Berliner Zeitung 20.07.2019

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Wetter Seite 18

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Sonnabend/Sonntag,20./21. Juli 2019

Nr.166 HA -75. Jahrgang

Auswärts/D**: 2.00 €

Berlin/Brandenburg: 1.80 €

Hertha an die

Börse? Die Fans

sind skeptisch

SportSeite 27

Die Reise

des Lebens

Die perfekte

Paddeltour fürs

Wochenende

SchönesWochenende Seiten 20 und 21

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Vor50Jahren landete der Mensch auf dem Mond. Die Berliner Zeitung erzählt

im Magazin die Geschichte der Mission –und was auf der Erde davon blieb

DPA/NASA

Arno Widmann:

Stauffenberg und

der Widerstand

Feuilleton Seiten 30 und 31

Den einen, großen Moment

wählt Angela Merkel

immer selbst. Fast 90

Minuten bohrten die

Hauptstadtjournalisten, es ging um

Klimapolitik und Steuern, um die

SPD und den Verfassungsschutz, um

Brüssel, Polen und den Westbalkan,

und die Kanzlerin parierte routiniert.

Aber als es „Eine letzte Frage

noch!“ hieß, da bahnte er sich an, der

Moment der diesjährigen Sommerpressekonferenz.

„Fühlen Sie Solidarität mit den

Kongressabgeordneten, die US-Präsident

Donald Trump angegriffen

hat?“, fragte ein Reporter.

„Ja“, sagte Merkel, kurzund klar.

Und dann holte sie noch einmal

aus.„Ichdistanzieremich davon entschieden

und fühle mich solidarisch

mit den attackierten Frauen.“

Es war ein bemerkenswerter

Schlusspunkt, eine Distanzierung

vomUS-Präsidenten, die härter ausfiel,

als sie musste. Und wer indem

Moment auf Merkels Sprecher Steffen

Seibertachtete,der sah einen etwas

ernster, unentspannter blickenden

Regierungssprecher, einen, der

womöglich dachte: Eigentlich ist alles

so gut gelaufen bisher –jetzt werden

die Telefone nicht still stehen.

Gut eineinhalb Stunden zuvor

hielten Merkels schwarze Limousinen

vor dem Haus der Bundespressekonferenz.

Die Kanzlerin steigt aus, einige

Schritte durch das Atrium, die

Treppe hinauf in den großen Saal;

die Glastüren öffnen sich, Kameras

klackern, die blaue Wand, die Kanzlerin

davor.Berlin, dieser Freitag, der

Sommer naht, Zeit für Rituale.Seit 14

Jahren besucht Angela Merkel (fast)

jedes Jahr vorihrem Urlaub die Bundespressekonferenz

und stellt sich

den Fragen der Hauptstadtpresse.

Es hat also etwas Gewöhnliches –

und doch ist immer wieder alles anders.

Esgab Jahre, in denen sie auffällig

schweigsam, lustlos oder gelöst

war. Esgab ikonische Momente und

„Wir waren ja fleißig in der DDR“

Eine Sommerpressekonferenz mit zwei Überraschungen: Angela Merkel geht

Donald Trump hart an –und spricht plötzlich lange über das Leben vor dem Mauerfall

Sätze, die blieben:Wirschaffen das! –

es ist der Satz der Sommerpressekonferenz

des Jahres 2015. In diesem

Jahr war plötzlich eine Kanzlerin zu

beobachten, die in drei Themen Akzente

setzte,die sie lange nicht übermäßig

betonte: Frauen, Osten –und

das transatlantische Verhältnis.

Dabei kommt nicht vonungefähr,

dass Merkel sich Donald Trump und

dessen rassistische Angriffe auf vier

farbige US-Kongressabgeordnete

besonders vornahm. Merkel kann

mit Trumps Art nicht viel anfangen,

sie sind die zwei Pole der politischen

Arbeit: auf der einen Seite der hyperimpulsive

US-Präsident, auf der anderen

die analytische Merkel. Doch

während Merkel ihre Kritik bei den

gemeinsamen Auftritten mit dem

US-Präsidenten lediglich durch

leichtes Augenrollen zu erkennen

gibt, scheint in der Endphase ihrer

Kanzlerschaft eine regelrechte Befreiung

eingetreten zu sein.

Merkel hat sich damit abgefunden,

in der Zusammenarbeit mit

Trump nur noch größere Schäden

verhindernzukönnen –nichts wirklich

Substanzielles aber erreichen zu

können. Warum sich also nicht mit

denen solidarisieren, die der Präsident

gerade angegriffen hat. Merkel

jedenfalls schien an diesem Freitagmittag

nach ihren Worten selbstzufrieden.

Siewollte es genau so sagen.

Merkel wirkte befreit nach einer

Woche, in der ihr einiges gelungen

VonGordon Repinski

Angela Merkelnach einer Woche der –überraschenden –Entscheidungen

„Ich bin immer im Dienst,

wenn was ist,

bin ich erreichbar.“

Angela Merkel auf der Pressekonferenz

GETTY IMAGES

war: Nach langen Kämpfen hat das

Europaparlament Ursula von der

Leyen zur Kommissionspräsidentin

gewählt, ihreNachfolgerin imVerteidigungsministerium

ist Annegret

Kramp-Karrenbauer. Zwei ihrer

engsten Wegbegleiterinnen hat sie

damit befördert, einen Schritt gemacht,

ihre Nachfolge mitzubestimmen.

Und nebenbei hat sie eines

der mächtigsten Bilder dieses

Jahres geschaffen: Merkel, von der

Leyen, Kramp-Karrenbauer – nebeneinander

sitzend im Schloss

Bellevue. Die Würde der weiblichen

Macht hätte kaum deutlicher werden

können als in dieser Konstellation.

„Annegret Kramp-Karrenbauer

ist Parteivorsitzende und ist

damit natürlich in einer wichtigen

und auch entscheidenden Position.

Das ist ja gar keine Frage“, lobt sie

die neue Verteidigungsministerin

an diesem Freitag.

Und dann ist da noch Ostdeutschland,

ein wichtiges Thema

der Spätphase der Kanzlerschaft.

Merkel erzählt von einer Reise nach

Hoyerswerda vor wenigen Tagen.

Von den Kindern der Stadt, die in

den Westen gezogen sind, und den

Alten, die ihre Enkel in Stuttgart so

selten sehen.

Sie erzählt von den ehemaligen

Industriearbeitern, deren Kenntnisse

heute genauso wenig gefragt

sind wie ihre Überlebensstrategien

aus der Zeit des „real existierenden

Sozialismus“, als man „Tomatenmarkhamstern“

und „Tauschbörsen

anlegen“ musste.

Merkel wird biografisch. Ihre

Identität als Ostdeutsche arbeitet sie

viel mehr heraus, als man es bisher

vonihr gewohnt war.

Dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung

mancherorts viel Frust

herrsche, könne sie gut nachvollziehen,

sagt Merkel.„Das Problem eines

Lebens in der DDR ist einfach, dass

man so vieles gemacht hat, was in

der alten Bundesrepublik nicht

mehr gebraucht wird.“

Viele der typisch ostdeutschen

Fähigkeiten seien heute nicht mehr

notwendig. „Und das bekümmerteinen

natürlich manchmal“, sagte die

Kanzlerin. „Wir waren ja, man war ja

fleißig in der DDR.“

Doch viele Menschen, die vielleicht

auch nach der Wende arbeitslos

geworden seien, fragten sich nun,

was sie noch zu dieser Gesellschaft

beitragen könnten. „Und das kann

man nicht einfach mit einem Federstrich

wiedergutmachen“, sagt Merkel.

Stattdessen müsse man sich füreinander

interessieren. Diese wichtigen

Kontakte zwischen Ost- und

Westdeutschen seien aber an vielen

Stellen in den vergangenen Jahrzehnten

nie entstanden. Nach ihrem

leidenschaftlichen Appell entschuldigte

sich Merkel „für meine etwas

ausschweifende Antwort“.

Auf ihre Gesundheit wird Merkel

lediglich einmal angesprochen. „Sie

kennen mich ja nun auch schon

eine ganzeWeile“, sagte Merkel. Für

sie sei wichtig, „dass ich mich zu der

Verantwortung bekenne, als Regierungschefin

handlungsfähig zu

sein“. Es ist eigentlich eine dieser

Nicht-Antworten, mit denen sie gelegentlich

die Fragenden ärgert.

Und wenn schon, mag sich Merkel

in diesem Moment denken. Dann

verschwindet sie, inden schwarzen

Limousinen. Biszum nächsten Sommer,wenn

die Regierung denn hält.

(mit dpa)

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2 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Report

Der Himmel über Wüstenhain

Auf der Suche nach dem Sommer –wir starten in Berlin und reisen in den

nahen Osten. Das fünfte Ziel unserer Serie: Wüstenhain in der Niederlausitz.

12 Uhr mittags, 40 Grad in der Sonne, Discofox, Wildschweinbraten,

giftgrünes Slush-Eis und schwere Landmaschinen –dableibt keine Stirn

trocken

Text: Anne Lena Mösken, Fotos: Markus Wächter

Manchmal passieren bei einer Recherche

Dinge,dadenkst du: Dasglaubt mir doch

nachher eh keiner. Weil die Wirklichkeit

zu sehr einem Drehbuch gleicht. Wenn

du zum Beispiel für ein Dorfporträt nach Wüstenhain

geschickt wirst, weil einer deiner Kollegen schon immer

mal nach Herzsprung wollte und sich dachte: noch ein

paar Dörfchen mit lustigen sommerlichen Namen

mehr, und schon haben wir die perfekte Sommerserie.

Wenn du also nachWüstenhain fährst, und an demWochenende,

das du dir ausgesucht hast, zeigt das Thermometer

schon morgens um zehn 28 Grad. Auf der

Landstraße flirrt die Luft, über den Stoppelfeldern

hängt ein staubig gelber Schleier, die Rotorblätter der

Windkraftanlagen stehen bewegungslos in der Landschaft

herum. Wüstenwetter in Wüstenhain. Puh.

Hab’ ich mir aber nicht ausgedacht. Und ich muss

Ihnen das auch gleich zu Beginn erzählen, das mit der

Hitze, die schon seit Wochen über dem Land hängt und

in diesem Dorf amRande des Spreewalds das Gras zu

hellgelbem Heu getrocknet hat, sodass es leise knistert

unter den Füßen, als ich aus dem Bulli steige.Denn die

Hitze ist der Grund dafür, dass die Notizen in meinem

Block später kaum zu entziffernsein werden.

Ichbin noch keine fünf Minuten in Wüstenhain, zum

Dorfplatz, wo an diesem Tagdas Sommerfest stattfindet,

geht es nur eine der Straßen hinunter, die hier alle

„Hauptstraße“ heißen, vorbei an zwei Dutzend Treckern,

aufpoliert wie die Missen in einem Schönheitswettbewerb,

schon bin ich mittendrin. Undwährend ich mich

noch umsehe, rechts die Grillstation mit Wildschweinbraten

und Spreewaldgurken, links ein Stand des Spielzeugtreckerherstellers

Siku, steht schon Frank Paulisch

vormir,Schatzmeister des Wüstenhainer Heimatvereins

–noch bevor ich anfangen kann, ihn zu suchen.

Ichhätte auch lange suchen können. Heimatverein –

ich hatte einen ergrauten Herren erwartet, nicht so einen

Kurze-Hose-T-Shirt-Turnschuh-Typ mit Dreitagebart.

Herr Paulisch ist nur ein bisschen älter als ich, hat

Geschichte im Leistungskurs gehabt wie ich. Ich bin

Journalistin geworden, Herr Paulisch hat vor fünfzehn

Jahren einen Heimatverein gegründet. Beides ein bisschen

irre. Ichmag ihn sofort. Herr Paulisch muss schon

seit Stunden auf dem Fest sein, der Heimatverein hat es

schließlich angemeldet. Die Hitze aber scheint ihm

nichts auszumachen, fröhlich klatscht er in die Hände.

„So, jetzt zeige ich Ihnen erst mal unser Dorf.“

Ichhätte nichts dagegen, wenn er mir einfach an einem

schattigen Plätzchen von seinem Dorf erzählen

würde,aber natürlich musst du als Reporterin Profi sein

–wenn dein Gesprächspartner kein Problem damit hat,

durch die sengende Mittagssonne zu spazieren und dir

einen historischen Abriss der letzten 500 JahreWüstenhainer

Dorfgeschichte zu geben, hast du eben auch kein

Problem. Du sagst allenfalls: Könnten wir uns die schöne

Dorfkirche vielleicht mal von innen anschauen? In der

Hoffnung, dass es drinnen klösterlich kühl sein wird.

Aber Herr Paulisch will erst was zur Geschichte der

Kirche erzählen, nur ganz kurz. „1861“, so viel kann ich

noch lesen in meinem Block, dann: „Russe aus –unleserliches

Wort mit F–nebenan Gehöft, angezündet,

sauer auf Herrschaften, Luckau, Zuchthaus, tot.“ Es ist

einer der Momente,indenen ich mich mal wieder darüber

ärgere, dass ich es immer noch nicht geschafft

habe, einen Stenografierkurs zu besuchen. Aber seien

wir mal ehrlich: Wiesehr interessiertSie die Geschichte

der Dorfkirche inWüstenhain? DasF,fällt mir da gerade

ein, steht für Freiheitskriege.

Aber am wichtigsten ist doch, dass die Kirche wieder

aufgebaut wurde und jetzt sehr hübsch aussieht. Siehat

was vondieser Kirche aus dem Musikvideo zu „November

Rain“ vonGuns’n’Roses,vor der Slash dieses historische

Gitarrensolo gibt –nur dass diese Kirche nicht

echt war,sondernKulisse,typisch Amerika.

Die Kirche in Wüstenhain ist echt, weiß getüncht,

was sie mediterran aussehen lässt, ein schlichtes Rosettenfenster

über dem Eingang. „Was ist denn das für ein

Baustil?“, frage ich, ganz Reporterin.„Eigentlich gar keiner“,

sagt Herr Paulisch. Auch gut, dann können wir ja

endlich reingehen.

Aber wissen Sie was? Fahren Sie doch am besten

selbst nach Wüstenhain, schauen Siesich die Kirche an,

es gibt eine Infotafel, da steht alles drauf. Ichschaue mir

so eine Kirche ja eher aus ästhetischen Gründen an, und

die Wüstenhainer Kirche ist drinnen so charmant, dass

ich HerrnPaulisch vorschlage,hier doch Hochzeiten für

Großstädter anzubieten, die suchen genau so was in

Brandenburg: „Kleine Kirche, 100 Kilometer von Berlin

entfernt, Platz für hundertLeute,wenn alle zusammenrutschen,

Stil: shabby chic.“ Noch wäre eseinfach, Termine

zu vergeben. DieWüstenhainer nutzen ihreKirche

vielleicht vier-, fünfmal im Jahr. Jetzt gerade lagern die

Bierfässer fürs Sommerfest neben dem Altar, auf den

Bänken stehen Kisten mit Schrippen, Tupperschüsseln,

die mit Alufolie zugedeckt sind, und eine ganzeReihe silberner

Pokale.Dazu später mehr.

ERST MAL MÜSSEN SIE SICH JETZT DOCH NOCH EIN

BISSCHEN MEHR ÜBER DIESE KIRCHE ANHÖREN, sie ist,

wie gesagt, der einzige kühle OrtimDorf, ich verspreche,

sie hat auch etwas mit Berlin zu tun, und danach suchen

wir Berliner ja überall, als müssten wir uns ständig selbst

beweisen, dass wir das Zentrum derWelt sind.

Vergangenes Jahr gab es hier zum ersten Mal seit

1989 eine Taufe,abgehalten nach wendischer Tradition.

Herr Paulisch sagt „wendisch“, was daran liegt, dass wir

in der Niederlausitz sind, in der Oberlausitz sagen sie

sorbisch, aber lesen Sie das doch selbst bei Wikipedia

nach. An den Holzbalken pinnen noch Bänder in den

wendischen Farben: rot-weiß-blau. Die Urgroßeltern

von Herrn Paulisch waren Wenden, Nachfahren von

Schäfern, die es hier gab,bis Mitte des 19. Jahrhunderts

die Baumwolle aus England günstiger wurde.Herr Paulisch

arbeitet bei der Ausländerbehörde in Berlin, er

macht Home Office und pendelt. Er braucht nur eine

gute Stunde zur Arbeit, manchmal trinkt er nach Feierabend

ein Bier in der Stadt. Es klingt nicht so, als vermisse

er Berlin sehr,wenn er auf dem Land ist.

Undja, apropos Berlin: Vonder Kirchendecke hängt

ein Kronleuchter, dessen Arme wie Spinnenbeine in

alle Richtungen staken. Der Kronleuchter wurde mal

für das Schloss Bellevue entworfen, schied dann aber

im Wettbewerb mit anderen Kronleuchtern aus –erist

wirklich keine Schönheit. Aber jetzt hängt er hier. Der

Bundespräsident wollte ihn nicht, für dieWüstenhainer

war er gut genug. Kann man was draus machen, denke

ich, irgendein smartes Symbol für die Arroganz der

Hauptstädter und den Pragmatismus der Provinz …Ich

kritzele in meinen Block. Da ist Herr Paulisch schon

hoch auf die Galerie gestiegen, ich trete da oben fast in

einen Haufen getrockneten Kot. „Marder“, sagt Herr

Paulisch im gleichen sachlichen Ton, in dem er dann

über die Restaurationsarbeiten spricht. Hier oben werkelt

sonst ein Herr Letsch herum, der Restaurateur ist

und im Dorf wohnt –immer wenn der Heimatverein

mal wieder ein bisschen Geld gesammelt hat. Heute

verkaufen sie zum Beispiel Kuchen, den backen die

Frauen aus dem Dorf. Schmand-Mandarine, Pflaume-

Streusel, das Stück ein Euro. Kuchen für die Kirche. Ist

das vielleicht schon meine Schlagzeile?

Schließlich sind diese Feste so was wie der soziale

Herzschlag in einem Dorf: Zampern, Osterfeuer, Maibaumfest,

Sommerfest, Adventskonzert. Das Erntedankfest

schaffen sie gerade nicht, sagt Herr Paulisch.

Aber wie gesagt, fahren Sie mal vorbei! Also, vielleicht

warten Sie noch ein paar Wochen damit. Dann

können Sienämlich in Wüstenhain auch übernachten.

Im Moment ist das gastronomische Angebot nämlich,

nun ja, nicht vorhanden. DiePension Ksisonka und leider

auch die Eisdiele Ksišowka, die Ihnen Google Maps

anzeigt, gibt es nicht mehr, die alte Dorfkneipe hat

schon lange zu. Aber: Estut sich was. Die Familie Wilhelm-Kell

hat den Bauernhof an der, nun ja, Hauptstraße

gekauft, und bald schon wirdein hübscher Landgasthof

in Wüstenhain eröffnen, Kategorie: Bett &Bike.

DieRadwege sollen gut sein hier in der Region.

Herr Paulisch sagt: „Tourismus ist die Zukunft.“ Ja,

das hat er so gesagt, druckreif, auch wieder nicht ausgedacht.

In Wüstenhain hatten sie es bisher eher schwer

mit den Touristen. VomSpreewald trennt sie die Autobahn;

das Fließ, das das Dorf passiert, ist nicht befahrbar;

das Lausitzer Seenland fängt so richtig auch erst

weiter südlich an. Wüstenhain, so verstehe ich das, ist

touristisch kaum zu vermarkten.

Dabei geht es gleich hinter der Dorfgrenzelinks zum

Gräbendorfer See, ein ehemaliger Tagebau, der bis 2007

geflutet wurde. Anseiner tiefsten Stelle ist er knapp 70

Meter tief, er ist sauber und klar, Schwefel verhindert,

dass sich Algen bilden. Lassen wir, sozur Abkühlung,

HerrnPaulisch doch noch ein bisschen reden, über den

See, er nennt ihn „Blaues Gold“, als wüsste er, dass wir

Journalisten –genau wie die Touristen –knackige Slogans

mögen. Das Blaue Gold, die Zukunft, das

Schwarze Gold, die Vergangenheit.

Würden wir Wüstenhain an dieser Stelle kurzauf die

Couch legen, wären wir jetzt bei seinem Trauma angelangt.

Ende der 70er-Jahre wurde beschlossen, dass

Wüstenhain dem Tagebau Gräbendorf weichen soll.

EinDorfamAbgrund. Mehr als zehn Jahrelang ging das

so.Dann, 1992, wurde der Tagebau geschlossen. DieÄl-

Treckernachwuchs: Die Kinder fahren

schon über die Äcker,wenn sie

gerade mal vier Jahre alt sind.

teren im Dorferinnernsich gut daran, dass es Wüstenhain

mal nicht mehr geben sollte. Und die Jüngeren,

sagt Herr Paulisch, seien zerrissen. „An der Kohle hängen

ja Arbeitsplätze.“

VON DIESEM ZEITPUNKT AN WIRD ES WIRKLICH

SCHWIERIG MIT MEINER ERINNERUNG, wir laufen

durch das Dorf, die Temperaturen sind auf gefühlt 40

Grad in der Sonne geklettert, alles, was jetzt kommt,

verschwimmt wie eine Fata Morgana: ein altes Herrenhaus

mit einem Dachgiebel, wie man ihn von norddeutschen

Kaufmannshäusern kennt, hat irgendwas

mit Thomas Mann zu tun und einem sehr guten Weinkeller;die

letzte Gutsherrin im Dorf, Erika Gropius,die

irgendwie mit Walter Gropius verwandt ist; ein Hollywood-Film,

irgendein Stalingrad-Epos, das hinten bei

den alten Schienen der Grubenbahn gedreht wurde,

Jude Law spielt darin einen Russen namens Wassili.

Jude Law in Wüstenhain, auch eine gute Überschrift.

Dann stehen Herr Paulisch und ich zum Glück

schon wieder vorder Kirche.Auf derWiese besprüht ein

Rasensprenger ein paar Quadratmeter mit Wasser, das

noch in der Luft verdunstet, an einer Fahnenstange

hängt ein Kranz, an dem Süßigkeiten darauf warten,

dass ein Kind sich zu ihnen hochrobbt. „Früher hingen

da Bockwürste“, sagt Herr Paulisch und kichert. Dasist

gut, denke ich. Heute heißt Kindheit ungesundes Süßzeugs,

damals, inder DDR, war sie noch herzhaft, authentisch

…Ich brauche jetzt wirklich eine Pause.Herr

Paulisch sieht ein bisschen enttäuscht aus.

Ich setze mich auf eine Bierbank und versuche,

meine Körpertemperatur mit einem Slush-Eis, das

oben rotund unten giftgrün ist, wieder auf ein seriöses

Niveau zu bringen. DasSlush-Eis schmeckt jetzt besser

als jedes Mascarpone-Tonka-Eis in Kreuzberg. Auf der

Tanzfläche, auf die gnadenlos die Sonne knallt, tanzen

drei Pärchen Discofox, alles Frauen. „Hundertmal hab’

ich dich berührt, hundertmal hab’ich es gespürt.“ Google

ich später,was das ist, denke ich, auf meinem Handy

habe ich seit Stunden nur Edge. Die Frauen tragen alle

enge Jeans.Wie halten die das aus,frage ich mich.

Dann fährtein kleiner Junge auf einem Spielzeugtrecker

mit Elektroantrieb vorbei, als wollte er mir ein

Stichwort geben: Ach ja, das Treckertreffen! Gerade ist

schon die Ortsvorsteherin vorbeigehuscht, sie heißt Ina

Mütze und ist eine zierliche ältere Frau, Ende 60 vielleicht,

ich traue mich nicht, sie nach ihrem Alter zu fragen,

hätten Sie auch nicht gemacht. In meinem Block

steht ein Zitat vonihr:„DasTreckertreffen ist Kult!“ Außerdem:

„Wartburg 311 Coupé“. Ich erinnere mich


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 3

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Report

IM OSTEN GEHT DER

SOMMER AUF

Die Sommerserie der Berliner Zeitung,Teil 5

DER KLEINE REISEFÜHRER – WÜSTENHAIN

Entfernung von Berlin-Alexanderplatz: 115 Kilometer

Dauer der Anreise mit VW Bus T3: 2Stunden

Zahl der Übernachtungsplätze: noch keine, hoffentlich bald 28

Einwohnerzahl: 79

Partei mit dem stärksten Wahlergebnis: Bei den Kommunalwahlen

im Mai diesen Jahres bekam die CDU 31 Prozent im Wahlkreis

Vetschau/Spreewald, zu dem Wüstenhain gehört.

Jahreshöhepunkte im Ort: das Treckertreffen

WichtigsteSehenswürdigkeit: die Dorfkirche

Kulinarische Spezialitäten: Wildschweinbraten und Spreewaldgurken

Nächste Bademöglichkeit: 500 Meter zum Gräbendorfer See

noch daran, dass Frau Mütze dabei einen Kuss indie

Luft haucht („perlmuttglänzender Lippenstift“) und

dass ich denke, sie meine ein seltenes Treckermodell.

Wiegesagt, die Hitze.

Ichbeeile mich also, zur, genau, Hauptstraße vorzulaufen,

wo der Wettkampf im Rückwärtsschieben in vollem

Gange ist, der 100-Meter-Sprint des Wüstenhainer

Treckertreffens sozusagen. Mittlerweile wundere ich

mich ja über gar nichts mehr: Dastehen ein gutes Dutzend

Männer und Frauen im Staubund sehen dabei zu,

wie einer nach dem anderen versucht, einen Treckermit

Anhänger rückwärts gegen eine Holzplanke zu fahren,

die dann hupt. Auf einem Kremserwagen daneben sitzt

so eine ArtJuryund stoppt die Zeit. DieBestenbrauchen

30 Sekunden. Ich kann Ihnen nicht sagen, was mich

mehr fasziniert: dass es anscheinend sehr schwierig ist,

einen Traktor –715 PS, Baujahr 1978, Marke: Eigenbau –

Naschhausen

Rom

Herzsprung

Eisdorf

BLZ/GALANTY

Wüstenhain

Nächste

Woche:

Wetterwitz

Netter Typ: Frank Paulisch, Schatzmeister des Heimatvereins,

kühlt sich in der Dorfkirche ab.

im Rückwärtsgang zu manövrieren, etwas, das, wie mir

ein Mann mit Strohhut am Rande erzählt, ein Bauer jeden

Tagmacht:„Irgendwiemussdas Ding ja abends zurück

in die Scheune.“ Oder dass Männer mit muskulösen

Armen und sonnengegerbten Gesichternbei dieser Disziplin

die Nerven verlieren –„Nee, Leute,heute geht bei

mir gar nichts!“ –, während eine Frau mit dirndltauglichem

Dekolleté ihre Röcke rafft und „das Ding“ mit

zwei Zügen gegen die Latte rammt.Toll, denke ich, als die

Dirndlfrau die Arme in die Luft reißtund lauthals jubelt,

wie sich ganz nebenbei noch das Genderthema in diese

Geschichte schleicht: die Frauen im Osten, dieanpacken

und alles zusammenhalten.

Aber: Was weiß denn ich? Ich habe keine Ahnung,

wie sie so sind, die Wüstenhainer.Zumir warensie alle

sehr nett. Herr Paulisch, Frau Mütze, die Frauen vom

Kinderschminkstand, die Männer vom Treckerrennen

Landfrauenpower:Treckerfahren ist in

Wüstenhain nicht allein Männersache.

in ihren Poloshirts mit der Aufschrift „Die Rückwärtsschieber“.

Na klar habe ich Herrn Paulisch gefragt, wie er so

tickt, der gemeine Wüstenhainer. Herr Paulisch kennt

Wüstenhain, seit erein kleiner Junge ist, auch wenn er

hier heute nur seine Wochenenden verbringt, eigentlich

wohnt er nämlich in Cottbus, das fällt mir gerade

wieder ein. Aber seine Stiefmutter hat einen mobilen

Friseursalon, mit dem sie durchs Dorf zieht. Friseure

sind für uns Journalisten ja ähnlich wie Taxifahrer,Volkes

Stimme sozusagen, an dieser Stelle muss halt der

Stiefsohn derDorffriseurin genügen. Also?

Aufgeschrieben habe ich: „nie zurückhaltend“,

„herzlich“ und: „eine eingeschworene Truppe, die

Leute aber gerne aufnimmt“. Von Kati am Kinderschminkstand

habe ich noch erfahren, dass man sich

hier am Wochenende zum Grillentrifft, zusammen Ge-

burtstage feiertund dass etwas schiefgelaufen ist, wenn

man mit zehn noch kein Moped fahren kann. Auf dem

Trecker knatterndie Kinder,die hier Leon oder Finheißen,

zum ersten Malmit vier über die Äcker,dann sind

die Räder noch größer als sie selbst.

Reicht Ihnen das? Ich hätte noch Herrn Letsch, den

Restaurateur, fragen können, ich meine: WasanWüstenhain

ist so reizvoll, dass er so viel Arbeit in eine alte

Dorfkirche steckt? Aber Herr Letsch war leider nicht da.

Undwas sagt wohl das deutsch-belgische Ehepaar,das

in der alten Dorfkneipe Kurse in griechischem Volkstanz

gibt und Tanzabende veranstaltet, bei denen man

tanzen darf, wie man will. Ich dachte an die Discofox-

Ladys auf dem Sommerfest und an Katis Blick, als sie

sagte: „Die tanzen da barfuß mit Räucherstäbchen und

so, das ist kein Tanzen!“ So typisch wüstenhainisch erschien

mir das Tanzcafé nicht.

ICH KANN IHNEN NICHT MAL SAGEN, WOFÜR DER WÜS-

TENHAINER POLITISCH SO STEHT. Die Wahlergebnisse

werden nicht gesondertaufgeführt. Beiden Kommunalwahlen

im Mai kam die AfD im Kreis Vetschau, zu dem

Wüstenhain gehört, auf gut 16 Prozent, unter Brandenburger

Durchschnitt also. Herr Paulisch sagt, er kenne

niemanden, der AfD wählt. Aber erstenssprechen sie im

Heimatverein nicht über Politik. Undzweitens: Wenn jemand

AfD wählt, sagt Herr Paulisch, dann nicht wegen

der Ausländer, hier gibt es nämlich kaum welche, sondern,

um denen in Berlin eins auszuwischen. Oder wegen

der Kreisreform, die hat auch vielen nicht gefallen.

Sie kam ja dann auch gar nicht. Ein bisschen nachtragend

sind sie also auch, hier in der Niederlausitz.

Ich sollte fairerweise noch erwähnen, dass die Grünen

in dieser Gegend auf fast elf Prozentkommen, was

wiederum überdurchschnittlich für eine ländliche Region

ist, aber leicht zu erklären: Fünf Kilometer von

Wüstenhain entfernt, in Tornitz, steht die größte

Schweinemastanlage Deutschlands. Letztes Jahr kam

heraus, dass einer der Gülletanks auf dem Gelände

leckt und das Grundwasser verschmutzt. Trotzdem will

der Betreiber noch mehr Schweine halten. Um die

70 000 sind es aktuell, wobei das niemand so genau

weiß. Fragen Siedoch mal bei der Bürgerinitiativenach,

sieheißt „Schweinewind“. Aufdem Land wirdman aus

sehr pragmatischen Gründen zum Umweltschützer –

dann aber richtig.

All das habe ich aber erst später nachgelesen. Am

Ende gebe ich Ihnen lieber einen Satz mit, den ich ohne

Probleme in meinem Block entziffern kann. Die lesbarenWorte

sind meist die wichtigsten, ist meine Erfahrung.

Sie stammen von einer jungen Frau, die bei den

Rückwärtsschiebern saß. Sie studiert zwar in Cottbus,

kann es aber kaum erwarten, endlich in ihr Dorf zurückzuziehen.

„Wir leben da, wo andere Urlaub machen.“

Schön, oder? Treckerfahrenkonnte sie übrigens

auch ziemlich gut.

Anne Lena Mösken hat ihren Bulli abends am Gräbendorfer

See geparkt und dortsehr gefroren: Nachts

sanken die Temperaturen auf 12 Grad.

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4** Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2 019

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Politik

NACHRICHTEN

Die Kirchen verlieren

ihre Mitglieder

DieZahl der Kirchenaustritte in

Deutschland ist im vergangenen Jahr

gestiegen. 216 000 Menschen hätten

2018 die katholische Kirche verlassen,

teilte die Deutsche Bischofskonferenz

am Freitag in Bonn mit. Das

sind 48 500 Austritte mehr als 2017,

als 167 500 Menschen der katholischen

Kirche den Rücken kehrten.

Insgesamt sank die Zahl der Katholiken

in Deutschland im vergangenen

Jahr um gut 300 000 auf 23 Millionen.

Beiden Protestanten traten 220 000

Menschen aus der Kirche aus,also

noch etwas mehr als bei den Katholiken.

DieZahl der Austritte habe 2018

um 11,6 Prozent über dem Vorjahr

gelegen, teilte die Evangelische Kirche

in Deutschland (EKD) in Hannovermit.

DieGesamtzahl der Protestanten

sank um 1,8 Prozent auf gut

21 Millionen. Dasentspricht in etwa

dem Rückgang von2017. (dpa)

Kapitänin Rackete hat

Italien verlassen

Diedeutsche Kapitänin Carola Rackete

hat Italien nach Angaben der

Hilfsorganisation Sea-Watch verlassen.

Eine Sprecherin sagte am Freitag,

es sei unklar,obRackete nach

Deutschland aufgebrochen sei oder

woandershin. NähereAngaben sollte

es aus Sicherheitsgründen nicht geben.

(dpa)

Baden-Württemberg muss

Zwangsgeld zahlen

DasVerwaltungsgericht Stuttgart

hat gegen das Land Baden-Württembergwegen

Versäumnissen bei

der Luftreinhaltung ein Zwangsgeld

von10000 Euro festgesetzt. Wiedas

Gericht am Freitag mitteilte,geht es

in dem Beschluss vomDonnerstag

um die Nichteinhaltung der gerichtlichen

Vorgabe,imLuftreinhalteplan

für StuttgartFahrverbote für

Diesel-5-Fahrzeuge vorzusehen

(Az.: 17 K1582/19). DasLand hatte

die dafür gesetzte Pflicht verstreichen

lassen. (AFP)

Kein Geld vom Staat mehr

für die NPD

Dierechtsextreme NPD soll kein Geld

mehr aus der Staatskasse erhalten.

Bundesregierung, Bundestag und

Bundesrat wollen sie vonder staatlichen

Parteienfinanzierung ausschließen

und haben dazu einen entsprechenden

Antrag für das Bundesverfassungsgericht

fertiggestellt. Zuvorhatte

der Tagesspiegel berichtet. (dpa)

Iran dementiert

US-Drohnenzerstörung

Eine iranische Drohne soll der „USS Boxer“

gefährlich nahe gekommen sein. AFP

DerIranhat Angaben vonUS-Präsident

Donald Trump zurückgewiesen,

wonach eine iranische Drohne in der

Straße vonHormus voneinem US-

Kriegsschiff aus zerstörtwurde.Trump

hatte am Donnerstag inWashington

erklärt, die Drohne sei der„USS Boxer“

bedrohlich nahe gekommen und daraufhin

vernichtet worden.Teheran widersprach.„Wir

haben weder in der

Straße vonHormus noch anderswo

eine Drohne verloren“, schriebVizeaußenminister

Abbas Araghchi am

Freitag auf Twitter. (dpa)

Regieren zwischen Rhein und Spree

Bonnist noch Hauptsitzeiniger Bundesministerien. DieHin-und Rückflüge der Mitarbeiterbelasten das Klima

VonChristian Burmeister

Ein Vierteljahrhundert und

ein paar Wochen ist es her:

Seitdem wird Deutschland

von Berlin und Bonn aus

regiert. Sechs der 14 Bundesministerien

(Umwelt, Entwicklung, Gesundheit,

Verteidigung, Landwirtschaft,

Bildung) haben ihren Hauptsitz

noch immer am Rhein. Das „Bonn-

Berlin-Gesetz“ war vor 25Jahren ein

hart ausgehandelter Kompromiss.

Aber ist er noch zeitgemäß?Viele ziehen

das in Zweifel.

Für frischen Wind in der Diskussion

sorgte ausgerechnet das Bundesumweltministerium.

Mitarbeiter

vonSvenja Schulze(SPD) sind in diesem

Jahr (Januar –Juli) bereits 1740

Mal zwischen den beiden Standorten

hin und her geflogen. Damit wird

die Zahl der Dienstflüge am Ende

des Jahres gegenüber 2018 wohl gewachsen

sein. Im vorigen Jahr stiegen

Beamte laut Angaben des Ministeriums„ungefähr“

2755 mal dienstlich

in ein Flugzeug. In Zeiten von

Klimadiskussionen kommt das nicht

überall gut an. Schulze selbst ist allerdings

gar nicht so häufig in Bonn.

2018 nur zwei Mal. Spitzenreiterin in

dieser Kategorie ist Landwirtschaftsministerin

Julia Klöckner (CDU) mit

60 Besuchen am Rhein.

Kontaktpflege mit Organisationen

Von den etwa 20 000 Mitarbeitern

der Bundesministerien sind mittlerweile

gut 13 700, also weit mehr als

die Hälfte, inBerlin angesiedelt. Etwas

weniger als 7000 leben und arbeiten

noch in Bonn. Um sich untereinander

zu koordinieren und wohl

auch um den Kontakt zu den zahlreichen

internationalen Organisationen

in Bonn zu pflegen, reisen Berliner

Beamte häufig nach Bonn –und

andersherum. Dafür sind im Jahr

2018 alleine acht Millionen Euro Reisekosten

angefallen. Dazu kommen

teilweise noch Kosten für doppelte

Miete –immerhin haben alle Bonner

Ministerien auch einen zweiten

Dienstsitz in der Hauptstadt.

„Im Haushaltsausschuss gibt es

eine große Mehrheit dafür, den Umzug

von Bonn nach Berlin zu beschleunigen“,

sagte SPD-Chefhaushälter

Johannes Kahrs der Berliner

Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Mit dem Flugzeug ist man von Bonn aus in etwaeiner Stunde in Berlin.IMAGO IMAGES/TRUTSCHEL

7000

Mitarbeiter der sechs Bundesministerien

mit Hauptsitz

Bonn leben und arbeiten

noch am Rhein.

DIENSTREISEN

8

MillionenEuro Reisekosten

fielen im Jahr 2018 für

Hin-und Rückreisen der

Ministeriumsmitarbeiternan.

2755

Mal stiegen allein

Mitarbeiter des Umweltministeriums

2018 dienstlich

in ein Flugzeug.

Schuldzuweisungen

Deutschland) zu dem Thema. „Das

Problem sind ja nicht nur die Flüge

der Ministerialbeamten, das Problem

ist das schlechte Regieren“, so Kahrs

weiter. „Wergut regieren will, muss

seine Mitarbeiter am Orthaben.“ Andernfalls

seien Austausch und Absprachen

nur schwer möglich. „Das

Bonn-Berlin-Gesetz hat mal einen

Zweck gehabt, aber der ist inzwischen

erfüllt“, so der Hamburger Abgeordnete.„Bonn

geht es als Metropole so

gut, dass die Stadt den vollständigen

Regierungsumzug problemlos verkraften

würde“, glaubt Kahrs.

DerVorsitzende der Linksfraktion

im Bundestag, Dietmar Bartsch,

sagte der Berliner Zeitung: „Dass

ausgerechnet das Umweltministerium

hier negativ auffällig ist, ist

skandalös. Wir sind für die Zusammenführung

der Bundesregierung

am StandortBerlin –und zwar aus finanziellen,

sozialen und ökologischen

Gründen.“

Der klimapolitische Sprecher der

FDP im Bundestag, Lukas Köhler,erklärte:

„Wir müssen dringend darüber

nachdenken, ob die Mitarbeiter

der Ministerien weiter so viel zwischen

Bonn und Berlin hin- und herfliegen

sollten.“ Zu einem Komplettumzug

der Ministerien von Bonn

nach Berlin äußerte sich Köhler aber

zurückhaltend: „Stattdessen sollten

die Bundesministerien stärker auf

den Einsatz von Videokonferenzen

und Onlinetools setzen“, forderte er.

Klares Bekenntnis

Die aktuelle Bundesregierung hat in

ihrem Koalitionsvertrag ein klares

Bekenntnis zu der Stadt am Rhein

abgelegt: „Bonn bleibt das zweite

bundespolitische Zentrum“, heißt es

dort. Der Bund werde aber mit der

Region Bonn, Nordrhein-Westfalen

und Rheinland-Pfalz eine Zusatzvereinbarung

(„Bonn-Vertrag“) schließen,

steht dort weiter. Was dieser

Vertrag beinhalten und wann er

kommen soll: bisher völlig unklar.

Bundesinnenminister Horst Seehofer

(CSU), qua Amt zuständig,

sieht keinen akuten Handlungsbedarf,

ließ er kürzlich durchblicken.

Möglicherweise scheut die Bundesregierung

auch die Kosten eines adhoc

Umzugs. Sie selbst schätzte

diese für ein solches Projekt auf einen

zweistelligen Milliardenbetrag.

Nach dem Aus der Mautpläne von Verkehrsminister Scheuer drohen dem Bund Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe

VonAndreas Niesmann

Die Frage ist brisant: Wiehoch ist

die Rechnung für das vor dem

Europäischen Gerichtshof so abrupt

geendete Mautabenteuer der CSU?

Die Antwort darauf könnte für Bundesverkehrsminister

Andreas

Scheuer und seine Partei unangenehme

Folgen haben –deshalb hat

der CSU-Mann bislang wenig bis gar

keine Lust gezeigt, Zahlen zu liefern.

Sein Ministerium teilte lediglich

mit, dass es mit Einnahmeausfällen

in Höhe vongut einer Milliarde Euro

bis 2023 rechne.Die Mittel waren bereits

für andere Verkehrsprojekte

verplant. Außerdem musste Scheuer

einräumen, dass die Maut seit Planungsbeginn

im Jahr 2014 Ausgaben

in Höhe von53,6 Millionen Euro verursacht

habe.

DerMinister in der Verantwortung

Keine Antwort aber gab es auf die

politisch besonders heikle Frage,

wie hoch die Entschädigung sein

wird, die der Bund an die Betreiber

des Mautsystems bezahlen muss.

Die Verantwortung dafür trägt der

Minister höchstselbst. Schon Ende

2018 hatte Scheuer die Verträge mit

dem österreichischen Mautspezialisten

Kapsch und dem Ticket-Verkäufer

CTS Eventim unterzeichnet.

Und das, obwohl er genau wusste,

dass Österreich und andere Staaten

vor dem EuGH gegen die im bayerischen

Landtagswahlkampf2013 als

„Ausländermaut“ angekündigte

Infrastrukturabgabe Klage eingereicht

hatten.

Scheuer habe die Verträge vorschnell

unterschrieben, lautete der

Vorwurf der Opposition. Politik sei

praktisch handlungsunfähig, wenn

sie immer auf letztinstanzliche Gerichtsurteile

warten

müsse, verteidigte sich der

Minister. Ihm droht ein

Untersuchungsausschuss.

Gut möglich, dass

Scheuers Unterschrift die

Steuerzahler teuer zu stehen

kommt. Bei der Frage,

wie teuer genau, spielt der

Wortlaut der Mautverträge

eine große Rolle. Umdiesen

gab es in den letzten

Wochen eine hitzige Auseinandersetzung.

Die Opposition forderte die

vollständige Offenlegung der Verträge,

Scheuer lehnte das unter Hinweis

auf die Rechte der Vertragspartner

ab. Lediglich in der Geheimschutzstelle

des Deutschen Bundestags

wollte er dessen Abgeordneten

Einblick in das Vertragswerk gewähren.

Der Streit gipfelte darin, dass

Grünen-Parlamentarier Stephan

Kühn das Verkehrsministerium auf

Herausgabe der Dokumente ver-

klagte. Als dann auch noch der

Mautbetreiber CTS Eventim am

Mittwoch mitteilte, keinerlei Einwände

gegen eine Veröffentlichung

zu haben, trat der CSU-Minister die

Flucht nach vorneanund stellte eine

Offenlegung in Aussicht.

Am Freitagnachmittag war es so

weit. Gegen 15 Uhr veröffentlichte

Scheuer im Internet ein Filmchen, in

dem er mitteilte, erpersönlich habe

ja stets die volle Transparenz

gewollt. Schuld hätten

die Betreiber. Gleichzeitig

wurde auf die Webseite

des Ministerium der

Vertrag hochgeladen.

2652 Seiten, aus Gründen

des Persönlichkeitsrechtes

zum Teil geschwärzt.

AufSeite 162 werden die

Verkehrsminister

Andreas Scheuer

DPA

möglichen Kündigungsgründe

aufgeführt. Ausdrücklich

benannt werden auch

„Entscheidungen nationaler oder europäischer

Gerichte oder Rechtssetzungsakte

der Europäischen Union“,

also genau jener Fall, der mit dem

Straßburger Urteil eingetreten ist. Auf

Seite 609 finden sich die Entschädigungsreglungen.

Summen legt der

Vertragnicht fest, wohl aber Kenngrößen:

Kündigt der Bund wegen eines

Gerichtsurteiles, wird der gesamte

Bruttounternehmenswert des Mautbetreibers

als Entschädigung fällig.

Dieser Wert ergibt sich aus den Investitionskosten

sowie dem Auftragswert

des Vertrages. Bei Auftragsvergabe

war von knapp zwei Milliarden

Euro die Rede. Davon abzuziehen

sind Ausgaben, die dem Betreiber

durch den Nichtbetrieb erspart bleiben.

Experten rechnen damit, dass

am Ende ein dreistelliger Millionenbetrag

herauskommen wird.

Juristische Auseinandersetzung

Scheuers Juristen argumentieren

nun, dass der Bund dieVerträge zwar

im zeitlichen Zusammenhang mit

dem Straßburger Urteil gekündigt

habe, aber nicht aus dessen Anlass.

Stattdessen habe man die Zusammenarbeit

beendet, weil der Betreiber

zugesagte Leistungen nicht fristgerecht

erfüllt habe.

Ob Scheuer mit dieser Argumentation

durchkommen wird, ist zweifelhaft.

Sicher scheint, dass beide

Parteien auf eine rechtliche Auseinandersetzung

zusteuern. Im Vertrag

haben sie sich darauf geeinigt, dass

im Streitfall ein Schiedsgericht zuständig

sein soll.

Glück für Scheuer:Experten rechnen

damit, dass eine Einscheidung

frühestens in zwei bis drei Jahren

und damit wohl nach der nächsten

Bundestagswahl fallen wird. Das

Problem hätte dann sein Nachfolger

am Hals.

Fairer

als

Dublin

Ursula von der Leyen will

EU-Asylregel reformieren

VonMarkus Decker

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin

Ursula von der

Leyen will Konstruktionsfehler bei

den Dublin-Regeln für Asylverfahren

in der EU ausmerzenund das bisherige

System zugunsten der Mittelmeer-Staaten

reformieren. „Ich habe

nie wirklich verstanden, warum

Dublin mit der einfachen Gleichung

begann: Wo ein Migrant zuerst europäischen

Boden betritt, muss er oder

sie bleiben“, sagte die CDU-Politikerin

der Bild-Zeitung. „Wir können

nur dann stabile Außengrenzen haben,

wenn wir den Mitgliedstaaten,

die aufgrund ihrer Position auf der

Kartedem größten Druck ausgesetzt

sind, genügend Hilfe leisten.“ Es

gehe um„mehr Fairness und Lastenverteilung“.

Nach den derzeit gültigen Dublin-Regeln

ist jenes Land für ein Asylverfahren

zuständig, in dem ein Migrant

zum ersten Mal EU-Boden betritt.

Das trifft in erster Linie Griechenland,

Italien und Spanien. Eine

Einigung der 28 EU-Staaten auf eine

Reform scheiterte bislang vor allem

an der Verteilung Asylsuchender auf

andere Länder. Mitgliedstaaten wie

Ungarn und Polen wollen sich nicht

dazu verpflichten lassen, Migranten

aufzunehmen.

An der Unwilligkeit einiger EU-

Länder scheitertbisher auch die Herstellung

eines Notfallmechanismus

für im Mittelmeer gerettete Migranten.

Bei einem Treffen der europäischen

Innenminister am Donnerstag

in Helsinki gab es keine Einigung, wie

Bundesinnenminister Horst Seehofer

(CSU) sagte.

Kanzlerin Angela Merkel sprach

sich unterdessen ebenfalls für Korrekturen

am Dublin-System aus.Zur

Seenotrettung sagte sie, diese sei

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin

sieht Fehler im Dublin-System.

DPA

„ein Gebot der Humanität“. Und es

könne nicht bei jedem Schiff mit

Flüchtlingen erneut über eine Einzellösung

verhandelt werden. Die

CDU-Politikerin verwies im Übrigen

darauf, dass die Zahl der Flüchtlinge,

die es überhaupt bis nach Libyen

schafften, um von dort nach Europa

überzusetzen, schon spürbar abgenommen

habe.

Appell der Flüchtlingshilfe

Der Geschäftsführer der UNO-

Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-

Bauer,sagte der Berliner Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland):

„Durch die eingestellte Seenotrettung

über die Mission Sophia ist die Flucht

über das Mittelmeer wieder zur tödlichsten

Fluchtroute der Erde geworden.

Täglich sterben dort Menschen,

das muss uns wütend machen und

aufrütteln. Die Rettung von Menschen

vordem Ertrinken sollte daher

höchste Priorität vor allen anderen

Maßnahmen in der Flüchtlingspolitik

haben.“ Die Reform der Dublin-Verordnung

müsse „weiter vorangetrieben

und ein fairer Verteilungsmechanismus

geschaffen werden, um EU-

Staaten zu entlasten, in denen überproportional

viele Asylanträge

gestellt werden“, fügte Ruhenstroth-

Bauer hinzu. „Das Geschacher,wenn

Menschen auf den Booten festsitzen

und niemand hilft, ist unwürdig.“ Dabei

dürfe die Europäische Union die

Mittelmeerländer nicht allein lassen.


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 5 *

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Politik

Angst, lebenslang

Drei Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei erzählen Folteropfer,die sich in Sicherheit bringen konnten

VonFrank Nordhausen

Eswar helllichter Tag, als Ahmet

inmitten einer westtürkischen

Stadt vonvier Männer

entführtwurde.Erhatte

geahnt, dass es ein Wagnis war, auf

die Straße zu gehen, da er als „Terrorist“

gesucht wurde. „Sie zwangen

mich in einen Kleintransporter, legten

mir Handschellen an und zogen

mir einen Sack über den Kopf.“

So begannen im Frühsommer

2018 die Leiden des Managers eines

türkischen Konzerns, der seinen Namen

aus Angst um Angehörige in der

Türkei nicht publiziertsehen will. Ahmet

war Monate zuvor untergetaucht,

als er auf einer staatlichenTerrorliste

von Führungspersonen des

Netzwerks des Islampredigers Fethullah

Gülen aufgeführt worden war.

Nach dem gescheiterten Militärputsch

vom 15. Juli 2016 machte der

türkische Staatspräsident Erdogan

die Anhänger Gülens dafür verantwortlich.

Der Umsturzversuch jährt

sich in diesem Juli zum dritten Mal. In

der darauf folgenden Säuberungswelle

wurden mehr als 50 000 Menschen

festgenommen und über

150 000 Personen aus dem Staatsdienst

entlassen.

Seit seiner Flucht lebt Ahmet mit

seiner Familie im Rheinland, wo er

Asyl erhielt. Er erzählt, dass ihn die

Männer am Tagseiner Entführung in

einem Polizeirevier verhörten. „Sie

wollten, dass ich Namen vonMitgliedern

unserer Bewegung nenne. Sie

schlugen mich, bis ich ohnmächtig

wurde.“ Anschließend wurde er zu einem

unbekannten Ziel gefahren. Er

glaubt, dass man ihn in einem Haus

nahe der Hauptstadt Ankara gefangen

hielt –ineiner fensterlosen Zelle

ohne Bett oder Toilette,dafür mit Kameraund

Mikrofon.

DieWorte der Peiniger haben sich

ihm eingebrannt: „Wir sind der Staat.

Wenn du kooperierst, kommt du lebend

raus, wenn nicht, als Leiche.“

Während er seine Erlebnisse schildert,

stockt er immer wieder. „Vom

ersten Taganbin ich geschlagen und

stundenlang mit den Armen an die

Zimmerdecke gekettet worden. Dabei

stießen sie mir mit Stöcken in den

After.Wurde ich ohnmächtig, stellten

sie mich unter die Dusche. Drei Monate

lang war ich völlig nackt bis auf

den Sack über dem Kopf.“

Entsetzliche Schmerzen

Diemeiste Zeit habe er mit Armen auf

dem Rücken gefesselt stehen müssen.

Seine Beine schwollen an und

schmerzten entsetzlich. „Aber sobald

ich umfiel, kamen die Wärter und

schlugen mich, bis ich wieder aufstand.“

Auch wenn der gläubige Moslem

beten wollte, wurde geprügelt.

„Das befiehlt eine Regierung, die sich

muslimisch nennt!“, sagt er.

Ahmet glaubt, seine Peiniger hätten„eindeutig

eine Folterausbildung“

gehabt.„Als sie merkten, dass die Tortur

sinnlos war, wurde ich zwei Wochen

lang nicht mehr geschlagen, um

die Folterspuren zu verwischen.“

Dann hätten sie ihn auf einem Feld in

Zentralanatolien ausgesetzt.

15. Juli 2016: Panzer rollen durch den Flughafen von Istanbul. IMAGO IMAGES

Freunde halfen bei der Flucht

nach Deutschland. Er hat Schlafstörungen

und leidet unter den Folgen

der Knochenbrüche. Irgendwann

möchte er Strafanzeige stellen. Auch

weil Präsident Erdogan erst kürzlich

wieder behauptete: „Systematische

Folter und Misshandlung gehören

der Vergangenheit an. Unsere Haltung

lautet: Null Toleranz für Folter.“

Ahmet kann darüber nur lachen.

Auch andere Opfer wünschen

sich, dass die Grausamkeiten bekannt

werden. DerUnternehmer Cüneyt,

der ebenfalls anonym bleiben

will, wurde im Frühjahr 2017 in ein

Foltergefängnis gesteckt. Der ältere

Herr gehörte 1992 zu den Gründern

der „Bank Asya“, die bereits vor dem

Putschversuch vonder Regierung geschlossen

wurde, weil sie als wichtiger

Finanzier der Gülen-Bewegung

galt. Cüneyt sagt beim Gespräch in

Hessen, man habe ihm Spezialkenntnisse

unterstellt, weil er dem Sektenführer

Gülen persönlich begegnet sei.

Antiterrorpolizisten hatten ihn bei einer

Straßenkontrolle in Izmir verhaftet

und in den Keller eines Polizeireviers

verschleppt. „Man wollte, dass

ich belastende Dokumente über Gülen

und hochrangige Anhänger unterschreibe,die

man mir vorlegte.“

Als er nicht kooperierte,begannen

die Misshandlungen, erzählt Cüneyt.

„Sie zogen mich aus,fesselten meine

Hände und Füße, schlugen mich mit

Knüppeln und brüllten, unterschreib

endlich!“ DieSchläge zertrümmerten

seinTrommelfell und führten zu Erinnerungslücken.

„Sie fesselten mich

und jagten Stromstöße durch meine

Genitalien“, berichtet er. „Aber am

schlimmsten war, wenn sie drohten,

meine Frau und meine Töchter vor

meinen Augen zu vergewaltigen.“

Schließlich wurde er einem Richter

vorgeführt, der einen Haftbefehl

unterschrieb. Nach wiederholten

Schwächeanfällen wurde er acht Monate

später vorübergehend aus dem

Gefängnis freigelassen und flüchtete

nach Deutschland. „Ich hatte davon

gehört, dass im Südosten der Türkei

gefoltert würde, aber doch nicht bei

uns imWesten!“, sagt er.

Im kurdischen Südostanatolien ist

die Folter nie verschwunden. Der

junge Bauer Mahmut Yildiz aus

Diyarbakir wurde sechs Monate vor

dem Putschversuch von der Antiterrorpolizei

fast totgeschlagen. Er überlebte,

weil seine Peiniger ihn für tot

hielten. „Sie hatten mich in einen

Müllcontainer geworfen“, erzählt der

kleine Mann in einem Café einer griechischen

Stadt, „dann riefen sie den

Krankenwagen und sagten, dass sie

mich darin entdeckt hätten.“

Zehn Stunden zuvor war Mahmut

in das Altstadtviertel von Diyarbakir

gefahren, um eine seiner Schwestern

abzuholen, da sich dort PKK-Kämpfer

Gefechte mit der Polizei lieferten.

Plötzlich wurde er von bewaffneten

Antiterrorpolizisten eingekreist. Sie

fesselten ihn, verbanden ihm die Augen

und schafften ihn in ein Gebäude,

wosie ihn verprügelten. „Gib

uns Namen!“, hätten sie geschrien.

„Wosind die anderen Terroristen?“

Dann taten ihm die Polizisten etwas

an, das er nicht vergessen kann.

„Sie rammten mir den Lauf einer Maschinenpistole

in den After und riefen

dazu ,Allahu Akbar‘, Gott ist der

Größte. Ich blutete innerlich, und irgendwann

war mein Gesicht so zertrümmert,

dass ich nicht mehr richtig

sprechen konnte.Aber ich kannte gar

keine PKK-Kämpfer.“

Er wachte drei Tage später im

Krankenhaus auf und wurde wenig

später in ein Gefängnis verlegt, wo

man ihn unter Psychopharmaka

setzte.Nach neun Monaten erreichte

eine Anwältin seine Entlassung.

Freunde finanzierten seine Flucht

nach Griechenland. Da der oberste

Gerichtshof der Türkei die Klage gegen

die Folterer abgelehnt hat, soll

jetzt der Europäische Gerichtshof für

Menschenrechte entscheiden. Anders

als viele Folteropfer kennt Yildiz

die Namen seiner Peiniger.

„Nichts ist so schlimm wie dieses

Gefühl, das die Vergewaltigung mit

dem Gewehr auslöste“, sagt Mahmut

Yildiz –die Demütigung durch sexuelle

Gewalt. Dass der türkische Staat

sie benutzte,lässt den jungen Kurden

„an allem“ zweifeln.

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Obere

Mittlere/obere

369,-

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1.649,-

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1.019,-

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Bordkonto vorgemerkte Trinkgelder € 10,- p.P./Nacht (Empfehlung)

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6* Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2 019

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Wirtschaft

DAX-30 in Punkten

23.4.19

22.4.19

MÄRKTE

▲ 12260,07 (+0,26 %)

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

Euro in US-Dollar

23.4.19

Stand der Daten:19.07.2019 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

Gewinner

19.7.19

▲ 63,13 (+0,86 %)

19.7.19

▲ 1,1226 (+0,09 %)

Quelle

aus DAXund MDAX vom19.07.zum Vortag

Wirecard 147,15 +5,52 WWWWWW

Hella 41,76 +4,35 WWWWW

Sartorius Vz. 191,30 +3,63 WWWW

Siltronic NA 66,60 +3,26 WWWW

Scout24 NA 49,80 +3,06 WWWW

Kion Group 52,30 +3,03 WWWW

Verlierer

19.7.19

aus DAXund MDAX vom19.07.zum Vortag

Software 25,76 WWWWWWWWWWW –11,87

Norma Group NA 31,02 WWWWWWWWW –8,98

Commerzbank 6,21 WWW –2,34

ProSiebenSat.1 12,21 WW –1,25

Deutsche Bank NA 6,89 WW –1,20

SAP 112,00 WW –1,16

Leitbörsen imÜberblick

52-Wochen Hoch/Tief 19.07. ±% z. 18.07.

Euro Stoxx 50 (EU) –0,08

3549/2909 3480,18

CAC 40(FR) +0,03

5630/4556 5552,34

S&P UK(UK) +0,23

1569/1323 1518,78

RTS (RU) + 0,07

1414/1033 1350,69

IBEX (ES) –0,60

9924/8286 9170,50

Dow Jones (US) –0,10

27399/21713 27195,56

Bovespa (BR) –0,58

106650/74275104109,80

Nikkei (JP) +2,00

24448/18949 21466,99

Hang Seng (HK) +1,23

30280/24541 28787,64

Stx Singap. 20 (SG) +0,61

1646/1350 1645,95

Baudarlehen Kaufpreis 250.000 Euro

Darlehen 175.000 Euro (70 %Finanz./Tilgung 2%)

Effektivzinsen in %für

Kundenkontakt 5Jahre 10 Jahre 15 Jahre

Interhyp

0800/200151515 0,51 0,66 0,97

PlanetHome

089/76774188 0,51 0,71 0,97

DTW-Immobilienfinanzierung

0800/1155600 0,51 0,71 0,97

Dr.Klein

0800/8833880 0,51 0,71 0,97

MKIB Online

030/6408810 0,80 0,86 1,09

BBBank

0721/1410 0,68 0,79 1,18

Commerzbank

069/98660966 1,17 0,86 1,21

Deutsche Bank

069/91010000 0,89 0,94 1,40

ING

069/50500109 0,80 0,99 1,35

Postbank

0228/55002010 1,32 1,20 1,55

Mittelbrandenburgische Sparkasse

0331/898989 0,78 0,89 1,36

Berliner Volksbank

030/30363300 1,09 0,98 1,34

PSD Berlin-Brandenburg

psd-bb.de 0,96 1,06 1,46

Berliner Sparkasse

030/86986969 1,03 1,08 1,44

Sparda-Bank Berlin

030/42080420 0,83 1,10 1,69

Mittelwert von 95 Banken 0,76 0,91 1,25

Der Effektivzins beinhaltet Kosten der Grundschuldeintragung;

unveränderter Zinssatz nach Zinsbindung.

ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag), Ratenkredit

(Mittwoch), Sparbriefe (Donnerstag), Festgeld (Freitag), Baudarlehen

(Samstag).

Quelle: FMH-Finanzberatung

Flixbus setztesich mit eineraggressivenExpansionsstrategie durch, wobei mehrereKonkurrenten übernommen wurden.

Von Frank-Thomas Wenzel

Von Hannes Breustedt

Die Antwort auf Blablacar

Flixbus steigt jetzt auch in das Geschäft mit den Mitfahrgelegenheiten ein

Start2013: Flixbus startete

vorsechs Jahren, nachdem

die Bundesregierung das

Fernbusmonopol der Deutschen

Bahn aufgehoben

hatte. Das Unternehmen

setzte sich mit aggressiver

Expansionsstrategie durch,

wobei mehrere Konkurrenten

übernommen wurden.

Flixbus expandiert. Das

Unternehmen, das die grasgrünen

Fahrzeuge über die

Autobahnen schickt, will

künftig auch Mitfahrgelegenheiten

vermitteln. Mit dem neuen Geschäftsfeld

soll Konkurrenz aus

Frankreich auf Distanz gehalten werden.

Die Muttergesellschaft Flixmobility

hat rund 500Millionen Euro eingesammelt.

Die Finanzinvestoren

Permira und TCV sind bei dem

Unternehmen eingestiegen, das jetzt

mit mehr als 2Milliarden Euro bewertet

und damit zu einem der erfolgreichsten

hiesigen Start-ups

wird. Diehalbe Milliarde soll auch in

den Ausbau der Geschäfte in Europa

und den USA verwendet werden. Zudem

will das Management den

Sprung nach Asien und Südamerika

wagen.

Und die neue Marke Flixcar soll

die Bus- und Bahnangebote ergänzen.

Die Mitfahrplattform sei der

nächste logische Schritt, um das Mobilitätsnetzwerkzuergänzen,

sagt Jochen

Engert, Chef und Gründer von

Flixmobility. Ineinem Pkw würden

rechnerisch im Schnitt nur 1,5 Personen

sitzen. Mitfahren sei eine tolle

Art und Weise, Spritkosten zu teilen

und die Belastungen für das Klima zu

verringern. Das Münchner Unternehmen

will die neue Plattform zunächst

in einem oder zwei europäischen

Länderntesten–Deutschland

dürfte dazugehören. Es geht den Managern

einerseits darum, dass den

Fahrgästen der Busse und Bahnen

des Unternehmens die Möglichkeit

gegeben wird, zu Bahnhöfen und

Haltestellen zu kommen beziehungsweise

von den Endstationen

weiterzureisen. Dadurch könnten

mehr Kunden in kleineren Städten

erreicht werden, so Engert.

Mit dem Vorstoß reagiert das

Unternehmen aber auch auf neue

Konkurrenz. Das französische Startup

Comuto greift auf dem Heimatmarkt

an. Kürzlich schickte es die

Marke Blablabus mit Kampfpreisen

ab 99 Cent pro Ticket auf den deutschen

Fernbusmarkt, wo Flixbus

einen Marktanteil von mehr als

Cloud-Boom bei Microsoft

Umsatz und Gewinn des Software-Riesensteigen kräftig

tiveErgebnis legte um starke 20 Prozent

zu. Microsoft verdient weiter

prächtig an seinem boomenden

Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im

Internet. Beim Flaggschiff –der Azure-Plattform

für Unternehmen –

kletterte der Umsatz um 64 Prozent,

teilte der Konzern mit. Das ist zwar

ein beeindruckender Wert, allerdings

lag das Wachstum im Vorjahreszeitraum

noch bei 89 Prozent und

im Vorquartal bei 73 Prozent.

Die Cloud-Dienste sind ein großer

Teil des Erfolgsrezepts, mit dem

Konzernchef Satya Nadella Microsoft

seit seinem Amtsantritt vorfünf

Jahren zu einem kaum für möglich

KEIN BÖRSENGANG

Geschäftsmodell: Das

Unternehmen verkauft Tickets

und erstellt Fahrpläne.

Es besitzt weder Busse noch

Eisenbahnzüge, sondernbeauftragt

Busunternehmen

und Eisenbahnbetreiber.Der

Jahresumsatz soll aktuell bei

rund 500 Millionen Euro liegen.

Vision: Mit der neuen Finanzierungsrunde

habe man alle

Freiheiten, um die Vision

zu verfolgen, das Unternehmen

zu einer globalen Mobilitätsplattformauszubauen,

heißt es bei Flixmobility.

Dank des zusätzlichen Kapitals

könne man auf einen

Börsengang verzichten.

gehaltenen Comeback verholfen

hat. Doch auch in vielen anderen

Sparten brummt das Geschäft. Das

2016 übernommene Onlinekarriereportal

Linkedin erhöhte den Umsatz

um ein Viertel. Microsofts Webversion

des Büroprogramms „Office

365“ legte um starke 31 Prozent zu.

Insgesamt steigerte der Konzern die

Erlöse um 12 Prozent auf 33,7 Milliarden

Dollar.

Kurs stark gestiegen

Sowohl der Gewinn als auch der Umsatz

des Softwareriesen lagen über

den Erwartungen der Analysten. Anleger

reagierten positiv: Die Aktie

FOTO: JULIAN STRATENSCHULTE/DPA

95 Prozent hat. Die Franzosen kommen

aus der anderen Ecke.Sie dominieren

mit Blablacar in ganz Europa

das Geschäft mit der Vermittlung von

Mitfahrgelegenheiten gegen Gebühr.

DieBlabla-Manager sehen die Busse

als komplementäres Angebot zu

ihrem Kerngeschäft.

Die beiden Rivalen setzen auf die

immer wieder beschworenen Synergien.

Mitfahren und Busfahren

sollen sich wechselseitig hochschaukeln.

Werindem Konkurrenzkampf

die Nase vornhaben wird, hängt ganz

entscheidend davon ab,wie viel Geld

die Investoren lockermachen. Da hat

sich einiges an Finanzkraft versammelt:

Hinter Comuto stehen nach Informationen

des Start-up-Portals

Crunchbase unter anderem die französische

Staatsbahn SNCF und Kapitalgeber

aus Russland und den USA.

BeiFlixmobilitysindmitPermiraund

TCVjetzt zwei renommierte Investoren

eingestiegen. TCV hat unter anderem

in Facebook, Netflix und

Airbnb investiert. Permira kann auf

eine lange Liste mit Engagements

auch bei deutschen Unternehmen

wie Hugo Boss oder Debitel zurückblicken.

Die Europäische Investitionsbank,

das Geldhaus der EU, hat

ebenfalls Kapital zur Verfügung gestellt.

Größter Anteilseigner bleibt

aber der US-Finanzinvestor General

Atlantic.Auch dieRisikokapitalsparte

des Holtzbrinck-Verlages ist an

Flixmobility beteiligt.

Natürlich hängt das Geschick der

neuen Mobilitätsanbieter auch stark

davon ab,wie die anderen Geschäfte

laufen. Flixmobility ist bereits in 17

Ländern vor allem mit Fernbussen

aktiv. Schwerpunkt ist Europa. Aber

auch in den USA wird die Marktführerschaft

angestrebt. Der Einstieg in

südamerikanische und asiatische

Märkte ist für 2020 vorgesehen. Details

werden bislang nicht genannt.

Zudem will das Unternehmen

sein Angebot auf der Schiene mit der

Marke Flixtrain ausbauen. Die

MünchnersindimvorigenJahrindas

Bahngeschäft eingestiegen, und

zwar auf dem deutschen Heimatmarkt.

Demnächst sollen im Zuge

der Liberalisierung der Eisenbahnbranche

grasgrüne Züge auch in

Schweden und in Frankreich fahren.

Der amerikanische Software-Riese

Microsoft bleibt dank seiner

florierenden Cloud-Dienste auf Erfolgskurs.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal

bis Ende Juni dieses

Jahres schoss der Gewinn im Jahresvergleich

um 49 Prozent auf 13,2 Milliarden

Dollar (11,7 Mrd. Euro)indie

Höhe,wie Microsoft am Donnerstag

nach US-Börsenschluss am Konzernsitz

in Redmond im US-Bundesstaat

Washington mitteilte.

Daslag zwar auch maßgeblich an

einer Steuergutschrift über 2,6 Milliarden

Dollar,doch auch das operastieg

nachbörslich um rund 2Prozent.

An der Börse ist Microsoft derzeit

ohnehin das Maß aller Dinge.

DerKonzern hat Apple und Amazon

als wertvollste Aktiengesellschaft

überholt und ist aktuell das einzige

Unternehmen mit einem Börsenwert

von mehr als einer Billion Dollar.

Im bisherigen Jahresverlauf liegt

der Kurs mit fast 35 Prozent im Plus.

Das ist umso beeindruckender, da

bis zur Übernahme durch Nadella

eigentlich niemand dem einst so

mächtigen Computerdino zugetraut

hätte,wieder an die alten Zeiten anzuknüpfen.

(dpa)

737-Debakel

bringt Boeing

in Bedrängnis

Bilanzwird mit fast

5Milliarden belastet

Von Hannes Breustedt

Die Krise um die nach zwei Abstürzenmit

Flugverboten belegte

Baureihe 737 Maxvermasselt dem

US-Luftfahrtriesen Boeing die Bilanz.

Im zweiten Quartal werde eine

zusätzliche Belastung in Höhe von

4,9 Milliarden Dollar (4,4 Mrd. Euro)

nach Steuern anfallen, teilte das

Unternehmen am Donnerstagabend

nach Börsenschluss mit. Damit dürfte

der Airbus-Konkurrent tief in die

roten Zahlen geraten.

Laut Boeing soll das Geld für

potenzielle Entschädigungen von

Fluggesellschaften verwendet werden,

die wegen des Ausfalls der 737

Maxvon Betriebsstörungen und Auslieferungsverzögerungen

betroffen

sind. Der Konzern will die Sonderkosten

zwar komplett im zweiten

Quartal verbuchen, mögliche Kompensationen

an Airlines sollen aber

erst über mehrere Jahre und in verschiedenen

Formen erfolgen.

Zudem teilte der Flugzeugbauer

mit, dass die Produktionskosten des

gesamten 737-Programms im zweiten

Quartal um etwa 1,7 Milliarden

Dollar angestiegen sein dürften. Dies

liege hauptsächlich daran, dass die

Fertigungsrate länger als geplant reduziert

werden müsse. Diese gestiegenen

Kosten würden auch künftig

die Gewinnspannen belasten.

Anleger konnte dies jedoch nicht

schrecken. Im Gegenteil: Boeing-AktiendrehtenimnachbörslichenHandel

sogar mit rund 2Prozent ins Plus.

Offenbar hatten die Marktteilnehmer

noch heftigere Belastungen befürchtet.

Ohnehin haben sich Börsianer

die 737-Max-Krise bislang recht

gelassen angeschaut. Auf Jahressicht

hat der Aktienkurs sogar um knapp

12 Prozent zugelegt.

Massiv unterDruck

Dabei steht Boeing nach zwei Flugzeugabstürzen

baugleicher 737-

Max-Maschinen in Indonesien und

Äthiopien, bei denen im Oktober und

März insgesamt 346 Menschen starben,

massiv unter Druck. Für den betroffenen

Flugzeugtyp –bis dahin das

meistverkaufte Modell des Herstellers

–wurden weltweit Startverbote

verhängt. Ob und wann Boeings 737-

Max-Serie wieder abheben darf, ist

derzeit unklar.

Zuletzt hatten Aufseher weitere

Probleme festgestellt, wodurch sich

eine Wiederzulassung noch deutlich

länger hinziehen könnte. Boeing

steht im Verdacht, die Flugzeuge

überstürzt auf den Markt gebracht

und die Sicherheit vernachlässigt zu

haben. Der Konzern bestreitet dies

zwar, hat aber Pannen eingeräumt.

Untersuchungsberichte deuteten

auf eine fehlerhafte Steuerungssoftwareals

Absturzursache hin.

Die US-Fluggesellschaften mit

737-Max-Maschinen hatten zuletzt

alle angekündigt, die Krisenjets bis

Anfang November aus den Flugplänen

zu streichen. Deshalb entfallen

täglich Hunderte Flüge,und den Airlines

entstehen zusätzliche Kosten.

EinweiteresProblem sind Bestellungen

für die 737 Max, die wegen des

Flugverbots nicht ausgeliefert werden

können. (dpa)

Die 737 Max hatBoeingfinanziell ins Trudelngebracht.

FOTO: TED S. WARREN/AP


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8* Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2 019

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Wirtschaft

NACHRICHTEN

Weniger Schlichtungsfälle

bei Verkehrsunternehmen

Nach dem chaotischen Flugsommer

im vergangenen Jahr geht die Zahl

der Konflikte zwischen Verbrauchernund

Verkehrsunternehmen

allmählich zurück. Vorder Schlichtungsstelle

für den öffentlichen Personenverkehr

landeten in den ersten

sechs Monaten dieses Jahres

knapp 11900 Fälle.Das waren zwar

24 Prozent mehr als im gleichen

Zeitraum des Vorjahrs,„jedoch ist

eine abnehmende Tendenz zu verzeichnen“,

heißt es im Bericht der

Schlichtungsstelle.Die Zahl der

Schlichtungsfälle hatte sich im Gesamtjahr

2018 im Vergleich zum

Vorjahr mehr als verdoppelt. (dpa)

Beate Uhse steht

zum Verkauf

Derinsolvente Erotikhändler Beate

Uhse steht nach einem erfolglosen

Sanierungsversuch durch einen Investor

zum Verkauf. „Aufgrund verschiedener

Nachfragen betreffend

die Fortführungder Shopsin

Deutschlandhabeich mich dazu

entschlossen,die geeigneten Nachfolgerbeziehungsweise

Erwerber

übereinen geordneten Auswahlprozess

zu ermitteln“,teile der vorläufige

InsolvenzverwalterSven-Holger

Undritz mit. DieMuttergesellschaft

Be Yousowie drei Tochterunternehmen

hatten Insolvenzanträge gestellt,nachdem

die Gehälter für die

noch 70 Angestellten nicht mehr gezahlt

worden waren. (dpa)

Weniger Erdbeeren

auf den Feldern

Die Anbaufläche fürErdbeeren hat sich

um 9Prozentverkleinert. FOTO: J.KOCH/DPA

Deutschlands Bauernhaben in diesem

Jahr weniger Spargel und Erdbeeren

geerntet als 2018. Zwar lag

die Spargelernte nach einer Schätzung

des Statistischen Bundesamtes

mit 122000 Tonnen um gut 2Prozent

über dem Durchschnitt der vergangenen

sechs Jahre. Im Vergleich

zum Vorjahr wurden aber 8Prozent

weniger Spargel gestochen –auf fast

unveränderter Anbaufläche von

22900 Hektar.Die Menge an Erdbeerenaus

dem Freiland dürfte

deutschlandweit bei rund 108700

Tonnen landen. Daswären gut

8Prozent weniger als im Jahr 2018.

Diesüßen Früchte wurden auf einer

Fläche von11400 Hektar angebaut –

eine Verkleinerung um 9Prozent

binnen Jahresfrist. (dpa)

Ghosn verklagt

Nissan und Mitsubishi

DerfrühereRenault-Spitzenmanager

Carlos Ghosnhat in den Niederlanden

Klage gegen Nissan und Mitsubishieingereicht.

Nach einem Bericht

der französischen Zeitung „Le

Figaro“ wirft Ghosn den beiden

Unternehmen eine missbräuchliche

Beendigung seinesArbeitsvertrags

als Mitarbeiter der NMBVvor.NMBV

ist eine Tochter der beiden japanischen

Autobauer mit Sitz in den Niederlanden.

„Le Figaro“ zufolge fordertGhosn

15 Millionen Euro Schadensersatz.Die

Anwälte des 65-Jährigen

argumentieren, dass Ghosn

sein Amt bei NMBVimGegensatz zu

anderen Posten nichtniedergelegt

habe. (dpa)

Von Thomas Magenheim

Bosse großer Autokonzerne

kennen auch Normalbürger,

die sich für Wirtschaft

sonst wenig interessieren.

In diesem Punkt hat der neue BMW-

Chef Oliver Zipse Nachholbedarf,

denn öffentlich ist er ein unbeschriebenes

Blatt. Im Unternehmen dagegen

ist er längst eine feste Größe:

Sein gesamtes Berufsleben hat der

heute 55-Jährige bei BMW verbracht.

In einem Monat, so hat es der Aufsichtsrat

jetzt beschlossen,sollerdie

Nachfolge des vorzeitig verabschiedeten

Harald Krüger antreten.

Daszeigt zweierlei. Erstens bleibt

BMW sich auch in angespannten Zeiten

treu und macht einen betont uneitlen

Manager zum Boss. Zweitens

zeigt der Abgang Krügers einige Monate

vor Vertragsende, dass die Lage

zumindest ernst ist.

Monatelang bröckelte der Rückhalt

für Krüger, der gängige Termin

für die Verlängerung ein Jahr vorVertragsende

verstrich. Als dann Insider

in die Medien trugen, dass eine zweite

Amtszeit keineswegs sicher sei,

kündigte Krüger den vorzeitigen Abschied

an.

Vorgeworfen wird ihm, dass er

BMWs Vorsprung in der Elektromobilität

verspielt und im operativen

Geschäft enttäuschende Zahlen gelieferthabe.

Über allem schwebt der

Verdacht, dass er entscheidungsschwach

sei –nicht hart genug, um

das Unternehmen auch gegen Widerstände

neu auszurichten.

Auch Zipse gilt als Freund der leisen

Töne und wechselt–wie vorihm

der zwei Jahre jüngere Krüger –aus

dem Produktionsressort andie Spitze.Damit

ist er eine typische Wahl für

die bestimmende Aktionärsfamilie

Quandt. BMW-Bosse von außerhalb

sind für sie traditionell tabu. Zudem

schätzen die Quandts ruhiges und

zurückhaltendesManagen,wieZipse

es in seiner Person verkörpert. Dem

Musikliebhaber und Förderer der

Münchner Oper wird zudem ein guter

Draht zu BMW-Betriebsratschef

Manfred Schoch nachgesagt. Harmonisches

Miteinander auch auf

dieser Ebene ist bei BMW Tradition

und ein Faustpfand speziell in rauen

Zeiten.

Auf einen Unterschied zu Krüger

wird allerdings geachtet: Zipse sei

durchsetzungsstark,heißt es im Konzern.Das

wird auch nötig sein. Zwar

steht BMW im Vergleich zu Audi und

Daimler aktuell noch am relativ besten

da, doch ein leichter Joberwartet

den Neuen nicht. Zipses angestammtes

Gebiet, die Produktion, gilt

als BMWs Stärke, die Herausforderungen

warten auf anderen Feldern.

Dergeborene Nachfolger

Oliver Zipse muss als künftiger BMW-Chef die Weichen neu stellen

viel wie Schürfen, im Bergbau gewinnen

und bezeichnet einen Prozess,

bei dem mit hoch komplexen Algorithmen

die Transaktionen verifiziert

werden. Dieverifizierten Transaktionen,

auch Blocks genannt, werden zu

einem öffentlichen Dokument, auch

Blockchain, hinzugefügt. Jedes Mal,

wenn ein Miner einen neuen Block

zu der Blockchain hinzufügt, erhält

er eine Zahlung in Bitcoins.

Damit all das funktioniert, benötigen

teure Spezialcomputer eine

Menge Strom, um die Prozessoren zu

betreiben und zu kühlen. Im Iranhaben

die Bitcoin-Schürfer beste Bedingungen,

weil Elektrizität dank der

langjährigen staatlichen Subventionen

günstig ist. Doch regelmäßige

Razzien und widersprüchliche Aussagen

der Behörden haben die

Schürfer verunsichert. Keiner will

über seine Arbeit sprechen oder gar

verraten, was er damit verdient. Die

Angst vor Enttarnung ist groß. Doch

sie räumen ein, dass es ihnen ums

Mit Elektromobilität und autonom

fahrenden Autos steht BMW vor

denselben Problemen wie die ganze

Branche. So radikal wie VW setzt

BMW nicht auf Elektromobilität, in

den Werken etwa sollen Modelle aller

Antriebsarten parallel gebaut werden

–eigene Werkefür E-Mobile gibt

es nicht. Als Produktionschef ist Zipse

führender Vertreter des BMW-Ansatzes.

„Es geht uns darum, die Industrie

richtig zu interpretieren und

vorausschauend die richtigen Dinge

in die Wege zu leiten“, hat der Analytiker

in einem seiner wenigen Interviews

einmal gesagt.

In seiner Karriere wies zunächst

wenig in Richtung Autoindustrie.An

der Mormonen-Universität von Salt

Lake City im US-Bundesstaat Utah

studierte der damals 19-Jährige Informatik

und Mathematik. Zu dieser

ZeitführtedasnochnichtindieAutoindustrie

–heute ist es von Nutzen.

1985 holte sich Zipse an der TU

Darmstadt im Studienfach Allgemeiner

Maschinenbau den zweiten Teil

seines Rüstzeugs.

Als Diplom-Ingenieur heuerte der

als belesen und eloquent geltende

Manager 1991 bei BMW an und tummelte

sich vonAnfanganinden Ressorts

Entwicklung und Produktion.

Er war für BMW in Südafrika und als

Werkschef bei der Kleinwagenmarke

Mini im britischen Oxford, was in

Brexit-Zeiten noch von Vorteil sein

könnte.2015 wurde der mit einer Japanerin

verheiratete Familienvater

als Produktionschef in den Vorstand

geholt, nachdem Krüger von dort in

den Chefsessel beordertworden war.

MitZipses Aufstieg sind nun drei der

letzten vier Vorstandsvorsitzenden

ehemalige Produktionschefs.

Zipse wird nun liefern müssen,

nachdem Krüger nicht den erhofften

Erfolg hatte. Das geht über das Einhalten

zuletzt verfehlter Margenziele

weit hinaus. Eserfordert Führungsstärke

und Durchsetzungskraft, aber

auch diplomatisches Geschick. Letzteres

gilt vor allem mit Blick auf den

Erzrivalen Daimler, mit dem sich

BMW auf einigen Ebenen zu einer

Schicksalsgemeinschaft zusammengefunden

hat. Der Schulterschluss

geht vonMobilitätsdiensten wie Carsharing

bis zur Entwicklung autonom

fahrender Autos der nächsten

Generation.

Weitere Kooperationen könnten

für einen vergleichsweise kleinen

Hersteller wie BMW nötig sein. Das

nagt am weiß-blauen Selbstverständnis

und muss gemanagt werden.

Zipse hat für seine Aufgaben

mutmaßlich eine volle Amtszeit von

vier Jahren, bevor er das bei BMW für

Topmanager geltende Pensionsalter

von60Jahren erreicht.

US-Sanktionen sorgen für Bitcoin-Boom im Iran

Von Jon Gambrell und Amir Vahdat

Der Bitcoin-Boom hat es auf die

Titelseiten der iranischen Zeitungen

geschafft. Die führenden

Geistlichen des Landes diskutieren

über das Thema digitale Währungen.

Und die Polizei geht mit Razzien

gegen verborgene Server vor, auf

denen die Bitcoins erstellt werden. In

den USA warnen Regierungsvertreter,

dass die Kryptowährung genutzt

werden könne, umdie Sanktionen

der Trump-Regierung zu umgehen,

die man dem Land auferlegt hat.

Wie andere digitale Währungen

sind Bitcoins eine Alternativezudem

Geld, das Notenbanken in aller Welt

drucken lassen. Anders als dieses

Geld werden Kryptowährungen

nicht voneiner Zentralbank kontrolliert.

Bitcoins und andere digitale

Währungen sind hoch spekulativ.

Computer in aller Welt werden für

das sogenannte Bitcoin-Mining eingesetzt.

DasWortMining bedeutet so

Oliver Zipsewird im August Nachfolgervon HaraldKrüger.

Datenzentrum: BMW und

der chinesische Internetriese

Tencent bauen ein Datenzentrum

für selbstfahrende

Autos in China. Nach Angaben

vonBMW-China-Chef

Jochen Goller betreibt der

Autobauer dortmit mehr als

1000 Ingenieuren bereits

die größten Forschungs- und

Entwicklungseinrichtungen

außerhalb vonMünchen.

KOOPERATION IN CHINA

Partner: Mit Tencent, das

auch die weltweit populäre

HandyplattformWechat betreibt,

habe BMW einen passenden

Partner.„China eignet

sich besonders für die

Entwicklung des autonomen

Fahrens“, sagte Goller.Es

sei „unglaublich“, wie viel

Geld investiertwerde –mehr

als im Silicon Valleyinden

USA.

FOTO: FALK HELLER/IMAGO/ARGUM

5G-Standard: „Andere Länder

reden über 5G, China

baut es“, sagte Goller über

den superschnellen Mobilfunkstandard.

Die durchschnittlichen

BMW-Kunden

in China seien mit 36 Jahren

jünger und sehr technikaffin.

Während die Autoverkäufe in

China im ersten Halbjahr zurückgingen,

konnte BMW

dort6,8 Prozent zulegen.

Polizei gehtmit Razzien gegenverborgene Servervor

Geldverdienen geht. Seit dem internationalen

Atomdeal von 2015, aus

dem die USA inzwischen ausgestiegen

sind, hat die einheimische Währung

Rial fast drei Viertel ihres Wertes

in Dollar verloren.

„Es ist klar,dass das hier ein Himmel

für die Schürfer geworden ist“,

sagt Mohammed Dschawad Asari

Dschahromi,IransMinisterfürInformations-

und Kommunikationstechnologie.

Das Geschäft mit den

Bitcoins sei zwar gesetzlich nicht verboten.

„Aber die Regierung und die

Zentralbank haben die Zollbehörden

angewiesen, den Importder entsprechenden

Computer zu verbieten, bis

neue Regel eingeführtsind.“

Ali Bachschi, Leiter des iranischen

Elektrizitätsindustrie-Verbands,sagte

kürzlich, dass das Energieministerium

eine drastische Strompreiserhöhung

für Bitcoin-Schürfer plant

–von bislangetwa0,5 Cent auf umgerechnet

6Cent pro Kilowattstunde,

wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur

Fars berichtet. Das wäre

aber trotzdem noch immer nur rund

die Hälfte des Strompreises in den

USA.

Auch von religiöser Seite gibt es

Bedenken. Die Nachrichtenseite

Tabnak,die für einen Hardliner-Kurs

steht, zitierte drei Ajatollahs, die die

Bitcoins entweder als problematisch

oder sogar verboten bezeichneten.

Dscharhomi betontjedoch, dass die

Kleriker sich offener gezeigt hätten,

nachdem ihnen erklärt worden sei,

dass die Bitcoins einen Wert in der

realen Welt hätten. Das ist vom islamischen

Recht vorgeschrieben. Es

verbietet außerdem dasSpekulieren

und die Zahlung vonZinsen.

DieUSAguckenmittlerweileganz

genau auf die Bitcoin-Geschäftevon

Iranern. Im November wurden zwei

iranische Staatsbürger in Newark

angeklagt, weil sie als Hacker versucht

haben sollen, mehr als 200

amerikanische Einrichtungen zu

Bitcoin-Zahlungenzuzwingen. (ap)

Fiat Chrysler

kommt nicht

voran

DerKonzern stehtvor

großenHerausforderungen

Von Alvise Armellini

Nach dem plötzlichen Tod von

Sergio Marchionne und der geplatzten

Fusion mit dem französischen

Autobauer Renault hat Fiat

Chrysler ein hartes Jahr hinter sich.

Doch auch die Zukunft bringt große

Herausforderungen für den italienisch-amerikanischen

Konzern und

siebtgrößten Autobauer weltweit.

Die Automobilindustrie ist im Wandel,

Verkaufszahlen sinken, und die

Modelle von Fiat Chrysler – kurz

FCA –sind nicht mehr auf dem neuesten

Stand. FCA baut serienmäßig

bisher weder Elektroautos noch Hybridmodelle,

und dass eines seiner

führenden Modelle,der Fiat 500 City

Car, das erste Malvom Band rollte,ist

nun auch schon zwölf Jahreher.

„Die FCA-Gruppe hat sich finanziell

stabilisiert. Trotzdem ist FCA immer

noch ein zweitrangiger Autobauer“,

sagt der Direktor des Instituts

für Automobilwirtschaft (IFA) im baden-württembergischen

Geislingen,

Stefan Reindl. Als Hauptprobleme

des Autoherstellers sieht er dessen

begrenztes Verkaufsvolumen, eine

fehlende Globalisierungsstrategie

sowie sein Zaudern bei neuen Technologien.

E-Autoaus Turin

Doch Fiat Chrysler bemüht sich, den

Rückstand aufzuholen: Vergangene

Woche begann die Firma, ihr historisches

Mirafiori-WerkinTurin für die

Herstellung eines Fiat-500-E-Autos

auszurüsten. Bei fahrerlosen Wagen

arbeitet FCA mit der Google-Schwesterfirma

Waymo zusammen.

Weltweit verkauft FCA weniger als

5 Millionen Autos pro Jahr. Dank

einer starken Nachfrage nach seinen

Jeep-Geländefahrzeugen und Ram-

Pick-ups stammen mehr als 90 Prozent

des Gewinns aus dem Nordamerikageschäft.

In China, dem größten

Automarkt weltweit, ist FCA dagegen

so gut wie gar nicht präsent. In Europa

schwächelt das Geschäft, und die

sagenumwobene Marke Alfa Romeo

hat das Unternehmen bisher nicht

sichtbar wiederbeleben können. Im

ersten Halbjahr 2019 fielen die Verkaufszahlen

vonAlfaRomeo in Europa

um mehr als 40 Prozent im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum. Die

Marke Fiat, die weitgehend von

ihrem Kultmodell 500 abhängt, verkaufte

10 Prozent weniger. „Meiner

Meinung nach können sie nicht lange

so weitermachen“, sagt der Mailänder

Zeithistoriker und ehemalige

Direktor des Fiat-Archivs Giuseppe

Berta.

Marchionne, der nach Komplikationen

bei einer Operation am 25. Juli

2018imAltervon66Jahrengestorben

war,hat bei FCA ein bedeutendes Erbe

hinterlassen. „Er war der Mann,

der Fiat und Chrysler in Eigenregie

vordem so gut wie sicheren Bankrott

rettete“,sagtderHerausgeberdesitalienischen

Automagazins „Quattroruote“,

Gian Luca Pellegrini.

Als Chef von Fiat (ab 2004) und

Chrysler(ab2009)belebteMarchionne

zwei ehemalige Problemfälle neu

und führte sie als FCA zu einem globalen

Unternehmen zusammen.

Wichtiger als Investitionen in neue

Modelle waren ihm dabei seine beiden

Hauptziele: die Schulden von

FCA loszuwerden und einen neuen

Fusionspartner zu finden. Sein erstes

Ziel hatte er erreicht, nicht aber das

zweite. Marchionne blitzte mit seinen

wiederholten Heiratsanträgen

an General Motors immer wieder ab,

und im Juni platzte auch eine Fusion

mit Renault nach Widerstand in der

französischen Regierung.

Laut dem Fiat-Historiker Bertaist

eine Fusion oder eine Allianz mit

einem anderen Autobauer der einzige

Wegfür FCA,umdie dringend notwendigen

Ressourcen zur Entwicklung

neuer Technologien und Produkte

aufzubringen. (dpa)


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10 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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·

Meinung

Forschung

AUSLESE

Exzellente Unis auf

dem richtigen Weg

Pancho Villa und

Adolf Hitler

Torsten Harmsen

begrüßt das Zusammengehen der

drei Berliner Universitäten.

Wer die Berliner Universitäten seit

drei Jahrzehnten beobachtet, der ist

fasziniert von ihrer Entwicklung. Am Anfang

–inden 90er-Jahren, nach dem Mauerfall

– standen Neuordnungen, harte

Konkurrenz, schmerzliche Fusionen und

zermürbender Spardruck. Heute gehen

die Universitäten gemeinsam. Die Freie

Universität, die Humboldt-Universität,

die TU und die Charité haben es geschafft,

im Verbund zu Exzellenz-Universitäten

gekürt zuwerden. Dies ist ein absolutes

Novum in Deutschland. Undesist vorallem

auch der Berliner Politik zu verdanken,

die oft gescholten wird. In diesem

Fall aber tut sie genau das Richtige.

Es warenWissenschaftspolitiker wie Senator

Jürgen Zöllner (SPD), die einst Weichen

dafür stellten, dass Berlin exzellente

Bereiche gezielt ausbaut –inForschungsverbünden

und mit Spitzenforschern aus

aller Welt, die auf neue Art finanziert werden.

Eines der Instrumente dafür ist die

2009 gegründete Einstein-Stiftung. Es ist

nur konsequent, auch das Zusammengehen

aller Universitäten in Spitzenbereichen

finanziell zu fördern, wie es die heutige

BerlinerWissenschaftspolitik tut.

Natürlich sind die Mittel begrenzt.

Manche Bereiche klagen darüber, vernachlässigt

zu werden. Aber Profilbildung

und Konzentration sind der einzige Weg

für Berlin, international herauszuragen.

Forschungsverbünde zu wichtigen Themen

wie Klima, Herz-Kreislauf-Krankheiten,

Alzheimer und Krebs, Demokratie-

Entwicklung, sozialem Zusammenhalt

und Digitalisierung bringen nicht nur

Wissen, sondern auch Arbeitsplätze und

eine Einbindung in internationale Netzwerke.

Diese ist heute angesichts nationalistisch-populistischer

Entwicklungen auf

der Welt wichtiger denn je.

Christen

Wenn die Lehre nicht

zum Leben passt

Joachim Frank

erklärt, warum immer mehr Menschen

aus der Kirche austreten.

Eines lässt die kirchliche Jahresstatistik

nicht zu: das Sortieren nach guten

oder schlechten Ortskirchen, konservativen

oder liberalen Bischöfen, Reformern

oder Traditionsbewussten. Überall liegen

die Austritte aus der katholischen Kirche

übers Jahr bei etwa einem Prozent der

Mitgliedschaft –mal etwas darunter, mal

etwas darüber.

Aussagekräftiger ist schon der Vergleich

mit der evangelischen Kirche.Zwar

sind auch dort die Austrittszahlen gestiegen,

aber um einen erheblich niedrigeren

Anteil. Das zeigt: Der Sinkkurs der Kirchen

in Deutschland ist nur in Teilen ein

ökumenischer Tandemflug. Es gibt konfessionelle

Sondereffekte. Auf katholischer

Seite lassen sich diese unschwer

identifizieren: Dernach wie vorunbewältigte

Missbrauchsskandal steht an oberster

Stelle. Aber auch ein immer weiteres

Auseinanderdriften vonLehreund Leben

führt zur Entfremdung und dann zur

förmlich vollzogenen Abwendung.

Die nackten Zahlen spiegeln dabei

noch nicht einmal die ganzeDramatik wider.

Inzwischen werden die Gemeinden

und kirchlichenVerbände voneiner Kernschmelze

erfasst, die auch der charismatischste

Pfarrer nicht aufhalten kann.

Wettbewerbsföderalismus auf Katholisch?

Schön wär’s!Doch Erscheinungsbild

und Wahrnehmung „der Kirche“ als

ganzer verhindern ein solches Konzept

schon im Ansatz.Wohlweislich verzichten

die Kirchenoberen auf eingehende Analysen,

reden lieber allgemein von „Trends“

und einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung

mit Säkularisierung und Erosion

der Institutionen. Das gehört zuden

scheinbar bewährten Strategien, sich

schlechte Nachrichten schönzureden.

Stabil in ihrer Sphäre

Die Rechnung kann ganz einfach

sein: Für 25 Milliarden Dollar haben

Astronauten 382 Kilogramm

Steine zur Erde gebracht. Ziemlich

viel Geld für ein paar kleine Brocken vom

Mond. Trotzdem war das Apollo-Programm,

das am 21. Juli 1969 erstmals Menschen auf

den Erdtrabanten brachte,ein gewaltiger Erfolg.

EinTriumph des freienWestens über die

autokratische Sowjetunion. 50 Jahre später

hat die Politik ihren Blick erneut auf den

Mond geworfen: In fünf Jahren sollen dort

wieder Astronauten landen. Fotos, Fahnen,

Fußabdrücke und Gestein reichen nicht.

Diesmal kommt der Mensch, um zu bleiben.

Frappierend sind die Parallelen zur Apollo-

Mission: Damals wie heute spielt dieWissenschaft

nur eine Nebenrolle.

Die US-Regierung hat die Vorgabe klar

formuliert: Ab 2024 sollen Astronauten auf

dem Mond eine Basis errichten. Sie soll das

Sprungbrett sein für künftige Reisen zum

Mars.US-Präsident Donald Trump will in die

Geschichte eingehen als der Mann, der den

ersten Schritt zur Eroberung des roten Planeten

getan hat. Viel zu erobern gibt es dort

allerdings nicht mehr. Dutzende Satelliten

und Sonden wurden bereits zum Mars geschickt,

um ihn gründlich zu erkunden.

Doch Trump hat die Nasa schon auf seine

Seite gebracht. Im April 2018 hat er einen

Parteifreund, den früheren republikanischen

Kongressabgeordneten Jim Bridenstine,

an die Spitze der US-Raumfahrtbehörde

gebracht. Die hatte in den vergangenen

Jahren nicht nur Erfolge vorzuweisen.

Seit dem Ende des viel zu teuren Space-

Shuttle-Programms im Jahr 2011 muss sie

ihreAstronauten mit russischen Sojus-Raketen

ins All bringen lassen, wofür die Russen

pro Kopf rund 75 Millionen Dollar Taxige-

VergangeneWoche fragte mich eine irische

Journalistin, warum die AfD in Brandenburgund

Sachsen so starkist und womöglich

sogar die Wahlen im September gewinnen

kann. Ich überlegte, was ich sagen soll. Ich

dachte an Maik, den Fleischermeister, aus

dem Dorf meiner Kindheit. Maik ist Anfang

vierzig, er zieht mit seinem Fleischerwagen

durch die Dörfer im Osten Brandenburgs.Bei

der Europawahl hat er für die AfD gestimmt.

Nicht, weil ihm ihr Programm so gut gefällt,

sondernweil er sich so über die anderen Parteien

ärgert. „Wen soll man denn sonst wählen?“,

sagt er.„Sind doch allesVerbrecher.“ Bei

der AfD sitzen auchVerbrecher,manche sogar

gerichtsfest verurteilt, aber wenigstens tun sie

nicht so,als wären sie was Besseres.Sagt Maik.

Sollte ich der Irin vonMaik erzählen?

Ich dachte an Björn Höcke aus Thüringen.

Bei dem AfD-Wahlkampfauftritt kürzlich

berichtete er voneinem Bürger,der ihm

von seiner Angst erzählt habe, amMittagstisch

mit seinen Kindernein offenes Wort zu

wechseln –aus Sorge, die Kleinen könnten

sich in der Schule verplappern. „Es fühlt sich

schon wieder so an wie in der DDR“, sagt Höcke.

„Und dafür haben wir nicht die friedliche

Revolution gemacht, liebe Freunde. Das

wollen wir nie wieder erleben, denn wir werden

uns in keine neue DDR führen lassen!“

„Wir“ haben die friedliche Revolution gemacht?

Höcke stammt ausWestdeutschland.

Die Wendezeit verbrachte er in Rheinland-

Pfalz. Dass es dort1989 Montagsdemonstrationen

gab,war bisher unbekannt.

Raumfahrt

VomMond

zum Mars

Udo Harms

analysiert, warum es in der Raumfahrtvor allem

um Politik und Prestigegeht.

KOLUMNE

WasMaik, der

Fleischermeister,

denkt

Sabine Rennefanz

Als die Mauer fiel, war Maik 14, und alles

drehte sich um Manuela, das Mädchen aus

der 8a. DerMauerfall kam nur am Rande vor.

WasMaik wohl dazu sagt, dass Höcke und

die AfD die Ereignisse von1989 für ihreZwecke

vereinnahmen? Ich kann Maik im Moment

nicht fragen, aber ich kann mir vorstellen,

dass er mit den Schulternzuckt. In Maiks

Dorf haben 200 Menschen eine gültige

Stimme abgegeben, 56 davon für die AfD.Für

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

bühr kassieren. DieInternationale Raumstation

hat die Nasa bisher rund 100 Milliarden

Dollar gekostet –jetzt will sie die ISS möglichst

bald loswerden. Weitere Tiefschläge

kommen von der Konkurrenz. Vor allem

China hat sich aufgemacht, eine echte

Raumfahrtnation zu werden.

Die US-Regierung sieht bereits einen

neuen Wettlauf ins All. Für China wie für

Trump geht es dabei ums Prestige –wie in

den 60ern, als John F. Kennedy die Überlegenheit

der USA demonstrieren wollte.

Heute kommen für Trump zwei Punkte

hinzu: militärischer Nutzen und Kommerz.

Ob mit der RaumfahrtGeld zu verdienen ist,

ist noch nicht ausgemacht. Dass der Weltraum

militärisch wichtig ist, ist dagegen sicher.

Ohne Satelliten könnte die US-Armee

keine Kriege führen, keine Drohnen steuern

und keine Raketen exakt ins Ziel bringen. Satelliten

sind jedoch leicht angreifbar: Die

Space Force, eine neue Gliederung der US-

Armee, soll die Vormachtstellung im Weltraum

garantieren. Trumps Raumfahrtpolitik

folgt erneut dem Motto „America first“.

Für die Mondmission sind in den nächsten

Jahren jährlich bis zu acht Milliarden

Dollar vorgesehen –zusätzlich zum Nasa-

Jahresbudget, das bei etwa 20 Milliarden

Dollar liegt. Die anvisierte Reise zum Mars

dürfte ein Vielfaches kosten. Forschung und

Wissenschaft sind billiger zu haben. Denn

teuer ist es vor allem, Menschen im Weltraum

am Leben zu halten. Eine Reise zum

Mars und zurück würde etwa ein Jahr dauern,

in dieser Zeit wären die Astronauten

zahllosen Gefahren ausgesetzt. Doch wozu

braucht es Menschen, wenn Roboter deren

Arbeit ebenso gut erledigen können? Maschinen

benötigen keinen Sauerstoff, kein

Wasser, keine Nahrung –alles Faktoren, die

die bemannte Raumfahrtsoteuer machen.

Menschen in den Weltraum zu bringen,

war vor50Jahren richtigund ist es auch heute

noch. Es geht um Grundlagenforschung im

All und die Weiterentwicklung der Technik.

Alexander Gersts geschickt inszenierte Aufenthalte

in der ISS haben zudem die Raumfahrt

bei Millionen Menschen populär gemacht.

Flüge zum Mars jedoch sind abwegig. Das

ganze Projekt wäre vor allem ein telegenes

Spektakel, weil Männer und Frauen sich in

eine absolut tödliche Umgebung wagen würden.

Gelingen kann es trotzdem. Aber am

Ende wärees, wie Kritiker schon in den 60ern

monierten, ein Triumph des Verstandes, der

mitVernunft wenig zu tun hat.

die 144, die für die CDU, die SPD, die Linke,

die Grünen gestimmt haben, interessiert

sich niemand, alle interessieren sich für die

56. Für Maik, den Fleischermeister.

Früher waren mal die Linken die große

Ostpartei und Gregor Gysi ihr Held. Aber bei

Gregor Gysi sind die Ostler die Opfer und

Entrechteten. Niemand will aber immer nur

der Loser sein, das hat die AfD verstanden.

Die Story, die sie präsentiert, ist härter, wütender,

krasser. Sie wandelt die Scham und

die Ohnmacht, die manch einer im Osten

verspürt(nicht alle!) –über das Leben in der

Diktatur, die Nachwendezeit –inetwas Dynamisches

um. „Wir lassen uns nix mehr gefallen“,

das ist die Botschaft der AfD.

Kurz vor den Landtagswahlen präsentieren

die Parteien allerlei Ideen, mit denen

man hofft, die AfD-Wähler zu ködern.Vorder

Sommerpause beschloss das Kabinett ein

großes Hilfspaket für schwache Regionen.

Dabei könnte man nach 30 Jahren Milliardentransfers

in den Osten wissen, dass es

nicht reicht, die Menschen zu Empfängern

von Wohltaten zu machen. Dass sie eine

Funktion haben wollen. Gebraucht werden

wollen.

Doch selbst wenn man alles umsetzen

würde, was jetzt als Vorschlag herumschwirrt,

um die Ostdeutschen zu besänftigen:Würde

das Maik vonder AfD abbringen?

Oder kommt das nicht alles viel zu spät für

Menschen um die vierzig? Müsste man nicht

eher in die nächste Generation Ostdeutscher

investieren? In die Kinder vonMaik?

Sein Wikipedia-Eintrag beginnt so: „Peter

Demetz (* 21. Oktober 1922 in Prag)

ist ein US-amerikanischer Germanist von

deutsch-tschechisch-jüdischer Herkunft.“

Ichhabe noch nie ein Buch eines 96-jährigen

Autors gelesen. Das von Demetz ist

hervorragend und hält weit mehr, als der

Titel„Diktatoren im Kino“ verspricht. Wir

erfahren, welche Filme Lenin, Mussolini,

Hitler, Goebbels und

Stalin schätzten. Aber

auch, was sie mit dem

Kino taten. Lenin zum

Beispiel liebte „technologische

Lehrfilme zum

Vorteil der Wirtschaft“.

Darumwar dieKinematographie

für ihn „die

wichtigste aller

Künste“.

Mussolini liebte das

Theater, und er liebte

es, der Star in der Wochenschau

zu sein. Sein

Peter Demetz:

Diktatoren im

Kino, Paul ZsolnayVerlag,Wien

2019. 255 Seiten,

24 Euro.

nackter Oberkörper kopierte die Filmfigur

Maciste. Mussolinis Selbstdarstellung

wiederum war das Modell für Putins Machismo.

Der italienische Diktator war als

junger Sozialist wenig ins Kino gegangen,

und auch später drängte es ihn mehr in

die Oper, inder er allerdings regelmäßig

eingeschlafen sein soll. Erst als er gedrängt

wurde, den obersten Zensor zu

spielen, sah er sich viele Filme an. Mussolinis

Italienentdeckte den Film als Propagandainstrument

und die Unterhaltung

als Mittel der Massenbeherrschung. Das

faschistische Italien riss das italienische

Kino aus der Krise und gründete 1925 die

Produktionsfirma Luce,die Filmfestspiele

vonVenedig 1932 und Cinecittà 1937. Mitten

im Krieg wurden dort 1943 fünfzig

Filme produziert.

Demetz räumt auf mit der Idee vom

Filmenthusiasten Adolf Hitler. Noch 1928

schrieb er gegen den Kinokitsch. Erst später

verbrachte er täglich Stunden im eigenen

Kino.Erliebte GretaGarbo und Marlene

Dietrich. Bissie Deutschland verließ.

Die68er-„VivaMaria“-Anhänger erinnert

Demetz daran, dass Adolf Hitler ein Anhänger

von Pancho Villa war. Auch den

Diktatoren diente der Film als Flucht aus

der Realität. Das Buch erzählt auch, wie

Lenin und Mussolini davon träumten, mit

Hollywood zu koproduzieren. „DiktatorenimKino“

zeigt, was Kino im vergangenen

Jahrhundertbedeutete.ImGuten wie

im Bösen. Arno Widmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 – S eite 11 *

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Berlin

Siamesische

Zwillingeinder

Charité geboren

Seite 15

Ungebührliches Verhalten: Venedig verbannt zwei Berliner Touristen Seite 14

Geheime Buslinien: Die Stasi fuhr ihre Mitarbeiter separat zur Arbeit Seiten 12 und 13

Vier gewinnt

Die drei Berliner Universitäten und die Charité erreichen erstmals gemeinsam den Elite-Status.

Sie wollen die Hauptstadtzur internationalen Forschungsmetropole machen

VonTorsten Harmsen

Die Spannung war groß an

diesem für Berlin so bedeutsamen

Tag. Am Freitagnachmittag

trafen

sich in der Berliner Urania die Präsidenten

der drei großen Berliner Universitäten

und der Vorstandschef der

Charité. Mit dabei gut 500 Wissenschaftler

aus Berlin. Gebannt schauten

sie per Livestream nach Bonn, wo

die Entscheidung im neuen bundesdeutschen

Elite-Wettbewerb fallen

sollte. Die angeregten Unterhaltungen

verstummten abrupt, als pünktlich

um 16 Uhr die Übertragung im

voll besetzten Kinosaal begann. Als

Bundesforschungsministerin Anja

Karliczek (CDU) in alphabetischer

Reihenfolge die Gewinner der Exzellenz-Titel

verkündete, war es bei der

Nennung der Aachener Universität

noch still, doch gleich an zweiter

Stelle wurde Berlin genannt –und der

ganze Saal brach in lauten Jubel und

Applaus aus.

Zusätzlich 196 Millionen Euro

„Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie.

Berlin rockt als Team“, sagte Michael

Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister

und Wissenschaftssenator.

„Es war richtig, auf Kooperation zu

setzen. Ob Klimawandel, sozialer Zusammenhalt

oder moderne Medizin

–gemeinsam werden wir die großen

Herausforderungen unserer Zeit

noch besser angehen und Lösungen

erarbeiten können.“

Mit seinem Erfolg vom Freitag

sorgt Berlin wieder einmal für ein

bundesweites Novum – wie schon

jüngst bei der Integration des Berliner

Instituts für Gesundheitsforschung in

die Charité. Berlin ist das erste Bundesland,

dessen Universitäten gemeinsam

bei einem Elite-Wettbewerb

erfolgreich sind –als Berlin University

Alliance. Diesem Verbund gehören

die Freie Universität (FU), die

Humboldt-Universität (HU), die

Technische Universität (TU) und die

Charité an. DieBerliner Universitäts-

Allianz erhält in den kommenden sieben

Jahren jährlich bis zu 28 Millionen

Euro zusätzlich für ihreuniversitäre

Spitzenforschung – insgesamt

also bis zu 196 Millionen. 75 Prozent

der Summe kommen vomBund, das

restlicheViertel trägt das Land Berlin.

Bundesweit waren in der Exzellenzstrategie

–soder Name des aktuellen

Wettbewerbs –weitere zehn Institutionen

erfolgreich: die Universitäten

in Bonn, Hamburgund Heidelberg,

die Technischen Universitäten

in Aachen und Dresden, das Karlsruher

Institut für Technologie, die Universität

und die TU München sowie

die Universitäten Konstanz und Tübingen.

Die Berliner Universitäten

gewannen als einzige mit einem Verbundantrag.

Dass dieser überhaupt zustande

kam, ist maßgeblich der Berliner Senatswissenschaftsverwaltung

zu verdanken,

namentlich dem Staatssekretär

Steffen Krach. Berlin hatte in

Verhandlungen darauf hingewirkt,

eine Verwaltungsvereinbarung zwischen

Bund und Ländern zuerreichen,

die solche Verbundanträge

überhaupt erst möglich machte.

Außerdem unterstützt das Land

die Berliner Universitäts-Allianz unabhängig

vonbundesweitenWettbewerben

mit sechs Millionen Euro

jährlich –über die Einstein-Stiftung,

die vorzehn Jahren in Berlin gegründet

worden war. Zwei Millionen gehen

in Spitzenberufungen, vier Millionen

an Forschungsvorhaben zu

sogenannten Grand Challenges,also

zu den großen Herausforderungen

der Zeit. Die ersten sollen sich den

Themen sozialer Zusammenhalt

und globale Gesundheit widmen,

wie FU-Präsident Günter Ziegler ankündigte.

DieExzellenzstrategie ist die Fortsetzung

der Exzellenzinitiative, die

von2005 bis 2012 lief. Im neuen Elite-

Wettbewerb zahlen Bund und Länder

jährlich 533 Millionen Euro. Esgeht

darum, Spitzenleistungen, Kooperationen

und die Profilbildung vonUnis

zu stärken. Forschung soll auch besser

in die Lehreintegriertund die Digitalisierung

der Lehregefördert werden.

DerWettbewerb ist nicht befristet

wie sein Vorgänger. Nach sieben

Jahren solle es eine Evaluation geben

und die Entscheidung über eine weitereFörderung.

Für die Berliner Universitäten ist

der Erfolg vom Freitag der vorläufige

Höhepunkt einer langen Annäherungs-Geschichte.

Denn viele Jahre

nach dem Mauerfall waren sie erbitterte

Konkurrenten –umMittel, Personal

und Fächer. 1990 besaß die

Freie Universität (FU) in Dahlem, im

Westteil der Stadt, noch etwa doppelt

so viele Studenten und Professoren

wie die Humboldt-Universität (HU)

im Osten, Unter den Linden. Doch in

den Jahren darauf wurde die FU

kleingespart, bei den Studenten- und

Stellenzahlen nahezu halbiert. Mancher

betrachtete die FU damals als

„Steinbruch“ für den Aufbau der HU

im Osten.Voneiner existenziellen Bedrohung

war die Rede. Mit der Zeit

gerieten dann alle Universitäten der

Stadt unter immer stärkeren Spardruck.

Siesollten Doppel- und Mehrfachangebote

abbauen. Es gab

schmerzliche Fusionen und den

Druck, die inhaltlichen Profile deutlich

zu schärfen.

Der erste bundesdeutsche Elite-

Wettbewerb trug dann zu einem

neuen Aufschwung der Berliner Universitäten

bei. 2007 wurde die FU zur

„Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie.

Berlin rockt als Team.

Wir zünden jetzt gemeinsam

die nächste Stufe auf unserem Wegzur

internationalen Forschungsmetropole.“

Michael Müller, Berlins Regierender Bürgermeister

ersten Berliner Exzellenzuniversität

gekürt .– als „Internationale Netzwerkuniversität“.

Die HU brauchte

zwei Anläufe,umimJahre2012 ebenfalls

Exzellenzuniversität zu werden –

mit dem an Humboldts Ideen angelehnten

Konzept „Bildung durch Wissenschaft“.

Die grenzüberschreitende Entwicklung

der Wissenschaft führte zur

immer stärkeren Zusammenarbeit.

Wie eng verschiedene Hochschulen,

Institute und Unternehmen kooperieren,

zeigt sich heute in den vernetzten

Wissenschaftsarealen, die

sich Campus Mitte, Charlottenburg,

Dahlem, Adlershof und Buch nen-

nen. „Die großen Herausforderungen

unserer Zeit lassen sich nicht im Alleingang

bewältigen“, hieß es in der

gemeinsamen Erklärung der Universitäten

und der Charité bei der Bildung

der gemeinsamen Allianz 2018.

Ob es der Klimawandel, die Terrorgefahr

oder die Chancen und Risiken

der Digitalisierung seien –die Lösung

komplexer, globaler Probleme verlange

nach wissenschaftlicher Kooperation.

Mit ihrem erfolgreichen

gemeinsamen Antrag trugen die Universitäten

dieser Entwicklung nun

Rechnung.

Bereits im September 2018 hatte

die Berliner Universitäts-Allianz in

der Exzellenzstrategie bundesweit

am besten abgeschnitten, und zwar

bei den sogenannten Cluster-Bewilligungen.

In Exzellenzclusterntun sich

Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen

und Institute zu Forschungsthemen

zusammen. Da geht es zum

Beispiel um die Mathematik der Zukunft,

umTherapien neurologischer

und psychiatrischer Erkrankungen,

um weltweiteHerausforderungen für

Demokratie und Marktwirtschaft, um

Katalyse-Netzwerke und das Entwerfen

im digitalen Zeitalter. Insgesamt

sieben Berliner Forschungscluster

wurden bewilligt. Sie erhalten sieben

Jahrelang vonBundund Land insgesamt

348 Millionen Euro.Das Land finanziert

jedem Cluster außerdem

eine zusätzliche Professur.

DieAllianz soll einen festen Sitz im

Robert-Koch-Forum in Mitte erhalten.

Unterstützt werde auch ihre Kooperation

mit der Universität Oxford

und die Pläne, mit einem Oxford-

Haus in Berlin und einem Berlin-

Haus in OxfordsichtbareOrtefür die

Kooperation zu schaffen, teilt die

Wissenschaftsverwaltung mit.

Der amFreitag gekürte gemeinsame

Antrag der Berliner Universitäts-Allianz

trägt den Titel „Crossing

Boundaries towardanIntegrated Research

Environment“, übersetzt

etwa: Überschreiten von Grenzen in

Richtung eines integrierten Forschungsraums.

„Gemeinsam Grenzen

überwinden – unter diesem

Motto werden wir nun eine neue Ära

der Zusammenarbeit einläuten und

eine einzigartige Allianz mit internationaler

Strahlkraft etablieren“, erklärten

alle beteiligten Partner am

Freitag.

Eine erfolgreiche Woche

„Die Berlin University Alliance ist ein

Riesenschritt für unseren Wissenschaftsstandort,

davon wirdauch die

Entwicklung unserer ganzen Stadt

immens profitieren“, sagte Michael

Müller, der Regierende Bürgermeister,

amFreitag. „Wir zünden jetzt gemeinsam

die nächste Stufe auf unserem

Weg zur internationalen Forschungsmetropole.“

Für die Berliner Wissenschaft gehörte

die vergangene Woche zu den

erfolgreichsten in ihrer Geschichte.

Erst am Dienstag war verkündet worden,

dass der Mäzen Walter Wübben

von der Kieler Damp-Stiftung den

Berliner Hochschulen und Partnerinstituten

weitere 30Millionen Euro

spenden will. Er wolle erreichen, dass

Berlin „mit international renommierten

Wissenschaftsmetropolen, beispielsweise

in den USA oder Großbritannien,

besser konkurrieren“ könne,

sagte Wübben. Vorallem geht es um

dieBerufunginternationaler Spitzen-

Wissenschaftler.Das Land Berlingibt

15 Millionen Euro dazu.

Torsten Harmsen

verfolgt die Berliner Uni-

Entwicklung seit 30 Jahren.


12 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Berlin

Harmsens Berlin

Ich geh nicht in

die Kapsel!

Torsten Harmsen

will nicht auf den Mars oder

andere Planeten umgesiedelt

werden.

Ich mag den Sommer in Berlin. Ich

erinneremich, dass ich als Kind jedes

Wochenende unterwegs war, auf

unserem Boot. Der Geruch vonWasser,Wald,

unsereBadestelle am Schilf,

die Laute von Ente und Blässhuhn,

das Lüftchen am Abend, wenn die tief

stehende Sonne einen goldenen Glitzerteppich

auf dem Wasser ausbreitete

–sohaben sich die Sommertage

in meiner Erinnerung eingebrannt.

Zumindest die schönen.

Undnun wirdandiesemWochenende

der 50. Jahrestag des Mondlandungs-Abenteuers

gefeiert. Was das

mit Berlin und seinen Sommern zu

tun hat? NurGeduld!

In Filmen und Texten zum Jahrestag

stoße ich immer wieder auf die

Idee, dass der Mond ein Sprungbrett

für die Besiedelung des Weltalls sein

könnte. Von dort aus könnte der

Mensch zum Mars fliegen, dann weiter

zu anderen Planeten. Der Astrophysiker

Stephen Hawking, selbst unrettbar

an den Rollstuhl gefesselt, verkündete

noch kurz vor seinem Tode:

„Die Menschheit ist verloren, wenn

wir nicht die Erde verlassen.“

Haben wir nicht gerade selbst mit

Schrecken festgestellt, dass sich die

Sommertemperaturen in Berlin

schon der 40-Grad-Marke nähern?

Also nichts wie weg! Andere Welten

suchen! Unsretten!

„Soein Quatsch!“, ruft mein innererBerliner.„Wozu

soll ick’n hier wegfliejen?

Wejen die Extremtemperaturen

inne Stadt? Ickhab gleich mal jekiekt.

Uffm Mond zum Beispiel unterscheiden

sich die Temperaturen

zwischen Tach und Nacht um 290

Grad. Da kann ick nur saren: fröhlichet

Zelten! Für so’n 130 Grad heißen

Sommertach musste schon ’ne

FlascheWasser mehr einpacken. Und

für de Nacht ’ne Wolldecke. Minus

160 Grad –brrrr.

Und uffm Mars? Watsoll ick da?

Immer jammernsewejen den Klimawandel

uff de Erde. Uffm Mars haste

Staubstürme mit 400 Kilometern pro

Stunde! Dajejen is’n Hurrikan een

kleenet Pups-Lüftchen. Und die Atmosphäre?

96 Prozent Kohlendioxid!

So ’ne ekelhafte Umjebung kriegste

uff de Erde jar nicht hin. Da muss der

Ami schon noch ’n paar Runden

mehr mit seinem qualmijen Truck

drehn. Im Raumanzuch rumloofen

und im luftdichten Iglu wohnen kann

ick notfalls ooch uff de Erde. Da

brauch ick keen Mars für.“

Da hat er recht, mein innerer Berliner.

Übrigens, der nächste möglicherweise

bewohnbare Planet, von

dem wir aber bisher nur ein paar wackelige

Daten kennen, ist gut vier

Lichtjahre entfernt –40Billionen Kilometer.Erheißt

Proxima Centauri b.

Werjetzt schon mal losfliegt, ist vielleicht

in siebzigtausend Jahren da.

Gute Reise! Undviel Spaß bei der Umsiedlung

„der Menschheit“, von der

so mancher träumt!

Wie? Moment, es können gar nicht

alle mitkommen? Wonach will man

dann aber die Mitreisenden aussuchen?

Nach dem, was sie auf dem

Konto haben? Undwie will man den

Rest davon abhalten, die Raumschiffe

zu stürmen? Nurmal so gefragt. Hawking,

der geniale Astrophysiker,hatte

offenbar nicht die Fantasie dazu.

Ihrgroßen Planer,Stifter und Denker,setzt

doch einfach das ganzeGehirnschmalz

und die Milliardensummen

für den Verbleib der Menschen

auf unserer Erde ein! Und nicht für

ihre aussichtslose Flucht. Erforscht

den Weltraum, aber verbreitet keine

falschen Hoffnungen!

Undwas Berlin betrifft: Ich brauche

den blauen, bewölkten oder pieselig-grauen

Himmel über dieser

Stadt. Ichbrauche grüne Bäume,den

Geruch von Regen und das goldene

Geglitzer auf dem Wasser an Sommerabenden.

Mich kriegt man nicht

in so eine Raumkapsel!

Im Herbst 1989 wurden in Ost-

Berlins Mitte mal wieder Gleise

der Straßenbahn repariert. Ein

Schienenersatzverkehr mit

Bussen war eingerichtet worden. Mit

den üblichen Folgen: überfüllte und

verspätete Busse, schimpfende Berliner

an den Haltestellen. An der

Kreuzung Moll-/Hans-Beimler-

Straße (heute Otto-Braun-Straße)

kochte dabei die Volksseele besonders

hoch, spielte sich dortdoch allmorgendlich

zur gleichen Zeit dasselbe

Schauspiel ab.

Nur wenige Meter neben der

überfüllten SEV-Haltestelle hielt ein

fast leerer Ikarus-Bus mit verhängten

Scheiben. Die wenigen dort zusteigenden

Männer und Frauen hatten

sich zuvor schon auf dem Gehwegauffallend

separiertvon der ungeduldigen

Menge, die auf den

Ersatzbus der Berliner Verkehrsbetriebe

(BVB) wartete.Dass die in den

geheimnisvollen Bus einsteigenden

Fahrgäste dem Fahrer keine Fahrkarte

zeigten, sondern ihm einen

Klappausweis hinhielten, steigerte

noch die Wut der Wartenden. Denn

mit solchen Klappausweisen, das

wusste jeder in der DDR, waren die

Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes

ausgerüstet.

Im Stasiunterlagenarchiv kann

man jetzt die mehr als zweitausend

Seiten umfassenden Akten über ein

weitgehend unbekanntes Kapitel

des MfS einsehen –den sogenannten

Berufslinienverkehr des Geheimdienstes.

Als Berufslinienverkehr

(BLV) definierte die Stasi „alle

Beförderungen von Mitarbeitern

(einschließlich Angehörige mit

Kleinkindern)…, die mit KOM

(Kraftomnibussen –d.Red.) des MfS

planmäßig zu festgelegten Zeiten auf

festgelegten Strecken von und zum

Dienst zu bestimmten Dienstobjekten

und zurück durchgeführt werden“.

Auf zuletzt 50 Linien mit einer

Streckennetzlänge von insgesamt

mehr als 1500 Kilometern verkehrten

die in Ungarn produzierten Ikarus-Busse

der Stasi jeden Werktag im

Ostberliner Stadtgebiet und darüber

hinaus. Erkennen konnte man Mielkes

Busflotte an einem postkartengroßen

Pappschild, das hinter der

Die Busse der anderen

Während die Ost-Berliner an den BVB-Haltestellen auf volle Fahrzeuge warteten,

leistete sich die Stasi einen eigenen Berufslinienverkehr.50Busse brachten die

Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes zur Arbeit und wieder zurück. Sogar in

West-Berlin gab es Haltestellen

VonAndreas Förster

Windschutzscheibe angebracht war

und die Aufschrift trug: „Berechtigungsschein

KOM-Linie G“.

Die ausschließlich im Berufsund

Feierabendverkehr fahrenden

G-Busse,die es auch in anderen Bezirksstädten

der DDR gab, waren

ebenso bekannt wie verhasst. Hatte

man ihre Existenz allerdings lange

Zeit noch zähneknirschend und mit

der Faust inder Tasche hingenommen,

änderte sich das im Laufe des

Jahres 1989 mit der zunehmenden

Verbitterung über die Zustände in

der DDR spürbar. Darüber beklagte

sich Anfang November 1989 auch

ein hochrangiger Offizier der Stasi-

Hauptabteilung Personenschutz,

deren Mitarbeiter damals täglich an

der oben erwähnten Haltestelle in

Mitte angefeindet wurden. „Die

Leute sehen, dass unsere Busse nur

mit teilweise wenigen Genossen besetzt

sind, zum anderen bekommt

man mit, dass beim Einsteigen der

Dienstausweis gezeigt und somit erkannt

wird, um welche Busseessich

dabei handelt“, schrieb Oberstleutnant

Laufer in einem Vermerk und

klagte:„Es fallen dabei abwegige Bemerkungen.“

Sein Vorschlag: Entweder

die SEV-Haltestelle verlegen

oder den Haltepunkt der Stasi-

Busse.

Bereits in den 60er-Jahren hatten

einzelne Stasi-Abteilungen damit

begonnen, ihreMitarbeiter mit eigenen

Bussen zu ausgewählten Dienstobjekten

zu transportieren. Die

Fahrtziele lagen dabei meist außerhalb

der Stadt. Aber statt einen

Shuttleservice von der letzten S-

Bahn-Station einzurichten, wollte

das MfS den eigenen Genossen offenbar

eine zu große Volksnähe in

den stets überfüllten Bussen und

Bahnen der BVB im Berufsverkehr

ersparen. Deshalb wurden die

Tschekisten bereits an ausgewählten

Haltepunkten in der Stadt eingesammelt.

Diese Haltestellen befanden

sich meist in der Nähe zentraler

Wohnobjekte des Dienstes –etwa in

Johannisthal, am Leninplatz (heute

Platz der Vereinten Nationen), im

Lichtenberger Hans-Loch-Viertel

und am Tierpark sowie in den Neubaugebieten

in Hohenschönhausen,

Marzahn und Hellersdorf.

Die 1970 einsetzenden Bestrebungen

im MfS, den BLVzuzentralisieren

und eine Art diensteigenen

Busbetrieb einzurichten, scheiterte

bis zum Ende der Stasi am Widerstand

der beteiligten Hauptabteilungen,

die den Berufsverkehr ihrer Mitarbeiter

lieber in eigener Regie fortführen

wollten. Selbst der Vorschlag,

die Busse könnten doch Angehörige

mehrerer Diensteinheiten befördern,

wenn deren Fahrtziel – wie

etwa der OrtGosen bei Berlin, wo es

Dienst- und Ausbildungsobjekte

mehrerer Abteilungen gab –das gleiche

ist, stieß auf taube Ohren. Jede

Abteilung wollte ihreeigene Linie für

sich behalten.

Einer Aufstellung aus dem Februar

1986 zufolge betrieben zu dieser

Zeit ein Dutzend Stasi-Abteilungen

insgesamt 50 Buslinien in Berlin

und Umgebung. Eingesetzt waren

überwiegend Ikarus-Busse der Typreihen

256 (Reisebus) und 280 (dreiachsiger

Zuggelenkbus). In Einzelfällen

verkehrten auch Kleinbusse

Eine BVB-Halstestelle an einem

Werktag.Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes

mussten hier

nicht warten. Das MfS hatte ein

eigenes Streckennetz und eigene

Busse.

BERLINER-VERKEHRSSEITEN.DE

vom Typ Barkas. Jeden Werktag absolvierten

die Stasi-Busse insgesamt

150 Fahrten.Wieviele Mitarbeiter sie

dabei transportierten, darüber gibt

es keine Angaben. Schätzungsweise

dürfte es sich um mehr als 10 000

Fahrgäste pro Tag gehandelt haben,

da in den Unterlagen voneinem Auslastungsgrad

der Linien zwischen 80

und 100 Prozent gesprochen wird.

Die meisten Busse auf jeweils

acht Linien verkehrten für die

Hauptabteilung Personenschutz

(HA PS) und das Wachregiment. Die

Personenschützer gelangten so aus

Berlin zur Wohnsiedlung der SED-

Spitze inWandlitz und zum zentralen

Ausbildungscamp in Kallinchen;

die OffizieredesWachregiments fuhren

in die Kasernen in Adlershof,

Erkner und Teupitz. Auf insgesamt

sieben Buslinien gelangten Mitarbeiter

der bei Stasi-Minister Mielke

angesiedelten Spezialbauabteilung

täglich zum Regierungsbunker in

Prenden und zu unterirdischen Anlagen

in Bernau. Eine Buslinie weniger

betrieb die Auslandsspionageabteilung

HVA, die ihre Kader erst an

mehreren Haltepunkten in Ostberlin

einsammelte und dann zu den Ausbildungseinrichtungen

in Gosen

und Belzig sowie nach Zeesen und

Wernsdorf fuhr. Auch die Lauschabteilung

III schaffte Mitarbeiter in eigenen

Bussen von Berlin in die

Dienstobjekte Gosen und Biesenthal.

WeitereBuslinien betrieben die

Hauptabteilungen Kader und Schulung,

VI (Grenzverkehr und Tourismus),

XI (Chiffrierdienst) und XXII

(Terrorabwehr) sowie VRD und Operativ-Technischer

Sektor.

Hinzu kam noch eine weitere Linie,

die werktäglich jeweils um 6.20

und 7.20 UhramAlexanderplatz begann

und Mitarbeiter in die MfS-

Zentrale an der Lichtenberger Normannenstraße

schaffte. Die Busse

hielten am Leninplatz, im Weidenweg

auf Höhe des U-Bahnhofs

Marchlewskistraße (heute Weberwiese),

vor dem Blumenladen am S-

Bahnhof Frankfurter Allee sowie an

der Ecke Fanninger-/Siegfriedstraße.

Zurück ging es in entgegengesetzter

Richtung jeweils um 17.15

und 19 Uhr.

Wasbis heute kaum bekannt ist –

auch nach West-Berlin verkehrten

regelmäßig Stasi-Busse. Fünf Linien

gab es,auf denen die Mitarbeiter der

jenseits der Mauer eingerichteten

Büros für Besuchs- und Reiseangelegenheiten

(BfBR) zu ihren Arbeitsstellen

gelangten. In diesen auch

„Passierscheinbüros“ genannten

Einrichtungen, in denen Westberliner

Einwohner einen Tagesbesuch

im Ostteil der Stadt oder in der DDR

beantragen konnten, arbeiteten Senatsmitarbeiter

Seite an Seite mit

Beamten aus Ostberlin. Letzteregalten

offiziell als Mitarbeiter des DDR-

Ministerrats,waren aber in Wahrheit

SABETH STICKFORT (2)


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 13

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Spandau, Reformationsplatz 2–5,

Kreuzberg, Waterlooufer 5–7

Steglitz, Schloßstraße

Charlottenburg, Jebensstraße 1

Wedding, Schul-/Ecke Maxstraße

Heinrich

Rau

Stasi-Offiziere der Arbeitsgruppe

XVII.

Fünfmal am Tagverkehrten die

Stasi-Busse auf verschiedenen Linien,

um die insgesamt 75 in West-

Berlin eingesetzten MfS-Mitarbeiter

der AG XVII an den Grenzübergängen

Invaliden-, Chaussee- und Heinrich-Heine-Straße

einzusammeln,

um sie in den Westteil der Stadt und

vor allem wieder zurückzubringen.

Fahrtziele der einzelnen Linien waren

die fünf Passierscheinbüros am

Spandauer Reformationsplatz, am

Waterlooufer in Kreuzberg, in der Jebensstraße

in Charlottenburg, in der

Steglitzer Schloßstraße und an der

Kreuzung Schul-/Maxstraße im

Wedding. Auch an den Wochenenden

und feiertags verkehrten Stasi-

Busse nach West-Berlin, allerdings

nur zweimal am Tagund lediglich zu

den dann geöffneten Einrichtungen

in Steglitz und Charlottenburg.

Es gab immer wieder auch Zwischenfälle

in den Stasi-Bussen. Davonkündendie

in den Akten überlieferten

Beschwerdeschreiben. So beklagten

sich Busfahrer über unfreundliche

Stasi-Offiziere, über

betrunkene Genossen, die auch

schon mal in den Bus kotzten, und

über Versuche, Kraftfahrer für private

Erledigungen einzuspannen –

etwa um Familien in Naherholungsgebiete

zu kutschieren oder ein Kuchenpaket

am Palast der Republik

abzuholen.

Ein Busfahrer der Stasi ärgerte

sich darüber, dass seine Fahrgäste,

wenn nicht genügend Sitzplätze zur

Verfügung stehen, unfreundlich

würden. Dabei seien das in der Regel

nur vier bis sechs Personen, die eine

Teilstrecke der Linie stehen müssten.

10%

„Die Genossen kommen dann mit

solchen Argumenten wie ,Wir sind

Schichtarbeiter und dürfen im Berufsverkehr

nicht stehen‘, schrieb

der Busfahrer in einem Beschwerdebrief

an seineVorgesetzten. Dabei sei

dieses Argument doch schlecht,

fügte der Mann hinzu, „denn wieviel

Kollegen in Berlin arbeiten im

Schichtdienst und bekommen in

den Bussen der BVB auch keinen

Sitzplatz“.

Die Gefahr, die sich aus dem Betrieb

des Stasi-Busverkehrs ergab,

war dem Geheimdienst durchaus

bewusst. So gab es die Sorge, dass ein

Bus mit MfS-Mitarbeitern gekapert

und die Insassen als Geiseln genommen

werden, um einen Grenzdurchbruch

zu erreichen.

Im Jahre1988 wurden daher zwei

Stasi-Fachschulabsolventen der Antiterror-Abteilung

XXII mit einer Abschlussarbeit

zum Thema „Taktische

Grundvariante zur Bekämpfung/Erstürmung

eines Kraftomnibusses

(KOM)“ beauftragt.

Die imMärz 1989 vorgelegte Arbeit

sollte die auszubildenden Antiterrorkämpfer

des MfS in die Lage

versetzen, „taktisch richtig zu handeln

und die Überwältigung bzw.Liquidierung

von Terrortätern erfolgreich

durchführen zu können“. Die

in der Arbeit beschriebenen Objekte

einer Befreiungsaktion waren Ikarus-Busse

Arbeit Typ 256 und 280 –

also genau solche Fahrzeuge, die

auch im BLVeingesetzt wurden.

Andreas Förster

hat sich intensiv mit der DDR-

Geschichte beschäftigt.

-/Allee

der Kosmonauten,

Heinrich-Rau-/Karl-

Ma- ron-Str., S-Bhf. Marzahn,

Bruno-Leuschner-Str., Hans-Loch-

Str./Am Tierpark, Volkrad-/Balatonstr.,

Hans-Loch-Str./Hochhaus,

S-Bhf. Rummelsburg,Löwenberger

Str./Str.der Befreiung,Jacques-

Duclos Str./Parkanlagen,

Jacques-Duclos Str./Hendrickplatz,

Ho-Chi-Minh-Str./Hochhaus, Warteberger

Str./BVB Haltestelle, Degner-

/Suermondtstr., Klement-Gottwald-Allee/

Nüßlerstr., Karower Ch./Heimstr., Wiltbergstr./Alt

Buch, Indira-Gandhi-Str./Dynamo Sporthalle,

Degner-/Oberseestr., Neumagener Str., Rennbahnstr./Parkstr.,

Singerstr./Andreasstr.,

H.-Heine-Str./Schmidtstr., Annenstr./Wallstr., Hans-

Beimler-Str./Barnimstr., Dimitroffstr./Diesterweg,

Ostseestr./Prenzlauer Allee, Buschallee/Hansastr.,

Berliner Str.(Pankow)/Busbahnhof, Granitzstr./

Kissingenstr., J.R. Becher-Str./Kavalierstr., Str.nach

Buch/Schönerlinder Str., Alt Buch/Schwanebecker Str., Bhf.

Senefelderplatz, Klement-Gottwald-Allee/Indira-Gandhi-Str., Suermondtstr./Konrad-Wolf-Str.,

Atonplatz, Schottstr./Normannenstr., S-Bhf.

Greifswalder Str., Hans-Beimler-Str/Mendelsohnstr., Haus des Lehrers,

Karl-Liebknecht-Str./Haus der ungarischen Kultur,Frankfurter Allee/

Weichselstr., Lichtenberger Brücke, J.-Duclos-Str./Deutschmeisterstr., Siegfriedstr.(zwischen

Herzbergstr.u.Landsberger All.), Wisbyer/Schönhauser,Wisbyer/Prenzlauer

Allee, Prenzlauer Allee/

Dimitroffstr., Klement Gottwald Allee/Liebermannstr.,

Hauptstr.(Hohenschönhausen)/Konrad-Wolf-

Str., Wartenberger Str./Gehrenseestr., Ho-Chi-Minh-

Str/Paul-Junius-Str., Dimitroffstr/Greifswalder

Str,Bhf Leninallee, Leninallee/Jacques-

Duclos, Hans Beimler/Mollstr., Fischerinsel/Gertraudenstr.,

Dimitroffstr/

Mühsamstr., Dimitroffstr/Diesterweg, Granitzstr./Stubnitzstr.,

Berliner Str./ElsaBrändström-Str.,Tschaikowskistr.,

Genslerstr. (Hohenschönhausen), Friedrichsgracht, Ruschestr.,

S-Bhf.FriedrichsfeldeOst,Fennstraße, Duncker-/Dorotheastr.(Karlshorst),

Sterndamm (Johannisthal),Str.d.Befreiung/Fußgängerbrücke, Frankfurter

Allee/Atzpodienstr.,Ho-Chi-Minh/Herzbergstr.,Gehrenseestr/Anna-Ebermann-Str.,

Hellersdorfer Str.,Otto-Buchwitz-Str./Buckower Ring,Otto-Buchwitz-

Str./Rapsweg, U-Bhf.Elsterwerder Platz,Kaulsdorfer Str./Bahrendorfer

rStr., S-Bhf Köpenick,Müggelheimer Str./Schloßinsel, S-BhfGehrenseestr.,S-Bhf

Otto-Winzer-Str., S-Bhf. Ahrensfelde,Leninallee/Siegfriedstr.,

Leninallee/Bruno-Baum-Str.,All. d. Kosmonauten/Vierlandstr.,

Oberfeld/Rapsweg, Chemnitzer Str.

(Schilkin), S-BhfPankow, Salvador-Allende-Str./Krankenhaus,

Gotlinde/Ruschestr., Einbecker Str./Rummelsburger Str, Hans-

Loch-Str./Mellenseestr.,Ander Wuhlheide/Triniusstr.,

A. d. Wuhlheide/Nixenstr., S-Bhf Frankfurter All., Köpenick/Freiheit,

Alexanderpl., Mollstr./Leninpl.,

Weiden- weg(U-Bhf. Marchlewskistr.,

heute: Weberwiese), S-Bhf

FrankfurterAll./

Blumenladen,

Fannin-

ger-

/Siegf

riedstr.

Verkaufsoffener

Sonntag

auf ALLES *

in allenteilnehmendenFilialeninBerlin

Morgen, 21.07.19•Geöffnet von 13 –18Uhr

*ausgenommen sind: Pfand, Tabakwaren, Eduscho/Tchibo, Buch- und Presseerzeugnisse, Gutschein- und Guthabenkarten, Pre- und Anfangsmilchnahrung.

Bereits reduzierte Artikel sind nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Zusätzlich ausgenommene Aktionen: Kartonverkäufe, Staffelaktionen, Kaufe 3zahle 2, Multibuy.

KW 29 /Be


14 * Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Berlin

NACHRICHTEN

Entflohener Vergewaltiger

wieder hinter Gittern

Einvor zweiWochen aus dem Gefängnis

verschwundenerVergewaltiger

ist gefasst worden. Dies bestätigte

die Polizei am Freitag. DerMann war

am 8. Juli voneinem Ausgang nicht in

die Justizvollzugsanstalt Tegel zurückgekehrt.

Nach Angaben der Justiz

wurde er 2005 wegenVergewaltigung

zu zwölfeinhalb Jahren Gefängnis

verurteilt. Seit 2017 gilt die Sicherungsverwahrung,

die für Gefangene

nach Ablauf ihrer Strafe angeordnet

werden kann, wenn weiterhin Gefahr

vonihnen ausgeht. 2015 war ihm im

Rahmen derVollzugslockerungen

Ausgang gestattet worden. DerMann

hatte 2018 eine beruflicheWeiterbildung

begonnen, zu der er tagsüber

das Gefängnis verließ. (dpa)

ADFC lädt ein zu Mahnwache

für getöteten Radfahrer

Weiße Fahrräder an Unfallstellen erinnern

an getötete Radfahrer. BLZ/GERD ENGELSMANN

DerADFC wirdandiesem Sonnabend

zusammen mit Changing Cities

ein Geisterrad an der Stelle im

Spandauer Ortsteil Hakenfelde aufstellen,

an der am Donnerstag ein

Radfahrer bei einem Unfall ums Leben

kam. Gemeinsame Abfahrtzu

der Mahnwache ist um 14 Uhram

ADFC-Velokiez. Nach der Aufstellung

des Geisterrades ist geplant,

weiter zum Bundesverkehrsministerium

zu radeln. Laut Polizei war der

82-jährige Radfahrer am Donnerstag

gegen 9.50 Uhrdie Goltzstraße entlanggefahren.

Dortwurde er aus bislang

ungeklärten Gründen voneinem

unbekannt gebliebenen Lkw

überfahren. DerRadfahrer erlag

noch am Unfallortseinen Verletzungen.

Laut Polizei ist unklar,obder

Fahrer des Lkw den Unfall überhaupt

bemerkt hat. (BLZ)

Zahl der Kirchenmitglieder

weiter rückläufig

DerdemografischeWandel und der

gesellschaftliche Trend gegen die Bindung

inVereinen und Institutionen

macht auch den beiden großen Kirchen

zu schaffen. In Berlin und Brandenburggingen

auch 2018 in der

evangelischen und der katholischen

Kirche die Mitgliederzahlen zurück.

So verringerte sich die Mitgliederzahl

der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg,

schlesische Oberlausitz um

21 424 Menschen –ein Rückgang um

2,2 Prozent gegenüber demVorjahr

auf knapp 560 000 Mitglieder.Eine

ähnliche Entwicklung verzeichnet die

katholische Kirche.Insgesamt

408 723 Katholiken waren Ende 2018

im Erzbistum Berlin gemeldet –rund

4000 weniger als imVorjahr. (dpa)

200 Liter Alkohol bei Razzia

in Neukölln beschlagnahmt

DiePolizei hat in einer gemeinsamen

Aktion mit dem Ordnungs- und dem

Finanzamt in Berlin-Neukölln zehn

Lokale und denVerkehr kontrolliert.

Beidem Einsatz am Donnerstag im

Bereich der Hermannstraße wurden

in einem Café 200 Liter Alkohol beschlagnahmt,

wie eine Polizeisprecherin

sagte.Demnach lag keine Ausschankgenehmigung

vor. DasCafé in

der Karl-Marx-Straße wurde geschlossen.

Im Zuge des Einsatzes,der

um 10 Uhrstartete und bis 23 Uhr

ging, wurden zudem vier Geldspielautomaten

versiegelt. (dpa)

Mitte will den Sex loswerden

VonDassel möchte Straßenstrichnach Tempelhof-Schöneberg verschieben –und erntet von dortheftige Kritik

VonAnnika Leister

Lange hat er geschwiegen,

am Freitag endlich hat Mittes

Bezirksbürgermeister

Stephan vonDassel (Grüne)

sich zur aktuellen Diskussion um die

Straßenprostitution im Kurfürstenkiez

geäußert. Mit seinen Vorschlägen

allerdings stößt er bei der zuständigen

Senatsverwaltung, bei seiner

Amtskollegin in Tempelhof-

Schöneberg und bei Mitgliedern der

Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus

auf massiven Protest.

Von Dassels Ansatz: Er wünscht

sich, wie Schöttler, sogenannte Verrichtungsboxen,

in denen Prostituierte

mit ihren Freiern Sex haben

können. Allerdings hält von Dassel

die Sex-Boxen nur dann für sinnvoll,

wenn sie groß genug sind, dass Freier

mit Autos hineinfahren können –

und wenn sie mit einem Sperrbezirk

im Kurfürstenkiez verbunden sind.

Bedeutet: Die Straßenprostitution

im Kiez würde verboten, Verstöße

geahndet. Lediglich an und in den

Verrichtungsboxen wäre das Geschäft

der Prostituierten noch erlaubt.

Die Boxen seien ein guter

Kompromiss, so von Dassel, ein

Sperrgebiet aber notwendig: „Wir

müssen so konsequent sein zu sagen:

Dann gibt es das auf der Straße

nicht mehr.“

Schöttler enttäuscht vomKollegen

Dieaktuelle Situation im Kurfürstenkiezsei

menschenunwürdig, fast alle

Frauen kämen aus Osteuropa, viele

würden zur Prostitution gezwungen.

Das Land Berlin befördere durch

seine Akzeptanz Zwangsprostitution,

Gewalt gegen Frauen und Drogensucht,

so vonDassel.

Als Stellplätze für die Boxen kann

von Dassel sich die Unterführung

unter der Hochbahntrasse der U2 an

der Haltestelle Bülowstraße vorstellen,

den Zentralen Festplatz in Wedding

oder die Parkplätze amRand

des Tempelhofer Feldes, entlang des

Tempelhofer Damms. Vor allem die

Strecke am Tempelhofer Damm

biete sich an,Wohnhäuser seien dort

weiter entfernt.

Ein Teil des legendären Rotlichtbezirks

im Kurfürstenkiez liegt in

vonDassels BezirkMitte,ein anderer

in Tempelhof-Schöneberg. Angelika

Schöttler (SPD), Bezirksbürgermeisterin

von Tempelhof-Schöneberg,

hält von den Ideen ihres Kollegen

nichts.„Ich fasse das mal so zusammen:

Herr vonDassel hätte gerne einen

Sperrbezirk in Mitte. Wo das

Problem gelöst wird, ist ihm

Stephan von Dassel ist seit Oktober 2016 Bürgermeister von Mitte.

Teure Tasse Kaffee

SABINE GUDATH

wurscht“, sagte Angelika Schöttler

am Freitag der Berliner Zeitung.„Das

ist nicht meine Art von Politik.“ Unter

dem Bülowbogen sei kein Platz

für autotaugliche Verrichtungsboxen,

lediglich für kleinere Varianten

für Fußgänger und Radfahrer, so

Schöttler. Der Zentrale Festplatz in

Wedding sei zu weit ab vom Schuss.

„Soweit fährtkein Freier.“ Undauch

das Gelände am Tempelhofer Damm

kommt für Schöttler keinesfalls infrage:

„Das kann er ja gerne mal mit

der Initiative100% Tempelhofer Feld

diskutieren.“

Schöttler lehnt Sperrbezirke generell

ab.„Wir müssen die Situation

hier vor Ort verbessern“, so Schöttler.

„Und dafür müssen wir zusammen

arbeiten.“ Sie fände es schade,

dass von Dassel keinen konstruktiven

Vorschlag mache. „Man muss

sich mehr Gedanken machen, als

einfach nur Verbote auszusprechen“,

so Schöttler.

Senat will Frauen nicht verbannen

Auch für den Senat kommt ein

Sperrbezirk nicht infrage.„In Berlin

ist die Einrichtung von Sperrbezirken

nicht geplant und nicht sinnvoll.

Sperrbezirke sperren Menschen

weg, keine Probleme“, sagte

BarbaraKönig (SPD), Staatssekretärin

für Pflege und Gleichstellung,

der Berliner Zeitung. DerSenatsverwaltung

gehe es auch um den

Schutz der Sexarbeiterinnen und sie

finanziere deswegen Beratungsstellen

und Hilfsangebote, die sich allesamt

im Kurfürstenkiez angesiedelt

haben und dort vernetzt sind. „Den

Straßenstrich in Zonen zu verbannen,

in denen die Frauen keine Hilfsangebote

haben, ist der falsche Weg.“

Vielmehr brauche es eine berlinweite

Strategie, die zurzeit am Runden

Tisch Sexarbeit erarbeitet werde. Der

Runde Tisch wurde im September

2018 ins Leben gerufen, an ihm sitzen

Vertreter von Polizei, Sozialdiensten,

Hilfsangeboten, Verwaltung,

Bezirksämtern, Prostitutionsbetrieben

und Sexarbeiterinnen.

Einfach nur genervt ist Anja Kofbinger,

frauenpolitische Sprecherin

der Grünen im Abgeordnetenhaus,

vonden Vorschlägen ihres Parteikollegen:

„Immer die gleiche Leier bei

Herrn von Dassel, das ist so wenig

kreativ“, sagte sie der Berliner Zeitung.

Es gebe so viele Leute, die sich

schon seit Jahrzehnten um den Kiez

und die Prostituierten kümmerten.

„Und die sagen alle, im Übrigen

auch die Polizei: Ein Sperrbezirk

bringt nichts.Ich wünschte,Herr von

Dassel würde auf sie hören.“

Berliner Touristen verstoßen gegen strenge Benimmregeln in Venedig –sie müssen Bußgeld zahlen und die Stadt verlassen

VonRegina Kerner,Rom

Ein selbst gekochter Kaffee am

Fußder Rialto-Brücke inVenedig

–diese abseitige Idee ist zwei Berliner

Rucksackreisende am Freitag

teuer zu stehen gekommen. DieFrau

und der Mann, 32 und 35 Jahre alt,

mussten eine hohe Strafe zahlen und

wurden aus der Lagunenstadt verbannt.

Statt in einer Bareinen italienischen

Espresso zu bestellen –was

inVenedig allerdings auch teuer werden

kann –machten es sich die beiden

Deutschen an der berühmten

Rialto-Brücke direkt an den Stufen

zum Canal Grande gemütlich und

bereiteten mit einer Outdoor-Kochausrüstung

Instant-Kaffee zu. Ein

Venezianer habe deshalb am Freitagmorgen

die Polizei verständigt,

teilte die Stadtverwaltung mit, die

auch heimlich aufgenommene Beweisfotos

mitschickte.Darauf ist das

auf dem Boden sitzende Paar mitsamt

Rucksäcken, Henkeltassen aus

Email und Plastik, einer Schüssel,

Gewürzen und Zipper-Tüten zu erkennen.

Auch ist festgehalten, wie

In solchen Boxen gehen Prostituierte auf dem Bonner Straßenstrich ihrer Arbeit nach.

Heimlich fotografiert: die Berliner beim Kaffeekochen an der Rialtobrücke.

der junge Mann auf einer der Stufen

zumWasser einen Mini-Campingkocher

bedient. Als schließlich zwei Lokalpolizisten

auftauchen, hält er

schon die volle Kaffeetasse in der

Hand.

Diebeiden Touristen seien umgehend

festgehalten und identifiziert

worden, hieß es. Sie seien dann auf

die Hauptwache am Piazzale Roma

geführt worden. Dort musste die

DPA/OLIVER BERG

CITTA DI VENEZIA

weibliche Übeltäterin 300 Euro

Strafe zahlen, der Kaffeebrauer

650 Euro. Außerdem wurde gegen

beide ein Aufenthaltsverbot für die

Stadt Venedig verhängt.

Die jährlich von fast 30 Millionen

Besuchern heimgesuchte Lagunenstadt

hatte als Reaktion auf Auswüchse

des Massentourismus 2017

strenge Benimmregeln eingeführt.

Hundert zusätzliche Polizisten sol-

len dafür sorgen, dass sich die Besucher

zivilisiert verhalten. Vielerorts

machen Schilder darauf aufmerksam,

was unerwünscht ist: In die Kanäle

springen etwa, mit nacktem

Oberkörper durch die Gassen laufen,

Tauben füttern, skaten, Fahrrad fahren.

Und damit nicht überall leere

Plastikflaschen und Pizzaschachteln

herumliegen, ist Essen und Trinken

nur noch an ausgewiesenen Stellen

erlaubt. Bei Verstößen drohen hohe

Bußgelder.Wer etwa in die Ecke pinkelt,

zahlt 3000 Euro.

Nicht nur in Venedig sollten sich

Touristen also besser in Acht nehmen.

Erst am Donnerstag wurde in

Triest ein 52-jähriger Österreicher

mit 300 Euro zur Kasse gebeten, weil

er seine Hängematte zwischen zwei

Bäumen am Stadtstrand aufgehängt

hatte. Das wurde als Verstoß gegen

die Grünflächenverordnung gewertet.

Manche Besucher haben jedoch

auch etwas bizarre Anwandlungen:

In Rombadete dieser Tage ein als römischer

Senator verkleideter Mann

im Trevi-Brunnen. Das Vergnügen

kostete ihn 500 Euro.

Köln hat

Berlin den Rang

abgelaufen

Das Berghain ist nicht länger

der coolste Club des Landes

VonChristoph Koopmann

und GregorTholl

Berlin is over, what’s next“, heißt

es bei manchen. Berlin ist out,

was kommt jetzt? Dasinternationale

Fachmagazin DJ Mag kürte dieses

Jahr den Kölner Club Bootshaus statt

wie jahrelang das legendär-verruchte

Berliner Berghain zum besten

Club in der Bundesrepublik. Im weltweiten

Gesamtranking kam der Kölner

Club auf Platz acht, das Berghain

rutschte auf Rang zehn.

Das Bootshaus befindet sich auf

einem abgelegenenWerftgelände unter

einer Rheinbrücke.Auf dem Parkplatz

finden sich an einem heißen

Sommerabend Autos mit Kennzeichen

auch aus Berlin oder Frankreich.

Kevin und Thomas sind mit

Freunden aus ihrem Dorf inLuxemburg

hergefahren. Zweieinhalb Stunden

hin, vier Stunden feiern, zweieinhalb

Stunden zurück. „Wenn man die

House-Szene verfolgt, dann kennt

man das Bootshaus –auch in Luxemburg“,

so Kevin. „Klar,das neue Club-

Ranking war auch ein Grund für uns,

herzukommen“, sagt Thomas.

Der Frankfurter Kulturwissenschaftler

Christian Arndt, der Anfang

des Jahres das Buch „Electronic Germany

–DJs,Klänge,Clubkultur“ herausgebracht

hat, sagt: „Das Bootshaus

hat sich musikalisch sehr breit

aufgestellt, vieles, was hier musikalisch

passiert, wäre zum Beispiel im

Berghain oder auch im Robert Johnson

in Offenbach bei Frankfurt undenkbar.“

Es gebe da sehr verschiedene

Philosophien beim Booking,

also dem Engagieren der DJs. Als

Faustregel gelte: Je größer der Club,

Ist Deutschlands angesagtester Club:

das Bootshaus in Köln.

PROJEKT X

desto mehr „Mainstream-Techno“

und Electronic Dance Music (EDM)

laufe –wobei das Berghain auch hier

die Ausnahme bilde. Seit Mitte der

90er sei Berlin als Nummer eins in Sachen

Clubs eigentlich gesetzt, was

sehr viel mit den historisch einmaligen

Bedingungen zu tun hatte, dem

Mauerfall, ungeklärten Eigentumsverhältnissen

und Behörden, die

Wichtigeres zu tun hatten, als ordnungspolitische

Auflagen durchzusetzen.

DieLockerheit und Freizügigkeit

beflügelte den Berlin-Mythos.

Clubkultur-Experte Arndt sagt,

dass es früher in vielen größeren

Städten mindestens einen, manchmal

zwei oder drei Clubs mit bundesweiter

Strahlkraft gegeben habe –

man denke etwa ans Dorian Gray und

Omen in Frankfurt. Heute sei im

deutschsprachigen Raum neben Berlin

interessanterweise Zürich gut aufgestellt,

wo es eine Handvoll Clubs

wie das Hive oder Space Monki gebe,

die trotz hoher Preise Zulauf haben,

und das obwohl der Druck auf dem

Immobilienmarkt höher sei als in jeder

deutschen Stadt.

„Nachtleben kann man entweder

als Standortfaktor sehen, als kulturelle

Bereicherung oder aber als potenzielles

Drogen- und Lärmproblem“,

sagt Arndt. Berlin habe den

Wert des Nachtlebens mit der seit

mehr als 25 Jahren dominanten

Technokultur als touristischen und

kulturellen Faktor erkannt. Allerdings

kämpfe die Szene auch hier

mit Gentrifizierung, hohen Mieten

und strengeren Auflagen. (dpa)


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 15 *

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Berlin

POLIZEIREPORT

Polizeiautos mit Steinen beworfen.

Unbekannte haben in der Nacht

zum Freitag in Friedrichshain mehrere

Polizeifahrzeuge mit Steinen beworfen.

Verletzt wurde niemand. In

der Rigaer-und Liebigstraße hatten

gegen Mitternacht Unbekannte die

Beamten attackiert. Zwei Fahrzeuge

wurden dabei getroffen und leicht

beschädigt. DerStaatsschutz übernahm

die Ermittlungen.

Beleidigt und geschlagen.

Ein48Jahrealter Mann ist am Donnerstagabend

am Boxhagener Platz

in Friedrichshain homophob beleidigt

und geschlagen worden. Der27

Jahrealte Täter wurde vonder Polizei

festgenommen. Nach ihm war mit

Haftbefehl wegen Raubes gefahndet

worden. EinTütchen mit Cannabis,

das er bei sich trug, beschlagnahmten

die Beamten .

Betrunkener Mann baut Unfall.

In der vergangenen Nacht stürzte ein

betrunkener Tourist in Mitte mit einem

E-Scooter,als er eine Bordsteinkante

hochfahren wollte.Der aus

Schweden kommende 26-Jährige

war gegen 22 Uhrinder Friedrichstraße

unterwegs und zogsich bei

dem Sturzeine starkblutende Kopfplatzwunde

zu. Beider Behandlung

im Krankenwagen randalierte er.

Mann überfallen und verletzt.

In Kreuzbergwurde am Freitagmorgen

ein 22 Jahrealter Mann überfallen

und verletzt. Gegen 3.10 Uhrwar

er in der Oppelner Straße mit zwei

MännerninStreit geraten. Dabei

wurde ihm in den Oberkörper gestochen.

Außerdem erlitt er Schnittverletzungen

an einem Armund im Gesicht.

DieTäter entkamen mit dem

Fahrrad des Opfers.

Radfahrerin von Auto erfasst.

Aufder Landsberger Allee in Marzahn

hat ein 18-Jähriger mit einem

Auto beim Wechseln der Spur eine

25 Jahrealte Radfahrerin erfasst. Sie

wurde zunächst gegen die Windschutzscheibe

und vondortauf die

Straße geschleudert. Um die Frau

nicht zu überrollen, wich der Fahrer

nach links aus und stieß dabei mit einem

Audi zusammen.

15-Jähriger flüchtet im Pkw.

AusAngst voreiner Polizeikontrolle

ist am Donnerstagabend ein Jugendlicher

in einem Mietauto in der Komturstraße

in Schöneberggegen einen

Ampelmast geprallt. Zuvorwar er in

dem Mercedes mit überhöhter Geschwindigkeit

durch den Bezirkgerast,

ohne auf rote Ampeln zu achten.

Im Auto saßen vier Begleiter.

Verletzt wurde niemand. (ls.)

Siamesische

Zwillinge in

Berlin geboren

Charité: Geschwister kamen

per Kaiserschnitt zur Welt

VonSebastian Fischer

Nach mehr als 15 Jahren sind in

Deutschland wieder siamesische

Zwillinge geboren worden. Das

zusammengewachsene Geschwisterpaar

kam am Donnerstag in der

Charité per Kaiserschnitt zur Welt,

wie die Berliner Universitätsmedizin

am Freitag bestätigte.Der Eingriff sei

gut verlaufen. „Aus Gründen der

ärztlichen Schweigepflicht und des

Persönlichkeitsschutzes erteilen wir

derzeit aber keine weitergehenden

Auskünfte“, hieß es von der Charité.

Zuerst hatte der Ärztenachrichtendienst

berichtet.

Als siamesische Zwillinge bezeichnet

die Medizin eine Fehlentwicklung

bei eineiigen Zwillingen,

deren Körper miteinander verwachsen

sind. Daspassiertbereits in sehr

frühen Entwicklungsstadien im

Mutterleib. Einige Babys sind nur

oberflächlich zusammengewachsen,

andere teilen sich Organe oder

Gliedmaßen. Ärzte versuchen häufig,

zusammengewachsene Zwillinge

operativ voneinander zu trennen.

An welchen Stellen am Körper

die Berliner Zwillinge zusammengewachsen

sind, gab die Charité nicht

bekannt.

In Deutschland war eine Operation

zuletzt im September 2015 in

Köln geglückt. Ein Team aus 20 Ärzten

und Pflegern hatte in einer fünfstündigen

Operation ein siamesisches

Zwillingspaar aus Georgien getrennt.

Es war an Brust und Bauch

zusammengewachsen und hatte

sich eine Leber geteilt. Alle anderen

Organe der knapp ein halbes Jahr zuvorgeborenen

Mädchen Tamariund

Tebrole waren nach Angaben der Klinik

aber komplett.

Extrem seltene Geburten

Allerdings nehmen die komplizierten

Operationen nicht immer ein

glückliches Ende.ImDezember 2009

starben in der slowakischen Hauptstadt

Bratislava zwei Jungen. Die an

Leber und Darmsystem zusammengewachsenen

Zwillinge hatten eine

Notoperation, mit der sie getrennt

werden sollten, nicht überlebt. Die

Ärzte wollten zumindest das Leben

eines der beiden Babysretten.

Dasgelang allerdings beim letzten

deutschen Geschwisterpaar, das in

der Gebärmutter zusammengewachsen

war. Lea und Tabea kamen 2003

zur Welt. Ärzte in den USA konnten

das Leben vonLea retten. 2016 sagten

die Eltern, dass ihreschwer sehbehinderte

Tochter Lea ein fröhlicher Teenager

geworden sei.

Siamesische Zwillinge sind extrem

selten. Geschätzt kommt es zu

einer solchen Geburt pro 70 000 bis

200 000 Geburten. Benannt ist das

Phänomen nach Chang und Eng

Bunker, die 1811 in Siam –weitgehend

das heutige Thailand –zur Welt

kamen und ihr Leben lang miteinander

verwachsen blieben. Sie wurden

62 Jahre alt. Das älteste siamesische

Zwillingspaar lebt laut Guinness-

Buch der Rekorde von 2014 in den

USA. Seit ihrer Geburt 1951 teilen

sich Ronnie und Donnie Galyon einen

Unterleib. (dpa)

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16 * Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Berlin/Brandenburg

DGB will mehr

Verbindungen

für Pendler

210 000 Brandenburger

fahren täglich nach Berlin

Der Deutsche Gewerkschaftsbund

(DGB) Berlin-Brandenburg

fordert einen Ausbau des Regional-

und Nahverkehrs für Pendler

in Brandenburg. Die künftige Landespolitik

solle für dichtere Takte

und mehr Platz in den Zügen sorgen,

hieß es in einer Mitteilung. „Die Kapazitäten

sind nicht so mitgewachsen,

wie es nötig wäre“, sagte demnach

der Vorsitzende Christian Hoßbach:

„Die meisten Pendler kennen

das Gefühl, wie die Sardine in der

Büchse zur Arbeit zu fahren.“

Es sei eine „enorme Mehrnachfrage

zu verzeichnen“, sagte eine

Sprecherin des Verkehrsverbunds

Berlin-Brandenburg (VBB). Wie

stark die Pendlerzahlen im Öffentlichen

Nahverkehr gestiegen sind,

lässt sich laut Verkehrsministerium

und VBB jedoch nicht genau sagen.

Die statistischen Ämter erfassen

demnach nur die allgemeinen Pendlerzahlen.Wiediese

Menschen zu ihremArbeitsortkommen,

sei nicht ersichtlich.

Die Gesamtzahl der Pendler

aus Brandenburg nach Berlin ist

nach Zahlen des Verkehrsverbundes

Berlin-Brandenburg zwischen 2007

und 2017 um ein Viertel auf rund

210 000 Menschen gewachsen. Die

Zahl der Pendler aus Berlin nach

Brandenburgist im selben Zeitraum

um gut ein Drittel auf 87 000 gestiegen.

Takte werden verdichtet

Die Sprecherin erklärte, inden derzeit

gültigenVerkehrsverträgen seien

vom Land bereits „Mehrverkehre“

bestellt worden. Das heißt, es werden

schon zusätzliche Verbindungen

eingesetzt oder Waggons angehängt.

Allerdings sei es nicht immer

möglich, Züge zu verlängern –weil

beispielsweise die anzufahrenden

Bahnsteige nicht lang genug sind.

Ab dem Jahr 2022 soll das Angebot

laut VBB deutlich ausgeweitet

werden. DasNetz Elbe-Spree soll um

etwa fünf Millionen Zugkilometer

pro Jahr wachsen –das ist ein Zuwachs

vonetwa 25 Prozent. So soll es

beispielsweise zwischen Oranienburg

über den Flughafen BER nach

Lichtenbergoder zwischen Potsdam

und Spandau zusätzliche Verbindungen

geben. Außerdem würden

die Takte vielgenutzter RE-Verbindungen

verdichtet, beispielsweise

die Takte des RE1, der zwischen

Brandenburg und Frankfurt (Oder)

verkehrt, oder des RE2 von Cottbus

nach Berlin.

Langfristig ist lautVerkehrsministerium

ein Netzausbau geplant. Mit

dem Projekt „i2030“ sollen vorallem

im berlinnahen Raum und auf beliebten

Pendlerstrecken Verbindungen

ausgebaut und verbessert werden.

Nach Angaben des Projekts

wird bis zum Jahr 2030 mit einem

Fahrgastzuwachs von mindestens

150 Prozent im Vergleich zu 1990 gerechnet.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund

fordert jedoch nicht nur bessereVerbindungen

für Pendler, sondernauch

bessereArbeitsbedingungen

und mehr Lohn für Mitarbeiter

in Verkehrsunternehmen. Sonst

könne der steigende Bedarf anFahrern

nicht gedeckt werden. (dpa)

Ein ernster Star:Greta Thunberg auf der Kundgebung im Invalidenpark.

„Ich werde nie aufgeben“

Viel Jubel um Klimaaktivistin Greta Thunberg auf der Ferienkundgebung von „Fridays for Future“

VonElmar Schütze

Eswar ein Risiko,als die Verantwortlichen

der Klimarettungsinitiative

„Fridays

for Future“ am Freitagvormittag

zu einer Kundgebung in den

Invalidenpark inMitte gerufen hatten.

Mitten in den Ferien. Die bange

Frage lautete also: Würden überhaupt

genügend Schüler und Studenten

kommen, um gegen die ihrer

Meinung nach unzureichende Umweltpolitik

der Bundesregierung zu

demonstrieren? Ein halbleerer Platz

hätte kein gutes Bild abgegeben. Um

es kurzzumachen: Es hat geklappt.

Als dann Star-Aktivistin Greta

Thunberg auf der Bühne stand, in

die Menge blickte und rief: „Wecontinue“,

gab es riesigen Applaus. Natürlich

machen wir weiter, signalisierten

die Demonstranten.

Zuvorhatte der Uralt-Pink-Floyd-

Hit„Another Brick In The Wall“ den

Tonvorgegeben. Wereinen Blick auf

die vielen selbstgebastelten Transparente

warf, konnte an fast schon

hellseherische Fähigkeiten der britischen

Musiker glauben, als sie vor

40 Jahre die Zeile schrieben: „We

don’t need no education“.

Originell und ernsthaft

Diese Demonstranten sind tatsächlich

bereits auf eine berührend originelle

und doch ernsthafte Weise perfekt

ausgebildet. Sie brauchen keine

Erziehung mehr. ImGegenteil machen

sie ihrer Eltern- und Großelterngeneration

vor, wie empathisch

und doch auch kämpferisch sie bereit

sind, sich für komplizierte Forderungen

wie der Reduzierung des

weltweiten Temperaturanstiegs zu

engagieren.

In den vergangenen Tagen hatte

jedoch vorallem die Pink-Floyd-Liedzeile

„Teachers, leave them kids

alone“ eine ganz neue Bedeutung erhalten.

Mitte der Woche war bekannt

geworden, dass an einer Schule im

badischen Mannheim die Eltern von

vier Schülernmit einem Bußgeld von

jeweils 86,50 Euro belegt wurden, weil

ihre Kinder zu den „Fridays for Future“-Demos

gegangen waren. Als einer

der Redner dann verkündete,

dass die Stadt Mannheim den Bußgeldbescheid

aufgehoben habe, war

der Applaus groß.

Noch lauter wurde es,als endlich

Greta Thunberg auftrat. Die 16-Jährige

war eigens aus ihrer Heimat im

schwedischen Stockholm angereist,

um der internationalen Klimabewegung

Extraschwung zu verleihen. Es

gebe ihr Hoffnung, dass so viele

Menschen für das Klima auf die

Straße gingen, sagte sie. „Ich werde

nie aufgeben.“

Als Klimaaktivistin fühle es sich

oft so an, als würde man nicht genug

tun. „Aber es sind die Menschen

an der Macht, die Politiker,

Unternehmer und die Medien, die

nicht genug tun –diese Menschen

sollten die Verantwortung auf ihren

Schulternspüren“, sagte sie.

Als sie am Ende die Menge fragte:

„Are you with me?“, war deren Antwort

ganz eindeutig: Ja, natürlich

Greta, wir machen weiter mit!

Und selbst für Klimaprotest-

Nachwuchs ist offenbar gesorgt. Neben

der Bühne standen Pina, Johannes,

Cleopatra, Merle, Emily, Mina,

Anna, Mila und Louise zusammen.

Sie sind acht bis zehn Jahre alt und

gehen in die zweite bis vierte Klasse

der Grundschule am Falkplatz in

Prenzlauer Berg –begleitet wurden

sie von zwei Betreuern. „Wir

schwänzen nicht, wir kämpfen“,

stand auf einem Transparent, das ein

Mädchen gebastelt hatte.

„Wir sind hier,

wir sind laut, weil ihr uns

die Zukunft klaut.“

Demonstranten bei der Klima-Kundgebung

Warum sie hier seien? „Na, weil

wir auch gegen den Klimawandel

sind“, sagte Johannes. Aber hätten

sie nichts Besseres zu tun, mitten in

den Ferien? „Nein“, sagten die Kinder

ganz ernsthaft, „es ist wichtig,

hier zu sein.“

Es ist sicher auch der Enthusiasmus,

diese ganz gewisse Selbstverständlichkeit,

solcher jungen und

ganz jungen Menschen, die Christian

Thomsen zur Unterstützung der

Initiative bewegen. Doch es sind

noch viel mehr die Inhalte.Thomsen

ist Präsident der Technischen Universität

(TU) Berlin –und in dieser

Funktion stand er am Freitag ebenfalls

auf der Bühne im Invalidenpark:

„Die ,Fridays for Future’-Bewegung

ist richtig, sie ist wichtig, sie ist für

unsereZukunft bedeutend“, erklärte

Thomsen.

THOMAS UHLEMANN

Wie Thomsen weiter sagte, gebe

es an seiner Universität viele Unterstützer,sie

sei schon jetzt ein aktiver

Teil der Universität. „Hallo Studierende

und Wissenschaftler –ich bin

stolz als TU-Präsident, dass Sie hier

sind“, rief er. Tatsächlich befanden

sich unter den vielen Transparenten

der rund 3000 Demonstranten auffallend

viele mit Bezug zur TU. Jetzt

gelte es, sich bei der Politik noch

mehr Gehör zu verschaffen.

So sieht Demokratie aus

Tatsächlich reagierten Berliner Politiker

fleißig auf die Kundgebung. So

twitterte die Grünen-Bildungspolitikerin

Stefanie Remlinger vomInvalidenpark.

„This is what democracy

looks like“, schrieb sie und zitierte

damit einen vielfach skandierten

Spruch. Weiter schrieb sie: „Da kann

halt 45 Minuten Politik-Unterricht

proWoche nicht mithalten.“

Auch Wirtschaftssenatorin Ramona

Pop war auf Twitter aktiv:

„,UnsereZukunft liegt in euren Händen’,

hat Greta Thunberg gesagt.

Aber schon jetzt hat sie, haben alle

SchülerInnen gezeigt: Auch sie haben

die Zukunft in ihren Händen.

Und sie machen etwas daraus. Lassen

wir sie dabei nicht allein!“

Doch nicht alle Berliner Politiker

sind Unterstützer. So twitterte der

Hohenschönhauser CDU-Abgeordnete

Danny Freymark amDonnerstag,

dass die Bewegung „von einer

gut gemeinten Initiative immer

mehr zum Nährboden derer“ werde,

„die unsere Demokratie und die dazugehörigen

Institutionen ablehnen“.

In einem weiteren Tweet

schrieb Freymark von „berechtigten

Sorgen junger Menschen“. Diese

sollte man „aufgreifen, einbinden

und dann im Rahmen unserer Demokratie

Lösungen entwickeln“.

NACHRICHTEN

Keine Zuwendungen für

AfD-nahe Stiftung

DasInnenministerium will die politische

Bildungsarbeit der AfD-nahen

Erasmus-Stiftung und des Heimatvereins

Brandenburge.V.nicht mehr

fördern. Zuwendungen auf entsprechende

Anträge der Stiftung für 2018

und des Heimatvereins für 2017 und

2018 seien nicht mehr geflossen,

sagte ein Ministeriumssprecher am

Freitag. Grund sei, dass Zweifel an

der ordnungsgemäßen Geschäftsführung

bestünden. Seit der Gründung

der Stiftung 2016 wurde sie mit

rund 71 000 Euro gefördert, der Heimatverein

mit rund 31 000 Euro.Zuwendungen

gibt es nach Angaben

des Ministeriums nur bei einer ordnungsgemäßen

Geschäftsführung,

die in der Lage ist, die Verwendung

der Mittel bestimmungsgemäß

nachzuweisen. Stiftung und Verein

haben beim Verwaltungsgericht

Potsdam Klage eingereicht. (dpa)

Mann stirbt nach Brand in

Potsdamer Wohnhaus

Nach einem Wohnungsbrand in

Potsdam ist in der Nacht zum Freitag

ein 48-jähriger Mann offenbar an einer

Rauchvergiftung gestorben. Wie

die Polizei mitteilte,war der Brand in

der Küche der Wohnung ausgebrochen.

DieFeuerwehr konnte den

Mann zwar retten, er starb aber wenig

später in einer Klinik. (dpa)

Experten suchen nach

Mittel gegen Fischsterben

Tote Fische treiben auf 25 Kilometern

Länge auf der Schwarzen Elster.

DPA

Gegen das Fischsterben in der

SchwarzenElster in Südbrandenburg

gibt es noch kein Mittel.„Wir arbeiten

derzeit an Maßnahmen“, sagte der

Ordnungsdezernent des Landkreises

Elbe-Elster,DirkGebhardamFreitag.

Es habe Beratungen mit dem Landesamt

für Umwelt, dem für Bergbau,

Geologie und Rohstoffe und der UnterenWasserbehörde

gegeben.Verantwortlich

für das Fischsterben soll

eine unsachgemäße Einleitung von

Grundwasser beim Bauder Eugal-

Erdgastrasse sein. (dpa)

Tragfläche weggebrochen –

Pilot schwer verletzt

Beim Absturzeines motorbetriebenen

Ultraleichtfliegers in Niedergörsdorf(Teltow-Fläming)

ist der 54-jähriger

Pilot am Freitag schwer verletzt

worden. Nach Angaben des Mannes

war dem Flugzeug in mehreren HundertMeternHöhe

eine Tragfläche

weggebrochen. DerPilot konnte einen

Rettungsfallschirmauslösen, der

den Flieger gebremst in einenWald

stürzenließ. (BLZ)

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18 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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ist es uns leider nicht möglich, alle Briefe zu

beantworten oder abzudrucken.

Die Redaktion behält sich das Recht

sinnwahrender Kürzungen vor.

Bürgersteige offenbar voller

Touristen auf E-Scootern

Berlin: „Risikoauf zwei Rädern“ von

Peter Neumann

(18. Juli)

Wenn die Polizei jetzt kräftig Bußgelder

kassieren würde, könnte es sich

bald in den Sozialen Netzwerken

rumsprechen, und die Plage würde

sich verringern. Aber man will wohl

nett sein. Ichhoffe bloß, die Verleihfirmen

bleiben dabei, dass sich das

Aufstellen vonE-Scooterninden Außenbezirken

nicht lohnt.

Camilla Kneschke,

Berlin-Westend

Zum Glück ist es keine Pflicht,

in dieses Gebäude zu gehen

Feuilleton: „Schönheit, Funktionalität

und Programmatik“ Gastbeitrag von

Herrmann Parzinger

(10. Juli)

Ob diese riesige Betonmauer am

Spreekanal schön ist, möchte ich bezweifeln.

Sie erinnert mich an das

Bauwerk von Ulbricht und Honecker,

nur mit dem kleinen Unterschied,

sie ist noch ein paar Meter

höher.Aber das alles entspricht wohl

dem jetzigen Trend in der Welt zu

Schießschartenfenstern an den

Häusern. Zum Glück ist es keine

Pflicht, in dieses Gebäude zu gehen.

Peter Guba, per E-Mail

Die Ämter haben keinerlei

Grün-Kompetenz mehr

Diesen Artikel kann ich voll und ganz

unterschreiben. Die Ämter haben

keinerlei Grün-Kompetenz mehr. Es

wirdnur noch verwaltet, aber keiner

kann mehr mit der Natur zusammenarbeiten.

Zum Beispiel die

Wiese mähen, wenn sie gemäht werden

muss,und nicht zweimal in zwei

Wochen bei voller Hitze, weil der

Mäher gerade mal ganz ist und die

Mäh-Intervalle dann endlich weg

sind. DieWiese ist dann aber auch irgendwann

weg. Viele Gelder versickern

irgendwo. Schlimm ist, dass

diese ganze Entwicklung dorthin,

auch noch grün angestrichen ist.

Volker Herold,

Berlin-Prenzlauer Berg

Die Hohenzollernverlangen mietfreies Wohnen auf Schloss Cecilienhof in Potsdam. IMAGO/CAMERA 4

Es macht nur neues böses Blut

Facebook: „Ansprüche auf Kunstwerke:Die Gefahr ist nicht gebannt“ von

Nikolaus Bernau

(17. Juli)

Mietfreies Wohnen in Schlössern, sehr nett. Wo kann man sich bewerben?

Frank Lassak

Mankann und sollte nicht versuchen, die Geschichte zurückzudrehen.

Es macht nur neues böses Blut. DieWürfel sind gefallen, und das sollten

alle akzeptieren, so bitter es auch sein mag.

Otto Ulle

Wie respektlos verhält sich Prinz Georg Friedrich von Preußen gegenüber

der Gesellschaft. Im Gegenzug möchte er aber im alten Glanz

Frauenleiden gesellschaftlich enttabuisieren

Magazin: „Eine von zehn –Endometriose

ist ähnlich verbreitet wie Diabetes“

von Anna Lena Mösken

(13. Juli)

Ichbin Ihnen sehr dankbar dafür,

dass Siedieses Thema aufgegriffen

haben. Es ist notwendig, dass das

Thema Frauenleiden gesellschaftlich

enttabuisiertwird.

Es gibt Frauen, die jeden Monat

Schmerzenhaben, nicht nur weil sie

an Endometriose leiden, sondern

weil ihr Körper genetisch so disponiertist.

Doch die heutige Leistungsgesellschaft

verlangt auch von

Frauen ihren Tribut.

Ichfinde das nicht richtig, denn

es erzeugt den Druck durchzuhalten,

sich nichts anmerken zu lassen, so

zu tun, als ob alles in Ordnung wäre.

Nichts ist in Ordnung! Sicherlich

spielt die mentale Einstellung auch

eine wichtige Rolle beim Schmerzempfinden.

Dennoch sollte sich

keine Frau deswegen schämen. Ich

bin dafür,dass Frauen in Deutschland

monatlich drei Tage wegen ihrer

Periode zu Hause bleiben dürfen.

Damit wärevielen Frauen eine Last

genommen! Einen Ausgleich könnte

man für Männer schaffen, damit

diese sich nicht benachteiligt fühlen.

Frauen sind nicht schwächer,weil

sie monatlich bluten. Schwach ist

nur eine Gesellschaft, die das nicht

aushalten kann.

Maxi Rother,per E-Mail

Homöopathie wirkt und

aktivierteigene Heilkräfte

Politik: „Homöopatie nicht mehr auf

Rezept?“ von Christian Burmeister

(12. Juli)

Ichgehörezudenen, die seit ihrer

Kindheit mit homöopathischer Medizin

gesund geworden sind. Als allein

seligmachende Methode verteidige

ich sie nicht. Aber sie wirkt, und

sei es nur dadurch, dass sie die eigenen

Heilkräfte aktiviert. Dasist etwas,das

vielen Ärzten bei vielem,

teuren Aufwand nicht gelingt. Für

glänzen. Es ist kaum zu ertragen. Ehme Saathoff

Woher kommen die Besitztümer? Nicht zufälligerweise vomVolk?

UweKlein

Aller Besitz ist aus ehemaligen Steuergeldern bezahlt worden und gehörtdemnach

dem Staat. Diesollen sich ihr Geld erarbeiten wie andere

auch.

Ulrich Steimel

Läuft das eigentlich noch unter kriminelle Großfamilie oder doch eher

schon als mafiöser Familien-Clan?

Sebastian Grün

meine Behandlungen zahle ich genug.

Immer mal wieder gehe ich aus

der Apotheke und frage mich, wozu

ich eigentlich Krankenkassenbeiträge

leiste.Esgenügt, dass ich in

drei Jahrzehnten schwerem PMS

(das sowieso,daausschließlich von

Frauen durchlitten, vonvielen Ärzten/innen

(!), nicht ernst genommen

wird), meine Heil- und Hilfsmittel

selbst bezahlt habe.

Diese Beschwerden haben mich

immer wieder an den Rand der Arbeitsunfähigkeit

gebracht und

manchmal auch mitten hinein. Die

homöopathischen Arzneien waren

wohlgemerkt voneinfacher Natur

und belasteten die Solidargemeinschaft

wenig. Währenddessen die

Krankheitszeiten teuer und frustrierend

waren –für alle Beteiligten, solidarisch

oder nicht.

Undesgenügt, dass mir alle paar

Jahreeine neue Brillenglasstärke

oder eine Zahnbehandlung finanziell

die Schuhe ausziehen und anderswoVerzicht

fordern. Ichzahle es,

es ist nötig. Dabei weiß ich, dass anderemit

chronischen und schwierigen

Krankheiten viel schwerer als ich

belastet sind. Gernebin ich solidarisch.

DasHerumgehacke auf der

homöopathischen oder anderen alternativen

Heilmethoden habe ich

aber so satt.

B. Schleußner-Bartsch, Beelitz

Generationen haben sich in

den 60ernimpfen lassen

Facebook: „Masernimpfung wird ab

2020 per Gesetz zur Pflicht“

(18. Juli)

Ichbin für eine flächendeckende

Impfung, respektiereaber,wenn

nicht jeder das über eine Verpflichtung

gelöst haben möchte.

Nicole Kügler-Kretschmann

GanzeGenerationen haben sich in

den 60ernimpfen lassen, und man

hörtund staunt –ohne nennenswerteNebenwirkungen.

Christian Rau

Susanne Dübber

will wissen, was Sie denken.

Strahlend händchenhaltend saßen

sie da auf dem Sofa. Martin

Schiffel und seine Anne,ein Paar,das

sich durch die Berliner Zeitung kennengelernt

hat.

ZumFrühstück hatten wir uns im

Newscafé des Berliner Verlags verabredet.

Vomersten Moment an überrollte

auch mich das Glück, das dieses

Paar um die 50 erlebt und aussendet.

Neugierig wollte ich schnell

alles wissen vondem Sichfinden. Offenherzig

gaben die beiden ihre Geschichte

preis –wie die Berliner Zeitung

als Liebesgott Cupido einen

Pfeil in die zwei Herzen schoss.

Sechs Jahre sind sie zusammen,

der Ingenieur und Maler aus Niederschönhausen

mit der Mandolinenspielerin

aus Mitte. Erliest die Berliner

Zeitung seit Jahrzehnten. „In einem

Bericht über Folgen des Zweiten

Weltkrieges für die

nachfolgenden Generationen wurden

Interviewpartner gesucht, ich

meldete mich.“ Die Forscherin

schrieb ihreDoktorarbeit darüber,er

stellte ein Bild vonsich fürs Coverzur

Verfügung. Das sah eine Bekannte

der Forscherin: Anne.„Ichmailte ihn

an, wir unterhielten uns über Kunst,

wir trafen uns.“ Danach war sofort

alles klar. Sie: „Ich fühlte mich nach

dem langen Gespräch frisch und erholt.“

Er:„Wirnahmen uns gegenseitig

nicht als anstrengend wahr.“ Seitdem

gehen sie zusammen ihren Lebensweg.

Dass sie aus Westdeutschland

und er aus der DDR kommt,

spielt keine Rolle. „Wir sind in zwei

verschiedenen Systemen aufgewachsen,

aber unsereWerte und Beurteilungen

sind gleich.“ Zwei Singles

ohne Kinder, die nicht auf der

Suche nach einem Partner waren

und sich doch fanden. „Wir haben

uns füreinander aufgehoben.“ Der

Zauber dieser großen Liebe hallt immer

noch in mir nach.

„Die Familie“, das Bild von Martin

Scheffel, durch das er Anne traf.

PRIVAT

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute ist esüberwiegend wechselnd bewölkt. Ab und zu gibt es Regenschauer,

und eswerden bis 30 Grad erwartet. Der Wind weht schwach

aus Süd. In der Nacht hat der Sternenhimmel oft das Nachsehen. Lokal

sind Schauer unterwegs. Die Temperaturspanne reicht von 19 bis

17 Grad.

Biowetter: Witterungsbedingt gibt

es oft Kopfweh, Schwindelgefühle

und Migräne. Diese Beschwerden

stehen mit einem niedrigen Blutdruck

und Kreislaufproblemen in Zu-

14°/29°

Wittenberge

sammenhang.

Pollenflug: Die Belastung durch

Brennnessel- und Spitzwegerichpollen

ist mäßig bis stark. Darüber

hinaus sind Pollen von Linden, Gänsefuß

und Gräsern unterwegs.

Gefühlte Temperatur: maximal 29Grad.

Wind: leichter Wind aus Süd.

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

15°/30° 16°/29°

Luckenwalde

15°/30°

Cottbus

15°/30°

Sonntag

Montag

Dienstag

Regenschauer wolkig sonnig

19°/27° 15°/26° 18°/30°

Prenzlau

13°/29°

Frankfurt

(Oder)

15°/29°

Tief Theo über den Britischen Inseln bestimmt das Wetter in Mitteleuropa. So

wird sehr warme, aber auch feuchte Luft aus dem Süden ins zentrale Europa

herangeführt. Neben sommerlicher Wärme gibt es dadurch auch teils kräftige

Schauer und Gewitter mit der Gefahr von Unwettern. Auf der Iberischen Halbinsel

herrscht weiterhin extreme Hochsommerhitze.

Sylt

19°/24°

Hannover

15°/28°

Köln

16°/28°

Saarbrücken

16°/29°

Konstanz

17°/32°

Hamburg

15°/26°

Erfurt

15°/29°

Frankfurt/Main

18°/30°

Stuttgart

18°/31°

Rügen

14°/26°

Rostock

12°/26°

Magdeburg

15°/30°

Nürnberg

16°/30°

München

16°/31°

Dresden

16°/29°

Deutschland: Heute folgen zahlreichen

Quellwolken örtlich Schauer,

teils mit Blitz und Donner. Dabei werden

imTagesverlauf 24 bis 32Grad

erreicht, nachts kühlt es dann auf

20 bis 14Grad ab. Der Wind weht

nur schwach aus Süd. Morgen klettern

die Temperaturen auf 23bis

29 Grad. Dazu wechseln sich Sonne,

Wolken, Schauer und sehr vereinzelte

Gewitter ab. Der Wind weht

schwach bis mäßig aus westlichen

Richtungen.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 18°-20°

Nordsee: 17°-19°

Mittelmeer: 23°-31°

Ost-Atlantik: 17°-22°

Mondphasen: 25.07. 01.08. 07.08. 15.08.

Sonnenaufgang: 05:07 Uhr Sonnenuntergang: 21:17 Uhr Mondaufgang: 23:12 Uhr Monduntergang: 08:33 Uhr

Lissabon

29°

Las Palmas

27°

Madrid

38°

Reykjavik

19°

Dublin

20°

London

25°

Paris

28°

Bordeaux

29°

Palma

34°

Algier

41°

Nizza

26°

Trondheim

23°

Oslo

22°

Stockholm

26°

Kopenhagen

22°

Berlin

29°

Mailand

31°

Tunis

34°

Rom

31°

Warschau

26°

Wien

33° Budapest

31°

Palermo

27°

Kiruna

23°

Oulu

21°

Dubrovnik

29°

Athen

31°

St. Petersburg

23°

Wilna

27°

Kiew

27°

Odessa

28°

Varna

27°

Istanbul

29°

Iraklio

28°

Archangelsk

19°

Moskau

19°

Ankara

28°

Antalya

35°

Acapulco 35° bewölkt

Bali 34° wolkig

Bangkok 34° heiter

Barbados 29° heiter

Buenos Aires 18° Regen

Casablanca 27° heiter

Chicago 34° sonnig

Dakar 27° wolkig

Dubai 40° sonnig

Hongkong 33° Gewitter

Jerusalem 31° sonnig

Johannesburg 15° sonnig

Kairo 36° sonnig

Kapstadt 13° wolkig

Los Angeles 22° heiter

Manila 32° wolkig

Miami 34° heiter

Nairobi 27° Schauer

Neu Delhi 39° heiter

New York 37° wolkig

Peking 31° bewölkt

Perth 17° wolkig

Phuket 32° Gewitter

Rio de Janeiro 25° sonnig

San Francisco 20° wolkig

Santo Domingo 33° heiter

Seychellen 26° wolkig

Singapur 33° wolkig

Sydney 20° sonnig

Tokio 32° bewölkt

Toronto 34° Gewitter


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 – S eite 19

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Berlin

AM WOCHENENDE

Dem Dieb hinterherjagen:

Lola &Farrati unterwegs

Schönes Wochenende Seite 20

Dem Ball hinterherjagen:

Beachvolleyball im Test

Berlin bewegt sich Seite 22

Ein Abend

in Bangkok

SABINE GUDATH

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

war im Khao Taan.

Gerade hatte ich geschrieben,

ein Gastronom, der

seiner Leidenschaft folge

und mit eigenem Risiko

sein Restaurant eröffne, sei in Berlin

eine romantische Vorstellung; längst

würden Investoren und Berater die

Gastrobranche beherrschen. Ich

freue mich, so kurzdarauf schreiben

zu können: Ichhabe mich geirrt!

Vorein paar Tagen bin ich in einem

grandiosen neuen Restaurant

essen gewesen, das dazu noch eine

One-Man-Show ist, weil sein Betreiber

Woraphon „Gaan“ Kitkoson

gleichzeitig Koch, Service und oft

auch Spüler ist. Er will den Berlinern

zeigen, dass eine authentische,

ambitionierte

Thai-Küche

anders schmeckt als

die immer gleichen

Currys und lieblosen

Pad Thais, die man

hier in unzähligen

Schnellküchen bekommt.

Gaan lebt seit

zehn Jahren in Berlin,

als Kind verbrachte

er in Bangkok

Stunden bei seiner

Großmutter Taan in der Küche,

sein Restaurant hat er nach ihr benannt:

Khao Taan.

Weil aus Gaan etwas werden

sollte,studierte er Jura,später arbeitete

er für ein Hotelunternehmen.

Die Büroarbeit machte ihn jedoch

nicht glücklich, immer wieder zoges

ihn in die Küchen. In Berlin probierte

er sich zuerst auf dem Streetfood-Markt

Bite Club aus und in der

Markthalle Neun. Dann ging er als

Praktikant zum Sternekoch David

Thompson, in dessen Restaurant

Nahm in Bangkok lernte er die alten

Rezepte seiner komplexen Heimatküche.Sie

kennt unzählige regionale

Besonderheiten und Zutaten und ist

von Persien, Indien, China, Portugal

und Frankreich beeinflusst.

Im Khao Taan gibt es ein festes

Abendmenü für 35 Euro,der Gast hat

in jeder Kategorie die Wahl zwischen

zwei Optionen. Gaan berät gernund

erklärt viel. Anders als bei uns werden

die fünf Gerichte und die Suppe

nicht nacheinander,sonderngleichzeitig

serviert. Der aromatische Reis

– eine Mischung aus weißem und

braunem Jasminreis sowie dem vitaminreichen

und härteren roten

Reis –wirdstets nachgefüllt.

Meine Suppe mit Pilz- und Garneleneinlage

ist eine nicht cremige,

sondern klare, säuerliche Kokossuppe

mit viel Garnelenaroma und

leicht scharfen, ingwerartigen Noten.

Ich löffle sie, wie ich es gelernt

habe,zur Reinigung immer mal wieder

zwischendurch. Einiges ist ordentlich

scharf, etwa das Relish aus

jungem grünem Chili und saftigen

Tomaten, zu dem man Reis und rohe

Gurken, Zuckerschoten, Bohnen und

Fenchelkraut isst, um die Schärfe abzumildern.

Es schmeckt so herrlich,

dass ich trotz schniefender Nase

nicht davon lassen kann.

Gaan bringt frische Ananas mit einer

Paste auf Palmzucker, das stoppt

das Brennen kurzzeitig. Milder ist der

Salat aus gegrillter Aubergine, wobei

dem Koch das Kunststück gelingt, die

Aubergine ohne Fett seidig-weich

und aromatisch hinzubekommen.

Limette, rote Zwiebel, Pfefferminze

und Koriander bringen die Frische,

ein pochiertes Ei das

cremige Element.

Gegessen wird in

Thailand übrigens

Seumestraße

FRIEDRICHSHAIN

Krossener Str.

Knorrpromenade

hauptsächlich mit

dem Löffel. Die Gabel

kommt selten

zum Einsatz, zum

Beispiel, um das

weichgekochte

Rindfleisch im Massaman-Curry,

einem

jahrhundertealten

Rezept aus dem

muslimisch geprägten

Süden Thailands, zu zerteilen.

Gaan kocht es, wie er es im Bangkoker

Sterne-Restaurant gelernt hat.

Aus der eher milden Currypaste stechen

die einzelnen Aromen hervor:

Kaffirlimettenblätter,Chili, Zitronengras,

Kardamom, Koriander und

Kümmel. Dazu passt die Scheurebe

hervorragend, die er aus seiner kleinen,

aber gut zusammengestellten

Auswahl an Naturweinen empfohlen

hat.ImKhao Taan zu essen, ist ein Erlebnis,die

Gerichte sind exquisit, die

Kräuter und Gewürze wie Galgant,

Zimt- und Pfefferblätter exotisch.

Manches schicke ihm seine Mutter

aus Thailand, erzählt Gaan, weil er es

hier nirgends finden kann.

EinLaden wie das Khao Taan ist in

Berlin eine Seltenheit, die man unbedingt

erleben muss.

Khao Taan, Gryphiusstraße 10, Friedrichshain.

Di–Sa 18–23 Uhr, Tel. 58617400.

Das Menükostet 35 Euro pro Person.

Gryphiusstr.

Khao Taan

Wühlischstr.

Boxhagener Str.

Weserst.

Holteistr.

50 m

BLZ/TIEDGE

In Berlin servieren Thai-Restaurants oft

die immer gleichen lieblosen Currys. Wie

gut, dass es jetztdas Khao Taan in

Friedrichshain gibt –daist alles anders

Familienausflug

Schnörkel,

bitte!

VonBarbaraWeitzel

AmBauhaus kommt man in diesem

Jahr nicht vorbei. DieKunstund

Ideenschule feiert 100-jährigen

Geburtstag. Andere Kunstepochen

könnten da glatt in Vergessenheit geraten,

hätten nicht auch sie ein Zuhause,

wo sie gepflegt, präsentiert

und mit Leben und Gegenwart gefüllt

werden.

Wie gut! Denn: So wenig Zweifel

besteht an der Bedeutung des Bauhauses

bis heute, so ist doch die

klare, strenge Schlichtheit dieser

Jugendstil –dawird einem ganz flimmerig vor lauter Pracht.

ANASTASIAROMB

Schule nicht jedermanns Geschmack.

Wo bleibt das Spiel, das

Bunte, der Schmuck? Kinder mögen

es farbenfroh, die meisten jedenfalls.

Der Jugendstil mit seinen Kurven

und Schnörkeln, mit seinen Blumen,

Blättern und Tieren, und zwar nicht

nur auf Bildern, sondern auch auf

Geschirr und Kleidern, in Möbeln

und Schmuck, wirft damit nur so um

sich. In Berlin wohnt er im Bröhan-

Museum, woeinem ganz flimmerig

werden kann vor lauter Alltagspracht.

Geht man an diesem Sonntag

hin, muss man jedoch seinen

Verstand beisammenhalten, denn

den kann man gebrauchen bei Detektivaufgaben,

Rätseln und in den

Workshops rund um den Jugendstil

und seinen Nachfolger. Mit dem Art

Deco geht es dann schon Richtung

Bauhaus.

Familien-Sonntag im Bröhan-Museum,

Schloßstraße 1a, Charlottenburg.Sonntag

11 Uhr,Eintritt frei. 5–12 Jahre


20 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Schönes Wochenende

LOLA &FARRATI

FUNDSTÜCKE

VonOlgaBobileva

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

OLGA BOBILEVA

IMAGO/CHROMORANGE

VonLola Knoblach

Auf Nummer sicher beim

Fahrradklau

Esist Wochenende.Farrati und ich gondeln entspannt

durch die Straßen.Wirsind auf demWegzueinem Café, wo

ich mit einem alten Freund verabredet bin. Farrati summt –

wie fast immer –sein eigentlich unsummbares Lieblingslied:

„Breaking the Law“ vonJudas Priest.

Am Treffpunkt angekommen, schaue ich mich unentschlossen

nach einem geeigneten Platz für Farrati um. Direkt

vordem Café ist nichts frei. DerBaum da ist zu dick, da passt

das Schloss nicht drum, und das Schild dortist nur temporär,

also leicht zu zerlegen. „Manno ...“, denke ich. Farrati hat

meine Anspannung bemerkt und aufgehörtzusummen.

Schließlich beschließe ich, dass es die Laterne zehn Meter weiter

wird–immerhin auf unserer Straßenseite und mit ein bisschen

Mühe kann ich dann immer mal gucken.

Drinnen treffe ich meinen alten Freund. Wirsitzen am

Fenster,bestellen Kaffee und Zimtschnecken. Wirplaudern

über dieses und jenes,lachen laut und gestikulieren viel. Ab

und an linse ich unmerklich nach Farrati. „Puh, noch da“,

denke ich. Undweiter geht’s mit Geschichten und Gelächter.

Draußen läuft ein Typvorbei und ich beobachte ihn unauffällig

aus dem Augenwinkel. Er nähertsich Farratis Laterne,

und ich merke,wie mein Puls hochgeht. Ichspringe auf. Der

Typsteht jetzt direkt bei Farrati und fummelt irgendwas aus

seiner Tasche,was ich nicht sehen kann, weil er mit dem Rücken

zu mir steht.

Ichstürme aus dem Café. „Hey!!“, brülle ich. DerTyp dreht

sich irritiertum, Zigarettenqualm steigt auf. „Oh. Derist nur

stehen geblieben, um sich ne Kippe anzuzünden“, denke ich.

Undrufe kleinlaut: „Schon gut.“ Es hat keinen Zweck, so zu

tun, als wärenicht ich es gewesen, die da gebrüllt hat.

Etwas bedröppelt gehe ich wieder rein. Mein Freund guckt

mich mit großen Augen an. „Was war das denn bitte?“ –„Ich

dachte,der Typwill Farrati klauen.“ Er lacht und sagt: „Du

hast’seecht nich mehr alle!“

Vorwurfsvoll schaue ich ihn an:„Das ist nicht fair!Weißt du,

wie es sich anfühlt, wenn man morgens aus dem Haus kommt,

um zur Arbeit zu fahren, und plötzlich ist dein Fahrrad nicht

mehr da? Oder wie man sich fühlt, wenn man nur kurzinirgendein

Geschäft geht, und wenn man wieder rauskommt, ist

das Radeinfach weg?Wievom Erdboden verschluckt!?“ Mildes

Lächeln schlägt mir entgegen: „Naklar kenn ich das.Ist mir

schon dreimal passiert.“ –„Siehste! MIR nämlich NICHT und

dreimal darfste raten, warum“, sage ich bockig und deute mit

dem Kinn kreisend in Richtung der Situation, die wir gerade

erleben durften.

Sehr,sehr gerne würde ich ihm die Zunge rausstrecken,

aber das kommt mir kindisch vor, undich beschließe stattdessen,

dass die Zimtschnecken heute auf mich gehen.

Geschichten vonLola&Farrati gibt es auch bei 100,6FluxFM.

Manufaktur

Eine Wolke

Leder

Wie würden Sie den natürlichen Geruch von Leder beschreiben?

Ein Hauch Moschus und …Schwierig, oder?

Mirergeht es da ähnlich. Wenn man „Krumme 58“ betritt, hüllt

er einen sanft-wolkig ein –der vertraute Lederduft. In der Manufaktur

gibt es Taschen, Rucksäcke, Portemonnaies und Etuis.

Das Besondere: Sie werden in Italien aus italienischem Leder

gefertigt, das mit pflanzlichen Extrakten gegerbt und gefärbt

wird. Designt werden sievon der Inhaberin Astrid Reinhardt. Sie

ist stolz auf die Herstellung: „Wir arbeiten ohne Chrom oder

synthetische Stoffe.Alles ist absolut natürlich und vonhöchster

Qualität.“ So wie die Kleidung, die nach Kundenwünschen in

der eigenen Nähwerkstatt hergestellt wird. Feinste Materialien

wie Kaschmir,Alpaka, Merino,Seide undLeinen werden vorOrt

ausgesucht und nach Maßgefertigt: Tops,Pullis,Kleider,Schals

–Wünschen sind keine Grenzengesetzt.

Krumme 58 –Manufaktur Krumme Straße 58, Charlottenburg.Mo–Fr 12–19Uhr,

Sa 10–16 Uhr

Restaurant

Georgische

Gastfreundschaft

Wer einmal authentische georgische Küche erleben

möchte, sollte einen Tisch im „Genazvale“ reservieren.

Im rustikal eingerichteten Lokal bekommt man bereits beim

Eintreten einen Eindruck der berühmten georgischen Gastfreundschaft:

Manwirdper Handschlag begrüßtund zu einem

gemütlichen Plätzchen geleitet. Die Speisekarte bietet eine

große Auswahl an Nationalgerichten. Seien Sievorab gewarnt:

Es wirdwirklich schwer,sich zu entscheiden. Ichempfehle Ihnen,

eine kleine Auswahl anVorspeisen wie etwa Khachapuri–

überbackenes Käsebrot –oder eine Khartscho –Kalbfleischsuppe

–zubestellen. Als Hauptgericht empfehle ich saftige

Schaschlikspieße oder Chakhokhbili, ein gedünstetes Hähnchengericht.

Gozinaki, eine Süßspeise aus Honig und Nüssen,

rundet das Mahl ab.Dazu lässt sich ein georgischer Landwein

genießen.

Genazvale Hohenzollerndamm 33, Wilmersdorf.Mo-Fr 15-0 Uhr, Sa-So 14-0 Uhr

IMAGO/WESTEND61

Café

Tortenträume unter

Kronleuchtern

Pfirsich-Maracuja-Torte oder doch lieber ein Stück Sachertorte?

Keine leichte Wahl, und auch die Schwarzwälder

Kirschtorte und der Käsekuchen sehen köstlich aus.Nicht selten

verbringt man vor der Glasvitrine im Café „Frau Behrens

Torten“ in Charlottenburg einige Minuten, bis die finale Entscheidung

fällt. Umgeben von süßen Gerüchen, unter Kronleuchtern

und inmitten von antikem Interieur lassen sich

wunderbar die in der hauseigenen Backstube hergestellten

Tortenträume genießen. Wer Lust auf Herzhaftes hat, kann

zwischen verschiedenen Frühstücken wählen.Wasvor über 15

Jahren in der eigenenWohnung begann, in einer kleinen BackstubeinFriedenau

fortgeführtwurde,mündete mittlerweile in

drei florierende Cafés dieser Art. Die Inhaberin Victoria Fernandez

legt dabei großen Wert auf Naturbelassenheit: Konservierungsstoffe

oder Geschmacksverstärker kommen der gebürtigen

Spanierin nicht in die Rührschüssel.

Frau Behrens Torten Wilmersdorfer Straße96, Charlottenburg.Mo-So 10–19 Uhr

Festsaal Kreuzberg

Karibik-Feeling in der

Hauptstadt

Haben Sie Lust auf eine Portion Karibik-Flair, aber gerade

weder Zeit noch das nötige Kleingeld für einen Urlaub ins

ersehnte Paradies? Dann schauen Sie doch am Sonnabend

beim Reggae Open Air 4.0. im Festsaal Kreuzbergvorbei. Laut

Wettervorhersage dürfen wir uns am Wochenende auf Temperaturen

von bis zu 30 Grad freuen. Umso schöner ist es doch,

das Comeback des Sommers auf diese Art zufeiern. Also, auf,

auf: Werfen Sie sich in ein farbenfrohes Karibik-Outfit und

groovenSie bei coolen Beats zu Musikaus den Genres Reggae,

Dancehall, Latin, HipHop und Dubsorichtig ab.Das DJ-Team

vonWallcitymusic sorgt hierbei für tolle Abwechslung.Wendie

Müdigkeit nach ausgiebigen Tanzeinlagen überfällt, ist herzlich

eingeladen, im idyllischen, saftig grün gestalteten Biergarten

im Schatten der Bäume zu entspannen und leckeres BBQ

zu probieren.

Festsaal Kreuzberg Am Flutgraben 2, Kreuzberg.Saab15Uhr,Eintritt 6Euro

GETTY IMAGES

WOHIN AM WOCHENENDE?

Auf dem

Wasser

wandern

Eine perfekte

Sommer-Tour: Paddeln rund

um Brandenburgs

Dominsel

VonJörg Niendorf

Eigentlich müsste die Stadt BrandenburgjaBrandenburg„in“

der

Havel heißen und nicht „an“. Der

ganze Ort ist durchzogen von Wasserläufen,

darunter vielen Alt-Armen

und Abzweigungen der Havel –alles

ist hier Insel. Man kann diese Insel

mit dem Boot umrunden, und bei

genau solch einer Tour kann dem

aus Berlin angereisten Freizeitkapitän

schon mal solch ein vorschneller

Gedanke kommen: „in der Havel“.

Aber das soll’s gewesen sein mit

dem Grübeln: Wir sind hier jetzt mit

dem Kajak unterwegs, betrachten

die Welt ganz entspannt –imFußgängertempo

geht es übers Wasser.

So schaut man in Gärten und auf

Stege am Ufer, auf die backsteinernen

Häuser, auf das Domstift und

die Kirchtürme der Stadt, die zwischen

den Trauerweiden immer wieder

aufscheinen.

Ein guter Einstieg in eine solche

Tour ist der Mühlendamm mitten in

Los geht’s–mit dem eigenen Faltboot, hier zu sehen, oder einem Leihboot.

JÖRG NIENDORF

Brandenburg, er bildet den Übergang

(natürlich übersWasser) vonder Neustadt

auf die Dominsel. Am Mühlentor

lässt sich ein eigenes Boot, falls

vorhanden, gut einsetzen. Es gibt

sehr niedrige Stege,das ist gut für Kanufahrer.

Der Tourismusverband des

Havellands hat – so wie eigentlich

überall entlang des Flusses –für eine

nahezu perfekte Paddler-Infrastruktur

gesorgt. Wasserwanderer sind

willkommen, es gibt spezielle Rastplätze

für sie, Stege oder auch eine

„Bootsschleppe“ direkt neben dem

alten Turm des einstigen Stadttors.

Auf einer Lore kann man seinen

Kanadier oder sein Kajak von einem

Wasserlauf in den anderen, der jenseits

der Straße liegt, schaffen. Außerdem

liegt hier ein Bootsverleih

für all diejenigen, die kein eigenes

Gefährt haben. Die freundlichen

und überaus hilfsbereiten Verleiher

bieten unter anderem Einer- und

Zweier-Kajaks an, und diese Art von

Booten seien hier auch unbedingt

empfohlen. Falls man doch etwas

weiter will zum Beispiel.

Aber zunächst bleiben wir einfach

in der Insellandschaft, die die

Stadt bietet. Gleich drei mittelalterliche

Kerne, die Altstadt, Neustadt

und die Dominsel, lassen sich auf

dem Wasser umrunden. Es geht über

den Stadtkanal, die Brandenburger

Niederhavel, wenn man will, auch

hinauf bis in den Kleinen Beetzsee.

Mangleitet dahin, lässt sich vonMotorbooten

überholen, grüßt freundlich

zu den Ausflugsdampfern hinüber

– und bleibt doch schön für

sich. Dasist das Gute auf demWasser

und im kleinen Boot. Genauso gut

ist, dass dieses spezielle Unterwegssein

ja schon das Ziel ist: Man muss

nicht unbedingt anlanden und aussteigen,

um noch mehr zu erleben.

Aber man kann.

Wasserwanderrastplätze gibt es

selbst hier, gleich mehrere liegen


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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Blumen

auf der

Haut

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Rigatoni mit Lachs

Durga ist ein Tattookünstler

aus Indonesien. In

Kreuzberg hat er ein Studio

eröffnet. Seine floralen

Motive passen sich an die

Körper an, sie erzählen

Lebensgeschichten.

Durgas besondere Technik?

Zwei Hölzer mit Tinte

VonPaul Linke

ZS VERLAG/MARC REHBECK

Es könnte eine Strandhütte

sein, irgendwo auf einer Insel

im Indischen Ozean.

Dafür sprechen die bunten

Sitzkissen, die man aus dem Urlaub

kennt, die Muschelketten, Tierschädel,

Masken, die Holzstützen, diese

steile Treppe,die auf eine Zwischenebene

führt. Dagegen spricht vor allem

der Blick aus dem Fenster: parkende

Autos, dahinter eine Häuserfassade

–Kreuzbergliegt leider nicht

am Meer.Und Durgaist kein Strandhüttenvermieter,

sondern ein Tattookünstler.

Ersagt: „Stell deine Fragen,

ich mach einfach weiter.“

Durga, so sein Künstlername,hat

sich eine Stirnlampe umgeschnallt,

mit einem orangefarbenen Stift malt

er geschwungene Linien auf den Rücken

seines ersten Kunden an diesem

Morgen. Da ist eigentlich schon

mehr schwarze Tinte als weiße Haut.

Vorzwei Jahren hat Durga, 46, mit

diesem Motiv begonnen. „Wir machen

jetzt hier Stückchen für Stückchen

weiter“, sagt er.Seit drei Monaten

im KreuzbergerWrangelkiez. Davor

hatte Durga ein Studio in Indonesien.

Seine Frau ist Berlinerin. Er

habe es einfacher in Deutschland als

sie auf Borneo.Die Bürokratie.

Durga ist regelmäßig auf Siberut,

einer Mentawai-Insel, westlich von

Sumatra gelegen. Dort hat er vor

zehn Jahren von den Stammesältesten

und Schamanen gelernt, wie

man Tinte mit zwei Hölzern und in

einem rhythmischen Klopfen aufträgt;

wie man ein Tattoo an die Physiognomie

eines Menschen anpasst;

wie Motiv und Motivträger zu einer

Einheit verschmelzen und wie ästhetische

und spirituelle Erfahrungen

zusammenhängen. „Jedes Motiv, jedes

einzelne Element“, sagt Durga,

„hat einen Bezug zum Leben eines

Mentawaier.“ Wie wird ein Junge zu

einem Mann? Nach der ersten Jagd,

nach dem ersten Tattoo. Und dann

geht es erst richtig los.

„Jedes Motiv,jedes einzelne Element hat einen Bezug zum Leben“: Durga, Tattookünstler aus Indonesien.

Urlaubsgefühl: Dekoration in Durgas Studio.

DieTattoos –florale Bänder,häufig

Auberginenblüten und Sago-Palmen

oder einfach nur geometrische

Figuren –heißen Titi. In der Sprache

der Inselbewohner und als Ausdruck

seiner Meisterschaft darfsich

Durgan offiziell Sipatiti nennen. In

seinem Studio kann man fairerweise

einen sachdienlichen Hinweis

auf Englisch und auf Deutsch

lesen: „... obwohl es ein durchaus

schmerzhafter Prozess sein kann“.

Jeder fünfte Deutsche weiß das

ohnehin schon. Die anderen Nichttätowierten

hierzulande ahnen es

bestimmt und wundern sich auch

nicht, dass es neben einer boomenden

Tattooindustrie auch eine nicht

SABINE GUDATH

SABINE GUDATH

minder boomende Tattooentfernungsindustrie

gibt –nicht selten an

einem Ortvereint.

Tätowieren ist wie Geschichtenerzählen.

Und Durga ist ein weltweit

bekannter Geschichtenerzähler,

Buchautor,Illustrator,Stammgast bei

–Erfurt, London, Florenz –internationalen

Tattoo-Events.InJakarta hat

er Visuelles Design und Kommunikationsdesign

studiert, er setzt sich dafür

ein, dass die Körperkunst der

Mentawai nicht ausstirbt.Wasdie Kolonialherren

nur fast geschafft hätten,

soll der Moderne nicht gelingen. „Es

gibt zurzeit ein Revival“, sagt Durga.

DasBedürfnis nach alten Traditionen

werde immer größer in Indonesien.

In Berlin wohl auch. Der Nächste

wartet schon. Undzum Abschied sagt

Durga einen Satz, der wie ein in die

Haut gestochenes Garantieversprechen

klingt: „Die meisten Tätowierer

haben selbst Scheißtattoos, die Kunden

aber nicht.“

DurgaTattoo Oppelner Straße 37, Kreuzberg.

Mo–So 11–20 Uhr.Terminvereinbarung unter

info@durgatattoo.com

Die Insel Sylt hat viele Gesichter.Berliner haben vielleicht

als Erstes einen OhrwurmimKopf („Ich will wieder an die

Nordsee,ohohoh, ich will zurück nach Westerland ...“); werim

Norden groß geworden ist, kennt die Jugendherberge in Rantum

und denkt an Wattwürmer und Hagebuttentee; Hobbyläufer

sehen den Deich vorsich und summen dazu BobSeegers

„Against The Wind“. Unddann gibt es das Sylt, das der Fotograf

Marc Rehbeck in träumerischen Bildernfür das Buch

„Sansibar“ festgehalten hat (ZS Verlag, 39 Euro). HerbertSeckler

erzählt darin zusammen mit Inga Griese die Geschichte seiner

legendären Strandbar,zuderen Fans Gunter Sachs,Udo

Lindenbergund Wolfgang Joop gehören –die für das Buch

kleine Hommagen beigesteuerthaben. Achja, wunderbar nordisch-maritime

Rezepte gibt es darin auch, womit wir wieder

beim Ohrwurmwären: „Ohich hab’solche Sehnsucht!“ (alm.)

Zutaten

300 gFlaschentomaten (am besten SanMarzano)

Salz, 1ELOlivenöl extravergine

2Zwiebeln, 4kleine Stangen Lauch

2Karotten

100 gButter

300 gfrisches Lachsfilet

500 gRigatoni

300 gRobiola (italienischer Frischkäse)

1ELSambal Oelek (indonesische Würzsauce,erhältlich im

Asialaden)

100 gfrisch gehobelter Parmesan

Zubereitung

DieTomaten vomStielansatz befreien, kreuzweise einschneiden,

in kochendem Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken

und häuten. DieTomaten vierteln und klein schneiden. Das

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Tomatenwürfel hineingeben,

salzen und etwas einkochen, dann vomHerdnehmen

und beiseitestellen. DieZwiebeln schälen und in feine Würfel

schneiden. DenLauch waschen und in ½cmgroße Ringe

schneiden. DieKarotten schälen und in feine Streifen schneiden.

DieButter in einem Topf zerlassen. DieZwiebeln, den

Lauch und die Karotten darin farblos andünsten. DasLachsfilet

in 2cmgroße Würfel schneiden. DasGemüse aus dem Topf

nehmen, die Lachswürfel hineingeben und vonallen Seiten

kurzanbraten. Dann das Gemüse wieder in den Topf geben

und kurzweiterbraten. DenTopf vomHerdnehmen. DieRigatoni

in kochendem Salzwasser al dente kochen, dann abgießen.

DasTomatenragout nochmals erhitzen, dann den Robiola

und Sambal Oelek hineingeben und unterrühren. Das

Tomatenragout zu dem Gemüse und dem Fisch in den Topf

geben, durchschwenken und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

DieRigatoni vorsichtig mit der Lachssauce vermengen,

dann auf vorgewärmten Tellernanrichten und nach Belieben

mit frischen Kräuternund frisch gehobelten Parmesanspänen

bestreuen.

über die Stadt verteilt, an denen

Boote anlegen können. Niemand

TIPPS

muss die Besichtigung des Doms

auslassen, wenn er ihn schon umkreist,

Zeit bleibt dafür an einem

sommerlich-langen Ausflugstag allemal.

Denn die Wasserrunde ist nur

fünf bis sechs Kilometer lang.

Wer eine ausgedehnte Tagestour

machen will, paddelt weiter Richtung

Anreise nach Brandenburg/Havel: Mit

dem Zug RE1 aus Berlin im Halbstundentakt.

VomBahnhof Brandenburg/Havel

sind es 20 Minuten Fußweg bis zum Mühlendamm.

Westen, die Niederhavel mäandert

hier durch ein schönes Landschaftsschutzgebiet.

So führt sie hinaus bis

zum Leuchtfeuer „Plauer Gemünd“.

Dortgeht sie wieder einmal in seenartige

Verbreiterungen über,den Plauer

See und den Breitlingsee. Auch das

schafft man gut an einem Tag. Und

werein ganzes Wochenende Zeit hat,

der steuert den Ort Plaue an. Dort

liegt das imposante Schloss direkt an

der Wasserkante, eswird nach und

Bootsverleihe: Am Mühlentorturmin

Brandenburg/Havelliegtder Bootsverleih

Geisler(wassersport-geisler.de;Tel.

03381–8902882). Ein Kajak-Einer kostet

25 Euro amTag(10–19 Uhr),ein Zweier

30 Euro.Hiergibt es viele InfoszuRouten

innerhalb der Stadtund in Richtung Plauer

Gemünd.InPlaue,einem Ortsteilvon

Brandenburgund auf dem Wasser etwa

15 km vomZentrum entfernt, gibt es an

Wochenendenauch einen Bootsverleih:

nach saniert. Zimmer kann man schlossplaue.de/bootstouren

schon mieten, Boote auch, der Biergarten

liegt herrlich. Brandenburg-Blick in Richtung Mühlentor und Katharinenkirche JÖRG NIENDORF Feines Ziel: Schloss Plaue liegt direkt am Wasser.Esgibt einen Biergarten. DPA


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Berlin bewegt sich

Laufen, springen, schlagen

Beachvolleyball fördert die Reaktionsschnelligkeit und die Kondition. Und macht sehr viel Spaß

VonMartina Doering

Dem Ball hinterherjagen: Spielszene auf eine Feld von Beachmitte am Nordbahnhof. VOLKMAR OTTO (2)

Sommer, Sonne und Sand.

DasMeer fehlt, aber hier auf

den Beachvolleyball-Plätzen

auf dem Gelände von

Beachmitte am Nordbahnhof stellt

sich trotzdem das perfekte Urlaubsgefühl

ein. Der Himmel an diesem

TagimJuli ist zwar leicht grau, und es

ist auch etwas kühl –aber damit ist es

auch das ideale Wetter, umsich zu

bewegen.

Die Spielfelder verteilen sich auf

drei Areale,tragen klingende Namen

wie Big Kahuna Beach oder Paja

Beach und sind bereits am frühen

Nachmittag gut gebucht. Auf den

Plätzen nahe an der Bar spielen Elternmit

ihren Kindern, Freunde und

Arbeitskollegen aus den nahe gelegenen

Zentralen großer Unternehmen.

Auf einem Platz weiter hinten

im Gelände treffen sich die Teilnehmer

des Anfängerkurses mit den

Trainern Peer-Ole Mielenz und Nikolaus

Novak.

Unterarme als Spielbrett

Trainer? Anfängerkurs? Die Vorstellung

von Beachvolleyball dürfte bei

vielen wohl etwas anders aussehen,

eher so: Badeanzug, Bikini oder Badehose

anziehen, barfuß auf den

Sand laufen und den Ball übers Netz

und möglichst unerreichbar für die

gegnerische Mannschaft brettern.

So geht es auch.„Doch werrichtig

spielen, dabei Spaß haben und letztlich

auch gewinnen will, braucht

Technik, muss gekonnt pritschen,

baggern und schlagen“, sagt Trainer

Nikolaus Novak, der hier von allen

nur Nik genannt wird. Also läuft die

Anfängerin aufs Feld und nimmt

dortgemäß Niks Anweisung die richtige

Grundhaltung ein. Das heißt:

Knie beugen und den Hintern nach

unten. Das sieht in etwa so aus, als

ob man sich auf einen Stuhl setzen

möchte –und beim Yoga zum Beispiel

tatsächlich „Stuhlsitz“ heißt,

wobei diese Position auf Dauer

ziemlich anstrengend ist.

Beachvolleyball aber ist Bewegung,

ist laufen, springen, schlagen

und dies –anders als Yoga –ziemlich

flott. Bei der ersten Übung möchte

Nik, dass die Anfängerin ein Gefühl

für den Ball bekommt, also die Arme

durchstreckt und den Ball darauf

tanzen lässt. Doch statt eines Tanzes

wird daraus erst mal eine Slapstick-

Nummer,denn der Ball springt zwar

tatsächlich hoch. Er fällt dann aber

keineswegs dorthin, wohin er soll,

nämlich auf die Unterarme.Was also

bei geübten Beachvolleyballern

ziemlich cool aussieht, lässt die Anfängerin

wie einen Floh durch den

Sand hüpfen. Ball hoch, hinterherjagen,

aufheben und zurück in die

Ausgangsposition.

Erstaunlicherweise geht es nach

einigen Fehlversuchen beim Baggern

etwas besser –was dem Zufall,

vorallem aber Niks Korrekturen und

seiner Geduld geschuldet ist. Beim

Baggernwerden die Hände nicht ineinander

verschränkt, wie die Anfängerin

meint, sondern fast kunstvoll

ineinandergelegt, die Daumen parallel.

So wird das „Spielbrett“ gebildet,

der Ball angenommen und beim

Pass in Richtung Netz weitergegeben.

Das schreibt sich so leicht, ist

aber keineswegs einfach und zwar

schon allein deshalb, weil die Arme

dabei gestreckt bleiben müssen –der

Mitspieler oder Gegner den Ball aber

Bekannt: Die bekannten der

vielen Beachvolleyballanlagensind

Beachmitte am

Nordbahnhof und Beach61

im Gleisdreieckpark.

DRAUSSEN & DRINNEN

Alternativen: East Side

Beach Marzahn, Beach Zone

am See Fennpfuhl sowie die

Felder am Sport- und Kulturzentrum

Pankow.

Hallen: Am South Beach

Steglitz, im Indoor Beach-

Center Reinickendorf und bei

East61 in Schöneberg kann

auch Indoor gespielt werden.

Hände ineinanderlegen, Daumen parallel: Martina Doering beim Bagger-Selbstversuch.

natürlich nicht zentimetergenau vor

die Baggerfaust platziert.

Der Ungeübte springt dem Ball

entweder hinterher und plumpst dabei

unelegant in den Sand oder

knickt bei kürzererDistanz die Arme

ein, wobei er dann auch noch die Augen

fest zumacht –aus Angst, dass

der Ball im Gesicht landen könnte.

Coolness sieht wirklich anders aus.

Zum Beispiel wie bei Nik: Er bewegt

sich schnell vor zum Ball oder zurück,

nimmt den Ball in einer leichten

Schrittstellung an, um stabil zu

stehen, und hält die gestreckten

Arme weit vor sich, um den Ball gut

kontrollieren zu können.

Der Beachvolleyball-Trainer holt

die weit ins Abseits geschlagenen

Bällen zurück, demonstriert immer

wieder, wie es richtig geht, behält

seine gute Laune und lobt die Anfängerin,

als sie tatsächlich einen Ball

fast bilderbuchhaft baggernd

nimmt. Es wird viel gelacht, die

Laune steigt, die Freude wächst –

und Nikist der letzte,den die Begeisterung

des neuen Beachvolleyball-

Fans überrascht.

Angefangen hat Nikolaus Novak

als Volleyballspieler. Mitte der 90er-

Jahre sei er „in den Sand gegangen“,

erzählt er. Erhabe mit Freunden am

Wannsee und schon auf dem alten

Beachmitte-Platz gespielt und dabei

eine Leidenschaft für diesen Sport

entwickelt, die ihn nicht mehr losließ.

Als Student habe er einen

Beachvolleyballkurs bei Gerald Kanig

absolviert, einem der ersten Trainer

in dieser Sportart. 1997 wurde

Nik erster Berliner Hochschulmeister,

ein paar Jahre später gab er sein

Jura-Studium auf, machte schließlich

in Köln seine A-Trainerlizenz

und seine Beachvolleyball-Passion

zum Beruf.

Daswar zu einer Zeit, als sich dieser

Sport mit dem Freizeitimage

schon professionalisiert hatte und

mehr und mehr Anhänger gewann.

Es wurden Vereine gegründet und

Meisterschaften abgehalten. Beiden

Olympischen Spielen 1996 gehörte

Beachvolleyball erstmals zum offiziellen

Programm. 1997 fand in Los

Angeles die erste Weltmeisterschaft

statt, Bei der 12. WM Anfang Juli in

Hamburg im Stadion am Rothenbaum

und bei den Fernsehübertragungen

war eine gute Woche lang zu

beobachten, wie viel Technik, Können

und Einsatz Spieler brauchen,

um Sieger zu werden.

In Beachmitte ist zu sehen, dass

es ein Massensport geworden ist.

„Beim Beachvolleyball wird die Reaktionsschnelligkeit

trainiert“ erklärtNik.

BiszuhundertSprünge absolviere

man in einem Spiel und ein

Ballwechsel daueredurchschnittlich

fünf bis acht Sekunden. Dabei müsse

man den Ball, die Mitspieler und

Gegner beobachten, laufen und entscheiden,

wie man reagiert: pritschen

(oberes Zuspiel) oder baggern

(unteres Zuspiel), mit Stemmschritt

den Ball hart schmettern oder gefühlvoll

platzieren. „Sehen. Laufen.

Stehen und den Ball spielen ... das ist

wie Schach mit Tempo 200“, sagt er.

Beim Beachvolleyball würden

Kondition und Ausdauer, insbesondereBauch-

und Rückenmuskulatur

gestärkt, sagt Nik, und es werden Beweglichkeit

und Sprungfähigkeit

trainiert –und dabei trotzdem die

Gelenke geschont, weil alles im Sand

stattfindet. „Und man lernt, mit anderen

umzugehen“, sagt Nik.

Hoher Flirtfaktor

Beachvolleyball habe einen hohen

Flirtfaktor. Man spielt im Team, teilt

mit den anderen die Begeisterung

für den Sport, sagt er.Nach dem Spiel

gehe man oft noch gemeinsam etwas

trinken. „Hier wurden schon einige

Ehen angebahnt.“

Beachvolleyball kann aber offenbar

nicht nur den Familienstand beeinflussen

und ist gut für den Körper,

sondern auch fürs Gemüt. Denn es

dauertwirklich nicht lange,und man

konzentriert sich nur auf den Ball

und vergisst seine Probleme. Man

kommt runter und entspannt.

Die Anfängerin hat beim ersten

Mal weder Stemmschritt noch Top-

Spin- oder Flatteraufschlag geübt.

Aber sie lag nach dem ersten Training

auch nicht völlig ausgepumpt

am Boden. Undeshat ihr richtig viel

Spaß gemacht.

Sport im Sand

IMAGO IMAGES/TISCHLER

Beachsoccer

Fußball am Strand ist ideal für

eine Badepause: Feld und Tore

sind schnell mit Steinen markiert,

man braucht nur einen Ball und

springt dem barfuß hinterher.

Beachsoccer gleicht dem normalen

Fußball und wurde sicher schon

weltweit an vielen Ständen gespielt,

bevor es den Begriff überhaupt gab.

Doch mit den heute gültigen Regeln

soll Beachsoccer seine Wurzeln an

brasilianischen Küsten haben.

Im Unterschied zum regulären

Fußball treten weniger Spieler an,

pro Mannschaft sind es nur vier

Feldspieler und ein Torwart. Die

Spielzeit beträgt zehn Minuten und

das Siegerteam erhält pro Spiel drei

Punkte, beim Unentschieden bekommt

jede Mannschaft einen

Punkt. (doe.)

IMAGO IMAGES/EIBNER

Footvolley

Diese Trendsportart verbindet

Fußball und Beachvolleyball

und stammt ebenfalls aus Brasilien.

Prominente Fußballer wie Ronaldo

oder Ronaldinho spielten Footvolley

und trugen dazu bei, dass der Sport

immer bekannter wurde.

In den 90er-Jahren kam Footvolley

nach Europa. Wie beim Beachvolleyball

treten zwei Teams mit zwei

Spielern an. Wie beim Fußball darf

der Ball nicht mit den Armen oder

Händen berührt werden. Stattdessen

müssen die Spieler den Ball mit

Fuß, Kopf oder Brust über das Netz

heben. Daserforderteine ausgefeilte

Technik, Koordination und Körperbeherrschung

im Sand. Die Ballwechsel

sind oft länger als beim

Beachvolleyball und gelten als spektakulär

für den Zuschauer. (doe.)

IMAGO IMAGES/MCPHOTO

Strandsegeln

Die Tradition des Strandsegelns

reicht in Europa bis in die Zeit

um 1600 zurück. Wurden früher

Nutz- und Transportfahrzeuge genutzt,

so sind es heute eigens angefertigte

Strandsegler,die nur für diesen

Sport verwendet werden. Die

Wagen gleichen einem Kajak auf Rädern,

sind mit einem Segel ausgestattet

und werden vonden Fahrern

über ein lenkbares Vorderrad gesteuert.

DerWeltverband der Strand- und

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des Deutschen Segler Verbands

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Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 23

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Sport

Wende in Gwangju

Bei der Schwimm-WM beginnen die Becken-Wettbewerbe. Ein Jahr vor Olympia wollen die deutschen Athleten wieder in die Weltspitze zurückkehren

Auch Isabel Gose hat eine

Veränderung hinter sich,

und auch ihr hat sie gut getan.

Die gebürtige Berlinerinist

vomPotsdamer SV zum SV Nikar

Heidelberg gewechselt. „Eine

gute Entscheidung“, sagt die 17 Jahre

alte Schwimmerin. Tatsächlich hat

Isabel Gose bei der Europameisterschaft

der Junioren in Kasan unlängst

Gold über 200 und 400 Meter

Freistil gewonnen. Jetzt geht sie bei

derWeltmeisterschaft in Gwangju an

den Start. Das gute Gefühl von Kasan,

sagt sie,will sie sich in Südkorea

bewahren.

Isabel Gose ist eine Art Versprechen

auf die Zukunft des deutschen

Schwimmsports. Vielleicht steht sie

auch exemplarisch für ihren Sport

hierzulande, der Veränderungen

durchläuft. Nach dem Rücktritt von

Bundestrainer Henning Lambertz

vor sieben Monaten geht es für den

deutschen Verband bei den am

Sonntag beginnenden acht Tagen im

Pool um eine erste Bestandsaufnahme.„Wirwollen

hier wieder mitspielen

in der Weltspitze, mit dabei

sein und für Aufmerksamkeit sorgen“,

sagt Bernd Berkhahn, der

Teamchef und Coach in Magdeburg.

MitSchub aus der ersten Woche

Vorgaben, wie viele Medaillen seine

Athleten erringen sollten, macht der

48-Jährige nicht. Die fünf Medaillen

der Freiwasserschwimmer aus der

ersten WM-Woche könnten jedoch

„Zu meckernhabe ich eigentlich nichts“: Sarah Köhler geht zuversichtlich in die Weltmeisterschaft.

positive Wirkung entfalten. Glaubt

Teamchef Berkhahn: „Ich denke

schon, dass es gelingt, die Euphoriewelle

in die Beckenwettbewerbe

mitzunehmen.“

Die strengen Normen, die Henning

Lambertz seinen Spitzenschwimmern

einst auferlegte, hat

Berkhahn zurückgenommen. Den

Heimtrainernund damit ja auch sich

IMAGO IMAGES/HASTEGARD

selbst räumte der Magdeburger

mehr Freiheiten ein: „Die Leute sollen

wieder selbstständig arbeiten

können.“

Nichts weniger als eine Trendwende

müssen Berkhahn und seine

Athleten ein Jahr Olympia 2020 in

Tokio hinbekommen. Denn seit den

Sommerspielen 2000 in Sydney geht

es für den deutschen Schwimm-Verband

(DSV) abwärts. Zwar schönten

Einzelleistungen die Bilanz, sorgten

Britta Steffen oder Paul Biedermann

für Erfolge, doch die Olympischen

Spiele 2012 in London und 2016 in

Rio de Janeiro endeten ohne Medaille,bei

derWM 2017 reichte es nur

zu einmal Silber. Unruhe in der Außendarstellung

kamen hinzu durch

interne Unstimmigkeiten. Die Europameisterschaft

2018 schien bereits

einen Wendepunkt zu markieren,

doch dann trat Henning Lambertz

zurück, ebenso wie zuvor DSV-Präsidentin

Gabi Dörries.

Berkhahn und sein Trainerteam

werden jetzt in Südkorea erste Hinweise

erhalten, ob ihr Konzept

Früchte trägt. Die Abordnung des

DSV steht unter besonderer Beobachtung,

auch wenn es nicht als

Forderung aufzufassen ist, wenn

Leistungssportdirektor Thomas

Kurschilgen sagt: „Ich bin überzeugt,

dass wir in Gwangju deutsche Beckenschwimmer

sehen werden, die

sich in Final- und Medaillenrängen

wiederfinden werden.“ Wie Berkhahn

tritt auch Kurschilgen bei der

WM in neuer Funktion an.

Umarmung am Pool

Helfen könnte den beiden Florian

Wellbrock, der neue Freiwasser-

Weltmeister über zehn Kilometer.

Über 800 und 1500 Meter soll er nun

im Pool„diese Lockerheit und Leichtigkeit,

die ihn auszeichnen, wieder

erreichen“, sagt Berkhahn. Doch

auch andere Athleten sollen Erfolge

beisteuern. Wellbrocks Freundin SarahKöhler

etwa. Undvor allem möglichst

viele Staffeln. Platzierungen

unter den besten zwölf in Gwangju

sollen die Teilnahme an den Spielen

vonTokio sichern.

DieWeltmeisterschaft habe etwas

von „einer vorolympischen Premiere“,

sagt deshalb Kurschilgen.

Von historischen Freiwassererfolgen,

von „Aufbruchstimmung und

Selbstbewusstsein“ spricht er. Die

Stimmung im DSV-Team jedenfalls

scheint harmonisch zu sein. Auf Instagram

hat Isabel Gose dieser Tage

ein Foto gepostet. Es zeigt sie und die

Hamburgerin Julia Mrozinski. Sie

stehen am Beckenrand, lächelnd

und in inniger Umarmung. (BLZ)

Eine süße Niederlage

DSV-Wasserballer stehen kurz vor dem WM-Viertelfinale

Nach der „süßesten Niederlage“

seiner Wasserballkarriere

schickte Bundestrainer Hagen

Stamm seine Spieler in Gwangju auf

die Piste −und die erste Runde ging

auf seine Rechnung. „Die Jungs dürfen

raus“, sagte der 59-Jährige: „Ich

werde ihnen heute ein Bier ausgeben,

das haben sie sich verdient.

Vielleicht auch zwei.“

Zum Vorrundenabschluss am

Freitag hatte das Stamm-Team den

haushohen Favoriten und Olympiadritten

Italien beim 7:8 (2:1, 2:3, 3:2,

0:2) mächtig geärgert und sich dank

der knappen Niederlage und des

besseren Torverhältnisses im Vergleich

mit Japan mit Platz zwei in der

Gruppe Dselbst belohnt. In der ersten

K.o.-Runde wartet am Sonntag

(11.30 Uhr MESZ) nicht wie zunächst

befürchtet Topgegner Spanien,

sondern der klare Außenseiter

Südafrika.

Gute Erinnerungen

Die deutschen Wasserballer haben

noch beste Erinnerungen an diesen

Gegner. Beim WM-Qualifikationsturnier

in Berlin zu Beginn des Jahres

siegte man völlig ungefährdet mit

24:5. Stamm schätzt den Wunschgegner,

der die Vorrunde mit einem

Torverhältnis von minus 38 abschloss,

nur als „zweitklassig“ ein

und nahm schon mal selbstbewusst

dasViertelfinale insVisier.„Wenn wir

so spielen wie gegen Italien, dann

werden wir das Ding schon schaukeln.

Ich denke, dass wir den Einzug

in die Top-Acht feiern können. Das

wäre ein Riesenschritt für den deutschen

Wasserball“, sagte der Berliner,

mit dessen Rückkehr auf den

Bundestrainer-Posten auch der Erfolg

zur Nationalmannschaft zurückkam.

Für den gebürtigen Berliner

Dennis Eidner vom ASC Duisburg,mit

drei Treffernbester Werfer

gegen Italien, ist die erfolgreicheWM

„ein großer Schritt Richtung Olympia“.

Bei der Europameisterschaft vor

einem Jahr hatten Deutschlands

Wasserballer gegen Italien noch mit

1:14 verloren, „da haben die uns demontiert“,

erinnerte sich Stamm:

„Aber wir haben seitdem eine Entwicklung

gemacht.“ Im Viertelfinale

dürfte die ersteWM aber im Normalfall

beendet sein, denn dort würde

wahrscheinlich Weltmeister Kroatien

warten.„Ein relativ leichter Gegner“,

sagte Stamm ironisch, aber

man würde dann auch versuchen,

„den Kroaten Ärger und Angst zu

machen“.

Im „sehr eintönigen“ Athletendorf

inGwangju seien seine Spieler

um Sohn Markoaber „bislang hochdiszipliniert“,

lobte Stamm, „in dem

Dorf muss man Bier reinschmuggeln,

weil Alkohol verboten ist.“ Dieses

Problem wäre bei einem Gruppensieg

und dem direkten Viertelfinaleinzug

noch größer gewesen.

„Dann hätten wir vier Tage Pause gehabt.

Wasmache ich denn mit den

Jungs vier Tage? Ich habe schon

überlegt, ob wir nach Hongkong fliegen

und Bier trinken gehen“,

scherzte Stamm.

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Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 25

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Sport

Comeback mit Nickerchen

Warum für die deutschen Springreiter beim CHIO in Aachen der zweite Rang im Nationenpreis einem Sieg gleichkommt

VonGabriele Pochhammer,Aachen

Manchmal ist auch ein

zweiter Platz wie ein

Sieg. Zwar verpassten

die deutschen Springreiter

um einen Zeitfehler den vierten

Triumph in Folge im Nationenpreis

von Aachen. Aber die Mannschaft,

die am Ende mit fünf Fehlern

nur den Schweden (4) den Vortritt

lassen musste, strotzte vor Selbstbewusstsein

und fast kindlicher Freude

über den Erfolg.

Zum ersten Mal seit drei Jahren

ritten Christian Ahlmann und Daniel

Deußer wieder im deutschen Team,

das war erst möglich, nachdem sie

die Athletenvereinbarung mit dem

deutschen Reiterverband unterschrieben

hatten. „Ich bin so froh,

dass die beiden wieder dabei sind“,

sagte Marcus Ehning, „kein Land der

Welt kann auf solche Reiter verzichten.“

Und schon gar nicht Bundestrainer

Otto Becker.Die beiden Jungstars,

mit denen er im vergangenen

Jahr gewinnen konnte, Laura Klaphake

und Maurice Tebbel, hatten in

Aachen beide in diesem Jahr kein

Pferd, mit dem sie im Nationenpreis

hätten bestehen können. Tebbels

Pferde Chacco’s Son und Don Diarado

sind verletzt, die Stute Catch me

if youcan vonLauraKlaphake wurde

im Herbst verkauft. Da hätte der

Bundestrainer schon tief auf die

hinteren Ränge zurückgreifen müssen.

So waren die beiden verlorenen

Söhne hochwillkommen und setzten

sich auch entsprechend in Szene.

In der ersten Runde lagen noch

fünf der acht Teams mit vier Fehlern

gleichauf vorne, die Deutschen auf

Rang sechs. Weltmeisterin Simone

Blum und Alice lieferten einen glänzenden

Auftakt mit einer fehlerfreien

„Die Höhe warnicht mehr zu schaffen“, sagt Christian Ahlmann zu dem Fehler,der ihm auf Clintrexo am letzten Steilsprung unterlief.

Runde.Alles sah leicht und mühelos

aus bei der zwölfjährigen Fuchsstute.

Auch der zweite deutsche Reiter,

Ahlmann auf dem zehnjährigen

Hengst Clintrexo, fing gut an, ritt

kontrolliert von Sprung zu Sprung,

doch am letzten silbernen Steilsprung

rollte die oberste Stange aus

der Auflage. „Ich hatte die Zeit im

Hinterkopf, und bekam das Pferd

nicht mehr rechtzeitig zurück, zumal

es an der Stelle leicht bergab ging.

Die Höhe war nicht mehr zu schaffen“,

analysierte Ahlmann.

Weniger genau konnte hingegen

Daniel Deußer, der mit dem zwölfjährigen

Calisto Blue ohne Abwurf

blieb, seinen Zeitfehler erklären. „Irgendwo

zwischen Startund Ziellinie,

das steht fest“, sagte er und hatte die

Lacher auf seiner Seite. Klarer formulierte

es der ehemalige dreimalige

Europameister Paul Schockemöhle:

„Daniel hat’s verpennt.“ Dass

er den Sieg vermasselt habe, wollte

Deußer nicht auf sich sitzen lassen:

„Wenn die anderen keinen Springfehler

gemacht hätten, ...“

DieZeitüberschreitung war teuer,

aber er ersparte den Pferden ein Stechen,

das sonst zwischen Deutschland

und Schweden erforderlich geworden

wäre. Auch Marcus Ehning

auf dem 14-jährigen For Pleasure-

Sohn Funky Fred nahm die letzten

Stange mit und kam zu einem ähnlichen

Schluss wie Ahlmann. „Ich

hatte die Zeit im Hinterkopf und

kriegte ihn nicht genügend zurück.“

Im zweiten Umlauf legten die

Deutschen eine Glanzleistung hin,

makellose Nullrunden für Blum,

Ahlmann und Deußer, sodass Marcus

Ehning gar nicht mehr reiten

musste.Daerals Vorjahressieger bereits

für den Großen Preis von Aachen

am Sonntag startberechtigt ist,

benötigte er den zweiten Umlauf

auch nicht mehr als Qualifikation.

Schweden jubelt

DPA/ANSPACH

Der Sieg ging nach genau 90 Jahren

erstmals wieder an die Schweden,

die mit vier Punkten abschlossen.

Die Franzosen etablierten sich auf

Rang drei (8), vorIrland (12) und den

USA (23). Nach den ersten fünf Startern,

die allesamt ohne Abwurf blieben,

sah es noch so aus, als hätte

diesmal Parcourschef Frank Rothenberger

das Starterfeld unterschätzt.

Aufgeregt sah man ihn über den

Platz laufen. „Da habe ich mir wirklich

Sorgen gemacht“, sagte er. Und

mit der ersten Stange fiel ihm auch

ein Stein vomHerzen. Am Ende blieb

es spannend bis zum letzten Ritt.

Vor allem Christian Ahlmann,

dessen Unterschrift erst vor zwei

Wochen bekannt wurde, war glücklich

und zufrieden. „Mit der Stimmung

beim Nationenpreis in Aachen

abends bei Flutlicht, da kommt

kein Championat mit, das ist einmalig.

Dass ist eine Stimmung, als ob

Borussia Dortmund gegen Schalke

spielt. Das hat wirklich Spaß gemacht.“

Auch weil das Publikum hier

so fair ist wie nicht überall. MitStanding

Ovations wurde den siegreichen

Schweden zugejubelt.

Sie machten ihren Triumph erst

mit dem letzten Ritt des letzten Reiters

dingfest. Europameister Peder

Fredricson mit Christian durfte sich

keinen Abwurfund keinen Zeitfehler

erlauben. Dabei hatte er im Umlauf

mit 13 Strafpunkten das Streichergebnis

geliefert, als sein Pferd inder

Dreifachen einmal stehenblieb.„Peder

ist unser Joker“, sagte der Equipechef

Henrik Ankacrona, „er war in

dieser Saison dreimal dabei und wir

haben alle drei Male gewonnen.“ Er

sei froh gewesen, dass seine Teamkameraden

so gut geritten seien, sagte

Pedersen. „Umzugewinnen braucht

man auch ein bisschen Glück.“

Für die Deutschen war es ein großer

Tag, auch ohne Sieg. DieEuropameisterschaft

in Rotterdam im September

kann kommen, und auch die

Olympischen Spiele in Tokio 2020.

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26 * Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Sport

Signale vom Salzsee

Donovan Mitchell von den Utah Jazz hat Alba einen Besuch abgestattet, doch ein anderer NBA-Profi ist in den Fokus der Berliner Basketballer gerückt

VonChristian Kattner

AmDonnerstagabend überschlugen

sich die Ereignisse.

Nachdem sich Fans

und Experten eine nahezu

zweitägige Gerüchtepause gegönnt

hatte, wurde auf verschiedenen Wegen

in den sozialen Netzwerken

quasi Vollzug gemeldet. Die eine

Quelle probierte es mit einer Silhouette

von zwei Spielern, die andere

bemühte Meldungen. Der Inhalt

war identisch: Marcus Eriksson

habe einen Vertrag bei Alba Berlin

unterschrieben, und auch Tyler Cavanaugh,

dessen Name wenige Tage

zuvor erstmals mit dem Basketball-

Bundesligisten in Verbindung gebracht

wurde, galt am Donnerstagabend

bereits als fixer Zugang. Allein

die offizielle Bestätigung fehlte noch.

Und die blieb auch am Freitag aus.

Stattdessen erhielt ein ganz anderer

Spieler,der gar nicht in derVerlosung

um einem Platz im Alba-Kader auftauchte,

ein Trikot: Donovan Mitchell.

Die Übergabe am Freitagnachmittag

im Trainingszentrum in der

Schützenstraße war nur ein Dankeschön.

Schließlich, und das ist an der

Stelle die wichtige Information, steht

der 22 Jahre alte US-Amerikaner in

der NBA unter Vertrag. Nach seinem

zweiten Jahr bei den Utah Jazz gilt er

als einer der kommenden Stars in

der besten Basketball-Liga der Welt.

Deshalb ist Mitchell derzeit für seinen

ersten eigenen Schuh auf

Promo-Tour durch Europa. Da trifft

es sich ganz gut, dass er denselben

Ausrüster wie Alba Berlin hat. Somit

war auch ein Vormittagstraining in

der Alba-Trainingshalle kein Problem.

Wegen dieser Verbindung

schlüpfte er am Nachmittag in die

Rolle des Assistenztrainers für den

Alba-Nachwuchs. Zwischen diesen

Einheiten blieb sogar noch etwas

Zeit, um im Hotelzimmer gemeinsam

mit seiner Schwester eine Rap-

Session hinzulegen. Beim Training

mit den Alba-Talenten zeigte sich

der US-Amerikaner, der derzeit mit

Schwester, Mutter und ein paar weiteren

Begleitern aus dem inneren

Zirkel weltweit unterwegs ist, sehr

locker und nahbar. „Ich habe ein

paar gute Talente gesehen“, sagte er

nach dem Training, „sie können gut

werfen, teilweise schon dunken.“

Auftritt in Hangar 5

Die Spinne: Donovan Mitchell, alias Spider-Mitch, im Alba-Trainingszentrum

WENDT

Am Nachmittag ging es zu einem

weiteren Termin in Berlin, am Sonnabend

wird erbei einem Basketball-

Turnier im Hangar 5inTempelhof

vorbeischauen und dort auch Jurymitglied

beim Dunking-Contest

sein. Anschließend geht es wieder

zurück in die Heimat, auch wenn

Alba alles unternommen hat, um

den Aufbauspieler gleich dazubehalten.

„Wir haben versucht, ihn in der

Kabine zu verstecken“, sagte Himar

Ojeda am Freitagnachmittag am Telefon

und musste lachen. Albas

Sportdirektor weilt derzeit in Gran

Canaria. Dort verbindet Ojeda das

Berufliche mit dem Privaten. Der46-

Jährige ist dortgeboren, hat auf Gran

Canaria viele Jahre gelebt und gearbeitet.

Aktuell verbringe er dort Zeit

mit der Familie und arbeitet auch an

Spielerverträgen. Womit wir wieder

bei der Personalie Eriksson sind.

„Wir sind sehr interessiert an ihm

und kurz davor, ihn unter Vertrag zu

nehmen“, sagte Ojeda. Kleinigkeiten

seien noch zu klären, aber „ich hoffe,

dass wir in den kommenden Stunden,

Tagen soweit sind“.

Ojeda kennt den Schweden, der

auch Alba-Fans aus der Eurocup-

Saison 2017/18 mit seinen 20 Punkten

in der Arena am Ostbahnhof in

Erinnerung geblieben sein sollte,

ganz genau. Aus seiner eigenen Zeit

beim NBA-Klub Atlanta Hawks, von

dem Eriksson im Jahr 2015 an

50. Stelle beim Draft ausgewählt

wurde und auch aus seinen Spielen

in der spanischen Liga ACB. Dort

trug Eriksson das Trikot des FC Barcelona

und zuletzt eben das von

Gran Canaria. In der vergangenen

Saison spielte Eriksson in der Euroleague,könnte

den Berlinernmit der

Erfahrung von durchschnittlich 10,4

Punkten in 29 Spielen, aber vorallem

seiner Treffsicherheit vonder Dreierlinie

(41,5 Prozent) helfen. „Erist ein

sehr guter Schütze“, sagt Himar

Ojeda, „ich habe seine Entwicklung

über viele Jahreverfolgt.“

Arbeit beim Familienbesuch

Genau das gilt auch für Tyler Cavanaugh,

den zweiten Spieler, der gerüchteweise

bereits zugesagt haben

soll. Das kann Ojeda nicht bestätigen.

Aber auch die Verpflichtung des

amerikanischen Flügelspielers

könnte bald über die Bühne gehen.

„Auch ihn verfolge ich schon einige

Jahre und mag seine Spielweise“, so

Ojeda, „ich habe auch ein paar verlässliche

Information über ihn als

Menschen bekommen und glaube,

dass er gut zu uns passen würde.“

Auch deshalb arbeitet Ojeda während

seines Familienbesuchs auf

Gran Canaria an einer Verpflichtung

des Amerikaners, der in der Saison

2017/18 bereits 39 Spiele für die Atlanta

Hawks in der NBA absolviert

hat. In der abgelaufenen Spielzeit

war er mit einem Doppelspielrecht

für das G-League-Team Salt Lake

City Stars und die Utah Jazz ausgestattet.

Dabei brachte er es auf elf

Partien für die Jazz und spielte damit

an der Seite von Donovan Mitchell.

Auch wenn Mitchell seit Freitag ein

Berliner Trikot besitzt, ist die Wahrscheinlichkeit

höher, dass Cavanaugh

wirklich ein Berliner wird.

Traueranzeigen

Viel zu früh und mit großer Trauer verabschieden wir

uns von

Günther Schwarz

*9.Juni 1956 in Regensburg

† 3. Juli 2019 in Berlin

Günther Schwarz hat mich und meine Verlage über

vier Jahrzehnte mit großem Elan und verantwortlichem

Handeln unterstützt. Zunächst beim Aufbau des Huss-

Verlages in München und nach der Öffnung der DDR

als Geschäftsführer der Huss-Medien in Berlin. Hier hat

er mit unternehmerischem Weitblick und persönlichem

Engagement die Mitarbeiter und die Verlagsobjekte in

eine sichere Zukunft geführt. Auch nach seinem frühzeitigen

Rückzug auf seine geliebte Insel blieb er unserem

Haus weiterhin verbunden. Meine Mitarbeiter und ich

haben Herrn Schwarz menschlich und fachlich viel

zu verdanken und wir werden uns immer mit großem

Respekt an ihn erinnern.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau Petra und seinen

Eltern.

Wolfgang Huss

mit Familie und allen –auch ehemaligen–Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Huss-Unternehmens-Gruppe

10407 Berlin und 80912 München

Als die Kraft zu Ende ging,

war’s kein Sterben, war’s Erlösung.

Traueranzeige

Das schönste,

was ein Mensch

hinterlassen

kann, ist

ein Lächeln

im Gesicht

derjenigen, die

an ihn denken.

„Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

und auf den Fluren lass die Winde los.“

R. M. Rilke

Ulrich Brettin

01.08.1948 11.07.2019

In Betroffenheit und Dankbarkeit trauern wir um

unseren Weggefährten.

Kreisverband der SPD Marzahn-Hellersdorf

SPD-Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf

In stillem Gedenken

nehmen wir Abschied von

Eckard

Rudolf

*9.7.1937 †6.6.2019

Im Namen der Familie

Renate Rudolf

Ralf, Elena und Dana

In Liebe und Dankbarkeit nehmen

wir Abschied von

Franz Heydt

geb. 12.04.1936 gest. 13.07.2019

Rosemarie Dienelt

Marco, Heike und Tim

Magnus Heydt und Familie

Elsbeth Kutschker und Familie

Die Urnenbeisetzung findet im

kleinsten Kreis statt.

Ihr Berater Im trauerfall

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung

findet am Donnerstag, dem 1. August 2019, um

12:00 Uhr auf dem Zentral-Friedhof in Berlin Lichtenberg,

Gudrunstraße 20, statt.

Hermann Meißler

geb. 27.08.1930 gest. 22.06.2019

treptow

Wir nehmen Abschied von meinem lieben Mann,

unserem Sohn

Günther Schwarz

*9.6.1956 †3.7.2019

Petra Schwarz

Maria Hafner

Heinrich Hafner

Die Beisetzung findet am Donnerstag, dem 1.8.2019

um 12.00 Uhr auf dem Zentralfriedhof

Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20 in 10365 Berlin statt.

Wir trauern um

Elisabeth Jäger

Wien, 25.9.1924 –Berlin, 28.6.2019

geehrt u.a. mit der Medaille für

Kämpfer gegen den Faschismus 1933 –1945

und dem Verdienstorden des Landes Brandenburg.

Sie wird uns fehlen.

Dr. Brigitta Kauers und Claudia Nier

sowie alle Angehörigen

Die Trauerfeier findet am 6.8.2019 um 13.00 Uhr in der Trauerhalle des

Friedhofs der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde statt.

In Liebe und Dankbarkeit

im Namen aller Angehörigen und Freunde

Edelgard Meißler und Andreas Meißler

Nach kurzerschwerer Krankheit ist unsere liebe Ehefrau,

Mutter,Schwiegermutter und Oma vonuns gegangen.

Elke Grohs

*29.10.1954 †22.06.2019

In tiefer Trauer

Burkhard Grohs

FamilieKirsten

FamilieBischoff

TOTER SUCHT

ANGEHÖRIGEN

DieTrauerfeier findet amFreitag,den 09.08.2019 um 11.00 Uhr

aufdem Friedhof Baumschulenweg, Kiefholzstraße 208 –236

in 12437Berlin, statt.

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hacKenBergStraSSe 20

12489 Berlin

☎ 6775443

Ihr Berater

Im trauerfall

am Samstag,

dem 27.07.2019

wieder in Ihrer


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 27 *

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Sport

ZAHLEN

NACHRICHTEN

Radsport

Tour de France

13. Etappe, Einzelzeitfahren Pau(27,2 km):

1. Julian Alaphilippe (Frankreich) -Deceuninck-

Quick-Step 35:00 Min.; 2. Geraint Thomas (Großbritannien)

-Team Ineos +14Sek.; 3. Thomas De

Gendt (Belgien) -Lotto-Soudal +36; 4. Rigoberto

Urán (Kolumbien) -EFEducation First; 5. Richie

Porte(Australien) -Trek -Segafredo +45; 6. StevenKruijswijk

(Niederlande) -Team Jumbo; 7. Thibaut

Pinot (Frankreich) -Groupama-FDJ +49; 8.

Kasper Asgreen (Dänemark) -Deceuninck-Quick-

Step +52; 9. Enric Mas Nicolau (Spanien) -Deceuninck-Quick-Step

+58; 10. Joey Rosskopf

(USA) -CCC Team +1:01 Min.; ... 15. Emanuel

Buchmann (Ravensburg) -Bora-hansgrohe +

1:19; 60. Simon Geschke(Berlin) -CCC Team +

3:11; 161. Roger Kluge(Berlin) -Lotto-Soudal +

6:19; 163. Tony Martin (Cottbus) -Team Jumbo +

6:45

Gesamt: 1. Julian Alaphilippe (Frankreich) -Deceuninck-Quick-Step

53:01:09 Std.; 2. Geraint

Thomas (Großbritannien) -Team Ineos +1:26

Min.; 3. StevenKruijswijk (Niederlande) -Team

Jumbo +2:12; 4. Enric Mas Nicolau (Spanien) -

Deceuninck-Quick-Step +2:44; 5. Egan ArleyBernal

Gomez (Kolumbien) -Team Ineos +2:52; 6.

Emanuel Buchmann (Ravensburg) -Bora-hansgrohe

+3:04; 7. Thibaut Pinot (Frankreich) -Groupama-FDJ

+3:22; 8. Rigoberto Urán (Kolumbien)

-EFEducation First +3:54; 9. Nairo Quintana (Kolumbien)

-Movistar Team +3:55; 10. Adam Yates

(Großbritannien) -Mitchelton-Scott; ... 79. Simon

Geschke(Berlin) -CCC Team +1:00:03 Std.; 151.

Roger Kluge(Berlin) -Lotto-Soudal +1:54:12;

162. Tony Martin (Cottbus) -Team Jumbo +

2:03:35

Berg: 1. TimWellens (Belgien) -Lotto-Soudal 54

Pkt.; 2. Thomas De Gendt (Belgien) -Lotto-Soudal

37; 3. Giulio Ciccone (Italien) -Trek -Segafredo

30, 4. Xandro Meurisse (Belgien) -Wanty-Gobert

27; 5. Natnael Berhane (Eritrea) -Solutions Credits

20

Sprint: 1. Peter Sagan (Slowakei) -Bora 277 Pkt.;

2. SonnyColbrelli (Italien) -Bahrain 191; 3. Elia

Viviani (Italien) -Deceuninck-Quick-Step 184, 4.

Michael Matthews (Australien) -Team Sunweb

167; 5. Caleb Ewan (Australien) -Lotto-Soudal

148;

Team: 1. Trek -Segafredo (USA) 159:16:27 Std.;

2. Movistar Team (Spanien) +10:12 Min.; 3. AG2R

La Mondiale (Frankreich) +13:56; 4. Bora-hansgrohe

(Deutschland) +14:32; 5. Mitchelton-Scott

(Australien) +18:58; 6. UAETeam Emirates (Vereinigte

Arabische Emirate) +33:49; 7. Groupama-

FDJ (Frankreich) +34:50; 8. EF Education First

(USA) +35:25; 9. Team Jumbo (Niederlande) +

39:34; 10. Team Ineos (Großbritannien) +41:39;

11. Team Sunweb (Deutschland) +47:56

Schwimmen

Weltmeisterschaft in Gwangju

Synchronschwimmen, Kür Mannschaft:

1. Russland 98,0000 Punkte, 2. China 96,0333,

3. Ukraine 94,3667;

Wasserspringen, 3m-Brett Frauen: 1. Shi Tingmao

(China) 391,00 Punkte, 2. Wang Han (China)

372,85, 3. Maddison Keeney(Australien)

367,05, ... 10. Tina Punzel (Dresden) 281,00;

Freiwasser,25km Männer: 1. Axel Reymond

(Frankreich) 4:51:06,2 Stunden, 2. Kirill Beljajew

(Russland) 0,3 Sekunden zurück, 3. Alessio Occhipinti

(Italien) 3,3;...8. Andreas Waschburger

(Saarbrücken) 1:20,1, 9. Sören Meißner (Würzburg);

Freiwasser,25km Frauen: 1. Ana Marcela

Cunha (Brasilien) 5:08:03,0 Stunden, 2. Finnia

Wunram (Magdeburg) 8,6 Sekunden zurück, 3.

Lara Grangeon (Frankreich) 18,2;

So einheitlich wie die Unterstützung für den Verein ist die Meinung zum Börsengang nicht.

„Sollten wir nicht erst vernünftig spielen?“

Warum Hertha-Fans einen möglichen Börsengang ihres Klubs skeptisch sehen –ein Stimmungsbild

VonMichael Jahn

Eine Nachricht, die das Manager-Magazin

am Donnerstagabend

verbreitete,

sorgt für Aufregung und

Diskussionen rund um Bundesligist

Hertha BSC. Demnach soll Lars

Windhorst, 42, seit einigen Wochen

großer Investor bei Hertha BSC, planen,

mittelfristig den Hauptstadtklub

an die Börse zu bringen. In der

Fußball-Bundesliga ist derzeit nur

Borussia Dortmund seit dem Jahr

2000 an der Börse. InEuropa sind

unter anderem Ajax Amsterdam, JuventusTurinund

Manchester United

börsennotiert.

Von offizieller Seite gab es kein

Statement von Hertha BSC, aber es

war zu erfahren, dass es vonVereinsseite

aus derzeit keine solchen Pläne

gibt. Wie aber bewerten die treuen

Anhänger des Bundesligisten die Gerüchte

um einen eventuellen Börsengang?

Überdrehte Branche

„Ich muss das alles erst einmal sacken

lassen“, sagt Helmut Friberg,

„ich habe schon alles über diese Geschichte

gelesen, was mir in die Finger

kam.“ Friberggehörtzuden treuesten

Hertha-Fans. Erfehlt seit Jahrzehnten

bei keinem Heimspiel und

gehörtindie absolute Spitzengruppe

der Anhänger, die auch die Mannschaft

zu den Auswärtspartien begleiten

–egal, wie weit die Anreise ist.

Egal, ob in guten oder in schlechten

Zeiten. „Das Testspiel in dieser Woche

in Aue war mein 689. Auswärtsspiel“,

sagt Friberg stolz, „aber ich

bin sauer über den Auftritt beim 1:4.“

Und die Gerüchte um einen möglichen

Börsengang? „Sollten wir nicht

erst vernünftig Fußball spielen?“ gibt

Friberg zur Antwort, „irgendwie

überschlagen wir uns derzeit –neuer

Investor und dann diese Gerüchte.

Das ist doch alles überdreht im Moment!

Die Wahnsinnssummen, die

derzeit im Umlauf sind für viele Profis,

das versteht kein normaler

Mensch mehr.“ Friberg nennt in Sachen

Börse das Beispiel Borussia

Dortmund. „Ich glaube, die Aktie

läuft nicht so gut.“

Friberg sagt auch: „Sollte es doch

einmal so weit kommen, dass meine

Hertha an die Börse geht, muss sich

die Marke Hertha aber vorher viel

besser etablieren. Das geht nur über

Leistung auf dem Platz! Und die

muss dringend besser werden.“

Für Manfred Sangel ist die neueste

Börsengeschichte „extrem

schwammig.“ Sangel, der 30 Jahre

das Hertha-Echo, die Sendung „von

Fans für Fans“, moderierte und leitete,hält

alles mehr oder weniger für

ein Gerücht. „Der Wahrheitsgehalt

scheint mir nicht sehr groß zu sein.“

In der Sendung „Börse vor Acht“ in

der ARD hat Sangel zuletzt die Meldung

verfolgt, dass der Drittligist

Spvgg Unterhaching an die Börse gehen

will. „Was die dort wollen, verstehe

ich nicht ganz.“ Sein Fazit:

„Man sollte die Finger vom Börsengang

lassen!“

„Wir müssen uns wohl den

neuen Zeiten stellen.“

Jürgen Keiser,Hertha-Fan, muss sich an den Wandel im Fußballgeschäft noch gewöhnen.

Nicht unbedingt überrascht von

den jüngsten Meldungen zeigte sich

Steffen Toll, er ist seit 13 Jahren Vorsitzender

des „Förderkreises Ostkurve

e.V.“, der zahlreiche Fangruppen

vereint und für die Stimmung im

Olympiastadion sorgt. Toll sagt: „Ich

habe schon damit gerechnet, dass irgendjemand

auf die Idee kommt,

Hertha an die Börse zu bringen. Begeistert

bin ich davon nicht.“ Die

Vereinsführung habe nach dem Einstieg

vonLars Windhorst als Investor

den Fans erklärt, dassWindhorst keinerlei

Einfluss auf sportliche Entscheidungen

haben werde. „Das hat

viele beruhigt. Finanzkraft ist ja da!“

Toll sagt auch: „Wenn ich an Wind-

IMAGO IMAGES/ANNEGRET HILSE

horst denke, sehe ich immer das

Foto von ihm als Jungunternehmer

mit Bundeskanzler Helmut Kohl vor

mir.“ Irgendwie, ergänzt Toll, „müssen

wir Fans heute mit Investoren leben.“

Die Mehrheit der Hertha-Anhänger

habe den überraschenden

Einstieg von Windhorst bei ihrem

Herzensverein relativ ruhig aufgenommen.„Mal

abwarten, wie es weitergeht“,

sagt er.

AlternativeModelle

Jürgen Keiser besucht die Spiele von

Hertha seit 1974 und arbeitete auch

viele Jahre intensiv beim „Hertha-

Echo“. „Ich sehe diese mutmaßliche

Börsengeschichte negativ, ich wünsche

mir andere Finanzierungsmodelle

für meinen Klub.Das hat nichts

mit der Person von Lars Windhorst

zu tun.“ Keiser vermutet, dass ein

Börsengang „irgendwann durchaus

eine Option sein kann“. Er findet,

dass das Beispiel Borussia Dortmund

kein Erfolgsmodell ist.„Das ist

alles nicht schön, aber wir müssen

uns wohl den neuen Zeiten stellen –

als Klub, auch als Fan.“ Keiser gibt

sich aber versöhnlich: „Sollte meine

Hertha doch irgendwann an die

Börse gehen, werde ich trotzdem

weiter ins Olympiastadion gehen

und die Mannschaft unterstützen.

Einmal Hertha,immer Hertha!“

Michael Jahn

ist mit der Fanbasis von

Hertha BSC gut vernetzt.

1. FC Union hat weiteres

Testspiel vereinbart

FUSSBALL. Der1.FCUnion vereinbarte

einen weiteren Test vordem

Startseiner ersten Saison in der Bundesliga.

DerAufsteiger trifft am 27.

Juli (15 Uhr) auf Ligakonkurrent VfL

Wolfsburg. Da die Niedersachsen im

Trainingslager in Österreich sind,

findet die Partie in Anif bei Salzburg

statt. Vordem Pflichtspielauftakt in

der ersten Runde des DFB-Pokals bei

Germania Halberstadt am 11. August

testet das Team vonTrainer UrsFischer

zudem am Sonnabend bei

Zweitligist Aue(16 Uhr, MDR) und

gegen Celta de Vigo (3. August).

Wunram gewinnt Silber über

25 Kilometer im Freiwasser

SCHWIMMEN. Finnia Wunram gewann

bei der Weltmeisterschaft in

Südkorea die fünfte Medaille für die

deutschen Freiwasserschwimmer.

Die23-Jährige aus Magdeburg

schlug über 25 Kilometer im Expo

Ocean Park inYeosu als Zweite hinter

der brasilianischen TitelverteidigerinAna

Marcela Cunha an.

Kerber trennt sich von

Trainer Schüttler

TENNIS. GutzweiWochen nach ihremZweitrunden-Aus

inWimbledon

hat sich Angelique Kerber,31, von

Trainer Rainer Schüttler getrennt.

DieKielerin, die vonRang 5auf Platz

13 der Weltrangliste zurückfiel:

„Wenn man vorwärts strebt, ist es

niemals leicht, etwas zu verändern–

besonders wenn du mit großartigen

Menschen wie Rainer arbeitest. Aber

für den Moment haben wir entschieden,

dass jetzt der richtige Zeitpunkt

für einen Neustartist.“

Beckenbauer könnte Strafe

für WM-Skandal entgehen

FUSSBALL. Franz Beckenbauer

könnte aufgrund gesundheitlicher

Probleme einer Strafe im Skandal

um die Vergabe der WM 2006 entgehen.

DieNeue Zürcher Zeitung berichtet,

dass der damalige WM-Organisationsboss,der

zuletzt einen

Augeninfarkt einräumte,von der

Schweizer Bundesanwaltschaft (BA)

nicht mehr einvernahmefähig sei.

Dass mögliche strafrechtliche Konsequenzen

damit verjähren könnten,

wollte die BA nicht kommentieren.

Beckenbauer hatte sich 2016

und 2017 je einer Herzoperationen

unterziehen müssen und 2018 eine

künstliche Hüfte bekommen.

Ganz flexibel, ganz Berlin.

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Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 – S eite 28 *

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Sport

Tour der

Leiden

Der Berliner Maximilian Schachmann gehört zu den

größten Radsporttalenten. Bei seiner ersten

Frankreich-Rundfahrt hat er sich gut präsentiert –bis er

nach einem Sturz mit einem Handbruch aufgeben muss

VonStephan Klemm, Pau

Maximilian Schachmann erreichte nach dem Einzelzeitfahren in Paudas Ziel schwer angeschlagen.

AFP/PACHOUD

Die letzten Meter des Zeitfahrens

von Pau waren

die schwersten für Maximilian

Schachmann in

den 13 Tagen seiner ersten Tour de

France. Ein heftiger Anstieg noch,

Schachmann quälte sich mit

Schmerzen nach oben, ganz langsam,

in Schlangenlinien. Zuvor war

er, gut im Rennen liegend, gestürzt,

zu hohes Tempo,erhatte eine Kurve

falsch eingeschätzt, es folgte ein

Sturz: „Ich bin schnell da rein, dann

ist mein Vorderrad gerutscht, ich

konnte es noch abfangen, aber mir

haben 20 Zentimeter gefehlt. Da

kam schon das Gitter.“ Im Anschluss

bereitete ihm die linke Hand Probleme.

ImKrankenhaus am Abend

dann die brutale Gewissheit: drei

Mittelhandknochen gebrochen, zur

weiteren Behandlung soll er schnell

nach Deutschland. Das bittere Ende

einer bisher aufregenden Fahrt

durch Frankreich für den Berliner.

Zuvor war Schachmann ein lächelnder

Tour-Debütant, erzählte

nach den Etappen, was ihm liegt,

weil er es schafft, immer wieder gehaltvolle

Erkenntnisse mit humorigen

Einlagen zu mischen. Schachmann,

25 Jahre jung, Dreitagebart,

schlank, stets akkurat frisiert, sehr

erfolgreich in diesem Frühjahr,sechs

Siege bereits, aktueller Deutscher

Meister, hat seinen Beruf genossen.

Bishierhin, sagt Schachmann, „ist es

das beste Jahr meiner Karriere“. An

dieser Einschätzung dürfte auch sein

Unfall vomFreitag nichts ändern.

Dank seiner Erfolge im Frühjahr –

unter anderem drei Etappensiege

bei der schweren Baskenland-Rundfahrt,

dazu Platz drei beim Eintagesmonument

Lüttich-Bastogne-Lüttich

–hat er sich in die Weltklasse gefahren.

Sein Status in der Radsport-

Szene hat ihm teamintern

Privilegien eingebracht, auch bei

dieser Tour. Auf einigen Etappen

„hätte er durchaus auch mal gehen

können, unsere Erlaubnis hatte er“,

sagt Enrico Poitschke, der sportlicher

Leiter seines deutschen Teams

Bora-hansgrohe. Dazu kam es am

Donnerstag im Verlauf der ersten Pyrenäen-Etappe.

AufActionkurs

Im Team wird das als Teil eines großen

Plans angesehen, erzählt

Poitschke.Schachmann sei zum Lernen

bei der Tour gewesen, dieser

Tour der Leiden, „wir wollen ihm

hier helfen, sich weiter zu entwickeln.

Er hat hier viel gearbeitet und

einen starken Eindruck hinterlassen.

Wirsind sehr zufrieden mit ihm.“ Bis

zum Ruhetag sei Schachmann eben

nicht in der Lage gewesen, „in den

entscheidenden Momenten mitzufahren“,

sagt Poitschke, was angesichts

seines erfolgreichen Frühjahrs

und seiner Novizenrolle bei der

Frankreich-Rundfahrt nicht verwunderlich

sei. Auch ein großes Talent

wie Schachmann, der in der

Lage ist, Rennen zu animieren, muss

sich erst einmal den Besonderheiten

der Tour annähern, was vor allem

heißt: extremes Tempo gehen und

gleichzeitig besonders aufmerksam

fahren, um Stürzen auszuweichen,

die wegen der erhöhten Nervosität in

einem Tour-Peloton sehr häufig passieren

– und in einem Zeitfahren

Kurven richtig einschätzen.

Ausreißen, nicht immer im Feld

fahren, sich zeigen und nicht verstecken

–all das sind Eigenschaften, die

Schachmann auszeichnen und ihn

zu einem interessanten Fahrer machen.

Nur mitrollen? „Viel zu langweilig“,

findet er, stattdessen

„möchte ich ruhig mal Action machen“,

gerade bei Etappen, bei denen

eher ein gewöhnlicher, also ruhiger

Rennverlauf erwartet wird.

Tour de France –14. Etappe

Sonnabend, 20. Juli, 13.30 bis 17.02 Uhr

328 m

Paris

Côte de Labatmale (472 m)

4 S

Alles in allem besitzt Schachmann

eine ganze Reihe von Fähigkeiten

auf dem Rad: Er kann aus einer

kleinen Gruppe heraus erfolgreich

sprinten, er ist ein starker Zeitfahrer

und passabler Kletterer. Alles

das sind Eigenschaften, die bei deutschen

Radprofis nicht oft zu finden

sind, und so hat sich schon längst

eine Rundfahrer-Debatte um den

deutschen Meister entwickelt, denn

es ist die Schachmann-Mischung,

die bei Mehretappenrennen gefragt

ist. „Ob ich ein Rundfahrer bin oder

werden kann, das kann ich nicht sagen.

Das ist sehr schwer. Mir fehlt

derzeit noch ein bisschen was am

Berg.Damuss ich noch weiter vorne

mitfahren“, sagt er.Aber selbst wenn

das klappt, ist bei einer dreiwöchigen

Veranstaltung wie der Tour auch

Arthez-d'Asson (415 m)

Col du Soulor (1 474 m)

Pierrefitte-Nestalas (480 m)

Luz-Saint-Sauveur

(711 m)

0km 18 38 60,5

86 98,5 117,5

Tarbes

Tourmalet

1

Berg-Kategorien:

einfach schwer

4 3 2 1

Sprint

2115 m

HC

noch das wichtige Detail der Beständigkeit

gefordert: „Dazu braucht

man viel Erfahrung, schwer zu sagen,

ob ich das schon in mir habe.“

Schachmann weiß nicht, ob er

sich auf die mit noch mehr Entbehrungen

verbundene Konzentration

S

HC

BLZ/GALANTY; QUELLE: LETOUR.FR, DPA

auf die Gesamtwertungen einlassen

soll.„Wenn es Sinn macht, bin ich bereit

dafür und würde es schon gerne

ausprobieren. Dazu muss ich aber

Rücksprache mit demTeam und meinem

Trainer Dan Lorang halten.

Denn man kann auch was verlieren.

Ich habe Qualitäten und kann in bestimmten

Radrennen wie bei schweren

Klassikern gewinnen. Da würde

ich dann Stärke einbüßen.“

Poitschke findet, es sei zu früh,

sich auf Schachmann als Rundfahrer

festzulegen. Allerdings habe er bereits

eine dreiwöchige Rundfahrtbestritten,den

Giro d’Italia im Mai, und

dort überzeugt, zuletzt auch in den

Bergen.InPrato Nevoso in den Ligurischen

Alpen hat er sogar die 17.

Etappe gewonnen. Zuvor jedoch

hatteermit einem Infekt zu tun, der

ihn zurückwarf −den Giro beendete

er auf dem 31. Platz. „Wir haben in

diesem Jahr gesehen, dass Max

Schachmann in den ganz schweren

Rennen wie Lüttich-Bastogne-Lüttich

zu den Allerbesten gehört. Aber

wir wollen ihn kontinuierlich aufbauen,

so haben wir es mit allen unseren

jungen Fahrerngemacht.“

Keine Existenzängste

Einen lernwilligen Profi habe er mit

Beginn dieser Saison verpflichtet,

sagt Teamchef Ralph Denk. Nach seinem

dritten PlatzinLüttich bezeichnete

er Schachmann als „ein Juwel“.

Zuvorfuhr Schachmann beim Branchenführer

Quick-Step und ist auch

dortschon als Siegfahrer aufgefallen,

etwa als Etappengewinner bei der

Deutschland-Tour. „Er ist ganz nah

dran an Erfolgen bei großen Rennen“,

glaubt Denk. Und: „Max ist

selbstbewusst, hinterfragt Dinge, ist

kein Befehlsempfänger. Aber er liefert

eben auch. Das gefällt mir. Ich

bin schon daran interessiert, den

Maxzueinem Leader aufzubauen.“

Trainingsfleißig sei er, bestätigt

sein Coach Dan Lorang, aber

Schachmann setzt nicht nur auf den

Radsport. Sein Abitur schaffte er mit

einem Notenschnitt von 1,3. Zudem

hat er auch schon ein Studium des

Wirtschaftsingenieurwesens mit

Maschinenbau begonnen. Mit dem

Abitur „habe ich alle Türen offen.

Vielleicht gibt mir das auch eine gewisse

Leichtigkeit im Sport, weil er

für mich nicht so Existenzängste

auslöst“, sagte Schachmann vordem

Start der diesjährigen Frankreich-

Rundfahrtineinem Interview.

Auch sonst weiß er,was er mitseinem

Leben etwas anzufangen. Um

besser trainieren zu können, aber

auch, um bei der Steuererklärung ein

wenig Geld zu sparen, hat sich

Schachmann mit seiner Freundin Josephine

am Schweizer Ufer des Bodensees

niedergelassen. Sein Sport

sei fordernd, sagt Schachmann

noch. Manchmal sei es für ihn als Familienmensch

schwer, soviel unterwegs

zu sein. Also versuchen dienahen

Verwandten, den Radprofi zu

besuchen. Schwester Carolin war in

Lüttich, seine Mutter, eine Mathematik-

und Physiklehrerin, bei der

Teampräsentation in Brüssel. „Sie ist

da schön rumgesprungen“, sagt

Schachmann. Und lächelt. Wie so

oft, wenn er Sätzebeendet hat.


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 – S eite 29 *

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Feuilleton

Claus Löser über

Lothar Lambert, der am

Mittwoch 75 wird

Seite 32

„Stauffenberg war einen weiten Weggegangen.“

Arno Widmann zum 75. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 Seiten 30/31

Teilen und aneignen

Während über die Enteignung von Wohneigentum heftig debattiert wird, vollzieht sich still und leise

eine Übernahme des öffentlichen Raums

VonHarry Nutt

Urbane Mobilität in Wartestellung

DPA/ANDREAS ARNOLD

John Lennon konnte sich vor

bald 50 Jahren einiges vorstellen

und auf manches verzichten.

Er wünschte, esgäbe weder

Himmel noch Hölle, auch keine

Länder und Religionen. Stell dir vor,

hieß es in dem Jahrhundertsong

„Imagine“ aus dem Jahr 1971, es

gäbe keinen Besitz. Ob du das wohl

könntest? Die Gemeinschaft der

Menschen, so insinuierte John Lennon

in dem Lied, teilt sich die ganze

Welt. Ach.

Unddann kam alles ganz anders.

Acht Jahre später, 1979, kehrte mit

der iranischen Revolution der unbedingte

politische Machtanspruch einer

Religion zurück und gibt seither

der Weltordnung eine ganz neue

Richtung vor, die wenig mit der Vision

zu tun hatte, die er besang:

„Imagine there’snocountries/Itisn’t

hardtodo“.

John Lennon war,als er„Imagine“

schrieb,ein charismatischer Influencer,

aber sein musikalisch-philosophisches

Drängen aufVereinfachung

und friedliche Lebensverhältnisse

mochte gegen die sich mit aller Gewalt

verteidigenden Ideologien, denen

er eine weitere–zweifellos menschenfreundliche

–hinzufügte, eher

wenig auszurichten.

DasBedürfnis aber,gründlich mit

allem aufzuräumen oder noch einmal

ganz neu anzufangen, ist ungebrochen.

Ein Hauch von Umsturz

liegt in der Luft, seit in Berlin, aber

auch anderswo unter Berufung auf

Artikel 14 des Grundgesetzes ganz

ausdrücklich im politischen Raum

über die Möglichkeit zur Enteignung

von großen Wohnungsgesellschaften

gestritten wird. Über das Kleingedruckte

des ehrwürdigen Artikels

14 hinaus, in dem umgehend von

Entschädigungen die Rede ist, ging

es vorallem darum, die linke Utopie

der Besitzlosigkeit mit einer starken

Geste entschlossenen Handelns zu

verknüpfen.

DerWunsch nach einer besseren

und gerechteren Verteilung von

Wohnraum ist überaus verständlich,

das Instrument der Enteignung ist

dabei jedoch mehr als fragwürdig.

DasVersagen insbesondere der Berliner

Wohnungspolitik und Stadtentwicklung

ist denn auch nur bedingt

dem Prinzip des Privatbesitzes anzulasten.

Vielmehr ist es eine Folge des

fatalen Massenverkaufs von kommunalen

Wohnungen durch den damaligen

Finanzsenator Thilo Sarrazin,

durch die die nun mit Enteignungsfantasien

konfrontierten

Großeigentümer ja überhaupt erst in

den Genuss riesiger Wohnungspakete

gelangten.

Gerade in stadtpflegerischer Hinsicht

hat die öffentliche Hand als

Vermieterin keinen sonderlich überzeugenden

Eindruck hinterlassen,

und es sollte nicht zuletzt vonsozialwissenschaftlicher

Seite kritisch untersucht

werden, ob nicht gerade

eine seit jeher geringe Eigentumsquote

einen Teil des Problems der

hohen Fluktuation in und zwischen

den Bezirken ausmacht. Die Wirkung

kontinuierlicher Wohnverhältnisse

auf die Stadtentwicklung sollte

jedenfalls nicht unterschätzt werden.

Mehr als anderswo ist Wohnen in

Berlin lange als vorübergehender

Zustand aufgefasst worden. Dieunsichere

politische Lage bei gleichzeitig

hoher kultureller Attraktivität

hat die Stadt in der Zeit der Teilung

anfällig gemacht für eine erhöhte

soziale Mobilität. Ost- wie West-

Berlin waren geprägt vom Kommen

und Gehen, und die Ausbildung von

charakteristischen Wohnkulturen

wurde über einen sehr langen Zeitraum

eher ausgeblendet oder vernachlässigt.

Dass sich das jetzt ändertund tatsächlich

auch viele soziale Schieflagen

erzeugt, hat allerdings nicht nur

mit Wohnraummangel und räumlicher

Verdichtung zu tun, sondern

auch mit den Phänomenen einer alternden

Gesellschaft, deren Akteure

allenfalls noch bedingt geneigt sind,

weiterziehen zu wollen. Gerade für

das in Berlin immer auch ein wenig

verachtete Milieu der kleinen Wohnungs-

und Hausbesitzer in den

Randbezirken und Vorstädten stellt

die plakative Forderung nach Enteignung

eine schroffe Ablehnung ihresLebensmodells

dar.Unterschätzt

wird dabei, dass der einzigartige

Charakter Berlins als eine in die Fläche

ausstrahlende Stadt nicht zuletzt

vonden Rändernher mit sehr unterschiedlichen

Kulturen des gemeinsamen

Zusammenlebens geprägt

worden ist. Das Berliner Lebensgefühl

ist stärker von Rudow, Karlshorst

und Mariendorf beeinflusst,

als man in Friedrichshain-Kreuzberg

ahnt. Und soleidet Berlin heute auf

„An die Stelle von Kaufen und

Instandhalten ist das Prinzip des Nutzens

und Abstellens getreten,

und die Vermüllung des Stadtbilds

tritt in Gestalt eines innovativen

Lebensstils auf.“

paradoxe Weise auch an einem erst

sehr spät erwachten Bedürfnis nach

Sesshaftigkeit.

Dieurbane Mitte ist derweil in einem

buchstäblichen Sinn in Bewegung

geraten. Während einerseits

der Besitz von Wohnraum fundamental

infrage gestellt wird, versucht

sich andererseits eine junge Mobilitätselite

an der Durchsetzung einer

hippen Tauschökonomie, die in bisher

nicht dagewesener Form vomöffentlichen

Raum Besitz ergriffen hat.

An die Stelle von Kaufen und Instandhalten

ist das Prinzip des Nutzens

und Abstellens getreten. Die

Vermüllung des Stadtbilds tritt dabei

in Gestalt eines innovativen Lebensstils

auf. „Warum ein Auto besitzen,

wenn du 1500 e-Golfs fahren

kannst?“, lautet die rhetorische

Frage einer Plattform, die für den unkomplizierten

Gebrauch von Mietwagen

wirbt. Ohne die Vermittlung

des guten Gefühls,etwas für ökologische

Nachhaltigkeit getan zu haben,

geht inzwischen keine App mehr an

den Start. Unterschlagen wirddabei,

dass die tatsächlichen Besitzstrukturen

nur schwach verschleiert sind

und ein Unternehmen wie Uber

ganz nebenbei sozial abgesicherte

Beschäftigungsverhältnisse aushebelt

und geltende Beförderungsbedingungen

torpediert. Und soleise

das Surren der zahlreichen E-Scooter

und -Roller im Innenstadtbereich

auch sein mag, kann es doch nicht

darüber hinwegtäuschen, dass hier

im Zeichen innovativer Fortbewegungsarten

eine soziale Segregation

forciert wird, die die begehrten

Stadtteile von den liegengelassenen

trennt.

Während sich die Fahrgeräte, denen

man kaum eine lange Lebensdauer

zutrauen mag, zwischen Unter

den Linden und Mehringdamm

am Wegesrand stapeln, hat man deren

Existenz in Blankenburg oder

Ahrensfelde bislang die Kunde von

deren Existenz kaum vernommen.

DieZahl der Anbieter und Fahrzeuge

breitet sich unterdessen epidemieartig

aus und nimmt selbstverständlich

die öffentliche Infrastruktur für

ihreGeschäftsidee in Anspruch.

Wasangesichts der eher plumpputzigen

wirkenden Vehikel als

neues Lifestyle-Phänomen wahrgenommen

und allenfalls unter Aspekten

der Verkehrssicherheit diskutiert

wird, steht nicht zuletzt im Dienst eines

sich radikal verändernden Konsumverhaltens,

das sich immer

mehr von herkömmlichen Gebrauchs-

und Besitzvorstellungen

löst.

In den gegenwärtigen Kämpfen

um den öffentlichen Raum in den

Zentren und der Verödung an den

Rändern geht es vor allem auch um

die Etablierung einer neuen Kultur

von Eigentumsverhältnissen, in denen

die Illusion einer verantwortlichen

Gemeinschaft propagiert, aber

letztlich eine mit digitalen Mitteln

gestützte Vereinzelung in Abhängigkeit

installiertwird.

Das ist, zugegeben, eine düstere

Lesart der harmlos daherkommenden

E-Roller. Mag sein, dass sie

schon bald wieder aus dem Stadtbild

verschwinden oder auch eine angemessene

und dienliche Rolle darin

einnehmen werden.

Während jedoch erbittert über

die Enteignung von Wohnraum diskutiert

wird, als befinde man sich

nach wie vor in klar umrissenen

Klassenverhältnissen, scheint es geradezu

von fataler Naivität, die sich

in rasender Geschwindigkeit vollziehenden

und freiwillig hingenommenen

Enteignungsprozesse, indenen

die bürgerliche Existenz auf seine

pure Eigenschaft als Datenträger reduziertwird,

völlig außen vorzulassen.

Harry Nutt

fürchtet die Enteignung des

öffentlichen Raumes.


30 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Feuilleton

Lesen

und Überleben

in D.C.

George Pelecanos und sein

Stadtroman „Prisoners“

VonFrank Junghänel

George Pelecanos, 1957 als Sohn

griechischer Einwanderer in

Washington D.C. geboren, ist seit

vielen Jahren ein Chronist dieser

Stadt, die in seinen Romanen so ganz

anders erscheint, als es dem Bild der

Metropole entspricht. Weder spielt

das Weiße Haus eine Rolle,noch das

Capitol oder sonst eine Regierungsinstitution.

Als Schriftsteller und

Drehbuchautor (etwa für die Serie

„The Wire“) ist Pelecanos nicht an

den Politikern interessiert, sondern

daran, wie sich Politik auf das Leben

in seiner Stadt auswirkt. Als Kind einer

Arbeiterfamilie hat er sich einen

Blick für die sogenannten kleinen

Leute bewahrt, deren alltäglichen

Kampf um ein würdiges Dasein er

mit wachsender Zuneigung verfolgt,

je älter er wird. Streng genommen

schreibt er Kriminalromane, dasich

seine Protagonisten immer wieder in

kriminelle Handlungen verstricken.

Was seine Bücher jedoch aus dem

Genre heraushebt, ist dieser mikroskopisch

genaue soziologische Blick,

mit dem Pelecanos die Transformationsprozesse

in seiner unmittelbarenUmgebung

begleitet.

„Anna und ihr Mann Rick wohnten

in einem Reihenhaus im 3600er-

Block der Warder Street in Mark View,

zwischen Quebec und Princeton

Place, einen Block westlich vom Soldiers’Home

mit seinen Waldstücken,

Der US-amerikanische Schriftsteller

George Pelecanos

IMAGO

dem Teich und dem Golfplatz gelegen.“

Mandarfdavon ausgehen, dass

jedes Detail genau recherchiert ist.

Wie auch jede Automarke, jeder

Songtitel, jede Biersorte und jedes

Buch, das hier Erwähnung findet.

Als weiße Mittelständler gehören

Anna und Rick Byrnes zu den Gentrifizierernineiner

vormals schwarzen

Nachbarschaft. Der Autor diffamiert

sie nicht als Zerstörer, ernimmt sie

als Teil jener Veränderungen wahr,

denen ein städtischer Organismus

vonNatur aus unterworfen ist. Nicht

jede Veränderung ist zu beklagen. Es

gibt einen neuen Supermarkt im

Viertel, die Bibliothek wurde renoviert,

das kleine Sportzentrum wiederbelebt.

DieGegend ist sicherer geworden,

was sich nicht zuletzt auch

auf die Selbstsicherheit ihrer alteingesessenen

Bewohner auswirkt.

Anna Byrnes, eine von mehreren

gleichberechtigten Figuren in dieser

Geschichte,hat als Bibliothekarin im

Gefängnis den 28-jährigen Michael

Hudson kennengelernt, der kein

schlechter Kerl ist, sondern sich in

eine dumme Sache hineinziehen

ließ. Im Lesekreis lernt er nicht nur

die Welt der Wörter kennen, er lernt

auch, sich als Subjekt seiner Fantasie

zu begreifen. „Wenn er ein Buch las,

war die Tür seiner Zelle offen. Er

konnte einfach hinausgehen.“

Es kommt der Tag, an dem sich

das Gefängnistor tatsächlich für ihn

öffnet, früher als gedacht. Er sucht

sich einen Job, knüpft neue Freundschaften

und verfolgt auf rührende

Weise seinen Plan, sich in einem Bücherregal

vom Sperrmüll eine eigene,

kleine Bibliothek aufzubauen.

Alles läuft gut, bis jener Detektiv bei

ihm auftaucht, dem er seine vorzeitige

Entlassung zu verdanken hat.

GeorgePelecanos: Prisoners Ausdem Amerikanischenvon

Karen Witthuhn. ars vivendiverlag,

Cabolzburg 2019. 220 Seiten,18Euro

Wer in der Bundesrepublik

aufwuchs, der

wuchs auf mit den

„Verschwörern des

20. Juli“. In den frühen Jahren der

BRD galten sie als die einzig relevante

Widerstandsgruppe gegen

Hitler,gegen das Naziregime.Später

trat die „Weiße Rose“ hinzu, die

Münchener Studenten um die Geschwister

Scholl.

Im Zentrum stand dabei immer

Oberst Claus Schenk Graf vonStauffenberg

(1907–1944). Denn er war

der Mann, der am 20. Juli 1944 die

Aktentasche mit der Bombe,die den

Führer töten sollte, neben ihm abstellte.

In der „Wolfsschanze“ bei

Rastenburg in Ostpreußen. Die

Bombe detonierte um 12.42 Uhr in

der Holzbaracke, inder die Besprechung

stattfand. Hitler und 19 weitere

Personen –von 24 –überlebten

den Anschlag.

DerEid auf Adolf Hitler

Es war diese Geschichte, die uns in

den eigens dem 20. Juli gewidmeten

Schulstunden erzählt wurde. Von

unserem Sozialkundelehrer. Für ihn

war Stauffenberg ein Vorbild. Stauffenberg

war in seinen Augen nicht

nur ein Held, er war das bessere

Deutschland. Wir meist pazifistischen

Pennäler machten uns nach

dem Unterricht auf dem Schulhof

lustig über einen Oberst, der unfähig

war, eine Bombe richtig zu zünden.

Wie Jungen in diesem Alter so sind:

Siewissen alles besser.

Unser Geschichtslehrer, dessen

Unterricht bei Bismarck endete, war

nicht zuständig für den 20. Juli. Was

der Sozialkundelehrer bot, war in

seinen Augen kein Geschichtsunterricht,

sondern Siegerpropaganda.

Stauffenberg war ein Verräter. „Ich

schwörebei Gott diesen heiligen Eid:

Dass ich dem Führer des Deutschen

Reiches und Volkes, Adolf Hitler,

dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht,

unbedingten Gehorsam leisten

und als tapferer Soldat bereit sein

will, jederzeit für diesen Eidmein Leben

einzusetzen.“ Während er mit

quietschender Kreide den Wehrmachtseid

an die Tafel schrieb,

sprach er ihn langsam und ernst mit.

Danach forderte er einen von uns

auf, den Eidnoch einmal vorzulesen.

Diesen Eid, erklärte er uns, hatte

Stauffenberg, wie jeder andere

Wehrmachtsangehörige geschworen:

„Ich habe ihn geschworen, Eure

Väter haben ihn geschworen.Wirhaben

ihn nicht gebrochen. Millionen

Deutsche haben ihn nicht gebrochen.

Seit wann ist Eidbruch eine

Heldentat?Waswürden die Amerikaner

machen mit Soldaten, die gegen

den Präsidenten putschen würden?

Hingerichtet würden sie werden.Wie

Stauffenberghingerichtet wurde.“

Wir sagten nichts. Bis einer erklärte:

„Hitler war ein Diktator. Er

unterdrückte jede Opposition, ließ

die Juden ermorden, führte gegen

ganz Europa Krieg. Hätten nur mehr

sich ihm in den Weggestellt und hätten

sie es früher getan. Der Eid war

ein erzwungener Eid. Der ist nicht

einforderbar.“

Dann ging es hin und her. Jedes

Jahr vorden Sommerferien. Icherinnere

mich nicht, dass einer von uns

gefragt hätte, warum es keinem der

alten Offiziere ein Problem war, mit

dem Eid auf Hitler den auf die Weimarer

Republik gebrochen zu haben.

Unser Geschichtslehrer erklärte

uns auch: „Ihr müsst aufbegehren

gegen das,was man euch beizubringen

versucht. DieJugend ist dazu da,

unterschiedliche Gedanken auszuprobieren.

Lasst euch nicht indoktrinieren.“

Ich fand, er hatte recht. Mir

kam nicht einmal die Idee, dass er

seine eigenen Vorträge von dieser

Empfehlung ausgenommen wissen

wollte. Das brachte mir erst eine

Klassenkameradin bei.

Die Verschwörung

Wir wussten nicht viel über den

20. Juli. In unseren Augen handelte

es sich um einen Putschversuch von

Militärs,die sahen, dass der Krieg, an

den sie lange geglaubt hatten, nicht

mehr zu gewinnen war. Wir sahen

die Aktion„Walküre“.Wirbewunderten

das Geschick, einen bereits vorhandenen

Plan zur Verteidigung des

Hitler-Regimes umzufunktionieren

in einen zu dessen Sturz. Den Gegner

mit seinen eigenen Mitteln

schlagen. Das gefiel uns. Dass das

Ganze scheiterte, forderte unsere

Spottlust heraus.

Zugleich aber betrachteten wir

dieses Scheitern–mit unserem Sozialkundelehrer

– als ein Unglück.

Nicht nur für die hingerichteten Widerstandskämpfer

und ihreAngehörigen,

sondern auch für Deutschland.

Das kannten wir freilich nicht.

Wir kannten nur die BRD. Die DDR

war für uns nach dem Kriege Geborene

ganz selbstverständlich ein eigener

Staat. Dass es zwei Deutschland

gab, mochte die Entscheidung

der Siegermächte gewesen sein, aber

diese Entscheidung erschien uns als

eine nur zu verständliche Reaktion

auf Hitlers Griff nach der Weltmacht.

Abgesehen von solchen Überlegungen,

hatten wir kaum Sinn für

das Politische.Der einarmige,einäugige

Stauffenbergwar der Attentäter.

Er faszinierte uns. Eine seiner Enkelinnen

hat jetzt ein Buch veröffentlicht

„Mein Großvater war kein Attentäter“.

Das erscheint mir auch

heute noch grotesk. Ihre Argumente

sind keine.Erlasse sich nicht darauf

reduzieren, ein Attentäter gewesen

zu sein. Das stimmt, ändert aber

nichts daran, dass er auch ein Attentäter

gewesen ist. So wie die Tatsache,

dass die Autorin als Mediatorin

arbeitet, nichts darüber aussagt, was

sie sonst noch tut und ist. Stauffenberg,

schreibt sie, entspreche „nicht

dem Typus, unter dem wir uns den

Attentäter schlechthin vorstellen“.

Nun ja, den Attentäter schlechthin

gibt es nicht. Es gibt nur Attentäter

mit den unterschiedlichsten Motivenund

Vorgehensweisen.

Tyrannenmörder

Stauffenberg war ein Attentäter, ein

Tyrannenmörder.Gerade dass er das

war oder doch zu sein versuchte,

machte seine Qualität aus.Erwar einen

weiten Weg gegangen. In dem

mischten sich dichterisch-mythische

Vorstellungen vom „geheimen

Deutschland“ mit Führerglaube und

NS-Gedankengut, mit Christentum

und Ehrgefühl und einer Vorstellung

davon, was gerade noch Recht war

und wo das eklatante Unrecht begann.

Alle diese und noch viele andereElemente,unter

denen das Soldatische

eine wesentliche Rolle

spielte,bildeten im Laufe seines kurzen

Lebens immer wieder neue Gemengelagen.

Für die Bundesrepublik war

Stauffenberg gerade darum eine so

wichtige Figur, weil er nicht von Anfang

an gegen den Nationalsozialismus

gewesen war. Erwar einer der

Millionen gewesen, die ihn nicht nur

begrüßt hatten, sondern ihm auch

gefolgt waren. Niemand war wie er

gewesen. Gleichzeitig aber konnte

man sich sagen: Er war einer von

uns. Das war natürlich Blödsinn.

Wessen Vater war schon Oberhofmarschall

des letzten Königs von

Württemberg? Werwar schon in einem

Schloss aufgewachsen? Aber

Stauffenbergwar Mitglied der Volks-

Hermann Göring (helle Uniform) und Martin Bormann (links) im zerstörten Führerquartier der Wolfsschanze.

„Der ehrenvolle

Ausgang des

Krieges“

Es war Deutschlands Glück, dass das Attentat vom 20. Juli 1944

scheiterte. Ohne die vernichtende Niederlage hätten die

Deutschen nicht herausgefunden aus ihrer

Herrenrassenherrlichkeit

gemeinschaft. Nicht aus karrieristischen

Überlegungen, sondern aus

Überzeugung.

Er wusste, woran man geglaubt

hatte. Man konnte sich verstanden

fühlen von ihm. Wenn man allerdings

so dachte, wie unser Geschichtslehrer

gedacht hatte, dann

machte gerade das Stauffenberg besonders

verächtlich. Er hatte Verrat

begangen. Mitten im Krieg. In einem

Augenblick, da Deutschlands Feinde

immer stärker wurden.

Realsozialismus

Stauffenbergwar kein Einzeltäter.Er

war Teil einer groß angelegten Verschwörung.

Hinter ihm und um ihn

herum stand eine große Organisation,

in der Hitler-Gegner aus den

unterschiedlichsten Schichten der

Bevölkerung zusammengefunden

hatten, um nicht nur Hitler,sondern

den Nationalsozialismus insgesamt

auszulöschen. Etwa zweihundert

von ihnen wurden nach dem gescheiterten

Attentat vom20. Juli von

der Gestapo ermordet.

VonArnoWidmann

Wer in der DDR aufwuchs, der

wuchs auf in der Überzeugung, dass

es nur eine Kraft gegeben hatte, die

von Anfang an den Nationalsozialismus

konsequent bekämpft hatte: die

Kommunisten. Sie hatten in den

Konzentrationslagern gesessen, waren

ermordet worden. Werüberlebt

hatte, der half jetzt beim Aufbau der

DDR, eines neuen Deutschland, in

dem die Wurzeln von Faschismus

und Tyrannei –Junkertum und Kapitalismus

–gerodet worden waren.

Dass es einen „bürgerlichen“, gar

einen „adligen“ Antifaschismus gab,

wurde nicht verschwiegen, aber er

war,sosah es die herrschende Lehre,

völlig ungeeignet, dem Faschismus

ein für alle Mal den Garaus zu machen.

Zu sehr waren nicht nur seine

Protagonisten verstrickt in nationalistische

Ideologien, sondern–wichtiger

noch – das Strukturproblem

wurde nicht angepackt: „Kapitalismus

führt zum Faschismus“, lautete

die Analyse.

Dieser Blick auf den Nationalsozialismus

und denWiderstand gegen

ihn übersah geflissentlich, was nicht

zu übersehen war:Der reale Sozialismus

der Sowjetunion war keine Alternative

zum Nationalsozialismus.

Er war das andere Großverbrechen

des 20. Jahrhunderts. Zur Tragödie

jener Jahregehörte,dass die vorgeblicheTherapieTeil

der Krankheit war.

Ganz offensichtlich waren ideologische

Indoktrination, Lager, Führerkult,

Massenaufmärsche und Massenmorde

auch im Kampf gegen den

Kapitalismus zu haben.

Junkerverschwörung

DPA

Heute listet Wikipedia 18 Anschläge

auf Adolf Hitler auf. Für die also, die

nach Attentätern Ausschau halten,

gibt es Auswahl. In fast allen spielt

das Militär eine zentrale Rolle.Allein

1944 gab es sieben Attentatsversuche.

Drei davon waren Unternehmungen

vonStauffenberg.

Die Rede von der Junkerverschwörung

war nie ganz richtig und

nie ganz falsch. DerNationalsozialismus

hatte adlige Opposition, in Befehlsketten

denkende Militärs, hohe


Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 31 *

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Feuilleton

NACHRICHTEN

App zeigt Widerstand gegen

Nazis in Berlin

Claus Graf Schenk von Stauffenberg in einer Aufnahme aus den frühen 1930er-Jahren

Verwaltungsbeamte und Sozialdemokraten

zusammengebracht. Jede

„Volksgemeinschaft“ kreiert eine

Anti-Volksgemeinschaft. Die nationalsozialistische

hat unter vielen anderen

zum Beispiel den Kreisauer

Kreis hervorgebracht.

Für den „20. Juli“ hieß das: General

Ludwig Beck (1880–1944), Wiesbadener

Fabrikantensohn, Spross einer

alten Offiziersfamilie,war in Plänen

der Putschisten als neues Staatsoberhaupt

vorgesehen. Kanzler

sollte Carl Friedrich Goerdeler

(1884–1945), Ex-Oberbürgermeister

vonLeipzig, werden, Vizekanzler der

sozialdemokratische Gewerkschafter

Wilhelm Leuschner (1890–1944),

unehelicher Sohn eines Werkmeisters.Inden

ersten Putschplänen war

der Sozialdemokrat Julius Leber,unehelicher

Sohn eines Maurers, alsInnenminister

vorgesehen. Eine Junker-Regierung

hätte deutlich anders

ausgesehen.

Zur Wahrheit gehört auch, dass

man im Kreis um Goerdeler 1941

noch mit einem Deutschland liebäugelte

in den Grenzen von 1938 und

an dieWiedereinführung der Monarchie

dachte. Wohl keiner der Verschwörer

des 20. Juli 1944 träumte

von der Art von parlamentarischer

Demokratie, die wir heute haben.

Die Bundesrepublik ist niemandes

wahr gewordener Traum. So wenig

wie die DDR das war.

In den Texten, mit denen die Aufständischen

sich nach der Ermordung

Hitlers an das deutsche Volk

wenden wollten, ist keine Rede davon,

wie das neue Deutschland aussehen

soll. Soll es föderaler werden?

Welche Rechte sollen Frauen haben?

Wie gedenkt man mit den Millionen

Opfern des Dritten Reiches und ihren

Verwandten umzugehen? Wird

es Entschädigungen geben? Kein

Wort darüber.

Soldatische Manneszucht

Werfen wir einen Blick auf die Rede,

mit denen Generalfeldmarschall Erwin

von Witzleben (1881–1944) sich

nach gelungenem Putsch an die Soldaten

wenden wollte.Witzleben, aus

thüringischem Offiziersadel, sollte

den Oberbefehl über die gesamte

Wehrmacht übernehmen. Hier ein

paar kurze Auszüge aus seiner Rede:

„Soldaten! Noch ist die Stunde nicht

gekommen, sich dem Gedanken des

Friedens hinzugeben. Noch müssen

wir kämpfen, um zu verteidigen und

zu retten, was uns teuer ist, bis ein

ehrenvoller Ausgang des Krieges gesichert

ist …Woimmer Ihr steht, an

der Front oder in den besetzten Gebieten,

verpflichte ich Euch auf die

Gesetze unbedingten Gehorsams,

soldatischer Manneszucht und ehrenhafter,

ritterlicher Haltung. Wer

es daran hat fehlen lassen oder sich

künftighin gegen diese Gesetze vergeht,

wird unnachsichtig zur Rechenschaft

gezogen werden. Auch in

der Heimat kämpfen wir für Recht

und Freiheit, für Anstand und Sauberkeit.

Ich erwarte von Euch, dass

jeder seine Pflicht treu und tapfer

weiter erfüllt. Davon hängt das Geschick

unseres Vaterlandes, hängt

unsereund unser Kinder Zukunft ab.

Soldaten! Es geht um Bestand und

DPA

Ehre unseres Vaterlandes, umeine

wahre Gemeinschaft im eigenen

Volke und mit den Völkernder Welt.“

Einer, der gerade den obersten

Befehlshaber umgebracht hat und

nur darum jetzt oberster Befehlshaber

ist, will die Soldaten, die Hitler

einen Treueid geschworen haben,

„auf die Gesetze unbedingten

Gehorsams“ verpflichten! Damit

verlässt Witzleben sich ganz und

gar auf eben jenen autoritären

Charakter, der die Soldaten und

Deutschland gerade in die Katastrophe

geführthatte.

Witzlebens „weiter“

VonWitzleben sieht keine Katastrophe.

Die Soldaten sollen weiterkämpfen

für einen„ehrenvollen Ausgang

des Krieges“. Witzleben hatte

nichts begriffen. Dieser Krieg war

„ehrlos“ begonnen worden, ein Verbrechen

vonAnfang an. Ihnzubeenden,

wäre die einzige ehrenvolle

Handlung gewesen. Ein Attentat

reichte nicht. Mit dem Begriff der

Ehrebewegte sich der 20. Juli in eben

jener fatalen Begrifflichkeit und

Emotionsgrammatik, auf deren Ausnutzung

die Nazis –nicht nur beim

Eid auf Hitler –sich so gut verstanden.

„Ich erwarte von Euch, dass jeder

seine Pflicht treu und tapfer weiter

erfüllt.“ Dieser Satz ist die Bankrotterklärung

des deutschen Widerstands.

Das„weiter“ zeigt vonWitzlebens

völlige Uneinsichtigkeit in die Situation.

Sie zeigt aber auch deren Ausweglosigkeit.

Ein „Die Waffen nieder“

hätte sicher den Bürgerkrieg bedeutet.

Es gab im Sommer 1944 noch genügend

Deutsche, die sich als Herrenrasse

verstanden und nur darauf

warteten, dass endlich die „Wunderwaffe“

eingesetzt würde. Sie wären

nicht bereit gewesen, sich den näher

rückenden Russen –„asiatische Untermenschen“

nannten sie sie –zu

unterwerfen oder den Amerikanern,

die sie für verwöhnte Mammonanbeter

hielten.

Wir reden heute, wenn wir vom

deutschen Rassismus sprechen, viel

vomAntisemitismus.ZuRecht. Aber

man darf darüber nicht vergessen,

dass deutsche Soldaten in den Jahrenseit

1938 ein Land nach dem anderen

unterworfen hatten. Dienicht

nur von den Nationalsozialisten angestrebte

„Rache für Versailles“ hatte

geklappt. Europa wurde vom „Dritten

Reich“ beherrscht.

DasGefühl, einer Herrenrasse anzugehören,

der der Rest der Menschheit

sich zu fügen hatte, war durch

die Folge von Blitzsiegen während

der ersten Kriegsjahre gewaltig gefüttert

worden. Sie hatte zwar im

Winter 1942/43 in Stalingrad einen

erheblichen Knacks bekommen,

aber viele Deutsche hielten noch fest

an der Idee, dabei handele es sich

um einen Rückschlag, und setzten

nach wie vorauf den Endsieg. DieAttentäter

teilten diese Ansicht nicht.

Dass es keinen Endsieg mehr geben

würde,war ja das treibende Motiv für

ihrePläne zur Beseitigung Hitlers.

Aber sie mussten damit rechnen,

dass wenn sie nicht weiterkämpften,

das als Dolchstoß aufgefasst werden

würde,mit dem einer siegreichen Armee

vonderen Führernimentscheidenden

Moment der Garaus gemacht

wurde. So taten sie nicht das

moralisch einzig Vertretbare und

wiesen die Soldaten an, die Waffen

niederzulegen, sondern forderten

sie auf, weiterzukämpfen für einen

„ehrenvollen Ausgangdes Krieges“.

Bedingungslose Kapitulation

Schon auf der Konferenz von Casablanca

zu Beginn des Jahres 1943

hatten die Alliierten sich auf das

Kriegsziel einer bedingungslosen

Kapitulation Deutschlands geeinigt.

Sie würden davon nicht abrücken.

Den Fehler von 1918 wollten sie

nicht wiederholen. Deutschland

musste besetzt und radikal reformiert

werden. Wir können froh sein,

dass derPutsch vom20. Juli 1944 gescheitert

ist. Ohne die vernichtende

Niederlage Deutschlands, ohne die

brennenden Städte wäre denen, die

ganz Europa sich unterworfen hatten,

der Glaube an die eigene Herrenrassenherrlichkeit

nicht auszutreiben

gewesen. Dass sie von den

von ihnen verachteten Russen und

Amerikanernbesiegt worden waren,

brach ihren Stolz. Ohne diese Verletzung

hätten die Deutschen den Weg

ins Freie niemals gefunden.

Arno Widmann

wurde zwei Jahre nach dem

Attentat geboren.

DerWiderstand gegen den Nationalsozialismus

lässt sich in Berlin jetzt

auch per Apperkunden. Zum75.

Jahrestag des Umsturzversuchs am

20.Juli 1944 gegen Hitler haben die

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

und der Verein berlinHistoryeine

Anwendung entwickelt, mit der auf

einer Berlin-Karte die historischen

Orte nachgezeichnet werden. Dabei

kann das Wirken der Teilnehmer des

Widerstands,etwa aus dem Zirkel

um den Major Claus Schenk Graf

vonStauffenberg, dem „Kreisauer

Kreis“ oder der „Roten Kapelle“

nachverfolgt werden. DasAngebot

solle in Zukunft erweitertwerden

und eine „Landschaft des Widerstands“

in Berlin entstehen, teilten

die Gedenkstätte und der Verein berlinHistorymit.

(dpa)

Kenah Cusanit erhält

Uwe-Johnson-Förderpreis

Die ausgezeichnete Schriftstellerin Kenah

Cusanit (40)

DPA

DieBerliner Schriftstellerin Kenah

Cusanit erhält für ihren Roman „Babel“

den Uwe-Johnson-Förderpreis

2019. Dasteilten die Mecklenburgische

Literaturgesellschaft und der

Humanistische Verband Berlin-

BrandenburgamFreitag in Neubrandenburgmit.

Eine Jury habe

den Roman aus einer Vielzahl von

Debütarbeiten ausgewählt. Darin

gehe es um nicht weniger als eine

neue Bewertungdes Beitrags zur Zivilisation

vonOrient und Okzident,

hieß es in der Begründung der Jury.

In dem Buch schildertCusanit einen

TagimLeben des Grabungsleiters

RobertKoldewey,der sich 1913 in

der Nähe vonBagdad befindet. (dpa)

Morddrohung gegen

„Monitor“-Chef Restle

Wegen einer Morddrohung gegen

den Leiter desWDR-Magazins„Monitor“,

GeorgRestle,hat derWDR

Strafanzeige gestellt. Restle hatte am

11. Juli in einem Kommentar für die

„Tagesthemen“ kritisch gegen die

AfD Stellung bezogen. Er bezeichnete

die Partei als„parlamentarischen

Arm“ der Identitären Bewegung und

„rechtsextremistisch“. AfD-Chef Jörg

Meuthen beschimpfte Restle daraufhin

als„Feind der Freiheit der Meinung“

und„totalitären Schurken“.

Zumgenauen Inhalt des Drohschreibens

wurde zunächst nichts bekannt.

Auch ob derWDR Anzeige gegen Unbekannt

oder eine Person gestellt hat,

blieb unklar.Das Schreiben sei„dem

Anschein nach dem rechtsextremen

Spektrum zuzuordnen“, sagte eine

WDR-Sprecherin in Köln. (dpa)

TOP 10

Donnerstag,18. Juli

1 Tagesschau ARD 4,20 17 %

2 Barcelona-Krimi ARD 4,20 15 %

3 heute-journal ZDF 3,66 14 %

4 heute ZDF 3,28 17 %

5 The Masked Singer Pro7 3,12 12 %

6 SOKOStuttgart ZDF 2,88 18 %

7 Der Bergdoktor ZDF 2,76 10 %

8 NotrufHafenkante ZDF 2,72 12 %

9 Seen-Sucht... ZDF 2,45 11 %

10 GZSZ RTL 2,41 10 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %


32 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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Tagestipp

Goebbels’ versteckte Kameras

Den ganzenTaglang sind am Sonnabend die Führungen durch die Dauerausstellung

des Deutschen Historischen Museums zum missglückten

Attentat Stauffenbergs auf Hitler frei. Zu sehen ist hier etwa das Foto des völlig

zerstörten Besprechungsraums im„Führer-HauptquartierWolfsschanze“,

in dem die Bombe am 20. Juli 1944 explodierte.Um20Uhr wirdebenfalls bei

freiem Eintritt der Film „Geheime Reichssache“ (1979) vonJochen Bauer gezeigt.

Er beschäftigt sich mit den Prozessen vor dem „Volksgerichtshof“, gegen

die Männer,denen die Beteiligung an dem Attentat vorgeworfen wurde.

Bauer montiert Filmaufnahmen, die im Auftrag von Josef Goebbels mit versteckten

Kameras von den Angeklagten gemacht wurden. VorGericht wurden

sie von Freisler niedergeschrien. Eine befriedigende Aussteuerung des

Tons war kaum möglich. Erst die Rekonstruktion der Dokumente mit neuer

Technik machte die Aussagen der Angeklagten verständlich. Susanne Lenz

75 Jahre Attentat auf Adolf Hitler Sa, DHM, Unter den Linden,Eintritt,Führungen und Kinofrei

BÜHNE

Alexanderplatz

13.00: Internationales Straßentheater Festival –Berlin

lacht!

Berliner Kriminal Theater (& 47 99 74 88)

20.00: Passagier 23

Botanischer Garten Berlin (& 83 85 01 00)

17.00: 11. Botanische Nacht –Die Reise nach

Botania

Dock 11 (& 448 12 22)

19.00: notitleyet(La Macana)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

20.00 Heckmannhöfe: Männerschlussverkauf

GarnTheater (& 78 95 13 46)

20.30: Die Sanfte

Globe Berlin Prolog-Bühne (Open Air)

(& 54 90 51 92) 19.30: Romeo &Julia (Globe

Ensemble Berlin)

Radialsystem (& 288 78 85 88)

18.00: „I“ (Jeremy Nelson &Luis Lara Malvacías)

19.00: Plataforma Berlin: Hybris (La Quinta del Lobo)

21.00: Plataforma Berlin: Requiem for an Alcaravan

(Lukas Avendaño)

Shakespeare CompanyBerlin (& 21 75 30 35)

19.00: Wasihr wollt!

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

18.00: Faust –Schönheit, Liebe, Arbeit

20.00: Die Vögel

KABARETT/VARIETÉ

Arena Glashaus (& 533 20 30)

19.30: Caveman –Dusammeln, ich jagen! (Martin

Luding/Felix Theissen). Anm. erf.

BKA (& 202 20 07)

20.00: Fly,Edith, Fly –Vom Ballermann zum BER

(Ades Zabel &Company)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00, 21.30: Memories of Fools (Cirk La Putyka)

Distel (& 204 47 04)

20.00: Zwei Zimmer,Küche: Staat!

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

20.30: Simply The Best –Das Tina Turner Musical

(Dorothea „Coco“ Fletcher)

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Drachenherz

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

20.00: Sexy Circus –Extasya2019

StageBluemax Theater (& 018 05 44 44)

17.00, 20.30: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

19.30: The Band –Das Musical

Theater O-Tonart (& 37 44 78 12)

20.00: Der Spukpersönlich(Daniel Malheur)

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: Cabaret –Das Berlin-Musical

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Wasmachen Sie eigentlich tagsüber? (Stefan

Danziger)

KLASSIK

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (& 218 50 23)

18.00: StephanLeuthold, Orgelvesper,Werkevon

Bach, Lemare und Karg-Elert

20.00: The Berlin Orchestra, Semion Gurevitch

(Violine), Sara Gouzy (Sopran), Giorgos Fragos (Orgel),

Classic Spectacular,Vivaldi: Die Vier Jahreszeiten –

Frühling &Sommer;Mozart: Requiem, Lacrimosa,

Divertimento; Bach: Toccata &Fugeind-Moll, Air On

The G-String;Schubert: AveMaria; Händel: Largo

aus „Xerxes“; Beethoven: Symphonie Nr.5–Allegro

con brio

Anzeige

Ausstellung &Film

SONNABEND

31.07. –08.09.

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

20.00Gr. Saal: Young Euro Classic 2019: International

Tatarstan Youth Orchestra, Ltg.Mikhail Mosenkov,

Alexandra Dovgan (Klavier), Wolfgang Amadeus Mozart:

Sinfonie g-Moll; Johann Sebastian Bach: Konzert

für Klavier,Streicher und Basso continuo d-Moll; Farid

Yarullin: Musik zu dem Ballett „Schurale“, Auszüge;

Georges Bizet/Rodion Schtschedrin: „Carmen-Suite“

für Streichorchester und Schlaginstrumente

KINDER

Bürgerpark Pankow (Kreuzstr.)

14.00: Ein Fest für norwegische Literatur,ElkeRanzinger,

diverse Autoren (in der Bücherei im Bürgerpark)

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

12.00: Zirkus am Meer –Sommerferienspaß für die

ganze Familie (ab 6bis 14 J.)

Figurentheater Grashüpfer (& 536 95 15 0/ 52)

17.00: Des Kaisers neue Kleider,Andersens Koffertheater,Puppenspiel

(ab 3J.)

Freilichtbühne am Weißen See (& 24 72 78 01)

16.00: Rumpelstilzchen,Theater aus dem Wäschekorb

(ab 3J.)

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

16.00, 17.00: Puppenspiel des Dr.Faustus, Ein Faust

für Kinder

KONZERT

Badenscher Hof Jazzclub (& 861 00 80)

21.00: „Yiye“ Wilson de Oliveira&Walter Gauchel

(sax, fl) &the Reggie Moore Trio

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

20.00: Deep Purple Recycling

Lido (& 69 56 68 40)

19.00: Nahkoand Medicine for thePeople

Orania.Berlin (& 69 53 96 80)

21.30: Orania.Jazz: Declan FordeTrio feat.Paul

Santner (b), Jordan Dinsdale (dr)

PrivatClub (& 61 67 59 62)

18.00: DKL, Marshall AR.TS,Mayia, Senpais,Serendipity,Tick2Loud,

SPH MusicMasters

ufaFabrik (& 75 50 30)

19.30 Freiluftbühne: Götz Widmann, Special Guest:

Markus Sommer

Yorckschlösschen (& 215 80 70)

21.00: TooMuch Talking

Zig Zag Jazz Club (& 94 04 91)

21.15: MikeRussell’sFunky Soul Kitchen

Zimmer 16 (& 48 09 68 00)

21.00: Manou

CLUB

AstraKulturhaus (& 69 56 68 40)

23.00: Astra! Astra! Party! Hits! (Trash)

Clärchens Ballhaus (& 282 92 95)

21.00: Schwoof, Clärchen &Freunde

Gretchen (& 25 92 27 02)

23.30: Recycle –Berlin’sfinest Drum’n’Bass: Marky

&Friends, DJ Storm, Survey,N’Dee, MC GQ,MCJamie

White, Impulse Basskultur

Kulturbrauerei/Frannz (& 726 27 93 33)

21.00: radioeins: Die Schöne Party, Lamboo, Ployceebell,

Eric jr.

Lido (& 69 56 68 40)

23.00: Paranoid (Rock, Stones, Metal)

Tresor Club (Köpenicker Str.70)

23.59: Tresor.Klubnacht, Daniele Paduano (live), Delta

Funktionen, Eric Cloutier,Lenson

BALLROOM

Tanzpavillon im Monbijoupark (Monbijoustr.3)

17.00: Squaredance

20.00: Schwoof, Antoine

ESTREL BERLIN . STARS-IN-CONCERT.DE

TICKETS: 030 6831 6831

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 8838551) Yesterday14.45, 17.30,

20.15

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Made in China Sa 16.00,

18.15,20.30,So15.00,17.15;Der Klavierspieler vomGare

du Nord –Aubout des doigts (OmU) So 12.40; La Comedie-

Francaise: Lucrezia Borgia (OmU) So 19.30

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) Yesterday15.00, 17.45,

20.30; Apocalypse Now–Final Cut (OmU) So 11.15

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) All My Loving –Eine Geschichte

von drei Geschwistern 14.15; Apocalypse Now –

Final Cut (OmU) 16.50, 20.40; Van Gogh: An der Schwelle

zur Ewigkeit So 11.45; Der König der Löwen –The Lion King

(OF) 15.00, 17.45, 20.30, Sa a. 22.15, So a. 12.15; Ein

Becken voller Männer 14.00; Unsere große kleine Farm

16.30, So a. 11.15; Rocketman (OmU) 18.40; The Dead

Don‘t Die (OmU) 21.15; Das Ende der Wahrheit So 11.30;

Made in China –Made in China (OmU) 13.45, 18.10; Geheimnis

eines Lebens –Red Joan (OmU) 15.45; Burning

20.15; Stan &Ollie (OmU) So 11.30; TelAviv On Fire 15.20,

17.40, Sa a. 20.00; Mid90s (OmU) So 13.20; Made in China

So 20.30; Yesterday (OF) 15.30, 18.15, 21.00, So a.

13.00; Yoga:Die Kraft des Lebens So 11.00; TheyShall Not

Grow Old (OmU) 14.00, 19.00; Messer im Herz –Uncouteau

dans le coeur (OmU) 21.15; Kursk (OmU) So 11.30

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) Eine moralische Entscheidung15.00;

Ausgeflogen 17.00, 20.30; Unsere große kleine

Farm –The Biggest Little Farm (OmU) 18.45; The Dead Don‘t

Die (OmU) Sa 22.15; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer

15.00; Kursk Sa 17.30, So 20.00; Traumfabrik Sa

20.00, So 17.30; The Texas ChainsawMassacre: Blutgericht

in Texas (OmU) Sa 22.15

Kant Kino (✆ 319 98 66) 3D: Der König der Löwen 13.30,

16.15, 19.00, Sa a. 21.45; Pets II 14.00, 16.00; Geheimnis

eines Lebens 14.15, 18.00, 20.30; Kroos 18.30; Jussi Adler-Olsen:

Verachtung 21.00; TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 13.50; Rocketman 16.00, 20.30;Rebellinnen: Leg‘

dich nicht mit ihnen an! 16.30, 18.30; Kleiner Aladin und

der Zauberteppich 13.50; Der Klavierspieler vom Gare du

Nord 15.40, 20.00; Nur eine Frau 18.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) 3D: Der König der Löwen

14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 11.45; 3D: Spider-Man: Far

From Home 22.50; Apollo 11 (OmU) So 12.15; Der König

der Löwen 12.15, 15.00, 17.45; 3D: Spider-Man: FarFrom

Home 20.40; Spider-Man: Far From Home 11.45, 14.30;

Der König der Löwen –The Lion King (OF) 17.30; Der König

der Löwen 20.30; Anna 23.15; Pets II 12.00, 14.30; 3D:

Spider-Man: FarFrom Home 16.50; Annabelle III Sa 23.20;

Traumfabrik So 19.45; 3D: Der König der Löwen So 22.45;

Apollo 11(OmU) Sa 12.30; Aladdin 14.40; 3D: Pets II

17.40; 3D: Aladdin 19.50; 3D: Der König der Löwen Sa

22.45, So 11.45; Annabelle III So22.50; Kroos 12.00,

14.50; Anna 17.30, 20.15; John Wick: Kapitel III 23.00;

Pets II Sa 11.15, 19.15, So 11.10, 18.30; Traumfabrik Sa

13.20, 16.20, So 15.40; Annabelle III Sa 21.30, So 20.40;

Rocketman So 13.10; Aladdin So 23.10

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) Willkommen im Wunder

Park Sa 11.00, So 12.30; Royal Corgi: Der Liebling der

Queen Sa 12.30; Drachenzähmen leicht gemacht 3:Die

geheime Welt Sa 14.00; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

16.00; Yoga:Die Kraft des Lebens –Debout (OmU) Sa

17.30; Free Solo (OmU) 19.00; The Dead Don‘t Die (OmU)

20.45; Der Goldene Handschuh Sa 22.30; Nur eine Frau So

11.00; 3D: Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime

Welt So 14.00; Berlin Bouncer (OmenglU) So 17.30; Border

–Gräns (OmU) So 22.30; Mister Link: Ein fellig verrücktes

Abenteuer 11.00; Die Wiese –Ein Paradies nebenan Sa

12.45; Blown Away –Music, Miles and Magic (OmU) Sa

14.15; Edie –Für Träume ist es nie zu spät Sa 16.15; Eine

moralische Entscheidung –Bedoone tarikh, bedoone emza

(OmU) 18.00; Unsere große kleine Farm –The BiggestLittle

Farm (OmU) 19.45; Rocketman (OmU) 21.15; Electric Girl

Sa 23.15; Nur eine Frau So 12.45; Tolkien So 14.15; Edie

–Für Träume ist es nie zu spät (OmU) So 16.15; Beach Bum

(OF) So 23.15; Macht das alles einen Sinn? –Und wenn ja

–warum dauert essolange? Sa 11.00; Nur eine Frau Sa

12.45; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 14.15; 3D: Spider-Man:

Far From Home Sa 16.00; Tolkien (OmU) Sa

18.15; Apocalypse Now –Final Cut (OmU) Sa 20.15, So

11.00; Der Goldene Handschuh Sa 23.15; Spider-Man: Far

From Home So 16.00; VanGogh: An der Schwelle zur Ewigkeit

–AtEternity‘s Gate (OmU) So 18.15; Spider-Man: Far

From Home (OF) So 20.15; Burning –Beoning (OmenglU)

So 22.30

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Die Wiese –Ein Paradies

nebenan 12.00; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

13.45; Maquia: Eine unsterbliche Liebesgeschichte –Sayonara

no asa ni yakusoku no hana okazaro (OmU) Sa 15.45;

Zwischen den Zeilen –Doubles vies (OmU) 18.00; The Dead

Don‘t Die (OmU) 20.00; Rocketman (OmU) 22.00; Maquia:

Eine unsterbliche Liebesgeschichte –Sayonara noasa ni

yakusoku no hana okazaro So 15.45; Der Funktionär

12.15; Erde (OmU) 13.45; Push –Für das Grundrecht auf

Wohnen (OmU) 16.00; Campus Galli –Das Mittelalter-Experiment

17.45; Free Solo (OmU) 19.30; The Artist &The

Pervert(OmU) Sa 21.30; Familie Brasch So 21.30

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz 3D: Der König der Löwen

11.00, 12.00, 15.00, 17.00, 20.00, 23.00; Yesterday

11.15, 14.00, 16.45, 19.45, 22.40; Ein Becken voller Männer

Sa 11.20, So 11.00; Der König der Löwen –The Lion

King (OF) 11.20, 14.15; Aladdin 14.20, Sa a. 11.20, 16.30,

19.50, So a. 16.05; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

11.30; Kleiner Aladin und der Zauberteppich 11.30; Dancing

Queens 11.30; Geheimnis eines Lebens 11.40; Der

Königder Löwen11.40, 14.00, 14.30, 22.00, Sa a. 16.15,

19.10, So a. 16.25, 19.15; Pets II 17.45, Saa.11.45,

14.00, So a. 12.00, 14.10; Unsere große kleine Farm

12.10; 3D: Pets II 12.30, 14.45, 17.00, 19.20; Traumfabrik

Sa 13.45; Spider-Man: Far From Home 13.45, 16.50,

19.40; Men in Black: 13.45; Made in China 17.15, 20.30,

Sa a. 14.10, So a. 13.50; Godzilla2–King of the Monsters

14.10; Kroos 16.45, Sa a. 14.30, So a. 13.45; 3D: Der

König der Löwen –The Lion King (OF) Sa 16.30, 19.30, So

16.45, 19.40; 3D: Spider-Man: FarFrom Home (OF) 17.10;

Drei Schritte zu Dir 17.15; X-Men: Dark Phoenix 17.30; IMAX

3D: Der König der Löwen 17.30, 20.20, 23.10; John Wick:

Kapitel III Sa 19.30, 22.30, So23.00; Annabelle III Sa

19.45, 22.20, So 22.30; 3D: Spider-Man: Far From Home

20.00, 23.00; Anna 20.10, 23.00; Child‘s Play 20.15,

22.40; Yesterday (OF) 21.50; Jussi Adler-Olsen: Verachtung

22.30; Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich

22.40; 3D: Men in Black: 22.45, So a. 19.50; Kursk 22.50;

Ardaas Karaan So 11.00; Rocketman So 14.30; Avengers:

Endgame So 19.10; Apollo 11 (OmU) So 20.00

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Berlin Bouncer (OmU)

16.00; #Female Pleasure (OmU) 18.00; Tel Aviv On Fire

(OmU) 20.00; OBeautiful Night Sa 22.00; OBeautiful Night

(OmenglU; Black Neon Edition) Sa 23.45; The Dead Don‘t

Die (OmU) So 22.00; Kaviar 16.00; Lord of the Toys 18.00;

Messer im Herz –Uncouteau dans le coeur (OmU) 20.00;

Liebesfilm Sa 22.00; Berlin Bouncer (OmU) Sa 23.45; Das

melancholische Mädchen So 22.00

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 02 00) Spider-Man: Far From

Home 11.00, 14.00, 17.00; Pets II 11.10, 13.40, 16.40,

19.50; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.15; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.20; Der König der Löwen

11.20, 14.00, 16.50, 19.45; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

11.40; 3D: Der König der Löwen 11.50, 14.30,

17.20, 20.15, Sa a. 22.40; Aladdin 13.45, 16.50; Traumfabrik

14.00; 3D: Pets II 14.20, 17.10; Drei Schritte zu Dir

17.00; 3D: Spider-Man: FarFrom Home 19.30, Sa a. 23.00;

Anna 20.00, Sa a. 23.00; Child‘s Play 20.10, Sa a. 22.45;

Annabelle III 20.10, Sa a. 22.30; John Wick: Kapitel III Sa

22.30; Godzilla 2–King of the Monsters Sa 22.50

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Aladdin 12.40; Ein Becken voller

Männer Sa 14.50, So 20.10; Royal Corgi: Der Liebling der

Queen Sa 17.00, So 16.25; Kaviar Sa 18.30, So 14.50;

Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa

20.15, So 17.55

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 11.50; Der König der Löwen 11.50, 14.45,

16.30, 18.15, 19.30; Aladdin 11.50, 14.20; 3D: Pets II

12.00, 17.10; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 12.10;

Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist zurück 12.15; Kleiner

Aladin undder Zauberteppich 12.20, 14.30; 3D: Der König

der Löwen 12.30, 14.15, 15.20, 17.15, 20.15, Sa a. 22.40;

Pets II 12.40, 15.00, 17.30, 19.40; 3D: Spider-Man: Far

From Home 14.15, 17.20; Drei Schritte zu Dir 14.20; Bailey:

Ein Hund kehrt zurück 14.40; Anna 16.50, 20.00, Sa a.

22.50; Spider-Man: Far From Home 17.00, 19.45, Sa a.

22.00; Child‘s Play 17.10, 19.30, Sa a. 23.00; John Wick:

Kapitel III 20.10, Sa a. 22.00; Annabelle III 20.20, Sa a.

23.00; Avengers: Endgame Sa 21.15; Men in Black: Sa

22.30; Rocketman Sa 22.45

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Yesterday (OmU) 17.10, 19.50,

22.30; B TheDead Don‘t Die (OmU) 17.00, 19.20, 21.40

fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Burning –Beoning

(OmU) 15.15; Erde (OmU) 18.00; Das melancholische

Mädchen 18.00, 21.15; Dene wos guet geit (OmU) 19.45;

Nuestro tiempo –Our Time (OmU) 20.15, So a. 14.30

Moviemento (✆ 692 47 85) Made inChina Sa11.00,

15.30, 19.30; Made in China (OmU) Sa 17.30, 21.30; Cold

War: DerBreitengrad der Liebe –Zimna wojna (OmenglU) Sa

23.30; Pets II So 10.30, 12.30, 14.30, 16.30; Unsere große

kleine Farm –The Biggest Little Farm (OmU) So 18.30; Tel

Aviv On Fire (OmU) So 20.30; Pets II Sa 10.30, 12.30,

14.30, 16.30, 18.30; TelAviv OnFire (OmU) Sa 20.30;

Roads (OmenglU) Sa22.45; Made in China (OmU) So

13.30, 17.30, 21.30; Made in China So 15.30, 19.30; Die

Winzlinge: Abenteuer in der Karibik 10.15; Alfons Zitterbacke

–Das Chaos ist zurück 12.30; Checker Tobi und das Geheimnis

unseres Planeten 14.45; TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 16.45; Unsere große kleine Farm –The Biggest

Little Farm (OmU) Sa 19.00; High Life (OmU) 21.15; Climax

(OmU) Sa 23.45; Inna de Yard –The Soul of Jamaica (OmU)

So 19.00

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) Nico, 1988 (OmU) Sa

20.30; Thank YouFor the Rain (OmU) So 20.30

KINO

Lola forever

Claus Löser über den unverwüstlichen

Berliner Underground-Filmer Lothar Lambert,

der am Mittwoch seinen 75. Geburtstag feiert.

Lothar Lambert macht seit fast 50 Jahren

Filme.Nie wirdsein Name in Zusammenhang

mit den großen Strömungen der Kinematografie

genannt –völlig zu Recht. Er

hat weder Meister noch Schüler. Lambert war immer

Lambert und wird esauch bleiben. Seine ersten

Gehversuche waren keine Vorbereitungen für

„richtige Filme“. (Obwohl es im Umkehrschluss

ausgesprochen schade ist, dass er nie z.B. einen

„Tatort“ oder einen großen Spielfilm inszeniert

hat.) Nie war er damit beschäftigt, eine Laufbahn

im herkömmlichen Sinne einzuschlagen, um nach

einem langen Gang durch

Institutionen oder Sender

am großen Tisch der Geldvergabe

ganz vorn zu sitzen.

Strategisches Denken

war ihm völlig fremd. Eigentlich

ist er immer im

Stadium eines Jungfilmers

steckengeblieben: beseelt

vom Kinderglück, was mit

einer Kamera, ein paar

Freunden und wenig Geld

alles auf die Beine gestellt

werden kann. Durch nichts

zu ersetzen: dieser verrückte

Moment, wenn zum

ersten Mal etwas über die

Leinwand flackert, was mit

einem selbst zu tun hat,

sich im Augenblick des öffentlich

Werdens aber doch

abtrennt und ein unberechenbares

Eigenleben entwickelt!

In den 70ernwurde

Lambert mit Werken wie

„Ex und hopp“ (1972),

„Faux pas de Deux“ (1976)

oder „Tiergarten“ (1979) berühmt. Sein anarchischer

Gestus traf den Nerv der Zeit. Es ging und

geht in seinen Filmen stets um verkorkste Beziehungen,

inkompatible Erwartungshaltungen und

tragisch verlaufende Handlungskurzschlüsse. Die

„Helden“ dieser lose aufgefädelten, oft während

der Dreharbeiten weitergesponnenen Handlungen

waren Neurotiker oder Psychopathen beiderlei Geschlechts,

amBesten irgendwo dazwischen. 1974

schien er mit „1 Berlin Harlem“ den Anschluss an

die Erfolgsrezepte des „Neuen Deutschen Films“

gefunden zu haben. Die Geschichte um einen

schwarzen Ex-GI, der sich durch die erstarrte

Frontstadt schlägt und vergeblich nach Anteilnahme

und Wärme sucht, entstand u. a. unter Mitwirkung

von Rainer Werner Fassbinder, Brigitte

Mira,Ingrid Caven, Günther Kaufmann undEvelyn

Künecke. Danach hätte eigentlich nichts mehr

schiefgehen können. Doch Lothar Lambert

machte einfach weiter mit dem, was ihn interessierte.

Filme zu machen, war ihm stets ein Experiment

mit ungewissem Ausgang. Deshalb ließ er

sich nicht davon beeindrucken, dass irgendwann

keine langen Schlangen mehr vorden Kassen standen

und überhaupt die Idee eines „anderen Kinos“

als verkaufsträchtige Marke begraben zu sein

schien. Washatte er auch mit Modenzutun?

In denmeisten seiner Filme geht es ums Scheitern.

Im 1981 gestarteten „Fucking City“ steuern

DAS FLIEGENDE AUGE

Eigentlich ist er immer im Stadium eines Jungfilmerssteckengeblieben:

Lothar Lambert. PRIVAT

Sputnik (✆ 694 11 47) Mister Link 15.00; Die Mission der

Lifeline (OmenglU) Sa16.45; Unsere große kleine Farm

(OmU) Sa 18.15;Geheimnis eines Lebens (OmU) Sa 20.00;

Rocketman (OmU) Sa 22.00; Der Jungemuss an die frische

Luft So 16.45; Wo ist Kyra? So 18.30; Geheimnis eines

Lebens (DF) So20.15; OBeautiful Night (OmenglU) So

22.00; Mirai 15.00; Kaviar (OmU) Sa 16.45; Roads (OmU)

Sa 18.30; My Days of Mercy (OmU) Sa 20.30, So 18.30;

B-Movie(OmenglU) 22.30;Unsere große kleine Farm (OmU)

So 16.45; Rocketman (OmU) So 20.15; Kinobar im Sputnik

Electric GirlSa21.00; HappyLamento (OmU) So 21.00

Yorck (✆ 78 91 32 40) Pets II 13.45, 15.45; Yesterday

17.45, 20.30; New TelAviv On Fire 14.45, 19.00; Made in

China 17.00, 21.15; Kleiner Aladin So 13.00

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 538 9590) Pets II 14.00, 16.00,

18.00, So a. 10.00, 12.00; Der König der Löwen 14.15,

17.00, 19.45, So a. 12.15; Yesterday 17.15, 20.00, Sa a.

14.45; Spider-Man: Far From Home Sa 14.45, So 17.30;

3D: Der König der Löwen 15.00, 17.45, 20.30; Anna 20.30,

Sa a. 17.30; 3D: Spider-Man: FarFrom Home 20.15; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu So 10.00; Kleiner Aladin und

der Zauberteppich So 10.00, 12.00; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang So 10.15; Rocca verändert die Welt So

10.15; Drei Schritte zu Dir So12.30; Alfons Zitterbacke –

Das Chaos ist zurück So 12.30; Traumfabrik So 14.45;Kroos

So 14.45

UnionFilmtheater (✆ 65 01 31 41) Drei Schritte zu Dir Sa

13.15; Unsere große kleine Farm Sa 13.30; Pets IISa

15.45, 18.00, So 13.00, 15.15, 17.30; Made in China Sa

15.45, 20.30, So 13.00, 17.45; Traumfabrik Sa 17.45, So

15.00, 19.45; The Dead Don‘t Die Sa 20.15, 22.30, So

19.45; Free Solo Sa 22.45; Einfach Tanzen –Die Choreografin

Henrietta HornSa23.00

sämtliche beteiligten Figuren zielsicher auf Katastrophen

zu. Wasals hilflose Suche nach Nähe beginnt,

schlägt in blindwütigen Hedonismus um

und mündet in Gewalt und sogar Tod. Diese letztlich

autoaggressiven Szenen zweier Ehen wurden

nach der Berlinale-Premierevon derBasler Zeitung

mit Ingmar Bergman verglichen, der Lambert gegenüber

aber „geradezu harmlos“ wirke. Dank des

von der Bundesregierung initiierten „Programms

zur Rettung des Filmerbes“ konnte „Fucking City“

jüngst restauriert und digitalisiert werden. Jetzt

wird der Film aus Anlass des runden Geburtstages

durch die Deutsche Kinemathek

wiederaufgeführt.

Parallel dazu startet Lamberts

49. Arbeit namens

„Oben rum, unten rum.“

Die Kompilation bildet in

elf Kapiteln eine Art dokumentarische

Coda des

schillernden Oeuvres. Mit

von der Partie sind enge

Mitstreiterinnen wie Frank

Schoppmeier vom Kleinen

Kinomuseum in Kreuzberg

(„Der letzte West-Berliner“),

Drag-Queen Stefan

Stricker alias Juwelia, der

2012 verstorbene Filmemacher

Carl Andersen („Meine

wunderbareWien-Connection“)oder

Erika Rabau, die

nicht nur wegen ihrer auffälligen

Erscheinung inErinnerung

bleibende Berlinale-Fotografin.

Nicht alle

seiner Filme sind von gleicher

Intensität. Seine Improvisationsmethode

schafft mitunter merkwürdige Lücken undRedundanzen.

Undseine Vorliebefür musikalische Trivialkultur

kann anstrengend werden. Doch diese Imperfektion

gehörtebenauchzujedemechtenLambert

dazu.Lernenlässt sich ausallen diesen Filmen

viel:zum Beispiel über diehermetische Situation in

West-Berlin oder über die sich wandelnde Sozialgeschichte.

Vor allem aber über die nicht enden

wollende Glückssuche der Gattung Mensch. Denn

obwohl es oftumMordund Totschlag oder um alle

möglichen Spielarten sexueller Obsession geht, so

stellen sich diese Werke doch als menschlich-mitfühlende

Bestandsaufnahmen heraus. Lothar

Lamberthat in fast fünf Dekadennicht weniger als

eine grob unterschätzte und deshalb noch zu entdeckende,filmische

Conditio humana geschaffen.

Lothar Lambert wird am 24.Juli75Jahre alt. DieDeutsche Kinemathek

zeigt am 29.Juli um 19 Uhrseinenrestaurierten Klassiker „Fucking

City“.Am 25.Juli hatimBrotfabrikKino„Oben rum, untenrum“

Premiere.ZubeidenVeranstaltungen wird derJubilar anwesend sein.

Einige seinerälteren Arbeiten werden anschließendebenfallsinder

Brotfabrikwiederaufgeführt.

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

MARZAHN

UCI Kinowelt am Eastgate (✆ 93 03 02 60) Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.30; 3D: Der König der Löwen

11.30, 14.30, 15.00, 17.00, 17.30, 20.00, 20.30, Sa a.

23.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.45; Royal

Corgi: Der Liebling der Queen 11.45; Pets II 12.00, 14.15,

18.00; Kleiner Aladin und der Zauberteppich 12.00; Der

König der Löwen 12.00, 14.00, 16.30, 19.30; Aladdin

13.50, 16.45, 19.50; Spider-Man: Far From Home 14.00,

17.00; Men inBlack: 14.00; Drei Schritte zu Dir 14.15,

17.00; Traumfabrik 16.45; 3D: Pets II Sa 19.45; Anna

20.00, Sa a. 22.45; 3D: Spider-Man: FarFrom Home 20.10,

Sa a. 23.05; Annabelle III 20.15, Sa a. 22.45; X-Men: Dark

Phoenix Sa 22.30; 3D: Men in Black: Sa 22.45; John Wick:

Kapitel III Sa 23.00; 3D: Der König der Löwen –The Lion King

(OF) So 20.00

MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98)Der kleine Drache Kokosnuss –Auf

in den Dschungel! 15.00; Die Wiese –Ein Paradies nebenan

16.45; Liebesfilm (OmenglU) Sa 18.45, So 20.45; Ausgeflogen

Sa 20.45; All My Loving –Eine Geschichte von drei

Geschwistern So18.30; Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist

zurück Sa 16.00; Kleine Germanen (OmenglU) Sa 17.45;

Kaviar Sa 19.30, So 21.30; Electric Girl (OmenglU) Sa

21.15; Urfin: Der Zauberer von OzSo16.00; Mirai: Das

Mädchen aus der Zukunft So 17.45; Ausgeflogen So 19.45

Babylon (✆ 242 59 69) IndoGerman Filmweek: Main Hoon

Na –Ich bin immer für dich da! (neu digitalisierte Fassung)

Sa 14.00, So 16.45; IndoGerman Filmweek: Bharat

(OmenglU) Sa 15.00; IndoGerman Filmweek: The Gold-Laden

Sheep and the Sacred Mountain (OmenglU) Sa 16.00,

So 20.30; IndoGerman Filmweek: Om Shanti Om (neu digitalisierte

Fassung) Sa 17.15, So 20.00; IndoGerman Filmweek:

Krrish III Sa 17.45;


IndoGerman Filmweek: Once Again –Eine Liebe in Mumbai

Sa 18.00; IndoGerman Filmweek: Buddha.mov (OmenglU)

Sa 20.00; IndoGerman Filmweek: Premiere: Nirmal Anand

ki Puppy (OmenglU; m. Gast) Sa20.30; IndoGerman Filmweek:

Dil se –Von ganzem Herzen (neu digitalisierte Fassung)

Sa 20.30, So 13.30; Back to Maracana (OmenglU)

Sa 21.30; IndoGerman Filmweek: Article 15 (OmenglU) Sa

22.45; IndoGerman Filmweek: Mere Pyare Prime Minister

(OmenglU) Sa 23.15; Stummfilm um Mitternacht: Shooting

Stars (OV; m. Live-Musikbegleitung) Sa 23.59; IndoGerman

Filmweek: Mukti bhawan –Hotel Salvation So 14.00; Indo-

German Filmweek: Buried Seeds (OF) So 14.30; CinemAperitivo:

SchlachtumAlgier –Labattaglia di Algieri (OmenglU;

m. Gespräch) So16.00; IndoGerman Filmweek: The Last

Color (OmenglU) So 16.15; IndoGerman Filmweek: Anandi

Gopa (OmenglU) So 18.00; IndoGerman Filmweek: Virus

(OmenglU)So20.15

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Yesterday

(OmU) 10.00, 12.30, 15.00, 17.30, 20.00, 22.30; Der

kleine Maulwurf (1963-1975) 10.15; Rocketman (OmU)

11.30, 21.45; Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist zurück

14.00; Made in China (OmU)16.00, 17.45, 19.45

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) 3D: Pets II 11.00,

13.15, 15.30; Kleiner Aladin und der Zauberteppich 11.00;

Der König der Löwen 11.00, 13.10, 16.10, 19.10, 22.20;

Traumfabrik Sa 11.10; Spider-Man: Far From Home 11.30,

Sa a. 14.30, So a. 14.00; Rocketman Sa11.45; Pets II

12.00, 14.20, 17.15, 19.40; 3D: Der König der Löwen

12.00, 14.00, 15.00, 17.00,18.00, 20.00, 23.10; TKKG –

Jede Legende hat ihren Anfang 12.15; Aladdin Sa 14.00, So

11.10; Yesterday14.30, 17.30, 20.30; Kroos Sa 14.50, So

17.30; 3D: Spider-Man: Far From Home 16.40, 19.45,

22.50; 3D: Aladdin 17.00; Drei Schritte zu Dir Sa 17.30, So

14.50; Annabelle III 17.50, Saa.20.20, 23.00, Soa.

23.15; Anna 20.00, 23.00; Child‘s Play 20.15, 22.45; 3D:

Avengers: Endgame Sa 21.00; 3D: X-Men: Dark Phoenix Sa

22.00; John Wick: Kapitel III 23.15, So a. 20.15; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu So 11.50; Avengers: Endgame So

21.00; 3D: Men in Black: So 22.00

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) Inna de Yard –The Soul of

Jamaica (OmU) 15.00; Unsere große kleine Farm –The Biggest

Little Farm (OmU) 17.15,Soa.13.00; Das melancholische

Mädchen (OmenglU) 19.15, So a. 11.00; AStar Is

Born (OmU) Sa 21.15; Spider-Man: ANew Universe –Spider-Man:

Into The Spider-Verse (OF) So 21.15; Berlin Babylon

(Omdt+englU) 15.00, So a. 11.00;Ausgeflogen –Mon

bebe (OmU) 17.00, 19.00, So a. 13.00; Nuestro tiempo –

Our Time (OmU) 21.00; Nonna Mia! –Metti la nonna in

freezer (OmU) 15.00, So a. 10.45; TelAviv On Fire (OmU)

17.15, 19.30,Soa.12.45; Das melancholische Mädchen

(OmenglU) 21.45; The Dead Don‘t Die (OmU) 14.45, 19.30,

So a. 10.15; Ein Becken voller Männer –Legrand bain

(OmU) 17.00,21.45, So a. 12.15; Burning (OmU) 14.00,

21.00, So a. 11.00; Rebellinnen: Leg‘ dich nicht mit ihnen

an! –Rebelles (OmU) 17.00, 19.00

International (✆ 24 75 60 11) Yesterday (OmU) 16.20,

19.00, 21.40; Apocalypse Now–FinalCut (OmU) So 12.30

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Geheime Reichssache Sa

20.00; Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel So 19.00

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) Willkommen

im Wunder Park 12.00; Spider-Man: Far From

Home 12.00, 14.00, 17.00, 20.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 12.00, 14.40; Pets II 12.00, 14.10, 16.40,

19.00; Kleiner Aladin und der Zauberteppich 12.00, 14.45;

Der König der Löwen –The Lion King (OF) 12.00, 17.10,

20.15; Der König der Löwen 12.00, 13.00, 14.50, 16.00,

19.30, Sa a. 22.30; Aladdin 12.00, 14.15, 16.50; 3D: Der

König der Löwen 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 22.55; TKKG

–Jede Legende hat ihren Anfang 14.55; Anna 17.10, 20.00,

Sa a. 22.50; Drei Schritte zu Dir 17.20; Annabelle III 19.45,

Sa a. 17.45, 23.05; Spider-Man: Far From Home (OF)

20.00; Hollywoodtürke Sa20.20; Child‘s Play 20.50, Sa a.

23.00; John Wick: Kapitel III Sa 22.30; Anna –Anna (OF) Sa

22.55; Child‘s Play (OF) Sa 23.05; Apollo 11 (OmU) So

17.45

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Aladdin (OmU) Sa 13.40, So

12.00; Erde (OmU) Sa 16.00, So 18.15; Apollo 11 (OmU)

Sa 18.10, 23.50, So 14.20, 20.20; Kursk (OmU) Sa 19.50,

So 22.00; TelAviv On Fire (OmU) Sa 22.00, So 16.00

NeuesOff (✆ 62 70 95 50) The Dead Don‘t Die (OF) 18.00;

Apocalypse Now–Final Cut (OmU) 20.30, So a. 14.30

Passage (✆ 68 23 70 18) Unsere große kleine Farm 16.00;

Yesterday (OmU) 18.00, 20.40; The Dead Don‘t Die (OmU)

18.15, 20.45; Nur eine Frau 16.00, 19.00; Rocketman –

Rocketman (OmU) 16.30, 21.15

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Der König der Löwen –The Lion

King (OF) 14.45, 16.00, 17.30, 20.15, 21.40; Spider-Man:

FarFrom Home (OF) 14.50, 17.40, So a. 20.30; TheyShall

Not Grow Old (OmU) 14.45, 18.45; Burning –Beoning

(OmenglU) 21.00; Burning –Beoning (OmU) 17.00; Yesterday

(OF) 20.00; Creepy Crypt: Sneak Preview (OF) Sa

22.30; Geheimnis eines Lebens –Red Joan (OmU) 14.40;

Kursk (OmU) 17.00; TelAviv On Fire (OmU) 19.30, So a.

22.30

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.35; Der König der Löwen 11.40,

14.30, 17.30, 20.15; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

11.55; 3D: Der König der Löwen 11.55, 14.00, 14.45,

17.00, 20.00, Saa.19.50, 23.00; Pets II 12.00, 14.20,

17.40; Spider-Man: FarFrom Home 13.45; 3D: Spider-Man:

FarFrom Home16.40, 19.40, Sa a. 22.40;Yesterday17.15,

20.10; Annabelle III 20.30, Sa a. 22.45; John Wick: Kapitel

III Sa 22.55; Traumfabrik So 19.50

Wolf (✆ 921 03 93 33) Apocalypse Now–FinalCut (OmU)

12.00; OBeautiful Night (OmenglU) Sa 12.10; Tonari no

Totoro –Mein Nachbar Totoro Sa 14.20; Mo &Friese unterwegs

16.00; High Life (OmU) Sa 16.10, So 12.00; Unsere

große kleine Farm (OmenglU) 17.00; Erde (OmU) Sa 18.50;

Reimon (OmenglU) Sa 19.00; Phoebe Killdeer &Ole Wulfers

vs: Vier Leben –Lequattro volte (OmU) Sa 20.00; Burning

–Beoning (OmU) Sa 20.40, So 21.10; Dene wos guet geit

Sa 21.10, So 17.10; Das melancholische Mädchen

(OmenglU) Sa 23.00, So 15.30, 21.00; Messer im Herz –Un

couteau dans le coeur (OmU) Sa 23.20, So 19.00; WirKinder

aus Bullerbü So 14.20; Una ciudad de provincia

(OmenglU) So 19.00

PANKOW

Blauer SternPankow (✆ 47 61 18 98) 3D: Der König der

Löwen 13.30, 16.15, 19.00, Sa a. 21.40; Pets II 14.00,

16.00; Yesterday18.00, 20.40

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Der König der Löwen13.20,

14.40, 16.00, 17.20, 20.00; Kleiner Aladin und

der Zauberteppich 14.00; Made in China 15.45, 18.40;

Apocalypse Now –Final Cut (OmU) 20.45; Rocketman

(OmU) 17.45; Burning 20.20; Geheimnis eines Lebens

(OmU) 16.40; TelAviv On Fire 19.00; The Dead Don‘t Die

(OmU) 21.10; Pets II 13.45, 15.45; Yesterday14.15, 17.45,

20.30

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) TKKG –

Jede Legende hat ihren Anfang Sa 11.30, So 11.40; Royal

Corgi: Der Liebling der Queen Sa 11.30; Pets II 11.30,

14.45, 17.15; Dumbo Sa 11.30; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu Sa 11.50, So 11.30; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

Sa 12.00, So 11.40; Der König der Löwen 12.00,

13.45, 16.45,19.45, 22.45; Mister Link: Ein fellig verrücktes

Abenteuer Sa 12.15; Spider-Man: Far From Home

13.45, 17.00, 19.30, 22.30; Tolkien Sa 14.00; Made in

China 19.30, Sa a. 14.00, So a. 14.15, 17.15; Der König

der Löwen –The Lion King (OmU) 14.00, 17.00, 20.00,

22.30, So a. 11.45; Yesterday 16.45, 20.00, Sa a. 14.20;

Unsere große kleine Farm –The Biggest Little Farm (OmU)

14.30; Kursk Sa16.15; Geheimnis eines Lebens 16.30;

Rocketman (OmU) 16.45; Ein Becken voller Männer Sa

19.00, So 19.30; Ausgeflogen 19.00; Aladdin (OmU)

19.30; Avengers: Endgame (OmU) 21.15; The Dead Don‘t

Die (OmU) 21.45; Burning –Beoning (OmU) Sa 21.50, So

22.15; Yesterday(OmU) 22.45; Rebellinnen: Leg‘ dich nicht

mit ihnen an! –Rebelles (OmU) 23.00

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Erde (OmU) Sa 18.00; Der letzte

Jude vonDrohobytsch (OmU) Sa 20.00, So 17.30; Kaviar

(OmU) Sa 21.45, So 21.00; Kino Wien Film (teilw.OmU) So

19.15

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Der Himmel über Berlin

(OmenglU) Sa 16.15; Das melancholische Mädchen

(OmenglU) Sa 18.30, So 18.00; High Life (OmU) Sa 20.00,

So 21.45; Messer im Herz –Uncouteau dans lecoeur

(OmU) Sa 22.15; Casablanca (OmU) Sa 23.59; Herr Zwilling

und Frau Zuckermann So 14.45; Rote Räte- Die bayrische

Revolution aus der Sicht vonAugenzeugen So 17.00;

Sneak PreviewSo19.30

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) 3D: Der König

der Löwen 12.00, 14.30, 17.00, 20.00, 23.00; Unsere große

kleine Farm 12.10; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang

12.10; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.10, 14.35;

Pets II 12.10, 15.00, Sa a. 17.15, 19.45; Der König der

Löwen 12.10, 14.15, 17.25, 20.10; Rebellinnen: Leg‘ dich

nicht mit ihnen an! 12.15; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

12.15; Der kleine Drache Kokosnuss –Auf in den

Dschungel! 12.15; Spider-Man: FarFrom Home 14.20; Drei

Schritte zu Dir 14.20, 17.05; Aladdin 14.20, 17.15; Traumfabrik

14.25; Yesterday14.30, 17.10, 20.00; Made in China

15.00, 17.15, 19.40; Ein Becken voller Männer 17.05; 3D:

Spider-Man: Far From Home 17.10, 20.05, 22.45; Rocketman

17.15, So a. 19.45; 3D: Men in Black: Sa 19.45; Anna

19.50, 22.40; Child‘s Play 20.05, 23.00; Annabelle III

20.05, 22.45; X-Men: Dark Phoenix 22.30; Long Shot –Unwahrscheinlich,

aber nicht unmöglich 22.30; John Wick:

Kapitel III 22.35; The Dead Don‘t Die Sa 22.50; 3D: Pets II

So 17.15; Apollo 11 (OmU) So 20.00; Kursk So 22.50

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Im Schatten des

Mondes –InThe Shadow OfThe Moon (OmU) So 16.00;

Aufbruch zum Mond So 18.00

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) 3D: Der König der

Löwen 11.00, 14.00, 14.45, 17.00, 17.45, 20.00, Sa a.

23.00; Pets II 11.10, 14.40, 17.00, 20.15; Traumfabrik

11.20; 3D: Pets II 11.30, 15.15, 17.50; Der König der Löwen

11.45, 13.30, 16.30, 19.30; Bailey: Ein Hund kehrt

zurück 12.10; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 12.20;

Kleiner Aladin und der Zauberteppich 12.30; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 12.40; Spider-Man: Far From Home

13.50; Aladdin 14.20, 17.20; Yesterday 14.45, 17.30,

19.30; Rocketman 14.50; 3D: Spider-Man: FarFrom Home

16.45, 19.45, Sa a. 22.50; Drei Schritte zu Dir 17.30; Anna

20.10, Sa a. 22.30; Made in China 20.20; Annabelle III

20.30, Sa a. 22.45; Child‘s Play 20.45, Sa a. 23.15; 3D:

Avengers: Endgame Sa 22.15; John Wick: Kapitel III Sa

22.30; 3D: Men in Black: Sa 23.10; Long Shot –Unwahrscheinlich,

aber nicht unmöglich Sa 23.15

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) Kleiner

Dodo 14.00; Made in China 16.00, 18.15, 20.30

Cosima (✆ 85 07 58 02) Van Gogh: An der Schwelle zur

Ewigkeit 18.00; Rocketman 20.15, So a. 15.30

Odeon (✆ 78 70 40 19) Yesterday (OmU) 15.00, 17.45,

20.30

Xenon (✆ 78 00 15 30) Messer im Herz –Uncouteau dans

le coeur (OmU) 18.00; Ein Becken voller Männer –Legrand

bain (OmU) 20.15

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) Spider-Man: Far

From Home 10.00, 14.10, 16.40; Pets II 10.00, 12.15,

14.30, 17.50; Kleiner Aladin und der Zauberteppich 10.00,

12.10; Der König der Löwen 10.00, 13.00, 15.00, 16.00,

19.30, Sa a. 22.30; 3D: Der König der Löwen 11.00, 14.00,

17.00, 20.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.45;

Drei Schritte zu Dir Sa 17.20, 20.15,So20.00; 3D: Spider-

Man: Far From Home 19.45, Sa a. 22.45; Annabelle III

20.10, Sa a. 23.00; John Wick: Kapitel III Sa 22.45; Long

Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa 22.55;

Apollo 11 (OmU) So 17.20

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Der Klavierspieler

vom Gare du Nord 15.45, Sa a. 20.15; Rocketman

18.00; Van Gogh: An der Schwelle zur Ewigkeit So 13.30;

Der Fall Collini So 20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11)Yoga: Die Kraft des Lebens Sa

12.15; Yesterday 14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 22.40; Art &

Mind (OmU) So 12.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 0520) Spider-

Man: FarFrom Home 10.00, 12.10, 14.00, 17.05; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 10.00, 14.50;Pets II 10.00, 12.00,

14.15, 16.40, 17.35, 19.00; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

10.00, 12.40; Der König der Löwen 10.00, 13.00,

14.45, 16.00, 19.30, 22.30; Bailey: Ein Hund kehrt zurück

10.00; 3D: Der König der Löwen 11.00, 14.00, 17.00,

20.00, 23.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 12.00;

Aladdin 12.10, 14.45, 20.00, Sa a. 17.10; Anna 17.40,

20.00, 22.55; 3D: Spider-Man: Far From Home 20.05; Annabelle

III 20.30, 23.00; Child‘s Play 20.55, 23.05; John

Wick: Kapitel III 22.55; Spider-Man: Far From Home (OF)

23.00; Apollo 11 (OmU) So 17.10

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) 3D: Der König der

Löwen 13.00, 15.30, 18.00, 20.30; Der König der Löwen

15.00, 17.45, 20.30, So a. 12.00

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Laflor (OmenglU) (Akt I) Sa

19.00; La flor (OmenglU) (Akt II) Sa 21.00; Pionierinnen des

Film Noir:Outrage(OF) So 20.00; Magical HistoryTour:Die

roten Schuhe –The Red Shoes (OF) Sa 20.00; Magical HistoryTour:

Blondinen bevorzugt –Gentlemen Prefer Blondes

(OF) So 19.30

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) 3D:

Spider-Man: Far From Home 12.30, Sa a. 15.40, 19.20,

22.50, So a. 15.45, 20.20; 3D: Pets II 12.30, 15.00, 17.30,

22.50, Sa a. 20.15, So a. 20.10; Pets II 12.30, 14.00,

16.30; Der König der Löwen 12.30, 14.00, 19.00, 22.15,

Sa a. 16.00; 3D: Der König der Löwen 15.00, 17.00, 18.00,

20.00, 21.15, 23.00, Sa a. 12.50; Aladdin 16.00, 19.20,

22.30, Sa a. 12.50, 13.30, So a. 12.40; Traumfabrik Sa

13.20; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 13.30; Godzilla

2–King of the Monsters 13.30, Sa a. 16.30, So a.

16.05; Der Junge muss an die frische Luft Sa 13.30, So

13.10; After Passion Sa 13.30; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

13.40; Yesterday 20.00, 23.00, Sa a. 13.50,

16.50, Soa.13.40, 17.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

13.50, 16.50; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

14.00; Spider-Man: Far From Home 16.10, 20.30, 22.40,

So a. 13.50; Anna 16.10, 19.30, 22.40; Avengers: Endgame

16.15, 20.30; Tolkien Sa 16.20, So 16.40; Glam Girls:

Hinreißend verdorben Sa 16.20, So 13.10; Kroos 16.30,

19.45; Apollo 11 (OmU) Sa 16.40, 21.30; Child‘s Play

16.45, 19.40, 22.40; 3D: Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

17.40; Made in China 19.00; Der Fall Collini 19.15; Men in

Black: 19.30; John Wick: Kapitel III 19.30, So a. 21.30;

Annabelle III 19.30, 22.30; Drei Schritte zu Dir Sa 19.40, So

13.30, 16.00, 19.45; Rocketman 19.45; X-Men: Dark

Phoenix Sa 22.30, So 22.45; Ma –Sie sieht alles 22.40;

Kursk 22.50; Brightburn: Son of Darkness 22.50; 3D: X-

Men: Dark Phoenix Sa 23.10, So 23.00; 3D: Aladdin So

13.30; Geheimnis eines Lebens So 16.50

CineStar im SonyCenter (✆ 04 51/703 02 00) Der König

der Löwen –The Lion King (OF) 13.00, 16.00, 19.00, Sa a.

22.30, So a. 23.00; Men in Black: (OF) 13.30; 3D: Der

Königder Löwen –The Lion King (OF) 14.40, 17.40, 22.00,

Sa a. 13.30, 16.30, 19.30, Soa.14.00, 17.00, 20.00;

Aladdin (OF) 13.30, 16.20; Pets II –The Secret Life of Pets

2(OF) 13.50; Spider-Man: Far From Home (OF) 14.10;

Yesterday (OF) 15.00, 17.15, 20.20; 3D: Spider-Man: Far

From Home (OF) 16.20, 19.30, 22.50; 3D: X-Men: Dark

Phoenix (OF) 16.40; 3D: Pets II –The Secret Life of Pets 2

(OF) 17.50; Anna –Anna (OF) 19.20, 23.15; Rocketman

(OF) 19.40; 3D: Aladdin (OF) 20.10; Annabelle III (OF)

20.35, 23.15; Avengers: Endgame (OF) 22.15; John Wick:

Kapitel III –John Wick: Chapter 3–Parabellum (OF) 22.40;

3D: Men in Black: (OF) 23.10

CineStar IMAX (✆ 04 51/703 02 00) Apollo 11 (OF) Sa

11.30; 3D: ABeautiful Planet Sa 14.00; 3D: Spider-Man:

Far From Home (OF) 16.00, 19.15, Sa a. 22.30; 3D: Bukkelwale:

Giganten der Meere So 11.30; Spider-Man: Far

From Home (OF) So 12.50; 3D: Spider-Man: FarFrom Home

So 22.30

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Don‘t Give aFox (OmU)

15.00; Spider-Man: Far From Home (OF) Sa 17.30; Diamantino

(OmU) Sa 20.00; Pulp Fiction (OF) So 18.30; Inglourious

Basterds (OF) So 21.15

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang

Sa 10.00; Pets II 10.00, 12.00, 14.00, 16.00; Mister Link:

Ein fellig verrücktes Abenteuer Sa 10.00; Kleiner Aladin und

der Zauberteppich 10.00, 12.00; Der König der Löwen

10.00, 12.30,14.00, 16.30, 19.00, 22.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu Sa 12.00; 3D: Der König der Löwen

15.00, 17.30, 20.00, 22.30, Sa a. 12.00; Spider-Man: Far

From Home 14.15, 17.00; Drei Schritte zu Dir 14.30; Traumfabrik

17.00; 3D: Pets II 18.00; 3D: Spider-Man: Far From

Home 20.00, 22.00; Child‘s Play 20.00, 22.30; Annabelle

III 20.15, 22.30

Casablanca (✆ 677 57 52) TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 14.30; Britt-Marie war hier Sa 16.30, So18.30;

Apollo 11 Sa 18.30, So 16.30; Dancing Queens Sa 20.30;

Rocketman So 20.30

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) 3D: Der

König der Löwen 11.00, 13.50, 14.50, 16.45, 17.45,

20.10, Sa a. 23.00;Pets II 11.15, 14.00, 16.30, 19.30; Der

König der Löwen 11.30, 14.20, 17.15, 19.40; Traumfabrik

11.40; Ostwind 4–Aris Ankunft 11.45; Kleiner Aladin und

der Zauberteppich 11.45; Bailey: Ein Hund kehrt zurück

11.50; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.00; Alfons Zitterbacke

–Das Chaos ist zurück 12.00; Spider-Man: Far

From Home 14.00; Drei Schritte zu Dir 14.15; 3D: Pets II

14.30, 17.00; Aladdin 14.30; TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 15.00; 3D: Spider-Man: Far From Home 17.00,

20.00, Sa a.22.45; Glam Girls: Hinreißend verdorben

17.00; 3D: Men in Black: 17.30; Child‘s Play17.30, 20.30,

Sa a. 23.00; John Wick: Kapitel III 19.30; 3D: Aladdin

19.30; Annabelle III 19.45, Sa a. 22.30; Anna 20.15, Sa a.

23.10; 3D: Avengers: Endgame Sa 22.00; 3D: X-Men: Dark

Phoenix Sa 22.30; 3D: Godzilla 2–King of the Monsters Sa

22.45; Ma –Sie sieht alles Sa 23.10

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 12.00; Spider-Man: Far From

Home 12.00, 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 23.00; Pets II

12.00, 14.35, 16.50, 19.00; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

12.00; Der König der Löwen 12.00, 13.00, 14.20,

16.00, 19.30, Sa a. 22.30; Bailey: Ein Hund kehrt zurück

12.00; 3D: Der König der Löwen 14.00, 17.00, 20.00, Sa

a. 23.00; Aladdin 14.20, 20.00, Sa a. 17.00; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 14.40; Anna 17.10, 20.00; Der

König der Löwen –The Lion King (OF) 17.15, 20.15; Annabelle

III 20.55, Sa a. 23.10; Anna –Anna (OF) Sa 23.00;

Apollo 11 (OmU) So 17.15

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 4714001) Belorussisch-deutsche Projektvorstellung

Movie Movement: Kurzfilmprogramm (OmU)

Sa 19.00; Five Fingers for Marseilles (OmU) Sa 22.30; Dene

wos guet geit (OmU) So 19.00; Eine moralische Entscheidung

–Bedoone tarikh, bedoone emza (OmU) So 20.30

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Der König der Löwen 10.15,

12.45, 15.15, 17.45, 20.15; Pets II 10.00, 12.00, 14.00,

Sa a. 16.00; Yesterday Sa18.00, 20.30, So 16.00, 18.30,

21.00

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Van Gogh: An der

Schwelle zur Ewigkeit Sa 15.30; Der Klavierspieler vomGare

du Nord 18.00; TelAviv On Fire 20.30; Yoga: Die Kraft des

Lebens So 11.00; Pünktchen und Anton So 13.30; Roads

So 15.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Yoga: Die Kraft des Lebens

–Debout (OmU) Sa 11.00; Ein Becken voller Männer

15.15; Geheimnis eines Lebens Sa 17.45, So 20.30; Ausgeflogen

Sa 20.30, So 18.00; Matinee: Teawith the Dames:

Ein unvergesslicher Nachmittag –Nothing Like aDame

(OmU) So 11.00

ZEHLENDORF

Bali (✆ 811 46 78) Krieg der Knöpfe (F 2012 Barratier)

16.00; Verliebt in meine Frau 18.00; Der Klavierspieler vom

Gare du Nord 20.30

Capitol (✆ 831 64 17) Made in China 15.45, 20.30; Der

Klavierspieler vom Gare du Nord 18.00; Geheimnis eines

Lebens So 13.20

FREILUFTKINOS

B-ware! Open Air FMP1 (✆ 63 41 31 15) Green Book –

Eine besondere Freundschaft (OmU) Sa 21.45; Shoplifters:

Familienbande So 21.45

B-ware! Open Air Prinzessinnengärten (✆ 63 41 31 15)

Van Gogh: An der Schwelle zur Ewigkeit –AtEternity‘s Gate

(OmU) Sa 21.45

Freilichtbühne Weißensee (✆ 24 72 78 01) We Want Sex

Sa 21.30

Freiluftkino Friedrichshagen (✆ 65 01 31 41) AStar Is

BornSa21.15; Kundschafter des Friedens So 21.15

Freiluftkino Hasenheide (✆ 283 46 03) AStar Is Born

(OmU) Sa 21.30; Spider-Man: ANew Universe –Spider-

Man: Into The Spider-Verse (OmU) So 21.30

Freiluftkino Insel im Cassiopeia (✆ 35 12 24 49) Der

Jungemuss an die frische Luft So 21.30

Freiluftkino Kreuzberg Der Vorname Sa 21.30; Vice –Der

zweite Mann (OmU) So 21.30

Freiluftkino Rehberge Der Fall Collini Sa 21.30; VanGogh:

An der Schwelle zur Ewigkeit So 21.30

Open Air Kino Mitte (✆ 28 59 99 73) Bohemian Rhapsody

(OmU) So 21.15

Open-Air-Kino Schlosspark Biesdorf (✆ 998 74 81)

Kaviar Sa 21.20; Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht

unmöglich So 21.20

Openair Kino Spandau (✆ 333 6081) 100 Dinge Sa

21.15

Pompeji –FLK am Ostkreuz (✆ 01 76/56 70 92 98)

Das Boot –Director‘s Cut (OmenglU) Sa 21.30; Der Soldat

James Ryan –Saving Private Ryan (OmU) So 21.30

Radio EINS-Freiluftkino Friedrichshain Rocketman Sa

21.30; AStar Is BornSo21.30

Sommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz (✆

89 37 14 31) Bohemian Rhapsody (OmU) Sa 21.30; Leto

So 21.15

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Mirai: Das

Mädchen aus der Zukunft 15.00; Atlas Sa 17.00; Ray&Liz

(OmU) Sa 19.00; Das Leben ist ein Fest Sa 21.00; Das

Leben ist ein Fest –Lesens de la fete (OmU) So 17.00; Irrungen

–Wirrungen (m. Einführung) So 19.00

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Pets II 17.00, Sa a.

14.00, So a. 14.15; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

14.30; Der König der Löwen 14.30, 17.30, 20.30, So a.

12.00; Traumfabrik Sa 16.00, 20.45, So 16.30, 21.15;

Ausgeflogen 20.45, Sa a. 16.45, Soa.12.30; Geheimnis

einesLebensSa18.30, So 16.30;Unsere großekleine Farm

18.45; Made in China 19.00, So a. 12.00; Ein Becken voller

Männer Sa 21.00; Der Klavierspieler vom Gare du Nord So

12.30; Preview: Leid und Herrlichkeit So 19.00; Rebellinnen:

Leg‘ dich nicht mit ihnen an! So 21.00

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 72 33) Royal

Corgi: Der Liebling der Queen 11.00; 3D: Der König der Löwen11.00,

14.00, 14.35, 17.00, 17.30, 20.00, 20.30, Sa

a. 23.00; Bailey: Ein Hund kehrt zurück 11.00; Aladdin

11.00, 13.40, 16.45; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

11.15; Pets II 11.15, 13.45, 17.20; Der König der Löwen

11.20, 14.20, 16.40, 19.45; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

11.30; Spider-Man: Far From Home 13.40, 16.55;

Men in Black: 14.00; Yesterday14.15, 17.05, 20.00, Sa a.

23.00; Drei Schritte zu Dir 17.00; 3D: Spider-Man: FarFrom

Home 19.40, Sa a. 23.00; Traumfabrik Sa 19.50; 3D: Pets

II Sa 20.15; Annabelle III 20.15, Sa a. 23.00; X-Men: Dark

Phoenix Sa 23.00; 3D: Men in Black: Sa 23.00; John Wick:

Kapitel III Sa 23.00; Apollo 11 (OmU) So 20.00; 3D: Der

König der Löwen –The Lion King (OF) So 20.15

Waschhaus Kino Potsdam (✆ 03 31/271 56 26)Bohemian

RhapsodySa21.45

UMLAND

ALA Falkensee (✆ 033 22/279 88 77) Der König der Löwen14.00,

17.00; 3D: Der König der Löwen 20.00

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 15.00; Der Klavierspieler

vomGare du Nord Sa 17.15, So 20.00; Ein Becken

voller Männer Sa 20.00, So 17.15

CineStar Wildau (✆ 04 51/703 02 00) Spider-Man: Far

From Home 11.00, 14.00, Sa a. 23.00; 3D: Pets II 11.00,

13.10, 15.15; 3D: Der König der Löwen 11.00, 13.45,

15.00, 16.30, 17.45, 19.30, Sa a. 22.30; Rocketman

11.30; Pets II 11.30, 14.00, 17.00, 19.30; Der König der

Löwen 11.30, 14.15, 17.00, 20.00; Kleiner Aladin und der

Zauberteppich 11.45; Bailey11.50; TKKG 12.00; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 12.00, 14.30; Aladdin 14.00; Glam

Girls: Hinreißend verdorben Sa 14.15; Men in Black: 14.30;

Traumfabrik 16.40; 3D: Spider-Man 16.45, 19.50; 3D: Men

in Black: 17.00; Yesterday 17.10, 19.50, So a. 14.10; Drei

Schritte zu Dir 17.15; 3D: Aladdin 17.15; 3D: Avengers:

Endgame 19.30; John Wick: Kapitel III 19.50, Sa a. 22.50;

Anna 20.00, Sa a. 23.00; Annabelle III 20.20, Sa a. 23.00;

Child‘s Play 20.30, Sa a. 23.10; Avengers: Endgame Sa

22.00; 3D: X-Men: Dark Phoenix Sa 22.45; 3D: Godzilla 2

Sa 22.50; Brightburn: Son of Darkness Sa 23.20

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 5454) Aladdin Sa

12.00, So 12.15; 3D: Der König der Löwen 12.15, 15.00,

17.45, 20.30; Pets II 13.00, 15.15; Yesterday15.15, 18.00,

20.30; Spider-Man: FarFrom Home 17.30; 3D: Spider-Man:

FarFrom Home 20.30

Filmpalast Oranienburg (✆ 033 01/70 48 28) TKKG –

Jede Legende hat ihren Anfang Sa 11.45; Pets II 12.00,

14.05, 16.05, 18.05; Aladdin 12.10; 3D: Der König der

Löwen 12.15, 14.45, 17.30, 20.15, Sa a. 22.15; DerKönig

der Löwen 14.00, 16.45, 19.30; Spider-Man: Far From

Home 14.50, Sa a. 23.00; 3D: Spider-Man: FarFrom Home

17.25, 20.00; Annabelle III 20.30, Sa a. 23.00; John Wick:

Kapitel III Sa 22.50; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu So

11.45

Linden-Kino Wusterhausen (✆ 03 39 79/145 93) Pets II

16.00; Drei Schritte zu Dir 18.00; Spider-Man: Far From

Home 20.00

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Pets II 14.15, 16.15;

Der König der Löwen 15.00, 17.30, 20.00, So a. 11.00; Drei

Schritte zu Dir 18.15; The Dead Don‘t Die 20.45, Soa.

11.30

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019 33 · ·

·······················································································································································································································································································

KINO

SONNTAG

BÜHNE

Alexanderplatz

13.00: Internationales Straßentheater Festival –Berlin

lacht!

Dock 11 (& 448 12 22)

19.00: notitleyet(La Macana)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

20.00 Heckmannhöfe: Männerschlussverkauf

Naturpark Schöneberger Südgelände

(& 70 09 06 70) 14.00 Brückenmeisterei:Fräulein

Brehms Tierleben: Canis lupus –Der Wolf

16.00 Brückenmeisterei: Fräulein Brehms Tierleben:

Bos primigenius taurus –Die Kuh

Radialsystem (& 288 78 85 88)

18.00: Plataforma Berlin: Requiem for an Alcaravan

(Lukas Avendaño)

Schloss Britz (& 609 79 23 -0)

18.00 Freilichtbühne: Sommernachtstraum! (Shakespeare

CompanyBerlin)

Tanzfabrik Wedding inden Uferstudios

(& 20 05 92 70) 17.00 Hof der Uferstudios: Open

Spaces /Sommertanz: Failure as Practice (DarkoDragicevic,

City GuerillaBelgrade &Berlin Artists)

18.00 Studio 4: Open Spaces /Sommertanz:

Porson’sKhashoggi –Philosophy(Andrea Rama /Xeni

Alexandrou)

19.00 Studio 1: Open Spaces /Sommertanz: The

Reversed Achemist –Figure 1-3(Ixchel Mendoza

Hernández)

20.30 Studio 14: Open Spaces /Sommertanz: (in)

Visible (Jess Curtis/Gravity)

Theater ander Museumsinsel (& 47 01 89 49)

18.00: Die Vögel

KABARETT/VARIETÉ

ArenaGlashaus (& 533 20 30)

19.30: Caveman –Dusammeln, ich jagen! (Martin

Luding/Felix Theissen). Anm. erf.

BKA (& 202 20 07)

20.00: Queer is beatiful (Kaiser &Plain präsentieren:

ElkeWinter, Julia Gamez Martin, Margot Schlönzke,

Ryan Stecken, Serena Gruß und Tilly Creutzfeldt-

Jakob)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Memories of Fools (Cirk La Putyka)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

17.00: Simply The Best –Das Tina Turner Musical

(Dorothea „Coco“ Fletcher)

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Drachenherz

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

20.00: Sexy Circus –Extasya 2019

Stage BluemaxTheater (& 018 05 44 44)

18.00: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30: The Band –Das Musical

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: Cabaret –Das Berlin-Musical

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Wasmachen Sie eigentlich tagsüber? (Stefan

Danziger)

KLASSIK

DorfkircheRosenthal (& 912 36 00)

18.00: Michael Geisler (Bariton),Daniel Kurz (Laute,

Theorbe), Rosenthaler Kirchensommer:Come away,

come sweet love,Lieder vonJohn Dowland, Giulio

Romano Caccini und Giovanni Girolamo Kapsperger

FranzösischeFriedrichstadtkirche

(& 20 64 99 22) 16.00: Claudia Tesorino (Saxophon),

EkaterinaKofanova (Orgel), Musikalische

Vesper,Werkevon Johann SebastianBach, Denis

Bédard,Dirk-Michael Kirsch u. a.

Dazu Lesungen

KonzerthausBerlin (& 203 09 21 01)

20.00Gr. Saal: Young Euro Classic 2019: Orquesta

Sinfónica Nacional Juvenil, Ltg.Alberto Rincón, Pjotr

Tschaikowsky: „Romeo und Julia“, Fantasie-Ouvertüre

nach Shakespeare; ManueldeFalla:„El amor brujo“;

Caonex Peguero-Camilo: „Punta Cana“, UA;Antonín

Dvorák: Sinfonie Nr.9e-Moll op. 95 „Aus der Neuen

Welt“

Parochialkirche (& 2475950)

15.00: Gunther Strothmann,Glockenspielkonzert

im Parochialkirchhof zum 50. Jubiläumstag der

Mondlandung

Piano Salon Christophori (Uferstr.8)

20.00: Michael Abramovich, Die letzten 10 –Eine Ein

–und Aufführung,Beethoven: Sonate op. 53 „Waldstein“,

Sonate op. 54, Sonate op. 57 „Appassionata“

Radialsystem (& 288 78 85 88)

19.00: Einführung (Global Adapter), Kompositionen

vonHanna Hartmann, Sam Salem, GeorgeLewis,

Victoria Cheah, Jenna Lyle,Lee Fraser,Alexander

Schubert, Simon Loffler u. a.

20.00: Global Adapter:Ensemble Adapter mitEnsemble

DalNiente &Distractfold Ensemble,Kompositionen

vonHanna Hartmann, Sam Salem, GeorgeLewis,

Victoria Cheah, Jenna Lyle, Lee Fraser,Alexander

Schubert, Simon Loffler u. a.

Schlosskirche Köpenick (& 655 70 32)

17.00: Christopher Wisniewski (Orgel), Geh aus mein

Herz und suche Freud –ein sommerliches Kontrastprogramm,

Werkevon Dietrich Buxtehude, Nicolaus

Bruhns, Johann SebastianBach, Felix Mendelssohn-

Bartholdyund Andreas Willscher

Schloss Köpenick (& 266 42 42 42)

16.00 Aurorasaal: MarianneBoettcher (Violine), Yuko

Tomeda(Klavier), Musik des Salons –Romantische

Violine, CarlMaria vonWeber:Variationen über

ein norwegisches Thema op. 22; RobertVolkmann:

Rhapsodie op. 31; Edward Grieg: Violinsonate Nr.1

F-Dur op. 8

KINDER

FEZBerlin (& 530 71 -0)

12.00: Zirkus am Meer –Sommerferienspaß fürdie

ganze Familie (ab 6bis 14 J.)

Figurentheater Grashüpfer (& 536 95 15 0/ 52)

18.00: Des Kaisers neue Kleider,Andersens Koffertheater,Puppenspiel

(ab 3J.)

FreilichtbühneamWeißen See (& 24 72 78 01)

16.00: Dasfliegende Märchenorchester,Morphtheater

(ab 4J.)

Freilichtbühneander Zitadelle (& 333 40 22)

16.00: 15. Sommer-Familientheater-Reihe: Pippi

Langstrumpf –wie alles begann ..., Berliner KinderTheater

(ab 4bis 9J.)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

17.00 Heckmannhöfe: DerFroschkönig,(ab 4J.)

Puppentheater Felicio (& 44 67 35 30)

11.00: Kasper und Rumpelstilzchen

Theater ander Museumsinsel (& 47 01 89 49)

16.00, 17.00: Puppenspiel desDr. Faustus,Ein Faust

für Kinder

Theater der kleinen Form (& 29 35 04 61)

16.00: Die Mückeund der Bär,Evelyn Geller,Puppentheater

(ab 3bis 8J.)

Villa Kuriosum (Scheffelstr.21)

15.00: Die Welt ist eine Seifenblase,Corine Bubblepower,Seifenblasenshow(ab

3J.)

LITERATUR/VORTRAG

Baiz (Schönhauser Allee 26a)

20.00: Reformbühne Heim &Welt, Ahne, Falko

Hennig,RobertRescue, Uli Hannemann, Musik: Rosa

Hoelger,krazy

Jesus-Christus-Kirche Dahlem (& 841 70 50)

11.00: Bibel &Bach, Maria Hartmann, Lesungen;

Anna-Victoria Baltrusch, Orgel, Lesung und Musik

Märkisches Museum (& 308 66 -0)

17.00: Sommer im Hof. Zwischen den Zeilen: „Geschichten

aus dergroßenStadt“ und „Zwiegespräche

mit Gott“, Lea Streisand, Ahne, Lesung und Gespräch

KONZERT

Auster Club (& 611 33 02)

20.00: CutNBass, support: JennyPenkin

Barjeder Vernunft (& 8831582)

19.00: Barb Jungr, 5. Frauensommer:Freedom –

Walls, Women and Love

Columbiahalle (& 69 81 28 14)

20.00: Skunk Anansie, Allusinlove

Freilichtbühne ander Zitadelle (& 333 40 22)

11.00: Spandauer Seniorenorchester, Umsont &

Draußen

Hausder Kulturender Welt (& 39 78 71 75)

19.00 Dachterrasse, bei Regen im Foyer: Wassermusik

–Black Atlantic Revisited:Angelique Kidjo,

Chocolate Remix

Jüdisches Museum (& 25 99 33 00)

11.00 Museumsgarten, bei Regen Glashof: Guy

Mintus Trio, Jazz in the Garden

Saitenflügel –Konzertsaal L12 (Alt Lietzow12)

20.00: Spätsünder Meisterkonzert: Tony McManus &

Julia Toaspern

Schokoladen Mitte (& 282 65 27)

16.30 draußen und drinnen: 29 Jahre Schokoladen

–Hoffest III: Wood In Di Fire, Benedikt Gramm, bass

sick shit, The Bad Shapes u. a.

Teehaus im Englischen Garten (& /39 48 04 00)

16.00: FunkySoulKitchen

19.00: Lehmanns Brothers

Yaam (& 6151354)

19.00: Frente Cumbiero

Zimmer 16 (& 48 09 68 00)

20.00: DieYamasaki, Das Lachen aus dem Bambusland

CLUB

Ava (Warschauer Pl. 18)

23.00: Sonntagsklub,TBA

Else Open Air Club (An den Treptowers 10)

14.00: Dream State Open Air,PanthaduPrince

SuicideCircus (Revaler Str.99)

23.00: Rituals Birthday, PhilippStrobel, Conrad Van

Orton, THNTS,Amarcord b2b Gian Marco Ricci

BALLROOM

ClärchensBallhaus (& 2829295)

15.00: Tanztee, Evan, Josefina, Ingmar,Sascha

Crack Bellmer Bar (Revaler Str.99)

20.00: Bellmer Balboa, Romino Power&Šimon Sova

Tanzpavillon im Monbijoupark (Monbijoustr.3)

16.00: Argentinischer Tango, Gaia, Leandro

Volldampf auf der Bühne

W enn man die 1994 gegründete britische Band Skunk Anansie zwischenzeitlich

nicht aus dem popkulturellen Gedächtnis gestrichen hat, dann

lag das vorallem an der charismatischen Sängerin Deborah Anne Dyer alias

Skin. Zusammen mit Martin Ivor Kent, genannt Ace (Gitarre), Richard Keith

Lewis,genannt Cass (Bass), und dem Schlagzeuger Robbie France (später abgelöst

vonMarkRichardson) spielte Skunk Anansie einen gefälligen Alternative-Rock,

der starkmit politischer Haltung aufgeladen war.Zum 25-jährigen

Bestehen der zwischenzeitlich aufgelösten Formation ist soeben ein Live-Album

mit Songs erschienen, die einen Querschnitt der Karriere ergeben. Für

Skin waren die Jahremit Skunk Annasie auch ein Stück politische Emanzipation.„Alsschwarze

Sängerin war es auf vielen Ebenen schwer,anerkannt zu

werden.“, sagt sie.Auf der Bühne aber fühlte sie sich das erste Mal„voll und

ganz akzeptiert“. HarryNutt

Skunk Anansie Sonntag, 20 Uhr,Columbiahalle. Columbiadamm 13 –21

Pop

STUDIOCANAL

Anna

Nachdem die junge Anna Poliatova (Sasha Luss) in Moskau von

Modelagenten entdeckt wird, zieht sie nach Paris, wo sie das glamouröse

Leben der Modeszene in vollen Zügen auskostet. Doch

Annas Jobals Model ist nur Tarnung. Schon vorJahren wurde sie

als Spionin für den KGBrekrutiert. Seitdem führtsie die Aufträge

ihrer Führungsoffizierin Olga (Helen Mirren) erfolgreich aus. Als

Anna aber einen skrupellosen Waffenhändler ermordet, kommt

ihr der CIA auf die Spur und zwingt sie, fortan auch für den US-

Geheimdienst zu arbeiten. Agententhriller alter Schule. (BLZ)


34 Berliner Zeitung · N ummer 166 · 2 0./21. Juli 2019

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

14.00 Tagesschau-Nachrichten 14.15 Traumschiffe

als Luftverschmutzer? 15.00 Tagesschau-Nachrichten

15.30 Plusminus 16.00 Tagesschau-Nachrichten

16.30 Weltspiegel-Reportage 17.00 Tagesschau-Nachrichten

17.30 Monitor 18.00 Tagesschau-Nachrichten

18.30 Getrennte Eltern–Der

Streit um denUnterhalt 19.00 Tagesschau-Nachrichten

19.30 Weltspiegel-Reportage 20.00 Tagesschau

20.15 Menschen hautnah 21.02 Gespräch

21.30 betrifft 22.15 betrifft 23.00 Weltspiegel-Reportage

23.30 Wenn Amoronline geht –vom neuen

Suchen undFinden 0.00 Tagesthemen 0.20

DieTagesschau vor20Jahren 0.37 Kultur 0.52

Extra 1.00 Tagesthemen 1.20 Menschenhautnah

ONE

10.25 DerHodscha und die Piepenkötter. TV-Komödie,D2016

11.55 kinokino 12.10 Brisant

Classix 12.50 Hollywood's Best Film Directors

13.15 Schwester Weiß. Drama,D2015 14.45

Zeitvertreib –Chansons, Sketche und Gesellschaftsspiele

16.15 Lindenstraße 16.45 Lindenstraße

17.15 Lindenstraße 17.45 Lindenstraße

18.15 Lindenstraße 18.45 Vorstadtrocker. TV-Komödie,

D2015 20.15 DerBarcelona-Krimi. Tod

aus derTiefe. TV-Kriminalfilm, D2017 21.40 Der

glücklichsteTag im Leben des Olli Mäki. Biografie,

S/FIN/D2016 23.15 Zwischen den Jahren. Drama,

D2016 0.45 Kurzfilmnacht im Ersten 3.30

DoctorWho 4.20 Doctor Who

ZDF NEO

5.40 NeuimKino 5.45 TerraXpress 6.15 TerraX

7.00 TerraX7.45 TerraX8.30 TerraX9.10 Terra

X 9.55 TerraX10.40 TerraX11.25 TerraX12.10

TerraX12.55 TerraX13.35 TerraX14.20 TerraX

15.05 TerraX15.50 TerraX16.30 Die glorreichen

10 17.15 An Tagen wie diesen 18.00 Sketch History

18.25 Topfgeldjäger 19.20 Topfgeldjäger

20.15 Beim ersten Mal. Komödie,USA 2007. Mit

Seth Rogen, Katherine Heigl,Paul Rudd 22.15 Don

Jon –Was Frauen wollen undMänner brauchen.

Romantikkomödie, USA 2013. MitJoseph Gordon-

Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore 23.35

Lovelace. Biografie, USA 2013.Mit Amanda Seyfried,Peter

Sarsgaard, James Franco 1.00 Parfum

ZDF INFO

6.15 Firmen am Abgrund 7.45 Südkorea –Erfolg

um jedenPreis 8.30 Firmen am Abgrund 9.15

Pokerums Öl 10.10 heute Xpress 10.15 Mördern

auf derSpur 10.45 Mördernauf derSpur 11.15

JoannaDennehy–Frau ohneGewissen 12.00

Täterjagd 13.30 Hate Crime –TatmotivHass

14.15 Täterjagd 15.00 Mörderjagd 15.45 Ermittler!

17.15 Mördernauf derSpur 17.45 Anklage

Mord –Der Fall Pagenstecher 18.30 (für HG) ZDF.

reportage 19.30 Achtung Polizei! –Willkür,Pannen,

Personalnot 20.15 Die Geheimnisse derToten

21.00 Kampf um die Wahrheit –Der mysteriöse

Toddes Jeremiah Duggan 21.45 Ermittler! 23.05

Die Geheimnisse derToten 23.50 Täterjagd

Radio

KLASSIK

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Franz Liszt und seine italienischen

„Pilgerjahre”., ca. 56 Minuten

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Christoph Willibald Gluck: „Antigono” Dramma

per musica in drei Akten. Mit Anna Kasyan

(Sopran), Francesca Lombardi Mazzulli (Sopran),

Samuel Mariño (Sopran), Mauro Peter

(Tenor), Valer Sabadus (Countertenor), Terry

Wey (Countertenor), Händelfestspielorchester

Halle, Michael Hofstetter (Leitung), ca. 175

Minuten

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

34. Arolser Barockfestspiele „Maria Domenica

Polon –von Venedig nach Arolsen”. Eröffnungskonzert

mit Werken vonVivaldi, Campra,

Telemann, Händel, ca. 176 Minuten

22.00 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Die besondere Aufnahme Charles Valentin

Alkan: Ausschnitte aus den Klaviermusiken:

Esquisses op. 63; Concerto op. 39, ca. 60 Min.

22.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Atelier neuer Musik Revisited Forum neuer

Musik 2009 „La otra america”, ca. 45 Minuten

HÖRSPIEL

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

„100 Songs”,ca. 115 Minuten

MAGAZIN

5.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Aus den Archiven Hallo Houston –hören Sie

uns? Sondersendung zur Mondlandung von

Apollo 11, ca. 55 Minuten

6.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Studio 9 Kultur und Politik am Morgen. u.a.

Wie die Mondlandung die Popmusik inspirierte,

ca. 175 Minuten

11.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Gesichter Europas Sterben für ein fremdes

Vaterland –Die französische Fremdenlegion

und ihr Mythos., ca. 55 Minuten

23.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Lange Nacht Buh aus Nordwest. Eine Lange

Nacht über Opernskandale., ca. 175 Minuten

JAZZ /BLUES

1.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Deutschlandfunk Radionacht Jazz. Encuentros.

Improvisierte Musik des anderen Amerika,

ca. 235 Minuten

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Kaya Brüel., ca. 30 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kabarett Gerhard Polt und die Well-Brüder

aus'm Biermoos –Ehrenpreisträger Salzburger

Stier 2019 (1/2)., ca. 56 Minuten

ARD

7.35 (für HG) Anna und die Haustiere 7.50 (für

HG) Checker Julian 8.15 (für HG) neuneinhalb

8.25 (für HG) Die Pfefferkörner 8.50 (für HG)

Die Pfefferkörner 9.20 (für HG) Die Pfefferkörner

9.50 (für HG) Tagesschau 9.55 (für HG) Giraffe,

Erdmännchen &Co. 10.45 (für HG) Hallo

Schatz –Vom Plunder zum Prachtstück 11.30

(für HG) Quarks im Ersten 12.00 (für HG) Tagesschau

12.05 (für HG) In aller Freundschaft –

Die jungenÄrzte 12.55 (für HG) Tagesschau

13.00 (für HG) Radsport: Tour de France. 14.

Etappe: Tarbes –Col du Tourmalet (117,5 km)

17.30 Fußball: 3.Liga. 1. Spieltag: 1. FC Magdeburg

–Eintracht Braunschweig.Aus Magdeburg

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Gefragt –Gejagt

Moderation: Alexander Bommes

16 prominente Kandidaten aus Film,

TV und Sport treten in diesem

Rätselmarathon gegen einen

Quizchampion an.

23.30 (für HG) Tagesthemen

23.50 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.55 (für HG) Inas Nacht

Gast: Sting (Popstar), Sarah Connor

(Musikerin), Hajo Schumacher (Journalist

und Moderator), Jacob Banks (Sänger),

die Band „Provinz”

RTL

5.00 Meine Geschichte –Mein Leben. Braut

wird vor der Trauung angefahren 5.50 Verdachtsfälle.

Doku-Soap 6.50 Verdachtsfälle.

Doku-Soap 7.50 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

8.50 Familien im Brennpunkt. Doku-

Soap 9.50 Familien im Brennpunkt. Doku-

Soap 10.55 Der Blaulicht-Report 11.50 Der

Blaulicht-Report. Doku-Soap 12.50 Der Blaulicht-Report.

Doku-Soap 13.45 Der Blaulicht-

Report. Doku-Soap 14.45 Der Blaulicht-Report

15.40 Die Superhändler –4Räume,1Deal

16.45 Die Superhändler –4Räume, 1Deal

17.45 Best of ...! 18.45 aktuell 19.05 Life –

Menschen, Momente, Geschichten. Moderation:

Annika Begiebing

20.15 Team Ninja Warrior Germany

Das große Finale

Moderation: Laura Wontorra, Frank

'Buschi' Buschmann, Jan Köppen

Die fünf besten Teams der vergangenen fünf

Vorrundenshows kämpfen um dieKrone.

22.20 Showdown –Die Wüsten-Challenge

23.15 Showdown –Die Wüsten-Challenge

0.10 Team Ninja Warrior Germany

Moderation: Laura Wontorra, Frank

'Buschi' Buschmann, Jan Köppen

1.55 Schmitz &Family

Mit Ralf Schmitz, Elisabeth Baulitz u.a.

TV-Tipps

ZDF

Sat.1

Anzeige

MDR WDR Arte

3SAT, 20.15 UHR

prisma

TV-Magazin

16.00 (für HG) Fußball: Testspiel. FC Erzgebirge

Aue –1.FC Union Berlin. Aus Aue 18.00

(für HG) Inbesten Händen (3) 18.15 (für HG)

Unterwegs in Thüringen 18.45 (für HG) Glaubwürdig

18.54 (für HG) Sandmann 19.00 (für

HG) MDR Regional 19.30 (für HG) Aktuell

19.50 (für HG) Biwak in Armenien 20.15 (für

HG) Starnacht am Wörthersee. Live 22.40 (für

HG) Aktuell 22.45 Bernd-Lutz Langes Abschied

von der Bühne 0.45 (für HG) FünfTageVollmond.

TV-Drama, D2009 2.15 (für HG) Ein

Sommer auf Sylt. TV-Komödie, D2010

Bayern

16.15 (für HG) Das Elefantenkrankenhaus von

Thailand 17.00 (für HG) Anna und die Haustiere

17.15 Blickpunkt Sport 17.45 (für HG) Zwischen

Spessartund Karwendel 18.30 (für HG)

Rundschau 19.00 (für HG) Gut zu wissen 19.30

(für HG)Kunst +Krempel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Liebe auf vierPfoten. TV-

Komödie, D2006 21.45 (für HG) Rundschau

Magazin 22.00 (für HG) Der Sonnenhof. TV-Liebeskomödie,

D2007 23.30 (für HG) Tierisch

verliebt. TV-Romanze, D2009 1.00 (für HG)

Sieben Tage im Paradies. TV-Komödie,D2001

Vox

14.50 Shopping Queen 15.50 Shopping

Queen 16.55 Der Hundeprofi 18.00 hundkatzemaus

19.10 Tierbabys –süß und wild!

20.15 (für HG) Transporter –The Mission. Actionfilm,

USA/F 2005 22.00 (für HG) G.I. Joe –

Die Abrechnung. Actionfilm, USA 2013 23.55

(für HG) Medical Detectives –Geheimnisse der

Gerichtsmedizin. Handschrift Mord 0.50 (für

HG) Medical Detectives –Geheimnisse der

Gerichtsmedizin. Brandheiße Spuren 1.35 (für

HG) Medical Detectives –Geheimnisse der

Gerichtsmedizin. Feinde im eigenen Haus

Super RTL

15.00 Trolljäger –Geschichten aus Arcadia

15.30 Trolljäger–Geschichten aus Arcadia

15.55 Trolljäger–Geschichten aus Arcadia

16.15 Trolljäger–Geschichten aus Arcadia

16.45 Trolljäger–Geschichten aus Arcadia

17.15 What's NewScooby-Doo? 17.40 Die Nektons

–Abenteurer der Tiefe 18.10 ALVINNN!!!

und die Chipmunks 18.40 WOW Die Entdeckerzone

19.10 Bugs Bunnyund LooneyTunes 19.40

Angelo! 20.15 (für HG) DieSchlümpfe 2. Animationsfilm,

USA 2013 22.15 (für HG)Der Rufder

Wale. Drama, USA/GB 2012

Sport1

11.00 Sport-Quiz 13.00 Motorsport: Porsche

Supercup 13.30 Fußball: International Champions

Cup. Manchester United –Inter Mailand

15.30 Fußball: Testspiel. Bayer Leverkusen –

FC Watford (Liveeinstieg) 17.00 Fußball: International

Champions Cup 17.30 Legendentalk

zu 40 Jahre Ruhrstadion 18.00 Fußball: Jubiläumsspiel.

40 Jahre Ruhrstadion. VfL Bochum

–Hertha BSC 20.15 Darts: World Matchplay.

1. Runde 0.00 Fußball: International

Champions Cup. FC Arsenal –ACFlorenz

SAT.1, 20.15 UHR FANTASYFILM

Sieben Minuten nach Mitternacht

Der zwölfjährigeConnor (Lewis MacDougall) hat es nichtleicht: In der Schule

isterZielvon Hohn und Brutalität. Zuhause muss er Verantwortungübernehmen,

wenn seine krebskranke Mutter Elizabeth sich vonihren Therapien

erholt.Connor fürchtet sich,sie zu verlierenund bei seiner strengen Großmutter

lebenzumüssen, und er wird von Alpträumen geplagt.Daermit niemandem

reden kann, flüchtetersichins Zeichnen. Eines Nachts erwacht, siebenMinuten

vorMitternacht, die Eibevor seinem Haus zumLeben undnähertsichbis in den

Garten. Zwischendem weisen Wesenund dem jungen Einzelgänger entwickelt

sicheine Freundschaft,die Connor hilft,von seiner Mutter Abschied zu nehmen.

Derfantastische Film vonRegisseur Juan Antonio Bayona(„JurassicWorld: Das

gefallene Königreich“) isteineAdaption des gleichnamigenRomans von Patrick

Ness.Nessvollendete damit die Idee der 2007 an Krebsgestorbenen Autorin

Siobhan Dowd.Neben dem jungen Hauptdarsteller LewisMacDougall spielen

SigourneyWeaver, Felicity Jones und Toby Kebbell.

(Gbr./USA/Span./2016)

ARTE, 20.15 UHR DOKUMENTATION

Giuseppe Garibaldi

ARTE, 23.55 UHR DOKUMENTARFILM

John und Yoko

Foto: Sat.1

Dienstag

neu!

Umden italienischenNationalhelden

GiuseppeGaribaldi ranken sich zahlreiche

Legenden. DasRevolutionärshandwerk

lernte er in Südamerika und wandte die erprobten

Guerilla-Methoden erfolgreich in

den italienischenUnabhängigkeitskriegen

an, als er es mit starkenÜbermächten äußerer(Frankreich

undÖsterreich) und innererFeinde

(Neapelund Vatikan) aufnahm.

DerFilm will den Legenden aufden Grund

gehen: Wiekonnte er mit dem „Zug der

Tausend“ ein so starkesgegnerisches Heer