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Auslöffeln-2003

Auslöffeln-2003

Eveline Hans-Ueli

Eveline Hans-Ueli Anneliese Hans-Ueli Anneliese Hans-Ueli Grossvater Eveline Jean-Pierre Eveline Anneliese Eveline Titel D Sheila isch mis Chind. Du bisch höchstens der Chindsvater und o über das liess sech no stritte. Ig schmöcke Thymian. Wie dr Tou uf de Blätter glänzt. D Sunne isch ä grossi, roti Schibe und überschwemmt mit ihrem Liecht dr Himmel. Und wit obe, ganz wit obe, lueget di wisse Vögel. Ig ghöre ä Bach rusche. Si Melodie tuet mir wohl. A däm Bach stöh Zypresse. Dür die stricht dr Wind, mir isches, als gieng er dür Orgelpfife. Und dr Himmel vermischt sich mit em Wasser, und d Musig wird eis mit de Farbe vo däm Morge, ganz wit wäg, ganz wit wäg vo allem. berührt ihn. Hans-Ueli, hesch es luschtig? Wer bin ig? Du bisch üse Hans-Ueli und fiirisch hie mit üs am Ätti si füfenünzigscht. lacht. Das hani befürchtet. Ig bi dr Hans-Ueli und bi hie mit öich am Fire. leise. Dumms Züüg, das si doch kener richtige Wintere meh. D Sheila het es Flötestückli vorbereitet. Sie het sich furchtbar gfröit uf dä Abe. Chumm mir göh hei. Das wird mir alles z’viel, ig halte das nümme us. Für ds Flötestück und dr witer Verlouf vo däm Abe isch d Awäseheit vom muetmassleche Chindsvater absolut nid erforderlech. Tschüss Jean-Pierre! Ja, gibs ihm, däm ufblasene Sack. Mach ne fertig, © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. vertschalp ihm sis Schnäggehüsli. Z’Bode mit ihm. Bisch du würklech brutal im Bett? Zeig, hesch Haar uf dr Bruscht? Sie geht zu ihm. Ah, ä richtige Gorilla! Werner zwingt sie auf ihren Platz zurück und versucht ihr erfolglos eine Tablette zu geben. Werner, Wy häre! Werner geht in die Küche. So Sheila, jetz aber hopp, gflötlet wie dr Tüfel. Sheila bläst ohne Ton in die Flöte. - 29-

Grossvater Werner Eveline Grossvater Clemens laut. Liefere nid lafere. kommt mit einer Kiste Wein und einem Messer, stellt die Torte vor den Grossvater hin, bläst die Kerzen aus. Ig ha dänkt, me chönnt se de mau verschnide. De isch de när alles gfrässe. Flötle hani gseit, Sheila, tue jetz flötle. Sheila spielt auf ihrer Blockflöte, falsch wie der Teufel. sehr laut. Gopferdami nomal, hört das wohl uf mit däm gottverdammte Lärm? Ufhöre jetz, sofort, das git ä Rapport, ä Rapport, verstande? Das isch hie ke Chindergarte, sondern dr Ärnschtfall, verstande? Drü Tag Scharfe git das, verstande? Kompagnie halt! Ischtah! Usrichte! Linksum! Einerkolonne! Abmarsch! Rueh dert hinde… Flaschen-Tanz: Mit jedem Befehl des Grossvaters reicht Werner eine Flasche aus der Kiste an die am Tisch Sitzenden weiter. Die Flaschen wandern von einer Person zur nächsten, bis vor allen eine volle Flasche Wein steht. klopft an eine Flasche, erhebt sich und gibt seiner Sprachlosigkeit wortgewaltig Ausdruck. Grossvater und Werner schlafen während der folgenden Rede ein. Sehr schön. Vielen herzlichen Dank. Es ist mir eine Freude und eine Ehre, mich hier in dieser festlichen Runde zu einem Toast aufgefordert zu sehen, wiewohl ich nicht blind bin für die Tatsache, dass es eine von nicht ganz unheiklen Verunreinigungen nicht ganz freie Verpflichtung bedeutet, den Wunsch nach einer kleinen Tischrede im Kreise hochgeliebter Menschen an sich herangetragen zu wissen. Zu meinem grossen Glück haben meine Vorrednerinnen und Vorredner mit ihren Toasts die Spur aber schon gezogen und mich um die Bürde erleichtert, die ein Entscheid darüber, auf welchem thematischen Terrain und mittels welcher stilistischer Mittel ich mein Wort erheben soll, allemal bedeutet. Hans-Ueli hat uns seine © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 30-

Ausgabe 40.qxd - Graz 2003
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