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transway

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KREUZST. BLINDER

KREUZST. BLINDER transway nen, leiden und das gewissen hinweg. tanzt, tanzt im wind. SCARLET, MANN, KREUZSTÄDTER bleiben stehen. ich bin ein idealist. ich habe mich nicht verkauft in diesen windigen zeiten. natürlich, ein wenig zurückgezogen, in die innere revolte. die ideale sind frei. ich bin kein politiker. mit beiden beinen auf dem boden, das ist nicht meine aufgabe. ich bin denker, idealtheoretiker. ich erfinde ideale in meinem kopf. gewiss, es fällt einem nicht leicht. in diesen windigen zeiten. allzu windig. ich habe mich nicht verkauft. SCARLET, MANN, KREUZSTÄDTER im sturmwind. ich habe mich nicht verkauft. sturm wird stärker und flaut ab. stillstand. der himmel ist rot, blutrot. ihr wascht eure hände in unschuld, windtänzer. es war der wind, nur der wind. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 19 -

SCARLET MANN KREUZST. X transway-lärm. der BLINDE raucht zigarre, SCAR- LET geht zum fenster und setzt sich wieder. MANN trommelt mit den fingern auf den aktenkoffer. KREUZSTÄDTER schläft, atmet tief und entspannt. brems-lärm. stille. glauben sie mir, ich habe damit nichts zu tun. identitätskarte, ich trage sie nicht auf mir. ich vergesse das, verstehen sie. ganz seltsam, mein gedächtnis lässt mich im stich. ja, ja, man wird alt. heutzutage. ja. ich verstehe, sie prüfen identitäten. das leuchtet ein. ich versichere, ich habe damit nichts zu tun. mein alter 45 jahre, nicht jünger, nicht älter. sie haben recht, ein wenig abgealtert. sie sagen, das sind die gedanken in meinem kopf. gedächtnisfalten. ich habe nichts zu verbergen. öffnet koffer und entnimmt ihm seine papiere. hier der beweis. ja, das ist korrekt, stadtfunktionär. ich habe nichts zu verbergen. ich nehme die transway täglich, abfahrt 8 uhr morgens. meine identität ist klar. ehrlicher mittelstädter, tugendhafte kleinarbeit. rückfahrt: 16 uhr 30. wühlt suchend in seinem koffer. natürlich, das ist ihr job, das versteht sich. ein job, wie jeder andere. ich verstehe. streckt sein transway-ticket in die luft. transway-dauerticket, herr kollege! eine kleine razzia im anflug. es scheint so. man hat sich daran gewöhnt als tunnelmensch. die erde bebt da oben. glauben sie mir herr identitätskontrolleur, man fühlt es bis zu uns herunter. dabei habe ich mich zurückgezogen, verabschiedet. es ist ruhestörung, lieber herr identitätsfachmann, glatte ruhestörung. dieser transway-lärm, dieser entsetzliche lärm. er holt uns heim jedes mal. dieses rattern, an uns vorbei, in sekundenschnelle. die gesichter kleben an den fenstern. eigentlich sind es keine gesichter. glauben sie mir. es ist © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 20 -

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