PULS - Travel-One

travel.one.net

PULS - Travel-One

6. SEPTEMBER 2006 l AUSGABE 23

Total

global

Im Wettbewerb um KMU-Kunden konkurriert

das Reisebüro um die Ecke mit dem Geschäftsreise-Multi

THEMA GESCHÄFTSREISEN ➤ 18

Travel Trade Press GmbH ∙ Pf 10 07 51 ∙ 64207 Darmstadt

PVST ∙ DPAG ∙ Entgelt bezahlt

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW

Robert Kaufmann

hält am Libanon fest

www.travel-one.net

Warum der Helios-Chef

das Nahost-Geschäft noch

nicht abschreibt ➤ 11

SALES

Airlines forcieren

den Online-Vertrieb

Das Wachstum der Airline-

Portale macht Reisebüros

das Leben schwer ➤ 12

DESTINATION

Praxistipps für das

Abenteuer Outback

Was Ihre Kunden zum Trip

ins australische Hinterland

wissen sollten ➤ 30

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TrOne_Testi_Herrmann 24.08.2006 9:27 Uhr Seite 1

Foto: Herrmann Touristic

Vom Jäger

zum Gejagten

Christian Schmicke, stellvertretender Chefredakteur

Der Aufsichtsrat der TUI hat bei seiner

Strategietagung vergangene Woche

die Grundlage für radikale Veränderungen

geschaffen. Die Neuausrichtung der

Führungsstruktur und der Duktus, in dem die

Erklärung zur strategischen Ausrichtung

verfasst ist, sprechen eine deutliche Sprache:

Mitarbeitern, Vertriebspartnern und Lieferanten

des Konzerns stehen harte Zeiten bevor.

Der Personalabbau wird fortgesetzt, die

Vertriebskonditionen verschlechtert, der

Online-Vertrieb aggressiv forciert, der Einkauf

gestrafft. Das sind die Botschaften, die der

Kapitalmarkt fordert – und er bekommt sie.

Als neuer Chef-Controller kann sich Christoph

Müller nur beweisen, indem er noch

stärker auf die Kostenbremse tritt. Denn von

der Idee, die Ertragslage durch höhere Preise

zu verbessern, hat sich TUI mit Blick auf die

Wettbewerbssituation verabschiedet.

Wo der starke Mann in der Touristik, Peter

Rothwell, hinsteuert, zeigt – allen Dementis

zum Trotz – das Beispiel England. Internet und

eigene Reisebüros sind dort die Säulen seines

Vertriebsmodells. Danach kommt lange nichts,

und erst dann folgt der externe Reisebürovertrieb,

für den Rothwell nach eigenem Bekenntnis

nicht bereit ist, viel Geld auszugeben.

„Ich mag ELVIA,…

Ausgabe 23 l 6.9.2006 EDITORIAL

Natürlich tickt der deutsche Markt anders als

der britische. Deshalb mag eine Vergütung

von sieben Prozent den Reisebüros hierzulande

– vorerst – erspart bleiben. Aber das Ziel

ist offensichtlich.

Vielleicht sind solche Maßnahmen unter dem

Druck der Börse tatsächlich unausweichlich.

Doch das eigentliche Drama liegt darin, dass

der größte Touristikkonzern zum Defensivspieler

geworden ist. Zwar sind im Detail

sinnvolle Innovationen erkennbar – etwa

zielgruppenspezifische Angebote und

Bausteine. Davon abgesehen ist TUI jedoch

vom Jäger zum Gejagten geworden. Der

Pauschalreisemarkt schrumpft, im Bausteinsegment

haben andere die Nase vorn. Die

Zusammenlegung der deutschen Airline-

Töchter ist nicht Aktion, sondern Reaktion.

Von den geplanten Großinvestitionen im

Kreuzfahrtbereich ist nichts mehr zu hören.

Kostenmanagement alleine genügt aber

nicht. Um Mitarbeiter, Partner und am Ende

auch den schwachen Börsenkurs zu beflügeln,

sind mehr Ideen gefragt.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

… weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich und auch meine Kunden

einfach unkompliziert und fair behandelt werden."

6.9.2006 TRAVEL ONE 3

A. F. M.Herrmann, Reiseagentur Herrmann Touristic GmbH, Norderstedt


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4 TRAVEL ONE 6.9.2006


Foto: ccvision

18

PULS

6 TUI. Hapagfl y und HLX werden zusammengeführt.

9 Profi l: Geschäftsreisender Jens Reitz

11 Interview mit Robert Kaufmann.

Der Helios-Chef hält im neuen Katalog am Libanon fest.

■ SALES

12 ONLINE-VERTRIEB. Die Fluggesellschaften sehen ihre

Zukunft im Internet. Der Vertriebsweg spart Geld und

ermöglicht besseres Customer Relationship Management.

14 TRAVEL ONE WISSEN. Expedienten werfen mit

TRAVEL ONE einen Blick hinter die Kulissen der

Europäischen Reiseversicherung in München.

■ PRODUKT

18 TITELTHEMA GESCHÄFTSREISEN. Der Kampf um die

Geschäftsreise-Etats kleiner und mittlerer Unternehmen wird

härter. Nur wer gute Argumente hat, kommt weiter.

20 BEST PRACTICE. Für Firmenkunden zählt jede Minute. Sie

erwarten von den Reiseverkäufern perfekte Vorbereitung,

weiß Christian Fischer vom Orchideen-Reisebüro.

22 Carlson Wagonlit Travel. Pakete für den Mittelstand.

22 Kurzinterview mit Christian Spangenberg. Ohne

Corporate Card wird Fliegen zeitaufwändiger.

23 VDR Geschäftsreiseanalyse. Hotels steigern Umsätze.

26 Städtereisen. Citytrips im Wandel – Reisemotive gewinnen

an Bedeutung, meint TUI-Mann Frank Stoll.

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Foto: ccvision

12

34 38

■ DESTINATION

30 AUSTRALIEN. Das Abenteuer Outback will gut vorbereitet

sein und eignet sich nicht für jeden Kunden. TRAVEL ONE

gibt Tipps für die Reiseplanung.

34 NEUSEELAND. Tourism New Zealand bekommt Unterstützung

für den deutschen Markt.

TRAVEL ONE Leserreise. Mitfl iegen nach Neuseeland.

36 FRANKREICH. Tropenfeeling mit europäischem Standard.

Die französischen Überseegebiete sind in den drei Ozeanen

zu Hause.

38 MAROKKO. Die Sultansstädte Mèknes, Fès, Marrakesch und

Rabat verzaubern ihre Besucher durch exquisites Handwerk

und Architektur.

41 Badetourismus. Neue Investoren für Taghazout.

■ EXIT

42 Relax. Schnäppchen für Touristiker

43 TV Tipps

44 Community. Branchentreff bei TRAVEL ONE After Six

45 Feedback. Presse & Impressum

46 Mensch. Rüdiger König, Deutschland-Chef bei Gulf Air

INHALT

6.9.2006 TRAVEL ONE 5

Foto (links): Tourism New Zealand, (rechts): Van Sompel Foto: TRAVEL ONE


PULS News, Facts, Trends

TUI legt Airlines zusammen

HAPAGFLY und HLX werden eins; Rothwell führt Touristik, Flug und Internet

■ Eine Überraschung war es

längst nicht mehr. Je stärker die

Geschäftsmodelle ehemaliger

Charterfluggesellschaften und der

Billigflieger sich annäherten, desto

unsinniger erschien es, zwei

Airline-Marken zu betreiben. Den

Ausschlag für den Beschluss des

TUI-Aufsichtsrates, die beiden

deutschen Airline-Ableger Hapagfly

und Hapag-Lloyd Express zusammenzuführen,

könnte nun

der Kauf von DBA durch Air Berlin

gegeben haben. Kräfte bündeln,

lautet die Devise. Was dann

aus dem Fluggeschäft der TUI

wird, ist offen. »Weitere strategische

Optionen im deutschen

Flugmarkt befinden sich in Prüfung«,

heißt es nebulös. Denkbar

wäre der Verkauf, der Zusammenschluss

mit einem Mitbewer-

Fotos: TUI

ber wie Condor oder eine Kombination

aus beidem, etwa durch

den Einstieg eines Investors bei

beiden Airlines.

m o r n i n g

news Die Top-News

■ In der Nacht vom 27. auf den 28. September zieht der Flughafen

Bangkok um – vom bisherigen Standort »Don Muang« zum neuen

Standort »Suvarnabhumi«, 25 Kilometer südöstlich von Bangkok.

■ Studiosus bezieht im neuen Provisionsmodell 2007 erstmals die

Umsätze aus Gruppenreisen in die Basisprovision ein.

■ TUI startet in Stuttgart eine Marketingaktion über Handys. Bis 25.

September können pro Woche fünf Kurzfristangebote per SMS abgerufen

und über sämtliche Buchungskanäle gebucht werden.

■ Die QTA schließt »Fairplay«-Partnerschaften mit Leistungsträgern,

die ihre Vertriebskonditionen auf fünf Jahre festlegen. Die ersten Fairplay-Partner

sind Dancenter, GTI, Schauinsland, und Transorient.

■ Der Dubai-Airport beschleunigt die Einreise. Mit der neuen E-

Card, die es gegen Vorlage von Pass, Passfoto und nach Abnahme

eines Fingerabdrucks gibt, dauert die Einreise drei Minuten.

■ Auf der Homepage www.airlinequality.com bewertet die englische

Beraterfirma Skytrax die Qualität von Fluggesellschaften.

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In der Touristik des TUI-Konzerns zieht Peter Rothwell nun alle Fäden

Foto: DRV

Weichen hat der TUI-Aufsichtsrat

vergangene Woche auch in personeller

Hinsicht gestellt. Wie erwartet

verlassen Vorstandsmit-

glieder Sebastian Ebel und Eric

Debry, bislang verantwortlich für

den Quellmarkt West, das Unternehmen.

Dafür rückt Flug-Chef

Christoph Müller als Chef-Controller

in den Vorstand auf und

setzt nebenbei die operative Führung

von Hapagfly und HLX fort.

Deutlich gestärkt wird die

Rolle von Peter Rothwell. Der

Brite ist nun innerhalb des Vorstandes

für sämtliche touris-

tischen Quellmärkte, das Fluggeschäft

und die Internetaktivitäten

verantwortlich. Rothwells Zielvorgabe:

Das Kostensenkungsprogramm

soll forciert und der Ausbau

des Internetgeschäfts beschleunigt

werden. Zur Sicherung

der Ergebnisziele seien »weitere

deutliche Effizienzverbesserungen

erforderlich«. CS

DRV stößt Imagekampagne an

■ Nicht auf den Preis, sondern auf die Qualität kommt es an – diese

Botschaft will das Kommunikationsgremium Vertrieb des DRV an die

Öffentlichkeit tragen und ruft daher alle Reisebüros zu einer gemeinsamen

Imagekampagne auf. Mit Radiospots soll von Ende des Jahres an

bundesweit für den Counter geworben werden. Die teilnehmenden

Agenturen erhalten zudem Werbematerial. Jedes Reisebüro kann mitmachen,

eine DRV-Mitgliedschaft ist nicht Voraussetzung.

Anmeldung über Partner oder unter www.drv.de

Die Teilnahme kostet 200 Euro. Anmeldeschluss: 6. Oktober

Die DRV-

Geschäftsführer

Tobias Jüngert

und Jochen Martin

(von links)

machen sich für

die Kampagne

stark

6 TRAVEL ONE 6.9.2006

i


Türkei-Urlauber reagieren besonnen

■ Öger Tours hat den Herbst noch lange

nicht abgeschrieben. Im Gegenteil: Trotz

der Anschläge in Istanbul, Marmaris und

Antalya geht der Türkei-Spezialist davon

aus, selbst die zusätzlichen Kapazitäten

für die nächsten Wochen an die Kundschaft

zu bringen. Denn, so Vertriebschefin

Wybcke Meier: »Angesichts der Tatsache,

dass sie auch in Deutschland vor

Attentaten keineswegs mehr sicher sind,

lassen sich die Menschen nicht von einer

Reise in die Türkei abschrecken.«

»Viele Kunden haben sich nach der

aktuellen Situation erkundigt«, sagt Meier.

Doch seien lediglich 212 Stornierungen

und 350 Umbuchungen eingegangen.

Und nur vier Gäste – sie hielten sich

direkt in Antalya auf – reisten ab. In der

Region Antalya machen derzeit 12.000

Öger-Kunden Urlaub.

Die Türkei hat unterdessen ihre Sicherheitsvorkehrungen

verschärft. Die Touristenpolizei

und die Gendarmerie wurden

nach Angaben des türkischen Generalkonsulats

in Frankfurt personell aufgestockt.

Zudem seien an öffentlichen Plätzen

zusätzliche Videokameras installiert

worden, heißt es.

News, Facts, Trends PULS

Wybcke Meier: Nur wenige

Umbuchungen und Stornierungen URLAUBSERLEBNISSE

IN 14 LÄNDERN

FTI strukturiert

Außendienst um

■ Mit neuen Mitarbeitern für die Spezialveranstalter

erhält der FTI-Außendienst eine

veränderte Struktur. Neben den 18 FTI-Regionalverkaufsleitern

kümmern sich jetzt drei

Mitarbeiter um den FTI-Ticketshop, ein Key

Account Manager um LAL Sprachreisen und

zwei Key Account Manager um Air-Maritime

Seereisen. Die einzelnen Regionalverkaufsleiter

erhalten mehr Kompetenzen und sind so

für die Auslastung bestimmter Flughäfen verantwortlich.

Leiter des Spezialvertriebs ist der

frühere ETI-Geschäftsführer Frank Seebald.

Seebald betreut den Vertrieb der Spezialisten

Germanwings nimmt

neue Strecken auf

■ Der Lowcost-Carrier weitet an allen vier

Standorten das Flugangebot für den Sommer

2007 aus. Die meisten neuen Ziele

fliegt Germanwings von Stuttgart an. Das

Streckennetz wird um Flüge nach Ankara,

Athen, Ibiza, Korfu, Lamezia-Terme und

Malta erweitert. Von Köln/Bonn aus können

Urlauber vom 25. März an nach Mykonos

und Rhodos durchstarten. Aber auch

Malta, Korfu und Lamezia-Terme stehen

neu auf dem Flugplan. Die Airline stationiert

sowohl in Köln als auch in Stuttgart

eine zusätzliche Maschine.

Von Berlin-Schönefeld aus fliegt Germanwings

ebenfalls auf die griechische Insel

Korfu. Das gleiche gilt für Hamburg.

Darüber hinaus nimmt die Fluggesellschaft

von der Hansestadt aus die Verbindung

nach Split auf. Neben den neuen Destinationen

plant der Billigflieger, die Frequenzen

in bereits bestehende Flugziele weiter aufzustocken.

Ein Teil der neuen Sommerverbindungen

ist bereits buchbar. Aus technischen

Gründen funktioniert dies allerdings

erst einmal nur für Flüge, die bis zum 30.

August 2007 starten.

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6.9.2006 TRAVEL ONE 7


PULS News, Facts, Trends

In diesem Ambiente werden die Kunden in den Sonnenklar.TV-Reisebüros empfangen

Shopping-TV wird stationär

■ Der Reiseverkaufssender Sonnenklar.TV

drängt in den stationären

Vertrieb. FTI-Chef Dietmar

Gunz verpasst seinem Sender

knapp ein Jahr nach der Übernahme

eine neue Struktur. Noch in

diesem Monat wagt Gunz den

Schritt von der Mattscheibe in die

Innenstädte – in München wird

das erste Sonnenklar.TV-Reisebüro

eröffnet. Von November an soll die

neue Kette dann um jeweils ein

Büro pro Woche wachsen. »Sonnenklar

ist für uns ein wichtiger

zusätzlicher Impuls für die übrigen

Vertriebskanäle«, so Gunz.

Potenziellen Lizenznehmern

stehen drei Franchise-Modelle

Von Dörnberg wird Professor

■ Dr. Adrian von Dörnberg nimmt zum Wintersemester eine Professur

für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Touristik am Fachbereich

Touristik/Verkehrswesen der FH Worms an. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler

tritt die Nachfolge von Professor Dr. Joachim

Egler an. Von Dörnberg bringt langjährige Erfahrung aus der Touristik

mit. Unter anderem arbeitete er für Lufthansa, die Deutsche Seereederei-Touristik

und die Europäische Reiseversicherung.

www.fh-worms.de

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zur Auswahl. 1.: Komplette Neupositionierung.

Die bestehende

Einrichtung wird neu »gebrandet«.

2.: Existenzgründung über

ein Pachtmodell mit einem Startkapital

von 5.000 Euro – Einrichtung,

Buchhaltungsservice, Marketingunterstützung

und Finanzierungshilfe

werden gestellt.

Und 3.: Shop-in-Shop-Modell mit

Einrichtung einer multimedialen

Sonnenklar.TV-Ecke.

Updates

Kundendaten

über Toma

■ Amadeus startet im September

für touristische Büros

die neue Kundendatenbank

Amadeus Customer Leisure

Profiles zur Verwaltung von

Kundenprofilen. Die dort hinterlegten

Daten werden direkt

in die Toma-Maske übertragen.

Die neue Lösung wird

in allen Versionen der Amadeus

Selling Platform angeboten.

Zum Start können Reisebüros

die Anwendung von

September bis Februar kostenfrei

nutzen.

Consolidator-Flüge von

Aerticket und TUI 4U mit

Sparflug können von Mitte

September an direkt aus der

Toma-Maske gebucht werden.

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i Alle Infos zu den

neuen Produkten

Der Curaçao International Airport verfügt nun über ein neues

Flughafenterminal. 1,6 Millionen Passagiere können dort jährlich

ankommen und abfliegen.

Öger Tours geht ohne große Änderung des Provisionsmodells in

das nächste Geschäftsjahr. Neu ist lediglich der Passus, dass Nur-

Flug-Buchungen wie touristische Buchungen behandelt werden.

Gäste von KLM können nun auch bei Abflügen in Frankfurt,

München und Berlin online einchecken.

Nazar Holiday hält auch im nächsten Jahr an der Regelung fest,

den Reisebüros ab einem jährlichen Umsatz von 15.000 Euro zwölf

Prozent Provision zu zahlen.

Die Bahn verkauft Tickets nun auch über internetfähige Handys.

Das Handy-Display wird dabei zur Fahrkarte, die der Zugbegleiter

mit dem Scanner prüft.

Hansa Kreuzfahrten vermietet an die Gäste des Hochseeschiffes

Paloma jetzt auch Fahrräder.

Der Kulturattaché des türkischen Generalkonsulats in Frankfurt,

Ibrahim Adil, kehrt im Herbst in die Türkei zurück. Adil, der im Mai

2005 Hüsnü Gümüs ablöste, ist in seiner Position auch für den

Tourismus zuständig.

Royal Caribbean Cruises übernimmt den spanischen Kreuzfahrtanbieter

Pullmantur, der fünf eigene Schiffe besitzt.

8 TRAVEL ONE 6.9.2006


P P R O F I L

»Ich bin im Schnitt jeden Monat einmal im Ausland

unterwegs«, sagt Jens Reitz. Er arbeitet als

International Key Account Manager CNC-Systeme

bei der Datron-Electronic GmbH im südhessischen

Traisa – einem mittelständischen Unternehmen,

das Komplettlösungen im Sektor Fertigungs- und

Automatisierungstechnik anbietet. Für seinen Job

trifft sich der Manager mit Geschäftspartnern in

ganz Europa, beispielsweise in Mailand, Wien, Helsinki,

Madrid oder auch in Amsterdam.

Weil es für seinen Arbeitgeber nicht sinnvoll ist, für

seine 75 Mitarbeiter eine Reisestelle zu unterhalten,

bucht Reitz seine Business-Flüge über das Vertriebssekretariat.

Die Damen dort wenden sich an

ein Reisebüro in der Region. »Wichtig ist mir, dass

Anfragen kurzfristig beantwortet werden und dass

mir das Reisebüro verschiedene Vorschläge

Jens Reitz, 39, Maschinenbauingenieur

E-Tickets sind ein Muss

NEC_frech_215x132_TO 15.08.2006 17:45 Uhr Seite 1

macht.« Schließlich gebe es ja eine Vielzahl von

Tarifen, weiß er. »Ich möchte Auswahlmöglichkeiten

haben.« Er hat festgestellt, dass Agenturen bei

der Höhe der Service-Entgelte durchaus beträchtliche

Unterschiede machen. »Ich schaue schon darauf,

dass wir günstig buchen«, sagt Reitz. Außerdem

will er sein Ticket auf elektronischem Weg

erhalten. »Das sollte selbstverständlich sein.«

Besondere Reiserichtlinien gibt es in seinem Unternehmen

nicht. Außer, dass die Mitarbeiter innerhalb

Europas Economy fliegen und der Vorgesetzte

die Kosten für den Geschäftstrip genehmigt. TRO

Echt und direkt: TRAVEL ONE fragt

Verbraucher nach ihren Reisegewohnheiten.

Heute: Geschäftsreisende.

Ganz schön frech, die kleinen Preise von

News, Facts, Trends PULS

6.9.2006 TRAVEL ONE 9

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PULS News, Facts, Trends

§

Reiserecht

DIE FRAGE: Kann ein Reisender seinen Türkeiurlaub nach den

Anschlägen in Istanbul, Antalya und Marmaris kostenfrei

wegen höherer Gewalt stornieren?

Rechtlich gesehen ermächtigen vereinzelte Terroranschläge auf Touristen

Reisende nicht dazu, einen gebuchten Urlaub kostenlos abzusagen, wenn

es keine offizielle Reisewarnung für das betreffende Land gibt (z.B. AG

Bad Homburg, Az. 2 C 4030/93). Nur bei flächendeckenden Angriffen

und bürgerkriegsähnlichen Unruhen können Reisende kostenlos

stornieren. Möchte ein Kunde wegen höherer Gewalt seinen Urlaub

stornieren, müssen zwei Voraussetzungen (siehe § 615 j BGB) gegeben

sein: das die höhere Gewalt darstellende Ereignis (Terroranschlag) darf

»bei Vertragsabschluss nicht voraussehbar« gewesen sein oder die Reise

muss infolge der höheren Gewalt »erheblich erschwert, gefährdet oder

beeinträchtigt« werden.

Heute stellt sich die Frage, ob ein Terroranschlag auf touristische

Einrichtungen noch als ein Ereignis angesehen werden kann, das bei

Vertragsabschluss nicht vorhersehbar gewesen ist. So wurde 1996

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10 TRAVEL ONE 6.9.2006

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Prof. Dr. Ronald Schmid ist Rechtsanwalt in Frankfurt am Main und lehrt

Luftverkehrs- und Reiserecht an den Universitäten Darmstadt und Dresden.

Darüber hinaus ist er Schlichter der Reiseschiedsstelle.

entschieden, dass ein Rücktritt von einer Ägypten-Reise wegen eines

Anschlags nicht aufgrund höherer Gewalt erfolgen kann (Urteil vom

13.8.1996, AG Leverkusen, Az.: 25 C 96/96). Die Begründung: es war

zuvor schon mehrfach zu Terroranschlägen gekommen und der Reisende

war deshalb bei der Buchung bewusst ein höheres Risiko eingegangen.

Zudem zeigt sich, dass viele Touristen nach Terroranschlägen im

Zielgebiet nicht mehr panikartig abreisen, sondern, wie jüngst in

Ägypten, am Urlaubsort bleiben. Da es aber für die Festlegung, ob die

Durchführung einer Reise gefährdet ist, nicht auf die subjektive

Einschätzung des Reisenden, sondern allein auf eine objektive

Betrachtung ankommt, kann und wird man künftig zu prüfen haben, ob

bei diesem veränderten Verhalten der meisten Touristen eine Reise nach

einem Anschlag überhaupt noch als »erheblich erschwert, gefährdet oder

beeinträchtigt« angesehen werden kann. Man muss damit rechnen, dass

die Rechtsprechung eine solche Beeinträchtigung nur noch in

begründeten Ausnahmefällen annehmen und im Übrigen davon

ausgehen wird, dass Reisende heutzutage mit dem Terror-Risiko zuhause

und am Urlaubsort leben müssen.


Das Interview führte Petra Hirschel

In Ihrem neuen Katalog bewerben Sie

Reisen in den Libanon. Rechnen Sie

damit, dass das Land bald wieder

bereist werden kann?

■ Das ist schwer einschätzbar. Als wir den

Jahreskatalog fertig stellten, war der Krieg in

vollem Gange. Wir entschieden uns trotzdem,

den Libanon im Programm zu behalten.

Im September und Oktober bieten wir

auf keinen Fall Reisen dorthin an. Und danach?

Wir müssen einfach abwarten, wie

sich die Situation weiterentwickelt.

Die Infrastruktur ist vielerorts zerstört.

Lohnt es sich überhaupt noch,

in den Libanon zu reisen?

■ Laut unserer Agentur ist vor allem der Süden

betroffen. Im Norden, wo sich die

Hauptsehenswürdigkeiten des Landes befinden,

gibt es nur kleinere Schäden. Baalbek,

in meinen Augen die gewaltigste römische

Tempelanlage überhaupt, wird auch in Zukunft

sicher der Höhepunkt jeder Rundreise

durch die Region bleiben. Unsere Syrien-Reisen

führten bisher automatisch in den Libanon,

um Baalbek zu besuchen.

Welcher Kundentyp interessiert

sich für den Libanon?

■ Es gibt nicht den typischen Libanon-Liebhaber.

Es handelt sich vorwiegend um Studienreisende,

die das Land als neues Ziel entdeckt

haben. Meist machen sie eine Rundreise

durch den Nahen Osten und kombinieren

den Libanon mit Syrien. Unsere Kunden

buchen in der Regel Bausteine. Einige auch

nur ein Hotel. Das sind dann aber Leute, die

sich im Land gut auskennen und selbst in

der aktuellen Situation Anfragen stellen.

Wie wirken sich die Ereignisse im

Libanon auf die Nachbarländer aus?

■ Die Diskussion, ob Syrien stärker in den

Konflikt eingreift oder nicht, führte dazu,

dass eine unserer Gruppen den Termin ihrer

Syrienreise um ein halbes Jahr verschoben

hat. Andere dagegen traten die Reise an. Am

besten lief während des Krieges noch Jordanien.

Das Land wird sich meiner Einschätzung

nach auch am schnellsten erholen.

Differenzieren die Urlauber überhaupt

oder stecken sie alle Länder des

Nahen Ostens in einen Topf?

■ Alle Nahost-Länder sind Kriegsgebiet – diesen

Rundumschlag mag es geben. Doch Studienreisende

relativieren. Touristen, die in

diese Region reisen, sind reiseerfahren und

haben sich vorher genau informiert.

Wie fangen Sie die zu erwartenden

Einbrüche im Nahen Osten auf?

■ Durch die derzeit steigenden Pax-Zahlen

in Ägypten.

Müssen Urlauber nun Bedenken in

Bezug auf ihre Sicherheit haben?

■ Jordanien und Syrien sind sichere Reiseländer.

Das ergibt sich beispielsweise in Syrien

allein durch die polizeilichen Strukturen.

Interview PULS

Als Geschäftsführer von Helios Reisen gehört Robert Kaufmann zu

den Orient-Spezialisten. Der Schwerpunkt seines Programmes liegt

seit 30 Jahren auf Ägypten, ein weiteres Standbein sind Reisen in

den Nahen Osten – auch in den Libanon.

Was wird aus den Libanon-

Reisen, Herr Kaufmann?

Selbst während des Krieges mussten sich Urlauber

keine Sorgen um ihre Sicherheit machen.

Sie hatten allenfalls Sorge, dass ihr Bus

wegen möglicher Evakuierungen beschlagnahmt

wird und sie nicht mehr wegkommen.

Vorbehalte gibt es sicher auch gegenüber

ihrem neuesten Reiseziel: Sie

bieten eine Flugsafari in den Sudan an.

■ Die Reise geht in den Norden. Die Kämpfe

fanden im Südsudan statt. Sicher gibt es Leute,

die die Bilder aus dem Süden mit denen

des Nordens vermischen. Doch alle Interessenten,

die bei uns anriefen, wussten zu unterscheiden.

Bei ihren Fragen war die politische

Situation kein Thema.

Rechnen Sie mit einer hohen Resonanz?

■ Wir legten die Reise aufgrund von Kundenwünschen

auf. Und schon jetzt haben wir

viele Anfragen. Ägypten-Liebhaber, die die

pharaonische durch die nubische Kultur ergänzen

wollen, interessieren sich für diese

Tour. Es handelt sich um ein exklusives Reiseerlebnis,

denn alle Wege werden mit einem

Flugzeug für zwölf Personen zurückgelegt.

Worauf müssen sich Gäste einstellen?

■ Der Sudan ist touristisch kaum erschlossen.

Die Bevölkerung ist sehr herzlich.

Aber Reisende können keinen großen

Komfort erwarten.

Der Krieg im Libanon hat den gerade wieder aufblühenden Tourismus erstickt – seit

dem Ende des Bürgerkriegs 1990 waren die Besucher nach und nach zurückgekehrt.

Derzeit ist die Sicherheitslage trotz des Endes der Bombardierungen weiterhin sehr

angespannt. Das Auswärtige Amt rät, nicht dringend notwendige Reisen zu unterlassen,

und warnt aufgrund der anhaltend unübersichtlichen Lage vor Touren in den Süden.

6.9.2006 TRAVEL ONE 11


SALES Vertrieb

Airlines fl iegen auf

Das Thema ONLINE-VERTRIEB

der Fluggesellschaften beschäftigte

die Gäste der zweiten Auflage der

Veranstaltungsreihe TRAVEL ONE

After Six.

Bis 2008 wollen wir 50 Prozent aller Verkäufe

online abwickeln«, lautet die Zielvorgabe

von Carsten Willert. Der Mann

ist General Manager von ba.com, dem Internetportal

von British Airways. In der Strategie

seines Chefs, BA-CEO Willie Walsh, spielt der

Online-Vertrieb eine tragende Rolle. In Großbritannien

liege der Anteil der Web-Buchungen

bereits bei 40 Prozent, berichtet Willert. Der

Verkauf über das Netz sei nicht nur – trotz

Nullprovision – billiger als der Verkauf über

Reisebüros. Auch Kundendaten und damit das

gesamte Customer Relationship Management

könne damit wesentlich effizienter verwaltet

werden als mit einem hohen Anteil von Buchungen

über Mittler.

Willert plant, den Flughafen ins Internet

zu holen. Bis 2008 sollen 80 Prozent der

Check-ins online oder über Automaten erfolgen;

dafür baut British Airways in London-

Heathrow gar ein eigenes Terminal. »Wir müs-

sen den Kunden befähigen, selbst einen Sitzplatz

zu buchen, umzubuchen oder einen

Refund vorzunehmen. Über Flugstreichungen

oder Flugplanänderungen werden die Kunden

per SMS informiert«, skizziert der Manager

seine Zukunftsvision.

Auch Lufthansa setzt auf den Ausbau des

Online-Vertriebs. Eine Strategie, die von den

Kunden offenbar akzeptiert wird: Im vergangenen

Jahr wurden 20,6 Prozent der LH-Tickets

im Internet gebucht. 2004 lag der Wert noch

bei 14,1 Prozent. Für die nächsten Jahre erwarten

die Lufthanseaten weitere Steigerungen.

Erzielt werden diese nach Angaben des Carriers

aber nicht ausschließlich über die Homepage

der Kranich-Airline, vielmehr komme ein

Teil auch über Internetseiten von Reisebüros.

Diese profitierten damit ebenfalls vom Wachstum.

Lufthansa werde der Multichannel-Strate-

gie treu bleiben und Tickets über alle Kanäle

vertreiben, in denen der Kunde dies erwarte.

Dass Lufthansa und British Airways mit

dem wachsenden Online-Anteil voll im Trend

liegen, untermauert Holger Taubmann, CEO

von Amadeus Germany, mit Zahlen. Von 2004

bis Mitte 2006 sei der Anteil der Internetbuchungen

weltweit von acht auf 16 Prozent angestiegen,

resümiert er. »Das zeigt, dass der

Online-Vertrieb von den Endkunden angenommen

wird und auch funktioniert«, so Taubmann.

Die Zahl der weltweit durchgeführten

Online-Flugbuchungen über die Amadeus

E-Travel Airline Suite ist im ersten Halbjahr 2006

um 28 Prozent gestiegen. Erstmals seien mehr

als vier Millionen Flugbuchungen in einem Monat

generiert worden, meldet Amadeus.

Unterschiede gibt es bei den Wegen, auf

denen die Airlines ihre Online-Anteile steigern

12 TRAVEL ONE 6.9.2006


ONLINE

Taubmann: »Netz-Carrier

können sich nicht allein

aufs Internet verlassen«

Gomes-Zimmermann:

»Online-Vertrieb wird

nicht forciert«

wollen. Während sich Lufthansa auf den Verkauf

von Flugtickets konzentrieren will und

Zusatzprodukte nur über Kooperationen mit

entsprechenden Partnern anbietet, präsentiert

BA-Mann Willert in Großbritannien unter baholidays.com

eine veranstalterähnliche Produktpalette.

Lufthansas Star-Alliance-Partner United

Airlines tritt in den USA mit United Vacations

ebenfalls als Veranstalter auf. Der hiesige

Markt sei aber von einem solchen Produkt

weit entfernt, meint Deutschland-Chef Thorsten

Lettnin. Und auch Willert will hierzulande

kein umfassendes Portal mit Dynamic-Packaging-Modul

aufbauen: »Wir werden im

deutschen Markt auch in Zukunft nicht als

Reiseveranstalter auftreten.«

KRITERIUM HEIMATMARKT. Gründe dafür,

dass ein Veranstalterauftritt von British Airways

oder United in Deutschland nicht funktioniert,

sind nach Erfahrung der Airliner sowohl

die Sprachbarriere als auch die kulturellen

Unterschiede in den jeweiligen Märkten.

Insgesamt nehme der Anteil des Online-Vertriebs

mit zunehmender Distanz zum heimischen

Markt ab. »Je weiter eine Fluggesellschaft

von ihrem Heimatmarkt entfernt ist,

desto mehr benötigt sie die Reisemittler«,

weiß Taubmann. Eine These, der Teresa Gomes-Zimmermann,

Vertriebs- und Marketing-

Managerin von Cathay Pacific Airways in

Deutschland, nur zustimmen kann: »Unser

Online-Geschäft in Deutschland liegt bei nur

Willert: »Bis 2008 rund

50 Prozent aller

Ticketverkäufe online«

zwei bis 2,5 Prozent. In Hongkong ist es etwa

das Doppelte. Es ist nicht Teil unserer Philosophie

in Deutschland, dies zu forcieren.« In der

Bundesrepublik werde überwiegend über Reisebüros

verkauft, und das werde sich auch in

den nächsten Jahren nicht ändern.

Auch United tut sich in Deutschland eher

schwer. Lettnin beziffert den Internet-Anteil

auf rund drei Prozent. »In den USA dagegen

erreichen wir rund 25 Prozent.« Die größte

Rolle für den nationalen wie den globalen Vertrieb

spiele die Marke, sagt Taubmann. »Nur

auf den Online-Vertrieb können sich die Netz-

Carrier nicht verlassen«, gibt der Amadeus-

Mann zu bedenken. Ohne die Reisebüros können

die ausländischen Fluggesellschaften nicht

überleben. Da helfen auch die Internet-Auftritte

der Allianzen wie Star Alliance oder Oneworld

nicht weiter. »Bei den Allianzportalen

spielen die Kunden nicht mit«, so Lettnins Fazit.

Auch Willert schreibt ihnen keine ausreichende

Markenbekanntheit zu.

Dies bietet Reisebüros für die Zusammenarbeit

mit ausländischen Airlines Chancen.

Sowohl für die Markenbildung als auch für

den Verkauf spielen sie weiterhin die entscheidende

Rolle. Einbußen im Geschäft mit Platzhirschen

wie Lufthansa könnten zumindest

teilweise durch engere Kooperation mit Air-

lines aus dem Ausland und aus Übersee kompensiert

werden, meint auch Taubmann: »Die

Reisemittler werden nicht komplett ausgeschaltet,

denn sie stehen für Sicherheit und

Zuverlässigkeit.« Wolfram Marx

6.9.2006 TRAVEL ONE 13


SALES TRAVEL xxx ONE Wissen

Mit dabei waren (von links), erste Reihe: Maria Larson (Berlin), Bianca Hackenbuchner (Schwabmünchen), Olga Kowalski (Nürnberg), Britta Linke (TRAVEL ONE),

Veronika Kuth (Bad Tölz), Ilona Dressel (Zwickau), Sigrid Sattek aus Messkirchen und Claudia Wetzstein (EUROPÄISCHE); zweite Reihe: Angela Fischer (EUROPÄISCHE),

Christoph Krais (Marbach am Neckar), Jürgen Polifke (Bad Essen), Margit Freudenburg-Haase (Bad Sachsa), Martina Stender (Winsen), Franziska Raschke (Pfungstadt),

Sabrina Belke (Deggendorf), Andrea Daum (Herxheim), Christoph Kain (Diedorf); letzte Reihe: Carsten Lindner (Tübingen), Stefan Drescher (Dietenheim), Roy Molnar

(Eisingen), Gerhard Hackenbuchner (Wertingen), Rudi Schoenagel (Hamburg), Franz Spielbauer (Straubing), Karin Claudia Schatzberg (Triptis), Max Neumann (Leipzig)

Blick hinter die Kulissen:

Zu Besuch bei der Europäischen

Beim Workshop »SO FUNKTIONIERT EINE REISEVERSICHERUNG« lernen die Teilnehmer

während eines kurzweiligen Rundgangs die Firmenzentrale der Europäischen in München kennen.

Afmerksam lauschen die rund 20 Reisebüromitarbeiter

den Ausführungen von Johann

Nepomuk Haug. Dieser erzählt

gerade, wie ein Kunde mit einem fingierten

Schadensfall versucht, die Europäische Reiseversicherung

um 6.000 Euro zu erleichtern.

Der Fall: Seine Golftasche sei während des

Flugs beschädigt und alle Schläger zerbrochen

worden. Doch die Beweisstücke wecken bei

Haug Zweifel. Der gewiefte Mitarbeiter der Betrugssachbearbeitung

bei der Europäischen wittert

Unrecht – und ermittelt. Sein Gespür gibt

ihm Recht: Ein Betrüger ist am Werk. Wieder

einmal spart er durch solche Recherchen eine

unrechtmäßige Auszahlung ein.

Haug war einer der Referenten, der vergangenen

Freitag den Teilnehmern des Workshops

»So funktioniert eine Reiseversicherung« Einblicke

in seinen Arbeitsalltag gewährte. Das

Ziel: Beim Rundgang durch die Firmenzentrale

das Produkt Reiseversicherung greifbar machen,

Fragen beantworten und zeigen, was

hinter den Kulissen Spannendes passiert.

So besuchten die Reiseprofis neben dem

Mann mit dem Gespür für schwarze Schafe

die Leistungsabteilung und ließen sich dort

von Eberhard Schmittner erklären, welche

Maschinerie sich in Gang setzt, wenn Kunden

einen Versicherungsfall einreichen, lauschten

den Ausführungen von Eva Kluge aus der Not-

rufzentrale, überzeugten sich im Serverraum

von den Sicherheitsvorkehrungen in Sachen

Informationstechnologie und informierten

sich im Marketing über Verkaufshilfen und bei

den Trendjettern über Schulungen.

Einhelliges Fazit der Reiseprofis: Ein rundum

gelungener Ausflug in die Welt der Europäischen.

»Sehr informativ«, lobt Stefan Drescher

aus Dietenheim bei Ulm. »Wirklich aufschlussreich«,

ergänzt Max Neumann aus

Leipzig. »Alles kam sehr anschaulich rüber«,

urteilt Christoph Kain aus Diedorf. Und Karin

Schatzberg aus Thüringen ergänzt: »Jetzt habe

ich eine Vorstellung davon, wie eine Versicherung

wirklich tickt«. Tanja Ronge

14 TRAVEL ONE 6.9.2006

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2

3

4 5

6

1 Gruppenbild der Teilnehmer im Hof der

Europäischen; 2 Stadtführung durch München

mit kulinarischen Stopps am Vorabend des

Workshops; 3 Maria Larson aus Berlin auf

Tuchfühlung mit bayerischer Kultur; 4 Besuch

im Marketing der Europäischen; 5

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Diels lieferte

Zahlen und Hintergründe; 6 Fröhliches

Gefachsimpel in entspannter Atmosphäre in

einer Münchener Bar: Roy Molnar aus Eisingen

und Stefan Drescher aus Dietenheim bei Ulm

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So funktioniert eine

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X

Wolfram Marx, Redakteur

Gute Signale

Ich finde ja, dass Reiseverkaufssendungen im Fernsehen an Langeweile

nur von den Programmen der Shopping-Kanäle wie QVC

oder HSE überboten werden. Aber offensichtlich haben beide Sparten

ihre Zuschauer. Ein Selbstläufer ist diese Art des Reisevertriebs

jedoch nicht. Der vor einigen Jahren als der Zukunftsmarkt

schlechthin prognostizierte Vertriebsweg dümpelt vor sich hin. An

mit großem Getöse gestartete Programme wie Via1 erinnern sich

heute nur noch wenige. Und von TV Travel Shop würde sich TUI

lieber heute als morgen trennen. Einzig Sonnenklar TV scheint sich

zu berappeln, erzielte der Sender doch im vergangenen Jahr erstmals

schwarze Zahlen.

Nun will FTI-Chef Dietmar Gunz den Erfolg durch einen Ausbau im

stationären Vertrieb untermauern. Von November an soll es jede

Woche ein Sonnenklar-Reisebüro geben. Ein Indiz, dass die Reisebüros

besser sind als viele sie sehen. Immerhin betreibt Gunz bereits

mehr als 270 Reisebüros, verteilt auf drei Marken. Fachgerechte

Beratung und ein persönliches Gespräch beim Verkauf sind wohl

durch nichts zu ersetzen. Bestätigt wird diese Vermutung durch den

Schritt des Online-Portals weg.de. Auch hier werden Franchise-Partner

im stationären Vertrieb gesucht. Ein gutes Zeichen für die Reisebüros:

Nicht jedes neue Medium ist automatisch ein Gewinner.

w.marx@travel-one.net

Updates

TUI 4U hat die Abrechnungsmodalitäten für die Bezahlung per

Kreditkarte geändert. Beim Verkauf von IATA-Tarifen inklusive

Service-Entgelt wird nur noch das Disagio auf die Service-Fee

angerechnet. Die Regelung gilt für die Marken Sparfl ug - The Flight

Experts, TUI Ticket Shop und airloco.com.

Die Provisionen von Novasol, Dansommer und Cuendet bleiben

ebenso wie die Umsatzgrenzen unverändert.

Diamir veranstaltet am 30. September und 1. Oktober die

»Globetrotter-Tage«. Auf der Festung Königstein in Sachsen werden

rund 70 Vorträge zu Reisethemen gehalten.

Das Online-Portal www.travelscout24.de verfügt jetzt über eine

Buchungsmaschine für Billigfl ieger. Im Angebot sind 50 Lowcost-

Gesellschaften in 40 Ländern. Die Flüge können mit Linien- und

Charterfl ügen kombiniert werden.

Vom 20. bis 25. November veranstaltet Aldiana das »Go for

Summer 2007 Camp« auf Djerba. Aus fünf deutschen Städten reisen

die Expedienten für 24 Stunden nach Tunesien und erhalten dort

Informationen über den Clubveranstalter. Anmeldungen zum

kostenfreien Camp im TC-Infonet.

Partners Software hat für das Modul Lowfare zur Buchung von

Billigfl iegern nach Carlson Wagonlit und Worldspan einen dritten

Großkunden gewonnen. Die Lufthansa City Center setzen das

Modul in allen Zweigen ihrer Kette ein.

Marriott bietet zwischen dem 1. November und 28. Februar

Prämien für Gruppenbuchungen. Für Reservierungen ab zehn

Personen in allen Häusern der Gruppe in Kontinentaleuropa gibt es

einen kostenfreien Platz zusätzlich. Maximal werden zehn Gratis-

Zimmer vergeben. Weitere Informationen unter T. 06196/4 96 27 00

oder unter www.marriott.de.

Malev hat neue 01805-Nummern in Betrieb genommen. Reisebüros

können sich montags bis freitags zwischen neun und 17 Uhr an

die Rufnummer 01805/24 36 87 wenden.

16 TRAVEL ONE 6.9.2006


Online-Modul für Gruppen

■ Die Hotelgruppe Accor hat auf

der Internetseite ein neues Modul

für die Organisation von Gruppenreisen

freigeschaltet. »Group online«

soll es Reiseveranstaltern ermöglichen,

Gruppenbuchungen

für mehr als 2.000 Hotels weltweit

innerhalb weniger Mausklicks

durchzuführen, erklärt André Witschi,

Vorsitzender der Geschäftsführung

von Accor Deutschland.

»Verfügbarkeiten, tagesaktuelle

Gruppenraten, Hotelbeschreibungen

und weitere Informationen

für Reisegruppen können im

Internet recherchiert und entsprechende

Anfragen sofort

durchgeführt werden. Bislang

war dies nur für Einzelreisende

möglich«, so Witschi. Damit reagiere

der Hotelkonzern auf die

wachsende Nachfrage nach elektronischen

Lösungen im Gruppensegment.

In den nächsten

drei Jahren will Witschi ein Drit-

Bausteine selbst

kombinieren

■ Traffics ist mit dem neuen Buchungs-

und Preisvergleichssystem

»Cosmo« an den Start gegangen.

Das System bietet die Möglichkeit,

individuelle Bausteinreisen

zusammenzustellen. Nach

der Wahl des Hinflugs wird ein

entsprechender Rückflug angeboten,

die Fluggesellschaften können

dabei miteinander kombiniert

werden. Im nächsten Schritt

können Reisebüros ein Hotel hinzubuchen.

Die Buchungsseiten

werden vom System automatisch

ausgefüllt.

Ans System angeschlossen

sind Air Berlin, Condor, LTU und

Hapagfly sowie 85 Veranstalter.

Von diesem Winter an ist auch

der Druck der Reiseunterlagen

möglich. Das Produkt basiert auf

Traffics Tibet, das Reisebüros eine

Internet Booking Engine inklusive

einer individuell gestalteten Webseite

bietet.

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über das neue Modul abwickeln.

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6.9.2006 TRAVEL ONE 17

Foto: Accor Sofitel Sharmelsheik


Wer gewinnt den

MITTELSTAND?

Der Kampf um die

GESCHÄFTSREISEETATS

kleiner und mittlerer Unternehmen

wird immer härter. Wer

langfristig mitmischen will, muss

seiner Kundschaft überzeugende

Argumente bieten.

Reisekosten werden von vielen Unternehmen

immer noch als gottgegeben betrachtet«,

sagt Hans Lehrburger. Der

Unternehmensberater, gelernte Reiseverkehrskaufmann

und frühere Travel Manager bei

Siemens ist von den enormen Einsparpotenzialen,

die sich kleinen und mittelständischen

Unternehmen (KMU) im Geschäftsreisesektor

bieten, überzeugt. »Im Schnitt machen Reisekosten

zwei bis drei Prozent des Umsatzes

aus«, erläutert Lehrburger. Davon könne

durch professionelles Travel Management

eine erheblicher Teil eingespart werden.

WER IST DER IDEALE PARTNER? Bis hierhin

deckt sich Lehrburgers Einschätzung mit der

aller Geschäftsreiseanbieter: Wer das Thema

Geschäftsreisen in die richtigen Hände gibt,

reist billiger. Die Frage ist nur: Was benötigen

kleinere und mittlere Unternehmen für ihr Ge-

schäftsreise-Management wirklich? Die Zahl

der Anbieter, die um die Gunst der Unternehmen

kämpfen, ist jedenfalls beträchtlich gestiegen.

Weil die dicken Etats weitgehend vergeben

sind, haben auch die Großen der Branche

den Mittelstand entdeckt. So konkurriert das

Reisebüro um die Ecke heute mit weltweit

operierenden Firmen wie Carlson Wagonlit

Travel (CWT), BCD Travel, Kettenbüros der

Lufthansa City Center oder dem jüngsten Zusammenschluss

in der Branche, FCM DER Travel.

Auch Touristik-Marktführer TUI will nach

dem Verkauf der Geschäftsreisesparte TQ3 das

Feld nicht unbesetzt lassen und propagiert für

First Business Travel die »konsequente Ausrichtung

auf KMU«. Und nicht zuletzt drängen

auch die Online-Portale mit Macht ins KMU-

Geschäft. Zum Beispiel Opodo: Die Airline-

Tochter hat vor kurzem ihre Geschäftsreiseplattform

Opodo Corporate gestartet. Dahinter

18 TRAVEL ONE 6.9.2006


verbirgt sich eine Art Travel Management zum

Selbermachen – ohne Beratung, aber immerhin

mit der Möglichkeit zur Festlegung von

Reiserichtlinien und Firmensonderraten sowie

»integrierter Best-Buy-Funktion«.

VIELFÄLTIGE ANFORDERUNGEN. Licht ins

Dickicht der Geschäftsreiseausgaben zu bringen,

ist das Versprechen aller Geschäftsreiseanbieter.

Dabei sind die Erwartungen an Geschäftsreiseanbieter

selbst innerhalb der einzelnen

Unternehmen äußerst heterogen. »Für die

Mitarbeiter steht der höchstmögliche Komfort

während der Reise im Mittelpunkt«, sagt Lehrburger.

Dagegen erwarte etwa das Sekrtetariat

oder die Buchungsstelle einfache und zeitsparende

Lösungsmöglichkeiten. Für das Management

wiederum liege der Schwerpunkt in

niedrigen Reise- und Prozesskosten sowie einfachem

und übersichtlichem Controlling.

Bei der Suche nach optimalen Lösungen

für diesen umfassenden Anforderungskatalog

gehen die Anbieter unterschiedliche Wege.

Insgesamt lassen sich zwei Ansätze unterscheiden:

Das Versprechen persönlicher Betreuung

und individueller Beratung auf der

einen und die Nutzung technologischer Vorteile

und geballter Einkaufsmacht auf der anderen

Seite.

Dass sich das eingangs erwähnte Reisebüro

um die Ecke in erster Linie der Service-

und Beratungsfraktion zuordnen lässt, ist klar.

Aber auch die Business-Travel-Abteilungen

von TUI und DER beschreiten diesen Weg. So

hebt Christian Spangenberg, Geschäftsbereichsleiter

FCM DER Travel Solutions, her-

vor: »Dem Wunsch nach persönlicher Betreuung

kommen wir mit rund 90 Business Travel

Centern in ganz Deutschland nach.« Peter

Wittmann, Leiter First Business Travel, sieht

die Stärken seiner TUI-Büros auf der gleichen

Ebene: »Nach unseren Erfahrungen legen

KMU besonders viel Wert auf eine persönliche,

kompetente Betreuung – idealerweise

durch bekannte Ansprechpartner in einem

Reisebüro vor Ort.« An diesem Anspruch wolle

sich First Business Travel orientieren.

Dagegen steht für CWT klar das Thema

Einkaufsmacht im Vordergrund. Martina Eggler,

Vertriebschefin für Zentral- und Osteuropa,

hält die ermäßigten Raten, von denen

CWT-Kunden profitierten, vor allem für Unternehmen

ohne eigene Rahmenabkommen

mit Hoteliers und Airlines, für den zentralen

Vorzug des weltweit operierenden Großanbieters.

Dass CWT über lange Zeit vor allem im

Großkundengeschäft aktiv war, zahle sich für

kleinere Unternehmen ebenfalls aus: »Die

KMU-Programme profitieren von Innovationen,

die zuvor bereits bei anderen Kunden

implementiert wurden.«

Auch Stefan Vorndran, Vertriebschef des

Geschäftsreisespezialisten BCD Travel, hält

die Anpassung von Lösungen, die im Großkundenbereich

entwickelt wurden, an den

Mittelstand für ein entscheidendes Erfolgskriterium.

»Die Kunden ziehen auf mehreren

Stufen Nutzen aus Wissenstransfer und Einkaufsmacht

– von den Leistungsträger-Verhandlungen

über Benchmarking bis zu den

Online-Booking-Engines.« Das Unternehmen,

das seit dem Verkauf von TQ3 durch die TUI

Geschäftsreisen PRODUKT

an die BCD Holding unter diesem Namen firmiert,

sieht sich in Deutschland als Marktführer

in Sachen Geschäftsreisen.

SPEZIALISIERUNG IST EIN MUSS. Vor diesem

Hintergrund werden die Chancen für »normale«

Reisebüros, mit Geschäftsreisen sozusagen

nebenbei Geld zu verdienen, immer schlechter.

Der Verband Deutsches Reisemanagement

(VDR), der sich im Wesentlichen als Interessenvertretung

der Travel Manager

versteht, stellt denn auch

in seiner Geschäftsreiseanalyse

2005 fest, dass immer mehr

Reisebürokunden abwandern:

»Der Trend weg vom stationären

Reisebüro ist ungebrochen.«

Dagegen seien Online-

Buchungen mit einem Anteil

von mittlerweile 25 Prozent

wachstumsstark.

Klar, dass der VDR vor diesem

Hintergrund den verstärkten

Einsatz von Travel Managern

in den Unternehmen

propagiert – und zwar im Wesentlichen

als Alternative zum

klassischen Reisebüro, denn:

»Die Auslagerung von Aufgaben

des Travel Managements

bleibt mit 0,2 Prozent eine

Ausnahmeerscheinung.«

Dabei bietet das steigende

Kostenbewusstsein Reisebüros,

die sich intensiv mit dem

Thema Business Travel befassen,

auch Chancen. So stellt

die VDR-Studie auch fest: »Vier

von fünf Unternehmen, die

sich überhaupt um Kostensenkungen

bei Geschäftsreisen

kümmern, erzielen mindestens

zehn Prozent Einsparungen

vom Gesamtvolumen der

direkten Geschäftsreisekosten.«

Das bedeutet: Bei Neukunden,

die sich bislang nicht

mit dem Thema auseinandergesetzt

haben, sind Kostensenkungserfolge

relativ schnell zu

erzielen und nachzuweisen.

Langfristig werden die Reisebüros

vor allem ihre beratende

Rolle weiter forcieren müssen.

Denn darin unterscheidet sich die Geschäftsreise

von der Touristik nicht: Buchungsfunktionen

bietet auch das Internet in Hülle

und Fülle; nach persönlichen Tipps für ihr spezifisches

Problem müssen die Kunden im Web

dagegen lange suchen. Christian Schmicke

Eggler: Nutzung der

Einkaufsmacht

Vorndran: Wissenstranfer

entscheidet

Wittmann: persönlicher

Kontakt

6.9.2006 TRAVEL ONE 19

Foto: Stockxpert


PRODUKT Geschäftsreisen

Nach Geschäftsreisen hört sich der Name

eigentlich gar nicht an. Eher schon

klingt Orchideen-Reisebüro nach gediegener

Pracht, kostspieligem Hobby, Freizeitgestaltung

für Zeitgenossen auf der Sonnenseite

des Lebens. Ganz falsch ist die Assoziation

nicht. Schließlich ist das Reisebüro in der Touristik

vor allem in Bereichen wie Kreuzfahrt

und Golfurlaub stark. Doch 70 Prozent des

Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen

mit Firmenkunden und ist in diesem Sektor

höchst erfolgreich, wie Prokurist Christian Fischer

und Franchise-Geber Lufthansa City

Center einmütig feststellen.

Das Erfolgsrezept? »Beherrschung der

Technik und Spezialisierung im jeweiligen Geschäftsfeld«,

antwortet Fischer, der neben seiner

Prokuristenrolle IT und neue Medien

beim Orchideen-Reisebüro betreut. Und weil

sich kein Mitarbeiter in der Touristik und bei

Geschäftsreisen gleichermaßen gut auskennen

könne, habe man beide Bereiche sowohl inhaltlich

als auch räumlich voneinander getrennt.

Bei den Mitarbeitern im Geschäftsreisesegment

seien vor allem intensive Kenntnisse

der Flugtarife und der Tarifbedingungen

gefragt. »Wenn unsere Kunden eine Anfrage

haben, müssen wir sofort reagieren«, sagt Fischer.

Urlaubsreisende ließen den Mitarbeitern

für die Klärung der Details in der Regel

Geschäftsreise-Asse

mit Golf-Qualitäten

Das ORCHIDEEN-REISEBÜRO im noblen Hamburger Stadtteil Blankenese bringt

Touristik und Geschäftsreisen in getrennten Räumlichkeiten erfolgreich unter einen Hut.

Das

Unternehmen

■ Die Orchideen-Reisebüro GmbH

wurde 1977 gegründet. Seit 1998 ist das

Unternehmen Partner der Lufthansa City

Center Reisebüro GmbH.

■ Innerhalb der LCC-Kette hat sich das

Reisebüro der auf Geschäftsreisen

spezialisierten Sparte Business plus

angeschlossen.

■ Das Team besteht aus sieben

Mitarbeitern im Firmendienst, sieben

Mitarbeitern in der Touristik und drei

Mitarbeitern, die für Backoffice-Arbeiten

und das Marketing zuständig sind.

■ Orchideen-Reisebüro GmbH

Lufthansa City Center

Business Plus

Elbchaussee 586A

22587 Hamburg

T. 040/86 60 33 62

Fax: 040/86 64 442

Foto: Photohaus Collonaden, Hamburg Fotos: Orchideen-Reisebüro

etwas Zeit, Geschäftsreisende erwarteten dagegen

sofortige und zuverlässige Auskünfte.

MEDIEN UND WERBER BILDEN DEN KUN-

DENSTAMM. Die Kunden, das sind beim Orchideen-Reisebüro

vor allem Medienunternehmen

und Werbeagenturen – überwiegend

kleinere und mittelständische Unternehmen,

aber auch einige größere Fische. Im Management

ihrer Geschäftsreisen sei die Kundschaft

ausgesprochen heterogen, so Fischer. »Bei vielen

sind die Reiserichtlinien eher in den Köpfen

als in schriftlicher Form hinterlegt, andere

verfügen über ein rudimentäres Gerüst an

festgelegten Richtlinien.« Mit einigen Kunden

habe das Reisebüro gemeinsam komplexere

Reiserichtlinien erarbeitet, aber das sei bislang

»eher die Ausnahme als die Regel«. Immerhin:

75 bis 80 Prozent der Kunden wickeln

ihren Zahlungsverkehr über Firmenkreditkarten

ab. Das erleichtere die Erfassung von Umsätzen

und Kundendaten erheblich.

Diese Kundendaten zu pflegen und sofort

präsent zu haben, sei bei Firmenkunden ein

entscheidender Erfolgsfaktor, ist Fischer überzeugt.

»Wenn ein Kunde anruft, müssen wir

seine Reisegewohnheiten und Präferenzen sofort

auf dem Schirm haben. Will er den billigsten

Flug haben? Wie groß muss die Flexibilität

für spontane Änderungen sein? Wie lang sind

20 TRAVEL ONE 6.9.2006


»Flugtarife sind das A und O« Christian Fischer

die Vorausbuchungsfristen? Wo will der Reisende

im Flugzeug oder im Zug sitzen? Welches

Essen wünscht er? Wie übernachtet er?

Welcher Mietwagentyp wird bevorzugt – mit

oder ohne Navigationssystem?« Die Fülle der

Daten, die erfasst und abgerufen werden müssen,

ist groß, weiß der IT-Experte.

Meist seien die Kunden schon vorab gut

informiert, vor allem über Sondertarife. Das

Internet habe die Transparenz auf diesem Gebiet

vergrößert. Ob diese Tarife zum gewünschten

Termin tatsächlich zu haben seien,

stehe allerdings auf einem anderen Blatt.

Neben Schnelligkeit und Tarifkenntnissen

sei Krisenmanagement im Geschäftsreiseverkehr

wesentlich häufiger gefragt als in der

Touristik. »Termin verlegt, Flug verpasst,

spontane Umbuchung – das ist Alltag.« Auch

aus der Kundenstruktur resultierten bisweilen

besondere Anforderungen – etwa wenn Fotografenteams

mit großem Gepäck unterwegs

seien oder wenn Musiker mit ihren Instrumenten

auf die Reise gingen.

GESCHÄFTSREISESPARTE ZIEHT TOURISTIK-

KUNDSCHAFT AN. Was die Anforderungen an

die Mitarbeiter und die geschäftlichen Abläufe

betrifft, sind die Unterschiede zwischen Business

Travel und Touristik gravierend. Die

Kundschaft unterscheidet da nicht so deutlich:

Ein großer Teil der Menschen, die Fischer

und sein Team in die Ferien schicken, ist

gleichzeitig Geschäftsreisekunde. Diese Kun-

6.9.2006 TRAVEL ONE

den wünschten sich in der Regel ihre vertrauten

Ansprechpartner. Dann ist die firmeninterne

Kommunikation zwischen den Geschäftsreise-

und Touristikspezialisten gefragt.

Die Geschäftsreisekunden seien bei privaten

Buchungen eine besonders anspruchsvolle

Klientel: »Da wird immer ein Quentchen

mehr von uns erwartet.« Zudem seien die reiseerfahrenen

Business Traveller in ihrem privaten

Konsumverhalten hybrid. »Da wird

auch mal ein Ryanair-Flug gebucht und anschließend

im Fünf- oder Sechs-Sterne-Hotel

übernachtet.«

Natürlich sind die Überschneidungen zwischen

Geschäftsreise- und Touristikkunden

lukrativ. Und weil das reisende Personal der

meisten Unternehmen zu den Besserverdienern

zählt, passen die touristischen Schwerpunkte

Golf und Kreuzfahrten gut. Eines seiner

Akquiseinstrumente für beide Segmente

sei das große Golfturnier, das das Reisebüro

Orchideen jedes Jahr veranstalte: »Man

kommt mit vielen Leuten ins Gespräch und

kann gleichzeitig Organisationstalent unter

Beweis stellen.« Allerdings birgt das fruchtbare

Zusammenspiel von Business und Leisure

Travel auch seine Tücken. »Wenn bei einem

Kunden, den man in beiden Bereichen bedient,

etwas schief geht, wiegt das doppelt

schwer«. Christian Schmicke

i

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Online-Auftritt für Leisure und Business

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PRODUKT Geschäftsreisen Mix

»Connect« für den Mittelstand

CWT bietet Pakete für Firmen mit und ohne eigenes Travel Management an

■ Das KMU-Produkt, das Carlson

Wagonlit Travel im April in

13 europäischen Ländern lanciert

hat, soll Firmen mit einem Geschäftsreiseetat

von weniger als

zwei Millionen Euro im Jahr die

Zusammenarbeit schmackhaft

machen. Dass der Umgang mit

Geschäftsreisen innerhalb dieser

Gruppe äußerst heterogen ist,

Mit 68 dieser Business Travel Center ist CWT in Deutschland vertreten

DER berät bei

Corporate Cards

■ FCM DER Travel Solutions

hat einen neuen Service unter

dem einprägsamen Titel »Request

for Implementation Coporate Credit

Card Offer« (Ricco) entwickelt.

Damit wird Firmenkunden Hilfe

bei der Auswahl der passenden

Corporate Card und bei der Einführung

des Zahlungsmittels im

Unternehmen angeboten.

Der neue Service, der von

November an offeriert wird, ist

gemeinsam mit der Beratungsfirma

HLC des Geschäftsreiseexperten

Hans Lehrburger entwickelt

worden und verspricht den Kunden

neutrale Beratung. Von den

Kreditkartenunternehmen erhalte

man kein Geld, versichert Christian

Spangenberg, Geschäftsbereichsleiter

der Business Travel

Abteilung des DER. Ricco richte

sich sowohl an den vorhandenen

Kundenstamm als auch an Neukunden.

Foto: BTC

»Ohne Corporate Card wird

Reisen zeitaufwändiger«

Christian Spangenberg, Geschäftsbereichsleiter FCM DER Travel

Solution, über die Folgen der Umstellung auf elektronische Tickets

■ Warum hat die Umstellung des Flugverkehrs

auf elektronisches Ticketing Konsequenzen

für den Geschäftsreisemarkt?

Das ergibt sich vor allem aus der Interessenslage

der Airlines, denn mit der Umstellung sollen

vor allem erhebliche Kosten eingespart werden.

■ Wie wird sich das

für die Reisenden auswirken?

Unter anderem wird es weniger persönliche Betreuung

an den Flughäfen geben. An die Stelle

der Check-in-Schalter der Airlines werden Universalterminals

treten, also Check-In-Automaten

der Flughäfen, die von verschiedenen Airlines

genutzt werden. Für den Check-in am Automaten

benötigt der Reisende eine Kreditkarte.

Das Reisen ohne die eigene Kreditkarte oder

eine Corporate Card wird zeitaufwändiger und

komplizierter als heute – erst recht, wenn

war August Gossewisch, Senior

Executive Vice President Central

& Eastern Europe, klar. Deshalb

gibt es CWT Connect in zwei

Ausführungen.

Das Basispaket Connect express

richtet sich an Firmen, »die

kein organisiertes Reisemanagement

haben, aber kostengünstige

Reisetechnologien und Dienstleistungen

benötigen«. Es beinhaltet

ein Online-Buchungsmodul,

Standardberichte über ein

webbasiertes Reporting System

und Infos für die Reiseplanung,

zum Beispiel Flugpläne, Hotelinformationen,

Karten und Währungsrechner.

Das Paket für

»Fortgeschrittene«, Connect

Business, ermöglicht darüber hinaus

die Integration von Reiserichtlinien,

Zugang zu Studien

Gossewisch: Basispaket und

Zusatzmodul für KMU-Kunden

und Analysen, Infos für die Organisation

des firmeneigenen Travel

Managements, Sicherheits- und

Gesundheitshinweise sowie ein

System zur Lokalisierung der Reisenden.

Um die Präsenz im deutschen

Markt zu stärken, hat CWT kürzlich

zwei neue Business Travel

Center eröffnet. Zu den bestehenden

66 Agenturen kommt je eine

neue in Karlsruhe und Ulm. CS

der Reisende umsteigen und die Airline

wechseln muss.

■ Sind Firmenkreditkarten nicht

längst flächendeckend verbreitet?

Nein. Eine Studie des Kreditkartenunternehmens

Corporate World aus dem Jahr 2005

zeigt, dass bei mittelständischen Unternehmen

die Barzahlung mit rund 70 Prozent dominiert.

Und nach einer KPMG-Untersuchung statten

nur 40 Prozent der Mittelständler ihre Reisenden

mit Firmenkreditkarten aus.

■ Warum nicht?

Die Einführung von Corporate Cards spart zwar

auf die Dauer viel Zeit und Geld, ist aber sehr

komplex und in der Einführungsphase ziemlich

aufwändig. Davor schrecken viele Unternehmen

noch zurück.

22 TRAVEL ONE 6.9.2006


Hotels steigern Umsätze

■ Die Hotels in Deutschland machen

mit Geschäftsreisenden wieder

wachsende Umsätze. Nach

ersten Ergebnissen der VDR Geschäftsreiseanalyse

2006 gaben

deutsche Geschäftsreisende in der

deutschen Hotellerie 2005 rund

8,6 Milliarden Euro aus. Das sind

zwölf Prozent mehr als im Jahr

davor. Das Inlandsgeschäft macht

etwa drei Viertel der weltweiten

Hotelausgaben deutscher Geschäftsreisender

aus, die sich auf

11,3 Milliarden Euro summieren.

Anders als die Fußballfans, deren

Übernachtungen nicht überall die

Erwartungen erfüllt hätten, seien

die Geschäftsreisenden »ein verlässlicher

Wachstumsfaktor in der

Hotellerie«, kommentiert VDR-

Präsident Michael Kirnberger das

Ergebnis. Für 2007 sei insgesamt

mit gleich bleibender bis wachsender

Geschäftsreisetätigkeit zu

rechnen.

Fare Analyzer

sucht Flüge

■ Die Geschäftsreiseabteilung Y

von Amadeus stellt FirmenkunCM

den mit dem Fare Analyzer ein

MY

neues Instrument zur Suche nach

Reiseverbindungen zur Verfügung. CY

Darin kann ein Reisender seinen CMY

Flugwunsch nach bis zu zwölf Kri-

K

terien kategorisieren, sortieren

und filtern. Die hinterlegten Reiserichtlinien

des Unternehmens bestimmen

dann, welche Tarifarten

und Airlines dem Reisenden angezeigt

werden.

In Kürze soll es außerdem

möglich sein, Bahnverbindungen

und -tarife in die Auswertung einzubeziehen

und mit den entsprechenden

Flugverbindungen zu

vergleichen. Mit der Neuentwicklung,

laut Amadeus die bislang

einzige Lösung dieser Art, wird

das IT-Unternehmen für Reisebüros

im Geschäftsreisemarkt in

noch stärkerem Maße zum Konkurrenten.

6.9.2006 TRAVEL ONE

C

M

Im Schnitt zahlten die Business

Traveller 142 Euro pro Übernachtung

– zehn Prozent mehr als

2004. Die Zahl der Übernachtungen

stieg um 3,4 Prozent auf 51,3 Radisson Frankfurt: Die Hotels in Deutschland haben

Millionen. 16785_TO_152x210_Karte.ai 2005 15.08.2006 an Geschäftsreisenden 12:42:03 Uhrmehr

verdient

Foto: Radisson


PRODUKT Geschäftsreisen Mix

Mittelstandsportal von BCD

Das neue Portal soll Geschäftskunden mit BEST-RATE-VERSPRECHEN locken

■ Die Tinte unter den Verträgen

für die Übernahme der TUI-Tochter

TQ3 durch die BCD Holding

war kaum getrocknet, da ging die

Entwicklung des Online-Portals

bereits in die entscheidende Phase.

Ende Juni wurde das Portal

freigeschaltet und macht dem stationären

Vertrieb nun mit Buchungsmöglichkeiten

für Hotels,

Bahntickets, Mietwagen, Flügen

und Fähren Konkurrenz.

Das Angebot sei auf die Anforderungen

mittelständischer

Unternehmen zugeschnitten, berichtet

Vertriebschef Stefan Vorndran.

Das Buchungsportal ist offen

zugänglich und wartet mit

einigen Zusatzleistungen auf.

Dazu zählen etwa Hotelbewertungen,

die auf der Hotelbewertungsplattform

Holidaycheck.de

basieren. Oder der SMS Flight

Alert, der Reisende über Flugverspätungen

oder Gate-Änderung

per Handy informiert. Darüber

hinaus sind Eintrittskarten, Versicherungen

und Tischreservierungen

buchbar. Und nicht zuletzt

LCC pusht Billigflieger-Maske

■ Die Lufthansa City Center haben die Suchmaske für Lowcost-

Carrier im Online-Auftritt von 30 auf 87 Fluggesellschaften erweitert.

Der Preisvergleich ist unter einem entsprechenden Button auf der

Homepage erreichbar, sämtliche Airlines seien auch online buchbar,

heißt es von LCC. Außerdem

veröffentlicht LCC regelmäßig

ein Billigflieger-Telegramm, in

dem über neue Strecken und

Frequenzen der Lowcost-Airlines

informiert wird.

Im Prinzip eine gute Sache

– allerdings ohne Gewähr,

wirklich einen günstigen Preis

zu ergattern. So weist die

Suchmaschine für Hin- und

Lowcost-Preisvergleich - praktisch,

aber nicht zuverlässig

Business Lunch: Auch Restauranttische können Kunden bei BCD reservieren

Rückflug von Frankfurt nach

La Palma im Dezember 844

Euro aus. Auf der Homepage

von Hapagfly zahlt man am selben Tag für den selben Flug 224

Euro. Besser gelingt die Suche bei einem Flug von Frankfurt nach

Wien: Der Hinflugtarif von 621 Euro mit Air Berlin wird ebenso

gefunden wie der Rückflugpreis von einem Euro mit Niki.

i

www.lcc24.com

Website der Lufthansa City Center

wird für ausgewählte Hotels ein

»Best-Rate-Versprechen« für den

am Buchungstag günstigsten Online-Preis

geboten. Auch Urlaubsreisen

finden sich im BCD-Portal,

gespeist unter anderem von Ver-

Reisekosten – die Baustellen

Thema Tipp

anstaltern wie Fox-Tours, Berge &

Meer und Mydays.

Seine Klientel kann Vorndran

ziemlich genau charakterisieren.

Der durchschnittliche Nutzer, der

Urlaubs- und Geschäftsreisen

selbstständig buche, sei 32 Jahre

alt, männlich und Mitglied eines

Unternehmens mit 100 Angestellten.

Das sei ohnehin eine

Kernzielgruppe von BCD Travel,

sagt er. 80 Prozent der Kunden

sind mittelständische Unternehmen;

allerdings repräsentieren

diese lediglich 20 Prozent des

Umsatzes.

Der BCD-Vertriebschef rechnet

damit, dass die Geschäftsreisetätigkeit

der Mittelständler weiter

wächst. Schon heute seien 60

Prozent von ihnen im Ausland

aktiv – mit steigender Tendenz:

»Die Globalisierung geht auch an

den 3,3 Millionen Klein- und Mittelbetrieben

nicht vorbei.«

www.bcd-travel-

i direct.de

Portal mit freiem Zugang

Reiserichtlinien Festlegen, kommunizieren, überprüfen:

Nach einer CWT-Studie ignorieren 56

Prozent der Reisenden die Richtlinien

manchmal oder regelmäßig.

Corporate Cards Der Einsatz erleichtert die Kontrolle der

Umsätze bei einzelnen Leistungsträgern

für die Einkaufsverhandlungen.

Hotel Die Maximierung des Volumens, das über

Firmenreiseprogramme gebucht wird,

ermöglicht Einsparungen.

Airlines Flexible Einkaufspolitik spart Geld:

Frühzeitige Planung schafft Zugang zu

Sondertarifen, wenn auf Flexibilität für

Umbuchungen und Stornos verzichtet

werden kann.

24 TRAVEL ONE 6.9.2006

Foto: Hilton Zürich Airport


Fotos: ccvision, photocase (Mitte)

Geschäftsreise-Know-how

Wer im Geschäft mit Business Travel Geld verdienen will, muss gut

vorbereitet sein und die SICHTWEISE DES KUNDEN kennen.

SEMINARE DER

VDR-AKADEMIE

LITERATUR

■ Wirksame Reiserichtlinien.

Vom Genehmigungsverfahren

bis zur Abrechnung

von Andrea Zimmermann,

Neuauflage 2005, 133 Seiten,

ISBN: 3980798682.

Praxisorientierter Leitfaden zur

Einrichtung und Umsetzung von

Reiserichtlinien.

w w w. c a r l s o n w a g o n l i t . d e

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So profitieren Unternehmen in über 150 Ländern von

Experten, welche die Unternehmensphilosophie und

kulturellen Besonderheiten ihrer weltweit über 50.000

Firmenkunden genau verstehen – und damit mehr für

die Bedürfnisse jedes Einzelnen tun.

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Wie Management Information

Systems (MIS) »nackte Daten« in

verwendbare Kennziffern

verwandeln, die der Steuerung

des Reiseverhaltens dienen.

■ Modernes Geschäftsreise-

Management 2006

Herausgeber Gerd Otto-Rieke,

192 Seiten, ISBN: 3938778008.

Mit Beiträgen diverser Autoren

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MIS im Travel Management, ■ Partner Reisebüro. Richtige

eine Marktübersicht

Auswahl, moderne Vergütung

von Hans Lehrburger, 2001, von Andreas Wilbers, 2001, 120

122 CWT-Anz. Seiten, ISBN: Travel 3980617068. One 23.08.2006 Seiten, ISBN: 17:10 3980617076. Uhr Seite 1

Vergütungsmodelle mit

zahlreichen Rechenbeispielen.

Jüngste Änderungen erfasst das

Buch, das vor fünf Jahren

erstmals erschien, nicht.

■ Geschäftsreise-Tourismus –

Geschäftsreisemarkt und

Business Travel Management

von Walter Freyer,

Michaela Nauman,

Alexander Schröder, 2004,

200 Seiten, ISBN: 3925958320.

Eher wissenschaftlicher Ansatz,

sowohl aus der Markt-

Perspektive als auch aus dem

Management-Blickwinkel.

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Scorecard in der Zusammenarbeit

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Reisebüros. Termin: 25. Oktober.

Tagungsort: Frankfurt.

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6.9.2006 TRAVEL ONE 25


PRODUKT Städtereisen

Erlebnisse rücken

in den Vordergrund

Die Bedürfnisse von STÄDTEREISENDEN wandeln sich: Reisemotive

gewinnen an Bedeutung und die Kunden sind flexibler bei der Wahl des Ziels.

London oder Barcelona? Mailand oder

Stockholm? In welche Stadt sie ihr Kurzurlaub

führt, ist für immer mehr Menschen

immer weniger wichtig. Die Stadt hat

als Auslöser für die Reiseentscheidung an Bedeutung

verloren. Die Hälfte aller Kunden

weiß nicht, in welche Metropole sie reisen

will – aber sehr wohl, was sie dort erleben

möchte. Das ist das Ergebnis einer TUI-Studie

unter rund 560 Kunden – einer repräsentativen

Marktbefragung mittels einer so genannten

Conjoint-Analyse. Damit wird untersucht,

welches Merkmal in welchem Maße für die

Kaufentscheidung ausschlaggebend ist.

Viele Kunden verreisen »opportunitätsgetrieben«,

beschreibt Frank Stoll das gewandelte

Kundenverhalten. Unterstützt werde diese

Entwicklung durch die Angebote der Lowcost-Carrier,

erläutert der Leiter Category Management

Städtereisen bei TUI Deutschland.

»Kunden entscheiden ganz spontan, dass sie

ein paar Tage verreisen wollen und wissen,

was sie für Ansprüche an diesen Kurzurlaub

haben«, sagt Stoll. Etwa, ob sie vor allem einkaufen

oder lieber Zweisamkeit in romantischer

Atmosphäre genießen wollen. »Reisemotive

erhalten eine zentrale Bedeutung für

die Auswahl«, so der TUI-Manager. Doch bei

der Entscheidung, welche Stadt dafür die geeigneten

Rahmenbedingungen liefert, sind

Kunden durchaus flexibel. Und so kann der

Blick auf Flugangebote ein Auslöser sein. Genauso

wie Ausstellungen, Aufführungen oder

andere besondere Reisegründe.

MEHR DETAILWISSEN. Für Reisebüros heißt

das, dass sie viel konkreter als früher in die

Bedarfsanalyse einsteigen müssen. Die Verkäufer

müssten zudem wissen, was gerade wo

angesagt und trendy ist, meint Stoll. »Das erfordert

deutlich mehr und detailliertere Destinationskenntnisse.«

Nach wie vor ist zwar das

mit Abstand wichtigste Reisemotiv für Städtereisende

das Thema Besichtigungen. Im Ge-

gensatz zu der vergleichbaren Untersuchung

von vor vier Jahren spielt aber heute die Lebensart

und die Atmosphäre eine wichtigere

Rolle als Reisegrund als noch 2002 und wird

gleich als zweitwichtigstes Motiv genannt.

Für den »hochfrequenten Städteschöngeist«

unter den Befragten ist Sightseeing gar deutlich

unbedeutender als früher. Für ihn spielt

dafür das Umland eine wichtige Rolle. Vielleicht

auch, weil er die Stadt bereits besucht

hat. Und für die so genannten Low-Budget

Bucher zählt vor allem das Nachtleben.

Für unterschiedliche Ansprüche sind also

unterschiedliche Reiseideen gefragt. »Wir unterstützen

das, in dem wir Pakete für Bedürfnisgruppen

schnüren«, sagt Stoll. Deswegen

hat TUI den beiden Städtereisen-Katalogen ein

neues Gesicht verpasst und mehr bedürfnisorientierte

Produktvorschläge eingebaut. Im

Angebot: Outlet Shopping in Metzingen beim

Stuttgart-Besuch, Fiakerfahren in Salzburg

und auf den Spuren des Da-Vinci-Codes in

London.

Und Stoll bastelt weiter an Ideen. Denkbar

sei, Schnuppersprachkurse anzubieten,

bei denen Teilnehmer Kontakt zur Lebensart

des Landes bekommen, so seine Idee. Mit

Lehrer und Kurs essen gehen, dabei landestypisch

speisen und gleich das passende Vokabular

lernen. Erlebnisorientiert eben.

Tanja Ronge

Produktvorschläge in den Katalogen

»Städte erleben« und »Weihnachten

und Silvester«

26 TRAVEL ONE 6.9.2006

i

Foto: TUI


Foto: Hotel Chiemgauer Hof (Inzell)

Foto: Hotel Chiemgauer Hof (Inzell)

€ 19,90

zzgl. Versandkosten

500 Seiten

ISBN 3-931415-13-9

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Geschäftsreisen PRODUKT

224 Ausgewählte TAGUNGSHOTELS

zum Wohlfühlen 2006 / 2007

Ein kleines Team von Fachjournalisten – seit Jahren aufmerksame

Beobachter der Entwicklung in der bundesdeutschen

Tagungshotellerie – präsentiert auch 2006 im Rahmen einer

rein individuellen Beurteilung 224 vorzügliche deutsche Tagungsadressen

unterschiedlicher Art. Jeder Beschreibung (illustriert

mit jeweils vier Farbfotos) liegt ein Besuch »vor Ort« zugrunde.

Darüber hinaus waren Hinweise von Trainern und Tagungsveranstaltern

bei der Auswahl von zentraler Bedeutung. Für dieses

Buch haben die Autoren gemeinsam mit dem Verlag eine Reihe

von Wohlfühlkriterien definiert, die jedes »Ausgewählte Tagungshotel

zum Wohlfühlen« erfüllen muß. Hierzu gehören: professionelle,

funktionale und nutzungsflexible Einrichtung, seminargerechtes

Speisenangebot, Freizeit und Wellness, Ruhe im Tagungsbereich

für konzentriertes Arbeiten und Service-Qualität

in allen Abteilungen des Hauses sowie ein moderates, den

Erfordernissen angepaßtes Preis-/Leistungsverhältnis. Die in

diesem Buch vorgestellten 224 Häuser werden von den Autoren

und den Nutzern fortan kritisch-wohlwollend begleitet. Verlag

und Herausgeber organisieren diesen Informationsaustausch –

kontinuierlich und »befördernd« bis zu einer neuen Ausgabe.

Dann können Häuser sowohl verabschiedet, als auch neu aufgenommen

werden – das allein entscheidet das Journalisten-Team.

Ja, ich bestelle die neue Ausgabe von »Ausgewählte Tagungs- Name, Vorname:

hotels zum Wohlfühlen« zum Preis von 19,90 Euro zzgl. Versandkosten.

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PLZ, Ort:

27

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Datum, Unterschrift:


PRODUKT Mix

Neckermann knüllert los

Der Katalog PREISKNÜLLER reklamiert die Preisführerschaft für sich

■ Alle Jahre wieder – fängt einer

der Großveranstalter mit Preisvergleichen

an. Meist ist es derjenige,

der seine Kataloge als letzter

ins Spiel gebracht hat, und deshalb

ist nun Neckermann Preis-

knüller an der Reihe. Obwohl

zwei Wochen früher auf dem

Markt als im Vorjahr, ist der Katalog

ein Nachzügler. Denn Alltours

und Tjaereborg haben darauf verzichtet,

Kataloge oder Preise zu-

Erstmals ist die Halbinsel Samaná im Katalog – mit einem einzigen Hotel

Auf Trüffelsuche in Umbrien

■ Der sechs Mal im Jahr erscheinende »Kultimer« von Studiosus ist da.

Der im Schmalformat gestaltete Kulturkalender enthält neue Opernreisen,

unter anderem nach London und New York. Wer mit Musik ins

neue Jahr starten will, erhält ebenfalls jede Menge Vorschläge für kulturlastige

Silvesterreisen. Außerdem wird eine Reise zum Zirkusfestival

in Monte Carlo angeboten. Und wer mit Kultur vor allem Gaumenkitzel

verbindet, findet die Reisen »Trüffel und Wein in Umbrien« und

»Chile für Weinliebhaber«.

rückzuhalten, um anhand der

Daten der Konkurrenz nachzujustieren.

Nach Aussage von Peter

Wennel, Leiter des Profit-Centers

Flugreisen, ist Neckermann Preisknüller

in Häusern, in denen

auch Kunden der Konkurrenz logieren,

bei 77 Prozent der überschnittenen

Termine günstiger als

Alltours, ITS und Tjaereborg.

Gleichwohl ist auch bei den

Preisknüllern das Niveau der

Normalpreise gegenüber dem

Vorjahr gestiegen, und zwar auf

der Fernstrecke stärker als im

Kurz- und Mittelstreckenbereich.

Allerdings, so Wennel habe man

das Preisniveau insgesamt stabil

halten können, weil mehr Hotels

mit Frühbucherrabatten aufwarten:

Sie gelten nun in 94 Prozent

aller Hotels.

Updates

Wennel: Preise durch mehr

Frühbucherangebote gehalten

Um schneller auf Marktschwankungen

reagieren zu können, hat

Neckermann zudem »Aktionspreise«

eingeführt. In 150 Hotels

können bei schleppender Nachfrage

Preissenkungen durchgeführt

werden, die gemeinsam mit »gezielten

Werbemaßnahmen beim

Endkunden und am Point of Sale«

den Absatz ankurbeln sollen.

Während Überschneidungen

des Angebots mit der Konkurrenz

aus Köln, Hannover und Duisburg

durchaus erwünscht sind,

werden sie gegenüber den eigenen

Länder- und Zielgruppenkatalogen

bewusst vermieden – kein

einziges Preisknüller-Hotel findet

sich im Normalprogramm. CS

Sandals & Beaches Resort baut sein Angebot an Luxusunterkünften

aus. Bis Februar 2007 soll auf Antigua ein Dorf mit Deluxe-Suiten

entstehen, auf St. Lucia werden derzeit 18 Bungalow-Suiten gebaut.

Silversea Cruises bietet vom kommenden Herbst an zwei jeweils

zweiwöchige Reisen von Kairo nach Dubai an. Am 18. Oktober

startet die »Silver Whisper«, am 10. November die »Silver Cloud«.

Die DZT will die durch die Fußball-Weltmeisterschaft erzielte

Aufmerksamkeit weiter nutzen und bastelt an einer Werbeoffensive:

Herzstück sollen in diesem Jahr die Kampagne »Shopping – made

in Germany« und 2007 »Kunst und Kulturland Deutschland« bilden.

Die Reederei Deilmann bietet von September an für alle neun

Flussschiffe zusätzliche Serviceleistungen an, etwa Bustransfer zum

Schiff kostenlos oder zum Sonderpreis. Bei einigen Fahrten ist die

Bahnfahrt erster Klasse enthalten. www.deilmann.de

Schauinsland-Reisen offeriert neu im Kurzfristverkauf Istanbul als

Städtereisenziel. Alle Angebote sind in den Vakanzsystemen

hinterlegt, Hotelbeschreibungen unter www.hotel-beschreibung.de.

Das Bucuti Beach Resort auf Aruba hat neu nun auch die 59

Superior und Deluxe Rooms im Hauptflügel umgestaltet. 2004

wurden in einem neuen Trakt bereits 41 Luxuszimmer eingeweiht.

GULF AIR schließt den zehn Millionen US-Dollar teuren Umbau

ihrer neuen First- und Business-Class in allen Airbus A340 ab.

28 TRAVEL ONE 6.9.2006


Center Parcs weitet Vertrieb aus

■ Zusätzlich zu den Katalogen, die TUI, Neckermann und Dertour

im eigenen Cover vertreiben, will sich Center Parcs künftig verstärkt

in den Länderkatalogen der Veranstalter positionieren. So

sind die Anlagen in der kommenden Saison erstmals auch in den

Programmen von ITS zu finden.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf

längeren Aufenthalten mit mindestens

sieben Nächten.

Neu ist auch eine Kooperation

mit Müller Touristik. Der Gruppenreise-Spezialist

aus Münster

kann einzelne Parks zu bestimmtenNebensaison-Terminen

exklusiv vermarkten. Im

Internet will Deutschland-Chef

Stefan Thurau die Präsenz durch

Stefan Thurau: Frühbucher mit

großen Discounts animieren

Kooperationen ausbauen. Zum

Beispiel tritt Center Parcs vom

1. September an auf der T-Online-Homepage

als Sponsor in

der Rubrik Familienurlaub auf. »Wir sind im Gespräch mit weiteren

starken Webseiten«, sagt Thurau. Eine davon ist E-Bay. Man werde

in der Kooperation mit dem Online-Auktionshaus neue Wege gehen,

kündigt Thurau an.

Für die Angebote im neuen Winterkatalog hat sich Thurau einen

ausgeklügelten »Zwei-Punkte-Sparplan« ausgedacht, bei dem

Frühbucher kräftig sparen können. Wer zum Beispiel neun Monate

vor Abreise bucht, zahlt 20 Prozent weniger. Zehn Prozent Ermäßigung

gibt es auf Buchungen, die mindestens sechs Monate vor Abreise

erfolgen. »Wenn wir Frühbucher animieren wollen, müssen

wir das mit großen Discounts machen«, glaubt Thurau. Kombiniert

mit Zielgruppenvorteilen, etwa für Familien oder Senioren, können

die Kunden maximal 32 Prozent sparen.

i

www.centerparcs.de/virtuelletour

Hier gibt es virtuelle Führungen durch alle Parks

m o m e n t

X

Tanja Ronge, Redakteurin

Erlebnisorientiert

Neue Pinakothek in München, Berliner Museumsinsel oder Picasso-

Ausstellung in Paris? Einkaufsbummel an der Alster oder in den

Edelläden Mailands? Städtereisende sind flexible Menschen. Der

Hälfte ist es nicht so wichtig, in welcher Stadt sie ihren Interessen

nachgeht. Hauptsache, der persönliche Fun-Faktor stimmt.

Erstaunlich, was die TUI-Studie in Sachen Städtereisen

herausgefunden hat. Das eröffnet neue Perspektiven. Das heißt

nämlich auch, dass eine besichtigungstechnisch weniger attraktive

Stadt mit dem richtigen Produkt punkten kann. Mit

erlebnisorientierten Rundumpaketen nebst pfiffigem Marketing

könnten neue Produkte entstehen – die vielleicht Eingang in

Kataloge finden. Eine Chance für neue Ziele. Auf jeden Fall heißt das

auch, dass künftig mehr Begleitprogramme bei Veranstaltern

buchbar werden sollten, die sich Städteurlauber vor Ort sonst selbst

zusammensuchen. Eine Chance für kleine und kleinste Anbieter.

Zugegeben: Angebote mit alleinigem Fokus aufs Reisemotiv sind

nicht beliebig ausbaubar. Egal, wie pfiffig sie sind. Auch das zeigt

die Studie: Die Hälfte aller Befragten hat exakte Vorstellungen, in

welche Stadt es gehen soll. Sightseeing ist außerdem nach wie vor

das wichtigste Motiv für eine Städtereise. Und dann muss es eben

Rom oder Paris sein – und nicht Wanne-Eickel oder Rendsburg.

t.ronge@travel-one.net

6.9.2006 TRAVEL ONE 29


DESTINATION Australien

Abenteuer

Outback

Wer Australien erleben will, muss die Städte hinter sich lassen.

Was den Reiz des Nichts ausmacht und was Ihre Kunden

außer Zeit und Auto brauchen, hat TRAVEL ONE zusammengestellt.

Intensive Vorbereitung auf den Trip ins Outback tut Not.

Gegenverkehr. Eine rasende Staubwolke.

Das erste Auto nach zwei Stunden und

136 Kilometern Schotterpiste. Wer jetzt

das Seitenfenster heruntergekurbelt hat, lernt

schnell, warum ungeteerte Straßen in Australien

»Dirt Roads« heißen. Der schöne weiße

Bush-Camper. Rein in die rote Nebelwand.

Sichtweite null. Der Fuß steht auf der Bremse.

Runter auf 40 Stundenkilometer. Wo bin ich?

Das australische Outback hat es in sich.

Wer am Steuer unsicher ist, sollte auf Asphalt

bleiben oder gleich den Bus nehmen. Nur

langsam lüftet sich der Sandschleier. Blauer

Himmel und grelle Sonne kehren zurück. Gas

geben. Reisegeschwindigkeit 80 bis 100 Stundenkilometer.

Steine wirbeln auf. Volle Konzentration

am Steuer. Die zehn Meter breite

Piste ist voller Löcher.

ABENTEUERLUST. Laut, staubig, durchgerüttelt,

eintönig, anstrengend, teuer. Warum tun

sich Urlauber das freiwillig an? Abenteuerlust

allein ist ein schwacher Erklärungsversuch.

Hier im Nichts, ganz weit weg von zu Hause,

kochen alle möglichen Sehnsüchte und Gefühle

hoch. Fern jeder Zivilisation. Zurück zur

Natur. Allein mit sich und seinem Reisepartner.

Beziehung intensiv. Wer hier miteinander

unterwegs ist, sollte sich verstehen. Keine

Chance, sich aus dem Weg zu gehen. Zur

nächsten Kneipe sind es 500 Kilometer.

Ganz klar: Das Outback ist nicht jedermanns

Sache. Wer Ansprüche hat, Fernseher,

Klimaanlage, Badezimmer und Geselligkeit

braucht, ist hier falsch. Der Blick auf die Karte

zeigt schnell: Gut drei Viertel von Australien

ist Outback. Wüste, Berge, Steppe – größtenteils

unberührt. Faszinierende Naturlandschaf-

ten, geschaffen und geformt von Wind, Wasser,

Mensch und Tier. Einmaligkeit wiegt Entbehrungen

beim Komfort mehr als auf – aber

halt nicht für jeden. Auch darf man keine

Angst vor der Natur haben. Hier leben Krokodile,

Schlangen, Skorpione, Spinnen. Begegnungen

der gefährlichen Art sind dennoch

selten. Die Gefahr, in der Stadt überfahren zu

werden, ist größer.

FAHREN MUSS SEIN. Outback-Urlaub heißt

Autourlaub. Viele Stunden liegen zwischen

den Attraktionen, und die meisten sind nur auf

vier Rädern zu erreichen. Sie reihen sich wie

eine Perlenkette aneinander, auch wenn die

Perlen schon mal 1.000 Kilometer voneinander

entfernt sind. Deshalb ist es bei der Reisevorbereitung

wichtig, die Höhepunkte festzulegen,

die man unbedingt sehen will. Weniger

ist dabei mehr, sonst sitzen die Kunden den

größten Teil des Urlaubs hinterm Steuer.

Am besten besorgen sich Reisebüros für

die Beratung eine Karte von Australien. Was

viele unterschätzen, ist die Größe des Landes.

Australien hat grob die Ausmaße der USA.

Westeuropa passt gleich zweimal hinein. Wer

Routen zusammenstellt, sollte deshalb die Entfernungen

im Auge haben. Kaum ein Reisebüro

würde seinen Kunden die Fahrt von Moskau

nach Lissabon empfehlen. Solche Entfernungen

kommen in Australien aber schnell

zusammen. Von Darwin nach Perth sind es

4.170 Kilometer. Dieses Abenteuer lohnt sich,

aber nur mit reichlich Zeit.

Die Auswahl an Routen ist begrenzt. Abseits

der großen Ballungsgebiete in Australien

gibt es nicht wirklich viele Straßen. Eine führt

rund herum und eine durchquert den Konti-

AUS

nent von Norden nach Süden. Marketingexperten

haben für Teilstücke davon klingende

Namen erfunden, zum Beispiel Savannah

Highway oder Explorer Highway.

Viele starten in Darwin. Die Stadt ist das

Gateway im Norden. Beschaulich und trotzdem

international. Nur die Ankunftszeiten

sind gewöhnungsbedürftig. Morgens um vier

Uhr landet Qantas aus Singapur. Zu früh, um

gleich durchzustarten. Ein Bett muss her trotz

30 TRAVEL ONE 6.9.2006


TRALIEN

Morgendämmerung. Neben Hotels bieten sich

für den Stopp Gästehäuser wie das Feathers

an. Mit vier schicken Bungalows in seinem

Vogel-Biotop hat sich Peter McGrath gleich

neben dem Flughafen seinen Traum verwirklicht.

Zu jedem Kakadu oder Reiher kann er

eine Geschichte erzählen. Sein Geld verdient

der Hobbyhotelier allerdings als Installateur.

Nach dem Ausschlafen holen Autourlauber

ihren Wagen am besten gleich, dann sind

sie mobil für einen Abstecher zum Mindil

Beach, wo zweimal die Woche die halbe Stadt

bei einem Volksfest gemeinsam dem Sonnenuntergang

zuschaut. Die Führung durch den

nahen Crocodylus Park ist ebenfalls empfehlenswert.

Nicht vergessen, Lebensmittel einkaufen,

vor allem Wasser. Hier in Darwin ist es

billiger als unterwegs.

Von Darwin geht es nur nach Süden. Der

erste 400-Kilometer-Schlenker führt in den Ka-

kadu Nationalpark. Ein spannender Mix aus

Vogelwelt, Krokodilen und Mythen der teils

1000 Jahre alten Felsmalereien der Aboriginals.

Und ein gutes Beispiel für das australische

Verständnis von Nationalpark. Sie kosten meist

keinen Eintritt. Gut ausgestattete Visitor Center

mit freundlichen Mitarbeitern versorgen

Urlauber kostenlos mit Broschüren und geben

Tipps für Touren und Überachtungen. Die Sehenswürdigkeiten

sind gut ausgeschil- ��

6.9.2006 TRAVEL ONE 31


DESTINATION Australien

dert. Vor Ort gibt es oft kostenlose Führungen

durch Ranger. Die staatlichen Campingplätze

sind einfach und sauber, meist mit Duschen

und Toiletten ausgestattet. Ein Platz kostet

umgerechnet vier Euro, die Camper in einer

Box deponieren. Mehr Komfort, oft mit Pool

Nach Sonnenuntergang gehört

die Straße wilden Kamelen

und Bar bieten die vielen privaten Plätze. Reservierungen

sind meist nicht nötig.

Die Orientierung in Australien ist einfach.

Weiter Richtung Süden geht es in Katherine

rechts ab nach Westaustraulien, in Tennant

Creek links ab nach Queensland. Geradeaus

ins rote Zentrum nach Alice Springs und weiter

bis Adelaide. Verfahren ist trotz der riesigen

Entfernungen praktisch unmöglich.

Ob Wohnmobil oder Mietwagen, ist eher Geschmacks-

als Preisfrage. Ein Camper ist deutlich

teurer als ein normaler Mietwagen und

schluckt mehr Benzin. Der Mehrpreis reicht

oft für Cabins oder feste Zelte auf Campingplätzen.

Wohnmobile bieten den Vorteil eines

fahrenden Zuhause. Man muss nicht aus dem

Kofferraum leben. Beim Buchen besser gleich

eine Nummer größer wählen. Schließlich verbringt

man viel Zeit im Camper, vor allem im

Winter, wenn es früh dunkel wird.

Ein Geländewagen mit Allradantrieb muss

nicht sein. Offroad zu fahren, macht zwar erst

hier richtig Spaß, und der staubige Weg kann

durchaus das Ziel sein. Aber die meisten Highlights

erreicht man

auch auf asphaltierten

Straßen,

die Wohnmobile

nicht verlassen

dürfen. Ohnehin

ist die Auswahl an

Allradfahrzeugen

dünn. Neben dem

Bush-Camper von

Britz, gibt es Toyotas

mit Zelt auf

dem Dach.

Der Bush-

Camper ist ein

Mix aus Geländewagen

und Wohn-

mobil. Alles drin zum Überleben: Kühlschrank,

Gaskocher, Wasser, Spüle. Zu empfehlen nur

zu zweit. Paare müssen gelenkig sein und gerne

kuscheln, um im flachen Dach schön zu

träumen. Sonst muss einer unten und einer

oben schlafen.

Egal ob Wohnmobil oder Allrad, wer viele

Kilometer schrubbt, braucht viel Benzingeld.

Das Preisniveau liegt um einen Euro pro Liter.

Die Tankquittungen nagen kräftig am Urlaubsbudget,

denn bei gut motorisierten Autos laufen

15 bis 20 Liter auf 100 Kilometer durch.

PLATZMANGEL. Sparsam sollten Urlauber das

Gepäck planen. Sperrige Koffer können weder

in Wohnmobilen, schon gar nicht im Bush-

Camper verstaut werden. Sie stehen nur im

Weg. Besser Reisetaschen mitnehmen, die irgendwo

reingequetscht werden. Unbedingt

einpacken: Jogginganzug und warmes Sweatshirt.

Outback heißt Wüste, und dort kann es

nachts empfindlich kalt werden: tagsüber 25

Grad, nachts um den Gefrierpunkt.

Dass die Australier links fahren, stört

kaum. Gewöhnungsbedürftig ist nur das Einordnen

in den Kreisverkehr. Mehr Aufmerksamkeit

erfordert die Tierwelt, die keine Verkehrsregeln

kennt. Überfahrene Kängurus

pflastern die Highways. Riesige Greifvögel entsorgen

die Kadaver recht schnell. Mitunter

trifft es auch Rinder oder wilde Kamele, von

denen Hunderttausende im Outback leben.

Sie schlafen gerne auf dem Asphalt, weil er

nachts schön warm ist.

Schon deshalb sollten Urlauber nach Sonnenuntergang

keine großen Strecken fahren.

Lieber runter von der Straße und bis Sonnenaufgang

schlafen. Wild campen ist hier normal

und schließlich ist Urlaub.

Thomas Hartung

TRAVEL ONE 6.9.2006


Tipps fürs Outback

Zur Beratung und Reisevorbereitung für den Trip ins Outback gibt es

jede Menge nützliche Informationsquellen – gedruckt und elektronisch.

VERKEHRSBÜROS

Australien und die einzelnen Bundesstaaten

unterhalten eigene Verkehrsbüros in

Deutschland. Websites helfen mit

Routenplanern bei der Reisevorbereitung

und geben einen Überblick über die

Sehenswürdigkeiten.

■ Tourism Australia

Neue Mainzer Straße 22, 60311 Frankfurt

Telefon: 069/95 08 62 03

■ www.tourism.australia.com

■ www.queensland.de

■ www.australias-northern-territory.de

■ www.southaustralia.com

■ www.visitnsw.com.au.com

■ www.westernaustralia.com

■ www.discovertasmania.com

■ www.visitvictoria.com

ANBIETER

Drei Fluglinien bestimmen das Geschäft

von Deutschland nach Australien. Natürlich

Qantas, die täglich via Singapur die sieben

Gateways in Australien ansteuert. Daneben

sind Singapore Airlines und Emirates

ebenfalls mit täglichen Flügen in alle

großen Städte dabei.

Die wichtigsten Veranstalter auf dem

Fünften Kontinent sind Dertour, Meier‘s

und FTI. TUI und Thomas Cook sind

ebenfalls aktiv. Airtours ist ausgestiegen.

Große Auswahl auch an kleineren

Unterkünften bietet die Veranstalter-

kooperation Best of Australia. Daneben gibt

es zahlreiche Spezialveranstalter, zu finden

im TRAVEL ONE DIARY.

Größte Lodge- und Resort-Betreiberin in

Australien mit exponierten Locations wie

Ayers Rock Resort oder Wrotham Park Lodge

■ www.voyages.com.au

Britz ist größter Vermieter von Wohnmobilen

und Bush-Campern in Australien. Über

Flotte und Stationen, Preise und Ausstattung

informiert die Website auf deutsch.

■ www.britz.com.au

Gästehaus Feathers in der Nähe

vom Flughafen Darwin.

■ www.featherssanctuary.com

INFOS

Wer mehr wissen will über Australien,

der findet hier reichlich Material

■ www.australien-info.de

Das deutschsprachige Australien-Magazin

erscheint viermal pro Jahr. Voll mit Storys

über Wirtschaft, Kultur und Tourismus von

Journalisten, die in Australien leben.

■ www.australien.net

Aktuelles aus Australien gibt es bei den

nationalen Tageszeitungen Sydney Morning

Herald und The Australian.

■ www.smh.com.au

■ www.theaustralian.com.au

Reisen in ferne Länder – mit der perfekten

Mischung aus Exotik, Abenteuer und Sicherheit.

Erlebnisreisen von Gebeco sind die ideale Ver-

bindung aus perfekter Reiseplanung und hoher

Flexibilität – kombinierbar mit Ausflügen und

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6.9.2006 TRAVEL ONE 33


EUSEELAN

EUSEELAN

Im Land der

weißen Wolke

Europa im Kleinformat. Die abwechslungsreiche Landschaft

von NEUSEELAND zieht viele Aktivurlauber an.

Mit TRAVEL ONE nach Neuseeland: Jetzt anmelden!

■ Wer im November dem trüben Wetter entfliehen möchte und sich

lieber über das touristische Angebot Neuseelands informiert, hat jetzt

die Chance, einen von vier Plätzen für eine Reise an das andere Ende

der Welt zu ergattern. Der zwölftägige Fam-Trip nach Neuseeland mit

FTI, Air New Zealand und United Airlines startet am 12. November.

Über San Francisco fliegen Sie nach Auckland, dem Startpunkt der

Tour über die beiden Inseln. Die Reise führt Sie zu den Highlights des

D

as Land der langen weißen Wolke – so

nennen die Maori Neuseeland – fasziniert

gleich auf mehreren Ebenen. Nicht

selten fühlt sich ein Urlauber auf der Reise

über die beiden Inseln an Europa erinnert. Immer

wieder durchzuckt ihn der Gedanke, eine

solche Landschaft schon einmal gesehen zu

haben. Und doch ist alles ganz anderes. Weder

in England noch in der Schweiz oder in Frankreich

steht der Mond Kopf, wachsen meterhohe

uralte Farne, gibt es mehr Schafe als Menschen

und liegen schneebedeckte Gletscher so

nah an paradiesischen Stränden. Das Bewusstsein,

quasi am anderen Ende der Welt zu sein

und damit reichlich weit weg von zu Hause,

macht den Urlaub nur noch schöner.

Landes. Auf dem Programm stehen etwa die Halbinsel

Coromandel mit ihren Sandstränden und kleinen

vorgelagerten Inselchen. Zudem geht es nach

Rotorua, dem Zuhause eines eindrucksvollen Geysirs und in die quirlige

Stadt Queenstown, die mit allen erdenklichen Outdoor-Aktivitäten

lockt. Der Fox Glacier und die Fahrt mit dem Tranzalpine nach Christchurch

stehen auch auf dem Reiseplan.

Die Teilnahme kostet 599 Euro. Wer mitreisen möchte, muss

drei Fragen richtig beantworten.

Auf der Internetseite www.fti-service.de aus führt ein Link zum

Multiple-Choice-Test unter der Rubrik Inforeisen/Events/Schulungen.

34 TRAVEL ONE 6.9.2006


Das Land lässt sich sehr gut bereisen, egal, ob

mit dem Wohnmobil oder dem Auto. Viele

Urlauber sind auch mit dem Fahrrad oder dem

Motorrad unterwegs. Die von Rucksacktouristen

bevorzugte und auch günstigere Variante

zu reisen, ist der Bus. Örtliche Anbieter sind

etwa Kiwi Experience und Magic Bus. Sie verkaufen

Bustickets für verschiedene Routen

kreuz und quer zu den Highlights der Nordund

Südinsel. Wer ein solches Ticket besitzt,

kann jederzeit aus- und im nächsten Bus wieder

zusteigen.

Wer Neuseeland als Urlaubsziel wählt,

sollte aktiv sein. Neben Wandern, Fahrrad fahren,

Reiten oder Kajak fahren, kann man dort

in aufgepusteten Lkw-Reifen durch Höhlensysteme

voller Glühwürmchen brausen oder

sich, festgeschnürt an einem Gummiband, in

die Tiefe stürzen.

Zentrum jeglicher Art von Outdoor-Ertüchtigung

ist das Städtchen Queenstown auf

der Südinsel, dem Geburtsort des Bungee-

Jumpings. Oben im Norden, etwa auf der

Halbinsel Coromandel, geht es geruhsamer

zu. An den herrlichen Stränden steht Entspannen

auf dem Programm. Wer möchte, schließt

sich einem kleinen Segeltörn an.

Um diese Vielseitigkeit, die natürlich auch

von den Einflüssen der uralten Maori-Kultur

geprägt ist, in Deutschland noch bekannter zu

Australien/Neuseeland DESTINATION

Dv. li.: Die Geysire von Roturua, der Fox-Gletscher, ein Besuch bei den Maoris sowie Sonnenbaden

in Coromandel zählen zu den Höhepunkten unserer Leserreise

Travel One 0806 24.08.2006 15:13 Uhr Seite 1

Fotos: Tourism New Zealand

machen, rührt Tourism New Zealand kräftig

die Werbetrommel. Gerade wurde mit Sandra

Etter eine neue Mitarbeiterin eingestellt, die

den deutschen Markt betreut. Im November

soll ein neuer Deutschland-Manager anfangen.

Beide werden von London aus agieren.

Für die Reiseverkäufer arbeiten die Kiwis derzeit

an der Übersetzung ihres Schulungsmoduls

»Kiwi Specialist«. Darüber hinaus nehmen

sie an diversen Schulungen der Reiseveranstalter

teil und präsentieren Counterkräften

die Highlights ihres Landes, die sich mit ein

bisschen Glück auch vier TRAVEL ONE-Leser

persönlich anschauen können.

Yannick Fiedler

DER WEG IST DAS ZIEL.

MIT AIR NEW ZEALAND

NACH NEUSEELAND

Was erwartet Ihre Kunden an Bord von Air New Zealand?

Großzügiger Komfort in unseren drei neuen Reiseklassen

inspiriert von den beeindruckenden Weiten Neuseelands.

Ob Business Premier, Pacific Premium Economy oder

Pacific Economy: Ein frisches Design mit pazifischem Flair und

neuseeländischer Gastfreundschaft sorgen für eine gelungene

Einstimmung auf das faszinierende Neuseeland.

Unsere aktuellen Angebote sind über Amadeus Negotiated Fares

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DESTINATION Frankreich

Tropen-Feeling mit

europäischem Standard

Die französischen ÜBERSEE-GEBIETE sind in den drei Ozeanen zu Hause.

Reisende schätzen die Kombi aus Exotik und den Vorzügen Europas.

E

s ist eine reizvolle Kombination: üppig

grüne Regenwälder, mächtiges Vulkangestein,

von Palmen gesäumte Sandstrände,

dazu eine Prise französisches Flair und karibisches

Laissez-faire – und das Ganze sicher

verpackt in europäische Normen und Richtlinien.

Das gilt für die karibischen Übersee-

Départements Guadeloupe, Martinique, Saint

Martin und Saint-Barthélemy und in ähnlicher

Form auch für die französischen Gebiete im

Indischen und Pazifischen Ozean.

»Man merkt, dass man in Frankreich ist«,

beschreibt Bettina Kähler, die als Operation

Managerin bei Dertour auch für die Karibik-

Kataloge verantwortlich ist, die Atmosphäre

auf den Inseln. Außerdem wüssten die Kunden

die »Nähe« zu Europa zu schätzen. »Die

Einreise ist unproblematisch, denn der Personalausweis

genügt und Urlauber können dort

in Euro bezahlen«, nennt Kähler als Pluspunkte

der Destination.

GEEIGNETES ZIEL FÜR WANDERVÖGEL. Die

Dertour-Managerin empfiehlt Aktivurlaubern

einen Aufenthalt auf Martinique oder der größeren

Inselgruppe Guadeloupe. Zu den angebotenen

Aktivitäten zählen etwa Wandern

durch die tropischen Regenwälder, Reiten,

Golfen sowie jegliche Art von Wassersport.

Ganz besonders legt sie den Besuchern einen

Kajak-Ausflug im Süden von Martinique ans

Herz. »Da kommt ein richtiges Robinson-Crusoe-Feeling

auf«, schwärmt Kähler.

Zwei Wochen sollten Urlauber für die Ferien

in der Karibik einplanen. Die Expertin rät,

beide Ziele miteinander zu kombinieren.

Wahlweise könnten Gäste mit dem Flugzeug

oder einer Fähre übersetzen. Eine gute Möglichkeit

die Inseln kennen zu lernen, sei eine

Mietwagenrundreise. Doch auch Urlauber

ohne Rundreiseambitionen haben viel Auswahl.

Neben Mittelklassehotels und Häusern

der gehobenen Kategorie kann man in ehemaligen

Plantagenhäusern übernachten. Familien

und Selbstversorger seien in den Residenzen

des französischen Ferienhausanbieters Pierre

& Vacances gut aufgehoben.

Die Hauptsaison dauert von November bis

Ende Mai. Doch für Kähler sind Martinique

und Guadeloupe ganzjährige Reiseziele. »Von

Ende Juni bis Mitte Oktober ist Regenzeit.

Dann kommt es gelegentlich zu heftigen

Schauern«, weiß der Karibik-Profi. Von Hurrikans

blieben die Inseln aufgrund ihrer geografischen

Lage in der Regel verschont.

ERST EINMAL IST DIE KARIBIK DRAN. Den

karibischen Übersee-Gebieten widmet sich

auch die erste Lektion der neuen Online-Schulung

des französischen Verkehrsbüros Maison

de la France. Seit Anfang der Woche können

sich Reisebüromitarbeiter im Netz (www.

frankreichder3ozeane.de) anmelden und sich

über die zum Teil wenig bekannten Destinationen

schlau machen. Das Programm wird von

Januar an weiter angereichert. Auf dem virtuellen

Lehrplan steht dann Destinationswissen

über die anderen Überseegebiete Frankreichs:

Tahiti und ihre Inseln, Neukaledonien, Französisch-Guyana,

Mayotte, Réunion, Wallis

und Futuna, die Terres Australes et Antarctiques

sowie Saint-Pierre-et-Miquelon. Die Teilnahme

an der Weiterbildung ist kostenlos.

Reiseverkäufer können jederzeit in die Schulung

einsteigen und die Lektionen parallel ab-

Französische Inselträume

arbeiten. Eine Liste mit Veranstaltern ist ebenfalls

vorhanden. Außerdem können Bilder und

verkaufsunterstützende Materialien heruntergeladen

werden. Ein Gewinnspiel mit Reisepreisen

gibt es auch. Initiator ist der von Maison

de la France ins Leben gerufene Übersee-

Club »Frankreich der drei Ozeane«. Seit zwei

Jahren rührt der Zusammenschluss international

die Werbetrommel mit dem Ziel, die Übersee-Gebiete

aus dem Dornröschenschlaf wach

zu küssen.

RÉUNION UND TAHITI SIND DIE STARS. Die

Insel Réunion im Indischen Ozean zählt zu

den in Deutschland bekannteren Zielen. Zu

größerer Popularität verhalf ihr in den vergangenen

Jahren die Nähe zu Mauritius. Aber

auch die breite Palette an Aktivitäten kommt

■ Die Überseegebiete: Die französischen Überseegebiete sind rechtlich Bestandteil der Französischen

Republik und auf unterschiedliche Weise auch der Europäischen Union. Diese zählen etwa

zwei Millionen Einwohner, die alle französische Staatsbürger sind. Amtssprache: französisch, Umgangssprache:

kreolisch, polynesisch. Nach dem Übersee-Gesetz von 2003 unterscheidet man

nach überseeischen Départements und Regionen (DOM/ROM), überseeischen Körperschaften

(COM) und Neukaledonien sowie die Süd- und Antarktisgebiete (TAAF). ■ DOM/ROM: Guadeloupe,

Martinique, Französisch-Guayana und Réunion; Status Departement, dadurch sehr eng an

Frankreich gebunden. ■ COM: Französisch-Polynesien, Wallis und Futuna, Mayotte, St. Pierre und

Miquelon, lockerere Bindung an das Hexagon, die es erlaubt, lokale Regelungen zu treffen.

■ Neukaledonien/TAAF: Für das frühere Übersee-Territorium gelten eigene Bestimmungen, die

Süd- und Antarktisgebiete sind das einzig verbliebene Übersee-Territorium (TOM).

■ Die wichtigsten Veranstalter: Dertour, Meier‘s Weltreisen, Eest Reisen,

Französisches Reisebüro, L‘Evasion Tours.

36 TRAVEL ONE 6.9.2006

Foto: Martinique/N. Lejeune


den Deutschen entgegen – so sind Gäste mit

Bewegungsdrang auf Réunion ähnlich gut aufgehoben

wie auf Martinique und Guadeloupe:

Die Insel verfügt über ein 1.000 Kilometer

langes Netz aus markierten Wanderwegen.

Die bis zu 3.000 Meter hohen vulkanischen

Berge können Urlauber zu Fuß, zu Pferd oder

mit dem Geländewagen erkunden. Besonders

reizvoll ist auch dort die Atmosphäre. Denn

auf Réunion treffen kulturelle Einflüsse aus

Asien, Europa und Afrika aufeinander. Ein

ganz anderes Image pflegt hingegen Franzö-

Martinique (l.) und Guadeloupe (o. re):

Kombination aus Strand- und Aktivurlaub;

Tahiti (u. re): Jede Insel hat ihre eigene Kultur

Werden Sie Experte für die

fr anzösischen Überseegebiet e

In Zusammenarbeit mit Air France startet das Französische Fremdenverkehrsamt, Maison de la

France, unter dem Motto „Frankreich der 3 Ozeane“ eine Online Schulung für Reisebüro-

Expedienten. Nutzen Sie diese Chance und vertiefen Sie Ihre Kenntnisse über die vielfältigen

Urlaubsmöglichkeiten in den französischen Überseegebieten: Werden Sie Experte für die grandiosen

und vielfältigen Inseln wie z.B. La Martinique, Guadeloupe, Französisch Guyana, Saint-Martin oder

Saint-Barth! In einer Fortsetzung ca. ab Januar 2007 werden dann weitere französische Überseegebiete

(La Réunion, Tahiti etc.) vorgestellt.

Lernen Sie dazu und fi nden Sie mithilfe dieser Online Schulung für jeden Kundenwunsch das

passende Angebot.

Unter den erfolgreichen Teilnehmern werden verschiedene attraktive Aufenthalte in den

französischen Überseegebieten verlost.

Überlegen Sie noch, ob Sie teilnehmen sollen ?

Oder klicken Sie schon auf „Schulung starten“ ?!

www.frankreichder3ozeane.de

6.9.2006 TRAVEL ONE 37

Auf geht’s! Machen Sie am besten noch heute mit!

Foto: Comité du Tourisme des îles de Guadeloupe/Ph.Giraud

Foto: Tahiti Tourisme

sisch Polynesien. Mitten im südlichen Pazifik

erstreckt sich das Gebiet auf 4.000 Quadratkilometern.

Tahiti, Mooréa und Bora Bora – die

wohlklingenden Namen der insgesamt 130

Atolle und Eilande bringen jeden Urlauber

zum Träumen. In den Köpfen entstehen Bilder

von schicken Bungalows, die auf Stelzen im

türkisfarbenen Ozean stehen, von prachtvollen

Blumen, kunterbunten Fischen und kostbaren

schwarzen Perlen. »Natürlich stimmen

die Bilder von den blauen Lagunen und dem

Robinson-Gefühl«, sagt Siegmar Mönch, Ozeanien-Produktmanager

bei FTI. »Doch die Traditionen

in den einzelnen Staaten sind sehr

unterschiedlich«, fügt er hinzu. Außerdem

habe die Natur viel mehr zu bieten als Traumstrände

und Palmenhaine. Viele Besucher seien

überrascht, dass es dort 2.000 Meter hohe

Berge gebe. Fest steht, dass Französisch Polynesien

kein billiges Urlaubsziel ist. Die »Nähe«

zu Europa wird im nächsten Jahr noch deutlicher:

2007 soll der Euro als offizielle Währung

eingesetzt werden und den Franc Pacifique

ablösen. Yannick Fiedler


Pracht

Die marokkanischen Sultansstädte

Marrakesch, Fès, Mèknes und Rabat

verzaubern ihre Besucher durch exquisite

Handwerke und Architekturen.

38 TRAVEL ONE 6.9.2006

Foto: Berno Nix

Foto: stockXchng


Gebannt schaut die junge Frau dem Mann

auf die Hände. Geschickt stopfen diese

immer wieder feinste Pülverchen und

filigranste Späne in ein winziges Messinggefäß.

Ein Amulett! Böse Hausgeister soll es verscheuchen

und den richtigen Bräutigam finden

helfen. Kein Problem! Aus Dutzenden

von Schälchen und Tiegeln kann der fröhlich

plaudernde Wunderdoktor wählen. Nach gut

einer Viertelstunde haben seine Finger ihr

Werk vollendet. Ein letzter fröhlicher Wortwechsel,

ein letztes gemeinsames Lachen.

Dann kehrt die junge Frau zufrieden der Djemaa

el Fna den Rücken.

DIE GAUKLER VON MARRAKESCH. Der große

Platz im Herzen Marrakeschs bezaubert

jeden mit seinem Flair. Vor allem, wenn die

Dämmerung ihren violetten Schleier über die

roten Mauern der umliegenden Häuser legt.

Denn dann wird die Djemaa el Fna zur Bühne:

Die mobilen Garköche nehmen Aufstellung,

Foto: stockXchng

die Wasserverkäufer gehen mit scheppernden

Bechern auf Tour, es kommen Gaukler, Wahrsager,

Geschichtenerzähler und Schlangenbeschwörer,

Akrobaten und eben auch Wunderdoktoren.

Tausend und eine Nacht. Der fulminante

Auftakt einer (Studien-)Reise zu den

vier marokkanischen Königsstädten.

Am anderen Morgen heißt es Aufbruch

zur Tour durch die Medina. Mit einem offiziellen

Führer. Aber auch ohne Guide lassen

sich die Hauptsehenswürdigkeiten der »roten

Atlasperle« durchaus erkunden. Ein wenig

abenteuerlicher und zeitaufwändiger gestaltet

sich das Ganze dann halt. Es fehlt die Orientierung

und einer, der ob all der orientalischen

Verlockungen das Weitergehen nicht vergisst.

»Kulturelle

Hightlights«

Mindestens einmal pro Jahr zieht es

Rita Henß nach Marokko – angelockt

vor allem von Architektur und Küche.

■ Die freie Journalistin und Buchautorin

schreibt sowohl für Tages- und Wochenzeitungen

als auch für Fachmagazine und

Verlage wie Polyglott, MairDumont, Marco

Polo und Travelhouse

Media. Für den

Baedeker Marokko

war sie im Frühjahr

knapp einen Monat

unterwegs zwischen

Tanger und der

Sahara.

Am Stadttor Bab Er Robb geht es hinein ins

Kasbah-Viertel. Ein versteckter Gassengang

führt zu den Gräbern der Saadier-Dynastie.

Herrlich die Säulenpracht, die Mosaiken, die

kostbaren, mit Gold verzierten Zedernholzdecken

in diesen Sultans-Mausoleen.

Welche Pracht die Herrscher von Marrakesch

auch schon zu Lebzeiten umgab, ahnt

man später im Palais de la Bahia. In der Nähe

des Bab ed Debbagah beeindruckt dann die

Medersa Ben Youssef, einst die größte Koranschule

des Maghreb. Bald dahinter beginnen

die Souks. Gewürzdüfte kitzeln die Nase, frische

Hammelkeulen baumeln rot leuchtend an

den Metzger-Ständen, der Bäcker lässt Kaufinteressierte

mandelsüße »Gazellenhörnchen«

probieren. Glitzernder Schmuck betört das

Auge, frisch gefärbte Wollstränge baumeln auf

einer Leine. Ein buntes Gewimmel, aus dem

der Guide sein Trüppchen irgendwann in ein

winziges, dunkles Café hinein zieht. Ein starker,

süßer Pfefferminztee bringt die müden

Lebensgeister wieder auf Touren.

Auf eigene Faust geht es später noch per

Taxi in die Neustadt zur grün-blauen Üppigkeit

des Jardin Majorelle – der tropische Garten

mit seinen knallblauen Gebäuden gehört

Yves Saint-Laurent. Anderntags stehen dann

die Menara-Gärten auf dem Programm. Dutzende

einheimischer Familien flanieren hier

um das große Wasserbecken und posieren vor

dem Uferpavillon für ein Foto mit den schneebedeckten

Atlasgipfeln als Hintergrund.

DIE GERBER VON FÈS. Jenseits des kleineren

Bruders dieses imposanten Gebirgszugs liegt

die zweite Städteperle des Landes: Fès. Sie ist

die älteste im Quartett der historischen Sul-

tans-Residenzen Marokkos. Heute hat sie einen

eigenen Flughafen, so dass sie (via Casablanca)

auch direkt auf dem Luftweg erreicht

werden kann. Aber die Überlandfahrt auf gut

ausgebauten Straßen – wenngleich mit oft

atemberaubendem Verlauf – ist ein überaus

reizvolles Erlebnis.

Auch in Fès beschert der sich neigende

Tag dem Besucher ein märchenhaftes Szenarium.

Viele Gäste der Stadt genießen es von der

Terrasse des hoch auf einem der Stadthügel

gelegenen Hotel Mérinides. Beim sanften Erglühen

der Lichter steigt auch die Erinnerung

auf an das zufriedene Lächeln von Mohammed.

Am Nachmittag, nach dem Besuch der

Koranschule Abu Inane und des Mau- ��

6.9.2006 TRAVEL ONE 39

Foto: Rabat/Willy Van Sompel

Foto: stockXchng


Atlantik

DESTINATION Marokko

Agadir

Casablanca

Marrakesch

soleums von Sultan Moulay Idriss II, waren

wir dem alten Schuster im Pantoffel-Souk begegnet.

Gut und rasch, so erzählte er auf Französisch,

habe er heute seine Ware verkauft.

Fünfzig Babuschen auf einen Schlag. »Allhamdulilah«

– Allah sei Dank.

Die Lederverarbeitung spielt in Fès noch

immer eine wichtige Rolle. Wie ihre Vorväter

gerben und färben hagere Burschen die Häute

von Ziege und Rind. Von einer der unzähligen

Dachterrassen der Medina lässt sich ihr Tun

bestens betrachten.

Mehr als fünfzig Handwerke, so heißt es,

werden in der Medina von Fès noch regelmäßig

ausgeübt; ein jedes hat sein spezielles Areal.

Manches dieser Gildenviertel können Besucher

auch ohne Führer ganz einfach finden.

Das der Metallarbeiter zum Beispiel. Man muss

nur die Ohren spitzen und nach dem hellen

»Kling-Klang« der Hämmerchen lauschen. Zu

den Tischlern an der Place Nejjarin mit ihrem

herrlichen Mosaikbrunnen und der zum Museum

umgewandelten historischen Karawanserei

leitet der Duft von frischem Holz, Leim und

Möbelpolitur. Auch die berühmten Keramiker

von Fès haben ihr Signal: Schwarze Rauchsäulen

steigen über ihren Werkstätten im Süden

der Stadt in den Himmel. Der düstere Qualm

rührt von den traditionellen Öfen, in denen die

Krüge, Schalen, Vasen und Fliesen aus dem

feinen grauen Ton der Umgebung gebrannt

werden. Ebenso wie die »zelliges«, die noch

immer per Hand entstehenden Mosaikfliesen

für Fußboden und Wände.

Tanger

Rabat Meknès

DIE PALÄSTE VON MEKNÈS. Sie finden sich

auch in Meknès an vielen Stellen. Die zweite

Königsstadt im Norden des Landes wird oft

das »Versailles Marokkos« genannt. Denn Sultan

Moulay Ismail ließ hier im 17. Jahrhundert

eine monumentale Palastarchitektur schaffen,

mit prunkvollen Sichtachsen, eindrucksvollen

Stadttoren, dem gigantischen Wasserbecken

und den weitläufigen Speichergewölben.

Auch die große Place El Hedím als Auftakt zur

Medina zeugt von der historischen Blüte und

Bedeutung der Stadt. Ein Kranz weitläufiger

Obstplantagen und Rebenfelder umgürtet sie

Eine Reise ins Märchenland

Da ist Pep drin!

Fès

Marokko

Mittelmeer

Algerien

www.marokko-schulung.de

40 TRAVEL ONE 6.9.2006

Die Online-Schulung mit Pep!

heute; denn die Franzosen führen nicht nur

den Acker-, sondern auch den Weinbau ein.

DIE PRACHT VON RABAT. Den Schlussakkord

der Reise setzt Rabat, die aktuelle Regierungs-

Metropole Marokkos, die von Meknès auch

gut mit dem Zug zu erreichen ist. Großzügig

und jung wirkt sie im Vergleich mit ihren drei

königlichen Schwestern, obwohl ihr Kern

nördlich der von eleganter Kolonialarchitektur

geprägten Ville Nouvelle auf mehr als 800 Jahre

Geschichte zurückblicken kann. Allerdings

blieb die Almohaden-Residenz durch den frühen

Tod von Sultan El Mansour unvollendet.

Das Ruinenfeld der geplanten großen Moschee

mit dem gigantischen Säulen-Wald zwischen

Hassanturm und dem Mausoleum von König

Mohammed V sowie Teile der mittelalterlichen

Stadtmauer lassen jedoch ahnen, wie prachtvoll

die Siedlung an der Mündung des Bou

Regreg angelegt war. Mohammed VI, der amtierende

junge König des Landes, hegt übrigens

ebenfalls große Pläne mit der Hauptstadt seines

Reichs. Erste Anzeichen der Großbaustelle am

Fluss sind schon sichtbar. Rita Henß

www.tourism-in-morocco.com

i Seite des Fremdenverkehrsamts, teils

auf Deutsch, mit Links zu Unterkünften

■ Reisezeit: Marokko ist das ganze Jahr über bereisbar. April bis Juni, wenn alles grünt und

blüht, aber auch der Herbst eignen sich am besten für eine Städtetour.

■ Fluganreise: Mit Royal Air Maroc via Casablanca nach Marrakesch und Fès ab Frankfurt und

Düsseldorf; mit Hapagfly nonstop nach Marrakesch ab Frankfurt, Stuttgart und München, zusätzliche

Verbindungen via Stuttgart und Agadir; mit Ryanair nonstop nach Marrakesch und Fès

ab Frankfurt-Hahn.

■ Unterkunft: Eine Alternative zur Übernachtung im Hotel ist der Aufenthalt in einem Riad.

Die renovierten Stadthäuser liegen mitten in der Medina und verführen Gäste mit ihrem Ambiente

aus 1.001 Nacht. Die meist wenigen Zimmer gruppieren sich um einen Innenhof, von der

Dachterrasse aus schweift der Blick über die Altstadt. Riads gehören zu den besonderen Adressen,

für die Übernachtung müssen Besucher daher tiefer in die Tasche greifen. Einige Veranstalter

lassen ihre Gäste in diesen landestypischen Häusern nächtigen, beispielsweise Dertour, Marco

Polo Reisen (individuell), Thomas Cook Reisen, TUI und Windrose.

■ Veranstalter: Alle Marokko-Anbieter warten mit Rundreisen zu den Königsstädten auf.


Foto: TRAVEL ONE

m o m e n t

X

Petra Hirschel, Redakteurin

Nun also doch

Skeptiker prognostizierten bereits ein Ende des Prestigeprojektes.

Doch allen Unkenrufen zum Trotz: Der marokkanischen Regierung

ist es gelungen, Taghazout neuen Investoren schmackhaft zu

machen. Das riesige Baderesort im Norden Agadirs wird nun also

doch gebaut. Und das Land erhält die Bestätigung dafür, mit seiner

Vision von Marokko als Badeziel keineswegs falsch zu liegen. Nicht

nur der spanisch-amerikanische Zusammenschluss, der jetzt den

Zuschlag erhielt, meldete Interesse an. Auch andere ausländische

Finanzgeber, darunter TUI, streckten den Finger. Doch egal, wer das

Projekt in die Tat umsetzt: Die 21.000-Betten-Anlage, die die

Kapazität von Agadir fast verdoppelt, stellt die Region vor neue

Aufgaben. Um die vielen Betten zu füllen, muss sich Agadir

wesentlich stärker als Ganzjahresziel profilieren als bisher.

p.hirschel@travel-one.net

Nördlich von Agadir soll ein riesiges Baderesort entstehen

Zweiter Anlauf für Taghazout

■ Marokkos Ambitionen, den Badetourismus zu stärken, nehmen allem

Anschein nach Gestalt an. Der Staat hat für das Projekt Taghazout

bei Agadir neue Investoren gefunden. Die US-amerikanische Finanzgruppe

Colony Capital und ihre beiden spanischen Partner Satocan und

Lopesan wollen ein 21.000-Betten-Resort an der Atlantikküste bauen.

Sie beenden damit die Spekulationen um die Zukunft einer Anlage,

mit deren Bau nach den ursprünglichen Plänen schon vor drei Jahren

hätte begonnen werden sollen. Probleme mit der saudi-arabischen Investorengruppe

Dallah El Baraka, die mit der Erschließung des

Strandabschnitts beauftragt worden war, veranlassten die marokkanische

Regierung, das Hotelprojekt neu auszuschreiben. Verläuft nun alles

nach Plan, ist das Resort in neun Jahren fertig.

Australien/Neuseeland DESTINATION

Wo’s hingeht …

Wo’s langgeht …

Was los ist …

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6.9.2006 TRAVEL ONE 41

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ZIEL & ZEIT LEISTUNG PREIS KONTAKT

China ■ Jangtse

1.9. und 18.10.2006

Italien ■ Toskana

bis 31.10.2006

Florida ■ Golf von Mexiko

ganzjährig

Indischer Ozean ■

Mauritius,

1. bis 17.12.2006,

1. bis 31.1.2007

Frankreich ■ Paris

an ausgewählten Terminen

im September, Oktober und

November 2006

Amerika ■ Südamerika

3.12.2006

Europa ■ Mittelmeer

25.9., 2., 9., 16. und

23.10.2006

Österreich ■ Zell am See

bis 7.10.2006

Flusskreuzfahrt von Chongqing nach

Shanghai über Wuhan und Nanjing

mit der Yangtze Angel, neun Tage

Übernachtung in der Residence

Borgo San Carlo in Pomaia

Ferienhaus mit Pool und zwei

Schlafzimmern; Meeresnähe

Hin- und Rückflug von München oder

Frankfurt nach Mauritius, Minimum-

Aufenthalt von fünf Tagen

Zwei Übernachtungen im Doppelzimmer

mit Frühstück im Disney‘s Hotel

New York, Disney‘s Newport Bay

Club, Disney‘s Seqoia Lodge, zwei

Tage Eintritt für die Disney Parks

Kreuzfahrt mit der Infinity von

Celebrity Cruises von Valparaiso nach

Buenos Aires, 14 Nächte

Kreuzfahrt mit der MSC Opera ab/bis

Genua mit Stopps in Monte Carlo,

Malta, Tunis, acht Tage

Drei Übernachtungen im Doppelzimmer

mit Halbpension im Hotel

Hubertushof, Verlängerungstag

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42 TRAVEL ONE 6.9.2006


Programm vom 9.9. bis 15.9.

■ SAMSTAG, 9.9. l Royal Clipper – Die Königin

der Meere, 11:30 Uhr, NDR l Weltreisen:

Abenteuer New Mexico – Von Harleys, Heiligen

und Helden, 12:30 Uhr, NDR l Die Südpfalz,

15:45 Uhr, SWR l Wolkenlos – Das Urlaubsmagazin:

Costa Rica, 17:00 Uhr, VOX l Voxtours –

Das Reisemagazin: New Orleans – Ein Jahr

nach Hurrikan Katrina, 17:30 Uhr, VOX l Transalp

– Mit dem Mountainbike über die Alpen, 17:30

Uhr, 3sat.

■ SONNTAG, 10.9. l Trans-Atacama-Highway

– Von den Anden zum Pazifik, 9:30 Uhr, SWR l

Wittgenstein – Wasser, Wälder, Wellness, 9:30

Uhr, MDR l Von Schloss zu Schloss im Münsterland,

10:15 Uhr, WDR l Madagaskars wilder

Westen, 11:45 Uhr, RBB l nix wie raus ... Südafrika,

16:00 Uhr, Hessen l Istanbul – Ein modernes

Märchen, 16:05 Uhr, ARD l Ratgeber: Reise.

Hippes Dresden/Indien: Goa und Hampi – Vom

Küstenstaat zur Ruinenstadt/Oman: Orient zwischen

Mittelalter und Moderne, 16:30 Uhr, ARD

l Bilder einer Landschaft: Im Mühlviertel, 16:45

Uhr, Hessen l Länder – Menschen – Abenteuer:

Russlands kaltes Herz (2/2): Entlang des Ob

zum Polarkreis, 17:15 Uhr, SWR.

Programm vom 16.9. bis 22.9.

■ SAMSTAG, 16.9. l Länder – Menschen –

Abenteuer: Hurtigruten auf neuem Kurs, 11:30

Uhr, NDR l La Réunion – Frankreich im Indischen

Ozean, 14:05 Uhr, SWR l Wittgenstein

– Wasser, Wälder, Wellness, 15:45 Uhr, SWR l

Wolkenlos – Das Urlaubsmagazin: Toskana –

Genuss zwischen Florenz und Siena, 17:00 Uhr,

VOX l Königin der Luxusliner – Mit der Queen

Mary II nach New York, 17:15 Uhr, Phoenix l

Voxtours – Das Reisemagazin: Südsee: Fidschi-

Inseln und Cook-Islands, 17:30 Uhr, VOX l Polen

– ganz nah! Reise durch das polnische

Oderland, 18:32 Uhr, RBB l Dubais Palmen-Insel,

22:10 Uhr, n-tv.

■ SONNTAG, 17.9. l Madeira – Die Blumeninsel

und ihre Herrenhäuser, 8:15 Uhr, Phoenix l

Der nördliche Schwarzwald, 8:30 Uhr, MDR l

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit: Trier

– die älteste Stadt Deutschlands, 10:00 Uhr,

WDR l Die Römerroute – Zwischen Xanten und

Detmold, 10:15 Uhr, WDR l Strand der Hoffnung

– Kambodscha, 12:50 Uhr, Hessen l Paprika

und neue Liebe – Wiedersehen am Balaton,

13:15 Uhr, ARD l Reiselust: Die Kapverven – Inseln

im Wind, 14:00 Uhr, ZDF l nix wie raus ...

Foto: stockXpert

HIGHLIGHT

Ein Jahr danach: New Orleans und

die Folgen von Hurrikan Katrina,

SAMSTAG, 9.9., 17:30 Uhr, VOX.

■ MONTAG, 11.9. l Weltreisen: Skizzen aus

dem Orient: Das alte Istanbul, 13:30 Uhr, SWR

l Straße der Sterne – Auf dem Jakobsweg

durchs Rheinland, 14:30 Uhr, NDR l Der Mittelrhein,

16:30 Uhr, 3sat.

■ DIENSTAG, 12.9. l Trauminseln im Mittelmeer

– Naturpark zwischen Korsika und Sardinien,

11:30 Uhr, NDR l Weltreisen: Im Land der

goldenen Berge – Eine Reise durch den Altai,

Bulgarien, 15:45 Uhr, Hessen l Fernweh: Zypern,

17:05 Uhr, BR.

■ MONTAG, 18.9. l Wunderbare Welt: Indiens

geheimnisvolle Regenwälder, 13:15 Uhr, 3sat l

Von Weingarten bis zum Bodensee, 14:30 Uhr,

NDR l Route der Industriekultur, 16:30 Uhr,

3sat l Alaskas Dalton Highway – Trampelpfad

zum Eismeer, 23:15 Uhr, SWR.

■ DIENSTAG, 19.9. l Bolivien – In der Salzwüste,

13:05 Uhr, ARTE l Weltreisen: Blaue Donau,

Blaues Blut – mit Otto von Habsburg im

kaiserlichen Wien, 13:30 Uhr, SWR l Kanadas

Queen-Charlotte-Inseln: Trapper und Indianer,

15:45 Uhr, 3sat l Reisewege: Norwegen: Leben

mit dem Meer – Entlang der Südküste, 16:30

Uhr, 3sat l Bilder einer Landschaft: Im Isarwinkel,

19:30 Uhr, BR l Sambia – Im wilden Herzen

Afrikas, 20:15 Uhr, WDR.

■ MITTWOCH, 20.9. l Gleisepisoden: Mit der

Bahn durch Südtirol, 11:30 Uhr, 3sat l Weltreisen:

Odessa – Hauptstadt der Narren, Diebe

und des Belcanto, 13:30 Uhr, SWR l Wildes Afrika

(3/6): Wüsten, 14:00 Uhr, WDR.

13:30 Uhr, SWR l Dübener Heide, 14:30 Uhr,

NDR l Schätze der Welt – Erbe der Menschheit:

Great Barrier Reef, Australien, 15:30 Uhr, 3sat

l Kapverden – Die vergessenen Inseln, 15:45

Uhr, 3sat l Madeira – Die Blumeninsel und ihre

Herrenhäuser, 16:30 Uhr, 3sat l Central Park –

Das Herz Manhattans, 20:15 Uhr, WDR.

■ MITTWOCH, 13.9. l Megacities (1/3): New

York, 7:30 Uhr, Phoenix l Im Land der großen

Bären – Indian Summer in Neuengland, 13:00

Uhr, NDR l Weltreisen: Paris – Nachts an der

Seine, 13:30 Uhr, SWR l Wildes Afrika (2/6): Savanne,

14:00 Uhr, WDR l Länder – Menschen –

Abenteuer: Border Inn – Leben in der Hochwüste

Nevadas, 14:00 Uhr, 3sat.

■ DONNERSTAG, 14.9. l Megacities (2/3): Kairo,

7:30 Uhr, Phoenix l Weltreisen: Antarktis,

13:30 Uhr, RBB l LexiTV: Luxuszüge, 14:30 Uhr,

MDR l Der Vierwaldstätter See, 16:30 Uhr,

n-tv l Grönland, 19:00 Uhr, ARTE.

■ FREITAG, 15.9. l Megacities (3/3): Shanghai,

7:30 Uhr, Phoenix l Weltreisen: Mombasa:

Morgenland in Afrika, 13:30 Uhr, SWR l Der

Südschwarzwald, 15:15 Uhr, BR l Länder –

Menschen – Abenteuer: Mit dem Rheindampfer

durch Burma, 21:00 Uhr, RBB.

■ DONNERSTAG, 21.9. l Planet Wissen: Island

– Feurige Insel im Eis, 14:00 Uhr, SWR l Duderstadt,

14:30 Uhr, NDR l Wunderschöner Norden:

Sylt, 21:00 Uhr, RBB.

■ FREITAG, 22.9. l Macau – Portugiesische

Träume im Chinesischen Meer, 8:10 Uhr, Hessen

l Borkum, 14:30 Uhr, NDR l LexiTV: Halle feiert

1.200-jähriges Bestehen, 14:30 Uhr, MDR l

Grand Central – Das Herz Manhattans, 16:30

Uhr, 3sat l Kleines Meer in Mecklenburg – Die

Müritz, 21:00 Uhr, Hessen l Malaysia – Vielvölkerstaat

unterm Halbmond, 21:00 Uhr, RBB.

HIGHLIGHT

Mit dem Postschiff entlang

Norwegens Küste: Hurtigruten,

SAMSTAG, 16.9., 11:30 Uhr, NDR.

6.9.2006 TRAVEL ONE 43

Foto: Hurtigruten

TV-Tipps EXIT


EXIT Community

Branchentreff bei TRAVEL ONE After Six

Spannende GESPRÄCHE und interessante Diskussionen

■ »Top oder Flop: Funktioniert der Online-Vertrieb der Airlines wirklich?« – das

Thema lockte nicht nur die Airliner: Zur zweiten Auflage von TRAVEL ONE After

Six fanden sich mehr als 100 Teilnehmer im Frankfurter Marriott Hotel ein, darunter

zahlreiche Touristikprofis von Reiseveranstaltern und Verkehrsbüros sowie Repräsentanten

diverser IT-Unternehmen. Über die Zukunft des Internetgeschäfts und

damit der Reisebüros diskutierten auf dem Podium (Bild 2, von links) TRAVEL

ONE-Chefredakteur Thomas Hartung, Holger Taubmann (CEO Amadeus Germany),

Teresa Gomes-Zimmermann (Sales-Managerin Cathay Pacific), Thorsten Lettnin

(Deutschland-Chef United Airlines), Carsten Willert (General Manager ba.com)

und Gunther Träger (Chef der PR-Agentur C&C). Danach war Klönen angesagt.

Viele nutzten den Branchentreff, um wieder einmal mit den Kollegen zu plaudern,

zu diskutieren und zu fachsimpeln. Freundliche Gesichter am Buffet: DER-Chef

Michael Frese und Holger Taubmann (Bild 1). Auch Jutta Simon, Sales-Manager

von Air New Zealand, und Dertour-Mann Jürgen Lange (Bild 5) hatten einiges zu

bereden. Unterstützt wurde TRAVEL ONE After Six vom Marriott Hotel Frankfurt

und der Elvia Reiseversicherung. Lesen Sie mehr zum Thema auf Seite 12

2 3

4 5

44 TRAVEL ONE 6.9.2006

1


■ NACEUR MANI ist

wieder Deutschlandchef

des Tunesischen

Fremdenverkehrsamtes

in Frankfurt. Er ersetzt

Abderrazak Hassasna.

Mani leitete das

Verkehrsamt bereits von

2002 bis 2004.

■ OLIVER MAY hat als

Vertriebschef bei Vtours

angeheuert. Er kommt

von der Walt Disney

Company Germany, wo

er Head of Sales

Promotion war.

■ THOMAS WINKEL-

MANN löst Joachim

Klein als Sprecher

Geschäftsführung von

Germanwings ab.

Innerhalb der

Geschäftsführung ist er

für die Bereiche

Marketing, Vertrieb,

Netzplanung und

Unternehmenskommunikation

verantwortlich.

Gleichzeitig wird

Winkelmann Vorstand

der Eurowings AG.

Klein bleibt weiter in der

Chefetage und auch an

der Position des

Eurowings-Vorstandes

ändert sich nichts.

FEEDBACK redaktion@travel-one.net

AKTIV WERDEN STATT LAMENTIEREN

»Anpassen oder freischwimmen?«, TO, 23.8.2006

■ Ich kann mich der Meinung voll anschließen.

Zudem vermisse ich jede Art von Initiative der Interessensverbände

und Kooperationen, endlich geeignete

Imagekampagnen zu initiieren, die den

Unterschied zwischen der kostenlosen Beratung im

Reisebüro und Internet herausstellen. Stattdessen

lamentieren sie und verharren in Passivität. Vermutlich

kennen viele junge Leute der MTV-Generation

die Leistungen eines Reisebüros gar nicht!

Michael Schlünder, Reisebüro Schlünder, Menden

KEINE VERALBERUNG

»Kundenorientiert?«, TO, 23.8.2006

■ Kein vernünftiges Reisebüro kann es sich leisten,

nur auf Provisionen zu schielen. Im Vordergrund

steht die Bedarfsermittlung und der Mehrwert für

den Kunden. Damit kann man geringfügige Preisdifferenzen

erklären und steuern, bei wirklich großen

Differenzen steht der Nutzen des Kunden im

Vordergrund. Die Zertifizierung durch den TÜV als

■ ANDREAS FELLENZ

übernimmt bei der

Thomas Cook AG die neu

geschaffene Position des

Marketingleiters

Deutschland. Er ist für

sämtliche Marketingaktivitäten

im deutschen

Markt verantwortlich

und berichtet an

Konzernvorstand Dr.

Peter Fankhauser.

■ SANDRA PLATZKE

arbeitet jetzt als

Management Assistant

bei der Abu Dhabi

Tourism Authority in

Frankfurt.

KARRIEREN

■ CHRISTIAN

GÜRTNER wird zum 1.

Oktober Geschäftsführer

der Lufthansa City

Center Reisebüropartner

GmbH. Er verantwortet

Finanzen, Controlling,

Touristik und Marketing

und ist Nachfolger von

Frank Jäger. Sprecher der

LCR-Geschäftsführung

bleibt Klaus Henschel.

■ CAROLINE GLEIßNER

ist Junior Area Manager

bei LCC. Ihr Aufgabenbereich

umfasst Betreuung

und Akquisition der

internationalen LCC.

neutralen Beurteiler soll grundsätzliche Dinge wie

die Beratungsqualität prüfen. Dass ich als Verkäuferin

in einem Fachgeschäft nur das verkaufe, hinter

dem ich stehe, ist selbstverständlich. Ich bin weit

entfernt davon, meine Kunden zu »veralbern«.

Barbara Wolf, TUI Reisecenter Wolf-Reisen, Essen

INTERESSE AN USA GLEICH NULL

»Lange Nase«, TO, 9.8.2006

■ Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Früher haben

wir im Jahr zwei bis drei, ja manchmal sogar

vier USA-Eigenreisen aufgelegt und auch voll bekommen.

Das Interesse seitens unserer Kunden ist

nun fast auf null gefallen. Selbst unser Renner, die

Weltreise, hält wegen des Stopps in den USA die

Kunden von der Buchung ab. Das gleiche gilt für

Kreuzfahrten, die in den USA beginnen. Unser

Eindruck: Die Regierung Bush will keine Touristen

mehr. Da mühen sich einige Fremdeverkehrsämter

ab mit Mailings. Aber was nutzt das schon?

Mehr Entgegenkommen von oben wäre wünschenswert.

Dieter Pfeiffer, Pfeiffer Reisen, Herborn

WWW.TRAVEL-ONE.NET

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Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Stephanstraße 3, 64295 Darmstadt

Telefon: 06151/3 90 70

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Chefredakteur

Thomas Hartung

Stellvertr. Chefredakteur

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Redaktion

Yannick Fiedler, Klaus Göddert,

Petra Hirschel,

Wolfram Marx, Tanja Ronge

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Leserservice

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Grafik

Uta Seubert, Tamara Walter

Marketing

Britta Linke

Geschäftsführung

Thomas Hartung

Druck

Dierichs Druck + Media GmbH, Kassel

TRAVEL ONE

erscheint 14-tägig mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 35

gültig ab März 2006

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der Verlagsgruppe

Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg

6.9.2006 TRAVEL ONE 45


MENSCH Privat

■ Rüdiger König, 42, Stier, ist seit Anfang

August für das Deutschlandgeschäft der

Fluggesellschaft Gulf Air verantwortlich.

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder im

Alter von vier und acht Jahren. Wenn ihm

seine Arbeit Zeit lässt, schwingt er sich auf

sein Mountainbike. In wärmeren Gefilden

geht er gerne Tauchen und Jet-Ski fahren.

König studiert nach dem Abitur

Betriebswirtschaft an der Fachhochschule

Heilbronn. 1990 steigt er ins Airline-

Geschäft ein und arbeitet im Verkauf von

Alitalia. Nach einem Intermezzo beim

Reiseveranstalter Alpetour kehrt er zu den

Flugzeugen zurück und ist von 1993 an vier

Jahre lang Marketing Manager für Turkish

Airlines. Anschließend wechselt er als

Country Manager Germany ins Marketing

des Münchener Flughafens. Vor seinem

jüngsten Wechsel zu Gulf Air ist er erneut

für Alitalia tätig.

Gulf Air-Manager

Rüdiger König

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Die Lust am Fliegen und Verkaufen.

■ Ihr Traumurlaub?

In Südamerika auf den Spuren der Inkas und Mayas wandern.

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Nichts.

■ Wie schalten Sie ab?

Schlafen.

■ Ihr Lieblingsessen?

Deftige deutsche Vespergerichte und Pasta.

■ Wo möchten Sie gerne leben?

In der italienischen Stadt Bologna.

■ Worüber können Sie herzhaft lachen?

Die TV-Serie »Stromberg« und die Schauspieler Roberto Benigni und Adam Sandler.

■ Was ärgert Sie?

Termindruck.

■ Was ist Ihre größte »Macke«?

Ungeduld.

■ Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Fahrräder, Kino, CDs und DVDs.

■ Wen würden Sie gerne mal treffen?

Michael J. Fox, um über sein »neues« Leben mit der Parkinson-Krankheit zu reden.

■ Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Darth Vader in »Star Wars« oder Marty McFly in »Zurück in die Zukunft«.

■ Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit?

Momentan für die Kinder.

■ 20 Stunden Fliegen, neben wem möchten Sie nicht sitzen?

Geschäftspartner, denn im Flieger kann ich super entspannen.

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