Aufrufe
vor 6 Tagen

RE KW 07

S CHNAPPSCHUSS D A WAR

S CHNAPPSCHUSS D A WAR WAS LOS... Josef Geisler zeigte sich vom Steeger Projekt überzeugt und attestiert den Status eines Vorzeigeprojekts. Fotos: Schimana „Bobfahrer“-Pilot Helge Thomsen vom Grip-Team (Motorsportmagazin) drehte seine Runden in Weißenbach. Sendetermin ist der 25. Februar. Foto: Fürrutter AK warnt: Sozialabbau stürzt viele in Armut! „Wer die Notstandshilfe abschaffen will, bereitet der Armut in Österreich den Weg“, warnt AK Präsident Erwin Zangerl. Die AK sagt deshalb Nein zur geplanten Abschaffung dieser Sozialleistung. Die Abschaffung der Notstandshilfe zählt zu den „großen“ Plänen der neuen Bundesregierung. Dadurch will man „Durchschummler“ entlarven. Doch die Notstandshilfe zu streichen und Langzeitarbeits- lose in die Mindestsicherung zu schicken, kommt einer Vermögenssteuer für Menschen in schwierigen Lebensumständen gleich. „Damit werden keine Probleme gelöst, sondern Menschen in ohnehin schwierigen Situationen werden bestraft und in ihrer Existenz massiv gefährdet“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl. Mehr als ein Drittel der Notstandshilfe-Bezieher zäh- Foto: mekcar/Fotolia.com len zur Gruppe 50 plus. Wenn diese Menschen in die Mindestsicherung geschickt werden, bedeutet das den „direkten Weg in die Schuldenfalle und die Altersarmut“. Die Notstandshilfe abzuschaffen würde eine kalte Enteignung der Betroffenen bedeuten, so Zangerl. Es würde sich nicht nur die ungleiche Vermögensverteilung weiter verschärfen, sondern auch die Armut. Betroffen wäre vor allem die Mittelschicht, wo der Staat plötzlich auf die bescheidenen Vermögen vieler Arbeitnehmer zugreifen könnte, die meist unverschuldet in die Langzeitarbeitslosigkeit gedrängt wurden. „Arme besteuern und Reiche entlasten kann nicht der Weg für einen fairen sozialen Ausgleich sein, deshalb werden wir entschieden gegen diese Art von Politik auftreten“, so AK Präsident Zangerl. (sas) Auf Initiative des Bürgermeisters von Steeg, Günter Walch und Bezirksbauernobmann Christian Angerer besuchten LH-Stv. Josef Geisler und BR-Vizepräsidentin Sonja Ledl-Rossmann die Sennereigenossenschaft in Steeg im oberen Lechtal. In dritter Generation wird die Sennerei von der Familie Sojer betrieben und ausschließlich Milch heimischer Bauern wird zu hochwertigem Käse und Jogurt verschiedenster Sorten verarbeitet. Das Ladengeschäft der Sennerei verkauft die eigenen Produkte direkt, daneben aber auch weitere bäuerliche Erzeugnisse aus der Region. „Die Gaststube im Geschäft hat ganzjährig geöffnet, ist ein Magnet für Gäste und ein beliebter Treffpunkt für die ganze Gemeinde“, wissen Bgm. Walch und Vize-Bgm. Zangerl. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist aber auch die gute Zusammenarbeit mit den heimischen Tourismusbetrieben, die ihren Gästen die Produkte anbieten. Dadurch kann auch ein entsprechender Preis erzielt werden, der es erlaubt, den liefernden Bauern auch ganzjährig einen entsprechenden Alm- und Heumilchpreis für die rund 950.000 Liter Milch im Jahr zu bezahlen. Dazu Bezirksobmann Christian Angerer: „Ich sehe in der engen Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tourismus in vielfältigen Formen die Zukunft für unsere Betriebe. Den Weltmarkt können wir nicht mitbestimmen. Wir müssen unsere Stärke in der Region nutzen.“ Aufgrund des Erfolges stößt die Sennerei in ihrer derzeitigen Größe an ihre Kapazitätsgrenze. Schon jetzt muss Käse zum Reifen in das benachbarte Vorarlberg „ausgelagert“ werden. Das macht die Produktion umständlich und kostenintensiv. Daher hat die Genossenschaft in Zusammenarbeit mit der Regionalentwicklung Außerfern ein Konzept für eine Erweiterung der Produktionsstätte erarbeitet, das LH-Stv. Josef Geisler präsentiert wurde. Nach Fertigstellung der Planung und Feststellung der Kosten werden sämtliche Fördermöglichkeiten geprüft, um eine tragfähige Finanzierung zu gewährleisten. „Hier entsteht ein Vorzeigeprojekt mit Beispielwirkung. Die Zusammenarbeit unter den Bauern, mit der Genossenschaft, dem Tourismus und der Gemeinde Steeg ist vorbildlich“, zeigt sich Geisler von dem Projekt angetan. In der Steeger Sennerei Sojer wird ausschließlich die Milch heimischer Bauern zu Käse und Joghurt verarbeitet. RUNDSCHAU Seite 4 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN 14./15. Februar 2018

Die Suche nach einem Augenarzt läuft im Bezirk Reutte weiter auf Hochtouren. Seit drei Jahren gibt es im Außerfern keinen einzigen derartigen Fachmediziner mehr, der mit der Krankenkasse zusammenarbeitet. Drei Ausschreibungen blieben bislang ergebnislos. Von Sabine Schretter Bald wieder Durchblick? Augenarzt in Sichtweite könnten in einer modularen Bauweise entsprechende Räumlichkeiten für eine Augenarztpraxis geschaffen werden. Parallel dazu laufen bereits Gespräche mit potenziellen Interessenten an dieser Kassenstelle. Im Bereich der Kinderheilkunde hatte man im Bezirk mit ähnlichen Problemen zu tun. Trotz intensiver Bemühungen interessierte sich kein derartiger Kassenarzt für eine Niederlassung im Außerfern. Gemeinsam mit der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) wurde an einer Lösung gefeilt – mit Erfolg. Seit zweieinhalb Jahren deckt eine eigene Ordination im BKH Reutte die kinderärztliche Versorgung im Bezirk ab. Ein Angebot, das ohne finanziellen Selbstbehalt an sieben Tagen in der Woche in Anspruch genommen werden kann. Wer im Außerfern derzeit einen Augenarzt braucht, der muss über die Bezirksgrenzen hinausfahren. Der einzige Fachmediziner, der auch einen Kassenvertrag hatte, ging mit Ende 2014 in Pension. Die Stelle wurde bereits drei Mal ausgeschrieben – ohne zählbares Ergebnis. Nun versucht der Ausschuss des Bezirkskrankenhauses einen neuen Anlauf. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, der Bevölkerung im Außerfern die bestmögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen“, sagen die Bürgermeister des Krankenhausverbandes. MEDIZINISCHE „NAHVER- SORGUNG“. „Wir müssen das Bald könnte sich wieder ein Augenarzt mit Kassenvertrag im Außerfern ansiedeln. Die Bürgermeister des Krankenhausverbandes und BR-Vizepräsidentin Sonja Ledl- Rossmann haben einen Lösungsvorschlag. Foto: Gemeinde Ehenbichl Umfeld so attraktiv wie möglich gestalten, um wieder einen Vertragsarzt ins Außerfern zu bekommen. Durch die Zurverfügungstellung von Infrastruktur könnte ein entsprechender Anreiz geschaffen werden“, denken die Kommunalpolitiker eine konkrete „medizinische Nahversorgungsförderung“ an. Auf dem Areal des Bezirkskrankenhauses (BKH) in Ehenbichl RASCHE UMSETZUNG AN- GESTREBT. Den gleichen Lösungsansatz wollen die verantwortlichen Bürgermeister nun auch im Bereich der Augenheilkunde umsetzen. Bundesratsvizepräsidentin Sonja Ledl- Rossmann will ihren politischen Einfluss geltend machen und eine rasche Realisierung vorantreiben. Erste Vorgespräche mit der Gebietskrankenkasse fanden bereits statt und die Aussichten auf die Wiederansiedlung eines Augenarztes mit Kassenvertrag im Außerfern stehen nicht schlecht. TGKK-Direktor Arno Melitopulos dazu: „Wir unterstützen dieses Vorhaben und prüfen derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen.“ BÜRGERMEISTERINNEN UND BÜRGERMEISTER DES BEZIRKES REUTTE FÜR SONJA LEDL-ROSSMANN Beginnend links oben: Hanspeter Außerhofer, Stanzach | Günter Blaas, Holzgau | Egon Brandhofer, Bach | Dietmar Berktold, Berwang | Markus Eberle, Tannheim | Michael Fasser, Gramais | Harald Friedle, Häselgehr | Hansjörg Fuchs, Lechaschau | Werner Gehring, Zöblen | Gottfried Ginther, Vorderhornbach | Heiner Ginther, Elmen | Martin Hohenegg, Ehrwald | Klaus Hornstein, Nesselwängle | Bernd Huber, Pfafflar | Vinzenz Knapp, Höfen | Martin Kärle, Hinterhornbach | Günter Keller, Vils | Karina Konrad, Jungholz | Stefan Lagg, Lermoos | Norbert Lorenz, Kaisers | Christian Müller, Wängle | Martin Schädle, Grän | Helmut Schönherr, Pflach | Sieghard Wachter, Musau | Hanspeter Wagner, Breitenwang | Günther Walch, Steeg | Karl Wechselberger, Pinswang | Karl-Heinz Weirather, Forchach | Wolfgang Winkler, Ehenbichl | Klaus Ziernhöld, Bichlbach | Walter Zobl, Namlos | Waltraud Zobl-Wiedemann, Schattwald | Hans Dreier, Weißenbach LANDTAGSWAHL 2018 GEBEN AUCH SIE IHRE STIMME SONJA LEDL-ROSSMANN 14./15. Februar 2018 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN RUNDSCHAU Seite 5