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MUSIC Internetradios DIE

MUSIC Internetradios DIE WELT IN DEINEM ZIMMER Sei es DAB+, sei es Webradio mit Tausenden von Stationen aus aller Welt – mit modernen Radios fängst du so ziemlich alles ein. Vier Geräte im Test. S VON JAN FLEISCHMANN amba aus Rio, Beats vom Balkan, Gitarrenrock, Soul oder Blues aus den USA – Internetradios liefern dir Unmengen von Sendern aus aller Welt. Dieses riesige Angebot gibt’s nur per Web, denn via Sendemast ist die Reichweite begrenzt; zudem lässt sich nur eine bestimmte Zahl an Sendern übertragen. Alle vier Digitalradios im Testfeld empfangen Internetradio, drei Modelle, das Peaq, das Pure und das Technisat, bekommen zudem UKW und DAB+ herein. Das 2011 gestartete Digital radio DAB+ liefert bundesweit ein Dutzend Sender in Digitalqualität; je nach Bundesland kommen dann noch neun bis 51 Sender hinzu. Den Spitzenplatz belegt Bayern, gefolgt von Berlin und Brandenburg mit 24 zusätzlichen DAB+-Programmen. Klarer Fall: Rauschen und Knack sen, wie zum Beispiel bei UKW, sind beim Digitalradio passé. Per Netzwerk spielen alle vier Kandidaten Musik vom Computer ab, und zwar über die Protokolle UPnP oder DLNA. Die Apple-Streamingtechnik Airplay hat leider kein Gerät an Bord, sodass du die Software Elgato Eyeconnect oder Twonky auf dem Mac installieren musst, um die Musik vom Mac via Netzwerk auf den Radios abspielen zu können. Foto: © BrAt82 – shutterstock.de 62

Freestyle 4/2014 PURE EVOKE F4 Glänzende Erscheinung: Das britische Taschenmesser in Sachen Radioempfang namens Pure Evoke F4 kommt im Handtaschenformat. Über die Web-Plattform Pure Connect kannst du Musiktitel streamen und kaufen. Streamen kannst du auf alle registrierten Pure-Geräte. Mit der App „Pure Connect“ gelingt die Wiedergabe von Musik vom iPhone über das F4 und über alle weiteren Pure-Netzwerkplayer. Das kleinste Radio im Feld liegt, vorsorglich in einen Stoffbeutel gehüllt, im Karton. Der schwarzglänzende Klavierlack soll schließlich keinen Kratzer abbekommen. Das 1,5 Kilogramm leichte Pure Evoke F4 kannst du bequem an seinem Henkel herumtragen. Für unterwegs gibt’s optional ein Akku- Pack (50 Euro). Der Tragegriff dient zudem als Snooze-Taste, wenn das Evoke als Wecker eingesetzt wird. Die beiden Metalldrehknöpfe strahlen eine gewisse Wertigkeit aus. Sie fassen sich robust an, eine Rasterung erleichtert dir die Auswahl der Funktion. Das F4 setzt konsequent auf Drahtlostechnik – eine Netzwerkbuchse gibt es hier nicht. Pure bietet jedoch einen optionalen USB-LAN- Dongle an (29,90 Euro) . Bereits im Karton liegt ein USB-Bluetooth- Dongle, über den das Radio Musik drahtlos von Mobilgeräten empfängt. In die USB-Buchse passen auch Sticks, von denen das F4 Musik abspielt. Der Clou: Das Evoke zeichnet Radiosendungen auch auf Speichersticks auf. Der Kontakt zu einem geschützten Netzwerk gelingt über die Eingabe des Passwortes über die Drehknöpfe. WPS (Wi-Fi Protected Setup) bietet das Evoke F4 nicht, eine Fernbedienung fehlt. Eine Möglichkeit zur drahtlosen Steuerung ist jedoch die App „Pure Connect“ für iOS und Android. Sie ist nach der hauseigenen Webradio- und Musikplattform benannt, über die Pure 20 000 Radiosender und 200 000 Podcasts bereitstellt. 15 Millionen Musiktitel gibt’s obendrein zum Kauf oder zum Streaming-Pauschaltarif (4,99 Euro im Monat). Über die App lässt sich auf dem iPhone lagernde Musik mit dem Evoke F4 und anderen Netzwerk- Playern von Pure abspielen. Pure bietet per Caskeid-Technik zudem die zeitsynchrone Wiedergabe an – so kannst du dir eine Mehrraum- Anlage einrichten. Obwohl das schnuckelige Radio so klein ist, kann sich der Klang des 3,5-Zoll-Speakers (8,9 cm) hören lassen. Insgesamt punktet das Pure mit Klarheit und Sprachverständlichkeit. PRAXISTEST Pure Evoke F4 PREIS 250 Euro MASSE 20,9 x 11,0 x 17,5 cm guter Klang; UKW; DAB+; USB- Wieder gabe und -Aufnahme; Bluetooth; großes, helles OLED-Display; erwei terbar zum Multiroomsystem (Caskeid) keine WPS-Netzwerkanmeldung; keine Fernbedienung; etwas hakelige Menüführung GUT Im schwarzen Pianolack sieht das Pure Evoke F4 klasse aus. Trotz des kleinen Gehäuses klingt es keineswegs kleinlaut. Toll ist das große OLED-Display. 63