Berliner Zeitung 16.11.2019

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Zensuren für die Lehrer: Eine App aus Wien machtesmöglich – Berlin Seite 13

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Sonnabend/Sonntag,16./17. November 2019

Nr.267 HA -75. Jahrgang

Auswärts/D*: 2.00 €

Berlin/Brandenburg: 1.80 €

Millionen für die Moderne

Berlin freut sich über viel Geld vom Bund für das Museum der Moderne und das

Humboldt-Forum –hat aber selbst wenig Gestaltungswillen für die besten Orte der Stadt

Im Magazin:

Friedlich

Diesamtene Revolution in Prag

Seiten 4und 5

Fragen

Derrätselhafte Todeiner Journalistin

Seite 7

Leo-Gutsch

Mörtel-Meditation und Maurerstolz

Seite 10

Anzeige

www.atala.de

Gefahr

aus dem All

Berlin Seite 9

Ulrich Tukur

im Gespräch

Feuilleton Seiten 26 und 27

BLZ/PONIZAK

So soll es aussehen: das Museum der Moderne auf dem Berliner Kulturforum.

HERZOG &DEMEURO

In eigener Sache

VonNikolaus Bernau

Für das Museum der Moderne

auf dem Berliner Kulturforum

sind am Donnerstag

vom Haushaltsausschuss

des Deutschen Bundestages

mindestens 364,2 Millionen Euro bewilligt

worden. Nicht abgestimmt

wurde über weitere 86 Millionen

Euro, die für etwaige Baukostensteigerungen

und Rücklagen vorgesehen

sind. Die Stiftung Preußischer

Kulturbesitz (SPK) und ihreArchitekten

Jacques Herzog und Pierre de

Meuron sind vielmehr verpflichtet,

halbjährlich Rechenschaft über die

Bauentwicklung abzulegen.

Aller Erfahrung nach – siehe

Staatsoper, Simon-Galerie, Pergamonmuseum,

Alte Staatsbibliothek

–schützt scharfes Controlling nicht

vor Überraschungen. Auch beim

Humboldt-Forum wurde Kostenkontrolle

versprochen. Nun musste

der Haushaltsausschuss in seiner

„Bereinigungssitzung“ noch einmal

37,7 Millionen Euro nachschießen.

DieKostenprognose steigt damit von

einst 480 Millionen Euro auf jetzt

644,2 Millionen. Diese Steigerung

war zuletzt von der Schloss-Stiftung

und dem zuständigen Bauministerium,

wie die Berliner Zeitung herausfand,

regelrecht im Kleingedruckten

versteckt worden.

68 Kulturbau-Millionen sind es

insgesamt, die zusätzlich zu den

Baugeldernder Stiftung Preußischer

Kulturbesitz nach Berlin gehen. So

gibt es für die Sanierung der Kaiser-

Wilhelm-Gedächtniskirche einen

Zuschuss über 16 Millionen Euro,9,5

Millionen sind für das Hause of One

vorgesehen, und der Berliner Friedhofsverband

bekommt einen Zuschuss

von23Millionen Euro für die

Rettung historischer Grabanlagen.

Fünf Millionen erhält die St.Matthäuskirche

am Potsdamer Platz. Sie ist

der direkte Anlieger des Museums

der Moderne –unverhohlen wirddavon

gesprochen, dass mit diesem

Geld auch etwaige Einwände der Gemeinde

gegen den Riesenbau bereinigt

wurden. Neben Berlin ist übrigens

Hamburg sehr gut bedacht

worden, das 263 Millionen Euro aus

„Diese Summe

ist für mich eine echte

Schmerzgrenze.“

Monika Grütters,

Kulturstaatsministerin, zu den vom Haushaltsausschuss genehmigten

364,2 Millionen Euro für das Museum der Moderne auf dem Kulturforum

dem Bundeshaushalt für Kulturaufgaben

erhält –davon 53 Millionen

für das Hafenmuseum. Hier hat sich

der SPD-Abgeordnete Johannes

Kahrs durchgesetzt, der eng mit

Grütters zusammenarbeitet.

Unddarin liegt genau das Problem

dieser„Bereinigungen“: Siesind auch

ein Ergebnis vonKungelrunden. Und

so kam eszukeiner wirklichen Debatte

über das Projekt Museum der

Moderne, obwohl zuletzt immer

deutlicher wurde,dass die Kritik über

die Kostenfrage hinausgeht. Architekten

und Stadtplaner kritisieren vorallem

den Standort, weil er dieWirkung

der Neuen Nationalgalerie beschädigt

und zudem alles andere als klimafreundlich

geplant ist.

Im Haushaltsausschuss geht es

vor allem um politische Durchsetzbarkeit,

und damit um die kulturpo-

litischen Überzeugungen von Monika

Grütters. Sie wählte den Standort,

sie setzte einst die 200 Millionen-

Grenze durch wie jetzt die 364,2

Millionen. Monika Grütters hängt

bis heute einem letztlich neoliberalen

Modell des Museums der stiftenden

Kunstsammler an und glaubt

fest daran, dass Berlin Neubauten

benötigt, um seine Sammlungen

zum Strahlen zu bringen.

Darüber hinaus ist es Grütters gelungen,

das Land Berlin zu einem

Nebendarsteller zu machen, der

noch einige Gartenanlagen vor der

Philharmonie gestalten darf. Nicht

einmal der seit Jahrzehnten geforderte

Rückbau der Potsdamer Straße

auf Normalformat und die Anlage

der Straßenbahn werden debattiert–

er würde die Bauarbeiten am Museum

zusätzlich erschweren. Die

massiven Bedenken der Denkmalpflege

gegen den Standortdes Museums

der Moderne werden erst jetzt,

wo es zu spät ist, veröffentlicht.

Wieder einmal wird ein Stadtgebiet

dem Bund überlassen. So wie

das Einheitsdenkmal, gegen das Berlin

sich nicht wehrt. Oder der Radikalumbau

der Hedwigskathedrale,

der mit Bundesgeld gefördert wird.

Auch beim Humboldt-Forum hat

Berlin keine gestaltende Funktion,

sondernsieht nur gierig auf das Geld

vomBund.

Liebe Leserinnen

und Leser,

die Redaktion der Berliner Zeitung wurde an diesem Freitag

vonder Nachricht überrascht, dass ihr Verleger Holger

Friedrich Ende der 80er-Jahre für das Ministerium der

Staatssicherheit der DDR eine Verpflichtungserklärung

unterschrieben hat. Friedrich informierte die Redaktion

am frühen Nachmittag im Verlagsgebäude über seine Tätigkeit

für die Staatssicherheit und die Hintergründe.Ersicherte

zu, alle diesbezüglichen Fragen zu seiner Vergangenheit

den Redakteurinnen und Redakteuren persönlich

beantworten zu wollen.

Die Redaktion der Berliner Zeitung erklärt, dass sie sich

sachlich und angemessen mit der Situation auseinandersetzen

wird. Wir stehen für unabhängigen Journalismus

und werden wie bereits in der Vergangenheit unseren Beitrag

zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte leisten.

Auch in dieser Situation setzen wir auf IhrVertrauen, liebe

Leserinnen und Leser, und versprechen eine offene Auseinandersetzung

mit diesem Thema in der Berliner Zeitung.

DieRedaktion arbeitet unabhängig, so ist es und so

bleibt es.

Jochen Arntz, Elmar Jehn, Margit J. Mayer

und die Redakteurinnen und Redakteure

der Berliner Zeitung

Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin

Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr13-14 Uhr), Fax-499

Leser-blz@berlinerverlag.com; Leser-Service: (030)23 27-77,

Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice

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2* Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Report

In eigener Sache

Dokumentiert

Nachdem wir am 17. September

2019 erklärt hatten, den Berliner

Verlag gekauft zu haben, gab es zu

unserem Engagement vielfältige

Fragen vonverschiedenen Medien. In den vergangenen

drei Tagen erreichten uns nun umfangreiche

Fragebögen der Redaktionen des

Spiegels, des Manager Magazins und der Welt

am Sonntag zu unseren professionellen Unternehmungen,

zu unserer Biografie und unserempersönlichen

Umfeld.

Im Folgenden möchte ich die Fragen der

Zeitung Welt am Sonntag und meine Antworten

darauf zuerst für die Leserinnen und Leser

der Berliner Zeitung dokumentieren. Die Fragen

der Welt-Journalisten habe ich im Original

unverändertübernommen.

1) In der IM-Akte „Bernstein“ hat ein Stasi-Offizier

festgehalten, Siehätten sich auf der Grundlage

der Wiedergutmachung zur Zusammenarbeit

mit dem MfS bereit erklärt. Wie bewerten

Sie diese Darstellung und was lässt sich in diesem

Zusammenhang unterWiedergutmachung

verstehen?

Ich wurde unter dem Verdacht der Republikflucht

von der Militärabteilung der Staatssicherheit

verhaftet. Da ich zu diesem Zeitpunkt

Militärangehöriger war, stand zudem der Vorwurf

imRaum, Fahnenflucht zu begehen. In

den darauffolgenden Verhören wurde zudem

der Vorwurf eines bewaffneten Grenzdurchbruchs

erhoben.

2) Laut den Dokumenten soll das MfS gegen Sie

in einem Operativvorgang wegen des Verdachts

der Fahnenflucht ermittelt haben. Trifft dies zu

und können Sieuns dazu nähereAuskünfte geben?

Der Vorwurf einer geplanten Fahnenflucht

wurde erhoben, das kann ich bestätigen.

3) Die IM-Akte enthält zahlreiche, meist handschriftlich

abgefasste Berichte und eine handschriftliche

Verpflichtungserklärung, die mit

Holger Friedrich bzw. „Peter Bernstein“ unterschrieben

sind. Stammen diese Papiere von Ihnen?

Davon ist auszugehen. Nach längeren Verhören

ineinem Objekt des MfS bestanden zwei

Optionen:

a) Ich werde der Militärstaatsanwaltschaft in

Neubrandenburg überstellt mit der Aussicht

auf eine mehrjährige Haftstrafe im Militärgefängnis

Schwedt oder

b) ich nehme das Angebot der beiden Vernehmungsoffiziere

anund erkläre meine Bereitschaft,

eine „Wiedergutmachung“ zu leisten.

Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung,

antwortet auf die Fragen

der Welt am Sonntag

ten zu bewerten oder offenbar gegen die

Dienstvorschriften verstoßende Praktiken zur

Kenntnis zu geben.

Eine ernsthafte Situation entstand, als ein Soldat,

der offenbar beobachtet wurde,mit mir zusammengeführtwerden

sollte,damit ich ergänzend

Informationen liefere. Diesem Soldaten

habe ich mich offenbartund wir haben miteinander

vertraulich abgestimmt, welche Nachrichten

an den MfS-Offizier weitergeleitet werden.

5) Einvon Holger Friedrich unterschriebener Bericht

handelt voneinem „Luftbetanker“, der mit

Unkrautex und Zucker ein Gemisch hergestellt

und in fahrlässigerWeise zur Explosion gebracht

haben soll. In einem ebenfalls vonHolger Friedrich

unterschriebenen Bericht wird ein Zivilbeschäftigter,

ein Heizer, geschwärzt, weil er die

Umweltsituation der DDR scharf angeprangert

haben soll. Haben Sie diese Sachverhalte aufgeschrieben

bzw.können Siesich noch daran erinnern?

Diese Berichte sind der ersten Überprüfungsphase

hinsichtlich meiner Kooperationswilligkeit

zuzuordnen und waren für mich erkennbar

als Prüfpunkte gesetzt.

6) Der inder Akte beschriebene „Bernstein“ besucht

im Sommer 1988 laut den Unterlagen eine

katholische Kirche, um die Familie inklusiveder

Freundin eines kirchlich gebundenen Soldaten,

dem das MfS offenbar Fahnenflucht nachweisen

wollte, auszuforschen. In dem Bericht dazu

steht, der Soldat habe in einem Gespräch mitgeteilt,

der jüngere Bruder des Soldaten trage sich

mit Ausreisegedanken Richtung BRD/WB. Falls

Sie das aufgeschrieben haben sollten: Waren Sie

sich der möglichen Folgen für den Betroffenen

und seinen jüngeren Bruder bewusst?

Diese Szene kann ich bestätigen. Es handelt

sich hierbei um den unter 4) genannten Soldaten.

Wiebereits unter 4) erwähnt, haben wir gemeinsam

abgestimmt, welche Informationen

durch mich an den MfS berichtet werden. Ziel

der Abstimmung war, keine ohnehin bekannten

Informationen weiterzugeben, weil wir uns

möglicher Folgen mehr als bewusst waren.

Kurz nach dieser Aktion habe ich mich aktiv

„dekonspiriert“, indem ich offen darüber gesprochen

habe, dass mich das MfS unter Bewährung

hält und ich zur Kooperation gezwungen

bin. Ich habe vom MfS eine Verwarnung

wegen dieser „Dekonspiration“ erhalten und

habe bei der Vorladung durch den MfS-Offizier

erklärt, nicht länger zu kooperieren.

Danach wurde ich voneinem weiteren MfS-

Offizier auf eine Kooperation gedrängt, die ich

wiederholt abgelehnt habe.

Ich habe die Option b) gewählt, um mich

der akuten Zwangssituation zu entziehen.

Nachdem ich meine Bereitschaft erklärt

hatte,musste ich Gesetzestexte aus dem Strafgesetzbuch

zum Passus Republikflucht abschreiben

sowie eine Verpflichtungserklärung

unterschreiben.

4) In den Berichten werden mehr als 20 Personen

namentlich bzw. inidentifizierbarer Weise

erwähnt. Gegen einige der Genannten ordnete

das MfS ausweislich der Akte „Maßnahmen“ an

–die vom Einsatz zusätzlicher IM über strafrechtliche

Belehrungen bis hin zu Überprüfungen

innerhalb des MfS reichten. Wie beurteilen

Sie dies und welche persönliche Verantwortung

sehen Siedafür?

Nach Verhör und einer 10-tägigen Haftstrafe

war die erste Phase geprägt vonÜberprüfungshandlungen

des MfS, in denen andere Personen,

darunter offenbar auch kooperierende

Testpersonen, herausfinden sollten, ob ich

mich konform zuden Auflagen des MfS verhielt.

Dazu gehörten Angebote,Pornos zu nutzen,

Religionshandlungen bei zivilen Hilfskräf-

Holger Friedrich

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK

7) Haben Sienach 1990 Kontakt zu den Personen

aufgenommen, über die Sielaut IM-Akte berichtet

haben sollen? Falls ja, ging es dabei um Ihre

mutmaßliche Zusammenarbeit mit dem MfS?

Ja, ich habe sowohl den mich überwachenden

und die Verhaftung auslösenden IM und seinen

Bruder, der eine Offizierslaufbahn beim MfS

anstrebte, getroffen als auch den unter 4) genannten

Soldaten. Wir haben uns nach der

Wende wechselseitig in Berlin und Magdeburg

besucht.

8) Wann genau (im November) erfolgte IhreEntlassung

aus der NVA? Haben Sie danach noch

Kontakt zu dem MfS-Angehörigen gehabt, der

laut Akte Ihr Führungsoffizier gewesen sein soll

und mit dem Siesich häufig in einem Waldstück

getroffen haben sollen? Falls ja: Wann sind Sie

sich zuletzt begegnet?

Ich bin im August 1989 entlassen worden. Ich

hatte nach meiner Verweigerung einer Kooperation

keinen Kontakt zu Angehörigen des MfS,

auch nicht nach meiner Entlassung aus der

NVA.


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 3 *

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Report

In eigener Sache

9) Nach dem Wechsel des Führungsoffiziers soll

„Bernstein“ sinngemäß erklärthaben, er arbeite

nicht freiwillig mit dem MfS zusammen und

werde dies auch in Zukunft nicht tun. Stammte

diese Aussage sinngemäß von Ihnen? Wie erinnern

Sie das Ende der mutmaßlichen Zusammenarbeit?Wann

gab es diesbezüglich den letzten

Kontakt?

Dasstimmt. Ichwurde nach meiner Verweigerung

nochmals vorgeladen. Wiederholt wurde

von mir die Kooperation verlangt, was ich jedoch

wiederholt abgelehnt habe. Der Prozess

zogsich über die zweite Jahreshälfte des Jahres

1988.

10) Laut IM-Akte sollen SieMitglied der SED gewesen

sein, und zwar ab 1986. Ist diese Angabe

im „Auskunftsbericht“ in der Akte zutreffend?

Sind Sieinzwischen aus der SED bzw.den SED-

Nachfolgeparteien ausgetreten? Falls ja, wann

war das?

DieVoraussetzung zu meiner Zulassung zum

Abitur und für die Delegation zum Studium

war die Verpflichtung zum dreijährigen

Wehrdienst in der NVAund der Eintritt in die

SED. Nach der Entlassung aus der NVA und

dem Mauerfall habe ich mich nie wieder

darum gekümmert. Ich bin kein Mitglied einer

Partei.

11) Haben Sie nach 1990 bei der Stasi-Unterlagenbehörde

einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht

gestellt? Hat esSie mithin interessiert,

welche Unterlagen das MfS zu Ihnen angelegt

hatte?

Nein, ich habe keinen Antrag auf Akteneinsicht

gestellt.

Die Umstände, die zu meiner Verhaftung

geführt haben, waren von großer Enttäuschung

geprägt, die Umstände, einer möglichen

Anklage und einer Verurteilung zu entgehen,

wollte ich hinter mir lassen. Sofern ich in

der Vergangenheit gefragt wurde, bin ich mit

diesen Umständen aber offen umgegangen.

Bekannte hatten mich bereits Mitte der 90er-

Jahredarüber informiert, dass Akten über mich

existieren.

12) Wegen Stasi-Verquickungen ist der Berliner

Verlag mehrfach unter öffentlichen Druck geraten.

Vorrund zehn Jahren wurde nach entsprechenden

Enthüllungen eine Selbstüberprüfung

der Redaktionen vonBerliner Zeitung und Berliner

Kurier beschlossen und ein externer Ehrenrat

mit namhaften Persönlichkeiten eingesetzt.

Wie beurteilen Sie indiesem Zusammenhang

und in Ihrer Rolle als Verleger die aktuelle Bedeutung

der IM-Akte „Bernstein“?

Sofern ich gefragt wurde oder gefragt werde,

gehe ich mit diesen Informationen offen um.

Eine aktive unaufgeforderte Verbreitung hielt

ich für ungeeignet, da ich nicht aktiv für das

MfS tätig war. Die dokumentierte Situation

dürfte zeigen, dass ich in einer Notsituation

handelte, einer „Wiedergutmachung“ unter

Zwang zustimmte,mich bei der ersten sich mir

bietenden Gelegenheit der Zwangssituation

durch aktive „Dekonspiration“ entzog und ab

diesem Moment die Kooperation mit dem MfS

verweigerte.

13) In einem dpa-Interview haben Sie jetzt

Auskunft über Ihre Zeit in der Kaserne gegeben

– und dabei über das moralische Dilemma

gesprochen, in dem Ihre Kameraden

und Sie sich noch dort imNovember 1989 befunden

hätten. Warum haben Sie bei dieser

Gelegenheit nicht die mutmaßliche IM-Tätigkeit

angesprochen?

Im Interview wurde der Spätsommer 89 und

das sich zuspitzende Dilemma thematisiert. Zu

diesem Zeitpunkt hatte ich mich bereits aus

der Zwangssituation befreit.

holger.friedrich@berlinerverlag.com

Die Berliner Zeitung

und die Aufarbeitung

Als ich im Jahr 1996 als Chefredakteur zur Berliner Zeitung

kam, hatten sich mehrereostdeutsche Zeitungen zu einem

wissenschaftlichen Projekt zusammengeschlossen,

um die Stasi-Vergangenheit vonMitgliederninder

Redaktion zu durchleuchten. Es ging in Zusammenarbeit mit der

Universität Frankfurt/Oder darum, die Verbindungen zwischen

Redaktion und Staatssicherheit (MfS) zu durchleuchten.

Zu diesem Zweck nahm die Universität Einsicht in die entsprechenden

Akten der Gauck-Behörde. Die Ergebnisse der Studie

wurden in einem wissenschaftlichen Band dokumentiert.

Wir haben die Auffassung vertreten, dass Redaktionsmitglieder

mit einer Stasi-Akte nicht in einer freiheitlich-liberalen Zeitung

als schreibende Redakteuretätig sein können. An dem Projekt

nahmen damals neben der Berliner Zeitung auch die Märkische

Oderzeitung und die Sächsische Zeitung teil. AndereZeitungen

wie die Märkische Allgemeine hatten sich gegen eine

Durchforstung der Archiveinder Gauck-Behörde entschieden.

Die Trennung von den Mitarbeitern erfolgte in allen Fällen

einvernehmlich: Wir erklärten den Redakteuren, dass die Arbeit

als Redakteur in einer den freiheitlichen Werte der Presse verpflichteten

Zeitung mit der Tätigkeit als Informeller Mitarbeiter

(IM) der Staatssicherheit nicht vereinbar ist.

Auf die detaillierte Würdigung der konkreten Schuld der Betroffenen

haben wir verzichtet und uns ausschließlich auf das

formale Kriterium der Existenz einer Akte beschränkt. Wirhaben

uns nicht als juristische oder moralische Instanz gesehen, sondern

haben den Standpunkt vertreten, dass bestimmte Aktivitäten

wie Bespitzelung oder Denunziation nicht mit dem Berufsbild

eines Journalisten in einer Demokratie vereinbar sind.

Nach dem Abschluss des Projekts sind im Lauf der Jahrenoch

vereinzelt Fälle hochgekommen, wo Journalisten wegen ihrer Tätigkeit

für Nachrichten-, Geheim- oder Polizeidienste der DDR

diskreditiert wurden. Sie wurden unterschiedlich behandelt,

auch wegen des langen Zeitablaufs der Ereignisse.

In einem Fall habe ich später Partei für einen leitenden Redakteur

ergriffen, der sich mir als Einziger im Jahr 1996 freiwillig geoffenbarthatte.Seine

Akte wurde später gefunden. Er konnte in der

Zeitung verbleiben, wenngleich nicht mehr in leitender Stellung.

EinEhrenrat befasste sich mit jedem einzelnen bekanntgewordenen

Fall.

Wirwaren im Jahr 1996 bestrebt, der Zeitung einen wirklichen

Neuanfang zu ermöglichen. DerBruch mit bestimmten DDR-Milieus

hat uns zwar Leser gekostet, aber auch neue gebracht –und

zwar auch im Osten. Wir haben unter anderem Bürgerrechtler

wie Renate Oschlies eingestellt oder den Pressesprecher der

Gauck-Behörde,Thomas Rogalla.

Die Thematisierung der Akte des Verlegers Holger Friedrich

durch die ZeitungWelt am Sonntag zeigt, dass der Neuanfang immer

noch nicht abgeschlossen ist. Für die Berliner Zeitung ist in

diesem Zusammenhang von Bedeutung, dass die Integrität der

Berichterstattung das höchste Gut ist. Dazu gehört ein Höchstmaß

an Distanz zu nicht journalistischen Interessen in der Berichterstattung

und ein hohes MaßanTransparenz.

DieVeröffentlichung der verstörenden Geschichte des Holger

Friedrich ist aus unserer Sicht ein Beitrag zu dieser Transparenz.

Dr.Michael Maier

Herausgeber Berliner Zeitung

BERLINER ZEITUNG


4* Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Politik

NACHRICHTEN

Bundestag beschließt

Klimaschutzpaket

Für mehr Klimaschutz müssen sich

Bürger undWirtschaft in den kommenden

Jahren auf spürbareÄnderungen

einstellen. DerBundestag beschloss

am Freitag mit den Stimmen

der Koalitionsfraktionen wesentliche

Teile des Klimaschutzpakets.Dieses

sieht ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichenVorgaben

für die zuständigen

Ressorts vorsowie einen CO 2 -

Preis über einen Emissionshandel ab

2021. DerCO 2 -Preis soll fossile Heizund

Kraftstoffe verteuern–damit

Bürger und Industrie klimafreundliche

Technologien kaufen und entwickeln.

(dpa)

Windräder:Länder lehnen

Mindestabstand ab

Eine Windkraftanlage im brandenburgischen

Sieversdorf

DPA/PLEUL

DieUmweltminister der Länder haben

sich auf ihrer Herbsttagung in

Hamburgeinstimmig gegen einen

Mindestabstand beim BauvonWindkraftanlagen

ausgesprochen. Dievon

der Bundesregierung geplanteVorschrift,

wonachWindräder mindestens

1000 Meter vonWohnbebauung

entfernt sein müssen, sei„ein falsches

Signal für den aktuell ohnehin fast

zum Erliegen gekommenen Ausbau

derWindenergie an Land“, heißt es in

dem Beschluss nach Angaben des baden-württembergischen

Umweltministeriums.

(dpa)

Weißes Haus veröffentlicht

weiteres Selenskyj-Protokoll

US-Präsident Donald Trump hat ein

weiteres Gesprächsprotokoll eines

Telefonats mit dem damals designierten

ukrainischen Präsidenten

Wolodymyr Selenskyj veröffentlicht.

In dem Gespräch am 21. Aprilgratulierte

Trump Selenskyj zu seinem

Wahlsieg, wie aus dem Protokoll hervorgeht.

Anders als in einem weiterenTelefonat

am 25. Juli ermuntert

Trump Selenskyj in dem Gespräch

im Aprilnicht zu Ermittlungen, die

seinem Rivalen JoeBiden vonden

US-Demokraten hätten schaden

können. (dpa)

Russland und Litauen

tauschen Agenten aus

Beieinem großangelegten Agentenaustausch

haben Russland und Litauen

fünf verurteilte Spione aus drei

Ländernfreigelassen. Dasbaltische

EU-Land Litauen setzte am Freitag

zwei russische Spione auf freien Fuß.

Im Gegenzug übergab Russland zwei

Litauer und den Norweger Frode

Bergt. (dpa)

Chile soll eine neue

Verfassung bekommen

Rund 30 Jahrenach der Rückkehr zur

Demokratie will sich Chile endgültig

vomdunklen Erbe der Pinochet-

Diktatur befreien. Über die verschiedenen

politischen Lager hinweg einigten

sich die Parteien in dem südamerikanischen

Land auf den Weg

zu einer neuen Verfassung. „Wir werden

erstmals eine 100-prozentig demokratische

Verfassung haben“,

sagte Senatspräsident Jaime Quintana

nach einem Verhandlungsmarathon

am frühen Freitagmorgen.

Lediglich die Kommunisten trugen

die Einigung nicht mit. (dpa)

„Auch mal stolz auf das Erreichte sein“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak über den Zustand der großen Koalition und die K-Frage

Kaum ein Tag vergeht, an

dem die große Koalition

nicht kritisiert wird –auch

aus den Reihen der CDU.

Im Interview spricht CDU-Generalsekretär

Paul Ziemiak über den Wert

des Kompromisses und seine Erwartungen

an den bevorstehenden Parteitag.

Herr Ziemiak, Friedrich Merz kritisiert,

die CDU besetze keine Begriffe

und lasse sich Themen von anderen

aufbrummen. Unter Heiner Geißler,

dem CDU-Generalsekretär der 80er-

Jahre, wäre das nicht passiert, sagt

Merz.

Heiner Geißler war vor mehr als

30 Jahren Generalsekretär. Damals

hat die CDU unter ganz anderen Bedingungen

Politik gemacht und

kommuniziert. Die Zeiten haben

sich geändert. Mein Anspruch ist,

dass wir als Union klareHaltung zeigen,

Meinungsführerschaft übernehmen

und Zukunftsfragen beantworten.

Deshalb gibts von mir auch

klareAnsagen zum Thema AfD.Deshalb

hat Annegret-Kramp-Karrenbauer

offensiv eine notwendige Debatte

zur Rolle Deutschlands in der

Welt angestoßen und deshalb arbeiten

wir an einem Grundsatzprogramm,

das Antworten geben wird,

wie wir uns Deutschlands Zukunft

vorstellen.

Merz hat außerdem der Kanzlerin

Führungsversagen und der GroKo

grottenschlechte Arbeit vorgeworfen.

IsterHilfe oder Problem für die CDU?

Friedrich Merz hat gesagt, er

wolle der CDU helfen. Der Ruf der

GroKo ist tatsächlich schlechter als

manche Ergebnisse. Über die Regierung

würde ich deshalb nicht so ein

pauschales Urteil abgeben. Jens

Spahn macht beispielsweise ganz

ausgezeichnete Arbeit. Annegret

Kramp-Karrenbauer hat als Verteidigungsministerin

in kurzerZeit starke

Akzente gesetzt und klar eine Richtung

formuliert. Dafür bekommt sie

viel Unterstützung –auch von den

Soldatinnen und Soldaten. Ich fordere

uns alle auf, auch mal stolz auf

das Erreichte zu sein, die eigene Arbeit

nicht schlechter zu reden, als sie

ist, und zugleich aber deutlich zu

machen, was wir noch erreichen

wollen. Das ist die Erwartung der

Bürger und unserer Mitglieder. Markus

Söder hat doch recht wenn er

sagt: Wernur jammert, bekommt auf

Dauer keinen Besuch.

Der Wirtschaftsflügel positioniert

sich ebenfalls immer wieder gegen die

GroKound auch gegen die Parteichefin.

Erwarten Sie auf dem Parteitag

eine Saalschlacht?

In Leipzig erwartet uns ein Arbeitsparteitag.

Wir beschäftigen uns

mit der Frage wie wir unsere Soziale

Marktwirtschaft nachhaltig weiterentwickeln

und zukunftsfest machen.

Wir wollen beispielsweise die

Steuerlast für Unternehmen auf 25

Prozent deckeln. Wirlegen mit unserer

Digitalcharta einen Plan vor, wie

wir Deutschland beim zentralen Zukunftsthema

Digitalisierung nach

vorn bringen. Personaldiskussionen

sind nicht der Treibstoff für gute

Wahlergebnisse,sondernAntworten

auf Zukunftsfragen. Die CDU muss

Zukunftspartei sein. Das ist mein

Anspruch. Insofern freue ich mich

ZUR PERSON

DPA/DANIEL BOCKWOLDT

Paul Ziemiak wurde am 6. April 1985 im polnischen Szczecin (Stettin) geboren. 1988 siedelte

seine Familie in die Bundesrepublik um. Ziemiak studierte an den Universitäten Osnabrück

und Münster Rechtswissenschaften und an der Business and Information Technology

School Iserlohn Unternehmenskommunikation. Beide Studiengängeschloss er nicht ab.

Im Jahr 2001 trat Ziemiak in die CDU ein. In einer Kampfabstimmung um den Bundesvorsitz

der Jungen Union setzte sich Ziemiak im September 2014 gegenBenedict Pöttering durch.Auf

dem Bundesparteitag der CDU am 8. Dezember 2018 wurde er zum Generalsekretär gewählt.

über jeden, der zur Sachdebatte seinen

Beitrag leistet.

Die Junge Union fordert eine Urwahl

des Kanzlerkandidaten. Wird die

kommen?

Ich halte das Anliegen für falsch.

Wenn eine Urwahl bei einer Personalfrage

eine Partei nach vornebringen

würde,stünde die SPD heute vor

einer absoluten Mehrheit. Wir treffen

die Entscheidung gemeinsam

mit der CSU. Unddann ist klar, dass

jemand, der Bundeskanzler oder

Bundeskanzlerin werden möchte,

seineVision auch der Basis der Partei

vorstellt. So war es ja bisher auch.

Wird vomParteitag ein Signal ausgehen,

das das Ende der Koalition herbeiführt?

Das Signal des Parteitags wird

sein, dass wir Antworten auf Zukunftsfragen

geben. Da nehmen wir

keine Rücksicht auf die SPD.Wir haben

immer gesagt, dass wir Verantwortung

für dieses Land übernehmen,

und deswegen stehen wir auch

zu der jetzigen Koalition.

Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer

hat sehr schlechte Umfragewerte.

Wird sie Kanzlerkandidatin?

Annegret Kramp-Karrenbauer hat

große Fähigkeiten: Sie kann Menschen

aus allen gesellschaftlichen

Schichten zusammenführen und hat

als Ministerpräsidentin gezeigt, wie

man die CDU über 40 Prozent bringen

kann. Dieser Erfahrungsschatz

hilft uns allen. Was uns nicht hilft,

sind Debatten zur falschen Zeit. Dazu

gehört die sogenannte K-Frage. Da

gibt es einen klaren Fahrplan. Das

machen wir Ende 2020.

Schauen wir auf die Grundrente. Sie

waren voreinem JahrVorsitzender der

Jungen Union, die den Koalitionskompromiss

ablehnt, weil sie ihn für

ungerecht gegenüber der jüngeren Generation

hält. Wie schwer fällt es Ihnen,

die Entscheidung mitzutragen?

Ich verstehe gut den Unmut der

Jungen Union. DerBeschluss ist kein

Anlass zum Jubeln. Er ist sicher auch

nicht CDU pur. Aber in einer Koalition

gibt es Kompromisse, und die

SPD ist auch sehr auf uns zugekommen.

Und auch wir finden, dass

Menschen, die lange gearbeitet haben,

mehr haben müssen als Menschen,

die nicht gearbeitet haben.

Im Frühjahr präsentiert die Rentenkommission

ihre Ergebnisse. Müssen

wir bald länger arbeiten?

Klar ist: Wenn nur immer die Ausgaben

steigen und die Einnahmen

sinken, hat das Rentensystem keine

Zukunft. Wirmüssen viel mehr auch

über Qualifizierung sprechen. Es

geht auch darum, wie lange wir arbeiten

müssen, wenn die Menschen

immer älter werden. Aber es ist nicht

sinnvoll, lauter Einzelvorschläge zu

diskutieren, bei denen dann jeder irgendetwas

ausschließt. Da passiert

dann am Ende wieder nichts. Deswegen

ist eine umfassende Reformagenda

wichtig, die nicht immer nur

an den kleinen Stellschrauben dreht,

sondern das große Ganze imBlick

hat. Ichwill, dass die CDU genau für

solche großen Linien den Muthat.

DasGespräch führten

Gordon Repinski und Daniela Vates.

Zwei Deutsche in Hongkong festgenommen

Die Austauschstudenten lernten an einer Universität, an der es Ausschreitungen gab. Beide werden konsularisch betreut

VonJan Sternberg

Bei den Protesten in Hongkong

sind zwei Deutsche festgenommen

worden. Ein Sprecher des Auswärtigen

Amtes bestätigte der Berliner

Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland), dass zwei deutsche

Staatsangehörige konsularisch betreut

werden. Das Generalkonsulat

sei mit den Anwälten in Kontakt,

hieß es.

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung

soll es sich bei den beiden

Deutschen um Austauschstudenten

einer Kunsthochschule handeln, an

der es zuletzt Ausschreitungen gab.

Insgesamt sollen 58 Personen verhaftet

worden sein.

Die seit mehr als fünf Monaten

anhaltenden Proteste in der chinesischen

Sonderverwaltungsregion

richten sich gegen die Regierung:

DieDemonstranten kritisieren unter

anderem den wachsenden Einfluss

Chinas auf die ehemalige britische

Kronkolonie. Seit der Rückgabe an

China 1997 wird Hongkong nach

dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“

autonom regiert.

Zwei Todesopfer

In den letzten Tagen hatten sich die

Proteste deutlich zugespitzt. Vergangene

Woche bestätigten die Behörden

den Todeines Studenten, der am

Rande von Ausschreitungen von einem

Parkhaus gestützt war. Wie die

Behörden am Donnerstagabend

mitteilten, erlag ein 70-jähriger

Mann seiner schweren Verletzung,

nachdem er von einem Pflasterstein

am Kopf getroffen worden war. Der

Mann hatte demnach mit anderen

versucht, von Demonstranten zur

Blockade ausgelegte Steine von der

Straße zu räumen. In anderen Berichten

hieß es, erhabe auch Videos

und Fotos gemacht. Die Polizei

stufte die Tatals Mord ein.

Die Demonstranten fordern freie

Wahlen, eine unabhängige Untersuchung

von Polizeibrutalität sowie

Straffreiheit für die bereits weit mehr

als 4000 Festgenommenen. Auch der

Rücktritt von Regierungschefin CarrieLam

gehörtzuihren Forderungen.

Am Montag hatte ein Polizist einem

jungen Demonstranten in den

Bauch geschossen. Sein Zustand

hatte sich im Laufe derWoche gebessert.

Ebenfalls am Montag zündete

ein radikaler Demonstrant einen

Sympathisanten der Regierung an.

Sein Zustand ist kritisch. Gleiches

gilt für einen 15-Jährigen, der laut

Berichten von einem Tränengas-Kanister

am Kopf getroffen worden war.

Den fünften Tag in Folge entflammten

auch am Freitag an vielen

Orten in der Stadt Proteste. Demonstranten

blockierten dabei

mehrere Straßen. Die Regierung in

Hongkong geht wegen der eskalierten

Massenproteste voneiner tiefen

Rezession aus.2019 wirdbeim Bruttoinlandsprodukt

(BIP) jetzt ein

Rückgang von 1,3 Prozent erwartet,

wie die Regierung mitteilte. Bislang

hatte sie ein Minus von 0,1 Prozent

erwartet. Es wäre die erste Rezession

auf Jahressicht in Hongkong

seit der globalen Finanzkrise vorgut

zehn Jahren. (mit dpa)

Moskaus Geld

und Moskaus

Kommandos

Telefonate belegen Russlands

Rolle im Ostukraine-Konflikt

VonStefan Scholl, Moskau

Wrackteil des über der Ostukraine abgeschossenen

Flugzeugs MH17

DPA

Kein Zweifel, wer im Sommer

2014 das Kommando in der Separatistenhauptstadt

Donezk besaß.

„Verflucht, mir hat Moskau eine

Überraschung bereitet, so groß wie

eine gefickte Karausche“, schimpfte

im Maider russische PR-Technologe

Alexander Borodai im Telefongespräch

mit einem prorussischen Separatisten.

„Weist du, wer Premierminister

wird?“ „Unwichtig.“ „Für

mich ist das wichtig.Weil ich das sein

werde, verflucht.“

Am Donnerstag veröffentlichte

das internationale Ermittlerteam JIT,

das den Abschuss der malaysischen

MH17-Boeing im Juli 2014 über der

Region Donezk (DNR) untersucht,

Mitschnitte abgehörter Telefonate

zwischen Rebellen sowie russischen

Militärs und Politikern. MariaSacharowa,

Sprecherin des russischen Außenministeriums,

erklärte prompt,

das JIT habe sein Urteil längst gefällt,

sammle jetzt nur noch dazu passendes

Material.

Dabei geben die Audios kaum Aufschluss

über die MH17-Katastrophe,

belegen aber,wie massiv sich der russische

Staat in den Krieg in der Ostukraine

eingemischt hat. „Der Einfluss

der Russischen Föderation erstreckte

sich auf administrative, finanzielle

und militärische Fragen“, resümiert

das vonder niederländischen Staatsanwaltschaft

geführte JIT. „Im Juni

2014 telefonierte die Führung der

DNR praktisch täglich mit Vertretern

Russlands.“

Das offizielle Moskau redet bis

heute von einem rein innerukrainischen

Konflikt. Borodai behauptete

wie auch andererussische Rebellenführer

schon 2014, er sei als Freiwilliger

gekommen. Doch in einem seiner

Telefonate tönt er: „Ich erfülle

ausschließlich Befehle und verteidige

die Interessen eines Staates,der

Russischen Föderation.“

Außer Borodai und diversen Rebellen

sind auchWladimir Putins BeraterWladislaw

Surkow zu hören, ein

hoher russischer Offizier namens

Wladimir Iwanowitsch und der aktuelle

DNR-Chef Denis Puschilin. In einem

Gespräch kündigt Surkow Borodai

an, in wenigen Tagen treffe aus

Russland ein bestimmter Antjufejew

ein, der den Geheimdienst der Rebellen

übernehmen wolle. Der langjährige

russische Polizeioffizier Wladimir

Antjufejew wird kurz darauf

DNR-Vizepremier, zuständig für die

Sicherheitsorgane.

Moskau befiehlt, die Rebellenführer

gehorchen. „Wir bewegen uns in

Richtung einer einheitlichen Kommandostruktur“,

erklärt ein Separatistenoffizier

einem anderen, „es

kommen Leute, die von Schoigu bevollmächtigt

sind.“ Sergei Schoigu

ist Russlands Verteidigungsminister.

„Ich habe keinen Zweifel an der

Echtheit der Mitschnitte“, sagt Oleksij

Melnyk, Sicherheitsexperte des

Kiewer Rasumkow-Zentrums, der

Berliner Zeitung. „Sie sind vor allem

interessant, weil sie den Moment fixieren,

in dem die Autonomie der sogenannten

Bergleute und Traktoristen

im Rebellengebiet den Nullpunkt

erreichte und sie vollständig unter

die Kontrolle Russlands gerieten.“


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 5 *

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Politik

„Das macht uns wütend“

Angehörige der Opfer des Breitscheidplatz-Attentats werfen der Bundesregierung bei der Aufklärung Hinhaltetaktik vor

VonMarkus Decker

Das Mahnmal für die Opfer des Dezember-Attentats am Breitscheidplatz

Die Sprecherin der Hinterbliebenen

des Anschlages

vomBreitscheidplatz

am 19. Dezember 2016,

Astrid Passin, hat angesichts der

jüngsten Enthüllungen im Untersuchungsausschuss

des Bundestages

schwereVorwürfe gegen die Bundesregierung

erhoben und eine schnelle

Vernehmung des damaligen Bundesinnenministers

Thomas de

Maizière (CDU) gefordert. „Wir sind

zutiefst enttäuscht über die neuesten

Nachrichten aus dem Untersuchungsausschuss“,

sagte sie der Berliner

Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland). „Und wir fordern die

Vernehmung von Thomas de

Maizière.“

Er sei als Innenminister verantwortlich

gewesen für die Informationssperre,

die direkt nach dem Anschlag

verhängt worden sei. „Deshalb

ist seine Aussage sehr wichtig.“

Passin fügte hinzu: „Uns wurde immer

gesagt, dass die Zeugen der oberen

Etage erst am Schluss vernommen

werden sollen. Aber das halten

wir zumindest in diesem Fall für

falsch.“ Und die Vernehmung des

CDU-Politikers forderten die Hinterbliebenen

schon sehr lange.

Tempo sei auch deshalb geboten,

weil die Legislaturperiode spätestens

2021 zu Ende gehe und zudem

vorgezogene Neuwahlen nicht ausgeschlossen

seien, so die Sprecherin

der Hinterbliebenen. Damit ende

automatisch auch der Untersuchungsausschuss.Dabei

habe dieser

„absolute Priorität“.

Passin, die selbst bei dem Anschlag

ihren Vater verlor, sagte weiter,

sie vermute hinter all dem eine

„Hinhaltetaktik der Bundesregierung“.

Die Angehörigen seien „fassungslos,dass

ihreVertreter sich mit

uns an einen Tisch setzen und uns

anlügen – und hinterher kommen

immer wieder solche Tatsachen her-

aus. Das macht uns wütend.“ Sie

hoffe, „dass noch mehr Menschen

den Mutfinden, die Dinge beim Namen

zu nennen –sowie es jetzt im

Ausschuss geschehen ist“.

Konsterniertund geschockt

Am Donnerstagabend hatten Polizisten

aus Nordrhein-Westfalen im

Untersuchungsausschuss schwere

Vorwürfe gegen das Bundesinnenministerium,

das Bundeskriminalamt

(BKA) und die Berliner Polizei

erhoben. Ein Kriminalhauptkommissar

sagte,ein BKA-Beamter habe

ihm am Rande einer Besprechung

beim Generalbundesanwalt am 23.

Februar 2016 gesagt, der Informant

des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes,

der damals auf

die Gefährlichkeit des späteren Attentäters

Anis Amri hingewiesen

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZIAK

habe, „mache zu viel Arbeit“. Diese

Auffassung werde auch von „ganz

oben“ vertreten, habe ihm der BKA-

Beamte in dem Vier-Augen-Gespräch

gesagt. Auf seine Nachfrage,

wer mit „ganz oben“ gemeint sei,

habe der Beamte damals entweder

das Innenministerium oder de

Maizière selbst genannt sowie einen

leitenden Kriminaldirektor des BKA

im Bereich Staatsschutz. Er sei nach

diesem Gespräch „konsterniert und

geschockt“ gewesen und habe darüber

direkt im Anschluss mit zwei

Staatsanwälten gesprochen.

Die innenpolitische Sprecherin

der Grünen-Bundestagsfraktion,

Irene Mihalic, sagte: „Wir können

jetzt nicht zum Tagesgeschäft übergehen,

sondernwir müssen Teilnehmer

der Besprechung so schnell wie

möglich hören.“ Auch eine Vernehmung

de Maizières sei „in der Priorität

nach vorne gerückt. Er stand damals

in der Verantwortung.“ Der

FDP-Obmann im Untersuchungsausschuss,

Benjamin Strasser, sagte:

„Wenn eine V-Person, die als einzige

Quelle auf die Gefahr von Anis Amri

aufmerksam gemacht hat, mundtot

gemacht werden sollte und das auch

vom Innenminister ausgegangen

sein soll, wäredas ein erschütternder

Skandal.“ Dessen Befragung sei nun

unausweichlich geworden.

Amrihatte am 19. Dezember 2016

in Berlin einen Lastwagen gekapert

und dabei den polnischen Fahrer erschossen.

Anschließend raste er damit

über den Weihnachtsmarkt am

Breitscheidplatz und tötete elf Menschen.

Nach dem Anschlag konnte er

nach Italien fliehen, wo er bei einer

Kontrolle von Polizisten erschossen

wurde. In verschiedenen Untersuchungsausschüssen

wurde versucht,

vor allem zwei Fragen zu beantworten:

Warumkonnte Amri, der bereits

den Sicherheitsbehörden aufgefallen

war,nicht gestoppt werden? Und:

Hatte er Helfer, oder war er wirklich

ein Einzeltäter?

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6* Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Wirtschaft

DAX-30 in Punkten

16.8.19

16.8.19

MÄRKTE

▲ 13241,75 (+0,47 %)

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

Euro in US-Dollar

16.8.19

Stand der Daten:15.11.2019 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

Gewinner

15.11.19

▲ 63,32 (+1,46 %)

15.11.19

▲ 1,1034 (+0,34 %)

Quelle

15.11.19

aus DAXund MDAX vom15.11.zum Vortag

HeidelbergCement 67,04

+2,73 WWWWWW

Lanxess 63,88 +2,50 WWWWW

Fraport 75,78 +2,41 WWWWW

CarlZeissMeditec104,00

+2,36 WWWWW

Volkswagen Vz. 183,46 +1,97 WWWW

AarealBank 27,00 +1,96 WWWW

Verlierer

aus DAXund MDAX vom15.11.zum Vortag

K+S NA 11,26 WWWWWWWWWWW –6,05

LEG Immobilien 101,20 WWWWW –2,13

UniperNA 28,15 WWW –1,50

Daimler NA 50,68 WW –0,90

Dürr 28,96 WW –0,62

Dt. Wohnen Inh. 34,53 WW –0,52

Leitbörsen imÜberblick

52-Wochen Hoch/Tief 15.11. ±% z. 14.11.

Euro Stoxx 50 (EU) +0,62

3719/2909 3711,61

CAC 40(FR) +0,65

5948/4556 5939,27

S&P UK(UK) +0,13

1562/1323 1473,04

RTS (RU) + 0,87

1488/1033 1449,42

IBEX (ES) +0,96

9588/8286 9261,40

Dow Jones (US) +0,68

27991/21713 27969,60

Bovespa (BR) +0,47

109672/83892106556,88*

Nikkei (JP) +0,70

23591/18949 23303,32

Hang Seng (HK) +0,01

30280/24897 26322,51

Stx Singap. 20 (SG) –0,10

1657/1390 1629,54

Baudarlehen Kaufpreis 250.000 Euro

Darlehen 175.000 Euro (70 %Finanz./Tilgung 2%)

Effektivzinsen in %für

Kundenkontakt 5Jahre 10 Jahre 15 Jahre

Interhyp

0800/200151515 0,51 0,59 0,75

MKIB Online

030/6408810 0,50 0,65 0,75

Dr.Klein

0800/8833880 0,51 0,68 0,75

DTW-Immobilienfinanzierung

0800/1155600 0,51 0,68 0,75

PlanetHome

089/76774188 0,51 0,68 0,75

BBBank

0721/1410 0,63 0,59 0,95

ING

069/50500109 0,91 0,93 1,20

Deutsche Bank

069/91010000 1,27 0,93 1,24

Commerzbank

069/98660966 1,04 1,04 1,32

Postbank

0228/55002010 1,44 1,04 1,36

Mittelbrandenburgische Sparkasse

0331/898989 0,69 0,76 1,16

Sparda-Bank Berlin

030/42080420 0,55 0,81 1,30

Berliner Sparkasse

030/86986969 0,88 0,93 1,23

PSD Berlin-Brandenburg

psd-bb.de 0,96 1,06 1,51

Berliner Volksbank

030/30363300 0,98 1,09 1,45

Mittelwert von 95 Banken 0,78 0,86 1,13

Der Effektivzins beinhaltet Kosten der Grundschuldeintragung;

unveränderter Zinssatz nach Zinsbindung.

ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag), Ratenkredit

(Mittwoch), Sparbriefe (Donnerstag), Festgeld (Freitag), Baudarlehen

(Samstag).

Quelle: FMH-Finanzberatung

Autoliebe auf Zeit:Wer einen Wagen abonniert, kann ihn nach einpaarMonaten zurückgeben –und dennächsten auswählen.

Große Unterschiede zwischen Renten und Pensionen

Ein Angestellter müsste mehr als 53 Jahre arbeiten, um im Ruhestandauf Beamtenniveau versorgtzusein

Von Rasmus Buchsteiner

Die Scherezwischen gesetzlichen

Renten und Beamtenpensionen

hat sich in den vergangenen Jahren

weiter geöffnet.Das gehtaus der Antwort

des Bundesinnenministeriums

auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion

hervor, die dem RedaktionsNetzwerk

Deutschland (RND)

vorliegt.

DenAngaben zufolge,die sichauf

das Jahr 2018 beziehen, müsste ein

Vollzeitangestellter mit Durchschnittsverdienst

53,4 Jahrearbeiten,

um mit seinergesetzlichen Rente das

Niveau der Mindestversorgung von

monatlich 1708,87 Euro zu bekommen,

die Bundesbeamten nach fünf

Auto im Abo

Nicht kaufen, nicht finanzieren–mehrere Start-ups werben jetzt für All-inclusive-Angebote

Von Frank-Thomas Wenzel

Klimafreundliche Mobilität

gibt es für 385,90 Euro im

Monat. So viel muss der

Nutzer zahlen, wenn er das

E-Auto Renault Zoe abonnieren

will –beim Stuttgarter Start-up Vivelacar.

Autoabo? Das ist die jüngste

Variante der neuen Mobilitätsdienste.Sie

liegt irgendwo zwischen Miete

und Leasing.

Für Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffervon

derUni Duisburg-Essen

ist klar: „Das ist die Zukunft der

Branche“, sagte er dem Redaktions-

Netzwerk Deutschland (RND). Vor

allem seien solche Nutzungsmodelle

ideal,umdieElektromobilitätvoranzubringen.

EinAuto abonnieren bedeutet:

Nicht kaufen oder finanzieren,

sonderneinen monatlichen Fixbetrag

zahlen, der eine All-inclusive-

Lösung sein soll. Steuer, Versicherung,

Reparaturen, Wartung, Winterreifen

–alles in einer Rate.

Das Abo kann mit einer Frist gekündigt

werden. BeiVivelacar sind es

drei Monate. Der Kunde kann das

Auto dann einfach zurückgeben

oder gegen ein anderes Modell tauschen.

Neben dem Abopreis muss

der Nutzer nur den Spritfür den Tank

oder den Strom für die Batterie bezahlen.

Vivelacar steht nicht allein.

Mehrerejunge Unternehmen versuchen,

in der bisher sehr überschaubaren

Nische Kunden zu finden. Sie

heißen Cluno,Like2driveoder Finn.

Auch der Autovermieter Sixt

mischt mit einer Flatrate für eine

Langzeitmiete mit. Derschwedischchinesische

Autobauer Volvo gilt als

Pionier.Erhat schon 2018 damit begonnen,

Abos für vollausgestattete

Neuwagen zu vermarkten.

Vivelacar ist seit dem Frühjahr aktiv.

Der Name sei Programm, sagt

Gründer und Vorstandschef Mathias

Albert. „Wir stehenzum Auto.“ Mindestens

einmal im Leben könne jeder

ein Autoabo gut gebrauchen,bei

einem Jobwechsel beispielsweise

oder nach einer Trennung. Rund

500 Fahrzeuge verschiedener Marken

hat das Start-up im Angebot. Die

Zahl der Abonnenten steige jeden

Monat um 60 Prozent. Absolute Zahlen

nennt der Gründer nicht.

Bei den Abodiensten, die wie

Makler agieren, geschieht fast alles

per Internet: Auto aussuchen und

persönliche Daten eingeben – das

sind die wichtigsten Schritte. Das

Kündigen nach drei Monaten oder

wie bei Cluno nach mindestens

sechs Monaten soll für die Kunden

Schwellen senken. Genau deshalb

könnten die Abos der Elektromobilität

auf die Sprünge helfen, meinte

Dudenhöffer. Mehrere Studien hätten

ergeben,dass die Neugier auf die

Stromer groß ist. Doch viele potenzielle

E-Auto-Fahrer trauen sich

nicht so recht, weil sie vonReichweitenangst

geplagt werden und verunsichert

sind,wie das mit dem Laden

funktioniert. Hinzu kommt, dass die

Elektrischen sehr teuer sind. DieListenpreise

der aktuell angebotenen

Modelle liegeninder Regel noch immer

etwa doppelt so hoch wie bei

Verbrennern.

EinAbo mitAusstiegsmöglichkeit

ist da eine kundenfreundliche Variante.

Eine Umfrage der Marktforschungsfirma

Puls hat ergeben, dass

ein Umstieg auf einen Stromer mit

„Das ist die Zukunft der Branche.“

Ferdinand Dudenhöffer, Automarktexperte

geschränktem Risiko besonders für

Jüngere bis 30 Jahresehr attraktiv ist.

Mehr als jeder Zweite würde gern in

einem mindestens sechsmonatigen

Test buchstäblich erfahren, ob die

Elektromobilität zu den eigenen Mobilitätsbedürfnissen

passt.

Bei Vivelacar sind derzeit etwa

10 Prozent der angebotenen Autos

elektrifiziert. Doch die Tendenz sei

steigend, sagt Albert. Das hat einen

einfachen Grund: Im nächsten Jahr

werden die Autobauer ihreE-Flotten

deutlich ausbauen, weil die EU verschärfte

Abgaswerte verlangt.

Ob die Abos nun teueroder preiswert

sind, kommt immer auf die jeweilige

Konstellation an. Zumal die

Jahren zusteht. Für das Jahr 2011 hatte

dieser –rein rechnerische –Wert

noch bei 50,6 Jahren gelegen.

Rentner bekamen im vergangenen

Jahr im Schnitt 760 Euro monatlich

ausgezahlt. Das durchschnittliche

Ruhegehalt der zuletzt rund

440400 pensionierten Bundesbeamten

belief sich dagegen 2018 auf

3080 Euro.

DasBundesinnenministeriumerklärtinder

Antwort,bei Betrachtung

der Zahlen müsse berücksichtigt

werden, dass die Beamtenversorgung

die gleiche Funktion habe wie

bei früherenAngestellten gesetzliche

Rente und betriebliche Altersvorsorge

zusammen. Zudem verweist das

Ministerium darauf, dass in durchschnittlichen

Renten auch sogenannte

„kleine Renten“ enthalten

sind: „Hintergrund dafür sind sehr

kurze Erwerbsbiografien, wie sie in

den alten Ländern besonders bei

Frauen erkennbar sind, oder der

Wechsel des Versichertenstatus von

der gesetzlichen Rentenversicherung

in die Beamtenversorgung oder andere

Altersvorsorgesysteme.“ Hinzu

komme,dassBeamtenpensionenanders

als Renten „seit jeher vollständig

zu versteuern“ seien und „ein gegenüber

pflichtversicherten Rentnern

vergleichsweisehoher Krankenversicherungsbeitrag“zuzahlen

sei.

Nach Angaben des Ministeriums

hatten die Pensionsrückstellungen

für Bundesbeamte Ende September

FOTO: IMAGO IMAGES

Höhe der Zahlungen starkschwankt.

Über den Daumen reichen sie von

200 Euro proMonat für einenKleinwagen

mit Minilaufleistung bis hin

zu 1500 Euro für ein Luxus-SUV mit

großem Kilometerpaket.

Berechnungen vonDudenhöffers

Instituthabenanhandeineskonventionell

angetriebenen Opel Corsa ergeben,

dass bei Cluno ein Abo für

einen Fahranfänger preiswerter sein

kann als der Barkauf. Beieinem älteren

Fahrer mit 30 Schadenfreiheitsjahren

sei das Abonur unwesentlich

teurer als der Kauf per Cash. DerAufpreisfalleerstaunlichgeringaus–gemessen

an dem hohen MaßanPlanbarkeit

und Flexibilität für den Nutzer.

Schon wird an Erweiterungen

des Geschäftsmodells gebastelt.

Vivelacar etwa will das Abo im

nächsten Jahr mit Carsharing verknüpfen.

Mehrere Nutzer, die beispielsweise

gemeinsam in einem

Mietshaus wohnen, sollen sich dann

ein Auto teilen können. Albert traut

demAbo-Konzept einenMarktanteil

bis zu 20 Prozent zu.

Vielessprichtindesdafür,dassdie

neue Nutzungsform den ohnehin

harten Wettbewerb im Autohandel

noch verstärken wird. Dudenhöffer

sieht vorallem die klassischen Autohäuser

in der Defensive. Vivelacar

kooperiert just mit ihnen. Die Startup-Firma

bietet ausschließlichFahrzeuge

an, die Autohäuser auf dem

Hofstehen haben. Dassind die sogenanntenEigenzulassungen

–die mit

wenig Kilometer auf dem Tacho als

junge Gebrauchte angeboten werden.

2019 einen Marktwert von rund

15,9MilliardenEuro.DerWertdesdarüber

hinausgehenden Versorgungsfonds

des Bundes hat sich zum gleichen

Zeitpunkt auf rund 5,8 Milliarden

Euro belaufen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete

René Springer sagte, ein Arbeitnehmer

müsse mehrals 53 JahreinVollzeit

arbeiten, um eine Altersversorgungzuerhalten,die

einem Beamten

bereits nach fünf Dienstjahren zustehe.„Dasist

bei allemRespekt vorder

Leistung der Beamten unverhältnismäßig

und ungerecht. Offensichtlich

hat die Bundesregierung mehr Interesse

an einer gutenBeamtenversorgungals

an einer gutenRente für Millionen

Arbeitnehmer.“

Schon wieder

ein neuer

Audi-Chef

MarkusDuesmann

folgtauf BramSchot

Von Thomas Magenheim

und Stefan Winter

Erist ein Kind der industriellen Revolution.

Children of the Industrial

Revolution, lautet jedenfalls der

NamederPunkrockband,inderMarkus

Duesmann als Schüler einmal

Schlagzeug gespielt hat. Ab Frühjahr

2020 gibt der heute 50-Jährige bei der

VW-Tochter Audi in Ingolstadt den

Takt vor. 20 Monate wirdesdann gedauert

haben, bis der gebürtige

Münsterländer auf dem für ihn

schon länger reservierten Chefsessel

Platz genommen hat.

Bereits im Juli 2018 ist der damalige

BMW-Einkaufschef bei seinem alten

Arbeitgeber ausgeschieden. Weil

sein Vertrag aber eine Sperrklausel

beinhaltete, BMW den Aderlass in

RichtungVWsatthatteundsichlange

stur stellte,mussten Duesmann und

VW es aussitzen. Doch jetzt ist es so

weit: Zum1.April nimmt Duesmann

auf dem Chefsessel in Ingolstadt

Platz, wie der VW-Konzern amFreitag

verkündete.

Audi bekommt einen Chef, der

anders ist als andere. EinAutonarr zu

sein gehörtquasi zur Berufsbeschreibung

solcher Konzernbosse. Aber so

leidenschaftlich wie Duesmann fährt

nicht jeder vonihnen Motorrad. Und

wie er ein solches Zweirad im heimischen

Wohnzimmer aufzubocken ist

auch in solchen Sphären eher ungewöhnlich.

Der trotz imposanter Statur

bisweilen jugendhaft wirkende

Westfale liebt einfach, was röhrt.

Erst für Mercedes,dann für BMW

hat er Formel-1-Boliden mitentwickelt.

Menschlich gilt der Vater einer

Tochter als nahbar und locker. Man

sieht ihn oft lachen, was dann nicht

gekünstelt wirkt. Audi wollte Duesmann

unbedingt haben. Genau genommen

war es VW-Chef Herbert

Diess, der das wollte. Erkennt den

Audi-Chef in spe von gemeinsamen

Zeiten bei BMW und lernte ihn dort

auch als Fachmann schätzen.

Maschinenbau-Ingenieur Duesmann

versteht nicht nur etwas von

Einkauf, Formel 1und Motorrädern.

Seit seinen beruflichen Anfangsjahren

bei Mercedes kennt er sich auch

mit Motorenentwicklung für Spitzenautos

aus. Für BMW hat er unter

anderemdenBereichAntriebgeleitet

und zuletzt als Einkaufschef eine Kooperation

mit dem chinesischen Batteriehersteller

CATL ausgehandelt,

derjetzteineFabrikfürBatteriezellen

in Erfurt baut. Von seiner technischen

Expertise her deckt der von

BMW abgeworbene Manager also

Gegenwart und elektrische Zukunft

der Autoindustrie ab.

Die ist im VW-Konzern wichtiger

denn je: Diess stellte am Freitag den

Investitionsplan für die nächsten

fünf Jahrevor,der noch einmal höhere

Investitionen in diesem Bereich

vorsieht. Bis 2024 sollen knapp

60 Milliarden Euro in Elektroantrieb

und Digitalisierung investiert werden.

Das sind rund 10 Prozent mehr

als in der bisherigen Fünfjahresplanung

bis 2012. VW werde sich damit

„an die Spitze des Wandels“ in der

Autoindustrie setzen, sagte Aufsichtsratschef

Hans Dieter Pötsch.

Markus Duesmannwechselt vonBMW

zu Audi.

FOTO: SEPP SPIEGL/IMAGO IMAGES


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 7

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Wirtschaft

Eine Milliarde

Überstunden

im Halbjahr

Bundesweit mehr als die

Hälfte nicht bezahlt

Von Rasmus Buchsteiner

Arbeitnehmer in Deutschland haben

im ersten Halbjahr des laufenden

Jahres 960 Millionen Überstunden

geleistet –davon waren mit

490 Millionen mehr als die Hälfte unbezahlt.

Dasgeht aus der Antwortdes

Bundesarbeitsministeriums auf eine

Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion

hervor, die dem Redaktions-

Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

DasMinisterium beruft sich dabei

auf Daten des Instituts für

Arbeitsmarkt und Berufsforschung

der Bundesagentur für Arbeit.

Im Jahr 2018 sind den Angaben

zufolge insgesamt 2,02 Milliarden

Überstunden gezählt worden –

1,8 Prozent mehr als 2017. Damit waren

3,8 Prozent aller Arbeitsstunden

von Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten

Überstunden. 1,04 Milliarden

Überstunden waren im vergangenen

Jahr bezahlt, gut 980 Millionen Überstundenunbezahlt.

DasVolumen der

Überstunden des vergangenen Jahres

entspricht den Angaben zufolge

rechnerisch rund 1,2 Millionen Vollzeitstellen.

Arbeitnehmer, die zum Teil auch

im Homeoffice arbeiten, leisten

überproportional viele Überstunden.

Linken-Arbeitsmarktexpertin

Jessica Tatti fordert schärfere Regeln

für Überstunden.

Von Burkhard Fraune

Nach nur eineinhalb Jahren

bei der Deutschen

Bahn steht der Finanzvorstand

AlexanderDoll

vor dem Abgang. Nach wochenlangem

Führungsstreit hat der Manager

nach dpa-Informationen am

Freitag einen Auflösungsvertrag

unterschrieben. Der Aufsichtsrat

des bundeseigenen Konzerns müsse

dem Schritt in einer Sondersitzung

amMontag noch zustimmen,

hieß es.Dem Vernehmennach würde

die Abfindung aufeinen einstelligenMillionenbetrag

hinauslaufen.

Doll wurde im Aufsichtsrat zur

Lastgelegt, dassesbislang nicht gelungen

ist, dieKonzerntochterArriva

und damit einen großen Teil des

Auslandsgeschäfts zu verkaufen.

Dassollte bis zu vier MilliardenEuro

für die Eisenbahn in Deutschland

bringen.Doch die Interessenten boten

deutlich weniger,weilSchulden

und Pensionsverpflichtungen auf

Arriva lasten. Eine Rolle soll auch

spielen, dass sich Dolldem Wunsch

des Bahnchefs Richard Lutz widersetzt

habe, das Finanzressort abzugeben

und sichauf Güterverkehrzu

konzentrieren.

Für einen Abgang des früheren

Bankers hatte sich auch Verkehrsminister

Andreas Scheuer (CSU)

hinter den Kulissen starkgemacht,

sagen Insider. Bevor die Entscheidung

bekannt wurde,hatteScheuer

am Freitag betont, die Bahn befinde

sich nicht im Krisenmodus. „Streit

Führungsstreit bei der Bahn

Finanzvorstand Alexander Doll verlässt das Unternehmen

AlexanderDollhat einen Auflösungsvertrag unterschrieben.

FOTO: REINER ZENSEN/IMAGO IMAGES

ist immer schlecht“, sagte er nach

einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses.

Notwendig seien aber

eine bessere Bahn für die Kunden

undein schlankerer Konzern.

„Die Entwicklungenrund um die

Deutsche Bahn werden immer skurriler“,

kritisierte der FDP-Verkehrspolitiker

Torsten Herbst.Zügefielen

aus, der Gewinn sinke, die Pünktlichkeitswerte

blieben schlecht,

und die Schulden wüchsen –und

der Vorstand beschäftige sich mit

internen Personaldebatten. Der

Ausschuss wollte von Scheuer wissen,

was die Bundesregierung zu

Verbesserungen beitrage. Für mehr

Fahrgäste und ein besseres Angebot

hatte der Bund der Bahn in den vergangenen

Monaten deutlich mehr

Geld in Aussicht gestellt. Außerdem

bekommt die Deutsche Bahn aus

demKlimapaket bis 2030jedes Jahr

eine Milliarde Euro Eigenkapital,

zudem wurden die Mittel für den

Regionalverkehr aufgestockt.

Der Haushaltsausschuss des

Bundestags machte amFreitag den

Wegfür die zusätzlichen Milliarden

frei. Er stimmte bei seinen abschließenden

Beratungen einer neuen

Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung

zwischen dem Bund und

dem bundeseigenen Konzern zum

Erhalt des Schienennetzes zu. Die

Vereinbarung hat eine Laufzeit von

zehn Jahren. Der Entwurf sieht

Haushaltsmittel des Bundes in

Form eines „Infrastrukturbeitrags“

von insgesamt 51,4 Milliarden Euro

vor.

Zunehmende Ungeduld

Scheuer sprach von einer Topfinanzausstattung

der Deutschen

Bahn. Nun müsse für Fahrgäste am

Bahnsteig auch spürbar werden,

dass die Bahn auf dem richtigen

Gleis unterwegs sei. „Bei mir steigt

natürlich auch eine Ungeduld, weil

ichweiß, dass die Bürgerwas erwarten“,

sagteScheuer. Es gebe Verbesserungen,

ergänzte der Minister.

„Aber die Verbesserungen sind

nochnichtgut genug.“ (dpa)

Dem örtlichen

Versorger

treu

Stromkundenwechseln

eherselten

Von Claus Haffert

Bei der Wahl des Stromlieferanten

bleiben die meisten Haushalte in

Deutschland dem örtlichen Versorger

treu. Im vergangenen Jahr seien

rund 69 Prozent aller Haushalte von

dem für ihren Wohnortzuständigen

Grundversorger beliefert worden,

heißt es im Entwurfdes neuen Monitoringberichts

von Bundesnetzagentur

und Bundeskartellamt. „Die

immer noch starke Stellung der

Grundversorger in ihren jeweiligen

Versorgungsgebieten ist damit im

Vergleich zum Vorjahr konstant“,

stellen die Behörden fest. Keine weiteren

Marktanteile haben demnach

andere Anbieter hinzugewonnen.

Sie verkauften wie im Vorjahr rund

31 Prozent des an Haushaltskunden

gelieferten Stroms. Allerdings hat

sich der Stromverkauf der häufig mit

günstigen Preisen werbenden Anbieter

in den vergangenen zehn Jahren

mehr als verdoppelt. Insgesamt

haben im vergangenen Jahr rund

4,7 Millionen Haushalte den Stromanbieter

gewechselt, ähnlich viele

wie 2017.

Seit der Öffnung des Strommarkts

im Jahr 1998 können die Kunden

ihrenLieferantenfreiwählen.Im vergangenen

Jahr hatte jeder Haushalt

im Durchschnitt die Wahl unter

124 Anbietern. (dpa)


8* Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Meinung

Nahverkehr

AUSLESE

Schlechter

Nachgeschmack

Es geht nicht um

wahr oder falsch

Peter Neumann

freut sich auf die neue U-Bahn,

hat aber noch einigeFragen.

Die gute Nachricht zuerst: Anders als

befürchtet wird sich der Kauf neuer

U-Bahnen nicht um mehrereJahreverzögern.

DerSuper-GAU, dass die ersten Wagen

erst 2025 oder 2026 fertig werden, ist

gebannt. Am Freitag hat das Kammergericht

Berlin klar gemacht, dass es den

Rechtsstreit um die geplante Auftragsvergabe

allerVoraussicht nach zugunsten der

BVG entscheiden wird. Wenn das Gerichtsverfahren

tatsächlich so endet, kann

der Berliner Bahnhersteller Stadler 2020

mit dem Bauder U-Bahnen beginnen.

Die Fahrgäste werden die frohe Botschaft

gern vernehmen. 2022, so ist nun

zu hoffen, werden die ersten neuen Züge

für die Berliner Untergrundbahn geliefert.

Doch ein schlechter Nachgeschmack

ist unverkennbar. Esbeginnt damit, dass

die BVGdasVergabeverfahren erst 2016 in

Gang gesetzt hat –obwohl schon früher

klar war, dass sie investieren muss. Doch

allzu lange war Sparen für den Senat die

Hauptdevise, und als endlich die Vorbereitungen

für die Mega-Ausschreibung

begannen, zogen sie sich lange hin.

Dass es während des Verfahrens offenbar

chaotisch zuging, dass immer wieder

Bedingungen geändert wurden und dass

die BVG mit einem Bieter Kontakte aufnahm,

die diesem vergaberechtlich fragwürdig

vorkamen, wird dagegen eine

Fußnote in dieser Geschichte bleiben.

Denn das Kammergericht zeigt sich nicht

gewillt, auch nur die schwerwiegendsten

Vorwürfe rechtlich zu beanstanden.

Schwerer wiegt: Beobachter kritisieren,

dass die geplante neue U-Bahn technisch

hinter den Möglichkeiten zurückbleibt

–was zum Beispiel an der fehlenden

Klimaanlage deutlich wird. Es wird

sich zeigen, ob die Bahn das Los der geplagten

Fahrgäste wirklich verbessert.

Untersuchungsausschuss

Waswurde im Fall

Amri vertuscht?

Markus Decker

ist der Meinung,dass nun der frühere

Innenminister aussagen muss.

Der Anschlag vom Breitscheidplatz

jährtsich bald zum dritten Mal. Er ist

aufgrund der wachsenden zeitlichen Distanz

und der zunehmenden Bedrohung

durch den Rechtsextremismus zuletzt immer

stärker in den Hintergrund gerückt –

zu Unrecht, wie sich nun zeigt. Der islamistische

Terrorismus darf nicht vergessen

werden. Die vielen Toten, Schwerverletzten

und trauernden Hinterbliebenen

des 19. Dezember 2016 dürfen es erst

recht nicht. Das gilt nach den jüngsten

Aussagen im Untersuchungsausschuss

des Bundestages umso mehr.

Wasdaandie Adresse vonSicherheitsbehörden

des Bundes sowie der Bundesregierung

selbst gesagt wurde, wiegt

schwer.Natürlich gibt es zwischen den Sicherheitsbehörden

des Bundes und der

Länder das, was man „blame game“

nennt: DieVerantwortung dafür, dass der

Tunesier Anis Amri trotz zahlreicher Hinweise

auf seine Gefährlichkeit morden

konnte, wird hin- und hergeschoben.

Ähnliches gab es beim „Nationalsozialistischen

Untergrund“ (NSU) auch schon.

Doch hier scheint es um mehr zu gehen.

Es steht der Vorwurfder Vertuschung

im Raum. Ohnehin ist es nicht das erste

Mal, dass der Untersuchungsausschuss

Neues zutage fördert. Erst kürzlich tauchte

ein bisher unbekanntesVideo auf.

Nicht zuletzt mit Rücksicht auf die

Hinterbliebenen, die ja ebenfalls nicht

zum ersten Mal Klage erheben, sollte der

Untersuchungsausschuss nun reagieren.

Dazu gehört, den in Verdacht geratenen

Ex-Innenminister Thomas de Maizière

rasch zu hören. Dies ist auch in dessen eigenem

Interesse. Die Aufklärung jedenfalls,soscheint

es,nähertsich langsam einem

entscheidenden Punkt.

Parteienlandschaft im Klimawandel

Es ist eine über Jahrzehnte gepflegte

Tradition: Wenn die Haushaltsexperten

in der nächtlichen Bereinigungssitzung

letzte Hand an den

Etat für das Folgejahr gelegt haben, wirddas

Ergebnis am Morgen der Öffentlichkeit präsentiert.

Zunächst stellt die Opposition ihre

Sicht der Dinge dar,dann die Haushaltspolitiker

der Regierungsfraktionen. Doch in diesem

Jahr wurde die Pressekonferenz von

Union und SPD kurzfristig abgesagt –aus gesundheitlichen

Gründen des federführenden

Unionsexperten. Dass jedoch kein Ersatz

organisiert wurde, ist nicht nachvollziehbar.

Vielmehr kann man sich des Eindrucks

nicht erwehren, als handele die große

Koalition sehr selbstzufrieden. Dieschwarze

Null stehe, die Investitionen seien hoch, das

Klimapaket geschnürt, so Union und SPD.

Sie meinen offenbar, Nachfragen erübrigen

sich dann.

Isttatsächlich alles so rosig, wie es dargestellt

wird? Mitnichten. DieLage in der Wirtschaft

ist in höchstem Maße unübersichtlich.

Zwar zeigen die jüngsten Zahlen, dass

Deutschland zurzeit noch an einer Rezession

vorbeischrammt. Doch die Situation ist

fragil. So gibt es erste Anzeichen dafür, dass

sich die Schwäche der Industrie auf immer

mehr Bereiche ausdehnt. Das Risiko, dass

die Wirtschaft in einem Strudel nach unten

gerät, ist erheblich. Als Auslöser reicht ein

ungeordneter Brexit oder eine weitere Verschärfung

der Handelskonflikte insbesonderezwischen

China und den USA.

Für einen Einbruch gibt es allerdings keinerlei

Vorsorge im Haushalt. Bundesfinanzminister

Olaf Scholz (SPD) tönt immer wieder,durch

den Haushalt ohne neue Schulden

gebe es im Fall der Fälle ausreichend Spielraum,

um die Konjunktur zu stützen. Doch

Der Albtraum beginnt an einem Abend

im November, gegen neun, das ist der

Zeitpunkt, an dem normalerweise Ruhe einkehrtund

wir Elternauf die Couch fallen. Als

meine Tochter nebenan weint, springt mein

Mann auf. Ich wische weiter auf meinem

Handy herum, ich mache mir keine Sorgen,

es ist nichts Besonderes, dass sie aufwacht.

Meistens hat sie Durst oder schlecht geträumt,

sie nimmt einen Schluck aus ihrer

Wasserflasche und schläft weiter.

Diesmal nicht. Wenige Sekunden später

ruft mich mein Mann, seine Stimme klingt

fremd. Er hält meine Tochter im Arm, ich erkenne

sie nicht, ihr Körper glüht und zuckt,

ihreHaut um den Mund wirdblau, es tritt etwas

Weißes heraus. Dann rollen ihre Augen

nach hinten und sie wird bewusstlos. Mein

Mann ruft:„Sie stirbt, sie stirbt, rufden Krankenwagen!“

Ichstarreauf meine Tochter und

den Dämon aus der Unterwelt, der sie befallen

hat, ich höre, was mein Mann sagt. Die

Worte machen keinen Sinn. Wer stirbt? Ist

das ein Fieberkrampf?

Davonhabe ich gelesen. Mein Mann redet

leise mit der Kleinen, sie reagiertnicht auf Ansprache,

in den Augen sieht man nur das

Weiße.Ein Krankenwagen! Mirfällt die Nummer

nicht ein, ich muss Krankenwagen googeln.

„Halten Sie ihre Tochter im Arm senkrecht,

es kommt gleich jemand“, sagt die

Stimme,als ich den Notruf gewählt habe.Ich

nehme meine Tochter, sie fühlt sich tonnenschwer

und leblos an. Ich flüstere ihren Namen.

Ich fühle mich, als würde ich die Trep-

Bundeshaushalt

Steuert

um!

TimSzent-Ivanyi

ist der Meinung,dass die finanzielle Lagedes Landes sehr viel

weniger rosig ist, als die Regierung sie schildert.

KOLUMNE

Die Dämonen

aus der

Unterwelt

Sabine Rennefanz

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

die schwarze Null existiert inWirklichkeit lediglich

auf dem Papier. Sie wird nur erreicht,

weil die ursprünglich für die Bewältigung der

Zuwanderung seit 2015 angelegte,aber nicht

benötigte Asylrücklage geplündert wird.

Rechnet man die noch bestehenden Lücken

im Haushalt dazu, dann besteht im kommenden

Jahr zwischen Ein- und Ausgaben ein

Loch vonmindestens 15 Milliarden Euro.Das

ist sogar mehr,als die im Grundgesetz verankerte

Schuldenbremse erlaubt.

DerEtatist damit ein reiner Schönwetterhaushalt.

Die seit Jahren andauernde Phase

sprudelnder Steuerquellen hat dazu geführt,

dass es sich Union und SPD leisten konnten,

ihre jeweilige Wählerklientel komfortabel zu

bedienen. Erinnert sei an das millardenschwereBaukindergeld,

das nur gut situierte

Familien nutzen, die ohnehin bauen wollten.

Auch die Grundrente –sorichtig sie sein

mag – wird am Ende zu Löchern führen,

denn es ist völlig offen, ob es die zur Gegenfinanzierung

vorgesehene Finanztransaktionssteuer

je geben wird. Bricht die Konjunktur

ein, gerät ein derart aufgeblähter Haushalt

sofortaus den Fugen.

Noch ist die Finanzlage komfortabel, deshalb

muss es gar nicht ums Sparen gehen.

Wichtig wärevielmehr,das Geld zusammenzuhalten

und die richtigen Schwerpunkte zu

setzen. Dabei macht es überhaupt keinen

Sinn, immer mehr Geld für Investitionen in

Beton zur Verfügung zu stellen. Geld, das gar

nicht abgerufen werden kann, weil die Bauwirtschaft

nach wie vorausgelastet ist.

Im Mittelpunkt sollten vielmehr drei Bereiche

stehen: Bildung, Digitalisierung und

Klimaschutz. Dringend nötig ist die Ausstattung

von Schulen und Universitäten mit

schnellen Internet-Anschlüssen und modernen

Computern. Überfällig ist die digitale

Aufrüstung der Verwaltung und des Straßennetzes

für eine bessereVerkehrslenkung. Das

sind Investitionen, die jetzt Arbeitsplätze sichernund

in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit

Deutschlands gewährleisten.

Und ja, im Klimapaket der großen Koalition

sind einige sinnvolle Maßnahmen enthalten.

Doch die geringen Spuren, die das

Paket im Bundeshaushalt hinterlässt, zeigen,

dass hier nur gekleckert und nicht geklotzt

wird. EineVerkehrswende,die damit erreicht

werden soll, dass Bahntickets ein paar Euro

billiger und Flugreisen einige wenige Euro

teurer werden? Lächerlich.

Die große Koalition hat es verpasst, die

Weichen zu stellen. Mit diesem Weiter-so-

Haushalt ist ein Crash programmiert.

pen herunterstürzen und nie unten ankommen.

Wenig später sitzen die Sanitäter in unserem

Wohnzimmer,zweiMänner,eine Frau,

sie schließen meine Tochter an einen Monitor

an und reden gleichzeitig auf mich ein: Wie

lang dauerte der Krampf, wann hat sie fiebersenkende

Mittel bekommen, welche Medikamente

noch, Salbutamol, Flutide, Pari-Boy,

Vortex? Sie wirken ungeduldig, als ich nicht

sofort antworte. Ich schaue auf meine Tochter.

Sie liegt matt in meinem Arm. Schwer zu

sagen, wie lange der Krampf gedauert hat.

Vielleicht waren es Jahre, vielleicht wenige

Minuten. DerSanitäter zieht eine Kanüle mit

Ibuprofen auf. Als meine Tochter den Mund

öffnet und die Medizin ohne Anstalten

schluckt, möchte ich losheulen.

Krampf ist ein harmloses Wort, man

denktaneinen SchmerzimMuskel. Malwieder

Magnesium nehmen. Fieberkrämpfe betreffen

drei bis fünf Prozent aller Kinder, sie

treten bei Infektionskrankheiten zwischen

dem sechsten Monat und dem fünften Lebensjahr

auf, meist zwischen eins und drei,

werde ich später im Internet bei der Deutschen

Gesellschaft der Kinder- und Jugendärzte

lesen. Meistens sind sie ungefährlich

und nach wenigen Minuten vorbei.

Es ist halb zwölf, Neonlicht flimmert von

der Decke der Kinderrettungsstelle. Meine

Tochter liegt auf einer Trage, am Finger ein

Sensor, der mit dem Monitor verbunden ist,

im Arm steckt eine Kanüle. Ihr Brustkorb

hebt und senkt sich regelmäßig. Ich halte

ihre Hand, als könnte sie mir sonst weggenommen

werden.Die junge Ärztin sagt: „Wir

sind voll, das nächste Bett wäre in Rüdersdorf.

Ihre Tochter wirkt stabil, Sie dürfen

nach Hause.“ Ichwecke sieauf,ziehe ihreJacke

an. Ich suche nach den Schuhen, kann

sie nicht finden. Diehabeich vorlauterAufregung

zu Hause vergessen.

Sabine Rennefanz liest aus neuen Kolumnen,22. Januar,

20 Uhr,Pfefferberg Theater. Literatur-Live-Berlin.de

Den Titel mag ich nicht. Ich mag auch

keine Bücher,die mich anleiten wollen,

und sei es auch „Eine Anleitung für

kompromisslose Demokraten“. Schon

gar nicht mag ich den Ruf nach Kompromisslosigkeit.

Also ließ ich das Buch erst

einmal ein paar Wochen liegen. Dann las

ich es, kämpfte mich

durch den aufgeregten

Ton, diese unentwegte

tönende Alarmsirene.

Als ich mich daran

gewöhnt hatte, wurde

ich aufnahmebereit für

das, was Philipp Ruch,

der Erfinder des „Zentrums

für Politische

Schönheit“, dessen Aktionen

ich bewundere,

in seinem Buch über

die AfD und unseren

Umgang mit ihr erzählt.

Ganz vorneimBuch

Philipp Ruch

Schluss mit

der Geduld,

Ludwig,191

Seiten, 12 Euro

schreibt er schon: „Es geht nicht um den

Wahrheitsgehalt der Wörter. Esgeht um

das Gegenteil: die größtmögliche Unbeirrbarkeit,

die Wahrheitsresistenz.“ Er hat

völlig recht, und wer vor fünfzig Jahren

unter einer Fahne „Sieg im Volkskrieg“

oder „Nieder mit dem US-Imperialismus“

demonstrierte, weiß das nur zu genau.

„Sozialismus“, „Imperialismus“ – diese

Wörter waren im Westen verpönt. Die

Hunderttausenden, die in den 60er- und

70er-Jahren damit um sich warfen, benutzten

sie genau darum. Nicht etwawegen

ihres Wahrheitsgehaltes.

Es ist schade,dass Ruch einpaar Seiten

weiter seine Erkenntnis vergisst und

schreibt: „Eine Warnung wie auf jeder Zigarettenpackung,

dass Rechtsextremismus

tödlich ist, wirkte vor jeder Einspielung

von Björn Höcke Wunder und verscheuchte

jede Form vonNormalität.“

Großartig sind die Passagen über Plasbergs

durch Mely Kiyak gecheckten Faktencheck.

Oder die Rechnung, die er aufmacht

zwischen der Anzahl der Artikel in

einer gedruckten Zeitung und denen auf

der Website des entsprechenden Blattes.

Letzteresind im allgemeinen deutlich weniger.

„Schluss mit der Geduld“ ist ein empörtes,

ein wütendes Buch. Erhat recht:

DieGefahr geht auch diesmal wieder von

einer radikalisierten Mitte aus, die

Schluss machen will mit der Demokratie.

Noch fehlt ihr der Führer. Arno Widmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 – S eite 9 *

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Berlin

Die Tesla-Ansiedlung

wird Grünheide

verändern

Seite 15

Wasder neue evangelische Landesbischof über Berlin denkt Seiten 10 und 11

WieLinksautonome eine Verhandlung gegen Hausbesetzerinnen stören Seite 14

Die Gefahr aus dem All

Auch Städte wie Berlin könnten jederzeit von Asteroiden getroffen werden. Forscher aus aller Welt

haben deshalb im Naturkundemuseum zu einer spektakulären Weltraummission aufgerufen

VonThomas Bührke

Mehr als 21 400 Asteroiden ode mit Durchmessern uc von hundert Metern und mehr kreuzen eue e bei ihrem Umlauf um dieSo Sonnede die Erdbahn.

IMAGO IMAGES

Es könnte jederzeit passieren:

Die Berliner gehen ihren

Tagesgeschäften nach,

fahren mit der Bahn, eilen

ins Büro. Plötzlich gibt es einen taghellen

Blitz, gefolgt von einem Knall

und einer Druckwelle,die in Tausenden

Häusern Türen aus den Angeln

reißt, Dächer abdeckt und Fensterscheiben

zerbersten lässt. So wie in

der russischen Stadt Tscheljabinsk im

Ural, über der am 15. Februar 2013

gegen 9.20 Uhr ein kosmisches Geschoss

explodierte. Der Eindringling

hatte einen Durchmesser von nur

etwa 18 Metern, dennoch wurden

etwa 1500 Menschen verletzt.

„Ein Geschoss mit hundert Metern

Durchmesser oder mehr würde

verheerende Wirkungen haben“, sagt

Kai Wünnemann, der am Museum

für Naturkunde Berlin die Forschungsabteilung

Impakt- und Meteoritenforschung

leitet. In einer Simulation

des Museums kann man den

Impakt eines 140 Meter großen eisenhaltigen

Asteroiden in Berlin sehen,

der nicht in der Atmosphäre zerbricht.

Er schlägt mit einer Geschwindigkeit

von 16,5 Kilometern pro Sekunde

im Tiergarten ein und sorgt für

einen 1700 Meter großen Krater.Sein

Boden wölbt sich durch die Schwerkraft

auf. Zerstörungen und Feuer beträfen

die gesamte Region Berlin.

VomKurs ablenken

Es ist nicht die Frage,obirgendwo in

der Welt ein größerer Asteroid einschlägt,

sondernwann. Mehr als tausend

Planetenforscher und Prominente

aus aller Welt rufen deshalb in

einem Offenen Brief zu einer spektakulärenWeltraummission

auf. Mitihr

soll getestet werden, wie man einen

auf Kollisionskurs befindlichen Asteroiden

abwehren kann. Vorgestellt

wurde der Brief am Freitag im Berliner

Naturkundemuseum.

Mehr als 21400 Asteroiden mit

Durchmessern von hundert Metern

und mehr kreuzen bei ihrem Umlauf

Einschlag eines 140 Meter großen Asteroiden im Tiergarten.

„Stellen Sie sich einen Berg am Himmel vor,

umkreist voneinem Körper vonder Größe der

Großen Pyramide. Selbst der kleine Mond

ist groß genug, um eine Stadt zu zerstören.“

Brian May, Ex-Queen-Gitarrist und Mitbegründer von Asteroid Day.

Die weltweite Bewegung setzt sich dafür ein, dass die Erde vor möglichen

Asteroideneinschlägen geschützt wird

um die Sonne die Erdbahn. Keiner

vonihnen wirdvoraussichtlich in absehbarer

Zeit mit unserem Planeten

zusammenstoßen. Eine besondere

Gefahr bilden die noch unentdeckten

kosmischen Bomben. Das Geschoss,

das 2013 über Tscheljabinsk explodierte,hatte

vorher niemand auf dem

Schirm. Es war unvermittelt aufgetaucht.

Um solche Objekte früher zu

erkennen, muss die Himmelsüberwachung

verbessert werden. Dafür

gibt es spezielle Programme. Hochleistungsteleskope

werden gebaut.

Daneben gibt es eine Liste bekannter

Objekte,die der Erde gefährlich

nahe kommen werden. Am

13. April 2029 wird zum Beispiel der

325 Meter große Asteroid Apophis in

etwa 31000 Kilometern Entfernung

an der Erde vorbeifliegen. Das ist innerhalb

der Bahnen der geostationären

Satelliten –aus astronomischer

Sicht haarscharf daneben. Ein Einschlag

würde eine Energie von 1200

Megatonnen freisetzen, entsprechend

der Sprengkraft von75000 Hiroshima-Bomben.

Derzeit seien 878 Asteroiden bekannt,

die in den nächsten hundert

Jahren mit der Erde kollidieren könnten.

So hatte erst jüngst die Europäische

Weltraumorganisation Esa mitgeteilt.

Erfasst werden Objekte, bei

denen auch nur die geringste Chance

für eine Kollision besteht.

Wenn es gelingt, einen Körper bereits

Jahrevor seinem möglichen Einschlag

zu entdecken, besteht prinzipiell

die Möglichkeit, ihn vonseinem

Kurs abzulenken. Allerdings ist es bislang

ziemlich unklar, welche Technik

man anwenden muss. Sicher ist nur,

dass man keine Astronauten ins All

schicken wird, die den Brocken mit

einer Atombombe sprengen, so wie

es Bruce Willis in dem Film „Armageddon“

vorgeführt hat.

Ist der Asteroid nicht allzu groß,

ließe er sich vielleicht mit einer Einschlagsonde

aus seiner Bahn ablenken.

Ob das funktionieren kann, wollen

Forscher mit einer Doppelmission

herausfinden. Die von der Nasa

gebaute Sonde Dart soll einen Asteroiden

ablenken, und das europäische

Pendant Hera soll anschließend

dieWirkung erkunden.Während Dart

im nächsten Jahr starten soll, hat die

Europäische Weltraumorganisation

Esa ihren Beitrag noch nicht einmal

beschlossen. Genau das fordern die

Wissenschaftler im offenen Brief.

„Es ist höchste Eisenbahn“, sagt

der Impaktforscher KaiWünnemann.

„Mit dem offenen Brief wollen wir das

MUSEUM FÜR NATURKUNDE BERLIN

breite Interesse nicht nur der Forscher

an dieser europäischen Mission

bekunden.“ Der Termin ist bewusst

gewählt, denn in zwei Wochen tagt in

Sevilla der Esa-Ministerrat, der über

die Hera-Mission entscheiden soll.

Selbst wenn die Esa grünes Licht

gibt, wäre ein Starttermin 2024 sehr

sportlich. „Aber möglich“, betont

Holger Sierks vom Max-Planck-Institut

für Sonnensystemforschung in

Göttingen. „Zwei Kameras, die für

Hera vorgesehen sind, haben wir bereits

so gut wie fertig“, sagt er.Sie sind

bei einer Vorgängermission übrig geblieben.

„Außerdem haben wir bereitsmit

OHB eine Konzeptstudie fertig

erarbeitet“, sagt der in Raumfahrtmissionen

erfahrene Physiker.Bereits

vordreiJahren hatte die Esa das Bremer

Raumfahrtunternehmen OHB

damit beauftragt.„Das bedeutet, dass

wir die Sonde nicht nur schnell bauen

können, sondern auch die Kosten

nichtaus demRuder laufen werden“,

sagt Sierks. Insgesamt müssten die

Esa-Mitgliedsländer etwa 250 Millionen

Euro dafür aufbringen.

Bislang herrscht noch große Unklarheit

darüber, auf welche Weise

man einen Asteroiden von seinem

Kollisionskurs ablenken kann. Das

hängt von vielen Faktoren ab, zum

Beispiel von der Größe und dem inneren

Aufbau. Einige Asteroiden sind

porös wie ein Schwamm. Forscher

sprechen auch von fliegenden Sandhaufen.

Bei ihnen würde eine Sprengung

wirkungslos verpuffen. Bei festeren

Asteroiden könnte diese dazu

führen, dass hinterher mehreregroße

Brocken auf die Erde zurasen.

Mit der gemeinsamen Mission

wollen die Forscher herausfinden, ob

man einen Asteroiden durch den Aufschlag

eines Körpers vonseinem Kollisionskurs

abbringen kann. Konkret

soll sie so ablaufen: Deretwa 500 Kilogramm

schwere Satellit Dart startet

Ende 2020 und fliegt zu Didymos.Das

ist ein Doppelsystem mit einem etwa

800 Meter großen Asteroiden, den ein

etwa 160 Meter großer Mond umkreist.

Er trägt den noch inoffiziellen

Namen Didymoon. Dart erreicht die

beiden voraussichtlich im September

2022 und wird dann mit einer Geschwindigkeit

von 24000 Kilometern

pro Stunde auf Didymoon einstürzen.„Wir

wissen aus der Erfahrung einer

ähnlichen Mission, dass sich erst

nach Wochen der aufgewirbelte

Staub gelegt hat und wir erst danach

die Oberfläche genau inspizieren

können“, sagt Wünnemann. Hera

könnte frühestens 2024 starten und

Didymos zwei Jahrespäter erreichen.

„Es ist uns aber egal, ob die Sonde

Wochen oder Jahrespäter eintrifft.“

Dart wird einen Krater mit vielleicht

20 Metern Durchmesser schlagen.

Hera soll Didymoons Oberfläche

genau kartieren. Die Form des Einschlagskraters

wird Informationen

über die innere Beschaffenheit des

Mondes liefern, die für die Berechnung

künftiger Asteroiden-Ablenkungsmissionen

notwendig sind.

Selbstverständlich wollen die Forscher

auch herausfinden, ob Didymoon

durch den Einschlag vonseiner

Umlaufbahn abgelenkt wurde.

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Der Mond umkreist Didymos im

Abstand von etwa 1,2 Kilometern in

zwölf Stunden. DieAblenkung würde

sich in einer Änderung der Umlaufdauer

von schätzungsweise drei Minuten

äußern. „Wir hätten damit gewissermaßen

die erste Machbarkeitsstudie

für die Asteroidenabwehr“,

sagtWünnemann.

Der Gitarrist der Rockgruppe

Queen und spät-promovierte Astrophysiker

Brian May setzt sich leidenschaftlich

für die Erforschung vonAbwehrtechniken

ein. In einem Esa-Video

erklärt er: „Stellen Sie sich einen

Berg am Himmel vor, umkreist voneinem

Körper von der Größe der Großen

Pyramide, das ist Didymos.

Selbst der kleine Mond ist groß genug,

um eine Stadtzuzerstören.“ Didymos

selbst stellt indes keine Gefahr

für die Erde dar. ImNovember 2003

näherte sich der Doppelkörper der

Erde bis auf sieben Millionen Kilometer.

Erst im November 2123 wird er

uns wieder ähnlich nahe kommen.

Weitere Informationen über die Mission:

www.esa.int/hera

Freitag

22.11.

15-19Uhr


10 * Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Berlin

Harmsens Berlin

Die Kinder vom

Elsengrund

Torsten Harmsen

erfährteiniges über die

Gegend seiner Kindheit.

Ach, wie stöhnte ich, wenn ich als

Kind den langen Wegvom Bahnhof

Köpenick nach Hause laufen

musste. Die Straße führte ewig geradeaus.

Irgendwann schwenkte sie in

unsereWohngegend ein. Das einzige

Interessante an der Strecke war eine

Siedlung, durch die ich lief. Mich faszinierte

der Baustil der Siedlung. Sie

besaß Eckhäuser mit Bogengängen

wie kleine italienische Arkaden, Reihenhäuser

mit geschwungenen Türeinfassungen

und hohen Dächern.

Alles führte auf einen kleinen Platz

vor einem Haus mit klassizistischem

Giebel. Ein harmonisches Gesamtkunstwerk.

Über manchen Türen waren

kleine Reliefs angebracht. Sie

zeigten ländliche Szenen: einen Hirten

mit Stab, einen Jäger mit Hund,

eine Frau, die einen Baum pflanzte.

Manche Straßennamen – etwa

Schmausstraße und Essenplatz –gaben

mir das Gefühl, mitten im Schlaraffenland

zu sein. Als ginge es hier

ums Schmausen und Essen. Welche

Geschichten sich wirklich hinter den

Namen verbargen, erfuhr ich erst

später.Dazu am Ende mehr.

Als ich größer wurde, spielte ich

manchmal in dieser Siedlung, die direkt

hinter unserem Wohnhaus begann.

Sie hieß übrigens Elsengrund.

Autos gab es kaum. Man konnte

Fahrrad fahren, Rollschuh laufen

und Kreidekästchen für Hüpfspiele

malen. Zu jedem Haus gehörte ein

Garten. In den schmalen Wegen hinter

den Grundstücken spielten wir

Verstecken.

In diesem Jahr nun wird die Siedlung

Elsengrund hundert Jahre alt.

Einortsansässiger Bürgerverein hatte

die Idee,dies mit einer Ausstellung zu

würdigen. Diese entstand in Kooperation

mit den Museen Treptow-Köpenick

sowie Studenten des Masterstudiengangs

Historische Urbanistik

der TU. DieAusstellung erzählt interessante

Geschichten über die Siedlung,

eines der ersten kommunalen

Wohnungsbauprojekte der Weimarer

Republik. Der Schweizer Architekt

Otto Rudolf Salvisberg ließ für seine

„Waldsiedlung“ viele Kiefern stehen.

Man erfährt, dass auch der spätere

West-Berliner Oberbürgermeister

Ernst Reuter hier 1924 ein Grundstück

gekauft hatte. Später zog er

nachWestend.

Traurige Berühmtheit erlangte die

Siedlung im Juni 1933 als Ortder„Köpenicker

Blutwoche“ –einer der ersten

großen Nazi-Exzesse.Inden Häusern

wohnten auch Mitglieder und

Funktionäre von KPD, SPD und Gewerkschaften.

Viele wurden von der

SA verschleppt und misshandelt. Am

Ende waren es Hunderte aus ganz Köpenick.

Mindestens 23 Menschen

starben. Anton Schmaus und seinVater

Johann, beide Mitglieder der SPD

und des Reichsbanners, gehörten

dazu. Ebenso der Gewerkschafter

Paul von Essen. Später wurden die

Straßen nach ihnen benannt:

Schmausstraße und Essenplatz. Von

wegen Schlaraffenland!

Anton Schmaus hatte sich übrigens

noch gegen die Gewalt gewehrt

und zwei eindringende SA-Leute erschossen.

Tags darauf stellte die SA

eine „Ehrenwache“ vordas Haus.Die

Leute machten große Umwege, um

nicht daran vorbeigehen zu müssen.

Wie man in der Ausstellung erfährt,

waren es Kinder der Siedlung, die sich

–vom Erlebten inWutgebracht –zum

Marschzug formierten und mehrfach

provokativ an der SA vorbeimarschierten.

Bisman sie wegjagte.

Die Geschichte kannten wir jedoch

nicht, als wir gut drei Jahrzehnte

später in derselben Straße spielten.

Eine neue Generation vonKindern.

Ausstellung. „Alle(s) unter einem Dach? –100

Jahre Siedlung Elsengrund“ bis 29. Mai 2020 im

Museum Köpenick(Alter Markt 1in12555 Berlin)

Di, Mi 10–16 Uhr,Do10–18 Uhr,So14–18 Uhr.

Christian Stäblein ist im

April zum neuen Bischof

der evangelischen Landeskirche

gewählt worden.

Am Sonnabend wird bei einem

Festgottesdienst zur Amtsübergabe

der bisherige Bischof Markus Dröge

in den Ruhestand verabschiedet und

Christian Stäblein, bisher Propst und

Stellvertreter des Bischofs, übernimmt

das Amt. In den vergangenen

Tagen hatte Stäblein viel zu tun.Viele

wollen etwas von ihm. Schließlich

möchte man wissen, werdakommt.

Zwischen all den Terminen bleibt

Raum für ein kurzes Treffen in seinem

bisherigen Büro direkt unter

den Räumen des Bischofs zwischen

Umzugskartons, die er noch packen

muss. Es ist eine Atmosphäre der

Veränderung –vielleicht ganz passend

für ein Gespräch darüber, wie

er seine Rolle und die der Kirche

sieht, in einer Zeit, in der die Gesellschaft

Spaltungssymptome aufweist.

Herr Stäblein, was wird Ihre erste

Amtshandlung nach der Einführung

sein?

Ich würde die Einführung dazu

zählen. Das ist für viele Menschen

ein wichtiger Moment. Für mich selber

auch, es bildet sich ja etwas ab in

diesem Reden und Tun, als Erstes,

dass ein Bischof nicht alleine unterwegs

ist, Kirche, das sind wir alle

durch Gottes Wort. Eswerden vermutlich

manche Menschen dort

sein, denen ich nicht alltäglich begegne.

Soist das bei Einführungen.

Am Sonntag findet dann die Gedenkstunde

mit dem Volksbund für

Kriegsgräberfürsorge im Bundestag

statt. Da werde ich anwesend sein.

Aber Sie fragen sicher danach, was

ich als Erstes tun werde.

Ich finde auch das Konkrete interessant.

Haben Sie imBundestag einen

Redebeitrag?

Nein, aber es hat einen symbolischenWert,dass

wir die Amtseinführung

im November machen, umgeben

von Tagen der Erinnerung:

9. November, Reichspogromnacht,

30 Jahrefriedliche Revolution, Volkstrauertag,

Ewigkeitssonntag, erster

Advent. Das sind im Kirchenjahr

sehr geprägte Tage und Wochen. Es

ist also ein Sich-Besinnen und dann

Neu-Aufbrechen.

Wohin werden Sieaufbrechen?

Schöne Frage. Ich darf vielleicht

etwas ausholen. Natürlich ist das Bischofsamt

ein herausgehobenes

Amt. Gleichzeitig besteht die Kernaufgabe

dieses Amtes für mich darin,

zunächst einmal einen Dienst für

diese Kirche zu tun. Es geht viel um

das Begleiten der Prozesse, die anstehen.

Natürlich werdeich auch ein

paar Impulse geben.

Das klingt nach Selbstfindung in der

Rolle. Wasmeinen Siegenau?

Nein, es geht nicht darum, mich

in der Rolle selbst zu finden. DieAufgabe

des Bischofs gilt es auszufüllen.

Da ist es nicht das Erste, die wichtigsten

Punkte für missionarische Initiativen

oder gegen das Schrumpfen

der Kirche zu präsentieren, so wichtig

diese Anliegen auch sind. Ich

habe Ideen, die ich zusammen mit

den Menschen in dieser Kirche ansehen

möchte, aber ich habe nicht

zehn Punkte in der Tasche, die ich

dann in den nächsten zehn Jahren

umgesetzt sehen möchte. Das ist

nicht mein Verständnis von dieser

Aufgabe.

Sie sind also derjenige, der alles zusammenhält

–eine ArtModerator?

Ich bin einer von denen, die die

Vielfalt, die wir haben, immer wieder

zusammenhält, und in meiner herausgehobenen

Position stehe ich

für diesen Zusammenhalt,gebe ihm

auch Gesicht nach außen.

Haben Siedas Gefühl, dass die Gesellschaft

auseinanderfällt? Läuft die

Kirche auseinander?

Für die Landeskirche würde ich

das nicht sagen. In unserer Vielfalt

sind wir gut aufeinander bezogen.

Aber in unserer Gesellschaft insgesamt,

und da sind wir als Kirche

nicht vongetrennt, nimmt die Singularisierung

zu. Wir sprechen seit

Jahrzehntenvon einer fortschreitenden

Individualisierung, die ja im

„Wir rufen

laut Stopp“

Christian Stäblein tritt am Sonnabend sein Amt als

evangelischer Landesbischof an. Ein Gespräch über

sein Aufstehen gegen Antisemitismus sowie über

Veränderungspotenziale einer männlich und

westdeutsch dominierten Gesellschaft

Christian Stäblein behält wirklich die Ruhe. Diese Aufnahme entstand, während im Haus ein Feueralarm

ohrenbetäubend laut tönte. BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER (2)

Kern etwas Gutes ist: Jede einzelne

Person steht mit ihrer Würde im Vordergrund,

mit ihren Möglichkeiten

und auch mit dem, was zu fördern

ist. Das ist wichtig. Seit einiger Zeit

beanspruchen aber einzelne Positionen

und Strömungen Absolutheit.

Einen Ausgleich zu schaffen, wird

immer schwerer.Wir sehen es in der

öffentlichen Kommunikation, in der

Verrohung, in dem nicht mehr Ertragen,

nicht mehrTolerieren vonanderenMeinungen.

Dasgilt für viele der

Aushandlungsprozesse, die zu einem

Gemeinwesen dazu gehören.

Welche Räume gibt es in der Kirche

für solche Prozesse?

Unsere Synoden sind gute Orte

dafür, die Landessynode wie auch

die Kreissynoden. Jedes Gemeindehaus

ist ein guter Ort, in dem Gemeinschaft

und Gemeinwesen gestärkt

werden, gerade weil dieser Ort

offen ist für viele. Ich glaube, auch

der Gottesdienst ist ein guter Ortzur

Stärkung und zum Aushalten von

verschiedenen Wünschen, verschiedenen

Meinungen und Perspektiven.

Was ist mit der Predigt? Ist das die

letztgültige Wahrheit?

Nein, sie ist eine Position, eine religiöse

Rede, die aus dem Glauben

heraus redet. Unter menschlichen

Worten will sich Gottes Wort vermitteln.

Dasist nicht absolut oder autoritär

zu verstehen, die Rede der Predigt

kommt aus dem Dialog und

wünscht den Dialog. Sie versucht,

viele Positionen aufzunehmen und

darüber ins Gespräch zu kommen.

Sind die Gemeindehäuser offen für

Menschen, die nicht Teil der Kirche

sind?

An vielen Stellen ja. Das Catharina-Dänicke-Haus

in Wittstock

etwa ist ein schönes Beispiel dafür,

da gibt es etliche Gruppen, vom

Chor über Eine-Welt-, Kinder- und

Migrationsgruppen. So etwas brauchen

wir an vielen Stellen.

Sie sind 2014 zum Propst gewählt

worden. Warum sind Sie nach Berlin

gekommen?

Daswar ein Zufall des Lebens.Ich

war damals in Niedersachsen und

bin auf die Nominierungsliste für die

Propstwahl gekommen. Ich fand

und finde die Aufgabe sehr reizvoll:

die Verbindung von theologischer

Grundsatzarbeit und geistlicher Leitungsarbeit.

Hat Sie Berlin als Stadt eher abgeschreckt

oder angezogen?

Eher angezogen.

Washat Siedenn angezogen?

DieVielfalt dieser Stadt. Auch das

Raue und Herzliche, was auch dazu

gehört. Ich habe Anfang der 90er-

Jahreschon mal in Berlin gelebt und

große Teile meines Theologiestudiums

hier absolviert. Aber nun geht es

nicht nur um Berlin, sondern auch

um Brandenburg und die schlesische

Oberlausitz. Die Vielfalt zwischen

Metropole und den ganz anderen

ländlichen und städtischen

Räumen hat mich angezogen.

DieStadt kann einem aber auch mal

auf die Nerven gehen?

Na ja, dass manindieserStadt oft

im Stau steht oder die S-Bahn leider

malausfällt, gehört dazu. Manchmal

kommtauchdas Raue vordem Herzlichen,

aber das Direkte liegt mir.

Man muss nicht rumschwurbeln,

sondern kommt gleich zur Sache.

Dasfindeich angenehm. Diese Stadt

und auch Brandenburg besitzen

enorme Veränderungspotenziale.

Ich habe mal gelesen, dass sich 70

Prozent der Bevölkerung im Bezirk

Mitte im Verlauf von zehn Jahren

durch Um- und Zuzüge auswechseln.

Das ist hier so: Jeder ist von irgendwo

gekommen.

Wirhaben uns in derletzten Zeit öfter

bei Solidaritätskundgebungen getroffen,

einmal als der Rabbiner

Teichtal bespuckt wurde und einmal

bei einer Menschenkette vor der

Neuen Synagoge nach dem Anschlag

auf eine Synagoge in Halle. Warum

nehmen Sieansolchen Aktionen teil?

DerAntisemitismus,der sich jetzt

wieder so öffentlich zeigt, ist etwas


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 11 *

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Berlin

zutiefst Erschütterndes für unsere

Gesellschaft.

Zeigt er sich nur öffentlich oder

nimmt er zu?

Dasist sehr schwer zu beurteilen.

Wir haben seit Jahrzehnten Umfragen,

die uns leider ein stabiles Maß

an Antisemitismus bei den Einstellungen

der Menschen zeigen. Jetzt

wirdvieles davon lauter und öffentlicher.

Mir scheint, es wird dadurch

schrecklicherweise auch mehr. Ich

nehme wahr,dass die Häufigkeit von

Angriffen und Übergriffen auf jüdische

Menschen zunimmt. Und aus

den Schulen hören wir, dass sich

dort bisweilen ein lauter Antisemitismus

zumindest in der Sprache

und im Umgang miteinander artikuliert.

Ich kann mir für eine Gesellschaft

kaum Schlimmeres vorstellen,

als dass „Du Jude“ ein gängiges

Schimpfwort auf Pausenhöfen ist

und jüdische Kinder es an öffentlichen

Schulen nicht ertragen können

und auf jüdische Schulen wechseln.

Wir müssen dagegen etwas tun, offen

und kräftig, und deshalb sind mir

Solidaritätsgebete und Menschenketten

wichtig. Es braucht ein lautes

Stopp.Sonst bleiben nur die anderen

Stimmen im öffentlichen Raum hängen,

das bewirkt einen schleichenden

Prozess. Esscheint dann, als ob

man das hinnehmen könnte,irgendwann

widerspricht keiner mehr.

Diese Effekte der Ermüdung und Gewöhnung

halte ich bei diesem

Thema für nicht hinnehmbar.

Es gibt zurzeit vieleVersuche, den Diskurs

zu verändern nach dem Motto:

„Das wird man doch mal sagen dürfen.“

Wiegeht es Ihnen damit?

Das sind Versuche, Dinge zu verschieben.

Wir müssen zeigen, dass

die Mehrheit und wir als Kirchen das

nicht einfach hinnehmen werden.

Bei Ihrer Wahl gab es zwei Kritikpunkte:

Siesind keine Frau und nicht

aus dem Osten. Beides können Sie ja

nun mal nicht ändern. Aber die

Struktur in der Kirche schon. In der

EKD sind 21 Prozent der Positionen

in der mittleren Leitungsebene mit

Frauen besetzt. Wie ist es in der Landeskirche?

Da sieht es ähnlich aus. Esgeht

dabei vor allem um die sogenannte

mittlereLeitungsebene,also das Amt

der Superintendentin, des Superintendenten.

Wirhaben deshalb in der

Landeskirche in den letzten Jahren

ein sogenanntes Mentoringprogramm

aufgelegt. Es soll unterstützen,

dass sich Frauen bewerben, sodass

sie dann auch auf diese Posten

kommen.

Weil …?

…weil wir Nachholbedarfhaben.

Am Ende muss sich das,was die Kirche

ausmacht, auch auf der Leitungsebene

ausbilden: Wirsind eine

Kirche aus Frauen und Männern, die

das Gleiche können und auf allen

Ebenen der Leitung die gleichen

Rechte haben. Meine Mutter war

eine der ersten Pastorinnen in der

Landeskirche Hannovers. Ich habe

so zu Hause recht direkt mitbekommen,

was es für eine Frau heißt, sich

in einer männlich dominierten Gesellschaft

einen Platz zu erkämpfen.

Auch 50 Jahre danach sind wir immer

noch nicht so weit, dass etwa

gleiche numerische Anteile in den

Leitungsämtern eine Selbstverständlichkeit

sind.

Wieerfolgreich ist das Programm?

Wir haben das Programm vor

zwei Jahren aufgelegt. Es kommt

jetzt zum ersten Malzum Abschluss.

Gleichzeitig diskutieren wir immer

wieder über die Frage einer Quote,

solange nicht Frauen und Männer zu

gleichen Teilen in Führungspositionen

sind. Die Diskussion ist wichtig,

denn es muss sich etwas ändern.

Ostdeutsche sind mit 1,7 Prozent in

Führungspositionen noch stärker

unterrepräsentiert.Wiesieht es da bei

Ihnen in der Landeskirche aus?

Das trifft so für uns nicht zu,

schon ein Blick auf die mittlere Leitungsebene

genügt, um zu sehen,

dass wir hier ein deutlich ausgeglicheneres

Verhältnis haben. Vonden

fünf leitenden geistlichen Ämtern in

der Kirche sind drei durch Personen

Christian Stäblein ist 52 Jahre alt und verheiratet.

Er hat vier Kinder.Mit einem Festgottesdienst wird

Christian Stäblein am Sonnabend, dem 16. November

2019, um 15 Uhr in der St. Marienkirche in

Berlin-Mitte in das Amt des Bischofs der Evangelischen

Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

(EKBO) eingeführt. Zugleich wird Bischof Markus DrögeimGottesdienst

verabschiedet. Der Gottesdienst wird liveimRBB-Fernsehen übertragen.

Am 1. November 1967 wird Stäblein in Bad Pyrmont in Niedersachsen

geboren. Er wächst in Hannoverauf und studiertEvangelische Theologie,

Judaistik, Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaften in Göttingen,

Berlin und Jerusalem. Nach dem Abschluss arbeitet er als Pastor in Lengede

im Kreis Peine. Er wird mit einer Dissertation zum Thema „Predigen nach dem

Holocaust“ promoviert, leitet das Predigerseminar Loccum und gibt Predigtstudien

heraus. 2014 wird er zum Propst der EKBOgewählt. Er ist für

theologische Grundsatzfragen zuständig und Stellvertreter des Bischofs.

Am 5. April 2019 wählt ihn die Landessynode zum Bischof.

Die Landeskirche hat zurzeit etwa 940000 Mitglieder in 1260 Kirchengemeinden

und 26 Kirchenkreisen. Sie ist im Jahr 2004 durch den Zusammenschluss

der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und der Evangelischen

Kirche der schlesischen Oberlausitz entstanden. Im Bereich der EKBOgibt es

mehr als 2100 Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser.Von diesen Gebäuden

stehen etwa 74 Prozent unter Denkmalschutz. Oberstes Leitungsgremium

der EKBOist die Landessynode mit 114 Mitgliedern.

mit ostdeutschem Erfahrungshintergrund

besetzt, zwei durch Personen

mit westdeutschem Hintergrund.

Ich bin allerdings froh, wenn

ich auch über die Intensität der Diskussionen

überrascht bin, dass diese

Frage zum 30-jährigen Jubiläum der

friedlichen Revolution auf den Tisch

kommt. Das ist ein wichtiger Aufbruch,

jetzt sehr ehrlich auf die Prozesse

der letzten 30 Jahrezugucken:

Wieist das mit Benachteiligungen in

diesem Vereinigungsprozess gewesen,

und wie lange wirkt das nach.

Ich finde es wichtig, zu gucken: Was

haben wir gemacht, und können wir

da etwas verändern? Sie haben es

schon gesagt, ich bin mit meinem

westdeutschen Erfahrungshintergrund

kein gutes Beispiel für dasVerschieben

der Tendenz in die andere

Richtung. Aber ich will gern für ein

Angucken und ehrliches Umgehen

mit der Frage einstehen.

Washalten sie voneiner Ostquote?

Das scheint mir schwierig. Wie

gehen wir mit Nachwendegeborenen

um? Ich würde lieber gründlich

und differenziert analysieren, auch

um so zu vermeiden, dass aus der

wichtigen Debatte Spaltungsdiskurse

werden. Diese Art Spaltungsdiskurs

wird vom rechten Rand im

Moment ja recht starkbetrieben.

Aber wie soll man jetzt mit der hohen

Erwartung auf eine schnelle Veränderung

umgehen?

Aussprechen ist der erste Schritt.

Bewusster Umgang kann Veränderungen

auf die Spur setzen. Allerdings:

Es wirdZeit brauchen.

Aber werden Sie absofort für die Kirche

auf die Besetzung von Leitungspositionen

besonders gucken?

Gucken sollte man immer darauf.

Bei uns werden Leitungspositionen

nach demokratischen Regularien

besetzt, das ist ein hohes Gut, innerkirchlich

und gesellschaftlich. Wir

wählen Generalsuperintendentinnen,

Superintendentinnen und andereLeitungsämter.Beim

Aufstellen

der Kandidaten sollten wir auf eine

gute Mischung achten, am Ende

muss es allerdings eine echte Wahl

sein. Hauptkriterium ist und bleibt

dabei: Werist am besten geeignet für

die Aufgabe. Dieses demokratische

Verfahren haben sich die Menschen

in der Kirche über lange Zeit erkämpft.

Nunwieder die Haltung einnehmen,

dass man ohne Wahlen

etwa mit Blick auf bestimmte Kriterien

bessere Entscheidungen treffen

könnte, nach dem Motto „Die Leitung

weiß schon, was richtig ist“,

fände ich den falschen Weg.

An diesem Punkt endet das eigentliche

Gespräch, und wir schalten

das Aufnahmegerät ab.Wir plaudern

noch ein wenig, zuerst über

Niedersachsen, wo auch ich, die Reporterin,

aufgewachsen bin. Aber

dann kommt Christian Stäblein wieder

auf die Themen aus dem Interview

zurück. Sie beschäftigen ihn.

Zum einen in seinen tatsächlichen

Arbeitsprozessen, bei den Diskussionen

vorWahlen zum Superintendenten,

aber auch, wenn er die erhitzten

gesellschaftlichen Diskurse verfolgt.

Die Tendenz zu einer immer stärkeren

Individualisierung und Singularisierung,

das Streben von Menschen

danach, als einzigartig wahrgenommen

zu werden, beobachtet

er in vielen verschiedenen Bereichen.

Stäblein findet es gefährlich,

dass sich viele Menschen sehr viel

schnellere Lösungen für Probleme

wünschen – und diese im Notfall

auch mit autoritären Mitteln durchgesetzt

sehen wollen. Für autoritäre

Lösungen ist er nicht zu haben. Aber

dass Menschen solcherlei Wünsche

äußern, nimmt er zur Kenntnis.

Beide haben wir den Eindruck, dass

der Wunsch stärker wird, Probleme

In der St. Marienkirche übernimmt Stäblein am Sonnabend sein Amt. IMAGO IMAGES

zu etikettieren, und dass eine Tendenz

erkennbar wird, Argumente

und Menschen noch stärker in

Schubladen einzusortieren. Das Gespräch

dreht sich noch einmal um

Frauenquoten. Christian Stäblein

fragt, wie man bei einer Frauenquote

mit dem dritten Geschlecht umgehen

soll. All das sind schwierige Fragen.

Stäblein hat keine letztgültigen

Antworten. Wir setzen das Gespräch

in der Lobby fort, wo Stäblein fotografiertwird.

Dann geht plötzlich der

Feueralarm los, und das Gespräch

endet abrupt. Es wirdwohl eine Fortsetzung

geben müssen. Wir reichen

später einige Fragen schriftlich nach.

Es sind die folgenden.

Herr Stäblein, Sie haben vier Kinder,

sind darunter solche im Fridays-for-

Future-Alter?

Ja, ander Evangelischen Schule,

auf die zwei der Kinder gehen, ist Fridays-for-Future

ein Thema, das in

guter Weise eingebracht wird.

Reden Siemit Ihren Kindern über die

möglichen Folgen der Klimaerwärmung?

Immer mal wieder kommt es zu

Diskussionen, vor allem, was man

gegen den Klimawandel tun kann,

wie jeder Einzelne gefordertist, aber

auch, welche gesamtpolitischen

Maßnahmen es braucht und wie sie

durchsetzbar sind.

Wassagen Sieden Kindern?

Ichversuche vorallem zuzuhören.

Wiestehen Siezuder Bewegung?

Zunächst bin ich froh, dass sich

die Jugend mit einer Bewegung

Alle redenvom Wetter.

Stimme und Gehör verschafft. Oft

habe ich in den letzten Jahren die

Klage gehört, die Jugend sei so unpolitisch.

Jetzt ist sie da und sehr vernehmbar.

Gut so. Das Spannende

finde ich, dass diese Generation gewissermaßen

zu uns, zuEltern und

Großeltern, sagt: Ihrmüsst euch disziplinieren.

Wir müssen Regeln finden.

Oft ist es in den Auseinandersetzungen

vonGenerationen ja eher

andersherum gewesen. Jetzt fordern

die Jugendlichen von den Älteren.

Dasfinde ich faszinierend. DieRadikalität

ist beeindruckend, das Auftreten

hat etwas Prophetisches –miteinander

müssen wir schauen, was

in einem Gemeinwesen umsetzbar

ist. Hier habe ich das Gefühl, dass die

Jugendlichen zugleich in einem guten

Sinne pragmatisch orientiert

sind.

Und wie steht die Kirche zu dem

Thema?

Aus kirchlicher Sicht ist ein zentrales

Thema des Glaubens angesprochen,

ein Urthema der Religion:

Wir leben in einer Schöpfung, die

Grundlagen unseres Lebens machen

wir uns nicht selbst. Umso mehr ist

es unsere Aufgabe, Schöpfung und

die Voraussetzung des Lebens zu gestalten

und an der Bewahrung mitzuarbeiten.

Wirhaben vorher über die Singularisierung

gesprochen und das Streben

danach, als einzigartig wahrgenommen

zu werden. Wie passt der Schülerprotest

dazu? Ist das nicht auch

eine soziale Bewegung?

Es ist zunächst einmal eine Bewegung,

die ja vermutlich irgendwann

auf die Frage stößt, wie sie sich –in

Zeiten vonNetzwerken und Digitalisierung

–organisieren soll, welche

soziale Gestalt sie dauerhaft haben

kann oder will. Da bin ich gespannt.

Jedenfalls ist es ein hoffnungsfrohes

Zeichen, dass Gemeinschaft und soziales

beziehungsweise ökologisches

Engagement nicht hinter uns, sondernvor

uns liegen.

DasGespräch führte Julia Haak.

WirmachenStrom draus.

Alle brauchen Strom–Kinder wieErwachsene, kleine

wie großeUnternehmen. Stromist Licht,Wärme und

Kommunikation.Strom istmedizinischeVersorgung,

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12 * Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Berlin

Schwere Vorwürfe gegen die BVG vor Gericht

Bei der U-Bahn-Ausschreibung ging vieles nicht mit rechten Dingen zu, rügt der Bahnhersteller Alstom. Die Lieferung neuer Wagen lässt weiter auf sich warten

VonPeter Neumann

Die Berliner Verkehrsbetriebe

(BVG)wollen gern

bis zu 1500 U-Bahn-Wagen

kaufen. Doch das

Landesunternehmen darfden Großauftrag

auch weiterhin nicht erteilen,

denn der seit längerem schwelende

Rechtsstreit um die geplante

Auftragsvergabe geht nun weiter.Die

erste mündliche Verhandlung vor

dem Kammergericht Berlin endete

am Freitagmittag ohne eine Entscheidung.

Spannend waren die

Stunden im Gericht aber doch. Alexander

Csaki, Anwalt des Bahnherstellers

Alstom, erhob schwere Vorwürfe

gegen die BVG. Sie habe „an

der Grenze dessen, was vergaberechtlich

zulässig war“, gehandelt.

Auf den Zuschauerplätzen gab es

durchaus den einen oder anderen,

dessen Glauben an den Rechtsstaat

einen Knacks bekam. „Wenn sich ein

Gericht nicht mit solchen Verstößen

befasst –wer dann“, war zu hören.

Alstom habe Dinge zur Sprache gebracht,

die den Regeln des Vergaberechts,

die Mauscheleien verbieten,

widersprächen. Das Gericht habe

diese Berichte einfach weggewischt.

Tipps vomAuftraggeber

Bei Stadler Pankow werden U-Bahnen montiert. Die BVGmöchte auch die nächste Fahrzeuggeneration dortbauen lassen, doch weiterhin darf sie den Auftrag nicht erteilen. IMAGO

Im Gerichtsgebäude am Schöneberger

Kleistpark ging es um die größte

Beschaffung in der 90-jährigen Geschichte

der BVG. Um in der wachsenden

Stadt Berlin den Mangel an

modernen Schienenfahrzeugen zu

lindern, möchte das Unternehmen

bis zu 1500 U-Bahn-Wagen beschaffen

– was die Fahrgäste, die über

volle und unmoderne Züge klagen,

begrüßen. Zweieinhalb Jahre nach

Ausschreibungsbeginn segnete der

BVG-Aufsichtsrat im Mai die Entscheidung

ab: Stadler Pankow soll

den auf drei Milliarden Euro kalkulierten

Auftrag bekommen. Ende

2021, so hieß es, könnten die ersten

Vorserienzüge der neuen U-Bahn-

Generation durch die Stadt rollen.

Aber es kam anders.Wie berichtet

zogder deutsche Ableger des französischen

Bahnherstellers Alstom vor

die Vergabekammer des Landes. Als

diese den Nachprüfungsantrag Ende

Juli ablehnte,ging der Konzernindie

nächste Instanz. Und solandete der

Fall unter dem Aktenzeichen Verg

7/19 beim Kammergericht Berlin.

Im Saal 449, wo die Küchenuhr

über der Tür nicht so recht zu den

Putten, Gemälden und der ehrwürdigen

Holzvertäfelung passte, kam

Cornelia Holldorf rasch zum Punkt.

Mit leisen, aber bestimmten Worten

machte die Vorsitzende Richterin

des Vergabesenats klar, dass sie keiner

einzigen der 23 Rügen, die Alstom

geltend gemacht hatte, eine Erfolgschance

beimisst. In vielen Fällen

hätte das Unternehmen den

Sachverhalt schon früher beanstanden

müssen, in anderen sah Holldorf

keinen Rechtsverstoß. Damit war

knapp eine Stunde nach Verhandlungsbeginn

absehbar, dass das Gericht

den Nachprüfungsantrag zurückweisen

wird –inletzter Instanz,

denn eine Revision ist nicht möglich.

Auch mit Sachverhalten, die Zuschauern

unglaublich vorkamen,

hielt sich die Richterin nicht lange

auf. Dazu zählte der Vorwurf, dass

die BVG Alstom aufgefordert habe,

das Preisangebot um zehn bis 15

Prozent zu senken, um die eigenen

Chancen zu verbessern. Andere Bieter

wollten weniger Geld. Diese Äußerung

sei während einer Verhandlungsrunde

gefallen, erklärte Alstom-Rechtsanwalt

Csaki später.

Keinesfalls sei das Unternehmen

aufgefordert worden, den Preis anzupassen,

entgegnete ein Anwalt einer

der beiden Kanzleien, die von

der BVG angeheuert worden waren.

Das Alstom-Angebot sei lediglich

„hinterfragt“ worden, weil im Vergleich

eine„Auffälligkeit“ klar geworden

sei –ein Unterschied von 10bis

15 Prozent zu den anderen Preisen.

Dennoch: Dass die BVGder Firma

Alstom einen wie auch immer gearteten

Hinweis zum Preis gegeben

habe, hinterließ einen merkwürdigen

Beigeschmack. Denn in diesem

Fall besteht die ungewöhnliche Konstellation,

dass die beiden Unternehmen

von Geschwistern geleitet werden.

Sigrid Nikutta ist derzeit noch

Vorstandsvorsitzende der BVG (auf

dem Absprung in den Bahn-Vorstand),

JörgNikutta ist Deutschland-

Chef von Alstom. Immer wieder betonten

beide Unternehmen, dass sie

sorgfältig darauf achten, dass keine

unzulässigen Informationen ausgetauscht

werden. „Wenn das U-Bahn-

Verfahren im Vorstand zur Sprache

kam, verließ Frau Nikutta solange

den Raum“, hieß es bei der BVG.

Alstom berichtete auch, dass die

BVGdarauf hingewiesen habe,ineinem

Punkt auch eine bessere Qualität

anzubieten. Dabei ging es um die

Traktion, also den Antrieb,der neuen

U-Bahnen. Laut Csaki hieß es:

„Dann habt ihr bessereChancen.“ In

diesem Fall habe es sich um einen

Anruf gehandelt, sagte der Anwalt.

Dasinden Akten nicht dokumentierte

Telefonat stelle einen Mangel

dar, dem nur abgeholfen werden

kann, indem das ganzeU-Bahn-Verfahren

neu aufgerollt wird. Dass die

BVGmit einem Bieter abseits der offiziellen

Verhandlungsrunde telefoniert

habe, sei „vergaberechtlich an

der Grenze“. „Nicht auszuschließen,

dass es auch mit anderen solche Gespräche

gegeben hat“, so Csaki.

Das verneinten Stadler und Siemens/Bombardier.

Die BVG wiederum

stimmte der Richterin zu, die

diese Rüge ebenfalls als nicht erfolgreich

abbuchte. Schließlich habe

Alstom durch den Hinweis zur Traktion„keinen

Schaden“ erlitten. Stattdessen

wurde so die Chance erhöht,

dass das Unternehmen den Auftrag

bekommt, sagte Cornelia Holldorf.

1,8 Millionen Euro Gerichtskosten

Mehrmals wies sie die Anwaltsriege

vonAlstom darauf hin, dass sie ihren

Antrag auch zurücknehmen können.

Nicht zuletzt würde das 230 000 Euro

sparen. Die gesamten Verfahrenskosten

lägen sonst bei 1,8 Millionen

Euro,kalkulierten Rechtsexperten.

Doch Alexander Czaki verlangte

Akteneinsicht – und ein Urteil.

„Manchmal braucht ein Rechtsstreit

eine Entscheidung des Gerichts“,

mahnte der Alstom-Anwalt. Und so

musste sich das Gericht vertagen,

auch wenn längst klar war, wie es

letztinstanzlich entscheiden würde –

zugunsten der BVG. Damit ist absehbar,

dass Stadler den Auftrag erst

später im Jahr 2020 erhalten wird.

Die ersten Vorserienzüge dürften

frühestens 2022 durch Berlin rollen.

Peter Neumann

fand den Gerichtstermin

am Freitag sehr spannend.

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Berlin

Zensuren für Lehrer

Ein Jugendlicher aus Wien hat eine neue App entwickelt. Ähnliche Projekte wurden eingestellt –auch ,weil sich dort so viele Beleidigungen fanden

VonAnnika Leister

Berliner Schüler haben ab

sofort wieder eine Möglichkeit,

ihre Lehrer zu bewerten

–anonym und online.Denn

am Freitag hat der 17-jährige

Schüler Benjamin Hadrigan aus

Wien die von ihm entwickelte App

„Lernsieg“ herausgebracht. Das

Prinzip der App: Schüler im deutschsprachigen

Raum können Profile für

Schulen, aber auch einzelne Lehrer

anlegen, sie in Kategorien bewerten

und einen bis fünf Sterne vergeben.

Offen für Fremde

BeiLehrernheißen diese Kategorien

zum Beispiel: Unterricht, Fairness,

Respekt, Geduld, Durchsetzungsfähigkeit,

Pünktlichkeit. Die Bewertung

ist anonym möglich, Interessierte

müssen sich lediglich vorher

mit ihrer Telefonnummer in der App

verifizieren. Bedeutet: Auch Unbekannte,

die gar nicht auf die besagte

Schule gehen oder die Lehrer gar

nicht kennen, können sie beurteilen.

Ähnliche anonyme Angebote hatten

in der Vergangenheit massive

Probleme. Die Plattform Spickmich

war von 2007 bis 2014 als Lehrerbewertungsportal

extrem erfolgreich.

Gegründet von drei Kölner Studenten

hatte die Webseite bald 1,6 Millionen

Nutzer. Lehrer klagten mehrfach,

unter anderem wegen Verletzung

ihrer Persönlichkeitsrechte

und Datenschutzverstößen. Der

Bundesgerichtshof entschied 2009,

dass anonyme Lehrerbewertungen

Ein neues Lehrer-Bewertungsportal ist auf dem Markt –erfunden von einem 17-jährigen Wiener.

„Ich habe keine

Vernichtungsplattform gebaut, das

ist nicht meine Intention.“

Benjamin Hadrigan,

App-Entwickler

IMAGO IMAGES, LUKAS BECK

von der Meinungsfreiheit gedeckt

seien. Spickmich durfte offiziell also

weitermachen. 2014 wurde der Betrieb

ohne offizielle Begründung eingestellt.

Vermutet wird, dass ein

Grund für das Ende die vielen Frust-

Bewertungen und beleidigenden

und vulgären Kommentarewaren.

Mit der neuen App „Lernsieg“

verfolgt Gründer Hadrigan nach eigener

Aussage andere Ziele.„Es gibt

wahnsinnig engagierte Lehrer an

meiner Schule, die leisten wahnsinnig

viel“, sagt der 17-Jährige der Berliner

Zeitung. Aber sie würden für

ihre Arbeit nie Feedback erhalten.

Viel mehr habe die „Bezahlung nach

Alterspyramide“ die Folge, dass engagierte

junge Lehrer benachteiligt

würden. Hadrigan will die Lehrerschaft

mit seiner Appnun neu motivieren.

„Es ist wissenschaftlich erwiesen,

dass man eine bessere Leistung

erbringt, wenn man direkt

Feedback bekommt –egal, ob positiv

oder negativ.“

Er selbst geht nicht mehr in die

Schule. Erist Externist –ein besonderes

Lernkonzept in Österreich, bei

dem Schüler sich bei Hausunterricht

auf Prüfungen vorbereiten. Er lehne

die Schule nicht ab, versichert er. Er

habe lediglich so viele andere Projekte:

Im März hat er ein Buch herausgebracht,

das ebenfalls „Lernsieg“

heißt. Darin erklärt Hadrigan,

dem früher Legasthenie und ADHS

attestiert wurden, wie er mit dem

Einsatz von sozialen Medien wie

Youtube, Instagram, Twitter & Co.

zum Einserschüler wurde.Nebenher

gründete er ein Modelabel. Die App

ist sein jüngstes Projekt –und zumindest

aus der Wirtschaft erhielt er

rasch extrem positives Feedback:

Nach eigener Aussage hat er von Investoren

einen „sechsstelligen Betrag“

für die Entwicklung der App

eingesammelt.

Verwaltung ist kritisch

Die Berliner Senatsverwaltung für

Bildung sieht die Appkritisch. Aussagekraft

und Nutzen seien gering, weil

offenbar jeder Nutzer „nach Lust

und Laune“ Sterne vergeben könne.

Man befürworte einen offenen Dialog

und Feedback-Kultur, Lehrer

seien in Berlin dazu verpflichtet, sich

von der Schülerschaft evaluieren zu

lassen. Allerdings sollte das in einem

„positiven und wertschätzenden

Umgang innerhalb der Schulgemeinschaft“

erfolgen. Es drohe die

Gefahr, dass eine externe App „unsachlichen

Bewertungen“ Vorschub

leiste.„Dasdürfte der Akzeptanz von

Evaluationsprozessen durch Lehrkräfte

insgesamt schaden“, heißt es.

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02.05. Busanreise ab Berlin zur Einschiffung nach

Warnemünde, Deutschland 19:00

03.05. Gdynia, Polen 12:00 19:00

04.05. Klaipeda, Lithuania 08:00 16:00

05.05. Riga, Lettland 08:00 16:00

06.05. Tallinn, Estland 09:00 16:00

07.05. St. Petersburg, Russland 07:00

08.05. St. Petersburg, Russland 20:00

09.05. Helsinki, Finnland 08:00 16:00

10.05. Stockholm, Schweden 09:00 17:00

11.05. Erholung auf See

12.05. Kopenhagen, Dänemark 08:00 18:00

13.05. Warnemünde, Deutschland 08:00

Ausschiffung und Busrückreise nach Berlin

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30.08. Busanreise ab Berlin zur Einschiffung nach

Warnemünde, Deutschland 19:00

31.08. Gdynia, Polen 12:00 19:00

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08.09. Erholung auf See

09.09. Kopenhagen, Dänemark 08:00 18:00

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Ausschiffung und Busrückreise nach Berlin

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haben. Gäste, die an einem organisierten

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1 Busanreise ab Berlin zur Einschiffung nach

Hamburg, Deutschland 21:00

2 Erholung auf See

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4 Southampton, Großbritannien 07:00 19:00

5 Brest, Frankreich 13:00 19:00

6 Erholung auf See

7 Lissabon, Portugal 09:00 17:00

8 Cadiz, Spanien 09:00 18:00

9 Malaga, Spanien 07:00 17:00

10 Erholung auf See

11 La Coruna, Spanien 08:00 18:00

12 Erholung auf See

13 Rotterdam, Niederlande 14:00

14 Rotterdam, Niederlande 06:00

15 Hamburg, Deutschland 07:00

Ausschiffung und Busrückreise nach Berlin

Ihr Personalausweis muss

nach Reiseende noch mind.

sechs Monate Gültigkeit haben.

Es gelten die ARB und

Reisevorinformationen der

Marienkäfer Reisen GmbH.

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14 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Berlin

Bombendrohung bei Prozess um Räumungsklage

Linksautonome störten Verhandlung gegen die Hausbesetzerinnen der Liebigstraße 34. Verhandlung auf Dezember vertagt

VonPhilippe Debionne

Der Prozess um ein symbolträchtiges

Haus der

linksradikalen Szene in

der Liebigstraße in

Friedrichshain ist auf den 13. Dezember

vertagt worden.

DasGericht muss über eine Räumungsklage

des Eigentümers gegen

die Bewohnerinnen der Liebigstraße

34 entscheiden. Die Bewohnerinnen

bezeichnen sich als„anarcha-queer-feministisches

Hausprojekt

Liebig 34“. Ende 2018 endete

der Mietvertrag, den ein von den

Bewohnern gebildeter Verein abgeschlossen

hatte. Seitdem weigern

sich die im Haus lebenden Frauen

auszuziehen.

Die Verhandlung hatte am Freitag

mit einem Eklat begonnen. Der

Richter im Landgericht in Charlottenburg

ließ den Verhandlungssaal

räumen, weil Bewohnerinnen des

umstrittenen Gebäudes und Unterstützerinnen

schrien, aufsprangen,

Sprechchöre bildeten und sich zum

Teil auszogen. Am späten Vormittag

endete die Verhandlung dann ohne

ein Urteil.

Die Räumung des Gerichtssaals

erfolgte,weil zwei der 20 jungen Besucherinnen

laut kreischten und

mit nackten Brüsten durch den kleinen

Verhandlungssaal stürmten.

Weitere Frauen sprangen auf und

skandierten: „Liebig bleibt“. Nach

einigen Minuten zerrten Polizisten

und Justizwachtmeister die Frauen

aus dem Raum. Dabei flogen einige

Stühle durch die Gegend.

Schon zuvor hatte es eine erste

Unterbrechung gegeben. Eine junge

Frau aus den Reihen der Bewohnerinnen

fiel von ihrem Stuhl im Zuschauerbereich

und blieb regungslos

auf dem Boden liegen, während

Einsatzkräfte der Polizei vor dem Haus Rigaer-/ EckeLiebigstraße.

RUBYIMAGES/BOILLOT

die anderen Frauen um Hilfe riefen.

Sanitäter untersuchten sie und

brachten sie in einem Rollstuhl vor

die Tür.

Am frühen Morgen hatte die Polizei

den Bereich um das Gericht

weiträumig abgesperrt, weil ein verdächtiger

Gegenstand gefunden

worden war. Auf die Wand des Gebäudes

waren zudem Parolen wie

„L34“ gemalt. Nach Polizeiangaben

habe sich der verdächtige Gegenstand

bei einer Untersuchung

durch Sprengstoffspezialisten des

Landeskriminalamtes als ungefährlich

entpuppt.

Zudem verbreiteten Linksautonome

am Freitag um 8.10 Uhr die

Meldung, man habe am frühen

Morgen „in der Absicht, einen Schaden

zu verursachen, der ohne Menschen

zu gefährden die heutige Verhandlung

gegen die Liebig34 unmöglich

macht“, eine Brandbombe

in einem Raum des Landgerichts

deponiert. Da diese aber nicht wie

geplant explodiert sei und man

„keine Verletzungen des Publikums

im Gericht beabsichtigen“ würde,

habe man die Behörden rechtzeitig

warnen wollen. Damit wolle man

ihnen „die Möglichkeit geben, unsere

Vorrichtung rechtzeitig zu entfernen

um ein verzögertes Auslösen

zu verhindern“.

Staatsschutz ermittelt

Ob es sich dabei um den als harmlos

eingestuften Gegenstand, eine leere

Drohung oder tatsächlich um eine

im Gericht deponierte Brandbombe

handelte,die nicht zündete,war am

Freitagnachmittag unklar. Der

Staatsschutz ermittelt. Bereits am

vergangenen Mittwoch hatten Autonome

Autos sowie das Wohnhaus

der Verwalterin des Hauses attackiert.

(mit dpa)

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Erbenaufruf

Am 15. Juli 2019 wurde mit letztem Wohnsitz in 8102 Oberengstringen, Schweiz, tot aufgefunden:

Thomas Christian Suter, geboren am 14. Februar 1962 in Berlin-Schöneberg, Deutschland,

von Deutschland, Sohn des Claus Heinrich Debusmann, geboren am 14. Juni 1925 in Lübeck,

gestorben am 23. November 1981 in Immenstadt, und der Hannelore Evemarie Suter geb.

Schulz, geboren am 10. September 1935 in Berlin, gestorben am 31. März 2016 in Uitikon/ZH.

Aufgerufen, sich zum Erbgang zu melden:

in erster Linie aus der elterlichen Verwandtschaft:

allfällige halbbürtige Geschwister des Erblassers bzw. deren Nachkommen, d. h. allfällige

Nachkommen des am 14. Juni 1925 in Lübeck geborenen und am 23. November 1981 gestorbenen

Claus Heinrich Debusmann.

in zweiter Linie aus der grosselterlichen Verwandtschaft:

a) allfällige voll- und/oder halbbürtige Vatergeschwister bzw. –sollten diese bereits verstorben

sein –deren allfällige Nachkommen,

b) allfällige voll- und/oder halbbürtige Muttergeschwister bzw. –sollten diese bereits verstorben

sein –deren allfällige Nachkommen.

Die aufgerufenen Personen werden hiermit aufgefordert, sich innert eines Jahres seit der Veröffentlichung

dieses Erbenaufrufes beim Gericht zu melden. Dabei haben sie geeignete Dokumente

vorzulegen, die ihre Erbenqualität ausweisen; andernfalls fallen sie beim Erbgang ausser

Betracht. Eingaben an das hiesige Gericht sind in einer der Amtssprachen (Deutsch,

Französisch, Italienisch) oder in englischer Sprache zu verfassen.

Dietikon, 31. Oktober 2019

Bezirksgericht Dietikon

Einzelgericht im summarischen Verfahren

Erbschaftssachen

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Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 15 *

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Brandenburg

„Wir sind gegen 300 Bewerber angetreten und als Sieger vom Platz gegangen“, sagt Grünheides Bürgermeister Arne Christiani.

AFP/EMMANUEL DUNAND

Landung im Kiefernwald

In derGemeindeGrünheide im Landkreis Oder-Spree sollmit dem Tesla-Werkerstmals Industrieentstehen.Das bringt gut bezahlteJobs und satte Steuereinnahmen

VonJochen Knoblach

Arne Christiani ist Bürgermeister

einer Gemeinde in

Brandenburg, die vielen

Berlinern bis Mitte dieser

Woche sicher völlig unbekannt war

und deren Name nun in Zeitungen

von Los Angeles bis Schanghai zu lesen

ist: Grünheide.Jener Ort, an dem

der US-amerikanische E-Mobil-PionierTesla

in den nächsten zwei Jahren

eine Auto- und Batteriefabrik in den

märkischen Kiefernwald stellen will.

Als sich der 60-jährige Christiani

im September zur Wiederwahl

stellte, wusste er bereits, dass Grünheide

ein aussichtsreicher Kandidat

für das Tesla-Werk war. Deshalb trat

er noch einmal an. „Das wirdden gesamten

Landkreis grundlegend verändern“,

sagt er und will daran teilhaben.

„Es ist eine Entwicklung

möglich, die wir noch gar nicht abschätzen

können.“

Damit dürfte Grünheides erster

Mann recht behalten. DieGemeinde

mit insgesamt sechs Ortsteilen im

Landkreis Oder-Spree hat knapp

9000 Einwohner. Die Arbeitslosenquote

im Landkreis liegt bei 6,7 Prozent.

Es gibt exakt 2981 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte,die je

etwa zur Hälfte im Handel, Gastgewerbe

und Verkehr sowie im Dienstleistungsbereich

arbeiten. Jobs im

produzierenden Gewerbe gibt es in

Grünheide gar nicht. Eine Industriewüste,

inder das Raumschiff „Gigafactory

IV“ landen will und weiteren

Wohlstand verspricht.

Dass eine solche Industrieansiedlung

einer Region einen enormen

Schub verpassen kann, ist an Leipzig

seit eineinhalb Jahrzehnten ablesbar.

Dort hatte sich zunächst Porsche

angesiedelt, wenig später folgte

BMW.Die Bayern hatten sich damals

auch schon für Grünheide interessiert,

sich dann aber für Sachsen und

gegen Brandenburgentschieden.

Seitdem hat Leipzig zwei große

Automobilwerke, in denen im

vergangenen Jahr zusammen

rund 400 000 Autos von den Bändern

rollten. Die beiden Großunternehmen

sind längst die größten

Gewerbesteuerzahler der

Stadt. „Das hat uns nach vorne

geschossen“, wurde Leipzigs

Oberbürgermeister Burkhard

Jung in der FAZ zitiert.

Tatsächlich gilt Leipzig seit der

Ansiedlung von BMW und Porsche

als Spitzenstandortfür neue Technologien

wie Leichtbau, innovativeAntriebe

sowie vernetzte und modernste

Fertigung. Denn etliche Zulieferer

sind den Autobauern indie

600 000 Einwohner zählende Stadt

gefolgt. Heute arbeiten bei Porsche

und BMW zusammen etwa 9500

Mitarbeiter. Zählt man die Jobs bei

Zulieferern und Dienstleistern

hinzu, kommt man schnell auf

20 000. Im Frühjahr hatte Porsche

„Dass ein Zulieferer ein neues Werk

neben der Teslafabrik baut, wird sicher

die Ausnahme sein. Wenn überhaupt.“

Alexander Schiersch,

Ökonom am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

zudem eine Kapazitätserweiterung

für sein Werk beschlossen. 600 Millionen

Euro werden investiert.

Wasbedeutet das alles für Grünheide?

Zunächst sollen in der geplanten

Gigafactory 3000 Jobs entstehen,

danach soll die Stellenzahl

auf 7000 wachsen.Wird sich die Zahl

mit den weiteren Jobs im Umfeld des

Werksebenfalls verdoppeln?

In der Mohrenstraße in Mitte hat

das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung

(DIW)seinen Sitz. Dortbefasst

sich Alexander Schiersch im Ressort

Unternehmen und Märkte auch

mit der Automobilindustrie.Erist be-

reits von den angekündigten 7000

Tesla-Arbeitsplätzen überrascht und

sieht damit allenfalls das obere Ende

markiert. „Das sind hochautomatisierte

Fertigungen“, sagt er.

Auf einen Faktor x, mit dem sich

die Tesla-Jobs multiplizieren lassen

und der am Ende eine Gesamtzahl

neuer Arbeitsplätzeinder Region ergibt,

will sich der DIW-Ökonom

nicht einlassen. Das wäre reine Spekulation,

sagt er. Und tatsächlich ist

die Situation heute eine andereals in

Leipzig vonzehn Jahren.

Die deutsche Zulieferindustrie

steckt selbst in einer Krise und hat

eher Probleme,die vorhandenen Kapazitäten

auszulasten. Bei Continental,

Brose und Schaeffler laufen

Sanierungsprogramme. Osram, wo

jeder zweite Euro mit dem Auto verdient

wird, steht kurz vor der Übernahme.

Die Branche erlebt seit Monaten

Umsatzeinbrüche und rückläufige

Auftragseingänge.Einige Unternehmen

mussten Kurzarbeit

anmelden. Insofern sieht Schiersch

die Tesla-Ansiedlung als „große

Chance“ für die hiesige Autozulieferer.

„Dass ein Zulieferer ein neues

Werk neben der Teslafabrik baut,

wirdsicher die Ausnahme sein“, sagt

Schiersch. „Wenn überhaupt.“

Dennoch ist auch der Wirtschaftsforscher

sicher,dass das neue

Werk die Region voranbringen wird.

Es ist die größte Industrie-Investition

seit Jahren, mit der sich ein ganzer

Beschäftigungsbereich verdoppeln

wird. Denn derzeit hat ganz

Brandenburg imFahrzeugbau 6980

Beschäftigte. Es sind gut bezahlte

Jobs.Aktuell liegt der Stundenlohn in

der Automobilindustrie bei etwa 48

Euro. Daran, so Schiersch, wird sich

auch Tesla orientieren müssen. Damit

wird die Kaufkraft in der Region

steigen. Die Leute werden irgendwo

wohnen müssen, was die Baubranche

pushen wird. Die Menschen

werden einkaufen und essen wollen.

Bürgermeister Arne Christiani,

der am Dienstagnachmittag vonTeslas

Entscheidung erfuhr, sieht vor allem

die Chance, dass jungen Leuten

wieder attraktive Jobs in und um

Grünheide geboten werden können.

„Im besten Fall können wir auch

Leute zurückholen, die den Landkreis

für ein Studium verlassen haben.“

SPD stimmt für Kenia-Koalition

Große Einmütigkeit auf dem Parteitag

Die Brandenburger Sozialdemokraten

haben auf einem außerordentlichen

Parteitag mehrheitlich

dem Koalitionsvertrag für ein Kenia-

Bündnis mit CDU und Grünen zugestimmt.

113 Delegierte sagten am

Freitagabend in Potsdam „Ja“, einer

enthielt sich der Stimme. Gegenstimmen

gab es nicht.

„Ich bin meinen Verhandlungspartnern

Grüne und CDU dankbar,

dass wir das hinbekommen haben.

DerVertrag ist in die Zukunft gerichtet“,

sagte Ministerpräsident Dietmar

Woidke zu Beginn. Es sei nicht

darum gegangen, dass sich nun die

SPD wohlfühle. Esmüsse Politik für

die Menschen im Land gemacht

werden. Er stellte die SPD-Minister

in der neuen Koalitionsregierung

vor. „Hier ist ein Team, dass so jung

und weiblich ist, wie noch nie in der

Brandenburger SPD“, sagte er unter

großem Beifall der Delegierten.

In der geplanten rot-schwarzgrünen

Koalitionsregierung gehört

zum SPD-Team die bisherige Verkehrsministerin

Kathrin Schneider

(57), die als Chefin in die Staatskanzlei

wechselt. Damit scheidet Martin

Gorholt(63) aus dem Amt. Daswichtige

Finanzressortgeht an die bisherige

Innenstaatssekretärin Katrin

Lange (47), Wissenschaftsministerin

wird die Bundestagsabgeordnete

Manja Schüle (43). Ihr folgt im Bundestag

die Ex-Landtagsabgeordnete

Sylvia Lehmann. Bildungsministerin

Britta Ernst (58) bleibt im Amt wie

auch Jörg Steinbach (63), der dem

RessortWirtschaft und Arbeit vorstehen

wird.

Woidke lobte ihn als „Mr. Tesla“

wegen seines entscheidenden Anteils

an der geplanten Ansiedlung

des E-Autobauers Tesla in Grünheide

(Oder-Spree) hat. „Wir haben

das Zeug dazu, eines der erfolgreichsten

Bundesländern zu werden“,

sagte er.„Es freut mich, wenn

mit Neid auf uns geguckt wird.“ Die

Staatssekretäre inder Staatskanzlei

und im Europaministerium stehen

bislang noch nicht fest.

Die Delegierten lehnten einen

Änderungsantrag ab, der die Trennung

von Amt und Mandat vorsah.

67 anwesende Delegierte waren dagegen,

50 dafür. Esgab eine Enthaltung.

In Brandenburgwar am 1. September

ein neuer Landtag gewählt

worden. DieWiederwahl vonWoidke

zum Regierungschef ist für Mittwoch

im Landtag geplant. (dpa)

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Berliner-Zeitung11


16 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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sinnwahrender Kürzungen vor.

Hoeneß hat zweifellos viele

Licht- und Schattenseiten

Seite 3: „Der Patriarch geht“ von Maik

Rosner (15. November)

Der Mensch und Geschäftsmann

Hoeneß hat viele Licht- und Schattenseiten.

Seine phänomenale Leistung

als Manager und Präsident von

Bayern München erkennt man aber,

wenn man die Wege seines Vereins

mit denen des HSV oder des VfB

Stuttgart vergleicht. Bei beiden Vereinen

waren sportliche Voraussetzungen

und wirtschaftliches Umfeld

ähnlich günstig wie beim FC Bayern.

DasErgebnis ist bekannt.

Wolf-Rüdiger Heilmann,

Berlin-Schöneberg

Titel: „Das Schloss wird 50 Millionen

teurer“ von Ulrich Paul

Mir kommen die Tränen, wenn ich

wieder einmal lesen muss, dass die

finanzielle Planung eines Bauvorhabens

in Berlin unzureichend ist. Ich

fordere die Sperrung der Konten der

dafür Verantwortlichen und das Bezahlen

der fehlenden Millionen von

deren Konten! Ich kann es mir nicht

mehr anhören, wie mit unseren

Steuergeldern umgegangen wird!

Wie vielen bedürftigen Kindern und

Erwachsenen könnte damit geholfen

werden! Ichbin entsetzt. Undalle

Verantwortlichen bleiben in Amt

und Würden! Können diese Menschen

noch ruhig schlafen? Washaben

sie wieder für Ausreden?

UlrikeStolle, Berlin-Johannisthal

Einheits-Wippe symbolisiert

historische Prozesse

Meinung: „Monika Grütters, Ministerin

des schönen Scheins“ von Götz Aly

(5. November)

Ich war immer ein Befürworter dieses

Denkmals.Esist mehr ein Mahnmal

dafür,wie der oftmals irrationale

Volkswille schwanken und wie das

Pendel mal in die eine,mal in die andere

Richtung ausschlagen kann. Es

symbolisiert die Unberechenbarkeit

historischer Prozesse und Kräfteverhältnisse

und deren Wertfreiheit.

Joachim Mädlow,Berlin-Mitte

Elon Musk stellt das neue Tesla Modell Yvor.

Ein Platz in der Zukunft

Tagesthema: „Tesla –Elon Musk will seine Gigafactoryinder Gemeinde

Grünheide bauen“ von Frederik Bombosch, „Der lange Marsch durch die Instanzen“

von Gerhard Lehrke,„Erfolg mit Zweifeln“ von Elmar Schütze

(15. November)

Dievon Elon Musk geplante Errichtung eines Tesla-Werkes im Umfeld

vonBerlin könnte der deutschen Hauptstadt und deren Umgebung tatsächlich

einen Platz in der Zukunft bescheren, wenn denn die Fertigstellung

gelingt. Berlin und Brandenburg haben da ja leider auch gegenteilige

Beispiele vorzuweisen. Ohne jedoch allzu pessimistisch zu

sein, die Inbetriebnahme desWerkes bereits Ende 2021 dürfte jedoch in

den Sternen stehen. DerVerweis auf die ähnlich zügige Umsetzung eines

solchen Projektes in Shanghai ist irreführend, denn in Deutschland

haben wir mit Sicherheit andere rechtliche Rahmenbedingungen, die

zurWirkung kommen werden. Dasbetrifft sowohl die Planung und den

Der Große Zapfenstreich ist total aus der Zeit gefallen

Meinung: „Bundeswehr –Soldaten als

Staffage“ von Daniela Vates

(13. November)

Sieweisen mit Recht darauf hin, dass

sich die Bundeswehr erfreulicherweise

allzu vielen, beim Militär sonst

üblichen Brimboriums enthält. Ich

würde es nun begrüßen, wenn man

in diesem Sinne sogar noch einen

Schritt weiter ginge. Esist nicht verständlich,

warum beim Abschreiten

einer Ehrenformation ein uniformierter

Mann fortgeschrittenen Alters

unnatürlich gestelzt gehend und

mit marionettenhaften Armbewegungen

die Ehrengäste begleiten

muss. Ich würde es als dem Ereignis

angemessener ansehen, wenn dieser

hohe Offizier einfach zeigte, dass

auch er normal laufen kann. Undda

ist dann noch der sogenannte Große

Zapfenstreich –sototal aus der Zeit

gefallen, eine völlig überholte,trügerische

Romantik zelebrierend, die

mit dem heutigen Soldatsein absolut

nichts mehr zu tun hat. Dieses Spektakel

sollte man sich eigentlich ohne

jeden Schaden ebenfalls verkneifen

können. Für durchaus legitime Feierlichkeiten

ließen sich doch sicherlich

zeitgemäßereFormen finden.

Günter Warnecke,

Berlin-Zehlendorf

Ich bin sehr erfreut darüber, dass es

möglich ist, einer Berufsgruppe, die

deutlich mehr als andere Berufsgruppen

ihren Kopf dafür hinhält,

Bauder Fabrik selbst als auch die Möglichkeiten für betroffene Bürger

und bestimmte Umweltschützer, gegen das Projekt vorzugehen und

damit für Verzögerungen zu sorgen. Ein Projekt in der vorgesehenen

Größenordnung kommt gewiss nicht ohne Eingriffe in die Umwelt aus,

vor allem, wenn die betreffende Fläche jahrelang ungenutzt blieb und

deshalb von der Natur wieder mehr oder weniger in Beschlag genommen

wurde. Eswird also interessant werden zu sehen, ob Umweltschützer,

die in den Städten nahezu fanatisch den motorisierten Verkehr

bekämpfen, im Namen des Naturschutzes gleichzeitig gegen die

Errichtung einer Produktionsstätte für umweltfreundliche Antriebstechniken

vorgehen. Sie müssten ansonsten anerkennen, dass es

nichts zum Null-Tarif gibt.

Stefan Pfüller,

per E-Mail

um für Stabilität zu sorgen, die Anerkennung

in der Öffentlichkeit zu geben.

Ich stimme ganz der Meinung

zu, keine Außenseiterrolle zu verstärken,

sondern das Bewusstsein

dafür zu stärken, was diese Berufsgruppe

zum Schutz aller in diesem

Land beiträgt.

HeikeKöster,per E-Mail

Missachtung des politischen

Willens der Menschen

DPA

Berlin: „Die Klimabewegung ist undemokratisch“

von Andreas Röder

(2. November)

Diesehr heterogene und bisher ausschließlich

gewaltfreie Klimabewegung

fordert jagerade die demokratisch

gewählten Vertreter*innen auf,

ihrer Verantwortung bei der Verhinderung

des Klimakollapses gerecht

zu werden. Jahrzehntelang haben

Profitinteressen weniger Großkonzerne

die politische Agenda diktiert.

DiewahreGefahr für die Demokratie

liegt in der Missachtung des politischen

Willens der Menschen, die am

Klimastreik beteiligt waren. Und im

Verrat an der jungen Generation, die

in diesem Land offensichtlich keine

Lobbyhat. Siewirdmit ihren berechtigten

Zukunftsängsten alleine gelassen,

schlimmer noch –durch derartige

Beiträge diskreditiert.

Alexandra Kast,

Berlin

Die Facebook-Debatte: Gut,

dass es die Impfpflicht gibt

Facebook: „Bundestag beschließt Masern-Impfpflicht“

(14. November)

Endlich. Alle, die gegen diese Impfung

sind, gefährden ihre Kinder,

sich und andere, und darum ist es

gut, dass es jetzt die Impfpflicht gibt.

Wersein Kind oder sich nicht impfen

lassen will, sollte sich auf eine einsame

Insel verziehen.

Petra Hoppe

Ich bin ja absoluter Befürworter von

Impfungen. Meine Sorgeist nur,dass

die Strafen nicht reichen für ein Umdenken.

Katrin Kroschkp

Leider haben auch oft

die Elternkeine Lobby

Berlin: „Viele Kinder sind in Berlin zu

lange im Heim“ von Annika Leister

(14. November)

DasProblem liegt ja nicht nur bei Behütung

und Förderung der Schutzbefohlenen.

Warum tut man nicht

etwas dagegen, dass die Elternüberhaupt

in diese Lage kommen? Arbeitsplätze

zum Beispiel, sie unterstützen,

indem man ihnen vorab

Hilfe signalisiert, und Angebote, die

sie auch wahrnehmen können.

Dann könnten sie sich, mit Unterstützung,

auch um ihreKinder kümmern.

Leider haben auch oft die Elternkeine

Lobby.

Bonnie Schwarzkatz, Facebook

Ichbin Pflegevater einer Tochter und

habe dadurch einen kleinen Einblick

in das System der Heimunterbringung

von Kindern bekommen. Ob

man es will oder nicht: es gibt Eltern,

die auch mit Unterstützung von Sozialarbeitern

nicht in der Lage sind,

für ihre Kinder zu sorgen. Dies liegt

oft an Drogenproblemen oder psychischen

Krankheiten, hier ist auf

absehbare Zeit keine Besserung zu

erwarten. Diesen Kindern könnte

geholfen werden, wenn sie dauerhaft

in Pflegefamilien untergebracht

werden. Nur hier könnten sie ein

dauerhaft stabiles Umfeld erfahren.

Aus meiner Erfahrung fällt es dem

Jugendamt schwer, eine Entscheidung

über die dauerhafte Unterbringung

in einer Pflegefamilie zu treffen.

Die Entscheidung wird gerne,

wegen Überforderung oder aus

Angst vor der Gerichtsbarkeit, auf

spätereZeiten verschoben.

Alexander Schlink, per E-Mail

Rasen gekürzt, so dass die

jungen Triebe verbrennen

Zu: „Tausende Bäume in Berlin fallen

der Hitze zum Opfer“ v. Gabriela Keller

(8. November)

Ich pflegte bis 1989 unseren Vorgarten

gegen Entgelt. Heute beauftragt

man Gartenbaubetriebe, die natürlich

in der freien Marktwirtschaft

dann ganz genau nach Plan arbeiten

müssen, um ihr Pensum zu erfüllen.

So werden halt auch die Rasenflächen

bei sengender Sonne so kurz

geschnitten, dass die jungen Triebe

erst richtig verbrennen und nur

noch kahle Flächen übrig bleiben.

Matthias Dressel, per E-Mail

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute reißt die Wolkendecke nur selten auf, und gelegentlich regnet es.

Dabei werden Höchstwertevon 6bis 12 Grad erwartet, und der Wind

weht in Böen stark aus südwestlichen Richtungen. In der Nacht zeigen

sich teilweise Wolken amHimmel, sonst funkeln auch die Sterne. Die

Tiefstwerte pendeln sich bei 3bis 0Grad ein.

Biowetter: Die aktuelle Witterung

verursacht beschleunigten Stoffwechsel

und erhöhten Blutdruck.

Rheumatische Beschwerden, Gelenk-,

Glieder-, Muskel- und Narben-

3°/6°

Wittenberge

schmerzen treten verstärkt auf.

Berliner Luft: gestrige Höchstwerte

um 13 Uhr: Ozon: 32 µg/m 3 ;

Stickstoffdioxid: 11 µg/m 3 ;

Schwebstaub: 28 µg/m 3 ;

Luftfeuchtigkeit: 80%

Gefühlte Temperatur: maximal 8Grad.

Wind: schwach aus Südwest.

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

2°/7° 4°/8°

Luckenwalde

2°/7°

Cottbus

3°/9°

Sonntag

Montag

Dienstag

stark bewölkt Regen heiter

2°/11° 5°/11° 4°/8°

Prenzlau

4°/9°

Frankfurt

(Oder)

4°/12°

Ein ausgedehnter Tiefdruckkomplex erstreckt sich vom nördlichen Mitteleuropa

bis nach Tunesien. Ermarkiert den Übergangsbereich von kühler Luft zumilder

Luft weiter östlich und ist mit Schauern verbunden. Hoch Paloma sorgt für trockenes

und teils freundliches Wetter über Osteuropa und Westrussland.

Köln

2°/9°

Sylt

4°/6°

Saarbrücken

0°/7°

Hannover

3°/7°

Konstanz

1°/7°

Hamburg

3°/6°

Erfurt

1°/6°

Frankfurt/Main

2°/7°

Stuttgart

2°/7°

Rostock

4°/8°

Magdeburg

2°/8°

Nürnberg

2°/8°

München

2°/7°

Rügen

3°/10°

Dresden

5°/9°

Deutschland: Heute gibt es zeitweise

Regenfälle bei stark bewölktem Himmel,

und die Temperaturen klettern

am Tage auf 6bis 12 Grad. Nachts

sinken die Wertedann auf 4bis

0Grad. Der Wind weht im Norden

und Osten in Böen stark aus südwestlichen

Richtungen. Morgen machen

die Temperaturen bei 4bis

15 Grad halt. Dazu regnet es gebietsweise

bei stark bewölktem bis bedecktem

Himmel. Der Wind weht

teilweise mit stürmischen Böen aus

nordöstlichen Richtungen.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 8°-10°

Nordsee: 9°-12°

Mittelmeer: 14°-26°

Ost-Atlantik: 10°-17°

Mondphasen: 19.11. 26.11. 04.12. 12.12.

Sonnenaufgang: 07:29 Uhr Sonnenuntergang: 16:12 Uhr Mondaufgang: 19:12 Uhr Monduntergang: 11:23 Uhr

Lissabon

15°

Las Palmas

19°

Madrid

11°

Reykjavik


Dublin


London


Paris


Bordeaux

11°

Palma

15°

Algier

11°

Nizza

15°

Trondheim


Oslo


Stockholm


Kopenhagen


Berlin


Mailand

11°

Tunis

23°

Rom

13°

Warschau

16°

Wien

13° Budapest

17°

Palermo

21°

Kiruna

-11°

Oulu


Dubrovnik

20°

Athen

21°

St. Petersburg


Wilna


Kiew


Odessa

15°

Varna

20°

Istanbul

22°

Iraklio

21°

Archangelsk

-1°

Moskau


Ankara

20°

Antalya

25°

Acapulco 33° heiter

Bali 32° heiter

Bangkok 32° heiter

Barbados 29° heiter

Buenos Aires 23° Schauer

Casablanca 16° Regen

Chicago 2° bewölkt

Dakar 27° wolkig

Dubai 28° sonnig

Hongkong 26° heiter

Jerusalem 19° Schauer

Johannesburg 30° sonnig

Kairo 26° heiter

Kapstadt 21° bewölkt

Los Angeles 24° sonnig

Manila 31° wolkig

Miami 25° sonnig

Nairobi 29° heiter

Neu Delhi 29° sonnig

New York 6° heiter

Peking 11° bedeckt

Perth 36° heiter

Phuket 33° heiter

Rio de Janeiro 24° wolkig

San Francisco 19° heiter

Santo Domingo 29° heiter

Seychellen 29° Schauer

Singapur 34° Gewitter

Sydney 24° wolkig

Tokio 19° sonnig

Toronto -1° bewölkt


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 – S eite 17

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Berlin

AM WOCHENENDE

Seife, Karton und Backpulver:

Wiedas Westpaket gerochen hat

Schönes Wochenende Seite 19

Kurven, Kufen und Karacho:

Husky-Touren auch ohne Schnee

Berlin bewegt sich Seite 20

Froh

wie Bolle

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

Schon beim ersten Anblick

des wunderschönen, lichtdurchfluteten

Restaurants

Carl &Sophie fühlte ich: Ja,

es war total richtig hierherzukommen.

Dann entdeckte ich noch zwei

meiner absoluten Idole aus der Berliner

Gastronomie: die Pâtissière

Anna Plagens, die im Du Bonheur

Kunstwerke von der Raffinität eines

Michelangelo erschafft, und Fritz

Blomeyer, der Käse macht, wie ihn

nicht nur die Berliner bisher vermisst

haben.

Wenn es um Köche geht, kann

ich durchaus zum Groupie werden.

Ich ließ es mir nicht nehmen, Hallo

zu sagen und den

beiden meine Bewunderung

auszusprechen.

Und ich

freute mich nun

umso mehr auf

mein Mittagessen

im Carl & Sophie.

Denn noch bevor

ich auch nur das

Brot probiert hatte,

war mir eines klar:

Wenn Profis hier essen,

dann schmeckt

es wahrscheinlich

mehr als nur ganz gut. Dastat es.

Doch kurz ein paar Details zum

Restaurant: Seine Lage ist phänomenal,

auch wenn man das erst mal

nicht vermutet, ist es doch „ein Hotelrestaurant

in Moabit“. Das Restaurant

im Ameron-Hotel ist direkt

zur Sonnenseite der Spree ausgerichtet

und Teil des alten Meierei-

Geländes, von dem aus das Ehepaar

Carl und Sophie Bolle einst Berlin

mit Milch versorgte.Vom Restaurant

blickt man durch bodentiefe Fenster

aufs Wasser. Innen sorgen wohlige

Farben, Licht und etwas Industrie-

Vintage für Wärme.

Wasdie Küche angeht, ist Maico

Orso verantwortlich. In Berlin habe

ich ihn zuletzt im Restaurant Gärtnerei

als präzisen Koch erlebt, der Gemüse

vom Rang der Beilage zu

neuen Höhen verhilft. Orso hatte zuvor

bei Michael Hoffmann gelernt,

der gemeinhin als „Gärtner unter

den Sterneköchen“ gilt.

Ich bin zur Mittagszeit gekommen,

und weil meine Verabredung –

mein Mann – mal wieder zu spät

dran ist, lasse ich mir zum 0,1-Glas

Pfälzer Grauburgunder einen wunderbar

zarten Wildkräutersalat mit

Quinoa als Basis, Nusscrunch und

einem leicht mit Orangennoten gebeizten

Lachs von Sashimi-Qualität

schmecken.

Mein Mann steigt, als er auftaucht,

mit dem täglich wechselnden

Lunch-Menü ein, ein sehr faires

Angebot: Für zwölf Euro gibt es vier

kleine Gänge, die genialerweise

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

warimCarl&Sophie.

gleichzeitig serviert werden und

von denen ich natürlich auch probiere.

Das Menü besteht aus einem

klaren Fischeintopf mit mediterranen

Noten, dersoauf die Essenz reduziert

ist, dass einen die kleine

Portion im Trinkbecher geschmacklich

ganz und gar erfüllt. Ferner gibt

es ein knackiges Coleslaw-Salätchen

sowie heiß servierte, knusprig

frittierte Hühnchenteile, die mit etwas

cremig angerührtem Kräuterquark

und Drillingskartöffelchen

serviertwerden.

Den Abschluss bildet ein Töpfchen

mit Crème brûlée, unter deren

gebrannte Zuckerkruste sich Limettenzeste

mischt. So

ähnlich findet sich

dieses Dessert als

Turmstr.

Bundesratufer

BLZ/TIEDGE

Stromstr.

gebrannte Creme

auch auf der normalen

Speisekarte, die

hauptsächlich leicht

verwandelte Hotelklassiker

führt, die

für die Abendgäste

noch etwas raffinierter

komponiertsind.

Ich hatte mir

noch das Schnitzel

ausgesucht. Hier

zeigt Orso, dass ernicht nur die Gemüseküche

beherrscht, sondern

auch ein ordentliches Stück Fleisch

zubereiten kann. Es schmeckt, wie es

soll: Die Panade ist buttrig, und das

dünne Kalbfleisch hat ein feines

Aroma. Nur beim Kartoffel-Gurkensalat

trifft der Koch wegen der eher

speckigen festen Kartoffeln nicht

ganz meinen Geschmack.

Bolles Käse- und Milchprodukte

werden im alten Meierei-Gelände

zwar schon lange nicht mehr produziert.

Geblieben ist aber der Spruch:

„Ich freu’ mich wie Bolle.“ Und das

tue ich. Aufs nächste Mal, weil ich auf

der Kartegesehen habe,dass es eine

Käseauswahl von meinem Idol Fritz

Blomeyer als Nachtisch gibt.

Carl &Sophie Alt-Moabit99, Mitte.

Täglich 12–1 Uhr

DerLunch kostet12Euro, Vorspeisen 8–16,

Hauptgerichte 18–32 und Desserts 8-14 Euro.

Alt-Moabit

Spree

Holsteiner Ufer

Carl &Sophie

Claudiusstr.

50 m

Im Restaurant zählt nicht nur das Essen,

sondern auch die Optik. Das Carl &Sophie

machtvor,wie es geht –und zwar direkt

an der Spree

Familienausflug

Besuch beim

Teufel

VonBarbaraWeitzel

Mädchen und Teufel auf der Bügelbrett-Bühne

THEATER AUF DEM BÜGELBRETT

Beim Thema Bügeln scheiden

sich die Geister.Einerseits gibt es

tatsächlich Leute, die das gerne tun.

Sieschauen Fernsehen währenddessen,

hören Hörspiele oder Musik.

Oder sie machen sich einfach so ihre

Gedanken.

Für mindestens ebenso viele

Leute ist Bügeln die Hölle. Langweilig,

mühsam und selten von Erfolg

gekrönt. Das liegt daran, dass sie es

eben möglichst schnell hinter sich

bringen wollen. Unddas eherne Bügelgesetz

lautet: Eile wirdmit immer

neuen Falten bestraft.

Da liegt es nahe,zerknittertdurchs

Leben zu gehen und alle Bügelbretter

der Welt mit Missachtung zu strafen.

Ein Fehler! Denn wer sodenkt, verpasst

regelmäßig die zauberhaften

Stücke des Theaters auf dem Bügelbrett.

Auch an diesem Sonnabend

lassen Soledad Domínguez und HinnerkBerlekamp

die Stabpuppen tanzen.

Das Stück heißt „Beim Teufel zu

Besuch“. Denn ja, auch das Mädchen

befindet sich in der Hölle.Doch ganz

anders als im häuslichen Gebrauch

bietet hier das Bügelbrett einen Ausweg.

Welchen, wird nicht verraten.

Nur soviel: Es hat etwas mit Mutzu

tun. Undder Untertitel lautet: „Oma

weiß immer Rat“. Die kann man im

Übrigen immer fragen, wenn es mit

dem Bügeln nicht klappt.

Beim Teufel zu Besuch Theaterauf dem Bügelbrett

im Zimmer 16.Florastr.16, Pankow.Sa

16 Uhr,Eintritt 7, Kinder 5Euro. Ab 4Jahre


18 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Schönes Wochenende

WEINKUNDE

FUNDSTÜCKE

VonOlgaBobileva

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonRomana Echensperger

UNSPLASH/IKA DAM

UNSPLASH/SERGIO ARZE

Wie der Klimawandel

den Wein verändert

Das Weingut Schloss Castell in Franken hat Tradition. Ferdinand

Fürst zu Castell-Castell leitet das GutimSteigerwald

in nunmehr 26. Generation, darüber hinaus ist er für die

Forstwirtschaft mitverantwortlich: 70 Hektar eigene Weinberge

und 1800 Hektar Wald sind zu betreuen.

Undder Klimawandel stellt das Unternehmen vorgroße

Herausforderungen. DerWald kämpft mit den sich verändernden

Bedingungen. „Theoretisch sorgt die Fichte für schnelle

Erträge,aber sie kommt in unserem immer trockener werdendenWeinbauklima

nicht zurecht“, sagt Castell-Castell. Es gebe

enorme Probleme mit Sturm- und Trockenschäden sowie Borkenkäfern,

die überhandnehmen. „Die Fichte wirdhier verschwinden.Wirsind

seit 25 Jahren dabei, die Fehler der letzten

150 Jahrezuberichtigen.“ DenWaldumbau gestaltet er mit so

viel Artenvielfalt wie möglich. „Leider wissen wir zu wenig

über unsereBaumarten, aber wir müssen heute Entscheidungen

treffen, die in den nächsten 100 Jahren ihreWirkung entfalten“,

sagt zu Castell-Castell.

Auch im Weinbau macht sich dieser Wandel durch immer

frühereErnten bemerkbar.Auch ist der Alkoholgehalt der

Weine gestiegen. „Silvaner kann sich gut an das wandelnde

Klima anpassen. Allerdings muss man auch in der Weinbergpflege

auf die veränderten Bedingungen eingehen. Rebsorten

wie der frühreifende Bacchus verbrennen regelrecht. DieSorten

werden sich in unserenWeinbergen langfristig verändern.“

Dass der fränkischeWeinbau auch ein bisschen vomKlimawandel

profitierthat, ist nicht vonder Hand zu weisen: „Gerade

die Weine aus kühlen Lagen haben an Qualität gewonnen.“

Eine dieser Lagen ist das Kugelspiel, das vonkühlenWäldernumrandet

ist. Dorthatte der Silvaner es in derVergangenheit

oft schwer,zur Reife zu gelangen. Doch im Hitzejahr 2018

blieb er selbst hier angenehm schlank und behielt seine animierend

kühlen Aromen.

So zeigen sich im Glas zurückhaltende Noten vongelben

Früchten, Salbei, Heublumen, Wiesenkräuternund Zitronenzesten.Ein

eleganter,mittelkräftiger Wein, der im Finish mit

einer zarten Salzigkeit bezaubert, während sich im Rachenraum

noch einmal alle Aromen entfalten. Er passt zu Fischgerichtenwie

Forelle Müllerin ebenso wie zu leichten vegetarischen

Vorspeisen.

„Es wäreperfekt, wenn das Klima hier so bleiben würde wie

jetzt. Davonkann man aber leider nicht ausgehen“, sagt Ferdinand

Fürst zu Castell-Castell. „Wir müssen alles dafür tun, damit

es nicht so schlimm kommt, wie es Klimaexperten befürchten.

Dasist eine Aufgabe für uns alle.“

2018Casteller Kugelspiel Silvaner trocken, Fürstlich Castell’sches Domänenamt

Franken. 14,50 Euro. Informationenuntercastell.de

Kosmetik

Natürliche Schönheit

aus Neukölln

Träumt nicht jede vonuns vonweicher,reiner,glatter Haut?

Glücklicherweise ist das Angebot an gut verträglichen und

veganen Hautpflegeprodukten in den vergangenen Jahren

sehr viel größer geworden. Pflanzenbasierte Kosmetik mit aktiven

Inhaltsstoffen wird auch in Berlin entwickelt –zum Beispiel

von Josephine Förster in Neukölln. Lovely Day heißt ihr

Label, das eine breite Palette an Produkten bietet –von der Gesichtsreinigung

über Masken bis zur Gesichts- und Augenpflege

für jeden Hauttyp.Wenn sie im hauseigenen Labor entwickeln

und produzieren, setzen Josephine Förster und ihr

Team auf reizarme Formulierungen aus botanischen Essenzen

und auf Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Vitamin B3 oder

Fruchtsäure. Bei Lovely Day wird auf synthetische Inhaltsstoffe,

tierische Zutaten, Alkohol, aggressive ätherische Öle

und umweltbelastende Verpackungen verzichtet.

Lovely Day–Clean Beauty Store EmserStraße126,Neukölln.Mo–Fr12–18 Uhr,

Sa 11–15 Uhr.Mehr Informationenunter lovelyday.de

Party auf dem Schiff

Mit Depeche Mode

auf der Spree

Haben Sieeine Lieblingsband? Meine ist seit knapp 20 Jahren

Depeche Mode. Seit Teenie-Tagen besuche ich jedes

Berlin-Konzertder Briten, die mittlerweile auf eine 40-jährige

Bandgeschichte und über 100 Millionen weltweit verkaufte

Tonträger zurückblicken. „Just Can’tGet Enough“, „Never Let

Me Down Again“, „Enjoy The Silence“, „Personal Jesus“, „It’s

No Good“ oder„Precious“ –ich könnte mit der Aufzählung der

Songs ewig weitermachen. Eine tolle Gelegenheit, zu den

Songs ihrer Musik-Götter abzufeiern, haben Fans bei der Depeche-Mode-Schiffspartytour.

Fünf Stunden lang können sie

zur Musik ihrer Helden auf der „Spree Comtess“ durch die

Hauptstadt schippern. An Bord legen DJs die größten Depeche-Mode-Hits

auf und erfreuen die Party-Passagiereauch mit

B-Seiten, Raritäten und Liveversionen. Leinen los!

Depeche Mode 5-Stunden-Schiffspartytour 2019 ab Anlegestelle Fischerinsel,

MärkischesUfer 36,Mitte.Sa18Uhr,Tickets ab 26 Euro

IMAGO/ZUMA PRESS

Café

Kleine Auszeit

in Frankreich

Was gibt es Besseres,als gut gestärkt in den Tagzustarten?

Werdas Frühstücken in der Öffentlichkeit schätzt, der

sollte das La Maison besuchen. Betritt man das Café am Paul-

Lincke-Ufer, umhüllt einen sogleich der Duft von frischem

Kaffee und ebenso frischen Croissants. Das La Maison hat

französischen Charme und erfreut seit Mai mit Urlaubsflair.

Aufblau-weißem Zwiebelmuster-Geschirr werden neben Pain

au Chocolat, goldgelbe Croissants (auch in belegten Variationen)

und andereKöstlichkeiten wie zum Beispiel herzhaft gefüllte

Brioches serviert. Auch Müsli mit saisonalen Früchten

steht auf der Karte. Eine Besonderheit zum Wochenende ist

der French Toast aus Hefezopf mit Beeren, Mascarpone und

Puderzucker. Außerdem gibt es Tartelettes mit verschiedenen

Beeren und französisches Feingebäck. Kurzum: ein köstliches

Stück Frankreich.

La Maison Paul-Lincke-Ufer 17,Kreuzberg.Mo–Do 7–18 Uhr,Fr–Sa 7–22 Uhr,

So 7–20 Uhr

Event

Cirque du Solo –für

Allein-Tänzer und Paare

All denen, die gerne mal ein Tänzchen wagen und Neues

kennenlernen wollen, möchte ich den Cirque du Solo ans

Herz legen. Eines vorab: MitZirkus und Manege hat das Ganze

nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um ein mehrtägiges

Tanz-Event, in dessen Fokus der Solo Jazz steht. ZurErklärung:

Diese Tanzartvereint Elemente aus Swing und Charleston und

lebt von der Musik der 20er- bis 40er-Jahre. Das Besondere:

Solo Jazz kann alleine oder auch von Paaren getanzt werden.

Im Vordergrund steht der Spaß. Trainieren und verbessern

kann man die Bewegungsfähigkeit, die Fußarbeit sowie das

Rhythmusgefühl. DerCirque du Solo findet im SwingStep Berlin

statt. Die Besucher erwarten acht internationale Tanzlehrer,

es gibt Workshops und Livebands.Und Mutige können auf

der Bühne zeigen, wie gut sie tanzen.

Cirque du Solo 2019 SwingStep Berlin,Prinzenallee 33, Wedding.Sa–Mo.Weitere

Informationenunter cirque-du-solo.com

UNSPLASH/BRON STUMMAN

WOHIN AM WOCHENENDE?

Ein

Nobelpreis

für Erkner

Wiedie Stadt

im Südosten von Berlin

den Dichter

Gerhart Hauptmann ehrt

VonIda Luise Krenzlin

Neulich erst, in den Herbstferien,

habe ich das Gerhart-Hauptmann-Haus

in Kloster auf Hiddensee

besucht, den riesigen Schreibtisch

und den großen Weinkeller in

der Sommerresidenz des Literaturnobelpreisträgers

bestaunt. Auch in

der Nähe vonBerlin kann man mehr

über den Autor von Theaterstücken

wie „Die Weber“ oder „Der Biberpelz“

zu erfahren. Gerhart Hauptmann

lebte an vielen Orten, aber gerade

der Südosten Berlins hat sein

Werk geprägt.

Gerade feiert Erkner mit einigen

ausgewählten Veranstaltungen die

Gerhart-Hauptmann-Tage. Hauptmanns

einstiges Wohnhaus, die Villa

Lassen, beherbergt seit 1987 das Gerhart-Hauptmann-Museum,

eine Gedenkstätte

für den Dichter und Literaturnobelpreisträger,

der hier von

1885 bis 1889 gelebt hat. In seinen Arbeits-

undWohnräumen kommt man

dem Dichter so nah wie sonst nur in

Ein Foto von GerhartHauptmann, aufgenommen im Jahr 1907

IMAGO IMAGES

seiner Sommerresidenz auf Hiddensee

oder in einem der anderen insgesamt

fünf Museen, die sich im Museumsverbund

Gerhart Hauptmann

zusammengetan haben. Auch seine

Nobelpreisurkunde ist in Erkner ausgestellt.

Sowohl das Stück „Der Biberpelz“

als auch die Erzählung „Bahnwärter

Thiel“ haben ihre Ursprünge

in Erkner.

Als Gerhart Hauptmann 1885 in

die Stadt kommt, ist er frisch verheiratet

mit seiner ersten Ehefrau Marie

Thienemann, aber gesundheitlich

angeschlagen. Er will und soll aufs

Land ziehen und vor allem die Berliner

Luft meiden. „Diesem Wechsel

des Wohnorts verdanke ich es nicht

nur,daß ich meinWesen bis zu seinen

reifen Geistesleistungen entwickeln

konnte, sondern daß ich überhaupt

noch am Leben bin.“ Hauptmann beschreibt

ausführlich, wie er mit dem

„Gespenst des Bluthustens“ ringt.„Es

war im Herbst, als wir unsereabgelegene

Villa bezogen und einrichteten.

DieMonotonie des Wintersstand vor

der Tür. Zuunserer Sicherheit hatte

ich in einer Hamburger Menagerie

zwei echte lappische Schlittenhunde

gekauft, für unsereBegriffe wilde Geschöpfe,

die einigermaßen im Zaum

zu halten mir viel Mühe gekostet hat.

Schlaf- und Wohnräume lagen im

Parterre; der Schutz dieser beiden

Wölfe wurde notwendig.“

Lange Spaziergänge mit den

Hunden durch die Wälder rund um

Erkner, ein monotones, insich gekehrtes

Leben, keine Kneipenbesuche,

esgab keine Gaststätten inund

um Erkner, ließen ihn gesunden.

„Abend um Abend saß ich mit meiner

Frau allein, wobei ich mir ein

einziges Glas mit Wasser gemischten

Weines zu trinken verstattete.“ In

dieser Zeit reifen die Ideen für seine

bekannten Erzählungen und Dramen.

1889 entstand in Erkner das

Stück „Vor Sonnenaufgang“, das


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 19

· ·

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Seife, Kaffee,

Schokolade,

Pappkarton

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Funzelsuppe

Die Berliner

Filmemacherinnen

Brit-J. Grundel

und Maja Stieghorst

haben nach dem Geruch der

Westpakete gesucht –und

ihn gefunden. Entstanden

sind dabei eine Doku und

ein Parfüm

VonFlorian Thalmann

Vorsichtig sprüht Brit Grundel

einen Hauch Parfüm

aus einem eckigen Flakon

auf den Pullover-Ärmel des

Reporters. Er, im Jahr 1990 geboren,

kann den Geruch nicht kennen –

und trotzdem –esist wie Magie –ist

es plötzlich da, ein Gefühl der Gemütlichkeit,

der Zufriedenheit. Das

Parfum im Flakon heißt „Der Duft

desWestpakets“, es ist die Essenz der

Päckchen, die Westdeutsche einst an

Angehörige und Freunde in der DDR

schickten. Und die den Menschen

im Osten ein Stück der bunten Vielfalt

brachten, die ihnen selbst oft verwehrtblieb.

Das Parfum haben Brit-Jeannette

Grundel und Maja Stieghorst entwickelt.

Siesind Filmemacherinnen, im

Rahmen eines Doku-Projektes haben

sie sich mit dem Geruch befasst, den

die Westpakete verströmten. „Ich bin

im Westen aufgewachsen, in der

Nähe von Bielefeld“, sagt Stieghorst.

„Wir hatten keine Verwandtschaft im

Osten, haben keine Pakete verschickt.“

Erst als sie später für ihr Studium

an der Filmhochschule nach

Berlin zog, habe sie vonWestpaketen

gehört. 2008 lernte Maja Stieghorst

ihreheutige Frau kennen.„Sie kommt

aus Leipzig, bekam viele Pakete –und

erzählte oft davon.“ Schon damals sei

sie fasziniertdavon gewesen, dass vor

allem Menschen aus dem Osten stets

ein Leuchten in den Augen bekamen,

wenn es um die Päckchen ging.

Noch etwas Zeit verging, bis sie

Brit-J. Grundel traf –und ihr vonder

Idee erzählte, einen Film zum

Thema zu drehen. Grundel war sofort

begeistert. „Ich hatte auch Erinnerungen

an den Duft“, sagt sie.„Ich

hatte aber lange mit niemandem

darüber gesprochen.“ Sie und ihre

Mutter hätten in der Zeit vor der

Wende nicht viele Westpakete bekommen.

„Ich weiß aber noch, dass

in einem mal ein T-Shirt mit einem

Regenschirm darauf war“, sagt sie.

Maja Stieghorst und Brit-J. Grundel (r.) mit ihrem Westpaket-Parfum

„Ich trug es, später meine Tochter,

heute liegt es im Schrank.“ DieVielfalt,

die sie in den Päckchen vorfand,

sei immer großartig gewesen. In einem

anderen Paket war neben Schokolade

auch ein Joghurt, erinnertsie

sich.„Ich habe den Becher lange aufgehoben.“

Gemeinsam begannen

sie zu forschen –bis der Film fertig

war, sollte es noch Jahre dauern.

„Aber in diesem Zeitraum wurde er

zu unserem Herzensprojekt.“

Ein Parfümeur legte die Komponenten in Alkohol ein.

Der Film „Der Duft des Westpakets“

erzählt vonden Päckchen, von

Kontrollen durch die Stasi, von

Paketfreundschaften, die entstanden

–„mit 25 Millionen Paketen pro

Jahr war das Westpaket auch ein gesamtdeutsches

Phänomen“, sagt

Stieghorst. Vorallem aber geht es um

die Suche nach dem Duft. „Zuerst

packten wir viele Pakete mit Inhalten,

die sich früher in Westpaketen

befanden“, sagt Grundel.„Wir ließen

DERDUFTDESWESTPAKETS

SABINE GUDATH

sie stehen und warteten, ob sie den

klassischen Duft entwickeln.“ Doch

das funktionierte nicht. Dann stießen

sie auf Tobias Schmidt, einen

Mann aus Suhl, der sich schon mit

dem Thema beschäftigt hatte. Gemeinsam

fanden sie Uwe Herrich,

einen Parfümeur – das war der

Durchbruch. „Er legte die einzelnen

Komponenten in Alkohol ein, destillierte

sie, kreierte aus den Nuancen

den fertigen Duft.“ Nach Kaffee,

Schokolade und Seife riecht das

Westpaket-Parfüm ,auch ein wenig

nach Gummibärchen, Waschmittel,

Fruchtbonbons, Brühwürfel, Backpulver

und Pappkarton. Das Parfüm

kann man auch kaufen, vorerst nur,

wenn der Film gezeigt wird: für 19,89

Euro –der Preis erinnert andas Jahr

des Mauerfalls. Bei Filmvorführungen

sprühen Grundel und Stieghorst

den Duft in den Zuschauerraum.

„Manchmal sind wir nach den Filmvorführungen

noch zwei Stunden im

Kino, dann erzählen uns die Gäste

ihreWestpaket-Geschichten.“

„Der Duftdes Westpakets“ wird am Sonnabend

um 18.45Uhr im Lichtblick-Kino gezeigt.

Mehr unterder-duft-des-westpakets.de

ZuHause schmeckt es doch immer noch am besten, nicht

wahr? Wenn man als Kind und Jugendlicher das Glück

hatte, Eltern und Großeltern zuhaben, die einen bekocht haben,

konnte man sich einiges abgucken. Manche von diesen

Rezepten haben es in unser alltägliches Repertoire geschafft,

andere sind jedoch in Vergessenheit geraten. Um das zu verhindern,

haben JörgReuter und Manuela Rehn „Unser Kulinarisches

Erbe“ veröffentlicht (Becker Joest Volk Verlag, 29,95

Euro). Auf der Suche nach Welfenspeise, Hollerkücherl und

Pluckte Finken geht es quer durch Deutschland –diese Funzelsuppe

kommt aus der Hauptstadt. (sap.)

Zutaten

300 gZwiebeln

200 gKarotten

200 gKnollensellerie

100 gFenchel

100 gLauch

1Knoblauchzehe

180 ml Weißwein

Steinsalz

800–1 000 gfestkochende Kartoffeln (z. B. Linda)

1Bund glatte Petersilie

2TLZucker (10 g)

Zubereitung

Zwiebeln, Karotten und Sellerie schälen, Fenchel und Lauch

putzen und waschen. Knoblauchzehe schälen. Alles in dünne

Scheiben schneiden. DieGemüse bis auf den Lauch mit Weißwein,

1,5 lWasser und 20 gSalz in einen Topf geben. Einmal aufkochen

lassen, vom Herd nehmen und abgedeckt 15 Minuten

ziehen lassen. DenLauch dazugeben und die Brühe weitere15

Minuten abgedeckt ziehen lassen. Durchein Tuch oder ein feines

Sieb abgießen. Dasgekochte Gemüse anderweitig verwenden.

ZumFertigstellen die Kartoffeln schälen und grob raspeln.

Die Kartoffelraspel mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben

und unter gelegentlichem Rühren einmal aufkochen. Bei

schwacher Hitze ziehen lassen, bis die Kartoffeln gar sind und

die Suppe leicht gebunden hat. In der Zwischenzeit die Petersilie

waschen, trocken tupfen und fein schneiden. DieSuppe mit

Zucker und Salz würzen. Die Petersilie unterrühren und die

Suppe sofortservieren.

Hauptmann zum bekanntesten Dramatiker

des Naturalismus machte.

TIPPS

Die Zeit in Erkner, die vier Jahre in

der Villa Lassen, in denen auch seine

drei Söhne geboren wurden, bezeichnet

Hauptmann als „die vier

Eckpfeiler meiner Existenz“.

Erkner war einst ein Schifferdorf,

günstig gelegen an den Wasserwegen

Der Ort: Gerhart-Hauptmann-Museum

Erkner,Villa Lassen, Gerhart-Hauptmann-

Straße 1–2, Sonnabend und Sonntag von

11 Uhr bis 17 Uhr,Eintritt 2Euro.

zwischen Oder,Spree,Havel und

Elbe.Inden Sommermonaten ist die

kleine Stadt ein Torindie Mark Brandenburg

und noch immer ein beliebtes

Ausflugsziel. Radtouren führen

durch ruhige Wälder an schöne

Vernissage: Die neue Ausstellung „Der

NarrinChristo Emanuel Quint“ wird am

Sonnabend um 11 Uhr in der Villa Lassen

eröffnet und hat an beiden Tagenjeweils

von11Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Seen, Richtung Gosen oder

Schmöckwitz. Im Herbst und Winter

ist endlich einmal Zeit und Muße,

Lesung: „Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang“,

So 16 Uhr,Villa Lassen

auch in Erkner zu bleiben. Neben der

Dauerausstellung zeigt eine neue

Ausstellung Radierungen des Künstlers

Heinrich Ehmsen zu Hauptmanns

Roman „Der Narr in Christo

Informationen zu weiteren Veranstaltungenunter

gerhart-hauptmann.de/Museum_Erkner

und hauptmannmuseum.de

Emanuel Quint“. Am Sonntag findet

eine Lesung statt. In der Villa Lassen lebte Hauptmann von 1885 bis 1889. GERHART-HAUPTMANN-MUSEUM (2) Blick in die Dauerausstellung des Gerhart-Hauptmann-Museums


20 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Berlin bewegt sich

Ausflug mit Wau-Effekt

In Brandenburg kann man auch ohne Schnee

Huskytouren machen

VonSarah Pepin

Mit einem Sechser-Huskygespann durch den Birkenwald in Brandenburg: Vorallem bergab kann es sehr schnell gehen. VOLKMAR OTTO (2)

Dunst steigt über den Feldern

Brandenburgs auf.

Die Sonne scheint. Da

atme ich Großstädterin

erst einmal auf. Hier in Prötzel, etwa

eine Autostunde nordöstlich von

Berlin, soll es heute jedoch nicht bedächtig

durch die Wälder spazieren

gehen, die Exkursion ist eher abenteuerlicher

Natur: Ich werde eine

Huskytour machen. Wie beim Hundeschlittenfahren

ziehen dabei die

Tiereeinen Wagen, auf dem der Fahrer

steht. Eine Alternative für

schneelose Zeiten, quasi klimakrisenfreundlich.

Manchmal fliegen die Fetzen

Walter Steinbach, sympathischer

Schwabe mit weichem Akzent und

Lachfältchen, kommt aus seiner

Scheune gelaufen. Der 63-Jährige

bietet seit sieben Jahren in Prötzel

Touren und Trekkings mit Huskys an.

Schlittentouren, vorrangig im

schwedischen Südlappland, macht

er seit 30 Jahren. Sein Leben als gelernter

Fernsehtechniker mit eigenem

Betrieb liegt Jahrzehnte zurück.

Das Paar, das an diesem Vormittag

mitmachen wird, ist bereits da.

Und die Angestellten, wie sie Walter

Steinbach liebevoll nennt, hört man

schon: ohrenbetäubendes Gejaule

aus dem Zwinger. Hier wohnen

40 Schlittenhunde,30davon werden

derzeit für die Touren eingesetzt.

Walter Steinbach bittet nun zur

Zwingerbesichtigung, um uns die

Tiere vorzustellen. Grönländer, sibirische

Huskys und Alaskan Malamutes

hausen hier, meist teilen sie sich

zu dritt oder vierteinen Zwinger.Alle

sehen überaus freundlich-fluffig aus.

Sofort fallen mir die eindrücklichen

Augen der Hunde auf, einige haben

ein blaues und ein braunes.Lucy,Ali,

Baba, Juno heißen sie. Manche stecken

schwanzwedelnd ihren Kopf

durch die Öffnung, um gekrault zu

werden. „Die Hunde sind dem Menschen

gut gesonnen. Nur untereinander

fliegen wegen der Rangordnung

auch mal die Fetzen. Manche

mussten deswegen getrennt werden“,

sagt Walter Steinbach.

Er züchtet die Hunde auch, allerdings

nur für den Eigengebrauch als

Arbeitstiere. Im letzten Zwinger sind

die Welpen, die erst ausgebildet werden.

Ab dem Alter von neun Monaten

werden sie trainiert, vorher sind

die Gelenke noch unzureichend ausgeprägt,

sagt Steinbach. DieTiereahnen,

dass es bald losgeht, sie sind

aufgeregt. Aber zuerst muss noch

eine Einweisung der Gäste erfolgen.

Auf dem Startplatz stehen unsere

Gefährte schon, sie sind an Pfosten

festgebunden. Das Gerät, auf dem

wir stehen und das die Huskys ziehen

werden, sieht wie ein überdimensionaler

Dreiradroller aus Metall

aus. Mit leicht gebeugten Knien

steht man darauf, die Beine einen

großen Schritt auseinander. Die

Hände legt man auf den Lenker, an

dem drei Bremsen angebracht sind.

„Die Hände müssen immer auf den

Bremsen liegen, damit man schnell

reagieren kann“, erklärtSteinbach.

Das Gefährt könne stark Fahrt

aufnehmen. Die Sicherheit gehe jedoch

vor. Man solle nur so schnell

fahren, wie man sich auch sicher

fühlt. Die Zugleine, die die Hunde

Global: Es gibt keinen zentralen

Verband für Huskytouren,

aber mehrere private

Anbieter in Deutschland.

Schlittentouren, oft im

schwedischen Lappland, findet

man bei fast allen Reiseanbietern.

miteinander und mit dem Gefährt

verbindet, muss immer auf Spannung

sein, damit es nicht zu Verstrickungen

kommt oder man darüberfährt.

ANBIETER

Lokal I: In Prötzel bietet Walter

Steinbach Schnuppertouren

(99 Euro) und Halbtagestouren

(148 Euro) an.

Hundeerfahrung braucht

man nicht. Infos unter Tel.

03 34/36 37 592 oder der

Website: huskytouren.de

Lokal II: In Frankendorf bei

Neuruppin bieten Sabine

Kühn und Elmar Fust Huskytouren

und -wanderungen

an, viele Ausflügesind familienfreundlich.

Infos unter

Tel. 03 39/24 79 946 oder

www.freizeit-mit-huskies.de

Unsere Autorin mit zwei Huskys, die auf ihre Gespann-Kollegen warten.

Steinbach erklärt die Schritte für

den Start. Zuerst muss man die Vorrichtung

lösen, die den Schlitten an

Ort und Stelle hält, auch wenn die

Hunde schon ziehen. Dann den Hunden

das Kommando zum Startgeben.

Mein Leithund heißt Baba, daher lautet

das Startkommando in meinem

Fall:„Achtung, Baba –okay!“

Zum Zeitpunkt der Einweisung

sind die Hunde aber noch nicht da.

Beim Testlauf ist esWalter Steinbach,

der den Wagen zieht. Ichbin so langsam

in meiner Reaktion, dass ich den

Roller kaum lenke und fast in einen

Pfosten fahre. Gelächter. Ich frage

mich, worauf ich mich eingelassen

habe.„Nicht auf das Gefährtkonzentrieren,

sondernnach vorneschauen

wie beim Fahrradfahren“, sagt Steinbach.

Diese Anweisung wird entscheidend

für mich sein.

Nun bringt er Baba, meinen Leithund,

zum Einspannen zu mir. Ein

Hund nach dem anderen wird aus

dem Zwinger geholt, bis ein Vierergespann

entsteht. Helm auf. Ich bin

nach dem Lenk-Debakel etwas nervös.Aber

was soll’s –los geht’s,Baba!

Es ist leichter als gedacht. DerBirkenwald,

in dem sich die Parcours-

Strecke befindet, rast vorbei, die

Herbstfarben glänzen. Das Lenken

und Fahren ist tatsächlich eine rein

intuitive Angelegenheit. Die Hunde

bleiben manchmal stehen, um ihr

Geschäft zu verrichten, aber wenn

sie in Fahrt kommen, ist es ein Gefühl

der Freiheit –vor allem, wenn es

bergab geht.

Durchschnittlich sind die Hunde

mit zehn bis zwölf Stundenkilometern

unterwegs, eskommt mir wesentlich

schneller vor. Ich bremse

kaum. Anders sieht es bergauf aus.

„Bauch-Beine-Po-Strecke“ nennt

Walter Steinbach diese Passage. Ich

muss wie bei einem Tretroller mitdrücken,

damit die Hunde den Wagen

den Hügel hinaufziehen. Steinbach

taucht mit einem kleinen Roller

an manchen Ecken der Strecke auf,

feuertuns kräftig an. DieKommunikation

mit den Hunden ist sehr

wichtig, sie müssen auf einen hören.

Kurz darauf mache ich den gleichen

Parcours noch mal, diesmal

mit sechs Hunden. Der Unterschied

ist spürbar.Ich muss weniger treten,

es geht mit zwei Hundestärken noch

schneller. Ich fliege fast aus der

Kurve. Aber nur fast. EinRiesenspaß.

Hitzefrei ab 20 Grad

Die Hunde sind Walter Steinbachs

Passion, er nennt sie seine Familie.

Anders sei das gar nicht möglich.

„Den Job muss man entweder leben

oder bleiben lassen.“ Vier Tage in der

Woche sind Gäste hier.Soromantisch

das für Tierfreunde klingen mag:„Viel

ist auch Scheiße schaufeln“. Walter

Steinbach verfüttertandie zehn Tonnen

Hundefutter proJahr.

„Mit dem Schlitten ist es natürlich

schöner“, sagt Steinbach, nachdem

wir die Hunde wieder in die Zwinger

gebracht haben. Die Hunde entfalten

ihre volle Leistungsfähigkeit erst

bei Minusgraden, ihreWohlfühltemperatur

liegt bei minus 15 bis minus

20 Grad. Deswegen macht Steinbach

auch keine Touren, wenn das Thermometer

mehr als 20 Grad plus

zeigt. Das ist für die Hunde körperlich

zu belastend.

Jeden Winter fährterfür drei Monate

mit den Hunden nach Schweden.

Aber erst mal ist Walter Steinbach

noch hier, inder herbstlichen

Sonne Brandenburgs.

Kufen, Kurven, coole Tiere

Historie

D A

as Schlittenhundefahren

laskan Malamutes,Siberian Huskys,

Grönlandhunde und Samo-

kommt ursprünglich aus dem

hohen Norden. In Kanada, Alaska

und Grönland werden die Tiere im

Schnee als Transportmittel genutzt.

Die Inuit ebenso wie die Tschuktschen

in Sibirien setzen sie ein. In

Schweden hat das Fahren keine Tradition,

sonderndient vorallem dem

Tourismus.

Schon am Anfang des 20. Jahrhundert

nutzten westliche Polarforscher

jedes werden klassischerweise aufgrund

ihres dichten Fells und ihrer

Ausdauer als Schlittenhunde genutzt.

Der Alaskan Malamute sieht wolfsähnlich

aus, ist der stärkste und

größte der Schlittenhunde und kann

schwere Lasten ziehen. Aus diesem

Grund wird er oft als sogenannter

Wheeldog genutzt, also unmittelbar

vor den Schlitten gespannt. Er hat

wie Roald Amundsen Schlittenhunde

braune, bräunlich-rote oder

Roald Amundsen auf Tour IMAGO

für ihreExpeditionen in die Arktis.

Heute gibt es sportliche Rennen

und sogar eineWeltmeisterschaft. Bei

den großen Rennen –wie dem Iditarod

oder dem Yukon Quest –können

die Hunde unter den richtigen Bedingungen

200 Kilometer pro Tag zurücklegen.

Sie erreichen dann auch

Blauäugiger Husky V. OTTO

schwarze Augen.

Der Siberian Husky dagegen ist

von seiner Statur her kleiner und hat

blaue Augen. Er gilt als athletisch und

intelligent und wird deshalb oft als

Leithund vorne imGespann eingesetzt.

Der kräftige Grönländer wiederum

hat viel Ausdauer und eine

Handbremse am Wagen V. OTTO

eine Spitzengeschwindigkeit von

charakteristisch eingerollte Rute.

35 Stundenkilometern. Bei touristischen

Touren laufen die Hunde bis zu

60 Kilometer am Tag.

Grönländer sind schüchterner und

brauchen etwas länger, umsich mit

Fremden anzufreunden.

Die Hunde

Das Gefährt

Da in vielen Gegenden hierzulande

kaum mehr Schnee liegt,

spannt man die Hunde statt vor

Schlitten nun auch vorWagen. Dabei

ziehen die Hunde eine Art Roller mit

drei Rädern aus Aluminium, manchmal

auch vier. Vorne hat der Wagen

drei hydraulische Scheibenbremsen,

zwei für die Hinter- und eine für den

Vorderreifen. Die Wagen sind in den

Sportrennen vor allem für Trainingszwecke

gedacht.

Die traditionellen Schlitten sind

wesentlich schöner anzusehen. Sie

sind aus Holz, oft Esche oder Hickory,

und laufen auf Kufen. Aufihnen steht

hinten der Fahrer, erkann das Gewicht

verlagern, um die Kurven zu

nehmen. Manche Schlitten haben

außerdem einen Schneeanker, um

das Hundegespann bei längeren Pausen

am Weiterlaufen zu hindern. Bei

großenWettkampfrennen können bis

zu 20 Hunde vor den Schlitten gespannt

werden.


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 21

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Sport

Der deutsche Weg

Egor Bogachev will seine Karriere bei Volleys-Gegner Düren vorantreiben. Dass viele Talente dafür ins Ausland wechseln, missfällt Volleys-Manager Niroomand

VonKarin Bühler

Egor Bogachev ist zum ersten

Malwieder in Berlin, in

der Stadt, in der er aufwuchs

und als Ballkind bei

den Spielen des SCC Kontakt zum

Volleyball, zu seinem späteren Ausbildungsverein

bekam. Seit der Außenangreifer

im Sommer nach Düren

ineine Spieler-WG gezogen ist,

um sich bei den Powervolleys vom

Einwechsel- zum Stammspieler zu

entwickeln, war er nicht mehr daheim

bei den ElterninLichtenberg.

Bogachev, 22, sagt, er freue sich

tierisch darauf, mit Düren am Sonnabend

(18.30 Uhr, Max-Schmeling-

Halle) beim deutschen Meister BR

Volleys anzutreten. Nicht wie bisher

als Außenangreifer und Jugendbotschafter

des Berliner Volleyballklubs

im orangefarbigen Shirt, sondern

auf der Gegenseite im weißen

Powervolleys-Trikot.

Er hat, in Absprache mit BR Volleys-Chef

Kaweh Niroomand, der

den Dreijahresvertrag mit Bogachev

für ein Jahr ausgesetzt hat, die deutsche

Bundesliga gewählt, um sich

weiterzuentwickeln. „Es war der

richtige Schritt, weil Düren hohe

Ambitionen in der Bundesliga hat.

Alle waren sich einig, dass ich dieses

Jahr mehr spielen muss. Viele Aussichten

gab es darauf nicht in Berlin“,

sagt Bogachev.

Die internationale Konkurrenz

ist dort zu groß, die Ambitionen

Richtung europäische Spitze umeiniges

höher als in Düren. „Klar hatte

ich in Berlin Training auf sehr starken

Niveau. Aber ich will mich in einer

anderen Rolle sehen, auch mental

anders gefordertwerden“, meint

Bogachev.

Sein Ziel ist es, sich in Dürens

Stammsechs zu etablieren „und im

Lauf der Saison ein bisschen herauszustechen“.

Beim 3:1-Sieg gegen

die Alpenvolleys Haching

glückte ihm Letzteres ganz gut: Er

stand von Anfang an auf dem Feld

und wurde hinterher als wertvollster

Spieler ausgezeichnet. Ansonsten

rotiert Trainer Stefan Falter

meist zwischen Routinier Björn

Andrae, dem Finnen Niklas Seppänen

und Bogachev.

Der junge Mann, der schon zu

seiner Zeit im Juniorenteam des VC

Olympia bei den BR Volleys einspringen

und mittrainieren durfte,

will sich auch bei Bundestrainer Andrea

Giani für weitere Nominierungen

in die Nationalmannschaft

empfehlen, die von 5.Januar an in

Berlin um die Teilnahme an den

Olympischen Spielen in Tokio

kämpfen wird.

Flucht aus der Bundesliga

Bogachev hat sich dafür erst mal

den deutschen Wegausgesucht. Wie

Mittelblocker Anton Brehme, der

sich bei der SVG Lüneburg durchsetzen

will –und anders als Diagonalangreifer

Linus Weber, der diese

Saison aus Berlin nach Mailand

wechselte, um weiterzukommen,

bislang aber nur zu Kurzeinsätzen

kam. So hatte es vor zweieinhalb

Jahren Ruben Schott vorgemacht,

der ebenfalls nach Mailand ging, wo

damals Bundestrainer Giani Vereinstrainer

war. Mittlerweile verdient

Schott bei Trefl Gdansk in Polen

sein Geld.

Aktuell verließen auch die jungen

Nationalspieler David Sossenheimer

und Noah Baxpöhler die

Bundesliga, um in der polnischen

Freut sich auf seine Rückkehr in die Schmelinghalle: Egor Bogachev.

IMAGO IMAGES/M. LORENZ

beziehungsweise der französischen

Liga weiterzukommen.

Volleys-Manager Niroomand

missfällt der Trend, dass junge Spieler,

die es in den Nationalkader geschafft

haben, sofort ihr Glück im

Ausland suchen und fluchtartig die

Bundesliga verlassen. „Irgendwann

ist die Meinung lanciert worden: Es

klappt mit der Karriere nur, wenn

du ins Ausland gehst. Das fing damals

mit Moculescu als Bundestrainer

an. Es hat sich festgesetzt bis

heute und wird leider vomVerband

weiterhin proklamiert.“

Spiele auf hohem Niveau

Aus Bundestrainer-Sicht, findet der

Volleys-Manager, könne er das Ansinnen

verstehen, dass deutsche

Nationalspieler alle bei europäischen

Topklubs spielen sollten.

„Aber das ist kurzfristig gedacht.

Zur Entwicklung des Volleyballs gehört

eine gute deutsche Liga, eine

starke Nationalmannschaft, aber es

gehören auch Gesichter dazu, die

die Leute aus der Liga kennen, damit

die Leute zur Nationalmannschaft

eine Verbindung kriegen.

Jetzt ist das einfach nur ein Satellitengebilde,

das sich zwischen Mai

und September trifft. Da vermisse

ich eine führende Hand des Verbandes“,

sagt Niroomand.

Beim Deutschen Volleyball-Verband

(DVV) kennen sie den Vorwurf.

Sportdirektor Christian Dünnes

sagt:„Wichtig sind für die Nationalspieler

möglichst viele Spiele auf

hohen Niveau. Ichfreue mich, wenn

das in Deutschland sein kann. Wir

wollen die Liga ja entwickeln. Deshalb

habe ich mich gefreut, dass

Unterhaching in die Liga zurückgekommen

ist, weil sie Wettkampfhärte

bringen.“ Champions-

League-Partien für Nationalspieler

seien Spiele,die man als Sportdirektor

gerne sehe.Insofernsei es –etwa

für Anton Brehme –schade,dass die

Lüneburger ihren internationalen

Challenge-Cup-Platz aus Kostengründen

nicht wahrnehmen. „Vier

bis acht Spiele mehr auf hohem Niveau

hätten Anton gut getan.“

Niroomand fragt, weshalb Baxpöhler

zum Achten der französischen

Liga oder Sossenheimer nach

Bedzin zum Letzten in Polens Liga

gewechselt sind, wo sie keine Spiele

in internationalen Wettbewerben

erwarten. Sossenheimer spielte voriges

Jahr mit Friedrichshafen in der

Champions League. Jetzt zieht er

dieser Erfahrung offenbar 20 Ligaspiele

in Polen auf Topniveau vor.

Auch Egor Bogachev ist mit Düren

inkeinem europäischen Wettbewerb

vertreten. Aber er hat Björn

Andrae im Team, den 38 Jahre alten

früheren Nationalmannschaftskapitän.

DerBerliner hat zwei Olympische

Spiele mitgemacht, als Außenangreifer

lange in Berlin, in Italien,

Polen Griechenland und Russland

aufgeschlagen. „Er gibt uns jungen

Spielern viel Selbstvertrauen“, sagt

Bogachev.„Er ist für alle ein Vorbild.

Es ist fast ein bisschen surreal mit

ihm im Team zu sein, denn er spielt

schon länger Volleyball, als ich lebe,

und er war einer, zudem ich aufgeschaut

habe,als ich klein war.“

Für Düren sei das Spiel in Berlin

nun eine Herausforderung, „die wir

mit hohen Ambitionen angehen. Da

braucht man keinen zu motivieren.

Da brennt’s automatisch. Wir wollen

versuchen“, sagt Bogachev,„den

Berlinern ihre erste Saisonniederlage

beizubringen.“

Traueranzeigen

Jürgen Borkowski

*27.09.1942 †16.10.2019

In dankbarer Erinnerung

undtiefer Wertschätzung

nehmen wirAbschied

von unserem ehemaligen

Mitarbeiter und

langjährigem Leiter des

Schultz-Hencke-Hauses

Frohnau.

Im Namen aller Kinder

undMitarbeiter

die Leitung des

Schultz-Hencke-Hauses

„Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.“

F. Schiller

Nach langer schwerer, mit großer Geduld und

Hoffnung ertragener Krankheit hat uns meine

liebe Ehefrau, Großmutter, Schwiegermutter

und Tante für immer verlassen.

Wir nehmen Abschied von

Edeltraut Schwabe

geb. Held

27.08.1938 –31.10.2019

In tiefem Schmerz,

Liebe und Trauer Deine Lieben

Dr. Joachim Schwabe

Caroline Pfitzner

Ingo Pfitzner

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung

findet am 25.11.2019 um 12.00 Uhr auf dem

Friedhof Karow II, Blankenburger Chaussee 68

in 13125 Berlin, statt.

¼Was ein Mensch

an Gutem

in die Welt hinaus gibt,

geht nicht verloren.‘

Albert Schweitzer

Der Lebensweg eines klugen und guten Menschen hat sich vollendet.

Wir nehmen Abschied von

Hannelore Korluß

geb. Jüngling

*3.10.1929 †27.10.2019

ln stiller Trauer

Dr. Gabriele Valerius geb. Korluß

Christian Valerius

Alexander Valerius

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag,

den 22. November 2019, um14.00 Uhr auf dem Ev. Friedhof Karlshorst,

Robert-Siewert-Str. 57/67, 10318 Berlin,statt.

Menschen,die wirlieben, bleibenfür immer,

denn siehinterlassenSpuren in unserenHerzen.

Trauernd,abervollerschöner Erinnerungen nehmen wir

in Liebeund Dankbarkeit Abschied von

Ingeborg Slomka

*10.03.1943 †07.11.2019

In tiefer Trauer

Wolfgang

Grit undMichael

DieBeerdigungfindet am Donnerstag,dem 21. November 2019 um 13.00Uhr,auf

demEvangelischen Friedhof in 12587Berlin-Friedrichshagen, Aßmannstraße,statt.

Was ein Mensch an Gutem in die Welt

hinausgibt, geht nicht verloren.

Albert Schweitzer

Wir nehmen Abschied von unserem

geliebten Ehemann, Vater, Schwiegersohn,

Schwiegervater und Opa

Dr. Peter Eckstein

*02.06.1953 †06.11.2019

In tiefer Trauer, Liebe und Dankbarkeit

Deine Angelika

Sophia und René mit Magdalena

Claudia und Teemu

Margarete

Die Trauerfeier mit anschließender

Urnenbeisetzung findet am 27.11.2019

um 13 Uhr auf dem Zentralfriedhof

Friedrichsfelde (Gudrunstraße 20,

10365 Berlin) statt.

Traueranzeige

Das schönste, was ein

Mensch hinterlassen

kann, ist ein Lächeln im

Gesicht derjenigen, die

an ihn denken.

Wir beraten Sie gern:

( 030) 2327-50

Ihr Berater Im trauerfall

Tag&Nacht 49 10 11

www.ottoberg.de

Bestattungen seit 1879

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Landsberger Allee 48, 10249 Berlin

Tag &Nacht (030) 42 80 77 55

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Anton-Saefkow-Platz 4

Tel.: (0 30) 9911087

(0 30) 4222947

Funk: (0172) 356 66 69

hohenschönhausen

Konrad-Wolf-Str. 33, 13055Berlin

Tag &Nacht (030) 971 055 77

Nach einem erfüllten Leben ist am

10. November 2019

Dietrich Strohbach

BSW-Partner

BSW-Partner

Telefonische Anzeigenannahme: 030 2327-50

im 84. Lebensjahr

friedlich eingeschlafen.

In tiefer Trauer

Magdalena Kretschmer

André Kretschmer

treptow

Seit 1882 in BaumSchulenweg

KiefholzStraSSe 249

12437 Berlin

☎ 5328335·532 82 08

hacKenBergStraSSe 20

12489 Berlin

☎ 6775443

Ihr Berater

Im trauerfall

am Samstag,

dem 23.11.2019

wieder in Ihrer


22 * Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Sport

NACHRICHTEN

NFL-Profi Garrett schlägt

Gegner mit dem Helm

AMERICAN FOOTBALL. Myles Garrett

vonden Cleveland Browns hat

mit einer Attacke auf dem Spielfeld

für einen Skandal in der NFL gesorgt.

DerDefensiv-Spieler riss dem Quarterback

der Pittsburgh Steelers,Mason

Rudolph, den Helm vomKopf

und schlug seinen Gegner damit.

Rudolph blieb dem Augenschein

nach unversehrt, hätte sich aber sehr

schwer verletzen können. Dass die

Browns ihren Divisions-Rivalen in

der wichtigen Partie 21:7 besiegten,

rückte komplett in den Hintergrund.

Garrett droht eine lange Sperre. „Ich

habe die Ruhe verloren und das bereue

ich“, sagte Garrett.

Eisbären siegen auch nach

der Länderspielpause

EISHOCKEY. DieEisbären Berlin

sind mit einem harterarbeiteten

Sieg aus der Länderspielpause gekommen.

Gegen die Fischtown Pinguins

aus Bremerhaven gelang dem

Team vonTrainer SergeAubin ein

3:2. Torjäger Leo Pföderl traf doppelt,

Landon Ferraroerzielte das dritte

Tor. Am Sonntag treffen die Bären

um 14 Uhrinder Mercedes-Benz-

Arena auf die Iserlohn Roosters.

Gericht untersagt spanisches

Erstligaspiel in Miami

FUSSBALL. DasErstliga-Spiel zwischen

dem FC Villarreal und Atlético

Madrid darfentgegen der Absicht

der spanischen Profi-Fußball-Liga

am 6. Dezember nicht in Miami

stattfinden. Dasentschied ein Handelsgericht

in Madrid, das dem Fußball-Verband

(RFEF) im Streit mit La-

Liga recht gab.Die Verlegung des

Spiels nach Florida hatten unter anderem

auch die beiden spanischen

Topclubs Real Madrid und FC Barcelona

kritisiert. Siesprachen von

„Wettbewerbsverzerrung“.

Babelsberg trennt sich

von Trainer Vorbeck

FUSSBALL. Nach nur knapp fünf

Monaten ist MarcoVorbeck, 38,

nicht mehr Trainer beim Regionalligisten

SV Babelsberg03. DieBrandenburger

trennten sich vondem

früheren Bundesliga-Profi von

Hansa Rostock, wie der Klub am

Freitag mitteilte.Babelsbergliegt

nach 15 Spieltagen mit nur elf Punkten

auf Platz 16 der Regionalliga

Nordost. Zunächst sollen der bisherige

Assistenztrainer Philip Saalbach

und Torwarttrainer Matthias Boron

das Training übernehmen.

Der Laie staunt, der Fachmann wundertsich: Ein Mechaniker arbeitet in der Boxengasse von Interlagos am Triebwerkdes Ferrari von Sebastian Vettel.

Vollgas als Argument

Ferrari steht in der Formel 1unter Betrugsverdacht. In São Paulo kämpft der Rennstall um seinen Ruf

VonElmar Brümmer

Es geht im vorletzten Formel-1-Rennen

des Jahres

um nicht mehr viel für Ferrari,und

doch geht es beim

Großen Preis von Brasilien für die

Scuderia um alles –die Reputation

nämlich. Nicht nur die bittere

Schlappe vonAustin, die den Mercedes-Piloten

Lewis Hamilton vorzeitig

zum Champion machte,gilt es,in

Interlagos zu tilgen, sondern auch

einen bösen Verdacht auszuräumen:

Die roten Rennwagen leisteten sich

justament dann eine unerklärliche

Schwächeperiode, als der Automobilweltverband

(Fia) einen Trick zur

Manipulation der Benzindurchflussmenge

offiziell verboten hat, der einen

zweistelligen PS-Vorteil bringt.

In der Formel-1-Bürokratie werden

durch scheinbar harmlose Anfragen

an die Regelhüter oft Praktiken

anderer Teams angeprangert,

ohne deren Namen offiziell zu nennen.

Manbittet einfach nur um eine

Klarstellung zu einem Sachverhalt.

Entweder, um einen anderen zu

schwächen –oder sich selbst zu stärken.

In diesem Fall hatten das RedBull

und Honda getan, und ließen durchblicken,

dass es klar um Ferraris über

den Frühsommer in den Herbst gesteigertenVorsprung

ging. Undsiehe

da, plötzlich war dieser Überschuss

weg, was Toto Wolff vomKonkurrenten

Mercedes mit den neutralen

Worten „plötzlich ist die Leistung

eine andere“ und einem süffisanten

Grinsen quittierte. Red-Bull-Pilot

Max Verstappen wurde im niederländischen

Fernsehen allerdings

deutlicher: „Das passiert natürlich,

wenn man aufhörtzubetrügen.“ Da

war er,der böse Verdacht.

In Austin hatten die Verdächtigungen

und das schlechte Abschneiden

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

den 50. Geburtstag versaut; Charles

Leclercwar 52 Sekunden hinter dem

Sieger ins Ziel gekommen, Sebastian

Vettel früh ausgeschieden. Binotto

wehrte sich, sprach von „falschen

Schlussfolgerungen“ und „enttäuschenden

Kommentaren“. Über den

Techniker-Streit droht auch die Allianz

der großen Rennställe zu zerbrechen.

Bislang machten Ferrari, Mercedes

und Red Bull gemeinsame Sache,umdie

Formel-1-Richtlinien für

die Zukunft nach ihrem Gusto zu beeinflussen.

Vor dem Rennen in São Paulo

folgte nun eine weitereDirektiveder

Fia, diesmal geht es um Öl im Brennraum

des Motors,das dortnicht hingelangen

und verbrannt werden

darf, weil es illegal die Leistung steigern

würde. Wieder ein Schuss vor

„Es ist zwar nicht unsere Aufgabe, die Leute

ruhig zu stellen, aber es wäresicher das Beste,

auf der Strecke eine Antwort zugeben.“

Sebastian Vettel über den Druck, der auf seinem Ferrari-Team

beim Großen Preis von Brasilien lastet.

AFP/DE SOUZA

den Bug von Ferrari? Alle Mutmaßungen

setzen das Team aus Maranello

zusätzlich unter Druck, in Brasilien

eine Top-Leistung abzuliefern.

Die 1,2 Kilometer lange Vollgaspassage

bergauf bietet sich geradezu an,

um zu zeigen, dass die Motorenleistung

durch die neuen Einschränkungen

der Regeln nicht gelitten hat.

Charles Leclercstartet zudem mit einem

nagelneuen Motor, und muss

um zehn Startplätzezurück.

Müsste Ferrari an seinem über

das Jahr offenbar um 50 PS stärker

gewordenen Antriebsstrang tatsächlich

etwas ändern, würde das auch

die schon auf Hochtouren laufende

Fahrzeugkonstruktion für die kommende

Saison beeinflussen, in der

man endlich den Siegeszug vonMercedes

stoppen will. Vorallem Sebastian

Vettel will sich mit seinem fünften

Titel, den ersten in Rot, krönen.

Der Heppenheimer hat dem Fernsehsender

Sky gesagt, dass er davon

ausgehe, über sein Vertragsende

2020 hinaus in der Formel 1weiterzufahren.

Die Frage, wie sauber oder nicht

die Konkurrenz arbeitet, will Ankläger

Verstappen in Brasilien nicht

mehr kommentieren. Sebastian Vettel

bezeichnet die Aussagen vonAustin

als „sehr unreif“, will aber auch

keine Debatte führen, zumindest

keine mit Worten: „Es ist zwar nicht

unsere Aufgabe, die Leute ruhig zu

stellen, aber es wäresicher das Beste,

auf der Strecke eine Antwort zugeben.

Wir wollen in Brasilien gewinnen,

und wenn sich dann als Nebeneffekt

herausstellt, dass sich im Vergleich

zu früher nichts geändert hat,

ist es gut so.“ Kollege Leclerc leistet

Schützenhilfe: „Es ist nicht meine

Motivation, unsere Gegner eines

Besseren zu belehren. Wir wissen,

dass alles in Ordnung ist und dass

wir nichts Verbotenes getan haben.

Keiner im Team hat den Spruch von

Max ernst genommen.“ Trotzdem:

ein Spaß wirddieses Rennen für Ferrari

ganz bestimmt nicht.

Geld für

mehr

Gold

Bundestag erhöht Sportetat

um 30 Millionen Euro

Das

Bundesinnenministerium

(BMI) hat seinen Sportetat für

das Jahr 2020 noch einmal um 30

Millionen Euro erhöht. Damit stieg

das Budget des größten Geldgebers

in den vergangenen drei Jahren um

100 Millionen Euro an. Während der

Deutsche Olympische Sportbund

(DOSB) erfreut reagierte, gab es aus

der Politik auch Kritik.

„Das ist ein enorm wertvolles Signal

der Politik an unsere Athletinnen

und Athleten sowie an unsere

Verbände“, sagte DOSB-Präsident

Alfons Hörmann, nachdem der Bundestag

den Etat für das Jahr 2020 in

seiner Bereinigungssitzung in der

Nacht zu Freitag beschlossen hatte.

„Mit diesem erfreulichen Aufwuchs

können wir die Umsetzung der Leistungssportreformweiterhin

intensiv

vorantreiben“, so Hörmann.

Kritik vonder Partei Die Linke

Die Geldflüsse kamen vor allem

Großevents zugute. Für die Biathlon-

und Rodel-WM in Oberhof 2023

stellt das BMI zehn Millionen Euro

zurVerfügung, die Biathlon-EM 2022

im Arberland (Bayerischer Wald) erhält

1,7 Millionen Euro. Für die Ausrichtung

der European Championships

2022 in München wurde der

Etat um 2,8 auf 33,2 Millionen Euro

erhöht, zwei Millionen Euro fließen

in den Ausbau der Bogenschießanlage

in Berlin. Die Nationale Antidoping-Agentur

(Nada) erhält zusätzlich

1,5 Millionen Euro.Für Maßnahmen

der gezielten Olympiavorbereitung

auf die Sommerspiele 2020 in

Tokio wurden zusätzlich drei Millionen

Euro ausgeschüttet, rund zehn

Millionen Euro gab es für 22 Bundessportverbände

in nichtolympischen

Sportarten. Die Zuschüsse für das

Institut für Forschung und Entwicklung

von Sportgeräten (FES) in Berlin

stiegen um 280 000 Euro, das Institut

für Angewandte Trainingswissenschaften

(IAT) in Leipzig erhält

400 000 Euro mehr.

Doch nicht alle Sportpolitiker im

Bundestag waren mit dem Ergebnis

einverstanden. Heftige Kritik gab es

vonder Partei DieLinke.Die Koalitionsparteien

aus SPD und

CDU/CSU, die in erster Linie den

Etat zu verantworten haben, hätten

sämtliche Änderungsanträge der

Fraktion Die Linke abgelehnt. „Eine

sportfachliche Diskussion zu bestimmten

Vorhaben fand nicht statt,

und diese Kungelei ist auch undemokratisch

sowie unseriös“, sagte

Andre Hahn, sportpolitischer Sprecher

der Partei DieLinke. (sid)

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Sport

Mauer

in der

Sonne

Warum Mijajlo Marsenic für

die Füchse so wichtig ist

VonCarolin Paul

Irgendetwas ist ja immer. Mijajlo

Marsenic zum Beispiel hat Probleme

mit dem Herbst in Berlin. Die

Kälte, der graue Himmel, der Regen,

all das gefällt dem 26 Jahre alten

Kreisläufer des Handball-Bundesligisten

Füchse Berlin nicht. DasWetter

lässt in dem Serben Sehnsucht

nach der sonnigen Heimat aufkommen.

Gut, dass ihm die Mannschaft

da ein Wohlfühlklima bietet. „Die

Stimmung bei uns ist immer gut,

aber wenn wir gewinnen –sowie zuletzt

–dann ist es noch einmal etwas

besser“, sagt Mijajlo Marsenic.

Zuletzt, damit meint er die Siege

in Nordhorn(34:24) und zuhause gegen

Mannheim (23:22), die deutlich

gemacht haben, dass sich die Mannschaft

mehr und mehr zusammenfindet.

Besonders die Abwehr wirkte

in beiden Partien stabil und die

Füchse-Profis gut aufeinander eingestellt.

„Unser System baut darauf

auf, dass Block und Torwart miteinander

funktionieren. Momentan

spielen wir das richtig gut“, erzählt

Marsenic, der zusammen mit Jakov

Gojun eine wichtige Position im Mittelblock

einnimmt. Mehr als zwei

Meter groß, bringt er satte 120 Kilogramm

ins Spiel. Diese Körperlichkeit

und seine Aggressivität machen

Marsenic zu einer wahren Mauer.

HK Malmö mag es schnell

Was inder Abwehr von Vorteil ist,

kann in der Offensive allerdings

schnell zu einem Nachteil werden:

die Statik. „Wir haben viele große

Jungs,die brauchen etwas länger um

in Bewegung zu kommen“, sagt

Füchse-Trainer Velimir Petkovic,

„deswegen versuchen die Gegner

immer besonders schnell gegen uns

zu spielen.“

Mag sonnige Zeiten lieber als den Herbst:

Mijajlo Marsenic. IMAGO IMAGES/ANDREAS GORA

Auch der HK Malmö dürfte an

diesem Sonnabend in der dritten

Runde des EHF-Pokals versuchen,

auf diese Weise den Füchsen beizukommen.

Die Gastgeber schicken

ein allein aus Schweden bestehendes

Team aufs Parkett und spielen –

klassisch skandinavisch –einen laufintensiven

Handball. Die Abwehr ist

aggressiv, ähnlich wie man es in der

Bundesliga vom Deutschen Meister

aus Flensburg kennt. Für Marsenic

und seine Füchse eine anspruchsvolle

Aufgabe, der sie sich jedoch

durchaus gewachsen sehen. Nicht

zuletzt weil die Bank mittlerweile

wieder mehr Alternativen verspricht.

MitMarko Kopljar steht ein erfahrener

Spieler bereit, der jüngst besonders

in der Defensive seine Stärken

zeigte, aber auch im Angriff helfen

kann. Gleiches gilt für Michael

Müller, der ebenso für Entlastung

sorgen dürfte im Terminstress. Neben

dem Auftritt in Malmö und dem

Rückspiel am Sonntag kommender

Woche spielen die Berliner binnen

eines Monats noch gegen Magdeburg,

Hannover, Kiel und zweimal

gegen Melsungen. „Wir können in

den nächsten Wochen einiges entscheiden.

Doch wenn wir so spielen,

wie gegen Mannheim, haben wir

gute Chancen.“ Mijajlo Marsenic

freut sich schon auf sonnige Zeiten.

Der beste Mann

Zum Abschied wählt Uli Hoeneß ermunternde Worte an seine Mitstreiter und geht unter tosendem Jubel

VonMaik Rosner,München

Als Uli Hoeneß seine Abschiedsrede

nach fast 50

Jahren im Verein, davon

mehr als 40 als Manager

und Präsident, beendet hatte, überraschte

er noch einmal alle.Hoeneß,

der Mr.FCBayern, der Patriarch, der

emotionale Macher und Bauchmensch,

er weinte nicht, er lächelte.

Undergab seiner Frau Susi, die aufs

Podium gekommen war, ein Küsschen.

Die 6091 Mitglieder auf der

Jahreshauptversammlung in der

Olympiahalle klatschten und johlten,

wie so oft am Freitagabend. Und

sie sangen zum wiederholten Male:

„Uli Hoeneß, du bist der beste

Mann.“

Einstarkes Team

Hoeneß lächelte zufrieden und gelöst.

Scheinbar ohne Wehmut, sondern

imGefühl, mit seinem Abtritt

als Präsident und Aufsichtsratschef

nun den richtigen Schritt zum richtigen

Zeitpunkt vollzogen zu haben.

Zumal er seinen FC Bayern beim

ehemaligen adidas-Vorstandschef

Herbert Hainer, bei seinem Freund

und Nachfolger in beiden Ämtern,

bestens aufgehoben sieht. „Sie haben

mich 50 Jahre begleitet“, sagte

Hoeneß am Ende seiner Rede zu den

Mitgliedern, „ich sage Ihnen: Das

war“s, ich habe fertig. Danke.“

Einfaches Mitglied im Aufsichtsrat

wird Hoeneß aber bleiben und

ohnehin wohl weiter nehmen. Wie

die neuen führenden Köpfe –neben

Hainer,65,Vorstandschef Karl-Heinz

Rummenigge, 64, dessen designierter

Nachfolger Oliver Kahn, 50, und

Sportdirektor Hasan Salihamidzic,

42 –sein Lebenswerkpflegen sollen,

gab ihnen Hoeneß in seiner Abschiedsrede

aber mit wie ein Vermächtnis.

„Ihr müsst ein starkes

Team sein, euch unterstützen“, rief

er, „dann kann den FC Bayern, in

Deutschland sowieso nicht, aber

auch international, kaum jemand

schlagen.“ Der FC Bayern sei ein

„Tanker“, und dieser „muss geradeaus

fahren und nicht nach links

schauen und schon gar nicht nach

rechts“, warnte Hoeneß. Zudem

solle der Verein „immer den Menschen

in den Mittelpunkt stellen“, er

„muss sozial sein“, rief er,„derVerein

muss selbstbewusst sein, nicht arrogant.“

Kurz darauf hatte Hoeneß offiziell

fertig, und seine Fans jubelten ihm

zu. Sie jubelten auch, als Rummenigge

später verkündete, dass Übergangstrainer

Hansi Flick „mindestens

bis Weinachten“ Chefcoach

bleiben werde und „möglicherweise

darüber hinaus“. Undsie lachten, als

Nach Sprechchören käpmfte Uli Hoeneß mit den Tränen.

Rummenigge seine Rede mit den

Worten „Mia san Uli“ beendet hatte,

ehe ihn Hoeneß für seine unerwartete

Emotionalität aufzog. „Verarschen

kann ich mich selber“, sagte

Rummenigge. Auch das Ende der

DPA

Doppelspitze beim FC Bayern ging

für die beiden Alphatierenicht ohne

kleine, wenn auch spielerische Rangelei.

Schon der Anfang des Abends war

zu einem Triumphzug für Hoeneß

Zweifel an der Belastbarkeit

geraten. Kurz vor19Uhr war er –natürlich

vorneweg –mit seinen bisherigen

Präsidiumskollegen und dem

Vorstand zur Bayern-Hymne Stern

des Südens eingelaufen. DieMitglieder

klatschten schon da begeistert

im Rhythmus, standen auf und riefen

„Uli, Uli“. Hoeneß kämpfte mit

den Tränen, er presste die Lippen zusammen

und verbeugte sich. „Vielen,

vielen Dank, aber irgendwann

müssen wir anfangen“, sagte Hoeneß

in den minutenlangen Beifall

hinein. Doch die Mitglieder feierten

den Patriarchen einfach weiter, sie

sangen „Uli Hoeneß, du bist der

beste Mann“, während dieser erneut

um Fassung rang. Und als dann als

Überraschung die im Sommer verabschiedeten,

langjährigen Bayern-

Fußballer Franck Ribéry und Arjen

Robben mit Basketball-Geschäftsführer

MarkoPesic die Trophäen der

Vorsaison in die Halle trugen, war es

um Hoeneß geschehen. Er verdrückte

ein paar Tränen.

49 JahreHerzblut

„Vielen, vielen Dank für diesen wunderschönen

Empfang“, sagte Hoeneß,

als er die Versammlung nach

dem rund zehnminutigen Jubelvorlauf

eröffnete. Und er nahm dabei

Bezug auf die Zeit vor seinem ersten

Abschied am 2. Mai 2014, bevor er

exakt einen Monat später seine Haftstrafe

wegen Steuerhinterziehung

bis zum 29. Februar 2016 angetreten

hatte.„Damals habe ich gesagt: „Das

war“s noch nicht„“, erinnerte Hoeneß

und rief den Mitgliedern zu:

„Und Sie haben mir nach meiner

Wiederwahl 1916 wunderbare Jahre

geschenkt.“ Dass er sich dabei um

100 Jahre versprach, passte ganz gut

zu der gefühlten Ewigkeit, in der er

sein Lebenswerk nach seiner Spielerkarrierebeim

FC Bayern aufgebaut

hatte, ehe er 2009 Präsident wurde.

„49 Jahre Herzblut“, sagte Rummenigge

über Hoeneß und nannte den

Abtritt des Familienoberhaupts eine

„große Veränderung in der Geschichte

unseres Vereins“.

Es passte auch zu diesem Abend,

dass die Mitglieder euphorisch jubelten,

als Hoeneß die Zukunft, also

Kahn, in der ersten Sitzreihe begrüßte.

„Da hast du viel Arbeit, um

diese Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen“,

rief Hoeneß Kahn spontan

zu. Der frühere Bayern-Torwart soll

vom 1.Januar an eingearbeitet werden

und Rummenigges Nachfolge

antreten, der Ende 2021 als Vorstandschef

abtritt. „Er war auf dem

Platz unser Titan, und sie wissen ja:

Titan rostet nicht. Insofern können

wir uns auf einiges gefasst machen“,

sagte Rummenigge. Der Umbruch

geht auch nach Hoeneß weiter.

England hat sich für die EM qualifiziert, die Ansprüche an die junge Mannschaft sind nun sehr hoch

VonHendrik Buchheister,London

Die englische Nationalmannschaft

hat sich in der Vergangenheit

gerne auch gegen einfache

Gegner schwer getan und das heimische

Publikum mit traurigem Ergebnisfußball

gequält. Diese Angewohnheit

hat das Team unter Trainer

Gareth Southgate abgelegt, das war

beim historischen 1000. Länderspiel

der Engländer gegen Montenegroim

Wembley-Stadion wieder einmal zu

besichtigen. Schon nach 25 Minuten

stand es 3:0, in die Pause ging es mit

einem 5:0, am Ende sicherten sich

die Engländer durch den 7:0-Erfolg

die Teilnahme an der Europameisterschaft

im kommenden Jahr.

Die Zuschauer schwenkten

glücklich ihre Fähnchen und ließen

in der Schlussphase sogar die Welle

über die Ränge wandern. Es war ein

beschwingter Abend, der Southgate

zu einem zufriedenen Statement

über die neue Qualität seiner Auswahl

veranlasste: „In

Spielen, die in der Vergangenheit

problematisch

waren, schaffen

wir es, Mannschaften

auseinanderzunehmen.“

33 Tore hat der

WM-Vierte in den bislang

sieben Partien

dieser Qualifikation

gesammelt, beim abschließenden

Spiel im

Kosovo am Sonntag

dürfte noch das eine

oder andere dazu

kommen. Insbesondere

der Angriff mit

Profis wie Jadon Sancho

von Borussia

So jump! Harry Kane trifft

gegen Montenegro dreimal.

AP/WIGGLESWORTH

tän Harry Kane, der

mit drei Trefferngegen

Montenegro in der

ewigen englischen Bestenliste

an Alan Shearer

vorbeizog, macht

dem Publikum Mut

für die EM.

Sie ist für die Engländer

eine Art Heim-

Turnier, weil die

Mannschaft alle Gruppenspiele

der über

den ganzen Kontinent

verteilten Veranstaltung

in Wembley abhalten

darf. Auch die

Halbfinals und das Finale

finden im heiligen

Nationalstadion

statt. Die Hoffnungen

auf den ersten Titel

seit der Weltmeisterschaft

1966 sind aufgrund dieser

Konstellation besonders groß. Allerdings

lassen sich die Erfolgsaussich-

Dortmund, Marcus

Rashford von Manchester

United, dem

Debütanten Tammy Abraham vom

FC Chelsea, Raheem Sterling von

Manchester City und natürlich Kapiten

der Engländer nur schwer einschätzen,

zu einfach war die Qualifikation.

Während die Offensive

Grund zur Zuversicht bietet, bestehen

Zweifel an der Belastbarkeit der

Abwehr. Die Viererreihe um John

Stones von Manchester City und

HarryMaguirevon Manchester United

ist auch gegen schwache Gegner

im Stande, ins Wanken zu geraten.

Beim bislang letzten Spiel unter verschärften

Wettkampf-Bedingungen,

dem Halbfinale der Nations-League-

Endrunde im Juni in Portugal gegen

die Niederlande,brach die englische

Verteidigung auf komödiantische

Weise zusammen.

Darüber hinaus wird esinteressant

zu sehen sein, wie die junge

Mannschaft des sanftmütigen Trainers

Southgate mit den Erwartungen

der Öffentlichkeit bei der gefühlten

Heim-EM umgeht. An den Ansprüchen

der Nation sind in England

schon ganze Spieler-Generationen

gescheitert.

ZAHLEN

Eishockey

DEL, 18. Spieltag

Wolfsburg -Düsseldorf 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)

Iserlohn -Ingolstadt 2:3 (1:1, 1:2, 0:0)

Straubing -Krefeld 5:3 (0:1, 3:0, 2:2)

Schwenningen -Köln 4:5 (1:1, 2:1, 1:3)

München -Nürnberg 3:4 n.V.(0:0, 0:1, 3:2, 0:1)

Bremerhaven-Eisbären Berlin 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

Augsburg -Mannheim 4:1 (1:1, 0:0, 3:0)

1. EHC Red Bull München 18 64:36 49

2. Straubing Tigers 18 72:46 39

3. Düsseldorfer EG 18 52:38 31

4. Adler Mannheim 18 57:58 29

5. Eisbären Berlin 17 50:47 28

6. Bremerhaven 18 48:47 27

7. ERC Ingolstadt 18 49:50 26

8. Nürnberg Ice Tigers 18 47:51 26

9. Kölner Haie 18 39:51 24

10. Grizzlys Wolfsburg 18 46:50 22

11. Augsburger Panther 18 48:57 21

12. Iserlohn Roosters 18 42:53 20

13. Krefeld Pinguine 18 45:59 18

14. Schwenninger Wild Wings 17 46:61 15

Fussball

EM-Qualifikation

Gruppe A:

England -Montenegro 7:0 (5:0)

Tschechien -Kosovo 2:1 (0:0)

1. England 7 33: 6 18

2. Tschechien 7 13:10 15

3. Kosovo 7 12:10 11

4. Bulgarien 7 5:17 3

5. Montenegro 8 3:22 3

Gruppe B:

Portugal -Litauen 6:0 (2:0)

Serbien -Luxemburg 3:2 (2:0)

1. Ukraine 7 15: 2 19

2. Portugal 7 20: 6 14

3. Serbien 7 15:15 13

4. Luxemburg 7 7:14 4

5. Litauen 8 5:25 1

Gruppe C:

Nordirland -Niederlande Sa., 20.45

Deutschland -Weißrussland Sa., 20.45

1. Deutschland 6 20:6 15

2. Niederlande 6 19:7 15

3. Nordirland 6 8:7 12

4. Weißrussland 7 4:12 4

5. Estland 7 2:21 1

Gruppe D:

Schweiz -Georgien 1:0 (0:0)

Dänemark -Gibraltar 6:0 (1:0)

1. Dänemark 7 22:5 15

2. Schweiz 7 13:5 14

3. Irland 7 6:4 12

4. Georgien 8 7:11 8

5. Gibraltar 7 2:25 0

Gruppe E:

Aserbaidschan -Wales Sa., 18.00

Kroatien -Slowakei Sa., 20.45

1. Kroatien 7 14:6 14

2. Ungarn 7 8:9 12

3. Slowakei 6 10:8 10

4. Wales 6 6:6 8

5. Aserbaidschan 6 5:14 1

Gruppe F:

Norwegen -Färöer 4:0 (2:0)

Spanien -Malta 7:0 (2:0)

Rumänien -Schweden 0:2 (0:2)

1. Spanien 9 26: 5 23

2. Schweden 9 20: 9 18

3. Rumänien 9 17:10 14

4. Norwegen 9 17:10 14

5. Färöer 9 4:27 3

6. Malta 9 2:25 3

Gruppe G:

Slowenien -Lettland Sa., 18.00

Österreich -Nordmazedonien Sa., 20.45

Israel -Polen Sa., 20.45

1.Polen 8 13: 2 19

2. Österreich 8 17: 7 16

3. Slowenien 8 13: 8 11

4. Israel 8 15:15 11

5. Nordmazedonien 8 10:11 11

6. Lettland 8 2:27 0

Gruppe H:

Türkei -Island 0:0

Frankreich -Moldau 2:1 (1:1)

Albanien -Andorra 2:2 (1:1)

1. Frankreich 9 23: 6 22

2. Türkei 9 16: 3 20

3. Island 9 12:10 16

4. Albanien 9 16:12 13

5. Andorra 9 3:18 3

6. Moldau 9 3:24 3

Gruppe I:

Zypern-Schottland Sa., 15.00

Russland -Belgien Sa., 18.00

San Marino -Kasachstan Sa., 18.00

1. Belgien 8 30: 1 24

2. Russland 8 27: 4 23

3. Zypern 8 13:12 10

4. Schottland 8 11:17 9

5. Kasachstan 8 9:13 7

6. San Marino 8 0:43 0

Gruppe J:

Finnland -Liechtenstein 3:0 (1:0)

Armenien -Griechenland 0:1 (0:1)

Bosnien-H. -Italien 0:3 (0:2)

1. Italien 9 28: 3 27

2. Finnland 9 15: 8 18

3. Griechenland 9 10:13 11

4. Armenien 9 13:16 10

5. Bosnien-Herzegowina 9 17:17 10

6. Liechtenstein 9 2:28 2


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 – S eite 24

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Sport

Das

verlorene

Jahr

Bundestrainer

Joachim Löw gibt vor

den abschließenden

EM-Qualifikationsspielen

zu, dass der

Erneuerungsprozess der

Nationalelf nicht nach

Plan verläuft

VonFrank Hellmann, Düsseldorf

Wirkte in seiner Funktion als erster Fußballlehrer im Lande schon mal zuversichtlicher:Joachim Löw.

AP/MEISSNER

Joachim Löw, das wissen langjährige

Wegbegleiter, ist ein

modebewusster Fußballlehrer.

Wenn draußen die dunkle Jahreszeit

begonnen hat, trägt der Bundestrainer

keine kunterbunten Farben.

Sondern gerne schwarze Rollkragenpullover,

die gut zum bedeckten

Himmel in eher trüben

Novembertagen passen. Vor dem

EM-Qualifikationsspiel gegen Weißrussland

am heutigen Sonnabend

(20.45 Uhr/RTL) in Mönchengladbach

malte der 59-Jährige die Zukunft

für die deutsche Nationalmannschaft

trotz der vermeintlich

leichten Pflichtaufgaben zum Jahresende

nicht gerade rosarot, obwohl

es nur „zwei Schritte bis zur

Tür“ seien, „die uns zur EM bringt“.

Zweifel hat Löw grundsätzlich

keine, dass es im bei weitem nicht

ausverkauften Borussia-Park gegen

den Außenseiter aus dem totalitär

regierten Staat schiefgehen könnte:

„Wenn wir unsere Stärken einbringen,

werden wir gewinnen.“ Schon

mit Eintreffen am Dienstag im Vorbereitungsquartier

Düsseldorf –das

dem DFB-Tross offenbar besser behagt

als der SpielortamNiederrhein

– hatte der Südbadener auch mit

Blick auf den Abschluss gegen Nordirland

in Frankfurt (Dienstag 20.45

Uhr/RTL) versprochen: „Beide haben

uns das Leben nicht so einfach

gemacht in den ersten Spielen, aber

wir werden beide Spiele daheim gewinnen.“

Vor diesem Hintergrund erklärt

sich vielleicht, dass seine Spieler in

ziemlicher Unkenntnis ertappt worden

sind, was die Konstellation einer

vorzeitigen Qualifikation anging.

„Wenn wir am Samstag gewinnen,

sind wir doch durch, oder nicht?“,

fragte Joshua Kimmich verwundert.

„Meine Info ist: Wenn wir gewinnen,

sind wir durch“, sagte Timo Werner.

Beides ist falsch. Wenn die Nordiren

parallel zuhause in Belfast die Niederländer

schlagen, wäredas direkte

Duell mit dieser kampfstarken

Mannschaft drei Tage später noch

vonerheblicher Bedeutung.

Probleme beim Umschaltfußball

Löw hat unabhängig davon („Nordirland

interessiert mich noch gar

nicht“) beschlossen, dass Kapitän

Manuel Neuer in Mönchengladbach,

der gebürtige Gladbacher

Marc-André ter Stegen in Frankfurt

spielt. Die Arbeitsteilung zwischen

den Pfosten ist also geklärt, und auch

bei anderen Personalfragen kommt

es nicht zum Versteckspiel: Matthias

Ginter sei als Abwehrchef, Joshua

Kimmich, Toni Kroos und Ilkay Gündogan

sind als Mittelfeldtrio und

SergeGnabryimSturmgesetzt, sagte

Löw. Doch mit seiner Auskunftsfreude

klangen auch Widersprüche

durch.

Klostermann

DEUTSCHLAND

Gnabry

Poliakow

Gündogan

Stasewitsch

Voraussichtliche Aufstellung

Kovalev

WEISSRUSSLAND

Naumov

Er beteuerte einerseits, dass er

eine „sehr motivierte Mannschaft“

beobachte, die „viel Energie“ verbreite

und eine „gute Disziplin“

zeige.Trotz des gerne vonihm angestellten

Vergleichs zur Generation

Ginter

Dragun

Werner

Laptev

Gutor

Neuer

Kimmich

Maevski

Koch

Brandt

Kovalev

Martinowitsch

Schulz

Kroos

Veretilo

Schiedsrichter:

Orel Grinfeld (Israel)

BLZ/HEIKE FISCHER

Hummels-Boateng-Khedira-Özil

vor der WM 2010 hakt es gleichwohl

an vielen Stellen. Der Umschaltfußball

funktioniert nur phasenweise,

das Gebilde präsentiert sich selten

durchgängig kompakt. Löw konstatierte

fast betrübt: „Dieses Jahr hätte

uns helfen können“, wenn es nicht

so viele Ausfälle und Absagen gegeben

hätte.„Sietragen nicht dazu bei,

Konstanz reinzubringen, Automatismen

einzuschleifen.“ Die Personalsorgen

seien „ständiger Begleiter“

gewesen, grummelte der Genussmensch.

Fast so lästig wie ein entzündeterWeisheitszahn.Vieles

hörte

sich so an, als sei 2019 ein verlorenes

Jahr gewesen.

Dem anspruchsvollen Trainer

fehlt noch immer fast eine komplette

Elf, und weil darunter fest eingeplante

Stützen wie Leroy Sané oder

Niklas Süle sind, kommt der vielzitierte

Umbruch nicht so rechtvoran.

DieEinbrüche jeweils in der zweiten

Halbzeit gegen die Niederlande (3:2,

2:4) oder zuletzt im Test gegen Argentinien

(2:2), befand der Ästhet,

seien irgendwo vollkommen logisch.

„Man kann von dieser Mannschaft

nicht erwarten, 90 Minuten durchzuziehen.“

Dafür müsse sie eingespielt

sein. Dieguten Ansätzehätten

ihn in diesen Begegnungen fast

überrascht. Im Duktus von Löw lautet

die Schlussfolgerung: Favoriten

beim ersten paneuropäischen EM-

Turnier 2020 sind andere.

Die Franzosen mit seiner ausgebufften

Weltmeister-Truppe, die

hungrigen Engländer, die eingespielten

Niederländer oder die sich

ebenfalls im Umbruch befindlichen

Spanier. Nein, die Deutschen, tatsächlich

auch nur auf Platz 16 der

unbestechlichen Fifa-Weltrangliste

geführt, können da nicht mehr mithalten.

Zumal Löw erstmals auch konkreter

wurde, was ihm an der Bundesliga

nicht gefällt. Begriffe wie

„Männerfußball“ und „echte Kerle“

brauche er nicht („die lassen wir mal

weg“), aber mit einem „richtigen

Zweikampfverhalten“ wäre schon

viel gewonnen. Ihm fallen deutsche

Spieler im Alltag viel zu häufig auf

den Boden, wenn sie am Oberkörper

einen Widerstand spürten. Sein

Wunsch: „Auf den Beinen bleiben,

Körperkontakt suchen, dagegenhalten,

widerstandsfähig sein. Da können

wir noch zulegen.“ Zweikämpfe

seien nun einmal die Basis. „Damit

meine ich auch die offensiven Zweikämpfe.

Sich durchzusetzen, sich

nicht wegdrängen zu lassen.“ Zugleich

sollten die Schiedsrichter

hierzulande ihr Tunüberdenken: „Es

wird viel zu viel abgepfiffen. Das

Spiel braucht einen anderen Fluss.“

Das hörte sich schon wie ein erster

Vorentwurffür einen Wunschzettel

in der Weihnachtszeit an.

Frank Hellmann

sieht einen Bundestrainer

in Personalnot.


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 – S eite 25

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Feuilleton

Das fliegende Auge:

In 14 Filmen

um die Welt

Seite 28

„Vieles von dem, was ich mache, ist sublimierte Todesangst.“

Ulrich Tukur schauspielt, musiziert, sammelt Bücher und hat selbst einen Thriller geschrieben. Ein Interview Seiten 26 und 27

Tja, ist das nun das Jubiläum

von Lena Odenthal oder

von Ulrike Folkerts? Spielt

Ulrike Folkerts seit dreißig

Jahren die Kommissarin oder ist es

umgekehrt? Letztere Überlegung

würde die Schauspielerin weit von

sich weisen. Sie macht einfach das,

was im Drehbuch steht. Privat ist sie

keine Alleinseglerin, sondern eher

der gesellige Typ mit Freunden in

Reichweite –und einer Katze, na gut.

In einem Kostümfilm war sie mal als

Gräfin mit Puffärmelkleid und

Hochsteckfrisur zu sehen und im

Herzkino als trauernde Mutter.Kann

sich jemand daran erinnern? Eben.

Ulrike Folkerts wird für immer

Lena Odenthal sein, in siebzig Fällen

hat sie der Kommissarin aus Ludwigshafen

ihr Herz, ihren Verstand,

ihre Energie und ihre Nerven hingegeben.

Sie ist schon seit einer Weile

die dienstälteste Polizistin im deutschen

Fernsehen, und nach

menschlichem Ermessen wird sie

das auch für immer bleiben. Keith

Richards hat mal gesagt, an den Rolling

Stones interessiereihn heute vor

allem die Frage, wie lange man das

noch treiben könne. Ganz ähnlich

verhält es sich mit Lena Odenthal.

Auch sie darfnie mehr aufhören –so

weit, wie sie gekommen ist. Sie ist ja

erst 58.

Zumdreißigjährigen Betriebsjubiläum

hat sich ihr Sender etwas Besonderes

einfallen lassen. Woher

Lena Odenthal kam und wohin sie

gehen könnte,zeigt auf geglückte Art

und Weise die Episode „Die Pfalz von

oben“, die am Sonntag in der ARD

läuft. Die Geschichte schließt an einen

der spektakulärsten„Tatort“-Krimis

überhaupt an. Im November

1991 hatte „Tod im Häcksler“ eine

ganzeRegion in Aufruhr versetzt. Die

örtlichen Zeitungen titelten „Anti-

Anzeige

Ein Jahr lang

allES

iM grünEn

BErEich

mit der Jahreskarteder

Staatlichen Museen zu Berlin

smb.museum/jahreskarte

Pfalz-Krimi“ und „Drehbuch in den

Häcksler“, der Mainzer Landtag beschäftigte

sich mit dem Fall und

schließlich musste Ulrike Folkerts

Abbitte leisten, indem sie mit dem

damaligen rheinland-pfälzischen

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle

von der FDP publikumswirksam

durch dessen engere Heimat wanderte.Im„Tatort“

war der Begriff pfälzisch

Sibirien gefallen. Brüderle

wollte in dem Film die „abartige Wiedergabe

vonmenschlichen Gesichtsausdrücken“

erkannt haben. DiePfälzer

sahen sich verunglimpft, weil die

Bewohner des fiktiven Örtchens Zarten

in dem „Tatort“ als hinterwäldlerischer

Mob dargestellt wurden, die

Immer noch so zornig

Seit dreißig Jahren spielt Ulrike Folkerts die „Tatort“-Kommssarin Lena Odenthal.

Zum Jubiläum kehrt sie an den Schauplatz ihres spektakulärsten Falls zurück

VonFrank Junghänel

einen Fremden auf dem Gewissen

haben. Unddas zu einer Zeit, da im

Land Flüchtlingsheime brannten und

die Herumstehenden applaudierten.

Wenn man den Film jetzt wiedersieht,

bemerkt man noch immer,

welch große künstlerische Ambition

dort mitschwingt. Es geht um Zugehörigkeit

und den Wert von Heimat,

Nico Hofmann, heute Chef der Ufa,

führte Regie,das Buch schrieb Stefan

Dähnert, von dem nun auch die

Fortsetzung stammt.

„Dich haben sie also geschickt“,

fragt Stefan Tries, gespielt von einem

endlich mal wieder beeindruckenden

BenBecker,als er nach fast drei Jahrzehnten

Lena Odenthal wiedertrifft.

„Ja, sieht so aus“, antwortet sie.Vor 28

Jahren hatten sie hier ihren gemeinsamen

Fall. Die junge Kommissarin

und der „Schutzmops“, wie Lena

Odenthal den Dorfpolizisten nennt.

Eine Stunde später wirdsie sie ihn anraunzen:

„Was bist du nur für ein korrupter

Sack geworden!“ Und erwird

erwidern:„Immer noch so zornig?“

Lena Odenthal war seinerzeit

aufs Land abkommandiert worden,

um in einem DorfinderWestpfalz einen

mysteriösen Mord aufzuklären.

Voneinem vermissten Spätaussiedler

aus Rumänien fehlte jede Spur,

bis ein paar Jugendliche im Dreck

seine Klamotten fanden. Für Lena

Odenthal war es erst der dritte Einsatz.

Unddoch galt sie schon damals

als notorisch „zu spät, zu müde, zu

beschäftigt“, wie ihr Freund nörgelte,

den sie dann bald abservierte.

„Sie sollten mal eine Weile ausspannen“,

gab ihr der Chef noch mit auf

den Weg. Die Szene, in der Lena

Odenthal mit einem alten Polizei-

Käfer durch die Hügel fährt, Canned

Heat mit„Going Up The Country“ im

Autoradio,ist heute in jedem Beitrag

über Ulrike Folkerts zu sehen. Es ist

so etwas wie ihre persönliche Signatur

geworden. Da ist eine junge Frau,

intelligent, hübsch, hibbelig, die sich

mit Elan, wie man damals sagte, in

die Arbeit stürzt. Als sie auf der Wache

in Zarten („120 Einwohner,

schöne Tallage“) eintrifft und sich

mit „Kripo Ludwigshafen“ vorstellt,

mustert sie der Beamte entgeistert

und murmelt in Richtung seines Kollegen:

„Iss'n Mädchen.“

Man kann sich das bei all den

Lindholms und Lürsens und Hellers

und Dorns heute kaum vorstellen,

dass eine Frau mit diesem Berufsbild

vor dreißig Jahren so gut wie gar

nicht auf dem Bildschirm vorkam.

Im DDR-Fernsehen war die Reihe

„Polizeiruf 110“ zwar schon 1971 mit

Sigrid Göhler als Leutnant Arndt gestartet,

die ihre Rolle als Pionierin in

diesem Sujet zwölf Jahrelang spielte,

aber danach riss es ab. Der “Tatort“

traute dem Publikum erstmals 1978

mit Nicole Heesters als Kommissarin

Buchmüller eine weibliche Ermittlerinzu,

allerdings nur für drei Folgen,

bevor dann Karin Anselm sieben

Jahrelang den Kostümpartder Karin

Wiegand übernahm. Aber das war's

dann auch schon.

Bis Ulrike Folkerts kam. „Die

Neue“, wie im Herbst 1989 ihr erster

„Tatort“ hieß, frisch vom Staatstheater

in Oldenburg. Jetzt war Schluss

mit Kostüm. Lena Odenthal hetzte

mit Jeans und Blouson durch ihre

Fälle, ehe sie zur Lederjacke wechselte,

die sie auch privat trug. Ihre

Jungsfrisur mit Vogelnest auf dem

Kopf und Fassonschnitt im Nacken

war ein modisches Relikt der zu Ende

gehenden New-Wave-Zeit. Alles an

ihr signalisierte Jugend, Stil, Mut, Athletik.

(Die 50 Meter Schmetterling ist

sie vorein paar Jahren noch in knapp

über 30 Sekunden geschwommen.)

Es war nichts Madamiges an ihr,sondern

ein Selbstbewusstsein, das mit

einer sonntäglichen Quote von zehn

Millionen Zuschauern dem Frauenbild

in der Gesellschaft wahrscheinlich

zuträglicher war als manches Seminar

in Gender-Studies.

Als Ulrike Folkerts 1999 von der

Bildzeitung geoutet wurde, bekam

ihre Reputation sogar noch einen

Schub –was vermutlich nicht in der

Intention des Blattes lag. Gemeinsam

mit ihrer langjährigen Partnerin, der

Künstlerin Katharina Schnitzler, lebt

Ulrike Folkerts in einer Selbstverständlichkeit

zusammen, die längst

nicht selbstverständlich ist. Sieselbst

hat das unlängst in einem TV-Porträt

mit der Welt des Fußballs verglichen.

Offene Homosexualität sei auch in

der Schauspielbranche ein Problem.

„Man redet nur nicht darüber. Wir

sind ja alle so tolerant.“ Seit ihrem

ersten „Tatort“ wohnt die gebürtige

Kasslerin in Berlin, vorkurzemist sie

in denWedding gezogen.

Von dort bricht sie zweimal im

Jahr zum „Tatort“ nach Ludwigsha-

In „Tod im Häcksler“

von 1991 ermittelte

Lena Odenthal (Ulrike

Folkerts) gemeinsam

mit Stefan Tries (Ben

Becker) gegen ein

ganzes Dorf. Im neuen

„Tatort“ (Sonntag,

20.15 Uhr in der ARD)

kehrtsie noch einmal

dorthin zurück. SWR (2)

fen auf. Die Arbeiterstadt Ludwigshafen,

nicht das barocke Mannheim

auf der anderen Rheinseite, schon

die Wahl des Standortes war damals

„Vergessen Sie Hollywood.

Der schönste Film dieses

Kinojahres kommt aus China.“

3SATKULTURZEIT

Ein Film von WANG XIAOSHUAI

„Einer der schönsten

Filme des Jahres.

Der herzzerreißendste.“ PARIS MATCH

Dieser

Film geht

unglaublichnah.“ ARD TAGESSCHAU

ein Statement. Prompt bekam Lena

Odenthal das Label„weiblicher Schimanski“

verpasst. Das sie schnell

wieder loswurde. Selbst wenn sie in

dem neuen Fall einem Deppen von

der Internen Ermittlung ein kräftiges

„Arschloch“ ins Gesicht blaffen darf.

In den dreißig Jahren „Tatort“ war

weniger die Figur Kommissarin einem

Wandel unterworfen als der Zuschnitt

der Fälle.Das kann über eine

so lange Zeit auch gar nicht anders

sein. Zu Beginn galt Ludwigshafen

als das wagemutigste Revier der

Branche, hier landete schon 1997 in

der Ufologen-Folge „Tod im All“ ein

unbekanntes Flugobjekt.

Lange bevor sich die ARD allzu

viele Experimente verbat, gab es in

Ludwigshafen schon interaktive Ermittlungen

und extra harte Milieu-

Studien. Aber irgendwann flachte

die Aufmerksamkeitskurve für Lena

Odenthal ab, neue Kommissare mit

neuen Marotten gingen an neuen

Orten ins Rennen. DieFraumit dem

Kater (sowohl tierisch als auch postalkoholisch)

wurde zur Gewohnheit.

Die Redaktion probierte ein

bisschen herum, härter, weicher,

empathischer, abstruser und

schließlich auch noch ohne Kopper,

den alten Rotweintrinker und Katzenaufpasser.

Die beiden Axel-Ranisch-Experimente,

ohne Drehbuch

zu arbeiten, gingen daneben,

aber der Mut zum Scheitern verdient

Respekt. Noch mehr Mutwäre

gut. Reimt sich sogar.

In der schönsten Szene des Films

finden Lena Odenthal und Stefan

Tries noch einmal zueinander. Tries

legt die Platte von früher auf. Und

dann tanzen sie eng. Auf dem Teller

dreht sich Dylans „Lay Lady Lay“.

Kurz blitzen in ihrer Umarmung die

Bilder von damals auf. Als sie einen

Moment lang für immer jung waren.

„Ganz großes Kino,

schwindelerregend,

atemberaubend.“

PLAYER LEIPZIG

WANG JINGCHUN

YONG MEI

EPD FILM

FILM DES

JAHRES

2019

DELPHI LUX •FSK •FaF •ODEON

HACKESCHE HÖFE •PASSAGE •WOLF KINO


26 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Feuilleton

„Ich bin

meine

Inspiration“

Die Sängerin Lizzo in der

Columbiahalle

VonJohannes von Weizsäcker

Viele junge Menschen waren am

Donnerstagabend in die Columbiahalle

gekommen, um die USamerikanische

Sängerin, Rapperin,

Flötistin und Rundum-Inspiratorin

Melissa Viviane Jefferson alias Lizzo

zu begutachten und dabei die Protagonistin

und sich selbst aufs Energischste

zu feiern.

Lizzos enorm projektionsfähiges

Stimmvolumen wird von ihr ganz in

den Dienst der Liebe gestellt. Oder

besser: des Singens über zerbrochene

Liebe, vor allem die daraus

entstehende Entdeckung der Zuneigung

zu sich selbst und der Welt im

Allgemeinen. Nicht zufällig heißt

Lizzos drittes Album, mit dem ihr der

Durchbruch gelang, „Cuz Iloveyou“

–wobei das „you“ vorallem als „me“

zu verstehen ist, beziehungsweise

als Aufforderung ans Hörer-„you“,

ihr eigenes „me“ zu lieben!

DerAufforderung kamen die Fans

bereitwillig nach, denn natürlich

folgt man am Ende eines langen Tages

voller kleiner und großer Demütigungen

in Arbeit, Familienleben

und sozialen Medien nur zu gerne

der Weisung, sich zur Abwechslung

auch mal ein bisschen gut zu finden.

Wie eine Motivationstrainerin: Melissa

Viviane Jefferson alias Lizzo. ROLAND OWSNITZKI

Lizzo regte diesen Impuls überzeugend

mit ihrer gewaltigen Soul-

Stimme und ihren beachtlichen Fähigkeiten

als Rapperin durch den

Einsatz ihres stolz-fülligen Körpers

an, mit dem sie,goldglitzerbekleidet

und von Tänzerinnen begleitet,

twerkte und tanzte. Inden Pausen

zwischen Stücken ließ sie ihreganze

Pracht ruhig dastehend wirken,

während sie halb ironisch, als sei sie

beim Fototermin vor einer Werbewand

voller Markennamen, den

Kopf in den Nacken warf. Aufs Cover

der britischen Vogue habe sie es

schon geschafft, die deutsche käme

hoffentlich auch bald.

Ansonsten bestand das Konzert

oder –sagen wir –das Motivationsseminar

mit Lizzo aus nahtlos aneinandergereihten

Highlights. Die

Zeile „I am my inspiration“ wurde

tonsicher aus Tausenden Kehlen auf

die Bühne zurückprojiziert, Lizzo

übte mit uns Selbstliebe durch Abgrenzung,

indem sie Berlin zum

München-Dissen animierte

(„Buuuh“, so fünftausend Leute).

Das mobiltelefonleuchtende Lichterwedeln

war ein effektives Vehikel

für Lizzos Gesangsakrobatik, und ein

zur Melodie vonBeethovens Fünfter

gesungenes „Bitch, bitch, bitch, biiiitch“

stellte in seiner grandiosen Beknacktheit

den Höhepunkt des

Abends dar. Missy Elliots Gast-Part

in der sehr Missy-Elliot-haft groovenden

Hitsingle „Tempo“ wurde von

Lizzos DJ Sophia Eris sowie dem Auditorium

übernommen, und kurz

vorSchluss erklang„Truth Hurts“, jenes

Stück, das entstand, als Lizzoim

Studio über ihren soeben zum Ex gewordenen

Lover redete, woraufhin

ihr Produzent sagte,sie habe soeben

einen Hitgeschrieben.

Zum Old-School-Disco-Funk-

Rap im Hit „Juice“ kam auch die

Querflöte zum Einsatz, so ein Lizzo-

Konzert ist eine ganzheitlich inspirierende

Kommunikation.

Vollkommen entspannt, die

Schnauze auf dem Teppichboden,

liegt der bärige

Hund am Eingang eines

Büros,gleich neben der Tür.Nach einer

Weile steht er auf und beschnüffelt

die Besucherin. „Peppina“, ruft

Ulrich Tukur. Der Hund gehört ihm,

ein Eurasier,dreiJahrealt. In der Berliner

Dependance des S. Fischer Verlags

in einem Gewerbehof am Spittelmarkt

spricht der Schauspieler,

Schriftsteller und Musiker über seinen

neuen Roman „Der Ursprung

der Welt“, der auch ein Thriller ist

und in zwei Zeitebenen spielt, 1943

und 2033. Sein Held, ein junger

Mann, vagabundiert darin zwischen

Traum und Wirklichkeit, immer auf

der Suche nach seiner Herkunft, die

augenscheinlich nicht in seinem

Stuttgarter Elternhaus liegt. Das Milieu

ist Ulrich Tukur vertraut.

Herr Tukur, Sie können, was viele

Schwaben nicht können, nämlich

Hochdeutsch. Wiehaben Siedas trotz

schwäbischer Eltern geschafft?

Manorientiertsich in der Sprachentwicklung

an den Gleichaltrigen,

an der Peergroup,wie die Linguisten

sagen, und weil wir oft umgezogen

sind –mein Vater war Ingenieur und

hat für verschiedene Stromerzeuger

gearbeitet –, bin ich in allen möglichen

Regionen groß geworden, nur

nicht im Schwäbischen. Wir haben

in Westfalen, Hessen, Unterfranken

und Niedersachsen gewohnt. Mein

Vater war ein Tüftler und Schweiger,

gschwätzt hat er ned viel. DieMutter

war dafür umso lauter.

Hatten Sie ein gutes Verhältnis zu IhremVater?

Es war schwierig. Ichhabe ihn gemocht,

konnte es ihm aber kaum

zeigen. Und erkonnte es mir nicht

zeigen. Er war rechtschaffen, tüchtig

und hat nie geklagt in den zwanzig

schweren Jahren, die er nach einem

Schlaganfall und einer halbseitigen

Lähmung noch zu leben hatte. Als

ich ein Kind war, setzte er sich oft

abends zu mir ans Bett und las mir

Balladen vor, vornehmlich die

schwäbischer Dichter. Schiller, Mörike,Uhlands

„Schwäbische Kunde“,

Sachen, die heute kaum mehr gelesen

werden. Auch die Gedichte von

Justinus Kerner und Gustav Schwab,

einem direkten Vorfahren von mir,

der „Die schönsten Sagen des klassischen

Altertums“ geschrieben hat

und den Deutschen die griechische

Mythologie näherbrachte.

Siekommen aus dem Bürgertum.

Schwäbisches Bildungsbürgertum,

das sich selbstverständlich auf

die Dichter der süddeutschen Romantik

berief. Mitihnen bin ich groß

geworden, und das danke ich meinem

Vater. Erwar noch Soldat im

Krieg. Obwohl ich ihn oft danach

fragte, hat er eisern über diese Zeit

geschwiegen. Als Einziger in der Familie

hat mich das wirklich interessiert.

Entweder waren die Väter

stumm, oder sie redeten andauernd

über ihre Erlebnisse. Meiner

schwieg. Deswegen nahm ich an,

dass er ein Trauma davongetragen

hatte. Erwar sehr jung, 18, als er im

Februar 45 noch auf einen Luftwaffenlehrgang

abkommandiert wurde.

Er kam nach Dresden, am Tagbevor

die Stadt unterging. Er war gerade

noch rausgekommen und ist danach

im Emsland gegen kanadische

Streitkräfte eingesetzt worden, erlitt

einen Armdurchschuss und erhielt

das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse.

Mehr war aus ihm nicht herauszubekommen.

Findet sich das Schweigen Ihres Vaters

in der Figur des Stuttgarter Vaters

in Ihrem Roman wieder?

Ja, esist eine Mischung aus ihm

und einem Tübinger Onkel, der Mathematikprofessor

war. Personen,

die es gegeben hat verbinden sich

aber auch mit erfundenen Charaktereigenschaften.

Das Buch ist schön gemacht, bordeauxroter

Umschlag mit goldenem

Prägedruck. Istdas ein Bekenntnis zu

einem Medium, das verschwindet?

Ichwollte ein attraktives, schönes

Buch. Das Foto auf dem Einband ist

aufgeklebt und nicht aufgedruckt. In

einer Zeit, in der das althergebrachte

Buch an Boden verliert, ist es wichtig,

dass es auch einen haptischen Reiz

hat und man es gerne in die Hand

nimmt. Außerdem wollte ich die Anmutung

eines alten Fotoalbums. Ich

habe drei Jahre lang hart andiesem

Stoff gearbeitet, und der Einband

sollte dem Rechnung tragen. Vieles

vondem, was ich gemacht habe,wird

mit dem Aufkommen neuer Datenträger

verschwinden, vor allem die

Filme.Ein gut gebundenes Buch aber,

eines aus säurefreiem, resistentem

Papier,das bleibt.

Wer ist dieser junge gut gekleidete

Mann auf dem Einband-Foto?

Das habe ich nie herausgefunden.

Am Ende der Dreharbeiten zu

„Séraphine“ (franz. Spielfilm über

die Malerin Séraphine,indem Ulrich

Tukur den Kunsthistoriker Wilhelm

Uhde spielte, die Red.) schenkte mir

der Filmrequisiteur ein altes Fotoalbum.

Es zeigte in Dutzenden vonFotografien

diesen gut aussehenden,

elegant gekleideten jungen Mann,

ohne jede nähereBeschreibung. Die

Bilder sind vermutlich Mitte der

20er-Jahre entstanden, der Mode

und den Automobilen im Hintergrund

nach zu schließen. Und soist

auch mein Buch: Ichwollte eine Geschichte

über jemanden schreiben,

vondem ich nur die äußereErscheinung

kannte und sonst nichts.

Ihr Figurenensemble ist groß, und

alle sind miteinander verbunden, oft

ohne es zu wissen. Haben Sie zur

Übersicht Diagramme gezeichnet?

Nein. Es hingen keine Zettel an

der Wand, und ich hatte auch nie

eine gesetzte Struktur,die die Handlung

flankiert oder gar vorgegeben

hätte. Ich besaß nur das Fotoalbum

und meine Fantasie, und auf dieser

Basis habe ich erst einmal zehn Seiten

geschrieben. Die lagen dann anderthalb

Jahre herum. Irgendwann

kam mir die Idee, das Haus meiner

Großmutter oberhalb von Stuttgart

wieder aufleben zu lassen, in dem

ich die ersten sieben Sommer meines

Lebens verbrachte.Meine Großmutter,

eine traurige, verschlossene

Frau, lebte dort mit ihrer dominanten,

verwitweten Schwester. Indiesem

Haus war nichts modern, alles

roch nach Vergangenheit. Dann fiel

mir mein Patenonkel Paul ein, der

Richter war in Stuttgart und unter

dem Pseudonym Paul Goullet Gedichte

veröffentlichte.Erstarb schon

1964, aber ich erinnere mich sehr

lebhaft an ihn; da hatte ich den Namen

meines Protagonisten, und so

kam eines zum anderen.

Wussten Sievon Beginn an, in welchem

TonSie die Geschichte schreiben?

Der Ton muss da sein. Der war

schon auf den ersten zehn Seiten da,

erst hast du einen Klang, eine Melodie,dann

geht die Geschichte los.Als

ich „Ein fliehendes Pferd“ mit Rainer

Kaufmann drehte, nach der Novelle Sind permanent im Gespräch: Ulrich Tukur mit seiner Eurasier-Hündin Peppina PAULUS PONIZAK


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 27

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Feuilleton

„In meinen Büchern

wird immer viel gestorben“

Ulrich Tukur über seinen neuen Roman, die Musikalität von Sprache und seine Angst vor dem Tod

von Martin Walser, kam der Autor

einmal zu den Dreharbeiten. Ich

schrieb damals an meinen venezianischen

Erzählungen und fragte

Herrn Walser, wie er es denn so

schreibe, rein handwerklich. Und er

antwortete in seinem schönen Bodensee-Alemannisch:

„Schreiben

ischt für mich wie Singen mit geschlossenem

Mund. Erschd wenn

ich den Ton der Geschichte höre,

kann ich sie auch schreiben.“ Das

habe ich damals nicht so ganz verstanden,

inzwischen weiß ich genau,

was er meinte.

Hat dieser musikalische Ansatz beim

Schreiben auch etwas mit der süddeutschen

Herkunft zu tun?

Ich glaube nein. Ich habe schon

immer musiziertund liebe es zu singen

und Klavier zu spielen. Sprache

hat für mich auch einen musikalischen

Reiz. Sie ist viel mehr als nur

Transportmittel für Informationen.

Lesen SieIhreSätzelaut?

Ja,und ich arbeite an einem Satz,

bis er klingt. Da wird gefeilt, was das

Zeug hält. Dasmacht Spaß, geht aber

nicht immer gut. DieGefahr besteht,

dass man ins Mäandernkommt und

die Richtung verliert. Mitdem neuen

Buch habe ich versucht, einen Thriller

in einer schönen, geraden Sprache

zu schreiben.

Zugleich haben Siedie nahe Zukunft

als Schreckensszenario beschrieben.

Deutschland versinkt in gewalttätigem

Chaos, in Frankreich herrscht

eine rigide rechte Diktatur. Befürchten

Sie, dass so etwas auf uns zukommt?

Natürlich finden sich meine

Ängste in diesem Buch, wie auch

meine Sehnsüchte und Fantasien –

das steckt alles drin, man schreibt ja

immer auch über sich. Aber wenn

man eine solche Dystopie beschreibt,

hat man zugleich auch die

stille Hoffnung, dass es so nicht eintreten

möge. Esgeht in dem Buch

auch, aber nicht nur, umtotalitäre

Systeme der Zukunft, die sich in denen

derVergangenheit spiegeln. Und

um den Widerstand dagegen.

Der Totalitarismus, den Sie beschreiben,

ist ein digitaler.

Richtig. Schauen Sie sich an, was

jetzt in China entsteht. Ichbehaupte:

Wenn man Widerstand leisten will

und sich im Netz aufstellt, wirdman

immer sichtbar sein und kontrolliert

werden können. Das heißt, man

muss sich wieder in den analogen

Raum zurückziehen, der viel schwererzuüberwachen

ist. Ichwollte das

alles aber nicht allzu detailreich beschreiben,

denn ich bin kein

Science-Fiction-Autor oder Experte

für digitale, virtuelle Technologien.

Aber es reicht schon, wenn man

schreibt, dass ein Mensch zu grüne

Augen hat, um die Assoziation zu

transhumanen Wesen herzustellen.

Dann sitzt da eine Drohne an der

Wand von der Größe und dem Aussehen

einer Stubenfliege,und schon

haben Sie die Atmosphäre von Bedrohung

und totaler Ausleuchtung.

Diese alptraumhafte Welt ist aber

nur der dramatische Hintergrund für

die Entwicklung meines Protagonisten

auf seiner Suche nach sich selbst.

Dieser junge Mann namens Paul

Goullet erinnert ein wenig an den

„Fremden“ vonCamus –einer,der an

nichts wirklich Anteil nimmt. Hat

Sie Gelesenes beeinflusst beim

Schreiben?

Dashat man wahrscheinlich alles

im Hinterkopf. Es kommt dir ein Gedanke,und

du glaubst, es sei ein originärer

Einfall, aber du hast es vielleicht

irgendwann, irgendwo schon

so ähnlich gelesen und dann wieder

vergessen. Das ist wie beim Komponieren.

Wenn man glaubt, man hätte

eine großartige Melodie gefunden,

muss man sich immer fragen, ob

man sie nicht schon einmal irgendwo

gehört hat. Paul Goullet suchen

seltsame Fantasien und sexuelle

Obsessionen heim, die ich mit

Gustav Courbets Gemälde „Der Ursprung

der Welt“ in Verbindung

bringe.Erglaubt, der nackte Frauentorso

auf dem Bild sei der Körper seiner

verschwundenen Mutter. Er

kennt seine Herkunft nicht, er fühlt

sich nicht und findet keine Verbindung

zur Welt. Nach der Entdeckung

eines Fotoalbums,indem er sich selber

zu sehen glaubt, macht er sich

auf die Reise nach Südfrankreich, in

Wirklichkeit aber in den Abgrund

seiner Seele. Es ist am Ende auch

eine Art Erlösungsgeschichte mit

christlichen Motiven. Die Erlösung

durch die Liebe einer Frau, die vor

seinen Augen stirbt.

Es wird überhaupt viel gestorben in

Ihrem Roman.

In meinen Büchern wird immer

viel gestorben. Es finden sich darüber

hinaus viele kleine versteckte

Geschichten im Buch. Der seltsame

Professor zum Beispiel, der sich an

seine schwere Aktentasche klammert,

ist Walter Benjamin auf der

verzweifelten Flucht vor seinen Verfolgern.

In der Tasche befand sich ein

umfangreiches Manuskript, möglicherweise

sein philosophisches

Hauptwerk. Mankann das in den Erinnerungen

der Fluchthelferin Lisa

Fittko nachlesen. Siehat Walter Benjamin

über die Pyrenäen nach Portbou

begleitet. Als er am nächsten Tag

wieder nach Frankreich zurückgeschickt

werden sollte,hat er sich das

Leben genommen und seine Aktentasche

war verschwunden. Sieist bis

heute nicht wiederaufgetaucht. In

meinem Buch finden sie die Lösung.

Die Schauplätze Ihres Romans kennen

Siealle aus eigener Anschauung?

Ich musste Perpignan, Banyuls,

die Pyrenäen und die CôteVermeille

mit eigenen Augen sehen.Wereinen

fantastischen Roman schreibt,

muss es realistisch tun und braucht

viele stimmige, glaubwürdige Details.

Nur so geht der Leser mit auf

die Reise. ImHafen von Port-Vendres

traf ich zufällig auf den Ausstatter

des Films „Der Stellvertreter“,

den ich mit Costa-Gavras Jahre zuvor

inRumänien gedreht hatte. Er

lebte dort und hat mir das Städtchen

und die ganze Umgebung gezeigt.

Ich habe dann kurzerhand einen

Großteil der Handlung nach

Port-Vendres verlegt.

Einige Ihrer Figuren sind äußerst gespalten.

Warum fasziniert Sie die

Doppelgesichtigkeit?

Weil wir so sind, wir tragen das

Helle und das Dunkle in uns, das

Gute und Böse.Das ist der Ursprung

derWelt. Unter fast jedem Menschen

lauert ein Abgrund. Der Großvater

Rudolf Goullet ist ein janusköpfiger

Mensch, brillant, kunstliebend und

charmant auf der einen Seite,auf der

anderen ein Mörder und Folterer.

SeinVorbild hat er in Dr.Rudolf Bilfinger,

einem Verwaltungsjuristen

und SS-Sturmbannführer, Gestapo-Chef

von Toulouse, der bis in

die 60er-Jahre amhöchsten badenwürttembergischen

Verwaltungsgericht

arbeitete. Das erläutern Sie

in der Nachbemerkung. Wie kamen

Sieauf ihn?

Bei der Recherche nach Personen,

die im besetzten Frankreich in

herausragender Position für die Gestapo

tätig waren, stieß ich auf Herrn

Bilfinger. Erwar genau der Charakter,

nach dem ich suchte. Unglaublich

war, dass er nicht nur nicht belangt

wurde, sondern im Nachkriegsdeutschland

auch noch eine

solche Karrierehinlegen konnte.

ZUR PERSON

Ulrich Tukur wurde 1957 geboren, als

Sohn schwäbischer Eltern, eines Ingenieurs

und einer Lehrerin. In seiner konservativen

Familie galt er als rebellisch,

nach dem Abitur zog er als Straßenmusikerumher,das

Germanistikstudium in

Tübingen brach er ab.

Anfang der 80er-Jahre absolvierte er

eine Schauspielausbildung an der Hochschule

für Musik und Darstellende Kunst

in Stuttgart. Der Regisseur Michael Verhoevenentdeckte

ihn 1982 für den Film

(„Die weiße Rose“), Peter Zadek für das

Theater.Auf der Bühne macht Ulrich Tukur

heute nur noch Musik mit seiner 1995

gegründeten Band „Ulrich Tukur &Die

Rhythmus-Boys“.

Im Kino sah man Ulrich Tukur in „Das Leben

der Anderen“, „Das weiße Band“,

„John Rabe“, „Der Stellvertreter“,

„Séraphine“. Zuletzt sah man ihn als

scheidungswilligen Meeresbiologen in

„Und wernimmt den Hund?“ .Seit 2010

verkörperterden LKA-Ermittler Felix Murot

im Tatortaus Wiesbaden.

Zu seinen Bücherngehören der Erzählband

„Die Seerose im Speisesaal“ und

„Die Spieluhr“.

Sein Roman der „Der Ursprung der Welt“

erschien im Oktober bei S. Fischer.

Ulrich Tukur lebte mit seiner zweiten Frau,

der Photographin Katharina John langein

Venedig,Anfang nächsten Jahres zieht er

nach Berlin. Auserster Ehe hat er zwei erwachsene

Töchter.

In welcher Figur steckt am meisten

vonIhnen selbst?

Sicher in der des Protagonisten,

nur, dass ich nicht so gut aussehe.

Viele Figuren des Dramas haben Anteile

von Menschen, die es gab oder

die ich kannte. Der klavierspielende

Vater zum Beispiel war ein Onkel von

mir, ein Tübinger Mathematikprofessor,

der mir oft auf dem Klavier

vorspielte und glücklich war, dass

ihm jemand zuhörte. Aus Dankbarkeit

hat er mir alte Münzen geschenkt.

Haben SieTagebuch geführt?

Nein, das habe ich nie getan. Die

ersten zehn Jahre meines Lebens

sind mir einfach so in starker Erinnerung,

voller Bilder und Gerüche. Ich

hatte das Glück, an eine Welt anzudocken,

die eigentlich schon untergegangen

war. Und diese Verbindung

ist Zeit meines Lebens nicht

mehr abgerissen und sucht sich wie

vonselbst ihren Weginmeine Musik

und Schriftstellerei.

Ich habe Sie zuletzt in der Scheidungskomödie

„Und wer nimmt den

Hund“ gesehen. Als Sie während des

Filmfests in München Interviews

dazu gaben, haben Sie die Journalisten

hereingerufen wie ein Arzt. „Der

Nächste bitte, wo fehlt’s denn.“ Sie

nehmen vieles spielerisch.

Das müssen Sie, wenn Sie nicht

wahnsinnig werden wollen. Wir stehen

alle auf einer Bühne und wissen

nicht wirklich, in welchem Stück wir

sind und ob am Ende jemand applaudiert,

wenn der Vorhang fällt.

Leichtigkeit ist eigentlich keine

schwäbische Tugend.

Nein, das ist nicht unsere Stärke,

aber trotzdem hat der Schwabe einen

guten Humor. Denken Sie anOscar

Hailer und Willy Reichert, Herrn Häberle

und Herrn Pfleiderer. Saukomisch

und echt philosophisch. Aber

sonst, ja, sind wir eher schwergängig,

laufen aber zum Lachen auch nicht

immer gleich in den Keller. Nach der

Premiere von „Hamlet“ im Deutschen

Schauspielhaus in Hamburg –

einer Inszenierung vonMichael Bogdanov,

die ein großer Erfolg war –

fragte ich meine Mutter,wie es ihr gefallen

hätte.Die Antwort: „Hawoisch,

des war jetzt ned so schlecht, aber fass

dir doch ned aaaandauernd ins

G’sicht!“ So ist sie, die schwäbische

Mutter,komisch, aber nicht lustig.

Dasklingt nach harter Kindheit.

Nein, gar nicht. Ichbin eigentlich

ganz froh, dass ich in einem bürgerlichen

Elternhaus groß geworden bin.

Aus zwei Gründen: Erstens hatte ich

eine große Sicherheit. Und zweitens

fand ich meine Eltern spießig und

fantasielos. Also habe ich mich gegen

diese ganze Welt gestellt, mich

im Widerstand gegen ihre strikten

Wertvorstellungen definieren und so

meinen eigenen Wegfinden können.

Verständnisvolle, tolerante Eltern

hätten mich wahrscheinlich eher gelangweilt

und behindert. Als junger

Mensch ist es ganz gut, klareKoordinaten

und ein starkes Gegenüber zu

haben. Daszwingt einen zu Haltung

und Rebellion. Darüber hinaus bin

ich meinen Elternaber sehr dankbar,

dass ich Klavierunterricht bekam,

auch wenn ich dazu gezwungen

wurde.

Andere geben dann trotzdem auf, Sie

sind bei der Musik geblieben.

Ja, bevor mich Czerny und Clementi

umbrachten, entdeckte ich

den Jazz und wollte unbedingt so

spielen können wie Fats Waller oder

Earl Hines. Das habe ich nur leider

nie erreicht. (Er entdeckt im Regal

die Bücher von Roger Willemsen)

Ach, der Roger, was für ein gebildeter,

leidenschaftlicher, sympathischer

Mensch! Als ich ihn kennenlernte,habe

ich das nicht verstanden

und erst später erkannt, was für eine

Ausnahmeerscheinung er war.

Ängstigt es Sie, wenn ein Ihnen bekannter

Mensch in Ihrem Alter stirbt?

Es erschreckt mich, ja. Vieles von

dem, was ich mache, ist sublimierte

Todesangst. Ichdenke fast jeden Tag

an meine Endlichkeit. Das habe ich

schon als Kind getan. Die einzige

Freiheit, die wir haben, ist darüber

zu lachen. Inzwischen kann ich den

fatalen Tatbestand sogar fast akzeptieren.

Wenn wir sterben und wieder

zurücksinken in den großen Traum,

könnte es nicht sein, dass wir eine

letzte, verblüffende Erfahrung machen:

Mein Gott, warum habe ich

mich ein Leben lang nur vor diesem

Moment so gefürchtet? Ist doch gar

nicht so schlimm …

Haben Siedas Gefühl, noch ganz viel

machen zu wollen?

Nein. Ichwürde liebend gernweniger

machen, aber der Zug läuft

halt, und ich sitze ineinem Abteil

erster Klasse. Ich gebe Konzerte,

meine Freunde leben von unserer

Musik. Dann kommt hier ein Film,

da eine Lesung, eine Tour und –zack!

–ist der Kalender wieder voll. Aber es

trainiertdie Synapsen und erhält die

Spannkraft; ich glaube, man altert

langsamer, wenn man arbeitet und

vorallem viel musiziert.

Sie sind elegant angezogen wie immer.Was

ist das für ein Stoff?

Ich glaube, ein ganz billiger, eine

Art Sofabezug. Ich habe mir diesen

Anzug in Shanghai machen lassen in

einem Geschäftshaus, indem Hunderte

Schneider ihre Ateliers hatten.

Meinen alten Anzug von 1938 habe

ich denen als Muster gezeigt, und sie

habe ihn mir x-Mal nachgeschneidert,

mit allen Fehlerndes Originals.

Warum ist Kleidung so wichtig für Sie?

Sie wärmt und bedeckt mich

nicht nur, sie ist auch mein Aushängeschild

und Lebensgefühl. Ich

achte auf mich und lasse mich nicht

industriell einkleiden. Ich gehe zum

Schuster und zum Schneider und

sehe am Ende so aus, wie ich will,

und nicht, wie es mir irgendeine

Mode vorschreibt. Nichts ist trauriger

als der uniforme Mensch mit Ohrenstöpsel,

Smartphone, Jogginghose

und Baseballmütze. Dieser Typ

hat sich flächenmäßig durchgesetzt

und bevölkert inzwischen auch die

malerischen Gassen Venedigs.

Es hat sich herumgesprochen, dass

Sie und Ihre Frau demnächst nach

Berlin ziehen, weil Ihnen Venedig zu

anstrengend geworden ist. Haben Sie

schon eine Wohnung?

In Schöneberg, im schönen Belmonte.

AmRande des Bayerischen

Viertels, eine heruntergekommene

alte Wohnung mit Kohleöfen und

Toilette im Treppenhaus.Ohne Fahrstuhl,

aber mit fließend Wasser. Und

einer Bibliothek, die fast so groß ist

wie die von Herzog August in Wolfenbüttel.

Sind Sieein Bibliophiler mit Hang zu

schönen Erstausgaben?

Ich besitze einige interessante

und kuriose Sachen, Erstausgaben

von Christian Morgenstern, Hans

Fallada und Stefan George,Balzac in

der ersten deutschen Übersetzung

aus den 1830er-Jahren. Dasmeiste in

der Schrift, in der ich anfing zu lesen:

Fraktur. Ich schreibe auch heute

noch meine persönlichen Aufzeichnungen

in Sütterlin, das habe ich tatsächlich

noch in der Schule gelernt.

Frisst Ihre Hündin gern ledergebundene

Bücher?

Nein, sie liest auch nicht, aber sie

wischt den Fußboden.

Sprechen Sieviel mit dem Hund?

Oja. Wirhaben einen permanenten

Austausch. Hunde haben ihreeigene

Sprache, wie Pferde, und die

muss man lernen. DasLetzte,was sie

mir sagte,war:Kann ich bitte endlich

einen von diesen getrockneten Kängurustreifen

haben?

Sieist sehr ruhig.

Ich liebe das. Ich liebe Tiere, die

nicht so hektisch sind, Bierkutschergäule

und buddhistische Hunde.

Beim Schreiben liegt sie unterm Tisch?

Sie war oft dabei, und bei der Recherche

für mein Buch bin ich auf ihr

über die Pyrenäen geritten.

DasGespräch führte

Christina Bylow.

Lebensenergie

und

Frohsinn

Katharina Thalbach erhält

den Ernst-Lubitsch-Preis

Esist den Mitgliedern des Clubs

der Filmjournalisten in diesem

Jahr offenbar nicht schwergefallen,

die beste komödiantische Leistung

im deutschen Kino zu bestimmen:

Wiedie Berliner Zeitung erfuhr,wird

Katharina Thalbach für ihre Rolle in

„Ich war noch niemals in NewYork“

mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet,

und die Wahl fiel laut Jury

„mir überwältigender Mehrheit“ auf

die 65-Jährige, die seit Jahrzehnten

zu den profiliertsten und populärsten

deutschen Schauspielerinnen

gehört.

Nachdem sie in den letzten Jahrenihr

komödiantisches Können vor

allem in schrulligen Nebenrollen unter

Beweis stellte,ist die in Ost-Berlin

geborene Thalbach in dem von

Philipp Stölzl inszenierten Filmmusical

„Ich war noch niemals in New

York“ ineiner hinreißenden Hauptrolle

zu sehen. „Die Verwandlung einer

vereinsamten Hausfrau zu einer

blinden Passagierin, die auf einem

kleinen Kreuzfahrtschiff wachgeküsst

wird, meistert Katharina Thalbach

dabei aus dem Handgelenk“, so

die offizielle Begründung des Clubs

der Filmjournalisten. „Wenn sie

dann als frischverliebte MariaWartbergsingt,

lacht und tanzt, strahlt sie

dabei so viel Lebensenergie und

Frohsinn aus,dass sich das bis in die

letzten Reihen eines Kinosaals überträgt.“

Dass ein Lubitsch-Preis auch

immer ein Lebenspreis sei, den

Künstler nur einmal in ihrer Karriere

erhalten können, müsse diesmal besonders

erwähnt werden.

Seit 1958 vergibt der Club der

Filmjournalisten Berlin jährlich den

Ernst-Lubitsch-Preis. Traditionsgemäß

wird die von Erich Fritz Reuter

entworfene Bronze-Statuette am

29. Januar verliehen –dem Geburtstag

von Ernst Lubitsch. Dies war der

Wunsch von Billy Wilder, als er auf

die Idee kam, einen nach seinem

Freund und Lehrer benannten Preis

auszuloben.

Lubitsch wurde 1892 in Berlin geboren.

Nach ersten Erfolgen in

Deutschland emigrierte er 1922 in

die USA, wo er zum einflussreichsten

Komödienregisseur Hollywoods

wurde. Zuden Preisträgern zählen

Gert Fröbe,Heinz Rühmann, Harald

Juhnke, Loriot, Mario Adorf, Otto

Sander, Christiane Hörbiger, Sophie

Rois, Leander Haußmann, Anke Engelke,

Peter Simonischek, Charly

Hübner und zuletzt Bjarne Mädel

und Lars Eidinger. (chs.)

Wachgeküsst: Katharina Thalbach wird

2020 mit dem Lubitsch-Preis geehrt. IMAGO

TOP 10

Donnerstag,14. November

1 Der Usedom-Krimi ARD 5,42 17 %

2 Die Bergretter ZDF 5,21 17 %

3 Tagesschau ARD 4,77 16 %

4 heute-journal ZDF 4,45 16 %

5 heute ZDF 3,84 16 %

6 SokoStuttgart ZDF 3,76 18 %

7 Wer weiß denn ... ? ARD 3,53 18 %

8 Notruf Hafenkante ZDF 3,45 12 %

9 RTL aktuell RTL 3,12 13 %

10 GZSZ RTL 2,91 10 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %


28 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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Tagestipp

SONNABEND

KINO

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Die Parallelwelt

20.00 Kleines Haus: Selbstbezichtigung

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

19.30: Tosca

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

20.00: Sophie Rois macht Theater

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

20.00: Der Tempelherr

20.00 Box: Die Pest

Haus der Berliner Festspiele (& 25 48 91 00)

17.00: Immersion: Diamante(Mariano Pensotti /

Grupo Marea)

Anzeige

Heimathafen Neukölln (& 56 82 13 33)

18.00 Studio: Beziehungskiste

Kleines Theater (& 821 20 21)

20.00: Alte Liebe

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.30: DiePerlen der Cleopatra

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 20.00: Alles was Sie wollen

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

20.00 Container:4.Berliner Herbstsalon: Herzstück

20.30 Studio: 4. Berliner Herbstsalon: Die Geschichte

vomLeben und Sterbendes neuen Juppi Ja Jey Juden

20.30 Studio: Die Geschichte vomLeben und Sterben

des neuen Juppi Ja JeyJuden /Female Shit

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

20.00: Münchhausen –Die Wahrheit übers Lügen

(Drehbühne Berlin)

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

20.00: Mir istheut so nach Tamerlan

Russisches Haus (& 20 30 23 20)

19.00: DieMythender nördlichen Taiga(Staatliches

akademisches Ensemble der Republik Komi)

Schaubühne (& 89 00 23)

20.00: Orlando

20.30 Globe: Love hurts in Tinder Times

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: Ruhe!Wir drehen!

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

19.00: Barocktage: Dido &Aeneas(Sasha Waltz &

Guests und Akademie für Alte Musik Berlin)

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.00: Germania

Anzeige

THEATER DES WESTENS

23.12.2019

06.01.2020

Berlin.de, (030) 47 99 74 15, www.eventim.de

(01806) 57 00 70 und bei allen VVK­Stellen

(0,20 €/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Anruf)

50% Erm. für Kinder bis 16 Jahre!

Foto:Marco Borggreve

UNESCO

KULTUR

WELTPREIS

Dirigent

MICHAEL

SANDERLING

Ticket-Hotline 030 ·203092101, konzerthaus.de

KABARETT/VARIETÉ

Arena Glashaus (& 533 20 30)

19.30: Caveman -Dusammeln, ich jagen!. Anm. erf.

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

20.00, 23.55: Die 5glorreichen Sieben

BKA (& 202 20 07)

20.00: Geduldsproben (Daphne de Luxe)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00, 21.30: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)

Distel (& 204 47 04)

17.00, 20.00: SkandalimSpreebezirk

19.30Studio: Kabarett der Comedians! (Rüdiger

Rudolph (Mod.))

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

19.00, 22.00: DieLiveShow

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

16.00: American Woman (Gayle Tufts)

Stachelschweine (& 261 47 95)

16.00, 20.00: Überallist besser alsnichts!

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

15.00, 19.30: Mamma Mia!

Tempodrom (& 69 53 38 85)

20.00 Kl. Arena: AufBewährung (Pujan)

Theater am Potsdamer Platz (& 259 24 45 55)

20.00: TKKG -Das Live-Hörspiel

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: So, als ob du schwebtest (Ursli &Toni Pfister)

UdK Hardenbergstraße (& 31 85 23 74)

20.00: ArschkrampenRadio Weltmission

ufaFabrik (& 75 50 30)

20.00 Theatersaal: Bescheidenheit (Till Reiners)

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

20.00: Zauber Zauber -Nichts ist, wie es scheint

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

16.00: Gelogene Wahrheiten (Wühlmäuse-Ensemble)

20.00: Kein zurück! (Wilfried Schmickler)

KLASSIK

Bode-Museum (& 266 42 42 42)

19.00: consortium vocale berlin, Un poco dolce,

VieltönigeRenaissancemusik vonNicola Vicentino,

Werkevon Giovanni Pierluigi da Palestrina

Französische Friedrichstadtkirche

(& 20 64 99 22) 20.00: Chopin pur:Alexander

Reitenbach (Klavier),

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

18.00 Musikclub: Essence of North -Gerdur

Gunnarsdóttir (Violine, Viola, Gesang), Claudio Puntin

(Klarinette,Bassklarinette)

19.30 Werner-Otto-Saal: Wooden Elephant (Streicher-

Ensemble), Björk: „Homogenic“

21.00 Gr.Saal: Ólafur Arnalds, Neo-Klassik

Philharmonie (& 25 48 83 01)

20.00: Deutsches Symphonie-OrchesterBerlin, Ltg.

Robin Ticciati, Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonien

Nr.39Es-Dur,Nr. 40 g-Moll, Nr.41C-Dur „Jupiter“

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

20.00: Sinfonie Orchester Berlin, Eloise Bella Kohn,

Elizabeth Sharma, Ron Maxim Huang (Klavier), Ltg.

Thomas Koncz, Mozart: Konzert fürKlavier und Orchester

C-Dur;Chopin: Konzert für Klavier und Orchester

Nr.1e-Moll op. 11; Grieg: Konzertfür Klavier und

Orchester a-Moll op. 16

Pierre Boulez Saal (& 47 99 74 11)

19.00: ChristianTetzlaff (Violine), Alexander Lonquich

(Klavier), Brahms: Sonate für Violine und Klavier A-Dur

op. 100; Enescu: Sonatefür Violine und Klavier f-Moll

op. 6; Webern: Vier Stückefür Violine und Klavier op.

7; Franck: Sonate für Violine und Klavier A-Dur

KINDER

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

12.00: fezMachen! Märchen, VonDrachen, Märchen

und wundersamen Welten. (ab 2bis 12 J.)

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HEUTE

+18.–23.11.

Theater an derParkaue (& 55 77 52 52)

17.00: Der Zinnsoldat und diePapiertänzerin (ab 7J.)

LITERATUR/VORTRAG

Schloss Schönhausen (& 033 19 69 42 00)

16.00Schlosskasse: Drosselbarts Story, HelgaKoren,

Märchen für Erwachsene

KONZERT

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

20.00: Karat

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22.11. –23.11.19 · GROSSER SAAL

KONZERTHAUSORCHESTERBERLIN

NOAWILDSCHUT Violine

Mozart KonzertD-Dur KV 218

Bruckner Sinfonie Nr.4Es-Dur

AstraKulturhaus (& 69 56 68 40)

18.30: Mayhem (Black Metal) +Gaahls Wyrd

Columbiahalle (& 69 81 75 86)

20.00: Stahlzeit -Rammstein Tribute Show

Columbia Theater (Columbiadamm9-11)

19.00: The Dark Tenor,Laut und akustisch

Freizeitforum Marzahn (& 542 70 91)

20.00: Comedian Harmonists Today, Ein neuer

Frühling

Huxleys Neue Welt (& 301 06 80 88)

20.00: Opeth, The VintageCaravan

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

23.00 Kl. Saal: Sóley, Ólöf Arnalds, Skúli Sverrison,

Snorri +Guests

Lido (& 69 56 68 40)

20.00: Deine Cousine, Casino Blackout

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 8838551) Das perfekte Geheimnis

17.30, 20.30, Sa a. 14.45; Matinee: Die Verwandlung (mit

Gespräch) So 11.00

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Porträt einer jungen Frau in

Flammen 14.50, 17.40, 20.30; Exhibition on Screen: Leonardo:

Die Werke–The Works So 10.00; Porträt einer jungen

Frau in Flammen (OmU) So 12.10

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) Lara 15.00, 17.30,

20.00; Ballett Bolshoi-Theater in HD: Le Corsaire So 11.00

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Marianne &Leonard –Words

of Love (OmU) 13.40; Bis dann, mein Sohn 16.00, 19.45,

So a. 12.15; Parasite Sa 14.30, 17.20, 20.15, So 11.00,

16.30, 19.30; Dasperfekte Geheimnis 16.15, 19.00, 21.40,

Sa a. 13.30; Und der Zukunft zugewandt So 11.15; Verteidiger

des Glaubens 13.20; Systemsprenger 15.30; Parasite

(OmU) 18.10, 21.00; Eins, zwei, drei (OF) So 11.00; M. C.

Escher: Reise in die Unendlichkeit 13.30; Deutschstunde

15.20; Joker (OmU) 18.00, 20.45; 2040 –Wir retten die

Welt! So 11.30; But Beautiful (OmU) 13.50, 18.50; Booksmart

(OmU) 16.30, 21.30; Parasite (OmenglU) So 11.00;

Das Kapital im 21. Jahrhundert 14.00; Der Glanz der Unsichtbaren

16.15; Downton Abbey (OmU) 18.40; Joker (OF)

21.20; Ein Licht zwischen denWolken So 12.00

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) Happy Ending –70ist das

neue 70 Sa 15.00; Das Wunder vonMarseille Sa 17.00; The

Irishman (OmU) Sa 19.30, So 19.00; Preview: Snorri &der

Baby-Schwimmclub –Dive: Rituals in Water (OmU; m. Gast)

So 16.00; Angry Birds 215.00; Deutschstunde Sa 17.30;

Morgen sind wir frei Sa 20.00, So 17.30; Good Fellas –Drei

Jahrzehnte in der Mafia Sa 22.15

Kant Kino (✆ 319 98 66) Das perfekte Geheimnis 15.00,

17.45, 20.30; Der Distelfink So 11.00; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm13.40, 15.40; Es hätte schlimmer kommen können

–Mario Adorf 17.40; The Irishman Sa 20.30, So 11.00;

Joker So 20.00; Ich war noch niemals in New York 14.30,

17.15, 20.00; Mein Lotta-Leben 13.15; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

15.15; Joker 17.15; PJ Harvey –ADog

Called Money(OmU) 20.00, So a. 11.00;After the Wedding

So 11.00; Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe 13.10; Invisible

Sue 15.10; Nurejew17.15, 20.00; Die Geldwäschereit

(OmU) So 11.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) Atmos: Das perfekte

Geheimnis 11.45, 14.20, 17.10, 20.00; Atmos: Joker

22.55; Last Christmas 12.15, 14.45; Joker 17.20, 20.15;

Das perfekte Geheimnis 23.15; Downton Abbey 11.45; Ich

war noch niemals in NewYork14.35; Last Christmas 17.40,

20.10, So a. 22.50; Le Mans 66 Sa 22.45; Die Addams

Family 12.40, Sa a. 14.45, So a. 15.00; Le Mans 66 Sa

17.00, So 17.20, 20.45; Ronny &Klaid Sa 20.30; Maleficent

211.20, 14.10; 3D: Maleficent 217.00; Le Mans 66

Sa 19.45, So 22.45; Last Christmas Sa 23.10; Joker So

19.45; Shaun das Schaf: UFO-Alarm Sa12.30, So 11.30,

14.00; Le Mans 66 Sa 14.30; Der letzte Bulle Sa 17.50,

20.15,So19.45;LeMans 66 –Ford vFerrari (OF) Sa 22.45,

So 22.30; Le Mans 66 Sa 11.30, So 11.00, 14.00; Shaun

das Schaf: UFO-Alarm Sa 15.00; Terminator –Dark Fate

17.15, 23.00; Maleficent 220.10

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) Benjamin Blümchen

Sa 11.00; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte Sa 12.30,

So 11.00; Parasite (OmenglU) 14.15; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm 16.30; Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

(OmenglU) 18.00; Parasite (OmU) 19.45; Midsommar

(OmU) 21.55; Mein Lotta-Leben So 12.30; Systemsprenger

19.30, Sa a. 11.00; M. C. Escher:Reise in die Unendlichkeit

–Escher: Het oneindige zoeken: JourneyInto Infinity (OmU)

Sa 13.10; The Report(OmU) Sa 14.30; Morgen sind wir frei

(OmU) 18.00; Once Upon aTime in... Hollywood (OmU)

21.40; Bamboo Stories (OmenglU) So 11.00; Searching

Eva(OmenglU) So 12.45; 2040 –Wir retten die Welt! (OmU)

So 14.15; Deutschstunde So 15.50; 3From Hell(OmU) Sa

11.00; Ad Astra –Zuden Sternen (OmU) Sa 13.00; Dora

und die goldene Stadt Sa 15.00; Smuggling Hendrix (OmU)

Sa 16.50, So 12.45; Porträt einer jungen Frau in Flammen

(OmU) 18.30; Joker(OmU) 20.30, Sa a. 22.40; Everest: Ein

Yeti will hoch hinaus (OmU) So 11.00; Systemsprenger So

14.30; Invisible Sue So 16.45; The Report(OmU) So 22.40

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) 13.00; 2040 –Wir retten die Welt! (OmU)

16.00; Systemsprenger 17.45; Joker(OmU) 20.00; Parasite

(OmU) 22.15; Lebe schon lange hier 12.15; M. C. Escher:

Reise in die Unendlichkeit –Escher: Het oneindige zoeken:

Journey Into Infinity (OmU) Sa 14.30; Verteidiger des Glaubens

16.15; Und der Zukunft zugewandt 18.00; Frau Stern

20.00; PJ Harvey –ADog Called Money(OmU) 21.45; Über

Grenzen –Der Film einer langen Reise So 14.00

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz Gut gegen Nordwind Sa

11.00, 16.40, So 17.00; Das perfekte Geheimnis 11.00,

14.00, 16.30, 17.00, 19.00, 19.30, 20.00,23.00; Ballon

11.10; Angry Birds 216.50, Sa a. 11.10, So a. 11.00; Fritzi

–Eine Wendewundergeschichte 11.20; Everest: Ein Yeti

will hoch hinaus 11.20, 14.30; Gemini Man 23.15, Sa a.

11.30; Dora und die goldene Stadt 11.30, 14.20; Shaun

das Schaf: UFO-Alarm11.40, 14.00; Last Christmas 11.45,

14.30, 17.15, 20.00, 22.45; UglyDolls 12.00; Die Addams

Family 12.00, 14.40; Bayala 12.00, 14.20,17.30; IMAX: Le

Mans 66 12.30, 16.00, 19.30, 23.00; Der König der Löwen

13.30; My Zoe Sa 13.50, So 14.10; Maleficent 213.50,

16.50; LeMans 66 14.10; Joker 14.10, 17.15, 20.10,

22.00, Sa a. 19.40, So a. 19.45; Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe

14.20; Midway 16.15, 19.30, 22.50; 3D: Die

Addams Family 16.40; Ich war noch niemals in New York

16.50; Booksmart 17.00, 19.40; Zombieland 217.40,

20.20, 23.10; Joker (OF) 19.15, 22.20; Terminator –Dark

Fate 19.50, 23.00; 3D: Maleficent 219.50; Halloween

Haunt Sa 20.20, 22.50; Black and Blue 22.15; Terminator

–Dark Fate (OF) 22.30; Zombieland 2(OF) 22.50; Scary

Stories to Tell in the Dark 23.15; Jhalle So 11.00; Shou yi

ren –MyDear Liar So 11.30; Le Mans 66 –Ford vFerrari

(OF) So 20.20

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) 16.00; The Irishman (OmU) 19.00; Joker

(OmU) 22.45; Cleo (OmenglU) 16.00; Der Glanz der Unsichtbaren

–Les invisibles (OmU) 18.00; Die Kinder der Toten

20.00; Easy Love (OmenglU) Sa 21.45; Nevrland (OmU)

Sa 23.30; Weitermachen Sanssouci (OmenglU) So 21.45

HELLERSDORF

CineStar Hellersdorf (✆ 04 51/703 02 00) Le Mans 66

13.30, 16.40, 19.30, Sa a. 22.20; Everest: Ein Yeti 13.40,

So a. 11.15; Das perfekte Geheimnis 13.45, 16.30, 20.00,

Sa a. 23.00; Maleficent 213.50, 16.45, So a. 11.00; Die

Addams Family 14.00, 17.00, So a. 11.45; Angry Birds 2

14.10, So a. 11.00; Last Christmas 14.15, 17.10, 20.10,

Sa a. 22.50; Joker16.20, 19.40, Sa a. 22.40; Ich war noch

niemals in NewYork Sa 17.00; 3D: Maleficent 2Sa19.20;

Terminator –Dark Fate 19.45, Sa a. 23.00; Zombieland 2

20.10, Sa a. 22.50; Scary Stories toTell in the Dark Sa

22.50; Shaun das Schaf: UFO-Alarm So11.10; Bayala So

11.20; Dora und die goldene Stadt So 11.30; Die Neunte

(OF) So 17.00; Le Mans 66 –Ford vFerrari (OF) So 19.30

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Ich war noch niemals in NewYork

Sa 13.40, So 20.00; Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe

Sa 15.50; Eine ganz heiße Nummer 2.0 Sa 17.30, So

14.00; Lieber Antoine als gar keinen Ärger Sa 19.10, So

17.50; Unheimlich perfekte Freunde So 16.00

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) Unsere Lehrerin, die

Weihnachtshexe 11.50, 14.50; Invisible Sue 11.50; Dora und

die goldene Stadt 12.00; Addams Family 12.10, 14.40,

17.20; AToy Story 12.10; Ich war noch niemals in NewYork

12.20, 17.20; Everest: Ein Yeti ... 12.20; Bayala 12.30, 15.10;

Shaun das Schaf: UFO-Alarm 12.45; Le Mans 66 14.15,

16.50, 19.45, Sa a. 22.15; Der König der Löwen 14.20; Das

perfekte Geheimnis 14.20, 17.15, 19.50, Sa a. 22.45; Maleficent

214.30, 20.20; Angry Birds 214.30; Last Christmas

15.00, 17.40, 20.15, Saa.23.00; Midway 16.50; Joker

17.00, 20.00, Sa a. 22.40; Der letzteBulle 17.10; 3D: Maleficent

217.30; Black and Blue 19.30; Booksmart 19.45;

Terminator –Dark Fate 20.00; Zombieland 220.10, Sa a.

22.50; Es: Kapitel II Sa 22.10; ScaryStories to Tell in the Dark

Sa 22.50; Gemini Man Sa 22.50; Halloween Haunt Sa 23.00

KREUZBERG

Babylon Kreuzberg (✆ 61 60 96 93) Joker (OmU) Sa

16.20, 19.30, 22.15, So 18.30, 21.15; Marianne &Leonard

(OmU) Sa 17.10, So 16.10; Parasite (OmU) Sa 19.00,

21.50, So 18.00, 20.50; Once Upon aTime in...Hollywood

(OmU) So 14.45

Anzeige

Weltreise im Kinosessel

Claus Löser über die handverlesenen Angebote

Knapp vordem endgültigen Eintritt in die

kalte Jahreszeit gibt es noch ein ganz besonderes

Festival. Ohne Exklusivitätsschranken

bei der Auswahl und auch

weitgehend ohne filmpolitisch-strategische Abhängigkeiten

werden einfach nur gute Filme präsentiert.

„Around the World in 14 Films“ zeigt fast

ausschließlichWerke, die sich auf anderen Festivals

bereits bewährt haben. Die Frustquote fällt entsprechend

gering aus.Das vorfast 15 Jahren gestartete

Projekt wurde wegen des großen Erfolgs kontinuierlich

ausgebaut. Inzwischen laufen im Rahmen

dieser Weltreise im Kinosessel

30 Beiträge, von

Afghanistan über Italien bis

zum Sudan. Mit dem Eröffnungsfilm

„A Hidden Life“

werden Zeichen für Trends

gesetzt. Zum einen setzt

sich damit die Tendenz zu

kulturell-multiplen Co-Produktionen

fort. Der einstige

Hollywood-Außenseiter

Terrence Malick verfilmte

das Leben eines österreichischen

Widerstandskämpfers

mit US-amerikanischen

und britischen Produzenten,

unterstützt vonrund 1,5

Millionen Euro aus deutschen

Steuergeldern. Das

Ergebnis ist ein sehenswertbildgewaltiges,

dabei grüblerisches

Drama über das

notwendige Aufbäumen gegen

das Böse, mit fast drei

Stunden Laufzeit aber nicht

gerade kurz.

Epische Längen stellen

einen weiteren Trend des aktuellen Kinos dar, der

sich im Festivalspektrum spiegelt. DasgehtinOrdnung.

Schließlich benötigt jeder Stoff seinen adäquaten

zeitlichen Rahmen. So ist auch gegen die

169 Minuten der Romanverfilmung „Der bemalte

Vogel“ durch den tschechischen Regisseur Vaclav

Marhoul überhaupt nichts einzuwenden. Es

braucht einen langen Atem, umindas Fluchtinferno

eines jüdischen Jungen durch wechselnde,

ihn sämtlich existenziell bedrohende Stationen

einzutauchen. DieinSchwarz-Weiß auf 35mm realisierte

Inszenierung findet grandiose ästhetische

Lösungen, die an die besten Traditionen des osteuropäischen

Kinos anknüpfen. Die Dreharbeiten

fanden über mehrereJahre hinwegstatt, um einen

natürlichen Alterungsprozessdes Hauptdarstellers

Petr Kotlar zu gewährleisten. Neben ihm spielen

UdoKier,StellanSkarsgard undHarveyKeitel.

Als Jerzy Kosinski (1933–1991) sein von eigenen

Erlebnissen inspiriertes Buch 1965 im US-amerikanischen

Exil veröffentlichte,erntete er viel Hochachtung,

aber auch Kritik. Neben der Erfindung vonautobiografisch

ausgegebenen Handlungsdetails

wurde ihm eine antipolnische Haltung vorgeworfen.

Um diesen Vorwurfzuentkräften, wurde für die

Adaption seines Buches nun eine neutrale Kunstsprache

erfunden. Keiner der Übeltäter soll damit

eindeutig einer Ethnie zugeordnet werden können.

Die Nerven liegen beim Thema der Kollaboration

mit den deutschen Besatzernnoch immer blank.

An sensible Punkte gegenwärtiger Vergangenheit

rührt auch „Vitalina Varela“ des Portugiesen

Fr 22.11.

Sa 23.11.

20 Uhr |Philharmonie

dso-berlin.de

des globalen Festivals

„Around the Worldin14Films“

DAS FLIEGENDE AUGE

Die wunderbare Adèle Haenel in dem französischen

Film „La Daim“ (Deerskin) ATELIER DE PRODUCTION

Pedro Costa. Mit 126 Minuten vergleichsweise

kurz geraten, erzählt dieses dunkelgraue Poem

vonder Reise einer betagten Frau vonden Kapverden

nach Lissabon. Ihr Mann hatte sich vor 25

Jahren vorihr aufdenselben Weggemacht, um irgendwann

genug Geld fürein gemeinsames Heim

im kolonialen „Mutterland“ zu verdienen. Bei ihrer

Ankunft in Lissabon muss sie feststellen, dass

sie zu spät kommt. Es gibt keine Zweisamkeit,

kein Haus, keine Arbeit, keine Zukunft. Ihr bleibt

nur,den ihr längst fremd gewordenen Mann würdevoll

zu beerdigen. Costa setzt die Traumata mit

beklemmenden Tableaus

in Szene. Gesprochen wird

wenig, innere und äußere

Bilder verflechten sich

übergangslos zu einem immer

schwerer lastenden

Stimmungsteppich.

Corneliu Porumboiu

widmet sich in „La Gomera“

der Symbiose des

postsozialistischen Rumänien

mit weltweiter Kriminalität.

Ein Polizist des Bukarester

Drogenreferats

reist auf die Kanaren. Hier

will er die berühmte Pfeifsprache

der Guanchen lernen,

um in seiner flächendeckend

verwanzten Heimat

überhaupt noch eine

Chance für eine sichere

Kommunikation zur Verfügung

zu haben. Aber er

kommt mit dieser Idee zu

spät, sieht sich einer unüberschaubaren

Übermacht

aus Ex-Securitate

und lateinamerikanischen Drogenkartellen gegenüber.

Die Trennlinien zwischen Freund und Feind

sind längst untrennbar verwischt, verlaufen mitten

durchseine eigene Identität.

Mein Lieblingsfilm des diesjährigen Festivals

ist mit 77 Minuten der kürzeste Beitrag

überhaupt. Er stammt vom Neo-Dadaisten

Quentin Dupieux alias Mr. Oizo, von dessen

bislang acht Kinofilmen noch kein einziger

den Weg indie deutschen Kinos geschafft hat.

Das wird sich mit der Obertrikotagen-Groteske

„La Daim“ (Deerskin) hoffentlich ändern. Wir

erleben hier die bestürzende Passion eines Lederjacken-Fetischisten,

der alle Schiffe hinter

sich versenkt, um endlich zu sich selbst zu finden.

Leider gibt es dieses Selbst gar nicht. Auf

dieser Reise ins Nichts reihen sich absurdeste

Abenteuer Schlag auf Schlag. Dupieux stellt

Godard vom Kopf auf die Füße und wieder zurück.

Und wäre das nicht schon des Schönen

genug, beschenkt er uns auch noch mit der

wunderbaren Adéle Haenel in der Rolle als Jüngerin

des verrückten Propheten.

Festival „Around theWorldin14Films“ Kino in derKulturbrauerei,

21.bis 30. November

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

ROBIN

TICCIATI

Allan Clayton Tenor

Karen Cargill Mezzosopran

Alexander Vinogradov Bass

Goran Jurić Bass

Rundfunkchor Berlin

Staats- und Domchor Berlin

Berlioz

›La damnation

de Faust‹


fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Lara (OmenglU)

12.15, 17.45, 19.45; PJ Harvey –ADog Called Money

(OmU) 13.15, 21.45; Bis dann, mein Sohn (OmU) 14.15;

Parasite (OmU) 15.15, 22.15; Porträt einer jungen Frau in

Flammen (OmU) 17.45; Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

(OmU) 20.15, So a. 11.15

Moviemento (✆ 692 47 85) Benjamin Blümchen Sa

10.00; Searching Eva (OmU) Sa 12.15, 21.30, 23.30, So

21.15; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte Sa 14.15; Systemsprenger

16.15; Buldoc: Kurzfilmprogramm(OmenglU)

Sa 19.00; Spatzenkino –Hüben wie drüben So 11.00; Alfons

Zitterbacke So14.00; Buldoc: Every wall is adoor –

Jede Mauer ist eine Tür (OmenglU) So 19.00; Pornfilmfestival:

Die traurigen Mädchen aus den Bergen (OmenglU) So

23.15; Porträt einer jungen Frau in Flammen (OmU) Sa

10.00, 20.00, So 19.30; Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe

Sa 12.45; Midsommar (OmU) Sa 15.00, So 16.30;

Searching Eva(OmU) Sa 18.00; Systemsprenger Sa 22.45,

So 22.15; Benjamin Blümchen So 10.00; Mein Lotta-Leben

So 12.00; Invisible Sue So 14.15; Booksmart (OmU) Sa

11.30, 18.15, 20.30, 22.45, So 17.45, 20.00, 22.15; Invisible

Sue Sa 13.45; Mein Lotta-Leben Sa 16.00; Searching

Eva (OmU) So 11.30; Unsere Lehrerin, dieWeihnachtshexe

So 13.30; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte So 15.45

Sputnik (✆ 694 11 47) Kinderfilm des Monats: Unheimlich

perfekte Freunde 14.30; Systemsprenger Sa 16.00, So

12.15; Tuulte tahutud maa –The Wind Sculpted Land: Das

vomWind geformte Land (OmenglU) Sa 18.15; Estnisches

Filmfest: Fire Lily (OmenglU) Sa 20.00; Estnisches Filmfest:

Scandinavian Silcence (OmenglU) Sa 21.45; Scary Stories

to Tell in the Dark (OmU) Sa 23.15; Shaun das Schaf: UFO-

AlarmSo10.30; Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (OmU)

So 16.15; Estnisches Filmfest: Ahto (OmenglU) So 18.00;

Estnisches Filmfest: Portugal (OmenglU) So 20.00; Parasite

(OmU) So 22.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm Sa14.30;

Smuggling Hendrix Sa 16.00; Gott existiert, ihr Name ist

Petrunya (OmU)Sa17.45; Parasite (OmU) Sa 19.30; Joker

(OmU) Sa 22.00, So 19.45; Der Glanz der Unsichtbaren So

10.30; Scary Stories to Tell in the Dark (OmU) So 12.30,

22.00; Joker So14.30; Fünf Dinge, die ich nicht verstehe

(OmenglU) So 16.45; Smuggling Hendrix (OmU) So 18.00;

PJ Harvey –ADog Called Money(OmU) Sa 22.00, So 20.15

Yorck (✆ 78 91 32 40) Shaun das Schaf: UFO-Alarm

14.40; Parasite 16.40, 20.00; New Yorck Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

13.15; Lara 15.10, 17.30, 19.30, Sa

a. 21.50

KÖPENICK

Spreehöfe (✆ 5389590) Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe

Sa 13.00, So 10.30;Die AddamsFamily 13.00, 15.15,

18.00, Soa.10.30; Bayala 14.00, 16.00, So a. 10.00,

12.00; Maleficent 214.30, 17.15, 20.00; Das perfekte

Geheimnis 14.45, 17.30, 20.15; Last Christmas 15.15,

17.45, 20.15; Booksmart 17.30, 20.00; Joker 20.30;

Shaun das Schaf: UFO-AlarmSo10.15; Everest: Ein Yeti will

hoch hinaus So 10.15; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

So 12.45; Invisible Sue So 13.00

Union (✆ 65 01 31 41) Die Addams Family Sa 12.45,

15.00, So 13.00; Unheimlich perfekte Freunde 13.00; Le

Mans 66 20.00, Sa a. 13.00, 17.00, So a. 13.30, 16.45;

The Irishman Sa 16.15; HappyEnding –70ist das neue 70

Sa 18.45, So 18.15; Lara Sa 20.15, 22.30, So 20.00; Das

perfekte Geheimnis Sa 21.00, So 20.30; Einfach Tanzen –

Die Choreografin Henrietta Horn Sa23.00; Das Ballett des

Bolshoi-Theater in HD: Le Corsaire So 16.00

MARZAHN

UCI Eastgate (✆ 93 03 02 60) Das perfekte Geheimnis

11.00, 14.00, 17.00, 20.00, Saa.23.00; Invisible Sue

11.30; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 11.30;

Shaun das Schaf: UFO-Alarm11.45; Last Christmas 11.45,

14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 22.45; Angry Birds 211.45; Die

Addams Family 12.00, 14.30; Bayala 12.00; Le Mans 66

14.00, 16.45, 20.15, Saa.22.45; Maleficent 214.15,

17.15;Everest: Ein Yeti will hoch hinaus 14.15; Dora und die

goldene Stadt 14.15; Booksmart 14.15, 17.30; Terminator

–Dark Fate 19.45, Sa a. 16.45; Ich war noch niemals in New

York 16.45; Joker17.00, 20.00, Sa a. 23.00; 3D: Maleficent

2Sa19.50, So 20.15; Midway Sa19.55; Zombieland 2

20.20, Sa a. 23.00; Scary Stories toTell in the Dark Sa

22.50; HalloweenHaunt Sa 23.10; Die Neunte –Devyataya

(OF) So 17.00; Le Mans 66 –Ford vFerrari (OF) So 20.00

MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98) Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

15.00; Tomboy Sa16.45; Smuggling Hendrix Sa 18.45,

So 17.00; Porträt einer jungen Frau in Flammen Sa 20.45,

So 18.45; Leid und Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) So

21.00; Mein Lotta-Leben Sa 16.00; Und der Zukunft zugewandt

Sa 17.45; Bande de filles –Girlhood: Mädchenbande

(OmU) Sa 19.45; Marianne &Leonard –Words of Love

(OmU) Sa 21.45, So 21.00; Mein Leben als Zucchini So

16.00; Water Lilies: Der Liebe auf der Spur So 17.15; Morgensind

wir frei So 19.00

Babylon (✆ 2425969) Korea: Salinui chueok –Memories

of Murder (OmU) Sa 15.30; Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

(OmU) Sa 16.00, So 14.45; LaKino: La vida en comun

(OmenglU; m. Kurzfilm) Sa 18.00; Smuggling Hendrix

(OmU) Sa 18.00; LaKino: La paz –Waiting for the Peace

(OmenglU; m. Kurzfilm) Sa 19.45; Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) Sa 19.45; LaKino: Pirotecnia –Mute Fire

(OmenglU) Sa 21.30; Korea: Durst: Thirst –Bakjwi (OmU) Sa

22.45, So 15.00; Stummfilm um Mitternacht: Jim Schwante

–Das Salz Swanetiens (u.a. m. Live-Musikbegleitung) Sa

23.59; CinemAperitivo:Große Vögel, kleine Vögel –Uccellacci

euccellini (OmU) So 16.00; IndoGerman Film: Bigil

(OmenglU) So 16.45; Korea: The Host –Gwoemul (OmU) So

17.45; Metropolis (1925/26/2010) –Restaurierte Fassung

(m. Live-Musikbegleitung) So 19.00; Doc Berlin 2019: Dokumentarfilme

(OmenglU) So 20.00; Korea: Snowpiercer –

Seolguk-yeolcha (OmU) So 20.00

Central (✆ 28 59 99 73)Lieber Antoine als garkeinenÄrger

(OmU) Sa 10.45; Joker(OmU) 13.00, 15.30,18.15, 21.00,

So a. 10.30; Zombieland 2(OF) Sa 10.00, 18.00, 20.15,

22.30, So 13.15, 17.15, 19.30;InvisibleSue Sa 12.00, So

11.15; Die Winzlinge: Abenteuer in der Karibik Sa 14.00;

Fritzi Sa 16.00, So 15.15; Der kleine Maulwurf (1963-

1975) So 10.00; Midsommar (OmU) So 21.45

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) Everest: Ein Yeti will

hoch hinaus 11.00; Bayala 11.00, 14.30; Maleficent 2

11.10, 13.30, 16.20; Dora und die goldene Stadt 11.15;

Die Addams Family 11.20,13.45; Unsere Lehrerin, dieWeihnachtshexe

11.30; Das perfekte Geheimnis 11.30, 14.00,

17.10, 20.10,22.45; Shaun das Schaf: UFO-Alarm11.45;

Last Christmas 11.50, 14.30, 17.15, 20.00, 23.15; Dem

Horizont so nah Sa 13.20; LeMans 6613.45, 19.40,

22.30, Saa.16.45, Soa.16.30; Joker 14.00, 16.15,

19.20, 23.15; Ich war noch niemals in NewYork 14.15, Sa

a. 16.30; Zombieland 217.00, 20.20, 23.00; Booksmart

17.20, 20.15; Der letzte Bulle 17.45; Joker(OF) Sa 19.30;

3D: Maleficent 2Sa19.50, So 20.10; Terminator –Dark

Fate 20.00, Saa.23.00; Es: Kapitel II Sa 22.30; MidwaySa

22.50, So 23.10; Halloween Haunt 23.15; Downton Abbey

So 13.20; Die Neunte –Devyataya (OF)So17.00; Le Mans

66 –Ford vFerrari (OF) So 19.30; HFR 3D: Gemini Man So

23.00; ScaryStories to Tell in the Dark So 23.10

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) Berlin Babylon 15.00;

Marianne &Leonard (OmU) 17.00; The Irishman 19.30, So

a. 11.00; M. C. Escher: Reise in die Unendlichkeit (OmU)

14.45; Porträteiner jungen Frau in Flammen (OmU) 16.30,

19.15, So a. 12.15; Parasite(OmU) 21.45; Bis dann, mein

Sohn (OmU) 14.00, 17.30, So a. 10.30; Joker (OmU)

21.00; Nurejew(OmU) 14.30; Systemsprenger 17.00, So a.

11.30; Parasite (OmU) 19.30; Easy Love 22.15; Der Glanz

der Unsichtbaren –Les invisibles (OmU) 15.15, So a. 11.00;

Lara 17.30, 19.45, 22.00, So a. 13.00

International (✆ 24 75 60 11) Lara 14.00, 16.30, 19.00;

Booksmart(OmU) 21.30; Coming Out So 11.30

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Kurze Begegnungen (OmU)

Sa 20.00; Quartett im Bett So 16.00; Einige Interviews zu

persönlichen Fragen (OmU) So 18.00

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) Unsere

Lehrerin, die Weihnachtshexe 12.00; Shaun das Schaf: UFO-

Alarm 12.00; Recep Ivedik VI (OmU) 12.00, 14.00, 16.45,

17.15, 19.30,20.00, 20.10,Saa.22.30,Soa.17.30; Invisible

Sue 12.00; Dora und die goldene Stadt 12.00,

14.20; Die Addams Family 12.00, 14.20, 17.00; Bayala

12.00; Angry Birds 212.00, 14.15; AToy Story: Alles hört

auf kein Kommando 12.00; Le Mans 66 14.00, 17.00,

19.30, Sa a. 22.40; Das perfekte Geheimnis 14.15, 16.40,

Sa a. 20.00, So a. 19.45; Booksmart14.15, 17.30; Everest:

Ein Yeti will hoch hinaus 14.20; Last Christmas 14.45,

17.30, 20.15, Sa a. 23.00; 7. Kogustaki Mucize –Das Wunder

in Zelle Sieben 16.45, 19.55, Sa a. 22.55; Joker Sa

17.00, 23.00, So 20.05; Terminator –Dark Fate Sa 19.30,

23.00; Zombieland 220.30, Sa a. 23.00; LeMans 66 –

Ford vFerrari (OF) Sa 22.45; MidwaySa23.00

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Shaun das Schaf: UFO-AlarmSa

13.00, So 11.50; Systemsprenger Sa14.45, So13.30;

Parasite (OmenglU) Sa 19.10, So 20.00; Porträt einer jungen

Frau in Flammen (OmU) Sa 21.30, So 15.40; The Report(OmU)

Sa 23.40; IFFB: Land der Wunder –Lemeraviglie

(OmU; m. Preisverleihung) So 18.00; Diego Maradona

(OmenglU) So 22.30

Neues Off (✆ 62 70 95 50) Booksmart (OmU) 16.30,

19.00; Parasite (OmenglU) 21.30; Porträt einer jungen Frau

in Flammen (OmU) So 14.00

Passage (✆ 68 23 70 18) Bis dann, mein Sohn 16.00; Bis

dann, mein Sohn –Dijiu tian chang (OmU) 19.45; Bis dann,

mein Sohn –Dijiu tian chang (Omdt+englU) So 12.15; Das

perfekte Geheimnis 14.30, 17.15, 20.00; Frau Stern14.20;

Joker (OmU) 17.50, 20.30; Systemsprenger 15.15, 18.20;

PJ Harvey –ADog Called Money(OmU) 16.15, 21.00

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Parasite (OmU) 14.40, 17.30,

20.30; Joker(OF) 14.00, 16.45, 19.30, Sa a. 22.00; Creepy

Crypt: Sneak Preview (OF) Sa 22.30; But Beautiful –

Nichts existiert unabhängig (OmU) 16.20, 19.00; Booksmart

(OmU) 21.40; Le Mans 66 –Ford vFerrari (OmU)

13.45, 16.50, 20.00; Booksmart (OF) 14.00, Sa a. 17.00,

So a. 22.10; Porträt einer jungen Frau in Flammen (OmenglU)

14.30, Sa a. 19.20, So a. 17.15

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) Last Christmas

11.30, 14.00, 17.30, 20.15, Sa a. 23.00; Maleficent

211.40, 14.30, 17.20; Bayala 11.55, 14.20; Shaun das

Schaf: UFO-Alarm12.00; Angry Birds 212.10; Die Addams

Family 12.30, 15.05, 17.10; Das perfekte Geheimnis

14.10, 17.00, 20.00, Saa.19.30, 22.50; Dora und die

goldene Stadt 14.40; Joker 16.35, Sa a. 20.30, 22.30, So

a. 20.25; Ich war noch niemals in NewYork 16.45; Terminator

–Dark Fate 19.40; Zombieland 219.50, Sa a. 22.40;

Gemini Man Sa 22.45; 3D: Maleficent 2So19.30

Wolf (✆ 921 03 93 33) The Irishman (OmU) Sa 12.00, So

17.10; Porträt einer jungen Frau in Flammen (OmU) Sa

12.00, So 18.50; Parasite (OmenglU) Sa 14.30, 18.10,So

12.20; Momo Sa 16.10; Djon Africa (OmU) Sa 17.00; PJ

Harvey –ADog Called Money (OmU) Sa 19.05, So 13.30,

21.10; Bis dann, mein Sohn –Dijiu tian chang (OmU)

21.00; Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (OmU) Sa 21.10,

So 16.50; Der kleine Maulwurf (1963-1975) So 12.00; Bait

(OmU) So 15.00; Tonari no Totoro –Mein Nachbar Totoro So

15.30

PANKOW

Blauer SternPankow (✆ 47 61 18 98) Shaun das Schaf:

UFO-Alarm14.00; Lara 15.15, 18.00, 20.20; Deutschstunde

So 11.15; Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe 13.10;

Fritzi –Eine Wendewundergeschichte 16.00, So a. 11.00;Ich

warnoch niemals in NewYork 17.30; Parasite 20.15

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Unsere Lehrerin, die

Weihnachtshexe 13.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm

15.10; Parasite 17.10, 20.00; Systemsprenger So 11.00;

Bis dann, mein Sohn Sa 15.45, 19.30, So 15.00, 18.45;

Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Le Corsaire So 11.00;

Marianne &Leonard –Words of Love (OmU) 13.15; Lara

15.30, 20.30; But Beautiful –Nichts existiert unabhängig

(OmU) 17.50; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte 14.00,

So a. 11.00; Booksmart(OmU) 16.00; Joker(OmU) 18.20,

21.00; Parasite (OmU) So 11.00; Das perfekte Geheimnis

15.00, 17.45, 20.30; Exhibition on Screen: Leonardo: Die

Werke –The Works So 11.00; Verteidiger des Glaubens So

13.00

Kino &Bar in der Königstadt (✆ 01 63/262 72 80) Fünf

Dinge, die ich nicht verstehe Sa 18.00; The Irishman (OmU)

Sa 19.30, So 18.00; The King (OmU) So 15.00

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) Das

perfekte Geheimnis 22.45, Sa a. 13.45, 16.40, 19.40, So

a. 14.00, 17.15, 20.15; Porträt einer jungen Frau in Flammen

Sa 14.00, So 19.20; Le Mans 66 17.00, 20.30, 22.00,

Sa a. 14.00, So a. 13.45; Shaun das Schaf: UFO-Alarm

14.15; Booksmart 14.15; Last Christmas 20.00, Sa a.

14.30, 17.00, So a. 14.00, 17.30; Lara 14.30, 19.30, Sa

a. 17.30, So a. 17.00; IFFB: L‘uomo che compro la luna –

The Man Who Bought the Moon (OmU) Sa 15.00; My Zoe

16.30; Joker (OmU) 16.45, Sa a. 20.00, So a. 19.45;

Booksmart(OmU) Sa 17.00, So 17.45; IFFB: La mafia non

epiu quella di una volta –The Mafia Is No Longer What It

Used to Be (OmU)Sa17.30; Booksmart(OF) 19.00; Parasite

Sa 19.30, So 20.15; IFFB: Il traditore –Verräter (OmU)

Sa 20.30; Once Upon aTimein... Hollywood (OmU) 21.30;

Parasite (OmU) Sa 22.30; Joker(OF) 22.40; Last Christmas

(OmU) Sa 23.00, So 22.15; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

So 11.30; Der König der Löwen So 11.40; 2040

–Wir retten die Welt! (OmU) So11.40; Invisible Sue So

11.50; Kuddelmuddelbei Pettersson und Findus So 12.00;

Bayala So 12.00; Systemsprenger So 16.30

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Victory Day: Tag des Sieges –

Den‘ Pobedy(OmU) Sa 15.30; Smuggling Hendrix (OmU) Sa

17.15, So 21.00; Village ofWomen –Kanants Gyughe

(OmU) Sa 19.00; Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (OmU)

Sa 20.45, So19.15; Heimat ist ein Raum aus Zeit So

14.00; Zwischenlandung in Moskau –Jashagaju po Moskwe

(OmenglU) So 18.00

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

Sa 15.15, So 14.30; Leid und Herrlichkeit –

Dolor ygloria (OmU) Sa 16.45; Der Duft des Westpaketes

Sa 18.45; Bamboo Stories (OmU) Sa 20.00, So 16.00;

Parasite (OmenglU) Sa 22.00, So 19.30; Casablanca

(OmU) Sa 23.59; Breaking Blades: Filmprogramm (OmU)

So 11.00; Get Me Some Hair! So 17.45; Der Himmel über

Berlin (OmenglU) So 21.45

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) Unsere Lehrerin,

die Weihnachtshexe 12.00; Die Addams Family 12.00,

14.20; Das perfekte Geheimnis 12.00, 14.15, 17.10,

20.00, 23.00; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando

12.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm 12.05, 14.25; Mein

Lotta-Leben 12.05; Last Christmas 12.10, 14.10, 17.15,

19.50, 22.35; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte 12.15;

Le Mans 66 14.10, 16.35, 19.35, 22.25; Der König der

Löwen 14.15; Maleficent 214.20; Angry Birds 214.20;

Dora und die goldene Stadt 14.25; Everest: Ein Yeti will hoch

hinaus 14.45; Terminator –Dark Fate 16.40, 19.45, 22.55;

3D: Maleficent 216.45, 20.00; Joker16.50, 19.55, 22.55;

Booksmart17.00, 19.45; Ich war noch niemals in NewYork

17.05; 3D:Die Addams Family 17.05; Zombieland 217.30,

20.00, 22.45; Once Upon aTime in... Hollywood 19.20;

Systemsprenger 19.55; Midway22.45; ScaryStories to Tell

in the Dark 22.55; Der letzte Bulle 23.00

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Shaun das

Schaf: UFO-Alarm Sa16.30; Apollo 11 (OmU) Sa 19.00;

RBG –Ein Leben für die Gerechtigkeit So 13.30; Belle &

Sebastian So 16.00

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) Der König der Löwen

11.00; Everest: Ein Yeti will hoch hinaus 11.05; Das perfekte

Geheimnis 11.05, 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 23.10;

Last Christmas 11.20, 14.10, 17.00, 19.50, Sa a. 22.55;

Pets II Sa 11.30, So11.00; Die Addams Family 11.35,

14.00, 17.10; Dora und die goldene Stadt 11.40; Shaun

das Schaf: UFO-Alarm 11.45, So a. 13.20; Bayala 12.20,

14.45; Le Mans 66 13.35, 16.25, 19.35, Sa a. 22.40; Unsere

Lehrerin, die Weihnachtshexe 13.50; Dem Horizont so

nah Sa 13.50; Booksmart14.10, Sa a. 20.05, So a. 20.30;

Angry Birds 214.20; Ich war noch niemals in New York

16.25; Der letzte Bulle Sa 16.45; Maleficent 216.50; Zombieland

216.55, 19.40, Sa a. 23.15; Joker 17.05, 19.45,

Sa a. 22.50; MidwaySa19.30, So 20.00; 3D: Maleficent 2

Sa 20.00; Terminator –Dark Fate 20.10, Sa a. 23.05; Es:

Kapitel II Sa 22.30; Scary Stories to Tell in the Dark Sa

23.00; Halloween Haunt Sa 23.20; Das Ballett des Bolshoi-

Theater in HD: Le Corsaire So 16.00; Le Mans 66 –Ford v

Ferrari (OF) So 19.45

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) AToy

Story: Alles hörtauf kein Kommando 12.30; Downton Abbey

14.45; My Zoe 17.40, 20.15

Cosima (✆ 85 07 58 02) Nurejew15.30; Systemsprenger

18.00; Deutschstunde20.15

Odeon (✆ 78 70 40 19)Bis dann,mein Sohn(Omdt+englU)

14.00; Marianne &Leonard (OmU) 17.45; Bis dann, mein

Sohn –Dijiu tian chang (OmU) 20.00

Xenon (✆ 78 00 15 30) Porträt einer jungen Frau in Flammen

17.30; Shorts Attack –Grenz(be)ziehungen –30Jahre

Mauerfall 20.15

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) Unsere Lehrerin,

die Weihnachtshexe 10.00, 12.00; Shaun das Schaf: Der

Film 10.00, 12.05; Everest: Ein Yeti will hoch hinaus 10.00;

Die Addams Family 10.00, 12.10, 14.15; Angry Birds 2

10.00; Maleficent 212.00, 14.10, 17.00; Bayala 12.20; Le

Mans 66 14.05, 16.30, 19.30, Sa a. 22.40; Last Christmas

14.20, 16.55, 20.00, Sa a. 22.55; Das perfekte Geheimnis

14.35, 17.20, 20.10, Sa a. 23.00; Joker 17.30, 19.50;

Zombieland 220.20, Sa a. 22.45; MidwaySa22.50

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Systemsprenger

Sa 10.15;Downton Abbey Sa 12.45, So 10.15; Ich

war noch niemals in New York 15.15, Sa a. 20.15, So a.

17.45; Deutschstunde Sa 17.45, So 12.45; Und der Zukunft

zugewandt So 20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11)Last Christmas 11.00, 14.00,

17.00, 20.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20) Unsere Lehrerin,

die Weihnachtshexe 10.00, 12.10; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm 10.00, 12.00, 14.50; Invisible Sue 10.00; Dora

und die goldene Stadt 10.00, 12.15, 14.15; Die Addams

Family 10.00, 12.05, 14.20, 17.15; Bayala 10.00; Angry

Birds 210.00, 12.10; Everest: Ein Yeti will hoch hinaus

12.00; Maleficent 212.10, 14.30, 20.15, Sa a. 17.35; Le

Mans 66 14.05, 16.45, 20.30, Sa a.23.00,Soa.22.15;

Das perfekte Geheimnis 14.10, 16.30, 17.05, 19.30, 20.05,

23.00; Ich war noch niemals in New York 14.20, 17.25,

19.45; Joker22.20, 23.10, Sa a. 17.15, 20.05, So a. 17.35,

20.15; Zombieland 223.00, Sa a. 20.30; Midway 22.45;

Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Le Corsaire (OF) So

17.30

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) Das perfekte Geheimnis

13.15, 15.30, 18.00, 20.30; Shaun das Schaf: UFO-

Alarm 13.30, So a. 11.15; Dora und die goldene Stadt

13.30; Die Addams Family 13.45, 15.45, 18.15, So a.

11.30; Last Christmas 15.45, 18.00, 20.30; Everest: Ein

Yeti will hoch hinaus 15.45, So a. 11.30; Ich war noch niemals

in NewYork17.45, So a. 11.00; Zombieland 220.30;

Joker20.30

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Magical HistoryTour: Ludwig II.

–Lecrepuscule des dieux (OmU) Sa 20.00; Rithy Pahn:

Graves Without aName –Les tombeaux sans noms (OmenglU)

So 20.00; RithyPahn: Duch: Master of the Forges of Hell

–Duch: Der Schmiedemeister der Hölle (OmenglU) Sa

19.30; Magical History Tour: Die Farbe des Granatapfels

(Restaurierte Fassung) –Zwetgranaty (OmenglU) So 19.00

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) Joker

12.50, 16.00, 19.10, 19.35, 20.10, 22.20, Sa a. 13.30,

16.50, So a. 13.00;Die Addams Family 16.30, Sa a. 12.50,

13.30, So a. 13.40; Dem Horizont so nah Sa 13.00, So

13.30; Das perfekte Geheimnis 13.00, 14.00, 17.15,

20.30, 22.20, Sa a. 16.00, 19.10, So a. 16.10, 20.00; A

ToyStory: Alles hört auf kein Kommando 13.15; Maleficent

2Sa13.30, So 13.10; Le Mans 66 16.30, 19.00, 20.10,

22.40, Sa a. 13.30, Soa.13.00; Playmobil: Der Film Sa

13.50; Booksmart 13.50, 16.40, 19.40, 22.30; Bayala Sa

13.50, So 14.00; Angry Birds 2Sa13.50; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm14.00; Lara 14.00, 16.40, 19.30; Dora und die

goldene Stadt 14.20, Sa a. 14.05, So a. 13.40; Last Christmas

14.10, 17.00, 19.50, 22.50; Downton Abbey Sa

16.00, So 16.10, 19.45; Parasite 16.20, 19.30, 22.40, So

a. 16.30; 3D: Maleficent 219.30, 22.40, Sa a. 16.20, So

a. 16.50; Das Wunder von Marseille Sa 16.20; Terminator

–Dark Fate Sa 16.30, 19.40, 22.50, So 19.50, 22.45; Systemsprenger

16.30; Der König der Löwen Sa 16.30, So

16.40; My Zoe 17.00, 19.40; Zombieland 2Sa 17.10,

20.00, 22.50, So 17.00, 19.40, 23.00; Ich war noch niemals

in NewYork 17.10; Once Upon aTime in... Hollywood

Sa 19.10; Midway Sa19.10, So 19.20; Gemini Man Sa

19.40, 22.15, So 22.10; Halloween Haunt 20.20, 23.00;

Fast &Furious: Hobbs &Shaw 22.40; Black and Blue Sa

22.40, So 22.50; Der letzte Bulle 22.45; Scary Stories to

Tell in the Dark 22.50; Ad Astra 23.00; Everest: Ein Yeti will

hoch hinaus So 13.50; 2040 –Wir retten die Welt! So 14.10

CineStar im Sony Center (✆ 04 51/703 02 00) Le Mans

66 –Ford vFerrari (OmU) 13.30,16.15, 19.50, 22.30;Joker

(OF) 17.00, 20.00, 23.00, Sa a. 13.30, So a. 13.45; Die

Addams Family –The Addams Family (OF) Sa 13.30, So

13.45; Maleficent 2–Maleficent: Mistress ofEvil (OF)

13.40, 16.45, 19.40; Shaun das Schaf: UFO-Alarm–Shaun

the Sheep Movie: Farmageddon (OF) Sa 13.45, So 13.30;

Last Christmas (OF) Sa 14.00, 16.45, 19.30, 22.20, So

13.45, 16.30, 20.30, 23.15; Zombieland 2(OF) 14.15,

17.00, 19.45, 22.40; Once Upon aTime in... Hollywood (OF)

16.30; Booksmart (OF) 16.45, 19.30; Midway (OF) 22.40,

Sa a. 19.45, So a. 20.00; Terminator –Dark Fate (OF) Sa

20.00, 23.10, So 19.15, 22.30; ScaryStories to Tell in the

Dark (OF) 23.15; Parasite (OmenglU) 23.15; Ad Astra –Zu

den Sternen (OF) So 13.30; Das Ballett des Bolshoi-Theater

in HD: Le Corsaire So 16.00

CineStar IMAX (✆ 04 51/703 02 00) IMAX: Le Mans 66

Sa 11.45, So 22.45; IMAX: Le Mans 66 –Ford vFerrari (OF)

15.30, 19.10, Sa a. 22.45, So a. 11.45

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Zombieland 2(OF) Sa

19.30, So 22.00; Joker (OmU) So 17.15; Sneak Preview

(OmU) So 19.30

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) Unsere Lehrerin, dieWeihnachtshexe

10.00, 12.00, 14.00; Everest: Ein Yeti will hoch hinaus Sa

10.00; Dora und die goldene Stadt Sa 10.00, 12.30; Die

Addams Family 10.00, 12.00, 14.00, 16.00; Bayala 10.00,

12.00, 14.00; Shaun das Schaf: UFO-AlarmSa12.15; Das

perfekte Geheimnis 14.30, 17.15, 20.00, 22.30; Ich war

noch niemals in New York 15.00, 17.30; Last Christmas

15.45, 18.00, 20.15, 22.30; 3D: Maleficent 216.00,

18.30; Zombieland 218.00, 20.15, 22.30; Joker 20.00,

22.30; Terminator –Dark Fate 21.00

Casablanca (✆ 677 57 52) Dora und die goldene Stadt

13.30; Gundermann Sa 15.30; Ich war noch niemals in New

York Sa 18.00; Parasite Sa 20.30, So 18.00; SystemsprengerSa20.30;

NurejewSo15.30

CineStar –Der Filmpalast Treptower Park (✆ 04 51/

703 02 00) Shaun das Schaf: UFO-Alarm Sa11.30, So

11.25; Mein Lotta-Leben 11.30; Der König der Löwen

11.30; Die Addams Family 11.45, 14.00, 17.25; Bayala

11.45; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 11.45;

Maleficent 214.00, Sa a. 11.50, 17.00,Soa.11.30; Angry

Birds 2Sa11.50, 14.15, So 13.30; Everest: Ein Yeti will

hoch hinaus 12.00, 14.30; Le Mans 66 14.00, 16.35,

19.45, Sa a. 22.40; Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe Sa

14.15, So 11.40; Das perfekte Geheimnis 14.15, 17.15,

20.00, Sa a. 23.00; Last Christmas 14.30, 17.15, 20.00,

Sa a. 23.00; Dora und die goldene Stadt Sa 14.45, So

14.20; Ich war noch niemals in NewYork Sa 16.50; Recep

Ivedik VI (OmU) 17.00, 19.50, Sa a. 23.10, So a. 14.15;

Joker 17.00, 20.15, Sa a. 22.40; Zombieland 220.15, Sa

a. 17.30, 23.10, So a. 17.00; Scary Stories to Tell in the

Dark Sa 19.45; Terminator –Dark Fate Sa 19.55, 22.50,So

20.00; Midway 20.00, Sa a. 22.45; Halloween Haunt Sa

23.10; Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Le Corsaire So

16.00; Die Neunte –Devyataya (OF) So 17.00; Le Mans 66

–FordvFerrari (OF) So 19.45

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) Shaun das

Schaf: UFO-Alarm 12.00; Recep Ivedik VI 12.00, 14.45,

16.30, 17.30, 19.30, 20.15, Sa a. 22.15, 23.00; Everest:

Ein Yeti will hoch hinaus 12.00; Dora und die goldene Stadt

12.00, 14.20; Die Addams Family 12.00, 14.15; Bayala

12.00; Angry Birds 212.00; Maleficent 214.00, 17.25; Le

Mans 66 14.00, 17.00, 20.30, Sa a. 22.30; Last Christmas

14.10, 17.00, 19.50, Sa a. 23.00; Das perfekte Geheimnis

14.10, 17.00, 20.10; 7. Kogustaki Mucize –Das Wunder in

ZelleSieben 16.45, 19.45; Joker20.00, Sa a. 23.00; Terminator

–Dark Fate Sa 22.30

City Kino Wedding (✆ 01 77/270 19 76) Wir sind 100!:

Kinderkurzfilmwettbewerb (Block 3) Sa 13.30; Wir sind

100!: (Block 4) Sa 15.15; Wirsind 100!: (Preisverleihung)

Sa 17.00; Marianne &Leonard (OmU) Sa 19.00, So 18.30;

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya Sa 21.15; Deutschstunde

So 14.00; Kinderfilm des Monats: Momo So 16.30; Gott

existiert, ihr Name ist Petrunya (OmU) So 20.45

WEISSENSEE

Brotfabrik (✆ 4714001) Nordlichter:Lykkelaender (OmU)

18.00; Parasite (OmU) 20.00; Easy Love Sa 22.30; Die

Bilder des Zeugen Schattmann (Teil III) So 14.00; Die Bilder

desZeugen Schattmann (Teil IV) So 16.00

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Das perfekte Geheimnis

10.30, 13.00, 15.30, 18.00, 20.30; Ich war noch niemals

in NewYork 10.00, 17.15, 20.00; Everest: Ein Yeti will hoch

hinaus 12.45; Invisible Sue 15.00

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

Sa 13.00; VomBauen der Zukunft –100

Jahre Bauhaus (m. Gästen) Sa 15.00; Parasite 18.00; The

ReportSa20.30; Montags in Dresden (m. Gast) So 11.00;

Fritzi –Eine Wendewundergeschichte (m. Gast) So 13.30;

Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow So

15.30; The Report(OmU) So 20.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Shaun das Schaf: UFO-

Alarm 13.00; Nurejew Sa15.00; Ich war noch niemals in

NewYork Sa 17.45, So 15.15; The Report 17.45; Parasite

20.15; Systemsprenger So 10.30

ZEHLENDORF

Bali (✆ 8114678) Mein Lotta-Leben 16.00; Deutschstunde

Sa 18.00; Der Glanz der Unsichtbaren 20.30; Zwingli –

Der Reformator So 17.00

Capitol (✆ 831 64 17) Lara 15.30, 18.00, 20.30; Exhibition

on Screen: Leonardo: Die Werke–The Works So 10.40;

Deutschstunde So 12.50

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 29 · ·

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KINO

SONNTAG

Die Musikerin PJ Harvey in dem Film „A Dog Called Money“

PARAKEET FILM/SEAMUS MURPHY

ADog Called Money

DieDokumentation zeigt die Musikerin PJ Harvey auf ihremWeg,

neue Songs für eine Platte zu komponieren und einzuspielen. Auf

der Suche nach Erfahrungen aus den Ländern, über die sie

schreiben wollte,begleitete Harvey den Fotografen Seamus Murphy

auf einigen seiner weltweiten Berichterstattungsreisen, etwa

nach Afghanistan, Kosovo oder Washington DC. In einem Raum

hinter Glas, durch das man nur von einer Seite durchschauen

kann, wurde das Publikum dazu eingeladen, den 5-wöchigen

Aufnahmeprozessals Live-Sound-Skulptur zu beobachten. BLZ

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

18.00: Die Parallelwelt

18.00 Kleines Haus: Selbstbezichtigung

Berliner Kriminal Theater (& 47 99 74 88)

17.00: Erbarmen

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

15.00: Der Nussknacker (StaatsballettBerlin)

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

11.00: Früh-Stücke

19.00: 30 nach 89: Franziska Linkerhand

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

19.30: Glaube Liebe Hoffnung

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

16.00: Der Krieg und ich -Kriegskinder 1939-1945:

Maikäfer flieg (Isabel Neuenfeldt und Siegfried

Antonio Effenberger)

Haus der Berliner Festspiele (& 25 48 91 00)

15.00: Immersion: Diamante (Mariano Pensotti /

Grupo Marea)

Kleines Theater (& 821 20 21)

18.00: Alte Liebe

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 16.00: Alles was Sie wollen

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

18.00: 4. Berliner Herbstsalon: Hass-Triptychon -

Wege aus der Krise

20.00 Studio R: 4. Berliner Herbstsalon: The Sequel

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

16.00: Münchhausen –Die Wahrheit übers Lügen

(Drehbühne Berlin)

Reinbeckhallen (& 20 39 31 11)

19.00: Utopia Ltd. oder die Blüten des Fortschritts

(The Metafiction Cabaret, Maja Lange(Sopran), Ingo

Volkmer (Bariton), Projektchor der Joseph-Schmidt-

Musikschule)

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

11.30: Mein Ganzes Sein senkeich in dich

18.00: Halpern&Johnson

Russisches Haus (& 20 30 23 20)

19.00: Die Mythen der nördlichen Taiga(Staatliches

akademisches Ensemble der Republik Komi)

Schaubühne (& 89 00 23)

18.00 Globe: Love hurts in Tinder Times

19.00: Der Fremde; 20.00:Orlando

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

16.00: Ruhe! Wirdrehen!

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

18.00: Barocktage: Il Primo Omicidio

Vaganten Bühne (& 313 12 07)

18.00: Menschen im Hotel

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: So, als ob du schwebtest (Ursli &Toni

Pfister)

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

18.00: Zauber Zauber -Nichts ist, wie es scheint

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

16.00: Gelogene Wahrheiten (Wühlmäuse-Ensemble)

20.00: Kein zurück! (Wilfried Schmickler)

KLASSIK

Auenkirche Wilmersdorf (& 405 04 53 45)

18.00: Ludwig Güttler und Thomas Irmen (Trompete

&Corno da caccia), Friedrich Kircheis (Orgel),

Trompetenglanz und Orgelklang,Konzerte, Sonaten,

Choralvorspiele um Bach

Bode-Museum (& 266 42 42 42)

19.00: consortium vocale berlin, Un poco dolce,

VieltönigeRenaissancemusik vonNicola Vicentino,

Werkevon Giovanni Pierluigi da Palestrina

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

20.00 Gr. Saal: Iceland SymphonyOrchestra,

Ltg. Daníel Bjarnason, Víkingur Ólafsson (Klavier),

Anna Dorvaldsdóttir:„Aeriality“; Daníel Bjarnason:

„Processions“ für Klavier und Orchester;Jean Sibelius:

Sinfonie Nr.5Es-Dur op. 82

Philharmonie (& 25 48 83 01)

16.00: Akademisches Orchester Berlin e.V., Chor der

Johanneskirche Schlachtensee, Solist*innen: Bettina

Jensen, Michael Zabanoff u. a., Ltg.Peter Aderhold,

Antonín Dvorák: Requiem op.89

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

16.00: Frankreich mit Schumann: sinfonietta92, Ltg.

Mariano Domingo

20.00: Esther Abrami (Violine), Niccolò Ronchi

(Klavier), Vera Talerko(Sopran), Schubert: Violinsonate

D-Dur;Andie Musik, DieForelle, Ständchen C-Dur,

Du bist dieRuh;Brahms: Scherzo c-Moll aus der

F.A.E.-Sonate; Franck: Violinsonate A-Dur;Schumann:

Myrthen op. 25 Nr.1,Widmung; Strauss: Allerseelen

op. 10 Nr.8,Morgen op. 27 Nr.4;Mahler:Ich bin der

Welt abhanden gekommen

KINDER

Brotfabrik (& 471 40 01)

11.00, 16.00: Aufund Ab,Gastspiel Koom Koom

Theater (Israel), (ab 6bis 12 J.)

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

12.00: fezMachen! Märchen, VonDrachen, Märchen

und wundersamen Welten. (ab 2bis 12 J.)

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

11.30, 15.30: Im Labyrinthder Bücher,Young Show

(ab 5J.)

Anzeige

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.00: Lulu

20.00 3. Stock: Die Hand ist ein einsamer Jäger

KABARETT/VARIETÉ

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

19.00: One NightofTina –ATribute to the Music of

Tina Turner

Arena Glashaus (& 533 20 30)

18.30: Alle Kassen, auch privat (HeikeFest). Anm. erf.

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

19.00: Die 5glorreichen Sieben

BKA (& 202 20 07)

15.00: Kabarett &Kaffeeklatsch (Sigrid Grajek)

20.00: Homofröhlich!(Ole Lehmann)

BühnenRausch (& 44 67 32 64)

19.00: Improshow(Notausgang)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)

Distel (& 204 47 04)

18.00 Studio:Champagner,wenn die Bomben fallen-

Tanz auf dem Vulkan (Wermelskirchen &Rodekuhr)

18.00: Die Schönen und das Biest (LaLeLu)

Estrel Showtheater (& 68 31 68 31)

17.00: StarsinConcert

Freizeitforum Marzahn (& 542 70 91)

16.00: Berliner Lieder -Dialekt und jutet Liedjut

(Asuka Tovazzi)

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: West Side Story

Kookaburra (& 48 62 31 86)

19.00: Humor Erectus -OpenStage

Palazzo (& 018 06 38 88 83)

18.00: Family Affairs

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

17.00:Die Live Show(Archie Clapp, Kerim

Pamuk, Nick Schmid, AchimKnorr,Mod.: Johannes

Flöck)

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: Allein in einer großen Stadt

(RitaFeldmeier)

Stachelschweine (& 261 47 95)

18.00: Viel Tunnel am Ende des Lichts

StageBluemax Theater Berlin (& 018 05 44 44)

18.00: Blue Man Group -The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30,19.00:Mamma Mia!

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

11.00: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

15.30 Werner-Otto-Saal: Duo Stemma -Herdís Anna

Jónsdóttir (Viola), Steef vanOosterhout (Percussion),

Kindur jarma íkofunum,Ein musikalisches Abenteuer

aus Island (ab 5J.)

RBB Haus des Rundfunks (& 97 99 30)

15.00: Tierparade mit Barbara Schöneberger (Erzählerin)

und demRundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Ltg.

Johannes Zurl

Schaubude (& 423 43 14)

15.00: Das hässliche Entlein, Zirkusmaria, Erzähltheater

mit Flachfiguren undLive-Musik (ab 4bis 8J.)

LITERATUR/VORTRAG

BuchhandlungWinter (& 80 57 86 77)

12.00: Wiedersehen, Helmut Mooshammer liest

Thomas Bernhard

Heimathafen Neukölln (& 56 82 13 33)

19.30 Studio: Die Akte Hanna –ein Leben im Blick

der Securitate, Feature vonSenta Höfer

Max &Moritz (& 69 51 59 11)

19.30: 10. Krimimarathon Berlin-Brandenburg: „Lange

Kriminacht mit denMörderischen Schwestern“, mit

Mörderische Schwesterne.V., Lesung mit Musik

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

20.00 Roter Salon: Reformbühne Heim &Welt -Zu

Gast: MaikeRosa Vogelund Steffen Brück

KONZERT

A-Trane (& 313 25 50)

20.00: Jeff Cascaro, Love &Blues in the City

Columbia Theater (Columbiadamm 9-11)

21.00: Mark Lanegan Band, The Membranes

Heinrich-Grüber-Zentrum (& 929 60 51)

16.00: Akkordeonensemble MABAK

Huxleys Neue Welt (& 301 06 80 88)

20.00: Welshly Arms

Kulturbrauerei/Frannz (& 726 27 93 33)

20.00: Tiere streicheln Menschen

Pierre Boulez Saal (& 47 99 74 11)

20.00: Charles Lloyd (sax, fl) &Gerald Clayton (p)

Quasimodo (& 318 04 56 70)

22.30: Adam Holzman &Brave NewWorld

SO36 (& 61 40 13 06)

20.00: Queensrÿche

MEDIENPARTNER

Tickets:O3O–678O111 www.berliner-konzerte.de

und an allenbekanntenVorverkaufsstellen


30 Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

11.15 Ey,HerrStober! 12.00 Nachrichten 12.15

Kindernauf die Sprüngehelfen 13.00

Nachrichten 13.15 Islam. Macht. Schule. 14.00

Nachrichten 14.15 Ungenügend! 15.00

Nachrichten 15.30 Plusminus 16.00 Nachrichten

16.30 Weltbilder 17.00 Nachrichten 17.30

Kontraste 18.00 Nachrichten 18.30 Zapp 19.00

Nachrichten 19.30 Im Wartesaal der Nordafrikaner

20.00 Tagesschau 20.15 Lehrer am Limit

21.00 Tagesschau 21.02 Ulrich Timm im

Gespräch 21.32 Islam. Macht. Schule. 22.17

Drei Lehrer –ein Schuljahr 23.15 Im Wartesaal

der Nordafrikaner 23.45 Tagesschau vor20

Jahren 0.00 Tagesthemen 0.20 Ey,HerrStober!

ONE

5.45 Erlebnisreisen 5.50 Lindenstraße 6.20 Um

Himmels Willen 7.10 kinokino 7.25 Die

Landärztin: Ein neues Leben. Arztreihe, D/A 2008

8.55 Besser als Du. Komödie, D2015 10.25 2

Sturköpfe im Dreivierteltakt. Komödie, D2017

11.55 kinokino 12.10 Brisant 12.50 extra 3

13.20 Die Oma-Opa-Mama-Papa-Guck-mal-

Show 13.50 Telespiele 14.30 Hot in Cleveland

18.00 Love Birds –Ente gut, alles gut!

Liebeskomödie, NZ 2011 19.40 Brisant 20.15

Allmen und das Geheimnis des rosa Diamanten.

Kriminalfilm, D/CH 2017 21.45 Das Leuchten

der Stille. Drama,USA 2010 23.25 Die Florian

Schroeder Satire Show 0.10 extra 3

ZDF NEO

5.35 (für HG) Große Völker 6.20 Sturmüber

Europa 9.15 (für HG) Alexander der Große 10.45

(für HG) Große Völker 13.40 (für HG) Brot und

Spiele –Wagenrennen im alten Rom 14.40 (für

HG) Ein TagimAlten Rom 15.25 (für HG) Ein Tag

im Mittelalter 16.10 (für HG) Ein TaginParis

1775 16.55 Die glorreichen 10 18.20 Sketch

History 18.45 Dinner Date 19.30 (für HG) Mit

80 Jahren um die Welt 20.15 (für HG) Auf

falscher Fährte. Thriller,USA 2013 21.30

Passengers. Thriller,USA 2008 22.55 The

Darkness. Horrorfilm, USA 2016 0.20 (für HG)

Auffalscher Fährte. Thriller,USA 2013 1.35

Silent Witness. Krimiserie

ZDF INFO

8.30 (für HG) plan b. 9.00 (für HG) Klimawandel

9.43 heute Xpress 9.45 SchmutzigeBaumwolle

10.30 Hitlers Reich privat 11.15 Hitlers Reich

privat 12.00 Hitlers Reich privat 12.45

Komplizen des Bösen 13.30 Komplizen des

Bösen 14.15 Komplizen des Bösen 15.00

Komplizen des Bösen 15.45 Komplizen des

Bösen 16.30 Komplizen des Bösen 17.15

Komplizen des Bösen 18.00 Komplizen des

Bösen 18.45 Komplizen des Bösen 19.30

Komplizen des Bösen 20.15 ZDF-History 21.00

Hitlers Reich privat 21.45 Hitlers Reich privat

22.30 Hitlers Reich privat 23.15 Komplizen des

Bösen 0.00 Komplizen des Bösen

Radio

KLASSIK

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Camille Saint-Saëns und sein

Klavierquartett B-Dur,ca. 56 Min.

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Oper Bethanienkirche Leipzig: Erich Wolfgang

Korngold „Rosen aus Florida“, Operette in drei

Akten nach Fragmenten vonLeo Fall /

Dialogbearbeitung: Stefan Klingele, ca. 145 Min.

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Berliner Philharmoniker Dirigent: Claudio

Abbado. Sergej Rachmaninow/Peter Tschaikowsky

/Sergej Prokofjew, ca. 30 Min.

23.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Lange Nacht Die letzten Romantiker:Eine Lange

Nacht des Bossa Nova.Von KarlLippegaus /

Regie: der Autor,ca. 52 Min.

HÖRSPIEL

11.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Lesart Das politische Buch: „An der Raststätte“

vonRainer Wochele /„Maud und Aud“ von

Gunstein Bakke/„Vollbremsung“ vonKlaus

Gietinger /„C–die vielen Leben des Kohlenstoff“

vonDag OlavHessen, ca. 55 Min.

18.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Das Feature Blaublutbild:Ein adliger Selbstversuch.

VonMelina vonGagern/Regie: Maidon

Bader /Mit: Melina vonGagern, Franziska

Hartmann, Stefanie Brehme, ca. 55 Min.

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Hörspiel Der Publikumspreis der ARD Hörspieltage2019:

Die dritte Arbeitskraft, mein Geld. Von

Michael Stauffer,ca. 115 Min.

MAGAZIN

9.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Im Gespräch Livemit Hörern: Medizinportale –

Waskann Dr.Google? Moderation: Katrin Heise,

ca. 115 Min.

11.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Gesichter Europas Flamenco –Identität und

Gefühl. Mit Reportagen vonHans-GünterKellner,

ca. 55 Min.

17.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Streitkultur

Ist die katholische Kirche reformierbar?

Die Theologin Julia Knop und der Journalist

Christian ParthimGespräch /AmMikrofon:

Christiane Florin, ca. 25 Min.

JAZZ /BLUES

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Die Jazzpianistin Patricia Barber.Mit

Ortrun Schütz, ca. 30 Min.

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Die ECM-Woche auf rbbKultur,

Teil 4. Mit Ulf Drechsel, ca. 56 Min.

ARD

9.50 (für HG) Tagesschau 9.55 (für HG) Eisbär,

Affe &Co. 11.30 (für HG) Quarks im Ersten

12.00 (für HG) Tagesschau 12.05 (für HG) Die

Tierärzte –Retter mit Herz 12.55 (für HG)

Tagesschau 13.00 (für HG) Liebling,weck die

Hühner auf. Komödie, D2009 14.30 (für HG)

Drunter &Brüder.Komödie, D2015 16.00 (für

HG) Wwie Wissen 16.30 (für HG) Weltspiegel-

Reportage 17.00 (für HG) Tagesschau 17.10 (für

HG) Brisant 17.47 (für HG) Das Wetter im Ersten

17.50 (für HG) Tagesschau 18.00 (für HG)

Sportschau 18.25 (für HG) Sportschau Thema.

eSport: Milliardengeschäft –aber auch echter

Sport? 19.25 (für HG) Spiel ohne Grenze 19.57

Lotto am Samstag 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Mein Schwiegervater,der

Camper

Komödie, D2019. Mit Oliver Wnuk. Um

die Hand seiner schwangeren Freundin zu

bekommen, muss Markus sich gegen

ihren Papa Hartmut behaupten.

21.45 (für HG) Mein Sohn, der Klugscheißer

Komödie, D2016. Mit Alwara Höfels

23.15 (für HG) Tagesthemen

23.35 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.40 (für HG) Inas Nacht

0.40 (für HG) Mein Schwiegervater,der

Camper Komödie, D2019

RTL

5.00 Der Blaulicht Report 5.50 Verdachtsfälle.

Doku-Soap 6.50 Verdachtsfälle. Doku-Soap 7.50

Familien im Brennpunkt 8.50 Familien im

Brennpunkt 9.50 Familien im Brennpunkt 10.55

Der Blaulicht Report 11.50 Der Blaulicht Report

12.50 Der Blaulicht Report 13.45 Der Blaulicht

Report 14.45 Der BlaulichtReport 15.40 Der

Blaulicht Report 16.40 Der Blaulicht Report. Auf

die Polizisten wartet ein neuer Einsatz, der ein

unfassbar herzloses Verbrechen offenlegt: Ein

kleines Mädchen wird im Internet zum Verkauf

angeboten. 18.00 Formel 1. Freies Training zum

Großen Preis vonBrasilien 18.45 RTL Aktuell –

inkl. Wetter 18.55 Formel 1. Qualifying zum

Großen Preis vonBrasilien, live

20.15 RTL Fußball –European Qualifiers

Deutschland –Weißrussland, live. Das

Hinspiel am 8. Juni hat das DFB-Team mit

2:0 für sich entschieden. Auch im

Rückspiel zählt für nur ein Sieg,umdie

Konkurrenz in Schach zu haltenm.

22.40 RTL Fußball –European Qualifiers

Highlights und Zusammenfassung

weiterer Spiele

0.00 Faisal Kawusi live! Glaub nicht alles,

was dudenkst

Comedyshow

2.00 Kaya Yanar live! Around the World

MDR

16.00 MDR vorOrt 16.25 (für HG) Aktuell 16.30

(für HG) Go Trabi go.Komödie, D1991 18.00

(für HG) Heute im Osten –Reportage 18.15 (für

HG) Unterwegs in Sachsen 18.45 (für HG)

Glaubwürdig 18.50 (für HG) Wetter für 3 18.54

(für HG) Unser Sandmännchen 19.00 Regionales

19.30 (für HG) Aktuell 19.50 (für HG) Quickie

20.15 (für HG) Ein Kessel Buntes Spezial 22.30

(für HG) Aktuell 22.35 (für HG) SportimOsten.

Boxen. IBO-WM im Halbschwergewicht: Dominic

Bösel vs. Sven Fornling,live 0.35 (für HG)

Clarissas Geheimnis. Drama, D/A 2012

Bayern

14.00 Blickpunkt Sport. Fußball DFB-Pokal

Frauen: FC Bayern München –VfL Wolfsburg,live

16.00 (für HG) Rundschau 16.15 (für HG) natur

exclusiv 17.00 Blickpunkt Sport 17.45 (für HG)

Zwischen Spessartund Karwendel 18.30 (für

HG) Rundschau 19.00 Gut zu wissen 19.30 (für

HG) Kunst +Krempel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Tausche Firmagegen Haushalt. Komödie,

D2003 21.45 Rundschau Magazin 22.00 Bella

und der Feigenbaum. Komödie, D2013 23.30

Der Nesthocker.Komödie, D2018 1.00 Betragen

ungenügend! Komödie, D1972

Vox

5.05 (für HG) Medical Detectives 6.00 Criminal

Intent 6.50 CriminalIntent 7.40 Criminal Intent

8.20 Criminal Intent 9.10 Criminal Intent 10.05

Criminal Intent 11.00 Criminal Intent 11.50

Shopping Queen 12.50 Shopping Queen 13.55

Shopping Queen 14.55 Shopping Queen 15.55

Shopping Queen 16.55 Die Pferdeprofis 18.00

hundkatzemaus 19.10 Der Hundeprofi 20.15

(für HG) Die Erfindung der Wahrheit. Politthriller,

USA/F 2016 23.00 (für HG) Law&Order:

Special Victims Unit 23.55 (für HG) Medical

Detectives 0.50 (für HG) Medical Detectives

Super RTL

10.35 Pokémon 11.00 Die Tomund JerryShow

11.30 Bugs Bunny&Looney Tunes 12.00 Barbie

–Das Agenten-Team. Animationsfilm, USA 2016

13.15 Barbie 13.45 Spirit 14.15 Friends 14.35

Grizzy &die Lemminge 14.55 Dennis &Fletscher

17.10 Grizzy &die Lemminge 17.40 Angelo!

18.10 Bugs Bunny&Looney Tunes 18.35

Woozle Goozle 19.10 Alvinnn!!! 19.40 Super Toy

Club.Animationsserie 20.15 Asterix bei den

Olympischen Spielen. Comicadaption, F/D/E/I/B

2007 22.35 Eine samtigeBescherung.

Liebeskomödie, USA 2014 0.20 Infomercials

Sport1

5.45 SportClips 6.00 Teleshopping 9.15 Die PS

Profis –MehrPower ausdem Pott. Doku-Soap

9.30 Normal 10.00 Teleshopping 12.00 Sport

Quiz 15.00 StorageWars –Geschäfte in Kanada.

Doku-Soap. Überlistet /Ausgegraben/Viel Glück

und viel Segen /RoysRollenspiel /Preistreiber /

Großer Auftritt /ImNorden nichts Neues /

Handeln in Orange/Irgendwo im Nirgendwo

19.30 Darts. Grand Slam of Darts. Highlights

21.00 Darts. Grand Slam of Darts. Viertelfinale,

live 0.00 SportClips 0.45 Teleshopping Nacht

TV-Tipps

VOX, 20.15 UHR POLITTHRILLER

Die Erfindung der Wahrheit

Skrupellos,eiskalt und unberechenbar –das ist Elizabeth Sloane (Jessica

Chastain), Lobbyistin ohne Gewissensbisse.Sie hat sich zum Star einer

der besten Kanzleien Washingtons hochgearbeitet und kann dortjeden

Auftrag in einen Sieg verwandeln. Dabei bewegt sie sich häufig am Rande

der Legalität und kämpft mit fragwürdigen Mitteln, um die Interessen ihrer

Auftraggeber durchzuboxen. Das ändertsich, als die Waffenlobby mit einem

Auftrag an die Kanzlei herantritt. Ein Gesetzesentwurf, der den Verkauf von

Waffen an Zivilisten erschweren würde,soll abgeschmettertwerden –mit

der Hilfe von Sloane.Doch die will die Pläne nicht unterstützen und wechselt

kurzerhand zur Gegenseite.Allerdings hat Sloane damit nicht nur ihren

schwierigsten Fall vor sich, sondern mit den ehemaligen Chefs und Kollegen

auch ihrehärtesten Gegner ... Derbritische Regisseur John Madden hat sich

für den Film in die politischen Verhältnisse der USA eingearbeitet und zeigt

das Schmieden von Allianzen mit zynischen Dialogen.

(USA, F/2016)

Foto: TVNOW

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ARD, 20.15 UHR KOMÖDIE

ARTE, 21.10 UHR DOKUMENTATION

prisma

TV-Magazin pris

Mein Schwiegervater, der Camper

Tödliches Spiel um die Macht

Dienstag

neu!

Markus (Oliver Wnuk, l.) ist der

Traum vieler Schwiegermütter:

Er sieht gut aus,ist ein erfolgreicher

Anwalt und wünscht sich eine Familie.

Als seine neue Flamme Lena ungeplant

schwanger wird, wähnt sich Markus

unverhofft am Ziel. Leider steht dem

Glück ausgerechnet der Schwiegervater

in spe im Weg: Campingplatz-

Pächter Hartmut (Henning Baum), der

weder von Lenas neuem Freund noch

von ihrer Schwangerschaft weiß. Er

wünscht sich ihren Ex Andi als Schwiegersohn.

Als Markus erstmals auf dem

Campingplatz aufkreuzt, beginnt für

ihn ein Spießrutenlauf.

(D/2019)

Foto: ARD

König Edward II. regierte England an der Wende zum 14. Jahrhundert. Der

Sohn eines tatkräftigen Vaters war jedoch alles andereals ein erfolgreicher

Monarch. Er wurde abgesetzt und starb kurz darauf überraschend.

Bereits seine Zeitgenossen waren sich darüber einig, dass Edward II. kein

guter König ist –immittelalterlichen Sinne.Allerdings machten die Zeiten,

in denen er auf dem Thron saß, das Regieren auch schwer:Von seinem Vater,

dem „Hammer der Schotten“, erbte er einen immer wieder aufflammenden

Konflikt. Mitdem Adel kämpfte er um die Macht in seinem Reich. Ausgelöst

von katastrophalen Regenfällen und kalten Wintern, kam eine Hungersnot

übers Land, die in dieser Epoche eines Königtums von Gottes Gnaden auch

dem König angelastet werden konnte.Gesetzgeberische Maßnahmen, die

Notzulindern, verschärften sie obendrein. Edward II. verstand es aber auch,

sich bei seinesgleichen unbeliebt zumachen. Seine Vorliebe für nicht seinem

Stand entsprechende Hobbys wie Dachdecken machten ihn dem hohen Adel

suspekt. Noch immer ranken sich diverse Mythen um seinen plötzlichen Tod.

(D/2017)

ZDF

7.30 (für HG) Eine lausigeHexe. 7.55 (für HG) 1,

2oder 3 8.20 (für HG) Robin Hood –Schlitzohr

vonSherwood 8.45 heute Xpress 8.50 (für HG)

Bibi und Tina 9.40 (für HG) Find me in Paris

10.25 heute Xpress 10.30 (für HG) Notruf

Hafenkante 11.15 (für HG) SokoWismar 12.00

heute Xpress 12.05 (für HG) Menschen –das

Magazin 12.15 (für HG) Bettys Diagnose 13.45

(für HG) Einer für alle, alles im Eimer.Komödie, D

2015 15.13 (für HG) heute Xpress 15.15 (für

HG) Vorsicht, Falle! 16.00 (für HG) Bares für

Rares 17.00 (für HG) heute Xpress 17.05 (für

HG) Länderspiegel 17.35 (für HG) plan b 18.05

(für HG) SokoKitzbühel 19.00 (für HG) heute

19.20 (für HG) Wetter 19.25 (für HG) Dr.Klein

20.15 (für HG) Ein starkes Team:

Preis der Schönheit

Krimireihe, D2018. Mit Stefanie

Stappenbeck. Während einesFotoshootings

bricht das Model Leonie Seiters

plötzlich zusammenund stirbt.

21.45 (für HG) Der Staatsanwalt

Krimiserie. Sabrinasletzter Flug

22.45 (für HG) heute journal

23.00 (für HG) Der Hypnotiseur

Kriminalfilm, S2012. Mit Tobias Zilliacus

0.50 heute Xpress

0.55 (für HG) heute-show

Sat.1

5.20 Genial daneben –das Quiz 6.05 Genial

daneben –das Quiz 7.00 Genial daneben –das

Quiz 8.00 Genial daneben –das Quiz 8.55

Genial daneben –das Quiz 9.50 Das große

Backen 10.50 Das große Backen 11.55 Fittest

Family Germany 14.05 AufStreife 15.00 Auf

Streife 16.00 AufStreife –Die Spezialisten

16.59 So gesehen 17.00 AufStreife –Die

Spezialisten. Während einesJunggesellenabschieds

kommt es zu Explosionen und es bricht

Feuerim Wald aus. /Eine jungeMutter bangt um

ihre Tochter,die unter heftigem Fieber leidet.

18.00 AufStreife –Die Spezialisten 19.00

Grenzenlos –Die Welt entdecken. Provence –Alle

Sinne verführt... 19.55 Sat.1 Nachrichten

20.15 (für HG) Nachts imMuseum –

Das geheimnisvolle Grabmal

Abenteuerfilm, USA/GB 2014. Mit Ben

Stiller,Robin Williams. Larry Daleyführt

eine außergewöhnliche Exkursion nach

London an.

22.15 Zathura –Ein Abenteuer im Weltraum

Science-Fiction-Film, USA 2005. Mit

Jonah Bobo, Josh Hutcherson

0.20 (für HG) Daybreakers

Horrorfilm, AUS/USA 2008

2.00 The Illusionist

Drama,USA 2006. Mit Edward Norton

WDR

12.45 (für HG) Der Haushalts-Check 13.30 (für

HG) Ausgerechnet 14.00 Südtirol 14.45 (für HG)

Lachgeschichten 15.15 (für HG) Für immer Kult

16.45 (für HG) Beste Heimathäppchen 17.00

(für HG) Land und lecker 17.45 (für HG) Kochen

mit Martina und Moritz 18.15 (für HG) WestArt

18.45 (für HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für HG)

Lokalzeit 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Keiner schiebt uns weg.Tragikomödie, D

2018 21.45 (für HG) Mitternachtsspitzen 22.45

(für HG) Soweit dazu 23.15 (für HG) Carolin

Kebekus: Pussyterror TV 0.00 Tiere Total

NDR

11.30 (für HG) Hofgeschichten 12.00 (für HG)

Meine Kindheit in der Schule 12.45 (für HG)

Weltreisen 13.15 (für HG) Die gefährlichsten

Schulwegeder Welt 14.00 (für HG) Sportclub

live. DFB-Pokal der Frauen, Achtelfinale: Bayern

München –VfL Wolfsburg 16.00 (für HG) Hubert

und Staller 16.45 (für HG) Usedom ... mit Judith

Rakers 17.30 (für HG) TimMälzer kocht! 18.00

(für HG) Nordtour 18.45 (für HG) DAS! 19.30

Regionales 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15

(für HG) Der möblierte Herr 21.45 (für HG)

Gefragt –Gejagt 1.00 (für HG) Quizduell

Kabel eins

6.10 Numb3rs –Die Logik des Verbrechens 7.10

Numb3rs –Die Logik des Verbrechens 8.05

Numb3rs –Die Logik des Verbrechens 9.00

Unforgettable 9.55 Unforgettable 10.55 (für HG)

Castle 11.45 (für HG) Castle 12.40 (für HG)

Castle 13.35 (für HG) Castle 14.30 (für HG)

Castle 15.25 (für HG) Elementary 16.20 kabel

eins news 16.30 (für HG) Elementary 17.30 (für

HG) Elementary 18.25 (für HG) Elementary

19.15 (für HG) Elementary 20.15 Hawaii Five-0

21.15 Hawaii Five-0 22.15 (für HG) Lethal

Weapon 23.15 Seal Team 0.05 Hawaii Five-0

RTLZWEI

5.15 X-Factor:Das Unfassbare 6.00 Infomercial

8.00 Vier himmlische Freunde. Komödie, USA

1993 10.05 Air America. Actionfilm, USA 1989

12.15 Die Schnäppchenhäuser–JederCent

zählt 13.15 Die Schnäppchenhäuser –Jeder

Cent zählt 14.15 Die Bauretter 16.15 Zuhause

im Glück –Unser Einzug in ein neues Leben

18.15 Hartz und herzlich 20.15 The Tuxedo –Gefahr

im Anzug.Actionkomödie, USA 2002 22.05

Jackie Chan –Chinese Zodiac. Actionfilm, CDN/

HK 2012 0.10 Unleashed –Entfesselt. Actionfilm,

F/USA/GB 2005

Eurosport 1

7.15 Motorsport 7.40 Motorsport. WTCR in

Macao. 1. Rennen, live 8.40 Snooker 10.30

Against all Odds. Magazin 11.00 Mein

Olympischer Moment 11.30 Mein Olympischer

Moment 12.00 Motorsport. WTCR in Macao. 1.

Rennen 12.30 Snooker 13.45 Snooker.Northern

Ireland Open in Belfast. Halbfinale, live 17.30

Bahnradsport 19.05 Motorsport 19.40 Nachrichten

19.45 Snooker.NorthernIreland Open in

Belfast. Halbfinale, live 23.30 Nachrichten 23.45

Schwimmen 0.30 Motorsport

RBB

8.00 (für HG) Brandenburg aktuell 8.30 (für HG)

Abendschau 9.00 (für HG) Der Mann an ihrer

Seite.Romanze,D2008 10.30 (für HG) Besser

spät als nie.Komödie, D2015 12.00 (für HG)

Verrückt nach Meer 12.50 (für HG) Unterwegs in

der Lausitz 13.00 Luzyca 13.30 (für HG) So

schön ist Deutschland 15.00 (für HG)

Evangelischer Festgottesdienst zum Bischofswechsel

16.20 Alfons Zitterbacke. Abenteuerfilm

DDR 1966 17.25 (für HG) Miete oder Moral

17.55 (für HG) Unser Sandmännchen 18.00 rbb

UM6 18.28 rbb wetter 18.30 rbbkultur –Das

Magazin 19.00 Heimatjournal 19.27 rbb wetter

19.30 (für HG) Abendschau /Brandenburg

aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Berlin –Schicksalsjahre

einer Stadt

Das Jahr 1990 –Berlin feiertdie

deutsche Einheit und neue Freiräume

entstehen. Demonstranten stürmen die

Stasi-Zentrale in Ost-Berlin.

21.45 (für HG) rbb24

22.00 (für HG) Mordkommission Istanbul:

Der Broker vom Bosporus

Krimireihe, D2015. Mit Erol Sander

23.30 (für HG) Der Sohn des Waffenmachers

Drama,AUS/PK 2007

1.00 (für HG) Ela –Skizzen zum Abschied

ProSieben

5.15 2BrokeGirls. Schlaflos in Brooklyn 5.35

The Middle 6.15 (für HG) Twoand aHalf Men

7.35 (für HG) The Big Bang Theory. Sitcom 8.55

Fresh Off the Boat. Sitcom. Echte Action 9.20

Last Man Standing. Comedyserie 10.15 Eine

schrecklich nette Familie. Sitcom 11.20 The

Middle. Comedyserie. Das Schlammloch 11.50

Mr.Griffin –KeinBock auf Schule. Comedyserie

12.45 (für HG) Die Simpsons. Zeichentrickserie

15.35 (für HG) Twoand aHalf Men. Sitcom.

Hochzeit auf Ibiza /Das Traumpaar /Die

Männergruppe /Stur,zwanghaft und unflexibel /

Der Sockengolf-Champion 18.00 Newstime

18.10 (für HG) Die Simpsons. Zeichentrickserie

19.05 Galileo. Deutschland streitet: Tempolimit

20.15 (für HG) Die Schadenfreundinnen

Komödie, USA 2014. Mit Cameron Diaz,

Leslie Mann. Carly denkt, sie sei in einer

glücklichen Beziehung mit Mark –bis sie

auf dessen Ehefrau Kate trifft. Die beiden

verbindet mehr als nur derselbe Mann.

22.35 (für HG) Bad Teacher

Komödie, USA 2011. Mit Cameron Diaz,

Justin Timberlake

0.20 (für HG) Die Schadenfreundinnen

Komödie, USA 2014. Mit Cameron Diaz

2.20 (für HG) Bad Teacher

Komödie, USA 2011. Mit Cameron Diaz

Arte

6.40 David Bowie 8.10 Stadt Land Kunst Spezia

8.50 (für HG) 360° 10.35 (für HG) Zu Tisch

11.00 (für HG) Kreuzfahrtindie Ostsee 14.45

Wilde Miezen 15.40 (für HG) Der ewigeGarten

16.35 Stadt Land Kunst Spezial 17.15 Arte

Reportage 18.10 Mit offenen Karten 18.25 (für

HG) 360° 19.10 Arte Journal 19.30 (für HG)

Barfuß ohne Sattel 20.15 (für HG) Friedrich II.

–Der Staufer 21.10 (für HG) Tödliches Spiel um

die Macht 22.00 (für HG) Rasputin 22.55 (für

HG) Depression–Neue Hoffnung? 23.50

Streetphilosophy 0.20 Square für Künstler

3Sat

13.10 Notizen aus dem Ausland 13.15 (für HG)

quer 14.00 (für HG) Kunst +Krempel 14.30

Ländermagazin 15.00 Natur im Garten 15.30

(für HG) Verzaubertes Island 16.00 Norwegens

schönste Straßen 16.45 (für HG) Lettlands

vergessene Küsten 17.30 (für HG) Ein Paradies

für Tiere. Familienfilm, D/A 2005 19.00 (für HG)

heute 19.20 Grenzenlos radikal 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 BBC Proms –Konzertaus der

RoyalAlbertHall 21.50 Kunst hoch 2 22.35

Klassixs –die großen Dramen in jungen

Kurzfilmen 0.00 (für HG) Maischberger

Phoenix

6.30 Kielings wilde Welt 7.15 Die geheime Welt

der Pflanzen 8.00 Die geheime Welt der Pflanzen

8.45 Die geheime Welt der Pflanzen 9.30 Die

Wächter der Bäume 10.00 phoenix vorort 16.3

Europas schönste Parks 17.15 Die geheime Welt

der Pflanzen 18.00 Die geheime Welt der

Pflanzen 18.45 Die geheime Welt der Pflanzen

19.30 Die Wächter der Bäume 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 Beruf: Königin! 21.00 Beruf:

Königin! 21.45 Beruf: Königin! 22.30 Royale

Liebe 23.15 Die „Wendemorde“ 0.00 Aufstieg

und Fall des Kommunismus

Kika

12.00 (für HG) 41/2 Freunde 13.35 Das

Geheimnis der Murmel-Gang.Abenteuerfilm, E

2013 15.05 Komm mit in meine Schule! 15.30

(für HG) Robin Hood 15.55 The Garfield Show

16.35 Operation Autsch! 17.00 (für HG) Timster

17.15 Leider laut 17.40 Shaun das Schaf 18.0

Ein Fall für die Erdmännchen 18.15 Esme &Roy

18.35 (für HG) Weißt du eigentlich, wie lieb ich

dich hab? 18.47 Baumhaus 18.50 Unser

Sandmännchen 19.00 (für HG) Sherazade

19.25 (für HG) Checker Tobi 19.50 (für HG)

logo! 20.00 Kika Live 20.10 Leider lustig

Dmax

5.30 Feueralarm! –Einsatz in Dänemark 6.00

Die Aquarium-Profis 6.50 Infomercial 8.50

Hellfire Heroes –Einsatz in Kanada 9.50

Infomercial 10.15 Caravaning &Cooking: Brian

auf großer Tour 10.45 House Hunters 11.15 Die

Gebrauchtwagen-Profis 12.15 Der Geiger 13.15

Chris &Mäx 14.15 BaggageBattles 15.15 Die

Aquarium-Profis 17.15 Die Baumhaus-Profis

20.15 SteelBuddies 22.15 UFOs –Zwischen

Wahrheit und Verschwörung 23.15 Der Feind in

meinemKörper 0.15 StrangeEvidence


Berliner Zeitung · N ummer 267 · 1 6./17. November 2019 31

· ·

·······················································································································································································································································································

TV-Programm am Sonntag

ARD

8.30 (für HG) Der Krieg und ich 9.30 (für HG)

Die Sendung mit der Maus 10.00 (für HG)

Tagesschau 10.03 (für HG) Dornröschen.

Märchenfilm, D2009 11.00 (für HG) Schneeweißchen

und Rosenrot. Märchenfilm, D2012

12.00 (für HG) Tagesschau 12.03 (für HG)

Presseclub 12.45 (für HG) Europamagazin 13.15

(für HG) Tagesschau 13.30 (für HG) Bundestag

live 14.30 (für HG) Liebe am Fjord –Abschied

von Hannah. Liebesmelodram, D2012 16.00

(für HG) Liebe zartbitter. Drama, D2003 17.25

(für HG) Tagesschau 17.30 (für HG) Echtes Leben

18.00 (für HG) Sportschau 18.30 (für HG)

Bericht aus Berlin 18.49 Lotto 18.50 Lindenstraße

19.20 Weltspiegel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort: Die Pfalz von oben

Krimireihe, D2019. Mit Ulrike Folkerts,

Lisa Bitter. In der Westpfalz wird ein

junger, engagierter Polizist bei der

Routinekontrolle eines Lkw-Fahrers

erschossen.

21.45 (für HG) Anne Will

22.45 (für HG) Tagesthemen

23.05 (für HG) titel thesen temperamente

23.35 (für HG) Bericht Parteitag der Grünen

23.50 (für HG) Hannah Arendt

Biografie,D/F/L 2012

1.38 Tagesschau

RTL

5.10 Verdachtsfälle 5.55 Familien im Brennpunkt

6.55 Familien im Brennpunkt 7.55

Familien im Brennpunkt 8.55 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 9.55 Die Superhändler –4

Räume, 1Deal 10.50 Die Superhändler –4

Räume, 1Deal 11.50 Undercover Boss 13.45

Stars im Einsatz –Die RTL-Spendenmarathon-

Reportage. Wolfram Kons zeigt, welche

Prominenten sich in diesem Jahr für Not leidende

Kinder engagieren. 14.40 Bauer sucht Frau

16.45 Explosiv –Weekend 17.15 Formel 1.

Countdown zum Großen Preis von Brasilien

17.45 RTL Aktuell /Wetter 18.00 Formel 1. Das

Rennen zum Großen Preis von Brasilien, live

19.55 Formel 1. Siegerehrung und Highlights

20.15 (für HG) Ninja Warrior Germany –

4Nationen Special

Spielshow. In diesem Special treten die

besten sechs Athleten aus vier Ländern

–Deutschland, USA, Japan und Spanien

–gegeneinander an.

22.50 Ninja Warrior Germany –

Das Phänomen!

23.50 (für HG) Ninja Warrior Germany –

4Nationen Special

Spielshow

2.10 Der Blaulicht Report

3.00 Der Blaulicht Report

MDR

15.20 (für HG) Salto Postale 16.20 (für HG)

MDR aktuell 16.25 Das Oder-Delta 17.10 (für

HG) In aller Freundschaft –Die jungen Ärzte

18.00 (für HG) MDR aktuell 18.05 (für HG) In

aller Freundschaft 18.50 (für HG) Wetter für 3

18.52 (für HG) Unser Sandmännchen 19.00

Regionales 19.30 (für HG) MDR aktuell 19.50

(für HG) Kripo live 20.15 (für HG) Steimles Welt

21.45 (für HG) MDR aktuell 22.00 (für HG) Ist

die Schule noch zu retten? 22.45 (für HG)

Maschinenmenschen 23.30 Wohin mit all der

Liebe 0.50 (für HG) Go Trabi go forever

Bayern

15.00 (für HG) Ev. Gottesdienst aus München

16.00 (für HG) Rundschau 16.15 (für HG)

Euroblick 16.45 Kreuzer trifft ... 17.15 (für HG)

Schuhbecks Küchenkabarett 17.45 Regionales

18.30 (für HG) Rundschau 18.45 (für HG)

Bergauf-Bergab 19.15 (für HG) Unter unserem

Himmel 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Komödienstadel 21.45 (für HG) Rundschau

Sonntags-Magazin 22.00 (für HG) Ein Mord mit

Aussicht. Kriminalfilm, D2015 23.30 (für HG)

Mittermeier! 0.15 (für HG) Tausche Firma gegen

Haushalt. Komödie, D2003

Vox

5.35 Criminal Intent 6.10 Criminal Intent 7.05

Criminal Intent 7.55 Criminal Intent 8.45

Criminal Intent 9.30 Criminal Intent 10.20

Criminal Intent 11.15 Criminal Intent 12.05

Criminal Intent 12.50 Criminal Intent 13.45 (für

HG) Passengers. Science-Fiction-Film, USA 2016

16.00 Der Autodetektiv –Auf der Suche nach der

ersten Liebe 17.00 auto mobil #Das Vox

Automagazin 18.10 Unser Traum vom Haus

19.10 Hot oder Schrott –Die Allestester 20.15

(für HG) Grill den Henssler 23.35 Prominent!

0.20 (für HG) Medical Detectives

Super RTL

11.00 Die Tom und Jerry Show 11.30 Bugs

Bunny &Looney Tunes 12.00 Die Schneekönigin

–Eiskalt entführt. Animationsfilm, RUS 2014

13.15 Barbie 13.45 Barbie –Die geheime Welt

der Glitzerfeen. Animationsfilm, USA 2011 14.55

Die Tom und Jerry Show 15.10 Bugs Bunny &

Looney Tunes 17.10 Grizzy &die Lemminge

17.40 Angelo! 18.10 Bugs Bunny &Looney

Tunes 18.35 Woozle Goozle 19.05 Alvinnn!!!

19.45 Tom und Jerry 20.15 (für HG) Eine Elfe zu

Weihnachten. Familienfilm, USA 2012 22.00

Cold Justice 0.00 Infomercials

Sport1

8.30 Die Arche-Fernsehkanzel 9.00 Teleshopping

9.15 Bundesliga Pur Klassiker. Highlights Saison

2019/20 11.00 Der Check24 Doppelpass Live

13.00 Fußball. Viktoria –Böse Geister 13.30

Darts 14.00 Darts. Grand Slam of Darts.

Halbfinale, live 16.55 Eishockey. DEL: Adler

Mannheim –Fischtown Pinguins Bremerhaven,

live 19.30 Darts 20.00 Darts. Grand Slam of

Darts. Finale, live 22.00 Porsche GT Magazin

22.30 Motorsport 23.00 Die PS Profis –Mehr

Poweraus dem Pott 0.00 Sport Clips

ZDF

9.30 (für HG) Katholischer Gottesdienst 10.15

(für HG) Kreuzfahrt ins Glück: Hochzeitsreise nach

Hawaii. Schiffsreihe, D/A 2008 11.45 heute

Xpress 11.50 (für HG) Bares für Rares –Lieblingsstücke

14.10 Du ahnst es nicht! 14.55 (für

HG) heute Xpress 15.00 (für HG) Midnight Sun

–Eisbär auf Reisen. Abenteuerfilm, CDN 2014

16.30 (für HG) planet e. 17.00 (für HG) heute

17.10 (für HG) ZDF Sportreportage. Fußball /

Kinder-Jockeys in Indonesien /Skispringen /

Para-Leichtathletik-WM /Basketball 18.00 (für

HG) ZDF.reportage 18.30 (für HG) Terra Xpress

19.00 (für HG) heute 19.10 (für HG) Berlin

direkt 19.28 (für HG) Aktion Mensch Gewinner

19.30 (für HG) Terra X: Faszination Erde

20.15 (für HG) Marie fängt Feuer:

Alles oder nichts

Dramareihe, D2019. Mit Wolfgang Fierek.

Angie wird gestalkt: Nachdem ein Mann

aus seinem Auto befreit wurde, wird er zur

Bedrohung seiner Retterin.

21.45 (für HG) heute journal

22.15 (für HG) Trapped II –

Gefangen in Island

Krimiserie

23.55 ZDF-History

0.40 heute Xpress

0.45 Standpunkte

Sat.1

5.15 Watch Me –Das Kinomagazin 5.30 Auf

Streife 6.20 Auf Streife 7.20 Auf Streife 8.20 So

gesehen –Talk am Sonntag 8.40 Dancing on Ice

11.25 111 völlig verrückte Viecher! Die

witzigsten Tiere der Welt 13.30 Zathura –Ein

Abenteuer im Weltraum. Science-Fiction-Film,

USA 2005. Vielleicht hätten die Brüder Walter

und Danny doch die Finger von diesem alten

Brettspiel lassen sollen, das sie im Keller ihres

Hauses gefunden hatten. Er befördert die beiden

direkt in die entferntesten Tiefen des Weltalls.

15.35 (für HG) Nachts im Museum –Das

geheimnisvolle Grabmal. Abenteuerfilm, USA/GB

2014 17.30 Hochzeit auf den ersten Blick 19.55

Sat.1 Nachrichten

20.15 (für HG) Dancing on Ice

Prominente wagen sich aufs Eis.

Angeleitet von Eiskunstlauf-Profis,

trainieren sie hart, um eine besonders

gute Figur auf den Schlittschuhen zu

machen.

23.00 Die Martina Hill Show –Best of

Comedyshow

23.30 (für HG) Genial daneben

Comedyshow. Rateteam: Hella von

Sinnen, Wigald Boning, Matze Knop, Chris

Tall, Michael Kessler

0.30 Dancing on Ice

WDR

14.30 (für HG) Hallo Schatz 15.15 (für HG)

Meine Traumreise nach Patagonien 15.45 (für

HG) Meine Traumreise nach Kapstadt 16.15 Mit

Rucksack von Duisburg um die Welt 16.45 (für

HG) Mein Schwiegervater, der Stinkstiefel.

Komödie, D/A 2015 18.15 (für HG) Tiere suchen

ein Zuhause 19.10 (für HG) Aktuelle Stunde

19.30 (für HG) Westpol 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Wunderschön! 21.45

(für HG) Jürgen Beckers: Isch glaub’ et Disch!

22.15 (für HG) Die letzte Instanz 23.15 (für HG)

Nuhr im Ersten 0.00 (für HG) Nonstop Comedy

NDR

9.30 (für HG) Hamburg Journal 10.00 (für HG)

Schleswig-Holstein Magazin 10.30 buten un

binnen-Extra 11.00 (für HG) Hallo Niedersachsen

11.30 (für HG) 3nach 9 13.30 (für HG)

Sportclub live. Handball. BL: THW Kiel –TSV

Hannover-Burgdorf 15.30 Hightech auf dem

Acker 16.00 Lieb &Teuer 16.30 Sass 17.00

Bingo! 18.00 (für HG) Ostseereport 18.45 (für

HG) DAS! 19.30 Regionales 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Inselgeschichten

21.45 (für HG) Die NDR Quizshow 22.30 (für

HG) Die NDR Quizshow XXL 0.15 Flieg mit mir!

Kabel eins

7.05 (für HG) Elementary 8.00 (für HG)

Elementary 8.55 Abenteuer Leben Spezial 11.00

Rosins Restaurants –Ein Sternekoch räumt auf!

13.00 Rosins Restaurants –Ein Sternekoch

räumt auf! 15.00 Mein Lokal, Dein Lokal –Der

Profi kommt 16.00 kabel eins news 16.10 Mein

Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 17.10 Mein

Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 18.10 Mein

Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 19.10 Mein

Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 20.15 Unser

Bahnhof 22.15 Abenteuer Leben am Sonntag

0.15 Mein Revier 2.05 Achtung Kontrolle!

RTLZWEI

6.05 Air America. Actionfilm, USA 1989 8.20

Infomercial 9.20 X-Factor: Das Unfassbare

11.15 Die Schnäppchenhäuser –Der Traum vom

Eigenheim 12.15 Die Schnäppchenhäuser –Der

Traum vom Eigenheim 13.15 Die Schnäppchenhäuser

–Der Traum vom Eigenheim 14.15 Zuhause

im Glück –Unser Einzug in ein neues Leben

16.15 Der Trödeltrupp 17.15 Mein neuer Alter

18.15 Grip 20.15 Miss Bodyguard. Komödie,

USA 2015 21.55 Natürlich blond. Komödie, USA

’01 23.50 New York Taxi. Actionkomödie, USA/F

’04 1.35 Miss Bodyguard. Komödie, USA 2015

Eurosport 1

5.10 Snooker 6.30 Radsport 7.30 Tennis 8.30

Snooker 10.30 Motorsport. WTCR in Macao. 1.

Rennen 11.00 Motorsport. WTCR in Macao. 2.

Rennen 11.30 Motorsport 12.15 Snooker 13.45

Snooker. Northern Ireland Open in Belfast. Finale,

live 17.00 Motorsport. WTCR in Macao. 1.

Rennen 17.30 Motorsport 18.00 Motorsport

18.45 Snooker. 19.40 Nachrichten 19.45

Snooker. Northern Ireland Open in Belfast. Finale,

live 23.00 Watts Sportzapping 23.15 Nachrichten

23.20 Schwimmen 0.30 Tennis

TV-Tipps

ARD, 20.15 UHR KRIMIREIHE

Tatort: Die Pfalz von oben

Ein Mitarbeiter von Stefan Tries (Ben Becker), dem Leiter des Polizeireviers

in Zarten, wurde erschossen. Für Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die

mit dem Fall betraut wird, ist Tries kein Unbekannter:Fast 30 Jahrezuvor

stand er ihr bei, als sie in Zarten einen Mordfall aufzuklären hatte.Mit ihrer

Kollegin Johanna Stern kehrtOdenthal an den Ortzurück, an dem sie Tries

einst als aufstrebenden Polizisten kennenlernte.Inzwischen ist er ein gealterter

Provinz-König, der seine eigeneSicht darauf hat, was in seinem Reich

rechtens ist. Dass sein Verständnis nicht mit dem der Kommissarin übereinstimmt,

wird schnell klar. Wasaus Stefan geworden ist, wird für Odenthal

auch zu einer persönlichen Frage. Alte Gefühle spielen eine Rolle, das Leben

und die vergebenen Träume. Esgeht um Abhängigkeit und Korruption.

(D/2019)

Foto: SWR

3SAT,21.00 UHR SATIRESHOW

Satirebattle (1/2)

Mehr Volksentscheide: sinnvolles

Instrument –oder der direkte

Wegindie Diktatur der Mehrheit?

EinVerbot von Plastik: letzte Chance

–oder blinder Aktionismus? Und

wird eigentlich mal diese Frauenquote

eingestellt –oder was spricht dagegen?

Im „SatireBattle“treffen Kabarettisten

in der Arena des Berliner Tempodroms

aufeinander,umbeide Seiten der

Medaille zu beleuchten: im direkten

Schlagabtausch „Pro“ gegen „Contra“!

Es debattieren Shahak Shapira, Miss

Allie,Helene Bockhorst und Timo

Wopp. Moderatorin Ariane Alter (Foto)

lädt ihreGäste zudem zur Diskussion

in gemeinsamer Runde ein. Foto: ZDF

SUDOKU

NORMALVARIANTE –MITTEL mittel

7 3

2 7 6

9 5 4

4 6

3 5 7

2 8

6 2

4 9

3 5 1

MitDIAGONALEN-schwer

MIT –SCHWER

1 2

7 9

7 6

8 5

6 2 4

4

8 3

4 8

AUFLÖSUNG Auflösung

vom VOM 15.11.2019

11. MITTEL mittel

1 3 4 2 6 8 9 5 7

7 6 5 9 1 4 3 8 2

9 2 8 7 5 3 1 6 4

2 4 9 5 3 6 8 7 1

3 7 1 8 4 2 6 9 5

5 8 6 1 7 9 2 4 3

6 1 2 4 8 7 5 3 9

4 9 3 6 2 5 7 1 8

8 5 7 3 9 1 4 2 6

AUFLÖSUNG

Auflösung

vom

VOM

15.11.2019

15. 11. 2019

SCHWER schwer

9 5 8 1 7 6 3 2 4

3 2 7 8 5 4 1 9 6

6 1 4 2 9 3 7 5 8

1 6 5 3 2 8 4 7 9

8 4 3 7 1 9 5 6 2

2 7 9 6 4 5 8 1 3

4 9 2 5 8 7 6 3 1

7 3 1 4 6 2 9 8 5

5 8 6 9 3 1 2 4 7

RBB

6.00 (für HG) 2Helden auf 8Pfoten. Familienfilm,CDN

2013 7.20 (für HG) Brisant 8.00 (für

HG) Brandenburg aktuell 8.30 (für HG)

Abendschau 9.00 (für HG) Schatten der

Erinnerung. Heimatfilm,A/D 2010 10.30 (für

HG) Stiller Abschied. Drama, D2012 12.00 (für

HG) Akte Ex 12.50 (für HG) Morden im Norden

13.35 Heimatjournal 14.00 (für HG) Tierarztgeschichten

14.45 (für HG) Berlin –Schicksalsjahre

einer Stadt 16.15 (für HG) In aller Freundschaft

–die jungen Ärzte 17.05 In aller Freundschaft

17.50 (für HG) Sandmännchen 18.00 rbb UM6

18.30 rbb Gartenzeit 19.00 Täter –Opfer –Polizei

19.30 (für HG) Abendschau /Brandenburg

aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Gefragt –Gejagt

Quizshow. Ein Team von vier Kandidatinnen

und Kandidaten tritt gegen ein

Superhirn, den „Jäger“ an. Wenn die

Teilnehmer gegen ihn gewinnen, retten sie

sich und ihr Geld ins Finale.

21.00 (für HG) Gefragt –Gejagt

21.45 (für HG) rbb24

22.00 Vom Westen in die DDR

Vier Übersiedlergeschichten

22.45 Arkona Rethra Vineta

Eine Reise zu versunkenen Orten

0.45 Chronik der Wende

ProSieben

5.00 (für HG) Two and aHalf Men. Sitcom. Die

Männergruppe 5.20 (für HG) Two and aHalf Men.

Sitcom. Stur, zwanghaft und unflexibel 5.45 (für

HG) Two and aHalf Men. Sitcom. Der Sockengolf-

Champion 6.10 Eine schrecklich nette Familie.

Sitcom. Meine Frau, die Königin (1/2) 6.40 Eine

schrecklich nette Familie. Sitcom. Meine Frau, die

Königin (2/2) 7.10 Galileo 8.15 Galileo 9.20

Galileo 10.25 Galileo Big Pictures: Wunder –50

Bilder, die Sie nicht für möglich halten 13.45

Galileo Big Pictures: Gänsehaut –30Bilder, die

nichts für schwache Nerven sind! 15.40 ran

Fußball. U21-EM Qualifikation: Deutschland –

Belgien, live 18.00 Newstime 18.10 taff

weekend 19.05 (für HG) Galileo

20.15 (für HG) Doctor Strange

Comicadaption, USA 2016. Mit Benedict

Cumberbatch, Tilda Swinton. Der

exzentrische Neurochirurg Dr. Stephen

Strange wird zum mächtigsten Magier der

Welt ausgebildet.

22.35 (für HG) John Wick

Actionfilm, USA 2014. Mit Keanu Reeves

0.35 (für HG) Pirates of the Caribbean –

Am Ende der Welt

Abenteuerkomödie, USA 2007

3.30 El Gringo

Actionfilm, USA 2012. Mit Scott Adkins

Arte

10.30 (für HG) Vom Bauen in den Bergen 10.55

(für HG) Das Wispern der Vergangenheit 11.25

Vox Pop 12.20 Verschollene Filmschätze 13.15

(für HG) Von Tieren und Hexen 14.00 Die Schweiz

von oben 14.55 (für HG) Geheimnis Gletscher

15.50 Hans Hartung 16.45 Metropolis 17.30

Andris Nelsons dirigiert Tschaikowskys 5.

Symphonie 18.25 (für HG) Zu Tisch 18.55 (für

HG) Karambolage 19.10 Arte Journal 19.30

360° 20.15 (für HG) Slumdog Millionär. Drama,

GB 2008 22.10 Glück auf, Kinder 23.10 Die

Thomaner 1.05 Im Labyrinth der Geschlechter

3Sat

13.05 Heilsame Orte 13.30 Über den Dächern