Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

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Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

2 > Empfehlungen 17

> Begrenzung des Tierbesatzes auf maximal 1,5 GVE 1 /ha in extensiv genutzten

Weiden;

> Verzicht auf das tiefe Fräsen und Mulchen von steinigen Weiden (unabhängig von

der floristischen Qualität); Verbot von jeglichen Rodungsfräsen in extensiven Weiden

von hoher Qualität;

> Verzicht auf die Umwandlung von Weiden in Wiesen (unabhängig von der floristischen

Qualität);

> Verzicht auf die Bewässerung von Trockenwiesen und Steppen;

> die Schnitthöhe in trockenen und feuchten Wiesen auf mindestens 10 cm festlegen

(unabhängig von der floristischen Qualität und des benutzten Mähers);

> vorzugsweise Balkenmäher anstelle von Kreiselmähern und Mulchern benutzen, vor

allem in Extensivwiesen; Kreiselmäher und Mulcher in extensivem Grünland von

hoher Qualität (kantonale oder nationale Inventare, NHG-Flächen) verbieten;

> Bodentrocknung des Futters (unabhängig vom Typ der Mähmaschine), d. h. Verzicht

auf die sofortige Aufbereitung des Futters;

> Begrenzung der Anzahl Schnitte auf max. 2 in extensiven oder wenig intensiven

Wiesen von guter Qualität; im Tal sollte der erste Schnitt nicht vor dem 15. Juni

erfolgen;

> Durchführen eines Herbst- oder Winterschnittes in Mager- oder Trockenwiesen,

Streuewiesen und Flachmooren von hoher Qualität, um eine fortschreitende Verbuschung

zu verhindern; das abwechslungsweise Mähen von Teilflächen über 2 bis 5

Jahre (1 Teil wird geschnitten, während 1 bis 4 Teile stehen gelassen werden) kann

empfohlen werden;

> Öffnung von verbuschten Trockenwiesen und zunehmend verwaldendem Buschland,

wobei die Verbuschung mit Ziegen wirkungsvoller kontrolliert werden kann

als mit Rindern oder Schafen.

Referenzen

Antognoli et al. 1995, Carron 1999, Detzel 1998, Graf et al. 1999, Schlumprecht &

Waeber 2003, Walter et al. 2004.

1 GVE: Grossvieheinheit

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