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Muttermal (gekürzt)

Muttermal (gekürzt)

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Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Das machst du gut, besser als deine Eboli. wirft sich in Pose. Die kann ich auch. «Sie war gemeint, wo ich so grenzenlos, So warm, so wahr mich angebetet glaubte? O ein Betrug, der ohne Beispiel ist! Und eine Schwäche habe ich ihr verraten…» Den Schiller schaffe ich vor dem Frühstück. Das Muttermal «Wo unerhört der glänzendste Monarch Der Erde schmachtet. Wahrlich! solche Opfer Bringt hoffnungslose Liebe nicht. Wie feurig War nicht sein Kuss! Wie zärtlich drückt' er mich, Wie zärtlich an sein schlagend Herz!» Und? Na, bravo! Very good. Wirklich. Very good. Ha! Warum bist du plötzlich so lieb? Mir geht es gut. Zerbrich dir bloss nicht den Kopf, was das bedeuten soll. Es ist nicht, dass ich lieb bin. Kannst dich nicht einfach freuen, wenn es mir einmal ein wenig gut geht? Vielleicht kommt das von deiner Erziehung. Kleinbürgerlich artig. Moralisch… Du setzt mich doch damit unter Druck. Mit diesem «lieb-sein-müssen». © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Lass uns streiten. Ich finde dich sexuell unattraktiv, werde dir sicher auch bald wieder untreu sein. Vielleicht nicht mit einem Mann, aber bestimmt mit einer Phantasie. Mit meinem Traum von New York. Die Prüfung kann ich auch vergessen. Die Eboli kannst du doch. - 25 -

Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Du hast doch davon keine Ahnung. Wär' ich bloss in New York geblieben. Ich meine, New York hat mir echt 'ne Wahnsinnsmenge gebracht. New York hat mir die Augen geöffnet. Als Mensch, als Frau. In New York habe ich das Leben gesehen. New York, New York. Ich höre immer nur New York. Ja, New York ist New York. Das kannst du gar nicht verstehen. Ich liebe New York. In New York ist die kleine Klara aufgewacht. Und jetzt sitz ich hier. Mit mir. Geh du mal Büros putzen. Die blöde Paula, ja, die haben sie genommen. Die hat ja schon ein Diplom von der Journalistenschule. Was hat die, was ich nicht habe? Hör doch auf. Schau mich an! Sag die Wahrheit! Was du ehrlich denkst. Natürlich kommst du auf die Schule. Der Arzt hat mir doch das erforderliche Gesundheitszeugnis in einem geschlossenen Umschlag überreicht. Das ist doch üblich. Nein. Ärzte verkleben nun mal ihre Zeugnisse. Ich habe doch seinen Blick gesehen, als er mir die Augenlider auf zog. Wie der mich anschaute. Der sah eine Krankheit. Aids! Klotz! Aids! © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Ach, hör doch auf! Sei doch ehrlich! Ich hab ja nicht mal das Geld, um überhaupt an die Prüfung zu fahren. Hübsch genug bin - 26 -

01.01.2010 gekürzte Anlaufstellenliste - Startercenter NRW
Frau Dr. S. Koeppen, Universität Essen - gekürzt-
Stand Januar 2012 gekürzte Anlaufstellenliste - Startercenter NRW
1 INDIEN - EIN EINBLICK Karin Schunk M.A. (gekürzte Fassung ...