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versetzt! ohne Vorspiel

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Karl Sonja Karl Sonja

Karl Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Versetzt! He, du freust dich ja gar nicht. Was ist dir denn über die Leber gelaufen? Lass mich in Ruhe. Ich will alleine sein. Was ist denn los? Hast ja völlig verweinte Augen. Und dein Gesichtsausdruck… He Sonja? Komm mir nicht zu nahe. Und versuch nicht ständig mich zu berühren. Lass mich! He, was ist geschehen? So kenn ich dich gar nicht. Erzähl schon. Kann nicht so schlimm sein. Karl? Hast je mal was gehabt mit Isa? Wegen sowas bist du so traurig? Spür ich da etwa Eifersucht in deinem Blick? Musst mich sehr lieben, Sonja… ich dich doch auch. Ist aber noch lange kein Grund, eifersüchtig zu sein. Hör auf, sonst werd ich noch verlegen. Hast du was mit Isa? Karl, ich will es wissen. Hier und jetzt. Was ist denn los? Sicher hab ich nichts mit Isa… lass uns lieber was unternehmen. Wie wär's denn mit Kino… oder lieber Theater? Zuerst noch ein Kuss. Der macht alles wieder gut. Fass mich nicht an. Ich kann jetzt keinen Mann spüren. Jetzt mach doch nicht so ein Theater. Keinen Mann spüren… Ich hab nichts gehabt mit Isa. Und wenn sie mir was anderes erzählt hat? Was dann? Was dann, was dann. Dieses Biest. Diese verdammte Schlange… Und wenn auch? Ich hab dir schon immer gesagt, dass ich nichts von Treue halte. Wir sehen uns einfach ab und zu. Was ist schon dabei? Lieben tu ich dich und nur dich. - 35 - © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Sonja Karl Ab und zu? Ihr trefft euch ab und zu? Und was ist mit: Ehrlichkeit steht über allem? Was ist damit? Wo bleibt deine Scheiss-Ehrlichkeit? Das ist nichts Ernstes mit Isa. Das ist nur Vergnügen. Da sind keine Gefühle im Spiel. Glaub mir. Und dann noch mit der. Isa Diener. Der Name sagt schon alles: Isa Diener, stets zu ihren Diensten. Ihr Vater war stets meinem zu Diensten, und sie ist es nun dir. Ironie meines Schicksals. Wie konntest mich nur anlügen? Ich hab dich nicht angelogen. Ich hab dir nur was verschwiegen. Du siehst ja jetzt, was die Wahrheit angerichtet hat. Da wird was Harmloses plötzlich zur Tragödie. Ich lieb dich doch über alles. Das weisst du doch. Ich weiss gar nichts mehr. Ach komm. Lass uns ins Kino gehen, davor noch was essen. Wir machen uns einen gemütlichen Abend und wollen die Sache vergessen. Komm schon. Jetzt vergessen? Du bist meine Traumfrau, Sonja. Wirklich. Ich will nur dich. Ich liebe dich. Was soll ich denn sonst noch alles sagen, damit mir glaubst? Du brauchst nichts mehr zu sagen. Es ist aus, Karl. Aus und vorbei. Ich kann nicht mehr. Nicht nach all dem. Es gibt nichts mehr zu sagen. Nein, das darf nicht sein. Nein, Sonja, das darf nicht sein. Wir dürfen uns nicht trennen, nicht wegen der. Du weisst, dass sie genau das damit bezwecken wollte. Ich kann mich ändern Sonja, wirklich. Ich schwör's. - 36 - © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

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