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RE KW 07

SEIT 1922 Starkbier-Zeit

SEIT 1922 Starkbier-Zeit Aschermittwoch bis Ostern Eine Zeit geht in die andere über: Der Fasching wird zur Fastenzeit. Der Aschermittwoch konfrontiert die Menschen mit der Endlichkeit des Seins. Die Botschaft: Das Leben überdenken und Ballast abwerfen. In der Fastenzeit soll sich der Mensch wieder auf das Wesentliche konzentrieren und sich im Verzicht üben. Früher galten für diese Zeit viele strenge Regeln und so wurde oft bei wenigen Bissen Brot und einigen Schlucken Wasser gefastet. Alle anderen Nahrungsmittel waren tabu. Heute gelten lediglich der Aschermittwoch und der Karfreitag als strenge Fastentage. DIE ANDERE ART DES FAS- TENS. Das Fasten muss sich allerdings nicht nur um das Essen drehen. Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch zählen zu den beliebtesten Nahrungsmitteln, auf die Menschen in der Fastenzeit verzichten. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Zeit bis Ostern bewusst zu erleben. So verschieden die Fasten-Varianten auch sein mögen, das Ziel ist im Grunde immer das gleiche: Es geht So viel mehr als Verzicht Das Leben überdenken und Ballast abwerfen (eci) Der Aschermittwoch setzt der Faschingszeit ein Ende und läutet den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit ein. Jene Zeitspanne, die Jesus allein fastend in der Wüste verbrachte. Fasten ist im weitesten Sinne vergleichbar mit dem Blick durch eine geputzte Fensterscheibe: Was vorher verschwommen war, ist auf einmal wieder klar sichtbar. um einen Frühjahrsputz von innen, um eine Art Reinigung durch bewussten Verzicht. Heute sieht man die Fastenzeit unter anderem als Möglichkeit, gewohnte Konsum- und Verhaltensmuster zu durchbrechen und zu überdenken. Im Idealfall entwickelt man dadurch ein besseres Gespür für sich selbst, für die eigene Lebensweise und dafür, was man wirklich braucht. Hineinhören und das innere Geschehen bewusst wahrnehmen, realisieren, was, oder womit man sich unnötig unter Druck setzt. Verzichten Sie auf diesen Druck, auf negative Gedanken, auf Nörgeleien und dergleichen. LOSLASSEN – WENIGER IST MEHR. Der Sinn des Fastens liegt vielleicht auch darin, sich seiner Abhängigkeit bewusst zu werden. Durch den vorübergehenden Verzicht beweist man sich, dass man auch ohne diese Abhängigkeiten leben, ja – vielleicht sogar leichter leben kann. Es geht im weitesten Sinne darum, loszulassen. Negative Gedanken loslassen und aus alten Denkspiralen aus- brechen. Zugegeben, das ist schwer, aber es ermöglicht ein ganz neues, leichteres Leben. Energiegeladen und motiviert können neue Impulse, die neuen Inputs in den Alltag integriert werden. Wer fastet, in welcher Form auch immer, muss aus seinem Alltag ausbrechen und das bedeutet Veränderung. Vielen Menschen sträuben sich allein bei diesem Wort bereits die Nackenhaare. Aber das ist ganz normal. Jede Veränderung ruft zuallererst Widerstand hervor, denn jede Veränderung, jeder Abschied schmerzt und macht Angst. Möglicherweise geht es darum, die Angst zu ignorieren und des Mutausbruch zu haben, etwas zu wagen und zu verändern. „Bedenke, dass du Staub bist“ (eci) Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Doch, wie kam dieser Tag zu seinem eigenwilligen Namen? Zurückzuführen ist dieser auf einen alten kirchlichen Brauch, der sich im Laufe der Jahre etwas gewandelt hat. Um Buße zu tun, legten Gläubige einst ein Bußgewand an und wurden zudem mit Asche bestreut. Von der alten Bußpraxis hat sich bis heute der Ritus der Aschenbestreuung erhalten. Im Bewusstsein ihrer Fehler ließen sich später Christen zum Zeichen der Reue – am Aschermittwoch – Asche aufs Haupt streuen. Mittlerweile wird Aschermittwoch die Asche Beim Fasten geht es unter anderem darum, sich zu entlasten, um neue Kräfte zu sammeln und um zu sich zu kommen. Im besten Fall lernt man dadurch, wieder bewusster und mehr im Hier und Jetzt zu leben. Foto: Pixabay der verbrannten Palmzweige des Vorjahres im Zuge des Gottesdienstes gesegnet. Der Priester zeichnet den Gläubigen mit eben dieser Asche ein Kreuz auf die Stirn. Dazu werden die Worte: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“, gesprochen. Es handelt sich hierbei um eine Art symbolischer Reinigung. Asche gilt als Zeichen für die menschliche Vergänglichkeit und ist ein Symbol für Trauer und Buße. Die heilige Messe am Aschermittwoch wird groß zelebriert und steht ganz im Zeichen der liturgischen Farbe Violett. 6632 Ehrwald • Tel. 0 56 73 / 22 44-0 • www.linzgieseder.at A. Linzgieseder bringt’s: Bieriger Hochgenuss zur Fastenzeit direkt von Ihrem Getränkeprofi! 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Starkbier-Zeit Aschermittwoch bis Ostern (eci) Das Fisch-Symbol als Erkennungszeichen für Christen ist im Neuen Testament verankert. Es stammt aus der Zeit vor den unterschiedlichen Konfessionen bzw. aus der des Urchristentums und somit gilt der Fisch als Zeichen aller Christen. Der symbolträchtige Fisch Jahrehundertelang in Vergessenheit geraten Der Fisch ist fest mit der Person Jesu und mit seiner Kirche verbunden. Insbesondere durch den wunderbaren Fischfang und durch die Brotvermehrung, die zugleich eine Vermehrung von Fischen war. GEHEIMES GLAUBENSSYM- BOL. Der Fisch steht bei Christen Verzicht ist meist negativ behaftet Wenn man nicht brav ist, bekommt man keine Süßigkeiten und darf dieses oder jenes nicht machen. Da ist er schon, der Verzicht: In der Kindheit hat er seine negative Bedeutung erhalten. Aber als Erwachsener muss man nicht mehr bevormundet werden, man will es auch nicht. Nicht einmal von sich selbst. Also verzichtet man auf den Verzicht. Wer sich allerdings doch einmal für einige Zeit im Verzicht übt, wird überrascht sein, wie gut einem das tun kann: weniger Alkohol, weniger fettiges Essen, weniger negative Gedanken usw. Manchmal ist weniger also doch mehr. nicht nur aufgrund des Fleischverzichts auf dem Speiseplan. Denn seit langem ist der Fisch ein christliches Symbol. Was steckt hinter dem Fischsymbol? Der Fisch ist ein Symbol, das an Jesus erinnert und damals zu einem Geheimsymbol bzw. zu einem Code für Christen wurde. Dahinter steckt die Geschichte des Urchristentums, als Gläubige Hinrichtungen fürchteten und ihren Glauben geheimhalten mussten. Es wird angenommen, dass die Christen, die in jener Zeit wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt wurden, den Fisch als Geheimzeichen verwendeten. Um sich einander zu erkennen zu geben, zeichnete jemand eine gekrümmte Linie auf den Boden, die andere Person gab sich durch die Ergänzung des Gegenbogens ebenso als Christ zu erkennen. WARUM GERADE DER FISCH? Jesus verglich Christen nicht nur mit Schafen, sondern auch immer wieder mit Fischen. So erklärte er beispielsweise seinen ersten Jüngern, er wolle sie zu Menschenfischern machen. Neben dem Wasser und der Taube ist der Fisch Teil der wichtigen Symbole. Lange Zeit ist dieses Erkennungszeichen in Vergessenheit geraten, aber seit den 70er Jahren ist es immer wieder z.B. an Heckscheiben oder Heckklappen vieler Autos zu sehen und sagt einiges über die Fahrer aus. Der christliche Fisch – ein wiederbelebtes Glaubenssymbol. 14./15. Februar 2018 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN RUNDSCHAU Seite 25