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Lokale Musikwelt lässt

Lokale Musikwelt lässt aufhorchen UploadSounds: Mit verschiedenen Initiativen unterstützt man junge Talente in ihrer künstlerischen Entwicklung Die Musikszene in Tirol ist ebenso vielfältig wie vielversprechend. Die RUND- SCHAU hat sich mit zwei Bands aus der Region – MIM sowie mit Boarding Line – unterhalten und interessante Einblicke in ihr aufstrebendes musikalisches Dasein erhalten. Unterschiedlicher könnten die Musiker und ihre Musikstile nicht sein und doch zeichnen sich beide durch eine immense Leidenschaft zur Musik und ihr unermüdliches Engagement aus. Von Beatrice Hackl Sowohl MIM als auch Boarding Line haben bereits von sich reden gemacht und zudem bereits ein Album veröffentlicht. Das Tiroler Pflaster ist für Musiker sicherlich ein hartes, deshalb sind Projekte wie UploadSounds für lokale Bands umso wichtiger. Dieses ganzjährige Projekt unterstützt junge Bands aus Tirol, Südtirol und Trentino. Die Vernetzung mit anderen Musikern ist laut Boarding Line extrem wichtig: „Allein isch man nix, zusammen isch man stärker!“ Beide Bands konnten durch die Teilnahme an dem Projekt unter anderem derartige Kontakte knüpfen. TEILNAHMEBEDINGUNG. Bands und Solokünstler können sich kostenlos online einschreiben. Dafür muss lediglich ein selbstkomponierter Song hochgeladen werden. Jeder Band steht eine ganze Seite auf der Internetplattform zur Verfügung, um sich vorzustellen. Weiterhin ist es im Zuge der Einschreibung möglich, sich gleich für einen Auftritt im Rahmen von einem oder mehreren Konzerten der UploadOnTour zu bewerben. Das UploadSounds-Projekt Musik: Eine Leidenschaft, die Sängerin Mimi sichtlich Spaß macht. Die Punk-Pop-Band Boarding Line, bestehend aus Paul Krismer – Guitar/Backing Vocals, Manuel Fiegl – Bass/Backing Vocals, Johann Neurauter – Drums sowie Raphael Hess – Vocals/Rhythmguitar plauderte in ihrem Proberaum mit der RUNDSCHAU. setzt sich aus vier Teilen zusammen: Bandwettbewerb, UploadOnTour, Musikexport und den sogenannten Call. Auf der Homepage von Uploadsounds finden Sie die Details zu den vier Teilen des Projekt. Die Einschreibungen sind kostenlos unter www.uploadsounds.eu möglich. Bis 30. April können sich Musikgruppen und Solokünstler noch für 2018 einschreiben. MIM – MUSIC IS MAGIC. Bei MIM hat man es mit fünf Vollblutmusikern zu tun. Die Musik war immer schon Teil ihres Leben, so haben alle bereits als Kinder musiziert und diese Leidenschaft führte sie schlussendlich alle an das Konservatorium nach Innsbruck. Dort haben sie sich im Zuge des Jazz-Studiums kennen und schätzen gelernt. MIM ist keine Partyband, wie sie selbst sagen, und setzen ausschließlich auf selbst geschriebene Songs. Keyboarder Michael Hosp beschreibt ihren Musikstil als „nicht abgespaceden, jedoch komplexen Jazz-Hip Hop-Pop“. HERZENSPROJEKT. Alle fünf Bandmitglieder sind in den unterschiedlichsten Formationen aktiv und verdienen dadurch auch Geld, aber MIM ist zweifelsohne ihr Herzensprojekt, mit dem sie eigene Songs auf die Bühne bringen. „Wir machen mit MIM unser eigenes Ding und es ist cool, wenn Songs funktionieren“, ist sich die fünfköpfige Band einig. Der Internetauftritt der Band ist ebenso professionell wie ihre Arbeitsweise und so scheint es nicht weiter verwunderlich, dass beispielsweise die meisten Zugriffe auf I-Tunes aus den USA stammen. Aus eins, mach fünf. In den Anfängen war MIM allerdings ein Soloprojekt der Sängerin Mimi Schmid. Schnell formierte sich allerdings der Rest der Band und es ging darum das Debütalbum „expired warranty“ auf die Bühne zu bringen. Weil der Sound recht syntic-lastig sei, sei er live nur schwer umsetzbar. Deshalb entschied man sich des öfteren dafür, die Songs akustisch bzw. unplugged zu spielen. Was wunderbar funktionierte. Die seit gut zwei Jahren bestehende Band arbeitet aktuell an den Feinheiten des zweiten Albums. Dieses kann in Kürze zusammen mit ihrem Produzenten in Landeck aufgenommen werden. Auf UploadSounds angesprochen berichtete Schlagzeuger Christoph Pfister: „Wir hatten aufgrund dieses Projekts einen Auftritt in Trentino. Das Ganze war super organisiert. Es war ein toller Gig und vor allem die Vernetzungen, die durch so etwas entstehen, sind entscheidend.“ Auch für 2018 hat Mimi, die sich meist den organisatorischen Belangen annimmt, die Band wieder für das Projekt eingeschrieben. ZEIT UND LEIDENSCHAFT. MIM sieht Tirol zwar nicht als das ideale Pflaster für angehende Berufsmusiker, aber es sei durchaus in Unordnung. In Wien wäre es ihrer Meinung nach sicherlich gleich schwer. Man habe zwar mehr Möglichkeiten, aber die Konkurrenz sei natürlich auch ungemein größer. „Erfolg kommt nicht von irgendwo. Musiker wie die Beatles, Jimmy Hendrix oder Led Zeppelin verdanken ihre Breitenwirkung harter Arbeit. Dafür braucht es viel Zeit und Leidenschaft.“ Alle Bandmitglieder sind sehr aktiv und haben beispielsweise in Linz ein weiteres Musikstudium aufgenommen. Die örtliche Distanz vereitelt die Weiterentwicklung des Bandprojekts keineswegs. So entwerfen Mimi und Christian Ideen für neue Songs und sobald sich alle wieder am selben Ort einfinden, werden sie gemeinsam ausgearbeitet. „Das Projekt MIM steht nie und so lange kein Stillstand herrscht, gibt es immer einen Fortschritt“, ist Sängerin Mimi überzeugt. BOARDING LINE. PUNK IS NOT DEAD. Lebenseinstellung, Leidenschaft, Zufluchtsort und Ausdrucksform – all das ist Musik für die Punker von Boarding Line. „Wir entstammen der 2010-er Pop-Punkszene und unsere Songs beinhalten old- bis new-school Elemente“, beschreibt Sänger Raphael den Sound der Band. Die Musiker sind sich einig, dass die einstige Rebellion für die gesamte Rock Musikbewegung wichtig war. Heute sei es allerdings kaum noch möglich, wirklich anzuecken, man könne mit Nonkonformität höchstens noch Statements setzen. Alle Bandmitglieder haben mehr oder weniger lang die Musikschule besucht. Beim Großteil der Band RUNDSCHAU Seite 22 24./25. Jänner 2018

zeigte sich allerdings auch an dieser Stelle das tief verwurzelte „Punker–Ich“. „Natürlich ist es gut und wichtig, die Basics zu lernen. Aber ich wollte einfach das ‚Müssen‘ innerhalb der Musikschule nicht mehr. In der Band kannst du spielen, was du willst, und lernst mehr, da du die Entwicklung selbst vorantreibst“, ist sich der autodidakte Bassist Manuel Fiegl sicher. KREATIV AUF ALLEN EBE- NEN. Apropos selbst ist der Mann oder eben der Punk: Schlagzeuger Johann Neurauter sei ein echter Detail-Tüftler, so seine Bandkollegen. Er ist gelernter Tischler und hat sich intensiv mit seinem Instrument beschäftigt, was bei ihm soweit geführt hat, dass er sich sein Schlagzeug tatsächlich selbst gebaut hat. DISZIPLINLOSIGKEIT FEHLANZEIGE. Geprobt wird bei Boarding Line ein bis drei Mal pro Woche im Silzer Gewerbegebiet. „Das Zusammenspielen in den Proben und vor allem auf der Bühne bringt einen extrem weiter. Wir sind ständig bemüht, die Bühnenshow weiter zu verbessern, feilen an Songs, am Aufbau der Setliste und an den Übergängen,“ berichtet Gitarrist Paul Krismer aus ihrem Bandalltag. Die Social Media Auftritte werden von der Band selbst bestritten und auch hier wird alles im Kredo besprochen und geplant, wann und wie diese bespielt werden. Die Reichweite der unterschiedlichen Plattformen ist erstaunlich, so verbucht die Band Zugriffe aus USA, Norwegen, Finnland, England, Spanien und sogar Argentinien. Sobald ein Konzert ansteht, rührt die Band selbst die Werbetrommel: Sie spielen auf der Straße, verteilen Flyer und dergleichen. Diese Aktionen zeigen ebenso Wirkung, wie die Vernetzung mit anderen Musikern und Locations. „Man hilft sich gegenseitig, das ist das A und O“, ist sich die Band einig. Mittlerweile hat sich Boarding Line in der heimischen Szene einen Namen gemacht, erhalten einige Konzertanfragen und spielen Gigs vor 20 bis 200 Besuchern. Die größten Gänsehautmomente sind für die Band jene, in denen sie das Publikum wirklich erreichen. „Wenn die Lait mitmachen und mitsingen, dafür machen mir des“, untermauert der Telfer Raphael. Durch Uploadsounds erhielten die jungen Musiker einen Gig im Weekender in Innsbruck. Die Band bestand zu diesem Zeitpunkt zwar erst ein halbes Jahr, dennoch war der Auftritt ein voller Erfolg und im Sinne der „Vernetzung“ hatte dieser Auftritt Die RUNDSCHAU durfte bei MIM in Hatting Proberaumflair in Reinnatur erleben. Christoph Pfister – Drums, Benjamin Lampert – Bass, Mimi Schmid – Vocals, Christian Hauser – Guitar und Michael Hosp – Keys sind Vollblutmusiker. RS-Fotos: Hackl eine grandioses Nachspiel: So durften die Punker wenig später, dank des damaligen Weekender Chefs kurze Zeit später als Vorband ihrer Idole, den Punk-Ikonen „Anti Flag“, auf der Bühne stehen. MACHT EUCH SELBST EIN BILD. Besucht die Webseiten der Bands unter www.mim-music.com und unter www.boarding-line.com. Musikinteressierte sollten sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, persönlich bei einem Konzert vorbeizuschauen, es lohnt sich: MIM wird z. B. im Sommer beim „Kufstein unlimited“ Festival auftreten. Boarding Line steht bereits am Freitag, dem 26. Jänner, ab 20 Uhr in der Riddim-Bar in Telfs auf der Bühne. Darmfit durch den Winter Jetzt neu! mit OMBE Darm-Synbiotika aus der Apotheke! Ideale Ergänzung zum Antibiotikum! 028_OMB_1217 T_RS Für das Immunsystem! Alles Gute! www.ombe.at für den Darm OMBE DRINK | OMBE DRINK KIDS & CO | OMBE IMMUN € 3,- Bonus einlösbar in Apotheken bis 31.03.2018 Gutschein nicht in bar ablösbar, nicht mit anderen Aktionen kombinierbar Refundierung bitte über Ihren STADA Außendienst 24./25. Jänner 2018 RUNDSCHAU Seite 23