beruflichen Herausforderungen

zu stellen, die er nun

als CEO in Angriff nehmen wird.

Branchenprofis lancieren

Racedrive24

Automobilbegeisterte dürfen

sich freuen: Mit Racedrive24

Die Initianten von Racedrive24.

erhalten sie nicht nur eine

Community, sondern auch

Dienstleistungen ganz nach

ihrem Gusto. Am modernen

Standort in Gampelen im

Berner Seeland ermöglicht

Christoph Aebi, Gründer von

Racedrive24 und ehemaliger

Direktor von Autoscout24,

nicht nur die Einlagerung

von Fahrzeugen, sondern

organisiert zusammen mit den

erfolgreichen Rennfahrern

Nico Müller (DTM-Pilot)

und Fredy Barth (ehemaliger

Tourenwagen-WM-Pilot)

auch die Durchführung von

Trackdays im nahen Ausland.

Darüber hinaus übernimmt

Racedrive24 die Bewirtschaftung

von Autos sowie

die Möglichkeit, über eine

Mitgliedschaft je nach Wunsch

sportliche oder exklusive

Fahrzeuge zu mieten. «Ideal

gelegen zwischen Biel, Bern,

Freiburg und Neuenburg

verschreiben wir uns leidenschaftlich

und zukunftsgerichtet

den Bedürfnissen

sowohl unserer deutsch- wie

auch französischsprechenden

Kundschaft», freut sich Aebi.

Das Team komplettieren

Adrian Leuenberger und Ciril

Stebler.

MITGLIED

Neue AGVS-Mitglieder

Herzlich Willkommen!

Der AGVS konnte im Monat

September 2019 9 neue Mitglieder

begrüssen. Die Betriebe beschäftigen

insgesamt 27 Mitarbeitende.

Wir heissen die neuen Mitgliederbetriebe

herzlich willkommen.

Sektion Zentralschweiz

> > Dorf-Garage Piccolo GmbH,

Ebikon

> > Pneu Wüest, Hüswil

Sektion Zug

> > My Car Service GmbH,

Steinhausen

Sektion St. Gallen, Appenzell,

Fürstentum Liechtenstein

> > Migrol Auto Service, Mels

> > Garage Gilomen GmbH,

Gommiswald

> > Garage & Carrosserie Guhl,

Eschenbach SG

> > Mike Egeter GmbH, Oberriet SG

> > Alpine-Garage GmbH, Bütschwil

> > Lenz Garage Zuzwil GmbH,

Zuzwil SG

Nächste SAS bereits

im August 2020

Die Vorbereitungen für die

nächste Swiss Automotive

Show (SAS) haben bereits

wieder begonnen. Die SAS

2020 im Forum Fribourg soll

noch einmal grösser werden:

Die Organisatoren peilen 180

Aussteller und 8000 Besucher

an. Daher gilt es jetzt schon,

sich das Datum zu merken: Die

nächste SAS findet bereits

am 28. und 29. August 2020 in

Freiburg statt und nicht wie

ursprünglich kommuniziert erst

im September.

Die Marke Ihrer Wahl


NUTZFAHRZEUGE

Transport-CH

Alternative Antriebskonzepte

stehen im Fokus

«eVolution» steht als Motto über der Transport-CH. Das «e» im Wort ist Programm in der zehnten Auflage des Schweizer

Nutzfahrzeugsalons. Doch der Fokus auf alternative Antriebstechnologien ist weiter gefasst. Sandro Compagno und Bruno Sinzig

An den vier Ausstellungstagen vom 14. bis 17.

November werden in Bern mehr als 30 000

Messebesucherinnen und Besucher erwartet.

In acht Hallen und auf dem Freigelände stehen

50 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur

Verfügung. Rund 250 Aussteller und 600

Marken werden in der Bernexpo vertreten

sein alles, was in der Branche Rang und

Namen hat.

Die Fahrzeughersteller Mercedes-Benz, Ford Iveco,

Renault und Volvo zeigen ihre Neuheiten.

Mercedes-Benz präsentiert den neuen Actros,

Ford zeigt den F-Max, der den Titel «Truck of the

Year 2019» trägt, und Iveco bringt den S-Way als

Schweizer Premiere und Renault eine Sonderedition

des T-Modells: die «Berliet-Sonderedition

Schweiz» zu Ehren des legendären französischen

Lastwagenbauers Berliert. Ausserdem verspricht

Sprecherin Daniela Schifferle «eine ganz grosse

Überraschung», die sie nicht verraten wolle. Und

Volvo setzt auf alternative Antriebstechnologien:

Am Stand zeigen die Schweden ein reines Elektrofahrzeug

sowie einen LNG-Truck.

Zu den Highlights der Transport-CH gehört

erneut der Testdrive. Auf 600 Metern

können Fahrzeuge mit alternativen

Antriebstechnologien getestet werden, namentlich

der Mercedes-Benz eVito, der Renault

Master Z.E. und der Man eTGE.

Auch Prominenz wird vor Ort sein: Bei Mercedes-Benz

wird «Trucker-Fee» Patrizia Baumgartner

erwartet, bei Iveco macht am Eröffnungstag

Schwingerkönig Christian Stucki

seine Aufwartung.

Die Transport-CH findet alle zwei Jahre statt

und feiert dieses Jahr ihr 10-Jahr-Jubiläum.

«e-motions» lautete das Motto vor zwei

Jahren, «eVolution» heisst es heuer. Das

8

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

Transport-CH

Öffnungszeiten

Donnerstag, 14. November: 9 bis 18 Uhr

Freitag, 15. November: 9 bis 18 Uhr

Samstag, 16. November: 9 bis 18 Uhr

Sonntag, 17. November: 9 bis 16 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene: 22 Franken

AHV, Lehrlinge, Studenten, Soldaten in

Uniform: 15 Franken

Geschlossene Gruppen ab 12 Personen, pro

Person über 16 Jahre: 15 Franken

Besucher mit Eintrittsgutschein: gratis

Kinder bis 16 Jahre in Begleitung eines

Erwachsenen: gratis

Weitere Infos: www.transport-ch.com

kleine «e» ist Programm: Auch im Bereich

Nutzfahrzeuge stehen die Zeichen auf Elektrifizierung

aber nicht nur. «‹eVolution› bedeutet,

dass die Fortschritte in der sauberen Dieseltechnologie

ebenso ihren Platz haben wie

die Elektro- und die Erdgasmobilität sowie die

Brennstoffzellentechnologie», sagt OK-Präsident

Dominique Kolly. Man wolle 20 Jahre

nach der Erstaustragung des Nutzfahrzeugsalons,

der 1999 als regionale Messe des Garagen-

und Carrosseriegewerbes im Kanton Freiburg

lanciert worden war und der mittlerweile

das Ausstellungsgelände der Bernexpo füllt,

«relevanten Themen einen Platz einräumen».

Daneben bedeute «eVolution», dass man die

Gegenwart mit der Zukunft und der Vergangenheit

verbinde. Neben der Teststrecke für

alternative Antriebstechnologien werden auch

historische Fahrzeuge zu sehen sein.

Es gibt kabellose Alternativen: Der Migros

Genossenschaftsbund sucht technologieoffen

nach klimafreundlichen Antriebstechnologien

und fördert LKW mit alternativem

Antrieb, die Strom und Wasserstoff aus erneuerbaren

Quellen oder im Inland hergestelltem

Biogas beziehen. Der orange Riese

hat angekündigt, einen Elektro-Lastwagen,

ein gasbetriebenes Nutzfahrzeug und einen

Brennstoffzellen-LKW nach Bern zu bringen.

Neben den Herstellern von leichten und

schweren Nutzfahrzeugen und den Produzenten

von Aufbauten werden auch zahlreiche

Anbieter von Produkten und Dienstleistungen

im Aftersales-Bereich in der Bernexpo

ausstellen. Ihnen soll insbesondere nach den

Entwicklungen und angekündigten Veränderungen

im Bereich Fachmessen insbesondere

am Auto-Salon in Genf ein Schaufenster

geboten werden. «Bereiche wie Betriebsstoffe,

Reifenangebote, aber auch die Intralogistik

oder Werkstatteinrichtungen passen bestens

ins Umfeld der Nutzfahrzeugbranche», ist CEO

Jean-Daniel Goetschi überzeugt.

Auch der AGVS als Branchenverband der

Schweizer (Nutzfahrzeug-)Garagisten wird in

Bern vertreten sein. Er wird seine grosse Vielfalt

an beruflichen Grundbildungen präsentieren

schwergewichtig Automobil-Mechatroniker/-in

und Automobil-Fachmann/-frau in der

Fachrichtung Nutzfahrzeuge.

Abgerundet wird die Transport-CH durch

ein hochkarätig besetztes «Mobility Forum»

(siehe Seite 12) am Auftakttag, ein bewährtes

und hochwertiges Gastronomiekonzept sowie

ein reichhaltiges Vergnügungsprogramm für

Gross und Klein.

Dieser Mix aus Sales und Aftersales, aus

Business und Spass, aus Fachwissen und

Geselligkeit machen die Transport-CH erst

zu dem, was sie ist: eine Messe von Profis

für Profis. <

Die Antriebe in der Übersicht ab

Seite 10

AUTOINSIDE | November 20199


NUTZFAHRZEUGE

Elektro: Migros

Auf Samtpfoten durch Zürich

Auf den ersten Blick unterscheidet den eActros

wenig von seinen dieselbetriebenen Cousins

aus dem Hause Mercedes-Benz. Wenn

da die himmelblauen Streifen am Kühlergrill

nicht wären. Seit einigen Wochen testet die

Migros den vollelektrischen Lastwagen und

transportiert Lebensmittel von der Betriebszentrale

der Migros Zürich in die städtischen

Filialen. Was ihn vom Actros wirklich unterscheidet,

liegt im Verborgenen unterhalb des

Rahmens nahe der Radnaben der Hinterachse.

Hier befinden sich statt des Dieselmotors

zwei leistungsstarke Elektromotoren.

CNG: Bürgin

Migros setzt auf die vollelektrischen Lastwagen eActros von Mercedes-Benz.

Mercedes-Benz will den 25-Tönner bis 2021

zur Marktreife bringen. Bis dahin wird das

Fahrzeug gründlich getestet unter anderem

bei der Migros Genossenschaft Zürich

und neu auch bei der Migros Genossenschaft

Basel. Die Migros Zürich rollt seit Juni 2019

elektrisch durch die Strassen der grössten

Schweizer Stadt und rund um den Zürichsee.

Die Erfahrungen seien sehr positiv, sagt Marco

Grob, Leiter Transport bei der Migros Zürich:

«Chauffeure haben Diesel im Blut. Doch

nach anfänglicher Skepsis überwog die Freude

am neuen Fahrzeug sehr schnell.» Das angenehme

Fahrverhalten in Kombination mit

dem hohen Drehmoment habe die Chauffeure

überzeugt.

Rund 150 bis 200 Kilometer sind für den regionalen

Einsatzzweck ausreichend, in drei

Auf alternativen Wegen

Beat Bürgin bezeichnet sich selbst als «Technikfreak».

Der Transporteur aus Schaffhausen,

der den Familienbetrieb gemeinsam mit

seinem Bruder Thomas führt, beschäftigte

sich schon vor zehn Jahren mit Erdgas und

Biogas. «Damals war die Technik noch nicht

so weit.» Jetzt ist sie es: Seit Januar ist die

Bürgin Transporte AG mit zwei CNG-LKW

von Scania unterwegs. Die Erfahrungen seien

durchwegs positiv, fasst Beat Bürgin nach

zehn Monaten zusammen: «Die Fahrzeuge

sind alltagstauglich, praktisch störungsfrei

und sauber.» Dank Emissionszertifikaten der

SH Power, der Energieversorgung Schaffhausen

und Neuhausen a.Rh., sind die Bürgins

2019 komplett CO 2

-neutral unterwegs. «Das

ist unser Beitrag, den wir als Transporteure

für mehr Nachhaltigkeit leisten können.»

Die Bürgin Transporte AG setzt einen Scania

G410 B 6x2*4 mit Kühleinrichtung für den

Transport von pharmazeutischen Produkten

zwischen dem Flughafen Zürich-Kloten

Die Bürgin Transporte AG setzt auf CNG-LKW von Scania.

und einem grossen lokalen Pharmaunternehmen

in Schaffhausen ein. Einen Sattelzug mit

derselben Motorisierung nutzt er für regionale

Transporte rund um Schaffhausen. Beat

Bürgin: «Dadurch stellt auch die Reichweite

von 460 Kilometern keinerlei Einschränkung

Stunden ist er vollständig geladen. Deutlich

tiefer als beim vergleichbaren Diesel sind die

Betriebskosten trotz 100 Prozent erneuerbarem

Strom. Marco Grob: «Trotz der höheren

Anschaffungskosten wird der eActros infolge

des geringen Stromverbrauchs und der Befreiung

der Emissionsabgaben nach rund fünf

Betriebsjahren das wirtschaftlichere Fahrzeug

sein.» <

dar.» Der 13-Liter-Motor mit 410 PS sorgt bei

1100 bis 1400 U/min für ein Drehmoment von

2000 Nm. «Dieses Drehmoment ist praktisch

identisch mit jenem eines Dieselmotors der

gleichen Grösse.» <

10

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

LNG: Lidl

Ein grosses Ziel vor Augen

Der Discounter Lidl hat sich für LNG entschieden

und dafür eigens eine Tankstelle am

Hauptsitz in Weinfelden TG in Betrieb genommen.

Zwei weitere sind im Raum Sévaz/Estavayer-le-Lac

sowie in Gunzgen geplant. Während

LNG in den Nachbarländern bereits gut

etabliert ist, fehlt in der Schweiz noch eine entsprechende

Tankstellen-Infrastruktur.

LNG steht für Liquefied Natural Gas und ist

auf minus 160 Grad Celsius gekühltes Methan.

Das gleiche Methan (CH 4

), das als CNG

(Compressed Natural Gas) auf 200 bar komprimiert

PW und Nutzfahrzeuge antreibt.

Im Vergleich zum Dieselfahrzeug stossen

mit LNG betriebene Fahrzeuge zehn bis

15 Prozent weniger CO 2

, 35 Prozent weniger

Stickoxide und 95 Prozent weniger Feinstaub

aus. Und: Sie sind 50 Prozent leiser als Diesel-

LKW. Salopp ausgedrückt, wird der «Brummi»

zum «Flüsti».

Gemeinsam mit seinem Logistikpartner

Krummen Kerzers will sich Lidl vom Diesel

verabschieden. Bis 2020 will Lidl der nachhaltigste

Discounter der Schweiz werden, bis

2030 seine gesamte Logistik weitgehend CO 2

-

frei betreiben. «LNG steht dem Diesel weder

bei der Reichweite noch bei der Nutzlast

nach», sagt Transporteur Martin Krummen.

Der Anschaffungspreis eines LKW ist zwar

höher als bei einem dieselbetriebenen Fahrzeug.

Über die gesamte Lebensdauer von acht

Jahren aber rechne sich der Truck. Für geringere

Kilometerleistungen unter 110 000 Kilometer

sei CNG die bessere Lösung als LNG,

sagt Thomas Rücker, CEO von Iveco Schweiz.

«Je mehr Kilometer ich zurücklege, desto

günstiger wird das LNG-Fahrzeug.» Und Kosten

spielen bei einem Discounter ja immer

eine Rolle. <

Lidl-Lastwangen tanken neu LNG.

Wasserstoff: Coop

Weltpremiere in der 34-Tonnen-Klasse

Der Grossverteiler Coop setzt auf den umweltfreundlichen

Wasserstoff (H 2

). Die Firma

Esoro aus Fällanden hat für Coop den weltweit

ersten Lastwagen mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie

der 34-Tonnen-Klasse entwickelt.

Speziell im Schwerverkehr und der Industrie gilt

Wasserstoff als Schlüsselelement für eine Energiewende.

H 2

kann durch das elektrochemische

Zerlegen von Wasser mittels elektrischen Stroms

(Elektrolyse) gewonnen werden. Im Vordergrund

steht die H 2

-Produktion in sonnen- oder windreichen

Gegenden (beispielsweise Nordafrika). Es

besteht jedoch auch die Möglichkeit, mit Stromüberschüssen

wenn Sonne oder Wind in Spitzenzeiten

mehr elektrischen Strom liefern als benötigt

wird H 2

zu produzieren. Im Hinblick auf

die Klimaneutralität ist dabei der Einsatz von erneuerbarer

Energie ein Muss. H 2

ist gasförmig

und kann unter hohem Druck und bei tiefen

Temperaturen gut gelagert werden.

Für die Umwandlung von H 2

in mechanische

Energie stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

• Brennstoffzelle: Umwandlung

in elektrische Energie und Antrieb

durch Elektromotoren

• Verbrennungsmotor: direkte

Umwandlung in speziell umgerüsteten

Dieselmotoren

Beide Verfahren eignen sich hervorragend für

den Langstreckeneinsatz. Das Tanken geht

schnell und bei der Umwandlung entsteht lediglich

Wasser.

In einem gemeinsamen Projekt bereiten auch

Hyundai Motor und H 2

Energy die Einführung

schwerer Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff-Elektroantrieb

für den Schweizer Markt

vor. Die ersten 50 Einheiten dieser umweltfreundlichen

Nutzfahrzeuge sollen 2020 auf

die Strasse kommen.

Die Ingenieure des Münchner Start-up-Unternehmens

Keyou favorisieren insbesondere für

Nutzfahrzeuge und Baumaschinen dagegen

herkömmliche mit H 2

-Gas betriebene (Diesel-)Verbrennungsmotoren.

An den mit Abgasturboladern

aufgeladenen Dieselmotoren

werden hauptsächlich die Brennräume, die

Zylinderköpfe sowie die Luftzuführung modifiziert.

Hinzu kommen besondere Injektoren

und eine gebräuchliche Zündanlage.

Vorab bezüglich der Tankstellendichte steckt der

Antrieb mit H 2

noch in den Kinderschuhen. Der

Förderverein H 2

Mobilität Schweiz geht jedoch

davon aus, dass bis 2023 ein flächendeckendes

Netz von 100 Tankstellen verfügbar sein wird. <

Coop setzt auf Wasserstoff H 2

.

AUTOINSIDE | November 201911


NUTZFAHRZEUGE

Mobility Forum

Der Schlüssel für die

Mobilität von morgen?

Der Schweizer Nutzfahrzeugsalon Transport-CH ist mehr als ein Branchentreffpunkt und eine Verkaufsmesse. Am

Fachkongress Mobility-Forum am Auftakttag, dem 14. November, diskutieren Experten über die Mobilität von morgen.

sco. «Die Transport-CH hat es sich zum Ziel

gemacht, Informationen zu wichtigen aktuellen

Themen zu vermitteln», erklärt Messeleiter

Jean-Daniel Goetschi die Hintergründe der

Fachveranstaltung. Im Zentrum stehen dabei

Informationen aus erster Hand über die laufenden

Entwicklungen in der Mobilität und

über neue Technologien.

Im Zentrum stehen die Energieeffizienz, mit

der gegen den CO 2

-Ausstoss und den damit

verbundenen Klimawandel vorgegangen werden

soll. Alternative Antriebstechnologien

werden von den Forumsteilnehmern unter

verschiedensten Aspekten unter die Lupe genommen.

Diskutiert wird insbesondere über

die Klimapolitik, die Erdgasmobilität (CNG/

LNG), die Brennstoffzellen-Technologie, die

Elektromobilität sowie das Fallbeispiel der

Migros. Sie hat sich im Bereich Transport/

Logistik der Dekarbonisierung verschrieben.

Die Referenten:

• Christian Bach, Leiter der Abteilung

Fahrzeugantriebssysteme der Empa in

Dübendorf, beschäftigt sich schwerwiegend

mit Mobilität, die wenig CO 2

und

Schadstoffe produziert.

• Rainer Deutschmann ist Leiter

der Direktion Logistik Transport

des Migros Genossenschaftsbunds.

Er setzt sich für innovative

Lösungen im Güterverkehr ein.

• Philipp Dietrich ist CEO der H 2

Energy AG.

Er hat an der ETH Zürich als Maschinenbauingenieur

doktoriert und will

Wasserstoff aus erneuerbarer Energie zu

einem Grundpfeiler des Energiesystems

machen.

• Bastien Girod ist Umweltwissenschaftler

und politisiert seit 2007 für die Grünen

im Nationalrat. Der ETH-Privatdozent

beschäftigt sich hauptsächlich

mit Fragen des Klimaschutzes und der

Kreislaufwirtschaft.

• Reiner Langendorf ist Geschäftsführer

der Quality Alliance Eco-Drive. Die Initiative,

in der der AGVS via AutoEnergieCheck

als Projektpartner mit von der

Partie ist, setzt sich für eine ökologische,

sparsame und sichere Fahrweise ein.

• Dominik Moor ist Flottenspezialist der

Marke Seat. Er bildet bei Firmenkunden

die Schnittstelle zwischen den Schweizer

Seat-Händlern und der spanische

VW-Tochter. Dabei bildet die CNG-Technologie

eine wesentliche Rolle.

• Jürg Röthlisberger ist seit 2015 Direktor

des Bundesamts für Strassen (Astra), der

Fachbehörde für die Strassen infrastruktur

und den individuellen Strassenverkehr.

Moderiert wird das Mobility-Forum von Karin

Frei. Die Journalistin moderierte von 2011 bis

2017 die TV-Sendung «Der Club» auf SRF 1.

Durchgeführt wird der Anlass gemeinsam mit

dem Schweiz. Fahrlehrerverband SFV. Das Mobility-Forum

am 14. November beginnt um

9.30 Uhr und dauert bis 14.30 Uhr. <

Weitere Infos unter:

mobility-forum.org

Autoberufe haben Zukunft: Der

AGVS an der Transport-CH

Kaum eine Branche bietet eine derart grosse

Vielfalt an beruflichen Grundbildungen wie

das Autogewerbe. Der AGVS stellt an der

Transport-CH seine Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

in den Fokus.

Dabei geht es in erster Linie um die

technischen Berufe in den Bereichen Nutzfahrzeuge

und Personenwagen. Jedes Jahr

beginnen 2600 bis 2700 junge Frauen und

Männer eine Lehre als Automobil-Mechatroniker/-in

(4 Jahre), Automobil-Fachmann/-

frau (3 Jahre) oder Automobil-Assistent/-in

(2 Jahre). Sie alle vereint die Aussicht auf

eine berufliche Tätigkeit in einer ungemein

dynamischen Branche.

Für den Auftritt an der Transport-CH hat

sich der AGVS mit seinen Partnerverbänden

zusammengetan. Auf dem grosszügigen,

260 m 2 grossen Stand «Berufswelt Mobilität»

präsentieren sich neben dem Schweizer

Garagistenverband AGVS auch Carrosserie

Suisse, Les Routiers Suisses, Auto-Schweiz,

der Nutzfahrzeugverband Astag, die Vereinigung

der Schweizer Transportdisponenten,

der Verband freiberuflicher Fahrzeugsachverständiger

Schweiz, der Swiss Automotive

Aftermarket und die Armee. Die Besucherinnen

und Besucher haben die Gelegenheit,

einen kleinen Modell-LKW zusammenzubauen,

ihn zu bemalen und anschliessend als Souvenir

mit nach Hause zu nehmen. «Wir zielen

damit natürlich auf die Jugendlichen. Ihnen

wollen wir unsere Berufe näherbringen»,

sagt Olivier Maeder vom AGVS.

Zu den technischen Grundbildungen in den

Schweizer Garagen kommen Berufslehren im

kaufmännischen Bereich und im Detailhandel.

Der Einstieg in die Berufswelt ist im Autogewerbe

auf unterschiedlichen Stufen möglich

abhängig vom schulischen Leistungsniveau.

autoberufe.ch

Der AGVS zeigt an der Transport-CH die beruflichen

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

12

November 2019 | AUTOINSIDE


SPONSORED CONTENT

Der Reifen- und Räderratgeber powered by Pirelli

So überzeugen Sie Ihre Kunden

von Premiumreifen

Für AUTOINSIDE beantwortet Reifenspezialist Elio Rullo viermal pro Jahr Fragen zum Reifen- und Rädergeschäft. Die Beiträge

sind auf einen maximalen Nutzwert ausgerichtet und werden von AUTOINSIDE-Partner Pirelli zur Verfügung gestellt.

Für viele Garagisten in der Schweiz hat die Reifensaison bereits begonnen,

für andere steht sie unmittelbar bevor. Diese Saison ist eine ideale Gelegenheit,

mit den Kunden ins (Beratungs-)Gespräch zu kommen. Allerdings

nur, wenn sie gut vorbereitet ist: Sobald im Flachland der erste Schnee fällt

und sich die Autos vor der Garage stauen, um von Sommer- auf Winterreifen

zu wechseln, haben Sie kaum noch Zeit für ein vernünftiges Gespräch.

Deshalb raten wir Ihnen, Ihre Kunden rechtzeitig zu kontaktieren und

zum Reifenwechsel einzuladen. Das schafft einerseits Kundenbindung, andererseits

steuern Sie damit die Auslastung in Ihrer Werkstatt.

Gerade für Garagen, die ein eigenes Reifenhotel führen, lohnt sich die Prüfung

der eingelagerten Reifen. Hier erkennen Sie rasch, welche Reifen noch

eine Saison halten und welchen Kunden Sie einen neuen Satz offerieren

können. Tun Sie dies rechtzeitig! Pirelli unterstützt seine Wiederverkäufer

darin, die Reifensaison optimal zu steuern. Jeder Endkunde, der zwischen

dem 15. September und 30. November 2019 einen Satz Pirelli Reifen ab 17

Zoll erwirbt, erhält kostenlos die Autobahnvignette 2020. Voraussetzung

ist eine Registrierung unter www.pzeroclub.ch. So können Händler ihre

Kunden dazu motivieren, bereits früh in der Saison die Reifen zu wechseln.

Der P ZERO CLUB erfreut sich steigender Beliebtheit weit mehr als

40 000 Mitglieder werden regelmässig über Neuheiten informiert und geniessen

attraktive Promotionen.

Durch die Mitgliedschaft im P ZERO CLUB profitieren Endkunden automatisch

von der kostenlosen, zweijährigen Reifenversicherung «Tyrelife»

für ihre registrierten Reifen. Werden die Reifen durch Stösse an einer Bordsteinkante,

Nägel oder andere Gegenstände, sowie Schnitte, Stiche oder

Brand beschädigt, bietet «Tyrelife» den vollumfänglichen Reifenersatz in

den ersten 24 Monaten ab Kaufdatum bis zu einer Profiltiefe von 4 Millimetern.

«Tyrelife» übernimmt A im Schadensfall die Kosten für die Reifen-

B

und Ventilmontage bis zu B 30 Franken. Ganz wichtig: «Tyrelife» und

C

die kostenlose Vignette

D

sind nur für Endkunden, die ihre Reifen bei

einem der rund 1000 E teilnehmenden Händlern in der Schweiz kaufen.

Damit bietet Pirelli seinen Händlern wertvolle Argumente, mit

F

G

denen sie sich gegenüber der Online-Konkurrenz abheben können.

Die Vignette und die Versicherung sind zwei Argumente, mit denen Sie

auch preissensible Endkunden von einem Premiumreifen überzeugen können.

Ein weiteres Argument für dieses Kundensegment ist der Rollwiderstand:

Die EU kennt ein siebenstufiges Reifenlabel, von A bis G. Ein Reifen

mit Label B schlägt einen Reifen mit Label F im Rollwiderstand um ganze

0,4 Liter auf 100 Kilometer. Ein Durchschnittsfahrer mit rund 15 000 Kilometern

Jahresleistung spart also mit einem Premiumreifen rund 60 Liter

Treibstoff oder 100 Franken. Mit anderen Worten: Budgetreifen lohnen

sich nur auf den ersten Blick.

Und von den sicherheitsrelevanten Merkmalen haben wir noch gar nicht

gesprochen. Im Winter ist vor allem der Bremsweg auf nasser Fahrbahn

ein ganz entscheidendes Kriterium. Auch hier gibt es gewaltige Unterschiede:

Zwischen dem Bremsweg eines Reifens der Kategorie B und einem Reifen

der Kategorie E bei 80 km/h liegen neun Meter Differenz. Das sind

neun Meter, die sehr entscheidend sein können! <

Hinweis: 5 m

mehr sind etwa

30 km/h Aufprallgeschwindigkeit.

15

m mehr sind schon

über 50 km/h Aufprallgeschwindigkeit

(Abhängig von Ausgangsgeschwindigkeit

und mittlerer

Verzögerung).

Hinweis: 0,5 l mehr

Spritverbrauch auf

100 km entsprechen

etwa 12 g CO 2

Mehrausstoss pro

gefahrenen km.

A

B

C

D

E

F

G

A

B

C

D

E

F

G

B

B

Die Nasshaftung der Reifen ist entscheidend

für die Sicherheit beim Fahren. Der Bremswegunterschied

von einer Klasse zur nächsten

liegt, auf nasser Fahrbahn und einer Ausgangsgeschwindigkeit

von 80 km/h, zwischen 3 bis

6 m. Das wiederum bedeutet eine Aufprallgeschwindigkeit

von bis zu 30 km/h auf Grund

des verlängerten Bremsweges.


Mehr als 18 Meter


Elio Rullo ist seit 30 Jahren in der Reifenbranche

tätig und einer der profundesten

Kenner des Reifengeschäfts in der Schweiz.

Bei der Pirelli Tyre (Suisse) SA bekleidete er in

den letzten drei Jahrzehnten verschiedene

Positionen, unter anderen jene des Leiters

Motorsport. Heute ist er verantwortlich für

Kundendienst und Technik.

A B: 3m

B C: 4m

C E: 5m

E F: 6m

Das Zapfsäulen-Symbol steht für den Rollwiderstandsbeiwert.

Durch die Reduzierung des

Rollwiderstandes wird Kraftstoff und somit CO 2

eingespart. Eine Verbesserung von einer Klasse zur

nächsten bedeutet ungefähr die Einsparung von 2.5

bis 4.5% für ein Auto und 5 bis 8% für einen LKW.

Anders ausgedrückt 0,1 bis 0,15 Liter Kraftstoff

auf 100 km beim PW. Zwischen A und G liegen so

etwa 0,5 bis 0,7 I Mehr- bzw. Minderverbrauch, bei

typischen mittleren Fahrzeug-Verbrauchswerten.


bis 0,66l/100 km


A B: 0,10l

B C: 0,12l

C E: 0,14l

E F: 0,15l

F G: 0,15l

www.pirelli.ch / elio.rullo@pirelli.com

A

B

C

D

E

F

G

A

B

C

D

E

F

G

B

B

AUTOINSIDE | November 201913


NUTZFAHRZEUGE

4 Fragen an

Kundenkontakte und die

Zukunft vor Augen

Rund 250 Aussteller werden an der 10. Ausgabe der Transport-CH in Bern ihre Produkte und Dienstleistungen

präsentieren. AUTOINSIDE hat einigen von ihnen den Puls gefühlt. André Bissegger

Riccardo De Pieri, Geschäftsführer

Dautel AG.

Herr De Pieri, welche Bedeutung hat die

Transport-CH für die Branche?

Riccardo De Pieri, Geschäftsführer Dautel

AG: Die Transport-CH ist die wichtigste Fachmesse

der NFZ-Branche mit internationalem

Charakter. Sie ist für Fachbesucher aus der ganzen

Schweiz und dem angrenzenden Ausland

eine exzellente Plattform für Investitionsentscheidungen.

Zudem kann man sich mit einem

zeitlich komprimierten Aufwand über die neuesten Produktinnovationen

informieren. Die Transport-CH vereint Transport, Spedition und

Logistik unter einem Dach und bietet die idealen Rahmenbedingungen,

um aktuell anstehende und zukünftige Investitionsentscheidungen zu

treffen. Man trifft konzentriert an vier Messetagen auf ein hochqualifiziertes

Fachpublikum. Die Entscheider tauschen sich vor Ort aus und

Geschäftsabschlüsse können so persönlich angebahnt werden!

Was zeigen Sie den Besuchern an Ihrem Stand in Bern?

Die Dautel AG bietet ausschliesslich Hydraulik-Hebebühnen für Transporter

und LKW in unterschiedlichen Varianten und Grössen an. Bei

Cargotech AG finden sich die Bereiche Verladetechnik, Transport-Behälter

und Ladungssicherung. Grundsätzlich geht es aber immer um

die Transportrationalisierung bei unseren Kunden. Der technische Level

bei den Produkten im Markt ist hoch und mit wenigen Ausnahmen

fast identisch. Matchentscheidend sind letztendlich das Engagement

und die Unterstützung der Kunden bei den Lösungsfindungen. Dann

kommt dazu, dass wir mit unseren beiden Unternehmen eine umfassende

Produktpalette in Sachen Verladetechnik, Ladungssicherung und

Hebetechnik anbieten können. Dank diesem erweiterten Produkteangebot

können wir unsere Kunden meist umfassender bedienen als andere

Marktteilnehmer.

Auf was freuen Sie sich besonders an der Transport-CH?

Grundsätzlich habe ich Menschen gerne. Die Transport-CH ist auch

eine grosse Kontaktbörse, wo man Geschäftsfreundschaften pflegen

kann. Darauf freue ich mich am meisten! Die Fachbesucher der Transport-CH

sind so vielfältig wie die Nutzfahrzeugbranche und die Aufgaben,

die mit Hilfe der unterschiedlichen Konzepte gelöst werden. Wenn

Dautel und/oder Cargotech dabei helfen können, erfüllt es mich umso

mehr mit Freude und Genugtuung.

Welchen Trend der NFZ-Branche behalten Sie im Auge und wieso?

In naher Zukunft soll alles laut- und abgaslos werden. Wie wird also der

Antrieb der Fahrzeuge der Zukunft aussehen? Kurzfristig kann Elek-

tromobilität die Städte entlasten. Dort müssen wir geräuscharme und

‹saubere› Hebebühnen anbieten können. Transportrationalisierung ist

das zentrale Thema bei den Unternehmen, wenn es um Geldeinsparungen

geht. Unsere Kunden sind deshalb die interessantesten Trendsetter.

Aus deren Ideen und Bedürfnisse ergeben sich oftmals Konzepte

respektive Produkte, die auch bei anderen Kunden auf grosses

Interesse stossen. Wir sind daher offen für Neues und bieten Hand bei

der Umsetzung.

Ferdinand Smolders,

Geschäftsführer KSU

A-Technik AG

Herr Smolders, welche Bedeutung hat die

Transport-CH für die Branche?

Ferdinand Smolders, Geschäftsführer KSU

A-Technik AG: Für uns als führenden Gesamtanbieter

von Werkstatteinrichtungen, Waschanlagen

und Werkzeugen ist die Transport-CH

eine ausgezeichnete Plattform, um uns im Premiumbereich

für Unterhaltsfirmen von Verkehrsmitteln

zu präsentieren. Dazu kommt,

dass die Transportbranche zukünftig gegenüber

dem Individualverkehr zunehmen wird. Gründe dafür sind der

stetig steigende Internethandel und das wachsende Bedürfnis im öffentlichen

Verkehr.

Was zeigen Sie den Besuchern an Ihrem Stand in Bern?

Wir zeigen unsere Stärken in unseren drei Schwerpunktbereichen

und präsentieren in jedem Bereich unsere Premiumprodukte verbunden

mit unseren exzellenten Kundendienstleistungen. Im Fokus steht

hier unser «KSU 360° Service». Hervorzuheben sind unter anderem

im Waschbereich unser Selbstbedienungswaschanlagen von «Moog

Car Wash by KSU», im Werkstattbereich die Hunter LKW-Achsvermessung

und im Werkzeugbereich die automatische Werkzeugüberwachung

ATC von Snap On.

Auf was freuen Sie sich besonders an der Transport-CH?

Auf viele Kundenkontakte, interessante Gespräche und speziell auf

unser neues Messestandkonzept, dank dem wir die Kunden digital

unterstützt auf moderne und zeitgemässe Art beraten werden.

Welchen Trend der NFZ-Branche behalten Sie im Auge und wieso?

Im Fokus stehen für uns die Unterhaltsfirmen, die täglich dafür sorgen,

dass der noch zunehmende Nutzfahrzeugpark jederzeit einsatzbereit

ist. Sie werden sich in Zukunft in ihrer Organisation und Einrichtung

noch mehr professionalisieren müssen. Genau diese Unterstützung für

14

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

die erfolgreiche Umsetzung bieten wir durch unsere Fachkompetenz

in der Beratung, unser Produktesortiment und unseren Kundendienst.

René Wasem, Leiter

Produktmanagement und

Marketing Matik AG

Herr Wasem, welche Bedeutung hat die

Transport-CH für die Branche?

René Wasem, Leiter Produktmanagement

und Marketing Matik AG: Die Transport-CH

ist alle zwei Jahre DIE Messe für die Branche.

Da treffen sich nicht nur die Fahrzeuginteressierten,

die ein Fahrzeug kaufen wollen oder

sich einfach nur für Fahrzeuge interessieren.

Es kommen auch alle aus dem Unterhalt- und

Reparaturbereich, von den Fahrzeugvertretungen/Reparaturwerkstätten

bis zum Transporteur/Fuhrparkunternehmer.

Also alle. Die Messe ist auch ideal getimt, nämlich in den Jahren

ohne eine grosse Richt-Messe in Europa, wie die IAA-Nutzfahrzeuge

und auch die Automechanika in Frankfurt.

Was zeigen Sie den Besuchern an Ihrem Stand in Bern?

Wir zeigen eine Übersicht unseres ganzen Angebotes. Vom Produkt bis

zur Dienstleistung wird alles ein Thema sein. Neben Werkstatteinrichtungen

zeigen wir einen Auszug aus dem Angebot von Texa mit Diagnose

und ADAS. Aber auch alle anderen Produkte kommen nicht zu

kurz. Dieses Jahr kommt noch eine Besonderheit hinzu: Wir unterhalten

in den vier Tagen der Messe gemeinsam mit SAF-Holland einen

Stand. Mit diesem Partner pflegen wir eine langjährige Beziehung im

Bereich Trailer und anverwandte Produkte. Es freut uns, dass wir diesen

gemeinsamen Auftritt mit SAF-Holland realisieren konnten und

unsere langjährige Partnerschaft den Kunden deutlich zeigen können.

Auf was freuen Sie sich besonders an der Transport-CH?

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher, die vielen guten Fachgespräche

in einer angenehmen Atmosphäre und natürlich auch auf gute Geschäfte,

denn das gehört auch dazu. Da sich die Branche trifft, freue ich

mich auch auf viele bekannte Gesichter und auf neue Kontakte, die wir

gemeinsam mit unserer Verkaufsmannschaft finden werden.

Welchen Trend der NFZ-Branche behalten Sie im Auge und wieso?

Die Umweltdiskussion, die in allen Medien präsent ist, hat schon heute

Einfluss auf die Fahrzeugbeschaffung. Dieses Thema gilt es zu verfolgen

und die Angebote auf die sich verändernden Bedürfnisse anzupassen.

Wir rechnen mit Elektrofahrzeugen und mit Gasfahrzeugen. Es wird

spannend sein, zu verfolgen, wie sich die Anteile entwickeln werden,

und darauf zu reagieren. Auch verändern sich unsere Kunden laufend,

passen sich am Markt und dessen Bedürfnissen an. Es gibt nicht viele

Branchen, die auf politische Entwicklungen so schnell reagieren müssen

wie die Transportbranche. Neue Vorschriften und Abgaben werden

immer rasch gefunden und der Transporteur muss auf diese Entwicklungen

unmittelbar reagieren. Das macht die ganze Branche «wach»

wir alle sind immer in Bewegung in Richtung Zukunft.

Fortsetzung Seite 16

« Die Schulungen der hostettler autotechnik

ag sind top und im Tagesgeschäft kann

ich auf professionelle Unterstützung und

Informationen zurückgreifen. »

Stefan Wüest

Garage Wüest AG in Ettiswil

« Für unsere Kunden erarbeite ich jedes

Jahr ein aktuelles und praxisbezogenes

Schulungsprogramm. »

Franz Wey

Product Manager Diagnostics

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NUTZFAHRZEUGE

André Repond, Geschäftsführer

Dhollandia-

Vertretung AG

Herr Repond, welche Bedeutung hat die

Transport-CH für die Branche?

André Repond, Geschäftsführer Dhollandia-Vertretung

AG: Persönliche Treffen auf

Messen sind im digitalen Zeitalter wichtiger

denn je. Die Transport-CH ist die Plattform,

um die gesamte Branche zu treffen

und sich über die neusten Entwicklungen zu

informieren.

gibt uns die Gelegenheit, uns persönlich zu präsentieren und im Markt

auszutauschen. Nebst all den neuen Vertriebskanälen im Marketing

können wir uns hier im Turnus von zwei Jahren vorstellen und unsere

Produkte zeigen.

Was zeigen Sie den Besuchern an Ihrem Stand in Bern?

Die Besucher sehen einen kleinen Auszug unseres Portfolios. Unsere

Lösungs- und Dienstleistungsmöglichkeiten sowie unsere Mitarbeiter

mit ihrem Fachwissen stehen dabei aber im Mittelpunkt.

Was zeigen Sie den Besuchern an Ihrem Stand in Bern?

In diesem Jahr besteht unser Fokus darin, die Neuausrichtung der

Dhollandia-Vertretung AG sowie das ausgebaute Produkte- und Dienstleistungs-Portfolio

dem Fachpublikum vorzustellen.

Auf was freuen Sie sich besonders an der Transport-CH?

Ich persönlich freue mich auf die interessanten Begegnungen und der

daraus resultierenden Gespräche.

Welchen Trend der NFZ-Branche behalten Sie im Auge und wieso?

Die Nutzfahrzeugindustrie ist mit verschärften Emissionsvorschriften

konfrontiert. Aktuell gibt es viele Technologien, die mögliche Lösungsalternativen

darstellen. Die Frage, welche Technologie sich durchsetzen

wird, ist spannend nachzuverfolgen.

Erhard Luginbühl, Inhaber

und CEO Luginbühl Fahrzeugtechnik

AG.

Herr Luginbühl, welche Bedeutung hat die

Transport-CH für die Branche?

Erhard Luginbühl, Inhaber und CEO Luginbühl

Fahrzeugtechnik AG: Durch unser

diesjähriges 40-Jahr-Jubiläum sind wir sehr

stark und tief im Nutzfahrzeuggewerbe verankert.

Aus Überzeugung suchen wir immer

wieder Nischen und neue Produkte, um die

Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von Nutzfahrzeugen

zu verbessern. Die Transport-CH

ist der Leading-Treffpunkt der Branche. Sie

Auf was freuen Sie sich besonders an der Transport-CH?

Luginbühl Fahrzeugtechnik AG 40 spannende Jahre: Seit nunmehr

als 40 Jahren engagieren wir uns mit unseren Mitarbeitern, Produkten

und Dienstleistungen im gesamten Mobilitätsmarkt insbesondere aber

im Nutzfahrzeugmarkt. Es freut mich, dass uns so viele Kunden, Lieferanten

und eine stattliche Anzahl von Mitarbeitenden über all die Jahre

so treu gefolgt sind. Unser Leitsatz «Ihre Wirtschaftlichkeit ist unser

Antrieb» ist aktueller denn je und verpflichtet uns täglich. All diese

Kunden an der Transport-CH 2019 zu treffen und uns auszutauschen,

darauf freue ich mich sehr. Wir haben im Nutzfahrzeug- und Baumaschinenbereich

so viele grossartige Kunden.

Welchen Trend der NFZ-Branche behalten Sie im Auge und wieso?

Betrieblich halte ich den Regulierungswahn unserer Gesellschaft im

Auge und versuche mit digitalisierten Abläufen sowie unseren Fachkenntnissen

unsere Effizienz hoch zu halten. Dass die Hersteller, sobald

ein Produkt eine gewisse Marktakzeptanz erreicht hat, uns immer

wieder vom Markt drängen, daran sind wir uns gewohnt und nehmen

immer wieder gerne neue Herausforderungen an. <

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16

November 2019 | AUTOINSIDE


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NUTZFAHRZEUGE

Yokohama (Schweiz) AG

Steigende Anforderungen und

die Antwort der Industrie

Erstmals stellt der japanische Reifenhersteller Yokohama an der Transport-CH aus. CEO Reto Wandfluh setzt sein Hauptaugenmerk

auf Reifen für LKW und Lieferwagen und verspricht eine Weltpremiere in der Bernexpo. Sandro Compagno

Reto Wandfluh ist mit Yokohama erstmals an der

Transport-CH vertreten.

Herr Wandfluh, Yokohama ist in der

Schweiz vor allem als Premiumhersteller

von PW-Reifen bekannt. Nun stellen Sie

erstmals an der Transport-CH aus. Was

zeigen Sie in der Bernexpo?

Reto Wandfluh, CEO Yokohama Schweiz:

Das Hauptaugenmerk wird auf unser LKWund

Lieferwagensortiment gesetzt, wobei

wir drei Produktneuheiten ausstellen werden.

Angefangen mit dem BluEarth 707L,

einem innovativen Langstrecken-Antriebsachsenreifen

für den Autobahnbetrieb, der

dank seiner neu entwickelten Laufflächenmischung

eine lange Lebensdauer und zuverlässige

Traktion bei Nässe und Schnee

erlaubt. Mit dem neuen BluEarth 110L im

Lenkachsenbereich präsentieren wir einen

hervorragenden Reifen, der über die «Spiraloop»-Technologie

verfügt. Diese Technologie

minimiert die Ausdehnung und

verhindert eine ungleiche Abnutzung der

Lauffläche. Bei der letzten Produktneuheit

handelt es sich um eine Weltpremiere, weshalb

diese erst am Stand enthüllt wird.

Welche Aktivitäten sind an Ihrem Stand

geplant? Oder anders gefragt: Wieso

soll ein Nutzfahrzeuggaragist genau bei

Yokohama vorbeischauen?

In diesem Jahr werden wir zum ersten Mal

an der Nutzfahrzeugmesse in Bern auftreten

und unsere Produkte den vielfältigen Besuchern

präsentieren. Mit unserem neuen

Stand, einer umfangreichen Produktpalette

und unserem Fachpersonal möchten wir den

Besuchern einen angenehmen und informativen

Standbesuch ermöglichen.

Am Auto-Salon im März sagte General

Manager Takeshi Masatomo, dass

Yokohama weltweit die Nummer 1 bei den

Winterreifen und den sogenannten Hobby-

Reifen für PW, also Sportwagen, Rallye,

Offroad und historische Fahrzeuge, sein

wolle. Welche Ziele verfolgt der Konzern

im Bereich Nfz-Reifen?

Tatsächlich baut Yokohama seit einigen Jahren

das Hobby-Reifensegment mit Extrem-

Offroad-, Oldtimer- und Sportreifen aktiv

aus. Dies bedeutet allerdings nicht, dass

Yokohama in den anderen Bereichen keine

Innovationsziele hat im Gegenteil. Die professionellen

Transportunternehmen stellen

immer höhere Anforderungen an ihre Reifen

und erwarten demzufolge stetige Neuerungen

und optimierte Technologien. Um den

entsprechenden Anforderungen gerecht zu

werden, setzt sich Yokohama für eine permanente

Weiterentwicklung der Reifen ein.

Weshalb wir auch dieses Jahr neue Technologien

und neue Reifenprofile präsentieren

können.

Im PW-Bereich engagiert sich Yokohama

unter dem Label BluEarth und produziert

leichte, umweltfreundliche und sozialverträgliche

Reifen. Lässt sich dieses

Konzept auch auf Nutzfahrzeuge übertragen?

Mit dem BluEarth 110 L bieten wir einen

fortschrittlichen Lenkachsreifen mit innovativem

BluEarth-Konzept und «Spiraloop»-

Technologie an. Nebst den nachhaltigen

Aspekten beweist der Reifen ein exzellentes

Nasshandling und eine herausragende

Bremsleistung, eine hohe Langlebigkeit

und Performance. Im Weiteren sind sämtliche

Lastwagen-Reifen nachschneidbar und

runderneuerungsfähig und können somit

einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Wie profitiert der Nutzfahrzeuggaragist

von einer Zusammenarbeit mit Yokohama?

Eine Zusammenarbeit mit Yokohama zeichnet

sich für den Nfz-Garagisten dadurch

aus, dass er von einer hohen Warenverfügbarkeit

aus dem Schweizer Lager profitiert

und die Reifen innert 24 Stunden schweizweit

geliefert werden. Zudem profitiert er von

einer engen Zusammenarbeit mit der Schweizer

Verkaufsniederlassung Yokohama (Suisse)

SA und der Unterstützung vom Verkaufsaussendienst.

<

Weitere Infos unter:

de.yokohama.ch

18

November 2019 | AUTOINSIDE


Verkaufszahlen

Boom bei leichten

Nutzfahrzeugen

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In den ersten neun Monaten 2019 sind in der Schweiz und im Fürstentum

Liechtenstein 6,7 Prozent mehr neue Nutzfahrzeuge immatrikuliert worden. Vor

allem leichte Nutzfahrzeuge und Wohnmobile haben stark zugelegt.

Sattes Plus: Leichte Nutzfahrzeuge sind in der Schweiz sehr gefragt.

pd. Auto-Schweiz zählt von Januar bis September

33 526 Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen.

Das ist ein Plus von 6,7 Prozent

im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Leichte

Sachen- sowie Personentransportfahrzeuge

konnten teils stark zulegen, die schweren

Nutzfahrzeuge liegen nur minim unter dem

Vorjahresniveau.

Im September hat die Expertengruppe des

Bundes ihre Aussichten für die Schweizer Konjunktur

revidiert und erwartet nun für 2019

nur noch 0,8 statt 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum.

Entlang dieser Aussichten haben

sich auch die Immatrikulationszahlen der neuen

Nutzfahrzeuge entwickelt. Einzig bei den

schweren Sachentransportfahrzeugen steht

nach neun Monaten mit 3397 Zulassungen

ein Minus im Vergleich zu 2018 von 57 Zulassungen

oder 1,7 Prozent Buche. Angesichts

des sehr hohen Vorjahresniveaus ist dieser

leichte Marktrückgang aber zu verkraften.

AUTOINSIDE | November 2019

Zahlreicher geworden sind die Lieferwagen

und leichten Sattelschlepper, die den grössten

Teil des Nutzfahrzeugmarktes ausmachen.

25 178 Neuzulassungen bedeuten ein Plus

von 1439 oder 6,1 Prozent zum Vorjahr. «Ein

durchaus beachtlicher Nachfrageschub angesichts

der sich abkühlenden Wirtschaftslage»,

so die Einschätzung von Christoph

Wolnik, Mediensprecher von Auto-Schweiz.

Die Gründe seien schwer zu eruieren. «Der private

Konsum zeigt sich bislang relativ robust

gegenüber den weltwirtschaftlichen Entwicklungen.

Dies könnte Investitionen von KMU,

Transportdienstleistern und anderen Unternehmen

in neue Fahrzeuge nach sich ziehen.»

Auf einer Erfolgswelle reiten auch die Wohnmobile.

In den ersten drei Quartalen des Jahres

sind 4341 neue Camper immatrikuliert

worden, 789 oder 22,2 Prozent mehr als im

vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Hinzu kommen

610 andere Personentransportfahrzeuge

wie Kleinbusse, Cars und Busse. Insgesamt

liegt dieses Fahrzeugsegment mit 4951 Zulassungen

737 Einheiten oder 17,5 Prozent über

dem Vorjahr.

Zusammen mit den 226 310 Personenwagen

wurden im ersten Halbjahr des laufenden Jahres

in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein

insgesamt 259 836 neue Motorfahrzeuge

in Verkehr gesetzt. Im Vergleich zum

entsprechenden Vorjahreszeitraum stellt dies

ein Wachstum um 3 143 Fahrzeuge oder 1,2

Prozent dar. <

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NUTZFAHRZEUGE

Nokian Tyres

«Mit uns kommt man

immer sicher nach Hause»

Antti-Jussi Tähtinen, Vice President Marketing, und Markus Dettwyler, Sales Manager Truck & Heavy Tyres Switzerland,

von Nokian Tyres im Gespräch über die Transport-CH, Herausforderungen bei Nutzfahrzeugreifen und pensionierte

Husky-Hunde. Sandro Compagno

Herr Tähtinen, welche Rolle spielen

Nutzfahrzeuge in Ihrer Strategie?

Antti-Jussi Tähtinen: Nutzfahrzeugreifen

sind ein wichtiger Geschäftsbereich für Nokian

Tyres. Wir entwickeln nicht nur Neureifenprofile,

sondern mit Noktop und E-Tread auch

identische Profillaufstreifen für die Runderneuerung.

Damit garantieren wir eine hervorragende,

immer gleichbleibende Qualität

und Laufleistung über mehrere Reifenleben.

Im Jahr 2018 kündigte Nokian Heavy Tyres

ein gewaltiges Vorhaben an: Die Produktion

von Nutzfahrzeugreifen soll um bis zu 50 Prozent

gesteigert und die Anzahl neuer Produkte

durch hohe Investitionen in Produktion und

Produktentwicklung mehr als verdoppelt werden.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf

rund 70 Millionen Euro. Diese Investitionen

schreiten planmässig voran.

Herr Dettwyler, Nokian Truck Tyres stellt in

Bern an der Transport-CH aus. Was zeigen

Sie dort?

Markus Dettwyler: Wir bringen mehrere

Neuheiten mit nach Bern: Den Nokian Hakkapeliitta

Truck F2 XL in der Dimension

385/65R22.5. Das ist der erste Heavy Duty

Winterreifen für 10 Tonnen Vorderachslasten.

Dann zeigen wir den Nokian Hakkapeliitta

City Bus ein All-Position Winter-/Ganzjahresreifen

mit Seitenwandschutz gegen Bordsteinscheuern.

Auch bei uns zu sehen: die Nokian

Hakka Truck Range, eine neue Reifenfamilie

für den Winter- und Ganzjahreseinsatz, sowie

die Nokian R-Truck Range, eine neue Reifenfamilie

für den gemischten Einsatz auf der Strasse

sowie im Gelände. Wir werden mit unserem

Team vor Ort sein und freuen uns darauf,

unsere Gäste während den vier Tagen begrüssen

zu dürfen. Man findet uns, wie schon im

Jahr 2017, in der Halle 1.2, auf Stand B049.

Antti-Jussi Tähtinen ist Vice President Marketing bei Nokian Tyres.

Im PW-Bereich wird mit dem Aufkommen

der E-Mobilität die Laufruhe eines Reifens

zu einem immer entscheidenderen Kriterium.

Wie sieht das im NFZ-Bereich aus?

Welche Kriterien sind dort wichtig?

Dettwyler: Auch im Nutzfahrzeugbereich

sind Abrollgeräusche ein grosses Thema. Wir

forschen und arbeiten an einer kontinuierlichen

Reduzierung und erreichen heute mit

unserer gesamten Palette, abhängig vom Profil

und Einsatz, Werte von 67 bis 75 Dezibel.

Ein weiteres und sehr wichtiges Krite-

20

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

rium für jeden Flottenbetreiber ist Total Cost

of Ownership TCO oder auf Deutsch die Gesamtbetriebskosten.

Obwohl die Reifen nur

2 bis 3 Prozent der Gesamtbetriebskosten

ausmachen, haben sie grossen Einfluss darauf.

Durch einen niedrigen Rollwiderstand

der Reifen lassen sich der Kraftstoffverbrauch

und damit auch der CO 2

-Ausstoss signifikant

reduzieren. Der leider immer noch oft allein

betrachtete Reifeneinstandspreis oder

Rabatt reflektiert nicht die realen und effektiven

Kosten.

Wie unterscheidet sich das Marketing

für einen PW-Reifen von jenem für einen

NFZ-Reifen?

Tähtinen: Die grössten Unterschiede hängen

mit dem Endverbraucher zusammen, da

die Reifen aus unterschiedlichen Gründen gekauft

werden. NFZ-Reifen sind Investitionsgüter,

die sehr hohe und vielfältige technische

Anforderungen, hohe Betriebssicherheit und

Laufleistung sowie die Runderneuerungsfähigkeit

gewährleisten müssen.

Welche Vorteile zieht der Garagist PW

oder Nutzfahrzeuge aus einer

Zusammen arbeit mit Nokian Tyres?

Dettwyler: Unsere Kunden erhalten Top-Produkte

und Unterstützung von einem führenden

Anbieter für Nachhaltigkeit, dazu ein

begeistertes und professionelles Personal.

Ausserdem profitieren sie von einem erweiterten

Netzwerk und hohen Verfügbarkeiten.

Nokian Tyres möchte weg vom Winterreifenimage.

Ist das der Grund, wieso

der ikonische Nokian-Husky in Rente

geschickt wurde?

Tähtinen: Nokian Tyres hat bereits 1934 den

ersten Winterreifen erfunden und ist seitdem

führend auf dem Gebiet der Winterreifen. Wir

wollen uns auf keinen Fall vom Winterreifenimage

lösen, sondern der Welt mitteilen, dass

die Fahrerinnen und Fahrer mit Reifen von

Nokian Tyres immer sicher nach Hause kommen

egal, unter welchen Bedingungen.

Sie haben das neue Branding vor einem

guten Jahr vorgestellt. Welche Kernbotschaften

wollen Sie damit transportieren?

Tähtinen: Unsere Reifen sind für Menschen

gemacht, die das skandinavische Premium-

Versprechen zu schätzen wissen: Hightech-

Produkte, die nachhaltig hergestellt werden.

Wir halten unser Versprechen auf der Strasse

ein, da unsere Reifen unter allen Bedingungen

Zuverlässigkeit, Leistung, Sicherheit und Sorgenfreiheit

bieten.

Sind konkrete Umsatz- und Wachstumsziele

mit dem neuen Auftritt verbunden?

Tähtinen: Wir haben ehrgeizige Wachstumsziele,

die wir transparent auch auf unseren

Webseiten publizieren. In Mitteleuropa wollen

wir beispielsweise in fünf Jahren um 50 Prozent

wachsen.

Welches Fazit ziehen Sie nach 18 Monaten

mit dem neuen Corporate Design?

Tähtinen: Unsere Markenerneuerung war genau

richtig und wurde von unseren Kunden

und Mitarbeitern positiv aufgenommen. <

Weitere Infos unter:

nokiantyres.ch


NUTZFAHRZEUGE

Die kinetische Energie von

Camions ist aufgrund des

40-Tonnen-Gewichts deutlich

höher als bei Personenwagen.

Fahrerassistenzsysteme unterstützen

den Chauffeur, in seiner

Spur zu bleiben und dank Notbremsassistent

Auffahrunfälle

zu vermeiden. Die Sensorik mit

Radar, Lidar, Kamera und auch

Kommunikation mit anderen

Fahrzeugen (V2X) hilft, bei immer

dichter werdendem Verkehr

die Unfallzahlen zu minimieren.

(Bild Continental)

Technik: Fahrerassistenzsysteme FAS bei Nutzfahrzeugen

Elektronische Schutzengel

obligatorisch an Bord

Die Fahrerassistenzsysteme (FAS) in Nutzfahrzeugen sind Lebensretter erster Güte: Durch die hohe Fahrzeugmasse ist

die kinetische Energie mit Faktor 25 deutlich höher als bei Personenwagen. Ein Unfall hat physikalisch betrachtet damit

grössere Auswirkungen. Die meisten Unfälle sind auf Sekundenschlaf oder Ablenkung des Fahrers zurückzuführen. Rund

40 % der Unfälle betreffen Auffahrunfälle, 20 % durch das Abkommen von der Fahrbahn. Beide Unfalltypen lassen sich mit

modernsten FAS verhindern. Ab 2022 gehören auch Abbiegeunfälle mit Velos der Vergangenheit an. Andreas Senger

In den vergangenen Jahren kamen FAS-Vorgaben

für Nutzfahrzeuge in Europa Schlag

auf Schlag: 2014 die ESP-Pflicht für alle neuen

Lastwagen, 2015 die vor aus schauenden Notbremssysteme

und der Spur verlassenswarner

und seit 2018 müssen Camions ab 3,5 Tonnen

Gesamtgewicht mit einem Notbremssystem

ausgestattet sein, mit dem vor einem

stehenden Hindernis eine Temporeduzierung

von mindestens 20 km/h (bei 80 km/h) erreicht

wird (auch bei stehenden Objekten).

Der Grund liegt auf der Hand. Wenn mit

einem Camion ein Unfall geschieht, ist eine

höhere kinetische Energie im Spiel und die Unfallfolgen

höher.

Auch das eingeschränkte Sichtfeld und die

Bereiche rund ums Fahrzeug, die von Auge

trotz Einsatz vieler Spiegeln und Kameras

nicht einsehbar sind (toter Winkel), machen

neue Systeme unabdingbar. Ab 2022 sollen beispielsweise

ein Abbiegeassistent, ein Müdigkeitsassistent

(mit Fahrerüberwachung), ein

Geschwindigkeitsassistent, eine Rück fahrkamera

und ein Unfalldatenrecorder zum Repertoire

der elektronischen Schutzengel bei

Neufahrzeugen gehören.

Obwohl Chauffeure (insbesondere hierzu

lande) ausgebildete Profis sind, können

durch Unachtsamkeit Unfälle geschehen. Die

aktuellen FAS bevormunden den Fahrer nicht,

sondern unterstützen ihn. Aktuell lassen sich

zudem die Systeme teilweise im Cockpit vor

der Fahrt deaktivieren. Auf schmalen Strassen

kann beispielsweise der Spurhalteassistent

aufgrund der engen Verhältnisse mit seinen

andauernden Warnungen nerven.

Je zuverlässiger die Systeme funktionieren,

desto eher werden sie auch von den Berufschauffeuren

akzeptiert. Allerdings ist nicht jedes

System, das angeboten wird, auch von

den Spediteuren gewünscht. Im Fokus und

aufgrund des Wettbewerbsumfeldes sind die

Betriebskosten ausschlaggebend, die bei der

22

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

Neuanschaffung zu Buche schlagen. Die TCO

(Total Cost of Ownership) lassen es nicht zu,

von Seiten der Betreiber alle erdenklichen Gadgets

einbauen zu lassen. Im Gegensatz zur Personenwagenwelt,

wo der Wiederverkaufswert

dank hoher Ausstattung eher in Geld umgesetzt

werden kann, hat beim Camion der Nutzwert

oberste Priorität. Entsprechend können

sich FAS nur etablieren, wenn gesetzliche Vorgaben

die Ausrüstung vorschreiben.

Die Vielzahl der FAS bedingt auch in Nutzfahrzeugwerkstätten

ein Aufrüsten punkto

Spezialwerkzeug und Schulung der Mitarbeiter.

Immer mehr Sensorik verlangt ein

umfassendes Fachwissen, um bei Fehlfunktionen

oder Fehlermeldungen die richtigen

Schlüsse für eine Reparatur oder einen Austausch

eines Bauteils zu ziehen. Längst nicht

alle Fehlermeldungen des Diagnosetesters

sind plausibel. Das vernetzte Denken ist gefragter

denn je.

Besonders bei der Kalibration der Umfeldsenorik

gilt es, bei Camions und Cars mit grösster

Sorgfalt vorzugehen. Präzises Arbeiten gemäss

den Herstellervorgaben ist unabdingbar,

damit die Sensoren im Ernstfall ihre Aufgabe

wahrnehmen können. Werden die Sensoren

nach Ersatz von Bauteilen wie Frontscheiben

oder Unfallreparaturen nicht gemäss Vorgabe

justiert, kann der Betrieb für eine Fehlfunktion

juristisch belangt werden. Die erfolgreiche

Kalibration muss entsprechend mittels Belegen

nachgewiesen werden können. Ein entsprechendes

Werkstattreporting hilft dabei. <

Zur aktiven Sicherheit gehören auch Monitore,

welche die Bedienung des Nutzfahrzeuges vereinfachen

und die vielen FAS-Informationen sinnvoll

darstellen. (Bild Mercedes-Benz)

Übersicht der FAS im Camion

se. Aktuell verfügen Nutzfahrzeuge mit einem

Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen noch

nicht über dieselbe FAS-Flut wie in der PW-

Oberklasse. Grund ist der Verwendungszweck

des kostenoptimierten Transportträgers Lastwagen.

Im Fokus sind immer die TCO (Total

Cost of Ownership), also die Betriebskosten.

Jedes zusätzliche System muss amortisiert

und für den Betrieb sinnvoll eingesetzt werden

können. Aufgrund des politischen und gesetzgeberischen

Druckes und zur Reduktion der

Unfälle weisen ab 2022 auch Nutzfahrzeuge

eine hohe Anzahl von neuen FAS auf.

Der Notbremsassistent (Bild 1) ist seit 2015

in neuen Camions Pflicht. Das System arbeitet

zur Vorfeldüberwachung mit einem Radarsensor.

Neuste Systeme kombinieren die Radarinformation

mit den Innenkamerabildern, um

Fehlbremsungen zu vermeiden. Der FMCW-

Radar (Frequency Modulated Continous Wave)

kann dank Dopplereffektmessung die Relativgeschwindigkeit,

die Distanz sowie den Winkel

der Objekte (Mehrantennentechnik) bestimmen.

Eine Erweiterung zum ACC bietet

sich an, obwohl Chauffeure auf der Autobahn

mit abgeriegelter Höchstgeschwindigkeit keinen

grossen Nutzen daraus ziehen können.

Der Spurverlassenswarner (englisch Lane

Keeping Assistent LKA) (Bild 2) ist vor allem

bei eintönigen Autobahnfahrten sehr hilfreich

und ebenfalls seit 2015 bei Neufahrzeugen

Pflicht in der Ausrüstung. Ist der Fahrer

unkonzentriert oder fällt in einen Sekundenschlaf,

warnt das System bei ungewolltem

Spurwechsel akustisch und optisch. Auch haptische

Warnungen durch vibrierende Fahrersitze

werden eingesetzt. Selbstlenkende Systeme

wie im PW sind im schweren Nutzfahrzeug

noch nicht spruchreif. Bei leichten Nutzfahrzeugen

wird meist durch einen Bremseingriff

an einem Rad der Hinterachse das Fahrzeug

wieder auf die eigene Spur zurückgebracht.

Ab 2022 sind Abbiegeassistenten (Bild 3)

Pflicht. Befindet sich ein Velofahrer neben dem

Lastwagen, wird dieser mittels seitlichen Radars

erkannt. Die Seitenspiegel werden durch

Kamerasysteme mit teilweise Weitwinkelerfassung

ergänzt, um den toten Winkel zu eliminieren

und damit Abbiegeunfälle zu verhindern.

Der Fahrer wird beim Abbiegen und

drohender Kollision ebenfalls optisch und

akustisch gewarnt. Um den rückwärtigen

Raum hinter dem Camion zu überwachen,

werden zudem Rückfahrkamera oder eine entsprechende

Sensorik wie Ultraschallsensoren

oder Heckradar zum Standard erklärt. <

Bild 1: Der Notbremsassistent. (Bild Man) Bild 2: Der Spurverlassenswarner (Bild Volvo) Bild 3: Abbiegeassistenten (Bild Continental)

AUTOINSIDE | November 201923


NUTZFAHRZEUGE

FAS-Technik im Nutzfahrzeug

se. FAS unterscheiden sich technisch nur

wenig von den PW-Systemen. Allerdings

ist beim Camion die Einbauhöhe wie beispielsweise

für die Frontkamera optimaler.

Dank dem Einbau in der Fahrerkabine in luftiger

Höhe ergibt sich ein optimalerer Erfassungswinkel,

um die Fahrbahnlinien zu detektieren.

Die grösste Herausforderung ist es,

die nicht direkt einsehbaren Bereiche rund um

den Lastwagen zu überwachen. <

Gerade auf der Autobahn ergänzen sich Radarsensor

und Frontkamera ideal. Das Zusammenarbeiten (Sensordatenfusion)

erlaubt den Systemen ein präziseres

Erkennen von Gefahrensituationen, um nicht unnötige

Bremsmanöver einzuleiten. (Bild Continental)

1 Toterwinkel-Kamera-System

2 Abbiege-Assistent

3 Vorrüstung Rückfahr-Assistent

4 Active Break Assist

5 Abstandsregeltempomat

Bildgebende Systeme

Sensorisches System

Nutzfahrzeuge stehen punkto Ausstattungsrate für FAS-Sensoren den Personenwagen in nichts nach. Entsprechend

ist die Ausbildung des Werkstattpersonals für die Kalibrierung und Diagnose eminent wichtig. (Bild Mercedes-Benz)

Dank umfangreicher Sensorik wird der Chauffeur

gezielt unterstützt. Dabei kommen Kameras (bildgebende

Systeme) aber auch Radarsensoren (sensorische

Systeme) zum Einsatz. (Bild Mercedes-Benz)

Anforderungen an die Nfz-Werkstatt

se. Vor schweren Arbeiten mit Kran und anderen

Hilfsmitteln schrecken Automobilmechatroniker

oder -fachleute der Fachrichtung

Nutzfahrzeug nicht zurück. Mit grossen und

schweren Werkzeugen und hohen Schraubendrehmomenten

zu arbeiten, gehört zum

Berufsalltag. Neu werden aber auch filigranere

Kompetenzen verlangt. Werden Frontscheiben

des Nutzfahrzeugs gewechselt, gilt

es danach, die Frontkamera in der Führerkabine

neu zu kalibrieren. Auch Radarsensoren

müssen nach dem Austausch justiert werden.

Dies geschieht wie in der PW-Werkstatt mittels

Targets, also optischen Zielen, die in präzisem

Abstand vor dem Nutzfahrzeug ausgerichtet

werden müssen.

Mittels Diagnosetester wird nun die Kalibrationssequenz

des Sensors gestartet. Wichtig:

Eine ebene Fläche, geschultes Werkstattpersonal und das erforderliche Kalibrationsequipment ist Grundlage für die

Betreuung der FAS in Nutzfahrzeugen. (Bild Texa)

Die geometrische Fahrachse, also die Fahrachse,

auf der sich der Camion auf der Strasse

bewegt, muss stimmen. Wenn Zweifel bestehen,

dass die Lenkgeometrie nicht stimmt,

empfiehlt sich zuerst die Fahrwerksvermessung.

Eine schräg angeordnete Kamera oder

Radar «sieht» auch schräg. In der Praxis können

die Sensoren sich bis zu einem gewissen

Grad selbst justieren. Um diese sicherheitsrelevanten

Arbeiten ausführen zu können, benötigen

die Lastwagenwerkstätten gut ausgebildetes

Fachpersonal. <

24

November 2019 | AUTOINSIDE


Besuchen Sie uns am

Schweizer Nutzfahrzeugsalon

vom 14. - 17. November 2019

Halle 1.2 / Stand B006

901ZS

Der für die Lenkachse entwickelte

Winterreifen mit fortschrittlicher

Zenvironment-Technologie.

704R

Ein Reifen für die Antriebachse, der mit

Hilfe modernster Technologie für den

universellen Einsatz im Regional- und

Fernverkehr entwickelt wurde.

BluEarth 707L

Der fortschrittliche Langstrecken-

Antriebsachsenreifen mit innovativem

BluEarth-Konzept für den Autobahnbetrieb.

YOKOHAMA (Suisse) SA • Route de la Maladaire 16 • 1562 Corcelles-près-Payerne • Tel. 026 662 40 00 • Fax 026 662 40 01 • info@yokohama.ch


NUTZFAHRZEUGE

An- und Umbauten an Fahrzeugen

Ab Stange gibt es hier nichts

Mit dem Kauf eines neuen Lastwagens oder eines neuen Lieferwagens ist es meist nicht getan. Die neue Errungenschaft

in der Firmenflotte muss noch fit für den Alltagseinsatz gemacht werden. Und hier kommt einer der vielen Schweizer

Umbauspezialisten mit seinem Fachwissen zum Zug. Jürg A. Stettler

Die beiden Debrunner-Fahrzeuge sind von der Larag mit einem aus der Führerkabine bedienbaren, pneumatisch ausfahrbaren Unterfahrschutz bestückt worden.

Am 10. Schweizer Nutzfahrzeugsalon werden

vom 14. bis 17. November 2019 wiederum

spannende Neuheiten von den Herstellern

zu bewundern sein wie der Mercedes-Benz

Actros Edition 1, der Iveco S-WAY oder der

F-Max von Ford Trucks. So topmodern diese

Trucks auch sind und egal, mit wie viel Sicherheitstechnik

sie auch ausgestattet sind, viele

Schweizer Unternehmen können sie trotzdem

nicht einfach so ab Stange kaufen und einsetzen.

Denn meist sind nicht nur Firmenfarben

und -logos von Nöten, sondern auch kleine

Anpassungen und Umbauten, um das neue

Fahrzeug fit für den Alltagseinsatz zu machen.

Hierzulande gibt es diverse Umbauspezialisten,

einer der führenden ist die Sortimo Walter

Rüegg AG. In den eigenen Werkstätten

samt Schreinerei und Schlosserei in Oberhasli

bei Zürich erstellt sie branchengerechte und

massgeschneiderte Lösungen für noch mehr

Effizienz im Arbeitsalltag. Pro Woche werden

von den schweizweit 90 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern 100 Fahrzeuge komplett umgebaut.

Das Spektrum der Umbauten ist gross.

Es kann von einer klemmbaren Hecktürleiter,

die ohne Bohren an der Heckflügeltür oder

Heckklappe montierbar ist, über Bodenplatten

und Ordnungshelfer bis hin zu Kompletteinrichtungen

reichen. Sortimo plant die massgeschneiderten

Einrichtungen ausserdem so,

dass möglichst jedes Kilo unnötige Ladung

im Betrieb bleibt. Für den Innenausbau werden

besonders leichte Komponenten und Module

verwendet, denn jedes Zusatzkilo erhöht

zum einen die Emissionen und den Verbrauch

und senkt zum anderen den Spielraum für die

Nutzlast.

Während Sortimo sich primär im Bereich

Transporter und Ordnungssysteme einen

Ruf gemacht hat, gehört die Calag kurz für

Carrosserie Langenthal AG mit ihren rund

140 Mitarbeitern zu den führenden Betrieben

bezüglich Bus- und LKW-Umbauten. Die Oberaargauer

sind Spezialisten für Loseguttransporte,

Kippkasten, Silowagen und Schubboden.

Sie konzipieren aber auch auf individuelle

Bedürfnisse zugeschnittene Spezialfahrzeuge

mit Normladebrücken oder komplexen Kranaufbauten.

Auch die Larag mit Hauptsitz in

Wil bietet neben Reparatur- und Serviceleistungen

für schwere und leichte Nutzfahrzeuge

alles rund ums Thema Nutzfahrzeug-

Individualisierung an. Sie verfügt dazu über

eine eigene Maschinenbauabteilung, Carrosserieabteilung

mit Spenglerei, Lackiererei und

Chassis-Richtanlage, Elektronikabteilung und

Fahrzeugbau.

Dabei entstehen Unikate wie der Unimog U

5023 4x4, der bei der EKT, die sich im Kanton

Thurgau um die Netzinfrastruktur und die sichere

Energieversorgung kümmert, zum Einsatz

kommt. Oder Lösungen wie der pneumatisch

ausfahrbare Unterfahrschutz der dritten

Generation, der sogar von der Führerkabine

aus betätigt werden kann. Ob Unimog oder

Debrunner-Lkw mit Unterfahrschutz, der Ostschweizer

Individualisierungsspezialist hat in

seinen Werkstätten schon unzählige Modifikation

realisieren können. Auch Privatpersonen,

die ein Wohnmobil auf Basis eines Lastwagens

oder Unimogs besitzen, gehören zu

den Kunden. Ausserdem gehört das Reparie-

26

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

Was sind die am meisten angefragten Individualisierungsarbeiten,

die Sie bei der Larag für Kunden vornehmen müssen?

So vielfältig wie unser Dienstleistungsangebot sind auch die Anfragen

der Kunden. Am meisten gefragt sind An- und Aufbauten sowie Chassismodifikationen

wie beispielsweise Kran, Schneepflug, Unterfahrschutz,

Anbauten oder Kasten- und Brückaufbauten.

Bauen Sie nur Neufahrzeuge um oder auch Occasionen?

Wir nehmen An- und Umbauten sowohl an Neufahrzeugen als auch

an Occasionen vor.

Welches waren die aussergewöhnlichsten Anpassungen/Aufbauten,

die grössten Herausforderungen, die Sie für Larag-Kunden bereits

meistern mussten?

Wir durften bereits viele spannende Projekte umsetzen. Ein Beispiel

für einen aussergewöhnlichen Auftrag war der Bau des Fahrzeugs für

den kürzlich verstorbenen Designer Colani. Hier haben wir nur aufgrund

einer Zeichnung/Skizze ein komplettes Fahrzeug gebaut. Ein weiteres

Beispiel für An- und Umbauten ist beispielsweise der Häcksler für

Forstarbeiten.

Gibt es auch Anpassungen/Aufbauten, die Sie nicht vornehmen?

Und warum nicht?

Wir machen nur Anpassungen oder Aufbauten, die gemäss Strassenverkehrsgesetz

zulässig sind. <

Für die auf den Strassenunterhalt spezialisierte Firma Besa aus Balterswil konnte die

Larag ein Fahrzeug mit Greifarm und samt Holzhäcksler-Aufbau erstellen.

ren und Fertigen von Gelenkwellen nach Mass oder das Produzieren

von Schläuchen bis DN 50 mm (bis 500 bar) zum Angebot der Larag

mit ihren schweizweit acht Standorten und insgesamt rund 530 Mitarbeitenden,

davon 120 Lernenden.

Herr Jäger, welche Arten von Anpassungen/Aufbauten bietet die

Larag an?

Bruno Jäger, CEO Larag AG: Das Dienstleistungsangebot ist sehr umfassend.

Einerseits bieten wir die Reparatur und Montage von Standardaufbauten

wie Krane, Kofferaufbauten oder Hakengeräte an, um

nur einige zu nennen. Andererseits übernehmen wir individuelle Anund

Umbauten nach Kundenwunsch wie beispielsweise Anpassungen

am Chassis oder der Fahrerkabine oder die Ausrüstung eines Fahrzeugs

mit Zubehör oder zusätzlichen Abstützungen. Wir entwickeln zudem

selbst Fahrzeuganbauten wie beispielsweise die von Larag hergestellte

Gleitschutzplatte oder der pneumatisch ausfahrbare Unterfahrschutz.

Diese Dienstleistungen bieten wir sowohl für leichte als auch schwere

Nutzfahrzeuge jeglicher Marken an. Ausserdem bauen wir auch Wohnmobile

auf Basis von Lastwagen oder Unimogs.

Für den kürzlich verstorbenen Designer Luigi Colani schuf die Larag einst sogar anhand

von Zeichnungen einen futuristischen Sattelschlepper.

Sind bei Ihnen auch Umbauten beispielsweise von einem Diesel-

Truck zu einem LNG-Fahrzeug möglich?

Wir können sehr vielfältige Umbauten an Fahrzeugen vornehmen. Jedoch

macht ein Umbau von einem Diesel-Truck zu einem LNG wenig

Sinn, da sehr viele Grundkomponenten wie Motor, Tankanlage

etc. sehr verschieden sind und deshalb der Aufwand im Normalfall

zu hoch ist.

direkt buchen auf

www.autohotel-rigi.ch

Autoeinstellplätze

im Zentrum von

Küssnacht am Rigi.

AUTOINSIDE | November 201927


NUTZFAHRZEUGE

Wärmerückgewinnung

Die Box, die Sprit sparen lässt

Die eWaste-Heat-Recovery-Box des Automobilzulieferers Mahle nutzt Abgaswärme von Nutzfahrzeug-Verbrennungsmotoren

und wandelt sie in elektrische Energie um. Dank dem System können Kraftstoff und CO 2

eingespart werden.

Carla Stampfli

Andreas Pfeifer, Leiter Produktentwicklung Motorensysteme und -komponenten bei Mahle, mit dem Testfahrzeug, das mit einer Boost Box ausgerüstet ist.

Wenn Kraftstoff im Motor verbrannt wird,

können etwa 40 Prozent davon in mechanische

Energie gewandelt werden, die zum Vortrieb

genutzt wird. Vom Rest wird ein guter

Teil in Form von Wärme über das Abgas ungenutzt

in die Umwelt abgeführt. Weshalb diese

Energie nicht effizient einsetzen? Dieser Frage

geht der Automobilzulieferer Mahle seit 2011

intensiv nach. Mit Erfolg: Mahle ist es gelungen,

eine serientaugliche Lösung zu entwickeln,

die dem Verbrennungsmotor im Nutzfahrzeug

zu mehr Effizienz verhilft.

Das Geheimnis liegt in der eWaste-Heat-Recovery-Box,

auch Boost Box genannt, von denen

zwei Prototypen entwickelt worden sind. Das

Wärmerückgewinnungssystem sorgt kurz

zusammengefasst dafür, dass Wärmeenergie

aus dem Abgas zurückgewonnen wird. Diese

Energie kann dann entweder Nebenaggregate

speisen oder wieder in kinetische Energie, also

Vortrieb, umgewandelt werden. Der Vorteil: Es

wird weniger Sprit verbraucht, der CO 2

-Ausstoss

sinkt. Gemäss Mahle sollen sich dank

dem Waste-Heat-Recovery-System je nach Betriebspunkt

zwischen drei bis fünf Prozent

Kraftstoff sparen lassen. Die Boost Box stiess

an der letztjährigen Internationalen Nutzfahrzeug

Automobilausstellung IAA in Hannover

auf grosses Interesse. AUTOINSIDE hat sich

bei Andreas Pfeifer, Leiter Produktentwicklung

Motorensysteme und -komponenten bei Mahle,

nach dem Entwicklungsstand erkundigt.

Herr Pfeifer, 2018 hat Mahle die Boost Box

an der IAA präsentiert. Inwiefern hat sich

die Technologie seither weiterentwickelt?

Andreas Pfeifer: Wir entwickeln diese Technologie

permanent weiter. Sie wird derzeit

von uns wie auch von unseren Kunden erprobt.

Dabei lassen wir Bedürfnisse und Rückmeldungen

in die Weiterentwicklung einfliessen.

Unsere bisherigen Prototypen sind auf

der ganzen Welt unterwegs. Als Testfahrzeug

dient uns unter anderem ein umgebauter Volvo

FH460. Mit den bisher erzielten Ergebnissen

sind wir sehr zufrieden. So konnten wir

in Bezug auf die Kraftstoffersparnis dezidierte

Werte messen, die auch von externen Stellen

wie dem Joint Research Center (JRC) der EU-

Kommission nachgewiesen wurden. Die Resultate

bestätigen den von Mahle eingeschlagenen

Weg. Wir sind stolz darauf, dass die

Abgaswärmenutzung (Waste Heat Recovery,

WHR) als Ein zel techno logie mit dem höchsten

CO 2

-Senkungspotenzial nun auch im Technologie-Katalog

der CO 2

-mindernden Massnahmen

der EU-Gesetzgebung für schwere Nutzfahrzeuge

für 2025 adäquat berücksichtigt ist.

Kann jedes Nutzfahrzeug mit einer Boost

Box ausgerüstet werden?

Die Boost Box ist für den Serieneinsatz oder

als Retrofit-Lösung vorgesehen. So kann jedes

Nutzfahrzeug mit geringem Konstruktionsaufwand

vom Hersteller ausgerüstet werden. Das

Nachrüsten eines gebrauchten Lkw ist zwar

möglich, lohnt sich jedoch finanziell in der Regel

nicht.

28

November 2019 | AUTOINSIDE


Wie sieht es mit der Wartung aus?

Unsere Tests zeigen, dass das System wartungsarm ist. Trotzdem

muss die Boost Box, wie jede andere Fahrzeugkomponente auch, kontrolliert

werden. Hier kommen die Werkstätten ins Spiel: Sie müssen

sich auf das WHR-System einstellen und benötigen entsprechendes

Know-how. Speziell unsere Erfahrungen im Bereich Aftermarket machen

es uns jedoch leicht, Garagen mit den benötigten Informationen

zu beliefern. Dort sind wir mit Schulungsangeboten, Repair and Maintenance

Information RIM und dem Mahle Customer Care Portal breit

aufgestellt und werden auch die Werkstattausrüstung zur Medienbefüllung,

Wartung und Überprüfung der WHR-Box anbieten.

Erreichen Sie Ihr Ziel

egal was der Winter bringt

Soll die Boost Box dereinst auch einmal für Personenwagen

erhältlich sein?

Wir sind grundsätzlich in der Lage, eine Boost Box für Personenwagen

zu entwickeln. Doch das haben wir in naher Zukunft nicht vor.

Im Nutzfahrzeugbereich, wo die Wirtschaftlichkeit der zentrale Treiber

ist, machen fünf Prozent Kraftstoffersparnis einen Riesenunterschied.

Bei der Anschaffung eines Personenwagens ist jedoch die Effizienz

nur einer von vielen Faktoren, die auf den Kaufentscheid

einwirken. Dazu kommt, dass der Anschaffungspreis eines 40-Tonners

weit über dem eines Personenwagens liegt. Dieses Verhältnis muss

sich dann natürlich auch im Preis für eine WHR-Komponente widerspiegeln,

damit sie am Markt erfolgreich sein kann das ist durchaus

eine Herausforderung.

Welche Ziele verfolgt Mahle mit dem

Wärmerückgewinnungssystem?

Ganz klar: Effizienzsteigerung! Wir wollen Fahrzeuge langfristig effizienter

machen, gerade im Bereich der Nutzfahrzeuge, wo kleine Zahlen

grosse Summen ausmachen können. <

Weitere Infos unter:

mahle.com

1

NEU

Hervorragendes Bremsverhalten

bei Schnee und Eis 2

2

Beste Bremsleistung und

Haftung bei Nässe 2

Auch im Pannenfall sorglos

weiterfahren mit DriveGuard 3

Das WHR-System sitzt in einer kompakten Box (unten, in Rot).

AUTOINSIDE | November 2019

1

11 Reifen im Test: 4x sehr gut, 4x gut, 3x befriedigend · 2 Test

durchgeführt vom TÜV SÜD im ATP Papenburg (Deutschland)

im Auftrag von Bridgestone. TÜV SÜD Product Service GmbH

Bericht Nr. [713139853-BM], Oktober bis November 2018,

Testfahrzeug: VW Golf 1.6 VII, Dimension: 195/65 R15, Test:

http://bridgestone-daten.eu/TUEV-SUED-LM005-report.pdf

3

In ausgewählten Dimensionen mit DriveGuard erhältlich


NUTZFAHRZEUGE

Nachrüstung für Transporter

Freie Fahrt für saubere Diesel

Mit einer Hardware-Nachrüstung lässt sich bei Handwerker- und Lieferfahrzeugen bis zu 85 Prozent NO x

einsparen. HJS

Emission Technology GmbH & Co KG aus Deutschland bietet solche Systeme für Mercedes Sprinter sowie VW Transporter

T5 oder Crafter an. Jürg A. Stettler

Jan Ebbing: «Eine autarke Elektronik (1) bündelt die Daten der Sensorik (2) und sorgt mit Heizelement (3) und Integralisolierung (7) dafür, dass aus dem AdBlue-Tank (4) genügend

Additiv in die Eindüsung und Mischstrecke (5) eingespritzt wird, um im Stickoxid-Katalysator (6) stets optimale Temperatur- und Verarbeitungsbedingungen zu schaffen.»

Bislang als einziges Unternehmen hat die HJS

Emission Technology GmbH & Co KG aus

Menden (D) die Zulassung vom deutschen

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für eine AdBlue-

Nachrüstungstechnik für Handwerker- und

Lieferfahrzeuge erhalten. In der Schweiz arbeiten

die Deutschen unter anderem im Baumaschinenbereich

mit der Clean Life Umwelttechnik

AG im luzernischen Zell zusammen.

Die Hardware-Nachrüstung mit einem SCR-

System garantiert saubere Luft und verhindert,

dass Handwerker oder Lieferanten ihre

Fahrzeuge bei möglichen Fahrverboten nicht

mehr nutzen können.

Die HJS verfügt nun, wie es im besten Beamtendeutsch

heisst, über eine Allgemeine

Betriebserlaubnis (ABE) für «Stickoxid (NO x

)-

Minderungssysteme mit erhöhter Minderungsleistung

für die Nachrüstung an leichten

Handwerker- und Lieferfahrzeugen». Die

Nachrüstlösung ist derzeit für diverse Modellvarianten

des Mercedes Sprinter sowie des

VW Transporter T5 oder Crafter mit Dieselmotoren

zugelassen. Und zwar auch für ältere

Modelle, teilweise bis zu Jahrgang 2011. Weitere

Zulassungen sind bereits in Erarbeitung.

Mithilfe der bewährten SCR-Technologie verwandelt

die Hardware von HJS unter Zugabe

des Additivs AdBlue Stickoxide in harmlosen

Stickstoff und Wasserdampf. Voraussetzung

für eine stabile Wirkung dieser Abgasreinigung

ist allerdings eine gewisse Mindesttemperatur.

Das Problem dabei: Oft wird diese

Temperatur im Kurzstreckeneinsatz und bei

Einsätzen in der Stadt gar nie erreicht, weil die

Handwerker- und Lieferfahrzeuge hier meist

im Teillastbetrieb unterwegs sind.

Durch ein aktives Thermomanagement sorgt

HJS nun dafür, dass der SCR-Katalysator trotzdem

immer im perfekten Temperaturbereich

und somit mit bestmöglicher NO x

-Reduktion

arbeiten kann. Durch zwei vernetzt wirkende

elektrische Aktuatoren wird dies sichergestellt,

ohne dass das System dabei Einfluss auf

den Motor (weder mechanisch noch elektronisch)

nimmt. Jan Ebbing, Geschäftsbereichsleiter

Nachrüstung (Retrofit) bei HJS, erklärt:

«Unsere Systeme erhöhen gezielt die Temperatur,

wenn der Motor zu kalt arbeitet. Klassische

AdBlue-Systeme ohne aktives Thermomanagement

kommen da selbst mit modernen

Beschichtungstechnologien an ihre Grenzen,

wenn man durchgängig auf das Niveau von

Euro-VI-Fahrzeugen kommen will.»

Die Systeme sind vergleichbar mit den Serienlösungen

bei Nutzfahrzeugen, die bereits heute

die modernen Euro 6/VI-Normen erfüllen. HJS

geht je nach Fahrzeugtyp von einem Mehrverbrauch

von drei bis fünf Prozent AdBlue aus,

verspricht aber, dass der Kraftstoffmehrverbrauch

unter sechs Prozent liege. Der Vorteil

der HJS-Lösung: Sie kann in jeder Garage eingebaut

werden und das eigens von HJS entwickelte

Steuergerät ist zudem äusserst robust

und kommt auch in Baumaschinen, Traktoren

30

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

und schweren Nutzfahrzeugen zum Einsatz.

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein,

und hat auch einen Haken. Markus Peter, Leiter

Technik & Umwelt beim AGVS, erklärt: «In

der Schweiz dürfte die Motivation eher gering

sein, solche Nachrüstlösungen zu verbauen. In

Deutschland gibt es teilweise grosse Förderbeiträge

und zudem die Drohkulisse von Fahrverboten,

bei uns nicht. Darum ist hierzulande

eine Umrüstung primär gut fürs Image.»

Jan Ebbing

Geschäftsbereichsleiter

Jan Ebbing,

Geschäftsbereichsleiter

Nachrüstung

(Retrofit) bei HJS:

Herr Ebbing, was

waren die grossen

Herausforderungen

bei der Entwicklung

der neuen HJS-Systeme?

Wir sind vor allem für Nachrüstlösungen

für Busse, Lastwagen, schwere Kommunalfahrzeuge

sowie Baumaschinen bekannt. Bei

Handwerker- und Lieferfahrzeugen ist klar

weniger Bauraum vorhanden und es handelt

sich bei den Nachrüstlösungen ja nicht um

einen simplen Partikelfilter, sondern ein System

mit aktivem Thermomanagement. Dafür

braucht es einen zweiten Kat, eine Mischstrecke,

in der sich das AdBlue mit dem Abgas

vermischen kann, Sensorik, den AdBlue-Tank

all dies braucht Platz und einfach so runterskalieren

liessen sich diese Systeme nicht.

Neben Sprinter, T5 und Crafter gibt es

weitere Handwerker- und Lieferfahrzeuge,

wie zum Beispiel den Ford Transit hat

HJS auch hier bald Lösungen auf Lager?

Wir arbeiten noch an Lösungen für den Ford,

wie auch Fiat Ducato sowie Iveco-Modelle. Es

dürfte aber sicher noch ein halbes Jahr dauern,

bis wir nur schon für Deutschland eine

Lösung haben. Man kann ja nicht einfach die

bestehende Lösung nehmen, sondern muss

den jeweils zur Verfügung stehenden Bauraum

berücksichtigen und die Halterungen

anpassen. Auch die ganzen TÜV-Messungen,

die Zulassung selbst und natürlich auch die

Überführung der Lösung in die Serienproduktion

kostet Zeit. Aber wir sind dran!

Wie viel kostet eine solche Nachrüstlösung

von HJS?

Unsere Hardware-Nachrüstungen werden in

Deutschland mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten

gefördert. Davon sollen primär 65 Städte

profitieren, in denen der Stickoxid-Grenzwert

von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft

überschritten wird. Ohne solche Förderungen

muss man wohl schon mit 6000 bis 7500 Franken

rechnen. Damit stellt sich natürlich für viele

Fuhrhalter die Frage, ob sich das ohne Förderung

lohnt.

Und wie viele Fahrzeuge wurden nun

schon weltweit nachgerüstet?

Wir haben in den letzten Jahren insgesamt

rund 750 000 Stück umgerüstet. Viele davon

waren auch Personenwagen. So haben wir damals,

als Diesel noch nicht serienmässig mit

einem Partikelfilter versehen waren, für VW

rund 200 000 Diesel-Modelle nachgerüstet.

Und in der Schweiz haben wir diverse Baumaschinen,

insgesamt wohl an die 20 000 Stück,

mit HJS-Filtersystemen ausgestattet. <

Das TechTeam empfiehlt:

Aus der Praxis

für die Praxis

Die Werkstatt-Profis vom TechTeam wissen:

Ohne leistungsstarke Diagnoselösungen und

effiziente Prüf- und Einstellgeräte geht in der

Werkstatt heute nix mehr außer vielleicht das

Licht aus. Darum verlassen sie sich zu Recht auf

die praxiserprobten Tools von Hella Gutmann

Solutions.

Für superschnelle Diagnosen und geführte

Reparaturen an allen relevanten Fahrzeug marken

und -modellen, für verlässliche Justagen aller

modernen Scheinwerfersysteme, für die

Kalibrierung von kamera- und sensorbasierten

Fahrerassistenzsystemen und vieles mehr.

Mehr Informationen unter www.hella-gutmann.ch


NUTZFAHRZEUGE

Waschanlagen für Nutzfahrzeuge

Saubere Coop-Trucks dank

Aquarama

Aus Schafisheim liefert

Grossverteiler Coop

in die ganze Schweiz.

«Startruck» lautet der Name des neuen Waschportals für Nutzfahrzeuge von Aquarama. Er verspreche nicht zu viel, sagt

Roland Peter von Aquarama Swiss AG. Die fortschrittliche Technik stehe für Zuverlässigkeit und Erfolg. Sandro Compagno

Zwei dieser brandneuen «Startruck»-Nutzfahrzeugwaschanlagen

stehen in den Coop-

Verteilzentren in Schafisheim AG und in Dietikon

ZH. «Für uns sind das Referenzanlagen.

Wenn ein Detailhändler wie Coop auf Aquarama

setzt, dann spricht das für unsere Qualität

und erfüllt uns mit Stolz», stellt Roland

Peter klar.

Seit mehr als 20 Jahren produziert Aquarama

in Italien Waschanlagen. 2015 übernahm

die italienische Industriellenfamilie Bosio

den Bereich Waschtechnik des Maschinenherstellers

Ferrum und gründete die Tochtergesellschaft

Aquarama Swiss AG. Die

Waschanlagen werden in Novello im Piemont

entwickelt, produziert und vertrieben.

Aquarama exportiert in 50 Länder. In der

Schweiz sind mehr als 100 Anlagen in Betrieb:

Portalwaschanlagen für Personenwagen

und Nutzfahrzeuge, Waschstrassen,

Selbstbedienungsboxen und Kassensysteme.

«Eine Waschanlage für Nutzfahrzeuge

stellt andere Herausforderungen an die

Konstruktion als eine für PW», erklärt Roland

Peter. «Sie muss sehr, sehr stabil sein

und bei den unterschiedlichsten Arten von

Nutzfahrzeugen in kurzer Waschzeit ein gutes

Resultat erzielen.» Hauptproblem für die

Konstrukteure sind dabei die vielen Spiegel

der schweren NFZ, Spoiler, Thermoaufbauten

oder auch Hebebühnen.

«Die Bürste darf bei Hebebühnen nicht in

die Fettstellen geraten. Sonst wird das ganze

Fahrzeug mit Öl verdreckt», bestätigt Bruno

Bürgi, Leiter Garage im Coop-Verteilzentrum

Schafisheim. Bürgi führt die betriebsinterne

Werkstätte für rund 320 LKW und Anhänger,

mit denen der Detailhändler von Schafisheim

im Kanton Aargau die gesamte Schweiz

mit Brot, Backwaren und Tiefkühlkost sowie

die Verkaufsregion Nordwestschweiz-

Zentralschweiz- Zürich mit sämtlichen

Artikeln des täglichen Gebrauchs beliefert.

15 Mitarbeiter warten und reparieren den

Wagenpark im 2-Schicht-Betrieb von 4 Uhr

morgens bis 9 Uhr abends.

Rund 250 LKW-Wäschen pro Monat bewältigt

die 2018 montierte Anlage derzeit. Bruno

Bürgi: «Wie oft ein Fahrzeug gewaschen wird,

hängt von Einsatzzweck und -häufigkeit ab.

Zudem legt nicht jeder Chauffeur gleich viel

Wert auf einen sauberen LKW. Einige kommen

alle paar Tage, andere seltener.»

Nach rund 25 Jahren Betriebsdauer war die

alte Anlage in Schafisheim 2018 am Ende

ihrer Lebensdauer angelangt. Für die Ersatzinvestition

habe man die Anlagen verschiedener

Hersteller angeschaut, sagt Bruno Bür-

32

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

gi. Die Kriterien für eine NFZ-Waschanlage

fasst er knapp zusammen: «Ein kurzes, relativ

einfaches Programm und eine gute Leistung.»

Die «Startruck» von Aquarama habe ihn mit

ihrer einfachen Bedienung und gleichzeitig

grosser Programmvielfalt überzeugt. Ob Lieferwagen,

Sattelzug, Anhängerzug, Tanklastwagen,

Reisebus oder Pritschenwagen die

«Startruck» hat für jedes Fahrzeug das passende

Programm.

Tanklastwagen beispielsweise können wegen

ihres runden Aufbaus nicht mit rotierenden

Bürsten gewaschen werden. Hier kommen

Hochdruckdüsen zum Einsatz, die dem

Schmutz zu Leibe rücken. Auch die Chassiswäsche

erfolgt mit Hochdruck. Roland Peter:

«Wir können bei der ‹Startruck›-Anlage präzise

auf die jeweiligen Fahrzeugtypen programmieren.

Highlights sind für den Aquarama-Mann

vor allem die Waschprogramme

für Hebebühnen und Spiegel: «Ein moderner

Sattelzug und Camion hat bis zu acht Spiegel.

Dank vollelektronischem Spiegel-Umfahrungsprogramm

stellen diese kein

Hindernis für eine gründliche Wäsche mehr

dar auch nicht die grossen Spezialrückspiegel

der Autobusse.»

In Schafisheim werden vor allem drei Typen

von Nutzfahrzeugen gewaschen: LKW, Anhängerzüge

und Sattelschlepper. Für Bruno

Bürgi waren neben der Flexibilität und der

kurzen Durchlaufzeit eine Wäsche ist in

wenigen Minuten möglich natürlich auch

die Kosten ein entscheidendes Kriterium:

«Der Einbau der neuen Anlage war praktisch

ohne bauliche Veränderungen möglich.

Andere Anlagen setzen Pressluft voraus.

Da hätten wir einiges mehr in die Gebäude-

Infrastruktur investieren müssen.»

Ein weiterer Vorteil der neuen «Startruck»-

Waschanlage: Sie erlaubt zu einem späteren

Zeitpunkt einen Umbau auf Brauchwasser.

Aktuell werden für die Wäsche eines Sattelzugs

einige hundert Liter Wasser benötigt.

Multipliziert mit 250 Fahrzeugen im Monat

klingt das nach viel, ist umgerechnet aber

weniger als ein Zehntel des Inhalts eines

Olympischen Schwimmbeckens. Auf «mindestens

zehn Jahre» schätzt Bruno Bürgi die

Lebensdauer des Waschportals. So lange will

Coop nicht warten. «Der Umbau auf Brauchwasser

braucht Filteranlagen und Wassertanks.

Wir klären derzeit intern ab, wie wir

das baulich umsetzen können.» <

Weitere Infos unter:

aquaramaswiss.ch

Bruno Bürgi leitet die Autowerkstatt bei Coop in

Schafisheim.

In den Coop-Verteilzentren Schafisheim und Dietikon steht eine Aquarama-«Startruck» im Einsatz.

AUTOINSIDE | November 201933


NUTZFAHRZEUGE

Continental

truckon.com

Die TruckOn-Plattform ist bereits

in Deutschland, Italien und

Spanien verfügbar, noch in die-

> Sicher, schnell und komfortabel: LKW-Serviceplattform TruckOn jetzt mit integrierter Bezahlfunktion

kostenlosen Profil hinzubuchen.

sem Jahr wird sie in Frankreich

Flottenmanager haben dann

live geschaltet. Langfristig wird

die Möglichkeit, einen Festpreis-Service

TruckOn als globale Buchungs-

komfortabel über

plattform auch für weitere euro-

das Portal zu bezahlen. Dafür

päische Länder, unter anderem

hinterlegen sie ihre Kreditkartendetails

die Schweiz, freigeschaltet. <

im

System.

pd. Mit der LKW-Serviceplattform

TruckOn von Continental

können Flotten länderübergreifend

rund um die Uhr Werkstatttermine

buchen und jetzt

auch gleich online bezahlen.

Das Technologieunternehmen

hat in seinen digitalen Service

eine Bezahlfunktion integriert,

die Werkstätten und Flottenbetreibern

gleichermassen

Vorteile bietet. Mit dem neuen

Feature wird der für den Service

fällige Betrag nach Abschluss

der Buchung auf der Kreditkarte

reserviert. Ab Sommer steht

der Service für alle Festpreis-

Leistungen wie beispielsweise

die Tachografenprüfung zur

Verfügung.

Und so funktioniert’s: Werkstätten

können die neue Bezahlfunktion

bei TruckOn gegen

eine geringe Gebühr zu ihrem

Sobald eine Flotte einen Termin

für einen Festpreis-Service

bucht und die Werkstatt den

Auftrag annimmt, wird der

Betrag auf der Kreditkarte der

Flotte reserviert. Wenn der

Auftrag abgeschlossen ist,

wird die Gebühr abgebucht und

der Kunde erhält die Rechnung

sowie die Dokumentation. Wird

der Auftrag storniert, wird

der Betrag auf der Kreditkarte

sofort wieder freigegeben.

TruckOn unterstützt als digitale

Buchungsplattform für Nutzfahrzeugservice

Flotten dabei,

die Einsatzplanung mit Blick auf

anstehende Werkstattarbeiten

und die Organisation bei der

Wartung effizienter zu gestalten

indem zum Beispiel Werkstattaufenthalte

in eine Tourenplanung

aufgenommen werden

können. Die Plattform sorgt für

mehr Transparenz, etwa durch

die Bewertungen der Werkstätten

durch Kunden und schafft

so Vertrauen auch auf Distanz.

Werkstätten bietet TruckOn

einen einfachen Einstieg ins

Onlinegeschäft, um so neue

Kunden zu gewinnen. Zudem

können die Betriebe damit ihre

Abläufe und Auslastung weiter

optimieren sowie Buchungen

und Termine stets übersichtlich

im Blick behalten.

Wer hart arbeitet, will auch die Sicherheit

haben, sein Geld zu bekommen. Die

digitale Buchungsplattform TruckOn

bietet jetzt eine Bezahlfunktion, die

schon bei Annahme des Termins den

Betrag auf der Kreditkarte des Kunden

reserviert.

Südo AG

suedo.ch

> Südo an der Transport-CH

pd. Der Countdown läuft: Vom

14. bis 17. November findet die

Transport-CH unter dem Motto

«eVolution» statt. An dieser

Jubiläumsausgabe ist auch die

Südo AG wieder vertreten.

Ausserdem steht das kompetente

Verkaufsteam gerne zur

Verfügung und beantwortet die

Fragen der Besucher. <

Die Besucher finden den Südo-

Stand mit der Nummer B057 in

der Halle 1.2. Dort profitieren

sie gleich zwei Mal: Während

sie eine Brezel und ein Getränk

geniessen, können sie sich

gleichzeitig mit den vielfältigen

Neuheiten und Sonderaktionen

vertraut machen.

Am neuen Standplatz kommen

die Südo-Produkteneuheiten

noch besser zur Geltung. Südo

freut sich darauf, an der Bernexpo

Spannendes und Innovatives

von CTEK, Axios, ISRI, Aspöck,

Startbooster und vieles mehr zu

präsentieren.

Südo präsentiert an der Transport-CH verschiedene Neuheiten.

34

November 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

Scania

scania.com/ch

> Ein neues kabelloses Konzept die Vorstellung von Scania AXL

pd. Scania-Experten haben

einen Konzept-LKW entwickelt,

bei dem das modulare System

des Unternehmens auch ohne

Kabine im Mittelpunkt des

Designs steht: der Scania AXL

Concept Truck.

Da verschiedene Branchen

bestrebt sind, die Transportaufgaben

zu rationalisieren

und nachhaltiger zu gestalten,

werden zunehmend selbstfahrende

Fahrzeuge berücksichtigt.

Minen und grosse geschlossene

Baustellen sind Beispiele für

Umgebungen, die für selbstfahrende

Projekte geeignet sind, da

diese gut kontrollierbar sind.

Für autonome Fahrzeuge ist

Software in vielerlei Hinsicht

wichtiger als Hardware. Der

Scania AXL wird von einer intelligenten

Schaltzentrale gesteuert

und überwacht. In Bergwerken

beispielsweise wird

der autonome Betrieb durch ein

Logistiksystem erleichtert, das

dem Fahrzeug sagt, wie es sich

verhalten soll.

«Wir haben bereits selbstfahrende

LKW im Kundenbetrieb.

Bisher hatten diese jedoch Platz

für einen Sicherheitsfahrer,

der bei Bedarf eingreifen kann.

Scania AXL hat kein Fahrerhaus

mehr und das verändert

die Voraussetzungen erheblich»,

sagt Claes Erixon, Leiter

Forschung und Entwicklung bei

Scania. «Die Entwicklung der

selbstfahrenden Fahrzeuge hat

in den letzten Jahren grosse

Fortschritte gemacht. Wir

haben immer noch nicht alle

Antworten, aber mit Konzeptfahrzeugen

wie dem Scania AXL

beschreiten wir neue Wege und

lernen weiterhin mit hoher Geschwindigkeit.»

Der Verbrennungsmotor, der das

Konzeptfahrzeug antreibt, ist

ein Beispiel dafür, wie traditionelle

und neue Technologien

kombiniert werden. Es wird

nachhaltig mit erneuerbarem

Biotreibstoff betrieben.

Neue Wege: Der Scania AXL hat kein Fahrerhaus mehr.

Die robusten und leistungsstarken

Eigenschaften und

das Design des Scania AXL

passen sich den härteren Umgebungen

in Bergwerken und

Grossbaustellen an. Ein neues

intelligentes Frontmodul ersetzt

das traditionelle Fahrerhaus,

aber auch ohne Kabine ist das

Konzept leicht als Scania zu

erkennen. <

Total SA

totalsuisse.ch

> Clearnox: Kristallbildung im SCR-System das war gestern!

pd. Ebenso wie AdBlue ist

auch Clearnox eine einsatzfertige

Harnstofflösung, die

in Verbindung mit dem SCR-

Katalysator Stickoxide (NOx)

reduziert. Doch Clearnox geht

noch weiter: Dank der exklusiven

Total-Formel verhindert

Clearnox die Kristallbildung in

der SCR-Anlage und beugt damit

dem Ausfallrisiko vor. Clearnox

erfüllt die strengen Anforderungen

der ISO 22241-Norm.

AdBlue benötigt eine bestimmte

Betriebstemperatur,

um Stickoxide in Stickstoff und

Wasserdampf umzuwandeln.

Ist die Temperatur der Auspuffgase

nicht hoch genug, wie

zum Beispiel im Stop-and-Go-

Verkehr, können sich Kristalle

der Cyanursäure bilden und die

SCR-Anlage verstopfen. Ein

Ausfall des Fahrzeugs kann die

Folge sein. Clearnox dagegen

sorgt für eine optimale Dispersion

und erlaubt so eine

komplette Reduktionsreaktion

auch bei niedrigeren Temperaturen.

Die SCR-Anlage bleibt

frei von Kristallen und der Motor

geschützt.

Für eine optimale Funktion der

SCR-Anlage muss Clearnox,

das mit allen Fahrzeugtypen

kompatibel ist und AdBlue ersetzt,

kontinuierlich eingesetzt

werden. Vor dem Einsatz sollten

kristalline Ablagerungen an

der SCR-Anlage durch eine

autorisierte Service-Werkstatt

entfernt werden.

Clearnox ist erhältlich im

1000-Liter-IBC-Container, im

208-Liter-Fass oder im 10-Liter-Kanister.

<

Clearnox sagt der Kristallbildung im SCR-System den Kampf an.

AUTOINSIDE | November 201935


FLOTTENMANAGEMENT

Vorausschauende Wartung

Nie mehr bis zur Panne warten

Ein Bus, ein LKW oder auch ein Transporter, der steht statt fährt, ist jedem Flottenmanager ein Dorn im Auge. Das

Fahrzeug verdient kein Geld, sondern verursacht sogar Kosten. Daher bieten immer mehr Hersteller und Zulieferer

vorausschauende Wartungstools an, welche die Fahrzeuge schon vor der Panne in die Garage rufen. Jürg A. Stettler

Durch die Digitalisierung und zunehmende Vernetzung ist es möglich, LKW schon vor einer Panne oder Reifenproblemen in die Garagen zu beordern.

Dank modernster Sensortechnik und der zunehmenden

Vernetzung können Fahrzeuge

heute nicht erst bei einer Panne, sondern

schon zuvor in eine Garage beordert werden.

So bietet beispielsweise der Zulieferer ZF

in seinem Nutzfahrzeug-Portfolio eine sogenannte

Predictive-Maintenance-Strategie an.

Dabei konzentriert sich die Überwachung auf

kritische Einzelkomponenten und Verschleissteile

wie etwa das Getriebeöl oder Kupplungsscheiben

eines LKW. Laufleistungen von

130 000 Kilo meter pro Jahr sind in diesem Bereich

ja keine Seltenheit, daher ist eine optimale

Wartung entscheidend

Dank der präventiven Wartung kann ein bald

nötiger Ölwechsel zudem perfekt mit den Einsatzplänen

des Fahrzeugs oder auch den Lenkund

Ruhezeiten der Fahrer abgestimmt werden.

Dabei kann der Friedrichshafener Zulieferer

seine Erfahrungen aus dem Geschäftsbereich

Industrietechnik nutzen. Hier arbeitet man bereits

bei Getrieben von Windkrafträdern, bei

denen eine Reparatur mit einem enormen Aufwand

und Ertragsausfall verbunden ist, mit

dem Konzept der Predictive Maintenance.

Das modulare Getriebesystem Traxon von ZF

wird seit 2019 auf Wunsch mit der Predictive-Maintenance-Funktion

versehen und lässt

sich so in Echtzeit überwachen. Der Zulieferer

nutzt dafür die bereits ab Werk verbauten

Sendemodule, die Infos zum Getriebezustand

in die Cloud liefern. Aus den vernetzten Fahrzeugen

fliessen diese Rohdaten auf die Server

von Hersteller und Zulieferer und werden dort

ausgewertet. Als detaillierte Berichte zum Zustand

der Getriebekomponenten und des Öls

werden diese dann dem Fuhrparkmanager

weitergegeben. Der kann anhand der Berichte

den optimalen Wartungszeitpunkt festlegen,

unplanmässige Stillstand- und Ausfallzeiten

vermeiden und im Extremfall gar auf komplexe

Notfallpläne für einen Pannenfall verzichten.

Zudem werden die Instandhaltungsintervalle

an die tatsächliche Nutzungsintensität

der Fahrzeuge angepasst. All das spart Zeit

und Geld.

«Mit unserer neuen Predictive-Maintenance-

Funktion erweitern wir das bewährte Traxon-Getriebesystem

in Richtung Vernetzung.

Fahrzeughersteller und Flottenbetreiber erhalten

einen echten Mehrwert, weil sie bei den

Diagnoseberichten auf unser tief greifendes

Getriebe-Know-how wie auch unsere digitale

Kompetenz zählen können», erklärt Winfried

Gründler, Leiter der LKW- und Van-Antriebstechnik

in der ZF-Division Nutzfahrzeugtechnik.

Mit dem EcoLife-Getriebe der jüngsten

36

November 2019 | AUTOINSIDE


FLOTTENMANAGEMENT

Evolutionsstufe, das zudem noch topografieund

fahrwiderstandsabhängig die jeweils verbrauchsoptimale

Schaltstrategie aktiviert, hat

ZF ab 2020 auch ein Getriebe mit vorausschauender

Wartung für Busse im Angebot.

Nicht aufs Getriebe, sondern auf die Reifen fokussiert

ein neues App-basiertes Angebot von

Continental. Dank Digitalisierung, Vernetzung

und Überwachung informiert es Betreiber von

LKW- und Busflotten sofort, wenn ein Problem

mit der Temperatur oder dem Luftdruck eines

Reifens vorliegt und meldet dies auch dem

Fahrer in die Führerkabine. «Mit ContiConnect

Live integrieren wir unsere digitalen Lösungen

für Nutzfahrzeugreifen in die bestehenden

Systeme und Displays im Fahrzeug», erläuterte

Nikolai Setzer, Vorstandsmitglied von Continental

und Leiter der Division Reifen. «Flottenkunden

können dadurch auf Basis ihrer bereits

vorhandenen Geräte in das digitale Reifenmanagement

einsteigen.»

Auch Bosch, seit Jahren Partner von Erstausrüstern

in der Softwareentwicklung für Steuergeräte

und Diagnose, hat das Potenzial der

präventiven, fahrzeugindividuellen Wartung

erkannt. Durch die Bosch-Softwarelösung

Dank Informationen aus der Cloud wird der Flottenmanager vor möglichen Pannen gewarnt.

Predictive Diagnostics kann der Zulieferer

nun fortlaufend Komponenten- und Systemzustände

im Fahrzeug erfassen, bewerten und

bei Gefahr einer Panne an die nötigen Stellen

melden. Durch das optimierte Wartungsmanagement

lassen sich die Gesamtbetriebskosten

fürs Fahrzeug verringern und die Fahrzeugverfügbarkeit

erhöhen. So kann Predictive

Diagnostics heute schon zuverlässige Aussagen

über die Restlebensdauer der wichtigsten

Systeme und Komponenten in einem LKW

oder Bus treffen von der Treibstoffeinspritzung

bis zur Bremsanlage. Stetig kommen bei

Bosch neue Sensoren, Komponenten und Algorithmen

hinzu, damit künftig eine 360°-Abdeckung

aller wartungsrelevanten Fahrzeugbestandteile

geboten werden kann. Das sorgt

nicht nur für bessere Laufleistung der Fahrzeuge,

sondern ermöglicht auch eine bessere Planung

der Werkstattbesuche. Das heisst auch

weniger Stress für den Garagisten, der zudem

rechtzeitig die benötigten Ersatzteile ordern

und die nötigen Fachkräfte aufbieten kann. <

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FLOTTENMANAGEMENT

Kyburz Switzerland AG

Von Innovationen getrieben

Die gelben Zustell-Dreiräder DXP der Schweizer Post sind wohl das bekannteste Produkt der Kyburz Switzerland AG, aber längst nicht das einzige.

Bekannt sind vor allem die gelben Postdreiräder, doch Kyburz Switzerland ist mehr als bloss ein Hersteller von Zustellfahrzeugen.

Aus der Schweizer Innovationsschmiede stammen auch der Fun-Buggy «eRod», autonome Lieferfahrzeuge und

Flottenmanagementlösungen, wie ein exklusiver Werksbesuch zeigt. Jürg A. Stettler

Seit 1991 entwickelt, produziert und vertreibt

die Firma Kyburz Switzerland AG

aus dem Zürcherischen Freienstein-Teufen

Elektrofahrzeuge. Die bekanntesten davon

sind sicherlich die gelben DXP-Dreiräder

der Schweizerischen Post. Die flitzen auch

beim Werksbesuch von AUTOINSIDE übers

Areal der alten Spinnerei. Es herrscht sowieso

Hochbetrieb in den verschiedenen Büros,

Werkstätten und Sparten von Kyburz: Die

Post-Expo in Amsterdam und damit die weltweite

Leitmesse für die Post-, Paket- und Expressdienstbranche

steht an. Und da will das

Unternehmen, das 2019 mit einem Umsatz von

44 Millionen Franken plant, natürlich mit seinen

neusten Entwicklungen glänzen.

Rund 140 Mitarbeiter, 20 davon in der Entwicklung,

arbeiten inzwischen für den gelernten

Maschinenmechaniker und diplomierten

Elektroingenieur Martin Kyburz. Der CEO hatte

einst für die Tour de Sol 1991 einen futuristischen

Einplätzer namens «Cheetah» (Spitze:

130 km/h, Reichweite 150 km) entworfen und

später Seniorenfahrzeuge entwickelt. «Ich ticke

etwas anders. Bei mir ist nicht die Gewinnmaximierung

erster Fokus. Mir geht es ums

Projekt», erklärt der 54-Jährige beim Werksbesuch

von AUTOINSIDE. «Dieses muss immer

neu sein. Es muss für die Umwelt gut sein,

aber auch den Menschen, die es brauchen,

einen Nutzen oder eine Verbesserung bringen.

Dafür schaue ich nicht so sehr aufs Budget.»

Die Rechnung geht trotzdem auf; die aus

einem kleinen KMU entstandene Firma floriert

und erschliesst neue Märkte. Auch wird an

weiteren Projekten geforscht. Im Innenhof der

alten Spinnerei feilt ein Ingenieur gerade an

der hochflexiblen autonomen Lieferplattform

38

November 2019 | AUTOINSIDE


FLOTTENMANAGEMENT

eT4. Der Prototyp kann bis zu 250 kg und 1,5

Kubikmeter Nutzlast ausliefern. Neue Sensoren-Generationen

erlauben, dass er nach der

Auslieferung ohne Unterbrechung zur nächsten

Mission übergeht. Dies ermöglicht eine

massive Reduktion der Stillstandzeiten und

steigert die Effizienz des Kyburz eT4 massiv.

Bei seinen Projekten arbeitet Martin Kyburz

auch mit der Berner Fachhochschule (BFH) in

Biel und dem DTC in Vauffelin zusammen.

Viele gelernte Automobil-Mechatroniker fanden

so schon den Weg ins malerische Freienstein-Teufen.

«Mit Biel habe ich gute Erfahrungen

gemacht. Ingenieure müssen bei mir stets

in der Umsetzung ihrer Konstruktionen mitund

daher auch praktisch arbeiten. Das ist für

viele junge Ingenieure attraktiv», erklärt Martin

Kyburz. «Zudem kommen immer wieder

Studenten für Probearbeiten zu uns. Sie lernen

uns kennen und wir sie.» Aus einer dieser

Arbeiten entstand der 120 km/h schnelle Fun-

Buggy von Kyburz. Eigentlich war der «eRod»

eine Bachelorarbeit von Schweizer Design- und

Automobilingenieurstudenten, deren konkrete

Umsetzung Martin Kyburz dann ermöglichte.

Entstanden ist ein puristischer, strassenzugelassener

(EU und CH) Elektro-Sportler auf

Hankook-Reifen, der mit 140 Nm ab der ersten

Umdrehung und nur 600 kg Gewicht Fahrspass

pur bietet.

Die hochflexible, autonome Lieferplattform eT4 kann bis zu 250 kg und 1,5 Kubikmeter Nutzlast ausliefern.

Der «eRod» ist nur eines von vielen Kyburz-

Projekten. «Es gibt so viele spannende Projekte

für mich. Daher muss ich darauf achten, dass

ich den Fokus behalte», gesteht er. «Wir lancieren

ja nicht nur Forschungsprojekte oder stellen

einfach ein Produkt her, um zu zeigen, dass

es möglich ist. Ich habe immer eine Produktion

im Hinterkopf.» So hat der Elektrospezialist

auch schon über Lieferwagen mit Dieselhybridsystem

nachgedacht, das Projekt aber

wieder verworfen. «Bei der Kategorie bis 3,5

Tonnen wird das kommen. Und wenn die Industrie

selbst kommt, dann kann sie dies eh

besser als wir.»

Die Produktion des 120 km/h schnellen Fun-Buggy «eRod» wurde inzwischen nach Embrach ZH verlagert.

Nichts vormachen kann man dem Schweizer

Unternehmen im Bereich der Zustelldreiräder.

Mit 1000 Fahrzeugen für die australische

Post hat Kyburz Anfang 2019 einen Grossauftrag

an Land gezogen. «Die Australier hatten

seit über 10 Jahren nach elektrischen Fahrzeugen

für ihre Postboten gesucht. Ich wollte natürlich

wissen, wieso sie gerade unser Produkt

gewählt haben, die anderen können ja auch

Dreiräder bauen», erklärt Martin Kyburz in seiner

ruhigen, besonnen Art. Vor allem der Wille

der Schweizer, das Produkt gemäss speziellen

Bedürfnissen weiterzuentwickeln, machte

den Unterschied. «Es sind simple Sachen: etwa

die dünne Glasscheibe, die vor der hohen Ultravioletteinstrahlung

schützt und trotzdem

den Durchgriff zur Briefbox gewährleistet, die

Rückfahrkamera, der Panikknopf für eine Notfallmeldung

an die Zentrale oder auch das verstärkte

Fahrwerk und der gefederte Sitz wegen

der schlechten Strassen. Diese Nachrüstvarianten

sind unsere Stärke. Wir versuchen immer,

Tools zu schaffen, die das Leben erleichtern»,

führt der 54-jährige CEO aus.

Die weltweit eingesetzten Zustelldreiräder

von Kyburz sind teilweise mit einem Flottenmanagement

ausgerüstet. Martin Kyburz:

«Flottenmanagement ermöglicht unter anderem

auch die Mehrfachnutzung der Fahrzeuge,

was wiederum Ressourcen und Energie

spart.» Dank der Telemetriedaten kann Kyburz

eine hohe Zuverlässigkeit und einen effizienten

Betrieb garantieren. So sammelte man

viel Erfahrung im Bereich des Flottenmanagements,

war wegen der mangelnden Flexibilität

der angebotenen Software aber nie ganz zufrieden.

Die pragmatische Lösung aus Freienstein:

Man programmierte selbst. Kyburz begann

im Flottenmanagement aktiv zu werden

und alle betriebsrelevanten Daten einer Flotte

zu erfassen. «Nur: Beim Einsatz eines OBD-

Steckers kann der Hersteller sagen, es hat eine

Manipulation stattgefunden, die Garantie gilt

nicht mehr. Daher haben wir nach einer Lösung

ohne Stecker gesucht», erläutert Martin

Fortsetzung Seite 40

AUTOINSIDE | November 201939


FLOTTENMANAGEMENT

In der Entwicklungsabteilung nimmt CEO Martin Kyburz zusammen mit seinen Ingenieuren ein Dreirad mit Wechselboxen-System genauer unter die Lupe.

Kyburz. Möglich macht dies nun die Fleetbox,

ein kleines schwarzes Kästchen, nicht grösser

als eine Zigarettenschachtel, das mittels Messtechnik

die Signale abgreift. Die Box speichert

und liefert Daten zu Position, Batterietemperatur,

Strom- oder Treibstoffverbrauch, Batteriespannung,

Motorentemperatur, gefahrene

Wegstrecken und vieles mehr.

Mittlerweile sind in dieser Kyburz-Sparte zwölf

Leute darunter sieben Entwickler tätig. Sie

bietet Lösungen für ökonomischere Fahrweisen,

Überwachung von Kühltransporten in

Echtzeit, Optimierung von Transportrouten

oder auch automatische LSVA-Deklaration

an. «Die Datenerfassung und -aufbereitung ist

unsere Stärke», verrät Projektleiter Hanspeter

Wepfer. Bei Kyburz lassen sich die Fahrzeugdaten

von über 600 unterschiedlichen, neuen

genauso wie alten, Modellen erfassen.

«Das Wissen über eine Flotte ist zentral», führt

Wepfer aus, «mit unserer professionellen Software

lässt sich da einiges an Geld sparen.»

Kein Wunder, setzt unter anderem die Planzer-Gruppe,

Stahlhändler Debrunner oder eine

rund 400 Schneepflüge, -fräsen und Salzstreuer

umfassende Winterdienstflotte im Kanton

Wallis auf die Kyburz-Lösung. Beim letzten

Projekt unterstützte der ehemalige Professor

Kurt Hug von der Berner Fachhochschule, Abteilung

Automobiltechnik, das Unternehmen.

«Er ist ein Pensionär im klassischen Unruhestand;

viel zu vif für die Rente. Ich gehe gerne

projektbezogene Zusammenarbeiten ein»,

führt der Kyburz-Chef aus. «Es muss einfach

und unkompliziert sein. Ich bevorzuge dabei

ein Kunden-Lieferanten-Verhältnis, so dass immer

einer die Dienstleistung des anderen einkauft.

Egal, auf welcher Seite. Derjenige, der

die Dienstleistung einkauft, ist dann auch im

Besitz dieser Innovation. Der andere hat dafür

viel gelernt.»

Weil der Firmengründer nicht nur Freude an

neuen Entwicklungen hat, sondern stets auf

Nachhaltigkeit bedacht ist, landen in einem

weiteren Kyburz-Projekt seit kurzem die alten

DXP-Dreiräder nicht einfach auf dem Schrott.

«Jährlich kommen 600 bis 800 DXP-Dreiräder

von der Schweizerischen Post zu uns zurück»,

erklärt Kyburz. Die clevere Lösung hier: Unter

dem Namen «2ndLife» wird den Dreirädern,

die meist noch in gutem Zustand sind, neues

Leben eingehaucht. Die gelben Post-Teile werden

durch weisse Elemente ersetzt, alle anderen

Komponenten inklusive Batterien genau

überprüft und wenn nötig ersetzt. Zum

Schluss verlassen die 45 km/h schnellen Dreiräder

die Kyburz-Hallen wieder mit zwei Jahren

Werksgarantie. Gleich neben dieser Montagestrasse

steht bereits eine Versuchsanlage,

auf der bald alte Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien

in ihre Rohstoffe aufgetrennt werden

sollen. «Das ist viel effizienter, als sie zu

schreddern. Ein gelernter Chemielaborant,

Der CEO der Schweizer Innovationsschmiede, Martin

Kyburz, ist gelernten Maschinenmechaniker und

diplomierten Elektroingenieur.

40

November 2019 | AUTOINSIDE


FLOTTENMANAGEMENT

der danach Umwelttechnik studierte, hat sich

für seine Diplomarbeit damit befasst.» Das Resultat

der Diplomarbeit überzeugte, nun ist der

ehemalige Student bei Kyburz als Projektleiter

für das Batterie-Center angestellt. «Ist die

Prüfung der Umweltverträglichkeit und der

Arbeitssicherheit abgeschlossen, werden wir

hier bald die Batterien unserer DXP recyclen

können.»

Dann verabschiedet sich der von Innovationen

getriebene Kyburz-CEO Martin Kyburz.

Er muss in die Entwicklungsabteilung. Es gibt

noch offene Fragen betreffend Optimierung

eines Lastenfahrrads und eines Wechselboxen-Systems,

bei denen das Wissen und die

Erfahrung des gelernten Maschinenmechanikers

und diplomierten Elektroingenieur gefragt

sind. <

Weitere Infos unter:

https://kyburz-switzerland.ch/de

Neben der Schweizerischen, der finnischen und isländischen Post setzen nun auch australische Postboten auf ein

elektrisches Dreirad von Kyburz. Die Zürcher können 1000 der speziell adaptierten Fahrzeuge liefern.

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FLOTTENMANAGEMENT

CNG als saubere und kostengünstige Alternative

Mit spitzem Bleistift gerechnet

180 CNG-Fahrzeuge

für Coca-Cola: Der

Schweizer Ableger des

US-Getränkekonzerns

ist der grösste CNG-

Flottenbetreiber der

Schweiz.

(Foto: Oliver Lang

und Coca-Cola HBC

Schweiz)

Fiat und vor allem der Volkswagen-Konzern setzen auf die CNG-Technologie, um die CO 2

-Emissionen ihrer gesamten

Fahrzeugpalette zu senken. Erdgas und Biogas überzeugen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch. Das ruft

vermehrt Flottenmanager auf den Plan. Sandro Compagno und Jürg A. Stettler

Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen

Antriebssystemen nimmt in der Schweiz

deutlich zu. Im September erreichte der Anteil

der Neuimmatrikulationen von Personenwagen

mit Hybrid-, Elektro-, CNG- oder Brennstoffzellenantrieb

mit 16,2 Prozent einen neuen

Höchststand. In den ersten neun Monaten

dieses Jahres kamen 26 274 neue Personenwagen

mit alternativen Antriebssystemen auf

die Strasse. Das sind 75,5 Prozent mehr als

von Januar bis September 2018. Dabei wuchsen

Hybrid-Motorisierungen um 54,4 Prozent,

Elektroautos um 153,9 Prozent und CNG-Modelle

um 18,2 Prozent.

18,2 Prozent sind auf dem Papier eine respektable

Steigerung, wenngleich das Wachstum

auf noch bescheidenem Niveau erfolgt. Der

Marktanteil der CNG-Fahrzeuge stieg 2019

von 0,3 auf 0,4 Prozent. Der grösste Teil dieses

Wachstums geht dabei auf das Konto von

Firmenflotten. So hat beispielsweise der Telekom-Anbieter

Salt seine Flotte zur Hälfte auf

CNG umgestellt. «Wir haben uns betreffend

Ersatzfahrzeugen für unsere Diesel auf dem

Markt sehr genau umgeschaut», erinnert sich

Andrew Kerr, Einkaufsleiter bei Salt Mobile

SA, «und dafür Hybride, Benziner und eben

auch CNG-Modelle in Betracht gezogen.» Die

Wahl fiel schliesslich auf 44 Seat Leon ST TGI.

CNG besteht aus Methan (CH4), dem einfachsten

Kohlenwasserstoff. Methan verbrennt

sehr sauber; die Feinstaubemissionen sind

praktisch vernachlässigbar, der Ausstoss von

Stickoxiden liegt rund 80 Prozent tiefer als

beim Diesel und auch die CO 2

-Emissionen

sind 10 (Diesel) bis 20 Prozent (Benzin) tiefer

als mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

Im reinen Biogasbetrieb sind CNG-Fahrzeuge

unter dem Strich sogar praktisch klimaneutral.

Das CO 2

, das der Ottomotor bei der

Verbrennung an die Umwelt abgibt, wurde der

Atmosphäre zuvor beim Wachstum der Rohstoffe

entzogen.

Bei diesen Rohstoffen handelt es sich ausschliesslich

um organische Abfälle aus Landwirtschaft,

Nahrungsmittelproduktion und

Gastronomie. In der Schweiz werden keine

Nutzpflanzen zur Produktion von biologischen

Treibstoffen angebaut die Frage «Tank oder

Teller?» stellt sich also nicht.

Die Salt-Flotte stösst aktuell 24 Prozent weniger

CO 2

aus als zuvor das entspricht 40 Tonnen

weniger des Treibhausgases im Jahr. «Zu

diesem klaren ökologischen Vorteil kommt

ein ökonomischer hinzu, schliesslich sinken

dank CNG auch unsere Spritkosten deutlich»,

ergänzt Andrew Kerr. Kein unwichtiger Aspekt,

legt doch jeder Aussendienstmitarbeiter

von Salt im Jahr rund 30 000 Kilometer

zurück.

Auch Coca-Cola HBC Schweiz fährt seit diesem

Jahr auf CNG ab: 180 Fahrzeuge der

Marken Audi, Skoda und VW Nutzfahrzeuge

Dienstfahrzeuge vom Aussendienstmitarbeiter

bis zum Manager ersetzen die

bisherige Dieselflotte. Lediglich jene Aussendienstmitarbeiter,

die auf einen 4×4-Antrieb

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FLOTTENMANAGEMENT

angewiesen sind oder keine CNG-Zapfsäule

in erreichbarer Nähe haben, sind weiterhin

mit Diesel-Fahrzeugen unterwegs. Da die

Gastanks bei CNG-Fahrzeugen nahe der Hinterachse

liegen und keinen Platz für Allradtechnik

lassen, sind sämtliche in der Schweiz

angebotenen CNG-Fahrzeuge reine Fronttriebler.

Und weil die rund 150 CNG-Tankstellen in

der Schweiz ans Gasnetz gebunden sind, bleiben

weisse Flecken auf der CNG-Landkarte:

weite Teile Graubündens beispielsweise oder

auch das Oberwallis und die Region rund um

den Gotthard.

Mit 180 Fahrzeugen wird Coca-Cola HBC

Schweiz zum grössten CNG-Flottenbetreiber

des Landes. «Mit der Umstellung der Fahrzeugflotte

auf CNG können wir unseren CO 2

-

Fussabdruck erneut signifikant senken», sagt

Patrick Wittweiler, Nachhaltigkeitsmanager

bei der Schweizer Tochter des US-amerikanischen

Getränkeherstellers. Seit Jahren unternimmt

das Unternehmen grosse Anstrengungen

auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. So

konnten die CO 2

-Emissionen in den letzten

fünf Jahren trotz wachsendem Getränkesegment

um elf Prozent gesenkt werden.

«Die Zusammenarbeit mit Coca-Cola ist ein

Meilenstein für unsere Mission», sagt Pascal

Lenzin, nationaler Koordinator für die Erdgasund

Biogasmobilität. Lenzin hofft, dass «CNG

und vor allem Biogas zu einem entscheidenden

Bestandteil der Energiewende im Verkehrssektor»

werden. Aktuell ist dem CNG,

das an Schweizer Zapfsäulen getankt wird,

im Durchschnitt 22,4 Prozent Biogas beigemischt.

Klimarelevant angerechnet werden

Treibstoff Benzin Diesel Erdgas

Motor 1.5 TSI 130 PS, DSG 1.6 TDI 115 PS, DSG 1.5 TGI, 130 PS, DSG

Verkaufspreis 33 010 35 760 36 900

VW Prämien −750 −1500 −1500

Erdgas Förderung 0 0 −2500

Treibstoffkosten 7791 6560 5148

Strassensteuer 832 166.40 166.40

Versicherung 2928 2932 2784

Wartung 1800 1800 2000

TCO Kauf 45 611 45 718 42 998

jedoch nur zehn Prozent. Das soll sich 2020

ändern. Der Wert soll auf 20 Prozent steigen

mit der Konsequenz, dass praktisch

alle CNG-Fahrzeuge, die in der Schweiz angeboten

werden, den Zielwert von 95 Gramm

CO 2

pro Kilometer unterbieten.

Auch für die Garagisten ist CNG eine spannende

Alternative. Anders als das rein elektrisch

betriebene Auto wird ein CNG-Fahrzeug nach

wie vor von einem Ottomotor angetrieben

mit der Folge, dass für den Garagisten immer

noch Service- und Wartungsarbeiten anfallen.

Die ökologische Komponente von Erdgas

und Biogas wirkt sich vorteilhaft fürs Image

gegen aussen und nach anfänglicher Skepsis

auch für die Mitarbeiterzufriedenheit

gegen innen aus. Doch Flottenmanager werden

nicht an diesen immateriellen Werten gemessen,

sondern müssen knallhart kalkulieren.

TCO (= Total Cost of Ownership) heisst

das Zauberwort. Auch hier überzeugt CNG:

Volkswagen hat diese TCO am Beispiel eines

VW Golf errechnet, der im Kanton Zürich immatrikuliert

ist und in vier Jahren 100 000 Kilometer

zurücklegt. Resultat: Das CNG-Modell

ist über die gesamte Nutzungsdauer günstiger

als seine mit Diesel oder Benzin betriebenen

Cousins. <

Weitere Infos unter:

cng-mobility.ch

TCO-Rechnung am Beispiel des VW Golf.

Auch Fahrlehrer setzen auf Erdgas und Biogas

Auch verschiedene Fahrlehrer reduzieren ihren

CO 2

-Fussabdruck mit CNG-Fahrzeugen, beispielsweise

Mathias Sterchi, Fahrlehrer in Thun. Seit

mehr als 17 Jahren ist Sterchi mit seinen Schülern

klimaschonend mit CNG im Berner Oberland

unterwegs. «Zu Beginn war es schon etwas

abenteuerlich, weil es erst wenige Tankstellen

gab und auch das Angebot an Fahrzeugen bescheiden

war.»

Seit Anfang 2018 fährt er mit 100 Prozent Biogas,

also nahezu klimaneutral. Sterchi unterrichtet mit

einem Skoda Octavia G-Tec mit Handschaltung

und einem Seat Leon mit Automatikgetriebe. Der

Thuner Fahrlehrer nutzt die Fahrzeuge und das

Argument Biogas auch zu Marketingzwecken,

wie ein Blick auf seine Website zeigt: «Wenn ich

etwas für die Umwelt tun kann, dann mache ich

es.» Ausserdem wolle er so etwas «Gegensteuer

zum Elektrohype» geben.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll sei sein CNG-

Seat, sagt auch Fahrlehrer William Marino aus

Kaltbrunn SG. Der Unterhalt sei deutlich günstiger

als bei einem Benziner, den er bis im Frühjahr

2018 gefahren sei: «Mit den aktuellen Benzinpreisen

betrugen die täglichen Treibstoffkosten 40

Franken. Jetzt kann ich für rund 20 bis 25 Franken

den ganzen Tag fahren.» Und das tue er heute mit

viel besserem Gewissen als zuvor.

Klimaneutral unterwegs: Fahrlehrer Mathias Sterchi

betankt seinen Skoda Octavia G-Tec mit Biogas.

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BILDUNG

Kolumne

«Das Leben besteht aus

Veränderungen»

Dario Cologna ist vierfacher Olympiasieger, Weltmeister, viermaliger Sieger des Gesamtweltcups und einer der besten

Langläufer aller Zeiten. Für den AGVS amtet der 33-jährige Bündner als «Botschafter für Effizienz und Spitzenleistungen».

In einer vierteiligen Serie erklärt Cologna, was es braucht, um ganz an die Spitze zu kommen, und wie er es schafft, sein

Niveau während eines Sportlerlebens zu wahren. Heute: Offenheit für Veränderungen.

44

November 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

«Lernende und junge Berufsleute befinden sich mitten in einem Prozess

der Veränderung. Ich werde von verschiedenen AGVS-Sektionen immer

mal wieder an Lehrabschlussprüfungen eingeladen. Solche Einladungen

nehme ich gerne an, erzähle von meiner beruflichen Tätigkeit und

versuche, die jungen Leute zu inspirieren und zu motivieren. Das Leben

besteht aus Veränderungen. Das gilt für die Autoberufe genauso wie

für meinen ‘Job’ als Berufssportler: Seit meinem Weltcupdebüt 2006 hat

sich vieles verändert. Natürlich heisst die Sportart immer noch Langlauf.

Aber ich hatte im Verlauf meiner Karriere immer wieder andere

Trainer, die neue Impulse einbrachten. Auch die Technik hat sich verändert,

dadurch auch die Athletik und nicht zuletzt das Material. Wer

sich nicht weiterentwickelt, der wird eher früher als später abgehängt.

Man orientiert sich an den Besten, schaut, was sie im Training und im

Rennen machen, und versucht das auf seine eigenen Fähigkeiten anzupassen.

Es braucht einen Plan und eine Philosophie, auf die man vertraut,

aber man muss immer auch links und rechts schauen. Der Wille

zur ständigen Verbesserung ist der Treiber dieser Entwicklung. Es geht

darum, herauszufinden, welche Veränderungen für sich selbst geeignet

sind: Radikale Massnahmen wie ein neuer Trainer? Oder punktuelle

Anpassungen im Trainingsaufbau oder der Technik? Veränderungen

sind immer mit Unsicherheit verbunden. Wichtig ist, Veränderung

nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen. Aber letztlich findet

man nur über den Fleiss und das Engagement zum Erfolg: Wir Spitzensportler

müssen viel und hart trainieren. Und ein Lernender muss viel

lernen und üben, wenn er in seinem Beruf erfolgreich sein will.

Was man dabei nicht vergessen darf: Ist ein Ziel erreicht, dann ist es

nicht fertig. Nicht für die frisch diplomierten Berufsleute und nicht

für uns Sportler. Es gibt immer ein nächstes Ziel. Für mich ist es das

nächste Weltcup-Rennen, die nächste Weltmeisterschaft oder die

nächsten Olympischen Spiele 2022 in Peking, die sicher meine letzten

sein werden. Für einen Lehrabgänger ist es die Erfahrung in der Praxis

oder auch die Weiterbildung, denn gerade in der heutigen Zeit ist permanentes

Lernen die Grundlage für langfristigen beruflichen Erfolg.»

AUTOINSIDE | November 201945


BILDUNG

Safety Bag

Mehr Sicherheit verpackt

in einem Rucksack

Besser und moderner: Die Branchenlösung des Auto- und Zweiradgewerbes (BAZ) hat den Safety Bag erneuert und

qualitativ aufgestockt. Kompakt verpackt enthält er die gesetzlich vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA),

die vom Arbeitgeber vollumfänglich bezahlt werden muss. André Bissegger

MIDLAND.CH

Der praktische Rucksack bietet Platz für die

Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, Gehörschutzpfropfen

sowie Schutzhandschuhe. Der Safety

Bag ist ein Erfolgsmodell. «Wir haben bereits

über 1000 Exemplare verkauft. Jetzt haben

wir ihn auf den neusten Stand gebracht», sagt

Karl Baumann, Geschäftsleiter der BAZ und

beim AGVS für den Bereich Arbeitssicherheit

und Umwelt zuständig. Dazu gehören eine

bessere Schutzbrille und Schuhe sowie ein angepasster

Gehörschutz. «Kurz gesagt: Wir haben

den Safety Bag qualitativ aufgestockt.»

Arbeitgeber sind gemäss Schweizerischem

Unfallversicherungsgesetz UVG respektive der

Verordnung über die Unfallverhütung VUV

verpflichtet, ihren Mitarbeitenden die notwendige

PSA zur Verfügung zu stellen und die

Kosten vollumfänglich zu bezahlen. «Das ist

auch ein Grund, weshalb wir den Safety Bag

auf dem neusten Stand halten wollen», sagt

Baumann. «Mit dem neuen Rucksack können

die Betriebe zeigen, dass ihnen Sicherheit

wichtig ist.» Die PSA kommt immer dann

zum Einsatz, wenn technische oder organisatorische

Massnahmen eine Gefährdung nicht

verhindern können.

Doch nicht nur die Arbeitgeber stehen in der

Pflicht: Die Mitarbeitenden müssen die ihnen

zur Verfügung gestellte PSA bestimmungsgemäss

verwenden im Betrieb und bei Aus-

bildungen. Auch das steht so im Gesetz. «Die

Lernenden müssen ihre PSA beispielsweise

auch bei den überbetrieblichen Kursen ÜK

dabei haben», betont der BAZ-Geschäftsleiter.

«Sie werden sonst teilweise unverrichteter

Dinge wieder nach Hause geschickt.» <

Weitere Infos unter:

safetyweb.ch

Mitarbeitende zu Weihnachten

mit Sicherheit beschenken

Der neue Safety Bag ist ab sofort erhältlich

und bietet sich so beispielsweise als Weihnachtsgeschenk

für die Mitarbeitenden an.

Dank den Sponsoren Elf, 3M und ESA kann

er zu attraktiven Preisen angeboten werden:

Ohne Sicherheitsschuhe bezahlen BAZ-

Mitglieder 39 Franken,

Nichtmitglieder 59. Mit

Sicherheitsschuhen

beträgt der Preis 121

respektive 169 Franken

(exklusive MwSt.).

46

November 2019 | AUTOINSIDE


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Waschanlagen für Nutzfahrzeuge von der ESA

Grossartige Lösungen für grosse Aufgaben

Die ESA vertreibt seit 40 Jahren exklusiv die Waschanlagen des Weltmarktführers WashTec, darunter auch Anlagen

für die Wäsche von LKW und Bussen.

pd. Robuste Konstruktionen, hohe Waschkapazitäten,

zuverlässige Reinigungsergebnisse

und hohe Kosteneffizienz: Mit innovativen

Lösungen erfüllen die LKW- und Bus-Waschanlagen

von WashTec die Ansprüche von Speditionen

und Busunternehmen. Eine Vielzahl

von Ausstattungsmöglichkeiten erlaubt die

für jeden Anwendungszweck passende Konfiguration.

Die beliebteste Maschine ist die

MaxiWash Vario. Sie ermöglicht die individuelle

Anpassung an Kundenwünsche und

Standorte. Zur Verfügung stehen verschiedene

Erscheinungsbilder, Bürstenausstattungen,

sechs Höhenvarianten und vieles mehr. Auch

die Waschprogramme lassen keine Wünsche

offen: Optionen wie Spiegelumfahrung und

Muldenkipper erlauben so viel Individualität,

wie es Nutzfahrzeugtypen gibt. Wartungsarme,

solide Komponenten garantieren eine lange

Lebensdauer.

Für die Wäsche und Pflege der beliebten Transporter

hat WashTec zudem eine dedizierte Portal-Waschanlage

im Sortiment: Die SoftCare

Pro Classic XL 320 wurde speziell für diese Art

von Fahrzeugen entwickelt und bietet unter

anderem eine nutzbare Waschhöhe von 3,2 m,

eine grosszügige Einfahrtsbreite und eine

Transporter-Erkennung an. Durch die umfangreiche

Ausstattung eignet sie sich auch perfekt

für die Autowäsche.

Die Spezialisten der ESA im Vertrieb und in

der Technik können auf ein grosses Knowhow

zurückgreifen und kennen die Bedürfnisse

der Waschanlagenbetreiber genau. Für

grosse Projekte verfügt die ESA über ein hauseigenes

Architekturbüro. Alle passenden Peripheriegeräte

wie beispielsweise Bedien- und

Bezahlsysteme, Staubsauger und Vorsprüher

gehören ebenso dazu wie die chemischen Reinigungsprodukte

von SONAX. Zahlreiche Referenzobjekte

können nach Vereinbarung besucht

werden. <

Weitere Infos unter:

esa.ch


BILDUNG

Autef-Reise nach Montreal

Eine Reise in den «Indian

Summer», die sich gelohnt hat

Mit zwölf Teilnehmern sind die Autef-Partner Bernward Limacher und Markus Roth im September nach Montreal geflogen.

Ziel der Reise: Vom Aftersales-Markt in Nordamerika lernen. In einem Blog auf agvs-upsa.ch berichteten Limacher und

Roth von der Studienreise. Eine Zusammenfassung. Sandro Compagno

Die Teilnehmer der Autef-Reise vom September posieren vor der EMEMM in Montreal.

Die wichtigste Erkenntnis fasst Markus Roth

unmittelbar nach der Rückkehr zusammen:

«Wir müssen nicht alles übernehmen, was

wir in Kanada gesehen haben. Aber wir können

einiges vom Gelernten hier in der Schweiz

umsetzen und damit Geld verdienen.» Vor

allem von den Bereichen Hochvolt und Passthru

waren sowohl die beiden Organisatoren

wie auch die Teilnehmer begeistert. «In der

Schulung, Diagnose und Reparatur von Hochvolt-Komponenten

sind uns die Nordamerikaner

fünf Jahre voraus», stellt Markus Roth

fest. Grund sind unter anderem die in Nordamerika

sehr verbreiteten Fahrzeuge aus japanischer

und koreanischer Herstellung mit

ihrer Hybrid-Technologie. Auch die kanadische

Regierung fördert Hybrid- und batterieelektrische

Fahrzeuge. Allein die Stadt Montreal beschäftige

rund 200 Automobil-Mechatroniker,

die die wachsende Hochvolt-Flotte der

Stadt warten und reparieren, erzählt Markus

Roth. Alle 200 Mechatroniker und Mechatronikerinnen

werden ab Januar 2020 an der

«École des Métiers de l’Équipement Motorisé

de Montreal» (EMEMM) einen entsprechenden

Kurs absolvieren.

Dass die Qualität der Aus- und Weiterbildung

in Kanada sehr hoch ist, war für die Schweizer

Reisegruppe an der EMEMM sicht- und spürbar.

Markus Roth: «Die Lehrer verfügen über

einen grossen Berufsstolz und eine enorme

Leidenschaft. Diese Passion für das Automobil

sei es nun ein Oldtimer oder ein topmoderner

Stromer übertragen sie auch auf ihre

Schüler.» Diese finden an der tadellos ausgestatteten

Schule eine perfekte Infrastruktur

vor. Die in den Schulstunden vermittelte

Theorie kann jederzeit an den zahlreichen verfügbaren

Modellen erprobt und in die Praxis

umgesetzt werden.

Die Teilnehmer konnten die Theorie jeweils gleich in der Praxis umsetzen.

Der Weg, den die Schule in Montreal eingeschlagen

hat, sei der richtige, stellen Marco

Wey aus Buchs LU und Adrian Müller aus

Obermumpf AG fest. «Man hat erkannt, dass

48

November 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Die Lehrer der EMEMM verfügen über einen grossen Berufsstolz und sind mit Leidenschaft dabei.

eine freie Garage über ein breites und tiefes Wissen verfügen muss, um

die Hybrid- und Elektrotechnik zu beherrschen», meinten die beiden

Autofit-Partner. «Es genügt nicht, nur Fehlerspeicher zu lesen», fasst

Markus Roth zusammen. «Ein Hochvolt-Techniker muss sattelfest in

der Messtechnik und im Lesen von Schaltplänen sein. Eine falsch gestellte

Diagnose kann sehr viel Geld kosten.»

Neben den Lerninhalten an der EMEMM zeigten sich die Teilnehmer

angetan von Land und Leuten und genossen die Freundlichkeit der Einheimischen.

Wie der Fahrer eines batterieelektrischen Hondas, der seinen

Stromer an einer öffentlichen Ladesäule tankte und da man beim

Laden von E-Autos ja ziemlich viel Zeit hat bereitwillig Auskunft über

sein Fahrzeug gab. Der freundliche Herr entpuppte sich als Politiker im

Wahlkampf um ein Abgeordneten-Mandat in Quebec. Einige der Teilnehmer

nutzten die Reise auch zu Abstechern in die Städte New York

oder Quebec oder sie verlängerten die Reise um ein paar Tage an und

genossen den farbenprächtigen «Indian Summer». <

Weitere Infos unter:

autef.ch

Ein zweites, nicht weniger wichtiges Thema war Passthru. Auch hier

scheinen die Nordamerikaner ihren europäischen Kollegen eine Nasenlänge

voraus. Das liege einerseits an der breiteren Modellpalette in

Europa, erklärt Markus Roth: «Der nordamerikanische Markt besteht

zu mehr als 90 Prozent aus Chevrolet, Ford und GMC plus japanischen

und koreanischen Herstellern. Freie Garagisten konzentrieren sich in

der Regel auf eine oder zwei Marken.» Ein Vorteil seien zudem die grossen

Sprachräume in Übersee: Englisch, Französisch sowie Spanisch im

Süden der USA das macht die Verbreitung von Informationen einfacher

als in Europa mit seiner Sprachenvielfalt. Bernward Limacher: «Die

Komplexität ist nicht kleiner als bei uns und die Informationsquellen

wären in Europa im gleichen Umfang erhältlich. Warum haben wir es

nicht auch geschafft, damit Geld zu verdienen?»

Eine Art von Informationsquellen sind Roth und Limacher an der Schule

in Montreal sehr positiv aufgefallen: Die Lehrmittel werden allesamt

von den Lehrern der Schule selbst geschrieben. Markus Roth: «Die Lehrer

verfügen nicht nur über ein enormes, in die Tiefe gehendes Knowhow.

Sie kennen auch die Probleme in der Praxis. Und nicht zuletzt

schreiben sie in einer Sprache, die der Fachmann versteht. Wir sind

schliesslich Mechaniker und keine Dichter!»

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AUTOINSIDE | November 201949


BILDUNG

AGVS Business Academy

NOVEMBER

Finanzielle Führung in Garagenbetrieben

Kennen Sie die Finanzzahlen in Ihrem Unternehmen

und wissen Sie, wie Sie diese

beurteilen müssen? Dieser Kurs richtet sich

an Inhaber, Geschäftsführer und Finanzverantwortliche

von Garagenbetrieben, welche

ihre Kompetenz in Finanz- und Controlling-

Fragen auffrischen oder vertiefen wollen. Sie

lernen wichtige Finanzentscheide im Betrieb zu

beurteilen, vorzubereiten und durchzuführen.

> > 5. November 2019, Bern

> > 6. November 2019, St. Gallen

Occasionsmanagement

Die Teilnehmer lernen, wie sie ihre

Occasionsfahrzeuge richtig bewirtschaften.

Dazu gehören unter anderem

die Präsentation, der Eintauschprozess

und die dynamische Preisstrategie.

> > 29. Januar 2020, Bern

Séminaire de gestion des occasions

Les participants apprennent comment

bien gérer leurs véhicules d’occasion. La

présentation, le processus de reprise et la

stratégie dynamique de prix en font partie.

> > 5 février à Paudex

Das Google Basics Training für den

Autohandel

Der Google Basics Einsteigerkurs gibt

einen Einblick in die wichtigsten Werkzeuge

und Massnahmen für eine verbesserte

Sichtbarkeit in Google. Sie lernen,

wie Sie Ihr Unternehmen dort optimal

präsentieren und mögliche Marketingangebote

wie Google Adwords selbst

steuern können.

> > 11. November 2019, Bern

> > 10. Februar 2020, St. Gallen

> > 27. April 2020, Horw

> > 7. September 2020, Winterthur

Elektro-Instruktion für Hochvolt-Systeme

in Elektro- und Hybridfahrzeugen

> > 17. und 18. Dezember 2019, St. Gallen

> > 9. und 11. Januar 2020, BBZ Goldau

> > 21. und 22. Januar 2020, Bildungszentrum

Bern

> > 26. und 27. März 2020, STF Winterthur

Weitere Ausbildungspartner unter:

www.agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/

hochvolt-zertifizierung

Direction financière de garages - ce qu’il

faut savoir

Connaissez-vous les indices financiers de

votre entreprise et savez-vous comment

vous devez les évaluer ? Ce cours

s’adresse aux propriétaires, directeurs

et responsables financiers de garages

souhaitant rafraîchir ou approfondir leur

compétence sur les questions de controlling

et financières. Ils apprennent à évaluer,

préparer et réaliser les décisions financières

importantes dans l’entreprise.

> > 19 novembre 2019 à Paudex

AGVS DIDAKTIKMODULE

Der Besuch dieser Weiterbildung ist für alle

Berufsbildner der technischen Grundbildungen

in den Betrieben, die über keinen tertiären Abschluss

verfügen, bis Ende 2020 obligatorisch.

«Lernende selektieren»

> > 10. Dezember 2019, St. Gallen

> > 17. Dezember 2019, Horw

> > 9. Januar 2020, Goldau

> > 15. Januar 2020, Horw

> > 21. Januar 2020, Winterthur

> > 29. Januar 2020, Bern

50

November 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

«Die Instrumente der BiVo 2018 kompetent

einsetzen»

> > 4. Dezember 2019, Horw

> > 10. Dezember 2019, Goldau

> > 12. Dezember 2019, Bern

«Junge Erwachsene führen

und Krisen überwinden»

> > 27. November 2019, Bern

> > 11. Februar 2020, Goldau

Weitere Daten und Orte jeweils online.

JANUAR 2020

Meine Wirkung als Führungsverantwortliche/r

Von den Grundregeln der Kommunikation

über Ihre Rolle als Führungsperson. Wie

gehen Sie mit aktuellen Herausforderungen

um? Aktuelle Führungssituationen werden

im Seminar besprochen und Sie erhalten so

die Gelegenheit, gemeinsam Lösungen zu

erarbeiten.

> > 9. Januar 2020, Bern

Basisseminar für Automobil-

Verkaufsberater

Während 10 Tagen werden die jungen oder

angehenden Automobil-Verkaufsberater/

innen im Detail mit den eigentlichen Verkaufsbelangen

(Verkaufspsychologie,

Kommunikation, Verkaufsmethodik) auf

ihre tägliche Arbeit vorbereitet.

> > 13. 24. Januar 2020, Bern

MODULES DIDACTIQUES DE L’UPSA

Les formateurs professionnels doivent être

toujours à jour ce que prouve la nouvelle

ordonnance de formation récemment

entrée en vigueur. La participation à cette

formation continue est obligatoire pour

tous les formateurs professionnels des

formations initiales techniques dans les

entreprises ne disposant pas d’un diplôme

tertiaire et ce jusqu’en 2020. Les formateurs

professionnels peuvent librement choisir

le module d’une journée qu’ils souhaitent

suivre :

«Utiliser avec compétence les

instruments des nouvelles ordonnances

de formation» ou «Sélectionner les

personnes en formation»

Prévu pour février 2020, veuillez consulter

notre site web pour les prochains cours.

DEZEMBER 2019

Facebook, Xing, Twitter und WhatsApp im

Autoverkauf

Der Workshop zeigt neuartige Möglichkeiten

auf, wie Sie die verschiedenen Plattformen

für sich selber einsetzen können, um noch

erfolgreicher zu verkaufen. Dieser Workshop

ist speziell für die Automobilbranche

konzipiert.

Dialog das neue Mitarbeitergespräch

Praxisorientierter Kurs für langjährige und

neue Führungsverantwortliche, die ihre

Mitarbeitergespräche effizienter und erfolgreicher

gestalten wollen und bereit sind,

sich intensiv mit der wirksamen Mitarbeiterentwicklung

auseinanderzusetzen.

> > 29. Januar 2020, St. Gallen

> > 4. Februar 2020, Horw

Grundlagen Flottenverkauf

Fahrzeugflotten in Unternehmen zu bewirtschaften,

erfordert von den Verantwortlichen

umfassende Kenntnisse und

Fähigkeiten. Lernen Sie in diesem Kurs den

Flottenmarkt und dessen Bewirtschaftungsformen

kennen!

> > 28. Januar 2020, Bern

Formation turbo pour vendeur auto 2020

La communication avec l’autre, la conquête

et la fidélisation de la clintèle ainsi que la

technique de vente constituent l’essentiel

de cette formation intensive. Il s’agit d’une

formation moderne, vivante, animée par des

intervenants qui sont tous professionnels

de leur branche.

> > 20 31 janvier 2020 à Paudex

JULI 2020

Facebook, Xing, Twitter et WhatsApp

dans la vente automobile

Les réseaux sociaux sont un canal

d'information important pour les clients mais

ils peuvent aussi être utilisés de manière très

ciblée par les vendeurs comme support de

vente, comme outil de suivi de la relation avec

les clients et pour le savoir-faire sectoriel.

L’atelier montre de nouvelles possibilités pour

utiliser ces différentes plateformes afin

de vendre encore plus efficacement.

> > 6 juillet 2020, Yverdon

Diese und weitere interessante Themen

finden Sie online in der Business Academy.

Retrouvez ces thèmes, et bien d’autres,

dans la Business Academy en ligne.

Die Kurse sind in der Kurssprache ausgeschrieben.

Les cours sont proposés dans la langue

correspondante. D’autres cours seront proposés

ultérieurement. Mise à jour sur agvs-upsa.ch.

Lehrgang DAB+

In Zusammenarbeit mit der Schweizer-

Radiobranche, DAB+-Experten der SRG

sowie DAB+-Fahrzeug-Spezialisten

wurde ein DAB+-Lehrgang mit AGVS-

Kompetenzausweis entwickelt.

> > 12. Dezember 2019, Bern

> > 15. Januar 2020, St. Gallen

> > 30. Januar 2020, Horw

agvs-upsa.ch, Rubrik: Berufs bildung/

AGVS Business Academy

> > 5. Dezember 2019, Horw

> > 28. Januar 2020, Bern

> > 6. April 2020, St. Gallen

AUTOINSIDE | November 201951


BILDUNG

Aktuelle regionale Veranstaltungen zur Aus- und

Weiterbildung im Automobilgewerbe

AARGAU

Automobildiagnostiker

Informationsabend:

Dienstag, 19. November 2019, 18 Uhr

Dienstag, 21. Januar 2020, 18 Uhr

Start Lehrgang:

Mittwoch, 9. September 2020

Ort : Weiterbildungszentrum, Lenzburg

> > wbzlenzburg.ch

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Ort: Handelsschule KV Aarau

> > hkvaarau.ch

Werkstattkoordinator/in im

Automobilgewerbe

Nächster Studienbeginn:

Freitag, 14. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Kundendienstberater im

Automobilgewerbe

Nächster Studienbeginn:

Freitag, 14. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Bahnhofpark 2a, Sargans.

Donnerstag, 21. November 2019,

Gürtelstrasse 48, Chur.

Jeweils ab 19 Uhr

Start Lehrgang: August 2020

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur

> > ibw.ch

HORW

Automobildiagnostiker/in und

Automobil-Werkstattkoordinator

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, Horw

> > agvs-zs.ch

BERN

Automobil-Verkaufsberater/in

Ort: Mobilcity, Bern

> > agvs-upsa.ch

Automobildiagnostiker/in BP

Nächster Studienbeginn:

Mittwoch, 12. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe HFP

Nächster Studienbeginn:

Im August 2021

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Höhere Berufsbildung im Automobilgewerbe

HFP, BP und Zertifikat

Informationsanlässe mit Dozierenden und

Vertretern des AGVS

Daten:

Dienstag, 3. März 2020, 19 bis 20.30 Uhr

Ort: AGVS Berner Oberland,

Stationsstrasse 6, Mülenen

Dienstag, 10. März 2020, 19 bis 20.30 Uhr

Ort: GIBB

Anmeldung: regula.saegesser@gibb.ch

CHUR / ZIEGELBRÜCKE

Automobildiagnostiker/in

Informationsabende:

Donnerstag, 14. November 2019,

ST. GALLEN

Automobildiagnostiker/in

Neu mit Einführungstagen

Informationsabend: 22. Januar 2020, 19 Uhr

Start Lehrgang: August 2020

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, St. Gallen

> > agvs-abz.ch

THURGAU

Automobildiagnostiker/in

Ort : Gewerbliches Bildungszentrum,

Weinfelden

> > gbw.ch

52

November 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

WINTERTHUR

Kundendienstberater im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Januar 2020

Ort: STFW

> > stfw.ch/akb

Automobil-Verkaufsberater

Ort: STFW

> > stfw.ch/aavb

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Ort: STFW

> > stfw.ch/abwa

Automobildiagnostiker

Automobil-Werkstattkoordinator

Ort: STFW

> > stfw.ch/ad und stfw.ch/adwo

ZÜRICH

Betriebswirt im Automobilgewerbe

berufsbegleitend, jeweils freitags

Ort: TBZ

> > tbz.ch

Automobil-Werkstattkoordinator/in BP

und mit Zertifikat AGVS

berufsbegleitend,

jeweils am Donnerstagabend

Ort: TBZ, Zürich

> > tbz.ch

PAUDEX

Brevet fédéral de conseiller de vente en

automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Diplôme fédéral de gestionnaire

d’entreprise de la branche automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

SION

Diagnosticien d’automobiles

Lieu : Ecole Professionnelle Technique et

des Métiers (EPTM), Sion

> > formationcontinuevalais.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : EPTM, Sion

> > formationcontinuevalais.ch

GENÈVE

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : novembre 2019 ou

janvier 2020

Lieu : Centre de formation UPSA Genève

> > formation-upsa-ge.ch/web/

formations-4-2/

YVERDON

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : janvier 2020

Jour du cours, le jeudi

Lieu : Centre de formation UPSA-VAUD,

Yverdon-les-Bains

> > formation.upsa-vd.ch

Aus den Sektionen

Für eine Publikation im AUTOINSIDE

melden Sie uns bitte Ihre Daten zu den

aktuellen Infoveranstaltungen und

Lehrgängen im Automobilgewerbe an

myfuture@agvs-upsa.ch.

Informationen zu allen

Weiter bildungen erhalten

Sie unter agvs-upsa.ch/de/

berufsbildung/hoehereberufsbildung.

Schützen Sie Ihre Lernenden und sich mit dem Safety Bag !

Der neue

Safety Bag

ist da!

Inhalt Safety Bag kann von der Abbildung abweichen.

Der Safety Bag beinhaltet die gesetzlich vorgeschriebenen persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzbrille,

Sicherheitsschuhe, Gehörschutzpfropfen und Schutzhandschuhe. Geliefert in einem praktischen Rucksack.

Dieser Safety Bag kann auch ohne Sicherheitsschuhe bestellt werden.

Weitere Infos und Bestellformular auf der Rückseite.

be safe!

AUTOINSIDE | November 201953


VERBAND & SEKTIONEN

«Tag der Schweizer Garagisten» 2020

«Wir wollen die individuelle

Mobilität sichern»

Die individuelle Mobilität wird teurer, Hersteller werden deutlich mehr direkt mit dem Kunden kommunizieren und die

Grösse eines Unternehmens wird auch in Zukunft entscheidend sein: Michael Jost, Leitung Konzern Strategie Produkt

und Chief Strategy Officer von Volkswagen, ist Referent am nächsten «Tag der Schweizer Garagisten» und hat eine

klare Sicht auf die aktuelle Entwicklung. Reinhard Kronenberg

Herr Jost, worin besteht im Moment die grösste Herausforderung

für Volkswagen?

Michael Jost: In der Digitalisierung und Elektrifizierung unserer Flotte.

Das Auto wird zum «Smart Device» ein Tablet auf Rädern. Die

Differenzierung wird künftig über die Software erfolgen und nicht

mehr so sehr über den Antriebsstrang. So konsequent wie wir

setzt kein anderer Automobilhersteller in der Branche auf eine

Elektro-Offensive. Dafür investieren wir in den nächsten fünf

Jahren rund 30 Milliarden Euro und bringen bis 2028 mehr

als 70 rein elektrische Fahrzeugmodelle auf den Markt. Damit

leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Gleichzeitig wollen wir die individuelle Mobilität sichern.

Sie bedeutet Freiheit.

Hersteller wandeln sich teilweise sehr dynamisch hin

zu Mobilitätsdienstleistern. Womit will beziehungsweise

wird VW in Zukunft Geld verdienen? Und die Händler?

2030 werden laut Studien rund 40 Prozent der globalen Erlöse im Mobilitätssektor

auf Dienstleistungen und digitale Services entfallen. Wir

sind daher dabei, mit strategischen Kooperationspartnern wie Microsoft

das grösste automobile Ökosystem der Welt aufzubauen. Die Grundidee

ist, dass der Kunde alle Services rund ums Auto direkt und langfristig

von uns bekommt. Er soll mit seiner persönlichen

ID rund um die Uhr individuell betreut werden.

Neue Dienste kommen dazu, die durch die

Vernetzung erst möglich werden: Ladeund

Abrechnungsdienste bei Elektroautos,

Flottenmanagement und

Car-Sharing-Dienste, E-Commerce-

Anwendungen und vieles mehr.

Das bedeutet auch, dass wir als

Hersteller künftig deutlich mehr

direkt mit dem Kunden kommunizieren.

All diese Überlegungen

gehen aber weiterhin vom

Auto aus. Und davon, dass dieses

Auto einen Besitzer hat,

der es von uns oder unseren

Handelspartnern kauft. Der

persönliche Kontakt bleibt

zentral.

Michael Jost

54

November 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

John Krafcik, CEO der Google-Tochter Waymo, die autonome Fahrzeuge

baut, sagt, er habe wenig Verständnis für die Sorge der Autobauer,

von den Techfirmen wie Google zu reinen «Blechbiegern»

degradiert zu werden. In seinen Augen seien sie das schon. Was

geht Ihnen bei einer solchen Aussage durch den Kopf?

Ich nehme das sportlich, wenn andere Unternehmen ihre Visionen

auch mal mit Zuspitzungen deutlich machen. Im Kern geht es um eine

wichtige Feststellung: Der gesamte Markt der Mobilität sortiert sich

neu. Wir haben nicht nur alte, sondern auch neue Wettbewerber. Man

sieht aber auch, vor welchen Herausforderungen diese stehen: Kleinserien

zu bauen ist einfach. Ein Auto für die Massen zu entwickeln, ist

hingegen offensichtlich doch nicht so leicht, wie mancher lange dachte.

In unserer Grösse liegt ganz klar eine Stärke, weil wir neue Technologien

schnell skalieren können. Man sagt zwar: «No one is too big

too fail». Für die Zukunft der Automobilbranche gilt aber auch weiterhin:

«Size matters».

Was ging Ihnen durch den Kopf, als die IAA erstmals überhaupt

durch Demonstranten und teilweise sogar massiv gestört wurde?

Ich fand es gut, dass wir bei Volkswagen gezielt in den Dialog gegangen

sind. Unser Vorstandsvorsitzender Herbert Diess hat sich mit der Sprecherin

des Aktionsbündnisses «Sand im Getriebe» mehrfach zur öffentlichen

Diskussion getroffen. Aber zu einer Diskussionsbereitschaft

gehört auch ein klarer Standpunkt. Und den haben wir: Das Auto muss

sauberer und sicherer werden. Dafür werden wir sorgen. Wenn andere

dann immer noch meinen, das Auto müsse weg, dann geht es ihnen

nicht ums Klima und nicht um Verkehrssicherheit. Dann lehnen

sie das Recht auf Eigentum und die individuelle Freiheit des Menschen

ab. Und da werden wir uns nicht einigen können.

VW hat als erster Autohersteller verkündet, bis 2050 komplett

CO 2

-neutral zu sein. Wie wollen Sie das erreichen?

Indem wir auf Dekarbonisierung in Produktion und Beschaffung setzen

und uns voll auf die Elektromobilität ausrichten. Auf dem Weg zur

bilanziell umfassenden CO 2

-Neutralität bis 2050 hat der Volkswagen-

Konzern in allen Bereichen Meilensteine festgelegt, die in den nächsten

Jahren erreicht werden sollen. Die Massnahmen folgen drei Prinzipien:

die wirksame und nachhaltige Reduktion von CO 2

, das Umstellen

der Energieversorgung auf erneuerbare Energien und das Kompensieren

der nicht vermeidbaren, verbleibenden Emissionen.

Erleben wir dann den «Tipping Point»

der Elektromobilität, also jenen Punkt,

ab dem es rasch in die Breite geht?

Dieser Punkt ist einfach zu definieren.

Er ist erreicht, wenn die Elektromobilität

keine Einschränkungen im Nutzwert

hat und zugleich wirtschaftlich

vorteilhaft ist. Wir liefern mit dem

ID.3 und den weiteren ID-Modellen die

Autos für diesen Punkt. Was jetzt noch

dazu kommen muss, ist der massive

weitere Aufbau der Ladeinfrastruktur.

Tag der Schweizer

Garagisten 2020

Kunden, Umwelt,

Kompetenzen

Das Verhältnis zwischen Hersteller und Händler ist in Deutschland

aktuell sehr angespannt, das gilt für VW genauso wie für Audi.

Der Handel fühlt sich zunehmend ausgebootet und nicht mehr auf

Augenhöhe. Was läuft schief?

Diese Einschätzung teile ich nicht. Richtig ist, dass sich sowohl die

Hersteller als auch die Händler mit hohem Tempo auf einen veränderten

Markt einstellen müssen. Dazu haben wir in enger Zusammenarbeit

mit unseren Händlern ein neues Vertriebsmodell erarbeitet, das

im Frühjahr 2020 anläuft. 99 Prozent unserer individuellen Handelsund

Servicepartner haben sich entschieden, diesen Weg mitzugehen.

Bei uns gab es hier kaum Dissonanzen trotz einschneidender Änderungen.

Den Ärger gab es in meiner Wahrnehmung nur bei anderen

Herstellern. Wir haben gute Lösungen definiert, die unseren wichtigen

Absatzkanal stärken. Wir führen beispielsweise gemeinsam mit

dem Handel neue Vertriebsformate ein, vom City-Showroom und Pop-

Up-Store bis zur Online-Plattform. Mit denen kann ein Händler seinen

klassischen Vollfunktionsbetrieb ergänzen. Und wir stärken ihn auch

in seiner unternehmerischen Eigenverantwortung, indem wir Standards

deutlich verschlanken. Wir fragen weniger danach, wie eine Leistung

erbracht wird, und vielmehr danach, dass sie erbracht wird. <

Jetzt anmelden für den

«Tag der Schweizer Garagisten»

Michael Jost wird als Referent am «Tag der Schweizer Garagisten»

vom 14. Januar 2020 im Kursaal in Bern auftreten. Weitere

Informationen über die anderen Referenten und zum Programm sowie

die Anmeldemöglichkeit gibt es unter: agvs-upsa.ch/tagung2020

Elektroautos sind heute teurer als vergleichbare Autos mit

Benzin- oder Dieselantrieb. Sie sagen, dass das in zwei bis drei

Jahren umgekehrt sein wird. Warum?

Wir haben mit dem ID.3 gerade das erste Modell der neuen vollelektrischen

ID-Familie vorgestellt. Alle unsere Elektroautos bauen auf unserem

modularen E-Antriebs-Baukasten MEB auf. Damit sind wir in der Lage,

eine grosse Variantenvielfalt zu sehr guten Preisen anzubieten. Und wenn

man in Betracht zieht, dass ein E-Auto in den laufenden Kosten von

Kraftstoff bis Wartung deutlich günstiger ist als ein Verbrenner, geht die

Rechnung für viele schon heute auf. Zudem sollte man nicht vergessen,

dass die Verbrenner aufgrund neuer Abgasnormen perspektivisch nochmal

deutlich teurer werden. In ein paar Jahren, wenn Euro7 kommt, werden

wir in den Verbrennern zusätzliche Materialien zu Kosten von 2000

bis 3000 Euro verbauen müssen. E-Autos sollten dann auch im Anschaffungspreis

mindestens auf Augenhöhe mit den Verbrennern liegen. Insgesamt

werden die Massnahmen zur Einhaltung zukünftiger Grenzwerte

die individuelle Mobilität allerdings verteuern das ist schon jetzt klar.

AUTOINSIDE | November 2019


VERBAND & SEKTIONEN

AGVS-Neumitglied

Den Jugendtraum verwirklicht

Roman Gämperle (28) hat die Alpine Garage GmbH in Bütschwil SG vor vier Jahren von Null auf aufgebaut. Vor Kurzem

wurde sie als AGVS-Neumitglied willkommen geheissen. Ein Porträt über einen jungen Betrieb, der auf Bildung,

Kundennähe und Zusammenarbeit setzt. Carla Stampfli

Die Alpine Garage ist seit Kurzem AGVS-Neumitglied (v.l.): Carmen Isenring, Markus Gämperle, Roman Gämperle, Armin Kläger und David Dux bilden ein eingespieltes Team.

Was im Januar 2016 als Ein-Mann-Betrieb

Fahrt aufgenommen hat, ist heute zu einem

Unternehmen mit fünf Mitarbeitenden, darunter

einem Lehrling, herangewachsen: Die

Rede ist von der Alpine Garage GmbH aus Bütschwil.

Im September konnte der AGVS den

Betrieb als Neumitglied willkommen heissen.

Ausschlaggebend für die Mitgliedschaft war

unter anderem das breite Aus- und Weiterbildungsangebot

des AGVS. Doch dazu später.

Aufgebaut hat die Alpine Garage Roman Gämperle

(28). Der Automobildiagnostiker wusste

bereits während seiner Lehre, dass er sich

selbstständig machen möchte. «Ich war schon

immer daran interessiert, nicht nur in der

Werkstatt zu arbeiten, sondern auch an der

Front. Mir bereitet es Freude, den Kunden zu

erklären, wie Probleme entstehen, wie und warum

Teile ersetzt werden müssen oder wie sich

die Rechnung zusammensetzt.» Um für seine

Führungsaufgaben gewappnet zu sein, hat Roman

Gämperle sogleich nach der Firmengründung

beschlossen, den AGVS-Lehrgang zum

diplomierten Betriebswirt im Autogewerbe zu

besuchen. «Die Weiterbildung hat mich sowohl

fachlich weitergebracht wie auch persönlich

gestärkt», blickt er zurück.

Mit dem Aufbau seiner eigenen Garage hat

Gämperle das erreicht, was er sich als Jugendlicher

gewünscht hat: eine Arbeit, die «dreckige

Finger» und Kundenkontakt vereint. «Es ist

diese Abwechslung, die mich an der Selbstständigkeit

reizt und mir grossen Spass macht.» Die

Aufgaben seien jedoch nur mit seinem Team zu

bewältigen. Um diese Philosophie nach aussen

zu tragen, hat er sich bei der Namenwahl nicht

für den eigenen, sondern für den symbolischen

Namen «Alpine Garage» entschieden.

Um als KMU auf dem Markt bestehen zu können,

legt der Betrieb Wert auf Weitblick. «Wir

sind in einem ländlichen Gebiet tätig. Hier

schätzen Kunden, wenn sie direkt bei uns

einen Termin machen, Fragen stellen oder

kurz in der Werkstatt reinschauen können»,

so Roman Gämperle. Obwohl der persönliche

Kundenkontakt grossgeschrieben wird,

hat der Betrieb gewisse Bereiche digitalisiert.

«Auf diese Weise gelingt es, den unterschiedlichen

Bedürfnissen gerecht zu werden.»

Auch in Bezug auf die Elektromobilität wurde

vorgesorgt. Derzeit werden zwar hauptsächlich

Services an Verbrennungsmotoren durchgeführt.

Denn noch ist die E-Mobilität in der

Region nicht gross verbreitet. «Weil uns aber

bewusst ist, dass die Elektrifizierung stark am

Wachsen ist, haben wir bereits Kurse für Hybrid-

und Elektrofahrzeuge absolviert und uns

das notwendige Know-how angeeignet.»

Überhaupt stellt die Bildung für ihn ein zentrales

Element dar, damit eine Garage Veränderungen

die Stirn bieten kann. Dabei rühmt

Roman Gämperle die Bemühungen des AGVS,

für gute Aus- und Weiterbildungen zu sorgen.

Auch lobt er den Austausch mit den AGVS-

Kundenberatern und erhofft sich, künftig auch

von weiteren Verbandsdienstleistungen profitieren

zu können.

Was die Zukunft betrifft, hat sich Roman

Gämperle zum Ziel gesetzt, die Kapazitäten

auszubauen. «Wir möchten wachsen aber in

einem vernünftigen Bereich.» Auch wünscht

er sich, dass sich Schweizer Garagisten vermehrt

austauschen würden. «Derzeit arbeiten

wir daran, dass wir in unserer Region ein Netzwerk

aufbauen und so Synergien nutzen können»,

sagt er. «Ich bin überzeugt: Wenn wir

zusammenhalten, können wir die Herausforderungen,

mit denen unsere Branche konfrontiert

ist, nachhaltig meistern.» <

56

November 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Mit der U-Nummer ins Ausland?

Es tut sich was bei den

Händlerschildern

Während Italiener und Deutsche mit provisorischen Kennzeichen in die Schweiz einreisen können, gilt dies im umgekehrten

Fall für die Schweizer Garagisten mit ihren U-Nummern nicht. Das Bundesamt für Strassen (Astra) steht mit Italien und

Deutschland in Verhandlungen. Sandro Compagno

Die Sache ist ärgerlich und sie kann teuer

werden. Sehr teuer, wie das Beispiel eines Zürcher

Garagisten zeigt, das im November 2018

publik wurde. Der Garagist fuhr mit dem

Händlerschild nach Süddeutschland, wo er

von der Polizei angehalten wurde. Er kassierte

eine Busse von 1300 Euro!

Grund: Gemäss Wiener Übereinkommen von

1968 müssen Fahrzeugausweise und Kontrollschilder

für die grenzüberschreitende Verwendung

gewisse Kriterien erfüllen. So muss im

Fahrzeugausweis u. a. die Fahrgestellnummer

vermerkt sein. Da die schweizerischen Kollektiv-Fahrzeugausweise

für verschiedene auch

nicht-immatrikulierte Fahrzeuge verwendet

werden können, erfüllen sie die Kriterien dieses

Übereinkommens nicht. Den schweizerischen

Nachbarstaaten ist es daher freigestellt,

diese Ausweise sowie die zugehörigen Händlerschilder

anzuerkennen oder nicht.

Das Astra verhandelt mit Italien und Deutschland, damit Schweizer Garagisten mit U-Nummern künftig in diese

Länder einreisen können.

Die Schweiz erlaubt den Verkehr ausländischer

Fahrzeuge, wenn sie im Zulassungsstaat

verkehrsberechtigt sind und mit einem gültigen

nationalen Fahrzeugausweis und einem

gültigen Kontrollschild versehen sind. Das gilt

insbesondere auch für provisorische deutsche

und italienische Kennzeichen beispielsweise

die «targa di prova» oder das «rote Kennzeichen».

Um dieses Ungleichgewicht zu beheben,

ist das Astra in Verhandlungen mit

Italien und Deutschland. Der Stand der Dinge:

Im Falle von Italien strebt das Astra an, das

Problem bis 1. Januar 2021 mittels eines bilateralen

Abkommens zu beheben. Ziel des Abkommens

ist, Fahrten mit Händlerschildern

auf italienischem Territorium zu ermöglichen.

Die Arbeiten am Abkommen sind bereits weit

fortgeschritten und letzte Details werden voraussichtlich

im ersten Halbjahr 2020 geklärt.

Das Astra ist via schweizerische Botschaft in

Rom in Kontakt mit dem «Ministerio delle Infrastrutture

e di Trasporti» (MIT) und setzt alles

daran, eine rasche Umsetzung der gemeinsam

erarbeiteten Regelungen zu erreichen.

Weniger weit fortgeschritten sind die Verhandlungen

mit unserem nördlichen Nachbarland.

Nach ersten Abklärungen mit dem

Bundesministerium für Verkehr und digitale

Infrastruktur (BMVI) werden derzeit verschiedene

Fragen bundesintern geklärt. Auch hier

verfolgt das Astra das Ziel, dass Fahrzeuge mit

schweizerischen Händlerschildern uneingeschränkt

auf deutschem Territorium verkehren

dürfen. <

Alles für innere Schönheit.

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VERBAND & SEKTIONEN

Mitgliederanlass AGVS Sektion Zürich

Besuch im Herzstück des

Zürcher Strassennetzes

945 000 Motorfahrzeuge sind mit einem ZH-Schild unterwegs. Dass sie alle sicher über die 218 Kilometer

Autobahn und durch 23 Kilometer Tunnel kommen, dafür sorgt die Verkehrsleitzentrale Letten in Zürich.

Die Mitglieder der Sektion Zürich kamen in den Genuss einer Führung durch das Herzstück des

Zürcher Strassennetzes. Sandro Compagno

In der Verkehrsleitzentrale Letten der Kantonspolizei Zürich wird der Verkehr auf allen Autobahnen im Kanton überwacht und koordiniert.

Die Szenerie erinnert an «1984» von George

Orwell: Ein abgedunkelter Raum, acht Arbeitsplätze,

jeder mit sieben Monitoren ausgestattet.

Dahinter eine Wand, fünf Meter

hoch, mit unzähligen Monitoren bedeckt und

dominiert von einem riesigen Bildschirm, der

die Karte des Kantons Zürich zeigt. Darauf aufgezeichnet

ist das Autobahnnetz. Denn das ist

der grosse Unterschied zum «grossen Bruder»

in George Orwells deprimierender Utopie.

Die Überwachung dient ausschliesslich der

Sicherheit im Strassenverkehr.

365 Tage im Jahr, sieben Tage in der Woche

und 24 Stunden am Tag sorgen die Beamten

in der Verkehrsleitzentrale Letten dafür, dass

die mittlerweile knapp 1 Million im Kanton

Zürich zugelassenen Motorfahrzeuge sicher

von A nach B kommen. «Von hier aus wird

alles koordiniert», erklärt der stellvertretende

Dienstchef Meinrad Kuhn den rund 50 Mitgliedern

der AGVS-Sektion Zürich, die der

Einladung von Präsident Christian Müller und

Sekretär Diego De Pedrini in die Verkehrsleitzentrale

gefolgt sind. 1980 wurde der beinahe

liebevoll «Ringli» genannte Rundbau aus

Backstein eingeweiht. Die Verkehrsleitzentrale

der Kantonspolizei Zürich befindet sich genau

über dem Milchbucktunnel, der den Norden

der Stadt mit dem Zentrum und dem Hauptbahnhof

verbindet.

Tunnels stellen hohe Anforderungen an die

Verkehrssicherheit. «Wenn im Gubrist der Verkehr

zum Erliegen kommt und sich die Autos

stauen, befinden sich rund 2000 bis 2500

Personen im Tunnel», erklärt Meinrad Kuhn.

Entsprechend gefährlich wird es, wenn beispielsweise

ein Pannenfahrzeug brennt.

Die Sicherheitsstandards sind hoch: Drückt

jemand im Gubrist den Anrufknopf der Notrufsäule,

wird in Sekundenbruchteilen das

Tempolimit gesenkt. Die Tunnelbeleuchtung

wird auf das Maximum hochgedreht und die

gelben Blinklichter gehen an. Auf jede Notrufsäule

im Gubrist ist eine Kamera gerichtet.

Meinrad Kuhn appellierte an die AGVS-

Mitglieder, im Falle eines Unfalls oder einer

Panne die Notrufsäulen zu benutzen und nicht

etwa das eigene Handy. «Dann wissen wir

genau, wo und auf welcher Fahrspur Sie sind.»

Auch wenn Unfallereignisse scheinbar zufällig

und unvorhersehbar auftreten, seien gewisse

Muster zu erkennen, sagt Meinrad Kuhn:

«Den Vollmond spüren wir. Und das Monatsende,

wenn der Lohn auf dem Konto ist.» <

Die Mitglieder der AGVS-Sektion Zürich im Rettungsstollen

des Milchbucktunnels. Ursprünglich war der

Tunnel als Zubringer fürs Zürcher Ypsilon geplant und

gebaut worden.

58

November 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Ein Meilenstein für 210 Nachwuchskräfte

> Mitte Juli fand die Lehrabschlussfeier 2019 der AGVS-Sektion Waadt statt.

Einige der 30 Preisträgerinnen und -träger unter den 210 Nachwuchskräften zusammen mit Vertretern des AGVS und Gästen.

Dieses Jahr haben 210 Lernende ihre Lehre

mit einem EFZ abgeschlossen. Die Feier fand

im SwissTech Convention Center der EPF Lausanne

in fröhlich-festlicher Stimmung statt.

Zu den über 900 Gästen zählten Familien, Angehörige

und Ausbilder der stolzen Absolventinnen

und Absolventen.

Roger Dubler

(1936 2019)

Roger Dubler war

ein sehr aktives

Mitglied des Waadtländer

Garagistenverbands

(AGVS-

Sektion Waadt) sowie

ein Gründungsmitglied

und langjähriger Sekretär des Garagistenverbands

von Nyon und Umgebung (AGDN).

Er war allseits für seine starke Persönlichkeit

bekannt. Mit seinem Garagenbetrieb

vertrat Roger Dubler mehrere Marken, bis er

sich aufgrund der Konjunktur und des neuen

Markenvertriebs wie viele andere auch gezwungen

sah, seine Garage unter dem Banner

stop+go zu betreiben.

Mein aufrichtiges Beileid gilt seiner

Familie, der ich einen erfolgreichen Betrieb

des Centre Auto Dubler wünsche.

Pierre Jenni, Ehrenpräsident der AGVS-

Sektion Waadt

Nicolas Leuba, Präsident der AGVS-Sektion

Waadt, eröffnete die Zeremonie. Er beglückwünschte

die neuen Fachkräfte, ihre Angehörigen

und Ausbilder. Er äusserte zudem den

Wunsch, dass die Autoberufe weiblicher werden

sollen: Von den 210 überreichten Abschlusszeugnissen

dieses Jahres gingen nur 25

an Frauen. Besonders lobte er daher die Ausbildung

Strassentransportfachfrau, die einen

Anteil von mehr als 20 Prozent Frauen erreicht,

sowie den Astag-Präsidenten Jean-Pierre

Giobellina. Leuba betonte ausserdem, dass

die vielseitigen Berufe der Branche allgemein

gute Zukunftsaussichten und den 210 Nachwuchskräften

eine gewisse Beschäftigungsgarantie

böten. Abschliessend erinnerte er

daran, dass die Berufsmeisterschaften Swiss-

Skills und WorldSkills hervorragende Motoren

und Visitenkarten des Berufsstands seien

und dass der AGVS gerne interessierte Teilnehmer

unterstütze.

Mehrere prominente Redner gratulierten den

neuen Berufsfachkräften der Automobil- und

Transportbranche herzlich und hiessen sie im

Leben der selbstständigen Erwachsenen willkommen.

Sie ermutigten sie, ihre Kompetenzen

einzubringen und sich durch die in der

sich rasch ändernden Welt so unverzichtbaren

und wertvollen Weiterbildungen weiterzuentwickeln.

Zu den Rednern gehörten Lionel

Eperon, der Direktor der Generaldirektion für

Weiterbildung, der im Auftrag von Cesla Amarelle,

Staatsrätin und Vorsteherin des Departements

für Bildung, Jugend und Kultur (DFJC),

am Anlass teilnahm; Olivier Français, Ständerat

des Kantons Waadt; Carlo Carrieri, Unia-

Vertreter, sowie Christian Maeder, Gemeindepräsident

von Écublens.

In diesem Jahr erreichten vier Absolventinnen

und Absolventen den besten Notendurchschnitt

(5,5) und wurden mit einem Preis

ausgezeichnet: Yves Perey, Strassentransportfachmann,

Coop Aclens; Florian Grandet,

Automobil-Fachmann mit Fachrichtung Personenwagen,

Garage du Vallon in St-Cierges;

John Merier, Kaufmann B-Profil, Emil Frey in

Nyon und Coralie Milici, Kauffrau E-Profil, Garage

de Nyon A&S Chevalley in Nyon.

Weitere 26 Absolventinnen und Absolventen

wurden ebenfalls ausgezeichnet und erhielten

einen der von den Partnern der AGVS-Sektion

Waadt offerierten Preise.

Zwei Ehrengäste ergriffen ebenfalls das Wort

und teilten ihre Erfahrungen mit dem Publikum:

Eric Jordan, der Leiter der Rallye du Chablais

und Partner der AGVS-Sektion Waadt, sowie

Joël Rappaz, erstklassiger Rennfahrer, der

bei der Rallye 2018 den zweiten Platz belegte.

Nicolas Leuba sprach zudem über den Projektfortschritt

des neuen Ausbildungszentrums

im Y-Parc in Yverdon-les-Bains eines

wichtigen Projekts, für das sich der Vorstand

seit 2015 einsetzt. Der Komplex, an dem zahlreiche

Akteure beteiligt sind, wurde einem

Architekturbüro aus der Region übertragen.

Das auf 25 Millionen Franken veranschlagte

Zentrum wird gemeinsam mit zwei weiteren

Verbänden (GIM-CH und 2Rad Schweiz Sektion

Westschweiz) als «Haus der Mechanik»

genutzt. Der Baubeginn ist für 2020 und der

Bezug für 2022 vorgesehen. <

86. Generalversammlung

in Payerne

Etwa 100 Personen nahmen an dieser Veranstaltung

teil, die Ende Juni unter dem

Dach des Militärischen Luftfahrtmuseums

stattfand. Nach zwei dreijährigen Amtszeiten

wurde Präsident Nicolas Leuba für eine neue

dreijährige Amtszeit glänzend wiedergewählt:

Er erklärte, dass er nach wie vor motiviert sei

und versprach, das Projekt «Neues Ausbildungszentrum»

bis zum Ende zu unterstützen.

Auch der Vorstand wurde wiedergewählt.

Es gab lediglich eine Mutation: Auf

Michel Santus, der seine Prioritäten auf die

Leitung seines Unternehmens konzentrieren

musste, folgt für drei Jahre Fernando Traversa.

Er ist Betriebsleiter der Garage de la Riviera

(Niederlassung der Leuba-Gruppe in La

Tour-de-Peilz) und verfügt über umfangreiche

Erfahrungen im Automobilsektor, die er mit

der Geschäftsleitung der Sektion teilen will.

AUTOINSIDE | November 201959


VERBAND & SEKTIONEN

Berufsmeisterschaften beider Basel

Der Sieg macht Lust auf mehr

Mit Vera Häner wurde an den Berufsmeisterschaften 2019 der AGVS-Sektion beider Basel erstmals eine junge Frau als

Beste ihres Fachs gekürt: Die 18-Jährige, die bei der P. Schweizer AG in Liestal im vierten Lehrjahr als Automobil-Mechatronikerin

steht, setzte sich gegen 15 Mitkonkurrenten durch. Im Interview erzählt sie nicht nur, wie sie am Wettkampf einen

kühlen Kopf bewahrte, sondern verrät auch ihre Pläne für die SwissSkills 2020. Carla Stampfli

Vera Häner stellte an acht Posten ihr Wissen unter Beweis.

2 Tage, 8 Posten, 9 Experten: So lautete die

Ausgangslage für die 16 Teilnehmenden der

diesjährigen Berufsmeisterschaften der Automobil-Mechatronikerinnen

und -Mechatroniker

der AGVS-Sektion beider Basel. Unter den

jungen Fachkräften, die anlässlich der Ausstellertage

der Auto/Mobil Basel Mitte September

zum Wettkampf antraten, war auch

Vera Häner aus Sissach BL. Sie absolviert derzeit

ihr viertes Lehrjahr bei der P. Schweizer

AG in Liestal BL. Dass sie die Aufgaben, zu

denen auch eine mündliche und schriftliche

Prüfung gehörten, als Beste ihres Fachs meistern

würde, damit hat sie nicht gerechnet, wie

sie im Gespräch mit AUTOINSIDE sagt.

Frau Häner, wie haben Sie die Wettkampftage

erlebt?

Vera Häner: Eigentlich ziemlich locker (lacht).

Ich hatte keine Vorstellung, wie ich mich

unter den Teilnehmenden schlagen würde.

Deshalb setzte ich mich auch nicht unter

Druck. Ich liess den Wettkampf auf mich

zukommen und nahm Aufgabe um Aufgabe.

Einzig beim ersten praktischen Posten

war ich etwas aufgeregt, danach aber verflog

die Nervosität. Das hatte auch damit zu tun,

dass wir uns in der Gruppe austauschten und

gegenseitig erzählten, welche Aufgaben an

welchen Posten zu bewältigen waren.

Welche Aufgabe forderte Sie am meisten

heraus?

Die schriftliche Prüfung! Die Fragen waren auf

einem sehr hohen Niveau, bei keiner konnte

ich mir sicher sein nicht einmal bei den Multiple-Choice-Fragen.

Hinzu kam der Zeitdruck,

der das Ganze erschwerte. Dass die Berufskunde-Prüfung

nicht einfach ist, wurde uns

von den Experten bestätigt. Auch die mündliche

Prüfung war nicht ganz ohne. Obwohl

mich der theoretische Teil des Wettkampfs

herausforderte, bin ich froh darum: Jetzt weiss

ich, was mich an der Lehrabschlussprüfung

im nächsten Jahr erwartet, wie und was die

Experten fragen werden. Die Berufsmeisterschaft

war eine super Übung.

Haben Sie mit einem Sieg gerechnet?

Nicht wirklich. Erst am Ende des ersten

Wettkampftages habe ich realisiert, dass

es für eine gute Platzierung reichen könnte:

Nämlich als ich sah, dass ich auf dem

Punktezwischenstand weit oben lag. Das war

cool und motivierte mich, alles zu geben.

60

November 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Vera Häner mit Mutter Edith Zwicker, David Schweizer (l.), Berufsbildner und Geschäftsführer der P. Schweizer AG, sowie Geschäftsleitungsmitglied Peter Schweizer.

Inwiefern hat Ihr Berufsbildner und Geschäftsführer

der Garage P. Schweizer AG, David

Schweizer, zur Goldmedaille beigetragen?

Viel! David spornte mich im Vorfeld mit motivierenden

Sätzen wie «Du kannst es und

gewinnst» immer wieder an und half mir bei

der Vorbereitung.

Wie sah diese aus?

Wir vertieften Bereiche, bei denen ich etwas

Mühe habe, beispielsweise das Thema Batterie.

Lustigerweise wurde ich an den Berufsmeisterschaften

aber kaum darüber ausgefragt.

Zusätzlich schauten wir im Rahmen

des vertiefenden Fachkunde-Unterrichts des

Junior-Car-Crack-Förderprogramms (JCC) weitere

Punkte an.

Sie sind die erste Frau, welche die Berufsmeisterschaft

der Automobil-Mechatronikerinnen

und -Mechatroniker beider Basel

gewonnen hat. Was bedeutet das für Sie?

Das ist schon cool. Aber eigentlich bin ich

der Meinung, dass es keine Rolle spielt,

ob du eine Frau oder ein Mann bist. Können

und Intelligenz sind nicht an das Geschlecht

gebunden.

Im September 2020 finden die Schweizer

Berufsmeisterschaften in Bern statt. Sind

die SwissSkills oder gar die WorldSkills

ein Jahr später Ihr nächstes Ziel?

Ich werde mich auf alle Fälle für die Vorausscheidungen

anmelden! Es wäre schon schön,

auch an den SwissSkills abzuräumen (lacht).

Aber erst einmal richtet sich mein Fokus auf

die Lehrabschlussprüfung im nächsten Jahr.

Dann sehen wir weiter.

Was schätzen Sie an Ihrer Ausbildung?

Dass ich es mit Fahrzeugen zu tun habe. Ich

habe einfach Freude an Autos. Obwohl mein

Ziel war, aufs Gymnasium zu gehen, entschied

ich mich vor dem Übertritt doch für

eine Berufslehre in der Autobranche. Die

Ausbildung gefiel mir auf Anhieb.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Genau weiss ich das noch nicht, aber irgendwo

in der Autobranche. <

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AUTOINSIDE | November 201961


TECHNIK & UMWELT

AutoEnergieCheck wird verlängert

500 Mal zum Mond und zurück

Der AutoEnergieCheck, eine Dienstleistung der Schweizer Garagisten in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie,

wird weitere zwei Jahre fortgesetzt. Dank dem AEC konnten bislang mehr als 60 000 Tonnen CO 2

eingespart werden.

Langläufer Dario Cologna war während vieler Jahre AEC-Botschafter. Inzwischen ist er AGVS-Botschafter für Effizienz und Spitzenleistungen.

sco. 20 Minuten dauert der AutoEnergieCheck

bei einem AGVS-Garagisten. Dabei werden

unter anderem der Reifendruck kontrolliert

und allenfalls erhöht sowie die Auspuffanlage,

das Treibstoffsystem, die Klimaanlage und

elektrische Verbraucher überprüft. Auch unnötiger

Ballast oder nicht benötigte Gepäckträger

erhöhen den Treibstoffverbrauch. All die Einsparmöglichkeiten

sieht der Autobesitzer auf

dem persönlichen AEC-Zertifikat, das im Anschluss

an den AEC überreicht wird.

Ein AEC-Anbieter der ersten Stunde ist die

Ruckstuhl-Gruppe mit sechs Standorten in

und um Zürich und hat seit 2013 rund 4000

AutoEnergieChecks durchgeführt. Kurt Giger,

Verkaufsleiter und Leiter Kundendienst, war

schon bei der Entwicklung dabei: «Die Kunden

können von diesem Check wirklich profitieren.

Sehr wichtig ist dabei das persönliche

Gespräch nach dem AEC.» Die Wichtigkeit

des korrekten Reifendrucks um ein Beispiel

zu machen erkläre er jeweils mit dem Velo,

das man im Frühling wieder aus dem Keller

holt: «Während des Winters haben die Pneus

an Luft verloren. Man muss also strampeln

wie wahnsinnig, will man vorwärtskommen.

Sobald die Veloreifen gepumpt sind, geht es

fast von allein. Dieses Beispiel führt immer zu

einem Aha-Effekt.»

Der AutoEnergieCheck hilft den Autobesitzern,

möglichst effizient und umweltschonend

unterwegs zu sein. Das spart nicht nur

CO 2

, sondern dank tieferem Verbrauch auch

Geld. Die durchschnittliche Einsparung beträgt

rund 200 Liter Treibstoff oder 350 Franken

im Jahr. Seit Beginn des AEC im Jahr 2013

haben die rund 1100 zertifizierten AGVS-Garagisten

mehr als 50 000 AutoEnergieChecks

durchgeführt und konnten dabei mit ihren

Kunden zusammen rund 60 000 Tonnen CO 2

einsparen. Das entspräche rund 500 Autofahrten

zum Mond und zurück oder 10 000 Fahrten

rund um die Welt.

Das Programm wird unterstützt von EnergieSchweiz,

dem Energiesparprogramm des

Bundesamts für Energie (BFE). Die Zusammenarbeit

mit dem AGVS wurde soeben um zwei

Jahre verlängert. «Wir freuen uns sehr, EnergieSchweiz

als Partner für diese sinnvolle und

nachhaltige Dienstleistung an Bord zu haben»,

sagt Markus Peter, Leiter Technik & Umwelt

beim AGVS.

An Bord ist und bleibt auch Langlauf-Star Dario

Cologna. Der mehrfache Olympiasieger,

Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger war

während vieler Jahre AEC-Botschafter für den

Verband der Schweizer Garagisten. Seine Rolle

wurde mittlerweile ausgebaut: Der Schweizer

Sportler des Jahres 2013 ist offiziell AGVS-Botschafter

für Effizienz und Spitzenleistungen.

In dieser Funktion engagiert er sich für ein

nachhaltiges Mobilitätsverhalten und im Bereich

der beruflichen Grundbildung. <

62

November 2019 | AUTOINSIDE


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TECHNIK & UMWELT

«Mobilität im Gespräch»

Zurück zur

Sachlichkeit

Im Swiss Science Center Technorama legten die beiden Wissenschaftler

Prof. Dr. Silvio Borner und Dr. Markus O. Häring dar, wieso in der

aktuell sehr aufgeladenen Klimadebatte eine Panikmache genauso

schädlich ist wie eine Verharmlosung.

Markus O. Häring ist Experte für Geothermie und Vorstandsmitglied des Carnot-Cournot-Netzwerks (CCN). Er stellte sich bei seinem Vortrag im Rahmen des Diskussions-Zyklus

«Mobilität im Gespräch» von Hutter Dynamics gegen die allgegenwärtigen Katastrophenszenarien bezüglich Klimaerwärmung.

jas. Durch Minergiestandard, bewegliche Lüftungsluken,

eine Luft-Wasser-Wärmepumpe

und eine Photovoltaik-Anlage, die jährlich 60

Tonnen CO 2

-Emissionen einsparen hilft, setzte

Markus Hutter, Verwaltungsratspräsident

Hutter Dynamics, beim Neubau eines seiner

Betriebe klare Zeichen für mehr Nachhaltigkeit.

Doch nicht nur in seinem Unternehmen

engagiert sich der alt Nationalrat für die

Umwelt, sondern auch im Rahmen des Diskussions-Zyklus

«Mobilität im Gespräch».

Bei der letzten Ausgabe im mit rund 150 interessierten

Besucherinnen und Besuchern gut

gefüllten Foyer des Swiss Science Center Technorama

in Winterthur legten die beiden Wissenschaftler

Silvio Borner und Markus O. Häring

dar, wie wichtig es ist, die aktuell sehr

aufgeheizte Klimadebatte weg von der Emotionalität

hin zu einer sachlichen Debatte zu

führen.

«Der Klimawandel ist eine Tatsache genauso

wie der Temperaturanstieg. Das fordert uns

alle heraus, nicht nur die kleine Schweiz», erklärte

Gastgeber Markus Hutter, Verwaltungsratspräsident

der ESA, zum Auftakt. «Die ambitionierten

Ziele, die es zu erreichen gilt,

erfordern unbedingt flexible Rahmenbedingungen.

Denn ob das CO 2

nun in der Schweiz

oder an einem anderen Ort eingespart wird,

ist der Welt egal, aber der Wirtschaft nicht!»

Für den engagierten Garagisten ist dabei eine

sachliche Debatte zum Klimawandel und eine

Abkehr von der Klimahysterie entscheidend,

um nach sinnvollen, internationalen Lösungen

zu suchen und die nötigen Konsequenzen

zu ziehen. «Es reicht nicht, andere wütend

zum Handeln aufzurufen. Man muss selbst

aktiv werden», so Hutter.

Dass es Zeit zum Handeln ist, verdeutlichte

auch Silvio Borner, der zuerst die Rolle der

Wissenschaft innerhalb der Gesellschaft darlegte,

aber davor mahnte, dass sich Wissenschaft

missbrauchen lasse. Der emeritierte

Volkswirtschaftsprofessor erklärte: «Jegliche

Wissenschaft unternimmt den Versuch, reale

Phänomene und Entwicklungen zu erklären

und die gewonnenen Erkenntnisse anzuwenden,

das heisst zum Wohle des Fortschritts

der Menschen zu nutzen.» Eine möglichst objektive

und klare Information der Bevölkerung

über die effektive Lage sei daher wichtig,

genauso wie das Offenlegen der Wirkungszusammenhänge

sowie der Bedeutung der verschiedenen

Zivilisations- und Technologierisiken.

Der 78-Jährige ergänzte: «Eine grüne

Zukunft ist möglich, vielleicht nötig. Idyllische

Zustände würde sie jedoch sicher nicht

bringen.» Spannend: Den gleichen Text hatte

er vor fast 30 Jahren unter dem Titel «Welche

Zukunft wollen wir?» bereits einmal publiziert.

Borner folgerte daraus: «Wir haben

es eigentlich schon immer gewusst, konnten

eine Verschlimmerung der Moralisierung und

Politisierung der Wissenschaft aber nicht verhindern.»

Für den Volkswirtschaftsprofessor

ist zudem klar, dass man bezüglich Klimapolitik

auf Schweizer Alleingänge mit Verboten

oder Abgaben, die global nichts bringen,

die Schweiz aber lokal stark belasten,

verzichten muss. Und dass eine langfristige

und nachhaltige Dekarbonisierung nur im

globalen Kontext ohne Panikmache und Kurzschlüsse

erfolgen kann.

Dem stimmt auch Markus O. Häring zu. Der

Geologe und Experte für Geothermie zeig-

64

November 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIK & UMWELT

Bis im Jahr 2035 wird vor allem der Energiebedarf in

China und Indien steigen, in Europa bleibt er fast gleich.

Die Temperaturdaten zeigen, dass es zwar eine Klimaerwärmung gibt, aber keine Beschleunigung davon.

te auf, dass es zwar seit 1950 einen beispiellosen

Anstieg der CO 2

-Konzentration gebe.

Dieser lasse sich auch nicht durch natürliche

Ursachen erklären. Der momentane Temperaturanstieg

sei aber keinesfalls beispielslos,

wie immer wieder behauptet werde.

Anhand von Eiskernen könne man die CO 2

-

Konzentration und die Temperatur der letzten

400 000 Jahre genau messen. Dabei hinke

der CO 2

-Anstieg immer rund 800 Jahre hinterher.

«Der entscheidende Unterschied heute:

Der CO 2

-Anstieg geht der Temperatur voraus»,

erläuterte das Vorstandsmitglied des

Carnot-Cournot-Netzwerks. «Und ganz entscheidend

in der ganzen Klimadiskussion:

CO 2

ist kein Schadstoff! Denn ohne CO 2

gibt

es kein Leben.» Die Emissionen in den nächsten

30 Jahren auf Null zu senken, sei daher

ausserdem eine sehr heftige Forderung. Der

Wissenschaftler gab zu bedenken, dass ein

Kohleverzicht in der Schweiz vielleicht noch

realisierbar sei. Die weiteren fossilen Energieträger

wie Erdöl, Erdgas und Atomstrom

bis 2050 durch erneuerbare Energien zu ersetzen,

sei jedoch unrealistisch. «Nicht nur

der Verkehr, auch die Stahl-, Zement- und

Asphaltproduktion funktioniert ohne fossile

Brennstoffe nicht», hielt der Geologe fest. «Die

Dekarbonisierung müsste schneller erfolgen

als einst die Industrialisierung. Dazu bräuchte

es mehr als Klimademos. Es bräuchte massive

wissenschaftliche Durchbrüche!»

Die sieht Häring genau so wenig wie den Willen

der grössten CO 2

-Verursacher (u. a. China,

USA und Indien), sich zu einer Verringerung

der CO 2

-Emissionen zu verpflichten. Der Wissenschaftler

verlangt daher in der Klimadebatte

eine Rückbesinnung sowie eine Rückkehr

zur Sachlichkeit und hält fest: «Unser

Beitrag muss nicht im Verzicht, sondern in

der Innovation liegen.» <

Volkswirtschaftsprofessor Silvio Borner erläutert einen Sachverhält, während Gastgeber Markus Hutter, Verwaltungsratspräsident Hutter Dynamics und Verwaltungsratspräsident

der ESA aufmerksam zuhört.

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AUTOINSIDE | November 201965


AUTO-SALON

Auto-Salon

Geheimnis um ESA teilweise gelüftet

Ein neuer Standort und ein neues Konzept: Die ESA wird auch im kommenden Jahr an der GIMS präsent sein und zügelt in

die Halle 1. Wie sie sich dort präsentieren wird, bleibt vorerst offen. André Bissegger

ESA-Präsident Markus Hutter hatte zwar im

Mai am Rande der ESA-Generalversammlung

erklärt, dass sich die ESA erneut für die gesamte

Salon-Dauer anmelden werde. Dennoch

blieben viele Fragen offen. Als dann die Geneva

International Motor Show (GIMS) Anfang

Juli das definitive Aus der Fachmesse in Halle

7 bekannt gab, wartete die Branche mit Spannung

auf die Reaktion der ESA.

Diese ist nun Mitte Oktober gekommen. Die

ESA habe entschieden, an der GIMS 2020 vom

5. bis 15. März 2020 an einem neuen Standort

in der Halle 1 mit einem neuen Standkonzept

präsent zu sein, heisst es in einer Mitteilung.

«Wir haben ein Angebot für die Halle 1

bekommen», sagt Matthias Krummen, Leiter

Management Services & Kommunikation bei

der ESA, auf Anfrage. Damit wird sich die Einkaufsorganisation

über mangelnde Laufkundschaft

nicht beklagen können.

Trotz dieser Zusage bleibt noch einiges unklar.

Wie das neue Standkonzept aussehen wird,

gibt die ESA vorerst nicht bekannt. «Das Konzept

ist in Erarbeitung», sagte Matthias Krummen.

«Wir können noch nichts dazu sagen.»

Damit bleibt auch offen, ob der neue Stand

inmitten der renommiertesten Autohersteller

der Welt grösser oder kleiner sein wird als bisher

in Halle 7, wo genau er zu stehen kommt,

ob es die beliebte Piazza erneut geben wird

und was die ESA präsentieren möchte.

Aus der Medienmitteilung geht immerhin

hervor, dass sich die ESA darauf freue, an der

GIMS 2020 in der Halle 1 der Branchentreffpunkt

des Salons zu sein. Vertreter aus den

Garagen und Carrosseriebetrieben sollen sich

dort über spannende Neuheiten und Innovationen

aus dem breiten Angebot der eigenen

Einkaufsorganisation erkundigen und in

einem entspannten Rahmen einen geselligen

Moment verbringen können.

Bislang gehörte die ESA mit ihrer Piazza quasi

zum Inventar der Halle 7 und nutzte die Gelegenheit,

um ihre 7000 Genossenschafter in Genf

zu begrüssen. Deshalb hat sie auch von Beginn

an unmissverständlich erklärt, dass sie auf einer

zweiwöchigen Präsenz besteht. In kürzerer Zeit

wäre es für die ESA schlicht unmöglich, alle Mitinhaber

im gewohnten Rahmen zu empfangen.

Die Halle 7 war während der letzten Jahre

Treffpunkt der nationalen Zulieferer und

Garagisten. Laut GIMS ist deren Interesse, am

Salon in Genf auszustellen, jedoch geschwunden.

Eine im Jahr 2018 eingesetzte Arbeitsgruppe

zusammengesetzt aus allen Vertretern

dieser Branche und der GIMS hat

deshalb ein Konzept für eine Kurzmesse ausgearbeitet.

Erfolglos: Denn die Zielvorgabe,

dass sich bis am 1. Juli 70 Aussteller anmelden,

wurde nicht erreicht.

Daher entsteht nun in der Halle 7 eine grosse

Indoor-Teststrecke für Elektromobilität,

die GIMS-Discovery. «Mit der GIMS-Discovery

bieten wir ein einmaliges Erlebnis rund um

die Elektromobilität. Autos anschauen, entdecken

und schliesslich fahren, alles findet

unter einem einzigen Dach statt», freute sich

GIMS-Generaldirektor Olivier Rihs bei der Bekanntgabe.

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HANDEL & AFTERSALES

Werkbesuch bei Osram

Osram bringt Licht ins Dunkel

Über 220 Millionen Lampen produziert Osram im deutschen Herbrechtingen jährlich für den Automotive-Bereich.

Das Unternehmen zählt damit zu den grössten Leuchtmittelherstellern der Welt. André Bissegger

68

November 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

In jedem Auto sind rund 200 Lampen verbaut

von der Handschuhfachbeleuchtung über

das Nebellicht bis hin zur Heckleuchte. Aber

auch Nachtsichtsysteme oder Fahrspurassistenzen

benötigen Licht: Infrarot-LED helfen

beim Ausleuchten von Hindernissen oder des

Fahrzeugvorfelds. Osram gehört dabei zu den

weltweit führenden Leuchtmittelherstellern,

zeichnet sich durch hohe Innovation und ausgereifte

Technologie aus und ist ebenso auf

dem OEM- wie Ersatzlampen-Markt tätig.

Das Unternehmen verfügt aktuell über rund

17 800 Patente und Patentanmeldungen.

Die einstige Siemens-Tochter, die in 120 Ländern

präsent ist, wurde 1918 in Berlin gegründet

und beschäftigt heute weltweit über

27 000 Mitarbeiter. Allein im Werk in Herbrechtingen,

in dem nur Automotive-Produkte

hergestellt werden, arbeiten rund 830 Personen,

700 davon in der Produktion. Gearbeitet

wird im Drei-, Vier- oder Fünf-Schichtenbetrieb,

sieben Tage die Woche. Es ist beeindruckend,

mit welcher Präzision und wie flink

die Roboteranlagen vollautomatisch aus einzelnen

zum Teil kleinsten Teilen fertige Produkte

herstellen und diese gleich versandfertig

verpacken. Wie Zahnräder greifen die

Maschinen ineinander und spielen sich gegenseitig

in die Hand.

Dass in dem 13 000-Seelen-Städtchen zwischen

Ulm und Aalen ein Osram-Werk steht,

ist vor allem dem Zufall geschuldet, wie Werkleiter

Harald Mannbeiss anlässlich einer

Werksführung erklärte. 1945, mitten in den

Kriegswirren, entschloss sich Osram, die Maschinen

aus Berlin fortzuschaffen. Bei Herbrechtingen

blieb der Transportzug liegen. Direkt

neben den Geleisen gab es leere Hallen, in

die die Maschinen eingestellt und schliesslich

gleich dagelassen wurden. Osram startete am

neuen Ort mit Grubenhelmlampen, 1952 folgte

dann die erste Automobil-Lampe.

Was früher noch eine einfache Birne war,

sind heute beispielsweise Laserscheinwerfer,

die die Strassen noch besser ausleuchten,

OLED-Flächenlichtquellen (organische Leuchtdioden),

flexible OLEDs, Kurvenscheinwerfer

mit LED-Technik oder die normierten LED-Lichtquellen

XLS (eXchangable LED Signallamp) für

Signallicht-Anwendungen. Die XLS-Produkte

sollen den Signallampen-Bereich grundlegend

verändern und werden beispielsweise bereits

von Toyota verbaut. Ihr Vorteil: Die standardisierte

Lösung ermöglicht den direkten Austausch

bei einem Fehler. Dadurch sinken die Reparaturkosten.

Gleichzeitig verfügen die XLS-Produkte

über eine lange Lebensdauer. Bislang sind Weiss

und Gelb erhältlich, Rot soll ab 2020 folgen.

Trotz dieser zahlreichen Optimierung sind auch

heute «noch immer sehr viele Autos mit klassischen

Leuchtmitteln unterwegs», wie Mannbeiss

sagt. Osram bietet auch hier Hand und

ermöglicht verschiedene Umrüstmöglichkeiten.

Der Fahrzeuglampen-Finder auf der Website

zeigt auf, welche Produkte kompatibel sind.

Besonders angenehm für Garagisten: Der Austausch

erfolgt mittels Plug-and-Play-Installation

also quasi altes Licht ausstecken, neues Licht

einstecken ohne an der Verkabelung etwas ändern

zu müssen.

Fortsetzung Seite 70

Laborchef Sascha Zelt erklärt den Salzwassertest, bei dem die Produkte tagelang besprüht werden, und zeigt, wie sich die Scheinwerfer im Steinschlagtest verändern.

Arbeits- und Zusatzscheinwerfer im Test: Im Lichtmesskanal mit einem 25-Meter-Tunnel geht es unter anderem um Reichweite, Lichtverteilung und Farben.

AUTOINSIDE | November 201969


HANDEL & AFTERSALES

Die neuen Produkte werden gleich vor Ort im

Umweltsimulationslabor auf Herz und Nieren

getestet. Das Labor verfügt über 86 Messstationen

und wird momentan um 1000 Quadratmeter

erweitert. Künftig soll es 140 Prüfstände

beherbergen und zu einem der modernsten

Labore in ganz Deutschland werden. Der gute

Ruf des Labors eilt Osram voraus: Auch externe

Kunden lassen ihre Produkte im akkreditierten

Labor testen. Sie stammen vor allem

aus dem Automotive-Bereich, aber auch aus

der Luftfahrt oder Medizinaltechnik, wie Sascha

Zelt, Leiter des Umweltlabors, erklärt.

Im Labor lässt sich das Produktverhalten in

künstlichen Alterungsprozessen darstellen.

Innert Stunden, Tagen oder Wochen zeigt sich

bei den Prüfungen, was unter freiem Himmel

Jahre dauert egal, ob das Produkt in der

Wüste, auf dem Berg, in der Stadt oder am

Meer zum Einsatz kommt. «Wir können hier

das komplette Weltklima abbilden», sagt Zelt.

Der Reinraum des Osram-Werks in Herbrechtingen, in dem LED produziert werden.

Getestet werden unter anderem die Einflüsse

von Salzwasser und Sonnenstrahlen, es gibt

Staubschutz-, Spritzwasser- und Steinschlagtests,

Dichtigkeits-, Zug-, Druck- und Biegeprüfungen.

Mittels Temperaturschock-Tests werden

extreme Temperaturwechselbelastungen

simuliert, auch in Kombination mit Vibrationen.

High-Speed-Aufnahmen machen schnelle

Fertigungsprozesse für das menschliche

Auge sichtbar, zum Beispiel das Zündverhalten

eines Prüflings. So genannte Ausgastests

zeigen, wie sich Produkte verhalten, bei denen

Werkstoffe auf Basis organischer Verbindungen

wie Kunst- und Klebstoff eingesetzt werden.

In der Lichtmesstechnik im Lichtmesskanal

werden unter anderem Scheinwerfer

getestet. Es geht um die Lichtverteilung,

Reichweite, Farbe und so weiter.

Übernahme-Poker um Osram

Um Osram tobt seit Monaten ein Übernahmekampf.

Sowohl der österreichische Chip- und Sensorhersteller

AMS als auch die amerikanischen

Finanzinvestoren Bain Capital und Advent International

waren an einer Übernahme interessiert.

Die besten Karten dazu hatte AMS, obwohl

Osram-Gewerkschaftsvertreter und Teile des

Managements überraschenderweise ursprünglich

das Angebot der Amerikaner bevorzugten.

Schliesslich fehlten AMS knapp elf Prozent der

Osram-Aktien, um die von ihnen angepeilten 62,5

Selbst das Verhalten in der Verpackung wird

geprüft beispielsweise mittels Falltest oder

der Simulation des Schüttelns beim Gabelstapler-Transport.

So wird garantiert die am

besten geeignete Verpackung für das Produkt

gefunden. Kurz: Osram simuliert die massiven

Belastungen im ganzen Leben eines Scheinwerfers

ab dem Moment der Fertigstellung

bis zum Ende seiner Lebensdauer. <

Prozent zu erreichen. Sie zogen ihr Übernahmeangebot

zurück. Die Österreicher wollen nicht

aufgeben und haben verschiedene Optionen, um die

Übernahme trotzdem in trockene Tücher zu bringen.

Klappt der Kauf, könnte man von David sprechen,

der Goliath schluckt: AMS ist deutlich kleiner

als Osram. 4,1 Milliarden Euro Umsatz und 26 000

Mitarbeiter stehen 1,4 Milliarden und 9000 Mitarbeiter

gegenüber. Die Österreicher sehen jedoch

Synergien und werben damit, einen europäischen

Champion kreieren zu wollen.

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HANDEL & AFTERSALES

Serie Werkstatt der Zukunft, Teil 4

Ersatzteile aus der Wolke

Das richtige Ersatzteil zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Für die Effizienz einer Werkstatt ist dies das A und O. Auch hier

können IT-Lösungen wichtige Dienste leisten. Sandro Compagno

Digitalisierung ist mehr als nur ein Schlagwort.

Digitale Prozesse prägen die Autowerkstatt

der Zukunft. Ein Projektteam der Universität

St. Gallen untersuchte und analysierte die

Prozessschritte von der Kundenannahme bis

zum Auftragsabschluss und suchte nach Lösungen,

um die Effizienz im Aftersales zu erhöhen.

Teil 4 unserer Serie befasst sich mit

Lösungen im Bereich Ersatzteile.

Ganzheitliche Softwarelösungen helfen bei

der Integration sämtlicher Prozessschritte. Als

Beispiel für solche voll integrierten Lösungen

nennen die Autoren der Projektarbeit «Stieger

Software». Die Softwarelösung wurde für Garagenbetriebe

jeder Art und Grösse konzipiert.

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nicht nur die internen Prozesse ab, sondern

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Autobewertern sowie Ersatzteil- und Zubehörlieferanten

zu gewährleisten. Der grosse

Vorteil dieser Softwarelösungen besteht darin,

ein einheitliches System ohne Medienbrüche

von der Werkstattplanung bis zur Lohnbuchhaltung

anzubieten.

Auch Robotic Process Automation (RPA) kann

in verschiedenen Prozessschritten zum Einsatz

kommen. Es handelt sich hierbei um ein

Tool, das repetitive Prozesse automatisiert

und beschleunigt. Die Folgen sind schnellere

und dadurch kostengünstigere Prozesse. Im

Bereich Ersatzteile können RPA-Tools eingesetzt

werden, um Datenbanken für Ersatzteile

zu durchsuchen.

Sogenannte Remote Services schaffen ein offenes

Ökosystem zwischen Autobesitzer, Garagist

und weiteren Anbietern wie Versicherungen

oder Tankstellenbetreibern. Autosense,

ein Joint Venture der Amag und der Swisscom,

ist daran, eine Cloud-Lösung im Schweizer

Fahrzeugmarkt zu etablieren. Kunden können

ihre Fahrzeugdaten mit der Garage teilen.

Meldet eine Fahrzeugkomponente einen Fehler,

wird dieser in Echtzeit auf dem mobilen

Endgerät angezeigt. Der Nutzer hat die Möglichkeit,

seine Garage über die App zu kontaktieren

und direkt einen Termin zu vereinbaren.

Für die Werkstatt bedeutet dies, dass

sie den Reparaturprozess bereits vor dem

Eintreffen des Fahrzeugs starten kann indem

sie beispielsweise die richtigen Ersatzteile

bestellt.

Um die konkrete Ersatzteilbestellung geht es

auch beim vierten Input der Studierenden:

Dank einem QR-Code können Werkstätten

die ihnen anvertrauten Fahrzeuge schnell und

leicht identifizieren. Im Web-Shop des Händlers

wird das Fahrzeug mittels Fahrgestellnummer

verlinkt. Dadurch können die benötigten

Ersatzteile rasch gefunden werden

ebenso Produktinformationen, Wartungshandbücher

oder Servicedokumente, die auf

dem Tablet angezeigt werden können. Im

NFZ-Bereich findet diese Technologie bereits

Anwendung. «Eine ähnliche Lösung ist durchaus

auch im PW-Bereich vorstellbar», halten

die Autoren der Projektarbeit fest.

All diesen vier digitalen Technologien sprechen

die HSG-Studenten eine Gemeinsamkeit

zu: Die Umsetzungskosten sind nicht allzu

gross, die potenzielle Zeitersparnis jedoch

spürbar. <

Serie: Autowerkstatt

der Zukunft

Von der Terminvereinbarung über die

Reparatur des Fahrzeugs bis zum Versand der

Rechnung: Werkstattprozesse laufen überall

in etwa gleich ab. Doch neue Technologien

haben das Potenzial, diese Prozesse zu

vereinfachen und zu beschleunigen. Fabienne

Rudolf, Michèle Odermatt, Pascal Inauen

und Sophie Stopp haben sich im Rahmen

einer Projektarbeit der Uni St. Gallen mit

den Prozessen in einer Autowerkstatt und

mit digitalen Technologien beschäftigt und

konkrete Ideen für eine Autowerkstatt der

Zukunft entworfen. Federführend beim AGVS

war der Bereich Branchenvertretung, die

Leitung seitens HSG hatte Professor Andrea

Back vom Institut für Wirtschaftsinformatik.

AUTOINSIDE berichtet in einer sechsteiligen

Serie über die Resultate der Arbeit.

Nächste Folge

AI 12/19: Reparatur

AUTOINSIDE | November 201971


HANDEL & AFTERSALES

Konjunturprognose BAK Economics

Grosse Herausforderungen

trüben den Ausblick

Der Schweizer Markt für Neuwagen befindet sich in einer Sättigungsphase. 2019 dürfte die 300 000er-Marke an

Neuimmatrikulationen nochmals geknackt werden. Für die kommenden Jahre rechnen die Ökonomen von BAK Economics

mit einem spürbaren Rückgang. BAK Economics

72

November 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

Nachholeffekte aufgrund von Lieferverzögerungen durch die Umstellung

der Verbrauchsmessung auf das neue WLTP-Verfahren und die

ab 2020 verschärften CO 2

-Grenzwerte sorgen dafür, dass in diesem

Jahr mehr als 300 000 Neuwagen abgesetzt werden. Der strengere

CO 2

-Grenzwert ab 2020 dürfte seitens der Importeure den Anreiz

erhöhen, noch in diesem Jahr Fahrzeuge mit hohem CO 2

-Ausstoss zu

immatrikulieren.

Die Aussichten für den Neuwagenmarkt 2020 schätzt BAK Economics

insgesamt verhalten ein. Auf der Nachfrageseite befindet

sich der Neuwagenmarkt in einer Sättigungsphase und auch vom

wirtschaftlichen Umfeld können keine positiven Impulse erwartet

werden. Angebotsseitig sorgen regulatorische Rahmenbedingungen

für Anspannung. Für das Jahr 2020 prognostiziert BAK Economics

einen leichten Rückgang der Immatrikulationen um 3,1 Prozent

auf 297 000 Neuwagen.

Immatrikulation neuer Personenwagen, 2010 2025

350

300

250

2 9 4

3 1 9

3 2 8

3 0 8

3 0 2

3 2 4

3 1 7

3 1 4

3 0 0

3 0 6

2 9 7

2 9 6

Im Occasionsgeschäft liegt die Anzahl Halterwechsel im Jahresverlauf

2019 um 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit setzt

sich der seit 2017 beobachtete Rückgang fort. Diese rückläufige

Marktentwicklung dürfte dazu führen, dass das Niveau an Halterwechseln

ein vergleichsweises tiefes Niveau erreicht. Damit erhöht

sich das Wachstumspotenzial für das Jahr 2020 deutlich. Es spielen

jedoch noch weitere Faktoren eine Rolle. Falls aufgrund der strengeren

CO 2

-Regelung der Import von emissionsschweren Fahrzeugen

ins vierte Quartal 2019 vorgezogen wird, dann ist zum Jahresbeginn

2020 mit einer deutlichen Angebotsausweitung im Gebrauchtwagenmarkt

zu rechnen. Dies dürfte sich stützend auf das Occasionsgeschäft

auswirken. Ein weiterer Faktor liegt in der Preisentwicklung:

Die Neuwagenpreise zeigen sich bereits im aktuellen Jahresverlauf

dynamischer als die Occasionspreise. Dies wird die Attraktivität

von Gebrauchtwagen erhöhen, was sich nachfrageseitig ebenfalls

stützend auswirkt. Für das Jahr 2020 rechnet BAK Economics mit

einem Plus von 1,1 Prozent auf 844 000 Halterwechsel. Mittelfristig

wirken sich insbesondere die längere Lebensdauer von Fahrzeugen

und der weiter steigende Fahrzeugbestand stützend aus. Zwischen

2021 und 2025 geht BAK Economics von durchschnittlich 855 000

Handänderungen pro Jahr aus.

Für das Aftersales-Geschäft bleiben die Aussichten intakt. Der Fahrzeugbestand

wird sich mittelfristig weiter erhöhen, wenn auch mit

einer etwas schwächeren Dynamik. Das steigende durchschnittliche

Fahrzeugalter spricht zudem dafür, dass in den kommenden Jahren

weder die Serviceintensität noch das Nachfragepotenzial für Service-

und Reparaturarbeiten wesentliche Einbussen erleben werden.

Daran wird der steigende Bestand an elektrisch betriebenen Fahrzeugen

vorerst noch nichts ändern. Mit 0,4 Prozent am gesamten

Fahrzeugbestand ist dieses Segment zu klein. <

200

150

100

50

0

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 MI

2021-

In 1000 Stück

2025

Quelle: auto-schweiz, BAK Economics

Mittelfristig werden weitere Herausforderungen auf den Neuwagenmarkt

zukommen. So ist mit zusätzlichen regulatorischen Massnahmen

hinsichtlich CO 2

-Grenzwerte und CO 2

-Bepreisung zu rechnen.

Die herrschende Unsicherheit bezüglich der besten Antriebswahl

dürfte zudem die Kauflaune dämpfen oder die Kaufentscheidung

verzögern. Einige Länder wie Norwegen und China planen, bereits

zwischen 2025 und 2030 Verbrenner komplett zu verbieten. Andere

Länder deuten ein Verbot zwischen 2040 und 2050 an.

Umsätze im Werkstattgeschäft, 2009 2024

20'000

18'000

16'000

14'000

12'000

10'000

8'000

6'000

4'000

2'000

0

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 MI

2021-

2025

In Mio. CHF

Quelle: ESTV, BAK Economics

1 6 '4 9 3

1 6 '0 3 9

1 6 '8 4 6

1 7 '0 2 2

1 6 '9 5 1

1 6 '4 6 4

1 6 '6 6 8

1 6 '9 8 6

1 7 '2 6 6

1 7 '4 8 0

1 7 '6 0 6

1 8 '2 3 0

Auch die erwartete demografische Entwicklung ist mit geringeren

Wachstumsimpulsen für den Neuwagenmarkt verbunden. Jedoch

hält der weiterhin steigende Fahrzeugbestand aktuell rund 500 000

Fahrzeuge mit einem Alter zwischen 13 und 16 Jahren das Nachfragepotenzial

vergleichsweise hoch. Insgesamt prognostiziert BAK

Economics zwischen 2021 und 2025 einen durchschnittlichen Absatz

von rund 296 000 Fahrzeugen.

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AUTOINSIDE | November 201973


HANDEL & AFTERSALES

Ausgezeichnet: Nico Gehrig von

der Schloss-Garage in Winterthur

nimmt die Trophäe für den

besten Gebrauchtwagenhändler

entgegen umrahmt von Mario

d’Incau, Head of Field Sales

Eurotax und Moderatorin Sarah

Andrina Schütz.

Branchentreffen Eurotax

Networking unter Strom

Erstmals luden Eurotax und CG Car Garantie für ihr traditionelles Branchentreffen in die Trafohalle nach

Baden. Das ehemalige Hochspannungslabor von Brown Boveri war gut gewählt. Denn der Abend Ende

September war so spannend wie elektrisierend. Sandro Compagno

Eurotax ergänzte seine traditionellen Eurotax

Awards in den Kategorien «City», «Business»

und «SUV» um die Kategorie «Plug ‘n’ Drive».

Bewertet wurden die Restwerte von batterieelektrischen

Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden.

Erster Preisträger wurde der Mercedes

Benz GLC Plug-in-Hybrid.

Der Award für den besten Gebrauchtwagenhändler

ging dieses Jahr an die Schloss-Garage

in Winterthur, die sich vor den Vorjahressieger

Audi Amag Center Luzern setzte. «Unser

Erfolgsfaktor ist das Team», meinte Verkaufsleiter

Nico Gehrig. «Aber wir schauen auch,

wo wir die Werkstattprozesse optimieren und

allenfalls automatisieren können.» Investitionen

in Mensch und (IT-)Maschine als Wettbewerbsvorteil.

In die Auswahl zum besten Gebrauchtwagenhändler

kommen nur Betriebe, die jährlich

mindestens 100 Fahrzeuge verkaufen. Zusätzlich

fliessen das Fuhrparkmanagement,

Umsatzfaktoren sowie eine gewichtete Kombination

aus Anzahl der Inserate und Lagerumschlag

in die Auswertung ein. Zu guter Letzt

müssen die berücksichtigten Occasionsfahrzeuge

spezifische Kriterien in Bezug auf Alter,

Preis, Fahrleistung und Angebotstage erfüllen.

Mit guter Laune und einer gewissen Gelassenheit

nahm auch eine Delegation der M&G

Automobile in Kloten (Platz 2 vor einem Jahr)

und Auto Petri in Bachenbülach das Resultat

zur Kenntnis.

Die gute Laune des Quintetts in der Trafohalle

war sinnbildlich für die 32. Auflage dieses

Branchentreffens. Der Anlass stand ganz im

Zeichen des Netzwerkens unter Kollegen aus

unterschiedlichen Bereichen der Branche: Felix

Wyss (Präsident Carrossier Suisse), Pierre-

Alain Regali (Director Autoscout24), André

Frey (Geschäftsführer Figas), Sandro Francescutto

(Leiter Garagenkonzepte Bosch Car Service),

Enzo Santarsiero (CEO André Koch AG),

Kurt Giger (Verkaufsleiter und Leiter Kundendienst

der Ruckstuhl-Gruppe), Reto Wandfluh

(CEO Yokohama Schweiz) oder Markus Brunner

(Country Manager Apollo Vredestein), um

nur einige zu nennen, trafen sich in Baden

zum Austausch und zur Kontaktpflege. Letzterer

übrigens hatte die wohl kürzeste Anreise:

Der Firmensitz von Vredestein Schweiz liegt

exakt einen Kilometer vom Trafo entfernt.

Für den AGVS war Vizepräsident Pierre Daniel

Senn aus Neuenburg angereist und zeigte sich

angetan von Event und Location.

Die Autobranche ist in Bewegung und auch

die Player der Branche müssen sich bewegen,

um erfolgreich zu sein. «Innovation liegt in

der DNA von Eurotax», stellte Martin Novak,

74

November 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

Managing Director von Eurotax Schweiz und

Österreich, klar. Getrieben von der Digitalisierung

habe Eurotax sein Investitionsvolumen

mehr als verdoppelt. Novak: «Ich glaube an

eine gute Zukunft unserer Schweizer Kunden.

Wer innovativ bleibt und Investitionen nicht

scheut, der wird die sich bietenden Chancen

nutzen können.»

Freude herrschte auch bei Karin Kirchner, Direktorin

Kommunikation bei Renault Suisse

SA. Sie durfte für die Renault-Tochter Dacia

gleich in zwei Kategorien den Hauptpreis entgegennehmen:

Der Dacia Sandero gewann in

der Kategorie «City» den Preis als wertstabilster

Gebrauchtwagen, dem Dacia Duster gelang

selbiges in der Kategorie «SUV». Auch in der

Kategorie «Business» schwang ein Modell osteuropäischer

Provenienz obenaus: Der Skoda

Octavia belegt zum wiederholten Mal Platz 1.

Stargäste des Abends waren Stefan Bürer und

Heinz Günthardt. Das kongeniale Kommentatorenduo

des Schweizer Fernsehens zog die

rund 300 Anwesenden mit Tennis-Geschichte

und -Geschichtchen in ihren Bann. Vom

ersten Turniersieg Günthardts, den er 1978 in

Springfield (Massachusetts) errang, nachdem

er nur wegen eines Schneesturms und zahlreicher

Absagen überhaupt ins Hauptfeld nachgerückt

war, über den legendären Final 1999

in Roland Garros, als die von ihm gecoachte

Steffi Graf in einem dramatischen Spiel die

damalige Weltnummer 1 Martina Hingis bezwang,

bis zu den heutigen Zeiten mit Roger Federer

spannten die beiden eloquent und witzig

den Bogen. <

Ob Tennisfan, Gewinner oder Networker: Das Branchentreffen bot für alle etwas.

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POLITIK & RECHT

Datenschutzgesetz

Schritt ins 21. Jahrhundert mit

Stolpergefahr

Das schweizerische Datenschutzgesetz ist seit 1993 in Kraft. Mit der Totalrevision soll der Datenschutz ans Internet-

Zeitalter angepasst werden. Der Nationalrat hat dem Entwurf in der Herbstsession zugestimmt, nun wird sich der

Ständerat mit der Vorlage befassen. Die Revision betrifft auch die Autobranche. Sandro Compagno

Wirtschaftsverträglich und

umsetzbar für das Gewerbe

Der AGVS setzt sich für ein Datenschutzgesetz

ein, das verträglich ist für die

Wirtschaft und umsetzbar für das Gewerbe.

AGVS-Juristin Olivia Solari nimmt Stellung.

In der Wintersession vom 2. bis 20. Dezember wird sich der Ständerat mit dem Datenschutz befassen.

Dass Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten.

Das aktuelle Datenschutzgesetz (DSG)

stammt noch aus der Vor-Internet-Zeit und

hält den aktuellen Anforderungen nicht

mehr stand. Durch die Revision des Datenschutzrechts

in der EU und das vom Europarat

revidierte Datenschutzübereinkommen

sieht sich die Schweiz verpflichtet, auch ihr

Datenschutzgesetz zu revidieren. Die Schweiz

will sich damit den Anforderungen der EU

annähern und das revidierte Datenschutzübereinkommen

ratifizieren, sodass die EU

die Schweiz auch weiterhin als Drittstaat mit

einem angemessenen Datenschutzniveau anerkennt.

Seit Ende Mai 2018 ist in der EU ein

strengeres und umfassenderes Datenschutzgesetz

(DSVGO) in Kraft. In diesem Umfeld

steht die in der Schweiz derzeit laufende

Revision des DSG, die in zwei Schritten

erfolgt: Die Änderungen, die im Rahmen des

Schengen-Abkommens nötig sind, wurden

per März 2019 umgesetzt. Inhaltlich handelt

es sich um den Schutz von Personendaten im

Strafrecht. Der restliche und entscheidende

Teil des totalrevidierten DGS wird derzeit

vom Parlament beraten.

Das Reformprojekt ist komplex. Über 90

Bundesgesetze sollen insgesamt geändert

werden. Der Nationalrat hat das DSG in der

Herbstsession verabschiedet. Allerdings ging

der Zustimmung eine siebenstündige Debatte

voraus. Opposition gab es sowohl seitens der

SVP wie auch bei Rot-Grün. Die SVP stösst

sich daran, dass Unternehmen weniger gut

geschützt würden als bisher. Der Ratslinken

geht das neue Gesetz zu wenig weit. In fast

allen Punkten lehnte der Nationalrat ihre

Forderungen für mehr Datenschutz ab. Über

allem schwebt die Drohung des rot-grünen

Lagers, die ganze Vorlage zu torpedieren

einzelne Exponenten denken bereits laut

über ein Referendum nach.

Als Zweitrat wird nun der Ständerat über die

Vorlage beraten. Entsprechend wird ein Inkrafttreten

des totalrevidierten Datenschutzgesetzes

in der Schweiz derzeit nicht vor

Mitte, eher Ende 2021 erwartet. <

Weitere Infos unter:

agvs-upsa.ch/de/branchenvertretung/datenschutzgesetz-dsg

Frau Solari, wieso braucht es überhaupt eine

Totalrevision des Datenschutzgesetzes?

Olivia Solari: Es geht um die Europaratskonvention

108 (K108) zum Schutz des

Menschen bei der automatischen Verarbeitung

personenbezogener Daten.

Der Verzicht auf eine Ratifikation dieser

Konvention hätte nach Meinung des

Bundesrates für die Schweiz erhebliche

negative Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden

Datenverkehr. Mit der Revision

des schweizerischen Datenschutzgesetzes

nähert sich die Schweiz den EU-Regeln an.

Dies ist notwendig, damit Schweizer Unternehmen

auch in Zukunft mit EU-Staaten

einen freien Datenaustausch führen können.

Konkret: Was ändert sich mit dem neuen

Gesetz? Worauf muss der Garagist in seiner

täglichen Arbeit achten?

Ursprünglich sollte das totalrevidierte DSG 2018

in Kraft treten. Nach den langen Beratungen

in den Kommissionen dürfte es wohl 2021 oder

2022 werden. Das bedeutet, dass sich unsere

Mitglieder schon in naher Zukunft bei jeder

Verwendung von Daten noch mehr überlegen

müssen: Darf ich diese Daten verwenden,

weitergeben und weiss ich, was der Dritte

dann mit den Daten macht? Schon die heutige

Fassung des DSG kennt einen umfassenden

Schutz persönlicher Daten was sich drastisch

ändern wird, sind unter anderem die bei einer

Widerhandlung drohenden Bussen.

Die Vorlage spricht von Maximalbussen von

250 000 Franken. Muss sich der Garagist auf

existenzbedrohende Rechtsstreitigkeiten

gefasst machen?

Die Vorlage bleibt in der Tat beim stark

kritisierten Sanktionensystem über den Weg

des Strafrechts und bei Maximalbussen

von 250 000 Franken. Diese strafrechtlichen

Sanktionen bedeuten, dass bei Verstössen

gegen das Datenschutzgesetz nur natürliche

Personen, namentlich die Führungskräfte

eines Unternehmens, juristisch belangt

werden können. Bussen von 250 000 Franken

können für einen Garagisten in der Tat

existenzbedrohend werden.

76

November 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Eidgenössische Wahlen 2019

Wahlresultat schwächt

AGVS-Garagisten

Das Wahlresultat ist enttäuschend für den AGVS. Die Deutlichkeit der «grünen Welle» und die Abwahl von zwei Gewerbepolitikern

hat den Garagistenverband überrascht. Zentralpräsident Urs Wernli hofft nun auf eine «Klimapolitik mit Augenmass».

abi. Die SVP verliert 3,8 Prozent, die FDP 1,3

Prozent und die CVP 0,3 Prozent. Gleichzeitig

legen die Grünen um 6,1 und die GLP um

3,2 Prozent zu. «Ich bin enttäuscht», sagt AGVS-

Zentralpräsident Urs Wernli. «Ich habe nicht

damit gerechnet, dass die Grünen so stark zulegen

werden. Das ist für mich überraschend.»

Auch habe er gedacht, dass die FDP ihren Wähleranteil

halten und die SVP nur leicht verlieren

würde. Da in einigen Kantonen die Gewinne

der Grünen auf Kosten der SP gingen, bleibt

der Nationalrat bürgerlich dominiert.

Zu den Verlierern des Tages gehören leider

auch die Vertreter des Schweizerischen Gewerbeverbands:

Sowohl Gewerbeverbandspräsident

Jean-François Rime (SVP, Freiburg)

als auch Direktor Hans-Ulrich Bigler (FDP, Zürich)

haben die Wiederwahl verpasst. «Das ist

eine Schwächung für die Garagisten als Gewerbler»,

betont Wernli.

Generell befürchtet Wernli, dass in der kommenden

Legislatur CO 2

-Themen noch mehr

im Fokus stehen werden. «Die Grünen werden

versuchen, den Klima-Schwung mitzunehmen»,

sagt er. Konkret: Die CO 2

-Reduktion

werde noch schneller und höher verlangt

und die Schweiz werde die europäische Linie

voll übernehmen.

Wernli fordert daher eine Klimapolitik mit

Augenmass. «Uns ist wichtig, dass an den bisherigen

Beschlüssen festgehalten wird», sagt

der Zentralpräsident. «Der Ausbau der Infrastruktur

darf nicht vernachlässigt werden und

die Schweiz muss ihre Innovationskraft behalten.»

Auch wehrt er sich gegen das Ausschütten

von unnötigen Subventionen, die schlussendlich

von den Bürgerinnen und Bürgern

bezahlt werden. «So blutet der Mittelstand

aus und damit auch die Garagisten.»

Eine Hoffnung von Wernli ruht auf der CVP,

die nur leicht an Wähleranteil verlor. «Die CVP

wird in Zukunft noch wichtiger. Sie kann als

Mittepartei korrigierend einwirken», sagt er.

Der AGVS hat einige Kandidatinnen und Kandidaten

bei ihrer Neu- oder Wiederwahl unterstützt.

Während von den Bisherigen die meisten

wiedergewählt wurden, schafften von den

Neuen nur Benjamin Giezendanner (SVP, Aargau)

den Sprung ins Parlament. «Viele konnten

jedoch ein schönes Resultat erzielen,

scheiterten aber aufgrund der Umstände respektive

Ausgangslage», sagt Wernli. So schafften

beispielsweise Jacqueline Hofer und René

Truninger (beide SVP) die Wahl im Kanton Zürich

trotz rund 102’000 Stimmen nicht.

Bei den Ständeratswahlen darf der AGVS hingegen

noch hoffen: So verpasste beispielsweise

Thierry Burkart (FDP, Aargau) das absolute

Mehr nur knapp. Eng dürfte es hingegen für

Daniela Schneeberger (FDP, Basel-Landschaft)

werden. Sie liegt nach dem ersten Wahlgang

nur knapp vor den Vertretern der Grünen und

SP. Die Abwahl von Jean-François Rime und

Hans-Ulrich Bigler könnten der Vizepräsidentin

des Gewerbeverbandes jedoch noch einen

entscheidenden Impuls verleihen. <

AUTOINSIDE | November 201977


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SIU KMU Unternehmerschule

«Die Dozierenden beim SIU

beeindrucken mich»

Tom Witschi ist ausgebildeter Automobilmechatroniker und arbeitet im Kundendienst bei der Moos-Garage AG in

Müntschemier BE. Seit knapp einem Jahr besucht er den Lehrgang «Fachleute Unternehmensführung KMU mit

eidg. FA» beim SIU. In einem Interview hat er uns erzählt, wie es ihm in der Weiterbildung geht und was ihn beim SIU

besonders begeistert.

pd. Herr Witschi, was hat Sie dazu bewegt,

eine Weiterbildung beim SIU zu machen?

Tom Witschi: Ich bin ausgebildeter Automobilmechatroniker

und arbeite im Familienbetrieb

in der Moos-Garage AG. Zurzeit führen

mein Vater und mein Onkel die Garage zusammen.

Wie die Zukunft der Garage aussieht, ist

noch nicht klar. Trotzdem möchten mein Bruder

und ich uns möglichst gut auf die Führung

der Garage vorbereiten, sollte es eines

Tages soweit sein. Dank der Empfehlung von

Bekannten, die bereits beim SIU einen Lehrgang

absolviert haben, kam ich auf das SIU

und bereue meine Wahl nicht.

Was überzeugt Sie an der Weiterbildung

am meisten?

Mich beeindrucken die Dozierenden vom SIU.

Man spürt, dass sie aus der Praxis kommen

und wissen, wovon sie reden. Mit ihren Praxisbeispielen

können sie uns ihr Know-how

weitergeben und gestalten den Unterricht

spannend wie auch lehrreich.

Was gefällt Ihnen am meisten?

Neben den Dozierenden finde ich den Austausch

in der Klasse super. Wir haben alle

ein unterschiedliches Alter und kommen aus

zahlreichen verschiedenen Branchen. So können

wir gegenseitig voneinander profitieren.

Hat man gerade ein Problem im Geschäft, erhält

man in der Klasse nützliche Tipps.

Tom Witschi besucht den Lehrgang «Fachleute Unternehmensführung KMU mit eidg. FA» beim SIU.

Inwiefern können Sie von dieser Weiterbildung

profitieren?

Dank der Weiterbildung kann ich bereits jetzt

eine Führungsposition in unserem Familienbetrieb

übernehmen. Ich leite die Abteilung

Kundendienst und kann hauptsächlich vom

Fach Marketing viel in meinem Betrieb direkt

umsetzen. Das gefällt mir sehr gut.

Was ist für Sie die grösste Herausforderung?

Das Selbststudium ist ein wichtiger Teil der

Weiterbildung, was auch ein Teil meiner Freizeit

beansprucht. Deshalb muss ich auf diverse

Aktivitäten verzichten und zum Teil kürzer

treten. Das fällt mir nicht immer ganz leicht.

Wochentag ist und nicht am Abend wie in anderen

Schulen. Das passt mir ganz gut.

Können Sie das SIU und die Weiterbildung

weiterempfehlen?

Ja, ich kann es allen weiterempfehlen. Die

Weiterbildung ist sehr lehrreich und bringt im

Geschäftlichen wie auch im Privaten wertvolles

Wissen. So kann man mit offeneren Augen

durchs Leben gehen. <

Können Sie das Gelernte direkt in die

Praxis umsetzen?

In gewissen Bereichen kann ich das Gelernte

direkt in die Praxis umsetzen. Da ich nicht für

die Buchhaltung zuständig bin, kann ich dies

zum Beispiel in meinem Berufsalltag nicht

gebrauchen. Es ist aber trotzdem spannend,

davon zu hören und sich ein ganzheitliches

Verständnis von Unternehmensführung anzueignen.

Wie hoch ist der zeitliche Aufwand pro

Woche für das Selbststudium?

Der zeitliche Aufwand ist je nach Fach unterschiedlich.

Meist sind es zwischen 3 und 5

Stunden, die ich neben dem Unterrichtstag für

die Weiterbildung investiere.

Würden Sie sich wieder anmelden?

Ja, auf jeden Fall. Für mich ist beim SIU super,

dass der Unterricht immer an einem ganzen

SIU KMU Unternehmerschule

Die SIU KMU Unternehmerschule wurde vor

über 50 Jahren speziell für Führungskräfte

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Fundament, welches ihnen

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78

November 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

Stieger Software AG

stieger.academy

> Neues Schulungsprogramm 2020 bringt neue Chancen

pd. Der technologische Neuerungen effizient

Fortschritt eröffnet neue anwenden

Möglichkeiten und stellt uns Erfahrene Trainer erklären den

gleichzeitig vor neue Herausforderungen.

Kursteilnehmern die aktuellsten

Wer auf dem Neuerungen und Funktionen der

Laufenden bleiben will, für den Dealer Management Systeme,

ist kontinuierliches Lernen und die von Stieger laufend weiterentwickelt

gezielte Weiterbildung essenziell.

werden. Das neu

Neue Chancen und Möglichkeiten

erworbene Wissen können die

lassen sich dadurch Teilnehmer perfekt in ihrem

bestmöglich nutzen.

Betrieb umsetzen. Der Kurs wird

jeweils separat für xDrive- bzw.

Europlus-Anwender angeboten.

Mit ihren Schulungen will die

Stieger Academy alle Teilnehmer

dabei tatkräftig unterstützen.

Im neuen Kursprogramm

erwarten sie ausgewählte

Themen und Schulungsinhalte,

die sie mit den aktuellsten Kompetenzen

«ausrüsten», die besonders

hilfreich und relevant

für ihre tägliche Arbeit mit den

digitalen Tools der Stieger Software

sind. Drei Kursbeispiele:

Europlus Wagenhandel

Im Stieger DMS Europlus erfolgt

damit die Fahrzeugfakturierung.

Klar, dass eine einwandfreie

Fakturierung die Basis für eine

erfolgreiche Verbuchung und

aussagekräftige Auswertungen

ist. Der Kurstrainer vermittelt

alle Infos samt Tipps und Tricks,

um sauber und strukturiert zu

fakturieren. Mitarbeitende, bei

denen diese Arbeit zu den regelmässigen

Aufgaben gehört,

profitieren besonders.

xDrive

Auftragsbearbeitung

Das Auftragsmodul lässt

sich vielfältig auf die Bedürfnisse

des eigenen Betriebs

anpassen. Im Kurs lernt man

detailliert die verschiedenen

Einstellungen und Optionen

kennen. Ausgerichtet ist er

auf Anwender aus Annahme,

Werkstattleitung und Administration.

<

Kursprogramm 2020

Das neue Schulungsprogramm der Stieger

Academy bietet Chancen und Möglichkeiten.

1 I

36

Robert Bosch AG

bosch.ch

Dank unterschiedlicher Kalibriertafeln

eignet sich das DAS

3000 für den Einsatz an Fahr-

> DAS 3000: Die Gesamtlösung für effiziente Justage und Kalibrierungen an Frontradar und Frontkameras

zeugen aller gängigen Hersteller.

Die Vorteile im Überblick:

Gesteuert wird das System

über einen Werkstatt-PC mit der • Neuheit Das Multi-Board

Bosch Werkstattsoftware Esitronic

ermöglicht sowohl die Kame-

2.0 online in Verbindung ra- als auch Radar-Kalibrie-

mit Bosch Diagnosetestern. rung mit nur einer Tafel.

Diese flexible und leistungsfähige

Schnelle und effiziente

Gesamtlösung ermöglicht Kalibrierung durch kamerage-

Werkstätten einen schnellen stützte Ausrichtungsmethode

Zugang zu unterschiedlichen ohne Achsmesstand.

Diagnoseverfahren bei der Kalibrierung

Optimale Messgenauigkeit

Das DAS 3000 von Bosch ist die nächste Generation der universellen und

der Fahrerassistenz-

nach den höchsten OEM-

computergesteuerten Kalibrier- und Justagevorrichtung für Fahrerassistenzsysteme.

systeme der einzelnen Fahrzeughersteller.

Vorgaben.

pd. Moderne PW und Transporter

sind heute zunehmend

mit Fahrerassistenzsystemen

ausgestattet, die mit Kamerasystemen

und Radarsensoren

kritische Situationen erkennen,

den Autofahrer warnen und bei

Gefahr eingreifen. Die Werkstätten

stehen damit immer

häufiger vor der Aufgabe, diese

Systeme nach einer Reparatur

oder Wartung neu zu kalibrieren.

Mit dem DAS 3000 bringt

Bosch die nächste Generation

der universellen und computergesteuerten

Kalibrier- und

Justagevorrichtung für Fahrerassistenzsysteme.

Integrierte Kameras und geführte

Softwareabläufe messen

die Distanz zum Fahrzeug, die

Ausrichtung auf die Fahrachse

erfolgt somit komplett digital.

Dies garantiert eine schnelle

und präzise Positionierung des

DAS 3000 vor dem Fahrzeug und

steigert damit die Effizienz der

Werkstattabläufe enorm.

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fahrzeugspezifischen Kalibriertafeln

Radar: Abdeckung

von Volkswagen-Gruppe,

BMW, Mini, Nissan, Fiat und

Suzuki.

• Alles an einem Platz durch

eine integrierte Aufbewahrungsbox

(optionales

Zubehör). <

AUTOINSIDE | November 201979


GARAGENWELT

André Koch AG

andrekoch.ch / standox.de/standothek

> Neuer Standothek-Ratgeber «Classic Cars»

pd. Der Markt für Oldtimer

wächst. Doch die Werterhaltung

dieser oft einmaligen klassischen

Autos erfordert viel Zeit

und fachliches Know-how. Daraus

ergibt sich ein interessanter

Markt für Lackierbetriebe,

die sich mit der Reparatur und

Restaurierung solcher Fahrzeuge

ein zusätzliches Standbein

aufbauen wollen. Grund genug

für Standox, den bewährten

Standothek-Ratgeber «Classic

Cars» zu überarbeiten und neu

aufzulegen.

Die neue Standothek informiert

aus professioneller Sicht

darüber, was die Reparaturlackierung

von Classic Cars von

der Neuwagen-Reparaturlackierung

unterscheidet und gibt

Tipps, wie sich Lackierbetriebe

dieses Geschäftsmodell zu eigen

machen können. Insbesondere

hilft sie, den Reparaturaufwand

in allen Arbeitsschritten abzuschätzen,

historisches Blech

vor Korrosion zu schützen, den

richtigen Farbton zu finden,

den passenden Lack umweltgerecht

zu mischen und der

neuen Oberfläche zum originalgetreuen

Glanz zu verhelfen.

Das Know-how von Standox

auf diesem Gebiet stellt sogar

für das Mercedes-Benz Classic

Center in Fellbach bei Stuttgart,

die weltweit zentrale Anlaufstelle

für Besitzer klassischer

Mercedes-Benz-Fahrzeuge, den

Standard einer hochwertigen

Oldtimer-Lackierung dar. Neben

nützlichen Tipps für die Praxis

bietet der Ratgeber ausserdem

einen spannenden Exkurs über

die Geschichte des Autolacks

und die Farbtrends vergangener

Epochen.

Die Standothek «Classic Cars»

kann über den Aussendienstmitarbeiter

der André Koch AG

bezogen werden. Darüber hinaus

steht sie auf der Standox Website

zum Download bereit:

www.standox.de/standothek. <

Das Classic-Know-how von Standox stellt sogar für das Mercedes-Benz Classic Center

bei Stuttgart, die weltweit zentrale Anlaufstelle für Besitzer klassischer Mercedes-

Benz-Fahrzeuge, den Standard einer hochwertigen Oldtimer-Lackierung dar.

Carvalue

carvalue.ch

> MSS Holding AG und Audatex starten gemeinsame Kooperation in der Fahrzeugbewertung

pd. Carvalue ist ein neuartiges

Bewertungssystem für Occasionsfahrzeuge.

Das System

kann auf Knopfdruck, in

wenigen Sekunden, praktisch

den gesamten Schweizer Occasionsmarkt

analysieren und

gleichzeitig Händler- und Privatpreise

getrennt auswerten. Der

Carvalue-Vorteil liegt vor allem

in einer wesentlich höheren

Genauigkeit durch die effektive

Marktanalyse, bei gleichzeitiger

Zeitersparnis. Das System hat

sich bereits im österreichischen

Markt bestens bewährt.

Audatex integriert Carvalue

in ihre Product-Suite «Qapter

Claims» und bietet das System

vorerst ausschliesslich ihren

bisherigen Kunden (Werkstattbetriebe)

an, welche noch keine

Fahrzeugbewertungen lizenziert

haben.

Die MSS-Holding AG hält

für den Schweizer Markt die

Carvalue-Exklusiv-Vertriebsrechte

und ist stolz, mit der

Audatex-Kooperation in der

Schweiz erfolgreich starten zu

können. <

Nach intensiver Entwicklungsarbeit

kann nun auch im Schweizer

Markt mit Carvalue schnell

aufgezeigt werden, zu welchem

Preis ein aktuelles Fahrzeugmodell

tatsächlich gehandelt

wird (oder zu einem früheren

Zeitpunkt gehandelt wurde).

Das neue Bewertungssystem Carvalue hilft im Occasionshandel.

80

November 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

WD-40 Company Ltd.

wd40.de

> Mehr Effizienz für Fahrzeuge WD-40 bietet Lösungen

pd. Für Kraft- und Nutzfahrzeuge

ist es wichtig, dass die

Bestandteile gepflegt sind

und mit möglichst geringem

Verschleiss arbeiten. Ein Ausfall

kann teuer und unangenehm

werden. Die WD-40 Company

Ltd. liefert zur Vorbeugung eine

ganze Reihe an Lösungen mit

seiner Produktneuheit WD-40

Flexible und der ergänzenden

Produktserie WD-40 Specialist.

Das Portfolio der WD-40 Multifunktionsprodukte

wird um ein

neues Produkt in einer für den

professionellen Einsatz vorgesehenen

400 ml Sprühdose

ergänzt. Neu an WD-40 Flexible

ist das biegsame Sprührohr, das

aus einem extrem formbaren,

gleichzeitig jedoch auch verschleissfesten

und hitzebeständigen

Metall hergestellt ist. Es

sorgt dadurch für eine problemlose

Anwendung im Kfz-/

Nfz-Bereich. Das innovative

Sprührohr kann je nach Bedarf

gebogen werden und erreicht

dadurch schwer zugängliche

Stellen im Motorraum. Es behält

nach dem Biegen die gewünschte

Form und ist somit mit nur

einer Hand bedienbar. Durch

punktgenaues Auftragen wird

überschüssiges Sprühen und

ein unnötiger Produktverbrauch

vermieden. Ein vorheriges

Zerlegen der Fahrzeugkomponenten

ist durch das präzise

Auftragen nicht notwendig.

Die WD-40 Specialist-Produktserie

beinhaltet die wichtigsten

chemisch-technischen Spezialprodukte

und ist somit auf die

Bedürfnisse von Anwendern

im Kfz- und Nfz-Bereich zugeschnitten.

Sie überzeugen

ganz gezielt in ihrem jeweiligen

Einsatzbereich und mit ihren

speziellen Eigenschaften wie

besondere Materialverträglichkeit,

Trockenschmierung oder

Druck- und Temperaturbeständigkeit.

Sie kommen überall

Das WD-40 Flexible mit dem biegsamen Sprührohr.

dort zum Einsatz, wo schnelle

Lösungen gebraucht werden, an

denen herkömmliche Werkzeuge

allein oft scheitern. <

Motiondata Vector Schweiz GmbH

motiondata-vector.ch

> Motiondata DMS: Gemeinsam mit uns in eine erfolgreiche Zukunft

pd. Als Software-Komplettlösungsanbieter

verbessert die

Motiondata Vector Gruppe mit

ihrem DMS die Arbeitsprozesse

der Garagenbetriebe. Die Tools

und Module werden auf jeden

Kunden individuell angepasst

und gewährleisten ein kosteneffizientes

Softwarepaket, das für

den richtigen Erfolgsvorsprung

sorgt. Durch eine ständige Weiterentwicklung

des Motiondata

DMS bleibt der Garagenbetrieb

immer up to date und wettbewerbsfähig.

Zusätzlich zu den DMS-Systemen

bietet die Motiondata

Vector Gruppe den Sales Manager

als klassisches CRM und

modernes Kundenbearbeitungstool

an, das alle Vertriebs- und

Marketingprozesse unterstützt.

Hinzu kommen weitere App- und

Web-Lösungen, die für noch

mehr Kundenzufriedenheit

sorgen beispielsweise die

attraktive Mobil-App, die in

Kürze auf dem Markt erscheinen

wird. Sie bietet unter anderem

die Möglichkeit zur Vereinbarung

von Serviceterminen und

Probefahrten. Das Angebot und

die Dienstleistungen sind somit

24/7 online.

Im Web-Portfolio befinden sich

mit dem Website-Paket und

dem Online Service Booking

(OSB, in Kürze erhältlich) eine

weitere wertvolle Ergänzung

zum DMS und Sales Manager.

Das Website-Paket beinhaltet

beispielsweise eine für alle

mobilen Endgeräte optimierte

Homepage. Das OSB bietet dem

Endkunden eine komfortable

Möglichkeit, im Internet 24/7

Werkstatttermine zu buchen.

Ein weiterer Pluspunkt des Motiondata

DMS ist das intuitive

und moderne User-Interface.

Das DMS ist nicht nur modular

aufbaubar, sondern auch cloudund

filialfähig. Die IT-Services

der Motiondata Vector Gruppe

bieten die Basis, auf der alle

Applikationen sicher und zuverlässig

laufen. Neben klassischen

Infrastrukturlösungen bietet

Motiondata auch eine Reihe von

Security-Produkten an. <

Motiondata optimiert

die täglichen Abläufe.

AUTOINSIDE | November 201981


UMFRAGE DES MONATS

WÜRDEN SIE

SICH IN EIN

SELBSTFAHRENDES

AUTO SETZEN?

Autonomes Fahren stösst weltweit auf grosses

Interesse. Allerdings gibt es Vorbehalte, wie eine

repräsentative Online-Studie mit 21 000 Befragten

zeigt. Die AGVS-Mitglieder zeigen sich hingegen

mutig: 31 Prozent der Umfrageteilnehmer würden

sofort in ein selbstfahrendes Auto einsteigen und

46 Prozent, sobald die Technik ausgereift ist.

23 Prozent sind hingegen kritisch und geben an,

bereits jetzt schon ein schlechter Beifahrer zu sein.

(Stand: 17. Oktober 2019)

31%

Ja, sofort

46%

Ja, sobald die Technik

ausgereift ist

23%

Nein, ich bin

jetzt schon ein

schlechter Beifahrer

VORSCHAU AUTOINSIDE-AUSGABE 12 DEZEMBER 2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 3. Dezember 2019 mit folgenden Schwerpunktthemen:

Öl, das schwarze Gold der

Garagisten

Alles über Öl und Schmiermittel: Vom Weg

in die Schweiz über die Verarbeitung bis zur

Kundenbindung und Beratungskompetenz der

Garagisten.

So war die Transport-CH in der

Bernexpo

Stimmen und Impressionen: AUTOINSIDE war

an der Transport-CH in Bern und zeigt, was den

Besucherinnen und Besuchern alles geboten

wurde.

Sanktionen und ihre Folgen für

Garagisten und Automobilisten

Wie teuer wird das Autofahren in Zukunft?

Was bedeuten die neuen CO 2

-Zielwerte für die

Importeure? Und was kommt auf die Garagisten

zu? Die Antworten gibts im AUTOINSIDE.

Das auflagenstärkste Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

92. Jahrgang. 11 Ausgaben in deutscher und französischer Sprache.

WEMF-beglaubigte Auflage per September 2019: 12760 Exemplare, davon 9664 in Deutsch, 3096 in Französisch.

Herausgeber

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

www.agvs-upsa.ch

Verlag

AUTOINSIDE

Wölflistrasse 5, Postfach 64, CH-3000 Bern 22

Telefon: +41 (0)31 307 15 15

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82

November 2019 | AUTOINSIDE


10. Schweizer Nutzfahrzeugsalon

10 e Salon suisse du véhicule utilitaire

& Aftermarket


Diagnostik.

Für starke Garagen.

Zeit und Geld sparen bei Fehlersuche und Reparatur.

Derendinger bietet Unterstützung

Je genauer und differenzierter ein Steuergerät in der

Lage ist mit dem Testgerät zu kommunizieren, desto

schneller sind Sie in der Lage fehlerhafte Teile zu ersetzen.

Die Spezialisten von TechPool befassen sich mit

diesen Themen und haben dadurch ein riesiges Wissen,

von dem Sie profitieren können. TechPool unterstützt

Sie bei Wartungs-, Reparatur- und Update-Arbeiten und

bei der Beschaffung der richtigen Diagnosegeräte,

welche helfen, Ihren Arbeitsalltag erfolgreich und gewinnbringend

zu gestalten.

Technische Hotline

Bei Fragen zu Mechanik, Elektrik und Elektronik ist die

Antwort nur einen Anruf weit entfernt: Unter der

Nummer 0848 771 771 erhalten Sie rasch und unkompliziert

alle Infos, die Sie für Ihre Arbeit brauchen. Auch

telefonisch geführte Fehlerdiagnosen und die Beschaffung

technischer Daten wie z. B. Schaltpläne oder

Reparaturanleitungen sind möglich. Sie erreichen uns

auch per E-Mail an techpool@derendinger.ch.

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