Motocross Enduro Ausgabe 11/2019

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kolumne Lenny Reimer

... auf

Racing family

los geht’s los

Fotos: Uwe Laurisch

ger, Sachsenmeister und der erste, der alle Rennen

in der Serie gewonnen hatte. Nebenbei fuhr

ich auch wieder ein paar Rennen im Flöha-Pokal

mit und da lief es ähnlich gut für mich. Ich startete

bei drei von fünf Rennen und wurde am Ende

Meisterschaftsvierter. Das war auch mein

letztes Jahr mit der 50er KTM.

2019 bekam ich eine KTM SX 65. Nun hieß es

üben, üben, üben ... schalten, kuppeln und das

alles zusammen! Wir waren im Mai 2019 beim

ersten Trainingscamp von EnduroPRO (Marko

Barthel) mit dabei und jetzt hieß es lernen und

umsetzen. Es hat mir riesigen Spaß gemacht

und Ich habe viel gelernt. Somit ging es nun

straff auf meine erste 65er-Saison im ADAC Jugend

Enduro Cup zu. Der erste Lauf war in

Kemmlitz und es war eine Schlammschlacht.

Von Schneeregen und Kälte und Dauerregen

war alles dabei. Ich kämpfte mich durch und belegte

am Ende Platz 7 von 14 Teilnehmern. Damit

war ich natürlich nicht zufrieden. Aber mein Vater

hatte mit seiner Aussage, das erste 65er Jahr

sei ein Lehrjahr, wie immer Recht. Ich bin der

kleinste und jüngste Starter in der 65er-Klasse.

In der ADAC-Jugend-Enduro-Cup-Sachsen-Serie

gab es 2019 einige Veränderungen und ein

Deutschland Cup kam bundesweit hinzu. Diesen

fuhren wir natürlich auch komplett mit, außerdem

den kompletten ADAC Hessen/Thüringen/Nordbayern

Cup. Ich kämpfte mich gut

durch, sodass ich meine erste 65er-Saison auf

dem 4. Platz in der Sachsenmeisterschaft beenden

kann. In der ADAC-Jugend-Enduro-Cup-

Sachsen-Serie belegte ich Platz 6. Ein Zähler

fehlte mir für Rang 5. In der Deutschland-Cup-

Wertung wurde ich am Ende Fünfter. Die ADAC-

Hessen/Thüringen/Nordbayern-Serie endet

Opa Peter als Betreuer

oft mit vor Ort

Hallo MCE-Leser,

mein Name ist Lenny Reimer, ich bin zehn Jahre

alt und wurde am 3. März 2009 in Zschopau geboren.

Ich habe eine Zwillingsschwester und eine

kleine Schwester, die erst ein Jahr alt ist. Meine

Eltern heißen Annett und Nico Reimer und wir

wohnen im schönen Erzgebirge in Krumhermersdorf

– das liegt bei Zschopau.

Ich bin praktisch mit dem Motorsport aufgewachsen.

Mein Vater ist früher auch aktiv gefahren

und mein Opa Peter auch. Meine Mutter

sagt, dass schon an meinen Babyklamotten immer

wenigstens ein orangefarbener Knopf irgendwo

sein musste! Die Farbe Orange war

auch die erste Farbe, die ich benennen konnte

:-)

Meine ersten Fahrversuche startete ich mit vier

Jahren auf einem Leihmotorrad von Harald

Sturm. Da durfte ich das erste Mal ein paar Runden

alleine drehen und das hat echt Spaß gemacht.

Ich hatte Blut geleckt und lag meinen Eltern

nun ständig mit dem Wunsch nach einem

eigenem Motorrad in den Ohren! Zum Schulanfang

2015 war es dann endlich soweit und ich

bekam mein eigenes Motorrad mit meiner Favoriten-Startnummer

„94“. Ich bin ein eingefleischter

Ken-Roczen-Fan. Ich war so happy

und unternahm sofort eine Probefahrt, die eigentlich

den ganzen Abend dauerte. Selbst am

nächsten Tag fuhr ich ununterbrochen Motorrad.

Da ich nun ein eigenes Motorrad hatte,

ging es nun auch fast jeden Samstag mit Papa

zum Training ... und ich wollte mehr!

Im Herbst 2016 durfte ich endlich beim ADAC

Sachsen Jugend Enduro Cup in Meltewitz mein

erstes Rennen fahren. Ich war mehr als aufgeregt

und sehr, sehr nervös. Ich fuhr das Rennen

zu Ende und war schon mal nicht Letzter, sondern

landete auf Platz 12. Durchgekommen,

Rennluft geschnuppert und Lust auf Mehr bekommen.

Also hieß es für mich, wenn ich mehr

will, muss ich auch mehr trainieren und am Ball

bleiben.

2017 hatte ich meine Eltern soweit, dass sie mir

erlaubten, eine ganze Saison im ADAC Jugend

Cup zu fahren. Dazu brauchte ich aber ein anderes

Motorrad. Mein Vater erfüllte mir diesen

Wunsch und ich bekam eine KTM SX 50 Baujahr

2016. Nun ja die Saison stand vor der Tür und

der erste Lauf startete in Kemmlitz. Diesen ersten

Lauf beendete ich auf Platz 3. Der erste erfahrene

Pokal ... Ich war megaaaaastolz. Die

ganze Saison lief relativ gut und am Ende des

Jahres war ich Meisterschaftsvierter. Mit nur einem

Punkt war ich am 3. Platz vorbeigeschrammt.

Schuld war ein Ausfall in Hilmersdorf!

Ich war trotzdem zufrieden mit mir, aber

mehr geht immer. Außerdem durfte ich noch ein

paar Rennen beim Flöha-Pokal mitfahren und

damit etwas Motocrossluft schnuppern. Bei beiden

Läufen wurde ich jeweils mit dem 3. Platz

belohnt.

2018 startete ich mit meiner 50er-KTM noch einmal

bei der ADAC-Jugend-Enduro-Cup-Sachsen-Serie

und wurde bei jedem Rennen mit dem

1. Platz belohnt. Somit war ich Enduro-Cup-Sie-

erst am 19.10.2019 (nach Redaktionsschluss).

Da werde ich nochmal alles geben, da ich momentan

Zweiter bin und den Meistertitel holen

möchte. Momentan fahre ich noch bei einigen

Rennen des ADAC Kids Cup in Berlin/Brandenburg

mit, da ich Sandtraining brauche.

Ich halte euch hier und auf facebook

auf dem Laufenden.

Drückt mir die Daumen.

Euer

Lenny #288

68 MOTOCROSS ENDURO

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