BVT-PB Top Select Fund Dynamic.pdf - LEISTUNGSBILANZPORTAL

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BVT-PB Top Select Fund Dynamic.pdf - LEISTUNGSBILANZPORTAL

BVT-PB Top Select Fund Dynamic

Verkaufsprospekt


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Verkaufsprospekt

der Top Select Management GmbH, Neugablonzer Str. 1-11, 93073 Neutraubling, (Anbieter)

über Anteile der PTM Portfolio Treuhand München Vermögensverwaltung GmbH, Grünwald,

(Treuhänder) an der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG, Neugablonzer Str. 1-11,

93073 Neutraubling, (Emittent)


INHALT

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Inhalt

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Vorsorge und Vermögensaufbau ..........................................................................

Das Angebot im Überblick ....................................................................................

Prospektverantwortung ........................................................................................

Risikohinweise .......................................................................................................

Die Top Select Anlagephilosphie ..........................................................................

Vorsorge- und Vermögensaufbau durch Sachwerte ..................................................

Optimierung des Anlageerfolgs durch Diversifikation ..............................................

Investitionsbereiche .............................................................................................

Private Equity ..........................................................................................................

Immobilien ..............................................................................................................

Anlagekriterien .....................................................................................................

Die Top Select Management GmbH ......................................................................

Leistungsnachweis über durchgeführte Vermögensanlagen .....................................

Das Beteiligungskonzept ......................................................................................

Der Finanz- und Investitionsplan ..........................................................................

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ...................................................................

Voraussichtliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage .............................................

Langfristige Prognoserechnung ................................................................................

Sensitivitätsanalyse ..................................................................................................

Rechtliche Angaben ..............................................................................................

Wichtige Funktionen und Beteiligte .........................................................................

Steuerliche Grundlagen ........................................................................................

Verträge .................................................................................................................

Gesellschaftsvertrag..................................................................................................

Treuhandvertrag ......................................................................................................

Mittelverwendungskontrollvertrag ...........................................................................

Abwicklungshinweise ...........................................................................................

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Hinweis: Die inhaltliche Richtigkeit der in diesem Verkaufsprospekt gemachten Angaben

ist nicht Gegenstand der Prüfung des Verkaufsprospekts durch die Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht.


4 VORSORGE UND VERMÖGENSAUFBAU


VORSORGE UND VERMÖGENSAUFBAU

5

Vorsorge und

Vermögensaufbau

Aufbau und Sicherung der persönlichen

finanziellen Vorsorge zählen heute zu den

wichtigsten Aufgaben jedes Einzelnen.

Die demographische Entwicklung zwingt zu

radikalen Einschnitten bei den staatlichen

Vorsorgesystemen. Denn die Zahl der älteren

Menschen in Deutschland nimmt im Verhältnis

zu den jüngeren und erwerbsfähigen Personen

seit Jahren dramatisch zu. Ein Trend,

der sich in den nächsten Jahrzehnten noch

verschärfen wird. Als Konsequenz müssen

immer mehr Rentner von den Beiträgen

immer weniger Erwerbstätiger leben, was

zwangsläufig zum Zusammenbruch des

Systems führt, wenn es nicht durch immer

neue Rentenreformen angepasst wird. Doch

unabhängig vom Namen, mit dem diese Reformen

verknüpft sind – Riester oder Rürup –

letztlich laufen sie auf dasselbe hinaus: Die

Rentner erhalten künftig deutlich weniger

als heute.

Mit den Worten von Politikern oder Rentenexperten

klingt dies alles recht simpel: „Das

Bruttorentenniveau soll von heute 48 %

auf 40 % abgesenkt werden.“ Was sich so

unspektakulär anhört, bedeutet aber in der

Praxis, dass künftig kaum mehr jemand von

der gesetzlichen Rente allein wird leben

können, ohne drastische Einschnitte seines

Lebensstandards verkraften zu müssen.

Netto werden die Renten von 70 % des

Nettoverdienstes auf rund 50 % absinken.

Bedenkt man, dass ein durchschnittlicher

Rentner bereits heute mit nur rund 1.000 €

im Monat auskommen muss, wird schnell

klar, dass man sich auf den Staat allein nicht

verlassen darf: Jeder Einzelne muss bereits

heute zusätzlich für sich selbst vorsorgen.

Private Vorsorge ist also nötig. Fragt sich

nur: Wie? Und vor allem: Wie am besten?

‚Die’ richtige Antwort auf diese Frage gibt

es nicht. Alle Vorsorgeprodukte haben Vorund

Nachteile! Auf der einen Seite gibt es

sehr sichere Produkte wie Kapitallebensversicherungen

oder Banksparpläne. Doch bei

dem aktuellen Zinsniveau, einer Mindestverzinsung

von 2,25 % p. a. und dem Wegfall

des früheren Steuervorteils bei Lebensversicherungen,

wird die hohe Sicherheit erkauft

durch einen bescheidenen Anlageerfolg, der

letztlich den Kaufkraftverlust durch die Inflation

kaum noch ausgleichen kann. Auf

der anderen Seite gibt es chancenreichere

Anlagen, wie Aktien oder Investmentfonds,

aber wie insbesondere die vergangenen

Jahre gezeigt haben, sind diese oft großen

Wertschwankungen ausgesetzt und als

Einzelinvestments für die Privatvorsorge

somit auch nur eingeschränkt geeignet.

Aber gute Geldanlagen muss es doch geben.

Warum nicht einfach genauso investieren

wie sehr vermögende Privatanleger oder

institutionelle Großinvestoren? „Völlig ungeeignet!

Viel zu riskant! Nur mit großen

Summen möglich!“, lauten die Standard-

Antworten auf diese Frage. Und in der Tat

erfordern beispielsweise Gewerbeimmobilien

einen Kapitaleinsatz in Millionenhöhe.

Ähnliches gilt für Unternehmensbeteiligungen

im Private Equity Bereich. Hinzu

kommt, dass Privatanleger – wenn sie

überhaupt Zugang zu einer dieser Anlageformen

finden würden – wohl alles auf eine

Karte setzen müssten, da eine weitere

Aufteilung ihres Anlagevermögens auf

verschiedene Investments im Regelfall nicht

möglich wäre. Davon ist jedoch tatsächlich

mit allem Nachdruck abzuraten. Für die

Vorsorge, also für Ersparnisse auf die der

Anleger später angewiesen ist, geht Sicherheit

klar vor Rendite. Und diese nötige

Sicherheit ist bei solchen Einzelinvestments

nicht gegeben.

Prognose zur

Bevölkerungsentwicklung

Die Deutschen leben länger.

Gleichzeitig bekommen die

Deutschen immer weniger

Kinder. Die Folge: Die so

genannte Alterspyramide

verändert sich.


6

VORSORGE UND VERMÖGENSAUFBAU

Doch der Blick auf die Anlagestrategie vermögender

Privatanleger zeigt auch eine

mögliche Lösung dieses Dilemmas auf:

Warum ist für den einen gut, was für den

anderen schlecht ist? Im Prinzip ganz einfach.

Große Vermögen lassen sich auch bei

hohen Summen der jeweiligen Einzelinvestments,

wie sie beispielsweise bei Immobilien

erforderlich sind, auf eine breite Palette unterschiedlicher

Investitionen aufteilen. Läuft

ein Investment nicht so gut, lässt sich dies

oft durch Gewinne anderer Investitionen

ausgleichen und führt nicht gleich zum Verlust

des gesamten Anlagekapitals. Hinzu

kommt, dass sich unterschiedliche Investitionsarten

im Allgemeinen auch unterschiedlich

und teilweise unabhängig voneinander

entwickeln. Wenn Aktienkurse fallen, steigen

evtl. die Kurse von Rentenpapieren oder

der Wert von Immobilien. Beteiligungen an

nicht börsennotierten Unternehmen sind

wiederum teilweise unabhängig von den

Entwicklungen an den Aktien- und Immobilienmärkten.

Über einen längeren Investitionszeitraum

können somit durch ein gut

gewähltes und breit gestreutes Portfolio

verschiedener Anlagegattungen in der

Summe relativ sichere und stetige Vermögenszuwächse

erzielt werden.

Ein maßgeblicher Grund dafür, dass Vermögen

in der Regel um so schneller wachsen je

größer sie sind, ist also schlicht die Möglichkeit

zur Risikobegrenzung durch Streuung.

Die Idee des BVT-PB Top Select Fund Dynamic

ist nun nichts anderes, als auch für

Privatanleger die Möglichkeit zu schaffen,

so zu investieren, wie Verwalter großer

Vermögen dies tun. Viele kleinere und

mittlere Einlagen addieren sich zu einem

großen Vermögen, das breit gestreut auf

unterschiedliche Anlage-Klassen verteilt

werden kann.

Hierdurch wird es auch bei überschaubaren

Anlagesummen möglich, ein diversifiziertes

Portfolio renditeträchtiger Sachwertinvestitionen

wie Private Equity Fonds oder Immobilien

im In- und Ausland zu erwerben und die

Chancen dieser Assetklassen für einen

strukturierten Vermögensaufbau und als

Ergänzung bereits vorhandener Vermögensanlagen

zu nutzen.


DAS ANGEBOT IM ÜBERBLICK

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Das Angebot im Überblick

Die folgende kurz gefasste Darstellung des

Beteiligungsangebots dient lediglich dazu,

Interessenten einen schnellen Überblick über

die BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH

& Co. KG zu verschaffen und ersetzt nicht

die Lektüre des kompletten Prospektes, insbesondere

nicht ein genaues Studium der

Risikohinweise ab S. 14.

Zielgruppe

Das Beteiligungsangebot wendet sich an

unternehmerisch orientierte Anleger, die an

einem langfristigen Vermögensaufbau mit

Auszahlungen über einen längeren Zeitraum

(prognosegemäß 11 Jahre) interessiert sind

und hierbei die Chancen diversifizierter

Sachwertinvestitionen nutzen möchten.

Die Beteiligung ist als Ergänzung zu bereits

vorhandenen Kapitalanlagen wie etwa

Kapitallebensversicherungen, Renten- oder

Investmentfonds gedacht und sollte nicht

die einzige Kapitalanlage eines Anlageinteressenten

bilden. Das Angebot ist nicht

geeignet für Anleger, die keine Verlustrisiken

eingehen möchten oder die eine Anlage mit

einer festen Verzinsung oder einem bereits

heute feststehenden Rückzahlungsbetrag zu

einem festen Rückzahlungstermin suchen

oder eventuell kurzfristig über ihre Einlage

verfügen müssen.

Art und Gegenstand der Beteiligung

Die Anleger beteiligen sich mit Eigenkapital

an der BVT-PB Top Select Fund Dynamic

GmbH & Co. KG (nachfolgend auch als

Fondsgesellschaft, Emittent oder Top Select

Fund Dynamic bezeichnet). Die Beteiligung

erfolgt mittelbar über einen Treuhänder

(nachfolgend auch als Treuhandkommanditist

bezeichnet). Zweck der Fondsgesellschaft

ist der Erwerb und die Verwaltung eigenen

Anlagevermögens nach gesellschaftsvertraglich

festgelegten Anlagekriterien (vgl. S. 43).

Die Anlageobjekte stehen somit noch nicht

fest (Blind Pool). Die konkreten Investitionsentscheidungen

werden von der Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft getroffen.

Rechte

Die Anteile gewähren

£ eine dem Kapitalanteil des Anlegers

entsprechende Beteiligung an den

Ergebnissen, den Ausschüttungen und

dem Liquidationserlös der Fondsgesellschaft

sowie den Anspruch auf ein

Auseinandersetzungsguthaben im Falle

des Ausscheidens (siehe nachstehende

Besonderheiten),

£ die Möglichkeit zur Ausübung der auf

den Kapitalanteil des Anlegers entfallenden

Stimmrechte (siehe nachstehende

Besonderheiten) und

£ die Möglichkeit zur Ausübung gesetzlicher

Kontrollrechte.

Eine ausführliche Darstellung enthält das

Kapitel ,Rechtliche Angaben‘.

Besonderheiten

Der Kapitalanteil des Anlegers ist variabel.

Er ist abhängig von der Höhe der geleisteten

Einlage, den saldierten Gewinnen und Verlusten,

den Entnahmen und den Rücklagen

(geleistetes Agio).

Die Anleger können bei Zeichnung einmalig

bis auf Widerruf bestimmen, dass sie Entnahmen

(Ausschüttungen) zur Erhöhung

ihrer gezeichneten Einlage verwenden

möchten (Top Select Dynamic). Die Frist für

den Widerruf beträgt einen Monat.

Die Ergebnisse der Jahre 2007 und 2008

sollen so verteilt werden, dass alle Gesellschafter

und Treugeber unabhängig vom

Zeitpunkt ihrer Einlageleistung rechnerisch

gemäß dem Verhältnis ihrer anfänglich

gezeichneten Einlagen an den kumulierten

(negativen) Ergebnissen der Jahre 2007 und

2008 beteiligt sind. Bei der Gewinnverteilung

und der Stimmgewichtung bleiben die

Verlustanteile aus den Jahren 2007 und

2008 außer Betracht.


8

DAS ANGEBOT IM ÜBERBLICK

Eine ungleiche effektive Verzinsung der

von den Anlegern geleisteten Einlagen wird

(vorbehaltlich ausreichender Liquidität)

ausgeglichen, soweit die Anleger jeweils in

der gleichen Anzahl voller Kalenderjahre ihre

gezeichnete Einlage erhöht und beglichen

haben (Top Select Dynamic).

Das Gewicht einer Stimme richtet sich nach

der Höhe des Kapitalanteils am Schluss des

letzten Geschäftsjahres; ist aufgrund der

Dauer der Zeichnungsfrist bis zum Schluss

des letzten Geschäftsjahres nicht von allen

Gesellschaftern und Treugebern eine Einlage

geleistet worden, so ist für das Stimmgewicht

aller Gesellschafter und Treugeber die

gezeichnete Einlage maßgeblich.

Das Beteiligungskapital

Das Kapital der Fondsgesellschaft wird durch

Einlagen der Anleger aufgebracht. Die Einlage

ist zu Beginn der Beteiligung zzgl. eines

Agios in Höhe von 5 % der gezeichneten

Einlage einzuzahlen. Die Mindestzeichnungssumme

beträgt 10.000 €.

Anzahl und Gesamtbetrag der Anteile

Die geplanten Investitionen der Fondsgesellschaft

sind davon abhängig, dass ein Gesamtbetrag

des Kapitals von mindestens

3 Mio. € erreicht wird. Eine Mindestanzahl

der Anteile wurde nicht festgelegt. Die

Zeichnungssumme eines Anlegers muss

mindestens 10.000 € betragen und ist nach

oben unbegrenzt. Eine Höchstanzahl der

Anteile und ein Höchstbetrag des Kapitals

wurden nicht festgelegt.

Top Select Dynamic Variante

Anleger haben die Möglichkeit, zusätzlich zu

der gezeichneten Kapitaleinlage, in den Folgejahren

laufende Kapitalerhöhungen vorzunehmen.

Anleger, die sich hierfür entscheiden,

können ihre Beteiligung an der

Fondsgesellschaft bis Ende 2020 jährlich

maximal um den Betrag erhöhen, den sie in

diesem Jahr als Ausschüttung zugewiesen

bekommen. Diese Kapitalerhöhungen

erfolgen ohne weitere Kostenbelastung für

die Anleger. D. h., weder die anfänglichen

noch die laufenden Fondskosten einer Beteiligung

oder das Agio hängen davon ab,

ob die Dynamic Variante gewählt wird. Durch

diesen Kostenvorteil wird der Anlageerfolg

für Anleger der Dynamic Variante deutlich

erhöht. Die Teilnahme an den Kapitalerhöhungen

kann jederzeit widerrufen werden.

Zeichnungsfrist

Das öffentliche Angebot beginnt einen

Werktag nach Veröffentlichung des Verkaufsprospekts

gemäß § 9 Verkaufsprospektgesetz

und ist bis zum 30.04.2008

befristet. Es kann vorzeitig beendet werden.

Es kann bis zum 31.10.2008 verlängert

werden.

Investitionsstruktur

Die Fondsgesellschaft ist eine vermögensverwaltende

Gesellschaft, die das für Investitionszwecke

zur Verfügung stehende Kapital

in Form eines Dachfonds in verschiedene

Investitionsbereiche investiert. Der Grundgedanke

ist dabei, einen breit angelegten Vermögensaufbau,

wie er im Allgemeinen von

vermögenden Privatanlegern angestrebt

wird, nachzubilden. Die Fondsgesellschaft

wird dazu in Sachwerte, wie Immobilien

oder Unternehmensbeteiligungen, investieren,

da diese nach Auffassung des Anbieters

einerseits interessante wirtschaftliche Chancen

bei Wertbeständigkeit und teilweisem

Inflationsausgleich bieten und andererseits

im Portfolio kleinerer und mittlerer Vermögen

meist deutlich untergewichtet sind. Die

Investitionen erfolgen grundsätzlich über

andere Fondsgesellschaften (Zielfonds).

Immobilieninvestitionen erfolgen in Deutschland

und im Ausland. Als Investitionsländer

sind anfänglich insbesondere Frankreich,

Österreich und die USA vorgesehen. Die

Prospektprognose geht davon aus, dass

während der gesamten Investitionsphase

jeweils etwa die Hälfte des investierten

Kapitals in Immobilien- bzw. Private Equity


DAS ANGEBOT IM ÜBERBLICK

9

Fonds gebunden ist. Für Details zu den

Investitionsbereichen sei auf die Darstellung

ab S. 27 verwiesen.

Investitionsablauf

Die Aufbauphase von 12,5 Jahren (zzgl.

Platzierungsphase) ist gleichzeitig die Investitionsphase

der Fondsgesellschaft, d. h. der

Zeitraum, in dem Einzahlungen und Kapitalerhöhungen

der Anleger (Top Select

Dynamic Variante) sowie Investitionen der

Gesellschaft erfolgen. Nach dieser Investitionsphase

beginnt die so genannte Deinvestitionsphase.

Beteiligungen an Private Equityund

Immobilienfonds werden bis zur Beendigung

dieser jeweiligen Zielfonds-Gesellschaften

im Bestand der Fondsgesellschaft gehalten

und gemäß Prognose sukzessive über

einen Zeitraum von ca. 11 Jahren aufgelöst.

Liquiditätsüberschüsse aus Rückflüssen, die

sich während der gesamten Beteiligungsdauer

ergeben, sind für Entnahmen (Ausschüttungen

an die Anleger) vorgesehen.

Die Gesamt-Beteiligungsdauer an der Fondsgesellschaft

setzt sich also aus der Investitions-

und der Deinvestitionsphase zusammen

und beträgt insgesamt voraussichtlich

ca. 24 Jahre.

Investitions- und Finanzplan (Prognose)

Das geplante Fondsvolumen der Fondsgesellschaft

beträgt 20 Mio. € Kommanditkapital

zzgl. 5 % Agio. Das Kapital wird durch

Eigenkapital der Anleger aufgebracht.

Vertragsgemäß entstehen den Anlegern

Anfangskosten von 11 % 1 des Kommanditkapitals.

89 % des Kommanditkapitals

stehen für Investitionen zur Verfügung.

Mittelherkunft

Kommanditeinlagen 1 : 100,00 %

Mittelverwendung

Investitionen 89,00 %

Eigenkapitalvermittlung* 6,00 %

Konzeption und Gründung* 2,38 %

Prospektierung, Marketing* 2,18 %

Beratung 0,38 %

Mittelverwendungskontrolle 0,06 %

Summe: 100,00 %

Vergütung der Gründungsgesellschafter

und nahestehender Unternehmen

Die Top Select Management GmbH und

Personen oder Unternehmen, die personell

mit ihr verflochten sind, werden Vergütungen

gemäß der abgeschlossenen Leistungsverträge

berechnen. Diese sind im Mittelverwendungsplan

durch *) gekennzeichnet und

betragen insgesamt 10,56 % des von Anlegern

gezeichneten Kommanditkapitals zzgl.

Agio.

Kostenstruktur

Um eine doppelte Kostenbelastung aufgrund

des Dachfonds-Konzeptes möglichst

weitgehend zu vermeiden, werden die

Kostenvorteile, die bei Zielfonds erreicht

werden können, an die Fondsgesellschaft

weitergegeben. Dies umfasst sowohl

Anschaffungskostenminderungen (Provisionen)

bei Investitionen in Zielfonds als auch

evtl. sonstige Abschlussvergütungen oder

laufende Bestandsprovisionen, die die

Vergütung des geschäftsführenden Kommanditisten

mindern (vgl. S. 52).

Gewinnverteilung

1

Zzgl. 5 % Agio, das für weitere Kosten der Eigenkapitalvermittlung

verwendet wird.

Gewinne der Gesellschaft werden den Anlegern

grundsätzlich im Verhältnis ihrer Kapitalanteile

zugewiesen (vgl. Gesellschaftsvertrag

§§ 5 und 11). Die Kapitalanteile sind


10

DAS ANGEBOT IM ÜBERBLICK

Einlage

Top Select Fund Dynamic

Ausschüttungen/Kapitalerhöhungen

Private Equity Dachfonds

Immobilienfonds Deutschland und Ausland

Projektentwicklungen

variabel. Sie erhöhen sich bei Anlegern, die

an der Dynamic Variante teilnehmen. Bei der

Gewinnverteilung bleiben die in den Jahren

2007 und 2008 anfallenden Verluste außer

Betracht (vgl. § 5 Gesellschaftsvertrag). Der

geschäftsführende Kommanditist führt nach

Möglichkeit bis zum Ende der Fondslaufzeit

durch Zuweisung von Vorabanteilen am

Ergebnis und bei den Ausschüttungen einen

Ausgleich herbei, durch den sichergestellt

werden soll, dass Anleger, die gleich lang an

Kapitalerhöhungen teilgenommen haben,

unabhängig vom Zeitpunkt ihres Beitritts,

eine gleichmäßige effektive Verzinsung ihrer

geleisteten Einlagen erzielen (vgl. § 11

Gesellschaftsvertrag und nachstehende

Ergebnisprognose).

Ergebnisprognose

Bei den beabsichtigten Investitionen ist eine

genaue Vorhersage des Anlageerfolges

prinzipiell nicht möglich. Aufgrund von

Erfahrungswerten aus der Vergangenheit

lassen sich jedoch Schätzungen für den

möglichen Anlageerfolg der einzelnen

Investitionsbereiche ableiten. Vergangenheitswerte

bieten allerdings keine Gewähr

dafür, dass ähnliche Werte auch in Zukunft

erreicht werden können. Insofern stellen die

Erlösannahmen tatsächlich nur Schätzungen

dar und werden vom Anbieter in keiner

Weise garantiert.

Prognosegemäß ist ab dem Jahr 2009 mit

Ausschüttungen (Entnahmen) an die An-

leger zu rechnen. Die prognostizierten

Ausschüttungen steigen während der

Aufbauphase an. In der anschließenden

11-jährigen Deinvestitionsphase werden

weitgehend konstante jährliche Ausschüttungen

erwartet. Gleichzeitig soll in der

Deinvestitionsphase ausreichend Liquidität

gebildet werden, um gegen Ende der

Beteiligungsdauer durch eine variable

Schlusszahlung einen wirtschaftlichen

Ausgleich für die je nach Beitrittszeitpunkt

unterschiedliche Beteiligungsdauer der

Anleger schaffen zu können. Die Höhe der

Schlusszahlung hängt vom Beitrittszeitpunkt

des Anlegers ab. Im Ergebnis werden

hierdurch alle Anleger, die gleich lang an

den Kapitalerhöhungen teilgenommen

haben, gleich behandelt und erzielen unabhängig

vom Datum ihres Eintritts in die

Gesellschaft die gleiche Anlagerendite.

Dauer der Fondsgesellschaft

Die Dauer der Gesellschaft ist vertraglich bis

zum 31.12.2031 befristet und kann durch

Entscheidung des geschäftsführenden

Kommanditisten insgesamt um bis zu zwei

Jahre verlängert werden. Ist bis dahin das

Anlagevermögen nicht vollständig veräußert,

wird die Gesellschaft auf unbestimmte Zeit

fortgesetzt. Die Gesellschaft wird gegebenenfalls

schon vor dem 31.12.2031 aufgelöst,

sobald sie ihr Anlagevermögen vollständig

veräußert hat. Eine vorzeitige ordentliche

Kündigung durch den Anleger ist nicht

möglich.

Vertragsbeendigung in Notfällen

Anleger können unter nachstehenden

Einschränkungen ihre Beteiligung in folgenden

Notfällen vor dem 01.01.2021

beenden:

£ Anhaltende Arbeitslosigkeit des Anlegers

von mehr als sechs aufeinander folgenden

Monaten;

£ Anhaltende Erwerbsunfähigkeit des Anlegers

von mehr als sechs aufeinander

folgenden Monaten;


DAS ANGEBOT IM ÜBERBLICK

11

£ Scheidung des Anlegers;

£ Tod des Anlegers oder seines Ehegatten

oder Lebenspartners (im Sinne des Gesetzes),

wenn der Verstorbene mindestens

zur Hälfte zu den Einkünften der

Ehegatten oder Lebenspartner oder der

Erben beigetragen hat.

Voraussetzung für die vorzeitige Beendigung

ist, dass der Notfall innerhalb einer Frist von

drei Monaten nach seinem Eintritt angezeigt

und nachgewiesen wird. Über die Beendigung

der Beteiligung entscheidet der geschäftsführende

Kommanditist. Der betroffene

Anleger erhält ein nach Buchwerten

bestimmtes Auseinandersetzungsguthaben.

Dieses kann geringer sein als die geleistete

Einzahlung.

Diese Regelung im Gesellschaftsvertrag ist

auf 1 % des Kommanditkapitals der Gesellschaft

beschränkt. Der geschäftsführende

Kommanditist lehnt den Abschluss weiterer

Vereinbarungen zur vorzeitigen Beendigung

ab, wenn dieser Anteil ausgeschöpft ist.

Übertragung von Anteilen

Anleger können ihre Beteiligung mit Zustimmung

des Treuhänders und des geschäftsführenden

Kommanditisten auf Dritte

übertragen. Unternehmerische Beteiligungen

werden nicht öffentlich gehandelt.

Eine Veräußerung der Beteiligung ist daher

nur bei Gelegenheit möglich. Sie ist meist

mit erheblichen Wertabschlägen verbunden.

Einlageverpflichtung – Haftung

Die Anleger sind nicht verpflichtet, über den

Betrag ihrer Einlage und des Agios hinaus

Zahlungen an die Fondsgesellschaft zu leisten.

Die Einlage erhöht sich durch die Teilnahme

an den Kapitalerhöhungen Top Select

Dynamic. Die Zahlungspflicht kann bis zur

Höhe der Einlage und des Agios wieder aufleben,

soweit die Anleger von der Fondsgesellschaft

höhere Zahlungen erhalten als die

auf sie entfallenden Gewinnanteile, jedoch

nur insoweit als bei der Gesellschaft ungedeckte

Verbindlichkeiten vorhanden sind.

Die gesetzliche Haftung der Anleger für die

Verbindlichkeiten der BVT-PB Top Select Fund

Dynamic GmbH & Co. KG ist auf die im

Handelsregister eingetragene Haftsumme

beschränkt.

Steuerliche Aspekte

Das Ergebnis der Fondsgesellschaft wird den

Anlegern entsprechend der im Gesellschaftsvertrag

geregelten Ergebnisverteilung zugerechnet

und ist im Rahmen ihrer persönlichen

Einkommensteuerveranlagung zu berücksichtigen.

Die Gesellschaft ist nach Auffassung

des Anbieters vermögensverwaltend

tätig. Die Anleger erzielen daher aus der Beteiligung

prognosegemäß Einkünfte aus Vermietung

und Verpachtung, aus Kapitalvermögen

und aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Nach dem vorliegenden Gesetzentwurf

zur Unternehmensteuerreform

werden künftig die bislang steuerfreien Veräußerungsgewinne

aus Spekulationsgeschäften

besteuert, soweit diese auf Erwerbe

nach dem 31.12.2008 zurückzuführen sind.

Nahezu sämtliche Kapitaleinkünfte sollen

ab 2009 einer Abgeltungssteuer von 25 %

(zzgl. Solidaritätszuschlag) unterworfen

werden. Die Abschaffung der bisherigen

Haltefristen bei Grundstücken (10 Jahre) und

die daraus resultierende umfassende Besteuerung

auf alle Immobilieneinkünfte ist nach

dem Gesetzentwurf vom 14.03.2007 nicht

vorgesehen.

Einzelheiten zur Besteuerung, insbesondere

zur Besteuerung der Einkünfte aus privaten

Veräußerungsgeschäften, entnehmen Sie

bitte dem Kapitel ‚Steuerliche Grundlagen‘

und der ‚Sensitivitätsanalyse‘.


12 PROSPEKTVERANTWORTUNG

Prospektverantwortung

Die Verantwortung für den gesamten Inhalt

dieses Prospekts übernimmt die Top Select

Management GmbH, Sitz: Neutraubling,

Geschäftsanschrift: Neugablonzer Str. 1-11,

93073 Neutraubling, als Anbieter.

Die Top Select Management GmbH, vertreten

durch ihre Geschäftsführer Dr. Werner

Bauer und Tibor von Wiedebach und

Nostitz-Jänkendorf, erklärt hiermit, dass ihres

Wissens die in diesem Prospekt gemachten

Angaben richtig und keine wesentlichen

Umstände ausgelassen sind.

Neutraubling, den 11.04.2007

(Datum der Prospektaufstellung)

Top Select Management GmbH

Dr. Werner Bauer

Geschäftsführer

Tibor von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf

Geschäftsführer


PROSPEKTVERANTWORTUNG

13


14 RISIKOHINWEISE

Risikohinweise

Die nachfolgende Darstellung enthält

alle nach Auffassung des Anbieters bei

Prospektaufstellung erkennbaren wesentlichen

tatsächlichen und rechtlichen

Risiken. Zusätzliche, dem Anbieter nicht

bekannte Risiken können sich aus der

individuellen Situation des Anlegers

ergeben. Deshalb ist es zweckmäßig,

vor der Anlageentscheidung fachkundige

Beratung in Anspruch zu nehmen.

Risikoprofil

Einlage und Agio fließen dem Top Select

Fund Dynamic als Eigenkapital zu. Die

Anleger sind dadurch wie Mitinhaber

von der wirtschaftlichen Entwicklung der

Fondsgesellschaft abhängig und tragen

etwaige Verluste der Fondsgesellschaft.

Die wirtschaftlichen Entwicklungen der

Zukunft, von denen die Erträge und der

Wert der Beteiligung abhängen, lassen sich

nicht mit Sicherheit vorhersagen (Prognoserisiko).

Sie können sich ungünstiger entwickeln

als angenommen. Einigen Risiken

kommt eine besondere Bedeutung zu. Dies

sind zum einen anlagegefährdende Risiken

(Risiken, die entweder das/die Anlageobjekt(e)

oder die gesamte Vermögensanlage

gefährden und damit zu einem teilweisen

oder vollständigen Verlust des eingesetzten

Kapitals führen können) und zum anderen

anlegergefährdende Risiken (Risiken, die

nicht nur zu einem Verlust der gesamten

Anlagesumme führen können, sondern auch

das weitere Vermögen des Anlegers gefährden).

Diese sind nachfolgend als solche

gekennzeichnet. Es ist möglich, dass Risiken

gehäuft auftreten und dass Risiken sich

gegenseitig verstärken.

Bei Teilnahme an Kapitalerhöhungen (Top

Select Dynamic) erstreckt sich dieses Risiko

auch auf die bei den Kapitalerhöhungen

gezeichneten Einlagen. Zahlungen der

Fondsgesellschaft an die Anleger, die den

ihnen zustehenden Anteil am Gewinn der

Fondsgesellschaft übersteigen, müssen die

Anleger ggf. zurück erstatten, soweit bei der

Fondsgesellschaft ungedeckte Verbindlichkeiten

entstehen.

Die Aufnahme von Fremdkapital gehört

nicht zum Beteiligungskonzept. Hat der

Anleger gleichwohl zur Finanzierung von

Einlage und/oder Agio Fremdmittel aufgenommen,

haftet er im ungünstigsten Fall bei

einem vollständigen Verlust des eingesetzten

Kapitals zusätzlich für die Rückzahlung der

Fremdmittel und für die Zinsen (anlegergefährdendes

Risiko). Die Aufnahme einer

Fremdfinanzierung kann sich auch steuerlich

nachteilig auswirken.

Größenordnung des maximalen Risikos

Im ungünstigsten Fall kann es zu einem

vollständigen Verlust der gesamten gezeichneten

Einlage und des Agios kommen.


RISIKOHINWEISE

15

Allgemeine Risiken

Portfoliorisiken

Die Wertentwicklung des Top Select Fund

Dynamic hängt im Wesentlichen von der

Wertentwicklung seiner Investitionen,

insbesondere seiner Zielfonds ab. Die Wertund

Ertragsentwicklung der Zielfonds wird

von einer Vielzahl von Risikofaktoren

beeinflusst, die aus heutiger Sicht nicht

vollständig zu überblicken sind. Hierzu

zählen: die allgemeine Konjunkturentwicklung,

die vom Fondsmanagement getroffene

Auswahl der Investitionsobjekte, spezielle

Risiken in einzelnen Zielfonds wie bspw. die

Mietentwicklung einzelner Immobilien oder

die Rentabilität einzelner Unternehmensbeteiligungen

bei Private Equity Fonds sowie

die generelle Entwicklung der Immobilien-,

Unternehmensbeteiligungs- und Kapitalmärkte.

Die tatsächlichen Investitionen der

Fondsgesellschaft können sich deutlich

schlechter entwickeln als in der Prognoserechnung

angenommen. Dies würde zu

einer Verringerung der Erträge gegenüber

der Prospektprognose führen. Bei ungünstiger

Entwicklung kann sich dies anlagegefährdend

auswirken.

Blind Pool- und Marktzugangsrisiken

Die konkreten Investitionsobjekte und -gesellschaften

stehen noch nicht fest. Es ist

möglich, dass nicht zu jedem Investitionszeitpunkt

geeignete Investitionsobjekte zur

Verfügung stehen. Insbesondere kann nicht

garantiert werden, dass immer genügend

Beteiligungsmöglichkeiten gefunden werden

können, die den festgelegten Anlagekriterien

entsprechen. In diesem Fall müssten

– ggf. nach Beschluss durch die Gesellschafter

– auch Beteiligungen erworben werden,

die den Anlagekriterien nicht entsprechen,

was negative Auswirkungen auf das gesamte

Portfolio haben könnte.

Managementrisiken

Der Qualifikation und den Geschäftskontakten

des Fondsmanagements, insbesondere

dessen Fähigkeiten und Erfahrungen bei der

Analyse des Marktes geschlossener Fondsangebote

sowie der Identifizierung und Auswahl

geeigneter Zielfonds für Investitionen

der Fondsgesellschaft, kommt hohe Bedeutung

für den Erfolg der Top Select-Anlagestrategie

zu (Schlüsselpersonenrisiko).

Bei Ausfall einer oder mehrerer der verantwortlichen

Personen ist nicht gewährleistet,

dass es möglich sein wird, diese durch Personen

mit vergleichbarer Qualifikation zu

ersetzen. Das gilt auch für das Management

der Zielfonds, vor allem bei Private Equity

Investitionen. Managementrisiken können

sich insbesondere wegen der langen Investitionsdauer

anlagegefährdend auswirken.

Marktrisiken

Die Entwicklung der Immobilien-, Unternehmensbeteiligungs-

und Kapitalmärkte ist

nicht vorhersehbar. Der wirtschaftliche Erfolg

der Fondsgesellschaft, hängt u. a. auch von

der allgemeinen Entwicklung dieser Märkte

ab. Da Investitionen über einen sehr langen

Zeitraum vorgesehen sind, ist nicht ausgeschlossen,

dass langfristig eine generelle

Änderung der geplanten Investitionsstrategie

mit heute nicht absehbaren Konsequenzen

für den Anlageerfolg nötig wird.

Währungsrisiken

Ein Teil der Investitionen wird in ausländischen

Währungen, insbesondere dem

US-Dollar erfolgen. Die Entwicklung der

Währungskurse ist nicht vorhersehbar und

kann starken Schwankungen unterliegen.

Dies kann sich negativ auf das wirtschaftliche

Ergebnis auswirken.

Risiken aus Zwischenanlagen

Die Gesellschaft wird prognosegemäß

teilweise über erhebliche liquide Mittel

verfügen. Diese sollen vorübergehend in

Zwischenanlagen investiert werden. Es kann

nicht gewährleistet werden, dass die in der

Prognose für Zwischenanlagen kalkulierte


16 RISIKOHINWEISE

Verzinsung erzielt wird. Da die Mittel aus

Zwischenanlagen, insbesondere im Falle von

Kapitalabrufen in Zusammenhang mit

Private Equity Investitionen, eventuell kurzfristiger

benötigt werden als sie angelegt

sind, besteht die Gefahr, dass in der betroffenen

Private Equity Investition bereits

gebundene Fondsgelder wegen Verzugs mit

der weiteren Einlageleistung verloren gehen.

Ähnliche Risiken bestehen auf Ebene der

Private Equity Fonds, an denen die Fondsgesellschaft

sich mittelbar oder unmittelbar

beteiligt; diese sagen in größerem Umfang

Mittel für Investitionen bereits zu einem Zeitpunkt

zu, zu dem sie diese noch nicht bei

den Investoren eingeworben oder erwirtschaftet

haben.

Kostenrisiken

Der Fondsgesellschaft entstehen während

der gesamten Laufzeit Kosten für Geschäftsführung,

Anlegerverwaltung, Investitionsauswahl

und -kontrolle, Treuhandschaft,

Steuerberatung etc. Es ist nicht auszuschließen,

dass die tatsächlich anfallenden Kosten

höher als kalkuliert sind. So würde bspw.

eine weitere Erhöhung des Umsatzsteuersatzes

zu einer Kostensteigerung führen, da

die Fondsgesellschaft nicht vorsteuerabzugsberechtigt

ist. Dies würde das wirtschaftliche

Ergebnis einer Beteiligung entsprechend

verschlechtern. Aufgrund der Dachfondskonzeption

bestehen entsprechende Kostenrisiken

auch bei den Zielfonds.

Bonitäts- und Insolvenzrisiken

Die Fondsgesellschaft trägt das Risiko ausreichender

Bonität ihrer Vertragspartner.

Ebenso trägt sie das Risiko dafür, dass

Vertragspartner die abgeschlossenen Verträge

beanstandungsfrei erfüllen. Sollten

einzelne Vertragspartner ihren vertraglichen

Verpflichtungen nicht nachkommen oder

nicht nachkommen können, kann sich dies

anlagegefährdend auswirken.

Auslandsrisiken und Risiken von

Kapitalmarktbeschränkungen

Bei der Durchführung vieler Investitionsvorhaben,

insbesondere auf Ebene der Zielfonds,

wird voraussichtlich mit ausländischen

Partnern zusammengearbeitet und es werden

Verträge abgeschlossen, die ausländischem

Recht unterliegen. Hierbei besteht

das Risiko, dass die Durchsetzung von

Rechtsansprüchen bei ausländischen Vertragspartnern

nur unter erschwerten Bedingungen

(z. B. nicht zeitgerecht oder zu

unangemessenen Kosten) oder gar nicht

möglich ist. Außerdem können Beschränkungen

im internationalen Kapitalverkehr

dazu führen, dass Erlöse nicht ohne weiteres

in das Inland transferiert werden können

oder ausländische Beteiligungen unwirtschaftlich

werden.

Risiken aus Interessenkollisionen

Die Top Select Beteiligungs GmbH und die

Top Select Management GmbH sind kapitalmäßig

und personell mit der BVT Holding

GmbH & Co. KG verbunden. Da die BVT

Holding GmbH & Co. KG in dem Markt als

Anbieter auftritt, in dem die Fondsgesellschaft

investieren wird und auch bereits

geplant ist, dass ein Teil der für Investitionen

der Fondsgesellschaft zur Verfügung stehenden

Mittel in Fondsbeteiligungen investiert

wird, die von der BVT Holding GmbH & Co.

KG oder einer ihrer Tochtergesellschaften

angeboten werden, können hieraus Interessenkonflikte

entstehen, die auch zu Lasten

der Fondsgesellschaft gelöst werden können.

Da die Mitglieder der Geschäftsführung

und des Beirates bei anderen Gesellschaften

tätig sein werden oder können und weil die

Top Select Management GmbH für weitere

Fonds geschäftsführend tätig ist und sein

wird, sind auch hier Interessenkonflikte

möglich, die sich negativ auf den wirtschaftlichen

Erfolg einer Beteiligung auswirken

können.


RISIKOHINWEISE

17

Platzierungs- und

Vertragserfüllungsrisiken

Es kann keine Gewähr dafür übernommen

werden, dass das Fondskapital in der vorgesehenen

Höhe platziert wird. Wird die

prospektierte Platzierung nicht erreicht,

vermindert sich dadurch die Diversifikation

mit entsprechend negativen Folgen für die

Risikostruktur und Anlagestrategie der

Fondsgesellschaft und eventuell auch der

erzielbare Kostenvorteil bei Zielfonds. Darüber

hinaus könnte ein geringeres Fondsvolumen

auch zu einer prozentual höheren

laufenden Kostenbelastung der Fondsgesellschaft

führen, da sich ggf. nicht alle kalkulierten

Kosten (Jahresabschluss etc.) im

gleichen Verhältnis reduzieren ließen. Es

besteht auch das Risiko, dass ein Teil der

Anleger seinen vertraglichen Einzahlungsverpflichtungen

nicht nachkommt und hierdurch

weniger und geringere Investitionen

als vorgesehen durchgeführt werden können.

Dies könnte ebenfalls negative Auswirkungen

auf das wirtschaftliche Ergebnis der

Gesellschaft haben. Auch ist es möglich,

dass sich deutlich weniger Anleger für die

Dynamic Variante entscheiden als kalkuliert,

oder dass im Laufe der Beteiligungsdauer

eine größere Anzahl von Anlegern die

dynamische Wiederanlage der Ausschüttungen

einstellt, und somit für Investitionen

der Fondsgesellschaft insgesamt weniger

Mittel zur Verfügung stehen als angenommen.

Sollte das Kapital der Gesellschaft zum

Ende der Zeichnungsfrist nicht mindestens

3 Mio. € betragen, wird die Gesellschaft

ohne Vornahme von Investitionen aufgelöst.

Die für diesen Fall vorgesehene Auszahlung

der dem Kapitalanteil der Anleger entsprechenden

Einzahlungen ist von der Bonität

der Gründungsgesellschafter und Eigenkapitalvermittler

abhängig.

Majorisierungsrisiken

Falls an Beschlussfassungen bei der Fondsgesellschaft

nur eine Minderheit der Anleger

teilnimmt, können Beschlüsse gefasst werden,

die von der Mehrheit der Anleger, die

nicht vertreten waren, nicht erwünscht sind,

aber auch für diese Gültigkeit erlangen. Da

die Fondsgesellschaft konzeptionsgemäß an

den verschiedenen Anlageprogrammen nur

Minderheitspositionen erwirbt, werden in

aller Regel ihre Möglichkeiten der Einflussnahme

ausschließlich auf die Wahrnehmung

vertraglicher oder gesetzlicher Gesellschafterrechte

beschränkt sein.

Haftungsrisiken

Den Gläubigern der Gesellschaft haftet der

Anleger bis zur Höhe der im Handelsregister

eingetragenen Haftsumme. Die Haftung ist

ausgeschlossen, soweit die Einlage geleistet

ist. Infolge von Kapitalrückzahlungen kann

sie wieder aufleben.

Risiken aus Vertragsdauer

Eine Kündigung der Beteiligung ist frühestens

zum 31.12.2031 möglich. Die Mindestvertragsdauer

kann bis 31.12.2033 verlängert

werden.

Fungibilitätsrisiken

Für Anteile an geschlossenen Fonds besteht

kein liquider Zweitmarkt, die Fungibilität

(Veräußerbarkeit) von Anteilen ist somit

eingeschränkt. Eine Veräußerung oder

Übertragung ist nur im Rahmen der Bestimmungen

des Gesellschaftsvertrages möglich.

Die Ermittlung eines realistischen Veräußerungspreises

ist nur schwer möglich. Generell

müssen die nicht wertbildenden Anteile

der Investition wie z. B. Konzeptions- und

Vertriebskosten durch Wertaufholungen

kompensiert werden, bevor ein Wertzuwachs

erfolgen kann. Ein vorzeitiger Liquiditätsbedarf

des Anlegers kann sich somit

anlagegefährdend auswirken.

Rechtsänderungsrisiken

Künftige Beschränkungen des freien Kapitalverkehrs,

Änderungen der Rechtsprechung,

der Gesetzgebung oder der Verwaltungspraxis

in Deutschland oder einem der Investiti-


18

RISIKOHINWEISE

onsländer können den wirtschaftlichen Erfolg

oder die Werthaltigkeit einer Investition und

folglich der Fondsgesellschaft nachteilig beeinflussen.

Insbesondere Änderungen der

Steuergesetze oder der Doppelbesteuerungsabkommen

zwischen Deutschland und den

einzelnen Investitionsländern könnten erhebliche

negative Auswirkungen auf den wirtschaftlichen

Erfolg der Fondsgesellschaft

haben.

Renditeausgleich

Durch die im Gesellschaftsvertrag festgelegte

Ergebnisverteilung soll gewährleistet

werden, dass Anleger, die gleichlang Kapitalerhöhungen

durchführen, die gleiche effektive

Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals

erzielen. Um diesen Renditeausgleich durchführen

zu können, ist es nötig, dass zum

Zeitpunkt der Durchführung ausreichend

ausschüttungsfähige Liquidität vorhanden ist.

Obwohl während der Deinvestitionsphase

speziell zu diesem Zweck Liquidität gebildet

werden soll, lässt sich nicht ausschließen,

dass diese nicht ausreicht, um den angestrebten

Ausgleich durchzuführen.

Mittelverwendungskontrolle

Die Mittelverwendungskontrolle der Fondsgesellschaft

erfolgt nach den im Mittelverwendungskontrollvertrag

festgelegten

formalen Kriterien und umfasst keine

Kontrolle der Zielfonds oder Investitionsobjekte.

Sie ist zunächst auf die Platzierungsphase

beschränkt.


RISIKOHINWEISE

19

Spezielle Risiken aus

Private Equity Investitionen

Der Top Select Fund Dynamic plant,

einen Teil seiner Mittel in Private

Equity Anlageprogramme zu investieren.

Zu diesem Zweck sollen

entweder Beteiligungen an Private

Equity Dachfonds eingegangen oder

(unmittelbar oder mittelbar) nicht

zirkulationsfähige Zertifikate erworben

werden, die indirekt die Entwicklung

von Private Equity Dachfonds

oder eines Korbes von Private

Equity Fonds (so genannte Basiswerte)

nachvollziehen. Im Falle der

Beteiligung an Private Equity Dachfonds

wird diesen Eigenkapital zur

Verfügung gestellt werden. Die Dachfonds

wiederum beteiligen sich mit

Eigenkapital an einer unbestimmten

Zahl von Private Equity Fonds

(Investeefonds). Die Investeefonds

gehen Beteiligungen an einer unbestimmten

Zahl von Unternehmen

(Zielunternehmen) ein. Der Top Select

Fund Dynamic trägt somit die unternehmerischen

Risiken, die mit dem

wirtschaftlichen Erfolg der Dachfonds

sowie mittelbar auch der Investeefonds

und der Zielunternehmen verbunden

sind. Sie können sich auch

anlagegefährdend auswirken. Zertifikate

stellen unbesicherte und nicht

garantierte Forderungen (gegen den

Emittenten des Zertifikats) dar, deren

Wert von der Entwicklung der Basiswerte

(z. B. der Ausschüttungen eines

Private Equity Dachfonds) einerseits

und andererseits von der Bonität des

Emittenten abhängig ist (siehe die

vorstehend bei den allgemeinen Risiken

beschriebenen Bonitäts- und Insolvenzrisiken).

Portfoliorisiken

Bei den Zielunternehmen wird es sich

konzeptionsgemäß um nicht oder noch

nicht börsennotierte Unternehmen handeln,

die sich zu einem Teil noch in der Start-up-

Phase und/oder Verlustphase befinden

können. Insbesondere Managementprobleme

und/oder Probleme technischer oder

operativer Art können dazu führen, dass die

Investitionen in einzelne Zielunternehmen

teilweise oder vollständig verloren sind.

Marktrisiken

Die Ertragserwartungen beruhen vorwiegend

darauf, dass die Investeefonds ihre

Beteiligungen an den Zielunternehmen mit

einem Aufschlag veräußern können. Sowohl

die allgemeine Entwicklung der Märkte für

Unternehmensbeteiligungen (z. B. der

Aktienmärkte) als auch die spezielle Bewertung

von Zielunternehmen (z. B. aufgrund

der betriebswirtschaftlichen Situation der

Zielunternehmen) können deshalb zu einer

ungünstigen Entwicklung führen. Allgemeine,

z. B. konjunkturbedingte, Marktrisiken

lassen sich durch die innerhalb der Anlageprogramme

erfolgende Streuung der Beteiligungen

nicht verringern. Es ist möglich, dass

Rückflüsse aus Private Equity Investitionen

später erfolgen, als in der Prognose angenommen.

Dies würde auch bei gleicher Höhe

der Rückflüsse zu einer Verringerung der

Rendite der Beteiligung führen.

Marktzugangsrisiko

Es ist vorgesehen, zumindest einen Teil der

Mittel in Dachfondsbeteiligungen der CAM

Cologne Asset Management GmbH zu investieren.

Eine Gewähr für den Zugang zu diesen

oder zu vergleichbaren Dachfonds kann der

Anbieter jedoch nicht übernehmen, ebenso

wie die zur Auswahl stehenden Dachfonds

keine Gewähr für den Zugang zu aussichtsreichen

Investeefonds übernehmen können.

Weitere Risiken

Bei Private Equity Investitionen bestehen

neben Portfolio-, Markt- und Marktzugangsrisiken

auch Management-, Kosten-, Währungs-

und Auslandsrisiken, die vorstehend

bei den allgemeinen Risikohinweisen

beschrieben sind.


20

RISIKOHINWEISE

Spezielle Risiken bei

Immobilieninvestitionen

Zur Investitionsstrategie der Fondsgesellschaft

gehören auch Investments in

in- und ausländische Immobilienfonds

und in einzelne Immobilien. Die Investitionen

erfolgen mit Eigenkapital, so

dass bei einer nachteiligen wirtschaftlichen

Entwicklung Verluste eintreten

können.

Vermietungsrisiko

Ein generelles Risiko einer jeden Immobilieninvestition

besteht in der dauerhaften

Vermietbarkeit der Immobilien zu Mieten,

die den wirtschaftlichen Erwartungen an

die Investition entsprechen. Es besteht das

Risiko, dass Mieter ihre vertraglich vereinbarten

Pflichten nicht erfüllen und ausfallen.

Nach vertragsgemäßem oder auch vorzeitigem

Ablauf bestehender Mietverträge

besteht das Risiko, dass die Flächen im Anschluss

nicht oder nur zu einer niedrigeren

Miete als ursprünglich erwartet weitervermietet

werden können. Dies würde jeweils

zu Einnahmeausfällen bei den betroffenen

Immobilienfonds führen, die sich auch beim

Top Select Fund Dynamic anlagegefährdend

auswirken können. Niedrigere als die kalkulierten

Inflationsraten können im Laufe der

Jahre dazu führen, dass die in den Mietverträgen

üblicherweise vereinbarte Anpassung

der Miete an die Preisentwicklung nicht zu

den kalkulierten Mietzinssteigerungen führt.

Im ungünstigsten Fall können die Einnahmeausfälle

so hoch sein, dass die Zins- und Tilgungszahlungen

für die von einem Zielfonds

aufgenommenen Fremdfinanzierungen nicht

mehr bedient werden können und – sofern

von den Anlegern dieses Zielfonds keine neuen

Mittel zur Verfügung gestellt werden –

die finanzierenden Banken die Immobilien

verwerten, wodurch auch ein Totalverlust

der in die betroffenen Zielfonds investierten

Mittel eintreten kann.

Marktrisiko

Immobilienfonds weisen Laufzeiten von

meist über zehn Jahren auf. Am Ende der

Laufzeit werden die Fonds üblicherweise

durch Verkauf der Immobilien liquidiert. Der

Veräußerungsgewinn stellt neben den laufenden

Einnahmen aus der Vermietungstätigkeit

regelmäßig eine wesentliche Position

des prospektierten wirtschaftlichen Erfolgs

einer Beteiligung dar. Geringere Verkaufserlöse

als prospektiert führen deshalb zu einer

negativen Veränderung der Rückflüsse aus

der Investition und können sich im ungünstigsten

Fall anlagegefährdend auswirken.

Die Wertentwicklung der Immobilien hängt

in erster Linie von den nachhaltig erzielbaren

Mieteinnahmen, aber auch von Faktoren wie

Standort, Nutzungsmöglichkeiten, Bauqualität

sowie der allgemeinen Wirtschafts- und

Konjunkturentwicklung ab. Es kann vorkommen,

dass durch eine Erhöhung des Flächenangebotes

an dem jeweiligen Standort die

Leerstandsrate steigt oder das Mietniveau

sinkt und in der Folge sowohl die laufenden

Mieteinnahmen als auch die Wertentwicklung

der Immobilien deutlich hinter den

Erwartungen zurückbleiben.

Kostenrisiko

Es können Ertragseinbußen bis hin zu Vermögensverlusten

dadurch entstehen, dass

höhere als die kalkulierten Aufwendungen

für Reparaturen und Instandhaltung anfallen.

Darüber hinaus ist es insbesondere in

Zusammenhang mit Neu- oder Anschlussvermietungen

möglich, dass unvorhergesehene

Investitionen nötig werden. Zusätzliche Aufwendungen

können aber auch durch veränderte

Anforderungen der Mieter erforderlich

werden, um den Werterhalt der Immobilien

sicherzustellen. Bei Verkauf der Immobilien

können Revitalisierungskosten anfallen,

die erheblich über den hierfür in Ansatz

gebrachten Schätzungen liegen und das

Liquiditätsergebnis einer Beteiligung erheblich

negativ beeinflussen.


RISIKOHINWEISE

21

Fremdfinanzierungsrisiken

Ein wesentlicher Anteil am Gesamtinvestitionsvolumen

wird bei Erwerb oder Entwicklung

von Immobilien meist durch Aufnahme

von Fremdmitteln bestritten. Die Konditionen

dieser Fremdfinanzierungen werden

regelmäßig nicht bis zur geplanten Tilgung

festgeschrieben. Da das Zinsniveau langfristig

betrachtet hohen Schwankungen unterworfen

ist, ist es möglich, dass Anschlussfinanzierungen

nur zu deutlich schlechteren

Konditionen erfolgen können als kalkuliert.

Bereits ausgezahlte Darlehen können von

Kreditinstituten gekündigt werden, wenn

gegen Auflagen des Darlehensvertrages

verstoßen wird. Außerdem sind aus dem

Veräußerungserlös bei Verkauf der Immobilien

vorrangig die Darlehensmittel zurückzuzahlen,

bevor die Gesellschafter über die

Verwendung eines übersteigenden Erlöses

beschließen können. Auch für deutsche

Immobilien werden Fremdfinanzierungen

teilweise nicht in Euro, sondern in Fremdwährungen,

insbesondere Schweizer Franken,

abgeschlossen. Hierdurch entstehen

Währungsrisiken.

Projektentwicklungs,- Bau- und

Altlastenrisiken

Die Fondsgesellschaft plant in beschränktem

Umfang auch Investitionen in Neubaumaßnahmen.

Diese bergen zusätzliche Risiken,

die einerseits die Erstellung der Immobilien

sowie die hierfür kalkulierten Kosten betreffen

und andererseits die spätere Vermietung

der errichteten Immobilien. Sollte eine

Vermietung in diesen Fällen nicht im erwarteten

Umfang und Zeitrahmen oder zu den

kalkulierten Mietzinsen möglich sein, hätte

dies unter Umständen gravierende Auswirkungen

auf den wirtschaftlichen Erfolg dieser

Immobilieninvestition. Bereits fertiggestellte

Immobilien können Mängel aufweisen,

die beim Ankauf nicht festgestellt wurden.

Auch unentdeckte oder unterschätzte

Bodenverunreinigungen können zu Belastungen

des Fondsergebnisses führen.

Risiken aus Terrorismus/ höherer Gewalt

Risiken aus Terrorismus, höherer Gewalt

(bspw. Erdbeben) oder Krieg sind zum Teil

nicht oder nicht in vollem Umfang versicherbar.

Solche Gefahren können in verschiedenen

Ländern unterschiedlich hoch sein.

Risiken aus divergierenden

Wirtschaftsentwicklungen

Ausländische Immobilienmärkte entwickeln

sich zum Teil dynamischer als die deutschen.

Dies bedeutet, dass bei negativen allgemeinen

Entwicklungen die Auswirkungen auf

die Ertragssituation ausländischer Immobilien

größer sein können als bei deutschen

Immobilien. Die Inflationsraten in verschiedenen

Ländern sind weitgehend unabhängig

voneinander. Die langfristige Steigerung der

laufenden Mieteinnahmen und in der Folge

auch die Wertentwicklung der Immobilien

sind eng mit der allgemeinen Preisentwicklung

im Belegenheitsland der Immobilien

verknüpft. Sollte die Inflationsrate in

Deutschland höher sein als in einem der

Investitionsländer, so hätte dies zur Folge,

dass die Einnahmen- und Wertentwicklung

der in diesem Land getätigten Investitionen

geringer ist als die heimische Inflationsrate.

In diesem Fall würden diese Auslandsinvestitionen

in Immobilien aus deutscher Sicht

möglicherweise keinen Inflationsschutz

bieten.

Weitere Risiken

Bei ausländischen Immobilien treten Währungsrisiken

und Risiken aus ausländischen

Rechtsordungen hinzu, die vorstehend bei

den allgemeinen Risikohinweisen beschrieben

sind.


22

RISIKOHINWEISE

Steuerliche

Risiken

Die steuerliche Betrachtung im Prospekt

unterstellt, dass der Anleger die Beteiligung

im Privatvermögen hält und in Deutschland

unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist.

Die steuerlichen Ausführungen in diesem

Prospekt beruhen auf der Auffassung des

Anbieters zur Anwendung der derzeitigen

Steuergesetze. Es kann nicht ausgeschlossen

werden, dass die Finanzverwaltung oder die

Finanzgerichte zu einer anderen Beurteilung

gelangen. Dies könnte negative Auswirkungen

auf die steuerlichen Ergebnisse der

Gesellschafter haben. Außerdem könnte das

Ergebnis auch von künftigen Änderungen

der derzeitigen rechtlichen und steuerlichen

Rahmenbedingungen beeinflusst werden.

Am 14.03.2007 hat das Kabinett einen

Gesetzentwurf zur Unternehmensteuerreform

2008 verabschiedet. Das Gesetzgebungsverfahren

soll bis zur Sommerpause

2007 abgeschlossen sein. Nach dem Gesetzentwurf

soll u. a. die bisher bestehende Veräußerungsfrist

bei der Besteuerung privater

Veräußerungsgewinne bei Kapitalanlagen

gestrichen werden. Damit ergibt sich zukünftig

eine Besteuerung unabhängig von

der Haltedauer beim Anleger. Neben zahlreichen

anderen Änderungen sind u. a. folgende

grundlegende Änderungen geplant:

£ Einführung einer Abgeltungssteuer ab

dem 01.01.2009 auf alle privaten

Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne

in Höhe von 25 %

£ Festhalten an der Gewerbesteuer

£ Absenken des Unternehmensteuersatzes

auf unter 30 %

£ Begünstigung nicht entnommener Gewinne

bei Personengesellschaften zur Gleichbehandlung

von Kapitalgesellschaften

£ Gegenfinanzierung der Steuermindereinnahmen

u. a. durch Verbreiterung der

Bemessungsgrundlage

£ Abänderung des Halbeinkünfteverfahrens

zum Teileinkünfteverfahren (40 %

Steuerfreiheit).

Weitere Änderungen, die auch unmittelbar

oder nur mittelbar Einfluss auf die künftige

Besteuerung der Fondsgesellschaft, bei ihren

Beteiligungen oder auch nur bei der Besteuerung

auf Ebene des Gesellschafters haben

können, sind wahrscheinlich. Bis zum Abschluss

des Gesetzgebungsverfahrens können

sich noch zum Teil erhebliche Änderungen

einstellen. Auch die Abschaffung der

bisherigen Haltefristen bei Grundstücken (10

Jahre) und die daraus resultierende umfassende

Besteuerung auf alle Immobilieneinkünfte

ist daher ebenfalls möglich. Solche

Änderungen können sich nachteilig auf die

prognostizierten Renditen auswirken.

Die prospektierten Angaben beruhen auf

der Annahme, die Gesellschaft werde durch

die Finanzbehörden als vermögensverwaltend

klassifiziert. Das Risiko der Änderung

steuerrechtlicher Regelungen sowie deren

Auslegung durch die Finanzverwaltung und

die Rechtsprechung tragen allein die Anleger.

Es besteht das Risiko, dass die Finanzverwaltung

zu Aspekten der derzeit dem

Prospekt zugrunde liegenden steuerlichen

Konzeption eine andere Auffassung als der

Anbieter vertritt. Das kann die nachfolgend

im Einzelnen aufgeführten steuerlichen

Risiken betreffen sowie die übrigen steuerlichen

Aspekte der Beteiligung.

Eine abweichende Ansicht der Finanzverwaltung

kann im Besteuerungsverfahren bei

Erstellung der Steuerbescheide sowie anlässlich

einer Betriebsprüfung bei der Fondsgesellschaft

zum Tragen kommen. Erst nach

Abschluss dieser Verfahren und eventuell

daran anschließender Einspruchs- und

finanzgerichtlicher Verfahren ist für das

betreffende Veranlagungsjahr der Fondsgesellschaft

die steuerliche Behandlung

geklärt. Es ist darauf hinzuweisen, dass die

steuerliche Behandlung der Geschäftsvorfälle

eines Veranlagungsjahres die Finanzverwaltung

nicht daran hindert, in darauf

folgenden Veranlagungsjahren hiervon abweichend

zu entscheiden. Eine Haftung für

den Fall der Nichtanerkennung der Gesamtkonzeption

oder Teilen hiervon seitens der

Finanzverwaltung oder Rechtsprechung

kann nicht übernommen werden.

Im BMF-Schreiben vom 16.12.2003 zur Behandlung

von Private Equity- und Venture-

Capital-Fonds wurden Merkmale aufgeführt,

die für eine gewerbliche Tätigkeit sprechen

können. Die steuerliche Konzeption dieses

Angebotes unterstellt, dass diese Merkmale

auf die von der Fondsgesellschaft geplanten

Investitionen im Bereich Private Equity und

Venture Capital nicht zutreffen. Der Anleger


RISIKOHINWEISE

23

trägt das Risiko einer abweichenden Beurteilung

durch die Steuerbehörden und Finanzgerichte,

zumal es sich bei dem BMF-Schreiben

vom 16.12.2003 nicht um eine abschließende

Regelung zur Frage der Abgrenzung

privater Vermögensverwaltung vom

steuerlichen Gewerbebetrieb handelt.

Die Gesellschaft nimmt bis zum 31.12.2020

weiteres Kommanditkapital auf, wobei Entnahmen

(Ausschüttungen) zur Erhöhung des

Kapitalanteils des Ausschüttungsberechtigten

verwendet werden können (vgl. § 4 Abs. 5

des Gesellschaftsvertrages). Hierin könnte

eine steuerlich schädliche Reinvestition der

Erlöse gesehen werden. Der Anbieter geht

davon aus, dass durch die Kapitalerhöhungen

keine Veräußerungen i. S. d. § 23 Abs. 1

Satz 4 EStG vorliegen. Es besteht aber das

Risiko, dass die Finanzverwaltung dies anders

beurteilt und deshalb unter Berücksichtigung

der jeweiligen Fristen ggf. steuerpflichtige

Veräußerungsgeschäfte annimmt. Die Freigrenze

für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften

beträgt derzeit 512,00 €.

Ein steuerliches Risiko besteht auch darin,

dass bei Gewerblichkeit eines Investitionsbereichs

oder einer Beteiligungsgesellschaft,

die u. a. aus einer „Infizierung“ durch einen

eventuell gewerblich tätigen oder geprägten

Investee-/Ziel-/Dachfonds resultieren kann,

oder dem Vorliegen eines gewerblichen

Grundstückshandels, die Gewinne aus der

Veräußerung von Beteiligungen oder Zertifikaten

bzw. Gewinne aus der Veräußerung

von Grundstücken auch nach Ablauf von

Spekulationsfristen steuerpflichtig sind.

Weiterhin können aufgrund eines Verkaufs

bzw. der Übertragung von Kommanditanteilen

(auch durch frühzeitiges Ausscheiden

aus der Gesellschaft) steuerbare Gewinne

aus privaten Veräußerungsgeschäften entstehen,

wenn sie innerhalb der in § 23 EStG

genannten Fristen erfolgen.

Die Investitionen werden entsprechend des

Fondskonzepts teilweise im Ausland vorgenommen.

Trotz der bestehenden zwischenstaatlichen

Doppelbesteuerungsabkommen

und der insofern anzuwendenden Freistellungsmethode

mit Progressionsvorbehalt

bzw. der Anrechnungsmethode kann es

ertragsteuerlich, aber insbesondere bei

anderen Steuerarten (Gewerbesteuer, Erbschaftsteuer)

zu einer teilweisen oder vollständigen

Doppelbesteuerung der ausländischen

Einkünfte kommen.

Die Prospektprognose geht davon aus, dass

die Auslandsinvestitionen so gestaltet werden

können, dass die Anleger keine individuellen

Steuererklärungen in den jeweiligen Investitionsländern

einreichen müssen. Es besteht

aber das Risiko, dass die jeweiligen Steuerbehörden

hiervon abweichend dennoch eine

persönliche Steuererklärung verlangen. Dies

wäre mit zusätzlichen Kosten für die Anleger

verbunden.

Zu beachten ist, dass die Wiederanlage der

Ausschüttungen im Laufe der Investitionsphase

für die Anleger zu einem effektiven

Mehraufwand führt. Den Anlegern werden

nämlich bereits während der Investitionsphase

prognosegemäß positive steuerliche Ergebnisse

zugewiesen, die das laufende zu

versteuernde Einkommen der Anleger

erhöhen und so zu einer Steuermehrbelastung

führen. Werden die jährlichen Ausschüttungen

als Kapitalerhöhungen in die

Fondsgesellschaft einbezahlt, muss diese

Steuermehrbelastung von den Anlegern aus

ihren sonstigen Einkünften oder Vermögen

erbracht werden.

Die Fondsgesellschaft kann mittelbar oder

unmittelbar Zertifikate erwerben, deren

Zirkulationsfähigkeit durch Vereinbarung mit

dem Emittenten ausgeschlossen ist, so dass

keine Finanzinstrumente im Sinne des

Gesetzes über das Kreditwesen vorliegen.

Soweit die Fondsgesellschaft solche Zertifikate

erwirbt, kann nicht ausgeschlossen

werden, dass diese durch die Finanzverwaltung

als sog. Finanzinnovation nach § 20

Abs.1 Nr. 7 EStG behandelt werden und

damit alle Erträge in vollem Umfang steuerpflichtig

werden. Eine Steuerpflicht könnte

auch eintreten, wenn Zertifikate als ausländische

Investmentanteile zu qualifizieren sind

und den Bestimmungen des Investmentsteuergesetzes

zu unterwerfen sind. Aufgrund

der im Gesetzentwurf vorgesehenen Änderungen

zur Unternehmensteuerreform gilt

auch für Zertifikate, welche nach dem 31.12.

2008 erworben werden, dass die bisherige

Haltefrist von einem Jahr entfallen wird.


24

DIE TOP SELECT ANLAGEPHILOSOPHIE

Die Top Select

Anlagephilosophie

Ausgangspunkt der Top Select Anlagephilosophie

ist die Beobachtung, dass

private Vorsorge und persönlicher Vermögensaufbau

in den kommenden

Jahren insbesondere für Personen mit

mittleren Einkommen bzw. Vermögen

besonders wichtig ist, aber gerade für

diese breiten Personenkreise am Markt

bislang nur eingeschränkte Investitionsmöglichkeiten

vorhanden sind.

Vorsorge und

Vermögensaufbau

durch Sachwerte

Basis: Personen im Alter von

20 bis 64 Jahren, die ihre

Altersvorsorge bereits

geregelt bzw. sich schon

damit beschäftigt haben.

Der Vermögensaufbau und die private finanzielle

Vorsorge der Bevölkerung weisen zwei

entscheidende Schwachstellen auf: Nach

einer Untersuchung von Prof. Dr. Reinhold

Schnabel 2 reicht die in der ‚Riesterrente’

vorgesehene private Sparleistung von 4 %

des Bruttoentgelts bei weitem nicht aus, um

das heutige Rentenniveau zu sichern. Da

vielfach aber nicht einmal diese Sparleistung

erreicht wird, besteht allgemein eine gravierende

Versorgungslücke. Mindestens ebenso

bedeutend ist jedoch, dass private Vorsorge

– soweit sie überhaupt getroffen wird –

viel zu einseitig erfolgt. Die am weitesten

verbreiteten Vorsorgeinstrumente, Kapitallebensversicherungen

und Banksparpläne,

investieren überwiegend in ein einzelnes

Segment des Kapitalanlagemarktes, nämlich

festverzinsliche Wertpapiere. Als mögliche

Ergänzung stehen Privatanlegern üblicherweise

Investmentfonds zur Verfügung. Aufgrund

der hohen Volatilität von Aktien und

Aktienfonds werden zur Vorsorge meist

Mischfonds empfohlen, die in Aktien und

Rentenpapiere investieren, so dass auch

hierdurch der einseitig hohe Anteil an

festverzinslichen Wertpapieren im Portfolio

ausgebaut wird.

2)

Schnabel, Reinhold (Universität Essen, Deutsches

Institut für Altersvorsorge), Die neue Rentenreform:

Die Nettorenten sinken. Köln, 2003

Unterrepräsentiert und vielfach sogar völlig

vernachlässigt werden im Aufbau von Privat-


DIE TOP SELECT ANLAGEPHILOSOPHIE

25

vermögen dagegen Sachwerte. An erster

Stelle sind hier Immobilien zu nennen. Sie

bieten neben laufenden Vermietungseinkünften,

die bereits die Zinsen von Wertpapieren

übersteigen können, langfristig betrachtet

auch einen teilweisen Inflationsausgleich

durch Miet- und Wertsteigerungen.

Darüber hinaus stellt insbesondere das ‚Produktivvermögen’,

also die Beteiligung an

produzierenden Unternehmen, ein erfolgversprechendes

Anlagesegment dar. Zum Teil

lässt sich dies durch die zuvor genannten

Aktienfonds im Portfolio abbilden. Von

großer Bedeutung ist aber auch der Bereich

außerbörslicher Unternehmensbeteiligungen,

der wegen der geringeren Sicherheit

jedoch vielfach als ungeeignet für den

Vermögensaufbau angesehen wird. Diese

Ansicht ist allerdings zu einseitig.

Tatsächlich sind Anleger vor der Investition

in ein oder wenige Einzelunternehmen dringend

zu warnen, da grundsätzlich nicht alles

auf eine Karte gesetzt werden soll. Dies ist

aber kein Argument dafür, das Segment der

außerbörslichen Unternehmensbeteiligungen

ganz zu meiden, das neben hohen

Renditechancen auch den Vorteil einer

teilweise unabhängigen Entwicklung von

den allgemeinen Kapitalmärkten bietet.

Optimierung des

Anlageerfolgs

durch Diversifikation

Die wichtigsten Ziele eines strukturierten

Vermögensaufbaus sind ‚Sicherheit’ und

‚Rendite’. Dies gilt für große Vermögen

genauso wie für kleinere – und erst recht,

wenn es um den Aufbau der privaten

Vorsorge geht. Sicherheit hat hier höchste

Priorität; denn alles Sparen nützt nichts,

wenn das Ersparte plötzlich weg ist. Wie

schnell dies gehen kann, haben allzu viele

gerade erst schmerzlich erlebt, die im Boom

des vergangenen Jahrzehnts einseitig auf

Aktien setzten. Andererseits nutzt ohne

‚Rendite’ auch die sicherste Kapitalanlage

wenig, wenn man zusehen muss, wie das

Ersparte von der Inflation aufgefressen wird

und am Ende auch kaum noch etwas wert

ist. Doch wie soll man das Problem lösen?

Für alle Kapitalanlagen gilt nun einmal:

Höhere Rendite bedeutet auch geringere

Sicherheit. Den Stein der Weisen gibt es

tatsächlich nicht. Die Portfoliotheorie zeigt

jedoch einen Weg auf, wie man mit bestmöglicher

Kombination von Anlagealternativen

ein optimales Portfolio zusammenstellen

kann.

Veranschaulichen lässt sich dieses Prinzip gut

an der Entwicklung der Kapitalmärkte seit

Anfang dieses Jahrzehnts. Wenn jemand im

Jahr 2000 sein ganzes Geld in Aktien eines

der damals hoch gepriesenen Unternehmen

wie bspw. EM-TV oder Intershop investiert

hätte, so wäre er heute ein armer Mensch.

Das Gleiche gilt, wenn er nicht nur Aktien

dieser beiden Unternehmen gekauft hätte,

sondern aus Gründen der ‚Risikostreuung’

Aktien aller ‚Neuer Markt’-Unternehmen, da

diese weitgehend alle das gleiche Schicksal

erlitten haben. Doch selbst wenn dieser

Anleger noch viel vorsichtiger gewesen wäre

und auch Aktien aller DAX-Unternehmen

und vielleicht auch Aktien vieler europäischer,

US-amerikanischer, japanischer und

koreanischer Firmen gekauft hätte, wäre es

ihm zunächst nicht viel besser ergangen.

Das Problem: Die Kurse praktisch aller Aktien

sind in den Folgejahren dramatisch eingebrochen.

Unabhängig von der Entwicklung

der einzelnen Unternehmen hängen diese

nämlich alle zusammen insbesondere von der

globalen Entwicklung der Kapitalmärkte ab.

Als erstes kommt es also darauf an, das

Vermögen auf verschiedene Anlagesegmente

zu streuen, die sich möglichst

unabhängig voneinander entwickeln.

Deshalb ist es wichtig, neben Investitionen in

klassische Anlageinstrumente wie Kapital-


26

DIE TOP SELECT ANLAGEPHILOSOPHIE

lebensversicherungen, festverzinsliche Wertpapiere,

Aktien und Investmentfonds, die in

hohem Maße von den globalen Kapitalmärkten

abhängig sind, von Beginn an auch in

Segmente zu investieren, die diese Abhängigkeit

nicht aufweisen. Der Top Select Fund

Dynamic bietet diese Möglichkeit. Um die

geschilderten Abhängigkeiten zu vermeiden,

investiert er bewusst in ausgesuchte Sachwerte

– insbesondere in Immobilien und

außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen.

mit optimaler Rendite-Risiko-Relation durch

eine breite Streuung sowohl auf unterschiedliche

Anlagesegmente als auch innerhalb

dieser Segmente.

Doch damit nicht genug. Auch innerhalb der

einzelnen Anlagesegmente ist nach der Portfoliotheorie

die Risikostreuung entscheidend.

Deshalb wird die Fondsgesellschaft insbesondere

im Bereich Private Equity, also dem

Segment außerbörslicher Unternehmensbeteiligungen,

keinerlei Direktinvestments

in Einzelunternehmen eingehen, sondern

stattdessen – über Dachfonds oder indirekt

über Zertifikate – in eine größere Zahl von

Private Equity Fonds investieren (im Weiteren

Investeefonds genannt). Da diese Investeefonds

ihrerseits jeweils eine Vielzahl von Unternehmensbeteiligungen

eingehen, wird

hierdurch bereits eine einzelne Investition

der Fondsgesellschaft breit gestreut auf

Hunderte von indirekten Unternehmensbeteiligungen.

Ähnliches gilt für Immobilieninvestitionen.

Hier sollen die Mittel vorwiegend über geschlossene

Immobilienfonds auf eine Vielzahl

von Einzelimmobilien verteilt werden.

Zusätzlich erfolgt eine regionale Streuung,

wobei die Investitionen auch auf verschiedene

Länder verteilt werden. Neben Deutschland

bieten sich hier zunächst insbesondere

Frankreich, Österreich und USA als interessante

und bewährte Immobilienstandorte an.

Die grundsätzlichen Ziele eines sinnvollen

und durchdachten Vermögensaufbaus

– ‚Sicherheit’ und ‚Rendite’ – sind nicht

unabhängig von einander zu verwirklichen.

Fokussierung auf einen Aspekt führt zwangsläufig

zu Einbußen bei dem jeweilig anderen.

Die Fondsgesellschaft bietet jedoch die

Möglichkeit zur Investition in Kapitalanlagen


INVESTITIONSBEREICHE

27

Investitionsbereiche

Die konkreten Investitionen der Fondsgesellschaft

sind noch nicht festgelegt.

Aufgrund der langen Investitionsdauer

bis 2020 erscheint es möglich, dass

selbst bei den für Investitionen der

Fondsgesellschaft vorgesehenen Segmenten

des Kapitalanlagemarktes

Anpassungen an die sich eventuell

verändernden allgemeinen Gegebenheiten

erfolgen werden. Nachfolgend

erhalten Sie eine Übersicht zu den

geplanten Investitionsbereichen.

Private Equity

Private Equity bezeichnet das gesamte Spektrum

der Investitionen in Unternehmen im

vor- oder außerbörslichen Bereich, wobei

das angestrebte Ziel einer Beteiligung meist

nicht in der langfristigen Generierung laufender

Erlöse liegt, sondern darin, bei erfolgreicher

Entwicklung eines Unternehmens die

Beteiligung hieran gewinnbringend wieder

zu veräußern. Eine Möglichkeit der Veräußerung

besteht im sog. ‚Going Public’, d. h.

das Unternehmen an die Börse zu bringen

und die Beteiligung an neue Aktionäre zu

veräußern. Der überwiegende Teil aller

Verkäufe von Portfoliounternehmen erfolgt

aber nicht über einen Börsengang, sondern

durch die Veräußerung an Finanzinvestoren

respektive durch den Zusammenschluss mit

oder den Verkauf an andere Unternehmen,

so dass die Entwicklung von Private Equity

Beteiligungen von der Entwicklung der

Börsen und von Aktieninvestments teilweise

unabhängig ist.

Der Oberbegriff ‚Private Equity’ umfasst eine

Vielzahl eigenständiger Segmente, von denen

die wichtigsten im Folgenden kurz erläutert

werden sollen:

Management Buy-outs (MBO),

Management Buy-ins (MBI)

zierung von Eigentümerwechseln. Ein MBO

liegt vor, wenn das vorhandene Management

wesentliche Anteile an dem Unternehmen

übernimmt, für das es bislang als Vorstand,

Geschäftsführer oder leitender Angestellter

gearbeitet hat, oder wenn ein Unternehmensteil

unter Einbeziehung des Managements

verselbständigt wird. Analog hierzu

wird unter einem MBI die Übernahme eines

Unternehmens oder eines Unternehmensanteils

durch ein neues, von außen kommendes

Management verstanden. Da bei einem

MBO/MBI der überwiegende Teil des Kaufpreises

durch Fremdkapital finanziert wird,

bieten sich für Private Equity Investoren

Chancen, über diese Fremdfinanzierung

sowie eine intensive Managementunterstützung,

an der Steigerung des Unternehmenswertes

zu partizipieren und bei späterem

Abbau der Beteiligung über den Cash-Flow

des Unternehmens eine hohe Eigenkapitalrendite

zu erzielen.

Das nach Volumen relevanteste Segment des

Private Equity Geschäfts ist heute die Finan-


28 INVESTITIONSBEREICHE

Mezzanine-Finanzierungen

Bei so genannten Mezzanine-Finanzierungen

werden etablierten Unternehmen Finanzmittel

zeitlich befristet zur Verfügung gestellt.

Mezzanine-Kapital steht als Mischform

zwischen Eigenkapital und Fremdkapital und

wird überwiegend bei Buy-Outs und Expansionsfinanzierungen

zur Verbesserung der

Kapitalstruktur des Unternehmens eingesetzt.

Es generiert ein laufendes Zinseinkommen

und hat einen festen Rückzahlungstermin.

Das Hauptmotiv für die Investoren sind

aber meist vereinbarte Options- oder Wandlungsrechte,

die den Bezug von Gesellschaftsanteilen

ermöglichen.

Expansionsfinanzierung

Der Bereich Expansionsfinanzierung konzentriert

sich auf Unternehmen, die sich in der

Gewinnzone befinden oder zumindest ihren

Breakeven erreicht haben und zusätzliche

Finanzmittel benötigen, um Produktionskapazitäten

auszubauen, das Umsatzwachstum

zu finanzieren oder Unternehmensakquisitionen

durchzuführen. In dieser Phase

der Unternehmensentwicklung ist der Kapitalbedarf

hoch, das Finanzierungsrisiko des

Investors aber relativ gering (siehe Kapitel

‚Risikohinweise’, Abschnitt ‚Spezielle Risiken

aus Private Equity Investitionen’).

Venture Capital

Der Begriff ‚Venture Capital’ wird fälschlicherweise

häufig als Synonym für ‚Private

Equity’ verwendet. Tatsächlich bezeichnet

er jedoch ausschließlich die Investition von

Eigenkapital in junge Unternehmen in

Wachstumsbranchen. Im Bereich Venture

Capital wird nach Lebensphasen des Unternehmens

unterschieden in: ‚Seed Capital’,

‚Start-up Capital’ und ‚Early Stage Financing’.

Mit ‚Seed Capital’ wird das früheste Stadium

eines Unternehmens finanziert. Oftmals liegt

lediglich eine vielversprechende Geschäftsidee

vor und Kapital wird benötigt, um ein

Unternehmenskonzept zu entwickeln oder

einen vermarktbaren Prototypen herzustellen.

In dieser frühen Phase ist der Kapitalbedarf

im Allgemeinen relativ gering, das Risiko

für den Investor allerdings am höchsten

(siehe Kapitel ‚Risikohinweise’, Abschnitt

‚Spezielle Risiken aus Private Equity Investitionen’).

Eigenkapital für ‚Start-ups’ wird zur

Verfügung gestellt, wenn bereits ein vermarktbares

Produkt und ein Business-Plan

vorliegen. Das Risiko nimmt in dieser Phase

bereits ab. In der Phase so genannter ‚Early

Stage Financings’ besitzt das Unternehmen

und seine Produktpalette schon eine gewisse

Marktakzeptanz. Zu finanzieren sind Umsatzausweitung,

Marketing- und Vertriebsanstrengungen

sowie die Verbesserung der

internen Organisation oder die Komplettierung

des Managements.

Private Equity Märkte

In den letzten Jahren erlebten die internationalen

Private Equity Märkte eine starke

Aufschwungphase. Dies zeigte sich sowohl

in dem starken Wachstum der Investitionstätigkeit

als auch in der Einwerbung der

Fondsgelder, dem so genannten Fundraising.

Das Ende der Interneteuphorie und der damit

verbundene Einbruch an den internationalen

Aktienbörsen wirkte sich auch auf den

von den Aktienmärkten weniger abhängigen

Private Equity Markt durch vorübergehend

geringere Mittelzuflüsse aus. Insbesondere

institutionelle Investoren haben zwischenzeitlich

ihr Engagement in diesem Bereich

jedoch wieder deutlich erhöht und vor allem

im Buy-Out-Segement einen regelrechten

Fundraising-Boom ausgelöst. Insgesamt erreichte

das Fundraising von europäischen

Buy-Out- und Venture Fonds im Jahr 2005

ein Volumen von 68,6 Mrd. € (+ 158 % im

Vorjahresvergleich) und von US-amerikanischen

Buy-Out und Venture Fonds 115,7 Mrd.

US-$ (+ 81 % im Vorjahresvergleich). 3 Private

Equity Fonds agieren weltweit, wobei der USamerikanische

Private Equity Markt nach wie

vor der größte regionale Teilmarkt ist. Das

für den US-amerikanischen Private Equity

Markt veröffentlichte Transaktionsvolumen


INVESTITIONSBEREICHE

29

von Buy-Out und Venture Fonds beläuft

sich auf 220,2 Mrd. US-$ in 2005 (+ 39 %

im Vorjahresvergleich). Das insgesamt für

Europa veröffentlichte Investitionsvolumen

von Buy-Out und Venture Fonds beläuft sich

auf 44,8 Mrd.€ (+ 24 % im Vorjahresvergleich).

3 Hauptinvestitionsländer in Europa

sind Großbritannien, Deutschland und

Frankreich.

Bis vor einigen Jahren war der Zugang

zu Private Equity fast ausschließlich institutionellen

Investoren vorbehalten. Erst

seit einigen Jahren gibt es in Deutschland

Publikumsfonds, die als Dachfonds konzipiert

sind und privaten Anlegern den

Zugang zu renommierten internationalen

Private Equity Fonds ermöglichen. Welches

Gewicht institutionelle Investoren dem

Bereich Private Equity beimessen, wird beispielsweise

daran deutlich, dass US-amerikanische

Stiftungen im Durchschnitt etwa

14 % ihres gesamten Vermögens in Private

Equity anlegen.

Von professionellen institutionellen Investoren

werden insbesondere zwei Gründe

für ihr starkes Engagement in diesem

Bereich genannt: Erstens ermöglicht diese

Vermögensanlage überdurchschnittlich

hohe Renditen und zweitens korreliert

sie nur in beschränktem Umfang mit

klassischen Anlagen wie Aktien, Renten,

Geldmarktanlagen oder Immobilien und

weist daher eine von diesen teilweise unabhängige

Wertentwicklung auf.

3

EVCA, NVCA, Thomson Financial Venture Economics


30

INVESTITIONSBEREICHE

PROSPEKTVERANTWORTUNG

Private Equity Renditen

Mit Private Equity Fonds mit Schwerpunkt

auf Later Stage Finanzierungen, insbesondere

Buy-outs, die für Investitionen der Fondsgesellschaft

im Vordergrund stehen, wurden

in der Summe aller Fonds in der Mehrzahl

aller 5- und 10-Jahreszeiträume seit 1985

Renditen von über 10 % p. a. 4 (IRR) 5 bei

einem durchschnittlichen Wert von rd. 15 %

p. a. erzielt. Die Renditen der so genannten

Top-Quarter Fondsmanager liegen noch

erheblich höher und zwar durchschnittlich

über 30 % p. a. 4 Dabei wird unter dem ‚Top-

Quarter’ vereinfacht ausgedrückt das nach

in der Vergangenheit erzielten Ergebnissen

obere Viertel aller Fonds verstanden.

Zwar sind in der Vergangenheit erzielte

Ergebnisse keine Garantie für künftige

Erfolge, allerdings bringen die in der Vergangenheit

dem Top-Quarter zugehörigen

Fonds bzw. deren Managementteams erfahrungsgemäß

gute Voraussetzungen mit,

auch mit neuen Fonds wieder dem Top-

Quarter anzugehören.

Viele dieser Top-Performer sind heute so

genannte ‚Closed Shops’. Das bedeutet, an

neuen Fonds können sich zunächst nur jene

Investoren beteiligen, die bereits frühere

Fonds der Gesellschaft gezeichnet haben.

Darüber hinaus liegen die Mindestbeteiligungen,

die diese Fonds fordern, häufig in

der Größenordnung von 10 Mio. €/ US-$

oder mehr, so dass der Anlegerkreis schon

aus diesem Grund sehr eingeschränkt ist.

Der Zugang zu diesen führenden Private

Equity Gesellschaften, der Privatanlegern

– insbesondere mit kleineren oder mittleren

Vermögen – in der Regel verschlossen bleibt,

ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für

überdurchschnittliche Anlageergebnisse.

Die Fondsgesellschaft beabsichtigt deshalb

(direkt oder indirekt über nicht zirkulationsfähige

Zertifikate, vgl. S. 44), in ausgewählte

Private Equity Dachfonds zu investieren, die

nachweislich über den Marktzugang und die

erforderlichen Mittel in dreistelliger Millionenhöhe

verfügen, um ein diversifiziertes

Portfolio erfolgversprechender Private Equity

Fonds aufzubauen. Wie in allen Investitions-

BVT-CAM Private Equity Global Fund Serie – Stand: 31.03.2007

Fondsname

Emission

Fondsvolumen

in T€

Eigenkapital

in Prozent

Gezeichnete

Zielfonds

Anzahl

BVT-CAM Private Equity Global Fund

Jul 00

30.845

100

24

BVT-CAM Private Equity Global Fund II

Mai 01

45.407

100

24

BVT-CAM Private Equity Global Fund III

Feb 03

41.528

100

22

BVT-CAM Private Equity Global Fund IV

Aug 04 35.493

100

20

BVT-CAM Private Equity Global Fund V d) März 06 78.860 100 10

232.133

a)

Fair Market Value: Bewertung des Gesamtbestandes der Portfoliounternehmen vor Fremdwährungseffekten durch die Zielfondsmanager zum 30.09.2006

b)

Zwei Aussschüttungen in Höhe von insgesamt 25 Prozent des Kommanditkapitals wurden in 2005 mit der vierten Eigenkapitalrate verrechnet;

eine Ausschüttung in Höhe von 12 Prozent des Kommanditkapitals wurde am 30.11.2006, eine weitere Ausschüttung in Höhe von 13 Prozent

des Kommanditkapitals wird am 30.04.2007 vorgenommen.

c)

Eine Ausschüttung in Höhe von 12,5 Prozent des Kommanditkapitals wurde am 31.05.2006 mit der dritten Eigenkapitalrate verrechnet;

eine Ausschüttung in Höhe von 12,5 Prozent des Kommanditkapitals wurde am 30.11.2006 mit der vierten Eigenkapitalrate verrechnet;

eine Ausschüttung in Höhe von 12,5 Prozent des Kommanditkapitals wurde am 31.03.2007 mit der vierten Eigenkapitalrate verrechnet.

d)

Die Fondsgesellschaft befand sich zum Stichtag in Platzierung; die Fondsgesellschaft hat im Juli 2006 die Commitmentphase, in der die Zielfonds gezeichnet

werden, begonnen.


INVESTITIONSBEREICHE

31

RISIKOHINWEISE

bereichen gibt es auch hier keine Festlegung,

in welche konkreten Anlageprogramme

die Fondsgesellschaft künftig

investieren wird. Jedoch stehen mit den

CAM Private Equity Fonds, die seit dem Jahr

1998 von der CAM Private Equity Consulting

& Verwaltungs-GmbH aufgelegt werden,

bzw. den BVT-CAM Private Equity Global

Funds, die seit dem Jahr 2000 von der BVT

Unternehmensgruppe in Kooperation mit

CAM aufgelegt werden, ausgezeichnete

Fonds zur Verfügung, die die Investitionskriterien

der Fondsgesellschaft erfüllen. Die

Fondsgesellschaft wird deshalb in diesem

Anlagesegment vorrangig in CAM Private

Equity bzw. BVT-CAM Private Equity Global

Funds investieren. Auch wenn keine starre

Festlegung hierauf erfolgt und auch nicht

garantiert werden kann, dass diese langfristig

als Investitionsobjekte für die Fondsgesellschaft

zur Verfügung stehen, so trägt

diese Vorauswahl doch dazu bei, die allgemeinen

Blind Pool Risiken des Top Select

Anlagekonzeptes (siehe Kapitel ‚Risikohinweise’)

zu reduzieren.

Die Vorgängerfonds, BVT-PB Top Select Fund

GmbH & Co. KG bzw. BVT-PB Top Select

Fund II GmbH & Co. KG, haben bereits in

zwei bzw. einen Fonds aus der Serie der BVT-

CAM Private Equity Global Funds investiert.

Mit CAM und BVT wurde mündlich vereinbart,

dass der Top Select Fund Dynamic ebenfalls

in diese Fondsserie investieren kann, so

dass zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe

Zugang zu den Fonds dieser Anbieter besteht.

Es ist somit gerechtfertigt, die CAM

Private Equity Fonds bzw. BVT-CAM Private

Equity Global Funds als vorgesehene Zielfonds

und die zugehörige Leistungsbilanz

der BVT ausführlicher darzustellen.

4

Quelle: EVCA Pan-European Survey of Performance, Research

Notes, July 2006 sowie EVCA Returns Improve Across all Parts

of the Industry, Press Release, 15 June 2006

5

Die Internal Rate of Return (IRR) oder der interne Zinsfuß ist

eine finanzmathematische Kennziffer, die die Effektivverzinsung

einer Beteiligung über die gesamte Prognosedauer misst.

Dabei wird der Abzinsungszins errechnet, bei dem die Summe

aller Barwerte der Ein- und Auszahlungen gleich groß ist. Die

IRR ist nicht mit der Rendite festverzinslicher Wertpapiere vergleichbar.

Vgl. hierzu den Abschnitt ’Renditebegriff’ S. 78.

Volumen der

gezeichneten Zielfonds

in T ¤ in T US$

Einzahlungen

in Zielfonds

in T ¤ in Prozent

Distributionen

durch Zielfonds

in T ¤ in Prozent

FMV a) der

Portfoliounternehmen

in Prozent

Ausschüttungen

in Prozent

13.000

18.236

27.534

96

20.485

74

164

50,0 b)

22.475

25.550

34.174

79

23.710

69

159

37,5 c)

20.480

23.650

17.840

44

4.690

26

123

16.700 23.650 11.335 33

785

7

100

6.000

31.600 2.393

7

marginal


32

INVESTITIONSBEREICHE

PROSPEKTVERANTWORTUNG

direkt oder indirekt

über Zertifikate

CAM Private Equity Fonds/BVT-CAM

Private Equity Global Funds

Das Management der CAM Private Equity

Consulting & Verwaltungs-GmbH (CAM)

verfügt über umfassende und langjährige

Erfahrungen im Private Equity Bereich und

gehört zu den Pionieren dieser Asset-Klasse

in Deutschland. Die seit Mitte der 1980er

Jahre aufgebaute Expertise umfasst die

systematische Auswahl und Analyse von

Private Equity Programmen weltweit, die

Geschäftsführung erfolgreicher Private

Equity Gesellschaften sowie die Initiierung

und das Management erfolgreicher eigener

Private Equity Dachfonds für institutionelle

Investoren. CAM ist Marktführer als Manager

und Initiator von Private Equity Dachfonds

für institutionelle Investoren in

Deutschland. So hat bspw. das traditionsreiche

Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie.

Ende 2003 seine gesamten Private Equity

Dachfonds-Aktivitäten auf CAM übertragen.

Seit 1998 hat CAM zahlreiche Private Equity

Dachfonds aufgelegt. Die BVT Unternehmensgruppe

hat seit dem Jahr 2000 in enger

Kooperation mit CAM fünf BVT-CAM

Private Equity Global Funds mit einem bisherigen

Gesamtzeichnungsvolumen von

über 230 Mio. € als Publikumsfonds aufgelegt,

die parallel zu den von CAM für

institutionelle Anleger aufgelegten Private

Equity Dachfonds investieren. Insgesamt

betreut CAM heute private und institutionelle

Gelder i. H. v. rund 2 Mrd. €.

Da die CAM-Manager aufgrund ihrer langjährigen

Kontakte nachweislich Zugang zu

erstklassigen Private Equity Fonds besitzen,

ist es mit den hierdurch insgesamt für

Investitionen zur Verfügung stehenden

Mitteln trotz der teilweise enormen Mindestzeichnungssummen

der Investeefonds von

häufig über 10 Mio. € / US-$ möglich, ein

breit diversifiziertes Portfolio von Anlageprogrammen

bei den absoluten Top-Gesellschaften

aufzubauen. Bis Ende März 2007

wurden für die ersten fünf BVT-CAM Private

Equity Global Funds Commitments

– also feste Beteiligungsvereinbarungen –

bei den in nachstehender Tabelle aufgeführten

66 Fonds abgegeben.

Die CAM Private Equity Fonds/BVT-CAM

Private Equity Global Funds konnten damit

ein ausgezeichnetes Portfolio von Top-

Quarter Fonds erster Adressen aufbauen. Da

der Anbieter davon ausgeht, dass dies auch

in Zukunft möglich sein wird, erwartet er,

dass die Mehrkosten des CAM-Dachfondskonzeptes

durch die voraussichtlich höhere

Rendite aus den Top-Quarter Investeefonds,

zu denen sowohl die Gesellschaft als auch

die Anleger ansonsten keinen Zugang hätten,

mehr als kompensiert werden können.


INVESTITIONSBEREICHE

33

RISIKOHINWEISE

Zielfonds

Fondsvolumen*

Commitments

BVT-CAM in Mio.

Fokus

1 Carlyle Partners III 3,8 Mrd. US$ 2,0 Buyouts

2 Pequot Private Equity III 730 Mio. US$ 1,0 Expansion

3 SVE Star Ventures Enterprises IX 340 Mio. US$ 1,0 VC / Expansion

4 BC European Capital VII Top Up 538 Mio. € 1,0 Buyouts

5 Electra European Fund 1,0 Mrd. € 1,0 Buyouts

6 Crosslink Omega Ventures IV 233 Mio. US$ 0,9 VC / Expansion

7 CVC European Equity Partners III 3,4 Mrd. $ 1,5 Buyouts

8 TVM V Life Science 336 Mio. € 4,0 VC: Life Science

9 The Candover 2001 Fund 2,7 Mrd. € 2,0 Buyouts

10 Sanderling Venture Partners V 317 Mio. US$ 1,5 VC / Expansion

11 The Third Cinven Fund 4,4 Mrd. € 4,0 Buyouts

12 PAI Europe III 1,8 Mrd. € 3,0 Buyouts

13 J.W.Childs Equity Partners III 1,9 Mrd. US$ 2,5 Buyouts

15 Bridgepoint Capital - EPEF II 2,0 Mrd. € 2,2 Buyouts

14 Pomona Capital V 582 Mio. US$ 3,0 Secondaries

16 Blackstone Cap. Partners IV 6,450 Mrd. US$ 3,7 Buyouts

17 Ripplewood Partners II 1,056 Mrd. US$ 2,5 Buyouts

18 Duke Street Capital V 845 Mio. € 2,8 Buyouts

19 Fondsinvest VI 292 Mio. € 3,3 Secondaries

20 Coller International Partners IV 2,6 Mrd. US$ 3,3 Secondaries

21 Lexington Capital Partners V 2,0 Mrd. US$ 3,3 Secondaries

22 Nmás1 Private Equity Fund 176 Mio. € 2,4 Buyouts

23 Charterhouse Capital Partners VII 2,7 Mrd. € 4,0 Buyouts

24 Castle Harlan Partners IV 1,2 Mrd. US$ 5,5 Buyouts

25 United States Power Fund 250 Mio. US$ 3,2 Special Situations

26 Kelso Investment Associates VII 2,1 Mrd. US$ 2,5 Buyouts

27 Platinum Equity Capital Partners 700 Mio. US$ 5,0 Buyouts

28 Vintage Ventures Partners 65,6 Mio. US$ 3,0 VC / Secondaries

29 Accent Equity 2003 Fund 250 Mio. € 3,8 Buyouts

30 Providence Equity Partners V 4,3 Mrd. $ 2,0 Buyouts

31 Odyssey Inv. Partners Fund III 750 Mio. US$ 4,0 Buyouts

32 PAI Europe IV 2,7 Mrd. € 4,0 Buyouts

33 Carlyle Partners IV 7,9 Mrd. US$ 3,5 Buyouts

34 ECI 8 255 Mio. £ 1,5 Buyouts

35 BC European Capital VIII 5,5 Mrd. € 8,0 Buyouts

36 Advent International GPE V 2,5 Mrd. € 2,5 Buyouts

37 Pomona Capital VI 821 Mio. US$ 3,0 Secondaries

38 Montagu III 2,3 Mrd. € 2,0 Buyouts

39 Calvert Street III 225 Mio. US$ 3,7 Buyouts

40 CVC European Equity Partners IV 6,0 Mrd. € 3,6 Buyouts

41 Electra European Fund II 1,3 Mrd. € 3,6 Buyouts

42 United States Power Fund II 750 Mio. US$ 3,0 Special Situations

43 Vestar Capital Partners V 3,5 Mrd. US$ 2,5 Buyouts

44 Gilde Buyout Fund III 750 Mio. € 2,6 Buyouts

45 New Leaf Ventures 310 Mio. US$ 2,6 VC / Expansion

46 Charterhouse Cap. Partners VIII 3,5 Mrd. € 3,0 Buyouts

47 Blackstone Capital Partners V 15,6 Mrd. US$ 2,5 Buyouts

48 Globespan Capital Partners V 600 Mio. € 5,0 VC / Balance

49 Opus Capital Venture Partners 250 Mio. US$ 5,0 VC / Seed

50 The Triton Fund II 850 Mio. € 2,0 Buyouts

51 Primary Capital III 200 Mio. £ 1,0 Buyouts

52 Bain Capital IX 6,0 Mrd. US$ 4,0 Buyouts

53 Waterland Private Equity III 400 Mio. € 2,0 Buyouts

54 Madison Dearborn Capital V 6,5 Mrd. US$ 4,0 Buyouts

55 The Fourth Cinven Fund 6,5 Mrd. € 3,0 Buyouts

56 SV Life Science Fund IV 400 Mio. € 1,0 VC / Expansion

57 Magnum Venture Capital 101 Mio. US$ 2,5 VC / Expansion

58 First Reserve XI 7,8 Mrd. € 2,5 Special Situations

59 Mercapital SPEF III 550 Mi. € 4,0 Buyouts

60 21 Central Partners III 284 Mio. € 2,0 Buyouts

61 Providence Equity Partners VI 12 Mrd. US$ 3,0 Buyouts

62 Affinity Asia Pacific Fund III 2,5 Mrd. US$ 4,0 Buyouts

63 Monomoy 200 Mio. US$ 5,0 Special Situations

64 Navis Asia Fund V 750 Mio. US$ 5,0 Buyouts

65 Technology Partners VIII 250 Mio. US$ 6,0 VC

66 Vintage Ventures III 125 Mio. US$ 3,6 Secondaries * Teilweise Zielvolumen


34

INVESTITIONSBEREICHE

PROSPEKTVERANTWORTUNG

Immobilien

Da der Verkehrswert von Immobilien,

insbesondere von Gewerbeimmobilien,

neben festen Parametern wie Lage und

Nutzungskonzept im Wesentlichen von

den erzielten Mieteinnahmen abhängt

und bei den Mietsteigerungen vermieteter

Gewerbeimmobilien ein enger Zusammenhang

zur Entwicklung der allgemeinen

Lebenshaltungskosten besteht, haben sich

Immobilien in der Vergangenheit im Allgemeinen

als inflationsgeschützte Anlagen

erwiesen. Privatanlegern ist es aber in den

seltensten Fällen möglich, sich ein eigenes

Immobilienportfolio aufzubauen. Dies gilt

bereits für vermietete Wohnimmobilien,

aber insbesondere für die im Vergleich

hierzu in der Regel renditestärkeren Gewerbeobjekte

wie Einzelhandels-, Bürooder

Logistikimmobilien, die für Einzelinvestoren

wegen der Investitionssummen

in Millionenhöhe in der Regel überhaupt

nicht in Betracht kommen. Hier kommt

Fondsprodukten, die es ermöglichen, auch

mit überschaubaren Beträgen in größere

Immobilienprojekte zu investieren, folglich

eine besondere Bedeutung zu.

Die Fondsgesellschaft wird vorwiegend in

Bestandsimmobilien, d. h. bereits fertiggestellte

und vermietete Immobilien, investieren.

Hierdurch entfallen sowohl Errichtungsals

auch Anfangsvermietungsrisiken. Darüber

hinaus bieten Bestandsimmobilien

aufgrund der bestehenden Mietverträge

eine erhöhte Kalkulationssicherheit. Auf

der anderen Seite weisen so genannte Projektentwicklungen,

d. h. die Planung, Errichtung,

Vermietung und anschließende

Veräußerung von Immobilien durch Ausnutzung

eines weiteren Teils der Wertschöpfungskette

eventuell zusätzliche

Chancen auf. Die Fondsgesellschaft wird

deshalb einen Teil der für Investitionen

zur Verfügung stehenden Mittel, maximal

jedoch 10 %, voraussichtlich auch in Projektentwicklungen

investieren.


INVESTITIONSBEREICHE

35

RISIKOHINWEISE

Immobilien Inland

Langfristig betrachtet haben Immobilien

in Deutschland einen stetigen Wertzuwachs

zu verzeichnen und bieten daher

einen weitgehenden Inflationsschutz. Dies

darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen,

dass auch Immobilien zyklischen

Wertschwankungen unterworfen sind

und selbst über längere Zeiträume auch

an Wert verlieren können. Gerade in den

letzten zwölf Jahren ist eine solche Phase

in Deutschland zu beobachten: In der allgemeinen

Euphorie um den ‚Aufschwung

Ost’ kam es Anfang bis Mitte der 90er

Jahre – angeheizt durch eine aus heutiger

Sicht maßlose steuerliche Förderung –

in den neuen Bundesländern zu einem

wahrhaften Bauboom, in dem am Markt

vorbei, ohne Beachtung der tatsächlichen

Mieternachfrage, sowohl im Wohn- als

auch im Gewerbeimmobilienbereich ein

bis heute nicht absorbierter Flächenüberhang

geschaffen wurde, unter dem die

Immobilienmärkte im Osten Deutschlands

bis heute leiden.

In den alten Bundesländern war gleichzeitig

eine zunächst fast gegenläufige Entwicklung

zu beobachten. Insbesondere in

den Metropolen wie Frankfurt und München

explodierten die Mieten insbesondere

bei Büroimmobilien in 1A-Lagen förmlich.

Eine Situation, die auch hier ein schnelles

Anwachsen des Angebots neu geschaffener

Flächen provozierte und damit die

Gefahr eines Überangebots vergrößerte.

Gleichzeitig bremste die negative allgemeine

konjunkturelle Entwicklung in den

letzten Jahren die Flächennachfrage, so

dass auch in Westdeutschland und insbesondere

in den zuvor am stärksten aufgeheizten

Immobilienmärkten der Großstädte

wachsende Leerstandsraten und sinkende

Mieten zu verzeichnen waren. Inzwischen

scheint die Talsohle jedoch durchschritten

zu sein. Die Vermietungsumsätze sind in

den meisten wichtigen Büromärkten 2006

wieder angestiegen, verbunden mit leicht

sinkenden Leerstandsraten und wieder ansteigenden

Mieten sowohl im Bereich der

Spitzenmieten als auch im Durchschnitt. 6

Die in den Jahren 2000/2001 erreichten

Spitzenmieten sind dabei jedoch noch

nicht wieder erreicht worden.

Wichtige Lehren sind aus der jüngsten

Krise aber dennoch zu ziehen. Das A und

O einer Immobilie sind deren Vermietungsmöglichkeiten.

Zu beachten sind hierbei

neben den bekannten Faktoren Standort,

Lage und Wertigkeit der Immobilie jedoch

auch die tatsächliche Nachfrage nach Flächen,

flexible Nutzungsmöglichkeiten und

möglichst bereits bestehende langfristige

Mietverträge mit bonitätsstarken Endmietern.

Das Fondsmanagement wird diesen

Kriterien bei allen Immobilieninvestitionen

besondere Bedeutung beimessen.

Ferner wird auch im Immobilienbereich

der Risikostreuung oberste Priorität eingeräumt.

Hierzu wird bei Investitionen

sowohl regional als auch nach Nutzungskonzepten

– Büro-, Einzelhandels-, Lo-

6

Jones Lang Lasalle, European Research, Oktober 2006

sowie City Profile Frankfurt/M., Hamburg u. München

Update Q3 06

Quelle: Immobilienindex BulwienGesa AG 2006


36

INVESTITIONSBEREICHE

PROSPEKTVERANTWORTUNG

gistik- und Wohnimmobilien – auf eine

möglichst vielfältige und breite Diversifikation

geachtet. Investitionen sollen

über vielversprechende, solide konzipierte

geschlossene Immobilienfonds verschiedener

renommierter deutscher Initiatoren

erfolgen.

Immobilien Ausland

Der Grundgedanke der Top Select Anlagephilosophie,

durch Streuung der Investitionen

auf unabhängige Asset-Klassen

die Rendite-Risiko-Relation zu optimieren,

wird auch bei Immobilieninvestitionen

umgesetzt. Die Volkswirtschaften anderer

Länder entwickeln sich teils dynamischer,

teils stabiler als die in Deutschland.

Manche ausländische Immobilienmärkte

befinden sich konjunkturbedingt in

einem anderen Entwicklungszyklus. Mit

zahlreichen Ländern bestehen sog. Doppelbesteuerungsabkommen,

die es deutschen

Anlegern ermöglichen, die dortigen

steuerlichen Freibeträge auszunutzen.

Und schließlich ermöglicht die Verteilung

investierter Mittel auf verschiedene Währungsräume

auch in dieser Beziehung eine

Diversifikation. Dies sind nur einige der

Aspekte, die auch bei Immobilieninvestitionen

für eine breite Streuung sprechen.

Deshalb wird im Immobilien-Bereich neben

den Investitionen in Deutschland auch ein

Teil der Fondsmittel in attraktive Immobilienmärkte

weltweit angelegt werden.

Aus heutiger Sicht bieten sich hierfür insbesondere

USA, Frankreich und Österreich

als Investitionsländer an. Mittel- und langfristig

erscheint es jedoch sehr wahrscheinlich,

dass künftig auch weitere Staaten wie

bspw. Australien oder als Konsequenz der

erfolgten EU-Erweiterung auch osteuropäische

Länder für Immobilieninvestitionen

der Fondsgesellschaft interessant werden.

Grundsätzliche Voraussetzung für eine

solche Ausweitung der Investitionsstandorte

der Fondsgesellschaft ist jedoch, dass

sämtliche Rahmenbedingungen sowohl

in den jeweiligen Staaten als auch in den

zwischenstaatlichen Regelungen – dies

umfasst neben rechtlichen und steuerlichen

Aspekten auch die sozialen Gegebenheiten

in den Investitionsländern –

für Investitionen der Fondsgesellschaft

geeignet erscheinen. Aktuell bieten sich

die oben genannten Staaten aufgrund

wirtschaftlicher Aspekte sowie der bereits

vorliegenden Erfahrungen und des

vorhandenen Angebots von Immobilienbeteiligungen

besonders an. Zudem sind

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

von Immobilien in diesen Ländern

aufgrund der bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen

im Belegenheitsland der

Immobilien zu versteuern und unterliegen

in Deutschland lediglich dem Progressionsvorbehalt

(vgl. S. 112). Durch Ausnutzung

der persönlichen Freibeträge in den jeweiligen

Ländern kann für Anleger hierdurch

ein zusätzlicher Vorteil entstehen.

Investitionsstandort USA

Als größter Wirtschafts- und Industrienation

der Welt kommt den USA auch in den

internationalen Immobilienmärkten eine

besondere Bedeutung zu. Bereits vor rund

30 Jahren haben deutsche Privatanleger den

US-Immobilienmarkt als attraktive Ergänzung

zum inländischen Markt entdeckt.

Maßgeblich hierfür sind das langfristige

Wachstum der US-Wirtschaft auf hohem

Niveau und die damit einhergehende steigende

Flächennachfrage bei Wohn- und

Gewerbeimmobilien, sowie die günstigen

steuerlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Nach einer vorübergehenden

Schwäche im Jahr 2001 ist die US-Wirtschaft

bereits wieder auf Wachstumskurs. Angekurbelt

durch vorübergehend historisch niedrige

Zinsen und spürbare Steuersenkungen verzeichnete

das amerikanische Bruttoinlandsprodukt

seit dem Jahr 2003 bereits wieder

deutliche Steigerungsraten. In den Jahren

2004 und 2005 lag die Steigerung des re-


INVESTITIONSBEREICHE

37

RISIKOHINWEISE

alen Bruttoinlandsproduktes mit 4,2 % bzw.

3,5 % rd. doppelt so hoch wie in der EU.

Als Folge steigen auch die Beschäftigungszahlen

und die Nachfrage nach Konsumgütern

an. Parallel nimmt die Nachfrage nach

Büroflächen in den USA seit 2003 wieder

deutlich zu, so dass bei anhaltend mäßigem

Flächenneubau seit 2003 wieder sinkende

Leerstandsraten zu beobachten sind.

In den vergangenen Jahren war jedoch ein

Anstieg der Kaufpreise festzustellen, so dass

US-Immobilien nach Ansicht vieler Marktteilnehmer

heute als vergleichsweise teuer

gelten. Im Gegenzug können sich hieraus

für die Entwicklung neuer Immobilienprojekte

Chancen ergeben, die den Bau von

Immobilien aktuell lukrativer erscheinen

lassen als den Kauf von Bestandsimmobilien.

Die BVT Unternehmensgruppe ist seit

Ende der 70er Jahre erfolgreich auf dem

US-amerikanischen Immobilienmarkt aktiv

und insbesondere durch die seit 1994 aufgelegte

BVT Capital Partners Serie gerade

im Bereich der Immobilien-Projektentwicklungen

in den USA erfolgreich. Wie im

Private Equity Bereich gibt es auch in dieser

Asset Klasse keine Festlegung, in welche

konkreten US-Immobiliengesellschaften die

Fondsgesellschaft künftig investieren wird.

Aufgrund des besonderen Know-hows der

BVT in diesem Bereich, bietet es sich jedoch

an, die für Investitionen in US-Immobilien

vorgesehenen Mittel zunächst in US-Projektentwicklungen

der BVT zu investieren. Dies

wird aus steuerlichen Gründen voraussichtlich

nicht über Gesellschaftsbeteiligungen,

sondern über partiarische Darlehen erfolgen.

Die Kompetenz der BVT in diesem Bereich

wird durch nachfolgende Leistungsbilanz

dokumentiert.


38

INVESTITIONSBEREICHE

US Capital Partners Serie – Stand: abgewickelt

Fertiggestellte Projekte – Gewinn realisiert

Fondsname

Standorte

Immobilientyp

BVT Capital Partners, Cool Springs Franklin; Nashville; Tennessee Power Center

BVT Capital Partners II, Sonora Village Scottsdale; Phoenix; Arizona Community Shopping Center

BVT Capital Partners III, Coquina Ft. Lauderdale; Florida Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners IV, Scotsdale Horizon Scottsdale; Phoenix; Arizona Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners VI, Camelback Phoenix; Arizona Bürogebäude

BVT Capital Partners VII, Doral Doral; Dade County; Florida Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners VIII, Kendall Miami; Florida Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners IX, Brickell Land Miami; Florida Gewerbliches Grundstück

BVT Capital Partners X, Sawgrass Ft. Lauderdale; Florida Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners XII, Val Vista Gilbert; Phoenix; Arizona Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners XIII, Madison 2) Madison; Georgia Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners XXII, Cranston Parkade Cranston; Providence; Rhode Island Community Shopping Center

BVT Capital Partners XXIII, Cox Creek 3) Florence; Alabama Shopping Center

BVT Capital Partners XXV, Eagle Square Providence; Rhode Island Community Shopping Center

Gesamt

1)

Anzahl inklusive der Grundstücksparzellen.

2)

Das Shopping Center wurde im Jahr 2001 verkauft. Zwei Einzelparzellen standen zum Verkauf, eine davon wurde im Juli 2004 veräußert.

3)

Die 3 Mio US$ setzen sich zusammen aus 760.000 US$ Barkapital und 2,24 Mio. US$, die durch eine Avalbürgschaft abgesichert wurden.

Die Renditeberechnungen beziehen sich nur auf das eingesetzte Barkapital.

Fertiggestellte Projekte – Gewinn noch nicht vollständig realisiert – Stand: 31.12.2005

Fondsname

Standorte

Immobilientyp

BVT Chapel Hills, Westland Terrace 4) Orlando; Florida Neighborhood Shopping Center

BVT Capital Partners XI, Centro Ybor 5) Tampa; Florida Urban Retail; Entertainment Center

BVT Capital Partners XV, The Promenade 6) Scottsdale; Phoenix; Arizona Regional Shopping Center

BVT Capital Partners XVII, Fals Village 7 Raleigh; North Carolina Community Shopping Center

BVT HBavaria Hofbräuhaus Las Vegas 8) Las Vegas; Nevada Kopie Original Münchner Hofbräuhaus

Gesamt

4)

Das Shopping Center wurde im Oktober 2003 verkauft, das Kommanditkapital und ein Teil des erwarteten Gewinns wurden zurückgeführt bzw. ausgeschüttet.

Die letzte verbliebene Grundstücksparzelle wurde zwischenzeitlich auch verkauft.

5)

In Umstrukturierung.

6)

Verkauf der Einzelhandels- und Restaurantfl ächen im Oktober 2005; Verkauf der Bürofl ächen geplant für 2007.

7)

Das Shopping Center wurde im Oktober 2002 verkauft, es wurden inzwischen 44 % des Kommanditkapitals zurückgeführt. Auf einem benachbarten Baugrundstück

wurde im Sommer 2005 mit dem Bau eines Wohnparks mit insgesamt 24 Stadthäusern begonnen.

Der Verkauf der einzelnen Häuser und die Fertigstellung erfolgen voraussichtlich bis Ende des Jahres 2007.

8)

Inbetriebnahme zum 31.01.2004, aufgrund erhöhter Anlaufkosten in der Einführungsphase, insbesondere für Marketing, konnten im Jahr 2004 und voraussichtlich

auch im Jahr 2005 noch keine Ausschüttungen durchgeführt werden.

Allgemeine Anmerkung: Die Projektentwicklungsgesellschaften BVT Capital Partners V, XIV, XVI, XVIII, XIX, XX, XXI und XXIV sind nicht aufgeführt,

da es sich um Vorratsgesellschaften handelt, die nicht als Fonds platziert wurden.


INVESTITIONSBEREICHE

39

vermietbare

Gesamtfläche

in sq ft; qm

Emission

Fondsvolumen

in TUS$

Eigenkapital

in TUS$

Kapitalbindung Gewinn inkl. Veräußerungserlös

in Prozent

in Monaten p. a.

gesamt

geplant tatsächlich Soll Ist Soll Ist

Einheiten

Anzahl

223.912 / 20.801 Sep 94 20.884 5.925 18 75 17,3 13,6 26,0 84,8 1

248.310 / 23.068 Sep 95 31.500 8.900 18 50 16,7 17,9 25,0 71,9 1

91.120 / 8.465 Aug 96 16.400 3.450 18 65 15,9 11,1 23,8 60,6 13 1)

154.692 / 14.370 Feb 97 14.551 4.450 18 15 17,0 22,0 23,0 27,5 1

104.000 / 9.662 Jul 97 16.771 6.700 21 13 16,5 15,1 28,8 16,4 1

75.337 / 6.999 Jun 97 10.025 1.750 22 29 14,7 20,3 27,0 49,0 1

83.625 / 7.769 Sep 97 11.922 2.420 18 27 16,3 16,8 24,4 38,0 1

nur Grundstücksverkauf Feb 98 13.500 4.500 18 9 16,0 44,3 24,0 33,2 0

83.802 / 7.785 Dez 98 11.550 2.700 16 -17 25 16,0 16,4 21,6 34,1 1

186.680 / 17.343 Sep 98 11.775 2.580 12 31 17,0 15,8 17,0 41,0 2

63.239 / 5.875 Dez 98 5.597 1.270 10 27 16,0 13,5 13,3 28,7 3

258.750 / 24.038 Apr 01 30.500 7.550 22 49 15,3 11,4 28,1 46,7 1

167.710 / 15.580 Jun 00 15.150

3)

3.000 18 27

3)

49,9

3)

47,8

3)

66,5

3)

107,0 1

171.063 / 15.892 Mai 02 26.500 6.000 18 29 15,1 16,8 32,0 41,0 1

1.912.240 / 177.647

236.625 61.195 19,37

28

vermietbare Emission Fondsvolumekapital

in Prozent

Anzahl

Eigen-

Kapitalbindung

Gewinn

Einheiten

Gesamtfläche

in Monaten p. a.

gesamt

in sq ft; qm

in TUS$ in TUS$

aktualisierte

aktualisierte

geplant tatsächlich Soll Prognose Soll Prognose

283.200 / 26.309 Nov 98 16.100 8.299 18 59 19,0 28,5 57,1 9

5) 5) 5)

212.000 / 19.881 Sep 99 49.726 9.100 4 Jahre 14,5 57 1

vollst. Verkauf

682.000 / 63.357 Aug 99 126.500 27.000 5 Jahre

2006/2007

14,2 17,0 63,8 123,0 1

6)

167.231 / 15.536

Jul 00 20.922 6.050 18 7) 16,0 5,9 24,0 24,5 1

18.500 / 1.719 Feb 03 11.950 8.750 30 Jahre (Bestandsobjekt) 8) 18-20 8) 30 Jahre (Bestandsobjekt) 8) 1

1.362.931 / 126.802

225.198 59.199 13


40 INVESTITIONSBEREICHE

BVT Residential USA Fondserie

Die Gesellschaften der BVT Residential USA

Fondsserie entwickeln in Kooperation mit

Fairfield Residential LLC Class-A-Apartmentanlagen

in den USA.

Fondsname

Standorte

vermietbare

Fläche

Emission

Fondsvolumen

Eigenkapital

Kapitalbindung

in Monaten

Gewinn in

Prozent p. a.

in Sq. ft/m 2

in TUS$

in TUS$

gepl.

Verlauf

Soll

akt. Pro.

BVT Residential USA 1, L.P.

„The Reserve at Peabody“

Großraum Boston,

Massachusetts

455.342/

42.301

Sep 04

82.929

18.250

41

planmäßig

13,2

21,0

BVT Residential USA 2, L.P.

„Fairfi eld at Marlborough“

Großraum Boston,

Massachusetts

330.180/

30.674

Aug 05

58.741

13.000

48

planmäßig

13,8

13,8

BVT Residential USA 3, L.P.

„Fairfi eld at RTP“

„Fairfi eld at Sugar Land“

Großraum

Raleigh-Durham

North Carolina

Houston, Texas

416.604/

38.703

336.648/

31.275

Jan 06

70.490

15.600

48

planmäßig

13,6

13,6

Gesamt

1.538.774/

142.953

212.160

46.850

Aktuelle Entwicklung zu

BVT RESIDENTIAL USA 1, L.P.:

Der Bau- und Vermietungsfortschritt verläuft

planmäßig. Die erzielten Mieten liegen

derzeit durchschnittlich um rund 3% über

dem Budgetansatz gemäß Angebotsprospekt.

Für das Projekt dieses Fonds, dessen

Fertigstellung für Juli/August 2007 und der

Verkauf für März 2008 geplant waren, sind

bereits im Oktober 2006 sehr attraktive

Kaufangebote zu Preisen weit über dem

prospektierten Wert eingegangen. Den Zuschlag

erhielt im Februar 2007 eine

US-Immobilienfirma, die „The Reserve at

Peabody“ zu einem Preis von 124,68 Mio.

US-$ erwerben wird. Dies entspricht einem

Mehr von +26 % gegenüber dem im so

genannten „Base Case“ prospektierten Preis

und bedeutet für die Anleger eine voraussichtliche

Ergebnissteigerung von 13,2 %

p. a. auf rund 21 % p. a. Die Durchführung

des Kaufvertrages (das so genannte „Closing“)

ist nach Baufertigstellung (Ende Juli /

Anfang August) vorgesehen.


INVESTITIONSBEREICHE

41

Investitionsstandort Frankreich

Frankreich ist die viertgrößte Wirtschaftsmacht

der Welt und hat sich in den wirtschaftlichen

Turbulenzen der letzten Jahre

als eine der widerstandsfähigsten Volkswirtschaften

innerhalb der EU erwiesen. In den

Jahren 2001 bis 2003 gab es auch in Frankreich

eine Verlangsamung des realen

Wirtschaftswachstums. Die Zuwachsraten

lagen in den vergangenen Jahren jedoch

regelmäßig deutlich über den Zuwachsraten

in Deutschland. In den Jahren 2004 und

2005 wurde in Frankreich ein reales Wirtschaftswachstum

von 2,3 % bzw. 1,5 %

erreicht.

Bei der Beurteilung der französischen Immobilienmärkte

ist zunächst die zentralistische

Struktur Frankreichs mit einer ausgeprägten

Konzentration auf den Großraum Paris zu

beachten. Mit insgesamt rd. 45 Mio. qm ist

diese Region der größte Büroimmobilienmarkt

Europas. Die Leerstandsrate lag im

3. Quartal 2006 bei 5,1 % und damit im

Vergleich zu anderen europäischen Großstädten

relativ niedrig.

Günstig dürfte sich hier weiterhin auswirken,

dass in den vergangenen Jahren kein

ungesundes Flächen-Überangebot geschaffen

wurde, wie in vielen anderen europäischen

Zentren, und aufgrund von Beschränkungen

bei Neubauten auch in den kommenden

Jahren mit einem relativ stabilen

Büroimmobilienmarkt gerechnet werden

kann. Die stabilen politischen Verhältnisse

sowie die positiven gesamtwirtschaftlichen

Prognosen, machen Frankreich zu einem

attraktiven Investitionsstandort.

Kriterium eine internationale Spitzenposition

ein. Der österreichische Büroimmobilienmarkt

ist – wie die gesamte österreichische

Wirtschaft – sehr stark auf die Hauptstadt

Wien konzentriert. Nach einer historisch

niedrigen Leerstandsrate von lediglich 2,4 %

Ende des Jahres 2000 ist diese bis zum Jahr

2004 auf lediglich 6,9 % angestiegen, was

im internationalen Vergleich einen guten

Wert darstellt. Aufgrund der geringen Fertigstellung

an neuen Bürohäusern und der

Rekordvermietung von jeweils 390.000 qm

Büroflächen in den Jahren 2005 und 2006

ging die Leerstandsrate inzwischen wieder

auf 6,0 % zurück. 7 Die Mietpreise zeigten

sich in den vergangenen Jahren ebenfalls

relativ stabil, so dass das im internationalen

Vergleich niedrige Mietpreisniveau langfristig

auch Wertsteigerungschancen bieten dürfte.

Investitionsstandort Österreich

Das Wirtschaftswachstum verlief in Österreich

in den vergangenen Jahren durchweg

positiv und mit einer Arbeitslosenquote

zwischen 3,6 % und 5,2 % in den vergangenen

10 Jahren nimmt Österreich auch

bei diesem wichtigen volkswirtschaftlichen

7

CB RICHARD ELLIS / Marktbericht, Wien Büromarktbericht,

Viertes Quartal 2006


42 ANLAGEKRITERIEN


ANLAGEKRITERIEN

43

Anlagekriterien

Die konkreten Investitionen, die von

der Fondsgesellschaft künftig getätigt

werden, stehen schon wegen des

langen Investitionszeitraums bis 2020

heute noch nicht fest.

Das Beteiligungsangebot weist deshalb

einen Blind Pool Charakter auf. Gleichwohl

lassen sich zu den vorgesehenen Investitionsbereichen

weitere spezifische Kriterien

angeben, die Beteiligungsmöglichkeiten erfüllen

müssen, um für Investitionen der Fondsgesellschaft

geeignet zu sein. Zur Sicherheit

der Anleger sind diese Investitionskriterien

als Anlagegrundsätze im Gesellschaftsvertrag

festgelegt und für das Fondsmanagement

bindend. Die Anlagegrundsätze

können von den Gesellschaftern mit einer

Mehrheit von 75 % geändert werden. Da

die Fondsgesellschaft als vermögensverwaltende

Gesellschaft konzipiert ist, ist darauf

zu achten, dass eine mögliche gewerbliche

Infizierung der Fondsgesellschaft, die mit

erheblichen steuerlichen Nachteilen verbunden

sein könnte, vermieden wird.

10 % des (nach Durchführung der beabsichtigten

Investition) investierten Kapitals

dürfen nach Anhörung des Beirats der

Fondsgesellschaft abweichend von den

nachstehend beschriebenen Anlagekriterien

investiert werden. Dabei sind der im Gesellschaftsvertrag

festgelegte Unternehmensgegenstand

und der Grundsatz ausreichender

Mischung und Streuung zu beachten. Es

dürfen auch überdurchschnittliche Risiken

eingegangen werden. Werden die Anlagekriterien

im Nachhinein erfüllt, darf die

vorgenannte Grenze erneut ausgeschöpft

werden.

Aus Gründen der Risikostreuung ist die

Fondsgesellschaft als Dachfonds konzipiert

und investiert vorwiegend in andere Fondsgesellschaften.

Im Bereich Private Equity sind

Direktinvestitionen in Unternehmen gänzlich

ausgeschlossen. Die Beschränkung auf Investitionen

in Private Equity Dachfonds

oder in (nicht zirkulationsfähige, vgl. S. 44)

Zertifikate, denen eine solche Dachfondsbeteiligung

oder ein Korb von Private Equity

Fondsbeteiligungen zugrunde liegt, dient

der weiteren Risikostreuung, der Ausnutzung

des Marktzugangs sowie des spezifischen

Know-hows und der aufwändigen

Due Diligence Prozesse des Private Equity

Dachfonds. Eventuell hiervon abweichend

können Investitionen in direkt investierende

Private Equity Fonds in begründeten Fällen

nur nach Anhörung des Beirats erfolgen. Im

Bereich Immobilien wird ebenfalls vorrangig

in bestehende Immobilienfonds investiert,

hier sind in beschränktem Umfang jedoch

auch Direktinvestitionen möglich.

Für Beteiligungen an Fondsgesellschaften

gilt allgemein:

Es darf nur in Gesellschaften von Anbietern

investiert werden, die seit mindestens fünf

Jahren vergleichbare Beteiligungsmöglichkeiten

anbieten und über einschlägige

Erfahrungen insbesondere in den Bereichen

Objektauswahl und Objektverwaltung

verfügen. Bei Publikumsfonds ist darüber

hinaus das Vorliegen einer Beurteilung des

Prospekts nach IDW Standard durch einen

Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

erforderlich, die keine

wesentlichen Beanstandungen enthält.

Für Investitionen der Fondsgesellschaft

in Private Equity Dachfonds gelten

folgende Grundsätze:

£ Die Private Equity Dachfonds müssen

– nach plausibler Prognose des jeweiligen

Anbieters – über ausreichende Mittel

verfügen, um eine sinnvolle Risikostreuung

(mindestens zehn Zielfonds) gewährleisten

zu können.

£ Das Management des Private Equity

Dachfonds muss – nach plausibler

Angabe des Anbieters – Zugang zu den

besten Private Equity Gesellschaften der

Welt, den sog. Top Quarter Fonds,

besitzen.


44

ANLAGEKRITERIEN

PROSPEKTVERANTWORTUNG

£ Der Private Equity Dachfonds sollte weltweit

investieren, mit Schwerpunkten in

Nordamerika und Europa.

£ Zur Erhöhung der Sicherheit muss der

Private Equity Dachfonds den Schwerpunkt

auf Unternehmensbeteiligungen

in fortgeschrittenen Lebensphasen der

Unternehmen, also bspw. auf Management

Buy-outs, legen.

Für mittelbare oder unmittelbare Investitionen

in Zertifikate über Private Equity Dachfonds

bzw. über Beteiligungen an Private

Equity Fonds gelten die vorstehenden Grundsätze

entsprechend. Für den Emittenten des

Zertifikats muss ausreichende Bonität nachgewiesen

werden. Es dürfen nur Zertifikate

erworben werden, deren Zirkulationsfähigkeit

durch Vereinbarung mit dem Emittenten

ausgeschlossen ist, so dass keine Finanzinstrumente

im Sinne des Gesetzes über das

Kreditwesen vorliegen.

Für Investitionen der Fondsgesellschaft

in Immobilienfonds gelten folgende

Grundsätze:

£ Im Gesamtportfolio der Fondsgesellschaft

muss eine ausgewogene Verteilung sowohl

auf Investitionsstandorte als auch

auf verschiedene Immobilienarten

erfolgen.

£ Zielfonds müssen bereits Eigentümer

(evtl. anteilig) der konkret bezeichneten

Investitionsobjekte sein oder deren

Erwerb muss durch bereits abgeschlossenen

Kaufvertrag und Nachweis der

Gesamtfinanzierung sichergestellt sein.

£ Für alle Immobilien sollte ein unabhängiges

Wertgutachten vorliegen, das den

Kaufpreis als marktgerecht bestätigt.

£ Zum weitgehenden Ausschluss von

Bauerrichtungs- und Vermietungsrisiken,

müssen die Fondsimmobilien im Allgemeinen

vermietete Bestandsimmobilien

sein. Maximal 10 % des (nach Durchführung

der beabsichtigten Investition) investierten

Kapitals kann hiervon abweichend

in Immobilien-Projektentwicklungen investiert

werden, wenn hierdurch der vermögensverwaltende

Status der Fondsgesellschaft

nicht gefährdet wird.

£ Der substanzbildende Anteil einer Fondsinvestition

(Kaufpreis der Immobilien

bezogen auf die Gesamtinvestitionssumme

des Fonds abzüglich Zinsvorauszahlungen)

muss mindestens 85 % betragen.

Zur Berechnung wird die Gesamtinvestitionssumme

des Zielfonds um die

prozentual hochgerechnete Kostenerstattung

zugunsten der Fondsgesellschaft

reduziert.

£ Die bestehenden Mietverträge sollen eine

gewichtete Restlaufzeit von mindestens

fünf Jahren aufweisen. Die Mieterstruktur

soll hinreichend diversifiziert sein.

Beträgt der Anteil eines Einzelmieters

mehr als 20 % der Gesamtmieteinnahmen

eines Fonds, ist ein ausreichender

Bonitätsnachweis erforderlich.

£ Fremdfinanzierungsrisiken müssen

beschränkt sein durch einen maximal

60%igen Fremdfinanzierungsanteil, eine

bestehende Finanzierungszusage durch

eine Bank, eine mindestens fünfjährige

Zinsfestschreibung, plausibel kalkulierte

Konditionen für die Anschlussfinanzierung

und ggf. die Bildung von Reserven

zur Absicherung von Währungsrisiken bei

Finanzierungen in Fremdwährungen.

£ Die Möglichkeit steuerlicher Nachteile

durch Begründung eines gewerblichen

Grundstückshandels auf Ebene des Top

Select Fund Dynamic muss berücksichtigt

werden.


DIE TOP SELECT MANAGEMENT GMBH

45

RISIKOHINWEISE

Die Top Select

Management GmbH

Die Top Select Management GmbH führt die

Geschäfte des Top Select Fund Dynamic. Sie

verfügt über einen Beirat, der die Anlageentscheidungen

trifft. In diesen Beirat entsenden

die Deutsche Postbank AG, die Geschäftsführung

der Top Select Management

GmbH und die BVT Holding GmbH & Co.

KG je ein Mitglied.

Die Top Select Management GmbH ist ein

Gemeinschaftsunternehmen der BVT Unternehmensgruppe

und des Regensburger

Mathematikers und Fondsanalysten Dr.

Werner Bauer. Der vorliegende Fonds ist

das dritte Beteiligungsangebot der Top

Select Management GmbH.

Die BVT Unternehmensgruppe mit Sitz in

München und Atlanta wurde 1976 gegründet

und hat seither über 140 geschlossene

Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen

von rd. 4 Mrd. € initiiert. Die Schwerpunkte

der Emissionstätigkeit liegen in den Bereichen

US-Immobilien, alternative Investments

wie z. B. Private Equity Fonds und Umweltschutz

als Kapitalanlage. Wiederholt ist die

BVT dabei in ihrer langjährigen Firmengeschichte

als Pionier neuer erfolgreicher Produktlinien

hervorgetreten.

Verantwortlich für ihren Erfolg ist u. a. die

konsequente Umsetzung des ‚Starke-Partner-Prinzips’.

Die Philosophie, die dahinter

steckt, besagt in einfachen Worten: Jeder

soll das tun, was er am besten kann! BVT

beschränkt sich deshalb vorwiegend auf die

Entwicklung innovativer Kapitalanlagen sowie

die Konzeption, Emission und umfassende

Betreuung und Kontrolle dieser Produkte.

Das operative Geschäft in den einzelnen

Märkten überträgt sie erfahrenen

Experten in diesen Bereichen.

Bei den Private Equity Funds hat BVT deshalb

von Anfang an auf die enge Kooperation

mit einem starken Partner in diesem Segment

gesetzt. Die Serie der BVT-CAM Private

Equity Global Funds wurde bereits in der

Konzeption mit den Private Equity Experten

der CAM Private Equity Consulting & Verwaltungs

GmbH / Köln entwickelt. CAM

zeichnet für die Auswahl, Analyse, Akquisition

und Betreuung des Private Equity Portfolios

verantwortlich. Für die BVT-CAM Private

Equity Global Funds resultiert aus dieser

Partnerschaft der für deutsche Private Equity

Publikumsfonds besondere Vorteil, dass die

Investitionen des Fonds parallel zu den von

CAM gemanagten institutionellen Fonds

erfolgen. Hierdurch wird ein Gesamtinvestitionsvolumen

in dreistelliger Millionenhöhe

erreicht, wodurch es erst ermöglicht wird,

ein so breit gestreutes Portfolio erstklassiger

Private Equity Gesellschaften aufzubauen,

wie es bei den BVT-CAM Private Equity

Global Funds in den vergangenen Jahren

realisiert werden konnte.

Die Emissionshistorie der BVT Unternehmensgruppe

im Bereich Private Equity ist

noch relativ jung, dennoch kann bereits

heute gesagt werden, dass es allen Fondsgesellschaften

in diesem Bereich gelungen ist,

ausgezeichnete Portfolien von Investeefonds

aufzubauen. Für Details hierzu sei auf die

Tabellen auf S. 30, 31 und 33 sowie die

ausführliche Leistungsbilanz der BVT Unternehmensgruppe

verwiesen. Im Bereich US-

Immobilien hat BVT seit Ende der 70er Jahre

72 Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen

von rd. 1,3 Mrd. US-$ aufgelegt. Die

Fonds gliedern sich in 29 Einzelfonds aus den

70er/ 80er Jahren und vier Serien: die 1999

durch Verkauf aller Objekte abgeschlossene

Serie der Public Storage Partnerships, die jeweils

1994 entwickelten und bis heute fortgeführten

US Retail Income Fund und BVT

Capital Partners Serien sowie die 2004 begonnene

BVT Residential USA Fondsserie. Die

älteren drei Serien haben bereits ausgezeichnete

wirtschaftliche Ergebnisse aufzuweisen.

Die BVT Residential USA Fonds befinden sich

derzeit noch in der Investitionsphase, liegen

jedoch vollständig im Plan und lassen

ebenfalls sehr gute Ergebnisse erwarten.

Einzelheiten sind den Tabellen auf S. 38-40

sowie der ausführlichen Leistungsbilanz der


46

DIE TOP SELECT MANAGEMENT GMBH

Deutsche

Postbank AG

(Vertreter)

BVT-BP Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG

BVT Unternehmensgruppe zu entnehmen,

die bei der Top Select Management GmbH

angefordert werden kann.

Dr. Werner Bauer ist als geschäftsführender

Gesellschafter und Mitglied des Beirats der

Top Select Management GmbH für die Identifizierung,

Beurteilung und Auswahl der

Fondsinvestitionen verantwortlich. Der promovierte

Mathematiker war als Chefredakteur

des Brancheninformationsdienstes

‚kapital-markt intern’ langjährig für die Analyse

geschlossener Fonds verantwortlich.

‚kapital-markt intern’ ist eine Fachpublikation,

die sich eingehend und kritisch mit Produkten

des freien Kapitalanlagemarktes beschäftigt

und Anlegern wie Finanzdienstleistern,

insbesondere durch die in der Branche

hochgeschätzten ‚k-mi’-Prospekt-Checks

eine wichtige und seit Jahrzehnten bewährte

Informationsgrundlage bei der Beurteilung

und Auswahl geschlossener Fonds bietet.

Dr. Werner Bauer hat sich in den vergangenen

Jahren den Ruf eines kritischen und

sachkundigen Analysten erarbeitet, dessen

Beurteilungen von renommierten Vertriebsgesellschaften

zur Grundlage ihrer Entschei-

dungen über den Vertrieb geschlossener

Fonds gemacht wurden.

Weiterer Geschäftsführer der Top Select

Management GmbH und Mitglied ihres

Beirats ist Tibor von Wiedebach-Nostitz.

Tibor von Wiedebach-Nostitz, Dipl.-Betriebswirt,

nach einem international orientierten,

betriebswirtschaftlichen Studium an der ebs,

private wissenschaftliche Hochschule in

Oestrich-Winkel, und einer zweijährigen

Tätigkeit in der Geschäftsführung einer

privaten Vermögens- und Immobilienverwaltung

seit 1996 in der BVT Unternehmensgruppe

tätig, gehört der Geschäftsführung

der BVT Holding GmbH & Co. KG an und ist

dort insbesondere für den Bereich Private

Equity verantwortlich.

Beirat der Top Select Management GmbH:

Das Recht und die Pflicht zur Entsendung

von Beiratsmitgliedern ist für die Dauer der

Investitionsphase zwischen der Deutsche

Postbank AG, der BVT Holding GmbH & Co.

KG und Herrn Dr. Werner Bauer vertraglich

vereinbart.


DIE TOP SELECT MANAGEMENT GMBH

47

Leistungsnachweis

über durchgeführte

Vermögensanlagen

Der erste eigene Fonds des Anbieters, die

BVT-PB Top Select Fund GmbH & Co. KG,

wurde im September 2005 aufgelegt. Der

Fonds wurde am 31.12.2006 geschlossen.

1.121 Anleger haben sich mit einer Zeichnungssumme

von 30,6 Mio. € an dem

Fonds beteiligt.

Der BVT-PB Top Select Fund hat seine Investitionstätigkeit

planmäßig aufgenommen

und bislang insgesamt fünf Zielfonds

gezeichnet:

Zielfonds

BVT-CAM Private Equity Global Fund IV

GmbH & Co. KG

Trinkaus Europa Immobilien-Fonds Nr. 11

Dortmund-Essen KG

ILG Immobilien-Fonds Nr. 31 – Beteiligungen

Brühl und Euskirchen GmbH & Co. KG

BVT-CAM Private Equity Global Fund V

GmbH & Co. KG

Zeichnung

Dez. 2005

März 2006

Mai 2006

Juli 2006

und März 2007

Beteiligungshöhe

2,0 Mio. ¤

1,0 Mio. ¤

0,5 Mio. ¤

3,0 Mio. ¤

H.F.S. Immobilienfonds

Deutschland 10 GmbH & Co. KG

Im laufenden Jahr plant der BVT-PB Top

Select Fund weitere Investitionen insbesondere

in ausländische Immobilienfonds, die

ein Volumen von insgesamt 2,25 Mio €

umfassen sollen.

Der zweite Fonds des Anbieters, die BVT-PB

Top Select Fund II GmbH & Co. KG, wurde

im Januar 2007 aufgelegt und befindet sich

März 2007 0,5 Mio. ¤

noch in der Platzierungsphase. Bis zum Zeitpunkt

der Prospektherausgabe haben sich rd.

200 Anleger mit einer Zeichnungssumme

von über 6 Mio. € an dem Fonds beteiligt.

Der BVT-PB Top Select Fund II hat seine

Investitionstätigkeit bereits ebenfalls planmäßig

aufgenommen und bislang zwei

Zielfonds gezeichnet:

Zielfonds

BVT-CAM Private Equity Global Fund V

GmbH & Co. KG

Zeichnung

März 2007

Beteiligungshöhe

2,0 Mio. ¤

H.F.S. Immobilienfonds

Deutschland 10 GmbH & Co. KG

Die bereits erfolgten Investitionen zeigen,

dass die Fondsgesellschaft Zugang zu

attraktiven Zielfonds hat, die insbesondere

dem Beteiligungskonzept und den Anlagekriterien

der Fondsgesellschaft entsprechen.

Das Fondsvolumen des BVT-PB Top Select

Fund war mit 50 Mio. € geplant. Das prospektierte

Mindestvolumen von 25 Mio. €

wurde überschritten, so dass die angestrebte

Diversifizierung des Portfolios realisiert

werden kann.

März 2007 0,5 Mio. ¤

Ein maßgeblicher Bestandteil des Fondskonzeptes

liegt in der weitgehenden Vermeidung

der grundsätzlich doppelten Kostenbelastung

des Dachfondskonzeptes durch

Erzielung von Anschaffungskostenminderungen

und sonstigen Abschlussvergütungen

oder Bestandsprovisionen in Zusammenhang

mit der Beteiligung an Zielfonds.

Bei den bisherigen Investitionen konnten die

der Prospektprognose zugrundeliegenden

Annahmen über die Höhe dieser Kostenvorteile

sogar übertroffen werden.


48 DAS BETEILIGUNGSKONZEPT

Das Beteiligungskonzept

Anleger beteiligen sich als Treugeber über

einen Treuhandkommanditisten am Top

Select Fund Dynamic. Hierbei handelt es sich

um eine unternehmerische Beteiligung an

einer Gesellschaft, deren Geschäftszweck die

Anlage und Verwaltung eigenen Vermögens

ist. Gesellschafter sind grundsätzlich im Verhältnis

ihrer Kapitalanteile am Vermögen,

den laufenden Erträgen und den stillen Reserven

der Gesellschaft beteiligt (vgl. § 5

und § 11 des Gesellschaftsvertrages).

Gesellschafter beteiligen sich an der Fondsgesellschaft

durch Zeichnung eines Kapitalanteils.

Die Einlage zzgl. Agio in Höhe von

5 % der Zeichnungssumme ist nach Annahme

der Beitrittserklärung fällig. Die Beteiligungssumme

soll mindestens 10.000 € oder

einen durch 1.000 ohne Rest teilbaren

höheren Betrag zzgl. eines Agios von 5 %

der Nominaleinlage betragen.

Anleger haben die Möglichkeit, zusätzlich

zu der gezeichneten Kapitaleinlage bis

einschließlich 2020 laufende Kapitalerhöhungen

vorzunehmen (s. u. Top Select

Dynamic). Diese Aufbauphase ist gleichzeitig

die Investitionsphase der Fondsgesellschaft,

in der also die Kapitalerhöhungen der Gesellschafter

erfolgen und die Gesellschaft

die ihr zur Verfügung stehenden Mittel in

ausgesuchte Kapitalanlagen investiert.

Nach dieser Investitionsphase beginnt die

sogenannte Deinvestitionsphase. Beteiligungen

an Private Equity- und Immobilienfonds,

die nicht fungibel sind, werden bis

zur Beendigung dieser jeweiligen Zielfonds-

Gesellschaften im Bestand der Fondsgesellschaft

gehalten. Die Rückflüsse aus diesen

Investitionen werden nach pflichtgemäßem

Ermessen der Geschäftsführung an die

Anleger ausgeschüttet. Nicht für Ausschüttungen

verwendete Liquidität aus den

Rückflüssen der Investitionen kann – ausgenommen

im Bereich Private Equity – erneut

angelegt werden. Dadurch soll zum einen

der Ausschüttungsverlauf geglättet werden

und zum anderen insbesondere genügend

Liquidität für den beabsichtigten Renditeausgleich

bei Fondsauflösung gebildet werden

(vgl. ,Gewinnverteilung’ S. 52).

Da in der Deinvestitionsphase die einzelnen

Beteiligungen bereits unterschiedlich lang im

Bestand der Fondsgesellschaft sind und

somit unterschiedliche Restlaufzeiten aufweisen,

werden die Beteiligungen der Fondsgesellschaft

gemäß Prognose sukzessive

über einen Zeitraum von ca. 11 Jahren

aufgelöst. Die Gesamt-Beteiligungsdauer an

der Fondsgesellschaft setzt sich also aus der

Investitionsphase und der Deinvestitionsphase

zusammen und beträgt insgesamt voraussichtlich

rd. 24 Jahre.

Die Fondsgesellschaft ist eine vermögensverwaltende

Gesellschaft, die das für Investitionszwecke

zur Verfügung stehende Kapital

in Form eines Dachfonds in verschiedene

Investitionsbereiche investiert. Im Vordergrund

aller Investitionsentscheidungen steht

das Ziel, ein Anlagenportfolio zu realisieren,

das den Anlegern einerseits hinreichende

Sicherheit für die investierten Gelder gewährleistet,

so dass eine Beteiligung auch

zur Altersvorsorge empfehlenswert ist, und

gleichzeitig hohe Rendite-Chancen bietet.

Bei prospektgemäßem Verlauf wird hierdurch

langfristig ein beachtlicher Vermögenszuwachs

erreicht, der im Idealfall die

Erträge und den Wertzuwachs klassischer

Vorsorgeprodukte wie Banksparpläne,

Kapitallebensversicherungen oder selbst

genutzte Immobilien deutlich übersteigen

kann.

Die im Kapitel ‚Risikohinweise’ dargestellten

Portfoliorisiken sollen durch eine möglichst

breite Diversifikation der Einzelinvestitionen

und die gezielte Auswahl von Investments

mit einer besonders günstig erscheinenden

Rendite-Risiko-Relation reduziert werden.

Der Grundgedanke ist dabei, einen breit

angelegten Vermögensaufbau nachzubilden,

wie er im Allgemeinen von vermögenden

Privatanlegern angestrebt wird.


DAS BETEILIGUNGSKONZEPT

49

Als Investitionsbereiche sind gemäß der

Anlagegrundsätze folgende Anlagesegmente

vorgesehen:

£ Private Equity/Venture Capital

£ Immobilien Deutschland

£ Immobilien Ausland

BVT-PB

Top Select Fund

Dynamic

Die Fondsgesellschaft plant, grundsätzlich in

bestehende Publikumsfonds zu investieren,

da dies im Allgemeinen deutliche Vorteile

gegenüber Direktinvestments bietet: Erstens

kann sich die Fondsgesellschaft hierdurch

das spezielle Know-how der Spezialisten des

jeweiligen Fonds-Managements zu Nutze

machen, was insbesondere in Hinblick auf

die unterschiedlichen Investitionsbereiche

von Bedeutung ist. Zweitens wird der für die

einzelnen Investitionen nötige Verwaltungsaufwand

hierdurch überschaubarer. Und

drittens kann so eine noch breitere Diversifikation

erzielt werden, als dies bei Direktinvestitionen

möglich wäre.

Aufgrund der langen Dauer der Investitionsphase

bis 2020 erscheint es wahrscheinlich,

dass im Rahmen des durch den Gesellschaftsvertrag

bestimmten Geschäftszweckes

sinnvolle neue Investitionsbereiche

zu den oben dargestellten hinzukommen

oder auch einzelne der jetzt vorgesehenen

Investitionsbereiche entfallen. Die Anlagegrundsätze

können deshalb bei Bedarf von

den Gesellschaftern mit einer Mehrheit von

75 % geändert werden. Innerhalb der

Anlagegrundsätze entscheidet die Geschäftsführung

nach pflichtgemäßem

Ermessen über die Anlage. Das Fondsmanagement

wird die Verteilung der investierten

Mittel auf die in den Anlagegrundsätzen

festgelegten einzelnen Investitionsbereiche

den sich ändernden Gegebenheiten

anpassen. Von Bedeutung für die Investitionsverteilung

der Fondsgesellschaft wird

auch das Cash Management sein, das

gewährleisten muss, dass die Gesellschaft

bspw. bei Engagements in Private Equity

Fonds zum jeweiligen Zeitpunkt des Kapitalabrufs

über die entsprechenden liquiden

Mittel verfügt. Üblicherweise wird nämlich

bei Private Equity Fonds die gezeichnete

Investitionssumme nicht sofort nach Zeichnung

fällig, sondern sukzessive in einem

Zeitraum von mehreren Jahren abgerufen.

Die Fondsgesellschaft wird aus diesem

Grund für Kapitalabrufe aus Private Equity

Commitments Liquidität vorhalten, auch

wenn dies voraussichtlich dazu führt, dass

ein Teil der vereinbarten, aber noch nicht

abgerufenen Einlagen vorübergehend in

geringer rentierliche Zwischenanlagen

investiert werden muss.

Aus den genannten Gründen ist es nicht

möglich, die genaue Verteilung der künftigen

Investitionen der Fondsgesellschaft auf

die einzelnen Investitionssegmente für die

gesamte Fondslaufzeit im Vorhinein anzugeben.

Allerdings gibt es eine konkrete

Investitionsstrategie, nach der das investierte

Kapital in etwa gemäß folgender Aufstellung

auf die unterschiedlichen Bereiche

verteilt sein soll:

Private Equity Fonds 50 %

Immobilien/Immobilienfonds 50 %

Vorsorge durch Sachwerte

als Ergänzung zu herkömmlichen

Altersvorsorgeprodukten

und Sparformen.


50 DAS BETEILIGUNGSKONZEPT

dar. Hier erfolgt die Investition üblicherweise

über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Etwa ab dem dritten Jahr kann mit Rückflüssen

gerechnet werden, die sich im Wesentlichen

aus Verkaufserlösen einzelner Unternehmensbeteiligungen

speisen. Verlässliche

Prognosen über den genauen Ausschüttungsverlauf

lassen sich hier jedoch grundsätzlich

nicht treffen. Als grober Anhaltspunkt

kann angenommen werden, dass der

Höhepunkt der Rückflüsse nach etwa sieben

oder acht Jahren erreicht wird und die

Beteiligung nach insgesamt ca. zwölf Jahren

aufgelöst wird.

Immobilieninvestitionen erfolgen dabei prognosegemäß

etwa je zur Hälfte in Deutschland

und im Ausland. Als Investitionsländer

sind hierfür zunächst insbesondere die bewährten

Standorte USA, Frankreich und

Österreich vorgesehen. Dies sind wie gesagt

jedoch nur angestrebte Werte, die sich wegen

der Länge der Laufzeit der Beteiligung mit

hoher Wahrscheinlichkeit verändern werden.

Die einzelnen Investitionsbereiche weisen

sehr unterschiedliche voraussichtliche Ausschüttungsverläufe

auf. Bei Immobilienfonds

erfolgen üblicherweise bereits ab dem ersten

Jahr nach der Investition Ausschüttungen

aus den laufenden Mieteinkünften, die im

Laufe der Beteiligung sukzessive ansteigen.

Bei Verkauf der jeweiligen Immobilien und

Auflösung des Fonds erfolgt dann plangemäß

die Rückführung des eingesetzten

Eigenkapitals und die Ausschüttung eines

evtl. Veräußerungsgewinnes. Gänzlich

anders stellt sich der mögliche Ausschüttungsverlauf

bspw. bei Private Equity Fonds

Die ausschüttungsfähige Liquidität der Fondsgesellschaft

aus Mittelrückflüssen der getätigten

Investitionen – sei es aus laufenden

Erträgen oder Eigenkapitalrückzahlungen –

wird nach Ermessen der Fondsgeschäftsführung

zeitnah an die Gesellschafter im Verhältnis

ihrer Kapitalanteile ausgeschüttet.

Die Fondsgeschäftsführung ist berechtigt,

Vorabausschüttungen vorzunehmen. Geplant

sind zwei Ausschüttungen pro Jahr,

jeweils zum 15.01. und 15.07. des Jahres.

Top Select Dynamic

Bei Wahl der sog. Dynamic Variante haben

Anleger die Möglichkeit, ihre Beteiligung an

der Fondsgesellschaft über die gezeichnete

Kapitaleinlage hinaus über den gesamten

Verlauf der Investitionsphase durch laufende

Kapitalerhöhungen zu steigern. Anleger, die

sich hierfür entscheiden, können ihre Beteiligung

jährlich maximal um den Betrag erhöhen,

den sie in diesem Jahr als Ausschüttung

zugewiesen erhalten. Prognosegemäß

wirkt sich diese Steigerung des investierten

Kapitals positiv auf die Ertragschancen einer

Beteiligung aus. Von besonderer Bedeutung

ist dabei, dass diese sukzessiven Kapitalerhöhungen

im Rahmen der Dynamic Variante

ohne weitere Kostenbelastung für die

Gesellschafter erfolgen. D. h., weder die

anfänglichen noch die laufenden Kosten

einer Beteiligung oder das Agio hängen

davon ab, ob die Dynamic Variante gewählt


DAS BETEILIGUNGSKONZEPT

51

wird. Diese Kosten bestimmen sich allein

durch die ursprüngliche Zeichnungssumme.

Zu beachten ist allerdings, dass die Dynamic

Variante neben den verbesserten Ertragschancen

im Laufe der Investitionsphase für

die Anleger auch zu einem effektiven Mehraufwand

über die vereinbarte Zeichnungssumme

hinaus führt. Den Anlegern werden

nämlich bereits während der Investitionsphase

prognosegemäß positive steuerliche

Ergebnisse zugewiesen, die das laufende zu

versteuernde Einkommen der Anleger erhöhen

und so zu einer Steuermehrbelastung

führen. Werden die jährlichen Ausschüttungen

als Kapitalerhöhungen in die Fondsgesellschaft

einbezahlt, muss diese Steuermehrbelastung

von den Anlegern aus ihren

sonstigen Einkünften oder Vermögen

erbracht werden. Für den Fall, dass die

geplante Änderung der Besteuerung von

Veräußerungsgewinnen zu erheblichen

Aufwendungen der Anleger aus deren

sonstigen Einkünften oder Vermögen führen

würde, kann die Geschäftsführung bestimmen,

dass für die Teilnahme an den Kapitalerhöhungen

künftig nur noch ein Teil der

Ausschüttungen zu verwenden ist.

Die Kostenersparnis bei Wahl der Dynamic

Variante führt zu einer deutlichen Steigerung

der möglichen Rendite für die Anleger.

Dass diese Kapitalerhöhungen ohne zusätzliche

Kostenbelastung für die Anleger erfolgen,

ist nur möglich, wenn gleichzeitig eine

strikte Begrenzung der anfallenden Verwaltungskosten

erfolgt. Dies erfordert eine vereinfachte

Abwicklung. Anleger haben deshalb

nur zu Beginn ihrer Beteiligung die

Möglichkeit, die Dynamic Variante zu wählen.

Ein späterer Einstieg in das Dynamic

Programm ist nicht möglich. Die Teilnahme

an den Kapitalerhöhungen kann jedoch

jederzeit mit einer Frist von einem Monat

widerrufen werden. Eine spätere Wiederaufnahme

ist dann jedoch ebenfalls nicht mehr

möglich. Zur weiteren Vereinfachung der

Abwicklung werden Kapitalerhöhungen im

Rahmen der Dynamic Variante direkt mit den

Ausschüttungen verrechnet.

Der jederzeit mögliche Wechsel von der

Dynamic Variante in die Ausschüttungsvariante

führt zu einer deutlich erhöhten Flexibilität

des Beteiligungsangebotes. Durch

Wahl des Zeitpunktes des Variantenwechsels

können Anleger selbst bestimmen, ab wann

sie Ausschüttungen ausbezahlt bekommen

wollen. Ein weiterer Vorteil besteht darin,

dass dieser Zeitpunkt nicht zu Beginn der

Beteiligung festgelegt werden muss, sondern

während der Laufzeit je nach individuellen

Bedürfnissen kurzfristig gewählt werden

kann. Dies ist nicht zuletzt deshalb von

Bedeutung, da der Anlageerfolg einer Beteiligung

prognosegemäß um so höher ist,

je länger ein Anleger die Möglichkeit zu

kostenfreien Kapitalerhöhungen im Rahmen

der Dynamic Variante nutzt. Im Abschnitt

‚Langfristige Prognoserechnung’ S. 76 und

77 ist der prognostizierte Liquiditätsverlauf

für verschiedene Zeitpunkte des Variantenwechsels

dargestellt.

Die Prognoserechnung geht davon aus, dass

80 % aller Anleger von der Möglichkeit der

dynamischen Kapitalerhöhungen Gebrauch

machen. Sollte sich ein größerer Teil der

Anleger gegen die Dynamic Variante entscheiden

oder diese im Laufe der Beteiligung

einstellen, hätte dies jedoch kaum nennenswerte

Auswirkungen für die übrigen Anleger.

Laufende Kosten

Als laufende Kosten der Gesellschaft fallen

insbesondere Aufwendungen für Geschäftsführung,

Anlegerverwaltung, Investitionsauswahl,

Steuerberatung und Treuhandschaft

an. Diese werden anfänglich mit insgesamt

1,4 % p. a. bezogen auf das von Anlegern

gezeichnete Kommanditkapital kalkuliert.

Die Prognoserechnung unterstellt ab 2008

grundsätzlich eine vorsichtig kalkulierte

jährliche Steigerung der Kosten um 2,5 %.

Die Geschäftsführungsvergütung kann während

der Investitionsphase ab 2008 an die

Änderungen des Verbraucherindex angepasst

werden. Für die Deinvestitionsphase

wurde die Geschäftsführungsvergütung


52 DAS BETEILIGUNGSKONZEPT

wegen des voraussichtlich abnehmenden

Aufwandes abweichend hiervon als konstante

jährliche Vergütung in Höhe von lediglich

75 % der Geschäftsführungsvergütung

im letzten Jahr der Investitionsphase vereinbart.

Kostenvorteil

Dachfonds wie die Fondsgesellschaft, die

ihrerseits in andere Fonds investieren, sind

zwangsläufig zunächst mit höheren Anlaufkosten

verbunden als Direktinvestments. Bei

dem vorliegenden Angebot stehen diesem

anfänglichen Nachteil jedoch drei konzeptionelle

Besonderheiten gegenüber, so dass

die Anleger im Ergebnis die Vorteile des

anderweitig für sie kaum realisierbaren,

breit diversifizierten Vermögensaufbaus

der Fondsgesellschaft genießen, ohne dass

ihr Anlageerfolg durch zusätzliche Kosten

maßgeblich geschmälert würde. Diese drei

Besonderheiten sind:

£ Aufgrund der Größenordnung der

getätigten Investitionen erhält die

Fondsgesellschaft bei den Fonds, in die

sie investiert – den sog. Zielfonds –,

kostengünstigere Investitionsmöglichkeiten

als Privatanlegern üblicherweise

zur Verfügung stehen. Dieser Kostenvorteil

kommt in voller Höhe der Fondsgesellschaft,

also den Anlegern, zu Gute.

£ Auch die von der Fondsgesellschaft zu

zahlende Geschäftsführungsvergütung

verringert sich, soweit die Top Select

Management GmbH laufende Provisionen

oder sonstige Vergütungen für die

Beteiligung der Fondsgesellschaft an den

Zielfonds vereinnahmt.

£ Die Fondsgesellschaft bietet Anlegern die

Möglichkeit, sich für dynamische Kapitalerhöhungen

zu entscheiden. Anleger, die

hiervon Gebrauch machen, können ihre

erhaltenen Ausschüttungen während der

gesamten Investitionsphase ihrer Beteiligung

ohne zusätzliche Kostenbelastung

(auch kein Agio) zu sonst gleichen

Bedingungen in die Fondsgesellschaft

investieren (Top Select Dynamic).

Diese Möglichkeit der Kapitalerhöhungen

führt zu einer deutlichen Steigerung des

Effekts der zuvor beschriebenen Kostenvorteile.

Bei prognosegemäßem Verlauf ergibt

sich über die Gesamtlaufzeit der Gesellschaft

in der Summe eine Kostenersparnis, die fast

so hoch ist wie die gesamte Kostenbelastung

der Gesellschaft über die Gesamtlaufzeit

von 24 Jahren, so dass die grundsätzlich

doppelte Kostenbelastung eines Dachfonds

nahezu kompensiert wird.

Gewinnverteilung

Gewinne der Gesellschaft werden den

Gesellschaftern grundsätzlich im Verhältnis

ihrer Kapitalanteile zugewiesen (vgl. Gesellschaftsvertrag

§§ 5 und 11). Die Kapitalanteile

sind variabel. Sie erhöhen sich bei

Anlegern, die in der Aufbauphase Kapitalerhöhungen

durchführen. Hierdurch wird

gewährleistet, dass Anleger, die Kapitalerhöhungen

leisten, durch ihren erhöhten

Kapitalanteil automatisch auch eine Erhöhung

der Verzinsung ihres eingesetzten

Kapitals erhalten.

Bei Anlegern, die gleichlang an den Kapitalerhöhungen

teilnehmen, ist darüber hinaus

aber auch der exakte Beitrittszeitpunkt zu

berücksichtigen. Anleger, die der Gesellschaft

frühzeitig beitreten und der Gesellschaft

entsprechend länger Kapital zur

Verfügung stellen als später beitretende

Anleger, müssen hierfür einen angemessenen

Ausgleich erhalten. Üblicherweise

wird hierfür bis Platzierungsschluss eine

sogenannte Vorabverzinsung gezahlt. Ein

korrekter Ausgleich erfolgt hierdurch aber

nur, wenn die anfänglich festgelegte

Vorabverzinsung mit der später tatsächlich

erreichten Anlagerendite übereinstimmt.

Deshalb leistet die Fondsgesellschaft keine

Vorabverzinsung, sondern beabsichtigt, eine

variable Schlusszahlung zu leisten, die vom

Beitrittszeitpunkt des Anlegers abhängig ist

und so bemessen wird, dass alle Anleger, die

gleich lang an Kapitalerhöhungen teilgenommen

haben, unabhängig vom Zeitpunkt

ihres Beitritts, eine gleichmäßige effektive


DAS BETEILIGUNGSKONZEPT

53

Verzinsung ihrer geleisteten Einlagen

erzielen (vgl. § 11 Gesellschaftsvertrag).

Beirat

Die Anleger können einen Beirat einsetzen.

In diesem Fall werden in den Beirat drei

Mitglieder von den Anlegern gewählt und

bis zu zwei weitere Mitglieder zur fachlichen

Unterstützung von der Geschäftsführung

entsandt. Details hierzu und zu den Aufgaben

und Kompetenzen des Beirats sind in

§ 7 des Gesellschaftsvertrages geregelt.


54 DER FINANZ- UND INVESTITIONSPLAN

Der Finanzund

Investitionsplan (Prognose)

Das Kapital der Fondsgesellschaft von planmäßig

20 Mio. € wird durch Eigenkapital

der Anleger aufgebracht. Eine Fremd- oder

Zwischenfinanzierung wird nicht aufgenommen.

Die nachfolgende Aufstellung gibt die

Mittelverwendung der von Anlegern gezeichneten

Kommanditeinlagen wieder.

Mittelzuflüsse aus den Kapitalerhöhungen

im Rahmen der Dynamic Variante sind hier

nicht berücksichtigt. Diese stehen ohne die

nachfolgend aufgeführten Abzüge für

Investitionen zur Verfügung.

Mittelherkunft

Kommanditeinlagen 8 : 100,00 %

Mittelverwendung

Investitionen 89,00 %

Eigenkapitalvermittlung* 6,00 %

Konzeption und Gründung* 2,38 %

Prospektierung, Marketing* 2,18 %

Beratung 0,38 %

Mittelverwendungskontrolle 0,06 %

Summe: 100,00 %

1. Kommanditeinlagen

Die Investitionsplanung basiert auf einem

geplanten Kommanditkapital in Höhe von

20 Mio. € zzgl. 5 % Agio. Das bei Platzierungsschluss

tatsächlich gezeichnete Kommanditkapital

kann hiervon abweichen.

Alle Positionen im Mittelverwendungsplan

sind prozentual an das Zeichnungsvolumen

gekoppelt. Das tatsächliche Platzierungsergebnis

hat somit keinen Einfluss auf den

Investitionsgrad.

2. Investitionen

Für Investitionen werden prognosegemäß

89,00 % des Kommanditkapitals zur Verfügung

stehen. Hierin sind auch Investitionsnebenkosten

wie z. B. Grunderwerbsteuern

bei Immobilienkauf oder Fondskosten bei

Zielfonds enthalten.

3. Eigenkapitalvermittlung

Die Vermittlung des Eigenkapitals bietet die

BVT Beratungs-, Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft

für internationale Vermögensanlagen

mbH an. Die angebotene

Vergütung beträgt 6,00 % des vermittelten

Kommanditkapitals und beinhaltet eine ggf.

anfallende Umsatzsteuer. Als zusätzliche

Vergütung berechnet die BVT Beratungs-,

Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft für

internationale Vermögensanlagen mbH

einen Betrag in Höhe des geleisteten Agios.

4. Konzeption und Gründung

Für sämtliche Leistungen in Zusammenhang

mit der Konzeption, Entwicklung und

Strukturierung des Beteiligungsangebotes

und zur Abgeltung der mit der Gründung

der Gesellschaft verbundenen Kosten für

Eintragung etc. wird der Initiator eine

Vergütung in Höhe von 2,38 % des platzierten

Kommanditkapitals berechnen.

5. Prospektierung und Marketing

Für Kosten der Prospektproduktion, Gutachten

und für Marketingaufwendungen

wird die Top Select Management GmbH

als Anbieter eine Vergütung in Höhe von

2,18 % des platzierten Kommanditkapitals

berechnen. Hierdurch werden alle diesbezüglichen

Kosten abgegolten. Evtl. Überoder

Unterschreitungen dieses Betrages gehen

zu Lasten bzw. Gunsten des Anbieters.


DER FINANZ- UND INVESTITIONSPLAN

55

6. Beratung

Zur Deckung von Drittkosten insbesondere

für rechtliche und steuerliche Beratung in

Zusammenhang mit der Erstellung des Beteiligungsangebotes

werden 0,38 % des

Kommanditkapitals veranschlagt.

7. Mittelverwendungskontrolle

Der Mittelverwendungskontrolleur wird für

die Mittelverwendungskontrolle während

der Platzierungsphase eine Vergütung in

Höhe von 0,06 % des platzierten Eigenkapitals

berechnen.

Umsatzsteuer

In dem dargestellten Mittelverwendungsplan

sind alle Beträge brutto inkl. einer evtl. anfallenden

Umsatzsteuer ausgewiesen. Bei der

Eigenkapital-Vermittlungsprovision fällt nach

derzeitiger Rechtslage keine Umsatzsteuer

an. Sollte sich die Rechtsprechung hier

ändern, gilt auch der hier ausgewiesene

Betrag inkl. USt.

Vergütung der Gründungsgesellschafter

und nahestehender Unternehmen

Die Top Select Management GmbH und

Personen oder Unternehmen, die personell

mit ihr verflochten sind, werden Vergütungen

gemäß der abgeschlossenen Leistungsverträge

berechnen. Diese sind im

Mittelverwendungsplan durch *) gekennzeichnet

und betragen insgesamt 10,56 %

des von Anlegern gezeichneten Kommanditkapitals

zzgl. Agio. Die Fälligkeiten und

Voraussetzungen für diese Vergütungen

sowie die zugrunde liegenden Leistungen

sind in der Anlage 2 zum Gesellschaftsvertrag

dargestellt.

8

zzgl. 5 % Agio, das für weitere Kosten der Eigenkapitalvermittlung

verwendet wird.


56 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Vermögens-, Finanzund

Ertragslage

Eröffnungsbilanz der BVT-PB

Top Select Fund Dynamic

GmbH & Co. KG zum

11.04.2007 in TEUR

Aktiva

Aussteh. Einlagen

Anlagevermögen

Umlaufvermögen 0

Passiva

Eigenkapital

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Auf eine Zwischenübersicht

nach § 15 Abs. 1 VermVerk-

ProspV wurde verzichtet, da

die Eröffnungsbilanz auf den

Tag der Prospektaufstellung

datiert.

0

0

0

0

0

0

0

Erläuterungen zu den Planrechnungen

und Planzahlen

Die nachfolgenden Planrechnungen für das

laufende und das folgende Geschäftsjahr

und die Planzahlen für die darauf folgenden

Geschäftsjahre beruhen auf den in diesem

Kapitel („Vermögens- Finanz- und Ertragslage“)

auf den Seiten 61 ff. und 66 ff. ausführlich

dargestellten Annahmen für die

langfristige Prognoserechnung.

Die voraussichtliche Vermögenslage der

Fondsgesellschaft im laufenden und im

folgenden Jahr lässt sich aus den Planbilanzen

für die Jahre 2007 und 2008 ablesen.

Bei den Ende 2007 voraussichtlich ausstehenden

Einlagen handelt es sich annahmegemäß

um Einlagen von Anlegern, die zum

Jahresende 2007 gezeichnet und ihre Einlage

noch nicht geleistet haben. Zum angenommenen

(gleichmäßigen) Einzahlungsverlauf

(Emissionsverlauf) siehe Seite 66 Ziffer

1. Bei den voraussichtlichen Finanzanlagen

handelt es sich um erste Beteiligungen,

die annahmegemäß nach Zufluss der

Einlagen angeschafft und zu den (um Anschaffungskostenminderungen

verringerten)

Anschaffungspreisen bilanziert werden,

siehe Seite 66 Ziffern 4 bis 7 (angenommener

Investitionsverlauf). Beim voraussichtlichen

Umlaufvermögen zum Jahresende

2007 handelt es sich um flüssige Mittel, die

annahmegemäß erst im Jahr 2008 auf Verbindlichkeiten

der Fondsgesellschaft gezahlt

werden. Das voraussichtliche Eigenkapital

der Fondsgesellschaft gliedert sich in Kommanditeinlagen

und Rücklagen (entsprechend

dem von den Anlegern zu leistenden

Agio). Die Emissionsaufwendungen und

Verwaltungskosten schlagen sich in den

Jahren 2007 und 2008 als Jahresfehlbetrag

nieder; siehe hierzu Seiten 67 f. Ziffern 12

bis 17. Die Verbindlichkeiten des Jahres

2007 betreffen annahmegemäß die noch

nicht abgerufenen Kapitaleinzahlungen der

Zielfonds.

Die voraussichtliche Finanzlage der

Fondsgesellschaft im laufenden und im

folgenden Jahr ist als Kapitalflussrechnung

für die Jahre 2007 und 2008 dargestellt. Das

Periodenergebnis ist der voraussichtliche

Jahresfehlbetrag (siehe hierzu und zu den

Emissionsaufwendungen vorstehende Erläuterungen

zu den Planbilanzen und Seiten 67 f.

Ziffern 12 bis 17). Bei den voraussichtlichen

Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen

handelt es sich um das von

den Zielfonds abgerufene Kapital. Die Eigenkapitalzuführungen

beinhalten Einlagen und

Agio der Anleger. Zum Finanzmittelfonds per

Ende 2007 siehe auch vorstehende Erläuterungen

zu den Planbilanzen.

Die voraussichtliche Ertragslage der Fondsgesellschaft

im laufenden und im folgenden

Jahr ergibt sich aus der Plangewinn- und

Verlustrechnung für die Jahre 2007 und 2008.

Die angenommenen sonstigen betrieblichen

Aufwendungen bestehen aus Emissions- und

Verwaltungskosten (siehe hierzu vorstehende

Erläuterungen zu den Planbilanzen und Seiten

67 f. Ziffern 12 bis 17). Das Rohergebnis des

Jahres 2008 spiegelt angenommene Zins- und

Beteiligungserträge wider (siehe Seite 67

Ziffern 9 und 10). Insgesamt ergeben sich in

beiden Jahren aufgrund der anfänglichen

Aufwendungen, denen noch keine bzw. nur

geringe Erträge gegenüberstehen, Jahresfehlbeträge.

Die Planzahlen der Fondsgesellschaft in

den folgenden drei Geschäftsjahren

ergeben sich zusammengefasst aus der

Prognose für die Jahre 2007 bis 2010. Zum

angenommenen Investitionsverlauf siehe

vorstehende Erläuterungen zu den Planbilanzen

und Seite 66 Ziffern 4 bis 7. Ab dem

Jahr 2009 wird der Investitionsverlauf auch

von den angenommenen Kapitalerhöhungen

aus Ausschüttungen beeinflusst, siehe Seite 66

Ziffern 2 und 3. Da die Fondsgesellschaft kein

produzierendes Unternehmen ist und keine

Umsatzerlöse (sondern nur Beteiligungs- und

Zinserträge) erzielen wird, werden für Produktion

und Umsatz jeweils Nullwerte ausgewiesen.

Zu den Erträgen siehe Seite 67 Ziffern 9

und 10. Zu den Ergebnissen siehe Seite 68

Ziffer 19.


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

57

Voraussichtliche Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage

Voraussichtliche Vermögenslage 2007 - 2008 – Prognose

Vermögenslage – Planbilanzen 2007 und 2008

der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG

Aktiva 31. 12. 2007

TEUR

31. 12. 2008

TEUR

A Ausstehende Einlagen

875 0

B

Anlagevermögen

I. Finanzanlagen

11.680 17.542

C

Umlaufvermögen

I. Flüssige Mittel

5.973

18.528

0

17.542

Passiva

A

Eigenkapital

I. Kommanditeinlagen

II. Rücklagen (Agio)

III. Gewinn- und Verlustvortrag

IV. Jahresfehlbetrag /-überschuss

13.333

667

0

-2.320

11.680

20.000

1.000

-2.320

-1.138

17.542

B Verbindlichkeiten

6.848

18.528

0

17.542


58 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Voraussichtliche Finanzlage 2007 - 2008 – Prognose

Kapitalflussrechnung – Planzahlen 2007 und 2008

der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG

2007

TEUR

2008

TEUR

Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten

-2.320

-1.138

+

Zunahme der Rückstellungen

0

0

+

Emissionsaufwendungen

2.133

1.067

=

Cash-Flow aus laufender

Geschäftstätigkeit

-187

-71

-

Auszahlungen für Investitionen in das

Finanzanlagevermögen

-4.832

-12.711

=

Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

-4.832

-12.711

+

Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen

13.125

7.875

-

ausbezahlte Emissionsaufwendungen

-2.133

-1.067

=

Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

10.992

6.808

Zahlungswirksame Veränderung des

Finanzmittelfonds

5.973

-5.973

+

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

0

5.973

=

Finanzmittelfonds am Ende der Periode

5.973

0

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

am Ende der Periode

+

Zahlungsmittel

5.973

0

5.973

0


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

59

Voraussichtliche Ertragslage 2007 - 2008 – Prognose

Ertragslage – Plangewinn- und -Verlustrechnung 2007 und 2008

der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG

2007

TEUR

2008

TEUR

Rohergebnis

0

114

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2.320

1.252

Jahresüberschuss/-fehlbetrag

-2.320

-1.138

Planzahlen der Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG

bis 2010 – Prognose

2007

TEUR

2008

TEUR

2009

TEUR

2010

TEUR

Investition

12.842

6.445

615

2.900

Produktion

0

0

0

0

Umsatz

0

0

0

0

Erträge

0

114

262

684

Ergebnis

-2.320

-1.138

58

449


60 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

61

Langfristige Prognoserechnung

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft

hängt von einer Vielzahl heute unbestimmbarer

Faktoren ab, so dass es prinzipiell

unmöglich ist, eine verlässliche Prognose

der künftig erzielbaren Erträge zu erstellen.

Zu diesen Faktoren gehört insbesondere,

dass heute noch nicht festgelegt ist, in

welche konkreten Objekte bzw. Gesellschaften

investiert wird, und aufgrund der langen

Laufzeit der Gesellschaft die Verteilung der

Mittel auf die unterschiedlichen Investitionssegmente

und vermutlich sogar die vorgesehenen

Investitionsbereiche Anpassungen an

sich ändernde Gegebenheiten unterzogen

werden müssen. Zudem lassen sich bei der

Mehrzahl der angestrebten Investitionen

selbst keine präzisen Vorhersagen zur Höhe

der erzielbaren Gewinne und deren Zeitpunkt

machen.

Gleichwohl erachtet es der Anbieter als sinnvoll,

eine Ergebnisprognose über die gesamte

Laufzeit der Gesellschaft zu erstellen. Hierzu

wird eine Vielzahl von Annahmen getroffen

zu der langfristigen Verteilung der Investitionen

auf die einzelnen Anlagesegmente und

zu dem konkreten Anlageerfolg der einzelnen

Investitionen. Mit Sicherheit werden sich

im tatsächlichen Verlauf der Gesellschaft z. T.

deutliche Abweichungen von diesen Annahmen

ergeben. Ersichtlich ist anhand dieser

Ergebnisprognose jedoch, wie sich die Konzeption

des Beteiligungsangebotes auf den

Anlageerfolg der Anleger auswirkt und welches

Ergebnis die Anleger unter den getroffenen

Annahmen erwarten können. Anlageinteressenten

können dann selbst beurteilen,

für wie realistisch sie die zugrunde gelegten

Annahmen halten, und auf dieser

Grundlage ihre Anlageentscheidung treffen.

Zusätzliche Informationen hierzu bieten die

Sensitivitätsanalysen, die zeigen, wie sich

einzelne Veränderungen wesentlicher Parameter

auf den Anlageerfolg der Anleger

auswirken.

Der Einfachheit halber wird in der Prognoserechnung

angenommen, dass Zeichnungen

weitgehend gleichmäßig verteilt über den

gesamten Platzierungszeitraum erfolgen.

Früherer oder späterer Beitritt von Anlegern,

ändert nichts an der Rentabilität einer

Beteiligung. Der genaue Zeitpunkt der

Kapitaleinzahlung eines Anlegers fließt bei

Auflösung der Gesellschaft in die Berechnung

der individuellen Schlusszahlung ein

(vgl. Gesellschaftsvertrag § 11 Abs. 3), so

dass weder für früher noch für später beitretende

Anleger ein Vor- oder Nachteil

entsteht.

Da den Anlegern frei gestellt ist, sich für die

Dynamic Variante zu entscheiden, lässt sich

im Vorhinein nicht verlässlich abschätzen,

welcher Prozentsatz der Anleger die Dynamic

Variante wählt und wie viele Anleger

dies nicht tun. Aufgrund der Vorteile der

Dynamic Variante für die Anleger wird in der

Prognoserechnung vereinfachend davon ausgegangen,

dass 80 % aller Anleger während

der gesamten Aufbauphase von dieser Möglichkeit

Gebrauch machen. Auf Basis der Erfahrungen

bei den Vorgängerfonds wird

der tatsächliche Anteil anfänglich voraussichtlich

höher sein, so dass diese Annahme

bereits einen gewissen Prozentsatz von

Variantenwechseln während der Laufzeit

berücksichtigt. Sollte sich dennoch ein größerer

Teil der Anleger gegen die Dynamic

Variante entscheiden oder die Teilnahme im

Laufe der Beteiligung einstellen, hätte dies

kaum nennenswerte Auswirkungen auf die

Ergebnisse der übrigen Anleger. Spätere

Kündigungen der Dynamic Variante wurden

deshalb der Einfachheit halber in der Prognoserechnung

nicht extra berücksichtigt.

Die gemäß Prognose zu erwartenden Ergebnisse

einer Beteiligung werden sowohl

für Anleger, die die Dynamic Variante wählen,

also während der gesamten Investitionsphase

die erhaltenen Ausschüttungen zu

Kapitalerhöhungen nutzen, als auch für

diejenigen Gesellschafter dargestellt, die das

nicht tun und sich die Ausschüttungen von

Anfang an auszahlen lassen. Daneben wird

eine komprimierte Darstellung des erwarteten

Liquiditätsverlaufs einer Beteiligung bei


62 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Wechsel von der Dynamic Variante in die

Ausschüttungsvariante zu verschiedenen

Zeitpunkten im Laufe der Investitionsphase

wiedergegeben.

Von größter Bedeutung für den Anlageerfolg

der Gesellschaft ist das wirtschaftliche

Ergebnis der einzelnen Investitionen. Dieses

lässt sich bei den geplanten Investitionen im

Voraus nicht exakt bestimmen. Dies gilt umso

mehr, als die konkreten Investitionen zum

Zeitpunkt der Prospektherausgabe noch

nicht feststehen. Die getroffenen Annahmen

zur Prognoserendite der einzelnen Investitionsbereiche

wurden vom Anbieter aufgrund

sorgfältiger Schätzungen anhand von allgemeinen

Erfahrungswerten der Vergangenheit

getroffen bzw. orientieren sich an den

Ergebnisprognosen konkreter am Markt

befindlicher geschlossener Fonds der jüngeren

Vergangenheit und hier insbesondere

derjenigen Beteiligungsangebote, an denen

sich der Vorgängerfonds, BVT-PB Top Select

Fund GmbH & Co. KG, bisher beteiligt hat.

Für die einzelnen Investitionsbereiche wurde

ein Ausschüttungsverlauf gemäß folgender

Tabelle angenommen (Prognose):

Investitionsbereich

Private

Equity

Immobilien

Inland

Immobilien

Ausland

Projektentwicklungen

USA

Ausschüttung/

Jahr

1

Zeichnung

Zeichnung

Zeichnung

Zeichnung

2

0,00 %

6,83 %

6,50 %

0,00 %

3

5,00 %

6,83 %

6,50 %

0,00 %

4

8,00 %

6,83 %

6,50 %

135,35 %

5

12,00 %

6,83 %

6,50 %

6

24,00 %

6,83 %

6,50 %

7

30,00 %

6,92 %

6,50 %

8

30,00 %

6,92 %

6,63 %

9

28,00 %

6,92 %

6,88 %

10

25,00 %

6,92 %

7,00 %

11

20,00 %

6,92 %

7,25 %

12

13,00 %

4,58 %

121,59 %

13

6,92 %

14

7,00 %

15

7,08 %

16

47,61 %

17

4,67 %

18

4,67 %

19

4,75 %

20

96,07 %


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

63

Bei den deutschen Immobilienfonds liegen

Durchschnittswerte der prognostizierten Ausschüttungen

eines Fonds der Hahn Fonds

GmbH sowie der Fonds Trinkaus Europa

Immobilienfonds Nr.11 und ILG Immobilienfonds

Nr. 31 zugrunde, an denen der Vorgängerfonds

BVT-PB Top Select Fund beteiligt

ist. Dabei wird auch die unterschiedliche

planmäßige Laufzeit berücksichtigt. Aus Vorsichtsgründen

wurde bei Verkaufserlösen ein

Sicherheitsabschlag von 7 Prozentpunkten

angesetzt. Bei den Auslandsimmobilienfonds

wird ebenfalls mit einem Durchschnittswert

kalkuliert. Dabei werden Frankreich- und

Österreich-Fonds jeweils gleich gewichtet.

Der Durchschnittsberechnung liegen die

Werte der Ausschüttungsprognosen von

Fonds der Initiatoren Real I.S. und Sachsen-

Fonds zugrunde. Aus Vorsichtsgründen

wurde bei Verkaufserlösen ebenfalls ein

Sicherheitsabschlag von 7 Prozentpunkten

angesetzt. Bei Projektentwicklungen in USA

wurden Prognosewerte aktueller Fonds der

BVT herangezogen, wobei auch hier ein

Sicherheitsabschlag von 7 Prozentpunkten

angesetzt wurde.

Das Besteuerungsrecht liegt nach dem jeweiligen

Doppelbesteuerungsabkommen mit

Frankreich und Österreich in diesen Fällen

jeweils in dem Belegenheitsland der Immobilien.

Aufgrund der Freibeträge fallen für

Anleger der Fondsgesellschaft in Österreich

voraussichtlich keine Steuern an. In Frankreich

gilt für nichtansässige Steuerpflichtige

eine Mindestbesteuerung in Höhe von 20 %.

Nach den Doppelbesteuerungsabkommen

fallen in Deutschland auf diese Einnahmen

keine Steuern an. Allerdings unterliegen sie

dem sog. Progressionsvorbehalt (vgl. hierzu

‚Steuerliche Grundlagen’ S. 112). In Projektentwicklungen

in den USA wird plangemäß

durch Vergabe partiarischer Darlehen

investiert. Die hier anfallende ca. 15%ige

Quellensteuer wurde bereits berücksichtigt.

In Deutschland sind die hieraus erzielten

Einnahmen als Einkünfte aus Kapitalvermögen

zu versteuern.

Für die einzelnen Investitionsbereiche errechnen

sich aus dem angenommenen

Ausschüttungsverlauf auf Ebene der Zielfonds

unter Berücksichtigung des voraussichtlichen

Einzahlungsverlaufes und des von

Zielfonds erhobenen Agios Renditen (IRR)

gemäß folgender Aufstellung (Prognose):

Private Equity /

Venture Capital 12,5 % p. a.

Immobilien Deutschland 7,2 % p. a.

Immobilien Ausland 6,9 % p. a.

Projektentwicklungen USA 9,5 % p. a.

Diese Annahmen wurden auch für die

laufenden Investitionen in den Folgejahren

aufgrund der Kapitalerhöhungen im Rahmen

der Dynamic Variante entsprechend

beibehalten. Bei der angegebenen Rendite

des angenommenen Private Equity Fonds ist

zu beachten, dass eine über vier Jahre verteilte

Einzahlung in Raten von jeweils 20 %

in den ersten beiden Jahren und 30 % im

dritten und vierten Jahr unterstellt wurde.

Für Private Equity Investitionen in 2007 und

2008 wurde abweichend hiervon in der

Prognoserechnung bei unveränderten

Rückflüssen eine vollständige Einzahlung in

2008 unterstellt. Die rechnerische Rendite

der angenommenen Private Equity Zielfonds

sinkt hierdurch auf 10,7 % p. a. bzw. 9,4 %

p. a. Für liquide Mittel der Gesellschaft, die

vorübergehend in Zwischenanlagen investiert

werden, wird je nach Zeitpunkt und

voraussichtlicher Dauer der Anlage mit einer

Anlagerendite von 4 % p. a. bzw. 6,25 %

p. a. kalkuliert.

Unter diesen Prämissen ergibt sich folgende

langfristige Prognose für die wirtschaftliche

Entwicklung der Gesellschaft:


64 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Prognoserechnung BVT-PB Top Select Fund Dynamic

Kommanditkapital 20 Mio. J

Eigenkapitalentwicklung

2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020

1. Einzahlung inkl. Agio 14.000 7.000 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

2. Kapitalerhöhung 0 0 389 1.834 1.786 2.503 4.117 4.747 5.281 6.215 6.521 7.634 7.170 7.583

3. Eigenkapitalrückzahlung 0 0 486 2.283 2.180 3.002 4.835 5.418 2.307 2.333 2.756 4.073 4.474 4.804

Investition

4. Bruttoinvestition 12.842 6.445 615 2.900 2.824 3.555 5.848 6.556 6.868 7.831 7.951 9.308 8.107 8.635

5. Anschaffungskostenminderung -1.162 -583 -55 -259 -252 -319 -524 -590 -619 -705 -713 -835 -727 -774

6. Ausstehende Zahlungsverpfl ichtung 0 0 -171 -807 -786 -734 -1.207 -1.218 -968 -911 -717 -839 -210 -278

7. Investition 11.680 5.862 389 1.834 1.786 2.503 4.117 4.747 5.281 6.215 6.521 7.634 7.170 7.583

8. Rückfl üsse aus Investitionen 0 114 690 2.519 2.407 3.231 5.061 5.629 6.071 6.952 7.149 8.227 7.674 8.059

Ergebnis

Erträge

9. Erträge aus Beteiligungen 0 45 262 285 342 398 464 1.730 3.682 4.215 4.017 3.802 2.781 2.786

10. Zinserträge 0 68 0 399 210 57 240 236 250 404 377 352 419 469

11. Summe Erträge 0 114 262 684 552 455 704 1.966 3.932 4.619 4.393 4.154 3.200 3.255

Kosten

12. Anfangskosten 2.133 1.067

13. Anlegerverwaltung 29 44 45 46 47 48 50 51 52 54 55 56 58 59

14. Treuhandschaft 11 17 18 18 18 19 19 20 20 21 21 22 22 23

15. Steuer-, Rechtsberatung, Abschlusskosten etc. 33 41 42 43 44 45 46 47 48 50 51 52 53 55

16. Geschäftsführungsvergütung 114 176 180 185 189 194 199 204 209 214 219 225 230 236

17. Kostenminderung aus Bestandsprovisionen 0 -92 -80 -56 -72 -77 -88 -111 -129 -145 -167 -184 -178 -174

18. Summe Kosten 2.320 1.252 204 236 227 229 226 211 201 193 180 171 186 199

19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2.320 -1.138 58 449 326 225 478 1.755 3.731 4.427 4.214 3.983 3.013 3.056

Ausschüttung

20. Gesamt Ausschüttung 0 0 486 2.283 2.180 3.002 4.835 5.418 5.871 6.760 6.969 8.055 7.487 7.860

21. Gewinnausschüttung 0 0 0 0 0 0 0 0 3.564 4.427 4.214 3.983 3.013 3.056

Alle Beträge in Tausend D, ganzzahlig gerundet, so dass Rundungsdifferenzen möglich sind


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

65

Prognoserechnung BVT-PB Top Select Fund Dynamic

Kommanditkapital 20 Mio. J

Eigenkapitalentwicklung

2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030 2031 Summe

1. Einzahlung inkl. Agio

2. Kapitalerhöhung

3. Eigenkapitalrückzahlung

Investition

4. Bruttoinvestition

5. Anschaffungskostenminderung

6. Ausstehende Zahlungsverpfl ichtung

7. Investition

8. Rückfl üsse aus Investitionen

Ergebnis

Erträge

9. Erträge aus Beteiligungen

10. Zinserträge

11. Summe Erträge

Kosten

12. Anfangskosten

13. Anlegerverwaltung

14. Treuhandschaft

15. Steuer-, Rechtsberatung, Abschlusskosten etc.

16. Geschäftsführungsvergütung

17. Kostenminderung aus Bestandsprovisionen

18. Summe Kosten

19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Ausschüttung

20. Gesamt Ausschüttung

21. Gewinnausschüttung

21.000

55.779

936 1.978 3.047 2.900 2.289 1.271 1.212 1.582 2.940 4.681 6.004 8.987 76.779

677 1.119 1.559 1.842 1.944 2.671 235 334 0 0 0 100.664

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -8.118

4.034 3.244 1.567 0 0 0 0 0 0 0 0 0

4.711 4.363 3.126 1.842 1.944 2.671 235 334 0 0 0 92.546

9.776 11.121 11.542 10.269 10.387 11.131 8.715 8.836 8.525 8.552 8.577 9.268 180.482

3.584 4.353 4.911 5.526 6.153 7.189 7.267 6.920 5.586 3.871 2.573 281 83.027

546 427 458 0 0 0 0 0 0 0 0 0 4.910

4.130 4.780 5.369 5.526 6.153 7.189 7.267 6.920 5.586 3.871 2.573 281 87.936

3.200

61 62 64 65 67 68 70 72 74 76 77 1.449

24 24 25 25 26 27 27 28 29 29 30 564

56 58 59 60 62 64 65 67 68 70 72 1.351

177 177 177 177 177 177 177 177 177 177 177 4.722

-198 -157 -152 -144 -132 -118 -103 -85 -66 -43 -22 -2.773

120 164 173 184 200 217 237 259 282 309 334 0 8.513

4.010 4.616 5.197 5.343 5.954 6.972 7.031 6.661 5.303 3.562 2.239 281 79.423

4.946 6.594 8.243 8.243 8.243 8.243 8.243 8.243 8.243 8.243 8.243 9.268 156.202

4.010 4.616 5.197 5.343 5.954 6.972 7.031 6.661 5.303 3.562 2.239 281 79.423

Alle Beträge in Tausend D, ganzzahlig gerundet, so dass Rundungsdifferenzen möglich sind


66 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Erläuterungen

zur Prognoserechung

1. Einzahlung

Die Prognoserechnung der Fondsgesellschaft

unterstellt ein von Anlegern gezeichnetes

Kommanditkapital von 20 Mio. €. Die

Platzierungsphase erstreckt sich vom ersten

Werktag nach Prospektveröffentlichung bis

zum 30.04.2008. Aus Vereinfachungsgründen

wurde unterstellt, dass Zeichnungen

weitgehend gleichmäßig verteilt über den

gesamten Platzierungszeitraum erfolgen.

2. Kapitalerhöhung

Im Rahmen der Dynamic Variante haben

Anleger die Möglichkeit, die ihnen aus den

laufenden Liquiditätsüberschüssen der Gesellschaft

zugewiesenen Ausschüttungen als

Kapitalerhöhung in der Gesellschaft wieder

anzulegen. Da der Anbieter bei solchen planmäßigen

Kapitalerhöhungen auf eine zusätzliche

Vergütung verzichtet, wirken sich

die Kapitalerhöhungen für Anleger, die von

dieser Möglichkeit Gebrauch machen, positiv

auf die Ertragschancen der Beteiligung

aus. Aus diesem Grund und anhand der Erfahrungen

mit dem Vorgängerfonds wird

angenommen, dass 80 % aller Anleger die

Dynamic Variante wählen und bis zum Ende

der Investitionsphase beibehalten. Bei den

gemäß der Dynamic Variante zufließenden

Beträgen wurde unterstellt, dass die bei der

Fondsgesellschaft eingehenden Beträge

sofort in die einzelnen Investitionssegmente

investiert werden und die hierfür angenommene

Rendite erzielen. Tatsächlich kann es

sich im Laufe der Jahre ergeben, dass geeignete

Investitionsobjekte noch gesucht werden

müssen und eine Zwischenanlage in

geringer rentierende Anlagen erfolgen wird.

3. Eigenkapitalrückzahlung

Zeile 20. minus Zeile 21. Die Ausschüttungen

an die Anleger (Entnahmen) übersteigen

regelmäßig die von der Gesellschaft

erzielten Gewinne, da bereits die Rückflüsse

aus den Zielfonds Rückzahlungen des dort

investierten Kapitals enthalten und ausschüttungsfähige

Liquidität der Gesellschaft grundsätzlich

an die Anleger ausgeschüttet wird,

auch soweit diese Gewinne der Gesellschaft

übersteigt. Hier ausgewiesen ist der Anteil

der Ausschüttung (Zeile 20.), der die Gewinne

übersteigt und insofern Rückzahlung

des Eigenkapitals der Anleger darstellt.

4. Bruttoinvestition

Hier wird angegeben, welche Beteiligungen

die Fondsgesellschaft in den einzelnen

Jahren brutto, d. h. nominal inkl. Agio,

prognosegemäß bei Zielfonds zeichnen

wird.

5. Anschaffungskostenminderung

Aufgrund der Größenordnung der getätigten

Investitionen wird der Top Select Fund

Dynamic bei den Zielfonds voraussichtlich

kostengünstigere Investitionsmöglichkeiten

erhalten, als Privatanlegern üblicherweise zur

Verfügung stehen. Dieser Kostenvorteil

wurde anhand branchenüblicher Vertriebsprovisionen

und der Erfahrungen bei den

Vorgängerfonds geschätzt. Er kommt in voller

Höhe der Beteiligungsgesellschaft zu Gute

und ist hier als Anschaffungskostenminderung

ausgewiesen.

6. Ausstehende Zahlungsverpflichtung

Bei Private Equity Investitionen erfolgen die

Kapitalabrufe über mehrere Jahre verteilt.

Um nicht unnötig viel Liquidität vorhalten zu

müssen, wird die Fondsgesellschaft deshalb

auch Zeichnungen bei Private Equity Fonds

abschließen, die nicht in voller Höhe durch

bereits vorhandene Liquidität gedeckt sind.

Hier ist ausgewiesen, welche Verpflichtungen

die Fondsgesellschaft hierdurch in

den einzelnen Jahren eingeht. Prognosegemäß

werden diese Verpflichtungen in den

Jahren 2021 bis 2023 aufgelöst.


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

67

7. Investition

Summe der Zeilen 4. bis 6.

8. Rückflüsse aus Investitionen

Aus der plangemäß angestrebten Verteilung

der für Investitionen zur Verfügung stehenden

Mittel auf die einzelnen Investitionssegmente

und den für diese einzelnen Segmente

jeweils getroffenen und in der Tabelle auf

S. 62 dargestellten Erlösannahmen sowie

aus Zwischenanlagen liquider Mittel, ergeben

sich die für die einzelnen Jahre aufgeführten

Rückflüsse aus den einzelnen

Investitionsbereichen an die Gesellschaft.

9. Erträge aus Beteiligungen

Rückflüsse aus Beteiligungen der Gesellschaft

an Immobilien- und Private Equity

Fonds (Zielfonds) abzüglich der prognostizierten

Eigenkapitalrückflüsse aus diesen

Investitionen.

10. Zinserträge

Die Gesellschaft erzielt prognosegemäß

Zinserträge aus partiarischen Darlehen und

aus der Zwischenanlage liquider Mittel in

der angegebenen Höhe.

11. Summe Erträge

Summe der Zeilen 9. bis 10.

12. Anfangskosten

Die gemäß Finanz- und Investitionsplan anfallenden

Anfangskosten der Gesellschaft

betragen 11 % des Kommanditkapitals zzgl.

5 % Agio.

13. Anlegerverwaltung

Der Gesellschaft entstehen laufende Kosten

für Anlegerverwaltung. Auf Grundlage bereits

geschlossener Verträge mit der B.F.S.

Beteiligungs-Treuhand für Sachwerte GmbH

werden diese mit 0,18 % p. a. zzgl. USt.,

bezogen auf das gezeichnete Kommanditkapital,

kalkuliert, wobei ab dem Jahr 2008

für die gesamte Beteiligungsdauer mit einer

vorsichtig kalkulierten jährlichen Steigerung

der Kosten um 2,5 % gerechnet wird.

14. Treuhandschaft

Für die Übernahme der Treuhandschaft und

die damit verbundenen Aufgaben erhält die

PTM Portfolio Treuhand München Vermögensverwaltung

GmbH eine jährliche Vergütung

von 0,07 % zzgl. USt. bezogen auf

das von Anlegern gezeichnete Kommanditkapital,

wobei ab dem Jahr 2008 ebenfalls

mit einer jährlichen Steigerung um 2,5 %

gerechnet wird.

15. Beratungs-, Abschlusskosten etc.

Die laufend anfallenden Kosten der Gesellschaft

für Steuer- und Rechtsberatung,

Buchhaltung, Abschlussprüfung, Haftungsvergütung,

Beiratsvergütung etc. wurden

mit 33.250 € im Jahr 2007 sowie 40.750 €

in 2008 kalkuliert. Ab dem Jahr 2009 wird

mit einer jährlichen Steigerung dieser Kosten

um 2,5 % gerechnet.

16. Geschäftsführungsvergütung

Für ihre Leistungen in Zusammenhang mit

der Geschäftsführung des Top Select Fund

Dynamic erhält die Top Select Management

GmbH eine laufende Vergütung in Höhe von

0,72 % p. a. zzgl. USt. bezogen auf das von

Anlegern gezeichnete Kommanditkapital.

Die Geschäftsführungsvergütung wird während

der Investitionsphase ab 2008 entsprechend

Änderungen des Verbraucherindex

angepasst. In der Prognose wird mit einer

jährlichen Steigerung um 2,5 % kalkuliert. In

der Deinvestitionsphase ist die Geschäftsführungsvergütung

als konstante jährliche

Vergütung in Höhe von lediglich 75 % der

Geschäftsführungsvergütung im letzten

Jahre der Investitionsphase vereinbart.


68 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

17. Kostenminderung aus Abschlussvergütungen

und Bestandsprovisionen

Aufgrund der Übernahme von Geschäftsführungsaufgaben

für die Zielfonds, insbesondere

in den Bereichen Marketing und Anlegerbetreuung,

erhält die Top Select Management

GmbH von Zielfonds voraussichtlich

Abschlussvergütungen oder Bestandsprovisionen.

Diese Fees wurden anhand branchenüblicher

Vergütungen und der Erfahrungen

bei den Vorgängerfonds geschätzt und werden

durch Verrechnung mit der Geschäftsführungsvergütung

in voller Höhe als Kostenminderung

an die Fondsgesellschaft weitergegeben.

18. Summe Kosten

Summe der Zeilen 12. bis 17. Alle in den

Zeilen 12. bis 17. ausgewiesenen Kosten

enthalten die ggf. anfallende Umsatzsteuer.

19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Zeile 11. minus Zeile 18.

20. Gesamt Ausschüttung

Rückflüsse der Gesellschaft aus Investitionen

werden, soweit sie die Kosten übersteigen

grundsätzlich an die Anleger ausgeschüttet.

Die Gesamtausschüttung ergibt sich in diesem

Fall aus der Differenz von Zeile 8. und

Zeile 18. In der Deinvestitionsphase, d. h. ab

dem Jahr 2021, wird abweichend hiervon

ein Teil der Rückflüsse zur Auflösung der

ausstehenden Zahlungsverpflichtung (Zeile

6.) sowie zur Bildung ausreichender Liquidität

für den geplanten Renditeausgleich am

Ende der Beteiligungsdauer (vgl. S. 52)

verwendet und reduziert die Ausschüttung

entsprechend.

21. Gewinn Ausschüttung

Der durch prognostizierte Gewinne der Gesellschaft

gedeckte Anteil der Gesamtausschüttung.

Steuerliches Ergebnis

Die Gesellschaft ist vermögensverwaltend

tätig und erzielt zum weit überwiegenden

Teil Einkünfte aus Veräußerungen, die nach

Auffassung des Anbieters gemäß derzeitiger

Rechtslage steuerfrei sind. Daneben erzielt

die Gesellschaft in geringerem Umfang auch

steuerpflichtige Einnahmen. Dies sind:

1. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

durch Beteiligungen an in Deutschland

belegenen Immobilien. Die hieraus

resultierende Steuerbelastung ist nicht

exakt kalkulierbar, prognosegemäß aber

insbesondere in der Aufbauphase, in der

die Anleger ihre Ausschüttungen ggf. als

Kapitalerhöhungen in die Gesellschaft einbezahlen,

gering und liegt insgesamt voraussichtlich

bei durchschnittlich ca. 0,6 %

p. a. bezogen auf die Zeichnungssumme.

2. Einkünfte aus Kapitalvermögen in Form

von Zinsen und Dividenden insbesondere

aus der Zwischenanlage liquider Mittel

und partiarischen Darlehen, die plangemäß

an ausländische Immobiliengesellschaften

vergeben werden. Die in diesem

Fall im Ausland anfallende Quellensteuer

ist bereits in Zeile 8. berücksichtigt. Die

erzielten Einkünfte aus Kapitalvermögen

sind in Deutschland steuerpflichtig, liegen

aber für eine Beteiligung bis 24.000 € in

allen Jahren und für Beteiligungen bis zu

ca. 60.000 € während des überwiegenden

Teils der Beteiligungsdauer

unterhalb des ab 2007 gültigen Sparerfreibetrags,

so dass für Anleger, die ihren

Sparerfreibetrag nicht ausgeschöpft

haben, eine entsprechend verminderte

und ggf. keine Steuerbelastung zu

erwarten ist.

Daneben werden Einkünfte durch Beteiligungen

an im Ausland belegenen Immobilien

erzielt. In Deutschland sind diese Einkünfte

gemäß bestehender Doppelbesteuerungsabkommen

nicht steuerpflichtig, unterliegen

aber dem Progressionsvorbehalt. Die hieraus


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

69

resultierende Steuermehrbelastung für die

Anleger ist je nach individuellen Verhältnissen

sehr unterschiedlich und lässt sich nicht

allgemein angeben. Sie liegt größenordnungsmäßig

voraussichtlich jedoch noch

deutlich unterhalb der Steuerbelastung aus

deutschen Immobilien.

Die auf Ebene der Fondsgesellschaft entstehenden

Kosten führen zu einer weiteren

Verminderung des steuerlichen Ergebnisses.

Darüber hinaus kann die Anrechung der ca.

15%igen Quellensteuer, die für Erträge aus

partiarischen Darlehen an US-Immobiliengesellschaften

zu entrichten ist und in der

Prognose bereits in Abzug gebracht ist, bei

der persönlichen Steuererklärung zu Erstattungsansprüchen

führen.

Voraussichtliche Kosten der Investitionsphase bis 2020 (Prognose)

absolut in

TEUR

in % der Summe

in % des Eigenkapitals

inkl. Agio u.

Kapitalerhöhungen

1. Aufwand für den Erwerb

des Anlageobjekts

90.284

93,74 %

117,59 %

2. Fondsabhängige Kosten

2.1. Vergütungen

5.384

5,59 %

7,01 %

2.2. Nebenkosten

650

0,68 %

0,85 %

Summe

96.318

100,00 %

125,45 %


70 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Liquiditätsrechnung BVT-PB Top Select Fund Dynamic (Prognose)

Beitritt: Oktober 2007

Dynamic Variante

2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020

1. Zeichnungssumme in Euro 30.000

2. Agio 1.500

3. Kapitalerhöhungen 0 0 729 3.440 3.349 4.692 7.719 8.901 9.901 11.653 12.227 14.313 13.444 14.217

4. Gesamt Ausschüttung 0 0 729 3.440 3.349 4.692 7.719 8.901 9.901 11.653 12.227 14.313 13.444 14.217

5. Gewinn Ausschüttung 0 0 0 0 0 0 0 0 6.010 7.631 7.392 7.077 5.411 5.528

6. Eigenkapital Rückzahlung 0 0 729 3.440 3.349 4.692 7.719 8.901 3.891 4.022 4.835 7.236 8.033 8.689

7. Ausschüttung in % d. Zeichnungssumme 0,0% 0,0% 2,4% 11,5% 11,2% 15,6% 25,7% 29,7% 33,0% 38,8% 40,8% 47,7% 44,8% 47,4%

8. Gebundenes Kapital 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500 31.500

9. Liquidität vor deutschen Steuern -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

10. Rendite (IRR) vor d. Steuern 9,51%

Ausschüttungsvariante

11. Zeichnungssumme in Euro 30.000

12. Agio 1.500

13. Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

14. Gesamt Ausschüttung 0 0 729 3.362 2.952 3.746 5.388 5.033 4.423 4.087 3.364 3.164 2.378 2.080

15. Gewinn Ausschüttung 0 0 0 0 0 0 0 0 2.685 2.677 2.034 1.564 957 809

16. Eigenkapital Rückzahlung 0 0 729 3.362 2.952 3.746 5.388 5.033 1.738 1.411 1.330 1.600 1.421 1.271

17. Ausschüttung in % d. Zeichnungssumme 0,0% 0,0% 2,4% 11,2% 9,8% 12,5% 18,0% 16,8% 14,7% 13,6% 11,2% 10,5% 7,9% 6,9%

18. Gebundenes Kapital 31.500 31.500 31.500 30.771 27.409 24.457 20.711 15.323 10.289 5.867 1.779 -1.585 -4.749 -7.127

19. Liquidität vor deutschen Steuern -31.500 0 729 3.362 2.952 3.746 5.388 5.033 4.423 4.087 3.364 3.164 2.378 2.080

20. Rendite (IRR) vor d. Steuern 7,10%

Alle Beträge in D, ganzzahlig gerundet, so dass Rundungsdifferenzen möglich sind


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

71

Liquiditätsrechnung BVT-PB Top Select Fund Dynamic (Prognose)

Beitritt: Oktober 2007

Dynamic Variante

2021

2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030 2031 Summe

1. Zeichnungssumme in Euro

2. Agio

3. Kapitalerhöhungen

4. Gesamt Ausschüttung

5. Gewinn Ausschüttung

6. Eigenkapital Rückzahlung

7. Ausschüttung in % d. Zeichnungssumme

8. Gebundenes Kapital

9. Liquidität vor deutschen Steuern

10. Rendite (IRR) vor d. Steuern

0

9.000

7.297

1.703

30,0%

31.500

9.000

30.000

1.500

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 104.585

12.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 17.810 278.395

8.400 9.456 9.722 10.834 12.687 12.794 12.121 9.650 6.482 3.324 494 142.310

3.600 5.544 5.278 4.166 2.313 2.206 2.879 5.350 8.518 11.676 17.316 136.085

40,0% 50,0% 50,0% 50,0% 50,0% 50,0% 50,0% 50,0% 50,0% 50,0% 59,4%

22.500 10.500 -4.500 -19.500 -34.500 -49.500 -64.500 -79.500 -94.500 -109.500 -124.500 -142.310

12.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 17.810 142.310

Ausschüttungsvariante

11. Zeichnungssumme in Euro

12. Agio

13. Kapitalerhöhungen

14. Gesamt Ausschüttung

15. Gewinn Ausschüttung

16. Eigenkapital Rückzahlung

17. Ausschüttung in % d. Zeichnungssumme

18. Gebundenes Kapital

19. Liquidität vor deutschen Steuern

20. Rendite (IRR) vor d. Steuern

0

1.094

877

207

3,6%

-9.207

1.094

30.000

1.500

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

1.458 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 2.478 62.139

1.021 1.149 1.622 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 2.478 30.639

437 674 201 0 0 0 0 0 0 0 0 31.500

4,9% 6,1% 6,1% 6,1% 6,1% 6,1% 6,1% 6,1% 6,1% 6,1% 8,3% 207%

-10.301 -11.759 -13.581 -15.404 -17.226 -19.049 -20.871 -22.694 -24.516 -26.339 -28.161 -30.639

1.458 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 2.478 30.639

Alle Beträge in D, ganzzahlig gerundet, so dass Rundungsdifferenzen möglich sind


72 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Erläuterungen

zur Liquiditätsrechnung

Die Liquiditätsrechnung gibt den möglichen

Verlauf einer Beteiligung am Top Select

Fund Dynamic für einen Vertrag mit einer

Zeichnungssumme von 30.000 € wieder. Es

wird hier exemplarisch angenommen, dass

ein Anleger im Oktober 2007, also etwa in

der Mitte der Zeichnungsphase der Gesellschaft

beitritt. Ein früherer oder späterer

Beitritt führt zu einer entsprechenden

Verschiebung der Einzahlung und einer

Erhöhung bzw. Reduzierung der Schlusszahlung

in 2031. Die Rendite (IRR) 9 und

somit der Anlageerfolg einer Beteiligung ist

unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt

der Zeichnungsphase ein Anleger der

Gesellschaft beitritt. Es gelten weiterhin

sämtliche Annahmen zur Investitionsverteilung

und zu den Erlöserwartungen der

einzelnen Investitionsbereiche, wie sie oben

stehend zur Prognoserechnung getroffen

wurden. Es ist also nochmals ausdrücklich

darauf hinzuweisen, dass der hier dargestellte

Verlauf einer Beteiligung keinesfalls

garantiert wird, und es im Gegenteil beim

tatsächlichen Verlauf mit Sicherheit zu

Abweichungen hiervon kommen wird. Die

prognostizierte Liquiditätsentwicklung wird

für beide möglichen Beteiligungsvarianten

dargestellt: Erstens für die Dynamic Variante,

in der die erhaltenen Ausschüttungen

über den gesamten Verlauf der Investitionsphase

für Kapitalerhöhungen genutzt

werden und zweitens die Ausschüttungsvariante,

in der angenommen wird, dass ein

Anleger sich von Beginn an gegen zusätzliche

Kapitalerhöhungen entscheidet.

1. und 11. Zeichnungssumme in Euro

Die Liquiditätsrechnung unterstellt eine

Beteiligung in Höhe von 30.000 €.

2. und 12. Agio

Das bei Zeichnung fällige Agio beträgt 5 %

der Zeichnungssumme.

3. und 13. Kapitalerhöhungen

In der Dynamic Variante werden plangemäß

während der gesamten Investitionsphase

der Fondsgesellschaft, also bis Ende 2020,

die jährlich erhaltenen Ausschüttungen in

voller Höhe zu laufenden Kapitalerhöhungen

genutzt und in die Fondsgesellschaft

eingezahlt. In der Ausschüttungsvariante

erfolgen keine Kapitalerhöhungen.

4. und 14. Gesamt Ausschüttung

Bereits im Jahr 2009 ist mit Ausschüttungen

des Top Select Fund Dynamic an die

Gesellschafter zu rechnen. Diese steigen

prognosegemäß während der Investitionsphase

weitgehend kontinuierlich an. Bedingt

durch die laufenden Kapitalerhöhungen

steigen die Ausschüttungen bei

Wahl der Dynamic Variante deutlich stärker

an als in der Ausschüttungsvariante. Im

Anschluss an die Investitionsphase beginnt

im Jahr 2021 die Deinvestitionsphase. Die

bestehenden Beteiligungen der Gesellschaft

werden planmäßig fortgeführt. Die Rückflüsse

aus diesen Investitionen sollen, soweit

sie nicht als Reserve benötigt werden,

nach Abzug der laufenden Kosten bis zur

prospektierten Höhe an die Gesellschafter

ausgeschüttet werden. Dabei wird ein

geglätteter Ausschüttungsverlauf angestrebt

und ausreichend Liquidität gebildet,

um gegen Ende der Beteiligungsdauer

durch Variation der Schlusszahlungen

innerhalb der beiden Beteiligungsvarianten

allen Anlegern unabhängig vom Datum

ihres Beitritts in die Gesellschaft die Chance

auf eine identische Anlagerendite zu ermöglichen.

Nicht für Ausschüttungen

benötigte Liquidität kann – außer im

Bereich Private Equity – erneut investiert

werden. Plangemäß sind ca. 11 Jahre nach

Abschluss der Investitionsphase alle Beteiligungen

der Fondsgesellschaft aufgelöst, so

dass mit einer Dauer der Deinvestitionsphase

von 11 Jahren gerechnet wird. Prognosegemäß

erhalten die Anleger bei Wahl der

Dynamic Variante in den ersten beiden Jahren

der 11-jährigen Deinvestitionsphase eine


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

73

jährliche Ausschüttung in Höhe von 30 %

bzw. 40 % und in den folgenden neun Jahren

eine konstante Ausschüttung in Höhe

von 50 % p. a. des gezeichneten Kommanditkapitals.

Zusätzlich wird prognosegemäß

eine Schlusszahlung geleistet. Diese ist umso

höher, je früher ein Anleger der Gesellschaft

beitritt und liegt bei einer Beteiligungssumme

von 30.000 € prognosegemäß

zwischen ca. 28.000 und 5.000 €. Für

Anleger, die im Oktober 2007 beitreten,

beträgt die Schlusszahlung prognosegemäß

17.810 €. In der Ausschüttungsvariante

erhalten Anleger je nach Beitrittszeitpunkt

prognosegemäß eine Gesamtausschüttung

zwischen 223 % und 190 %.

5. und 15. Gewinn Ausschüttung

Der Anteil der Ausschüttungen (Zeile 4.

bzw. 14.), der durch Gewinne der Gesellschaft

gedeckt ist.

6. und 16. Eigenkapital Rückzahlung

Zeile 4. (bzw. Zeile 14.) minus Zeile 5. (bzw.

Zeile 15.). Haftvolumen: Da prognosegemäß

keine das Aktivvermögen übersteigenden

Verbindlichkeiten entstehen, führen

die Eigenkapitalrückzahlungen bei planmäßigem

Verlauf nicht zu einem Wiederaufleben

der Einlageverpflichtung. Zur Haftung

gegenüber Gläubigern der Gesellschaft

siehe Kapitel ,Rechtliche Angaben’ S. 88.

7. und 17. Ausschüttungen prozentual

Hier wird die prozentuale Höhe der Ausschüttungen

aus Zeilen 4. und 14. bezogen

auf die Zeichnungssumme angegeben.

8. und 18. Gebundenes Kapital

Dies entspricht dem eingezahlten Kapital

abzüglich des bereits zurück gezahlten

Kapitals der Anleger und ergibt sich kumuliert

aus der Summe der Zeilen 1. bis 3.

minus Zeile 4. (ab 2009 jeweils des Vorjahres)

bzw. der Summe der Zeilen 11. bis

13. minus Zeile 14.

9. und 19. Liquidität

Zeile 4. minus Summe der Zeilen 1. bis 3.

bzw. Zeile 14. minus Summe der Zeilen

11. bis 13. Dies gibt die prognosegemäße

effektive Liquiditätswirkung einer Beteiligung

vor deutschen Steuern an.

10. und 20. Rendite (IRR) vor deutschen

Steuern

Die prognostizierte Rendite nach der Methode

des internen Zinsfusses (IRR) 9 vor

deutschen Steuern liegt bei Wahl der

Dynamic Variante bei 9,51 % p. a. In der

Ausschüttungsvariante beträgt die prognostizierte

Rendite 7,10 % p. a. Bei der Berechnung

der Prognoserendite wurde eine

monatliche Betrachtungsweise zugrunde

gelegt. Dabei wurde unterstellt, dass

Einzahlungen jeweils zum 15. des Monats

erfolgen und Ausschüttungen eines Jahres

jeweils zur Hälfte am 15. Januar und am

15. Juli des Folgejahres geleistet werden.

Die IRR drückt nur die Verzinsung des

jeweils kalkulatorisch gebundenen Kapitals

aus und stellt keine Verzinsung der ursprünglichen

Kapitaleinlage dar. Für im

Oktober 2007 beitretende Anleger mit

einer Zeichnungssumme von 30.000 €

beträgt das durchschnittlich kalkulatorisch

gebundene Kapital in der Dynamic Variante

62.347 € (62.347 x 9,5106 % x 24 =

142.310) sowie 17.985 € in der Ausschüttungsvariante.

Die hier dargestellte finanzmathematische

Größe des kalkulatorisch

gebundenen Kapitals, die sich aus der

Verzinsung errechnet, sollte nicht verwechselt

werden mit dem statischen gebundenen

Kapital (Zeile 8. bzw. 18. der Liquiditätsrechnung),

das lediglich die Differenz

9

Die Internal Rate of Return (IRR) oder der interne Zinsfuß ist

eine finanzmathematische Kennziffer, die die Effektivverzinsung

einer Beteiligung über die gesamte Prognosedauer

misst. Dabei wird der Abzinsungszins errechnet, bei dem die

Summe aller Barwerte der Ein- und Auszahlungen gleich

groß ist. Die IRR ist nicht mit der Rendite festverzinslicher

Wertpapiere vergleichbar. Vgl. hierzu den nachfolgenden

Abschnitt ,Renditebegriff’ auf S. 78.


74 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

des eingezahlten Kapitals (einschließlich

Kapitalerhöhungen) und der Ausschüttungen

wiedergibt.

Die untenstehende Graphik gibt für die

Dynamic Variante den prognostizierten

Liquiditätsverlauf vor deutschen Steuern

wieder. Zu beachten ist dabei, dass die

Gesamtausschüttung von rd. 579 % auch

die Rückzahlung der eingezahlten Beteiligungssumme

umfasst, die prognosegemäß

bereits innerhalb der ersten drei Jahre nach

Beendigung der Investitionsphase erfolgt.

180.000

150.000

120.000

90.000

60.000

30.000

0


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

75


76

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Liquiditätsrechnung BVT-PB Top Select Fund Dynamic (Prognose)

Liquidität bei Wechsel von der Dynamic Variante in die Ausschüttungsvariante

Zeichnungssumme: 30.000 J

2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Beitritt: Oktober 2007

Ausschüttungsvariante -31.500 0 729 3.362 2.952 3.746 5.388 5.033 4.423 4.087 3.364 3.164 2.378

Wechsel zum 01.01.2008 -31.500 0 729 3.362 2.952 3.746 5.388 5.033 4.423 4.087 3.364 3.164 2.378

01.01.2009 -31.500 0 729 3.362 2.952 3.746 5.388 5.033 4.423 4.087 3.364 3.164 2.378

01.01.2010 -31.500 0 0 3.440 3.020 3.833 5.513 5.150 4.525 4.182 3.442 3.237 2.433

01.01.2011 -31.500 0 0 0 3.349 4.250 6.113 5.711 5.018 4.637 3.817 3.590 2.698

01.01.2012 -31.500 0 0 0 0 4.692 6.749 6.304 5.540 5.119 4.214 3.963 2.979

01.01.2013 -31.500 0 0 0 0 0 7.719 7.210 6.336 5.855 4.819 4.533 3.407

01.01.2014 -31.500 0 0 0 0 0 0 8.901 7.822 7.228 5.950 5.596 4.206

01.01.2015 -31.500 0 0 0 0 0 0 0 9.901 9.150 7.531 7.083 5.324

01.01.2016 -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 11.653 9.591 9.021 6.780

01.01.2017 -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 0 12.227 11.499 8.643

01.01.2018 -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 14.313 10.757

01.01.2019 -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 13.444

01.01.2020 -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Dynamic Variante -31.500 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Erläuterungen zur Liquiditätsrechnung

bei Wechsel von

Dynamic- in Ausschüttungsvariante

Die Dynamic Variante gibt Anlegern die

Möglichkeit, während der gesamten Investitionsphase,

also bis ins Jahr 2020,

die ihnen zugewiesenen Ausschüttungen

kostenfrei für Kapitalerhöhungen ihrer Beteiligung

zu nutzen. Im Gegensatz hierzu

werden Liquiditätsüberschüsse der Gesellschaft

in der Ausschüttungsvariante von

Anfang an an die Anleger ausbezahlt. In

der Liquiditätsrechnung auf S. 70, 71 wurden

die erwarteten Zahlungsflüsse für eine

Beteiligung in Höhe von 30.000 € in diesen

beiden Varianten ausführlich dargestellt.

Anleger der Dynamic Variante haben jedoch

während der gesamten Investitionsphase

jederzeit die Möglichkeit, mit einer

Frist von lediglich einem Monat von der

Dynamic Variante in die Ausschüttungsvariante

zu wechseln. Anleger, die hiervon

Gebrauch machen, nehmen nicht mehr an

Kapitalerhöhungen teil, sondern erhalten

ab diesem Zeitpunkt die Ausschüttungen

ausbezahlt. Dabei ist zu beachten, dass der

Zeitpunkt des Wechsels nicht zu Beginn der

Beteiligung festgelegt werden muss, sondern

während der Laufzeit je nach individuellen

Bedürfnissen kurzfristig gewählt werden

kann. Dies ist deshalb von Bedeutung,

da der Anlageerfolg einer Beteiligung

prognosegemäß umso höher ist, je länger

ein Anleger die Möglichkeit zu kostenfreien

Kapitalerhöhungen im Rahmen der Dynamic

Variante nutzt.

Oben stehende Tabelle gibt wieder, welcher

Liquiditätsfluss vor Steuern für eine Beteili-


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

77

2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030 2031 Summe IRR

2.080 1.094 1.458 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 2.478 30.639 7,10%

2.080 1.094 1.458 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 2.478 30.639 7,10%

2.080 1.094 1.458 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 1.823 2.478 30.639 7,10%

2.128 1.119 1.492 1.865 1.865 1.865 1.865 1.865 1.865 1.865 1.865 1.865 2.529 31.325 7,12%

2.360 1.241 1.654 2.068 2.068 2.068 2.068 2.068 2.068 2.068 2.068 2.068 2.768 34.317 7,20%

2.605 1.370 1.826 2.283 2.283 2.283 2.283 2.283 2.283 2.283 2.283 2.283 3.031 37.439 7,32%

2.980 1.567 2.089 2.611 2.611 2.611 2.611 2.611 2.611 2.611 2.611 2.611 3.432 41.944 7,52%

3.678 1.934 2.578 3.223 3.223 3.223 3.223 3.223 3.223 3.223 3.223 3.223 4.170 49.570 7,80%

4.656 2.448 3.264 4.080 4.080 4.080 4.080 4.080 4.080 4.080 4.080 4.080 5.208 59.787 8,19%

5.930 3.118 4.157 5.196 5.196 5.196 5.196 5.196 5.196 5.196 5.196 5.196 6.550 72.064 8,59%

7.559 3.974 5.299 6.624 6.624 6.624 6.624 6.624 6.624 6.624 6.624 6.624 8.225 85.538 8,89%

9.409 4.946 6.595 8.244 8.244 8.244 8.244 8.244 8.244 8.244 8.244 8.244 10.095 98.812 9,09%

11.759 6.182 8.243 10.303 10.303 10.303 10.303 10.303 10.303 10.303 10.303 10.303 12.449 113.305 9,23%

14.217 7.474 9.966 12.457 12.457 12.457 12.457 12.457 12.457 12.457 12.457 12.457 14.910 127.184 9,36%

0 9.000 12.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 15.000 17.810 142.310 9,51%

gung in Höhe von 30.000 € prognosegemäß

jeweils zu erwarten ist, wenn zu

verschiedenen Zeitpunkten von der Dynamic

Variante in die Ausschüttungsvariante

gewechselt wird. Dargestellt ist der Liquiditätsfluss

jeweils für einen Wechsel zum

01.01. eines jeden Jahres der Investitionsphase.

Ein Wechsel gleich zu Beginn entspricht

der Ausschüttungsvariante. Am

Ende der Tabelle schließt sich die Dynamic

Variante an, in der kein Wechsel stattfindet.

wählen und sich so die Entscheidung für

die Variante ohne wirtschaftliche Konsequenzen

bis Ende 2008 offen zu halten.

Dies ist von Bedeutung, denn je später der

Wechsel erfolgt, umso stärker wirkt sich der

Vorteil der kostenfreien Kapitalerhöhungen

aus, so dass mit der Dauer der Teilnahme

an den Kapitalerhöhungen sowohl die

späteren Ausschüttungen als auch die

Rentabilität der Beteiligung steigen.

Da in den Jahren 2007 und 2008 prognosegemäß

keine Ausschüttungen erfolgen,

erzielen Anleger, die bis 01.01.2009 in die

Ausschüttungsvariante wechseln, die

gleichen Ergebnisse wie Anleger, die von

Beginn an die Ausschüttungsvariante wählen.

Dies gibt Anlegern, die die Ausschüttungsvariante

wünschen, die Möglichkeit,

zunächst dennoch die Dynamic Variante zu


78 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Renditebegriff

In diesem Prospekt wird ausschließlich die

finanzmathematische Rendite nach der

Methode des internen Zinsfußes (IRR) verwendet.

Diese berücksichtigt den Zeitwert

aller Ein- und Auszahlungen zu den unterschiedlichen

Zeitpunkten über die gesamte

Fondslaufzeit. Frühzeitige Zahlungsströme

erhalten hierdurch einen höheren wirtschaftlichen

Wert als später in der Zukunft

erfolgende Zahlungen. Dies erfolgt durch

Abdiskontierung sämtlicher Zahlungsströme

auf einen einheitlichen Zeitpunkt. Die IRR

drückt deshalb nur die Verzinsung des

jeweils gebundenen Kapitals aus und stellt

keine Verzinsung der ursprünglichen Kapitaleinlage

dar. Falls nämlich während der Fondslaufzeit

Ausschüttungen geleistet werden,

die höher sind als die Verzinsung des zu

dieser Zeit gebundenen Kapitals, so wird

hierdurch ein Teil der Einlage zurückgezahlt,

wodurch sich das gebundene Kapital

reduziert und folglich im weiteren Verlauf

niedriger ist als die ursprüngliche Einlage.

Mathematisch gesprochen gibt der interne

Zinsfuß den Abzinsungssatz an, bei dem die

Summe der Barwerte sämtlicher Ein- und

Auszahlungen gleich Null ist. Vorstellen

kann man sich dies am besten wie folgt:

Man denke sich einen Anleger, der seine

sämtlichen Einzahlungen durch einen

Kontokorrent-Kredit finanziert und sämtliche

erhaltenen Auszahlungen sofort auf

dieses Kreditkonto weitergibt, um dort

fällige Zinsen zu zahlen bzw. den Kredit zu

tilgen. Der interne Zinsfuß ist dann nichts

anderes als der höchst mögliche Zinssatz

für den Kontokorrent-Kredit, bei dem der

gedachte Anleger mit dieser Anlage keinen

Verlust macht, also mit der letzten Ausschüttung

die restlichen Kontokorrent-

Zinsen bezahlen und den Kredit vollständig

tilgen kann.

Die Verwendung der Methode des internen

Zinsfußes zur Renditeberechnung bei

Kapitalanlagen wird teilweise als irreführend

kritisiert und insbesondere wegen der

sog. Wiederanlageprämisse als ungeeignet

abgelehnt. Hintergrund dieser Kritik ist zum

einen, dass vielfach nicht deutlich genug

darauf hingewiesen wird, dass die IRR keine

Verzinsung der ursprünglichen Kapitaleinlage,

sondern lediglich des kalkulatorisch

gebunden Kapitals darstellt, das häufig

niedriger ist als die Einlage. Deshalb sei hier

nochmals eindringlich auf diesen Unterschied

hingewiesen.

Zweiter Kritikpunkt ist die sog. Wiederanlageprämisse,

die allerdings bei einer Beteiligung

an der Fondsgesellschaft keine Rolle

spielt. Anhand des obigen Beispiels einer

mittels eines Kontokorrent-Kredits finanzierten

Anlage kann man sich auch die

Wiederanlageprämisse und die Fälle, in

denen diese zum Tragen kommt, sehr gut

veranschaulichen. Der Zinssatz nach der

Methode des internen Zinsfußes ist so bemessen,

dass der Kontokorrent-Kredit am

Ende der Laufzeit exakt getilgt wird. Denkbar

ist jedoch, dass der Kontostand nicht

während der gesamten Laufzeit negativ ist,

sondern zu einem oder mehreren Zeitpunkten

zeitweise auch positiv. Dies ist bspw.

dann der Fall, wenn der letzte Zahlungsfluss

der Anlage keine Ausschüttung, sondern

eine zu leistende Zahlung – in der Praxis

häufig eine Steuerzahlung – darstellt. In

solchen Fällen unterstellt die Methode des

internen Zinsfußes, dass der vorübergehend

positive Saldo auf dem Kontokorrentkonto

ebenfalls zu dem internen Zinsfuß verzinst

wird. Bei höheren Renditen – also bspw. bei

einer Rendite von 9 % oder mehr, wie sie für

die Dynamic Variante des Top Select Fund

Dynamic prognostiziert wird – ist es in der

Praxis jedoch kaum möglich, dass der

Anleger diese freie Liquidität tatsächlich zu

dem gleichen Zinssatz anlegen kann,

weshalb diese implizite Wiederanlageprämisse

des internen Zinsfußes in solchen

Fällen völlig zu Recht kritisiert wird.

Bei einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft

tritt dieser Fall jedoch nicht ein, so


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

79

dass diese Problematik hier keine Rolle

spielt.

Die IRR ist deshalb eine aussagekräftige

Kennziffer zur Beurteilung des prognostizierten

Anlageerfolgs der Fondsgesellschaft.

Für die Verwendung der IRR spricht darüber

hinaus, dass diese dem von der Preisangabenverordnung

bei Krediten verlangten

Effektivzins entspricht. Es muss jedoch nochmals

darauf hingewiesen werden, dass es

sich bei der Rendite nicht um die Verzinsung

des eingezahlten Kapitals handelt und dass

die ermittelte Rendite von zahlreichen unsicheren

Prämissen abhängt, die der Kalkulation

zugrunde gelegt werden. Deshalb ist

diese Methode insbesondere auch ungeeignet,

um Anlageformen mit unterschiedlichen

Risikofaktoren bzw. Anlageformen,

die von unterschiedlichen Prämissen ausgehen,

zu vergleichen.

Bei der Verdichtung auf eine einzige Renditekennziffer

erfolgt auch keine Bewertung

bezüglich der Prognosesicherheit einzelner

Prämissen: Basieren z. B. Mieteinnahmen

auf einem langfristigen Mietvertrag mit

einem bonitätsmäßig einwandfreien Vertragspartner,

sind diese Einnahmen wesentlich

sicherer als wenn die Miethöhe nicht

bereits vertraglich vereinbart, sondern

lediglich kalkuliert ist; gleich hohe Mietansätze

– egal ob vertraglich vereinbarte Ist-

Miete oder kalkulatorische Soll-Miete –

führen jedoch zur gleichen Renditekennziffer.

Eine unternehmerische Beteiligung

und eine Anlage in festverzinsliche Wertpapiere

bspw. sind deshalb anhand der

Rendite grundsätzlich nicht zu vergleichen.

Die Abhängigkeit der IRR von den festgelegten

Kalkulationsparametern wird in den

Sensitivitätsanalysen aufgezeigt.


80

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Sensitivitätsanalyse

Die dargestellte Prognoserechnung der Gesellschaft

sowie die prognostizierte Liquiditätsrechnung

einer Beteiligung hängen von

einer Vielzahl von Annahmen insbesondere

über den wirtschaftlichen Erfolg der einzelnen

Investitionen der Gesellschaft ab und

werden deshalb mit hoher Sicherheit nicht

exakt so eintreten wie beschrieben. Deshalb

ist eine präzise Vorhersage der wirtschaftlichen

Entwicklung einer Beteiligung prinzipiell

nicht möglich. Entsprechend wird die

hier angegebene Prognose des möglichen

An-lageerfolgs keinesfalls garantiert,

sondern ist eine Modellrechnung, die

lediglich als Anhaltspunkt dafür dient, wie

die Entwicklung einer Beteiligung aussehen

könnte. Um die Abhängigkeit des wirtschaftlichen

Erfolgs einer Beteiligung von

den getroffenen Annahmen zu verdeutlichen,

werden deshalb im Folgenden einige

der wichtigsten Parameter variiert und

jeweils die Auswirkungen auf die wirtschaftliche

Entwicklung einer Beteiligung aufgezeigt.

In erster Linie hängt die Entwicklung einer

Beteiligung am Top Select Fund Dynamic von

der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen

Investitionen der Fondsgesellschaft

ab. Im Ab-schnitt ‚Langfristige Prognoserechnung’

wurden die diesbezüglich getroffenen

An-nahmen detailliert dargestellt. Hier

soll nun untersucht werden, wie sich eine

Veränderung dieser Annahmen auf die

Entwicklung der Beteiligung auswirkt. Dazu

werden die angenommenen Rückflüsse aus

den Investitionen der Gesellschaft systematisch

variiert. Neben der Prospekt-Prognose

werden die Fälle betrachtet, dass sämtliche

Rückflüsse aus Beteiligungen jeweils um

plus/minus 10 % bzw. 20 % von den in der

Prognoserechnung angenommenen abweichen.

Um das Ausmaß dieser Variation besser

einordnen zu können, sei zunächst in

folgender Tabelle dargestellt, was diese Veränderungen

für die Rendite der einzelnen

Zielfonds bedeuten (Abweichung von der

Prognose):

Investitionsbereich

Private

Equity

Immobilien

Deutschland

Immobilien

Ausland

Projektentwicklungen

USA

Veränderung

Rückfl üsse

IRR-Zielfonds

IRR-Zielfonds

IRR-Zielfonds

IRR-Zielfonds

-20 %

7,7 %

5,2 %

4,2 %

4,8 %

- 10 %

Prospekt-Prognose

10,2 %

12,5 %

6,2 %

7,2 %

5,6 %

6,9 %

7,9 %

9,5 %

+10 %

14,7 %

8,1 %

8,2 %

11,1 %

+20 %

16,7 %

9,0 %

9,3 %

12,6 %


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

81

Für die beiden Varianten einer Beteiligung am Top Select Fund, Dynamic- und Ausschüttungsvariante,

ergeben sich bei sonst unveränderten Annahmen folgende Renditen einer Beteiligung

(Abweichung von der Prognose):

Top Select Fund Dynamic

Dynamic

Top Select Fund Dynamic

Ausschüttung

Veränderung

Rückfl üsse

Rendite (IRR)

Rendite (IRR)

-20 %

- 10 %

Prospekt-Prognose

+10 %

+20 %

5,66 %

7,80 %

9,51 %

11,12 %

12,57 %

4,62 %

5,97 %

7,10 %

8,09 %

8,99 %

Die untenstehende Abbildung stellt die Abhängigkeit des Anlageerfolgs der Anleger von

diesen Veränderungen der Annahmen zu den Rückflüssen aus den einzelnen Investitionen

der Fondsgesellschaft nochmals graphisch dar (Abweichung von der Prognose):

13%

12%

11%

10%

9%

8%

7%

6%

5%

4%


82 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Die Fondsgesellschaft beabsichtigt, einen

nicht unerheblichen Teil der Investitionen in

Fremdwährungen, insbesondere dem US-

Dollar vorzunehmen. Insofern hängen die

künftigen Einnahmen des Top Select Fund

Dynamic auch von der Entwicklung der

Wechselkurse dieser Währung im Verhältnis

zum Euro ab.

Die langfristige Entwicklung dieser Währungskurse

lässt sich nicht vorhersagen.

Deshalb wurde in der Prospekt-Prognose

davon ausgegangen, dass die Wechselkurse

über die gesamte Laufzeit der Beteiligung

konstant bleiben. Dies wird sicherlich nicht

der Fall sein.

Nachstehend wird dargestellt, wie der wirtschaftliche

Erfolg der Fondsgesellschaft von

einer möglichen Variation der Wechselkurse

beeinflusst wird. Aufgrund der fortlaufenden

Investitionen während der Investitionsdauer

der Gesellschaft wird der Einfluss der Wechselkurse

etwas abgeschwächt, da laufend

auch Neuinvestitionen zu den eventuell veränderten

Kursen erfolgen. Eine systematische

Veränderung der Wechselkurse hat

aber dennoch erhebliche Auswirkungen auf

den Gesamterfolg.

Bei Private Equity Investitionen wird im

Rahmen der hier erfolgenden Sensitivitätsanalyse

angenommen, dass jeweils die Hälfte

der Investitionen auf Euro- bzw. US-Dollar-

Basis erfolgt. Zu den Investitionen in Auslandsimmobilienfonds

wurde in der Prognoserechnung

unterstellt, dass diese in Euro

erfolgen, also dass diesbezüglich kein

Währungsrisiko besteht. Bei Projektentwicklungen

wurde angenommen, dass diese

ausnahmslos in US-Dollar erfolgen.

Im Folgenden wird dargestellt, wie sich eine

angenommene konstante Veränderung des

Kurses des US-Dollars gegenüber dem Euro

um jährlich plus 1 % oder 2 % bzw. minus

1 % oder 2 % auf den Erfolg einer Beteiligung

auswirkt. Zur Verdeutlichung wird

zunächst wieder die Auswirkung auf die

Anlagerendite in den einzelnen Investitionsbereichen

dargestellt. Um das Ausmaß

dieser jährlichen Veränderungen der Wechselkurse

besser einschätzen zu können, wird

daneben auch angegeben, welcher Kurs des

US-$ in diesen einzelnen Szenarien am Ende

des Prognosezeitraums vorliegt (Abweichung

von der Prognose):

Private

Equity

Immobilien

Deutschland

Immobilien

Ausland

Projektentwicklungen

USA

US-Dollar

Änderung Wechselkurs IRR-Zielfonds IRR-Zielfonds IRR-Zielfonds IRR-Zielfonds

-2 % p. a.

11,1 %

7,2 %

6,9 %

7,3 %

1 ¤ = 2,11 $

-1 % p. a.

11,8 %

7,2 %

6,9 %

8,4 %

1 ¤ = 1,65 $

Prospekt-Prognose

12,5 %

7,2 %

6,9 %

9,5 %

1 ¤ = 1,30 $

+1 % p. a.

13,3 %

7,2 %

6,9 %

10,6 %

1 ¤ = 1,02 $

+2 % p. a.

14,0 %

7,2 %

6,9 %

11,7 %

1 ¤ = 0,81 $


VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

83

Für die einzelnen Varianten einer Beteiligung

am Top Select Fund Dynamic, also je nach

Wahl der Dynamic- oder der Ausschüttungsvariante,

ergeben sich unter diesen Variationen

bei sonst unveränderten Annahmen

folgende Renditen einer Beteiligung (Abweichung

von der Prognose):

Nachfolgend soll noch dargestellt werden,

wie sich die gleichzeitige Veränderung der

beiden betrachteten Parameter auf das

Ergebnis der Anleger auswirkt. Hierzu

werden folgende Szenarien untersucht:

Änderung

Wechselkurs

-2 % p. a.

-1 % p. a.

Prospekt-

Prognose

+1 % p. a.

+2 % p. a.

Top Select

Fund Dynamic

Dynamic

Rendite (IRR)

8,64 %

9,08 %

9,51 %

10,04 %

10,58 %

Top Select

Fund Dynamic

Ausschüttung

Rendite (IRR)

6,49 %

6,79 %

7,10 %

7,41 %

7,74 %

Rückflüsse -20 %, Wechselkurse -2 % p. a.

Rückflüsse -10 %, Wechselkurse -1 % p. a.

Rückflüsse +-0 %, Wechselkurse +-0 % p. a.

Rückflüsse +10 %, Wechselkurse +1 % p. a.

Rückflüsse +20 %, Wechselkurse +2 % p. a.

Die folgende Abbildung stellt die Abhängigkeit

des Anlageerfolgs der Fondsgesellschaft

von diesen Veränderungen der Wechselkurse

nochmals graphisch dar (Abweichung von

der Prognose):

Tatsächlich kann sich die Beteiligung auch

schlechter als in diesen Szenarien angenommen

entwickeln – im schlechtesten Fall bis

hin zum Totalverlust. Die folgende Abbildung

gibt die Entwicklung des Anlageerfolgs der

Anleger in den erwähnten Szenarien graphisch

wieder (Abweichung von der

Prognose):

11%

10%

9%

8%

7%

6%


84 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Abgeltungssteuer

Nach dem Gesetzentwurf zur Unternehmensteuerreform

werden ab dem 01.01.2009 alle

Veräußerungsgewinne (z. B. aus dem Verkauf

von Wertpapieren und Beteiligungen an Kapitalgesellschaften)

einkommensteuerpflichtig.

Auf den Ablauf von Spekulationsfristen

kommt es dann bis auf wenige Ausnahmen,

darunter Immobilien, nicht mehr an. Der

Steuersatz wird voraussichtlich 25 % (zuzüglich

Solidaritätszuschlag) betragen und

teilweise als Kapitalertragsteuer erhoben

werden. Die neuen Regelungen sollen nach

dem geplanten Übergangsrecht nur für solche

Gewinne gelten, die bei der Veräußerung

von nach dem 31.12.2008 erworbenen Wirtschaftsgütern

(Wertpapieren, Beteiligungen)

anfallen.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Abgeltungssteuer

als Kapitalertragsteuer (Quellensteuer)

von 25 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag)

einbehalten wird (beim inländischen

Schuldner oder bei dem mit der Transaktion

befassten Kredit- oder Wertpapierinstitut).

Wird nichts einbehalten, z. B. weil die Transaktion

im Ausland abgewickelt wird, erfolgt

die Besteuerung beim Steuerschuldner (d. h.

beim Anleger), der die Einkünfte in seiner

Einkommensteuererklärung angeben muss.

Bei Umsetzung des Gesetzentwurfs ergeben

sich wahrscheinlich folgende Abweichungen

von der Prognose:

Prognose

Beteiligungssumme

30.000 ¤

Ausschüttung p. a.

2023 - 2031

Schlusszahlung

Gesamtausschüttung

bezogen auf das

Kommanditkapital

Liquiditätsüberschuss

Rendite

(IRR)

1. Dynamic Variante

Prospektprognose

15.000 ¤

17.810 ¤

579 %

142.310 ¤

9,51 %

2. Dynamic Variante bei

25 % Abgeltungssteuer

12.000 ¤

19.790 ¤

491 %

115.790 ¤

8,50 %

3. Ausschüttungsvariante

Prospektprognose

1.823 ¤

2.478 ¤

207 %

30.639 ¤

7,10 %

4. Ausschüttungsvariante

bei 25 % Abgeltungssteuer

1.589 ¤

2.922 ¤

201 %

28.667 ¤

6,84 %

Die Berechnung bezieht sich auf einen im

Oktober 2007 gezeichneten Anteil in Höhe

von 30.000 €. Für die Berechnung wurde

unterstellt, dass die Abgeltungssteuer als

Kapitalertragsteuer (Quellensteuer) in Höhe

von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag

einbehalten wird. Für den Fall, dass die Abgeltungssteuer

in erheblichem Umfang statt

dessen bei den Anlegern anfällt, plant die

Fondsgesellschaft für diejenigen Anleger,

die an den Kapitalerhöhungen aus den Ausschüttungen

der Fondsgesellschaft teilnehmen

(Top Select Dynamic) eine Reduzierung

der Kapitalerhöhungen, damit die Anleger

einen Teil der Ausschüttungen zur Begleichung

ihrer Steuerschuld verwenden können.

Die Auswirkungen der Reduzierung der

Kapitalerhöhungen auf die Prognose entsprechen

den dargestellten Auswirkungen

beim Einbehalt als Kapitalertragsteuer.


RECHTLICHE ANGABEN

85

Rechtliche Angaben

Die Anleger beteiligen sich mittelbar über

einen Treuhänder (Treuhandkommanditisten)

an der BVT-PB Top Select Fund Dynamic

GmbH & Co. KG (Emittent/Fondsgesellschaft).

Für die Beteiligung sind der Zeichnungsschein

des Anlegers, der in diesem

Prospekt abgedruckte Gesellschaftsvertrag

der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH

& Co. KG und der in diesem Prospekt

abgedruckte Treuhandvertrag maßgeblich.

Das Beteiligungsangebot

Beteiligungsart

Die Anleger erwerben Anteile an einem

Treuhandvermögen (im Sinne von § 8f Abs.

1 Verkaufsprospektgesetz). Treuhandvermögen

ist der Kommanditanteil des Treuhänders

(Treuhandkommanditisten) an der BVT-

PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG.

Rechte

Die Anteile gewähren

£ eine dem Kapitalanteil des Anlegers

entsprechende Beteiligung an den

Ergebnissen, den Ausschüttungen und

dem Liquidationserlös der Fondsgesellschaft

sowie den Anspruch auf ein

Auseinandersetzungsguthaben im Falle

des Ausscheidens (zur Gewinnverteilung

siehe nachstehende Besonderheiten),

£ die Möglichkeit zur Ausübung der auf

den Kapitalanteil des Anlegers entfallenden

Stimmrechte (zum Stimmgewicht

siehe nachstehende Besonderheiten) und

£ die Möglichkeit zur Ausübung gesetzlicher

Kontrollrechte.

Der Kapitalanteil des Anlegers ist variabel.

Er ist abhängig von der Höhe der geleisteten

Einlage, den saldierten Gewinnen und Verlusten,

den Entnahmen und den Rücklagen

(geleistetes Agio).

Die Anleger können bei Zeichnung einmalig

bis auf Widerruf bestimmen, dass sie Entnahmen

(Ausschüttungen) zur Erhöhung

ihrer gezeichneten Einlage verwenden

möchten (Top Select Dynamic). Die Frist

für den Widerruf beträgt einen Monat.

Der Anteil der Ausschüttungen, der bei der

Teilnahme an den Kapitalerhöhungen zur

Erhöhung der gezeichneten Einlage verwendet

werden kann, wird durch den geschäftsführenden

Kommanditisten festgelegt.

Hierbei werden pauschal die Liquiditätsfolgen

berücksichtigt, die den Anlegern aus der

Beteiligung bei einer künftigen Ausweitung

der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen

entstehen können.

Die Ergebnisse der Jahre 2007 und 2008

sollen so verteilt werden, dass alle Gesellschafter

und Treugeber unabhängig vom

Zeitpunkt ihrer Einlageleistung rechnerisch

gemäß dem Verhältnis ihrer anfänglich

gezeichneten Einlagen an den kumulierten

(negativen) Ergebnissen der Jahre 2007 und

2008 beteiligt sind. Bei der Gewinnverteilung

und der Stimmgewichtung bleiben die

Verlustanteile aus den Jahren 2007 und

2008 außer Betracht.

Eine ungleiche effektive Verzinsung der von

den Anlegern geleisteten Einlagen wird

(vorbehaltlich ausreichender Liquidität) ausgeglichen,

soweit die Anleger jeweils in der

gleichen Anzahl voller Kalenderjahre ihre

gezeichnete Einlage erhöht und beglichen

haben (Top Select Dynamic).

Das Gewicht einer Stimme richtet sich nach

der Höhe des Kapitalanteils am Schluss des

letzten Geschäftsjahres; ist aufgrund der

Dauer der Zeichnungsfrist bis zum Schluss

des letzten Geschäftsjahres nicht von allen

Gesellschaftern und Treugebern eine Einlage

geleistet worden, so ist für das Stimmgewicht

aller Gesellschafter und Treugeber die gezeichnete

Einlage (Kapitalkonto I) maßgeblich.


86

RECHTLICHE ANGABEN

Anzahl und Gesamtbetrag der Anteile

Die geplanten Investitionen der Fondsgesellschaft

sind davon abhängig, dass ein

Gesamtbetrag des Kapitals von mindestens

3 Mio. € erreicht wird. Eine Mindestanzahl

der Anteile wurde nicht festgelegt. Die

Zeichnungssumme eines Anlegers muss

mindestens 10.000 € betragen und ist nach

oben unbegrenzt. Eine Höchstanzahl der

Anteile und ein Höchstbetrag des Kapitals

wurden nicht festgelegt.

Steuern

Nach dem bei Prospektaufstellung geltenden

Recht erzielen die Anleger bis zu einer etwaigen

Änderung im Rahmen der von der Bundesregierung

geplanten Unternehmensteuerreform

aus ihrer Beteiligung Einkünfte aus

Kapitalvermögen (z. B. Zinsen, Dividenden),

aus Vermietung und Verpachtung sowie

unter Umständen aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Die Einkünfte unterliegen

bei den Anlegern der Einkommensteuer

(zuzüglich Solidaritätszuschlag) und gegebenenfalls

der Kirchensteuer nach dem

individuellen Steuersatz des Anlegers. In

geringem Umfang entstehen anfänglich

negative steuerliche Ergebnisse, die im

Rahmen der Ermittlung des Gesamtbetrags

der Einkünfte bei den Anlegern grundsätzlich

mit anderen Einkünften ausgeglichen

werden können, soweit ein Verlustausgleich

nicht nach §§ 10 d, 15 a und/oder 15b EStG

beschränkt ist. Der Anbieter übernimmt

keine Steuerzahlungen für den Anleger.

Übertragbarkeit und Handelbarkeit

Die Anteile sind übertragbar (durch Abtretung

und Schuldübernahme oder durch Vertragsübernahme).

Somit ist es z. B. rechtlich

möglich, sie zu verkaufen, zu beleihen oder

zu verschenken. Die Anteile sind vererblich.

Die freie Handelbarkeit der Anteile ist jedoch

rechtlich und tatsächlich eingeschränkt:

£ Verfügungen über die Anteile sind nur

mit Zustimmung der Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft und des Treuhandkommanditisten

möglich. Die Zustimmung

darf nur aus wichtigem Grund

verweigert werden, z. B. wenn die

Verfügung nicht mit Wirkung zum

Beginn eines neuen Geschäftsjahres

erfolgt.

£ Es findet kein öffentlicher Handel der

Anteile statt.

£ Es können steuerliche Nachteile für den

Veräußerer entstehen.

Unabhängig von Zustimmungserfordernissen

können die Anleger vom Treuhandkommanditisten

die Einräumung eines ihrem Kapitalanteil

entsprechenden Kommanditanteils an

der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH

& Co. KG verlangen. Für dessen Übertragbarkeit

gelten die vorstehenden Bestimmungen

entsprechend; lediglich die Zustimmung

des Treuhandkommanditisten ist für

diese Übertragung nicht mehr erforderlich.

Die Übertragung erfolgt durch Abtretung

des Anwartschafts- oder Mitgliedschaftsrechts.

Im Gesellschaftsvertrag vereinbarte Bedingung

für den Erwerb einer unmittelbaren

Kommanditbeteiligung und ihre spätere

rechtsgeschäftliche Weiterveräußerung ist

die kostenpflichtige Eintragung des jeweiligen

Erwerbers im Handelsregister. Der jeweilige

Erwerber ist außerdem verpflichtet, dem

geschäftsführenden Kommanditisten auf

eigene Kosten eine Handelsregistervollmacht

in notariell beglaubigter Form zu erteilen.

Sonstige Einschränkungen der freien Handelbarkeit

bestehen nicht.

Zahlungen an die Anleger (Zahlstelle)

Zahlungen an die Anleger erfolgen durch die

BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH &

Co. KG mit Sitz in Neutraubling (Kreis

Regensburg) unter der Geschäftsanschrift

Neugablonzer Str. 1 - 11, 93073 Neutraubling.


RECHTLICHE ANGABEN

87

Zahlungen der Anleger

Die Einlage ist in der bei Zeichnung vereinbarten

Höhe nach Abschluss des Treuhandvertrages

zuzüglich eines Aufgeldes (Agio)

von 5 % der Einlage fällig.

Der fällige Betrag ist auf das Konto Nr.

53303889 bei der HypoVereinsbank AG, BLZ

700 202 70 zu bezahlen.

Er wird im Lastschriftverfahren eingezogen,

wozu der Anleger seine Einwilligung erteilt.

Kontoinhaber mit gemeinschaftlicher Verfügungsberechtigung

für die Dauer der

Mittelverwendungskontrolle („Und-Konto“)

sind die Fondsgesellschaft und der Mittelverwendungskontrolleur

(vgl. § 8 des Gesellschaftsvertrages

und Mittelverwendungskontrollvertrag).

Wählt der Anleger die Erhöhung seiner gezeichneten

Einlage durch Ausschüttungen

(Top Select Dynamic), wird die erhöhte

Einlageschuld regelmäßig sogleich durch

Verrechnung mit dem Ausschüttungsanspruch

getilgt.

Entgegennahme von Zeichnungen

Über die Annahme von Zeichnungen entscheidet

der geschäftsführende Gesellschafter

im Einvernehmen mit dem Treuhandkommanditisten.

Die Zeichnungsscheine werden

unter folgender Anschrift entgegen genommen:

BVT Beratungs-, Verwaltungs- und

Treuhandgesellschaft für internationale

Vermögensanlagen mbH, Leopoldstraße 7,

80802 München.

Zeichnungsfrist

Das öffentliche Angebot beginnt einen

Werktag nach Veröffentlichung des Verkaufsprospekts

gemäß § 9 Verkaufsprospektgesetz

und ist bis zum 30.04.2008

befristet. Es kann vorzeitig beendet werden.

Es kann bis zum 31.10.2008 verlängert

werden. Es ist nicht möglich, Zeichnungen,

Anteile oder Beteiligungen zu kürzen.

Staaten

Das Angebot erfolgt nur in der Bundesrepublik

Deutschland.

Preis

Die Höhe der Einlage wird bei Zeichnung

vereinbart. Der Mindestbetrag der Einlage

beträgt 10.000,00 €. Höhere Beträge sind in

Schritten von 1.000,00 € möglich. Auf die

Einlage ist ein Agio in Höhe von 5 % der

Einlage (mindestens 500,00 €) zu bezahlen.

Das Agio ist zusammen mit der Starteinlage

fällig.

Kosten

Geldverkehr, Verzug, Stundung: Weitere

Kosten können beim Geldverkehr entstehen

(Zahlung von Einlage und Agio). Im Verzugsfall

werden pauschale Mahnkosten von

20,00 € berechnet sowie die gesetzlichen

Verzugszinsen. Die Pauschale kann der

Kostenentwicklung angepasst werden.

Verwaltung: Zusätzliche Kosten können

dem Anleger entstehen, wenn er an der

Beschlussfassung der Fondsgesellschaft

teilnimmt (Porto, Reisespesen) oder Kontrollrechte

gegenüber der Geschäftsführung

ausübt (Porto, Reisespesen, Kosten eines

Sachverständigen) oder dem Treuhandkommanditisten

Weisungen hierzu erteilt.

Handelsregister: Falls der Anleger unmittelbar

Kommanditist der BVT-PB Top Select

Fund Dynamic GmbH & Co. KG wird, fallen

Kosten in gesetzlicher Höhe (nach der

Kostenordnung) für die zur Anmeldung

beim Handelsregister notwendige Vollmacht

(Gebühr für die Unterschriftsbeglaubigung

10 €) und für die Handelsregistereintragung

an (Gebühr für die Beurkundung der

Anmeldung 10 € und für die Eintragung

zwischen 40 € und 60 €). Das Gleiche gilt

für den Fall einer späteren Veräußerung des

Kommanditanteils (Gebühr für die Beurkundung

der Anmeldung 10 € und für die

Eintragung zwischen 40 € und 60 €).


88

RECHTLICHE ANGABEN

Steuererklärungen: Die Anleger tragen

die Kosten für die Erstellung und Abgabe

von Steuererklärungen im In- und Ausland.

Kündigung und Ausschluss: Besteht im

Fall der Kündigung oder des Ausschlusses

Streit über die Höhe des dem Anleger

zustehenden Auseinandersetzungsguthabens,

können Kosten für ein Schiedsgutachten

entstehen, die der Unterliegende

zu tragen hat.

Weitere Kosten fallen im Zusammenhang

mit dem Erwerb, der Verwaltung und der

Veräußerung der Anteile konzeptionsgemäß

nicht an.

Weitere Leistungen der Anleger

Die Anleger sind nicht verpflichtet, über den

Betrag ihrer Einlage und des Agios hinaus

weitere Leistungen zu erbringen, insbesondere

Zahlungen an die Fondsgesellschaft zu

leisten. Die Zahlungspflicht kann wieder

aufleben, soweit der Anleger von der Fondsgesellschaft

höhere Zahlungen erhalten hat

als die auf ihn entfallenden Gewinnanteile

und nur insoweit bei der Gesellschaft ungedeckte

Verbindlichkeiten vorhanden sind.

Die gesetzliche Haftung der Anleger für die

Verbindlichkeiten der BVT-PB Top Select Fund

Dynamic GmbH & Co. KG ist auf die im Handelsregister

eingetragene Haftsumme des

Kommanditisten beschränkt (beim Treuhandkommanditisten:

insgesamt 5.000,00 € für

alle Anleger; bei direkter Kommanditbeteiligung

eines Anlegers: 1 € für den direkt beteiligten

Anleger, falls nichts anderes

eingetragen wird).

Vergütungen

Die Gesamthöhe der aus dem Emissionserlös

aufzubringenden Provisionen und vergleichbaren

Vergütungen beträgt (unter Verwendung

des Agios) 16 % der von den Anlegern

anfänglich gezeichneten Einlage; das entspricht

bei einer von Anlegern gezeichneten

Einlage von 20 Mio. € einem absoluten

Betrag von 3,2 Mio. € (einschließlich Agio

von 5 % der gezeichneten Einlage oder

absolut 1,0 Mio. €). Eine detaillierte Aufstellung

der Vergütungen enthält der in

diesem Verkaufsprospekt abgedruckte

Finanz- und Investitionsplan.

Aus der bei späteren Kapitalerhöhungen

(Top Select Dynamic) aufgebrachten Einlage

werden bei der Fondsgesellschaft keine

Provisionen und vergleichbaren Vergütungen

gezahlt.

Zu den bei den Zielfonds anfallenden Provisionen

und vergleichbaren Vergütungen

können keine Angaben gemacht werden,

da Investitionsentscheidungen noch nicht

getroffen wurden. In der Regel sind diese

Provisionen und Vergütungen der Höhe nach

mit den bei der Fondsgesellschaft anfallenden

Vergütungen vergleichbar. Durch

Vereinbarungen sollen Provisions-Rückerstattungen

der Zielfonds erreicht werden. Die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft ist

vertraglich verpflichtet, sich Provisionen und

ähnliche Vergütungen von Zielfonds auf ihre

Vergütung anrechnen zu lassen.

Gewährleistung

Für die Verzinsung oder Rückzahlung der

Zahlungen auf die angebotenen Anteile wird

von keiner juristischen Person oder Gesellschaft

eine Gewährleistung übernommen.

Die BVT-PB Top Select Fund Dynamic

GmbH & Co. KG (Emittent)

Firma, Sitz und Anschrift

Die Firma der Gesellschaft lautet BVT-PB Top

Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG. Die

Gesellschaft hat ihren Sitz in Neutraubling

(Kreis Regensburg). Die Geschäftsanschrift

lautet: Neugablonzer Str. 1 -11, 93073

Neutraubling.


RECHTLICHE ANGABEN

89

Gründung und Dauer

Die Gesellschaft begann mit ihrer Eintragung

im Handelsregister am 31.03.2007. Sie dauert

vom 31.03.2007 bis zum 31.12.2031.

Ihre Dauer verlängert sich nach Entscheidung

des geschäftsführenden Kommanditisten

um bis zu zwei Jahre und schließlich

auf unbestimmte Zeit, wenn sie zu diesem

Zeitpunkt ihr Anlagevermögen noch nicht

vollständig veräußert hat. Sie wird vorzeitig

aufgelöst, wenn sie ihr gesamtes Anlagevermögen

veräußert hat.

Rechtsordnung und Rechtsform

Die Gesellschaft ist eine Kommanditgesellschaft

nach dem Recht der Bundesrepublik

Deutschland. Ihre Rechtsverhältnisse (Personalstatut)

und ihre Rechtsbeziehungen zu

den Anlegern unterliegen deutschem Recht.

Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter der

Kommanditgesellschaft ist die Top Select

Beteiligungs GmbH (Sitz: Neutraubling). Der

persönlich haftende Gesellschafter ist eine

Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach

dem Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Sein – voll eingezahltes – Stammkapital

beträgt 25.000,00 €. Da der persönlich

haftetende Gesellschafter eine Kapitalgesellschaft

ist, haftet er für die Verbindlichkeiten

der Gesellschaft nur mit seinem Gesellschaftsvermögen,

obwohl der persönlich

haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft

von Gesetzes wegen grundsätzlich

unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der

Kommanditgesellschaft einstehen muss.

Gesellschafter der Top Select Beteiligungs

GmbH sind die BVT Holding GmbH & Co.

KG (Sitz: München) und Dr. Werner Bauer.

Geschäftsführer sind Dr. Werner Bauer und

Tibor von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf

(Geschäftsanschrift: Neugablonzer

Str. 1 -11, 93073 Neutraubling).

Im Gesellschaftsvertrag des persönlich

haftenden Gesellschafters wurden im

Hinblick auf die Organ- und Haftungsstruktur

keine von den gesetzlichen Regelungen

abweichenden Bestimmungen getroffen.

Im Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft

wurden im Hinblick auf die Organund

Haftungsstruktur ausschließlich folgende

von den gesetzlichen Regelungen

abweichende Bestimmungen getroffen: Der

persönlich haftende Gesellschafter hat keine

Einlage zu leisten (§ 3). Er ist weder am

Vermögen noch an Gewinn und Verlust der

Gesellschaft beteiligt (§§ 3, 11). Er ist von

der Geschäftsführung ausgeschlossen (§ 6).

Er hat kein Stimmrecht; Änderungen des

Gesellschaftsvertrages, die in seine Rechte

und Pflichten eingreifen, können jedoch

nicht ohne seine Zustimmung beschlossen

werden (§ 9). Er erhält eine jährliche Haftungsvergütung

(§ 10). Für den persönlich

haftenden Gesellschafter gilt kein Wettbewerbsverbot

(§ 6).

Gesellschaftsvertrag

Der Gesellschaftsvertrag ist in diesem

Verkaufsprospekt abgedruckt. Die für den

persönlich haftenden Gesellschafter geltenden

Besonderheiten sind in vorstehendem

Abschnitt beschrieben. Nachstehend

sind weitere bedeutsame Abweichungen

von den gesetzlichen Vorschriften erläutert.

Geschäftsführung und Vertretung:

Die Geschäftsführung obliegt der Top Select

Management GmbH (Sitz: Neutraubling,

Kreis Regensburg), die der Gesellschaft als

Kommanditist angehört. Ihr ist umfassende

Vollmacht erteilt, die auch zur Veräußerung

und Belastung von Grundbesitz sowie zum

Abschluss von Geschäften mit sich selbst im

eigenen Namen und als Vertreter eines

Dritten berechtigt. Die übrigen Gesellschafter

sind von der Geschäftsführung ausgeschlossen.

Der geschäftsführende Kommanditist

hat keine Einlage zu leisten. Der geschäftsführende

Kommanditist erhält eine


90

RECHTLICHE ANGABEN

jährliche Vergütung (siehe nachstehenden

Abschnitt ,Die Gründungsgesellschafter’).

Treuhandkommanditist: Die PTM Portfolio

Treuhand München Vermögensverwaltung

GmbH (Sitz: Grünwald, Kreis München) hat

ein Beitrittsrecht und beteiligt nach ihrem

Beitritt als Kommanditist (Treuhandkommanditist/Treuhänder)

die Anleger (Treugeber)

durch Abschluss eines Treuhandvertrages an

ihrem Kommanditanteil. Einzelheiten zur

Rechtsstellung des Treuhänders sind im

nachfolgenden Abschnitt ‚Der Treuhänder‘

erläutert. Die Treugeber werden aufgrund

des Gesellschaftsvertrages weitgehend wie

Kommanditisten behandelt, ohne dass sie

selbst unmittelbar Gesellschafter werden.

Der Anteil des Treuhänders am Vermögen

der Fondsgesellschaft erhöht sich um die

jeweils von einem Anleger geleistete Einlage.

Der Treuhandkommanditist erhält eine

jährliche Vergütung (siehe nachstehende

Abschnitte ,Die Gründungsgesellschafter’

und ,Der Treuhänder’).

Wettbewerbsverbot: Für die Gesellschafter

gilt kein Wettbewerbsverbot.

Anlagegrundsätze: Der geschäftsführende

Kommanditist ist bei den Anlageentscheidungen

an die als Anlage 1 zum Gesellschaftsvertrag

niedergelegten Anlagegrundsätze

gebunden.

Gewinn- und Verlustverteilung:

Die Anleger sind an Gewinn und Verlust der

Gesellschaft beteiligt. Die Gewinn- und Verlustanteile

werden nach dem Verhältnis der

Kapitalanteile der Anleger berechnet. Zu den

Besonderheiten siehe vorstehend ‚Das Beteiligungsangebot’

im Abschnitt ‚Rechte’.

Entnahmen (Ausschüttungen):

Die Gesellschaft schüttet ihre Erlöse aus,

sofern nicht deren anderweitige Verwendung

einer sorgfältigen Geschäftsführung

entspricht. Über Zeitpunkt und Höhe der

Ausschüttungen entscheidet der geschäftsführende

Kommanditist. Er legt, soweit dies

nicht die im Steuerrecht geltenden Grenzen

privater Vermögensverwaltung überschreitet,

flüssige Mittel zur Glättung des Ausschüttungsverlaufes

wieder an.

Kapitalerhöhungen (Top Select Dynamic):

Die Anleger können bei Zeichnung

einmalig bis auf Widerruf bestimmen, dass

sie bis 31.12.2020 Entnahmen (Ausschüttungen)

zur Erhöhung ihrer gezeichneten

Einlage verwenden möchten. Die Frist für

den Widerruf beträgt einen Monat.

Renditeausgleich: Eine ungleiche effektive

Verzinsung der von den Anlegern geleisteten

Einlagen wird (vorbehaltlich ausreichender

Liquidität) jeweils unter denjenigen Anlegern

ausgeglichen, die nach Ende der Zeichnungsfrist

jeweils in der gleichen Anzahl

voller Kalenderjahre ihre gezeichnete Einlage

erhöht und beglichen haben (Top Select

Dynamic).

Mitwirkung: Die Anleger sind zur Mitwirkung

in allen Angelegenheiten der Gesellschaft

berechtigt, sofern diese nicht zu den

Aufgaben der Geschäftsführung gehören.

Das Mitwirkungsrecht umfasst insbesondere

die Wahl eines Beirats, die Fortsetzung der

Mittelverwendungskontrolle, die Wahl des

Abschlussprüfers, die Feststellung des

Jahresabschlusses, die Entlastung des

geschäftsführenden Kommandisten, die

Änderung der Anlagegrundsätze und die

Änderung des Gesellschaftsvertrages.

Gesellschafterbeschlüsse: Die Anleger

können an Gesellschafterversammlungen

und an schriftlichen Beschlussfassungen der

Gesellschaft teilnehmen. Beschlüsse können,

gleich ob sie in einer Gesellschafterversammlung

oder schriftlich gefasst wurden, nur

innerhalb eines Monats ab Kenntniserlangung

durch Klage gegen die Gesellschaft

angefochten werden.

Mehrheitserfordernisse: Bei Abstimmungen

entscheidet die Mehrheit der

abgegebenen Stimmen. Zum Stimmgewicht

siehe vorstehend ‚Das Beteiligungsangebot’

im Abschnitt ‚Rechte’. Die Änderung des


RECHTLICHE ANGABEN

91

Gesellschaftsvertrages (einschließlich der

Anlagegrundsätze) und die Auflösung der

Gesellschaft bedürfen einer Mehrheit von

75 % der abgegebenen Stimmen. Die

Zustimmung des persönlich haftenden

Gesellschafters und des geschäftsführenden

Kommanditisten ist erforderlich, wenn in

ihre Rechte und Pflichten eingegriffen wird.

Mittelverwendungskontrolleur: Die

Fondsgesellschaft hat einen Mittelverwendungskontrolleur.

Seine Amtszeit endet

einen Monat nach Ablauf der Zeichnungsfrist.

Für die darauf folgende Zeit wird ein

Mittelverwendungskontrolleur nur aufgrund

eines Beschlusses der Anleger bestellt.

Mittelverwendungskontrolleur kann nur

sein, wer der Wirtschaftsprüferkammer oder

einer Steuerberaterkammer angehört. Seine

Rechte und Pflichten bestimmen sich nach

dem mit ihm geschlossenen Vertrag (abgedruckt

in diesem Verkaufsprospekt). Zu einer

materiellen Prüfung der Investitionen ist der

Mittelverwendungskontrolleur weder

berechtigt noch verpflichtet.

Beirat: Bei der Gesellschaft kann ein Beirat

gebildet werden. Der Beirat hat drei bis fünf

von der Geschäftsführung unabhängige

Mitglieder. Die Beiratsmitglieder werden bei

Beschlussfassung über die Feststellung des

Jahresabschlusses jeweils für die Zeit bis zur

übernächsten Beschlussfassung über die

Feststellung des Jahresabschlusses bestellt.

Drei Beiratsmitglieder werden gewählt. Die

Wahl findet erstmalig bei Beschlussfassung

über die Feststellung des Jahresabschlusses

für das Jahr 2007 statt. Die Wahl ist zu

einem früheren Zeitpunkt durchzuführen,

wenn Anleger, auf die allein oder zusammen

mindestens 10 % der Stimmrechte entfallen,

dies schriftlich verlangen oder der geschäftsführende

Kommanditist dies vorschlägt. Der

geschäftsführende Kommanditist darf die

Bestellung gewählter Beiratsmitglieder aus

einem in der Person des Gewählten liegenden

wichtigen Grund verweigern. Der

geschäftsführende Kommanditist kann bis

zu zwei weitere Mitglieder in den Beirat

entsenden. Der Beirat berät die Geschäftsführung.

Er kann die Bücher und Schriften

der Gesellschaft sowie ihre Vermögensgegenstände

einsehen und prüfen. Der

geschäftsführende Kommanditist ist dem

Beirat in allen wichtigen Angelegenheiten

berichtspflichtig.

Ordentliche Vertragslaufzeit: Die Beteiligung

kann bis zum Ablauf des 31.12.2031

grundsätzlich nicht beendet werden. Dieser

Zeitraum kann sich bis zum 31.12.2033 verlängern.

Eine einseitige vorzeitige Beendigung

ist nur in den im Gesetz vorgesehenen

Fällen der Kündigung aus wichtigem Grund

und im Falle des Ausschlusses aus der Gesellschaft

aus wichtigem Grund möglich.

Ordentliche Kündigung: Die Beteiligung

kann zum Ablauf und – für den Fall, dass

die Fortsetzung der Gesellschaft beschlossen

wurde – nach Ablauf der ordentlichen Vertragslaufzeit

mit einer Frist von sechs Monaten

zum Ende des Jahres gekündigt werden.

Die ordentliche Kündigung führt zur Beendigung

der Beteiligung und zur Auseinandersetzung.

Falls die Kündigung auf einen Zeitpunkt

erfolgt, zu dem die Gesellschaft ohnehin

aufgelöst wird, findet keine Auseinandersetzung

statt. Der Kündigende nimmt

stattdessen an der Liquidation teil.

Schriftform: Eine Kündigung muss immer

schriftlich erfolgen.

Ausschließung: Liegt in der Person eines

Anlegers ein wichtiger Grund im Sinne des

§ 133 HGB vor, kann der geschäftsführende

Kommanditist die Ausschließung des auf

den Anleger entfallenden Gesellschaftsanteils

erklären. Ein solcher Grund ist insbesondere

vorhanden, wenn der Anleger eine ihm

nach dem Gesellschaftsvertrag obliegende

wesentliche Verpflichtung vorsätzlich oder

aus grober Fahrlässigkeit verletzt oder wenn

die Erfüllung einer solchen Verpflichtung

unmöglich wird. Beispiele: Verzug mit einem

nicht unerheblichen Teil der Einlage (und des

Agios), Verletzung der Vereinbarung über

den Lastschrifteinzug. Im Falle der Ausschließung

bestimmt der geschäftsführende


92

RECHTLICHE ANGABEN

Kommanditist nach billigem Ermessen (§

315 BGB) einen Abschlag vom Auseinandersetzungsguthaben

zum Ausgleich des der

Gesellschaft infolge des Ausscheidens entstehenden

Schadens. Dem Betroffenen ist

der Nachweis gestattet, dass ein Schaden

überhaupt nicht entstanden oder wesentlich

niedriger ist als der festgesetzte Abschlag.

Ausscheiden in Notfällen: Der Gesellschaftsvertrag

sieht vor, dass Anleger ihre

Beteiligung in folgenden Notfällen vor dem

01.01.2021 beenden können:

£ Anhaltende Arbeitslosigkeit des Anlegers

von mehr als sechs aufeinander folgenden

Monaten

£ Anhaltende Erwerbsunfähigkeit des Anlegers

von mehr als sechs aufeinander

folgenden Monaten

£ Scheidung des Anlegers

£ Tod des Anlegers oder seines Ehegatten

oder Lebenspartners (im Sinne des Gesetzes),

wenn der Verstorbene mindestens

zur Hälfte zu den Einkünften des Ehegatten

oder Lebenspartners oder der Erben

beigetragen hat.

Voraussetzung für die vorzeitige Beendigung

ist, dass der Notfall innerhalb einer Frist von

drei Monaten nach seinem Eintritt angezeigt

und nachgewiesen wird. Über die Beendigung

der Beteiligung entscheidet der geschäftsführende

Kommanditist. Der betroffene

Anleger erhält ein nach Buchwerten

bestimmtes Auseinandersetzungsguthaben.

Die Regelung im Gesellschaftsvertrag ist auf

1 % des Kommanditkapitals der Gesellschaft

beschränkt. Der geschäftsführende Kommanditist

lehnt den Abschluss weiterer Vereinbarungen

ab, wenn dieser Anteil ausgeschöpft

ist.

Auseinandersetzung: Endet die Beteiligung

eines Anlegers durch ordentliche Kündigung,

bestimmt sich sein Auseinandersetzungsguthaben

gegenüber der Gesellschaft nach dem

Saldo seiner Kapitalkonten zuzüglich des auf

seinen Kapitalanteil entfallenden Abschichtungsgewinns

bzw. abzüglich eines etwaigen

Abschichtungsverlustes.

Der Abschichtungsgewinn oder -verlust wird

ermittelt, indem der in der Jahresbilanz ausgewiesene

Wert des Gesellschaftsvermögens

mit dem durch eine Abschichtungsbilanz

bestimmten Wert des Gesellschaftsvermögens

verglichen wird. Ein Geschäftswert

bleibt dabei unberücksichtigt. Der Abschichtungsgewinn

oder -verlust wird in gleicher

Weise verteilt wie der Jahresgewinn oder

-verlust.

Wertermittlung: Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte werden im Falle der

ordentlichen Kündigung mit dem Ertragswert

angesetzt, wobei der Ertrag zugrunde

zu legen ist, der sich aus dem für den

Stichtag maßgeblichen Jahresabschluss

ergibt. Der Bewertung von Beteiligungen

werden die sich aus dem jüngsten festgestellten

Jahresabschluss der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft

(Dachfonds oder der

Gesellschaft gehörende Kapitalgesellschaft)

ergebenden Buchwerte zugrunde gelegt.

Stichtag für die Wertermittlung: Stichtag

für die Wertermittlung ist der Tag des Ausscheidens.

Fällt dieser nicht auf das Ende des

Jahres, so ist im Falle der ordentlichen Kündigung

Stichtag der letzte Tag des dem Tag

des Ausscheidens vorangegangenen Jahres.

Schiedsgutachten: Die Auseinandersetzungsrechnung

wird für beide Seiten verbindlich

durch den mit der Prüfung des

Jahresabschlusses beauftragten Wirtschaftsprüfer

festgestellt. Ist kein Abschlussprüfer

bestellt oder ist dieser an der Erstellung des

Gutachtens gehindert und besteht Streit

über die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens,

so entscheidet das Gutachten eines

von der Wirtschaftsprüferkammer bestimmten

Wirtschaftsprüfers. Die Kosten des

Schiedsgutachtens werden zwischen den

Streitparteien nach dem Verhältnis des

Obsiegens und Unterliegens geteilt.

Ausschlussfristen: Einwendungen gegen

die Richtigkeit der von der Gesellschaft erteilten

Auseinandersetzungsrechnung sind


RECHTLICHE ANGABEN

93

ausgeschlossen, wenn sie nicht innerhalb

einer Frist von einem Monat ab ihrem Zugang

gegenüber der Gesellschaft schriftlich geltend

gemacht werden. Das Gleiche gilt für

Einwendungen gegen das Schiedsgutachten

über die Auseinandersetzungsrechnung.

Stundung des Abfindungsanspruchs: Der

Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben

kann über zwei Jahre verteilt in bis zu

fünf Raten erfüllt werden. Das Auseinandersetzungsguthaben

wird in diesem Fall mit

zwei Prozentpunkten über dem von der

Deutschen Bundesbank veröffentlichten

Basiszinssatz verzinst, wobei die Zinsen mit

der Hauptforderung fällig sind.

Nachrang: Der Anspruch auf das Auseinandersetzungsguthaben

und seine Verzinsung

sind nachrangig gegenüber den Verbindlichkeiten

der Gesellschaft zu befriedigen.

Mehrere Anleger, die zum selben Zeitpunkt

ausscheiden, sind jeweils gleichmäßig zu

behandeln.

Beteiligung am Gesellschaftsvermögen

bei Liquidation: Wird die Gesellschaft

aufgelöst, findet die Liquidation statt. Die

Anleger haben in diesem Fall Anspruch auf

die ihrem Kapitalanteil entsprechende

Beteiligung am Vermögen der Gesellschaft.

Die Verteilung des Vermögens findet nach

Begleichung der Gesellschaftsschulden statt.

Vorzeitige Auflösung: Die von Anlegern

insgesamt gezeichneten Einlagen sollen den

Betrag von 3,0 Mio. € nicht unterschreiten.

Wird diese Summe nicht bis zum Ende der

Zeichnungsfrist erreicht, wird die Gesellschaft

vorzeitig aufgelöst und liquidiert. Für

diesen Fall haben die Gründungsgesellschafter

und der Treuhandkommanditist auf ihre

Vergütungsansprüche verzichtet; die Vertriebspartner

sind in diesem Fall zur Rückzahlung

der von ihnen erhaltenen Eigenkapitalvermittlungsprovision

verpflichtet.

Sonstige Verbindlichkeiten und Aufwendungen

des Fonds übernimmt die Top Select

Management GmbH.

Übertragung: Die Beteiligung ist übertragbar.

Die Übertragung bedarf der Zustimmung

des geschäftsführenden Kommanditisten.

Die Zustimmung darf nur aus wichtigem

Grund versagt werden, insbesondere

wenn sie nicht mit Wirkung zum Beginn des

nächsten Geschäftsjahres erfolgt. Die Beteiligung

ist vererblich. Erben müssen sich durch

einen Erbschein ausweisen.

Anschriftenänderung: Alle Ladungen,

Mitteilungen und Erklärungen werden an

die dem geschäftsführenden Kommanditisten

zuletzt bis zwei Wochen vor Versand

vom Anleger schriftlich mitgeteilte Adresse

gerichtet. Postsendungen gelten im Inland

zwei Tage und im Ausland fünf Tage nach

Aufgabe zur Post als zugegangen.

Unternehmensgegenstand

Im Gesellschaftsvertrag bestimmter Gegenstand

des Unternehmens ist der Erwerb und

die Verwaltung eigenen Anlagevermögens

nach Maßgabe gesellschaftsvertraglich festgelegter

Anlagegrundsätze. Zu diesen Anlagegrundsätzen

siehe Kapitel ,Anlagekriterien’.

Das Anlagevermögen darf bestehen aus

Anteilen, die eine Beteiligung am Ergebnis

eines Unternehmens gewähren, Anteilen

an einem Treuhandvermögen, Anteilen an

sonstigen geschlossenen Fonds, anderen

Rechten und Forderungen, Grundstücken

und grundstücksgleichen Rechten.

Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte

vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen,

die mit dem Gegenstand des Unternehmens

zusammenhängen oder ihm unmittelbar

oder mittelbar förderlich sind, sofern

dies ohne besondere Erlaubnis zulässig ist.

Die Gesellschaft darf dazu insbesondere

Zweigniederlassungen errichten, sich an anderen

Unternehmen beteiligen, Tochtergesellschaften

gründen, Unternehmensverträge

abschließen und Interessengemeinschaften

eingehen.


94

RECHTLICHE ANGABEN

Handelsregister

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des

Amtsgerichts Regensburg unter HRA 7638

eingetragen.

Konzern

Bis zum Beitritt des Treuhänders wird die

Gesellschaft von den Gründungsgesellschaftern

beherrscht. Nach dem Beitritt des

Treuhänders, d. h. mit Annahme der Zeichnung

des ersten Anlegers, ist die Fondsgesellschaft

kein Konzernunternehmen mehr.

Die Kapitalverhältnisse

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital besteht aus einem

nicht stimm- und gewinnbezugsberechtigten,

mit Geschäftsführungsbefugnissen

ausgestatteten Kommanditanteil des Gründungskommanditisten

Top Select Management

GmbH, Neutraubling. Auf die im

Handelsregister eingetragene Haftsumme

von 5.000 € ist keine Einlage zu leisten, so

dass keine Einlage aussteht.

Wertpapiere

Die Fondsgesellschaft hat bisher keine

Wertpapiere ausgegeben.

Vermögensanlagen

Die Fondsgesellschaft hat bisher keine

Vermögensanlagen im Sinne des § 8f Abs. 1

des Verkaufsprospektgesetzes ausgegeben.

Umtausch- oder Bezugsrechte

Es befinden sich keine Wertpapiere im

Umlauf, die Umtausch- oder Bezugsrechte

auf Anteile einräumen. Bedingungen und

Verfahren für den Umtausch von Wertpapieren

und den Bezug von Anteilen sind nicht

festgelegt.

Die Gründungsgesellschafter

Firmen, Sitz und Geschäftsanschrift

Gründungsgesellschafter der BVT-PB Top

Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG sind

folgende juristische Personen:

Persönlich haftender Gesellschafter: Top

Select Beteiligungs GmbH (Sitz: Neutraubling,

Kreis Regensburg; Geschäftsanschrift:

Neugablonzer Str. 1 - 11, 93073 Neutraubling)

(Geschäftsführender) Kommanditist: Top

Select Management GmbH (Sitz: Neutraubling,

Kreis Regensburg; Geschäftsanschrift:

Neugablonzer Str. 1 - 11, 93073 Neutraubling)

Einlagen

Die Gründungsgesellschaftern haben keine

Einlagen übernommen oder geleistet. Die im

Handelsregister eingetragene Haftsumme

des Kommanditisten Top Select Management

GmbH beträgt 5.000,00 €.

Gewinnbeteiligungen

Die Gründungsgesellschafter sind nicht

gewinnbezugsberechtigt.

Entnahmerechte

Die Gründungsgesellschafter und der Treuhandkommanditist

sind berechtigt, bei Fälligkeit

zu Lasten des Ergebnisses die im folgenden

Abschnitt ,Sonstige Gesamtbezüge’

beschriebenen Vergütungen zu entnehmen.

Sonstige Gesamtbezüge

Die Top Select Beteiligungs GmbH erhält für

die Übernahme der persönlichen Haftung

eine jährliche Vergütung in Höhe von

2.500,00 €, einschließlich der hierauf etwa

anfallenden Umsatzsteuer, fällig jeweils zum

01.01. eines Jahres, erstmals zum 01.01.2008.


RECHTLICHE ANGABEN

95

Die Top Select Management GmbH erhält

für die Übernahme der Geschäftsführung in

den Geschäftsjahren 2007 und 2008 eine

jährliche Vergütung in Höhe von 0,72 % der

zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres

von Anlegern gezeichneten Einlage, fällig

jeweils anteilig zum Ende eines Kalenderquartals

und berechnet nach dem jeweiligen

Zeichnungsstand. In den darauf folgenden

Geschäftsjahren erhält sie eine Vergütung in

Höhe von 0,72 % des Kommanditkapitals

am Fälligkeitstag, fällig jeweils anteilig zum

Ende eines Kalenderquartals. Hinzu kommt

jeweils die hierauf anfallende Umsatzsteuer.

Auf die vorstehend vereinbarte Vergütung

hat sich die Top Select Management GmbH

Provisionen und ähnliche Vergütungen anrechnen

zu lassen, die ihr Dritte im Zusammenhang

mit dem Erwerb von Gegenständen

des Anlagevermögens der Gesellschaft

gewähren.

Ändert sich der vom Statistischen Bundesamt

ermittelte Verbraucherpreisindex nach

dem 01.01.2007 oder nach der letzten

Anpassung der Vergütung um mindestens

2,5 %, so sind die Gründungsgesellschafter

und der Treuhandkommanditist befugt

– und im Falle gesunkener Verbraucherpreise

verpflichtet – ihre Vergütung im gleichen

Verhältnis neu festzusetzen. Die Festsetzung

erfolgt durch Erklärung gegenüber dem

Beirat; ist kein Beirat gewählt, erfolgt die

Festsetzung durch eine der Mitteilung des

Jahresabschlusses beizufügende Erklärung.

Die Festsetzung gilt rückwirkend ab dem

Fälligkeitstermin, zu dem erstmals die Voraussetzungen

für eine Anpassung vorlagen;

im Falle einer Erhöhung der Vergütung kann

sie auch auf einen späteren Fälligkeitstermin

verschoben werden.

Für Kosten der Prospektproduktion und für

Marketingaufwendungen erhält die Top

Select Management GmbH als Anbieter

eine Vergütung in Höhe von 2,18 % des

platzierten Kommanditkapitals, fällig nach

Platzierungsstand.

Sonstige Gesamtbezüge, insbesondere

Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen,

Versicherungsentgelte,

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art,

stehen den Gründungsgesellschaftern bei

der Fondsgesellschaft weder innerhalb noch

außerhalb des Gesellschaftsvertrages zu.

Beteiligungen

Die Gründungsgesellschafter sind weder an

Unternehmen beteiligt, die mit dem Vertrieb

der angebotenen Anteile beauftragt sind,

noch an Unternehmen, die der Fondsgesellschaft

Fremdkapital zur Verfügung stellen,

noch an Unternehmen, die im Zusammenhang

mit der Herstellung von Anlageobjekten

nicht nur geringfügige Lieferungen

oder Leistungen erbringen. Zu den Beteiligungen

der Gesellschafter der Gründungsgesellschafter

siehe ‚Wichtige Funktionen

und Beteiligte’.

Die Geschäftstätigkeit

Tätigkeitsbereiche

Die Fondsgesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit

noch nicht aufgenommen. Künftige

Geschäftstätigkeit ist der Erwerb und die

Verwaltung eigenen Anlagevermögens nach

Maßgabe der gesellschaftsvertraglich festgelegten

Anlagegrundsätze, siehe Kapitel

‚Anlagekritieren’. Hierbei soll die im Kapitel

,Investitionsbereiche’ beschriebene Investitionsstrategie

umgesetzt werden.

Patente, Lizenzen, Verträge, Verfahren

Die Fondsgesellschaft ist nicht von Patenten,

Lizenzen oder neuen Herstellungsverfahren

abhängig. Die Fondsgesellschaft ist davon

abhängig, dass sie die zu Anlagezwecken

notwendigen Beteiligungsverträge eingehen

kann. Für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit

sind ferner folgende Verträge maßgeblich:


96

RECHTLICHE ANGABEN

Vertrag über die Mittelverwendungskontrolle

vom 11.04.2007: Gegenstand

des Vertrages ist die Überwachung der Verfügungen

über das im Verkaufsprospekt

angegebene Konto, auf das die Einzahlungen

der Anleger erfolgen, für die Dauer bis

ein Monat nach Ende der Zeichnungsfrist

(bis 31.05.2008, bei Verlängerung der Zeichnungsfrist

ggf. verlängert bis 30.11.2008).

Der Mittelverwendungskontrolleur soll lediglich

überprüfen, ob die Voraussetzungen

für die Freigabe von Zahlungen nach dem

Mittelverwendungskontrollvertrag gegeben

sind. Einzelheiten zu den Vertragsparteien

und zum Vertragsinhalt entnehmen Sie bitte

nachfolgenden Abschnitten ‚Der Mittelverwendungskontrolleur’,

dem Kapitel ‚Wichtige

Funktionen und Beteiligte’ und dem in diesem

Verkaufsprospekt abgedruckten Mittelverwendungskontrollvertrag.

Vertrag über die Vermittlung des Eigenkapitals

vom 11.04.2007: Gegenstand des

Vertrages ist die Vermittlung des von der

Fondsgesellschaft benötigten Eigenkapitals.

Der Vertrag enthält die Verpflichtung zur

Rückerstattung der Vergütung, für den Fall,

dass bis zum Ende der Zeichnungsfrist von

Anlegern insgesamt ein Kapital von weniger

als 3 Mio. € gezeichnet wird. Einzelheiten zu

den Vertragsparteien und zum weiteren Vertragsinhalt

entnehmen Sie bitte dem Kapitel

‚Wichtige Funktionen und Beteiligte’ und

der Anlage 2 zu dem in diesem Verkaufsprospekt

abgedruckten Gesellschaftsvertrag.

Die Gesellschaft wird weitere Verträge abschließen,

deren Vertragsparteien, Gegenstand

und Vergütung sich aus dem Kapitel

‚Wichtige Funktionen und Beteiligte’ und

der Anlage 2 zum Gesellschaftsvertrag ergeben

(abgedruckt in diesem Verkaufsprospekt).

Die Abhängigkeit der Fondsgesellschaft von

den vorgenannten Verträgen ist im Kapitel

„Risikohinweise“ auf den Seiten 15, 17 und

18 beschrieben. Von sonstigen Verträgen ist

die Fondsgesellschaft nicht abhängig.

Gerichts- oder Schiedsverfahren

Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen

wesentlichen Einfluss auf die Lage der Fondsgesellschaft

haben können, sind nicht anhängig.

Laufende Investitionen (ausgenommen

Finanzanlagen)

Keine.

Außergewöhnliche Ereignisse

Die Tätigkeit der Fondsgesellschaft ist nicht

durch außergewöhnliche Ereignisse beeinflusst

worden.

Anlageziele und Anlagepolitik

Projekte

Die konkreten Investitionen, für die die Nettoeinnahmen

aus dem Angebot genutzt werden

sollen, stehen noch nicht fest. Es stehen

lediglich die Anlagekriterien fest, nach denen

die Anlageobjekte erworben werden

sollen. Zum Erreichen der Anlageziele sind

keine Fremdmittel erforderlich, d. h. die

Nettoeinnahmen aus dem Angebot alleine

sind ausreichend.

Die Nettoeinnahmen werden mit Ausnahme

der im Kapitel ,Der Finanz- und Investitionsplan’,

dargestellten Kosten nicht für sonstige

Zwecke genutzt.

Die Anlageentscheidungen werden von der

Top Select Management GmbH (geschäftsführender

Kommanditist) getroffen. Bei der

Top Select Management GmbH ist ein Beirat

für die Auswahl der Anlageobjekte zuständig,

in den die Deutsche Postbank AG, die

Geschäftsführung der Top Select Management

GmbH und die BVT Holding GmbH

und Co. KG je ein Mitglied entsenden. Die

Auswahl der Anlageobjekte durch den Beirat

der Top Select Management GmbH muss

einstimmig erfolgen.


RECHTLICHE ANGABEN

97

Die Investitionstätigkeit soll plangemäß im

Jahr 2007 aufgenommen und bis zum Jahr

2031 fortgeführt werden.

Die Investitionen werden durch den Beirat

der Top Select Management GmbH und

den Beirat der Fondsgesellschaft (sofern

ein solcher bestellt ist) überwacht. Bis zum

Ablauf von einem Monat nach Ende der

Zeichnungsfrist werden die Ausgaben der

Fondsgesellschaft nach den im Mittelverwendungskontrollvertrag

festgelegten

formalen Kriterien durch einen Mittelverwendungskontrolleur

überwacht. Die

Anleger können beschließen, dass auch für

die Zeit danach ein Mittelverwendungskontrolleur

bestellt werden soll.

Anlageobjekte

Die geplanten Anlageobjekte sind, soweit sie

nach den Anlagekriterien bereits beschrieben

werden können, in den Kapiteln ,Investitionsbereiche’

und ,Anlagekriterien’ dargestellt.

Da noch keine konkreten Anlageobjekte

feststehen, können folgende

Angaben noch nicht gemacht werden:

£ Angaben zu dinglichen Belastungen der

Anlageobjekte (§ 9 Abs. 2 Nr. 3 VerkProspV)

£ Angaben zu rechtlichen oder tatsächlichen

Beschränkungen der Verwendungsmöglichkeit

der Anlageobjekte

(§ 9 Abs. 2 Nr. 4 VerkProspV)

Personen, die für den Inhalt der Verkaufsprospekts

die Verantwortung übernehmen, die

Gründungsgesellschafter des Emittenten

sind oder die Mitglied der Geschäftsführung,

eines Aufsichtsgremiums oder eines Beirats

oder Treuhänder sind, steht oder stand an

Anlageobjekten weder Eigentum noch eine

sonstige dringliche Berechtigung zu.

Es wurden noch keine Verträge über die

Anschaffung oder Herstellung von Anlageobjekten

oder wesentlichen Teilen davon

geschlossen.

Behördliche Genehmigungen sind im

Hinblick auf das Anlagenziel nicht erforderlich.

Bewertungsgutachten für Anlageobjekte

liegen nicht vor.

Personen, die für den Inhalt des Verkaufsprospekts

die Verantwortung übernehmen,

die Gründungsgesellschafter des

Emittenten sind oder die Mitglied der

Geschäftsführung, eines Aufsichtsgremiums

oder eines Beirats oder Treuhänder sind,

erbringen im Hinblick auf die Anlageziele

über ihre Geschäftsführungs-/Aufsichts-/

Beirats-/Treuhandtätigkeit hinaus keine

Lieferungen und Leistungen.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten der

Anlageobjekte stehen noch nicht fest. Sie

werden bei planmäßigem Verlauf finanziert

durch

£ Eigenkapital, aufgegliedert in die anfänglich

vereinbarten Einlagen der Anleger

und das anfänglich in voller Höhe zu

leistende Agio sowie die später hinzukommenden

Einlagen in Folge von

Kapitalerhöhungen aus Ausschüttungen;

£ Provisionserstattungen (Anschaffungskostenminderungen).

Die Geschäftsführung

Namen, Geschäftsanschrift, Funktionen

Die Geschäfte der Fondsgesellschaft werden

von der Top Select Management GmbH

(Sitz: Neutraubling) geführt. Für diese sind

als Geschäftsführer tätig:

Dr. Werner Bauer (Geschäftsanschrift:

Neugablonzer Str. 1 - 11, 93073 Neutraubling)

und

Tibor von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf

(Geschäftsanschrift: Leopoldstr. 7,

80802 München)


98

RECHTLICHE ANGABEN

Beide Geschäftsführer nehmen Geschäftsführungsaufgaben

beim Emittenten wahr,

jedoch ohne Ressortzuständigkeit.

Bei der Top Select Management GmbH

besteht ein Beirat. Beiratsmitglieder sind die

vorgenannten Geschäftsführer sowie:

Manfred Nohr (Geschäftsanschrift: Deutsche

Postbank AG, Edmund-Rumpler-Str. 3,

51149 Köln)

Die Beiratsmitglieder üben im Hinblick auf

die von der Geschäftsführung vorgeschlagene

Auswahl der Anlageobjekte der

Fondsgesellschaft gesamtverantwortlich

einen Zustimmungsvorbehalt aus; eine

besondere Ressortzuständigkeit besteht

nicht.

Gesamtbezüge

Angaben über die den Mitgliedern der

Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und

Beiräte im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr

gewährten Gesamtbezüge

können nicht gemacht werden, da die

Fondsgesellschaft noch kein Geschäftsjahr

abgeschlossen hat. Zu den Bezügen der

geschäftsführenden Kommanditistin siehe

die Angaben zu den Gründungsgesellschaftern.

Herr Dr. Werner Bauer erhält einmalig

die in Anlage 2 zum Gesellschaftsvertrag

ausgewiesene Konzeptionsvergütung in

Höhe von 2,38 % des platzierten Kommanditkapitals.

Tätigkeiten

Die Mitglieder der Geschäftsführung,

Aufsichtsgremien und Beiräte sind weder für

Unternehmen tätig, die mit dem Vertrieb der

angebotenen Anteile betraut sind, noch für

Unternehmen, die der Fondsgesellschaft

Fremdkapital zur Verfügung stellen, noch für

Unternehmen, die im Zusammenhang mit

der Herstellung von Anlageobjekten nicht

nur geringfügige Lieferungen oder Leistungen

erbringen. Zur Tätigkeit des Geschäftsführers

Tibor von Wiedebach und Nostitz-

Jänkendorf bei der Gesellschafterin des mit

dem Vertrieb der Anteile betrauten Unternehmens

siehe ‚Wichtige Funktionen und

Beteiligte’.

Der Beirat

Ein Beirat ist bei der Fondsgesellschaft noch

nicht eingerichtet. Angaben zu den Mitgliedern

des Beirats können daher nicht gemacht

werden.

Der Treuhänder

(Treuhandkommanditist)

Firma, Sitz, Anschrift

Die PTM Portfolio Treuhand München

Vermögensverwaltung GmbH (Sitz: Grünwald,

Kreis München, Geschäftsanschrift:

Dr.-Max-Str. 15, 82031 Grünwald) bietet

den Anlegern den Abschluss des im Prospekt

abgedruckten Treuhandvertrages an.

Aufgaben und Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für die Tätigkeit des

Treuhänders ist der vom Anleger mit dem

Treuhänder zu schließende Treuhandvertrag.

Der Treuhänder hat bei der Fondsgesellschaft

ein Beitrittsrecht.

Der Treuhänder übernimmt einen Kommanditanteil

an der BVT-PB Top Select Fund

Dynamic GmbH & Co. KG im eigenen

Namen, jedoch für Rechnung aller Anleger

(Treugeber), die mit ihm einen Treuhandvertrag

abschließen. Wirtschaftlich werden die

Treugeber wie Kommanditisten der Gesellschaft

behandelt, sie haben die sich aus der

Beteiligung ergebenden steuerlichen und

wirtschaftlichen Folgen zu tragen. Die

Prüfung des Beteiligungsangebots gehört

nicht zu den Pflichten des Treuhänders. Der

Treugeber erkennt bei Vertragsschluss an,

dass der Treuhänder zu einer solchen

Prüfung auch vor Vertragsschluss nicht

verpflichtet war. Überwachungsrechte übt

der Treuhänder nur auf Weisung aus.


RECHTLICHE ANGABEN

99

Rechte und Pflichten

Die Treugeber übernehmen die auf ihre Beteiligung

entfallende Einlageverpflichtung des

Treuhänders. Im Gegenzug erwerben sie anteilig

die Rechte des Treuhänders aus seinem

Kommanditanteil. Der Treuhänder übt grundsätzlich

alle Rechte und Pflichten als Kommanditist

der Gesellschaft ausschließlich nach

den schriftlichen Weisungen der Treugeber

aus, wobei er die auf seinen Gesellschaftsanteil

entfallenden Rechte, insbesondere die

Stimmrechte, für die Treugeber je nach Weisung

auch unterschiedlich ausüben kann.

Erteilt der Treugeber keine schriftliche Weisung,

ist der Treuhänder berechtigt, das

Stimmrecht nach eigenem pflichtgemäßen

Ermessen auszuüben.

Die Haftung des Treuhänders ist, soweit

gesetzlich zulässig, beschränkt. Für die

Geltendmachung von Ansprüchen gegen

den Treuhänder gilt eine Ausschlussfrist von

sechs Monaten ab Kenntniserlangung.

Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate

zum Jahresende. Bei Beendigung des Treuhandvertrages

geht der Kommanditanteil des

Treuhänders in Höhe der vom Treugeber übernommenen

Einlage auf den Treugeber oder

einen von diesem bestimmten Dritten über.

Unbeschadet seiner sonstigen Rechte kann

der Treugeber die Übertragung des auf ihn

entfallenden Kommanditanteils des Treuhänders

verlangen, mit der Maßgabe, dass der

Treuhänder ab Beginn der Mitgliedschaft des

Treugebers die Kommanditbeteiligung des

Treugebers unter Fortgeltung der hierauf

entsprechend anwendbaren Vorschriften des

Treuhandvertrages in offener Stellvertretung

verwaltet.

Vergütung

Der Treuhänder erhält von der Fondsgesellschaft

für die treuhänderische Übernahme

der Kommanditanteile in den Geschäftsjahren

2007 und 2008 eine jährliche Vergütung

in Höhe von 0,07 % der zum Ende des je-


100

RECHTLICHE ANGABEN

weiligen Geschäftsjahres von Anlegern gezeichneten

Einlage, fällig jeweils anteilig

zum Ende eines Kalenderquartals und berechnet

nach dem jeweiligen Zeichnungsstand.

In den darauf folgenden Geschäftsjahren

erhält er von der Fondsgesellschaft eine Vergütung

in Höhe von 0,07 % des Kommanditkapitals

am Fälligkeitstag, fällig jeweils anteilig

zum Ende eines Kalenderquartals. Hinzu

kommt jeweils die hierauf anfallende

Umsatzsteuer.

Bei einem von Anlegern gezeichneten

Kommanditkapital von 20 Mio. € beträgt

die Vergütung somit nach der Prognose

über die gesamte Dauer der Fondsgesellschaft

564 T€ (einschließlich Umsatzsteuer).

Ändert sich der vom Statistischen Bundesamt

ermittelte Verbraucherpreisindex nach dem

01.01.2007 oder nach der letzten Anpassung

der Vergütung um mindestens 2,5 %,

so ist der Treuhänder befugt – und im Falle

gesunkener Verbraucherpreise verpflichtet –

seine Vergütung im gleichen Verhältnis neu

festzusetzen. Die Festsetzung erfolgt durch

Erklärung gegenüber dem Beirat; ist kein

Beirat gewählt, erfolgt die Festsetzung durch

eine der Mitteilung des Jahresabschlusses

beizufügende Erklärung. Die Festsetzung gilt

rückwirkend ab dem Fälligkeitstermin, zu dem

erstmals die Voraussetzungen für eine Anpassung

vorlagen; im Falle einer Erhöhung

der Vergütung kann sie auch auf einen späteren

Fälligkeitstermin verschoben werden.

Interessenkonflikte

Der Treuhänder ist berechtigt, Kommanditbeteiligungen

auch für andere Treugeber treuhänderisch

zu übernehmen und zu verwalten

sowie Treuhandaufgaben und ähnliche Aufgaben

bei anderen Gesellschaften und für

andere Personen wahrzunehmen. In besonderen

Fällen kann die aus der Gesellschafterstellung

herrührende Treuepflicht des Treuhandkommanditisten

der Wahrnehmung der

Interessen der Treugeber entgegenstehen.

Sonstige Interessenkonflikte bestehen nicht.

Der Mittelverwendungskontrolleur

Firma, Sitz

Die SFI Treuconsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Sitz: München, Geschäftsanschrift:

Effnerstraße 48, 81925 München)

ist von der Fondsgesellschaft mit der Mittelverwendungskontrolle

betraut.

Aufgaben und Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für die Tätigkeit des Mittelverwendungskontrolleurs

ist der von der

Fondsgesellschaft mit dem Mittelverwendungskontrolleur

geschlossene Mittelverwendungskontrollvertrag.

Der Mittelverwendungskontrolleur

gibt bei Vorliegen der von

ihm zu prüfenden formalen Auszahlungsvoraussetzungen

Verfügungen über die auf

dem von der Fondsgesellschaft und dem

Mittelverwendungskontrolleur eingerichteten

Konto („Und-Konto“) bereitgestellten

Einlagen der Anleger frei. Eine Überwachung

des geschäftsführenden Kommanditisten,

des Treuhandkommanditisten oder der

Investitionen in Zielfonds über den nachfolgend

beschriebenen Umfang hinaus ist nicht

Gegenstand des Mittelverwendungskontrollvertrages.

Rechte und Pflichten

Der Mittelverwendungskontrolleur ist berechtigt

und verpflichtet, einer Auszahlung

vom „Und-Konto“ zuzustimmen, wenn

Zahlungen von Vergütungen und Kosten

den Vorgaben des Gesellschaftsvertrages

entsprechen oder wenn an Anleger Einlage

oder Agio zurückzuerstatten oder ein

Auseinandersetzungsguthaben auszuzahlen

ist oder wenn fällige gesetzliche Verbindlichkeiten

der Gesellschaft zu begleichen sind.

Zur Anschaffung von Anlageobjekten stimmt

der Mittelverwendungskontrolleur einer

Auszahlung zu, wenn das Kommanditkapital

der Gesellschaft 3 Mio. € überschritten hat

und die schriftliche Zustimmung des Beirats

der Top Select Management GmbH vorliegt.


RECHTLICHE ANGABEN

101

Die Haftung des Mittelverwendungskontrolleurs

ist, soweit gesetzlich zulässig, beschränkt.

Der Vertrag ist bis zum 31.05.2008 befristet.

Er verlängert sich gegebenenfalls um die

Dauer der Verlängerung der Zeichnungsfrist.

Vergütung

Der Beauftragte erhält für die Übernahme

der Mittelverwendungskontrolle von der

Fondsgesellschaft eine Vergütung in Höhe

von 0,06 % der von Anlegern gezeichneten

Einlage, fällig nach Platzierungsstand. Bei

einem von Anlegern gezeichneten Kommanditkapital

von 20 Mio. € beträgt die Vergütung

somit einmalig 12.000 €.

Interessenkonflikte

Der Mittelverwendungskontrolleur übernimmt

ähnliche Aufgaben bei anderen

Gesellschaften. In besonderen Fällen kann

es zu einem Widerstreit von Interessen

einzelner Anleger mit dem vom Mittelverwendungskontrolleur

wahrzunehmenden

Gesellschaftsinteresse kommen. Sonstige

Interessenkonflikte bestehen nicht.

Sonstige Personen

Sonstige Personen haben die Herausgabe

oder den Inhalt des Prospekts oder die Abgabe

oder den Inhalt des Angebots nicht

wesentlich beeinflusst.

Wichtige Funktionen

und Beteiligte

Fondsgesellschaft/Emittent

Firma

BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH &

Co. KG

Funktion

Fondsgesellschaft; Halten und Verwalten

eines aus Beteiligungen an geschlossenen

Private-Equity-Dachfonds und Beteiligungen

an in- und ausländischen geschlossenen

Immobilienfonds sowie sonstigen Vermögensgegenständen

bestehenden Anlageportfolios.

Sitz und Geschäftsanschrift

Neugablonzer Str. 1 - 11,

93073 Neutraubling

Beginn

31.03.2007

Handelsregister

Amtsgericht Regensburg HRA 7638

eingetragen am 31.03.2007

Persönlich haftender Gesellschafter

Top Select Beteiligungs GmbH, Neutraubling

(Kreis Regensburg)

Kommanditist

Top Select Management GmbH, Neutraubling

(Geschäftsführender Kommanditist),

Haftsumme 5.000 € (ohne Einlageverpflichtung)

Geschäftsführung

Top Select Management GmbH, Neutraubling

(Geschäftsführender Kommanditist)

Persönlich haftender Gesellschafter

der Fondsgesellschaft

Firma

Top Select Beteiligungs GmbH

Funktion

Persönlich haftender Gesellschafter der

Fondsgesellschaft (Komplementär)

Sitz und Geschäftsanschrift

Neugablonzer Str. 1 - 11,

93073 Neutraubling

Handelsregister

Amtsgericht Regensburg HRB 9863

Stammkapital

25.000 €


102

RECHTLICHE ANGABEN

Gesellschafter

BVT Holding GmbH & Co. KG, München

Dr. Werner Bauer, Neutraubling

Geschäftsführung

Dr. Werner Bauer, Neutraubling

Tibor von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf,

München

Geschäftsführender Kommanditist der

Fondsgesellschaft/Anbieter

Firma

Top Select Management GmbH

Funktion

Anbieter, Geschäftsführung, Auswahl und

Abwicklung der Beteiligungsinvestitionen

und der sonstigen Maßnahmen des Investitionsplans,

Verwaltung der Fondsgesellschaft,

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Sitz und Geschäftsanschrift

Neugablonzer Str. 1 - 11,

93073 Neutraubling

Handelsregister

Amtsgericht Regensburg HRB 9864

Stammkapital

25.000 €

Gesellschafter

BVT Holding GmbH & Co. KG, München

Dr. Werner Bauer, Neutraubling

Geschäftsführung

Dr. Werner Bauer, Neutraubling

Tibor von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf,

München

Treuhandkommanditist

Firma

PTM Portfolio Treuhand München

Vermögensverwaltung GmbH

Funktion

Treuhandkommanditist, treuhänderisches

Halten der Kommanditbeteiligung

Sitz und Geschäftsanschrift

Dr.-Max-Str. 15, 82031 Grünwald

Handelsregister

Amtsgericht München HRB 156 204

Stammkapital

25.000 €

Geschäftsführer

Dr. Justin von Kessel, München

Geschäftsanschrift: Dr.-Max-Str. 15, 82031

Grünwald

Gesellschafter

PE Private Equity Treuhand Vermögensverwaltung

GmbH, München

Mittelverwendungskontrolleur

Firma

SFI Treuconsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Funktion

Mittelverwendungskontrolle

Sitz und Geschäftsanschrift

Effnerstr. 48, 81925 München

Handelsregister

Amtsgericht München HRB 111 744

Stammkapital

100.000 DM (51.129 €)

Gesellschafter

Geschäftsführende Gesellschafter sind

ausschließlich Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

und Rechtsanwälte, deren Namen und

Wohnorte ernsthaften Interessenten auf

Nachfrage bekannt gegeben werden.

Eigenkapitalbeschaffung

Firma

BVT Beratungs-, Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft

für internationale Vermögensanlagen

mbH


RECHTLICHE ANGABEN

103

Funktion

Vermittlung der Anteile

Sitz und Geschäftsanschrift

Leopoldstraße 7, 80802 München

Handelsregister

Amtsgericht München HRB 57844

BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG

Stammkapital

500.000 DM (255.646 €)

Geschäftsführung

Harald von Scharfenberg, München

Andreas Graf von Rittberg, München

Robert List, Ergolding

Wolfgang Müller, Neu-Ulm

Geschäftsanschrift der Geschäftsführer:

Leopoldstraße 7, 80802 München

Gesellschafter

BVT Holding GmbH & Co. KG, München

Es können auch andere ausgewählte

Vertriebe mit der Vermittlung der Anteile

beauftragt werden.

Besondere Umstände

Die BVT Holding GmbH & Co. KG (Sitz:

München) ist Gesellschafterin der Top Select

Management GmbH (geschäftsführender

Gesellschafter und Gründungsgesellschafter

der Fondsgesellschaft) sowie Gesellschafterin

der Top Select Beteiligungs GmbH (persönlich

haftender Gesellschafter und Gründungsgesellschafter

der Fondsgesellschaft)

mit einer Beteiligung von jeweils 50 %. Sie

ist zugleich Gesellschafterin der BVT Beratungs-,

Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft

für internationale Vermögensanlagen

mbH (Vertriebspartner der Fondsgesellschaft)

mit einer Beteiligung von 100 %.

Die Deutsche Postbank AG (Sitz: Bonn) wird

Aufgaben beim Vertrieb der Anteile übernehmen

und entsendet ein Mitglied in den

Beirat der Top Select Management GmbH

(geschäftsführender Gesellschafter und

Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft).

Herr Dr. Werner Bauer (Geschäftssitz:

Neutraubling, Kreis Regensburg) ist Geschäftsführer,

Mitglied des Beirats und

Gesellschafter der Top Select Management

GmbH (geschäftsführender Gesellschafter

und Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft)

sowie Geschäftsführer und Gesellschafter

der Top Select Beteiligungs GmbH

(persönlich haftender Gesellschafter und

Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft)

mit einer Beteiligung von jeweils 50 %.

Herr Tibor von Wiedebach und Nostitz-

Jänkendorf ist Geschäftsführer und Mitglied

des Beirats der Top Select Management

GmbH (geschäftsführender Gesellschafter

und Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft)

sowie Geschäftsführer der Top

Select Beteiligungs GmbH (persönlich haftender

Gesellschafter und Gründungsgesellschafter

der Fondsgesellschaft). Er ist zugleich

Mitglied der Geschäftsführung der

BVT Holding GmbH & Co. KG.

Vereinbarungen über Provisionen, Kommissionen,

Rabatte oder sonstige Rückgewähr,

die nicht dem Anlageobjekt oder der Vermögensanlage

zugute kommen, Kompensationsgeschäfte

oder Ergebnisbeteiligungen,

die nicht in diesem Prospekt genannt sind,

bestehen nach Kenntnis des Anbieters nicht.

Deutsche

Postbank AG

Beirat der Top Select

Management GmbH:

Das Recht und die Pflicht zur

Entsendung von Beiratsmitgliedern

ist für die Dauer der

Investitionsphase zwischen

der Deutsche Postbank AG, der

BVT Holding GmbH & Co. KG

und Herrn Dr. Werner Bauer

vertraglich vereinbart.


104 STEUERLICHE GRUNDLAGEN

Steuerliche Grundlagen

Die steuerliche Konzeption des Beteiligungsangebotes

beruht auf den Steuergesetzen

sowie der veröffentlichten Verwaltungsauffassung

und Rechtsprechung zum Zeitpunkt

der Prospektherausgabe. Die nachfolgenden

Angaben können nicht sämtliche steuerlichen

Aspekte berücksichtigen, die sich aus

der persönlichen Situation des Anlegers

ergeben. Es wird daher dringend empfohlen,

sich wegen der persönlichen Steuerfolgen

fachkundig beraten zu lassen. Die Feststellung

der Besteuerungsgrundlagen obliegt

dem Finanzamt. Zudem unterliegen Gesetzgebung,

Rechtsprechung und die Auffassung

der Finanzverwaltung ständigen Änderungen,

die sich auch nachteilig für den

Steuerpflichtigen auswirken können. Im

Übrigen wird auf ergänzende Anmerkungen

unter Abschnitt ‚Risikohinweise / Steuerliche

Risiken‘, S. 22 verwiesen.

Am 14.03.2007 hat das Kabinett einen

Gesetzentwurf zur Unternehmensteuerreform

2008 verabschiedet. Das Gesetzgebungsverfahren

soll bis zur Sommerpause

2007 abgeschlossen sein. Nach dem Gesetzentwurf

soll u. a. die bisher bestehende Veräußerungsfrist

bei der Besteuerung privater

Veräußerungsgewinne bei Kapitalanlagen

gestrichen werden. Damit ergibt sich zukünftig

eine Besteuerung unabhängig von

der Haltedauer beim Anleger. Neben zahlreichen

anderen Änderungen sind u. a.

folgende grundlegende Änderungen

geplant:

£ Einführung einer Abgeltungssteuer ab

dem 01.01.2009 auf alle privaten

Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne

in Höhe von 25 %

£ Festhalten an der Gewerbesteuer

£ Absenken des Unternehmensteuersatzes

auf unter 30 %

£ Begünstigung nicht entnommener

Gewinne bei Personengesellschaften zur

Gleichbehandlung von Kapitalgesellschaften

£ Gegenfinanzierung der Steuermindereinnahmen

u. a. durch Verbreiterung der

Bemessungsgrundlage

£ Abänderung des Halbeinkünfteverfahrens

zum Teileinkünfteverfahren (40%

Steuerfreiheit).

Bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens

können sich noch zum Teil erhebliche

Änderungen einstellen.

Eine Haftung für die von der Fondsgesellschaft

angestrebte steuerliche Behandlung

kann daher nicht übernommen werden. Bei

den nachfolgenden Ausführungen wird

davon ausgegangen, dass sich die Treuhand-

Kommanditbeteiligung im Privatvermögen

eines inländischen Anlegers befindet.

Allgemeines

Die BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH

& Co. KG (Fondsgesellschaft) ist eine Kommanditgesellschaft,

d. h. eine Personengesellschaft.

Sie ist daher bezüglich der Einkommensteuer

kein eigenes Steuersubjekt,

dies sind vielmehr die Anleger. Lediglich

für die Bestimmung der Einkunftsart und

die Ermittlung der Einkünfte wird auf die

Fondsgesellschaft abgestellt. Die Anleger

beteiligen sich über einen Treuhänder, der

als Kommanditist in das Handelsregister

eingetragen wird, an der BVT-PB Top Select

Fund Dynamic GmbH & Co. KG. Gemäß

Gesellschaftsvertrag und Treuhandvertrag

werden die Anleger (Treugeber) im Innenverhältnis

hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen

Beteiligungsrechte sowie der Ausübung der

Kontroll- und Stimmrechte so gestellt wie

unmittelbar beteiligte Kommanditisten. Die

Treugeber werden nachfolgend als Gesellschafter

oder Kommanditisten bezeichnet.

Einkommensteuer

Einkunftsart und Einkunftsermittlung

Die Gesellschaft wird neben der etwaigen

Ausreichung von partiarischen Darlehen

unmittelbar bzw. mittelbar über einen

Treuhänder gehaltene Fondsanteile an


STEUERLICHE GRUNDLAGEN

105

vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaften

mit einer langfristigen Investitionsabsicht

erwerben und verwalten.

Auf Ebene der Fondsgesellschaft sollen

neben der Ausreichung von partiarischen

Darlehen oder durch den etwaigen Kauf

von nicht zirkulationsfähigen Zertifikaten

planmäßig nur in geringem Umfang eigene

Einkünfte erzielt werden. Bei den Einkünften

auf Ebene der Fondsgesellschaft wird es sich

primär um Zinseinkünfte handeln. Die

Fondsgesellschaft unterhält damit selbst

keinen Gewerbebetrieb. Sie wird voraussichtlich

auch nur solche Beteiligungen

eingehen, die ebenfalls steuerlich als

vermögensverwaltend zu qualifizieren sind.

Vor dem Erwerb weiterer Zielfonds entstehen

auf Ebene der Fondsgesellschaft bereits

Einkünfte aus der Verzinsung der Einlagen

der Anleger. Diese werden durch steuerlich

abzugsfähige Werbungskosten gemindert,

die auch vor dem Erwerb weiterer Zielfonds

entstehen. Es ist darauf hinzuweisen, dass

mit der geplanten Einführung der Abgeltungssteuer

auch die Einführung eines

Werbungsausgabenabzugsverbots geplant

ist. Das heißt bei Beantragung des zur Einführung

vorgesehenen Wahlveranlagungsverfahrens

kann nur der Sparerpauschbetrag

(voraussichtlich EUR 801,00) als Werbungskosten

geltend gemacht werden. Nach bisherigem

Recht sind Kosten, die im Zusammenhang

mit der Beteiligung an einem Zielfonds

entstehen, auf Ebene der Fondsgesellschaft

auch nicht abzugsfähig, sondern allenfalls

als sog. Sonderwerbungskosten auf

Ebene des Zielfonds zu berücksichtigen. Die

Finanzverwaltung hat mit Schreiben vom

20.10.2003 zur Behandlung von geschlossenen

Fonds dargelegt, dass Kosten für

Eigenkapitalvermittlung, Marketing etc. nur

in eingeschränktem Umfang sofort als abzugsfähige

Werbungskosten geltend gemacht

werden dürfen und im Übrigen als

Anschaffungsnebenkosten mit den erworbenen

Wirtschaftsgütern aktiviert werden

müssen. Deshalb muss damit gerechnet

werden, dass die Finanzverwaltung einen

sofortigen Abzug dieser Kosten als Werbungskosten

nicht anerkennen wird. Dem

Anleger werden daher voraussichtlich keine

negativen Einkünfte in bedeutendem

Umfang zur Verrechnung mit anderen

positiven Einkünften zugerechnet werden

können.

In einer Verfügung vom 08.01.2007 vertrat

die OFD Rheinland (AZ: S-2241-1002-St

222) für den Ansatz von Anschaffungskosten

und Werbungskosten bei Venture

Capital- und Private Equity Fonds die

Auffassung, dass die Regelungen des sog.

Fondskostenerlasses (BMF Schreiben vom

20.10.2003; BSt.Bl. 2003, I, S. 546) anzuwenden

sind. Demnach ist bei entsprechender

Anwendung die Fondsgesellschaft

immer dann als Erwerber anzusehen, wenn

ihr ein einheitliches Vertragswerk vorgegeben

wird und die Gesellschafter in ihrer

gesellschaftsrechtlichen Verbundenheit keine

Möglichkeit haben hierauf Einfluss zu nehmen.

Damit sind nach Auffassung der Finanzverwaltung

unter entsprechender Anwendung

bei der Fondsgesellschaft alle Aufwendungen,

die auf den Erwerb der Beteiligung

gerichtet sind und wirtschaftlich in die

Investitionsphase fallen, den Anschaffungskosten

zuzuordnen. Dies gilt insbesondere

für:

£ Gründungskosten

£ Kosten der Fondskonzeption

£ Prospektierung und Marketing

£ Eigenkapitalvermittlungsprovisionen

£ Rechtsberatungskosten

£ Haftungs- und Managementvergütungen

£ Treuhandvergütungen

Nach der vorstehend beschriebenen Verwaltungsmeinung

können bei entsprechender

Anwendung auf die Fondsgesellschaft auch

weitere Aufwendungen, die nach diesen

Grundsätzen nicht den Anschaffungskosten

zuzuordnen sind, nicht als Werbungskosten

bei den Einkünften aus Kapitalvermögen

berücksichtigt werden, weil bei diesen Fonds

die Absicht zur Erzielung von Wertsteigerungen

im Vordergrund steht.


106

STEUERLICHE GRUNDLAGEN

Des Weiteren ist vorgesehen, dass Eigenkapitalvermittlungsprovisionen,

welche durch

die Zeichnung der Fondsgesellschaft bei Zielfonds

ausgelöst werden, an die Fondsgesellschaft

zur Reduzierung der ursprünglichen

Zeichnungsbeträge erstattet werden (Anschaffungskostenminderung).

Der Anbieter

geht davon aus, dass es sich bei der Erstattung

um Anschaffungskostenminderungen

handelt und insoweit keine steuerpflichtigen

Einkünfte vorliegen.

Die Gesellschafter erzielen mit ihrer Beteiligung

an der Fondsgesellschaft Einkünfte aus

Vermietung und Verpachtung gem. § 21

Abs. 1 Nr. 1 EStG oder Einkünfte aus Kapitalvermögen

(§ 20 EStG) oder Einkünfte

aus privaten Veräußerungsgeschäften

(§ 23 EStG).

Zahlungen einer Bank auf Zertifikate unterliegen

nach derzeitigem Recht als Kapitaleinkünfte

der Besteuerung, sofern sie als

Finanzinnovation einzustufen sind. Grundvoraussetzung

für eine Einstufung als Finanzinnovation

ist, dass eine sonstige Forderung

i. S. v. § 20 Abs.1 Nr.7 EStG vorliegt und

mindestens eine der folgenden Voraussetzungen

erfüllt ist:

£ die Rückzahlung des Kapitalvermögens

wird zugesagt,

£ die Rückzahlung des Kapitalvermögens

wird gewährt,

£ ein Entgelt für die Überlassung des

Kapitalvermögens zur Nutzung wird

zugesagt, oder

£ ein Entgelt für die Überlassung des

Kapitalvermögens zur Nutzung wird

gewährt.

Zusätzlich ist für die Einstufung als Finanzinnovation

die Erfüllung einer der Voraussetzungen

nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 lit. a

bis d EStG notwendig. Hierbei handelt es

sich um die sog. Ausstattungsmerkmale von

Finanzinnovationen, die bei Zertifikaten

regelmäßig erfüllt sind. Aus diesem Grund

ist es für die steuerliche Einordnung von

Zertifikaten entscheidend, ob eine Entgeltzahlung

oder die Kapitalrückzahlung

zugesagt oder gewährt wird. Durch das

Merkmal der Gewährung sollen nach

Auffassung der Finanzverwaltung Fälle

erfasst werden, in denen ohne eine ausdrückliche

oder stillschweigende Vereinbarung

eine Entgeltzahlung oder die Kapitalrückzahlung

auf Grund der Ausgestaltung

der Kapitalanlage sicher ist.

Nach dem Gesetzentwurf zur Unternehmensteuerreform

2008 wird erst für Verkäufe

von Anteilen und Wertpapieren (u. a.

auch Zertifikate), die nach dem 31.12.2008

erworben werden, die bisherige Steuerfreiheit

von den „Spekulationsgeschäften nach

Ablauf der Jahresfrist“ abgeschafft und der

Abgeltungssteuer unterworfen.

Hinsichtlich der prognostizierten Investitionen

im Wege von partiarischen Darlehen

liegen ebenfalls Einkünfte aus Kapitalvermögen

vor. Soweit diese an Gesellschaften mit

Sitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland

vergeben werden, hat hierbei Deutschland

regelmäßig das Besteuerungsrecht, der

ausländische Staat regelmäßig aber das

Recht auf Einbehalt einer Quellensteuer (z. B.

USA 15 % bei partiarischen Darlehen und

Dividenden für Streubesitzanteile). Bei der

deutschen Besteuerung hat jeder Gesellschafter

die Möglichkeit, sich für die Vermeidung

der Doppelbesteuerung der Quellensteuer

zwischen der im Einkommensteuergesetz

geregelten Anrechnungs- oder Abzugsmethode

zu entscheiden. Wegen der

sich hieraus ergebenden persönlichen

Steuerfolgen sollte sich jeder Gesellschafter

fachkundig beraten lassen.

Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

sowie aus Kapitalvermögen werden als

Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten

ermittelt. Neben den Einnahmen

und den Werbungskosten, die auf

Ebene der jeweiligen Zielfondsgesellschaft

anfallen, werden noch Werbungskosten, die

im Zusammenhang mit der Beteiligung der


STEUERLICHE GRUNDLAGEN

107

Fondsgesellschaft stehen (sogenannte

Sonderwerbungskosten), berücksichtigt.

Hierbei wird sowohl die Gesellschaftsebene

der Fondsgesellschaft als auch die Gesellschafterebene

der Fondsgesellschaft berücksichtigt.

Hierunter fallen z. B. Zinsen oder

sonstige Kosten einer etwaigen Anteilsfinanzierung

oder auch Beraterhonorare eines Gesellschafters

bzw. die Kosten der Kapitalerhöhung

der Fondsgesellschaft, sofern diese

nicht nach Maßgabe des sog. Fondserlasses

vom 20.10.2003 als Anschaffungskosten zu

behandeln sind. Die Ermittlung der Einkünfte

erfolgt nach § 11 EStG, wonach Einnahmen

und Ausgaben grundsätzlich im Zeitpunkt

des Zu- bzw. Abflusses anzusetzen

sind. Hiervon abweichend sind Anschaffungsund

Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern

(Grund und Boden, Gebäude und andere

Anlagen) nicht im Zeitpunkt des Abflusses,

sondern über die Nutzungsdauer verteilt

im Rahmen von Absetzungen für Abnutzungen

(Abschreibungen) anzusetzen. Eine Abschreibung

auf Grund und Boden kommt jedoch

nicht in Betracht. Im steuerlichen Ergebnis

der erworbenen Fondsanteile sind ggf. die

Abschreibungen aus der Ergänzungsbilanz,

die sich aus der Differenz der Kaufpreise der

erworbenen Fondsanteile und den übernommenen

Kapitalkonten ermitteln, enthalten.

Privates Veräußerungsgeschäft

Während die laufenden Erträge, die den

Kommanditisten in Form von Dividenden,

Zinsen, Mieten etc. zufließen, bei diesen als

Einkünfte aus Kapitalvermögen bzw. aus

Vermietung und Verpachtung steuerlich zu

erfassen sind, sind Veräußerungsgewinne,

sofern der Kommanditist seine Beteiligung

im Privatvermögen hält, grundsätzlich nicht

steuerbar. Dies gilt jedoch dann nicht, wenn

es sich um ein so genanntes privates Veräußerungsgeschäft

i. S. des § 23 Abs. 1 Satz 1

EStG handelt. Ein Gewinn ist dann und

soweit steuerpflichtig, als der Kommanditist

seine Anteile an der Fondsgesellschaft oder

diese ihren Anteil an dem Anlageprogramm

(z. B. Private Equity Dachfonds oder ein

Zertifikatefonds) oder dieses eine Beteiligung

an dem Zielunternehmen innerhalb eines

Jahres seit Anschaffung der Beteiligung

veräußert (§ 23 Abs. 1 S. 4 und 5 EStG). Bei

Veräußerung von Grundstücken i. S. des

§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG bzw. bei einer

Veräußerung von Anteilen an einer grundstücksverwaltenden

Personengesellschaft

verlängert sich die Frist auf zehn Jahre. Da

das Beteiligungsangebot darauf angelegt

ist, dass die mittelbare Beteiligung an den

Zielunternehmen sowie sonstige Wertpapiere

ca. drei bis sieben Jahre bzw. Grundstücke

länger als zehn Jahre gehalten werden

sollen, wird im Regelfall der Steuertatbestand

nicht erfüllt sein. Gleiches gilt für

Gewinnfeststellungen aus der Beteiligung an

grundstücksverwaltenden Personengesellschaften,

da diese ihre Immobilien regelmäßig

nach Maßgabe der gleichen Kriterien

grundsätzlich nicht vorzeitig veräußern dürfen.

Dividenden aus – zur Vermeidung von

Gewerblichkeitsrisiken – zwischengeschalteten

Kapitalgesellschaften unterliegen dem

Halbeinkünfteverfahren und sind im Ergebnis

zur Hälfte steuerpflichtig.

Aufgrund des jedem Gesellschafter zustehenden

Rechts auf Kapitalerhöhung, ergibt sich

eine „Verwässerung“ der Gesellschaftsanteile

der Gesellschafter, die an der Kapitalerhöhung

nicht teilnehmen. Soweit hierdurch eine

„Anschaffung“ der an der Kapitalerhöhung

teilnehmenden Gesellschafter zu sehen ist,

läge auch eine Veräußerung vor. Eine Anschaffung

setzt eine Erwerbshandlung voraus.

Bei der Konkretisierung eines Bezugsrechts

fehlt es an einer Erwerbshandlung

(HHR § 23 TZ 145). Die Finanzverwaltung

könnte hierzu eine andere Auffassung vertreten.

In diesem Fall wäre der jeweils „fiktive“

Veräußerungsgewinn aufgrund einer jeden

Kapitalerhöhung zu berechnen. Nach der

überschlägigen Berechnung durch den Anbieter

liegt dieser einem Steuerpflichtigen

zuzurechnende „fiktive“ Gewinn regelmäßig

unter der Freigrenze von 512 EUR, auch soweit

hierdurch eine Verlängerung der Fristen

nach § 23 Abs.1 Nr. 1 EStG ausgelöst wird.


108

STEUERLICHE GRUNDLAGEN

Nachfolgend wird davon ausgegangen, dass

keine kurzfristigen Eigenhandelserfolge erzielt

werden, da die Beteiligungen voraussichtlich

mindestens über die gesetzlichen

Zeiträume gehalten werden sollen.

Wird zur Vermeidung einer gewerblichen

Infizierung der Fondsgesellschaft bzw. der

Zielfonds, an denen sich die Fondsgesellschaft

beteiligt, oder aus anderen Gründen

eine Kapitalgesellschaft zwischengeschaltet,

ist ein Gewinn, der bei Veräußerung einer

Beteiligung an einem Zielunternehmen

realisiert wird, auf der Ebene der Kapitalgesellschaft

unabhängig von der Höhe der

Beteiligung grundsätzlich zu 95 % körperschaftsteuerfrei,

soweit es sich um Veräußerungsgewinne

i. S. v. § 8b Abs. 2 KStG

handelt. Hinsichtlich der Zuordnung der

Steuerhoheit und der detaillierten Berechnung

können sich aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen

weitere Besonderheiten

einstellen. Im Fall der Zwischenschaltung

inländischer Personengesellschaften

gilt die körperschaftsteuerliche

Befreiung auf derartige Veräußerungsgewinne

an Kapitalgesellschaften auch für

die Gewerbesteuer.

Erfolgt die Zwischenschaltung einer Kapitalgesellschaft

z. B. in der Weise, dass diese in

gewerbliche Grundstücksgeschäfte investiert,

sind der Kapitalgesellschaft hieraus zufließende

Gewinne körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig.

Für den Kommanditisten sind

die ihm zufließenden Kapitalerträge gemäß

§ 3 Nr. 40 a EStG nach dem Halbeinkünfteverfahren

zur Hälfte steuerpflichtig. Gleichzeitig

kann der Anleger allerdings auch lediglich

50 % seiner diesbezüglichen Aufwendungen

steuermindernd ansetzen (§ 3 c EStG).

Die Erträge aus Zinsen sowie aus Vermietung

und Verpachtung sind dagegen voll steuerpflichtig.

Soweit die Fondsgesellschaft von der im

Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Möglichkeit

Gebrauch macht, Zertifikate zu erwerben,

sind folgende steuerliche Rahmenbedingungen

zu beachten: Für Zwecke der

Besteuerung von Zertifikaten ist zu unterscheiden,

ob diese als steuerpflichtige

Finanzinnovation nach § 20 Abs.1 Nr.7 EStG

oder im Rahmen privater Veräußerungsgeschäfte

nach § 23 EStG zu behandeln sind.

Finanzinnovationen sind voll steuerpflichtig,

wohingegen Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften

nach Ablauf der Haltefrist

von einem Jahr nicht besteuert werden.

Nach Auffassung der Finanzverwaltung

erfolgt eine Einstufung als steuerpflichtige

Finanzinnovation regelmäßig dann, wenn

diese als Kapitalforderung anzusehen ist und

die Rückzahlung des Kapitalvermögens oder

ein Entgelt für die Überlassung des Kapitalvermögens

zur Nutzung zugesagt oder

gewährt worden ist, auch wenn die Höhe

des Entgelts von einem ungewissen Ereignis

abhängt. Nach § 20 Abs.1 Nr.7 Satz 2 EStG

sind Finanzinnovationen unabhängig von

der Bezeichnung und der zivilrechtlichen

Ausgestaltung der Kapitalanlage steuerpflichtig.

Eine Rechtsprechung zu diesen

Abgrenzungsfragen und/oder etwaiger Umgehungsgestaltungen

nach § 42 AO hat sich

bisher noch nicht entwickelt.

Nach dem derzeit vorliegenden Gesetzentwurf

zur Unternehmensteuerreform werden

voraussichtlich Zertifikatserwerbe wie auch

die über Dach- und Zielfonds mittelbar

zuzurechnenden Beteiligungen an Zielunternehmen,

die nach dem 31.12.2008 getätigt

werden, künftig einer pauschalen Abgeltungssteuer

(voraussichtlich 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag)

unterworfen. Bei Erwerben

vor dem 31.12.2008 sollen die bisherigen

Grundsätze zur Steuerfreiheit privater

Veräußerungsgeschäfte nach Ablauf der

einjährigen Spekulationsfrist fortgelten.

Wesentliche Beteiligung

Nach § 17 EStG gehört zu den Einkünften

aus Gewerbebetrieb auch der Gewinn aus

der Veräußerung von Anteilen an einer

Kapitalgesellschaft, wenn der Veräußerer

innerhalb der letzten fünf Jahre am Kapital

der Gesellschaft wesentlich, d. h. mit

mindestens 1 % beteiligt war. Für die Er-


STEUERLICHE GRUNDLAGEN

109

mittlung der Wesentlichkeitsgrenze wird die

Kapitalgesellschaftsbeteiligung, die die

Personengesellschaft hält, verhältnismäßig

den Kommanditisten zugerechnet. Eine

Steuerpflicht entsteht somit nur dann, wenn

der mittelbare Anteil des einzelnen Kommanditisten

an einem Zielunternehmen die

Wesentlichkeitsgrenze übersteigt.

Umsatzsteuer

Die Tätigkeit der Fondsgesellschaft beinhaltet

unter anderem den Erwerb und das

Halten von Beteiligungen, die ihrerseits Anteile

an Zielunternehmen erwerben. Eine

Holdinggesellschaft, deren Tätigkeit lediglich

im Erwerb und Halten von Beteiligungen an

anderen Unternehmen besteht, begründet

keine nachhaltige gewerbliche Tätigkeit i. S.

des § 2 Abs. 1 UStG. Die Fondsgesellschaft

kann daher auch die ihr in Rechnung gestellten

Vorsteuerbeträge nicht abziehen.

Die Mietumsätze der inländischen Immobilienfonds,

an denen sich die Fondsgesellschaft

beteiligt, sind in der Regel von der

Umsatzsteuer befreit. Sobald Gebäudeteile

zu unternehmerischen Zwecken vermietet

werden, könnten diese Immobilienfonds die

hieraus erzielten Mieten der Umsatzsteuer

unterwerfen und dann die Vorsteuern aus

den damit im Zusammenhang stehenden

Bauleistungen und laufenden Aufwendungen

abziehen.

Gewerbesteuer

Da die Gesellschaft voraussichtlich keine

gewerblichen Einkünfte erzielen wird, unterliegt

sie nicht der Gewerbesteuer. Im Falle

einer Beteiligung über eine zwischengeschaltete

Kapitalgesellschaft unterliegen Dividenden

(Streubesitz) dort aus den Portfoliobzw.

auch Zielunternehmen genannt sowie

eventuelle Zinseinkünfte bei der zwischengeschalteten

Kapitalgesellschaft der Gewerbesteuer.

Originär gewerbliche Tätigkeit,

gewerblicher Grundstückshandel

Die steuerliche Konzeption geht davon aus,

dass die BVT-PB Top Select Fund Dynamic

GmbH & Co. KG keine Einkünfte aus Gewerbebetrieb

erzielt. Die Tätigkeit der Fondsgesellschaft

besteht aus längerfristigen Investitionen

in die Bereiche Immobilien und

Private Equity und ist ausschließlich auf die

private Vermögensverwaltung ausgerichtet

und darauf abgestellt, die Ausnutzung

substanzieller Vermögenswerte durch Umschichtung

und/oder die Vermögensnutzung

durch Fruchtziehung aus zu erhaltenden

Substanzwerten zu erreichen.

Die Absicht, in Immobilien zu investieren,

beruht ausschließlich auf dem Vorhaben der

Erzielung von Mieteinnahmen; dabei werden

Immobilien auch teilweise fremdfinanziert.

Im Bereich der Immobilieninvestitionen sind

derzeit mehrere Verfahren beim BFH anhängig

zur Frage der Abgrenzung der privaten

Vermögensverwaltung vom gewerblichen

Grundstückshandel. Nach Auffassung der

Finanzverwaltung (BMF vom 26.3.2004,

IV A 6 – S 2240 – 46/04) überschreitet ein

Steuerpflichtiger die Grenze der privaten

Vermögensverwaltung und wird somit

gewerblich dann tätig, wenn er eine so

genannte große Immobilie innerhalb von

5 Jahren nach dem Erwerb, also in einem

engen zeitlichen Zusammenhang mit dem

Erwerb veräußert oder wenn er eine solche

Immobilie zwar nach Ablauf der 5-Jahresfrist,

jedoch vor Ablauf der 10-Jahresfrist

veräußert und dabei Umstände hinzutreten,

die darauf schließen lassen, dass der Steuerpflichtige

bereits zum Zeitpunkt der Anschaffung

der Immobilie die Absicht hatte,

diese vor Ablauf von 10 Jahren zu veräußern.

Gleiches gilt für eine Personengesellschaft,

die eine Immobilie anschafft und

veräußert. Zweck der Fondsgesellschaft ist

die langfristige Fruchtziehung aus der Vermietung

der Immobilien (auch soweit sich

die Fondsgesellschaft an vermögensverwaltenden

Immobilienfondsgesellschaften


110

STEUERLICHE GRUNDLAGEN

beteiligt). Die Fondsgesellschaft betreibt

somit keinen gewerblichen Grundstückshandel.

Die so genannte Drei-Objekt-Grenze,

nach der ein Steuerpflichtiger innerhalb

eines 5-Jahreszeitraums bis zu 3 Objekte

veräußern kann, ohne gewerblichen Grundstückshandel

zu betreiben, gilt auch für

Beteiligungen an Personengesellschaften.

Würde eine Immobilienfondsgesellschaft, an

der die Fondsgesellschaft beteiligt ist, eine

Immobilie vor Ablauf der 10-Jahresfrist veräußern,

so würde diese Veräußerung allen

Kommanditisten (also auch der Fondsgesellschaft)

im Rahmen der Drei-Objekt-Grenze

als eigene Veräußerung zugerechnet werden.

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass

die Fondsgesellschaft an der jeweiligen

Immobilienfondsgesellschaft zu mindestens

10 % beteiligt ist oder dass der Verkehrswert

des Gesellschaftsanteils oder des Anteils

an dem veräußerten Grundstück bei

einer Beteiligung von weniger als 10 %

mehr als 250.000,00 € beträgt. Dies wird

nach der Prognoserechnung im Regelfall

erfüllt sein. Die vorgenannten Grundsätze

gelten für die Veräußerung der Beteiligung

eines Kommanditisten entsprechend, wobei

jede Immobilie der Fondsgesellschaft

grundsätzlich als ein Objekt zählt. Das bedeutet,

dass die Veräußerung einer solchen

Beteiligung dazu führen kann, dass sämtliche

Immobiliengeschäfte eines Anlegers in

gewerbliche Einkünfte umqualifiziert werden

könnten. In der Regel wird jedoch kein Anleger

die vorstehenden Schwellenwerte

(10% bzw. 250.000,00 €) überschreiten.

Die Investitionen im Bereich Private Equity

und evtl. auch die Investitionen in Zertifikate

werden über vermögensverwaltende Dachfonds

realisiert. Zur Erfüllung dieser Investitionen

unterhält die BVT-PB Top Select Fund

Dynamic GmbH & Co. KG hierbei keinen

eigenen Geschäftsbetrieb, sondern bedient

sich der Tätigkeit eines Vermögensverwalters.

Ausgehend von der derzeitigen Praxis der

Finanzverwaltung überschreitet die Gesellschaft

– auch unter Berücksichtigung des

BMF-Schreibens vom 16.12.2003 für Private

Equity (AZ IV A 6 – S 2240) – im Rahmen

ihrer Beteiligung über Dachfonds nicht die

Grenzen der privaten Vermögensverwaltung

und übt keine originäre gewerbliche Tätigkeit

aus. Eine abweichende Auffassung der

Finanzverwaltung kann jedoch nicht mit

Sicherheit ausgeschlossen werden. Das vorstehend

genannte BMF-Schreiben spiegelt

die Auffassung der Finanzverwaltung über

die einkommensteuerliche Behandlung von

Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds

wider, deren Investitionsbereich bei der BVT-

PB Top Select Fund Dynamic GmbH & Co.

KG voraussichtlich 50 % ausmachen wird.

Nach dieser Meinung können u. a. folgende

Merkmale für einen gewerblichen Wertpapierhandel

sprechen, die konzeptionsgemäß

bei der Fondsgesellschaft nicht vorgesehen

sind:

£ Einsatz von Bankkrediten

£ Unterhaltung eines Büros oder einer

Organisation zur Durchführung von

Geschäften

£ Ausnutzung eines Marktes unter Einsatz

beruflicher Erfahrungen

£ Anbieten von Wertpapiergeschäften

einer breiten Öffentlichkeit gegenüber

oder Wertpiergeschäfte auf Rechnung

Dritter

£ Eigenes unternehmerisches Tätigwerden

in den Portfolio-Gesellschaften

£ Veräußerungen von Beteiligungen nach

weniger als drei bis fünf Jahren

£ Reinvestition von Veräußerungserlösen

£ Gewerbliche Prägung

£ Anteile an mitunternehmerischen

Beteiligungen im Portfolio

Keine Reinvestition von Veräußerungserlösen

liegt vor, wenn Erlöse in Höhe des Betrages,

zu dem Kosten und das Ergebnisvorab für

die Geschäftsführung aus Kapitaleinzahlungen

finanziert wurden, erstmals in Beteiligungen

investiert werden. Dasselbe gilt,

wenn Veräußerungserlöse bis zur Höhe eines

Betrags von 20 % des Zeichnungskapitals in

Nachfinanzierungen von Portfolio-Gesellschaften

investiert werden, an denen der

Fonds bereits beteiligt ist.


STEUERLICHE GRUNDLAGEN

111

Gewerbliche Prägung

Nach der Vorschrift des § 15 Abs. 3 Nr. 2

EStG gilt die mit Einkünfteerzielungsabsicht

unternommene Tätigkeit einer Personengesellschaft

als Gewerbebetrieb, wenn – ohne

Vorliegen einer originär gewerblichen Tätigkeit

– ausschließlich eine oder mehrere

Kapitalgesellschaften persönlich haftende

Gesellschafter sind und ausschließlich diese

oder Nichtgesellschafter zur Geschäftsführung

befugt sind. Diese Voraussetzungen

sind bei der Fondsgesellschaft nicht erfüllt,

da die Top Select Management GmbH als

Kommanditist zur Geschäftsführung berufen

ist (§ 3 und § 6 des Gesellschaftsvertrages).

Der Komplementär ist von der Geschäftsführung

ausgeschlossen. Der Umstand, dass es

sich bei dem geschäftsführenden Kommanditisten

um eine Kapitalgesellschaft handelt,

führt zu keinem anderen Ergebnis. Diese

Rechtsauffassung ist zwar in der Literatur

umstritten, aber von der Finanzverwaltung

in den Einkommensteuer-Richtlinien (R 15.8

Abs. 6 EStR 2005) anerkannt.

Gewerbliche Infizierung

Gemäß § 15 Abs. 3 Nr.1 EStG gilt in vollem

Umfang die mit Einkünfteerzielungsabsicht

unternommene Tätigkeit einer Kommanditgesellschaft

als Gewerbebetrieb, wenn die

Gesellschaft eine gewerbliche Tätigkeit

ausübt oder gewerbliche Einkünfte bezieht.

Damit infizieren gewerbliche Beteiligungseinkünfte

einer vermögensverwaltenden

Kommanditgesellschaft (Obergesellschaft)

aus der Beteiligung an einer anderen gewerblich

tätigen Personengesellschaft (Untergesellschaft)

die übrigen Einkünfte der

Obergesellschaft aus der Vermögensverwaltung.

Zur Vermeidung einer möglichen

gewerblichen Infizierung der Fondsgesellschaft

durch die Beteiligung an einer gewerblichen

Personengesellschaft werden die

Gesellschaften, an denen sich die Fondsgesellschaft

beteiligt, wenn eine solche Beteiligung

eingegangen werden soll, ggf. eine

Kapitalgesellschaft zwischenschalten, um die

erforderliche Abschirmwirkung zu erzielen.

Für die Beteiligung an gewerblichen Projektentwicklungsgesellschaften

geht der Anbieter

davon aus, dass für solche Fälle in Form

von partiarischen Darlehen investiert wird.

Im Übrigen soll sich die Fondsgesellschaft

konzeptionsgemäß zur Vermeidung der so

genannten gewerblichen Infizierung über

ein Beteiligungsprogramm (sei es aus dem

Bereich Private Equity oder dem Bereich

Immobilien) nur an solchen Dachfonds bzw.

anderen Fondsgesellschaften beteiligen, die

ihrerseits die Grenzen der privaten Vermögensverwaltung

nicht überschreiten. Die

Fondsgesellschaft ist gehalten, die Investitionen

ständig auf Gewerblichkeitsrisiken zu

überprüfen. Die Prüfung der Gewerblichkeitskriterien

einer bestehenden oder

beabsichtigten Investition ist eine auf die

einzelnen Umstände abzustellende Prüfung,

für deren Einschätzung keine Garantie der

Richtigkeit übernommen werden kann.

Gewerblichkeit des Gesellschafters

Nach Ansicht der Finanzverwaltung kann

ein Grundstücksveräußerungsgewinn dann

steuerpflichtig werden, wenn ein Kommanditist

einen Kommanditanteil von mehr als

10 % des Kommanditkapitals hält. Das

weitere Kriterium einer absoluten Grenze

von mehr als 250.000 € Beteiligung bezieht

sich auf den Verkehrswert des Anteils. Sollte

der Kommanditanteil oder der Grundbesitz

des Fonds innerhalb der ersten zehn Jahre

nach Erwerb des Grundstücks veräußert

werden, so könnte dies – in Verbindung mit

anderen persönlichen Immobilienverkäufen

des betreffenden Kommanditisten – bei

diesem Kommanditisten einen gewerblichen

Grundstückshandel mit Gewerbesteuerpflicht

und Besteuerung des Veräußerungsgewinns

begründen. Diese Gefahr besteht

auch, wenn der Kommanditist mittelbar

über eine solche Beteiligung der BVT-PB Top

Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG an

einer anderen Personengesellschaft entsprechend

den o. g. Kriterien beteiligt ist.


112

STEUERLICHE GRUNDLAGEN

Ausländische Einkünfte,

ausländische Steuern

Soweit die Private Equity-Fonds bzw. die

Fondsgesellschaft in ausländische Zielunternehmen

investieren bzw. die Fondsgesellschaft

in ausländische Immobilien (sei es

direkt oder über eine weitere vermögensverwaltende

Personengesellschaft), wird im

Hinblick auf laufende Erträge in Form von

Dividenden, Zinsen und gegebenenfalls

Mieteinkünften im Regelfall ein Doppelbesteuerungsabkommen

zur Anwendung

kommen.

Während Zinseinkünfte regelmäßig einer

Besteuerung im Wohnsitzstaat des Anlegers

unterliegen, wird bei Dividenden regelmäßig

im Sitzstaat des Unternehmens, aus dem die

Dividenden fließen, eine Quellensteuer einbehalten.

Einkünfte aus partiarischen Darlehen

sind ebenfalls in Deutschland voll steuerpflichtig

und unterliegen beim ausländischen

Staat einer Vorbelastung durch Quellensteuer

(USA 15 %). Die Doppelbesteuerungsabkommen

sehen regelmäßig vor, dass eine ausländische

Quellensteuer auf die inländische

Einkommensteuer angerechnet wird. Voraussetzung

ist u. a., dass die ausländische

Steuer mit der deutschen Einkommensteuer

vergleichbar ist. Ein Überhang an ausländischer

Quellensteuer kann nicht angerechnet

werden. Soweit sich die Fondsgesellschaft

über andere Dachfondsgesellschaften an US-

Portfoliounternehmen beteiligt, gelten darüber

hinaus besondere Vorschriften, welche

zu Quellensteuern bis zu 30 % führen können.

Aufgrund der in USA gültigen Regelungen

zur Quellenbesteuerung von US-Wertpapieren

sind die für US-Besteuerungszwecke

wirtschaftlich Berechtigten der Fondsgesellschaft

ordnungsgemäß zu dokumentieren.

Zu diesem Zweck haben alle Gesellschafter

der Fondsgesellschaft die für die US-Quellensteuer

erforderlichen Erklärungen (W-8BEN

für Nicht-US-Personen) auszufüllen und ggf.

zusätzlich eine US-Steuernummer zu beantragen.

Etwaige hieraus entstehende zu-

sätzliche Kosten bei der Fondsgesellschaft

sind in den Planzahlen nicht berücksichtigt.

Bei Immobilienanlagen im Ausland hat bei

Bestehen von Doppelbesteuerungsabkommen

im Normalfall der ausländische Belegenheitsstaat

das abschließende Besteuerungsrecht

(unter Progressionsvorbehalt in

der Bundesrepublik Deutschland). Bei den

von der Fondsgesellschaft angestrebten

Immobilieninvestitionsstandorten erfolgt

grundsätzlich die Besteuerung im Ausland

(unter Berücksichtigung des Progressionsvorbehalts

im Inland). Ausnahmen hierzu

bestehen z. B. bei Immobilien in der Schweiz

und in Spanien (das Besteuerungsrecht der

Bundesrepublik Deutschland bleibt unter

Anrechnung der ausländischen Einkommensteuer

aufrechterhalten). Soweit sich bei

geplanten Immobilieninvestitionen im

Ausland Einzelfragen der ausländischen

Besteuerung auf die Prognoserechnung

wesentlich auswirken, wurden die Erläuterungen

dort vorgenommen. Es wird auf die

Ausführungen zur langfristigen Prognoserechnung

S. 63 verwiesen.

Durch den Progressionsvorbehalt wird das in

Deutschland steuerpflichtige Einkommen mit

dem Satz besteuert, der zur Anwendung

kommen würde, wenn sich das in Deutschland

steuerpflichtige Einkommen um das

nach den Doppelbesteuerungsabkommen

steuerfreie ausländische Einkommen erhöhen

würde.

Beendigung der Kapitalanlage

In den Fällen, in denen der Anleger seinen

Anteil an der Gesellschaft veräußert, ist die

Veräußerung der Beteiligung einer anteiligen

Veräußerung der Wirtschaftsgüter gleichzustellen

(vgl. privates Veräußerungsgeschäft).

Gewinne aus der Veräußerung eines Kommanditanteils

vor Ablauf von 10 Jahren nach

seiner Anschaffung unterliegen als privates

Veräußerungsgeschäft der Besteuerung,

soweit es sich um die anteilige Veräußerung


STEUERLICHE GRUNDLAGEN

113

von Grundvermögen handelt. Soweit es sich

um die anteilige Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen

oder von Zertifikaten

handelt, gilt eine einjährige Spekulationsfrist.

Bei Ermittlung eines eventuell angefallenen

Spekulationsgewinns sind auch die bis

dahin angefallenen Abschreibungen bei Immobilien

gewinnerhöhend zu berücksichtigen.

Überschreiten die von den Fondsgesellschaften

getätigten und dem einzelnen

Gesellschafter anteilig zuzurechnenden

Grundstücksveräußerungen entweder für

sich gesehen oder unter Zusammenrechnung

mit der Veräußerung von Objekten die

so genannte Drei-Objekt-Grenze, nach der

ein Steuerpflichtiger innerhalb eines 5 Jahreszeitraumes

bis zu 3 Objekte veräußern

kann, wird der Anleger selbst im Rahmen

eines gewerblichen Grundstückshandels

tätig, wenn ihm die Objekte nach Maßgabe

der Kriterien (Beteiligung von mehr als 10 %

oder mehr als 250.000,00 €) zuzurechnen

sind. In diesen Fällen liegen keine privaten

Veräußerungsgeschäfte i. S. § 23 EStG vor,

sondern gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG.

Nach Ablauf der so genannten Spekulationsfrist

sind Veräußerungen i. S. § 23 EStG

nach derzeitiger Rechtslage grundsätzlich

steuerfrei. Bei vorzeitigen Übertragungen

von Beteiligungen, auch im Rahmen der

vorweggenommenen Erbfolge, sollte in

jedem Fall der Rat eines Steuerberaters

eingeholt werden, da vorliegend auf Ebene

der vermögensverwaltenden Immobilienfondsgesellschaften

Darlehen regelmäßig

vorhanden sind und damit teilentgeltliche

Rechtsgeschäfte (z. B. Übernahme von

Verbindlichkeiten) vorliegen. Folglich kann

auch die Schenkung einer Beteiligung zu

einem Spekulationsgeschäft führen. Da nach

Auffassung der Finanzverwaltung (vgl. die

Ausführungen zu Erbschaft- und Schenkungsteuer)

bei treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteilen ein Sachleistungsanspruch

zu bewerten ist, läge aus schenkungsteuerlicher

Sicht kein teilentgeltliches

Rechtsgeschäft mehr vor. Das wiederum

steht aber u. U. im Widerspruch zur Ermittlung

des einkommensteuerpflichtigen Gewinns

aus privaten Veräußerungsgeschäften,

bei welchen nach § 23 Abs.1 Satz 4 EStG

auch bei Veräußerung mittelbarer Beteiligungen

von einer Veräußerung der anteiligen

Wirtschaftsgüter auszugehen ist. Hierzu

hat sich jedoch noch keine Meinung im

Schrifttum gebildet.

Nach dem Gesetzentwurf zur Unternehmensteuerreform

sollen mittelbare Erwerbe an

Zielunternehmen (Private Equity) und Zertifikatserwerbe,

die nach dem 31.12.2008

vorgenommen werden, künftig einer pauschalen

Abgeltungssteuer (Plan: 25%)

unterworfen werden. Bei Erwerben vor dem

31.12.2008 sollen die bisherigen Grundsätze

zur Steuerfreiheit privater Veräußerungsgeschäfte

nach Ablauf eines Jahres fortgelten.

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Übertragungen der Kommanditanteile durch

Schenkung oder durch Erbschaft unterliegen

der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Ob

eine Steuerschuld entsteht, kann an dieser

Stelle nicht beurteilt werden, da dies von

einer Reihe individueller Faktoren abhängig

ist (z. B. Höhe des Erwerbs, Güterstand,

frühere Erwerbe, Steuerklassen, Freibeträge

usw.). Im Rahmen der Bewertung der

Vermögensübertragung wird die nicht

treugeberisch gehaltene Kommanditbeteiligung

als anteilige Beteiligung an den

Wirtschaftsgütern der BVT-PB Top Select

Fund Dynamic GmbH & Co. KG angesehen.

Dabei handelt es sich zum einen um die von

der Gesellschaft mittelbar gehaltenen

Beteiligungen (Zielunternehmen), deren

Verkehrswerte zugrunde gelegt werden

sowie um Zertifikate als auch liquide Mittel.

Die Bewertung von Zielunternehmen

ermittelt sich bei nicht börsennotierten

Unternehmen in der Regel nach dem

„Stuttgarter Verfahren“. Liquide Mittel und

fällige Ansprüche der Fondsgesellschaft aus


114

STEUERLICHE GRUNDLAGEN

eingelösten Zertifikaten sind mit dem Nennwert

zu bewerten. Nicht fällige Ansprüche

aus noch nicht eingelösten Zertifikaten sind

mit dem gemeinen Wert (§ 9 BewG) zu

bewerten. Dieser wird durch den Preis bestimmt,

der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr

nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes

bei einem Verkauf zu erzielen

wäre. Des Weiteren hält die Fondsgesellschaft

künftig Grundstücksanteile, die der

so genannten Bedarfsbewertung unterliegen.

Soweit die Gesellschaft an ausländischen

Investmentfonds beteiligt ist, sind

die steuerlichen Regelungen des Sitzstaates

und gegebenenfalls Doppelbesteuerungsabkommen

zu beachten, wobei die von der

Finanzverwaltung ggf. als Sachleistungsanspruch

definierten Bewertungseinheiten

regelmäßig als inländisches Vermögen

anzusehen wären.

Die erbschaft- und schenkungsteuerliche

Bewertung von Fondsanteilen ist derzeit

nicht gesichert. Zum einen vertritt die

Finanzverwaltung bei Anteilen, die über

einen Treuhänder gehalten werden, die

Auffassung, dass nicht die Steuerwerte der

anteiligen Wirtschaftsgüter, sondern der

Verkehrswert der Beteiligung im Schenkungs-/Erbfalle

für Zwecke der Erbschaftund

Schenkungsteuer heranzuziehen ist.

Zum anderen hat das Bundesverfassungsgericht

entschieden, dass die derzeitige Bewertung

von Grundvermögen verfassungswidrig

ist und dass der Gesetzgeber diese bis

spätestens zum Ende des Jahres 2008 neu

regeln muss. Eine nachteilige Neuregelung

ist in Kürze zu erwarten.

Österreich:

Hinsichtlich des Vermögensübergangs im

Wege des Erbfalls liegt das Besteuerungsrecht

für in Österreich belegenes Grundvermögen

oder eines Anteils an einer Gesellschaft,

die Grundvermögen in Österreich

hält, bei der Republik Österreich. In Deutschland

erfolgt insoweit die Freistellung (unter

Berücksichtigung des Progressionsvorbehalts).

Bei einem schenkweisen Übergang

haben beide Staaten das Besteuerungsrecht,

wobei für deutsche Besteuerungszwecke der

gemeine Wert zum Ansatz kommt. Zur Vermeidung

der Doppelbesteuerung wird die in

Österreich festgesetzte und entrichtete

Schenkungsteuer auf Antrag angerechnet.

Mit Urteil vom 7. März 2007 hat der österreichische

Verfassungsgerichtshof die Erbschaftssteuer

aufgehoben. Voraussichtlich

wird diese ab dem 01.08.2008 wegfallen.

Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen

auf deutsche Anleger lassen sich noch nicht

bestimmen.

Frankreich:

Mit Frankreich wurden Verhandlungen über

ein Doppelbesteuerungsabkommen über

Erbschaft- und Schenkungsteuern geführt.

Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung

vom 30.03.2007 soll das Besteuerungsrecht

für in Frankreich belegenes Grundvermögen

Frankreich zufallen. Als anzuwendende

Methode zur Vermeidung der Doppelbesteuerung

ist die Steueranrechnung geplant.

Damit wird für französisches Grundvermögen

keine Freistellung von der deutschen

Steuer gewährt. Bislang haben sowohl Frankreich

als auch die Bundesrepublik das Besteuerungsrecht.

Das Grundvermögen ist für

die deutsche Besteuerung mit dem gemeinen

Wert anzusetzen. Zur Vermeidung der

Doppelbesteuerung wird die in Frankreich

festgesetzte und entrichtete Steuer insoweit

auf die deutsche Steuer angerechnet, als auf

das französische Vermögen in der Bundesrepublik

eine Steuer festgesetzt wird.

USA:

Aufgrund des mit den USA bestehenden

Doppelbesteuerungsabkommens für Erbschaften

und Schenkungen haben die USA

für Grundbesitz aufgrund des Belegenheitsprinzips

das Besteuerungsrecht. Als anzuwendende

Methode zur Vermeidung der

Doppelbesteuerung wurde die Steueranrechnung

vereinbart. Damit wird im Gegensatz

zum allgemeinen Doppelbesteuerungsabkommen

mit den USA bei der Erbschaftund

Schenkungsteuer für US-Vermögen

keine Freistellung von der deutschen Steuer

gewährt.


STEUERLICHE GRUNDLAGEN

115

Vermögensteuer

Eine Vermögensteuer wird seit dem

01.01.1997 nicht mehr erhoben. Ihre

künftige Wiedereinführung durch den

Gesetzgeber ist nicht ausgeschlossen.

In Österreich wird derzeit gleichfalls keine

Vermögensteuer erhoben. In Frankreich wird

eine Vermögensteuer erhoben, auch für

Nichtansässige mit in Frankreich belegenen

Grundvermögen (und ggf. Unternehmensbeteiligungen).

Das Doppelbesteuerungsabkommen

mit den USA erstreckt sich auch

auf die Vermögensteuer, wobei sich aufgrund

der dort geregelten Freistellungsmethode

eine Wiedereinführung der Vermögensteuer

in der Bundesrepublik nicht

auswirken würde.

Grunderwerbsteuer

Rechtsvorgänge, soweit sie sich auf inländische

Grundstücke beziehen, unterliegen

mit den Nummern 1 bis 7 des Absatzes 1

unter Berücksichtigung der Absätze 2 bis 7

des § 1 GrEStG der Grunderwerbsteuer. Die

Aufnahme der Fondsgesellschaft als weiteren

Kommanditisten in einer grundbesitzverwaltenden

Personengesellschaft löst

keine Grunderwerbsteuer aus, soweit sich

hierdurch der Gesellschafterbestand innerhalb

von 5 Jahren nicht um mehr als 95 %

ändert oder soweit sich nicht mehr als 95 %

der Anteile an der Gesellschaft in einer Hand

vereinigen.

Zinsabschlagsteuer

Liquiditätsüberschüsse der Gesellschaft

werden vorübergehend verzinslich angelegt.

Zinseinnahmen im Inland werden mit einer

Zinsabschlagsteuer von 30 % belastet,

welche im Verfahren über die gesonderte

und einheitliche Feststellung der Einkünfte

der Gesellschaft durch das Finanzamt ermittelt

und den Wohnsitzfinanzämtern der Gesellschafter

mitgeteilt werden. Die gezahlten

Steuerabzugsbeträge werden dann auf die

persönliche Einkommensteuer der Gesellschafter

angerechnet.

Nach dem Gesetzentwurf zur Unternehmensteuerreform

soll eine pauschale

Abgeltungssteuer von voraussichtlich 25%

(zzgl. Solidaritätszuschlag) eingeführt

werden, die nur bei Beantragung des dann

ebenfalls zur Einführung beabsichtigten

Wahlveranlagungsverfahrens auf die persönliche

Einkommensteuer angerechnet werden

kann.

Veranlagungsverfahren

Die BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH

& Co. KG reicht jährlich bei dem für sie

zuständigen Finanzamt eine Erklärung zur

gesonderten und einheitlichen Feststellung

der Einkünfte ein, welches die Einkünfte der

Gesellschafter feststellt. Dieses Finanzamt

teilt dem jeweiligen für den Kommanditisten

zuständigen Wohnsitzfinanzamt dessen Anteil

an den Einkünften mit, welches diesen

bei der persönlichen Einkommensteuerveranlagung

berücksichtigt. Eventuelle Sonderwerbungskosten

des Kommanditisten können

(nur) im Rahmen der gesonderten und

einheitlichen Feststellung geltend gemacht

werden, die der Anleger der Fondsgesellschaft

mitzuteilen hat.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass

ein Anleger aufgrund seiner Beteiligung an

der Fondsgesellschaft in einem anderen

Land, in welchem die Fondsgesellschaft

unmittelbar oder mittelbar investiert ist,

künftig zusätzlich eine eigene Steuererklärung

einreichen muss. Zum Teil wird das im

Ausland u. a. davon abhängig gemacht, ob

ein Anleger nur über eine Beteiligung (z. B.

über das vorliegende Beteiligungsangebot)

verfügt oder zugleich in mehreren ausländischen

Beteiligungen investiert ist.


116 VERTRÄGE

Verträge

Gesellschaftsvertrag

§ 1 Firma, Sitz, Geschäftsjahr

1. Die Firma der Gesellschaft lautet: BVT-PB Top

Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG.

2. Sitz der Gesellschaft ist Neutraubling

(Kreis Regensburg).

3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Gegenstand

1. Gegenstand des Unternehmens ist der

Erwerb und die Verwaltung eigenen

Anlagevermögens nach Maßgabe der in der

Anlage 1 zu diesem Vertrag gesondert

festgelegten Anlagegrundsätze.

2. Das Anlagevermögen darf bestehen aus

a) Anteilen, die eine Beteiligung am

Ergebnis eines Unternehmens gewähren,

b) Anteilen an einem Treuhandvermögen,

Anteilen an sonstigen geschlossenen

Fonds,

c) anderen Rechten und Forderungen,

d) Grundstücken und grundstücksgleichen

Rechten.

3. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte

vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen,

die mit dem Gegenstand des Unternehmens

zusammenhängen oder ihm unmittelbar

oder mittelbar förderlich sind, sofern dies

ohne besondere Erlaubnis zulässig ist. Die Gesellschaft

darf dazu insbesondere Zweigniederlassungen

errichten, sich an anderen Unternehmen

beteiligen, Tochtergesellschaften

gründen, Unternehmensverträge abschließen

und Interessengemeinschaften eingehen.

§ 3 Gesellschafter, Einlagen, Haftsummen

1. Persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär)

ist die Top Select Beteiligungs GmbH,

Neutraubling (Kreis Regensburg). Sie hat

keine Einlage zu leisten und ist am Kapital

der Gesellschaft nicht beteiligt.

2. Kommanditist (geschäftsführender Kommanditist)

ist die Top Select Management GmbH,

Neutraubling (Kreis Regensburg). Ihre in das

Handelsregister einzutragende Haftsumme

beträgt 5.000 €, ohne dass sie verpflichtet

ist, eine Einlage zu leisten. Der weitere

Beitrag des geschäftsführenden Kommanditisten

besteht in der Übernahme der

Geschäftsführung. Hierfür erhält er eine feste

Vergütung nach Maßgabe des § 10.

§ 4 Aufnahme von Kommanditkapital

1. Die Gesellschaft nimmt bis zum 30.04.2008

(Zeichnungsfrist) Kommanditkapital im Wege

des öffentlichen Angebots von Vermögensanlagen

im Sinne des Verkaufsprospektgesetzes

auf. Der Gesamtbetrag des Kommanditkapitals

und die Zahl der Kommanditisten sind

nicht beschränkt. Das Volumen des Angebots

beträgt mindestens 3 Mio. €. Über das endgültige

Volumen des Angebots, über eine Verlängerung

der Zeichnungsfrist bis zum 31.10.2008

und ihre vorzeitige Beendigung entscheidet

der geschäftsführende Kommanditist.

2. Das Kommanditkapital wird durch Anleger

aufgebracht. Die auf einen Anleger entfallende

Einlage beträgt mindestens 10.000,00 €

und ist zuzüglich eines Aufgelds (Agio) von

5 % der Einlage nach Zeichnung fällig.

Der geschäftsführende Kommanditist ist

berechtigt und bevollmächtigt, zum Zweck

des Einzugs der Einlagen und des Agios mit

den Anlegern Vereinbarungen über die

Fälligkeit und die Teilnahme am Lastschriftverfahren

zu schließen. Hierin soll geregelt

werden, dass die Fondsgesellschaft berechtigt

ist, weitere Einzugsversuche zu unterlassen,

wenn das vom Anleger angegebene Konto

die erforderliche Deckung bei zwei Einzugsversuchen

nicht aufweist.

3. Die PTM Portfolio Treuhand München

Vermögensverwaltung GmbH, Grünwald

(Kreis München), ist zum Zweck der mittelbaren

Beteiligung von Anlegern berechtigt,

durch einseitige Erklärung gegenüber dem

geschäftsführenden Kommanditisten als

weiterer Kommanditist (Treuhandkommanditist)

beizutreten und ihren Gesellschaftsanteil

treuhänderisch für Anleger (Treugeber) zu

halten. Der Kapitalanteil des Treuhandkom-


VERTRÄGE

117

manditisten bestimmt sich zunächst nach der

von den Treugebern übernommenen Einlage

und ändert sich nach § 5 Abs. 2. Seine im

Handelsregister einzutragende Haftsumme

beträgt 5.000,00 €.

4. Zahlungen der Anleger dürfen, solange ein

Mittelverwendungskontrolleur bestellt ist,

nur auf Konten entgegengenommen und

transferiert werden, über die Verfügungen

nicht ohne Zustimmung des Mittelverwendungskontrolleurs

möglich sind.

5. Die Gesellschaft nimmt bis zum 31.12.2020

weiteres Kommanditkapital auf, indem Entnahmen

(Ausschüttungen) in Höhe eines

nach Ermessen des geschäftsführenden

Kommanditisten festgelegten Anteils zur

Erhöhung des Kapitalanteils des Ausschüttungsberechtigten

verwendet werden.

Voraussetzung hierfür ist, dass der Ausschüttungsberechtigte

bei Zeichnung oder nach

Aufforderung durch den geschäftsführenden

Kommanditisten spätestens vor der ersten

Ausschüttung erklärt hat, dass der auf ihn

entfallende Kapitalanteil maximal um den

Betrag der ihm zustehenden Ausschüttungen

erhöht werden soll. Die Erklärung ist für die

Zukunft unter Einhaltung einer Frist von einem

Monat jederzeit gegenüber dem geschäftsführenden

Kommanditisten widerruflich. Der

geschäftsführende Kommanditist berücksichtigt

bei der Festlegung des für die Kapitalerhöhungen

zu verwendenden Anteils an den

Ausschüttungen pauschal die Liquiditätsfolgen,

die den Anlegern aus der Beteiligung

bei einer künftigen Ausweitung der Besteuerung

von Veräußerungsgewinnen entstehen

können.

6. Treugeber im Sinne des Abs. 3 werden,

soweit gesetzlich zulässig, wie Kommanditisten

der Gesellschaft behandelt, ohne dass

sie selbst unmittelbar Gesellschafter werden.

Der Gesellschaftsanteil des Treuhandkommanditisten

wird so behandelt, wie wenn

entsprechend der mittelbaren Beteiligung der

Treugeber mehrere Gesellschaftsanteile bestehen

würden.

7. Der Treugeber hat mit Abschluss des

Treuhandvertrages die Verbindlichkeiten des

Treuhandkommanditisten aus dem Gesellschaftsverhältnis

zu übernehmen, die durch

die im Auftrag des Treugebers erfolgende

Erhöhung des Kapitalanteils des Treuhandkommanditisten

begründet werden,

insbesondere die Verpflichtung zur Zahlung

von Einlage und Agio, mit der Wirkung, dass

er als Schuldner an die Stelle des Treuhandkommanditisten

tritt. Der geschäftsführende

Kommanditist stimmt der Schuldübernahme

durch die Treugeber hiermit unter Billigung

aller Gesellschafter im Voraus mit Wirkung

für die Gesellschaft zu, §§ 414, 415 BGB.

8. Die Gesellschaft ist im Falle des Schuldnerverzugs

berechtigt, je Rücklastschrift und

Mahnung dem Verrechnungskonto des

Schuldners (§ 5 Abs. 4) pauschal 20,00 € zu

belasten und einzuziehen. Die Gesellschaft

kann die Pauschale entsprechend der

Kostenentwicklung anpassen (§ 315 BGB).

Dem Schuldner ist der Nachweis gestattet,

dass ein Verzugsschaden überhaupt nicht

entstanden oder wesentlich niedriger ist als

die Pauschale. Unbeschadet sonstiger

gesetzlicher oder in diesem Vertrag vorgesehener

Rechtsfolgen können für die Dauer des

Verzugs Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten

über dem jeweiligen Basiszinssatz

gemäß § 247 BGB für das Jahr verlangt

werden. § 13 Abs. 4 bleibt unberührt.

§ 5 Gesellschafterkonten

1. Für jeden Gesellschafter und jeden Treugeber

werden folgende Kapitalkonten geführt:

a) Einlagenkonto I: Auf diesem Konto wird

der Betrag der gemäß § 4 Abs. 2

gezeichneten Einlage (ohne das Agio)

gebucht (Kommanditkapital).

b) Einlagenkonto II: Auf diesem Konto wird

der Betrag der gemäß § 4 Abs. 5 übernommenen

Einlageverpflichtung gebucht.

c) Einlagenkonto III: Auf diesem Konto wird

der Betrag der ausstehenden Einlage

(ohne das Agio) gebucht. Gemäß § 4

Abs. 2 und 5 geleistete Einlage (ohne das

Agio) verändert den Stand dieses Kontos.

d) Verlustkonto I: Auf diesem Konto werden

die Anteile an den Ergebnissen der Jahre

2007 und 2008 gebucht, bis alle Gesellschafter

und Treugeber unabhängig vom

Zeitpunkt ihrer Einlageleistung rechnerisch

gemäß dem Verhältnis ihrer nach

§ 4 Abs. 2 gezeichneten Einlagen an den

kumulierten (negativen) Ergebnissen der

Jahre 2007 und 2008 beteiligt sind.

e) Verlustkonto II: Auf diesem Konto

werden alle sonstigen Verlustanteile

erfasst.


118 VERTRÄGE

f) Gewinnkonto: Auf diesem Konto werden

die Gewinnanteile gebucht.

g) Entnahmekonto: Auf diesem Konto

werden die Entnahmen (Ausschüttungen)

gebucht.

h) Rücklagenkonto: Auf diesem Konto wird

das Agio gebucht.

2. Für den durch die Mitgliedschaft oder das

Treuhandverhältnis vermittelten Anteil am

Vermögen, am Gewinn und am Verlust der

Gesellschaft (Kapitalanteil) ist der Saldo der

Kapitalkonten maßgeblich, wobei folgende

Besonderheiten gelten:

a) Die Einlagenkonten I, II und III sind so zu

saldieren, dass sich der Betrag der

geleisteten Einlage (ohne das Agio)

ergibt.

b) Für den Zweck der Verteilung von

Gewinn und Verlust (Verlustkonto II) und

für den Zweck der Ermittlung des

Stimmrechts bleiben die auf dem

Verlustkonto I vorgetragenen Verluste

außer Betracht.

c) Für den Zweck der Verteilung des Stimmrechts

bleibt der Stand des Rücklagenkontos

außer Betracht.

d) Hinsichtlich des Verlustkontos II und des

Gewinnkontos ist der Stand zum Schluss

des letzten Geschäftsjahres maßgeblich.

3. Sämtliche Kapitalkonten sind unverzinslich.

4. Für jeden Gesellschafter und jeden Treugeber

wird ein Verrechnungskonto geführt. Auf

diesem Konto werden alle sonstigen

Geschäftsvorfälle im Verhältnis zum Gesellschafter

oder Treugeber verbucht.

5. Der geschäftsführende Kommanditist kann

bei Bedarf Unterkonten einrichten.

§ 6 Geschäftsführung und Vertretung

1. Der geschäftsführende Kommanditist ist zur

Führung der Geschäfte berechtigt und

verpflichtet. Er trifft Anlageentscheidungen

nach pflichtgemäßem Ermessen unter

Beachtung der in der Anlage zu diesem

Vertrag festgelegten Anlagegrundsätze. Die

übrigen Gesellschafter sind von der Geschäftsführung

ausgeschlossen, sofern nicht

die gesetzliche Vertretung der Gesellschaft

durch den persönlich haftenden Gesellschafter

zwingend die Führung von Geschäften

durch diesen voraussetzt.

2. Der geschäftsführende Kommanditist kann

Dritten, denen gegenüber er sich eine umfassende

Weisungsbefugnis vorbehält,

Geschäftsführungsaufgaben übertragen. Er

ist zu diesem Zweck berechtigt, im Namen

der Gesellschaft mit Dritten Verträge über die

Übertragung von Geschäftsführungsaufgaben

zu schließen, soweit die hierin vereinbarten

Vergütungen in der gemäß § 10 Abs. 6

beigefügten Aufstellung (Anlage 2) berücksichtigt

sind, darüber hinaus nur unter

Anrechnung auf die für ihn in § 10 Abs. 2

vereinbarte Vergütung.

3. Die Geschäftsführung soll die nach den

Steuergesetzen für die private Vermögensverwaltung

geltenden Grenzen achten,

insbesondere auch bei der Vornahme von

Reinvestitionen. Gegebenenfalls ist durch

Erwerb der betroffenen Beteiligung mittels

einer von der Gesellschaft zu erwerbenden

oder ihr gehörenden Kapitalgesellschaft die

gewerbliche Infizierung anderer Einkünfte der

Gesellschaft zu vermeiden; ein besonderer

Beschluss (§ 9) ist hierzu nicht erforderlich.

4. Der geschäftsführende Kommanditist ist

bevollmächtigt, die Gesellschaft in allen

Angelegenheiten, einschließlich der Veräußerung

und Belastung von Grundstücken,

umfassend und stets einzeln zu vertreten.

5. Der geschäftsführende Kommanditist ist von

den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die ihm erteilte Vollmacht ist nur durch einen

gemäß § 9 gefassten Beschluss und nur aus

Gründen widerruflich, die zum Entzug der

Geschäftsführungsbefugnis berechtigen.

6. Der geschäftsführende Kommanditist kann in

vorstehendem Umfang die Vollmachtserteilung

durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte

Urkunde verlangen.

7. Die Gesellschafter unterliegen keinem

Wettbewerbsverbot. Sie dürfen gleiche oder

ähnliche Aufgaben auch bei anderen

Gesellschaften übernehmen. Gesellschafter

und Treugeber sind zur Verschwiegenheit in

allen Angelegenheiten der Gesellschaft

verpflichtet.


VERTRÄGE

119

§ 7 Beirat

1. Bei der Gesellschaft kann ein Beirat gebildet

werden.

2. Der Beirat hat drei bis fünf Mitglieder.

Beiratsmitglied kann nur eine natürliche, voll

geschäftsfähige Person sein. Beiratsmitglied

kann nicht sein, wer zur Geschäftsführung

bei der Gesellschaft befugt ist oder Geschäftsführungsaufgaben

oder weisungsgebundene

Aufgaben bei dem geschäftsführenden

Kommanditisten oder bei einem

Unternehmen oder einer Person ausübt, das

den geschäftsführenden Kommanditisten

beherrscht oder von diesem oder von der

Gesellschaft abhängig ist. Beiratsmitglied

kann ferner nicht sein, wer aus der Gesellschaft

ausgeschlossen wurde.

3. Die Beiratsmitglieder werden bei Beschlussfassung

über die Feststellung des Jahresabschlusses

jeweils für die Zeit bis zur übernächsten

Beschlussfassung über die Feststellung

des Jahresabschlusses bestellt. Jedes

Beiratsmitglied kann sein Amt jederzeit ohne

Mitteilung von Gründen mit einer Frist von

drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats

durch schriftliche Erklärung gegenüber

dem geschäftsführenden Kommanditisten

niederlegen. Dieser hat die übrigen Beiratsmitglieder,

die Gesellschafter und die

Treugeber hiervon zu unterrichten.

4. Drei Beiratsmitglieder werden gewählt. Für

die Wahl gelten die Bestimmungen dieses

Vertrages über die Beschlussfassung (§ 9) mit

folgender Maßgabe entsprechend:

a) Die Wahl findet erstmalig bei Beschlussfassung

über die Feststellung des Jahresabschlusses

für das Jahr 2007 statt. Die

Wahl ist zu einem früheren Zeitpunkt

durchzuführen, wenn Gesellschafter oder

Treugeber, auf die allein oder zusammen

mindestens 10 % der Stimmrechte entfallen,

dies schriftlich verlangen oder der

geschäftsführende Kommanditist dies

vorschlägt.

b) Jeder Gesellschafter und jeder Treugeber

kann Wahlvorschläge machen. Wählbar

ist nur, wer als Gesellschafter oder Treugeber

die fällige Einlage geleistet hat und

vor Durchführung der Wahl erklärt, dass

er zur Übernahme des Amtes bereit ist.

c) Es findet ein Wahlgang statt, in dem drei

Mitglieder und drei Ersatzmitglieder

bestimmt werden. Jeder Stimmberechtigte

kann sechs Voten abgeben. Jeder

Stimmberechtigte darf für einen

Wahlvorschlag jeweils nur ein Votum

abgeben. Jedes Votum ist mit der Zahl

der darauf gemäß § 9 Abs. 2 entfallenden

Stimmen zu gewichten. Gewählt

sind diejenigen Personen, die die meisten

Stimmen auf sich vereinigen.

d) Der geschäftsführende Kommanditist

darf die Bestellung gewählter Beiratsmitglieder

aus einem in der Person des

Gewählten liegenden wichtigen Grund

verweigern.

5. Der geschäftsführende Kommanditist kann

bis zu zwei weitere Mitglieder in den Beirat

entsenden.

6. Scheidet ein gewähltes Beiratsmitglied vor

Ablauf der Amtszeit aus, rückt das Ersatzmitglied

nach, das die meisten Stimmen auf sich

vereinigt hat. Eine Nachwahl findet vor der

nächsten ordentlichen Wahl nur statt, wenn

Gesellschafter oder Treugeber, auf die allein

oder zusammen mindestens 10 % der Stimmrechte

entfallen, dies schriftlich verlangen. Bei

vorzeitigem Ausscheiden eines entsandten

Beiratsmitglieds kann der geschäftsführende

Kommanditist ein Ersatzmitglied entsenden.

7. Der Beirat wählt aus seiner Mitte einen

Vorsitzenden. Der Beirat kann sich eine

Geschäftsordnung geben. Über die Sitzungen

des Beirats ist eine Niederschrift anzufertigen,

die der Vorsitzende zu unterzeichnen hat.

8. Ein Beiratsmitglied kann, ebenso wie der

geschäftsführende Kommanditist, unter

Angabe des Zwecks und der Gründe verlangen,

dass der Vorsitzende unverzüglich

mit angemessener Frist den Beirat einberuft.

Wird dem Verlangen nicht entsprochen, so

kann das Beiratsmitglied oder der geschäftsführende

Kommanditist unter Mitteilung des

Sachverhalts und der Angabe einer Tagesordnung

selbst den Beirat einberufen.

9. Der Beirat hat die Geschäftsführung zu

beraten. Er kann die Bücher und Schriften der

Gesellschaft sowie ihre Vermögensgegenstände

einsehen und prüfen. Er kann damit

auch einzelne Mitglieder beauftragen und

nach Beschluss gemäß § 9 auf Kosten der

Gesellschaft einen Sachverständigen

hinzuziehen.


120 VERTRÄGE

10. Der geschäftsführende Kommanditist hat

dem Beirat zu berichten

a) über wesentliche Abweichungen von der

zuletzt berichteten Finanz- und Investitionsplanung

unter Angabe von Gründen;

b) über Geschäfte, die für die Rentabilität

oder Liquidität der Gesellschaft von

erheblicher Bedeutung sein können;

c) aus sonst wichtigem Anlass;

d) auf Verlangen des Beirats über Angelegenheiten

der Gesellschaft, die auf die

Lage der Gesellschaft von erheblichem

Einfluss sein können.

11. Der Beirat trifft seine Entscheidungen in Vollversammlungen,

sofern nicht alle Beiratsmitglieder

mit einem anderen Verfahren einverstanden

sind. Abwesende Beiratsmitglieder

können dadurch an der Beschlussfassung teilnehmen,

dass sie Stimmabgaben in Schriftoder

Textform überreichen lassen. Bei Abstimmungen

hat jedes Mitglied eine Stimme. Es

entscheidet die Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit

gibt die Stimme des Vorsitzenden

den Ausschlag.

12. Ist ein Beirat nicht gebildet oder nicht

beschlussfähig, ist der Mitteilung des

Jahresabschlusses ein Bericht über alle

Angelegenheiten beizufügen, über die der

Beirat zu informieren gewesen wäre.

13. Die Beiratsmitglieder sind zur Verschwiegenheit

über vertrauliche Berichte und vertrauliche

Beratungen verpflichtet. Sie haben bei

der Erfüllung der ihnen obliegenden

Verpflichtungen nur für diejenige Sorgfalt

einzustehen, welche sie in eigenen Angelegenheiten

anzuwenden pflegen.

14. Der Beirat hat keine Überwachungspflichten.

Die aktienrechtlichen Vorschriften über den

Aufsichtsrat sind auf den Beirat nicht

entsprechend anwendbar.

§ 8 Formale Mittelverwendungskontrolle

1. Der geschäftsführende Kommanditist bestellt

für die Gesellschaft einen Mittelverwendungskontrolleur.

Seine Amtszeit endet einen

Monat nach Ablauf der Zeichnungsfrist. Für

die darauf folgende Zeit wird ein Mittelverwendungskontrolleur

vom geschäftsführenden

Kommanditisten nur aufgrund Beschlusses

nach § 9 bestellt.

2. Mittelverwendungskontrolleur kann nur sein,

wer der Wirtschaftsprüferkammer oder einer

Steuerberaterkammer angehört. Seine Rechte

und Pflichten bestimmen sich nach dem mit

ihm zu schließenden Vertrag. Zu einer

materiellen Prüfung der Investitionen ist er

weder berechtigt noch verpflichtet.

§ 9 Beschlüsse

1. Beschlüsse werden in Gesellschafterversammlungen

oder durch Stimmabgabe in anderer

Form gefasst; über die Form der Beschlussfassung

entscheidet der geschäftsführende

Kommanditist nach billigem Ermessen (§ 315

BGB). Bei der Beschlussfassung sind die

Treugeber wie Gesellschafter zu behandeln.

Sie sind insbesondere berechtigt, selbst an

der Beschlussfassung teilzunehmen und das

Stimmrecht auszuüben, das auf ihren

jeweiligen Kapitalanteil entfällt. Die auf den

Gesellschaftsanteil des Treuhandkommanditisten

entfallenden Stimmrechte dürfen dabei

unterschiedlich – für den einzelnen Treugeber

jeweils einheitlich – ausgeübt werden.

2. Soweit nicht abweichend geregelt, entscheidet

die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Das Gewicht einer Stimme richtet sich nach

der Höhe des Kapitalanteils am Schluss des

letzten Geschäftsjahres; ist aufgrund der

Dauer der Zeichnungsfrist bis zum Schluss

des letzten Geschäftsjahres nicht von allen

Gesellschaftern und Treugebern eine Einlage

geleistet worden, so ist für das Stimmgewicht

aller Gesellschafter und Treugeber die

gezeichnete Einlage (Kapitalkonto I) maßgeblich.

Enthaltungen gelten als nicht abgegebene

Stimmen.

3. Beschlüsse über die Änderung dieses

Vertrages, einschließlich der Änderung der in

der Anlage zu diesem Vertrag festgelegten

Anlagegrundsätze, sowie Beschlüsse über die

Auflösung der Gesellschaft und Beschlüsse

nach dem Umwandlungsgesetz bedürfen

einer Mehrheit von 75 % der abgegebenen

Stimmen. Wird durch den Beschluss in ihre

Rechte und Pflichten eingegriffen, ist ferner

die Zustimmung des persönlich haftenden

Gesellschafters sowie des geschäftsführenden

Kommanditisten erforderlich, sofern kein

gesetzliches Stimmverbot besteht.


VERTRÄGE

121

4. Der Beschlussfassung unterliegen

a) die Feststellung des Jahresabschlusses der

Gesellschaft;

b) die Wahl des Abschlussprüfers;

c) die Entlastung der zur Geschäftsführung

befugten Personen;

d) die Wahl von Beiratsmitgliedern gemäß

§ 7 Abs. 4 und die Entlastung der

Beiratsmitglieder;

e) die Wahl und die Entlastung des

Mittelverwendungskontrolleurs;

f) Änderungen der in der Anlage zu diesem

Vertrag festgelegten Anlagegrundsätze;

g) sonstige Änderungen dieses Vertrages;

h) alle Angelegenheiten, die die Geschäftsführung

zur Entscheidung vorlegt;

i) alle sonstigen Angelegenheiten, für die

dieser Vertrag oder das Gesetz die

Zuständigkeit der Gesellschafter

vorsehen, soweit es sich nicht um

Maßnahmen der Geschäftsführung

handelt.

5. Über die Feststellung des Jahresabschlusses

und die Entlastung der Gesellschaftsorgane

ist regelmäßig Beschluss zu fassen. Ferner ist

eine Beschlussfassung herbeizuführen, wenn

Gesellschafter oder Treugeber, auf die allein

oder zusammen mindestens 10 % der

Stimmrechte entfallen, dies schriftlich

verlangen; sie können zugleich eine bestimmte

Form der Beschlussfassung (Gesellschafterversammlung

oder Abstimmung nach

Abs. 9) verlangen.

6. Gesellschafterversammlungen finden am Sitz

der Gesellschaft statt, sofern der geschäftsführende

Kommanditist nicht nach billigem

Ermessen (§ 315 BGB) einen anderen Ort

bestimmt. Sie werden durch den geschäftsführenden

Kommanditisten schriftlich oder in

Textform unter Angabe der Tagesordnung

einberufen. Die Ladungsfrist beträgt vier

Wochen. Bei außerordentlichen Gesellschafterversammlungen

kann die Einberufungsfrist

in eilbedürftigen Fällen auf zwei Wochen

verkürzt werden. Der Tag der Aufgabe zur

Post und der Tag der Versammlung sind bei

Berechnung der Frist nicht mitzuzählen.

7. Auf einer Gesellschafterversammlung können

Beschlüsse gefasst werden, wenn mehr als 50 %

der Stimmrechte anwesend oder durch

schriftliche Vollmacht vertreten sind. Ist die

Gesellschafterversammlung nicht beschlussfähig,

so ist sie zu vertagen und mit derselben

Tagesordnung und einer Ladungsfrist von

zwei Wochen erneut zu laden. Diese

Gesellschafterversammlung ist unabhängig

von der Höhe der anwesenden oder

vertretenen Stimmrechte beschlussfähig. Ist

die Gesellschafterversammlung nicht

beschlussfähig, so kann der geschäftsführende

Kommanditist an Stelle einer erneuten

Ladung die Beschlussfassung auch gemäß

nachfolgendem Abs. 9 in Schrift- oder

Textform herbeiführen.

8. Den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung

übernimmt eine zur Vertretung des geschäftsführenden

Kommanditisten befugte

Person. Über die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung

ist eine Niederschrift

anzufertigen. In der Niederschrift sind der Ort

und der Tag der Versammlung, der Name des

Vorsitzenden sowie die Art und das Ergebnis

der Abstimmung anzugeben. Die Niederschrift

ist vom Vorsitzenden zu unterzeichnen.

Sie ist den Gesellschaftern und Treugebern

in Textform mitzuteilen.

9. Beschlüsse können durch Stimmabgabe in

Schrift- oder Textform gefasst werden, wenn

alle Gesellschafter und Treugeber unter der

gemäß § 18 bekannt gegebenen Anschrift

zur Stimmabgabe aufgefordert werden. Für

die Stimmabgabe ist mindestens eine der

Ladungsfrist entsprechende Frist zu setzen.

Nach Ablauf der Frist eingegangene Stimmen

bleiben unberücksichtigt. Beschlüsse sind mit

Ablauf der Frist gefasst, sofern mindestens

10 % des stimmberechtigten Kapitals der

Gesellschaft vom Stimmrecht Gebrauch

gemacht haben. Die Beschlussfassung ist

unter Angabe des Abstimmungsergebnisses

vom geschäftsführenden Kommanditisten

oder durch eine von diesem bevollmächtigte

Person festzustellen und den Gesellschaftern

und Treugebern in Textform mitzuteilen.

Scheitert die Beschlussfassung aufgrund zu

geringer Beteiligung, ist nach vorstehendem

Abs. 7 eine Gesellschafterversammlung

einzuberufen, die unabhängig von der Höhe

der anwesenden oder vertretenen Stimmrechte

beschlussfähig ist.

10. Die Unwirksamkeit eines Beschlusses kann

nur binnen einer Ausschlussfrist von einem


122 VERTRÄGE

Monat nach Kenntniserlangung durch eine

gegen die Gesellschaft zu richtende Klage

geltend gemacht werden.

§ 10 Vergütungen und Kosten

1. Der persönlich haftende Gesellschafter erhält

für die Übernahme der persönlichen Haftung

eine jährliche Vergütung in Höhe von 2.500 €,

einschließlich der hierauf etwa anfallenden

Umsatzsteuer, fällig jeweils zum 01.01. eines

Jahres, erstmals zum 01.01.2008.

2. Der geschäftsführende Kommanditist erhält

für die Übernahme der Geschäftsführung in

den Geschäftsjahren 2007 und 2008 eine

jährliche Vergütung in Höhe von 0,72 % der

zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres von

Anlegern gezeichneten Einlage, fällig jeweils

anteilig zum Ende eines Kalenderquartals und

berechnet nach dem jeweiligen Zeichnungsstand.

In den darauf folgenden Geschäftsjahren

erhält der geschäftsführende Kommanditist

eine Vergütung in Höhe von 0,72 % des

Kommanditkapitals (Einlagenkonto I) am

Fälligkeitstag, fällig jeweils anteilig zum Ende

eines Kalenderquartals. Ab dem Jahr 2021

ermäßigt sich die Vergütung auf 75 % der

für das Jahr 2020 festgesetzten Vergütung.

Hinzu kommt jeweils die hierauf anfallende

Umsatzsteuer. Hierdurch sind die Sachaufwendungen

des geschäftsführenden

Kommanditisten abgegolten, soweit sie nicht

gemäß nachstehendem Abs. 6 von der Gesellschaft

zu tragen sind. Auf die vorstehend

vereinbarte Vergütung hat der geschäftsführende

Kommanditist sich Provisionen und

ähnliche Vergütungen anrechnen zu lassen,

die ihm Dritte im Zusammenhang mit dem

Erwerb von Gegenständen des Anlagevermögens

der Gesellschaft gewähren.

3. Der Treuhandkommanditist erhält für die

treuhänderische Übernahme der Kommanditanteile

in den Geschäftsjahren 2007 und

2008 eine jährliche Vergütung in Höhe von

0,07 % der zum Ende des jeweiligen

Geschäftsjahres von Anlegern gezeichneten

Einlage, fällig jeweils anteilig zum Ende eines

Kalenderquartals und berechnet nach dem

jeweiligen Zeichnungsstand. In den darauf

folgenden Geschäftsjahren erhält der

Treuhandkommanditist eine Vergütung in

Höhe von 0,07 % des Kommanditkapitals

(Einlagenkonto I) am Fälligkeitstag, fällig

jeweils anteilig zum Ende eines Kalenderquartals.

Hinzu kommt jeweils die hierauf

anfallende Umsatzsteuer.

4. Ändert sich der vom Statistischen Bundesamt

ermittelte Verbraucherpreisindex nach dem

01.01.2007 oder nach der letzten Anpassung

der Vergütung um mindestens 2,5 %, so sind

der persönlich haftende Gesellschafter, der

geschäftsführende Kommanditist sowie der

Treuhandkommanditist befugt – und im Falle

gesunkener Verbraucherpreise verpflichtet –

ihre Vergütung im gleichen Verhältnis neu

festzusetzen. Die Festsetzung erfolgt durch

Erklärung gegenüber dem Beirat; ist kein

Beirat gewählt, erfolgt die Festsetzung durch

eine der Mitteilung des Jahresabschlusses

beizufügende Erklärung. Die Festsetzung gilt

rückwirkend ab dem Fälligkeitstermin, zu

dem erstmals die Voraussetzungen für eine

Anpassung vorlagen; im Falle einer Erhöhung

der Vergütung kann sie auch auf einen

späteren Fälligkeitstermin verschoben

werden. Nach dem Jahr 2020 findet keine

Anpassung der Vergütung des geschäftsführenden

Kommanditisten mehr statt.

5. Beiratsmitglieder erhalten zur Abgeltung ihrer

Aufwendungen eine jährliche Pauschale von

1.000,00 €, der Vorsitzende von 2.000,00 €.

Die Pauschale kann durch Beschluss gemäß

§ 9 mit einfacher Mehrheit der abgegebenen

Stimmen geänderten Verhältnissen angepasst

werden.

6. Die Gesellschaft trägt die Emissions- und

Verwaltungskosten gemäß Anlage 2 zu

diesem Vertrag.

§ 11 Ergebnisverteilung, Entnahmen

1. Die Beteiligung am Jahresgewinn und am

Verlust eines Geschäftsjahres richtet sich nach

dem Verhältnis der Kapitalanteile (§ 5 Abs. 2).

Die Ergebnisse der Jahre 2007 und 2008

werden zunächst vorrangig nach Maßgabe

des § 5 Abs. 1 lit. d) zugewiesen.

2. Die Gesellschaft schüttet ihre Erlöse – insbesondere

ihre Erlöse aus der Veräußerung von

Gegenständen des Anlagevermögens – aus,

sofern nicht deren anderweitige Verwendung

einer sorgfältigen Geschäftsführung

entspricht. Über Zeitpunkt und Höhe der

Ausschüttung entscheidet der geschäftsführende

Kommanditist nach pflichtgemäßem

Ermessen. Ausschüttungen sollen in der

Regel alsbald nach Vereinnahmung erfolgen.

Ungeachtet dessen können flüssige Mittel zur

Glättung des Ausschüttungsverlaufs und zum

Ausgleich nach dem folgenden Abs. 3 wieder

angelegt werden; ggfs. ist § 6 Abs. 3 zu

beachten.


VERTRÄGE

123

3. Soweit aufgrund der Ergebnisverteilungsund

Entnahmeregelungen während der

Dauer der Gesellschaft Anleger (§ 4), die

nach dem Ende der Zeichnungsfrist in der

gleichen Anzahl voller Kalenderjahre ihre geleistete

Einlage (Saldo der Einlagenkonten I, II

und III) gemäß § 4 Abs. 5 erhöht haben, eine

ungleiche effektive Verzinsung der geleisteten

Einlage erzielen, führt der geschäftsführende

Kommanditist durch Zuweisung von

Vorabanteilen am Ergebnis und bei den Ausschüttungen

nach Möglichkeit einen Ausgleich

herbei. Den gleichen Ausgleich führt der geschäftsführende

Kommanditist unter den

Anlegern herbei, die nach dem Ende der

Zeichnungsfrist nicht mindestens in einem

vollen Kalenderjahr an den Kapitalerhöhungen

teilgenommen haben. Die effektive Verzinsung

ist nach der in der Anlage 3 beigefügten

Formel zu berechnen. Den Zeitpunkt

des Ausgleichs wählt der geschäftsführende

Kommanditist nach billigem Ermessen (§ 315

BGB); spätester Zeitpunkt ist die Auseinandersetzung

bzw. die Verteilung des Liquidationsergebnisses.

4. Der persönlich haftende Gesellschafter, der

geschäftsführende Kommanditist und der

Treuhandkommanditist dürfen unabhängig

vom Jahresergebnis ihre in § 10 bestimmte

Vergütung bei Fälligkeit entnehmen.

5. Entnahmen sind im vorstehend geregelten

Umfang auch insoweit zulässig, als Verluste

oder Entnahmen vorgetragen und nicht

durch Gewinne ausgeglichen sind. Sie sind

jedoch unzulässig, soweit hierdurch beim

persönlich haftenden Gesellschafter das zur

Erhaltung des Stammkapitals erforderliche

Vermögen vermindert würde (§ 30 GmbHG).

§ 12 Übertragung von Gesellschaftsanteilen

1. Über Gesellschaftsanteile kann, vorbehaltlich

der nachstehenden Bestimmungen, rechtsgeschäftlich

verfügt werden. Rechtsgeschäftliche

Verfügung ist jede Abtretung, Verpfändung

oder sonstige Belastung.

2. Rechtsgeschäftliche Verfügungen des

persönlich haftenden Gesellschafters, des

geschäftsführenden Kommanditisten und des

Treuhandkommanditisten über ihre Mitgliedschaft

bedürfen der Zustimmung durch

Beschluss gemäß § 9, es sei denn, die

Verfügung erfolgt zugunsten eines Unternehmens,

das entweder mit dem Gesellschafter

oder mit dessen Gesellschaftern mittelbar

oder unmittelbar verbunden ist, wobei für

eine Verbindung der hälftige Besitz der

Anteile oder der Stimmrechte ausreichend ist.

Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von 75 %

der abgegebenen Stimmen.

3. Rechtsgeschäftliche Verfügungen des

Treuhandkommanditisten, die zugunsten des

jeweiligen Treugebers erfolgen, bedürfen

keiner Zustimmung.

4. Sonstige rechtsgeschäftliche Verfügungen

über Gesellschaftsanteile, ihnen gleichkommende

Verfügungen von Treugebern über

ihre durch den Treuhandkommanditisten

vermittelte Stellung sowie Verfügungen über

Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnis

bedürfen – soweit nicht in diesem Gesellschaftsvertrag

abweichend geregelt – der

Zustimmung des geschäftsführenden

Kommanditisten. Die Zustimmung darf nur

aus wichtigem Grund versagt werden. Ein

wichtiger Grund liegt vor, wenn rechtsgeschäftliche

Verfügungen über Gesellschaftsanteile

und ihnen gleichkommende Verfügungen

von Treugebern über ihre durch den

Treuhandkommanditisten vermittelte Stellung

nicht mit Wirkung zum Beginn eines künftigen

Geschäftsjahres erfolgen. Alle Aufwendungen

und Verbindlichkeiten, insbesondere

steuerliche Nachteile, die der Gesellschaft

aufgrund der Verfügung entstehen, gehen im

Verhältnis zur Gesellschaft zu Lasten des von

der Verfügung betroffenen Kapitalanteils.

5. Der Eintritt eines Kommanditisten, auch im

Wege der Sonderrechtsnachfolge, steht

– ausgenommen im Erbfall – unter der aufschiebenden

Bedingung seiner Eintragung im

Handelsregister; abweichende Vereinbarungen

sind möglich. Soweit nicht anders

vereinbart, wird im Handelsregister jeweils

eine Haftsumme in Höhe von 1,00 € eingetragen.

Die Kosten der Eintragung trägt der

Eintretende. Sämtliche zum Handelsregister

erforderlichen Anmeldungen erfolgen durch

den geschäftsführenden Kommanditisten

oder auf Weisung des geschäftsführenden

Kommanditisten durch den persönlich haftenden

Gesellschafter. Diesen ist hierzu in

notariell beglaubigter Form unwiderruflich

Vollmacht zu erteilen. Die Kosten der

Vollmacht trägt der Vollmachtgeber.

6. Im Falle des Todes eines Gesellschafters wird

die Gesellschaft ohne Auseinandersetzung

mit seinen Erben fortgesetzt. Der geschäftsführende

Kommanditist kann verlangen, dass


124 VERTRÄGE

mehrere Erben nach dem folgenden Abs. 7

ihre Rechte nur gemeinschaftlich ausüben

und einen gemeinsamen Vertreter bestellen.

7. Steht mehreren Personen ein Gesellschaftsanteil

zu, so können sie die Rechte hieraus nur

gemeinschaftlich ausüben. Ferner haften sie

der Gesellschaft als Gesamtschuldner und sie

können Leistungen nur ungeteilt als

Mitgläubiger fordern. Ihr Stimmrecht kann

nur von einem gemeinsamen Vertreter

ausgeübt werden. Rechtshandlungen, welche

die Gesellschaft ihnen gegenüber vorzunehmen

hat, sind, sofern der Gesellschaft nicht

ein gemeinsamer Vertreter der Rechtsnachfolger

benannt worden ist, wirksam, wenn sie

auch nur gegenüber einem von ihnen

vorgenommen werden.

8. Erben müssen sich durch einen Erbnachweis

legitimieren. Bis zur Legitimation ruht ihr

Stimmrecht. Zum Nachweis der rechtsgeschäftlichen

Sonderrechtsnachfolge ist die

Schriftform erforderlich.

§ 13 Kündigung, Ausschließung von

Gesellschaftern

1. Die Gesellschaft ist bis zum 31.12.2031 nicht

ordentlich kündbar. Der geschäftsführende

Kommanditist kann diese Frist durch eine der

Mitteilung des Jahresabschlusses beizufügende

oder in ähnlicher Weise bekannt zu

machende Erklärung, auch mehrmals, bis zur

vollständigen Veräußerung des Anlagevermögens

verlängern, höchstens insgesamt um bis

zu zwei Jahre.

2. Jedwede Kündigung ist schriftlich gegenüber

der Gesellschaft zu erklären.

3. Die Beendigung des Treuhandvertrages (§ 4

Abs. 3) berührt die Wirksamkeit der für den

Treuhandkommanditisten und den Treugeber

geltenden Bestimmungen dieses Vertrages

nicht. Der auf den Treugeber entfallende

Gesellschaftsanteil ist dem Treugeber oder,

die Zustimmung des geschäftsführenden

Kommanditisten vorausgesetzt, einem vom

Treugeber benannten Dritten zu übertragen.

Die Bestimmungen des § 12 gelten entsprechend.

4. Ein Gesellschafter kann ausgeschlossen

werden, wenn in seiner Person ein wichtiger

Grund im Sinne des § 133 HGB vorliegt,

insbesondere wenn er mit einem nicht unerheblichen

Teil der Einlage (und des Agios) in

Schuldnerverzug gerät und die Leistung nicht

innerhalb einer ihm gesetzten angemessenen

Frist nachholt oder Vereinbarungen über die

Fälligkeit der Einlage und die Teilnahme am

Lastschriftverfahren (§ 4 Abs. 2) nicht unerheblich

schuldhaft verletzt, etwa indem

a) er auf seinem Konto nicht für die

erforderliche Deckung sorgt oder

b) er dem Einzug fälliger Zahlungen

widerspricht oder

c) er die Ermächtigung zum Einzug

widerruft, ohne zugleich eine neue

Ermächtigung zu erteilen.

Die Erklärung der Ausschließung erfolgt,

ohne dass es eines Beschlusses nach § 9

bedarf, durch den geschäftsführenden

Kommanditisten. Der persönlich haftende

Gesellschafter, der geschäftsführende

Kommanditist und der Treuhandkommanditist

können nur durch Urteil (§ 140 HGB)

oder aus den in § 133 HGB genannten

Gründen durch Beschluss gemäß § 9

ausgeschlossen werden, der einer Mehrheit

von 75 % der abgegebenen Stimmen bedarf.

5. Treugeber sind wie Gesellschafter zu

behandeln. Soweit die Gründe für die

Kündigung oder Ausschließung nur in der

Person des Treugebers vorliegen, beschränken

sich die Wirkungen der Kündigung oder

Ausschließung auf den Teil des Gesellschaftsanteils,

den der Treuhandkommanditist für

den Treugeber hält.

§ 14 Ausscheiden

1. Außer in dem in § 17 Abs. 3 genannten Fall

führen folgende Gründe zum Ausscheiden

des Betroffenen aus der Gesellschaft:

a) die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über das Vermögen des Gesellschafters,

b) die Kündigung des Gesellschafters oder

durch den Privatgläubiger des Gesellschafters,

c) die Ausschließung,

d) die Verfügung über die Mitgliedschaft

nach § 12 zu den dort geregelten

Bedingungen,

e) die Vereinbarung nach § 16.


VERTRÄGE

125

2. Droht das Ausscheiden des Treuhandkommanditisten,

hat er die Mitgliedschaft nach

Maßgabe des § 12 auf den oder die von den

Treugebern bestimmten Rechtsnachfolger zu

übertragen.

3. Geht die Rechtsstellung des Gesellschafters

oder Treugebers auf einen oder mehrere

Rechtsnachfolger über, findet keine Auseinandersetzung

statt.

4. Droht das Ausscheiden des geschäftsführenden

Kommanditisten oder des persönlich

haftenden Gesellschafters, ist unter den

verbleibenden Gesellschaftern und Treugebern

mit einer Mehrheit von 75 % der

abgegebenen Stimmen durch Beschluss nach

§ 9 eine Regelung über seine Rechtsnachfolge

zu treffen, es sei denn nach § 12 Abs. 2

ist eine Zustimmung durch Beschluss nicht

erforderlich.

5. Die Regelungen über das Ausscheiden (§ 14)

und die Auseinandersetzung (§ 15) gelten für

den Fall, dass die zum Ausscheiden führenden

Gründe nur in der Person des Treugebers

vorliegen, mit der Maßgabe entsprechend,

dass sich ihre Anwendung auf den Teil des

Gesellschaftsanteils beschränkt, den der

Treuhandkommanditist für den betroffenen

Treugeber hält.

§ 15 Auseinandersetzung im Falle des

Ausscheidens

1. Das Auseinandersetzungsguthaben des

Ausscheidenden bestimmt sich regelmäßig

nach dem Saldo seiner Kapitalkonten

vermehrt um den Betrag des auf seinen

Kapitalanteil entfallenden Abschichtungsgewinns

bzw. vermindert um den Betrag des

auf seinen Kapitalanteil entfallenden

Abschichtungsverlustes.

2. Der Abschichtungsgewinn oder -verlust wird

ermittelt durch Vergleich des in der Jahresbilanz

ausgewiesenen Wertes des Gesellschaftsvermögens

mit dem durch eine

Abschichtungsbilanz bestimmten Wert des

Gesellschaftsvermögens. Die Verteilung des

Abschichtungsgewinns oder -verlusts erfolgt

entsprechend § 11.

3. In der Abschichtungsbilanz bleibt ein

etwaiger Geschäftswert unberücksichtigt.

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte

werden mit dem Ertragswert angesetzt,

wobei der Ertrag zugrunde zu legen ist, der

sich aus dem für den Stichtag maßgeblichen

Jahresabschluss ergibt. Der Bewertung von

Beteiligungen werden die sich aus dem

jüngsten festgestellten Jahresabschluss der

jeweiligen Beteiligungsgesellschaft ergebenden

Buchwerte zugrunde gelegt. Liegt ein

Jahresabschluss der Beteiligungsgesellschaft

nicht vor, ist der Zeichnungs- oder Erwerbspreis

der Beteiligung abzüglich der

bekannten Provisionen oder ähnlichen aus

dem Emissionserlös bezahlten Vergütungen

oder ein niedrigerer Buchwert anzusetzen.

4. Im Falle der Ausschließung und im Falle einer

Vereinbarung über das Ausscheiden in

Notfällen (§ 16) bestimmt sich das Auseinandersetzungsguthaben

abweichend von den

vorstehenden Vorschriften und abweichend

von § 11 Abs. 3 nach dem Buchwert. Im Falle

der Ausschließung bestimmt der geschäftsführende

Kommanditist nach billigem Ermessen

(§ 315 BGB) einen Abschlag vom

Auseinandersetzungsguthaben zum Ausgleich

des der Gesellschaft infolge des Ausscheidens

entstehenden Schadens. Dem

Betroffenen ist der Nachweis gestattet, dass

ein Schaden überhaupt nicht entstanden

oder wesentlich niedriger ist als der festgesetzte

Abschlag.

5. Stichtag für die Bewertung nach Abs. 2 und

3 ist der Tag des Ausscheidens. Fällt dieser

nicht auf das Ende des Geschäftsjahres, so ist

Stichtag der letzte Tag des dem Tag des

Ausscheidens vorangegangenen Geschäftsjahres.

Am Ergebnis schwebender Geschäfte

nimmt der Ausscheidende nicht mehr teil.

Eine Auseinandersetzungsrechnung kann

frühestens nach Feststellung des auf den

Stichtag erstellten Jahresabschlusses verlangt

werden.

6. Die Auseinandersetzungsrechnung wird für

beide Seiten verbindlich durch den mit der

Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten

Wirtschaftsprüfer festgestellt (§ 317 BGB). Ist

kein Abschlussprüfer bestellt oder ist dieser

an der Erstellung des Gutachtens gehindert

und besteht Streit über die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens,

so entscheidet das

Gutachten eines von der Wirtschaftsprüferkammer

bestimmten Wirtschaftsprüfers

(§ 317 BGB). Die Kosten des Schiedsgutachtens

werden nach dem Verhältnis des Obsiegens

und Unterliegens geteilt. Einwendungen

gegen die Richtigkeit der Auseinandersetzungsrechnung

sind ausgeschlossen, wenn

sie nicht innerhalb einer Frist von einem


126 VERTRÄGE

Monat ab ihrem Zugang gegenüber der

Gesellschaft schriftlich geltend gemacht

werden und wenn der Ausscheidende bei

Mitteilung der Berechnung auf diese

Rechtsfolge hingewiesen wurde.

7. Der Zahlungsanspruch des Ausscheidenden

ist innerhalb von längstens zwei Jahren in

höchstens fünf gleichen Raten zu erfüllen.

8. Das Auseinandersetzungsguthaben wird ab

seiner Entstehung mit 2 Prozentpunkten über

dem Basiszinssatz (§ 247 BGB) für das Jahr

verzinst, wobei die Zinsen mit der Hauptforderung

fällig sind.

9. Der Anspruch auf Auseinandersetzungsguthaben

und der Zinsanspruch sind nicht zu

befriedigen, soweit und solange die Befriedigung

einen Insolvenzgrund darstellen würde.

Mehrere Anleger, die zum gleichen Zeitpunkt

ausscheiden, sind gleich zu behandeln.

§ 16 Vereinbarung über das Ausscheiden in

Notfällen

1. Folgende nach Abschluss des Treuhandvertrages

(§ 4 Abs. 2) eingetretene Umstände

berechtigen den Anleger (§ 4), den Abschluss

einer Vereinbarung zu verlangen, die zum

Ausscheiden nach § 14 führt:

a) anhaltende Arbeitslosigkeit des Anlegers

von mehr als sechs aufeinander folgenden

Monaten;

b) anhaltende Erwerbsunfähigkeit des

Anlegers von mehr als sechs aufeinander

folgenden Monaten;

c) Scheidung des Anlegers;

d) Tod des Anlegers oder seines Ehegatten

oder Lebenspartners (im Sinne des

Gesetzes), wenn der Verstorbene

mindestens zur Hälfte zu den Einkünften

des Ehegatten oder Lebenspartners oder

der Erben beigetragen hat.

2. Weitere Voraussetzung für den Abschluss der

Vereinbarung ist, dass der Anleger den

geschäftsführenden Kommanditisten vor dem

01.01.2021 und innerhalb einer Frist von drei

Monaten nach dem Eintritt der vorstehenden

Umstände um den Abschluss der Vereinbarung

ersucht und einen geeigneten Nachweis

erbringt. Die Eignung des Nachweises

beurteilt der geschäftsführende Kommanditist

nach billigem Ermessen (§ 315 BGB).

3. Abweichend von § 15 bestimmt sich das

Auseinandersetzungsguthaben des Ausscheidenden

in diesen Fällen nach den Buchwerten.

4. Eine Verzinsung nach § 15 Abs. 8 findet nicht

statt. Es gilt der in § 15 Abs. 9 vereinbarte

Nachrang des Anspruchs auf das Auseinandersetzungsguthaben.

5. Der Abschluss einer Vereinbarung nach den

vorstehenden Vorschriften ist auf 1 % des

Kommanditkapitals (Einlagenkonto I) der

Gesellschaft beschränkt. Der geschäftsführende

Kommanditist lehnt den Abschluss

weiterer Vereinbarungen ab, wenn dieser

Anteil ausgeschöpft ist.

§ 17 Dauer, Auflösung, Liquidation

1. Die Gesellschaft dauert bis zum 31.12.2031.

Ihre Dauer verlängert sich um die nach § 13

Abs. 1 vom geschäftsführenden Kommanditisten

bestimmte Frist und anschließend auf

unbestimmte Zeit, wenn sie bis zu diesem

Zeitpunkt ihr Anlagevermögen noch nicht

vollständig veräußert hat. Sie wird bereits vor

dem 31.12.2031 aufgelöst, ohne dass es

eines besonderen Beschlusses bedarf, sobald

sie ihr Anlagevermögen vollständig veräußert

hat. Die Gesellschafter können mit einer

Mehrheit von 75 % der abgegebenen

Stimmen etwas anderes beschließen.

Kündigungsrechte bleiben von einem solchen

Beschluss unberührt.

2. Die Gesellschaft wird, ohne dass es eines

besonderen Beschlusses bedarf, aufgelöst,

wenn nicht innerhalb der Zeichnungsfrist ein

Kommanditkapital von mindestens 3 Mio. €

gezeichnet wird. Für diesen Fall verzichten

der persönlich haftende Gesellschafter, der

geschäftsführende Kommanditist und der

Treuhandkommanditist bereits heute auf ihre

Vergütungsansprüche gegenüber der

Gesellschaft. Der geschäftsführende

Kommanditist trägt in diesem Fall alle

sonstigen Aufwendungen, für die keine

Rückerstattung erlangt werden kann, und

befreit die Gesellschaft von allen Verbindlichkeiten,

für die von Dritten keine Befreiung

erlangt werden kann.

3. Gesellschafter und Treugeber, die auf den

Zeitpunkt der Auflösung der Gesellschaft

gekündigt haben, nehmen an der Liquidation

teil, ohne dass eine Auseinandersetzung nach

§ 15 stattfindet.


VERTRÄGE

127

4. Zum einzelvertretungsberechtigten Liquidator

ist der geschäftsführende Kommanditist bestellt.

Er ist von den Beschränkungen des § 181

BGB befreit.

5. Die Regelungen in § 11 Abs. 4 über die

Entnahmen der Gesellschafter, die eine

Vergütung erhalten, gelten während der

Liquidation entsprechend.

6. Die Verteilung des Liquidationsgewinns oder

-verlusts folgt den Regeln, die für die

Verteilung des Jahresergebnisses vereinbart

sind (§ 11). Der Liquidator nimmt die

Verteilung auch unter den mittelbar als

Treugeber beteiligten Anlegern vor.

7. Etwa durch Entnahmen entstandene negative

Salden müssen die Gesellschafter und

Treugeber in der Auseinandersetzung nicht

durch Geld ausgleichen, es sei denn, dass

aufgrund seiner Haftung für die Verbindlichkeiten

der Gesellschaft beim Komplementär

das zur Erhaltung des Stammkapitals

erforderliche Vermögen vermindert wäre

(§ 30 GmbHG).

§ 18 Mitteilungen, Steuererklärungen

1. Alle Ladungen, Mitteilungen und Erklärungen

im Zusammenhang mit diesem Vertrag sind

an die dem geschäftsführenden Kommanditisten

zuletzt bis 2 Wochen vor Versand

schriftlich mitgeteilte Adresse des Gesellschafters

oder Treugebers zu richten.

Postsendungen gelten im Inland zwei Tage

und im Ausland fünf Tage nach Aufgabe zur

Post als zugegangen; die Regelung in § 9

Abs. 6 bleibt hiervon unberührt.

2. Die Weitergabe der Anschrift und anderer

Daten eines Gesellschafters oder Treugebers

an Dritte, insbesondere auch an andere

Gesellschafter oder Treugeber, ist – ausgenommen

zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten

und zur Auftragsdatenverarbeitung – ohne

Zustimmung des Betroffenen nicht erlaubt.

3. Der geschäftsführende Kommanditist ist im

Rahmen seiner Erklärungspflicht (§ 181 Abs.

2 AO) berechtigt, mit Wirkung für alle Gesellschafter

und Treugeber die zur einheitlichen

Feststellung der Besteuerungsgrundlagen

notwendigen Erklärungen gegenüber

den Steuerbehörden abzugeben; er ist

empfangsberechtigt im Sinne des § 183 AO.

Es gehört jedoch nicht zu seinen Aufgaben,

die Gesellschafter und Treugeber aufzufordern,

sie betreffende Besteuerungsgrundlagen,

wie etwa Sonderwerbungskosten, bekannt

zu geben. Wünscht der Gesellschafter

oder Treugeber deren Berücksichtigung im

einheitlichen Feststellungsverfahren, so hat

er sie dem geschäftsführenden Kommanditisten

bis spätestens zum 15.03. des auf den

Feststellungszeitraum folgenden Jahres unter

Vorlage von Belegen schriftlich mitzuteilen.

Erfolgt die Mitteilung solcher Tatsachen nicht

fristgerecht, so hat der Gesellschafter oder

Treugeber die hierdurch entstehenden Kosten

zu tragen.

4. Der geschäftsführende Kommanditist ist

berechtigt, die Gesellschafter und Treugeber

dazu anzuhalten, Erklärungspflichten

gegenüber ausländischen Behörden nachzukommen

und im Falle des Verzugs mit der

Erfüllung solcher Erklärungspflichten den der

Gesellschaft entstandenen Schaden geltend

zu machen, insbesondere durch Buchung des

Schadensbetrags als Entnahme. § 13 Abs. 4

bleibt unberührt.

§ 19 Schlussbestimmungen

1. Änderungen dieses Vertrages bedürfen zu

ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Das gilt

auch für die Aufhebung dieses Wirksamkeitserfordernisses.

Die Schriftform gilt als

gewahrt, wenn das Ergebnis einer Beschlussfassung

nach Maßgabe dieses Vertrages von

dem geschäftsführenden Kommanditisten

festgestellt ist.

2. Ist oder wird ein Teil dieses Vertrages nichtig,

so wird davon die Wirksamkeit der übrigen

Vertragsbestimmungen nicht berührt.

3. Regelungslücken, gleich ob sie von Anfang

an bestanden haben oder nachträglich

entstanden sind, sind durch Heranziehung

dispositiven Rechts zu schließen. Widerspricht

das dispositive Recht dem ausdrücklichen

oder mutmaßlichen Parteiwillen oder enthält

das dispositive Recht keine passende Regelung,

ist der Vertrag nach dem mutmaßlichen

Willen der Parteien ergänzend so auszulegen,

dass dasjenige als vereinbart gilt, was die

Parteien bei angemessener Abwägung ihrer

Interessen nach Treu und Glauben als redliche

Vertragsparteien vereinbart hätten, wenn sie

den nicht geregelten Fall bedacht hätten.


128

VERTRÄGE

Festgestellt mit drei Anlagen

in Neutraubling am 11.04.2007

Top Select Beteiligungs GmbH:

gez. Dr. Werner Bauer

Geschäftsführer

gez. Tibor von Wiedebach und

Nostitz-Jänkendorf

Geschäftsführer

Top Select Management GmbH:

gez. Dr. Werner Bauer

Geschäftsführer

gez. Tibor von Wiedebach und

Nostitz-Jänkendorf

Geschäftsführer

Anlage 1:

Anlage 2:

Anlage 3:

Anlagegrundsätze

Emissionskosten und Verwaltungskosten

Formel zur Berechnung der effektiven Verzinsung

der Einlagen


VERTRÄGE

129

Anlage 1 zum Gesellschaftsvertrag

der BVT-PB Top Select

Fund Dynamic GmbH & Co. KG

Anlagegrundsätze

Die Gesellschaft investiert vorwiegend in den

Bereichen Private Equity und Immobilien.

Aus Gründen der Risikostreuung investiert die

Gesellschaft vorwiegend in andere Fondsgesellschaften

und zwar entweder direkt in Personengesellschaften

(Personenhandelsgesellschaften) in- und

ausländischen Rechts oder indirekt durch eine der

Fondsgesellschaft gehörende Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, die sich an in- und ausländischen

Personengesellschaften beteiligt, oder

indirekt durch Erwerb von Anteilen an einem

Treuhandvermögen, das aus einer Beteiligung an

einer Personengesellschaft besteht, oder indirekt

durch Erwerb nicht zirkulationsfähiger Zertifikate,

deren Basiswerte nicht handelbare Beteiligungen an

Fondsgesellschaften darstellen.

Im Bereich Private Equity sind Direktinvestitionen in

Unternehmen gänzlich ausgeschlossen. Investitionen

in Private Equity Fonds sollen mit dem Ziel der weiteren

Risikostreuung, der Ausnutzung des Marktzugangs

sowie des spezifischen Know-hows und der

aufwändigen Due-Diligence-Prozesse über Dachfondsgesellschaften

oder nicht zirkulationsfähige

Zertifikate erfolgen, deren Basiswert die Beteiligung

an einer Dachfondsgesellschaft oder ein Korb von

Beteiligungen an Private Equity Fonds ist. In

begründeten Fällen können nach Anhörung des

Beirats Investitionen in direkt investierende Private

Equity Fonds erfolgen.

Im Bereich Immobilien soll ebenfalls vorrangig in

bestehende Immobilienfonds investiert werden. Hier

sind in beschränktem Umfang jedoch auch Direktinvestitionen

möglich.

Für Beteiligungen an Fondsgesellschaften gilt

allgemein:

• Es darf nur in Gesellschaften von Anbietern

investiert werden, die seit mindestens fünf Jahren

vergleichbare Beteiligungsmöglichkeiten anbieten

und über einschlägige Erfahrungen, insbesondere in

den Bereichen Objektauswahl und Objektverwaltung,

verfügen.

• Bei Publikumsfonds ist darüber hinaus das

Vorliegen einer Beurteilung des Prospekts nach IDW

Standard durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erforderlich, die

keine wesentlichen Beanstandungen enthält.

Für Investitionen der Fondsgesellschaft in Private

Equity Dachfonds gelten folgende Grundsätze:

• Die Private Equity Dachfonds müssen – nach

plausibler Prognose des jeweiligen Anbieters – über

ausreichende Mittel verfügen, um eine sinnvolle

Risikostreuung (mindestens zehn Zielfonds)

gewährleisten zu können.

• Das Management des Private Equity Dachfonds

muss – nach plausibler Angabe des Anbieters –

Zugang zu den besten Private Equity Gesellschaften

der Welt, den sog. Top Quarter Fonds, besitzen.

• Der Private Equity Dachfonds soll weltweit

investieren, mit Schwerpunkten in Nordamerika und

Europa.

• Zur Erhöhung der Sicherheit muss der Private

Equity Dachfonds den Schwerpunkt auf Unternehmensbeteiligungen

in fortgeschrittenen Lebensphasen

der Unternehmen, also bspw. auf Management

Buy-outs, legen.

Für mittelbare und unmittelbare Investitionen in

Zertifikate über Private Equity Dachfonds bzw. über

Beteiligungen an Private Equity Fonds gelten die

vorstehenden Grundsätze entsprechend. Für den

Emittenten des Zertifikats muss ausreichende Bonität

nachgewiesen werden. Es dürfen nur Zertifikate

erworben werden, deren Zirkulationsfähigkeit durch

Vereinbarung mit dem Emittenten ausgeschlossen

ist, so dass keine Finanzinstrumente im Sinne des

Gesetzes über das Kreditwesen vorliegen.

Für Investitionen der Fondsgesellschaft in Immobilienfonds

gelten folgende Grundsätze:

• Im Gesamtportfolio der Fondsgesellschaft muss

eine ausgewogene Verteilung sowohl auf Investitionsstandorte

als auch auf verschiedene Immobilienarten

erfolgen.

• Zielfonds müssen bereits Eigentümer (evtl. anteilig)

der konkret bezeichneten Investitionsobjekte sein

oder deren Erwerb muss durch bereits abgeschlossenen

Kaufvertrag und Nachweis der Gesamtfinanzierung

sichergestellt sein.

• Für alle Immobilien soll ein unabhängiges

Wertgutachten vorliegen, das den Kaufpreis als

marktgerecht bestätigt.

• Zum weitgehenden Ausschluss von Bauerrichtungs-

und Vermietungsrisiken müssen die Fondsimmobilien

im Allgemeinen vermietete Bestandsimmobilien

sein. Maximal 10 % des (nach Durchführung

der beabsichtigten Investition) investierten Kapitals

kann hiervon abweichend in Immobilien-Projektentwicklungen

investiert werden, wenn hierdurch der

vermögensverwaltende Status der Fondsgesellschaft

nicht gefährdet wird.

• Der substanzbildende Anteil einer Fondsinvestition

(Kaufpreis der Immobilien bezogen auf die Gesamtinvestitionssumme

des Fonds abzüglich Zinsvorauszahlungen)

muss mindestens 85 % betragen. Zur


130

VERTRÄGE

Berechnung wird die Gesamtinvestitionssumme des

Zielfonds um die prozentual hochgerechnete Kostenerstattung

zugunsten der Fondsgesellschaft reduziert.

• Die bestehenden Mietverträge sollen eine

gewichtete Restlaufzeit von mindestens fünf Jahren

aufweisen. Die Mieterstruktur soll hinreichend

diversifiziert sein. Beträgt der Anteil eines Einzelmieters

mehr als 20 % der Gesamtmieteinnahmen eines

Fonds, ist ein ausreichender Bonitätsnachweis

erforderlich.

• Fremdfinanzierungsrisiken müssen beschränkt sein

durch einen maximal 60%igen Fremdfinanzierungsanteil,

eine bestehende Finanzierungszusage durch

eine Bank, eine mindestens fünfjährige Zinsfestschreibung,

plausibel kalkulierte Konditionen für die

Anschlussfinanzierung und ggf. die Bildung von

Reserven zur Absicherung von Währungsrisiken bei

Finanzierungen in Fremdwährungen.

• Die Möglichkeit steuerlicher Nachteile durch

Begründung eines gewerblichen Grundstückshandels

auf Ebene der BVT-PB Top Select Fund Dynamic

GmbH & Co. KG muss berücksichtigt werden.

Ausnahmen:

10 % des (nach Durchführung der beabsichtigten

Investition) investierten Kapitals der Fondsgesellschaft

dürfen nach Anhörung des Beirats der Top

Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG abweichend

von den vorstehend beschriebenen Anlagekriterien

investiert werden. Dabei sind der im Gesellschaftsvertrag

festgelegte Unternehmensgegenstand und

der Grundsatz ausreichender Mischung und

Streuung zu beachten. Es dürfen insoweit zur

Erzielung überdurchschnittlicher Renditen auch

entsprechende Risiken eingegangen werden.

Werden die Anlagekriterien im Nachhinein erfüllt,

darf die vorgenannte Grenze erneut ausgeschöpft

werden.

Anlage 2 zum Gesellschaftsvertrag

der BVT-PB Top Select

Fund Dynamic GmbH & Co. KG

Emissionskosten

Die Gesellschaft trägt einmalig folgende Emissionskosten

in Prozent des zum Ende der Zeichnungsfrist

von Anlegern gezeichneten Kommanditkapitals.

• Eigenkapitalvermittlung: 11,00 %

• Konzeption und Gründung: 2,38 %

• Prospektierung, Marketing: 2,18 %

• Beratung: 0,38 %

• Mittelverwendungskontrolle 0,06 %

Alle Angaben verstehen sich inklusive Umsatzsteuer.

Eigenkapitalvermittlung: Mit der Vermittlung des

Eigenkapitals wird die BVT Beratungs-, Verwaltungsund

Treuhandgesellschaft für internationale

Vermögensanlagen mbH, München, beauftragt. Die

vereinbarte Vergütung beträgt einmalig 11,00 %

des vermittelten Kommanditkapitals. Die Vergütung

beinhaltet das Agio von 5 %. Die Vergütung ist fällig

bei Zeichnung. Die BVT Beratungs-, Verwaltungsund

Treuhandgesellschaft für internationale

Vermögensanlagen mbH ist berechtigt, zu Lasten

ihrer Vergütung im Namen der Gesellschaft Verträge

mit anderen ausgewählten Vermittlern zu schließen.

Konzeption und Gründung: Für sämtliche Leistungen

in Zusammenhang mit der Konzeption, Entwicklung

und Strukturierung des Beteiligungsangebotes

und zur Abgeltung der mit der Gründung

der Gesellschaft verbundenen Kosten für Eintragung

etc. erhält Herr Dr. Werner Bauer, Neutraubling,

eine Vergütung in Höhe von 2,38 % des

platzierten Kommanditkapitals, fällig nach Platzierungsstand.

Prospektierung und Marketing: Für Kosten der

Prospektproduktion und für Marketingaufwendungen

wird die Top Select Management GmbH als

Anbieter eine Vergütung in Höhe von 2,18 % des

platzierten Kommanditkapitals berechnen, fällig

nach Platzierungsstand. Hierdurch werden alle

diesbezüglichen Kosten abgegolten. Evtl. Über- oder

Unterschreitungen dieses Betrages gehen zu Lasten

bzw. Gunsten des Anbieters.

Beratung: Zur Deckung von Drittkosten insbesondere

für rechtliche und steuerliche Beratung in

Zusammenhang mit der Erstellung des Beteiligungsangebotes

werden 0,38 % des Kommanditkapitals

veranschlagt.

Mittelverwendungskontrolle: Der Mittelverwendungskontrolleur

erhält eine einmalige Vergütung

in Höhe von 0,06 % des platzierten Eigenkapitals,

fällig nach Platzierungsstand.

Verwaltungskosten

Die Gesellschaft trägt die Aufwendungen für den

Verkehr mit den Anlegern, nämlich für

• die Aufnahme, Betreuung und Information der

Anleger,

• die Abbildung der Kapitalkonten,

• die Überwachung und Einziehung der Zahlungen

der Anleger, sowie die Vornahme der Auszahlungen

an Anleger,

• die Vorbereitung der Provisionsabrechnungen für

die Vertriebspartner.

Die Gesellschaft überträgt die vorstehenden

Aufgaben gegen ein Entgelt von 30 € pro Anleger


VERTRÄGE

131

und Jahr der B.F.S. Beteiligungs-Treuhand für

Sachwerte GmbH, München. Die Parteien können

eine Anpassung der Vergütung verlangen, wenn

und soweit der vom statistischen Bundesamt

ermittelte Verbraucherpreisindex sich um mindestens

2,5 % erhöht oder ermäßigt (Basis 01.01.2006). Die

Top Select Management GmbH ist berechtigt, im

Namen der Gesellschaft Dienst- oder Werkverträge

mit anderen ausgewählten Geschäftsbesorgern zu

schließen.

Die Gesellschaft trägt folgende Kosten ihrer

Verwaltung:

• die Kosten der Buchführung,

• die Kosten der Erstellung des Jahresabschlusses,

• die Kosten der Abschlussprüfung (soweit eine

solche durchgeführt wird),

• die Kosten der Erfüllung gesetzlicher Publikationspflichten,

• die Kosten der Beschlussfassung, insbesondere

durch Gesellschafterversammlungen,

• die Kosten der rechtlichen und steuerlichen

Beratung und Vertretung,

• die Kosten des Zahlungsverkehrs,

• die Nebenkosten des Erwerbs und der Veräußerung

von Gegenständen des Anlagevermögens,

• die Kosten der Wertermittlung von Gegenständen

des Anlagevermögens,

• alle übrigen Kosten der Verwaltung des Anlagevermögens,

• die Reisekosten des geschäftsführenden Kommanditisten,

soweit diese über den üblichen Geschäftsverkehr

hinausgehen.

Anlage 3 zum Gesellschaftsvertrag

der BVT-PB Top Select

Fund Dynamic GmbH & Co. KG

Berechnung der effektiven Verzinsung

der geleisteten Einlage

Die mathematische Formel zur Berechnung des

Vomhundertsatzes der effektiven Verzinsung gemäß

§ 11 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages lautet:

k=m

A

∑ –––––– k A‘

=∑ –––––– k‘

k=1

(1+i)

k‘=m‘

(1+i)

t k t‘ k‘

k‘=1

Diese drückt die Gleichheit zwischen Einzahlungen

einerseits und Auszahlungen andererseits aus.

Hierbei ist:

k Die laufende Nummer der Einzahlung der

Kapitalanlage

k‘ Die laufende Nummer einer Auszahlung

(Ausschüttung)

A k Der Einzahlungsbetrag der Anlage mit der

Nummer k

A‘ k‘ Der Auszahlungsbetrag mit der Nummer k‘

∑ Das Summationszeichen

m Die laufende Nummer der letzten Einzahlung

m‘ Die laufende Nummer der letzten Auszahlung

t k Der in Jahren oder Jahresbruchteilen ausgedrückte

Zeitabstand zwischen dem Zeitpunkt

der Einzahlung mit der Nummer 1 und

den Zeitpunkten darauf folgender Einzahlungen

mit den Nummern 2 bis m; t 1 = 0

t‘ k‘ Der in Jahren oder Jahresbruchteilen ausgedrückte

Zeitabstand zwischen dem Zeitpunkt

der Einzahlung mit der Nummer 1 und

den Zeitpunkten der Auszahlungen mit den

Nummern 1 bis m‘

i Der effektive Zinssatz, der entweder algebraisch

oder durch schrittweise Annäherungen

oder durch ein Computerprogramm

errechnet werden kann, wenn die sonstigen

Gleichungsgrößen aus dem Vertrag oder auf

andere Weise bekannt sind.

Die von Anleger und Gesellschaft zu unterschiedlichen

Zeitpunkten gezahlten Beträge sind nicht

notwendigerweise gleich groß und werden nicht

notwendigerweise in gleichen Zeitabständen

entrichtet.

Anfangszeitpunkt ist der Tag der ersten Einzahlung.

Die Spannen t k und t‘ k‘ werden in Jahren oder

Jahresbruchteilen ausgedrückt. Zugrunde gelegt

werden für das Jahr 365 Tage.


132 VERTRÄGE

Treuhandvertrag

Treuhandvertrag

zwischen dem Anleger (Treugeber)

und

PTM Portfolio Treuhand München Vermögensverwaltung

GmbH (Treuhänder)

Vorbemerkung

Der Treugeber gibt mit dem unterschriebenen

Zeichnungsschein ein Angebot zum Abschluss eines

Treuhandvertrages über eine Kommanditbeteiligung

an der BVT-PB Top Select Fund Dynamic GmbH &

Co. KG ab. Mit der Annahme dieses Angebots

kommt nachstehender Vertrag zustande.

Der Treuhänder weist darauf hin, dass er das Beteiligungsangebot

und die zu dem Beteiligungsangebot

gemachten Angaben, insbesondere im Verkaufsprospekt,

keiner eigenen Prüfung im Interesse des

Treugebers unterzogen hat, und dass Dritte, insbesondere

Vermittler, nicht befugt sind, im Namen des

Treuhänders Erklärungen abzugeben oder entgegenzunehmen

oder Auskünfte zu erteilen. Vollmachten,

die Annahme der Zeichnungserklärung zu den Bedingungen

dieses Vertrages zu erklären, bleiben

hiervon unberührt.

Der Treuhänder vermittelt dem Treugeber nach

Maßgabe der folgenden Bestimmungen wirtschaftlich

die Stellung eines Kommanditisten der BVT-PB

Top Select Fund Dynamic GmbH & Co. KG.

§ 1 Gegenstand des Treuhandvertrages

1. Der Treuhänder übernimmt und verwaltet für

den Treugeber eine Kommanditbeteiligung

an der Gesellschaft in Höhe des im Zeichnungsschein

angegebenen und nach Maßgabe

der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

über den Kapitalanteil veränderlichen

Betrages und hält diese treuhänderisch

im eigenen Namen, aber im Interesse und für

Rechnung des Treugebers.

2. Der Treuhänder ist berechtigt, Kommanditbeteiligungen

an der Gesellschaft auch für andere

Treugeber treuhänderisch zu übernehmen

und zu verwalten sowie Treuhandaufgaben

und ähnliche Aufgaben bei anderen

Gesellschaften und für andere Personen wahrzunehmen.

Der Treuhänder wird die Beteiligung

des Treugebers zusammen mit den

Beteiligungen anderer Treugeber im Außenverhältnis

als eine einheitliche Kommanditbeteiligung

an der Gesellschaft halten. Im Verhältnis

zur Gesellschaft handelt der Treuhänder

ausschließlich im Auftrag und für Rechnung

des jeweiligen Treugebers. Wirtschaftlich

wird der Treugeber wie ein Kommanditist

der Gesellschaft behandelt, er hat die sich

aus der Beteiligung ergebenden steuerlichen

und wirtschaftlichen Folgen zu tragen.

3. Die Rechtsbeziehungen zwischen dem Treugeber

und dem Treuhänder, den Treugebern

untereinander und zwischen den Treugebern

und der Gesellschaft richten sich nach diesem

Treuhandvertrag und – soweit es für diese

Rechtsverhältnisse von Bedeutung ist – in

entsprechender Anwendung nach dem

Gesellschaftsvertrag. Der Treuhänder ist von

den Bestimmungen des § 181 BGB befreit.

§ 2 Einlagen

1. Der Treugeber ist verpflichtet, die in seinem

Zeichnungsschein genannten Einlagen

entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages

zzgl. 5 % Agio auf das im

Verkaufsprospekt genannte Konto zu den im

Zeichnungsschein vereinbarten Terminen

einzuzahlen und hierzu, wie im Zeichnungsschein

vereinbart, am Lastschrifteinzugsverfahren

teilzunehmen.


VERTRÄGE

133

§ 3 Rechte und Pflichten

1. Der Treuhänder übt alle Rechte und Pflichten

als Kommanditist der Gesellschaft ausschließlich

nach den schriftlichen Weisungen des

Treugebers aus, soweit dieser Vertrag und der

Gesellschaftsvertrag dem nicht entgegenstehen.

Dies gilt insbesondere für die Ausübung

von Stimmrechten, soweit der Treugeber an

Gesellschafterversammlungen nicht selbst

teilnimmt, für Auskunfts- und Überwachungsrechte

sowie für die Geltendmachung

sonstiger Ansprüche gegenüber der Gesellschaft.

Erteilt der Treugeber keine schriftliche

Weisung, ist der Treuhänder berechtigt, das

Stimmrecht nach eigenem pflichtgemäßem

Ermessen auszuüben.

2. Weisungen des Treugebers an den Treuhänder,

die auch die Treuhandaufgaben des

Treuhänders gegenüber seinen anderen

Treugebern berühren, sind für den Treuhänder

nur verbindlich, wenn sie von Treugebern

erteilt werden, die die einfache Mehrheit aller

Stimmrechte aller Treugeber halten.

3. Der Treuhänder ist berechtigt, Untervollmachten

zu erteilen oder sich zur Ausführung

der ihm übertragenen Aufgaben geeigneter

Erfüllungsgehilfen zu bedienen.

4. Der Treuhänder ist verpflichtet, die sich aus

diesem Treuhandvertrag ergebenden Rechte

und Pflichten mit der Sorgfalt eines ordentlichen

Kaufmannes wahrzunehmen.

5. Der Treuhänder ist nicht verpflichtet, das

Beteiligungsangebot und die zu dem Beteiligungangebot

gemachten Angaben vor

Übernahme der Beteiligung im Interesse des

Treugebers einer eigenen Prüfung zu unterziehen.

Der Treugeber erkennt an, dass eine

Verpflichtung des Treuhänders zur Prüfung

des Beteiligungsangebots und der zum Beteiligungsangebot

gemachten Angaben im Interesse

des Treugebers auch vor Abschluss des

Treuhandvertrages nicht bestanden hat. Das

gilt insbesondere für den Inhalt des Verkaufsprospekts,

für die Wirtschaftlichkeit, die

Werthaltigkeit und die steuerlichen Folgen

der Beteiligung.

6. Der Treugeber erkennt an, dass die Erteilung

von Auskünften vor dem Abschluss des

Treuhandvertrages nicht zu den Pflichten des

Treuhänders gehört hat.

§ 4 Abtretung, Freistellung

1. Der Treuhänder tritt hiermit sämtliche

Ansprüche aus dem treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteil an den Treugeber

entsprechend seines Beteiligungsverhältnisses

ab. Der Treugeber nimmt diese Abtretung an.

2. Der Treugeber stellt den Treuhänder von

jeglicher Verpflichtung aus der Kommanditbeteiligung

sowie von allen Verpflichtungen

frei, die bei pflichtgemäßer Erfüllung des

Treuhandvertrages und des Gesellschaftsvertrages

entstehen. Dies gilt auch im Falle des

Wiederauflebens der Haftung durch

geleistete Ausschüttungen.

3. Der Treuhänder überträgt hiermit – zur

Sicherung des Herausgabeanspruchs des

Treugebers aus diesem Treuhandvertrag –

dem Treugeber den treuhänderisch gehaltenen

Gesellschaftsanteil, soweit er ihn

anteilig für den Treugeber hält. Die Übertragung

erfolgt unter der aufschiebenden

Bedingung der Fälligkeit des Herausgabeanspruchs

und der Eintragung des Erwerbers im

Handelsregister. Die Übertragung wird ohne

Rücksicht auf die vorstehenden Bedingungen