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TE KW 07

B ÜCHER

B ÜCHER Literatur-Eldorado Über einen pinken Elefanten und eine Männerfreundschaft (mst) Sein letzter Erfolgsroman erschien mit „Montechristo“ im Jahr 2015. Nun gibt es wieder druckfrische Kost des Schweizer Schriftstellers Martin Suter mit dem Titel „Elefant“. Er ist entzückend, ein Wunderwesen – und für den, der die genetische Zauberformel kennt, ein Vermögen wert: ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich steht er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat und nun seinen Augen nicht trauen kann. Woher kommt dieses seltsame Geschöpf und wie ist es entstanden? Das wissen nur wenige Personen und sie verfolgen sehr unterschiedliche Interessen: Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tiers begleitet hat, glaubt, es sei etwas Heiliges, das geschützt werden muss. Geschützt ja, aber als Patent, meint dagegen Genforscher Roux. Die Schauplätze dieser atemberaubenden Intrige wechseln in rascher Folge von einem gentechnologischen Labor über einen Zirkus im Zürcher Oberland zur städtischen Obdachlosenszene, von dort in den Schutz einer Villa am Zürichberg und schließlich in ein Land in Südostasien, wo man Elefanten auf besondere Wiese huldigt. Sie ist nicht bekannt wie Martin Suter und „Ein wenig Leben“ ist erst ihr zweiter Roman, aber Hanya Yanagihara hat damit eines TYROLIA „Elefant“ von Martin Suter, 352 Seiten, Diogenes Verlag, 24,70 Euro „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara, 960 Seiten, Hanser Verlag, 28,80 Euro erhältlich bei der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre abgeliefert. Nun wurde er ins Deutsche übersetzt. Die US-amerikanische Schriftstellerin sorgte bereits mit ihrem ersten Roman „The People in the Trees“ für Aufsehen. Seit „Ein wenig Leben“ wird sie von KritikerInnen in den Himmel gelobt. Zum Inhalt: „Ein wenig Leben“ handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern, die sich am College kennengelernt haben. Willem versucht als Schauspiler Fuß zu fassen. Malcolm, ein Architekt, will aus dem Schatten seines erfolgreichen Vaters treten. JB ist Künstler und derjenige, der ihren Zusammenhalt immer wieder auf die Probe stellt. Jude St. Francis aber, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Wie in ein schwarzes Loch werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungheuer nach und nach hervortreten. „Ein wenig Leben“ ist realistischer Roman und Märchen zugleich – ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Erlösung, das sich an die dunkelsten Orte begibt, an die Literatur sich wagen kann, und dabei immer wieder zum hellen Licht durchbricht. www.tyrolia.at 6410 Telfs, Inntalcenter, Weißenbachgasse 9, Tel. 05262/ 64390, Fax: 64390-20 MGT-Abteilung vorgestellt Ruth Haas leitet nun in Telfs die Gemeindeabteilung IIIb Abteilungs-Besprechung in der Bücherei. Mit dabei auch die Leiterinnen der Einrichtungen, die jetzt organisatorisch in die neue Abteilung eingegliedert wurden. V.l.: Referatsleiter Arnold Wackerle, Büchereileiterin Nadja Fenneberg, Abteilungsleiterin Mag. Ruth Haas, Integrationsbeauftragte Dr. Edith Hessenberger, RL-Stv. Beate Walser MAS und Museumsleiterin Mag. Anne Potocnik. Foto: Bücherei Telfs Eine große Abordnung der Telfer Schleicher besuchte am 4. und 5. Februar die Narrentage in Markelfingen (Stadt Radolfzell) in Baden- Württemberg. Dabei wurde auch das Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein besucht, um die Kontakte zu intensivieren und eine bessere Präsentation des Telfer Schleicherlaufens anzuregen. Nassereith und Imst sind dort bereits mit Masken vertreten; von Telfs ist nur der Fasnachtsbrunnen auf einem Foto im Bereich der Dokumentation über (RS) Zu einer ersten Dienstbesprechung kamen kürzlich die MitarbeiterInnen der neuen Abteilung IIIb der Telfer Gemeindeverwaltung zusammen. Unter der Leitung von Mag. Ruth Haas sind in dieser Abteilung, die zum Referat III gehört, seit 1. Februar die Agenden Kultur, Bildung sowie Integration zusammengefasst. Bei der Besprechung begrüßten Referatsleiter Arnold Wackerle und seine Stellvertreterin Beate Walser MAS die neue Abteilungsleiterin herzlich und wünschten ihr viel Erfolg. In die organisatorische Zuständigkeit der Abteilung IIIb fallen neben der Koordinierung und Förderung von Telfer Kulturaktivitäten auch das Museum im Noaflhaus, die Bücherei & Spielothek Telfs und die Fachstelle für Diversität und Integration. Schleicher bei Narrentagen Präsident Michael Fuchs und seine Vorstandsmitglieder im Kreise der Telfer Schleicher-Abordnung vor Schloss Langenstein. Foto: Schleicher-Gruppe „Narrenbrunnen“ dargestellt. Die Schleicher-Abordnung wurde von Präsident Michael Fuchs und seinen Vorstandsmitgliedern herzlich willkommen geheißen und durch das Museum geführt. Schließlich wurde am Sonntag der große Umzug des Narrentreffens der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee besucht. Dabei waren 67 Narrengruppen und -zünfte mit ca. 6000 Teilnehmern anwesend. Der SWR sendete eine Direktübertragung des Umzuges. RUNDSCHAU Seite 12 15./16. Februar 2017

D A WAR WAS LOS... Übermütig genoss in Reith der Goggl seine wiedergewonnene Freiheit. Auch die Bären und andere wilde Gesellen hatten ihren Spaß. Fotos: G. Harthauser (ghh/GeSch) „Raul, Raul“! – Mit ihrem Schlachtruf feierten am Wochenende die Reither Fasnachtler ausgelassen das „Gogglaufwecken“ und damit den Beginn der närrischen Zeit. Zahlreiche Faschingsbegeisterte, unter ihnen johlende Hexen, zottige Bären und allerlei wilde Gesellen, auch von den befreundeten Vereinen aus Seefeld und Leutasch, begrüßten den Goggl mit großem Hallo, als er nach den langen Monaten im „Hennenstall“ endlich wieder heraus durfte und seine neue Freiheit übermütig genoss. Lang wird sie allerdings nicht Ist sie nicht eine Hexe zum Verlieben? dauern: Am Faschingsdienstag wird er wieder „geköpft“ und verschwindet mit dem Trauermarsch bis nächstes Jahr im „Hennenstall“. Der traditionell alle vier Jahre stattfindende Umzug war erst im vergangenen Jahr, sodass heuer die Gasthausrunde am 17. und der Sockenball im Gemeindesaal am 23. Feber die närrischen Höhepunkte im Reither Fasching sein werden. Der Schlachtruf der rührigen Raulgilde unter ihrem närrischen Faschingsobmann Gerhard Egger setzt sich übrigens zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Mitgliedsgemeinden Reith, AUland und Leithen. Der „Laz“, das Kind der Pollinger Fåsnåcht, war am Samstag sogar beim Bauernbundball in Innsbruck zu Gast. Er musste im Laufe der vergangenen Woche noch viele weitere Termine absolvieren. So war er bei der Freiwilligen Feuerwehr in Oberhofen, bei den „Rabeler Buam“, im Stall in Polling, bei der Musikkapelle und der Feuerwehr in Grinzens, in der Sauna in Axams und beim Skifahren in Kühtai. Eine Gaudi war natürlich das Skifahren mit dem „Laz“ in Kühtai. Foto: T. Kreuzer Das Rote Kreuz Telfs zeigte die Erste-Hilfe-Leistung nach einem Radunfall. Der „Laz“ beim Baurenbundball: V.l. Hermann Kuenz, FiW-Bez.-Obfrau Rebecca Kirchbaumer, LH-Stv. Josef Geisler, Ex-LR Anton Steixner. Foto: Theresia Kreuzer 15./16. Februar 2017 RUNDSCHAU Seite 13