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connect Freestyle Budget-Phones - Ab 130 Euro! (Vorschau)

SMARTPHONES

SMARTPHONES Budget-Phones LTE-PHONE A LA FRANÇAISE Oh là là: Ein LTE-Androide für 200 Euro! Und das Wiko Wax hat noch mehr zu bieten als schnellen Datenfunk. WIKO Wax Preis: 199 Euro Maße: 140 x 68 x 9 mm; 119 Gramm schnelle mobile Internetanbindung via LTE und HSPA+ kontraststarkes, blickwinkelstabiles HD-Display geringes Gewicht, günstiger Preis F ür 199 Euro im mobilen Internet auf die Überholspur wechseln? Das geht. Wie, zeigt Wiko. Unter der Modellbezeichnung Wax schickt der junge, aufstrebende Anbieter sein erstes 4G-fähiges Android-Phone ins Rennen. SYSTEM-CHIP VON NVIDIA Der LTE-Debütant französischen Ursprungs wird in China gefertigt. Den Touch des Besonderen bringt ein klassenbezogen leistungsstarker System-Chip von Nvidia, dem weltbekannten Hersteller von PC- Grafikprozessoren. Neben einem BEFR. 1,7 GHz schnellen ARM-Cortex-A9- Vierkernprozessor samt zusätzlichem Stromsparkern stecken in dem SoC (System on a Chip) auch eine auf mobiles Gaming zugeschnittene Grafikeinheit und ein LTE-Softmodem der Kategorie 3. Letzteres unterstützt die 4G-Netze in allen bei uns gängigen Frequenzbändern. Die theoretisch erreichbaren Maximaldatenraten betragen somit im Downlink 100 Mbit/s und im Uplink 50 Mbit/s. In den gut ausgebauten 3G-Mobilfunknetzen macht HSPA+ bis 21 Mbit/s den Downloads Beine. Einschub für Micro-SD-Karten bis 32 GB 8-Megapixel- Kamera mit guter Fotoqualität exzellente Sende-und Empfangsleistungen im UMTS-Netz austauschbarer Akku fünf Stunden Ausdauer im Nutzungsmix nicht eben üppig nur 4 GB Gesamtspeicher, davon ca. 1,5 GB für Apps und nur 500 MB für persönliche Daten durchschnittliche Sprachqualität in Senderichtung 20

Freestyle 4/2014 Pures Vergnügen: Im Wiko Wax werkeln die üblichen Google- Apps und ein nahezu unbehandeltes Android 4.3. Arbeitsspeicherbelastung: Die App-Verwaltung zeigt, wie viel Platz aktive Dienste und Prozesse brauchen. Spielraum: Mobile Gamer finden über die App „Tegra Zone“ News und Downloads für ihr Nvidia-Phone. AM SPEICHER WIRD GESPART Düster sieht es dagegen beim Thema Speicher aus: Von dem internen 4 GB Flash-Speicher beanspruchen Android 4.3 und die Google-Anwendungen rund die Hälfte. Der Rest wird nochmals unterteilt: Rund 1,5 GB hält das Wax für zusätzliche Apps aus dem Google Play Store bereit – wobei sich dieser App-Speicher weder mit dem vorinstallierten Dateimanager verwalten noch am PC als USB-Laufwerk einbinden ließ. Für deine eigenen Musiktitel, Fotos oder Videoclips bleiben schließlich gerade einmal 500 MB im Gerät frei – das ist wahrlich wenig. Immerhin: Über ein optionales USB-OTG-Adapterkabel finden Speichersticks Zugang zum Wiko Wax. Hinter der etwas labilen Kunststoffrückwand sitzt zudem ein Einschub für eine Wechselspeicherkarte (Micro-SD-Card). Der 2000-mAh-Akku ist ebenfalls austauschbar. Dessen Reserven reichten im praxisorientierten Mix rund fünf Stunden lang. Wer den Ladestopp hinauszögern will, kann in den Stromspareinstellungen unter anderem zwei CPU- Kerne ruhig stellen. KONTRASTREICHES HD-DISPLAY Ein gutes Bild gibt das 4,7 Zoll messende, auch von der Seite problemlos ablesbare Ein- Glas-Display mit einer Punktdichte von 315 ppi ab. Die im connect-Labor gemessene Helligkeit liegt mit 400 cd/m 2 ausgesprochen hoch – das ist nicht nur für ein so preiswertes Smartphone ein Topwert. Auch bei klarem Himmel bleiben Schriften und Icons hinter der kratzfesten, spiegelnden Gorilla-Glas-2-Oberfläche erkennbar. Auch die Fotos der 8-Megapixel-Kamera gefallen. Besonders Außenaufnahmen bei gutem Licht erschienen am PC detailreich, natürlich und klar. Der Ein/Aus-Schalter befindet sich am rechten Gehäuserahmen unter den Lautstärketasten. Und die Micro-USB- Schnittstelle ist oben platziert. Von den drei Navigationstasten führt die rechte statt der linken „zurück“. Das französische Phone gönnt sich seine Extravaganzen, die zunächst ungewohnt, aber nicht wirklich nachteilig sind. Dass man mit dem Wax schnell klarkommt, liegt auch daran, dass Wiko Android 4.3 kaum modifiziert und Anwendungen von zweifelhaftem Nutzen außen vor gelassen hat. Auf Fingerberührungen reagiert die Hardware meist unverzüglich. Werden bei hoher Auslastung Befehle mal zögerlich ausgeführt, stößt vermutlich der 1 Gigabyte große Arbeitsspeicher an seine Grenzen. SOLIDER AUFTRITT IM MESSLABOR Die Sende- und Empfangsqualität im UMTS-Netz erwies sich in unserem Testlabor als exzellent. Bloß die Akustikmessungen in Senderichtung fielen ab. Folglich kann sich bei Telefonaten die Stimme beim Gegenüber etwas dumpf anhören. Insgesamt erreichte das Wax im Labortest ein gutes Ergebnis. Für Power-User mit professionellen Ambitionen und für intensive App-Sammler empfehlen sich LTE-Phones mit größerem internem Speicher und höherer Ausdauer. Doch dafür muss man tiefer in die Tasche greifen. Diejenigen, die dazu nicht bereit sind, und dennoch mobiles Internet ohne gerätespezifische Tempolimits möchten? Voilà, die können in dem 119 Gramm leichten Wiko Wax für relativ kleines Geld einen flotten Begleiter finden. Adieu Tristesse: Außer in Schwarz und Weiß will Wiko das Wax künftig auch in den Farbtönen Koralle und Türkis anbieten. 21