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Meyrink Okkultismus

in sich und Weisheit,

in sich und Weisheit, eines sowohl als das andere; der aber das nicht sieht, was in ihm ist, der sage nicht, daß derselbe mehr Grund hat als du; du hast es in dir sowohl als er, du hast es nur nicht gesucht. Schlafen ist solcher Künste Wachen. Denn das ist das Licht der Natur, welches im Schlafe arbeitet, und ist der unsichtbare Mensch und ist doch geboren wie der sichtbare und ist natürlich; mehr aber ist ihm wissend, denn dem Fleische ist zu wissen. Der Mensch besitzt zwei Leiber, einen elementarischen und einen siderischen (fluidischen), und beide Leiber geben einen einzigen Menschen. Der eine ist sichtbar und der andere unsichtbar. Der Tod scheidet beide Leiber voneinander; der elementarische verwest im Grabe, der siderische wird (längere Zeit später) im Firmamente ver- Meyrink Okkultismus Seite 28 von 178

zehrt. Im Schlaf, wenn der elementare Leib ruht, ist der siderische Leib wach, denn der Schlaf hat ihm nichts an. Der elementare Leib bleibt im Grab und ist unbeweglich, der siderische aber ist beweglich und bleibt nicht an einem Ort, sondern sucht die Wohnung, welche der Mensch in seinem Leben gehabt hatte. Daraus folgt, daß der siderische Leib unter Umständen gesehen werden kann; denn ist es des Menschen Gewohnheit gewesen, an den und den Ort zu gehen, so behält der siderische Leib diese Gewohnheit oder eine andere auf Eigennutz, Wucher, Geld, Hurerei usw. gerichtete bei, bis er verzehrt ist. Wenn einer sagt: Ich habe dessen „Geist“ gesehen, so war es doch nur der siderische Leib. Es ist übel gesagt, daß man sagt, es sei derselbe Mensch, während er es Meyrink Okkultismus Seite 29 von 178

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