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SPORTaktiv April 2019

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APRIL/MAI <strong>2019</strong><br />

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Kalifornien 1974. Die Geburtsstunde von Osprey: Es begann<br />

alles mit einer Nähmaschine einem Kopf voller Ideen und dem<br />

Verlangen, innovative Rucksäcke zu entwickeln, die den höchsten<br />

Standards gerecht werden. Bis heute verkörpern Rucksäcke von<br />

Osprey den Pioniergeist von einst, von den höchsten Bergen zu<br />

den entferntesten Inseln und überall dazwischen.<br />

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EDITORIAL<br />

KLAUS MOLIDOR<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Chefredakteur<br />

klaus.molidor@styria.com<br />

Coverfoto: SPORT 2000/Christian Hemmelmeir; Foto: Thomas Polzer<br />

WACH AUF,<br />

GESELLSCHAFT<br />

Irgendwie sind wir es ja schon fast gewohnt. Ein Dopingskandal bei<br />

einem Großereignis fliegt auf und im Zentrum des Geschehens: österreichische<br />

Sportler. Turin, Sotschi, Seefeld. In 17 Jahren nichts gelernt<br />

könnte man in einer ersten Reaktion sagen. Dabei: So falsch Doping und<br />

so notwendig das Durchgreifen ist – vor allem wegen der Signalwirkung<br />

auf kommende Generationen – wir bekämpfen noch immer nur die<br />

Auswüchse und nicht die Wurzeln. Denn woher kommt denn der Antrieb<br />

zum Betrug, zum Besser-sein-wollen als der andere um jeden Preis?<br />

Aus der Leistungsgesellschaft. Immer mehr und mehr Leistung, Schwächephasen<br />

werden nicht toleriert, sonst steht schon der Nächste in der<br />

Warteschlange um deinen Platz im Team oder um deinen Job. Jeder ist ersetzbar,<br />

wird allenthalben mehr oder weniger subtil suggeriert. Der Sport<br />

ist ein Spiegelbild der Gesellschaft und diese Gesellschaft hat den Kontakt<br />

zur Natur, die Erdung verloren. Vom natürlichen Rhythmus sind wir weit<br />

entfernt. Auf Belastung folgt Entlastung, schau nach bei den Jahreszeiten.<br />

Tun wir aber nicht. Obst und Gemüse, das bei uns in der „falschen“ Jahreszeit<br />

wächst, wird halt importiert. Zeit haben wir nicht, Zeit nehmen<br />

wir uns nicht mehr. Alles muss immer verfügbar sein.<br />

Gerade mit unserem Cover wollen wir aber zum Umdenken anregen.<br />

„Wohnzimmer mit Weitblick“ heißt es da. Soll heißen: Wir sind draußen<br />

zu Hause, in der Natur. Daher kommt der Mensch. Gerade jetzt, wo die<br />

Bergsaison beginnt, sollten wir einen Schritt hinaus machen. Ins Freie und<br />

raus aus dem Alltag. Von oben auf das Ganze schauen. Mit unseren Geschichten<br />

wollen wir aufklären und Mut machen zu mehr Bewegung, zu<br />

mehr Respekt, zum Hören auf den eigenen Körper. Beim Sport spüren wir<br />

den Körper und was gut für ihn ist. Vielleicht lernen wir als Gesellschaft<br />

etwas aus dem Dopingskandal und überdenken das „Mehr, mehr, mehr“.<br />

Auch wenn wir damit vielleicht nicht die Welt retten – es geht darum, was<br />

schon Wilfried im „Ikarus“ besungen hat: „Nicht das Gelingen, nur der<br />

Versuch zählt am Schluss.“<br />

Bleibt fit,<br />

Euer Klaus<br />

STABILE GELENKE<br />

DURCH KOMPRESSION<br />

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INHALT<br />

TOP-STORY<br />

FIT<br />

14 PLÄDOYER FÜR DIE SCHNEEBALLSCHLACHT<br />

Bewegungskoordinator Gernot Schweizer im Interview<br />

20 AUF EINEN SPRUNG<br />

Der „Trampolin-Effekt“ als optimaler Fitmacher<br />

26 DER SPORT BRAUCHT SPIELPLÄTZE<br />

Roland Werthner hat 500 Sportgeräte erfunden<br />

32 HEAVY METAL<br />

Warum Eisen so wichtig für die Leistungsfähigkeit ist<br />

42 AUSPROBIERT<br />

Rollenflitzer, Klimaschützer, Sitzballsitzer<br />

RUN<br />

46 AUF DIE GRÖSSE KOMMT ES AN<br />

Warum kleine Läufer im Marathon einen Vorteil haben<br />

52 WOHIN LÄUFT‘S?<br />

Spannender Blick in die Zukunft der Laufschuhentwicklung<br />

58 GEMISCHTES DOPPEL<br />

Leserin Grazyna Brandstätter auf dem Weg zu 2 Marathons<br />

66 AUSPROBIERT<br />

Diesmal: Ärmlinge, ein Sport-BH und Laufschuh mit Chip<br />

BIKE<br />

72 WAHNSINN IM WOHNZIMMER<br />

Über einen Winter mit virtuellem Walzentraining am Rennrad<br />

78 RADLN FÜR RESPEKT<br />

Vier Grazer starten eine Initiative für mehr Respekt auf der Straße<br />

82 AUF ANS LIMIT<br />

So trainiert unser Autor die mentale Stärke für den Ironman<br />

OUTDOOR<br />

94 ZWEI WOCHEN WIE IM FLUG<br />

Quer durch Österreich – zu Fuß und mit Gleitschirm<br />

98 VORGLÜHEN FÜR MEHR BERGLUST<br />

So bereitest du dich richtig auf den Bergsommer vor<br />

112 EINMAL QUER DRÜBER<br />

Unterwegs auf der Alta Via in den Dolomiten<br />

120 RADL ZUR SKITOUR<br />

Die neue E-Bike und Skitouren-Kombination<br />

126 AUSPROBIERT<br />

Im Test: Bergschuh, Fotorucksack, Klettersteigset<br />

PRO<br />

20<br />

142 „HAB FÜNFMAL DIE KARRIERE BEENDET“<br />

Radprofi Bernhard Eisel im großen <strong>SPORTaktiv</strong>-Interview<br />

146 WARUM DOPING?<br />

Spurensuche nach Motiven für illegale Leistungssteigerung<br />

154 WIR GEGEN DIE STARS<br />

Markus Geisler im Tischtennis-Duell gegen Daniel Habesohn<br />

158 HIER SCHREIBEN DIE SPORTLER<br />

Warum Speed-Spezialist Vincent Kriechmayr nie zufrieden ist<br />

Fotos: Flip Lab Vienna, Michael Appel/Kinderhotel Appelhof<br />

120


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Welt. Wundere dich also nicht, wenn du feststellst,<br />

wie gut sie passt und wie bequem sie ist, wie leicht sich<br />

die Temperatur regulieren lässt und dass die Taschen<br />

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ABENDE FÜR DIE LEHRGÄNGE:<br />

Diplomlehrgang Yogatrainer<br />

14. 5. <strong>2019</strong> Di. 18 Uhr; WIFI Süd<br />

Diplom-Ausbildungen<br />

Gesundheit und Sport<br />

28. 5. <strong>2019</strong>, Di. 18 bis 20 Uhr; WIFI Süd<br />

Mentales Training<br />

12. 6. <strong>2019</strong>, Mi. 18 bis 20 Uhr; WIFI Süd<br />

Fotos: Nationalpark Hohe Tauern/Hannah Assil<br />

NATIONALPARK<br />

HOHE TAUERN CAMP<br />

19.–22. SEPTEMBER<br />

in Tristach bei Lienz in Osttirol.<br />

Mehr dazu: Seite 104/105<br />

KLETTERSTEIG-<br />

SCHNUPPERCAMP<br />

9.–11. AUGUST<br />

in Göstling an der Ybbs im Mostviertel.<br />

Mehr dazu: Seite 118/119<br />

TRAILRUNNING-CAMP<br />

17.–19. MAI<br />

im Hotel Krallerhof in Leogang.<br />

Mehr dazu: www.sportaktiv.com<br />

E-MTB-WOMEN-CAMP<br />

23.–26. MAI<br />

im Narzissenhotel in Bad Aussee.<br />

Mehr dazu: www.sportaktiv.com<br />

LADIES-MTB-CAMP<br />

7.–10. JUNI<br />

im Hotel Arlbergerhof Vital am Weissensee,<br />

Kärnten. Mehr dazu: www.sportaktiv.com<br />

E-MTB-WOMEN-CAMP<br />

20.–23. JUNI<br />

im Hotel Schwarzer Adler in St. Anton.<br />

Mehr dazu: www.sportaktiv.com<br />

ALLE INFOS UNTER WWW.SPORTAKTIV.COM<br />

LEHRGÄNGE:<br />

Grundlehrgang Gesundheit und Sport<br />

7. 6. bis 30. 6. <strong>2019</strong>, Fr. 14 bis 17.30;<br />

Sa., So. 9. bis 17 Uhr;<br />

60 Std. € 840,–; WIFI Süd<br />

NEU: Diplomierter Yogatrainer<br />

15. 6. bis 14. 12. <strong>2019</strong> (genauer Stundenplan<br />

unter www.stmk.wifi.at/gesundheit);<br />

136 Std. € 2000,–; WIFI Süd<br />

Grundlehrgang Mentales Training<br />

28. 6. bis 11. 8. <strong>2019</strong>; Fr., Sa., So. 9 bis 17 Uhr;<br />

100 Std. € 1800,–; WIFI Süd<br />

Sporternährung – Basic<br />

26. 4. bis 27. 4. <strong>2019</strong>; Fr. 8 bis 18, Sa 9 bis 17 Uhr,<br />

18 Std. € 350,–; WIFI Süd<br />

Informationen unter<br />

T. 0316/602-333<br />

Anmeldungen unter<br />

T. 0316/602-1234<br />

www.stmk.wifi.at/gesundheit<br />

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15. 6. BIS 14. 12., WIFI SÜD<br />

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8 <strong>SPORTaktiv</strong>


DANS SPRUNG<br />

INS KALTE<br />

WASSER<br />

Als Filmevent für alle, die das<br />

Meer lieben, versteht sich die<br />

„International Ocean Filmtour“.<br />

Volume 6 wird mit sechs Kurzfilmen<br />

in diesem Frühling in 14<br />

Ländern weltweit gezeigt und<br />

macht bis 10. <strong>April</strong> an täglich<br />

wechselnden Orten in Österreich<br />

Station. Wer die Schönheit<br />

und Faszination der Ozeane auf<br />

der großen Leinwand bewundern<br />

will, ist hier genau richtig<br />

– und natürlich kommen die<br />

sportlichen Abenteuer der Protagonisten<br />

nicht zu kurz.<br />

Ein Highlight des Programms<br />

ist der Film „Surfer Dan“: Der<br />

zeigt den US-Wellenreiter Dan<br />

Schetter am Surfboard zwischen<br />

Eisschollen. „Im Wintersturm<br />

sind die Wellen auf dem Lake<br />

Superior am besten“, findet<br />

Dan. Auch die anderen Filme<br />

versprechen große Bilder und<br />

coolen Sport. Genaue Termine:<br />

www.oceanfilmtour.com<br />

INTERNATIONAL OCEAN FILM TOUR<br />

Foto: wisthaler.com<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

9


RADFAHREN,<br />

SANFT UND<br />

WILD<br />

Klagenfurt liegt am Wörthersee,<br />

das Panorama bilden die schroffen<br />

Karawanken. Für Radfahrer<br />

ergeben sich rund um die Kärntner<br />

Landeshauptstadt ideale Bedingungen<br />

für jeden Anspruch.<br />

Es gibt sanft kupiertes Gelände<br />

genauso wie knackige Anstiege.<br />

Man rollt durch die Natur und<br />

genießt vielerorts herrliche Ausblicke<br />

– wie auf dem Bild vom<br />

Magdalensberg aus.<br />

Die mediterrane Klagenfurter<br />

Innenstadt steht außerdem im<br />

Kontrast zur südalpinen Landschaft.<br />

Genau solche reizvollen<br />

Gegensätze zeichnen Klagenfurt<br />

am Wörthersee für genussvolle<br />

Rennradtage aus. Mehr Rad-<br />

Urlaubtipps zu Klagenfurt:<br />

www.visitklagenfurt.at<br />

Foto: Tourismus Region Klagenfurt/Franz Gerdl<br />

12 <strong>SPORTaktiv</strong>


<strong>SPORTaktiv</strong><br />

13


28. APRIL<br />

RADMARATHON-AUFTAKT<br />

Zum 28. Mal findet der Neusiedler-<br />

See-Radmarathon mit Start und<br />

Ziel in Mörbisch statt. Das Rennen<br />

mit einer Gesamtlänge von 125<br />

flachen, aber meist windigen Kilometern<br />

ist auch der Auftakt in die<br />

Saison der Radmarathons.<br />

www.neusiedlerseeradmarathon.com<br />

27. APRIL<br />

FROHNLEITEN LÄUFT<br />

Zum 17. Mal steigt der Stadtlauf<br />

in Frohnleiten (St) über Distanzen<br />

von 5 und 10 Kilometer sowie<br />

einem 7,3 Kilometer langen<br />

Nordic-Walking-Bewerb.<br />

www.frohnleiten.or.at/stadtlauf<br />

TOP<br />

EVENTS<br />

APRIL | MAI | JUNI<br />

13. APRIL<br />

OSTEREIERSUCHE<br />

Im Motorikpark St. Corona<br />

am Wechsel steigt die große<br />

Ostereiersuche. Jedes der 300<br />

auf dem Areal versteckten<br />

Eier hält eine Überraschung<br />

bereit. Der Hauptpreis ist ein<br />

woom-Kinderfahrrad.<br />

www.familienarena.at<br />

24. BIS 26. MAI<br />

SCHLAG DEN WASI<br />

Ski-Doppelolympiasieger und<br />

E-Bike-Experte Markus Wasmeier<br />

stellt sich auf den E-Bike-Days<br />

im Olympiapark München der<br />

Haibike Challenge „Schlag den<br />

Wasi“. Dazu werden 150 Aussteller<br />

die Neuheiten auf dem<br />

E-Bike-Sektor vorstellen.<br />

www.ebikedays.de<br />

31. MAI BIS 2. JUNI<br />

HOCHKÖNIGMAN<br />

Trailrunning vom Feinsten verspricht<br />

der 5. Hochkönigman<br />

wieder mit Speedtrail (24 km, 1500<br />

hm), Marathontrail (47 km 2900<br />

hm) und dem Endurance Trail (88<br />

km 5270 hm). Dazu gibt es ein<br />

Skyrace über 31 km ins Steinerne<br />

Meer und mehr als 2900 hm.<br />

www.hochkoenigman.run/de<br />

12 <strong>SPORTaktiv</strong>


19. BIS 22. JUNI<br />

GLOCKNERMAN ALS WM<br />

Die Extremradveranstaltung<br />

von Graz auf den Großglockner<br />

und wieder retour gibt es<br />

auch den drei Strecken Ultra,<br />

Classic und Sprint – und sie<br />

ist zugleich die WM im Ultraradmarathon.<br />

www.glocknerman.at<br />

Fotos: Lucas Pripfl, Frohnleiten Stadtlauf, Glocknerman, www.fueloep.com, Norbert Wilhelmi, Wüstenlauf, Wolfgang Watzke, Veranstalter<br />

2. JUNI<br />

AUF DAS FUSCHERTÖRL<br />

Amateure, Profis, Hobbysportler<br />

– alle können am „Glocknerkönig“,<br />

dem Radevent für<br />

jedermann, teilnehmen. Von<br />

Bruck geht es über die autofreie<br />

Hochalpenstraße bis aufs Fuschertörl<br />

auf 2445 m Seehöhe.<br />

www.grossglockner.at<br />

29. JUNI<br />

RÜCKKEHR DES KLASSIKERS<br />

Der Name ist beim Wüstenlauf in<br />

Bad Radkersburg (St) Programm,<br />

wenn bei Hitze durch Maisfelder<br />

gelaufen wird. Neben 7-, 14- und<br />

21-km-Strecken gibt es auch<br />

Kids- bzw. Bambini-Sprint und<br />

einen Nordic-Walking-Bewerb.<br />

www.wuestenlauf.at<br />

4. JUNI<br />

BUSINESSLAUF AM RING<br />

1. JUNI<br />

LUXEMBURG-MARATHON<br />

42 Kilometer durch die Nacht –<br />

das erwartet die Teilnehmer beim<br />

Marathon in Luxemburg, denn<br />

der Start erfolgt erst um 19 Uhr.<br />

Dann geht es durch Parks und<br />

enge Gassen und über Plätze –<br />

einer der stimmungsvollsten<br />

Marathons Europas.<br />

www.ing-night-marathon.lu<br />

Laufen dort, wo die Formel<br />

1 fährt. Das verspricht der 9.<br />

Sparkassen-Businesslauf auf<br />

dem Red-Bull-Ring in Spielberg.Nach<br />

dem Bewerb gibt es<br />

die „After Run Pit Party“.<br />

www.businesslauf.run<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

13


Gernot<br />

Schweizer<br />

mit seinem<br />

wohl berühmtesten<br />

Kunden:<br />

Weltcup-Dominator<br />

Marcel<br />

Hirscher.<br />

Fotos: GEPA pictures, Gernot Schweizer, Klaus Molidor<br />

14 <strong>SPORTaktiv</strong>


PLÄDOYER<br />

FÜR DIE<br />

SCHNEEBALL-<br />

SCHLACHT<br />

GERNOT SCHWEIZER IST<br />

FITNESS-COACH VON MARCEL<br />

HIRSCHER UND TREIBT ALS<br />

BEWEGUNGSKOORDINATOR DIE<br />

KAMPAGNE „MACH DEN ERSTEN<br />

SCHRITT“ AN. WO DER PASSIO-<br />

NIERTE BEWEGER DEN HEBEL<br />

ANSETZEN WILL, DAMIT AUS<br />

DEM ERSTEN VIELE SCHRITTE<br />

WERDEN, WO WIR ALS<br />

GESELLSCHAFT DEFIZITE HABEN<br />

UND WAS DER SCHNEEBALL<br />

DAMIT ZU TUN HAT.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

Sie haben gesagt, Sie erkennen<br />

bei Ihren Klienten, wenn<br />

sie den Raum betreten, wo<br />

sie ihre Probleme haben. Woran<br />

krankt es denn bei mir?<br />

Zu wenig Rumpf. Die linke Schulter<br />

ist verspannter als die rechte, dafür<br />

ist die rechte weiter hinaufgezogen.<br />

Sie haben einen Flachrücken in<br />

der Brustwirbelsäule und zu wenig<br />

Nackenmuskulatur.<br />

Na bravo.<br />

Keine Sorge. Ist alles nicht schlimm.<br />

Aber es ist die Folge einer sitzenden<br />

Tätigkeit. Zu wenig Ausgleich, zu<br />

wenig Schulterblattmuskulatur.<br />

Damit sich das ändert, treten Sie<br />

als Bewegungskoordinator an.<br />

Wie machen wir denn den ersten<br />

Schritt?<br />

Wir bauen diese Website auf, mit<br />

100 einfachen Übungen, die man<br />

sich anschauen und runterladen<br />

kann. Damit der Mensch wieder<br />

lernt sich selber zu spüren. Wo<br />

steht mein Gelenk, wo steht meine<br />

Wirbelsäule, wie ist meine richtige<br />

Haltung bei einer Übung? Wo sind<br />

meine Kniegelenkswinkel bei einem<br />

Squat? Denn falsch gemacht ist der<br />

Squat ein schlechter Squat. Dafür<br />

eignet sich ein Video perfekt. Mit<br />

geschlossenen Augen auf einem<br />

Bein stehen, auf einem flexiblen<br />

Untergrund, das ist schwer. Aber in<br />

drei, vier Wochen kannst du dich da<br />

unglaublich verbessern. Bloß bleiben<br />

die Leute meistens nicht dran.<br />

Eben. Erster Schritt gut und schön.<br />

Es gibt medialen Rückenwind,<br />

man kennt Sie, auch als Trainer<br />

von Marcel Hirscher. Aber wie<br />

bleib ich dran?<br />

Wir sind dabei, mit der Sportstrategie<br />

Austria bundesweit die Vereine<br />

zu erreichen. Die Menschen sollen<br />

in den Verein gehen können und<br />

dort wirklich den ersten Schritt im<br />

Verein machen. Wir rechnen damit,<br />

dass von den 6000 Vereinen 1000<br />

regional mitmachen werden. Die<br />

Leute sollen unter Anleitung guter<br />

Instruktoren beginnen, ohne beitreten<br />

oder einen Mitgliedsbeitrag<br />

zahlen zu müssen.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

15


GERNOT<br />

SCHWEIZER<br />

ist Fitnesstrainer und Bewegungskoordinator<br />

der Bundesregierung.<br />

Der gebürtige Deutsche<br />

trainiert unter anderen mit<br />

Ski-Weltcup-Seriensieger<br />

Marcel Hirscher<br />

www.teamschweizer.at<br />

Sollte man die Bewegung nicht<br />

in den Arbeitsalltag integrieren<br />

und statt einer Mittags- eine<br />

Sportpause machen?<br />

Ich hab das vor Jahren in Deutschland<br />

mit großen Firmen gemacht.<br />

Dieses asiatische Denken, Tai Qi<br />

in der Pause machen, das kommt<br />

in Europa nicht gut an. Weil wir<br />

eine Neid- und Eifersuchtsgesellschaft<br />

sind. Wenn du mit Kollegen<br />

Sport machst und besser bist, hat<br />

der andere vielleicht schon die<br />

Vermutung, dass das vom Unternehmen<br />

genutzt wird, um ein<br />

Ranking zu erstellen. Davor haben<br />

viele Menschen Angst. Viele sagen<br />

auch: Jetzt arbeite ich mit meinen<br />

Kollegen eh schon acht Stunden,<br />

da muss ich sie nicht beim Sport<br />

auch noch sehen.<br />

Was halten Sie von Belohnungen,<br />

wenn man mit dem Rad oder<br />

zu Fuß in die Arbeit kommt?<br />

Ich finde das teilweise traurig.<br />

Ein Mensch sollte sich mit seiner<br />

eigenen Bewegung selbst belohnen.<br />

Aber rein auf der ökologischen<br />

und gesundheitlichen Seite finde<br />

ich, das ist eine saugeile Sache.<br />

Diese Ideen haben wir auch schon<br />

im ersten Schritt, dass wir sagen:<br />

Unternehmer, finanziert euren<br />

Leuten so was. Oder Supermarktketten:<br />

Wer nicht mit dem Auto<br />

kommt, kriegt 2 oder 5 Prozent<br />

auf den Einkauf. Das ist nicht<br />

leicht zu kontrollieren. Aber die<br />

paar, die das ausnutzen und das<br />

Auto um die Ecke parken, die<br />

sollen den Bonus auch kriegen und<br />

daheim beim Essen ein schlechtes<br />

Gewissen haben.<br />

Laufen boomt ja. Ist das der perfekte<br />

Einstieg?<br />

Es ist das Einfachste, weil man es<br />

überall machen kann. Für viele ist<br />

das aber das einzige Ventil zum<br />

Abschalten und sie werden süchtig.<br />

Vergessen dabei aber, dass laufen<br />

gelernt sein will. Da sind wir wieder<br />

beim Thema Rumpfstabilität.<br />

Da muss man aufpassen, dass die<br />

Dosierungen, die Verhältnisse vom<br />

Lauftraining im Verhältnis zur<br />

Leistungsfähigkeit des gesamten<br />

Körpersystems ausgewogen sind.<br />

Die Einseitigkeit ist das Problem.<br />

Der Rumpf und die Systeme<br />

müssen intelligent an die Sportart<br />

angepasst werden. Einfach nur zu<br />

laufen, ist zu wenig. Das gilt für<br />

alle Sportarten.<br />

Da kommt uns wieder die Leistungsgesellschaft<br />

in die Quere,<br />

die sagt: Du musst besser sein<br />

als der andere<br />

Absolut. Es geht nur mehr um<br />

Leistung. Unsere Grundbewegungen<br />

oder der Grundsport, der der<br />

wertvollste ist, hat so stark an Wertigkeit<br />

verloren. Das flotte Spazierengehen,<br />

leichtes Joggen oder<br />

Wirbelsäulengymnastik daheim.<br />

Alles muss nur noch auf Leistungsniveau<br />

ablaufen. Deswegen:<br />

Marcel Hirscher gibt dem „Ersten<br />

Schritt“ Rückenwind, super. Aber:<br />

Er ist Profisportler und ich möchte<br />

nicht, dass sich die Menschen an<br />

so etwas orientieren. Das ist ein<br />

Ding der Unmöglichkeit.<br />

Der Schaden ist aber bereits<br />

passiert. Heute haben 40-Jährige<br />

schon Rückenschmerzen.<br />

Orthopädisch bedingte Rückenoder<br />

Kopfschmerzen – das gab es<br />

zu meiner Zeit nicht. Ich kriege<br />

heute unfassbar viele Kinder mit<br />

Haltungsschäden, mit Migräne.<br />

Und die Trainer in den Vereinen<br />

sind überfordert. Die können<br />

nicht Haltungssport betreiben und<br />

Systeme entwickeln, die wir noch<br />

spielerisch auf der Straße entwickelt<br />

haben. Skateboard fahren,<br />

Rollschuh fahren, Rollhockey<br />

spielen, raufen, machen, tun. Es ist<br />

ja nicht nur so, dass den Kindern<br />

die Bewegung fehlt, sie wird<br />

ihnen oft sogar noch verboten.<br />

Schneeballschlacht im Schulhof?<br />

DER RUMPF UND DIE<br />

SYSTEME MÜSSEN<br />

INTELLIGENT AN DIE<br />

SPORTART ANGEPASST<br />

WERDEN. EINFACH NUR<br />

ZU LAUFEN IST ZU WENIG.<br />

Verboten. Es könnte ja mal einer<br />

einen Ball auf den Schädel kriegen.<br />

Wir haben heute kein Vertrauen zu<br />

Kindern, zu Gesundheit. Man hat<br />

kein Vertrauen mehr in natürliche<br />

Entwicklung. Die Bewegung der<br />

Kinder wird im Keim erstickt. Wer<br />

nicht ruhig im Eck hockt, wird<br />

gleich als ADHS-Kind abgestempelt.<br />

Wir brauchen wieder eine<br />

viel höhere Akzeptanz Kindern,<br />

Kinderlärm und Kinderbewegung<br />

gegenüber. Das sind auch meine<br />

Aufgaben mit dem ersten Schritt,<br />

hier die Gesellschaft aufzurütteln.<br />

Ein Satz von Ihnen: Innere und<br />

äußere Haltung gehören zusammen.<br />

Absolut. Ein Kind braucht Ventile.<br />

Ich hab erst kürzlich, als ich einen<br />

Termin im Ministerium hatte,<br />

16 <strong>SPORTaktiv</strong>


www.vw-nutzfahrzeuge.at<br />

Der Amarok.<br />

Auch als attraktives<br />

Einstiegsmodell Entry erhältlich.<br />

Mit bis zu<br />

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Der Amarok verfügt über einen kraftvollen V6-TDI-Motor mit 580 Nm.<br />

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Verbrauch: 8,1 – 8,7 l/100 km, CO 2 -Emission: 212 – 229 g/km.


gesehen, dass sie in einem Park<br />

Äste von Bäumen abgesägt haben,<br />

damit keine Kinder darauf herumklettern<br />

können. Ist doch wurscht,<br />

wenn ein paar Bäume untenrum<br />

kaputtgehen. Besser, als dass unsere<br />

Kinder kaputtgehen. Da pflanz<br />

ich doch in ein paar Jahren neue<br />

Bäume. Ein Kind muss mal wieder<br />

rumtoben dürfen, herumrennen,<br />

Spaß haben, es müssen sich bewegen<br />

dürfen, laut sein dürfen. Es<br />

gibt immer irgendwelche Stänkerer<br />

in der Gesellschaft, die versuchen,<br />

zu verhindern, dass sich Kinder<br />

überhaupt noch bewegen dürfen.<br />

Wenn sich im Kindergarten ein<br />

Kind den Arm dabei bricht, ist<br />

der Aufschrei groß und die Pädagogen<br />

bleiben mit den Kindern<br />

lieber drinnen.<br />

Alle, die in der motorischen Erziehung<br />

arbeiten, haben schon fast<br />

Ängste, versicherungstechnisch.<br />

Natürlich kann sich ein Kind auf<br />

der Wiese einen Bänderriss holen<br />

oder den Fuß brechen, wenn’s<br />

dumm läuft. Aber je weniger ich<br />

die Kinder bewege, desto mehr solcher<br />

Unfälle werde ich haben. So<br />

und wenn ich jetzt noch Trainer,<br />

Erzieher, Lehrer für alles, was die<br />

Kinder machen, in die Verantwortung<br />

nehme oder für alles, was<br />

auch im Sportunterricht wieder<br />

gemacht gehört, dann wird kein<br />

Pädagoge mehr seinen Kopf hinhalten<br />

für unser gesellschaftliches<br />

Drama. Das ist eins der größten<br />

Probleme. Da muss politisch was<br />

passieren. Lehrer brauchen mehr<br />

Rechte, mehr Versicherungsschutz<br />

und Eltern mehr Aufklärung.<br />

Wie groß ist die Gefahr, dass die<br />

„Mach den ersten Schritt“-Kampagne<br />

nach den nächsten Wahlen<br />

wieder im Sand verläuft?<br />

Vorweg: Ich bin als Experte<br />

engagiert worden, nicht wegen<br />

eines Parteibuchs. Die Regierung<br />

hat erkannt, dass es gesellschaftlich<br />

so nicht weitergehen kann.<br />

Gernot<br />

Schweizer<br />

beim<br />

Interview<br />

in Wien mit<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Chefredakteur<br />

Klaus<br />

Molidor.<br />

Das beeindruckt mich. Denn die<br />

Kosten im Sozialversicherungswesen<br />

werden explodieren, das tun<br />

sie ja jetzt schon. Und wer hat<br />

dann das Recht von den Kosten<br />

zu profitieren und wer nicht? Also<br />

besser, man geht ganz schnell in<br />

die Prävention, um nicht zum<br />

Richter für Gesundheit werden<br />

zu müssen. Da gehen wir in ein<br />

ethisches Desaster. Wir brauchen<br />

gesunde Menschen und wir sind<br />

finanziell auf Dauer nicht in der<br />

Lage, Systeme zu erhalten, wie sie<br />

derzeit im Sozialversicherungswesen<br />

laufen, wenn wir jetzt nicht in<br />

der Prävention und gesellschaftlich<br />

in der Erziehung von Kindern vom<br />

Kindergarten bis zur Schule ganz<br />

schnell was verändern. Selbst wenn<br />

es zu einem Regierungswechsel<br />

kommt – hier kann keiner mehr<br />

aus. Was wir nicht vorhaben: so<br />

etwas in Gang zu setzen und dann<br />

aufhören – wie es schon oft passiert<br />

ist. Ich werde nicht aufgeben.<br />

Dafür bin ich zu viel Visionär.<br />

Sagen Sie mir abschließend drei<br />

Übungen, die ich machen sollte.<br />

Das kann man so nicht sagen,<br />

weil jeder anders ist. Ich kann nur<br />

global sagen: Rumpf trainieren.<br />

Immer Rumpf, oberstes Gesetz.<br />

Zweites Gesetz: Nacken-Schulter-<br />

Bereich, in jedem Beruf. Drittes<br />

Gesetz: Herz-Kreislauf-System<br />

trainieren. Und das vierte ist<br />

das neuromuskuläre Training,<br />

das Visualisieren, Brain Kinetic.<br />

Balancieren mit Jonglieren,<br />

kopfrechnen, Englisch lernen und<br />

dabei balancieren. Da kommt ganz<br />

viel zu auf uns in dem Bereich,<br />

das wird ein ganz großes Thema.<br />

Im Spitzensport wie im Alltagssport,<br />

wie im Schulsport – in allen<br />

Bereichen der Bewegungserziehung<br />

wird das ein Zukunftsthema. Unglaublich,<br />

was da für faszinierende<br />

Dinge passieren.<br />

DIE<br />

KAMPAGNE<br />

EIN MENSCH<br />

SOLLTE SICH MIT<br />

SEINER EIGENEN<br />

BEWEGUNG<br />

SELBST BELOHNEN.<br />

Sozial- und Sportministerium haben<br />

in einer Zusammenarbeit die Kampagne<br />

auf die Beine gestellt. Ziel und<br />

Antrieb dahinter: Menschen zur Bewegung<br />

animieren. Laut Empfehlung<br />

der WHO soll man sich 150 Minuten<br />

pro Woche regelmäßig bewegen. Zusätzlich<br />

zu kurzen Videos, in denen<br />

eine Fülle an Übungen erklärt und<br />

vorgezeigt werden, gibt es auch<br />

Empfehlungen zur richtigen Balance<br />

beim Essen. „Möglichst viele Leute<br />

sollen möglichst lange ohne gesundheitliche<br />

Probleme leben können“, erklärt<br />

Sportminister Heinz-Christian<br />

Strache die Kampagne.<br />

www.machdenerstenschritt.at<br />

18 <strong>SPORTaktiv</strong>


FIT<br />

Training – Gesundheit – Ernährung<br />

Fotos: iStock, ÖPC/GEPA pictures, Getty images<br />

ALLES LUG UND TRUG?<br />

Das Image des Berufssports ist im<br />

Keller: Laut „Marketagent“- Studie<br />

glauben Österreicher im Schnitt,<br />

dass 34 % der Profisportler und<br />

sogar 77 % der Radprofis dopen.<br />

www.marketagent.com<br />

WAS UNS BLÜHT<br />

Der Pollenwarndienst hat seine<br />

Pollen-App überarbeitet und mit<br />

neuen Services angereichert. Die<br />

App gibt es kostenlos für iOS und<br />

Android in den App-Stores.<br />

www.pollenwarndienst.at<br />

STARS VON MORGEN<br />

Das Österreichische Paralympische<br />

Committee (ÖPC) sucht die Paralympics-Stars<br />

von morgen: Am 14. Juni im<br />

BSFZ Südstadt und am 2. Juli im ULSZ<br />

Salzburg/Rif. Zielgruppe: 12–18-Jährige.<br />

www.talent-days.at


AUF EINEN<br />

SPRUNG<br />

inder fühlen sich von Trampolinen<br />

magisch angezogen.<br />

Und das ist auch gut<br />

so in Zeiten, in denen die Mehrheit der<br />

Kids bestimmt nicht an Bewegungsüberschuss<br />

leidet. Egal, wie sportbegeistert<br />

David, Anna oder Lukas sonst sind,<br />

Springen auf einem Trampolin macht allen<br />

Kids Spaß. Beachtet man als Eltern<br />

die Sicherheitsregeln (siehe im Kasten<br />

hinten), dann fördert das Springen<br />

schon ab dem frühen Kindes alter die<br />

Bewegungslust, erhöht die Ausdauer,<br />

unterstützt die motorische Entwicklung<br />

und (so hört man zumindest oft) es hilft<br />

sogar bei der Gehirnentwicklung.<br />

Ob es daran liegt, dass Trampoline<br />

uns an die eigene Kindheit erinnern?<br />

Das federnde Sportgerät liegt jedenfalls<br />

auch bei Erwachsenen im Trend. Zum<br />

einen als Minitrampolin fürs Gruppenwork<br />

out im Studio bzw. fürs Training<br />

im Wohnzimmer. Zum anderen sind in<br />

den letzten Jahren mehrere Indoor-<br />

Trampolinparks in Österreich entstanden.<br />

Die Angebote dort verheißen nicht<br />

nur Kindern ein riesiges Gelände zum<br />

Austoben, auch Erwachsene können<br />

dort ihre Bewegungslust ausleben.<br />

Aber wie schaut es neben dem Spaßmit<br />

dem Fitnessfaktor aus? „Echtes“<br />

Training oder doch eher Spielerei? Zeit<br />

für einen genaueren Blick.<br />

„Jumpen“ am Minitrampolin<br />

Sie haben rund einen Meter Durchmesser<br />

und einen Griff, es gibt sie für daheim<br />

(ab rund 100 Euro) oder in hochwertigerer<br />

Studio-Qualität: Fitness-<br />

Fotos: Vibes Fitness, Flip Lab Vienna<br />

20 <strong>SPORTaktiv</strong>


WAS KANN EIN MINITRAMPOLIN IM STUDIO UND IM WOHNZIMMER ?<br />

UND SIND TRAMPOLINPARKS NUR KINDERSPIELPLÄTZE ODER AUCH<br />

AUSGEWACHSENE SPORTSTÄTTEN? DER „TRAMPOLIN-EFFEKT“ ALS<br />

FITMACHER, EN GROS UND EN DETAIL.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

Auf und ab:<br />

Im Moment<br />

ist das<br />

Trampolin als<br />

Sportgerät<br />

eindeutig<br />

obenauf.<br />

Minitrampoline. In Zeiten des ersten<br />

Fitnessbooms in den 1980er-Jahren<br />

wurde schon gehüpft, danach wurden<br />

die Geräte längere Zeit nur in der Physiotherapie<br />

eingesetzt. Seit ungefähr drei<br />

Jahren gibt es einen neuen Boom „und<br />

der hält nach wie vor an. ‚Jump‘ gehört<br />

zu unseren bestbesuchten Kursen“,<br />

erzählt Lisa Proneg, Fitnesscoach bei<br />

„Vibes Fitness“ in Graz.<br />

45 Minuten dauern die „Jumping Fitness“-Kurse<br />

bei Vibes, was auch für gut<br />

Trainierte lang genug ist. Die Trampolineinheit<br />

läuft zwar unter „Ausdauertraining“,<br />

ist aber eines von der verschärften<br />

Sorte. Ein „HIIT“-, also ein<br />

„High Intensity Intervall Training“.<br />

Folgt man der von den Coaches vorgegebenen<br />

Schritt- und Sprungchoreografie<br />

mit wechselnder Intensität, fließt der<br />

Schweiß nach wenigen Minuten.<br />

Schulterbreit, mit leicht angewinkelten<br />

Knien und vorgebeugt: So schaut die<br />

Grundposition beim Springen aus. Ungefähr<br />

wie beim Skifahren. Der Rücken<br />

soll gerade sein, die Schultern lässt man<br />

locker hängen. Eingestreute langsamere<br />

Sprungvarianten kräftigen Rumpf-,<br />

Bein- und Gesäßmuskulatur. „Es werden<br />

wesentlich mehr Muskelgruppen<br />

angesprochen als beim Laufen. Der<br />

Kalorienverbrauch ist ebenfalls deutlich<br />

höher – bis zu 800 Kalorien pro<br />

Stunde“, weiß die Vibes-Trainerin.<br />

Die Bewegungs energie soll übrigens<br />

nicht für möglichst hohes Springen<br />

eingesetzt werden – die Kraft vielmehr<br />

ins Gerät gehen und von den Federn<br />

abgebaut werden.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

21


SAFETY-TIPPS<br />

DARAUF SOLLTEN ELTERN<br />

ACHTEN, WENN KIDS AM<br />

TRAMPOLIN SPRINGEN.<br />

Kindern passieren beim Trampolinspringen<br />

leider öfters – auch schwere – Verletzungen:<br />

Darauf wies unlängst etwa der steirische<br />

Verein „Große schützen Kleine“ hin.<br />

Dessen Präsident und Vorstand der Grazer<br />

Uniklinik für Kinder- und Jugendchirurgie,<br />

Univ.-Prof. Dr. Holger Till, rät dennoch nicht<br />

vom Trampolin ab. Der Mediziner appelliert<br />

an das Einhalten von Grundregeln. „Trampolinspringen<br />

und Bewegung sind an sich<br />

die beste Unfallprävention. Klare Regeln<br />

und Basiskenntnisse sind jedoch unerlässlich,<br />

um schwere und unnötige Unfälle zu<br />

vermeiden.“<br />

„Den meisten ist gar nicht bewusst, wo<br />

Gefahren am Trampolin lauern. Die Unfallgefahr<br />

wird völlig falsch eingeschätzt, weil<br />

das Trampolin ‚weich‘ wirkt“, erklärt Dieter<br />

Hayn von der Sektion Trampolin des Turnverbands<br />

Steiermark für „Große schützen<br />

Kleine“. „Die meisten Verletzungen passieren<br />

bei schlechten Landungen mitten am<br />

Trampolin, nicht bei Stürzen auf den Rahmen<br />

oder vom Trampolin. Landungen auf<br />

einem Bein oder mit den Armen am Trampolin<br />

sind weit gefährlicher, als meist angenommen.“<br />

Schwere Verletzungen könnten<br />

auch bei missglückten Saltoversuchen auftreten.<br />

Appell: Für erste Saltoversuche professionelle<br />

Hilfe in Anspruch nehmen.<br />

Christian Höckner vom Flip Lab Wien weist<br />

auf die Grund regeln hin, die in Trampolinparks<br />

gelten und die man auch am Gartentrampolin<br />

beachten soll:<br />

• Immer nur eine Person auf einem<br />

Trampolin. Springen zwei (oder noch<br />

mehr) Menschen gleichzeitig, kann es zu<br />

„Katapult-Effekten“ und in der Folge bösen<br />

Unfällen kommen.<br />

• Geht ein Sprung daneben, möglichst mit<br />

dem Rücken aufzukommen versuchen.<br />

Die Arme anlegen und möglichst vor<br />

dem Oberkörper verschränken. Nie<br />

mit den Armen den Sturz abfangen<br />

versuchen.<br />

• Ganz generell gilt: Kinder sollten<br />

nie ohne Aufsicht springen.<br />

Sidestep ins Wohnzimmer<br />

Diese Sprungtechnik erklärt auch<br />

(und damit ein kleiner Sidestep<br />

ins Wohnzimmer), warum man<br />

keine Altbauwohnung benötigt,<br />

wenn man sich ein Fitnesstrampolin<br />

ins Heim holen will.<br />

Körpergröße plus 50 Zentimeter<br />

empfehlen Hersteller als Mindest-Deckenhöhe,<br />

das geht sich<br />

auch im Neubau aus. Anleitungs-DVDs<br />

fürs Heimtraining<br />

werden mit dem Gerät oft mitgeliefert<br />

oder man lässt sich auf<br />

Youtube inspirieren.<br />

Auf dem „Minitramp“ kann<br />

man daheim übrigens auch ganz<br />

niederschwellig trainieren. Die<br />

Betreiber des Flip-Lab-Trampolinparks<br />

in Wien (siehe Teil zwei<br />

der Story) haben gemeinsam mit<br />

der Uni Innsbruck Studien mit<br />

Fitness-Anfängern durchgeführt<br />

und dabei in kurzer Zeit viele positive<br />

Effekte festgestellt: Unter<br />

anderem beugt das Springen<br />

Osteo porose vor.<br />

Körperspannung<br />

statt Verspannung<br />

Zurück im Vibes, zählt Fitnesstrainerin<br />

Lisa Proneg weitere Vorteile<br />

der schweißtreibenden Variante<br />

auf: Der instabile Grund<br />

wirke sich einerseits auch auf die<br />

Körperspannung positiv aus – andererseits<br />

löse das ständige Auf<br />

und Ab Verspannungen im<br />

Schulter- und Nackenbereich, der<br />

Problemzone vieler, die am<br />

Schreibtisch arbeiten. Das Training<br />

sei außerdem gelenkschonend,<br />

einfach und ohne Vorkenntnisse<br />

für jedes Fitnesslevel<br />

durchführbar. Und auch bei etwas<br />

mehr Körpergewicht eigne es<br />

sich sehr gut. Bei chronischen<br />

Problemen, etwa mit dem Bewegungsapparat,<br />

sollte man sicherheitshalber<br />

zuvor beim Arzt<br />

nachfragen. „Die Intensität lässt<br />

sich über den Krafteinsatz und<br />

die Geschwindigkeit der Bewegungen<br />

regulieren. Ein guter<br />

Coach kennt auch seine Gruppe<br />

und geht auf ihr Leistungsvermögen<br />

ein“, sagt Lisa Proneg.<br />

Ausdauer und Akrobatik<br />

Szenenwechsel: Christian Höckner<br />

und Kollegen des „Flip Lab<br />

Vienna“ zeigen auf einem Youtube-Video<br />

(unbedingt anschauen:<br />

https://bit.ly/2VOUdhZ), was in<br />

einem Trampolinpark für Könner<br />

möglich ist. Höckner, heute 29,<br />

betrieb das Trampolinspringen im<br />

Alter von 6 bis 22 Jahren als Leistungssport,<br />

war mehrmals Staats­<br />

LISA PRONEG<br />

ist staatl. geprüfte Fitness- und<br />

Athletiktrainerin und leitet<br />

„Vibes Fitness“ am Grazer<br />

Südtirolerplatz.<br />

www.vibes-fitness.at<br />

22 <strong>SPORTaktiv</strong>


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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

23


TRAMPOLINPARKS<br />

IN ÖSTERREICH<br />

Flip Lab Wien/Schwechat<br />

www.fliplab.at<br />

Flip Lab Innsbruck/Völs<br />

www.fliplab.at/innsbruck<br />

Jump25/Airbase One, Kalsdorf bei Graz<br />

www.jump25.at<br />

JumpMaxx, 1210 und 1230 Wien<br />

www.jumpmaxx.at<br />

Airparc The Freestyle Playground, Telfes (T),<br />

http://air-parc.com/<br />

meister und ist Head Instructor im<br />

Flip Lab in Wien-Schwechat.<br />

In der dortigen „High Performance-Area“<br />

stehen dieselben<br />

Trampoline, auf denen Wettkämpfe<br />

der Turnsparte Trampolin abgehalten<br />

werden. Daneben gibt es in<br />

der 2500 m 2 großen Halle Bereiche<br />

für unterschiedlichste Leistungsniveaus:<br />

Areale für Kinder<br />

und Einsteiger oder auch sogenannte<br />

„Wall Walk“-Bereiche,<br />

Freestyle- Bereiche und viele mehr.<br />

In den USA, Australien oder<br />

England gibt es Trampolinparks<br />

seit Langem, erklärt Höckner, nun<br />

fassen sie auch bei uns immer stärker<br />

Fuß. Oft sind sie einfach erweiterte<br />

„Indoor-Spielparks“ für<br />

Kinder – die großen Parks (siehe<br />

Kasten rechts) dagegen ermöglichen<br />

Sport auf Topniveau. „Unsere<br />

Hauptzielgruppe sind grundsätzlich<br />

8- bis 15-Jährige, wobei<br />

die Eltern beim ersten Mal zuschauen,<br />

beim zweiten Mal dann<br />

schon mitspringen, weil sie sehen,<br />

dass es auch Erwachsenen Spaß<br />

macht“, sagt Höckner. Andererseits<br />

nützten Turner, Wasserspringer,<br />

Parkour-Läufer und andere Meister<br />

der Körperbeherrschung die optimalen<br />

Trainingsbedingungen.<br />

Ebenso wie die Freestyle-Trampolinszene:<br />

der Unterschied zur traditionellen<br />

Wettkampfszene? „Im<br />

Freestyle geht es darum, möglichst<br />

schwierige Tricks zu schaffen, und<br />

weniger um eine möglichst exakte<br />

Ausführung“, weiß Höckner.<br />

Um in einem Trampolinpark fit<br />

zu werden, kann man das Springen<br />

zunächst ganz einfach als Spaß machendes<br />

Ausdauertraining betreiben,<br />

erklärt Höckner. Herausholen<br />

kann man aus der Sportart aber<br />

viel mehr: „Trampolinspringen ist<br />

CHRISTIAN HÖCKNER<br />

ist mehrfacher Trampolin-<br />

Staatsmeister und Head<br />

Instructor im „Flip Lab“<br />

in Wien-Schwechat.<br />

www.fliplab.at<br />

grundsätzlich eine Ganzkörpersportart,<br />

bei der man jeden Muskel<br />

braucht. Etwa, um den Körper zu<br />

stabilisieren. Koordination und<br />

Körpergefühl werden geschult.“<br />

Interessant: Für einfache Salti müsse<br />

man kein großes Bewegungstalent<br />

sein, versichert Höckner. Vom<br />

selbstständigen Experimentieren<br />

rät er aber aus Sicherheitsgründen<br />

ab: „Wir bieten Grundkurse mit<br />

vier einstündigen Einheiten an. In<br />

den ersten beiden Einheiten geht<br />

es um Grundsätze, die wichtig<br />

sind, um Verletzungen zu vermeiden:<br />

Haltung, Muskeln anspannen,<br />

oder wie man landen sollte,<br />

wenn ein Sprung daneben geht. In<br />

der dritten und vierten Stunde<br />

lernt man dann schon einfache<br />

Tricks wie Vorwärts- oder Rückwärtssalto.<br />

Mit dem Wissen und<br />

Können kann dann jeder auch<br />

schon in der High-Performance-<br />

Area springen.“<br />

Für die Sicherheit bekommt jeder<br />

Besucher im Flip Lab eine Einweisung,<br />

gemeinsames Aufwärmen<br />

ist Pflicht und die Regeln müssen<br />

beim Springen stets eingehalten<br />

werden. Darüber wachen auch die<br />

Instruktoren. Beachtet man diese,<br />

kann man in Trampolinparks richtig<br />

coolen und fordernden Sport<br />

betreiben, bei dem nur das eigene<br />

Können die Grenzen setzt.<br />

24 <strong>SPORTaktiv</strong>


LADESTATION<br />

auf gut österreichisch.<br />

Der perfekte Durstlöscher nach sportlichen Aktivitäten und<br />

für zwischendurch: Edelweiss Alkoholfrei ist reich an Kohlenhydraten,<br />

Mineralien und Vitaminen – und damit ideal,<br />

um Ihre Batterien wieder aufzuladen. Genießen Sie den vollen<br />

Weizenbier-Geschmack ohne Alkohol!


26 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

Fotos: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


DR. ROLAND WERTHNER<br />

aus Linz/Leonding ist Sportwissenschafter und Erfinder der Motorikparks.<br />

2015 gründete er mit DI Thomas Birnleitner die Motorik Dreams GmbH.<br />

Er ist auch Abteilungsleiter in der Bundessport-Akademie Linz, dazu Obmann und<br />

Trainer im erfolgreichen Leichtathletik-Verein „TGW Zehnkampf Union Linz“.<br />

www.motorikdreams.com<br />

SPORT<br />

DER<br />

SPIELPLATZE<br />

BRAUCHT<br />

en Erfolg sieht man an der Statistik und<br />

D<br />

mit freiem Auge. Den Motorikpark in<br />

Gamlitz in der Südsteiermark wies die<br />

Tourismusstatistik 2018 auf Platz vier<br />

der „meistbesuchten steirischen Sehenswürdigkeiten“<br />

aus. Wobei „Sehenswürdigkeit“ das falsche<br />

Wort ist: Es wird generationenübergreifend auf allerlei<br />

Gerätschaft balanciert und gewippt. Man kann Kletterparcours<br />

in Absprunghöhe absolvieren, zwischen Kippstangen<br />

durchsprinten oder Untergründe mit den Fußsohlen<br />

erspüren. An sonnigen Wochenenden verteilen<br />

sich viele Hundert Menschen auf dem Gelände in Gamlitz,<br />

das mit seinen 120 Geräten so groß ist, dass dennoch<br />

kein Engegefühl entsteht.<br />

An Sport denken bestimmt nicht alle Motorikpark-Nutzer.<br />

Der Begriff wird landläufig ja oft mit<br />

Schweiß und brennenden Muskeln assoziiert. Oder: mit<br />

Ausdauerleistung und vielleicht noch ein paar Kraftübungen.<br />

Zu den fünf „motorischen Fähigkeiten“ des<br />

Menschen zählen aber neben Ausdauer und Kraft auch<br />

Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit, und alle<br />

werden in Motorikparks angemessen berücksichtigt.<br />

In Motorikparks testen Oma und Enkerl ihr Balancegefühl,<br />

genauso wie Leistungssportler bis hin zur Ski-Nationalmannschaft<br />

dort Trainingswochen verbringen.<br />

Fünfjährige und Achtzigjähriger, Sportmuffel, Hobby-Leistungsathlet<br />

und Weltcupsieger können diesselben<br />

ROLAND WERTHNER HAT RUND 500 SPORT-<br />

GERÄTE ERFUNDEN, DIE NICHTSPORTLERN<br />

GENAUSO WIE WELTCUPSIEGERN<br />

NÜTZEN. MIT SEINEN MOTORIKPARKS<br />

FÖRDERT DER EX-ZEHNKÄMPFER DIE<br />

BEWEGUNGSLUST DER GESELLSCHAFT.<br />

TEXT: CHRISTOF DOMENIG, FOTOS: THOMAS POLZER<br />

Geräte sinnvoll nutzen. Diese erstaunliche Tatsache<br />

bringt Motorikpark-Erfinder Roland Werthner nüchtern<br />

auf den Punkt: „Aus funktioneller und trainingswirksamer<br />

Sicht sind fast alle Stationen und Geräte von allen<br />

möglichen potenziellen Nutzergruppen und Besuchern<br />

sinnvoll zu gebrauchen“, heißt es im wissenschaftlichen<br />

Konzept, das Werthner zu seiner Erfindung verfasst hat.<br />

Bewegungsraum statt -mangel<br />

Der Linzer ist Sportwissenschafter und ehemaliger Zehnkämpfer,<br />

sein Bruder Georg war vierfacher Olympiateilnehmer<br />

und wurde Olympiavierter im Zehnkampf 1980.<br />

„Viele haben gesagt, ich bin talentierter“, erzählt Roland<br />

Werthner, als wir ihn im Ende 2018 errichteten Moto-<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

27


MOTORIKPARKS ERINNERN<br />

AN KINDERSPIELPLÄTZE, AUF<br />

DENEN AUCH ERWACHSENE<br />

SPIELEN DÜRFEN, OHNE SCHIEF<br />

ANGESCHAUT ZU WERDEN.<br />

rikpark in Ansfelden bei Linz treffen – „Georg war extrem<br />

konsequent. Ich bin dafür vielleicht der Kreativere.“<br />

Das Stichwort „Talent“ begleitet Roland Werthner<br />

durchs sportliche und berufliche Leben. Er hat seine Dissertation<br />

zum Thema „Talentsicherung“ geschrieben, daraus<br />

haben die Werthners gemeinsam mit dem dritten<br />

Bruder Ulrich das „Talente Diagnose System“ (TDS)<br />

entwickelt. Mit dem computergestützten System lassen<br />

sich die Anlagen in allen fünf motorischen Fähigkeiten<br />

schon im Kindesalter bestimmen, sportliches Talent lässt<br />

sich somit frühzeitig erkennen und fördern.<br />

Und diese Förderung von Talenten und der fünf motorischen<br />

Fähigkeiten führte letztlich auch zur Idee der<br />

Motorikparks. Werthner weiß aus zahlreichen Tests mit<br />

dem TDS, dass die durchschnittlichen motorischen Fähigkeiten<br />

bei Kindern seit Langem sinken – was natürlich<br />

die gesellschaftliche Gesamtsituation widerspiegelt.<br />

Der erste Motorikpark entstand 2002 im oberösterreichischen<br />

Gmunden. Dessen Grundidee ist auch <strong>2019</strong><br />

höchst aktuell: Möglichst vielen Menschen in unserer<br />

„Bewegungsmangel-Gesellschaft“ attraktive Bewegungsräume<br />

zur Verfügung zu stellen, die so gestaltet sind, dass<br />

sie von diesen auch gerne angenommen werden.<br />

Das funktioniert, weil Motorikparks Bewegungsfreude<br />

bei niedrigschwelligem Einstieg verheißen und sich nicht<br />

wie traditionelle Sportstätten an eine kleine Gruppe richten.<br />

Es funktioniert auch, weil die Parks ausstrahlen, harmonisch<br />

in die Natur eingefügt werden und die Elemente<br />

überwiegend aus naturnahen Materialien wie Holz<br />

und Stein gebaut sind. Nicht umsonst erinnern Motorikparks<br />

an überlebensgroße Kinderspielplätze – mit dem<br />

Unterschied, dass die Erwachsenen im Motorikpark<br />

ebenfalls mitspielen dürfen, ohne dabei schief angeschaut<br />

zu werden.<br />

Kein Park gleicht dem anderen<br />

Roland Werthner hat nicht nur die Idee und das Konzept<br />

der Motorikparks entwickelt, sondern auch „sicher<br />

90 Prozent“ der über 500 existierenden Geräte erfunden<br />

und entwickelt. Alle sind nach sportwissenschaftlichen<br />

Grundsätzen aufgebaut und können dennoch ganz spielerisch<br />

benutzt werden. Und es werden ständig mehr. Zu<br />

den bestehenden Parks in Österreich (siehe im Kasten<br />

hinten) sollen in den kommenden Jahren rund 15 weitere<br />

dazukommen. Jeder Park wird individuell in die Landschaft<br />

eingefügt, keiner gleicht einem anderen, erzählt<br />

Werthner: „Es ist schon mein Ziel, bei jeder neuen Anlage<br />

20 bis 30 Prozent der Geräte neu zu entwickeln“.<br />

Man merkt ihm die Freude an, als er uns einen Ausschnitt<br />

seiner Erfindungen im jungen Motorikpark in<br />

Ansfelden bei Linz erklärt und vorführt. Etwa eine Wackelplatte:<br />

Sich in der Mitte hüftbreit draufzustellen,<br />

leicht zu wippen, die Schwingungen des Untergrunds zu<br />

verstärken oder sie mit dem Körper abzuschwächen zu<br />

versuchen: Das schafft jeder. „Einbeinig und mit geschlossenen<br />

Augen hat sich noch nie jemand länger als<br />

acht Sekunden darauf gehalten“, weiß Werthner. In jedem<br />

Motorikpark können Coaches engagiert werden, die<br />

28 <strong>SPORTaktiv</strong>


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zeigen, was aus jedem Gerät herausgeholt werden kann.<br />

Werthner plädiert als „Verfechter intrinsischer Motivation“<br />

aber dafür, „zunächst mehrmals selbst zu kommen<br />

und einfach alles auszuprobieren.“ Die Tafel, die bei jedem<br />

Gerät aufgestellt ist, hilft.<br />

Ideen für ein neues Gerät kommen Werthner „eigentlich<br />

überall. Manchmal beim Autofahren, dann bleibe<br />

ich stehen und fertige rasch eine Skizze an.“ Vier Firmen<br />

entwickeln die Geräte nach Werthners Vorstellungen.<br />

Manche Geräte sind für eine Person konzipiert, viele<br />

können von mehreren oder ganzen Gruppen benutzt<br />

werden, was die soziale Komponente stärkt.<br />

Fast jedes neue Geräte funktioniere so, wie er es sich<br />

ursprünglich gedacht hat, erzählt er auch. Einmal habe<br />

ihm der TÜV ein frei schwingendes Gerät mit einem Seil<br />

fixiert und damit seiner Funktion beraubt. Ein Drehbalken<br />

war ihm am Ende selbst zu gefährlich und er hat ihn<br />

wieder aus dem Programm genommen. Doch das sind<br />

Ausnahmen.<br />

Fünf Stunden mehr Bewegung pro Woche<br />

In Ansfelden herrscht bei unserem Treffen sogar an dem<br />

kalt-windigen Nachmittag unter der Woche Betrieb: Bikende<br />

Kinder „zweckentfremden“ den Rollstuhl-Parcours,<br />

Familien schlendern herum und probieren alles<br />

Mögliche aus. Läufer legen einen Zwischenstopp ein.<br />

„Jede Bewegung ist wertvoll“, sagt Werthner „und wenn<br />

sie intrinsisch motiviert ist, doppelt.“ Er erzählt von einem<br />

Motorikpark in Nachbarschaft zu einer Schule und<br />

einem Kindergarten, „da hat sich die Bewegungszeit der<br />

Kinder um fünf Stunden pro Woche erhöht.“<br />

Alle Parks sind in Stationen mit jeweils mehreren Geräten<br />

und unterschiedlichen Schwerpunkten aufgebaut.<br />

Koordination steht jedoch bei vielen im Mittelpunkt: Sie<br />

sei einerseits mit ganz einfachen Mitteln wirkungsvoll zu<br />

JEDE BEWEGUNG IST WERTVOLL, UND WENN<br />

SIE INTRINSISCH MOTIVIERT IST, DOPPELT.<br />

üben, erklärt Werthner. Andererseits brauche man möglichst<br />

vielfältige Variationen der Reize. Die Kindheit gilt<br />

als „goldenes Zeitalter“, um koordinative Fähigkeiten zu<br />

erlernen, auf der anderen Seite sei lebenslanges Dazulernen<br />

wichtig, etwa um im Alter mobil zu bleiben. Auch<br />

kleinste Reize helfen, wenn sie nur neu sind und dem<br />

Körper etwas Neues beibringen. „Fünf Minuten Koordinationstraining<br />

sind 20 Jahre später noch sichtbar“, sagt<br />

Werthner, der diese These mit einem „TDS“ wissenschaftlich<br />

nachweisen konnte.<br />

Wie einfach, vielfältig und vor allem spielerisch man<br />

Koordination trainieren kann, lässt sich in jedem der<br />

Motorikparks erfahren. Als der erste 2002 enstand, waren<br />

Roland Werthners Söhne vier und sechs Jahre alt und<br />

das Spielen mit ihnen eine wichtige Inspiration. Der südsteirische<br />

Motorikpark in Gamlitz, der ab 2009 entstand,<br />

„war ein Meilenstein“, sagt Werthner – der selbst darüber<br />

staunt, dass Nachwuchs-Skirennläufer aus Schladming<br />

200 Kilometer nach Gamlitz gefahren werden, oder dass<br />

er an manchen Wochenenden dort schon an die 25 Reisebusse<br />

nebeneinander parken sah.<br />

In Ansfelden hilft ein Vater gerade seinem kleinen<br />

Sohn auf dem 250 Meter langen Balanceparcours, beide<br />

haben sichtbar ihre Freude daran. „Wie gefällt es euch?“,<br />

fragt Werthner. „Super“, sagt der Vater und ergänzt: „Einen<br />

super Spielplatz habt’s da gebaut.“ Besser lässt sich<br />

die Sache nicht auf den Punkt bringen.<br />

MOTORIKPARKS IN ÖSTERREICH<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Harbach, 25 Stationen, 90 Geräte<br />

Groß Gerungs, 20 Stationen, 50 Geräte<br />

Waidhofen an der Thaya, 10 Stat., 35 G.<br />

Reichenau, 22 Stationen, 66 Geräte<br />

St. Corona am Wechsel, 24 Stat., 72 G.<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Ansfelden, 33 Stationen, 120 Geräte<br />

Braunau, 20 Stationen, 70 Geräte<br />

Andorf, 20 Stationen, 40 Geräte<br />

Wernstein, 10 Stationen, 54 Geräte<br />

Feldkirchen an der Donau, 22 Stat., 75 G.<br />

SALZBURG<br />

Saalbach, 24 Stationen, 84 Geräte<br />

STEIERMARK<br />

Gamlitz, 26 Stationen, 120 Geräte<br />

Koglhof, 12 Stationen<br />

Loipersdorf, 20 Stationen, 50 Geräte<br />

TIROL<br />

Kufstein, 22 Stationen, 66 Geräte<br />

WIEN<br />

Wien 22, Süßenbrunner Straße,<br />

26 Stationen, 140 Geräte<br />

Zilkpark, 16 Stationen, 40 Geräte<br />

30 <strong>SPORTaktiv</strong>


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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

31


Die Natur hält nichts von Gleichberechtigung.<br />

Denn die weltweit<br />

häufigste Mangelerscheinung<br />

betrifft zu einem sehr großen Prozentsatz<br />

nur Frauen. Die Rede ist vom Eisenmangel.<br />

Und weil Frauen durch die<br />

Menstruation monatlich Blut verlieren,<br />

sinkt ihr Eisenspiegel.<br />

Wichtig ist das Eisen deshalb, weil es<br />

für die Neuproduktion der roten Blutkörperchen<br />

wichtig ist und weil es im<br />

Sauerstofftransport eine zentrale Rolle<br />

spielt. Es ist, vereinfacht gesagt, die Verbindung<br />

zwischen dem Sauerstoff und<br />

den roten Blutkörperchen. Ein Mangel<br />

wirkt sich auf Ausdauersportler besonders<br />

aus. „Durch das Grundlagentraining<br />

im aeroben Bereich wollen wir,<br />

dass die Mitochondrien der Muskulatur<br />

effizient mit Sauerstoff Energie produzieren<br />

können“, sagt Sportmediziner Dr.<br />

Robert Fritz. Ist zu wenig Eisen vorhanden,<br />

funktioniert das nicht – wir stagnieren<br />

mit der Leistung trotz intensiven<br />

Training. Fette werden ja nur bei Sauerstoffüberschuss<br />

verbrannt. „Und wenn<br />

das nicht funktioniert, glauben viele,<br />

dass sie ein Problem mit der Lunge haben“,<br />

berichtet Fritz. „Die Aufnahme ist<br />

aber nicht das Problem. Wir kriegen den<br />

Sauerstoff nur nicht über das Blut bis in<br />

den Muskel hinein. Und dann kann ich<br />

trainieren, was ich will, und kriege nie<br />

einen aeroben Stoff wechsel hin.“<br />

Was bei Frauen zur Menstruation hinzukommt:<br />

Sie ernähren sich tendenziell<br />

gesünder als Männer, verzichten also<br />

eher auf rotes Fleisch, das ein guter Eisenlieferant<br />

wäre. Wenn sie dann noch<br />

regelmäßig Sport betreiben, dreht sich<br />

die Spirale weiter nach unten. Durch<br />

den Schweiß und die sogenannte<br />

Marschhämolyse. „Das bedeutet, dass<br />

beim lang andauernden Auftreten des<br />

Fußes auf dem Boden rote Blutkörperchen<br />

zerstört werden“, erklärt Sportmediziner<br />

Fritz – auch etwas, das den Eisenmangel<br />

vorantreibt. Der Ausdruck<br />

kommt aus Studien des US-Militärs, das<br />

Soldaten auf 40 Kilometer lange Märsche<br />

geschickt und gemerkt hat, dass sie<br />

HEAVY<br />

METAL<br />

OHNE SCHWERMETALL WIRD<br />

ES SCHWER MIT DER PERSÖN-<br />

LICHEN BESTZEIT ODER AUCH<br />

SCHON DER MOTIVATION ZUM<br />

TRAINING. WARUM EISEN FÜR<br />

DIE LEISTUNG SO WICHTIG IST,<br />

UND WARUM DER MANGEL<br />

VOR ALLEM FRAUEN TRIFFT.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

alle Richtung Eisenmangel und Anämie<br />

also Blutarmut gehen.<br />

Ganz zurücklehnen und das Eisen Eisen<br />

sein lassen sollten Männer aber auch<br />

nicht. Im Gegenteil. Beim gesunden<br />

Mann kommt ein Eisenmangel nur sehr<br />

selten vor, ausgeschlossen ist er aber<br />

nicht. „Zum Beispiel wenn man öfter<br />

Blut spendet“, weiß Fritz. Vor allem aber<br />

kann ein Eisenmangel bei Männern ein<br />

Hinweis auf eine größere Baustelle im<br />

Körper sein. Eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt<br />

zum Beispiel. „Das<br />

kann eine chronische Entzündung sein<br />

oder auch ein Hinweis auf ein Karzinom.<br />

Darum sollten gerade Sportler ihren<br />

Eisenspeicherwert Ferritin einmal im<br />

Jahr checken lassen“, sagt Fritz.<br />

Keine Lebensgefahr<br />

Wie erkennt man aber einen Eisenmangel?<br />

„Du bist ständig müde, auch nach<br />

einem langen Schlaf“, sagt Fritz. Dazu<br />

kommen Blässe, offene Mundwinkel,<br />

brüchige Nägel, Haarausfall. Die gute<br />

Nachricht: Eisenmangel ist nicht lebensgefährlich.<br />

„Daran stirbt man nicht, auch<br />

wenn der Mangel noch so groß ist.“ Zumal<br />

der Leidensdruck durch die Auswirkungen<br />

so groß wird, dass man bestrebt<br />

ist, den Mangel zu beheben.<br />

Das ist auf drei Arten möglich: über<br />

die Nahrung, über Tabletten und über<br />

die Vene, also mit Infusionen. „Wenn<br />

der Mangel nicht sehr ausgeprägt ist,<br />

kann man mit der Ernährung gegensteuern“,<br />

erklärt der Sportmediziner. Ein<br />

Steak ist also erlaubt, weil Muskelfasern<br />

aus rotem Fleisch gute Eisenlieferanten<br />

sind. „Aber nicht täglich und nur in sehr<br />

guter Qualität“, sagt Fritz. „Am besten<br />

man hat die Kuh beim Vornamen gekannt.“<br />

Umgekehrt kann man die Eisenaufnahme<br />

mit den falschen Dingen auch<br />

32 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: iStock, Dr. Fritz<br />

blockieren. „Kaffee und schwarzer Tee<br />

sind zum Beispiel Eisenräuber. Der Espresso<br />

direkt nach einem Steak kann die<br />

Eisenaufnahme deutlich blockieren.“<br />

Einen ausgeprägten Mangel kann man<br />

nur mit Nahrung ohnehin nicht kompensieren.<br />

Dazu braucht es Präparate.<br />

„Das Eisen hat aber einen schlechten<br />

Ruf, weil es oft schlecht vertragen wird“,<br />

sagt der Experte. „Es gibt heute aber<br />

welche, die in Aminosäuren verpackt<br />

sind. Die wird dann vom Magen aufgenommen,<br />

das Eisen erst in der Leber<br />

aufgespalten. Dadurch sind diese Präparate<br />

sehr gut verträglich.“ Wenn der<br />

Mangel eklatant ist und der Leidensdruck<br />

hoch, bleibt die Infusionstherapie.<br />

„Das wäre die eigentlich richtige Eisentherapie.<br />

Aber: Da kann es allergische<br />

Reaktionen auf das Eisen geben. Die<br />

sind sehr selten, aber es gibt sie. Und ein<br />

Risiko gehe ich nur ein, wenn es sein<br />

muss.“ Wie bei einer Anämie und großem<br />

Eisenmangel. Da haben Tabletten<br />

keinen Sinn mehr.“<br />

Sehr oft bleibt der Mangel aber noch<br />

unentdeckt. Ein stressiger Job, private<br />

Probleme und wenig Schlaf sind genauso<br />

Gründe für Müdigkeit. „Und du hast<br />

dann gleich für alles eine Ausrede: Klar<br />

geht es mir nicht gut, der Chef ist nicht<br />

nett, ich hab ewig keinen Urlaub gehabt,<br />

und, und, und. An einen Eisenmangel<br />

denkt erst einmal keiner.“<br />

Jetzt könnte man doch einfach prophylaktisch<br />

Eisen einnehmen, damit<br />

man erst gar nicht in den Mangel<br />

rutscht. „Das geht aber nicht“, warnt<br />

Fritz. Denn Eisen kann der Körper nicht<br />

ausscheiden. Und es gibt eine Krankheit,<br />

die Hämochromatose, bei der das überschüssige<br />

Eisen nicht verarbeitet werden<br />

kann. Der Überschuss kann dann zu<br />

Organschäden führen.“<br />

EIN STRESSIGER JOB<br />

UND WENIG SCHLAF<br />

SIND GENAUSO GRÜNDE<br />

FÜR MÜDIGKEIT. AN<br />

EINEN MÖGLICHEN<br />

EISEN MANGEL DENKT<br />

ERST EINMAL KEINER<br />

Mit dem Schwermetall ist also nicht<br />

zu spaßen. Denn unabhängig von der<br />

Leistung schlägt es auch auf die Psyche.<br />

„Bei einem Mangel wird dann keine<br />

Zelle im Körper ausreichend mit<br />

Sauerstoff versorgt. Das wirkt sich also<br />

weitreichend aus und kann bis zur<br />

Depression führen.“<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

33


Sportnahrung unter der Lupe.<br />

Was bringt’s, was soll drin sein?<br />

TEIL 5: TRINKSTRATEGIE BEIM MARATHON<br />

GEGEN DEN<br />

HAMMER<br />

DR. ROBERT FRITZ<br />

ist Sportmediziner und<br />

Ernährungsmediziner in Wien.<br />

www.sportordination.at<br />

1. AB WANN SOLL MAN ZU TRINKEN<br />

BEGINNEN?<br />

Sehr früh. Nicht erst ab einer bestimmten Kilometerzahl,<br />

sondern schon sehr viel früher. Idealerweise<br />

beginnt man drei Tage vor dem Wettkampf damit,<br />

die Kohlenhydratspeicher mit Nudeln, Reis etc. aufzufüllen,<br />

damit am Tag X ausreichend Energie vorhanden<br />

ist. „Dazu muss man aber auch immer viel<br />

trinken, denn Kohlenhydrate werden nur im Kombination<br />

mit Flüssigkeit eingelagert“, erklärt Experte<br />

Robert Fritz. „Wenn ich nicht ausreichend dazu trinke,<br />

bringt mir das ganze Carbo-Loading nichts.“ Am<br />

Tag des Marathons ist es also zu spät.<br />

2. AB WANN TRINKT MAN AM RENNTAG?<br />

Gutes Carbo-Loading vorausgesetzt ist es relativ<br />

egal, was man am Tag des Rennens frühstückt. „Das<br />

ist nur gegen das leere Gefühl im Magen, die Speicher<br />

sind voll“, weiß Fritz. Wenn Frühstück, dann<br />

etwas leicht Verdauliches. Flüssigkeit sollte man<br />

hingegen schon zuführen. „Am besten eine Trinkflasche<br />

auf den Weg zum Startgelände mitnehmen<br />

und immer wieder in kleinen Schlucken trinken.<br />

Die klassische Mischung 60 g Kohlenhydrate pro<br />

Liter“, rät Fritz. „Bis ungefähr 45 Minuten vor dem<br />

Start. Danach die Blase noch einmal entleeren.“<br />

Damit du nicht schon auf den ersten Kilometern<br />

durch eine Pinkelpause aus dem Rhythmus gerätst.<br />

3. WASSER ODER ISO-GETRÄNK?<br />

Einen Marathon oder die Jagd nach der persönlichen Bestzeit<br />

gewinnt man nicht auf den ersten Kilometern – man kann sie<br />

dort aber sehr wohl verlieren. „Darum habe ich zum Beispiel<br />

immer eine kleine Flasche mit einem kohlenhydratreichen<br />

Sportgetränk in der Hand, aus der ich auf den ersten Kilometern<br />

schon ein wenig trinke“, erzählt Robert Fritz aus seiner<br />

profunden Marathonerfahrung. Der Grund ist einfach. „Du<br />

kannst etwa 60 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen.<br />

Was ich also am Anfang vertrödle, kann ich nie wieder<br />

aufholen.“ Wer den Marathon in vier Stunden laufen will und<br />

zwei Stunden auf alles pfeift, kann sich die Energie in der zweiten<br />

Hälfte nicht mehr holen. „Der berühmte Mann mit dem<br />

Hammer ist beim Marathon immer eine Kohlenhydrat-Unterversorgung.“<br />

Bei vier Stunden kann man ca. 1000 Kilokalorien<br />

zuführen. „Da ist also eine ordentliche Menge Energie versteckt.“<br />

Als Faustregel gilt also: Ab der erste Labestation zum<br />

Iso-Becher greifen. „Und wenn es sehr warm ist, auch noch<br />

einen Becher Wasser dazu.“<br />

4. WORAUF IST SONST NOCH ZU ACHTEN?<br />

Idealerweise informiert man sich vor dem Rennen, welches<br />

Iso-Getränk ausgeschenkt wird, und probiert das im Training<br />

aus. Bei so großen Mengen wie sie bei Rennen angerührt werden,<br />

kann die Mischung stark variieren. „Also einen Becher Iso und<br />

einen Becher Wasser nehmen und wenn es zu intensiv schmeckt<br />

einfach selbst mit Wasser nachverdünnen“, rät Experte Fritz. Unbedingt<br />

auch ausprobieren, wie viel man verträgt, damit es keine<br />

Verdauungsprobleme gibt. „Ein Becher Iso pro Labestation sollte<br />

keine Probleme machen.<br />

Foto: Dr. Fritz<br />

34 <strong>SPORTaktiv</strong>


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DIE GELENKE<br />

Beim Aspacher Gesundheitssymposium<br />

treffen sich am 26. und 27.<br />

<strong>April</strong> Spitzensportler, Mediziner und<br />

Therapeuten, um gemeinsam die<br />

Frage zu erörtern: „Wie können wir<br />

unserem Körper Gutes tun?“<br />

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Im Herzen des Innviertels findet das<br />

„Erste Aspacher Gesundheitssymposium“<br />

statt und bietet die Möglichkeit dabei<br />

zu sein, wenn das erfahrene medizinische<br />

Personal des Revital Aspach mit<br />

Sportlern zum Thema „Power für die<br />

Gelenke“ informiert und diskutiert.<br />

Themenschwerpunkte sind etwa die<br />

Versorgung der Gelenke mit Nährstoffen<br />

und Muskeln als Motor der Gelenke.<br />

Zum Abschluss wird der renommierte<br />

Sportmediziner Dr. Günther Straub unseren<br />

Blick auf das Bindegewebe richten,<br />

unser unterschätztes Regulationssystem.<br />

Die Publikumsveranstaltung am 26.<br />

<strong>April</strong> von 16 bis 20 Uhr ist kostenlos,<br />

um Anmeldung unter revital@revital-aspach.at<br />

oder T. +43/77 55/68 01 wird<br />

gebeten. Am 27. <strong>April</strong> findet von 9 bis<br />

14 Uhr die medizinische Fachveranstaltung<br />

statt.<br />

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haben, hat NÖM seine neuen PRO-Proteindrinks und<br />

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36 <strong>SPORTaktiv</strong>


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DAS SCHAFFST DU!<br />

Diese Übungen sind kinderleicht<br />

und sollen dich im Alltag fit<br />

machen. Ohne großen Aufwand oder<br />

Fitnessgeräte. Versuche es heute, die<br />

ganze Woche oder einen Monat lang,<br />

entscheide du. Die nächsten Ideen<br />

sammeln wir für die Juni-Ausgabe.<br />

Hast du Vorschläge? Schreib mit<br />

#dasschaffstdu an die <strong>SPORTaktiv</strong>-<br />

Redaktion via E-Mail, Facebook<br />

oder Instagram.<br />

BEWEGUNG<br />

AM MORGEN,<br />

6.40 UHR:<br />

Das Beste an dieser Übung: Du<br />

musst das Bett nicht einmal verlassen!<br />

Aber sie weckt die Lebensgeister<br />

in Slow-Motion und sorgt<br />

dafür, dass man nicht mit wackeligen<br />

Beinen in den Tag startet. Wir<br />

machen die Rückenschaukel.<br />

Und so geht‘s: Wir liegen flach im<br />

Bett (kein Hohlkreuz), dann winkeln<br />

wir die Beine an, bis wir mit den<br />

Armen die Schienbeine umfassen<br />

können. Nun heben wir Kopf und<br />

Schultern und schaukeln in dieser<br />

Position 10 x vor und zurück. Drei<br />

Wiederholungen. Die Rückenschaukel<br />

hilft bei Verspannungen im Rücken,<br />

kurbelt den Kreislauf an und<br />

fördert die Durchblutung.<br />

BEWEGUNG ZU MITTAG, 12.15 UHR:<br />

Die Atmung ist für uns selbstverständlich. Wir müssen uns nicht konzentrieren<br />

und uns nicht anstrengen. Und dennoch spielen Sauerstoff und Atmen in jeder<br />

Sportart eine wesentliche Rolle. Um das ins Bewusstsein zu rücken, machen<br />

wir folgende Übung: Wir nehmem ein Blatt Papier (wahlweise Bankauszug,<br />

Liebesbrief, Latein-Schularbeit o. ä.) und versuchen, es nur mithilfe der Luft<br />

aus unseren Lungen an der Wand zu halten, ohne dass es abrutscht. Dosiert<br />

und langsam aus dem Bauch heraus atmen, rasch einatmen. Wer das locker<br />

schafft, macht einen Schritt zurück oder sucht glattere Oberflächen.<br />

BEWEGUNG AM ABEND, 19.30 UHR:<br />

Unser Leser Michael hat uns einen super Tipp für den Feierabend bzw.<br />

die Abendhygiene geschickt: „Während des Zähneputzens einbeinig<br />

oder zweibeinig auf den Zehen nach oben drücken und anschließend<br />

nach unten abrollen bis zur Ferse. Dabei die Zehen nach oben ziehen.<br />

Diese Übung kannst du auch beim Anstehen an der Supermarktkasse machen –<br />

wenn dich die verwunderten Blicke der anderen Kunden nicht stören.“<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

38 <strong>SPORTaktiv</strong>


KOPFSACHE<br />

EXTREME<br />

PERFORMANCE<br />

BRICH<br />

DIE REGELN<br />

PETER<br />

GURMANN<br />

Sport- und Gesundheitspsychologe<br />

sowie<br />

Beratungs lehrer in<br />

Klagenfurt. Kontakt:<br />

peter.gurmann@aon.at<br />

U<br />

nser Exportschlager Arnold Schwarzenegger<br />

schaffte es, als Bodybuilder, Schauspieler<br />

und Politiker auf der Karriereleiter ganz<br />

nach oben zu klettern. In einem YouTube-Video<br />

erklärt er seine sechs Erfolgsregeln:<br />

1. Vertraue dir selbst!<br />

2. Brich die Regeln, aber nicht das Gesetz!<br />

3. Habe keine Angst zu scheitern!<br />

4. Höre nicht auf die Pessimisten!<br />

5. Arbeite bis zum Umfallen!<br />

6. Gib an deine Gemeinschaft etwas zurück!<br />

Was ist mit der zweiten Anregung gemeint?<br />

Finde ich keine Lösung, könnte es auch daran<br />

liegen, dass ich mich zu genau an die Regeln<br />

halte. Es ist unmöglich, ein Querdenker oder ein<br />

Original zu werden, wenn ich zu gesittet bin. Je<br />

besser ich in meinem (Berufs-)Feld über die Regeln<br />

Bescheid weiß, desto größer wird normalerweise<br />

der Graubereich, den ich zu meinen Gunsten<br />

nutzen kann. Daran ist nichts unmoralisch,<br />

die Konkurrenten verfügen über die gleichen<br />

Möglichkeiten.<br />

Eine kleine Fußballgeschichte: Unser magisches<br />

Dreieck im Mittelfeld – Ivan, Franky und<br />

Kurti – erzielte viele Tore mittels eines einstudierten<br />

Spielzugs. Freistöße in Strafraumnähe<br />

wurden bei Unachtsamkeit der gegnerischen Verteidiger<br />

sofort nach dem Foul ausgeführt. Eine<br />

explizite Spielfreigabe durch den Schiedsrichter<br />

wurde nicht abgewartet. Passte das Zuspiel und<br />

stimmten die Laufwege der drei, zappelte der<br />

Ball nur Sekunden später im Tor. Reklamationen<br />

der Gegner beim Schiedsrichter blieben erfolglos,<br />

da diese Finesse regelkonform ist. Nur in<br />

bestimmten Fällen wie einer Verwarnung oder<br />

einem Platzverweis ist der Ball gesperrt und muss<br />

erst vom Schiedsrichter freigegeben werden.<br />

Mir bekannte Regeln sind dehnbar, auch die<br />

von Arnie …<br />

AEROSPEED SEGMENT<br />

SEHEN UND GESEHEN<br />

WERDEN<br />

Die federleichte Fassung mit der<br />

selbsttönenden REACTIV® Scheibe<br />

in der neuen Schutzkategorie 0-3<br />

bietet eine perfekte Sicht bei jedem<br />

Wetter.<br />

FULL<br />

VENTING<br />

AIR LINK<br />

TEMPLE SYSTEM<br />

julbo.com


VitalAbo gehört zu<br />

den renommiertesten<br />

Onlineshops für<br />

Sportnahrung und<br />

Nahrungsergänzung.<br />

Gemeinsam mit den<br />

anderen Marken der<br />

niceshops-Gruppe<br />

werden vom steirischen<br />

350-Einwohner-Ort<br />

Saaz aus täglich<br />

8000 Pakete in<br />

die Welt verschickt.<br />

DIE GANZE WELT<br />

KAUFT IM DORF<br />

Als sich niceshops-Mastermind<br />

und E-Commerce-Guru Roland<br />

Fink im Jahr 2006 dazu<br />

entschloss, mit VitalAbo seinen ersten<br />

Onlineshop zu starten, konnte er<br />

noch nicht ahnen, was daraus werden<br />

sollte. Heute, 13 Jahre später,<br />

betreibt die niceshops-Gruppe mehr<br />

als 30 Onlineshops mit 1,8 Millionen<br />

Kunden weltweit und über<br />

8000 verschickten Paketen täglich,<br />

die vom südoststeirischen Saaz aus<br />

in die ganze Welt gehen.<br />

Doch der Reihe nach: VitalAbo<br />

sollte 2006 für Roland Fink der Einstieg<br />

in den E-Commerce werden –<br />

und alle halfen mit. Die Familie war<br />

von Anbeginn an ein wesentlicher<br />

Erfolgsfaktor. Roland programmierte,<br />

Bruder Ernst, Sportmasseur und<br />

Sportwissenschafter, lieferte die Pro-<br />

duktidee, Schwägerin Silvia übernahm<br />

den Kundensupport und<br />

Schwiegermama Cäcilia („Cilli“) das<br />

Verpacken der Bestellungen. „Meine<br />

Schwiegermama war ein ganz besonderer<br />

Erfolgsfaktor in der Entstehungsgeschichte<br />

von VitalAbo. Sie<br />

war nicht nur unglaublich zuverlässig,<br />

sondern auch ein wichtiges Korrektiv<br />

in Hinsicht auf die Usability.<br />

Durch den Aufbau eines ‚schwiegermamafesten‘<br />

Systems ist es uns gelungen,<br />

eine herausragende Benutzerfreundlichkeit<br />

zu erreichen“, erinnert<br />

sich Roland Fink zurück.<br />

2010 wurde VitalAbo dann ein<br />

Teil der niceshops-Gruppe. Im Sommer<br />

2015 übernahm Maria Kink als<br />

Shopmanagerin die Geschicke des<br />

mittlerweile international vertretenen<br />

und in 11 Sprachen übersetzten<br />

ANZEIGE / Fotos: VitalAbo<br />

40 <strong>SPORTaktiv</strong>


VITALABO HANDELS GMBH<br />

Gratis Hotline: 0800/55 66 40 500<br />

Mail: office@vitalabo.com<br />

www.vitalabo.at<br />

5€-GUTSCHEINCODE:<br />

**VITALAKTIV**<br />

(Gültig bis 30. 6. <strong>2019</strong>. Mindestbestellwert € 20,–.<br />

Nicht gültig auf bereits reduzierte Artikel.<br />

Nicht kombinierbar mit anderen Gutscheinund<br />

Aktions-Codes.)<br />

Shops. Zuvor als medizinische Masseurin<br />

im Therapiebereich tätig, brachte sie<br />

neben jeder Menge Enthusiasmus auch<br />

grundlegendes Know-how mit.<br />

Sortiment für alle Bedürfnisse<br />

Nicht nur die Benutzerfreundlichkeit ist<br />

es, die Kunden heute an VitalAbo so<br />

schätzen. War das Produktsortiment<br />

zum Start des Onlineshops mit den<br />

Marken Nature’s Plus, Life Light und<br />

PowerBar zwar bereits hochwertig, aber<br />

dennoch überschaubar, so umfasst es<br />

heute 160 Marken international renommierter<br />

Hersteller aus den Bereichen<br />

Nahrungsergänzungsmittel, Sportnahrung<br />

sowie bewusste Ernährung.<br />

Neben den internationalen Big Playern<br />

spielen auch österreichische Hersteller<br />

eine wichtige Rolle für VitalAbo.<br />

„Wie in der gesamten niceshops-Gruppe<br />

legen wir auch bei VitalAbo großen<br />

Wert auf Regionalität. Konkret bedeutet<br />

dies, dass wir als österreichischer Onlineshop<br />

darauf achten, neben internationalen<br />

Topmarken auch heimische Produzenten<br />

in unser Produktportfolio aufzunehmen“,<br />

betont VitalAbo-Shopmanagerin<br />

Maria Kink.<br />

Auf diese Weise entstehe ein einzigartiges<br />

Produktsortiment, das sich von großen<br />

internationalen Marken über Nischenmarken<br />

bis hin zu österreichischen<br />

Herstellern erstrecke, erklärt Kink. „Gerade<br />

in unserer immer schnelllebiger werdenden<br />

Zeit sind wir besonders stolz auf<br />

die beständigen Beziehungen zu unseren<br />

Kunden sowie unseren Geschäftspartnern.<br />

So ist etwa der österreichische Hersteller<br />

Life Light vom Start weg bis heute<br />

in unserem Produktsortiment vertreten.“<br />

Für Maria Kink ist gerade diese Zusammenstellung<br />

des Sortiments einer<br />

der großen Vorteile von VitalAbo: „Auf<br />

diese Weise können wir die unterschiedlichsten<br />

Bedürfnisse unserer Kunden abdecken<br />

und ihnen die größtmögliche<br />

Produktvielfalt bieten. Und das macht<br />

uns einzigartig.“<br />

Menschen stehen im Vordergrund<br />

Die hervorragende Zusammenarbeit im<br />

Team und das tolle Arbeitsklima sind etwas,<br />

worauf niceshops-Geschäftsführer<br />

und VitalAbo-Gründer Roland Fink stolz<br />

ist. Sein Nachhaltigkeitsgedanke stützt<br />

sich auf die drei Säulen Mitarbeiter, Umwelt<br />

sowie Gesellschaft und ist die bestimmende<br />

Größe in der Unternehmensphilosophie.<br />

Unzählige Projekte wie ein ökologisch<br />

erbautes Firmen-Headquarter, die konsequente<br />

Nutzung erneuerbarer Energien,<br />

plastikfreie Versandverpackungen<br />

und ein E-Fuhrpark tragen nicht nur einen<br />

wichtigen Teil dazu bei, die Welt etwas<br />

„nicer“ zu machen, sondern schaffen<br />

auch ein besonderes Arbeitsumfeld, in<br />

dem Mitarbeiter gerne Spitzenleistungen<br />

erbringen.<br />

Auch die Zukunft ist nice<br />

Beständigkeit und Zukunftsorientierung<br />

sind zwei der wichtigsten Prinzipien für<br />

VitalAbo-Shopmanagerin Maria Kink:<br />

„Unser Ziel ist es, mit unseren Kunden<br />

mitzuwachsen. Wir orientieren uns stets<br />

an den Bedürfnissen unserer Kunden und<br />

bieten ihnen die besten Produkte aus den<br />

Bereichen Nahrungsergänzung, Sportnahrung<br />

sowie bewusster Ernährung.“<br />

Gegenseitiges Vertrauen sieht Kink als<br />

Basis des Unternehmenserfolges: „Umso<br />

stolzer sind wir daher auf das Vertrauen<br />

unserer Geschäftspartner und unserer<br />

Kunden in uns – und umso wichtiger ist<br />

es für uns, dieses Vertrauen auch weiterhin<br />

aufrechtzuerhalten“. Mit der einzigartig<br />

nachhaltigen Philosophie und dem<br />

fundamentalen Know-how der Mitarbeiter<br />

(„die immer persönlich für die Kunden<br />

erreichbar sind“), werde das ganz sicher<br />

gelingen, ist Maria Kink überzeugt.<br />

Denn: „Nicht umsonst wächst die Zahl<br />

der VitalAbo-Stammkunden stetig.“<br />

„Der Nachhaltigkeitsgedanke<br />

ist eine bestimmende<br />

Größe in der<br />

Unternehmensphilosophie“,<br />

betont Maria<br />

Kink (Bild).<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

41


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

FIT<br />

GLEITER MIT SUCHTPOTENZIAL<br />

Die eigene Rollerfahrung ist profund und reicht mehr als 20<br />

Jahre zurück. Zwischen den damaligen und den heutigen Geräten<br />

liegen Welten. Wir haben den VO2 S100 von K2 (UVP €<br />

299,–) getestet. Vor allem in der Rollengröße und den Kugellagern,<br />

die für den Spaß verantwortlich sind, kein Vergleich zu<br />

früher. 100-mm-Rollen sind heute bei Fitness-Skates Standard.<br />

Darunter leidet die Wendigkeit zwar ein wenig, für lange, fitnessorientierte<br />

Ausfahrten ist das aber auch nicht wichtig. Der<br />

Lauf ist ruhig und die ILQ-9- Plus-Kugellager treiben den Speed<br />

auch bei wenig Anstrengung in die Höhe. Da werden 10, 15, 20<br />

Kilometer zum Kinderspiel. Praktisch: der BOA-Verschluss, der<br />

schnell festgezogen ist, ohne Striemen in den Handflächen<br />

vom Anziehen der Bänder. Und ist es einmal zu fest – kein Problem,<br />

in null Komma nichts ist das korrigiert. Optisches Highlight:<br />

Die Schuhe haben die Schiene nur einseitig, sieht aus<br />

wie ein Motorrad mit Einarmschwinge. Fantastico.<br />

ROLLENFLITZER, KLIMA­<br />

SCHÜTZER, SITZBALLSITZER.<br />

WIR HABEN WIEDER DREI<br />

FITMACHER AUS GESUCHT<br />

UND AUSPROBIERT.<br />

VON CLAUDIA RIEDL, CHRISTOF DOMENIG<br />

UND KLAUS MOLIDOR<br />

Fotos: Thomas Polzer<br />

42 <strong>SPORTaktiv</strong>


DAS GESUNDE RUNDE FÜRS BÜRO<br />

NUR MAL SCHNELL DIE WELT RETTEN<br />

Welcher Büroarbeiter kennt’s nicht!? Man sitzt täglich stundenlang<br />

am Schreibtisch, wird praktisch eins mit seinem<br />

Drehstuhl und irgendwann verfällt man in eine ungesunde Position.<br />

Verspannungen und Rückenprobleme lassen da nicht<br />

lange auf sich warten. Nach dem letzten Hexenschuss dann<br />

die Entscheidung: Ich geb mir die Kugel! Keine Sorge, gemeint<br />

ist der Sitz- bzw. Gymnastikball, quasi die gesunde Kugel-Variante.<br />

In meinem Fall war es der BLACKROLL GYMBALL (UVP<br />

€ 39,90), der meinen Haltungsschäden endlich ein Ende setzen<br />

sollte. Einen Monat lang habe ich mich jeden Tag im Büro für<br />

ca. 30 Minuten (länger sollte man nicht!) aufs gesunde Runde<br />

gesetzt – und es tat gut. Um das Gleichgewicht zu halten, war<br />

mein Körper ständig in Bewegung. Ein Freifahrtschein fürs Sitzenbleiben<br />

ist der Gymball zwar nicht, aber allemal ein funktioneller<br />

Büro-Buddy. Netter Zusatz: Er ist geruchsneutral, latexfrei<br />

und rollt beim Aufstehen nicht weg.<br />

Ich habe die Kugel, die Sitzball und Trainingsgerät in einem ist,<br />

auch gleich für ein paar Übungen zur Seite genommen: Unterarmstütz<br />

auf dem Ball und deine Bauchmuskulatur freut sich.<br />

Trainiert werden kann im Stehen, Liegen, Sitzen oder auf dem<br />

Bauch. Wer möchte, verlegt das Workout in die eigenen vier<br />

Wände, wo keine Kollegen als amüsierte Zuschauer lauern. ;)<br />

Poreped ut quibus ius doluptur? Ga. Ut autem. Ut volor modi sit<br />

qui Es passt zur Klimadebatte: Die meisten Menschen in der<br />

westlichen Welt könnten mit einer veränderten Ernährung<br />

einen großen Beitrag zur Klimarettung leisten. Die industrielle<br />

Fleischproduktion ist nämlich alles andere als klimafreundlich<br />

und auch der Konsum von vielen Milchprodukten hinterlässt<br />

leider einen recht großen CO2-Fußabdruck.<br />

Ob das die Alternative wird? Die von den Kölnern Timo Bäcker<br />

und Christopher Zeppenfeld entwickelten SWARM-Proteinriegel<br />

beinhalten Protein aus Grillen. Verglichen mit Rindern<br />

benötigen die Insekten in der Nahrungsmittelproduktion nur 8<br />

Prozent der Landfläche, verursachen 1 Prozent der Treibhausgase<br />

und verbrauchen 2 Prozent des Wassers, rechnen die<br />

Swarm-Gründer vor. Und Grillen als Nahrungsquellen sind<br />

nicht nur nachhaltig, sondern sogar als Sportnahrung ideal,<br />

betonen die beiden: mit allen 9 essenziellen Aminosäuren, vielen<br />

Ballaststoffen, viel Vitamin B12 und anderen Mikronährstoffen<br />

sowie bis zu 70 Prozent Proteinanteil.<br />

Die Kernfrage bleibt freilich: Wie schmeckt‘s? Je nach gewählter<br />

Sorte nach Preiselbeeren, Bitterschoko oder Haselnuss<br />

und tendenziell wenig süß. Die Grillen sind als Pulver verarbeitet,<br />

man knabbert also an keinem Insektenflügerl oder -haxerl.<br />

Die SWARM-Proteinriegel bekommen sportliche Klimaschützer<br />

im Onlineshop (www.swarmprotein.com): um € 39,80 für 20<br />

Riegel einer Sorte oder € 24,80 fürs 12er-Sample-Set.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

43


Im Schlaf werden nicht nur<br />

Trainingsreize verarbeitet<br />

wie z. B. im Training mit dem<br />

BLACKROLL ® LOOP-BAND. Er ist<br />

auch der Schlüssel zu Lebensqualität<br />

und Wohlbefinden.<br />

www.blackroll.com<br />

SCHLAF GUT,<br />

ALLES GUT<br />

DAS BLACKROLL ® RECOVERY PILLOW SORGT FÜR<br />

BESSEREN SCHLAF. UND DAS IST VON GROSSEM<br />

WERT, IST DAS SCHLAFEN DOCH EIN KERNSTÜCK<br />

DER ERHOLUNG IM SPORT UND IM ALLTAG.<br />

Das richtige Kissen ist ein wichtiger<br />

Beitrag zur guten Nacht.<br />

Auch ideal für unterwegs!<br />

Das RECOVERY PILLOW lässt<br />

sich ganz einfach zusammenrollen<br />

und in der schmutz- und<br />

wasserabweisenden Kissentasche<br />

transportieren.<br />

You snooze, you lose“, heißt ein<br />

englisches Sprichtwort – wer<br />

schläft, verliert. Nichts könnte<br />

ein größerer Irrtum sein. Denn im<br />

Schlaf laufen zahlreiche psychische und<br />

physische Vorgänge ab, die für die Gesundheit<br />

und das Wohlbefinden extrem<br />

wichtig sind. Über den Erfolg oder<br />

Misserfolg von sportlichem Training<br />

entscheidet die Qualität der Regeneration<br />

– und damit die Schlafqualität. Neben<br />

Sportlern profitieren alle Menschen,<br />

die in Beruf und Alltag erfolgreich sein<br />

wollen, von einem besseren Schlaf.<br />

Um einen solchen zu erreichen, sollte<br />

man einerseits auf Routinen achten.<br />

Andererseits kommt dem richtigen<br />

Kopfkissen große Bedeutung zu. Das<br />

BLACKROLL® RECOVERY PILLOW<br />

verbessert durch seine ergonomischen<br />

und atmungsaktiven Eigenschaften den<br />

Schlaf. Es entspannt und unterstützt<br />

den Nacken und den Rücken, Verspannungen<br />

können reduziert werden. Auch<br />

Kopfschmerzen lassen sich vermeiden.<br />

Und all das hat letztlich zur Folge, dass<br />

die Schlafqualität steigt.<br />

Das RECOVERY PILLOW ist<br />

außerdem für alle Schlafpositionen geeignet<br />

und es lässt sich klein zusammenrollen,<br />

um es überallhin mitzunehmen:<br />

Als dein ständiger Begleiter sorgt das<br />

„Erholungskissen“ dafür, dass du auch<br />

in fremder Umgebung besser schläfst.<br />

ANZEIGE / Fotos: BLACKRROLL<br />

44 <strong>SPORTaktiv</strong>


RUN<br />

Training – Menschen – Material<br />

Fotos: iStock (2), Zürich Marathon, Österreichischer Frauenlauf<br />

DER GRÖSSTE DER WELT<br />

Mit 33.000 Teilnehmerinnen ist der<br />

Wiener Frauenlauf am 26. Mai der<br />

größte der Welt. Gelaufen wird im<br />

Prater über 5 oder 10 Kilometer.<br />

www.oesterreichischerfrauenlauf.at<br />

MARATHON AM SEE<br />

Warum nicht einmal bei den Eidgenossen<br />

laufen? Am 28. <strong>April</strong> beim<br />

Zürich-Marathon zum Beispiel, der<br />

großteils entlang des malerischen<br />

Zürichsees verläuft. Infos unter:<br />

www.zuerichmarathon.ch<br />

COMEBACK DER 4 TRAILS<br />

Nach 4 Jahren Pause gibt es die<br />

„4 Trails“ wieder. Über 4 Etappen<br />

zwischen 22 und 26 Kilometer geht<br />

es von Seefeld nach Imst. Start ist<br />

am 10. Juli <strong>2019</strong>.<br />

www.planb-event.com


AUF DIE<br />

GRÖSSE<br />

KOMMT<br />

BEIM MARATHON GILT<br />

DIESER SATZ. ALLER-<br />

DINGS VERKEHRT HER-<br />

UM. DORT SIND DIE KLEI-<br />

NEN DIE GRÖSSTEN, WEIL<br />

IHRE KÖRPERGRÖSSE EIN<br />

KRITISCHES MASS NICHT<br />

ÜBERSCHREITET. WAR-<br />

UM ES AUF DER 42,195<br />

KILOMETER LANGEN<br />

LAUFSTRECKE EIN VOR-<br />

TEIL IST, WENN MAN EIN<br />

BISSCHEN KLEINER IST.<br />

VON KLAUS MOLIDOR (177 CM, 63 KG)<br />

ES AN<br />

lso rechnet das Milchmädchen: Große<br />

Menschen haben lange Beine, machen<br />

dadurch größere Schritte und sind dadurch<br />

auch schneller. Warum sind sie<br />

dann auf der Marathondistanz nicht im<br />

Vorteil? Die Rechnung geht beim Gehen<br />

doch auf, wenn wir als 177 cm<br />

„große“ neben Zwei-Meter-Hünen in<br />

der Fußgängerzone spazieren. Immer ein<br />

bisschen hintennach, immer einen halben<br />

Schritt zu kurz. Warum war dann<br />

von den letzten fünf Marathon-Weltrekordhaltern<br />

nur einer mehr als 172<br />

cm groß?<br />

„Beim Laufen ist das anders als<br />

beim Gehen“, sagt Sportwissenschafter<br />

Kurt Steinbauer, selbst ehe-<br />

Illustration: istock<br />

46 <strong>SPORTaktiv</strong>


maliger Leichtathlet und Trainer. Denn<br />

zum einen bedinge ein langes Bein nicht<br />

auch zwangsläufig einen langen Schritt.<br />

Der hängt auch in entscheidendem Maß<br />

von der Technik ab. „Rein physikalisch<br />

betrachtet müsste ein Läufer, der exakt<br />

dieselben Proportionen hat wie du, aber<br />

doppelt so groß ist, auch gleich schnell<br />

einen Marathon laufen“, sagt der Experte.<br />

Das ist aber nicht so. Weil: Das Gewicht<br />

verändert sich nicht im selben<br />

Maße wie die Größe. „Bei drei Prozent<br />

Größe steigt das Gewicht um neun Prozent.“<br />

Dadurch muss der Läufer also<br />

mehr Gewicht mitschleppen, was mehr<br />

Energie kostet. Die Fußgröße spielt<br />

ebenfalls eine Rolle. „Weil sie nicht direkt<br />

proportional zu Gewicht und Größe<br />

mitwächst, muss der Fuß eines größeren<br />

und schwereren Läufers pro Quadratzentimeter<br />

eine stärkere Belastung<br />

aushalten“, erklärt Steinbauer ein weiteres<br />

Mosaiksteinchen im Gesamtbild.<br />

AUSREDE FÜR<br />

HOBBYSPORTLER<br />

IST DIE GRÖSSE<br />

ABER KEINE.<br />

Nachteil Wärmetransport<br />

Dazu kommt auch die Temperatur.<br />

„Größere Menschen sind schwerer und<br />

erzeugen für die gleiche Geschwindigkeit<br />

mehr Energie. Es entsteht also mehr<br />

Wärme. Da mit mehr Größe zwar mehr<br />

Gewicht, aber nicht adäquat mehr Körperoberfläche<br />

dazukommt, können größere<br />

Läufer weniger Wärme abgeben.<br />

Sie brauchen damit also auch mehr<br />

Energie zur Kühlung.“ Auch auf diesem<br />

Sektor sind Kleine also im Vorteil. Und:<br />

Längere Beine bedeuten auch eine längere<br />

Pendelbewegung der Beine beim<br />

Zurückschwingen nach dem<br />

Schritt. „Dadurch wird<br />

ebenfalls mehr Energie<br />

verbraucht.“ Beim Marathontempo,<br />

das in der<br />

Weltklasse gelaufen wird,<br />

also um die 20 km/h<br />

spielt dann auch schon<br />

der Luftwiderstand eine<br />

Rolle. Breitschultrige<br />

1,90-Hünen haben da<br />

mehr Angriffsfläche als die<br />

kleinen „Gazellen“ aus Kenia und Äthiopien<br />

– die aufgrund ihrer körperlichen<br />

Voraussetzungen überhaupt im Vorteil<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

47


WÖRTHERSEE<br />

HALBMARATHON<br />

Sommergenuss und einzigartige Urlaubsstimmung<br />

im Süden Österreichs erwartet<br />

tausende Laufbegeisterte bei der 18. Auflage<br />

von Kärnten Läuft vom 23.– 25. August <strong>2019</strong>.<br />

Heuer wieder mit<br />

hochwertigem Craft<br />

Funktionsshirt als<br />

Läuferbenefit!<br />

sind. Wer einmal hinter Sportlern aus dieser Ecke<br />

nachgelaufen ist, weiß: Sie haben unfassbar dünne<br />

Waden und einen kleinen, dafür sehr effizienten<br />

Wadenmuskel. „Das spart wieder Masse und<br />

Gewicht und dadurch Energie“, rechnet Steinbauer<br />

vor. „Je geringer die Wadenmuskulatur,<br />

umso weiter rückt der Schwerpunkt hüftwärts<br />

und desto weniger Energie braucht das Vor- und<br />

Rückschwingen.“ Gepaart mit extrem starken<br />

Sehnen können diese Läufer einfach viel mehr<br />

Gas geben als zum Beispiel Mitteleuropäer.<br />

Die beruhigende Tatsache für die Großen: Der<br />

Leistungsunterschied macht trotz all der genannten<br />

Faktoren maximal zwischen drei und fünf<br />

Prozent aus. „Das ist im Spitzensport, wenn es<br />

um den Weltrekord geht, natürlich schon signifikant,<br />

beim Hobbysportler aber in Summe zu vernachlässigen.“<br />

Weil das alles immer auf die Idealmaße<br />

gerechnet ist und Hobbyläufer – egal, wie<br />

groß oder klein sie sind – diesen Maßen ja selten<br />

entsprechen.<br />

Womit wir beim Prototyp des Marathonläufers<br />

sind: „Die Statistik zeigt, dass eine Größe von<br />

169, 170 Zentimetern bei einem Gewicht von 54<br />

Kilogramm ideal ist.“ Österreichs Rekordhalter<br />

Günther Weidlinger erfüllt diese Zahlen exakt<br />

mit Leben und wiegt 54 Kilogramm bei 169 cm.<br />

Weltrekordhalter Eliud Kipchoge ist 167 cm<br />

groß und wiegt 56 Kilogramm. Und von den vier<br />

Vorgängern des Kenianers Dennis Kimetto, Wilson<br />

Kipsang, Patrick Makau und der Legende<br />

Haile Gebrselassie war nur Kipsang die Ausnahme<br />

von der Regel mit seinen 183 cm bei 62 Kilogramm<br />

Körpergewicht.<br />

Keine Ausreden<br />

Theoretisch wäre es aufgrund der Energieersparnis<br />

besser, sogar noch kleiner zu sein. „Es gibt<br />

aber natürlich eine minimale Schrittlänge, die<br />

schon mit der Größe zusammenhängt.“ Deutlich<br />

unter 160 cm verkehrt sich der Vor- also wieder<br />

in einen Nachteil. Auch das Gewicht lässt sich<br />

WO DER SPORT DIE NR. 1 IST<br />

Meine Kleine.<br />

Anmeldung unter<br />

www.kaerntenlaeuft.at<br />

Meine Kleine.<br />

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EINE GRÖSSE VON 170<br />

ZENTIMETERN BEI EINEM<br />

GEWICHT VON 54 KILO-<br />

GRAMM IST IDEAL.


präsentiert von<br />

KURT<br />

STEINBAUER<br />

ist Sportwissenschafter,<br />

Leistungsdiagnostiker und<br />

Lauftrainer in Graz und<br />

Deutschlandsberg (ST)<br />

www.spiritofsports.at<br />

nicht unendlich nach unten schrauben. „Die<br />

Spitzenathleten haben einen Body-Mass-Index<br />

von rund 18 bis 19. Das ist schon sehr wenig.<br />

Darunter bist du sehr infektanfällig und es fehlt<br />

dir die Substanz“, sagt Steinbauer. Unter einen<br />

Schnittpunkt von Größe und Gewicht zu kommen<br />

lohnt sich also nicht.<br />

Und wie sieht das bei den Frauen aus? „Prozentuell<br />

ist der Abstand zwischen Mann und Frau<br />

beim Marathon gering“, erklärt Steinbauer.<br />

„Auch die schlanksten Frauen haben einen prozentuell<br />

höheren Körperfettanteil als Männer.<br />

Das wiederum reduziert die Sauerstoff-Aufnahmefähigkeit<br />

pro Kilogramm Körpergewicht.“<br />

„Ausrede für Hobbysportler ist die Größe ganz<br />

sicher keine“, fasst Steinbauer zusammen. Der<br />

Effekt wirkt sich hauptsächlich ganz oben an der<br />

Weltspitze aus. „Wenn wir von einer Laufzeit um<br />

die 3:30 Stunden sprechen, so würde der Unterschied<br />

zwischen einem 170 cm und einem 195<br />

cm großen Läufer keine 15 Minuten ausmachen.“<br />

Überhaupt wird der Effekt kleiner, je<br />

langsamer das Tempo ist. Bei über vier Stunden<br />

fällt er also schon kaum ins Gewicht. „Es kann<br />

also durchaus jeder, der sich ordentlich vorbereitet,<br />

einen Marathon laufen“, sagt Steinbauer.<br />

„Egal, ob er oder sie 195 cm oder 160 cm groß<br />

ist.“ Außerdem geht es für uns alle außerhalb des<br />

Promilles an Spitzenläufern doch darum, die<br />

klassische Distanz und vor allem sich selbst zu<br />

überwinden.<br />

Kleine Zeitung Graz Marathon<br />

Der Herbstklassiker durch die Grazer Innenstadt!<br />

Sei vom 11.–13. Oktober <strong>2019</strong> mit dabei, es warten:<br />

Distanzen von 5 bis 42 km<br />

Kinder- und Jugendläufe<br />

Lauf-Urlaub-Packages für die ganze Familie<br />

Knapp 10.000 Teilnehmer und tausende Zuschauer<br />

Streckenführung durch die Grazer Innenstadt<br />

Unvergessliches Laufverlebnis durch die unzähligen<br />

„Hot-Spots“ mit Musik, Tanz, u. v. m.<br />

Infos und Anmeldung: www.grazmarathon.at<br />

WO DER SPORT DIE NR. 1 IST


DAS WÄR DOCH<br />

WAS FÜR DEN<br />

LAUFHERBST ...<br />

Kaum hat der Frühling angefangen,<br />

soll man schon an September<br />

denken? Aber sicher! Ein<br />

Marathon will schließlich gut<br />

vorbereitet sein. Also passt der<br />

Tipp: Der 22. WACHAUmarathon<br />

findet heuer am 29.<br />

September statt und die Anmeldeportale<br />

sind schon offen.<br />

Neben der schönen und schnellen<br />

Strecke durchs Weltkulturerbe<br />

Wachau gibt es weitere<br />

Gründe den Klassiker zu laufen:<br />

Dass die Veranstaltung den<br />

Einsatz von Plastik reduziert<br />

zum Beispiel. Regenponchos<br />

und Startersackerl sind zu 100<br />

% biologisch abbaubar. Und als<br />

erste heimische Großlaufveranstaltung<br />

gibt es einen Versicherungskomplettschutz.<br />

Es bleiben<br />

Goodie-Bags für alle, eine tolle<br />

Endverpflegung und die altbewährten<br />

Strecken.<br />

Neben Marathon, Halb- und<br />

Viertelmarathon gibt es auch<br />

wieder flexible Staffeln und<br />

einen Nordic-Walking-Bewerb.<br />

www.wachaumarathon.com<br />

Foto: Wachaumarathon<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

59


WOHIN<br />

LÄUFT’S?<br />

EIN BESUCH AUF DEM LAUFSPORTSYMPOSIUM<br />

DER SPORTARTIKELMESSE ISPO GEWÄHRT EINEN<br />

SPANNENDEN EINBLICK IN DIE ZUKUNFT DER<br />

LAUFSCHUH-BRANCHE. VON „CONNECTED FOOT-<br />

WEAR“, SOHLENFORMEN, WUNDERMATERIALIEN<br />

UND DREHKRÄFTEN.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

Laufschuhmarken<br />

gibt es im deutschsprachigen<br />

Raum<br />

auf dem Markt.<br />

Klar, dass da jeder<br />

versuchen muss, seine Nische zu finden,<br />

sein Alleinstellungsmerkmal.<br />

Ein derartiges Haifischbecken treibt<br />

letztlich die Innovationen voran.<br />

Keiner kann es sich erlauben immer<br />

more of the same zu machen.<br />

Zugleich ist der Markt auch lukrativ.<br />

Das deutsche Fachblatt „Runner’s<br />

World“ hat auf der Sportartikelmesse<br />

ISPO in München Einblick<br />

gewährt in das Lauf- und<br />

Kaufverhalten seiner Leserschaft.<br />

Demnach geben Läufer im Schnitt<br />

knapp 300 Euro pro Jahr nur für<br />

Laufbekleidung aus. Fast ebenso viel<br />

allerdings auch für Schuhe. Und<br />

von denen planen 92 Prozent – also<br />

nahezu jeder – sich im kommenden<br />

Jahr einen Schuh zu kaufen. Vielläufer<br />

– und das sind Leute, die ein<br />

reines Laufmagazin konsumieren, sicher<br />

zum größten Teil – besitzen im<br />

Schnitt 5,5 Paar Laufschuhe, für die<br />

sie pro Paar 130 Euro ausgeben.<br />

Also: Da rollt auch der Rubel ordentlich.<br />

Kein Wunder also, dass sich auf<br />

der ISPO die Szene trifft, um Gedanken<br />

auszutauschen, in die Zukunft<br />

zu blicken, oder einfach zu<br />

schauen, was sich am Markt gerade<br />

so tut. Alle namhaften Hersteller<br />

waren vertreten, teilweise mit der<br />

Vorstandsriege. Und was man spürt:<br />

Alle sind in Bewegung.<br />

Die japanische Marke Asics etwa,<br />

lange Zeit unangefochtener Marktführer<br />

bei Straßenlaufschuhen in<br />

Österreich, will sich wieder mehr<br />

auf ihr Kerngeschäft konzentrieren<br />

und hat zwei Jahre lang im hauseigenen<br />

Labor in Kobe an einer Innovation<br />

getüftelt. Ziel war einen Schuh<br />

zu bauen, der das Verletzungsrisiko<br />

senkt und das Laufen effizienter<br />

Foto: Gernot Eder<br />

macht. Dafür wurden verschiedenste<br />

Sohlenformen getestet, herausgekommen<br />

ist eine Form, die im vorderen<br />

Teil aufgebogen ist. So soll das<br />

natürliche Abrollverhalten unterstützt<br />

werden. Vor allem aber: Die<br />

Bewegung im Sprunggelenk soll damit<br />

verringert werden. Dadurch<br />

würde man weniger schnell ermüden,<br />

gleichzeitig sinkt die Verlet-<br />

52 <strong>SPORTaktiv</strong>


zungsgefahr. Bis zu 20 Prozent mehr<br />

Lauf-Effizienz versprechen die Japaner.<br />

Auf der anderen Seite der Welt, in den<br />

Vereinigten Staaten von Amerika stellt<br />

sich Under Armour, bislang hauptsächlich<br />

auf dem Bekleidungssektor aktiv,<br />

neu auf. Mit einem Chip im Schuh, der<br />

allerhand Daten aufzeichnet (siehe auch<br />

Ausprobiert auf Seite 66). Seit 2015 arbeitet<br />

Under Armour an dem Projekt<br />

„connected footwear“. Zielgruppe des<br />

Ganzen. Einerseits Athleten, die damit<br />

ihr volles Potenzial ausschöpfen sollen,<br />

weil sie Aufzeichnung zur Schrittlänge,<br />

Geschwindigkeit, Entfernung etc. immer<br />

automatisch aufgezeichnet bekommen.<br />

Zum anderen aber auch der<br />

Durchschnittsläufer, der mit dem Schuh<br />

ein Rundumservice bekommt und auf<br />

Wearables verzichten kann. Ablesbar<br />

sind die Daten dann via Handy-App –<br />

das heute ohnehin jeder hat und das<br />

beim Lauf sogar zu Hause bleiben kann.<br />

Immer wieder Thema unter Läufern ist<br />

auch die Haltbarkeit der Schuhe und da<br />

vor allem auch der Abrieb der Außensohle.<br />

Viele Jahre lang wurde und wird die<br />

Forschungsenergie auf die Zwischensohle<br />

gerichtet. Die britische Trailrunning-<br />

Schuhmarke Inov8 (sprich: Innovate)<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

53


WIR HABEN EINEN SCHUH ENTWICKELT,<br />

DER DIE KRAFT IM ZENTRUM DER<br />

GELENKE ZENTRIERT, SODASS<br />

BEIM LAUFEN KEINE SCHÄDLICHEN<br />

DREHKRÄFTE WIRKEN.<br />

BIOMECHANIK-KORYPHÄE PETER BRÜGGEMANN<br />

trägt die Innovation schon im Namen<br />

und wirkt dem entgegen. Zusammen<br />

mit der Uni Manchester hat man eine<br />

Sohle entwickelt, die auch nach mehr als<br />

1000 Kilometern über Trails und Straßen,<br />

Wald und Fels noch kaum Abnützungserscheinungen<br />

zeigt. Das Ei des<br />

Kolumbus dabei: Graphene. Seit Andre<br />

Geim und Konstantin Novoselov die<br />

zweidimensionale Kohlenstoffverbindung<br />

isoliert und dafür 2010 den Nobelpreis<br />

für Physik erhalten haben, wird es<br />

als Wundermaterial gefeiert. Weil es<br />

dünn und biegsam ist und gleichzeitig<br />

abriebfest. „In der speziellen Mischung<br />

mit Gummi konnten wir die Sohle um je<br />

50 Prozent stärker, elastischer und strapazierfähiger<br />

machen“, erklärt Dr. Aravind<br />

Vijayaraghavan von der Universität Manchester.<br />

Mehr Grip also bei weniger Abnützung.<br />

„Und das ist erst der Anfang.“<br />

Ganz am Anfang stehen auch zwei bekannte<br />

Herren aus der Laufschuhbranche,<br />

Andre Kriwet und Peter Brüggemann.<br />

Beide haben bei Nike, Asics und<br />

Brooks in der Entwicklung gearbeitet,<br />

jetzt wollen sie eine eigene Marke auf<br />

die Beine stellen. „Braucht es wirklich<br />

eine 38. Marke?“, fragt Kriwet selbst<br />

sehr kritisch. Und meint: Ja. In diesem<br />

Fall schon. Biomechanik-Koryphäe<br />

Brüggemann hat sich intensiv mit dem<br />

Aufsetzen des Fußes auf dem Boden auseinandergesetzt<br />

und einen Schuh entwickelt,<br />

der so Brüggemann, „die Kraft im<br />

Zentrum der Gelenke zentriert, sodass<br />

beim Laufen keine schädlichen Drehkräfte<br />

wirken.“ Sprunggelenks- oder<br />

Knieschmerzen sollen damit gar nicht<br />

erst entstehen. Möglich macht das laut<br />

Brüggemann die Hufeisenform der Sohle<br />

im Fersenbereich. Dadurch wird –<br />

vereinfacht gesagt – die Aufprallenergie<br />

zum Vorderfuß weitergeleitet. In<br />

Deutschland sollen die Schuhe noch<br />

heuer auf den Markt kommen, wann es<br />

sie in Österreich geben wird, steht in<br />

den Sternen. Bis dahin werden Läufer<br />

wohl noch einige Euros in andere<br />

Dinge investieren.<br />

Smart Outdoor Watch<br />

WSD-F30<br />

• Farbige Karten auch offline nutzbar<br />

• Dual-Layer-Display mit LCD<br />

(monochrom) und OLED (farbig)<br />

• Energiesparende GPS-Funktion<br />

• Wasserdicht bis 5 Bar (50m)<br />

• Robust nach Militärstandard<br />

MIL-STD-810G<br />

• In Orange, Blau und Schwarz erhältlich<br />

protrek.eu<br />

Wear OS by Google is a<br />

trademark of Google LLC.


AUF DIE GEWINNER ...<br />

... des Uniqa-Familien-Sportcastings<br />

warten nicht nur Startplätze<br />

und Übernachtungen beim Großglockner<br />

Berglauf, sondern auch<br />

wertvolle Ausrüstungsteile: unter<br />

anderem Trailrunningschuhe<br />

von Viking Footwear sowie GPS-<br />

Sport uhren von Garmin.<br />

MIT UNIQA ZUM<br />

GROSSGLOCKNER BERGLAUF<br />

UNIQA UND DER GROSSGLOCKNER BERGLAUF SUCHEN<br />

BEIM GROSSEN „UNIQA FAMILIEN-SPORTCASTING“ EINE<br />

SPORTLICHE FAMILIE! EUER ZIEL IST DER „GROSSGLOCK-<br />

NER BERG LAUF“ AM 14. JULI!<br />

Fotos: wisthaler.com, Hersteller<br />

WEITERE INFOS<br />

mythosglockner.com<br />

CASTING-ANMELDUNG<br />

Schreibt so schnell<br />

wie möglich eine E-Mail mit Foto<br />

und Angaben zu den Familienmitgliedern<br />

und dem Betreff<br />

„UNIQA Familie“ an:<br />

office@mythosglockner.com<br />

Ihr sucht als ganze Familie noch euer<br />

sportliches Highlight <strong>2019</strong>? Und ihr wollt<br />

zeigen, was ihr gemeinsam draufhabt? Dann<br />

haben wir das Richtige für euch: Nehmt teil<br />

am UNIQA Familien-Sportcasting für den<br />

Großglockner Berglauf <strong>2019</strong>!<br />

Gesucht wird eine sportliche Familie, die<br />

sich den Herausforderungen des Berglaufs<br />

stellt. Und die lesen sich so: Während<br />

die Eltern am Sonntag, 14. Juli, beim<br />

Großglockner Berglauf antreten, beweist<br />

der Nachwuchs seine Leistungsfähigkeit<br />

bereits am Freitag beim Kleine Zeitung<br />

Kinderlauf powered by Viking Footwear.<br />

Auf die Gewinner-Familie des UNIQA<br />

Familien-Sportcastings wartet dieses attraktive<br />

Großglockner-Berglauf-Rundumpaket<br />

im Gesamtwert von über 2000 Euro:<br />

• 2 Übernachtungen der Familie im<br />

HUNGUEST Hotel Heiligenblut am<br />

Eventwochenende;<br />

• Gratis-Startplätze für die Eltern beim<br />

Großglockner Berglauf <strong>2019</strong>;<br />

• Gratis-Startplätze für die Kinder beim<br />

Kleine Zeitung Kinderlauf powered by<br />

Viking Footwear;<br />

• Laufschuhe von Viking Footwear;<br />

• eine Garmin-GPS-Sportuhr für<br />

die Eltern;<br />

• BUFF®-Headbands für die ganze Familie.<br />

Und damit die Casting-Gewinner garantiert<br />

in Bestform zum Großglockner-Event anreisen,<br />

macht sie der UNIQA VitalCoach fit<br />

– mit einem 16-Wochen-Trainingsplan<br />

inklusive sechs Individual-Coachings und<br />

abgestimmten Ernährungsplänen!<br />

ACHTUNG: Der Großglockner Berglauf ist<br />

seit November ausverkauft. Für die Bike<br />

Challenge sowie für Teilnehmer des „Uniqa<br />

Vorbereitungswochenendes“ von 24. bis 26.<br />

Mai sind noch Startplätze zu haben.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

55


MARATHON OHNE GRENZEN<br />

Die Strecke des Radenci Marathon führt auch bei der<br />

39. Auflage wieder durch Slowenien und Österreich.<br />

18. MAI. Laufen verbindet. Das zeigt der Radenci Marathon,<br />

der auch heuer wieder im slowenischen Radein startet,<br />

wenige Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt.<br />

Dabei überschreitet der älteste Marathon Südosteuropas<br />

wieder Grenzen und geht durch Slowenien und Österreich.<br />

Frühbucher zahlen bis zum 18. <strong>April</strong> 30 Euro, danach kostet<br />

die Teilnahme 40 Euro. „Mit der Strecke durch beide Staaten<br />

sind wir uns noch einen Schritt näher gekommen“, freut sich<br />

Heinrich Schmidlehner, Bürgermeister von Bad Radkersburg.<br />

www.maraton-radenci.si/de<br />

Foto: Veranstalter<br />

EPISCHES ABENTEUER AM GLOCKNER<br />

Am 26. Juli steigt in Zell am See-Kaprun der Start in die<br />

Bewerbe des Großglockner-Ultra-Trails, kurz GGUT.<br />

SALZBURG. Es ist kurz vor 22 Uhr in Kaprun, Blick Richtung<br />

Alpenhauptkamm – der Start in ein episches Abenteuer<br />

rund um Österreichs höchsten Berg, den Großglockner.<br />

Vor den Läufern liegt die Glocknerrunde mit 110 Kilometern<br />

und 6500 Höhenmetern durch die Hochgebirgslandschaft<br />

des Nationalparks Hohe Tauern. Aber keine Angst:<br />

Von 26. bis 28. Juli kannst du dich in Zell am See-Kaprun,<br />

Kals am Großglockner und Weissee-Uttendorf auf Teilstrecken<br />

herantasten: über 30, 50 oder 75 Kilometer.<br />

www.ultratrail.at<br />

Foto: Markus Frühmann<br />

Foto: Vidalli, Fotolia/Adobe<br />

Startzeit Strecke Runden<br />

Nenngeld<br />

Voranmeldung<br />

Samstag<br />

Nenngeld<br />

Nachmeldung<br />

Nordic Walking 13:00 Uhr 7,3 km 1 € 21,-- € 27,--<br />

Knirpse-Lauf 13:05 Uhr 300 m 1 € 3,-- € 3,--<br />

Kinderlauf 13:10 Uhr 1,2 km 1 € 7,-- € 9,--<br />

Jugendlauf 13:30 Uhr 2,4 km 2 € 10,-- € 14,--<br />

Hobbylauf 14:30 Uhr 5 km 2 € 18,-- € 24,--<br />

Hauptlauf 14:30 Uhr 10 km 4 € 21,-- € 27,--<br />

Anmeldung schon jetzt möglich: www.frohnleiten.or.at/stadtlauf<br />

27. <strong>April</strong> <strong>2019</strong><br />

Stadtgemeinde<br />

Frohnleiten<br />

Start in die<br />

Laufsaison<br />

Info & Anmeldung auf www.frohnleiten.at<br />

ab 13:00 Uhr


8. RAPIDLAUF<br />

10. MAI <strong>2019</strong><br />

€ 5,– pro Anmeldung gehen an:<br />

DIE RAPIDFAMILIE HILFT!<br />

ALLE INFOS & ANMELDUNG<br />

UNTER RAPIDLAUF.AT & FACEBOOK.COM/RAPIDLAUF<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

57


GEMISCHTES<br />

DOPPEL<br />

ZWEI MARATHONS IN NEUN WOCHEN, EINER AUF DER<br />

STRASSE, EINER IM GELÄNDE: LESERIN GRAZYNA<br />

BRANDSTÄTTER IST AUF KURS ZU IHREM GROSSEN ZIEL<br />

FÜR <strong>2019</strong>. WIE GUT LASSEN SICH STRASSENLAUFEN<br />

UND TRAILRUNNING EIGENTLICH KOMBINIEREN?<br />

VON CHRISTOF DOMENIG, FOTOS: THOMAS POLZER<br />

Wir Menschen neigen zum<br />

Schubladendenken: entweder<br />

ein City-Marathon oder ein<br />

Trailrun. Es kommt selten vor, dass sich<br />

jemand alle beide dieser populären<br />

Spielarten des Freizeitlaufsports auf<br />

Fortgeschrittenenniveau vornimmt.<br />

Vor allem in so einem kurzen Zeitraum,<br />

wie es unsere Leserin Grazyna<br />

Brandstätter vorhat: Bloß neun Wochen<br />

liegen zwischen dem traditionsreichen<br />

Marathon in ihrer Heimatstadt Linz<br />

58 <strong>SPORTaktiv</strong>


und dem „jungen“ Mozart-100-Ultrarun<br />

am 15. Juni. Für Linz hat sich die<br />

36-Jährige die ambitionierte Zielzeit<br />

von 3:45 Stunden vorgenommen.<br />

Beim Mozart 100 will sie noch einmal<br />

42 Kilometer zwischen St. Gilgen und<br />

Salzburg drauflegen, als Trailrun mit<br />

1890 Bergauf- und 2000 Bergab-Höhenmeter.<br />

Das wird auch die Premiere<br />

in einem Trailrunningbewerb für die<br />

ambitionierte Freizeitsportlerin, die in<br />

der IT-Branche arbeitet, werden.<br />

Die Ausgangslage<br />

stimmt zuversichtlich:<br />

Die Leistungsdiagnostik<br />

Ende Jänner bewies,<br />

dass die Linzerin<br />

das Rüstzeug für zwei<br />

Marathons in neun<br />

Wochen mitbringt.<br />

Soweit die Eckdaten des Projekts,<br />

mit dem sich Brandstätter bei unserer<br />

Aktion „<strong>2019</strong> wird mein Jahr“ beworben<br />

hat. Um für dieses Vorhaben optimal<br />

vorbereitet zu sein, haben wir unserer<br />

Leserin den Niederösterreicher<br />

Gerhard Schiemer vermittelt. Der<br />

Sportwissenschafter und Lauftrainer ist<br />

selbst seit Jahren Mitglied im Trailrunning-Nationalteam<br />

und trainiert aktuell<br />

unter anderem Österreichs „Trailrunner<br />

des Jahres 2018“ Florian Grasel.<br />

Wie schätzt Schiemer die Pläne ein?<br />

„Sehr gut – es hat alles Hand und<br />

Fuß“, so das Ersturteil der Trainers. Die<br />

Kombination aus Straßenlauf und<br />

Trailrunning sei grundsätzlich absolut<br />

stimmig. „Viele Läufer schränken sich<br />

durch Spezialisierung zu stark ein.“<br />

Ambitioniert ist Grazynas Vorhaben<br />

dennoch, keine Frage – allein durch die<br />

zeitliche Abfolge: Rechnet man vier<br />

Wochen Erholungszeit nach dem Linz<br />

Marathon, bleiben genau noch fünf<br />

Wochen für eine „trailspezifische“ Vorbereitung<br />

auf den Mozart 100 übrig.<br />

Sich bis Linz voll auf den Straßenmarathon<br />

zu konzentrieren, funktioniert daher<br />

nicht: Daher trainiert die Oberösterreicherin<br />

schon seit Februar „gemischt“<br />

und streut wöchentlich zumindest<br />

eine lange Traileinheit in ihre<br />

Marathonvorbereitung ein.<br />

Ein starkes Fundament<br />

Und das werde auch beim Marathon<br />

kein Nachteil sein, sagt Gerhard Schiemer.<br />

Denn, noch einmal grundsätzlich<br />

gesprochen: „Je weiter Wettkämpfe entfernt<br />

sind, desto abwechslungsreicher<br />

soll eine Vorbereitung sein. Im Winter<br />

trainieren Trailrunner oft 70 Prozent<br />

Grundlagenausdauer im Flachen. Marathonläufer<br />

profitieren umgekehrt von<br />

regelmäßigen Hügelläufen oder Fahrtspielen<br />

ungemein. Rückt der Wettkampf<br />

näher, wird die Vorbereitung<br />

dann immer spezifischer. Für den Trailrunner<br />

etwa kehrt sich das Verhältnis in<br />

den Wochen vorm Wettkampf um – 70<br />

Prozent trailspezifisch bergauf und bergab<br />

versus 30 Prozent Grundlagen.“<br />

Das Straße-Trail-„Doppel“ unserer<br />

Leserin steht aber auch deshalb auf solidem<br />

Fundament, weil sie genau das mitbringt:<br />

Eine starke Fitnessbasis in Form<br />

einer hervorragenden Grundlagenausdauer.<br />

Seit Jahren bestreitet sie Triathlons<br />

und sie lief 2018 schon den Linz<br />

Marathon in sehr guten 3:57. Diese<br />

Grundlage wirkte sich auch bei der Leistungsdiagnostik<br />

aus: Ende Jänner, gleich<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

59


ACHT BRÜCKEN UND EIN HEXENKESSEL<br />

Am Staatsfeiertag zieht es die Läufer wieder zum<br />

19. Leobersdorfer Fortuna Brückenlauf (NÖ).<br />

NIEDERÖSTERREICH. Mehr als 2000 Läufer werden am<br />

1. Mai in Leobersdorf erwartet und noch mal so viele Fans<br />

werden die Läufer über die 10 km und alle acht Ortsbrücken<br />

pushen. Alle Finisher bekommen eine coole Laufkappe<br />

geschenkt. Viel Spaß versprechen die McDonald’s Family<br />

Fun Days und die 3er-Staffel. Ein 5-km-Nordic-Walking<br />

sowie Jugendläufe stehen ebenfalls auf dem Programm.<br />

Gratis-Kaiserschmarrn, günstige Laufschuhe und buntes<br />

Bühnenprogramm gibt es beim Brückenläufer-Empfang<br />

mit Laufmesse am Vortag (30. 4.). www.brueckenlauf.at<br />

PARKTHERME<br />

WÜSTENLAUF<br />

Samstag, 29. Juni <strong>2019</strong><br />

Region Bad Radkersburg<br />

Präsentiert von:<br />

MAG. GERHARD<br />

SCHIEMER<br />

aus Bad Vöslau (NÖ) ist Sportwissenschafter,<br />

Mitglied im<br />

Trailrunning-Nationalteam und<br />

Teilnehmer an der Trailrunning-<br />

WM. Trainer u. a. von Österreichs<br />

erfolgreichstem Trailrunner<br />

Florian Grasel.<br />

www.gerhardschiemer.at<br />

nachdem wir Grazyna Brandstätter für unsere Leseraktion<br />

ausgewählt hatten, trafen sich Läuferin und Coach<br />

zur sportwissenschaftlichen Standortbestimmung bei<br />

Wind und Nieselregen auf einer Laufbahn südlich von<br />

Wien. Wie der Laktattest zeigte, „war das Verhältnis von<br />

Intensität zu Umfang, mit dem Grazyna schon bisher<br />

trainierte, sehr stimmig“, sagt Schiemer. Eine Marathon-Prognose<br />

von 3:44 schon im Jänner zeigte, dass<br />

sich die 36-Jährige selbst sehr gut einschätzen kann.<br />

In den Wochen nach der Diagnostik trainierte die<br />

Hobbysportlerin zudem krankheits- und verletzungsfrei,<br />

lief im Schnitt 7 bis 8 Stunden in der Woche und<br />

sie ergänzte ihr Training durch eine Stabilisationseinheit<br />

sowie zwei Schwimmeinheiten zum Regenerieren.<br />

Und das alles neben einem 40-Stunden-Job. Fleiß hat<br />

einen Namen: Grazyna ... Ihre Trainingsdaten übertrug<br />

sie regelmäßig auf die Online-Plattform von Garmin,<br />

Bewerbe:<br />

• Halbmarathon 21,1km<br />

• 7km & 14km Laufbewerb<br />

• 3er Teamwertung<br />

• Nordic Walking (7km)<br />

• Bambini Sprint<br />

• Kids Sprint<br />

Schon unterwegs<br />

mit dem gelben<br />

„Apex II Boa<br />

GTX“-Trailrunningschuh,<br />

den Viking<br />

unserer Leserin zur<br />

Verfügung stellt.<br />

Ein Event von:<br />

Info und Anmeldung: www.wuestenlauf.at


GRAZYNA<br />

BRANDSTÄTTER<br />

ist 36, arbeitet in der IT-Branche<br />

und wohnt in Linz. <strong>SPORTaktiv</strong><br />

begleitet sie im Rahmen der<br />

Aktion „<strong>2019</strong> wird mein Jahr“ –<br />

dem gemischten Marathondoppel<br />

aus Linz Marathon (14. <strong>April</strong>)<br />

und „Mozart 100“ (15. Juni).<br />

14.09.<strong>2019</strong><br />

2.800m<br />

Höhenunterschied<br />

4<br />

Punkte<br />

1.900m<br />

Höhenunterschied<br />

3<br />

Punkte<br />

75<br />

1.100m<br />

Höhenunterschied<br />

2<br />

Punkte<br />

Qualifikationsrennen<br />

FOTO : MARIE KAYSER<br />

Fotos: Thomas Polzer, Grazyna Brandstätter<br />

wo Gerhard Schiemer stets Zugriff auf die Daten hatte.<br />

„Die Leistungsdiagnostik, die Tipps zur Trainingsgestaltung<br />

und zur Lauftechnik von Gerhard haben<br />

mir wirklich schon bisher sehr geholfen. Ich hab ihn<br />

bei unserem Treffen auch richtig ausgequetscht“, lacht<br />

die Linzerin bei der ersten Zwischenbilanz über ihren<br />

Weg zum anvisierten Ziel.<br />

Freihändig zum Mozart<br />

Ratschläge bekam sie auch schon zur Traillauf-Technik.<br />

Fix ist auch schon, dass Brandstätter aufs<br />

Erlernen der Trailrunning-Stocktechnik verzichten und<br />

den Mozart 100 quasi „freihändig“ laufen wird. „Stöcke<br />

sind bei der Höhenstruktur des Laufs auch nicht<br />

notwendig“, sagt Schiemer – und erklärt die „Faustregel“:<br />

Je mehr Höhenmeter, je steiler Bergauf- und<br />

Berg abpassagen, desto eher bringen Stöcke einen Vorteil.<br />

Allerdings nur, wenn man mit der spezifischen<br />

Stocktechnik beim Trailrunning wirklich vertraut ist,<br />

„und bis man diese wirklich gewinnbringend einsetzen<br />

kann, braucht es drei, vier oder auch fünf Monate Training.“<br />

Zeit, die nicht zur Verfügung stand.<br />

Im März bekam die Oberösterreicherin schließlich<br />

noch einen Trailrunning-Schuh von Viking für ihr<br />

Projekt. Den probierte sie bei ersten Trailläufen schon<br />

aus – intensiver noch wird er nach dem Linz Marathon<br />

zum Einsatz kommen. Dann wird es auch noch einmal<br />

ein Trailtechniktraining für die Kandidatin geben. Eines<br />

darf man freilich bei aller Vorfreude auf die Trailrunning-Premiere<br />

nicht vergessen: Erst steht einmal<br />

ein voller Linz Marathon auf dem Pfad zu Grazyna<br />

Brandstätters großem Ziel „im Weg“.<br />

Über den Fortschritt der anderen<br />

Teilnehmer der Leseraktion Karin Alexa<br />

und Marco Rutz lest ihr auf der folgenden Seite<br />

WIRD<br />

MEIN<br />

<strong>2019</strong> JAHR


ZWISCHENBILANZ<br />

UNSERER LESERAKTION:<br />

WIE ES KARIN ALEXA<br />

UND MARCO RUTZ BEI<br />

IHRER VORBEREITUNG<br />

SEIT ENDE JÄNNER<br />

ERGANGEN IST.<br />

MEIN<br />

<strong>2019</strong>WIRD<br />

JAHR<br />

KARIN ALEXA<br />

Karin Alexa aus Kapfenberg (St) hat erst vor zwei<br />

Jahren das Wandern und Berggehen für sich entdeckt<br />

– nach einem „Erweckungserlebnis“ am Hochschwab<br />

(2277 m). Doch ein Lungeninfarkt machte der 48-Jährigen<br />

im Jahr darauf einen dicken Strich durch die<br />

Bergsaison. Heuer will Karin wieder durchstarten und<br />

zurück zu „ihrem“ Hochschwab. Und es schaut super<br />

aus. „Das Foto ist auf der Bürgeralm entstanden, einer<br />

meiner absoluten Lieblingsberge“, erzählt sie. „Ich war<br />

heuer auch schon auf der Mugl, dem Rennfeld, dem<br />

Brucker Hochanger und auf der Häuslalm. Ich fühle<br />

mich sehr gut, bin auch wöchentlich beim Joggen aktiv<br />

und freu mich aufs Frühjahr.“ Der „Schwobn“ muss<br />

noch warten, dort liegt noch extrem viel Schnee.<br />

MARCO RUTZ<br />

Der 36-jährige Schweizer aus Schaffhausen will im Juni den Ironman 70.3 in Rapperswil in<br />

der Nähe von Zürich absolvieren. „Das Training läuft gut, den Marathon in Barcelona am<br />

10. März bin ich in 3:36 Stunden gelaufen“, berichtet Marco. Jetzt legt er vor allem Wert auf<br />

das Radtraining. Sorgen bereitet ihm, dass er keinen Triathlonlenker verwenden kann. „Das<br />

lässt meine Hüfte nicht zu.“ Zum Schwimmen hat er von uns einen Neoprenanzug von Aqua<br />

Lung bekommen. „Technisch bin ich wahrscheinlich eine Niete.“ Ab Mai will er vermehrt in<br />

Naturgewässern trainieren, „um das Open-Water-Schwimmen noch zu verbessern“.<br />

Fotos: privat<br />

MIN.<br />

62 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

DIE HÄRTESTE<br />

SIGHTSEEINGTOUR<br />

DER WELT<br />

10 15<br />

HINDER-<br />

NISSE<br />

MIN.<br />

JETZT!<br />

ANMELDEN<br />

25. MAI <strong>2019</strong><br />

innsbruckathlon.at<br />

15. JUNI <strong>2019</strong><br />

grazathlon.at<br />

21. SEPTEMBER <strong>2019</strong><br />

linzathlon.com


JEDER IST<br />

EIN SIEGER!<br />

DREI VON VIELEN GUTEN GRÜN-<br />

DEN, AM 27. OKTOBER BEIM „SWISS<br />

CITY MARATHON LUCERNE“ IM<br />

SCHWEIZER LUZERN MITZULAUFEN.<br />

SWISS CITY<br />

MARATHON<br />

LUCERNE<br />

Termin: 27. 10. <strong>2019</strong><br />

Informiere dich beim<br />

Stand des Swiss City<br />

Marathons bei den<br />

Marathon-Expos in Wien<br />

(5./6. <strong>April</strong>) und Salzburg<br />

(17./18. Mai).<br />

www.swisscity<br />

marathon.ch<br />

Sightseeing pur<br />

Der Lauf führt an den geschichtsträchtigen<br />

Bauten einer 700-jährigen Stadt,<br />

am Vierwaldstättersee, am Hausberg<br />

Pilatus und an Zeitzeugen modernen<br />

Bauens (wie dem KKL Luzern oder dem<br />

Fußballstadion des FC Luzern) vorbei.<br />

Jeder ist ein Sieger<br />

Weil der SwissCityMarathon kein Elitefeld<br />

anzieht, gilt die Aufmerksamkeit<br />

nicht einer bestimmten Läufergruppe.<br />

Alle, die das Ziel erreichen, erleben<br />

ihren persönlichen Triumph und werden<br />

gefeiert wie die Erstplatzierten: Einsteiger<br />

über 10 Kilometer, die Halbmarathonis,<br />

diejenigen, die mit einer<br />

Laufkollegin oder ihrem Geschäftspartner<br />

den DuoMarathon bestreiten.<br />

Und natürlich auch die Teilnehmer der<br />

Königsdisziplin Marathon!<br />

Österreich als Gastland <strong>2019</strong><br />

Der SwissCityMarathon in Luzern rollt<br />

den Teppich <strong>2019</strong> speziell für Laufbegeisterte<br />

aus Österreich aus, die mit<br />

einem speziellen Rahmenprogramm bei<br />

der Marathon-Messe begrüßt werden.<br />

Ein weiterer Vorteil für alle Teilnehmer:<br />

die Hin- und Rückreise mit der Bahn ab<br />

der Grenze sowie innerhalb der Schweiz<br />

ist für alle Teilnehmer im Startgeld<br />

inbegriffen.<br />

ANZEIGE/Fotos: Swiss City Marathon Lucerne<br />

64 <strong>SPORTaktiv</strong>


BROOKS<br />

LEVITATE 2<br />

Der neue Levitate 2 mit DNA AMP<br />

gibt dir mit jedem Schritt mehr<br />

Energie zurück. So fühlst du dich,<br />

als ob du schneller und schneller<br />

laufen könntest – auch wenn du<br />

dachtest, dass das unmöglich ist.


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

RUN<br />

KOMPAKTER LAUFBEGLEITER<br />

Wozu Ärmlinge eigentlich? Wenn es kalt ist, greife ich zum<br />

Langarmshirt, wenn es warm ist zum kurzen. Für das Davor<br />

und das Danach ist ein Jackerl immer noch das Beste. Jetzt<br />

also aber doch Ärmlinge. Und zwar vom Kompressionsexperten<br />

CEP (UVP € 39,90). Dafür braucht es schon einmal Armlänge<br />

und Umfang an den dicksten Stellen an Ober- und Unterarm.<br />

Das optimiert die Passform. Sitzen schon mal super. Eng<br />

ohne einzuschneiden. Was sofort auffällt: Die Arme sind<br />

durch die Kompression gleich leicht angewinkelt. Das unterstützt<br />

auch den spitzen Armwinkel beim Laufen. Beim ersten<br />

Lauf ist es kalt, ich trage sie unter einer dünnen Jacke zum<br />

Kurzarmshirt, beim zweiten frühlingshaft. Die Überraschung:<br />

Auch im Warmen ist das noch angenehm. Noch angenehmer:<br />

die Kompression. Vor allem auf einer 90-Minuten-Runde mit<br />

eingestreuten Sprints fühlt es sich gut an, wenn die Armmuskulatur<br />

eng umschlossen ist. Natürlich schwitzt man drunter,<br />

aber der Schweiß kühlt gleichzeitig.<br />

Fazit: Angenehmes Trage- und Laufgefühl – man fühlt sich<br />

irgendwie kompakter. In der Übergangszeit werden sie oft<br />

zum Einsatz kommen. Bei tatsächlicher Hitze? Hm, schwer<br />

vorstellbar.<br />

WAS KÖNNEN ÄRMLINGE<br />

MIT KOMPRESSION, EIN<br />

LAUFSCHUH MIT CHIP UND<br />

EIN SPEZIELLER SPORT-BH?<br />

UNSERE REDAKTION HAT<br />

WIEDER EIFRIG AUSPROBIERT.<br />

VON NICOLE THÜRINGER, CHRISTOF DOMENIG<br />

UND KLAUS MOLIDOR<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

66 <strong>SPORTaktiv</strong>


DAS SMARTPHONE BLEIBT DAHEIM<br />

DAMIT ALLES STRAFF SITZT<br />

Sitzt, passt & nix verrutscht … Tja, gar nicht so leicht, den<br />

richtigen Sport-BH zu finden, der wirklich sitzt. Es gibt nichts<br />

Nervigeres, als wenn beim Sport alles hin- und her wackelt.<br />

Der Momentum-Sport-BH von ANITA (UVP € 64,95) schafft Abhilfe:<br />

Der BH mit den nahtlos verarbeiteten Cups bietet guten<br />

Halt und gibt der Brust eine schöne Form, ohne zu pushen. Obwohl<br />

er stramm sitzt, engt er nicht ein und auch der Brustkorb<br />

wird nicht eingeschnürt – nix drückt, schneidet ein oder<br />

scheuert. Lässig finde ich den breiten Bund, der für guten Halt<br />

sorgt und die breiteren Entlastungsträger, die elastisch sind<br />

und verstellt werden können. Außerdem ist der Momentum super<br />

atmungsaktiv und unter dem Stoff sammelt sich kein<br />

Schweiß.<br />

Yoga-Einheiten mitgemacht, Hüpftest bestanden, mehrere<br />

Laufsessions durchlebt und beim Hochstrecken der Arme<br />

rutscht das Brustband nicht nach oben – das macht den Momentum<br />

zu einem extrem belastbaren Sport-BH. Maximaler<br />

Support und kein Verrutschen beim Laufen oder Workout und<br />

daher volle Punktzahl!<br />

2025 wird man wahrscheinlich schon mit einem Smartphone,<br />

das in der rechten Hand integriert ist, auf die Welt kommen.<br />

Bis dahin bleibt auf Laufrunden das Problem zu lösen, wie man<br />

sein vifes Telefon mittransportiert: Oberarmtascherl und Co.<br />

sind doch irgendwo immer bloß ein Kompromiss.<br />

Doch halt – man braucht das jetzt gar nicht mehr: Die UNDER-<br />

ARMOUR-Hovr-Infinite-Laufschuhe (UVP € 140,–) haben nämlich<br />

die „Record Sensor“-Technologie im rechten Schuh sitzen.<br />

Damit übernimmt der Schuh die Datenaufzeichnung und das<br />

Smartphone kann daheimbleiben (falls das überhaupt jemand<br />

will). Überschreitet man bei der Rückkehr die Türschwelle zur<br />

Wohnung, verbinden sich Schuh und Under Armours MapMy-<br />

Run-App und in Sekunden hat man alle Laufdaten vollständig<br />

auf der App. Diese erteilt auch individuelle Tipps: Meine „Doppelschrittlänge“<br />

ist zu lang, sagt die App, die psychologisch so<br />

einwandfrei programmiert ist, dass sie mir dieses Manko nicht<br />

einfach so plump reinsagt: Nein, sie motiviert stets positiv mit<br />

viel eingestreutem Lob.<br />

Abgesehen davon bekommt man mit dem UNDER ARMOUR<br />

Infinite Hovr einen sehr bequemen Laufschuh mit deutlich<br />

spürbarem Rebound-Effekt an den Fuß. Der Schuh bereitet viel<br />

Freude und sorgt für ein federndes Laufgefühl. Und er lässt einen<br />

einfach locker laufen und lenkt nicht ab – etwa, wenn man<br />

mal ganz oldschool mit menschlichem Laufpartner plaudern<br />

will. Hausnummer: über Doppelschrittlänge.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

67


LEICHTER UND LÄNGER<br />

MIT DEM NEUEN METARIDE VERÄNDERT ASICS<br />

DAS LAUFEN AUF LANGEN DISTANZEN RADIKAL.<br />

Mehr als zwei Jahre hat ASICS daran<br />

gearbeitet, das in einen Schuh<br />

zu packen, was wir doch alle wollen: auf<br />

langen Distanzen effektiver, ermüdungsfreier<br />

und leichter zu laufen. Herausgekommen<br />

ist im berühmten Labor der japanischen<br />

Laufschuhmarke in Kobe dabei<br />

der METARIDE, ein Schuh mit einem<br />

ganz neuen Technologiekonzept.<br />

Der Kern des Ganzen: die Bewegungsamplitude<br />

dort zu minimieren, wo die<br />

meiste Energie verbraucht wird, nämlich<br />

im Sprunggelenk.<br />

Gelungen ist das mit der GUIDE­<br />

SOLE-Technologie, bei der die vorgefertige<br />

Sohlenplattform so geformt ist, dass<br />

sie das Körpergewicht nach vorne verlagert<br />

und das Gefühl einer „rollenden“<br />

Bewegung vermittelt. Eine wissenschaftliche<br />

Studie hat gezeigt, dass dadurch<br />

der Energieverlust im Sprunggelenk um<br />

bis zu einem Fünftel gesenkt werden<br />

kann. Ein langer Lauf wird dadurch also<br />

tatsächlich effektiver, ermüdungsfreier,<br />

leichter – vor allem aber sinkt dadurch<br />

auch die Verletzungsgefahr. „Wir glauben,<br />

dass diese neue Technologie das Potenzial<br />

hat, die Running-Szene weltweit<br />

entscheiden zu beeinflussen“, sagt<br />

ASICS-Präsident Yasuhito Hirota stolz.<br />

ANZEIGE/Fotos: Asics, Shaun Fenn<br />

68 <strong>SPORTaktiv</strong>


© Lucas Pripfl Photography<br />

ZWEI BEWERBE. EIN SIEGER.<br />

Bei diesem Kombi-Bewerb<br />

warten zwei extrem coole<br />

Laufstrecken auf dich!<br />

Am 4. Juni besticht der Sparkassen<br />

Businesslauf am Red Bull Ring<br />

in Spielberg mit modernstem<br />

Rennstrecken-Ambiente, wo sonst<br />

die Stars der Formel 1 und MotoGP<br />

arbeiten.<br />

4. Juni & 3. August<br />

BUFF ® SPORTS LINE<br />

LOGO<br />

STYRIAN<br />

HALFMARATHON<br />

CHALLENGE <strong>2019</strong><br />

powered by<br />

Der renommierte Holzstraßenlauf<br />

am 3. August in St. Peter/Kbg.<br />

punktet mit seiner imposanten<br />

Schloßallee und erfrischender Fichtendusche.<br />

Für Motivation sorgen<br />

Musikgruppen und die zahlreichen<br />

Zuschauer entlang der Strecke.<br />

ZEIG WAS DU DRAUF HAST.<br />

ZWEI MAL.<br />

Keine Extra-Anmeldung.<br />

Keine Extra-Kosten.<br />

Bei beiden Halbmarathons anmelden<br />

für deine Extra-Challenge.<br />

Anmeldung und weitere Infos:<br />

www.businesslauf.run<br />

www.holzstrassenlauf.com<br />

acebook.com<br />

JETZT ANMELDEN!


ZWEI IN EINS<br />

Das gezielt eingesetzte Midi-<br />

Kompressionsprofil gibt der<br />

Run-2-in-1-3.0-Shorts von<br />

CEP den Extrakick Energie.<br />

Die anatomische Passform<br />

stabilisiert die Muskeln,<br />

Flachnähte sorgen für hohen<br />

Tragekomfort.<br />

www.cepsports.com<br />

KLARE SICHT<br />

Leicht, luftig und ergonomisch<br />

die Fassung, selbsttönende<br />

Scheibe in der Kategorie 0 bis<br />

3 – damit überzeugt die AERO<br />

REACTIV Performance 0/3 von<br />

JULBO. Perfekt für Läufer.<br />

www.julbo.com<br />

RUN<br />

NEWS<br />

NATÜRLICHER<br />

MUNTERMACHER<br />

Das Leistungselixier von DR. BÖHM ®<br />

fördert Leistungsfähigkeit und<br />

Ausdauer, verbessert die Konzentration<br />

und reduziert zugleich Müdigkeit und<br />

Erschöpfung. Exklusiv in der Apotheke<br />

erhältlich.<br />

www.dr-boehm.at<br />

ENERGIE BEI<br />

JEDEM SCHRITT<br />

Schneller laufen mit weniger<br />

Aufwand – das verspricht<br />

der Levitate 2 von BROOKS.<br />

Dank DNA Amp in der<br />

Zwischensohle gibt er mit<br />

jedem Schritt mehr Energie<br />

zurück. Das neue, glatte Knit-<br />

Obermaterial beschert ein<br />

angenehmes Tragegefühl.<br />

www.brooksrunning.com<br />

KÜHLER SCHUTZ<br />

Die neuen Schlauchtücher und<br />

Stirnbänder aus der Coolnet-UV+-<br />

Kollektion von BUFF® punkten durch<br />

effektive Schweißabsorption<br />

und einen Kühleffekt beim<br />

Laufen. Zudem bieten sie<br />

hohen Sonnenschutz.<br />

www.buff.com<br />

Fotos: Hersteller<br />

70 <strong>SPORTaktiv</strong>


BIKE<br />

Technik – Menschen – Material<br />

Fotos: istock, Saalfelden Loegang/smpr, BikeHow, R.L.Pictures<br />

THE EPIC BIKEPARK<br />

Eine Million Euro fließt in den<br />

Bikepark Leogang (S): Vier neue<br />

Trails werten ihn ab heuer mit Blick<br />

Richtung Downhill WM 2020 auf.<br />

Und er heißt jetzt: „The Epic“.<br />

www.saalfelden-leogang.<br />

com<br />

SO GEHT‘S<br />

„BikeHow“ steht für kostenlose<br />

Fahrtechniktrainings in Tirol. Es gibt<br />

eigene Kurse für Familien, Frauen<br />

und E-Biker. Start am 10./11. Mai in<br />

Imst – alle Termine:<br />

www.bikehow.info<br />

OWAG’FRÄST<br />

450 Biker/-innen nahmen an der<br />

„Schneefräsn <strong>2019</strong>“ teil, Österreichs<br />

MTB-Downhill-Serie auf<br />

Schnee. Mario Schneeweiß und<br />

Alicia Reynolds waren die Besten.<br />

www.lines-mag.at/<br />

schneefraesn


WER IM WOHNZIMMER<br />

HÄRTER TRITT,<br />

FÄHRT IM INTERNET<br />

SCHNELLER.<br />

72 <strong>SPORTaktiv</strong>


WAHNSINN<br />

IM WOHNZIMMER<br />

VOLLGAS OHNE<br />

FAHRTWIND, IN<br />

DER WOHNUNG<br />

HINAUF NACH ALPE<br />

D‘HUEZ. WAS TUT<br />

MAN NICHT ALLES<br />

FÜR DIE FORM<br />

UND DIGITALE BE-<br />

LOHNUNGEN DER<br />

EXTRAKLASSE?<br />

WILLKOMMEN IM<br />

ZWIFT-UNIVERSUM.<br />

TEXT: GEORG MICHL<br />

FOTOS: THOMAS POLZER<br />

Mit der einfallenden Frühlingssonne<br />

werden die Flecken<br />

im Parkettboden immer<br />

deutlicher sichtbar. An den Stirnseiten<br />

des Fischgrätmusters hat sich<br />

das Holz grün-gräulich verfärbt. Genau<br />

da, wo im Winter immer wieder<br />

Schweißlachen gestanden sind. Nun<br />

brauche ich zwar einen Teppich, aber<br />

immerhin stimmt erstmals meine<br />

Radform im Frühling – zumindest einigermaßen.<br />

Die ersten Ausfahrten<br />

an der frischen Luft waren kein völliges<br />

Desaster und der Allerwerteste ist<br />

auch auf den Sattel eingespielt.<br />

Der Grund: Ich zwifte. Sprich: Ich<br />

trete wie ein Gestörter in meinem<br />

Wohnzimmer in die Pedale und<br />

schaue einem mir – halbwegs – ähnelnden<br />

Computermenschlein zu, wie<br />

es auf dem Rad durch virtuelle Welten<br />

fährt. Und das macht auch noch richtig<br />

Spaß. Zwift ist eine Mischung aus<br />

Online-Plattform, Simulator und<br />

Trainingsprogramm, die in Kombination<br />

mit einem Laptop sowie Rollenoder<br />

Smarttrainer das Wintertraining<br />

auf eine neue Ebene gehoben hat.<br />

Denn die tatsächlich erbrachte Leistung<br />

auf dem eigenen Fahrrad wird in<br />

die virtuelle Welt übertragen. Wer im<br />

Wohnzimmer härter tritt, fährt im Internet<br />

schneller.<br />

Und weil es auch mehr Spaß macht,<br />

über den Äther gemeinsam zu fahren,<br />

kann man sich mit Freunden zur Ausfahrt<br />

verabreden, versuchen, mit Profis<br />

mitzuhalten, an Gruppenevents<br />

teilnehmen oder Rennen fahren. Für<br />

einige Rad-Puristen unter meinen<br />

Freunden ist der digitale Anreiz Blödsinn.<br />

Denn stundenlanges Fahren vor<br />

der weißen Wand würde neben den<br />

Muskeln auch den Charakter und die<br />

mentale Härte formen. Mir egal. Dafür<br />

bin ich nicht gemacht. Wenn ich<br />

mental an die Grenzen gehen will,<br />

schalte ich der zweieinhalb Jahre alten<br />

Tochter meiner Freundin während einer<br />

Folge „Peppa Wutz“ den Fernseher<br />

aus und sage: „Zähne putzen.“<br />

Das härtet auch ab.<br />

Da hinter Zwift kein selbstloses<br />

Programmier-Kollektiv steht, kostet<br />

es hartes Geld. Zwift ist ein florierendes<br />

Unternehmen, schaltet mittlerweile<br />

schon Werbung vor TV-Übertragungen<br />

von Profirennen und bei<br />

der Rad-WM in Innsbruck war das<br />

Zwift-Café samt zahlreicher Simulatoren<br />

ein angesagter Treffpunkt.<br />

14,99 Euro sind im Monat fällig.<br />

Nicht gerade wenig Geld, aber es<br />

wird auch was geboten. Neben Strecken<br />

in New York, London oder der<br />

Fantasiewelt Watopia wurden auch<br />

die WM-Kurse von Innsbruck und<br />

Richmond nachgebaut. Zusätzlich<br />

werden einzelne Trainingseinheiten<br />

und mehrwöchige Pläne angeboten,<br />

die auf unterschiedliche Ziele (Ausdauer<br />

oder Kraft) abgestimmt sind.<br />

Dabei müssen in den Einheiten diverse<br />

Aufgaben (Leistung, Trittfrequenz)<br />

erledigt werden, um sie erfolgreich<br />

abzuschließen und ein „Sternchen“<br />

sowie Punkte zu erhalten. Die Belohnung<br />

ist ein Triggerpunkt, auf dem<br />

der Erfolg von Zwift aufgebaut ist. Je<br />

mehr Kilometer und Höhenmeter in<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

73


Vollgas am Stand. Zwiften hebt das<br />

Rollentraining auf eine neue Ebene.<br />

der virtuellen Welt absolviert werden,<br />

desto höher steigt man in der „Kaste“<br />

(Level) und umso bessere und schnellere<br />

Fahrräder und Ausrüstungsgegenstände<br />

werden freigeschaltet. Das geschürte<br />

Verlangen auf Rahmen, Trikots und<br />

Laufräder führte bei mir rasch zu Ausfahrten<br />

über mehr als 100 virtuelle Kilometer<br />

– ohne Pause. Für den Flaschennachschub<br />

ist die kopfschüttelnde<br />

Freundin zuständig, während ich im<br />

Wind des Ventilators am Stand trete.<br />

Mit Erfolg, denn mittlerweile fahre ich<br />

virtuell ein real schwer leistbares Trek<br />

„Madone“ samt Zipp-Laufrädern. Weiteres<br />

Kopfschütteln habe ich bei der Freude<br />

darüber gratis dazubekommen. Der heilige<br />

Gral ist jedoch das Tron-Bike. Ein futuristisches<br />

Velo mit leuchtenden Reifen.<br />

Dafür setzten sich auch gestandene Familienväter<br />

tagelang auf das Rad und fahren<br />

etwa „Alpe du Zwift“ – einen Nachbau<br />

des legendären Anstiegs von Alpe d’Huez<br />

– rauf und runter. Immerhin benötigt<br />

man dafür insgesamt 41.150 Höhenmeter.<br />

Das dauert. Dass diese Herrschaften<br />

ihren Kindern erklären, sie sollen nicht<br />

zu viel fernsehen und Computer spielen,<br />

birgt eine gewisse Ironie.<br />

Wie auch im richtigen Leben ist auf<br />

Zwift die „Währung“ das Verhältnis aus<br />

der erbrachten Leistung zum Körpergewicht<br />

– Watt pro Kilo. Und wie im richtigen<br />

Leben wird auch im Internet ordentlich<br />

betrogen. Der Anreiz? Einmal<br />

der Star sein und immerhin werden einige<br />

Rennen auch auf Youtube gezeigt –<br />

samt Kommentator. Getrickst wird –<br />

vor allem bei Rennen –, wo es nur geht.<br />

Das Gewicht wird niedriger angegeben,<br />

der Widerstand bei Rollentrainern verringert<br />

und manch feiner Herr ändert<br />

sogar sein Geschlecht, um bei Damenrennen<br />

den ersten Platz einzuheimsen.<br />

Wem es Spaß macht ...<br />

Dabei nutzt die selbst ernannte Zwift<br />

Anti Doping Agency (ZADA) Plattformen<br />

wie „Zwiftpower“, um die virtuellen<br />

Doper zu erwischen. Die werden<br />

dann etwa auf Facebook entlarvt oder<br />

Fotos: Thomas Polzer<br />

3-Tages-Radtour vom Lungau bis Bad Radkersburg<br />

29.<br />

RADUMZUG<br />

Mehr Infos und Anmeldungen auf<br />

www.tour-de-mur.at<br />

20. bis 22. Juni <strong>2019</strong>


gar gesperrt. Dabei taucht die ZADA<br />

nicht mit dem Plastikbecher im Wohnzimmer<br />

auf. Massive Leistungssprünge<br />

zwischen Bewerben werden registriert.<br />

Werte miteinander verglichen. Aber in<br />

die (offizielle) Endwertung kommt ohnehin<br />

nur, wer auch einen Brustgurt getragen<br />

hat. So kann relativ gut sichergestellt<br />

werden, dass der Mensch tritt und<br />

nicht „Extrawatt“, etwa durch eine<br />

Bohrmaschine an der Tretkurbel, den<br />

Berg hinauffahren. Nicht nur die Not<br />

macht erfinderisch ...<br />

Länger, härter, lieber<br />

Die Gefahr, von „ZADA“ überführt zu<br />

werden, besteht bei mir nicht. Es würden<br />

angesichts meiner Platzierungen<br />

wohl nur Leistungshemmer vermutet<br />

werden. Eine massive Steigerung habe<br />

ich dank Zwift beim Kopfrechnen erfahren:<br />

Binnen weniger Sekunden können<br />

meine Kumpels und ich ermitteln,<br />

wer Alp du Zwift hinauf betrügt, dann<br />

lästern wir wie Pubertierende in unserer<br />

© 2011 by Hartinger Consulting<br />

WhatsApp- Gruppe. Mathematisch ist<br />

sonst beim kleinen Einmaleins Endstation.<br />

Endstation ist für mich in den<br />

Rennen meist schon im ersten Anstieg,<br />

spätestens im Zielsprint. Selbst wenn<br />

ich mehr als 1000 Watt „auflege“, Rad<br />

und Walze krachen und mir die Gesichtszüge<br />

vollkommen entgleisen,<br />

fährt mir irgendein Kontrahent davon,<br />

als würde er auf einem Moped sitzen.<br />

Ärgerlich, aber Zwift bringt mich<br />

dazu, härter, länger und vor allem lieber<br />

zu trainieren. Und darum geht es. Bei<br />

aller Faszination werden sich die Einheiten<br />

im Wohnzimmer im Sommer massiv<br />

reduzieren – da ist mir die Natur schon<br />

lieber. Aber vielleicht nutze ich die warme<br />

Jahreszeit ja, um mich auf den Winter<br />

vorzubereiten, denn die nächste<br />

Zwift-Saison kommt bestimmt. Und das<br />

Schweiß-Problem habe ich mit einem<br />

Ventilator samt Langlaufstecken-Fernbedienung<br />

auch besser im Griff. Fehlt<br />

nur noch ein Teppich. Und das Tron-<br />

Bike. Aber dafür ist noch Zeit.<br />

S O 04.08.19<br />

WAS IST<br />

ZWIFT?<br />

Zwift ist ein Computerprogramm,<br />

in dem man in virtuellen Welten auf<br />

dem Rad fahren oder auch laufen<br />

kann. Dabei werden die tatsächlich<br />

erbrachten Werte auf dem Smartoder<br />

Rollentrainer oder einem Laufband<br />

in das Programm übertragen.<br />

Zusätzlich zu freien Fahrten gibt es<br />

noch Rennen, Gruppenevents und<br />

Trainingseinheiten sowie -pläne.<br />

Kosten: 14,99 Euro pro Monat<br />

Weitere Programme für das Rollentaining<br />

sind unter anderem Bkool<br />

Simulator – Radvideo Spezialist<br />

(bkool.com), Road Grand Tours RGT<br />

(Betaversion/roadgrandtours.com)<br />

oder Rouvy (rouvy.com)<br />

W I E Ö L I M F E U E R<br />

ARLBERG GIRO<br />

Sei im Element.<br />

www.arlberg-giro.com<br />

2500<br />

HÖHENMETER<br />

150<br />

KILOMETER


ALTE GRENZEN NEU ERFAHREN<br />

AM IRON CURTAIN TRAIL<br />

Radeln entlang des<br />

ehemaligen Eisernen<br />

Vorhangs in Niederösterreich<br />

und Tschechien<br />

am besonders<br />

schönen Teilstück<br />

des europäischen<br />

Langstrecken radwegs<br />

EuroVelo13.<br />

Vom Eisernen Vorhang<br />

zum Grünen Band<br />

Bis in die frühen 1990er-Jahre teilte der<br />

Eiserne Vorhang Europa in Ost und<br />

West. Die 10.400 Kilometer lange<br />

Strecke ist heute mit dem Langstreckenradweg<br />

EuroVelo13 erschlossen und<br />

führt durch 20 Länder. Wo sich einst<br />

Befestigungen und Zäune durchs Land<br />

zogen, erfreut heute das Grüne Band<br />

mit Biotopen, Naturschutzgebieten,<br />

Feldern und Wäldern.<br />

Immer der Grenze entlang<br />

Der durchgehend beschilderte Abschnitt<br />

des „Iron Curtain Trails“, der durch das<br />

Waldviertel/Südböhmen bzw. das Weinviertel/Südmähren<br />

führt, ist 329 Kilometer<br />

lang und in neun individuell befahrbare<br />

Etappen gegliedert. Beginnend in<br />

Gmünd, geht es weiter entlang der March-<br />

Thaya-Auen an der slowakischen Grenze<br />

bis nach Hohenau an der March. Fürs<br />

Fahren auf Schotter- und Waldwegen<br />

sowie auf Asphalt trifft man mit einem<br />

Trekkingrad oder E-Bike die beste Wahl,<br />

2061 Höhenmeter bergauf und 2429<br />

Höhenmeter bergab gilt es zu überwinden.<br />

Eindrucksvolle Natur<br />

Kaum ein anderer Radweg in Österreich<br />

verläuft durch so urwüchsige Natur.<br />

Fotos: Waldviertel Tourismus/Studio Kerschbaum,<br />

NP Thayatal/R. Mirau, Tourismuszentrale Südmähren<br />

76 <strong>SPORTaktiv</strong>


Thayaschlinge im Nationalpark Thayatal /Podyji (oben);<br />

Schloss Valtice in Süd mähren (rechts).<br />

Wälder, Wiesen und Weinberge wechseln<br />

mit Teich- und Flusslandschaften.<br />

Schwarzstörche, Smaragdeidechsen oder<br />

Fischotter haben hier ein Refugium<br />

gefunden. Diese Vielfältigkeit sieht man<br />

besonders gut im grenzüberschreitenden<br />

Nationalpark Thayatal/Národní park<br />

Podyjí. Inmitten der Naturlandschaft<br />

erheben sich Burgen und Ruinen. Sagen<br />

und Mythen prägen die Nationalparkregion<br />

und ihre Geschichte.<br />

Spannende Geschichte<br />

Wie war es, an einer nahezu geschlossenen<br />

Grenze zu leben? An die jüngere<br />

Vergangenheit und den Eisernen<br />

Vorhang erinnern Mahnmale, Tafeln<br />

und Gedenkstätten; seheswerte<br />

Bauwerke erzählen Geschichten aus<br />

früheren Jahrhunderten. In Gmünd<br />

erstaunen Sgraffito-Fassaden aus der<br />

Renaissancezeit. Barocke Verspieltheit<br />

zeigt sich an den Bürgerhäusern in<br />

Drosendorf und Vratenin. Idyllische<br />

Kellergassen charakterisieren vor allem<br />

das Weinviertel. Architektonische<br />

Pracht und Gartenkunst beeindrucken<br />

bei der Fahrt durch die UNESCO-<br />

Kulturlandschaft Lednice-Valtice.<br />

Weitläufige, kunstvoll gestaltete<br />

Gartenlandschaften mit Teichen und<br />

kleinen Bauwerken umgeben Schloss<br />

Lednice und Schloss Valtice. Beide<br />

waren einst im Besitz der Familie<br />

Liechtenstein und zählen heute zu den<br />

meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in<br />

Tschechien.<br />

Regionale Schmankerln<br />

Wie schmeckt es diesseits und jenseits<br />

der Grenze? Was verbindet die Küchen,<br />

was unterscheidet sie? Der „Iron Curtain<br />

Trail“ führt zu zahlreichen Genussadressen<br />

und lädt zu vielfältigen Verkostungen<br />

ein: von den Waldviertler Erdäpfeln<br />

über südböhmische und südmährische<br />

Süßspeisen bis zu den hervorragenden<br />

Weinen aus dem Weinviertel und<br />

Südmähren.<br />

Gemütlich übernachten<br />

Ob Hotel oder Privatzimmer: Entlang<br />

des „Iron Curtain Trails“ oder in der<br />

Nähe finden sich zahlreiche auf Radfahrer<br />

spezialisierte Übernachtungsmöglichkeiten.<br />

Diese sind mit dem Qualitätszeichen<br />

„Radfreundlicher Betrieb“ bzw.<br />

„Cyklisté vítáni“ gekennzeichnet.<br />

DER IRON CURTAIN-<br />

TRAIL IN ÖSTERREICH<br />

UND TSCHECHIEN<br />

• 329 Kilometer lang,<br />

einheitlich beschildert<br />

• 9 Etappen von Gmünd/Ceské<br />

Velenice nach Hohenau<br />

• Asphalt-, Schotter- und Waldwege<br />

• 2061 Hm bergauf/ 2429 Hm bergab<br />

• Höchster Punkt 667 Meter,<br />

tiefster Punkt 146 Meter<br />

Öffentlich anreisen<br />

Per Zug (Fahrradmitnahme) direkt<br />

erreichbar sind folgende Ausgangsbzw.<br />

Endpunkte von Iron-Curtain-<br />

Trail-Etappen:<br />

• Ab/nach Wien: Gmünd/Ceské<br />

Velenice, Retz, Znaim, Laa an der<br />

Thaya, Hohenau<br />

• Ab/nach Prag bzw. Brünn (Auswahl):<br />

Jindrichuv Hradec, Nová Bystrice,<br />

Trebon, Veselí na Lužnicí, Dacice,<br />

Slavonice, Ceské Budejovice,<br />

Vyšší Brod<br />

WICHTIG: Personalausweis oder Pass<br />

mitnehmen, da die Grenzen mehrmals<br />

überschritten werden.<br />

www.ev13.eu<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

77


RADELN FÜR DEN<br />

78 <strong>SPORTaktiv</strong>RESPEKT


GRUPPETTO IST IM RADSPORT DER AUSDRUCK FÜR NACHZÜGLER.<br />

GANZ VORNE DABEI SIND VIER GRAZER, DIE DEN RC GRUPPETTO<br />

GEGRÜNDET UND EINE INITIATIVE FÜR MEHR RESPEKT IM<br />

STRASSENVERKEHR INS LEBEN GERUFEN HABEN.<br />

VON KLAUS MOLIDOR FOTOS: THOMAS POLZER<br />

Rene Grossauer wirbt mit seinen<br />

Rad-Freunden um Respekt: „Es geht<br />

nur miteinander.“<br />

Kassette, Di2, Spacer, Vorbau, Wattkurbel.<br />

Wer mit Rene Grossauer ins<br />

Gespräch kommt, merkt schnell:<br />

Da tritt einer aus Leidenschaft in<br />

die Pedale. Ötztaler Radmarathon, Alpentour<br />

Trophy, Wochenendausfahrten im Verein<br />

und allein, kurze Fahrten und stundenlange<br />

Ausritte. 200 Kilometer am Tag? Keine<br />

Seltenheit für den 41-Jährigen.<br />

Grossauer sitzt aber auch viel hinter dem<br />

Lenkrad. Sehr viel. Auch hier: stundenlange<br />

Fahrten. Als Vertreter einer Firma, die Kindergärten<br />

einrichtet, spult er 70.000 Kilometer<br />

pro Jahr am Steuer herunter. Er kennt<br />

also beide Seiten bestens: die des Radfahrers<br />

und die des Autofahrers. Und er weiß, dass<br />

das Verhältnis der beiden nicht immer friktionsfrei<br />

und von gegenseitigem Verständnis<br />

geprägt ist. „Ich ertappe mich ja selbst dabei,<br />

dass ich mich über Radfahrer ärgere, wenn<br />

ich im Auto unterwegs bin“, gibt er unumwunden<br />

zu.<br />

Viele, nicht immer ungefährliche Erlebnisse<br />

auf beiden Seiten haben ihn dazu bewogen,<br />

mit seinen Radsportfreunden etwas<br />

zu unternehmen. Gemeinsam mit Benedikt<br />

Steiner, Martin Konrad, Christoph Werner<br />

und Georg Michl hat er den RC Gruppetto<br />

und die Initiative „Respekt auf der Straße“<br />

gegründet. „Weil sich das Klima auf unseren<br />

Straßen in den letzten Jahren verschlechtert<br />

hat und die Aggressionen zugenommen haben<br />

– auf allen Seiten“, erzählt er. 40 Todesopfer<br />

bei Unfällen mit Radfahrern im<br />

Straßenverkehr untermauern auf tragische<br />

Art und Weise, was die Gruppetto-Fahrer<br />

tagtäglich wahrnehmen. „Wir fahren heuer<br />

auch das Race Around Austria im Team und<br />

wollen nicht einfach fahren, sondern etwas<br />

bewegen, eine Botschaft transportieren“, erzählt<br />

Grossauer.<br />

Daher Respekt. Die Forderung danach ist<br />

aber nicht einseitig. „Wir wollen auch den<br />

Radfahrern vermitteln, dass es wichtig ist, im<br />

Straßenverkehr aufeinander Rücksicht zu<br />

nehmen, um Unfälle zu vermeiden.“ Enge<br />

Überholmanöver versus Gruppenfahrten auf<br />

der Straße quasi. Grossauer und Co. sehen<br />

das ein bisschen wie die Sache mit dem Vorrang.<br />

Den darf man sich auch nicht erzwingen,<br />

wenn man im Recht ist. „Und auch<br />

wenn wir mit dem Rennrad auf der Straße<br />

fahren dürfen – erzwingen muss man das<br />

nicht“, sagt er. Augenmaß und Fingerspitzengefühl<br />

seien da gefragt. „Auf einer stark<br />

befahrenen Straße zu zweit nebeneinander zu<br />

fahren ist echt nicht notwendig“, gibt Grossauer<br />

zu. Überland bei weniger Verkehr und<br />

einer Trainingsausfahrt in der Gruppe schaut<br />

die Sache anders aus. Es gelte eben im Einzelfall<br />

und mit Hausverstand abzuwägen, wie<br />

man wo und wann unterwegs ist. „Es geht<br />

auch gar nicht darum, einer Partei den<br />

Schwarzen Peter zuzuschieben, sondern alle<br />

Menschen zu sensibilisieren. Es geht um die<br />

Gesundheit und das Leben von Menschen.“<br />

Heimische Teams und Veranstalter sollen<br />

das Projekt ebenso unterstützen wie der Steirische<br />

und der Österreichische Radsportverband.<br />

Dazu haben die Gruppetto-Gründer<br />

auch schon prominente Testimonials für die<br />

gute Sache gewinnen können. Den Kärntner<br />

Radprofi Marco Haller ebenso wie Rallye-Staatsmeister<br />

Niki Mayr-Melnhof von<br />

der „anderen“ Seite. In Videobotschaften (zu<br />

sehen unter www.sportaktiv.com) rufen sie<br />

zu mehr Respekt und einem Miteinander<br />

auf der Straße auf. Ebenfalls dabei, weil<br />

mehr als alle anderen auf Straßen unterwegs:<br />

Christoph Strasser, Rekordsieger des Race<br />

Across America (RAAM). Die Amerika-Querung<br />

von West nach Ost findet ohne<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

79


ES GEHT NICHT DARUM, EINER<br />

PARTEI DEN SCHWARZEN PETER<br />

ZUZUSCHIEBEN, SONDERN ALLE<br />

MENSCHEN ZU SENSIBILISIEREN.<br />

Straßensperren statt, gefahren wird nonstop,<br />

bei Tag und bei Nacht. Wer einmal<br />

in Amerika auf Freilandstraßen unterwegs<br />

war, weiß: Rücksicht auf schwächere<br />

Verkehrsteilnehmer, Fehlanzeige. Das<br />

Auto ist in den USA mehr „heilige Kuh“<br />

als wahrscheinlich sonstwo auf dem Planeten.<br />

Strasser hat also viel erlebt.<br />

„Wenn es gelingt, dass sich Radfahrer<br />

und Autofahrer öfters in die Lage des<br />

anderen hineinversetzen, ist uns schon<br />

viel gelungen.“<br />

Damit die Aktion auch sichtbar wird,<br />

haben die Gruppetto-Fahrer auch Raddressen<br />

entworfen, mit denen sie unterwegs<br />

sein werden. „Das für eine breite<br />

Christoph Werner, Benedikt Steiner, Rene Grossauer und Martin Konrad vom RC<br />

Gruppetto Graz fahren das Race Around Austria im Zeichen des Respekts auf der Straße<br />

Masse auszurollen wird schwierig, weil<br />

sich das schwer kalkulieren lässt“, sagt<br />

Grossauer. „T-Shirts oder Kapperln sind<br />

aber sicher geplant, damit Unterstützer<br />

etwas beitragen können und die Aktion<br />

auch in den Alltag tragen.“<br />

Denn, und da sind sich Rad- und<br />

Rallyefahrer, Hobby- und Profisportler<br />

einig: „Es geht nur miteinander, nicht<br />

gegeneinander.“<br />

AUF TROPHÄENJAGD IM MOSTVIERTEL<br />

Am 26. Mai werden bei der 15. Auflage der „Mosttour<br />

Kürnberg“ wieder über 400 Starter erwartet.<br />

NIEDERÖSTERREICH. Es hat sich herumgesprochen:<br />

Kürnberg steht für tolle Trails, gute Stimmung, handgemachte<br />

Siegertrophäen und eine Top-Organisation.<br />

Die Schnellsten erwartet außerdem ein Preisgeld und alle<br />

Finisher ein Geschenk. Damit der Moutainbike-Marathon<br />

(der übrigens zur „Top Six“-Serie zählt) für jeden passt,<br />

stehen drei Strecken zur Auswahl: Die Light-Strecke führt<br />

über 20 km/800 hm, Medium über 36 km/1600 hm und<br />

Extrem über 61 km/2550 hm.<br />

www.sv-kürnberg.at, www.topsix.at<br />

BIKE- & RUN-FESTIVAL ANGERBERG<br />

Am 18. und 19. Mai wird Angerberg zum Schauplatz der<br />

Ritchey Challenge und zum eldoRADo für Biker und Läufer.<br />

TIROL. Es warten: ein Mountainbike-Marathon mit drei<br />

Streckenlängen (65, 33, 26 km) und der legendäre Kids Cup<br />

für Bike-Youngsters aller Altersklassen. Mit der Erstauflage<br />

des eldoRADo Trail Runs geht das Festival heuer in eine neue<br />

Runde – spektakuläre Strecken, traumhafte Panoramen und<br />

herausfordernde Challenges warten auf die TeilnehmerInnen<br />

auf den Strecken Hundsalm (26 km, 1600 hm) und Nachberg<br />

(17 km, 980 hm). Nebenbei lädt eine attraktive Bikeund<br />

Trail-Run-Expo zum Schnuppern und Testen ein.<br />

www.eldorado-festival.at<br />

Fotos: Sportograf, Veranstalter<br />

80 <strong>SPORTaktiv</strong>


Tag X rückt näher. Am 25. Mai<br />

werde ich kurz nach Sonnenaufgang<br />

am Strand von Puerto del<br />

Carmen stehen. Vor mir liegt<br />

dann mit dem Ironman Lanzarote der<br />

angeblich härteste seiner Zunft. Leider<br />

habe ich mir nicht nur vorgenommen,<br />

ins Ziel zu kommen. Sondern auch noch<br />

Sprüche geklopft: Ich möchte im besten<br />

Drittel der Altersklasse M 40–44 landen.<br />

Das ist mein Ergebnisziel. Dafür<br />

werde ich eine Zeit von unter 12:00 h<br />

benötigen. Das ist mein Leistungsziel.<br />

Um das zu erreichen, trainiere ich derzeit<br />

nicht nur meine physische Konstitution.<br />

Ich befasse mich auch intensiv mit<br />

meiner Psyche. Denn die – so viel habe<br />

ich bereits gelernt – hat’s in sich. Mit<br />

meinem Mentalcoach Wolfgang Seidl<br />

habe ich einen Schlachtplan ausgearbeitet.<br />

So soll es mir gelingen, mich Schritt<br />

für Schritt meinem Limit anzunähern.<br />

Vor dem Start<br />

Jeder Athlet ist anders. Die einen sind<br />

vor dem Start nervös, andere vielleicht<br />

stoisch ruhig. Jeder muss für sich herausfinden,<br />

was gut für ihn ist. In den meisten<br />

Fällen wird es allerdings hilfreich<br />

sein, den Zustand einer wohldosierten,<br />

positiven Anspannung herzustellen.<br />

In Wolfgang Seidls Praxis in Wien haben<br />

wir hierfür mein Biofeedback betrachtet.<br />

Über einen Sensor am Ohrläppchen<br />

wird die Balance von Sympathikus<br />

(Fluchtmodus) und Parasympathikus<br />

(Ruhepol) ermittelt. Dabei wurde<br />

offensichtlich: Entspanne ich mich gedanklich,<br />

erreicht mein Herzschlag eine<br />

gleichmäßige Amplitude; visualisiere ich<br />

eine unangenehme Situation, kritzelt der<br />

Computer sofort ein hektisches Zickzack<br />

auf den Bildschirm.<br />

Hirn und Herz sind ein eingeschworenes<br />

Team. Um die Zone unserer idealen<br />

Leistungsfähigkeit zu erreichen, müssen<br />

wir lernen, gezielt auf die beiden einzuwirken.<br />

„Mit der richtigen Vorstartroutine<br />

können wir uns in einen Zustand<br />

versetzen, der uns einen besseren Zugriff<br />

AUF<br />

ANS<br />

LIMIT<br />

SPORTAKTIV-AUTOR AXEL RABENSTEIN BEREITET<br />

SICH AUF DEN IRONMAN LANZAROTE VOR. HIERFÜR<br />

TRAINIERT ER GEZIELT SEINE MENTALE STÄRKE.<br />

DAMIT ER SEINEN KÖRPER DAVON ÜBERZEUGEN<br />

KANN, GEMEINSAM MIT IHM ANS LIMIT ZU GEHEN.<br />

auf unsere Ressourcen ermöglicht“, sagt<br />

Wolfgang, der mit Michi Weiß den besten<br />

österreichischen Ironman coacht:<br />

„Hierfür ist es wichtig, seine Gefühle zu<br />

ordnen und Vorfreude zu spüren. Warum<br />

stehe ich hier am Start? Weil ich es<br />

unbedingt möchte. Dieses Bewusstsein<br />

ist wichtig. Außerdem sollte man nicht<br />

an verpasste Trainingschancen denken,<br />

sondern lieber an eine harte Einheit aus<br />

der Vorbereitungszeit. Das gibt uns die<br />

Sicherheit, genug getan zu haben.“<br />

Auf unkontrollierte, negative Gedanken<br />

folgt Kurzatmigkeit, die einen erhöhten<br />

Puls verursacht, der sinnlos viel<br />

Energie verfeuert. „Ich sage, wo’s langgeht“,<br />

so Wolfgang, „und nicht mein<br />

VON AXEL RABENSTEIN<br />

Körper.“ Wer nahe bei sich selbst sein<br />

möchte, um aus seiner inneren Balance<br />

Kraft zu schöpfen, kann das trainieren.<br />

Hierfür empfiehlt sich folgende Hausübung:<br />

Durch die Nase einatmen,<br />

Bauch heben, Gedanken ausblenden, die<br />

innere Ruhe genießen, langsam ausatmen;<br />

und wenn der Atemimpuls<br />

kommt, wieder einatmen.<br />

So bringen wir uns in einen ausgeglichenen<br />

Zustand. Wer sich jetzt noch<br />

selbstbewusst aufrichtet, mit einem ritualisierten<br />

Satz die eigene Vorfreude anheizt<br />

und mit einem Klopfer auf das<br />

Brustbein die Thymusdrüse stimuliert,<br />

um das Körpersystem zu aktivieren – der<br />

ist bereit für große Taten.<br />

Fotos: Ocean Lava Triathlon, Mana4you<br />

82 <strong>SPORTaktiv</strong>


Das Diagramm zeigt ganz klar und auf den ersten Blick.<br />

Unter Stress (oben) wird der Herzschlag aus der ruhigen<br />

Bahn geworfen. Sind wir gelassen, pocht das Herz schön<br />

gleichmäßig.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

83


WOLFGANG SEIDL<br />

ist akademischer Mentalcoach (Uni<br />

Salzburg), diplomierter Lebens- und<br />

Sozialberater und offizieller Mentalcoach<br />

von IRONMAN Austria<br />

sowie der Austrian Trail Running<br />

Association (ATRA). Er war Teilnehmer<br />

der IRONMAN-WM auf Hawaii<br />

und hat u.a. den AxTri in Norwegen<br />

gewonnen, der als härtester Mitteldistanz-Triathlon<br />

der Welt gilt. Wolfgang<br />

coacht per Skype, in seiner<br />

Praxis in Wien oder der Steiermark.<br />

www.mana4you.at<br />

Gleiten im Wasser<br />

Der Start bei einem Triathlon ist selten<br />

ein großer Spaß. Plötzlich findet man<br />

sich inmitten einer Horde um sich schlagender<br />

Bademützen wieder. Wer sich auf<br />

Situationen wie diese vorbereitet, kann<br />

sich jedoch ein mentales Notfallset bereitlegen.<br />

Ich habe zu Testzwecken einen<br />

Halbdistanz-Triathlon auf Teneriffa absolviert<br />

und dort schon mein neuestes<br />

„Tool“ erfolgreich eingesetzt.<br />

Als im Getümmel nach dem Start die<br />

übliche Panikattacke auftrat, sagte ich<br />

mir: „Ruhig gleiten, Axel!“ Dazu dachte<br />

ich an das bereitgelegte Bild eines Delfins.<br />

Ich ließ den Stress an mir abperlen. Kam<br />

super in den Flow. Und stieg mit neuer<br />

Schwimmbestzeit aus dem Wasser. Auch<br />

in der Wechselzone konnte ich Wolfgangs<br />

Tipps bereits beherzigen. Er sagte mir:<br />

„Mit dem Ausziehen deines Neos streifst<br />

du das Schwimmen mit all seinen Emotionen<br />

ab. Du fokussierst dich ausnahmslos<br />

auf die Radstrecke. Und freust dich, dass<br />

es jetzt so richtig losgeht!“<br />

Pushen auf dem Rad<br />

Die Radstrecke des Ironman Lanzarote<br />

führt über 180 Kilometer mit 2500 Höhenmetern.<br />

Wenn dann noch der auf den<br />

Kanaren übliche Nordostpassat auf 20<br />

Knoten auffrischt, wird’s ein langer Tag.<br />

Ich tendiere dazu, im Sattel sitzend an<br />

die bevorstehende Laufstrecke zu denken.<br />

Auf dem Bike habe ich chronische<br />

Bedenken, es zu übertreiben. Ich analysiere<br />

dann häufig die Waden und das<br />

Material der Athleten, die mich der Reihe<br />

nach überholen. Da ich ein guter<br />

Schwimmer bin, sind das einige. Solange<br />

ich von Fahrern mit formvollendeten<br />

Waden überholt werde, denke ich mir,<br />

das habe schon seine Richtigkeit. Aber<br />

irgendwann kommen dann Athleten, die<br />

gar nicht so austrainiert aussehen. Dann<br />

kriege ich meistens schlechte Laune und<br />

beginne, mich anzustrengen.<br />

Mein Coach empfiehlt mir Folgendes:<br />

„Starte nicht einfach so auf die Radstrecke,<br />

sondern folge einem Plan. Du solltest<br />

die Strecke kennen, auf schwierige<br />

ÖRV<br />

MOUNTAINBIKE<br />

RENNSERIEN<br />

SPC MC YC<br />

ML<br />

Foto: grubernd<br />

SPORTKLASSE<br />

CUP<br />

AUSTRIA<br />

AUSTRIA<br />

SPORTKLASSE<br />

CUP <strong>2019</strong><br />

Ambitionierte Hobby-Biker liefern sich<br />

attraktive Rennen auf herausfordernden<br />

Cross Country Kursen in ganz Österreich.<br />

30.03. > Langenlois/Zöbing (NÖ)<br />

06.04. > Haiming (T)<br />

27.04. > Laßnitzhöhe (ST)<br />

26.05. > Hohenems (V)<br />

08.06. > Hard (V)<br />

13.07. > Villach (K)<br />

27.07. > Kirchschlag (NÖ)<br />

03.08. > Koppl (S)<br />

15.08. > Graz/Stattegg (ST)<br />

15.09. > Ottenschlag (OÖ)<br />

22.09. > Kürnberg (NÖ)<br />

www.sportklasse-cup.at<br />

YOUNGSTERS<br />

CUP<br />

AUSTRIA<br />

AUSTRIA<br />

YOUNGSTERS<br />

CUP <strong>2019</strong><br />

Österreichs Mountainbike-Nachwuchs kämpft in den<br />

Kategorien U13, U15, U17 um den Youngsters Cup<br />

Gesamtsieg und um die Plätze im Nationalteam für<br />

die UEC Jugend EM Pila/Aosta ITA, 20.-24. August <strong>2019</strong>.<br />

30.03. > Langenlois (NÖ, XCO)<br />

06.04. > Haiming (T, XCO)<br />

27.04. > Laßnitzhöhe (ST, XCO + Pumptrack)<br />

26.05. > Hohenems (V, XCO)<br />

08.06. > Kleinzell (K, XCO + Techniksprint)<br />

13.07. > Villach (K, XCO)<br />

27.07. > Kirchschlag (NÖ, MTB Kombination)<br />

03.08. > Koppl (S, XCO)<br />

15.08. > Graz/Stattegg (ST, XCO + Techniksprint)<br />

07.09. > WEXLtrails (NÖ,XC Stage Race)<br />

14.09. > Vorau (ST, Mountainbike Kombination)<br />

www.youngsters-cup.at<br />

MARATHON<br />

CUP<br />

AUSTRIA<br />

AUSTRIA<br />

MARATHON<br />

CUP <strong>2019</strong><br />

Drei hochklassige WM-Mountainbike<br />

Marathons haben sich zu einer Elite-Rennserie<br />

zusammengefunden, um den besten<br />

österreichischen Langstrecken-Bikern<br />

und ihrer internationalen Konkurrenz<br />

Gelegenheit zum Kräftemessen auf<br />

höchstem Niveau zu geben!<br />

29.06. > Kirchberg (T, ÖM)<br />

13.07. > Bad Goisern (OÖ)<br />

17.08. > Graz/Stattegg (ST)<br />

www.marathon-cup.at<br />

MOUNTAINBIKE<br />

LIGA<br />

AUSTRIA<br />

MOUNTAINBIKE<br />

LIGA AUSTRIA <strong>2019</strong><br />

Die besten Mountainbiker Österreichs<br />

fahren gegen hochklassige internationale<br />

Konkurrenz um den Gesamtsieg in einer der<br />

hochkarätigsten XCO-Rennserien der Welt<br />

und um die Qualifikation für EM und WM.<br />

31.03. > Langenlois (NÖ, UCI C1)<br />

07.04. > Haiming (T, UCI HC)<br />

14.04. > Nals (Südtirol ITA, UCI HC)<br />

15.06. > Windhaag (OÖ, UCI C1)<br />

17.08. > Graz/Stattegg (ST, UCI C1)<br />

www.mountainbike-liga.at


Stellen vorbereitet sein und dir aufmunternde<br />

Sätze zurechtgelegt haben. Fokussiere<br />

dich voll und ganz auf dich. Nur,<br />

wenn du bei dir bist, stehen dir 100 Prozent<br />

deiner Energie zur Verfügung.“<br />

Nach dem „Delfin“ im Wasser habe ich<br />

mir jetzt auch fürs Radeln ein Stimmungsbild<br />

zurechtgelegt: Ich visualisiere<br />

meine Muskulatur, die mich mit ihren<br />

goldglänzenden Fasern wie eine Maschine<br />

vorantreibt. Ich spüre, wie stark ich<br />

bin. Und wie durch Sonne und Wind<br />

noch mehr Energie in mich hineinfließt.<br />

Klingt ein bisschen freaky? – Stimmt.<br />

Aber ich glaube, es wird funktionieren.<br />

Laufen bis zum Limit<br />

Vor dem Wechsel auf die Laufstrecke soll<br />

ich mir denken: „Ich DARF das machen!“<br />

Ein persönlicher Gegenstand oder<br />

ein Foto im Wechselbeutel kann zusätzliche<br />

Motivation schenken. Außerdem ist<br />

es klug, sich nicht den kompletten Marathon<br />

vor Augen zu führen, diesen stattdessen<br />

in 3 x 14 Kilometer aufzuteilen.<br />

Das fühlt sich gleich viel besser an.<br />

„Achte schon beim Loslaufen auf deine<br />

Körperhaltung“, rät mir Coach Wolfgang<br />

weiter: „Eine stabile Hüfte, eine<br />

aufrechte und selbstbewusste Haltung<br />

wirken sich direkt auf dein Empfinden<br />

aus und verbessern deinen emotionalen<br />

Zustand.“<br />

Auch auf der Laufstrecke ist es eine<br />

große Hilfe, bereits im Vorfeld eine<br />

Checkliste für vorhersehbare Ereignisse<br />

angelegt zu haben, wie ein Pilot bei einem<br />

Triebwerksausfall.<br />

Turbulenzen sind vorprogrammiert.<br />

Der Schmerz wird kommen. Ich will<br />

versuchen, den Blickwinkel auf dieses<br />

Gefühl zu verändern, bewusst die Nähe<br />

zu mir selbst zu spüren, positiv und voller<br />

Neugier meine Leistungsgrenze zu<br />

betrachten.<br />

Hierfür arbeite ich derzeit an einer<br />

weiteren Visualisierung: Ich sehe mich<br />

über eine prächtige Allee auf ein magisch<br />

leuchtendes Tor zulaufen. Ich<br />

habe vor, dieses Tor zu öffnen, wenn<br />

mein Körper mir ausrichten lässt, ich<br />

hätte mein Limit erreicht. Was sich hinter<br />

diesem Tor verbirgt? Keine Ahnung.<br />

Beim Ironman Lanzarote werde ich<br />

versuchen, dahinterzukommen –<br />

Fortsetzung folgt.<br />

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CHRISTOPH<br />

SUMANN<br />

war als Biathlet<br />

viele Jahre<br />

Weltklasse<br />

und ist jetzt<br />

leidenschaftlicher<br />

Freizeitsportler.<br />

Das Rennrad – viele Jahre hat das für mich<br />

als Trainingsgerät dazugehört. Stundenlange<br />

Grundlagenausdauer-Einheiten haben<br />

wir auf dem Renner absolviert, von 1. Mai bis<br />

Ende September. Wahrscheinlich hab ich mehr<br />

Kilometer auf dem Rad heruntergespult als auf<br />

Langlaufski. Und die Freude daran ist mir geblieben.<br />

Nach einem Jahr ohne Rennrad – mein<br />

altes hab ich verkauft und bin nicht dazugekommen,<br />

mir ein neues zuzulegen – setz ich mich<br />

heuer sicher wieder auf den Sattel. Was sich nur<br />

verändert hat: der Verkehr. Bei mir daheim im<br />

oberen Murtal geht es ja noch. Da gibt es viele<br />

Landes- und Gemeindestraßen, auf denen bist’<br />

als Rennradfahrer geradezu ein Exot.<br />

In den letzten drei Jahren meiner aktiven Karriere<br />

hab ich aber in Innsbruck gewohnt – im<br />

ausgewiesenen Radland Tirol. Dabei habe ich<br />

nicht nur eine gefährliche Situation erlebt. Einmal<br />

hat mich der Fahrer einen Kleinlasters sogar<br />

in den Straßengraben abgedrängt, weil er sich<br />

über mich geärgert hat.<br />

Natürlich kenne ich auch die andere Seite, die<br />

als Autofahrer. Du hast es eilig und dann fährt da<br />

eine Gruppe Rennradler auf der Straße und du<br />

kommst nicht vorbei. Zu lösen ist das alles nur<br />

mit gegenseitigem Respekt, denn beide Seiten<br />

sind Straßenbenützer. Wenn ich alleine unterwegs<br />

bin und es einen asphaltierten Radweg gibt,<br />

sehe ich nicht ein, warum man auf der Straße<br />

fahren muss. Gefährlich sind da die „Halbprofis“,<br />

die glauben, die Straße würde ihnen gehören.<br />

Bei Trainingsfahrten einer Gruppe ist das wieder<br />

etwas anderes. Da wissen viele Autofahrer<br />

um die Gesetzeslage nicht Bescheid, denn da ist<br />

das Nebeneinanderfahren auf der Straße erlaubt.<br />

Am Ende ist es aber wie im Sport: Du kannst<br />

nichts erzwingen. In der Raddiskussion kann ich<br />

nur an beide Seiten appellieren: Habt Respekt<br />

und Verständnis für den anderen.<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

www.panaceo-sport.com


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

BIKE<br />

UND WER HAT’S ERFUNDEN?<br />

In dieser Ausgabe ist viel von Respekt und Fair Play beim Radfahren<br />

die Rede. Dazu passend haben wir seit Kurzem ein nettes<br />

Gimmick in Verwendung, das wir von unseren neutralen<br />

Schweizer Freunden von Flyer als Präsent bekommen haben.<br />

Und wääär hats ’rrrfundn? Eine TRAIL BELL dieser Art – in der<br />

Alpenrepublik kaum verbreitet – ist vor allem eine Schweizer<br />

Angelegenheit, scheint‘s. Wenig verwunderlich schwingen die<br />

Eidgenossen doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit frenetisch<br />

ihre Glocken, siehe Skiweltcup und Co. Auf damit auf<br />

heimische Trails.<br />

Die Glocke wird mit einem kleinen Klettband am Lenker fixiert.<br />

Keine Sorge, sie klingelt nicht andauernd, wenn das Gerüttle<br />

auf der Mountainbikestrecke losgeht. Die Glocke bzw. den kleinen<br />

Klöppel innen drinnen kann man nämlich – sehr schlau –<br />

mit dem am Ende der Schlaufe angebrachten Magneten fixieren<br />

und damit zum Schweigen bringen. Biegt man auf eine<br />

häufig frequentierte Strecke oder einen Shared Trail, den auch<br />

Wanderer nutzen, löst man das magnetische Ende und ein dezentes<br />

Bimmeln begleitet den Ritt. So ist man von Weitem zu<br />

hören und niemand kriegt vor Schreck einen Herz-Zickzack.<br />

Testurteil: Grüezi mitenand, durch die Glocke gesagt.<br />

BIKE-GLOCKEN DER<br />

EIDGENOSSEN, GRIFFE VOM<br />

BIKE-GENOSSEN UND<br />

LUFTSTRÖME, DIE IN<br />

REIFEN FLOSSEN.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

88<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl


ZWEI-KAMMERN-GESELLSCHAFT<br />

Wer hat diese eine ideale Luftpumpe zu Hause? Die zarte<br />

0,6 bar exakt in Fatbike-Reifen pumpt und auch bei 9 bar und<br />

Rennradreifen nicht in die Knie geht? Hände hoch! Scott-Tochter<br />

Syncros kommt der Ideallösung ziemlich nahe. Denn die<br />

neue SYNCROS VERNON 2.0 DUAL (UVP € 99,95) ist wie zwei<br />

Pumpen in einer, sie hat nämlich zwei Luftkammern. Die Rennradskala<br />

holt tief Luft aus einer Luftkammer, die Skala mit High<br />

Pressure/Road geht bis 11 bar, das sollte reichen. Locker ist<br />

das Rennrad aufgepumt.<br />

Aufgepasst, jetzt kommt der Clou: Für den Mountainbike-Modus<br />

dreht man die komplette Druckanzeige um 180 Grad nach<br />

und die Skala fürs Bike klappt nach oben. Gekennzeichnet mit<br />

HV für High Volume und MTB geht die Skala nun von 0,5 bis<br />

2,5 bar. Auch im Inneren der Pumpe hat sich Entscheidendes<br />

verändert, denn durchs Umklappen des Manometers wird eine<br />

zweite Luftkammer dazugeschaltet. Pro Pumpenhub kommen<br />

nun 799 Kubikzentimeter Luft in den Reifen (Rennradmodus:<br />

327 Kubikzentimeter) – funktioniert super.<br />

ERGRIFFEN WIE FABIO<br />

Die Syncros-Pumpe ist hochwertig gefertigt, auch der Pumpenkopf<br />

spielt alle Stückerl. Er passt für Auto- und Rennradventile<br />

und hat einen Druckknopf, um Luft gezielt abzulassen.<br />

Mit einem Wort: Pffffff.<br />

Radikal biken wie Fabio Wibmer? Easy. War noch nie so leicht<br />

wie jetzt. Schraub dir einfach die neuen Griffe 70X von<br />

SQLAB (UVP € 29,95) ans Bike, natürlich im scharfen<br />

Racing-Neongelb, und fühle dich wie Österreichs<br />

YouTube-Clickstar.<br />

Die Deutschen vom Ergonometriespezialisten SQlab haben für<br />

den 70X zahlreiche Preise eingeheimst: German Design Award<br />

<strong>2019</strong>, Innovation of the Year 2018 (BBC), Eurobike Gold Award.<br />

Warum? Wohl weil der Griff zum einen ziemlich geil aussieht<br />

und im Gravity- und Downhillsegment richtig gute Kontrolle<br />

verspricht. Vorder- und Unterseite haben unterschiedliche<br />

Oberflächen, die Außenseite sorgt für den nötigen Komfort.<br />

Verschiedene Gummimischungen ermöglichen ein hohes Gripniveau<br />

in beiden Größen und Durchmesservarianten (S, M).<br />

In der Praxis ist der Griff zwar nicht der allerdünnste, aber<br />

selbst für kleine Hände überraschend leicht zu greifen. Die<br />

Oberfläche ist sehr griffig, der Lenker liegt auch im<br />

Out-of-control-Modus bombenfest in der Hand. Der 70X fühlt<br />

sich komfortabel an und dämpft die Vibrationen merkbar.<br />

Fazit: Biken wie Fabio? Easy.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

89


BIKE YOUR LIFE<br />

UND GEWINNE<br />

EINEN URLAUB<br />

Von 14. bis 21. August wird im<br />

wohl interessantesten Teil der<br />

Steiermark wieder kräftig in die<br />

Pedale getreten und es erwartet<br />

die Radfahrer ein sportliches<br />

Programm mit 6 unterschiedlichen<br />

Rennen: Einzelzeitfahren,<br />

Bergsprint, Straßenrennen, drei<br />

Trainingsfahrten mit Profis und<br />

vieles mehr! Auch Hobbyfahrer<br />

können mit der Bike-Card an<br />

den Rennen teilnehmen. Melde<br />

dich rasch an und sichere dir<br />

einen der begehrten Startplätze.<br />

Dazu verlost die Radregion<br />

Hartbergerland ein Radpackage<br />

für zwei Personen im Wohlfühlhotel<br />

Wiesenhof in Grafendorf:<br />

drei Übernachtungen für zwei<br />

Personen mit Genussfrühstück,<br />

eine Runde mit dem Radguide<br />

der Region und entspannen im<br />

Wellnessbereich mit Hallenbad<br />

und Sauna. Die Teilnahme erfolgt<br />

per E-Mail bis 20. Mai mit<br />

Kennwort „<strong>SPORTaktiv</strong>“ an:<br />

radsport@hatbergerland.at<br />

Alle Infos zur Woche, auch zum<br />

Mitfahren:<br />

www.hartbergerlandradsportwoche.at<br />

Foto: Stefan J. Pflanzl<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

91


BIKE<br />

NEWS<br />

TUBELESS-SCHUTZ<br />

Der VITTORIA Air Liner ist eine<br />

auf Schaumstoff basierende<br />

Einlage für Tubeless-Reifen.<br />

Er schützt die Felge, sorgt für mehr Grip und<br />

dient als Pannenschutz. Den Air Liner gibt es<br />

für MTB-Reifenbreiten von 1,9˝bis zum<br />

Fat-Format. www.vittoria.com<br />

HIGH PROTEIN,<br />

LOW CARB<br />

Der „Protein Low Carb“-Riegel von<br />

SPONSER ergänzt eine eiweißreiche<br />

kohlenhydratreduzierte Ernährungsform auf<br />

leckere Art. Er ist ideal für unterwegs, liefert<br />

dem Körper wichtiges Eiweiß und dient zum<br />

Aufbau und Erhalt von Muskelmasse.<br />

www.sponser.ch<br />

MEHR SCHUB<br />

Das TECHNIBIKE Votaro HT ist<br />

ein Active Tourer mit ordentlich<br />

Dampf. Der Continental-<br />

Motor schiebt mit 90 Nm<br />

an, auch für Trailpassagen<br />

ist das Bike gerüstet. Bis<br />

zu 1400 Höhenmeter pro<br />

Akkuladung sollen sich<br />

ausgehen.<br />

www.technibike.de<br />

SAFETY<br />

SICHER DURCH DEN REGEN, SICHERHEIT AM<br />

KINDERSITZ UND EIN GUTES GEFÜHL BEIM<br />

ABGESPERRTEN TRAUMBIKE.<br />

DOPPEL<br />

Das Modell GO von AGU<br />

ist eine topfunktionelle<br />

Allwetterkleidung, winddicht<br />

und atmungsaktiv. Alle Nähte<br />

sind komplett verklebt. Die<br />

Hose ist schwarz, die Jacke<br />

gibt es in sechs Farben.<br />

www.agu.com/en<br />

FÜR DIE BIKER<br />

VON MORGEN<br />

Die einzigartig konturierten<br />

Gurte am Exclusive Tour von<br />

BOBIKE sind mit einer Hand<br />

verstellbar und halten das<br />

Kind aufrecht. Passend von<br />

etwa 9 Monaten bis 5 Jahre<br />

maximal sollte das Kind 22 kg<br />

haben.<br />

www.bobike.com/de<br />

DIEBSTAHLSICHER<br />

Faltschlösser von TRELOCK<br />

zeichnen sich durch ihren starken,<br />

flexiblen Gelenkbolzen aus. Das<br />

Modell FS 300 TRIGO gibt es in<br />

85 oder 100 Zentimeter Länge,<br />

in sechs Farben und mit dem<br />

X-Move-Halter für rüttelfesten<br />

Transport.<br />

www.trelock.de<br />

Fotos: Hersteller<br />

92 <strong>SPORTaktiv</strong>


OUT<br />

DOOR<br />

Touren – Menschen – Sicherheit<br />

Fotos: iatock, Dynafit, TVB St. Anton am Arlberg/Josef MalaunNaturfreunde/Regina Hrbek<br />

28 STUNDEN, 45 MINUTEN<br />

Speedbergsteiger und Dynafit-<br />

Geschäftsführer Benedikt Böhm<br />

hat die Alpen nonstop überquert.<br />

Für 210 km und 10.500 Höhenmeter<br />

benötigte er unter 29 Stunden.<br />

www.dynafit.com<br />

DAS BESTE ZUM SCHLUSS<br />

In St. Anton am Arlberg geht das<br />

Kultrennen „Der weiße Rausch“<br />

am 21. <strong>April</strong> über die Bühne. Dank<br />

später Ostern ist heuer die Skisaison<br />

im ganzen Land verlängert.<br />

www.stantonamarlberg.com<br />

BEGEGNUNG AUF DER ALM<br />

Die Naturfreunde haben einen<br />

Folder für Wanderer über den richtigen<br />

Umgang mit Almweide tieren<br />

gestaltet. Gratis Download im<br />

„Service“-Bereich auf:<br />

umwelt.naturfreunde.at<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

93


ZWEI WOCHEN<br />

WIE IM FLUG<br />

1000 KILOMETER UND 54.000 HÖHEN-<br />

METER LIEGEN ALS KLASSISCHE<br />

WEITWANDERUNG ZWISCHEN WIEN<br />

UND DEM BODENSEE. DER OBERÖS-<br />

TERREICHER ANDREAS VIEHBÖCK<br />

SCHAFFTE DIESE STRECKE DURCH<br />

ÖSTERREICHS NORDALPEN IN NUR<br />

14 TAGEN: ZU FUSS UND MIT DEM<br />

GLEITSCHIRM.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

BREGENZ<br />

er pedes und per Gleitschirm den<br />

Alpenbogen der Länge nach<br />

queren? Dieses Konzept könnte<br />

einigen bekannt vorkommen.<br />

Ähnlichkeiten mit dem „Red<br />

Bull X-Alps“ waren bei Andreas Vieböcks<br />

„Hike and Fly“-Projekt auch nicht<br />

zufällig, sondern erwünscht. Der 31 Jährige<br />

wird im Juni den Salzburger Paul<br />

Guschlbauer zum zweiten Mal beim Red<br />

Bull X-Alps als Supporter begleiten,<br />

beim (in der typischen Diktion des<br />

Hauptsponsors) „härtesten Abenteuerrennen<br />

der Welt“.<br />

Selbst einmal zu jenen 32 auserwählten<br />

Startern beim X-Alps, dem Wettrennen<br />

und -fliegen von Salzburg nach Monaco,<br />

zu gehören: „Das wäre ein Traum<br />

und darauf arbeite ich hin“, sagt<br />

Andreas Viehböck. Es ist allerdings<br />

nicht leicht, einen Startplatz zu ergattern,<br />

bewerben sich für den alle zwei<br />

Jahre stattfindenden Event doch stets<br />

mehr als 500 Sportler aus aller Welt.<br />

Um überhaupt eine Chance zu haben,<br />

braucht es „Erfahrung und Vorzeigbares“,<br />

erläutert Viehböck, der erst 2015<br />

mit dem Paragleiten begann und schon<br />

mehrmals beim Dolomitenmann als<br />

Gleitschirmpilot mit dabei war. 2018<br />

absolvierte er zudem die „Bordair race“-<br />

Serie: Bei diesen „Hike & Fly“-Rennen<br />

müssen innerhalb von 33 Stunden möglichst<br />

lange Distanzen zu Fuß und per<br />

Paragleiter zurückgelegt werden.<br />

Um die X-Alps-Organisatoren zu<br />

überzeugen, helfen aber auch selbst geplante<br />

und durchgeführte Projekte: Genau<br />

das war ein wesentlicher Grund,<br />

warum Andreas Viehböck im letzten<br />

September die Nordalpendurchquerung<br />

als Solotour mit Gleitschirm vom Osten<br />

Fotos: SPORT 2000/C. Hemmelmeir<br />

94 <strong>SPORTaktiv</strong>


WIEN<br />

in den Westen Österreichs versucht hat.<br />

Ein Unternehmen, das noch niemand<br />

zuvor in dieser Form probiert hat.<br />

Ungewissheit als Herausforderung<br />

Die geplante Route zwischen Wien und<br />

Bregenz richtete sich im Wesentlichen<br />

nach dem „österreichischen Weitwanderweg<br />

01“, auch „Nordalpenweg“ genannt.<br />

Als Fußmarsch liegen rund 1000<br />

Kilometer und 54.000 Höhenmeter zwischen<br />

Wien und dem Bodenseeufer. Wie<br />

große Teile der Strecke sich aber fliegend<br />

zurücklegen lassen würden und wie genau<br />

die Route überhaupt eingehalten<br />

werden könne, so etwas lasse sich kaum<br />

voraussagen, erklärt der Oberösterreicher.<br />

„Die Herausforderung liegt auch in<br />

der Ungewissheit.“ Außerdem in den<br />

vielen benötigten Fähigkeiten: „Man<br />

muss navigieren, braucht geografisches<br />

Wissen, Kenntnisse in Wetterkunde und<br />

natürlich fliegerische Fähigkeiten. Die<br />

wiederum bekommt man nur durch<br />

ständige Praxis und viel Routine.“ Viehböck<br />

sagt auch: „So schön der Sport ist,<br />

so gefährlich ist er auch: weil sehr viele<br />

Parameter passen müssen.“<br />

Am 11. September 2018 nahm<br />

Andreas Viehböck die Strecke in Angriff.<br />

Wer Flugerfahrung besitzt, könnte einwenden,<br />

dass ein früherer Sommertermin<br />

geeigneter für diese Tour gewesen<br />

wäre: Verschiedene Umstände ließen<br />

dem im Brotberuf selbstständigen Elektrotechniker<br />

keine andere Terminwahl<br />

zu. Doch wie die Tatsache, dass die umgekehrte<br />

Richtung von West nach Ost<br />

(also von den höheren in die niedrigeren<br />

Berge) einfacher gewesen wäre, nahm<br />

Viehböck auch den Termin bloß als zusätzliche<br />

Herausforderung an.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

95


Während Genussweitwanderer im<br />

Schnitt rund 25 Kilometer am Tag zurücklegen,<br />

plante der Oberösterreicher<br />

mit der doppelten Wegstrecke: „Ich habe<br />

gewusst, dass ich rund 50 Kilometer<br />

und 3000 Höhenmeter zu Fuß pro Tag<br />

schaffen kann.“ Dazu kamen eben die<br />

möglichst langen, aber nicht planbaren<br />

Flugstrecken. Während also ein Weitwanderer<br />

den Nordalpenweg in rund 50<br />

Marschtagen von Anfang bis zum Ende<br />

bewältigen könnte, gab Viehböck sich<br />

höchstens 20 Tage Zeit.<br />

Schon nach drei Tagen war er seinem<br />

Zeitplan deutlich voraus. Dennoch fühlte<br />

er sich getrieben: „Obwohl es kein<br />

Rennen war, habe ich ständig den inneren<br />

Drang gespürt, möglichst rasch voranzukommen.“<br />

Viehböck erklärt sich<br />

das mit dem Wettkampfdenken, das er<br />

unter anderem als langjähriger Mountainbikesportler<br />

(Downhill-Staatsmeister,<br />

mehrfacher Sieger bei 24-Stunden-Downhills)<br />

verinnerlicht habe.<br />

Die selbst auferlegten Regeln des Soloprojekts<br />

hielt er penibel ein. Sie besagten:<br />

Strecken werden nur zu Fuß und<br />

ANDREAS<br />

VIEHBÖCK<br />

aus Ohlsdorf bei Gmunden (OÖ)<br />

ist 31, selbstständiger Elektrotechniker<br />

und Biketrainer.<br />

Vortragstermine „Mein Ziel vor<br />

Augen“: 25. <strong>April</strong> in Linz<br />

(Ars Electronica Center)<br />

3. Mai in Aschau im Chiemgau<br />

(D, Flugschule Chiemsee)<br />

8. Mai in Steyr (Museum<br />

Arbeitswelt)<br />

meinzielvoraugen.<br />

sport2000.at<br />

www.andreasviehboeck.at<br />

Andreas Viehböcks Gepäck<br />

wog 13 kg, der Gleitschirm<br />

(„Skywalk Arak“) war noch<br />

ein Prototyp. Abgesehen<br />

von täglichem Proviantnachschub<br />

trug er alles<br />

Benötigte selbst.<br />

mit dem Gleitschirm zurückgelegt und<br />

es wird keinerlei Infrastruktur in Anspruch<br />

genommen. Das minimal gehaltene,<br />

13 kg wiegende Gepäck sowie der<br />

tägliche Proviant sind eigenhändig zu<br />

transportieren. Übernachtet wird im<br />

Freien, im Zelt oder im Biwaksack. Bloß<br />

den täglichen Nachschub an Verpflegung<br />

erlaubte sich der Oberösterreicher<br />

durch den begleitenden Kameramann.<br />

Höhen und Tiefen<br />

Auf so einem Solotrip erlebt man naturgemäß<br />

Hochs und Tiefs. „Der absolute<br />

Höhepunkt war ein Flug mit Start am<br />

Südostgrat des Grimmings, übers Dachsteingebiet<br />

und das Ennstal bis in den<br />

Salzburger Pongau. Dabei hatte ich ständig<br />

Gegenwind und war im Dachsteingebiet<br />

nur noch 50 Meter über Boden“,<br />

erzählt der Oberösterreicher. Dass er in<br />

den Zillertaler Bergen einen Tag lang auf<br />

keine Menschenseele traf, habe ihn<br />

überrascht – auch als erfahrener Bergsportler<br />

eine lässige Erfahrung: „Ich hätte<br />

nicht geglaubt, dass so was bei uns<br />

möglich ist.“ Auf der anderen Seite gab<br />

es Märsche im Platzregen enlang von<br />

Bundesstraßen, „wo man sich denkt,<br />

‚was tu ich hier eigentlich‘“. Und mehr<br />

Tage als erwartet, in denen die Verhält-<br />

Fotos: SPORT 2000/C. Hemmelmeir<br />

96 <strong>SPORTaktiv</strong>


nisse Flüge verhinderten. „Bei so einem<br />

Projekt ist das Gehen eigentlich nur<br />

Mittel zum Zweck – nämlich möglichst<br />

viel Zeit fliegend zu verbringen“, sagt<br />

Andreas Viehböck.<br />

Viele hätten ihn nachher gefragt, worum<br />

die Gedanken kreisen würden, so<br />

lange allein in der Natur. „In Wahrheit<br />

vergeht die Zeit wie im Flug, weil man<br />

ständig beschäftigt ist: Wo bin ich, wo<br />

geh ich hin, wo kann ich starten, wann<br />

kann ich fliegen?“ Die Tage waren<br />

durchchoreografiert: Aufstehen um halb<br />

sieben, rasch frühstücken, den Tag grob<br />

planen. Dann gehen und wann immer<br />

möglich abheben. An vielen Tagen war<br />

er bis zum Einbruch der Dunkelheit<br />

und manchmal auch darüber hinaus unterwegs.<br />

„Ich hab die benötigte Schlafzeit<br />

unterschätzt und war in den letzten<br />

Tagen wirklich geschlaucht.“<br />

Paradies im Wettkampfmodus<br />

„Wir leben eigentlich im Paradies“, sagt<br />

Andreas Viehböck rückblickend über<br />

seine Erkenntisse aus dem Projekt –<br />

auch als Bergsportler habe er viele neue<br />

Seiten in Österreichs Natur entdeckt. Er<br />

resümiert aber auch: „Es war spannend<br />

zu sehen, was möglich ist, wenn der<br />

Wille passt.“ Eine Blase am Fuß machte<br />

ihm im letzten Drittel des Wegs beinahe<br />

noch einen Strich durch die Rechnung.<br />

In Innsbruck benötigte er deshalb einen<br />

Ruhetag – es war auch genau der letzte<br />

Tag vor einem Kaltlufteinbruch, an dem<br />

noch Flugwetter geherrscht hätte.<br />

Die letzten 150 Kilometer war folglich<br />

wieder „marschieren, marschieren, marschieren“<br />

auf dem Programm. Am 14.<br />

Tag nach seinem Aufbruch, schon bei<br />

Dunkelheit, erreichte Viehböck das anvisierte<br />

Bodenseeufer. Rund 700 Kilometer<br />

und 31.655 Bergauf-Höhenmeter<br />

zu Fuß standen auf der GPS-Uhr, was<br />

eine Durchschnitts-Pace von 8:31 min/<br />

km ergibt. Dazu kamen 242 Flugkilometer.<br />

Er war „müde und glücklich“,<br />

sagt Andreas Viehböck – um neue<br />

Erfahrungen sowie ein Projekt für die<br />

Bewerbungsmappe reicher.<br />

BUFF ® is a registered trademark property of Original Buff, S.A. (Spain)<br />

www.buff.com<br />

www.epmsports.at


Die Belastung im Sommer ist<br />

eine andere, als man sie bei<br />

typischen Wintersportarten<br />

hat. Daher raten wir dazu,<br />

im Frühjahr gezielt die<br />

Grundlagenausdauer zu trainieren“, betont<br />

Stefan Zoister, Bergführer und Alpinausbildner<br />

der Naturfreunde Österreich.<br />

Zügiges Nordic Walking möglichst<br />

auch steil aufwärts, Laufen und<br />

Rad- oder Ergometer-Fahren sind Zoisters<br />

Ausdauerfavoriten. „Die Einheiten<br />

sollten eher länger als kürzer dauern. Ein<br />

bis drei Stunden am Stück sind ideal,<br />

um gezielt für Bergtouren zu trainieren“,<br />

weiß der Naturfreunde-Experte. Auch<br />

die Geschicklichkeit und Trittsicherheit<br />

rät er am Saisonbeginn zu perfektionieren.<br />

Das gelinge sehr gut, wenn man<br />

sich etwa im Wald aus Holz und Steinen<br />

einen einfachen Geschicklichkeitparcours<br />

aufbaut und dort Gleichgewicht<br />

und Feinmotorik optimiert. Um einfache<br />

Kraftübungen zu Hause zu trainieren,<br />

aber auch zur Verletzungsvorsorge<br />

bzw. um Ausgleichstraining zu machen,<br />

sind einfache Übungsgeräte (Therabänder,<br />

Knetbälle u.ä.) ideal. „Ich hatte immer<br />

wieder Probleme mit den Schultern.<br />

Mit Ausgleichsübungen insbesondere mit<br />

dem Theraband habe ich die Schulterbeschwerden<br />

gut in den Griff bekommen“,<br />

berichtet Zoister aus eigener Erfahrung.<br />

LÄSSIGE SOMMER-ALPIN-<br />

TOUREN, AMBITIONIERTES<br />

AM KLETTERSTEIG ODER<br />

NEUE KLETTERABENTEUER<br />

WARTEN IN DEN NÄCHS-<br />

TEN MONATEN. DAMIT DER<br />

BERGSOMMER BESONDERS<br />

COOL WIRD, GILT ES JETZT<br />

„VORZUARBEITEN“.<br />

WIE, VERRATEN BERG-<br />

EXPERTEN IM GESPRÄCH<br />

MIT SPORTAKTIV.<br />

VON OLIVER PICHLER<br />

Kondition & andere Risiken<br />

„Wer müde ist, ist weniger trittsicher<br />

und macht mehr Fehler, etwa beim Ausrüstungs-Handling“,<br />

weist Bergführer<br />

Zoister auf Konditionsmangel als oft unterschätzten<br />

Risikofaktor hin. Und selbst<br />

wenn man scheinbar gut trainiert zu den<br />

ersten Touren aufbricht, sollte man, so<br />

der Experte, am Beginn nicht übertreiben,<br />

um den Körper an die Belastung,<br />

etwa beim Bergabgehen, zu gewöhnen.<br />

„Stöcke sind insbesondere bei den ersten<br />

Touren fürs Bergabgehen ein Muss, um<br />

die Knie nicht überzubelasten. Abwärts<br />

anfangs nicht zu schnell dran zu sein,<br />

beugt Knieproblemen am Saisonbeginn<br />

vor“, weiß der Bergprofi. „Gerade wer<br />

bereits Erfahrung hat, soll zu Saisonbeginn<br />

das richtige Steigen und Greifen<br />

am Fels und das richtige Ein- und Ausklinken<br />

der Karabiner des Klettersteigsets<br />

üben. Ich selbst gehe am<br />

Saison anfang immer einige Klettersteige,<br />

um meine Fußtechnik zu kontrollieren<br />

und darauf zu achten, wie ich meine<br />

Schritte setze“, rät der Kärntner Bergführer<br />

Hubert Granitzer als Teil der Risikominimierung<br />

zu einer Wiederauffrischung<br />

des Könnens im Frühjahr.<br />

„Neueinsteigern – ob beim Klettersteiggehen<br />

und Klettern oder auf Hochtouren<br />

– raten wir, nicht auf eigene<br />

Faust zu beginnen, sondern sich in Kursen<br />

professionell anleiten und hinführen<br />

zu lassen“, betont Josef Egarter, Chef der<br />

Villacher Alpinschule 4 Jahreszeiten. Auf<br />

Fotos: Herbert Raffalt<br />

Vorbereitung ist alles, damit es auf<br />

so herrliche Touren geht, wie sie<br />

Herbert Raffalt, Bergführer und<br />

Alpinfotograf der Extraklasse hier<br />

am Hochtor im Gesäuse ins Bild<br />

gerückt hat<br />

98 <strong>SPORTaktiv</strong>


VORGLUHEN<br />

FUR MEHR<br />

BERGLUST<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

99


SEIL- UND KLETTER-<br />

TECHNIK, ABER AUCH<br />

KONDITION UND<br />

PSYCHISCHE ASPEK-<br />

TE LASSEN SICH IN<br />

DER HALLE PERFEKT<br />

TRAINIEREN.<br />

eine Trainingsfacette, die speziell für<br />

fortgeschrittene Klettersteiggeher gedacht<br />

ist, geht er ein: „Die Schwierigkeitsstufen<br />

von Klettersteigen, bezogen<br />

auf das eigene Können, realistisch einschätzen<br />

zu können und damit ein Gefühl<br />

dafür zu haben, was man sicher zu<br />

bewältigen in der Lage ist, ist sehr wichtig.<br />

Wir haben deshalb in unserem Klettergarten<br />

am Kanzianiberg neue Trainingsbereiche<br />

gestaltet, um diese Kom-<br />

petenz zu vermitteln.“ Für erste Klettertrainings<br />

hingegen empfiehlt Bergführer<br />

Egarter Kletterhallen: „Für Kletter- oder<br />

Klettersteig-Neueinsteiger sind erste<br />

Trainings in der Halle empfehlenswert.<br />

Bewegung und Bewegungskoordination<br />

in der Wand lernt man so am besten.“<br />

Vorbereiten in der Kletterhalle<br />

„Kletterhallen sind die beste Möglichkeit,<br />

sich über den Winter klettermäßig<br />

fit zu halten und gleichzeitig gezielt für<br />

im Sommer geplante, speziell herausfordernde<br />

Touren zu trainieren“, erläutert<br />

Stefan Prohinig von der Kletterhalle Villach.<br />

„Einsteiger haben in der Halle die<br />

Möglichkeit, sich in einem geschützten<br />

Rahmen ans Klettern in seiner Komplexität<br />

heranführen zu lassen“, weiß der<br />

Hallenchef. „Seil- und Klettertechnik,<br />

aber auch Kondition und psychische Aspekte<br />

lassen sich in der Halle perfekt<br />

Fotos: Kletterhalle Villach<br />

dolomite.it


trainieren“, pflichtet ihm Günther Niegl<br />

von der Kletterhalle Marswiese in Wien<br />

bei. Weitere Facetten, die in der Halle<br />

sehr gut verinnerlicht werden können,<br />

sind, so Niegl, „vieles im Bereich Sicherheit,<br />

angefangen beim Partnercheck,<br />

über das richtige Sichern und Klettern<br />

bis zum Stürzen und Stürze-Halten“.<br />

Klettersteiggehern, auch Fortgeschrittenen,<br />

rät Prohinig, „vor Start der Sommersaison<br />

in der Halle gezielt Techniktraining<br />

zu machen, um mit weniger<br />

Kraftaufwand unterwegs zu sein, taktisch<br />

besser zu steigen und eventuell sichere<br />

Rastpositionen zu üben.“ Auch für<br />

Bergführer Zoister ist die Halle eine<br />

Säule der Saisonvorbereitung: „Beim<br />

vorbereitenden Training in der Halle ist<br />

es wichtig, länger auf nicht zu hohem<br />

Belastungslevel, dafür aber nicht zu<br />

schwierig zu klettern.“<br />

Alpine Frühjahrsbedingungen<br />

„Altschneefelder oder vereiste Passagen<br />

sorgen im Frühjahr bei den meisten<br />

Touren für deutlich andere Bedingungen,<br />

als man sie aus dem vergangenen<br />

Sommer oder Herbst gewohnt ist. Das<br />

ist bei der Tourenplanung (längere Dauer,<br />

anstrengender) und bei der Ausrüstung<br />

(Steigeisen, Pickel) unbedingt zu<br />

bedenken“, erklärt Zoister. Wer im Umgang<br />

mit Steigeisen und Pickel keine Erfahrung<br />

hat, soll beides bei gefahrlosen<br />

Bedingungen üben. „Um das Gehen mit<br />

Steigeisen zu üben, braucht man nicht<br />

einmal Schnee, sondern kann es auf weichem<br />

Boden, etwa im Wald oder auf einer<br />

Wiese, ausprobieren“, empfiehlt Stefan<br />

Zoister. Eine weitere Gefahr im<br />

Frühjahr sind durch Schnee und Eis verdeckte<br />

Teile von Klettersteigen. „Solche<br />

Passagen werden schnell zu gefährlichen<br />

bzw. unüberwindbaren Hindernissen,<br />

wenn man nicht die passende Ausrüstung<br />

fürs zusätzliche Sichern dabei hat“,<br />

weist der Bergprofi auf ein weiteres<br />

Risiko hin.<br />

SPEZIELLES ZUR<br />

BERG-SAISON-<br />

VORBEREITUNG I:<br />

DAS TRAINING<br />

Um gezielt Kraftausdauer fürs<br />

Klettern und Klettersteiggehen zu<br />

trainieren, sind Therabänder mit<br />

Schlaufen ideal. Um die Unterarme<br />

zu kräftigen, gibt es praktische<br />

Unterarmtrainer. Kraft in den<br />

Fingern lässt sich mit Knetbällen<br />

trainieren.<br />

• Theraband CLX und Theraband<br />

Handexerciser (versch. Widerstände):<br />

je ab € 15,90<br />

www.theraband.at<br />

• Gymstick verstellbarer<br />

Handkrafttrainer € 14,95 od.<br />

Digi-Flex Handtrainer ab € 22,95<br />

beides www.simplyfit.at<br />

SPEZIELLES ZUR BERG-SAISONVORBEREITUNG II:<br />

DIE AUSRÜSTUNG<br />

Spikes – für einfache Schneefeldquerungen<br />

• Chainsen Light – leichte Spikes für Lauf-, Sport- &<br />

Bergschuhe € 49,90 www.kochalpin.at<br />

• Stubai Mount Track - robuste, etwas schwerere Spikes<br />

€ 34,90 www.stubai-sports.com<br />

Steigeisen – für schwierigere Schnee- oder<br />

Eisfeldquerungen<br />

• Petzl Irvis Hybrid – leichtes & robustes Steigeisen<br />

€ 140,– www.petzl.com<br />

• Stubai – Steigeisen Trekking Classic, robust, Stahl<br />

€ 105,80 www.stubai-sports.com<br />

Pickel – Sicherheit auf Eis und Schnee<br />

• Petzl Summit Evo – Eispickel für klassisches Bergsteigen<br />

€ 140,– www.petzl.com<br />

• Stubai Eispickel Level – robust, durchdacht, leicht<br />

€ 95,90 www.stubai-sports.com<br />

Spikes bzw., wenn das Gelände schwieriger ist, Steigeisen<br />

und Pickel sind eine „Lebensversicherung“ beim Queren<br />

von Altschneefeldern bzw. Schnee- und Eispassagen. Und<br />

wenn Teile von Klettersteigen durch Eis und Schnee verdeckt<br />

sind, ist zusätzliches Sichern ein Muss.<br />

Zusatzsicherung bzw. Nachsichern am Klettersteig<br />

• Skylotec Top Belay – durchdachtes Nachsicherungs-Komplettset<br />

€ 140,– www.skylotec.com<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

101


AUSTRIA ALPIN HYDRA.EVO<br />

• Klettersteigset mit drittem<br />

Arm: Ferrata.Bloc-Klettersteigzusatzbremse<br />

für senkrechte<br />

Passagen<br />

• Ferrata.Bloc an Ort und<br />

Stelle verhindert so<br />

schwere Stürze<br />

• Fallhöhe wird auf ein Minimum<br />

reduziert und Verletzungen<br />

können vermieden<br />

werden<br />

PREIS (UVP): € 149,90<br />

www.austrialpin.at<br />

SICHER<br />

AM STEIG<br />

FÜNF KLETTERSTEIGSETS, DIE IM<br />

ERNSTFALL VOR DEM ABSTURZ SCHÜTZEN.<br />

PETZL SCORPIO EASHOOK<br />

• Klettersteigset mit EASHOOK-<br />

Karabinern und Verdrehschutzsystem<br />

für Anwender, die zwischen 40<br />

und 120 kg wiegen<br />

• zwei elastische Arme mit<br />

hohem Dehnungsvermögen<br />

PREIS (UVP): € 120,–<br />

www.petzl.com<br />

STUBAI BERGSPORT SUMMIT<br />

LIGHT X1<br />

• völlige Neuentwicklung<br />

• die Karabiner sind ergonomisch<br />

so gestaltet, dass beim<br />

Einhängen in die Via-Ferrata-Seile<br />

die Hände weit genug vom Öffnungsbereich<br />

weg sind<br />

• somit sind die Finger beim Einund<br />

Aushängen geschützt und<br />

der Ablauf des sicheren Einhängens<br />

erfolgt ganz easy<br />

PREIS (UVP): € 99,90<br />

www.stubai-sports.com<br />

SKYLOTEC RIDER 3.0<br />

• sicherstes KS-Set dank selbstlaufender<br />

Seilklemme mit Rücklaufsperre<br />

• für Stahlseile von 12–16 mm<br />

• Seilklemme mit Karabineröse für<br />

Steige oder Passagen ohne passendes<br />

Drahtseil, um Rider als<br />

konventionelles Set verwenden<br />

zu können<br />

PREIS (UVP): € 245,–<br />

www.skylotec.com<br />

SALEWA ERGO TEX<br />

• durch ergonomisch geformten<br />

Karabiner 30 %<br />

Kraftersparnis<br />

• flach gestaltete Karabiner<br />

können sich bei Biegebelastung<br />

verformen und brechen<br />

nicht<br />

• elastische Sicherungsarme<br />

für körpernahes Handling<br />

der Karabiner<br />

PREIS (UVP): € 130,–<br />

www.salewa.com<br />

Fotos: Hersteller<br />

102 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: Tourismus<br />

BIST DU SCHON FRÜHLINGSFIT?<br />

Die Parktherme Bad Radkersburg lockt mit Sport<br />

und Wellnessangeboten und Blick in die Natur.<br />

STEIERMARK. Im Süden der Steiermark genießt man in der<br />

Parktherme Bad Radkersburg die Wärme des besonderen<br />

Thermalwassers ebenso wie den Blick in die Natur. Man<br />

lauscht den Vögeln, erfreut sich an der Frühlingssonne oder<br />

genießt das Thermalwasser bei 34 bis 36 Grad. Für ein<br />

perfektes Frühlingstraining lockt das 50-Meter-Outdoor-<br />

Sportbecken mit 25 Grad Wassertemperatur. Das Sportprogramm<br />

umfasst zudem kostenloses Kräuter-Yoga und die österreichweit<br />

einzigartige Faszien-Fitness im Thermalwasser.<br />

www.parktherme.at<br />

MAXIMALE MOBILITÄT<br />

Mit der „Nationalpark Sommercard“ sind in der Ferienregion<br />

Nationalpark Hohe Tauern 60 Leistungen inklusive.<br />

SALZBURG. Sie gilt von 1. Mai bis 31. Oktober <strong>2019</strong> und<br />

ist ein echtes Premiumprodukt: die „Nationalpark Sommercard“.<br />

Mit dieser All-inclusive-Karte bekommen die<br />

Gäste bei den Partnerbetrieben gratis Zutritt zu Museen,<br />

Naturschauspielen sowie zu Freizeit- und Sportanlagen und<br />

sie nutzen die zahlreichen Bergbahnen kostenlos. Darüber<br />

hinaus bietet die Karte maximale Mobilität mit Gratis-Nutzung<br />

der öffentlichen Verkehrsmittel und dem Tageseintritt<br />

zur Erlebniswelt „Großglockner Hochalpenstraße. Mehr<br />

Infos: www.mittersill.info<br />

DER RUCKSACK<br />

FÜR ALLE FÄLLE<br />

Der Atrack von Ortlieb ist<br />

Reisetasche und vollwertiger<br />

Outdoor-Rucksack in einem.<br />

Obendrein ist er noch nachhaltig<br />

erzeugt und wasserdicht.<br />

ANZEIGE/Foto: Ortlieb<br />

Active Travelling – das ist nicht weniger<br />

als die Definition einer neuen Rucksackkategorie.<br />

Ortlieb hat dafür den<br />

Atrack entwickelt, und zwar mit dem<br />

Anspruch, dass sich der Rucksack jeder<br />

Reisesituation und Sportaktivität flexibel<br />

anpasst. Herausgekommen ist mit dem<br />

Atrack eine Innovation, die den Trend<br />

zu Kurzreisen und zum Minimalismus<br />

aufgreift. Er ist eine wasserdichte<br />

Reisetasche und ein vollwertiger Outdoor-Rucksack<br />

in einem. Dank des<br />

neuen, leichtgängigen Reißverschlusses<br />

am Rücken ist er wie eine klassische<br />

Reisetasche zu öffnen. Der Atrack (UVP<br />

ab € 179,99) ist zu 100 Prozent wasserdicht,<br />

PVC-frei, wird nachhaltig und in<br />

verschiedenen Größen in Deutschland<br />

hergestellt und ist in modernen Farbvarianten<br />

erhältlich.<br />

ATRACK –<br />

ACTIVE TRAVELLING<br />

Erhältlich in verschiedenen Größen<br />

und Farben ab € 179,99<br />

www.ortlieb.com/de<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

103


Der Nationalpark Hohe Tauern Tirol und <strong>SPORTaktiv</strong> laden ein:<br />

DAS NATIONALPARK<br />

HOHE TAUERN CAMP<br />

IN OSTTIROL<br />

19. bis 22. September <strong>2019</strong><br />

(Do.–So.)<br />

PROGRAMM<br />

Donnerstag<br />

• Anreise in die Sonnenstadt Lienz<br />

• individuelle Zeit zum Ankommen, Nutzen des<br />

Wellnessbereiches usw.<br />

• gemeinsames Abendessen und Vorstellung unseres<br />

Partners SWAROVSKI OPTIK, der uns für die Wanderungen<br />

Ferngläser und Spektive zur Verfügung stellt.<br />

• Übernachtung im Dolomitenhof in Tristach<br />

Freitag<br />

• Frühstück im Hotel<br />

• Transfer zum Ausgangspunkt der Tour individuell<br />

durch Teilnehmer bzw. in Fahrgemeinschaften<br />

• Geführte Tour mit einem Nationalpark-Ranger im<br />

wildromantischen Debanttal zum Wangenitzsee<br />

und anschließend weiter zur Lienzer Hütte auf<br />

1977 m Seehöhe<br />

• auf 9 Kilometer/600 Höhenmeter im Aufstieg;<br />

Schwierigkeitsgrad: mittel<br />

• Abendessen und Übernachtung auf der Lienzer Hütte<br />

(im DZ/Mehrbettzimmer – je nach Verfügbarkeit)<br />

Samstag<br />

• Frühstück auf der Hütte<br />

• Variante 1: anspruchsvolle Tour mit Klettersteig<br />

(B/C) und Besteigung des 3206 m hohen Glödis,<br />

des „Matterhorns Osttirols“<br />

4:30 Stunden im Aufstieg mit ca. 1200<br />

Höhenmetern im Aufstieg, davon 300 Höhenmeter<br />

im mittelschweren Klettersteig; Gesamt-<br />

Schwierigkeitsgrad der Tour: anspruchsvoll<br />

LEISTUNGEN<br />

• Variante 2: Nationalpark-Rangertour zum<br />

einsamen Trebelitschsee<br />

ca. 6 km /400 Höhenmeter im Aufstieg;<br />

Schwierigkeitsgrad: mittel<br />

• Im Anschluss bei beiden Varianten:<br />

Rückfahrt in das Hotel Dolomitenhof,<br />

Abendessen und Übernachtung im Hotel<br />

Sonntag<br />

• Frühstück und individuelle Abreise<br />

• 2 x Nächtigung inkl. HP im Hotel<br />

Dolomitenhof, 1 x Übernachtung<br />

inkl. HP auf der Lienzer Hütte<br />

• 2 geführte Touren inkl. Testgeräten<br />

(Ferngläser und Teleskope)<br />

von SWAROVSKI OPTIK<br />

• optional <strong>SPORTaktiv</strong>-Campschutz<br />

powered by Nürnberger<br />

• Preis: € 304,– im DZ;<br />

€ 314,– im EZ (exkl. Kurtaxe)<br />

ALS GESCHENKE<br />

Einen Rucksack von Thule<br />

(AllTrail 25 L); eine Haube<br />

aus Merinowolle von Buff;<br />

ein Top-Sportnahrungs paket<br />

von Peeroton; ein<br />

Ultrasun-LSF-30-Sports-Gel;<br />

eine Nationalpark-Osttirol-<br />

Jausenbox<br />

104 <strong>SPORTaktiv</strong>


AUFS „MATTERHORN OSTTIROLS“<br />

www.sportaktiv.com<br />

DAS ANGEBOT:<br />

3 NÄCHTE/HALBPENSION UND<br />

ZWEI GEFÜHRTE TOUREN<br />

MIT NATIONALPARK-RANGER,<br />

NUTZUNG HOCHWERTIGER<br />

FERNGLÄSER VON SWAROVSKI OPTIK,<br />

OPTIONAL BESTEIGUNG DES<br />

3206 M HOHEN GLÖDIS<br />

AB € 304,–|<br />

Ein Wochenende mitten im Nationalpark Hohe Tauern im<br />

schönen Debanttal, eine Tour mit Nationalpark-Ranger zu<br />

einem einsamen Bergsee in der Schobergruppe und als Highlight<br />

eine Besteigung des Dreitausenders Glödis: Das alles können<br />

unsere Leser/-innen beim Nationalpark-Hohe-Tauern-Camp-Osttirol<br />

von 19. bis 22. September erleben.<br />

Los geht’s am Freitag mit einer Wanderung zum Wangenitzsee<br />

mitten im Nationalpark. Bei der Seentour im wildromantischen<br />

Debanttal gibt es vom Nationalpark-Ranger viel Interessantes<br />

über den Wasserreichtum der Hohen Tauern zu erfahren. Ausgerüstet<br />

mit Ferngläsern und Teleskopen von SWAROVSKI OPTIK<br />

ergibt sich hoffentlich auch so manche Wildtierbeo bachtung im<br />

Nationalpark. Mit dem Blick durch die hochwertige Fernoptik<br />

sind wir ganz nah am Geschehen, ohne die Tiere in ihrem geschützten<br />

Lebensraum zu stören.<br />

Nach einer Hüttenübernachtung teilt sich die Gruppe: Am<br />

Samstag führt die anspruchsvolle Tour auf den Glödis, einen der<br />

eindrucksvollsten Gipfel der Nationalparkregion, der den Beinamen<br />

„das Matterhorn Osttirols“ trägt. Seit einigen Jahren ist<br />

der Glödis über einen mittelschweren Klettersteig erreichbar. Auf<br />

9 Kilometern werden ca. 1200 Höhenmeter überwunden – gute<br />

Kondition ist also ein Muss. Der Ausblick vom Gipfel ist dafür<br />

grandios: Der Glödis zählt zu den schönsten Aussichtsbergen des<br />

Nationalparks und bietet einen freien Blick auf die höchsten Berge<br />

Österreichs inklusive Großglockner. Die Tour wird von einem<br />

Osttiroler Berg- und Skiführer begleitet.<br />

Die einfachere, aber nicht minder schöne zweite Variante lässt<br />

die Campteilnehmer einen weiteren Bergsee auf einer gemeinsamen<br />

Wandertour erkunden: den einsamen und versteckten Trelebitschsee.<br />

Die Führung übernimmt wieder ein Nationalpark-Ranger,<br />

mit dem man tief in die faszinierende Natur des Nationalparks<br />

Hohe Tauern Tirol eintauchen kann – immer im Gepäck das<br />

SWAROVSKI-OPTIK-Fernglas für ein hautnahes Naturerlebnis.<br />

ANMELDUNG<br />

Der Dolomitenhof – Familie Winkler<br />

Dorfstraße 34, 9907 Tristach<br />

T. +43 (0) 48 52 / 634 55<br />

info@dolomitenhof-tristach.at<br />

www.dolomitenhof-tristach.at<br />

Buchungskennwort: „<strong>SPORTaktiv</strong> Nationalparkcamp <strong>2019</strong>“<br />

Infos zum Nationalpark Hohe Tauern unter<br />

www.nationalpark.osttirol.com<br />

Fotos: Nationalpark Hohe Tauern Tirol, Der Dolomitenhof, Hersteller<br />

DIE UNTERKUNFT<br />

Der Dolomitenhof ist ein familiengeführtes 3-Sterne-Hotel<br />

in Tristach, das mitten in der Natur und dennoch nur 3 km<br />

vom Zentrum von Lienz entfernt liegt.<br />

www.dolomitenhof-tristach.at<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

105


GEIER OHNE<br />

WALLY<br />

... DAFÜR MIT WAND. ZUM<br />

START IN DIE BERGSAISON<br />

STELLEN WIR EUCH MIT DEM<br />

GEIERWAND-KLETTERSTEIG<br />

IN HAIMING (T) GLEICH EIN<br />

SCHMANKERL VOR. MIT<br />

HERRLICHEM AUSBLICK UND<br />

VIEL GENUSS.<br />

VON AXEL JENTZSCH-RABL<br />

Genießer-Klettersteig der Extraklasse<br />

– kaum zu glauben, dass an dieser<br />

mächtigen Felswand die Schwierigkeit<br />

den C-Grad nicht übersteigt! Das<br />

Rezept sind Klammern, Klammern und<br />

noch mal Klammern, von denen die<br />

Erbauer Hunderte an die Wand geklebt<br />

haben, immer dort, wo es schwerer wird,<br />

steht man auf den Eisenbügeln. Die Ferrata<br />

ist angenehm zu klettern; man hat fast<br />

ständig einen herrlichen Ausblick auf das<br />

breite Inntal.<br />

Klettergarten-Geierwand bis zu den<br />

Einstiegen folgen.<br />

Route<br />

Siehe Topo. Die schwerste Stelle kommt<br />

vor dem großen Band am Ende.<br />

Abstieg<br />

Vom Ende der Seilsicherung auf dem<br />

markierten Abstiegsweg – teilweise steil<br />

abfallend – hinunter bis zum Forstweg an<br />

der Autobahn, dort zurück zum Parkplatz.<br />

BUCHTIPP<br />

Klettersteigführer<br />

Österreich mit Touren-App<br />

www.alpinverlag.at<br />

Anreise<br />

Auf der A12 bis zur Abfahrt Mötz und<br />

weiter in den Ort Haiming. Im Ort der<br />

Beschilderung „Rafting-Center“ folgen.<br />

Nach der Innbrücke sofort rechts und<br />

am Rafting-Center vorbei zum Parkplatz.<br />

Öffis: mit der Bahn nach Haiming und mit<br />

dem Bus zur Innbrücke.<br />

Zustieg<br />

Vom Parkplatz nach dem Rafting- Center<br />

beim Autobahntunnel der Beschilderung<br />

Ausrüstung<br />

Komplette Klettersteigausrüstung und<br />

Helm.<br />

Bemerkung<br />

Der Klettersteig ist zwar nur mittelschwer,<br />

aber lang! Die Länge der Tour sollten<br />

Anfänger und Gruppen mit Jugendlichen<br />

auf jeden Fall berücksichtigen; ein wenig<br />

Kondition ist notwendig. Die Wand ist<br />

südseitig. Es kann sehr heiß werden.<br />

Genug zu trinken mitnehmen!<br />

Fotos: Axel Jentzsch-Rabl<br />

106 <strong>SPORTaktiv</strong>


TOP-KLETTERSTEIG<br />

Der „Geierwand“-Klettersteig<br />

Schwierigkeitsgrad C<br />

400 Hm/3:45 Std.<br />

Talort: Haiming, 670 m<br />

Ausgangspunkt: Parkplatz beim<br />

Raftingausstieg, 660 m<br />

Berg: Simmering, 2096 m<br />

steil,<br />

gestuft<br />

steil, mit<br />

Klammern<br />

Seilbrücke<br />

A/B<br />

B/C<br />

gestuft neben<br />

der Schlucht<br />

B<br />

A<br />

A<br />

B<br />

gestuftes<br />

Zickzack<br />

A/B<br />

B<br />

A/B<br />

A/B<br />

B<br />

B/C<br />

A/B<br />

B<br />

B/C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

gelbe<br />

Bank<br />

Band<br />

B<br />

Wald<br />

B<br />

A<br />

Rastplatz<br />

der Markierung<br />

folgen (=Abstiegspfad)<br />

A<br />

steiler Wald<br />

A<br />

steil,<br />

Klammern<br />

Klammern-<br />

Wand<br />

A/B<br />

Band<br />

A/B A/B<br />

B Stufe<br />

B<br />

Stufe<br />

B<br />

Expos.<br />

Süd<br />

B B<br />

gestufter<br />

steil, mit<br />

Grat<br />

Klammern B/C<br />

B<br />

Band<br />

B<br />

A<br />

A/B<br />

A/B gestufter<br />

gestuft<br />

Grat<br />

A/B<br />

A/B<br />

gestufter<br />

Grat<br />

B<br />

B/C Klammern-<br />

Wand<br />

B/C<br />

B<br />

B<br />

B<br />

Kletter- garten<br />

Stufe mit<br />

Klammern<br />

A/B<br />

vom Autobahntunnel/<br />

Parkplatz<br />

AXEL<br />

JENTZSCH-RABL<br />

aus Bad Häring (T) kennt als Verfasser der<br />

umfangreichsten heimischen Klettersteigführer<br />

die meisten Klettersteige in Österreich<br />

und im umliegenden Ausland. Bei uns stellt<br />

er regel mäßig einen seiner Favoriten vor.<br />

DER RUCKSACK DER DEIN LEBEN RETTET!<br />

DER ULTRALEICHTE WANDERRUCKSACK SKILL 30 RECCO MIT RECCO ® <strong>SPORTaktiv</strong> REFLEKTOR 107<br />

www.tatonka.com/skill-30-recco


GLÜCKSHORMONE<br />

AN DER<br />

GLOCKNERSTRASSE<br />

MONUMENTALE AUSBLICKE AUF EINER MONU-<br />

MENTALEN STRASSE. DIE GROSSGLOCKNER<br />

HOCHALPENSTRASSE STILLT DIE SEHNSUCHT<br />

NACH DER NATUR.<br />

Die Straße führt auf 48 km<br />

ins Herz des Nationalparks<br />

Hohe Tauern und ist<br />

denkmalgeschützt.<br />

www.grossglockner.at<br />

Eine Straße, die glücklich macht, die mit<br />

vielfältigen Aus- und Einblicken überrascht<br />

und die sich noch dazu im Einklang<br />

mit der Natur den Berg nach oben windet –<br />

all das ist die Großglockner Hochalpenstraße,<br />

erbaut von Franz Wallack und schon<br />

1935 eröffnet.<br />

Beim Durchqueren der vier Klimazonen<br />

vom Talboden bis hinauf in die Gletscherregion<br />

werden die Augen jedes Betrachters<br />

mit atemberaubenden Ausblicken verwöhnt.<br />

Bei einem Halt an einem der Rastplätze<br />

entdeckt man nur wenige Schritte<br />

von der Straße entfernt stille Kraftplätze.<br />

Im Herzen des Nationalparks atmet man<br />

die klare Luft im Takt der Natur und entdeckt<br />

entlang der Straße die kleinen und<br />

großen Wunder der Natur: Murmeltiere,<br />

majestätische Steinböcke, flinke Gämsen,<br />

seltene Schmetterlinge und Blumen,<br />

die sonst nur im arktischen Spitzbergen<br />

wachsen.<br />

Hautnahes Erleben<br />

Das beeindruckende Bergpanorma wird<br />

dominiert von den Flanken von Österreichs<br />

höchstem Berg, dem Großglockner (3798<br />

m) und den Gipfeln seiner „Nachbarn“. Bei<br />

Wanderungen gibt es viel zu entdecken, wie<br />

die Hexenküche oder die Pasterze, den<br />

längsten Gletscher der Ostalpen. Entlang<br />

der 48 Kilometer langen Passstraße versetzen<br />

neun kostenlose Ausstellungen in Staunen<br />

und auf der Edelweißspitze erreicht<br />

man den höchsten befahrbaren Punkt auf<br />

2571 Metern Seehöhe. Nicht umsonst ist<br />

die Straße eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten<br />

des Landes.<br />

Fotos: Großglockner Hochalpenstraße<br />

108 <strong>SPORTaktiv</strong>


ANZEGE/Foto: Ultrasun<br />

SUPER SCHUTZ<br />

AUS DER SCHWEIZ<br />

VOR STARKER SONNENEINSTRAHLUNG MUSS MAN DIE HAUT<br />

SCHÜTZEN. BESONDERS HAUTFREUNDLICH GEHT DAS MIT<br />

ULTRASUN, DER WELTWEIT ERFOLGREICHEN SCHWEIZER MARKE.<br />

Der Schweizer Innovations-Leader<br />

Ultrasun beschäftigt sich seit über<br />

25 Jahren mit UV-Schutz für eine<br />

gesunde, schöne Haut und ist mittlerweile<br />

im Ausland fast bekannter als in<br />

der Schweiz.<br />

Weltweit empfehlen Dermatologen<br />

die Sonnenschutzprodukte der<br />

Schweizer Marke Ultrasun, die einzigartig<br />

ohne viele der kritisch diskutierten<br />

Inhaltsstoffe besonders hautverträglich<br />

formuliert sind. Aber auch<br />

das Schweizer Allergie-Gütesiegel aha!<br />

zeichnet diverse Ultrasun-Produkte<br />

aus, da sie Menschen mit Allergien<br />

und Intoleranzen einen Mehrwert an<br />

Sicherheit und Information bieten.<br />

Die in Apotheken und Drogerien<br />

erhältlichen Produkte können täglich<br />

angewendet werden, bieten einen<br />

richtiggehenden Hightech-Schutz und<br />

werden von Familien mit Kindern<br />

genau so geschätzt wie z.B. auch vom<br />

zweifachen Ironman-Hawaii-Sieger<br />

Patrick Lange.<br />

MEHR INFOS UNTER:<br />

www.ultrasun.com<br />

QUIZ: TESTEN<br />

SIE IHR SONNEN-<br />

SCHUTZ-WISSEN<br />

1. Was bedeutet SPF50+ auf<br />

den Verpackungen?<br />

Das ist die Angabe für den<br />

UVB-Schutz<br />

Das ist die Angabe für den<br />

UVA-Schutz<br />

2. Wie wird der UVA-Schutz<br />

deklariert?<br />

UVA-Zeichen im Kreis<br />

überhaupt nicht<br />

3. Welche UV-Strahlen machen<br />

uns optisch alt bzw. wieso ist es<br />

so wichtig, täglich einen guten<br />

UV-Schutz gegen die Hautalterung<br />

zu verwenden?<br />

UVA<br />

UVB<br />

4. Welcher US-Bundesstaat<br />

verbietet ab 2021 drei kritische<br />

Sonnenschutzfilter, die von<br />

Ultrasun bereits seit 2016 nicht<br />

mehr verwendet werden?<br />

Hawaii<br />

Kalifornien<br />

AUFLÖSUNG: (1) Nur auf den UVB-<br />

Schutz (2) Der UVA-Schutz wird in<br />

Europa mit dem UVA-Zeichen im<br />

Kreis auf den Verpackungen garantiert,<br />

(3) UVA-Strahlen (4) Hawaii<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

109


HERZHAFT FAMILIÄR<br />

St. Johann in Salzburg und sein Alpendorf bieten den<br />

optimalen Familienurlaub für Klein und Groß.<br />

Von Luftgeistern, Baumlehrpfaden, Puppenspiel und<br />

Panoramawanderungen bis zum Einkaufstag für die<br />

ganze Familie.<br />

Tourismusverband<br />

St. Johann in Salzburg<br />

5600 St. Johann<br />

T.: 0043/64 12/60 36<br />

info@JOsalzburg.com<br />

www.JOsalzburg.com<br />

Atemberaubende Naturlandschaft, so<br />

weit das Auge reicht, eine perfekte<br />

Infrastruktur, Betriebe, die speziell auf<br />

Familien eingestellt sind, und das alles nur<br />

60 Kilometer von der Landeshauptstadt<br />

Salzburg und der deutschen Grenze entfernt<br />

– all diese Vorteile vereint die idyllische<br />

Kleinstadt St. Johann in Salzburg in sich.<br />

Abenteuer in der Natur<br />

Zum Frühlingserwachen, wenn die Gipfel<br />

schneefrei sind, erwachen auch auf dem<br />

1750 Meter hohen Gernkogel die Feuer-,<br />

Wasser-, Erd- und Luftgeister. Die umliegende<br />

Bergwelt sowie Panoramawanderwege<br />

mit mehr als 40 Erlebnisstationen bringen<br />

kleine und große Bergwanderer zum<br />

Staunen.<br />

Schon bevor es mit der Alpendorf-Gondelbahn<br />

in die Höhe geht, können sich die<br />

Kinder auf dem Abenteuerspielplatz bei der<br />

Talstation austoben. Eine weitere Attraktion<br />

für Familien ist dann der Baumlehrpfad am<br />

Panoramaweg, auf dem über 30 Nadel- und<br />

Laubbaumarten „erwandert“ werden können.<br />

Detaillierter Steckbrief zu den Bäumen<br />

inklusive.<br />

Kinder kommen in den Sommerferien<br />

ganz besonders auf ihre Kosten, wenn vom<br />

13. bis 19. Juli die JoKiWo steigt, die St.<br />

Johanner Kinderwoche. Einer der besten<br />

Märchenerzähler entführt die Kinder ins<br />

Reich der Feen und Fabelwesen, im Stadtpark<br />

findet ein Puppenspiel statt und bei<br />

der Aufführung von „Peter und der Wolf“<br />

der Philharmonie Salzburg werden Kinder<br />

wieder auf klassische Wege geführt.<br />

Neben den zahlreichen Freizeitmöglichkeiten<br />

bietet die Kleinstadt aber auch urbanes<br />

Flair mit vielen Shoppingmöglichkeiten<br />

und sogar einem speziellen Einkaufstag für<br />

Familien.<br />

Fotos: www.MirjaGeh.com<br />

110 <strong>SPORTaktiv</strong>


MOUNTAIN RUNNING®<br />

APPAREL COLLECTION<br />

SHOP NOW ON WWW.LASPORTIVA.COM<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

111


EINMAL<br />

QUER<br />

DRUBER<br />

112 <strong>SPORTaktiv</strong>


DIE DOLOMITEN GEHÖREN ZU DEN REIZVOLLSTEN<br />

BERGEN DES ALPENRAUMS. IHRE GANZE FASZINATION<br />

ERLEBT MAN ABER ERST, WENN MAN SICH IHNEN AUF<br />

EINER WEITWANDERTOUR ANVERTRAUT. DANN<br />

UMARMEN UND BESCHENKEN SIE EINEN MIT GLÜCK.<br />

VON KLAUS HÖFLER<br />

Foto: Damiano Levati<br />

Da hängt man dann in der Wand und<br />

kommt sich unendlich klein vor. Wie<br />

ein Kekskrümel auf einem Backblech.<br />

Neben einem: Fels. Über einem: Fels.<br />

Unter einem: Fels. Senkrechter,<br />

zerfurchter Fels. Die Kulisse zwingt einem automatisch<br />

eine beeindruckte Atemlosigkeit auf.<br />

Auch, weil man sich vor wenigen Augenblicken<br />

über eine knapp nicht überhängende Passage des<br />

Pößnecker Klettersteigs hochgekämpft hat. „Trittarme<br />

Verschneidung“ heißt das im Via-Ferrata-Fachchinesisch<br />

etwas verharmlosend. Vorne<br />

schiebt sich die Nase entlang des schroffen Gesteins<br />

nach oben, hinten zieht die Schwerkraft<br />

den Rucksack Richtung Abgrund. Die Finger<br />

krallen sich in den kalten Fels. Man hört nur den<br />

eigenen Atem und das Klicken der Sicherungskarabiner<br />

am Stahlseil. Endlich ein fester Stand.<br />

Endlich Zeit, das grandiose Panorama zu bestaunen.<br />

Der 1912 angelegte Pößnecker Klettersteig<br />

aufs Sellaplateau gehört nicht nur zu den ältesten<br />

und anspruchsvollsten in den Dolomiten, sondern<br />

auch zu den spektakulärsten. Die ersten 250 Höhenmeter<br />

führen senkrecht in den Himmel, im<br />

oberen Abschnitt sorgen zwei luftige, teils sicherungsseilfreie<br />

Kamine für besonderen Nervenkitzel.<br />

Konzentriert bleiben! Nach oben schauen! Dort<br />

steht Egon Resch. Er hat sich mit einer ausladenden<br />

Grätsche in die Gesteinsrinne geklemmt – und<br />

lacht. Es ist sein Revier. Die Felswände der Dolomiten<br />

sind sein Jugend-, Wohn- und mittlerweile<br />

auch Arbeitszimmer, nachdem er seinen Job in der<br />

Automobilindustrie gecancelt und sich zum Bergführer<br />

ausbilden hat lassen. An diesem frühkühlen<br />

Septembermorgen, der sich anschickt, ein Prachttag<br />

zu werden, leitet er eine Gruppe weniger routinierter<br />

Kletterer durch die Felswand. Das Gekraxel<br />

ist Teil einer siebentägigen Zu-Fuß-Durchquerung<br />

der Dolomiten. Der Südtiroler Outdoorausrüstungsspezialist<br />

Salewa hat sich die Expedition vor<br />

der Haustür der Bozener Unternehmenszentrale<br />

einfallen lassen. Und Egon Resch hat die Tour<br />

komponiert. Ein Best-of aus bestehenden<br />

Trekking routen. Ein Härtetest – nicht nur für das<br />

Material, auch für die hochalpine Marschierqualitäten<br />

und hüttenlagernächtlichen Schnarchtoleranz<br />

der Gruppenmitglieder. Ein Protokoll.<br />

Schon die ersten knapp neun Kilometer<br />

von der kleinen Ortschaft Tiers hinauf<br />

zur Grasleitenhütte am Eingang zum Naturpark<br />

Schlern-Rosengarten lassen erahnen, welches<br />

Naturparadies man da betreten hat. Aber es<br />

gibt auch einen Vorgeschmack auf die Höhenmeter,<br />

die es am Weg zu den Drei Zinnen zu absolvieren<br />

gilt. Knapp eintausend sind es zur Eröff-<br />

1<br />

TAG<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

113


SUPER FERRATA<br />

MC GTX<br />

Der ideale Zustieg- und Klettersteigschuh<br />

dank der exklusiv mit Vibram® entwickelten,<br />

speed-hiking inspirierten Sohle für perfekten<br />

Halt. Mit der GORE-TEX Membran ist der<br />

Super Ferrata MC GTX zudem wasserdicht<br />

und atmungsaktiv. Zu 100 % in Europa gefertigt.<br />

nung, bevor im Licht der untergehenden<br />

Sonne die Hütte im Blickfeld auftaucht.<br />

Wie die Perle einer Auster liegt<br />

sie am Talschluss zwischen den mächtigen<br />

Felsvertikalen, die sie zu beschützen<br />

scheinen. Die Stimmung ist aufgekratzt,<br />

die Vorfreude auf das, was noch<br />

kommt, glänzt nicht nur in Egons Augen.<br />

Die Ohrenstöpsel leisten im Matratzenlager<br />

wertvolle Dienste.<br />

Bergab ist keine Option mehr.<br />

Begleitet von ein paar Bergziegen<br />

geht es hinauf in<br />

einen furchterregend grimmigen<br />

Kessel, eingekreist<br />

von Steilwänden und Schuttkegeln.<br />

Die Serpentinen wollen<br />

kein Ende nehmen. Als<br />

die Sonne dann erstmals<br />

über die scharfzackige Gratkante<br />

spitzelt, wird klar: Der<br />

Sommer hat seinen Aufenthalt<br />

in den Dolomiten diese<br />

Saison verlängert. Entsprechend<br />

gut gefüllt sind die<br />

Terrassensitzplätze bei der<br />

Tierser-Alpl-Hütte und auf<br />

der Plattkofelalm. Die 17,5<br />

Kilometer lange Tagesetappe<br />

endet aber erst bei der Friedrich-August-Hütte.<br />

Es ist nicht so, dass an den<br />

Wadeln die knapp tausend Höhenmeter<br />

spurlos vorübergegangen wären ...<br />

2<br />

TAG<br />

TAG<br />

3<br />

Den Pößnecker Klettersteig in<br />

die Route einzubauen, war<br />

Egons Idee. Eine besonders<br />

gute in einer Perlenkette außergewöhnlicher<br />

Etappenverläufe. Denn<br />

nach der Steilwand mit Klettergurt,<br />

Helm und mächtigem Respekt vor<br />

dem gähnenden Nichts unter einem<br />

warten oben schon die nächsten<br />

„Wunderbarkeiten“: Das mondlandschaftartige<br />

Hochplateau des Piz Selva,<br />

das es zu queren gilt. Der Ausblick,<br />

der sich am anderen Ende der wasserlosen,<br />

dafür hitzereichen Ebene über<br />

die Abrisskante in einem spektakulären<br />

Canyon mit spitzen Gesteinstürmen<br />

verliert. Der Aufstieg auf den Piz<br />

Boé. Der Blick vom mit 3152 Metern<br />

einzigen Dreitausender der Sella-Gruppe.<br />

Das Dauergrinsen ist nicht<br />

mehr aus den Gesichtern zu bekommen.<br />

Schon gar nicht, als die hinter<br />

den Horizont gesunkene Sonne die<br />

Marmolata und ihre Schwesterngipfel<br />

in den südlichen Dolomiten ein impressionistisches<br />

Farbenspiel aus unzähligen<br />

Orange-Rosa-Hellblau-Tönen<br />

taucht. Da steht man dann da, angesichts<br />

der Wucht des Gigantischen der<br />

Berge erneut verzwergt zum Kekskrümel<br />

auf einem Backblech – und will<br />

gar nicht mehr weitergehen. Der Zauber<br />

des Augenblicks hält einen gefangen.<br />

Für Alpinromantik ist jetzt aber<br />

der falsche Zeitpunkt. Die letzten der<br />

19 Tageskilometer müssen im Schein<br />

der Stirnlampen schnellstmöglich absolviert<br />

werden, droht doch die Küchensperrstunde<br />

in der Franz-Kostner-Hütte.<br />

Aber das Panorama hat<br />

auch anderwärtig hungrig gemacht.<br />

Hungrig nach den Sternen. Irgendwann<br />

– während man im Schlafsack<br />

auf der Terrasse liegt – kippen die Augen<br />

dann doch in den Schlafmodus.<br />

Runter ins Tal, rauf aufs Bike.<br />

So lässt sich das Tageskilometerpensum<br />

ordentlich in die<br />

Höhe (über die 30-Kilometer-„Schallmauer“)<br />

schrauben und zeitsparend<br />

durch den Fanes-Sennes-Prags-Naturpark<br />

kreuzen. Die Entspannung im<br />

Sattel bleibt kurz. Es geht wieder zu<br />

Fuß weiter. Der Anstieg zur Scotoni-Hütte<br />

und weiter endlose Serpenti-<br />

4<br />

TAG<br />

114 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

www.dachsteinschuhe.com


MOUNTAINBIKE-<br />

BERGSCHUTZ*<br />

Für jeden<br />

die passende<br />

Versicherung!<br />

Mit dem Mountainbike-Bergschutz<br />

sind Sie im Falle eines<br />

Unfalls bestens versichert:<br />

Postkartenmotive<br />

wohin man schaut<br />

– das bietet die<br />

Alta-Via-Tour in<br />

den Südtiroler<br />

Dolomiten.<br />

Schon ab<br />

€ 4,98<br />

Jederzeit online abschließbar:<br />

bergwelt.nuernberger.at/<br />

mtbversicherungen<br />

Fotos: Daniele Molineris<br />

nen hinauf auf eine hoch über einem<br />

kristallklaren und ebenso kalten<br />

Bergsee gelegene Scharte ist schweißtreibend.<br />

TAG<br />

5<br />

Vor einem Wasserfall stehen,<br />

kann bald jemand. Hinter<br />

dem zu Boden stürzenden<br />

Wasservorhang zu stehen, gehört dagegen<br />

zu einem besonderen Naturschauspiel.<br />

Beim Fanesfall kann man diese<br />

Backstage-Tour erleben.<br />

6<br />

TAG<br />

Die Dolomiten geizen weiter<br />

nicht mit ihren Reizen.<br />

Pragser Wildsee, Rossalm. Es<br />

ist ein Postkartenmotiv nach dem anderen,<br />

durch das man marschiert,<br />

während durch die Fels- und Baumspitzen<br />

Nebelfetzen aufsteigen und<br />

sich in nichts auflösen.<br />

Nach 150 Kilometern und<br />

knapp 17.300 Höhenmetern<br />

hat eine der bekanntesten<br />

und meistfotografierten Bergformationen<br />

Europas als Begrüßungskomitee<br />

Aufstellung genommen: die Drei<br />

Zinnen in den Sextener Dolomiten.<br />

Die Gruppe umarmt sich. Aus der<br />

Handvoll Kekskrümel ist ein<br />

Glückskeks geworden.<br />

7<br />

TAG<br />

*Versicherer ist die GARANTA<br />

Versicherungs-AG Österreich<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

115


SEHNSUCHTSORT<br />

ZUM GREIFEN NAH<br />

Fünf Gebirgsstöcke, fünf Berg-Erlebniswelten. In der<br />

Region Innsbruck schmiegen sich Stadt und felsige<br />

Höhen in perfekter Harmonie aneinander. „Mountain<br />

and the City“.<br />

Weitere<br />

Informationen<br />

unter:<br />

www.innsbruck.info/hiking<br />

Die Berge – ein Sehnsuchtsort für viele<br />

Erholungssuchende. Und kaum wo<br />

liegen Stadtleben und Bergeinsamkeit so<br />

nah und in so einer Vielfalt beieinander<br />

wie in der Region Innsbruck. Gleich fünf<br />

Gebirgsstöcke sind von der Tiroler Landeshauptstadt<br />

binnen kürzester Zeit erreichbar.<br />

Mit den Nordkettenbahnen erobert man<br />

über Hungerburg und Seegrube das auf<br />

2300 Meter gelegende Hafelekar im Naturpark<br />

Karwendel. Im Süden geht es auf den<br />

„sanften Riesen“, den Patscherkofel. Mit<br />

der gleichnamigen Bahn schwebt man auf<br />

2000 Meter Seehöhe und zum Ausgangspunkt<br />

familientauglicher und eindrucksvoller<br />

Wanderungen.<br />

Im Westen bilden die Kalksteinberge<br />

der Mieminger Kette den Rahmen für die<br />

Weiten, Wiesen und Wälder des Mieminger<br />

Plateaus. Bizzarre Fels- und Gipfelformationen<br />

wiederum haben den Kalkkögeln<br />

den Beinamen „Nordtiroler Dolomiten“<br />

eingebracht. Mit dem Sellraintal und den<br />

Stubaier Alpen sind die fünf Gebirgsstöcke<br />

der Region schließlich komplett. Mehr als<br />

500 Gipfel mit einer Höhe von bis zu 3500<br />

Metern, das Kühtai aus Österreichs höchstgelegener<br />

Weltcuport und das Sellraintail,<br />

das mit seinen Orten zu den Bergsteigerdörfern<br />

des Alpenvereins zählt unterstreichen<br />

die Bedeutung des Gebietes als<br />

Wandergebiet von unübertrefflichem Reiz.<br />

Kostenloses Wanderprogramm<br />

Mit Unterstützung der zahlreichen Bergbahnen<br />

sind viele Wanderungen ein<br />

Kinderspiel und bieten auf rund 2000 Höhenmetern<br />

trotzdem imposante Ausblicke.<br />

Als Zusatz bietet die Region Innsbruck mit<br />

dem kostenlosen Wanderprogramm die ideale<br />

Unterstützung, um die Berge der Region<br />

zu entdecken.<br />

Fotos: TVB Innsbruck<br />

116 <strong>SPORTaktiv</strong>


DRY BACK<br />

A P E X W A L L<br />

Unser Apex Wall ist ein leichter, robuster Mountaineering-Rucksack für ereignisreiche Tage voll anstrengender,<br />

technischer Zu- und Abstiege. Für verbesserte Luftzirkulation am Rücken und zur Vermeidung<br />

von Unterkühlung ist der Rucksack mit unserem patentierten Contact Flow Fit Tragesystem ausgestattet.<br />

Ein innovatives Rückensystem, das die Körperkontaktfläche deutlich minimiert und zusammen mit dem<br />

integrierten Mikroventilationssystem für einen trockenen Rücken sorgt.<br />

SALEWA.COM


<strong>SPORTaktiv</strong> & Mostviertel Tourismus präsentieren:<br />

DAS 1. KLETTERSTEIG-<br />

SCHNUPPERCAMP<br />

9.–11. August <strong>2019</strong> (Fr.–So.)<br />

• 2 Übernachtungen im JUFA-Hotel Hochkar-<br />

Sport-Resort*** (NÖ)<br />

• inkl. Frühstück, Abendbuffet am Freitag sowie Mittagsbuffet<br />

am Samstag für Übernachtungsgäste<br />

• Klettersteigtouren „Bergmandl“ oder „Heli-Kraft“<br />

• Begehung der Hochkarhöhle mit Guide<br />

• Coaching in der JUFA-Turnhalle mit unterschiedlichen<br />

Boulder-Elementen und Boulder-Überhängen<br />

• Samstag Grillabend im JoSchi-Berghaus mit Fackelwanderung<br />

für Übernachtungs- und Tagesgäste<br />

• Testmaterial für alle Teilnehmer<br />

• optional <strong>SPORTaktiv</strong>-Bergschutz powered by<br />

Nürnberger-Versicherung für die Dauer des Camps<br />

• Preise fürs Tagescamp ohne Übernachtung:<br />

€ 125,– (Erwachsene) bzw. € 72,– (Kinder von 9 bis 16)<br />

• Spezialpreise für Camp und Übernachtung:<br />

ab € 230,– pro Person im Doppelzimmer<br />

ab € 164,– pro Kind im Doppelzimmer<br />

PROGRAMM<br />

Freitag: Anreise, Ausgabe von Goodies und Material,<br />

gemeinsames Abendessen<br />

Samstag: Materialausgabe nur für Tagesgäste, Klettersteigtouren,<br />

Grillabend<br />

Sonntag: individuelle Ausflüge zu den Angeboten der<br />

Region, Abreise<br />

ZUM TESTEN<br />

Klettersteiggurt, Klettersteigset und Helm<br />

von SKYLOTEC<br />

DAS ANGEBOT:<br />

2 GEFÜHRTE KLETTERSTEIGTOUREN<br />

UND 2 NÄCHTE MIT VERPFLEGUNG<br />

AB € 230,–<br />

DEINE GESCHENKE<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Stirnband<br />

von Buff; Peeroton-Paket;<br />

Klettersteig-Handschuhe<br />

von CHIBA<br />

118 <strong>SPORTaktiv</strong>


KLETTERSTEIG-SCHNUPPERCAMP<br />

www.sportaktiv.com<br />

Gemeinsam in die Berge gehen und die herrliche Bergwelt<br />

erleben – dafür sind Klettersteige wie geschaffen.<br />

Mit dem neuen Klettersteig-Schnuppercamp können<br />

jetzt gerade Familien in dieses herrliche Erlebnis eintauchen,<br />

das noch dazu einfach zu erlernen ist. Das Gebiet am Hochkar<br />

ist optimal dafür geeignet, den richtigen und sicheren<br />

Umgang mit Klettersteiggurt und -set zu erlernen und sich<br />

am Stahlseil das allererste Mal auf den Steig zu begeben. Der<br />

„Bergmandl“-Klettersteig ist perfekt für die Premiere, wer es<br />

danach noch ein wenig herausfordernder mag, der kann sich<br />

am „Heli-Kraft-Klettersteig“ versuchen. Und weil man stets<br />

von den Besten lernen sollte, übernimmt der erfahrene Bergsteiger<br />

und Kletterer Heli Putz von Outdoor Leadership die<br />

Einschulung und Betreuung der Camp-Teilnehmer.<br />

Homebase dieses neuen <strong>SPORTaktiv</strong>-Lesercamps ist das JU-<br />

FA-Hotel Hochkar-Sport-Resort*** in Göstling an der Ybbs.<br />

Nach der Tour könnt ihr im Wellnessbereich relaxen und beim<br />

gemeinsamen Grillabend Energie tanken. Aber auch wer ganz<br />

in der Nähe wohnt, ist herzlich willkommen und kann das<br />

Camp auch ohne Übernachtung buchen.<br />

Ihr wollt das Wochenende ausklingen lassen? – Dann, könnt ihr<br />

am Sonntag an „Namasté am Berg“-Sonnenaufgangsyoga teilnehmen<br />

oder eine Sonnenaufgangsfahrt mit der Hochkarbahn<br />

machen und im JoSchi-Berghaus ein ausgiebiges Bergfrühstück<br />

genießen (nicht im Package inbegriffen).<br />

Interesse? Infos zu Camp und Übernachtungsangeboten gibt’s<br />

bei Mostviertel Tourismus.<br />

Fotos: Martin Fueloep, Christian Hofer, Hersteller<br />

DAS HOTEL<br />

Das JUFA-Hotel Hochkar-Sport-Resort***<br />

in Göstling an der Ybbs<br />

ANMELDUNG UND WEITERE INFOS ZUM GEBIET<br />

Mostviertel Tourismus<br />

Töpperschloss Neubruck<br />

3283 Scheibbs<br />

T. 0 74 82/204 44<br />

E-Mail: info@mostviertel.at<br />

www.mostviertel.at<br />

www.hochkar.com<br />

ZIELGRUPPE<br />

Klettersteig-Einsteiger, Familien<br />

TEILNEHMER<br />

max. 25 Personen<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

119


RADL ZUR<br />

SKITOUR<br />

onditionsstarke Typen wie Wettkampf-<br />

Skibergsteiger Jakob Herrmann schwärmen<br />

schon länger vom Erlebniswert, den<br />

Bike- und Skitouren im Frühling versprechen:<br />

„Nach der Wettkampfsaison<br />

im <strong>April</strong>, Mai um 4.30 Uhr aufs Bike, die<br />

Ski am Rucksack. Dann der Aufstieg mit<br />

den Skiern auf einen 3000er und die Abfahrt<br />

„MIT‘N RAD’L NACH RIO, MIT SKI NACH ATHEN“,<br />

FUHR KURT OSTBAHN MUSIKALISCH SCHON<br />

VOR GUT 25 JAHREN. DIESE BIKE- UND SKI-<br />

TOUREN-KOMBINATION, DIE DERZEIT BEI BERG-<br />

SPORTLERN AN BEDEUTUNG GEWINNT, HAT ER<br />

WOHL EHER NICHT GEMEINT.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

Fotos: Michael Appel/Kinderhotel Appelhof, Scott<br />

120 <strong>SPORTaktiv</strong>


im Firn. Für mich sind das die schönsten<br />

Genusstouren“, erzählte uns der<br />

31-Jährige aus Werfenweng.<br />

Die Idee, das Mountainbike als alternative<br />

Zustiegshilfe zur Skitour einzusetzen,<br />

liegt grundsätzlich nicht fern, speziell<br />

im Frühling, wenn es unten schon<br />

grün und trocken, aber weiter oben auf<br />

den Bergen noch weiß ist. Da sind längere<br />

Anmärsche vom Parkplatz zum<br />

Schnee – und vor allem auch lästige<br />

Rückmärsche nach der Abfahrt bis zum<br />

Auto keine Seltenheit. Top, wenn man<br />

da mit dem Bike statt zu Fuß Meter machen<br />

kann.<br />

Leider gibt es dabei das österreichspezifische<br />

Problem, dass Mountainbiken<br />

nur auf ausgewiesenen Strecken erlaubt<br />

ist. Kombinierte Bike- und Skiabenteuer<br />

sind deshalb in einigen Nachbarländern,<br />

wie Südtirol oder Bayern<br />

grundsätzlich leichter zu bewerkstelligen.<br />

Bleibt bei uns immerhin das Bike<br />

als Autoersatz für die Anfahrt zur Tour,<br />

so wie es auch Jakob Herrmann nutzt.<br />

Schließlich sind die Straßen schon trocken<br />

und das Einsparen von Co₂-Emissionen<br />

ist bei Menschen mit einem gewissen<br />

Sensorium für die Umwelt derzeit<br />

kein unwichtiges Thema.<br />

Scotts Adventure-E-Bike<br />

Jetzt kommt zusätzliche Bewegung in die<br />

Sache: Denn E-Bike- und Skitouren sind<br />

auch für weniger konditionsstarke Freizeitsportler<br />

interessant. Das schwere Skitourengepäck<br />

lässt sich dank Unterstützung<br />

durch den E-Motor bergauf um einiges<br />

leichter transportieren als mit einem<br />

„Muskelbike“.<br />

Scott hat auf der „ISPO“-Sportmesse<br />

in München Anfang Februar jedenfalls<br />

sein „SK-eRide“ (rechtes oberes Bild)<br />

vorgestellt: Ein E-Mountainbike im<br />

Abenteurer-Look mit interessant gelöster<br />

Ski- und Skischuhhalterung. Laut dem<br />

Hersteller ist die Skitourenausrüstung in<br />

nur einer Minute am Rad fixiert.<br />

Scott-Produkt-Designer Christian Holweck<br />

erklärt die Idee zum SK-eRide: „Es<br />

ist atemberaubend, eine Skitour direkt<br />

von der eigenen Haustür starten zu können.<br />

Den Aufstieg mit dem Bike zu<br />

meistern statt mit dem Auto, verlängert<br />

das Abenteuer und ist die umweltfreundlichere<br />

Alternative.“<br />

Ob es dieses Adventure-Bike auch zu<br />

kaufen geben wird, steht zwar noch<br />

nicht fest. Allein die Kombination auf<br />

die Räder zu stellen, lag aber nahe, weil<br />

Scott bekanntlich nicht nur (E-)Bikes,<br />

sondern auch Tourenski fertigt und es<br />

ein Scott-Skibergsteiger-Team gibt: Die<br />

Profi-Athleten werden mit dem SK-eRide<br />

jedenfalls noch einiges anstellen, kündigt<br />

Scott an – man darf gespannt sein.<br />

Und wie fühlt sich das jetzt an?<br />

Wie sich kombinierte E-Bike- und Skitouren<br />

anfühlen, wollten wir natürlich<br />

auch wissen – das haben für uns die<br />

Steirer Tom Kalcher und Manuel Gruber<br />

ausprobiert. Der Mürztaler Kalcher<br />

ist Dynastar-Freerider und weil Bikehersteller<br />

Felt zum selben Konzern wie Dynastar<br />

(nämlich Rossignol) gehört, hat er<br />

auch ein E-MTB in der Garage stehen.<br />

Gruber aus Bruck an der Mur war bis<br />

vor Kurzem Mountainbike-Downhiller<br />

der heimischen Spitzenklasse, und er ist<br />

mit Kalcher gemeinsam regelmäßig österreich-<br />

und weltweit auf Freeridebret-<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

121


tern unterwegs. Dem Urteilsvermögen<br />

der beiden kann man also schon trauen.<br />

Anfang März sattelten beide um 6<br />

Uhr die Bikes und starteten von Kalchers<br />

Haustür in Mürzsteg weg aufs<br />

Niederalpl, was rund 500 Höhenmeter<br />

auf der schmalen Bergstraße bedeutete.<br />

„Im Dunkeln zu starten und in den<br />

Sonnenaufgang zu radeln, ist sicher zu<br />

empfehlen. Keine Autos auf der Straße,<br />

das ist ein geiles Erlebnis“, sagt Kalcher.<br />

Im <strong>April</strong> und Mai ist also eher noch früheres<br />

Aufstehen gefragt – doch das ist<br />

bei Frühlingsskitouren ja generell so:<br />

Früh aufbrechen, um den Zeitpunkt des<br />

Auffirnens für die Abfahrt zu erwischen,<br />

ist die Devise. Ist man zu spät dran, werden<br />

die Verhältnisse instabil. Ski- und<br />

Skischuhe hatten Kalcher und Gruber<br />

am Rucksack. „Mit Flat-Pedalen könnte<br />

man aber auch mit den Tourenskischuhen<br />

problemlos fahren“, sagt Manuel<br />

Gruber.<br />

Die Unterstützungsstufe eine Stufe<br />

höher als gewohnt zu schalten, empfehlen<br />

beide auch, weil man das zusätzliche<br />

Gewicht des Gepäcks bergauf doch<br />

deutlich spüre. „Mit dem normalen<br />

Mountainbike weiß ich nicht, ob ich<br />

mir das antue“, lacht Kalcher. Heißt<br />

auch: Schon in der Tourenplanung auf<br />

den Ladezustand des Akkus achten.<br />

Am Parkplatz des Skigebiets Niederalpl<br />

stiegen die beiden dann auf die Ski<br />

um – „weil Tourengeher in manchen<br />

Skigebieten als Gratisparker nicht gern<br />

TOM KALCHER<br />

aus Mürzsteg (St) ist Gesellschafter<br />

der Skischule „Snowsports121“<br />

am Niederalpl (St) und<br />

Dynastar-Freerideprofi.<br />

www.skischule-niederalpl.at<br />

www.instagram.com/<br />

tom_kalcher<br />

MANUEL GRUBER<br />

aus Bruck/Mur (St) war Profi<br />

als MTB-Downhiller und ist<br />

jetzt Skilehrer und Bikeguide.<br />

www.instagram.com/<br />

Manigruber<br />

E-Bike-Leihmöglichkeit in der<br />

Region: www.appelhof.at<br />

gesehen sind, vielleicht gar keine<br />

schlechte Lösung“, meint Kalcher. Aufstieg<br />

auf die Wetterin – eine leichte Einsteigerskitour<br />

übrigens, ein paar Gipfelfotos<br />

und Abfahrt mit den Skiern. Und<br />

als Abschluss mit Ski und Bike die Kehren<br />

der Bergstraße runterbrettern: „Etwas<br />

Zurückhaltung aufgrund der Hebel<br />

durch die Ski am Rucksack“, empfiehlt<br />

Manuel Gruber, der Mountain bike-<br />

Downhiller, dabei.<br />

Zurück zu den Wurzeln<br />

„Ein starkes Erlebnis“, so das Resümee<br />

der beiden – die auch bedauern, dass Biken<br />

bei uns nicht überall erlaubt ist.<br />

„Sonst könnte ich mir das bestimmt öfter<br />

vorstellen“, sagt Tom Kalcher. Der<br />

sich auch an die Bergpioniere bis in die<br />

50er-Jahre hinein erinnert fühlt, die mit<br />

Rad und Ausrüstung im Anhänger im<br />

ganzen Alpenraum unterwegs waren.<br />

Die Motorisierung der Gesellschaft hat<br />

dieser Art der Anreise zu Bergabenteuern<br />

ein Ende gesetzt. Vielleicht erleben<br />

wir mit einer anderen Motorisierung, jener<br />

der Fahrräder, gerade den Start des<br />

umgekehrten Trends.<br />

122 <strong>SPORTaktiv</strong>


HOCHGEFÜHL<br />

IN TUX-FINKENBERG<br />

Am Eingang des Tuxertals liegt das Dorf Finkenberg,<br />

das Ende des Tals markiert das Eis des Hintertuxer<br />

Gletschers. Dazwischen liegen malerische Ortschaften<br />

und eine großartige Bergwelt, die mit einer Vielzahl an<br />

sportlichen Möglichkeiten beeindrucken.<br />

Fotos: TVB Tux-Finkenberg<br />

INFOS & BUCHUNGEN<br />

TVB TUX-FINKENBERG<br />

T. 0 52 87/85 06<br />

info@tux.at<br />

www.tux.at<br />

ANGEBOT<br />

SOMMER BERGERLEBNIS<br />

(Angebot gültig zwischen<br />

15.6. und 6.10.<strong>2019</strong>)<br />

7 Nächte inkl.<br />

Tux-Finkenberg Shuttle<br />

Frühstückspension: ab € 189,–<br />

***Hotel mit HP: ab € 439,–<br />

****Hotel mit HP: ab € 509,–<br />

*****Hotel mit HP: ab € 1365,–<br />

Der Kontrast fällt auf: jener zwischen<br />

dem sonnigen Dorf Finkenberg am<br />

Taleingang und dem türkisblauen Eis des<br />

Gletschers am „oberen“ Talende. Dazwischen<br />

erstreckt sich das Tuxertal mit idyllischen<br />

Bergdörfern wie Tux-Lanersbach,<br />

Juns, Madseit und Hintertux. 350 Kilometer<br />

markierte Wanderwege und 120<br />

Kilometer Mountainbikerouten starten im<br />

Tal, sanfte Touren zu gemütlichen Hütten<br />

sind genauso möglich wie anspruchsvolle<br />

Gebirgsabenteuer und Gipfelsiege.<br />

Freunde unberührter Natur können den<br />

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen<br />

im Sommer täglich bei geführten Themenwanderungen<br />

entdecken. In dem Schutzgebiet<br />

lassen sich Augenblicke der Ruhe erleben,<br />

die nur von den Geräuschen der Natur<br />

untermalt sind – dem Plätschern einer<br />

Quelle, dem Säuseln des Windes oder dem<br />

Pfeifen eines Murmeltieres. Den Einstieg<br />

in die Natur erleichtern drei Sommerbergbahnen,<br />

das Wandertaxi und der kostenlose<br />

Wanderbus. Wer aber mehr Action braucht,<br />

kommt nicht zu kurz – beim Paragliding,<br />

Klettern oder mit dem E-Mountainbike.<br />

Unterwegs mit Kids<br />

Spaß und Abenteuer für Groß und Klein<br />

garantieren die TUX-Welten: Verschiedene<br />

Themenwege laden zum Schauen, Begreifen<br />

und Staunen ein und bringen den Gästen<br />

die Tier-, Pflanzen- oder Wasserwelt des<br />

Tales näher. Mit dem Gletscherflohpark auf<br />

3250 m liegt auch der wohl höchstgelegene<br />

Spielplatz Europas im Tuxertal.<br />

Am Hintertuxer Gletscher befindet sich<br />

auch Österreichs einziges Ganzjahres-Skigebiet.<br />

Abkühlung findet man aber nicht nur<br />

im ewigen Eis, sondern auch im Erlebnisfreibad<br />

Finkenberg – womit wir beim<br />

erwähnten spannenden Kontrast wären ...<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

123


BERGAUF<br />

ZUM<br />

KULTSTATUS<br />

Kitzbühel ist das Synonym<br />

für eine Leidenschaft, die<br />

zu einem unverkennbaren<br />

Lebensgefühl wird. Geprägt<br />

durch die Berge, die Begeisterung<br />

für den Sport und das<br />

Streben nach dem Außergewöhnlichen.<br />

Die sanfte und<br />

doch abwechslungsreiche<br />

Landschaft Kitzbühels lässt<br />

sich am besten mit dem<br />

Rad erobern – egal, ob mit<br />

Rennrad, Mountainbike oder<br />

E-Bike. Zur Stärkung warten<br />

kulinarische Köstlichkeiten.<br />

Besonders stolz ist die Gamsstadt<br />

darauf, dass 2018 die<br />

Horn-Etappe als einer der<br />

zehn Great Rides in Tirol ausgezeichnet<br />

wurde. Die Panoramastraße<br />

auf das Kitzbüheler<br />

Horn ist der steilste Radberg<br />

Österreichs und gilt als Klassiker<br />

der Radsportszene.<br />

Übersicht aller Radtouren<br />

und GPS-Daten zum<br />

Download unter:<br />

maps.kitzbuehel.com<br />

Foto: medialounge<br />

136 <strong>SPORTaktiv</strong>


<strong>SPORTaktiv</strong> 137


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

OUTDOOR<br />

DIE KAMERA IMMER ZUR HAND<br />

Ein Fotoapparat-immer-zur-Hand-Rucksack – die Hoffnung jedes<br />

am Berg professioneller Fotografierenden! Sobald die Kamera<br />

nicht in die Hosen- oder Jackentasche bzw. ein Zipp-Tascherl<br />

am Rucksackgurt passt, wird jedes Fotografieren zur<br />

mühsamen Aus- und Einpack-Übung. Denn wer ambitionierter<br />

unterwegs ist, will die Kamera ungern um den Hals baumeln<br />

haben. Zwar gibt es Fototaschen in Rucksackform schon lang.<br />

Sie sind für alpine Einsätze allerdings eher ungeeignet. DIE Lösung<br />

ist ein alpinistisch bestens einsetzbarer Rucksack inklusive<br />

integrierter Fototasche. Damit nicht genug, die Foto-Hüfttasche<br />

findet im Rucksack Platz, kann aber jederzeit mit einer<br />

Hand von hinten nach vorne gezogen werden. 180°-Rotationssystem<br />

heißt diese ebenso einfache wie praktisch-kluge Lösung.<br />

Es gibt sie integriert in vier größen- und ausstattungsmäßig<br />

unterschiedlichen Modellen. Ausprobiert bei Tagestouren<br />

inklusive einfacherer Kletterpassagen, hat sich der „Horizon<br />

34L, rotation 180°“ um € 289,99 von MindShiftGear, sehr bewährt.<br />

Der 1,8 kg schwere Rucksack sitzt bequem am Rücken.<br />

Er ist mit relativ kleinem Hauptfach, Seiten-(Trinkblasen-)Fach,<br />

Deckelfach, Kompressionsschlaufen u.v.m. für Alpinabenteuer<br />

bestens ausgestattet. In der immer greifbaren, jederzeit mit einem<br />

Dreh verstaubaren Foto-Hüfttasche lassen sich Kamera,<br />

Objektive u.v.m. gut gepolstert sicher verstauen.<br />

DREI INNOVATIONEN FÜR<br />

BERGSPORTLER, DIE SICH MIT<br />

NORMALEM NICHT ZUFRIEDEN-<br />

GEBEN, HABEN WIR DIESMAL<br />

UNTER DIE LUPE GENOMMEN.<br />

VON OLIVER PICHLER<br />

Foto: Oliver Pichler, Hoka One One<br />

126<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>


KEIN VERKRANGELN MEHR<br />

TRAIL-, WANDER-, KLETTER-UNIKUM<br />

Ein Schuh als eierlegende Wollmilchsau? Laufen, Trailrunning,<br />

Speed-Hiking, Klettersteig und Bergtouren mit einem einzigen<br />

Schuh? Gutgemeinter Versuch. Oder praktisch-innovative Lösung?<br />

Kann ein Schuh fürs schnelle, Hinaufsteigen in alpine<br />

Welten, Laufen im Gelände und auf Fels sowie zum Klettern<br />

einsetzbar sein? Und bietet er den für den Abstieg notwendigen<br />

Halt? „Yes, we can“, sagen die Trailrunning-Spezialisten<br />

der Laufschuhmarke HOKAoneone.<br />

Das Ergebnis nennt sich Sky Arkali, kostet € 200,– und wird als<br />

Damen- & Herrenmodell angeboten. Seine zusätzliche Fersenfixierung<br />

mittels Klettverschluss knapp unter Knöchelhöhe<br />

funktioniert wirklich gut. Der Fersenhalt ist dadurch top. Weil<br />

die Schnürung nicht ganz nach oben reicht, sondern ein zweiter<br />

Klettverschluss Stabilität am Schuhabschluss gibt, werden<br />

durch zu festes Schnüren verursachte Druckstellen auf den<br />

Knöcheln minimiert. Der leichte Schuh (gut 400 Gramm) fühlt<br />

sich am Fuß angenehm an. Fürs schnell-spritzige Speed-Hiking<br />

mit Stöcken inklusive Laufpassagen ist er ideal. Insgesamt<br />

läuft man mit ihm gut. Am Fels hält er, ohne jedes Rutschen solide.<br />

Im Klettersteig leistet der Sky Arkali ähnlich gute Dienste<br />

wie übliche Zustiegsschuhe. Und fürs Queren von Altschneefeldern<br />

sind Spikes, wie bei jedem anderen Schuh auch, der<br />

Sicherheit wegen unabdingbar. Kurz – yes, they can.<br />

Sch... – gerade jetzt, wo es wirklich schwierig ist. Jetzt, wo jedes<br />

Umhängen der Karabiner kraftraubende Anstrengung bedeutet,<br />

sind die Arme des Klettersteigsets wieder einmal hoffnungslos<br />

verkrangelt! Wer das nicht erleben will, kann auf<br />

mitdrehende bzw. sich selbst ausdrehende Modelle zurückgreifen.<br />

Allein die zwei Arme des Klettersteigsets mit je einem<br />

Drehelement auszustatten, ist nur eine halbe Lösung. Damit<br />

das lästige Verkrangeln sicher verhindert wird, braucht es eine<br />

Lösung, die zweifaches Ausdrehen ermöglicht. Konkret einmal<br />

je Arm und einmal zentral im Bereich der Verbindung zwischen<br />

dem Bandfalldämpfer und den beiden Armen. Das Klettersteigset<br />

Kinetic Gyro Rewind Pro € 139,90 des italienischen<br />

Herstellers CAMP setzt als Anti-Verkrangel-Lösung ein patentiertes<br />

Dreifachgelenk ein. Wie gut es funktioniert, zeigt sich<br />

auf Steigen mit vielen Zwischensicherungen, wo Verkrangeln<br />

immer wieder passiert. Dass die Karabiner gut in der Hand liegen<br />

und dank großer Schnappöffnungen leicht zu handhaben<br />

sind, versteht sich von selbst. Noch ein „Problem“ löst Camp<br />

geschickt: Die Fixierung des Klettersteigsets am Klettergurt<br />

mittels Ankerstich ist bei den <strong>2019</strong>er-Modellen dank einer neuen<br />

Zwirnschlaufe komfortabler möglich.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

127


Sei auch du dabei!<br />

Infos und Kontakt:<br />

Achensee Tourismus<br />

Achenseestr. 63<br />

6212 Maurach am Achensee<br />

T. +43/5 95 300-0<br />

info@achensee.com<br />

www.achensee.com<br />

EINSTIEG IN DEN<br />

KLETTER-GENUSS<br />

DIE PERFEKTE MÖGLICHKEIT<br />

SICH ALS KLETTEREINSTEIGER<br />

PROFITIPPS ZU HOLEN BIETET<br />

SICH BEIM ACHENSEE KLET-<br />

TERCAMP VON 30. MAI BIS<br />

2. JUNI ODER BEI EINEM DER<br />

ZWEI KLETTERSTEIGCAMPS.<br />

E<br />

rfahrene Berg- und Skiführer zeigen<br />

Anfängern und Fortgeschrittenen in<br />

einem 4-tägigen Camp, worauf es im<br />

Klettersport ankommt, geben Tipps<br />

zur Ausrüstung und informieren über<br />

Knotenkunde, Sicherungs- und Klettertechnik.<br />

Fortgeschrittene erhalten eine<br />

Einschulung ins Mehrseillängenklettern<br />

und wie der Standbau optimiert werden<br />

kann. Bei Kletterrouten im Rofangebirge<br />

wird die Theorie dann in die Praxis<br />

umgesetzt.<br />

Langsame Annäherung<br />

Wer sich dem Klettern lieber langsam<br />

annähert, der versucht sich erst einmal<br />

am Klettersteig und nimmt am ebenfalls<br />

4-tägigen Klettersteigcamp am Achensee<br />

teil. Zwei Termine stehen dafür zur<br />

Auswahl: entweder von 13. bis 16. Juni<br />

oder von 24. bis 27. Juni. Unter der<br />

Anleitung von erfahrenen Bergführern<br />

gelingt der Einstieg in diese Sportart<br />

perfekt. Die Region um den Achensee<br />

hat insgesamt acht Klettersteige im<br />

Rofan- und Karwendelgebirge zu bieten.<br />

Als Highlight gilt der Achensee- 5-<br />

Gipfel-Klettersteig, mit zwei Kilometern<br />

einer der längsten Österreichs.<br />

Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils<br />

€ 499,– inklusive Übernachtung mit<br />

Halbpension im Hotel St. Georg zum<br />

See (Klettersteigcamp) bzw. im Moser’s<br />

Hotel in Maurauch (Klettercamp). Enthalten<br />

sind: Testmaterial von Ortovox,<br />

Austrialpin und Scarpa, 2 Berg- und<br />

Talfahrten mit der Rofanseilbahn.<br />

Goodie Bag und Teilnehmerfotos.<br />

Fotos: TVB Achensee, sportalpen.com<br />

128 <strong>SPORTaktiv</strong>


Photos: William Woodward<br />

100% recycelt.<br />

0% Kompromiss.<br />

20 Jahre voller wochenlanger Camping-Trips, tagesfüllender<br />

Klettertouren und monatelanger Treks bei strömendem Regen und<br />

heftigen Schauern haben PreCip zu unserem absoluten Bestseller<br />

in der Kategorie Regenbekleidung gemacht. Aber Erfolg kann nur<br />

ein Ansporn für stetige Verbesserung sein. Mach Dich bereit –<br />

und starte in den Regen!<br />

precip ®<br />

eco<br />

Men’s & Wm’s Precip Eco Jacket<br />

PFC<br />

FREE<br />

DWR<br />

100%<br />

PFC-freie DWR<br />

recycled<br />

fabric<br />

100%<br />

recyceltes Nylon<br />

Wasserdicht<br />

10.000 mm<br />

Atmungsaktiv<br />

10.000 MVTR


CHECKLISTE FÜR<br />

DEN SAISONSTART<br />

DER SCHNEE SCHMILZT, DIE TEMPERATUREN STEIGEN UND<br />

MIT IHNEN DIE LUST AUF EINEN AUSFLUG IN DIE BERGE. BEVOR<br />

ES ABER WIEDER IN DIE FREIE NATUR GEHT, SOLLTEST DU NICHT<br />

NUR FIT FÜR DIE BERGE SEIN – AUCH DEINE AUSRÜSTUNG<br />

SOLLTE KEINE ERMÜDUNGSERSCHEINUNGEN ZEIGEN. DESHALB<br />

BIETEN WIR DIR HIER EINEN KLEINEN CHECK, WAS DU<br />

ÜBERPRÜFEN UND WORAUF DU DABEI ACHTEN SOLLTEST.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

DER RUCKSACK<br />

Käsebrot, Thermoskanne, Verbandszeug, Regenjacke<br />

– ohne Rucksack geht es auf Wanderungen nicht.<br />

Wie bei den Jacken sollte man ihn auf Schürfstellen<br />

überprüfen. Eine Regenhülle, die zu früh wieder verstaut<br />

wurde oder eine undichte Trinkflasche können<br />

unter Umständen Schimmel verursacht haben. Dazu<br />

schauen, ob alle Schnallen richtig schließen und<br />

Gurte nach Salzrändern überprüfen. Pflegetipp:<br />

Nach jeder Tour den Rucksack entleeren und Flecken<br />

mit warmer Seifenlauge und Bürste entfernen.<br />

Foto: Wolfgang Lienbacher<br />

130 <strong>SPORTaktiv</strong>


DIE OUTDOOR­<br />

JACKE<br />

Die modernen Jacken sind wahre Gewichtsund<br />

Packmaßwunder geworden. Gleich geblieben<br />

sind die Problemstellen, die es zu überprüfen<br />

gilt. Vor allem im Schulterbereich, wo die<br />

Rucksackgurte aufliegen, kann es Abreibungen<br />

geben, etwaige Löcher kann man vom Materialexperten<br />

ausbessern lassen. Bei Membranjacken<br />

empfiehlt sich der Wassertest: Perlt es<br />

nicht ab, sollte die Jacke gewaschen werden –<br />

entweder gleich mit einem Einwasch-Imprägniermittel<br />

oder nach der Wäsche mittels Spray<br />

imprägniert werden. Ebenfalls checken: ob die<br />

Reißverschlüsse noch gut funktionieren.<br />

DER BERGSCHUH<br />

Das wichtigste Element deiner Ausrüstung solltest du<br />

unbedingt einem gründlichen Check unterziehen und<br />

schauen, ob das Profil der Sohle abgenützt ist und ob<br />

sich der Gummirand löst, der Schutz vor Geröll bietet.<br />

Beides kann im Bedarfsfall entweder vom Hersteller oder<br />

von einem Schuster getauscht werden. Leichter zu tauschen<br />

ist eine abgenützte Einlage oder durchgewetzte<br />

Schuhbänder. Nach sieben, acht Jahren im Einsatz verflüchtigen<br />

sich die Weichmacher in der Sohle, die dann<br />

spröde wird. Ist das der Fall, sollten die Treter ausgetauscht<br />

werden.<br />

DIE TELESKOP­<br />

STÖCKE<br />

Wanderstöcke sind vor allem bergab eine große<br />

Hilfe, da sie die Kniegelenke entlasten. Gelagert<br />

sollten sie immer trocken werden, da<br />

Griffe mit Schaummaterial sonst schimmeln<br />

könnten. Zu Saisonstart sollten sie komplett<br />

ausgezogen, auf der ganzen Länge gereinigt<br />

und getrocknet werden. Dabei auch die Funktion<br />

der Klemmelemente oder anderer Verschlussmechanismen<br />

überprüfen. Sind Handschlaufen<br />

stark abgenutzt, kann das zu Blasen<br />

führen. Auch wichtig: Sind die Spitzen und<br />

Teller noch in Ordnung? Bei hochwertigen<br />

Modellen kann man die Verschleißteile recht<br />

einfach auswechseln.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

131


OUTSIDE<br />

ZIVILCOURAGE<br />

HERBERT<br />

RANGGETINER<br />

... ist Profikletterer<br />

und einer der<br />

besten Extrem kletterer<br />

Europas – und ein<br />

„Querdenker“ der<br />

Outdoorsport szene.<br />

In seiner „Outside“-<br />

Kolumne lässt er die<br />

SPORT aktiv-Leser<br />

an seinen Gedanken<br />

teilhaben.<br />

Das Leben plätschert so dahin, diese Leichtigkeit<br />

des Seins, alles im Lot und unter<br />

Kontrolle, ein Traum! Und dann plötzlich,<br />

chrash – bumm – bäng, ein Verkehrsunfall, ein<br />

Kletterer verletzt sich oder ein Wanderer fällt<br />

um und rührt sich nicht mehr! Ruhig bleiben,<br />

durchatmen und versuchen die Lage einzuschätzen.<br />

Reichen meine Fähigkeiten und mein<br />

Verbandspäckchen aus, um die Situation in den<br />

Griff zu bekommen und dem zu helfen? Bei<br />

einem Verkehrsunfall: Warnweste, Unfallstelle absperren,<br />

die Rettung alarmieren, dann helfen und<br />

das Beste geben! Es gibt nur eine falsche Option:<br />

nichts tun! Natürlich ist man überfordert und<br />

nicht darauf vorbereitet, aber manchmal überrennt<br />

dich die Realität einfach ohne vorher zu<br />

fragen. Die Bilder der Verletzten oder auch Toten<br />

werden dich für immer begleiten, werden Teil<br />

deines Lebens, lassen dich Dinge anders sehen.<br />

Ich war einmal Ersthelfer bei einem schweren<br />

Unfall. Das Leid und die Frage nach dem Warum<br />

lassen dich ein anderer Mensch werden. Fehlende<br />

Hilfsbereitschaft und das Filmen von Unfallstellen<br />

sind für mich so armselig und unverständlich<br />

wie ein Präsident mit Seitenscheitel, der behauptet,<br />

es gibt keinen Klimawandel!<br />

Verletzungen im Sport sind oft vermeidbar,<br />

aber wenn jemandem die Frisur wichtiger ist als<br />

der Inhalt seiner Birne, ja dann lass doch den<br />

Helm im Klettersteig, beim Biken oder Skifahren<br />

einfach weg. Draußen in den Bergen haben<br />

kleine Verletzungen oft große Auswirkungen und<br />

enden schnell mit einem Flug im Rettungsheli.<br />

Es geht mir nicht darum, Angst zu verbreiten,<br />

hinter jedem Stein die Gefahr zu sehen. Nein,<br />

seid einfach bereit und vorsichtig, plant gut und<br />

helft, wo Hilfe gebraucht wird. Den Mut, den jemand<br />

beweist, indem er hilft, ohne irgendwelche<br />

Folgen zu fürchten, nennt man Zivilcourage!<br />

Foto: Ranggetiner


Mit der Norit-Short<br />

werden schweißtreibende<br />

Touren<br />

ebenso zum Vergnügen<br />

wie romantische<br />

Bootsausflüge.<br />

www.maier-sports.com<br />

AKTIV DURCH DEN SOMMER<br />

Größen- und Passform-Spezialist Maier Sports<br />

hat die vielfach ausgezeichnete Outdoor-Hose<br />

Norit weiterentwickelt.<br />

ANZEIGE/Fotos: Maier Sports<br />

Angenehm leicht und luftig, dabei robust.<br />

Speziell für wärmere Bedingungen hat<br />

Maier Sports seine Outdoor-Hose Norit 2.0<br />

gemacht. Die Weiterentwicklung des erfolgreichen<br />

Vorgängermodells wird jeweils als Damen-<br />

und Herrenversion angeboten. Übrigens<br />

in 61 verschiedenen Größen.<br />

Das Double-Weave-Material trägt sich sehr<br />

angenehm auf der Haut. Während die Außenseite<br />

robust und abriebfest ist, zeigt sich der<br />

überraschend leichte Stoff innen soft und fein<br />

strukturiert. Dadurch gelingt es, dass die Hose<br />

auch in schweißtreibenden Passagen nicht<br />

auf der Haut klebt. Der tolle Tragekomfort<br />

ist schon beim ersten Reinschlüpfen spürbar.<br />

Dafür mitverantwortlich ist das bi-elastische<br />

Material, das volle Bewegungsfreiheit garantiert,<br />

sodass auch große Schritte kein Problem<br />

sind. Dank „dryprotec“ wird überschüssige<br />

Feuchtigkeit schnell nach außen transportiert,<br />

auch trocknet die pflegeleichte Hose rasch. die<br />

Imprägnierung ist – im Trend der Zeit – natürlich<br />

PFC-frei<br />

Outdoor-Fans können sich darüber hinaus<br />

über eine neue, perfekt anliegende Bundlösung<br />

mit elastischem Gurtband und Gürtelschlaufen<br />

freuen. So sitzt die Norit 2.0 perfekt und kann<br />

problemlos ohne Gürtel getragen werden.<br />

Die sommerliche Wander- und Berg sport-<br />

Hose für wärmere Tage bietet Maier Sports<br />

nicht nur als klassische lange Hose an. Vielmehr<br />

haben Naturfans zusätzlich die Möglichkeit,<br />

die Norit Zip 2.0 als Zipp-off-Hose, Short<br />

bzw. Skirt zu wählen.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

133


EINTAUCHEN IN<br />

DIE BLAUE LAGUNE<br />

Porec und Umag an der Plava Laguna sind die besten<br />

Reiseziele für einen aktiven Urlaub an der<br />

„blauen Lagune“ Kroatiens. Resorts, Hotels und<br />

Appartements machen den Urlaub in den populären<br />

Sportdestinationen perfekt.<br />

Buchen Sie Ihren<br />

nächsten Urlaub in der<br />

„Plava Laguna“<br />

T. +385/700 700<br />

booking@plavalaguna.com<br />

Wer einen sportlichen, aktiven Urlaub<br />

in Istrien oder Kroatien verbringen<br />

will, kommt an Porec und Umag nicht vorbei.<br />

Taucht also ein in die „Plava Laguna“,<br />

die „Blaue Lagune“ Kroatiens.<br />

Gegründet von den Römern und geliebt<br />

von den Venezianern – Porec ist quasi eine<br />

historische Schatzkiste und archäölogische<br />

Fundgrube, gepaart mit modernen<br />

5-Sterne- Resorts und Hotels. In den Resorts<br />

und Hotels von Plava Laguna könnt<br />

ihr mit Wasseraerobic, Pilates und anderen<br />

angeleiteten Sportprogrammen in Form<br />

bleiben. Dass man hier Fußball, Tennis, Segeln,<br />

Tauchen, Radfahren oder Beachvolleyball<br />

betreiben kann, versteht sich von selbst.<br />

Europäische Stadt des Sports<br />

Umag, die erste Stadt beim Eintritt nach<br />

Istrien aus dem Norden, begeistert durch<br />

Charme, Angebotsvielseitigkeit und -reich-<br />

tum. Dass sie mit dem Titel „Europäische<br />

Stadt des Sports“ ausgezeichnet wurde, zeigt,<br />

wie tief der Sport hier in der Tradition verwurzelt<br />

ist, und er wird auch zu einem immer<br />

wichtigeren Faktor in der Stadt. Die meisten<br />

Leute verbinden mit Umag das „Plava Laguna<br />

ATP Croatia Open“-Tennisturnier, das bereits<br />

seit mehr als 30 Jahren stattfindet.<br />

Nicht nur die Profis treiben hier aber<br />

Sport – die Einwohner Umags lieben den<br />

aktiven Lebensstil und betreiben auch<br />

selbst gerne Sport. Daher gibt es für viele<br />

Sportarten auch die perfekte Infrastruktur.<br />

Von Fußball, Handball über Hallen- und<br />

Wassersportarten bis hin zu Laufen und<br />

Radfahren.<br />

Und die erstklassigen Unterkünfte von<br />

Plava Laguna haben lange Erfahrung und<br />

eine große Tradition in der Beherbergung<br />

von Nationalteams und Sportmannschaften.<br />

Und das alles in attraktiver Lage.<br />

Fotos: Sasa Halambek Photography, Neven Jurjak<br />

134 <strong>SPORTaktiv</strong>


DICHT UND ATMUNGSAKTIV<br />

Die PreCip Eco Jacket von<br />

MARMOT verkörpert die neue<br />

Generation umweltfreundlicher<br />

und leistungsfähiger<br />

Regenbekleidung. Sie ist<br />

aus recyceltem Nylon, die<br />

DWR ist zu 100 % PFC-frei,<br />

wasserdicht, atmungsaktiv<br />

und sehr langlebig.<br />

www.marmot.de<br />

OUT<br />

DOOR<br />

NEWS<br />

VOLLE FREIHEIT<br />

Leichtes Gewebe an der<br />

Taille, im Schritt und an der<br />

Oberschenkel-Rückseite:<br />

Damit bietet die Abisko Trail<br />

Tights W optimale Belüftung<br />

und volle Bewegungsfreiheit<br />

beim Trekking. Für leichte<br />

Kletterpartien ist sie<br />

obendrein noch abriebfest.<br />

www.fjallraven.de<br />

PRÄZISER ZUSTIEG UND<br />

MAXIMALER KOMFORT<br />

Der Wildfire Edge von SALEWA lässt sich dank<br />

Switch-Fit-System an das alpine Terrain anpassen.<br />

Der kompromisslose Zustiegsschuh garantiert<br />

hohe Präzision während technischer Zustiege und<br />

bietet Komfort, wenn es darauf ankommt.<br />

www.salewa.com<br />

Fotos: Hersteller<br />

ZWEI SCHLAFSÄCKE<br />

IN EINEM<br />

Das TSS-Schlafsacksystem von CARINTHIA ist<br />

besonders ausgeklügelt und besteht aus einem<br />

inneren und einem äußeren Schlafsack. Beide<br />

können einzeln oder zusammen verwendet<br />

werden. Dadurch hast du einen Sommer- und<br />

einen Drei-Jahreszeiten-Schlafsack in einem und<br />

bleibst warm bis minus 15 Grad Celsius.<br />

www.carinthia.eu<br />

EINER FÜR ALLES<br />

Der CRIMP-Alu-Faltstock<br />

mit Moosgummigriffen ist<br />

fürs Wandern, Skifahren, für<br />

Skitouren und Alpintouren<br />

geeignet. Durch das sehr<br />

kurze Packmaß von nur 35 cm<br />

passt er auch zur Gänze<br />

in kleine Rucksäcke.<br />

www.stubai-sports.com<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

135


WALDERLEBNIS<br />

FÜR GROSS UND KLEIN<br />

Den Wald erleben, die Natur<br />

verstehen, gemeinsam eine<br />

tolle Zeit verbringen: Das bieten<br />

die Waldexpeditionen in<br />

Mönichkirchen am Wechsel.<br />

In Mönichkirchen am Wechsel (NÖ) werden<br />

große und kleine Abenteurer binnen zwei<br />

Tagen zu echten Waldexperten.<br />

INFORMATION<br />

UND BUCHUNG<br />

WIENER ALPEN IN<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

TOURISMUS GMBH<br />

Schlossstraße 1<br />

2801 Katzelsdorf<br />

info@wieneralpen.at<br />

www.wieneralpen.at/<br />

waldexpedition<br />

Wandern kann man auch im Osten des<br />

Landes vortrefflich. 120 Kilometer genussvolles<br />

Weitwandern verspricht der<br />

„alpannonia®“-Weg, ein Höhen- und Panoramatrail<br />

von den letzten Gipfeln der Alpen über die<br />

Bucklige Welt bis in die pannonische Ebene.<br />

Für Familien mit Kindern ist Mönichkirchen<br />

am Wechsel besonders interessant.<br />

Leuchtende Kinderaugen sind garantiert,<br />

wenn es zum waldpädagogischen Familienerlebnis<br />

geht, bei dem kleine und große Abenteurer<br />

zu Naturexperten werden.<br />

Bei der „Waldexpedition für Wirbelwinde“<br />

steht – nach einem entspannten Anreisetag –<br />

eine spielerische Waldexpedition mit dem Naturführer<br />

auf dem Programm. Dabei werden<br />

Wasseradern aufgespürt, die Bewohner des<br />

Waldes beobachtet und es wird ein Waldbild<br />

gebastelt. Am Nachmittag geht es auf den<br />

Schaukelweg, Waldrätsel und Überraschung inklusive.<br />

Am Schlusstag steht noch ein Besuch<br />

im Kletterpark (unter fachkundiger Führung)<br />

auf dem Programm und am Nachmittag können<br />

kinderfreundliche Ausflugsziele im Wechselland<br />

besonders günstig besucht werden.<br />

Inkludiert sind im Paket zwei Nächte mit-<br />

Frühstück im gewählten Hotel, gemeinsames<br />

Kochen & Pizzaessen am Anreisetag, Waldexpedition,<br />

Kletterpark & Gutscheinheft.<br />

Termine: 12. bis 14. Juli (Fr.–So.), 19. bis 21.<br />

Juli (Fr.–So.), 12. bis 14. August (Mo.–Mi.)<br />

sowie 19. bis 21. August (Mo.–Mi.).<br />

Preise: ab € 81,– pro Erwachsenem<br />

Foto: Wiener Alpen/ Lierzer, Wiener Alpen/ Kremsl<br />

136 <strong>SPORTaktiv</strong>


Zeitung.<br />

ALLES ANDERE<br />

IST ZEITvERTREIB.<br />

Qualität, unabhängig von der Größe.<br />

Alle Infos unter kleinezeitung.at/meinabo<br />

Jetzt die<br />

Kleine Zeitung<br />

bis zu 4 Wochen<br />

kostenlos<br />

testen.


SPORTBUSINESS<br />

VIP-CORNER<br />

DOMINIC THIEM FÄHRT ELEKTRISCH<br />

Starkes Comeback von Dominic Thiem im März!<br />

Aber auch abseits des Tennisplatzes läuft es rund für<br />

den Niederösterreicher. Die Kooperation mit Mobilitätspartner<br />

Kia Austria wurde verlängert. Dominic<br />

Thiem fährt auch <strong>2019</strong> Kia. Kürzlich hat er sein neues<br />

Dienstauto, einen neuen Kia e-Niro übernommen.<br />

Die vollelektrische Variante des kompakten Crossovers<br />

bringt zukunftstaugliche Antriebstechnik auf<br />

die Straße und ermöglicht mit einer Reichweite von<br />

bis zu 455 km Mobilität ohne Kompromisse. „Als<br />

Sportler stehe ich in der Öffentlichkeit und habe auch<br />

eine gewisse Verantwortung und Vorbildfunktion“,<br />

begründet Thiem seine Autowahl.<br />

UNIQA BLEIBT AM BALL<br />

FC BAYERN GOES ISTRIEN<br />

Die kroatische Trendregion<br />

Istrien ist der neue Tourismuspartner<br />

des FC Bayern<br />

München in den nächsten<br />

drei Jahren. Istrien-GF Denis<br />

Ivosevic (l.) freut sich über<br />

viele gemeinsame Marketingaktivitäten<br />

wie z.B. eine<br />

Werbekampagne mit David<br />

Alaba und ein FC-Bayern-<br />

Legendenmatch in Istrien.<br />

138 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

NEUES PRÄSIDIUM<br />

Der Österreichische Radsportverband hat ein neues Führungsteam.<br />

„Mr. Radsportstimme“ Harald J. Mayer (2.v.l.) übernimmt<br />

als Präsident, ihm zur Seite stehen als Vizepräsidenten<br />

Jürgen Brettschneider, Paul Resch sowie der neugewonnene<br />

Radsportexperte Gerald Pototschnig.<br />

Die UNIQA und der<br />

ÖFB erweitern ihre<br />

Zusammenarbeit zusätzlich<br />

zum bisherigen<br />

ÖFB-Cup-Engagement.<br />

Ab sofort gilt die Partnerschaft<br />

auch fürs<br />

ÖFB-Nationalteam<br />

sowie die rot-weiß-roten<br />

Zukunftshoffnungen.<br />

Mag. Kurt Svoboda<br />

(Mitte), Vorstandsvorsitzender<br />

UNIQA<br />

Österreich, freut sich<br />

gemeinsam mit Peter<br />

Schöttel, Sportdirektor<br />

ÖFB, und Leo Windtner,<br />

ÖFB-Präsident.<br />

Fotos: KIA, ÖFB/Christian Hofer, Milivoj Mijošek/Glas Istre, Klaus Titzer


Topathlet<br />

Lukas Weißhaidinger<br />

beginnt im<br />

Mai die Saison der<br />

Diamond League.<br />

PROFür<br />

Fotos: GEPA Pictures, Linz Marathon/Klaus Mitterhauser, Marco Nader Facebook, KK<br />

LINZ-MARATHON<br />

Nur eine Woche nach dem Event in<br />

Wien pflügen die Spitzenläufer am<br />

14. <strong>April</strong> durch die oberösterreichische<br />

Hauptstadt.<br />

www.linzmarathon.at<br />

KAMPF UM WIEN<br />

Am 13. <strong>April</strong> boxen Marcos Nader<br />

(Bild) und Gogi Knezevic in der<br />

Erste Bank Arena um die Vorherrschaft<br />

in der Donau-Metropole.<br />

www.bounce.at<br />

EUROPA-FINALSPIELE<br />

In Baku (29. Mai, Europa League)<br />

und Madrid (1. Juni, Champions<br />

League) werden die Gewinner der<br />

Europacup-Saison gekürt.<br />

www.uefa.com


„ICH HAB<br />

FÜNFMAL<br />

DIE KARRIERE<br />

BEENDET“<br />

ÖSTERREICHS RADSPORT-DOYEN BERNHARD EISEL<br />

IM GROSSEN INTERVIEW: WELCHE ÄNGSTE ER 2018<br />

DURCHLITT, WARUM ER SEINE LAUFBAHN DOCH<br />

NICHT BEENDEN WOLLTE, OBWOHL ER KEIN RENNEN<br />

VERMISSEN WÜRDE. UND ER VERRÄT:<br />

„DOPING-BEICHTEN KÖNNEN MICH NICHT<br />

MEHR SCHOCKEN.“<br />

VON MARKUS GEISLER<br />

Fotos: GEPA Pictures (6), Markus Geisler<br />

140 <strong>SPORTaktiv</strong>


er Radsport ist auch nicht mehr das,<br />

was er mal war. Findet zumindest<br />

Bernhard Eisel (38), als er von der<br />

UAE-Tour aus den Vereinigten Arabischen<br />

Emiraten zurückkehrte. „Wir fuhren durch<br />

alle sieben Staaten, hatten mehr Transfers als<br />

Rennen, das ist schon sehr mühsam. Immerhin<br />

war das Wetter besser als daheim.“ Dabei ist die<br />

Stimmung des Dimension-Data-Fahrers eigentlich<br />

bestens, nachdem er einen „fantastischen<br />

Winter“ hatte, der ihm vor Augen führte, wie<br />

sehr er das Treten in die Pedale liebt. Und das<br />

nach einem Jahr, das ihn aufgrund eines subduralen<br />

Hämatoms an den Rand seiner Belastungsgrenzen<br />

und auch seiner Karriere führte, wie er<br />

im ausführlichen Interview verrät.<br />

Du hast, zusammen mit Paco Wrolich und anderen,<br />

vor Kurzem in Klagenfurt den RC KAC<br />

gegründet. Sollen die Eishackler jetzt mit dem<br />

Fahrrad zum Training kommen?<br />

(Lacht) Gute Idee, aber da muss ich einigen wohl<br />

erst das Radfahren beibringen. Nein, Spaß beiseite:<br />

Ich hatte während meiner schweren Verletzung<br />

vergangenes Jahr viel Zeit zum Nachdenken. Irgendwann<br />

kommt man in ein Alter, wo man dem<br />

Sport etwas zurückgeben möchte. Da kam ich auf<br />

die Idee: Radclub und KAC, da gibt es viele Synergien.<br />

Ich bin schon mit vielen Eishockeycracks<br />

gefahren, im Sommer können wir Trainingseinheiten<br />

für den Nachwuchs anbieten.<br />

Spielst du selber Eishockey?<br />

Na ja, wenn wir spielen, bin ich froh, dass ich<br />

den Stock zum Festhalten hab. Ich schaue aber<br />

gerne zu, hab Freunde beim KAC. Der Clou<br />

wird sein: Die Trikots der Radfahrer sind im Design<br />

der Kampfmannschaft, nur mit der Rückennummer<br />

19 für unser Gründungsjahr. Der KAC<br />

ist eine echte Marke in Österreich, das hilft uns<br />

natürlich.<br />

Wenn du an deine eigene Zeit als Nachwuchsfahrer<br />

denkst – wie ist deine Begeisterung für<br />

den Radsport entstanden?<br />

Mein neun Jahre älterer Bruder war Radfahrer,<br />

das hat mir vieles eröffnet. Und ich muss ehrlich<br />

sein: Bei den Ballsportarten hat mir das Talent<br />

gefehlt, das ist bis heute so. Beim Laufen hätte<br />

ich vielleicht noch eine kleine Chance gehabt.<br />

Hast du damals schon die Lust an der Qual entdeckt,<br />

die man im Radsport ja braucht wie in<br />

kaum einer anderen Sportart?<br />

Nein, das lernt man erst im Laufe der Zeit. Bei<br />

mir stand immer der Spaß im Vordergrund. Das<br />

soll auch beim RC KAC so sein. Wir wollen<br />

nicht aus Kindern Profis machen, sondern ihnen<br />

Werte mitgeben, Manieren. Wir freuen uns über<br />

gute Ergebnisse, machen aber keine Krisensitzung<br />

nach dem Rennen, wenn es nicht gut<br />

gelaufen ist.<br />

Du selbst hast augenscheinlich auch noch<br />

Spaß und deinen Vertrag bei Dimension Data<br />

um ein Jahr bis Ende <strong>2019</strong> verlängert. Was<br />

sprach nach deinem Sturz bei der Fernfahrt Tirreno-Adriatico<br />

vor einem Jahr und der daraus<br />

resultierenden schweren Kopfverletzung dafür?<br />

Die Verletzung hat mir gezeigt, wie viel Spaß<br />

Radfahren machen kann, wenn man nicht den<br />

Druck und Stress als Profi hat. Ich bin einfach<br />

raus und war froh, wieder im Sattel sitzen zu dürfen.<br />

Ein tolles Gefühl. Ich hab mich viel mit dem<br />

Aufhören beschäftigt, hab dann aber gesagt: Ich<br />

möchte selbst entscheiden, wann es vorbei ist,<br />

und nicht durch eine Verletzung oder Krankheit<br />

gezwungen werden. Deswegen bin ich zurückgekommen.<br />

Und: Ich habe im Winter perfekt trainiert,<br />

das Trainingsprogramm zu 100 Prozent<br />

umgesetzt, das hat riesigen Spaß gemacht.<br />

Seit 2016<br />

fährt<br />

Bernhard<br />

Eisel für das<br />

südafrikanische<br />

Team<br />

Dimension<br />

Data.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

141


Wie nah war das Karriereende<br />

wirklich?<br />

Dadurch, dass die Regeneration fast ein<br />

halbes Jahr gedauert hat, habe ich bestimmt<br />

fünfmal meine Karriere beendet.<br />

Mindestens.<br />

Gib mal Einblicke in deine Pround<br />

Contra-Liste.<br />

Pro war vor allem, dass ich selber über<br />

mein Karriereende entscheiden wollte.<br />

Ich habe gemerkt, dass ich den Sport<br />

nach wie vor mit Liebe und Ehrgeiz mache.<br />

Die letzten Jahre haben mir zudem<br />

gezeigt, dass es für mich sportlich eigentlich<br />

leicht geht, dass ich das, was<br />

von mir erwartet wird, Tag und Nacht<br />

abrufen kann.<br />

Aha.<br />

Im Alter ist es so: Was dir an jugendlicher<br />

Spritzigkeit fehlt, machst du mit<br />

Erfahrung gut. Zu jeder Kurve hinsprinten,<br />

das geht nicht mehr. Die Beine<br />

würden es zulassen, der Kopf nicht<br />

mehr. Der sagt: Lass gut sein, was wir<br />

vor der Kurve verlieren, machen wir dahinter<br />

wieder wett. Ich bremse lieber<br />

früher und schau mir das Spektakel aus<br />

der zweiten Reihe an.<br />

Du hast in einem Interview gesagt,<br />

dass du in der Phase des Nachdenkens<br />

durchaus depressive Gedanken<br />

hattest.<br />

So etwas ist schon gravierend. Aber<br />

nicht, weil man daran kiefelt, wie es weitergeht,<br />

da habe ich wenig Angst. Ich<br />

weiß jetzt auch genau, was ich nach der<br />

Karriere nicht machen will. Die Depression<br />

kam durch etwas anderes. Ich vergleiche<br />

es so: Wenn Leute Knieprobleme<br />

haben, dann hinken sie und jeder weiß,<br />

dass sie nicht voll leistungsfähig sind.<br />

Bei einem Hämatom im Kopf, das keiner<br />

sieht, glauben alle und auch du<br />

selbst, dass du wieder funktionieren<br />

musst. Aber das geht nicht. Das Gehirn<br />

ist durchgehend überbelastet, versucht<br />

sich selbst zu schützen. In so einer Phase<br />

kann einem schnell alles zu viel sein.<br />

Bei der Schwere deiner Verletzung<br />

hätte noch viel mehr passieren können.<br />

Ich sag mal so: Die Ärzte waren nach<br />

Ansicht der Bilder überrascht, dass ich<br />

noch sprechen, geschweige denn gehen<br />

konnte. Das Hämatom hat auf so viele<br />

Gehirnareale gedrückt, dass ich eigentlich<br />

Lähmungserscheinungen hätte haben<br />

müssen. Im schlimmsten Fall hätte<br />

man mir einen großen Teil der Schädeldecke<br />

rausbohren müssen, das ist dann<br />

schon gravierend. Dann reden wir von<br />

,,MEINE GRÖSSTE<br />

ANGST WAR, AN<br />

EINER KRANKHEIT<br />

WIE FRÜHES PAR-<br />

KINSON ZU LEI-<br />

DEN, WIE MAN ES<br />

AUS DER NFL ODER<br />

VOM BOXEN HER<br />

KENNT.“<br />

Krankheiten wie frühem Parkinson, von<br />

denen man aus der NFL oder vom Boxen<br />

hört. Man spricht dann von weißen<br />

Punkten im Gehirn. Ich gebe zu: Davor<br />

hatte ich massive Angst.<br />

Wie hat sich die geäußert?<br />

Man wird extrem hellhörig. Ich habe etwas<br />

vergessen und mich sofort gefragt:<br />

Sind das Folgeschäden oder normale<br />

Vergesslichkeit?<br />

Bei vielen hätte das dazu geführt, dass<br />

sie sich vom Leistungssport verabschieden.<br />

Diese Sache war immer der Knackpunkt.<br />

Ich habe viel mit Ärzten und<br />

auch einer Sportpsychologin gesprochen.<br />

Und wir haben immer wieder CTs<br />

und MRTs gemacht, wenn ich Kopfweh<br />

oder ein mulmiges Gefühl hatte. Wenn<br />

die negativ waren, war ich wieder zwei,<br />

drei Wochen beruhigt.<br />

Wann war die Zeit des Bangens vorbei?<br />

Kurz vor der Deutschland-Tour im August<br />

hab ich mich drei Tage in Hamburg<br />

untersuchen lassen. Die Ärzte haben<br />

dann gesagt: Alles ist perfekt verheilt,<br />

keine weißen Punkte im Gehirn. Da<br />

wusste ich: Es geht weiter.<br />

Du hast gesagt, du weißt genau, was<br />

du nicht nach der Karriere machen<br />

willst.<br />

Ich weiß, dass ich definitiv im Radsport<br />

bleiben möchte. Aber definitiv nicht als<br />

sportlicher Leiter eines Teams.<br />

Warum nicht? Als „Road Captain“, der<br />

das Team organisiert, wärst du doch<br />

prädestiniert dafür.<br />

Dazu bräuchte ich Abstand. Ich weiß<br />

zwar, wie schwer das Leben als Profi ist.<br />

Aber wenn du selbst einer warst, lässt<br />

man Ausreden, die man alle kennt, weil<br />

man sie selbst benutzt hat, nicht gelten.<br />

Das wäre nicht fair.<br />

Wenn du aufgehört hättest –<br />

welches Rennen wäre dir am<br />

meisten abgegangen?<br />

Ganz ehrlich: Bei der World Tour, wo jeden<br />

Tag irgendwo ein Rennen ist, würde<br />

mir wenig abgehen. Früher war in den<br />

Köpfen der Veranstalter nicht jedes Wochenende<br />

eine Rad-Weltmeisterschaft, da<br />

war der Sport um einiges angenehmer.<br />

Heute wird dir permanent alles abverlangt,<br />

ab Februar ist nur noch Radrennen.<br />

Das Radfahren an sich würde mir<br />

abgehen, die Rennen nicht. Obwohl sie<br />

natürlich auch Spaß machen. Aber Om-<br />

142 <strong>SPORTaktiv</strong>


loop Het Nieuwsblad bei fünf Grad und<br />

Regen – das brauche ich nicht mehr.<br />

Wenn ich muss, dann mache ich es und<br />

liefere auch meine Arbeit ab. Aber es<br />

würde mir keine Minute abgehen.<br />

Weißt du schon, ob du heuer die Tour<br />

de France fährst?<br />

Es ist alles darauf ausgerichtet und geht<br />

mit Blickrichtung Tour. Jetzt stehen die<br />

Klassiker auf dem Programm, dann beginnt<br />

die Vorbereitung auf Frankreich.<br />

Es wäre deine 13. Teilnahme.<br />

Glaubst du an Unglückszahlen?<br />

Ich bin schon mit Startnummer 13 gestürzt,<br />

von dem her könnte ich diesen<br />

Aberglauben haben. Und abergläubisch<br />

sind wir doch alle. Ich mache vor jedem<br />

Rennen oder jeder Etappe mein Kreuzzeichen,<br />

das sind Rituale, die man sich<br />

angewöhnt. Aber wenn ich ehrlich bin:<br />

Wenn ich die Tour nicht fahre, dann<br />

fahre ich sie eben nicht, und wenn ich<br />

nicht ins Ziel komme, dann soll es eben<br />

so sein. Das ist mir bei meiner 13. Teilnahme<br />

genauso egal, wie es mir bei meiner<br />

zwölften egal gewesen wäre.<br />

Aber kribbelt es trotzdem noch so<br />

richtig, wenn du an die Tour denkst?<br />

Schon. Vor allem, weil wir dieses Jahr<br />

wieder in Belgien starten, so wie 2004<br />

bei meiner ersten Tourteilnahme. Das<br />

wäre ein schöner Abschluss, um den<br />

Kreis zu schließen. Wobei ich auch für<br />

2020 für alles offen bin. Ich fühle mich<br />

gut und kann immer noch mithalten.<br />

Wenn man dir zuhört, spricht aus dir<br />

die Gelassenheit des Alters. Hast du<br />

noch konkrete Ziele?<br />

Letztes Jahr war mein großes Ziel, unbedingt<br />

bei Paris-Roubaix zu fahren. Dann<br />

wäre ich mit Servais Knaven gleichgezogen,<br />

16-mal teilgenommen, 16-mal<br />

durchgekommen. Davon hätte ich mir<br />

aber auch nichts kaufen können. Das<br />

wäre auf Wikipedia gestanden und ich<br />

hätte es meinen Enkeln erzählen kön-<br />

BERNHARD EISEL<br />

Geboren am: 17. Februar 1981<br />

in Voitsberg. Familienstand:<br />

verheiratet, zwei Kinder.<br />

Teams: 2001–02 Mapei-Quick<br />

Step, 2003–04 FDJeux.com,<br />

2005–06 Française des Jeux,<br />

2007–11 T-Mobile / High Road /<br />

Columbia / HTC, 2012–15 Sky<br />

ProCycling, seit 2016 Dimension<br />

Data. Wichtigste Erfolge:<br />

Dreimal Österreichs Radsportler<br />

des Jahres, Sieger von<br />

Gent–Wevelgem (2010),<br />

Gewinner Bergwertung des<br />

Arctic Race of Norway (2017),<br />

Gewinner diverser Etappen<br />

bei (u.a.) Tour de Suisse,<br />

Algarve-Rundfahrt oder<br />

Katar-Rundfahrt<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

143


Mit Mark Cavendish fuhr<br />

Eisel schon im Team Sky<br />

zusammen. Ein großes<br />

Ziel haben die beiden<br />

noch: „Wir wollen den<br />

Rekord von Eddy Merckx<br />

mit 34 gewonnenen<br />

Tour-de-France-Etappen<br />

knacken.“<br />

So sieht das Trikot<br />

des neu gegründeten<br />

RC KAC aus.<br />

„WENN DU<br />

SELBST<br />

PROFI WARST,<br />

LÄSST MAN<br />

AUSREDEN,<br />

DIE MAN<br />

ALLE KENNT,<br />

WEIL MAN<br />

SIE SELBST<br />

BENUTZT<br />

HAT, NICHT<br />

GELTEN. DAS<br />

WÄRE NICHT<br />

FAIR.“<br />

Bernhard Eisel erklärt, warum<br />

er nicht sportlicher Leiter eines<br />

Teams sein möchte.<br />

nen, wenn ich 80 bin. Sonst interessiert<br />

es doch keinen. Mein Ziel lautet: eine<br />

gute Saison abliefern.<br />

Du hast bei der Tour die Top 100 oft<br />

knapp verpasst. Wäre das kein Ziel?<br />

Das ist mir komplett egal. Zwölf Teilnahmen<br />

sind schön, vor allem als Österreicher,<br />

das wird so schnell keiner schaffen.<br />

Ich war bei 30 Etappensiegen von<br />

Mark (Anm.: Cavendish) dabei. Okay,<br />

das ist schon ein Ziel. Wir haben immer<br />

noch den Rekord von Eddy Merckx im<br />

Hinterkopf, der 34 Etappen gewonnen<br />

hat. Den möchten wir brechen.<br />

Als du 2016 zu Dimension Data gewechselt<br />

bist, hieß es, du stündest bei<br />

850 Rennen inklusive Einzeletappen.<br />

Hast du die 1000 mittlerweile voll?<br />

Wenn man von 80 Rennen pro Jahr ausgeht,<br />

müsste es sich ausgehen. Wir haben<br />

auch schon mal ausgerechnet, wie<br />

oft ich schon zum Mond und wieder zurückgeradelt<br />

bin. Bei 35.000 Kilometern<br />

pro Jahr kommt schon einiges zusammen.<br />

Am Ende meiner Karriere rechne<br />

ich noch aus, wie viele Stunden ich auf<br />

Flughäfen verbracht habe (lacht). Gefühlt<br />

muss es etwa die Hälfte meines<br />

Lebens sein.<br />

Wenn dich ein junger Radfahrer vom<br />

RC KAC nach den drei wichtigsten Eigenschaften<br />

fragt, um ein erfolgreicher<br />

Profi zu werden – welche wären das?<br />

Erstens: Ehrgeiz. Zweitens: Liebe zum<br />

Sport. Drittens: Immer weitermachen.<br />

Jeden Tag grüßt das Murmeltier, egal, ob<br />

Rennen oder Training. Man muss eine<br />

Konstante reinbringen.<br />

Und wenn jemand nach Doping fragt?<br />

Ich bin froh, dass wir einen Nachwuchsund<br />

Hobbyclub haben, bei dem das gar<br />

nicht zur Debatte steht. Bei uns soll es<br />

um Spaß gehen. Die denken gar nicht<br />

daran.<br />

Wie sehr haben dich die Dopingfälle<br />

von Stefan Denifl und Georg Preidler<br />

getroffen?<br />

Nach 20 Jahren schockiert einen gar<br />

nichts mehr. Natürlich ist man enttäuscht,<br />

gerade bei Preidler hätte ich es<br />

mir nie vorstellen können. Nach all den<br />

Jahren gehe ich aber raus und denke keine<br />

Sekunde darüber nach, ob jemand etwas<br />

macht oder nicht. Da haben wir<br />

schon schlimmere Zeiten erlebt, auch<br />

wenn es wieder ein riesiger Rückschlag<br />

ist. Aus der Fassung bringt es mich<br />

jedenfalls nicht mehr.<br />

144 <strong>SPORTaktiv</strong>


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WARUM<br />

SEIT DER NORDISCHEN WM IN SEEFELD<br />

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KUSSION STEHT DIE FRAGE: WARUM<br />

GREIFEN SPORTLER ZU VERBOTENEN<br />

MITTELN? WIR HABEN FÜNF TOP-<br />

INSIDER UM IHRE MEINUNG GEBETEN.<br />

VON MARKUS GEISLER<br />

In den 80er- und 90er-Jahren sorgte die Untersuchung<br />

des amerikanischen Wissenschafters Ben<br />

Goldman für Aufsehen, der durch Umfragen<br />

herausfand, dass 50 Prozent der Leistungssportler<br />

bereit wären, innerhalb der nächsten fünf Jahre<br />

zu sterben, wenn ihnen die Einnahme von Dopingmitteln<br />

eine olympische Goldmedaille sichern<br />

würde. Eine krasse Zahl? Oder doch eine logische<br />

Folge sportlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen?<br />

Wir haben fünf Top-Insider befragt, was<br />

ihrer Meinung nach das Hauptmotiv für Sportler<br />

ist, mittels Doping zu betrügen und dabei ihre<br />

Gesundheit und Karriere zu riskieren. Und dabei<br />

spannende wie überraschende Antworten erhalten.<br />

STEFAN MATSCHINER<br />

EHEMALIGER DOPINGDEALER<br />

„Athleten haben im Teenageralter Spaß am Sport und sind in den<br />

Nachwuchsklassen erfolgreich. Mehrmaliges Training pro Woche<br />

bis hin zum täglichen Training wird als positiv empfunden. Natürlich<br />

sieht man sich die Erwachsenen und deren Leistungen, bei den<br />

Besseren auch deren Ruhm und vielleicht das Einkommen<br />

an. Es entsteht langsam das Verlangen, zu einem<br />

späteren Zeitpunkt auch zu diesem elitären Kreis zu<br />

gehören. Training wird gegen Ende der Teenjahre immer<br />

wichtiger und der Sport an sich nimmt langsam<br />

DEN bestimmenden Stellenwert im Leben ein.<br />

Bis dahin war die Leistungsentwicklung in Ordnung,<br />

nun, in der allgemeinen Klasse angelangt, geht es<br />

nicht mehr so schnell mit den Leistungssprüngen<br />

und Stagnation tritt ein. Der Sportler (auch für Frauen gültig!) ist<br />

in Begriff, Kaderstandards nicht mehr zu erreichen und steht somit<br />

einer Kürzung der finanziellen Unterstützungen gegenüber. Anstatt zu<br />

begreifen, dass hier Schluss ist, besorgt er sich Dopingmittel ...<br />

Und die richtige Scheiße beginnt!“<br />

Fotos: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx<br />

146 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: GEPA pictures, Albert Moser, iStock<br />

JÖRG ZEYRINGER<br />

SPORTPSYCHOLOGE, AUTOR<br />

„Das Hauptmotiv für Profisportler könnte eine Sehnsucht nach<br />

Unsterblichkeit sein. Gewinner denken: Ich bin dafür geboren,<br />

ganz oben zu stehen. Und ich bin bereit, alles dafür zu geben, es<br />

zu schaffen. Die hohen Quoten bei Goldman kommen dadurch<br />

zustande, dass diese Sportler so sozialisiert werden,<br />

dass die sportliche Leistung immer Priorität hat.<br />

Das sehe ich auch heute beim Blick in so manche<br />

Nachwuchsakademie. Da erlauben sich Schüler<br />

Dinge, die man nicht für möglich hält. Aber solange<br />

die Leistung passt, spielt das keine Rolle. Die<br />

erleben, dass sie sich mit besonderen Leistungen<br />

über Grenzen und Regeln hinwegsetzen können.<br />

Dann greift ein Automatismus: Wie kann ich<br />

besser werden, mich optimieren, um zu gewinnen? Dann ist es<br />

nur noch ein kleiner Schritt von Nahrungsergänzungsmitteln zu<br />

verbotenen Substanzen. Eine entscheidende Frage, die sich die<br />

meisten Sportler – bewusst oder unbewusst – stellen: Bin ich gut<br />

genug, um das zu leisten, was ich und mein Umfeld von mir erwarten?<br />

Gut genug, um zu siegen? Wer dies mit einem überzeugten Ja<br />

beantwortet, ist weniger in der Versuchung zu dopen. Wer unsicher<br />

ist, zweifelt, ist anfällig, erst recht, da Sportler in einem System<br />

leben, das ständige Optimierung als oberstes Ziel hat.<br />

Wir reden von Menschen, die dem Sport höchst emotional verbunden<br />

sind. Wir wissen, dass man im Zustand höchster emotionaler<br />

Erregung oft nicht in der Lage ist, kluge Entscheidungen zu treffen.<br />

Dann fällt es diesen Sportlern oft schwer, an die negativen Folgen<br />

zu denken, die ihr Handeln in drei Monaten oder in fünf Jahren<br />

haben könnte. Denn diese Typen bewerten das Gewinnen emotional<br />

wesentlich höher als die Angst vor möglichen Verlusten.“<br />

MICHAEL CEPIC<br />

GESCHÄFTSFÜHRER<br />

NADA<br />

„Die Motive sind sehr vielfältig, meist ist es<br />

eine Kombination aus vielen unterschiedlichen<br />

Beweggründen. Klar ist aber, dass kein<br />

Sportler seine Karriere mit den Gedanken<br />

an Tabletten und Spritzen beginnt. Vielmehr<br />

wurden über einen längeren Zeitraum<br />

durch unterschiedlichste Einflüsse die<br />

vorhandenen Hemmschwellen schrittweise<br />

abgebaut. Rückblickend betrachtet,<br />

haben die meisten dopenden Sportler mit<br />

Nahrungsergänzungsmitteln begonnen,<br />

es folgten Schmerzmittel, später kamen<br />

Suchtmittel dazu, dann wurden Produkte<br />

gespritzt und irgendwann war in der Spritze<br />

keine legale Substanz mehr, sondern ein<br />

Dopingmittel. Das Unrechtsbewusstsein ist<br />

dann meist nicht mehr vorhanden.“<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

147


BERNHARD KOHL<br />

EX-RADPROFI UND ÜBER-<br />

FÜHRTER DOPINGSÜNDER<br />

„Mein Jugendtraum war: Profisportler werden und<br />

eine Top-10-Platzierung bei der Tour de France zu<br />

erreichen. Doch noch bevor ich Profi wurde, mit 20<br />

Jahren, habe ich aus meinem sportlichen Umfeld<br />

mitbekommen: Ohne Doping wird es nicht funktionieren.<br />

Und zwar nicht nur an der Weltspitze,<br />

sondern bereits auf nationaler Ebene wird Doping<br />

verwendet. Ich dachte dann, wenn ich mir meinen<br />

Traum erfüllen will, gehört es scheinbar<br />

dazu. So bin ich da hineingerutscht.<br />

Wenn man einmal angefangen hat,<br />

redet man sich ein, dass es ohnehin<br />

alle machen und man somit niemanden<br />

betrügt. Egal, ob das stimmt oder<br />

nicht, aber das Unrechtsbewusstsein<br />

geht verloren, genauso wie die Einsicht,<br />

einen Fehler zu machen.<br />

Die Angst, erwischt zu werden, ist zwar ein ständiger<br />

Begleiter. Aber als Sportler hat man die Gabe,<br />

negative Dinge auszublenden. Außerdem hatte ich<br />

in meiner Karriere bestimmt 200 Dopingproben<br />

und hätte bei 100 davon erwischt werden müssen.<br />

Wirklich überführt wurde ich aber nur einmal. Das<br />

zeigt, wie grobmaschig das Kontrollnetz ist.<br />

Der finanzielle Anreiz war dagegen nie mein Motiv<br />

und ich glaube auch nicht, dass es bei anderen<br />

Sportlern der Fall ist. Das ist maximal ein Nebenprodukt.<br />

Es geht um die Erfüllung eines Jugendtraums.<br />

Und da können Sportler manchmal Sturschädel<br />

sein. Das wird ihnen dann zum Verhängnis.<br />

Und wenn ich das Ganze mit Abstand sehe, bin ich<br />

heilfroh, damals reinen Tisch gemacht und mein<br />

neues Leben mit dem Radgeschäft gestartet<br />

zu haben.“<br />

Während der nordischen WM in<br />

Seefeld wurden unter anderem die<br />

Österreicher Max Hauke (Bild) und<br />

Dominik Baldauf überführt.<br />

MANFRED BEHR<br />

JOURNALIST UND<br />

DOPINGEXPERTE<br />

„Meine Erfahrung aus 20 Jahren Dopingberichterstattung:<br />

HochleistungssportlerInnen sind VerdrängungskünstlerInnen.<br />

Sie ordnen alles dem Erfolg<br />

unter, blenden alles andere aus. Und sie wissen,<br />

dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder<br />

etwas so gut können werden, nie wieder von einer<br />

Sache so herausgefordert und emotional berührt sein<br />

werden wie vom Leistungssport. Das Leben danach<br />

stellt sich in der Vorausschau hingegen oft recht trist<br />

dar. Demgemäß ist der Anreiz groß, für Glanz und<br />

Ruhm im Jetzt bzw. im Demnächst große, selbst gesundheitsgefährdende<br />

Risiken einzugehen. Anabolika,<br />

die, in großen Mengen konsumiert, Herzinfarkte,<br />

Leberschäden und vieles mehr auslösen können,<br />

externes Wachstumshormon, das in Verdacht steht,<br />

die Tumorbildung zu unterstützen – alles wird in<br />

Kauf genommen. Es ist diese Realitätsverweigerung,<br />

die sprachlos macht. Eine gedopte Athletin hat mir<br />

einmal erzählt, dass sie ihren Freund angeschrien<br />

hat: „Ich dope nicht!“ Obwohl ihr der am Vortag die<br />

verbotenen Mittel selbst übergeben hatte.“<br />

Fotos: GEPA pictures, Christian Hofer, iStock<br />

148 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Foto: ©Jorge Antonio / iStockphoto<br />

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VON MARKUS GEISLER<br />

eter Schneider – was für<br />

P<br />

ein Allerweltsname.<br />

Massentauglicher geht es<br />

kaum, allein Wikipedia<br />

spuckt mehr als 30 Personen<br />

aus, die unter diesem Namen Meriten<br />

gesammelt haben. „Dafür ist er<br />

leicht zu merken und ich bin online<br />

schwer zu finden. Ich finde, er hat eher<br />

Vorteile“, sagt der Topscorer der heimischen<br />

Eishockey-Liga und er hat leicht<br />

reden. Denn seit seiner Rückkehr nach<br />

Österreich im Herbst 2017 hat sich der<br />

28-Jährige mit Topleistungen einen Namen<br />

gemacht, einen richtig guten sogar,<br />

einen, der den Verteidigern zwischen Fehervar<br />

und Dornbirn allein schon beim<br />

Hören die Schweißperlen auf die Stirn<br />

treibt. 35 Tore und 34 Assists stehen<br />

nach Grunddurchgang und Pick-Round<br />

zu Buche (entspricht 69 Punkten in 54<br />

Spielen), eine bärenstarke Ausbeute, die<br />

so manchen Legionär der Liga alt aussehen<br />

lässt.<br />

Dabei hat Peter Schneider klare Vorstellungen<br />

davon, warum es heuer bei<br />

150 <strong>SPORTaktiv</strong>


Im Dress der Caps hatte Peter<br />

Schneider heuer gut Lachen<br />

– auch im Dress der Nationalmannschaft<br />

bei der WM?<br />

Fotos: Getty Images, GEPA pictures<br />

ihm noch besser läuft als in seiner<br />

auch schon starken Premieren-Saison.<br />

„Erstens: Ich spiele in einem hervorragenden<br />

Team. Zweitens: Nach meiner<br />

Rückkehr aus Amerika musste ich<br />

mich erst an die größere Eisfläche gewöhnen,<br />

daran, dass man sich etwas<br />

mehr Zeit nehmen sollte, bevor man<br />

den Puck weiterspielt. Jetzt kann ich<br />

das Spiel viel besser lesen.“ Und drittens<br />

hat der gebürtige Klosterneuburger<br />

vergangenen Sommer seine Ernährung<br />

radikal umgestellt und ernährt<br />

sich seitdem vegan. Nicht aus<br />

ethischen, sondern rein aus sportlichen<br />

Motiven. „Wenn man das eine<br />

Zeit lang konsequent durchzieht,<br />

fühlt man sich körperlich besser, frischer,<br />

munterer. Die Saison ist schon<br />

lang, aber ich habe das Gefühl, immer<br />

noch voll im Saft zu stehen.“ Gerade<br />

in den derzeit laufenden Playoffs,<br />

in denen sein Klub Vienna Capitals<br />

derzeit im Halbfinale um den Titel<br />

kämpft, ein unschätzbarer Vorteil.<br />

Und dann gibt es ja noch ein besonderes<br />

Highlight, das vom 10. bis 26.<br />

Mai in der Slowakei über die Bühne<br />

geht: die Weltmeisterschaft, bei der<br />

Österreich dank der erfolgreichen<br />

Mission Klassenerhalt 2018 wieder bei<br />

den 16 besten Nationen mitspielen<br />

darf. „Auch wenn man nach einer langen<br />

Saison körperlich und mental leer<br />

ist. Wenn die WM beginnt, ist jeder<br />

voll da und will das Beste herausholen.<br />

Erst recht in einem Land wie Österreich,<br />

für das die Teilnahme nicht<br />

selbstverständlich ist.“ Aber wenn<br />

man schon mal da ist, wollen die<br />

ÖEHV-Cracks auch für Furore sorgen.<br />

„In einer Best-of-seven-Serie wird<br />

sich immer der Stärkere durchsetzen.<br />

Aber bei einer WM kann in einem<br />

Spiel immer alles passieren, dann können<br />

wir auch Nationen wie die<br />

Schweiz ärgern, so wie 2018, als wir<br />

erst in der Overtime verloren.“ Und<br />

auch wenn es in den Bereich der Sensation<br />

fiele – den Traum von einem<br />

Viertelfinaleinzug will sich Peter<br />

Schneider nicht nehmen lassen.<br />

„Träumen darf man immer!“<br />

Für den Flügelstürmer sind die<br />

Spiele in Bratislava (s. Kasten) auch<br />

so etwas wie eine Heimkehr, bei der<br />

er sich freut, viele alte Kumpels von<br />

früher wiederzusehen. Denn als er 14<br />

Jahre alt und im österreichischen Eishockey-Nachwuchs<br />

so etwas wie ein<br />

Star war, wechselte er in die slowakische<br />

Hauptstadt. Und musste sich<br />

dort in einem fremden Umfeld erst<br />

wieder nach oben kämpfen. Eine harte<br />

Prüfung, wie er verrät. „Ich weiß<br />

noch genau, wie mein Vater mich<br />

nach Bratislava gefahren und vor der<br />

Schule abgesetzt hat, dann ist er weggefahren.<br />

Als der Direktor alle Schüler<br />

namentlich aufgerufen hat, habe<br />

ich meinen nicht verstanden und<br />

stand plötzlich ganz allein vor der verschlossenen<br />

Schule.“ Eine Erfahrung,<br />

die ihre Wirkung nicht verfehlt hat.<br />

Denn Schneider lernte, sich durchzubeißen<br />

und widrigen Umständen zu<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

151


06. Mai <strong>2019</strong> // Wien<br />

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WENN MAN DIE VEGANE<br />

ERNÄHRUNG EINE ZEIT<br />

LANG KONSEQUENT<br />

DURCHZIEHT, FÜHLT MAN<br />

SICH KÖRPERLICH BESSER,<br />

FRISCHER, MUNTERER.<br />

trotzen. Von Bratislava ging es ins<br />

tschechische Znaim, von Znaim<br />

nach Budweis, dann wieder zurück<br />

nach Znaim, um dort zu maturieren.<br />

Wilde Wanderjahre, in denen der<br />

Traum reifte, es als Profi ganz nach<br />

oben zu schaffen. Also flog Schneider<br />

mit 18 Jahren nach Amerika, um an<br />

der University of Notre Dame (Indiana)<br />

an einer NHL-Karriere zu basteln.<br />

Und musste feststellen, wie hart<br />

und steinig dieser Weg wirklich ist.<br />

„Ich hatte einen schweren Start,<br />

war mental noch nicht ganz bereit,<br />

dazu die Umstellung auf das amerikanische<br />

Hockey. Und im College hast<br />

du vier Jahre lang den gleichen Trainer.<br />

Im Endeffekt lag es an mir: Ich<br />

hatte vier Jahre Zeit und habe es nicht<br />

geschafft“, sagt Schneider selbstkritisch.<br />

Auch die Stationen in der East<br />

Coast Hockey League (ECHL) führten<br />

nicht dazu, dass Schneider seinem<br />

Traum näherkommen konnte. Zu<br />

groß die Konkurrenz, zu schwer, sich<br />

trotz guter Leistungen in die Auslage<br />

zu spielen. Also reifte langsam, aber<br />

sicher der Gedanke, nach Europa zurückzukehren.<br />

Und man muss es klar<br />

sagen: Im Sommer 2017 hatten alle<br />

Klubs der österreichischen Liga die<br />

Chance, einen Top-Mann wie ihn zu<br />

verpflichten. Doch während viele Vereine<br />

zauderten, griffen die Caps nach<br />

der Verletzung von Jerome Samson zu<br />

und ersetzten ihren Legionär durch<br />

einen Spieler mit rot-weiß-rotem Pass.<br />

Ein Risiko? Vielleicht. Im Nachhinein<br />

aber ganz sicher ein Glücksgriff<br />

für beide Seiten, wie sich schnell herausstellte.<br />

Schneider wurde zum<br />

Topscorer und ist heuer eines der<br />

ganz großen Trumpfasse von Chefcoach<br />

Dave Cameron („Peter ist einer<br />

unserer heißesten Spieler!“) im<br />

Kampf um den Meistertitel. Und<br />

auch Teamchef Roger Bader ist froh,<br />

einen so verlässlichen Punktesammler<br />

in seinen Reihen zu haben. Doch<br />

für Schneider ist klar, dass er den<br />

nächsten Schritt machen und in eine<br />

größere Liga wie Schweden, Russland,<br />

Deutschland oder die Schweiz<br />

wechseln möchte. „Ich fühle mich<br />

wohl in Wien und es wäre ein absoluter<br />

Traum, in meiner Heimatstadt<br />

den Titel zu holen. Ich habe aber nie<br />

einen Hehl daraus gemacht, dass ich<br />

die Chance ergreifen möchte, wenn<br />

sie sich mir bietet. Dazu muss aber<br />

alles passen.“ Der Vertrag läuft mit<br />

Saisonende aus, eine starke WM<br />

wäre ein gutes Argument in den Notizblöcken<br />

der internationalen<br />

Scouts. Und dass sich Schneider<br />

schnell an neue Bedingungen gewöhnen<br />

kann, hat er mehrfach unter Beweis<br />

gestellt. Auch ganz ohne einen<br />

spektakulären Namen.<br />

EISHOCKEY WM <strong>2019</strong><br />

IN DER SLOWAKEI<br />

Vom 10. bis 26. Mai findet die Eishockey-WM<br />

vor den Toren Österreichs statt. Das ÖEHV-<br />

Team absolviert seine Spiele in der Vorrunden-Gruppe<br />

B in der Slovnaft Arena in<br />

Bratislava. Die ersten vier Teams steigen ins<br />

Viertelfinale auf, der Letztplatzierte steigt ab.<br />

Hier die Spieltermine der Österreicher:<br />

11.05.,16.15 Uhr Lettland – Österreich<br />

12.05., 12.15 Uhr Russland – Österreich<br />

14.05., 20.15 Uhr Schweiz – Österreich<br />

16.05.,16.15 Uhr: Schweden – Österreich<br />

17.05., 16.15 Uhr Österreich – Norwegen<br />

19.05.,16.15 Uhr Österreich – Tschechien<br />

20.05.,20.15 Uhr Österreich – Italien


31. JUL - 4. AUG<br />

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<strong>2019</strong>


TISCHTENNIS?<br />

KANN JA JEDER! WER<br />

DAS GLAUBT, SOLLTE<br />

SICH AUF EIN MATCH<br />

GEGEN ÖSTERREICHS<br />

NUMMER 1 DANIEL<br />

HABESOHN EINLAS-<br />

SEN. DANN ERFÄHRT<br />

MAN, WIE PHYSIKALI-<br />

SCHE GRENZEN VER-<br />

SETZT WERDEN UND<br />

KOPF UND BÄLLE<br />

ROTIEREN KÖNNEN.<br />

VON MARKUS GEISLER<br />

SCHLÄGER-TYP<br />

MIT SINN FÜR SPIN<br />

N<br />

etz. Out. Netz. Netz. Out. „Dein nächster Ball<br />

landet wieder im Netz“, ruft mir Daniel Habesohn<br />

mit einem verschmitzten Lächeln zu. Na<br />

warte, denke ich mir, jetzt schieße ich ihn zu<br />

Fleiß ins Out. Und dresche die Kugel kläglich<br />

in die Maschen. Ein Tischtennismatch gegen<br />

den derzeit besten Spieler Österreichs ist nicht<br />

nur das erwartet chancenlose Unterfangen, sondern<br />

auch eine beeindruckende Lektion darin,<br />

wie komplex diese Sportart wirklich ist. Mit<br />

welchem Schnitt kommt der Ball auf mich zu?<br />

Wie halte ich meinen Schläger, damit die Kugel<br />

nicht dauernd meinen Finger malträtiert? Wo<br />

genau an der Platte positioniere ich mich, um<br />

auf möglichst viele Aktionen des Gegners reagieren<br />

zu können? „Das Faszinierende an unserem<br />

Sport ist, dass es auf unendlich viele Details<br />

ankommt, die große Auswirkungen haben“,<br />

sagt Habesohn. Faszinierend, ja. Und<br />

nach meinem zehnten Ball ins Nirwana auch<br />

ein wenig frustrierend.<br />

Dabei hatte ich eigentlich vor, es nach meiner<br />

Box-Challenge in der vergangenen Ausgabe<br />

diesmal etwas ruhiger angehen zu lassen.<br />

Schließlich stehe ich seit meiner Kindheit immer<br />

wieder mal an der Platte und schupfe die<br />

Zelluloid-Kugel über das Netz. „Zelluloid war<br />

einmal, mittlerweile sind die Bälle komplett aus<br />

Plastik“, korrigiert mich Habesohn, während er<br />

eine Schere hervorkramt, um seinen frisch aufgetragenen<br />

Schlägerbelag auszuschneiden. Spätestens<br />

jeden dritten Tag wechselt er die Ober-<br />

154 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: GEPA pictures (6), Getty Images<br />

Österreichs Top-Profi<br />

Daniel Habesohn weiht<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Redakteur<br />

Markus Geisler in die<br />

Geheimnisse von Spin<br />

und Rotation ein.<br />

fläche, um wieder den besten Drive in<br />

seinen Schlägen zu haben. Wobei das<br />

Material ohnehin eine ganz entscheidende<br />

Rolle spielt. „Du wirst sehen, mit einem<br />

Profischläger sind deine ersten Bälle<br />

alle zu lang“, prophezeit Habesohn. Und<br />

in der Tat fühlt es sich zu Beginn so an,<br />

als würden wir mit einem Flummi spielen,<br />

aber der Mensch ist ja bekanntlich<br />

ein Gewöhnungstier.<br />

Mit Daniel Habesohn habe ich mir<br />

natürlich auch gleich den gefährlichsten<br />

Schläger-Typen des Landes an die Platte<br />

geholt. Europameister mit der Mannschaft,<br />

zweimal und amtierender Europameister<br />

im Doppel mit Robert Gardos,<br />

dreifacher und amtierender Staatsmeister<br />

im Einzel, um nur die wichtigsten<br />

Titel zu nennen. „Ich spiele derzeit<br />

das beste Jahr meines Lebens“, sagt der<br />

32-Jährige, der in der deutschen Bundesliga<br />

beim Post SV Mühlhausen unter<br />

Vertrag steht. Und im Einzelranking der<br />

stärksten Liga Europas auf Platz drei geführt<br />

wird. „Mit meinem Wechsel nach<br />

Deutschland bin ich noch einmal gereift,<br />

weil du dort permanent auf allerhöchstem<br />

Niveau gefordert wirst“, sagt<br />

der zweifache Familienvater, der ob seiner<br />

Klubverpflichtungen und Turnierteilnahmen<br />

ein prall gefülltes Miles- and-<br />

More-Konto hat.<br />

Heute ist ein Trainingstag in seiner<br />

Homebase im Sportzentrum Stockerau<br />

angesetzt, wo um neun Uhr in der Früh<br />

schon vier der sechs Tische besetzt sind.<br />

Das Aufwärmprogramm besteht aus<br />

Dehn- und Stabilisationsübungen, ehe<br />

ein Koordinations-Parcours aufgebaut<br />

wird. Sprünge über Hindernisse mit verschiedenen<br />

Höhen, Trippelschritte nach<br />

rechts und links und zwischendurch<br />

Tischtennisbälle fangen, die unangekündigt<br />

hineingeworfen werden. „Dadurch<br />

lernt man, sich auf viele Dinge gleichzeitig<br />

zu konzentrieren und trotzdem seine<br />

Übungen exakt auszuführen“, erklärt<br />

Daniel und schlägt vor, so langsam mal<br />

ein paar Bälle zu spielen.<br />

Wobei langsam ein sehr dehnbarer Begriff<br />

ist. Die ersten Bälle kommen mit<br />

wenig Schnitt auf meine Vorhand und<br />

trotzdem bringe ich kaum einen Ball retour.<br />

„Schlägerwinkel verkleinern, mehr<br />

durchziehen“, korrigiert mich Habesohn<br />

und siehe da: Ist das System erst einmal<br />

eingestellt, kommen sogar ein paar Bälle<br />

auf die Platte zurück. Was allerdings in<br />

erster Linie daran liegt, dass Daniel jeden<br />

Ball auf die exakt gleiche Stelle<br />

spielt, sodass unsereiner mechanisch immer<br />

den gleichen Bewegungsablauf üben<br />

kann. Was sich bei zunehmendem Speed<br />

fast so anfühlt, als wäre man wirklich<br />

Teil eines echten Tischtennismatches.<br />

Dass dem nicht so ist, wird spätestens<br />

klar, als Daniel anregt, jetzt ein paar Angaben<br />

zu servieren. Netz. Out. Netz.<br />

„Na gut“, zeigt mein Gegenüber Mitleid.<br />

„Ich spiele den Ball jetzt so, dass,<br />

wenn du mit der Vorhand auf die linke<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

155


„Wenn du hierhin zielst, landet der Ball dort gegenüber“, prophezeit Daniel Habesohn und löst<br />

bei seinem Gegenüber das Gefühl aus, keinerlei Kontrolle über den Ball zu haben. Zum Aufwärmen<br />

absolvieren wir einen Hindernis-Parcours, bei dem es gilt, unangekündigte Bälle zu fangen.<br />

Seite zielst, der Ball auf der rechten ankommt.“<br />

Während ich nach physikalischen<br />

Erklärungen fahnde, kommt es<br />

tatsächlich genau so, wie vom Profi prophezeit.<br />

Was bei mir zu dem merkwürdigen<br />

Gefühl führt, überhaupt keine<br />

Kontrolle darüber zu haben, wohin es<br />

die Kugel verschlägt, nachdem ich sie<br />

berührt habe. Ist Tischtennis deswegen<br />

ein Rückschlagsport, weil sich für den<br />

Ungeübten ein Rückschlag an den<br />

nächsten reiht?<br />

„Das meine ich mit komplex“, durchbricht<br />

Habesohn meine Gedanken. „Du<br />

musst erkennen, wie dein Gegner den<br />

Ball spielt und selbst eine Gegenstrategie<br />

entwickeln. Das Ganze bei irrsinnig hohem<br />

Tempo und, je nach Halle, auch<br />

immer unterschiedlichen Bedingungen.“<br />

Beim Lesen des Balles spielt übrigens<br />

auch das Gehör eine Rolle, weil die Intensität<br />

des „Plocks“ Auskunft darüber<br />

gibt, wie viel Effet und dementsprechende<br />

Umdrehungen der Ball mitbringt.<br />

Ein Umstand, der bei TV-Übertragungen<br />

nur schwer vermittelt werden kann,<br />

weswegen es derzeit Überlegungen gibt,<br />

mit einem zweifärbigen Ball zu spielen,<br />

um die Rotation für den Zuschauer<br />

sichtbar zu machen.<br />

Ich gebe zu: Das hätte mir bei dieser<br />

Challenge auch nichts geholfen. Immerhin<br />

verlasse ich die Platte mit dem Gefühl,<br />

bei der nächsten Partie gegen meinen<br />

bis dahin überlegenen Schwiegerva-<br />

DANIEL HABESOHN<br />

Als Sohn der Tischtennisspielerin<br />

Sonita Habesohn ist der heute<br />

32-Jährige mit Schläger und Zelluloid-Kugel<br />

aufgewachsen. Der dreifache<br />

Staatsmeister wurde mit dem<br />

SVS Niederösterreich Champions-<br />

League-Sieger und gewann mit der<br />

SG Weinviertel den ETTU- Cup, ehe<br />

er 2016 in die deutsche Bundesliga<br />

zur SV Post Mühlhausen wechselte.<br />

Mit seinem Partner Robert Gardos<br />

wurde der 35. der Weltrangliste<br />

zweimal Europameister, im Einzel<br />

feierte er 2014 in Ungarn einen<br />

World-Tour-Sieg. „Mein großes Ziel<br />

sind die Olympischen Spiele 2020 in<br />

Tokio“, sagt der Mannschafts-<br />

Europameister von 2015.<br />

ter mit einem Vorteil rechnen zu können.<br />

Doch da bremst mich Habesohn<br />

ein. „Mit einem handelsüblichen Schläger<br />

wirst du den Schnitt, den wir jetzt<br />

gelernt haben, nicht anbringen können.“<br />

Seine nächste Challenge ist übrigens ein<br />

ganz anderes Kaliber. Denn ab dem 21.<br />

<strong>April</strong> werden in Budapest die Weltmeisterschaften<br />

ausgetragen. „Im Einzel ist<br />

mein Ziel, unter die Top 16 zu kommen,<br />

dann kommt es auch ein wenig auf<br />

das Glück bei der Auslosung an.“ Im<br />

Doppel mit Robert Gardos sind die Ambitionen<br />

des Weltranglisten-35. sogar<br />

noch etwas höher, schließlich ist das<br />

Gespann aktueller Europameister. Aber<br />

Tischtennis ist unberechenbar, das<br />

macht Prognosen schwierig. Wie ich<br />

am eigenen Leib erfahren habe.<br />

156 <strong>SPORTaktiv</strong>


„SPORT FÜR EINEN FREIEN KOPF“<br />

FÜNF FRAGEN AN SPORTMINISTER<br />

HEINZ-CHRISTIAN STRACHE: WIE ER<br />

AKTIV SPORTELT, WOFÜR ER DIE<br />

BEWEGUNG BRAUCHT UND WAS<br />

IHM ALS POLITIKER ABGEHT.<br />

Fotos: Bruno<br />

1Wie oft in der Woche kommen Sie<br />

zum Trainieren und was steht auf<br />

Ihrem Plan?<br />

Ich mache zwei- bis dreimal die Woche<br />

ein Kraft- und Konditionstraining und<br />

halte auch einen detaillierten Ernährungsplan<br />

ein. Dazu zählen etwa Eiweißshakes<br />

und mehr Fisch statt Fleisch.<br />

Als Politiker habe ich einen sehr vollen<br />

Terminkalender und da hilft mir der<br />

Sport auch, den Kopf wieder freizubekommen<br />

und in Ruhe über Dinge nachzudenken.<br />

2<br />

3<br />

Täuscht der optische Eindruck, dass<br />

Sie zu Beginn Ihrer Amtszeit eher<br />

wenig, zuletzt dagegen eher mehr für<br />

Ihre Fitness getan haben?<br />

Der Eindruck mag ein wenig täuschen,<br />

denn ich war immer schon sportlich aktiv<br />

und das sehr gern. Ich glaube, dass<br />

jeder Mensch einen gewissen Ausgleich<br />

zu seiner Arbeit braucht. Aktiver Sport<br />

– in welcher Form auch immer – ist natürlich<br />

jene Variante, um nicht nur fit<br />

zu bleiben, sondern auch für seine Gesundheit<br />

und sein Wohlbefinden etwas<br />

zu tun.<br />

Welchen Sport würden Sie gern betreiben,<br />

wenn Sie die nötige Zeit dafür<br />

hätten? Und welchen Sport verfolgen<br />

Sie am liebsten passiv?<br />

Zu wenig Zeit habe ich momentan, um<br />

wieder einmal eine Wanderung zu machen<br />

und die Natur so richtig genießen<br />

zu können. Aber ich hoffe, dass sich das<br />

im Sommer ausgeht. So oft es geht, versuche<br />

ich auch, bei Sportveranstaltungen<br />

selbst vor Ort zu sein, um unsere Sportlerinnen<br />

und Sportler zu unterstützen,<br />

wie zuletzt bei der nordischen Ski-WM<br />

oder bei Fußballmatches.<br />

Zwei- bis dreimal in<br />

der Woche ist Sportminister<br />

und Vizekanzler<br />

Heinz-Christian<br />

Strache selbst aktiv.<br />

Welche Rolle spielte und spielt der<br />

4Sport bei der Erziehung Ihrer Kinder?<br />

Ich habe immer versucht, meinen Kindern<br />

die Freude an Bewegung und an<br />

der einen oder anderen Sportart zu vermitteln.<br />

Das ist mir auch gelungen.<br />

Wie viel Prozent Ihrer politischen<br />

Energie fließen in die Sport-Agenden?<br />

Egal, welcher Arbeitsbereich, ich bin<br />

immer mit 100 Prozent dabei.<br />

5<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

157


SPORTTALK<br />

VINCENT KRIECHMAYR<br />

GANZ<br />

ZUFRIEDEN<br />

BIN ICH NIE!<br />

HIER SCHREIBEN DIE ATHLETEN: ÖSTERREICHS SPEED-KÖNIG VINCENT<br />

KRIECHMAYR LÄSST SEINEN HUSARENRITT IN WENGEN, SEINEN<br />

FAST-ABFLUG IN KITZBÜHEL UND SEINE ERFOLGREICHE MEDAILLEN-<br />

JAGD IN AARE NOCH EINMAL REVUE PASSIEREN.<br />

Foto: GEPA pictures<br />

158 <strong>SPORTaktiv</strong>


Was war das für eine aufregende<br />

Saison! Und<br />

damit meine ich nicht<br />

nur meine eigene im<br />

Ski-Zirkus, sondern<br />

auch die von meinem Lieblingsklub<br />

LASK. Als großer Fußballfan, der auf einem<br />

Bauernhof ganz in der Nähe von<br />

Linz aufgewachsen ist, schaue ich immer,<br />

wie die Schwarz-Weissen gespielt<br />

haben. Egal ob wir gerade in Übersee,<br />

Bormio oder Andorra sind. Also von<br />

dieser Stelle aus: Hut ab, liebe Athletiker,<br />

was ihr bis jetzt erreicht habt. Ich<br />

sage aber auch: Die Saison ist noch nicht<br />

vorbei. Durch die Punkteteilung ist der<br />

Abstand zu den übermächtig scheinenden<br />

Salzburger kleiner geworden, und<br />

wer weiß, vielleicht schafft ihr heuer ja<br />

den ganz großen Coup. Auch wenn es<br />

natürlich eine riesige Sensation wäre.<br />

Aber so ticken wir Profisportler nun<br />

mal. Immer nach dem Allerhöchsten<br />

streben, sich nie mit dem Erreichten zufrieden<br />

geben. Deswegen kann ich zwar<br />

aus voller Überzeugung sagen, dass ich<br />

mit meiner Saison, nicht zuletzt dank<br />

zweier WM-Medaillen die beste meiner<br />

bisherigen Laufbahn, zufrieden bin. Bei<br />

optimalem Verlauf wäre trotzdem noch<br />

4.<br />

2.<br />

5.<br />

7.<br />

ABER SO TICKEN WIR<br />

PROFISPORTLER NUN<br />

MAL. IMMER NACH DEM<br />

ALLERHÖCHSTEN<br />

STREBEN, SICH NIE<br />

MIT DEM ERREICHTEN<br />

ZUFRIEDEN GEBEN.<br />

mehr drin gewesen, von diesem Gedanken<br />

kann ich mich nicht ganz befreien.<br />

Aber gehen wir es chronologisch durch.<br />

Mit dem Auftakt in Lake Louise<br />

konnte ich sehr gut leben, mit den Rennen<br />

in Beaver Creek schon nicht mehr<br />

so, obwohl es auch dort zwei<br />

Top-10-Platzierungen waren. Aber spätestens<br />

in Gröden bin ich ganz deutlich<br />

unter meinen Erwartungen geblieben.<br />

13. und 22. – das kann nicht der Anspruch<br />

sein, wenn man sich vor der Saison<br />

vornimmt, ein ernstes Wörtchen um<br />

die Vergabe der Kristallkugeln in Abfahrt<br />

und Super-G mitzureden. Ich gebe<br />

zu: Nach diesem Wochenende war ich<br />

brutal enttäuscht. Aber es stimmt tatsächlich,<br />

dass man aus Niederlagen viel<br />

mehr lernt und mitnimmt als aus Erfolgen.<br />

Auch wenn diese Erkenntnis immer<br />

erst etwas später kommt.<br />

5.<br />

1. 2.<br />

4. 4.<br />

Was ich aus Gröden konkret gelernt<br />

habe, darf ich an dieser Stelle nicht verraten,<br />

sonst schimpft mich der ÖSV,<br />

dass ich ein Betriebsgeheimnis verraten<br />

hätte. Es hat jedenfalls gefruchtet, denn<br />

in Wengen stand ich endlich wieder mal<br />

ganz oben auf dem Stockerl. Und das<br />

bei einem der ganz großen Klassiker.<br />

Wobei ich zugeben muss: Ich habe dort<br />

eine ähnlich gute Leistung gezeigt, wie<br />

schon einige Male zuvor in der Saison.<br />

Der einzige Unterschied war, dass ich<br />

keinen Fehler gemacht habe. Deswegen<br />

war ich schlussendlich diesen einen Tick<br />

schneller als die Konkurrenz.<br />

STARKE SAISON<br />

VON VINCENT K.<br />

3.<br />

Ein Jahr mit deutlich mehr Höhen als<br />

Tiefen. Seine beste Weltcup-Platzierung<br />

feierte Vincent Kriechmayr mit dem Sieg<br />

beim Klassiker in Wengen, Rückschläge<br />

gab es beim spektakulären Ausfall in<br />

Kitzbühel und bei den Platzierungen in<br />

Gröden. Am Ende wurde es Rang zwei im<br />

Super-G-Weltcup, in der Abfahrt reichte<br />

es zu Platz drei. Bei der WM im schwedischen<br />

Aare heimste der 27-jährige<br />

Oberösterreicher in Abfahrt (Bronze) und<br />

Super-G (Silber) zwei Medaillen ein.<br />

4.<br />

5. 5.<br />

3.<br />

Abfahrt<br />

Super-G<br />

Lake Louise (USA)<br />

Abfahrt, 24.11.18<br />

Lake Louise (USA)<br />

Super-G, 25.11.18<br />

Beaver Creek (USA)<br />

Abfahrt, 30.11.18<br />

Beaver Creek (USA)<br />

Super-G, 01.12.18<br />

Gröden (ITA)<br />

Super-G, 14.12.18<br />

Gröden (ITA)<br />

Abfahrt, 15.12.18<br />

13.<br />

Bormio (ITA)<br />

Abfahrt, 28.12.18<br />

Bormio (ITA)<br />

Super-G, 29.12.18<br />

22.<br />

Wengen (SUI)<br />

Abfahrt, 19.01.19<br />

Kitzbühel<br />

Super-G, 27.01.19<br />

WM Aare (SWE)<br />

Super-G, 06.02.19<br />

WM Aare (SWE)<br />

Abfahrt, 09.02.19<br />

Kvitfjell (NOR)<br />

Abfahrt, 02.03.19<br />

Kvitfjell (NOR)<br />

Super-G, 03.03.19<br />

Grandvalira Soldeu (AND)<br />

Abfahrt, 13.03.19<br />

Grandvalira Soldeu (AND)<br />

Super-G, 14.03.19<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

159


Kriechmayr klopft auf Holz:<br />

„Dank starker Kondition und<br />

viel Glück blieb ich von Verletzungen<br />

verschont.“<br />

Wie ich gefeiert habe? Keine Sekunde!<br />

Denn es stand ja mit Kitzbühel der<br />

nächste Klassiker auf dem Programm, da<br />

muss man jede Möglichkeit der Regeneration<br />

nutzen, die sich einem bietet.<br />

Doch statt des nächsten Erfolges kam<br />

die Abfahrt, bei der einigen wohl der<br />

Schrecken in die Glieder gefahren ist.<br />

Ich dagegen habe versucht, es so nüchtern<br />

wie möglich zu analysieren. Meine<br />

Erkenntnis: Es war einfach ein bissl zu<br />

viel, zu viel über meinem Limit, zu viel<br />

über meinen Fähigkeiten. Deswegen hat<br />

es so brutal ausgeschaut. Ich habe mir<br />

die Szenen nachher einmal im Fernsehen<br />

angeschaut, das große Schockerlebnis<br />

hatte ich dabei nicht. Es sah genauso<br />

aus, wie es sich auf der Strecke angefühlt<br />

hat. Da kann man nur sagen: abhaken,<br />

den Blick nach vorne richten.<br />

ES WAR EINFACH EIN<br />

BISSL ZU VIEL, ZU VIEL<br />

ÜBER MEINEM LIMIT,<br />

ZU VIEL ÜBER MEINEN<br />

FÄHIGKEITEN.<br />

Was im konkreten Fall der Blick zur<br />

WM nach Aare war. Der Ort, an dem<br />

ich 2018 beim Weltcup-Finale gewonnen<br />

hatte. Dementsprechend groß waren<br />

die Erwartungen. Gar nicht so sehr<br />

die von außen, die sind bei mir nie so<br />

hoch wie die, die ich an mich selber stelle.<br />

Aber ich wusste, dass ich dort sehr<br />

schnell bin, also wollte ich auch liefern.<br />

Und zwar in Form von Medaillen, was<br />

bei Großereignissen ja das einzig Interessante<br />

ist, wenn man ehrlich ist. Und mit<br />

einmal Silber und einmal Bronze habe<br />

ich das auch geschafft, auch wenn es<br />

zum ganz großen Wurf nicht gereicht<br />

hat. Ja, so sind wir Sportler, restlos<br />

glücklich kann man eben nicht sein,<br />

wenn im Zielraum nicht die Nummer 1<br />

vor deinem Namen steht.<br />

Das Gleiche gilt für den Kampf um<br />

die Kristallkugeln. Wir hatten uns beim<br />

ÖSV vor der Saison vorgenommen, im<br />

Speedbereich eine Kugel zu ergattern.<br />

Das ist uns nicht gelungen, das muss<br />

man auch so klar aussprechen. Und<br />

trotzdem sind die Plätze zwei und drei<br />

absolut in Ordnung. Und ich komme<br />

auch ganz schnell wieder auf den Gedanken:<br />

Es ist ein großes Privileg und<br />

nicht selbstverständlich, eine Saison so<br />

zu beenden. Erst recht in einer Sportart,<br />

in der es jedes Jahr so viele Verletzte<br />

gibt. Ich klopfe auf Holz, dass ich bis<br />

jetzt verschont geblieben bin, was auf<br />

der einen Seite mit viel Arbeit im konditionellen<br />

Bereich, auf der anderen Seite<br />

aber auch mit Glück zusammenhängt.<br />

Wenn ich mir vor Augen halte, wie viele<br />

Toptalente wegen Verletzungen nicht<br />

den Weg einschlagen konnten wie ich,<br />

bin ich mehr als happy und weiß, dass<br />

ich mich absolut glücklich schätzen darf.<br />

Jetzt ist die Saison vorbei und die<br />

meisten Menschen denken ja, dass dann<br />

erst einmal der ganz große Urlaub angesagt<br />

ist. Weit gefehlt! Gerade die Phase<br />

nach dem letzten Rennen ist für mich<br />

die stressigste: Man hat sehr viele Termine,<br />

das neue Material ist fertig und will<br />

getestet werden, und dann wollte ich ja<br />

noch eine Kolumne für den Athlete’s<br />

Corner verfassen ... ;-) Nein, professionelle<br />

Medienarbeit gehört für mich genauso<br />

dazu wie vieles andere. Aber gerade<br />

jetzt werden die Weichen für die neue<br />

Saison gestellt und da es mir in den letzten<br />

Jahren immer gelungen ist, mich<br />

von Jahr zu Jahr zu verbessern, wird es<br />

auch diesmal mein Anspruch sein, wieder<br />

topvorbereitet in die neue Saison zu<br />

gehen. Denn wie gesagt: So ganz zufrieden<br />

sind wir erfolgshungrigen Profisportler<br />

eben doch nie.<br />

Die Energie AG unterstützt seit 19 Jahren<br />

Spitzensportler aus Oberösterreich und formt<br />

damit ein Team, in dem Leistungswille,<br />

Zusammengehörigkeitsgefühl und Authentizität<br />

für eine besondere Atmosphäre sorgen.<br />

Hier die Heldinnen und Helden dieser<br />

einzigartigen Sportfamilie:<br />

Hannes Trinkl (Kapitän), Vincent Kriechmayr,<br />

Lukas Weisshaidinger, Michael Hayböck, Andrea<br />

Limbacher, Victoria Schwarz, Barbara Haas,<br />

Max Lahnsteiner, Johnny Rohrweck, Mendy<br />

Swoboda, Ana Roxana Lehaci, Thomas Mayrpeter,<br />

Stefan Spiessberger, David Brandl<br />

160 <strong>SPORTaktiv</strong>


Vincent Kriechmayr<br />

Ski Alpin<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Erfolgreich<br />

Die Energie AG unterstützt und fördert in ihrer Sportfamilie Sportlerinnen und Sportler aus Oberösterreich,<br />

die sich mit Topleistungen revanchieren. Mit dabei ist auch Vincent Kriechmayr, Gewinner der Silbermedaille<br />

im Super-G und der Bronzemedaille in der Abfahrt bei der Weltmeisterschaft in Åre <strong>2019</strong>. Kapitän ist der<br />

Abfahrtsweltmeister von 2001, Hannes Trinkl.<br />

www.sportfamilie.at<br />

© gepa-pictures<br />

EAG Grafik<br />

v.l.n.r. Hannes Trinkl, Kapitän // Thomas Mayrpeter, Ski Cross // Viktoria Schwarz, Kanu-<br />

Flachwasser // Max Lahnsteiner, Ski Alpin // David Brandl, Schwimmen // Ana Roxana Lehaci,<br />

Kanu-Flachwasser // Mendy Swoboda, Paracanoe // Lukas Weißhaidinger, Diskus // Barbara<br />

Haas, Tennis // Johnny Rohrweck, Ski Cross // Andrea Limbacher, Ski Cross // Michael Hayböck,<br />

Skisprung // Stefan Spiessberger, Kitesurfing //


„MANCHMAL<br />

KOMME ICH MIR<br />

SCHLECHT VOR“<br />

XAVER SCHLAGER IST ABGE-<br />

HOBEN. SPORTLICH, WEIL ER<br />

MIT RED BULL SALZBURG<br />

UND DEM NATIONALTEAM<br />

VON EINEM HIGHLIGHT ZUM<br />

NÄCHSTEN FLIEGT. PRIVAT<br />

WÜRDE IHM DAS NIE PASSIE-<br />

REN. ER SAGT: „JEDER ARBEI-<br />

TER LEISTET MEHR ALS ICH.“<br />

VON MARKUS GEISLER<br />

immt man die vergangenen<br />

zwei Jahre als Grundlage,<br />

müsste Xaver Schlager an einem<br />

permanenten Höhenkoller<br />

leider. Kapitän der erfolgreichen<br />

Salzburger<br />

Youth-League-Mannschaft. Euro-Fighter.<br />

Österreichischer Meister und Cupsieger.<br />

Heiße Aktie am Transfermarkt. Und im<br />

Nationalteam durchgestartet. Doch vom<br />

Verlust der Bodenhaftung ist der 21-Jährige<br />

weit entfernt. „Ich sehe mich als normalen<br />

Arbeiter, der ein bisschen intensiver<br />

Fußball spielt. Nein, eigentlich sehe ich<br />

mich sogar etwas darunter, weil andere 40<br />

Stunden arbeiten müssen, um sich ihr<br />

Geld hart zu verdienen. Ich muss schon<br />

auch intensiv etwas tun, aber Arbeiter leisten<br />

vielleicht doch etwas mehr als ich.“<br />

Eine erfrischende Herangehensweise in<br />

der Welt der Louis-Vuitton-Tascherl und<br />

Privatjet-Ausflüge. Dabei könnte es sich<br />

Xaver Schlager durchaus leisten, sich als<br />

Superstar feiern zu lassen, weil er sportlich<br />

so gut wie immer liefert. Doch so etwas<br />

käme dem Mittelfeldspieler, der in der<br />

Öffentlichkeit am liebsten unerkannt unter<br />

dem Radar fliegt, nie in den Sinn. „Ich<br />

bin immer erstaunt, wenn Kinder zu mir<br />

sagen: Du bist mein Vorbild. Ich denke<br />

dann: Das ist schon sonderbar. Manchmal<br />

komme ich mir dabei ein wenig schlecht<br />

vor, weil es doch so viele Dinge gibt, die<br />

wichtiger sind als Fußball. Aber das vergessen<br />

wir Fußballer manchmal, weil wir<br />

ein wenig in einer Parallelwelt leben, in<br />

der alles passt und dir vieles hinterhergetragen<br />

wird. Was aber auch nicht immer<br />

einfach ist.“<br />

Geschenkt worden ist dem Blondschopf<br />

aus St. Valentin allerdings nichts.<br />

Bereits im Alter von zwölf Jahren wurde<br />

er von „Stevies Papa“ (gemeint ist<br />

Ex-Teamspieler und Stefan Lainers Vater<br />

Leo) entdeckt und von Red Bull nach<br />

Salzburg gelotst. An Heimweh litt er nie.<br />

„Ich hab die Tragweite gar nicht realisiert,<br />

das Ganze als lustige Geschichte gesehen.<br />

Man freut sich aufs Internat, aufs Kicken,<br />

auf neue Freunde.“ Und wann hat er zum<br />

ersten Mal das Gefühl gehabt, dass es für<br />

eine Profikarriere reichen könnte? Schlager<br />

lacht. „Bis heute nicht“, sagt er. „Es<br />

kann so viel passieren – Verletzungen, ein<br />

Absturz ... Im Fußball kannst du heute<br />

der Superstar sein, morgen der Trottel und<br />

übermorgen verletzt und austauschbar.<br />

Dann erinnert sich keiner mehr an dich.“<br />

So schnell wird Schlager allerdings<br />

wohl nicht vergessen werden. Zu stark<br />

waren seine Auftritte auf nationaler, vor<br />

allem aber auf internationaler Ebene, wo<br />

er vor allem mit seiner „Ich-scheiß-mirnix“-Attitüde<br />

beeindruckt. „Wovor soll<br />

ich Angst haben“, fragt er. „Ich hab immer<br />

davon geträumt, in großen Stadien<br />

gegen große Gegner zu spielen – warum<br />

soll ich dann in Ehrfurcht erstarren? Die<br />

Gegenspieler sind auch nur Menschen,<br />

die auf meinem Niveau waren und sich<br />

hoch gekämpft haben. Das kann ich<br />

doch genauso schaffen.“ Entspanntheit,<br />

die auch mit einem Ritual zusammenhängt.<br />

Denn vor den Spielen setzt sich<br />

Schlager die Kopfhörer auf und biegt zu<br />

Fotos: Getty Images<br />

162 <strong>SPORTaktiv</strong>


Ob in Salzburg<br />

oder im<br />

Nationalteam:<br />

Xaver<br />

Schlager<br />

liefert auf<br />

konstant<br />

hohem<br />

Niveau.<br />

gemütlichen Hip-Hop-Rhythmen in seinen Tunnel<br />

ab. „Ich brauche da kein Bumm-Bumm, sondern<br />

etwas Chilliges mit gutem Beat. Ich weiß, dass ich<br />

besser spiele, wenn ich klar im Kopf bin und<br />

schlechter, wenn ich Stress habe.“<br />

Klarheit im Kopf wird auch vonnöten sein, um<br />

die restliche Saison mit ihren großen Herausforderungen<br />

zu absolvieren. Mit Salzburg kämpft Schlager<br />

noch um Cup und Meisterschaft, mit dem Nationalteam<br />

um die EM-Qualifikation. Und dann gibt es<br />

noch ein ganz besonderes Highlight, da sich die U21<br />

des ÖFB für die EURO in Italien im Juni qualifiziert<br />

hat. „Da wäre ich irrsinnig gern dabei“, sagt Schlager,<br />

der als 97er-Jahrgang auf jeden Fall spielberechtigt<br />

wäre. „Die Mannschaft hat selten in Bestbesetzung<br />

gespielt, weil manche schon im A-Team dabei,<br />

andere verletzt waren. Aber wenn wir mit der vollen<br />

Mannschaftsstärke anreisen, können wir dort etwas<br />

erreichen, das Potenzial ist da. Dann müssen wir uns<br />

auch nicht vor einem Gegner wie Deutschland<br />

verstecken.“ Eine Herangehensweise, wie sie für<br />

Xaver Schlager typischer nicht sein könnte.<br />

WETTEn<br />

WiE siE WollEn!<br />

Online. Mobile. Filiale.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

163


RO<br />

IST E-SPORTS<br />

WIRKLICH SPORT?<br />

„E-SPORTLER<br />

MÜSSEN FIT SEIN“<br />

Also, wenn Darts oder Schach als Sport gelten, trifft das<br />

für E-Sports aus meiner Sicht erst recht zu. Der Aspekt der<br />

körperlichen Anstrengung ist jedenfalls hier und da etwa<br />

gleich. Aber auch abseits dieses Vergleichs ist E-Sports für<br />

mich in die Rubrik Sport einzuordnen. Und zwar aus<br />

mehreren Gründen: Man muss sich viel damit befassen,<br />

um wirklich ein sehr guter Spieler auf Topniveau zu<br />

werden. Man muss sich Gedanken über Taktik machen,<br />

zum Beispiel beim beliebten Spiel FIFA. Spiele ich<br />

auf Ballbesitz oder Gegenpressing? Abwartend oder<br />

attackierend? Und mit welchem System habe ich die<br />

größten Chancen, meinen Gegner zu bezwingen? Ich<br />

zum Beispiel kann vom Zocken auf der Konsole eine<br />

Menge für meine Arbeit als Fußballprofi mitnehmen.<br />

Und zu all dem kommt: Man muss körperlich<br />

fit sein, um sich über einen langen Zeitraum so gut<br />

konzentrieren zu können, sodass man auf Topniveau<br />

Spiele gewinnt. Ich selbst merke auf meinem<br />

Freizeitlevel, dass ich bei längeren Sessions immer<br />

wieder Pausen brauche, auch wenn ich heute<br />

längst nicht mehr so viel zocke wie früher. Was<br />

ich allerdings zugeben muss: Zuschauen, wie<br />

andere Leute zum Beispiel Fortnite spielen,<br />

wäre nichts für mich. Das ist mir dann doch<br />

zu langweilig.<br />

THOMAS MURG<br />

Rapid-Profi und Hobby-Gamer<br />

„ES IST DAS<br />

FALSCHE SIGNAL“<br />

Eins vorweg: Ich verstehe die Interessen, die hinter<br />

E-Sports stecken, und will ihn keineswegs verteufeln.<br />

Aber mich irritiert das Wort „Sport“ hinter dem<br />

E schon sehr. Denn mit Bewegung an der frischen<br />

Luft und dem Spüren des eigenen Körpers hat das<br />

Ganze nichts zu tun. Und es ist in Zeiten, in denen<br />

wir immer mehr Zeit vor dem Bildschirm und weniger<br />

mit realen Begegnungen verbringen, das falsche Signal<br />

an unsere Kinder: Du brauchst dir gar keine echten Ski<br />

anzuschnallen um auf die Piste zu gehen, es reicht, wenn<br />

du dich virtuell die Abfahrt hinunterstürzt. Befürworter<br />

sagen, dass man über E-Sports Kids animieren kann,<br />

auch den echten Sport auszuprobieren. Das halte ich für<br />

eine Illusion. Die Kids spielen nicht auf der Konsole Karate<br />

und gehen dann in den Karateverein, sondern sie spielen<br />

erst Karate, dann Golf, dann Eishockey usw. Das ist der<br />

falsche Weg. Es geht wohl auch für Sportverbände darum,<br />

die Kids mit besseren Argumenten abzuholen als mit einem<br />

Spiel mehr auf der Spielkonsole. Wir sollten uns gemeinsam<br />

in Bewegung setzen, wie wir die Kinder wieder auf natürliche<br />

Weise zu echter körperlicher Bewegung einladen können.<br />

Demnach fände ich es ein schönes Zeichen – beispielsweise eines<br />

Skiverbandes – nicht bei jedem Trend dabei sein zu wollen,<br />

sondern vielmehr die Kerndisziplin jeder Sportart – nämlich die<br />

soziale Kompetenz – weiter zu etablieren!<br />

FELIX GOTTWALD<br />

Dreifacher Olympiasieger nordische Kombination<br />

Fotos: GEPA-Pictures.com, Caro Strasnik<br />

164 <strong>SPORTaktiv</strong>


MACH MIT BEI DEN SK RAPID JUGENDCAMPS<br />

CAMP A KW 27<br />

CAMP B KW 28<br />

CAMP C KW 28<br />

CAMP D KW 29<br />

OLLERSDORF (BGLD.)<br />

So., 30.6. - Sa., 6.7.<strong>2019</strong><br />

TULLN<br />

So., 7.7. - Sa., 13.7.<strong>2019</strong><br />

WIEN-HÜTTELDORF<br />

Mo., 8.7. - Fr., 12.7.<strong>2019</strong><br />

YSPERTAL<br />

So., 14.7. - Sa., 20.7.<strong>2019</strong><br />

CAMP E KW 30<br />

CAMP F KW 31<br />

CAMP G KW 32<br />

CAMP H KW 33<br />

WIESELBURG<br />

So., 21.7. - Sa., 27.7.<strong>2019</strong><br />

MISTELBACH<br />

So., 28.7. - Sa., 03.8.<strong>2019</strong><br />

LUNZ AM SEE<br />

So., 4.8. - Sa., 10.8.<strong>2019</strong><br />

WIEN/HÜTTELDORF<br />

Mo., 12.8. - Fr., 16.8.<strong>2019</strong><br />

CAMP I KW 34<br />

CAMP J KW 34<br />

CAMP K KW 35<br />

BAD TATZMANNSDORF<br />

So., 18.8. - Sa., 24.8.<strong>2019</strong><br />

KLOSTERNEUBURG<br />

Mo., 19.8. - Fr., 23.8.<strong>2019</strong><br />

WIEN/HÜTTELDORF<br />

Mo., 26.8. - Fr., 30.8.<strong>2019</strong><br />

Du bekommst ein originales SK Rapid Trikot, einen adidas Ball und eine SK Rapid Trinkflasche.<br />

Besonders cool ist, dass auch die Spieler des SK Rapid vorbeischauen und dir echte Profi-Tipps geben können.<br />

ALLE INFOS & ANMELDUNG UNTER SKRAPID.AT/JUGENDCAMPS<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

165


RETRO + GESCHICHTE<br />

Wie schafft man eigentlich eine Ikone?<br />

Sicher nicht, indem man brav eingetretenen<br />

Pfaden folgt. Vor 50 Jahren, im<br />

Jahr 1969, verließ Tag Heuer die Komfortzone<br />

des gelebten Erfolgs mit etwas<br />

Disruptivem, gänzlich Neuem. Mit der<br />

Monaco brachte man die erste quadratische,<br />

wasserdichte Sportuhr auf den<br />

Markt, noch dazu einen Chronografen<br />

mit erstmals automatischem Aufzug, einer<br />

gemeinsamen Entwicklung mit<br />

Breitling und Hamilton. Tatsächlich<br />

schien es anfangs so, als hätte die Welt<br />

nicht auf so etwas Avantgardistisches gewartet.<br />

Rechteckige Uhren waren, meist<br />

mit Steinen besetzt, bisher den Damen<br />

vorbehalten. Die spezielle Form machte<br />

es bis dahin auch unmöglich, die Gehäuse<br />

abzudichten. Trotz bescheidener<br />

Verkaufszahlen bewies der damalige aktive<br />

und heutige Ehrenpräsident der Firma,<br />

Jack Heuer, unternehmerischen<br />

Mut und ließ das Modell weiterhin im<br />

TAG HEUER<br />

NICHTS RETRO –<br />

EINFACH PUR!<br />

Diese, wie damals, mit dem automatischen<br />

Chrono-Kaliber 11 bestückte Monaco<br />

hat eine Breite von 39 mm. Immer noch<br />

außergewöhnlich ist eine Wasserdichte<br />

von 100 m bei einem eckigen Gehäuse,<br />

hier in Edelstahl. Perfekt: Das gelochte<br />

Vintage- Band. Preis: 5250,– Euro<br />

= IKONE<br />

Angebot. Einen wesentlichen Turbo-<br />

Schub erfuhr die Monaco durch eine<br />

andere Ikone, den Weltstar Steve Mc-<br />

Queen. Im legendären Rennfahrerfilm<br />

Le Mans zierte die berühmte, links bekronte<br />

Variante mit blauem Zifferblatt<br />

des Haudegens Handgelenk. Warum<br />

war die Aufzugskrone links? Als Instrumentenuhr<br />

für Rennfahrer sollte dem<br />

Betätigen der rechts liegenden Chrono-Drücker<br />

nichts im Weg stehen. So<br />

wird eine fehlerfreie Bedienung erleichtert.<br />

Es gibt also genug zum Feiern im<br />

Hause TAG Heuer. Dies geschieht etwa<br />

mit einer wunderbaren Neuauflage der<br />

ursprünglichen Uhr. Im Laufe des Jahres<br />

erwarten uns noch einige weitere<br />

Monaco-Gustostückerln. Wir dürfen<br />

gespannt sein.<br />

Fotos: TAG Heuer, Hersteller<br />

166 <strong>SPORTaktiv</strong>


SPORTUHREN<br />

NEWS<br />

GARMIN<br />

DESCENT MK 1<br />

Gut, gut. Ja, das ist ein Tauchcomputer. Aber einer,<br />

der auch zu Lande immer weiß wo’s langgeht. Unter<br />

Wasser macht ihm keiner was vor und auch sonst<br />

geht dem stattlichen Ührchen kaum die Luft aus. Volle<br />

10 Tage im Smartwatch-Modus hält der Dauerläufer<br />

durch, was die Konkurrenz atemlos zurücklässt. Von<br />

Herzmesser, Tiefen- und Höhenmesser, Gyroskop,<br />

Kompass und Thermometer bis hin zu GPS ist so<br />

ziemlich alles für sämtliche Über- und Unterwasserabenteuer<br />

an Bord. Preis: ab 999,99 Euro<br />

www.garmin.com<br />

CASIO<br />

PRO TREK SMART<br />

Smart war schon der Vorgänger, jetzt ist sie noch<br />

schlauer, aber auch schmaler und dünner. Dank der<br />

Möglichkeit, Offlinekarten nutzen zu können, darf<br />

das Smartphone gerne zu Hause bleiben. 50 m<br />

Wasserdichte sowie ein Barometer und Höhenmesser<br />

runden das Gesamtpaket ab. Wear OS by Google<br />

öffnet ohnehin die Welt zu Unmengen an Apps.<br />

Preis: 549,– Euro<br />

www.protrek.eu<br />

MONTBLANC<br />

SUMMIT 2 TITAN<br />

SPORT EDITION<br />

Der Schreib- und Lederwarenspezialist stellt seinen<br />

Reisekoffern einen richtungsweisenden Handgelenksbegleiter<br />

zur Seite. In ihrer zweiten Auflage<br />

kann die Montblanc Summit alles besser als der<br />

Vorgänger und packt einen beeindruckenden Haufen<br />

Technik in ein gut tragbares Titan-Gehäuse.<br />

Wie bei der Casio ist hier Android Wear für die Betriebsamkeit<br />

zuständig, was sicher kein Fehler ist.<br />

Besonders chic: Bei Auswahl eines klassischen<br />

Chrono-Zifferblattes geht sie fast als mechanische<br />

Uhr durch. Preis: 1070,– Euro<br />

www.montblanc.com<br />

TECHNIK –<br />

QUO VADIS?<br />

Wir leben in einem faszinierenden<br />

Zeitalter! Große<br />

Worte, in der Welt der Zeitmesser<br />

jedoch ganz sicher wahre.<br />

Kaum eine andere Industrie<br />

entwickelt sich so bipolar wie die<br />

der Uhren. Modernste Elektronik<br />

trifft auf Mechanik, welche auf<br />

teils jahrhundertealte Prinzipien<br />

aufbaut. Smartwatch oder Handaufzug?<br />

Diese Frage wird, zum<br />

Glück, meist mit „gerne beides“<br />

beantwortet. Das eine schließt<br />

das andere nicht aus, sondern<br />

ergänzt sich im besten Fall.<br />

Warum hat so etwas Archaisches<br />

wie die mechanische Uhr überhaupt<br />

noch Chancen, was macht<br />

ihre Begehrlichkeit aus? Wahrscheinlich<br />

ist es die Erhabenheit<br />

gegenüber geplanter Obsoleszenz,<br />

die es ja durchaus geben soll.<br />

Die Gewissheit, ein nachhaltiges<br />

Produkt zu kaufen oder zu schenken,<br />

ein mögliches Erbstück gar.<br />

Damit das so bleibt, müssen die<br />

Hersteller ein jahrhundertealtes<br />

Rezept unverändert beibehalten:<br />

kompromisslose Qualität zu<br />

selbsterklärenden Preisen. Schaffen<br />

sie das, dann kann es noch<br />

sehr lange erfolgreich auf beiden<br />

Seiten weitergehen.<br />

PHILIPP PELZ<br />

Seit bald 25 Jahren professionell<br />

mit der Welt der Luxusuhren<br />

verbunden, widmet er sich hier<br />

schreibend dem Thema Zeitmesser.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

167


AUTO<br />

SPORTLICHE SUVs, KOMBIs, VANs, PICK-UPs IM FOKUS<br />

AKTIV<br />

ELEKTRISCH, SMART,<br />

INNOVATIV UND EMOTIONAL<br />

DIE ERFOLGSMARKE ŠKODA<br />

PRÄSENTIERTE IN GENF DIE<br />

GANZE BANDBREITE IHRER<br />

MOBILITÄTSDIENSTLEIS-<br />

TUNGEN. DIE HIGHLIGHTS<br />

WAREN DIE KONZEPTSTUDIE<br />

VISION IV, DER NEUE KAMIQ,<br />

DER NEUE SCALA UND DIE<br />

NEUESTE AUSBAUSTUFE<br />

DES ŠKODA FABIA R5.<br />

Das Jahr <strong>2019</strong> markiert einen ganz<br />

besonderen Moment in der<br />

124-jährigen Geschichte des Unternehmens:<br />

Škoda startet in die E-Mobilität.<br />

In den kommenden vier Jahren investiert<br />

das Unternehmen rund zwei Milliarden<br />

Euro in alternative Antriebe und neue<br />

Mobilitätsdienste – die größte Investition<br />

in der Geschichte der Marke – und wird<br />

bis Ende 2022 zehn elektrifizierte Modelle<br />

einführen. Darüber hinaus baut der Automobilhersteller<br />

sein Angebot an neuen<br />

Mobilitätsdienstleistungen konsequent<br />

weiter aus. Beispiele sind die Carsharing-Plattform<br />

HoppyGo oder der Mobilitäts-<br />

und Sozialservice CareDriver. Das<br />

hohe Level der Vernetzung zwischen<br />

Fahrzeug, Fahrer und Umwelt erlaubt es,<br />

Škoda-Fahrzeuge auch in Smart-Home-Netzwerke<br />

einzubinden oder die<br />

„Škoda Connect App“ über den Amazon-<br />

Sprach assistenten Alexa zu steuern.<br />

Die Vision iV gibt einen konkreten Ausblick<br />

auf die künftige Familie rein batterieelektrischer<br />

Fahrzeuge von Škoda. Die<br />

Konzeptstudie basiert als erstes Fahrzeug<br />

von Škoda auf dem „Modularen Elektrifizierungsbaukasten“<br />

(MEB) des Volkswagen-Konzerns,<br />

besticht mit einer athletisch<br />

gezeichneten, aerodynamischen<br />

Karosserie und bietet Škoda-typisch<br />

viel Platz im Innenraum. Die<br />

168 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: Škoda, Mazda, Ford<br />

22-Zoll-Räder setzen optische Akzente. Auffällige<br />

Details sind die illuminierten Glaselemente in den<br />

vertikalen Rippen des Škoda-Grills oder Kameras<br />

anstelle klassischer Außenspiegel. Zwei Elektromotoren<br />

– einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse<br />

– übernehmen den emissionsfreien Vortrieb<br />

und machen die Vision iV zum Allradler. Die<br />

flache Lithium-Ionen-Batterie ist platzsparend im<br />

Unterboden des Fahrzeugs verbaut und ermöglicht<br />

eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern nach<br />

WLTP-Zyklus.<br />

Mit dem neuen Kamiq setzt Škoda seine erfolgreiche<br />

SUV-Offensive fort und präsentiert das erste City-SUV<br />

der Marke. Der Kamiq ist nach dem Kodiaq<br />

und dem Karoq die dritte SUV-Modellreihe für den<br />

europäischen Markt und rundet das erfolgreiche<br />

SUV-Portfolio nach unten ab. Das Wort Kamiq<br />

stammt aus der Sprache der im Norden Kanadas<br />

und in Grönland lebenden Inuit und steht für etwas,<br />

das in jeder Situation perfekt passt und seinen eigenen<br />

Charakter hat. Im wachsenden Segment der<br />

City-SUV verbindet der Škoda Kamiq die Vorzüge<br />

eines SUV wie größere Bodenfreiheit oder eine erhöhte<br />

Sitzposition mit einem stylishen Offroad-<br />

Auftritt und der Agilität eines Kompaktfahrzeugs.<br />

Der Škoda Scala definiert die Kompaktklasse für<br />

Škoda komplett neu: mit hoher Funktionalität,<br />

State-of-the-Art-Connectivity und emotionalem<br />

Design. Der Škoda Scala trägt passend zum neuen<br />

Charakter und zur modernen Technik auch einen<br />

neuen Namen: Scala bedeutet im Lateinischen<br />

„Treppe“ oder „Leiter“. Der Scala bietet ein hohes<br />

Level an aktiver und passiver Sicherheit, Scheinwerfer<br />

und Heckleuchten in Voll-LED-Technik, viel<br />

Platz für Passagiere und Gepäck sowie fünf effiziente<br />

Motoren von 66 kW (90 PS) bis 110 kW (150 PS)<br />

und zahlreiche Simply-Clever-Ideen. Der Marktstart<br />

erfolgt zu Beginn des zweiten Quartals <strong>2019</strong>.<br />

Ebenfalls in Genf zu bestaunen war die nächste<br />

Ausbaustufe des Škoda Fabia R5. Das erfolgreichste<br />

Rallyefahrzeug in der Motorsportgeschichte<br />

der Marke erhält heuer ein technisch<br />

optimiertes Upgrade.<br />

Sportlich & praktisch! Škoda findet derzeit die perfekte Abstimmung<br />

im Sortiment, hier die drei Neuen: Fabia R5, Scala und Kamiq.<br />

FESCH<br />

INS GELÄNDE<br />

Außergewöhnliches Kodo-Design, hochwertige Verarbeitung<br />

und innovative Motoren sind die Merkmale des<br />

neuen Mazda CX-30, der im Herbst an die Startlinie geht.<br />

Seine kompakte Bauweise und das großzügige Platzangebot<br />

reihen den neuen Mazda CX-30 in die Mitte zwischen<br />

CX-3 und CX-5 ein. Bei einer Gesamtlänge von 4395 mm<br />

bei 2655 mm Radstand und 430 l Kofferraumvolumen bietet<br />

der Mazda CX-30 viel Platz bei möglichst kompakten<br />

Abmessungen. Motorisch stehen für den CX-30 drei Antriebsvarianten<br />

zur Verfügung: ein 2-Liter-Benziner mit 122<br />

PS, ein 1,8-Liter-Diesel mit 116 PS und der innovative<br />

Skyactiv-X-Benzinmotor mit Kompressionszündung. Für<br />

Spritsparpotenzial sorgen Zylinderabschaltung und<br />

Mild-Hybrid-System. Alle Motorisierungen sind optional<br />

auch mit Allradantrieb erhältlich.<br />

ENTSCHEIDENDE<br />

30 MILLIMETER<br />

Der neue Ford Focus Active ist das ideale Angebot für<br />

Menschen mit aktivem Lebensstil, das heißt: für die<br />

wachsende Zahl von SUV- und Crossover-Kunden, die die<br />

Vielseitigkeit eines SUV und die Fahrdynamik eines Pkw<br />

wünschen. Die 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit des<br />

„Active“ weisen ebenso auf den robusten Charakter dieses<br />

neuen Crossover-Modells hin wie zusätzliche, in Schwarz<br />

ausgeführte Radkästen- und Schweller-Verkleidungen.<br />

Im Ford Focus Active gibt es neben den drei bekannten<br />

Fahrmodi „Normal“, „Sport“ sowie „Eco“ noch zwei weitere<br />

Fahrmodi: „Rutschig“ sowie „Unbefestigte Straßen“.<br />

Für Aktivsportler perfekt ist der große Laderaum bei der<br />

Kombivariante, fasst er doch beachtliche 1653 Liter bei<br />

umgelegten Sitzen.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> 169


NACHSPIEL<br />

BIS ETWAS<br />

PASSIERT<br />

EGYD GSTÄTTNER<br />

Der Klagenfurter ist<br />

freier Schriftsteller<br />

und Hobbysportler.<br />

Sicher haben auch Sie, liebe Leserinnen<br />

und Leser, sich schon einmal gefragt:<br />

Woran erkennt man eigentlich einen Radweg?<br />

Nun denn, hier und heute also die<br />

Aufklärung: Woanders ist das eine Straße,<br />

die exklusiv den Radfahrern vorbehalten<br />

ist, durch zwei weiße Sperrlinien definiert,<br />

die Wegfläche selber hebt sich durch eigene<br />

Asphaltfarben – meistens leuchtend grün oder<br />

rot – vom Asphalt ab. Manchmal findet man<br />

nach dem Vorbild von Autostraßen exklusive,<br />

von den Autostraßen gänzlich abgetrennte,<br />

von Alleen gesäumte, zweispurige Luxus-Radstraßen<br />

– wie etwa am Weg nach Grado.<br />

Welche Lust, da in die Pedale zu treten!<br />

Bei uns hingegen entstehen Radwege in der<br />

Regel impressionistisch im Auge des Betrachters:<br />

Man muss sie Kraft seiner Fantasie auf<br />

den Asphalt der Straße hinaufdenken. Es gibt<br />

sie – so wie Grenzlinien zwischen Staaten<br />

oder den Äquator: Drüberstolpern kann man<br />

freilich ebenso wenig wie über einen Masterplan.<br />

Das wichtigste Erkennungsmerkmal: ein<br />

auf den Asphalt gesprühtes weißes Fahrrad!<br />

Manchmal strichlierte Begrenzungsmarkierungen,<br />

manchmal nicht. Rot oder grün: leider zu<br />

teuer. Zweitwichtigstes Erkennungsmerkmal:<br />

parkende Autos, parkende Lastkraftwägen (wir<br />

müssen unsere Ware abladen! Danke für Ihr<br />

Verständnis!), parkende Reisebusse (unsere<br />

Gäste müssen aussteigen und die Koffer<br />

müssen wir auch irgendwo abstellen; danke<br />

für Ihr Verständnis!). Außerdem erkennt man<br />

Radwege an Fußgängern, Nordic-Skatern, Joggern,<br />

Kinderwägen, Schlaglöchern, Stadtwerkebussen,<br />

Anrainerverkehr, Schneehäufen: Ein<br />

Radweg ist für alle da!<br />

Allersicherstes Erkennungsmerkmal eines<br />

Radwegs: das Wort „Ende.“ Man findet es<br />

praktisch vor jeder Kreuzung. „Ende“ ist das<br />

mit Abstand am häufigsten auf den Boden gesprühte<br />

Wort der Stadt. (Umgekehrt erkennt<br />

man eine Autostraße daran, dass sie nirgends<br />

ein „Ende“ hat.) Und last, not least der Abenteuerfaktor:<br />

Zwei strichlierte Linien zwischen<br />

der Autostraße links und den Autoparkplätzen<br />

rechts, sodass ein einparkender oder<br />

ausparkender Wagen jedes Mal den Radweg<br />

queren muss und von hinten gar nicht anders<br />

kann, als in den toten Winkel zu schneiden,<br />

aus dem der tapfere Radler kommt. Bis etwas<br />

passiert! Aber keine Sorge: Wir haben ein Klinikum,<br />

ein Unfallkrankenhaus, eine Unfallversicherungsanstalt<br />

und vor der Behandlung:<br />

Fragebögen, Fragebögen, Fragebögen und<br />

eine detaillierte Beschreibung des Unfallhergangs.<br />

So, liebe Landsradlerinnen und Radler:<br />

Viel Spaß und gute Fahrt!<br />

IMPRESSUM<br />

sportaktiv.com<br />

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STÄNDIGE MITARBEITER<br />

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Oliver Pichler, Axel Rabenstein, Herwig Reupichler<br />

FOTOREDAKTION<br />

Thomas Polzer (-25 87)<br />

170 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

03/<strong>2019</strong><br />

erscheint am<br />

6. Juni<br />

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Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen werden in Kooperation mit der<br />

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.<br />

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Styria Marketing Services GmbH & Co KG, „Abo <strong>SPORTaktiv</strong>“,<br />

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Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.


Kinder Gesund Bewegen<br />

Eine Initiative des Sportministers<br />

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt:<br />

Kinder und Jugendliche sollten täglich<br />

mindestens 60 Minuten aktiv sein!<br />

Studienergebnisse zeigen: Nur 40 % der 11-17-jährigen Schülerinnen und Schüler in<br />

Österreich gelingt es, diese WHO-Empfehlung an zumindest 5 Tagen der Woche einzuhalten.<br />

Nur 28,5 % der Kinder sind mindestens 7 Stunden in der Woche körperlich aktiv.<br />

Bewegung wirkt: Mehr Bewegung trägt dazu bei, gesundheitliche Risiken zu verringern<br />

und fördert gleichzeitig die Konzentration für schulische Leistungen.<br />

Die gezielte Zusammenarbeit von Kindergarten, Schule und Sport ist der wichtigste Ansatz<br />

für mehr Bewegung im Alltag von Kindern und Jugendlichen.<br />

Daher forciert der Sportminister die Bemühungen der Initiative „Kinder gesund bewegen“.<br />

Foto: Fotolia ©SerrNovic<br />

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES BMöDS


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4,52 %; Fahrleistung: 10.000 km/Jahr; Restwert: € 8.848,–; Bearbeitungsgebühr: € 160,–; Rechtsgeschäftsgebühr: € 110,54; Gesamtbetrag: € 15.790,68. Kaufpreis beinhaltet € 3.000,–Gesamtbonus:<br />

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nicht mit anderen Aktionen der PSA Bank kumulierbar. Angebot der PSA Bank Österreich, Niederlassung der PSA Bank Deutschland GmbH. Weitere Details bei Ihrem Peugeot-Händler. Symbolfoto.<br />

Druck- und Satzfehler vorbehalten.<br />

Gesamtverbrauch: 4,1 – 5,8 l /100 km, CO 2 -Emission: 108 – 131 g/km.