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EVENTS EUROPAs FÜR BESTE GOURMET NOMADEN

EUROPAs BESTE

SCHÄRFEN DER SINNE

GIPFELTREFFEN

IN ZÜRICH

Was für ein Gipfeltreffen der international besten Köche!

Alljährlich lädt Zürich beim International Cooking Summit

ChefAlps erneut Spitzenköche aus aller Welt ein. Live on

Stage zeigen sie ihr Können und beeindrucken Hunderte von

Zuschauern.

Das Konzept des

zweitägigen Fachsymposiums

ist

vielseitig und bunt

angelegt. Ziel ist,

Inspiration, Kreativität,

Fachwissen

und Handwerk in einer lockeren Atmosphäre

zu vermitteln und auszutauschen.

Deswegen bietet die ChefAlps einen unvergleichlichen

Mix: Bei den Bühnenshows

präsentieren sich ausgewählte

Starköche, wobei Zuschauer jeden ihrer

Handgriff live mitverfolgen können. Die

Markthalle bietet Raum und Zeit, außergewöhnliche

Produkte kennenzulernen

und sich innerhalb der Branche auszutauschen.

Und das Speed Dating bietet

als besondere Extravaganz eine neue

Form des Forums, sich im persönlichen

Vieraugen-Gespräch auszutauschen.

Aber dies gar nicht mal so zwischen Köchen

und privaten Genießern, sondern

allem voran im B2B-Bereich. Angesprochen

werden Kochprofis, Nachwuchstalente,

Hobbyköche und Foodblogger.

CHEFALPS

FACHWISSEN AUF

HÖCHSTEM NIVEAU

„Wo sonst kann man live so viele unterschiedliche

Spitzenköche erleben?“,

fragt Ryan Clift vom Restaurant Tippling

Club in Singapur. Er ist einer der Stargäste

und lässt die Gelegenheit nicht

ungenutzt, sich beim Programmpunkt

Masterclasses dem internationalen Publikum

zu präsentieren. Der gebürtige

Brite, der zur Gourmetspitze Singapurs

gehört, schäumt nur vor „Let‘s have

fun“-Attitüde. Mit seinen auffälligen

Tattoos liebt er es, aufzufallen – nicht

nur als Person. Auch sein Kochstil fällt

auf. Seine Spezialität ist das Pairing von

progressiven Cocktails zu avantgardistischen,

verspielten und geschmacklich

intensiven Gerichten. Im Publikum verteilt

er mehrere Duftstreifen, die das

Publikum auf Stichwort beschnuppern

soll. Ziel ist, die Gäste auf Gerichte und

Cocktails emotional einzustimmen.

Legende um Legende versammelt sich auf

dieser Bühne um zu unterhalten, philosophieren,

und dogmatisieren. Es wird nicht

langweilig. Und zum Schluss ist einem

schleierhaft, wie es sein konnte, dass der

Tag so schnell vergangen ist. Keine Sekunde

ist die Show langatmig. Titti Qvarnström

aus Schweden ist das pure Gegenteil zu

Ryan Clift. Zwar redet auch sie gerne und

das in fließendem Deutsch, doch sie stellt

sich als Naturkind vor, das am liebsten barfuß

über das Moos läuft, Kräuter im Wald

sammelt oder mit einer Flinte in der Hand

selbst Wild erlegt. Sie ist eine der wenigen

Frauen an der Spitze der Köche, insbesondere

in Schweden. 2015 wurde sie als erste

Frau Skandinaviens mit einem Michelin-

Stern ausgezeichnet. Da in Malmö, wo ihr

eigentliches Zuhause ist, kein Wert auf Genuss

gelegt wird – es ist eine Hafenstadt mit

Arbeitern, die Fischstäbchen bevorzugen

– wechselte sie nach Kopenhagen, um dort

freiberuflich zu kochen.

Ihr Weg zur Köchin führte sie über Dosenravioli

– mit der Absicht, sich davon zu distanzieren.

Traditionell wird in Schweden kalorienreich

gekocht, erzählt sie, um für die

harten Winter gestärkt zu sein. Die schwedische

Küche sei eine rustikale Küche mit viel

Kartoffeln, Speck und eingelegtem Gemüse.

Frisches Gemüse gab es so gut wie nie. So

hat sie sich aufgemacht, Südschwedens Produkte

in ein neues Licht zu rücken und diese

mit Nachhaltigkeit und Sorgfalt zu kochen,

um ihren besonderen Eigengeschmack hervorzuheben.

Sie gehört zu den bodenständigen

Köchinnen. Und so wagt sie, vor dem

gehobenen ChefAlps-Publikum eher banal

wirkende Hasselback-Kartoffeln zuzubereiten,

serviert mit Crème fraîche und Rogen.

Das Brot mischt sie mit gesäuerter Milch,

Malz, einer gehörigen Portion Natron und

einer Anis-Kräutermischung an. Am liebsten

esse sie Käse oder Butter zu Roggenbrot, erklärt

sie und fragt in das Publikum: „Ist die

Butter schon fertig?“ Zu Beginn der Show

hatte sie ein Glas mit Rahm ins Publikum gegeben

und gebeten, es zu schütteln, bis sich

die Butter trennt.

Und so stellt sich im Laufe der beiden Tage

auch noch Nicolai Nørregaard vom Restaurant

Kadeau aus Bornholm und Kopenhagen

vor, der minutiös Schälchen um Schälchen

anrichtet. Und auch Dominique Persoone,

der aus seinem Auftritt eine Stand-up-Comedy

macht und sich für mehr Crazyness

und verrückte Kreationen ausspricht. Sven

Wassmer präsentiert sich wiederum auf ganz

andere Art. Er suche die Nähe zur Natur, erzählt

er aus seinem Leben. Beispielsweise

gehe er gerne in den Wald und sammele zarte

Tannenzweige, um mit deren Nadeln sein

Öl und Salz zu bereichern. Vor dem Publikum

bereitet er einen Lumare-Saibling vor, wobei

er betont, den Züchter persönlich zu kennen.

An seiner Seite steht seine Frau Amanda, die

zu den besten Sommelièren des Landes gehört

und sich für das Fine Dining einsetzt.

Harald Irka aus Österreich, der jüngste Drei-

Hauben-Koch der Welt, bereitet Forelle, in

Orangensaft gegart zu. Paco Morales aus

Spanien ist dafür bekannt, die Andalusische

Küche neu zu definieren, er zeigt seine

Methode, gebratene Tauben zuzubereiten.

Massimo Bottura ist der Vertreter aus Italien.

Seine Osteria Francescana ist einst zum

„Best Restaurant“ in Europa gekürt worden

und unter den World’s 50 Best Restaurants

gelistet. Er transformiert vor dem Publikum

Meerwasser in essbares Papier – Seezunge

„en pappilotte“ auf Botturas Art heißt sein

Gericht. Dazu kredenzt er Kapern, Tomaten,

schwarze Oliven, Zitronen. „Essen ist nicht

nur die Qualität der Zutaten und der Techniken“,

erklärt er, „es geht um die Idee“.

TRAUT EUCH RUHIG!

Wieder zurück in die Menge: Im Anschluss

an ihre Shows genießen die meisten Protagonisten

das Bad in der Menge und erfüllen

Selfie-Wünsche. Sie nutzen wie alle Besucher

des Symposiums die Zeit für Gespräche

und den Austausch von neuen Materialien

und Produkten. Gut angenommen wird die

NewcomerZone, eine Markthalle, in der

Start-ups und Kleinproduzenten ihre Neuigkeiten

vorstellen können.

Besonderes Highlight aber ist das Speed-

Dating. Nein, hier geht es nicht um Partner-

Vermittlung. Unter dem Motto „Traut euch

ruhig!“ bekommt das Publikum die Möglichkeit,

sich mit einem Experten seiner Wahl

über Themen aus der Gastronomie und Hotellerie

auszutauschen und professionelle

Informationen und Anregungen aus erster

Hand zu erfragen. i.g.

n chef-alps.com

BITTE VORMERKEN:

ChefAlps 2019

Das 8. International Cooking Summit

ChefAlps wird am 19. + 20. Mai

2019 stattfinden. Das Programm

und die geladenen Speaker finden

Sie unter

www.chef-alps.com.

Fotocredit "Chef Alps/Nadine Kägi"

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