Aufrufe
vor 6 Monaten

versetzt! ohne Vorspiel

versetzt! ohne Vorspiel

Sonja Chiko Sonja Chiko

Sonja Chiko Sonja Chiko Sonja Chiko Sonja Chiko Sonja Chiko Sonja Chiko Sonja Versetzt! Was meinst damit, wir beide könnten einen Deal machen. Ist doch klar. Du hast ein Problem, und ich könnt dir helfen, und ich hab ein Problem, und du könntst mir helfen. Und wie kann ich dir helfen? Na ja… ich find dich echt Spitze Sonja. Und da dachte ich, dass danach Karl vergessen und dich für mich interessieren würdest. Du spinnst. Schon unsere Väter waren die besten Kumpels. Warum sollten wir's nicht auch sein? Lass unsere Väter aus dem Spiel, Chiko. Bevor ich mich für dich interessier, geh ich ins Kloster. Sei nicht so widerspenstig. Komm schon, Sonja, komm schon. Wir könnten gleich hier und jetzt damit anfangen. Wir sind alleine. Fass mich nicht an, Chiko. Du sollst mich nicht anfassen, hab ich gesagt. Ich schrei sonst. Ich schwör's. Und wer sollte es hören? Niemand mehr da, Sonja. Nur wir zwei. Du würdest doch nicht…? Seit Jahren schon begehr ich dich, Sonja. Und du gibst mir nicht mal eine Chance, nicht die kleinste. Da staut sich was an über die Jahre. Da denkt man sich aus, wie man das Unerreichbare erreichen kann. Verstehst du? Lass meinen Arm los. Du tust mir weh. Das willst du doch nicht. - 33 - © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

Chiko Sonja Chiko Sonja Chiko Karl Sonja Karl Sonja Richtig, meine Schöne. Das will ich eigentlich gar nicht, das heisst, wenn mich nicht dazu zwingst. Was einem zusteht und man nicht bekommt, wird einfach genommen. Du kannst mich mal, du Schwein. Pause. Wolltest doch nicht etwa weglaufen vor Chiko? Weglaufen vor mir? Solltest doch wissen, dass mich mit so was nur herausforderst. Jetzt gehörst mir. Die schöne Widerspenstige gehört mir. Ja! Nein, Chiko, nein. Hör auf. Ich will nicht. Ja, schrei nur. Schrei, Sonja, schrei. So hab ich's gern. Denn jetzt bist du mein. Jetzt bist mein… schrei schon… brenn für mich… endlich… Sechzehnte Szene He Sonja, das musst dir anhören. So ein Zufall… dieser alte Bekannte von meiner Mutter… Du wirst es kaum glauben, Sonja. Aber ich weiss nun, wer es war. Es war dein Vater. Ja, zuerst dachte ich auch, es sei einfach irgendein Hochstein, aber nein, es war dein Vater. Kein Zweifel. Meine Mutter und dein Vater haben sich gekannt. Ist das nicht ein Zufall? Ja, das ist schon ein komischer Zufall. Und nicht nur das. Das ist ein Zeichen. Ein Zeichen, dass wir beide zusammengehören. Und durch uns verbindet sich das, was einst vom Schicksal verweigert wurde. Wenn das nicht ein Zufall ist! Wenn das nicht ein Zeichen für uns ist. Ja, das ist schon ein sonderbarer Zufall. - 34 - © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

Friedrich Nietzsche Jenseits von Gut und Böse Vorspiel einer ...
Christfest, 25.12.08 - 10 Uhr Wannweil Stand 24.12.08 Vorspiel ...