11.09.2023 Aufrufe

SchlossMagazin Augsburg+Umgebung September 2023

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09<br />

23<br />

Das Lifestyle-Magazin<br />

für Augsburg und Umgebung<br />

Preis: unbezahlbar<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Schönes Leben in der Region<br />

Ein Tic<br />

mehr Chic<br />

Die aktuellen Modetrends<br />

für Damen und Herren<br />

Saison für Pilze<br />

Lukullisches<br />

Events, Events<br />

Kunst + Kultur<br />

Planung ist alles<br />

Natur + Garten


MUSIK<br />

FEST<br />

SPIELE<br />

KÖNIGS<br />

WINKEL<br />

SCHIRMHERRIN<br />

CLAUDIA ROTH<br />

28.9. – 3.10.<strong>2023</strong><br />

© GUDRUN GEIBLINGER<br />

FESTSPIELHAUS<br />

NEUSCHWANSTEIN<br />

OPERA SOFIA<br />

DIE WALKÜRE<br />

Opera Sofia<br />

KLASSIK KONZERTE<br />

Schumann Quartett<br />

Henschel Klavier Trio<br />

Hansjörg Albrecht<br />

Christoph Poppen und<br />

Musiker aus Marvão<br />

FESTKONZERT<br />

Lothar Zagrosek<br />

Margarita Oganesjan<br />

Opera Sofia<br />

Veranstalter: Königswinkel Kultur gGmbH<br />

WWW.MUSIKFESTSPIELE-KOENIGSWINKEL.DE<br />

Tickets: Hotline +49 (0) 8362 5077-777


Editorial | 3<br />

Pilze sind<br />

der Liebe Nahrung.<br />

Im Song der Band Harmonie 2000 „Komm,<br />

wir geh’n heut‘ Pilze suchen“ ist die Textzeile<br />

„Pilze sind der Liebe Nahrung“ wohl<br />

mit frivolen Hintergedanken formuliert,<br />

denn viele Pilze wachsen ja bekanntlich im<br />

Wald und im Verborgenen: „Und wenn da<br />

keine Pilze stehen, na dann werden wir mal<br />

sehen.“ Pärchen denken beim Pilzesammeln<br />

in Wahrheit eher selten an die Liebe,<br />

sondern an die nächste Mahlzeit. Doch: Liebe<br />

geht bekanntlich durch den Magen. Und da schließt sich dann der<br />

Kreis. Nun ist gerade Pilzsaison, weswegen wir diesen wundersamen<br />

Geschöpfen der Natur in dieser <strong>September</strong>ausgabe die Rubrik Lukullisches<br />

gewidmet haben. Was sind eigentlich Pilze und wozu sind sie<br />

nützlich? Zum einen für leckere nährstoffreiche Speisen (sofern wir<br />

uns nicht an ungenießbaren oder sogar giftigen Exemplaren vergreifen).<br />

Zum anderen können sie nicht nur als Nahrungsmittel, sondern<br />

auch als Arznei dienen. Wir beschränken uns hier auf den magenfreundlichen<br />

Aspekt und präsentieren alltagstaugliche Anleitungen<br />

für Pilzgerichte sowie besonders raffinierte Rezepte aus dem neuen<br />

Kochbuch „Aus dem Wald“.<br />

Wie der Feinschmecker den Pilz schätzen Fashionistas die Mode. Wer<br />

stets Geschmack an neuen Modetrends findet, hat jetzt viele Möglichkeiten.<br />

Schön ist, was gefällt und da steht so einiges zur Auswahl. Alles<br />

geht: lang und kurz, eng und weit, matt und glänzend. Es kommt<br />

nur auf das richtige Styling an. So lässt sich z. B. der lässige Flauschpullover<br />

vom letzten Winter mit einer Paillettenhose neu kombinieren<br />

– und schon entsteht ein völlig neuer aktueller Look. Wir geben<br />

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser(!) jede Menge Inspiration für neue<br />

modische Aufritte.<br />

Ein weiteres Schwerpunktthema dieser Ausgabe befasst sich mit der<br />

Gartenplanung. Die sich ändernden klimatischen Bedingungen erfordern<br />

ein Umdenken bei der Konzipierung von Grünanlagen im Kleinen<br />

wie im Großen. Wir möchten Ihnen nicht vorenthalten, wie sowohl Gewerbebauten<br />

von grünen Dächern profitieren als auch die richtige Platzierung<br />

besonders angepasster Pflanzen unsere Gärten schöner und<br />

klimaunabhängiger macht.<br />

Diese Themen und noch mehr Interessantes erwartet Sie in der vorliegenden<br />

Ausgabe des <strong>SchlossMagazin</strong>s. Blättern Sie rein!<br />

Verkaufsausstellung<br />

am Ammersee<br />

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Gartenplanung - Gestaltung - Pflege - Ausführung


4 | Inhalt<br />

Inhalt<br />

Besuchen Sie das <strong>SchlossMagazin</strong><br />

auch auf der Website<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Titelfoto Cambio<br />

12<br />

24<br />

40<br />

Region<br />

6 Kurz gefasst<br />

Meldungen aus Kunst, Kultur + Wirtschaft<br />

12 Das sjso: über 60 – und doch stets jung!<br />

Auch Prof. Dr. Martin Pohl, Alumnus des Schwäbischen<br />

Jugendsinfonieorchesters, spielt beim Jubiläumskonzert mit.<br />

14 Glaskunst made in Augsburg<br />

Ida Paulins Objekte im Schaezlerpalais<br />

15 Holl in Skizzen ♦ Urban Sketchers interpretieren Elias Holls Bauten.<br />

16 Motto „Brücken bauen“<br />

Das neue Programm der Stadthalle Gersthofen<br />

18 Sie röhren, knattern… und summen<br />

Fuggerstadt Classic und Fuggerstadt VOLT<br />

Bild des Monats<br />

20 Spätsommer im Wald ♦ Foto pixabay<br />

Lukullisches<br />

22 Saison für Pilze ♦ Sie sind lecker und gesund, ja sogar heilsam.<br />

24 Schwammerl zum Schwelgen ♦ Pilzgerichte mit Pfiff<br />

26 Neue Geschmackswelten für Pilzgerichte<br />

Rezepte aus dem Kochbuch „Aus dem Wald“<br />

Beauty + Fashion<br />

28 Ein Tic mehr Chic ♦ Die Modetrends für Herbst und Winter<br />

32 Breite Schultern, weite Hosen ♦ Die Männermode in diesem Winter<br />

Gesundheit + Wellness<br />

34 Welcher Chronotyp sind Sie?<br />

Wie unsere innere Uhr funktioniert<br />

36 Die größten Schlafkiller… ♦ … und was man dagegen tun kann<br />

Kunst + Kultur<br />

38 Ein Abend für Roy Black ♦ Konzertgala im Kongress am Park<br />

40 Zu Besuch im Residenzschloss Oettingen<br />

Eine Führung mit vielen Überraschungen<br />

42 Modellbahn-Herbst im Bahnpark<br />

Die größte Miniaturwelt in der Region Augsburg<br />

44 Sister Act – das Musical ♦ Die Musical Company Kaisheim live


Inhalt | 5<br />

46<br />

60<br />

45 20 Jahre un-er-hört<br />

Die bayerische kammerphilharmonie feiert runden Geburtstag.<br />

Reisen + Erleben<br />

46 Mit der Herbstsonne auf den Wellen tanzen<br />

Der westliche Bodensee<br />

Sport + Spaß<br />

48 Auf Schusters Rappen ohne Probleme<br />

Einsteigertipps für Bergwanderer<br />

Motor + Technik<br />

50 Grüner Wasserstoff…<br />

… durch Umkehrosmose und Elektrodeionisation<br />

Natur + Garten<br />

54 Kuriose Hingucker ♦ Außergewöhnliche Tulpen<br />

56 So gelingt ein Garten. ♦ Der individuelle Standort entscheidet.<br />

58 Grüne Auslegware für den Garten<br />

Bodendecker am laufenden Meter<br />

59 Kolumne: Grüner wird’s nimmer<br />

Insektenfreundlich gärtnern im Herbst<br />

Leben + Design<br />

60 Funktion ist Trumpf<br />

Praktische Dinge für Küche und Wohnung<br />

Architektur + Bauen<br />

62 Hoch oben blüht das Arbeitsleben.<br />

Büro-Dachgärten liegen im Trend.<br />

64 Das Wasserkollektor-Haus<br />

Niederschläge sammeln – ein Beispiel aus Afrika<br />

Promotions<br />

51 Chromjuwelen zum Mieten<br />

Historische Fahrzeuge von der Oldie-Garage<br />

65 Echt.Monz! Handwerk. ♦ Ihr Traumhausbauer aus Bobingen<br />

66 Vorschau + Impressum<br />

Wellness-Special<br />

aktuell<br />

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1. bis 28. Oktober <strong>2023</strong><br />

6 | Region aktuell | Kurz gefasst<br />

22 Veranstaltungen<br />

aus den Bereichen Literatur,<br />

Musik, Kabarett & Klassik<br />

© Felix Bröde<br />

Chris Boettcher<br />

VIVA VOCE<br />

© Dennis König<br />

© Christopher Civitillo<br />

Veronika Eberle<br />

www.donauwoerth.de<br />

donauwörth<br />

PaintingPhotography<br />

Die Ausstellung der Kunstsammlungen im H2 – Zentrum<br />

für Gegenwartskunst im Glaspalast Augsburg,<br />

PaintingPhotography, beleuchtet künstlerische Konzepte<br />

an der Schnittstelle von Fotografie und Malerei.<br />

Fotografische und malerische Bilder werden inein ander<br />

gedacht. Zu den Ausstellenden zählen zwölf Künstlerinnen<br />

und Künstler aus fünf Ländern. Die Ausstellung<br />

kann bis zum 3. Dezember besichtigt werden.<br />

Informationen www.kmaugsburg.de/paintingphotography<br />

Im Bild James White, Courtesy Galerie Thomas Zander, Cologne<br />

Box, 2021, Oil and varnish on birch panel in Perspex box frame<br />

23. schwäbischeR<br />

tRachtenmaRKt<br />

Alles zum Selbernähen<br />

Rahmenprogramm mit<br />

Trachtenschau um 15 Uhr<br />

Speis, Trank und Musik<br />

im Festzelt<br />

KRumbach<br />

7. und 8. OKtObeR <strong>2023</strong><br />

11.00 bis 17.00 uhR - eintritt frei!<br />

Pfarrheim St. Michael an der Mühlkapelle<br />

Mühlstraße 13, 86381 Krumbach<br />

Veranstalter: Trachtenkultur-Beratung Bezirk Schwaben,<br />

Altbayrisch-Schwäbischer Gauverband<br />

der Heimat- und Volkstrachtenvereine, Augsburg<br />

Angaben unter Vorbehalt, mehr unter www.trachten.bezirk-schwaben.de<br />

Anfahrt per Code<br />

Augsburger Frauenchor<br />

vox female singt<br />

Am 20. Oktober lädt der Augsburger Frauenchor vox<br />

female um 19:30 Uhr zu einem Konzert in die Augsburger<br />

Wallfahrtskirche Heilig Kreuz ein. Die 30 Sängerinnen<br />

bringen unter der Leitung von Christiane<br />

Steinemann ein abwechslungsreiches Konzertprogramm<br />

mit Werken aus drei Jahrhunderten unter dem<br />

Titel „Friede! Sei!“ mit. Der Liederbogen spannt sich<br />

vom 15. Jahrhundert über romantisch-verklärte Träumereien<br />

des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit.<br />

Informationen www.voxfemale.de<br />

Foto Matthias Steinemann


WWW.LANDSBERG.DE<br />

Region aktuell | 7<br />

€<br />

€<br />

€<br />

Der Spatenstich zum Neubau ♦ Foto Peter Fastl<br />

Der Spatenstich für das Gebrauchtwagenzentrum<br />

Foto Stefan Winterstetter<br />

Spatenstiche bei Schwaba<br />

in Augsburg<br />

Ende August konnten in Augsburg zwei Großprojekte<br />

der Schwaba auf den Weg gebracht werden:<br />

€<br />

der Neubau von Audi Augsburg und das neue Gebrauchtwagenzentrum<br />

der Schwaba. Hier die je-<br />

€<br />

weils beteiligten Personen: (ganz oben, v.l.n.r.) Spatenstich<br />

Neubau Audi Augsburg: Michael Agsteiner<br />

GF Schwaba GmbH, Thomas Mayr Fa. Dobler, Mike<br />

Mahr Gesamtvertriebsleiter Audi, Peter Modelhart<br />

Sprecher der VGRD, Eva Weber OBM Augsburg,<br />

Jörg Kamenz GF VGRD, Wilhelm Strigl Porsche Immobilien.<br />

Spatenstich Schwaba Gebrauchtwagenzentrum: Wilhelm<br />

€ Strigl Porsche Immobilien, Mike Mahr Gesamtvertriebsleiter<br />

Audi, Leiter Marketing & Qualität<br />

bei Volkswagen AG, Michael Wörle BGM Stadt<br />

€<br />

Gersthofen, € Jörg Kamenz GF VGRD, Sascha Kapelsberger<br />

€ RL Vertrieb & Service Region Süd bei Volkswagen<br />

AG, Michael Agsteiner GF Schwaba GmbH,<br />

Peter Modelhart Sprecher der VGRD<br />

Informationen<br />

www.schwaba.de/neueschwaba<br />

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24<br />

. .<br />

CHRISTOPH HARTMANN & CHRISTOF WINKER<br />

MOZART, SCHUMANN, SCHNYDER<br />

CHRISTOPH HARTMANN<br />

CHRISTOF WINKER<br />

SONNTAG, 01.10.<strong>2023</strong>, 18 UHR (Werkeinführung 17.30)<br />

VERONIKA EBERLE & DÉNES VÁRJON<br />

VERONIKA EBERLE<br />

DÉNES VÁRJON<br />

SAMSTAG, 28.10.<strong>2023</strong>, 18 UHR (Werkeinführung 17.30)<br />

FAMILIENKONZERT „STRADIVARIS GESCHENK“<br />

EIN MUSIKMÄRCHEN VON KIM MÄRKL<br />

KEY THOMAS MÄRKL<br />

ALEX DOROW<br />

, GITARRENDUO GRUBER & MAKLAR<br />

SONNTAG, 03.12.<strong>2023</strong>, 11 UHR<br />

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Rathauskonzerte Landsberg e. V.<br />

BENJAMIN APPL & DAAN BOERTIEN<br />

SCHUBERT: WINTERREISE<br />

BENJAMIN APPL<br />

DAAN BOERTIEN<br />

SONNTAG, 28.01.2024, 18 UHR (Werkeinführung 17.30)<br />

FEININGER TRIO<br />

SCHUBERT, ZEMLINSKY, BRAHMS<br />

CHRISTOPH STREULI<br />

ADRIAN OETIKER<br />

, DAVID RINIKER<br />

SONNTAG, 25.02.2024, 18 UHR (Werkeinführung 17.30)<br />

CONCERTO MELANTE<br />

HÄNDEL, CORELLI<br />

RAIMAR ORLOVSKY<br />

KRISTIN V.D. GOLTZ<br />

, PHILIPP BOHNEN<br />

, ANDREAS AREND<br />

SONNTAG, 17.03.2024, 18 UHR (Werkeinführung 17.30)<br />

MARTINA FILJAK<br />

HÄNDEL, SCHUMANN, LISZT<br />

MARTINA FILJAK<br />

FREITAG, 12.04.2024, 20 UHR (Werkeinführung 19.30)<br />

Karten: 35€ / 30€ / 26€, ermäßigt 25€ / 22€ / 19€, Familienkonzert 11€ / 6€ Programmänderungen vorbehalten<br />

Vorverkauf:<br />

JAZZ-<br />

Theaterbüro Schlossergasse 381a, 86899 Landsberg am Lech, Tel.: 08191 128 333, kartenverkauf@landsberg.de<br />

Reisebüro Vivell, Hauptplatz 149, 86899 Landsberg am Lech, Tel.: 08191 917 412, tickets@vivell.net<br />

mit<br />

freundlicher<br />

Onlineticket: www.rathauskonzerte-landsberg.de Abendkasse: 1h vor Beginn / Familienkonzert 30 min. vor Beginn.<br />

Unterstützung der<br />

Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Landsberg am Lech, Tel. 08191 128 308, kultur@landsberg.de<br />

Bei Erwerb eines Abonnementsfür die Saison <strong>2023</strong>/24 für mindestens 3 Abendkonzerte erhalten Sie eine Ermäßigung<br />

von 10%. Abos sind exklusiv buchbar über das Kulturbüro, Infos dazu unter www.rathauskonzerte-landsberg.de<br />

NIGHTS JAZZ<br />

JAZZ-<br />

<strong>2023</strong><br />

NIGHTS<br />

NIG<br />

<strong>2023</strong><br />

Like Standards<br />

Like Joerg<br />

Joerg<br />

Joerg <strong>2023</strong> Standards<br />

und<br />

und<br />

und<br />

Leander<br />

Leander<br />

Leander<br />

Widmoser<br />

Widmoser<br />

Widmoser<br />

mit<br />

mit<br />

mit<br />

Bernhard<br />

Bernhard<br />

Bernhard<br />

Seidel<br />

Seidel<br />

Seidel<br />

Joerg Freitag, und 6. 6. Like Oktober Leander Standards Widmoser mit Bernhard Seidel<br />

Freitag, 6. Joerg Oktober<br />

Freitag, 6. Oktober und Leander Widmoser mit Bernhard Seidel<br />

Freitag, 6. Oktober<br />

Stefanie Schlesinger &<br />

Stefanie Schlesinger Stefanie Wolfgang<br />

Wolfgang<br />

Stefanie Schlesinger Lackerschmid Lackerschmid<br />

Schlesinger & Quintett<br />

Quintett<br />

&<br />

Wolfgang Donnerstag, Wolfgang Lackerschmid 12. Oktober<br />

Quintett<br />

Donnerstag, 12. Oktober<br />

Donnerstag, Donnerstag, 12. Oktober 12. Oktober<br />

Landes-Jugendjazzorchester Bayern<br />

Landes-Jugendjazzorchester Bayern<br />

Landes-Jugendjazzorchester Donnerstag, 16. November<br />

Bayern<br />

Donnerstag, Donnerstag, 16. November 16. November<br />

Donnerstag, 16. November<br />

Einlass: 18:30 Einlass: Uhr<br />

18:30 Uhr<br />

Einlass: Beginn: 19:30 18:30 Beginn: 19:30 Uhr<br />

Beginn:<br />

Einlass: Uhr<br />

19:30<br />

18:30 Tickets: Uhr<br />

Uhr<br />

Tickets: 18,-€ 18,-€ / bis 16 Jahre 10,-€<br />

Tickets:<br />

Beginn: /<br />

18,-€<br />

19:30 Uhr<br />

bis 16 Jahre 10,-€<br />

Stadthalle Stadthalle<br />

bis 16 Jahre 10,-€<br />

Stadthalle<br />

Tickets: 18,-€ Breitweg / bis 20 16 Jahre 10,-€<br />

Breitweg 20<br />

Breitweg<br />

Stadthalle<br />

86830 20 Schwabmünchen<br />

86830 Schwabmünchen<br />

Breitweg 20<br />

86830 Schwabmünchen<br />

86830 Schwabmünchen<br />

G R AFIK : AND REA S T OEPFE R . D E


8 | Region aktuell | Kurz gefasst<br />

Pilzberatung auf<br />

dem Stadtmarkt<br />

Bis zum Ende der Pilzsaison<br />

können auf dem Augsburger<br />

Stadtmarkt jeweils montags von<br />

16:00 bis 17:30 Uhr gesammelte<br />

Frischpilze zur Begutachtung<br />

abgegeben werden. Die erfahrenen<br />

Pilzberater:innen des<br />

Pilzvereins Augs burg Königsbrunn e.V. bestimmen<br />

nur frische ganze Pilze (keine abgeschnittenen Fruchtkörper).<br />

Außerhalb der Beratungszeit im Stadtmarkt<br />

kann der Pilzverein auf der Website kontaktiert werden.<br />

Informationen und Kontakt www.pilzverein.de<br />

Foto Ruth Plössel / Stadt Augsburg<br />

Kunst-Antik-Markt Aichach<br />

Am Wochenende vom 11. und 12. November warten<br />

wieder rund 25 Ausstellende des Kunst-Antik-Markts<br />

im Sisi-Schloss auf interessiertes Publikum.<br />

Informationen www.aichach.de ♦ Foto Stadt Aichach<br />

Jazz-Nights Schwabmünchen<br />

Bei den diesjährigen Jazz-Nights in Schwabmünchen<br />

darf sich das Publikum im Oktober auf hochkarätige<br />

Interpreten freuen. Im Jazztrio „Like Standards“ spielt<br />

am 6. Oktober der weltbekannte Jazzgeiger Joerg<br />

Widmoser mit seinem Sohn Leander Widmoser (drums)<br />

und Bernhard Seidel (doublebass) zusammen. Besonders<br />

hierbei ist allerdings Joerg Widmosers Rolle, der<br />

nicht wie üblich Geige spielt, sondern am Klavier sitzt.<br />

Das Stefanie Schlesinger & Wolfgang Lackerschmid<br />

Quintett verzaubert das Publikum am 13. Oktober mit<br />

einem abwechslungsreichen melodischen Programm<br />

und virtuosen Jazzimprovisationen.<br />

Informationen www.kultur-schwabmuenchen.de<br />

Pilotversuch City Hopper<br />

Im Rahmen des Europaprojekts „New E-bikes Design<br />

für Employees´ Active Mobility“ (NEDAM) werden<br />

dreirädrige E-Bikes des Augsburger Start-ups Hopper<br />

Mobility testweise drei Monate lang auch für Dienstfahrten<br />

im Stadtgebiet eingesetzt. Die Stadtverwaltung<br />

hat zwei spezielle Fahrzeuge von Hopper Mobility<br />

zu Testzwecken übernommen. Einsatzgebiet sind interne<br />

Kurier- und Hausmeisterdienste sowie Dienstfahrten<br />

von Mitarbeitenden im Stadtgebiet, die bislang<br />

meist mit Firmen-Pkw durchgeführt wurden.<br />

Das Besondere an den Hopper-Fahrzeugen<br />

ist, dass<br />

sie sowohl Mitfahrende als<br />

auch Gepäck transpor tie -<br />

ren können. Die Sharing-<br />

Technik stellen die Stadtwerke<br />

Augsburg. Wie bei<br />

den Autos erfolgt die<br />

Hopper-Buchung schlüssellos<br />

über die swa Carsharing-App.<br />

Der City Hopper<br />

ist für den Einsatz auf der Straße als auch auf Radwegen<br />

konzipiert. Das Fahrzeug sieht zwar aus wie ein<br />

kleines Auto, gilt aber als E-Bike und ist daher für<br />

Fahrradwege zugelassen. Das E-Fahrzeug erreicht eine<br />

Geschwindigkeit von 25 km/h, verfügt über Sitz, Lenkrad<br />

und Karosserie mit Dach sowie einen Kofferraum<br />

mit 220 Litern Fassungsvermögen. Beim 3. Mobilitätsforum,<br />

das im Rahmen des Augsburger Mobilitätsplans<br />

vom 16. bis 23. <strong>September</strong> in der City-Galerie<br />

stattfindet, können die Hopper-Fahrzeuge bei der<br />

Auftaktveranstaltung live erlebt werden.<br />

Informationen www.hopper-mobility.com<br />

Im Bild Sebastian Weber von Hopper Mobility (r.) und<br />

Horst Thieme, stellv. Leiter der städtischen Smart-City<br />

Geschäftsstelle, mit den Fahrzeugen.<br />

Foto Marisa Hartelt / Stadt Augsburg<br />

Jazz in<br />

Rain-Kultur<br />

21. <strong>September</strong>, 20 Uhr<br />

Tango Transit - German Songbook<br />

Ort: Kurfürstliches Schloss Rain<br />

Tickets: € 20,- (€15)<br />

Deibl Kreativ Rain, Kirchplatz 6<br />

Tel.: 09090 / 2473<br />

www.rain.de/jazz<br />

(C) Detlef Kinsler<br />

Stadt Rain | Hauptstraße 60 | 86641 Rain | Tel. 09090 703 333 | tourismus@rain.de


Region aktuell | 9<br />

Matthäusmarkt in Friedberg<br />

Wie zu jedem der vier Marktsonntage im Jahr freuen<br />

sich die Friedberger Händler auch am 24. <strong>September</strong><br />

auf regen Besuch in der Friedberger Altstadt. „Holz<br />

und Grillen“ lautet das Motto für die Sonderschau des<br />

Aktiv-Rings Friedberg (Verband Friedberger Einzelhändler)<br />

auf dem Marienplatz. Beginn ist um 10:00<br />

Uhr, Ende um 18:00 Uhr. Veranstaltet werden auch Gewinnspiele<br />

mit spektakulären Preisen wie z. B. Segelflügen.<br />

Für gute Stimmung sorgen Musik und ein Weizenbierkarussel.<br />

Ergänzend findet auf dem Segmüller<br />

Parkplatz ein Herbstmarkt statt. Die stationären Geschäfte<br />

haben von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.<br />

Übrigens: Mit der Entwicklung der Themenfeste zu<br />

den Marktsonntagen holte Friedberg den Stadtmarketingpreis<br />

Bayern 2020 in die Wittelsbacher Stadt.<br />

Informationen www.friedberg.de/kalender/maerkte/<br />

<strong>2023</strong>-09-24-matthaeusmarkt/<br />

Im Bild Holzschnitzerei von Stefan Bauer, Teilnehmer der<br />

Sonderschau<br />

Foto Stefan Bauer<br />

Überkonfessionelle Erntedankfeier,<br />

Bauernmarkt, Musik & Kinderprogramm,<br />

Bierkastenstapeln, Hof- & Getreidelagerführung,<br />

Biobrotverkostung und mehr...<br />

MARKTSONNTAG<br />

IN FRIEDBERG<br />

Bio-Erntedankfest in Petersdorf<br />

Auch dieses Jahr findet im Landkreis Aichach-Friedberg<br />

wieder das Bio-Erntedankfest der Öko-Modellregion<br />

Paartal statt. Der Biohof Reiner in Petersdorf,<br />

Hartfeldstraße 11, lädt am 8. Oktober ein zum Entdecken,<br />

Genießen, Ratschen, Beisammensein und Danken.<br />

Es gibt einen Markt mit regionalen Biolebensmitteln,<br />

z. B. Kürbisprodukten. Das Fest beginnt mit einer<br />

überkonfessionellen Erntedankfeier um 11:00 Uhr. Diese<br />

wird von den Bio-Bäuerinnen und Bauern der Öko-<br />

Modellregion Paartal vorbereitet und gestaltet. Die<br />

Landwirte und Landwirtinnen danken für das Erntejahr<br />

und geben einen Einblick in die Bio-Landwirtschaft.<br />

Neben einem bunten Rahmenprogramm wird<br />

auch fürs leibliche Wohl gesorgt. Der Eintritt ist frei.<br />

Informationen www.biohof-reiner.de<br />

MATTHÄUSMARKT<br />

24. SEPTEMBER<br />

Markt 10 bis 1 8<br />

Uhr,<br />

Geschäfte geöffnet<br />

von 12 bis 17 Uhr<br />

Eine Veranstaltung der Stadt Friedberg<br />

in Zusammenarbeit mit dem Aktiv-Ring Friedberg.<br />

MIT SONDERSCHAU<br />

HOLZ UND GRILLEN<br />

AUF DEM MARIENPLATZ


10 | Region aktuell | Kurz gefasst<br />

Kaleidoskop<br />

Am Sonntag, den 24. <strong>September</strong>, bringen vier Augsburger<br />

Musikerinnen um 11:00 Uhr im Herrenhaus<br />

Bannacker Augsburg, Bannackerstraße 2, ein buntes<br />

Kaleidoskop an Melodien renommierter Komponisten<br />

zu Gehör. Die Besetzung Flöte, Violine,<br />

Cello und Klavier bietet ein breites Spektrum an<br />

Klangfarben vom filigranen Kammermusikklang<br />

bis zu fast orchestraler Wucht. Der Eintritt ist frei;<br />

um Spenden wird gebeten.<br />

Informationen www.augsburger-herrenhauskonzerte.de<br />

Sketching-Kurse bei boesner<br />

In vielen Städten, wie auch in Augsburg, haben sich<br />

Skizzenzeichner:innen zur Gemeinschaft der Urban<br />

Sketchers zusammengeschlossen. Auf ihrer<br />

Website heißt es: Urban Sketchers ist eine globale<br />

Gemeinschaft von Skizzenzeichnern, die sich der<br />

Praxis des Zeichnens vor Ort widmet. Sie teilen<br />

ihre Liebe zu den Orten, an denen sie leben und<br />

reisen – eine Zeichnung nach der anderen.<br />

Eine ideale Gelegenheit, leicht und mit viel Spaß in<br />

die Kunst des Skizzierens einzusteigen, liefern die<br />

Sketching-Kurse von boesner Augsburg. Beispiele:<br />

Am 10. Oktober gibt dort der bekannte Sketcher<br />

und Buchautor Hans-Christian Sanladerer den<br />

Kurs „Menschen skizzieren“. Am 20. Oktober verrät<br />

Anette Leutloff Tipps zum Thema „Menschen<br />

im Urban Sketching“<br />

Informationen<br />

www.kurse-bei-boesner.de<br />

Tutzinger Brahmstage<br />

Die renommierten Tutzinger Brahmstage<br />

werden in diesem Festivaljahr<br />

vom 8. bis 26. Oktober veranstaltet.<br />

In Kooperation mit den Kunst-<br />

Räumen am See stehen im Herbst<br />

fünf Konzerte auf dem facettenreichen<br />

Programm: ein Kammermusikabend,<br />

ein Liederabend, ein<br />

Crossover-Konzert, Orgelimprovisationen<br />

in der Kirche sowie erstmals<br />

ein Familienkonzert. Hauptspielstätte<br />

des hochkarätig besetzten<br />

Konzertzyklus ist traditionell das<br />

Tutzinger Schloss, Sitz der renommierten<br />

Evangelischen Akademie,<br />

mit seinem einmaligen Ambiente<br />

und der romantischen Parkanlage<br />

direkt am Starnberger See.<br />

Informationen<br />

www.tutzinger-brahmstage.de<br />

Im Bild Das Mandelring Quartett musiziert<br />

beim Eröffnungskonzert.<br />

Foto Uwe Arens<br />

CITY-INITIATIVE-DONAUWÖRTH e.V.<br />

Gemeinsamkeit macht stark !<br />

Herbst- und<br />

Regionalmarkt<br />

Samstag, 14. Oktober<br />

und Sonntag, 15. Oktober<br />

von 10 bis 18 Uhr<br />

mit ungarischem Markt<br />

und Einkaufssonntag<br />

in der Innenstadt<br />

von 13 bis 18 Uhr.<br />

Kunst- und<br />

Lichternacht<br />

Samstag, 4. November<br />

von 18 bis 24 Uhr<br />

• mit Late-Night-Shopping<br />

• Illuminationen<br />

• Ausstellungen<br />

• Gastronomieangebote<br />

in der Innenstadt Donauwörth<br />

www.cid-donauwoerth.de


Region aktuell | 11<br />

Romantisches Schwaben –<br />

Franz Gallus Weber<br />

Die Grafische Sammlung der Kunstsammlungen und<br />

Museen Augsburg im Schaezlerpalais verwahrt einen<br />

besonderen Schatz von 250 Zeichnungen und Aquarellen,<br />

die in romanischer Art von dem Artillerieoffizier<br />

und „Sonntagsmaler“ Franz Gallus Weber (1794 – 1876)<br />

geschaffen wurden. Bislang ist in keinem Künstlerlexikon<br />

der Name des begabten Zeichners zu finden.<br />

Die fast fotografisch genauen Arbeiten bieten die<br />

Möglichkeit, Augsburg und Schwaben in der Mitte<br />

des 19. Jahrhunderts neu zu entdecken. Denn vieles<br />

von dem, was Gallus Weber zeichnete, ist heute nicht<br />

mehr erhalten. Die Ausstellung ist bis 26. November<br />

im Grafischen Kabinett des Höhmannhauses zu besichtigen.<br />

Informationen<br />

https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/gallusweber<br />

Im Bild<br />

Franz Gallus Weber, Luginsland-Bastion, 1857<br />

Bildnachweis<br />

Kunstsammlungen und Museen Augsburg<br />

Leitheimer Schlosskonzerte<br />

Am Sonntag, den 15. Oktober, lädt der Freundeskreis<br />

Schloss Leitheim e.V. zu einer Konzert-Matinee<br />

und einem Familienkonzert<br />

am Nachmittag ein. Das<br />

Flötenquartett Flautando aus<br />

Köln gastiert um 11:00 Uhr<br />

im Festsaal des Schlosses.<br />

Um 15:00 Uhr spielen die<br />

Musikerinnen des Quartetts<br />

„Julius der Flötenspieler“ für<br />

Kinder ab 6 Jahren.<br />

Informationen und Tickets<br />

www.leitheimerschlosskonzerte.de<br />

Im Bild Flautando ♦ Foto Christina Feldhoff<br />

Europäische Mobilitätswoche<br />

Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche findet<br />

in Augsburg vom 16. bis 23. <strong>September</strong> das 3.<br />

Mobilitätsforum in der City-Galerie statt. Mit dem<br />

Augsburger Mobilitätsplan erarbeitet die Stadt seit<br />

zwei Jahren unter intensiver Bürgerbeteiligung<br />

Grundlagen für neue Mobilitätslösungen, die klimaneutral,<br />

bezahlbar, sicher und zuverlässig sind.<br />

Einige zentrale Ergebnisse liegen bereits vor. Beim<br />

3. Mobilitätsforum informiert die Stadt über den<br />

Stand der Planungen und wirft einen Blick in die<br />

Zukunft der Mobilität in Augsburg. Mit dabei sind<br />

der Lastenrad-Verleih Lech-Elephant, der Rikscha-<br />

Service des Malteser Hilfsdiensts, das Swaxi der<br />

Stadtwerke und Hopper Mobility.<br />

Informationen www.augsburg.de/mobilitaetsplan<br />

KLASSIK LIVE IM KINO<br />

SAISON <strong>2023</strong>/2024<br />

DAS RHEINGOLD<br />

DON QUIXOTE<br />

FLORENCIA EN EL AMAZONAS<br />

DER NUSSKNACKER<br />

SILVESTERKONZERT<br />

KIRILL PETRENKO UND JONAS KAUFMANN<br />

NABUCCO<br />

CARMEN<br />

MANON<br />

20.09.<strong>2023</strong> - 20:15 UHR<br />

ROYAL OPERA<br />

07.11.<strong>2023</strong> - 20:15 UHR<br />

ROYAL BALLET<br />

09.12.<strong>2023</strong> - 19:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

12.12.<strong>2023</strong> - 20:15 UHR<br />

ROYAL BALLET<br />

31.12.<strong>2023</strong> - 17:00 UHR<br />

BERLINER PHILHARMONIKER<br />

06.01.2024 - 19:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

27.01.2024 - 19:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

07.02.2024 - 20:15 UHR<br />

ROYAL BALLET<br />

LA FORZA DEL DESTINO<br />

ROMEO ET JULIETTE<br />

MADAME BUTTERFLY<br />

LA RONDINE<br />

SCHWANENSEE<br />

CARMEN<br />

MADAME BUTTERFLY<br />

ANDREA CHENIER<br />

GUSTAVO DUDAMEL<br />

09.03.2024 - 18:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

23.03.2024 - 18:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

26.03.2024 - 20:15 UHR<br />

ROYAL OPERA<br />

20.04.2024 - 19:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

24.04.2024 - 20:15 UHR<br />

ROYAL BALLET<br />

01.05.2024 - 19:45 UHR<br />

ROYAL OPERA<br />

11.05.2024 - 19:00 UHR<br />

MET OPERA<br />

11.06.2024 - 20:15 UHR<br />

ROYAL OPERA<br />

16.06.2024 - 19:30 UHR<br />

BERLINER PHILHARMONIKER<br />

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ALLE TICKETS ONLINE UNTER WWW.CINEPLEX.DE


12 | Region | Schwäbisches Jugendsinfonieorchester<br />

Das sjso: über 60 –<br />

und doch stets jung!<br />

Das sjso im Jahr 2019 unter<br />

der Leitung von Carolin<br />

Nordmeyer<br />

Auch Prof. Dr. Martin Pohl, Alumnus des Schwäbischen<br />

Jugendsinfonieorchesters, spielt beim Jubiläumskonzert mit.<br />

Im Rahmen der Herbstkonzerte <strong>2023</strong> des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters<br />

sjso feiert das Ensemble am 17. <strong>September</strong> im Kongress am Park Augsburg<br />

sowohl die 100. Konzertphase als auch das 70. Gründungsjubiläum des Bezirks<br />

Schwaben. Mit dabei sind einige ehemalige Mitglieder, Alumni, darunter Prof. Dr.<br />

Martin Pohl, der als junger Mann im Orchester das Cello spielte. Er erinnert sich.<br />

Fotos sjso/Christina Bleier, Pohl<br />

Der junge Martin Pohl entstammte einer musikalischen Familie.<br />

Zuhause wurde Klavier gespielt, daneben stand ein Cello. Was<br />

lag also näher, sich dieses Instrument zu eigen zu machen.<br />

Pohl besuchte das Gymnasium Nördlingen. Im Musikunterricht<br />

lag damals aber der Schwerpunkt auf dem Chorwesen. Für ein Orchester<br />

war die Beteiligung zu klein. Weil Martin Pohl aber gerne mit<br />

anderen zusammen musizieren und mit diesen auch auftreten wollte,<br />

schloss er sich 1976 dem Orchester „Ottobeurer Musikwochen – Jugend<br />

musiziert“ an, wie das sjso mit dem Gründungsnamen hieß. Initiator und<br />

Leiter war damals der Musikpädagoge Richard Maier. Besonders in Erinnerung<br />

geblieben war Pohl, dass der Orchesterleiter es damals geschafft<br />

hatte, dass sämtliche Mitspielende für die Aufführungen vom Schulunterricht<br />

befreit wurden. Was den Teenager seinerzeit natürlich besonders<br />

beeindruckte. Die positive Atmosphäre und der hohe Anspruch führten<br />

bei dem jungen Cellisten zu einem Motivationsschub und das intensive<br />

Üben zu einer enormen persönlichen Leistungssteigerung. Die großen<br />

Werke der Musik, die auf dem Spielplan standen, stellten sowohl spieltechnisch<br />

als auch kognitiv eine Herausforderung dar, die Pohl gerne an-<br />

Martin Pohl am Cello als Mitglied seines<br />

Ademar-Trios


Region | 13<br />

nahm. Während der beiden jährlichen Arbeitsphasen<br />

im Frühjahr und Herbst, wie die gemeinsamen<br />

Übungszeiten mit renommierten Dozentinnen und<br />

Dozenten genannt werden, genoss er das starke Gemeinschaftsgefühl<br />

und den Austausch mit Gleichgesinnten.<br />

Was 1959 ambitioniert, aber in bescheidenem Rahmen<br />

als Lehrgang für begabte junge Instrumentalisten<br />

begann, ist in über sechs Jahrzehnten zu einem Exzellenzprojekt<br />

in großen Dimensionen geworden.<br />

Waren es zu Beginn nicht mehr als zwei Dutzend<br />

Teilnehmer, so hat das sjso heute die Größe eines<br />

vollwertigen sinfonischen Klangkörpers erreicht. Bisher<br />

haben über 5.000 Jugendliche aus Schwaben<br />

und darüber hinaus in einer Vielzahl von Konzerten<br />

die unterschiedlichsten Werke des abendländischen<br />

Konzertrepertoires gespielt. Viele der ehemaligen Musikerinnen<br />

und Musiker schlugen die Profilaufbahn<br />

ein und sitzen heute an den Pulten der bedeutendsten<br />

deutschen Orchester von München bis Berlin<br />

und Hamburg. Nicht so jedoch Martin Pohl, obwohl<br />

die Musik sein liebstes Hobby geblieben ist.<br />

Seit seiner Schulzeit wollte er nämlich Mathematiker<br />

werden. Daran änderte auch sein Faible für Musik<br />

nichts. Heute lehrt er als Professor für angewandte<br />

Mathematik an der Universität Regensburg. In seiner<br />

Freizeit ist er aber mit seinem Ademar-Trio musikalisch<br />

unterwegs. Zusammen mit seiner Frau Hedwig<br />

Maria, die die Geige spielt und Michael Sachs am Klavier,<br />

der hauptberuflich ebenfalls Mathematiker ist,<br />

spielt er im 2012 gegründeten Trio nicht nur Werke<br />

des 18. und 19. Jahrhunderts, sondern arbeitet auch<br />

Dieses Foto entstand Mitte der 1980er Jahre während einer<br />

Arbeitsphase in Ottobeuren. Martin Pohl ist in der ersten<br />

Reihe Mitte zu sehen.<br />

immer wieder gerne mit zeitgenössischen Komponisten<br />

zusammen. Im Rahmen von musikalischen Projekten<br />

tritt das Ademar-Trio, dessen Name einen mathematisch<br />

motivierten Hintergrund hat, zusammen<br />

mit anderen Orchestern oder auch solo auf. Als Alumni<br />

freut er sich jedenfalls darauf, sein ehemaliges Orchester<br />

zu verstärken und auch andere musikalische<br />

Weggefährten von einst wiederzutreffen.<br />

Übrigens: Wie er sind überdurchschnittlich viele<br />

Mathematiker in ihrer Freizeit musikalisch aktiv,<br />

was auf den ersten Blick erstaunlich zu sein scheint.<br />

Doch Martin Pohl hat dafür eine einleuchtende Erklärung:<br />

„Mathematik ist eine abstrakte Wissenschaft,<br />

Musik ist eine abstrakte Kunst. Daher ist ein<br />

Zusammenhang naheliegend.“<br />

<br />

Informationen https://sjso.bezirk-schwaben.de/<br />

PFLÜCK MICH!<br />

MALEREI VON BEATE SELLIN<br />

17. SEPT. –<br />

5. NOV. <strong>2023</strong><br />

MUSEUM IM PFLEGSCHLOSS<br />

SCHROBENHAUSEN<br />

Mi, Sa, So, feiertags 14-16 Uhr<br />

VERNISSAGE: 17. SEPT. <strong>2023</strong> / 11 UHR<br />

Wir danken der Stadt Schwetzingen für die Vermittlung der Ausstellung „Pflück mich!“ und für die<br />

Überlassung der gesamtem Grafik. Die Ausstellung ist Teil des Kulturaustausches unser beider Partnerstädte.<br />

www.schrobenhausen.de


14 | Region | Ida Paulin<br />

Ida Paulin, Fußschale blau<br />

Glaskunst<br />

made in<br />

Augsburg<br />

Ida Paulins Objekte<br />

im Schaezlerpalais<br />

Ida Paulin, Becher<br />

Fotos Kunstsammlungen & Museen Augsburg<br />

Die gläsernen Kunstwerke der in Augsburg geborenen Glaskünstlerin Ida<br />

Paulin (1880 – 1955) sind vom 22. <strong>September</strong> <strong>2023</strong> bis zum 31. März 2024 im<br />

Schaezlerpalais in Augsburg zu bewundern.<br />

Ida Paulin ist vor allem durch ihre farbenfroh<br />

dekorierten Gebrauchsgläser bekannt. Sie zählt<br />

zu den bedeutenden Vertreterinnen des Kunsthandwerks<br />

zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts,<br />

die sich um gut gestaltetes Glas bemühten.<br />

Stilistisch spannt sie den Bogen vom Jugendstil<br />

über das Art Déco hin zum Bauhaus und dem Konstruktivismus.<br />

Während des Dritten Reiches pflegte<br />

sie einen gegenständlichen Konservatismus, der bis<br />

in die Nachkriegszeit fortwirkte.<br />

Vielseitige Künstlerin mit Fokus auf Glaskunst<br />

Ida Paulin entwarf Postkarten, schuf Batiken und<br />

Stickereien, arbeitete in Holzbrenntechnik, malte in<br />

Hinterglas, dekorierte und entwarf Gebrauchsgläser,<br />

Vasen und Lampen, bemalte aber auch Porzellan<br />

und Schmuck. Seit den 1910er und 20er Jahren<br />

konzentrierte sie sich vorwiegend auf die Glaskunst.<br />

Sie nutzte vorproduzierte Gläser, entwarf aber auch<br />

eigene Formen und versah diese mit innovativen<br />

Dekoren und Mustern. Ihre Produkte verkaufte sie<br />

großem Erfolg auf Messen, Ausstellungen und sogar<br />

auf Kreuzfahrtschiffen in alle Welt.<br />

Damenakademie und Dachauer Künstlerkolonie<br />

Die heute weitgehend in Vergessenheit geratene<br />

Künstlerin studierte zu Beginn des Jahrhunderts<br />

Malerei an der Münchner Damenakademie bei Adolf<br />

Münzer und Angelo Jank, arbeite aber auch in der<br />

Dachauer Künstlerkolonie, wo sie ihren Mann kennenlernte,<br />

den Maler Arn Haag. Im Jahr 1915 wurde<br />

sie als erste Frau in die Künstlervereinigung „Die<br />

Ecke“ in Augsburg aufgenommen.<br />

Die umfassende Ausstellung im Augsburger Schaezlerpalais<br />

gibt erstmals einen Überblick über Leben und<br />

Werk der bedeutenden Glaskünstlerin. Im Herbst<br />

<strong>2023</strong> erscheint im Rahmen der Ausstellung auch<br />

eine Monographie mit verschiedenen Beiträgen von<br />

Fachleuten und Wissenschaftler:innen. Beleuchtet<br />

wird unter anderem ihr Wirken in der Zeit der nationalsozialistischen<br />

Diktatur. Mit einer Auflis tung<br />

ihrer Ausstellungen sowie einem Markenverzeichnis<br />

kann das neue Standardwerk auch als Handbuch für<br />

jeden Sammler dienen.<br />

<br />

Informationen www.kmaugsburg.de/idapaulin


Holls Werk in Skizzen | Region | 15<br />

Holl in Skizzen<br />

Urban Sketchers interpretieren<br />

Elias Holls Bauten<br />

Seit Sommer 2022 haben die Augsburger Urban<br />

Sketchers rund 150 Skizzen von Bauten des großen<br />

Stadtwerkmeisters angefertigt, die bis zum 5. November<br />

im Schaezlerpalais besichtigt werden können.<br />

Foto Claudia Hillebrand-Brem<br />

In Augsburg (und in über 420 anderen Städten in über 70 Ländern)<br />

sieht man sie manchmal an Straßen und Plätzen sitzen und zeichnen –<br />

die Urban Sketchers: Menschen, die vor Ort mit Stift & Co. jeweils auf<br />

ihre individuelle Weise das, was sie sehen und wie sie es sehen, auf<br />

Blättern und in Skizzenbüchern festhalten – und dann mit Gleichgesinnten<br />

teilen. Die Vereinigung der Urban Sketchers gibt es seit 2007, gegründet in<br />

Seattle. „Die Welt in Skizzen zeigen – das ist Urban Sketching. Vor Ort<br />

zeichnen, gerne gemeinsam. Die Urban Sketchers sind eine zwanglose Gemeinschaft:<br />

Jeder ist willkommen, alles ist erlaubt – unabhängig von Vorkenntnissen,<br />

persönlichem Stil oder Alter“, erläutert Claudia Hillebrand-<br />

Brem, die die Sketchwalks in Augsburg organisiert. Gezeichnet wird immer<br />

gemeinsam vor Ort und nicht von Fotos. Die Skizzen überraschen mit ihrer<br />

Vielfalt an Perspektiven, ihren Techniken und Möglichkeiten.<br />

Die Feierlichkeiten zum 450. Geburtstag<br />

des großen Stadtwerkmeisters<br />

Elias Holl mit der Ausstellung im<br />

Maximilianmuseum „Meister Werk<br />

Stadt“ haben die Augsburger Urban<br />

Sketchers zum Anlass genommen,<br />

die noch erhaltenen Bauwerke des<br />

Stadtwerkmeisters in den Fokus zu<br />

nehmen. Zeughaus, Stadtmetzg oder<br />

Goldener Saal im Rathaus – mit Bleistift,<br />

Fine Liner oder Aquarellfarben<br />

wurde festgehalten, was sich aus<br />

Holls Zeiten bis heute im Stadtbild<br />

erhalten hat. Nach jedem Zeichentermin,<br />

den sogenannten „Sketchwalks“,<br />

wurden die vor Ort entstandenen<br />

Werke auf dem Social-Media-Kanal<br />

Instagram unter #uskeliasholl präsentiert.<br />

In der Ausstellung im Café<br />

und Liebertzimmer im Schaezlerpalais<br />

ist nun eine vielseitige Auswahl<br />

von knapp 150 Skizzen zu sehen. Der<br />

Eintritt ist frei. Claudia Hillebrand-<br />

Brem: „Mit dem Handy ist ein Motiv<br />

schnell geknipst, doch wer skizziert,<br />

ein bis zwei Stunden in ein Motiv<br />

eintaucht, beobachtet und erlebt<br />

Architektur, Umgebung und Standort<br />

individueller und intensiver.<br />

Elias Holl hätte das gefallen …“ <br />

Treffpunkt und Motivwahl<br />

http://urbansketchersaugsburg.blogspot.de/<br />

Instagram #uskeliasholl<br />

ALLES,<br />

WAS KUNST<br />

BRAUCHT.<br />

boesner GmbH<br />

Proviantbachstr. 30<br />

86153 Augsburg<br />

www.boesner-bayern.de<br />

boesner_bayern<br />

TREFF<br />

PUNKT<br />

KUNST<br />

Illustration: Hans-Christian Sanladerer, „Nature Sketching“,<br />

Christophorus Verlag


16 | Region | Stadthalle Gersthofen<br />

Seit rund viereinhalb Jahren ist Uwe Wagner Kulturamtsleiter von Gersthofen. In<br />

seine noch junge Amtszeit fiel die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen.<br />

Und auch sonst galt es, so manche unerwarteten Hürden zu nehmen.<br />

Doch einen waschechten Optimisten und gut vernetzten Kulturmanager wie<br />

Uwe Wagner kann nichts aus der Bahn werfen. Es geht weiter aufwärts mit<br />

der Kultur in Gersthofen – dank der multifunktionalen Stadthalle, vieler<br />

guter Ideen und vor allem des Kultur-Teams, das allen Stürmen standgehalten<br />

hat und eng zusammensteht.<br />

Motto „Brücken bauen“<br />

Das neue Programm der Stadthalle Gersthofen<br />

Foto <strong>SchlossMagazin</strong><br />

Leichter ist das Geschäft seit der Pandemie<br />

nicht geworden, da ist sich Uwe Wagner<br />

sicher. Der Markt habe sich generell verändert;<br />

die Branche sei unkalkulierbar geworden.<br />

Einer repräsentativen Studie zufolge hätten seit<br />

Corona immer noch bis zu 60 Prozent des kulturaffinen<br />

Publikums Schwellenangst beim Besuch kultureller<br />

Veranstaltungen. Möglicherweise spielten auch die<br />

wirtschaftliche Entwicklung mit gestiegenen Lebenshaltungs-<br />

und speziell Energiekosten sowie politische<br />

Unsicherheiten eine Rolle bei der vorherrschenden Zurückhaltung.<br />

Andererseits gäbe es vermehrt langfris tige<br />

Vorausbuchungen von Tickets zu verzeichnen, konstatiert<br />

Wagner. Was natürlich das Ticketverwaltungsteam<br />

vor große Herausforderungen stellt, aber auch<br />

motiviert. „Teilweise sind Veranstaltungen im November<br />

jetzt schon ausverkauft, wie z. B. Gerhard Polt und<br />

die Well-Brüder aus’m Biermoos oder das Konzert von<br />

Ringlstetter & Band“ freut sich der Kulturchef. Und<br />

auch sonst seien bis weit ins neue Jahr hinein zahlreiche<br />

Events bereits gut gebucht. „Der Vorverkauf<br />

startet von Jahr zu Jahr früher, das wollen die Agenturen<br />

so“, registriert Wagner, da gehe es vor allem um<br />

Planungssicherheit – was aber auch gleichermaßen die<br />

Mitbewerber auf dem Kultursektor betreffe. Und besonders<br />

die neu etablierten Eventlocations wie das<br />

Gaswerk, nicht weit von der Stadtgrenze zu Gersthofen<br />

entfernt, zögen Publikum ab. „Da gilt es kreativ<br />

und innovativ zu sein, um am Ball zu bleiben. Wir in<br />

Gersthofen bieten jedem etwas, von Enkel bis Oma,<br />

von Pop über Rock bis Klassik, von Lachen bis Lesung.”<br />

In Sachen Outdoor-Veranstaltungen punktet Gersthofen<br />

seit 2021 mit den Rasenkonzerten und dem<br />

Gersthofens Kulturamtsleiter Uwe Wagner blickt optimistisch<br />

in die Zukunft und baut auf sein Team.<br />

Wiesentheater für Kinder auf dem Gelände der Naturfreunde<br />

Gersthofen. Die Idee, die sich bewährt<br />

hat, nahm ihren Ursprung während der Pandemie –<br />

quasi aus der Not heraus. Und hat sich nun einen<br />

festen Platz im Programm erobert. Auch in diesem<br />

Jahr applaudierten die Fans im Grünen ihren Lieblingen:<br />

Stefanie Heizmann, Seeleman, The Seer, Angelo<br />

Kelly … und besonders bejubelt wurde das frühzeitig<br />

ausverkaufte Kinder-Konzert mit DIKKA, dem rap-


Region | 17<br />

penden Nashorn, trotz Regenwetter. Für den Abend<br />

des gleichen Tages gab es dann sogar Sturmwarnung.<br />

Doch eine Absage war keine Option. Dank einer<br />

großartigen Leistung des Stadthalle-Teams samt<br />

Sanitätern, Security und Catering, das spontan und<br />

versiert einen schnellen Umzug ins Herz Gersthofens<br />

organisierte, fand das letzte Konzert mit Pam<br />

Pam Ida und folkshilfe trocken und sicher vor einem<br />

euphorischen Publikum in der Halle statt. „Es ist<br />

sehr schön zu sehen, wie die Rasenkonzerte sich im<br />

Open-Air-Sommer der Region etabliert haben“, so<br />

Uwe Wagner. „Deshalb arbeiten wir bereits an den<br />

Rasenkonzerten 2024 und präsentieren schon jetzt<br />

mit ‚Eule findet den Beat‘ wieder ein fantastisches<br />

Kinder-Konzert.“<br />

Brücken bauen zwischen den Genres<br />

Neben den bewährten Publikumsrennern wie bekannten<br />

Comedians und Kabarettisten, Quasi-Lokalpatrioten,<br />

Big Bands und Schlagergrößen, die gerne<br />

wiederholt nach Gersthofen kommen, legt Uwe Wagner<br />

großen Wert auf „Blutauffrischung“ im Programm.<br />

Dieses steht in der aktuellen Saison unter dem Motto<br />

„Brücken bauen“. Was bedeutet, dass sich die Protagonisten<br />

verschiedener Genres zusammentun und<br />

gemeinsam auftreten. Bestes Beispiel hierfür ist das<br />

Konzert „Herz über Kopf von allen Saiten“ am 23. November<br />

mit dem Singer-Songwriter Joris zusammen<br />

mit Mikis Takeover! Ensemble, bei dem Kammermusik<br />

unter der Leitung von Geiger und Crossover-Künstler<br />

Mihalj Kekenj auf Joris’ Popsongs mit Ohrwurmpotential<br />

trifft. Mitte März nächsten Jahres präsentiert das<br />

Stuttgarter Kammerorchester Titel der Rockband Nirvana<br />

und des Barockkomponisten Henry Purcell. Am<br />

30. Dezember bestreitet das Jahresabschlusskonzert<br />

diesmal die archaisch wirkende Gruppe Corvus Corax<br />

mit „1.000 Jahre Tanzmusik“, bekannt für ihre Auftritte<br />

auf Mittelalterfesten, deren treibende Rhythmen,<br />

Trommel- und Dudelsackmusik in die Beine gehen. In<br />

Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Sami Yli-Sirniö<br />

verbindet das neue Bandprojekt „Corvus Corax Era<br />

Metallum“ die nordischen Werke von Corvus Corax<br />

mit dem harten Sound des Metal, abseits der üblichen<br />

Pfade des hinlänglich bekannten Mittelalterrocks.<br />

Auch die Pagan-Folk-Band Brisinga im Vorprogramm<br />

kombiniert Folk aus verschiedenen Ländern mit modernen<br />

Einflüssen.<br />

Special Highlights<br />

Neben der Stadthalle lockt eine weitere, eher intime<br />

Location ihr Publikum: das Ballonmuseum, das Besucher<br />

aus der ganzen Welt anzieht. Dort werden auch<br />

kleine feine Veranstaltungen geboten. Am 28. Oktober<br />

verrät hier der ARD-Quiz-Champion und „Jäger“<br />

Sebastian Klussmann seinen einfachen Weg zu mehr<br />

Allgemeinbildung, mit der man überall punkten kann.<br />

Was macht den Reiz des abrufbaren Wissens aus –<br />

und braucht man dieses im Zeitalter von Google &<br />

Co. überhaupt noch? „Man sollte sein Hirn nicht in<br />

die Cloud auslagern", findet er. Und „Je mehr Wissen<br />

wir haben, desto differenzierter sehen wir die Welt."<br />

Am 2. November covert die sechsköpfige Augsburger<br />

Vocal Band Magpie Alley im Museum aktuelle deutschund<br />

englischsprachige Hits, Klassiker und anderes mit<br />

selbstgeschriebenen a cappella Arrangements. So gut<br />

wie die Originale, nur „mündlich“<br />

Mit „Grimms sämtliche Werke“, einem Märchen für<br />

Erwachsene, widmen sich die drei Universalgenies<br />

Kristian Bader, Jan-Christof Scheibe und Michael Ehnert<br />

in einer Inszenierung von Martin Maria Blau am<br />

18. November in der Stadthalle auf ihre ganz eigene<br />

Weise der deutschen Literaturgeschichte. Das Publikum<br />

wird nicht bereuen, dabei zu sein, wenn z. B. der<br />

gestiefelte Kater und Rumpelstilzchen auf Hannibal<br />

Lecter treffen. Eine einzigartige Mischung aus klassischem<br />

Theater, rasanter Biographie, aberwitziger<br />

Comedy und vielseitigen Gesangsnummern.<br />

In Einstimmung auf die Weihnachtstage erzählen am<br />

16. Dezember die Vollblutschauspieler Helmut Knaup<br />

und Samuel Finzi Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“.<br />

In deren Interpretation erhält die Erzählung,<br />

trotz des sozialkritischen Grundtons, eine unglaubliche<br />

Lebendigkeit. Beiden gelingt es, im Zusammenspiel<br />

mit der Bühnenmusik den typischen, skurrilen,<br />

britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten.<br />

Eine märchenhafte Reise für Jung und Alt<br />

stellt am 29. Dezember das bekannte Theaterstück<br />

„Der kleine Prinz“ nach Antoine de Saint-Exupéry dar:<br />

Das wahrhaft Schöne kann man nur mit dem Herzen<br />

sehen.<br />

Pluspunkte<br />

Laut Uwe Wagner hat die Stadthalle Gersthofen<br />

das vermutlich größte Einzugsgebiet Bayerns im<br />

Kultursektor. Warum das so ist? „Unser Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

im breiten Angebot ist herausragend.<br />

Außerdem sind wir mit unserer Lage zwischen<br />

Bundesstraßen und Autobahn und in unmittelbarer<br />

Nähe zur Stadt Augsburg bestens erreichbar. Und die<br />

zahlreichen kostenlosen Parkplätze in der Tiefgarage<br />

sind nicht zu unterschätzen“, weiß der Kulturchef. Die<br />

große Anzahl treuer Abonnenten und die teilweise<br />

fremden Autokennzeichen sprechen für sich. <br />

Informationen und Programm<br />

www.stadthalle-gersthofen.de


18 | Region | Fuggerstadt Classic<br />

Sie röhren, knattern …<br />

und summen<br />

Fuggerstadt Classic und Fuggerstadt VOLT<br />

Wo gibt es so viele fahrtüchtige Oldtimer en masse zu bewundern und<br />

wo geben sich die neuesten Modelle der E-Car-Marken ein Stelldichein?<br />

Am Sonntag, den 24. <strong>September</strong>, vor dem Start der Fuggerstadt Classic<br />

Oldtimer rallye und der Fuggerstadt VOLT in der Augsburger Maximilianstraße.<br />

Publikum aus nah und fern ist herzlich eingeladen.<br />

Foto pro air<br />

Es ist wieder soweit: Ab 8:00 Uhr fahren<br />

die Teilnehmenden der mittlerweile schon<br />

traditionellen Rallye mit ihren „Oldies“ in<br />

die Maximilianstraße ein und reihen sich<br />

vom Herkulesbrunnen bis zum Ulrichsplatz auf. Auf<br />

dieser Showmeile können dann rund 110 Oldtimer<br />

vieler Marken bestaunt werden. Benzin-Gespräche<br />

mit den Crews sind ausdrücklich erwünscht. Der<br />

Start zur Rallye erfolgt ab ca. 10:00 Uhr, wenn der<br />

Moderator die Teilnehmenden vorstellt und gleich<br />

mit der ersten Wertungsprüfung auf die Reise<br />

schickt. Die E-Cars fahren ab 12:00 Uhr in die Maximilianstraße<br />

ein. Bis zum Start der VOLT-Wagen um<br />

14:00 Uhr kann man mit den Crews dort informative<br />

Gespräche führen.<br />

Das Motto des Jahres lautet „Von Bulli zu Buzz“, mit<br />

dem die alten und neuen Fahrzeug-Welten verbunden<br />

werden. Den Anlass geben das 75-jährige Jubiläum des<br />

Kultgefährts VW Bulli und die Einführung des modernen<br />

Nachfolgers Elektro ID.Buzz. Spannend fürs Publikum<br />

wird es dann wieder ab ca. 15:30 Uhr, wenn die<br />

historischen Motorkutschen zurückkehren. Bald nach<br />

dem „Einlauf “ nämlich werden die „Augsburger Ele-<br />

ganzen“ gekürt, drei von einer Fachjury auserlesene<br />

Oldtimer-Beautys. Das Publikum darf das schönste<br />

„Classic Ensemble“ erwählen, bei der nicht nur das Fahrzeug,<br />

sondern auch das stilgerechte Outfit der Crew gewertet<br />

wird. Wer es nicht in die City schafft und trotzdem<br />

den Oldtimern zujubeln möchte, kann dies auf der<br />

Rallye-Strecke tun. Durch welche Orte die Route führt<br />

und ab wann man mit den Oldtimern dort jeweils rechnen<br />

kann, steht auf der Website oder im Rallyemagazin<br />

OldTimes, das auch online einsehbar ist.<br />

Das Areal zwischen Moritzplatz und Herkulesbrunnen<br />

wird unter dem Namen Maxplatz zur Eventzone. Hier<br />

sorgen Food-Trucks & Co. dafür, dass auch der Appetit<br />

des Publikums auf Essbares gestillt wird. Zu kaufen gibt<br />

es wieder die beliebten Taschen aus Werbebannern. Die<br />

Verkaufserlöse wandern in den Spendentopf der Augsburger<br />

Hilfsorganisationen. Da am gleichen Tag auch<br />

das Turamichele-Familienfest stattfindet, bei dem zu<br />

jeder vollen Stunde der Erzengel Michael am Fenster des<br />

Perlachturms auf dem Rathausplatz erscheint, ist der<br />

Rallye-Sonntag ein idealer Tag für einen Familienausflug<br />

in die City.<br />

<br />

Informationen www.fuggerstadt-classic.de ♦ www.fuggerstadt-volt.de


20 | Bild des Monats | Spätsommer im Wald<br />

Spätsommer im Wald<br />

Auf Moos gebettet, vom Baum behütet, vom Himmel zugedeckt,<br />

werden Träume sanft aufgeweckt!<br />

Rita Keller (*1941), deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin<br />

Foto pixabay


Bild des Monats | 21


22 | Lukullisches | Saison für Pilze<br />

Saison für Pilze<br />

Sie sind lecker und gesund, ja sogar heilsam.<br />

Heimische und auch exotische Speisepilze haben zwei Dinge gemeinsam: Sie<br />

schmecken lecker und sind außerdem sehr gesund. Denn sie liefern nicht nur<br />

wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, sondern können auch bei<br />

bestimmten Erkrankungen als regelrechte Heilpilze eingesetzt werden.<br />

Fotos Hagen Grote, wikicommons, pixabay<br />

Champignons, Pfifferlinge, Steinpilze oder<br />

Austernpilze – diese Pilzarten kennt jeder<br />

von uns und hat sie höchstwahrscheinlich<br />

schon einmal auf dem Teller gehabt. Man<br />

kann sie braten, grillen, kochen, für Füllungen oder<br />

Suppen verarbeiten und vielseitig mit anderen Beilagen<br />

kombinieren. So spielen sie manchmal bei einem<br />

Gericht die Hauptrolle, verfeinern aber auch des Öfteren<br />

Soßen zu zahlreichen Fleischgerichten. Auf den<br />

folgenden Seiten finden Sie besondere Rezepte, die<br />

von pilzerfahrenen Köchen ersonnen wurden.<br />

Es gibt sie noch, die passionierten Pilzsammlerinnen<br />

und Pilzsammler, die in den frühen Morgenstunden<br />

die Wälder durchkämmen, ausgerüstet mit Körbchen<br />

und Messer. Sie kennen sich aus und können<br />

essbare von giftigen Exemplaren unterscheiden. Der<br />

Knackpunkt ist, dass viele Menschen dies eben nicht<br />

können und zurecht Angst vor Vergiftungen haben.<br />

Wer trotzdem dem „Jagdfieber“ nicht widerstehen<br />

kann, aber mit seiner Pilzbeute auf Nummer sicher<br />

gehen möchte, dem helfen die Experten in den weit<br />

verbreiteten Pilzberatungsstellen, z. B. im Stadtmarkt<br />

Augsburg. Die frischen Zuchtpilze, die es in<br />

Lebensmittelgeschäften oder auf Marktständen zu<br />

kaufen gibt, können bedenkenlos verzehrt werden.<br />

Alternativ stehen dann noch getrocknete oder tiefgekühlte<br />

Pilze zur Wahl – eine Frage des Geschmacks<br />

und der Vorlieben für die Zubereitung. Getrocknete<br />

Pilze zählten schon in der Steinzeit zur Ernährungsgrundlage<br />

der Menschen. Im Mittelalter waren sie<br />

als Arme-Leute-Essen angesehen, galten im Barock<br />

aber schon wieder als wahre Delikatesse. Man denke<br />

z. B. nur an die Trüffel. Die Champignons waren die<br />

ersten Pilze, die in Europa – genauer gesagt in Fran-


Lukullisches | 23<br />

kreich – um 1650 kultiviert wurden. Anders in Japan:<br />

Hier werden z. B. Shiitake-Pilze schon seit mindestens<br />

2.000 Jahren gezüchtet.<br />

Trotzdem werden Speisepilze bei uns gerne unterschätzt.<br />

Sie liefern relevante Mengen an Eiweiß und<br />

Mineralstoffen wie Kalium, Eisen, Selen und Zink<br />

und tragen außerdem dazu bei, den Tagesbedarf<br />

an Vitamin A, Vitamin B und Vitamin D zu decken.<br />

Nur wenige Europäer wissen heute, dass Champignon,<br />

Shiitake und Austernpilz auch Heilwirkungen<br />

aufweisen. Es gibt sogar spezielle Heilpilze, die<br />

wie Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden,<br />

z. B. der Reishi Heilpilz, der bei Arthritis die<br />

Schmerzen lindern und die Leber entgiften soll. In<br />

Ostasien, insbesondere in Japan, China, Indonesien<br />

und Korea dagegen, wo traditionelle und moderne<br />

Medizin friedlich nebeneinander existieren, erfreuen<br />

sich die Heilpilze seit jeher ungebrochener Beliebtheit.<br />

Dass Pilze nicht nur als Nahrungsmittel,<br />

sondern auch als Arznei dienen können, war übrigens<br />

schon den Gelehrten der Antike bekannt. Seit<br />

der Erkenntnis, dass auch Pilze aus der westlichen<br />

Welt medizinisch wertvoll sind, wächst bei uns wieder<br />

das Interesse an ihnen.<br />

Pilze sind wundersame Geschöpfe, denn sie stellen<br />

Mischwesen zwischen Tieren und Pflanzen dar und<br />

bilden unter den Lebewesen ein völlig eigenständiges<br />

Reich. Sie sind zwar sesshaft wie die Pflanzen,<br />

atmen aber – wie Tiere und Menschen – Sauerstoff<br />

und ernähren sich von organischem Material, z. B.<br />

von Holz und Insekten. Des Weiteren haben Speisepilze<br />

Zellwände wie die Pflanzen. Doch bestehen<br />

die Zellwände der Pilze nicht aus Cellulose, sondern<br />

aus Chitin wie beispielsweise der Panzer von<br />

Insekten. Heute sind weltweit rund 100.000 Pilzarten<br />

bekannt; Schätzungen zufolge könnte es aber<br />

mehr als fünf Millionen geben. Jede Pilzart ist mit<br />

einer charakteristischen Architektur ausgestattet.<br />

Wir identifizieren Pilze anhand ihres Stiels, Schirms<br />

oder Huts. Doch das, was in unseren Kochtöpfen<br />

landet, ist nur ein winziger Teil des eigentlichen<br />

Pilzes. Denn hierbei handelt es sich lediglich um den<br />

Fruchtkörper, der nur sporadisch auftritt und der<br />

Vermehrung dient. Der Rest des Pilzes lebt in Form<br />

des sog. Myzels unterirdisch oder auch im Holz der<br />

Bäume. Das Myzel, das optisch mit den Wurzeln der<br />

Pflanzen verglichen werden kann, setzt sich aus sehr<br />

langen, dünnen Fäden (Hyphen) zusammen, die der<br />

Wasser- und Nahrungsaufnahme dienen. <br />

Tipps für Pilzsammlerinnen<br />

und -sammler<br />

Die meisten essbaren Pilze können von Juli bis November<br />

auf Wiesen und in Wäldern gesammelt werden; der<br />

Herbst ist die ideale Jahreszeit. Wichtig ist, dass nur diejenigen<br />

Exemplare mitgenommen werden, die man eindeutig<br />

identifizieren kann. Hilfreich sind dabei Pilzführer<br />

oder Pilzberatungsstellen.<br />

Pilze halten sich nur wenige Tage frisch. Wildpilze sollten<br />

noch am Tag des Sammelns zubereitet werden. Da sie sehr<br />

empfindlich auf Licht, Wärme und Druck reagieren, sollten<br />

sie in einem luftdurchlässigen Gefäß wie z. B. einem Korb<br />

transportiert bzw. gelagert und in einer Papiertüte im Gemüsefach<br />

des Kühlschranks aufbewahrt werden.<br />

Reinigung und Verzehr<br />

Bevor man Wildpilze zubereitet, sollte man sie gründlich<br />

säubern. Man kann sie entweder vorsichtig mit einer weichen<br />

Pilzbürste unter fließendem(!) Wasser oder trocken<br />

abbürsten. Die Pilze niemals im Wasser liegen lassen, da<br />

sie sich sonst wie ein Schwamm vollsaugen und an Aroma<br />

verlieren. Zuchtpilze, die von Haus aus sauberer sind, brauchen<br />

nur mit einem feuchten Tuch abgerieben werden.<br />

Pilzgerichte lassen sich übrigens problemlos wieder aufwärmen.<br />

Früher, als es noch keine Kühlschränke gab, verdarben<br />

Pilzgerichte leicht. Gut gekühlt schmecken Speisen<br />

mit Pilzen auch noch nach zwei Tagen.<br />

Quelle Zentrum der Gesundheit<br />


24 | Lukullisches | Pilzgerichte<br />

Schwammerl<br />

zum Schwelgen<br />

Pilzgerichte mit Pfiff<br />

Portobello<br />

Ein Portobello ist ein brauner Champignon,<br />

der noch ein paar Tage länger<br />

gewachsen und gereift ist. Er hat eine<br />

festere Konsistenz und eignet sich gut<br />

für die Zubereitung in großen Stücken<br />

oder zum Füllen.<br />

Foto pixabay<br />

Steinpilz-Maronen-Suppe<br />

Zutaten für 5 bis 6 Personen<br />

10 g getrocknete Steinpilze ♦ 1 Zwiebel ♦ 1 Knoblauchzehe ♦ 300 g Maronen, vakuumiert<br />

oder aus dem Glas ♦ 500 g gemischte Pilze (z. B. Steinpilze, Champignons, Shiitake,<br />

Kräuterseitlinge) ♦ 4 EL Olivenöl ♦ 4 Stiele Thymian ♦ 100 ml Weißwein ♦ 900 ml Gemüse-<br />

oder Geflügelbrühe ♦ 100–150 ml Schlagsahne ♦ 1 EL Kakaopulver ♦ 1 Handvoll<br />

Haselnüsse ♦ 1 EL Butter ♦ Salz, schwarzer Pfeffer<br />

Zubereitung<br />

♦ Getrocknete Pilze mit 200 ml heißem<br />

Wasser übergießen und mind. 10 Minuten<br />

einweichen.<br />

♦ Zwiebel in halbe Ringe, Knoblauch in<br />

Scheiben schneiden. Maronen würfeln.<br />

Blättchen vom Thymian abstreifen und<br />

fein hacken. 400 g Pilze putzen und in<br />

grobe Stücke schneiden.<br />

♦ Drei Esslöffel Olivenöl im Topf erhitzen,<br />

Zwiebeln und Knoblauch darin glasig<br />

dünsten, Maronen, frische Pilze und Thymian<br />

zugeben und 2 Minuten mitdünsten,<br />

dabei leicht salzen. Mit Weißwein ablöschen<br />

und vollständig einkochen lassen.<br />

Brühe zugießen, eingeweichte Pilze und<br />

Einweichwasser zugeben. Alles aufkochen<br />

und bei schwacher Hitze zugedeckt<br />

15 – 20 Minuten weich garen.<br />

♦ Inzwischen die restlichen 100 g Pilze<br />

putzen und in Scheiben schneiden. Die<br />

Haselnüsse zerkleinern, in einer Pfanne<br />

ohne Fett rösten und beiseitestellen.<br />

Einen Esslöffel Öl und einen Esslöffel<br />

Butter in einer beschichteten Pfanne<br />

erhitzen und die Pilze darin rundherum<br />

hellbraun anbraten, salzen und pfeffern.<br />

Sahne zur Suppe geben und alles<br />

mit dem Stabmixer pürieren; alternativ<br />

Sahne steif schlagen und die Suppe mit<br />

einem Klecks Sahne servieren.<br />

♦ Mit gebratenen Pilzen, gerösteten Haselnüssen<br />

anrichten und mit einem<br />

Hauch Kakaopulver bestreut servieren.<br />

Zubereitungszeit 40 Min.<br />

Rezept und Foto Le Creuset<br />

Gefüllter Portobello<br />

Zutaten für 4 Portionen<br />

200 g Baby-Blattspinat ♦ 1 Zwiebel<br />

♦ 2 El Öl ♦ Salz, Pfeffer, Muskat (frisch<br />

gerieben) ♦ 4 Portobello-Pilze (ersatzweise<br />

sehr große Champignons) ♦ 4 Eier<br />

(Kl. S) ♦ 50 g geraspelter Manchego ♦<br />

4 Scheiben Frühstücksspeck (Bacon)<br />

Zubereitung<br />

♦ Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft<br />

nicht empfehlenswert). Spinat waschen<br />

und trockenschleudern. Zwiebel fein<br />

würfeln und in einer heißen Pfanne mit<br />

Öl glasig dünsten. Spinat nach und nach<br />

zugeben und zusammenfallen lassen. Mit<br />

Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Spinat<br />

mit einem Kochlöffel am Pfannenrand<br />

ausdrücken und die Flüssigkeit abgießen.<br />

♦ Von den Pilzen den Stiel entfernen. Pilze<br />

auf ein mit Backpapier belegtes Blech<br />

setzen und mit je 1 Ei füllen, salzen und<br />

pfeffern. Spinat um die Eidotter herum<br />

in die Pilze verteilen und mit Käse bestreuen.<br />

Speck neben den Pilzen auf das<br />

Blech legen. Im heißen Ofen im unteren<br />

Ofendrittel ca. 25 Min. backen.<br />

Zubereitungszeit ca. 40 Min.<br />

Rezept und Foto essenundtrinken


Lukullisches | 25<br />

Austernpilz<br />

Der in Trauben wachsende, fächerartige<br />

Pilz hat einen milden, etwas nussigen<br />

Geschmack. Er lässt sich gut anbraten<br />

oder frittieren.<br />

Foto pixabay<br />

Steinpilz<br />

Der Steinpilz lässt sich gut trocknen und<br />

eignet sich dann zum Aromatisieren von<br />

Brühen oder Mayonnaisen.<br />

Foto pixabay<br />

Pfifferling<br />

Der Pfifferling ist in Europa weit verbreitet<br />

und wächst in Laub- und Nadelwäldern.<br />

Sein Geschmack ist leicht pfeffrig und<br />

würzig.<br />

Foto wikicommons<br />

Schnelle Nudeln mit<br />

Lauch und Austernpilzen<br />

Zutaten für 4 Portionen<br />

250 g Rigatoni ♦ 250 g Austernpilze ♦<br />

1 Zwiebel ♦ 1 Stange Lauch ♦ 2 – 3 Zehen<br />

Knoblauch ♦ 2 EL Olivenöl ♦ 3 Stängel<br />

glatte Petersilie ♦ Salz, Pfeffer ♦ Chili<br />

Zubereitung<br />

♦ Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest<br />

garen. Währenddessen Lauch waschen<br />

und in mundgerechte Stücke<br />

schneiden, ebenso die Austernpilze. Petersilie<br />

waschen und hacken, Knoblauch<br />

schälen und kleinschneiden.<br />

♦ Zwiebeln in einer Pfanne mit Öl goldbraun<br />

anschwitzen. Austernpilze und<br />

Lauch dazugeben. Alles 7 – 10 Min. knackig<br />

anbraten.<br />

♦ Wenn Gemüse und Nudeln fertig sind,<br />

Knoblauch in einer separaten Pfanne<br />

kurz anbraten, die Nudeln dazugeben<br />

und kurz weiterbraten.<br />

♦ Gemüse und Nudeln miteinander vermischen,<br />

mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.<br />

Petersilie darüber geben.<br />

Omelette mit Pfifferlingen<br />

Zutaten für 4 Portionen<br />

120 g Pfifferlinge ♦ 1/2 rote Paprika ♦ 1 Frühlingszwiebel ♦ 50 g gekochter Schinken<br />

♦ 6 Eier ♦ Salz, Pfeffer ♦ Cayenne-Pfeffer oder Chili ♦ Butterschmalz ♦<br />

Olivenöl ♦ 4 Stängel Petersilie<br />

Zubereitung<br />

♦ Pfifferlinge gut säubern und die Stiele<br />

etwas abschaben. Große Pilze teilen.<br />

Bei starker Verschmutzung vorsichtig<br />

abbrausen und gründlich abtupfen und<br />

trocknen lassen. Sie dürfen keinesfalls<br />

zu feucht sein.<br />

♦ Paprika entkernen und die Schale mit<br />

einem Sparschäler entfernen. Frühlingszwiebeln<br />

säubern. Das vorbereitete Gemüse<br />

und den Schinken in kleine Stücke<br />

schneiden.<br />

♦ Eier in eine Schüssel aufschlagen und<br />

sorgfältig verquirlen. Butterschmalz<br />

und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen<br />

und Pilze, Paprika und Frühlingszwiebeln<br />

etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze<br />

darin braten. Dabei mit Salz, Pfeffer,<br />

Zucker und Cayenne-Pfeffer oder Chili<br />

würzen. Eiermasse darüber gießen und<br />

das Omelett stocken lassen. Dabei den<br />

Rand immer wieder etwas anheben und<br />

lockern.<br />

♦ Wenn die Oberfläche nur noch leicht<br />

flüssig ist, das Omelett aus der Pfanne<br />

auf einen Deckel gleiten lassen. Etwas<br />

Olivenöl und die Petersilienstängel in<br />

die Pfanne geben. Das Omelett wenden,<br />

auf der ungebratenen Seite zurück in<br />

die Pfanne geben und etwa 1–2 Minuten<br />

fertig garen. Dazu gemischten Salat<br />

servieren.<br />

Zubereitungszeit ca. 15 Min.<br />

Rezept Rainer Sass ♦ Foto Schmackofatz<br />

Zubereitungszeit ca. 15 Min.<br />

Rezept und Foto Buntes Gemüse<br />


26 | Lukullisches | Pilzgerichte<br />

Neue Geschmackswelten<br />

für Pilzgerichte<br />

Rezept und Fotos aus dem Buch „Aus dem Wald“ von Martin Nordin<br />

Das Kochbuch „Aus dem Wald“ von Martin<br />

Nordin widmet sich ganz und gar kreativen<br />

und vielseitigen Rezepten für Pilze.<br />

Sie sind allesamt vegetarisch bzw. vegan,<br />

denn ihr herzhaftes Umami-Aroma und ihre fleischige<br />

Textur lassen keine kulinarischen Wünsche offen –<br />

ohne Steak und Co. Wir stellen Ihnen aus diesem Buch<br />

drei ausgewählte Rezepte vor.<br />

Asiatische<br />

Champignonsuppe mit<br />

Tahini, Miso und Cashew<br />

Zutaten für 6 Personen<br />

Suppe: 600 g Champignons ♦ 2 EL Rapsöl ♦ 2 Frühlingszwiebeln,<br />

fein gehackt ♦ 1 EL fein gehackter Knoblauch ♦ 1 EL Mirin (süßer<br />

japanischer Reisessig) ♦ 1 EL Nussbutter (Feinkostladen) ♦ 1 EL<br />

Tahini (Sesampaste) ♦ 1 TL helle Miso-Paste ♦ 100 ml Gemüsebrühe<br />

♦ 200 ml Cashewmilch oder andere Nussmilch<br />

Würzmischung: 2 TL Gochugaru (koreanisches Chilipulver) ♦ 1 EL<br />

Hefeflocken ♦ 1 EL geröstete weiße Sesamsamen ♦ 1 TL Salzflocken<br />

♦ 1 EL Buchweizen<br />

Zum Servieren: 3 kleine Baguettes ♦ 2 EL Rapsöl ♦ Szechuanpfeffer-<br />

Öl (Asialaden)<br />

Zubereitung<br />

♦ Für die Suppe die Pilze putzen und in feine Scheiben schneiden.<br />

Das Öl in einen Topf geben und auf mittlere Temperatur erhitzen.<br />

Pilze, Zwiebeln und Knoblauch hineingeben und anschwitzen,<br />

bis die Zwiebeln weich, aber nicht gebräunt sind. Mirin,<br />

Cashewbutter, Tahini und Miso hinzufügen und umrühren, bis<br />

sich alles gut vermengt. Die Brühe und die Cashewmilch dazu<br />

gießen und bei niedriger Temperatur sieden lassen, bis alles ein<br />

wenig einreduziert ist.<br />

♦ Für die Würzmischung den Buchweizen in etwas Rapsöl anrösten.<br />

Alle Zutaten bis auf den Buchweizen in einen Mixer geben<br />

und sorgfältig zerkleinern, sodass sich alles gut vermischt.<br />

Die Mischung in eine Schüssel füllen, den Buchweizen hinzufügen<br />

und verrühren.<br />

♦ Zum Servieren die Baguettes der Länge nach halbieren, mit<br />

etwas Öl beträufeln und grillen oder auf der Schnittseite kurz<br />

anbraten. Eine Baguettehälfte in eine Schüssel legen, etwas<br />

Champignonsuppe darüber löffeln, mit der Gewürzmischung<br />

bestreuen und ein paar Spritzer Szechuanpfeffer-Öl darüber<br />

geben.


Lukullisches | 27<br />

Steinpilzrisotto<br />

Zutaten für 6 Personen<br />

Risotto-Mix: 30 g getrocknete Steinpilze<br />

♦ 380 g Arborio-Reis ♦ 30 g getrocknete<br />

Zwiebeln oder Zwiebelpulver ♦ 2 TL getrocknete<br />

Petersilie ♦ 2 TL getrockneter<br />

Bärlauch ♦ 1 EL Instant-Brühe ♦ 1 TL Salz<br />

Gewürzmischung: 1 TL getrockneter Liebstöckel<br />

♦ 1 EL Hefeflocken ♦ 1 TL getrocknete<br />

Zitronenzesten ♦ ½ TL schwarze Pfefferkörner<br />

♦ ½ TL Koriandersamen ♦ ½ TL<br />

Szechuanpfeffer ♦ 1 TL Meersalz<br />

Außerdem: 3 EL Olivenöl ♦ 4 EL Nussbutter<br />

(Feinkostladen)<br />

Zubereitung<br />

♦ Alle Zutaten für den Risotto-Mix miteinander<br />

vermischen, die für die Gewürzmischung<br />

zusammen mörsern.<br />

♦ Das Öl bei mittlerer Temperatur in einer<br />

Pfanne erhitzen. Den Risotto-Mix<br />

hineingeben und etwa 10 Minuten braten,<br />

bis der Reis glasig ist. Von Zeit zu<br />

Zeit rühren, sodass er nicht anbrennt.<br />

Die Temperatur reduzieren, die Nussbutter<br />

hinzufügen und umrühren. 700 ml<br />

Wasser zugießen und etwas Gewürzmischung<br />

dazugeben. 15 – 20 Minuten kochen<br />

lassen. Regelmäßig Wasser angießen,<br />

während das Risotto einkocht, alle<br />

5 Minuten etwa 100 ml.<br />

♦ Zum Servieren eine großzügige Kelle Risotto<br />

auf jeden Teller geben, mit etwas<br />

Olivenöl beträufeln und nach Belieben<br />

mit der Gewürzmischung bestreuen.<br />

Kräuterseitlinge<br />

mit Steckrüben<br />

Zutaten für 6 Personen<br />

1,2 l Pilzbrühe oder Gemüsebrühe ♦ 50 g<br />

Kerbel + ein paar Blätter zum Garnieren ♦<br />

1 TL Apfelessig ♦ Salz ♦ 2 große Steckrüben<br />

(ca. 1 kg) ♦ 600 g Kräuterseitlinge ♦ 3 EL<br />

Rapsöl ♦ 1 EL fein gehackter Knoblauch ♦ 2<br />

weiße Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten<br />

Zum Servieren: In Whisky eingelegte Senfsamen<br />

(s. unten rechts) ♦ frischer Kerbel ♦<br />

1 Zitrone, in Spalten geschnitten<br />

Zubereitung<br />

♦ Die Brühe aufkochen, den Kerbel hineingeben<br />

und den Essig darüber geben.<br />

Den Topf vom Herd nehmen und 20 Minuten<br />

bei geschlossenem Deckel stehen<br />

lassen. Die Brühe durch ein Sieb in eine<br />

Schüssel gießen und mit etwas Salz abschmecken.<br />

♦ Die Steckrüben waschen, schälen und<br />

in dünne Scheiben schneiden, am besten<br />

mit einem Gemüsehobel, damit sie<br />

so dünn wie möglich werden. Die Pilze<br />

putzen und in kleine Würfel schneiden.<br />

♦ Das Öl bei hoher Temperatur in einer<br />

Pfanne erhitzen, bis es zu rauchen beginnt.<br />

Die Pilze hineingeben und 5 Minuten<br />

scharf anbraten, sodass sie langsam<br />

Farbe bekommen. Den Knoblauch und<br />

die Zwiebeln hinzufügen und bei mittlerer<br />

Temperatur unter Rühren etwa<br />

5 Minuten weich garen, ohne dass die<br />

Zwiebeln braun werden. Die Pilzbrühe<br />

zugießen, die Steckrübenscheiben hineingeben<br />

und 15 – 20 Minuten köcheln lassen,<br />

bis die Steckrüben weich sind.<br />

♦ Zum Servieren die Steckrüben mit einer<br />

Zange herausnehmen und ein paar Scheiben<br />

in jede Schüssel legen. Die Brühe mit<br />

den Pilzen und den Zwiebeln dazu gießen<br />

und eingelegte Senfkörner und Kerbel<br />

darüber geben. Mit Zitronenspalten anrichten.<br />

Buchtipp<br />

Aus dem Wald<br />

50 feine Rezepte mit Steinpilz,<br />

Pfifferling und Co.<br />

Kreative Rezepte für jeden Geschmack –<br />

von einfach bis anspruchsvoll; Grundrezepte<br />

für Saucen, Gewürzmischungen,<br />

Fonds und Brotteig<br />

192 Seiten, ca. 80 Abb., Hardcover<br />

Preis 27,99 Euro<br />

ISBN 978-3-95961-679-9<br />

Christian Verlag<br />

In Whisky<br />

eingelegte<br />

Senfsamen<br />

4 EL Senfsamen, gerne eine Mischung<br />

♦ 100 ml Apfelessig ♦ 90 g Rohrzucker<br />

(altern. normaler Zucker) ♦ 3 EL Whisky<br />

♦ 1 TL Salz<br />

♦ Die Senfsamen in leicht gesalzenem<br />

Wasser aufkochen. Die Temperatur<br />

reduzieren und 40 – 60 Minuten sieden<br />

lassen, bis die Samen ganz weich<br />

sind. Die Flüssigkeit abgießen.<br />

♦ Essig, Zucker, Whisky, Salz und Senfsamen<br />

mit 100 ml Wasser aufkochen.<br />

Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst<br />

hat. Den Topf vom Herd nehmen und<br />

abkühlen lassen.<br />

♦ Alles in ein sterilisiertes Einmachglas<br />

füllen und im Kühlschrank aufbewahren.


28 | Beauty + Fashion | Modetrends Herbst-Winter<br />

Luisa Cerano<br />

Glanzstück in<br />

leuchtendem Blau<br />

Ein Tic mehr Chic<br />

Die Modetrends für Herbst und Winter<br />

Na, Lust auf neue Mode? Wir haben Silvia<br />

Brinninger-Schneider, Geschäftsleiterin im<br />

Modehaus Jung Augsburg, gefragt, was in der<br />

kommenden Saison auf der Must-have Liste<br />

der Fashionistas steht.<br />

Die Herbst-Winter-Saison<br />

startet wieder mit<br />

viel Farbe, darunter<br />

Lila und Pink in allen<br />

Variationen, aber auch Grün und<br />

Orange. Absoluter Renner ist Chilli-Rot.<br />

Dazu gesellen sich als Basisfarben<br />

Grautöne und Schwarz, damit<br />

der Look nicht zu laut wird.<br />

Auch Beige oder Cameltöne erden<br />

die Outfits.<br />

Nach den Kuschelstyles der Pandemiejahre<br />

ist wieder Glamour<br />

gefragt, nicht nur zu festlichen<br />

Anlässen. Röcke, Oberteile und<br />

auch Hosen für jeden Tag werden<br />

mit Pailletten und Metallics<br />

geadelt. Gebrochen werden diese<br />

Looks durch Kombination mit<br />

flauschigem Strick oder anderen<br />

ruhigeren Kleidungsstücken. Neben<br />

haarigen Qualitäten wie Mohair<br />

ist Kaschmir ein Alltime-Favorit,<br />

der auch in starken Farben<br />

daherkommt.<br />

Was die Silhouetten betrifft, so<br />

ist eigentlich alles möglich, so<br />

lange nur die Proportionen stimmen:<br />

maxi oder midi, körpernah<br />

oder oversized. Bei Hosen setzt<br />

sich der Trend zur Weite fort.<br />

Favorisiert werden Bundfaltenformen<br />

aus schön fallenden oder sogar<br />

fließenden Materialien wie<br />

glänzendem Satin. Das Tailoring<br />

wirkt maskulin dank betonter<br />

Fotos Anbieter/Hersteller,<br />

Silvia Brinninger-Schneider, Geschäftsleiterin<br />

Modehaus Jung


Beauty + Fashion | 29<br />

Streetstyle Leder und Kuschelstrick,<br />

perfekt abgestimmt in Lila<br />

Essentiel Antwerp Strukturstrick zu<br />

schimmerndem Satin<br />

Laura Biagiotti Körniger Stoff und raffinierter<br />

Cut-Out-Strick, Ton-in-Ton<br />

Boss Women Spiel mit Kontrasten:<br />

Tüllrock zur Biker-Lederjacke<br />

Marc Cain Lässiger Wickelmantel in<br />

Camel mit Materialmix<br />


30 | Beauty + Fashion | Modetrends Herbst-Winter<br />

Luisa Cerano Mut zur Farbe: Altrosa Cord-Zweiteiler zum Magenta-Mantel<br />

Schulterpartie bei den Jacken; sie<br />

werden oft oversized getragen.<br />

Auf den Laufstegen waren bei Damen<br />

Krawatten als Accessoire zu<br />

Nadelstreifenanzügen zu sehen.<br />

Röcke können kurz und eng, bürotauglich<br />

midilang in Bleistiftform<br />

oder schwingend sein.<br />

Bei Blusen ist leichte Transparenz<br />

angesagt. Kleider wirken neu durch<br />

Raffungen, Wicklungen, Knotendetails<br />

oder raffinierte Cut-outs. Neben<br />

Unis machen auch Muster aller Art<br />

Lust auf Mode. Neben klassischen<br />

Schwarz-Weiß-Kombinationen wird<br />

der Dauerbrenner Animalprint neu<br />

interpretiert. Allover-Looks aus Leder<br />

oder veganem Leder stehen neben<br />

Denim pur. Pullover und Jacken,<br />

gerne in verkürzter Form, setzen<br />

Statements in Material, Farbe und<br />

Strickart.<br />

Mäntel und Jacken sind gerne geräumig<br />

und haben überschnittene<br />

Schultern. Wollige Qualitäten machen<br />

dabei den nach wie vor beliebten<br />

Steppstoffen Konkurrenz. Das Ganze<br />

mit extrabreiten Schals ergänzt,<br />

und der Winter kann kommen. <br />

Marc Cain Aus der Leo-Kollektion zum<br />

50-jährigen Markenjubiläum<br />

Boss Women Nadelstreifen-Bundfaltenhose<br />

zur verkürzten Wolljacke


Beauty + Fashion | 31<br />

Joop! Mädchenhaft zarter Transparent-<br />

Look in Pastell<br />

COS Subtiles Karo auf lässigem Jersey-<br />

Zweiteiler – ein Kombi-Genie<br />

Essentiel Antwerp Glitzernde Pailletten,<br />

mit Pulli alltagstauglich kombiniert<br />

Marc Cain Denim all-over, aufgewärmt<br />

mit leichtem Mantel<br />

Gestuz Sexy und rockig mit Nadelstreifen<br />

und Nietenbesatz<br />

Luisa Cerano Platzierte Raffungen setzen<br />

die Figur in Szene.


32 | Beauty + Fashion | Männermode<br />

Giorgio Armani Geballte Modepower:<br />

karierter Doppelreiher über<br />

Polopulli zu strukturierter<br />

weiter Hose<br />

Breite Schultern,<br />

weite Hosen<br />

Die Männermode in diesem Winter<br />

Fotos Hersteller


Beauty + Fashion | 33<br />

Herno Schmale kurze Steppjacke zur<br />

lässigen Cargohose<br />

Hugo Boss Ton-in-Ton mit Rolli, der<br />

Look-Favorit des Jahres<br />

Giorgio Armani Perfekt austarierte Material-<br />

und Farbkombination<br />

Das gab es schon einmal: Rolli zum Blazer. Dieser Look ist zurück. Die Hosen<br />

werden wieder weiter und bieten so mehr Komfort. Überhaupt dominiert<br />

eine gewisse Weite, aber mit Stil.<br />

Strukturierter Strick mit<br />

klassischen Mustern bringt<br />

College-Feeling in die<br />

Sortimente. Hie und da<br />

mischen sich dezente Streetwear<br />

und Tailoring-Elemente in die Stylings.<br />

Teile wie Overshirts und<br />

Troyer gelten als modische Musthaves.<br />

Dazu kombiniert man entspannte<br />

Hosen. Cord gilt als Aufsteiger<br />

der Saison. Die Farbpalette<br />

ist insgesamt von Natur-Nuancen<br />

geprägt. Bei Blazern sind Zweireiher<br />

wieder im Kommen, die mit<br />

T-Shirts oder Pullis auf lässig gedreht<br />

werden. Karomuster bringen<br />

einen dezenten Worker- bzw. Landlord-Look<br />

in die Kollektionen. Outdoor-Jacken<br />

und Mäntel sind gerne<br />

voluminös und haben überschnittene<br />

Schultern. Insgesamt bleibt<br />

der Anzug ein fester Bestandteil<br />

jeder Herrengarderobe, gerne aus<br />

Jersey oder Wollstoff mit weichem<br />

Griff. Topmodisch wirkt er, wenn er<br />

mit einem Rolli aus der gleichen<br />

Farbpalette getragen wird. <br />

Strellson Shirt zum langen Doppelreiher<br />

– lässiger Schick<br />

Giorgio Armani Strickjacke mit dem<br />

gewissen Etwas.


34 | Gesundheit + Wellness | Innere Uhr<br />

Welcher Chronotyp sind Sie?<br />

Wie unsere innere Uhr funktioniert<br />

Manche Menschen sind bis in die Nacht total fit und schlafen dann bis mittags.<br />

Andere stehen gerne sehr früh auf und können dafür am Abend kaum<br />

die Augen aufhalten. Man sagt, es handelt sich um unterschiedliche Chronotypen.<br />

Welcher Chronotyp man ist, beeinflusst stark den Alltag.<br />

Foto Adobe Stock<br />

Wenn in der Schlafforschung die Rede<br />

vom Chronotyp ist, dann beschreibt<br />

das nicht nur die Uhrzeiten, wann<br />

ein Mensch gerne aufsteht und wann<br />

er zu Bett geht. Es geht auch darum, wann eine Person<br />

besonders leistungsfähig ist und wann nicht.<br />

Die individuelle innere biologische Uhr regelt außerdem<br />

den Hormonspiegel, die Körpertemperatur<br />

sowie die Schlaf- und Wachphasen. Ausgesprochene<br />

„Eulen" und „Lerchen" sind selten. Die meisten Menschen<br />

zählen zum „Mischtyp". Die Schlafdauer hat<br />

mit dem Chronotyp erst mal nichts zu tun. Aber<br />

aufgrund sozialer Einflüsse schlafen Spättypen unter<br />

der Woche oft zu wenig. Denn Arbeits-, Schulund<br />

Öffnungszeiten sind für Spättypen häufig eine<br />

Herausforderung. Sie werden erst nach Mitternacht<br />

oder sogar später müde, müssen aber früh zur Ar-<br />

Morningness-Eveningness<br />

Test MEQ<br />

Der Standard-MEQ besteht aus 19 Multiple-Choice-Fragen<br />

mit jeweils vier oder fünf Antwortmöglichkeiten.<br />

Einige Beispielfragen sind:<br />

Um wie viel Uhr würden Sie aufstehen, wenn Sie Ihren<br />

Tag völlig frei gestalten könnten?<br />

Wenn Sie um 23:00 Uhr ins Bett kämen, wie müde wären<br />

Sie?<br />

Angenommen, Sie können Ihre Arbeitszeiten selbst<br />

wählen. Gehen Sie davon aus, dass Sie einen Fünf-Stunden-Tag<br />

(einschließlich Pausen) arbeiten, Ihr Job interessant<br />

ist und Sie leistungsabhängig bezahlt werden.<br />

Zu welchem Zeitpunkt würden Sie beginnen?<br />

Die Antworten auf die Fragen werden zu einem kombinierten<br />

Wert zusammengefasst, der angibt, inwieweit der<br />

Befragte den Morgen gegenüber dem Abend bevorzugt.


Gesundheit + Wellness | 35<br />

beit oder in die Uni gehen. Das verkürzt ihre Schlafdauer.<br />

Wenn sie dann am Wochenende am späten<br />

Vormittag aufstehen, sprechen wir von „Langschläfern";<br />

dabei hatten sie vielleicht nur die üblichen<br />

acht Stunden Schlaf.<br />

Genetik und Lichtverhältnisse<br />

Der Chronotyp ist im Grundsatz genetisch angelegt,<br />

ändert sich aber mit dem Alter: Kleinkinder sind fast<br />

immer Lerchen, also Frühaufsteher. In Pubertät und<br />

Adoleszenz entwickelt sich der individuelle Chronotyp<br />

sehr schnell in Richtung spät und erreicht mit<br />

19,5 (weibl.) und 20,9 (männl.) Jahren ein Extrem<br />

bei durchschnittlich 4:45 Uhr bzw. 5:30 Uhr Mitte<br />

des ungestörten Schlafzeitraums (Ortszeit). In diesem<br />

Alter knickt die Entwicklung plötzlich in die<br />

entgegengesetzte Richtung ab. Im Alter von ca. 55<br />

Jahren ist der geschlechtsspezifische Unterschied<br />

bei durchschnittlich 3:30 Uhr Mitte des ungestörten<br />

Schlafzeitraums verschwunden.<br />

Flexible Arbeitszeiten ideal<br />

Da es schwer ist, den eigenen Chronotyp mit den täglichen<br />

Anforderungen in Einklang zu bringen, stellt<br />

sich die Frage: Passt sich der Schlafrhythmus dem<br />

Alltag an? Das ist häufig nicht der Fall. Aus Sicht von<br />

Schlafforschern sollten Arbeitgeber:innen daher flexiblere<br />

Arbeitszeiten ermöglichen. So könnten die<br />

Angestellten zu dem Zeitpunkt ihrer Tätigkeit nachgehen,<br />

wenn sie ihre aktiven Phasen haben und am<br />

leistungsfähigsten sind. Es gibt nur einen Weg, die<br />

innere Uhr zumindest ein wenig zu verstellen. Denn<br />

neben den Genen ist das Licht der wichtigste Faktor<br />

für unseren Rhythmus. Licht beeinflusst Aktivität<br />

und Müdigkeit.<br />

Den individuellen Chronotyp identifizieren<br />

Wer herausfinden will, welcher Chronotyp er oder<br />

sie ist, der kann den sogenannten „Morningness<br />

Eveningness"-Test machen. Hilfreich ist es auch, in<br />

einer komplett freien Zeit ohne Termine – im Urlaub<br />

zum Beispiel – zu schauen, wann man gerne schlafen<br />

und wann aufstehen würde. Auch daran zeigt sich,<br />

welcher Typ man ist. Zum anderen ist es hilfreich,<br />

eine natürliche Lichtsituation zu schaffen, also sich<br />

möglichst keiner grellen künstlichen Beleuchtung<br />

auszusetzen, wenn es draußen dunkel ist. Nach einigen<br />

Tagen kann sich ein natürlicher Rhythmus einspielen,<br />

der den jeweiligen Schlaftyp verrät.<br />

Die medizinische Bedeutung<br />

Die innere Uhr hat auch medizinische Bedeutung.<br />

Ärzte etwa forschen daran, wie sich die Einnahmezeit<br />

von Medikamenten optimal auf die innere Uhr abstimmen<br />

lässt, um Wirkung und Verträglichkeit zu verbessern.<br />

Ein Bluttest, der kürzlich an der Berliner Charité<br />

entwickelt wurde, soll künftig das präzise Ablesen der<br />

inneren Uhr eines jeden Menschen ermöglichen. Bisher<br />

wird der Chronotyp allein durch Fragebögen und<br />

Messungen der Körpertemperatur, des Melatonin- und<br />

Kortisolspiegels festgestellt.<br />

Zeitumstellung – ein Problem?<br />

Jedes Jahr stellen wir die Uhr im Frühjahr eine Stunde<br />

vor und im Herbst wieder zurück. Wie sinnvoll diese<br />

Maßnahme ist, ist schon lange umstritten. Welche<br />

gesundheitlichen Konsequenzen kann die Zeitumstellung<br />

haben und was hilft, sie besser zu verkraften? Im<br />

Herbst findet die Umstellung auf die Winterzeit statt,<br />

genauer am 29. Oktober <strong>2023</strong>. In der Nacht von Samstag<br />

auf Sonntag wird die Uhr um 3:00 Uhr auf 2:00<br />

Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist dadurch eine Stunde<br />

länger. Morgens ist es also früher hell und abends früher<br />

dunkel. Der Mensch orientiert sich am Tageslicht<br />

und nicht daran, wo der Zeiger auf der Armbanduhr<br />

steht – und passt danach seinen Schlaf-Wach-Rhythmus<br />

an. Bei Dunkelheit wird Melatonin ausgeschüttet,<br />

ein Hormon, das müde macht. Wenn das Licht am<br />

Morgen zunimmt, wird die Ausschüttung gehemmt.<br />

Stattdessen produziert der Körper wachmachendes<br />

Cortisol. Das bedeutet für die Zeitumstellung: Die innere<br />

Uhr des Menschen gerät aus dem Gleichgewicht,<br />

wenn die Uhr zurück- oder vorgestellt wird. Eine verlorene<br />

oder hinzugewonnene Stunde kann den Körper<br />

nachhaltig durcheinanderbringen. Diese Störung des<br />

gewohnten Lebensrhythmus ruft bei vielen Menschen<br />

gesundheitliche Probleme hervor. Nach einer Forsa-<br />

Umfrage aus dem Jahr 2020 gaben von rund 1.000<br />

befragten Personen 29 Prozent an, nach dem Umstellen<br />

der Uhrzeit unter gesundheitlichen Problemen<br />

zu leiden. Der „Mini-Jetlag“ kann sich über folgende<br />

Symptome äußern: Müdigkeit, Schlappheit, Einschlafprobleme,<br />

Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme,<br />

Gereiztheit, depressive Verstimmungen. In den ersten<br />

sieben Tagen nach der Zeitumstellung könnte sich außerdem<br />

das Herzinfarktrisiko bei Menschen erhöhen,<br />

die am Herzen vorbelastet sind.<br />

<br />

Quelle AOK, GEO, wikipedia u. a.


36 | Gesundheit + Wellness | Schlafkiller<br />

Schnarchen und Schlafapnoe<br />

Die Leidtragenden sind zumeist die Ehefrauen eines<br />

schnarchenden Partners: Bis zu 1,5 h können sie<br />

durch die störende Geräuschentwicklung ihres Liebsten<br />

pro Nacht einbüßen. Männer sind dabei vom<br />

Schnarchen häufiger betroffen als Frauen. Im Schlaf<br />

lässt die Spannkraft der Muskeln nach, was bei Personen<br />

mit engeren oberen Atemwegen zum Schnarchen<br />

führen kann; das Geräusch entsteht dann aus den<br />

flatternden Bewegungen des Gaumensegels. Geraten<br />

die oberen Atemwege durch die hindurchströmende<br />

Luft in Unterdruck, kann es zu Atempausen kommen,<br />

die einen Sauerstoffabfall im Blut herbeiführen<br />

können. Sowohl Schnarchen als auch Atempausen<br />

während des Schlafs zählen zu den Schlafbezogenen<br />

Atemstörungen (SBAS). Um Schnarchen zu verhindern,<br />

erweist es sich in manchem Fällen als hilfreich,<br />

die Nase vor dem Schlafengehen mit einer Meerwasserlösung<br />

durchzuspülen.<br />

Die größten<br />

Schlafkiller…<br />

… und was man dagegen tun kann<br />

Erholsamer Schlaf ist die Voraussetzung<br />

für einen gesunden Körper und<br />

Geist – doch etwa 25 % der deutschen<br />

Bevölkerung leiden an Schlafstörungen.<br />

Neben Schnarchen und ungünstigen<br />

äußeren Bedingungen sind es dabei<br />

auch Stress oder hormonelle Veränderungen,<br />

die die Nachtruhe empfindlich<br />

stören können.<br />

Foto Adobe Stock<br />

Krämpfe in den Beinen, Taubheitsgefühle<br />

in den Händen<br />

Häufig treten Wadenkrämpfe mitten in der Nacht<br />

auf. Dabei verkrampft sich der Muskel, ohne sich<br />

gleich wieder zu entspannen, was zwischen einigen<br />

Sekunden und wenigen Minuten dauern kann.<br />

Krämpfe sind ein Zeichen für ein Nährstoffdefizit:<br />

Meist liegt ein Mangel an Magnesium, Kalium, Calcium<br />

oder Vitamin B6 zugrunde. Um nächtlichen<br />

Krämpfen vorzubeugen, raten Experten dazu, allgemein<br />

auf eine ausgewogene Ernährung mit viel<br />

Fisch, magerem Fleisch, Bananen und Nüssen zu<br />

achten. Auch eine Wechseldusche kann helfen, da<br />

sie die Durchblutung fördert und die Muskulatur entspannt.<br />

Ein Mangel an bestimmten Mineralstoffen<br />

kann auch Taubheitsgefühle in den Extremitäten<br />

verursachen. Um auszuschließen, dass ein anderer<br />

Auslöser hinter diesem Phänomen steckt, sollte man<br />

dies von einem Arzt untersuchen lassen. Ansonsten<br />

helfen auch hier eine nährstoffdeckende Ernährung<br />

sowie tägliche Spaziergänge und Dehnübungen.<br />

Hormonelle Veränderungen<br />

Frauen sind von Schlafstörungen etwa zweimal häufiger<br />

betroffen als Männer. Dabei wird die Qualität<br />

des Schlafs u. a. von unseren Hormonen beeinflusst:<br />

So reagieren Frauen in der ersten Phase des Menstruationszyklus<br />

besonders empfindlich auf Stress,<br />

was sich auch auf ihren Schlaf auswirkt. In der zweiten<br />

Hälfte des Zyklus ist ihr Schlaf dann meist erholsamer.<br />

Frauen in den Wechseljahren sind besonders<br />

anfällig für Schlafstörungen – denn Symptome wie<br />

Hitzewallungen machen es ihnen nicht unbedingt


Gesundheit + Wellness | 37<br />

leichter. Hier sollten sie sich mit ihrem Gynäkologen<br />

beraten, inwieweit Nahrungsergänzungsmittel<br />

oder eine Hormonersatztherapie ihre Leiden lindern<br />

können.<br />

Anspannung und Stress<br />

Unser Körper reagiert auf Stress mit der Ausschüttung<br />

von Stresshormonen. Das ist völlig natürlich und auch<br />

sinnvoll. Werden diese jedoch nicht wieder abgebaut,<br />

bleibt die körperliche Anspannung erhalten. Der Blutdruck<br />

ist hoch, der Puls schnell, die Muskeln sind verkrampft<br />

und die Verdauungsorgane werden schlechter<br />

durchblutet. Auf lange Sicht macht es uns ein permanenter<br />

Zustand der Erregung schwer, einzuschlafen.<br />

Welche Auswirkungen Stress auf Körper und Geist haben<br />

kann, ist hinlänglich bekannt. Deshalb ist es besonders<br />

wichtig, eine für sich passende Entspannungsmethode<br />

zu finden, die zu innerer Ruhe und Gelassenheit<br />

führt. Wer unter starker Anspannung leidet, kann sich<br />

beispielsweise mit bestimmten Yoga-Übungen entspannen<br />

oder regelmäßigem leichtem Sport.<br />

Schlafhygiene<br />

Einschlafrituale sorgen für Ruhe und Entspannung.<br />

Sie sind ein Signal an den Körper, dass es Zeit zum<br />

Schlafen wird. Besonders bei regelmäßiger Anwendung<br />

können sie wahre Wunder wirken. Durch gewohnte<br />

Handlungen kann das Gehirn abschalten und<br />

man schläft im Nu gut ein und die Nacht über durch.<br />

Handy oder andere elektrische Geräte auf keinen Fall<br />

mit ins Bett nehmen. Am besten werden Smartphone,<br />

Tablet und Co. eine Stunde vor der Schlafenszeit ausgeschaltet.<br />

Wer das nicht kann, sollte zumindest einen<br />

Blaulichtfilter aktivieren und die Geräte für einen<br />

ununterbrochenen Schlaf auf lautlos schalten. Auch<br />

sollte man nicht im Bett essen, fernsehen oder arbeiten.<br />

Und apropos Essen: Wer eine große Menge<br />

vor dem Schlafengehen isst, darf sich nicht wundern,<br />

wenn das Einschlafen nicht klappt. Maximal sollte ein<br />

kleiner, möglichst gesunder Snack konsumiert werden.<br />

Zu den Basics der Voraussetzungen für einen<br />

guten Schlaf gehören: Schlafzimmer abdunkeln und<br />

gut lüften vor dem Zubettgehen. Eine Zimmertemperatur<br />

von 18°C ist in der Nacht ideal. Regelmäßig<br />

zu den gleichen Zeiten ins Bett gehen hilft dem natürlichen<br />

Schlafrhythmus. Am Abend noch eine kurze<br />

Runde Spazierengehen ist ein wahres Wundermittel<br />

für einen gesunden Schlaf. Ein Ritual an das man sich<br />

schnell gewöhnen kann, ist z. B. vor dem Schlafengehen<br />

ein Buch zu lesen.<br />

<br />

Quelle medicalpress<br />

Hessing. In Bewegung bleiben.<br />

Orthopädie kennt viele Aufgaben. Wir beherrschen<br />

sie alle. Mit sieben hochspezialisierten orthopädischen<br />

Fachabteilungen sowie einer Abteilung mit<br />

einzigartiger Kompetenz im Bereich der Regionalanästhesie<br />

und Schmerzmedizin genießen die Orthopädischen<br />

Fachkliniken der Hessing Stiftung einen<br />

hervorragenden Ruf. Unsere renommierten Chefärzte<br />

kümmern sich mit ihrem Team um eine exzellente<br />

medizinische und pflegerische Betreuung, damit Sie<br />

in Bewegung bleiben.<br />

Prof. Dr. med. Stephan Vogt, Chefarzt<br />

Klinik für Sportorthopädie, Arthroskopische<br />

Chirurgie und Schulterchirurgie<br />

Dr. med. Jan Tomas, Chefarzt Zentrum<br />

für Endoprothetik, Fußchirurgie und<br />

Rheumaorthopädie<br />

Prof. Dr. med. Florian Geiger, Chefarzt<br />

Wirbelsäulen- und Skoliosezentrum<br />

Dr. med. Andreas Forth, Chefarzt Klinik<br />

für Kinder-, Jugendlichen- und Neuroorthopädie<br />

Dr. med. Bernhard Rozée, Chefarzt Klinik<br />

für Handchirurgie<br />

Dr. med. Oliver Herrmann, Chefarzt Klinik<br />

für Unfallchirurgie<br />

PD Dr. med. Stephan Kratzer, Chefarzt<br />

Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und<br />

Schmerzmedizin<br />

PD Dr. med. Matthias Wahle, Ärztlicher<br />

Leiter Klinik für Internistische Rheumatologie<br />

Wir freuen uns auf Sie! Terminvereinbarung unter T 0821 909 234, www.hessing-kliniken.de


38 | Kunst + Kultur | Roy Black<br />

Anlässlich des Todestags von Schlagerstar Roy Black am 9. Oktober 1991 erinnert<br />

Kay Dörfel am 4. November im Kongress am Park in einem besonderen<br />

Konzertabend an den Sohn der Stadt. Ein Rückblick auf das Leben und<br />

Wirken von Roy Black, dem erfolgreichsten Schlagerstar Deutschlands<br />

Ein Abend für Roy Black<br />

Konzertgala im Kongress am Park<br />

Roy Black privat 1977 in Dresden<br />

Foto Picture-alliance Martin Athens dpa<br />

Roy Black ist eine Legende. Vielen ist er auch heute noch<br />

als Schauspieler und Serienstar in Erinnerung, z. B. in „Ein<br />

Schloss am Wörthersee“. In der Unterhaltungsshow „Die Legende<br />

Roy Black“ setzt der Künstler Kay Dörfel einen neuen<br />

Maßstab mit seiner unvergleichbaren Hommage an einen ganz großen<br />

und unvergessenen Star: eine musikalische Zeitreise vom privaten Leben,<br />

über die ersten musikalischen Berührungen, bis hin zu den großen<br />

Hits wie „California Blue“, „Schön ist es auf der Welt zu sein“ oder „Maria<br />

Magdalena“.<br />

Im Vorfeld des Konzerts findet am Nachmittag eine eineinhalbstündige<br />

kostenlose Führung auf den Spuren Roy Blacks statt, zuerst zum Holbein-<br />

Gymnasium, dann weiter zum Königsplatz.<br />

<br />

Informationen www.kongress-augsburg.de<br />

Karten erhalten Sie unter<br />

www.kongress-augsburg.de oder<br />

in der Tourist-Information am<br />

Rathausplatz 1, 86150 Augsburg.<br />

€ 20,90 zzgl. Vorverkaufsgebühren.<br />

Kongress am Park Augsburg<br />

Samstag, 4. November <strong>2023</strong><br />

19.00 Uhr<br />

gesungen und erzählt von<br />

KAY DÖRFEL<br />

zu Gast Günter Ortmann


Ein Freund,<br />

ein guter<br />

Freund …<br />

MIT EINEM THEATER-ABO HABEN<br />

SIE EINEN TREUEN BEGLEITER AN<br />

IHRER SEITE.<br />

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Einstieg in die faszinierende Theaterwelt.<br />

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Freie Platzwahl, freie Stückwahl, freie Terminwahl<br />

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Spartenabos<br />

Sie wissen bereits für welche Sparte Ihr Theaterherz<br />

schlägt? Konzert, Ballett oder vielleicht doch<br />

Digitaltheater – entscheiden Sie!<br />

Der Einstieg in unsere Abonnements ist während<br />

der gesamten Spielzeit möglich.<br />

Die Kosten dafür werden anteilig verrechnet.<br />

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oder informieren Sie sich bei unserem Besucherservice<br />

0821 324 4900 | tickets@staatstheater-augsburg.de


40 | Kunst + Kultur | Residenzschloss Oettingen<br />

Zu Besuch im<br />

Residenzschloss Oettingen<br />

Eine Führung mit vielen Überraschungen<br />

Die alte Residenzstadt Oettingen im Nördlinger Ries ist geprägt von den<br />

Spuren der Fürsten zu Oettingen-Spielberg, die einst das im Norden der<br />

Altstadt gelegene, barocke Residenzschloss bewohnten. Bei Führungen erschließt<br />

sich dem Betrachtenden nicht nur der architektonische Glanz. Speziell<br />

über das Fürstengeschlecht erfährt man dabei Unerwartetes.<br />

Fotos Residenzschloss Oettingen<br />

Das mit prunkvollen Stuckaturen ausgestattete<br />

Schloss wurde im Zeitraum von<br />

1679 bis 1687 erbaut. Die Bauherrin war<br />

Gräfinenwitwe Ludowika Rosalie, die als<br />

Baumeister Mathias Weiß aus Kassel berief. Die Stuckaturen<br />

im Inneren entstammen der Werkstatt von<br />

Mathias Schmuzer aus Wessobrunn. Besonders der<br />

großartige Deckenstuck im lichtdurchfluteten Festsaal<br />

ragt unter den bekannten Beispielen von frühbarockem<br />

Stuck in Süddeutschland heraus.<br />

Bauliche Highlights<br />

Schon von außen wird die Nutzung der verschiedenen<br />

Stockwerke sichtbar. Im Erdgeschoss befanden<br />

sich die Regierungsräume, im ersten Stock, der<br />

„Beletage“, lagen die Wohnräume der fürstlichen Familie<br />

und im zweiten Stock die Repräsentationsräume<br />

mit dem Festsaal, erkennbar an den größeren<br />

Fenstern. Im Zentrum des Schlosshofes befindet<br />

sich der prächtige Marienbrunnen. Er wurde 1720<br />

von dem Tiroler Künstler Johann Meyer geschaffen.<br />

Die letzten Renovierungen, deren Leitgedanke die<br />

Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands aus<br />

der Erbauungszeit war, dauerten bis 2018 an.<br />

Das Schloss steht Interessierten im Rahmen unterschiedlicher<br />

Führungen offen. Sie zeigen die ehemaligen<br />

Wohnräume der fürstlichen Familie mit kostbaren<br />

Möbeln, prächtigen Fayence-Öfen und Porträts bedeutender<br />

Persönlichkeiten und Familienmitglieder sowie<br />

die Repräsentationsräume und reich verzierte Kabinette<br />

und Salons. Das Haus Oettingen gehört zu den ältesten,<br />

heute noch bestehenden Adelsgeschlechtern in Bayern.<br />

1141 werden die Grafen von Oettingen zum ersten Mal<br />

urkundlich erwähnt. Hauptort ihrer Grafschaft war immer<br />

Oettingen. Im Jahr 1410 teilte sich das Haus zum<br />

ersten Mal in zwei Linien. Diese Teilung wurde noch<br />

dadurch verfestigt, dass sich die Linie Oettingen-Oettingen<br />

1539, samt dem Stammvater, dem lutherischen<br />

Glauben anschloss und evangelisch wurde, die Linie<br />

Oettingen-alt-Wallerstein hingegen katholisch blieb.<br />

Die Teilung manifestierte sich auch im unterschiedlichen<br />

Baustil der Straßenseiten, was bis heute deutlich<br />

sichtbar ist. 1734 wurde die Linie Oettingen-Spielberg<br />

von Kaiser Karl VI. in den Fürstenstand erhoben.


Kunst + Kultur | 41<br />

Das Karussell der Hochzeiten<br />

Was vielen nicht gewahr ist: Abkömmlinge des Fürstenhauses Oettingen<br />

frischten das Blut in zahlreichen internationalen Fürstenhäusern auf und<br />

sorgten für Nachkommenschaft. Hervorzuheben ist vor allem Prinzessin<br />

Christine Louise zu Oettingen-Oettingen, deren Tochter Elisabeth Christine<br />

im Jahr 1708 Kaiser Karl VI. heiratete, den Vater von Kaiserin Maria<br />

Theresia, die diesen später im Amt beerbte. Ihrem Gatten Franz I. Stephan<br />

gebar sie 16 Kinder, elf Töchter und fünf Söhne. Zehn davon erreichten das<br />

Erwachsenenalter. Tochter Charlotte Christine Sophie ehelichte den russischen<br />

Thronfolger Alexei, Sohn des Zaren Peter des Großen. Die international<br />

bekannteste Tochter Maria Theresias war Maria Antonia, die als Marie<br />

Antoinette im Alter von 14 Jahren mit Ludwig XVI. verheiratet wurde und<br />

zur Königin von Frankreich aufsteigen sollte. Eine Enkelin von Christine<br />

Louise wurde die Gemahlin von Friedrich II. von Preußen. Eine weitere Enkelin<br />

heiratete König Friedrich V. von Dänemark.<br />

Führungen, Konzerte, Veranstaltungen<br />

Die rund 75-minütigen Führungen lassen die Besucherinnen und Besucher<br />

in die nahezu 900-jährige Geschichte des Fürstenhauses eintauchen.<br />

Präsentiert werden die Familiengeschichte und die Verbindungen<br />

zu den größten Herrschaftshäusern weltweit, Religion und Erziehung<br />

am Hofe, Forst, Jagd und viele weitere interessante Themen. Für die<br />

Kleinen gibt es extra kindgerecht konzipierte Führungen. Jedes Mal<br />

ein Erlebnis sind die hochkarätigen Residenzkonzerte, die jährlich von<br />

Mai bis Oktober im Festsaal stattfinden. Der Prunksaal wird auch gerne<br />

für Hochzeiten, Abschlussfeiern und andere besondere Veranstaltungen<br />

genutzt und kann angemietet werden. Open-air-Konzerte im<br />

Schlosshof sollen übrigens auch bei einem ganz besonderen Publikum<br />

Gehör finden: In und um Oettingen gibt es um die 60 Storchennester,<br />

auch auf den dem Schloss benachbarten Gebäuden. Wenn dann die<br />

Musik erschallt, hören die Störche gerne zu und ergänzen mit ihrem<br />

fröhlichen Geklapper die Orchester durch ein weiteres „Instrument“. <br />

Informationen www.oettingen-spielberg.de<br />

www.oettinger-residenzkonzerte.de<br />

(l.) Konzert im Festsaal (o.) Blick in<br />

einen der Salons in der Beletage<br />

(o.) An Wänden, Möbeln und Textilien<br />

dominiert in diesem Salon die Farbe Rot.<br />

(u.) Der prunkvolle Saal wird gerne für<br />

Hochzeiten gebucht.


42 | Kunst + Kultur | Modellbahn-Herbst<br />

Modellbahn-<br />

Herbst<br />

im Bahnpark<br />

Die größte Miniaturwelt in der Region Augsburg<br />

Der Bahnpark Augsburg in der Firnhaberstraße lädt ein zum großen Modellbahn-Herbst.<br />

Bis zum 29. Oktober sind jeden Sonn- und Feiertag zwei<br />

große Modellbahnanlagen zu bestaunen.<br />

Fotos Bahnpark Augsburg<br />

Seit 2012 baut und betreibt eine engagierte<br />

Arbeitsgruppe unter der Leitung des erfahrenen<br />

Modellbahn-Experten Jürgen Drexler<br />

eine geradezu unüberschaubare Miniaturwelt<br />

in der sogenannten Baugröße G. Zahllose Züge<br />

nach dem Vorbild der berühmten Rhätischen Bahn<br />

RhB in der Schweiz drehen ihre Runden – darunter<br />

der berühmte Glacier-Express. Liebevoll gestaltete<br />

Szenen zeigen den quirligen Alltag einer fiktiven<br />

Kleinstadt: vom Jahrmarkt über eine Hochzeitsfeier<br />

bis hin zum brennenden Haus, das gerade von der<br />

Feuerwehr gelöscht wird. Große und kleine Eisenbahnfans<br />

werden unzählige Details entdecken.<br />

Viel Betrieb mit Sound und Licht-Effekten gibt es darüber<br />

hinaus auf der sogenannten „Showanlage“. Dort<br />

sind – ebenfalls in der Baugröße G – besonders lange<br />

und spektakuläre Züge nach verschiedenen Vorbildern<br />

unterwegs. Eine Zahnradbahn ist ebenso zu<br />

bestaunen wie eine Seilbahn oder ein Riesenrad mit<br />

einem Durchmesser von 2,4 Metern.<br />

Insgesamt sind rund 1.500 Meter Gleis verlegt worden.<br />

Der Betrieb wird digital gesteuert. Im Einsatz<br />

sind rund 230 Lokomotiven, 21 Triebwagen und 620<br />

Wagen. Bis zu 21 Züge fahren gleichzeitig.<br />

Bis zum 29. Oktober ist der Bahnpark jeden Sonnund<br />

Feiertag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. <br />

Informationen www.bahnpark-augsburg.de


Coolness<br />

Inszenierung<br />

von Mode<br />

im 20. Jahrhundert<br />

Ausstellung<br />

24.3. bis<br />

22.10.<strong>2023</strong><br />

Staatliches Textil- und<br />

Industriemuseum Augsburg (tim)<br />

www.timbayern.de<br />

Kooperationspartner


44 | Kunst + Kultur | Musical Company Kaisheim<br />

Im November bringt die Musical Company Kaisheim das Broadway-Kultmusical<br />

„Sister Act“ acht Mal auf die Bühne der alten Turnhalle. Geboten werden mitreißender<br />

Gesang und Tanz unter der bewährten Leitung von Heide Thum-Gabler.<br />

Sister Act – das Musical<br />

Die Musical Company Kaisheim live<br />

Fotos Andreas Berger<br />

Der Verein Musical Company Kaisheim wurde<br />

2019 gegründet und trat die Nachfolge<br />

der Musical Company des Gymnasiums<br />

Donauwörth an, die Heide Thum Gabler<br />

und Wolfgang Gabler 21 Jahre lang geleitet hatten.<br />

Die legendären Inszenierungen mit Schülerinnen und<br />

Schülern des Gymnasiums lockten jährlich Scharen von<br />

Zuschauerinnen und Zuschauern in die Aula der Schule<br />

– zu insgesamt 21 professionell einstudierten Musicals<br />

mit Live-Musik, die pro Saison mehrmals aufgeführt<br />

wurden. Als „pensionierte Lehrerin im Unruhestand“<br />

betreibt Heide Thum-Gabler nun die Company als<br />

Verein weiter. In ihm sind große musikalische Talente<br />

vereint, die sich in verschiedensten musikalischen Bereichen<br />

engagieren und einbringen wollen. Inzwischen<br />

hat die Company rund 70 Mitglieder. Bereits im<br />

Gründungsjahr 2019 zeigten sie einen beachtlichen<br />

Auftritt in der Stadtpfarrkirche in Donauwörth anlässlich<br />

der alljährlich stattfindenden Lichternacht mit<br />

Musicalsongs mit sakralem Bezug. Im Herbst 2021<br />

fand das Konzert „Facetten der Liebe“ im Rahmen der<br />

Donauwörther Kulturtage statt und wurde mit Standing<br />

Ovations gefeiert. Im Juli 2022 glänzte die Company<br />

im Hof der Harburg beim Open-Air Konzert<br />

„Sounds of Summer“ und beim Weihnachtskonzert in<br />

der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt im Dezember.<br />

Heuer darf sich das Publikum vom 2. bis 5. und vom 9.<br />

bis 12. November auf „Sister Act“ freuen.<br />

„Sister Act“ mit Whoopi Goldberg in der Hauptrolle ist<br />

einer der Kultfilme aus den 1990er Jahren. Das gleich-<br />

Szenen aus „Sounds of Summer“ 2022 auf der Harburg<br />

namige Musical schloss mühelos an den Kinoerfolg an.<br />

Der Inhalt: Die Nachtclubsängerin Deloris Van Cartier<br />

verwandelt sich in Schwester Mary Clarence, wenn<br />

auch nur unter Protest. Als Zeugin eines Mordes wird<br />

die wenig religiöse Musikerin von einem befreundeten<br />

Polizisten ausgerechnet in einem katholischen Kloster<br />

versteckt. Dort bringt sie die Mutter Oberin auf die<br />

Palme und den Nonnenchor so in Schwung, dass der<br />

Papst höchstpersönlich aufmerksam wird. Aufmerksam<br />

werden allerdings auch die Gangster, die auf der<br />

Suche nach Deloris sind ...<br />

<br />

Informationen www.musical-company-kaisheim.de<br />

Tickets telefonisch 0176 95501361 jeden Mittwoch von<br />

17:00 bis 19:00 Uhr<br />

Ort und Zeit: Alte Turnhalle Kaisheim, jeweils 19:30 Uhr


ayerische kammerphilharmonie | Kunst + Kultur | 45<br />

20 Jahre un-er-hört<br />

Die bayerische kammerphilharmonie feiert runden Geburtstag.<br />

Am 23. Januar 2024 wird die Konzertreihe „un-er-hört“ der bayerischen kammerphilharmonie<br />

20 Jahre alt und ist aus dem Musikleben Augsburgs nicht<br />

mehr weg zu denken. Das Jubiläumsjahr wird schon heuer eingeläutet und zwar<br />

mit zwei Konzerten in Kleinen Goldenen Saal im Oktober und Dezember.<br />

Foto bkp<br />

Oberbürgermeisterin Eva Weber und Kulturreferent<br />

Jürgen Enninger sind stolz,<br />

dass das Ensemble der bayerischen kammerphilharmonie<br />

mit bisher über 100<br />

Veranstaltungen zu einer festen Institution in Augsburg<br />

geworden ist. Es wurde bereits mit zahlreichen<br />

Preisen ausgezeichnet und reiste in den letzten Jahren<br />

zu internationalen Festivals. Spielorte der Jubiläumssaison<br />

sind der Kleine Goldene Saal im Rathaus und<br />

das prächtige Parktheater in Göggingen. Die Musikerinnen<br />

und Musiker des Ensembles genießen weit<br />

über die Grenzen Augsburgs hinaus ein hohes künstlerisches<br />

Ansehen. Hervorzuheben sind dabei die erneute<br />

Einladung nach Bilbao sowie eine Konzerttournee<br />

durch Städte wie Santander und Madrid im Frühsommer<br />

2024. Das neue Konzertjahr will sein Publikum<br />

erneut mit einem abwechslungsreichen musikalischen<br />

Programm begeistern. Es wird Entdeckungen und Bekanntes<br />

geben, neue Gesichter und Begegnungen mit<br />

langjährigen Weggefährten. Als Gäste dürfen die beiden<br />

Weltklasse-Sopranistinnen Mojca Erdmann am 13.<br />

Juni 2024 bzw. Alexandra Steiner am 16. März sowie<br />

der Pianist Alexander Lonquich am 28. Januar begrüßt<br />

werden. Und das Ensemble wird wieder Teil des Augsburger<br />

Mozartfests sein.<br />

Eröffnet wird die Saison am 7. Oktober mit britischer Musik<br />

unter dem Namen Great Britons im Kleinen Goldenen<br />

Saal. Am 3. Dezember stimmt die bayerische kammerphilharmonie<br />

mit Barockmusik auf Weihnachten ein. Im Konzert<br />

Buon Natale erklingen Stücke von Händel, Bach und<br />

Corelli. Am 7. Juli 2024 endet die Saison dann im<br />

Parktheater mit „Ab in den Urlaub“ und dem Musikkabarettisten<br />

Martin Zingsheim nebst Orchester.<br />

Übrigens: Jede Konzertkarte berechtigt eine Person zur<br />

kostenlosen Hin- und Rückfahrt zum und vom Veranstaltungsort<br />

ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 3:00<br />

Uhr des folgenden Tages auf allen Linien des AVV in den<br />

Zonen 10 und 20. Für Kinder, Familien und Schulklassen<br />

werden besondere Konzerte angeboten. Unter dem Motto<br />

un-ter-wegs fährt das Orchester zu Gastspielen in benachbarte<br />

Städte – und, wie bereits erwähnt, nach Spanien. <br />

Informationen und Tickets www.kammerphilharmonie.de


46 | Reisen + Erleben | Westlicher Bodensee<br />

Mit der Herbstsonne<br />

auf den Wellen tanzen<br />

Der westliche Bodensee<br />

Hop on, hop off lautet die Devise, wenn auf dem Bodensee die Schweizerische<br />

Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein an fünf Wochenenden<br />

vom 7. Oktober bis 5. November mehrmals täglich die Leinen losmacht und<br />

die schönsten Orte am westlichen Bodensee ansteuert. Im Herbst zeigen<br />

sich See, Inseln, Buchten und die umliegende Landschaft noch einmal von<br />

ihren schönsten Seiten.<br />

Fotos Regio Konstanz-Bodensee-Hegau e.V., Kuhnle+Knödler GbR / KD-Studio<br />

Der Bodensee ist immer einen Ausflug wert.<br />

Jetzt, im Herbst, verleiht ihm die Sonne einen<br />

ganz besonderen Glanz. Warum nicht<br />

einen Tagesausflug machen zu diesem<br />

herrlichen Ort? Die Schiffe, die dort verkehren, erlauben<br />

ein Sightseeing auf dem Wasser und dem Land,<br />

ganz nach Lust und Laune. So lassen sich alle Facetten<br />

der westlichen Bodenseeregion stressfrei genießen.<br />

Die Herbst-Hopper haben die Wahl: Wer möchte, geht<br />

zwischendurch an Land, wandert zur nächsten Anlegestelle<br />

oder besucht eines der Ausflugsziele am Fuß<br />

des Schweizer Seerückens, auf der Halbinsel Höri, der<br />

Insel Reichenau oder in Radolfzell. Das nächste Ausflugsschiff<br />

legt dann schon wieder an und nimmt die<br />

Herbst-Hopper wieder mit an Bord. Im Tagespreis für<br />

Erwachsene von 19.- Euro sind alle Fahrten mit dem<br />

Herbst-Hopping-Schiff inklusive, auch mit Fahrrad.<br />

Aus- und Zusteigen ist jederzeit möglich.<br />

Jede Anlegestelle eröffnet den Herbst-Hoppern einen<br />

bunten Strauß von Möglichkeiten. Die Höri etwa<br />

lädt ein zu Ausflügen auf den Spuren der Künstler,<br />

die sich auf der verträumten Halbinsel niederließen<br />

und die ländliche Idylle in ihren Gemälden einfingen.<br />

Die Stationen der KunstRoute stehen genau dort,<br />

wo die Maler einst ihre Staffeleien aufstellten: an den<br />

schönsten Aussichtspunkten also. Zur Künstlerszene<br />

auf der Höri zählten auch Otto Dix und Hermann<br />

Hesse, deren persönliche Lebensverhältnisse man in<br />

ihren ehemaligen Wohnhäusern kennenlernt. Mitten<br />

im Untersee breitet sich mit Gärten und bedeutendem<br />

klösterlichen Erbe die Insel Reichenau aus. 2024 wird<br />

das große 1.300-Jahr-Jubiläum der Klostergründung


Reisen + Erleben | 47<br />

gefeiert. Die drei romanischen Kirchen, die sich aus<br />

der Klosterzeit original erhalten haben, sind an den<br />

Herbst-Hopping-Wochenenden frei zugänglich. Vom<br />

Anleger Mannenbach ist es ein kurzer Spaziergang<br />

noch zum Schloss Arenenberg, das in bester Aussichtslage<br />

mitten in einem weitläufigen Landschaftspark<br />

liegt. Das Schloss ist heute ein Museum und zeigt<br />

das Umfeld, in dem der spätere Kaiser Napoleon III.<br />

Kindheit und Jugend verbrachte.<br />

Wer sich mit Freunden oder Familie zu einer Gruppe<br />

zusammenschließt, erhält nicht nur 10 Prozent<br />

Rabatt auf den Tagespreis fürs Herbst-Hopping. Es<br />

finden sich auf der Website www.herbst-hopping.eu<br />

auch zusätzliche Programmpunkte wie geführte Touren<br />

und Wanderungen. Fahrtwind weht den Herbst-<br />

Hoppern um die Nase, wenn sie zwischendurch aufs<br />

Rad umsatteln und Wegstrecken genüsslich an Land<br />

zurücklegen. Mit etwas Planung lassen sich Schiffsund<br />

Radtouren – passend zum 40sten Geburtstag<br />

des Bodensee-Radwegs – aufs Einfachste verbinden.<br />

Auch Wanderungen von einem Anleger zum anderen<br />

steigern den Herbst-Genuss. Von Steckborn aus führt<br />

etwa der Fabelweg über den Schweizer Seerücken. Er<br />

kombiniert Naturgenuss mit traumhaften Aussichten<br />

und Märchenvergnügen. Viele Hotels bieten besondere<br />

Arrangements an, in den Restaurants kommen<br />

herbstliche Spezialitäten auf den Tisch.<br />

<br />

Informationen www.herbst-hopping.eu<br />

Per Pedes, mit der Fähre oder dem Rad: Der Bodensee lässt<br />

sich auf vielerlei Weise erkunden und erleben.


48 | Sport + Spaß | Wanderausrüstung<br />

Sie möchten Bergwandern gehen, waren aber bisher<br />

nur Spaziergänger? Da tun sich natürlich Fragen auf<br />

bezüglich der Ausrüstung. Einsteiger wollen nichts<br />

falsch machen, denn schließlich ist die Bergwelt nicht<br />

nur wunderschön, sondern auch wetter wendisch,<br />

steil und damit potentiell gefährlich. Hier ein paar<br />

Tipps, damit die ersten Gehversuche gelingen<br />

Auf Schusters Rappen<br />

ohne Probleme<br />

Einsteigertipps für Bergwanderer<br />

Foto Adobe Stock<br />

Wer sich zum ersten Mal per Pedes<br />

in die Berge begeben möchte, dem<br />

stellt sich zurecht die Frage der passenden<br />

Kleidung bzw. Ausrüstung.<br />

Sie sollte ganz allgemein den Anforderungen genügen,<br />

das ist nicht zu leugnen, aber muss es gleich<br />

eine Komplett-Ausrüstung mit allen Schikanen sein?<br />

Was ist, wenn man feststellt, dass die persönliche<br />

Kondition fürs Bergwandern nicht ausreicht und<br />

man die Natur lieber wieder in der Ebene genießen<br />

möchte?<br />

Sportkleidung für den Anfang<br />

Grundsätzlich gilt, dass sich viele sportliche Outdoor-Kleidungsstücke<br />

auch fürs Bergwandern eignen.<br />

Einsteiger brauchen bestimmt keine Spezial-<br />

Hightech-Jacke für viel Geld. Normale Regenjacken<br />

schützen genauso, wenn plötzlich leichter Regen<br />

einsetzt. Bei Schlechtwetterprognosen sollten besonders<br />

Anfänger sowieso lieber in ihrer Unterkunft<br />

bleiben und keine Risiken eingehen. Lagen- bzw.<br />

Zwiebellook mit Kleidungsstücken aus modernen<br />

Fasern wie Fleece, luftigem Mesh-Gewebe oder<br />

Mikrofasern macht es leichter, sich kleidungsmä-<br />

ßig Temperaturunterschieden bei steigenden bzw.<br />

fallenden Höhenmetern anzupassen. Beinahe jeder<br />

aktive Mensch hat solche Teile bereits in seinem<br />

Kleiderschrank. Radlerhosen, Yoga-Leggings<br />

oder Fleecejacken können von den entsprechenden<br />

Sportarten zweckentfremdet werden. Kleidung aus<br />

Merinowolle wärmt auch dann noch, wenn man nass<br />

geschwitzt ist. So kann man die Pause an der Hütte<br />

mehr genießen. Trockene Kleidung ist viel gemütlicher<br />

– und gesünder. Empfehlenswert ist immer<br />

auch, Wechselsachen im Rucksack mitzunehmen.<br />

Wichtig: die Schuhe<br />

An den Schuhen scheiden sich oft die Geister. Wer in<br />

ein Sportgeschäft geht und sagt, er möchte mit dem<br />

Bergwandern anfangen, wird höchstwahrscheinlich<br />

einen festen, über die Knöchel gehenden Schuh angeraten<br />

bekommen. Dabei ist es oft so, dass Einsteiger<br />

Probleme mit einer steifen Sohle und dem klobigen<br />

Gefühl am Fuß haben werden. Hier gilt es, sich<br />

Zeit fürs Anprobieren zu nehmen und zu testen, ob<br />

man wirklich mit einem schweren Bergschuh starten<br />

möchte. Heutzutage gibt es eine große Auswahl<br />

an leichteren Schuhen, die dem Durchschnittswan-


Sport + Spaß | 49<br />

Die richtige Schuh-Kategorie<br />

Wer in den Voralpen oder Mittelgebirgen unterwegs<br />

sein will, sollte sich Wanderschuhe der Kategorie<br />

A/B anschauen. Das Angebots-Spektrum reicht von<br />

Kategorie A für leichte Freizeit- und Wanderschuhe<br />

bis Kategorie D für steigeisenfeste Schuhe, die man<br />

auf Gletschern benötigt. Für die Kategorie A reichen<br />

auch spezielle Halbschuhe, sofern man stabile Gelenke<br />

hat. Grundsätzlich spiegelt sich die Qualität<br />

von Bergschuhen im Preis wider. Wer trotzdem sparen<br />

möchte, kann sich am Ende des Sommers nach<br />

Restposten umschauen oder im Sale zuschlagen. Der<br />

Kauf von gebrauchten Bergschuhen ist mit Vorsicht<br />

zu genießen. Dringend abzuraten ist von Schuhen<br />

mit einseitig abgelaufenen Sohlen bzw. verformtem<br />

Fußbett.<br />

derer genügend Halt bieten. Wer halbwegs stabile<br />

Füße hat, dem reichen leichtere Bergschuhe für den<br />

Anfang aus. Wer im Alltag das Gefühl hat, schnell<br />

umzuknicken, ist mit hohen Schuhen besser beraten.<br />

Generell sollte der Fuß stabil im Schuh stecken,<br />

nicht hin und her rutschen. Wichtig ist die Schuhsohle,<br />

die gut profiliert, abriebfest, robust und langlebig<br />

sein sollte. In manchen Sportgeschäften gibt<br />

es Miniatur-Geländenachbildungen, an denen man<br />

testen kann, wie gut man in den Schuhen mit der<br />

Schuhspitze voraus bergab gehen kann und ob dabei<br />

etwas drückt oder wetzt. Das sollte man unbedingt<br />

ausprobieren.<br />

Auf die Socken kommt es an!<br />

Natürlich hängt es auch vom Schuh ab, ob man Blasen<br />

bekommt oder nicht. Aber entscheidend sind<br />

interessanterweise die Socken. Es sollten definitiv<br />

keine Baumwoll- oder Tennissocken sein. Sie sollten<br />

eng am Fuß anliegen und keine Falten werfen. Für<br />

Tagestouren eignen sich Kunstfaser-Kompressionssocken<br />

für Läufer:innen. Bei Mehrtagestouren sind<br />

Socken aus einem Merino-Kunstfasergemisch optimal.<br />

Der Unterschied: Nasse Füße führen schneller<br />

zu Blasen, weil die Haut weich wird. Socken mit Merinoanteil<br />

können die Feuchtigkeit im Schuh besser<br />

regulieren; das Problem hat man also schon mal<br />

nicht. Merino müffelt auch erst sehr viel später als<br />

Kunstfaser. Grundsätzlich sollte man darauf achten,<br />

dass die Socken höher sind als die Schuhe. Es gibt<br />

auch Wandersocken, die sind am Knöchel und an der<br />

Ferse extra gepolstert. Ein Geheimtipp: Wer trotz<br />

gutsitzender Socken und trockener Füße noch Blasen<br />

bekommt, kann es mit einer Lage Seidenstrümpfe<br />

unter den Socken probieren. Dünne, transparente<br />

Seidensöckchen wirken zusätzlich als Schutz vor<br />

Reibung auf der Haut.<br />

Was in den Rucksack kommt<br />

Der Rucksack selbst ist elementar. Für Tagestouren<br />

reicht es, wenn er 20 Liter Volumen hat. Wichtig<br />

ist, dass der Rucksack gut sitzt – man sollte ihn also<br />

definitiv anprobieren, bevor man kauft. Modelle mit<br />

einem Hüftgurt entlasten die Schultern. Wasserdicht<br />

sollte der Rucksack auch sein oder eine Regenhülle<br />

haben. Praktisch sind auch Außenfächer<br />

für Sonnencreme, Sonnenbrille und Wasserflasche.<br />

Ein City-Rucksack ist nicht zu empfehlen. Einpacken<br />

sollte man immer einen Liter Wasser und eine<br />

kleine Notfallbrotzeit, Müsliriegel oder Käsesemmel,<br />

solche Dinge. Und ein Erste-Hilfe-Set, falls man sich<br />

mal an einer Kuhweide am Stacheldraht schneidet.<br />

Wer im späteren Herbst oder zeitigen Frühjahr in die<br />

Berge aufbrechen will, dem können sich sog. Grödel<br />

hilfreich erweisen. Das sind quasi kleine Schneeketten,<br />

die man unter die Schuhe schnallt. Man kommt<br />

damit sicherer über festgetretenen oder leicht vereisten<br />

Schnee.


50 | Motor + Technik | Grüner Wasserstoff<br />

Die Energiewende baut zu einem wesentlichen Teil auf Wasser auf: auf H2O<br />

als Grundstoff, aus dem grüner Wasserstoff per Elektrolyse erzeugt wird.<br />

Für die Elektrolyse ist allerdings Reinstwasser erforderlich, das sich vorzugsweise<br />

durch Umkehrosmose und Elektrodeionisation herstellen lässt.<br />

Grüner Wasserstoff…<br />

… durch Umkehrosmose und Elektrodeionisation<br />

Quelle Grünbeck<br />

Trenngrenzen verschiedener Membranverfahren ♦ Grafik Grünbeck<br />

Grüner Wasserstoff ist ein entscheidendes Element für die Dekarbonisierung,<br />

also die Umstellung der Energiewirtschaft in<br />

Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff. Darauf<br />

setzt die Welt im Angesicht des Klimawandels. Die Abkehr<br />

von kohlenstoffhaltigen Energieträgern ist in den meisten Anwendungsfällen<br />

gleichbedeutend mit dem Wechsel zu elektrischem Strom.<br />

Doch der lässt sich zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten nicht massenhaft<br />

speichern. Die Speicherung erhält jedoch mit der Energiewende hin<br />

zu der nicht steuerbaren Stromerzeugung aus Sonnen- und Windenergie<br />

noch größere Bedeutung.<br />

Hier kommt als universelle Lösung grüner Wasserstoff ins Spiel. Nutzt man<br />

Strom aus regenerativen Quellen, um durch Elektrolyse Wasser (H2O) in Wasserstoff<br />

(H2) und Sauerstoff (O2) zu spalten, so ist die Energie des Stroms<br />

weitgehend im Wasserstoff gespeichert. In Brennstoffzellen kann Wasserstoff<br />

CO2-frei Strom erzeugen. Verbrennt man ihn etwa als Erdgas- oder Kraftstoffersatz,<br />

entsteht dabei ebenfalls lediglich wieder Wasser, aber kein CO2. Ein<br />

Kilogramm Wasserstoff setzt so viel Energie frei wie 2,75 Kilogramm Ottokraftstoff.<br />

In der chemischen und Stahlindustrie kann er Erdgas oder Koks<br />

ersetzen. Transportieren lässt sich Wasserstoff durch Pipelines oder gekühlt<br />

oder unter Druck in Tanks. Andere Verfahren für den Wasserstofftransport,<br />

wie die Umwandlung in Ammoniak (NH3), werden derzeit erforscht.<br />

Um den Wasserstoff in Elektrolyseuren herzustellen, ist neben Strom<br />

reinstes Wasser erforderlich. Sonstige Wasserinhaltsstoffe können zu<br />

Störungen der Redoxreaktion, also<br />

dem Austausch von Elektronen,<br />

führen. Ein effizientes Verfahren, um<br />

die benötigten Wasserqualitäten zu<br />

erreichen, ist die Kombination von<br />

Umkehrosmose als erster Stufe mit<br />

einer nachgeschalteten Elektrodeionisation.<br />

Die Umkehrosmose ist<br />

eine der wichtigsten und umweltfreundlichsten<br />

Technologien in der<br />

Wasseraufbereitung. Sie ist, wie der<br />

Name bereits sagt, die Umkehrung<br />

der aus der Natur bekannten Osmose.<br />

Bei der Wasseraufbereitung<br />

mittels Umkehrosmose wird das<br />

Rohwasser mit hohem Druck durch<br />

eine halbdurchlässige Membran gepresst.<br />

Sie lässt fast nur Wassermoleküle<br />

passieren. Nach dem Durchströmen<br />

der Membran wird das<br />

Wasser als Permeat bezeichnet und<br />

ist nahezu frei von Kalk, Schwermetallen,<br />

Bakterien, Keimen, Partikeln<br />

sowie gelösten organischen Substanzen<br />

und sonstigen Verunreinigungen.<br />

Im Permeat findet sich lediglich<br />

ein Restsalzgehalt von 1 bis<br />

5 Prozent. Auf der anderen Seite<br />

der Membran bleibt das sogenannte<br />

Konzentrat zurück. Um den Salzgehalt<br />

weiter zu senken, fließt das<br />

Permeat durch eine zweite Umkehrosmose.<br />

Nachgeschaltet ist dann<br />

eine Elektrodeinonisations-Anlage.<br />

Mit der Kombination von Membrantechnik<br />

und Ionenaustausch kann<br />

die Leitfähigkeit des Wassers, wie<br />

benötigt, konstant extrem niedrig<br />

gehalten werden.


Promotion<br />

Oldie Garage | Motor + Technik | 51<br />

Chromjuwelen<br />

zum Mieten<br />

Historische Fahrzeuge von der Oldie-Garage<br />

Chromblitzende Karosserien, eine Steuerung ohne Servolenkung, bei der<br />

Fahrt stets auf Tuchfühlung mit den Härten des Straßenbelags, das ganz<br />

besondere Parfum von fossilem Treibstoff – Dinge und Gefühle, auf die<br />

Fans ursprünglicher Fahrzeuge hin und wieder nicht verzichten wollen, auch<br />

wenn sie keinen eigenen Oldtimer besitzen. Für solche Fälle gibt es „Mietställe“<br />

wie die Oldie-Garage von Jo Weber.<br />

Foto Oldie-Garage<br />

Zwischen Anzing und Markt<br />

Schwaben betreibt der leidenschaftliche<br />

Autosammler<br />

Jo Weber (65) seine<br />

Oldie-Garage in einem ehemaligen<br />

Bauernhof. In der Halle sieht es fast<br />

aus wie in einem Museum. Derzeit besitzt<br />

Jo Weber 44 historische Fahrzeuge<br />

vieler Marken. Das älteste Auto<br />

ist ein schwarzer Mercedes-Benz 170,<br />

Baujahr 1939. Mit seiner Sammlung<br />

erfüllte sich Weber einen Kindheitstraum.<br />

Als Bub besaß er Spielzeugautos.<br />

Zu seiner Mutter habe er damals<br />

schon gesagt: „Wenn ich einmal erwachsen<br />

bin, habe ich die irgendwann<br />

in groß.“ Im Teenageralter<br />

übte er mit seinen Freunden auf<br />

einem ehemaligen Truppenübungsplatz<br />

das Autofahren – und war fasziniert<br />

vom Reparieren und Herumschrauben.<br />

Sein Faible für den<br />

Motorsport war geboren. Eigentlich<br />

war der Poinger Realschullehrer von<br />

Beruf. Bis er über Umwege 2004 die<br />

Oldie-Garage gründete.<br />

Da alte Autos vom Herumstehen<br />

nicht besser werden und auch ande-<br />

Jo Weber<br />

re Menschen begeistern, ersann Jo<br />

Weber sein Geschäftsmodell der<br />

Vermietung. Privatpersonen oder<br />

Firmen können seine Oldtimer buchen<br />

und mit ihnen Ausflüge unternehmen,<br />

Versicherungsschutz inklusive.<br />

Er denkt zurück: Richtig große Touren<br />

waren dabei wie ein Unternehmens<br />

event mit 40 Oldtimern in der<br />

Toskana. Oder ganz kleine, aber besonders<br />

herzerwärmende Ausfahrten<br />

wie die eines 75-jährigen Kunden<br />

aus Österreich anlässlich seines Geburtstags,<br />

bei der dank eines Opel<br />

Rekord P2 Coupé, Baujahr 1962, Erinnerungen<br />

an den ersten Italienurlaub,<br />

die erste Brennerüberquerung<br />

und die erste Pizza hochkamen. Und<br />

da war noch das ältere Ehepaar, das<br />

einst in einem VW-Käfer Cabrio geheiratet<br />

hatte und den Moment 50<br />

Jahre später noch einmal auskosten<br />

wollte.<br />

Alle Fahrzeuge, die übrigens Namen<br />

tragen wie Angelo (Fiat) oder Beppi<br />

(BMW) sind gepflegt und durchgecheckt,<br />

wobei natürlich nicht sämtliche<br />

technischen Charakteristika<br />

charmefrei wegmodernisiert wurden.<br />

Modern ist nur der Betrieb, der ein<br />

Umweltzertifikat besitzt, das garantiert,<br />

dass die Emissionen der Fahrzeuge<br />

durch ein Windenergieprojekt<br />

in Brasilien ausgeglichen werden. <br />

Oldie-Garage<br />

Jo Weber<br />

Boden 1 ♦ 85646 Anzing<br />

Tel. 0178 6066321<br />

oldiegarage@email.de<br />

www.oldie-garage.com


Anzeige<br />

In Zeiten hoher Inflation und einer geopolitischen Lage, die diesen Trend<br />

massiv verstärkt, wächst das Interesse der Menschen an alternativen Anlagemöglichkeiten.<br />

Kunstwerke rücken dabei zunehmend ins Blickfeld. Doch lohnt sich ein Kunstinvestment wirklich<br />

und wie findet man den richtigen Einstieg in diese Welt?<br />

Kunst wird heute nicht nur als reine Wertanlage<br />

betrachtet, sondern auch wegen ihres emotionalen<br />

Wertes, der Freude am Kunstwerk und<br />

der Steigerung der Lebensqualität geschätzt.<br />

Der hohe Repräsentationsfaktor und das Gefühl,<br />

zur Kunsterhaltung beigetragen zu haben, spielen<br />

ebenfalls eine Rolle bei der Entscheidung für<br />

eine Kunstanlage.<br />

Die Beschäftigung mit Kunst empfinden viele<br />

Menschen als bereichernd, sie erweitert den<br />

Horizont und öffnet Türen zu neuen Szenen. Die<br />

Attraktivität dieser Investition liegt also nicht<br />

nur in finanziellen, sondern auch in sozialen Aspekten.<br />

Manchmal entwickelt sich eine starke<br />

Zuneigung zum Kunstwerk, und die finanzielle<br />

Komponente tritt in den Hintergrund, wodurch<br />

das Werk dauerhaft in der Sammlung verbleibt.<br />

Kunst als Investition kann langfristig finanzielle<br />

Absicherung bedeuten. Viele Menschen erwerben<br />

Kunstwerke, nicht um schnelle Gewinne<br />

zu erzielen, sondern um etwas Schönes mit<br />

bleibendem Wert zu besitzen. Kunstwerke sind<br />

deshalb eine beliebte Kapitalanlage für die zukünftige<br />

Generation der eigenen Familie. Ein beeindruckendes<br />

Beispiel für die langfristige Wertsteigerung<br />

von Kunstwerken stellt das<br />

Gemälde „Shot Sage Blue Marilyn“<br />

von Pop-Art Ikone Andy Warhol<br />

dar. Ursprünglich 1962<br />

für rund 250.000 US-Dollar<br />

erworben, erzielte es<br />

bei einer Auktion 1998<br />

über 17 Millionen US-<br />

Dollar. 2022 erreichte<br />

diese außergewöhnliche<br />

Entwicklung<br />

ihren Höhepunkt mit knapp 185 Millionen Euro,<br />

was zeigt, dass solche Wertsteigerungen, wenn<br />

auch ungewöhnlich, dennoch realistisch sind.<br />

Allerdings reicht<br />

der bloße Erwerb<br />

eines Kunstwerks<br />

oft nicht aus, um<br />

langfristig erfolgreich<br />

im Kunsthandel<br />

zu agieren. Erfolg<br />

erfordert eine<br />

intensive Auseinandersetzung<br />

mit<br />

dem Kunstmarkt,<br />

das Erlangen von<br />

Insiderwissen und<br />

eine aktive Teilnahme<br />

an Kunstveranstaltungen.<br />

Fragen zur Erhaltung,<br />

Pflege des<br />

Vermögens sowie<br />

Versicherungsund<br />

steuerlichen<br />

Aspekten erfordern Zeit und Engagement von<br />

Kunstsammlern. Wichtig dabei ist auch, sich bewusst<br />

zu sein, dass Kunst immer langfristig gekauft<br />

werden sollte. Für kurzfristige Spekulationen<br />

eignet sich Kunst nur für gut informierte und<br />

vernetzte Investorinnen und Investoren.<br />

Wenn Zeit und Geduld fehlen, um sich ausgiebig<br />

in die nicht immer transparente Kunstwelt einzuarbeiten<br />

(Galerien geben z. B. oft nicht gerne<br />

Preise im Internet an), ist es ratsam, Spezialisten<br />

zu konsultieren, die Expertise auf diesem Gebiet<br />

besitzen.


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Für den optimalen Einstieg in das Kunstinvestment<br />

empfiehlt es sich, auf ein hochqualifiziertes<br />

Beraterteam aus Fachleuten im Private.Banking<br />

und Kunstexperten und Kunstexpertinnen<br />

zu vertrauen. Diese Experten und Expertinnen<br />

spielen eine entscheidende Rolle bei der transparenten<br />

Unterstützung der Kundinnen und<br />

Kunden bei der Definition und Umsetzung ihrer<br />

persönlichen Wünsche und finanziellen Ziele.<br />

Andreas Heidler, Bereichsdirektor Private.Banking<br />

bei der Stadtsparkasse Augsburg, betont:<br />

„Wir berücksichtigen immer die Gesamtsituation<br />

unserer Kunden und entwickeln maßgeschneiderte<br />

Lösungen, basierend auf ihrer Lebenssituation,<br />

ihren Plänen und Zielen.“<br />

Um das bestmögliche Investment zu gewährleisten,<br />

zieht die Stadtsparkasse Augsburg das<br />

renommierte Kunsthandelsunternehmen „The<br />

Global Fine<br />

Art“ und die<br />

dazugehörige<br />

Ga lerie MAX54<br />

(Augsburg) beratend<br />

hinzu. Die<br />

Kooperation mit<br />

diesem gut vernetzten<br />

Handelshaus, das<br />

internatio nal Kunstwerke<br />

recherchiert, analysiert und<br />

ver marktet, ergänzt die Dienstleistungen<br />

im Bereich Private Banking durch erstklassige<br />

Exper tise. Das Team von Experten und<br />

Expertinnen legt großen Wert darauf, die Logik<br />

hinter den Empfehlungen verständlich zu erläutern<br />

und die An gemessenheit von Marktpreisen<br />

zu beleuchten.<br />

GEMEINSAM STÄRKER<br />

WARUM EIN BERATERTEAM<br />

SINN MACHT<br />

Die Stadtsparkasse<br />

Augsburg<br />

hat sich<br />

als herausragender<br />

Anbieter<br />

im gesamten<br />

Bereich des<br />

PrivateBanking<br />

etabliert, weit<br />

über die reine<br />

Kunstanlage<br />

hinaus. Ihr Angebot<br />

zeichnet<br />

sich durch exklusive<br />

Vermögensverwaltung<br />

aus, die auf individuelle<br />

Beratung, höchste Qualität und eine enge Kundenbindung<br />

setzt. Die Verknüpfung von lokaler<br />

Verwurzelung mit globaler, nachhaltiger Wertschöpfung<br />

steht dabei im Fokus, immer mit dem<br />

Ziel, die persönlichen Anliegen der Kundinnen<br />

und Kunden zu berücksichtigen.<br />

PRIVATE BANKING<br />

DIE KUNST DER<br />

VERMÖGENSBERATUNG<br />

Die Grundpfeiler dieses Konzepts sind die Vermögensoptimierung<br />

und -verwaltung, unterstützt<br />

von erfahrenen Expertinnen und Experten<br />

für langfristige Strategien sowie die Sicherung<br />

von Erträgen für kommende Generationen. Die<br />

Stadtsparkasse Augsburg bietet umfassende Absicherung<br />

durch maßgeschneiderte Lösungen,<br />

auch im Bereich Immobilien, und unterstützt bei<br />

einer sorgfältigen Ruhestandsplanung.<br />

„Es liegt uns am Herzen, Kundinnen und Kunden<br />

nicht nur finanziell, sondern auch persönlich in<br />

allen Lebenslagen zu unterstützen und ihnen<br />

eine sichere Zukunftsperspektive zu bieten, wobei<br />

individuelle Wünsche und Überlegungen<br />

stets im Mittelpunkt stehen“, betont<br />

Wolfgang Tinzmann, Vorstandsmitglied<br />

der Stadtspar kasse Augsburg.<br />

KONTAKT:<br />

Private.Banking<br />

Andreas Heidler<br />

andreas.heidler@sska.de<br />

0821 3255 1267<br />

Wolfgang Tinzmann<br />

Vorstandsmitglied<br />

Stadtsparkasse Augsburg


54 | Natur + Garten | Tulpen<br />

Die Blütenblätter der<br />

aufregenden „Go Go Red” bilden<br />

nicht die klassische Kelchform.<br />

Kuriose Hingucker<br />

Außergewöhnliche Tulpen<br />

Jetzt beginnt die Zeit, in der man sich fragt: Welche<br />

Zwiebelblumen möchte ich nächstes Frühjahr bei<br />

mir wachsen sehen? Denn ihre Zwiebeln müssen<br />

bereits im Herbst in die Erde. Für Liebhaber gibt<br />

es ganz außergewöhnliche Züchtungen.<br />

Foto fluwel.de<br />

Die Tulpe weist eine unglaubliche Vielfalt auf. Es gibt Varianten,<br />

deren Blüte man auf den ersten Blick einer anderen Blumenart<br />

zuordnen könnte, so z. B. die gefüllte ‚Lemon Shoot‘. Ihre<br />

üppige Blüte lässt im ersten Moment eher auf eine zart gelbe<br />

Pfingstrose schließen. Darüber hinaus hat sie stark gefranste Blütenränder,<br />

welche ihr einen ganz besonderen Look verleihen. Tulpen mit solch<br />

einer Form nennt man gefüllte Crispa-Tulpen. Es gibt sie in einer breiten<br />

Palette an Farben; auch faszinierende Verläufe und Kombinationen sind<br />

zu finden. Im optischen Gegensatz dazu steht die aufregende ‚Go Go Red‘.<br />

Ihre Blütenblätter bilden nicht die klassische Kelchform, sondern spreizen<br />

sich nach außen und präsentieren stolz ihr Inneres. Zudem sind sie an<br />

der Längsseite elegant zusammengerollt. Am Ansatz zeigen sie ein strahlendes<br />

Goldgelb und werden nach außen hin feurig rot.<br />

Bei der ‚Red Wave‘ trifft ein strahlendes Dunkelpink auf Streifen von<br />

sattem Grün. Dazu sind die Blüten stark geschwungen, mit gewellten<br />

bis gezackten Enden, wodurch jedes Exemplar ein wahrliches Unikat<br />

wird und fast schon an einen flatternden Papagei denken lässt. Mit einer<br />

Blütezeit im Mai zählt sie zu den späteren Tulpen und gibt im Beet<br />

den Ton an, wenn die meisten anderen Tulpen bereits verblüht sind.<br />

Nicht weniger imposant ist die Sorte ‚Ice Cream Banana‘. Sie schafft<br />

mit ihren äußerst üppig gefüllten Blüten ein ganz besonderes Erscheinungsbild:<br />

unten pink mit grünen Streifen, oben dafür intensiv gelb.<br />

Dabei sieht diese Frühlingsblume fast so aus, als würde eine Bananen-<br />

Eiscremekugel in einem pinkfarbenen Becher serviert.<br />

<br />

Informationen www.fluwel.de<br />

Buchtipp<br />

Jacqueline van der Kloet<br />

Zwiebel-Bibel<br />

Die Autorin ist eine renommierte Landschaftsarchitektin<br />

und betreibt ihr<br />

Büro im niederländischen Weesp. Ihre<br />

gärtnerische Handschrift ist einzigartig,<br />

weil sie mit viel Gespür Blumenzwiebeln<br />

mit Einjährigen, Stauden und Gehölzen<br />

kombiniert. Ihr jüngstes Buch, die<br />

Zwiebel-Bibel, erläutert das gekonnte<br />

Kombinieren von Zwiebelblumen mit<br />

anderen Gewächsen, u. a. was Blütezeit<br />

und -farbe, Wuchshöhe und Ausbreitungsdrang,<br />

Blattfarbe und -struktur<br />

betrifft. Ein Grundlagenwerk für Anfänger<br />

und Fortgeschrittene<br />

240 Seiten, reich bebildert<br />

Preis 25.- Euro<br />

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56 | Natur + Garten | Gartenplanung<br />

So gelingt ein Garten.<br />

Der individuelle Standort entscheidet.<br />

Der Lavendel kommt ursprünglich aus<br />

den warmen trockenen Küstenregionen<br />

des Mittelmeerraumes.<br />

Eine Pflanze gedeiht da, wo die Bedingungen stimmen – ähnlich wie der<br />

Mensch. Doch im Unterschied zu uns haben Pflanzen wenig Einfluss auf<br />

ihren Standort; sie müssen meist mit den Bedingungen zurechtkommen, die<br />

wir ihnen vorgeben.<br />

Fotos BGL<br />

Zum Standort gehören alle Faktoren, die es einer Pflanze leicht,<br />

schwer oder sogar unmöglich machen, an dem von uns bestimmten<br />

Fleck zu wachsen: Boden, Wasser, Temperatur, Licht<br />

und Wind sind die wichtigsten Aspekte. Pflanzen bevorzugen<br />

im Garten das, was sie gewohnt sind und was ihrer natürlichen Herkunft<br />

entspricht. Standortgerecht heißt dabei nicht zwangsläufig heimisch,<br />

aber die Bedingungen hier müssen zu den Ansprüchen der Pflanze passen.<br />

So kommt der Lavendel ursprünglich aus Küstenregionen des Mittelmeerraumes<br />

und wächst am liebsten an warmen, sandigen und wasserarmen<br />

Standorten. Dagegen stammt die Gattung des Eisenhutes aus Sibirien<br />

und ist in der Natur meist auf feuchten Wiesen oder am Rand von<br />

Auenwäldern zu finden. Dementsprechend bevorzugt sie einen kühleren,<br />

schattigen Standort mit feuchtem Boden.<br />

Welche Standortbedingungen bietet mein Garten?<br />

Die Bodeneigenschaften lassen sich mit einer Fingerprobe bestimmen<br />

und auch Zeigerpflanzen können Hinweise auf die Bodenart und die<br />

Wichtig ist, den Fokus auf ein für den<br />

jeweiligen Garten stimmiges Gesamtkonzept<br />

zu legen und die Entwicklung<br />

der Pflanzen voraus zu planen.


Natur + Garten | 57<br />

verfügbaren Nährstoffe geben. Diese siedeln sich<br />

ganz von selbst im eigenen Garten an und sind übrigens<br />

ein Beispiel dafür, dass Pflanzen manchmal<br />

doch über ihren Standort (mit-)entscheiden können.<br />

Nicht zuletzt hängt auch die Wasserverfügbarkeit<br />

mit dem Standort zusammen: Die Bodenart Ton<br />

nimmt Wasser gut auf, was aber zu Staunässe führen<br />

kann. Sand dagegen lässt das Wasser sofort abfließen<br />

und sorgt für trockene Verhältnisse.<br />

Auch das Thema Temperatur ist aktuell viel diskutiert.<br />

Denn durch den Klimawandel wird es bei uns<br />

heißer. In der Folge schaffen es Pflanzen, die früher<br />

immer gut gewachsen sind, plötzlich nicht mehr zu<br />

gedeihen. Deshalb ist es auch wesentlich, in welcher<br />

Himmelsrichtung der Garten liegt, denn das<br />

beeinflusst die Sonneneinstrahlung. Ein Garten mit<br />

Süd-Ausrichtung ist mehrere Stunden am Tag praller<br />

Sonne ausgesetzt. Hier ist es ratsam, Pflanzen zu<br />

nutzen, die an hohe Temperaturen und viel Sonne<br />

angepasst sind.<br />

Der Faktor Wind wird ebenfalls wichtiger, denn<br />

starker Wind und Stürme nehmen zu. Ob es eher<br />

windig ist oder nicht, kann aber auch von der Lage<br />

des Gartens abhängen: Viel freie Fläche oder schmale<br />

Gänge zwischen zwei Gebäuden können kräftigen<br />

Luftstrom begünstigen. An starken Wind angepasste<br />

Pflanzen gibt es reichlich. Sie sind gut einsetzbar<br />

und entwickeln sich sogar an kritischen Stellen gesund.<br />

Außerdem können solche Gewächse auch als<br />

Windschutz für den Garten genutzt werden. Hierfür<br />

eignen sich verschiedene Heckenpflanzen.<br />

Der Eisenhut (re.) stammt aus Sibirien und ist in der Natur<br />

meist auf feuchten Wiesen oder an Auenwäldern zu finden.<br />

Für jede Gartensituation die passenden Pflanzen<br />

Damit die eigenen Gartenpflanzen dauerhaft gedeihen,<br />

ist es wichtig, ihre Bedürfnisse zu kennen<br />

und zu erfüllen. Trotzdem muss es nicht immer an<br />

der mangelnden Pflege durch die Hobbygärtnerin<br />

oder den Hobbygärtner liegen, wenn eine Pflanze<br />

nicht mehr so prächtig wirkt wie früher oder gar<br />

abstirbt. Vielleicht steht sie nur am falschen Platz?<br />

Die Frage nach der Standortgerechtigkeit ist nicht<br />

pauschal zu beantworten. Aber für jede Gartensituation<br />

gibt es passende Pflanzen. Egal, ob ein Garten<br />

neu angelegt wird oder in einem bestehenden Garten<br />

Veränderungen gewünscht sind: Zum sicheren<br />

Erfassen der Standortbedingungen sind Ratschläge<br />

von Landschaftsbauunternehmen eine gute Option.<br />

Diese wählen dann auch die optimale Bepflanzung<br />

aus und man ist auf der sicheren Seite.<br />

<br />

Quelle meintraumgarten<br />

Windverträgliche Gewächse wie Heckenpflanzen können<br />

auch als Windschutz für den Garten genutzt werden


58 | Natur + Garten | Bodendecker<br />

Grüne Auslegeware<br />

für den Garten<br />

Bodendecker am laufenden Meter<br />

Das Prinzip des Rollrasens kennt jeder: In Deutschland wird das praktische<br />

„Instantprodukt“ seit Anfang der 1970er Jahre vertrieben und hat den Blick auf<br />

den Garten verändert. Innerhalb weniger Stunden können damit Flächen so<br />

gestaltet werden, als gäbe es sie in dieser Form schon lange Zeit. Mittlerweile<br />

werden aber auch zahlreiche Bodendecker als Matten oder Rollen angeboten.<br />

Fotos GPP-Helix<br />

Wer glaubt, nur mit Bahnen von Fertigrasen<br />

ließen sich Flächen auf äußerst<br />

zeitsparende und effektive Weise begrünen,<br />

der irrt. Jetzt gibt es Bodendecker<br />

am laufenden Meter. Anders als Rollrasen<br />

werden die „Bodendecker am laufenden Meter“-Standardvarianten<br />

nicht auf Substrat, sondern auf einem<br />

Kokos-Gewebe kultiviert. Das hat viele Vorteile. So haben<br />

die Matten und Rollen später ein sehr geringes<br />

Gewicht. Das erleichtert nicht nur den Transport, sondern<br />

auch die Verarbeitung auf schwierigem und unzugänglichem<br />

Gelände. Der Anbieter Helix hat sich<br />

u. a. auf solche Matten spezialisiert.<br />

Besonders beliebt als Bodendecker sind immergrüne<br />

Gewächse wie zum Beispiel Efeu (Hedera helix), Golderdbeere<br />

(Waldsteinia ternata) oder Immergrün (Vinca<br />

major). Mit ihnen verwandeln sich Freiflächen im<br />

Handumdrehen in einen ansehnlichen Pflanzenteppich,<br />

der durch seine Gleichförmigkeit rund ums Jahr eine<br />

gewisse Ruhe und Ordnung ausstrahlt. Auf Wunsch<br />

können aber auch Matten mit Gräsern, Kräutern oder<br />

bodendeckenden Kleingehölzen wie Potentilla kultiviert<br />

werden. Soll das Gartenareal etwas farbiger gestaltet<br />

werden, bieten sich verschiedene Blühstauden<br />

an. Bei den „Bodendeckern am laufenden Meter“ gibt<br />

es Angebote, die sich auf eine Sorte – beispielsweise<br />

Geranium – beschränken, aber auch interessante Mischungen.<br />

Die vorkultivierten Standardmatten sind<br />

alle in der Größe von einem Quadratmeter erhältlich.<br />

Für großflächige Einsätze können auf Bestellung aber<br />

auch Rollen mit einer Länge von bis zu acht Metern<br />

produziert werden.


Kolumne | 59<br />

Sylvia Schaab ist Journalistin<br />

und „Weltverbesserin“. In<br />

Vorträgen und Workshops<br />

zeigt sie, wie einfach es ist,<br />

grüner und nachhaltig zu leben.<br />

Tipps zum Leben mit weniger<br />

Plastik und Müll gibt es unter<br />

www.gruenerwirdsnimmer.de.<br />

Foto privat<br />

Grüner wird’s nimmer<br />

Die Kolumne für mehr Nachhaltigkeit im Leben<br />

Insektenfreundlich<br />

gärtnern im Herbst<br />

Ursprünglich wurden die Bodendeckermatten für den<br />

Garten- und Landschaftsbau entwickelt, um weitläufige<br />

Gelände zuverlässig und schnell zu gestalten.<br />

Mittlerweile entdecken aber auch immer mehr private<br />

Gartenbesitzer die Vorteile. Man muss kein Profi<br />

sein, um „Bodendecker am laufenden Meter“ zu verlegen.<br />

Das Wichtigste ist, dass man die Matten von<br />

Anfang an mit einer gewissen Sorgfalt behandelt. Man<br />

darf nicht vergessen, dass es sich hier um lebende<br />

Pflanzen handelt. Also sollte man sie nach Lieferung<br />

möglichst bald und ohne sie zu beschädigen an ihren<br />

Einsatzort bringen und mit Wasser versorgen.<br />

Entscheidend für ein problemloses Anwachsen ist zudem,<br />

dass der Untergrund entsprechend vorbereitet<br />

wird. Die Erde sollte feinkrümelig und von Wurzelunkräutern<br />

befreit sein. Die Matten werden anschließend<br />

bündig zum Rand auf die vorbereitete Fläche<br />

gelegt. Verlangt es die räumliche Situation, können<br />

sie auch vorsichtig zugeschnitten werden. Das Fixieren<br />

mit Erdnägeln sorgt für den idealen Bodenschluss<br />

und das regelmäßige, durchdringende Gießen in den<br />

ersten Wochen für eine gute Einwurzelung. Bei Auslieferung<br />

der Standardmatten ist die Vegetationsschicht<br />

bereits gut entwickelt; der Deckungsgrad beträgt rund<br />

50 Prozent. Innerhalb von sechs Monaten wird daraus<br />

ein dichter Pflanzenteppich, der nicht nur attraktiv ist,<br />

sondern es Unkräutern auch schwer macht, im Garten<br />

Fuß zu fassen. Zudem verhindert er ein schnelles Austrocken<br />

des Bodens, ist ein hervorragender Erosionsschutz<br />

und sorgt bei Hanglagen dafür, dass die Erde<br />

bei Starkregenfällen nicht fortgespült wird. <br />

Informationen www.helix-pflanzen.de<br />

Wenn im Herbst die Blätter fallen,<br />

machen sich fleißige Hobby-Gärtner:innen<br />

ans Aufräumen: Vertrocknete<br />

Blumen werden entfernt, Laub<br />

wird aus den Ecken gekehrt und alles gesäubert.<br />

Das mag das ordnungsliebende Auge erfreuen, Marienkäfer,<br />

Igel und Kröten schätzen jedoch eher Laubhaufen<br />

und „wilde Ecken“, in denen alles liegen bleibt.<br />

Das höre ich stets von Augsburgs Insektenrangerin<br />

Tine Klink.<br />

Daher verwandle ich meinen kleinen Garten in ein<br />

Insektenparadies. Fallobst lasse ich liegen, in den<br />

Fugen wachsen so interessante Pflänzlein wie Frauenmantel,<br />

Pfefferminze oder Grünkohl, und mein<br />

Laub kehre ich im Winter über Kräuter und Beete.<br />

Zerkleinert mit dem Spindelmäher sorgt das Laub<br />

für Frostschutz, beherbergt Insekten und zersetzt<br />

sich zu Dünger. Auch mit dem Zurückschneiden von<br />

Stauden halte ich mich bis ins Spätfrühjahr zurück,<br />

denn Insekten überwintern gerne in den Stängeln<br />

oder legen ihre Eier hinein.<br />

Im Herbst ist auch eine gute Zeit für insektenfreundliche<br />

Pflanzungen: Stauden wie Natternkopf oder<br />

Echinacea, Hecken wie Berberitzen Schlehe oder<br />

Schwarzdorn, deren Blüten im Frühjahr Nahrung für<br />

Insekten bieten und im Herbst und Winter mit ihren<br />

Früchten Vögel erfreuen. Ebenso kommen Zwiebeln<br />

der Frühblüher wie Krokusse, Wildtulpen oder Winterlinge<br />

in die Erde. Diese bieten dann ab Februar<br />

reichhaltige Pollennahrung für frühfliegende Bienen.<br />

All dies freut im Sommer Bienen, Hummeln oder<br />

Schmetterlinge und im Winter unser Auge, wenn<br />

Raureif und Schnee auf den vertrockneten Pflanzen<br />

glitzern.


60 | Leben + Design | Funktion ist Trumpf<br />

Wer auf engem Raum lebt, profitiert von<br />

multifunktionalen Möbeln. Auch das Arbeiten<br />

im Homeoffice stellt neue Herausforderungen an das<br />

Wohnambiente. Und auf praktische Küchenhelfer, die<br />

zugleich schick sind, braucht niemand zu verzichten.<br />

Funktion<br />

ist Trumpf.<br />

Praktische Dinge für Küche<br />

und Wohnung<br />

Fotos Hersteller / Anbieter<br />

Der Anlehntisch Lena<br />

von Sudbrock kann durch den Austausch<br />

des Steckregals gegen einen<br />

Spiegel vom Arbeits- zum Schminktisch<br />

umfunktioniert werden.<br />

Geniales Multifunktionsmöbel Huk aus<br />

Aluminium für zahllose Einsatzmöglichkeiten,<br />

von Müller Möbelwerkstätten<br />

Mehr Variabilität geht nicht: fünfteiliges Möbelset „Multi“<br />

aus Kiefer zum Drehen und Wenden, auch mit farbigen<br />

Schüben. Modul Möbel Wolfschwenger<br />

Auch so lässt sich Huk (links oben) verwenden, als praktischer<br />

Nacht- oder Beistelltisch mit Zeitschriften-Ablage.


Leben + Design | 61<br />

Dank einer durchdachten Mechanik<br />

lässt sich dieser Esstisch von Venjakob<br />

„unsichtbar” verlängern.<br />

Mit dem Leuchtschirm TOP 2.0 von<br />

Sompex wird aus einer alten Flasche in<br />

Sekundenschnelle eine neue Leuchte –<br />

in 20 Farben erhältlich.<br />

Der Fluido von GEFU trennt mühelos Fett<br />

und Feststoffe von heißen Flüssigkeiten,<br />

die sich per Knopfdruck durch die Öffnung<br />

im Kannenboden ausgießen lassen.<br />

Die in die Coffee-Tables von Lagoon integrierten<br />

Körbe sind nicht nur schön,<br />

sondern auch praktisch.<br />

Der flexible Spültuchhalter drip.line<br />

von Sanni Shoo passt sich jeder Spüle<br />

an und hält auch noch andere Dinge an<br />

ihrem Platz.<br />

Gusseiserne Teekanne aus der Serie<br />

KUOMO von ja-unendlich mit Holz-Intarsie,<br />

die die Finger vor großer Hitze schützt<br />

Der gläserne Teefilter Fusion von AdHoc bietet Patz für großblättrigen<br />

Tee und andere frische Zutaten; mit Silikondeckel<br />

als Henkel und Abtropfständer.<br />

Wohnelement mit „Geheimfach“: Bei Nichtgebrauch Laufband<br />

in den mobilen Auszug hineinklappen und diesen dann<br />

in den Raumtrenner daneben einschieben. Das Sportgerät<br />

ist unsichtbar.<br />

Die handliche und hochwertige Reibe CutnServe von AdHoc<br />

fängt das Raspelgut sauber in seinem eleganten Holzuntersatz<br />

auf.


62 | Architektur + Bauen | Dachgärten<br />

Hoch oben blüht<br />

das Arbeitsleben.<br />

Intensivbegrünungen<br />

sind wie ein normaler<br />

Garten aktiv erlebbar.<br />

Büro-Dachgärten liegen im Trend.<br />

Seit der Pandemie ist der Wunsch nach flexibleren Arbeitsmodellen, einer Kombination<br />

aus Home und Office, geblieben und vielerorts bereits Standard. Deshalb<br />

passen immer mehr Unternehmen die Bürogebäude und Außenanlagen an<br />

den neuen Alltag an – und nutzen den Wandel, um Arbeitsräume attraktiver zu<br />

gestalten, auch mit Grün.<br />

Fotos BGL<br />

Flying- oder Shared-Desks sind im Kommen,<br />

feste Büroräume gibt es immer seltener und<br />

einige Firmen ziehen sogar in kleinere Gebäude,<br />

weil sie weniger Fläche benötigen. Manche<br />

sehen auch die Notwendigkeit, Arbeitsplätze attraktiver<br />

zu gestalten, damit die Menschen wieder<br />

gerne ins Büro kommen. Dabei geht es meist um flexible,<br />

moderne und vor allem auch grüne Konzepte und<br />

Gestaltungen, die das Unternehmen als guten, innovativen<br />

Arbeitgeber positionieren und für mehr Aufenthaltsqualität<br />

sorgen. Längst spielen hier nicht mehr nur<br />

die Innenräume eine Rolle, sondern auch die Fassadenund<br />

Außenflächen des Unternehmens rücken in den<br />

Fokus und werden abwechslungsreich, vielseitig und<br />

vor allem lebendig gestaltet.<br />

Grünflächen sind für das Wohlfühlklima wesentlich.<br />

Durchdacht angelegt und aktiv nutzbar werten sie den<br />

Arbeitsalltag wesentlich auf und tragen zu einer guten


Architektur + Bauen | 63<br />

Arbeitsatmosphäre bei. Dort können sowohl Teammeetings und Kundengespräche<br />

stattfinden als auch Arbeitsplätze eingerichtet werden. Die Belegschaft<br />

kann ihre Pausen unter freiem Himmel verbringen und durchatmen.<br />

Grünes Potential in der Höhe: Firmendachgärten<br />

Häufig ist in dichtbebauten Industriegebieten und Innenstädten kaum<br />

noch Platz für große – oder auch kleinere – Firmengartenanlagen. Der<br />

Kosten- und Nutzungsdruck auf die Bodenfläche ist groß und oftmals<br />

ist mehr als Fantasie gefragt, um Grün in die Arbeitswelt zu bringen.<br />

Wir sind unter Zugzwang, weil wir zu dicht gebaut haben und nicht<br />

mehr viele Möglichkeiten haben, Stadtgrün in die Zentren zu bringen.<br />

Gerade im innerstädtischen Bereich entstehen deshalb immer mehr<br />

Gärten auf dem Dach. Allein 2019 wurden 7,2 Millionen Quadratmeter<br />

neue Gründachflächen geschaffen. Das klingt nach viel, aber es handelt<br />

sich dabei nur um neun Prozent der neu entstandenen Flachdächer.<br />

Wir haben also noch über 90 Prozent freie Flachdachflächen.<br />

Entspannende Ausblicke<br />

Dieses große Potential sollte genutzt werden und das gilt längst nicht nur<br />

bei Neubauten. Auch Bestandsgebäude können die Expertinnen und Experten<br />

für Garten und Landschaft fachgerecht begrünen – sogar in der richtigen<br />

Kombination mit Solarpaneelen. Sollte aufgrund der Statik oder eines<br />

Schrägdaches kein begehbarer Dachgarten realisierbar sein, ist eine extensive<br />

Begrünung eine attraktive Möglichkeit, um für entspannende Ausblicke<br />

direkt vom Arbeitsplatz aus zu sorgen. Bei einer Extensiv-Begrünung haben<br />

Gründächer nur eine geringe Aufbauhöhe von bis zu 15 Zentimetern und<br />

weisen nur wenig Gewicht auf. Dort wachsen trockenheitsverträgliche und<br />

pflegeleichte Gewächse, sodass Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner die<br />

Fläche nur ein bis zwei Mal im Jahr zu betreten brauchen. Intensivbegrünungen<br />

dagegen sind wie ein normaler Garten aktiv erlebbar und können<br />

als erweiterte Wohn- und Arbeitslandschaft genutzt werden. Hier wachsen<br />

Bäume, Sträucher und Stauden, Kletterpflanzen begrünen Pergolen, Sonnenschirme<br />

spenden zusätzlich Schatten, Rasenflächen bieten Yoga-Plätze<br />

und es gibt Tische und Bänke, vielleicht sogar größere Meetingbereiche.<br />

Hoch oben, mit Blick über die Stadt,<br />

kann die Belegschaft ihre Pausen unter<br />

freiem Himmel verbringen und<br />

durchatmen.<br />

Gut fürs Mikroklima<br />

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Dachgärten bieten nicht nur zusätzliche<br />

Nutzfläche, sondern wirken sich auch positiv auf das Mikroklima<br />

aus. Grund hierfür ist der Schattenwurf der Bäume und die Verdunstung<br />

von Wasser über die Blätter der Pflanzen. Dadurch kühlt die grüne<br />

Oase besser, als es Markisen, Sonnenschirm oder -segel können.<br />

Gründächer binden zudem Staub, mindern Lärm, dämmen die Gebäude<br />

und sorgen dadurch für deutliche Energieeinsparungen. Sie speichern<br />

aber auch einen erheblichen Anteil an Regenwasser, entlasten also die<br />

Kanalisation, verringern das Risiko von Überschwemmungen und verhelfen<br />

dem Unternehmen zu Einsparungen bei den Abwassergebühren.<br />

Mehr noch: Gebäudebegrünungen fördern die urbane Artenvielfalt, da sie<br />

Lebensraum und Nahrung für eine Vielzahl von Tieren bieten. Wissenschaftliche<br />

Untersuchungen haben ergeben, dass ein Gründach über 100<br />

verschiedene Arten beherbergen kann. Gerade intensive, abwechslungsreich<br />

gestaltete Dachgärten liegen hier weit vorn. Ein lebendiges grünes<br />

Dach bietet also einen enormen Mehrwert für Mensch und Tier. <br />

Quelle Mein Traumgarten<br />

Dachgärten bieten nicht nur zusätzliche<br />

Nutzfläche, sondern wirken sich<br />

auch positiv auf das Mikroklima aus.<br />

Grund hierfür ist der Schattenwurf<br />

der Bäume und die Verdunstung von<br />

Wasser über die Blätter der Pflanzen.


64 | Architektur + Bauen | Das Wasserkollektor-Haus<br />

Das Wasserkollektor-Haus<br />

Niederschläge sammeln, zum Beispiel in Afrika<br />

Wie Architekten mit der Tatsache umgehen können, dass die knapper werdende<br />

Ressource Wasser über spezielle Bauten nicht nur gespart, sondern sogar<br />

effektiv gesammelt werden kann, zeigt der preisgekrönte Entwurf der taiwanesischen<br />

Designerin Hong-En Lin am Beispiel des Entwurfs eines Regensammelhauses<br />

in Afrika.<br />

Renderings Hong-En Lin<br />

Für viele Menschen kann es mehrere Stunden dauern, von zu<br />

Hause aus zu einer Wasserquelle zu gelangen, aber selbst<br />

dann ist das Wasser, das sie bekommen, oft schlammig und<br />

keimbelastet. Die Idee der Designerin war, in Privathäusern<br />

in ländlichen Regionen Afrikas, die das Wasserproblem besonders<br />

hart trifft, durch besondere Bauprinzipien Möglichkeiten zu schaffen,<br />

selbst reines Trinkwasser und Wasser zum Kochen zu gewinnen sowie<br />

eine bessere Lebensmittelhygiene sicherzustellen<br />

Die Designerin kam auf den Gedanken, die lokal verfügbaren Baumaterialien<br />

– Ziegel und Holz – für die Unterkünfte der Menschen mit der<br />

Sammlung von Tau zu kombinieren. So kann sich jeder Haushalt vor Ort<br />

selbst mit sauberem Wasser versorgen, ohne das Haushaltsbudget zu<br />

belasten. Das Prinzip: Auf dem Dach ist eine Holzkonstruktion mit einer<br />

Vorrichtung zum Sammeln von Tau kombiniert. Diese Verbindung kann<br />

der Luft am frühen Morgen Feuchtigkeit entziehen und auch Regenwasser<br />

sammeln, das sich nach Durchlaufen eines Filtersystems speichern<br />

lässt. Der Entwurf erhielt bei den Educates Awards <strong>2023</strong> eine besondere<br />

Anerkennung in der Kategorie Architectural Design.


Promotion<br />

Monz Hausbau GmbH | Bauen + Wohnen | 65<br />

ECHT.MONZ! Handwerk.<br />

Ihr Traumhausbauer aus Bobingen<br />

Die Monz Hausbau GmbH genießt als Bauunternehmen in der Region einen<br />

guten Ruf – kein Wunder, denn im Team um Geschäftsführer Bernd Monz<br />

treffen Leistung und Leidenschaft aufeinander.<br />

Fotos pro air GmbH<br />

Gerade in der heutigen<br />

Zeit sind speziell beim<br />

Hausbau die Aspekte<br />

Sicherheit, Kostentranspa<br />

renz und Termintreue extrem<br />

wichtig. Zukünftige Bauherren haben<br />

eine Idee, einen Traum, den sie<br />

gerne auf ihrem Grundstück verwirklichen<br />

möchten. Doch wer setzt<br />

die Vorstellungen in konkrete, genehmigungsfähige<br />

Pläne um, wählt<br />

das richtige Handwerker-Team aus,<br />

ohne die Koordination der Gewerke,<br />

die Qualität der Ausführung, den<br />

Zeitplan und vor allem die Kosten<br />

aus den Augen zu verlieren?<br />

Da ist es ein gutes Gefühl, einen<br />

kompetenten Baupartner wie die<br />

Monz Hausbau zu haben, der sich<br />

um alles zuverlässig kümmert. Hier<br />

kommen die Kunden in den Genuss,<br />

alles aus einer Hand zu erhalten –<br />

von der Planung über Ausführung<br />

und Betreuung bis zur termintreuen<br />

Schlüsselübergabe – und können<br />

sich entspannt zurücklehnen.<br />

Individuell, schön –<br />

und bezahlbar<br />

Die Monz Hausbau arbeitet mit erfahrenen<br />

Architekten und Bauplanern<br />

zusammen, die stets auf die<br />

Wünsche der Bauherren eingehen<br />

und sich um alle nötigen Anträge<br />

und Genehmigungen kümmern.<br />

Ausgeführt werden die Arbeiten<br />

von regionalen Handwerkerteams,<br />

koordiniert vom gut vernetzten<br />

Monz-Team. Auch bei gestalterischen<br />

Fragen stehen die Monz-<br />

Mitarbeiter gerne mit Rat und Tat<br />

zur Verfügung. Und die Kunden<br />

haben einen festen Ansprechpartner<br />

für alle Fragen. Neben individuellen<br />

Massivhaus-Projekten betreut die<br />

Monz Hausbau auch Bauträgerprojekte<br />

wie z. B. Doppelhaushälften<br />

und Mehrfamilienhäuser. Doch in allen<br />

Fällen gilt: Mit der Monz Hausbau<br />

haben die Kunden einen Partner,<br />

der ihnen von Anfang an zur<br />

Seite steht. (hea)<br />

<br />

Monz Hausbau GmbH<br />

Geschäftsführer Bernd Monz<br />

Edisonstraße 11 M ♦ 86399 Bobingen<br />

Tel. 08234-908 90 90<br />

info@monz-hausbau.de<br />

www.monz-hausbau.de


66 | Vorschau + Impressum<br />

Vorschau<br />

Fotos<br />

Schnuhz Photography, Adobe Stock, IAA Mobility,<br />

Enric Badrinas<br />

Hormone<br />

Wir heiraten Neues von der IAA Es werde Licht!<br />

Impressum<br />

<strong>SchlossMagazin</strong><br />

9. Jahrgang ♦ www.schlossmagazin.com<br />

Das regionale Lifestylemagazin <strong>SchlossMagazin</strong><br />

erscheint in Kooperation mit dem Verlag<br />

Kastner AG<br />

Schloßhof 2–6 ♦ 85283 Wolnzach<br />

Tel. +49 (0) 8442 - 92 53 - 0 ♦ Fax +49 (0) 8442 - 22 89<br />

E-Mail: info@kastner.de<br />

www.kastner.de<br />

Anzeigenpreisliste:<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 12, gültig seit 1. Januar <strong>2023</strong><br />

Layout:<br />

Martina Vodermayer<br />

www.martavictor.design<br />

Druck:<br />

Kastner AG<br />

Schloßhof 2–6 ♦ 85283 Wolnzach<br />

www.kastner.de<br />

Social Media:<br />

https://www.facebook.com/schlossmagazinbs<br />

Herausgeber:<br />

Raimund T. Arntzen<br />

Tel. 08251 - 8 88 08 - 52 ♦ arntzen@medienfusion-online.de<br />

Chefredaktion:<br />

Hannelore Eberhardt-Arntzen<br />

Tel. 08251 - 5 10 59 ♦ eberhardt.arntzen@medienfusion-online.de<br />

Weitere Mitarbeiter:innen dieser Ausgabe:<br />

Sylvia Schaab<br />

Online-Redaktion: onlineredaktion@medienfusion-online.de<br />

Anzeigen / Marketingleitung:<br />

Raimund T. Arntzen<br />

Tel. 08251 - 8 88 08 - 52 ♦ arntzen@medienfusion-online.de<br />

Abonnement:<br />

Das <strong>SchlossMagazin</strong> erscheint in Print jeweils zur Mitte eines<br />

Monats, online als Blättertool jeweils ca. 1 Woche früher. Der<br />

Preis für ein Jahres abonnement beträgt 60.– € inkl. MwSt<br />

und Versandkosten (Inland).<br />

Urheber- und Verlagsrecht:<br />

Copyright © <strong>2023</strong> für alle Beiträge bei Kastner AG. Kein Teil<br />

dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des<br />

Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden.<br />

Unter dieses Verbot fallen insbesondere der Nachdruck und<br />

die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme<br />

in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf<br />

elektronischen Datenträgern.


FOTO: SAMIRA MUNA SIGL<br />

TRACHTENGALERIE<br />

AHORNSTRASSE 22, 82291 MAMMENDORF<br />

MAMMENDORF<br />

TEL. 08145 8305<br />

ES IST WIEDER<br />

Wiesnzeit!<br />

TRACHTENMODE AUF<br />

ÜBER 1000m² FÜR DIE<br />

GANZE FAMILIE!<br />

DAUERHAFTES OUTLET<br />

IM UNTERGESCHOSS.<br />

WIR FREUEN UNS AUF<br />

EUCH!


Sedlmeir- Feiern in Tracht!<br />

Bei uns finden Sie eine der schönsten und größten Auswahlen Süddeutschlands an Trachtenkleidung,<br />

Dirndl, Lederhosen, Hemden, Blusen, Schuhe, Trachtenaccessoires und Landhausmode.<br />

Sedlmeir‘s<br />

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Hirsch- und Wildbock-Lederhosen<br />

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Bayern, auf Wunsch auch in<br />

Maßkonfektion.<br />

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Schwabmühlhausen<br />

86853 Langerringen<br />

Tel. 0 82 48/13 06<br />

Fax 0 82 48/71 11<br />

info@sedlmeir-trachtenhof.de<br />

ÖFFNUNGSZEITEN:<br />

Mo-Fr. 9.30-18.00 Uhr<br />

Sa 9.00-15.00 Uhr<br />

www.sedlmeir-trachtenhof.de

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