Berliner Zeitung 15.06.2019

BerlinerVerlagGmbH

Mit YouTube die Welt verstehen –ein riskanter Selbstversuch – Report Seiten 2und 3

Heute mit

Service und

Immobilien

21°/31°

Sonne und Gewitter

Wetter Seite 16

AM WOCHENENDE

www.berliner-zeitung.de

Sonnabend/Sonntag,15./16. Juni 2019

Nr.136 HA -75. Jahrgang

Auswärts/D*: 2.00 €

Berlin/Brandenburg: 1.80 €

Im Magazin:

The Face

Wieist das als Sohn vonAudrey Hepburn?

Seite 2und 3

The Fish

Erinnerungen an 60 JahreFischstäbchen

Seiten 4und 5

The Feeling

Zu Besuch bei der Liebesbriefe-Tagung

Seite 7

Anzeige

www.atala.de

Iran: Wachsende

Kriegsgefahr

Politik Seite 6, Leitartikel Seite 8

Die Bombe in Mitte

Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wird gefunden. 3000 Menschen

müssen ihre Wohnungen verlassen. Der Fernsehturm wird geräumt. Berlin Seite 9

POLIZEI

Eltern, Kinder

und das Klima

Feuilleton Seiten 26 und 27

DPA/KAY NIETFELD

Die Berliner Initiative

„Deutsche Wohnen und

Co enteignen“ hat am

Freitag einen ersten Teilerfolg

erzielt. Die Organisatoren haben

bei der Senatsinnenverwaltung

mehr als 77 000 Unterschriften übergeben.

Damit ist eine Hürde auf dem

Wegzum Volksentscheid für die Vergesellschaftung

von Immobilienkonzernen

genommen. 20 000 Unterschriften

wären nötig gewesen.

„Dass wir so viele Unterschriften

in so kurzer Zeit sammeln konnten,

zeigt, wie frustriert die Berliner über

die Profitmacherei der Immobilienkonzerne

sind“, sagte Jenny Stupka,

Sprecherin der Initiative. „Das ist ein

starkes Zeichen für die Änderung der

Eigentumsverhältnisse“, ergänzte

ihr Kollege Rouzbeh Taheri.

Die Senatsinnenverwaltung wird

jetzt die Rechtmäßigkeit der Unterschriften

prüfen. Bei dieser Menge

ist es aber sehr wahrscheinlich, dass

die erforderlichen 20 000 Unterschriften

erreicht werden.

Danach wird die Innenverwaltung

das Volksbegehren juristisch

bewerten. Sollte es am Ende durchgewinkt

werden –was politisch und

auch juristisch umstritten ist –, würden

die Berliner erneut zur Unterschrift

gebeten. Für das Volksbegehren

müssten sieben Prozent der

Wahlberechtigten unterschreiben:

rund 175 000 Menschen. Für die

dann folgende Volksabstimmung

würde eine einfache Mehrheit reichen,

jedoch müssen 25 Prozent aller

Wahlberechtigten überhaupt

daran teilnehmen.

Doch selbst eine erfolgreiche

Volksabstimmung gäbe keine Gewähr,

dass der Senat sich daran

hielte. Sohat sich die rot-rot-grüne

Landesregierung voriges Jahr über

Volkes Willen hinweggesetzt, den

Flughafen Tegel unabhängig vonder

Eröffnung des BER offenzuhalten.

In der Enteignungsdebatte wird

auch innerhalb der Berliner Koalition

der Druck auf den SPD-Innensenator

Andreas Geisel aufgebaut,

das Verfahren nicht zu verzögern.

Die Linke hat sich klar für Enteignung

ausgesprochen. SPD und

Grüne zeigen Sympathien für das

Vorhaben, halten es aber für ein

Werkzeug unter vielen einer Politik,

die der grassierenden Mietensteigerung

Einhalt gebietet.

Dennoch spricht Grünen-Stadtentwicklungspolitikerin

Katrin

Schmidberger angesichts der Unterschriftenübergabe

von einem „klaren

Auftrag an Rot-Rot-Grün“. Der

Senat müsse mit der Initiative gemeinsam

ein Gesetz erarbeiten. Außerdem

dürfe das Verfahren nicht

ausgebremst werden, „indem das

Volksbegehren vor das Landesverfassungsgericht

gezerrt wird“, so

Schmidberger.Tatsächlich wird Geisel

für einen Gang vorGericht im Senat

kaum eine Mehrheit finden.

Kritik bleibt bestehen

Der Berliner FDP-Fraktionschef Sebastian

Czaja war am Freitag ebenfalls

zum Ort der Unterschriftenübergabe

gekommen, um zu protestieren.

Czaja hält Enteignung für ein

falsches Instrument der Mietenpolitik,

er sprach von„Willkür“ und einer

„massiven Konfrontation“.

Auch von anderer Stelle gibt es

Kritik. DerVerband Berlin-Brandenburgischer

Wohnungsunternehmen

(BBU) hält das Vorhaben nicht nur

für nicht verfassungskonform, sondern

auch für zu teuer. Die Entschädigungssumme

wird auf 18 bis 37

Milliarden Euro geschätzt. Außerdem

entstehe dadurch nicht eine

Wohnung neu, obwohl dies dringend

erforderlich sei. „Die Leidtragenden

wären angesichts der vielen,

dann nicht mehr finanzierbaren Investitionen

in die Stadt alle Berliner“,

sagt BBU-Vorstand MarenKern.

DieBerliner Enteignungsinitiative

erwähnte Bundeskanzlerin Angela

Merkel (CDU) auf dem Deutschen

Merkel ist gegen

denMietendeckel

Während in Berlin die

Enteignungsinitiative fast 80 000

Unterschriften an den Senat übergibt,

zeigt sich die Kanzlerin beim

Mieterbund in Köln sehr skeptisch

gegenüber staatlichen Eingriffen

VonElmar Schütze

Übergabe der Unterschriften an Vertreter der Verwaltung.

BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN

Mietertag in Köln am Freitag nicht explizit.„Es

ändertsich nur etwas,wenn

Wohnungen gebaut werden“, sagte

sie. Der Auftritt und die Rede der

Kanzlerin zur Mietenpolitik waren

mit Spannung erwartet worden.

Die Kanzlerin bekräftigte die Zusage,indieser

Legislaturperiode insgesamt

fünf Milliarden Euro für sozialen

Wohnungsbau zur Verfügung

zu stellen. Zusammen mit den Aufwendungen

für Baukindergeld,

Wohngeld und Städtebauförderung

sollten es sogar 13 Milliarden Euro

sein. Merkel ermahnte aber die Länder,das

für den sozialen Wohnungsbau

vorgesehene Geld auch tatsächlich

dafür einzusetzen. Das Problem

sei so groß, „dass wirklich jeder Euro

auch in diesem Bereich ausgegeben

werden muss“.

Berlin erhält Dragonerareal

Skeptisch äußerte sich Merkel zu

Forderungen nach einem Mietendeckel.

Zwar sei es richtig,Wucher zu

begegnen, doch „wir müssen auch

ein Klima schaffen, in dem gerne gebaut

wird“, sagte sie.„Es muss weiter

interessant und attraktiv sein, in

Wohnraum zu investieren.“

Wenn sie auch Mietendeckel und

Enteignungen ablehnt, befürwortete

Merkel aber doch ordnungsrechtliche

Maßnahmen zu Auskunftspflichten

und zur Erstellung von

Mietspiegeln, um mehr Transparenz

bei Mieterhöhungen durchzusetzen.

In ihrer Rede verwies sie zudem auf

die bereits beschlossene deutliche

Erhöhung des Wohngeldes um rund

30 Prozent. Dies sei „eine wegweisende

Änderung“, zumal das Wohngeld

künftig automatisch analog zur

Entwicklung der Lebenshaltungskosten

ansteigen solle. Dringend

notwendig seien auch Programme

zur energetischen Gebäudesanierung.

Hier werdedie Regierung noch

einmal einen Anlauf unternehmen.

DerMietendeckel könnte im Bund

zum nächsten Problemthema der

großen Koalition werden. Nicht, weil

der Berliner Senat einen solchen Deckel,

befristet auf die nächsten fünf

Jahre, schon 2020 auflegen will. Sondern,

weil sich offenbar die Bundes-

SPD des Themas annimmt. Zumindest

hat Übergangsparteichef Thorsten

Schäfer-Gümbel die Forderung

erhoben, dass ein Mietendeckel doch

bundesweit eingeführtwerden sollte.

„Wir brauchen den Mietpreisdeckel

für ganz Deutschland“, sagte er dem

Tagesspiegel. „Wir werden das inder

Koalition in den nächsten Tagen ansprechen

und zum Thema machen.“

Ziel ist es,damit die Mieten in gefragten

Wohngegenden für fünf Jahre

weitgehend einzufrieren. Sprich, das

Berliner Modell.

Es gehe bei dem Deckel um eine

Atempause im Mietmarkt, betonte

Schäfer-Gümbel. „Wir gewinnen damit

Zeit, um zu bauen, zu bauen und

noch einmal zu bauen“; da ist man

sich mit Merkel wieder einig. Man

werde„neue Stadtteile errichten und

gleichzeitig Wege suchen müssen,

wie wir Arbeit zurück aufs Land bekommen,

damit Leute überhaupt

nicht in die Situation kommen, in

Ballungsräume ziehen zu müssen“.

Auch der Mieterbund kann sich einen

Mietendeckel vorstellen.

Für den Berliner Wohnungsmarkt

ist am Freitag eine gute Entscheidung

gefallen. DemLandgehörtnun

wieder das Dragonerareal inKreuzberg.

Im Finanzausschuss des Bundesrates

hat das Grundstückstauschgeschäft

mit dem Bund die

letzte Hürde genommen. Der Bund

bekommt mehrere Liegenschaften,

auf denen bereits Bundeseinrichtungen

stehen, wie etwa das Jüdische

Museum. Das Land erhält im

Gegenzug das Filetgrundstück am

Mehringdamm. Bereits am Montag

will dann StadtentwicklungssenatorinKatrinLompscher

(Linke) zeigen,

was auf der Fläche möglich ist, bis zu

500 Wohnungen sollen dort entstehen

können. (mit AFP)

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2 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Report

Im Labyrinth

Das erste Video, das bei YouTube

hochgeladen wurde, dauert achtzehn

Sekunden, spielt im Zoo von

SanDiego und trägt den einzig logischen

Titel: „Me atthe zoo“. Es ist der 23. April

2005, JawedKarim, 26 Jahrealt, der Mitbegründer

der Plattform, sagt: „Das Coole an Elefanten

ist, dass sie wirklich, wirklich, wirklich lange

Rüssel haben, das ist cool. Und das ist auch

schon alles,was es zu sagen gibt.“ Darunter der

erste Kommentar auf YouTube: „Interesting...“

In über vierzehn Jahren gab es 70,5 Millionen

Aufrufe.Was soll man sagen? Interessant, oder?

Mitcoolen Elefanten ging es los,danach hat

sich die Welt verändert. Erst langsam, dann immer

schneller. YouTube ist die zweitgrößte

Suchmaschine weltweit, die Nummer drei bei

den meisten Visits nach Google und Facebook.

Es gibt 1,9 Milliarden aktive Nutzer pro Monat,

in 91 Ländern, auf 80 Sprachen. Jeden Tagwerden

über eine Milliarde StundenVideos angesehen.

Jede Minute kommen 400 Stunden dazu.

Hilfe bei der Umrechnung? Kommt gleich.

YouTube ist das neue Fernsehen geworden,

nur anders,ganz anders.Bunter,schriller,lustiger,für

jeden Nischengeschmack das passende

Video. Lust auf ein Kribbeln, das vom Kopf in

den Nacken und vielleicht noch ein bisschen

weiter wandert? Dann bitte ASMR in die Suchmaske

eingeben und „ULTRA TINGLY XXXL

NAIL ASMR“ schauen. Kleiner Tipp: Bitte Kopfhörer

verwenden, um das Geräusch zu genießen,

wenn etwa überüberüberlange Fingernägel

gefeilt werden und eine Stimme betörende

Belanglosigkeiten flüstert.

DieVideowelt ist aber auch aufdringlich und

verführerisch, was nicht nur Geschmacksnerven

reizt, sondern auch besorgte Eltern, Konsumfeinde,

Berufspolitiker alarmiert. „Ist You-

Tube gefährlich?“, fragt sich auch Die Emmy in

ihrem gleichnamigen Video, das bis Freitagabend

83 192 Aufrufe hatte. Leichte Entwarnung:

Nicht nur Emmy unterscheidet zwischen

YouTube und„dem echten Leben“.

Entstanden ist ein Ort, an dem das Recht auf

Bildung, Unterhaltung, Berieselung mit dem

Recht auf Empörung verknüpft ist –imallerbesten

Fall wird daraus eine Pflicht zum Engagement.

Unser Planet muss ja gerettet werden.

Ichhabe zwei Arbeitstage genutzt, um nichts

zu tun, außer Videos zu gucken. Will ich hier

jetzt YouTube erklären? Nein, kann ich nicht.

Schon gar nicht mit fast vierzig.Wasich will: Beschreiben,

was ich gesehen habe.Erzählen, wie

ich vom Weltklimarat zur Kurvendiskussion

kam, was der offizielle CDU-Kanal mit einem

Riesenteddy zu tun hat, warum ein Dackel keinen

Elfmeter halten kann und wie das Mädchen

heißt, das so schön singen kann wie Édith Piaf.

Schalten Siejetzt ein.

YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt

und wie Fernsehen –nur anders, ganz anders.

Jeden Tagwerden über eine Milliarde Stunden Videos

angesehen. Kann man das erklären? Nein.

Aber man kann sich darin verlieren. Ein Experiment

Nägel in Überüberüberlänge: „ULTRA TINGLYXXXL NAIL ASMR“ oder das wohlige Kribbeln im Nacken.

Videopremiere bei YouTube: „Me at the zoo“ oder die Kunst, alles und nichts zu sagen.

Wie fährtman einen Ferrari? Wirkönnen ein Video

sehen, weil elektromagnetische Strahlen

von Proteinen auf unserer Netzhaut absorbiert

werden. Wir können Stimmen hören, weil

Schallwellen Luftmoleküle in unserer Nähe hin

und her schieben. Das hätte von mir stammen

können, wenn ich eine Leidenschaft für Naturwissenschaften

entwickelt hätte.Sowie MaiThi

Nguyen-Kim, denn es sind ihreWorte, ihr Wissen

teilt sie aufYouTube.

Der Kanal heißt maiLab, und im Vorstellungsvideo

„Liebesbrief an die Wissenschaft“

sagt sie: „Der Körper ist ein Chemielabor.“ Und:

dass in jedem Kubikmeter Luft 27 Quadrillionen

Gasmoleküle umhersausen, die mit Geschwindigkeiten

von über 1000 km/h auf unsere Haut

prasseln, jederzeit.

405 835 Abonnenten wollen mehr wissen.

Mehr darüber,obHandystrahlen Krebs verursachen,Veganer

die Umwelt retten oder Rezoszerstörerische

Wutrede gegen die CDU (SPD, AfD)

einer wissenschaftlichen Prüfung standhält.

Spoileralarm: Fast alles stimmt. In diesemVideo

tritt Eckhardvon Hirschhausen auf, Arzt, Kabarettist,

telegener Welterklärer. Mai Thi Nguyen-

Kim ist: 31, Chemikerin, Nachfolgerin von

RangaYogeshwar beimWDR-Magazin„Quarks“

–natürlichYouTuberin.

VonPaul Linke

Der gemeinsame Auftritt hat 1,8 Millionen

Aufrufe. Inden Kommentaren steht: „Endlich

fängt Youtube an Sinn zu machen“, „Was für ein

Blödsinn“, „Liebe Mai, zu einem wissenschaftlichen

Arbeiten gehört nicht nur Überschriften

von Artikeln abzulesen und blind Autoritäten

bzw. Experten zu vertrauen (…) –esfolgt ein

Link zum Kanal vonJasminity777, die sagt:„Mai

arbeitet oberflächlich“, sie appelliere „stark an

die Gefühle der Zuschauer und unverhältnismäßig

wenig an denVerstand“, sie beziehe„sich

häufig auf das IPCC und hinterfragt dieses in

keinsterWeise kritisch.“ Aufrufe: 23 279.

Das Intergovernmental Panel on Climate

Change, kurz: IPCC, Weltklimarat genannt, ist

eine Institution, die den Forschungsstand abbildet

und der Politik in gekürzter Form zuspielt.

Laut Mai Thi Nguyen-Kim eine „geballte, verlässliche

Kompetenz und in Sachen Klima definitiv

die Experten, auf die wir und die Politik hörensollten“.

Wasdenn jetzt? Wasist richtig und

was falsch? Werhat recht: die „Wissenschaftsjournalistin

des Jahres“ oder eine 23-jährige

Mathematikstudentin bei ihrerVideopremiere?

Willkommen bei YouTube, woesviele Antworten

gibt und noch mehr Fragen.Wo Parteien

zerstört und neue alte Autoritäten aufgelöst,

neue schon wieder aufgeweicht werden. Wo jeder

den Klimawandel begründen, anzweifeln,

leugnen darf. Wo Fakten und Fakes in einer

Reihe stehen, als seien sie gleichberechtigt, Auslegungssache.

Das kann nicht sein, sagt der

Menschenverstand. Dasgeht schon, sagt ein Algorithmus,der

Pornografie oder Gewalt herausfiltertkann,

aber kein Werkzeug besitzt, das den

Wahrheitsgehalt einesVideos bestimmt.

Willkommen in einem labyrinthischen Videoarchiv,indem

man verweilen kann und sich

irgendwann verlieren muss. Ein Labyrinth der

Meister und Amateure.

Der Algorithmus ist ein eigenes Universum:

unendliche Weiten, wir wissen zu wenig darüber;

Experten sprechen von Algoversum. Was

wir wissen: Über YouTube herrscht ein sich

ständig verändernder Empfehlungsalgorithmus,dessen

wichtigste Aufgabe es ist, den User

solange wie möglich auf der Plattformzuhalten.

Am einfachsten geht das über Emotionen. Ja,

Katzenvideos können süß sein. Aber was soll ich

als nächstes fühlen, was ist für mich geeignet?

Entscheidet der Algorithmus.Und wie? WasDaten

angeht, heißt es,soll YouTube ein Ferrarisei,

den keiner richtig fahren kann.

Am häufigsten empfohlen werden uns Videos

mit der besten Watch Time.Dageht es um

Views: Wie häufig wird ein Video angeschaut?

View Duration: Wie lange schaut jemand zu?

Oder Upload Frequency: Wie viele Videos lädt

jemand hoch? Prinzip: Viel hilft viel. Sagen auch

Eltern, wenn ihreKinder sich wieder verirren bei

der Suche nach einem Lösungsweg in Mathe.

Multiplizieren ohne rechnen? Beider Kurvendiskussion

ist oft Schluss, dahilft gar nichts mehr,

können Mütter und Väter nicht mitdiskutieren.

Als ich in der Oberstufe mit Schnittpunkten

nach Hause kam, mit Asymptoten und Nullstellen

im Kopf plus dem Auftrag, irgendein Verhalten

im Unendlichen zu überprüfen, waren auch

meine Elternnotwendig und hinreichend überfordert.

Ichplötzlich allein.

Es gab keinYouTube.Keinen Kanal wie simpleclub,

in dem Niko und Alex ihren 769 396

Abonnenten beim Bestimmen der Nullstellen

helfen, eine App anbieten, die einen persönlichen

Lehrplan entwickelt. Motto: #EinserSchüler.

Tonalität: „Das ist Jan. Jan hat überhaupt

keine Ahnung von Kurvendiskussionen.“ Kommentar:„Miteuren

Videos rettet ihr einfach Generationen

von Schülern!!!“ Frage: Warum klagen

dann so viele Abiturienten über schwere

Matheprüfungen, wo doch zwei Drittel dieser

Generation sagen, dass YouTube bei Wissensvermittlung

und Themenaufbereitung Vorteile

hat gegenüber der Schule? Steht in einer Studie

des Rates für Kulturelle Bildung.

Es gab auch keinen Lehrer Schmidt, der bei

YouTube das tut, was mein Mathelehrer nicht

tun wollte: verraten, wie man schneller multipli-


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 3

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Report

ANMELDEN

AUTOPLAY

ziert. Als wäredas einTrick vonDavid Copperfield

und ein Mann an der Tafel an einen Zaubererehrenkodex

gebunden.

Lehrer Schmidt hat kein Problem damit,

Geheimnisse auszuplaudern. Videotitel: „GE-

HEIM!!! Multiplizieren –die Lehrervariante“,

587 060 Aufrufe. Mein Kommentar: Soeinfach

ist das? In diesem Sinne eine Empfehlung,

besonders für Grundschüler:„Multiplizieren

OHNE zu rechnen“, 165 658 Aufrufe.

Muss man selbst gesehen haben. Okay,Minispoiler:zeichnerisch,

mit Strichen. Kommentar:„Wieso

habe ich sie nicht als Lehrer?“

KaiSchmidt, wie er in seinem analogen Leben

heißt, ist Rektor in Niedersachsen und

hatte den Schulserver solange mit Erklärvideos

geflutet, bis er voll war. Dann wechselte

er zu YouTube. Videokommentar: „Bin 30

JahreAlt und ich habe viele Rechenwege Vergessen

:( IchBedanke mich für deine Hilfe.“

MeinVater ist 62. Ichwürde ihm einen Link

schicken, wenn er ein Smartphone hätte,wenigstens

eine E-Mail-Adresse.Merken für den

nächsten Heimatbesuch: „Smartphone für

Senioren (Folge 1): Auspacken (neudeutsch:

unboxing)“, 8505 Aufrufe.

Wie reactet man richtig? Die Steigerung von

Unboxing ist Haul, ein Video, indem Einkaufstüten

ausgepackt werden. Neben dem

Tüteninhalt ist das Shoppingerlebnis wichtig;

nur Produktplatzierungen sind wichtiger.Ein

besonders gelungenes Beispiel ist das Video:

„Gigantischer XXL SHOPPING HAUL &seeeehr

krasse Info .. :O“ auf BibisBeautyPalace,

2,2 Millionen Aufrufe. Kommentare: „Wo bekommt

man den Pullover her da wo Victoria

drauf steht?“, „Hast du Rabatt für die kaputte

Hose bekommen?“

Der Kanal gehört Bianca Claßen, inzwischen

auch schon wieder 26, sie führtein öffentliches

Leben an der Seite von Julian Claßen

aka Julienco,26, gemeinsam erreichen sie

5,6 +3,8 Millionen Abonnenten. Diezuunterhalten,

das ist ein Fulltime-Job. Ja, man verdient

Geld mit Videos.YouTube ist eine Karriereoption.YouTuber

ein Berufswunsch.

Vorein paar Monaten haben Bibi und Julian

eine zehntägigeVideopause eingelegt, Lio

kam auf die Welt. Undwer nicht weiß, dass es

diesen Jungennamen vorher nur 72 Mal gab

in Deutschland, der weiß es eben jetzt.

Darüber und über vieles mehr reden die

glücklichen Elterninihren Videos.1,6 Millionen

Views hat „Überraschungsbox für Lio –

Wasist drin?“, nur 1,3 Millionen „Ich habe Lio

den größtenTEDDYderWelt gekauft“ –Megaspoiler:vier

Meter.Für Lio scheint die Bärentatze

eine Aufstehhilfe zu sein. Kommentare:

„Super süß was ihr alles für Lio macht, ihr seid

echt eine süße Family“, „Es ist schon fast ein

Familienblog mit Schmuggelwerbung“,

„Kann man auch noch mehr Plastik verwenden?

Muss doch nicht sein.“

Was auf YouTube unbedingt sein muss:

reagieren, reacten, also ein Video mit einem

Video beantworten. Wusste eigentlich auch

die CDU, Philipp Amthor war ja schon am Set,

dann sagte Generalsekretär Paul Ziemiak:

„Wir wollen keine Videoschlacht.“ Versprechen

gegeben, noch ein Versprechen gebrochen

–und eine Chance vertan.

Dem Kanal cdutv hätte eine Reaktion

nämlich gutgetan. Zurzeit steht die Besucherzahl

bei 9,5 Millionen –angehäuft in knapp elf

Jahren. Bibi und Julian schafften das an fünf

Nachmittagen.

Seit YouTube sich mit der Gema geeinigt

hat – zur Erinnerung: „Dieses Video ist in

Deutschland nicht verfügbar“ –, sind Musikclips

die größten Klickbringer. Die Latino-

Dance-Schnulze „Despacito“ kommt auf 6,3

Milliarden Aufrufe: Weltrekord. Weltbevölkerung

nur noch 1,4 Milliarden entfernt.

DenCDU-Channel nach oben gepusht hat

der Videobeitrag „Koalitionsvertrag: Helge

Braun zur Digitalisierung“ im Februar 2018 –

642 Aufrufe. Der einen Monat später zum

Chef des Bundeskanzleramts unbeförderte

Braun sagte: „Wir wollen in dieser Legislaturperiode,

und das ist der vielfache Betrag gegenüber

der letzten, insgesamt bis zu zwölf

Milliarden Euro öffentliches Geld und sicherlich

noch mal den fünffachen Betrag an privatem

Geld mobilisieren, damit wir Glasfaser

wirklich in alle Regionen, in alle Gemeinden

und am besten bis ans Haus legen.“ So klingt

Politikersprache. Sein Versprechen: „2025

wollen wir damit fertig sein.“ Es gibt immerhin

acht Kommentare. Der mit dem meisten

Zuspruch –drei Daumen hoch –beginnt mit

der Frage: „Was habt ihr die letzten 12 Jahre

gemacht?“ So klingt Real Talk.

Aktuell haben Bibi und Julian auf den „Beziehungs-Check

von Bibisbeautypalace und

Julienco –Ich analysiere das YouTube-Pärchen!“

reagiert. Beide sitzen auf einer Couch

und filmen sich dabei, wie sie ein Video

schauen; im Splitscreen ein Therapeut, der

sagt:„Ohne dass ich sie kenne,gehe ich davon

Der CDU-Kanal hat 9,5

Millionen Aufrufe –angehäuft

in elf Jahren. Bibi

und Julian schafften das

an fünf Nachmittagen.

aus,dass auch die beiden Schwierigkeiten haben

,besonders auch in ihrer Beziehung.“

Dazu Julian: „Wir haben wirklich keine

ernsthaften Probleme.“Werbung, Werbetext:

„Meine Route in Echtzeit mit deinen Liebsten

teilen, damit sie immer wissen wo du bist.“

Wieder Julian: „Real Talk: Wenn wir uns

streiten, dann wegen überflüssigen Sachen.“

Bibi ergänzt: „Natürlich streiten wir uns

auch mal, schnauzen uns auch mal an und

gehen uns für ne halbe Stunde aus dem Weg

und haben keinen Bock aufeinander.“ Hier

kommtmal wieder ein Schnitt.

Frage an mich: Will ich noch mehr erfahrenoder

lieber den Kanal des Beziehungstherapeuten

abonnieren? Sein Werbeversprechen:

„Hol Dir KOSTENLOS mein Hörbuch

Das Geheimnis einer erfüllten Beziehung“.

Erste Hörprobe: „Es gibt keinen besseren Beziehungstipp

als eine Prise Humor.“

AufYouTube kann jeder immer senden. Es

gibt keinen Sendeschluss,keinenProgrammdirektor,keine

Qualitätssicherung. Wasesnatürlich

gibt: „Die schönsten Bahnstrecken

Deutschlands“, eine Sendung aus dem

Nachtprogramm der ARD,die 2013 eingestellt

wurde.Von Leipzig nach Saalein27Minuten –

18 070 Zugreisende waren zumindest kurz

dabei. Empfehlung für Sendeschlussnostalgiker:

„Kaminfeuer hd –10stunden Entspannend

Kamin“,3,8 Millionen Aufrufe.

Wie heißt der Bruder von Elvis? Genug entspannt?

Dann Action!Was beiYouTube immer

zieht, sind TopLists.Und los geht’s:„10 Tiere,

die erst kürzlich entdeckt wurden“, 0,6 Millionen

Aufrufe,die Nummer eins: Squalus Clarkae,

ein Hundshai mit riesigen Augen. Die

gute Nachricht: „Dieser Hai ist viel zu klein,

um Menschen zu fressen.“

Unvermeidlich: „17 lustige Elfmeter im

Fußball“, 1,2 Millionen Aufrufe; bei einem

Schuss taucht ein Dackel im Strafraum auf.

Hätten Dackel die aufmerksamen Augen eines

Hundshais,wäreder Ball reingegangen.

Auch gut: „19 einfache psychologische

Tricks,die tatsächlich funktionieren“, 2,6 Millionen

Aufrufe,merken: „Wennduwillst, dass

sich jemand unwohl fühl, schaue ihm auf die

Stirn. Die Leute fühlen sich unter Beobachtung,

können nicht entspannen.“ Wer jetzt

denkt, was ich dachte:„Wirdein Hund aggressiv,wennich

ihmindie Augen sehe?“ hat bislang

3219 Aufrufe.Kommentar:„Mein kleiner

Husky Rüde (war etwa 3Monate alt) hat mich

knurrend abgesprungen, als ichlange Zeit auf

ihn geschaut habe. Und das mit einem Lächeln

aufdem Gesicht (…)“

Oder:„33 Dinge die du dein ganzes Leben

falsch gemacht hast und nicht einmal wusstest“,

1,4 Millionen Aufrufe, meine Learnings:

Wiebrichtman die Schokogipfel einerTobleronerichtig

ab; wie legt man zwei rundeSchinkenscheiben

passgenau auf eine rechteckige

Brotscheibe; und was muss ich tun, wenn ich

ein Loch inder Wand verspachteln will, aber

gerade keine Spachtelmasse habe?

10, 17, 19, 33 –was fehlt? „Die 105 besten

WhatsApp CHATS des MONATS!“, 1,3 Millionen

Aufrufe, 36Minuten und 11 Sekunden –

leider nicht lustig.

Worüber ich nicht nicht lachen kann?

Flachwitze, am besten als Challenge wie beim

Klassiker von Bullshit TV, vier Jahre, also eine

Ewigkeit her. Die Regeln: Wereinen Schluck

Wasser nicht im Mund behalten kann vorLachen,

hat verloren –der Sieger ist nass. Nur

fair: Nach mehreren Runden müssen beide

Spieler die Klamotten tauschen. Bereit? „Was

macht man mit einem Hund ohne Beine? Um

die Häuser ziehen.“ Noch einer:„Wassagt der

große Stift zum kleinen Stift? Wachsmalstift.“

Und mein absoluter Favorit: „Wie heißt der

Bruder vonElvis? Zwölvis.“

Wersich in den vergangenen Wochen ein

paar Videos vonRezoangesehen hat, den belohnt

der Algorithmus mit weiteren Rezo-Videos.Sobin

ich bei „Leise sein &dauer Lachflash“

gelandet, mit dabei die YouTuber Julien

Bamund Joey’sJungle.IhreLieblingsbeschäftigung:

die Challenge, Hauptsache Wettkampf.

Das ist die Fortsetzung von Jack Ass,

Stefan Raab,Joko und Klaas,nur mit schnellerenSchnitten.

In einemWort:Quatsch.

Ermittelt wird der Sieger im Leise-eine-

Energydose-Öffnen, was Rezo mit 94 Dezibel

gelingt; er ist damit der Lauteste, bekommt

eine Schelle. Davor, dazwischen, danach:

Lachflash. Es folgt Leise-in-eine-Möhre-Beißen,

Leise-eine-Tüte-Chips-Öffnen, Leiseein-Streichholz-Anzünden

– das Prinzip ist

klar:Quatsch, Lachflash, Schelle,erst mal nur

1,4 Millionen Aufrufe. Kommentar: „Bravo,

diesesVideo hat wirklich Kindergartenniveau!

;))“ Hätten wir damals die Saufspiele aufzeichnet,

wäreich vielleicht ein Star.

Ich verabschiede mich erst mal wieder

vom Dauerkonsum aufYouTube, woständig

Quadrillionen Gasmoleküle umhersausen

und mit Geschwindigkeiten von über 1000

km/h auf lustige, smarte, verrückte, politisierende

und polarisierende Menschen treffen.

AufWitzbolde,Verschwörer und Prediger für

irgendeine gute Sache oder nur auf wirklich

coole Elefantenrüssel.

Manchmal passiert dabei nichts. Oder es

weht ein laues Gasmolekülwindchen. Und

manchmal wird einSturm daraus.Sowie bei

Chloe Moriondo und ihrer Kinderzimmerinterpretation

von„La vie en rose“, 10,5 Millionen

Aufrufe.Lohnt sich, versprochen.

Paul Linke

hat natürlich auch alte Folgen von

Alf und MacGyver geschaut.

Empfohlen besondersfür Grundschüler:„Multiplizieren

OHNE zu rechnen“ oder die geheimen Rechenkünste

des Zauberlehrers.

Für den analogen Opa:„Smartphone für Senioren

(Folge 1): Auspacken (neudeutsch: unboxing)“

oder der glaubwürdige Enkeltrick.

Mutterliebe in Übergröße:„Ich habe Lio den größten

TEDDYder Welt gekauft“ oder aus dem Leben

einer ganz normalen YouTuberfamilie.

Endlich mal ein Versprechen: „Koalitionsvertrag:

Helge Braun zur Digitalisierung“ oder wie die Regierung

moderne Kommunikation versteht.

Das Runde muss aufs Eckige: „33 Dinge die du dein

ganzes Leben falsch gemacht hast und nicht einmal

wusstest“ oder auch nicht wolltest.

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VonYouTube zum Plattenvertrag: „la vie en rose –

edith piaf“ oder das nach nächste talentierte Mädchen

von nebenan.


4* Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Politik

NACHRICHTEN

Ehefrau von Can Dündar

flieht nach Deutschland

Nach fast drei Jahren erzwungener

Familientrennung durch den türkischen

Staat ist die Ehefrau des regierungskritischen

Journalisten Can

Dündar in Deutschland angekommen.

Siesei seit Dienstag im Land,

sagte Dilek Dündar der dpa am Freitag

in einem Telefongespräch. Die

türkische Ausreisesperregegen sie sei

weiter intakt. Zu den Umständen ihrerAusreise

wollte sie nicht Stellung

nehmen. IhrMann CanDündar ist als

Ex-Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet

in der Türkei auch wegen Terrorvorwürfen

angeklagt und lebt seit

dem Spätsommer 2016 im deutschen

Exil. Seiner Frau wurde kurzdarauf

der Reisepass entzogen. (dpa)

Gericht kippt Burkini-Verbot

in Koblenzer Bädern

Dasrheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht

hat ein Burkini-Verbot

für städtische Schwimmbäder in

Koblenz vorläufig gekippt. Dasentsprechende

Verbot in der Badeordnung

verstoße gegen das verfassungsrechtliche

Gleichbehandlungsgebot,

entschied das Gericht

nach Mitteilung vomFreitag in Koblenz

in einem Eilverfahren. Damit

dürfe die Klägerin ab sofortwieder

im Burkini –einem Ganzkörper-Badeanzug

–ins Wasser steigen. (dpa)

Dresdner Hutbürger verklagt

ZDF auf Entschädigung

Der Mann mit Hut warf den Journalisten

vor,eine Straftat zu begehen.

DPA

Derals Dresdner „Hutbürger“ bekannt

gewordene Ex-Mitarbeiter des

sächsischen Landeskriminalamtes

forderteine Entschädigung vom

ZDF.Dabei gehe es um eine Medienrechts-

und Persönlichkeitsverletzung,

bestätigte sein Anwalt Maximilian

Krah am Freitag einen Beitrag

des Magazins DerSpiegel. Eine Klage

ging am Freitag laut Krah an das

Landgericht Dresden. DerMann mit

Anglerhut in Deutschlandfarben

hatte im August 2018 am Rande einer

Pegida-Demonstration lautstark

gegen Fernsehaufnahmen des ZDF

protestiert. In der Folge hatten Beamte

ein ZDF-Team über 45 Minuten

festgehalten, was bundesweit

Kritik auslöste. (dpa)

Schweizerinnen streiken für

mehr Gleichberechtigung

Tausende Frauen haben in der

Schweiz bei einem Frauenstreik für

mehr Gleichberechtigung demonstriert.

In vielen Städten und Ortschaften

hatten Gewerkschafterinnen,

Unternehmerinnen und Politikerinnen

Märsche und Kundgebungen

organisiert. DieFrauen fordern

vorallem gleichen Lohn für gleichwertige

Arbeit. Um 11.00 Uhrlegten

viele Frauen kurzzeitig die Arbeit

nieder,auch die Sitzung des Nationalrats

wurde unterbrochen. (dpa)

Angreifer von Christchurch

plädiertauf nicht schuldig

Drei Monate nach dem Anschlag auf

zwei Moscheen im neuseeländischen

Christchurch hat der mutmaßliche

Täter vorGericht auf nicht schuldig

plädiert. Der28-jährige Rechtsextremist

ist wegen Mordes in 51 Fällen,

40-fachen versuchten Mordes und

Terrorismus angeklagt. (AFP)

In Görlitz wird am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt.

Die blaue Normalität

Wieumgehen mit der AfD? In Görlitz könnte die Partei am Sonntag das erste Rathaus erobern

VonJan Sternberg,Görlitz

An der Backsteinmauer unweit

des Neißeufers steht

in großen weißen Lettern:

„Wählt Thälmann!“ Der

Spruch markiert die Anfänge von

„Görliwood“, von Görlitz als Film-

Drehort und Kulisse. Erstammt ursprünglich

von einer DDR-Fernsehproduktion

über den Kommunistenführer,den

die Nazis ermordeten.

Auf dem Bürgersteig davor bleibt

eine Seniorin stehen und sagt: „Ich

wähleWippel!“ SebastianWippel, 36,

Polizeioberkommissar, ist der AfD-

Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl.

Am Sonntag tritt er in der zweiten

Runde gegen den verbliebenen

Gegenkandidaten Octavian Ursu

vonder CDU an. Es könnte das erste

Mal sein, dass die AfD ein Rathaus

erobert. Daher interessiert sich jetzt

die ganzeRepublik für eine OB-Wahl

in einer 56 000-Einwohner-Stadt.

DieSeniorin sagt:„Jetzt wollen sie

uns wieder vorschreiben, dass wir

den nicht wählen dürfen, aber das ist

mir egal.“ Sie hält es für Bevormundung,

dass alle außer der AfD zur

Wahl des CDU-Manns aufrufen: die

Grüne Franziska Schubert, die im

ersten Wahlgang mit 27 Prozent

Dritte wurde,die „Bürger für Görlitz“

–und auch die Stars von Görliwood.

„Wählt weise“, haben Schauspieler

und Produzenten aus Deutschland,

Großbritannien und den USA in einem

offenen Brief den Görlitzerngeraten.

Dass das „wählt nicht Wippel“

heißen soll, war jedem klar.

Als Antwortstellte die AfD ein Plakat

auf Facebook: „Hollywood mag

ihn nicht –ganz Sachsen liebt ihn. Sie

nannten ihn Wippel.“ Und zugleich

lud der Kandidat die Filmschaffenden

auf einen Kaffee ins Rathaus ein,

wenn er denn gewählt wird. „Görlitz

bleibt auch unter einem AfD-Oberbürgermeister

Europastadt“, schrieb

Wippel dazu.

So sieht also der Spagat der AfD

aus, wenn die Macht irgendwo in

Reichweite ist: Sie attackieren das

„Establishment“ – und versichern

zugleich, dass keiner vorihnen Angst

haben müsste.Wippels Wahlkampfthema

ist die Sicherheit in der

Grenzstadt. Wird er gefragt, was das

konkret bedeutet, sagt er:ZweiStreifenwagen

mehr im nächtlichen Einsatz.

Bleibt alles im Rahmen?

In Görlitz verfängt sein Stil. Christian

Eulitz läuft an der Thälmann-

Kulisse vorbei, die sie hier mit einem

trotzigen Stolz als Teil der Stadt akzeptieren.

Er wirdauch Wippel wählen,

sagt er.„Wippel ist Polizist, Ursu

ist Trompeter am Theater. Ich vertraue

dem Polizisten mehr.“ Und

dass er in der AfD ist? „Na und?“,

fragt der Görlitzer zurück.

Na und? Nicht nur in Görlitz ist es

längst kein Tabubruch mehr, AfD zu

wählen. Die Rechtspartei gehört

zum Mainstream. Dasverändertden

Umgang mit ihr.

Ein Sieg Wippels könnte ein weiteres

Signal für die Landtagswahlen

in Sachsen und Brandenburgsein. In

beiden Bundesländern hat die AfD

bei den Kommunalwahlen besonders

auf dem Land abgeräumt, sie

dominiert Kreistage, Stadträte und

Gemeideversammlungen. Die blaue

Wucht sorgt für eine Normalisierung,

notgedrungen. „Wenn die

Leute von der AfD vernünftige Vorschläge

machen, arbeiten wir mit ihnen

zusammen“, sagt etwa Raik

Nowka, Kreischef der CDU in Spree-

Neiße.„Siehaben ihreSitzeimKreistag

ja nicht im Lotto gewonnen, sondernwurden

gewählt.“

Undimbenachbarten Oberspreewald-Lausitz

sagt der designierte

CDU-Fraktionschef Niko Gebel: „Die

beste Idee für unsere Heimat zählt,

egal, von wem sie kommt.“ Aber Gebel

gibt auch die Parole aus: „Keine

Koalition, keine Zählgemeinschaft

mit einer Partei, die Rechtsextreme

auf ihren Listen hat.“

Normalisierung bedeutet nicht

gleich eine schwarz-blaue Annäherung.

Es heißt zunächst einmal, der

neuen Macht auf Augenhöhe gegenüberzutreten.

Nurwas folgt dann?

Auch wenn Wippel in Görlitz

nicht Rathauschef werden sollte –er

hat dafür gesorgt, dass die AfD jetzt

mit 13 Sitzen stärkste Fraktion im

Stadtrat ist. Die anderen Fraktionen

haben eine deutliche Mehrheit gegen

sie. Dennoch ändert der blaue

Block die Spielregeln.

Rolf Weidle ist die graue Eminenz

der Görlitzer Kommunalpolitik. Der

72-jährige Mediziner sitzt seit 20 Jahren

imStadtrat, er hat die Liste „Bürger

für Görlitz“ gegründet, die bei der

Wahl drittstärkste Kraft wurde.Erhat

die Kandidatur der Grünen Franziska

Schubert unterstützt und wirbt nun

für CDU-Mann Ursu, um Wippel zu

verhindern. Weidle sitzt im Café neben

dem Rathaus und macht sich

Sorgen um Görlitz, um die Lausitz,

den Osten. Er sagt: „Wenn diese zerstörerische

Diskussions-Unkultur

nicht verschwindet, dann schwindet

meine Hoffnung, dass sich dieses

Land noch einmal erholt.“

Vor dem Café gehen Touristen

durch die wunderschöne Renaissance-Altstadt

herunter zur Neißebrücke,

die Görlitz mit der polnischen

Stadthälfte Zgorzelec verbindet.

Am Untermarkt wirkt es so, als

wäre ganz Görlitz Görliwood, eine

einzige Kulisse,inder jetzt eine politische

Groteske aufgeführtwird.

Aber das ist natürlich Blödsinn.

Görlitz ist auf einer demografischen

Achterbahn und gerade wieder auf

dem aufsteigenden Ast. „20 000

junge Menschen haben Görlitz nach

der Wende verlassen“, sagt Weidle,

„da braucht es eine Generation, bis

sich das wieder erholt. Aber die

„Görlitz bleibt auch unter einem

AfD-Oberbürgermeister Europastadt.“

Sebastian Wipper,

Polizeioberkommissar und Oberbürgermeister-Kandidat der AfD

IMAGO IMAGES; DPA

Leute kommen doch: 3000 Polen

haben sich auf der deutsche Seite

angesiedelt, 1500 Rentner kamen

aus dem Westen, und junge Leute

wollen auch zurück.“

Eigentlich wurde es wieder besser

in Görlitz. Aber jetzt reden wieder

alle über Wippel und die AfD. Viele

Görlitzer haben Angst, dass die Achterbahn

deswegen wieder nach unten

kippt. „Die ganzeRepublik guckt

auf uns, das macht so viel von unserem

Image kaputt“, sagt Danilo Kuscher.Der

35-jährige ist für eine Bürgerliste

in den Stadtrat gewählt worden.

Zehn Jahrelang hat er in einem

alten Kühlhaus am Stadtrand ein soziokulturelles

Zentrum aufgebaut,

wurde von der Robert-Bosch-Stiftung

geehrt und hat die Frau des

Bundespräsidenten über das Gelände

geführt. Er sorgt sich, dass die

Jungen, Kreativen, Digitalen, die er

anlocken möchte,bald einen großen

Bogen um die Stadt machen. Kuscher

stammt aus Zodel, einem kleinen

Ort inder Gemeinde Neißeaue,

wo die AfD 46 Prozent eingesammelt

hat. Seine Familie lebt noch dort, sie

muss sich jetzt täglich Bemerkungen

anhören, dass ihr Sohn ja zum verhassten

„Establishment“ gehört.

Aber auch Kuscher sagt: Mit den

AfD-Leuten im Stadtrat wirdman reden

müssen. Klare Kante, wenn es

um ihre Ideologie geht. Aber was,

wenn sie eine Parkbank wollen?

„Dann müssen wir über unseren

Schatten springen, zustimmen –und

ihnen die Opferrolle nehmen.“

CDU-Mann Ursu hingegen lehnt

jede Kooperation mit der AfD-Fraktion

ab. Kretschmer unterstützt ihn

dabei. „Wie soll er mit einer Partei zusammenarbeiten,

deren Positionen

absolut konträr zu unseren sind?“,

sagte Kretschmer. „Dasselbe gilt für

den gesamten Freistaat Sachsen.“

Würde Kretschmer jetzt irgendetwas

anderes sagen, wäreesfatal. Aber das

beantwortet noch nicht Weidles

Frage, wie er nun den 13 AfD-Vertreternbegegnen

soll. Bisher war es einfach

im Stadtrat. Es gab zwei Rechtsextreme,

mit denen redete niemand.

Siewurden nicht wiedergewählt.

„Wir müssen eine Umgangskultur

mit den AfD-Vertretern entwickeln“,

sagt auch Rolf Weidle nachdenklich.

„Die anderen politischen

Kräfte werden niemanden zurückgewinnen,

wenn wir nur Kontra zur

AfD stehen. Wir werden mit ihnen

zusammenarbeiten müssen.“

Die Mittagssonne brennt auf den

Marienplatz, die AfD hat schattige

Wahlkampfzelte aufgebaut. Darunter

steht Wippel in Begleitung des

Görlitzer AfD-Bundestagsabgeordneten

Tino Chrupalla und von Bundestags-Fraktionschefin

Alice Weidel.

Wenn alles gut läuft für die AfD

am Sonntag und bei der Landtagswahl,

wirdChrupalla der neue starke

Mann in der Bundespartei. Er ist bereits

designierter Nachfolger von

Alexander Gauland als Parteichef.

Die Menschen, die sich um den

Stand drängen, sind meistens älter

und meistens Männer. Maria

Schwalbe fällt sofort auf. Sie kommt

mit dem Lastenrad, hat kurzgeschorenes

Haar und eine riesige Sonnenbrille.

Schwalbe und ihr Mann sind

zum Studium nach Görlitz gekommen

und wollen auf keinen Fall wieder

weg. Sie haben ohne Erfolg für

die Linken für den Stadtrat kandidiert.

In anderen Städten würde jemand

wie Schwalbe jetzt eine Gegendemo

starten und irgendwie versuchen,

den Stand zu stören. In Görlitz

schaut sie einfach nur zu. Ihr

kleiner Sohn holt eine blaue Tüte mit

AfD-Gummibärchen. „Wir müssen

mit denen reden, streiten, ins Gespräch

kommen“, sagt sie.„Wassollen

wir denn sonst tun?“

„Die Zeit der

Bequemlichkeit

ist vorbei“

Die Soziologin Julia Gabler

über Politik im Osten

Die Soziologin Julia Gabler von

der Hochschule Zittau/Görlitz

sieht in den Wahlerfolgen der AfD in

Ostdeutschland keinen Bruch mit

dem System, sondernmit einem bestimmten

Politikstil, sagte sie der

Berliner Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland). Gabler studierte

in Köln, an der Humboldt-Universität

in Berlin sowie in Brüssel Soziologie,

Philosophie und Slawistik. Ihre

Promotion schrieb sie zu schrumpfenden

Industriestädten im Ost-

West-Vergleich. In ihren Forschungen

geht es um Umbrüche und damit

verbundene Chancen.

Frau Gabler, die ganze Republik

schaut auf Görlitz und fragt sich, wie

die AfD in Ostdeutschland so erfolgreich

werden konnte. Machen Ihnen

diese Erfolge Angst?

Natürlich habe ich auch Befürchtungen,

dass gesellschaftsfeindliche

Positionen an Unterstützung und

politischer Legitimation gewinnen.

Aber vor allem zeigt sich jetzt ganz

neu, wie lebendig die Demokratie in

den ländlichen Regionen sein kann.

Die Leute sind politisiert. Sie reden

und streiten miteinander.Das gab es

lange nicht –und darin lag der Kern

des Problems.

Wiemeinen Siedas?

Hier fehlt die Repräsentationskraft

gesellschaftlicher Institutionen.

DasEinzige,was vomStaat zurückgeblieben

ist, ist die Verwaltung.

Alles, was das soziale Gefüge

in den kleinen Orten zusammenhält,

wurde ins Ehrenamt abgeschoben.

Die großen Betriebe wurden

abgewickelt, und die kleinteilige

Die Soziologin Julia Gabler forscht an der

Hochschule Zittau/Görlitz. PAUL GLASER

Wirtschaft wird nicht gesehen und

nicht wertgeschätzt. Wirhaben eine

Geschichte vonOhnmacht und Entkopplung.

Das klingt, als hätten Sie die Hoffnung

für den Osten, für seine Zukunft,

verloren.

Ganz im Gegenteil! Wenn die

Leute hoffnungslos wären, wären

sie nicht mehr wählen gegangen.

Sie haben nicht mit dem ganzen

System gebrochen, sondernnur mit

einem bestimmten Politikstil. Und

es gibt auch keine Sprachlosigkeit

durch die Wahlergebnisse, im Gegenteil:

Es gibt gerade ein großes

Bedürfnis, miteinander zu sprechen.

Wirkönnen nicht mehr in unserem

gewohnten Fahrwasser bleiben.

DieZeit der Bequemlichkeit ist

vorbei.

Wurde also viel in den vergangenen

Jahren versäumt?

MitSicherheit. Es wurde viel über

die Veränderungen gesprochen und

über die Defizite.Die Menschen, die

hierblieben und den Status quo aufrechterhielten,

kamen kaum vor.

Vielleicht haben sie aber mehr geleistet

als diejenigen, die anderswo

neue Herausforderungen suchten.

Sie haben versucht, in diesen Regionen

etwas zu bewahren. Dasist sehr

viel wert.

DasGespräch führte

JanSternberg.


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 5 *

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Politik

Merkel:

Gemeinsam

für Europa

Rede zum Jubiläum des

Hauses der Geschichte

Bundeskanzlerin Angela Merkel

(CDU) hat erneut zu multilateralem

Handeln aufgerufen. In einer

Rede zum 25-jährigen Bestehen des

Hauses der Geschichte sagte sie am

Freitag in Bonn, historisches Wissen

biete Orientierung und erleichtere

so die Einordnung aktueller Zusammenhänge.

„Wer sich zum Beispiel vor Augen

führt, was Robert Schuman,

Jean Monnet und Konrad Adenauer

bewegt hatte, Europa politisch und

wirtschaftlich näher zusammenrücken

zu lassen, der kann besser verstehen,

warum wir uns für dieses

Europa auch heute einsetzen müssen,

warum es so wichtig ist, verschiedene

Interessen zusammenzuführen,

zu Kompromissen bereit

zu sein, multilateral statt unilateral,

global statt national, gemeinsam

statt allein zu denken und zu handeln.“

Merkel hob hervor, dass das

Haus der Geschichte schon vor Jahren

die Ausstellung „Bilder, die lügen“

präsentiert habe. „Medienkompetenzen

zu stärken, die Manipulation

als solche zu entlarven, das

bleibt im modernen Informationszeitalter

wichtiger denn je, indem

ohnehin nicht selten von alternativen

Fakten die Rede ist, was als solches

schon eine hochinteressante

Kombination ist.“ (dpa)

Liebe Yael,

dein Brief über euren Kurzurlaub

in Brandenburg hat mich so beschäftigt,

dass ich gleich zu recherchieren

begann. Zum Glück hattest

du die Fotowand in der Pension fotografiert,

und ich konnte sie mir

genauer ansehen. Auf den drei Fotos,

die nebeneinander hängen, ist

derselbe junge Mann zu sehen: einmal

ohne Wehrmachtsuniform,

zweimal mit, vermutlich handelt es

sich um einen Sohn der Familie.Auf

Wikipedia erfahre ich, dass in dem

kleinen Ort von den 170 EinwohnernimZweiten

Weltkrieg 44 eingezogen

wurden und 16 ums Leben

kamen.

Das Foto darunter ist ein Gruppenbild

vom Mai 1943, aufgenommen

anlässlich einer Goldenen

Hochzeit. Man sieht Frauen in

hochgeschlossenen Kleidern, Männer

in Anzügen, die Hüte in der

Hand. Einer trägt einen Hitlerbart,

eine das Mutterkreuz, ein anderer,

älter schon, eine Uniform. Das

Rangzeichen ist nicht zu erkennen.

Der Name steht unter dem Foto,

meine Blitzsuche im Internet bringt

keine Ergebnisse. Dafür lese ich,

dass im Nachbarort eine Synagoge

stand, aus der in den 30er-Jahren Juden

vertrieben wurden, die Synagoge

wurde in ein Wohnhaus umgebaut,

der jüdische Friedhof zerstört.

Waswussten diese Leute davon?

Wie ging es ihnen? War ihnen zum

Feiern zumute? Ab 1943 wurden

auch 15-Jährige zur Wehrmacht eingezogen.

Die Stimmung in der Bevölkerung

kippte. Esherrschte Not.

Die Fotos sind ganz offensichtlich

Erinnerungen an Familienangehörige.

Warum aber hängen sie an der

Wand? Im Gästezimmer? Als Beweis,

TelAviv –Berlin

Wehrmachtsuniformen

in unserem

Familienalbum

wie lange die Familie hier schon angesiedelt

ist? Als Bekenntnis?

Der Sohn der Familie, der das

Haus in Brandenburg vermietet,

schreibt auf der Airbnb-Seite, dass

er in der Werbung arbeitet. Er sieht

nett aus.Von dir weiß ich, dass er auf

eure Beschwerde hin antwortete,

dass sieöfter Gäste ausIsrael haben.

Seine Mutter plane selbst gerade

eine Reise dorthin. Das macht die

Sache noch rätselhafter. Ich stelle

mir vor, wie die Familie beschließt,

jetzt, da die Kinder groß sind, das

Anja Reich

Haus in eine Pension umzurüsten,

wiesie dieGästezimmer einrichten,

die Fotos aufhängen. Hatte niemand

Zweifel? Hat keiner gesagt:

Vielleicht lassen wir das mal lieber?

Und hat sich noch nie jemand darüber

beschwert, außer euch?

Wiekönnen Leutesogeschichtsvergessen

sein, so ignorant, frage

ichAlex. Ichglaube, ignorant istdas

falscheWort,sagt er,sie sehen wahrscheinlich

alles nur aus ihrer eigenen

Perspektive und sind nicht in

der Lage, sich in andere hineinzu-

versetzen. Wir stehen in der Küche,

essen Hummus vomCarmel-Markt,

und ich denke an das Fotoalbum

meiner Familie. Auch da gibt es

Männer in Wehrmachtsuniform. Einer

ist mein Opa. Ein anderer sein

Bruder Kurt.Kurtwar in der NSDAP,

mein Opanicht. Trotzdem wäreniemand

in unserer Familie auf die

Idee gekommen, sein Foto aufzuhängen.

Weil Soldatenfotos an sich

ein Statement sind, vor allem aber

wegen der deutschen Geschichte.

Andererseits ist das Gegenteil natürlich

auch nicht besser: Fotos im

Keller verstecken und heimlich anschauen,

so tun, als ob das alles nichts

mit der eigenen Familiezutun hat. Je

länger ich darüber nachdenke, desto

unsicherer werde ich. Unser Familienalbum

steht jetzt bei meiner Mutter.

Eines Tages werde ich es erben,

wird esinmeinem Schrank stehen,

werden meine Kinder und Enkelkinder

mich danach fragen.

Weil mein Opa nicht über den

Krieg reden wollte, habe ich ihm zu

seinem 85. Geburtstag ein Diktiergerät

geschenkt, damit er seine Geschichte

aufs Band sprechen kann.

Nach seinem Todhabe ich die Aufnahmen

abgehört. Er berichtet

darin über sein Leben, über die Stationen

seines Einsatzes und wie

sehr er seine Familie vermisst hat.

DieFragen, die mich am meisten interessieren

–was er gedacht und ob

er selbst Schuld auf sich geladen hat

–lässt er offen. Es ist schwer, die

Perspektivezuwechseln.

Ich sitze im Garten, der Muezzin

singt, gleich beginnt die PrideParade.

Ich bin so weit weg, aber dein Brief

beschäftigt mich immer noch. Ich

glaube,ich fühle mich verantwortlich

für mein Land, fürmeine Leute.

DeineAnja

Innenminister

gehen gegen

Clans vor

Keine Einigung auf

verschärfte Abschiebung

Auf eine gemeinsame Strategie

zur Bekämpfung krimineller

Clans haben sich die Innenminister

von Bund und Ländern auf ihrer

Konferenz in Kiel verständigt. Sie

drohen mit dem Entzug der deutschen

Staatsbürgerschaft. Allerdings

nur, wenn die Clanmitglieder noch

eine zweite Staatsbürgerschaft haben.

Die Bundesregierung soll prüfen,

wie eine Reform aussehen

könnte. Bundesinnenminister Horst

Seehofer (CSU) sagte zu, „im Falle einer

nachgewiesenen Mitwirkung bei

Clankriminalität den von den Ländern

gewünschten Verlust der deutschen

Staatsbürgerschaft bei Vorhandensein

einer weiteren Staatsbürgerschaft

schnell zu realisieren“.

Die Innenminister halten zudem

an der Verlängerung des Abschiebestopps

für Syrer bis zum Jahresende

fest. BeiRückführungen nach Afghanistan

kommen die Länder nicht auf

einen gemeinsamen Nenner. Die

SPD-geführten Länder und Schleswig-Holsteins

CDU-Innenminister

Hans-Joachim Grote wollen an ihrer

Praxis festhalten, weiter nur Straftäter,

Identitätstäuscher und Gefährder

dorthin abzuschieben.

Haus- und Wohnungsbesitzer

sollen künftig auch bei Neubauten

Geld für Einbruchschutz erhalten.

Die staatliche Bank KfW soll dafür

Zuschüsse erteilen. (dpa)

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insgesamt 808 Verbraucher, die in den letzten sechs Monaten bei einem Lebensmittel-Discounter eingekauft hatten, befragt. Im Mittelpunkt der Panel-Befragung standen die Meinungen derVerbraucher zu den Aspekten Preise, Produktsortiment, Qualität der Lebensmittel, Service und Filialgestaltung. Darüber hinaus flossen

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6*Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Ein Bild der iranischen Agentur Tasnim zeigt ein iranisches Marineboot bei der Bekämpfung des Feuersnach Explosionen auf dem norwegischen Tanker „Front Altair“. AFP/TASNIM NEWS

Brandgefährlich

Für die USA steckt der Iran hinter den Explosionen auf den Schiffen im Persischen Golf. Aber vieles ist unklar

Für den US-Präsidenten gibt

es keinen Zweifel, wer für

den Zwischenfall in der

Straße von Hormus verantwortlich

ist. „Sie haben es getan“,

sagte Donald Trump in einem Telefoninterview

des Senders Fox News,

und meinte natürlich den Iran. „Nun

ja, der Iran hat es getan, und sie haben

es, wissen Sie, getan, weil man

das Schiff gesehen hat“, sagte er mit

Blick auf ein Video, das die USA am

Vortag zur Verfügung gestellt hatten.

Das Video soll die US-These einer

iranischen Urheberschaft bestätigen.

In der Tatsind aber viele Fragen

im Zusammenhang mit den Explosionen

auf den beiden Tankschiffen

unbeantwortet.

In internationalen Gewässern

Klar ist: Am frühen Donnerstagmorgen

erreichten die US-Marine in der

Region nach eigenen Angaben zwei

Notrufe –um6.12 Uhr(Ortszeit) von

dem Tanker „Front Altair“, um 7Uhr

von dem Tanker „Kokuka Courageous“.

Beide Schiffe waren demnach

im Golf von Oman in internationalen

Gewässern unterwegs. Die „Kokuka

Courageous“ befand sich etwa

26 Kilometer von der iranischen

Küste entfernt. Ein US-Marineboot

eilte zur Hilfe. Die „Front Altair“ geriet

nach Explosionen in Brand.

Auch der japanische Betreiber der

„Kokuka Courageous“ berichtet von

zwei Detonationen.

Die 2016 gebaute „Front Altair“

gehört zur norwegischen Reederei

Frontline und fährt unter der Flagge

der Marshallinseln. Sie hatte in den

Vereinigten Arabischen Emiraten

(VAE) abgelegt und war unterwegs

Die Straße von Hormus

IRAK

187

Bagdad

Kasp.

Meer

5. US-Flotte Bahrain

KATAR 28

Riad

SAUDI-ARABIEN

200 km

KUWAIT

373

108

Teheran

IRAN 105

Persischer Golf

JEMEN

nach Taiwan. Die„Kokuka Courageous“

eines japanischen Betreibers

wird von der deutschen Bernhard

Schulte Shipmanagement (BSM) gemanagt

und fährt unter der Flagge

Panamas.Sie war im saudischen Hafen

Al-Dschubail mit Methanol an

Bord in See gestochen und wollte

nach Singapur.

Vorallem die „Front Altair“ wurde

durch das Feuer starkbeschädigt, ist

aber nicht gesunken. Das Schiff

„Hyundai Dubai“ rettete die Besatzung

und übergab sie an iranische

Kräfte. AnBord der „Kokuka Courageous“

wurde ein Mitglied der 21-

köpfigen philippinischen Crew

TURKMENISTAN

Straße von Hormus

engste Stelle ca. 50 km

Dubai

V.A.E.

Golf von Oman

Maskat

120

OMAN

43

Rohöl-Exporte

ausgewählter Staaten

in Nahost, die auch

über die Straße von

Hormus verschiffen,

2016*, in Millionen

Tonnen

Länder mit US-Truppen

PAKISTAN

Arabisches

Meer

BLZ/GALANTY; QUELLE: IEA, DPA; *JÜNGSTER VERFÜGBARER STAND

leicht verletzt. Ein niederländisches

Schiff nahm die Besatzung auf und

übergab sie an ein US-Marineboot.

Erst vor vier Wochen hatten die

Vereinigten Arabischen Emirate

(VAE) Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe

in derselben Region gemeldet.

Nach saudischen Angaben

wurden damals zwei Tanker des

Landes schwer beschädigt. Die genauen

Umstände blieben jedoch unklar.

Die USA machten Iran verantwortlich,

die Regierung in Teheran

wies den Vorwurfzurück.

Unklar ist bislang die Ursache der

Explosionen. Das norwegische Seefahrtsamt

sprach erst voneinem„Angriff“.

Die norwegische Reederei bestätigte

das zunächst nicht, genauso

wenig die Bernhard Schulte Shipmanagement.

Der japanische Betreiber

der „Kokuka Courageous“ wies Meldungen

zurück, das Schiff sei von einem

Torpedo getroffen worden. Die

Besatzung habe vor der zweiten Explosion

ein „fliegendes Objekt“ gesehen,

das auf sie zugesteuertsei, sagte

der Präsident des Unternehmens.

Beweis der USA für die Täterschaft

Irans ist ein Schwarz-Weiß-Video,das

zeigt, wie sich Menschen auf

einem Boot an der Wand eines Tankers

zu schaffen machen und von

dort etwas zu entfernen scheinen.

Das Boot fährt danach wieder weg

von dem Tanker. Das US-Zentralkommando

sprach voneinem„Haftminenangriff“.

Demnach handelte

es sich um ein Schnellboot des Typs

„Gaschti“, das zu Irans Revolutionsgarden

gehört. Für die Angaben gibt

es keine unabhängige Bestätigung.

Aufgenommen wurde das Video angeblich

am Nachmittag nach den

Zwischenfällen.

Die Einschätzung, dass der Zwischenfall

eine ernste Kriegsgefahr

darstellt, wird von den meisten Experten

geteilt. „Ich bin ziemlich besorgt,

weil wir seit einigen Wochen

den Aufbau sehr starken Drucks der

USA auf den Iran haben. Umgekehrt

haben wir Signale aus dem Iran, dass

man sich zu wehren wisse“, sagteVolker

Perthes,Direktor der StiftungWissenschaft

und Politik der Berliner Zeitung

(Redaktionsnetzwerk Deutschland).

Beide Seiten seien nicht besonders

gut in Deeskalation, sagte er.„Es

könnte einen Krieg aus grober Fahrlässigkeit

geben.“ (dpa/BLZ)

Trumps Kriegsflüsterer

John Bolton ist der Sicherheitsberater des Präsidenten. Er will einen Regimewechsel in Teheran –mit allen Mitteln

VonKarlDoemens, Washington

Als Erstes sieht man den Schnurrbart

–ein mächtiges weißes Büschel,

das die Oberlippe überdeckt.

„Der Schnauzer“ nennt US-Präsident

Donald Trump seinen Sicherheitsberater,

und ein Redakteur des

NewYorker fühlte sich bei einer Begegnung

an ein Walross oder „den

deutschen Schriftsteller Günther

Grass“ erinnert. Doch der Eindruck

täuscht. John Bolton ist kein schläfriger

Meeresbewohner,und einen Nobelpreis

wird erauch kaum bekommen.

Der70-Jährige führtdie außenpolitischen

Hardliner im Weißen

Haus an. Seit Wochen befeuert er

hinter den Kulissen die politische Eskalation

des Konflikts mit dem Iran.

Seinen Ruf als „Trumps Kriegs-

Flüsterer“ (CNN) hat sich Bolton

harterarbeitet. Seit er die liberale Elitehochschule

Yale verließ, auf der er

sich als Sohn eines Feuerwehrmanns

nicht richtig akzeptiert

fühlte,vertritt er stramm rechte Positionen.

Als Staatssekretär in der

Bush-Regierung bedrohte

er den obersten UN-Waffeninspekteur,

der mit

dem Irak über Inspektionen

verhandelte, und unterstützte

den Angriff aufgrund

von Geheimdienstinformationen

über Massenvernichtungswaffen,

die sich später als falsch

herausstellten. Trotzdem

sagte er noch 2015: „Ich

halte die Entscheidung, Saddam zu

stürzen, für richtig.“

Im gleichen Jahr forderte Bolton

in der New York Times, den Iran zu

bombardieren, um ihn an der Entwicklung

einer Atombombe zu hindern.

Diplomatische Verhandlungen

mit Teheran haben ihn nie interes-

John

Bolton

siert. DasIran-Abkommen nannte er

„abscheulich“. Wieeine Trophäe hat

er in seinem Büro das Dekret aufgehängt,

mit dem Trump die Vereinbarung

aufkündigte.

Beim Regierungsantritt

war Trump einerseits fasziniert

von den markigen

Auftritten Boltons als Kommentator

seines rechten

Haussenders Fox. Andererseits

hat der Präsident im

AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS

Wahlkampf versprochen,

die USA aus internationalen

Konflikten herauszuhalten.

So entschied er sich

als Außenminister zunächst gegen

den Mann, dessen Oberlippenbart

ihm nicht gefiel, und für den Ex-Öl-

Manager Rex Tillerson. Boltons

Chance kam, als vor einem Jahr der

moderate Sicherheitsberater H.R.

McMaster zurücktrat und er dessen

Jobübernehmen konnte.

„Erhat feste Überzeugungen. Das

ist okay“, sagte Trump: „Ich mäßige

John, was erstaunlich ist.“ Tatsächlich

scheint seit Wochen ein Richtungsstreit

zwischen den außenpolitischen

Falken und den Anhängern

einer isolationistischen Politik im

Weißen Haus zu toben. Der Präsident

selber ist erratisch, impulsiv

und weitgehend ahnungslos, was

den Ausgang schwer vorhersehbar

macht. Bolton hingegen weiß, was er

will: einen Regime-Wechsel im Iran

mit militärischen Mitteln.

Schon 2017 hielt er vor Exil-Iranern

der neostalinistischen Volksmudschahedin-Sekte,die

in den USA

lange als Terrororganisation galt, eine

kriegslüsterne Rede.Erversprach, die

Khomeini-Revolution von 1979

werde keine 40 Jahre dauern: „Vor

2019 werden wir in Teheran feiern!“,

rief er.Essieht so aus,als wolle Bolton

verspätet seinVersprechen einlösen.


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Über Grüner Fisher Investments

Die Grüner Fisher Investments GmbH ist eine wachstumsstarke, unabhängige Vermögensverwaltung. Das

Unternehmen wurde 1999 von Thomas Grüner gegründet. Seit der amerikanische Milliardär Ken Fisher, dessen

Vermögensverwaltung in den USA zur Zeit mehr als 107 Mrd. US-Dollar managt, Mitte 2007 eine Beteiligung an

dem Unternehmen erworben hat, lautet der Firmenname Grüner Fisher Investments GmbH.

©2019 Grüner Fisher Investments GmbH

Sportstraße 2a–67688 Rodenbach


8 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Meinung

Deutschland

AUSLESE

Merkel ist

Geschichte

Eine europäische

Republik

Jochen Arntz

über die Jubiläums-Rede der

Kanzlerin im Bonner Museum

Als die Bauarbeiten für das Haus der

Geschichte in Bonn aufgenommen

wurden, hätte niemand viel darauf gesetzt,

dass hier einmal eine Kanzlerin

sprechen würde, die im Osten aufwuchs.

Noch im September 1989 wurden die ersten

Spatenstiche für das Museum in Angriff

genommen, ein Museum, das Helmut

Kohl wollte und förderte. So, wie er

später auch Angela Merkel förderte.

Nun, zum 25. Jahrestag der Eröffnung

des Hauses 1994, ist es Angela Merkel, die

in Kohls altem Museum die Festrede hält.

Sie war 1994 schon Ministerin der Bundesrepublik

Deutschland. Sie ist in diesem

Jahr bereits 14 Jahre Kanzlerin des

Landes. Das Museum zeigt heute schon

ihre Politik in den Ausstellungsräumen,

vorallem ihreFlüchtlingspolitik.

Merkel ist längst Teil dieser Geschichte.

Deshalb ist es auch nicht so wichtig, was

sie an diesem Tagdes Jubiläums in Bonn

sagt. Interessanter ist, dass die Rede einer

Kanzlerin im Museum die Frage aufwirft,

ob sie nur Teil der Geschichte –oder tatsächlich

selber schon Geschichte ist.

Wahrscheinlich werden ihre Berater

sich vor dieser Assoziation gefürchtet haben,

als die Anfrage kam, ob die Kanzlerin

im Museum reden wolle. Merkel selbst

wirddas,wenn man sie richtig einschätzt,

herzlich egal gewesen sein. Aber selbstverständlich

wirdsie kein weiteres rundes Jubiläum

dieses Museums als Kanzlerin erleben,

sondern nur als Teil der Geschichte.

Einer Geschichte in Deutschland, von der

man gerade nicht so genau weiß, wo sie

hinläuft. Umbruchzeiten, das sind spannende

Zeiten für das Bonner Museum. Die

Archivarewerden jetzt vieles sammeln, um

später gut dokumentieren zu können, wie

die Ära einer Kanzlerin zu Ende ging. Das

dürfte auch Angela Merkel klar sein.

Abtreibung

Dieses Gesetz ist

ein böser Witz

Christine Dankbar

kann sich nicht vorstellen, dass der

Paragraf 219a bleibt, wie er ist.

Eshat schon einen gewissen zynischen

Witz, dass ausgerechnet im rot-rotgrün

regierten Berlin am Freitag zwei

Frauenärztinnen wegen angeblicher Werbung

für Schwangerschaftsabbrüche verurteilt

wurden. Der Fall lag dem Gericht

seit einem Jahr vor, der grüne Justizsenator

hätte der weisungsabhängigen Staatsanwaltschaft

durchaus einen Wink in

Richtung Einstellung des Verfahrens geben

können. Hateraber nicht.

So wurde ausgerechnet in der Hauptstadt

der erste praktische Beweis dafür erbracht,

dass die Neuregelung des Werbeverbots

für Schwangerschaftsabbrüche,

also des Paragrafen 219a, eine unsinnige

ist. Zurückhaltend ausgedrückt.

Die beiden Steglitzer Frauenärztinnen

hatten den Vorzug, nach dieser Ende

März inKraft getretenen, milderen Neufassung

verurteilt zu werden. Der Unterschied

für die zu einer Geldstrafe verurteilten

Frauen besteht darin, dass sie auf

ihrer Webseite nach neuer Rechtslage

mitteilen dürfen, dass in der Praxis

Schwangerschaftsabbrüche angeboten

werden. Die Ärztinnen dürfen aber nicht

schreiben, welches Verfahren sie anwenden.

Das ist laut Gesetz eine strafbare

Werbung für Abtreibungen. Verständlich:

Schließlich weiß jeder, dass Frauen dazu

neigen, unbedarft auf Ärztewebseiten herumzuklicken

und dann Termine zu vereinbaren,

weil sie schon immer mal einen

Schwangerschaftsabbruch nach gerade

jener Methode vornehmen lassen wollten,

von der sie gerade gelesen haben. Es

dient also dem Lebensschutz, ihr diese Information

–pardon: Werbung –vorzuenthalten.

Man kann solche Gesetze auch

2019 noch verabschieden. Unddas ist der

eigentliche zynische Witz.

Wenn man an der Wohnungsmisere mitverantwortlich ist

Die Anschläge auf zwei Tanker im

Golf von Oman lassen eine beklemmende

Gewissheit wachsen:

Ein Krieg im Iran ist möglicherweise

näher als bisher erwartet. Es wäre

ein Konflikt ohne Grenzen. Einsolcher Krieg

würde eine Auseinandersetzung desWestens

mit dem Nahen Osten bedeuten –mit unabsehbaren

Folgen für beide Regionen. Um

nicht weniger geht es in diesen Tagen.

Der Propagandakrieg, die Vorstufe jeder

militärischen Eskalation, hat bereits begonnen.

DieUSA veröffentlichten am Freitag ein

Video,das den Iran der Täterschaft überführen

soll. Der Iran weist lapidar alle Beteiligung

von sich. Doch die Wahrheit ist: Zu einer

derartigen Zuspitzung gehören immer

zwei Parteien. Hier: Auf der einen Seite das

iranische Regime, indem sich Extremisten

und Moderate gegenüberstehen und für das

zuweilen Hass auf den Westen der tägliche

Antrieb der Politik zu sein scheint. Und auf

der anderen Seite eine US-Regierung, die

sich in den Kopf gesetzt hat, den Iran in aller

Unerbittlichkeit als Feindbild aufzubauen.

US-Präsident Donald Trump hat sich vom

ersten Moment seiner Präsidentschaft in das

Iran-Abkommen verbissen und auf Konfrontation

gesetzt. Als er es offiziell kündigte,begann

die Zuspitzung, die in den Anschlägen

auf die Tanker in diesen Tagen einen weiteren

Höhepunkt fand. Trump will die Erfolge

seines Vorgängers Barack Obama zunichte

machen. Ihm fehlt der Weitblick, die möglichen

geopolitischen Folgen seines Handelns

zu begreifen.

Ein Krieg im Iran wäre für Europa,

Deutschland und weltweit fatal. Diesich ohnehin

abschwächende Wirtschaft dürfte in

vielen Ländern ineiner Rezession münden.

Die instabiler werdenden Demokratien des

Eine Bloggerin und Autorin, die bei Instagram

rund zehntausend Follower hat,

schrieb neulich, ihre größte Horrorvorstellung

sei, dass sie einmal als Supermarktkassiererin

arbeiten muss. Esklang, als sei das

Leben als Supermarkt-Kassiererin ein persönlicher

Makel, ein Ausdruck vonindividuellem

Versagen. Als sei das Leben von

Frauen, die kein Abitur haben und wenig

Geld verdienen, irgendwie minderwertig.

Ich dachte an meine Tante, die bei Rewe

an der Kasse sitzt. Waswürde sie wohl dazu

sagen? Hat die Autorin jemals mit einer Supermarkt-Kassiererin

länger geredet? Wie

war das mit der weiblichen Solidarität? Ich

glaube,dass viele Leute so denken, gerade in

der urbanen, großstädtischen Mittelschicht.

Das sagt nur kaum einer so deutlich, aber

man merkt es, wenn man sich in sozialen

Medien bewegt.

Gerade auf Instagram sind viele Frauen

unterwegs wie in einer Art Lifestyle-Shopping-Mall.

Da werden Öko-Kinderfahrräder

empfohlen, die 500 Euro kosten, oder nachhaltig

gefertigte Kleinkinderschuhe für 95

Euro das Paar. Ineinem Guide für ein nachhaltiges

Leben für Elternwirdein Stoffwindel-

Service angeboten, der mehrere Tausend

Euro pro Jahr kostet. Da ist die Supermarktkassiererin

schon mal raus.

DasLeben der Instagram-Mütter scheint

sich in sorgfältig dekorierten Innenstadt-

Altbauwohnungen auf Fischgrätenparkett

abzuspielen. Selbst wenn sie Dellen nach

der Geburt zeigen, sitzen die Locken und

Iran-Krise

Krieg ist

möglich

Gordon Repinski

über die Spielräume Europas, den Nahen Osten

doch noch zu stabilisieren

Westens würden in der Folge mit neuen Widerständen

kämpfen müssen, die Politik

weiter Glaubwürdigkeit verlieren.

DerAufstieg der Populisten in den vergangenen

Jahren in Europa ist überwiegend in

Volkswirtschaften geschehen, die sich im

Boom oder wenigstens in der Erholung befanden.Waswird,

wenn durch einen Krieg tatsächlich

eine plötzliche Rezession ausbricht?

Es ist keine so hypothetische Frage,wie es zunächst

scheint. DieGefahr ist unmittelbar.

Umso beunruhigender,dass die deutsche

und europäische Außenpolitik nicht die Spur

einer Antwort, wenigstens einer Idee füreine

solche Situation parat hat. Eine europäische

Sicherheitspolitik existiert nicht. Die Verteidigungsunion

ist ein Projekt ohne finanzielle

KOLUMNE

Abgrenzung

nach

unten

Sabine Rennefanz

der Seidenkaftan. Die Kunst besteht darin,

das Nicht-Perfekte zu perfektionieren. Sie

tauschen sich Rezepte für ihre Reinigungsmilch

mit Sanddornfruchtfleischöl aus, es

muss öko sein, aber bitte auch exklusiv und

neu. Neuerdings lese ich auch oft in meiner

Timeline, dass Menschen verkünden, sie

würden nicht mehr fliegen. Oder nur noch

alle zwei Jahre nach Burkina Faso. Gratuliere!

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

Unterlegung, ohne Konkretisierung und womöglich

auch ohne Zukunft. Die europäische

Außenpolitik leidet unter der Übermacht

des Rates. Und die Regierungschefs

zwischen Norden, Süden und Osten sind in

zentralen Fragen gespalten.

Eine europäische Außen-, Sicherheitsund

Verteidigungspolitik wäre wünschenswert,natürlich.

Aber während jeder Integrationsschritt

in Brüssel in Zeiten verbreiteter

Europa-Skepsis zunehmend länger dauert,

dreht sich die Erde politisch immer schneller.Die

Konflikte dieserWelt haben keine Zeit

mehr, auf Europa als Ganzes zu warten. Es

braucht andereLösungen.

Eine starke außenpolitische Achse zwischen

Deutschland und Frankreich wäreein

Ansatz. Es ist ein altes Modell vonEuropa, eines

aus der Vorwendezeit. Aber es hat stets

funktioniert, den Frieden des Kontinents gesichert.

DieStärke dazu hätten beide Länder.

Aber dazu gehört eben, dass sich beide Seiten

außenpolitisch in die Debatten werfen.

In Frankreich passiertdas,die Vorschläge für

Europa von Staatspräsident Emmanuel

Macron liegen seit Monaten auf dem Tisch.

Doch die Dinge bewegen sich langsam.

Deutschland fällt, leider, mit einer wenig visionären

Kanzlerin und einem bemühten,

aber farblosen Außenminister Heiko Maas in

dieser Frage als der benötigte starke Partner

aus.

Aber es ist zu einfach, es nur auf Merkel

und Maas zu schieben. Deutschland verliert

sich insgesamt lieber in Debatten um Kanzlerkandidaturen,

über Rezo,über Nichtigkeiten

im Vergleich zu der Frage um Krieg und

Frieden. Diese Debatten müssen sich ändern.

Sonst ändert sich die Welt um uns

herum, ohne dass wir es mitbekommen,

ohne dass wir es mitbestimmen.

Damit mich keiner falsch versteht: Ich

habe nichts dagegen, wenn jemand versucht,

ein ökologisches Leben zu führen. Ich

versuche es selbst. Oft scheint es aber eher

darum zu gehen, Überlegenheit zu demonstrieren,

zu zeigen, wie viel man weiß –und

andereLeute zu shamen .Esgeht drum, eine

soziale Exklusivität zu demonstrieren, das

findet nicht nur bei Instagram statt, sondern

auch in Büchernund Magazinen.

Ich erinnere andie Heldin Resi aus Anke

Stellings Roman „Schäfchen im Trocknen“,

die aus Schwaben stammt und jetzt im

Prenzlauer Berg lebt. Resis (oder Anke Stellings)

schlimmste Angst ist es,nach Marzahn

ziehen zu müssen. Sie verachtet die Armut,

ihre Ästhetik, die Sprache, die Kleidung. Für

sie sind die Armen das Problem. So wie ihre

Heldin es schildert, wirkt es,als sei Marzahn

ein Ortvoller Außerirdischer,ein Ortjenseits

aller Zivilisation. Sieist offenbar noch nie dagewesen.

Undkennt auch niemanden dort.

Die Soziologin Cornelia Koppetsch sagte

in einem Interview mit der taz, dass sich die

moderne kosmopolitische Elite nicht nach

außen abgrenzt, der hochgebildete Migrant

sei natürlich willkommen, sondernnach unten.

„Die Abgrenzung findet über Immobilienpreise

und Mieten, ein selektives Bildungswesen

und Zugang zu Freizeitangeboten

statt.“ Dann wird die Supermarktkassiererin,

die bei Kik einkauft und Plastiktüten

benutzt, zum Feindbild. DieSupermarktkassiererin

spürt die Verachtung. Und dann

wählt sie die Partei, die auch verachtetwird.

Der 1979 geborene Sohn von André

Glucksmann war Autor und Filmemacher,

Berater des georgischen Staatspräsidenten

Micheil Saakaschwili, Ehemann

vonEkaterine Zguladze, die sowohl

stellvertretende Innenministerin der

Ukraine als auch Innenministerin Georgiens

war, und ist zur Zeit, so das französischeWikipedia,„concubin“

der Journalistin

Léa Salamé. 2018

gründet Glucksmann

nach Liebäugeleien mit

Sarkozy und Macron

„Place Publique“. Bei

Raphael Glucksmann:

Die Politik

sind wir! Hanser,

191 Seiten,

18 Euro.

den Europawahlen

wird er Spitzenkandidat

der Partei. DieListe

erhält 6,2 Prozent.

André Glucksmann ist

Abgeordneter im Europaparlament.

Das Parteiprogramm

ist sein Buch

„Die Politik sind wir! –Gegen den Egoismus

für einen neuen Gesellschaftsvertrag“.

Darin wirft er dem Liberalismus,

den er einst selbst vertrat, vor, die wirtschaftliche,

die politische, die gesellschaftliche

Krise geschaffen zu haben, gegen

die er jetzt –unter Macron –als Heilmittel

dienen soll. Der ökologische Kollaps

kann nur verhindert, die Demokratie

nur gerettet werden, wenn man ablässt

von den alten liberalen Rezepten: „Wenn

wir wollen, dass unsere Entscheidungen

konkret wirken, müssen wir sie auf kontinentaler

Ebene treffen. Am Horizont steht

letztlich eine europäische Republik. Sie

benötigt ein Grundgesetz, das ihre Gründungsprinzipien

neu definiert (Ökologie,

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, gesellschaftliche

Solidarität), der europäischen

Exekutive direkte Volkssouveränität verleiht,

die Rolle des Parlaments stärkt und

ein politisches Pendant zur Unabhängigkeit

der Europäischen Zentralbank

schafft. Auch dieses Projekt muss per

Wahl verabschiedet werden.“ Europa

muss sich neu begründen. Nichtmehr als

Mechanismus zur Verhinderung europäischer

Bürgerkriege, sondern über die Inangriffnahme

konkreter aktueller Projekte.

Wie man aus unserer derzeitigen Lage

aber zu einer gemeinsamen europäischen

Solidarität kommen, wie man

Rechtsstaatlichkeit europäisch etablieren

kann, darüber sagt Raphael Glucksmann

leider nichts. Arno Widmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 – S eite 9 *

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Berlin

Beeindruckende

virtuelleWelt: Die Nacht

derWissenschaften

Seite 10

Große Fete: Marzahn-Hellersdorf feiert Geburtstag Seite 14

Großer Protest: Zwei Frauenärztinnen stehen vor Gericht Seite 15

Mit diesem Bagger wurde die Bombe ausgegraben. DPA/GREGOR FISCHER Eher ein kleiner Blindgänger:Die 100-Kilo-Bombe POLIZEI

Alarm am Alex

Bauarbeiter fanden eine 100-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger wird vor Ort

entschärft. Mehrere Tausend Bewohner mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen

VonJens Blankennagel, Julia Haak, Lutz Schnedelbach und Eric Richard

Fast wäre es am Freitag in

Mitte zum kompletten Verkehrschaos

gekommen. Auf

einer Baustelle zwischen

Jannowitzbrücke und Alexanderplatz

unweit des Alexa hatte ein Baggerfahrer

gegen 13.30 Uhr eine

Bombe aus dem ZweitenWeltkrieg in

seiner Baggerschaufel gefunden. Der

100-Kilo-Koloss war vollgestopft mit

Sprengstoff und hatte einen intakten

Zünder.Erdurfte also auf keinen Fall

weiter bewegt werden.

Die Polizei sperrte sofort den

Nahbereich ab, entschied sich dann

allerdings gegen eine großflächige

Absperrung. Dabei hätte nämlich die

Shopping-Mall Alexa, die bis 21 Uhr

geöffnet hatte, evakuiert und der

Bahnverkehr gestoppt werden müssen.

Im Berufsverkehr wäre das fatal

gewesen. So wurde das Entschärfen

der Bombe auf den späten Abend

verschoben, um ein Chaos zu verhindern.

Erst gegen 23.45 Uhr sollte

die Bahn den Schienenverkehr zwischen

Ostbahnhof und Friedrichstraße

einstellen. Die U-Bahnlinie 8

fuhr nicht mehr. Die Kuppel des

Fernsehturms musste ebenfalls geräumt

werden. Obwohl der Sperrkreis

am Boden nur 300 Meter betrug,

galt in der Luft eine Gefahrenzone

von 1000 Metern, weil Splitter

so weit fliegen könnten. Die Bombe

selbst sollte erst nach Mitternacht

entschärft werden, hieß es zu Redaktionsschluss.

Vor Ort wird dann der

Zünder mit einer ferngesteuerten

Hochdrucksäge herausgesägt.

Bereits gegen 19 Uhr gingen Bereitschaftspolizisten

durch die

Wohnhäuser in der Gegend und informierten

die Anwohner über eine

vorsorgliche Evakuierung. „3 000

Menschen sind davon betroffen“,

sagte ein Polizeisprecher.„Wirbitten

die Bürger, dass sie möglichst bei

Freunden, Verwandten oder Bekannten

Unterschlupf finden, bis wir

Entwarnung geben.“ Wernicht unterkam,

konnte sich im Bezirksamt

in der Karl-Marx-Allee melden.

Es sei immer recht schwierig, einzukalkulieren,

wie viele ältere oder

behinderte Leute aus dem Sperrkreis

gebracht werden müssen und wann

die nötigen Polizeikräfte vor Ort

sind, sagte der Chef vom kriminaltechnischen

Einsatzdienst der Polizei,

Holger Ciglasch, der am Freitag

die Entschärfung leitete. Immerhin

mussten 300 Polizisten und andere

Helfer, Feuerwehrleute und Sanitäter

zum Alex kommen. Außerdem

hatte die Deutsche Bahn um drei

StundenVorlauf gebeten, um alles so

zu organisieren, dass keine Züge auf

offener Strecke in der Nacht stehen

bleiben müssen.

Der Vorteil bei diesem Einsatz

war,dass die Bombe in keinem dicht

besiedelten Gebiet lag. Rechts und

links der Fundstelle stehen halbfertige

Beton-Hochhäuser, die im

POLIZEI

schlimmsten Falle die Wucht einer

Explosion abfangen würden. „Es

kommt regelmäßig vor, dass wir

Bomben oder andere Munition finden“,

sagte Ciglasch. Drei bis vier

MalamTag rufe deshalb jemand an.

Pro Jahr landen 30 Tonnen Kampfmittel

aus den Weltkriegen bei den

Kriminaltechnikern. Die Bombe am

Alex enthält schätzungsweise 50 Kilogramm

Sprengstoff.

Auf die Frage, ob die Baugrube

wie üblich vorher auf Altmunition

abgesucht wurde,sagte Ciglasch:„Ja,

es erfolgte eine Suche.“ Üblicherweise

werden dazu alte Luftbilder

ausgewertet, die die Alliierten nach

den Bombardements gemacht haben,

um ihreTreffer zu dokumentieren.

Auf ihnen kann man dann mit

mitunter kleine Löcher im Erdboden

sehen, in denen eine Bombe, die

nicht explodiertist, noch steckt.

„Vor den Bauarbeiten wurde mit

Metall-Detektoren gesucht“, sagte

Ciglasch. „Aber im Boden befindet

sich sehr viel Metall, alte Rohre und

ähnliches. Da kann es passieren,

dass etwas übersehen wird.“ Eine

100 Kilo-Bombe sei auch nicht allzu

groß. Er zeigte auf eine der typischen

orangefarbenen Müllkübel an einer

Laterne und sagte: „Etwa so groß.“

Bombenfunde sind in Berlin

nichts Besonderes. Inden vergangenen

beiden Jahren wurden in der

Stadt zwölf Sprengkörper gefunden,

die schwerer als 50 Kilogramm waren.

Experten schätzen, dass etwa

3000 Blindgänger noch im Berliner

Boden liegen. Im Zweiten Weltkrieg

wurden knapp 500 000 Tonnen

Sprengmaterial auf die umkämpfte

Stadt abgeworfen –davon sollen bis

zu 15 Prozent nicht explodiert sein.

Etwa 7500 Blindgänger wurden von

den Fachleuten seit 1947 unschädlich

gemacht.

Nicht immer geht eine Entschärfung

ohne Folgen ab. ImJahr 1994

trafen Bauarbeiten den Zünder einer

250-Kilogramm-Bombe in der Friedrichshainer

Pettenkoferstraße. Drei

Menschen kamen ums Leben, 14

wurden verletzt. 1983 explodierte ein

Blindgänger in Buckow. Verletzt

wurde niemand. Großes Glück hatten

die Entschärfer im Dezember

2005. BeiBauarbeiten war am Denkmal

des Alten Fritz in der Straße Unter

den Linden eine 500-Kilogramm-

Bombe entdeckt worden. Beim Bergungsversuch

löste der Zünder aus.

Daraufhin wurde der bereits aktivierte

Koloss vorOrt gesprengt.


10 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Berlin

Harmsens Berlin

Schleimis

Schicksal

Lange Nacht

Torsten Harmsen

sieht imAlltag unzähligeForschungsmöglichkeiten.

Teil 6–City West

Jeder kann ein Forscher sein. Auch

im Alltag. Vorwenigen Tagen erst

endete die Aktion einer Umweltorganisation.

Die Bürger sollten in ihren

Gärten dieVögel zählen. Über 1,6 Millionen

Piepmätze kamen dabei zusammen.

Spitzenreiter war der Spatz,

der freche Lümmel. Das hätte ich allerdings

auch vorher sagen können.

Doch es geht auch dramatischer.

Forschung schreckt bekanntlich vor

nichts zurück. Vor einigen Tagen

stellte sich eine Frau, die in Manchester

in einem Flugzeug saß, die Forschungsfrage:

Waspassiert, wenn ich

kurz vor dem Start noch schnell die

Nottür öffne? Das Ergebnis: Die Notrutsche

wurde aktiviert, die Boeing

hatte sieben Stunden Verspätung.

Später erzählte die Frau, sie habe in

Wirklichkeit noch mal schnell aufs

Klo gehen wollen und die Türen verwechselt.

Typische Forscherausrede.

So dumm kann eigentlich keiner sein.

Undwenn doch: Gott sei Dank kam

ihr die Idee nicht während des Fluges.

Auch zu Hause kann man sich

Forschungsfragen stellen: Nach welchen

Gesetzen wandernStaubflusen

durch den Flur? Warum nutzt man

immer nur den einen Kuli, obwohl

man eine ganzeSammlung hat? Was

steckt hinter dem rätselhaften Verschwinden

einzelner Socken –und

wird der zurückbleibende Partner

depressiv? Wachsen Fußnägel um

den Zeh herum, wenn man sie ein

Jahr lang nicht schneidet?

Als Jugendlicher machte ich mal

ein psychologisches Experiment. Ich

baute eine Grusel-Mumie mit Knetkopf

und drapierte sie auf dem

Dachboden. Ich wollte wissen, welcher

Hausbewohner als erster beim

Wäscheaufhängen aufschreit und

kreischend durch den Hausflur läuft.

Ich tippte auf unsere Nachbarin.

Doch nichts passierte.Nach ein paar

Tagen sagte mein Vater, der auf dem

Boden zu tun gehabt hatte,ganz beiläufig:

„Räum mal langsam den

Quatsch da oben weg.“ Unser Haus

war eben zu cool. Oder meine Bastelarbeit

noch ausbaufähig.

Meine Töchter waren auch eifrige

Forscherinnen. Eines Tages saß bei

uns zu Hause eine Schnecke auf der

Zuckerdose. Sie war mit einem Blumenkohl

aus Frankreich gekommen.

Die Töchter nannten sie Schleimi,

bauten ihr ein Schneckarium und

warfen Blätter hinein. Dann begannen

die Beobachtungen. „Ihr werdet

es nicht glauben“, rief die jüngere

Tochter in die Kamera, „jaawooohl,

Schnecken haben eine Zunge!“ Ich

sah zum ersten Mal, dass Schnecken

Blätter mit einer Raspelzunge wegputzen.

Auch der Stoffwechsel wurde

beobachtet. Es gelang Schleimi sogar,

aus dem Gefäß zu entwischen und

sich unterm Tisch zu verstecken.

Doch der Fluchtversuch misslang.

Dasverwöhnte französische Biest

fraß monatelang nur feinste Kohlblätter.

Es wurde fetter und fetter.

Sein Haus bekam einen Riss und fiel

bald ganz auseinander.Wobei meine

nachträgliche Frage wäre: Kann man

Schnecken wirklich so fett füttern,

dass ihr Haus platzt? Oder spielte dabei

noch etwas anderes eine Rolle?

War sie vielleicht bei ihrem Fluchtversuch

vomTisch gefallen?

Am Ende wollte ich den Töchtern

den Anblick einer an Fettsucht verendenden

Schnecke ersparen und

setzte Schleimi auf dem Hofaus.Leider

war es mitten im Winter.Wir sahen

sie nie wieder.Und nun läuft seit

Jahren der Langzeitversuch: Wie viel

Zeit vergeht, bis Töchter ihrem Vater

das Aussetzen eines hilflosen

Schleim-Wesens verzeihen? Ichtippe

auf ein ganzes Erdzeitalter,sodass ich

das wohl nicht mehr erleben werde.

Man sitzt im Stadion von

Rio de Janeiro, umtost

von Lärm und Gesängen.

Es ist das Endspiel

der Fußball-WM von 2014, Deutschland

gegen Argentinien. Dreht man

den Kopf, erblickt man alle Details auf

dem Spielfeld und den Rängen. Plötzlich

ein tausendfacher Aufschrei, die

Leute springen auf, liegen sich in den

Armen oder schlagen die Hände vors

Gesicht. Mario Götze hat in der 113.

Minute das Torfür Deutschland geschossen.

DasStadion kocht.

Manmuss nicht erst in der Zeit zurückreisen

und 10 000 Kilometer bis

Rio zurücklegen, um diese Szene

hautnah mitzuerleben. Nein, es

reicht, mit der S-Bahn zu fahren und

in Charlottenburg am Einsteinufer

entlangzugehen, bis zum Hochhaus

des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts

(HHI). Dortfährtman bis zur elften

Etage und betritt einen Raum mit

einer 180-Grad-Leinwand. Es ist das

Time Lab (Tomorrow’s immersive

Media Experience Laboratory). Übersetzt

heißt das so viel wie: „Labor für

immersive Medien-Erfahrungen von

morgen“. Immersion ist ein Fachbegriff

und bedeutet „Eintauchen“ in

eine virtuelle Umgebung.

Dies kann man auch während der

Langen Nacht der Wissenschaften an

diesem Sonnabend. Gezeigt wirdeine

Auswahl vonPanoramaprojektionen,

die mit einer 360-Grad-Kamera und

einem speziellen Audiosystem aufgenommen

wurden.

MitGrönemeyer auf der Bühne

„Wir sind ein Labor, ein Präsentationsortund

eine Plattformfür Kooperationen“,

sagt Christian Weißig, Leiter

der kleinen Forschungsgruppe,

die das Time Lab entwickelt hat. Alles

begann vorzehn Jahren mit dem Aufbau

eines modernen Projektionssystems.

Immerhin war Ende der 80erund

Anfang der 90er-JahreamFraunhofer

HHI das HD-Format mitentwickelt

worden. DieForschungsgruppe

hatte die Idee,mehrereBilder zusammengefügt

auf eine große Leinwand

zu projizieren, sodass man das Gefühl

hat, mitten im Geschehen zu sein.

Viele kennen so etwas bereits aus Museen

oder Themenparks wie Disneyland.

„Wir versuchen aber, esauf ein

ganz anderes technisches Niveau zu

heben und vor allem auch alltagstauglich

zu machen“, sagtWeißig. Der

1967 in Thüringen geborene Forscher

studierte einst an der Technischen

Universität (TU) Berlin Informationstechnik

im Maschinenwesen. Seit

etwa 25 Jahren arbeitet er am Fraunhofer

HHI.

Veranstaltungsorte im Stadtgebiet City West

9

Mitten

im

Geschehen

Ernst-Reuter-

Platz

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

schafft beeindruckende virtuelle Welten

24

23

Marchstr.

18

8

10

17

7

22

16

Hardenbergstr.

21

20

19

11 12

1 Haus der Ideen/Hauptgebäude der

Technischen Universität Berlin (TUB)

2 Haus der Chemie der TUB

3 Haus der Eisenbahn der TUB

4 Haus des Wassers der TUB

5 Haus der Logistik der TUB

6 Universitätsbibliothek der TUB im

Volkswagen-Haus

7 Psychoanalytische Bibliothek Berlin

8 Haus der Kristalle der TUB

9 Haus des vernetzten Lebens der TUB

10 Haus der Architektur der TUB

11 Haus der Maschinen der TUB

12 Haus der Mathematik der TUB

VonTorsten Harmsen

Landwehrkanal

15

1

14

13

Str. des 17. Juni

5

3

2

4

Fasanenstr.

13 Glasbläserei der TUB

14 Haus der Mechanik der TUB

15 Haus der Funken der TUB

16 Haus der Elektronenmikroskopie der

TUB

17 Haus der reinen Räume der TUB

18 Haus der Luft- und Raumfahrt der TUB

19 Haus der Oberflächen der TUB

20 Akustiklabor/Prüfhalle TAP der TUB

21 Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik,

Heinrich-Hertz-Institut

22 Haus der Energie der TUB

23 Haus des Lernens der TUB

24 Physikalisch-Technische Bundesanstalt,

Institut Berlin

BLZ/HECHER; QUELLE: LANGE NACHT DER WISSENSCHAFTEN

6

Die360-Grad-Aufnahmen werden

mit einer hochmodernen Kameranamens

OmniCam-360 gemacht. Sie

besteht aus zehn Mikro-HD-Kameras,

angeordnet im Ring unter zehn

Spiegelsegmenten, die das Bild einfangen.

Eine zusätzliche Kamera

kann die Szene auch nach oben aufnehmen.

Möglich sind Aufnahmen in

2D und 3D,und zwar in so hochauflösenden

Panoramen, dass sie sich von

vergleichbaren Kamerasweltweitabheben,

wie es in einer Mitteilung des

Fraunhofer HHI heißt.

Seit 2009 entstanden mit diesem

Kamerasystem viele Produktionen.

Das Time Lab kooperiert dafür mit

Partnernwie den Berliner Philharmonikern,

dem Medienboard Berlin-

Brandenburg, der Filmuniversität Babelsberg

Konrad Wolf und der Deutschen

Bahn.

Christian Weißig führt den Besucher

in den Showroom desTime Labs,

um einige Beispiele zu präsentieren.

Derkleine Saal in der elften Etage des

Instituts fasst etwa 20 bis 30 Leute.

Die180-Grad-Leinwand ist zwölf Meter

breit und mehr als drei Meter

hoch. Siebesteht aus sieben Segmenten,

die sich leicht überlappen und

mit 14 HD-Projektoren bespielt werden,

die sich in der Deckebefinden.

Mit einem Laptop steuert Christian

Weißig das Geschehen. Es flackert

ein wenig. Plötzlich startet das

Videound man steht mitten auf einer

Bühne neben älteren Musikern, vor

einem der brodelnde Zuschauerkessel

der Waldbühne. Man möchte fast

weglaufen, denn man hat das Gefühl,

selbst agieren zu müssen. Herbert

Grönemeyer singt und tanzt vor einem

am Rand der Bühne entlang. Die

Kamera war bei diesem Konzert vor

dem Schlagzeug aufgebaut worden.

Die Techniker hatten die Aufnahme

später so bearbeitet, dass man sich ab

und zu vollständig im Kreis dreht und

die ganzeSzenerie betrachten kann –

ein Beispiel dafür, dass man mit den

Aufnahmen der OmniCam auch ein

360-Grad-Kino bespielen könnte.

Doch im Time Lab sei es für eine

Rundum-Leinwand etwas zu eng,

sagtWeißig.

In Echtzeit zusammengenäht

Als Zuschauer hat man kaum eine

Vorstellung davon, was alles nötig ist,

um den„immersiven“ Effekt zu erzielen.

Denn die vielen Bilder der Omni-

Cam passen nicht hundertprozentig

zusammen. Unbearbeitet käme ungefähr

ein Ergebnis heraus wie bei

Google Street View, sagt Christian

Weißig. Die Übergänge stimmten

nicht, ebenso die Geometrie.ImNahbereich

sei das Bild verzerrt und unscharf.

Die Bilder werden deshalb

korrigiertund zu einem perfekten Videopanorama

zusammengesetzt.

Und zwar in Echtzeit. Das heißt, sie

können auch liveübertragen werden.

DieBearbeitung geschieht mit einem

System, das sich Real Time Stitching

Engine nennt – „Echtzeit-Zusammennäh-Maschine“.

DieSignale aller

elf Kameras werden auf Grafikkarten

verarbeitet, jedes Pixel wirdangefasst

und korrigiert. Es gehe darum, ein

nahtloses Bild zu erzeugen, sagt Weißig.

Nachbarbereiche müssen angeglichen,

Farben und Helligkeit angepasst

werden. Nahe und ferne Objekte

erscheinen am Ende im richtigenWinkel

undVerhältnis.

DereigeneKameramann sein

An der Wand des Showrooms befindetsich

außerdem ein geschlossenes

Band vonfast 140 Lautsprechern. Ein

spezielles 3D-Audiosystem ermöglicht

es,imRaumdie reale Geräuschkulisse

eines Ereignisses wiederzugeben.

Technisch passiert dies über die

sogenannte Wellenfeldsynthese. Wie

Christian Weißig erklärt, handelt es

sich dabei nicht um ein kanalbasiertes

Verfahren, wie man es etwa bei

Stereo- und Quadrofonie oder Dolby

Surround findet. BeidiesenVerfahren

gibt es nämlich das Problem, dass

sich die perfekte akustische Wahrnehmung

auf räumlich begrenzte Bereiche

konzentriert. DasTime Lab dagegen

arbeite mit einem objektbasierten

Verfahren, so Weißig. „Wir

können das Schallobjekt direkt im

Raum platzieren und zum Beispiel

den Sänger auch genau dort hören,

wo wir ihn sehen.“ Der Gesang von

Herbert Grönemeyer wird zum Beispiel

an seine Bewegung vomrechten

zum linken Bühnenende angepasst.

Für all das muss ein recht hoher

Aufwand betrieben werden. „In der

Praxis sieht es meist so aus, dass wir

mit sehr umfangreichen Mikrofonierungen

arbeiten“, sagt Thomas Koch,

Mitarbeiter des Time-Lab-Teams.Bei

Aufnahmen der Berliner Philharmoniker

könnten das „sehr schnell über

hundertMikrofone werden“.

Spätestens hier stellt sich die

Frage: Waspassiert mit den Produktionen?

Werden sie nur hergestellt,

um sie zu archivieren und in kleinerem

Kreis zu zeigen? Oder wird hier

gar das Kino von morgen entwickelt,

das in ein paar Jahren Berlin erobern

soll? Die Potenzen dafür hat das System.

Auch 3D-Projektionen werden

im Showroom gezeigt. Doch für große

Kinos seien die Time-Lab-Projekte

nicht geeignet, sagt Christian Weißig.

Zum Weiterlesen: Torsten Harmsen: Neulichin

Berlin –Kurioses aus dem Hauptstadt-Kaff,

be.bra verlag,Berlin 2018, 14 Euro, 224Seiten.

Im Time Lab kann man in fantastische 3D-Welten eintauchen. Das elektronische Labor dient dazu, neueste Techniken zu entwickeln und alltagstauglich zu machen.

FRAUNHOFER HEINRICH-HERTZ-INSTITUT


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 11

· ·

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Berlin

der Wissenschaften

15. Juni 2019, 17 bis 24 Uhr

GETTY IMAGES

Für die Kinobetreiber sei es eine

große finanzielle Hürde,die Kinos auf

180- oder gar 360-Grad-Formate umzurüsten.

Es bleibt wahrscheinlich

dabei, dass die Produktionen in speziellem

Rahmen vorgeführt werden.

Unter anderem im Museum. DieAufnahmen

aus dem Endspiel der Fußball-WM

2014 in Rio de Janeiro entstanden

zum Beispiel im Auftrag des

Weltfußballverbandes FIFA für das

World Football Museum in Zürich.

„Wir sind ein bisschen der Zeit

voraus“, sagt Weißig. Das bedeutet:

Noch werden die Geräte entwickelt,

die eine breite Anwendung der immersiven

Technik des Berliner Instituts

ermöglichen. Auch die Produktion

ist noch relativ teuer.Deshalb arbeitet

das Time-Lab-Team – das je

nach Projekt fünf bis zehn Mitarbeiter

hat –anVereinfachungen undWegen,

für möglichst viele Nutzer den Eindruck

des Dabeiseins zu schaffen.

Zum Beispiel mit einem mobilen

Showroom. Er hat die gleiche Größe

wie das Time Lab, ist aber auf- und

abbaubar. Eingesetzt wurde er zum

Beispiel 2015 auf der Berlinale-Fachmesse

Avant Première. Man zeigte

dort den 180-Grad-Dokumentarfilm

„Playing the Space“.

Das Gefühl, mittendrin zu sein,

sollen Nutzer auch zu Hause haben

können. So gab es bereits die erste

Panorama-Übertragung eines Philharmoniker-Konzerts

für die „Digital

ConcertHall“ im Internet. Hier konnten

Nutzer auf dem Bildschirmfreiim

Raum navigieren. Undzwar ungefähr

aus der Sicht des Dirigenten –ein Privileg,

das normale Konzertbesucher

nicht haben. Auch mit Tablets und

Smartphones kann man bereits in

360-Grad-Welten navigieren. „Das

heißt, wir werden jetzt selber zum Kameramann.

Wirkönnen uns unseren

Blickwinkel im Panorama selbst suchen“,

sagt Christian Weißig. Auch

Live-Übertragungen auf die VR-Brille

haben die Fraunhofer-HHI-Techniker

bereits entwickelt. „Wir können

uns jetzt per Kopfbewegung selbst in

dem Live-Panorama der OmniCam

Die 360-Grad-Kamera des Time Labs besteht

aus zehn Mikro-Kameras. FRAUNHOFER HHI

bewegen.“ Dafür gibt es sogar schon

eine 360-Grad-Opernfassung, eine

halbe Stunde aus Mozarts „Figaro“.

Mit der VR-Brille auf der Nase kann

man sich im Raum drehen. Die Sänger

hörtman vondort, wo sie stehen.

Das Time Lab dient aber auch

noch anderen Zwecken, die Christian

Weißig knapp mit „industrielle Anwendungen“

zusammenfasst. Zu den

Projekten, die getestet werden, gehörenVideo-Konferenzen,

die Präsentation

von Flughafen-Sicherheitssystemen,

Kulturgütern, neuen Bauten,

Straßen, Immobilien.

„Das Time Lab ist zum Beispiel der

offizielle Infopunkt Lärmschutz der

Deutschen Bahn“, sagt Weißig. Eröffnet

wurde er Anfang 2015. Hintergrund:

Die Deutsche Bahn will bis

2020 den Schienenverkehrslärm um

zehn Dezibel verringern. Doch oft

können sich Leute nicht vorstellen,

wie sich bestimmte Lärmschutzmaßnahmen

auswirkten. Im Showroom

wirddeshalb der Zuglärmsimuliert–

und zwar für Neubaustrecken, die

sich noch in Planung befinden, und

bereits existierende stark belastete

Strecken. Im Time Lab träfen sich

Entscheider aus Politik und Gesellschaft,

darunter Abgeordnete des

Bundesverkehrs- und des Bundesumweltausschusses,

sagt Weißig.

„Wir können hier wirklich Züge vorbeifahren

lassen und dabei zeigen,

wie sich der Lärmschutz auswirkt.“

Simulationen für die Bahn

DieDemonstration im Showroom ist

beeindruckend. Man steht irgendwo

in der Landschaft, vor sich ein Gleis.

Plötzlich kommt von rechts ein Zug

angedonnert ineiner Lautstärke, die

einen fast hinwegfegt. Das Audiosystem

zeigt seine ganzePower.„Daswar

ein Güterzug ohne Lärmschutz und

sogenannte Flüsterbremsen“, sagt

Weißig, als der Zug inder Ferne verschwindet.

Flüsterbremsen seien

Bremssohlen aus Verbundstoffen. Sie

rauten die Räder weniger auf als herkömmliche

Graugussbremssohlen.

Dadurch werdeder Zugleiser.

Nacheinander testet Weißig mögliche

Lärmschutzmaßnahmen: zwei,

vier und sechs Meter hohe Lärmschutzwände

sowie Flüsterbremsen.

DieWirkungen sind erstaunlich. Der

technische Aufwand für die Simulation

aber auch. Dazu mussten erst

einmal Züge an realen Strecken aufgenommen

werden –und zwar mit

einem System ausgeklügelt angeordneter

Mikrofone.WeitereAufnahmen

machten die Techniker dann hinter

bereits stehenden Lärmschutzwänden

oder bei durchfahrenden Zügen

mit und ohne Flüsterbremsen. Anhand

der realen Aufnahmen lassen

sich die verschiedensten Faktoren so

analysieren, dass man eine reale Basis

für die Simulationen hat. Es gibt auch

eine mobile Variante des Systems.Als

Entscheidungshilfe für Politiker und

Bürgergruppen an weit entfernten

Orten.

Panoramaprojektion in 180 Grad: Film, Demonstration,Time

Lab,Fraunhofer HHI, 17.15 bis 22.15

Uhr,alle 60 Min., Dauer:45Min.

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Spiel. Aufspielerische Artlernen Teilnehmer Fragen kennen, mit denen

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Flusshygiene –Baden im Fluss: Präsentation einer Web-Anwendung,mit

der sich die Berliner Bevölkerung auch mobil über die Badegewässerqualität

informieren kann. Berliner Wasserbetriebe, TU,Haus der Ideen, Vorplatz,

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wie es sich anfühlt, emissionsfrei und leise auf der Straße unterwegs

zu sein –mit einem Elektrofahrzeug,das seinen Strom mittels einer Brennstoffzelle

direkt aus Wasserstoff erzeugt. TU,Haus der Chemie,

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Einmal Lokführer sein: Im Fahrsimulator des Fachgebiets Schienenfahrwege

und Bahnbetrieb können Besucher einen Zug der Baureihe 442 über

die Berliner Stadtbahn steuern. TU,Haus der Eisenbahn,ab17Uhr.

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Auf Biegenund Brechen: Warumist ein Flugzeug so leicht? Experimente

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Material bestehende Roboterhand bietet Möglichkeiten, wie es sie zuvor

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werden, unter anderem für Drohnen. Eine neue Technologie ermöglicht

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Das komplette Programm online: www.lndw19.de

Geheime Orte der Universitätsbibliothek: eine Tour hinter die Kulissen.

Universitätsbibliothek der TU,17und 18.30 Uhr.

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ab 17 Uhr.

Mit dem EnergiefahrradStrom erzeugen: Aufdem Energiefahrrad der

Verbraucherzentrale Berlin können Besucher selbst in die Pedale treten

und so Strom erzeugen. Wervor Ort1kWh Strom erzeugt, erhält 100 Euro.

TU,Haus der Energie, ab 17 Uhr.

Schwebende Bälle auf dem Kindercampus der Technischen Universität.

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Satellitenbetrieb live: Zurzeit betreibt die TU Berlin neun Kleinstsatelliten

in sechs Projekten. Den Satellitenbetrieb im Missionskontrollzentrum erleben.

TU,Haus der Luft- und Raumfahrt, ab 17 Uhr.Begrenzte Teilnehmerzahl,

rechtzeitig anmelden.

Experimentalshow: Hochspannungstechnikvon Nanometer bis Megavolt.

TU,Haus der Funken, 18 bis22.30Uhr alle 90 Minuten,ab10Jahren.

Zaubernmit Mathematik: Mithilfe vonMathematik lassen sich überraschende

Zauberkunststückevorführen. TU,Haus der Mathematik, 21 Uhr.

Ab 10 Jahren.

Für alltägliche Hilfsleistungen müssen Roboter sanft greifen

können.

TUB


12 * Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Berlin

Mit

Gundermann

und Zauberei

Marzahn-Hellersdorf lädt

zum großen Geburtstagsfest

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf

feiert seinen 40. Geburtstag –

mit einer Riesenfete am Sonnabend

in den Gärten der Welt. Ab 14 Uhr

geht es los: Mit einem Showprogramm

und 650 Mitwirkenden auf

großen und kleinen Bühnen. Dort

treten Musiker auf wie die Anne Stephan

Band mit Ostrock pur, der Zirkus

Cabuwazi mit Artistik und Zauberei

oder der Chor der Polizei. Zudem

gibt es eine Gratulanten-Meile

mit mehr als 65 Ständen, an denen

sich Vereine,Institutionen und Städtepartner

präsentieren.

Ab 18.30 Uhr beginnt dann das

große Abendprogramm, moderiert

von Sänger Tino Eisbrenner. Estreten

auf: Gundermanns Seilschaft,

das Jugendsinfonieorchester der

Hans-Werner-Henze Musikschule

des Bezirks und Tänzer der Ballettschule

SzilviaWolf. DasHighlight des

Abends: Ab 21 Uhrrockt das Elektro-

Pop-Duo Glasperlenspiel die Bühne

der Arena. (sd.)

DasFest: Sonnabend,14bis 23 Uhr, Gärten der

Welt, Eintritt 3Euro, Seilbahn1Euro,Infos im Internet

unter: www.mahe40.berlin

Regenbogen-Hauptstadt

Grüne fordern mehr Sichtbarkeit der queeren Szene –und kritisieren Novelle des Transsexuellen-Gesetzes

VonMelanie Reinsch

Erst vergangenen Sonntag

griff ein Mann in Tempelhof

ein lesbisches Paar an

und beleidigte die beiden

Frauen homophob. Einen Tagzuvor

besprühte ein Mann einen 58-Jährigen

voreiner Schwulenbar am Schöneberger

Nollendorfplatz mit Reizgas.

Mehr als 380 homo- und transphobe

Übergriffe auf queere Menschen

verzeichnete die Berliner

Opferberatungsstelle Maneo im Jahr

2018 in Berlin, 50 Fälle mehr als im

Vorjahr.Die Dunkelziffer ist hoch.

„Wir sind die queere Hauptstadt

Europas, die Menschen kommen

hier hin, weil man hier so leben

kann, wie man möchte. Und trotzdem

kommt es immer wieder zu gewalttätigen

Übergriffen“, sagte Antje

Kapek, Fraktionsvorsitzende der

Grünen ,anlässlich der Regenbogenwochen,

die am Freitag gestartet

sind. Mitden Aktionswochen wollen

die Grünen für mehr Sichtbarkeit für

schwule, lesbische, bi-, trans- und

intersexuelle Menschen sorgen.

Zudem ziehen die Grünen nach

fast drei Jahren Rot-Rot-Grün Bilanz.

So wurde im September das erste

queere Jugendzentrum in Pankow

eröffnet –ein Projekt aus dem Koalitionsvertrag.

Auch im weltoffenen Berlin gibt es fast täglich homo- und transphobe Übergriffe.IMAGO IMAGES

Außerdem wurden für den Aufbau

und die Inbetriebnahme der Krisen-

und Zufluchtsunterkunft LSBTI

für queere Menschen 2019 insgesamt

100 000 Euro zur Verfügung gestellt,

die aus dem laufenden Haushalt

der Landesdiskriminierungsstelle

(LADS) gedeckt werden. Für

den Doppelhaushalt 2020/2021 hat

das LADS nun 160 000 Euro für dieses

Hilfsangebot angemeldet. In den

Unterkünften finden Menschen aus

der LSBTIQ-Community Zuflucht,

die Schutz vor Zwangsverheiratung,

sogenannter Gewalt im Namen der

Ehresowie häuslicher Gewalt wegen

ihrer sexuellen Orientierung

und/oder Geschlechtsidentität erfahren.

Fünf Plätze wird esgeben.

„Vor allem für schwule Männer fehlten

bisher bei drohender Zwangsverheiratung

Hilfsangebote“, betonte

Anja Kofbinger, queerpolitische

Sprecherin der Grünen. Dasbekannteste

Beispiel ist Nassan. Der inBerlin

geborene Junge sollte 2015 von

seiner Familie, die aus dem Libanon

kommt, zwangsverheiratet werden.

Der Junge flüchtete. Das Wichtigste

sei aber noch nicht umgesetzt worden,

sagte Sebastian Walter, ebenfalls

Sprecher für queere Politik bei

den Grünen. So hat das rot-rotgrüne

Bündnis im vergangenen Jahr

beschlossen, die „Initiative geschlechtliche

und sexuelle Vielfalt

(IGSV)“ neu zu starten, weiterzuentwickeln

und zu verankern–ebenfalls

ein Koalitionsprojekt. Bei dem ressortübergreifenden

Maßnahmenpaket

liegt ein Schwerpunkt auf Gewaltprävention.

„Aber es geht auch

darum, die Sichtbarkeit lesbischer

Frauen zu unterstützen“, so Walter.

Einweiterer Fokus liege auch auf geflüchteten

Menschen.

Kritik an neuen Regeln

Kapek übte vor diesem Hintergrund

scharfe Kritik an dem vorgelegten

Entwurf zur Reform des Transsexuellen-Gesetzes

der Bundesregierung.

Es soll neue Regeln schaffen,

wenn Transsexuelle ihr Geschlecht

und ihren Namen in offiziellen Dokumenten

ändern lassen möchten.

„Ein Schnellschuss“, ein „Griff in die

Tonne“ sei das gewesen, sagte Kapek.

Der Entwurf von Justizministerin

Katarina Barley (SPD) brächte

keinerlei Verbesserungen, sondern

nur Verschlechterungen mit sich.

Die Novelle wird von Verbänden,

Betroffenen und Aktivisten heftig

kritisiert.

NACHRICHTEN

Die Rosinenbomber

kommen

Rund 70 Jahrenach Ende der Luftbrücke

sollen am Sonntag wieder Rosinenbomber

über Berlin fliegen.Von

15 Uhranwerden etwa 20 historische

Flugzeuge über dem Tempelhofer

Feld, Gatowund Tegel zu sehen sein,

wie Thomas Keller,Vorsitzender des

Fördervereins Luftbrücke,amFreitag

sagte.Die genaue Route sei abhängig

vomWetter und vonderVerkehrssituation.

DieMaschinen des Modells

DC-3 sollen aber in einer Höhe fliegen,

dass sie gut zu sehen seien. Über

Facebook soll die Route rechtzeitig

bekannt gegeben werden. (dpa)

Geisel muss Akteneinsicht

gewähren

Im Streit um das Volksbegehren zu

mehrVideoüberwachung hat Innensenator

Andreas Geisel (SPD) eine

Niederlage einstecken müssen. Das

Verfassungsgericht hat bekannt gegeben,

dass Geisel CDU-Generalsekretär

Stefan Evers Akteneinsicht gewähren

muss.Der Senator hat damit

Evers zu Unrecht die Akten verweigert,

die Auskunft über die verfassungsrechtliche

Einordnung des Senats

zum Volksbegehren „Artikel-

Gesetz für mehr Sicherheit und Datenschutz

in Berlin“ geben. (mre.)

herzenswünsche

Partnerschaften

sie sucht ihn

Blonde Witwe, Martina, 73J., kein

Oma-Typ, Inter. Malerei, Klassik,

mag Nord- u. Ostsee, gem.

Unternehmungen, sucht ehrlichen

Partner, welcher noch

Wert auf Ehrlich- u. Verlässlichkeit

legt, sich zu jung fühlt,

um allein zu bleiben, auch gern

noch mal kuschelt. Glücksbote:

t 27596611

Bärbel, 72, mit Herzenswärme,

koche gern, mag Natur, aber

kein "Marathon", Kuscheln, u. d.

schö. Künste. All das möchte ich

nicht mehr allein genießen. Er,

gern auch älter, d. auch Zweisamk.

vermisst u. sich noch

"jung" fühlt... Bitte anrufen!! Ich

freue mich! PS Harmonie

t 0151/20126923

Maria, 69, klein, aber oho., verw.,

gefühlv.,,gutherzig, vorzeigbar

u. jung geblieben, m. allen fraul.

Reizen, Inter. für Natur u. Gemütlichkeit,

aber auch leidensch.

Köchin u. Autofahr.,

mö. gern mit rüstigem Mann,

auch gern älter, d. Lebensabend

verbringen. Harmonie

t 0151/20126923.

Rassige Frau! Katharina ,57/1.64,

hält nichts von flüchtigen

Abenteuern. Sie hat ein fröhl.

Naturell, sieht sehr gut aus, su.

„Ihn“, gern älter, ehrlich u. verlässlich,

würde gern auch zusammen

ziehen, suche ernsthafte

Beziehung, kein Abenteuer.

Glücksbote: t 27596611

Doris, 60+, verw. Angest. in guter

Posit., e. sinnl., etwas zurückhaltende

Frau, schlank, jünger

wirk. mit verträumtem Blick, sie

kann noch "Frau sein" u. sich

auch über kl. Dinge freuen..Wü.

sich die starken Arme e. Mannes.

PS Harmonie

t 0151/20126923

Witwe, 70+, vielseitig interessiert

und aufgeschlossen, möchte

auf diesem Wege einen Partner

kennen lernen.

o ZU4000173576 BLZ, PF, 11509

BLN

Sonja, 63, attrakt. Witwe, mit

herzl. u. ehrliches Wesen, Akademikerin,

sucht lieben Mann

aus Berlin oder Umgebung, der

mit ihr lebt und liebt. Glücksbote:

t 27596611

Keine Angst vor klugen Frauen!

Michaela, 49, künstlerischer

Beruf, erfolgreich, total lieb,

mag Musik, Radfahren…, su. den

Mann fürs Herz! Agt. Neue Liebe:

t 2815055

Liebenswerte Asiatin, klein aber

oho, 55, guter Beruf, perfektes

deutsch, su. mit Dir die große

Liebe zu erleben, wichtig ist

Treue, Ehrlichkeit, Humor. Agt.

60 plus, t 89 04 94 51

Achtung: HübscheWitwe Vera,72,

hat ein schönes Leben, aber sie

mö. wieder Zeit mit einem

Mann verbringen, glaubt fest

an eine 2. Chance im Leben!

Agt. Neue Liebe: t 2815055

Schöne blonde Witwe Doris, 69,

jung geblieben u. fröhlich, fährt

Auto u. Rad, liebt gemütliche

Abende, kocht gern italienisch,

su. einen Partner! Singlecontact

Berlin: t 2823420

Ute, 63,verw., eine rassige Frau m.

Hirn, Herz u. Temperament u.

das Auffälligste: g

Grosse leuchtd. Augen m. d. gewissen

Feuer. Sie mö. bei Dir e.

Licht entfachen, das Geborgenheit

u. "Ankommen" vermittelt.

Gern älter. PS Harmonie

t 0151/20126923.

Sylvia, 70+, Ärztin ohne Allüren,

herzl. Wesen, mit kleinem süßen

Hund, ist unkompliziert,

unternehmungslustig, verw.,

freut sich auf ein Kennen lernen

mit einem bodenständigen

Mann aus dem Osten Berlins.

HERZBLATT-BERLIN:

t 20459745

Eine schöne Hamburgerin, eine

schlanke attrakt. Frau mit viel

Herzlichkeit, Akademikerin, 58,

verw., berufl. in Berlin angekommen,

bei ihr vereinen sich

Charme u. Intelligenz, sie ist

sportl. u. kulturell, su. nochmals

das wärmende „Wir-Gefühl“.

Agt. 60 plus, t 89 04 94 51

Bea, 52,1.73, eine jünger wirk.

Frau mit Klasse u. viel Optimismus.

Bin frei und ungebunden,

fin. geht's mir gut, aber mit der

Liebe hapert es ein wenig. Mag

keine Abenteuer, dafür Natur,

Neugier, Lachen u. Zärtlichkeit.

PS Harmonie t 0151/20126923

Das Glück ist nicht weg, es ist nur

woanders! Maja, 55+, klug, attraktiv,

niveauv., tolle Figur,aktiv,

Reisen, Wassersport. Wichtig

ist mir, jeden zu lassen, wie

er ist, Zärtlichkeit, Gemeins.-

keiten u.v.m. PS Harmonie

t 0151/20126923

Eine sehr lebenslustige natürliche

Frau 60, möche der Einsamkeit

entfliehen. Wo ist der alleinstehende

Mann mit viel Humor,

der seinem Leben in einer Gemeinsamkeit

wieder einen Sinn

geben möchte? Agt. 60 plus,

t 89 04 94 51

Interessante Frau, 71, sucht interessanten

Mann. Bin lebensfroh,

schlank, mutig, gescheit u.

manchmal einfach wunderbar.

Su. agilen selbstbewussten

Mann, der keine Angst vor

Zweisamkeit hat. Agt. 60 plus,

t 89 04 94 51

Evelyn, 49, eine zierl., blonde

Krankenschwester mit hübscher

Figur u. Kulleraugen,

sinnl., anschmiegs., wäre Dir

gern Freundin, Geliebte u. Partnerin.

Ein ehrl. Anruf wäre

schön!!! PS Harmonie

t 0151/20126923

Sie sucht zwei Arme, die sie festhalten,

die Schulter zum Anlehnen,

ein Feuerwerk der Gefühle.

Catrin, 58, schlank u. brünett,

Pharma-Ref., su. Mann,

mit dem sie Harmonie u. Liebe

erleben kann. Agt. Neue Liebe:

t 2815055

Christine, 53, med.-techn. Angestellte,

herzl. Wesen, mag Camping,

hat aber auch Garteninter.,

schlank mit weibl. Formen,

kocht gut und gern, freut sich

auf ein Kennen lernen. HERZ-

BLATT-BERLIN: t 20459745

Eine attraktive Frau ausBerlin, Anne,65,

promov. Akad., verw., hat

viele Interessen, liebt ruhige

Momente, mö. einen Mann

kennen lernen (ohne ihn einzuengen)!

t 2823420

Singlecontact:

Ich will keine Schokolade, Dich

will einen Mann! Christa, 75,

verw., sportliche, sympathische

Frau, findet die Familie wichtig,

aber noch lieber hätte sie

einen Partner an ihrer Seite!

Singlecontact Berlin:

t 2823420

Attraktive Frau Steffi, Anf. 50, erfolgreich

im Beruf (med. Bereich),

mit Temperament u.

Witz, liebt Spaziergänge, tanzen,

hört gern Musik, su. Dich,

der gern lacht, liest und gut

küsst. Agt. Neue Liebe:

t 2815055

Schön, dass du das jetzt liest!

Aber ein "bisschen schwanger"

gibt es nicht, darum ruf doch

auch bitte an! Diana, 58, chic,

unkompliziert, zärtlich-optimist.,

wartet! Harmonie

t 0151/20126923.

Melanie,41/1.68, mit süßer Figur,

lg. Haar, strahlend schönen Augen,

möchte über diese kl. Anzeige

Dich finden. Hab Mut, ruf

an. Bei Partyevents findest Du

mich nicht! Glücksbote:

t 27596611

Vera, 67/1.63, e. schlanke, warmherzige

Witwe, aktiv u. vital,

fährt PKW, hat Garteninteresse,

Ing. i.R., su. warmherzigen Partner,

denn zu zweit ist alles

schöner. Glücksbote:

t 27596611

Berlinerin (69J./166 /schl.) sucht

warmherzigen, gebildeten

Partner mit Interesse an Natur,

Kultur, Literatur, Politik, Reisen,

guten Gesprächen etc.

o ZU4000178654 BLZ, PF,

11509 BLN

Martina, 60 J., schlank, gut aussehend,

familiär, hat Sehnsucht

nach Liebe u. Vertrauen, mag

Garten, die Ostsee, kocht u. kuschelt

gern, su. ehrl. Mann, gern

älter, dem es auch so geht.

Glücksbote: t 27596611

Maria, 60+, verw., warme Stimme,

sanfter Blick, weibl. Kurven,

verschmust u. liebev., mag Reisen,

lachen, träumen, aber

nicht allein! Suche Dich, d. auch

d. Single-Leben satt hat. PS

Harmonie, t 0151/20126923.

Ein Jahr allein ist genug! Sabine,

61, Büro-Kauffrau, Typ Mädchenfrau,

blond, gute Figur, ist

charmant u. ideenreich, möchte

die Bekanntschaft eines sympathischen

Mannes machen.

Agt. Neue Liebe: t 2815055

Pensionärin, 65, mag sportl. Bewegung,

Theater, Bücher, Kochen,

Reisen, wünscht sich passenden

Mann, der die schönen

Seiten des Lebens genießen

kann. Agt. 60 plus, t 89 04 94 51

Carla, 71, verw. -jetzt, da genug

Zeit, und e. sichere gute fin.

Versorgung vorhanden sind,

bin ich allein. Geht es Ihnen

auch so? Anrufen! PS Harmonie

t 0151/20126923.

er sucht sie

Ein interessanter Mann, dem man

nicht per Zufall begegnet! Andreas,

50/1.82, Ingenieur,

verw., gepflegt und charmant,

mit ansprechenden Lebensumständen,

sucht Nähe u. Beständigkeit

in e. verlässlichen

Partnerschaft

t 27596611

Glücksbote:

WelcheFrausucht einenMann mit

Humor, Ehrlich- u. Verlässlichkeit

u. Herz? Er, 54/1.82, noch

jung genug, auch spontan zu

sein, mit dem Motorrad oder

Auto einen Städtetrip zu erleben,

Restaurant, Tanz, ein Glas

Wein? Lass uns das Leben gemeinsam

gestalten, die Kinder

sind groß, worauf warten wir?

Hab Mut. HERZBLATT-BERLIN:

t 20459745

Gern hätte ich Ihnen schon längst

einen Blumenstrauß gebracht,

aber leider sind wir uns noch

nicht begegnet. Aber es ist im

Leben nie zu spät. Wenn Sie

Lust haben, erwartet Sie ein Senior,

71/182, mit fröhl. Gemüt,

der gerne Pläne schmiedet. Agt.

60 plus, t 89 04 94 51

Berliner möchte Berlinerin finden!

Er, Mitte 60/1,78, Facharzt

i. R., gepflegt, niveauvoll,

sportlich, liebt Segeln u. Sonne,

möchte mit einer Frau die Zukunft

gestalten! Agt. Neue Liebe:

t 2815055

Kleine Anzeige -gepflegter Mann!

Jürgen, 63/1.82, inter. Beruf,

innerlich u. äußerlich jung geblieben,

NR mit Pkw, möchte

gem. erleben, sucht lebensbejahende

Partnerin bis ca. 75 J..

Glücksbote: t 27596611

Vater u.Tochter –su. Mutter u.

Sohn… Felix, 52/1,83, ein Mann

mit starken Schultern, Qualitätsmanager,

u. kl. Tochter,

wünschen sich einen Neustart

für Patchworkfamilie… Agt.

Neue Liebe: t 2815055

Korpulente, voluminöse Dame,

groß, dunkelhaarig, NR passenden

Alters gesucht von schlankem

Mann. 1,90m, 58 J., Urberliner

Berufspendler, Radfahrer,

kulturinteressiert e-mail:

radler-uwe.berlin@freenet.de

Uns gibt`s nur im Doppelpack!

Wolfgang, 70/1,83, Dipl.-Ing.,

ein gepflegter sympathischer

Mann mit kleinem Hund, mö.

die Freizeit mit Dir verbringen.

Singlecontact berlin:

t 2823420

Großer Mann mit Herz u.Format,

68/184, Tischler, ein fröhlicher

Optimist u. Hobbykoch, mag

Natur, Kino, Tanzen –suche die

natürliche, gern lachende Frau.

Verm. Partnertreff,

t 0160 91 60 40 20

Mit Dir in den Sommer! Andreas,

50/1,84, Polizist, ein handfester

Typ, sieht gut aus, sportlich,

mag die Herausforderung, ihm

fehlt die Partnerin, um das

Glück perfekt zu machen! Agt.

Neue Liebe: t 2815055

Ab und zuein liebes Wort wünscht

sich verw. Meister, tierlieb, kulturell

interessiert, mit guten

Umgangsformen. Conrad,

78/1.79, möchte dem Zufall etwas

nachhelfen. Glücksbote:

t 27596611

Kavalier der alten Schule, Hans,

fast 80, gebürtiger Schweizer,

schlank u. sympathisch, möchte

eine Berlinerin kennen lernen.

Singlecontact Berlin:

t 2823420

Er, 69, 1.85, Akadem., schlank,

sportl., PKW, seriöse Erscheing.,

e. stille Autorität m.

verstecktem Schalk i. Nacken,

su. humorv. Sie. Harmonie

t 0151/20126923.

Gibt es das? Eine normale, sympathische

Frau, für eine dauerhafte

Partnerschaft auf Augenhöhe

u. dabei Spaß, Vertrauen

u. Gemeinsamkeiten, ohne sich

vom Alltagsstress auffressen zu

lassen. Er, 61, prom. Akad., gepflegt

u. höflich, natürliche ruhige

Art, mag gute Gespräche,

Kultur u. Bücher, hofft auf Anruf

einer Frau, die ähnlich denkt u.

fühlt. HERZBLATT-BERLIN:

t 20459745

Er, 55+, 1.84, ein humorvoller,

verantw.bewusster Mann,

sportl. Figur, charismatisch,

dunkle Haare, blaue, leucht. Augen

mit e. "Zwinkern", mö. gern

wieder gemeinsam lachen, Lielingsmomente

erleben - mit

"Seufzergarantie". Kind angenem!

Reise viel u. gern, mag Natur…

PS Harmonie

t 0151/20126923

Manfred, 65+, 1,84, verw., PKW,

NR, noch mit d. alten Charme

eines Gentleman, aber keineswegs

abgehoben o. arrogant,

im Gegenteil - sehr herzlich,

mit zauberhaftem „spitzbübischem“

Lächeln, mö. wieder zu

zweit sein -bei getr. Wohnungen.

Harmonie,

t 0151/20126923.

Bernhard, 71, 1,85, verw., handw.

Branche, legt noch Wert auf die

gute, alte Erziehg. u. Anstand,

ist humorv., ein guter Unterhalter,

schätzt Freunsch. sehr

hochwertig ein u. su. f. gemeins.

Freizeit wie Reisen, Kultur,

Natur, Autotouren…. nette

Dame (bei getr. Wohng.) PS

Harmonie t 0151/20126923

Hoffnung... ist auch eine Art für

Bequemlichkeit, denn ohne etwas

zu tun, passiert nichts!

Hans, 77, 1,84, verw., m. PKW,

ehem. Senatsangest., sehr gut

“in Form”, mitfühlend o. aufdringlich

zu sein, gepfl., modisch

u. schlank, su. für gemeins.

Unternehm. liebe Sie! PS

Harmonie t 0151/20126923

In einer lebensfrohen, stabilen u.

interessanten Zweisamkeit mit

einer ähnlich gesonnenen Partnerin

(bis 70J.) zu leben, das hab

ich mir vorgenommen. Gestandener

Mann, Segler m. bequemen

Kajütboot, 74/1,79, Ing.,

BmB. o ZU4000177571 BLZ, PF,

11509 BLN

Charm. WittwerAlfred, 75 +, voller

Lebensfreude, Humor u. sehr

agil, Auto, bin geistig und körperl.

fit, lege Wert auf gepfl.,

modisch. Äußeres u. Manieren.

Su. nette Freundin, ohne Gewohntes

u. Wohng. aufzugeben.

Wünschen Sie sich das auch?

Harmonie, t 0151/20126923.

Weltgewandter Akademiker,

54/180, sehr attraktiv, aufgeschlossen,

mit Lebensstil u.

Herzensbildung. Ein Romantiker,

der die schönen Künste

liebt, möchte sein Leben wieder

mit einer aufgeschlossenen

Frau teilen. Verm. Partnertreff

t 0160 91 60 40 20

Er, 65, stud., NR, schlank, sportl.,

Interesse an Kultur, Gedankenaustausch,

Reisen uvm.. Suche

für eine aufrichtige u. tiefe Beziehung

eine Partnerin, der

achtsames Miteinander, zärtl.

Nähe u. Humor genauso wichtig

sind. Agt. 60 plus, t 89 04 94 51

Fröhlicher Pensionär 75, sehr natürlich,

mit dem Herz auf dem

rechten Fleck, unternehmungsfreudig,

er wünscht sich mehr

gemeinsam als allein. Kulturelle

Veranstaltungen, die Stadt erkunden,

welche Frau hat Lust u.

Freude mich kennen zu lernen?

Vielleicht bei Sympathie ein

bisschen mehr? Agt. 60 plus,

t 89 04 94 51

Zu zweit ist alles schöner! Klaus,

69/1,79, ein gepflegter Firmenleiter

(noch etwas tätig), reise,

lache, tanze gern, mag die Ostsee,

möchte das Schöne im Leben

teilen, sucht eine etwas

unternehmungslustige Partnerin,

welche das Alleinsein gegen

eine interessante Zweisamkeit

tauschen würde.

Glücksbote: t 27596611

Gehe in die Philharmonie, Oper,

Theater, nur nicht gern allein!

Welche ebenfalls der schönen

Muse zugetane Frau fühlt sich

angesprochen? Es erwartet Sie

Chef-Arzt, 66/183, gern auch

sportl. aktiv, Tennis, Squash,

Ski. Verm. Partnertreff,

t 0160 91 60 40 20

SucheeineFrau für gemeinsamen

Lebensabend. Ich bin 76/180,

repräsentativ, eine starke Erscheinung,

war selbständiger

Geschäftsmann. Ich möchte eine

Frau, die offen, lebensfroh

ist. Ich lege sehr viel Wert auf

gegenseitiges Vertrauen. Agt.

60 plus, t 89 04 94 51

Bernd, 58, 1,84, m. entwaffn. offenem

Lächeln, humorv. Art, gepflegt,

mö. nette Frau für gemeins.

Freizeit, Reisen, Natur,

Kultur uvm… kennenl. Bin frei

im Herzen u. frei für liebe Sie,

die auch getr. Wohnungen

möchte. Harmonie

t 0151/20126923.

Netter Typ von nebenan! Frank,

59/1,80, gepflegt, eloquent, ein

sympathischer Maschinenbau-Ing.,

liebt Musik, würde

gern wieder mal tanzen gehen,

freut sich auf gemeinsame Ziele,

su. passende Partnerin! Agt.

Neue Liebe: t 2815055

Jugendlich-verschmitzt, mit Humor

u. Ausstrahlung! Er, 57,

1,86, öD, sportl., schlank, zuverlässig,

mö. wieder reisen, spontan

mit d. Auto zur See…, welche

jung geblieb. Frau mö. das

auch?(eig. Wohng. behalten). PS

Harmonie t 0151/20126923

Volles Haar, jung gebliebenes

Herz! Thomas, 75/1.79, verw.

Ing., mag Reisen, klass. Musik,

Natur, verw. su. lebensbejahende

Partnerin, welche noch etwas

vom Leben erwartet.

HERZBLATT-BERLIN:

t 20459745

Gerd, 65+, 1,84, ein wirkl. netter

Mann, su. Sie, d. gern Essen

geht u. nicht bei jedem Gramm

mehr auf d. Waage gleich e.

Schreikrampf bekommt, denn

ich meine, eine Frau darf auch

Rundungen haben!!! PS Harmonie

t 0151/20126923

Es soll Freundschaft sein! Bin Witwer,

77/180, sympath. u. gefühlvoller

Mann, mit Herz, Humor

u. Verstand –mö. wieder

Vertrauen zu einer herzl. Frau

aufbauen. Sehne mich wieder

nach Nähe, dem vertrauten Du.

Agt. 60 plus, t 89 04 94 51

Getrenntes Wohnen u. doch nicht

allein! Witwer, 69/178, silbergraues

Haar, natürlich u. romantisch,

liebe Spaziergänge in

schöner Natur, mag Theater u.

Reisen, su. Sie, ebenfalls im Ruhestand.

Agt. 60 plus,

t 89 04 94 51

DerWeg z. Glück besteht aus einer

Fülle vieler kl. Schritte… Gehen

wir Sie zusammen? Heinz 74,

1.83, Dipl. Ing., eleg., humorv., fit

u. jünger wirkend, urteilt nicht

nach d. Verpackung, sond. nach

dem "Talent z. Glücklichsein".

Harmonie. t 0151/20126923.

Im Hier und jetzt das Leben genießen!

Optimist. u. herzl.

ist Harald, 69/182, vitaler Akademiker,

unterhalts., geistreich,

handw. begabt u. viels. interess..

Su. Sie, getrenntes

Wohnen. Harmonie

t 0151/20126923.

Er, 50+, groß, sportl., chic. Ich

brauche keine Rolex o. Weltreise,

ich habe auch keine Yacht,

kein Pferd, ich liebe Natur, Reisen,

Auszeiten m. lesen, Musik,

schö. Gespräche. Ist das noch i.

Trend? Harmonie

t 0151/20126923.

DemZufall etwasnachhelfen! Dieter,

71 J., mag Kultur, schön essen

gehen, würde auch noch

mal das Tanzbein schwingen,

su. Partnerin, welche noch etwas

gemeinsam erleben möchte.

HERZBLATT-BERLIN:

t 20459745

Normalo ohne Porsche, Golfschläger,

aber mit viel Gefühl,

59/186, stehe mit beiden Beinen

erfolgreich im Leben. Suche

keine Superfrau, sondern

Dich, natürlich u. aufgeschlossen.

Verm. Partnertreff

t 0160 91 60 40 20

Dipl.Ing. im Seniorenalter (74J).

Solider Witwer mit Humor u.

Verstand, geplegt, kultiv., Reisefan,

m. PKW, su. nette Begleitg.

für Reisen u. für‘s Leben. Allein

ist es nur halb so schön!!

(bitte getr. Wohng). PS Harmonie

t 0151/20126923

Stattl. Typ in interessante Männlichkeit

verpackt! Christian, 59,

Akademiker mit Schultern z.

Anlehnen, aber auch Romantiker,

su. liebenswerte Frau, die

gern lacht u. lebt, denn die

Sympathie entscheidet.

Glücksbote: t 27596611


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14 * Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Berlin

Ein Wiedersehen nach 58 Jahren

Das Museum Treptow veröffentlichte ein historisches Foto und suchte zwei Mädchen aus dem Jahr 1961. An diesem Freitag trafen sich beide in Berlin wieder

von Katrin Bischoff

Es gibt dieses eine Foto, das

im Treptower Museum am

Sterndamm zu sehen ist.

Zwei Mädchen reichen sich

im August 1961 über die noch nicht

fertig gebaute Mauer zwischen Treptow

und Neukölln die Hände. Ein

ähnliches Foto mit den Mädchen ist

damals auch im Nachrichtenmagazin

Sternabgebildet worden.

Die Mädchen waren 15 Jahre alt

und Freundinnen seit der Grundschule.

Das Foto entstand an der

Harzer Straße.Neben den Mädchen,

auf der Ostseite, stand ein Soldat. Er

griff bei dem Gespräch der Mädchen

nicht ein. Die beiden Jugendlichen

haben sich nach diesem Händedruck

nicht mehr wiedergesehen,

nicht mehr in die Arme genommen,

sie hatten auch keinen Briefkontakt.

58 Jahrelang. Biszudiesem Freitag.

PerAnzeige gesucht

Andiesem Freitag stehen Rosemarie

Badaczewski und Kriemhild Meyer

fast ein wenig ungläubig und sichtlich

gerührt vor ihrem alten Foto im

dritten Geschoss des Treptower Museums.

Rosemarie Badaczewski,

heute 73 Jahre alt, ist das Mädchen,

das auf der Ostberliner Seite an der

Mauer lehnt. Die heute 72-jährige

Kriemhild Meyer steht dort, wo ein

Schild im Hintergrund verkündet:

Achtung, Sie verlassen nun den demokratischen

Sektor. „Wir haben

uns nach so langer Zeit nicht sofort

wiedererkannt“, sagt Kriemhild

Meyer und lächelt ihre einstige

Freundin an. Niemals hätten sie geglaubt,

dass dieses Foto heute noch

jemanden interessieren würde.

August 1961: Rosemarie Badaczewski (l.) und Kriemhild Meyer reichen sich an der

Harzer Straße die Hand.

LANDESARCHIV BERLIN/HORST SIEGMANN

Vor eineinhalb Jahren beschloss

der Bezirk Treptow-Köpenick zu erkunden,

wer die beiden Mädchen

auf dem historischen Foto sind. Er

startete einen Aufruf und veröffentlichte

das Bild am 29. Januar 2018 in

der Anzeigenzeitung Berliner Woche.

Mit Erfolg. „Vier Wochen später

meldete sich Rosemarie Badaczewski,

die von einer in Treptow lebenden

Freundin informiert worden

war“, erzählt Cornelia Flader,die Bezirksstadträtin

für Schule und Kultur

(CDU). Badaczewski wohnt in Westdeutschland.

Im Frühjahr dieses Jahres

wurde das zweite Mädchen auf

dem Foto gefunden: Kriemhild

Meyer, die heute in der Schweiz lebt.

23 Menschen wurden in Treptow

an der Berliner Mauer getötet. Der

letzte Tote war Chris Gueffroy,der im

Februar 1989 bei einem Fluchtversuch

von DDR-Grenzsoldaten erschossen

wurde.Flader erzählt, dass

die Häuser in der Harzer Straße im

Osten Berlins standen, die Straße

aber schon zum Westsektor gehörte.

Weswegen auch in der Harzer Straße

Türen und Fenster der Häuser später

zugemauertworden seien. Zunächst

habe Stacheldraht die Grenze abgesperrt,

dann sei die Mauer aus Hohlsteinblöcken

entstanden.

Das Foto von den beiden Freundinnen

an der Mauer entstand wenige

Tage vor der Flucht Rosemarie

Badaczewskis in den Westen. Kriemhild

Meyer, die bereits im Westen

lebte, erzählt, dass sie damals ganz

gezielt zur Mauer gegangen sei, um

ihre noch im Osten lebende Freundin

zu treffen. Sie erinnert sich, dass

Juni 2019: Rosemarie Badaczewski (l.) und Kriemhild Meyer treffen sich im Museum

Treptow wieder.

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

sie Rosemarie gesagt habe, dass die

West-Berliner Polizei über die geplante

Flucht der Freundin und deren

Mutter informiert worden sei

und man da sein werde, um beide zu

schützen. Der Vater von Rosemarie

war schon vor dem Mauerbau im

Westen geblieben, er hatte die Flucht

von Ehefrau und Tochter geplant.

Rosemarie und ihreMutter sprangen

am 19. August mitten am Tage aus

dem Fenster ihrer Hochparterrewohnung

in der Harzer Straße, das

noch nicht zugemauert war. Eswar

für sie der Sprung in die Freiheit.

Sie hatten nur das dabei, was sie

am Leib trugen. Dann liefen sie zu

der wartenden „Grünen Minna“ der

Polizei, die sicher vor möglichen

Schüssen der DDR-Grenzer war.

Dort, sagt Rosemarie Badaczewski

heute, habe sie vor Aufregung das

erste Mal inihrem Leben eine Zigarette

geraucht.

Die Lebensgeschichten der beiden

Frauen stehen für viele Schicksale

damals: Kriemhild und Rosemariewuchsen

in Ost-Berlin auf. Bisdie

Familie vonKriemhild Meyer1951 in

den Westteil der Stadt zog. „Mein Vater

ahnte nichts Gutes“, sagt die 72-

Jährige. Rosemarie Badaczewski

lernte die ersten vier Schuljahre in

der Wildenbruchschule in Treptow.

Dann habe Russisch auf dem Lehrplan

gestanden, und die Eltern hätten

sie auf eine Schule in Neukölln

geschickt. Nach ihrer Flucht hat Rosemarie

Badaczewski die Freundin

von einst nicht wiedergesehen. In

der aufregenden Zeit haben sie sich

aus den Augen verloren. Rosemarie

Badaczewski ging gleich nach Gießen

und hat bis zu ihrer Pensionierung

dort als Chefsekretärin an der

Universität gearbeitet. Die Frau mit

dem Pagenschnitt sagt, ihr Haus in

der Harzer Straße gebe es nicht

mehr.Auchnicht die Gärten, die damals

an der Mauerlagen. EinGarten

gehörte ihrem Vater.

Ausdem Fenster gesprungen

„Ich erinneremich aber an sehr viele

Dinge in dieser Gegend, an die

Baumschulenstraße, den Treptower

Park,zudem ich als Kind immer sehr

gerne mit der Straßenbahn gefahren

bin. An den Müggelsee.“ DenFall der

Mauer habe sie mit Erleichterung

aufgenommen –gerade für die Menschen

in der DDR.

Kriemhild Meyer hat noch einige

Jahre in Neukölln gewohnt. Später

zog sie zu ihrem Ehemann in die

Schweiz. Bis zur Rente hat sie in Zürich

als Dekorateurin gearbeitet.

Den Tag des Mauerfalls hat sie am

Fernseher miterlebt und „geweint

wie ein Schlosshund“, wie sie sagt.

Die beiden Freundinnen von

einst wollen diesmal den Kontakt

halten und sich gegenseitig besuchen.

„Gießen soll ja sehr schön

sein“, sagt Kriemhild Meyer. Zunächst

verbringen sie noch einige

Tage in Berlin. Am Sonnabend wollen

sie die Harzer Straße besuchen.

Den Ort, andem vor 58Jahren das

historische Foto entstand.

Katrin Bischoff ist beeindruckt,

wie ein Bezirk der

Geschichte nachspürt.

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Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 15 *

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Berlin

Zwei Worte zu viel

Zwei Frauenärztinnen sind wegen illegaler Werbungfür Schwangerschaftsabbrüche verurteilt worden. Doch sie wollen weiter für das Informationsrecht streiten

VonChristine Dankbar

Keine drei Monate hat es gedauert,

bis das neue Gesetz

seinem Praxistest unterzogen

wurde. Wenn

man sich die Gesichter der meisten

Beteiligten im Gerichtssaal ansieht,

kann man wohl sagen: Es ist durchgefallen.

Ausgerechnet im Saal 218 wird

am Freitagvormittag zum ersten Mal

über das bundesdeutsche Abtreibungsrecht

verhandelt, seitdem dieses

im Frühjahr reformiert wurde.

Angeklagt sind die beiden Steglitzer

Frauenärztinnen Bettina Gaber und

Verena Weyer, weil sie auf ihrer Webseite

folgenden Satz stehen hatten:

„Auch ein medikamentöser, narkosefreier

Schwangerschaftsabbruch

in geschützter Atmosphäregehörtzu

den Leistungen vonFrauDr. Gaber.“

Für die Staatsanwältin Johanna

Lindbergist klar:Dies ist illegal, weil

sie„um ihres eigenenVorteils willen“

öffentlich für Abtreibungen Werbung

gemacht haben.

Es geht dabei um den jahrzehntelang

unbeachteten Paragrafen 219a,

wonach „Werbung für den Abbruch

der Schwangerschaft“ mit Freiheitsstrafe

bis zu zwei Jahren oder einer

Geldstrafe geahndet wird. Dieses

Delikt haben sogenannte Lebensschützer

wie Yannic Hendricks und

Klaus Günter Annen voreinigen Jahren

entdeckt, um gegen Ärztinnen

Strafanzeige zu stellen, die Abbrüche

anbieten und darüber auf ihrer Webseite

informierten.

Die Gerichtsverfahren gegen die

Gießener Ärztin Kristina Hänel und

gegen die Kasseler Frauenärztinnen

Natascha Niklaus und Nora Szasz

Ende 2017 sorgten bundesweit für

Schlagzeilen. Bettina Gaber und Verena

Weyer erhielten ihre Strafanzeige

vorgut einem Jahr.Dass es erst

jetzt zum Gerichtstermin kam, kann

auch damit zusammenhängen, dass

das Gericht erst die Neuregelung des

Paragrafen 219a abwarten wollte.

Derkleine Kompromiss

Nicht zuletzt wegen der Gerichtsverfahren

gegen die Ärztinnen in Hessen

waren die Rufe nach der Streichung

des Paragrafen immer lauter

geworden. Ärzten sei es durch ihr

Standesrecht ohnehin nicht erlaubt,

für ihre Leistungen zu werben, hieß

es unter anderem. Doch die große

Koalition fand nur einen sehr minimalen

Minimalkonsens.Inden Paragrafen

219a wurde ein neuer, vierter

Absatz aufgenommen, wonach Ärzte

künftig „auf die Tatsache hinweisen“

dürfen, dass sie Abbrüche anbieten.

Mehr aber auch nicht.

Im Fall der Steglitzer Frauenärztinnen

heißt das, dass nach altem

Recht drei Worte auf ihrer Webseite

illegal waren, nach dem neuen Recht

„nur“ zwei Worte.

Die Verteidiger Johannes Eisenbergund

Stefan König bezeichneten

die Neuregelung als kompletten Un-

Verurteilt: die Frauenärztinnen Verena Weyer (l.) und Bettina Gaber.

BLZ/GERD ENGELSMANN

sinn. Bettina Gabler verwende eine

Methode, die nur in der frühen

Schwangerschaft angewendet werden

könne, argumentierte Eisenberg.

Eine Information darüber sei

also für ihre Patientinnen essenziell.

Beide Anwälte beantragten die Abweisung

der Klage.

Die Staatsanwaltschaft hatte angeboten,

das Verfahren einzustellen,

wenn der Satz von der Webseite verschwindet.

Die Ärztinnen entschieden

sich nach kurzemÜberlegen dagegen,

weil sie ihre Patientinnen

auch weiterhin informieren und den

Lebensschützern nicht nachgeben

wollten. Vor Gericht wurde ihnen

dies von der Anklagevertreterin als

Uneinsichtigkeit ausgelegt. Sie forderte

eine Geldstrafe von 50Tagessätzen

von je 150 Euro, also 7500

Euro für jede der Ärztinnen.

Richterin Christine Mathiak

wollte dem nicht ganz folgen. Sie

verurteilte die Ärztinnen zwar, blieb

bei den Tagessätzen aber deutlich

unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Sie verurteilte beide Ärztinnen

zu 20 Tagessätze à100 Euro.

Verena Weyer, die selbst keine

Schwangerschaftsabbrüche vornimmt,

wurde mit verurteilt, weil sie

mit Bettina Gaber eine Gemeinschaftspraxis

betreibt.

„Wie SieamUrteil sehen können,

halte ich die ganze Sache nicht für

sehr strafwürdig“, sagte die Richterin.

Der Sachverhalt an sich sei jedoch

einfach. Es gelte zu prüfen, ob

der inkriminierte Satz strafbar sei

oder nicht –und er sei es. Der Paragraf

219a erlaube Ärzten den Hinweis

darauf, dass in der Praxis

Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen

werden. Alle weiteren Angaben

seien strafbar. Sie erklärte,

dass sie beim Paragrafen 219a in seiner

alten Form durchaus Zweifel an

der Verfassungsmäßigkeit gehabt

habe.„Er hat erheblich in die Berufsfreiheit

der Ärzte eingegriffen.“ Nun

aber sei dies nicht mehr der Fall.

Nurpolitisch zu lösen

„Es geht dabei nicht ansatzweise

darum, ob mir das Gesetz gefällt

oder nicht“, sagte Mathiak. Sie halte

es aber für verfassungskonform und

glaube auch nicht, dass es EU-Recht

widerspreche. Die Unzufriedenheit

mit dem Gesetz müsse politisch gelöst

werden.

Genau das forderten zahlreiche

Frauenverbände und Aktivistinnen

auf einer Kundgebung vor dem Gericht.

Die Ankündigung der beiden

Ärztinnen, in Berufung zu gehen,

wurde mit Applaus bedacht. Bettina

Gaber gab sich kämpferisch: „Wir

machen weiter, denn es muss dringend

etwas passieren.“

Christine Dankbar verfolgt

das Elend um den Paragrafen

219a seit Monaten.

Frau springt mit Tochter

aus brennender Wohnung

Passant will Mutter und Kind auffangen. Das gelingt nicht

VonLutz Schnedelbach

Bei einem Wohnungsbrand in der

Nacht zum Freitag in Wilmersdorf

sind sieben Bewohner eines

Mehrfamilienhauses verletzt worden,

drei vonihnen schwer.

Das Feuer war in einer Wohnung

in der ersten Etage eines fünfgeschossigen

Hauses in der Berliner

Straße ausgebrochen und hatte sich

schnell ausgebreitet. Die Bewohnerin

der Brandwohnung weckte ihr

Kind, nahm es an die Hand und

sprang in Panik aus etwa fünf Metern

Höhe aus dem Fenster. Ein Passant

war durch die Hilferufe der Frau aufmerksam

geworden und hatte versucht,

Mutter und Tochter aufzufangen.

Das gelang ihm nicht. Er wurde

mit zu Boden gerissen, sodass alle

drei schwerste Verletzungen erlitten.

„Rauchmelder sind

ab 1. Januar 2021 in

allen Wohnungen

Pflicht. “

Dominik Pretz,

Sprecher der Berliner Feuerwehr

Am schlimmsten traf es die 32

Jahre alte Frau. Sie wurde mit einem

Schädelbruch und Brandverletzungen

in ein Krankenhaus gebracht.

Ihre Tochter erlitt ebenfalls Knochenbrüche

und Hämatome. Der

Passant klagte über Schmerzen an

derWirbelsäule.Eine fünfköpfige Familie,

darunter drei Kinder, wurde

wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung

ebenfalls in eine Klinik

gebracht. Siehatten das Haus selbstständig

über den verrauchten Treppenflur

verlassen. Die restlichen

Mieter blieben unverletzt.

Biszum Freitag durften sie das Gebäude

nicht mehr betreten. Sie seien

alle bei Verwandten oder bei Bekannten

untergekommen, teilte die Polizei

mit. Unklar ist noch, wann sie wieder

in ihre Wohnungen zurückkehren

können. Das entscheide die Bauaufsicht,

wenn das Gebäude statisch untersucht

wurde,hieß es.

Die Feuerwehr hatte die Flammen

schnell gelöscht. Am Freitag inspizierten

Brandexperten des Landeskriminalamtes

das Gebäude, um

die Ursache für das Feuer herauszufinden.

Sie gehen von Brandstiftung

aus. Obfahrlässig oder vorsätzlich,

werdesich noch zeigen, sagte ein Ermittler.

„Es könnte jedoch auch ein

technischer Defekt gewesen sein“,

so der Polizist.

Im Schlaf riecht der Mensch nichts

Die Feuerwehr verwies am Freitag

noch einmal auf die Rauchmelderpflicht,

die ab 1. Januar 2021 in Kraft

tritt. Ab diesen Tagmüssen alle Wohnungen

mit Rauchmeldern ausgestattet

sein. Diese Geräte hätten

möglicherweise auch beimWilmersdorfer

Brand verhindert, dass die

Frau in Panik aus dem Fenster

springt, sagen Feuerwehrleute.

„Bei Bränden sind nicht nur die

Flammen das Gefährliche, sondern

vor allem der Rauch, sagte Feuerwehrsprecher

Dominik Pretz am

Freitag.„ImSchlaf riecht der Mensch

nichts und erwacht deshalb auch

nicht. Drei Atemzüge hochgiftigen

Brandrauchs können schon tödlich

sein“, so der Sprecher. Die Opfer

werden bewusstlos und können

dann an dem Kohlenmonoxid sterben.

Deshalb sei ein Rauchmelder

der beste Lebensretter in einer Wohnung.

Der grelle, schrille Tonsorgt

dafür, dass der Schlafende rechtzeitig

erwacht. Die Geräte verschaffen

einen nötigen Vorsprung, um sich

und andere in Sicherheit bringen

und die Feuerwehr alarmieren zu

können“, so Sprecher Pretz. Sollten

sich aber die Flammen bereits in der

Wohnung ausgebreitet haben, sollten

Betroffene die Türen schließen

und sich am geöffneten Fenster bemerkbar

machen.

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16 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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sinnwahrender Kürzungen vor.

Steuersenkungen würden

kaum Wirkung zeigen

Wirtschaft: „Forscher fordertrasche

Steuersenkung“ von Sebastian Engel

(13. Juni)

Der Chef der Wirtschaftsweisen,

Christoph Schmidt, hat sich für Steuersenkungen

und die vollständige

Abschaffung des Solidaritätszuschlags

ausgesprochen. Wiesinnvoll

ist eine Steuersenkung zum jetzigen

Zeitpunkt? Der Wirtschaftsaufschwung

befindet sich im zehnten

Jahr. Aber die revidierten Konjunkturprognosen

aller Beteiligten deuten

angesichts des Brexits und der

von Donald Trump angezettelten

Handelskriege auf ein schwächeres

Wirtschaftswachstum hin. Dennoch

herrscht bei niedriger Arbeitslosigkeit

ein gravierender Fachkräftemangel,

die Zahl der offenen Stellen

ist mit 1,4 Millionen hoch. Die Auftragsbücher

vor allem im Mittelstand

bei Handwerkernund im Bausektor

sind gut gefüllt. Deshalb würden

Steuersenkungen gegenwärtig

kaumWirkung zeigen. DasPulver für

eine mögliche spätere Rezession

wäre vorzeitig verschossen. Zumal

von der Geldpolitik der Europäischen

Zentralbank (EZB) kaum wirksame

Unterstützung zu erwarten ist.

Zusätzliche Investitionen angesichts

der strukturellen Hemmnisse werden

kaum angestoßen.

Hans-Henning Koch,

Berlin-Wannsee

Sie sollten Jüngeren und

Jungen die Partei überlassen

Politik: „Auf zum letzten Gefecht“ von

Andreas Niesmann

(13. Juni)

GerhardSchröder –und auch andere

aktuelle Altvorderen und fast schon

Altvorderen –sollten ruhig und im

Hintergrund bleibend den Jüngeren

und Jungen die Partei überlassen. Sie

haben dieser so viel Schaden zugefügt,

weil sie den Kern der Sozialdemokratie

verlor! Mit ihrer Anwesenheit

verhindern sie die notwendige

Erneuerung und sorgen für weiterhin

zunehmende Prozentverluste

bei den bevorstehenden Wahlen!

Michael Nehls, Berlin-Lichtenberg

Stau auf der Leipziger Straße in Berlin-Mitte

Unfälle und Chaos sind programmiert

Titel: „Leipziger Straße mit Straßenbahn, weniger Platz für Autos, mehr für

Radfahrer“ von Peter Neumann und Melanie Reinsch

(7. Juni)

Da ist das Chaos programmiert. Einerseits, weil eine wichtige Ost-

West-Verbindung gekappt wird, andererseits, weil es kaum Alternativengibt,

diese Ecke zu umfahren. Ichbitte die Theoretiker,sich mal einen

Tagauf einen Lkw zu setzen und dieses Gebiet zu beliefern. Beieiner

Fahrspurbreite von2,75 Meter sind Unfälle programmiert. Oder die

Leute verzichten auf Shoppingmalls, Supermärkte, Restaurants. Dann

brauchen wir nicht liefernund die Spurbreite wäreok.

Sylvio Lorenz, per E-Mail

IMAGO/DIRK SATTLER

Es wäre für die Luft in Berlin viel besser, wenn der Senat dafür sorgen

würde, dass der ÖPNV besser funktioniert. Dadurch würde er attraktiver

werden, was auch einen besseren Verkehrsfluss für Busse auf Straßen

ohne Busspur bedeuten könnte.Man muss dafür sorgen, dass der

Verkehr flüssiger wird. Um zu vermeiden, dass Autos und Busse ewig im

Stau stehen und die Luft verpesten. Dies könnte durch bessereKoordinierung

der Baustellen und den Verkehrsströmen angepasste Ampelschaltungen

erfolgen. Schönen Gruß noch an „Die Grünen“: Die geplante

Organisation vonStaus schadet der Umwelt!

Knutha Eichhorn,

per E-Mail

Freunde mit Kleinkind, die an der Leipziger Straße wohnen, erzählen,

dass sie beim Überqueren der Straße bei grüner Ampel nicht den Kinderwagen

vorsich herschieben können. Immer wieder kommen Radler

zwischen den wartenden Autokolonnen durchgeschossen und fahren

einfach weiter.Der Senat tut viel zu wenig für die Fußgänger.

Henning Peiker,per Mail

Briefwechsel mit vielen persönlichen, interessanten Einblicken

Politik: „Berlin –Tel Aviv: Flucht aus

dem Ferienhaus“ von Yael Nachshorn

(8. Juni)

Wie gut kann ich Ihre Flucht aus der

Ferienwohnung verstehen. Ichhoffe,

Siehaben dem Anbieter das entsprechende

Feedback gegeben. Unter

den zur Schau gestellten Fotos der

NS-Generäle hätte ich ebenfalls

nicht schlafen können!

Wie wohl für die meisten Deutschen

meiner Generation gibt es

auch in meiner Familie das Foto eines

Großvaters oder Urgroßvaters in

Soldatenuniform. Wie ich mich damals

verhalten hätte, darüber wage

ich allerdings nur demütig nachzudenken.

Ich bevorzuge ein Foto, das

ihn als Privatmenschen zeigt. Vergangene

Woche war ich bei einer

Physiotherapeutin in Behandlung.

Mirfiel ihr Akzent auf, und sie sagte,

dass ihre Muttersprache Hebräisch

sei. Nach Berlin sei sie wegen ihres

deutschen Mannes gekommen und

ob ich wüsste, dass die Situation in

Israel gerade nicht so einfach sei?

Ich erzählte ihr daraufhin von

dem Briefwechsel in der Berliner

Zeitung. Den verfolge ich mit großem

Interesse, daerviele persönliche,interessante

Einblicke in die Gedanken

einer jungen Israelitin und

auch die Wahrnehmung des heutigen

Israels aus der Sicht einer Deutschen

gewährt. Bitte verstecken Sie

sich nicht, denn der offene Dialog,

der gegenseitiges Verständnis erzeugen

kann, ist genau das, was wir

dringend brauchen. Wenn ich meine

SchülerInnen anschaue, habe ich

berechtigte Hoffnung, dass es genug

Stimmen geben wird, die sich gegen

Antisemitismus,Rassismus und Diskriminierung

erheben werden.

Heidrun Willenbrock, Berlin-Hermsdorf

Politik: „Berlin –Tel Aviv: Ach, Ihr Europäer!“

von Anja Reich

(18. Juni)

Mit großem Interesse und Neugier

freue ich mich jede Woche auf die informativen

Briefe vonAnja Reich aus

TelAviv.IhreSchilderung eines Raketenangriffs,

den sie in einem Kibbuz

miterlebte, war schockierend und

zugleich aufklärend hinsichtlich der

Realität, die nun seit Jahrzehnten

schon den Alltag in Israel kennzeichnet.

Ähnliches habe ich als Israel-Urlauber

dortvor Jahren erlebt.

Karl-Heinz Rothe, Berlin-Prenzlauer

Berg

Seite 3: „Fünfzehn Schüler der Neuköllner

Rütli-Schule fliegen für acht

Tage nach Israel“ von Anja Reich

(12. Juni)

VonBeginn an verfolge ich die Artikel

„Berlin –Tel Aviv“ mit großem Interesse.

Ich finde es wichtig, dass

auch die andere Seite von Israel gezeigt

wird: die vielen Versöhnungsund

Friedensprojekte zwischen Juden

und Palästinensern. Sie haben

schon viel dazu beigetragen, dass die

Gewalt innerhalb Israels in den letzten

Jahren starkzurückgegangen ist.

Friedel Grützmacher,

Givat Haviva, Berlin

Susanne Dübber

will wissen, was Sie denken.

Neulich war ich im schönen grünen

Pankowspazieren. MitJoachim

Gorr,einem Leser vonuns.Dabei

erfuhr ich von einer dramatischen

Familiengeschichte. Es geht

um Enteignung vonWohnraum. Das

Thema, das seit Monaten durch die

Stadt tobt. Es gibt unter unseren Leserinnen

und Lesernauch einige,die

dagegen sind.

Es würde mit verwahrlosten Häusern

wie damals wie in der DDR enden,

so sieht es der Diplom-Kaufmann

aus Wilmersdorf. Er erzählt:

„Am 19. Mai 1949 erließ der Magistrat

von Ost-Berlin die Verordnung,

nach der meinem Großvater vier

Wohnhäuser mit 232 Wohnungen in

Pankow einfach weggenommen

wurden.“ Die Unterlagen im dicken

Abgeblätterte Farbe: Joachim Gorran

einem der Mietshäuser. CHRISTIAN SCHULZ

DIN-A4-Umschlag hatte er an die

Redaktion geschickt. Da ist der Bescheid

des Landesamtes zur Regelung

offener Vermögenfragen/Landesausgleichsamt.

„Danach bekam

ich 2007 nach allen Abzügen noch

70 000 Euro für die Häuser.“ Sie

seien heute nach seiner Schätzung

über 20 Millionen Euro wert. „Es ist

ein großer finanzieller Verlust und

eine große Ungerechtigkeit. Staatlich

sanktionierter Raub.“ DieHäuser gehören

heute einem städtischen

Wohnungsunternehmen. Eins ist gut

saniert, das andereinbeklagenswertem

Zustand. Joachim Gorr

fürchtet aber noch Folgenschwereres:

„Die derzeitige

Diskussion über Enteignung

führt sicherlich nicht dazu,

Vertrauen in Immobilieninvestitionen

zu schaffen. Wer

will in so einer unsicheren Situation

noch investieren und

Wohnungen bauen?“ Er fordert:

„Wer langfristig investiert,

benötigt langfristige

Rechtsicherheit.“

BLZ/REEG

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute ist esüberwiegend wolkig. Vereinzelt gibt es gewittrige Schauer,

und die Höchstwerte erreichen 29 bis 32Grad. Der Wind weht mäßig, in

Böen frisch aus Südwest. In der Nacht dominieren bei meist lockerer Bewölkung

häufig die Sterne. Eswerden 15 bis 12 Grad gemessen.

Biowetter: Nach einem unruhigen

und wenig erholsamen Schlaf

gehen Wetterfühlige mit geringem

Elan durch den Alltag. Sie können

sich nur schwer auf ihre Aufgaben

konzentrieren.

Pollenflug: Pollen von Roggen, Linden,

Sauerampfer, Spitzwegerich

und Gräsern belasten mäßig bis

stark, Brennnesselpollen schwach

bis mäßig.

Gefühlte Temperatur: maximal 33Grad.

Wind: mäßig aus Südwest.

Wittenberge

17°/29°

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

18°/30° 21°/31°

Luckenwalde

17°/29°

Cottbus

18°/31°

Sonntag

Montag

Dienstag

wolkig wolkig wolkig

16°/25° 17°/27° 17°/29°

Prenzlau

19°/30°

Frankfurt

(Oder)

20°/32°

Hoher Luftdruck über der Ostsee verliert seinen Einfluss auf unser Wetter. Ein

über dem nördlichen Mitteleuropa liegendes Gewittertief bringt Regen und lokale

Unwetter. Allmählich kommt kühlere Luft von Westen heran und drängt die heiße

Luft über den östlichen Landesteilen imVerlauf nach Osten ab. Im südwestlichen

Schwarzmeerraum ist esheiß und teilweise gewittrig, über Westeuropa

Sylt

14°/21°

Hannover

16°/24°

Köln

16°/23°

Saarbrücken

16°/21°

Konstanz

17°/26°

Hamburg

15°/24°

Erfurt

18°/23°

Frankfurt/Main

15°/27°

Stuttgart

14°/25°

Rügen

17°/27°

Rostock

16°/25°

Magdeburg

18°/26°

Nürnberg

18°/25°

München

17°/26°

Dresden

20°/30°

Deutschland: Heute zeigt sich zwar

die Sonne. Es gibt jedoch auch

Schauer und Gewitter, und die Temperaturen

steigen amTage auf

21 bis 32Grad. Nachts sinken die

Wertedann auf 17 bis 11Grad. Der

Wind weht schwach bis mäßig aus

südwestlichen Richtungen. Morgen

gehen bei meist wolkigem Himmel

gelegentlich Regenschauer nieder.

Dabei ist mit Höchstwerten von

19 bis 26Grad zu rechnen, und der

Wind weht nur schwach aus westlichen

Richtungen.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 16°-18°

Nordsee: 15°-17°

Mittelmeer: 18°-29°

Ost-Atlantik: 13°-17°

Mondphasen: 17.06. 25.06. 02.07. 09.07.

Sonnenaufgang: 04:42 Uhr Sonnenuntergang: 21:31 Uhr Mondaufgang: 19:23 Uhr Monduntergang: 03:48 Uhr

Lissabon

24°

Las Palmas

20°

Madrid

26°

Reykjavik

20°

Dublin

16°

London

18°

Paris

22°

Bordeaux

20°

Palma

29°

Algier

28°

Nizza

23°

Trondheim

18°

Oslo

26°

Stockholm

26°

Kopenhagen

20°

Berlin

31°

Mailand

29°

Tunis

31°

Rom

30°

Warschau

30°

Wien

32° Budapest

33°

Palermo

30°

Kiruna

23°

Oulu

18°

Dubrovnik

30°

Athen

33°

St. Petersburg

18°

Wilna

27°

Kiew

31°

Odessa

29°

Varna

27°

Istanbul

32°

Iraklio

27°

Archangelsk

10°

Moskau

20°

Ankara

25°

Antalya

30°

Acapulco 34° Gewitter

Bali 32° heiter

Bangkok 33° wolkig

Barbados 28° heiter

Buenos Aires 14° Regen

Casablanca 21° sonnig

Chicago 23° Schauer

Dakar 29° wolkig

Dubai 40° heiter

Hongkong 33° Schauer

Jerusalem 31° sonnig

Johannesburg 18° sonnig

Kairo 35° sonnig

Kapstadt 18° heiter

Los Angeles 20° wolkig

Manila 34° wolkig

Miami 32° Gewitter

Nairobi 23° Schauer

Neu Delhi 44° sonnig

New York 28° wolkig

Peking 33° Schauer

Perth 20° wolkig

Phuket 34° wolkig

Rio de Janeiro 31° sonnig

San Francisco 18° bewölkt

Santo Domingo 31° heiter

Seychellen 28° wolkig

Singapur 28° Regen

Sydney 19° heiter

Tokio 21° Regen

Toronto 18° Regen


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 – S eite 17

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Berlin

AM WOCHENENDE

Unterm Hammer: Streng geprüft

und dann versteigert

Schönes Wochenende Seite 19

Kartslalom: Kampf

gegen die Pylonen

Berlin bewegt sich Seite 20

Total

Lokal

Vorne die Ostsee, hinten die

Friedrichstraße“, hat Kurt

Tucholsky 1927 gedichtet

und beschreibt damit

ziemlich genau, wie wir uns in Berlin

heute noch den perfekten Wohnort

vorstellen. Nurdass meine Sehnsucht

sich weniger auf die Ostsee bezieht

als auf saftige Obstwiesen und goldene

Felder direkt hinter meinem

Lieblingsrestaurant, vondem aus ich

am besten auf den Alex blicke.

„Farm to Table“ nennt man es,

wenn das Gemüse quasi gleich hinter

dem Restaurant wächst. Auch viele

Gastronomen in der Stadt träumen

davon. Im dicht besiedelten Berlin ist

diese Idee leider

schwierig umzusetzen,

vielleicht wäre

sie noch im beschaulichen

Dahlem möglich

–inMitte muss

man sich damit begnügen,

lokale Produkte

direkt vom Erzeuger

möglichst

frisch und unverfälscht

auf die Teller

zu bringen.

Eine der Berliner

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

war im Lokal.

Pionierinnen der

„Farm to Table“-Bewegung heißt

Maren Thimm. Bereits 2011 eröffnete

sie –damals noch mit ihrem inzwischen

verstorbenen Lebenspartner,dem

Koch und Maler Gary Hoopengardner

– das Lokal in der Linienstraße.

Die Wahl des Namens

war dabei keineswegs so einfallslos,

wie es klingt. Thimm ging es schon

damals um die doppelte Bedeutung.

Im Lokal arbeitet die Küche mit Bauern

und Gärtnern aus der Uckermark

oder dem Spreewald zusammen.

Undvon Anfang an wurde hier

nicht nur Filet und Muskelfleisch,

sondern wenn möglich das ganze

Tier verarbeitet –und das lange bevorLäden

wiedas Herz &Niereoder

das mit einem SterngekrönteNobelhart

&Schmutzig eröffneten.

Ichwar schonöfter im Lokal essen,

meist zum Mittagstisch, den es leider

nicht mehr gibt, und ein-, zweimal

am Abend. Fürdie Kartelässt sich der

Küchenchef Stefan Langelüttich jeden

Tagneu inspirieren; Gastgeberin

Maren Thimm ist meistens selbst da

und sorgt dafür,dassjeder sich wohlfühlt;

der Service ist auffallend aufmerksam,

ohne im Entferntesten nervig

zu sein.

Ich fand, es war ander Zeit, mal

wieder hinzugehen. Ich mag das

schlichte,helle Inneremit den naturbelassenen,

soliden Holztischen, zu

denen unterschiedliche Stühle und

die Farbtupfer von wilden Blumensträußen

schöne Kontraste bilden.

DieAbendkarte passt auf ein Blatt

und liest sich wunderbar: Die Auswahl

ist nicht zu groß, aber groß genug,

um Lust zu machen und den Appetit

anzuregen. Als Vorspeisen gibt

es Saibling mit Roter Bete und

Schweinebauch mit grünem Spargel.

DieWahlfällt mirschwer,glücklicherweise

bin ich mit einer Freundin da,

also teilen wir beides.

Der Schweinebauch ist unser Favorit.

Schon farblich ist der Teller

hübsch anzusehen: Das helle, saftige

Bauchfleisch hat eine goldene, krachende

Kruste und ist auf pastellfarbenem,

knackigem Gemüseund zartgrünen

Spargelstangen angerichtet;

Radieschen, Rettich und Karotten

sind süß-säuerlich mariniert und gedünstet,

der Spargel

in Butter angebraten.

Stefan Langelüttich

scheint sehr frei

nach Gefühl zu

komponieren. Das

funktioniert bei den

Vorspeisen gut –bei

Gartenstr.

Linienstr.

meinem Hauptgericht

fehlt mir allerdings

dieübergeordnete

Idee und geschmackliche

Kontraste:

Ich bestelle

Zander mit Kartoffel,

Sellerie, Giersch und Senfsaat,

und ziemlich genau das bekomme

ich auch.Sellerie undKartoffeln sind

von Konsistenz und Geschmack her

zu ähnlich, der frittierte Giersch, der

unattraktiv aussieht und nicht

knusprig ist, bringt keinen Mehrwert.

Das einzige Knackige ist die

Senfsaat, die in etwas Butter geschwenkt

wurde, der es aber an

Schärfe oder Säurefehlt. DerZander

allerdings ist geschmacklich perfekt.

Mein Fazit: Das Lokal bietet überzeugende

Produkte, ich wünschte

mir nur etwas wagemutigere Ideen,

wenn es um verschiedene Techniken

bei der Zubereitung und um Kontraste

durch Aromen, Dips oder Soßen

geht. Ansonsten ist das Lokal ein

tolles Lokal.

Lokal, Linienstraße 160, Mitte, geöffnet täglich

17–1 Uhr

Vorspeisenkosten 7–14 Euro, Hauptgerichte

15–31 Euro, Käse und Dessert7–12Euro

Lokal

Auguststr.

Torstr.

MITTE

Große Hamburger Str.

50 m

BLZ/HECHER

VomBauernhof direkt auf den Tisch –das

versucht das Lokal in Mitte schon seit

vielen Jahren umzusetzen. Zeit für Tina

Hüttl, dort mal wieder vorbeizuschauen

Familienausflug

Bilder einer

Zeitreise

VonBarbaraWeitzel

Erist zu beneiden, dieser Fred. Ich

musste erst recherchieren, wer

die „Skythen“ waren. Fredwar schon

bei ihnen, diesen Nomaden, die im

8. und 7. Jahrhundert vor Christus

durch die Steppen nördlich des

SchwarzenMeeres zogen.

Seit diesem Trip in eine ferne Zeit

hat Fred viele Reisen unternommen,

in die Eiszeit, nach Pergamon, ins

Reich der Nofretete, nach Mesopotamien.

Überall hat er Freunde gefunden

und eine Menge gelernt. Dass

Hoffentlich retten die Wikinger Fred aus seiner misslichen Lage.

ILLUSTRATION/KARL UHLENBROCK

Kinder wie Erwachsene an seinen

Zeit- und Weltexpeditionen teilhaben

können, verdanken wir den wunderbaren

Hörspielen, die BirgeTetzner im

eigens gegründeten Verlag seit Jahren

herausgibt. Und als wäre das nicht

schon Geschenk genug, hat sie nun

das erste Abenteuer in Buchformveröffentlicht,

die anderen sollen folgen.

„Fred bei den Wikingern – Jarl

Ragnalds Vermächtnis“ ist nicht nur

eine spannende Erzählung, sondern

mit seinen vielen Wissensblöcken

zugleich ein Sachbuch und – ein

Kunstband. Die Illustrationen von

Karl Uhlenbrock sind so atemberaubend,

dass man, darin versunken,

immer wieder das Lesen vergisst.

Sich davon überzeugen kann

man derzeit in der Buchhandlung

Buchsegler, wo etliche Bilder bis

zum 7. September ausgestellt sind.

Fred beiden Wikingern Ausstellung der Illustrationen

vonKarlUhlenbrock. Buchsegler,Florastr.

88–89 (Pankow), Sa 10–13 Uhr.


18 * Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Schönes Wochenende

WARENKUNDE

FUNDSTÜCKE

VonKirsten Herrmann

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonBettina Cosack

DPA

IMAGO IMAGES

Wie reist es sich mit dem

Flixtrain Richtung Westen?

Wie flink ist er,der neue Flixtrain? Wiepünktlich ist er? Wie

komfortabel? Seit gut dreiWochen fahren jetzt auch Flixzüge

zwischen Berlin und Köln –das ist Konkurrenz für Deutsche

Bahn, das ist gut. Als ich vonder neuen Flix-Strecke hörte,

es ist die dritte in Deutschland, war ich elektrisiert. DieRoute

ist meine Hausstrecke,einmal im Monat reise ich vonBerlin

nach Dortmund, um in meiner Heimatstadt nach dem Rechten

zu sehen, und wieder zurück. Ichfahreimmer mit dem

Zug, das ist schneller als mit dem Auto und klimafreundlicher.

Dasist aber auch –trotz Bahncard25–relativ teuer,wenn ich

klug buche,lande ich bei 70 Euro,sonst eher bei 100 Euro für

Hin- und Rückfahrt. Ichkomme immer heil an, aber fast immer

mitVerspätung. Ichbeschloss also,den Flixtrain zu testen.

Momentan fährttäglich einmal einer dieser Züge,betrieben

vonder Flixbus-Firma Flixmobility,inRichtung Ruhrgebiet

und Rheinland, nur mittwochs nicht, ab Juli gibt es zwei

Verbindungen täglich in diese Richtung (und zurück auch). Ich

buchte rechtzeitig, man kann das online tun unter flixtrain.de

oder mithilfe der Flixbus-App.Ich kaufte ein Ticket für einen

Dienstag um 8.20 UhrabBerlin-Hauptbahnhof –für 9,99 Euro,

sagenhaft. Wiebei der Bahn fährtman bei Flixtrain an Tagen,

an denen wenig los ist, günstiger,wie bei der Bahn lohnt es

sich, früh zu buchen. Ichgönnte mir eine Sitzplatz-Reservierung

in der Kategorie Panorama, was besser klingt als Fensterplatz.

Kostete 3,99 Euro,ein guter Ausblick hebt die Stimmung.

Mansolle unbedingt pünktlich erscheinen, hieß es bei der

Buchung, 20 Minuten vorAbfahrtdes Zuges.Und so stand ich

an einem Dienstag um Punkt acht Uhrauf einem Gleis tief unten

im Hauptbahnhof. DerFlixtrain selbst erschien knapp

pünktlich um 8.19 Uhrund fuhr nach Aufnahme der meist jungen

Passagiereflott los.Die Lok war blau, ein paarWaggons warentatsächlich

flixgrün, meiner war rot. BeiFlixens reist man in

eher älteremWagenmaterial, wie der Fachmann sagt, ich fand

mich in einem ehemaligen Sechser-Liegewagenabteil, vermutlich

aus den Achtzigerjahren stammend, wieder,schob mein

Köfferchen unter den Sitz und setzte mich auf den etwas durchgesessenen

Panorama-Platz, eine Glücksbuchung, wie sich

zeigte,denn es war heiß draußen, und eine Klimaanlage gab es

nicht, was aber nicht schlimm war,weil man das Fenster öffnen

konnte.Wie früher! Mitmir im Abteil saßen diverse reizende

junge Frauen, mit Obst,Wasser,Büchernund Tageszeitungen

ausgestattet, gut so,dennWLAN gab es nur im Bistrowagen, wobei

das Bistroeher kargausgestattet und der Kaffee schnell verkauft

war.Wir ließen uns im Abteil den Fahrtwind um die Nasen

wehen, lasen und aßen, das Bordpersonal war heiter,die Toilette

sauber.Der Flixtrain, mit IC-Tempo unterwegs,erreichte

Dortmund nach vier Stunden und sieben Minuten um 12.28

Uhr, also drei Minuten zu früh.Wasfür eine feine bunte Fahrt!

Food Festival

Mehr vom

grünen Früchtchen

Obmit Ei und Kresse oder ohne, Avocado auf Toast oder

besser noch selbst gebackenem Sauerteigbrot darfauf der

Speisekarte eines Berliner Cafés heute anscheinend nicht

mehr fehlen, wenn es in Sachen Hipness in den oberen Rängen

mitspielen will. Doch aus der eigentlich etwas seltsam anmutenden

Frucht lässt sich noch so viel mehr machen als

Brotbelag. Davon können sich Besucher am Sonntag im Club

und Biergarten James June in Friedrichshain überzeugen. Dort

findet das Avocado-Festival statt. Neben „Klassikern“ wie dem

Avocado-Burger und Avocado-Pommes werden hier auch interessante

Kreationen mit dem grünen Früchtchen gereicht,

die Sie wahrscheinlich so noch nicht probiert haben. Ich bin

sehr gespannt auf Avocado-Ramen, -Dumplings und zum

Dessert eine Avocado-Crème-brûlée. Dazu gibt es Musik,

Tanzshows,und sogar Hunde sind willkommen.

Avocado-Festival Berlin, James June, Karl-Marx-Allee 93, Friedrichshain,

Sonntag12–20 Uhr, 3Euro, Kinder bis 12 Jahre frei

Bücher

Ode an das

Bilderbuch

Die ersten Bilderbücher,andie ich mich erinnernkann, sind

die Raupe Nimmersatt –wer kennt sie nicht –und gleich

danach der Maulwurf Grabowski, von dem ich schon früh gelernt

habe,dass das Bauen neuer Häuser und Straßen nicht immer

nur positiveSeiten hat. Eingutes Bilderbuch nämlich sieht

nicht nur schön aus,esbringt uns schon im zarten Alter bei, wie

die Welt funktioniert. Grund genug, dem Bilderbuch auch in

diesem Jahr wieder einen ganzen Tagzuwidmen: Beim Bilderbuchfest

rund um und auf dem Helmholtzplatz im Prenzlauer

Berg könnenBesucher am Sonntag an über 40 Ständen die neuesten

Bilderbücher entdecken. Für Abwechslung sorgt ein Programm

aus Lesungen, Live-Musik, eine Kreativecke und ein

wandelndes Theater –eswird gemunkelt, dass der Drache Kokosnusshöchstselbst

zu Gast sein wird.

Berliner Bilderbuchfest, Helmholtzplatz, Prenzlauer Berg,Sonntag10–17 Uhr,

Eintritt frei

DPA

Architektur

Die Ästhetik

des Rohen

Die Lange der Wissenschaften –das sind Experimente,Ausprobieren,Vorträge

und Diskussionen aus Physik, Biologie,

Chemie oder Medizin. Aber auch Kunst und Kultur finden sich

dort wieder. AmCampus Benjamin Franklin der Charité zum

Beispiel dreht sich nicht alles nur um Medizin. DieLange Nacht

des Brutalismus feiertden vonLaien oft als hässlich verschrienen,

jedoch häufig überwältigenden Baustil mit einer Reihe von

Kurzvorträgen. Seinen Namen trägt der Architekturstil nicht

etwa, weil die Gebäude besonders brutal wirken. Er stammt

vomfranzösischen „Béton brut“, roher Beton. Aber auch Rohes

hat seine Ästhetik und Berechtigung –darum soll es am Sonnabend

gehen. Zudem werden drei brutalistische Berliner Bauten

vorgestellt: Mäusebunker und Hygieneinstitut der Charité

sowie die Tschechische Botschaft in Mitte.

Lange Nacht des Brutalismus, Hörsaal Hygiene und Umweltmedizin, Hindenburgdamm,

Steglitz,Sa18–20 Uhr, TicketsLangeNacht der Wissenschaften,

14 Euro, ermäßigt 9Euro

Kleidertausch

Zweite Chance

für Aussortiertes

InDeutschland werden jährlich insgesamt 1,5 Milliarden Kleidungsstücke

aussortiert –und unzählige davon landen im

Müll. Nurlogisch, dass viele Menschen den Schritt zu nachhaltiger

Mode machen. Der muss gar nicht schwer sein, sondern

kann auch Spaß machen, zum Beispiel bei Kleidertauschpartys.

Etwa bei der Kleidertausch-Disco am Sonntag im Club OST.Wer

dieNasevollhat vonder eigenen Kleidung, findet dortvielleicht

bei anderen neue Teile und wird die aussortieren dafür los. Bis

zu fünf Kleidungsstücke darfjeder mitbringen, diese gegen eine

Wertmarkefür neue Stücke tauschen. Veranstalter MitVergnügensorgt

dabei nicht nur für den nötigen Raum, sondernauch

für Drinks und die richtige Shopping-Musik. Alles,was am Ende

desTages keinen neuen Besitzer gefunden hat, wirdaneinen gemeinnützigenVerein

gespendet.

Kleidertausch-Disco im Club OST,Alt-Stralau, Friedrichshain,

Sonntag 14–22 Uhr,3Euro

DPA

WOHIN AM WOCHENENDE?

Die große

Welt der

Stoffe

Die Textile Art Berlin zeigt

Neues vom Filzen, Sticken

und Spinnen.

Die Gedenkstätte Berliner

Mauer blickt auf die Teilung

der Stadt

VonIda Luise Krenzlin

Wie eine kleine Meerjungfrau

sitzt die weiße Frau aus Filz auf

einer hölzernen Wurzel und blickt in

die Weite. „Die Anmutige“ ist ein

Werk der Leipziger Textilkünstlerin

Yvonne Zoberbier. Mit einer Nadelfilztechnik

schafft sie entzückende

Figuren. Zu sehen sind diese und

viele andere textile Kunstwerke am

Wochenende auf der Textile Art Berlin.

In der Ackerstraße dreht sich alles

um zeitgenössische Textilkunst.

Rund 100 Verkaufsstände finden in

den Räumen eines alten Backsteingebäudes

Platz.

Die Textile Art Berlin ist mehr als

eine reine Verkaufsmesse. ImFokus

steht seit Jahren die Weitergabe alter

und neuer handwerklicher Techniken.

Filzen, Sticken und Spinnen,

Upcycling, Patchwork und Batik,

Knöpfe, Perlen und Spitze, der

Reichtum in der Welt der Stoffe und

deren Verarbeitung ist unfassbar

groß. Alle, die selbst gerne nähen,

Feines aus Filz. „Die Anmutige“ von Yvonne Zoberbier.

ROBERT QUENTIN

können auf der Messe Neues erfahren,

denn es finden an die 30 Workshops

statt. Wererinnert sich nicht

an die dekorativen Zwirnknöpfe an

der Bettwäsche unserer Großmütter?

Knopfmacherin Helene Weinold

nutzt eine alte Handwerkstechnik,

um mit den Teilnehmern große

Knöpfe in allen erdenklichen Farben

zu gestalten.

In weiterenWorkshops vermitteln

Künstlerinnen, wie man mit Schablonen

Stoffe bedruckt oder auf

Schulwebrahmen Armbänder webt.

Zu den mehrstündigen Workshops

muss man sich vorab anmelden, es

gibt aber auch Mini-Workshops, die

spontan besucht werden können.

Eine Schau widmet sich der Herstellung

vonStoffen und Kleidung in

Westafrika. Der Deutsch-Kirgisische-Kulturverein

stellt in einer weiteren

Schau Nomadenschmuck vor.

So sollen Amulette, getragen über

dem Herzen, gegen böse Geister helfen.

Auch eine große Modenschau

gehört zum Programm. Unter dem

Motto„Synergie“ stehen Nachhaltigkeit,

Migration und sogar Bauhaus

im Mittelpunkt der Show.

Werden Ausflug in die Welt der

Stoffe noch mit einem Spaziergang

verbinden will, dem sei empfohlen,

die Ackerstraße Richtung Gesundbrunnen

herunterzulaufen. Schnell

kommt man zur Gedenkstätte Berliner

Mauer ander Bernauer Straße.

Die ganze Anlage erstreckt sich über

eine Länge von1,4 Kilometern.

Die Mauer war hier an der Bernauer

Straße besonders präsent. An

kaum einem anderen Ort lagen Ost

und West so nah beieinander und

waren doch so qualvoll voneinander

getrennt. An der Ackerstraße wurden

im August 1961 die ersten Teile der

Grenzanlage errichtet.

Im Gedächtnis sind die Bilder der

Menschen geblieben, die aus den

Grenzhäusern springen. Unten auf


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 19 *

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Zum Ersten,

zum Zweiten

und zum ...

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Masala-Chai-Porridge

Bringt die

Stiftung Warentest ihre

zuvor geprüften Geräte

unter den Hammer,wird

auch dem Auktionator

Jörg Soller so einiges an

Schauspiel geboten

VonJörg Niendorf

Auktionator Jörg Soller freut sich auf das Eventpublikum, die Technikfans und die abgezockten Schnäppchenjäger. SABINE GUDATH (2)

Die schönsten Chancen

sind die verpassten

Chancen –selbst wenn es

nur die ganz kurze Aussicht

auf einen Lockenwickler oder

Saugroboter zum Schnäppchenpreis

war.Fast hätte es geklappt! Undsogar

dieses „Fast“ hat seine feste Gemeinde

in Berlin: Sie findet sich am

heutigen Sonnabend wieder in einer

Schöneberger Halle ein, denn es ist

Auktionstag der Stiftung Warentest.

Haushaltsgeräte und Elektronik kommen

unter den Hammer, und ganz

viele Leute sitzen dann dem Versteigerer

Jörg Soller gegenüber, die nur

ein einziges Maldie Hand heben werden,

danach aber aus dem Rennen

aussteigen. Dieses Event-Publikum

kennt Soller, der Mann mit dem Versteigerungshammer,nur

zu gut. Aber

dann sind da freilich noch die Technikfans,die

hier einkaufen, die abgezockten

Schnäppchenjäger, die Touristen,

die Neugierigen. JörgSoller ist

der, der „wer bietet mehr“ sagt –und

ihm selbst wird auch viel geboten an

so einem Tag.

„Ein wenig Lampenfieber hilft an

diesen Samstagen“, sagt der 49-Jährige,der

für das Auktionshaus Asset-

Orb, einen klassischen Industrieversteigerer,

arbeitet. Meist hat er

mit riesigen Maschinenparks aus Insolvenzen

zu tun. Heute stehen 400

„Prüfmuster“, die für die Zeitschrift

Test untersucht wurden, auf dem

Programm: Hair Curler, Handstaubsauger,

Handys, Fernseher und so

fort. 300 bis 400 Menschen drängen

sich im Saal, der in einem Industriebau

am Bahnhof Schönebergliegt.

Wenn Soller jedes Gerät einzeln

zur Auktion aufruft –ein Schulranzen

aus der „Edition Strahlebär“,

Startpreis 60 Euro, oder ein Saugroboter

„LGVRH950 MSPCM“ mit gefordertem

Mindestgebot von 170

Euro –braucht er bei solchen Ansagen

auch Humor,erzählt er.Erist ein

ruhiger, eher gelassener Norddeutscher,

nun lächelt er in sich hinein.

Doch verlassen kann er sich ohnehin

darauf, dass die Nachfrage riesig ist.

Es gibt genug Anwesende, die eben

nicht nur so aus Spaß mal mitbieten,

sonderndie abräumen wollen. Keine

zehn Prozent aller „Positionen“ –so

das Versteigerungsdeutsch –blieben

übrig, sagt Ralf Petzold, der Eigentümer

des Auktionshauses. Auch Petzold

steht seit Jahren vorn am Pult,

alle drei Monate ist ein Termin der

Wenn der Hammer fällt, ist es vorbei. Man kauft wie gesehen.

Stiftung Warentest. Diese testet am

laufenden Band die Waren des Alltags,sie

kauft sie eigens dafür an.

Je nachdem, wie hart die Geräte

getestet wurden, sind die Einstiegspreise

gestaffelt. Hat ein Smartphone

etwa den „Fall- und Regentest“

hinter sich, liegt das geforderte

Mindestgebot eher niedrig.„Und der

Rest ist dann Sache des Publikums“,

sagt JörgSoller –das heißt, es kommt

darauf an, wie weit es sich hoch-

schaukelt. Soller hat Spaß an der Dynamik

und der spontanen „Interaktion“,

wie er sie nennt. Alles geht

schnell zur Sache.Frühmorgens dürfen

die Besucher unten in der Halle

die Waren anschauen, sie notieren

sich die Nummern. Ein oder zwei

Stunden später bieten sie, und bei

Erfolg geht man sofort zur Kollegin

an der Kasse zum Zahlen, danach

wieder runter zum Mitarbeiter in der

Halle, woman das erbeutete Stück

einpackt. Wenn es denn so leicht zu

transportieren ist. Sonst reicht die

Abholung am Montag oder Dienstag.

Die Preisaufschläge für das Auktionshaus

und Steuernliegen bei etwa

25 Prozent.Werfür 100 Euro etwas ersteigert,

zahlt 124,85 Euro. Und man

kauft –eine alte Auktionsregel –„wie

gesehen“, ohne Garantieansprüche.

Allerdings prüft die Stiftung Warentest

alle Geräte eigens vorder Versteigerung

noch mal auf ihre Funktion,

man hat ja einen Rufzuverteidigen.

Versteigerung am 15 .6.ab10Uhr,Besichtigung

der Warenab8Uhr,Auktionshaus AssetOrb, Werdauer

Weg23, 10829 Berlin. Nächste Termine

am 28. September,30. November

Wahrscheinlich ist ein warmes, zimtig-nussiges Porridge

das Letzte, das Sie bei diesem Wetter (33 Grad! Hitzegewitter!)

in Berlin wollen. Aber halt, denken Sienoch mal drüber

nach, denn: DasMasala-Chai-Porridge kommt aus dem Buch

„Gunpowder –Die moderne indische Küche“ (ars vivendi,

26 Euro) von Harneet Baweja, Devina Seth und Nirmal Save;

alle drei stammen aus Indien –Baweja und Seth aus Kalkutta,

Save aus Mumbai. Gefunden haben sie sich in London, wo sie

zusammen das Restaurant Gunpowder eröffneten. Porridge

isst man in Indien gerne morgens –dem feucht-heißen Wetter

trotzen die Inder mit einem feucht-heißen Frühstück. DieGewürzmischung

des Chais wiederum gilt wie der Ingwer in der

ayurvedischen Medizin als anregend und stärkend. Und das

klingt doch bei diesen hochsommerlichen Temperaturen genau

richtig. (alm.)

Zutaten

200 gBulgur

1l Mandelmilch

2ELGhee

2ELkandierter Ingwer,fein gehackt

4Teebeutel Masala Chai

1Prise Meersalz

ZumServieren: Pistazien, zerdrückt

Mandelblättchen, geröstet

frische Beeren

Zubereitung

Einen großen Topf mit Deckel bei mittlerer Temperatur erhitzen.

Bulgur, Mandelmilch, Ghee, Ingwer, Teebeutel und Salz

zufügen und zum Köcheln bringen. DieHitzereduzieren, den

Deckel auflegen und unter gelegentlichem Rühren 20 Minuten

ziehen lassen, bis das Getreide weich und sämig ist. Falls nötig,

während des Garens noch etwas Mandelmilch und Wasser zugießen.

DieTeebeutel herausnehmen und mit einer Gabel an

der Topfinnenseite ausdrücken. DenPorridge vermengen. Auf

4kleine Schüsseln verteilen, mit Pistazien, Mandelblättchen

und Beeren garnieren und servieren.

dem Bordstein spannen West-Berliner

Laken und Decken auf. Männer,

TIPPS

Frauen und Kinder nutzen die letzte

Chance und springen mit ihrem nötigsten

Hab und Gut indie Freiheit.

Kurz darauf werden Türen und Fenster

der Grenzhäuser zugemauert, die

Wohnungen geräumt und die Bewohner

zwangsumgesiedelt.

In der Bernauer Straße ereignet

sich am 15. August 1961 die Flucht

Die Messe: Textile ArtBerlin, Sa 10 bis

18 Uhr,So10bis 17 Uhr,Eintritt: Tageskarte

13 Euro, Dauerkarte 19 Euro, Ermäßigungen

für Studenten, Schüler und

Hartz-IV-Empfänger,freier Eintritt für Kinder

unter 16 Jahren, Ackerstraße 76,

des Grenzsoldaten Conrad Phorms-Campus.

Schumann. Das berühmte Fluchtfoto

prangt riesig an einer Brandmauer

direkt am U-Bahnhof Bernauer

Das Staunen: Moden-Show, Sa 19 Uhr,

Theatersaal, Eintritt: 10 Euro.

Straße.

Hörstationen und Videos zeigen,

wie der Alltag so direkt an der Mauer

war.Die Kapelle der Versöhnung erzählt

Die Teilung: Gedenkstätte BerlinerMauer,

Dokumentationszentrum mit Dauerausstellung,Bernauer

Straße 111, Eintrittfrei.

von der Zerstörung, die mit

der Teilung der Stadt und dem Mauerbau

Das Erkunden: Tastführung: DieBernauer

einherging. Die Versöh-

Straße nach dem Mauerbau, So 15 Uhr,

nungskirche lag mitten auf dem Todesstreifen

Kosten: 3,50, ermäßigt 2,50 Euro.

und wurde 1985 ge-

sprengt. Farbenfroh umhüllt. Knöpfe der Knopfmacherin Helene Weinold. HELENE WEINOLD Geschichte vor Ort. Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. HOHMUTH


20 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Berlin bewegt sich

Richtig

aufbrezeln

Mit geschwungenen Kurven kenne ich mich aus,

dachte ich. Dann war ich beim Kartslalom.

Mit Pistenrowdys wäre ich wohl besser

klargekommen als mit Pylonen

VonPaul Linke

„In der S-Gasse nicht auf die Bremse, da musst du dich wirklich trauen, voll durchzufahren“: Larissa, meine Fahrtrainerin.

BERND FRIEDEL

Es soll ja durchaus Menschen

geben, die bei kunstvoll

verschlungenen Backwaren

–etwa Brezeln –an

Kurvenfahrten denken. Ich gehöre

dazu.Weil ich nun mal in Speyer aufgewachsen

bin, in der schönen Pfalz,

am träge in einem Bogen vorbeifließenden

Rhein, in einer Stadt, wo das

Brezelfest zu den gesellschaftlichen

Höhepunkten des Jahres zählt.

Das Brezelfest ist ein vom örtlichen

Verkehrsverein veranstalteter

Rummel, der Schwindelgefühle erzeugt.

Bei den Kindern wegen der

vielen drehwurmstichigen Fahrgeschäfte.Bei

den Erwachsenen wegen

der vielen Rieslingschorlen; zügig in

der Junisonne geleert, haben sie Zusatzumdrehungen

zur Folge.

Speyer ist die Brezelstadt, Brezeln

bestimmen das Stadtbild, in Speyer

geborene Männer nennt man Brezelbuben;

aber nur glühende Lokalpatrioten

glauben, dass dieser symmetrisch

geformte Teigstrang tatsächlich

hier erfunden worden ist.

Die hitzigsten Brezelbuben glauben,

dass es beim Autoscooter vor allem

darauf ankommt, rückwärts in cruisende

Brezelmädels zu rasen.

Auf dem Brezelfest habe ich gespucktes

Blut gesehen, gebrochene

Nasenbeine und einmal sogar einen

fliegenden Schneidezahn, während

ich versuchte, mich an den Brezelrowdys

vorbeizuschlängeln. Ich war

mir also sicher, dass ich bereits alles

wusste über Brezeln und Kurvenfahren,

als ich mich zum Kartslalom

beim MSC Berlin anmeldete.

Beim Kartslalom gibt es keine

Rowdys,keine Pistenrüpel wie bei einer

Bahnstrecke, es gibt nur Pylonen.

Diese orange und weiß gestreiften

Hütchen sind die wahren Gegner.

Sie gilt es, möglichst schnell zu

umkurven; möglichst auch, ohne sie

mit den Rädern umzufahren. Denn

das zieht zwei Strafsekunden nach

sich, und die sind in zwei Wertungsläufen

kaum aufzuholen.

Aufder Strecke,einem asphaltierten,

vonWerkstattgaragen und Bäumen

begrenzten Rechteck zwischen

der A100 und dem Wilmersdorfer

Stadion, stehen Dutzende Hütchen

herum; um die Grundflächen sind

Kreidelinien gezogen, was das passgenaue

Aufstellen leichter macht. In

der Regel sind alle Pylonen zu sogenannten

Aufgaben gruppiert: zu einfachen

Toren, Gassen oder Wenden,

zu komplizierten Kreiseln, Kästen

oder Schneckenhäusern, zu tückischen

90-Grad-Kurven, die Deutsches

Eckheißen.

MitdreiJahren am Lenkrad

Unddas da vorne, das ist eine Brezel,

sagt Larissa bei der Streckenbesichtigung,

die bei ambitionierten Kartslalomfahrern

schon mal eine Stunde

dauert.„Dumusst kurzvor dem dritten

Pylonen bremsen, dann in einer

Bewegung einlenken, nicht ruckeln,

eng rumfahren.“ Auch wichtig: „Du

musst deinen Arsch unter Kontrolle

haben.“ Für einen Speyrer sollte die

Brezelaufgabe eigentlich kein Problem

sein, denke ich.

Larissa, 24, ist Trainerin beim

MSC, dem ältesten Motorsportclub

der Stadt, sie hilft den kleinen Kartfahrern,

schnell und sicher über die

Runden zu kommen. „Mit ganz viel

Der MSC Berlin bietet

Nachwuchsfahrernabetwa

fünf Jahren Probetrainings

an. Diese Inhalte werden vermittelt:

Bedienung und sicherer

Umgang mit dem

Fahrzeug,Verhalten in verschiedenen

Situationen.

Liebe und Wertschätzung.“ Larissa

ist angehende Erzieherin, und wenn

ihre Kinder manchmal an der Strecke

vorbeikommen, rufen sie ihr zu:

„Wir wollen auch!“

Larissas Tochter war sieben Tage

alt, als sie erstmals an der Strecke

FÜR FAHRANFÄNGER

Das Probetraining findet

ausschließlich nach Voranmeldung

und unter Berücksichtigung

der Witterung,Kapazitäten

und terminlichen

Situation statt. Fahranfänger

werden voneiner zweiten

Person gesichert.

Streckebegehung mit dem Zweiten Vorsitzenden Orestis.

Kinder ab sechs Jahren trainieren

beim MSC Berlin dreimal

die Woche: dienstags,

donnerstags und freitags in

je zwei Gruppen von16.30

bis 18 Uhr und von18.10

bis 19.40 Uhr.Jedes Kind

trainierteinmal.

BERND FRIEDEL

war, und drei Jahre, als sie hinter

dem Kartlenkrad saß. Vorkurzemist

sie fünf geworden, mit einer Sondergenehmigung

dürfte sie bereits an

Wettkämpfen teilnehmen: „Aber ich

werde sie nicht zwingen.“ Ist wahrscheinlich

auch gar nicht nötig.

An dieser Stelle ein Hinweis für

interessierte, gleichzeitig besorgte

Eltern: Beiden ersten Fahrversuchen

werden die gedrosselten Kinderkarts

an einer Schnur gehalten und notfalls

hochgezogen, wenn ein Kind

das Gaspedal mit der Bremse verwechselt.

Oder es gibt eine Fernbedienung,

mit der man den Motor

ausschalten kann. Grundsätzlich

gilt: Auf Slalomkarts lernen Kinder,

was vorausschauendes Fahren bedeutet,

sie bekommen früh ein Gefühl

für die Geschwindigkeit.

Gedanken an Niki Lauda

Larissa war neun Jahre alt, und sie

wollte unbedingt Kartfahren, wie ihr

großer Bruder.InkurzenHosen, barfuß

und ohne Erlaubnis ihrer Eltern–

„Ich war so eine kleine Pippi Langstrumpf“

–stand sie eines Tages vor

dem Trainer, der sie erst mal nach

Hause schickte.Mit Schuhen kam sie

wieder, stieg ein, fuhr los –sie hatte

ihren Sportgefunden. Nach der Führerscheinprüfung

sagte der Fahrlehrer:

„Nie wieder eine Kartfahrerin.“

Larissa hatte sich wie immer sehr

sportlich in die Kurven gelehnt.

Zusammen laufen wir die Strecke

ab, ich versuche, mir alles zu merken,

was sie mir mit auf denWeggibt.

Larissa ist auf einem Auge blind, sie

muss die Anordnung der Pylonen

auswendig kennen, bevor sie sich ins

Kart setzt. Ich sollte zumindest wissen,

wo ich am meisten Zeit verlieren

kann. „Im ersten Tor“, sagt Larissa,

„leicht nach außen treiben lassen,

den inneren Pylonen nicht beachten,

sonst fährst du zu spitz auf die

Gasse zu.“ Okay.„Im Deutschen Eck

einmal anbremsen, dann vonaußen

nach innen reinziehen, Lenkung halten,

schnell präzise.“ Aha. „In der S-

Gasse nicht auf die Bremse,damusst

du dich wirklich trauen, voll durchzufahren.“

Puh.

Ich muss plötzlich an Niki Lauda

denken und daran, was er einmal

über die Ideallinie gesagt hat: „Wem

man das erst erklären muss,der soll’s

besser gleich bleiben lassen.“

Ichtrage eine giftige Schlange auf

dem Helm, einen fauchenden Tiger

auf dem Rennoverall – und doch

ziehe ich eher wie eine Schnecke

meine Kreise. Das Lenkrad ruckelt,

die Hinterreifen driften. Weil ich

beim Einlenken zu oft vergesse,dass

ein Kart hinten breiter ist als vorne,

fliegen die Pylonen über die Strecke.

„Den ersten Bogen hast du schon

ganz gut getroffen“, sagt Larissa bei

der ersten Auswertung im Ziel. Was

sie lieber verschweigt: In die Brezel

hatte ich zwei Zusatzkurven eingebaut,

als wäre sie ein Hefezopf und

ich auf der Zickzackflucht vor den

Autoscooterrowdys. „Ich war langsam,

oder?“, frage ich.„Dubis souverän

gefahren“, antwortet Larissa.

Erst beim Aussteigen merke ich,

wie anstrengend nur zehn Runden

sein können. Mein Rücken meldet

pochende Druckschmerzen, meine

Hände krampfen. Ein Kart hat keine

Dämpfer, keine Federn, alle Bewegungen

gehen direkt zum Lenkrad

und verteilen sich über den gesamten

Körper;also auch in den Magen,

wo eine Portion Penne Bolognese im

Schleudergang gelaufen ist. Es wird

nicht besser, als ich wieder in meinem

Golf sitzeund an Brezeln denke.

Geschichte und Regelkunde

Erfinder

Als Karterfinder gilt der amerikanische

Ingenieur Art Ingels, der

für den Autobauer und das gleichnamige

Indy-Car-Team Kurtis Kraft arbeitete.

1956 soll Ingels einen alten

Rasenmähermotor in einem Rohrrahmen

verbaut haben, dazu vier

Räder, eine Fahrradkette, fertig war

das Geschenk für seine Söhne. An

der Abstimmung tüftelte Ingels in

seiner Doppelgarage,getestet wurde

das erste Go-Kart auf einem Parkplatz.

Schnell gab es Nachahmer und

schon 1957 erste Rennen. Kurtis

Kraft lehnte es ab,eine Kartabteilung

zu gründen. Also kündigte Ingels seinen

Job, fand einen Partner,mit dem

er die Ingels &Borelli Kart Company

gründete und einen Prototypen entwickelte.

Der Caretta kam 1958 auf

den Markt. Zur gleichen Zeit sollen

Holzfäller Sägemotoren auf Gestellen

befestigt haben, um ein bisschen

Spaß in der Einsamkeit kanadischer

Wälder zu haben. (pal.)

Motorenlieferant

Bereits 1959 fanden Go-Karts ihrenWeg

nach Europa, als einige

Modelle auf der Pariser Automobilausstellung

gezeigt wurden. Ein Jahr

später kam die Sportart nach

Deutschland. Im Februar 1960 gründete

der Wiesbadener Automobilclub

den Go-Kart-Club Deutschland

(GKCD), der dem nationalen Automobilclub

angeschlossen wurde.

Das erste offizielle Go-Kart-Rennen

fand im April 1960 in Wiesbaden

statt. Beliebt waren Kartrennen auch

in US-Kasernen. Motorsportverrückte

Soldaten schlachteten Betonmischer

(Motoren) und Sackkarren

(Reifen) aus. Die Breitensportvariante

des Kartsports ist der Kartslalom,

der meist auf Parkplätzen gefahren

wird. Denursprünglichen Jugendkartslalom

–absechs Jahren –

gibt es seit den 80er-Jahren. Das

erste Berliner Rennen fand übrigens

im August 1983 auf dem Fehrbelliner

Platz statt. (pal.)

Ausrüstung

Beim Kartslalom kommen Viertaktmotoren

zum Einsatz: 160

cm³ Hubraum mit 5,5 PS oder 200

cm³ mit 6,5 PS. DieSpurbreite an der

Hinterachse beträgt 1,25 Meter, bei

Regenbereifung können es zehn

Zentimeter weniger sein. Die Karts

werden immer vom Rennveranstalter

zur Verfügung gestellt, was Chancengleichheit

garantieren soll. Die

Fahrer müssen Overall, Handschuhe,

Vollvisierhelm (darunter

eine Sturmhaube) und feste Schuhe

tragen. Es werden drei Läufe auf einem

Parcours durchgeführt; der

erste ist ein Trainingslauf, die Zeiten

(plus eventuelle Strafsekunden für

Pylonenfehler) bei Nummer zwei

und drei werden addiertund fließen

in die Wertung ein. Es können nie

mehr als 99 Strafsekunden proWertungslauf

berechnet werden. Neben

den Einzelwertungen kann auch ein

Mannschaftswettbewerb ausgetragen

werden. (pal.)


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Sport

Überall auf dem Zettel

Youssoufa Moukoko gilt als Fußball-Wunderkind. Beim Finale der U17-Junioren zwischen dem BVB und dem 1. FC Köln richten sich alle Augen auf den 14-Jährigen

VonDaniel Theweleit, Dortmund

Eigentlich ist das Finale um

die deutsche Meisterschaft

der U17-Junioren als Duell

zwischen zwei Mannschaften

gedacht, vielleicht auch als Wettbewerb

zweier ambitionierter Nachwuchsabteilungen.

Doch wenn am

Sonntag die B-Jugend von Borussia

Dortmund gegen den 1. FC Köln um

den Titel spielt, wird ein beträchtlicher

Teil der Zuschauer vor allem

wegen eines einzelnen Spielers ins

Stadion Rote Erde kommen.

Alle wollen Youssoufa Moukoko

sehen, das 14 Jahre alte Wunderkind

des deutschen Nachwuchsfußballs.

Noch nie gab es hierzulande im

Sport einen ähnlichen Hype um ein

Kind, denn Moukoko hält nicht nur

mit Jungs mit, die zwei Jahre älter

sind als er, erspielt sie schwindelig.

55 Partien hat er in den vergangenen

beiden Jahren für die U17 absolviert,

für die er bereits mit 13 debütierte,89

Tore hat er seither geschossen und

16 weitereTreffer vorbereitet.

321 000 Follower

Beim 4:1 im Halbfinalhinspiel gegen

Wolfsburg traf erzum 1:0, zum 2:1,

und das 3:1 legte er mit einem klugen

Steilpass auf. Zum2:0-Sieg im Rückspiel

steuerte er ebenfalls den ersten

Treffer bei, „natürlich hat er vordem

TorQualitäten, er ist ein herausragender

Spieler“, sagt Trainer Sebastian

Geppert, der aber auch ein bisschen

genervt ist vondem Wirbel um

den Teenager:„Wenn wir gegen den

Dortmunds junger Held: Youssoufa Moukoko

VfL Wolfsburg nur mit Moukoko gespielt

hätten, hätten wir verloren.“

Der junge Held ist sich dieser

dunklen Seite seiner exponierten Position

bewusst.„ALLE ZUSAMMEN!!!

wir werden es Möglich machen“,

schrieb er nach demWolfsburg-Spiel

orthografisch nicht ganz korrekt auf

seinem Instagram-Account, der

seine Sonderstellung unterstreicht.

321 000 Menschen folgen Moukoko

bei dem populären Onlinedienst,

das sind mehr Follower als sie aktuelle

Nationalspieler wie Kai Havertz

oder Nico Schulz haben. Neben

Kommentaren zum sportlichen Alltag

postet er Lebensweisheiten wie:

„Es ist nicht mein Ziel, besser zu sein

als alle anderen, sondern besser als

ich selbst zuvor.“ Auf solche Botschaften

stehen die Altersgenossen.

Diese Mischung aus Fußballzauber,

vermeintlicher Authentizität und

Nachdenklichkeit macht ihn zu einem

interessanten Werbepartner.

Vor einigen Wochen wurde bekannt,

dass Moukoko einen Vertrag

mit dem Sportartikelhersteller Nike

abgeschlossen hat, bis zu zehn Millionen

Euro soll ihm der Deal einbringen.

Offenbar hat er einen Werbefilm

gedreht, in dem auch Mario

Götze, Julian Brandt und KaiHavertz

auftauchen, vermutlich wird aber

Moukoko der Star des Spots werden,

denn er wäreder Überraschungsfaktor

neben den berühmten Profis.

Beim BVB beobachten sie die rasant

wachsende Popularität ihres Juwels

zunehmend besorgt. „Das ein

oder andere Medium sorgt dafür,

dass er immer wieder in den Schlag-

IMAGO IMAGES

zeilen ist“, sagt Sportdirektor Michael

Zorc. „Ich finde das nicht gut.

Wir halten es beim BVB so, dass wir

uns zu diesem Thema in der Öffentlichkeit

zurückhalten.“ Doch Moukoko

selbst betreibt über die Sozialen

Medien eine intensive Öffentlichkeitsarbeit,

und natürlich weckt

es die Neugier der Menschen, wenn

einer derartgut Fußball spielt.

Sein Stil ist von einer magischen

Leichtigkeit geprägt, mühelos lässt

er seine Gegner wie Anfänger aussehen,

und diese erstaunliche Überlegenheit

warfauch schon Fragen auf.

Geboren in Kameruns Hauptstadt

Yaounde holte ihn sein im Hamburg

lebender Vater im Alter von neun

Jahren nach Deutschland, wo er zunächst

beim FC St.Pauli spielte.Weil

seine Gesichtszüge und sein Körperbau

vergleichsweise reif wirken und

die Erfolge Afrikas bei Jugendweltmeisterschaften

mehrfach darauf

beruhten, dass Spieler mit falschen

Dokumenten ausgestattet wurden,

kursierten Zweifel an Moukokos Alter.

Aber alle Recherchen sprechen

dafür,dass er wirklich erst 14 ist.

Zahlreiche Interessenten

Vor drei Jahren wechselte er zum

BVB. Schon damals sei das Talent

„deutschlandweit bekannt“ und

umworben gewesen, sagt Lars Ricken,

Chef der Dortmunder Nachwuchsabteilung,

und ergänzt „aber

die Leute, die ihn beraten, wussten:

Beim BVB stimmt das Gesamtpaket,

da wirdergut betreut, da wirderfußballerisch

gut weiter entwickelt, und

auch mit der Schule passt alles. Das

ist ein gutes Beispiel, in dem es nicht

um Kohle geht, sondern darum, wie

wir Spieler begleiten.“

Längst soll Moukoko bei den

Champions-League-Giganten aus

England und Spanien auf dem Zettel

stehen, aber sein Vertrag läuft bis

2022 und kommendes Jahr wird er

unter Dortmunds neuem U19-Trainer

Michael Skibbe für den BVBspielen.

Gegen Jungs, die drei oder vier

Jahre älter sind, „das entspricht seiner

Leistungsfähigkeit“, sagt Ricken.

Traueranzeigen

Komponist

Prof. AndreAsriel

geb. 22.02.1922

gest.28.05.2019

Wirsind traurig.

KatjaAsriel

Nina, Eddi und Familie

Peter, Ling und Familie

DieBeisetzungfindet

am 02.08.2019 um 10:00 Uhr

auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde statt.

Nach kurzer, schwerer Krankheit und viel zu früh verlieren

wir unseren außerordentlich geschätzten Kollegen

Thomas Russ

im Alter von 45Jahren.

Seine stets positive und kollegiale Art

hat uns alle sehr bereichert.

Er wird uns nicht nur fachlich, sondern insbesondere

auch persönlich sehr fehlen.

Seiner Familie und seinen Freunden gilt

unser tiefes Mitgefühl.

Die Geschäftsführung

im Namen aller Kolleginnen und Kollegen

von Labor Berlin

Warum?

Wir hatten noch so viel vor –aber du bist gegangen.

Klaus Gorges

*09.02.1942 Genthin †04.06.2019 Berlin

in memoriam

Dr. Heinz Herzog

*15.06.1926

†16.06.2009

für unvergessliche,verbrachte

beinahe 50 Ehejahre.

Gisela Herzog

Traueranzeige

Das schönste, was ein

Mensch hinterlassen

kann, ist ein Lächeln im

Gesicht derjenigen, die

an ihn denken.

Wir nehmen Abschied in Liebe und Dankbarkeit von

unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma

Hilda Koch

geb. Falkuer

*18.12.1927 †30.05.2019

In stiller Trauer

Hannelore Klünder und Familie

Frank Koch und Familie

Die feierliche Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, dem

20.06.2019, um 10.00 Uhr auf dem Städtischen Friedhof

Pankow III, Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin, statt.

Ihr Berater Im trauerfall

treptow

Die Schönheiten unserer Welt entdecken,

ihre Geheimnisse ergründen, andere daran

teilhaben lassen und sie dafür zu begeistern,

Schwierigkeiten überwinden, durch besonnenes und

soziales Verhalten das Leben lebenswerter werden lassen,

das waren Maximen seines Denkens und Handelns.

In schwerer Krankheit bewahrte er lange seinen Humor,

seine Freundlichkeit bis zuletzt.

Nach einem langen gemeinsamen Lebensweg

hat er sich wenige Tage vor seinem

89. Geburtstag verabschiedet

Dr. rer. nat. Heinz Hannig

In tiefer Trauer

Waltraud Hannig

Berlin im Juni 2019

Herzlichen Dank sagen wir allen, die unserem lieben Steffen im Leben ihre Zuneigung

und Freundschaft schenkten.

Er hat seinen Platz in unserem Herzen und bleibt Teil unseres ganzen Lebens.

Berlin, im Juni 2019

Erika und Peter Grosch

Danke für die wunderbaren gemeinsamen Jahre.

Marita Lingott-Gorges

Jana, Axel, Torsten mit Familien

Enkel und Urenkel

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet

im engsten Familienkreis in Berlin-Friedrichshagen statt.

Für uns unfassbar verstarb am26.04.2019

meine geliebteFrau, Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma

Marianne Balon

nach einem erfüllten LebenimAlter von 88Jahren.

In tiefer Trauer und Dankbarkeit

Siegfried Balon

Christine und Reiner

Yvonne undHelge

mit Urenkel Niklas und Jonas

Die Urnenbeisetzung findet am 25.06.2019 inaller Stille statt.

Einschlafen dürfen, wenn man müde istund eine

Lastfallen lassen, dieman langegetragenhat,

ist eine wunderbareSache.(o.V.)

Wirnehmen Abschied von

Edith Köhler

*23. Juni 1938 †29. April 2019

In stiller Trauer

Dein Sohn Jens mitMarion

Achim, Carola mit Familie

Thomas mit Familie

Die Beisetzung fand aufdem Friedhof Baumschulenweg,

Kiefholzstraße 221 in 12437 Berlin statt.

Wir beraten Sie gern:

( 030) 2327-50

Tag&Nacht 49 10 11

www.ottoberg.de

Bestattungen seit 1879

frIedrIchshaIn

Landsberger Allee 48, 10249 Berlin

Tag &Nacht (030) 42 80 77 55

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Tel.: (0 30) 9911087

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Tag &Nacht (030) 971 055 77

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Telefonische Anzeigenannahme: 030 2327-50

Seit 1882 in BaumSchulenweg

KiefholzStraSSe 249

12437 Berlin

☎ 5328335·532 82 08

hacKenBergStraSSe 20

12489 Berlin

☎ 6775443

Ihr Berater

Im trauerfall

am Samstag,

dem 22.06.2019

wieder in Ihrer


22 * Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Sport

NACHRICHTEN

ZAHLEN

Aroundtown SA ist neuer

Hauptsponsor des 1. FC Union

FUSSBALL. Der1.FCUnion startet

mit einem neuen Haupt- und damit

auch Brustsponsor in seine erste

Bundesliga-Saison. Wieder Klub am

Freitagabend mitteilte,handelt es

sich dabei um das in Luxemburgansässige

Unternehmen Aroundtown

SA, das Anteile an Gewerbeimmobilien

in Deutschland und den Niederlanden

hält. DieEisernen unterhalten

schon seit zwei Jahren eine Partnerschaft

mit dem börsennotierten

Unternehmen, das Firmenlogo der

Unternehmenstochter Grand City

Properties war bereits auf den Trikots

der A- und B-Junioren präsent.

Über zwei Jahreläuft der neue Vertrag,

der zudem eine Option zur Verlängerung

um ein weiteres Jahr beinhaltet.

Über den finanziellen Rahmen

wurde zunächst nichts bekannt.

„Aroundtown hat sich bereits

für unseren Nachwuchs starkgemacht

und diese wichtige Arbeit in

unserem Verein wirtschaftlich unterstützt.

In unsereerste Bundesliga-

Saison zu starten mit einem Partner,

mit dem uns bereits eine vertrauensvolle

Zusammenarbeit verbindet,

hat für uns eine sehr große Bedeutung“,

sagte Dirk Zingler,Präsident

des 1. FC Union Berlin.

Maradona tritt als Trainer

von Dorados zurück

FUSSBALL. Diego Maradona, 58, ist

aus gesundheitlichen Gründen als

Trainer des mexikanischen Fußball-

Zweitligisten Dorados de Sinaloa zurückgetreten.

Dies teilte sein Rechtsanwalt

Matias Morla mit. Maradona,

der im Maimit Dorados den Aufstieg

in die erste Liga verpasst hatte,

werdesich auf Anraten seiner Ärzte

„intensiv mit seiner Gesundheit befassen

und sich zwei Operationen an

Schulter und Knie unterziehen“.

Kiel verschiebt wegen

Trainersuche Saisonstart

FUSSBALL. Zweitligist Holstein Kiel

hat seinen für nächsten Mittwoch

geplanten Trainingsstartverschoben.

Nunmehr soll sich die Mannschaft

erst einen Tagspäter zur ersten

Übungseinheit in Vorbereitung

auf die neue Saison treffen. Der

Grund: DieSchleswig-Holsteiner haben

noch immer keinen Cheftrainer.

Kanusprint auf der Spree

und 197 Titel

KANU. Beiden am 3. und 4. August

stattfindenden „Finals Berlin“ nehmen

die Olympischen Spiele in Tokio

2020 schon einen gewissen Stellenwert

ein. „Weit wegist Tokio nicht

mehr,auch wenn die Qualifikationskämpfe

erst zur WM anlaufen“, sagte

Kanutin Franziska John am Freitag

am Rande einer Pressekonferenz 50

Tage vorden Multisport-Meisterschaften.

Aufder Spreewerden die

Duelle im Kanusprint ausgetragen.

Anstatt über 500 Meter geht es lediglich

über 160 Meter.Die aus Potsdam

stammende John findet nicht nur die

Strecke selbst, sondernauch die Austragung

vonzehn Meisterschaften

mit mehr als 3500 Sportlernund 197

zu vergebenen Titeln „eine großartige

Idee für uns Sportler“.

Volleys müssen im Pokal zu

den Netzhoppers

VOLLEYBALL. Im Achtelfinale des

deutschen Pokals kommt es am 2.

oder 3. November zum Berlin-Brandenburg-Derbyzwischen

den Netzhoppers

KW-Bestensee und den Berlin

Volleys.Das ergab die Auslosung

der ersten Hauptrunde mit insgesamt

16 Mannschaften am Freitag in

Berlin. Mitden Partien Lüneburggegen

Düren, Haching gegen Rottenburgund

Friedrichshafen gegen Eltmann

kommt es zu drei weiteren reinen

Bundesliga-Begegnungen.

Profitiertvon ihren Erfahrungswerten: Marina Hegering.

Die Spätstarterin

Marina Hegering dachte schon ans Aufhören, jetzt gilt sie im deutschen Team als die Entdeckung dieser WM

VonFrank Hellmann, Montpellier

Mittelalterliches Ambiente,

mediterranes

Flair:Marina Hegering

musste am Freitag gar

keinen Hehl daraus machen, dass

der freie Nachmittag in Montpellier

bei der deutschen Frauen-Nationalmannschaft

besser nicht hätte passen

können. „Wir sind einfach mal

durch die Gassen geschlendert und

haben die Atmosphäre genossen“,

sagte die 29-Jährige, „die Stadt hat

viel Potenzial.“ Die berühmtesten

Schauplätze wie der Place de la

Comédie und das Musée Fabre sind

fußläufig vom Teamhotel entfernt.

„Atmosphäre schnuppern“, nannte

es die Abwehrchefin, um dann konzentriertdas

letzte Gruppenspiel gegen

Südafrika (Montag 18 Uhr/ ARD)

anzugehen.

Inzwischen haben die DFB-

Frauen durch die neue Gruppenkonstellation

bereits das Achtelfinale

sicher, ein Remis reicht sogar

zum Gruppensieg, um vor allem ein

Aufeinandertreffen mit Weltmeister

USA in Achtel- und Viertelfinale zu

vermeiden. Marina Hegering

möchte sich gegen Südafrika im

Stade de la Mosson „Sicherheit holen“,

denn: „Ich bin ein sehr selbstkritischer

Mensch. Wir sind bestimmt

noch nicht fehlerfrei.“

Gleichwohl: DieNummer fünf gilt

als eine der Entdeckungen des Tur-

VonFrank Hellmann, Montpellier

Umihren Worten nach der bizarren2:3-Niederlage

mit den brasilianischen

Fußballerinnen gegen

Australien in dem bislang abwechslungsreichsten

Spiel dieser Frauen-

WM noch mehr Nachdruck zu verleihen,

schlug Marta Vieira da Silva

mehrfach mit der Außenseite der

rechten Hand in die Innenfläche der

linken. Wie ein Kung-Fu-Lehrer, der

seinen Schülern den Handkantenschlag

vorführt. Patsch, patsch. Immer

wieder. „Eu quero quebra o

VAR!“ sagte sie dazu. Ichmöchte mit

dem VARbrechen. Sinngemäß: Hört

mir mit dem Videoassistenten (VAR)

auf, wenn der nicht richtig entscheidet.

Der Anlass: In der 69. Minute

hatte Schiedsrichterin Ester Staubli

beim Eigentor von Monica (69.) zunächst

auf Abseits entschieden,

nachdem Australiens Kapitänin Sam

Kerr mit zum Ball gesprungen war.

Doch dann schaltete sich der deutsche

Videoassistent Bastian Dankert

ein, Staubli sah sich die Szene auf

dem Monitor ein –und gab das Tor.

niers. Eine stabile Stütze, die im Zusammenspiel

mit ihrer Mitstreiterin

in der Innenverteidigung, Sara Doorsoun,

auch menschlich auf einer

Wellenlänge funkt. „Maschina“

wurde Hegering vor der Saison

2017/2018 von der Nationalmannschaftskollegin

bei der SGS Essen getauft.„Jeder

sieht, dass sie sehr athletisch

ist. Und weil jede Spielerin in

Essen einen Spitznamen bekommt,

lag das bei ihremVornamen ja nahe“,

verriet Doorsoun. Doch dass Hegering

noch mal für die Nationalmannschaft

spielen würde,lag damals ungefähr

so weit weg wie Montpellier

vonBocholt, ihrer Geburtsstadt.

Rückblende: Hegering galt früh

als großes Talent, gewann 2010 mit

der heutigen Kapitänin Alexandra

Popp in Deutschland die U20-Weltmeisterschaft,

mit dem FCR 2001

Duisburg danach den DFB-Pokal

und Uefa-Cup, doch dann verschwand

sie nach einer Fersenverletzung

für lange, lange Zeit von der

Bildfläche.„Eigentlich war das keine

Riesensache, allerdings gab es nach

der ersten Operation eine Wundheilungsstörung.

Und das hat sich leider

sehr lange gezogen. Es gab mehrere

Operationen, und es hat sehr,

sehr lange gedauert, bis wirklich alles

wieder in Ordnung war: sechs

Jahreinallem.“

Sie sagt das inzwischen fast ohne

Regung. Nicht jeder kehrtnach einer

„Und manchmal fragt man sich: Wird das

überhaupt noch mal was?“

Marina Hegering gibt zu, dass sie eine Zeit lang von allerlei

Zweifeln bewegt wurde.

Wenn der Glanz verloren geht

Warum bei Brasiliens Marta die Freude über ihren 16. WM-Treffer nur von kurzer Dauer ist

Allerdings stand dieses Malheur

nur am Ende der Fehlerkette bei einer

Seleção Brasileira Feminina, in

der nicht nur Marta, sondern auch

ein paar andere offensichtlich ihren

Zenit überschritten haben. Weil der

Verband CBF die Nachwuchsarbeit

im weiblichen Bereich stiefmütterlich

behandelt, stellt

kein WM-Teilnehmer

ein älteres Team. Bezeichnend,

dass das

verletzungsbedingte

Ausscheiden vonFormiga

bei Marta als weiterer

Grund für die Pleite

galt:„Ohne Formiga haben

wir den Fokus verloren.“

Die„Ameise“ ist

mit 41 Jahren die älteste

Spielerin bei dieser

Weltmeisterschaft.

Immerhin schaffte Tamires, 31,

nach einem Beinschuss noch einen

Spurt, woraufhin Cristiane, 34, das

2:0 köpfte (38.). Zuvor hatte Marta

nach einem von der zum 1. FFC

Frankfurtwechselnden Verteidigerin

Leticia Santos herausgeholten Elfmeter

das 1:0 erzielt (27.). Undwosie

Feiertihr erstes WM-Tor

in Frankreich: Marta (l.)

eben noch schimpfte, konnte sie ob

ihres 16. WM-Treffers –ihr 106. Tor

im 145. Länderspiel –auchwieder lächeln.

Die 33-Jährige hat nunmehr

in fünf WM-Turnieren seit 2003 getroffen.

So viele WM-Tore hat geschlechterübergreifend

nur Miroslav

Klosegeschafft.

Dass ausgerechnet

GETTY IMAGES/ELSA

ZDF-Reporter Tibor

Meingast diesen Vergleich

vergaß, animierte

die temperamentvolle

Rekordhalterin

sogar, nach dem Interview

kehrtzumachen: „Mein

Gott, wie konntet ihr

das vergessen. Ichhabe

jetzt auch 16 Tore geschossen,

genau wie

euer Klose. Das hättet

ihr auch mal fragen können.“ So

mischten sich an diesem Abend bei

Marta die merkwürdigsten Emotionen.

Dass die Konstellation in der

Gruppe Cmit den auf Augenhöhe

agierenden Teams aus Brasilien,

Australien und Italien so vertrackt

WITTERS

solchen Auszeit noch zurück. Die

Spätstarterin empfindet ihr Comeback

als großes Glück, weil sie

zwangsläufig den Fokus weg vom

Fußball lenken musste.„Man arbeitet

sich eigentlich von Zwischenziel

zu Zwischenziel, aber natürlich war

das nicht einfach für mich. Und

manchmal fragt man sich: Wird das

überhaupt noch mal was?“

Auch mit ihrem Studium konnte

sie sich nicht ablenken, „das hat weniger

gut funktioniert, weil ich Sport

studiert hatte“. So absolvierte sie

noch eine kaufmännische Ausbildung

im Bayer-Konzern, nachdem

sie 2011 zu Bayer Leverkusen gewechselt

war.„Ich habe irgendwann

meinen Lebensmittelpunkt auf das

Berufliche ausgerichtet.“ Nachdem

sie dann doch wieder in der Frauen-

Bundesliga Fußfasste,bestritt sie ihr

erstes Länderspiel erst am 6. April

dieses Jahres in Schweden (2:1).

Nun hat sie bei dieser Weltmeisterschaft

bei den ersten beiden von

drei Gruppenspielen dazu beigetragen,

dass es gegen China (1:0) und

Spanien (1:0) noch kein Gegentor

gab. Die Aufgaben in der Abwehrzentrale

sind gemäß der individuellen

Stärken verteilt: Die eine (Hegering)

ist für die Kopfball-, die andere

(Doorsoun) für die Laufduelle zuständig.

Doch während Doorsoun

zuerst der gewaltige Druckzuschaffen

machte, spielte Hegering ohne

große Last. Siesagt:„Emotional habe

ich eine andere Wahrnehmung als

eine junge Spielerin. Ichgenieße einfach

die Zeit hier.“ Was Hegering

heute besser kann als früher,vermag

sie selbst gar nicht genau zu sagen.

Nur dies: „Ich habe ganz andere Erfahrungswerte

als Persönlichkeit.

Die verlorenen Jahre steckt man

nicht einfach so weg.“

Frank Hellmann

hat bei seinerTour de France

in Montpellier Halt gemacht.

ist, hatte sich das Team von Trainer

Vadão selbst zuzuschreiben, der

seine sechsmalige Weltfußballerin

zur Pause vorsichtshalber auswechselte.„Marta

weiß selbst am besten,

wann sie spielen kann und wann sie

besser nicht spielt.“ Am 24. Mai im

Trainingslager in Portugal hatte

seine Nummer zehn eine nicht näher

beschriebene Muskelverletzung

erlitten und deshalb beim Auftaktsieg

gegen Jamaika (3:0) gefehlt.

Die 33-Jährige kann auch keinen

großen Glanz mehr über 90 Minuten

verbreiten, dazu fehlen der Stürmerin

von Orlando Pride längst Dynamik

und Tempo. Sie muss alles mit

Technik und Spielwitz regeln. Für

ihre Generation wird eine Titelchance,

wie sie Marta 2007 im WM-

Finale gegen Deutschland hatte, als

Nadine Angerer ihren Finalelfmeter

abwehrte, kaum wiederkommen.

Auch Mitstreiterin Cristiane ahnte

das im Stade de la Mosson. „Wir haben

aufgehört, Fußball zu spielen.

Wirdürfen nicht so früh abschalten“,

schimpfte die wieder in der Heimat

für den FC São Paulo spielende Angreiferin.

Fußball

WM der Frauen in Frankreich

Gruppe A

Nigeria -Frankreich Mo., 21.00

Südkorea -Norwegen Mo., 21.00

1. Frankreich 2 6:1 6

2. Norwegen 2 4:2 3

3. Nigeria 2 2:3 3

4. Südkorea 2 0:6 0

Gruppe B

Südafrika -China 0:1 (0:1)

China -Spanien Mo., 18.00

Südafrika -Deutschland Mo., 18.00

1. Deutschland 2 2:0 6

2. Spanien 2 3:2 3

3. China 2 1:1 3

4. Südafrika 2 1:4 0

Gruppe C

Australien -Brasilien 3:2 (1:2)

Jamaika -Italien 0:5 (0:2)

1. Italien 2 7:1 6

2. Brasilien 2 5:3 3

3. Australien 2 4:4 3

4. Jamaika 2 0:8 0

Gruppe D

Japan -Schottland 2:1 (2:0)

England -Argentinien

1. Japan 2 2:1 4

2. England 1 2:1 3

3. Argentinien 1 0:0 1

4. Schottland 2 2:4 0

Gruppe E

Niederlande -Kamerun Sa., 15.00

Kanada -Neuseeland Sa., 21.00

1. Kanada 1 1:0 3

1. Niederlande 1 1:0 3

3. Neuseeland 1 0:1 0

3. Kamerun 1 0:1 0

Gruppe F

Schweden -Thailand So., 15.00

USA -Chile So., 18.00

1. USA 1 13: 0 3

2. Schweden 1 2: 0 3

3. Chile 1 0: 2 0

4. Thailand 1 0:13 0

Modus: Gruppen-1.-2. und drei -3. im Viertelfinale.

U21-EM in Italien

Gruppe A: Italien, Spanien, Polen, Belgien

16. Juni:

Polen -Belgien in Reggio Emilia (18.30 Uhr)

Italien -Spanien in Bologna (21.00)

19. Juni:

Spanien -Belgien in Reggio Emilia (18.30)

Italien -Polen in Bologna (21.00)

22. Juni:

Belgien -Italien in Reggio Emilia

Spanien -Polen in Bologna (beide 21.00)

Gruppe B: Deutschland, Dänemark, Serbien

Österreich

17. Juni:

Serbien -Österreich in Triest (18.30 Uhr)

Deutschland- Dänemark in Udine (21.00/ARD)

20. Juni:

Dänemark -Österreich in Udine (18.30/ARD)

Deutschland -Serbien in Triest (21.00)

23. Juni:

Österreich -Deutschland in Udine (21.00/ZDF)

Dänemark -Serbien in Triest (21.00)

Gruppe C: England, Frankreich, Rumänien, Kroatien

18. Juni:

Rumänien -Kroatien in Serravalle (18.30 Uhr)

England -Frankreich in Cesena (21.00)

21. Juni:

England -Rumänien in Cesena (18.30)

Frankreich -Kroatien in Serravalle (21.00)

24. Juni:

Kroatien -England in Serravalle (21.00)

Frankreich -Rumänien in Cesena (21.00)

Mögliches Olympia-Play-off*

28. Juni:

Zweitbester Gruppenzweiter –Drittbester Gruppenzweiter

in Cesena (21.00)

(*nur für den Fall, dass England das Halbfinale erreicht)

Halbfinale:

27. Juni:

1. Gruppe A-B2/C2/C1 in Bologna (18.00)

1. Gruppe B-A2/C1 in Reggio Emilia (21.00)

Finale:

30. Juni (20.45 Uhr in Udine)

Tennis

ATP-Turnier in Stuttgart

Viertelfinale: Felix Auger-Aliassime (Kanada/7) -

Dustin Brown (Winsen) 7:6 (7:3), 6:7 (2:7), 7:6

(7:2); Jan-Lennard Struff (Warstein) -Lucas

Pouille (Frankreich) 6:4, 6:4; Milos Raonic (Kanada/6)

-Marton Fucsovics (Ungarn) 6:4, 6:4;

Matteo Berrettini (Italien) -Denis Kudla (USA) 6:3,

6:3


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 23

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Sport

Triumph der Unverfrorenheit

Den Toronto Raptors gelingt in der NBA mit dem ersten Titelgewinn eines kanadischen Teams ein kleines Basketball-Wunder

VonSebastian Moll, New York

Steve Kerr ist keiner, der sich

so leicht geschlagen gibt. In

seiner langen Basketballkarriereals

Spieler und als Trainer

hat er unzählige Partien im letzten

Moment noch umgedreht oder

wenigstens maßgeblich dazu beigetragen.

Doch zu Beginn des letzten

Viertels im sechsten Finalspiel der

NBA-Finals wirkte der Coach der

Golden State Warriors so verzweifelt

wie noch nie.

Die Befürchtung, dass der dreifache

Champion Golden State dem

Ansturmder Toronto Raptors in den

letzten zwölf Minuten nicht mehr

standhalten könne, war ihm ins Gesicht

geschrieben, nachdem der bis

dahin formidabel aufspielende Klay

Thompson in Folge einer Knöchelverletzung

nicht mehr aus der Kabine

kam. Undsokam es dann auch

–die dezimierten Warriors übernahmen

zwar noch einmal kurzdie Führung,

konnten am Ende jedoch nicht

verhindern, dass Toronto mit einem

114:110-Sieg den ersten Basketball-

Titel in der Geschichte der Stadt mit

nach Kanada nehmen konnte.

Es war das zweite Malinfünf Jahren,

dass Golden State ein Finale verlor,doch

anders als nach der Niederlage

gegen die Cleveland Cavaliers

im Jahr 2016 fühlte es sich diesmal

wie das Ende einer Ära an. Auch

wenn Spieler wie Stephen Curryund

Draymond Green gelobten, im kommenden

Jahr wieder voll da zu sein,

konnte man sich des Eindrucks nicht

erwehren, dass die Dominanz der

Warriors, die in den vergangenen

fünf Jahren in der NBA als beinahe

unbesiegbar galten, gebrochen war.

Durants schwerwiegender Ausfall

Kawhi Leonard und Kyle Lowrymit Champagner-Schutzbrillen.

DPA/GUNN

Die Verwundbarkeit der Warriors

hatte natürlich mit dem Ausfall von

Kevin Durant zu tun, der im vergangenen

Jahr noch zum besten Spieler

der Finalserie gewählt worden war.

Durant war im fünften Spiel nach einer

langen Pause für ein Viertel aufgelaufen,

nur um mit einer angerissenen

Achillessehne wieder vom

Platz humpeln zu müssen.

Ohne Durant sahen die Warriors

nicht mehr wie der unaufhaltsame

Hochgeschwindigkeitszug der Vorjahre

aus. Eskönnte eine Vorschau

auf die Warriors der Zukunft gewesen

sein, die schon vordessenVerletzung

mit dem Abschied von Durant

rechnen mussten. Nun ist noch ungewisser,oberinOakland

bleibt und

wenn ja, zu welchen Leistungen er

sich noch aufschwingen kann.

Beim Public Viewing vor der

Arena in Toronto feierten sich derweil

die Fans nach dem Endspiel in

eine Ekstase, die man von den ansonsten

als eher zurückhaltend geltenden

Kanadiern ansich nicht gewohnt

ist. Dererste Titel für das einzige

kanadische Team der Liga war

Auslöser für das Aufwallen eines

nicht unbeträchtlichen Nationalstolzes,

insbesondere gegenüber

den ewig dominierenden Kaliforniern.

Die Euphorie entstammte auch

dem Bewusstsein, ein kleines Wunder

vollbracht zu haben. Kaum einer

hätte zu Beginn der Saison Toronto

als Titelkandidaten auf der Liste gehabt

und selbst nachdem sie sich das

Recht erkämpft hatten, im Finale die

Warriors herauszufordern, galten sie

immer noch als Underdog.

Ujiris cleverer Schachzug

Aufdem Platz jedoch wirkten sie von

Anfang an wie die stärkere Mannschaft.

Die zwei Siege, die die Warriors

den Kanadiern abringen konnten,

waren mehr das Ergebnis einer

gewissen Unnachgiebigkeit als echter

Überlegenheit.

Doch nicht allein die Tatsache,

dass hier die fälschlicherweise Drachen

getauften Kanadier den eigentlichen

Drachen der NBA erlegten,

machte den Titelgewinn so sympathisch.

Es war auch die Unverfrorenheit

und der Optimismus, mit dem

die Organisation den Giganten der

Liga ins Straucheln gebracht hatte.

Da war natürlich der clevere

Schachzug des Raptors-Managers

Masai Ujiri, den Starspieler Kawhi Leonard

ineinem riskanten Tauschgeschäft

nach Toronto zu holen. Ujiri

gab Torontos Publikumsliebling De-

MarRozan für Leonardab. Dieser laborierte

beinahe zwei Jahre aneiner

Verletzung und hatte sich mit seinem

alten Klub, den San Antonio Spurs,

überworfen.„Erist ein toller Spieler,“,

sagte sein ehemaliger Coach Greg Popovich

Leonardbeim Abschied,„aber

ein Anführer ist er nicht.“

Diese Aussage hat Leonard spätestens

in dieser Finalserie Lügen gestraft,

indem er nicht nur zum wertvollsten

Spieler gekürt wurde, sondern

sein gesamtes Team dazu

brachte, über sich hinauszuwachsen.

Selten hat es eine derart ausgeglichene

Formation im NBA-Finale

gegeben. Fred VanVleet versenkte

Dreipunktwürfe, als gehöre er zur

Dreipunktmaschine aus dem goldenen

Staat, der junge Pascal Siakam

zeigte mit 26 Punkten Brillanz und

auch Kyle Lowrykam im letzten Spiel

auf verblüffende Leistungswerte.

Daszweite Risiko,das Masai Ujiri

auf sich nahm, bestand darin, dem

bisherigen Assistenztrainer Nick

Nurse die volle Verantwortung zu

übertragen. Nurse war bislang lediglich

in Belgien und in England Cheftrainer,doch

er trat so souverän und

klug auf, als gebe es für ihn keinen

Unterschied zur NBA.

Nun fragt man sich mitten im

Freudentaumel in Toronto freilich

schon, wie es wohl weitergeht.

Kahwi Leonard hat eigentlich nie einen

Hehl daraus gemacht, dass es

ihm im sonnigen Kalifornien besser

gefällt als im hohen Norden. Aber es

mag sein, dass er an diesem Donnerstag

seine Meinung ein wenig geänderthat.

Schrill

in Las Vegas

Boxer TomSchwarz hat gegen Tyson Fury nichts zu verlieren

VonKarin Bühler

Natürlich, geboxt werden wird

auch im Ring des legendären

MGM Grand Hotel. Natürlich bekommt

Tom Schwarz aus Halle/

Saale seine große Chance in Las Vegas

(Sonntag, 4.30 Uhr, MDR).

Schwergewichtsboxen funktioniert

ja immer.Wenn ein Koloss auf einen

anderen trifft, schwirren Menschen

überall auf der Welt herbei wie Stubenfliegen

–wenn die Namen klingen,

die Geschichten wild sind, erst

recht, wenn sie ein bisschen stinken.

Bei Tyson Fury, dem Gegner von

TomSchwarz, ist das Summen garantiert.

Denn dieser 2,06 große Kerl

aus einer Familie irischer Traveller,

ist völlig verrückt. Er provoziert bis

ins Letzte, äußert sich homophob,

redet rassistisch. Mit seiner Verrücktheit

hat der „Gipsy King“ im

November 2015 Wladimir

Klitschko die Weltmeistertitel

der Verbände WBO,

WBA, IBF und IBO abgeluchst.

Niemand hatte damit

gerechnet. Dass ein

Großmaul, technisch versiert,

aber mit Schwabbelbauch,

einen wie Klitschko

bezwingt, war so unwahrscheinlich

wie jüngst die

Niederlage des überaus

durchtrainierten Anthony Joshua gegen

den überaus teigigen Andy Ruiz.

Mit all dem, was hinterher über

Fury herauskam, war schon eher zu

rechnen. Doping, Kokainmissbrauch,

Komasaufen, manische Depressionen.

Wenn Fury zu Bett ging,

hoffte er, nicht mehr aufzuwachen:

Der Vater von fünf Kindern stürzte

ab. Total. „Ich war reich, erfolgreich,

jung, gesund, hatte eine Familie,war

berühmt – alles, wovon ein Mann

träumen kann –aber ich war trotzdem

deprimiert“, sagte er BBC Sport.

Wegen Dopingmissbrauchs wurde

er für zwei Jahregesperrt. Seine Titel

musste er abgeben. Er trat zurück,

widerrief und trat noch mal zurück.

Der US-Fernsehsender ESPN

fand die Geschichte des 30-Jährigen

GETTY IMAGES/ETHAN MILLER

jedoch attraktiv genug, um ihm im

Fall einer Rückkehr in den Ring 91

Millionen Euro für fünf Kämpfe anzubieten.

Das wiederum fand Fury

attraktiv genug, um sich, seinen Körper

und das Leben mit Gemahlin Parisauf

Vordermann zu bringen. „Boxen

ist wie eine Ehe –dumusst daran

arbeiten. Du ent- und verliebst

dich“, sagte er. „Aber ich habe das

Prickeln wieder,ich habe dem Boxen

ein sexy Dessous verpasst und jetzt

sind wir zurück, besser den je.“ Vor

zweieinhalb Monaten gelang Fury

gegenWBC-Champion DeontayWilder

aus den USA ein Unentschieden.

Undjetzt steht ihm TomSchwarz,

25, gegenüber, eine Art Fury für

Arme, der in der Schule gehänselt

wurde, weil er pummelig war und

erst mal in den Friseursalon „J’adore

hair“ seiner Freundin Tessa rannte

und vor Freude heulte, als ihm sein

Magdeburger Promoter

von Las Vegas erzählte.

„Tom hat nichts zu verlieren“,

fand Ulf Steinforth.

Immerhin fallen geschätzte

800 000 Euro für

den deutschen 1:17-Außenseiter

ab,der seine bisherigen

24 Profikämpfe

Schwergewichte: alle gewann, mal Automechaniker

und außerdem

Fury(l.)vs.Schwarz

Boyfriend des DSDS-

Sternchens Annemarie Eilfeld war.

Die Garden Arena des MGM

Grand ist eine der ersten Adressen

im Profiboxen, 15 000 Zuschauer

passen hinein. In der Nacht zu Sonntag

wirdTom Schwarzdie Gucci-Klamotten

ablegen, die er im Outlet

kauft, und seine Rolex abstreifen.

Weltklasseboxen ist eher nicht zu erwarten,

auch wenn Schwarzanzweiter

Position der WBO-Rangliste geführtwird,

Fury auf Rang drei.

„Ich bin ich“, hat Schwarz zuletzt

aus Las Vegas gepostet. Auf der Innenseite

seines Unterarms hat er das

Wort„Zukunft“ tätowiert, weil er sich

als die Zukunft des Schwergewichtsboxens

sieht –ein erster Schritt Richtung

Selbstdarstellung, vielleicht sogar:schrille

Provokation.

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Der von hier


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 – S eite 24

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Sport

„Stärkste Liga Europas?

Warum nicht?“

Euroleague-Manager Eduard Scott über das deutsche Basketball-Finale zwischen Alba Berlin und

Bayern München, die Bedeutung beider Klubs und eine künftige Ausnahmestellung der Bundesliga

Der Kreis schließt sich: Alba Berlin startet am Sonntag beim FC BayernBasketball ins Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die Teilnahme an der Euroleague haben beide Teams schon jetzt sicher.

IMAGO IMAGES; GEMMA COMAS

EduardScott ruft auf die Minute

genau zum vereinbarten

Zeitpunkt an. Er ist gerade

in die Zentrale der Euroleague

in Barcelona gekommen.

Die stärkste Basketball-Liga des

Kontinents pausiert, nicht aber ihr

Chief Operating Officer. Das operative

Geschäft läuft weiter, Basketball

auch. In Deutschland startet Alba

Berlin am Sonntag ins Finale der

Bundesliga (BBL) um die Deutsche

Meisterschaft bei den Bayern. Spannendes

Duell, spannendes Thema,

findet Scott. Es betrifft ja die Euroleague

und Europas Klub-Basketball.

Guten Morgen, hier spricht EduardScott.

Wiegeht’s?

Gut, danke. Sie sprechen ja sehr gut

deutsch? Wollen wir uns auf Deutsch

unterhalten?

Ich fürchte, dann wird es sehr

schnell sehr still werden. Lieber auf

Englisch.

Okay.Ist es ein Glücksfall, dass neben

den Bayern Alba als BBL-Finalist

2019/20 in der Euroleague spielt?

Ich würde in dem Zusammenhang

nicht von Glück reden. Wenn

ein Team das Finale in seiner Heimatliga

bestreitet und gleichzeitig

im Eurocup so weit gekommen ist

wie Alba, spricht das dafür, dass es

auf dem Spielfeld sehr viel sehr richtig

gemacht hat. Dasist das Ergebnis

eines langfristigen Plans, den der

Klub umgesetzt hat. Mit seinem

Sportdirektor,dem Trainerstab,dem

Kader.

Klingt so,als wäreAlba auf jeden Fall

dabei gewesen, stimmt das?

Alba ist einer der Modellklubs in

Europa. Zum einen wegen der strategischen

Bedeutung des deutschen

Markts für das Wachstum des europäischen

Basketballs und seiner

Wettbewerbe.Zum anderen, weil die

Metropolenregion Berlin sehr wichtig

ist. Aber auch, weil Alba seit der

Gründung sehr hart aneinem stabilen

Modell arbeitet, den geschäftlichen

Bereich zu maximieren versucht.

Dann sind da die Basketball-

Strukturen an sich. Alba hat eines der

größten Schulprogramme Europas.

Dasheißt aber nicht, dass wir einzelnen

Klubs oder Regionen Wildcards

reservieren. Alba hat das nicht nötig,

das hat der Klub in der Euroleague

und im Eurocup bewiesen.

Warum haben die Bayern einen festen

Startplatz?

Wenn wir über den FC Bayern

München reden, dann reden wir

über eine sehr bekannte Marke, eine

sehr große Reichweite und eine

starke Organisation, nicht nur auf

die Welt des Basketballs bezogen,

sondernauf einem globalen Niveau.

Dasbetrifft vorallem Fußball, oder?

Über zwei wichtige Aspekte wird

in Bezug auf den FC Bayern kaum

gesprochen: Erstens, die Entscheidung,

Basketball als eigenständige

Struktur aufzubauen, die finanziell

selbstständig ist. Das war eine kluge

Entscheidung, um das Basketball-

Management zu ermutigen, ein starkes

Team zu entwickeln –wenn auch

unter dem Dach der Marke FCBayern.

Undzweitens: DieStruktur hinter

dem Team genügt einem hohen

Standard, ähnlich wie bei Alba. BayernMünchen

hat an die 45 Mitarbeiter

in der Geschäftsstelle.

Wenn sich zwei Klubs so weit vom

Rest absetzen wie Alba und München,

ist das gut für die BBL?

Die BBL hat ja Mindeststandards

festlegt. Wenn einige Klubs nun

diese Standards übertreffen, spornt

das die Konkurrenten an. Die Erfahrung

der Euroleague zeigt, dass das

ein sehr gesunder Effekt ist.

ZUR PERSON

Auf welchem Platz würden Sie die

BBL im Vergleich zu anderen nationalen

Ligen einsortieren?

Wenn wir zum Beispiel die BBL

mit der litauischen Liga vergleichen

würden, sprächen wir über einen

Markt mit 80 Millionen Menschen

und einen mit rund drei Millionen.

Wir sprächen über unterschiedliche

wirtschaftliche

Realitäten, Entfernungen zwischen

den Klubs, ein anderes mediales

Umfeld et cetera. Es gibt viele,viele

Faktoren, die ein Ranking –Erster,

Zweiter,Dritter –ausschließen.

Die BBL formulierte vor Jahren aber

das Ziel, 2020 die beste Liga Europas

Der Manager: Der Brite Eduard Scott studierte Sportmarketing.Bei der Euroleague steuerter

das operativeGeschäft. 2012 war er beim olympischen Basketball-Turnier in London tätig.

Die Euroleague: Sie vereint 16 Teams. Lizenzen bis 2025 besitzen Anadolu Efes Istanbul,

ZSKA Moskau, Armani Mailand, FC Barcelona, Fenerbahce Istanbul, Vitoria Gasteiz, Maccabi

TelAviv,Olympiakos Piräus, Panathinaikos Athen, Real Madrid und Zalgiris Kaunas.

zu sein, noch vorSpaniens ACB.

Wirerinnernuns hier sehr gut an

die Reaktionen darauf aus anderen

Ligen. Ich sage es mal so: Sie waren

nicht sehr positiv. Von fehlendem

Realitätssinn war die Rede.Aber die

Fakten bestätigen die BBL heute.Sie

wird die ACB wohl nicht in zwölf

Monaten überholt haben, aber es

gibt keinen Grund, daran zu zwei-

feln, dass sie ihreVision in ein paar

Jahren Wirklichkeit werden lässt.

Woranmuss die BBL arbeiten?

Sieist noch nicht zu hundertProzent

wettbewerbsfähig im Vergleich

zu anderen Ligen. Die Ergebnisse in

den europäischen Wettbewerben

sind steigerungsfähig. Es stand kein

deutsches Team im Final Four der

Euroleague in den vergangenen 20

Jahren. Die Größe der Hallen in

Deutschland kann verbessert werden,

mehr größereStädte wären gut.

Luft nach oben ist in Bezug auf die

Medien, um mehr Menschen für die

BBL und deutschen Basketball zu interessieren,

über Fernsehen, Streaming

oder Social Media. Dadurch

gewinnen die Klubs starke Partner,

steigernihr Budget, was sich auf ihre

Kader auswirkt und so weiter.

Erhält die BBL bald drei Startplätze,

weil sie auf einem so guten Wegist?

Auf kurze Sicht ist das unrealistisch.

Vorerst bleibt es beim FC Bayern

mit seiner Wildcard für zwei

Jahre und dem deutschen Meister.

Mittelfristig muss man sehen, wie

sich die Klubs entwickeln. Die Euroleague-Klubs

mit einer Lizenz, also

mit einem garantierten Startrecht,

erfüllen gewisse Anforderungen.

Welche zum Beispiel?

In Deutschland verfügen nurAlba

Berlin und künftig der FC Bayern mit

seinem Hallenprojekt über Arenen,

die angemessen sind für einen Klub

mit einer Euroleague-Lizenz.

DieEuroleague-Landkarte hat weiße

Flecken. England etwa. Warum?

Großbritannien hat immer schon

hohe strategische Priorität für die

Euroleague. 2013 war das Final Four

zu Gast in London. Es gab ein Euroleague-Team,

die London Towers.

DieTowers lösten sich 2009 auf.

Es gibt dort keine Basketballkultur.

Aber mittelfristig soll wieder ein

Team aus UK in der Euroleague spielen.

Wir sind in Gesprächen mit potenziellen

Investoren, die sich für

den britischen Markt interessieren

und dafür,ein Euroleague-Team aufzubauen.

Parallel bereiten wir einen

möglichen Businessplan vor für einen

Klub in London.

Wie sieht der Businessplan der Euroleague

für sich selbst aus?

2017 hat die Euroleague strategische

Märkte für die mittelfristige

Entwicklung identifiziert. Das sind

Großbritannien, Frankreich,

Deutschland und Italien. Die Vision

ist, dass diese Märkte und Ligen stärker

in der Euroleague vertreten sind.

Undwenn wir schon voneinem Plan

reden: Es ist im Sinne der Euroleague,dass

die Bayern,aberauch Asvel

Villeurbanne in Frankreich Zugkraft

für ihreMärkte entwickeln.

Die kniffligste Frage zum Schluss:

Wenn Sie auf den neuen Deutschen

Meister wetten müssten, würden Sie

auf Alba oder Bayern tippen?

DasSchöne ist ja, dass ich in meiner

Position gar nicht wetten darf.

Aber ich würde darauf wetten, dass

es eine spannende Finalserie wird.

DasGespräch führte

Christian Schwager.


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 – S eite 25 *

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Feuilleton

Das fliegende Auge:

Claus Löser über Georg

Wilhelm Pabst:

Seite 28

„Wer erzieht eigentlich wen?“

Vier Feuilletonredakteure über ihr Leben mit insgesamt acht Töchtern im Freitagsdemo-Alter Seiten 26 und 27

Die Seele, ein Friedhof

Der Italiener Davide Enia hat für sein Buch „Schiffbruch vor Lampedusa“ mit Seenotrettern

gesprochen und dabei eine Brücke zum eigenen Vatergeschlagen. So wird Unfassbares begreiflich

VonCornelia Geißler

Ein Flüchtlingsboot am 10. Juni 2017 vor der Insel Lampedusa

CHRIS MCGRATH

Esgibt noch immer Internetseiten,

auf denen Urlauber

ihre Erfahrungen über

Badestellen und Unterkünfte

auf Lampedusa teilen und die

raue Schönheit der Insel preisen. Davide

Enia schreibt auf Seite 12 seines

Buches: „Der Begriff ,Lampedusa‘ ist

ein Containerwortgeworden, das alles

Mögliche enthält: Migration,

Grenzzäune, Schiffbrüche, Solidarität,

Tourismus, Feriensaison, Randlage,Wunder,

Heldentum, Verzweiflung,

Qual, Tod, Wiedergeburt, Befreiung

–alle diese Bedeutungen in

einem einzigenWort,ein Sammelsurium,

das weder richtig interpretiert

werden kann noch eine erkennbare

Form hat.“

„Appunti per un naufragio“, heißt

das Buch auf Italienisch, Notizen zu

einem Schiffbruch. DerdeutscheVerlag

hat den aufgeladenen Namen der

Insel mit in denTitel genommen. Niemand

kann sich überrumpelt fühlen,

wenn in „Schiffbruch vor Lampedusa“

vonFlüchtlingen die Rede ist.

Es ist ein Buch, das den Leser auf

ungewöhnliche Weise packt. Das

sollte als Empfehlung und Warnung

zugleich verstanden werden. Denn

die Lektüregeht unter die Haut, aber

sie bereichertauch, führtdie Gedanken

in die Tiefe, wosie sonst an der

Oberfläche bleiben.

Wir wissen: DerVerstand ist zwar

gefragt beim Aufnehmen der Nachrichten,

aber schnell überfordert,

wenn es um die Zahl der Menschen

geht, die sich vom afrikanischen

Kontinent aus auf den Wegnach Europa

machen, wenn es um die Gefahren

dieser Überquerung geht, allein

um die Bedingungen, die aus

Bürgern Flüchtlinge machen: Krieg,

Religion, Hunger, Sexualität, ethnische

Zugehörigkeit. Aber hier handelt

es sich nicht um ein Sachbuch,

diese Überlegungen und Zahlen bilden

zwar das unsichtbareGerüst der

Erzählung, doch der Autor hat sich

auf den Weggemacht, zu verstehen,

wie Lampedusa als Nadelöhr nach

Europa konkret aussieht. Er begibt

sich mitten unter die Bewohner, die

auf Schiffen arbeiten oder im Aufnahmelager,

die ihre Ferienhäuser

verlassen, wenn es gilt, Essen, Trinken

und Kleidung an die Neuankömmlinge

auszugeben.

Auch die beiden Dokumentarfilme

„Lampedusa im Winter“ und

„Fuocoammare/Seefeuer“ brachten

schon mit ihren Nahaufnahmen das

schwer Fassbareinden Blick. Davide

Enia kann nichts zeigen, er erzählt.

Der Filter der Sprache ist sehr viel

enger als der einer Kamera, doch vermag

die Sprache auch, Szenen detaillierter

oder weiträumiger darzustellen.

Vorallem kann sie von der

Außen- in die Innenperspektive

wechseln. Enia verknüpft seineWanderungen

über die Insel mit seiner

persönlichen Geschichte.

Der Dramatiker, Schauspieler

und Romancier wurde 1974 auf der

italienischen Mittelmeerinsel Sizilien

geboren. Das wesentlich kleinere,

südlicher gelegene Lampedusa

war ihm früh ein Begriff, weil seine

Mutter eine Weile dort gearbeitet

hatte und weil er als Jugendlicher mit

Freunden dort Urlaub machte. Er

kommt nun während seiner Besuche

an den Punkt, da er seinen Vater

braucht, um zu verarbeiten, was er

auf der Insel sieht –seinen Vater,mit

dem er nie viel gesprochen hat. Damit

nutzt der Autor einen Schlüssel

auch zu den Empfindungen des Lesers:

In Generationsbeziehungen

kann sich jeder selbst verorten.

„Ich dachte darüber nach“,

schreibt Enia nach dem Treffen mit einem

Rettungstaucher,„dass ich bei jeder

Begegnung hier auf der Insel, jedes

verdammte Mal, das Gefühl hatte,mit

einem Menschen zu sprechen, dessen

Seele ein einziger Friedhof war.“ Der

Rettungstaucher,großund kräftig, tritt

selbstbewusst auf. Er möchte nicht als

ein Linker verstanden werden, leitet

ihn doch allein der Humanismus. Bei

ruhiger See, wenn die Schiffbrüchigen

im Angesicht der Rettungsboote geduldig

warten, laufe alles glatt, erzählt

er.„Manchmal sind sie aber so panisch

und hibbelig, dass der RettungskreuzerkurzvormKenternist.“

Undwenn das Flüchtlingsboot bereits

am Sinken sei, müsse extrem

schnell gehandelt werden: „Wenn du

drei Leute vor dir hast, die untergehen,

und fünf Meter weiter ertrinkt

eine Mutter mit ihrem Kind –was

machst du dann? Wohin schwimmst

du? Wenrettest du zuerst? Die drei

direkt vor dir oder die Mutter mit

dem Neugeborenen ein paar Meter

weiter?“ Der Autor sieht diesen

Mann weinen.

Ein anderer, Kapitän der Küstenwache,

Herr über ein Patrouillen-

DAS BUCH

boot, erzählt, dass er mit seiner Crew

die Zeit außerhalb der Einsätze für

Fitnesstraining nutze. Sport ist für

ihn mehr als ein Ausgleich. Die

Schiffbrüchigen seien oft nicht nur

entkräftet, sondernhätten durch das

lange Sitzen auf überfüllten Booten

steife Glieder,könnten sich kaum regen,

wenn man ihnen die Hand reiche.

„Einmal haben wir bei einem

Einsatz 1300 Menschen gerettet, nur

mit der Kraft unserer Arme, einen

Davide Enia: Schiffbruch vor Lampedusa.

Ausdem Italienischen vonSusanne VanVolxem und Olaf Matthias Roth.

Mit einem Nachwortvon AlbertOstermaier.Wallstein, Göttingen 2019. 238 S.,20Euro

nach dem anderen, jeden einzeln. Es

hat Stunden gedauert.“ Aber er erzählt

auch, wie es aussieht, wenn so

ein Boot kentert, erst noch die gestikulierenden

Hände aufragen und im

nächsten Moment nichts mehr.„UnsereGefühle

gehen mit denen unter,

die wir nicht retten können.“

Der Autor bricht seine Erzählung

über den Kapitän auf und bindet die

Wiedergabe dieses Gesprächs in ein

Telefonat mit seinem Vater ein. Er

berichtet ihm in Etappen, was der

Seenotretter gesagt hat, bestimmt

also die Ordnung. Zum dramaturgischen

Höhepunkt wird hier die Episode,

als an einem Tag von 159

Schiffbrüchigen 158 lebend geborgen

wurden –und ein Crewmitglied

sich nicht damit abfinden konnte,

dass ein Junge es nicht geschafft haben

sollte. Zwanzig Minuten Herzdruckmassage

machte er, der Junge

kam ins Leben zurück. Das ist die

Brücke zum Vater, dem emeritierten

Kardiologen – für Davide Enia ein

persönliches Verbindungsstück, um

die Ausnahmesituation zu fassen, in

der die Retter sich befinden.

Der Hafenmeister, befragt nach

seinem schlimmsten Moment auf

Lampedusa, spricht in dem Moment

nicht vonder Ankunft der entkräfteten

Menschen in den Glitzerfolien,

nicht von den Leichensäcken, sondern

vom Todeines Kollegen an einer

schweren Krankheit. Dem Autor

wird klar –und er lässt die Leser an

seinen Gedanken teilhaben –, dass

die geteilten Erfahrungen der Menschen

im Hafen vonLampedusa mit

den Schreckenserlebnissen von Soldaten

im Krieg vergleichbar sind.

„Nicht nur die Liebe erzeugt Bindungen.

Sondernauch die Gewalt.“

DasLeben geht weiter,pflegt man

zu sagen. Wereinen Verlust erlitten

hat, weiß, dass das Leben, auch

wenn es weitergeht, nicht mehr so ist

wie vorher. Lampedusa hat seine

Unschuld als Ferieninsel verloren.

Als ein enger Freund des Autors

starb,erzählt Enia spät im Buch,war

er lange wie betäubt. Die Nachrichten

vonder größten Katastrophe vor

Lampedusa am 3. Oktober 2013, als

368 Leichen aus dem Meer geborgen

wurden, lösten schließlich seine Blockade.

Inder Zeit von Enias Besuchen

auf Lampedusa kämpft sein

Onkel, der Vater seines Bruders, mit

Krebs. InAngst gelähmt, sind beide

über Monate nicht in der Lage, zu

ihm zu fahren. Davide Enia riskiert

es, diese Erlebnisse in seinem Buch

miteinander zu verknüpfen, könnte

man ihm doch vorwerfen, durch sein

persönliches Leid die Qualen und

den Todanderer Menschen zu nivellieren.

Doch so funktioniert ja die

menschliche Psyche, wenn sie das

Unfassbarezufilternversucht.

Mit„Schiffbruch vorLampedusa“

habe er selbst nur ein Steinchen ins

gegenwärtige Mosaik gesetzt, legt

der Autor nahe, als er die Fäden zusammenführt.

Denn noch fehlten

die Geschichten derjenigen, die auf

der Flucht sind. „UnsereWorte erfassen

ihre Wirklichkeit nur unzureichend“

–die Worte über Grenzen,

Zäune, Mauern; die Dokumentarfilme

mit den Körpernder Lebenden

und der Toten, ihreGeschichten von

Hoffnungen und Betrug, von Menschenhändlernund

Schleppern, von

Vergewaltigungen und Schlägen.

Davide Enias Bedenken sind

berechtigt. So aufrüttelnd er von

den Helfern schreibt, so nahe er

ihnen kommt, bleibt er bei seinem

Blick zu den Flüchtlingen

doch an seiner Wahrnehmungsgrenze

von außen stehen.

Ein Perspektivwechsel gelingt

hierzulande mit dem Projekt

„Weiter Schreiben“, in dem derzeit

22 geflüchtete oder noch in

Krisengebieten lebende Autoren

mit deutschsprachigen Schriftstellern

zusammenarbeiten. Soeben

hat der Deutsche Literaturfonds

beschlossen, die Initiative

für drei Jahre zuunterstützen.

Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag.

So wie jeder Tagdes Jahres.

Cornelia Geißler

kann dieses Buch

nicht mehr weglegen.


26 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Feuilleton

SONNTAGSKRIMI

So

wird das

nichts

VonFrank Junghänel

So, wie die Tatort-Saison 2018/19

begonnen hatte, endet sie auch,

mit einem Fall aus der Schweiz. Das

grenzt schon an Mobbing. Dielangen

Sommerabende laden nicht gerade

zum Fernsehen ein. Die Schweizer

machen es einem aber auch nicht

leicht. Bei ihrem vorletzten Einsatz,

ehe sie im nächsten Jahr von einem

Züricher Duo abgelöst werden, bekommen

es Reto Flückiger (Stefan

Gubser) und Liz Ritschard(Delia Mayer)

mit Unterweltlern der übelsten

Sortezutun. DerEinstieg ist mal wieder

ziemlich brutal, zwei junge

Frauen prügeln auf sich ein, mit Boxhandschuhen

zwar, aber schön ist es

nicht. Männer schauen zu, grinsen

sich eins und sind selbst dann nicht

zu erschüttern, als eine der beiden

Kämpferinnen nicht mehr aufsteht.

Tod im Ring, Herzstillstand infolge

Dopings. Darum geht es aber gar

nicht, was der Stringenz des Falls

nicht guttut. Denn kurz darauf wird

der Promoter der überlebenden Gegnerin,

ein schmierlappiger Idiot, der

seine Rolle auch noch besonders

schmierlappig spielen muss,mit zwei

LöchernimBauch gefunden.

Das ist kein Verlust, dumm nur,

dass er kurz vor dem Hinscheiden

seine Klientin in ein Verlies geworfen

hatte.Beobachtet voneiner Überwachungskamera.

Niemand weiß wo,

und nun beginnt das große Suchen.

Kein Land hat so viele Schutzräume

proKopf wie die Schweiz, informiert

eine Polizistin das Publikum.

In einem dieser Bunker hockt nun

die lädierte Martina (Tabea Buser),

der die Lebenszeit davonläuft, wie

eine eingeblendete Uhr vermittelt.

Erst sind es noch 48 Stunden, die sie

ohne Wasser aushalten würde, dann

24 und bald ist Schluss. Daman als

Zuschauer jedoch weiß, dass solche

Artvon filmischem Countdown stets

zugunsten des Opfers ausgeht, muss

man sich um die Eingeschlossene

keine Sorgen machen. Sie kommt

wieder raus.Das ist jetzt nicht zu viel

verraten. Doch ehe es soweit ist, wird

ein bisschen im Trüben gefischt,

werden hier und da Nebenkonflikte

etabliertund wieder abgeräumt und

das alles in Seelenruhe. Sowird das

nichts, liebe Schweizer. Wir sehen

uns nach der Sommerpause.

Tatort–Ausgezählt So.,20.15Uhr,ARD

Die Eltern von heute

Die Jugend demonstriert fürs Klima, isst vegan und predigt Plastikverzicht –

oder auch nicht. In jedem Fall ist es Zeit zu fragen: Wererzieht gerade wen?

„Fridays-for-Future“-Demonstration in Berlin.

Vor drei Jahren erschien auf

Deutsch ein Buch der israelischen

Soziologin Orna Donath, das

nur vonFrauen erzählt, die es bedauern,

Mutter geworden zu sein. Für die

Teilnahme an ihrer Studie hatte Donath

ein klares Kriterium. DieFrauen

sollten auf die Frage,obsie,wenn sie

die Zeit zurückdrehen könnten, noch

einmal Mutter werden wollten, eindeutig

mit Nein antworten. „Regretting

motherhood“ war monatelang

eine viel diskutierte Formel.

Das ist ein sehr persönliches

Thema. Frau Donath hätte mich

nicht als Gesprächspartnerin gewinnen

können. Natürlich habe ich

auch mal Kinderlose beneidet, wegen

großer Reisen zum Beispiel oder

stets freier Abende. Natürlich hatten

meine Töchter und ich auch mal

schwierige Stunden, Tage, Wochen

miteinander. Was nicht nur an mir

lag. Die Zurücksetzungen, die ich

wegen der Mutterschaft erfahren

habe,gingen jedenfalls nicht vonihnen

aus. ImGegenteil: Nichts und

niemand auf der Welt hat mich so

reich gemacht wie diese Kinder –

emotional und sozial.

Und jetzt, da die Erde brennt,

sind es nicht nur die jungen Menschen

auf der Straße, sondern auch

Mehr als Flaschen, Gläser,Altpapier

die bei mir zu Hause, die mir Hoffnung

geben. Ich möchte nicht, dass

sie den Gedanken denken müssen,

es sei unverantwortlich, Kinder in

diese Welt zu setzen. Weil ich ihnen

wünsche, einmal so glücklich zu

sein wie ich. Ichhoffe sehr,dass der

Mut, derWiderstand und die Konsequenz

der Freitags-Demonstranten,

der Plastiksammler und Autoverweigerer

noch weiter abfärbt auf

meine Generation, damit auch deren

Kindeskinder noch glücklich

werden können.

Es handelt sich um ein gesellschaftliches

Thema, doch die Kinder

und Jugendlichen nehmen die

Lähmung in der deutschen und internationalen

Politik persönlich.

Und bloß weil sie so persönlich getroffen

reagieren, weil sie nicht wie

wir einst nur brav Flaschen, Gläser,

Altpapier sammeln, sondernindem

einzigen Bereich, wo sie wirklich

auffallen können, bei der Beteiligung

am Unterricht, sichtbar agieren,

kommt ihre Botschaft langsam

an. Die einen in politischer Verantwortung

Stehenden versuchen, die

Jugendlichen mit Lob zu beruhigen,

die anderen stellen die Ernsthaftigkeit

ihres Anliegens infrage. Getroffene

Hunde,man kennt das.

Hoffnung

Cornelia Geißler

Diese junge Generation ist nicht

weniger politisch als die anderen

Jungen vorihr.Diese Generation hat

Bock auf Veränderung. „Fridays for

Future“ kommen jetzt wöchentlich

in die Nachrichten, weil dieses eine

Mädchen aus Schweden vermochte,

so viele anzustecken mit ihrer Sorge

um die Zukunft, und weil die vielen

beharrlich bleiben. Auch schon, als

hier gegen Bärgida demonstriert

wurde, gegen den Mietenwahnsinn,

als „Die Vielen“ und #Unteilbar auf

die Straße zogen, waren jede Menge

junge Menschen dabei.

Ich kenne welche davon recht

gut. Das ist auch für mich ein persönliches

Thema. Die eine Tochter

verfolgte das Live-8-Konzert gegen

Armut im Berliner Tiergarten 2005

zeitweilig von meinen ermattenden

Schultern aus und kannte in diesem

Frühjahr die neuen Grönemeyer-

Texte, bevor sie die in der Mehrzweckhalle

hörte.Die anderekonnte

kaum schreiben, als sie schon Bücher

bastelte und liest heute Zeitungen

aus Papier (aber nicht nur).

Beide verfälschen den schlechten

Durchschnitt der Kinobesuche in

Deutschland. Im Jahr 2018 ging jeder

Deutsche statistisch gesehen 4,1 Mal

in ein Filmtheater, für meine eine

Tochter ist das ein Monatswert. Musik,

Film, Theater,Zeitungen –all das

hat nichts mit den Klimaprotesten

zu tun, die Anlass für diese Seite sind,

belegt aber das eigenständige Denken

der mir nächststehenden Vertreter

der Generation Smartphone.

Dabei ertappe ich mich, mir hier

öffentlich auf die Schulter zu klopfen.

Peinlich. Eltern freut es immer,

wenn die Kinder ähnliche Neigungen

entwickeln. Das war bei mir zu

Hause,als ich jung war,nicht anders.

Ich sehe die Freundinnen und

Freunde meiner Töchter, die Rettungssanitäter

oder -schwimmer

sind, die Flüchtlinge und Obdachlose

unterstützen, die sich in der Kirchenjugendarbeit

engagieren.

Zu Hause lerne ich ständig dazu.

Die eine wurde Vegetarierin, nachdem

sie vor Jahren beim Debattier-

Wettstreit an ihrer Schule über einen

Veggie-Day diskutiertund sich dafür

gründlich informiert hatte. Die andereging

nach zwölf Monaten Vegetarismus

zum Veganismus über, nur

mal sozur Probe, und blieb dabei,

auch schon zwei Jahre. Wirhaben so

viel über Massentierhaltung gesprochen,

so viele Videos zusammen geguckt.

Ichkann jetzt auch kein Fleisch

und keinen Fischmehressen, seit Januar.Ich

vermisse nichts.Vegan zu leben,

habe ich einen Monat probiert,

doch keine Käse-Alternative vermag

mir den echten zu ersetzen. Aber ich

kann inzwischen vegan kochen und

backen. Kosmetik versuche ich tierversuchsfrei

zu kaufen, im Supermarkt

lege ich jetzt die Tomaten rispenweise

aufs Band, ohne Plastiktüte.

Lieber kaufe ich sie auf dem Markt,

regional am Spreewald-Stand. In

meinen Handtaschen stecken zusammengelegte

Stoffbeutel.

Und doch werde ich die nächste

Urlaubsreise wieder mit dem Flugzeug

antreten. Unddoch füttern wir

dem Hund abends Dosenfleisch und

sammeln die Häufchen mit Plastiktüten

auf. Unddoch habe ich zu viele

Klamotten, die meisten sicher nicht

fair produziert.

Oberholzer (Peter Jecklin, l.), Flückiger (Stefan

Gubser) und Ritschard (Delia Mayer) ARD

TOP 10

Donnerstag,13. Juni

1 Tagesschau ARD 4,8 21 %

2 heute journal ZDF 3,9 16 %

3 Der Bozen-Krimi ARD 3,7 15 %

4 Der Bergdoktor ZDF 3,2 13 %

5 WM-Fußball ZDF 3,0 17 %

6 Maybrit Illner ZDF 2,8 15 %

7 RTL aktuell RTL 2,6 15%

8 heute ZDF 2,6 15 %

9 GZSZ RTL 2,4 11 %

10 Quizduell ARD 2,3 16 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %

Esist ein paar Wochen her, dass

wir unseren Töchtern den Vorschlag

machten, wir könnten doch

gemeinsam zu einer „Fridays-for-

Future“-Demonstration gehen.

Okay,Elternund Kinder demonstriereneigentlich

nicht zusammen, aber

hier geht es anders als bei der Handynutzung

oder der Leseverweigerung

um ein Ziel, hinter dem alle stehen

können, stehen müssten, egal

ob alt oder jung. Hier wäre esgeradezu

dumm, auf dem Generationenkonflikt

zu beharren, hier wäreKomplizenschaft

angesagt. Meine Kinder

aber tippten sich gnadenlos an die

Stirn. „Auf keinen Fall!“ Wir Eltern

waren enttäuscht.

Meine Kinder möchten nicht Teil

dieser Jugendbewegung sein, von ihnen

gehen in der Hinsicht keine Impulse

für unseren Alltag aus. Sie waren

tatsächlich noch nie auf einer

„Fridays-for-Future“-Demonstration,

nicht mal die 16-Jährige,die die

Schule hasst und die Gelegenheit

zum Schwänzen hätte ergreifen können.

Sie möge keine Menschenansammlungen.

Die 12-Jährige hat damit

kein Problem, sie war aber an den

Freitagen trotzdem immer in der

Schule,obwohl sogar ein paar Freundinnen

demonstrieren gingen. Gefragt

nach dem Grund, gab sie die rotzige

Antwort, die derzeit sehr häufig

kommt:„Keine Ahnung, Mama.“

VonNeid erfüllt höreich vonden

umweltbewussten Kindern der

Freunde und Kollegen, die Vegetarier

oder gar Veganer geworden

sind, sich gegen Flugreisen und

Plastikverpackungen zur Wehr setzen,

abgesehen davon, dass sie

selbstverständlich an Freitagen auf

der Straße zu finden sind. Meine haben

mit alldem nichts zu schaffen,

sie fragen nicht nach Bambuszahnbürsten,

sie kaufen Unnötiges bei

Flying Tiger, das eine kurze Lebensdauer

hat. Undwenn ich die Neuanschaffungen

als zukünftigen Plastikmüll

bezeichne, heißt es: „Musst

du einem alles verderben.“

Ich wünschte, ich könnte mit

meinen Kindern amselben Strang

ziehen und mich mit ihnen zusammen

um den Zustand der Erde sorgen.

Miregal, dass manche dabei hämisch

auf diese Harmonie zwischen

den Generationen blicken, auf die

Entgrenzung der Lebenswelten

schimpfen, von Anbiederung sprechen.

Es geht doch gar nicht darum,

dass wir den Kindern nicht zugeste-

Widerstand

Keine Ahnung, Mama

Susanne Lenz

Sonntagsfrage

zur EU-Wahl an einem Kreuzberger

Gymnasium, 553 abgegebene Stimmen

Grüne

58,4 %

Sonstige

4,9 %

CDU

0,9 %

FDP

1,3 %

Linke

16,3 %

Die Partei

8,1 %

SPD

6,7 %

Tierschutzpartei

2,0 %

Piraten

1,4 %

BLZ/GALANTY

hen wollen, anders zu sein als wir,

sondern, dass es hier um eine höhere

Wahrheit geht. Und deshalb ist es

nun mal so, dass es in dieser kritischen

Zeit nur klug wäre, würden

meine Kinder meine Werteteilen.

Aufgrund dieses Artikels zu Rede

und Antwort gestellt, zeigte mir die

Ältere auf dem Smartphone das Bild

eines faltbaren Trinkhalms aus Edelstahl.

Er lässt sich in einem rosa Plastikbehälter

verstauen, der als Schlüsselanhänger

dienen kann. Ihre

Freundin erwäge die Anschaffung eines

solchen. Ich reagierte auf diesen

plumpen Wink nicht. Umweltschutz

als Lifestyle-Accessoire–pff!

Mit der Jüngeren ist in der Hinsicht

gar nicht zu reden. Als ich sie

angesichts der säuberlich aufgereihten

Lauchstückchen am Tellerrand

neulich entnervt fragte,was sie

eigentlich überhaupt zu essen geruhe,

lautete die Antwort: „Fleisch.“

Dasgibt es bei uns aus Umwelt- und

Tierliebegründen tatsächlich selten,

wobei ich es bin, die den Speisezettel

bestimmt. Ferner wird es

ihr später darauf ankommen, viel

Geld zu verdienen und Auto zu fahren.

Von mir hat sie das nicht.

Manchmal reagiere ich gekränkt

und beleidigt wie ein Kind: „Ihr

müsst noch länger hier leben als

ich.“ Mit „hier“ ist die dem Untergang

geweihte Erde gemeint.

In unserer Familie kann vomVerschwinden

der Pubertät nicht wirklich

die Rede sein. Stattdessen werden

meine Ideale aufeine harte Prüfung

gestellt, es knallen Türen. Die

meisten anderen scheinen es besser

zu haben. In der Schule der Älteren,

es handelt sich um ein Gymnasium

in Kreuzberg, durften anlässlich der

Europa-Wahl auch die Schüler wählen.

Das Ergebnis müsste die alten

Volksparteien zum Weinen bringen.

Die CDU erzielte 0,9 Prozent. Die

Grünen dagegen kamen auf 58,4

Prozent, was wahrscheinlich dem

tatsächlichen Ergebnis der Partei in

der Gegend um den Marheineke-

Platzmehr oder weniger entspricht.

Ist das die erste Generation, in der

Eltern und Kinder mehrheitlich dieselbe

Partei wählen?

Meine Tochter gehört wahrscheinlich

trotz allem zu dieser unfassbaren

Mehrheit. Tatsächlich

sagt sie auch: „Ja, okay, ich will den

Planeten schon retten, aber irgendwie

…“ Aber irgendwie ist es ihr einfach

zu anstrengend.


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 27 *

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Feuilleton

Ein seit langem

geforderter

Rücktritt

Der Chef des Jüdischen

Museums ist gegangen

VonArnoWidmann

Ineinem Pixibuch aus dem Jahr

2003 mit dem Titel „Die Prinzessin

sucht ihren Schnuller“ gibt es

die Stelle, ander die kleine Königin

„zornig zu den Dienernblickt“, weil

auch diese nicht wussten, „wo der

Schnuller geblieben war“. Im dazugehörigen

Bild sieht man, wie sich

die Eltern des kleinen Mädchens

bestürzt ansehen. Oh mein Gott,

der Schnuller! Werist als erster auf

den Knien und tastet im Staub unter

dem Schrank herum? Wer zieht

schon die Schuhe an, um in der

Nachtapotheke einen neuen kaufen

zu gehen?!

Die Identifikation als Dienerschaft

des Nachwuchses trifft ins

Mark akademisch-urbaner Elternschaft

Anfang des Jahrtausends,und

die Tatsache, dass man sich unter

Freunden abends beim Wein in dieser

Rolle selbst ironisieren kann, ändert

nichts am buchstäblichen Gefälle

des Arrangements: Erwachsene,

gerne mehrere, die sich ergeben

über eine kleine Person beugen, von

deren Existenz sie sich die Orientierung

im Leben erhoffen, die sie sich

nicht zutrauen, selbst zu behaupten.

Es ist kein Zufall, dass Spielzeug

aus den 70er-Jahren wieder Konjunktur

hat und das Allgenerationenbuch

die Kinder-und Jugendliteratur

ablöste: Elternschaft im 21.

Jahrhundertsetzt bei der Erinnerung

an das eigene Kindsein an – was

sonst hätte man auch zu geben als

die maximale Bereitschaft, die Welt

aus derWartederjenigen mit zu träumen,

die alles noch vorsich haben.

Wo das Wohlergehen der Kinder

wichtiger als das eigene wird, gibt es

auch in der Pubertät wenig Konflikte.

Ob es Kleiderfragen sind oder Ausgehzeiten

–nach der Pixibuch- und

Legozeit besteht Erziehung zusätzlich

aus der Gewöhnung der Eltern

Zweifel

Werwessen Traum träumt

Petra Kohse

an das, was die Jugendlichen so tun,

und wenn man Glück hat, halten sie

einen über die neuesten Internet-

Trends auf dem Laufenden, die lustigsten

Memes schicken sowieso sie

herum, am besten man versucht erst

gar nicht zu konkurrieren, sondern

beschränkt sich auf das Liken und

den sonstigen Support.

Warum leben heute so viele Jugendliche

vegan? Weil die Zeit reif ist,

die Tierschutz-Aktivisten von Peta so

IMAGO−IMAGES

effektiveSchockvideos drehen oder es

Eltern gibt, die sich um das Kleingedruckte

und das Kochen kümmern?

Undwas genau verstehen Jugendliche

darunter, sich um das Klima zu sorgen?

Wollen sie deswegen Umwelttechnologie

studieren, Politikerinnen

werden, auf Fernreisen verzichten

oder machen sie wenigstens tatsächlich

jedesmal freiwillig das Licht aus,

wenn sie ihr Zimmer verlassen?

Natürlich wollen auch Jugendliche

und junge Erwachsene 2019 vor

allem eines: sich vonihren Elternabgrenzen.

Aber weil diese so willig

und biegsam und offen und progressiv

sind, ist das einfach wahnsinnig

schwer. Eine Tochter muss nur fragen

„Was ist eigentlich Yoga?“, da hat

die Mutter das Outfit für beide schon

gekauft! Eine andere greift beiläufig

Greta Thunbergs Metapher vom

Haus auf, das brennt, schon sind die

Eltern auf dem Weg zum Unverpackt-Laden.

Dass das Kind nur hat!

Und recht hat es ja außerdem. Den

Weg in die Provokation gehen die

wenigsten, weil die meisten ihn gar

nicht finden. Was soll auch daran

schlimm sein, mit den Eltern abzuhängen,

wenn dabei die eigene Musik

gehört werden darf und man

noch eine Fußmassage bekommt?

Ichfreue mich, dass viele Töchter

oder Söhne freitags zur Demo gehen.

Wie viele es wohl tun würden,

wenn ihre Eltern dagegen wären?

Wenn kein Geld mitgegeben würde,

um hinterher bei Peter Pane einen

Burger essen zu können? Wenn

nicht nur ein Fehltag, sondern eine

Sechs verzeichnet würde für die

Nicht-Anwesenheit in der Schule?

Aber man weiß ja so vieles nicht.

Waseiner tatsächlich und also „authentisch“

will –das ist einem gerade

bei sich selbst doch eigentlich

das größte Rätsel.

Professor Peter Schäfer, seit 2014

Direktor des Jüdischen Museums,

ist von seinem Amt zurückgetreten.

Staatsministerin Monika

Grütters hat die Entscheidung des

75-jährigen, weltweit anerkannten

Judaisten, angenommen. In der Öffentlichkeit

wird

er seit der Ausstellung

„Welcome

to Jerusalem“

kritisiert.

Die hatte nicht

nur den Zorn

von Mitgliedern

der Berliner Jü-

BLZ/PONIZAK

Peter Schäfer,

Museumsdirektor

dischen Gemeinde,sondern

auch den von Israels

Premierminister Benjamin Netanjahu

erregt.

Schäfers Vertragwar im Mainoch

um ein Jahr verlängertworden. Aber

dann wurde ein Tweet der Presseabteilung

des Museums bekannt, der

auf eine Stellungnahme von 240 jüdischen

und israelischen Intellektuellen

hinwies, die sich dagegen

wandten, dass der Deutsche Bundestag

die Israel-Boykott-Aufrufe der

BDS-Bewegung („Boycott, Divestment,

Sanctions“) als antisemitisch

bezeichnet hatte.„DasVertrauen der

jüdischen Gemeinschaft hat die Leitung

des Hauses verspielt“, erklärte

daraufhin Josef Schuster, der Vorsitzende

des Zentralrats der Juden. Er

fände es nicht schlecht, „wenn es

künftig eine jüdische Leitung im Jüdischen

Museum Berlin“ gebe.

Das Jüdische Museum Berlin

wurde im September 2001 eröffnet.

Es ist das größte seiner ArtinEuropa.

Es hatte im vergangenen Jahr mehr

als 600 000 Besucher.Esist eine bundesunmittelbare

Stiftung. Für den

20. Juni ist eine Sondersitzung des

Stiftungsrates –Götz Aly ist eines seiner

Mitglieder –des Museumseinberufen.

Vernunft

Selber Kälber

Ulrich Seidler

Als Kind wollte ich kein Fleisch essen.

Nicht aus ethischen oder

empathischen Gründen, sondern

weil man im Unterschied zu Kartoffelbrei

darauf herumkauen musste,

ehe es sich runterschlucken ließ.

Noch schlimmer fand ich es, Fleisch

von Knochen zu nagen, auch hier

nicht, weil mir die Tiere leid taten,

sondernweil ich mich vordem undefinierbaren

Geglibber und Gezatter

ekelte. Die gut wegschluckbare Kalbsleberwurst

habe ich übrigens gern gegessen.

Eines Tages soll ich

mich dann gebeugt

und doch in eine Broilerbrust

gebissen haben,

mit den Worten:

„Irgendwann muss

man ja mal anfangen.“

Das ist ein geflügeltes

Wort geworden, familienintern

immer wieder

schmunzelnd zitiert:

ach, wie süß. Ich

will kein großes Anpassungsding daraus

machen, aber wie gründlich hat

man mich und meinen Willen wohl

gebrochen, dass ich all die Jahremitgeschmunzelt

habe, während man

sich auf Kosten meiner Charakterschwäche

Scherze erlaubte?

Unddann kommen ein paar Jahre

später die eigenen Töchter und wollen

keinen Käse mehr essen. Oder

wenn überhaupt, dann nur noch solchen,

der ohne Lab hergestellt wird,

also ohne jenes Enzym, das zur Dicklegung

der Milch verwendet und aus

Kälbermägen gewonnen wird. Milchkälber

müssen es sein, und lebende

geben ihren Magen nicht her.

Seit sogar Gelatinegummibärchen

und Schmalz im Rotkraut von den

Kindernabgelehnt werden, gelten sie

nahrungsmäßig bei ihren Großeltern

ohnehin als pingelig, bei der Käsenummer

hört der Spaß dann ganz

auf. Wenn die sonst recht schüchternen

Kinder jetzt im Restaurant die

Nudeln mit dem Reibekäse zurückgehen

lassen wollen, weil der Kellner

nicht versichern kann, ob es sich um

einen mit nichttierischen

Labaustauschstoffen

hergestellten

Hartkäse

handelt (zumal so

mancher noch nie was

von Lab gehört hat),

gehe ich so stolz- wie

schamerfüllt, um des

Großfamilienfriedens

willen als Vater dazwischen.

Um größeres Aufhebens

zu vermeiden, tausche ich meinen

reinpflanzlichen Salat gegen die

Nudeln und drück mir diese rein.

Mein Gewissen ist ja ohnehin schon

befleckt. Unddie Kinder lassen es geschehen,

schließlich ist der Käse

schon gerieben und das Kalb schon

tot. Die Großeltern schütteln ihre

Köpfe.Ahnen sie,was kommen wird?

Die Kinder sind klug und charakterfest,

sie werden bald auf Eier und

Milch verzichten. Mit sehr guten, generationsübergreifend

verstehbaren

Argumenten. Irgendwann muss man

ja mal aufhören.

Telefonische anzeigenannahme: 030 2327-50

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feiern sie mit uns das traditionelle

KPM HOFFEST

auf dem Manufakturgelände direkt amS-Bhf Tiergarten.

heute15. juni 10–19uhr

morgen 16.juni 13–19 uhr

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28 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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Tagestipp

Mit der Kraft des Suppenhuhns

Weil die Lange Nacht der freien Puppen- und Figurentheater Berlins wirklich

lang ist, beginnt sie schon am Sonnabend um 13 Uhr. In zwölf Stunden

werden 15 ausgeloste Inszenierungen in allen Winkeln und Ecken in und

vorder Schaubude gezeigt. DasPublikum kann jeweils bis zu fünf Punkte vergeben,

die Preisträger gewinnen zwei Spieltermine in der nächsten Saison. Bis

18 Uhrläuft Kinderkompatibles,das extraprämiertwird. Gleich zu Beginn, als

Muntermacher, zeigt der Puppenspieler Andreú Andreú sein „Totenerweckungssüppchen“,

bei dem Ralf, der (sic!) Karotte,sein Möhrengrün wirft wie

eine Fönfrisur. Estritt auch ein angelsächsisch intonierender Lauch auf und

ein gerupftes Suppenhuhn, das mit italienischem Akzent spricht und mangels

Kopf zwar ziemlich orientierungslos,ansonsten aber erstaunlich gut beieinander

ist und große Karrierepläne hat −als Sängerin. Malschauen. Ulrich Seidler

12 Stunden Open Space. Lange Nachtdes freienPuppen- und Figurentheaters,Sa, ab 13 Uhrinder

Schaubude Berlin, Greifswalder Straße 81, Karten unterTel.: 4234314, oder:schaubude.berlin

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Max und Moritz

Berliner Kriminal Theater (& 47 99 74 88)

20.00: Außer Kontrolle

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

19.30: Manon Lescaut

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.30: Rom

Dock 11 (& 448 12 22)

19.00: Shea:Man –TranceMission

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

19.00 Bar:Wölfe (Jugendclub 2)

Globe Berlin Prolog-Bühne (Open Air)

(& 54 90 51 92)19.30:Romeo&Julia(Globe

Ensemble Berlin)

Anzeige

Halle Tanzbühne Berlin (& 44 04 42 92)

20.30großer Saal: volto umano –das menschliche

gesicht (cie. toula limnaios)

HAU1(&25 90 04 27)

20.00: Rolling (Michael Laub /Remote Control

Productions)

HAU2(&25 90 04 27)

18.00: Patrol (machina eX)

Kleines Theater (& 821 20 21)

20.00: Switzerland

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.30: Roxy und ihr Wunderteam

Komödie am Kurfürstendamm im SchillerTheater

(& 88 59 11 88) 20.00: Alles was Sie wollen

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

20.00: TankeSehnsucht –Eine musikalische Suche

nach der großen Liebe

Schaubude (& 423 43 14)

18.15: 12 hOpen Space

Schaubühne (& 89 00 23)

20.00: Ein Volksfeind

Shakespeare CompanyBerlin (& 21 75 30 35)

19.00: Maß fürMaß!

Sophiensaele (& 283 52 66)

20.00: Speaking Volumes (Mirjam Sögner)

Staatsoper Unter denLinden (& 20 35 45 55)

15.00: Staatsoper für alle: Tristan und Isolde (Thomas

Gottschalk (Moderation)

Theater an der Museumsinsel (Monbijoustr.3)

20.00: Faust –Schönheit, Liebe, Arbeit

Theaterdiscounter (& 28 09 30 62)

20.00: Kitty Hawk

Theaterforum Kreuzberg (& 70 07 17 10)

19.30: Kondensat (Gastspiel Absolvent*innen des

Bildungsjahr Tanz vonSeneca Intensiv)

Theater im Delphi (& 70 12 80 20)

20.00: The Rapture: ArtvsExtinction (Moira Finucane)

KABARETT/VARIETÉ

Akademie der Künste Hanseatenweg

(& 200 57 20 00) 22.00Studiofoyer: Lyrikline Late

Night –PoetryShow(Daniel Falb,Cia Rinne, TomVan

de Voorde, Moderation: Marie Kaiser)

Arena Glashaus (& 533 20 30)

19.30: Cavewoman (Ramona Krönke). Anm. erf.

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

20.00: Die alten schönen Lieder (Tim Fischer)

BKA (& 202 20 07)

20.00: Edith Schröder –unbeugsam bunt! (Ades

Zabel)

23.30 Foyer: Im Bett mit Bartuschka

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00, 21.30: Memories of Fools (Cirk La Putyka)

Distel (& 204 47 04)

17.00, 20.00: Zirkus Angela

19.30 Studio: Verdummungsverbot (Tilman Lucke)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

20.30: Simply The Best –Das Tina Turner Musical

(Dorothea „Coco“ Fletcher)

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Kookaburra (& 48 62 31 86)

20.00: Alles außer irdisch (Alpar Fendo)

23.30: Midnight Fun (DrewPortnoy&Friends)

LabSaal (& 41 10 75 75)

20.00: Tornado (Arnulf Rating)

Mehringhof-Theater (& 691 50 99)

20.00: Götzseidank (GötzFrittrang)

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Drachenherz

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

20.00: Metamorphosis (Berliner Schule für darstellende

und bildende Künste „Die Etage“)

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

20.00: Die LiveShow

Schaubude (& 423 43 14)

19.35: 12 hOpen Space: Point up Planet (Zeig mir

den Planeten)(Theater Ufong)

Stachelschweine (& 261 47 95)

20.00: Stachelschweinerei

Open Space

SONNABEND

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

15.00, 19.30: TheBand –Das Musical

Theater im Palais (& 201 06 93)

19.30: KurtTucholsky.Affenkäfig Berlin (Gastspiel

Nicole Haase)

ufaFabrik (& 75 50 30)

20.00 Tornado-Günter-Boulevard: Die ufaFabrik bittet

zu Tisch (Mobile Arts u. a.). Anm. erf.

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

20.00: Let’sTwist Again!

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Luise Koschinsky –Ein Pullovervoll Frau (Hans

Werner Olm)

KLASSIK

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

20.00 Gr.Saal: Konzerthausorchester Berlin,Ltg.Sir

András Schiff (Klavier), Artist in Residence, Bach:

„Concerto nach italienischem Gusto“ F-Dur;Beethoven:

Konzertfür Klavier undOrchester Nr.1C-Dur;

Bartók: Konzertfür Orchester

Philharmonie (& 25 48 83 01)

19.00: Berliner Philharmoniker,Ltg.Constantinos

Carydis, Mozart: Symphonie Nr.34C-Dur,Symphonie

Nr.38D-Dur „Prager“; Schostakowitsch: Kammersymphonie

c-Moll op. 110a, Zwei Stückefür Streichoktett

Pierre Boulez Saal (& 47 99 74 11)

15.00: Michelangelo String Quartet&Studierendeder

Barenboim-Said Akademie

20.00: Quatuor Diotima, Karol Szymanowski: Streichquartett

Nr.2op. 56; Saunders: „Unbreathed“ für

Streichquartett; Schubert: Streichquartett G-Dur,im

Rahmen des Streichquartett-Konzertmarathons

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: The 12 Tenors, Millennium

KINDER

Freilichtbühne am Weißen See (& 24 72 78 01)

15.00: Traumzauberbaum, Geschichten-Lieder-

Bühnenshow(ab 4J.)

Grips Hansaplatz (& 39 74 74 77)

12.00: Hansaplatzfest, im Rahmen von„50 Jahre

Grips“ (ab 5J.)

16.00: Die LückeimBauzaun,anlässl. 50 Jahre Grips

Theater (ab 6J.)

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Täglich

10 –18Uhr

bis

12.8.19

Schaubude (& 423 43 14)

ab 13.00: 12 hOpen Space

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

19.00 Alter Orchesterprobensaal: #Grenzübergang,

JungeStaatsoper –Klasse9dder Gustav-Freytag-

Schule, Tusch –Theater und Schule

LITERATUR/VORTRAG

Akademie der Künste Hanseatenweg

(& 200 57 20 00) 17.00Clubraum: Eileen Myles –

I’m APoet, YouFool, Eileen Myles, Odile Kennel

20.00 Kl. Parkett: superpowerpoetry: Spoken Word

meets Slam Poetrymeets Hip Hop, YugenBlakrok,

Sarah Kay, Francesca Beard, Julian Heun

Heimathafen Neukölln (& 56 82 13 33)

20.00: MaxGoldt liest oder:Der Mann mit dem

Mireille-Mathieu-Bart

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: Claudia Michelsenliest „Marlene Dietrich“

KONZERT

Ballhaus Ost (& 44 03 91 68)

20.00: Angel+Gäste

Parkbühne Biesdorf (& 998 74 81)

18.00: EdStone, ReCartney

Parkbühne Wuhlheide (An der Wuhlheide)

18.00: Berliner Rundfunk Open Air:Nik Kershaw, Peter

Schilling Band, Jimmy Somerville, Paul Young,Hermes

House Band

PrivatClub (& 61 67 59 62)

20.00: Max Jury

Waldbühne (& 018 06 57 00 70)

16.00: DieSchlagernacht des Jahres: Howard

Carpendale, Vanessa Mai,Münchener Freiheit, Mickie

Krause, KerstinOtt

Zitadelle Spandau (& 35 49 44 29 7/)

16.00: BerlinCrash Fest: Dropkick Murphys, Dead

Kennedys, Peter &The Test Tube Babies, The Interrupters,Red

City Radio

CLUB

Kulturbrauerei/Frannz (& 726 27 93 33)

21.00 3Floors: radioeins: Die SchöneParty,Tyx, Justin

Fidele, Vermona !nferno

SO36 (& 61 40 13 06)

22.00: Dancing with Tears in your Eyes, ED Raider,

Naked Zombie

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 883 8551) Der Fall Collini 15.00;

Rocketman 17.45, 20.30; Matinee: Frühstück bei TiffanySo

12.00

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Zwischen den Zeilen 15.30,

20.30; Zwischen den Zeilen –Doubles vies (OmU) 18.00;

Matinee: Peter Lindbergh –Women‘s Stories (OmU) So

11.00; Matinee: Exhibition on Screen: VanGogh und Japan

So 13.30

Delphi Filmpalast (✆ 312 1026) The Dead Don‘t Die

15.30, 18.00, 20.30, So a. 13.00; Yoga: Die Kraft des Lebens

So 11.00

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Rocketman (OmU) 15.00,

17.45, 20.30; Edie –Für Träume ist es nie zu spät (OmU) So

11.00; Mid90s (OmU) So 13.10; Push –Für das Grundrecht

auf Wohnen (OmU) 14.00; The Dead Don‘t Die (OF) 16.00,

18.30, 21.00; Der Boden unter den Füßen So 11.30; Yoga:

Die Kraft des Lebens 14.15, 19.00; Rocketman (OF) 16.20,

21.00; Atlas So 12.00; All My Loving –Eine Geschichte von

drei Geschwistern15.10, 17.50, 20.30; RBG –Ein Leben für

die Gerechtigkeit (OmU) So 11.00; Ramen Shop –Ramen

Teh (OmU) So 13.10; Sunset 14.00, 17.00, 20.00; Sunset

– Napszallta (OmU) So 11.00; Burning 14.00, 17.10,

20.20; Burning –Beoning (OmU) So 11.00; Stan &Ollie

(OmU) 14.20; Das Ende der Wahrheit 16.40; VanGogh: An

der Schwelle zur Ewigkeit 19.00; High Life (OmU) 21.20; Van

Gogh: An der Schwelle zur Ewigkeit –AtEternity‘s Gate

(OmU) So 12.00

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) All My Loving –Eine Geschichte

vondrei Geschwistern15.15; Britt-Marie war hier 17.45;

The Dead Don‘t Die 20.15, Sa a. 22.15; Die sagenhaften

Vier –Marnies Welt 15.00; The Dead Don‘t Die 18.00; Britt-

Marie war hier 20.00; Get OutSa22.15

Kant Kino (✆ 319 98 66) Britt-Marie war hier 13.30,

15.50, 18.10, 20.30; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer

13.15; Rocketman 15.15, 17.50, 20.30; Der Flohmarkt

von Madame Claire So 11.00; Edie –Für Träume ist

es nie zu spät 15.15, 17.30, Soa.11.15; Stan &Ollie

19.45, So a. 12.30; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

13.30; Nur eine Frau 15.30, 17.45, 20.00; Tea with the

Dames: Ein unvergesslicher Nachmittag So 11.30; TKKG –

Jede Legende hat ihren Anfang 13.30, 15.40; Monsieur

Claude II 17.45, So a. 11.15; Roads 20.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) 3D: Aladdin 11.45,

14.30; 3D: Men in Black: 17.30, 20.20; John Wick: Kapitel

III 23.10; 3D: Men in Black: 11.30, 14.15, 22.50; Rocketman

17.00, 20.00; X-Men: Dark Phoenix 12.15, 15.00; 3D:

Godzilla 2–King of the Monsters 17.40; John Wick: Kapitel

III 20.45; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 11.45, 14.15;

3D: Aladdin 16.45, 19.45, 22.45; 3D: Godzilla 2 – King of

the Monsters 12.00, 14.50; 3D: X-Men: Dark Phoenix

17.50, 20.30, 23.10; Der Fall Collini 12.15, Sa a. 20.00;

Men in Black: 15.00; Glam Girls: Hinreißend verdorben

17.40; X-Men: Dark Phoenix (OF) Sa 22.50, So 22.40; Ma

–Sie sieht alles So 20.00; TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 12.00, 14.10; Avengers: Endgame Sa 16.30; Ma –

Sie sieht alles Sa 20.15; Men in Black: (OF) Sa 22.40; Der

Fall Collini So 16.30

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) Prinzessin Emmy

11.00; Royal Corgi: Der Liebling der Queen Sa 12.15; Drachenzähmen

leicht gemacht 3: Die geheime Welt Sa 14.00;

Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 16.00; Fuck Fame –Die

Geschichte von Elektropop-Ikone Uffie (OmU) 17.45; Free

Solo (OmU) 19.15; Nur eine Frau 21.00;Der Goldene Handschuh

22.30; Willkommen im Wunder Park So 12.15; 3D:

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt So

14.00; Yoga: Die Kraft des Lebens –Debout (OmU) Sa

11.00; Die Wiese –Ein Paradies nebenan Sa 12.45; Atlas

(OmenglU) Sa 14.15; Ray &Liz (OmU) Sa 16.15; Ramen

Shop –Ramen Teh(OmU) 18.15; VanGogh: An der Schwelle

zur Ewigkeit –AtEternity‘s Gate (OmU) 19.45; Dave Made

aMaze (OmU) 21.45; Beach Bum (OF) Sa 23.15; Peter

Lindbergh –Women‘s Stories (OmU) So 11.00; Pettersson

und Findus: Findus zieht um So 12.45; Border So 14.15;

Blown Away –Music, Miles and Magic (OmU) So 16.15;

Diamantino (OmU) So 23.15; Once Again –Eine Liebe in

Mumbai Sa 11.00; Vice –Der zweite Mann (OmU) Sa 12.45;

Under the Tree –Undir trenu (OmU) 15.00; Edie –Für Träume

ist es nie zu spät Sa 16.30; Sunset Sa 18.15; Rocketman

(OmU) 20.30; One Cut of the Dead –Kamera otomeruna!

(OmU) Sa 22.30; Der Junge muss an die frische Luft So

11.00; Green Book –Eine besondere Freundschaft (OmU)

So 12.45; Edie –Für Träume ist es nie zu spät (OmU) So

16.30; Sunset –Napszallta (OmU) So 18.15; The Wild Boys

–Les garcons sauvages (OmU) So 22.30

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Die Wiese –Ein Paradies

nebenan 12.00; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

–Mirai no Mirai (OmU) Sa 13.45; Maquia: Eine unsterbliche

Liebesgeschichte –Sayonara no asa ni yakusoku no hana o

kazaro (OmU) Sa 15.45; Nur eine Frau 18.00; Das Ende der

Wahrheit 20.00; „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in

die Geschichte eingehen“ –„Imi este indiferent daca in istorie

vom intra ca barbari“ (OmU) Sa 22.05; Maquia: Eine

unsterbliche Liebesgeschichte So 13.45; Mirai: Das Mädchen

aus der Zukunft So 16.00; Wir –Us(OmU) So 22.05;

Sunset Over Hollywood (OmU) 12.00; Christo –Walking on

Water (OmU) 14.00; Kleine Germanen 16.00; War of Art

(OmU) 17.45; Push –Für das Grundrecht auf Wohnen

(OmU) 19.45; Familie Brasch Sa 21.30; Der Funktionär So

21.30

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz Wenn du König wärst

11.00; Rocketman 11.00, 13.45, 17.15, 20.15; 3D: Aladdin

11.00, 14.00, 19.45, 22.45; John Wick: Kapitel III

11.15, 13.45, 16.45, 19.20, 22.20; Bailey: Ein Hund kehrt

zurück 11.20, 14.00, 16.40; 3D: X-Men: Dark Phoenix

11.30, 14.15, 17.00, 20.15, 23.00; Willkommen im Wunder

Park 11.30; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer

11.30, 14.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 11.45,

14.30; IMAX 3D: Men in Black:11.45, 14.30, 17.15, 20.00,

22.45; Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks 11.45,

14.15; Ostwind 4–Aris Ankunft 12.00; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 12.10, 14.45, 17.15; Royal Corgi: Der

Liebling der Queen 12.30; Monsieur Claude II 13.45; Aladdin

14.15, 16.40; Godzilla 2–King of the Monsters 14.30,

19.15; 3D: Avengers: Endgame 14.45, 22.30; Men in Black:

16.30, 19.30, 22.30; Hollywoodtürke 16.30, Sa a. 20.00,

So a. 19.45; Avengers: Endgame 16.30, 18.40; 3D: Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 17.00, 19.30, 22.00; 3D:

Godzilla 2–King of the Monsters 17.00, 20.00, 23.00; X-

Men: Dark Phoenix 17.40, 19.40, 22.30; Rocketman (OF)

Sa 19.50; Men in Black: (OF) 20.30; Godzilla 2–King of the

Monsters (OF) 22.15; Lloronas Fluch 22.30; John Wick:

Kapitel III –John Wick: Chapter 3–Parabellum (OF) Sa

22.50, So 23.00; Greta (2019 USA) 23.15; Der Fall Collini

23.15; Aladdin (OF) So 20.00

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Antiporno –Antiporuno

(OmU) Sa22.00; Lords of Chaos (OmU) Sa 23.30, So

22.35; Free Solo (OmU) So 16.00; All My Loving –Eine

Geschichte vondrei GeschwisternSo18.00; Der Fall Collini

So 20.15; The Wild Boys –Les garcons sauvages (OmU) Sa

22.00; Lord of the Toys So 16.00; Das Leben meiner Tochter

So 18.00; Kim hat einen Penis So 19.50; Berlin Bouncer

(OmU) So 21.30

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 02 00) Aladdin 13.30, 16.30,

19.50, So a. 11.20; Men in Black: Sa 13.40, So 14.20;

Godzilla 2–King of the Monsters 13.40, 16.45; TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 13.45, Soa.11.00; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 13.50, 17.00, So a. 11.10; X-Men:

Dark Phoenix 14.00, 16.50; Willkommen im Wunder Park Sa

15.00, So 11.40; 3D: Avengers: Endgame 16.10; Rocketman

17.00, 20.00; 3D: Men in Black: 20.15, Sa a. 17.20,

23.00, So a. 17.10; 3D: Godzilla 2–King of the Monsters

19.30, Sa a.22.40; Glam Girls: Hinreißend verdorben

19.45; 3D: X-Men: Dark Phoenix 20.00, Sa a. 22.50; John

Wick: Kapitel III 20.10, Sa a. 22.50; Avengers: Endgame Sa

22.15; Friedhof der Kuscheltiere Sa 23.00; The Silence Sa

23.10; RoyalCorgi: Der Liebling der Queen So 11.00; Mister

Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer So 11.15; Monsieur

Claude II So 11.30; 3D: Aladdin So 14.00

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Das Familienfoto Sa 14.00, So

20.00; Die sagenhaften Vier –Marnies Welt 16.00; Das

Ende der Wahrheit Sa 18.00, So 14.00; Nur eine Frau Sa

20.00, So 18.00

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) 3D: Aladdin 11.50,

14.20, 17.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.00,

15.00, 17.30; Bailey: Ein Hund kehrt zurück 12.00, 14.45,

17.30, 19.50; TKKG –Jede Legende hatihren Anfang12.10,

14.15; Aladdin 12.10, 14.30, 17.00, 20.10; Willkommen

im Wunder Park 12.20; 3D: Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

12.20, 14.40; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

12.40, 14.50; Rocketman 14.30, 16.45, 20.20; 3D: Men in

Black: 14.45, 17.20, 20.00, Sa a. 22.40; Avengers: Endgame

16.30, 19.40; X-Men: Dark Phoenix 17.10, 20.15, Sa a.

23.00; John Wick: Kapitel III 17.20, 20.00, Sa a. 22.15;

Godzilla 2–King of the Monsters 19.30, Sa a. 22.30; Men

in Black: 19.50, Sa a. 23.00; 3D: Godzilla 2–King of the

Monsters Sa 22.30; 3D: X-Men: Dark Phoenix Sa 22.50; Ma

–Sie sieht alles Sa 23.00; Alfons Zitterbacke –Das Chaos

ist zurück So 12.30

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A The Dead Don‘t Die (OmU)

17.30, 20.00, 22.30, So a. 15.00; A Push –Für das Grundrecht

auf Wohnen (OmU) 17.00; Nur eine Frau19.15; Rokketman

(OmU) 21.20, So a. 14.30

fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Zwischen den Zeilen

–Doubles vies (OmU) 13.30, 18.00, 20.15; „Mir ist es egal,

wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ –„Imi

este indiferent daca in istorie vom intra ca barbari“ (OmU)

15.15; Oray(OmU) 15.45; Burning –Beoning (OmU) 17.45,

20.30; Ray&Liz (OmU) So 13.00

Moviemento (✆ 692 47 85) Der kleine Maulwurf (1963-

1975) Sa 10.30, So10.15; Border –Gräns (OmU) Sa

12.00, So 11.45; Kinderfilm des Monats: Pünktchen und

Anton 14.30; High Life (OmU) 17.00; Sunset –Napszallta

(OmU) 19.30; Cold War: Der Breitengrad der Liebe –Zimna

wojna (OmenglU) Sa 22.30; Die Winzlinge:Abenteuer in der

Karibik 10.00; Birds Of Passage: Das grüneGold der Wayuu

–Pajaros de verano (OmU) Sa 12.15; Female Filmmakers

Festival Berlin: Las mujeres deciden –Let Women Choose

(OmenglU) Sa15.00; Female Filmmakers Festival Berlin:

KINO

Der Wegins Unbekannte

Claus Löser über Filmklassiker von Georg Wilhelm Pabst

und Robert Bresson, die sich mit der Beziehung zwischen Mensch

Spätestens Mitte der 20er-Jahre hatte die

Psychoanalyse ihren Wegvon Wien nach

Berlin gefunden, war unterdes zum Mainstream

geworden. Beleg dafür ist ein 1925

von der Ufa inAuftrag gegebener Film, mit dem

diese therapeutische Methode weiter popularisiert

wurde. In„Geheimnisse einer Seele“ erzählt Georg

Wilhelm Pabst die Geschichte eines von Messern

besessenen Chemikers,der fast zum Mörder an seiner

geliebten Ehefrau wird. Dank der Sitzungen bei

einem nach „neuer Methode“ praktizierenden Nervenarzts

kann dem Grundproblem seines Gemüts

auf die Spur gekommen

werden. Durch den Besuch

eines gut aussehenden Vetters

waren alte Minderwertigkeitskomplexe

und aktuelle

Potenzängste aufgebrochen,

die sich nun in Alpund

Tagträumen entluden.

Nach einigen Therapiestunden

kann der brave Mann

dann zu seinem rechtschaffenen

Alltag zurückkehren.

Der mit zahlreichen exemplarischen

Bildern (phallische

Türme und Klingen,

verbotene Kammern, verlorene

Schlüssel) ausgestattete

Film entstand unter Fachberatung

der Freud-Mitarbeiter

Hanns Sachs und Karl

Abraham; Letzterer wurde

später zum Namenspatron

des Berliner Psychoanalytischen

Instituts.Heute ist der

Klassiker vor allem als sehenswertes

Dokument von

Belang –sowohl für die Geschichte

der Psychotherapie als auch für die Entwicklung

der Tricktechnik. Deraus Chemnitz stammende

Kamera-Pionier Guido Seeber (1979–1940) konnte

bei der Umsetzung der Traum- und Wahnvorstellungen

aus dem Vollen schöpfen. Mehrfachbelichtungen,

Spiegeltricks und Verzerrungen führten die formalen

Potenzen des Mediums eindrücklich vor.

Künstlerischgerät das Ganzeetwas unentschlossen,

bewegt sich zusehr zwischen Didaktik und Experiment.Vorallem

imVergleich zum wenig später in Paris

entstandenen Schlüsselwerk„Un chien andalou“

fällt eine starke Fallhöhe auf. Während Pabst die

Träume als pures Mittel zum Zweck einer bezahlten

Dienstleistung instrumentalisiert, begegneten Salvador

Dalí und Luis Buñuel 1929 dem Unterbewusstsein

auf Augenhöhe, erwiesen ihm ihre Referenz als

ureigene menschliche Energie,die sich vielleicht analysieren,

aber doch nie völlig kanalisieren lässt.

Höchst reizvoll ist der Vergleich vominder Freilichtbühne

Weißensee vonJürgen Kurz livevertonten

„Geheimnisse einer Seele“ mit RobertBressons

„Pickpocket“, der jetzt anlässlich seiner Premiere

vor60Jahren im Institut français wiederaufgeführt

wird. Beide Filme kreisen um die Beziehung von

Individuen zu Objekten und beschreiben den damit

vollzogenen Stellvertretercharakter im Psychohaushalt.

In beiden Filmen kommt es zu einer Heilung

–wenn diese auch von völlig unterschiedlichen

Methoden begleitet wird. Bresson

und Objekt beschäftigen

(1901–1999) war einer der radikalsten Autorenfilmer,die

es in Europa je gab.Seine Maxime lautete:

„Das wirklich Schöne bei einem Film ist derWegins

Unbekannte.“ Gerade weil er nie irgendeiner

Schule oder Welle zugehörte, gelang ihm die Ausformung

einer völlig eigenständigen Sprache, die

jedoch nur auf den ersten Blick verschlossen wirkt.

Es bedarflediglich eines offenen Blicks,umZugang

zu finden.In„Pickpocket“ beschreibt er die Passion

eines jungen Mannes namens Michel,der dem Taschendiebstahl

verfallen ist. Das dabei erbeutete

Geld spielt für ihn allerdings in materieller Hinsicht

keinerlei Rolle: Es wird

achtlos aufbewahrt. Dasim

Geld symbolisierte kapitalistische

Glücksversprechen

wurde vollständig

durch die Gier nach Geldscheinen

selbst ersetzt. Der

Fetisch ist an die Stelle aller

ursprünglichen Wünsche

getreten. Es gibt im Film

eine lange Szene, mit der

dieser Funktionswechsel

auf geradezu tänzerische

Weise vorgeführt wird. In

DAS FLIEGENDE AUGE

Schlimme Träume: Georg Wilhelm Pabsts Ufa-

Film „Geheimnisse einer Seele“ von 1925.

Die Körper der Astronauten (OmenglU) Sa 17.15; Female

Filmmakers Festival Berlin: Spa Weekend (OmenglU) Sa

19.15; Female Filmmakers Festival Berlin: Stroomop –The

River Within (OmenglU) Sa 21.30; #Female Pleasure (OmU)

So 12.15; Female Filmmakers Festival Berlin: Transmodernity

(OmenglU) So 14.30; Female Filmmakers Festival Berlin:

Kurzfilmprogramm (OmenglU) So 17.00, 21.45; Female

Filmmakers Festival Berlin: Gol &gincu vol. II –Goalposts &

Lipsticks Vol. II (OmenglU) So 19.00; Sunset –Napszallta

(OmU) 11.15; Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist zurück

14.15; Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

16.30; Roads (OmenglU) 18.30; Rocketman (OmU) 20.45;

Climax (OmU) Sa 23.30

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) DasHausamMeer –La

villa (OmU) 20.30

Sputnik (✆ 694 11 47) Kinderfilm des Monats: Pünktchen

und Anton 14.30; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

16.15; Push –Für das Grundrecht auf Wohnen (OmenglU)

18.00; All My Loving –Eine Geschichte von drei Geschwistern

(OmenglU) 19.45; Greta (OmU) 22.00; Edie –Für

Träume ist es nie zu spät Sa 14.30; Free Solo (OmU) Sa

16.15; Nur eine Frau(OmU) Sa 18.00; Kim hateinen Penis

(OmenglU) 19.45; Berlin Bouncer Sa 21.30; B-Movie: Lust

&Sound in West-Berlin (OmenglU) Sa 23.00; Sunset Over

Hollywood (OmU) So 14.30; Von Bienen und Blumen

(OmenglU) So 16.15; Edie –Für Träume ist esnie zu spät

(OmU) So 18.00; Bohemian Rhapsody (OmU) So 21.15;

Kinobar Fuck Fame –Die Geschichte von Elektropop-Ikone

Uffie (OmenglU) Sa 22.00, So 18.00; The Artist &The Pervert

(OmU) So 21.30

Yorck (✆ 78 91 32 40) TKKG –Jede Legende hatihren Anfang14.10;

TheDeadDon‘t Die 15.00, 17.30, 20.00, Sa a.

22.30; Nur eine Frau So 13.00; New Yorck Britt-Marie war

hier 16.20, 18.30; Rocketman 20.40

UFA

kurzen Naheinstellungen

wird das Zusammenspiel

von Michel mit zwei Ganoven

auf dem Pariser Bahnhof„Gare

de Lyon“ zur statuarischen

Orgie aus Gestenund

szenischen Details.

Die Leichtigkeit, mit der

Gegenstände ihren Besitzer

wechseln, ist hier wunderbar

choreografiert.

Das eigentliche Glück indes

entgleitet Michel mehr

und mehr.Erst nach einer langen Haftstrafe und Läuterung

erkennt er die Zuneigung von Jeanne, einer

jungen Frau, der er bislang nur mit Geld undnie mit

Nähe begegnete. Bresson hat indiesem wie inden

meisten seiner anderen Filme fast ausschließlich

Laien besetzt. Diese bezeichnete er nicht als Schauspieler,

sondern als „Darsteller“, auch als „Modelle“.

DerGrund dafür war,dassseiner Meinungnachprofessionelle

Schauspieler „viel größere Mühe haben

nicht zu spielen, als Leute von der Straße sie haben,

schlicht zu sein“. (Bresson). Seiner Suche nach unmittelbarem

Ausdruck stand das Können im Wege.

Zum 60-jährigen Jubiläum von „Pickpocket“ wird

nun Marika Green, dieDarstellerin der Jeanne,inBerlin

zu Gast sein und sich mit dem Filmwissenschaftler

Sulgi Lie vonder Universitätt Basel über die Dreharbeiten

des Klassikers unterhalten. Eintritt ist frei, um

Anmeldung wirdgebeten.

60 Jahre „Pickpocket“ vonRobert Bresson, Institut français Berlin,

19.Juni, 19 Uhr

Geheimnisseeiner Seele Freilichtbühne Weißensee,22. Juni,

21.45Uhr

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 538 9590) Men in Black: 14.30,

17.30, 20.15; Bailey: Ein Hundkehrt zurück 14.45, 17.15;

Aladdin 14.45, 17.00, 20.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

15.00, So a. 10.15, 12.30; TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 15.15, So a. 10.45, 13.00; Rocketman 17.15;

3D: X-Men: Dark Phoenix 17.30, 20.30; 3D: Godzilla 2–

King of the Monsters 20.00; John Wick: Kapitel III 20.15;

Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer So 10.00, 12.15;

Urfin: Der Zauberer von OzSo10.15; Rocca verändert die

Welt So 10.30, 12.45; Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist

zurück So 12.30

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Kinderfilm des Monats:

Pünktchen und Anton 13.00; Britt-Marie war hier Sa

13.00, 15.15, 20.30, So 13.15, 17.45; Mister Link: Ein

fellig verrücktes Abenteuer 15.30, Sa a. 13.15, So a. 13.00;

Bohemian Rhapsody Sa 15.10, 22.45; Sunset Sa 17.30;

Rocketman Sa 18.00, 20.30, 23.00, So 15.15, 17.45,

20.15; Einfach Tanzen –Die Choreografin Henrietta HornSa

23.00; NVASo18.00

MARZAHN

UCI Eastgate (✆ 93 03 02 60) Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu11.30, 14.10, 16.30; Willkommen im Wunder Park

11.45; Mister Link 11.45; Glam Girls: Hinreißendverdorben

11.45; TKKG 12.00, 14.15; RoyalCorgi 12.00, 14.15; Aladdin

12.00, 14.00, 17.00; Men in Black: 14.00; Godzilla 2

–King of the Monsters 14.00, 16.30; X-Men: Dark Phoenix

14.15; Avengers: Endgame 15.15, 19.00, Sa a. 22.30; John

Wick: Kapitel III 16.45, 19.50, Sa a. 23.00; Rocketman

17.00, 20.00, Sa a. 23.00; 3D: Men in Black: 17.00, 20.00,

Sa a. 23.00; 3D: X-Men: Dark Phoenix 17.10, 20.00, Sa a.

23.00; 3D: Godzilla 2Sa19.45, 23.00; 3D: Aladdin 20.00,

Sa a. 23.00; Ma –Sie sieht alles 20.15, Sa a. 22.50; 3D:

Men in Black: (OF) So 20.00


MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98) Die Wiese –Ein Paradies nebenan

16.45; Under the Tree Sa 18.45; Liebesfilm (OmenglU)

20.45; Der kleine Drache Kokosnuss –Auf in den Dschungel!

So 15.00; Macht das alles einen Sinn? –Und wenn ja

–warum dauert es so lange? (OmenglU) So 18.45; Alfons

Zitterbacke –Das Chaos ist zurück 16.00; Nur eine Frau

(OmenglU) 17.45; Kleine Germanen (OmenglU) Sa 19.45;

Das Ende der Wahrheit (OmenglU) Sa 21.30, So21.15;

Fuck Fame –Die Geschichte von Elektropop-Ikone Uffie

(OmenglU) So 19.45

Babylon (✆ 242 59 69) IndoGerman Film: Virus(OmenglU)

Sa 13.30; Berlin TV Series Festival: Warrior (OmenglU) Sa

14.00; Stan &Ollie (OmU) Sa 15.45, So 17.45; Berlin TV

Series Festival:Made in Heaven(OmenglU) Sa 17.00; Fuck

Fame –Die Geschichte vonElektropop-Ikone Uffie Sa 17.45;

Berlin TV Series Festival: Hotel Paradise (OmenglU) Sa

18.00; Berlin TV Series Festival: The Family Man (OmenglU;

m. Diskussion) Sa19.00; New York –New York: Lebenskünstler

–You Can‘t Take It with You (OmU) Sa 19.30; New

York –New York: Manhattan (OmU) Sa 19.30; Berlin TV Series

Festival: Mocro Maffia (OmenglU; m. Gespräch) Sa

20.20; NewYork–NewYork: Heaven KnowsWhat (OmU) Sa

21.30; New York –New York: American Psycho (OmU) Sa

22.00; Stummfilm um Mitternacht: Geheimnisse einer Seele

(m. Live-Musikbegleitung) Sa 0.00; NewYork –New York:

Radio Days (OF) So 14.15; Berlin TV Series Festival: The Finellis

So 15.00; Magie der Wildpferde So 15.45; Berlin TV

Series Festival: Für Umme (OmenglU) So 16.00; CinemAperitivo:

Liebe ‚62 –L‘eclisse (OmenglU; m. Diskussion) So

16.00; Berlin TV Series Festival: Bitterland (OmU) So 17.15;

Berlin TV Series Festival: Big Little Lies Season II (OF) So

19.00; NewYork –New York: Harry und Sally –When Harry

met Sally (OmU) So 19.45; Berlin TV Series Festival: Fleabag

Season II (OmU) So 20.00; New York –New York: French

Connection I–Brennpunkt Brooklyn (OmU) So 20.00; Berlin

TVSeries Festival: The Boys (OF) So 20.40

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Rocketman

(OmU) Sa 10.00, 12.30, 15.00, 17.30, 20.15, So 22.15;

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks So 11.00; Taiwan

Film Festival Berlin: The Great Buddha +(OmenglU) So

14.00;CaRabA#Lebenohne Schule (m. Gästen) So 17.30;

Greta (OmU) So 20.00; Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist

zurück Sa 10.15, 16.15, So 17.00; Border –Gräns (OmU)

Sa 12.15, 20.45, So 22.00; Asterix und das Geheimnis des

Zaubertranks Sa 14.30; Monsieur Claude II –Qu‘est-ce

qu‘on aencore fait au Bon Dieu? (OmU) Sa 18.30; Der

kleine Maulwurf (1963-1975) So 10.00; Rocketman (OmU)

So 11.15, 19.15; Taiwan Film Festival Berlin: The Great Buddha

+(OmenglU) So 14.00

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 0200) Men in Black:

14.00, Sa a. 11.00, So a. 11.30; Der Fall Collini 11.00;

Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 13.50, Sa a. 11.10, So a.

12.10; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer 11.10;

Aladdin 13.30, 16.20, 22.40, Sa a. 11.20, So a. 11.00;

Royal Corgi: Der Liebling der Queen Sa 11.50; Bailey: Ein

Hund kehrtzurück 11.50, 14.40, 16.40; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 12.20, 14.45; 3D: Godzilla 2–King of

the Monsters 13.40, 16.30, 19.40, 23.00; Avengers: Endgame

14.00; Rocketman 14.50, 19.20, 23.00;3D: Aladdin

17.00, 19.30; John Wick: Kapitel III 17.10, 20.00, 22.20;

3D: Men in Black: 17.20, 20.15, 23.15; 3D: X-Men: Dark

Phoenix 17.30, 20.20, 23.10; 3D: Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 17.50, So a. 20.20; 3D:Avengers: Endgame 18.00,

22.00; Ma –Sie sieht alles 23.10, Sa a. 20.20; Glam Girls:

Hinreißend verdorben 20.30; The Silence Sa 23.15; Monsieur

Claude IISo11.10; After Passion So 11.20; Greta

(2019 USA) So23.15

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) Berlin Babylon

(Omdt+englU) 14.00; The Artist &The Pervert(OmU) 16.00;

Sunset –Napszallta (OmU) 18.00; AStarIsBorn(OmU) Sa

21.00; Ein Gauner &Gentleman –The Old Man &the Gun

(OmU) So 21.00; Roads (OmU) 14.00, 22.30, So a. 10.00;

Ramen Shop –Ramen Teh(OmU) 16.15, 20.30; Nur eine

Frau (OmU) 18.15, So a. 12.00; Burning –Beoning (OmU)

14.30; The Dead Don‘t Die (OmU) 17.30, 19.45, 22.00, So

a. 12.30; HerrZwilling und Frau Zuckermann So 10.00; Peter

Lindbergh –Women‘s Stories (OmU) 14.00; All My Loving

16.30; Zwischen den Zeilen –Doubles vies (OmU) 19.00;

Burning –Beoning (OmU) 21.15; Sunset So 11.00; Britt-

Marie war hier (OmU) 14.15, 19.00, So a. 10.00; High Life

(OmU) 16.30, 21.15; Blown Away(OmU) So 12.00

International (✆ 24 75 60 11) The Dead Don‘t Die (OmU)

14.00, 16.30, 19.00, 21.30; Gundermann So 11.15

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Wilhelm Dieterle: Ihre Majestät

die Liebe Sa 19.00; Bilder vonDrüben: Mord im märkischen

ViertelSa21.00; Wilhelm Dieterle: Ihre Majestät die

Liebe (OF) So 18.00; Bilder von Drüben: Jetzt und in der

Stunde meines Todes So 20.00

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) X-Men:

Dark Phoenix 12.00, 14.15, 16.35, 20.10, Saa.23.00;

Willkommen imWunder Park 12.00; Urfin: Der Zauberer von

Oz 12.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 12.00,

14.00; RoyalCorgi: Der Liebling der Queen 12.00; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 12.00, 14.50, 17.25; Men in Black:

12.00, 14.00,16.50, 19.45, Sa a. 22.40; Alfons Zitterbakke

–Das Chaos ist zurück 12.00; Aladdin 12.00, 14.10,

17.05, 20.00,Saa.22.35; Mister Link: Ein fellig verrücktes

Abenteuer 14.00; Avengers: Endgame 14.00, 16.05; Godzilla

214.30, 17.00,Saa.22.50; Dumbo Sa 14.30; Rokketman

Sa 17.05; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu –Pokemon

Detective Pikachu (OF) 17.35; Hollywoodtürke

17.45, 20.15,Saa.23.00;John Wick: Kapitel III Sa 20.00,

23.00, So20.15; Enes Batur Gercek Kahraman –Echter

Held (OmU) Sa20.00, 23.00, So 17.30; X-Men: Dark

Phoenix (OF) 20.05; Men in Black: (OF) 20.10; Ma –Sie

sieht alles 20.10, Saa.23.00; Godzilla 2–King ofthe

Monsters (OF) Sa 22.45; Preview: Kaviar (OF) So 20.00

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

Sa 13.30, So 11.30; Die rote Linie –Widerstand im

Hambacher Forst Sa 15.30; Roads Sa 17.45, So 16.45;

Sunset –Napszallta (OmU) Sa 19.30, So 18.30; Burning –

Beoning (OmU) Sa 22.00, So 21.00; War ofArt (OmU) So

13.30; Manga Do, Igort and the Way ofManga (OmenglU)

So 15.20

Neues Off (✆ 62 70 95 50) The Dead Don‘t Die (OF) 17.00,

19.30, 22.00

Passage (✆ 68 23 70 18) The Dead Don‘t Die (OmU)

15.45, 18.15, 20.45; Rocketman (OmU) 15.45, 18.15,

20.45; Yoga: Die Kraft des Lebens 16.00, 18.00; All My

Loving –Eine Geschichte vondrei Geschwistern20.00; Zwischen

den Zeilen 16.45; Roads 19.00; Border 21.15

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Men inBlack: (OF) 14.20,

17.00, 19.40, 22.20; Burning –Beoning (OmU) 17.00,

20.15; Burning –Beoning (OmenglU) 15.00, 18.00, 21.20;

High Life (OmU) 14.30, 21.00, So a. 22.10; Roads (OmU)

16.40, 19.00; Aladdin (OF) 16.45; Rocketman (OF) 19.30;

Creepy Crypt: From Beyond –Aliens des Grauens (OF) Sa

22.30

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 11.30, 14.30; Aladdin 11.35,

14.20, 16.50, 19.45, Sa a. 22.50; Men in Black: 11.40,

14.25; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer 11.45;

Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 11.50, 15.00; RoyalCorgi:

Der Liebling der Queen 12.30; Godzilla 2–King of the

Monsters 13.45; X-Men: Dark Phoenix 14.00; Rocketman

16.40, Soa.19.30; John Wick: Kapitel III 17.00, Sa a.

20.20, 22.30,Soa.20.15; 3D: X-Men: Dark Phoenix 17.10,

19.55, Sa a. 22.40; 3D: Men in Black: 17.20, 20.10, Sa a.

23.00; GlamGirls: Hinreißend verdorben 17.25; 3D: Godzilla

2–King of the Monsters Sa 19.30; Ma –Sie sieht alles

20.05, Sa a. 23.00

Wolf (✆ 921 03 93 33) Diamantino (OmU) Sa12.00,

23.20, So 17.00; Mo &Friese unterwegs (- Auf zuneuen

Abenteuern) 12.00, Sa a. 16.00; Burning –Beoning (OmU)

21.00, Sa a. 13.00; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft Sa

14.00; 48h Neukölln: Donna Haraway: Story Telling for

Earthly Survival (OF) Sa 16.00; Liebesfilm (OmenglU) Sa

17.00, So 17.20; „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in

die Geschichte eingehen“ (OmenglU) Sa 18.30, So 12.50;

VonBienen undBlumen (OmenglU) 19.00; High Life (OmU)

21.10; The Wild Boys –Les garcons sauvages (OmU) Sa

23.50,So19.00; WirKinder aus Bullerbü So 15.30

PANKOW

Blauer SternPankow (✆ 47 61 18 98) TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 13.50, 16.00; Rocketman 17.20,

20.30; Yoga:Die Kraft des Lebens So 11.45; Britt-Marie war

hier 15.00, 18.10, 20.00; Nur eine Frau So 11.00; Mister

Link: Einfellig verrücktes Abenteuer So 13.00

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) The Dead Don‘t Die

15.30, 18.00, 20.30, Sa a. 22.15; Van Gogh: An der

Schwelle zur Ewigkeit So 11.00; Roads So13.15; Britt-

Marie war hier 15.30, 17.45, 20.00; Exhibition on Screen:

Van Gogh und Japan So 13.30; Rocketman 15.00, 20.10;

All My Loving –Eine Geschichte von drei Geschwistern

17.30; Push –Für das Grundrecht auf Wohnen (OmU) So

11.00; Nur eine Frau So 13.00; TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 13.50, 16.00; Rocketman (OmU) 18.15,

20.50; Das Ende der Wahrheit So 11.30; Yoga:Die Kraft des

Lebens 15.00, So a. 11.00; Burning 17.00, 20.15; Mister

Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer So 13.00

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) Teawith

the Dames: Ein unvergesslicher Nachmittag (OmU) Sa

13.45; Rocketman 13.45, 16.45, 19.45; Aladdin (OmU)

16.30, 19.30, 22.30, Sa a. 13.45; TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 14.00, 17.00, So a. 12.40; Britt-Marie war hier

14.15, 19.50, Sa a. 16.40, So a. 17.10; Edie –Für Träume

ist es nie zu spät 14.20; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

14.40, 17.15, So a. 12.00; The Dead Don‘t Die 17.40,

20.20, 23.00, Sa a. 15.00; All My Loving –Eine Geschichte

von drei Geschwistern 15.50; Nur eine Frau 16.40; Zwischen

den Zeilen Sa 19.00, So 19.30; Sunset 19.00; Burning

19.30; Avengers: Endgame (OmU) Sa 21.30, So

21.00; High Life (OmU) 22.15; Burning –Beoning (OmU)

22.15; Rocketman (OmU) 22.40; Der Fall Collini Sa 22.40,

So 22.00; Van Gogh: An der Schwelle zur Ewigkeit (OmU)

22.45; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer So 11.20;

Dumbo So 11.30; Royal Corgi: Der Liebling der Queen So

11.50; Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus So 12.15

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Urfin: Der Zauberer von OzSa

14.00, So 15.45; Sunset (OmU) Sa18.45, So 19.00;

Machtdas alles einen Sinn? –Und wenn ja –warum dauert

es so lange? Sa 21.15; Kurische Nehrung (OmU) So 17.30

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Supa Modo Sa 13.15;

Kommissar Gordon &Buffy Sa 14.30, So 15.30; Luft zum

Atmen –40Jahre Opposition bei Opel in Bochum Sa 15.45;

Push –Für das Grundrecht auf Wohnen (OmU) Sa 17.00, So

16.45; Kim hat einen Penis (OmenglU) Sa 18.45, So 22.00;

Der Himmel über Berlin (OmenglU) Sa 20.15; Westler Sa

22.15; Casablanca (OmU) Sa 23.59; Das Gegenteil von

Grau (OmenglU) So 18.30; Ramen Shop –Ramen Teh

(OmU) So 20.30

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) Mister Link: Ein

fellig verrücktes Abenteuer 12.00; Bailey: Ein Hund kehrt

zurück 12.00, 14.35, 17.10; Aladdin 12.00, 14.15, 17.05;

Men in Black: 12.05, 14.15; Willkommen im Wunder Park

12.15; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 12.15, 14.40;

RoyalCorgi: Der Liebling der Queen 12.15, 14.55; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 12.15, 14.25; Der kleine Drache

Kokosnuss –Auf in den Dschungel! 12.15; Godzilla 2–King

of the Monsters 14.15; X-Men: Dark Phoenix 14.20, Sa a.

17.00, So a. 19.55; Glam Girls: Hinreißend verdorben

14.50, Sa a. 20.00; Avengers:Endgame 15.00, Sa a. 19.15;

John Wick: Kapitel III 16.50, 19.50, 23.00; 3D: Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 17.00; 3D: Men in Black: 17.05,

20.00, 23.00; The Dead Don‘t Die 17.10, 19.45, 22.35;

Rocketman 20.00, Saa.17.10; Hollywoodtürke 17.10,

19.40; 3D: Aladdin 19.30, 22.50; 3D: Godzilla 2–King of

the Monsters 19.45, 22.50; 3D: X-Men: Dark Phoenix

22.55, Sa a. 19.55, So a. 17.00; Ma –Sie sieht alles 22.35;

Greta (2019 USA) 22.50; Friedhof der Kuscheltiere Sa

22.55; 25 km/h So 19.50

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Die Nordsee –

Unser Meer So 13.00

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) Dumbo 11.05; Drachenzähmen

leicht gemacht 3: Die geheime Welt 11.05;

Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 11.10, 14.10; Bailey: Ein

Hund kehrt zurück 11.10, 13.40, 16.30; Aladdin 11.15,

13.30, 16.40; Royal Corgi: Der Liebling der Queen 11.20;

Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer 11.30; TKKG –

Jede Legende hat ihren Anfang 11.45, 14.05, 17.20; Avengers:

Endgame 12.15, Sa a. 22.15; 3D: Godzilla 2–King of

the Monsters 13.55, 16.15, 19.50, Sa a. 22.50; 3D: Aladdin

14.10, 17.15, 19.35, Sa a. 22.30; X-Men: Dark Phoenix

14.20; Men in Black: 14.20; 3D: X-Men: Dark Phoenix

16.35, 20.20, Sa a. 23.15; 3D: Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 16.50; Rocketman 17.10, 19.30; 3D: Men in

Black: 17.15, 20.10, Sa a. 23.05; 3D: Avengers: Endgame

19.20; Ma –Sie sieht alles 19.40, Sa a. 23.20; John Wick:

Kapitel III 19.45, Sa a. 23.00; Glam Girls: Hinreißend verdorben

20.20; Greta (2019 USA) Sa 23.10; The Silence Sa

23.20

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) Royal

Corgi: Der Liebling der Queen 13.15; Monsieur Claude II

15.30, 18.00; Britt-Marie war hier 20.30

Cosima (✆ 85 07 58 02) Das Ende der Wahrheit 18.00;

Der Fall Collini 20.15, So a. 15.30

Odeon (✆ 78 70 40 19) The Dead Don‘t Die (OmU) 15.30,

18.00, 20.30

Xenon (✆ 78 00 15 30) Nur eine Frau 18.00; Peter Lindbergh

–Women‘s Stories (OmU) 20.15

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) X-Men: Dark

Phoenix 10.00, 14.30, 17.00; TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 10.00, 12.05, 14.35; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 10.00, 12.15, 14.45; Aladdin 10.00, 14.00,

17.00, 20.00, Sa a. 23.00; Men in Black: 10.30, 14.10,

17.00; Royal Corgi: Der Liebling der Queen 12.30; Mister

Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer 12.40; Rocketman

17.15, Sa a. 19.50; Godzilla 2–King of the Monsters 17.15,

So a. 19.50; 3D: Men in Black: Sa 19.55, 23.00; John Wick:

Kapitel III20.00, Sa a. 23.00; 3D: X-Men: Dark Phoenix Sa

20.20, 23.05, So 19.55; Avengers: Endgame Sa22.45;

Preview: Kaviar (OF) So 20.00

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81)Sunset Over

Hollywood (OmU) Sa 20.15, So 16.00; Der Vorname Sa

21.45; Portugal –Der Wanderfilm So 14.00; Der Fall Collini

So 18.00; Ballon So 20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11) Stan &Ollie 11.30; Rocketman

14.00, 17.00, 20.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 0520) X-Men:

Dark Phoenix 10.00, 13.00, 17.10; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 10.00, 12.10, 14.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 10.00, 12.15, 14.50, 16.00; Mister Link: Ein

fellig verrücktes Abenteuer 10.00, 12.15; Bailey: Ein Hund

kehrt zurück 10.00, 12.25, 14.30, 17.20; Aladdin 10.00,

14.30, 17.25, 20.00, 23.00; Men in Black: 10.30, 14.20,

16.30; The Dead Don‘t Die 17.20, 20.20, 22.35;Avengers:

Endgame 19.00; 3D: Men in Black: 19.30, 22.30; John

Wick: Kapitel III 19.30, 22.55; 3D: Godzilla 2–King of the

Monsters Sa 20.00, 22.55, So22.05; 3D: X-Men: Dark

Phoenix20.05, 23.00; Ma –Sie sieht alles 23.05; Preview:

Kaviar (OF) So 20.00

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) Aladdin 13.00, 15.15,

17.45, 20.30; Royal Corgi: Der Liebling der Queen 13.15;

Willkommen im Wunder Park 13.30; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 13.30, 15.45, So a. 11.15; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 15.30, So a. 11.00; Men in Black:

15.30; John Wick: Kapitel III Sa 17.45; 3D: Godzilla 2–King

of the Monsters Sa 17.45, So 20.30; 3D: Men in Black:

18.00, 20.30; 3D: X-Men: Dark Phoenix 20.30; Rocketman

Sa 20.30, So 18.00; Dumbo So 11.00; Das fliegende Klassenzimmer

So 11.00; X-Men: Dark Phoenix So 18.00

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Magical History Tour: Inception

(OF) Sa 20.00; Magical HistoryTour: Citizen Kane (OmU) So

20.00; Arthur und Corinne Cantrill: Harry Hooton (u.a.; m.

Einführung) Sa 19.30; Mirror: Filmausschnitte (aus dem

Archiv der Cimatheque in Kairo; m. Einführung u. Diskussion

(in engl. Sprache) So 19.30

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) TKKG

–Jede Legende hat ihren Anfang 12.30, Sa a. 15.15, So a.

14.00; Avengers: Endgame 12.30, 16.05, 22.10; After Passion

Sa 13.10, 16.30, So13.20, 15.10; X-Men: Dark

Phoenix Sa 13.20, So 13.25; Willkommen im Wunder Park

Sa 13.20; VanGogh: An der Schwelle zur Ewigkeit Sa 13.20;

Monsieur Claude II 13.20, 19.30; Godzilla 2–King of the

Monsters 13.20; Dumbo Sa 13.20, So 13.10; Aladdin

13.20; Rocketman 16.40, 19.50, 23.00, Sa a. 13.30, So a.

13.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 20.10, 23.00, Sa

a. 13.30, So a. 13.20, 16.30; Edie –Für Träume ist es nie

zu spät 13.30; Bailey: Ein Hund kehrtzurück 16.40, 19.50,

Sa a. 13.40, So a. 14.10; Glam Girls: Hinreißend verdorben

19.40, Saa.13.45, 16.50, So a. 13.50; Nur eine Frau

19.30, Sa a. 13.50, So a. 13.40; Mister Link: Ein fellig verrücktes

Abenteuer Sa 14.00, So 13.40; Men in Black: Sa

14.00, So 13.50; Royal Corgi: Der Liebling der Queen Sa

14.20, So 13.30; Roads 16.20; 3D: Godzilla 2–King of the

Monsters 16.20, 19.40, 23.00; Die Goldfische 16.20; Zwischen

den Zeilen 16.30; 3D: X-Men: Dark Phoenix 16.30,

20.00, 22.50; Britt-Marie war hier 16.30, 19.10; John Wick:

Kapitel III 19.40, 23.00, Sa a. 16.40, So a. 16.30; Hollywoodtürke

Sa16.40, 19.20, 22.10, So 18.00, 20.40,

22.50; Burning 16.40; 3D: Aladdin 16.40, 19.40, 23.00;

The Dead Don‘t Die 23.00, Sa a. 16.50, 20.00, So a. 16.40,

19.40; Der Junge muss an die frische Luft 16.50; 3D: Men

in Black: 23.00, Sa a. 17.20, 20.40, So a. 17.10, 20.20;

3D: Pokemon Meisterdetektiv Pikachu Sa 17.50; Greta

(2019 USA) 19.20; Bohemian Rhapsody 19.20; Der Fall

Collini 19.30; Ma –Sie sieht alles 20.15, 23.00; 3D: Avengers:

Endgame Sa 20.40, So 20.20; Captain Marvel22.00;

Im Netz der Versuchung 22.20; The Silence 22.30; Friedhof

der Kuscheltiere 22.30; Wir22.40; Escape Room Sa 23.00

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) John Wick: Kapitel III –

John Wick: Chapter 3–Parabellum (OF) Sa 19.30

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) Urfin: Der Zauberer vonOzSa10.00,

12.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 10.00, 12.00,

14.00, 16.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 10.00,

12.30, 15.00; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer

15.00, Sa a. 10.00, 12.00; Aladdin 10.00, 12.30, 14.00,

17.00, 20.00; Men in Black: 15.00, 17.30; X-Men: Dark

Phoenix 17.30; Godzilla 2–King of the Monsters 17.30;

Rocketman 18.00; 3D: X-Men: Dark Phoenix 20.00, 22.30;

3D: Men in Black: 20.00, 22.30; 3D: Godzilla 2 –King of the

Monsters 20.00, 22.30; John Wick: Kapitel III 20.15, 22.30;

Ma –Sie sieht alles 22.45

Casablanca (✆ 677 57 52) Alfons Zitterbacke–Das Chaos

ist zurück Sa 14.15; Edie–FürTräume ist es nie zu spät Sa

16.15, So 20.30; Das Familienfoto Sa 18.30; All My Loving

–Eine Geschichte von drei Geschwistern Sa20.30; Rocca

verändert die Welt So 14.00; Hannelore Elsner: Alles auf

Zucker! So 16.00; Das Ende der Wahrheit So 18.15

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) Drachenzähmen

leicht gemacht 3: Die geheime Welt 11.30;

Aladdin 11.30, 14.00, 16.45; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

11.35, 14.25; Alfons Zitterbacke–Das Chaos ist zurück

11.35; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.40,

14.00; Ostwind 4–Aris Ankunft 11.45; Avengers: Endgame

11.45, 15.45, 19.20; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

11.50; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer 11.50,

14.15; X-Men: Dark Phoenix 14.10, 17.00; Men in Black:

14.15; Bailey: Ein Hund kehrtzurück 14.30, 17.00; Rocketman

14.35, 20.10; 3D: Godzilla 2–King of the Monsters

16.20, 19.45, Sa a. 22.45; 3D: Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 17.10; 3D: Men in Black: 17.15, 20.00, Sa a.

22.45; Hollywoodtürke 17.15, 19.50, Saa.23.10; Glam

Girls: Hinreißend verdorben 17.30, Sa a. 23.00; John Wick:

Kapitel III 19.45, Sa a. 22.50; 3D: Aladdin 19.50; 3D: X-

Men: Dark Phoenix 20.00, Sa a. 23.00; Ma – Siesieht alles

20.10, Sa a. 23.00; 3D: Avengers: Endgame Sa 22.15;

Friedhof der Kuscheltiere Sa 23.10

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) X-Men: Dark

Phoenix 12.00, 14.15, 17.00, 19.50; Willkommen im Wunder

Park 12.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang

12.00, 14.00; Royal Corgi: Der Liebling der Queen 12.00,

15.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.00, 14.30,

17.15; Mister Link: Ein fellig verrücktes Abenteuer 12.00;

Men in Black: 12.00, 14.10, 17.00;Aladdin 14.00, 17.00,

20.00, Sa a. 22.50; Bailey: Ein Hund kehrt zurück 14.20,

17.00; Godzilla 2–King of the Monsters 16.30, Sa a. 19.50,

22.15; Hollywoodtürke 17.10, 19.40, Sa a. 23.00; John

Wick: Kapitel III 19.50, Sa a. 22.40; 3D: Men inBlack:

20.00, Sa a. 23.00; Ma –Sie sieht alles 20.00, Sa a. 22.45;

Men in Black: (OF) Sa 23.00; Preview: Kaviar (OF) So 20.00

City Kino Wedding (✆ 01 77/270 19 76) Mirai: Das Mädchen

aus der Zukunft So 17.00; Die endlose Nacht So

19.00; High Life (OmU) So 20.45

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 471 40 01) Preview: Das Wunder im

Meer von Sargasso The Miracle of the Sargasso Sea (OmU)

Sa 18.00; One Cut of the Dead –Kamera otomeru na!

(OmU)22.00; WarofArt (OmU) So 18.00; Les Geants –Die

Giganten (OmenglU) So 20.00

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 10.00; Rocketman 12.15, 17.30, 20.15; Kinderfilm

des Monats: Pünktchen und Anton 15.00; Das Familienfoto

20.00, Sa a. 11.00; TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 13.15, 15.30; Monsieur Claude II 17.45, So a.

11.00

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85)7Bürgen &7Bürger in

7Filmen: Dokumentarfilm (m. Gästen) Sa 15.30; Roads Sa

18.00; The Dead Don‘t Die Sa 20.30, 22.00, So 18.00; All

My Loving –Eine Geschichte von drei Geschwistern So

11.00; Der Räuber Hotzenplotz So 13.30; HommageGisela

Uhlen: Hotel der toten Gäste So 15.30; The Dead Don‘t Die

(OmU) So 20.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Yoga: Die Kraft des Lebens

–Debout (OmU) Sa11.00, So 18.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 13.00; Edie –Für Träume ist es nie zu

spät 15.30; Nur eine Frau Sa 17.45; Rocketman 20.15;

Matinee: Teawith the Dames: Ein unvergesslicher Nachmittag

So 11.00

ZEHLENDORF

Bali (✆ 8114678) Immenhof –Das Abenteuer eines Sommers

16.00; Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein

18.00; Beuys 20.30

Capitol (✆ 831 64 17) Britt-Marie war hier 15.40, 20.30;

Zwischen den Zeilen 18.00; Exhibition on Screen: VanGogh

und Japan So 11.30; Nur eine Frau So 13.30

FREILUFTKINOS

Freiluftkino Friedrichshagen (✆ 65 01 31 41) AStar Is

BornSa21.15; Monsieur Claude II So 21.15

Freiluftkino Hasenheide (✆ 283 46 03) AStar Is Born

(OmU) Sa 21.45; Ein Gauner &Gentleman –The Old Man &

the Gun (OmU) So 21.45

Freiluftkino Insel im Cassiopeia (✆ 35 12 24 49) Beautiful

Boy(OmU) So 21.45

Freiluftkino Kreuzberg Der Vorname Sa 21.45; Astrid –

UngaAstrid (OmU) So 21.45

Freiluftkino Rehberge

Der Vorname Sa 21.45; Cold War: Der Breitengrad der Liebe

So 21.45

Open Air Kino Mitte (✆ 28 59 99 73) Loving Vincent

(OmU)So21.45

Open-Air-Kino Schlosspark Biesdorf (✆ 998 74 81)

Nur eine Frau So 21.30

Pompeji –FLK am Ostkreuz (✆ 01 76/56 70 92 98) Der

Fall Collini Sa 21.45; The Sisters Brothers (OmU) So 21.45

Radio EINS-Freiluftkino Friedrichshain Gegen den Strom

Sa 21.45; Ein Gauner &Gentleman So 21.45

Sommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz

(✆ 89 37 14 31) Vice –Der zweite Mann (OmU) Sa 21.45;

Only Lovers Left Alive(OmU) So 21.45

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Amy und die

Wildgänse 15.00; Hi,AI –Liebesgeschichten aus der Zukunft

(OmU) Sa 17.00; Border Sa 19.00; Beach Bum Sa 21.00;

Musikfestspiele /Fahrradkonzert: Cycling the Frame So

11.00, 11.30, 12.00; 25 km/h So 17.00; Stummfilm m.

Live-Musik: The Land of the Midnight Sun (m. Einführung) So

19.00

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 16.00, Sa a. 14.00; Edie –Für Träume

ist es nie zu spät 14.00; Alfons Zitterbacke –Das Chaos ist

zurück 14.00; Yoga:Die Kraft des Lebens 16.15; Mister Link:

Ein fellig verrücktes Abenteuer 16.15; Magie der Wildpferde

16.15; All My Loving –Eine Geschichte von drei Geschwistern

18.00; Rocketman 18.15, 20.45, So a. 11.30; Zwischen

den Zeilen 18.30; Britt-Marie war hier 18.30, Sa a.

20.45, So a. 12.00; Sunset 20.30, So a. 11.00; Burning

20.45; Exhibition on Screen: VanGogh und Japan So 12.00;

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks So 14.00; Inna

de Yard –The Soul of Jamaica So 20.45

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 72 33) Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.00, 14.00, Sa a. 23.00; Bailey:

Ein Hund kehrtzurück 11.00, 14.10, 17.10; Aladdin 11.00,

16.40, Saa.13.45, So a. 16.50; Men in Black: 11.10,

14.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.15, 13.45;

Royal Corgi: Der Liebling der Queen 11.15; Avengers: Endgame

11.15, 15.30; Willkommen im Wunder Park 11.30;

X-Men: Dark Phoenix 14.15; Glam Girls: Hinreißend verdorben

14.15; 3D: Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 16.45;

3D: Men in Black: 16.50, 20.00, Sa a. 23.00; 3D: X-Men:

Dark Phoenix 17.00, 20.15, Sa a. 23.00; Rocketman 17.00,

Sa a. 20.00; The Dead Don‘t Die 17.15, 20.15, Sa a. 23.00;

3D: Godzilla 2–King of the Monsters 19.30, Sa a. 23.00;

John Wick: Kapitel III 19.40, Sa a. 23.00; 3D: Aladdin Sa

19.50, 23.00; Ma –Sie sieht alles 20.15, Sa a. 23.00; 3D:

Men in Black: (OF) So 20.00; Der Fall Collini So 20.00

UMLAND

ALA Falkensee (✆ 033 22/279 8877) Aladdin 14.00,

17.00, 20.00

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

Wieich lernte, bei mir selbst Kind zu sein So 17.15; Teawith

the Dames: Ein unvergesslicher Nachmittag So 20.00

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Rocca verändertdie

Welt Sa 15.00, So 11.00; Men in Black: 15.45, 17.15,

20.00; Edie –Für Träume ist es nie zu spät 18.30, So a.

13.15; X-Men: Dark Phoenix 20.45, So a. 11.45; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu So 15.00

Kammerspiele Kleinmachnow (✆ 03 32 03/84 75 84)

Bohemian RhapsodySa21.30; Ostwind 4–Aris Ankunft So

16.00; Der Flohmarkt vonMadame Claire So 18.00; Stan &

Ollie So 20.15

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Max und Moritz

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

19.30: Romeo undJulia (Staatsballett Berlin)

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.00: Macht undWiderstand

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

19.00 Bar:Wölfe (Jugendclub 2)

Freizeitforum Marzahn (& 542 70 91)

17.00: Sugar Man –das bittersüße Märchen des Sixto

Rodriguez (Thomas Rühmann u. a.)

Globe Berlin Prolog-Bühne (Open Air)

(& 54 90 51 92) 18.00: Romeo&Julia(Globe

Ensemble Berlin)

HAU2(&25 90 04 27)

18.00: Patrol (machina eX)

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: Ball im Savoy

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 18.00: Alles was Sie wollen

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

18.00: TankeSehnsucht

Schaubühne (& 89 00 23)

19.00: Ein Volksfeind

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

11.00: Nathan der Weise (YAS)

18.00: Waszählt, ist die Familie!

Philharmonie (& 25 48 83 01)

15.00: Neue Philharmonie, Ltg.Andreas Schulz,

Dvorák: Symphonie Nr.8G-Dur op. 88; Orff: Carmina

Burana

20.00: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin,

Ltg.Lionel Bringuier,Gautier Capuçon (Violoncello),

Roussel: „Le Festin de l’araignée“, Symphonische

Fragmente aus der Ballett-Pantomime op. 17;

Saint-Saëns: VioloncellokonzertNr. 1a-Moll op. 33;

Prokofjew: Symphonie Nr.4C-Dur op. 112

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

16.00: JungeKammerphilharmonie Berlin, Ltg.Aurélien

Bello, Stefan Schweigert(Fagott), Mendelssohn

Bartholdy: Ouvertüre h-Moll op.26„Die Hebriden“;

Weber:Konzertfür Fagott und Orchester F-Dur op. 75;

Mozart: Symphonie Nr.41C-Dur „Jupiter“

Pierre Boulez Saal (& 47 99 74 11)

16.00: Hagen Quartett, Kurtág: HommageàMihály

András, Zwölf Mikroludien für Streichquartett op. 13;

Schostakowitsch: Streichquartett Nr.13b-Moll op.

138; Beethoven: Streichquartett cis-Moll op. 131, im

Rahmen des Streichquartett-Konzertmarathons

Schloss Glienicke (& 80 58 67 50)

16.00: Burkhard Maiß (Violine, Viola), Ji-Yeoun You

(Klavier), Leos Janácek; Sonate für Violine und Klavier;

Ludwig vanBeethoven: Sonate F-Dur für Klavier und

Violine op. 24 „Frühlingssonate“; Brahms: Sonate

Es-Dur op. 120/2 für Viola und Klavier u. a.

Anzeige

Sophiensaele (& 283 52 66)

20.00: Speaking Volumes (Mirjam Sögner)

Staatsoper Unter denLinden (& 20 35 45 55)

19.30: Rigoletto

Stammtisch (Weserstr.159/160)

16.00: Les BonnesBonnes (Farrar Krämer Komedi)

Theater an derMuseumsinsel (Monbijoustr.3)

18.00: Faust –Schönheit, Liebe, Arbeit

Theaterdiscounter (& 28 09 30 62)

20.00: Kitty Hawk

Theaterforum Kreuzberg (& 70 07 17 10)

19.30: Kondensat (Gastspiel Absolvent*innen des

Bildungsjahr Tanz vonSeneca Intensiv)

Theater im Delphi (& 70 12 80 20)

17.00: The Rapture: ArtvsExtinction (Moira Finucane)

Theater im Palais (& 201 06 93)

16.00: Gelacht, geweint: Fontane

Vaganten Bühne (& 313 12 07)

20.00: Indien

KABARETT/VARIETÉ

Arena Glashaus (& 533 20 30)

19.30: Cavewoman (Ramona Krönke). Anm. erf.

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

19.00: Die alten schönen Lieder (Tim Fischer)

Brotfabrik (& 471 40 01)

20.00: Champagner,wenndie Bomben fallen)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Memories of Fools (Cirk La Putyka)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

17.00: Simply The Best –Das Tina Turner Musical

Kookaburra (& 48 62 31 86)

19.00: Humor Erectus –Open Stage

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Drachenherz

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

18.00: Metamorphosis (Berliner Schule für darstellende

und bildende Künste „Die Etage“)

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

19.00: Die LiveShow

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30: The Band –Das Musical

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

18.00: Let’sTwist Again!

KLASSIK

Auenkirche Wilmersdorf (& 405 04 53 45)

17.00: Kammerchor Vocalis, Ltg.Robin Doveton,

Chorkonzert–This World’sJoy,Englische a-cappella-

Musik vonWilliam Byrd,HenryPurcell, Charles Hubert

Parry, Charles Villiers Stanford u.a.

Bebelplatz

13.00: Staatskapelle Berlin mit Jiyoon Lee (Violine),

Ltg.Daniel Barenboim, Staatsoper für alle, Felix

Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzerte-Moll op.

64; Johannes Brahms Sinfonie Nr.2D-Dur op. 73,

Moderation: Thomas Gottschalk

Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg (& 69 40 12 41)

16.00: Jugendorchester Charlottenburg der Musikschule

City West, Ltg.Lars Burger,Sinfoniekonzertmit

Werken vonSchubert, Beethoven, Raff und Respighi

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

12.00: Tagder offenen Tür –das Konzerthaus in all

seinen Facetten!

Parochialkirche (& 247 59 50)

19.30: The Silk Road SymphonyOrchestra &Sprecher,Ltg.Jan

Moritz Onken, Berliner Dialogkonzerte,

Haydn im Dialog mit Dante, Sophokles und Algorythm

Schwartzsche Villa (& 902 99 22 12)

20.00: Trio Südwest, Drei Komponistinnen aus drei

Stilepochen

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: The 12 Tenors, Millennium

KINDER

Atze Musiktheater (& 81 79 91 88)

16.00: Eine Woche voller SAMStage(ab 4J.)

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

10.00: BUCHBERLINkids –Bücherunter Bäumen,

Bucherlebnistagefür Kinder (ab2bis 12 J.)

Freilichtbühne am Weißen See (& 24 72 78 01)

16.00: Berlinda bekommt Besuch,Malinka (ab 4J.)

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

16.00: 15. Sommer-Familientheater-Reihe: Pippi

Langstrumpf –wie alles begann ..., Berliner KinderTheater

(ab 4bis 9J.)

Kulturhaus Karlshorst (& 475 94 06 10)

15.00: Der betörende Gesang des Zaubervogels,

Kinderopernhaus Lichtenberg,Musiktheater

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

11.00: Karneval der Tiere (ab 5J.)

Schwartzsche Villa (& 902 99 22 12)

16.00: Die Glücksucher,Kindertheater Mobil, Puppenspiel

(ab 3J.)

Zitadelle Spandau (& 35 49 44 29 7/)

15.30: Citadel Music Festival: Deine Freunde, Hip

Hop for Kids

LITERATUR/VORTRAG

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

10.00: BUCHBERLINkids –Bücherunter Bäumen,

Klaus Baumgart, Lisa-Marie Dickreiter

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

20.00 Roter Salon: Reformbühne Heim &Welt: mit

Paul Bokowski &Le-Thanh Ho

KONZERT

Berghain/Kantine (Rüdersdorfer Str.70)

20.00: Fragile/Wolfgang Tillmans +DonChristian

Britzer Garten (& 700 90 60)

14.00: A-cappella-Festival: Berlin Vokal e. V.,Klangwerk

306, Ensemble Zimmmt

Dorfkirche Tempelhof (& 752 80 63)

17.00: Dozentenkonzertder Leo Kestenberg Musikschule

mit Janni Struzyk (Tuba, Alphorn), UlrikeArzet

(Trompete, Alphorn), Gunter Haußknecht (Pipe, Wistle),

Klängeder Welt: Vonden Highlands in die Alpen

Hochmeisterkirche (& 891 69 64)

19.00: Jesus Christ meets La La Land

Schokoladen Mitte (& 282 65 27)

20.00: Open Stage–Playyour Songs unplugged!

Villa Elisabeth (& 44 04 36 44)

16.00: Chorschulen und Kurrende II desStaats- und

Domchores, Gudrun Gierszal, Kai-UweJirka, Zum

Kuckuck mit Berlin! &Robinson undFreitag –FOR

FUTURE!

Werkstatt der Kulturen (& 609 77 00)

16.00: All-Female-Jazz-Band, She’sGot Jazz

Yaam (& 615 13 54)

16.00: DrobDynamic, Leila A., Dj That Fucking Sara,

Dj Gizzel (B2bCrew), The Cypher Jamw/Djs:Jorge,

High Five.AHip Hop journey

Zig Zag Jazz Club (& 94 04 91)

20.30: Markus Ehrlich (sax), Larry Porter (p), Igor

Spallati (b), UgoAlunni (dr), The Shape of Jazz to

come: Tribute to Stan Getz

KINO

SONNTAG

Diese klasse Damen!

N ochein Jubiläum 2019.Vor100 Jahren öffnete in Berlin eine Kunstakademie

für Frauen. Keine Selbstverständlichkeit damals.Die kreativeWeiblichkeit

musste sich das Studium harterstreiten. DasFrauenwahlrecht wurde

zwar im Jahr zuvor errungen, aber staatliche Kunsthochschulen nahmen

noch keine Frauen auf, man ließ sie höchstens heimlich in den Zeichensälen

„hospitieren“. Da waren auch die aufgeklärten Herren Künstler der Preußischen

Akademie keineswegs engagiert. Den Frauen blieben bis dahin nur

teure private Schulen, um Künstlerinnen zu werden. Rückenwind kam vom

schon 1867 gegründeten Verein der Berliner Künstlerinnen. Darin wirkten

namhafte Frauen wie Jeanne Mammen, Hannah Höch, Emmy Loewenstein,

Rita Preuss, Marg Moll, Lotte Laserstein. Im Schloss Biesdorf beginnt nun

eine Schau heutiger Berliner Künstlerinnen zum Jubliläum. „Klasse Damen“

vereint im spannenden Dialog Werkevon damals und jetzt. Ingeborg Ruthe

Schloss Biesdorf, Alt Biesdorf 55,Sonntag ab 18 Uhr (bis13. Oktober)

Ausstellung &Performance

Britt-Marie (Pernilla August) fängt neu an.

PROKINO FILMVERLEIH GMBH

Britt-Marie war hier

Vierzig Jahre dasselbe Leben.

Eintönig, aber irgendwie auch

heimelig – zumindest für

Britt-Marie, deren Alltag sich

erst ändert, als ihr Mann Kent

einen Herzinfarkt hat und herauskommt,

dass er sie betrügt.

Sie verlässt ihn, sucht sich einen

Job, für den sie nicht qualifiziert

ist, und fängt neu an,

weil es nie zu spät ist, Ballast

über Bord zu werfen. DieVerfilmung

des Romans von

FredrickBackman („EinMann

namens Ove“) ist eine Mixtur

aus Drama und Komödie und

mit Pernilla August wundervoll

besetzt. (BLZ)

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 29 · ·

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30 Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

12.00 Tagesschau-Nachrichten 12.15 (Alb-)Traumjob

Pilot 13.00 Tagesschau-Nachrichten 13.15 Als

Mutti arbeiten ging 14.00 Tagesschau-Nachrichten

14.15 SchalomNeues Deutschland –Juden in der

DDR 15.00 Tagesschau-Nachrichten 15.30 Plusminus

16.00 Tagesschau-Nachrichten 16.30 Die

Reportage 17.00 Tagesschau-Nachrichten 17.30

Panorama 18.00 Tagesschau-Nachrichten 18.30

Zapp 19.00 Tagesschau-Nachrichten 19.30

Deutschland-Reportage 20.00 Tagesschau 20.15

dienordstory 21.17 dienordstory 22.15 Exakt –

So leben wir! 23.15 Deutschland-Reportage 23.45

Schätze der Welt 0.00 Tagesthemen 0.20 betrifft

1.05 die nordstory 2.05 die nordstory

ONE

10.20 Größer als im Fernsehen. TV-Komödie, D

2019 11.50 kinokino 12.05 Brisant 12.45 extra 3

13.15 Bauerfeind –Die Show zur Frau 14.00

„Denver-Clan” ohneMaske 14.30 „Denver-Clan”

ohne Maske 15.00 Großstadtrevier 15.50 Lindenstraße

16.20 Lindenstraße 16.50 Lindenstraße

17.20 Lindenstraße 17.50 Lindenstraße 18.20

Anleitung zum Unglücklichsein. Komödie, D2012

19.40 Brisant 20.15 Der Bozen-Krimi: In derFalle.

TV-Kriminalfilm,D2017 21.45 Mängelexemplar.

Tragikomödie,D2016 23.25 Axolotl Overkill. Drama,

D2017 0.55 MissFishersmysteriöse Mordfälle

1.50 Agatha Christies Poirot. MordimOrient-

Express.TV-Kriminalfilm, GB 2010

ZDF NEO

5.00 Silent Witness 5.50 TerraXpress 6.20 Terra

X 7.05 TerraX7.50 TerraX8.30 TerraX9.15

TerraX10.00 Geheimnisse derTiefsee –Inden

Kellernder Korallenriffe 10.45 TerraX11.30 Terra

X 12.15 TerraX12.55 TerraX13.40 TerraX

14.25 TerraX15.10 TerraX15.50 TerraX16.35

Die glorreichen1017.20 Die glorreichen 10

18.05 Sketch History 18.30 Topfgeldjäger 19.20

Topfgeldjäger 20.15 Die Mumie: Das Grabmaldes

Drachenkaisers. Fantasyfilm, CDN/USA/CHN/D

2008. Mit BrendanFraser,Jet Li,MariaBello

22.00 La zona –Donot cross 22.50 La zona –Do

not cross 23.45 Devil –Fahrstuhl zur Hölle. Horrorthriller,USA

2010 0.55 BadBanks

ZDF INFO

6.15 Alarm! Bombenentschärfer im Einsatz 7.40

Fremdenlegion –Die härteste Elitetruppe derWelt

8.25 Special Air Service –Englands geheime Krieger

9.10 Soldaten 10.00 Surfengegendas Trauma

10.30 Mythen-Jäger 13.30 Aufgedeckt: Geheimnisse

des Altertums 14.15 Aufgedeckt –Rätselder

Geschichte 15.00 Aufgedeckt: Geheimnisse

desAltertums 15.45 Mythos DschingisKhan

16.30 Aufgedeckt –Rätsel der Geschichte 17.15

Mythen-Jäger 19.30 Aufgedeckt –Rätselder Geschichte

22.25 Aufgedeckt:Geheimnisse desAltertums

23.10 Aufgedeckt –Rätsel der Geschichte

23.55 Aufgedeckt:Geheimnisse desAltertums

0.40 Aufgedeckt –Rätsel derGeschichte

Radio

KLASSIK

1.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Deutschlandfunk Radionacht Klanghorizonte,

ca. 235 Minuten

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Robert Schumanns Fantasieund

Märchenstücke., ca. 56 Minuten

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Detlev Glanert: „Oceane” Ein Sommerstück

für Musik in zwei Akten (Uraufführung),

ca. 175 Minuten

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Konzert amSamstagabend Mit Werken von-

Bartók, Tschaikowski, ca. 176 Minuten

22.00 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Die besondere Aufnahme Mit Werken von Offenbach,

ca. 60 Minuten

22.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Atelier neuer Musik music to end all music.

Galina Ustwolskaja zum 100. Geburtstag.Von

Ingo Dorfmüller,ca. 45 Minuten

HÖRSPIEL

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

„Effi Briest” Hörspiel nach Theodor Fontane. ,

ca. 115 Minuten

0.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Literatur Stets der Ire! 100 Jahre Joyce auf

Deutsch. VonWalter Bohnacker,ca. 55 Min.

MAGAZIN

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Das Meer und die Erinnerung.Von Dorette

Deutsch, ca. 31 Minuten

11.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Gesichter Europas Verklärte Helden, verurteilte

Mörder: Der Balkan und die Kriegsverbrechen.

Von Dirk Auer,ca. 55 Minuten

18.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Feature Adelante Muchachos. Kolumbianische

Männer nach dem Bürgerkrieg.Mit Ole Lagerpusch,

Stefan Kreißig,Oliver Urbanski, Viktor

Neumann, Stefan Kaminski, Anne Schirmacher.

Von Étienne Roeder,ca. 55 Minuten

JAZZ /BLUES

10.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Klassik –Pop –etcetera Mit Gunther Lorz

(Konzertveranstalter), ca. 55 Minuten

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Esther Phillips, ca. 30 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Jazz aus Berlin –Schunke-

Pinera ''Elusive Beauty''., ca. 56 Minuten

23.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Lange Nacht Saz, Soul und Selbstbewusstsein.

Eine Lange Nacht mit Musik vonTürkeistämmigen

in Deutschland, ca. 175 Minuten

ARD

9.55 (für HG) Giraffe, Erdmännchen &Co.

10.45 (für HG) Hallo Schatz –Vom Plunder zum

Prachtstück 11.30 (für HG) Quarks im Ersten

12.00 (für HG) Tagesschau 12.05 (für HG) In

aller Freundschaft –Die jungen Ärzte 12.55 (für

HG) Tagesschau 13.00 (für HG) Nach all den

Jahren. TV-Drama, D2013 14.30 (für HG) Just

Married –Hochzeiten Zwei. TV-Komödie, D

2013 16.00 (für HG) Wwie Wissen 16.30 (für

HG) Deutschland-Reportage: 17.00 (für HG)

Tagesschau 17.10 (für HG) Brisant 17.50 (für

HG) Tagesschau 18.00 (für HG) Sportschau.

DFB-Pokal: Auslosung 1. Hauptrunde 19.15

(für HG) Sportschau 19.50 (für HG) Wetter vor

acht 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Verstehen Sie Spaß?

Gäste: Götz Alsmann (Musiker), Mary

Roos (Sängerin), Bibi (Youtuberin), Sky

du Mont (Schauspieler), Matze Knop

(Comedian),Farid (Magier)

Moderation: Guido Cantz

23.15 (für HG) Tagesthemen

23.35 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.40 (für HG) Inas Nacht

Best of Singen &Sabbeln

0.40 (für HG) Sherlock

Die Braut des Grauens

TV-Kriminalfilm, GB/USA 2016

RTL

6.45 Verdachtsfälle. Doku-Soap 7.45 Familien

im Brennpunkt. Doku-Soap 8.50 Familien im

Brennpunkt. Doku-Soap 9.50 Familien im

Brennpunkt. Doku-Soap 10.50 Der Blaulicht-

Report. Doku-Soap 11.50 Der Blaulicht-Report.

Doku-Soap 12.50 Der Blaulicht-Report.

Doku-Soap 13.45 Der Blaulicht-Report. Doku-

Soap 14.45 Der Blaulicht-Report. Aufregende

Geschichten aus dem Berufsalltag von Polizisten,Sanitätern

und Notärzten 15.40 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 16.45 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 17.45 Best of

...! Moderation: Angela Finger-Erben 18.45

aktuell 19.05 Life –Menschen, Momente, Geschichten.

Moderation: Annika Begiebing

20.15 Team Ninja Warrior Germany

Show

Kandidaten: Oliver Edelmann (Kapitän

Team „Buzzinga”), UweWeitzer (Kapitän

Team „Ninja Docs”), Marion Luck

(Kapitänin Team „Leggings-Crew”)

22.20 Hotel Verschmitzt –Auf die Ohren,

fertig, los! Show

Mit Frank „Buschi” Buschmann

23.20 Schmitz &Family

23.55 Team Ninja Warrior Germany

Moderation: Laura Wontorra, Frank

'Buschi' Buschmann, Jan Köppen

TV-Tipps

ZDF

Sat.1

Anzeige

MDR WDR Arte

16.30 (für HG)Wiedersehen in Malaysia. TV-

Drama, D2012 18.00 (für HG) Heute imOsten

18.15 (für HG) Unterwegs in Sachsen-Anhalt

18.45 (für HG) Glaubwürdig 18.54 (für HG)

Sandmann 19.00 (für HG) MDR Regional 19.30

(für HG) Aktuell 19.50 (für HG) Quickie 20.15

(für HG) Kulthits 22.30 (für HG) Aktuell 22.35

(für HG) Boxen. 1. Kampf –Supermittelgewicht:

Adan Silvera (E) vs. Tyron Zeuge(D) /2.Kampf –

Supermittelgewicht: NilsSchmidt(D) vs. Jürgen

Brähmer (D) /3.Kampf –SuperWeltergewicht:

Stefano Castellucci (I) vs. Jack Culcay(D)

Bayern

18.30 (für HG) Rundschau 19.00 (für HG) Gut

zu wissen 19.30 (für HG) Kunst &Krempel

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG)

Pfarrer Braun: Das Erbe von Junkersdorf. Das

Erbe von Junkersdorf. TV-Kriminalfilm, D2007

21.45 (für HG) Rundschau Magazin 22.00 (für

HG) Pfarrer Braun: Im Namen von Rose. Im

Namen von Rose. TV-Kriminalfilm, D2009

23.30 (für HG) Pfarrer Braun: Glück auf! Der

Mörder kommt! Glück auf! Der Mörder kommt!

TV-Kriminalfilm, D2008 1.00 (für HG) Am Anfang

war die Eifersucht. TV-Komödie, D2000

Vox

11.50 Shopping Queen 13.50 Shopping

Queen 16.55 Der Hundeprofi 18.00 hundkatzemaus

19.10 Die Pferdeprofis 20.15 (für HG)

Ghostbusters –Die Geisterjäger. Fantasykomödie,

USA 1984 22.10 (für HG) Ghostbusters 2.

Fantasykomödie, USA 1989 0.10 (für HG) Medical

Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin.

Verhängnisvolle Kündigung 1.05 (für

HG) Medical Detectives –Geheimnisse der

Gerichtsmedizin. Schicksalsschläge 1.50 (für

HG) Medical Detectives –Geheimnisse der

Gerichtsmedizin. Verwirrende Beweise

Super RTL

13.40 Spirit: wild und frei 14.10 Friends –

Freundinnen auf Mission 14.30 Sally Bollywood

15.00 Voll zu spät! 15.30 Voll zu spät!

15.55 Voll zu spät! 16.15 Voll zu spät! 16.45

Voll zu spät! 17.15 Voll zu spät! 17.40 Inspector

Gadget 18.10 Dennis &Fletscher –

Blämtastisch! 18.40 Woozle Goozle 19.10

Bugs Bunny &LooneyTunes 19.40 Angelo!

20.15 (für HG) Asterix –Sieg über Cäsar. Zeichentrickfilm,

F1985 21.35 LooneyTunes:

Back in Action. Komödie, USA/D 2003 23.25

Böse Mädchen 23.50 Böse Mädchen

Sport1

11.00 Sport-Quiz 14.00 Yukon Gold. Saisonstart

15.00 Yukon Gold. Handvoll Gold

16.00 Yukon Gold. Der Fluch von Moose Creek

17.00 StorageWars –Geschäfte in Texas.

Dunkle Geheimnisse /Finger weg! 18.00 StorageWars

–Geschäfte in Texas. Lokalkolorit

18.30 StorageWars –Geschäfte in Texas. Klein

und fein 19.00 StorageWars –Geschäfte in

Texas. Beutezug in Pantego 19.30 Motorsport:

Porsche Carrera Cup 20.00 Sport-Quiz 23.00

Torn. TV-Erotikfilm,USA 2012

SAT.1, 20.15 UHR FANTASYFILM

Elliot, der Drache

Überdie Geschichten ihres Vaters,nach denen in den Wäldern ein grüner

Drache haust,hat die Försterin Grace immer nurgeschmunzelt.Dochdann

trifft sieeines Tagesden zehnjährigenPete (Oakes Fegley), der behauptet,seit

dem Unfalltod seiner Eltern allein im Wald gelebtzuhaben –dank der Hilfe eines

gutmütigengrünen Drachens.Zunächst schenktGrace ihm keinen Glauben.

Doch dannerinnertPetesvermeintlich imaginärer Freund, den er „Elliot“nennt,

zu sehr an die Geschichten ihres Vaters. Undüberhaupt:Wie konnte der Junge

sechsJahreallein im Wald überleben?Und wiekommtersoschnell voneinem

Ortzum anderen? Just als Grace dem Geheimnis aufdie Spur kommt, geraten

der Wald und Petes Freund Elliot in großeGefahr.Der Film mit dem aufwändig

animierten Drachen istein Remakedes Disney-Films „Elliot das Schmunzelmonster“

von1977, in dem die Darsteller mit einem animierten Zeichentrick-

Drachen interagierten. Obwohl Regisseur David Lowery aufMusical-Szenen verzichtete,

konnte er mit seiner Version Kritik und Publikum überzeugen.

(USA/2016)

Foto: Sat.1

RTL 2, 20.15 UHR TANZFILM

Honey NEUESERIEIMKURIER

Die Idole der

Die 22-jährigeHoneygibt Tanzunterrichtfür Michael Wendler benachteiligte Kids ausder

Nachbarschaft, nachts jobbt Honeyals Barkeeperinineinem angesagten

Club und tagsüber istsie als Verkäuferin in einem Plattenladen tätig. Ihr Traum

jedoch Schlagerstars

ist es,selbst als Tänzerin groß rauszukommen, und als sie den Videoclip-

Regisseur und Produzenten Michaelkennenlernt, scheintihr Ziel in greifbare

Nähe Inzu derrücken. großen Kurier-Serieberichten

Nachdem siesie in einem Videoihr MichelleTalentbeweisenBernhardBrink

konnte,

geht es für sie zunächstaufwärts, und ein eigenes Tanzstudio scheintingreifbare

Nähe

Schlagerstarsvon

zu rücken. Doch

ihrenVorbildern

sie muss feststellen, dass ihreKarrierevon Michaels Gunst

abhängig ist, und dassdieser vorallem amouröseInteressenanihr hat.Als sie

ihm eine Abfuhr erteilt,lösterihreVeträge, und Honeyist aufsichallein gestellt.

EllaEndlich

Doch so schnell gibt die ehrgeizige Marianne jungeFraunichtauf.Einekonventionelle Rosenberg

Geschichte,

die aber beim jungen Publikum glänzend ankam und Hauptdarstellerin

Jessica WenMichelleamLiebstenhört–

Alba nach ihrem DebütinJames Camerons kurzlebigerTV-Serie„Angel“

zumundwerdenWendlerinspirierthat

Kino-Star machte.Die Fortsetzungläuft gleichimAnschlussum22.05 Uhr.

(USA/2003)

www.berliner-kurier.de

RBB BERLIN, 20.15 UHR DOKUMENTATIONSREIHE

Berlin –Schicksalsjahre einer Stadt

ZDF, 23.00 UHR ACTIONTHRILLER

Die Logan Verschwörung

Ab

17.Juni

Mit einem Rückblickins Jahr 1979 endet

die zweite Staffel der aufwändigenBerlin-Chronik:Indiesem

Jahr feierte die DDR

ihr 30-jähriges Bestehen. DerARD-KorrespondentFritz

Pleitgenerinnertsichanden

Besuch des sowjetischen Parteichefs Leonid

Breschnews anlässlichder Feierlichkeiten

in Ost-Berlin.ImWestteil der Stadt wurde

derweil das Internationale Kongresszentrum

ICC(Foto) eingeweiht, dasteuerste Gebäude

in der GeschichteWest-Berlin. Und: Die

AlternativeListe zogerstmal in den Berliner

Senat ein. Außerdem erinnertsichinder

SendungToni Krahl vonder Ost-Berliner

Band City an eine Karriereals Pendler zwischen

den beiden Systemen.

(Dtl./2019)

Foto:RBB Berlin

Früher arbeitete BenLogan für die CIA,heute führtermit TochterAmy ein

neues Lebenals Mitarbeiter einerSicherheitsfirma in Antwerpen.Dochals er

eines Tagesbei seinem Arbeitsgeber Halgatevorbeigeht, istvon der Firmajede

Spur verschwunden. Die Bürossind leer,und alles,was Benmit Halgateverbindet,wurde

gelöscht. Undeskommtnochschlimmer:Ben findet heraus, dassalle

seine Kollegen tot sind ... oder ihmselbstnachdem Lebentrachten. Unter seinen

Häschern istauch Bens frühereGeliebte AnnaBrandt.WirdBen, immerhin

ein mit allen Wassern gewaschener Agent, sie„umdrehen“ können und in dem

tödlichen Katz-und Maus-Spiel wieder die Oberhand gewinnen? Inszenierthat

diesen routinierten Paranoia-Thriller RegisseurPhilipp Stölzl, der es vomWerbeund

Video-Clip-Filmer (u.a.Rammstein) zumBergfilm- („Nordwand“), Opern-

(„Parsifal“) und „Winnetou“-Regisseur gebracht hat. „Die LoganVerschwörung“

mitAaron Eckhartund Olga Kurylenkoinden Hauptrollenwar sein internationales

Debütnach Schema „B“ wieBourne (oder auch „C“wie Condor), fiel aber

mangels eigener Ideenbei Publikum und Kritik durch.

(USA/Gbr./Kan./Bel./2012)

9.15 (für HG) Bibi undTina 9.40 (für HG) Bibi

und Tina 10.05 (für HG) Club der magischen

Dinge 10.25 heute Xpress 10.30 (für HG) Notruf

Hafenkante 11.15 (für HG) SOKO Stuttgart

12.00 heute Xpress 12.05 (für HG) Menschen

–das Magazin 12.15 (für HG) Bettys

Diagnose 13.00 (für HG) Inga Lindström: Wiedersehen

in Eriksberg. TV-Romanze, D2009

14.30 (für HG) Fußball: Weltmeisterschaft der

Frauen. Vorrunde, Gruppe E: Niederlande –Kamerun.

Aus dem Stade duHainaut inValenciennes

(F) 17.00 (für HG) heute Xpress 17.05

(für HG) Länderspiegel 17.35 (für HG) plan b

18.05 (für HG) SOKO Kitzbühel 19.00 (für HG)

heute 19.25 (für HG) Dr.Klein

20.15 (für HG) In Wahrheit –Mord am

Engelsgraben TV-Kriminalfilm, D2017

Mit Christina Hecke, Robin

Sondermann, Rudolf Kowalski u.a.

21.45 (für HG) Der Staatsanwalt

VomTod gezeichnet. Krimiserie

22.45 (für HG) heute-journal

23.00 (für HG) Die Logan Verschwörung

Actionthriller,USA/GB/CDN/B 2012

Mit Aaron Eckhart, Olga Kurylenko u.a.

0.35 heute Xpress

0.40 (für HG) The Night Manager

TV-Kriminalfilm, GB/USA 2016

5.00 Weibsbilder 5.20 Weibsbilder 5.40 Genial

daneben –das Quiz 6.30 Genial daneben –

das Quiz 7.30 TopChef Germany. Finale

10.05 Das große Backen –Die Profis. Moderation:

Moderation: Enie van deMeiklokjes

12.20 Navy CIS 13.15 Navy CIS. Der alte

Fuchs. Krimiserie 14.10 Navy CIS. Rache ist

bitter.Krimiserie 15.05 Navy CIS. Schmutzige

Millionen. Krimiserie 16.00 Navy CIS. Feld der

Albträume. Krimiserie 17.00 Auf Streife –Die

Spezialisten. Reportagereihe 18.00 Auf Streife

–Die Spezialisten. Reportagereihe 19.00

Grenzenlos –Die Welt entdecken. Andalusien –

Ein Streifzug durch Spaniens Süden 19.55

Nachrichten

20.15 Elliot, der Drache

Fantasyfilm, USA 2016

Mit Bryce Dallas Howard, Oakes Fegley,

Robert Redford,Wes Bentley,Karl

Urban,Oona Laurence u.a.

Regie: David Lowery

22.20 The Transporter

Actionfilm, F/USA 2002

Mit Jason Statham, François Berléand,

Matt Schulze u.a.

Regie: Louis Leterrier,CoreyYuen

0.10 The Code –Vertraue keinem Dieb

Thriller,USA/D 2009

15.30 (für HG) Pferdesport: Deutsche Meisterschaften.

Dressur, Springreiten. Aus Balve

17.00 (für HG) Beste Heimathäppchen 17.15

(für HG) Land und lecker 17.45 (für HG) Kochen

mit Martina und Moritz 18.15 (für HG)

Björn Freitags Heimathäppchen-Duell 18.45

(für HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für HG) Lokalzeit

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 Tatort.

TV-Kriminalfilm, D2010 21.45 (für HG) Vorsicht

vor Leuten. TV-Satire, D2015 23.15 (für

HG) Eltern. Komödie, D2013 0.45 (für HG)

Der Vater meiner Kinder. Drama,F/D/B 2009

NDR

13.30 (für HG) Geheimnisse Asiens –Die

schönsten Nationalparks 14.15 (für HG) Judith

Rakers: Abenteuer Pferd 15.00 Pferdesport:

Vielseitigkeit Luhmühlen 17.00 Die Tierprofis

17.30 (für HG) Tim Mälzer kocht! –auf Mallorca

18.00 (für HG) Nordtour 18.45 (für HG)

DAS! 19.30 Ländermagazine 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Kaum zuglauben!

XXL 22.15 (für HG) Die NDR-Quizshow 0.00

(für HG) Mankells Wallander. Der KurierTV-Kriminalfilm,

S/D 2009 1.25 (für HG) Tim Mälzer

kocht! –auf Mallorca 1.50 (für HG) Quizduell

Kabel eins

11.45 Castle 12.35 Castle 13.30 Castle

14.25 Castle 15.20 EUReKA –Die geheime

Stadt 16.20 News 16.30 EUReKA –Die geheime

Stadt 17.25 EUReKA –Die geheime Stadt

18.20 EUReKA –Die geheime Stadt 19.15 EU-

ReKA –Die geheime Stadt 20.15 Hawaii Five-

0. Ausflug ins Paradies 21.10 Hawaii Five-0.

Räuber und Gendarm 22.10 Scorpion. Dorie

ist doof 23.10 Criminal Minds: Beyond Borders.

Teufelsatem 0.05 Hawaii Five-0. Ausflug

ins Paradies 1.00 Hawaii Five-0. Räuber und

Gendarm 1.40 Scorpion. Dorie ist doof

RTL 2

8.25 10.0 –Das Erdbeben-Inferno. Katastrophenfilm,

USA 2014 10.05 The Italian Job–Jagd auf

Millionen. Actionthriller,USA/F/GB/I 2003 12.15

Die Schnäppchenhäuser–JederCentzählt 13.15

Die Schnäppchenhäuser –Jeder Centzählt 14.15

DerTrödeltrupp –Das Geld liegt im Keller 15.15

Der Trödeltrupp –Das Geld liegt im Keller 16.15

Zuhause im Glück–Unser Einzug in ein neuesLeben

18.15 Zuhause im Glück –Unser Einzug in ein

neues Leben 20.15 Honey. Tanzfilm,USA 2003

22.05 Honey2.Tanzfilm, USA 2011 0.15 Intruders.

Thriller,CDN 2015

Eurosport 1

18.10 Motorsport: 24-Stunden-Rennen von Le

Mans. Übertragung des Langstreckenklassikers

20.00 Motorsport: Le Mans –Studio 20.10

Motorsport: 24-Stunden-Rennen von LeMans.

Übertragung des Langstreckenklassikers 22.00

Motorsport: LeMans –Studio 22.10 Motorsport:

24-Stunden-Rennen von LeMans. Übertragung

des Langstreckenklassikers 0.00 Motorsport:

LeMans –Studio 0.10 Motorsport:

24-Stunden-Rennen von Le Mans. Übertragung

des Langstreckenklassikers

RBB

5.10 Berlin erwacht –Sommer 5.20 Giraffe,

Erdmännchen &Co. 6.10 Schloss Einstein

6.35 Schloss Einstein 7.00 Lindenstraße 7.30

(für HG) Sehen statt Hören 8.00 Brandenburg

aktuell /Abendschau 8.30 Brandenburg aktuell

/Abendschau 9.00 Gestern waren wir

Fremde. TV-Drama, D2012 10.30 Und dennoch

lieben wir. TV-Drama, D2011 12.00 Verrückt

nach Meer 12.50 Verrückt nach Meer

13.40 Łužyca 14.10 Rund um ... 17.25 Kowalski

&Schmidt 17.55 Sandmann 18.00 rbb

UM6 –Das Ländermagazin 18.30 Frau Mühlenhaupt

und die Chinesen 19.00 Heimatjournal

19.30 Brandenburg aktuell /Abendschau

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Berlin –Schicksalsjahre einer Stadt

Das Jahr 1979: Die DDR feierte ihren

30. Geburtstag,die Alternative Liste

war erstmalig im West-Berliner Senat

und die Kongresshalle ICC eröffnete.

21.45 rbb24

22.00 Die 2

Entführung auf spanisch. Krimiserie

22.50 Die 2

Am Morgen danach. Krimiserie

23.40 Spion zwischen zwei Fronten

Agentenfilm, GB/F 1966

1.55 In Scherbenm Drama, D2018

ProSieben

9.35 Last Man Standing 10.00 Last Man

Standing 10.30 Baby Daddy 11.25 Superior

Donuts. Gibt's ein Problem, Officer? Comedyserie

11.50 Die Simpsons. Schon mal an Kinder

gedacht?/Der Kampf um Marge/Die böse

Puppe Lustikus/Lisa und ihre Jungs/Bart hat

die Kraft/Wenn ich einmal reich wär! Zeichentrickserie

14.40 Twoand aHalf Men. Willkommen

zuhause, Jake/West Side Story/Darf ich

aus ihrem Schlauch trinken? Comedyserie

16.00 All About You –Das Fashion-Duell

17.00 taff weekend 18.00 Newstime 18.10

Die Simpsons. Goodsimpsons/Mein Freund,

der Wunderbaum. Zeichentrickserie 19.05 Galileo.

Moderation: Funda Vanroy

20.15 Schlag den Star

Kandidaten: Felix Neureuther,

Christoph Kramer. Moderation: Elton

Heute treten zwei echte Sportskanonen

gegeneinander an: Skirennläufer vs.

Fußballprofi.

0.15 Schlag den Star

Kandidaten: Faisal Kawusi (Komiker),

Ralf Moeller (Schauspieler)

Moderation: Elton

2.20 Crash Games –jeder Sturz zählt

3.10 Crash Games –jeder Sturz zählt

4.00 Heroes of the Internet

14.50 Ötzi und seine Doppelgänger 15.40 Der

Streitwagen der chinesischen Zhou-Dynastie

16.35 Stadt Land Kunst Spezial 17.15 Arte

Reportage 18.10 Mit offenen Karten 18.25

360° Geo Reportage 19.10 Arte Journal

19.30 (für HG) Botswana, Die Königinnen des

Heavy Metal ThementagArchäologie 20.15

Guédelon –Die Burg-Baustelle. Dokumentarfilm,

GB 2019 21.45 Auf den Spuren der Neandertaler

22.40 Die Wiedergeburt des Mammuts

23.35 Streetphilosophy 0.05 Square für

Künstler 0.30 KurzSchluss 2.35 Arte Journal

3Sat

12.15 (für HG) Universum 13.00 (für HG) ZIB

13.10 Notizen aus dem Ausland 13.15 (für

HG) quer 14.00 (für HG) Kunst &Krempel

14.30 Ländermagazin 15.00 Natur im Garten

15.30 (für HG) Ein Hoch auf die Azoren 16.00

Sardinien 16.45 Zu Gast auf Mallorca 17.30

(für HG) Tür anTür. TV-Komödie, D2013

19.00 (für HG) heute 19.20 Tanzwelten 20.00

(für HG) Tagesschau 20.15 Der Barbier von Sevilla

23.15 (für HG) Maischberger 0.30 Die

Lust der Männer. Dokumentarfilm,A2011

1.20 Arlberg –Der weiße Rausch

Phoenix

9.30 7Tage ... 10.00 Die Seelensammler von

Bangkok 10.45 Der Buschpilot und seine Frau

11.30 Die Plastikflut 12.15 Dreckige Luft vom

Traumschiff? 13.00 phoenix plus 14.15 Therapie

unter Tannen 15.00 45 Min 15.45 Der

Schwarzwald 16.30 Der Spreewald 17.15 (für

HG) Autos für die Ewigkeit. Dokumentarfilm,D

2018 18.45 (für HG) Der VW-Bus –Ein Transporter

für dieWelt 19.30 7Tage ... 20.00 (für

HG) Tagesschau 20.15 (für HG) Aufgedeckt –

Rätsel der Geschichte 23.15 (für HG) ZDF-History

0.00 Burgen –Monumente der Macht

Kika

12.00 Die Piraten von nebenan 12.45 (für

HG) Arthur und die Freunde der Tafelrunde

13.30 Die Baumhauskönige –Rivalen wider

Willen. TV-Familiendrama, NL 2014 15.00 Mirette

ermittelt 15.45 Ein Fall für TKKG 16.35

Kann es Johannes? 17.00 (für HG) Timster

17.15 The Garfield Show 17.50 (für HG) Mascha

und der Bär 18.10 Super Wings 18.35

Beccas Bande –Mit Mut wird alles gut! 18.50

Sandmann 19.00 (für HG) Lassie 19.25 (für

HG) CheckerTobi 19.50 (für HG) logo! 20.00

(für HG) KiKA Live 20.10 Checkpoint

Dmax

14.45 VintageTech Hunters –Technik mit Kultfaktor!

15.15 Repair Shop –Kaputt gibt's

nicht 16.15 Dein bestes Stück –Gebracht,

gemacht 17.15 Die Raritäten-Jäger 18.15 Die

Beckenbauer –Pools der Superlative 19.15

Der Pool-Profi 20.15 Die Modellbauer –Das

Duell 21.15 Die Modellbauer: Luftschlacht um

England 22.15 War Machines –Welt der Waffen

23.15 Supermaschinen 0.15 UFOs –Zwischen

Wahrheit undVerschwörung 1.10 UFOs –

Zwischen Wahrheit undVerschwörung


Berliner Zeitung · N ummer 136 · 1 5./16. Juni 2019 31

· ·

·······················································································································································································································································································

TV-Programm am Sonntag

ARD

6.20 (für HG) Das Surfcamp 6.45 (für HG)

Das Surfcamp 7.05 (für HG) Tigerenten Club

8.05 (für HG) Tiere bis unters Dach 8.40 (für

HG) Checker Tobi extra. Warum die Mauer fiel

9.30 (für HG) Die Sendung mit der Maus

10.03 (für HG) Immer wieder sonntags 12.03

(für HG) Presseclub 12.45 (für HG) Europamagazin

13.15 (für HG) Tagesschau 13.20 (für

HG) Liebe unter weißen Segeln. TV-Liebesgeschichte,D2001

14.50 (für HG) Fußball:

Weltmeisterschaft der Frauen. Vorrunde, Gruppe

F: Schweden –Thailand, aus Nizza (F) (Reporter:

Stephanie Baczyk); ca. 17.45 USA –

Chile, aus Paris (F) (Reporter: Bernd Schmelzer)

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort Ausgezählt

TV-Kriminalfilm, CH 2019

Mit Stefan Gubser,Delia Mayer u.a.

21.45 (für HG) Anne Will

Zusammenhalt gesucht -schaffen

Union und SPD das noch?

22.45 (für HG) Tagesthemen

23.05 (für HG) ttt –titel, thesen,

temperamente Mod.: Dieter Moor

23.35 (für HG) Das Glück an meiner Seite

Drama, USA 2014

1.15 (für HG) The Company Men –Gewinn

ist nicht alles Drama,GB/USA 2010

RTL

5.55 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

6.50 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

7.50 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

8.50 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

9.50 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

10.40 Die Superhändler –4Räume, 1Deal

11.40 Die Superhändler –4Räume, 1Deal

12.40 Undercover Boss. Metzgerei Robert Müller

13.40 Undercover Boss. Accor Hotel 14.40

Undercover Boss. Deutsches Fertighaus 15.40

Schwiegertochter gesucht –Die neuen Söhne

16.45 Explosiv –Weekend 17.45 Exclusiv –

Weekend 18.45 aktuell 19.05 Schlager sucht

Liebe. Mit TimToupet, Oliver Frank, Denny Fabian,Marry.Moderation:

Beatrice Egli

20.15 (für HG) Hotel Transsilvanien 2

Animationsfilm, USA 2015

Regie: GenndyTartakovsky

21.55 (für HG) James Bond 007 –Der

Morgen stirbt nie

Agentenfilm, GB/USA 1997

0.15 (für HG) Hotel Transsilvanien 2

Animationsfilm, USA 2015

Regie: GenndyTartakovsky

1.45 Der Blaulicht-Report

Aufregende Geschichten aus dem

Berufsalltag von Polizisten, Sanitätern

und Notärzten

ZDF

Sat.1

TV-Tipps RBB

Tagesschau 24

SAT.1, 20.15 UHR DRAMA

prisma

Sully

TV-Magazin

Wenige Minutennachdem Startdes US-

Airways-Flugs 1549 vomNew Yorker

Flughafen LaGuardia fliegt ein Vogelindie

Triebwerke.Der Pilot Chesley„Sully” Sullenberger

(Tom Hanks) und sein Co-Pilot

Jeff Skiles setzen alles aufeine Karteund

versuchen, die Maschine aufdem Hudon Ri-

MDR WDR vernotzulanden. DasManövergelingt,alle Arte

16.25 (für HG) Boxen. Tyson Fury(GB)–Tom

Schwarz(D). AusLas Vegas 17.10 (für HG)In

aller Freundschaft –Die jungen Ärzte 18.00 (für

HG) Aktuell 18.05 (für HG) In aller Freundschaft

18.52 (für HG)Sandmann 19.00 (für HG) MDR

Regional 19.30 (für HG) Aktuell 19.50 (für HG)

Kripo live 20.15 (für HG) Sagenhaft 21.45 (für

HG) Aktuell 22.00 (für HG) MDR Zeitreise 22.30

Kampf um die Kohle 23.15 Träume der Lausitz.

Dokumentarfilm, D2019 0.40 (für HG) Die

Bergpolizei –Ganznah am Himmel 1.30 (für

HG) Die Bergpolizei –Ganz nah am Himmel

Bayern

17.15 (für HG) Franzi &ich 17.45 Regional

18.30 (für HG) Rundschau 18.45 (für HG)

Bergauf, bergab 19.15 (für HG) Unter unserem

Himmel 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Der Komödienstadel 21.45 (für HG) Hubert

und Staller 22.30 (für HG) Hubert und

Staller 23.15 (für HG) Rundschau Sonntags-

Magazin 23.30 (für HG) Bayerns beste Witze

0.15 (für HG) Pfarrer Braun: Das Erbe von Junkersdorf.

Das Erbe von Junkersdorf. TV-Kriminalfilm,

D2007 1.45 (für HG) Franzi &ich

2.15 (für HG) Unter unserem Himmel

Vox

13.00 (für HG) Ghostbusters –Die Geisterjäger.

Fantasykomödie, USA 1984 15.00 (für HG)

Ghostbusters 2. Fantasykomödie,USA 1989

17.00 auto mobil 18.10 Biete Rostlaube, suche

Traumauto 19.10 Hot oder Schrott –Die

Allestester 20.15 Promi Shopping Queen. Motto:

Think Big! ObPullover, Shirt, Mantel oder

Hose –Oversize muss es sein! 23.20 Prominent!

0.05 (für HG) Medical Detectives –Geheimnisse

der Gerichtsmedizin. Tödliche Träume

1.05 (für HG) Medical Detectives –Geheimnisse

der Gerichtsmedizin. Zerstörerische Gewalt

Super RTL

15.05 Die Tomund Jerry Show 15.45 Dennis &

Fletscher –Blämtastisch! 16.10 Dennis &Fletscher

–Blämtastisch! 16.35 Dennis &Fletscher

–Blämtastisch! 17.15 What's New Scooby-Doo?

17.40 Inspector Gadget 18.10 Dennis

&Fletscher –Blämtastisch! 18.40 Woozle

Goozle und die Weltentdecker 19.10 Bugs Bunny

&LooneyTunes 19.40 Angelo! 20.15 (für

HG) Edward mit den Scherenhänden. Fantasyfilm,

USA 1990 22.10 The Stalker Files –Der

Schatten des Erfolgs 23.05 Cold Justice –Verdeckte

Spuren 23.55 Comedy total

Sport1

12.55 Fußball: U17-Bundesliga. Finale 15.00

Rallyecross: FIA-Weltmeisterschaft 16.00 Die

PS-Profis Schule. Rockbus 17.00 Operation

Auto. 240 PS und keine Leistung.Mit Tanja

Trautmann, Julian Appelt 18.00 Fußball: U21-

Europameisterschaft. Vorrunde, Gruppe A: Polen

–Belgien 20.30 Bundesliga aktuell. Die

tägliche News-Sendung für Fußballfans 20.55

Fußball: U21-Europameisterschaft. Vorrunde,

Gruppe A: Italien –Spanien 23.00 Hans Sarpei

–Das Tsteht für Coach 0.00 Sport-Clips

9.30 (für HG) Evangelischer Gottesdienst

10.15 (für HG) Bares für Rares –Lieblingsstücke

11.45 heute Xpress 11.50 (für HG) ZDF-

Fernsehgarten 14.00 Duell der Gartenprofis.

Mit Stefan Schatz, Frank Riese, Alexandra Lehne,

Frank Dietl 14.45 (für HG) heute Xpress

14.50 (für HG) Mamma Mia! Musikkomödie,

USA/GB/D 2008 16.30 (für HG) planet e.

Blackout –Angriff auf unser Stromnetz 17.00

(für HG) heute 17.10 (für HG) Sportreportage

18.00 (für HG) ZDF.reportage. Die Müllhelden

–Transportieren, Sortieren, Kontrollieren

18.30 (für HG) Terra Xpress 19.00 (für HG)

heute 19.10 (für HG) Berlin direkt 19.30 (für

HG) Terra X.Tabu –Verbotene Orte

20.15 (für HG) Katie Fforde: Eine Liebe in

New York TV-Romanze, D2014

Mit Birte Hanusrichter, René Ifrah, Cecil

von Renner,Kai Ivo Baulitz u.a.

Regie: Helmut Metzger

21.45 (für HG) heute-journal

22.15 (für HG) Kommissar Beck

Familienbande. TV-Kriminalfilm, S2015

Mit Peter Haber,Mikael Persbrandt,

Ingvar Hirdwall u.a.

Regie: Mårten Klingberg

23.45 ZDF-History

Versailles –Schmach oder Chance

5.25 Navy CIS. Die tapferste Stunde. Krimiserie

6.05 Navy CIS. Der alte Fuchs. Krimiserie

7.00 Navy CIS. Rache ist bitter.Krimiserie

7.50 So gesehen –Talk am Sonntag 8.10 Navy

CIS. Schmutzige Millionen. Krimiserie 9.05

Navy CIS. Feld der Albträume. Krimiserie

10.00 111 fiese Ferien! –Die witzigsten Urlaubsvideos

der Welt 12.05 The Code –Vertraue

keinem Dieb. Thriller,USA/D 2009

14.00 Der goldene Kompass. Fantasyfilm,GB/

USA 2007 15.55 Elliot,der Drache. Fantasyfilm,

USA 2016 17.55 Julia Leischik sucht:

Bitte melde Dich 18.55 Julia Leischik sucht:

Bitte melde Dich. Moderation: Julia Leischik

19.55 Nachrichten

20.15 Sully

Drama, USA 2016

Mit TomHanks, Aaron Eckhart, Laura

Linney, Anna Gunn,Autumn Reeser,Ann

Cusack, Holt McCallany u.a.

Regie: Clint Eastwood

22.05 Bridge of Spies –Der Unterhändler

Drama, USA/IND/D 2015

Mit TomHanks, Mark Rylance u.a.

Regie: Steven Spielberg

0.50 Sully

Drama, USA 2016

Mit TomHanks, Aaron Eckhart u.a.

14.00 (für HG) Von Rotterdam nach Zeeland

14.45 (für HG) Pferdesport: Deutsche Meisterschaften.

Dressur,Springreiten.Aus Balve

16.45 (für HG) Rentnercops 17.30 (für HG)

Rentnercops 18.15 (für HG) Tiere suchen ein

Zuhause 19.10 (für HG) Aktuelle Stunde

19.30 (für HG) Westpol 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Wunderschön! 21.45

(für HG) Falk 22.30 (für HG) Ohne Schnitzel

geht es nicht 23.15 Dittsche –Das wirklich

wahre Leben. Live 23.45 (für HG) So lacht

NRW Extra 0.30 Rockpalast 2.35 Rockpalast

NDR

14.15 (für HG) Doppelt heilt besser 15.00

Pferdesport: Vielseitigkeit Luhmühlen 16.00

Trachtenumzug zum Tagder Niedersachsen.

Live 17.00 Bingo! 18.00 (für HG) Rund um

den Michel 18.45 (für HG) DAS! 19.30 Ländermagazine

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Norderney und Föhr mit Judith

Rakers –Inselgeschichten 21.45 (für HG)

Kaum zu glauben! 22.45 (für HG) Die NDR-

Quizshow 23.45 (für HG) Zitate und Sprüche,

die jeder kennt 0.45 Dittsche –Das wirklich

wahre Leben 1.15 (für HG) Anne Will

Kabel eins

12.00 Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt

12.55 Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt

13.55 Abenteuer Leben Spezial 16.00 News

16.10 Rosins Restaurants –Ein Sternekoch

räumt auf! 18.10 Achtung Kontrolle Spezial

20.15 Die Sommertrends 2019. Die Traumziele

der Deutschen 22.20 Abenteuer Leben am

Sonntag. Kai testet das größte Kreuzfahrtschiff

der Welt 0.20 Mein Revier. Ordnungshüter räumen

auf 2.25 Achtung Kontrolle! Wir kümmern

uns drum. Stille Wasser sind tief –Bundespolizei

Hauptbahnhof Dresden

RTL 2

11.15 Die Schnäppchenhäuser –Der Traum vom

Eigenheim 12.15 Die Schnäppchenhäuser –Der

Traum vomEigenheim: Wirziehen ein 13.15 Die

Schnäppchenhäuser –Jeder Cent zählt 14.15

Zuhause im Glück –Unser Einzug in ein neues

Leben 16.15 Der Trödeltrupp –Das Geld liegtim

Keller 17.15 Mein neuer Alter 18.15 GRIP –Das

Motormagazin 20.15 Wegmit der Ex. Horrorkomödie,USA

2014 22.00 Katakomben. Horrorthriller,

USA 2014 23.50 The Autopsy of Jane Doe.

Horrorfilm, GB/USA 2016 1.30 Wegmit der Ex.

Horrorkomödie, USA 2014

Eurosport 1

14.10 Motorsport: 24-Stunden-Rennen von Le

Mans 15.45 Radsport: Critérium du Dauphiné. 8.

Etappe 17.20 WATTS. Die Juni-Ausgabe der Eurosport-Clipshow

17.40 Springreiten: Global Champions

Tour 18.40 EurosportNews 18.50 Radsport:

Critérium du Dauphiné 19.45 Radsport: Tour of

Britain der Damen 20.15 Radsport: Tour of

Hungary 21.00 Radsport: Critérium du Dauphiné

22.05 Motorsport: 24-Stunden-Rennen vonLe

Mans 23.05 EurosportNews 23.10 Radsport:

Tour of Hungary 0.00 Kanu: Slalom-Weltcup

PROSIEBEN, 20.15 UHR SCI-FI-FILM

Planet der Affen: Survival

Esbegann mit der Suche nach einemMittelgegendie Alzheimer-Krankheit.

Doch seit das durch die Testreihen mit erstaunlicher Intelligenz gesegnete

Versuchstier Caesar den Aufstand und den Ausbruch seiner Artgenossenanführte,liegen

Mensch- undAffenheit im Krieg. Dabei haben sich Caesar und seine

Leute in die Wälder zurückgezogen, um dortinFrieden zu leben. Dennoch startender

dickschädeligeColonel und seine Militäreinheit „Alpha-Omega” eine

großeOffensive, um die Tiereauszulöschen.Nachdem Caesar Freundeund

Familie hat sterben sehen, gehtder Kampfumden Spitzenplatz der Evolution

in die nächste Runde.Seit 1968 dientder Roman„Planet der Affen“ vonPierre

Boule als Inspiration für Hollywood.„Survival“ istder dritte vondreiFilmen,die

die Vorgeschichte des Originals mit CharltonHestonvon 1968 erzählen.

(Kan./Neus./2017)

Foto:ProsSieben

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Passagiereüberleben. Doch obwohl sie als

Helden gefeiertwerden, müssen sichSully

und Skiles vorGerichtverantworten. Ein unscheinbarer

Mann wächst über sich hinaus,

so lässt sich eine typische Tom-Hanks-Rolle

von„Big“ über „PrivateRyan“ bis „Captain

Phillips“zusammenfassen. Dieseauch.

(USA/2016)

Foto: Sat.1

SUDOKU

NORMALVARIANTE –MITTEL -mittel

2 1 5

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6 1 7

3

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MitDIAGONALEN MIT –SCHWER -schwer

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Dienstag

neu!

Auflösung

AUFLÖSUNG

vom VOM14.6.2019

mittel MITTEL

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1 5 3 9 2 7 6 8 4

9 2 4 6 8 1 5 3 7

2 4 6 7 3 9 1 5 8

7 1 5 2 4 8 3 9 6

3 8 9 5 1 6 7 4 2

5 9 1 8 7 2 4 6 3

4 6 7 1 9 3 8 2 5

8 3 2 4 6 5 9 7 1

AUFLÖSUNG

Auflösung

VOM 14. 6. 2019

vom 14.6.2019

schwer

SCHWER

3 6 2 4 7 1 8 5 9

5 8 7 9 6 3 1 2 4

9 4 1 8 2 5 7 6 3

7 1 6 2 3 8 4 9 5

8 9 3 1 5 4 6 7 2

4 2 5 6 9 7 3 8 1

2 5 4 3 8 6 9 1 7

6 3 9 7 1 2 5 4 8

1 7 8 5 4 9 2 3 6

5.05 Berlin erwacht –Sommer 5.35 Teuflisches

Glück. Märchenfilm, CZ 1999 7.20 Brisant

8.00 Brandenburg aktuell /Abendschau

8.30 Brandenburg aktuell /Abendschau 9.00

Die schöne Müllerin. Heimatfilm, D1954

10.30 Unser Pappa –Herzenswünsche. TV-Familienfilm,

D2004 12.00 Rentnercops 12.50

Ein Leben für die Königin 13.05 Berlin –

Schicksalsjahre einer Stadt 14.35 Die 2

15.25 Die 2 16.15 In aller Freundschaft –Die

jungen Ärzte 17.05 In aller Freundschaft

17.50 Sandmann 18.00 rbb UM6 –Das Ländermagazin

18.30 Querbeet 19.00 Die Spur

der Täter 19.30 Brandenburg aktuell /Abendschau

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Wer weiß denn sowas?

Kandidaten: Til Schweiger,Stefanie

Stappenbeck

21.00 Wer weiß denn sowas?

Kandidaten: Benno Fürmann, Jürgen Vogel

21.45 rbb24

22.00 Ein Sommer an der Spree

Von der Quelle bis nach Bautzen

22.45 Landstück Dokumentarfilm, D2016

0.50 Kowalski &Schmidt

Deutsch-polnisches Journal

1.20 Frau Mühlenhaupt und die Chinesen

Dokumentation

ProSieben

5.40 How IMet Your Mother. Nackter Mann.

Comedyserie 6.00 Mom. Ein Professor für Violet.

Comedyserie 6.30 Twoand aHalf Men.

Willkommen zuhause, Jake/West Side Story/

Darf ich aus ihrem Schlauch trinken? Comedyserie

7.45 Fresh off the Boat. Brave Jungs/

Misstöne. Comedyserie 8.40 Eine schrecklich

nette Familie. Wessen Po ist das?/Manneskraft,

die Freuden schafft. Comedyserie 9.35

Galileo 12.30 Noch Tausend Worte. Komödie,

USA 2012 14.10 Die Hochzeits-Crasher. Komödie,

USA 2005 16.10 Kiss &Kill. Actionfilm,

USA 2010 17.55 Newstime 18.05 Galileo

360°. Ranking Spezial –Wildes Wasser

19.05 Galileo. Moderation: Stefan Gödde

20.15 Planet derAffen: Survival

Sci-Fi-Film, CDN/NZ 2017

Mit Andy Serkis, Woody Harrelson,

Steve Zahn, Judy Greer,Karin Konoval,

Amiah Miller,Terry Notary u.a.

Regie: Matt Reeves

23.05 Planet der Affen: Prevolution

Sci-Fi-Film, USA/GB/CDN 2011

Mit James Franco, Andy Serkis, Freida

Pinto, John Lithgow u.a.

1.00 Planet der Affen –Revolution

Sci-Fi-Film, GB/CDN/USA 2014

Mit Andy Serkis, Jason Clarke u.a.

14.30 Guédelon –Die Burg-Baustelle. Dokumentarfilm,

GB 2019 16.05 Metropolis 16.50

(für HG) Die Malerei und das Meer (1/2) 17.40

Jos van Immerseel dirigiert Beethovens 5.

18.25 (für HG) ZuTisch ... 18.55 Karambolage

19.10 Arte Journal 19.30 Wanderlust! 20.15

(für HG) Nevada Smith. Western, USA 1966

22.20 (für HG) Bugatti –ImRausch der Geschwindigkeit

23.15 (für HG) Soul Ladies 0.10

Angélique Kidjo in Concert 1.20 Arte Journal

1.40 Die Einsamkeit des Killers vor dem

Schuss. Krimikomödie, B/D 2014

3Sat

13.35 Spaniens stolzer Süden 13.55 (für HG)

Terra X14.35 Wilder Westen. Gebirge /Great

Plains / Wüsten 16.50 Meine Braut ist übersinnlich.

Romantikkomödie,USA 1958 18.30

Schweizweit 19.00 (für HG) heute 19.10 NZZ

Format 19.40 Schätze der Welt 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 Pufpaffs Happy Hour 21.00

Die Anstalt 21.50 Die Mathias Richling Show

22.35 Liebling,lass uns scheiden. Komödie,

CH 2010 0.05 (für HG) Polizeiruf 110. Allianz

für Knete. TV-Kriminalfilm, DDR 1990 1.25

Wege zum Ruhm. Antikriegsfilm,USA 1957

Phoenix

11.30 phoenix persönlich 12.00 Presseclub

12.45 Presseclub –nachgefragt 13.00 die

diskussion 14.00 Burgen –Monumente der

Macht 17.00 Aufgedeckt: Geheimnisse des

Altertums 19.15 Mysterien des Mittelalters

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG)

Gigant des Nordens –Hamburgs Aufstieg zum

Welthafen. Dokumentarfilm, D2015 21.45 Im

Herzen Afrika 22.30 Afrika-Logbuch 23.15 Die

Story 0.00 die diskussion 1.00 (für HG) Gigant

des Nordens –Hamburgs Aufstieg zum

Welthafen. Dokumentarfilm, D2015

Kika

13.00 Molly Monster –Der Kinofilm. Animationsfilm,

D/CH/S 2016 14.15 Nils Holgersson

15.05 (für HG) Yakari 15.45 SimsalaGrimm

16.35 (für HG) Anna und die wilden Tiere

17.00 (für HG) 1, 2oder 3 17.25 The Garfield

Show 18.00 (für HG) Mascha und der Bär

18.10 Super Wings 18.35 Beccas Bande –Mit

Mut wird alles gut! 18.50 Sandmann 19.00

(für HG) Lassie 19.25 (für HG) pur+ 19.50 (für

HG) logo! 20.00 (für HG) Erde an Zukunft

20.15 stark! –Kinder erzählen ihre Geschichte

20.30 (für HG) Schau in meine Welt!

Dmax

10.15 Auction Hunters –ZweiAsse machen

Kasse 14.15 Die Schatzsucher –Goldrausch in

Alaska 17.15 Steel Buddies –Stahlharte Geschäfte

18.15 Steel Buddies –Stahlharte Geschäfte

19.15 Steel Buddies –Stahlharte Geschäfte

20.15 Alaskan Bush People 21.15

Alaskan Bush People 22.15 Outback Opal Hunters

–Edelsteinjagd in Australien 23.15 Die

Blockhaus-Profis 0.10 Die Schatzsucher –Goldrausch

in Alaska 1.10 Alaskan Bush People

2.00 Naked Survival –Ausgezogen in dieWildnis

12.15 Mex –Das Marktmagazin 13.00 Tagesschau-Nachrichten

13.15 DieStory 14.00 Tagesschau-Nachrichten

14.15 Presseclub 15.00 Tagesschau-Nachrichten

15.30 Europamagazin 16.00

Tagesschau-Nachrichten 16.30 Wwie Wissen

17.00 Tagesschau-Nachrichten 17.30 Panorama 3

18.00 Tagesschau-Nachrichten 18.30 extra3

19.00 Tagesschau-Nachrichten 19.30 7Tage ...

20.00 Tagesschau 20.15 Menschen hautnah

21.02 Menschen hautnah 21.45 Menschen hautnah

22.30 MDR Kultur 22.45 DieTagesschau vor

20 Jahren 23.00 Tagesthemen 23.20 Sterben

verboten? 0.05 Tagesthemen 0.25 Presseclub

1.07 Extra 1.15 Menschen hautnah

ONE

12.30 Zimmermit Stall–Tierisch gute Ferien. TV-

Komödie, D2019 14.00 Schade, dass du eine

Kanaille bist. Krimikomödie, I1954 15.30 Großstadtrevier

16.20 DieKanzlei 17.10 Die Kanzlei

18.00 Die Kanzlei 18.50 Lindenstraße 19.20 Die

Kanzlei 20.05 kinokino shortcuts 20.15 Falsche

Siebziger. TV-Komödie,D2017 21.45 Tatort. Ausgezählt.

TV-Kriminalfilm, CH 2019 23.15 Lindenstraße

23.45 Tatort. Ausgezählt. TV-Kriminalfilm,

CH 2019 1.15 Mängelexemplar. Tragikomödie, D

2016 3.00 Jennifer –Sehnsucht nach wasBesseres

3.25 Jennifer–Sehnsuchtnachwas Besseres

(1) 3.55 Bauerfeind –Die Show zurFrau 4.40 Carolin

Kebekus:PussyTerror TV

ZDF NEO

10.45 Terra X 11.30 TerraX12.15 Terra X 12.55

Terra X 13.40 Terra X 14.25 TerraX15.10 Die

glorreichen1015.55 An Tagen wiediesen 16.35

Sketch History 17.00 Death in Paradise 18.45 (für

HG) Lewis. Die Todesdroge. TV-Kriminalfilm,GB

2011 20.15 Marie Brand und diefalscheFrau.

TV-Kriminalfilm, D2012 21.45 MarieBrandund

dasLiedvon Todund Liebe. TV-Kriminalfilm, D

2012 23.10 (für HG) Einstarkes Team. Dunkle

Schatten. TV-Kriminalfilm, D2006 0.40 Marie

Brand unddie falsche Frau. TV-Kriminalfilm,D

2012 2.10 (für HG)Lewis. Die Todesdroge. TV-Kriminalfilm,

GB 2011 3.40 (für HG) InspectorBarnaby.

Haus voller Hass. TV-Kriminalfilm,GB2004

ZDF INFO

5.35 VergifteteFlüsse. Dokumentarfilm, USA2017

6.20 Mysterien des Weltalls 7.00 Die sterbenden

Inseln 7.55 Die Plastik-Invasion –Coca-Cola und

der vermüllte Planet. Dokumentarfilm, F2018

8.40 (für HG) planet e. 9.05 (für HG)Alles fürdie

Tonne 9.40 Das Erbe der Nazis 11.10 (für HG)Der

68er-Check –SiebenMythen undWahrheiten

11.55 ZDF-History 12.40 Die Hausbesetzer 13.25

Der Fall Susanne Albrecht 14.10 TodinBad Kleinen

14.55 Die Geschichte der RAF 19.30 ZDF-History

21.40 Feind ist, werandersdenkt –Geheimnisse

derStasi 23.55 DieHausbesetzer 0.40 Tod

in Bad Kleinen 1.25 Der Fall SusanneAlbrecht

2.10 Momente der Geschichte

Radio

KLASSIK

11.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Sonntagskonzert Mit Freiburger Barockorchester

und Werken von J.F.Fasch, J. Haydn, Telemann,

Mendelssohn,C.Ph.E. Bach,

W.A. Mozart, Gossec, ca. 176 Minuten

15.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Franz Schubert Herzenskammermusik: Wie

Schubert uns berührt. Von Christine Lemke-

Matwey,ca. 116 Minuten

15.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Interpretationen Griechenland ist ein Vorort

von Paris. Die Antiken-Operetten von Jacques

Offenbach. Gast: Michael Stegemann (Musikwissenschaftler),

ca. 115 Minuten

20.03 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Konzert Mit Werken von Roussel, Saint-Saëns,

Prokofjew, ca. 117 Minuten

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Berliner Philharmoniker mit Werken von Einem,

R. Schumann, Mahler,RaviShankar,ca. 176 Min.

21.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Konzertdokument der Woche Mit Werken von

Britten, Janácek, ca. 115 Minuten

HÖRSPIEL

18.30 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

„brennt durch” ,ca. 90 Minuten

0.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

„Gute Onkels” Regie: Falk Rößler,ca. 55 Min.

MAGAZIN

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Gott und die Welt Verziert, trainiert, durchstochen.

Körperkult zwischen Optimierungswahn

und Selbstfindung., ca. 26 Minuten

9.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Essay und Diskurs Neuer Antisemitismus –

Befund, Analyse, Verstehen. Der Schriftsteller

Doron Rabinovici im Gespräch, ca. 30 Minuten

11.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Deutschlandrundfahrt Spaziergänge mit Prominenten.

Unterwegs mit der Autorin und Publizistin

Thea Dorn durch Berlin, ca. 54 Minuten

14.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Operation Mindfuck. RobertAnton

Wilson zwischen Erleuchtung und Verschwörung,ca.

56 Minuten

JAZZ /BLUES

15.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Rock et cetera Selbstfindung eines Chamäleons.

Der kanadische Prog-Metaller Devin Townsend.

Von Kai Löffler,ca. 55 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Brasilien kann so nah sein.

Das Quintett Conexão Berlin um den Perkussionisten

Andreas Weiser., ca. 56 Minuten