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Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Bauholz, Bauholztransport und Forstwirtschaft im Altenburger Land ...

Gliederungen der Bauern)

Gliederungen der Bauern) an Jagdfrone und Holzfuhren aus verschiedenen Forsten gebunden (HEMPEL 1819 u. Klöppel 2002 mdl.): 1. Reiten: Gößnitzer, Bornshainer, Schmöllnsche und übrige Hölzer, die nahe Ronneburg liegen 2. Reiten: Kammer- und Luckaer Forst, Deutsches Holz und Pahna 3. Reiten: Leina und Grenzhölzer zum Kurfürstentum und der Schönburgischen Herrschaft Die Anspanner hatten Holz- und Baufronfuhren für nur sehr wenig Lohn zu erledigen (SEIFERT 1937). Diese Frondienste wurden von den Anspannern des Amtes Altenburg als unangemessene Last empfunden und waren offensichtlich sehr umstritten. Der von ihnen angestrengte Prozess muss als indirekte Folge der französischen Revolution von 1789 angesehen werden. Die massive Klage der Anspanner des Amtes Altenburg, die Zahl dieser Frontage auf sechs zu begrenzen, wurde 1790 vom Landesherrn, Herzog Ernst II. von Sachsen Gotha- Altenburg, allerdings abgewiesen (Anm. 17). Übernehmen mussten die Fronbauern auch Holztransporte aus benachbarten Territorien. 1727 – 1729 wurden sie z. B. angewiesen, Holz und Werkstücke zum Schlossbau in Altenburg aus den kursächsischen und naumburgischen Wäldern zu holen. Anderes Holz („Röhren und Baumstämme“) musste aus den tautenhainischen und anderen eisenbergischen Forsten, aber auch aus Waldenburg mit „3 Pferden je Fuhre“ herangeschafft werden (ThStA Abg, Kammer zu Altenburg, Amt Altenburg, Nr. 1081). Die Inanspruchnahme von Spanndiensten der Fronbauern für eine nur geringe finanzielle Entschädigung bot den Lehnherren Preisvorteile im Verhältnis zu gewerblichen Fuhrleistungen. Diese Benachteiligung der Fronbauern war ein wesentlicher Anlass zur oben angeführten Beschwerde der Pferdefröner 1790 (SEIFERT 1937). Zur Aufklärung des Holzhandels in historischer Zeit könnte die Auswertung der Geleitsrechnungen beitragen. Das lassen Aussagen von STRAUBE (1997) erkennen. Er wertete die Rechnungen der Geleitsstellen Altenburg, Borna und Gerstenberg aus dem Zeitraum vom 1. 5. bis 18. 11. 1525 aus, um die Versorgung des sächsischen Erzgebirges mit Getreide und Salz aus Nordwestsachsen und Ostthüringen erfassen zu können. In 29 Wochen des Sommerhalbjahres wurden die Geleitsstellen von 12285 Pferden, 2837 Wagen und 381 Karren in Richtung Erzgebirge passiert. Unser Problem, den Holzhandel betreffend, stellt er auf diesen Untersuchungen basierend fest (in litt. vom 03. 03. 2002): „..., wobei zu bedenken ist, daß die Rückfrachten fast durchweg als ´Holz´, sehr selten als ´bauholz´ oder ´Bretter´ bezeichnet wurde. Wichtig ist der Hinweis, daß die Fuhrleute sehr selten ´leer´ zurück fuhren, allein schon, um die Transportkosten zu minimieren.“

Für Anfang des 19. Jh. äußert sich SCHMALZ (1820: 265) zu diesem Problem: „Das nötige Bauholz holen die Altenburger zum größten Theil aus dem Reußischen oder aus der Gegend bei Eisenberg, wo es noch große Forsten giebt.“ Anschließend schildert er, dass die Käufer, Bauherren aus Altenburg, das Holz von Handwerkern in Waldnähe zurichten und erst dann zur Baustelle fahren lassen, um Geld zu sparen. Einen ähnlichen Zweck hatten Anweisungen aus dem Jahre 1790 (ThStA Altenburg, Kammer zu Altenburg, Amt Altenburg, Nr. 1081): „ ..., Eichen und andere Stämme sind nicht ´gewaldrappet´ vor dem Transport und werden an Ort und Stelle ´in die Späne gehauen´, sollen zukünftig nicht stärker als nötig bemessen sein.“ Schon früher aber haben Zimmerleute Bauholz im Forst zubereitet; 1700 erhielten Zimmerleute aus Schmölln Lohn für Arbeiten, die sie im Leinaforst verrichtet hatten (ThStA Altenburg, Kammer zu Altenburg, Amt Altenburg, Nr. 1407: 76 ff.). Unter dem hier angesprochenen Aspekt lohnt sich die Betrachtung der dendrochronologisch ermittelten Zahl von Jahresringen. Mehrfach sind Hölzer mit nur wenigen Jahresringen, also relativ dünne Hölzer, verbaut worden. Auf die den Anforderungen entsprechende Qualität ist zweifellos geachtet worden. Mit dem Kauf derartig dünner Hölzer wurden aber Preis und Transportprobleme minimiert. 4.3.3. Bauholzversorgung durch Flößerei EIßING (CRAMER & EIßING 1996: 20) stellte fest: „Der Holztransport über die Flüsse und Seen war über das gesamte Mittelalter bis zur Einführung der Eisenbahn im 19. Jahrhundert die einzige Möglichkeit, das Massengut Holz über weite Strecken zu transportieren.“ ADAM (2005) schildert die Bedeutung der Bauholzflößerei vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in Niedersachsen an mehreren Beispielen und erörtert damit verbundene Probleme. Zur Flößerei auf Sprotte und Pleiße liegen mehrere Publikationen vor (z.B.: F. L. 1935, RENZ 1938, BRÄUNLICH 1936, HARTMANN 1988, 1990, GEHLAUF 1996, SCHNEIDER (o. A.), GREBENSTEIN 1984 u. a.); dazu äußert sich auch GLONKA (o. J.) unter Berufung auf GEISTFELD (1963) u.a. Berichtet wird stets nur von Scheitholzflößerei. Genutzt wurde die Pleiße in mehreren Perioden zur Flößerei, die zeitlichen Angaben dazu sind aber z. T. widersprüchlich. HARTMANN (1990: 244) gibt Flößerei auf der Pleiße durch die landesherrliche Floßanstalt 1578 – 1600 bis Leipzig und 1698 – 1723 bis Münsa an. Die Angaben von F. L. (1935) sind nahezu identisch; das Ende der Pleißeflößerei datiert er für 1733 (bis Münsa). Herkunftsgebiet des ab 1779 geflößten Holzes war der Werdauer Forst, der südlich von Altenburg in Sachsen liegt. Dort wurden 1578 durch Vertiefung zweier Bäche „zwei Floßgräben bis ins Herz des Werdauer Waldes angelegt, Teiche vertieft“ und weitere Maßnahmen durchgeführt, so dass schon 1579 die Floßstrecke vom Werdauer Forst über die Pleiße

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