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Muttermal (gekürzt)

Muttermal (gekürzt)

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Klotz Klara Klotz Klara Klotz IX Der Tag danach. Klotz weckt Klara. Gleich ist zwei. Lass mich. Du wolltest, dass ich dich wecke. Sind doch Semesterferien. Du warst nicht an einer einzigen Vorlesung. Das Muttermal Klara Sind trotzdem Semesterferien. Jetzt lass mich. Schliesslich bist du wieder auf mir rumgeritten die ganze Nacht. Oder du wolltest auf mir rumreiten. Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Deine Mutter hat angerufen. Und Frau Schollenburg. Deine Mutter zweimal. Frau Schollenburg wünscht dir gute Besserung. Ich bin nicht krank. Ich kann diesen Scheissjob zwar nicht ausstehen, deswegen bin ich aber noch lange nicht krank. Sie haben es ja auch nicht geglaubt. Haben die mich etwa gefeuert? Sagt Frau Schollenburg. Bloss weil ich zwei Tage nicht… Ich meine, wie die mit mir umgegangen sind, so wie die mich behandelt haben! Das ist die reinste Sklaverei. Du kennst mich, ich meine, als Frau muss ich mich wehren, da schuftet man morgens um halb sechs, wenn alle Männer noch ihren Tiefschlaf pennen… Mir fallen jetzt noch die Arme ab. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Warst ja auch nur eine Woche dort. Das macht mich so wütend. So eine Gemeinheit! Ich werd da hingehen. Die können sich mein ausstehendes Geld hinten reinstecken. Steht auf. - 39 -

Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Ich würde das nicht so persönlich nehmen. Komm, trink eine Tasse Kaffee. Ich bin einfach fertig. Und wenn du jetzt sagen willst, ich hätte auch gestern hysterisch reagiert, kann ich dir nur sagen: Geh du mal mitten in der Nacht in die Küche, ohne Licht. Ja, und öffne den Kühlschrank, eine Hand schon am Hals der Bierflasche, und dann siehst du diesen ekelerregenden Mäusehintern und diesen ekelerregenden Mäuseschwanz. So ein Schrei, wegen einer kleinen Maus. Das mit dem Schreien ist Nervensache. Ja wohl. Und wenn du jetzt denkst, dass ich eine blöde Ziege bin, Recht hast du! Sonst hätte ich dich längst verlassen. Aber mein Selbstschutzmechanismus scheint zu versagen. Ich glaub', ich hab echt 'ne Klatsche weg. Nicht mehr ganz dicht unter dem Pony, wa? Wie sehnsüchtig du mich wieder anstarrst. Sogar deine Mutter weiss, dass ich dir hörig bin. Wie du wieder angezogen bist. Bestimmt wartet in der Schweiz so 'ne Latzhosen-Julia auf dich, du Strickjacken-Romeo. Ich liebe dich. Und ich fahr zurück nach New York. Klotz, lass mich! Ich meine, mein Bruder, mein grosser Bruder, der heiratet übermorgen eine Amerikanerin. Ich heirate keinen Schweizer, vielleicht heirate ich auch besser einen Schwarzen. Mit Musik im Blut. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Das habe ich dir aus der Stadt mitgebracht. Zieht Buch hervor. Dürrenmatt, aus einer Ramschkiste. Ich schlage es auf, einfach so, und was lese ich? «Wir können in dieser Stadt nicht zusammen leben, wir müssen uns trennen - ja - für immer - ja - dabei liebe ich dich so, - 40 -

01.01.2010 gekürzte Anlaufstellenliste - Startercenter NRW
Frau Dr. S. Koeppen, Universität Essen - gekürzt-
Stand Januar 2012 gekürzte Anlaufstellenliste - Startercenter NRW
1 INDIEN - EIN EINBLICK Karin Schunk M.A. (gekürzte Fassung ...