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Technik im Physikunterricht - Technische Universität Braunschweig

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icht] interessiert sind.

icht] interessiert sind. Das kann nur so gedeutet werden, dass der Unterricht, so wie er heute üblicherweise betrieben wird, in der Regel die Interessen der Schülerinnen und Schüler kaum berücksichtigt. […] Da bei Mädchen das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit in aller Regel wesentlich schwächer als bei den Jungen ausgeprägt ist, und die Differenz im Laufe der Schulzeit zunimmt, lassen sich die Interessenunterschiede zwischen Mädchen und Jungen fast vollständig auf dieses Merkmal zurückführen.“ 1.3 Interessentypen Einen anderen Blickwinkel auf das Schülerinteresse an Physik liefert die Studie von Häußler (1987; auch diese Untersuchung wird in Häußler et al. 1998 referiert). Hier wurde untersucht, inwieweit man die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer Physikinteressen in Gruppen einteilen kann, die sich für unterschiedliche Anwendungsbereiche oder Tätigkeiten in ähnlicher Weise interessieren. Es ließen sich drei Interessentypen identifizieren, die sich in ihrem Interesse für drei Interessenbereiche unterschieden, die folgendermaßen charakterisiert werden (Häußler 1998, S. 129): (1) Interessenbereich Physik und Technik. Fragen aus diesem Bereich beziehen sich auf das Interesse an der „reinen Physik“ und auf das Interesse an Technik. Typische Charakterisierungen sind etwa: „Versuche planen zu der Frage, wovon es abhängt, wie schnell ein Gegenstand abkühlt“ oder „Mehr darüber erfahren, welche Aufgaben elektronische Bauteile in Haushaltsgeräten haben“. Abbildung 5: Interessenbereiche Physik und Technik, Mensch und Natur und Gesellschaft (Quelle: http://www.buw-nb-ev.de/e_techn_college.htm, http://www.de.framatome-anp.com/anp/d/foa/anp/products/kkw/img/kki.jpg) 8

(2) Interessenbereich Mensch und Natur. Fragen aus diesem Bereich beziehen sich auf das Interesse an Anwendungen der Physik auf die Erklärung von Naturphänomenen („Mehr darüber erfahren, wie die Farben am Himmel zustande kommen“) und auf den menschlichen Körper („Mehr Einblick erhalten, wie Mikroskope oder verschiedene Spiegel in der Arztpraxis Verwendung finden“). (3) Interessenbereich Gesellschaft. Fragen aus diesem Bereich beziehen sich auf das Interesse an einer Erörterung der gesellschaftlichen Bedeutung von Physik („Über militärische und friedliche Anwendung von Lasern diskutieren“). Die Interessentypen unterscheiden sich nun in ihrem relativen Interesse für die drei Interessenbereiche. Die untersuchten Schülerinnen und Schüler ließen sich in drei verschiedene Interessentypen einteilen (Häußler et al. 1996): Typ A: Er interessiert sich für alle Interessenbereiche etwa gleich stark. Typ A ist weit häufiger ein Junge als ein Mädchen und eher jünger als älter. Er hat relativ gute Noten in Physik und ist davon überzeugt, dass seine Leistungen in Physik auch zukünftig gut sein werden. Bezüglich der Inhalte des Physikunterrichts hat Typ A keine besondere Präferenzen, vielmehr ist er an allem interessiert, was ihm im Physikunterricht geboten wird: Sein Wissen über physikalische Zusammenhänge zu vermehren, Experimente zu planen und durchzuführen und hinterher sogar quantitativ auszuwerten, etwas über technische Geräte zu erfahren, Geräte zu konstruieren, Erklärungen für Naturphänomene zu erhalten und etwas über technische Berufe zu erfahren und darüber, wie Physik z.B. in der Medizin eingesetzt werden kann. Er ist nicht minder an der gesellschaftlichen Bedeutung der Physik interessiert und daran, mit anderen darüber zu diskutieren. Er ist neben Physik auch an Mathematik, Chemie und Technischem Werken mehr interessiert als die beiden anderen Typen. Sein Interesse an Deutsch, Kunst und Sprachen ist dagegen etwas geringer. Etwa 20% der Schülerinnen und Schüler lassen sich dem Typ A zuordnen (hauptsächlich Jungen). Typ B: Er interessiert sich hauptsächlich für den Bereich Mensch und Natur, während das Interesse für die anderen beiden Bereiche geringer ist. Beim Typ B gibt es etwa gleich viel Jungen und Mädchen und seine Physiknote liegt überwiegend im mittleren Bereich. Typ B ist sich seines Vermögens, in Physik etwas leisten zu können, nicht so ganz sicher. Er interessiert sich in erster Linie für die eher praktische Seite der Physik. Er baut z.B. gern Geräte und ist daran interessiert, wie Physik zum Nutzen des Menschen, z.B. in der Medizin, eingesetzt werden kann. Auch Naturerscheinungen und wie man sie erklären kann, finden Typ B interessant. Physik um der Physik willen zu lernen und kontroverse physikalische Technologien zu diskutieren steht nicht im Zentrum seines Interesses. Es gibt kein Schulfach, an dem er mehr als die anderen Typen interessiert wäre. Zum Interessentyp B gehören etwa 55% der Schülerinnen und Schüler (Jungen und Mädchen etwa gleich häufig). Typ C: Er interessiert sich für den Bereich Gesellschaft, eingeschränkt auch für den Bereich Mensch und Natur, ist aber am Interessenbereich Physik und Technik ziemlich uninteressiert. Typ C ist eher ein Mädchen als ein Junge insbesondere in den höheren Klassenstufen. Die Physiknote liegt eher im schlechteren Bereich und das Vertrauen, 9

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