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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

erschwinglich waren“.

erschwinglich waren“. Diese in Nordwestsachsen gewonnene Erkenntnis trifft auch auf das Altenburger Land zu. Aus Forstakten geht hervor, dass neben Eichen- und Pappelstämmen auch Stämme weiterer Baumarten aus den Wäldern der Altenburger Umgebung abgegeben worden sind. Das betrifft jedoch stets nur einige wenige Exemplare. 1737 wurden einzelne Stämme von Hainbuche (Carpinus betulus), Rotbuche (Fagus sylvatica), Birken (Betula pendula et pubescens) und Ulmen (Ulmus spec.) verkauft (BAADE 2007). Für den Bau der Ehrenhainer Schule zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwähnt LÖBE (1905) auch den Kauf eines Eschenstamm (Fraxinus excelsior) (Anm. 6). 4.1.1.3 Nadelholz Beim Bau von Dachtragkonstruktionen wurde bisher ganz überwiegend Nadelholz nachgewiesen. Dabei wurden Tanne (Abies alba) und Fichte (Picea abies) in Bezug auf ihre Nutzbarkeit beim Hausbau im ostthüringischen Lößgebiet offensichtlich gleichwertig eingeschätzt und behandelt. Ein Vorteil beider Arten ist zweifellos ihr meist gerader Wuchs, der wenig Arbeiten beim Zurichten erfordert (ELLENBERG 1990: 94). Eingesetzt wurden beide Hölzer in allen Teilen der Dachtragkonstruktion, als Deckenbalken, Säulen, Sparren, Stuhlständer usw. (Tab. 2 und 5). Von besonderer Wichtigkeit als Bauholz war im Altenburger Raum seit dem Mittelalter über Jahrhunderte hinweg – wie noch gezeigt werden wird – die Weißtanne (Abies alba). Zu dieser Art schreibt ELLENBERG (1990: 96 - 97): „Die im Schwarzwald besonders häufige Tanne (...) ist für hölzerne Außenwände und besonders für den Blockbau viel weniger geeignet als Fichte, Kiefer oder gar Lärche, obwohl sie schnurgerade wächst. Doch läßt ihr harzarmes Holz an Haltbarkeit zu wünschen übrig, wenn es nicht gegen Regen absolut geschützt ist.“ In fürstlichen und landesherrschaftlich geförderten Gebäuden in Altenburg, wo überwiegend Holz aus den herzoglichen Forsten (also hauptsächlich aus dem Leinaforst) verwendet worden ist, dominiert Tannenholz dennoch absolut. Fichtenhölzer sind dort bisher nur siebenmal nachgewiesen worden. Vier dieser Hölzer konnten nicht datiert werden. Ihr Einbau kann relativ spät erfolgt sein. Die anderen drei wurden erst nach 1700 gefällt. Diese Ergebnisse decken sich mit den wenigen eingesehenen Jahresrechnungen der fürstlichen Forste. Angaben zur Lieferung von Fichten- und Kiefernstämmen aus diesen Revieren zum Altenburger Schloss sind bis ins 19. Jahrhundert hinein noch nicht gefunden worden. Hinweise darauf, dass im Schlosskomplex auch Holz verbaut wurde, welches aus anderen Ämtern stammt, gibt es nur wenige (vgl. 4.3.2). Belegt sind hin und wieder Holzlieferungen aus Wäldern bei Waldenburg (KÜNZL 2002 mdl.), bei denen uns die Baumart unbekannt geblieben ist.

Im Gegensatz zu den in Tabelle 2 erfassten Gebäuden lassen die sonstigen dendrochronologischen Bauholzuntersuchungen im Altenburger Land erkennen, dass der Anteil von Tanne und Fichte im Hausbau einem Wandel unterworfen war (Tab. 5 – 7). Im 15. Jh. war Tanne bei Bürgerhäusern und bäuerlichen Gebäuden die mengenmäßig bedeutendste Bauholzart. In den darauffolgenden Jahrhunderten nahm der Fichtenanteil dort ständig zu und verdrängte die Tanne bis Anfang des 19. Jahrhunderts als Bauholz vollständig. Die frühesten Belege für die Verwendung von Fichtenholz im Altenburger Land wurden in Altenburg, Pauritzer Straße 19 gefunden (Tab. 5). Die 1490/91 gefällte Fichte (Nr. 212) hatte 41 Jahrringe, war also etwa 1450 gekeimt (Anm. 5). Außerhalb des Stadtgebietes wurde Fichtenholz in Gebäuden mehrerer Ortschaften nachgewiesen; die ältesten Belege stammen aus Gieba (Fälldatum 1564), Ponitz (1568/69), Jonaswalde (1574), Ehrenhain (1606/07), Heyersdorf ([1602] 1616, Grünberg (1624), Lucka (1653), Ronneburg (1661), Monstab ([1666] 1668/69) und Lehma (1685/86). Die Herkunft dieser Fichtenstämme ist gegenwärtig noch unklar, denn weder in den Rechnungen über Holzverkäufe aus den fürstlichen Wäldern 1418 – 1421, noch in jener aus dem Jahre 1737 wird Fichte erwähnt. Gemeine Kiefer (Pinus sylvestris) wurde im Altenburger Land nur selten als Bauholz verwandt (vgl. 4.4), obwohl der Harzreichtum ihrer Stämme einen besseren Schutz vor Fäulnis garantiert als Fichte. Als entschiedenen Nachteil hebt jedoch schon ELLENBERG (1990: 94) den meist krummen Wuchs der Bäume hervor. In den Wäldern des Altenburger Lößhügellandes dürfte die Gemeine Kiefer ursprünglich höchst selten vorgekommen sein (HEMPEL 1982; BAADE 1996), weil sie nur auf lößfreien Sonderstandorten geeignete Bedingungen findet. Daher entspricht es den Erwartungen, dass unter den insgesamt 608 dendrochronologisch beprobten Hölzern (Tab. 2 und 5) nur 19 Kiefern (3,1%) nachgewiesen worden sind. Besonders früh wurde der Verbau von Kiefernholz in Maltis (Fälldatum 1630/31), Jonaswalde (1657/58), Gößnitz (1702/03) und Gardschütz (1714/15 nachgewiesen. Im Stadtgebiet von Altenburg (Fleischergasse 6) nachgewiesene Kiefernstämme konnten nicht datiert werden bzw. stammen erst aus dem 19. Jh. (Burgstraße 17). Spezielle Hinweise sind an dieser Stelle zum Röhrholz notwendig. Der Verkauf von „Röhrbäumen“ aus dem Leinaforst wird in Forstrechnungen mehrfach belegt. Dabei ist jedoch nie die Baumart vermerkt. Deshalb wurde durch M. Gawlik und U. Noack (Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg) bei mehreren undatierten und zufällig gefundenen Röhrhölzern die Holzart bestimmt. Zwei wurden im Juni 2002 auf dem Altenburger Kornmarkt freigelegt. Das Holz war noch erstaunlich gut erhalten. Ein weiteres wurde 2002 an der Straße von Treben nach Fockendorf ausgegraben und von R. Böhme (Treben) gesichert.

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