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Brustzentrum Spezial – 20 Jahre

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Verlagssonderveröffentlichung www.brustzentrum-goettingen.de <strong>20</strong>23<br />

SPEZIAL<br />

DAS ENTSCHEIDER-MAGAZIN FÜR DIE REGION GÖTTINGEN<br />

<strong>20</strong> JAHRE DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM GÖTTINGEN


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Editorial<br />

Es ist so vieles passiert …<br />

… in den vergangenen <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong>n. Damals hat ein kleines<br />

Team die Universitätsklinik verlassen und am Bahnhof das<br />

sogenannte Diagnostische <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen eröffnet.<br />

Einige waren von Anfang an der Meinung, dass ein<br />

solches Konzept nicht aufgehen kann, allerdings hat die<br />

Zeit sehr schnell gezeigt, dass es sehr wohl Sinn ergibt, mit<br />

Professionalität und Zugewandtheit eine Praxis zu führen,<br />

in der anfänglich ein doch sehr enges Themengebiet wie das<br />

der Brustdiagnostik angeboten wurde. An dieser Stelle sei<br />

daher allen im gesamten Team <strong>–</strong> viele waren von Anfang<br />

an dabei, andere kamen im Verlauf der <strong>Jahre</strong> dazu <strong>–</strong> dafür<br />

gedankt, dass sie, jeweils auf ihre/seine eigene Art, zum<br />

Gelingen beigetragen haben. Dies sind im Einzelnen Inka<br />

Blank, Katharina Dornieden, Anja El Hajab, Doris Hermes,<br />

Dorit von Heyden, Monika Funke, Michael Knauth,<br />

Anke Küchemann, Susanne Luftner-Nagel, Nicole Luig,<br />

Katharina Marten-Engelke, Nadia Meiser, Gudrun Meyer,<br />

Jeannette Rheinländer, Jutta Rüschoff und Wibke Sebode,<br />

Rolf Vosshenrich, Christina Vujevic und Anja Wirth.<br />

In der Rückschau auf die Anfangsjahre und die vielen <strong>Jahre</strong><br />

danach sei aber auch ausdrücklich all denen gedankt,<br />

die dieses Team durch Rat und Tat unterstützt und begleitet<br />

haben. Ausdrücklich erwähnen möchten wir in diesem<br />

Zusammenhang Ralf Weitemeier als Architekt, Matthias<br />

Brede als Steuerberater und Mark Lindigkeit in seiner Funktion<br />

als Rechtsanwalt und Notar, Wolfgang Koschate und<br />

Beate Klahr einerseits und Matthias Leonhardt andererseits<br />

als Banker und viele weitere, die an dieser Stelle nicht im<br />

Einzelnen aufgezählt werden können. Sie alle haben sich<br />

dieses einmaligen Projektes mit sehr viel Engagement, Professionalität<br />

und Verbundenheit angenommen. Dafür allerherzlichsten<br />

Dank.<br />

Die vordere Hälfte dieses Jubiläumsheftes beschäftigt sich<br />

mit dem aktuellen Stand der Brustdiagnostik auf dem Level<br />

von <strong>20</strong>23. Hierin werden der Stellenwert der verschiedenen<br />

Untersuchungsverfahren in Verbindung mit dem Wandel,<br />

der hier stattgefunden hat, ebenso präsentiert wie die Antworten<br />

auf konkrete Fragen, zum Beispiel zum Thema<br />

„Hochrisiko“ oder zu den Untersuchungskosten. Natürlich<br />

spielen auch das <strong>Brustzentrum</strong> mit seinem außergewöhnlichen<br />

Ambiente im neuen Gewand und der sensible Umgang<br />

mit den Patienten eine wichtige Rolle.<br />

Schlussendlich ist es allerdings nicht beim <strong>Brustzentrum</strong> allein<br />

geblieben. Jedoch wollen wir nicht vorgreifen. Hierzu<br />

gibt es im zweiten Teil dieser Jubiläumsbroschüre noch viele<br />

interessante und wissenswerte Details.<br />

Mit den allerbesten Grüßen<br />

Friedemann Baum<br />

Uwe Fischer<br />

2<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Inhalt<br />

Editorial <strong>–</strong> Es ist so vieles passiert ... 2<br />

Interview mit Friedemann Baum und Uwe Fischer 4<br />

Wie alles begann ... <strong>–</strong> ein historischer Rückblick 6<br />

Kommunikation und Ambiente im <strong>Brustzentrum</strong> 8<br />

Jede Brust ist anders 10<br />

Auf die Dichte kommt es an 11<br />

Brustkrebsfrüherkennung <strong>–</strong> Methoden im Überblick 12<br />

Konzepte der Brustdiagnostik 14<br />

Statements aus den Netzwerken 16<br />

Der duale Weg in der Früherkennung 17<br />

Göttinger Meilensteine in der Brust-MRT 18<br />

15 Fragen <strong>–</strong> 15 Antworten <strong>20</strong><br />

<strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> Fortbildungen 22<br />

Nachwuchs fördern <strong>–</strong> Wissen vermitteln 23<br />

Das Team 24<br />

Impressum<br />

Herausgeber Diagnostisches <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen & faktor <strong>–</strong> mehr als ein Magazin,<br />

Berliner Str. 10, 37073 Göttingen, Tel. 0551 3098390, Fax 0551 30983911, info@faktor-magazin.de ,<br />

www.faktor-magazin.de Herausgeber: Marco Böhme (V. i. S. d. P.), Chefredaktion: Elena Schrader<br />

Redaktion: Sven Grünewald, Lektorat: CoLibris-Lektoratsbüro Dr. Barbara Welzel, Grafik: Julia Braun,<br />

Michael Ndarurinze, Christian Wenk, Fotografie: Alciro Theodoro da Silva, Marco Bühl,<br />

Vertrieb: Nicole Benseler, Druck: Silber Druck OHG<br />

SPEZIAL 3


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Wir haben keinen<br />

Zaubertrank,<br />

… aber bei uns passen alle Facetten zusammen.<br />

Die Leiter des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s Göttingen, Friedemann Baum und<br />

Uwe Fischer, im Gespräch über <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> Brustkrebs-Kompetenz und die weiterhin<br />

bestehende Einzigartigkeit im deutschsprachigen Raum.<br />

4<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Herr Fischer, Herr Baum, Sie haben sich damals beide aus wissenschaftlichen<br />

Stellen an der Universitätsmedizin Göttingen verabschiedet<br />

und das <strong>Brustzentrum</strong> sowie die Praxis für Moderne Schnittbilddiagnostik<br />

gegründet. Welche Ziele haben Sie damit verfolgt?<br />

Fischer: Ich wollte eine Medizin praktizieren, wie ich sie mir immer<br />

vorgestellt habe: mit eigenen Entscheidungen, eigenen Verfahrensmustern<br />

und eben auch einer gehörigen Portion Zeit für die Betreuung<br />

<strong>–</strong> ohne die internen Rangeleien, die es in größeren Institutionen<br />

wie einer Uniklinik gibt.<br />

Baum: Für mich war schnell klar, dass ich nicht unter einem Verwaltungschef<br />

arbeiten will. Das ist heutzutage wirklich ein Dilemma in<br />

den Kliniken und leider auch in Medizinischen Versorgungszentren.<br />

Das hat zur Folge, dass Ihnen Dinge vorgeschrieben werden, die Sie<br />

sich nicht vorschreiben lassen wollen. Konkret sind wir mit dem<br />

Ansatz gestartet, den Zeitraum der Unsicherheit für die untersuchten<br />

Frauen so kurz wie möglich zu halten <strong>–</strong> also die Zeit zwischen<br />

Untersuchung und Kommunikation eines Ergebnisses, das Gewissheit<br />

bietet. Denn psychisch ist das ungewisse Warten in der Früherkennung<br />

für die Frauen die größte Belastung.<br />

Wenn Sie die <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> seit der Gründung Revue passieren lassen,<br />

was waren maßgebliche Entwicklungsschritte?<br />

Fischer: Friedemann Baum und ich tragen zwar im Sinne der Geschäftsführung<br />

die Investitionen und die Verantwortung, aber wir<br />

wollten auch das bestmögliche Expertenteam zur Unterstützung.<br />

Wir konnten damals noch weitere Kollegen an der UMG für unsere<br />

Idee begeistern: eine Oberärztin, drei Medizinisch-technische Assistentinnen<br />

und eine Rezeptionistin <strong>–</strong> die hatten den Mut, mit uns zu<br />

starten, obwohl es so etwas wie das Diagnostische <strong>Brustzentrum</strong> in<br />

Deutschland noch nicht gab. Heute sind wir rund <strong>20</strong> Personen.<br />

Wie haben Sie Ihr Team auf dieses Level gebracht?<br />

Fischer: Unser Schwerpunkt lag anfangs auf der Mammadiagnostik,<br />

wir sind aber darüber hinausgegangen und haben in der Praxis<br />

für Moderne Schnittbilddiagnostik Brustkorb, Abdominalbereich,<br />

Becken, Muskel-Skelett-System und Neurologie mit einbezogen.<br />

Als wir kapazitär an unsere Grenzen stießen, haben wir ein zweites<br />

MRT angeschafft <strong>–</strong> und dafür brauchten wir wiederum jemanden,<br />

der uns beim Muskel-Skelett-System unterstützt. Später haben wir<br />

mit Michael Knauth den damaligen Chef der Neuroradiologie der<br />

UMG für die Neurodiagnostik gewinnen können.<br />

Hat Ihnen die UMG den Braindrain übelgenommen?<br />

Fischer: Inzwischen ist das Verhältnis zur UMG sehr gut, weil unser<br />

ehemaliger Chef im Ruhestand ist und wir uns mit seinem Nachfolger<br />

hervorragend verstehen. Beispielsweise konnte sich eine Kollegin<br />

an einem unserer Geräte habilitieren. Die UMG schickt aber auch<br />

MT-Rs, also Medizinische Technologen für Radiologie, zu unseren<br />

Fortbildungen. Das ist ein Geben und Nehmen.<br />

Sie machen Highend-Medizin: Was können Sie besser als andere?<br />

Fischer: Grundsätzlich können das, was wir machen, andere in Kliniken<br />

oder gut ausgestatteten Praxen auch. Wir haben keinen Zaubertrank,<br />

aber bei uns passen alle Facetten zusammen. Bei den Geräten<br />

sind wir sehr gut ausgestattet, und wir haben uns einen so guten<br />

Ruf erworben, dass die Industrie bei uns neue Geräte testen lässt.<br />

Technisch spielen wir ganz vorne mit, das reicht aber nicht. Man<br />

braucht auch das entsprechende Team, das damit umgehen kann<br />

und die fachliche Breite abdeckt. Mammografie und Ultraschall sind<br />

dabei die Standardmethoden, aber wir haben von Anfang an auch<br />

Untersuchungen mit MRT eingesetzt, weil Frauen, die eine dichtere<br />

Drüsenstruktur der Brust haben, damit besser zu durchschauen sind.<br />

Genau das, was wir seit <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong>n leben, wurde übrigens <strong>20</strong>22 von<br />

Fachgesellschaften endlich auch auf europäischer Ebene empfohlen.<br />

Baum: Ganz wichtig ist zudem der Punkt Empathie, die Fähigkeit,<br />

auf das Thema Angst eingehen zu können. Die Frauen mit einer<br />

guten Diagnose sind leicht zu entlassen. Aber Frauen mit einem<br />

bösartigen Tumor brauchen eine Betreuung über die Praxis hinaus.<br />

Wir haben die entsprechenden Kontakte und können aufzeigen, was<br />

geht <strong>–</strong> hormonell, therapeutisch, operativ. Das können eben nicht<br />

alle, denn dazu muss alles stimmen: Team, Geräte, Motivation. Wir<br />

haben uns ganz bewusst viel Mühe gegeben, dass diese Facetten bei<br />

uns ineinandergreifen.<br />

Wo stehen Sie heute?<br />

Baum: Etwa zwei Drittel unserer Patienten fahren mehr als<br />

100 Kilo meter, um zu uns zu kommen, darunter auch national<br />

bekannte Persönlichkeiten. Es kommt aber auch vor, dass ausländische<br />

Kollegen, die bei uns in einer Fortbildung waren, komplizierte<br />

Fälle zu uns schicken. Unser Status hat sich in dieser Hinsicht etwas<br />

geändert: Wir machen nicht mehr nur Versorgung, sondern sind inzwischen<br />

auch Ansprechpartner für viele Kollegen. Wir sagen selbstbewusst,<br />

dass diagnostische Fragestellungen bei uns im Sinne eines<br />

Problem-Solvers definitiv beantwortet werden.<br />

Fischer: Wir machen deutschlandweit die meisten Mamma-MRTs,<br />

etwa <strong>20</strong> bis 25 am Tag. Wir sind aber auch dahingehend einzigartig<br />

geblieben, dass sich fünf Ärzt:innen nur um die Brust kümmern,<br />

und das im Sinne einer Komplettabklärung inklusive Gewebeproben.<br />

So etwas gibt es nach wie vor in der Form und Größe in<br />

Deutschland nicht. Auch zu unserer eigenen Überraschung ist die<br />

Idee von vor <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong>n mit ihrer inzwischen bundesweiten Ausstrahlung<br />

viel größer und kräftiger geworden, als wir dachten. Weil<br />

wir so viele Untersuchungen im Speicher haben, publizieren wir<br />

dazu auch regelmäßig in Fachjournalen und bieten Fortbildungen<br />

an. Ergänzend kommen noch Projekte mit Industriepartnern hinzu.<br />

Wir sind in dieser Hinsicht sicher keine normale Praxis.<br />

Wie sieht denn der Ausblick auf die nächsten fünf bis zehn <strong>Jahre</strong> aus?<br />

Fischer: Ich habe auf jeden Fall Lust, diese Zeit noch weiter zu praktizieren.<br />

Die Kontakte, die Kurse und die Publikationen halten fit.<br />

Baum: Das gilt genauso für mich. Perspektivisch wollen wir eines<br />

Tages das <strong>Brustzentrum</strong> an Menschen übergeben, die unsere<br />

Leidenschaft teilen. Was wir nicht wollen, ist der Verkauf an große<br />

Unternehmensgesellschaften, die schon seit <strong>Jahre</strong>n intensiv radiologische<br />

Praxen aufkaufen. Dadurch würde das Zentrum Seele und<br />

Herz verlieren.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

SPEZIAL 5


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

(Li.) Das Startteam aus dem <strong>Jahre</strong> <strong>20</strong>03. Von links nach rechts: Anja El Hajab, Friedemann Baum, Doris Hermes, Uwe Fischer, Gudrun Meyer, Dorit von Heyden,<br />

Christina Vujevic, Jutta Rüschoff. (Mitte) Ausführliche Information der Klientinnen und Patientinnen stand von Anfang an im Mittelpunkt des <strong>Brustzentrum</strong>s.<br />

(Re.) Und auch das Ambiente sorgte von der ersten Stunde an für Entspanntheit und Reduktion der Angst.<br />

Wie alles begann …<br />

Es war in eine dieser lauen Sommernächte im <strong>Jahre</strong> <strong>20</strong>02 auf einer Terrasse in der Valentinsbreite in Weende.<br />

Friedemann Baum und Uwe Fischer saßen in der Abenddämmerung bei einem Glas Waldulmer Rotwein<br />

zusammen und dachten über ihre persönlichen Zukunftsperspektiven nach. Ideen wurden diskutiert,<br />

abgewogen und wieder fallen gelassen. Pläne wurden geschmiedet, Risiken kalkuliert. Und plötzlich<br />

dominierte ein machbar erscheinendes Konzept die Gedanken ...<br />

Das ist inzwischen über <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> her. Und wie lautet das<br />

kurze und knappe Statement der beiden Ärzte in der<br />

Rückschau? „Eine der besten Entscheidungen, wir je<br />

getroffen haben.“<br />

Es sollte sich herausstellen, dass der Standort am Göttinger Bahnhof<br />

für das Vorhaben <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen (BZG) ideal war. Unter den<br />

begleitenden Aktivitäten von Architekt Ralf Weitemeyer, Steuerberater<br />

Matthias Brede, den Banker:innen Beate Klahr, Wolfgang Koschate und<br />

Matthias Leonhardt sowie Rechtsanwalt Mark Lindigkeit wuchs das<br />

„BZG-Baby“ mit Penthouse-Charakter, viel Licht und berauschen dem<br />

Blick über die Dächer und Kirchen Göttingens. Der primäre Ge rä tepark<br />

wurde um einen Computertomografen (CT) und später mit Freiwerden<br />

der Ebene 4 durch einen zweiten Magnetresonanztomo gra fen<br />

(MRT) ergänzt, anfänglich mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla, aktuell<br />

mit einer von 3.0 Tesla. Diese Kenngrößen beschreiben das Mag netfeld,<br />

das die MRT erzeugen. Zur Mammografie kamen schnell die Tomosynthese<br />

und die kontrastmittelgesteuerte Spektral-Mammografie hinzu.<br />

Und auch das Team verstärkte sich von Jahr zu Jahr. Zusätzlich zu<br />

Dr. Dorit von Heyden, den MT-A Anja El Hajab, Gudrun Meyer, Jutta<br />

Rüschoff und Chefsekretärin Christina Vujevic folgten ärztlicherseits<br />

Dr. Susanne Luftner-Nagel, Prof. Dr. Katharina Marten-Engelke, Prof.<br />

Dr. Rolf Vosshenrich, Prof. Dr. Michael Knauth und Nadia Meiser, auf<br />

MTR-Seite Inka Blank, Monika Funke, Anke Küchemann, Fabienne<br />

Notdurft, Anja Müller- Ellermeyer und Wibke Sebode. Die Rezep tion<br />

wurde durch Doris Hermes verstärkt und ist derzeit durch Anja Wirth,<br />

Jeannette Rheinländer, Nicole Luig und Katharina Dornieden besetzt.<br />

Bis heute wurden im Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong> und in der Praxis<br />

für Moderne Schnittbilddiagnostik mehr als 50.000 Patient:innen<br />

betreut. Viele von ihnen kommen im Rahmen der Früherkennung in<br />

regelmäßigen Abständen von 12<strong>–</strong>24 Monaten. Alle Untersuchungsgeräte<br />

wurden in der Zwischenzeit ein- oder mehrmals gegen neu<br />

entwickelte Systeme ausgetauscht, um jederzeit Diagnostik auf<br />

höchstem Niveau anbieten zu können. Das Team ist inzwischen auf<br />

<strong>20</strong> Mitarbeiter:innen angewachsen. Einzelne Kolleg:innen schieden<br />

zwar aus Altersgründen aus, aber andere kamen hinzu und verjüngten<br />

das Team. Und der Trend zur Verjüngung des Teams geht<br />

weiter. So werden in den nächsten Monaten zwei weitere Ärzt:innen<br />

und zwei MT-Rs im Alter von unter 40 <strong>Jahre</strong>n eingestellt. So aufgestellt<br />

sieht das Team der Zukunft weiterhin entspannt entgegen.<br />

6<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

„<br />

… eine der besten<br />

Entscheidungen,<br />

die wir je getroffen<br />

haben.<br />

“<br />

SPEZIAL 7


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Kommunikation<br />

und Ambiente<br />

Früherkennung ohne Angst! Der Ton macht die Musik.<br />

Präventionsuntersuchungen sind ein sehr angstbesetztes Thema.<br />

Das gilt besonders für die Brustkrebsfrüherkennung. Eines der<br />

zentralen Anliegen des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s ist es,<br />

diese Ängste erst gar nicht entstehen zu lassen oder zumindest zu<br />

minimieren. Schon beim ersten telefonischen Kontakt, also bei der<br />

Terminvergabe, sollen die Patienten spüren, dass sie hier gut aufgenommen<br />

werden. Dafür sorgt das kompetente Team am Empfang,<br />

das schon beim Telefonat mit der Beratung beginnt. So wird gleich<br />

zu Beginn ein Vertrauensverhältnis aufgebaut.<br />

Im Arztgespräch, das immer am Anfang einer jeden Untersuchung<br />

steht, werden mögliche Risiken, die familiäre Situation und eventuelle<br />

Beschwerden erfragt sowie der geplante Untersuchungsablauf<br />

besprochen und erläutert. „Denn nichts ist wichtiger als eine gute<br />

Aufklärung darüber, wie, was und warum es mit den Frauen passiert.<br />

Wir wollen eine gut informierte Klientin bzw. Patientin“, sagt<br />

Uwe Fischer. Außerdem wird den Patientinnen anhand mehrerer Bilder<br />

genau gezeigt, wonach die Ärzte überhaupt in der Brust suchen.<br />

„Wir zeigen den Frauen, wonach wir suchen, damit sie hinterher in<br />

ihren eigenen Bildern sehen, dass wir das alles bei ihnen nicht finden“,<br />

merkt Friedemann Baum an. Denn ein großer Teil der Untersuchungen<br />

endet ohne auffälligen Befund. Und diese Sicherheit können<br />

die Frauen später mit nach Hause nehmen.<br />

So aufgeklärt gehen die Frauen anschließend in die Untersuchung.<br />

Auch hier werden sie kontinuierlich betreut, können Fragen stellen<br />

und wissen stets, was mit ihnen passiert. Sind die Untersuchungen beendet,<br />

werden alle Befunde sofort mit den Patienten besprochen. In<br />

allen Fällen wissen Klient:innen oder Patientinnen beim Verlassen des<br />

Zentrums genau, was bei ihrer Untersuchung herausgekommen ist.<br />

Hinzu kommt ein besonderer Service für Frauen mit einem akuten<br />

und beunruhigenden Befund, zum Beispiel einem Knoten beim Abta-<br />

8<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

sten der Brust. Hier sind die Mitarbeiter:innen im <strong>Brustzentrum</strong> schon<br />

bei der Terminvergabe und der zeitlichen Konzeption der Arbeitsabläufe<br />

um Angstvermeidung bemüht. Frauen mit beunruhigenden<br />

Befunden erhalten bereits am selben Tag einen Untersuchungstermin.<br />

Unklare Befunde, die eine Gewebeprobe nötig machen, werden noch<br />

am selben Tag abgeklärt, sofern dies möglich ist. Das endgültige, histologische<br />

Untersuchungsergebnis der Gewebeprobe liegt bereits 24<br />

bis spätestens 48 Stunden später vor. Auch hier müssen die Patienten<br />

also nur eine kurze Zeit der Ungewissheit überstehen.<br />

Neben organisatorischen und zwischenmenschlichen Aspekten spielt<br />

für das Wohlbefinden natürlich auch das Ambiente der Räumlichkeiten<br />

eine bedeutende Rolle. Das Bemühen um eine offene Raumgestaltung<br />

mit lichtdurchfluteten Räumen war der Grund, eine Penthouse-Lage<br />

zu wählen, ringsum von Fenstern umgeben. Der Blick schweift über<br />

die Stadt und das Göttinger Umland <strong>–</strong> Beklemmungen verlieren sich<br />

in der Weite oder entstehen erst gar nicht. Auch an den teilweise geschwungenen<br />

Wänden, die seit <strong>20</strong>23 im neuen Gewand mit Nanafiguren<br />

verziert sind, kann die innere Anspannung förmlich abgleiten.<br />

Selbst bei der Konzeption der Untersuchungsräume besteht das<br />

Bemühen, Ängsten entgegenzuwirken. Alle Umkleidekabinen haben<br />

Oberlichter, sodass sich die Patient:innen in den Kabinen nicht zu<br />

sehr eingeschlossen fühlen. Dazu wird auf Details geachtet. So stehen<br />

zum Beispiel für die MRT Untersuchungen Bademäntel zur Verfügung.<br />

Für Patienten, die zu Platzangst neigen, stehen Geräte mit<br />

einem besonders großen Innendurchmesser zur Verfügung.<br />

Ganz besonderer Wert wird im Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong><br />

darüber hinaus auf die Kommunikation mit den Patient:innen<br />

gelegt. Ziel ist es, den individuellen Charakteren empathisch und<br />

in der angespannten Situation vor einer Untersuchung genau<br />

passend zu begegnen. So soll das Gegenüber optimal abgeholt<br />

werden. Um dies zu gewährleisten, werden in der Übergabe des<br />

Patienten auch kleinste Informationen zum Befinden zwischen<br />

Ärzt:innen und MTR´s weitergegeben. Dabei kann es zum Beispiel<br />

darum gehen, ob der Patient besonders aufgeregt ist oder<br />

im Stau gestanden hat.<br />

Das komplette Team im <strong>Brustzentrum</strong>, aber eben auch die<br />

Abläufe und die Räumlichkeiten sind auf Wohl und Wohlbefinden<br />

der Patientinnen und Patienten ausgerichtet. Das über allem<br />

stehende Ziel ist dabei, mit einer exzellenten Diagnostik die betreuten<br />

Menschen zufrieden, erleichtert und mit Zuversicht wieder<br />

nach Hause entlassen zu können.<br />

SPEZIAL 9


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Jede Brust ist anders <strong>–</strong><br />

jeder Brustkrebs auch<br />

Einheitsdiagnostik ,von der Stange‘ gibt es im <strong>Brustzentrum</strong> nicht. Die Früherkennung von Brustkrebs <strong>–</strong><br />

das ist die Zielsetzung der Ärzte im Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong> am Göttinger Bahnhof.<br />

Brustkrebs ist die häufigste bösartige<br />

Erkrankung der Frau in unserer Zeit.<br />

Wie kann es dann möglich sein, dass<br />

dieser Tumor gelegentlich erst sehr spät und<br />

bereits fortgeschritten erkannt wird, obwohl<br />

die Frau regelmäßig zur Mammografie gegangen<br />

ist? Wo doch gerade die Früherkennung<br />

von Brustkrebs so wichtig ist? Eine<br />

wesentliche Ursache hierfür ist darin zu sehen,<br />

dass die Brust einem ständigen Wandel<br />

unterlegen ist. Wieso aber gibt es von einer<br />

Frau zur anderen so große Unterschiede hinsichtlich<br />

Größe und Zusammensetzung? Bei<br />

den jüngeren Frauen verändert sich die Brust<br />

unter dem Einfluss der Hormone von Woche<br />

zu Woche, das ist aber auch im Verlauf<br />

der Lebensjahrzehnte wie etwa während der<br />

Wechseljahre der Fall. Es verwundert daher<br />

nicht, dass die Erfahrung in der Auswertung<br />

von Mammografieaufnahmen über einen<br />

Zeitraum von zehn <strong>Jahre</strong>n ständig wächst.<br />

Daher kann erst nach so langer Zeit von einer<br />

hohen Expertise in der Mammografiebefundung<br />

gesprochen werden.<br />

10<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Auf die Dichte kommt es an<br />

Ein entscheidender Faktor in der Brustdiagnostik<br />

ist die Gewebedichte, die in<br />

vier Stufen definiert wird. Frauen mit<br />

einer geringen oder gering erhöhten Gewebedichte<br />

sind mammografisch gut zu durchschauen,<br />

sodass bei ihnen mit diesem Verfahren<br />

Brustkrebs zuverlässig erkannt werden<br />

kann. Wir sprechen bei diesen Frauen von<br />

einem Dichtetyp ACR a oder ACR b. Liegt<br />

eine hohe oder eine extrem hohe Gewebedichte<br />

vor, so ist die Aussagekraft der Röntgenmammografie<br />

limitiert, da mit dieser<br />

Methode Brustkrebs innerhalb der dichten<br />

Strukturen nicht mehr zuverlässig abgegrenzt<br />

werden kann. Etwa die Hälfte aller<br />

Tumoren wird bei dieser Gewebedichte<br />

mammografisch nicht entdeckt. Dies betrifft<br />

Frauen mit einem Dichtetyp ACR c oder<br />

ACR d. Frauen mit hoher oder sehr hoher<br />

Gewebedichte benötigen ein Untersuchungsverfahren,<br />

das eine höhere Aussagekraft besitzt<br />

als die Mammografie. Die europäische<br />

Fachgesellschaft EUSOBI empfiehlt diesen<br />

Frauen ausdrücklich die Durchführung einer<br />

Mamma-MRT, da mit diesem Verfahren<br />

auch dichte Bruststrukturen gut zu durchschauen<br />

sind.<br />

Und auch die vielfältige Gestalt von Brustkrebs<br />

macht die frühzeitige Diagnosestellung<br />

nicht unbedingt einfach. Wir haben hier die<br />

Tumoren zu unterscheiden, die sich noch im<br />

Milchgang befinden und daher nicht zu einer<br />

Streuung in den Körper geführt haben können<br />

(Milchgangskarzinom, DCIS). Sie sind diagnostisch,<br />

aber auch therapeutisch deutlich<br />

von den Karzinomen abzugrenzen, die den<br />

Milchgang verlassen haben und möglicherweise<br />

zu einer Streuung in den Körper geführt<br />

haben (invasive Karzinome). Diese invasiven<br />

Karzinome wachsen manchmal knotenförmig,<br />

sie können sich aber auch gänsemarschartig<br />

innerhalb des Drüsen gewebes<br />

ausbreiten, was dazu führt, dass sie schwieriger<br />

zu finden sind. Prinzipiell ist es wichtig,<br />

dass Brustkrebs früh entdeckt wird, da er<br />

dann mit einer guten Prognose einhergeht.<br />

Die Früherkennung von<br />

Brustkrebs ist das A und O<br />

Das „frühe“ Erkennen von Brustkrebs bedeutet,<br />

dass sich der Tumor zum Zeitpunkt<br />

der Diagnose noch im Milchgang befindet<br />

oder aber, sofern er bereits aus dem Milchgang<br />

herausgewachsen ist, eine Größe von<br />

einem Zentimeter nicht überschritten hat. In<br />

solchen Konstellationen sind die Lymphknoten<br />

in der Achselhöhle sehr selten befallen<br />

und es kann fast immer brusterhaltend therapiert<br />

werden. Zudem ist das Langzeitüberleben<br />

der betroffenen Frauen exzellent und<br />

über 95 Prozent der Patientinnen können<br />

komplett geheilt werden.<br />

Das regelmäßige Abtasten der Brust ist leider<br />

nicht effektiv genug, um Krebs frühzeitig<br />

zu erkennen, da die durchschnittliche Tumorgröße<br />

eines ertasteten Knotens etwa bei<br />

zwei bis drei Zentimetern liegt. Die bereits<br />

tast baren Tumoren erfüllen also in aller Regel<br />

nicht mehr die Kriterien einer Früherkennung.<br />

Mit steigender Tumorgröße wächst<br />

aber das Risiko, dass bereits Lymphknoten in<br />

der Achselhöhle befallen sind oder eine Zellstreuung<br />

in andere Körperorgane stattfindet,<br />

was die Prognose tendenziell verschlechtert.<br />

Um Brustkrebs etwa ein bis zwei <strong>Jahre</strong> früher<br />

und damit in einer deutlich geringeren Größe<br />

diagnostizieren zu können, bedarf es bildgebender<br />

Untersuchungsverfahren wie der<br />

Mammo grafie, des Ultraschalls oder der<br />

MRT.<br />

ACR a<br />

ACR b<br />

ACR c<br />

ACR d<br />

SPEZIAL 11


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Brustkrebsfrüherkennung<br />

<strong>–</strong> die Methoden im Überblick<br />

Mammografie<br />

Die Mammografie erlaubt den sicheren Nachweis von feinsten<br />

Verkalkungen im Drüsengewebe <strong>–</strong> etwa ein Drittel aller<br />

Mammakarzinome hängen mit solchen Mikroverkalkungen<br />

zusammen. Diese Karzinome werden in der Mammografie zuverlässig<br />

erkannt. Bei Vorliegen einer drüsenarmen Brust erlaubt<br />

die Mammografie eine gute Sicht durch das Gewebe,<br />

sodass Tumoren ohne Verkalkungen in dieser Situation gut<br />

erkannt werden.<br />

Die Mammografie zeigt bei Frauen mit dichten Drüsenstrukturen<br />

deutliche Schwächen. Nicht verkalkte Tumoren lassen<br />

sich in dieser Situation kaum oder gar nicht erkennen und bei<br />

hoher Gewebedichte sinkt die Trefferquote der Mammografie<br />

auf unter 50 Prozent. Daher wird empfohlen, Frauen mit einer<br />

hohen Gewebedichte bevorzugt mit der Mamma-MRT zu<br />

untersuchen, da so wesentlich mehr Karzinome entdeckt werden<br />

können. Zudem ist bedenken, dass 80 Prozent der Frauen<br />

bei der Mammografie harmlose Verkalkungen zeigen <strong>–</strong> sie dürfen<br />

nicht als brustkrebsverdäch tig fehlgedeutet werden. Nur<br />

bei weniger als einem Prozent der Frauen mit Verkalkungen<br />

der Brust handelt es sich um Brustkrebskalk.<br />

Tomosynthese<br />

Weiterentwicklung der Mammografie als Schichtverfahren.<br />

Verbessert die reduzierte Aussagekraft der Mammografie bei<br />

Drüsendichte ACR b und ACR c um etwa zehn Prozent.<br />

Bei hoher Gewebedichte ACR d führt auch die Tomosynthese<br />

zu keiner Verbesserung der begrenzten Aussagekraft der<br />

Mammografie.<br />

KM-Spektral-Mammografie<br />

Weiterentwicklung der Mammografie als Dual-energy-Technik<br />

mit Einsatz von Kontrastmittel (KM). Verbessert die reduzierte<br />

Aussagekraft der Mammografie bei Drüsendichte ACR b und<br />

ACR c und insbesondere bei extremer Dichte ACR d deutlich.<br />

Notwendigkeit vorbereitender Maßnahmen (Blutabnahme zur<br />

Bestimmung der Schilddrüsen- und Nierenwerte TSH und Kreatinin).<br />

Notwendigkeit der intra venösen Gabe eines großen Volumens<br />

eines jodhaltigen Kon trastmittels. Aufklärungspflicht über<br />

die Möglichkeit einer Kontrastmittelunverträglichkeit.<br />

Sonografie<br />

Der Ultraschall (US) der Brust, auch Mammasonografie<br />

genannt, wird bei Frauen unter 40 <strong>Jahre</strong>n, die einen auffälligen<br />

Befund haben, primär eingesetzt. Beim Nachweis eines<br />

Normalbefundes oder von Zysten kann dann auf weitere<br />

Diagnostik verzichtet werden. Bei Frauen über 40 <strong>Jahre</strong>n<br />

kann der Ultraschall die Mammografie bei höherer Gewebedichte<br />

ergänzen. Zudem ist der Ultraschall für die Steuerung<br />

der Gewebe entnahme (US-Stanzbiopsie) wichtig.<br />

Der Ultraschall kann Tumoren innerhalb des Milchgangsystems<br />

aufgrund seiner limitierten räumlichen Auflösung nur sehr selten<br />

nachweisen. Für invasive Tumoren wird diese Form der Untersuchung<br />

erst ab einer Größe von etwa acht Millimetern zuverlässig.<br />

Zudem ist die Aussagekraft des Ultraschalls bei Vorliegen<br />

ausgeprägter zystischer Veränderungen deutlich begrenzt.<br />

Und: Die Qualität einer Ultraschalluntersuchung stark von dem<br />

Gerät und der Expertise des Untersuchers abhängt.<br />

12<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Verschiedene Untersuchungsverfahren für die Brustdiagnostik.<br />

Oben links: Mamma MRT, Oben rechts: Brust ultraschall, Unten<br />

links: Mammographie, Unten rechts: Gewebeentnahme (Biopsie)<br />

Ultraschall <strong>–</strong> Farbdoppler<br />

und Elastografie<br />

Farbdoppler und Elastografie stellen Modifikationen des<br />

Ultraschalls dar. Sie kodieren den Blutfluss in Gefäßen bzw.<br />

die Rigidität <strong>–</strong> die Steifheit <strong>–</strong> von Gewebe. In wenigen Fällen<br />

können sie die Charakterisierung von Befunden verbessern.<br />

Mamma-MRT<br />

Die Mamma-MRT oder auch Kernspintomografie der Brust ist<br />

das zuverlässigste Untersuchungsverfahren für den Nachweis von<br />

Brustkrebs. Dies gilt sowohl für Karzinome im Milch gang als<br />

auch für invasive Tumoren, also jene, die den Milchgang verlassen<br />

haben. Die MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlen, ohne Quetschen<br />

der Brust und erlaubt auch bei einer sehr drüsenreichen<br />

Brust eine exzellente Be urteilung der Strukturen. Daher wird die<br />

MRT für Frauen mit sehr dichten Drüsenstrukturen als primäres<br />

Untersuchungsverfahren empfohlen. Bei konsequenter Früherkennung<br />

mit MRT beträgt die durchschnittliche Tumorgröße<br />

zum Zeitpunkt der Diagnose sieben Millimeter. Für Frauen mit<br />

Implantaten gibt es kaum Alternativen zur Mamma-MRT. Moderne<br />

Protokolle sehen eine Untersuchungszeit von zehn Minuten<br />

und eine Pauschaldosis an Kontrastmittel von 5 ml vor.<br />

Die farbkodierte Duplexsonografie und Elastografie tragen<br />

nicht zur Verbesserung der Sensitivität des Ultraschalls bei.<br />

Biopsie<br />

Die Abklärung von unklaren Befunden in der Brust erfolgt leitliniengemäß<br />

bevorzugt in Form einer ambulanten Gewebeentnahme.<br />

Ist ein Befund im Ultraschall sichtbar, sollte eine Stanzbiopsie<br />

mit drei bis fünf Gewebezylindern, also Gewebeproben,<br />

erfolgen. Gibt es keinen sichtbaren Befund im Ultra schall, so<br />

wird das Gewebe Mammografie- oder MR-gesteuert entnommen.<br />

Zum Einsatz kommt dann die sogenannte Vakuumbiopsie<br />

mit etwa zwölf Gewebezylindern. Die Biopsie erlaubt eine definitive<br />

und was die Gewebeanalyse betrifft gesicherte Diagnose<br />

und vermeidet dadurch unnötige Operationen.<br />

Die Aussagekraft der Mamma-MRT ist limitiert, wenn das Drüsengewebe<br />

hormonell stark stimuliert ist. Dies gilt ins besondere<br />

für Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, in der 1.<br />

und 4. Zykluswoche <strong>–</strong> und gelegentlich auch für Frauen in den<br />

Wechseljahren, die zusätzlich Hormonpräparate einnehmen. Die<br />

Kosten für eine Mamma-MRT sind vergleichsweise hoch. Bundesweit<br />

fehlen weiterhin einheitliche Qualitätskriterien.<br />

Bei der ambulanten Gewebeentnahme handelt es sich um einen<br />

minimalinvasiven Eingriff, bei dem es zu Komplikationen<br />

in Form von Nachblutungen oder Entzündungen kommen<br />

kann. Diese sind allerdings äußerst selten. Nennenswerte<br />

Schmerzen treten bei angemessener lokaler Betäubung nicht<br />

auf. Fehlpunktionen sind möglich, doch die Quote liegt für<br />

alle Verfahren der Gewebeentnahme bei unter einem Prozent.<br />

SPEZIAL 13


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Konzepte der<br />

Brustdiagnostik<br />

Nationales<br />

Mammografie-Screening<br />

Individuelle risikoadaptierte<br />

Brustkrebsfrüherkennung<br />

Im <strong>Jahre</strong> <strong>20</strong>05 wurde bundesweit ein flächendeckendes<br />

Mammo grafie-Screening für die Früherkennung von<br />

Brustkrebs eingeführt. Frauen in der Altersgruppe<br />

von 50 bis 70 <strong>Jahre</strong>n werden hierbei<br />

alle zwei <strong>Jahre</strong> zur Durchführung<br />

einer beidseitigen Röntgenmammografie<br />

eingeladen. Die Auswertung<br />

der Bilder erfolgt zeitversetzt<br />

durch zwei unabhängige<br />

Ärzt:innen. Aktuell bestehen<br />

Überlegungen, das<br />

Alters intervall auf 45 bis<br />

70 zu erweitern.<br />

Der Vorteil des nationalen<br />

Mammografie-Screenings<br />

ist darin zu sehen,<br />

dass ein Teil der Frauen, die<br />

ansonsten zu keiner Früherkennung<br />

gehen würde, jetzt<br />

eine Mammografie erhalten.<br />

Hiervon profitieren insbesondere<br />

Frauen mit geringer Drüsendichte,<br />

da in dieser Situation Brustkrebs<br />

mithilfe einer Mammografie zuverlässig<br />

zu erkennen ist. Außerdem profitieren<br />

Frauen, bei denen der Brustkrebs mit feinen<br />

Verkalkungen einhergeht.<br />

Der Nachteil des Screenings, bei dem primär ausschließlich<br />

eine Mammografie durchgeführt wird, betrifft Frauen mit<br />

dichten und sehr dichten Drüsenstrukturen. Bei ihnen werden<br />

etwa 50 Prozent der Tumoren in der Brust mammografisch<br />

nicht erkannt. Anzumerken ist, dass etwa die Hälfte aller Frauen<br />

im Screening eine solche hohe Drüsendichte aufweist.<br />

Die Teilnahme am Screening ist freiwillig. Gegenwärtig nutzen<br />

etwa 55 Prozent der eingeladenen Frauen die Mammografie<br />

innerhalb des nationalen Screening-Programms.<br />

Frauen aller Altersgruppen steht es frei, sich jenseits des Einladungssystems<br />

eines Screening-Programmes über die Optionen<br />

eines individuell und dem persönlichen Risikoprofil angepassten<br />

Untersuchungskonzeptes zu informieren.<br />

Hierbei berücksichtigt die personenbezogene Konstellation<br />

insbesondere die individuell vorliegende Dichte des Drüsengewebes.<br />

Ab dem 40. Lebensjahr ist die alleinige Mammografie<br />

bei Frauen mit geringer Drüsendichte (Typ a) alle zwei <strong>Jahre</strong><br />

vollkommen ausreichend. Liegt eine etwas höhere Gewebedichte<br />

(Typ b) vor, so ist zusätzlich der Ultraschall sinnvoll. Bei<br />

Frauen mit dichten (Typ c) oder extrem dichten Drüsenstrukturen<br />

(Typ d) wird zur Früherkennung alle zwei <strong>Jahre</strong> eine Untersuchung<br />

mittels einer Mamma-MRT empfohlen, die gegebenenfalls<br />

mit einer Ein-Ebenen-Mammografie kombiniert wird.<br />

Diese Kombination wird auch ,Göttinger Optipack‘ genannt.<br />

Darüber hinaus kommt hinsichtlich eines geeigneten Früherkennungskonzeptes<br />

dem persönlichen Risikoprofil eine<br />

große Bedeutung zu. Hier spielen Erkrankte im persönlichen<br />

Stammbaum, aber auch Vorbehandlungen<br />

oder bestimmte Auffälligkeiten im<br />

Rahmen von Voroperationen eine<br />

Rolle. In Ab hän gigkeit hiervon<br />

gehen Frauen mit einem definierten<br />

Hoch risiko in ein<br />

in ten siviertes Früherkennungskonzept,<br />

während<br />

bei anderen<br />

Frauen die empfohlenen<br />

Intervalle<br />

zwischen den<br />

Untersuchungen<br />

zum Beispiel<br />

auf eineinhalb<br />

statt<br />

zwei <strong>Jahre</strong> verringert<br />

werden.<br />

14<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Brustkrebsfrüherkennung<br />

bei Hochrisikoprofil<br />

Brustkrebsfrüherkennung<br />

nach Brustkrebs<br />

Frauen mit einem definierten Hochrisikoprofil haben statistisch<br />

ein mehr als dreißigprozentiges Risiko, in ihrem Leben<br />

eines Tages an Brustkrebs zu erkranken. Doch wie lässt sich<br />

dies so präzise errechnen?<br />

Hierfür gibt es Beratungsstellen, die eine Stammbaumanalyse<br />

durchführen und andere Faktoren in die Gesamtanalyse<br />

einfließen lassen. Besonders wichtig ist dabei, ob es<br />

bluts verwandte Frauen (oder Männer) gibt, die auffällig jung<br />

an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Diese Beratungsstellen<br />

nennen sich ,Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs‘.<br />

In Deutschland gibt es mehr als zwanzig dieser<br />

Konsortien.<br />

Die Beratungsstelle wird all jenen Frauen empfohlen, bei<br />

denen Blutsverwandte sehr jung erkrankt sind. Bei entsprechendem<br />

Risiko wird eine Genanalyse mit der Fragestellung<br />

veranlasst, ob ein Gendefekt vorliegt. Die bekanntesten darunter<br />

sind BRCA 1, BRCA 2, RAD 51C und CHEK 2. Wird<br />

beispielsweise bei einer Frau ein Defekt in BRCA 1 oder 2<br />

nachgewiesen, so erhöht sich das Lebenszeitrisiko, an<br />

Brustkrebs zu erkranken, auf über 60 Prozent.<br />

Wichtig ist aber auch zu wissen, dass zum<br />

gegenwärtigen Zeitpunkt viele Gendefekte<br />

dieser Thematik noch nicht<br />

klar zuzuordnen sind.<br />

Frauen mit nachgewiesenem<br />

Hochrisikoprofil benötigen<br />

eine intensivierte Brust krebsfrüherkennung,<br />

die ab dem<br />

25. Lebensjahr jährlich<br />

das Abtasten, eine Ultraschallunter<br />

suchung sowie<br />

eine Mamma- MRT<br />

umfasst. Eine Mammo<br />

grafie sollte frühestens<br />

mit 40 <strong>Jahre</strong>n erfolgen.<br />

Die Behandlung von Brustkrebs erfolgt typischerweise in Form<br />

einer Operation. In begründeten Einzelfällen erfolgt vor der<br />

OP eine Chemotherapie. Nach der OP, bei der die Brust erhalten<br />

wurde, folgt unterstützend eine Bestrahlungsbehandlung<br />

und gegebenenfalls eine Hormonund/oder<br />

Chemotherapie.<br />

Nach der Behandlung ihres Brustkrebs<br />

ist der größte Teil dieser Patientinnen<br />

gesund <strong>–</strong> weitere Untersuchungskonzepte<br />

haben dann die Früherkennung,<br />

etwa eines neuerlichen<br />

Tumors, zum Ziel. Der<br />

Begriff der „Tumornachsorge“<br />

sollte in diesem Zusammenhang<br />

vermieden werden.<br />

Die aktuellen Leitlinien<br />

empfehlen Frauen nach einer<br />

brusterhaltenden Operation<br />

(BET) halbjährlich die<br />

Mammografie der operierten<br />

Seite und jährlich die<br />

Mammografie der Gegenseite,<br />

und dies über einen Zeitraum<br />

von drei <strong>Jahre</strong>n. Dies ergibt<br />

allerdings dann keinen Sinn,<br />

wenn der primäre Tumor in der<br />

Mammografie gar nicht erkannt<br />

wurde. Dies betrifft meist Frauen mit<br />

dichtem Drüsenkörper. In diesen Fällen<br />

sollte bevorzugt eine Mamma-MRT in Intervallen<br />

von einem Jahr nach der Operation erfolgen<br />

und dies über insgesamt fünf <strong>Jahre</strong>. Danach können<br />

größere Intervalle für die MRT gewählt werden.<br />

Nach tumorbedingter Brustentfernung sollte die Gegenseite<br />

in Abhängigkeit von der Gewebedichte entweder mit Mammografie<br />

oder Mamma-MRT kontrolliert werden.<br />

SPEZIAL 15


Gratulation!<br />

„Gratulation vom Agaplesion<br />

Krankenhaus Neu Bethlehem!<br />

Die gynäkologische und geburtshilfliche Abteilung<br />

des Agaple sion Krankenhauses Neu Bethlehem<br />

mit dem Chefarzt Dr. Kulenkampff gratuliert dem<br />

Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong> in Göttingen zu seinem<br />

Jubiläum. Wir sind dankbar, in Göttingen einen so<br />

überaus kompetenten Partner in der Röntgen- und<br />

Schnittbilddiagnostik zu haben. Die Kombination<br />

aus hoch spezialisierter ärztlicher Expertise und<br />

einem empathischen, patientennahen Team stellt den<br />

besonderen Wert des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

dar. Gerade bei der Brustkrebsbehandlung ist eine<br />

enge Verzahnung von Brustkrebsdiagnostik, operativer<br />

Behandlung und onkologischer Behandlung<br />

sehr wichtig. Daher steht am Anfang eine komplexe<br />

Brustdiagnostik. Mithilfe hochmoderner Geräte und<br />

qualitativ hochwertigen Untersuchungsverfahren legt<br />

das Diagnostische <strong>Brustzentrum</strong> so den Grundstein<br />

für eine individuelle und zielgerichtete Brustkrebsbehandlung<br />

im Interesse der Patientinnen. Die gynäkologisch-geburtshilfliche<br />

Abteilung des Agaplesion<br />

Krankenhaus Neu Bethlehem schätzt die kompetente<br />

und sehr kollegiale Zusammenarbeit mit dem<br />

Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>. Diese ist die Voraussetzung<br />

für eine erfolgreiche patientenorientierte, individualisierte<br />

Brust krebsbehandlung. Wir wünschen<br />

uns, diese tolle Zusammenarbeit im Interesse der an<br />

Brustkrebs erkrankten Frauen in Zukunft weiter so<br />

erfolgreich fortzusetzen.“<br />

DR. KULENKAMPFF, FRAU SANDER, DR. IBISHI,<br />

GYNÄKOLOGIE KRANKENHAUS NEU-BETHLEHEM<br />

Herzlichen<br />

Glückwunsch zum Geburtstag!<br />

„Während beim Menschen die ,<strong>20</strong>‘ eher den<br />

Übergang in das Erwachsenen alter bedeutet, kann beim<br />

<strong>Brustzentrum</strong> Göttingen eine schon lange gewachsene und<br />

erwachsene Professionalität konstatiert werden. Vertrauenswürdigkeit,<br />

Freundlichkeit und dabei kein Massen betrieb.<br />

Gut zu wissen, dass es das <strong>Brustzentrum</strong> gibt.<br />

Alles Gute für die nächsten zwanzig <strong>Jahre</strong>!“<br />

DR. GERD RAPPENECKER,<br />

TECHNISCHER VORSTAND<br />

STADTWERKE GÖTTINGEN AG<br />

„Stellvertretend für die Pathologie<br />

Nordhessen (PNH), Kassel, möchte ich<br />

hiermit meine besondere Freude über<br />

das <strong>20</strong>-jährige Bestands jubiläum des<br />

Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

Göttingen zum Ausdruck bringen:<br />

Welch ein groß artiger Erfolg!<br />

Professor Fischer und sein gesamtes<br />

Team waren uns durch ihre Leidenschaft<br />

und Patienten fokussierung stets Antrieb und<br />

Motivation, schnell (inner halb von 24 Stunden, das heißt.<br />

am Tag nach der Biopsie) und präzise die feingewebliche<br />

Tumordiagnose per Telefon zu übermitteln <strong>–</strong> übrigens ein<br />

tägliches ,Hochamt‘ der Interdisziplinarität. Die Einbettung<br />

dieser qualitätsgesicherten Diagnostik in die moderne Therapie<br />

des Mammakarzinoms ist Uwe Fischer und Friedemann<br />

Baum als Herausgeber des Handbuchs ,Diagnostik und<br />

Therapie des Mammakarzinoms‘ (Thieme, dt. <strong>20</strong>14, engl.<br />

<strong>20</strong>17) auch wissenschaftlich in hervorragender Weise<br />

gelungen. Im Namen des gesamten Teams der PNH sage ich<br />

herzlichen Dank, dass wir Teil dieses weit über die Grenzen<br />

Göttingens gefragten hoch professionellen Teams für eine<br />

moderne und zuverlässige bildgebende Diagnostik bei<br />

Brustkrebs patientinnen sein durften. Behalten Sie Ihren<br />

einzigartigen Enthusias mus zum Wohle Ihrer Patientinnen<br />

(und zur Freude Ihrer Kooperationspartner).<br />

Auf weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit!“<br />

PROF. DR. J. RÜSCHOFF, EHEM. MEDIZINISCHER LEITER<br />

PATHOLOGIE NORDHESSEN<br />

16<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Mammografie<br />

Mamma-MRT<br />

Der duale Weg in der Früherkennung<br />

Mamma-MRT ersetzt bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe die Mammografie.<br />

Schon mit Beginn der Eröffnung des <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

am Göttinger Bahnhof im <strong>Jahre</strong> <strong>20</strong>03 informierten<br />

die Ärzt:innen dort ihre Klientinnen und Patientinnen<br />

darüber, dass die Mammografie bei Frauen mit dichten<br />

Drüsenstrukturen von eingeschränkter Aussagekraft ist.<br />

Sie empfahlen aus diesem Grunde im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung<br />

die Kombination aus Mamma-MRT<br />

und Ein-Ebenen-Mammografie (Göttinger Optipack) oder<br />

zunehmend auch die alleinige Mamma-MRT.<br />

Seit Januar <strong>20</strong>22 wird diese Vorgehensweise nunmehr<br />

auch von der European Society of Breast Imaging<br />

(EUSOBI) ausdrücklich empfohlen. Diese ausschließlich<br />

wissenschaftlich orientierte europäische Fachgesellschaft<br />

wertete die Studienergebnisse der letzten <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> aus<br />

und kam zu dem Schluss, dass Frauen mit sehr dichtem<br />

Brustgewebe darüber informiert werden sollten, dass<br />

sie mit der Mammografie nicht ausreichend zuverlässig<br />

versorgt sind. EUSOBI rät, bei diesen Frauen eine<br />

Mamma- MRT durchzuführen, wobei ausdrücklich darauf<br />

hingewiesen wird, dass die MRT in einer hohen<br />

Qualität angefertigt werden muss. Kein Problem für das<br />

Team des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s Göttingen, das<br />

seit <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong>n zur Qualitätssicherung im Bereich der<br />

Mammadiagnostik und insbesondere der Mamma-MRT<br />

Fortbildungen abhält.<br />

Letztendlich betrifft diese Empfehlung nicht nur Frauen mit extrem<br />

dichten (Stufe 4), sondern auch mit weniger dichten Drüsenstrukturen<br />

(Stufe 3). Insgesamt umfasst die Gruppe der Frauen,<br />

die von einer Mamma-MRT anstatt einer Mammografie profitieren,<br />

etwa 50 Prozent der Frauen im brustkrebsrelevanten Alter.<br />

Und EUSOBI geht noch einen Schritt weiter: Zeigt die qualitätsgesicherte<br />

Mamma-MRT keinen auffälligen Befund, so kann<br />

sie als Stand-alone-Technik betrachtet werden. Dies bedeutet,<br />

dass keine weitere Diagnostik wie zum Beispiel Mammografie<br />

oder Ultraschall notwendig wird. Auch diese Vorgehensweise<br />

wird im <strong>Brustzentrum</strong> am Göttinger Bahnhof seit <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong>n so<br />

gehandhabt.<br />

Für Frauen in der Brustkrebsfrüherkennung<br />

resultiert hieraus letztendlich ein dualer Weg:<br />

Frauen mit sehr transparenten<br />

Bruststrukturen<br />

(Stufe 1 und 2) sind mit<br />

der Mammografie bestens<br />

bedient. Bei ihnen wird<br />

mit diesem Verfahren<br />

Brustkrebs zuverlässig<br />

erkannt.<br />

Frauen mit sehr dichten<br />

Bruststrukturen<br />

(Stufe 3 und 4) benötigen<br />

eine Mamma-MRT.<br />

Für diese Gruppe erlaubt<br />

nur die MRT einen<br />

zuverlässigen Nachweis<br />

von Brustkrebs.<br />

SPEZIAL 17


MIO-Mamma-MRT in der Millimeter-Liga<br />

Wichtige Meilensteine der MRT der Brust wurden im <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen entwickelt.<br />

Lange Zeit erfolgte die Diagnostik von Brustkrebs<br />

durch Abtasten, Mammografie und den Einsatz der<br />

Feinnadelpunktion. Diese sogenannte Tripeldiagnostik<br />

kam bis in die Achtzigerjahre des letzten Jahrhunderts<br />

zum Einsatz. Später kamen der Ultraschall und modernere<br />

Biopsieverfahren hinzu.<br />

In Deutschland wurde die MRT der weiblichen Brust<br />

Ende der Siebzigerjahre von Prof. Werner Kaiser in<br />

Würzburg und Frau Prof. Sylvia Heywang-Köbrunner<br />

in München erstmalig im klinischen Einsatz eingesetzt<br />

und von ihnen und verschiedenen anderen<br />

Radiolog:innen an deutschen Universitäten weiterentwickelt.<br />

Diese Methode gab der Mammadiagnostik einen<br />

völlig neuen Impuls, da nun erstmalig die Durchblutungsverhältnisse<br />

in der Brust dargestellt werden konnten.<br />

Hierbei zeigte sich, dass bösartige Tumoren so gut<br />

wie immer mit einer gesteigerten Durchblutung einhergehen,<br />

sodass sie mit der MRT auch bei sehr dichten Drüsenstrukturen<br />

einwandfrei aufzufinden waren.<br />

Die kontrastmittelgestützte Mamma-MRT hat sich in den<br />

50 <strong>Jahre</strong>n seit ihrem Bestehen hinsichtlich der Bildqualität,<br />

aber auch bezüglich der Methodik deutlich verbessert. Hierbei<br />

haben die Ärzt:innen des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s Göttingen<br />

wesentliche Meilensteine gesetzt, die dieses Verfahren<br />

zum heutigen Zeitpunkt zum Goldstandard haben werden<br />

lassen.<br />

Göttingen Score, 1993<br />

Mit dem sogenannten Göttingen Score wurde 1993 erstmalig<br />

eine Auswertemodalität für die Mamma-MRT entwickelt, die<br />

mehrere Kriterien unter Verwendung eines Punktesystems berücksichtigt.<br />

U Fischer, D von Heyden, R Vosshenrich, I Viehweg, E Grabbe. Signalverhalten maligner<br />

und benigner Läsionen in der dynamischen 2-D-MRT der Mamma. RÖFO 1993<br />

18<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Einsatz der Mamma-MRT vor OP, 1994<br />

Die Göttinger Arbeitsgruppe war es, die erstmalig gezeigt hat, dass<br />

es sinnvoll ist, vor einer geplanten Brustoperation ein sogenanntes<br />

Staging-MRT durchzuführen, um dadurch weitere mögliche Tumoren<br />

in derselben oder der anderen Brust nachzuweisen. Heutzutage<br />

werden mehr oder minder alle Frauen in der Region vor einer<br />

Brust-OP mit der Mamma-MRT gecheckt.<br />

U Fischer, R Vosshenrich, A Probst, H Burchhardt, E Grabbe. Präoperative MR-Mammographie<br />

bei bekanntem Mammakarzinom. Sinnvolle Mehrinformation oder sinnloser<br />

Mehraufwand? RÖFO 1994<br />

MR-Gewebeentnahme, 1994<br />

Die MR-gesteuerte Biopsie von auffälligen Befunden, die nur in der<br />

MRT nachweisbar sind, wurde von der Göttinger Arbeitsgruppe<br />

sehr früh entwickelt. Heute stellt sie einen Standardeingriff dar, der<br />

im <strong>Brustzentrum</strong> am Göttinger Bahnhof etwa 250-mal pro Jahr<br />

durchgeführt wird.<br />

U Fischer, R Vosshenrich, D Keating, H Bruhn, W Döler, JW Oestmann, E Grabbe.<br />

MR-guided biopsy of suspicious breast lesions with a simple stereotactic add-on device for<br />

surface coils. Radiology 1994<br />

Dualer Weg in der Brustkrebsfrüherkennung, <strong>20</strong>03<br />

Im Rahmen der Früherkennung ist die Mammografie für Frauen<br />

mit geringer Drüsendichte ausreichend. Für Frauen mit hoher Gewebedichte<br />

sollte bevorzugt die Mamma-MRT eingesetzt werden.<br />

Hierüber informieren die Ärzt:innen im <strong>Brustzentrum</strong> seit <strong>20</strong>03.<br />

Dieser duale Weg wird inzwischen europaweit empfohlen.<br />

Göttinger OPTIPACK, <strong>20</strong>05<br />

Die Kombination aus Mamma-MRT und digitaler Mammografie<br />

in MLO-Aufnahmeebene wurde als Göttinger OPTIPACK bekannt.<br />

OPTIPACK stellt das zuverlässigste Konzept für die Früherkennung<br />

von Brustkrebs mit geringstmöglicher Röntgendosis<br />

dar. Göttinger OPTIPACK ist sozusagen das Nonplusultra in der<br />

Brustkrebsfrüherkennung.<br />

U Fischer, F Baum, D von Heyden. MR-Mammographie <strong>–</strong> aktueller Stand <strong>20</strong>05.<br />

ABW Buchbeitrag <strong>20</strong>05<br />

Low Dosage Mamma-MRT, <strong>20</strong><strong>20</strong><br />

Die First-Pass-Technik legte es nahe, die Kontrastmitteldosis nicht<br />

vom Körpergewicht abhängig zu machen, sondern für alle Untersuchungen<br />

eine Pauschaldosis zu wählen. Das Team vom Göttinger<br />

<strong>Brustzentrum</strong> empfiehlt eine Pauschaldosis von 5 ml, die sich als<br />

voll kommen ausreichend erwies.<br />

U Fischer. Breast MRI <strong>–</strong> The champion in the millimeter league. MIO breast MRI <strong>–</strong> The<br />

method of choice in women with dense breasts Eur J Radiol <strong>20</strong>23<br />

MIO-Mamma-MRT, <strong>20</strong>21<br />

Das Team aus dem Göttinger <strong>Brustzentrum</strong> hat <strong>–</strong> zusammen mit der<br />

Geräteindustrie <strong>–</strong> stets an einer weiteren Verbesserung der räumlichen<br />

Auflösung gearbeitet. Aktuell laufen erste Untersuchungen<br />

mit einer 1.024 x 1.024er-Matrix, der sog. MIO-Mamma-MRT. Mit<br />

den daraus resultierenden über einer Million Pixeln werden feinste<br />

Details noch besser sichtbar.<br />

Heute stellt die Mamma-MRT das mit Abstand aussagekräftigs te<br />

Untersuchungsverfahren zur Früherkennung von Brustkrebs dar.<br />

Tumorgrößen sind mit diesem Verfahren ab 2<strong>–</strong>3 mm erkennbar. Eigene<br />

Auswertungen haben gezeigt, dass bei regelmäßigem Einsatz<br />

der Mamma-MRT in Intervallen von maximal zwei <strong>Jahre</strong>n Brustkrebs<br />

in einer durchschnittlichen Größe von 7<strong>–</strong>8 mm erkannt wird.<br />

Über 95 Prozent dieser Frauen haben hierbei gesunde Lymphknoten.<br />

Letztendlich bedeutet dies, dass bei regelmäßiger MR-Unter suchung<br />

Brustkrebs zuverlässig in einem prognostisch sehr günstigen Stadium<br />

erkannt wird.<br />

U Fischer, M Hollstein, S Luftner-Nagel, F Baum, S Wienbeck. HR-MRI of the Breast at<br />

Intervals of Maximum 24 Months: Influence on Tumor Stage at the Time of Diagnosis.<br />

Int J Womens Health Wellness <strong>20</strong>19<br />

Mamma-MRT mit drei Mammakarzinomen von 5 mm, 3 mm und 1 mm.<br />

First-Pass-Mamma-MRT, <strong>20</strong>12<br />

Die Verkürzung der Untersuchungszeit der Mamma-MRT auf<br />

knapp zehn Minuten wurde erstmalig von der Göttinger Arbeitsgruppe<br />

veröffentlicht. Inzwischen ist dies zum nationalen und internationalen<br />

Standard geworden.<br />

U Fischer, A Korthauer, F Baum, S Luftner-Nagel, D von Heyden, K Marten-Engelke.<br />

Short First-pass MRI of the breast. Acta Radiologica <strong>20</strong>12<br />

SPEZIAL 19


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

15 Fragen <strong>–</strong><br />

15 Antworten<br />

Ab wann und<br />

wie oft ist Brustkrebs -<br />

früh erkennung mit bildgebender<br />

Diagnostik sinnvoll?<br />

Frauen mit normalem Brustkrebsrisiko<br />

sollten sich ab dem 40. Lebensjahr alle ein<br />

bis zwei <strong>Jahre</strong> untersuchen lassen.<br />

Für Frauen mit definiertem Hochrisikoprofil<br />

ist ab einem Zeitpunkt<br />

zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr<br />

eine jährliche Untersuchung<br />

ratsam.<br />

Frauen, die sich regelmäßig abtasten,<br />

leben nicht länger als Frauen, die dies nicht<br />

tun. Die durchschnittliche Größe aller tastbaren<br />

Karzinome beträgt etwa 2,5 Zentimeter<br />

<strong>–</strong> das erfüllt nicht mehr die Kriterien<br />

der Früherkennung. Trotzdem ist es sinnvoll,<br />

die Brust beim Duschen oder Eincremen<br />

wahrzunehmen und auf Veränderungen<br />

Ist das „Quetschen“<br />

bei der Mammografie<br />

gefährlich?<br />

Muss ich meine<br />

Brust regelmäßig abtasten?<br />

zu achten. Dies fördert<br />

das Körperbewusstsein.<br />

Das Komprimieren der Brust bei der<br />

Mammografie führt zu einer Reduktion<br />

der notwendigen Strahlendosis und<br />

zu einer Verbesserung der Bildqualität.<br />

Die Kompression sollte jedoch<br />

angemessen und weitestgehend<br />

schmerzfrei sein. Tumore ent stehen<br />

infolge des Quetschens<br />

nicht.<br />

Welche Diagnostik<br />

ist für die Brustkrebs -<br />

früherkennung üblich?<br />

Etablierte Untersuchungsprotokolle<br />

sehen eine Mammografie in zwei Ebenen<br />

pro Brust und gegebenenfalls einen<br />

ergänzenden Ultraschall vor.<br />

Bei hoher oder extrem hoher<br />

Gewebedichte empfehlen die<br />

europäischen Leitlinien<br />

die Mamma-MRT.<br />

Ändern sich die<br />

diagnostischen<br />

Früherkennungskonzepte<br />

in der Zukunft?<br />

Bisherige Ergebnisse sprechen eindeutig<br />

dafür, dass die alleinige Mamma-MRT<br />

ausreicht, sofern sie bei hoher Qualität<br />

und Transparenz keine Auffälligkeiten<br />

zeigt. Die europäischen Empfehlungen<br />

sprechen hier von einer<br />

„stand alone“-Technik<br />

der MRT.<br />

Welche Diagnostik<br />

bringt die höchste<br />

Zuverlässigkeit für die<br />

Brustkrebsfrüherkennung?<br />

Mit der Kombination aus digitaler<br />

Mammografie in nur einer Ebene und<br />

Mamma-MRT <strong>–</strong> in dieser Kombination<br />

auch „Göttinger Optipack“<br />

genannt <strong>–</strong> werden die meisten<br />

Mammakarzinome<br />

nachgewiesen.<br />

Wie ist die<br />

Strahlenbelastung bei der<br />

Mammografie einzuschätzen?<br />

Wird ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig alle<br />

zwei <strong>Jahre</strong> eine Mammografie durchgeführt, steigt<br />

durch die insgesamt verwendete Röntgenstrahlung<br />

das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, von 10 auf etwa<br />

10,2 Prozent. Dies sind Durchschnittswerte für alle<br />

Frauen. Bei Frauen mit dichtem Drüsen gewebe ist die<br />

Strahlendosis allerdings drei- bis viermal so hoch wie bei<br />

Frauen mit geringer Drüsendichte. Die potenziellen<br />

Schäden durch Röntgenstrahlen treten in der Regel erst<br />

etwa <strong>20</strong> bis 30 <strong>Jahre</strong> nach der Röntgen untersuchung<br />

auf. Daher relativiert sich der Dosisaspekt<br />

ab dem 60. Lebensjahr.<br />

Ich bin unter 40<br />

und habe Brustkrebs. Sind<br />

meine Töchter auch gefährdet?<br />

Da Sie jung erkrankt sind, ist es<br />

möglich, dass bei Ihnen ein familiär<br />

vererbter Brustkrebs vorliegt.<br />

Ihre Töchter sollten sich ab dem<br />

30. Lebensjahr unbedingt<br />

beraten lassen.<br />

<strong>20</strong><br />

SPEZIAL


Reicht nicht der<br />

alleinige Ultraschall zur<br />

Brustkrebsfrüherkennung?<br />

Nein. Der alleinige Einsatz der<br />

Mammasonografie erlaubt keine<br />

zuverlässige Erkennung von Brustkrebs<br />

in einem frühen Stadium, also<br />

von Milchgangkrebs oder<br />

kleinen invasiven Karzinomen<br />

unter einem<br />

Zentimeter.<br />

Macht das<br />

Kontrastmittel, das bei der<br />

Mamma-MRT eingesetzt<br />

wird, krank?<br />

Nein. Es gab eine Vielzahl an Mitteilungen<br />

darüber, dass sich bei häufigem Einsatz von<br />

Gadolinium, so der Name des Kontrastmittels,<br />

Teile hiervon im Gehirn ablagern. Dies war<br />

bei der ersten Generation von Kontrastmitteln<br />

der Fall. Symptome traten hierdurch<br />

allerdings nicht auf. Inzwischen wurden<br />

die älteren Kontrastmittel durch<br />

neuere abgelöst, die für<br />

ungefährlich erachtet<br />

werden.<br />

Liegt bei mir ein<br />

Hochrisikoprofil für die<br />

Entstehung von Brustkrebs vor?<br />

Ein „high-risk“-Profil liegt bei Frauen<br />

vor, deren Lebenszeiterkrankungsrisiko für<br />

Brustkrebs über 30 Prozent liegt. Dies betrifft<br />

überwiegend Familien, bei denen<br />

mehrere Frauen in sehr jungen<br />

<strong>Jahre</strong>n, also im Alter zwischen<br />

30 bis 50 <strong>Jahre</strong>n, an Brustund/oder<br />

Eierstockkrebs<br />

erkrankt sind.<br />

Was kostet diese<br />

Diagnostik, wenn ich sie<br />

selbst zahlen muss?<br />

Entsprechend der Gebührenordnung<br />

für Ärzte kostet die Mammografie etwa<br />

75 Euro, die Sonografie etwa 50 Euro<br />

und die Mamma-MRT<br />

inklusive Kontrastmittel<br />

etwa 5<strong>20</strong> Euro<br />

(GOÄ 1-facher Satz).<br />

Kommt es bei der<br />

Biopsie nicht zu einer<br />

Verschleppung von Tumorzellen?<br />

Nach einer Gewebeentnahme mit<br />

Biopsienadeln finden sich tatsächlich<br />

Tumorzellen im sogenannten<br />

Stichkanal. Diese sterben<br />

allerdings ab und wachsen<br />

in der Brust nicht<br />

weiter.<br />

Ich habe einen Knoten.<br />

Sollte ich diesen nicht<br />

sofort operieren lassen?<br />

Unklare Befunde werden nach der Leitlinie<br />

primär durch Bildgebung und gegebenenfalls<br />

durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) abgeklärt.<br />

Operiert werden üblicherweise nur<br />

Frauen, die einen histologisch gesicherten<br />

bösartigen Tumor oder eine Borderline-<br />

Veränderung haben. So lässt sich die<br />

Anzahl unnötiger Operationen<br />

auf ein Minimum<br />

reduzieren.<br />

Kann ein<br />

gutartiger Befund durch<br />

die Manipulation bei der<br />

Biopsie bösartig werden?<br />

Nein! Durch die mechanische<br />

Manipulation bei der Gewebeentnahme<br />

mit Biopsienadeln können<br />

tumorbiologisch aus gutartigen<br />

Zellen keine bösartigen<br />

Geschwulste<br />

entstehen.<br />

Leistungsangebot im<br />

Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong><br />

Göttingen<br />

Gespräch und klinische Untersuchung<br />

Aufnahmegespräch<br />

Anamnese<br />

Individuelle Beratung<br />

Risikoberatung für Angehörige<br />

Klinische Untersuchung<br />

Bildgebung<br />

Digitale Mammografie<br />

Tomosynthese<br />

KM-Spektral-Mammografie<br />

<strong>Spezial</strong>aufnahmen, Milchgangsdarstellung<br />

(Galaktografie)<br />

HR Mamma-MRT (mit Kontrastmittel zur<br />

Tumordiagnostik)<br />

HR Mamma-MRT (ohne Kontrastmittel zur<br />

Implantatdiagnostik)<br />

First-Pass-MIO-Mamma-MRT<br />

Hochauflösender Ultraschall (2D, 3D)<br />

Farbdoppler<br />

Ultraschall-Elastografie<br />

Gewebeentnahme<br />

Ultraschallgesteuerte Stanzbiopsie<br />

Stereotaktische (Mammografiegesteuerte)<br />

Vakuumbiopsie<br />

Tomosynthesegesteuerte Vakuumbiopsie<br />

MR-gesteuerte Vakuumbiopsie<br />

Kutane Punch-Biopsie<br />

Feinnadelbiopsie<br />

Therapie- und OP-Vorbereitung<br />

Lokales Staging (Mamma-MRT)<br />

Clip- und Drahtmarkierungen<br />

Peripheres Staging (CT Leber, CT Lunge,<br />

Ultraschall des Bauchraumes)<br />

Knochendichtemessung (Q-CT)<br />

SPEZIAL 21


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

<strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> Fortbildungen<br />

<strong>–</strong> im Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen<br />

Fortbildung heißt nicht nur, seinen eigenen Horizont ständig zu erweitern. Für das Team des Diagnostischen<br />

<strong>Brustzentrum</strong>s bedeutet es auch, andere Kolleginnen und Kollegen zu unterrichten und zu trainieren.<br />

Typischer <strong>Jahre</strong>s-Flyer zu Mamma-Fortbildungen des<br />

<strong>Brustzentrum</strong>s für MTR und Ärzt:innen<br />

Online-Fortbildung zur Mamma-MRT für Kolleg:innnen aus der<br />

Ukraine, Weißrussland, Russland und Aserbaidschan<br />

Daher veranstalten die Ärzt:innen und Medizinischen<br />

Technolog:innen für Radiologie (MTR) des <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

am Göttinger Bahnhof jährlich sechs bis acht<br />

Wochenendkurse für MT-R und Ärzt:innen aus ganz<br />

Euro pa. Die Veranstaltungen finden regelmäßig in den Konferenzräumen<br />

des GHotels am Göttinger Bahnhof statt, gleich neben dem<br />

<strong>Brustzentrum</strong>. Für die praktischen Übungen stehen die Funktionsräume<br />

des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s Göttingen bereit. Neben den<br />

theoretischen und wissenschaftlichen Aspekten können Einstelltechniken<br />

und Gewebeentnahmen an Probanden und Phantomen praktisch<br />

erlernt werden. Für die inhaltliche Gestaltung der bundesweiten<br />

MT-R-Zertifizierungs- und Refresherkurse ist seit <strong>20</strong>12 Professor<br />

Uwe Fischer aus dem <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen zuständig, der zusammen<br />

mit den anderen Göttinger Kolleg:innen auch das kursbegleitende<br />

Handbuch ,Mammadiagnostik für MTRA/ RT‘ geschrieben hat.<br />

In den vergangenen zwanzig <strong>Jahre</strong>n wurden im <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen<br />

insgesamt mehr als 5.000 Ärzt:innen und MT-R aus allen Teilen<br />

Europas unterrichtet. Teilnehmende kamen neben Deutschland aus<br />

Österreich, Italien, der Schweiz, den Niederlanden, Luxemburg und<br />

Dänemark. Viele von ihnen kommen inzwischen in regelmäßigen<br />

Abständen von zwei bis fünf <strong>Jahre</strong>n nach Göttingen, um ihr Wissen<br />

zu aktualisieren.<br />

Für ihre erfolgreiche Tätigkeit auf dem Gebiet der Fortbildung wurden<br />

Uwe Fischer (<strong>20</strong>01, <strong>20</strong>16), Friedemann Baum (<strong>20</strong>11, <strong>20</strong>17),<br />

Klaus-Peter Hermann (<strong>20</strong>07) und Anja El Hajab (<strong>20</strong>16) mit dem<br />

Felix-Wachsmann-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft ausgezeichnet.<br />

Die Organisation des Teachings erfolgt durch CoMMa, die<br />

Congress Management Mammadiagnostik GmbH, die durch Annette<br />

Strauber-Fischer geschäftsführend geleitet wird.<br />

Weitere Informationen unter: www.comma-goettingen.de<br />

22<br />

SPEZIAL


DIAGNOSTISCHES BRUSTZENTRUM Göttingen<br />

Nachwuchs fördern <strong>–</strong> Wissen vermitteln<br />

Das Ziel: den Nachwuchs an die Brustkrebsfrüherkennung heranführen und für die Möglichkeiten der<br />

bildgebenden Diagnostik begeistern<br />

Auch dies ist ein erklärtes Ziel des Teams aus dem Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong><br />

Göttingen. Die Praxis steht daher für Famulaturen sowie für Praktika für Schüler und<br />

Medizinstudenten offen. Für Medizinstudenten höherer Semester besteht zudem in<br />

begrenztem Umfang die Möglichkeit zur Dissertation bei Prof. Uwe Fischer.<br />

Hier eine Auswahl der bisher abgeschlossenen Doktorarbeiten:<br />

Umsetzung nationaler und internationaler Richt- und Leitlinien in einem Diagnostischen<br />

<strong>Brustzentrum</strong><br />

Zuverlässigkeit bildgebender Verfahren in der Früherkennung des Mammakarzinoms<br />

Differenzierung von Befunden der Kategorie BIRADS 3 und BIRADS 4 in der hochauflösenden<br />

Mamma-MRT<br />

Vergleich zweier verschiedener computerassistierter Diagnose-Systeme in der Magnetresonanz-Mammografie<br />

in der klinischen Anwendung<br />

Stellenwert der hochauflösenden Mamma-MRT bei Mikroverkalkungen der Kategorie<br />

BIRADS IV und V<br />

Mamma-MRT als primäres bildgebendes Verfahren in der Brustkrebsfrüherkennung<br />

(Mamma-MRT-Screening)<br />

Mamma-MRT in Intervallen von maximal 24 Monaten: Einfluss auf das Tumorstadium<br />

Vergleich der Ergebnisse des „MICRIMA-MARIA“ Brust-Bildgebungssystems mit den<br />

Ergebnissen der Mamma MRT zur Evaluation geeigneter Auswertekriterien in der Mammadiagnostik<br />

Und warum erworbenes Wissen und eigene Erfahrungen nicht auch in Form von Büchern<br />

weitergeben? Von Anfang an pflegten die Ärzt:innen des <strong>Brustzentrum</strong>s Göttingen mit<br />

Susanne Huiss vom Thieme-Verlag in Stuttgart eine enge Zusammenarbeit. Daraus sind<br />

bisher viele Standardwerke der Mammaliteratur entstanden, die von der Mammografie<br />

über MRT und Biopsie bis hin zu Kasuistiken <strong>–</strong> Einzelfallbetrachtungen <strong>–</strong> für ,Mammophile‘<br />

reichen. Viele der Bücher hat Frau Dr. Susanne Luftner-Nagel inzwischen ins Englische<br />

übersetzt. Insgesamt kommen aus dem <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen 14 verschiedene<br />

Bücher, zum Teil schon in der zweiten Auflage und insgesamt in sieben unterschiedlichen<br />

Sprachen. Das Spektrum reicht hier von Russisch über Portugiesisch bis Japanisch.<br />

Neueste Untersuchungsergebnisse aus dem <strong>Brustzentrum</strong> und Überlegungen zur<br />

ständigen Optimierung der Diagnostik werden von den Ärzt:innen im Diagnostischen<br />

<strong>Brustzentrum</strong> zeitnah in wissenschaftlichen Journalen publiziert. Schwerpunkt<br />

„<br />

war<br />

hier in den letzten <strong>Jahre</strong>n die MRT-Diagnostik bei Brustimplantaten. Einige Highlights<br />

der letzten <strong>Jahre</strong> sind nebenstehend aufgelistet.<br />

Das Team des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s bietet zudem interessierten Gruppen<br />

abendliche Info-Veranstaltungen zum Thema ,Brustkrebsfrüherkennung‘ an. Diese<br />

Veranstaltungen dauern etwa zwei Stunden und finden im GHotel in Göttingen direkt<br />

neben dem <strong>Brustzentrum</strong> statt. Sie können mit einer anschließenden Besichtigung der<br />

Räumlichkeiten und der Untersuchungsgeräte im Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong> kombiniert<br />

werden. Die Veranstaltungen finden nach entsprechender Voranmeldung statt<br />

und sind kostenfrei. Bei Interesse lassen Sie sich unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>740 über weitere<br />

Details informieren.<br />

Publikationen (Auswahl der letzten <strong>Jahre</strong>)<br />

Breast MRI <strong>–</strong> The champion in the millimeter<br />

league<br />

U. Fischer<br />

European J Radiology <strong>20</strong>23<br />

Einsatz der kontrastmittelverstärkten Mammographie<br />

(CEM) in der Brustkrebsdiagnostik<br />

U. Fischer, F. Diekmann, Th. Helbich, et al.<br />

Radiologie <strong>20</strong>23<br />

Mammografie: Fehler bei der Einstelltechnik<br />

A. El Hajab, J. Rüschoff<br />

Radiopraxis <strong>20</strong>23<br />

MR-gesteuerte Interventionen der Brust<br />

U. Fischer, F. Baum, S. Luftner-Nagel, N. Meiser,<br />

U. Ritter<br />

Radiologie up2date. <strong>20</strong>22<br />

Implantate der weiblichen Brust.<br />

Teil I: Normalbefund im MRT<br />

Teil II: Komplikationen im MRT<br />

Teil III: Maligne Tumoren im MRT<br />

U. Fischer, H. Said<br />

Senologie <strong>20</strong><strong>20</strong> und <strong>20</strong>21<br />

HR-MRI of the breast at intervals of maximum<br />

24 months: Influence on tumor stage at the time<br />

of diagnosis<br />

U. Fischer, M. Hollstein, S. Luftner-Nagel,<br />

F. Baum, S. Wienbeck<br />

Int J Womens Health Wellness <strong>20</strong>19<br />

Contrast-enhanced cone-beam breast-CT (CBBCT):<br />

Clinical performance compared to mammography<br />

and MRI<br />

S. Wienbeck, U. Fischer, S. Luftner-Nagel, J. Lotz,<br />

J. Uhlig<br />

Eur Radiol <strong>20</strong>18<br />

The Value of Quality-Assured Magnetic Resonance<br />

Imaging of the Breast for the Early Detection of<br />

Breast Cancer in Asymptomatic Women<br />

U. Fischer, S. Luftner-Nagel, F. Baum,<br />

K. Marten-Engelke, S. Wienbeck<br />

J Comput Assist Tomogr. <strong>20</strong>17<br />

Paradigmenwechsel in der Mammadiagnostik im<br />

Zeitalter der Mamma-MRT.<br />

U. Fischer, CK Kuhl.<br />

Radiologie up2date. <strong>20</strong>13<br />

Short first-pass MRI of the breast.<br />

U. Fischer, A. Korthauer, F. Baum, S. Luftner-<br />

Nagel, D. von Heyden, K. Marten-Engelke.<br />

Acta Radiologica. <strong>20</strong>12<br />

SPEZIAL 23


Ihr Team <strong>–</strong> professionell, kommunikativ und sympathisch


Die Ärzte, MTRs und Rezeptionistinnen bilden ein homogenes Team, das gemeinsam ein Ziel im Sinn hat:<br />

den Patientinnen und Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.


Verlagssonderveröffentlichung www.brustzentrum-goettingen.de <strong>20</strong>23<br />

SPEZIAL<br />

DAS ENTSCHEIDER-MAGAZIN FÜR DIE REGION GÖTTINGEN<br />

<strong>20</strong> JAHRE PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Inhalt<br />

Editorial <strong>–</strong> Und es ist noch so viel mehr passiert ... 2<br />

Heimat für Koryphäen 4<br />

Bildgebende Prävention 6<br />

Das MEC <strong>–</strong> Medizinisches Experten Center am Bahnhof 8<br />

Manager-Checks 10<br />

Abklärung 12<br />

BG <strong>–</strong> das Team hinter dem Team 14<br />

KI in der Diagnostik am Göttinger Bahnhof 16<br />

Sprechstunde mit Hormon- & Gewichtsexpertin Dana Seidlova-Wuttke 18<br />

15 Fragen <strong>–</strong> 15 Antworten <strong>20</strong><br />

Statements aus den Netzwerken 22<br />

Das Team 24<br />

Impressum<br />

Herausgeber Diagnostisches <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen & faktor <strong>–</strong> mehr als ein Magazin,<br />

Berliner Str. 10, 37073 Göttingen, Tel. 0551 3098390, Fax 0551 30983911, info@faktor-magazin.de ,<br />

www.faktor-magazin.de Herausgeber: Marco Böhme (V. i. S. d. P.), Chefredaktion: Elena Schrader<br />

Redaktion: Sven Grünewald, Lektorat: CoLibris-Lektoratsbüro Dr. Barbara Welzel, Grafik: Julia Braun,<br />

Michael Ndarurinze, Christian Wenk, Fotografie: Alciro Theodoro da Silva, Marco Bühl,<br />

Vertrieb: Nicole Benseler, Druck: Silber Druck OHG<br />

SPEZIAL 3


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Editorial<br />

Und es ist noch so viel mehr passiert …<br />

… in den vergangenen <strong>20</strong> <strong>Jahre</strong>n. Das, was damals mit dem<br />

Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong> begann, sollte sich sehr schnell<br />

um einige Aspekte erweitern. In den ersten Monaten war das<br />

MRT in der Ebene 5 des Gebäudes nur teilweise mit Brustuntersuchungen<br />

ausgebucht, sodass die Ärzt:innen auch Untersuchungen<br />

für Kopf, Bauch und Becken und insbesondere für<br />

Gelenke anbieten konnten. Allerdings zeigte sich schnell, dass<br />

damit die Kapazität des Gerätes überschritten war, und so fiel,<br />

als die Ebene 4 frei wurde, die Entscheidung, dort ein zweites<br />

MRT zu installieren. Damit erfolgte eine Trennung zwischen<br />

MR-Untersuchungen der Brust in der Ebene 5 und MR-Untersuchungen<br />

aller anderen Körperregionen in der Ebene 4. Ausdrücklich<br />

erwähnen möchten wir in diesem Zusammenhang<br />

erneut Ralf Weitemeier als Architekt und Matthias Brede als<br />

Steuerberater. Sie haben sich auch dieses Projektes mit sehr viel<br />

Engagement, Professionalität und Verbundenheit angenommen.<br />

Dafür allerherzlichsten Dank.<br />

In kleinen Schritten wurden nun weitere diagnostische Schwerpunkte<br />

gebildet, und zum Team kam Prof. Voss henrich hinzu,<br />

der das neue System überwiegend betreute. Es folgten muskuloskelettale<br />

Untersuchungen an CT und MRT und auch eine exzellente<br />

Lungendiagnostik, für die extra ein leis tungsstärkeres<br />

CT-Gerät angeschafft wurde und die federführend von Frau<br />

Prof. Marten-Engelke ausgewertet wurde. Als schließlich Herr<br />

Prof. Knauth zum Team stieß, konnte der Bereich der Neuroradiologie<br />

für die Diagnostik von Kopf und Wirbelsäule professionell<br />

erweitert werden, was die Anschaffung eines neuen<br />

3-Tesla-MRT-Systems erforderte. Diese neue Technologie bot<br />

letztendlich auch die Grundlage dafür, nunmehr eine hochwertige<br />

multiparametrische Prostata diagnostik anbieten zu können.<br />

All diese Aspekte werden in dieser <strong>20</strong>-<strong>Jahre</strong>s-Jubiläumsausgabe<br />

ausführlich präsentiert. Schlagen Sie dafür dieses Heft<br />

einfach von der Rückseite aus auf.<br />

Das Freiwerden der vierten und später auch der dritten Etage<br />

bot die Möglichkeit, eine neue Idee umzusetzen: In funktionsfertig<br />

eingerichteten Arztzimmern konnten Gastärzt:innen für eine<br />

Tagesmiete tätig werden. Dieses Angebot richtete sich in besonderem<br />

Maße an ausscheidende Ärzt:innen aus der Universität<br />

und an Ärzt:innen mit hoher Expertise auf einem <strong>Spezial</strong>gebiet,<br />

die aus Altersgründen aus ihrer Praxis ausschieden. Damit war<br />

das medizinische Expertenzentrum (MEC) ins Leben gerufen.<br />

Mit dieser geballten Expertise im Haus lag es nahe, nunmehr<br />

einen weiteren Schritt zu gehen und Firmen und Unternehmen<br />

Früherkennungskonzepte für ihre Mitarbeiter anzubieten.<br />

Diese sogenannten Manager-Checks werden seit <strong>Jahre</strong>n<br />

von verschiedenen Unternehmen genutzt. Hierzu zählen zum<br />

Beispiel Envia, Škoda oder auch die Göttinger Wasserwerke,<br />

die ihre Führungskräfte in regelmäßigen Abständen all around<br />

checken lassen. Hierüber im zweiten Teil dieses Jubiläumsheftes<br />

mehr.<br />

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Jubiläumsausgabe.<br />

Sollten Sie zu einzelnen Aspekten noch Fragen<br />

haben, so sind wir jederzeit und gerne bereit, Ihnen diese in<br />

einem persönlichen Gespräch zu beantworten.<br />

Mit den allerbesten Grüßen<br />

Friedemann Baum<br />

Uwe Fischer<br />

2<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Heimat für<br />

Koryphäen<br />

Das Medizinische Experten Center Göttingen bietet eine Infrastruktur für erfahrene Ärzte, die <strong>–</strong> obwohl<br />

eigentlich im Ruhestand <strong>–</strong> noch weiter praktizieren wollen. So ist ein breit gefächertes Netzwerk an<br />

hochkarätigen Fachärzten für fast jedes menschliche Organ entstanden.<br />

4<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

„Herr Baum, Herr Fischer, das Medizinische Experten Center (MEC)<br />

Göttingen ist eine weitere Ihrer Gründungen aus dem Jahr <strong>20</strong>12.<br />

Was war die zugrunde liegende Idee?<br />

Friedemann Baum: Es gibt viele Kollegen in Göttingen, darunter echte<br />

Koryphä en ihres Fachgebiets, die nach ihrem altersbedingten Ausscheiden<br />

aus der Wissenschaft oder ihrer Praxis Lust haben, in einem<br />

überschaubaren Rahmen weiterhin zu praktizieren. Ihnen wollten wir<br />

die Möglich keit bieten, ohne dass sie Risiko oder Aufwand tragen.<br />

Einfach herkommen und gute Medizin machen, ist das Motto. Im<br />

Hintergrund stand aber auch, dass wir dadurch unser Expertennetzwerk<br />

ausbauen konnten, auf das wir <strong>–</strong> wenn wir einen schwierigen<br />

Befund haben <strong>–</strong> bei kurzen Wegen und schneller Kommunikation zurückgreifen<br />

können.<br />

Uwe Fischer: Die Idee ist aber eher zufällig entstanden. Wir hatten<br />

seinerzeit ein neues MRT-Gerät angeschafft, das wegen seines Gewichts<br />

aus statischen Gründen nicht auf unserer Etage installiert<br />

werden konnte. Aber direkt unter unserer Praxis wurde gleichzeitig<br />

eine Praxis frei, die wir dann angemietet und umgebaut haben. Allerdings<br />

war dort so viel Platz, dass wir uns gefragt haben, was wir<br />

damit noch anfangen können. So entstand die Überlegung, dass wir<br />

weitere Ärzte- und Funktionsräume einbauen könnten, die wir an<br />

Kollegen für Privatsprechstunden vermieten könnten. Wir stellen sozusagen<br />

die ganze Infrastruktur, Rezeption, bürokratische Abwicklung<br />

<strong>–</strong> und der nutzende Arzt bezahlt eine Tagesmietpauschale.<br />

Wie ist die Resonanz?<br />

Fischer: Wir haben für das MEC nie aktiv Werbung gemacht, weder<br />

im Kollegenkreis noch für Patienten. Aber man kennt uns, deswegen<br />

kommen durchaus auch schon Kollegen langfristig vor ihrem Ruhestand<br />

auf uns zu und fragen an. Uns ist dabei wichtig, dass es inhaltlich<br />

und menschlich passt, deswegen führen Friedemann Baum und<br />

ich mit den Kandidaten dann so etwas wie ein Vorstellungs gespräch.<br />

Wir haben aus diesen Gründen auch schon Ärzten abgesagt<br />

beziehungsweise uns nach einer Zeit von ihnen getrennt.<br />

Baum: Dass wir ein sehr breites Spektrum an Ärzten im MEC haben,<br />

ging recht schnell. Es hat sich gezeigt, dass die Idee mit dem MEC<br />

wirklich eine gute ist und genau das dabei herausgekommen ist, was<br />

wir uns gewünscht haben: Experten, die noch Lust haben, patientenzugewandte<br />

Medizin zu machen, und sich dafür Zeit nehmen<br />

können und die arbeiten, so viel wie sie selbst wollen. Sie müssen<br />

nur herkommen und sich um nichts kümmern. Das ist der Hammer.<br />

In einer Uni-Stadt bietet sich so etwas geradezu an.<br />

Inwiefern ergänzt das MEC die Arbeit des <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

beziehungsweise der Praxis für Schnittbilddiagnostik?<br />

Fischer: Der Leitgedanke, der bei uns über allem steht, heißt<br />

Prävention, und der Dreh- und Angelpunkt dafür ist die Schnittbilddiagnostik.<br />

Auf diese Technik und die Kompetenz derjenigen, die sie<br />

bedienen, können auch die Ärzte des MEC zugreifen.<br />

Baum: Wir haben uns immer bemüht, die fachlichen Lücken, die wir<br />

nicht selbst bedienen können, mit anderen Fachärzten abzudecken.<br />

Deswegen sind Leute wie Michael Knauth zu uns gekommen. Als<br />

Neuroradiologe macht er nur den Kopf und die Wirbelsäule <strong>–</strong> das ist<br />

in Göttingen einmalig. Was daneben zunehmend mehr wird, ist die<br />

Früherkennung von Prostatakrebs. Genau dafür haben wir ein neues<br />

MR-Gerät bei uns stehen, auf das Nadia Meiser spezialisiert ist.<br />

Katharina Marten-Engelke hingegen macht zum Beispiel verstärkt CT<br />

und Lungendiagnostik <strong>–</strong> sie ist eine absolute Koryphäe auf diesem<br />

Gebiet. Für berufsbedingte Lungenerkrankungen gibt es nur wenige<br />

echte <strong>Spezial</strong>isten in Deutschland. Dafür haben wir sie geholt.<br />

Fischer: Wenn Sie Beschwerden haben, wollen Sie nicht zu einem<br />

Arzt gehen, der „mal schaut“. Sie wollen ein Ergebnis, das Ihnen<br />

sagt, ob Sie gesund sind oder nicht <strong>–</strong> und dann wollen Sie Therapiemöglichkeiten<br />

aufgezeigt bekommen. Dafür braucht es eine Menge<br />

Erfahrung. Wir haben zusammen mit dem MEC praktisch für jedes<br />

Organ den entsprechenden Facharzt im Haus, und wenn er uns<br />

fehlt, haben wir Kooperationspartner in der Stadt. Daraus hat sich<br />

der nächste Entwicklungsschritt ergeben: Wenn wir schon all diese<br />

Kapazitäten hier haben, warum bieten wir dann nicht so etwas wie<br />

einen Managercheck für Unternehmen an? Eine oder mehrere Führungskräfte<br />

kommen für zwei Tage nach Göttingen und lassen sich<br />

hier präventiv bei zwölf bis 16 Experten durchchecken <strong>–</strong> wobei das<br />

stark individualisiert wird.<br />

Baum: Inzwischen haben wir pro Woche etwa drei solche Managerchecks.<br />

Wenn jemand 16 Ärzte und dann noch die Bildgebung im<br />

MRT hinter sich hat, ist das natürlich auch ziemlich kostspielig.<br />

Aber uns wird kommuniziert, dass dies einerseits ein Ausdruck der<br />

Wertschätzung ist, aber auch wirtschaftlicher Selbstzweck <strong>–</strong> die<br />

Unternehmen sind sich schließlich bewusst, dass ihre Mitarbeiter<br />

nicht einfach so ersetzbar sind.<br />

Haben Sie noch Entwicklungsziele für das MEC oder<br />

ist der Status quo ideal?<br />

Baum: Wir sind schon länger auf der Suche nach einem Herzspezialisten.<br />

Daraus ergäben sich unheimlich gute Synergieeffekte, weil in der<br />

Cardio-Prävention immer mehr auf Schnittbildgebung gesetzt wird.<br />

Fischer: Man muss sich aber auch bewusst machen, dass die Ärzte<br />

im MEC durchaus 70 <strong>Jahre</strong> oder älter sind und es entsprechend ein<br />

Kommen und Gehen gibt. Das stellt das Ganze nicht infrage, macht<br />

es aber schwierig, langfristig zu planen. Und wenn eine Koryphäe<br />

ausfällt, dann ersetzen Sie die nicht einfach mal so. Deswegen muss<br />

man die Dinge auf sich zukommen lassen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

“<br />

SPEZIAL 5


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Bildgebende Prävention<br />

Prävention kann Leben retten! Der erste Schritt dazu beginnt bei jedem Menschen selbst: Bewegung, hochwertige<br />

Ernährung und eine mentale Balance sind Grundvoraussetzungen für ein langes und gesundes Leben.<br />

Neben einem gesundheitsbewussten Lebensstil sind Vorsorgeuntersuchen<br />

immens wichtig. Durch sie können viele Erkrankungen<br />

rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Zu<br />

diesen Untersuchungen zählen auch die Präventions-Checks mittels<br />

CT und MRT in der Praxis für Moderne Schnittbilddiagnostik.<br />

1. Ganzkörper-Check (Body-Check)<br />

Sämtlichen bedrohlichen Dingen des Lebens aus dem Wege zu gehen,<br />

ist zwar eine Utopie, aber mit einem Ganzkörper-Check lassen<br />

sich diverse Organerkrankungen frühzeitig nachweisen. Die<br />

Unter suchung per CT und MRT dauert 60 Minuten. Mit hoher<br />

Transparenz werden die wichtigsten Organe in den Bereichen Brust,<br />

Bauch und Becken dargestellt, wobei die Suche insbesondere auf<br />

den Nachweis von entzündlichen und insbesondere tumorösen Veränderungen<br />

abzielt.<br />

2. Herz-Check (Cardio-Check)<br />

Besonders Menschen mit Risikofaktoren wie langjährigen Rauchervorgeschichten,<br />

Bluthochdruck oder familiärer Belastung für entsprechende<br />

Krankheiten sollten Herz und Gefäße regelmäßig durch einen<br />

Kardiologen checken lassen, da Erkrankungen in diesem Bereich die<br />

Lebensqualität meist deutlich einschränken und schnell lebensbedrohlich<br />

werden können. Eine frühe Erkennung ist deshalb umso wichtiger.<br />

Dabei ist eine Herzkatheter-Untersuchung mit Röntgenstrahlen nicht<br />

immer zwingend notwendig, denn anhand von MRT und CT lassen<br />

sich viele krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen,<br />

des Herzmuskels oder der Herzanlage frühzeitig diagnostizieren<br />

<strong>–</strong> ambulant, innerhalb einer Stunde, ohne Strahlenbelastung<br />

und ohne Einsatz eines jodhaltigen Kontrastmittels. In der Praxis am<br />

Bahnhof erfolgt der Cardio-Check mittels MRT durch den erfahrenen<br />

Göttinger Kardiologen Dr. Thomas Schmidt.<br />

6<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

3. Lungen-Check (Pulmo-Check)<br />

Die Risikogruppe Nummer eins für Lungenkrebserkrankungen<br />

sind, wenig überraschend, die Raucher. 90 Prozent der an Lungenkrebs<br />

erkrankten Männer und 60 Prozent der Frauen haben über<br />

einen längeren Zeitraum geraucht. Zeigen sich erste Symptome, ist<br />

es meistens schon zu spät und die Prognose ist oft ausgesprochen<br />

schlecht. Bei einer Diagnose in einem frühen Stadium hingegen stehen<br />

die Chancen, länger mit dem Krebs zu leben oder ihn sogar zu<br />

besiegen, deutlich besser. Mit einer Niedrigdosis-CT lassen sich bereits<br />

kleinste Veränderungen wie Karzinome entdecken. In diesem<br />

Stadium sind viele davon noch operabel und können entfernt werden,<br />

bevor sie sich verbreiten.<br />

4. Brust-Check (Mammo-Check)<br />

Tumorknoten lassen sich in der Brust erst ab einer Größe von zwei<br />

bis drei Zentimetern ertasten. Die Gefahr, dass sich der Krebs in diesem<br />

Stadium bereits verbreitet hat, ist groß. Mit dem im <strong>Brustzentrum</strong><br />

entwickelten ,Göttinger Optipack-Konzept‘ können Tumore<br />

bereits ab einer Größe von drei bis vier Millimetern und somit etwa<br />

zwei <strong>Jahre</strong> früher erkannt werden. Diese Kombination aus Mammografie<br />

und ergänzender Magnetresonanztomografie der Brust, auch<br />

Mamma-MRT genannt, bringt nicht nur sichere Befunde, sondern<br />

schont auch die Brustdrüse, da weniger Röntgenstrahlung verwendet<br />

wird. Aktuelle Studien zeigen sogar, dass bei einem qualitativ hochwertigen<br />

Mamma-MRT bei unauffälligem Befund auf die Mammografie<br />

komplett verzichtet werden kann.<br />

5. Dickdarm-Check (Colon-Check)<br />

Die Darmspiegelung ist nach wie vor die effektivste Form zur Früherkennung<br />

von Dickdarmkrebs. Die erste Dickdarm-Endoskopie wird<br />

daher zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr empfohlen. Kommt es<br />

hierbei zu Limitationen oder lehnt eine Person eine solche Spiegelung<br />

definitiv ab, so stehen mit der bildgebenden Darstellung mittels MRT<br />

und CT, auch als MR- und CT-Kolonografie bekannt, inzwischen zwei<br />

weitere effektive Techniken zur Verfügung. Auch hier muss der Darm<br />

gereinigt werden, ein Endoskop ist aber nicht notwendig. Die gewonnenen<br />

Daten werden im Computer so verarbeitet, dass anschließend<br />

ein ,virtueller Flug‘ durch das Innere des Darms möglich ist.<br />

Auf diese Weise lassen sich polypenartige Wucherungen erkennen.<br />

Die Chancen zur völligen Genesung stehen gut, denn gutartige Polypen<br />

entarten erst nach sechs bis zehn <strong>Jahre</strong>n zu bösartigen Tumoren.<br />

7. Knochendichte-Check (Osteoporose-Messung)<br />

Bei der Osteoporose handelt es sich um eine Skeletterkrankung, bei<br />

der die sogenannten Bälkchen in den Knochen dünner werden, sodass<br />

der Knochen leichter brechen kann. Betroffen sind in erster Linie<br />

Frauen. Osteo porose steht auf der Liste der zehn wichtigsten Krankheiten.<br />

Als sinnvoll hat sich insbesondere die Messung der Knochendichte<br />

an der Lendenwirbelsäule mit bildgebenden Verfahren erwiesen.<br />

Die Ergebnisse der CT-Knochendichtemessung, der sog. Q-CT,<br />

geben Hinweise auf entsprechende Veränderungen, sodass frühzeitig<br />

eine adäquate Behandlung eingeleitet werden kann.<br />

8. Kopf-Check<br />

Noch immer gibt es kein sinnvolles Früherkennungskonzept zum<br />

Nachweis von bösartigen Hirntumoren <strong>–</strong> diese Erkrankung läuft eher<br />

schicksalhaft ab und wird in aller Regel erst erkannt, wenn die Tumoren<br />

eine Symptomatik hervorrufen. Trotzdem kann eine MRT des<br />

Kopfes <strong>–</strong> zum Beispiel bei familiärer Häufung von Aneurysmen von<br />

Hirngefäßen <strong>–</strong> sinnvoll sein. Solche Veränderungen lassen sich mit der<br />

MRT der Schädelbasis recht einfach nachweisen. Darüber hinaus gibt<br />

es inzwischen auch KI-gesteuerte Auswerteprogramme, die auf der<br />

Basis einer Hirn-MRT eine Aussage zu einer bevorstehenden Demenz<br />

ermöglichen. Die Praxis hält hierfür ein 3-Tesla-MRT vor.<br />

9. Prostata-Check<br />

Prostatakrebs stellt in Deutschland den häufigsten bösartigen Tumor<br />

bei Männern dar. Neben regelmäßigen Untersuchungen beim Urologen<br />

inklusive Laboruntersuchungen und Ultraschall hat sich die<br />

multiparametrische oder multimodale Magnetresonanztomografie<br />

(mpMRT) der Prostata inzwischen als das genaueste bildgebende<br />

Untersuchungsverfahren erwiesen, um Prostatakrebszellen sichtbar<br />

zu machen. Multiparametrisch bedeutet hierbei, dass die Protokolle<br />

hochauflösende T2-Bilder, diffusionsgewichtete Aufnahmen und eine<br />

Perfusionsbildgebung beinhalten. Die mpMRT der Prostata ist eine<br />

schmerzfreie Untersuchung in einer MRT-Röhre ohne Einführung<br />

von Sonden oder Kathetern.<br />

6. Gefäß-Check (Vascular-Check)<br />

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko von Veränderungen in den Arte<br />

rien <strong>–</strong> bei Gefäßverschluss folgt daraus ein Infarkt, ein Unter gang von<br />

Gewebe. In Deutschland sind zum Beispiel jährlich etwa 150.000 Menschen<br />

von Schlaganfällen (Hirninfarkten) betroffen. Vorsorge ist mittels<br />

MRT und Spiral-CT möglich. Bei den Untersuchungen werden von der<br />

Hirn versorgung und den Herzkranzgefäßen über die Nierenarterien und<br />

die Körperschlagader bis hin zu den Becken- und Beingefäßen alle relevanten<br />

Gefäße genau unter die Lupe genommen. So können Gefäßveränderungen<br />

bereits früh dargestellt und diagnostiziert werden.<br />

SPEZIAL 7


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

MEC <strong>–</strong> Medizinisches Experten<br />

Center am Bahnhof<br />

Netzwerk aus erfahrenen Fachärzten stellt Wissen für Patienten und Ärzte bereit.<br />

Natürlich besitzt eine Universitätsstadt wie Göttingen eine<br />

Vielzahl an renommierten Experten. Diese finden sich sowohl<br />

an der Universität als auch an den umliegenden Krankenhäusern<br />

und in privaten Arztpraxen. Damit wird in der Region das<br />

gesamte Spektrum der Medizin kompetent und zweifellos auf höchstem<br />

wissenschaftlichem sowie medizinischem Niveau re präsentiert.<br />

Das MEC <strong>–</strong> Medizinisches Experten Center am Göttinger Bahnhof <strong>–</strong><br />

setzt diesbezüglich an einem anderen Punkt an. Da es oft der Zeitfaktor<br />

ist, der die im Berufsleben stehenden Experten vor Ort limitiert und arg<br />

beansprucht, und ihnen häufig schlichtweg die Zeit fehlt, um sich adäquat<br />

und im gebotenen Rahmen um alle Patienten kümmern zu können, haben<br />

sich die Initiatoren des MEC die Frage gestellt: Warum nicht Experten, die<br />

aus Altersgründen ausscheiden, die Chance geben, noch weiter zu wirken?<br />

Somit erhalten die Experten die Gelegenheit, ihren großen medizinischen<br />

Wissensschatz an Interessierte, Patienten und Kollegen weiterzugeben<br />

<strong>–</strong> und haben genau die Zeit, die den aktiven Kollegen häufig<br />

fehlt. So können sie in aller Ruhe und mit hoher Genauigkeit beraten,<br />

Gutachten erstellen oder Meinungen zu Diagnosen und Befunden abgeben.<br />

Dadurch helfen sie nicht nur ratsuchenden Patienten, sondern unterstützen<br />

letztendlich auch all jene Kollegen, die unter Zeitnot leiden.<br />

Die DOCRENT GmbH bietet in der dritten und vierten Etage desselben<br />

Gebäudes am Bahnhof, in dem sich auch die Praxis für Moderne Schnittbilddiagnostik<br />

befindet, interessierten Ärzten die Möglichkeit, auch im<br />

Ruhestand ihr Fachwissen für die Beratung und Betreuung ihrer Patienten<br />

einzusetzen. Hier im MEC sind Logistik und Infrastruktur vorhanden und<br />

können kostendeckend genutzt werden. Für die Patienten wiederum bedeutet<br />

es, dass hier regel mäßig fachlich außerordentlich erfah rene Ärzte<br />

zur Verfügung stehen. Somit können Patienten <strong>–</strong> etwa, wenn Befunde in<br />

einem bestimmten Bereich nicht eindeutig sind <strong>–</strong> qualitativ hochwertige<br />

Zweit meinungen ein holen oder sich eingehend zu medizinischen Fragen<br />

beraten lassen. Das Expertenteam nutzt nicht nur das eigene Fachwissen,<br />

sondern kann über eine ausgezeichnete Vernetzung auch schnell auf andere<br />

Kollegen zugreifen. Kompetenz-Netzwerke wie dieses schaffen den<br />

organisatorischen Rahmen, durch den herausragendes medizinisches<br />

Wissen besser genutzt werden kann. Solche Netze verbinden Ärzte und<br />

Patienten.<br />

8<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Ganz nach dem Motto:<br />

Second Opinion <strong>–</strong> Senior Consulting <strong>–</strong> Assessment<br />

Allergologische Sprechstunde<br />

Prof. Dr. med. Thomas Fuchs<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 273<br />

Chirurgische Sprechstunde<br />

Dr. med. Christian Kley<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 271<br />

Dermatologische Sprechstunde<br />

Thomas Neumann<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 263<br />

Gynäkologische sowie Hormonund<br />

Gewichts-Sprechstunde<br />

Privatdozentin Dr. med.<br />

Dana Seidlová-Wuttke<br />

www.hormon-gewicht.de |<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74210<br />

Internistische sowie Herz- und<br />

Kreislauf-Sprechstunde<br />

Dr. med. Thomas Suermann<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 264<br />

Kardiologische MR-Diagnostik<br />

Dr. med. Thomas Schmidt<br />

www.kusmed.de<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74262<br />

Neurologische, psychiatrische und<br />

psychotherapeutische Sprechstunde<br />

Dr. med. Peter Gensicke<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 274<br />

Neurologische Sprechstunde<br />

Prof. Dr. med. Hilmar Prange<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 269<br />

Neurochirurgische Sprechstunde<br />

Dr. med. Karin Riekmann<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 5085 905<br />

Nieren- und Rheuma- Sprechstunde<br />

Prof. Dr. med. Gerhard A. Müller<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 275<br />

Onkologische Sprechstunde mit<br />

Brustkrebsschwerpunkt<br />

Prof. Dr. med. Bernhard Wörmann<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong>74 260<br />

Orthopädische Sprechstunde<br />

Dr. med. Kay Jacobsen<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 49248 <strong>20</strong>1<br />

Osteopathie-Sprechstunde<br />

Wibke Mann<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 5312 119<br />

Physiotherapie und Osteopathie<br />

Dr. med. Patrick Rissler<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong> 740<br />

URSA <strong>–</strong> Rhythmische Einreibungen<br />

Sandra Liescher-Koch<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Anmeldungen unter Tel. 0551 8<strong>20</strong> 740<br />

Die Ärzte im Medizinischen Experten Center am<br />

Göttinger Bahnhof stehen miteinander in keiner wirtschaftlichen<br />

Verbindung. Jeder der dort tätigen Ärzte<br />

rechnet seine medizinischen Leistungen selbstständig<br />

für sich ab <strong>–</strong> auf der Basis der aktuell gültigen Gebührenordnung<br />

für Ärzte GOÄ.<br />

www.mec-goettingen.de<br />

Mehr Informationen:<br />

www.frueherkennung-goettingen.de<br />

SPEZIAL 9


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Manager-Checks<br />

Die Vielzahl an erfahrenen und professionellen Ärzten und Ärztinnen unter einem Dach<br />

legt es nahe, deren geballte Kompetenz auch für Komplett-Checks von Führungskräften in<br />

der regionalen und weiteren nationalen Wirtschaft anzubieten.<br />

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SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Die Ärzt:innen am Göttinger Bahnhof bieten im Rahmen der Früherkennung eine<br />

umfassende Basisuntersuchung aller relevanten funktionellen und morphologischen<br />

Aspekte des Körpers an. Kombiniert werden kann dies mit ergänzenden<br />

Untersuchungen, die auf die individuellen Bedürfnisse und Risikofaktoren der einzelnen<br />

Mitarbeitenden zugeschnitten sind und fast alle unter einem Dach durchgeführt werden.<br />

Nur vereinzelt erfolgen Untersuchungen durch andere Ärzt:innen im Stadtbereich von Göttingen.<br />

Hierfür können die Führungskräfte einen begleiteten Shuttle-Service nutzen. Das<br />

komplette Programm wird innerhalb von ein bis zwei Tagen durchgeführt <strong>–</strong> nur im Falle<br />

einer zusätzlichen Darmspiegelung ist ein dritter Tag notwendig.<br />

BASIS-CHECK:<br />

Die im Folgenden gelisteten<br />

Grundunter suchungen werden durch<br />

einen in der Präventionsdiagnostik<br />

erfahrenen Internisten durchgeführt:<br />

» ausführliche Anamnese<br />

» internistische Ganzkörperuntersuchung<br />

» Diagnostik des Bluts<br />

» Diagnostik des Urins<br />

» Diagnostik des Stuhls<br />

» Ultraschalldiagnostik der<br />

Schilddrüse, Bauch- und<br />

Beckenorgane sowie der Gefäße<br />

» bildgebende und funktionelle Untersuchungen<br />

von Herz und Kreislauf<br />

» funktionelle Diagnostik der Lunge<br />

» abschließendes Gespräch<br />

ERGÄNZENDE UNTERSUCHUNGEN:<br />

Die nachfolgenden Untersuchungen werden durch<br />

spezialisierte Fachärzte durchgeführt und können<br />

die Basisuntersuchungen sinnvoll er gänz en:<br />

» 3-T-MRT des Gehirns<br />

» 1.5T-HR-Mamma-MRT und Mammografie<br />

» 3T-MRT der Prostata<br />

» 3T-Kardio-MRT<br />

» 3T-MR Angiografie<br />

» 3T-MRT von Bauch und Becken<br />

» CT der Lunge<br />

» Knochendichtemessung (Q-CT)<br />

» hautärztliche Untersuchung inkl. KI-Körperscan<br />

» augenärztliche Untersuchung<br />

» HNO-Untersuchung<br />

» orthopädische Untersuchung<br />

» 4D-Ganzkörpervermessung<br />

» neurologische Untersuchung<br />

» urologische Untersuchung<br />

» gynäkologische Untersuchung<br />

» Spiegelung von Magen und Dickdarm (Endoskopie)<br />

» andrologische Beratung (Sexualberatung)<br />

» Ernährungs- und Übergewichtsberatung<br />

» Burn-out: Prophylaxe bzw. Behandlung,<br />

Resilienztraining<br />

Sämtliche Untersuchungsunterlagen<br />

und das gesamte Bildmaterial werden<br />

in einem Sammelordner und auf USB-<br />

Stick zur Verfügung gestellt, sodass sie<br />

zukünftig allen betreuenden Ärzten vorgelegt<br />

und jederzeit eingesehen werden<br />

können. Neben den MEC-Ärzten und<br />

Ärztinnen, die ausnahmslos in den Praxisräumen<br />

am Göttinger Bahnhof tätig sind,<br />

unterstützen weitere Kollegen und Kolleginnen<br />

im Stadtgebiet Göttingen die<br />

Ganzkörperchecks für Führungskräfte:<br />

Dr. Sabine Adams-Deinhard<br />

Augen<br />

Dr. Dr. Stefan Buntrock<br />

Urologie<br />

Dr. Adrina Lüthje<br />

HNO<br />

Dr. Brigitta Lüken<br />

Augen<br />

Dr. Silke Niehaus-Hahn<br />

Koloskopie/Gastroskopie<br />

Dr. Heribert Schorn<br />

Urologie<br />

Dr. Klaus-Peter Schweiger<br />

Koloskopie/Gastroskopie<br />

Dr. Arne Ströhlein<br />

Resilienztrainer<br />

Dr. Joachim Uffenorde<br />

HNO<br />

Mehr Informationen:<br />

www.frueherkennung-goettingen.de<br />

SPEZIAL 11


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Kopf<br />

Sehstörungen, Schwindel oder Schmerzen im Kopf <strong>–</strong> dies<br />

sind nur einige Beschwerden, die eine Untersuchung des<br />

Kopfes mit bildgebenden Verfahren erforderlich machen können.<br />

So lassen sich mithilfe der MRT pathologische Strukturveränderungen<br />

wie Missbildungen, Entzündungen oder<br />

Tumoren darstellen und im besten Fall ausschließen.<br />

Bandscheibe und Wirbelsäule<br />

Ein Bandscheibenvorfall ist schmerzhaft und schränkt<br />

die Mobilität deutlich ein. Gelegentlich macht er sich<br />

schon im Vorstadium durch Rückenschmerzen bemerkbar.<br />

Deren gezielte Behandlung erfordert eine eingehende<br />

neurologische Untersuchung. Dazu gehören auch Untersuchungen<br />

des Rückenmarks sowie der Nervenwurzeln<br />

mittels MRT. Kann diese Untersuchung im Magnetfeld<br />

zum Beispiel aufgrund eines Herzschritt machers nicht<br />

genutzt werden, kann auf ein CT zurückgegriffen werden.<br />

Bei Auffälligkeiten der Knochenstruktur kann das<br />

Spiral-CT weitere wichtige Informationen liefern.<br />

Abklärung<br />

Kaum etwas ist schlimmer, als<br />

sich über die Ursachen für die<br />

Symp tome einer Krankheit im<br />

Unklaren zu sein. Deshalb ist neben<br />

der Genauigkeit einer Diagnose auch<br />

Schnelligkeit gefragt. Bei der Praxis für<br />

Moderne Schnittbilddiagnostik gibt es<br />

den Befundbericht schon am Tag der<br />

Untersuchung per Telefon, Fax oder E-<br />

Mail. Dabei werden die Befunde genau<br />

und mit verständlichen Worten erklärt.<br />

Die Bilder, die entweder mit Ultraschall,<br />

Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie<br />

(MRT; auch als<br />

Kernspintomografie bekannt) erstellt<br />

werden, erhalten die Patienten auf einer<br />

CD oder einem USB-Stick inklusive des<br />

notwendigen Betrachtungsprogramms.<br />

Das Spektrum der Untersuchungen reicht<br />

hierbei von Kopf bis Fuß.<br />

Lunge<br />

Mit Schmerzen im Brustkorb, Reizhusten oder Atemnot zeigt<br />

die Lunge meist sehr schnell an, wenn etwas nicht stimmt.<br />

Ursachen für die Beschwerden kann eine Vielzahl von Krankheitsbildern<br />

sein. Ist der Befund nicht eindeutig, kann ein<br />

modernes Spiral-CT des gesamten Brustkorbes mehr Klarheit<br />

bringen. Mit diesem Verfahren lassen sich zum Beispiel die<br />

Ursachen der Beschwerden in Form etwa einer Lungenfibrose,<br />

einer Staublunge oder eines Lungenkarzinoms aufspüren.<br />

Gefäße<br />

Erster Ansprechpartner bei Schmerzen in den Beinen, einseitigen<br />

Beschwerden in Ober- und Unterschenkeln sowie bei<br />

auffälliger Kälte der Extremitäten sollte immer der Hausarzt<br />

oder ein entsprechender Facharzt sein. Ist nach der klinischen<br />

Untersuchung eine weitergehende Befundabklärung nötig,<br />

kommt die Praxis für Moderne Schnittbilddiagnostik ins Spiel.<br />

Hier können mittels MRT und einem Kontrastmittel innerhalb<br />

weniger Minuten Gefäßveränderungen sichtbar gemacht werden.<br />

Eine solche MR-Angiografie stellt inzwischen aber auch<br />

im Bereich der hirnversorgenden Blutgefäße oder der großen<br />

Gefäße im Körperstamm (Rumpf) die Methode der Wahl dar.<br />

12<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Brust<br />

Bei Symptomen wie Knoten, Verhärtungen, Rötungen oder Ekzemen<br />

im Bereich der weiblichen Brust sollte möglichst rasch und lieber<br />

einmal zu oft als einmal zu wenig die Ursache abgeklärt werden.<br />

Treten die oben genannten Beschwerden auf, vergibt das Diagnostische<br />

<strong>Brustzentrum</strong> Göttingen innerhalb von 24 Stunden einen Untersuchungstermin.<br />

Hier werden die Symptome per Mammografie,<br />

Ultraschall und/oder Mamma-MRT genau abgeklärt. Bleiben dabei<br />

Unsicherheiten oder ein verdächtiger Befund, erfolgt die endgültige<br />

Klärung durch eine ambulante Gewebeentnahme (Biopsie).<br />

Bauch<br />

Bedingt durch die Vielzahl der Organe im Bauch ist das Spektrum<br />

der möglichen Erkrankungen sehr groß. Zum Auffinden der Ursachen<br />

mittels bildgebender Verfahren, beispielsweise bei unklaren Bauchschmerzen,<br />

eignen sich in erster Linie Ultraschall, MRT und CT. So<br />

ermöglicht das Ultraschallbild bereits eine gute Übersicht über Leber,<br />

Milz, Gallenblase und Niere. Auch die Bauchspeicheldrüse sowie die<br />

großen Blutgefäße des Körperstammes werden abgebildet. Mit MRT<br />

und CT können dann <strong>–</strong> oft unter Verwendung von Kontrastmitteln <strong>–</strong><br />

unklare Befunde präzisiert oder Diagnosen weiter abgesichert werden.<br />

Becken<br />

Zur Untersuchung des kleinen Beckens greifen Gynäkologen und Urologen<br />

nach wie vor zunächst auf den Ultraschall zurück. Für diesen<br />

Körperteil ist diese Technik besonders gut geeignet. In den vergangenen<br />

<strong>Jahre</strong>n hat aber auch die MRT immer weiter an Bedeutung gewonnen.<br />

Sie dient bei Frauen nicht nur zum Nachweis eines Tumors, sondern<br />

ermöglicht auch eine Darstellung der Tumorausdehnung. Für die Suche<br />

nach einem Prostatakarzinom hat sich inzwischen die multimodale<br />

Prostata-MRT als primäres Untersuchungsverfahren etabliert.<br />

Muskeln, Knochen und Gelenke<br />

Früher galten die klassische Röntgenuntersuchung und nuklearmedizinische<br />

Verfahren als Standard bei der Untersuchung von Knochen<br />

und Gelenken. Seit geraumer Zeit wurden diese Methoden jedoch von<br />

Ultraschall und MRT abgelöst. Insbesondere die MRT liefert für die wichtigen<br />

Fragestellungen gestochen scharfe Bilder von der Gelenkkapsel bis<br />

hin zu Knorpel- und Bandstrukturen. Bei Unklarheiten im Bereich des<br />

Knochens bringt die hochauflösende CT die nötigen Informationen.<br />

SPEZIAL 13


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Das kann sich sehen lassen:<br />

Im MEC gehen wahre Größen<br />

ein und aus <strong>–</strong> wie beispielsweise<br />

BG-Spieler Harper Kamp.<br />

14<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

BG <strong>–</strong> das Team hinter dem Team<br />

Das BG Medical Team betreut die Basketballer der BG Göttingen in allen medizinischen Belangen<br />

Ob schwerwiegende Verletzungen, leichte Muskelverspannungen<br />

oder kleine Wehwehchen<br />

<strong>–</strong> das Ärzteteam hat gegen so ziemlich alles<br />

ein Mittel. Unter der Leitung von Dr. Ralf Harmann,<br />

Orthopäde, Chiropraktiker und Sportmediziner,<br />

betreuen Prof. Dr. Johannes B. Dahm, Dr. Matthias<br />

Pietzka, PD Dr. Daniel Hoffmann, Dr. Maline Bode-<br />

Hirsch, Sebastian Höller, Uwe Klassen und Sebastian<br />

Junge aus dem Athletikum das BG-Team von<br />

orthopädischer, internistischer, unfallchirurgischer,<br />

zahnärztlicher sowie physiotherapeutischer Seite.<br />

Auch die Ärzte der Praxis für Moderne Schnittbilddiagnostik<br />

waren ab Stunde null dabei. Sie sind für<br />

die bildgebende Diagnostik verantwortlich und beantworten<br />

Fragen zu Skelett und Bewegungsappa rat. Neben<br />

einer komplexen Gelenkdiagnostik für Schulter-,<br />

Knie- und Sprunggelenke erfolgt auch die Diagnostik<br />

von Muskeln, Sehnen und Bändern. Zudem können<br />

Irritationen des Nervensystems, zum Beispiel durch<br />

Bandscheibenvorfälle, zuverlässig erkannt werden. Im<br />

Falle knöcherner Verletzungen wird neben der MRT<br />

auch die Computertomografie eingesetzt. So können<br />

Frakturen, ohne dass sie überlagert werden, dargestellt<br />

und der Heilungsverlauf optimal eingeschätzt werden.<br />

Darüber hinaus bieten Dr. Friedemann Baum und Prof. Dr. Uwe<br />

Fischer als weitere Serviceleistung vor der Spielsaison einen MRTgestützten<br />

Check beider Knie- und Sprunggelenke eines jeden einzelnen<br />

Spielers an. Auf diese Weise kann bei Verletzungen, die innerhalb<br />

der Saison auftreten, im Vergleich mit diesen präsaisonalen Aufnahmen<br />

schnell geklärt werden, welches Ausmaß an Verletzungen frisch<br />

entstanden ist oder ob sie gegebenenfalls bereits vorher bestanden.<br />

Zudem ermöglicht dieser Check vor Saisonbeginn bei den neu verpflichteten<br />

Spielern einen Überblick über eventuelle Vorverletzungen.<br />

Sprunggelenk von BG-Spieler Harper Kamp<br />

Ziel ist es, das Ausmaß einer Verletzung zeitnah einzuschätzen,<br />

um notwendige Behandlungen und die<br />

Heilung schnellstmöglich in die Wege zu leiten. Dabei<br />

stehen die Ärzte am Bahnhof zu fast jeder Tages- und<br />

Nachtzeit bereit.<br />

SPEZIAL 15


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

KI hilft<br />

den Ärzt:innen am Bahnhof<br />

Künstliche Intelligenz, kurz KI, hat nicht nur in der Medizin eine beachtliche technische Revolution vollzogen.<br />

Vielmehr liefern digitale Systeme, die selbstlernende KI nutzen, diagnostische Einschätzungen mit überaus<br />

hoher Zuverlässigkeit. Auf der Basis großer Datenmengen erlauben sie in kürzester Zeit Befundauswertungen<br />

und werden bei sachgemäßem Einsatz zunehmend die ärztliche Tätigkeit unterstützen und verbessern.<br />

… in der Prostata-Diagnostik<br />

Mit der Magnetresonanztomografie (MRT) der<br />

Prostata steht ein Verfahren zur Verfügung,<br />

dass insbesondere in den letzten <strong>Jahre</strong>n aufgrund<br />

technischer und methodischer Verbesserungen<br />

in der Prostatadiagnostik einen hohen Stellenwert bekommen<br />

hat. Der Einsatz von 3-Tesla-Magneten und<br />

die Verwendung spezieller Untersuchungsprotokolle<br />

ermöglicht hier im Zusammenhang mit KI inzwischen<br />

binnen weniger Minuten eine exzellente Beurteilung der<br />

Prostata und ihrer Umgebung. Das Stichwort ist hier das<br />

multiparametrische MRT (mpMRT).<br />

Dieses mpMRT beinhaltet bis zu vier unterschiedliche<br />

Messtechniken: Die hochauflösende T2-Messung, die<br />

den Flüssigkeitsgehalt abbildet, die diffusionsgewichtete<br />

Bildgebung, die Informationen zur Zelldichte gibt, die<br />

dynamische kontrastmittelgestützte MRT, die die Blutversorgung<br />

innerhalb der Prostata darstellt und die Protonen-MR-Spektroskopie,<br />

die Informationen über Stoffwechselvorgänge<br />

im Organ aufzeigt. Die Auswertung der<br />

multiparametrischen MRT der Prostata ist aufwendig<br />

<strong>–</strong> KI erlaubt dies innerhalb kürzester<br />

Zeit. Für die Kategorisierung der Befunde<br />

macht KI einen Vorschlag innerhalb eines<br />

speziellen PI-RADS Scores, der in fünf<br />

Stufen die Wahrscheinlichkeit angibt,<br />

mit der eine Auffälligkeit in der Prostata<br />

bösartig ist oder nicht. Ansprechpartnerin<br />

am Bahnhof ist Frau Meiser.<br />

Nadia Meiser<br />

Ärztin für Radiologie<br />

14 16<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

… bei der Suche nach Hinweisen auf eine drohende Demenz<br />

Prof. Dr. Michael Knauth<br />

Neuroradiologe<br />

Demenz ist durch den schleichenden<br />

Beginn und fortschreitenden Verlust<br />

kognitiver Fähigkeiten charakterisiert.<br />

Im Jahr <strong>20</strong>11 litten etwa 1,3 Millionen<br />

Deutsche an Demenz, bis <strong>20</strong>50 wird eine<br />

Verdoppelung dieser Zahl erwartet. Hier<br />

spielt die Bildgebung zur Abklärung der Ursache<br />

bei demenziellen Erkrankungen eine<br />

immer größer werdende Rolle. Basierend<br />

auf klinisch wissenschaftlichen Arbeiten<br />

der letzten 15 <strong>Jahre</strong> wurde<br />

ein Analyseverfahren entwickelt,<br />

dass das automatisierte Auffinden<br />

von auffälligen Hirnarealen im Vergleich zu<br />

einem gesunden Normkollektiv ermöglicht.<br />

Durch den Einsatz von Künstlicher<br />

Intelli genz in der Demenzdiagnostik können<br />

besonders in der Frühphase der Erkrankung<br />

wichtige Hinweise gewonnen werden. Durch<br />

den automatisierten Vergleich mit mehr als<br />

1000 normalen Gehirnen unterstützt die<br />

Kl Neurologen bei der Früherkennung verschiedener<br />

Demenzformen, stellt jedoch keinen<br />

Ersatz der visuellen Bilddiagnostik dar.<br />

Seit Sommer <strong>20</strong>19 steht diese Software auch<br />

in der Praxis für moderne Schnittbilddiagnostik<br />

zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner<br />

ist der Neuroradiologe Professor Dr. med.<br />

Michael Knauth.<br />

… in der Früherkennung<br />

von Hautkrebs<br />

Beim Einsatz der KI im Rahmen der<br />

Melanom-Prävention, also in der Früherkennung<br />

des schwarzen Hautkrebses,<br />

geht es zum einen um eine optimierte Erfassung<br />

und Speicherung sowie zum anderen<br />

um eine Bewertung von Hautveränderungen.<br />

Hier stehen inzwischen automatisierte fotogestützte<br />

Dokumentationssysteme zur Verfügung,<br />

die auf der Basis von KI ein Total Body<br />

Mapping ermöglichen. Diese Systeme erlauben<br />

nicht nur die strukturierte topografische<br />

Erfassung von Hautveränderungen in den<br />

verschiedenen Körperpartien, sondern ermöglichen<br />

aufgrund der Speicherung der Naevi-<br />

Bilder <strong>–</strong> Bilder der „Muttermale“ <strong>–</strong> zusätzlich<br />

den Vergleich nachgewiesener Hautveränderungen<br />

mit den Untersuchungen der Vorjahre.<br />

Zusätzlich geben solche Systeme auf der<br />

Basis von Künstlicher Intelligenz eine ab-<br />

schließende Beurteilung hinsichtlich<br />

der Bösartigkeit<br />

auffälliger Veränderungen.<br />

Der als Hautarzt im<br />

Zentrum tätige Dr. med.<br />

Thomas Neumann setzt seit<br />

Januar <strong>20</strong>23 in den Räumlichkeiten<br />

des MEC am Göttinger<br />

Bahnhof ein. Dies ist das<br />

erste System seiner Art in Südniedersachsen.<br />

Thomas Neumann<br />

Hautarzt<br />

SPEZIAL 17


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Sprechstunde<br />

mit der Hormon- & Gewichtsexpertin<br />

Dana Seidlova-Wuttke<br />

Frau<br />

„<br />

Seidlova-Wuttke, inzwischen betreuen Sie schon seit zehn<br />

<strong>Jahre</strong>n Patientinnen und Patienten aus der Region in Ihrer<br />

Hormon- & Gewichtssprechstunde. Was war Ihr Ziel, als Sie vor<br />

zehn <strong>Jahre</strong>n die Sprechstunde ins Leben gerufen haben?<br />

In den letzten Jahrzehnten gab es immer weniger niedergelassene<br />

Ärztinnen und Ärzte, die sich mit dem komplizierten Gebiet der<br />

Hormone auskennen. Als mein Mann als Leiter der Abteilung für<br />

Hormone an der Uniklinik Göttingen vor zehn <strong>Jahre</strong>n in den Ruhestand<br />

trat, kündigte ich als Oberärztin der Frauenklinik und wir<br />

beschlossen, die Privatpraxis ,Hormon- und Gewichtssprechstunde‘<br />

zu gründen. Unser Ziel war es, eine Praxis mit fachübergreifender<br />

Kompetenz für die zahlreichen hormonellen Erkrankungen zu<br />

etablieren, wobei ich eine allgemeine frauenärztliche Tätigkeit in<br />

Kombination mit endokrinologischer Kompetenz vertreten will,<br />

während mein Mann sich anderen hormonellen Problemen widmete.<br />

Inzwischen ist mein Mann in den Ruhestand gegangen und<br />

ich betreibe seit fünf <strong>Jahre</strong>n die Praxis mit dieser Vision alleine. Da<br />

Übergewicht von Frauen und Männern ein immer größeres gesundheitliches<br />

Problem darstellt und häufig mit Problemen im Hormonhaushalt<br />

in Zusammenhang gebracht wird, beschlossen wir bei der<br />

Praxisgründung, auch diese Zusammenhänge mit Patientinnen und<br />

Patienten ausführlich zu diskutieren. Das erklärt die Namensgebung<br />

unserer Praxis.<br />

Stichwort ,Hormon & Gewicht‘ ... Welchen Einfluss haben<br />

Hormone eigentlich auf unser Gewicht und welche Ansatzpunkte<br />

verfolgen Sie dazu in Ihrer Sprechstunde?<br />

Wie oben erwähnt, bestehen zwischen einem stark von der Norm<br />

abweichenden Körpergewicht und hormoneller Dysregulation eindeutige<br />

Zusammenhänge, die zu zahlreichen Erkrankungen führen<br />

können. Sehr offenkundig ist das bei untergewichtigen Menschen.<br />

Ich sehe aber auch häufig Patientinnen und Patienten, die mit der<br />

18<br />

SPEZIAL


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

vorgefassten Meinung kommen, dass ihr Übergewicht hormonelle<br />

Ursachen hat. Das ist jedoch selten der Fall: In der Regel ist es umgekehrt<br />

und hormonelle Erkrankungen entstehen durch das Übergewicht.<br />

Nach ausführlichen Gesprächen über die Umstellung der<br />

Essgewohnheiten <strong>–</strong> aber nicht durch Hungern <strong>–</strong> habe ich dann oft<br />

Erfolge zu vermelden. Bei schon bestehenden, durch Übergewicht<br />

bedingten hormonellen Erkrankungen gibt es zahlreiche medikamentöse<br />

Möglichkeiten, ihr Fortschreiten zu verhindern oder sie zu<br />

beheben. Dazu werden fast täglich neue klinische Studien vorgelegt,<br />

die ich aufmerksam verfolge.<br />

Mit welchen Beschwerden kann man darüber hinaus<br />

zu Ihnen kommen?<br />

Meine Patientinnen sind Frauen jedes Alters: von 9 bis 90. Hauptsächlich<br />

kommen sie wegen einer Hormonberatung, einer unregelmäßigen<br />

oder fehlenden oder schmerzhaften Periode. Manche kommen<br />

mit einem Wunsch nach einer effizienten Kontrazeption, für<br />

eine Beratung im Klimakterium oder für eine Beratung zur Therapie<br />

der Osteoporose der Frau über 50. Andere führt der Wunsch nach<br />

einer endokrinen Therapie bei Brustkrebs zu mir. Auch ganz spezielle<br />

Beschwerden im intimen Bereich, die sich nach der Menopause<br />

entwickelt haben, führt Patientinnen zu mir. Gerade dies ist ein besonderes<br />

Thema, das mehr und mehr an die Oberfläche kommt, weil<br />

wir immer älter werden und mehr auf unser Körpergefühl achten<br />

und unsere Sexualität bis zum späteren Alter erleben möchten.<br />

Für diese Behandlung ist ein Gespräch und eine Hormontherapie zu<br />

wenig <strong>–</strong> deswegen habe ich eine Erbium-Laser-Behandlung etabliert<br />

und in den letzten drei <strong>Jahre</strong>n erfolgreich eingesetzt. Ein weiterer<br />

Schwerpunkt ist die Impfberatung in der gesamten Gynäkologie. Dabei<br />

steht die Vermeidung von Muttermundkrebsen durch<br />

Impfungen gegen das Humane Papilloma Virus, kurz HPV, im Vordergrund.<br />

Auch die Diagnostik und Therapie bestehender Pathologien<br />

des Muttermundes sind ein sehr wichtiges Thema.<br />

Viele Leute fühlen sich beim klassischen Hausarzt oft nicht umfassend<br />

genug betreut, gerade auch, wenn es um die weiterführende Diagnostik<br />

und Interpretation von Blutwerten oder spezifische Detailfragen geht.<br />

Was machen Sie in diesem Bereich anders?<br />

... Hm, ich glaube, ich nehme mir viel Zeit. Ich spreche mit den<br />

Patienten über ihre Probleme, höre aufmerksam zu und frage dann<br />

gezielt nach anamnestischen Daten und der Familienanamnese und<br />

mache mir innerhalb einer Stunde <strong>–</strong> so lange dauert ein Erstgespräch<br />

<strong>–</strong> ein Bild, welche weiteren diagnostischen und therapeutischen<br />

Maßnahmen notwendig sein werden. Heute werden Hormone nicht<br />

mehr von dem behandelnden Arzt, sondern in spezialisierten Laboratorien<br />

bestimmt. Die Hormonwerte werden dann häufig von<br />

extra dafür angestelltem Laborpersonal interpretiert, das aber die<br />

Patientinnen und Patienten nicht untersucht hat. Häufig rechtfertigen<br />

schon das ausführliche Gespräch über die Lebensweise und<br />

Ernährung oder die körperliche Ansicht und Untersuchung <strong>–</strong> hier<br />

seien zum Beispiel Blutdruck, Fettverteilung, Damenbärtchen und<br />

Haarausfall genannt <strong>–</strong> eine gezielte Labordiagnostik. Denn eine auf<br />

Erfahrung und Labordiagnostik beruhende ganzheitliche Betrachtungsweise<br />

erlaubt schließlich eine erfolgreiche individuelle Therapie<br />

und deutlich verbesserte Lebensqualität.<br />

Das klingt nach einem großen Potenzial in diesem Bereich. Kümmern<br />

wir uns generell zu wenig um uns und unseren Körper?<br />

Das ist eine interessante Frage! Mein Mann hat vor paar <strong>Jahre</strong>n<br />

einen Artikel darüber geschrieben, dass Männer mehr über ihr Auto<br />

wissen als über ihren Körper. Da ist etwas Wahres dran. Männer gehen<br />

grundsätzlich ungern zum Arzt <strong>–</strong> bei den Frauen ist es hingegen<br />

ziemlich unterschiedlich. Erstens gibt es für uns mehr Vorsorgeuntersuchungen<br />

als bei Männern, wie etwa die jährliche gynäkologische<br />

Untersuchung ab 18. Zudem entbinden viele Frauen ein oder mehrere<br />

Kinder und sind deshalb regelmäßig in ärztlicher Betreuung<br />

<strong>–</strong> darüber hinaus gehen sie ab 49 alle zwei <strong>Jahre</strong> zur Brustskrebsfrüherkennung.<br />

Selbstverständlich gibt es auch Frauen, die nicht zu<br />

diesen Vorsorgeterminen gehen und auf ihr Glück hoffen. In diesem<br />

Zusammenhang sei noch bemerkt, dass die Corona-Pandemie dazu<br />

geführt hat, dass kaum mehr 50 Prozent der Frauen in Deutschland<br />

die präventiven Untersuchungen in der Gynäkologie wahrnehmen!<br />

Ich hoffe, dass sich das ändern wird.<br />

Was schätzen Ihre Patientinnen und Patienten besonders an Ihnen?<br />

Das ist schwierig zu sagen, letztlich können das nur die Patienten<br />

selbst beantworten. Aber grundsätzlich glaube ich, dass sich die<br />

Patienten wahrgenommen fühlen. Sie kommen wieder, weil ich ihre<br />

Fragen beantworte, ihre Beschwerden ausführlich untersuche und<br />

eine Therapie finde <strong>–</strong> ich denke, sie fühlen sich einfach wohl. Zu diesem<br />

Wohlbefinden trage jedoch nicht nur ich, sondern auch das gesamte<br />

Praxisteam bei: das Personal an der Leitstelle, die Kollegen des<br />

Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s und MEC, wo ich auf kompetente<br />

Kollegen zählen kann. Das ist auch der Grund, warum ich jeden<br />

Morgen immer wieder gern in meine Praxis gehe.<br />

Frau Seidlova-Wuttke, vielen Dank für die Einblicke<br />

und viel Erfolg für die nächsten <strong>Jahre</strong> mit der Sprechstunde.<br />

“<br />

SPEZIAL 19


PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

15 Fragen <strong>–</strong><br />

15 Antworten<br />

Wie<br />

kann ich einer<br />

Osteoporose entgegen wirken?<br />

Osteoporose ist ein Thema, das hauptsächlich<br />

Frauen betrifft. Es ist ganz normal, dass der Knochenbau<br />

bei Frauen ab dem 45. bis 50. Lebensjahr in<br />

eine kontinuierliche Demineralisation übergeht. Es darf<br />

auch nicht verwundern, dass Frauen über 80 von Natur aus<br />

eine Osteoporose aufweisen. Über die Knochendichtemessung<br />

kann frühzeitig (um das 50. Lebensjahr) geklärt werden, ob<br />

ein beschleunigter Trend zur Osteoporose vorliegt. In diesem<br />

Fall ist eine endokrinologische Beratung sinnvoll.<br />

Unabhängig hiervon sei darauf hingewiesen, dass<br />

Bewegung und eine ausgewogene Ernährung die<br />

wichtigsten Komponenten zur Vermeidung<br />

einer vorzei tigen Osteoporose<br />

darstellen.<br />

Welche<br />

Diagnostik bringt<br />

die höchste Zuverlässigkeit<br />

für die Brustkrebs -<br />

früh erkennung?<br />

Mit der Kombination aus digitaler Ein-Ebenen-<br />

Mammografie und Mamma-MRT, die in dieser<br />

Kombination auch „Göttinger Optipack“ genannt<br />

wird, werden die meisten Mammakarzinome<br />

nachgewiesen. Haben sich ihre Drüsenstrukturen<br />

weitestgehend zurückgebildet,<br />

so reicht allerdings auch die alleinige<br />

Mammografie.<br />

Kann<br />

ich meinen<br />

Dickdarm im Rahmen der<br />

Früherkennung auch im MRT oder<br />

CT untersuchen lassen?<br />

Prinzipiell ja. Es ist jedoch ausdrücklich darauf hinzuweisen,<br />

dass die endoskopische Untersuchung des<br />

Dickdarms letztendlich die besseren und zuverlässigen Ergebnisse<br />

erbringt. Zudem kann bei Nachweis eines auffälligen<br />

Befundes dieser im Rahmen der Koloskopie zeitnah biopsiert<br />

oder abgetragen werden. Ist eine komplette Koloskopie des gesamten<br />

Dickdarmrahmens nicht möglich oder muss dieser<br />

Eingriff abgebrochen werden, so ist eine MR-Koloskopie<br />

noch am selben Tage möglich und sinnvoll.<br />

Dies gilt auch, wenn jemand eine Koloskopie<br />

per se komplett ablehnt. In diesen Fällen<br />

ist die etwas weniger aussagekräftige<br />

Untersuchung per MRT oder CT<br />

immer noch besser als gar<br />

keine Untersuchung.<br />

Macht<br />

das Kontrastmittel,<br />

das bei der MRT<br />

eingesetzt wird, krank?<br />

Nein. Es gab eine Vielzahl an Mitteilungen<br />

darüber, dass sich bei häufigem Einsatz<br />

von Gadolinium, so der Name des Kontrastmittels,<br />

Teile davon im Gehirn ablagern. Dies<br />

war bei der ersten Generation von Kontrastmitteln<br />

der Fall, Symptome traten dadurch<br />

allerdings nicht auf. Inzwischen gibt es<br />

seit vielen <strong>Jahre</strong>n die nächste Generation<br />

Kontrastmittel, das für ungefährlich<br />

erachtet wird.<br />

Stimmt<br />

es, dass die MRT<br />

der Prostata den Ultraschall<br />

tendenziell ablöst?<br />

Es ist tatsächlich so, dass die multiparametrische<br />

MRT der Prostata <strong>–</strong> insbesondere<br />

an leistungsstarken 3-Tesla-MRT-Geräten <strong>–</strong><br />

bessere Ergebnisse in der Darstellung von<br />

Prostatatumoren erzielen konnte als der<br />

Ultra schall vor Ort. Hinzu kommt, dass im<br />

Falle eines Prostatakarzinoms die exakte<br />

Loka lisation und Ausdehnung im<br />

MRT besser zu definieren<br />

sind.<br />

Wie<br />

hoch ist die<br />

Strahlenbelastung<br />

bei der MRT und CT?<br />

Bei der MRT werden Strahlen eingesetzt,<br />

die für den menschlichen Körper<br />

ungefährlich sind. Es handelt sich vielmehr um<br />

ein extrem starkes Magnetfeld, innerhalb dessen die<br />

MRT-Untersuchungen stattfinden. Dies steht im Gegensatz<br />

zur CT, bei der innerhalb der Röhre Röntgenstrahlen zum<br />

Einsatz kommen. Diese haben eine ionisierende Wirkung,<br />

sodass sie zu Mutationen und Entartung führen können.<br />

Daher muss die Indikation zum ungerechtfertigten<br />

Einsatz von Röntgenstrahlung vor der Untersuchung<br />

durch den behandelnden Arzt<br />

aus drücklich hinterfragt<br />

werden.<br />

<strong>20</strong><br />

SPEZIAL


Wie<br />

gut sind Speiseröhre<br />

und Magen in der<br />

Bildgebung gut beurteilbar?<br />

Es gibt nicht wirklich eine bildgebende<br />

Diagnostik, die eine zuverlässige<br />

Be urteilung der Speiseröhre und des<br />

Magens erlauben. Die Endoskopie ist<br />

für diese Organstrukturen die Untersuchungsmethode<br />

der Wahl.<br />

Wie<br />

sinnvoll ist die<br />

MRT-Untersuchung des<br />

Herzens (Cardio-MRT) im Rahmen<br />

der Früherkennung?<br />

Für viele Fragestellungen hat die Cardio-MRT inzwischen<br />

die Katheteruntersuchung des Herzens abgelöst.<br />

Bei der MRT werden morphologische Aspekte des<br />

Herzens sowie Auswurfvolumina und Klappenfunktionen<br />

dargestellt. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung der<br />

Durchblutungsverhältnisse des Herzmuskels vor und<br />

nach einer Stresssimulation. Findet sich hierbei<br />

ein minder durchblutetes Areal, so kann eine<br />

gezielte Katheteruntersuchung mit der<br />

Option, einen Stent einzusetzen,<br />

sinnvoll sein.<br />

Ab<br />

welchem Alter<br />

sollte ich meine Prostata im<br />

Rahmen der Früherkennung<br />

checken lassen?<br />

Auch wenn gelegentlich die Meinung besteht, dass<br />

Prostatakrebs nur eine Erkrankung der älteren<br />

Männer sei, so wird die Früherkennung doch ab dem<br />

40. bis 45. Lebensjahr empfohlen. Das Spektrum<br />

reicht hier von der PSA-Bestimmung über<br />

das rektale Abtasten bis zur Sonografie<br />

und der multiparametrischen<br />

MRT. Lassen Sie sich<br />

hierzu urologischerseits<br />

beraten.<br />

Seit<br />

vier <strong>Jahre</strong>n rauche<br />

ich nicht mehr, davor habe<br />

ich 25 <strong>Jahre</strong> etwa eine Schachtel<br />

pro Tag geraucht. Sollte ich mich zum<br />

Thema Lungenkrebs untersuchen lassen?<br />

Sie haben statistisch ein erhöhtes Risiko für<br />

die Ent stehung eines Lungenkarzinoms. Aus diesem<br />

Grund wird bei Ihrer individuellen Vorgeschichte<br />

eine angemessene Diagnostik der Lunge zum<br />

Ausschluss eines solchen Tumors empfohlen.<br />

Diese Untersuchung sollte bevorzugt<br />

als Thorax-CT durchgeführt werden,<br />

da mit diesem Verfahren auch<br />

bereits kleine Tumoren<br />

sichtbar sind.<br />

Kann ich bei<br />

Ihnen auch auf privater<br />

Ebene einen kompletten<br />

Manager-Check durchführen lassen?<br />

Was<br />

kostet ein Check<br />

von Bauch- und Beckenorganen<br />

mit der MRT?<br />

Ja. Sie können auch auf privater Ebene einen<br />

Manager-Check, der auf Ihre persönlichen Verhältnisse<br />

zugeschnitten ist, durchführen lassen.<br />

Üblicherweise besteht dieser aus dem Basis-Check<br />

(Labor, Herz-Ultraschall, Lungenfunktion), einer<br />

MRT von Bauch und Becken sowie fachärztlichen<br />

Untersuchungen im Bereich<br />

Augen, HNO und Haut.<br />

PRAXIS FÜR MODERNE SCHNITTBILDDIAGNOSTIK Göttingen<br />

Bei der MRT der Bauch- und Becken -<br />

organe werden Leber, Milz, Nebennieren,<br />

Nieren, Organstrukturen im kleinen<br />

Becken und die arteriellen Blutgefäße<br />

(Bauchschlagader, Beckenarterien) dargestellt.<br />

Diese Untersuchung erfolgt<br />

unter Verwendung eines Kontrastmittels.<br />

Die kompletten Kosten für eine<br />

solche Untersuchung liegen bei<br />

etwa 1.<strong>20</strong>0 Euro.<br />

Ab<br />

wann und wie<br />

oft sollte ich einen<br />

Check auf Hautkrebs<br />

durchführen lassen?<br />

Zuerst einmal sollten Sie für sich selbst sehr<br />

sorgfältig und in regelmäßigen Abständen darauf<br />

achten, ob bei Ihnen Veränderungen der Haut<br />

auftreten. Unabhängig hiervon wird ein Check<br />

auf Hautkrebs ab dem 30. bis 35. Lebensjahr<br />

empfohlen. Ergibt sich hierbei kein auffälliger<br />

Befund, so sollte dieser Check<br />

alle zwei <strong>Jahre</strong> wiederholt<br />

werden.<br />

Gibt<br />

es im Rahmen der<br />

Früherkennung sinnvolle<br />

Untersuchungsmethoden des<br />

Dünndarms?<br />

Vorab sei gesagt, dass es glücklicherweise nur wenige<br />

tumorbildende Erkrankungen des Dünndarms<br />

gibt. Untersuchungsmöglichkeiten sind hier die<br />

Sellink-CT, die nach Kontrastmittel- und Wassergabe<br />

eine Dünndarm-Darstellung ermöglicht. Zur<br />

Anwendung kommt auch die Kapsel endoskopie,<br />

bei der eine winzige Kamera geschluckt wird,<br />

deren Bilder nach der Dünndarmpassage<br />

und Ausscheidung ausgelesen<br />

werden.<br />

Ab<br />

wann ist die<br />

Untersuchung des<br />

Dickdarms im Rahmen der<br />

Früherkennung ratsam?<br />

Untersuchungen zur Früherkennung<br />

von Dickdarmkrebs sollten ab dem Alter<br />

von 50 <strong>Jahre</strong>n durchgeführt werden.<br />

Ergibt sich hierbei ein unauffälliger<br />

Befund und liegt keine familiäre<br />

Belastung vor, so sind Intervalle<br />

von fünf <strong>Jahre</strong>n<br />

ratsam.<br />

SPEZIAL 21


Gratulation!<br />

„Schönheit entspringt der schönen Form und der Entsprechung<br />

des Ganzen mit den Einzelteilen, wie der Entsprechung<br />

der Teile untereinander und diese wiederum<br />

zum Ganzen. Vor gut zwanzig <strong>Jahre</strong>n ist in Göttingen<br />

etwas Schönes passiert! Das Diagnostische <strong>Brustzentrum</strong>,<br />

die heutige Diagnostik am Bahnhof, wurde<br />

am 2. Mai <strong>20</strong>03 eröffnet. Die seit zwanzig <strong>Jahre</strong>n<br />

bestehende Gemeinschaftspraxis ruht ,im Sinne Palladios‘<br />

auf vielen Säulen der Ästhetik: Schönheit der<br />

Diagnostik: Es wird gute Medizin gemacht <strong>–</strong>darauf<br />

legen Professor Dr. Uwe Fischer und Dr. Friedemann<br />

Baum den allergrößten Wert. Schönheit des Auftritts: Egal,<br />

ob Patient oder Dienstleister, die verbindliche Freundlichkeit und<br />

die Ausdruckskraft aller Angehörigen der Praxis begeistert. Wir fühlen uns wohl!<br />

Schönheit der Organisation: Kurze Wege, kurze Wartezeiten <strong>–</strong> es wird Hand in Hand gearbeitet.<br />

Schönheit der Räumlichkeit: Damals wie heute: helle Farben im Interieur, ganz<br />

im Gegensatz zu dem bisher Erlebten, und weite Ausblicke über Göttingen hinweg. Dem<br />

Architekten unverändert ein herzliches Dankeschön! Zwanzig <strong>Jahre</strong> sind vergangen, was<br />

wird kommen? In jedem Fall sind die Weichen gestellt, die Philosophie bleibt erhalten.<br />

Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein und dabeibleiben zu dürfen. Es ist Freundschaft<br />

entstanden, sehr schön! Oder, um mit Palladio zu schließen: Entspricht doch ein Teil dem<br />

anderen und sind doch alle Teile unabdingbar und notwendig, um das zu erreichen, was<br />

man gewollt hat.“<br />

MATTHIAS BREDE, STEUERBERATER<br />

„Seit vielen <strong>Jahre</strong>n vertraut Ihr<br />

meiner Empfehlung und nutzt<br />

den von mir in der Vergangenheit<br />

vertretenen Entscheider Medien<br />

Verlag und jetzt die BG Göttingen<br />

für Eure öffentlichkeitswirksame<br />

Darstellung Eurer hochwertigen<br />

und professionellen Arbeit. Dafür<br />

bedanke ich mich sehr herzlich<br />

bei Euch! Ich drücke Euch für die<br />

Zukunft die Daumen. Macht weiter<br />

so! Lila Grüße!“<br />

HORST WOLF,<br />

SPONSORING BG GÖTTINGEN,<br />

EHEMALIGER DEUTSCHER<br />

BASKETBALL-NATIONALSPIELER<br />

UND LANGJÄHRIGER<br />

WEGBEGLEITER<br />

„<strong>20</strong> <strong>Jahre</strong> Diagnostisches <strong>Brustzentrum</strong> Göttingen!<br />

Herzlichen Glückwunsch!<br />

Und viele <strong>Jahre</strong> davon begleitet das Team aus Göttingen unser<br />

<strong>Brustzentrum</strong> im Elisabeth-Krankenhaus Kassel als Kooperationspartner.<br />

Darauf sind wir sehr stolz, und für uns und unsere<br />

Patient:innen stellt diese Kooperation eine absolute Bereicherung<br />

dar. Die Arbeit der Kolleg:innen des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

zeichnet sich durch hohe Professionalität, einen enormen Qualitätsanspruch<br />

und immer pragmatische Lösungen im Sinne der Patient:innen aus. Die Frauen<br />

mit Brustkrebs, die wir gemeinsam behandeln, haben Angst und mit dieser werden sie<br />

in Göttingen perfekt aufgefangen. Die Liebe zum Detail und die Menschlichkeit gehen<br />

hier niemals verloren und haben höchste Priorität. Der Austausch mit den ärztlichen<br />

Kolleg:innen findet immer persönlich und direkt statt, für die Patient:innen bietet dies<br />

Sicherheit und eine individuelle, präzisierte Behandlung. Menschen zu heilen, die von<br />

Brustkrebs betroffen sind, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern, ist<br />

unser gemeinsames Ziel. Wir freuen uns auf viele weitere <strong>Jahre</strong> der vertrauensvollen<br />

Zusammenarbeit und gratulieren dem gesamten Team des Diagnostischen <strong>Brustzentrum</strong>s<br />

Göttingen herzlich zum Jubiläum!“<br />

DR. MED. SABINE SCHMATLOCH, BRUSTZENTRUM ELISABETH-KRANKENHAUS<br />

22<br />

SPEZIAL


Gratulation!<br />

„Das Diagnostische <strong>Brustzentrum</strong><br />

ist für uns ein sehr<br />

verlässlicher und kompetenter<br />

Partner. Die Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter um Uwe<br />

Fischer und Friedemann<br />

Baum, die auch zum Medical<br />

Team der BG Göttingen<br />

gehören, sind stets sehr hilfsbereit.<br />

Für einen professionellen<br />

Sportklub wie unseren<br />

vereinfacht die unkomplizierte<br />

Zusammenarbeit vieles<br />

und ist ein Baustein für eine<br />

optimale medizinische Betreuung<br />

unserer Profisportler.“<br />

FRANK MEINERTSHAGEN,<br />

GESCHÄFTSFÜHRER BG<br />

GÖTTINGEN<br />

„Lieber Uwe, lieber Friedemann,<br />

beste Glückwünsche zu eurem Firmenjubiläum!<br />

Herzlichen Dank für eure unkomplizierte, kompetente,<br />

stets freundliche Unterstützung in jeglichem Rahmen<br />

der radiologischen Diagnostik.<br />

Danke … ich freue mich auf eine weitere gemeinsame<br />

Zusammenarbeit.“<br />

UWE KLASSEN, PHYSIOTHERAPEUT<br />

„Wir grüßen das Medizinische Experten<br />

Center Göttingen (MEC) und gratulieren<br />

zum <strong>20</strong>-jährigen Firmenjubiläum!<br />

Wir, die enviaM-Gruppe, sind der größte<br />

Energieversorger in Ostdeutschland mit<br />

mehr als 1,3 Millionen Strom-, Gas- und<br />

Wärme kunden sowie Energie-Dienstleistungen,<br />

einem Strom- und Gasnetz von ca. 81.000 Kilometer<br />

sowie 67 Beteiligungsgesellschaften. Mit unseren rund 3.400<br />

Mitarbeitern sichern wir die Energieversorgung in Brandenburg,<br />

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wir zählen damit zu den<br />

größten und attraktivsten Arbeitgebern der Region.<br />

Unter anderem bieten wir unseren Mitarbeitern dabei eine umfassende<br />

Gesundheitsvorsorge an, zu deren wesentlichen Bausteinen, seit <strong>20</strong>18<br />

auch die Manager Vorsorge-Untersuchung im MEC-Göttingen gehört.<br />

Das umfassende Angebot des MEC wird von unserem Unternehmen<br />

sehr geschätzt und wurde bis heute von 140 Mitarbeitern wahrgenommen.<br />

Neben der hohen Professionalität und der Vielzahl möglicher<br />

Untersuchungsbausteinen, schätzen unsere Mitarbeiter die herausragende<br />

Effizienz im Zeitmanagement sowie die entgegengebrachte, geradezu<br />

fürsorgliche Betreuung im Rahmen der Untersuchungen.<br />

Diese hohe Akzeptanz zahlt auf unsere Unternehmensziele ein und wir<br />

schätzen diese vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr!“<br />

ARMIN SCHÜSSLER,<br />

GESCHÄFTSFÜHRER ENVIA<br />

SPEZIAL 23

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