Offene Kirche Elisabethen - Die Kirche für alle

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Die Offene Kirche Elisabethen in Basel ist die Kirche für alle. Alle Menschen guten Glaubens, die Lebenssinn suchen, jede Lebensweise und Orientierung, dürfen ankommen und zuhause sein. Die ist ein Bericht über unsee Are im 2019.

Tagebucheinträge der Leitung

Tagebucheinträge der Leitung

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POLITISCHES FRAUEN-NACHTGEBET ANLÄSSLICH DER SITUATION DER FRAUEN IN ROJAVA,

EINER SELBSTVERWALTETEN KURDISCHEN REGION IN NORDOSTSYRIEN, DIE VON DER TÜRKISCHEN

ARMEE BOMBADIERT WIRD.

20.11.2019 Politisches Frauen-Nachtgebet

M: Die Gewerkschafterin Franziska Stier, die ich vom

Frauenstreik her kenne, ist auf mich zugekommen: «Monika,

es ist alles so grässlich in Rojava. Jetzt müsst ihr von

der Kirche etwas tun!» Wir haben etwas getan und zu einem

politischen Frauen-Nachtgebet eingeladen. Sibel Arslan

und Mustafa Atici und viele andere Menschen haben

zugehört, waren berührt, haben gebetet und eine Kerze

entzündet. Mit Monika Widmer, Pfarrerin in der Titusgemeinde,

so einen Anlass gestalten zu dürfen, ist einfach

nur schön!

25.11.2019 Orange the World – 16 Tage gegen

Gewalt an Frauen

M: Ich vermisse es schmerzlich, dass unser Turmhelm in

der Nacht nicht mehr erleuchtet ist. Für eine Woche wird

der Turm nun – zwar von aussen – orange beleuchtet wie

viele Tausend andere prominente Gebäude der Welt als

Protest gegen Gewalt an Frauen. Mit einer Fotografin

steige ich in den ersten Stock des Pfarrhauses, von wo sie

einen guten Blick auf die Kirche erhascht.

6.12.2019 St. Nikolaus kommt in die Kirche

F: Auch der Santiglaus und der Schmutzli «stehen zur

Elisabethen». Und natürlich fast alle, die an den drei Besuchen

von «Santa» (wie die Expats sagen, obwohl das ja

der «Weihnachtsmann» ist) zu uns kamen.

15.12.2019 Öffentlicher Gottesdienst

der Lesbischen und Schwulen Basiskirche

F: Immer wieder denken wir nach: Besondere Gottesdienste

für LGBTI-Menschen – braucht’s das noch? Die Feiern

sind jeweils mit 10 bis 30 Menschen eher mässig besucht.

Aber jedes Mal, wenn ein schwuler Mann oder eine lesbische

Frau oder eine Transperson zum ersten Mal einen

kirchlichen Raum (lokal und übertragen verstanden) betritt

und dabei wahrnimmt, willkommen zu sein – rückhaltlos,

defizitfrei, vollkommen, an Seele und Leib –, und dann

etwas begreift über die Wirklichkeit der Liebe Gottes, dann,

ja dann ist es jeden Aufwand wert, jede Vorbereitung. Denn:

Wie sagten meine jüdischen Lehrer während des Studiums

doch so richtig: «Wer einen rettet, rettet die ganze Welt.»

18.12.2019 22. Geschenktauschaktion 2019

M: Das geordnete Wuseln der ca. 170 Kinder, die mit ihren

roten, gelben, grünen und blauen Zeichen um den Hals

geduldig warten bis sie dran sind. Ein Spielbügeleisen,

ein Bär, ein Puzzle, ein Auto, ein Spiel... bekommen ein

neues Zuhause und neue Liebe. Die Kinder teilen mit

armen Kindern, denn letztere müssen im Vorfeld keine

Spielsachen bringen, damit sie den einen Bon erhalten, der

sie berechtigt, etwas Neues zu bekommen. Ich freue mich

jedes Jahr auf diesen Anlass, weil er mich rührt und vollkommen

überzeugt.

22.12.2019 Interview Telebasel

F und M: Monika und ich wünschen «Frohe Weihnacht» mit

Gedanken zu unserer Kirche, zu unserer Arbeit, zu unseren

Sorgen und unserem Glauben. Danke, Karin Müller und

der Telebasel-Crew für das zauberhafte Interview:

https://telebasel.ch/2019/12/20/weihnachts-talk-einekirche-ohne-glockengelaeut-ist-traurig/?channel=105100

24.12.2019 17.00 Uhr Hörnliweihnacht

23.00 Uhr Weihnachts-Nacht

F: Über 500 Leute an der Hörnliweihnacht. Ich wurde angefragt,

diese alte Tradition durch meine Predigt weiterzuführen.

Der neue Co-Leiter, Dani Muff, ist mir altbekannt.

Hühnerhautmoment: Als ich sage, es brauche die

OKE mitten in der Stadt, brandet Applaus auf.

Wieder und wieder und wieder: einfach schön. Die Jungs

von den Alumni haben sich selbst übertroffen mit der

Weihnachtsmesse von Franz Biebl. Und der Dirigent Lukas

Loss wird nächstes Jahr, am 12. Februar, die Goldberg-

Variationen spielen. Freude!

31.12.2019 Der Marxist und die Nonne

– eine musikalische Lesung zu Otto F. und

Silja Walter

F: Ich musste einen Marxisten lesen. Fiel mir nicht leicht,

aber ich fand rein, merkte Nähe und Distanz zu Monikas

Silja. Dass es schon das vierte Mal war, dass wir an Silvester

unser eigenes Projekt machen, jeweils einen Mann

und eine Frau in deren geistlich-literarisch-poetischen

Schaffen in den Mittelpunkt zu rücken, das beeindruckt

mich schon. Und auch wieder dabei: Olivier Picon, der es

auch dieses Mal wieder schaffte, einige Stücke zu den beiden

Walther-Geschwister-Texten zu komponieren, irgendwo

zwischen Jazz und zeitgenössischer Musikalität: Ein

grossartiger Musiker, nicht nur bei den Silvesterprojekten.

Und zum Schluss dann dieser Hühnerhautmoment: Ein

Endfünfziger steht mit Tränen der Rührung vor uns. Er sei

der älteste Sohn von Otto und fand beide «Inpersonationen»

von seinem Vater und seiner Tante unglaublich treffend und

Olis Musik sei genau jene, für die sein Vater jeweils ans

Jazzfestival nach Willisau gepilgert sei. Schöner kann das

OKE-Jahr nicht enden.

PROVISORISCHE TRAMHALTESTELLE DIREKT VOR DER KIRCHE

Offene Kirche Elisabethen – 2019 Offene Kirche Elisabethen – 2019

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