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TE KW 07

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Nach einem Bauträgerwettbewerb, zu dem der Tiroler Bodenfonds in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Inzing eingeladen hatte, geht es nun an die konkrete Umsetzung. „Die bislang gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass die Vorgabe einer 5-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingen kann, wenn eine Gemeinde, ein gemeinnütziger Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken. Ich freue mich AK warnt: Sozialabbau stürzt viele in Armut! „Wer die Notstandshilfe abschaffen will, bereitet der Armut in Österreich den Weg“, warnt AK Präsident Erwin Zangerl. Die AK sagt deshalb Nein zur geplanten Abschaffung dieser Sozialleistung. Die Abschaffung der Notstandshilfe zählt zu den „großen“ Plänen der neuen Bundesregierung. Dadurch will man „Durchschummler“ entlarven. Doch die Notstandshilfe zu streichen und Langzeitarbeits- lose in die Mindestsicherung zu schicken, kommt einer Vermögenssteuer für Menschen in schwierigen Lebensumständen gleich. „Damit werden keine Probleme gelöst, sondern Menschen in ohnehin schwierigen Situationen werden bestraft und in ihrer Existenz massiv gefährdet“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl. Mehr als ein Drittel der Notstandshilfe-Bezieher zäh- Foto: mekcar/Fotolia.com 5-Euro-Wohnprojekt in Inzing startet Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft TIGEWOSI baut Anlage mit 18 Wohnungen Wohnbaulandesrat Johannes Tratter gab bereits vor zwei Jahren den Startschuss für das sogenannte 5-Euro-Wohnen. Nach ersten erfolgreich umgesetzten bzw. im Bau befindlichen Projekten in Schwaz (Bauträger NHT) und in Kitzbühel (Bauträger WE) entsteht nun auch in Inzing eine derartige Wohnanlage. - Die RUND- SCHAU berichtete kürzlich bereits ausführlich, als das Projekt bei der Gemeindeversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Montag vergangener Woche stellten LR Johannes Tratter, Bürgermeister Josef Walch und TIGEWOSI-Geschäftsführer das 5-Euro-Wohnprojekt der Presse vor. Von Gebi G. Schnöll darüber, dass heuer die Gemeinde Inzing gemeinsam mit der TIGE- WOSI, die sich mit ihrem Projekt im Wettbewerb behaupten konnte, eine entsprechende Anlage realisiert“, informiert Wohnbaulandesrat Johannes Tratter beim gemeinsamen Pressetermin mit Bürgermeister Josef Walch und TIGEWOSI Geschäftsführer Franz Mariacher. len zur Gruppe 50 plus. Wenn diese Menschen in die Mindestsicherung geschickt werden, bedeutet das den „direkten Weg in die Schuldenfalle und die Altersarmut“. Die Notstandshilfe abzuschaffen würde eine kalte Enteignung der Betroffenen bedeuten, so Zangerl. Es würde sich nicht nur die ungleiche Vermögensverteilung weiter verschärfen, sondern auch die Armut. Betroffen wäre vor allem die Mittelschicht, wo der Staat plötzlich auf die bescheidenen Vermögen vieler Arbeitnehmer zugreifen könnte, die meist unverschuldet in die Langzeitarbeitslosigkeit gedrängt wurden. „Arme besteuern und Reiche entlasten kann nicht der Weg für einen fairen sozialen Ausgleich sein, deshalb werden wir entschieden gegen diese Art von Politik auftreten“, so AK Präsident Zangerl. Wohnbaulandesrat Johannes Tratter, Bürgermeister Josef Walch und TIGEWOSI- Geschäftsführer Franz Mariacher sehen der Realisierung einer 5-Euro-Wohnanlage in Inzing mit Freude entgegen. Foto: Land Tirol ERFOLGREICHE KOOPERA- TION MIT TIROLER BODEN- FONDS. Neben Mitteln aus der Wohnbauförderung (WBF) und Zugeständnissen im Hinblick auf eine möglichst einfache Bauausführung und Ausstattung wird das Projekt in Inzing letztlich durch die Einbindung des Tiroler Bodenfonds (TBF) möglich, der ein dem engen Kostenrahmen entsprechendes Grundstück zur Verfügung stellte. Errichtet wird die neue 5-Euro-Wohnanlage auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Kalkofen-Areal. Der Baubeginn soll noch im Herbst erfolgen, mit einer Fertigstellung der Anlage ist bis Spätherbst 2019 zu rechnen. Die Vergabe der insgesamt 18 Wohnungen (12 Zwei-Zimmer-Wohnungen, fünf Drei-Zimmer-Wohnungen und eine Vier-Zimmer-Wohnung) läuft über die Gemeinde Inzing, die bereits im Sommer 2017 eine Erhebung zum vorhandenen Wohnbedarf durchgeführt hatte. WOHNBAUFÖRDERUNG FÖRDERT „BESONDEREN MIETWOHNBAU“. Den rechtlichen Rahmen zur Umsetzung bietet die Wohnbauförderung unter Anwendung der Richtlinie zum „Besonderen Mietwohnbau“, unterstützt durch einen Beitrag aus der WBF-Impulsförderung. Künftige Nutznießer der in diesem Rahmen errichteten Wohnungen sind Personen mit geringem Einkommen (konkret: zwei Drittel der bestehenden Einkommensgrenze in der Wohnbauförderung). „Rund ein Zwölftel des gesamten Landesbudgets fließt in die Wohnbauförderung, deren Angebote in den letzten Jahren Schritt für Schritt ausgebaut und verbessert wurden. Mit der 5-Euro-Förderschiene für besonders günstige Wohnungen werden gezielt einkommensschwache Wohnungssuchende unterstützt“, bekräftigt Wohnbaulandesrat Tratter das Bekenntnis der Landesregierung zum leistbaren und sozialen Wohnbau. TIROLER BODENFONDS (TBF) IST WICHTIGER PART- NER. Der TBF, der seit 1994 besteht und als Geschäftsstelle bei der Landesabteilung Bau- und Raumordnungsrecht angesiedelt ist, bewährt sich nicht nur in Inzing als praxisgerechtes Instrument, um leistbare Grundstücke für Wohnbau sowie Industrie und Gewerbe zur Verfügung zu stellen, indem er Flächen erwirbt und diese nach entsprechender Widmung durch die jeweilige Gemeinde als kostengünstige Bauplätze anbietet. Über die Einrichtung wurden bisher nach dem Erwerb großer Grundflächen 1.500 Grundstücke für den Wohnbau sowie 130 Grundstücke für die Ansiedlung von Betrieben gebildet. Für den Wohnbau wurden 1.200 Bauplätze verkauft, für Betriebsansiedlungen 100 Grundstücke. LMS-Veranstaltungen Im Mehrzwecksaal der Landesmusikschule Telfs findet am Donnerstag, dem 22. Februar, um 18.30 Uhr ein Holzbläserkonzert statt. Der nächste Volksmusikstammtisch mit Christine Schipflinger geht am Donnerstag, dem 22. Februar, um 20 Uhr im Gasthof „Schwarzer Adler“ in Pfaffenhofen in Szene. Freitag, 23. Februar, um 21.30 Uhr „Jam Session“ in der „Riddim Bar“ in Telfs, Montag 26. Februar, um 19 Uhr Außenstellenkonzert „Musik zum Tanze“ im Gemeindesaal Obsteig. RUNDSCHAU Seite 4 14./15. Februar 2018

Gelungenes Brunnenprojekt Seefelder Senioren schufen aus Holzstämmen prächtige Tröge (MiHe) Das Projekt „Bau von Holzbrunnentrögen“ wurde im vergangenen Herbst in der Seniorenresidenz Seefeld von Älteren mit Begeisterung bearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Von Michael Hertscheg Das Projekt bezog sich auf Aktivitäten der Bewohner in ihrer Lebensgeschichte. Zwei Pfleger mit Zweitberufen stellten das nötige Material und Knowhow zur Verfügung. Bereits vor dem ersten Advent konnten die Werkstücke bewundert werden. Sämtliche Bewohner, Pleger, Angehörige und Außenstehende nahmen mit Interesse am Projekt teil. Es entwickelten sich auch viele Gespräche über alte Zeiten, da früher vor jedem Hof solch ein Brunnentrog stand. Im Allgemeinen war es ein gelungenes Projekt und wird im Frühjahr fortgesetzt. Die Heimbewohner freuen sich natürlich schon riesig drauf. Als die Baumstammrohlinge und das Werkzeug geliefert wurden, packten die Heimbewohner sofort an. Fotos: Seniorenresidenz Seefeld www.landtagswahl.tirol WIR OLYMPIASIEGER GEMEINSAM TIROL VOR DEM OLYMPIA- MILLIARDEN- WAHNSINN BEWAHRT! Eine kleine Pause nach anstrengender Arbeit. Die mit viel Herzblut hergestellten Holzbrunnen dienen in der Winterzeit als Blumentröge. Sportgütesiegel für NMS Zirl Markus Sint Die Lehrer der Neuen Mittelschule (NMS) Zirl können sich seit Kurzem über eine weitere Auszeichnung freuen. Dabei handelt es sich um das Sportgütesiegel in Silber, das vom Land Tirol für vier Jahre an Bildungseinrichtungen verliehen wird, die sich im Besonderen um das Schulfach Bewegung und Sport bemühen. Natürlich bedarf es dafür auch der entsprechenden Ausrüstung und Infrastruktur. Diese ist in Zirl in einem sehr zufriedenstellenden Maß gegeben. Fachlehrer Mario Stillebacher durfte die Auszeichnung vergangene Woche von Landesrätin Beate Palfrader in Empfang nehmen. Foto: NMS Zirl 14./15. Februar 2018 Andrea Haselwanter-Schneider RUNDSCHAU Seite 5