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Wirtschaftszeitung_04122017

2 MACHER &MÄRKTE

2 MACHER &MÄRKTE Hochwertige Ideen Cysal, PolyTaksys und EVORION brauchten für den Start Unterstützer und Türöffner. IMPRESSUM DIE WIRTSCHAFT Münster /Münsterland Verlag und Herausgeber: Aschendorff Verlag GmbH &Co. KG, Geschäftsbereich: Media &Sales, Soester Straße 13, 48155 Münster, Telefon: 0251 690-0, Telefax: 0251 690-804801 Redaktion: Claudia Bakker (verantwortlich) Anzeigen Anzeigenleitung: Herbert Eick, E-Mail: anzeigen@die-wirtschaft-muensterland.de Objektkoordination: Frank Micheel, Lars Normann, Telefon: 0251 690-916162, Telefax: 0251 690-806190 Gestaltung/Layout: Lisa Stetzkamp Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH &Co. KG, Ander Hansalinie 1, 48163 Münster, Telefon: 0251 690-0, Telefax: 0251 690-215; Auflage 17.000 Exemplare www.die-wirtschaft-muensterland.de Rohstoffproduktion bei Cysal: Dr. Achmed Sallam (l.), Gründer und Geschäftsführer, und Dr. Martin Krehenbrink, Mitgründer und Leiter F&E Foto: Cysal In mikrofluidischen Strukturen können Tausende einzelner Zellen eingefangen und über sehr lange Zeiträume kultiviert und analysiert werden. Foto: EVORION/Claas König Dass in Münster Ideen mit einemMarktpotenzial eine Startchance erhalten, spürt augenblicklich Dr. Rebecca Melcher. Die 33- Jährige, Tochter eines selbstständigen Unternehmers, konnte jetzt ein kleines Büro imTechnologiehof an der Mendelstraße in Münster beziehen. Dortwill sie an dem von ihr entwickelten TestverfahrenimBereichPfl anzenschutz- und Düngemittel arbeiten. „Zwei Schreibtische, eine Kaffeemaschine“, zählt die Biologin die noch karge Einrichtung auf. Die Zusage für das Exist-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat Rebecca Melcher bereits in der Tasche.Dochleider hat sich das Verfahren länger hingezogen, so dass sich ein Betriebswirtschaftler, der anfangs mit im Boot war, wieder anders orientiert hat. Rebecca Melcher: „Ich bin also erneut auf der Suche.“ Mit zwei Wissenschaftlern und einem BWLer soll das neue Unternehmen an den Start gehen. Nachfragen von Firmen, die das beschleunigteTestverfahrennutzen wollen, gibt es bereits. „Es wird natürlich nicht den Feldversuch ablösen, aber noch schneller umfangreiche Ergebnisse liefern“, erklärt die Wissenschaftlerin. Die Biologin ist zuversichtlich: „Wenn sich unsereMethode nach erfolgreichen Tests etabliert hat, können wir vielleicht schon im nächsten Jahr eine technische Assistenzkraft einstellen.“ Schon im Geschäft ist EVORION Biotechnologies. Ein Exist-Gründerstipendium des Bundes und die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen halfen dabei, das münsterische Unternehmen an den Start zu bringen. Seitdem entwickelt EVORION Zellkultur- und Analyse- Systeme für die biomedizinische Forschung, Entwicklung und Diagnostik – vorallem im Bereich der Krebsforschung. Einer der Mitbegründer ist Dr. Sebastian Bühren (36), der am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster seine Doktorarbeit geschrieben und danach am Hauptsitz der Firma Qiagen in Hilden bei Düsseldorfals Produkt-Managergearbeitet hat. Keine schlechte Adresse. Denn Qiagen, in den 1980er Jahren selbst vonWissenschaftlern in Düsseldorf gegründet, zählt heute zuden großen Biotechnologieunternehmen. Schon seit Jahren werden die Aktien auch an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Ein Jahr später erlebteder Molekularbiologe bei seiner Arbeit für die AYOXX XA Biosystems GmbH in Köln, wie es einem kleineren Unternehmen inder Start-up- Phase ergeht. Diesen Geist, so sagt er heute, hat er mit nach Münster genommen, wo er mit dem Biotechnologen Hans Kleine-Brüggeney und dem Molekularbiologen Robert Weingarten EVOR- ION gründete. Wie Dr. Achmed Sallam bei der Cysal GmbH hatten auch Bühren und seine Mitstreiter „Türöffner“. Allen voran Prof. Dr. Bruno Moerschbacher vom Institut für Biologie und Biotechnologie der WWU, der die Geschäftsidee des jungen Teams unterstützte. „Wir können als Start-up an der Universität technische Geräte und spezielle Räume nutzen“, beschreibt Sebastian Bühren einen großen Vorteil, den EVORION als hochwertige Gründung aus den Naturwissenschaften hat. Privatwirtschaftlicher und akademischer Bereich müssen allerdings bei allem Tunpenibel voneinander getrennt bleiben. Im KernarbeitetEVORION an einem System, Tumorstammzellen bei der Auswertung genauer zu analysieren. Es soll möglich sein, den Beitrag einzelnerZellen zur Krebsentstehung beziehungsweise zur Krebsbekämpfung besser zu untersuchen. Im CenTech lief man mit dieser Idee offene Türen ein. wk Naturwissenschaftler und Firmengründer: (v.l.) Biologin Dr. Rebecca Melcher, Chemiker Dr. Christian Althaus, Biotechnologe Dr. Achmed Sallam und Molekularbiologe Dr. Sebastian Bühren Foto: Wolfgang Kleideiter Unser guter Name und unser Konzept –für Ihren Erfolg, denn Zeitarbeit ist Vertrauenssache. Verfürth Zeitarbeit hat durch jahrzehntelange Erfahrung bei Kunden und Mitarbeitern Vertrauen geschaffen. Wir setzen auf unsere Mitarbeiter, deren Qualifikation, Motivation und deren Fähigkeiten im Interesse unserer Kunden. Als Familienunternehmen mit langjährigen Angestellten stehen wir für den persönlichen Kontakt und garantieren effiziente und zuverlässige Personaldienstleistungen. Verfürth Zeitarbeit GmbH &Co. KG Hafenweg 13 48155 Münster T: +49 251 68 66 15-0 F: +49 251 68 66 15-20 www.verfuerth-zeitarbeit.de hallo@verfuerth-zeitarbeit.de Die Identifikation aller unserer Mitarbeiter mit unserem Unternehmen und für den jeweiligen Kunden wird durch eine faire, vertrauensvolle Zusammenarbeit erreicht und wirkt sich so unmittelbar im Arbeitsalltag aus.

MACHER &MÄRKTE 3 Geschäftsreisende sind auf vielen Strecken das Rückgrat FMO intensiviert die Gespräche mit der heimischen Wirtschaft und hat dafür sogar eine neue Stelle geschaffen. Der Flughafen Münster/Osnabrück ist wichtig für die Wirtschaft in der Region –die Feststellung ist so alt wie der FMO selbst. Was erfür die Unternehmen der Umgebung wirklich bedeutet, wurde der Öffentlichkeit bei einem IHK-Luftverkehrsforum so deutlich wie selten zuvor.Der Flughafen reagiert: Ein neuer Mann soll künftig den Kontakt pfl egen. Dr. Jürgen Vutz ist Geschäftsführer des Lengericher Maschinenbauers Windmöller & Hölscher, dessen Kunden zu 90 Prozent im Ausland sitzen. „Wir kaufen 5000 Flugtickets pro Jahr“, verdeutlichte Vutz beim Luftverkehrsforum, das auf Einladung der Industrie- und Handelskammern Nord-Westfalen und Osnabrück/Emsland/Grafschaft Bentheim stattfand. Zudem kämen jährlich mehr als 5000 Besucher nach Lengerich –via FMO. „Das ist ein echter Standortvorteil für uns.“ Doch: Nur etwa jeder fünfte Flug der W&H-Mitarbeiter geht über den heimischen Airport. Grund sind nicht nur fehlende Verbindungen, sondern es ist oft auch der Preis. Vutz erzählte von einem Flug vom FMO über München nach Boston, der ab Düsseldorf direkt und deutlich billiger möglich gewesen wäre. „Das ist Marktwirtschaft“, erklärteHarry Hohmeister, Mitglied des Vorstands bei derLufthansa. Doch er stellteinAussicht, dass die Preise fallenwerden –zumal die Lufthansa am FMO weiter die Kapazitäten ausbaue. Zu den Profiteuren des FMO gehört auch die Baustoffgruppe Sievert AG in Osnabrück. „Ich empfinde es als Luxus, dass ich erst eine Stunde vor Abfl fug in Osnabrück losfahren muss“, verdeutlichte Vorstand Niklas Sievert. „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre es Wien.“ Doch nicht etwa, um Prater oder Musicals zu sehen: „Wir haben einen Schwerpunkt in Ost-Europa.“ Wien als Torzuden eigenen Märkten – auch W&H-Chef Vutz würde sich freuen. „Wir buchen im Jahr 700 Flüge nach Wien.“ Doch ab FMO gibt Ankunft am FMO: Ein Lufthansa-Jet wird es keine Direktverbindung. eingewiesen. Foto: Wilfried Gerharz Um konkreter als bislang auf die spezifischen Bedürfnisse in der Region reagieren zu können, will der Flughafen künftig mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Dazu wurde eine neue Stelle geschaffen, wie FMO-Chef Dr. Rainer Schwarz verkündete.Denkbar sei, dass sich große Firmen mit Interesse an einer bislang fehlenden Verbindung verpfl ichten, eine bestimmte Anzahl Tickets abzunehmen. Solche Zusagen würden die Gespräche mit Fluglinien vereinfachen. Der neue Mann hat inzwischen mit der Arbeit begonnen –und istzugleich ein alter Hase im Terminal in der Hüttruper Heide. Christopher Godhoff soll Kontakt aufnehmenzuFirmen in der Region und mit ihnen Bedürfnisse ermitteln. Dabei kann er auf bestehende Kontakteaufb auen: Bis zuletzt betreuteder 44-Jährigeals Mitarbeiter im Lufthansa-City-Center Firmenkunden. „Als ich mich da vonmeinen Gesprächspartner: Christopher Godhoff nimmt für den FMO Kontakt zu Firmen in der Region auf und ermittelt deren Bedürfnisse. Kunden verabschiedet und gesagt habe, wasich künftig mache, habe ich schon gemerkt, dass es ein großes Interesse gibt.“ Faktoren, die für oder gegen eine Reise vom FMO sprechen, sind nach seiner Erfahrung derPreis,die Abfl ugzeiten –und natürlich die Verfügbarkeit. Wieder Wien: Zu keinem anderen Ziel, das nur durch Umsteigen zu erreichen ist, fl iegen ab Greven mehr Passagiere, denn Wien gilt als Tornach Osteuropa. Könnte sich da eine Direktverbindung lohnen? „Dafür bräuchten wir gut 60 000 Passagiere proJahr“, rechnetFMO-Sprecher Andrés Heinemann vor. Dabei sind Geschäftsreisende für den FMO das Rückgrat. Denn sie müssen fl e- xibel sein, buchen deshalb gerne kurzfristig und machen mit den dann üblichen höheren Ticketpreisen eine Strecke erst lukrativ.Rund80Prozent der Passagiere in den Maschinen nach Frankfurt sind auf Dienstreise, bei München sind es immer noch zwischen 60 und 70 Prozent. Die neuen FMO-Pläne und das große Interesseder Wirtschafts-Vertreter verfolgte Harry Hohmeister beim IHK-Luftverkehrsforum mit viel Interesse. Seine Airline Lufthansa ist mit zuletzt 600 000 jährlichen Passagieren der größteKunde des FMO.Inseinem Vortrag erläuterteer die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt der weltweiten Flüge, auf dem am Ende nur große Fluggesellschaften überleben könnten. Er versprach eine weitere „gute gemeinsame Zukunft“ mit dem FMO. Und wenn erst die Übernahme der Air Berlin gemeistert, die Lufthansa-Billigtochter Eurowings neu organisiert und die übernommenen Maschinen wieder startklar sind, käme auch die Zeit, um über weitere Ziele ab FMO nachzudenken. Dass der Flughafen bei allem, wasertut, aufdie heimische Wirtschaft bauen kann, versicherten die IHK-Präsidenten Dr. Benedikt Hüffer (Nord Westfalen) und Martin Schlichter (Osnabrück/Emsland/ Grafschaft Bentheim). Schließlich, betonteHüffer,verzeichne die Wirtschaft in der hiesigen, einst so ländlich geprägten Region inzwischen einen Exportanteil von 30bis 40 Prozent. Gunnar Pier Dasideale Umfeld. Unternehmer im ecopark wissen: Wo Mitarbeiter sich wohlfühlen,da leisten sie gute Arbeit. Investieren auch Sie in ein gutes Umfeld–fürIhre Mitarbeiter und fürIhr Unternehmen. Im ecopark an der Hansalinie A1. ecopark –der Qualitätsstandort. Foto: Gunnar A. Pier

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